Leitlinienprogramm OnkologieKolorektales Karzinom

15. Qualitätsindikatoren – Kolorektales Karzinom

Version 3.2 · März 2026 · AWMF 021-007OL
Leitlinienprogramm Onkologie · Deutsche Krebsgesellschaft · Deutsche Krebshilfe · AWMF

1: Erfassung Familienanamnese (seit 2017)

Zähler

Anzahl Patienten mit ausgefülltem Patientenfragebogen

Nenner

Alle Patienten mit Erstdiagnose eines KRK

Qualitätsziel / Referenzbereich

Begründung dieses QI:
Die Analyse der international bereits verwendeten QI (hier v.a. ASCO) hat gezeigt, dass international QI für die
Erfassung der Familienanamnese beschrieben sind. Die Leitliniengruppe hält den Bereich für relevant, so dass sie ohne begleitende starke Empfehlung in der Leitlinie einen QI definiert.

Anmerkung

Qualitätsziel:
Möglichst häufig Ausfüllen des Patientenfragebogens für die Erfassung der Familienanamnese.

Meldeanlass:
Diagnosemeldung

Anmerkung:

Patientenfragebogen: https://www.krebsgesellschaft.de/unsere-themen/zertifizierung/erhebungsboegen-und-dokumente?file=files/content/unsere-themen/zertifizierung/erhebungsboegen-und-dokumente/darmkrebszentren/aktuell/patientenfragebogen_genetik_dz-b2_190322_ausfuellbar.pdf

Referenz-Empfehlungen

5.1 · Konsensbasierte Empfehlung · modifiziert 2025

Bei jedem Patienten mit Darmkrebs soll die Eigen- und Familienanamnese bezüglich onkologischer Erkrankungen erhoben werden.

Konsens
Starker Konsens (98%)
ÄnderungshinweisWin erhöhtes familiäres Darmkrebsrisiko wird durch die ärztliche Anamnese erfasst. Jedoch besteht keine verpflichtende Erfassung der Familienanamnese und ggf. deren Wiederholung im Intervall. Die Verwendung von standardisierten Fragebögen kann geeignet sein, die Erfassung von Personen mit erhöhtem Risiko zu verbessern.

Empfehlung im Kapitel

2: Vollständige Befundberichte nach Tumorresektion bei KRK (modifiziert 2025)

Zähler

Pat. des Nenners mit Befundbericht mit Angabe von: o Tumortyp nach WHO-Klassifikation o Tumorinvasionstiefe (pT-Klassifikation) o Tumorgröße* o Lokalisation des Tumors o Status der regionären Lymphknoten (pN-Klassifikation)* o Anzahl der untersuchten Lymphknoten inkl. Verhältnis von untersuchten zu befallenen Lymphknoten* o Graduierung nach WHO-Klassifikation* o Nachweis von Lymph- oder Blutgefäßeinbrüchen (L- und V-Kategorie)* o Nachweis einer Perineuralscheideninfiltration (Pn-Kategorie)* o Abstand von den Resektionsrändern (beim Rektumkarzinom auch circumferentiell)* o R-Klassifikation* o Regressionsgrad (nur bei Rektumkarzinom nach neoadjuvanter Therapie)  * entfallend bei kompletter Remission nach neoadjuvanter Therapie

Nenner

Alle Pat. mit KRK und operativer Resektion

Qualitätsziel / Referenzbereich

EK, starker Konsens

 

Anmerkung

Qualitätsziel: 

Möglichst häufig vollständige Befundberichte nach Tumorresektion bei KRK

Meldeanlass:
Pathologiemeldung

Referenz-Empfehlungen

8.2 · Konsensbasierte Empfehlung · modifiziert 2025

Folgende Angaben sollen durch den Pathologen am Resektat erhoben werden: 

  • Tumortyp nach WHO-Klassifikation
  • Tumorinvasionstiefe (pT-Klassifikation)
  • Tumorgröße
  • Lokalisation des Tumors
  • Status der regionäre Lymphknoten (pN-Klassifikation)
  • Anzahl der untersuchten Lymphknoten inkl. Verhältnis von untersuchten zu befallenen Lymphknoten
  • Mindestanzahl der zu untersuchenden Lymphknoten: 12
  • Graduierung nach WHO-Klassifikation
  • Nachweis von Lymph- oder Blutgefäßeinbrüchen (L- und V-Kategorie)
  • Nachweis einer Perineuralscheideninfiltration (Pn-Kategorie)
  • Abstand von den Resektionsrändern (beim Rektumkarzinom auch circumferentiell)
  • R-Klassifikation
  • Regressionsgrad (beim Rektumkarzinom bei Z. n. neo-adjuvanter Therapie)
  • Mikrosatelliten-Status (wenn noch nicht an der Biopsie erfolgt)
  • Mutationsstatus relevanter Gene (vor Einleitung einer systemischen Therapie RAS- und BRAF-Status, ggf. Her2/neu und NTRK)
  • Budding-Status
  • Bei pT1-Karzinomen Angabe eines Risiko-Scores für das Vorhandensein von Lymphknoten-Metastasen (siehe Empfehlung [6.8] im Kapitel Endoskopie: Durchführung und Polypenmanagement)
  • Angabe der Qualität des TME-Präparats
  • Vorhandensein einer Perforation
Konsens
Starker Konsens (98,4%)
ÄnderungshinweisFolgende Angaben durch den Pathologen sind erforderlich: Tumortyp nach WHO-Klassifiktion, Tumorinvasionstiefe (pT-Klassifikation), Status der regionäre Lymphknoten (pN-Klassifikation), Anzahl der untersuchten Lymphknoten, Mindestanzahl der zu untersuchenden Lymphknoten: 12, Grading, Abstand von den Restriktionsrändern (beim Rektumkarzinom auch circumferentiell), R-Klassifikation

Empfehlung im Kapitel

3: Mutationsbestimmung bei mKRK (modifiziert 2025)

Zähler

Pat. des Nenners mit Bestimmung RAS- (= KRAS u NRAS-Mutationen) sowie BRAF-Mutation mit Angabe des exakten Mutationstyps im Befund vor Beginn der medikamentösen Systemtherapie

Nenner

Alle Pat. mit metastasiertem kolorektalem Karzinom (mKRK) und Erstlinientherapie

Qualitätsziel / Referenzbereich

EG A, LoE 1

Anmerkung

Qualitätsziel:

Möglichst häufig mit Angabe des exakten Mutationstyps im Befund Mutationsbestimmung vor Erstlinientherapie bei mKRK.

Meldeanlass:
Therapiemeldung

Referenz-Empfehlungen

8.10 · Evidenzbasierte Empfehlung · modifiziert 2025

Die Bestimmung von RAS- und BRAF-Mutationen soll noch vor Einleitung der medikamtenösen Systemtherapie in der metastasierten Situation erfolgen.

Bei Nachweis einer Mutation soll im Befund der exakte Mutationstyp angegeben werden.

Siehe Supplement v3.0_Evidenzbericht und Appendix, Evidenztabelle "AG 6 Empfehlung 9.4"

Empfehlungsgrad
A: Starke Empfehlung für oder gegen ein Maßnahme - verwendete Ausdrucksweise = soll/soll nicht
Evidenzlevel
1
Konsens
Starker Konsens (100%)
Literatur
[695] [696] [697] [698] [699]
ÄnderungshinweisDie Bestimmung von (ALL) RAS- und BRAF-Mutationen soll möglichst noch vor Einleitung der Erstlinientherapie erfolgen.

Empfehlung im Kapitel

5: Vollständiger Befund des prätherapeutischen MRT (modifiziert 2025)

Zähler

Pat. des Nenners mit MRT-Befund mit Angabe von 1. Tumorgröße/Infiltration (cT-Kategorie) 2. lokalen Lymphknoten (cN-Kategorie) 3. Beteiligung Mesorektale Faszie (MRF) 4. Auffälligkeit lateral pelvine Lymphknoten 5. Infiltration extramuraler Gefäße (EMVI)

Nenner

Alle Pat. mit Rektumkarzinom und prätherapeutischem MRT

Qualitätsziel / Referenzbereich

EK., starker Konsens

Anmerkung

Qualitätsziel:

Möglichst häufig vollständiger Befundbericht des prätherapeutischen MRT

Meldeanlass:
Verlaufsmeldung

Referenz-Empfehlungen

7.6 · Konsensbasierte Empfehlung · modifiziert 2025

Folgende Charakteristika sollen im MRT-Befund enthalten sein:

  1. Tumorgröße/Infiltration (cT-Kategorie)
  2. lokale Lymphknoten (cN-Kategorie)
  3. Mesorektale Faszie (MRF) involviert?
  4. lateral pelvine Lymphknoten auffällig?
  5. Infiltration extramuraler Gefäße (EMVI)
Konsens
Starker Konsens (98%)
ÄnderungshinweisDie Befundbeschreibung soll eine Aussage über den Abstand zur mesorektalen Faszie beinhalten.

Empfehlung im Kapitel

6: Qualität TME (seit 2013)

Zähler

Pat. des Nenners mit guter oder moderater Qualität (Grad 1: Mesorektale Faszie erhalten oder Grad 2: Intramesorektale Einrisse) der TME

Nenner

Alle Pat. mit radikal operiertem Rektumkarzinom

Qualitätsziel / Referenzbereich

EK, starker Konsens

Anmerkung

Qualitätsziel:

Möglichst häufig gute bzw. moderate Qualität der TME bei Rektumkarzinom

Meldeanlass:
Pathologiemeldung

Referenz-Empfehlungen

8.4 · Konsensbasierte Empfehlung · geprüft 2025

Da die Qualität eines Operationsresektates unter Berücksichtigung der oben genannten Kategorien Rückschlüsse auf die Prognose bezüglich der Entwicklung eines Lokalrezidives zulässt, soll diese obligat im patho-histologischen Befund-bericht wie folgend beschrieben werden:

Die Qualität des Präparates wird beurteilt an der Integrität der mesorektalen Faszie im Falle der Resektion mit 3 Kategorien:

  • Grad1 (gut): Mesorektale Faszie erhalten
  • Grad 2 (moderat): Intramesorektale Einrisse
  • Grad 3 (schlecht): Erreichen der Muscularis propria oder Tumor

Im Falle einer Rektumexstirpation sind bei einer vollständigen Resektion der Levatormuskulatur Präparateinrisse und ein tumorpositiver zirkumferentieller Sicherheitsabstand seltener.

Im patho-histologischen Befundbericht ist deshalb die Beschreibung bezüglich der Radikalität im Bereich der Levatormuskulatur obligat. Hierzu sollen folgende Kategorien Verwendung finden:

  • Grad 1 (gut): Levatormuskulatur mitreseziert, keine Eröffnung des Darmes oder des Tumors
  • Grad 2 (moderat): Muscularis propria erhalten, keine Eröffnung des Darmes oder des Tumors
  • Grad 3 (schlecht): Teile der Muscularis propria fehlen oder Eröffnung des Darmes oder des Tumors

Diese Bewertungen sind vom Pathologen vorzunehmen.

Konsens
Starker Konsens (100%)

Empfehlung im Kapitel

7: Vorstellung Tumorkonferenz (seit 2013)

Zähler

Pat. des Nenners, die prätherapeutisch in einer interdisziplinären Tumorkonferenz vorgestellt wurden

Nenner

Alle Pat. mit Rektumkarzinom und alle Pat. mit Kolonkarzinom Stad. IV

Qualitätsziel / Referenzbereich

EK, starker Konsens

Anmerkung

Qualitätsziel:

Möglichst häufig Vorstellung der Pat. mit RektumCa und der Pat. mit KolonCa Stad. IV in der prätherapeutischen Tumorkonferenz

Meldeanlass:
Therapiemeldung

Referenz-Empfehlungen

7.1 · Konsensbasierte Empfehlung · modifiziert 2025

Alle Patienten mit KRK sollen in einer interdisziplinären Tumorkonferenz vorgestellt werden.

Zusätzlich prätherapeutisch sollen Patienten in folgenden Konstellationen vorgestellt werden:

  • jedes Rektumkarzinom
  • jedes Kolonkarzinom im Stadium IV
  • metachrone Fernmetastasen
  • Lokalrezidive
  • vor jeder Metastasen-gerichteten Therapie
Konsens
Starker Konsens (100%)
ÄnderungshinweisAlle Patienten mit KRK sollen nach Abschluss der Primärtherapie (z.B. Operation, Chemotherapie) in einer interdisziplinären Tumorkonferenz vorgestellt werden. Bereits prätherapeutisch sollen Patienten in folgenden Konstellationen vorgestellt werden: • jedes Rektumkarzinom • jedes Kolonkarzinom im Stadium IV • metachrone Fernmetastasen • Lokalrezidive • vor jeder lokal ablativen Maßnahme, z.B. RFA/LITT/SIRT

Empfehlung im Kapitel

8: Adjuvante Chemotherapie (seit 2013)

Zähler

Pat. des Nenners, die eine adjuvante Chemotherapie erhalten haben

Nenner

Alle Pat. mit Kolonkarzinom im UICC Stadium III, bei denen eine R0-Resektion des Primärtumors erfolgte

Qualitätsziel / Referenzbereich

EG B, LoE 1a

Anmerkung

Die AG QI hält den QI 8 weiterhin für relevant, sodass er – trotz Herabstufung der Empfehlung auf „sollte“ – bestehen bleibt.

Qualitätsziel:

Adäquate Durchführung der adjuvanten Chemotherapie nach R0-Resektion KolonCa Stad. III

Meldeanlass:
Therapie

Referenz-Empfehlungen

9.3 · Evidenzbasierte Empfehlung · modifiziert 2025

Bei Patienten mit einem R0 resezierten Kolonkarzinom im Stadium III sollte eine adjuvante Chemotherapie durchgeführt werden.

Empfehlungsgrad
B: Empfehlung für oder gegen eine Maßnahme - verwendete Ausdrucksweise = sollte/sollte nicht
Evidenzlevel
1a
Konsens
Starker Konsens (98,3%)
Literatur
[770] [771] [772] [773]
ÄnderungshinweisBei Patienten mit einem R0 resezierten Kolonkarzinom im Stadium III soll eine adjuvante Chemotherapie durchgeführt werden.

Empfehlung im Kapitel

9: Anastomoseninsuffizienz Rektumkarzinom (seit 2013)

Zähler

Pat. des Nenners mit Anastomoseninsuffizienz Grad B (mit Antibiotikagabe o. interventioneller Drainage o. transanaler Lavage/Drainage) oder C ((Re-)-Laparotomie)

Nenner

Alle Pat. mit Rektumkarzinom, bei denen in einer elektiven primären Tumorresektion eine Anastomose angelegt wurde.

Qualitätsziel / Referenzbereich

Keine Evidenzgrundlage, die einer starken Empfehlung zugeordnet ist, da dieser Indikator nicht aus einer solchen abgeleitet wurde.

Begründung dieses QI:
Die Leitlinienkommission hat beschlossen, dass nicht nur Strukturqualitätsziele, sondern auch Ergebnisqualitätsziele berücksichtigt werden sollen. Daraus ergibt sich die Aufnahme dieses Indikators auch ohne konsentierte starke Empfehlung in der Leitlinie.

Anmerkung

Qualitätsziel:

Möglichst selten Anastomoseninsuffizienzen Grad B oder C nach Anastomosenanlage bei operiertem Rektumkarzinom.

Meldeanlass:
Verlaufsmeldung

Referenz-Empfehlungen

10: Anastomoseninsuffizienz Kolonkarzinom (seit 2013)

Zähler

Pat. des Nenners mit Re-Interventionsbedürftigen Anastomoseninsuffizienzen.

Nenner

Alle Patienten mit Kolonkarzinom, bei denen in einer elektiven Tumorresektion eine Anastomose angelegt wurde.

Qualitätsziel / Referenzbereich

Keine Evidenzgrundlage, die einer starken Empfehlung zugeordnet ist, da dieser Indikator nicht aus einer solchen abgeleitet wurde.

Begründung dieses QI:
Die Leitlinienkommission hat beschlossen, dass nicht nur Strukturqualitätsziele, sondern auch Ergebnisqualitätsziele berücksichtigt werden sollen. Daraus ergibt sich die Aufnahme dieses Indikators auch ohne konsentierte starke Empfehlung in der Leitlinie.

Anmerkung

Qualitätsziel:

Möglichst selten re-interventions-bedürftige Anastomoseninsuffizienzen Grad B oder C nach Anastomosenanlage bei operiertem Kolonkarzinom

Meldeanlass:
Verlaufsmeldung

Referenz-Empfehlungen

11: Anzeichnung Stomaposition (seit 2013)

Zähler

Pat. des Nenners mit präoperativer Anzeichnung der Stomaposition

Nenner

Alle Pat. mit Rektumkarzinom, bei denen eine Operation mit Stomaanlage durchgeführt wurde

Qualitätsziel / Referenzbereich

EK, starker Konsens

Anmerkung

Qualitätsziel:
Möglichst häufig präoperative Anzeichnung der Stomaposition

Meldeanlass:
Operationsmeldung

Referenz-Empfehlungen

7.25 · Konsensbasierte Empfehlung · modifiziert 2025

Die Stomaposition soll präoperativ, wenn möglich, im Sitzen, Stehen und im Liegen angezeichnet werden.

Im Falle eines Notfalleingriffes soll das Stoma präoperativ zumindest im Liegen und wenn möglich im Sitzen eingezeichnet werden.

Konsens
Starker Konsens (100%)
ÄnderungshinweisDie Stomaposition soll präoperativ angezeichnet werden.

Empfehlung im Kapitel

12: Keimbahndiagnostik auf Lynch-Syndrom (neu 2025)

Zähler

Pat. des Nenners mit Angebot einer genetischen Keimbahndiagnostik auf ein Lynch-Syndrom

Nenner

Pat. mit MSI/dMMR-KRK ohne Hinweise auf sporadische Genese (bei MLH1-Ausfall: keine MLH1-Promoter-Methylierung und keine BRAF-p.Val600Glu-Mutation)

Qualitätsziel / Referenzbereich

EG A, LoE 2b

Anmerkung

Qualitätsziel:
Möglichst häufiges Angebot einer genetischen Keimbahn-Diagnostik zur Abklärung eines Lynch-Syndroms.

Meldeanlass:
Therapiemeldung

Referenz-Empfehlungen

5.4 · Evidenzbasierte Empfehlung · neu 2025

Allen Patienten mit MSI/dMMR-KRK ohne Hinweise für eine sporadische Tumorerkrankung (bei MLH1-Ausfall: keine MLH1-Promotor-Methylierung, keine BRAF-Mutation p.Val600Glu) soll eine genetische Keimbahn-Diagnostik auf ein Lynch-Syndrom angeboten werden.

Empfehlungsgrad
A: Starke Empfehlung für oder gegen ein Maßnahme - verwendete Ausdrucksweise = soll/soll nicht
Evidenzlevel
2b
Konsens
Starker Konsens (98,3%)
Literatur
[145]

Empfehlung im Kapitel

4: unbesetzt

Referenz-Empfehlungen

13: Rekonstruktion mir Reservoirbildung bei tiefer anteriorer Rektumresektion (neu 2025)

Zähler

Pat. des Nenners mit Rekonstruktion mit Reservoirbildung (Colon-J-Pouch oder Seit-zu-End-Anastomose)

Nenner

Alle Pat. mit Rektumkarzinom und tiefer anteriorer Rektumresektion mit Rekonstruktion

Qualitätsziel / Referenzbereich

EG A, LoE 1a

Anmerkung

Qualitätsziel:
Möglichst häufige Rekonstruktion mit Reservoirbildung (Colon-J-Pouch oder Seit-zu-End-Anastomose) nach tiefer anteriorer Resektion

Meldeanlass:
Operationsmeldung

Referenz-Empfehlungen

7.15 · Evidenzbasierte Empfehlung · modifiziert 2025

Bei der Rekonstruktion nach tiefer anteriorer Resektion soll wegen besserer funktioneller Ergebnisse eine Reservoirbildung (Colon-J-Pouch oder die Seit-zu-End-Anastomose) erfolgen.

Empfehlungsgrad
A: Starke Empfehlung für oder gegen ein Maßnahme - verwendete Ausdrucksweise = soll/soll nicht
Evidenzlevel
1a
Konsens
Konsens (95%)
Literatur
[592] [593] [594] [595]
Änderungshinweis7.31 Bei der Rekonstruktion nach tiefer anteriorer Resektion soll wegen der besseren funktionellen Ergebnisse in der Regel (wenn anatomisch machbar) keine gerade colo-anale Anastomose angelegt werden. 7.32 Von den verschiedenen Rekonstruktions-Formen sind die Vorteile im funktionellen Ergebnis des Colon-J-Pouches am besten belegt. 7.33 Unter funktionellen Gesichtspunkten ist die transverse Koloplastie dem Colon-J-Pouch unterlegen. 7.34 Möglicherweise ist die Seit-zu-End-Anastomose dem Colon-J-Pouch ebenbürtig.

Empfehlung im Kapitel

14: immunhistochemische MMR-Diagnostik (neu 2025)

Zähler

Pat. des Nenners mit Feststellung des Ernährungsstatus nach Nutritional Risk Score und Body Mass Index bei Diagnosestellung

Nenner

Alle Pat. mit Erstdiagnose eines kolorektalen Karzinoms

Qualitätsziel / Referenzbereich

EK, starker Konsens

Anmerkung

Qualitätsziel:
Möglichst häufige strukturierte Erfassung des Ernährungsstatus zur frühzeitigen Identifikation von Mangelernährung bei Diagnosestellung

Meldeanlass:
Diagnose

Referenz-Empfehlungen

8.6 · Konsensbasierte Empfehlung · neu 2025

Alle KRK sollen bei der Erstdiagnose auf das Vorliegen einer Mismatch-Reparatur-Defizienz (dMMR) bzw. einer Mikrosatelliten-Instabilität (MSI) untersucht werden. Dafür soll eine qualitätsgesicherte Immunhistochemie zum Nachweis der Mismatch-Reparatur-Genprodukte MLH1, MSH2, MSH6 und PMS2 durchgeführt werden.

Konsens
Starker Konsens (100%)
Literatur
[681] [682] [683] [684] [685] [686] [687] [688] [205] [689] [690] [691]

Empfehlung im Kapitel

15: Ernährungsstatus (neu 2025)

Zähler

Pat. des Nenners mit Feststellung des Ernährungsstatus nach Nutritional Risk Score und Body Mass Index bei Diagnosestellung

Nenner

Alle Pat. mit Erstdiagnose eines kolorektalen Karzinoms

Qualitätsziel / Referenzbereich

EG A,

Anmerkung:

Leitlinienadaptation ESPEN practical guideline: Clinical Nutrition in cancer https://www.clinicalnutritionjournal.com/action/showPdf?pii=S0261-5614%2821%2900079-0

Anmerkung

Qualitätsziel:
Möglichst häufige strukturierte Erfassung des Ernährungsstatus zur frühzeitigen Identifikation

Referenz-Empfehlungen

12.6 · Evidenzbasierte Empfehlung · neu 2025

Ab Diagnose einer Tumorerkrankung soll die regelmäßige Erfassung von Nahrungsaufnahme, Gewichtsveränderung und BMI – unter Nutzung etablierter Verfahren (e.g. NRS 2002, MUST) – erfolgen.

Leitlinienadaptation ESPEN practical guideline: Clinical Nutrition in cancer

Empfehlungsgrad
A: Starke Empfehlung für oder gegen ein Maßnahme - verwendete Ausdrucksweise = soll/soll nicht
Evidenzlevel
Konsens
Starker Konsens (96,7%)
Literatur
[1060]

Empfehlung im Kapitel

Literaturhinweise

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[696] Kopetz, S, Grothey, A, Yaeger, R, Van Cutsem, E, Desai, J, Yoshino, T, et.al. Encorafenib, Binimetinib, and Cetuximab in BRAF V600E-Mutated Colorectal Cancer, N Engl J Med, 2019. 381 (17)(17): p. 1632-1643., https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/31566309/

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