15. Qualitätsindikatoren – Kolorektales Karzinom
1: Erfassung Familienanamnese (seit 2017)
Zähler
Anzahl Patienten mit ausgefülltem Patientenfragebogen
Nenner
Alle Patienten mit Erstdiagnose eines KRK
Qualitätsziel / Referenzbereich
Begründung dieses QI:
Die Analyse der international bereits verwendeten QI (hier v.a. ASCO) hat gezeigt, dass international QI für die
Erfassung der Familienanamnese beschrieben sind. Die Leitliniengruppe hält den Bereich für relevant, so dass sie ohne begleitende starke Empfehlung in der Leitlinie einen QI definiert.
Anmerkung
Qualitätsziel:
Möglichst häufig Ausfüllen des Patientenfragebogens für die Erfassung der Familienanamnese.
Meldeanlass:
Diagnosemeldung
Anmerkung:
Patientenfragebogen: https://www.krebsgesellschaft.de/unsere-themen/zertifizierung/erhebungsboegen-und-dokumente?file=files/content/unsere-themen/zertifizierung/erhebungsboegen-und-dokumente/darmkrebszentren/aktuell/patientenfragebogen_genetik_dz-b2_190322_ausfuellbar.pdf
Referenz-Empfehlungen
Bei jedem Patienten mit Darmkrebs soll die Eigen- und Familienanamnese bezüglich onkologischer Erkrankungen erhoben werden.
- Konsens
- Starker Konsens (98%)
Änderungshinweis
Win erhöhtes familiäres Darmkrebsrisiko wird durch die ärztliche Anamnese erfasst. Jedoch besteht keine verpflichtende Erfassung der Familienanamnese und ggf. deren Wiederholung im Intervall. Die Verwendung von standardisierten Fragebögen kann geeignet sein, die Erfassung von Personen mit erhöhtem Risiko zu verbessern.2: Vollständige Befundberichte nach Tumorresektion bei KRK (modifiziert 2025)
Zähler
Pat. des Nenners mit Befundbericht mit Angabe von: o Tumortyp nach WHO-Klassifikation o Tumorinvasionstiefe (pT-Klassifikation) o Tumorgröße* o Lokalisation des Tumors o Status der regionären Lymphknoten (pN-Klassifikation)* o Anzahl der untersuchten Lymphknoten inkl. Verhältnis von untersuchten zu befallenen Lymphknoten* o Graduierung nach WHO-Klassifikation* o Nachweis von Lymph- oder Blutgefäßeinbrüchen (L- und V-Kategorie)* o Nachweis einer Perineuralscheideninfiltration (Pn-Kategorie)* o Abstand von den Resektionsrändern (beim Rektumkarzinom auch circumferentiell)* o R-Klassifikation* o Regressionsgrad (nur bei Rektumkarzinom nach neoadjuvanter Therapie) * entfallend bei kompletter Remission nach neoadjuvanter Therapie
Nenner
Alle Pat. mit KRK und operativer Resektion
Qualitätsziel / Referenzbereich
EK, starker Konsens
Anmerkung
Qualitätsziel:
Möglichst häufig vollständige Befundberichte nach Tumorresektion bei KRK
Meldeanlass:
Pathologiemeldung
Referenz-Empfehlungen
Folgende Angaben sollen durch den Pathologen am Resektat erhoben werden:
- Tumortyp nach WHO-Klassifikation
- Tumorinvasionstiefe (pT-Klassifikation)
- Tumorgröße
- Lokalisation des Tumors
- Status der regionäre Lymphknoten (pN-Klassifikation)
- Anzahl der untersuchten Lymphknoten inkl. Verhältnis von untersuchten zu befallenen Lymphknoten
- Mindestanzahl der zu untersuchenden Lymphknoten: 12
- Graduierung nach WHO-Klassifikation
- Nachweis von Lymph- oder Blutgefäßeinbrüchen (L- und V-Kategorie)
- Nachweis einer Perineuralscheideninfiltration (Pn-Kategorie)
- Abstand von den Resektionsrändern (beim Rektumkarzinom auch circumferentiell)
- R-Klassifikation
- Regressionsgrad (beim Rektumkarzinom bei Z. n. neo-adjuvanter Therapie)
- Mikrosatelliten-Status (wenn noch nicht an der Biopsie erfolgt)
- Mutationsstatus relevanter Gene (vor Einleitung einer systemischen Therapie RAS- und BRAF-Status, ggf. Her2/neu und NTRK)
- Budding-Status
- Bei pT1-Karzinomen Angabe eines Risiko-Scores für das Vorhandensein von Lymphknoten-Metastasen (siehe Empfehlung [6.8] im Kapitel Endoskopie: Durchführung und Polypenmanagement)
- Angabe der Qualität des TME-Präparats
- Vorhandensein einer Perforation
- Konsens
- Starker Konsens (98,4%)
Änderungshinweis
Folgende Angaben durch den Pathologen sind erforderlich: Tumortyp nach WHO-Klassifiktion, Tumorinvasionstiefe (pT-Klassifikation), Status der regionäre Lymphknoten (pN-Klassifikation), Anzahl der untersuchten Lymphknoten, Mindestanzahl der zu untersuchenden Lymphknoten: 12, Grading, Abstand von den Restriktionsrändern (beim Rektumkarzinom auch circumferentiell), R-Klassifikation3: Mutationsbestimmung bei mKRK (modifiziert 2025)
Zähler
Pat. des Nenners mit Bestimmung RAS- (= KRAS u NRAS-Mutationen) sowie BRAF-Mutation mit Angabe des exakten Mutationstyps im Befund vor Beginn der medikamentösen Systemtherapie
Nenner
Alle Pat. mit metastasiertem kolorektalem Karzinom (mKRK) und Erstlinientherapie
Qualitätsziel / Referenzbereich
EG A, LoE 1
Anmerkung
Qualitätsziel:
Möglichst häufig mit Angabe des exakten Mutationstyps im Befund Mutationsbestimmung vor Erstlinientherapie bei mKRK.
Meldeanlass:
Therapiemeldung
Referenz-Empfehlungen
Die Bestimmung von RAS- und BRAF-Mutationen soll noch vor Einleitung der medikamtenösen Systemtherapie in der metastasierten Situation erfolgen.
Bei Nachweis einer Mutation soll im Befund der exakte Mutationstyp angegeben werden.
Siehe Supplement v3.0_Evidenzbericht und Appendix, Evidenztabelle "AG 6 Empfehlung 9.4"
- Empfehlungsgrad
- A: Starke Empfehlung für oder gegen ein Maßnahme - verwendete Ausdrucksweise = soll/soll nicht
- Evidenzlevel
- 1
- Konsens
- Starker Konsens (100%)
- Literatur
- [695] [696] [697] [698] [699]
Änderungshinweis
Die Bestimmung von (ALL) RAS- und BRAF-Mutationen soll möglichst noch vor Einleitung der Erstlinientherapie erfolgen.5: Vollständiger Befund des prätherapeutischen MRT (modifiziert 2025)
Zähler
Pat. des Nenners mit MRT-Befund mit Angabe von 1. Tumorgröße/Infiltration (cT-Kategorie) 2. lokalen Lymphknoten (cN-Kategorie) 3. Beteiligung Mesorektale Faszie (MRF) 4. Auffälligkeit lateral pelvine Lymphknoten 5. Infiltration extramuraler Gefäße (EMVI)
Nenner
Alle Pat. mit Rektumkarzinom und prätherapeutischem MRT
Qualitätsziel / Referenzbereich
EK., starker Konsens
Anmerkung
Qualitätsziel:
Möglichst häufig vollständiger Befundbericht des prätherapeutischen MRT
Meldeanlass:
Verlaufsmeldung
Referenz-Empfehlungen
Folgende Charakteristika sollen im MRT-Befund enthalten sein:
- Tumorgröße/Infiltration (cT-Kategorie)
- lokale Lymphknoten (cN-Kategorie)
- Mesorektale Faszie (MRF) involviert?
- lateral pelvine Lymphknoten auffällig?
- Infiltration extramuraler Gefäße (EMVI)
- Konsens
- Starker Konsens (98%)
Änderungshinweis
Die Befundbeschreibung soll eine Aussage über den Abstand zur mesorektalen Faszie beinhalten.6: Qualität TME (seit 2013)
Zähler
Pat. des Nenners mit guter oder moderater Qualität (Grad 1: Mesorektale Faszie erhalten oder Grad 2: Intramesorektale Einrisse) der TME
Nenner
Alle Pat. mit radikal operiertem Rektumkarzinom
Qualitätsziel / Referenzbereich
EK, starker Konsens
Anmerkung
Qualitätsziel:
Möglichst häufig gute bzw. moderate Qualität der TME bei Rektumkarzinom
Meldeanlass:
Pathologiemeldung
Referenz-Empfehlungen
Da die Qualität eines Operationsresektates unter Berücksichtigung der oben genannten Kategorien Rückschlüsse auf die Prognose bezüglich der Entwicklung eines Lokalrezidives zulässt, soll diese obligat im patho-histologischen Befund-bericht wie folgend beschrieben werden:
Die Qualität des Präparates wird beurteilt an der Integrität der mesorektalen Faszie im Falle der Resektion mit 3 Kategorien:
- Grad1 (gut): Mesorektale Faszie erhalten
- Grad 2 (moderat): Intramesorektale Einrisse
- Grad 3 (schlecht): Erreichen der Muscularis propria oder Tumor
Im Falle einer Rektumexstirpation sind bei einer vollständigen Resektion der Levatormuskulatur Präparateinrisse und ein tumorpositiver zirkumferentieller Sicherheitsabstand seltener.
Im patho-histologischen Befundbericht ist deshalb die Beschreibung bezüglich der Radikalität im Bereich der Levatormuskulatur obligat. Hierzu sollen folgende Kategorien Verwendung finden:
- Grad 1 (gut): Levatormuskulatur mitreseziert, keine Eröffnung des Darmes oder des Tumors
- Grad 2 (moderat): Muscularis propria erhalten, keine Eröffnung des Darmes oder des Tumors
- Grad 3 (schlecht): Teile der Muscularis propria fehlen oder Eröffnung des Darmes oder des Tumors
Diese Bewertungen sind vom Pathologen vorzunehmen.
- Konsens
- Starker Konsens (100%)
7: Vorstellung Tumorkonferenz (seit 2013)
Zähler
Pat. des Nenners, die prätherapeutisch in einer interdisziplinären Tumorkonferenz vorgestellt wurden
Nenner
Alle Pat. mit Rektumkarzinom und alle Pat. mit Kolonkarzinom Stad. IV
Qualitätsziel / Referenzbereich
EK, starker Konsens
Anmerkung
Qualitätsziel:
Möglichst häufig Vorstellung der Pat. mit RektumCa und der Pat. mit KolonCa Stad. IV in der prätherapeutischen Tumorkonferenz
Meldeanlass:
Therapiemeldung
Referenz-Empfehlungen
Alle Patienten mit KRK sollen in einer interdisziplinären Tumorkonferenz vorgestellt werden.
Zusätzlich prätherapeutisch sollen Patienten in folgenden Konstellationen vorgestellt werden:
- jedes Rektumkarzinom
- jedes Kolonkarzinom im Stadium IV
- metachrone Fernmetastasen
- Lokalrezidive
- vor jeder Metastasen-gerichteten Therapie
- Konsens
- Starker Konsens (100%)
Änderungshinweis
Alle Patienten mit KRK sollen nach Abschluss der Primärtherapie (z.B. Operation, Chemotherapie) in einer interdisziplinären Tumorkonferenz vorgestellt werden. Bereits prätherapeutisch sollen Patienten in folgenden Konstellationen vorgestellt werden: • jedes Rektumkarzinom • jedes Kolonkarzinom im Stadium IV • metachrone Fernmetastasen • Lokalrezidive • vor jeder lokal ablativen Maßnahme, z.B. RFA/LITT/SIRT8: Adjuvante Chemotherapie (seit 2013)
Zähler
Pat. des Nenners, die eine adjuvante Chemotherapie erhalten haben
Nenner
Alle Pat. mit Kolonkarzinom im UICC Stadium III, bei denen eine R0-Resektion des Primärtumors erfolgte
Qualitätsziel / Referenzbereich
EG B, LoE 1a
Anmerkung
Die AG QI hält den QI 8 weiterhin für relevant, sodass er – trotz Herabstufung der Empfehlung auf „sollte“ – bestehen bleibt.
Qualitätsziel:
Adäquate Durchführung der adjuvanten Chemotherapie nach R0-Resektion KolonCa Stad. III
Meldeanlass:
Therapie
Referenz-Empfehlungen
Bei Patienten mit einem R0 resezierten Kolonkarzinom im Stadium III sollte eine adjuvante Chemotherapie durchgeführt werden.
- Empfehlungsgrad
- B: Empfehlung für oder gegen eine Maßnahme - verwendete Ausdrucksweise = sollte/sollte nicht
- Evidenzlevel
- 1a
- Konsens
- Starker Konsens (98,3%)
- Literatur
- [770] [771] [772] [773]
Änderungshinweis
Bei Patienten mit einem R0 resezierten Kolonkarzinom im Stadium III soll eine adjuvante Chemotherapie durchgeführt werden.9: Anastomoseninsuffizienz Rektumkarzinom (seit 2013)
Zähler
Pat. des Nenners mit Anastomoseninsuffizienz Grad B (mit Antibiotikagabe o. interventioneller Drainage o. transanaler Lavage/Drainage) oder C ((Re-)-Laparotomie)
Nenner
Alle Pat. mit Rektumkarzinom, bei denen in einer elektiven primären Tumorresektion eine Anastomose angelegt wurde.
Qualitätsziel / Referenzbereich
Keine Evidenzgrundlage, die einer starken Empfehlung zugeordnet ist, da dieser Indikator nicht aus einer solchen abgeleitet wurde.
Begründung dieses QI:
Die Leitlinienkommission hat beschlossen, dass nicht nur Strukturqualitätsziele, sondern auch Ergebnisqualitätsziele berücksichtigt werden sollen. Daraus ergibt sich die Aufnahme dieses Indikators auch ohne konsentierte starke Empfehlung in der Leitlinie.
Anmerkung
Qualitätsziel:
Möglichst selten Anastomoseninsuffizienzen Grad B oder C nach Anastomosenanlage bei operiertem Rektumkarzinom.
Meldeanlass:
Verlaufsmeldung
Referenz-Empfehlungen
10: Anastomoseninsuffizienz Kolonkarzinom (seit 2013)
Zähler
Pat. des Nenners mit Re-Interventionsbedürftigen Anastomoseninsuffizienzen.
Nenner
Alle Patienten mit Kolonkarzinom, bei denen in einer elektiven Tumorresektion eine Anastomose angelegt wurde.
Qualitätsziel / Referenzbereich
Keine Evidenzgrundlage, die einer starken Empfehlung zugeordnet ist, da dieser Indikator nicht aus einer solchen abgeleitet wurde.
Begründung dieses QI:
Die Leitlinienkommission hat beschlossen, dass nicht nur Strukturqualitätsziele, sondern auch Ergebnisqualitätsziele berücksichtigt werden sollen. Daraus ergibt sich die Aufnahme dieses Indikators auch ohne konsentierte starke Empfehlung in der Leitlinie.
Anmerkung
Qualitätsziel:
Möglichst selten re-interventions-bedürftige Anastomoseninsuffizienzen Grad B oder C nach Anastomosenanlage bei operiertem Kolonkarzinom
Meldeanlass:
Verlaufsmeldung
Referenz-Empfehlungen
11: Anzeichnung Stomaposition (seit 2013)
Zähler
Pat. des Nenners mit präoperativer Anzeichnung der Stomaposition
Nenner
Alle Pat. mit Rektumkarzinom, bei denen eine Operation mit Stomaanlage durchgeführt wurde
Qualitätsziel / Referenzbereich
EK, starker Konsens
Anmerkung
Qualitätsziel:
Möglichst häufig präoperative Anzeichnung der Stomaposition
Meldeanlass:
Operationsmeldung
Referenz-Empfehlungen
Die Stomaposition soll präoperativ, wenn möglich, im Sitzen, Stehen und im Liegen angezeichnet werden.
Im Falle eines Notfalleingriffes soll das Stoma präoperativ zumindest im Liegen und wenn möglich im Sitzen eingezeichnet werden.
- Konsens
- Starker Konsens (100%)
Änderungshinweis
Die Stomaposition soll präoperativ angezeichnet werden.12: Keimbahndiagnostik auf Lynch-Syndrom (neu 2025)
Zähler
Pat. des Nenners mit Angebot einer genetischen Keimbahndiagnostik auf ein Lynch-Syndrom
Nenner
Pat. mit MSI/dMMR-KRK ohne Hinweise auf sporadische Genese (bei MLH1-Ausfall: keine MLH1-Promoter-Methylierung und keine BRAF-p.Val600Glu-Mutation)
Qualitätsziel / Referenzbereich
EG A, LoE 2b
Anmerkung
Qualitätsziel:
Möglichst häufiges Angebot einer genetischen Keimbahn-Diagnostik zur Abklärung eines Lynch-Syndroms.
Meldeanlass:
Therapiemeldung
Referenz-Empfehlungen
Allen Patienten mit MSI/dMMR-KRK ohne Hinweise für eine sporadische Tumorerkrankung (bei MLH1-Ausfall: keine MLH1-Promotor-Methylierung, keine BRAF-Mutation p.Val600Glu) soll eine genetische Keimbahn-Diagnostik auf ein Lynch-Syndrom angeboten werden.
- Empfehlungsgrad
- A: Starke Empfehlung für oder gegen ein Maßnahme - verwendete Ausdrucksweise = soll/soll nicht
- Evidenzlevel
- 2b
- Konsens
- Starker Konsens (98,3%)
- Literatur
- [145]
4: unbesetzt
Referenz-Empfehlungen
13: Rekonstruktion mir Reservoirbildung bei tiefer anteriorer Rektumresektion (neu 2025)
Zähler
Pat. des Nenners mit Rekonstruktion mit Reservoirbildung (Colon-J-Pouch oder Seit-zu-End-Anastomose)
Nenner
Alle Pat. mit Rektumkarzinom und tiefer anteriorer Rektumresektion mit Rekonstruktion
Qualitätsziel / Referenzbereich
EG A, LoE 1a
Anmerkung
Qualitätsziel:
Möglichst häufige Rekonstruktion mit Reservoirbildung (Colon-J-Pouch oder Seit-zu-End-Anastomose) nach tiefer anteriorer Resektion
Meldeanlass:
Operationsmeldung
Referenz-Empfehlungen
Bei der Rekonstruktion nach tiefer anteriorer Resektion soll wegen besserer funktioneller Ergebnisse eine Reservoirbildung (Colon-J-Pouch oder die Seit-zu-End-Anastomose) erfolgen.
- Empfehlungsgrad
- A: Starke Empfehlung für oder gegen ein Maßnahme - verwendete Ausdrucksweise = soll/soll nicht
- Evidenzlevel
- 1a
- Konsens
- Konsens (95%)
- Literatur
- [592] [593] [594] [595]
Änderungshinweis
7.31 Bei der Rekonstruktion nach tiefer anteriorer Resektion soll wegen der besseren funktionellen Ergebnisse in der Regel (wenn anatomisch machbar) keine gerade colo-anale Anastomose angelegt werden. 7.32 Von den verschiedenen Rekonstruktions-Formen sind die Vorteile im funktionellen Ergebnis des Colon-J-Pouches am besten belegt. 7.33 Unter funktionellen Gesichtspunkten ist die transverse Koloplastie dem Colon-J-Pouch unterlegen. 7.34 Möglicherweise ist die Seit-zu-End-Anastomose dem Colon-J-Pouch ebenbürtig.14: immunhistochemische MMR-Diagnostik (neu 2025)
Zähler
Pat. des Nenners mit Feststellung des Ernährungsstatus nach Nutritional Risk Score und Body Mass Index bei Diagnosestellung
Nenner
Alle Pat. mit Erstdiagnose eines kolorektalen Karzinoms
Qualitätsziel / Referenzbereich
Anmerkung
Qualitätsziel:
Möglichst häufige strukturierte Erfassung des Ernährungsstatus zur frühzeitigen Identifikation von Mangelernährung bei Diagnosestellung
Meldeanlass:
Diagnose
Referenz-Empfehlungen
Alle KRK sollen bei der Erstdiagnose auf das Vorliegen einer Mismatch-Reparatur-Defizienz (dMMR) bzw. einer Mikrosatelliten-Instabilität (MSI) untersucht werden. Dafür soll eine qualitätsgesicherte Immunhistochemie zum Nachweis der Mismatch-Reparatur-Genprodukte MLH1, MSH2, MSH6 und PMS2 durchgeführt werden.
15: Ernährungsstatus (neu 2025)
Zähler
Pat. des Nenners mit Feststellung des Ernährungsstatus nach Nutritional Risk Score und Body Mass Index bei Diagnosestellung
Nenner
Alle Pat. mit Erstdiagnose eines kolorektalen Karzinoms
Qualitätsziel / Referenzbereich
EG A,
Anmerkung:
Leitlinienadaptation ESPEN practical guideline: Clinical Nutrition in cancer https://www.clinicalnutritionjournal.com/action/showPdf?pii=S0261-5614%2821%2900079-0
Anmerkung
Qualitätsziel:
Möglichst häufige strukturierte Erfassung des Ernährungsstatus zur frühzeitigen Identifikation
Referenz-Empfehlungen
Ab Diagnose einer Tumorerkrankung soll die regelmäßige Erfassung von Nahrungsaufnahme, Gewichtsveränderung und BMI – unter Nutzung etablierter Verfahren (e.g. NRS 2002, MUST) – erfolgen.
Leitlinienadaptation ESPEN practical guideline: Clinical Nutrition in cancer
- Empfehlungsgrad
- A: Starke Empfehlung für oder gegen ein Maßnahme - verwendete Ausdrucksweise = soll/soll nicht
- Evidenzlevel
- Konsens
- Starker Konsens (96,7%)
- Literatur
- [1060]
Literaturhinweise
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