3. Diagnostik – Speicheldrüsentumoren
3.1 Klinische Untersuchung
PatientInnen mit einer schmerzlosen Schwellung der Speicheldrüsen sollen bei Wachstumstendenz der Schwellung oder Zeichen der Malignität nach dem primären, ambulanten Arztkontakt zur weiteren Abklärung in eine spezialisierte Klinik überwiesen werden, die über eine Abteilung für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie und/oder Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde verfügt.
- Konsens
- Starker Konsens (100%)
Hintergrund
In der ambulanten Versorgungsstruktur findet der primäre Kontakt des Patienten/der Patientin zumeist über die fachärztliche Praxis für Allgemeinmedizin oder die hauszahnärztliche Praxis statt. Da sich die Raumforderung in der Kopf-/Halsregion befindet, ist demzufolge eine Überweisung des Patienten zur weiteren fachärztlichen Abklärung durch die Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie oder Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde angezeigt. Dabei steht zunächst eine klinische Untersuchung im Mittelpunkt des Erstkontaktes mit dem Patienten. Dieses Vorgehen ist durch die ambulante Versorgungsstruktur und der fachärztlichen Spezialisierungsgrade vorgegeben. Der primäre ärztliche Kontakt ist dabei maßgeblich zur differentialdiagnostischen Abwägung und Entscheidung zur weiteren Überweisung des Patienten/der Patientin. Im Vordergrund steht die zeitnahe, effiziente Diagnosestellung. Eine belastbare Evidenz ist für dieses Vorgehen nicht gegeben.
Während der Erfassung der allgemeinen und sozialen Anamnese ergibt sich für den Behandler die Möglichkeit einer initialen Inspektion des Befundes und der Beurteilung der Funktion des N. facialis. Der Grund für die Vorstellung ist häufig eine schmerzlose Schwellung im Bereich der großen Speicheldrüsen oder eine Schleimhautveränderung in der Mundhöhle mit oder ohne Schwellungskomponente. Der Charakter der Raumforderung und die differentialdiagnostischen Erwägungen zur Abgrenzung anderer Ursachen (z.B. Entzündung) gelingt zumeist über weitergehende Befragung und die extraorale Palpation des Befundes. Die Konsistenz, Abgrenzbarkeit und Verschieblichkeit zum übrigen Gewebe weisen auf eine vermeintlich infiltrative Komponente der Raumforderung hin.
Bei einer geschwächten oder ausgefallenen Funktion des N. facialis ist die Verdachtsdiagnose eines Malignoms naheliegend. Schmerzen können ein Hinweis für ein malignes Geschehen sein. Ist das Malignom nachgewiesen, stellt der Schmerz als Symptom einen wichtigen negativen Prädiktor für das Gesamtüberleben dar.
3.2 Bildgebung
Bei Raumforderungen der großen Speicheldrüsen soll die Sonografie als primäre bildgebende Modalität gewählt werden.
- Empfehlungsgrad
- A: Starke Empfehlung für oder gegen ein Maßnahme - verwendete Ausdrucksweise = soll/soll nicht
- Evidenzlevel
- 4
- Konsens
- Starker Konsens (100%)
- Literatur
- [12]
Die Ultraschalluntersuchung sollte zur Beurteilung von zervikalen Lymphknoten eingesetzt werden, da sie der Computertomografie und der PET-CT in Bezug auf Sensitivität und Spezifität gleichwertig und der rein klinischen Untersuchung deutlich überlegen ist.
- Empfehlungsgrad
- B: Empfehlung für oder gegen eine Maßnahme - verwendete Ausdrucksweise = sollte/sollte nicht
- Evidenzlevel
- 3
- Konsens
- Starker Konsens (100%)
- Literatur
- [13]
Hintergrund
Ansprüche, die an eine suffiziente Bildgebung zur Beurteilung von Neubildungen der großen und kleinen Kopfspeicheldrüsen zu stellen sind, umfassen neben der Lokalisation, die Beziehung zu Landmarken, die Ausdehnung und Abgrenzung zu Nachbarstrukturen, wie z.B. dem Gehörgang, dem Ober- und Unterkiefer oder der Schädelbasis, auch die Abschätzung der Dignität.
Die Sonografie stellt als zweidimensionale Methode aufgrund ihres geringen Apparateaufwandes, der schnellen Durchführbarkeit ohne Strahlenbelastung und guten Verfügbarkeit über alle Altersgruppen hinweg eine gute Methode zur initialen Abschätzung vor allem bei Raumforderungen der großen Kopfspeicheldrüsen dar. Mittels Sonografie kann in der Regel ein Tumor der großen Speicheldrüsen bestätigt werden und obstruktive oder entzündliche Speicheldrüsenerkrankungen, die differentialdiagnostisch in Frage kommen können, ausgeschlossen werden. In einer retrospektiven Studie aus der systematischen Literaturrecherche ist geschlussfolgert worden, dass die Sonographie in Kombination mit der FNAC die Untersuchungsmethoden der Wahl für die meisten Speicheldrüsentumoren ist. CT und MRT sollten für die wenigen Läsionen reserviert sein, die nicht komplett in der Sonographie dargestellt werden können [12]. In einer Experten-gestützt hinzugefügten Studie, die die Sonographie in Kombination mit FNAC und auch GNS evaluierten, konnte gezeigt werden, dass weitere präoperative Untersuchungen nicht notwendig waren [12][14]. In einer weiteren Experten-gestützt hinzugefügten Arbeit wurden nach Auswertung von 310 Patienten US-Kriterien aufgezeigt, welche eine bessere Unterscheidung von gutartigen Tumoren und low-grade Malignomen in der Glandula ermöglichen. Hierbei wurden signifikante Unterschiede hinsichtlich der Form, der Darstellung der Tumorränder, der Echogenität und- textur des Tumorgewebes beschrieben. Insbesondere war das Vorliegen von echoleeren Arealen in Tumoren ein Hinweis auf low-grade Karzinome in der Glandula [15].
In Bezug auf Sensitivität und Spezifität der zervikalen Lymphknotendiagnostik hat die Sonografie gegenüber den Schnittbildverfahren nicht an Bedeutung eingebüßt. In einem systematischen Review zeigten die Autor*innen, dass die Sonographie der Halslymphknoten bei Patient*innen mit Hautkarzinomen eine ähnliche Sensitivität, Spezifität und negativen prädiktiven Wert hat wie die CT oder PET-CT hat. Schwächen der Studie sind, dass keine Metaanalyse durchgeführt wurde und dass es keine Studien gibt, die diese Ergebnisse direkt auf Speicheldrüsenkarzinome übertragen lassen [13].
Die Elastografie ist ein vergleichsweise neues Verfahren, welches sich die visko-elastischen Unterschiede des zu untersuchenden Gewebes bei Kompression zunutze und letztendlich sichtbar macht. Die Methode ist ergänzend zu einer Ultraschalluntersuchung oder einer Magnetresonanztomografie anwendbar. In zwei Meta-Analysen zeigte sich jedoch, dass die Sonoelastografie einen nur eingeschränkten Mehrwert in der Abgrenzung von benignen und malignen Läsionen in der Gl. parotidea aufwies und daher als ergänzende Methode anzusehen ist [16][17].
Auch der kontrastverstärkte Ultraschall (CEUS) ist ein vergleichsweise neues Verfahren, welches durch intravenöse Gabe eines Kontrastverstärkers die Mikrovaskularisation des Gewebes darstellt. Die Wertigkeit kann noch nicht abschließend beurteilt werden. Eine Experten-gestützt hinzugefügte Arbeit sieht CEUS in Kombination mit anderen sonografischen Parametern in der Zukunft als hilfreich an, eine aktuelle Empfehlung kann aber nicht ausgesprochen werden [18].
Die Computertomografie ist als dreidimensionales Schnittbildverfahren mittlerweile weit verbreitet, schnell durchführbar und weist eine relativ geringe Anfälligkeit gegenüber Bewegungsartefakten auf. Durch die Verwendung jodhaltiger Kontrastmittellösungen gelingt eine gute Abgrenzung von röntgendichtem Knochen und dem Weichgewebe, wobei Raumforderungen durch ihr Aufnahmeverhalten von Kontrastmittel und deren Lagebezug zu knöchernen Strukturen oder deren Infiltration beurteilt werden können. Zur differentialdiagnostischen Betrachtung anderer Ursachen einer Schwellung der großen Kopfspeicheldrüsen, wie z.B. der Sialadenitis bei Sialolithiasis, können aufgrund des hohen Anteils röntgendichter Bestandteile von Speichelsteinen diese in der Computertomografie gut dargestellt werden.
Bei bösartigen Veränderungen hat sich darüber hinaus die Computertomografie des Thorax und des Abdomens zur initialen Ausbreitungsdiagnostik in Bezug auf Fernmetastasen oder Ausschluss synchroner Zweittumoren bewährt.
Die Magnetresonanztomografie eignet sich aufgrund des guten Weichteilkontrasts ebenfalls gut zur Darstellung von Raumforderungen der kleinen und großen Speicheldrüsen. Dem Vorteil der Vermeidung von Röntgenstrahlen stehen die vergleichsweise längere Untersuchungszeit und die erhöhte Anfälligkeit gegenüber metallischen Artefakten beim Vorhandensein dentaler Restaurationen entgegen. Die hohe Ortsauflösung ermöglicht bei gleichzeitiger Kontrastmittelapplikation und der Erstellung spezieller Sequenzen (Diffusionswichtung, dynamische Kontrastverstärkung) eine gute Einschätzung der Ausdehnung von Raumforderungen und die Darstellung einer potentiellen perineuralen Ausbreitung maligner Tumoren. Ein systematischer Review und eine Metaanalyse haben ergeben, dass aufgrund der Heterogenität von Läsionen besonders in den großen Speicheldrüsen eine sichere Abschätzung der Dignität oder der Herkunft eines vermeintlichen Primarius mittels MRT nicht immer möglich ist [19][20]. In einer prospektiven Studie mit magnetresonanztomografischer Untersuchung mit Diffusionswichtung und Errechnung des scheinbaren Diffusionskoeffizienten (ADC) vor histologischer Sicherung konnte bei 46 Patienten eine Sensitivität von 100% und eine Spezifität von 90% erzielt werden (positiv prädiktiver Wert 91,3% ; negativ prädiktiver Wert 100%) [21].
Es ist möglich, die Positronen-Emissions-Tomografie (PET) mit dreidimensionalen schnittbildgebenden Verfahren, wie der Computertomografie und der Magnetresonanztomografie zu kombinieren. Die Verteilung bzw. Speicherung eines applizierten Tracers, z.B. Fluorodesoxyglucose (FDG) ermöglicht neben einer Beurteilung des Kontrastmittelverhaltens von Raumforderungen eine Evaluation des Stoffwechsels innerhalb der Läsionen und liefert entsprechende Hinweise zur möglichen Dignität, wobei bei stärker aviden Veränderungen eine grundsätzliche Abgrenzung einer primär entzündlichen von einer malignen Genese nicht eindeutig möglich ist. Auch zeigt sich in der primärdiagnostischen Beurteilung von Tumoren der Speicheldrüsen die PET-CT als nicht geeignet, aufgrund der Avidität zwischen benignen Prozessen unterscheiden zu können. Auch sind falsch negative Befunde bei zu geringem Tumordurchmesser oder geringem Stoffwechselumsatz beschrieben worden [22]. Durch den zunehmenden Einsatz der PET vor allem im Staging und in der Nachsorge diverser Tumorentitäten, werden zunehmend zufällig im PET Raumforderungen in der Gl. parotidea detektiert und Metastasen vermutet. Zumeist handelt es sich um zufällig detektierte Warthin-Tumore [23].
In der Primärdiagnostik von bösartigen Tumoren der Kopfspeicheldrüsen sollte eine Kontrastmittel-verstärkte MRT erfolgen.
- Empfehlungsgrad
- B: Empfehlung für oder gegen eine Maßnahme - verwendete Ausdrucksweise = sollte/sollte nicht
- Evidenzlevel
- 2
- Konsens
- Starker Konsens (100%)
- Literatur
- [24]
Änderungshinweis
In der Primärdiagnostik von bösartigen Tumoren der Kopfspeicheldrüsen oder bei Verdacht auf einen bösartigen Tumor sollte nach der klinischen Untersuchung inkl. Ultraschalluntersuchung eine MRT nativ und nach Kontrastmittelgabe erfolgen. Bei Verdacht auf eine Infiltration der knöchernen Strukturen sollte eine kontrastmittelverstärkte Computertomograpie erfolgen.Zur Erhöhung der diagnostischen Genauigkeit sollte die MRT diffusionsgewichtete Aufnahmen mit berechneter ADC-Parameterkarte sowie kontrastverstärkte Aufnahmen mit Fettsättigung umfassen.
Bei Verdacht auf eine Infiltration der knöchernen Strukturen sollte eine kontrastmittelverstärkte Computertomographie erfolgen.
- Konsens
- Starker Konsens (100%)
Die PET-CT spielt in der Primärdiagnostik eine untergeordnete Rolle, kann jedoch als ergänzende diagnostische Maßnahme eingesetzt werden.
Bei dem klinischen Verdacht auf einen Tumor der großen Speicheldrüsen sollte nach der klinischen Untersuchung primär eine Ultraschalldiagnostik erfolgen. Bei auch bildmorphologischem Verdacht auf ein Malignom sollte sich eine MRT-Untersuchung der Halsweichteile mit der Akquisition nativer und kontrastmittelverstärkter Aufnahmen in axialer und einer zweiten hierzu senkrechten Ebene zur Beurteilung der Tumorausbreitung und möglicher Malignitätskriterien erfolgen. Das Untersuchungsprotokoll sollte dabei auch diffusionsgewichtete Aufnahmen mit berechneter ADC-Parameterkarte umfassen. Nach Kontrastmittelgabe sollten T1-gewichtete Aufnahmen mit Fettsättigung akquiriert werden. Bei Verdacht auf eine Infiltration knöcherner Strukturen sollte sich eine kontrastverstärkte Computertomographie der Halsweichteile mit Rekonstruktion der Schichten im Weichteil- und Knochenfenster anschließen.
3.3 Zytologische und histologische Sicherung
Bei Tumoren der großen Speicheldrüsen ohne Verdacht auf Malignität sollte primär eine operative Entfernung erfolgen.
- Konsens
- Starker Konsens (100%)
Bei Tumoren der großen Speicheldrüsen mit Verdacht auf Malignität sollte primär entweder eine Feinnadelaspirationszytologie oder eine Hohlnadelbiopsie erfolgen.
- Konsens
- Starker Konsens (100%)
Bei Tumoren der großen Speicheldrüsen ohne Verdacht auf Malignität kann eine Feinnadelaspirationszytologie oder eine Hohlnadelbiopsie präoperativ erwogen werden.
- Konsens
- Starker Konsens (100%)
Die Hohlnadelbiopsie ermöglicht eine histologische Untersuchung von Speicheldrüsentumoren und ist daher zum Nachweis von malignen Tumoren hoch sensitiv und hoch spezifisch.
- Evidenzlevel
- 3
- Konsens
- Starker Konsens (100%)
- Literatur
- [28]
Hintergrund
Besteht nach der initialen Diagnostik der Verdacht auf eine solide Raumforderung, so ist die zytologische und/oder histologische Sicherung anzustreben.
Bei Tumoren ohne präoperativen Anhalt für Malignität ist die vollständige Exzision der Läsion anzustreben (Exzisionsbiopsie), so dass auf eine präoperative histologische oder zytologische Diagnosesicherung verzichtet wird. Das Verfahren bietet die Möglichkeit der vollständigen histologischen Aufarbeitung und erfüllt in den meisten Fällen bereits die Kriterien zur Therapie der Wahl. Bei Tumoren, die in der präoperativen Diagnostik Malignitätskriterien erfüllen, sollte eine zytologische oder histologische Sicherung zur besseren Therapieplanung erfolgen. Hier stehen grundsätzlich zwei Verfahren zur Verfügung: die Feinnadelbiopsie und die Hohlnadelbiopsie.
Eine Meta-Analyse im Vergleich von ultraschallgesteuerter Hohl- und Feinnadelbiopsie war nicht signifikant in Bezug auf die Sensitivität des resultierenden histopathologischen Ergebnisses [29]. Zwei weitere Meta-Analysen, welche die diagnostische Präzision beider Methoden vergleichen, kommen ebenfalls zu dem Ergebnis, dass keine Methode der anderen signifikant überlegen zu sein scheint [28][30]. Die Durchführung einer Hohlnadelbiospie zeigte sich darüber hinaus in einer anderen Betrachtung als komplikationsarm und akkurat unabhängig vom durchführenden Zentrum [31].
In Bezug auf die sichere Abgrenzung einer malignen Erkrankung konnte ein systematisches Review zeigen, dass die Feinnadelaspirationszytologie in 94% der Fälle ein exaktes Ergebnis zu erzielen vermag [27].
Bei Tumoren der kleinen Speicheldrüsen soll primär die vollständige Exzision erfolgen.
- Konsens
- Starker Konsens (100%)
Wenn eine vollständige Exzision ohne größere begleitende Morbiditäten bei Tumoren der kleinen Speicheldrüsen nicht möglich ist, soll eine repräsentative Biopsie erfolgen.
- Konsens
- Starker Konsens (100%)
Hintergrund
Insbesondere kleine Speicheldrüsentumoren der Mundhöhle lassen sich in den meisten Fällen komplett resezieren, so dass eine präoperative bioptische oder zytologische Abklärung nicht erforderlich ist. Bei Läsionen, die benachbarte Strukturen (z.B. Kieferknochen) infiltrieren, ist eine (Inzisions-)Biopsie zur Bestimmung der Tumorentität hilfreich, die korrekte Diagnosestellung an nur kleinen Biopsaten kann aber schwierig sein. In einer Experten-gestützt hinzugefügten Übersichtsarbeit werden mögliche Gründe für die erschwerte histopathologische Diagnosestellung bei Tumoren der kleinen Speicheldrüsen systematisch untersucht. Sie stellen insgesamt 22% aller Speicheldrüsentumore dar und sind in 54% der Fälle als maligne zu klassifizieren. Die spezifische Diagnose ist häufig dadurch erschwert, dass viele mögliche Differentialdiagnosen, darunter auch extrem seltene Entitäten in Erwägung gezogen werden müssen. Im Vergleich zu Tumoren der großen Speicheldrüsen, welche häufiger in toto exzidiert werden, erfassen die eingesandten Inzisionsbiopsate von Tumoren der kleinen Speicheldrüsen meist lediglich Anteile der Raumforderung, so dass bei Tumoren, deren Dignität am Vorliegen einer Stroma-/Gefäßinvasion oder Parenchyminfiltration bestimmt wird, eine korrekte Diagnose erschwert oder sogar unmöglich sein kann. Darüber hinaus können anatomischen Gegebenheiten, insbesondere in der Gaumenregion, zu einer Fehldiagnose in Bezug auf die Dignität führen [32].
Evidenztabellen
Welche diagnostischen Verfahren sind bei der Identifikation von Raumforderungen der Speicheldrüsen effektiv? Ultraschall vs. andere bildgebende Verfahren?
Schlüsselfrage:
Sammlung 01c. Welche diagnostischen Verfahren sind bei der Identifikation von Raumforderungen der Speicheldrüsen effektiv? Ultraschall vs. andere bildgebende Verfahren?
Inhalt: 5 Literaturstellen
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Literaturstelle |
Evidenzlevel |
Studientyp |
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Bertagna, F. 2015 |
2 |
Systematic review of diagnostic studies (22 articles) |
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Haldrup, M. 2018 |
3 |
Systematic review of diganostic studies with consistently applied reference standard but not blinding. (8 studies) |
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Hung, D. S. W. 2018 |
3 |
Retrospective study design. |
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Kong, X. 2019 |
2 |
Systematic review and meta-analysis of diagnostic studies (38 studies) |
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Wang, P. 2017 |
3 |
Retrospective diagnostic study without blinding, but with consistently applied reference standard |
OXFORD (2011) Appraisal Sheet: Systematic Reviews: 3 Bewertung(en)
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Bertagna, F. et al. Diagnostic role of (18)F-FDG-PET or PET/CT in salivary gland tumors: A systematic review. Rev Esp Med Nucl Imagen Mol. 34. 295-302. 2015 |
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Evidence level/Study Types |
P - I - C |
Outcomes/Results |
Literature References |
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Evidence level: 2Study type: Systematic review of diagnostic studies (22 articles) To evaluate the diagnostic performance of PET in this particular setting,analyzing the available literature. Databases: PubMed/MEDLINE, Embase and Scopus including references of the retrieved articles Search period: Inception - 30th November 2014. Inclusion Criteria: Studies or subsets in studies investigating the role of 18F-FDG-PET or PET/CT in patients with SGTs. Exclusion Criteria: (a) articles not in the field of interest of this review; (b) review articles, editorials or letters, confer-ence proceedings; (c) case reports or small case series ( <10patients). Only those studies including whole-body18F-FDG-PETor PET/CT scans performed in patients with SGTs were included > |
Population: Patients with salivary gland tumors.Intervention: 18F-FDG-PET or PET/CT Comparison: reference standard (not specifed). |
Primary: Diagnostic accuracy.Secondary: - Results: 22 articles were included. The studies selected suggest that: (1) PET is not useful in discriminating benign frommalignant SGTs because of the overlap of uptake in both conditions; (2) PET not only is complementary toconventional imaging techniques for the staging and restaging but in some cases could also be superiorto them; (3) PET may often have a highly positive impact on clinical decision making. Author's Conclusion: Despite manylimitations affecting the analysis, PET seems to be useful in SGTs. However, more extensive studies and cost-effectiveness analyses are desirable to determine its correct position in the diagnostic flow chart. |
22 studies are included, list see article. |
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Methodical Notes |
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Funding Sources: Not disclosed.COI: The authors declare that they have no conflict of interest. Study Quality: Study quality was not assesed. Heterogeneity: No meta analysis was performed, due to high heterogeneity. Publication Bias: No investigated. Notes: Oxford level of evidence: 1 Systematic review Dwongrade to evidence level 2. Reference standard not specified. No meta-analysis was performed due to heterogeneity. The authors claim that this stems from differences in the reference standard. Study quality was not assesed. |
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Haldrup, M. et al. Utility of ultrasound of the lymph nodes in patients with high-risk cutaneous squamous cell carcinoma. European Journal of Plastic Surgery. 41. 619-624. 2018 |
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Evidence level/Study Types |
P - I - C |
Outcomes/Results |
Literature References |
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Evidence level: 3Study type: Systematic review of diganostic studies with consistently applied reference standard but not blinding. (8 studies) To evaluate ultrasound in the diagnostics of lymph node metastases in cutaneous squamous cell carcinoma and in the light of different Bhigh-risk^ factors in cSCC to evaluate who would benefit from US. Databases: PubMed, Embase and Cochrane Search period: 2000 until September 2017. Inclusion Criteria: Studies containing information about US used for examination of lymph nodes of the neck in HNSCC were included. Further, only articles based on histologically evaluated pathology of the lymph nodes were included. Histologically examination was considered gold standard in all included articles. Lastly, articles included had to contain information on sensitivity and specificity for US from the lymph nodes. Patients in the different included studies were selected for undergoing US (and different other modalities varying in the studies) if they had a previously untreated, histology proven SCC of the head and neck Exclusion Criteria: Casuistic studies and studies that did not differentiate between cSCC of the head and neck and the rest of the body were excluded. |
Population: Patients with squamous cell carcinoma of the head neck (HNSCC)Intervention: US Comparison: CT, PET CT |
Primary: Sensitivity, specificity and negative predictive value (NPV) were calculated for each study and a cumulative calculation was madeSecondary: - Results: Sensitivity for US for the total cohort was 85.9, specificity was 96.3%, negative predictive value (NPV) was 93.1% and accuracy was 92.2%. We found significantly no difference when US was compared to CT and PET CT. CT had a sensitivity, specificity, NPV and accuracy at 82.8, 97.7, 90.9 and 92.32%respectively. Sensitivity, specificity, NPVand accuracy for PET CT were 87.4, 98.1, 95.2 and 95.2% respectively. In contrast,we found clinical examination to have the significantly lowest sensitivity, specificity, NPV and accuracy at 69.6, 80, 61.1 and 73.4%, respectively. Author's Conclusion: Ultrasound is found to have equal sensitivity, specificity and NPV as CT and PET CT. Further, US is proven significant better than clinical examination. Patients with one or two high-risk factors for metastases could very well benefit from US of neck. However, more studies on US are necessary and further, specific studies on cSCC should be performed in order to see if US of the neck in HNSCC patients is transferable to cSCC. Level of evidence: Not ratable. |
8 studies included: total n = 664 |
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Methodical Notes |
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Funding Sources: not declared.COI: Declared, none present. Study Quality: No evaluation of study quality. Heterogeneity: No meta-analysis was performed. Publication Bias: Less than 10 studies were included, No meta-analysis was performed. Notes: Oxford level of evidence: 2 Systematic review of diagnostic studies without consistently with consistently applied reference standard, but not blinding or information regarding consecutive recruitment. Downgraded to evidence level 3 due to poor quality. No search for grey literature. Only English literature was searched. Unclear if selection or data extraction were carried out by more than one investigator. No evaluation of study quality. |
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Kong, X. et al. The diagnostic role of ultrasonography, computed tomography, magnetic resonance imaging, positron emission tomography/computed tomography, and real-time elastography in the differentiation of benign and malignant salivary gland tumors: a meta-analysis. Oral Surg Oral Med Oral Pathol Oral Radiol. 128. 431-443.e1. 2019 |
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Evidence level/Study Types |
P - I - C |
Outcomes/Results |
Literature References |
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Evidence level: 2Study type: Systematic review and meta-analysis of diagnostic studies (38 studies) To assess the diagnostic properties of ultrasonography, computed tomography (CT), magnetic resonance imaging (MRI), positron emission tomography/computed tomography (PET/CT), and real-time elastography (RTE) in distinguishing between benign and malignant salivary gland tumors Databases: PubMed, ScienceDirect, and Web of Science databases Search period: Inception - January 2019 Inclusion Criteria: (1) use of ultrasonography, CT, MRI, PET/CT, or RTE to differentiate benign from malignant salivary gland tumors; (2) comparison of the diagnostic results of the imaging modalities with a reference standard; and (3) provision of sufficient data for constructing 2£ 2 contingency tables. Exclusion Criteria: Citations that did not meet the aforementioned criteria, review studies, case reports, comments, unpublished materials, and studies published in abstract form were excluded. |
Population: Patients with salivary gland tumorsIntervention: ultrasonography, CT, MRI, PET/CT, or RTE Comparison: reference standard (not specified) |
Primary: Accuracy of differention between benign and malignant tumorsSecondary: - Results: In total, 38 studies were included. Pooled sensitivities for ultrasonography, CT, MRI, PET/CT, and RTE were 0.66, 0.70, 0.80, 0.81, and 0.80, respectively. Pooled specificities were 0.92, 0.73, 0.90, 0.89, and 0.70, respectively. The DORs were 23, 6, 38, 20, and 10, respectively. The areas under the curve (AUC) of SROC for US, CT, MRI, PET/CT, and RTE were 0.91, 0.77, 0.92, 0.88, and 0.82, respectively. Author's Conclusion: Based on the results of the meta-analysis, MRI may be the first choice for the differential diagnosis of benign and malignant salivary gland tumors for its relatively high diagnostic value. PET/CT tends to have greater accuracy than CT. Ultrasonography and RTE may help achieve better diagnostic outcomes if they are used in conjunction. |
38 studies included, see article for list. |
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Methodical Notes |
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Funding Sources: This research is supported by Beijing Municipal Administration of Hospitals Incubating Program (code: PX2019057).COI: No declaration of conflcits of interest. Study Quality: The quality assessment of diagnostic accuracy study form (QUADAS-2) was used as the guideline. By judging 4 domains (patient selection, index test, reference standard, and flow and timing), each study was ranked as having high, unclear, or low risk of bias. According to the results of the QUADAS-2 items, high risk of bias was mostly observed in the “index test” category, other domains were low or unclear risk. Heterogeneity: Heterogeneity of each study group was tested using the x2 test and the inconsistency index (I2). An I2 greater than 50% and P value of the x2 test less than .05 confirmed the existence of significant heterogeneity, and a random effect model was chosen to pool the data. Otherwise, a fixed-effect model was used. High heterogeneity among the included studies was a major problem. Although meta-regression and subgroup analyses ruled out the influence of some factors on the study results, there were still other variances, such as patient demographic characteristics, specific devices used in evaluation, and cutoff values, which need to be considered. Publication Bias: Publication bias was analyzed by using the Deeks funnel plot and an asymmetry test. According to the Deeks funnel plot asymmetry test, no publication bias was detected among the studies in the ultrasonography (P =.87), CT (P = .84), MRI (P = .22), PET/CT (P = .69), or RTE (P = .98) groups. Notes: Oxford level of evidence: 2 Systematic review and meta-analysis of diagnostic studies with consistently applied reference standard; with blinding in some studies and both retrospective and retrospective study desgin (but with subgroup analysis for prospective/blinding) Reference not defined in inclusion criteria. No declaration of conflcits of interest. High heterogeneity limits implication. |
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OXFORD (2011) Appraisal Sheet: Diagnostic Studies: 2 Bewertung(en)
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Hung, D. S. W. et al. Ultrasound-guided versus free-hand fine-needle aspiration cytology of the parotid gland: A single-centre, retrospective review. Surgical Practice. 22. 111-115. 2018 |
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Evidence level/Study Types |
Population |
Outcomes/Results |
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Evidence level: 3Study type: Retrospective study design. "To evaluate the accuracy and yield of free-hand FNAC versus ultrasound-guided FNAC and its subsequent correlation to the final pathology in order to evaluate its use as a preoperative investigational tool." |
Number of patients / samples: 155 Patients who underwent in the Queen Elizabeth Hospital, Hong Kong, by the general surgical team during between 1 January 2008 and 31 March 2016.Reference standard: free-hand FNAC and histopathological diagnosis Validation: Ultrasound-guided FNAC and histopathological diagnosis Blinding: No blinding was performed. Inclusion of clinical information: not reported. Dealing with ambiguous clinical findings: not reported. |
Results: Ultrasound-guided FNAC had 100 per cent specificity, whereas free-hand FNAC had 98.3 per cent specificity for detecting malignancy. Sensitivity was 92.9 per cent in the ultrasound-guided FNAC group versus 90 per cent in the free-hand FNAC group. Ultrasound-guided FNAC offered a preoperative diagnosis as to whether a mass was benign or malignant in 21 out of 75 patients (28 per cent), while free-hand FNAC was able to do so in 15 out of 80 patients (18.8 per cent). However, this was not statistically significant (P = 0.188).Author conclusions: Overall, both ultrasound-guided and free-hand FNAC have high sensitivity and specificity for diagnosing malignancy preoperatively. Free-hand FNAC does not have a lower yield and was not shown to be statistically inferior to ultrasound-guided FNAC. Free-hand FNAC is a good alternative in certain cases where the parotid lesion can be easily accessible. |
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Methodical Notes |
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Funding Sources: not disclosed.COI: "The authors report no conflicts of interest" Notes: Oxford level of evidence: Retrospective diagnostic study with consistently applied reference standard without blinding. |
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Wang, P. et al. Lymphoepithelial carcinoma of salivary glands: CT and MR imaging findings. Dentomaxillofac Radiol. 46. 20170053. 2017 |
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Evidence level/Study Types |
Population |
Outcomes/Results |
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Evidence level: 3Study type: Retrospective diagnostic study without blinding, but with consistently applied reference standard |
Number of patients / samples: 103 salivary gland LEC (lymphoepithelial carcinoma) patients.Reference standard: surgical treatment and histopathological examination Validation: CT and MRI Blinding: No blinding was performed. Inclusion of clinical information: not reported. Dealing with ambiguous clinical findings: not reported. |
Results: Based on the pathological outcomes, all the salivary gland LECs were classified into two types from CT and MRI scans: solitary LEC (56 cases, 54.4%) and multiple LEC (47 cases, 45.6%). The latter included solitary salivary gland LEC with extraglandular lymphnode metastases (12 cases), parotid gland LEC with ipsilateral intraglandular lymph-node metastases (11 cases), parotid gland LEC with ipsilateral intra- and extraglandular lymphnode metastases (23 cases) and bilateral parotid gland LEC (1 case). The salivary gland LEC was depicted on CT and MRI scans as a lobular mass in 64 of 104 (61.5%), homogeneous mass in 65 of 104 (62.5%) or enhanced neoplasm in 94 of 104 (90.4%).Author conclusions: Salivary gland LEC has a predilection for females in the fourth to fifth decade of life and the parotid gland. CT and MRI findings between solitary and multiple salivary LECs vary. A majority of multiple parotid gland LECs are characterized by metastasis of ipsilateral intraglandular lymph nodes, which may accompany with or without extraglandular lymph-node metastases |
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Methodical Notes |
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Funding Sources: not declared.COI: not declared. Notes: Oxford level of evidence: 3 Retrospective diagnostic study without blinding, but with consistently applied reference standard. No declaration of funding or potential conflicts of interest. No blinding was performed. |
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Literaturhinweise
[12] Kraft, M., Lang, F., Mihaescu, A., Wolfensberger, M., Evaluation of clinician-operated sonography and fine-needle aspiration in the assessmentof salivary gland tumours, Clin Otolaryngol, 2008. 33(1): p. 18-24., https://onlinelibrary.wiley.com/doi/pdfdirect/10.1111/j.1749-4486.2007.01598.x?download=true
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