Leitlinienprogramm OnkologiePsychoonkologie

8. Psychoonkologische Interventionen – Psychoonkologie

Version 2.1 · August 2023 · AWMF 032-051OL
Leitlinienprogramm Onkologie · Deutsche Krebsgesellschaft · Deutsche Krebshilfe · AWMF

8.1 Konzept und allgemeine Grundlagen für die Indikationsstellung psychoonkologischer Behandlung

8.1 · Konsensbasierte Empfehlung · modifiziert 2023

Die Indikationsstellung für psychoonkologische Interventionen soll entsprechend dem nach den Empfehlungen 7.1. bis 7.5 festgestellten individuellen Bedarf, dem Setting sowie der Krankheitsphase der Patient*innen (Erstdiagnose, Operation, adjuvante Therapie, rezidivfreie Phase, Rezidivphase, palliative Phase) erfolgen und den Wunsch der Patient*innen nach psychoonkologischer Unterstützung berücksichtigen.

Konsens
Starker Konsens (100%)
ÄnderungshinweisDie Indikationsstellung für psychoonkologische Interventionen soll entsprechend dem nach den Empfehlungen 7.1. bis 7.5 festgestellten individuellen Bedarf, dem Setting sowie der Krankheitsphase des Patienten (Erstdiagnose, Operation, adjuvante Therapie, rezidivfreie Phase, Rezidivphase, palliative Phase) erfolgen und den Wunsch des Patienten berücksichtigen.
8.2 · Konsensbasierte Empfehlung · modifiziert 2023

Patient*innen mit keiner oder geringer Belastung (festgestellt über Screening und durch weiterführende Diagnostik) sollen eine patient*innenorientierte Information und eine psychosoziale Beratung angeboten oder vermittelt werden.

Konsens
Starker Konsens (97,2%)
ÄnderungshinweisPatienten mit keiner oder geringer Belastung (festgestellt über Screening und durch weiterführende Diagnostik) sollen eine patientenorientierte Information und eine psychosoziale Beratung angeboten werden.
8.3 · Evidenzbasierte Empfehlung · modifiziert 2023

Zusätzlich zu Empfehlung 8.2 sollen Patient*innen mit subsyndromalen psychischen Belastungen (festgestellt über Screening und durch weiterführende Diagnostik) psychotherapeutische/psychoonkologische Einzel- und/oder Gruppenintervention angeboten werden.

Empfehlungsgrad
A: Starke Empfehlung für oder gegen ein Maßnahme - verwendete Ausdrucksweise = soll/soll nicht
Evidenzlevel
1a
Konsens
Starker Konsens (100%)
Literatur
[582] [583] [584] [585] [586] [587] [588] [589] [590] [591] [592] [593] [594] [595] [596] [597] [598] [599] [600] [601] [602] [603] [604] [605] [606] [607] [608] [609] [610] [611] [612] [613] [614] [615] [616] [617] [618] [619] [620] [621] [622] [623] [624] [625] [626] [627] [628]
ÄnderungshinweisPatienten mit subsyndromalen psychischen Belastungen (festgestellt über Screening und durch weiterführende Diagnostik) sollen zusätzlich psychotherapeutische Einzel- und/oder Gruppenintervention angeboten werden.
Evidenztabellen (3)Psychotherapeutische Interventionen im Einzel- und Gruppensetting; Einzelpsychotherapie RCTs (2015 – 2020); Gruppenpsychotherapie RCTs (2015 – 2020)
8.4 · Konsensbasierte Empfehlung · geprüft 2023

Patient*innen mit diagnostizierten psychischen Störungen sollen entsprechend den vorhandenen störungsspezifischen Leitlinien versorgt werden.

Konsens
Starker Konsens (100%)
ÄnderungshinweisPatienten mit diagnostizierten psychischen Störungen sollen entsprechend den vorhandenen störungsspezifischen Leitlinien versorgt werden.
8.5 · Konsensbasierte Empfehlung · modifiziert 2023

Patient*innen mit einer Anpassungsstörung gemäß ICD-10 (festgestellt über Screening und weiterführende Diagnostik) sollen eine patient*innenzentrierte Information und eine psychosoziale Beratung sowie zusätzlich eine psychotherapeutische Einzel- und/oder Gruppenintervention angeboten werden.

Konsens
Starker Konsens (100%)
ÄnderungshinweisPatienten mit einer Anpassungsstörung (festgestellt über Screening und weiterführende Diagnostik) sollen eine patientenzentrierte Information und eine psychosoziale Beratung sowie zusätzlich eine psychotherapeutische Einzel- und/oder Gruppenintervention angeboten werden.

Die Empfehlungen dieses Kapitels beziehen sich auf psychoonkologische Interventionen im engeren Sinne.

Die Empfehlungen der Kapitel 8.2 "Entspannungsverfahren und Imaginative Verfahren" bis 8.5 "Psychotherapeutische Interventionen" basieren auf einer systematischen Literaturrecherche und Aufarbeitung. Es erfolgte eine Recherche zu systematischen Übersichtsarbeiten im Zeitraum 2010 - 2020, sowie eine Recherche zu randomisiert kontrollierten Studien im Zeitraum 2015 - 2020 (Kapitel 8.2-8.5). Ebenso basieren die Empfehlungen des Kapitels 8.8 "Künstlerische Therapien" auf einer systematischen Literaturrecherche im Zeitraum 2012 - 2020. Die Angaben zur Bewertung der Effekte beziehen sich auf die Einteilung nach Cohen (Cohen’s d): d=0.2 entspricht einem kleinen, d=0,5 einem mittelgroßen und d=0,8 einem großen Effekt [629]. Kurzfristige Effekte beziehen sich auf die Messung unmittelbar nach Abschluss einer Intervention, mittelfristige Effekte auf die Messung durch eine Nacherhebung innerhalb eines Zeitraums von 6 Monaten und langfristige Effekte auf einen Katamnesezeitraum von mehr als 6 Monaten [630]. Bei den beschriebenen Effektstärken handelt es sich immer um Zwischen-Gruppen-Effekte (Vergleich der Interventionsgruppe mit der Kontrollgruppe), nicht um Prä-Post-Effekte innerhalb der Interventionsgruppe. Eine detaillierte Erläuterung zu den systematischen Recherchen findet sich im Leitlinienreport.

Aufgrund der unzureichenden Evidenzlage wurde zu Kapitel 8.6 "Psychosoziale Beratung" und 8.7 "Psychoonkologische Krisenintervention" keine systematische Literaturrecherche durchgeführt.

Eine psychoonkologische Intervention im engeren Sinne wird definiert als eine nicht-pharmakologische Intervention, in welcher psychologische, psychotherapeutische und sozialarbeiterische Methoden allein oder in Kombination, von professionellen Therapeut*innen oder Beratenden in einer persönlichen Interaktion mit Krebspatient*innen durchgeführt werden, um deren psychische und soziale Belastung zu vermindern und die Lebensqualität zu erhöhen. Eine detaillierte Erläuterung dieser Definition anhand der PICO-Kriterien findet sich im Leitlinienreport.

Zu den psychoonkologischen Interventionen gehören darüber hinaus die Künstlerischen Therapien.

Im Zuge der Aktualisierung der Leitlinie wurden E-Health basierte Interventionen (Kapitel 8.4) sowie spezifische psychoonkologische Interventionen für Patient*innen in der Palliativsituation (Kapitel 8.5.3.) neu mitaufgenommen.

Für weitere Interventionsformen wird auf Kapitel 9. „Ergänzende Therapien“ verwiesen.

Wie bereits zu Beginn der Leitlinie erwähnt werden Mind-Body-Interventionen bei Krebspatient*innen wie Yoga, QiGong und achtsamkeitsbasierte Verfahren in der S3-Leitlinie "Komplementärmedizin in der Behandlung onkologischer PatientInnen" (AWMF-Registernummer: 032/055OL, https://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/032-055OL.html) behandelt und sind deshalb nicht Teil dieser Leitlinie. Ergänzend sei an dieser Stelle auch auf die S3-Leitlinie „Supportive Therapie bei onkologischen PatientInnen“ (AWMF-Registernummer: 032/054OL, https://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/032-054OL.html) und die "Erweiterte S3-Leitlinie Palliativmedizin für Patienten mit einer nicht-heilbaren Krebserkrankung" (AWMF-Registernummer: 128-001OL, https://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/128-001OL.html) verwiesen.

 

Grundsätzlich gilt:

  • Die Indikation für psychoonkologische Interventionen richtet sich nach dem individuellen Bedarf. Der individuelle Bedarf wird über psychoonkologische Screeningverfahren wie Selbstbeschreibungsfragebogen oder klinische Screeningfragen, eine weiterführende diagnostische Abklärung und Differentialdiagnostik sowie der Erfassung des individuellen Wunsches der Patient*innen nach psychoonkologischer Unterstützung festgestellt. Zur Unterstützung der diagnostischen Abklärung können weitere diagnostische Verfahren eingesetzt werden (siehe Kapitel 7.).
  • Je nach Grad der Belastungen bzw. Art der festgestellten psychischen Störung werden die psychoonkologischen Maßnahmen empfohlen.

Bei keiner oder geringer Belastung sind Information und psychosoziale Beratung die geeigneten Interventionen [582].

Bei subsyndromalen Belastungen zeigt die aktualisierte Evidenz zu psychoonkologischen Interventionen, dass Krebspatient*innen bezüglich verschiedener Beschwerden von Psychoedukation, Entspannungsverfahren, psychotherapeutischen Verfahren profitieren (siehe Kapitel 8.2., 8.3. & 8.5.). Kunsttherapie sollte, Musik- und Tanztherapie sowie psychoonkologische E-Health Interventionen können ebenfalls angeboten werden (siehe Kapitel 8.4. & 8.8.)

Patient*innen mit ICD-10 Diagnosen einer psychischen Störung werden entsprechend der verfügbaren Leitlinien behandelt. Leitlinien liegen für die in Kapitel 7 aufgeführten Störungen bzw. Aspekte vor. Dabei sollten die im Rahmen der Diagnostik festgestellten somatischen und sozialen Faktoren und ihre Wechselwirkungen berücksichtigt werden. Zwei Beispiele sollen die Berücksichtigung der krebsspezifischen somatischen und sozialen Faktoren bei der leitliniengerechten Behandlung veranschaulichen:

  • Progredienzangst als "typische" subsyndromale Belastung von Menschen mit Krebserkrankungen muss in der Diagnostik von einer Angststörung gemäß ICD-10 differenziert werden
  • Bei der Diagnostik einer somatoformen Störung gemäß ICD-10 sollte berücksichtigt werden, dass körperliche Symptome (wie beispielsweise Fatigue, Übelkeit, Hitzewallungen) häufig infolge der onkologischen Therapie auftreten können.

Für die ICD-10 Diagnose einer Anpassungsstörung (F43.2) existiert derzeit keine eigene deutschsprachige Leitlinie. Da Anpassungstörungen bei Krebspatient*innen neben Affektiven Störungen und Angststörungen häufig sind (siehe Kapitel 6.2), wird die Behandlung der Krebspatient*innen mit einer Anpassungsstörung gemäß ICD-10 in den entsprechenden Empfehlungen in diesem Kapitel spezifiziert.

  • Gemäß der Definition der Evidenzbasierten Medizin sollte bei der Indikationsstellung neben der besten Evidenz und der klinischen Expertise auch die Präferenz der Patient*innen berücksichtigt werden. Die Berücksichtigung der Patient*innenpräferenz für psychoonkologische Interventionen ist insbesondere auch deshalb wichtig, weil (a) die Motivation der Patient*innen einen wichtigen Wirkfaktor der Therapie darstellt und (b) wenige Belege zur vergleichenden Untersuchung sowie Wirksamkeitsprüfung der verschiedenen psychoonkologischen Interventionen vorliegen, so dass die Auswahl zwischen den indizierten Verfahren anhand der Präferenz der Patient*innen getroffen werden kann
  • Die Empfehlung für psychoonkologische Interventionen sollten im Hinblick auf das Behandlungssetting (Krankenhaus, Rehabilitationseinrichtung, ambulantes Setting) und die Krankheitsphase der Patient*innen (Erstdiagnose, Operation, adjuvante Therapie, rezidivfreie Phase, Rezidivphase, palliative Phase) angepasst werden. Beispielsweise ist während eines stationären Aufenthalts in einem Akutkrankenhaus aufgrund der kurzen Liegedauer ein psychoedukatives Programm nicht indiziert. Hier wird man vorrangig eine psychotherapeutische Einzelintervention mit supportivem Charakter oder ein Entspannungsverfahren anbieten.
  • Auf der Basis des festgestellten Interventionsbedarfs, der diagnostischen Abklärung, der klinischen Evidenz, der Patient*innenpräferenz, des Settings und der Krankheitsphase kann ein Versorgungsalgorithmus wie folgt formuliert werden:
Klinischer Versorgungsalgorithmus
Klinischer Versorgungsalgorithmus

Tabelle 6: Übersicht deutscher S3-Leitlinien zu psychischen Störungen

Störung/Leitlinie

AWMF-Nummer

Quelle

(http://www.awmf.org/leitlinien/aktuelle-leitlinien.html)

Angststörungen

051-028

https://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/051-028.html

Posttraumatische Belastungsstörung

055-001

https://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/155-001.html

Funktionelle Körperbeschwerden

051-001

https://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/051-001.html

Essstörungen

051-026

https://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/051-026.html

Bipolare Störungen

038-019

https://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/038-019.html

Insomnie bei Erwachsenen

Zum Zeitpunkt der Aktualisierung noch in Erstellung, Fertigstellung Ende 2022 geplant

063-001

https://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/063-001.html

Unipolare Depression

nvl-005

http://www.versorgungsleitlinien.de/themen/depression/

8.2 Entspannungsverfahren und Imaginative Verfahren

8.6 · Evidenzbasierte Empfehlung · modifiziert 2023

Entspannungsverfahren sollen Krebspatient*innen unabhängig vom Belastungsgrad zur Reduktion von Angst, Depressivität, psychischer Belastung, Fatigue und Übelkeit sowie zur Steigerung der Lebensqualität angeboten werden.

Empfehlungsgrad
A: Starke Empfehlung für oder gegen ein Maßnahme - verwendete Ausdrucksweise = soll/soll nicht
Evidenzlevel
1a
Konsens
Starker Konsens (100%)
Literatur
[582] [631] [585] [632] [633] [634] [635] [636] [637] [638] [639]
ÄnderungshinweisEntspannungsverfahren sollen Menschen mit Krebserkrankungen unabhängig vom Belastungsgrad angeboten werden.
Evidenztabellen (2)Entspannungsverfahren und imaginative Verfahren; Entspannungsverfahren und imaginative Verfahren RCTs (2015 – 2020)
8.7 · Evidenzbasierte Empfehlung · modifiziert 2023
Entspannungsverfahren können Krebspatient*innen unabhängig vom Belastungsgrad zur Reduktion von Schmerzen angeboten werden.
Empfehlungsgrad
0: offene Empfehlung (Option) bzgl. einer Maßnahme - verwendete Ausdrucksweise = kann
Evidenzlevel
1b
Konsens
Konsens (77%)
Literatur
[634] [640] [637] [638] [641] [642]
ÄnderungshinweisEntspannungsverfahren sollen Menschen mit Krebserkrankungen unabhängig vom Belastungsgrad angeboten werden.
Evidenztabellen (2)Entspannungsverfahren und imaginative Verfahren; Entspannungsverfahren und imaginative Verfahren RCTs (2015 – 2020)

Entspannungsverfahren sind ein Sammelbegriff für verschiedene Verfahren, die aktiv auf eine körperliche, psychische oder geistige Entspannung abzielen. Die häufigsten Verfahren sind Autogenes Training, progressive Muskelentspannung nach Jacobson (PMR) sowie Verfahren der gelenkten Imagination.  Achtsamkeitsbasierte Verfahren wie z.B. Mindfulness-based stress reduction (MBSR), werden ebenfalls zu den Entspannungsverfahren gezählt, sind jedoch, wie in Kapitel 3.3 erwähnt, bereits in der S3-Leitlinie "Komplementärmedizin in der Behandlung von onkologischen PatientInnen" (AWMF-Registernummer: 032-055OL) in Kapitel 5 bearbeitet und werden daher hier nicht mit aufgeführt. Entspannungsverfahren können nach Instruktion und Übung unter professioneller Anleitung von Patient*innen in Eigenregie fortgeführt werden. Diese erhalten damit ein Instrument vermittelt, das ihnen den Abbau emotionaler Anspannung ermöglicht (Selbstmanagement) und ihre Fähigkeit zur Emotionsregulation stärkt (Ressourcenorientierung). Im Vergleich zu intensiveren Formen der Psychotherapie sind Entspannungsverfahren niederschwellig und können im Einzel- oder Gruppenformat dargeboten werden. Ebenfalls werden Entspannungsverfahren häufig als Bestandteil anderer psychoonkologischer Einzel- oder Gruppeninterventionen eingesetzt.

Entspannungsverfahren können in allen Phasen der medizinischen Behandlung einer Krebserkrankung sowie in der Rehabilitation und Nachsorge eingesetzt werden. Sie eignen sich insbesondere zur Anwendung vor oder während belastender diagnostischer Verfahren, zur Vorbereitung auf die Strahlentherapie oder während chemotherapeutischen Behandlungen, um deren Nebenwirkungen (bspw. Übelkeit oder Angst) zu vermindern.

Systematische Literaturrecherche

Die Bewertung der Wirksamkeit von Entspannungsverfahren bei Krebserkrankten und –überlebenden basiert auf fünf systematischen Übersichtsarbeiten sowie auf zehn RCTs. Drei der zehn RCTs wurden bereits in den systematischen Übersichtsarbeiten eingeschlossen; die Ergebnisse dieser drei Studien werden daher in der Ergebnisdarstellung nicht separat berichtet.

Die fünf systematischen Übersichtsarbeiten (drei Meta-Analysen, zwei systematische Reviews) schlossen zwischen fünf und 245 Primärstudien in die Analyse mit ein. Alle Übersichtsarbeiten schlossen gemischte Krebspopulationen ein. Die eingeschlossenen Primärstudien stammen u.a. aus den USA, China, Japan, UK und der EU. Eine Meta-Analyse befasste sich nur mit der Wirksamkeit von Entspannungsverfahren zur Reduktion von Angst [585] eine andere ausschließlich mit Fatigue [631] ein systematisches Review nur mit Schmerzreduktion [639].

Die Stichprobengröße der zehn RCTs variiert zwischen 50 und 236 Patient*innen (N=1088), davon 28-100% weiblichen Geschlechts. Die Studien stammen aus der Türkei (n=2) und aus dem Iran (n=2); die übrigen stammen aus Belgien, Italien, Griechenland, Rumänien, Frankreich, Thailand und Taiwan (je n=1). Oft untersuchten die Studien spezifisch Brustkrebs (n=5) und Brust- und Prostatakrebs (n=2). Eine Studie untersuchte spezifisch Kopf- und Halskrebs. Die restlichen Studien (n=2) schlossen Patient*innen mit gemischten Krebsdiagnosen ein. Häufige dargebotene Entspannungsverfahren waren progressive Muskelentspannung kombiniert mit geleiteter Imagination (n=2), progressive Muskelentspannung alleine (n=2) sowie Hypnose (n=2). Weitere dargebotene Entspannungsverfahren waren Autogenes Training (n=1) sowie sonstige Verfahren (n=3). Die Anzahl an Sitzungen reichte von einer Sitzung bis zu 12 Sitzungen. Am häufigsten wurden Fatigue (n=4), Schmerz (n=4) sowie Angst (n=3) als primäre Endpunkte erhoben. Des Weiteren stellten Lebensqualität, Depressivität und psychische Belastung (je n=2) sowie Übelkeit (n=1) primäre Endpunkte in den RCTs dar.

 

Ergebnisse

Lebensqualität, psychische Belastung, Depressivität, Angst, Fatigue und Übelkeit (Empfehlung 8.6)

Die kurzfristige Wirksamkeit von Entspannungsverfahren bezüglich der globalen Lebensqualität wurde in einer Meta-Analyse [582] untersucht. Diese konnte einen signifikanten, kurzfristigen Effekt zugunsten der Entspannungsverfahren ermitteln (d=0.35). Zusätzlich lagen die Ergebnisse dreier RCTs [634], [635], [636] vor, von welchen eines einen signifikanten, kurzfristigen Effekt zugunsten der Entspannungsverfahren nachweisen konnte.

Die mittelfristige Wirksamkeit von Entspannungsverfahren bezüglich der globalen Lebensqualität wurde in einer Meta-Analyse [582] untersucht. Diese konnte einen signifikanten, mittelfristigen Effekt zugunsten der Entspannungsverfahren nachweisen (d=0.78). Zusätzlich lagen die Ergebnisse dreier RCTs [634], [635], [636] vor, von welchen eines einen signifikanten, mittelfristigen Effekt zugunsten der Entspannungsverfahren ermitteln konnte.

 

Die kurzfristige Wirksamkeit von Entspannungsverfahren bezüglich psychischer Belastung (Distress) wurde in einer Meta-Analyse [582] untersucht. Diese konnte einen signifikanten, kurzfristigen Effekt zugunsten der Entspannungsverfahren ermitteln (d=–0.29). Zusätzlich lag das Ergebnis eines RCT vor [637], das ebenfalls einen signifikanten, kurzfristigen Effekt zugunsten der Entspannungsverfahren nachweisen konnte.

Die mittel- und langfristige Wirksamkeit von Entspannungsverfahren bezüglich psychischer Belastung (Distress) wurde in lediglich einer Meta-Analyse [582] untersucht. Diese konnte keine signifikanten mittel- oder langfristigen Effekte zugunsten der Entspannungsverfahren nachweisen. 

 

Die kurzfristige Wirksamkeit von Entspannungsverfahren bezüglich Depressivität wurde in einer Meta-Analyse [582] untersucht. Diese konnte einen signifikanten, kurzfristigen Effekt zugunsten der Entspannungsverfahren ermitteln (d=–0.37). Zusätzlich lag das Ergebnis eines RCT [633] vor, das ebenfalls einen signifikanten, kurzfristigen Effekt zugunsten von Entspannungsverfahren nachweisen konnte. 

 

Die kurzfristige Wirksamkeit von Entspannungsverfahren bezüglich Angst wurde in zwei Meta-Analysen [585], [582] untersucht. Beide konnten signifikante, kurzfristige Effekte zugunsten der Entspannungsverfahren feststellen (jeweils d=–0.53). Zusätzlich lagen die Ergebnisse zweier RCTs [633], [638] vor, von welchen eines einen signifikanten, kurzfristigen Effekt zugunsten der Entspannungsverfahren nachweisen konnte.

Die mittelfristige Wirksamkeit von Entspannungsverfahren bezüglich Angst wurde in einer Meta-Analyse [582] untersucht. Diese konnte einen signifikanten, mittelfristigen Effekt zugunsten der Entspannungsverfahren ermitteln (d=–1.12). Zusätzlich lag das Ergebnis eines RCT [638] vor, welches keinen signifikanten, mittelfristigen Effekt zugunsten der Entspannungsverfahren ermitteln konnte.

 

Die kurzfristige Wirksamkeit von Entspannungsverfahren bezüglich Fatigue wurde in einer Meta-Analyse [631] untersucht. Diese konnte einen signifikanten, kurzfristigen Effekt zugunsten der Entspannungsverfahren nachweisen (d=-0.77(b)). Zusätzlich lagen die Ergebnisse von vier RCTs [633], [634], [633][635], [638], [635] vor, von welchen zwei signifikante, kurzfristige Effekte zugunsten von Entspannungsverfahren nachweisen konnten.

Zur Bewertung der mittelfristigen Wirksamkeit von Entspannungsverfahren bezüglich Fatigue lagen keine systematischen Übersichtsarbeiten vor. Es lagen lediglich die Ergebnisse von drei RCTs [634], [635], [638] vor, von welchen eines einen signifikanten, mittelfristigen Effekt zugunsten von Entspannungsverfahren nachweisen konnte. 

 

Die kurz- und mittelfristige Wirksamkeit von Entspannungsverfahren bezüglich Chemotherapie-induzierter Übelkeit wurde in einem systematischen Review [639] untersucht, welches deskriptiv beschreibt, dass signifikante kurz- und mittelfristige Effekte zugunsten von Entspannungsverfahren in sechs von sechs in dem Review eingeschlossenen RCTs nachgewiesen wurden. Es lagen keine zusätzlichen RCTs vor. 

 

Schmerz (Empfehlung 8.7)

Zur Bewertung der kurzfristigen Wirksamkeit von Entspannungsverfahren bezüglich Schmerz lagen keine systematischen Übersichtsarbeiten vor. Es lagen lediglich die Ergebnisse aus sechs RCTs [634],  [640], [637], [638], [641], [641], [642] vor, von welchen vier signifikante, kurzfristige Effekte zugunsten von Entspannungsverfahren nachweisen konnten. Eines der sechs RCTs wies eine kurzfristig stärkere Schmerzreduktion in der Kontrollgruppe (TAU) als der Entspannungsgruppe nach.

Zur Bewertung der mittelfristigen Wirksamkeit von Entspannungsverfahren bezüglich Schmerz lagen ebenfalls keine systematischen Übersichtsarbeiten vor. Es lagen lediglich die Ergebnisse von zwei RCTs [634], [638] vor, von welchen keines einen signifikanten, mittelfristigen Effekt zugunsten von Entspannungsverfahren feststellen konnte.

Die Befundlage zur Wirksamkeit von Entspannungsverfahren von Schmerzen bei Menschen mit Krebserkrankungen ist als heterogen einzuschätzen. Schmerz stellte in fünf der sechs RCTs das primäre Outcome dar, zwei dieser fünf RCTs wiesen nach a priori durchgeführten Power-Analyse eine ausreichend große Stichprobe auf. Zwei der sechs RCTs machten Angaben zu den Neben- und Wechselwirkungen, die jedoch weder in der Kontroll- noch der Entspannungsgruppe auftraten. Die methodische Qualität aller RCTs ist als mäßig bis gering einzuschätzen. Der Einsatz von Entspannungsverfahren zur Reduktion von Schmerzen wird von Expert*innen der Leitliniengruppe als gängige klinische Praxis bewertet. Zudem sei darauf hingewiesen, dass für verschiedene Formen von nicht krebsbedingten Schmerzen Wirksamkeitsbelege existieren. Es werden jedoch weitere, methodisch hochwertige Studien benötigt, um eine verbindlichere Empfehlung für den Einsatz von Entspannungsverfahren zur Reduktion von Schmerzen bei Menschen mit Krebserkrankung zu formulieren.

 

Ergänzende Evidenz

Ergänzend zu den genannten Befunden pro Endpunkt beschreibt ein systematisches Review von Kapogiannis et al. [632] dass in sieben von zehn eingeschlossenen RCTs signifikante Effekte zugunsten der Entspannungsverfahren auf mindestens einem Endpunkt (u.a. Stimmung, Angst, Depressivität sowie Übelkeit) nachweisbar waren.

 

Einschätzung der Studienqualität

Insgesamt wiesen 4/5 (80%) SRs Mängel in mehr als einer kritischen Bewertungsdomäne auf (critical low quality), 1/5 (20%) in einer kritischen Bewertungsdomäne (low quality). Dabei ist anzumerken, dass in 2/4 SRs eine Abwertung der Qualitätsbewertung durch das Fehlen einer Liste exkludierter Primärstudien und deren Ausschlussgründen (kritische Domäne 7, AMSTAR-2) erfolgte.

Eine adäquate Methode zur Generierung der Randomisierungssequenz (Selection bias) nutzten 7/10 RCTs (70%), in 7/10 RCTs (70%) war der Umfang fehlender Daten ausreichend gering (<20%) oder fehlende Daten wurden entsprechend imputiert (Attrition Bias). In 2/10 RCTs (20%) konnte selektives Berichten von Endpunkten durch ein vorhandenes Studienprotokoll ausgeschlossen werden (Reporting Bias). Über die Geheimhaltung und Unvorhersehbarkeit der Gruppenzuteilung der RCTs (Selection Bias) konnte keine Aussage getroffen werden (9/10; 90%), bei einem RCT war dies explizit nicht möglich. Aufgrund der Art der verwendeten Interventionen und der Erhebung der Endpunkte durch Selbsteinschätzung waren in keinem der RCTs eine Verblindung von Studienpersonal-/teilnehmer*innen (Performance Bias) und dadurch auch keine Verblindung der Endpunkterhebung (Detection Bias), mit Ausnahme eines RCTs, möglich.

Insgesamt führten 7/10 RCTs a priori eine Fallzahlplanung durch, wovon 5 RCTs ihre a priori geplante Fallzahl erreichten.



(b) Effekt nur signifikant für Patient*innen nach abgeschlossener Krebsbehandlung, nicht signifikant für Patient*innen während laufender Behandlung

8.3 Psychoedukation

8.8 · Evidenzbasierte Empfehlung · modifiziert 2023

Psychoedukative Interventionen sollen Krebspatient*innen unabhängig vom Belastungsgrad zur Reduktion von psychischer Belastung, Angst und Schmerzen sowie zur Verbesserung der Lebensqualität angeboten werden.

Empfehlungsgrad
A: Starke Empfehlung für oder gegen ein Maßnahme - verwendete Ausdrucksweise = soll/soll nicht
Evidenzlevel
1a
Konsens
Starker Konsens (100%)
Literatur
[582] [586] [643] [644] [645] [646] [647] [648] [649] [650] [600] [651] [652] [653] [654] [655] [656] [657] [658] [659] [660]
ÄnderungshinweisPsychoedukative Interventionen sollen Menschen mit Krebserkrankungen unabhängig vom Belastungsgrad angeboten werden.
Evidenztabellen (2)Psychoedukation; Psychoedukation RCTs (2015 – 2020)
8.9 · Evidenzbasierte Empfehlung · modifiziert 2023

Psychoedukative Interventionen sollten Krebspatient*innen unabhängig vom Belastungsgrad zur Reduktion von Depressivität und Fatigue angeboten werden.

 

Empfehlungsgrad
B: Empfehlung für oder gegen eine Maßnahme - verwendete Ausdrucksweise = sollte/sollte nicht
Evidenzlevel
1a
Konsens
Starker Konsens (100%)
Literatur
[592] [644] [582] [660] [600] [659] [651] [652] [653] [658] [654] [655]
ÄnderungshinweisPsychoedukative Interventionen sollen Menschen mit Krebserkrankungen unabhängig vom Belastungsgrad angeboten werden.
Evidenztabellen (2)Psychoedukation; Psychoedukation RCTs (2015 – 2020)
8.10 · Evidenzbasiertes Statement · neu 2023
Die Studienlage zur Wirksamkeit psychoedukativer Interventionen zur Reduktion von Übelkeit und sexuellen Funktionsstörungen lässt keine Empfehlung für oder gegen den Einsatz bei diesen Beschwerden zu.
Evidenzlevel
1b
Konsens
Starker Konsens (100%)
Literatur
[649] [654]
Evidenztabellen (2)Psychoedukation; Psychoedukation RCTs (2015 – 2020)

Unter psychoedukativen Interventionen versteht man standardisierte, multimodale, interaktive Interventionen, die ein breites Spektrum von Themen beinhalten (Faller, 2016): Krankheitsinformation, Gesundheitsverhalten, Stressmanagement, Krankheitsbewältigung, psychosoziale Unterstützung. „Standardisiert“ bedeutet das Vorhandensein eines Curriculums, in welchem die Lernziele definiert sind, und eines Manuals, in welchem die Lernziele konkretisiert werden und die didaktische Vorgehensweise festgelegt ist. „Multimodal“ bedeutet die Verwendung unterschiedlicher, insbesondere auch interaktiver, aktivierender didaktischer Methoden. Diese Definition entspricht der konsentierten Definition des Zentrums Patient*innenschulung. Eine alleinige Informationsgabe wurde nicht unter Patient*innenschulung klassifiziert. Psychoedukation wird im Einzel- oder Gruppenformat angeboten.

Systematische Literaturrecherche

Die Bewertung der Wirksamkeit von psychoedukativen Interventionen bei Krebserkrankten und –überlebenden basiert auf elf systematischen Übersichtsarbeiten sowie 13 RCTs.

Die elf systematischen Übersichtsarbeiten (acht Meta-Analysen, drei systematische Reviews) schlossen zwischen zehn und 198 Primärstudien in die Analyse mit ein. Neun der Übersichtsarbeiten schlossen gemischte Krebspopulationen ein, in drei Fällen [646], [646], [647], [648], [647] mussten zusätzlich tumorbedingte Schmerzen vorliegen. Eine Übersichtsarbeit untersuchte Lungenkrebs. Die eingeschlossenen Primärstudien stammen u.a. aus den USA, Kanada, Australien, China und der EU. Eine Meta-Analyse befasste sich ausschließlich mit der Wirksamkeit von Psychoedukation zur Steigerung der Lebensqualität [661], eine andere ausschließlich mit Angstreduktion [585], drei systematische Reviews nur mit Schmerzreduktion [646], [646], [647], [648], [647] und ein systematisches Review mit der Wirksamkeit zur Reduktion von Fatigue [662].

Die Stichprobengröße der 13 RCTs variiert dabei zwischen 40 und 2140 Patient*innen (N=3931), davon 15,5-100% weiblichen Geschlechts. Die Studien stammen zum größten Teil aus China (n=4) und Singapur (n=2). Die übrigen Studien stammen aus Iran, Quatar, Malaysia, Taiwan, Frankreich, Deutschland und Schweden (je n=1). Die meisten Studien untersuchten spezifisch Brustkrebs (n=4) oder keine spezifische Krebsform (n=4). Weitere spezifisch untersuchte Krebsarten stellten Kehlkopfkrebs, gynäkologische Krebsarten, Blasenkrebs, Lungenkrebs und Anal- und Darmkrebs dar (je n=1). Meist wurde die Psychoedukation in Form von Einzelsitzungen angeboten (n=6); drei Studien untersuchten eine im Gruppenformat dargebotene psychoedukative Intervention. Drei Studien ergänzten die Psychoedukation mit weiteren Maßnahmen, wie einem Trainingsmanual (n=1), dem Training von Selbstmanagement-Fertigkeiten (n=1) sowie einem Rehabilitationsprogramm (n=1). Die Anzahl an dargebotenen psychoedukativen Interventionseinheiten reichte von einer Sitzung bis zu acht Sitzungen. Die am häufigsten erhobenen primären Endpunkte der RCTs stellten Angst (n=7), Depressivität (n=6) und Lebensqualität (n=6) dar. Des Weiteren wurden Schmerz (n=2), Fatigue (n=2), sexuelle Funktion (n=1), Übelkeit (n=1) und psychische Belastung (n=1) als primäre Endpunkte erhoben.

 

Ergebnisse

Lebensqualität, psychische Belastung, Angst und Schmerz (Empfehlung 8.8)

Die kurzfristige Wirksamkeit von psychoedukativen Interventionen bezüglich der globalen Lebensqualität wurde in vier Meta-Analysen [586], [644], [645], [582] untersucht, von welchen drei signifikante, kurzfristige Effekte zugunsten psychoedukativer Interventionen ermitteln konnten (0.19 < d < 0.20(c)). Zusätzlich lagen die Ergebnisse von sieben RCTs [660], [650], [600], [652], [653], [655], [657], [656] vor, von welchen zwei signifikante, kurzfristige Effekte zugunsten psychoedukativer Interventionen nachweisen konnten. Eines der sieben RCTs lieferte gemischte Ergebnisse und fand einen signifikanten, kurzfristigen Effekt zugunsten psychoedukativer Interventionen für die psychische Lebensqualität, nicht aber für die physische Lebensqualität.

Die mittelfristige Wirksamkeit von psychoedukativen Interventionen bezüglich der globalen Lebensqualität wurde in einer Meta-Analyse [582] untersucht. Diese konnte keinen signifikanten, mittelfristigen Effekt zugunsten psychoedukativer Interventionen feststellen. Zusätzlich lagen die Ergebnisse zweier RCTs [600], [656] vor, von welchen keines einen signifikanten, mittelfristigen Effekt zugunsten psychoedukativer Interventionen nachweisen konnte.

Die langfristige Wirksamkeit von psychoedukativen Interventionen bezüglich der globalen Lebensqualität wurde in einer Meta-Analyse untersucht [582]. Diese konnte einen signifikanten, langfristigen Effekt zugunsten der psychoedukativen Interventionen nachweisen (d=.18). Zusätzlich lag das Ergebnis eines RCT [656] vor, welches allerdings keinen signifikanten, langfristigen Effekt zugunsten der psychoedukativen Intervention nachweisen konnte.

 

Die kurzfristige Wirksamkeit von psychoedukativen Interventionen bezüglich psychischer Belastung (Distress) wurde von einer Meta-Analyse [582] untersucht. Diese konnte einen signifikanten, kurzfristigen Effekt zugunsten psychoedukativer Interventionen ermitteln (d=–0.18). Zusätzlich lag das Ergebnis eines RCT [657] vor, das keinen signifikanten, kurzfristigen Effekt zugunsten der Psychoedukation fand.

Die mittelfristige Wirksamkeit von psychoedukativen Interventionen bezüglich psychischer Belastung (Distress) wurde ebenfalls in einer Meta-Analyse [582] untersucht. Diese konnte einen signifikanten, mittelfristigen Effekt zugunsten psychoedukativer Interventionen nachweisen (d=–0.30). Es lagen keine zusätzlichen RCTs vor.

Die langfristige Wirksamkeit von psychoedukativen Interventionen bezüglich psychischer Belastung (Distress) wurde in einer Meta-Analyse [582] untersucht. Diese konnte keinen signifikanten, langfristigen Effekt zugunsten psychoedukativer Interventionen nachweisen. Es lagen keine zusätzlichen RCTs vor. 

 

Die kurzfristige Wirksamkeit von psychoedukativen Interventionen bezüglich Angst wurde in drei Meta-Analysen [585], [644], [582] untersucht, von welchen alle signifikante, kurzfristige Effekte zugunsten psychoedukativer Maßnahmen ermitteln konnten (–0.18 < d < –1.47). Zusätzlich lagen die Ergebnisse von zehn RCTs [649], [660], [600], [659], [651], [652], [653], [658], [655], [657] vor, von welchen fünf signifikante, kurzfristige Effekte zugunsten psychoedukativer Maßnahmen nachwiesen.

Die mittelfristige Wirksamkeit von psychoedukativen Interventionen bezüglich Angst wurde in einer Meta-Analyse untersucht [582]. Diese wies einen signifikanten, mittelfristigen Effekt zugunsten psychoedukativer Interventionen nach (d=–0.24). Zusätzlich lag das Ergebnis eines RCT [600] vor, welches ebenfalls einen signifikanten, mittelfristigen Effekt zugunsten der Psychoedukation nachwies.

Die langfristige Wirksamkeit von psychoedukativen Interventionen bezüglich Angst wurde ebenfalls in einer Meta-Analyse [582] untersucht. Diese fand keinen signifikanten, langfristigen Effekt zugunsten psychoedukativer Interventionen. Es lagen keine zusätzlichen RCTs vor.

Die kurzfristige Wirksamkeit von psychoedukativen Interventionen bezüglich Schmerz wurde in zwei Meta-Analysen [646][647] untersucht, welche beide einen signifikanten, kurzfristigen Effekt zugunsten psychoedukativer Interventionen ermittelten (d=-0.11 und d=-0.27). Weiterhin beschreibt das systematische Review von Oldenmenger et al. [648], dass acht von 26 eingeschlossenen RCTs (31%) signifikante Schmerzunterschiede zwischen den Gruppen zugunsten der Psychoedukations-Gruppe berichteten. Zusätzlich lagen aus unserer Recherche die Ergebnisse zweier RCTs [650], [654] vor, von welchen eines einen signifikanten, kurzfristigen Effekt zugunsten der Psychoedukation nachwies.

Zur mittelfristigen Wirksamkeit von psychoedukativen Interventionen bezüglich Schmerz lagen keine systematischen Übersichtsarbeiten vor. Es lag lediglich das Ergebnis eines RCT [650] vor, das einen signifikanten, mittelfristigen Effekt zugunsten der Psychoedukation feststellen konnte.

 

Depressivität und Fatigue (Empfehlung 8.9)

Die kurzfristige Wirksamkeit von psychoedukativen Interventionen bezüglich Depressivität wurde in drei Meta-Analysen [592], [644], [582] untersucht, von welchen eine einen signifikanten, kurzfristigen Effekt zugunsten der psychoedukativen Interventionen ermitteln konnte (d=–0.18). Zusätzlich lagen die Ergebnisse von acht RCTs [660], [600], [659], [651], [652], [653], [658], [655] vor, von welchen vier signifikante, kurzfristige Effekte zugunsten psychoedukativer Interventionen feststellten.

Die mittelfristige Wirksamkeit von psychoedukativen Interventionen bezüglich Depressivität wurde in einer Meta-Analyse [582] untersucht. Diese konnte einen signifikanten, mittelfristigen Effekt zugunsten psychoedukativer Interventionen ermitteln (d=–0.23). Zusätzlich lag das Ergebnis eines RCT [600] vor, welches ebenfalls einen signifikanten, mittelfristigen Effekt zugunsten psychoedukativer Interventionen nachweisen konnte.

Die langfristige Wirksamkeit von psychoedukativen Interventionen bezüglich Depressivität wurde in einer Meta-Analyse [582] untersucht. Diese fand keinen signifikanten, langfristigen Effekt zugunsten der psychoedukativen Interventionen. Es lagen keine zusätzlichen RCTs vor.

 

Die kurzfristige Wirksamkeit von psychoedukativen Interventionen bezüglich Fatigue wurde in einer Meta-Analyse [644] untersucht. Diese wies einen signifikanten, kurzfristigen Effekt zugunsten psychoedukativer Interventionen nach (d=-0.27). Weiterhin beschreibt das systematische Review von Du et al. [662], dass fünf der zehn in das Review eingeschlossenen RCTs einen signifikanten Effekt zugunsten der Psychoedukation feststellten (d). Zusätzlich lagen aus unserer Recherche die Ergebnisse zweier RCTs [653], [654] vor, von welchen aber keines einen signifikanten, kurzfristigen Effekt zugunsten der Psychoedukation feststellen konnte.

 

Übelkeit und sexuelle Funktionsstörungen (Statement 8.10)

Zur kurzfristigen Wirksamkeit von psychoedukativen Interventionen bezüglich Übelkeit lagen keine systematischen Übersichtsarbeiten vor. Es lag lediglich das Ergebnis eines RCT [654] vor, das keinen signifikanten, kurzfristigen Effekt zugunsten der Psychoedukation feststellen konnte.

Zur kurzfristigen Wirksamkeit von psychoedukativen Interventionen bezüglich sexueller Funktion lagen keine systematischen Übersichtsarbeiten vor. Es lag lediglich das Ergebnis eines RCTs [649] vor, welches signifikante, kurzfristige Effekte zugunsten der Psychoedukation auf einer von fünf Subskalen des multidimensionalen Fragebogens nachweisen konnte.

Sowohl zur Reduktion von Schmerz als auch sexueller Funktionsstörungen ist die Studienlage als nicht ausreichend belastbar einzuschätzen. Die Leitliniengruppe behält sich daher vor, auf eine Empfehlung für oder gegen den Einsatz psychoeduktiver Interventionen bei Krebspatient*innen und diesen Beschwerden zu verzichten. Es bedarf weiterer, methodisch hochwertiger Studien, um eine Empfehlung formulieren zu können.

 

Ergänzende Evidenz

Ergänzend zu den genannten Befunden pro Endpunkt beschreibt ein systematisches Review von Li et al. [663], dass in 12 von 15 eingeschlossenen RCTs signifikante Effekte zugunsten der Psychoedukation auf mind. einem primären Endpunkt (u.a. Lebensqualität, psychische Belastung, Schmerz, Fatigue) vorlagen.

 

Einschätzung der Studienqualität

Insgesamt wiesen 8/11 (73%) SRs Mängel in mehr als einer kritischen Bewertungsdomäne auf (critical low quality) und 1/11 (9%) SRs in einer kritischen Bewertungsdomäne (low quality). Ein SR (1/11; 9%) wies keine kritischen, aber mehr als einen nicht-kritischen Mangel auf (moderate quality) und ein (9%) SR wies keine kritischen und lediglich einen nicht-kritischen Mangel auf (high quality). Dabei ist anzumerken, dass in 2/10 SRs eine Abwertung der Qualitätsbewertung durch das Fehlen einer Liste exkludierter Primärstudien und deren Ausschlussgründen (kritische Domäne 7, AMSTAR-2) erfolgte.

Eine adäquate Methode zur Generierung der Randomisierungssequenz (Selection bias) nutzten 9/13 RCTs (69%), 2/13 RCTs (15%) stellten die Geheimhaltung und Unvorhersehbarkeit der Gruppenzuteilung sicher (Selection bias). In 6/13 RCTs (46%) war der Umfang fehlender Daten ausreichend gering (<20%) oder fehlende Daten wurden entsprechend imputiert (Attrition Bias). Aufgrund der Art der verwendeten Interventionen und der Erhebung der Endpunkte durch Selbsteinschätzung waren in keinem der RCTs eine Verblindung von Studienpersonal-/teilnehmer*innen (Performance Bias) und dadurch auch keine Verblindung der Endpunkterhebung (Detection Bias) möglich. Über das selektive Berichten von Endpunkten (Reporting Bias) konnte bedingt durch nicht vorhandene Studienprotokolle keine Aussage getroffen werden.

Insgesamt führten 10/13 RCTs a priori eine Fallzahlplanung durch, wovon 7 RCTs ihre a priori geplante Fallzahl erreichten.


 
(c) sowie in Bennett 2016 unstandardisierte MD = 11.47 auf EORTC QLQ-C30
(d) Bei 8 von 10 eingeschlossenen RCTs im Review von Du et al. 2015 wurden zusätzlich zur Psychoedukation auch sport- und bewegungstherapeutische Elemente eingesetzt.

8.4 Psychoonkologische E-Health Interventionen

8.11 · Evidenzbasierte Empfehlung · neu 2023

Psychoonkologische E-Health Interventionen sollten Krebspatient*innen unabhängig vom Belastungsgrad zur Verbesserung der Lebensqualität angeboten werden.

 

Empfehlungsgrad
B: Empfehlung für oder gegen eine Maßnahme - verwendete Ausdrucksweise = sollte/sollte nicht
Evidenzlevel
1a
Konsens
Konsens (81%)
Literatur
[664] [665] [666] [667] [668] [669] [670] [671] [672] [673] [674] [675] [676] [677] [678] [679] [680] [681]
Evidenztabellen (2)Psychoonkologische E-Health Interventionen; Psychoonkologische E-Health Interventionen RCTs (2015 – 2020)
8.12 · Evidenzbasierte Empfehlung · neu 2023

Psychoonkologische E-Health Interventionen können Krebspatient*innen unabhängig vom Belastungsgrad zur Reduktion von psychischer Belastung, Depressivität, Angst und Fatigue angeboten werden.

Empfehlungsgrad
0: offene Empfehlung (Option) bzgl. einer Maßnahme - verwendete Ausdrucksweise = kann
Evidenzlevel
1a
Konsens
Starker Konsens (100%)
Literatur
[667] [666] [665] [682] [669] [668] [670] [683] [684] [672] [685] [673] [674] [675] [686] [687] [688] [676] [677] [678] [679] [689] [680] [690] [691] [692] [693] [681]
Evidenztabellen (2)Psychoonkologische E-Health Interventionen; Psychoonkologische E-Health Interventionen RCTs (2015 – 2020)
8.13 · Evidenzbasiertes Statement · neu 2023
Die Studienlage zur Wirksamkeit psychoonkologischer E-Health Interventionen zur Reduktion von Schmerz und sexuellen Funktionsstörungen bei Krebspatient*innen lässt keine Empfehlung für oder gegen den Einsatz bei diesen Beschwerden zu.
Evidenzlevel
1b
Konsens
Starker Konsens (100%)
Literatur
[672] [673] [688] [678] [694] [695] [681]
Evidenztabellen (2)Psychoonkologische E-Health Interventionen; Psychoonkologische E-Health Interventionen RCTs (2015 – 2020)

Unter dem Begriff E-Health fasst das Bundesministerium für Gesundheit Anwendungen und Angebote zusammen, die die Möglichkeiten moderner Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) nutzen, um die Behandlung und Betreuung von Patient*innen zu unterstützen (https://www.bundesgesundheitsministerium.de/service/begriffe-von-a-z/e/e-health.html). Im Rahmen psychoonkologischer Versorgung sind hierbei insbesondere die Nutzung von Gesundheits-Apps oder -websites, als auch Angebote der Telemedizin von vorrangiger Bedeutung. Inhaltlich sind die Interventionen dabei meist multimodal. So kommen in der Praxis vor allem edukative, beraterische und niederschwellig psychotherapeutische Angebote zum Einsatz, die durch die Verwendung von IKT ortsunabhängig nutzbar sind. Psychoonkologische Versorgungsangebote können so auch Patient*innen zugänglich gemacht werden, die in Regionen mit geringer Versorgungsdichte leben und/oder aufgrund psychischer oder physischer Einschränkungen nicht in der Lage sind, Präsenzangebote wahrzunehmen.

Entsprechend der Definition psychoonkologischer Interventionen in Kapitel 8.1 wurden im Zuge der systematischen Literaturrecherche nur Studien eingeschlossen, die eine persönliche Interaktion zwischen professionellen Therapeut*innen und Krebspatient*innen beinhalteten und psychoonkologische Themen bearbeiteten. Die persönliche Interaktion konnte beispielsweise per Telefon, Videokonferenz oder Face-to-Face Kontakten in Ergänzung zur Nutzung von Websites oder Apps erfolgen. 

Auch digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) gewinnen zunehmend an Bedeutung. Die vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) auf evidenzbasierte positive Versorgungseffekte geprüften Apps und browserbasierten Anwendungen liegen mittlerweile zu zahlreichen, darunter auch onkologischen Anwendungsgebieten vor (https://diga.bfarm.de/de). Es sei nochmals ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die reine Nutzung von Gesundheitsapps und –websites sowie Video- oder Audioaufzeichnungen oder ein ausschließlicher Kontakt per Mail, Chats oder Foren in der folgenden systematischen Literaturrecherche ausgeschlossen wurde.

Es soll an dieser Stelle betont werden, dass aus Sicht der Leitliniengruppe psychoonkologische E-Health Interventionen in der klinischen Praxis die auf einem persönlichen Kontakt aufbauenden psychoonkologischen Angebote nicht ersetzen sollen, sondern ergänzend zu diesen angeboten werden, insbesondere dann, wenn Zugangsbarrieren bestehen.

Systematische Literaturrecherche

Die Bewertung der Wirksamkeit von E-Health/Telehealth-Interventionen bei Krebserkrankten und –überlebenden basiert auf fünf systematischen Übersichtsarbeiten sowie 28 RCTS aus 30 Publikationen (e). Drei der 28 RCTs wurden bereits in mind. einem der systematischen Übersichtsarbeiten eingeschlossen; die Ergebnisse dieser drei Studien werden daher in der Ergebnisdarstellung nicht separat berichtet.

Die fünf systematischen Übersichtsarbeiten (vier Meta-Analysen, ein systematisches Review) schlossen zwischen 11 und 20 Primärstudien in die Analyse mit ein. Untersuchte Krebsarten waren Brustkrebs (n=2) sowie gemischte Krebspopulationen (n=3). Die eingeschlossenen Primärstudien stammen u.a. aus den USA, Australien, China, Kanada, UK und der EU. Eine Meta-Analyse befasste sich ausschließlich mit der Wirksamkeit von psychoonkologischen E-Health Interventionen zur Steigerung der Lebensqualität [664], alle weiteren berichten Ergebnisse auf mehreren relevanten Endpunkten.

Die Stichprobengröße der 28 RCTs variiert dabei zwischen 38 und 254 Patient*innen (N=3125), davon 0-100% weiblichen Geschlechts. Die Studien stammen zum großen Teil aus den USA (n=15), Niederlande (n=3) und Australien (n=3); der Rest der Studien stammt aus China (n=2), Singapur, Norwegen, Frankreich, Deutschland und Schweden (je n=1). Die häufigste Zielgruppe der E-Health/Telehealth-Interventionen waren Brustkrebspatient*innen (n=10); weitere untersuchte Krebsarten waren Prostatakrebs (n=3) Lungenkrebs (n=3), (Dick-)Darmkrebs (n=2), schwarzer Hautkrebs, Gebärmutterhalskrebs, Speiseröhrenkrebs, Mastdarm- und Analkrebs sowie Leukämie (je n=1). Fünf Studien schlossen Patient*innen mit verschiedenen Krebsdiagnosen ein. Häufig wurde die Intervention telefonisch (n=16) sowie über Videokonferenzen (n=5) angeboten. In fünf Studien wurden ergänzend dazu analoge oder digitale Materialien ausgegeben. Einige Studien kombinierten Kontakte per Telefon oder Video mit Face-to-Face-Kontakten (n=4). Weitere Darbietungsformen stellten Online-Module (n=2) und Apps (n=1) in Kombination mit Face-to-Face-Kontakten dar. Inhaltlich handelte es sich oft um kognitiv-behaviorale Therapieelemente (n=12) oder allgemeine psychosoziale Unterstützung (n=9, u.a. auch Paarberatung). Weiterhin wurden Psychoedukation (n=3), Akzeptanz- und Commitmenttherapie (ACT; n=1) sowie imaginationsbasierte (n=1) und andere (n=2) Ansätze angeboten. Die Anzahl der dargebotenen Interventionseinheiten reichte von einer Einzelsitzung bis zu wöchentlichen Sitzungen über 24 Wochen bzw. Sitzungen mit größerem dazwischenliegendem Zeitintervall von bis zu sechs Monaten. Angst (n=12), Depressivität (n=11) und Lebensqualität (n=7) stellten die am häufigsten vorkommenden primären Endpunkte in den RCTs dar. Des Weiteren wurden Fatigue (n=5), sexuelle Funktion/Zufriedenheit (n=5), psychische Belastung (n=2) und Schmerz (n=1) als primäre Endpunkte in den RCTs erhoben.

 

Ergebnisse

Lebensqualität (Empfehlung 8.11)

Die kurzfristige Wirksamkeit von psychoonkologischen E-Health Interventionen bezüglich der globalen Lebensqualität wurde in vier Meta-Analysen [664], [665], [666], [667] untersucht, von welchen drei signifikante, kurzfristige Effekte zugunsten psychoonkologischer E-Health Interventionen ermitteln konnten (0.54 ≤ d ≤ 0.75). Zusätzlich lagen die Ergebnisse von zehn RCTs [670], [672], [673], [674], [675], [676], [677], [678],[679], [680] vor, von welchen drei signifikante, kurzfristige Effekte zugunsten psychoonkologischer E-Health Interventionen nachweisen konnten.

Die mittelfristige Wirksamkeit von psychoonkologischen E-Health Interventionen bezüglich der globalen Lebensqualität wurde in keiner systematischen Übersichtsarbeit untersucht. Jedoch lagen die Ergebnisse von acht RCTs [669], [668], [671], [672], [676], [677], [678], [679], [681] vor, von welchen eines einen signifikanten, mittelfristigen Effekt zugunsten der psychoonkologischen E-Health-Intervention nachweisen konnte.

Zur Bewertung der langfristigen Wirksamkeit von psychoonkologischen E-Health Interventionen bezüglich der globalen Lebensqualität lagen keine systematischen Übersichtsarbeiten vor. Es lagen lediglich die Ergebnisse von zwei RCTs [669], [668], [681] vor, von welchen eines einen signifikanten, langfristigen Effekt zugunsten der psychoonkologischen E-Health-Intervention nachweisen konnte.

 

Psychische Belastung, Depressivität, Angst und Fatigue (Empfehlung 8.12) 

Die kurzfristige Wirksamkeit von psychoonkologischen E-Health Interventionen bezüglich der psychischen Belastung (Distress) wurde in einer Meta-Analyse [667] untersucht. Diese konnte die keinen signifikanten Effekt ermitteln. Zusätzlich lagen die Ergebnisse von sechs RCTs [670], [673], [675], [677], [690], [693] vor, von welchen drei einen signifikanten, kurzfristigen Effekt zugunsten psychoonkologischer E-Health Interventionen nachweisen konnten.

Zur Bewertung der mittelfristigen Wirksamkeit von psychoonkologischen E-Health Interventionen bezüglich der psychischen Belastung (Distress) lagen keine systematischen Übersichtsarbeiten vor. Es lagen lediglich drei RCTs [677], [690], [681] vor, von welchen eines einen signifikanten mittelfristigen Effekt zugunsten der psychoonkologischen E-Health-Intervention ermitteln konnte.

Die langfristige Wirksamkeit von psychoonkologischen E-Health Interventionen wurde in keiner systematischen Übersichtsarbeit untersucht. Es lag lediglich ein RCT [681] vor, das keinen signifikanten langfristigen Effekt zugunsten der psychoonkologischen E-Health-Intervention ermitteln konnte.

 

Die kurzfristige Wirksamkeit von psychoonkologischen E-Health Interventionen bezüglich Depressivität wurde in zwei Meta-Analysen [666], [667] untersucht. Keine der beiden Meta-Analysen wies signifikante, kurzfristige Effekte zugunsten psychoonkologischer E-Health Interventionen nach. Zusätzlich lagen die Ergebnisse von 17 RCTs [670], [683], [672], [685], [674], [686], [687], [688], [676], [677], [678], [679], [689], [690], [691], [692], [693] vor, von welchen fünf signifikante kurzfristige Effekte zugunsten psychoonkologischer E-Health Interventionen ermitteln konnten.

Zur Bewertung der mittelfristigen Wirksamkeit von psychoonkologischen E-Health Interventionen bezüglich Depressivität lagen keine systematischen Übersichtsarbeiten vor. Jedoch lagen die Ergebnisse von 12 RCTs [668], [669], [672], [685], [686], [687], [688], [676], [677], [678], [679], [690], [691] vor, von welchen eines einen signifikanten, mittelfristigen Effekt zugunsten der psychoonkologischen E-Health-Intervention nachweisen konnte.

Die langfristige Wirksamkeit von psychoonkologischen E-Health Interventionen bezüglich Depressivität wurde in keiner systematischen Übersichtsarbeit untersucht. Es lag lediglich das Ergebnis eines RCTs [669], [668] vor, das jedoch keinen signifikanten, langfristigen Effekt nachweisen konnte.

 

Die kurzfristige Wirksamkeit von psychoonkologischen E-Health Interventionen bezüglich Angst wurde in zwei Meta-Analysen [666], [667] untersucht. Eine der Meta-Analysen wies signifikante, kurzfristige Effekte zugunsten psychoonkologischer E-Health Interventionen nach (d=-0.16). Zusätzlich lagen die Ergebnisse von 16 RCTs [670], [683], [685], [674], [686][687][688], [676], [677], [678], [679], [689], [690], [691], [692], [693] vor, von welchen vier signifikante, kurzfristige Effekte zugunsten psychoonkologischer E-Health Interventionen ermitteln konnten.

Die mittelfristige Wirksamkeit von psychoonkologischen E-Health Interventionen bezüglich Angst wurde in keiner systematischen Übersichtsarbeit untersucht. Es lagen lediglich zwölf RCTs [669], [668], [684], [685], [686], [687], [688], [676], [677], [678], [679] [690], [691] vor, von welchen zwei signifikante, mittelfristige Effekte zugunsten psychoonkologischer E-Health Interventionen nachweisen konnten. Eines der RCTs lieferte gemischte Ergebnisse (signifikanter Effekt bezüglich Rezidivangst, nicht aber bezüglich allg. Ängstlichkeit/Angst).

Zur Bewertung der langfristigen Wirksamkeit von psychoonkologischen E-Health Interventionen bezüglich Angst lagen keine systematischen Übersichtsarbeiten vor. Es lagen lediglich die Ergebnisse von zwei RCTs [669], [668], [684] vor, von welchen eines gemischte Befunde hinsichtlich psychoonkologischer E-Health Interventionen (signifikanter Effekt bezüglich Rezidivangst, nicht aber bezüglich allg. Ängstlichkeit/Angst) ermittelte. Das andere RCT konnte keinen signifikanten, langfristigen Effekt feststellen.

 

Die kurzfristige Wirksamkeit von psychoonkologischen E-Health Interventionen bezüglich Fatigue wurde in zwei Meta-Analysen [665], [666] untersucht, von welchen eine signifikante, kurzfristige Effekte zugunsten psychoonkologischer E-Health Interventionen nachwies (d=-0.30). Zusätzlich lagen zur kurzfristigen Wirksamkeit bezüglich Fatigue acht RCTs [675], [686], [687], [688], [676], [679], [680], [692] vor, von welchen zwei signifikante, kurzfristige Effekte zugunsten psychoonkologischer E-Health Interventionen feststellen konnten.

Die mittelfristige Wirksamkeit von psychoonkologischen E-Health Interventionen bezüglich Fatigue wurde in keiner systematischen Übersichtsarbeit untersucht. Es lagen lediglich fünf RCTs [686], [687], [688], [676] [679] vor, von welchen jedoch keines signifikante, mittelfristige Effekte zugunsten psychoonkologischer E-Health Interventionen feststellen konnte.

 

Schmerz und sexuelle Funktionsstörungen (Statement 8.13) 

Die kurz- und mittelfristige Wirksamkeit von psychoonkologischen E-Health Interventionen bezüglich Schmerz wurde lediglich im Rahmen von zwei RCTs [686], [688] untersucht, die jedoch beide keine signifikanten kurz- und mittelfristigen Effekte zugunsten psychoonkologischer E-Health Interventionen ermitteln konnten.

 

Die kurzfristige Wirksamkeit von psychoonkologischen E-Health Interventionen bezüglich sexueller Funktion wurde in keiner systematischen Übersichtsarbeit untersucht. Es lagen lediglich vier RCTs [672], [673], [678], [694], [695], [693] vor, von welchen eines einen signifikanten, kurzfristigen Effekt zugunsten psychoonkologischer E-Health Interventionen nachweisen konnte.

Die mittelfristige Wirksamkeit von psychoonkologischen E-Health Interventionen bezüglich sexueller Funktion wurde in keiner systematischen Übersichtsarbeit untersucht. Es lagen lediglich die Ergebnisse von vier RCTs [672], [678], [694][695], [681] vor, von denen jedoch keines einen signifikanten, mittelfristigen Effekt zugunsten psychoonkologischen E-Health Interventionen nachweisen konnte.

Auch für die Bewertung der langfristigen Wirksamkeit von psychoonkologischen E-Health Interventionen bezüglich sexueller Funktion lagen keine systematischen Übersichtsarbeiten vor. Zudem ergaben die Ergebnisse der beiden vorliegenden RCTs [694], [695], [681] keine signifikanten, langfristigen Effekte zugunsten psychoonkologischer E-Health Interventionen.

Sowohl zur Reduktion von Schmerz als auch sexueller Funktionsstörungen ist die Studienlage als nicht ausreichend belastbar einzuschätzen. Insbesondere die RCTs zu sexueller Funktion sind inhaltlich sehr heterogen, lediglich zwei Studien verfügen über a priori Power-Analysen mit ausreichender Fallzahl. Weiterhin macht keine der eingeschlossenen Studien Aussagen zu Neben- und Wechselwirkungen der untersuchten Interventionen. Die Leitliniengruppe verzichtet deshalb auf eine Empfehlung für oder gegen den Einsatz psychoonkologischer E-Health Interventionen bei diesen Beschwerden. Es bedarf weiterer, methodisch hochwertiger Studien, um eine Empfehlung formulieren zu können.

Ergänzende Evidenz

Ergänzend zu den genannten Ergebnissen beschreibt das systematische Review von Okuyama et al. [682] deskriptiv, dass in acht von 20 eingeschlossenen RCTs signifikante kurzfristige Effekte zugunsten psychoonkologischer E-Health Interventionen auf mind. einem erhobenen psychosozialen Endpunkt (u.a. Lebensqualität, Depressivität, Angst, psychische Belastung, Rezidivangst) nachgewiesen wurden. Weiterhin berichteten vier RCTs im Review von Ergebnissen zu Follow-Up-Zeitpunkten: Eines der vier RCTs wies dabei signifikante Effekte zugunsten der psychoonkologischen E-Health Interventionen nach.

Einschätzung der Studienqualität

Alle SRs (5/5; 100%) wiesen Mängel in mehr als einer kritischen Bewertungsdomäne auf (critical low quality).

Insgesamt nutzten 21/28 RCTs (75%) eine adäquate Methode zur Generierung der Randomisierungssequenz (Selection bias), 12/28 RCTs (43%) stellten die Geheimhaltung und Unvorhersehbarkeit der Gruppenzuteilung sicher (Selection bias), in 24/28 RCTs (86%) war der Umfang fehlender Daten ausreichend gering (<20%) oder fehlende Daten wurden entsprechend imputiert (Attrition Bias) und in 8/28 RCTs (29%) konnte selektives Berichten von Endpunkten durch ein vorhandenes Studienprotokoll ausgeschlossen werden (Reporting Bias). Aufgrund der Art der verwendeten Interventionen und der Erhebung der Endpunkte durch Selbsteinschätzung war in keinem der RCTs eine Verblindung von Studienpersonal-/teilnehmer*innen (Performance Bias) möglich. Bei einem Großteil der RCTs (n=23) war zudem keine Verblindung der Endpunkterhebung (Detection Bias) möglich, bei fünf RCTs konnte diesbezüglich keine Aussage getroffen werden.

16/28 RCTs führten a priori eine Fallzahlplanung durch, wovon 12 RCTs ihre a priori geplante Fallzahl ereichten.


(e) Dieng et al. (2016) und Dieng et al. (2020) [669], [668] sowie Chambers et al. (2015) und Chambers et al. (2019) [694], [695] beziehen sich auf die gleiche Stichprobe, berichten jedoch ergänzende Messzeitpunkte.

8.5 Psychotherapeutische Interventionen

8.5.1 Psychotherapeutische Interventionen im Einzel- und Gruppensetting

8.14 · Evidenzbasierte Empfehlung · modifiziert 2023

Psychotherapeutische Interventionen sollen Krebspatient*innen mit einer Anpassungsstörung oder einer subsyndromalen Belastung zur Reduktion von psychischer Belastung, Depressivität, Angst und Übelkeit sowie zur Verbesserung der Lebensqualität angeboten werden.

Empfehlungsgrad
A: Starke Empfehlung für oder gegen ein Maßnahme - verwendete Ausdrucksweise = soll/soll nicht
Evidenzlevel
1a
Konsens
Starker Konsens (100%)
Literatur
[582] [583] [584] [585] [586] [587] [588] [589] [590] [591] [592] [593] [696] [697] [594] [595] [596] [598] [599] [600] [628] [601] [602] [603] [604] [605] [606] [607] [608] [609] [610] [611] [612] [613] [614] [615] [627] [616] [617] [618] [619] [620] [621] [623] [622] [624] [625] [626]
ÄnderungshinweisPsychotherapeutische Einzelinterventionen sollen Menschen mit Krebserkrankungen und einer Anpassungsstörung oder einer subsyndromalen Belastung angeboten werden. Dabei sollen die im Rahmen der Diagnostik festgestellten somatischen und sozialen Faktoren und ihre Wechselwirkungen berücksichtigt werden.
Evidenztabellen (3)Psychotherapeutische Interventionen im Einzel- und Gruppensetting; Einzelpsychotherapie RCTs (2015 – 2020); Gruppenpsychotherapie RCTs (2015 – 2020)
8.15 · Evidenzbasierte Empfehlung · modifiziert 2023
Psychotherapeutische Interventionen sollten Krebspatient*innen mit einer Anpassungsstörung oder einer subsyndromalen Belastung zur Reduktion von Fatigue angeboten werden.
Empfehlungsgrad
B: Empfehlung für oder gegen eine Maßnahme - verwendete Ausdrucksweise = sollte/sollte nicht
Evidenzlevel
1a
Konsens
Starker Konsens (100%)
Literatur
[631] [588] [697] [698] [597] [604] [607] [624]
Evidenztabellen (3)Psychotherapeutische Interventionen im Einzel- und Gruppensetting; Einzelpsychotherapie RCTs (2015 – 2020); Gruppenpsychotherapie RCTs (2015 – 2020)
8.16 · Evidenzbasierte Empfehlung · neu 2023

Psychotherapeutische Interventionen können Krebspatient*innen mit einer Anpassungsstörung oder einer subsyndromalen Belastung zur Reduktion von Schmerzen in Ergänzung einer leitliniengerechten Schmerztherapie angeboten werden.

Empfehlungsgrad
0: offene Empfehlung (Option) bzgl. einer Maßnahme - verwendete Ausdrucksweise = kann
Evidenzlevel
1b
Konsens
Starker Konsens (97,3%)
Literatur
[588] [589] [697] [596] [604] [603] [607]
Evidenztabellen (3)Psychotherapeutische Interventionen im Einzel- und Gruppensetting; Einzelpsychotherapie RCTs (2015 – 2020); Gruppenpsychotherapie RCTs (2015 – 2020)
8.17 · Evidenzbasiertes Statement · neu 2023

Die Studienlage zur Wirksamkeit psychotherapeutischer Interventionen zur Reduktion sexuellen Funktionsstörungen bei Krebspatient*innen lässt keine Empfehlung für oder gegen den Einsatz bei diesen Beschwerden zu.

Evidenzlevel
1b
Konsens
Starker Konsens (96,6%)
Literatur
[699] [700] [616] [623]
Evidenztabellen (3)Psychoonkologische E-Health Interventionen; Einzelpsychotherapie RCTs (2015 – 2020); Gruppenpsychotherapie RCTs (2015 – 2020)
8.18 · Konsensbasierte Empfehlung · neu 2023
Die Auswahl zwischen psychotherapeutischen Interventionen im Einzel- oder Gruppensetting soll anhand der Präferenz der Krebspatient*innen getroffen werden.
Konsens
Starker Konsens (97,2%)
Literatur
[582]

Systematische Literaturrecherche

Die Bewertung der Wirksamkeit von psychotherapeutischen Interventionen bei Krebserkrankten und –überlebenden basiert auf 16 systematischen Übersichtsarbeiten sowie 21 RCTs zu Einzelpsychotherapie und 18 RCTs zu Gruppenpsychotherapie. Eines dieser 39 RCTs wurde bereits in einer der systematischen Übersichtsarbeiten eingeschlossen; die Ergebnisse dieser Studie werden daher in der Ergebnisdarstellung nicht separat berichtet.

Die 16 systematischen Übersichtsarbeiten (13 Meta-Analysen, drei systematische Reviews) schlossen zwischen sechs und 245 Primärstudien in die Analyse mit ein. Bezüglich der untersuchten Tumorentitäten fokussierten sich sieben Übersichtsarbeiten ausschließlich auf Brustkrebs und jeweils eine auf Lungen- bzw. Prostatakrebs. Die restlichen Übersichtsarbeiten (n=7) untersuchten gemischte Krebspopulationen. Die eingeschlossenen Primärstudien stammen u.a. aus den USA, Asien, Australien, UK und der EU. Mehrere Übersichtsarbeiten fokussierten lediglich einen Endpunkt: Drei Meta-Analysen berichteten ausschließlich über die Wirksamkeit psychotherapeutischer Interventionen zur Reduktion von Depressivität [583], [591], [592], eine zur Steigerung der Lebensqualität [586], eine zur Angstreduktion[585] und eine zur Reduktion von Fatigue [631].

Die Stichprobengröße der 21 RCTs, die Einzelpsychotherapie untersuchten, variiert dabei zwischen 30 und 1012 Patient*innen (N=3624), davon 14,5-100% weiblichen Geschlechts. Die Studien stammen zum größten Teil aus den USA (n=3), Kanada (n=2), Iran (n=2), China (n=2) und Deutschland (n=2). Die übrigen Studien stammen aus den Niederlanden, Italien, Dänemark, Türkei, Norwegen, Griechenland, Neuseeland, Qatar, Südkorea und Brasilien (je n=1). Bezüglich der untersuchten Tumorentitäten fokussierten sich acht Studien auf ausschließlich Brustkrebs, zwei auf gynäkologische Krebsformen und je eine Studie auf Leukämie, Speiseröhrenkrebs, Darmkrebs, Kopf- und Nackenkrebs sowie auf Patient*innen vor einer hämatopoetischen Stammzelltransplantation. Die restlichen Studien (n=6) untersuchten Patient*innen mit verschiedenen Krebsdiagnosen, ohne sich auf eine spezifische Krebsform zu fokussieren. Die meisten Einzelpsychotherapien waren multimodale Interventionen mit verschiedenen Bestandteilen. Dabei wurden häufig Elemente psychosozialer Beratung (n=10), Skill- und Managementtrainings (n=6), kognitive(-behaviorale) Elemente (n=3) und Problemlösetrainings (n=2) eingesetzt. Die Anzahl an dargebotenen Interventionssitzungen reichte von einer Sitzung bis zu 35 Sitzungen. Am häufigsten wurden Depressivität (n=10), Lebensqualität (n=9), Angst (n=8) sowie psychische Belastung (n=5) als primäre Endpunkte erhoben. Des Weiteren stellten Schmerz (n=3), sexuelle Funktion (n=2), Übelkeit (n=1) und Fatigue (n=1) primäre Endpunkte in den RCTs dar.

Die Stichprobengröße der 18 RCTs, die Gruppenpsychotherapie untersuchten, variiert dabei zwischen 25 und 392 Patient*innen (N=2299), davon 47-100% weiblich. Die Studien stammen zum größten Teil aus den USA (n=4) und dem Iran (n=4) sowie China (n=3), Kanada (n=2), China (n=2) und Deutschland (n=2). Die übrigen Studien stammen aus den Niederlanden, Spanien und Brasilien (je n=1). Bezüglich der untersuchten Tumorentitäten fokussierten sich 11 Studien ausschließlich auf Brustkrebs sowie eine Studie auf gynäkologischen Krebs und Brustkrebs. Weiterhin bezog sich je eine Studie ausschließlich auf Lungenkrebs und Prostatakrebs sowie eine Studie auf Prostatakrebs und gastrointestinale Tumore. Die restlichen Studien (n=3) untersuchten Patient*innen mit verschiedenen Krebsdiagnosen. In den Gruppenpsychotherapien kamen am häufigsten kognitiv-behaviorale (n=4), sozial-unterstützende (n=3) sowie supportiv-expressive und psychodynamische Therapieelemente (n=3) zum Einsatz. Die am häufigsten in den RCTs erhobenen primären Endpunkte stellten Depressivität (n=7), Angst (n=7) und Lebensqualität (n=7) dar. Des Weiteren wurden sexuelle Funktion/Zufriedenheit (n=2), psychische Belastung (n=1) und Fatigue (n=1) als primäre Endpunkte erhoben.

 

Ergebnisse

Von den 16 eingeschlossenen Übersichtsarbeiten differenzieren in der Ergebnisdarstellung nur zwei zwischen Einzel- und Gruppenpsychotherapie [582], [593]. Im Folgenden werden daher die Ergebnisse der systematischen Übersichtsarbeiten ebenfalls für psychotherapeutische Interventionen insgesamt, also nicht differenziert nach Einzel- und Gruppentherapie berichtet.

Die Ergebnisse der zusätzlich recherchierten RCTs werden getrennt nach Einzelpsychotherapie und Gruppenpsychotherapie dargestellt.

Da keine Studien zum direkten Vergleich psychotherapeutischer Interventionen im Einzel- versus Gruppensetting vorlagen, wurde in der Leitliniengruppe die Empfehlung 8.1 auf der Basis eines Expert*innenenkonsens formuliert. Die Wahl zwischen Einzel- und Gruppenpsychotherapie soll demnach an der Präferenz der Patient*innen ausgerichtet werden. Da in der Versorgungsrealität Gruppenangebote weniger stark verbreitet sind, wird jedoch die Wahlmöglichkeit im Wesentlichen von den jeweils vor Ort vorhandenen Angeboten abhängig sein.

Lebensqualität, psychische Belastung, Depressivität, Angst und Übelkeit (Empfehlung 8.14)

Die kurzfristige Wirksamkeit von psychotherapeutischen Interventionen bezüglich der globalen Lebensqualität wurde in sieben Meta-Analysen [584], [586], [588], [589], [590], [593], [582] untersucht, von denen alle einen signifikanten, kurzfristigen Effekt zugunsten der psychotherapeutischen Interventionen nachweisen konnten (0.09 ≤ d ≤ 0.65). Hingegen beschreibt ein systematisches Review [697], dass nur in einem der sechs im Review eingeschlossenen RCTs ein signifikanter Effekt zugunsten der psychotherapeutischen Interventionen festgestellt werden konnte. Zusätzlich lagen aus unserer Recherche zehn RCTs zu Einzelpsychotherapie [597], [600], [604], [605], [607], [610], [595], [603], [609], [606] und acht RCTs zu Gruppenpsychotherapie [614], [618] [619], [616], [623], [622], [624], [617] vor, welche die kurzfristige Wirksamkeit bezüglich der globalen Lebensqualität untersuchten. Hiervon konnten fünf RCTs zu Einzelpsychotherapie und ein RCT zu Gruppenpsychotherapie einen signifikanten Effekt bezüglich der globalen Lebensqualität zeigen.

Die mittelfristige Wirksamkeit von psychotherapeutischen Interventionen bezüglich der globalen Lebensqualität wurde in drei Meta-Analysen [588], [589], [582] untersucht, von denen zwei einen signifikanten, mittelfristigen Effekt zugunsten der psychotherapeutischen Interventionen nachweisen konnten (d =0 .15 und d = 0.38). Zusätzlich lagen aus unserer Recherche acht RCTs zu Einzelpsychotherapie [597], [604], [605], [610], [595], [603], [609], [606] und sechs RCTs zu Gruppenpsychotherapie [618], [619], [616], [622], [624], [617] vor, welche die mittelfristige Wirksamkeit bezüglich der globalen Lebensqualität untersuchten. Hiervon konnten drei RCTs zu Einzelpsychotherapie und ein RCT zu Gruppenpsychotherapie einen signifikanten Effekt bezüglich der globalen Lebensqualität zeigen.

Die langfristige Wirksamkeit von psychotherapeutischen Interventionen bezüglich der globalen Lebensqualität wurde in zwei Meta-Analysen [589], [582] untersucht und konnte lediglich bei Faller et al. (2013) nachgewiesen werden (d = 0.37). Zusätzlich lagen aus unserer Recherche zwei RCTs zu Einzelpsychotherapie [597], [600] und drei RCTs zu Gruppenpsychotherapie [618], [626], [616] vor, welche die langfristige Wirksamkeit bezüglich der globalen Lebensqualität untersuchten. Hiervon konnte keines der RCTs zu Einzelpsychotherapie und ein RCT zu Gruppenpsychotherapie einen signifikanten Effekt bezüglich der globalen Lebensqualität zeigen. Ein RCT [618] zu Gruppenpsychotherapie beschrieb gemischte Befunde (signifikante Effekte für sechs und 12 Monate, nicht aber für 18 Monate).

 

Die kurzfristige Wirksamkeit von psychotherapeutischen Interventionen bezüglich psychischer Belastung (Distress) wurde in vier Meta-Analysen untersucht [584], [588], [590], [582], von denen alle einen signifikanten, kurzfristigen Effekt zugunsten der psychotherapeutischen Interventionen nachweisen konnten (-0.23 ≤ d ≤ -0.48). Weiterhin beschreiben drei systematische Reviews, dass in zwei von zwei [593], einem von zwei [696] und acht von 13 [697] in den jeweiligen Reviews eingeschlossenen RCTs ein signifikanter, kurzfristiger Effekt zugunsten der psychotherapeutischen Interventionen festgestellt werden konnte. Zusätzlich lagen aus unserer Recherche sechs RCTs zu Einzelpsychotherapie [596], [597], [610], [595], [608], [606] und fünf RCTs zu Gruppenpsychotherapie [611], [619], [612], [624], [617] vor, welche die kurzfristige Wirksamkeit bezüglich psychischer Belastung (Distress) untersuchten. Hiervon konnten zwei RCTs zu Einzelpsychotherapie und zwei RCTs zu Gruppenpsychotherapie einen signifikanten Effekt bezüglich psychischer Belastung (Distress) zeigen.

Die mittelfristige Wirksamkeit von psychotherapeutischen Interventionen bezüglich psychischer Belastung (Distress) wurde in zwei Meta-Analysen untersucht [588], [582] von denen beide einen signifikanten, mittelfristigen Effekt zugunsten der psychotherapeutischen Interventionen nachweisen konnten (d=-0.18 und d=-0.21). Zusätzlich lagen aus unserer Recherche sechs RCTs zu Einzelpsychotherapie [596], [597], [610], [595], [608], [606] und fünf RCTs zu Gruppenpsychotherapie [611], [619], [612], [624] vor, welche die mittelfristige Wirksamkeit bezüglich psychischer Belastung (Distress) untersuchten. Hiervon konnten zwei RCTs zu Einzelpsychotherapie und zwei RCTs zu Gruppenpsychotherapie einen signifikanten Effekt bezüglich psychischer Belastung (Distress) zeigen. Ein RCT [619] zu Gruppenpsychotherapie wies gemischte Befunde auf (signifikanter Effekt nach drei Monaten, nicht aber nach sechs Monaten).

Die langfristige Wirksamkeit von psychotherapeutischen Interventionen bezüglich psychischer Belastung (Distress) wurde in einer Meta-Analyse untersucht [582], die einen signifikanten, langfristigen Effekt zugunsten der psychotherapeutischen Interventionen nachweisen konnten (d=-0.15). Zusätzlich lag aus unserer Recherche ein RCT zu Einzelpsychotherapie [597] vor, das die langfristige Wirksamkeit bezüglich psychischer Belastung (Distress) untersuchte. Es konnte kein signifikanter Effekt zugunsten der Psychotherapie nachgewiesen werden.

 

Die kurzfristige Wirksamkeit von psychotherapeutischen Interventionen bezüglich Depressivität wurde in acht Meta-Analysen untersucht [583], [584], [588], [589], [591], [592], [593], [582], von denen sechs einen signifikanten, kurzfristigen Effekt zugunsten der psychotherapeutischen Interventionen nachweisen konnten (-0.25 ≤ d ≤ -1.11). Weiterhin beschreibt ein systematisches Review [696], dass in vier von sechs im Review eingeschlossenen RCTs ein signifikanter, kurzfristiger Effekt zugunsten der psychotherapeutischen Interventionen festgestellt werden konnte. Zusätzlich lagen aus unserer Recherche 12 RCTs zu Einzelpsychotherapie [596], [597], [598], [599], [600], [628], [601], [604], [610], [594], [595], [609] und neun RCTs zu Gruppenpsychotherapie [611], [615], [627], [619], [620], [625], [612], [621], [622] vor, welche die kurzfristige Wirksamkeit bezüglich Depressivität untersuchten. Hiervon konnten sieben RCTs zu Einzelpsychotherapie und fünf RCTs zu Gruppenpsychotherapie einen signifikanten Effekt bezüglich Depressivität zeigen.

Die mittelfristige Wirksamkeit von psychotherapeutischen Interventionen bezüglich Depressivität wurde in drei Meta-Analysen untersucht [588], [589], [582], von denen eine einen signifikanten, mittelfristigen Effekt zugunsten der psychotherapeutischen Interventionen nachweisen konnten (d=-0.13, Einzel; d=-0.2, Gruppe). Zusätzlich lagen aus unserer Recherche neun RCTs zu Einzelpsychotherapie [596], [597], [599], [628], [604], [610], [594], [595], [609] und sieben RCTs zu Gruppenpsychotherapie [611], [615], [627], [619], [612], [621], [622] vor, welche die mittelfristige Wirksamkeit bezüglich Depressivität untersuchten. Hiervon konnten vier RCTs zu Einzelpsychotherapie und drei RCTs zu Gruppenpsychotherapie einen signifikanten Effekt bezüglich Depressivität zeigen. Ein RCT [619] zu Gruppenpsychotherapie wies gemischte Befunde auf (signifikanter Effekt nach drei Monaten, nicht aber nach sechs Monaten).

Die langfristige Wirksamkeit von psychotherapeutischen Interventionen bezüglich Depressivität wurde in zwei Meta-Analysen untersucht [588], [589], [582], von denen eine einen signifikanten, langfristigen Effekt zugunsten der psychotherapeutischen Interventionen nachweisen konnten (d=-0.28). Zusätzlich lagen aus unserer Recherche zwei RCTs zu Einzelpsychotherapie [600], [594] und zwei RCTs zu Gruppenpsychotherapie [626], [621] vor, welche die langfristige Wirksamkeit bezüglich Depressivität untersuchten. Hiervon konnte jeweils in einem RCT zu Einzelpsychotherapie und einem RCT zu Gruppenpsychotherapie ein signifikanter Effekt bezüglich Depressivität gezeigt werden.

 

Die kurzfristige Wirksamkeit von psychotherapeutischen Interventionen bezüglich Angst wurde in sieben Meta-Analysen untersucht [584], [585], [587], [588], [589], [593], [582], von denen sechs einen signifikanten, kurzfristigen Effekt zugunsten der psychotherapeutischen Interventionen nachweisen konnten (-0.21 ≤ d ≤ -1.1). Weiterhin beschreibt ein systematisches Review [696], dass in zwei der drei im Review eingeschlossenen RCTs ein signifikanter, kurzfristiger Effekt zugunsten der psychotherapeutischen Interventionen festgestellt werden konnte. Zusätzlich lagen aus unserer Recherche neun RCTs zu Einzelpsychotherapie [596], [597], [598], [600], [604], [610], [594], [595], [602] und neun RCTs zu Gruppenpsychotherapie [611], [613], [615], [627], [619], [625], [621], [622], [617] vor, welche die kurzfristige Wirksamkeit bezüglich Angst untersuchten. Hiervon konnten drei RCTs zu Einzelpsychotherapie und sechs RCTs zu Gruppenpsychotherapie einen signifikanten Effekt bezüglich Angst zeigen. Ein RCT [598] zu Einzelpsychotherapie wies gemischte Befunde auf (signifikanter Effekt auf HADS-A, aber kein signifikanter Effekt auf SAS).

Die mittelfristige Wirksamkeit von psychotherapeutischen Interventionen bezüglich Angst wurde in vier Meta-Analysen untersucht [587], [588], [589], [582], von denen zwei einen signifikanten, mittelfristigen Effekt zugunsten der psychotherapeutischen Interventionen nachweisen konnten (d=-0.19 und d=-0.33, Einzel; bzw. d=-0.22, Gruppe). Zusätzlich lagen aus unserer Recherche sechs RCTs zu Einzelpsychotherapie [596], [597], [604], [610], [594], [595] und sieben RCTs zu Gruppenpsychotherapie [611], [615], [627], [619], [621], [622], [617] vor, welche die mittelfristige Wirksamkeit bezüglich Angst untersuchten. Hiervon konnten ein RCT zu Einzelpsychotherapie und vier RCTs zu Gruppenpsychotherapie einen signifikanten Effekt bezüglich Angst zeigen. In einem RCT zu Gruppenpsychotherapie [622] litten Patient*innen der Psychotherapiegruppe drei Monate nach der Intervention an stärkerer Angst als Patient*innen in der Kontrollgruppe.

Die langfristige Wirksamkeit von psychotherapeutischen Interventionen bezüglich Angst wurde in zwei Meta-Analysen untersucht [589], [582], von denen eine einen signifikanten, langfristigen Effekt zugunsten der psychotherapeutischen Interventionen nachweisen konnten (d=-0.46). Zusätzlich lagen aus unserer Recherche drei RCTs zu Einzelpsychotherapie [597], [600], [594] und ein RCT zu Gruppenpsychotherapie [621] vor, welche die langfristige Wirksamkeit bezüglich Angst untersuchten. Hiervon konnten lediglich zwei RCTs zu Einzelpsychotherapie einen signifikanten langfristigen Effekt bezüglich Angst zeigen.

 

Die kurzfristige Wirksamkeit von psychotherapeutischen Interventionen bezüglich Übelkeit wurde in einer Meta-Analyse [588] untersucht. Es konnte ein signifikanter, kurzfristiger Effekt zugunsten der psychotherapeutischen Intervention nachgewiesen werden (d=-0.39). Zusätzlich lag aus unserer Recherche ein RCT zu Einzelpsychotherapie [701] vor, welches die kurzfristige Wirksamkeit bezüglich Übelkeit untersuchte. Es konnte ein signifikanter kurzfristiger Effekt zugunsten der Psychotherapie nachgewiesen werden.

Zur mittelfristigen Wirksamkeit psychotherapeutischer Interventionen bezüglich Übelkeit lag nach unserer Recherche lediglich ein RCT [701] zu Einzelpsychotherapie vor. Es konnte ein signifikanter mittelfristiger Effekt zugunsten der Psychotherapie nachgewiesen werden.

Es lagen nach unserer Recherche keine Studien zur langfristigen Wirksamkeit psychotherapeutischer Interventionen bezüglich Übelkeit vor.

 

Fatigue (Empfehlung 8.15)

Die kurzfristige Wirksamkeit von psychotherapeutischen Interventionen bezüglich Fatigue wurde in zwei Meta-Analysen untersucht [631], [588], von denen eine einen signifikanten, kurzfristigen Effekt zugunsten der psychotherapeutischen Interventionen nachweisen konnte (d=-0.42(f)). Weiterhin beschreiben zwei systematisches Reviews, dass in einem von fünf [697] und zwei von zwei [698] im Review eingeschlossenen RCTs ein signifikanter, kurzfristiger Effekt zugunsten der psychotherapeutischen Interventionen festgestellt werden konnte. Zusätzlich lagen aus unserer Recherche drei RCTs zu Einzelpsychotherapie [597], [604], [607] und zwei RCTs zu Gruppenpsychotherapie [702], [624] vor, welche die kurzfristige Wirksamkeit bezüglich Fatigue untersuchten. Hiervon konnten zwei RCTs zu Einzelpsychotherapie und ein RCT zu Gruppenpsychotherapie einen signifikanten Effekt bezüglich Fatigue zeigen.

Die mittelfristige Wirksamkeit von psychotherapeutischen Interventionen bezüglich Fatigue wurde lediglich in einer Meta-Analyse untersucht [588]. Es konnte kein signifikanter, mittelfristiger Effekt zugunsten der psychotherapeutischen Intervention nachgewiesen werden. Zusätzlich lagen aus unserer Recherche zwei RCTs zu Einzelpsychotherapie [597], [604] und ein RCT zu Gruppenpsychotherapie [624] vor, welche die mittelfristige Wirksamkeit bezüglich Fatigue untersuchten. Lediglich in einem RCT zu Einzelpsychotherapie konnte ein signifikanter, mittelfristiger Effekt zugunsten der Psychotherapie nachgewiesen werden.

Zur langfristigen Wirksamkeit psychotherapeutischer Interventionen bezüglich Fatigue lag nach unserer Recherche lediglich ein RCT [597] zu Einzelpsychotherapie vor. Es konnte kein signifikanter Effekt zugunsten der Einzelpsychotherapie nachgewiesen werden.

 

Schmerz (Empfehlung 8.16)

Die kurzfristige Wirksamkeit von psychotherapeutischen Interventionen bezüglich Schmerz wurde in zwei Meta-Analysen [588], [589] untersucht. Es konnte in keiner der zwei ein signifikanter, kurzfristiger Effekt zugunsten der psychotherapeutischen Intervention nachgewiesen werden. Allerdings beschreibt ein systematisches Review [697], dass in vier der fünf im Review eingeschlossenen RCTs ein signifikanter kurzfristiger Effekt zugunsten der Psychotherapie nachgewiesen wurde. Zusätzlich lagen aus unserer Recherche vier RCTs zu Einzelpsychotherapie [596], [604], [607], [603] vor, welche die kurzfristige Wirksamkeit bezüglich Schmerz untersuchten. Hiervon konnte lediglich ein RCT einen signifikanten Effekt bezüglich Schmerz zeigen.

Die mittelfristige Wirksamkeit von psychotherapeutischen Interventionen bezüglich Schmerz wurde lediglich in einer Meta-Analyse untersucht [589]. Es konnte kein signifikanter, mittelfristiger Effekt zugunsten der psychotherapeutischen Intervention nachgewiesen werden. Zusätzlich lagen aus unserer Recherche drei RCTs zu Einzelpsychotherapie [596], [604], [603] vor, welche die mittelfristige Wirksamkeit bezüglich Schmerz untersuchten. Lediglich in einem RCT konnte ein signifikanter, mittelfristiger Effekt zugunsten der Psychotherapie nachgewiesen werden.

Es lagen nach unserer Recherche keine Studien zur langfristigen Wirksamkeit psychotherapeutischer Interventionen bezüglich Schmerz vor.

 

Sexuelle Funktionsstörungen (Statement 8.17)

Zur Wirksamkeit von psychotherapeutischen Interventionen bezüglich sexueller Funktion lagen nach unserer Recherche keine systematischen Übersichtsarbeiten vor.

Die kurzfristige Wirksamkeit von psychotherapeutischen Interventionen bezüglich sexueller Funktion wurde in einem RCT zu Einzelpsychotherapie [700] und zwei RCTs zu Gruppenpsychotherapie [616], [623] untersucht. Lediglich das RCT zu Einzelpsychotherapie konnte einen signifikanten kurzfristigen Effekt zugunsten der Psychotherapie nachweisen.

Die mittelfristige Wirksamkeit von psychotherapeutischen Interventionen bezüglich sexueller Funktion wurde in einem RCT zu Einzelpsychotherapie [699] und einem RCT zu Gruppenpsychotherapie [616] untersucht. Beide RCTs konnten einen signifikanten, mittelfristigen Effekt bezüglich sexueller Funktion nachweisen.

Die langfristige Wirksamkeit von psychotherapeutischen Interventionen bezüglich sexueller Funktion wurde lediglich von einem RCT zu Gruppenpsychotherapie [616] untersucht. Es konnte kein signifikanter langfristiger Effekt nachgewiesen werden.

Die Befundlage zur Wirksamkeit von psychotherapeutischen Interventionen zur Reduktion von sexuellen Funktionsstörungen bei Krebspatient*innen ist als heterogen und nicht ausreichend belastbar einzuschätzen. Sexuelle Funktion stellte in allen RCTs das primäre Outcome dar, zwei der vier RCTs wiesen nach a priori Power-Analyse eine ausreichend große Stichprobe auf. Ein RCT machte Angaben zu den Neben- und Wechselwirkungen, die jedoch weder in der Kontroll- noch der Psychotherapiegruppe auftraten. Die methodische Qualität aller RCTs ist als mäßig bis gering einzuschätzen. Die Leitliniengruppe behält sich daher vor, auf eine Empfehlung für oder gegen den Einsatz psychotherapeutischer Interventionen bei Krebspatient*innen mit diesen Beschwerden zu verzichten. Es bedarf weiterer, methodisch hochwertiger Studien, um eine Empfehlung formulieren zu können.

 

Einschätzung der Studienqualität

Insgeamt wiesen 13/16 (81%) SRs Mängel in mehr als einer kritischen Bewertungsdomäne auf (critical low quality), 2/16 (13%) in einer kritischen Bewertungsdomäne (low quality) und ein (6%) SR wies keine kritischen und lediglich einen nicht-kritischen Mangel auf (high quality). Dabei ist anzumerken, dass in 5/16 SRs eine Abwertung der Qualitätsbewertung durch das Fehlen einer Liste exkludierter Primärstudien und deren Ausschlussgründen (kritische Domäne 7, AMSTAR-2) erfolgte.

Eine adäquate Methode zur Generierung der Randomisierungssequenz (Selection bias) nutzten 17/21 RCTs (81%) zu Einzelpsychotherapie, 9/21 RCTs (43%) stellten die Geheimhaltung und Unvorhersehbarkeit der Gruppenzuteilung sicher (Selection bias). In 11/21 RCTs (52%) war der Umfang fehlender Daten ausreichend gering (<20%) oder fehlende Daten wurden entsprechend imputiert (Attrition Bias) und in 6/21 RCTs (29%) konnte selektives Berichten von Endpunkten durch ein vorhandenes Studienprotokoll ausgeschlossen werden (Reporting Bias). Aufgrund der Art der verwendeten Interventionen und der Erhebung der Endpunkte durch Selbsteinschätzung waren in keinem der RCTs eine Verblindung von Studienpersonal-/teilnehmer*innen (Performance Bias) und dadurch auch keine Verblindung der Endpunkterhebung (Detection Bias) möglich.

Insgesamt führten 13/21 RCTs a priori eine Fallzahlplanung durch, wovon 6 RCTs ihre a priori geplante Fallzahl erreichten.

13/18 RCTs (72%) zu Gruppenpsychotherapie nutzten eine adäquate Methode zur Generierung der Randomisierungssequenz (Selection bias), 4/18 RCTs (22%) stellten die Geheimhaltung und Unvorhersehbarkeit der Gruppenzuteilung sicher (Selection bias), in 11/18 RCTs (61%) war der Umfang fehlender Daten ausreichend gering (<20%) oder fehlende Daten wurden entsprechend imputiert (Attrition Bias). In 1/18 RCTs (6%) konnte selektives Berichten von Endpunkten durch ein vorhandenes Studienprotokoll ausgeschlossen werden (Reporting Bias). Aufgrund der Art der verwendeten Interventionen und der Erhebung der Endpunkte durch Selbsteinschätzung waren in keinem der RCTs eine Verblindung von Studienpersonal-/teilnehmer*innen (Performance Bias) und dadurch, mit Ausnahme eines RCTs, auch keine Verblindung der Endpunkterhebung (Detection Bias) möglich.

Insgesamt führten 8/18 RCTs a priori eine Fallzahlplanung durch, wovon 6 RCTs ihre a priori geplante Fallzahl erreichten.

 

(f) Effekt nur signifikant für Patient*innen nach abgeschlossener Krebsbehandlung, nicht signifikant für Patient*innen während laufender Behandlung.


8.5.2 Psychotherapeutische Paar- und Familieninterventionen

8.19 · Evidenzbasierte Empfehlung · modifiziert 2023
Psychotherapeutische Paar- und Familieninterventionen können Krebspatient*innen mit einer Anpassungsstörung oder einer subsyndromalen Belastung zur Reduktion von psychischer Belastung, Depressivität und Angst sowie zur Steigerung der Lebensqualität angeboten werden.
Empfehlungsgrad
0: offene Empfehlung (Option) bzgl. einer Maßnahme - verwendete Ausdrucksweise = kann
Evidenzlevel
1a
Konsens
Starker Konsens (97%)
Literatur
[582] [703] [704] [705] [706] [707] [708] [709] [710] [711] [712]
ÄnderungshinweisPsychotherapeutische Paarinterventionen sollen Menschen mit Krebserkrankungen und einer Anpassungsstörung oder einer subsyndromalen Belastung angeboten werden. Dabei sollen die im Rahmen der Diagnostik festgestellten somatischen und sozialen Faktoren und ihre Wechselwirkungen berücksichtigt werden.
Evidenztabellen (2)Psychotherapeutische Paar- und Familieninterventionen; Psychotherapeutische Paar- und Familieninterventionen RCTs (2015 – 2020)
8.20 · Evidenzbasiertes Statement · neu 2023

Die Studienlage zur Wirksamkeit psychotherapeutischer Paar- und Familieninterventionen zur Reduktion von Schmerz, Fatigue und sexuellen Funktionsstörungen bei Krebspatient*innen lässt keine Empfehlung für oder gegen den Einsatz bei diesen Beschwerden zu.

Evidenzlevel
1a
Konsens
Starker Konsens (100%)
Literatur
[703] [708]
Evidenztabellen (2)Psychotherapeutische Paar- und Familieninterventionen; Psychotherapeutische Paar- und Familieninterventionen RCTs (2015 – 2020)

Die Einbeziehung von Partner*innen oder Angehörigen von Krebspatient*innen in die psychoonkologische Behandlung ist selbstverständlicher Bestandteil eines bio-psycho-sozialen Behandlungskonzepts. In diesem Kapitel werden spezifische psychotherapeutische Paar- und Familieninterventionen und deren in Studien untersuchte Wirksamkeit zur Reduktion psychischer und körperlicher Belastungen von Menschen mit Krebserkrankungen fokussiert.

Systematische Literaturrecherche
Die Bewertung der Wirksamkeit von Paar- und Familien-Interventionen bei Krebserkrankten und –überlebenden basiert auf sieben systematischen Übersichtsarbeiten sowie fünf RCTs. Eines der fünf RCTs wurde bereits in einer der systematischen Übersichtsarbeiten eingeschlossen; die Ergebnisse dieser Studie werden daher in der Ergebnisdarstellung nicht separat berichtet.

Die sieben systematischen Übersichtsarbeiten (fünf Meta-Analysen, zwei systematische Reviews) schlossen zwischen zehn und 198 Primärstudien in die Analyse mit ein. Sechs der Übersichtsarbeiten untersuchten gemischte Krebspopulationen, eine Arbeit schloss spezifisch Brustkrebspatient*innen ein. Die eingeschlossenen Primärstudien stammen u.a. aus den USA, Australien, Kanada, Iran und der EU. Eine Meta-Analyse berichtete ausschließlich über die Wirksamkeit psychotherapeutischer Paar- und Familieninterventionen zur Steigerung der Lebensqualität [706]. Alle weiteren Übersichtsarbeiten berichteten mehrere relevante Endpunkte.

Die Stichprobengröße der fünf RCTs variiert zwischen 17 und 237 Patient*innen (N=572), davon 0-100% weiblichen Geschlechts. Die Studien stammen aus Dänemark (n=2), den USA, Australien und Großbritannien (je n=1). Bezüglich der untersuchten Tumorentitäten fokussierten sich drei Studien ausschließlich auf Prostatakrebs, eine Studie auf Brustkrebs und eine Studie untersuchte Patient*innen mit verschiedenen Krebsdiagnosen. Vier Studien untersuchten paarbasierte Therapie- und Beratungsansätze, eine Studie untersuchte eine Familien-Coping-Intervention. Die Anzahl der dargebotenen Interventionssitzungen reichte von vier Sitzungen bis sechs Sitzungen, über einen Maximalzeitraum von fünf Monaten. Als primäre Endpunkte erhoben die RCTs psychische Belastung (n=3), Lebensqualität (n=2) und Depressivität (n=1).


Ergebnisse

Lebensqualität, psychische Belastung, Depressivität und Angst (Empfehlung 8.19)

Die kurzfristige Wirksamkeit von psychotherapeutischen Paar- und Familien-Interventionen bezüglich der globalen Lebensqualität wurde in vier Meta-Analysen [703], [704], [706], [582] untersucht, von welchen eine einen signifikanten, kurzfristigen Effekt nachweisen konnte (d=0.25). Zusätzlich beschreiben Griffin und Kollegen [707] in einem systematischen Review deskriptiv, dass in keinem von sechs im Review eingeschlossenen RCTs ein signifikanter Effekt zugunsten der Paar- und Familien-Interventionen feststellbar war. Zusätzlich lagen aus unserer Recherche die Ergebnisse von zwei RCTs [709], [712] vor, die jedoch keinen signifikanten, kurzfristigen Effekt zugunsten psychotherapeutischer Paar- und Familien-Interventionen feststellen konnten.

Die mittelfristige Wirksamkeit von psychotherapeutischen Paar- und Familien-Interventionen bezüglich der globalen Lebensqualität wurde in drei Meta-Analysen [703], [704], [582] sowie in zwei RCTs [709], [712] untersucht. Weder im Rahmen der Meta-Analysen noch im Rahmen der RCTs konnten signifikante, mittelfristige Effekte zugunsten psychotherapeutischer Paar- und Familien-Interventionen nachgewiesen werden.

Auch die langfristige Wirksamkeit von psychotherapeutischen Paar- und Familien-Interventionen bezüglich der globalen Lebensqualität wurde in drei Meta-Analysen [703], [704], [582] untersucht. Es konnte jedoch kein signifikanter, langfristiger Effekt zugunsten psychotherapeutischer Paar- und Familien-Interventionen nachgewiesen werden.



Die kurzfristige Wirksamkeit von psychotherapeutischen Paar- und Familien-Interventionen bezüglich psychischer Belastung (Distress) wurde in zwei Meta-Analysen [704], [582] untersucht, von welchen eine einen signifikanten, kurzfristigen Effekt zugunsten psychotherapeutischer Paar- und Familien-Interventionen nachweisen konnte (d=-0.16). Zusätzlich lagen Ergebnisse von drei RCTs [710], [711], [712] vor, von welchen jedoch keines einen signifikanten, kurzfristigen Effekt zugunsten psychotherapeutischer Paar- und Familien-Interventionen feststellen konnte.

Hinsichtlich der mittelfristigen Wirksamkeit von psychotherapeutischen Paar- und Familien-Interventionen bezüglich psychischer Belastung (Distress) lagen die Ergebnisse von zwei Meta-Analysen [704], [582] und drei RCTs [710], [711], [712] vor. Weder in den Meta-Analysen noch den RCTs konnten signifikante, mittelfristige Effekte zugunsten von psychotherapeutischen Paar- und Familien-Interventionen nachgewiesen werden.

Die langfristige Wirksamkeit von psychotherapeutischen Paar- und Familien-Interventionen bezüglich psychischer Belastung (Distress) wurde in zwei Meta-Analysen [704], [582] untersucht, von welchen jedoch keine einen signifikanten Effekt zugunsten psychotherapeutischer Paar- und Familien-Interventionen nachweisen konnten. Es lagen keine ergänzenden RCTs vor.



Die kurzfristige Wirksamkeit von psychotherapeutischen Paar- und Familien-Interventionen bezüglich Depressivität wurde in vier Meta-Analysen [703], [704], [705], [582] untersucht, von welchen zwei einen signifikanten, kurzfristigen Effekt zugunsten psychotherapeutischen Paar- und Familien-Interventionen nachwiesen (d=-0.26 und d=-2.15). Zusätzlich beschreibt ein systematisches Review [707] deskriptiv, dass in zwei von neun eingeschlossenen RCTs ein signifikanter Effekt zugunsten psychotherapeutischer Paar- und Familien-Interventionen vorlag. Zusätzlich lagen aus unserer Recherche die Ergebnisse von drei RCTs [709], [709], [710], [709], [711] vor, von denen jedoch keines einen signifikanten, kurzfristigen Effekt zugunsten psychotherapeutischer Paar- und Familien-Interventionen nachweisen konnte.

Die mittelfristige Wirksamkeit von psychotherapeutischen Paar- und Familien-Interventionen bezüglich Depressivität wurde in drei Meta-Analysen [703], [704], [582] untersucht, von welchen zwei einen signifikanten, mittelfristigen Effekt zugunsten psychotherapeutischer Paar- und Familien-Interventionen nachwiesen ((d=-0.29 und d=-0.37). Zusätzlich lagen die Ergebnisse von drei RCTs [709], [710], [711] vor, die jedoch keinen signifikanten, mittelfristigen Effekt zugunsten psychotherapeutischer Paar- und Familien-Interventionen ermitteln konnten.

Die langfristige Wirksamkeit von psychotherapeutischen Paar- und Familien-Interventionen bezüglich Depressivität wurde in zwei Meta-Analysen [704], [582] untersucht, die keinen signifikanten, langfristigen Effekt zugunsten psychotherapeutischer Paar- und Familien-Interventionen nachweisen konnten.



Die kurzfristige Wirksamkeit von psychotherapeutischen Paar- und Familien-Interventionen bezüglich Angst wurde in vier Meta-Analysen [703], [704], [705], [582] untersucht, von denen zwei einen signifikanten, kurzfristigen Effekt zugunsten psychotherapeutischer Paar- und Familien-Interventionen nachweisen konnten (d=-0.30 und d=-1.16). Zudem lag das Ergebnis eines RCTs [709] vor, das jedoch keinen signifikanten, kurzfristigen Effekt zugunsten psychotherapeutischer Paar- und Familien-Interventionen feststellte.

Die mittelfristige Wirksamkeit von psychotherapeutischen Paar- und Familien-Interventionen bezüglich Angst wurde in einer Meta-Analyse [704] untersucht. Diese wies einen signifikanten, mittelfristigen Effekt zugunsten psychotherapeutischer Paar- und Familien-Interventionen nach (d=-0.43). Zusätzlich lagen die Ergebnisse eines RCTs [709] vor, das jedoch keinen signifikanten, mittelfristigen Effekt zugunsten psychotherapeutischer Paar- und Familien-Interventionen erfasste.

Die langfristige Wirksamkeit von psychotherapeutischen Paar- und Familien-Interventionen bezüglich Angst wurde in zwei Meta-Analysen [704], [582] untersucht, von welchen eine einen signifikanten Effekt zugunsten psychotherapeutischer Paar- und Familien-Interventionen nachweisen konnte (d=-0.26). Es lagen keine ergänzenden RCTs vor.

 

Fatigue, Schmerz und sexuelle Funktionsstörungen (Empfehlung 8.20)

Sowohl die kurz- als auch die mittelfristige Wirksamkeit von psychotherapeutischen Paar- und Familien-Interventionen bezüglich Fatigue wurden nur in der Meta-Analyse von Hu et al. [703] untersucht. Es konnten jedoch keine signifikanten kurz- oder mittelfristigen Effekte zugunsten psychotherapeutischer Paar- und Familien-Interventionen nachgewiesen werden. Es lagen nach unserer Recherche keine ergänzenden RCTs vor.

 

Sowohl die kurz- als auch die mittelfristige Wirksamkeit von psychotherapeutischen Paar- und Familien-Interventionen bezüglich Schmerz wurden ebenfalls nur in der Meta-Analyse von Hu et al. [703] untersucht. Es konnten jedoch keine signifikanten kurz- oder mittelfristigen Effekte zugunsten psychotherapeutischer Paar- und Familien-Interventionen nachgewiesen werden. Es lagen nach unserer Recherche keine ergänzenden RCTs vor.

 

Bezüglich sexueller Funktion beschreibt die systematische Übersichtsarbeit von Brandao et al. [708] deskriptiv, dass in acht von zehn eingeschlossenen RCTs signifikante Effekte auf mind. einem relevanten Outcome (psychologisches Funktionsniveau, physisches Funktionsniveau, Ehequalität, sexuelle Zufriedenheit) zugunsten der Paar- und Familien-Interventionen nachgewiesen wurden. In vier dieser acht Studien zeigten sich dabei signifikante Effekte bezüglich sexueller Funktion/Zufriedenheit zugunsten der Paar- und Familien-Interventionen.

Es lagen zu diesem Endpunkt keine weiteren systematischen Übersichtsarbeiten und RCTs vor.

 

Einschätzung der Studienqualität

Alle sieben SRs (100%) wiesen Mängel in mehr als einer kritischen Bewertungsdomäne auf (critical low quality).

Insgesamt nutzten 2/5 (40%) RCTs eine adäquate Methode zur Generierung der Randomisierungssequenz (Selection bias), 3/5 RCTs (60%) stellten die Geheimhaltung und Unvorhersehbarkeit der Gruppenzuteilung sicher (Selection bias), in 2/5 RCTs (40%) war der Umfang fehlender Daten ausreichend gering (<20%) oder fehlende Daten wurden entsprechend imputiert (Attrition Bias) und in 2/5 RCTs (40%) konnte selektives Berichten von Endpunkten durch ein vorhandenes Studienprotokoll ausgeschlossen werden (Reporting Bias). Aufgrund der Art der verwendeten Interventionen und der Erhebung der Endpunkte durch Selbsteinschätzung waren in keinem der RCTs eine Verblindung von Studienpersonal-/teilnehmer*innen (Performance Bias) und dadurch auch keine Verblindung der Endpunkterhebung (Detection Bias) möglich.

Insgesamt führten 4/5 RCTs a priori eine Fallzahlplanung durch, wovon ein RCT seine a priori geplante Fallzahl erreichte.

8.5.3 Spezifische psychoonkologische Interventionen in der Palliativphase

8.21 · Evidenzbasierte Empfehlung · neu 2023
Spezifische psychoonkologische Interventionen in der Palliativphase sollen Krebspatient*innen mit einer Anpassungsstörung oder einer subsyndromalen Belastung zur Reduktion von psychischer Belastung, Depressivität, Angst und Fatigue sowie zur Verbesserung der Lebensqualität angeboten werden.
Empfehlungsgrad
A: Starke Empfehlung für oder gegen ein Maßnahme - verwendete Ausdrucksweise = soll/soll nicht
Evidenzlevel
1a
Konsens
Starker Konsens (100%)
Literatur
[713] [714] [589] [715] [716] [717] [718] [719] [720] [721] [722] [723] [724] [725] [726] [727] [728] [729] [730] [731]
Evidenztabellen (2)Spezifische psychoonkologische Interventionen in der Palliativphase - Systematische Übersichtsarbeiten (2010 – 2020); Spezifische psychoonkologische Interventionen in der Palliativphase RCTs (2015 – 2020)
8.22 · Evidenzbasiertes Statement · neu 2023

Die Studienlage zur Wirksamkeit spezifischer psychoonkologischer Interventionen in der Palliativphase zur Reduktion von Schmerz bei Menschen mit nicht-heilbarer Krebserkrankung lässt keine Empfehlung für oder gegen den Einsatz bei diesen Beschwerden zu.

Evidenzlevel
1a
Konsens
Starker Konsens (100%)
Literatur
[589] [724]
Evidenztabellen (2)Spezifische psychoonkologische Interventionen in der Palliativphase - Systematische Übersichtsarbeiten (2010 – 2020); Spezifische psychoonkologische Interventionen in der Palliativphase RCTs (2015 – 2020)

Patient*innen mit einer nicht-heilbaren, fortschreitenden Krebserkrankung sind in deren Verlauf mit einer Vielzahl von körperlichen, psychischen, sozialen und spirituellen Belastungsfaktoren konfrontiert [732]. Eine gute palliative Versorgung erfordert daher die Berücksichtigung der Bedürfnisse von Patient*innen in allen vier Dimensionen. Sie stellt die Lebensqualität von Patient*innen mit nicht-heilbarer Krebserkrankung ins Zentrum ihrer Arbeit (Erweiterte S3-Leitlinie Palliativmedizin für Patient*innen mit nicht-heilbarer Krebserkrankung). Psychoonkologische Interventionen sind dabei Teil eines multiprofessionellen und interdisziplinären palliativen Versorgungsansatzes. Hierzu verweisen wir auf die "Erweiterte S3-Leitlinie Palliativmedizin für Patienten mit einer nicht heilbaren Krebserkrankung" (AWMF-Registernummer:128-001OL).

Spezifische psychoonkologische Interventionen für Patient*innen in der Palliativphase sind in der Regel supportiv ausgerichtet und fokussieren in unterschiedlichem Maße spirituelle, psychische, körperliche oder soziale Aspekte der Krebserkrankung [733], [734]. Dabei können Entspannungsverfahren, achtsamkeitsbasierte Interventionen und Meditation, Hypnotherapeutische Elemente, kognitiv-verhaltenstherapeutische Interventionen, supportiv-expressive Interventionen und systemisch-familientherapeutische Ansätze sowie künstlerische Therapien zum Einsatz kommen [732], [735]. In den letzten Jahrzehnten wurden außerdem spezifische Interventionen für die Arbeit mit Palliativpatient*innen entwickelt, die im Folgenden kurz vorgestellt werden.

Die Meaning-Centered Psychotherapy (sinnzentrierte Psychotherapie) ist eine von William S. Breitbart und Kolleg*innen entwickelte Form der existentiellen Psychotherapie, die darauf abzielt Sinn und Bedeutung im Angesicht des Todes zu finden [736], [737]. Ursprünglich als Gruppentherapie konzeptualisiert, bietet die Meaning-Centered Group Psychotherapy (MCGP) einen Rahmen, in dem sich (onkologische) Palliativpatient*innen gemeinsam mit Fragen um Sinnhaftigkeit, inneren Frieden und Zielorientierung im Leben vor dem Hintergrund ihrer Erkrankung beschäftigen [735]. Auf acht Sitzungen ausgelegt, werden in einer Kombination aus Psychoedukation, Gruppengesprächen und Übungen sieben Schwerpunktthemen bearbeitet: 1. Sinn-Konzepte und Sinn-Quellen; 2. Krebs und Sinn; 3. Sinnschöpfung aus der Lebensgeschichte; 4. Sinnschöpfung aus der Gegenwart und Zukunft; 5. Sinnschöpfung aus Einstellungen (den Grenzen des Lebens begegnen); 6. Sinnschöpfung aus kreativem Tun und Verantwortungsübernahme; 7. Erlebnisbasierte Sinnschöpfung (Natur, Kunst, Humor) [738], [739]. Um den Anforderungen der Palliativsituation nach Flexibilität psychotherapeutischer Behandlungen gerecht zu werden, wurde außerdem die Individual Meaning-Centered Psychotherapy (IMCP) entwickelt, die den Inhalt der MCGP in sieben Individualsitzungen bearbeitet [740], [726].

Die von Gary Rodin und Kolleg*innen entwickelte Managing Cancer and Living Meaningfully (CALM)-Therapie ist eine manualisierte, semi-strukturierte, psychotherapeutische Kurzzeitintervention im Einzelsetting [741], [742], [743], [723], [744]. Inhaltlich fokussiert CALM dabei auf vier Bereiche: 1. Symptommanagement und Kommunikation mit Behandelnden; 2. Veränderung der eigenen Person und Beziehung zu Angehörigen; 3. Spiritualität, Sinn und Bedeutung; 4. Vorbereitung auf die Zukunft, Erhalt von Hoffnung und Auseinandersetzen mit dem Sterben [744].

Basierend auf dem empirischen Würdemodell von Harvey M. Chochinov und Kolleg*innen zielt die Dignity Therapy (würdeorientierte Therapie) darauf ab, das Leiden von Patient*innen am Lebensende zu lindern, sowie deren emotionales und spirituelles Wohlbefinden zu verbessern [745], [746], [732]. Dabei werden Patient*innen in einem Interview und 1-2 Therapiesitzungen im Einzelsetting angeleitet, über denkwürdige Lebensereignisse zu reflektieren. Das auf Band aufgenommene Interview wird anschließend transkribiert, erneut den Patient*innen vorgelesen und gegebenenfalls editiert. Die Patient*innen erhalten dann ein Dokument, welches sie Angehörigen hinterlassen können [732], [735]. Die Intervention zielt besonders auf Patient*innen in der terminalen Phase ihrer Erkrankung ab [732].

Systematische Literaturrecherche

In diesem Kapitel wurden alle psychotherapeutischen Interventionen berücksichtigt, die sich explizit an Patient*innen mit nicht-heilbarer Krebserkrankung richteten und inhaltlich die körperlichen, psychischen, sozialen und spirituellen Belastungen der Palliativsituation thematisierten. Die Vermittlung der Interventionen fand dabei ausschließlich in Face-to-Face Kontakten statt.

Die Bewertung der Wirksamkeit von psychotherapeutischer Interventionen in der Palliativphase basiert auf acht systematischen Übersichtsarbeiten sowie 13 RCTs. Ein RCT [739] ist bereits in systematischen Übersichtsarbeiten eingeschlossen und wird in der Ergebnisdarstellung nicht separat berichtet.

Die acht systematischen Übersichtsarbeiten (sieben Meta-Analysen, ein systematisches Review) schlossen zwischen acht und 68 Primärstudien in die Analyse mit ein. Alle Übersichtsarbeiten schlossen gemischte Krebspopulationen ein, in drei Fällen [714], [589], [715] wurden auch andere palliative Populationen miteingeschlossen. In diesen Fällen beziehen sich die unten genannten Ergebnisse auf Subgruppenanalysen. Die eingeschlossenen Primärstudien stammen u.a. aus den USA, China, Kanada, Australien, Großbritannien und der EU.

Die Stichprobengröße der 13 RCTs variiert zwischen 28 und 340 Patient*innen (N=1926), davon durchschnittlich 38 (1-87,5%) weiblichen Geschlechts. Die Studien stammen aus den USA (n=4), den Niederlanden (n=2), Kanada (n=2), Großbritannien (n=2), Brasilien, Nigeria und Dänemark (je n=1). Der Großteil der eingeschlossenen Studien (n=12) schloss Patient*innen mit verschiedenen Krebsdiagnosen in fortgeschrittenem oder terminalem Stadium ein. Eine Studie wurde mit Leukämiepatient*innen durchgeführt. Häufige Interventionen waren sinnbasierte Psychotherapie (IMCP/MCGP, CALM; n=3), Elemente kognitiver Verhaltenstherapie (KVT; n=3) sowie psychoedukative Elemente (n=2). Zwei Studien richteten sich an Paare. Die Anzahl der Interventionssitzungen reichte von einer einmaligen Sitzung bis zu 14 wöchentlichen Sitzungen. Am häufigsten wurden Depressivität (n=4) sowie Lebensqualität (n=3) als primäre Endpunkte erhoben. Des Weiteren wurden Fatigue, psychische Belastung und Angst (je n=1) als primäre Endpunkte erhoben.

 

Ergebnisse

Lebensqualität, psychische Belastung, Depressivität, Angst und Fatigue (Empfehlung 8.21)

Die kurzfristige Wirksamkeit von spezifischen psychoonkologischen Interventionen in der Palliativphase bezüglich der globalen Lebensqualität wurde in sechs Meta-Analysen [713], [589], [715], [714], [716], [718] untersucht, von denen fünf einen signifikanten, kurzfristigen Effekt zugunsten spezifischer psychoonkologischer Interventionen in der Palliativphase nachweisen konnten (0.17 ≤ d ≤ 0.47). Zusätzlich lagen die Ergebnisse von sieben RCTs [720], [723], [725], [726], [724], [730], [731] vor, von welchen drei einen signifikanten, kurzfristigen Effekt zugunsten spezifischer psychoonkologischer Interventionen in der Palliativphase feststellten.

Die mittelfristige Wirksamkeit von spezifischen psychoonkologischen Interventionen in der Palliativphase bezüglich der globalen Lebensqualität wurde in zwei Meta-Analysen [589], [718] untersucht, von welchen eine einen signifikanten, mittelfristigen Effekt zugunsten spezifischer psychoonkologischer Interventionen in der Palliativphase nachweisen konnte (d=0.82). Zusätzlich lagen die Ergebnisse von sechs RCTs [722], [723], [725], [726], [724], [731] vor, von welchen zwei einen signifikanten, mittelfristigen Effekt zugunsten spezifischer psychoonkologischer Interventionen in der Palliativphase erfassten. Zudem lieferte ein RCT [722] gemischte Ergebnisse, Hier zeigte sich kein signifikanter Effekt nach zwei, vier und acht Wochen. Ein signifikanter Effekt zugunsten der Interventionen in der Palliativphase konnte nach sechs Monaten gezeigt werden.

Die langfristige Wirksamkeit von spezifischen psychoonkologischen Interventionen in der Palliativphase bezüglich der globalen Lebensqualität wurde in einer Meta-Analyse [589] sowie in einem RCTs [731] untersucht. Im Rahmen dieser Studien konnten keine signifikanten, langfristigen Effekte zugunsten spezifischer psychoonkologischer Interventionen in der Palliativphase nachgewiesen werden.

 

Die kurzfristige Wirksamkeit von spezifischen psychoonkologischen Interventionen in der Palliativphase bezüglich psychischer Belastung (Distress) wurde in vier Meta-Analysen [713], [714], [716], [718] untersucht, die alle einen signifikanten, kurzfristigen Effekt zugunsten spezifischer psychoonkologischer Interventionen in der Palliativphase nachweisen konnten (-0.32 ≤ d ≤ -1.02(g)). Zusätzlich lagen Ergebnisse von fünf RCTs [725], [728], [724], [729], [730] vor, von welchen zwei einen signifikanten, kurzfristigen Effekt zugunsten spezifischer psychoonkologischer Interventionen in der Palliativphase erfassten.

Die mittelfristige Wirksamkeit von spezifischen psychoonkologischen Interventionen in der Palliativphase bezüglich psychischer Belastung (Distress) wurde in einer Meta-Analyse [718] untersucht. Jedoch ließ sich kein signifikanter, mittelfristiger Effekt zugunsten spezifischer psychoonkologischer Interventionen in der Palliativphase nachweisen. Zusätzlich lagen Ergebnisse von vier RCTs [725], [727], [728], [724] vor, von welchen eines einen signifikanten, mittelfristigen Effekt zugunsten spezifischer psychoonkologischer Interventionen in der Palliativphase nachweisen konnte.

 

 

Die kurzfristige Wirksamkeit von spezifischen psychoonkologischen Interventionen in der Palliativphase bezüglich Depressivität wurde in fünf Meta-Analysen untersucht [713], [589], [715], [716], [718], von denen vier signifikante, kurzfristige Effekte zugunsten spezifischer psychoonkologischer Interventionen in der Palliativphase nachwiesen (-0.25 ≤ d ≤ -1.31). Zusätzlich lagen die Ergebnisse von sechs RCTs [721], [723], [726], [724], [729], [731] vor, von denen zwei  signifikante, kurzfristige Effekte zugunsten spezifischer psychoonkologischer Interventionen in der Palliativphase nachwiesen.

Signifikante, mittelfristige Effekte zugunsten spezifischer psychoonkologischer Interventionen in der Palliativphase wurden in zwei Meta-Analysen untersucht [589], [718], von denen jedoch keine signifikante Effekte spezifischer psychoonkologischer Interventionen in der Palliativphase nachweisen konnte. Zusätzlich lagen Ergebnisse sechs RCTs [721], [722], [723], [726], [724], [731] vor, von denen eines einen signifikanten Effekt spezifischer psychoonkologischer Interventionen in der Palliativphase belegte.

Langfristige Effekte spezifischer psychoonkologischer Interventionen in der Palliativphase wurden in einer systematischen Übersichtsarbeit [589] und einem RCT [731] untersucht. Allerdings stellte keine der Studien einen signifikanten langfristigen Effekt zugunsten der spezifischen psychoonkologischen Interventionen in der Palliativphase fest.

 

Die kurzfristige Wirksamkeit von spezifischen psychoonkologischen Interventionen in der Palliativphase bezüglich Angst wurde in fünf Meta-Analysen [713], [589], [715], [716], [718] untersucht, von denen vier signifikante, kurzfristige Effekte zugunsten spezifischer psychoonkologischer Interventionen in der Palliativphase nachweisen konnten (-0.21 ≤ d ≤ -1.07).  Zusätzlich lagen Ergebnisse aus fünf RCTs [723], [726], [728], [729], [731] vor, von denen zwei signifikante, kurzfristige Effekte zugunsten spezifischer psychoonkologischer Interventionen in der Palliativphase nachwiesen.

Die mittelfristige Wirksamkeit von spezifischen psychoonkologischen Interventionen in der Palliativphase bezüglich Angst wurde in zwei Meta-Analysen [589], [718] untersucht. Keine konnte signifikante Effekte spezifischer psychoonkologischer Interventionen in der Palliativphase nachweisen. Zusätzlich lagen Ergebnisse aus fünf RCTs [722], [723], [726], [728], [731] vor, von denen zwei signifikante Effekte spezifischer psychoonkologischer Interventionen in der Palliativphase nachwiesen.

Langfristige Effekte von psychotherapeutischen Interventionen in der Palliativphase wurden in lediglich einer systematischen Übersichtsarbeit [589] und einem RCT [731] untersucht, welche beide keine signifikanten Effekte ermitteln konnten.

 

Die kurzfristige Wirksamkeit von spezifischen psychoonkologischen Interventionen in der Palliativphase bezüglich Fatigue wurde in zwei Meta-Analysen [714], [717] untersucht, von denen eine signifikante Effekte spezifischer psychoonkologischer Interventionen in der Palliativphase nachweisen konnte (d=-0.30). Zusätzlich lagen Ergebnisse aus drei RCTs [720], [727], [729] vor, von denen zwei signifikante, kurzfristige Effekte zugunsten spezifischer psychoonkologischer Interventionen in der Palliativphase nachwiesen.

Die mittelfristige Wirksamkeit von spezifischen psychoonkologischen Interventionen in der Palliativphase bezüglich Fatigue wurde in einer Meta-Analyse [717] untersucht. Diese konnte einen signifikanten Effekt zugunsten spezifischer psychoonkologischer Interventionen in der Palliativphase nachweisen (d=-0.66).

Die langfristige Wirksamkeit von spezifischen psychoonkologischen Interventionen in der Palliativphase bezüglich Fatigue wurde lediglich in einer Meta-Analyse [717] untersucht. Diese konnte keinen signifikanten Effekt spezifischer psychoonkologischer Interventionen in der Palliativphase feststellen. Es lagen in unserer Recherche keine ergänzenden Ergebnisse aus RCTs vor.

 

Schmerz (Statement 8.22)

Die kurz- und mittelfristige Wirksamkeit von spezifischen psychoonkologischen Interventionen in der Palliativphase bezüglich Schmerz wurde in einer Meta-Analyse [589] und einem RCT [724] untersucht.

Dabei wies die Meta-Analyse weder kurz- noch mittelfristige Effekte spezifischer psychoonkologischer Interventionen in der Palliativphase nach, das RCT konnte nur signifikante mittelfristige Effekte spezifischer psychoonkologischer Interventionen in der Palliativphase feststellen.

Die Studienlage zur Wirksamkeit von spezifischen psychoonkologischen Interventionen in der Palliativphase zur Reduktion von Schmerz bei Menschen mit nicht-heilbarer Krebserkrankung ist als nicht ausreichend belastbar einzuschätzen.

Die Meta-Analyse von Bauereis et al. (2018) [589] schließt lediglich fünf RCTs ein, die Schmerzreduktion als Outcome betrachten. Die Ergebnisse weisen eine hohe unerklärte Heterogenität auf, was das Vertrauen in den Effektschätzer reduziert. Die Ergebnisse zur mittelfristigen Wirksamkeit basieren lediglich auf einem RCT. Weiterhin schließt die Meta-Analyse auch Populationen von Krebspatienten ein, die sich nicht in der palliativen Phase befinden, wodurch die Passung zur Schlüsselfrage des Kapitels reduziert wird. Das RCT von Rodin et al. (2020) [724] verfügt nur über eine kleine Stichprobe, die geplante Fallzahl konnte nicht erreicht werden. Aufgrund der genannten Einschränkungen verzichtet die Leitliniengruppe auf eine Empfehlung für oder gegen den Einsatz spezifischer psychoonkologischer Interventionen in der Palliativphase zur Reduktion von Schmerz bei Menschen mit nicht-heilbarer Krebserkrankung. Es bedarf weiterer, methodisch hochwertiger Studien, um eine Empfehlung formulieren zu können.

 

Ergänzende Evidenz

Ergänzend zu den genannten Ergebnissen beschreibt ein systematisches Review [719] in 6/9 ausreichend gepowerten RCTs zu sinnbasierten Interventionen signifikante kurzfristige Effekte auf mind. einem primären Endpunkt (u.a. Lebensqualität, Distress, Schmerz). In 5/9 RCTs mit ausreichender stat. Power zu würdebasierten Interventionen zeigten sich ebenfalls signifikante kurzfristige Effekte auf mind. einem primären Endpunkt.

 

 

Einschätzung der Studienqualität

Die Einschätzung der Studienqualität der SRs erfolgte mittels AMSTAR-2 Tool, die Einschätzung des Verzerrungsrisikos der RCTs mittels des Cochrane RoB-Tools.

Insgesamt wiesen 5/8 (62,5%) SRs Mängel in mehr als einer kritischen Bewertungsdomäne auf (critical low quality), 2/8 (25%) in einer kritischen Bewertungsdomäne (low quality). Ein (12,5%) SR wies keine kritischen und lediglich einen nicht-kritischen Mangel auf (high quality). Dabei ist anzumerken, dass in 4/8 SRs eine Abwertung der Qualitätsbewertung durch das Fehlen einer Liste exkludierter Primärstudien und deren Ausschlussgründen (kritische Domäne 7, AMSTAR-2) erfolgte.

Eine adäquate Methode zur Generierung der Randomisierungssequenz (Selection bias) nutzten 12/17 RCTs (70%), 8/17 RCTs (47%) stellten die Geheimhaltung und Unvorhersehbarkeit der Gruppenzuteilung sicher (Selection bias) In 12/17 RCTs (70%) war der Umfang fehlender Daten ausreichend gering (<20%) oder fehlende Daten wurden entsprechend imputiert (Attrition Bias) und in 8/17 RCTs (47%) konnte selektives Berichten von Endpunkten durch ein vorhandenes Studienprotokoll ausgeschlossen werden (Reporting Bias). Aufgrund der Art der verwendeten Interventionen und der Erhebung der Endpunkte durch Selbsteinschätzung waren in keinem der RCTs eine Verblindung von Studienpersonal-/teilnehmer*innen (Performance Bias) und dadurch auch keine Verblindung der Endpunkterhebung (Detection Bias) möglich.

Insgesamt führten 10/13 RCTs a priori eine Fallzahlplanung durch, wovon 3/10 RCTs ihre a priori geplante Fallzahl erreichten.



(g) in Li et al. [713] unstandardisierte MD=-7.3 auf Patient Dignity Inventory (Chochinov et al., 2008).

8.6 Psychoonkologische Krisenintervention

8.23 · Konsensbasiertes Statement · neu 2023

Personen mit reduzierten Bewältigungsressourcen, fehlender sozialer Unterstützung, multipler somatischer Symptomatik, zusätzlichen krankheitsunabhängigen Stressoren und früheren traumatischen Erfahrungen haben ein erhöhtes Risiko für akute Krisenreaktionen.

Konsens
Konsens (93%)
8.24 · Konsensbasiertes Statement · neu 2023

Eine psychoonkologische Krisenintervention durchläuft in der Regel drei Phasen: Emotionale Entlastung, Reflektion des Krisenanlasses und Reintegration und kann, wenn sie zeitnah erfolgt, der Entwicklung von psychischen Folgeproblemen vorbeugen.

Konsens
Konsens (82%)
8.25 · Konsensbasierte Empfehlung · neu 2023

Krebspatient*innen und Angehörigen, die eine akute Krisenreaktion zeigen, soll in allen Versorgungssettings eine psychoonkologische Krisenintervention von psychoonkologisch weitergebildeten Fachkräften zeitnah angeboten werden.

Konsens
Starker Konsens (100%)

Kontrollierte Studien zur Wirksamkeit von Krisenintervention im Kontext der Psychoonkologie liegen bislang nicht vor, da diese Interventionsform als Notfallversorgung schwer zu standardisieren ist. Daher können hier keine Aussagen zur Wirksamkeit der Krisenintervention gemacht werden.

Im Rahmen psychoonkologischer Tätigkeit nimmt die Krisenintervention eine zentrale Rolle ein. Sie unterscheidet sich von der psychiatrischen Krisenintervention, bei der es um psychische Dekompensation oder Suizidalität im Rahmen von psychischen Störungsbildern geht. Anlässe für Krisen im onkologischen Kontext können sein: die durch die Diagnoseeröffnung ausgelöste existentielle Erschütterung und Bedrohung der Lebensperspektive, Selbstwertverluste durch funktionelle Beeinträchtigungen oder Amputationen, massive Therapienebenwirkungen oder chronische Therapiefolgen, die Diagnose eines Rezidivs oder die Feststellung eines palliativen Krankheitsstadiums u.v.m. Sekundäre Probleme können ebenfalls Krisen auslösen, wie zunehmende Abhängigkeit, Verlust von Kontrolle über die eigene Lebensgestaltung, finanzielle und soziale Notlagen, Konflikte im familiären und beruflichen Umfeld. Auch Angehörige können in eine akute Krise geraten, z.B. bei massiver Verschlechterung des Krankheitszustands, Nicht-Ansprechbarkeit des*der Patient*in oder eigener Erschöpfung bei Langzeitverläufen [747], [123], [748], [749].

Eine Krise ist ein psychischer Ausnahmezustand, der definiert werden kann als Verlust des seelischen Gleichgewichts, ausgelöst durch die Konfrontation mit außergewöhnlich bedrohlichen Ereignissen oder Lebensumständen, die momentan nicht bewältigt werden können, weil die individuelle Bewältigungskapazität überfordert ist. Personen mit hoher Bewältigungskapazität sind in der Lage, hochgradige Bedrohungen zu meistern, Personen mit geringer Bewältigungskapazität erleben schon bei gering- oder mittelgradig bedrohlichen Anlässen eine schwere Krisenreaktion. Relevant für das Krisenerleben ist immer die subjektive Bedeutung des auslösenden Ereignisses, das von Außenstehenden deshalb nicht bagatellisiert werden sollte.

Neben geringen Bewältigungsressourcen können v.a. auch fehlende soziale Unterstützung, Belastungen durch massive multiple körperliche Symptomatik, zusätzliche krankheitsunabhängige Stressoren und frühere traumatische Erfahrungen die Vulnerabilität für Krisenreaktionen erhöhen.

Eine akute Krisenreaktion ist gekennzeichnet durch Angst, Verzweiflung und das Erleben von Ohnmacht, Ausweglosigkeit und Überforderung. Dazu kommen als typische Symptome eine eingeschränkte Affektsteuerung und reduzierte kognitive Funktionen (Denken, Wahrnehmen, Entscheiden). Appelle an klares Denken oder Vernunft helfen deshalb nicht. Krisen gehen häufig mit Selbstabwertungskognitionen und Suizidphantasien [750] einher.

Grundsätzlich lassen sich zwei Muster von Krisenreaktionen unterscheiden, je nachdem ob es zur Affektüberflutung (überschießende emotionale Reaktionen, „Nervenzusammenbruch“) oder Affektblockade (Erstarrung, Lähmung, Apathie, „innerer Rückzug“) kommt. Letztere Form, die „stille Krise“, ist deshalb problematisch, weil sie leicht übersehen wird. Der*die Betroffene erfährt dann zu spät Unterstützung und auf mögliche Suizidgedanken kann nicht rechtzeitig eingegangen werden.

Die psychoonkologische Krisenintervention zielt darauf ab, die Betroffenen psychisch zu stabilisieren und sie durch Unterstützung ihrer*seiner Bewältigungsfähigkeiten und Ressourcen wieder in die Lage zu versetzen, die problematische (Krankheits-)Situation aus eigener Kraft zu bewältigen. Der Fokus liegt ganz auf der aktuellen Situation. Die psychoonkologische Krisenintervention sollte aufgrund des großen Leidensdrucks möglichst zeitnah erfolgen. Dadurch kann der Chronifizierung der Krisenreaktion (protrahierte Krise) und der Entwicklung von psychischen Folgeproblemen vorgebeugt werden.

Das Vorgehen orientiert sich an drei Phasen:

  1. Emotionale Entlastung: Durch aktives Zuhören wird das Zulassen von Emotionen gefördert. Die therapierende Person vermeidet, zu bagatellisieren, zu rationalisieren oder vorschnell Lösungen zu suchen.
  2. Reflektion des Krisenanlasses: Nachdem eine erste emotionale Stabilisierung gelungen ist, kann der Krisenanlass in seiner subjektiven Bedeutung reflektiert werden und Wahrnehmungsverzerrungen können behutsam korrigiert werden. Mögliche Bewältigungsressourcen werden ins Blickfeld geholt.
  3. Reintegration: Der Fokus liegt jetzt darauf, das Gefühl von Selbstkontrolle und Selbstwirksamkeit wieder zu erlangen, neue Perspektiven zu fördern und die wieder gewonnene Bewältigungskompetenz zu würdigen. Der Erfolg der Krisenintervention zeigt sich an der Wiederherstellung des Selbstwertgefühls und der Entscheidungs- und Handlungsfähigkeit. Weiterführende Hilfen (z.B. eine Psychotherapie) können geplant werden.

Eine psychopharmakologische Begleitmedikation kann die Krisenintervention ergänzen, nicht jedoch ersetzen.

Suizidphantasien sind häufige Begleitsymptome von Krisen onkologischer Patient*innen [750] und können als Appell oder Hilferuf bzw. als Versuch verstanden werden, in der Phantasie die Kontrolle über das eigene Leben wiederherzustellen. Derartige Phantasien verschwinden meist, wenn sich eine therapeutische Perspektive für die Krebserkrankung auftut. Im Zweifel sollte zur Abklärung akuter Suizidalität unbedingt ein*e psychiatrische*r oder psychosomatische*r Facharzt*Fachärztin hinzugezogen werden.

8.7 Psychosoziale Beratung

8.26 · Konsensbasiertes Statement · neu 2023

Psychosoziale Beratung in Krebsberatungsstellen ist eine integrative Intervention, die sich sowohl auf psychologische als auch auf soziale und sozialrechtliche Fragestellungen und Probleme beziehen kann.

Konsens
Konsens (93%)
8.27 · Konsensbasierte Empfehlung · modifiziert 2023

Psychosoziale Beratung mit psychologischer und sozialer Schwerpunktsetzung soll Krebspatient*innen und ihren Angehörigen in allen Phasen der Erkrankung bedarfsgerecht und möglichst frühzeitig angeboten werden.

 

Konsens
Starker Konsens (98%)
ÄnderungshinweisPsychosoziale Beratung soll Krebspatienten und ihren Angehörigen in allen Phasen der Erkrankung bedarfsgerecht und möglichst frühzeitig angeboten werden.

Für diesen Bereich liegen keine RCTs vor, so dass hier keine detaillierten Angaben zur Wirksamkeit möglich sind. Aus den vorliegenden Beobachtungsstudien werden für die psychosoziale Beratung (h) eine Wirksamkeit in den folgenden Bereichen beschrieben:

Psychosoziale Beratung im Kontext der Psychoonkologie ist ein professioneller kommunikativer Prozess zwischen einer psychoonkologischen Beratungsfachkraft und einer ratsuchenden Person, bei dem auf der Basis einer Bedarfsklärung (Anamnese, Belastungsscreening, lebensweltbezogene Problemexploration) gemeinsam mit der ratsuchenden Person eine Problem- und Zieldefinition entwickelt wird (Beratungsplanung) und Bewältigungsstrategien aufgezeigt und erschlossen werden. Auf der Grundlage einer klient*innenorientierten Gesprächsführung werden dabei eine Stabilisierung, Problemlösung bzw. Entlastung sowie die Aktivierung der persönlichen und sozialen Ressourcen der Ratsuchenden angestrebt. Psychosoziale Beratung dient v.a. dazu, die Bewältigungskompetenz im Umgang mit krankheitsbedingten psychosozialen Problemen und Belastungen zu fördern und sozialstaatliche Hilfen zu erschließen, das umfasst auch die Weitervermittlung an spezialisierte Facheinrichtungen und weitere Unterstützungsangebote. Nicht zuletzt spielen die Vermittlung zu regionalen Selbsthilfeaktivitäten und die Eröffnung von Zugängen zu Versorgungsstrukturen eine wichtige Rolle.

Durch eine frühzeitige Beratung kann auch der Entstehung bzw. Chronifizierung von psychischen Störungen vorgebeugt werden. Zielgruppen sind neben den Betroffenen auch Angehörige und Personen des sozialen Umfelds [772].

Psychosoziale Beratung wird im ambulanten Setting überwiegend in psychosozialen Krebsberatungsstellen angeboten [123], [775]. Im stationären Bereich wird psychosoziale Beratung auch im Akutkrankenhaus oder in Rehakliniken durchgeführt. Psychosoziale Beratung ist in der Regel Aufgabe von Psycholog*innen und Sozialarbeiter*innen. Psychosoziale Beratung mit psychologischer Schwerpunktsetzung kann auch von Ärzt*innen mit psychotherapeutischer Qualifikation angeboten werden. Die Beratung kann sich thematisch sowohl auf psychische Belastungen und Krisen als auch auf soziale Probleme und Fragestellungen zur Inanspruchnahme von Sozialleistungen beziehen. Je nach individuellem Bedarf und Versorgungssetting (siehe Kapitel 4.1.3 und 4.2) können eher soziale oder psychologische Inhalte im Vordergrund stehen [123].

Im Folgenden wird daher zwischen psychosozialer Beratung mit psychologischer Schwerpunktsetzung und psychosozialer Beratung mit sozialer Schwerpunktsetzung unterschieden. Bei Fällen, in denen beide Themenbereiche Gegenstand der Beratung sind, sind die Kompetenzen beider Berufsgruppen einzubeziehen.

  1. Die psychosoziale Beratung mit psychologischer Schwerpunktsetzung bezieht sich v.a. auf psychische Belastungen im Zusammenhang mit der Krankheitsverarbeitung und der Anpassung an die aktuelle Krankheits- und Behandlungssituation[123], [776]. Beispiele sind Ängste (existentielle Bedrohung, Zukunftsangst, Progredienzangst), Entscheidungsunsicherheit, Selbstwertprobleme, Scham und Schuldgefühle, depressive Reaktionen, Probleme in der Partnerschaft und im Umgang mit Kindern, psychische und körperliche Langzeitfolgen der Therapie und der Themenkomplex Abschied/Trauer/Verlust [776], [775]. Die Beratung ist dabei nicht an psychopathologischen Kriterien, sondern ergebnisoffen am jeweiligen Anliegen der ratsuchenden Person orientiert. Ziele sind v.a. die psychische Stabilisierung, die Förderung der psychischen Bewältigungs- und Handlungskompetenzen, die Unterstützung bei der Verarbeitung von komplexen Informationen und Anforderungen und die Aufarbeitung von bestehenden innerpsychischen Konflikten. Im Rahmen des Beratungsprozesses werden gemeinsam mit der*dem Ratsuchenden die Problem- oder Konfliktsituation sowie verschiedene Lösungsmöglichkeiten und eventuelle Hindernisse analysiert, eine individuelle Problemlösung unter Einbeziehung vorhandener Bewältigungsressourcen erarbeitet und schließlich die Umsetzung im weiteren Verlauf begleitet. Ansatzpunkt ist dabei stets die Aktivierung vorhandener persönlicher und/oder sozialer Ressourcen.
  2. Die psychosoziale Beratung mit sozialer Schwerpunktsetzung strebt Klärungs- und Unterstützungsprozesse auf der Ebene der Alltags- und Lebensbewältigung an, die durch eine Erschütterung des psychosozialen Gleichgewichts im Rahmen der Erkrankung und Behandlung erschwert sein kann [777], [778], [120]. Angestrebt wird auch die gesellschaftliche Integration und Teilhabe, die insbesondere durch Barrieren beim Verbleib bzw. bei der Rückkehr in die Arbeit sowie durch begrenzte soziale und finanzielle Ressourcen gefährdet sein kann [779], [780], [781], [782]. Angesichts der komplexen Problemlage werden neben der kommunikativen Erarbeitung alternativer Sichtweisen und Handlungsstrategien vielfältige weitere Hilfestellungen angeboten [118], [783], [754], [769], [768]:
    • die Unterstützung bei der Bewältigung alltäglicher Heraus- und Überforderungen sowie bei der Kommunikation mit dem sozialen Umfeld [784]
    • die Unterstützung bei der Orientierung im Gesundheits- und Sozialleistungssystem [756], [785]
    • Aufklärung über sozialrechtliche Ansprüche bei Krankheit und Behinderung (z.B. Rehabilitation, Rente, Erwerbsminderung) und darauf bezogene Hilfestellungen bei der Beantragung der jeweiligen Leistungen [786]
    • Beratung zu Unterstützungsmöglichkeiten im Prozess der beruflichen Reintegration [787]
    • oder Förderung von Selbstbestimmung und Autonomie.

 

Darüber hinaus stellen existentielle wirtschaftliche Notlagen, die z. B. zu Wohnungsverlust, Versorgungsproblemen von Kindern und Abhängigkeit von Sozialleistungen führen können, ein hohes Belastungspotential dar. Die Sicherung der sozioökonomischen Basis und familiären Versorgung in Kooperation mit zuständigen Ämtern und Behörden ist zentral.

 

Psychosoziale Beratung sollte bedarfsgerecht, möglichst frühzeitig und in allen Phasen [770] der Erkrankung angeboten werden. Die Erfassung der psychosozialen Belastung und des individuellen Bedarfs sollte entsprechend der Empfehlungen 7.1 – 7.3 erfolgen. Der individuelle Bedarf der Ratsuchenden sollte über eine systematische Bedarfsklärung und ein Assessment zur sozialen Versorgungssituation festgestellt werden. Wenn bei hochbelasteten Ratsuchenden im Rahmen der psychosozialen Beratung der Verdacht auf das Vorliegen einer psychischen Störung besteht, sind Ratsuchende zur diagnostischen Abklärung und Weiterbehandlungen an approbierte Psychotherapeut*innen oder Fachärzt*innen weiter zu verweisen (siehe Kapitel 8.5).

Bei den aus der Beratung resultierenden Empfehlungen und bei der Weitervermittlung sollte grundsätzlich die Patient*innenpräferenz berücksichtigt werden.



(h) Der Begriff „sozial“ meint hier Inhalte der „Sozialen Arbeit“. D. h., die Beratung bezieht sich auf Themen, wie die Integration in das soziale und gesellschaftliche Umfeld, Überforderungen im Alltag sowie die mögliche Inanspruchnahme gesetzlich verankerter und freiwilliger Sozialleistungen.

 

8.8 Künstlerische Therapien

Zu den Künstlerischen Therapien (KüTh) gehören die Kunst-, Musik-, Tanz- und Bewegungstherapie, die Theater-/Dramatherapie sowie die Poesie-/Bibliotherapie. Ihre Verfahren basieren auf der therapeutischen Beziehung und der Interaktion zwischen Patient*in, Therapeut*in und dem schöpferisch-künstlerischen Medium bzw. Werk. Ziel der Künstlerischen Therapien ist die Wiedererlangung, Erhaltung und Förderung physischer, psychischer und psychosozialer Gesundheit. Unter Verwendung von Mitteln und Medien der Künste können Probleme auf sozialer, emotionaler, kognitiver und physischer Ebene behandelt werden (BAG KT, 2019). Der Einsatz von künstlerischen Disziplinen spielt seit dem Beginn des 21. Jahrhunderts eine immer größere Rolle im Bereich der Prävention, bei der Förderung von Gesundheit und in Bezug auf den Umgang mit und die Behandlung von Krankheiten und in der Rehabilitation [788]. Die im Jahr 2019 publizierte Studie: “What is the evidence on the role of the arts in improving health and well-being? A scoping review” der WHO [788] fasst auf der Grundlage von über 900 Studien (200 Übersichtsarbeiten und mehr als 3000 Einzelstudien) die Evidenz zur Rolle der Künste bei der Gesundheitsförderung und des allgemeinen Wohlbefindens zusammen. Die WHO empfiehlt auf Grundlage dieser Arbeit den Einsatz der Künste zur Befindlichkeitssteigerung sowie zur Förderung und zum Erhalt der Gesundheit.

Auch im Bereich der Onkologie zeigt sich in den letzten Jahrzehnten eine stetige Zunahme qualitativ hochwertiger wissenschaftlicher Forschung zur Wirksamkeit der Künstlerischen Therapien. Die Arbeitsgruppe Künstlerische Therapien (i) führte daher eine systematische Literaturrecherche zu Wirksamkeit Künstlerischer Therapien bei erwachsenen Krebspatient*innen für den Zeitraum 2012 bis 2020 im Bibliotheksportal PRIMO der FU Berlin (https://fu-berlin.primo.exlibrisgroup.com/discovery/search?vid=49KOBV_FUB:FUB, letzter Zugriff am 31.03.2022) durch. Weitere Details finden sich im Leitlinienreport.

Es lagen 58 Level 1 Studien gemäß dem Schema der Evidenzgraduierung nach Oxford, Version März 2009 für Kunst-, Musik-, und Tanz- und Bewegungstherapie vor.

Im Folgenden wird zunächst über Studien zu den Subdisziplinen der KüTh berichtet (Kunsttherapie, Musiktherapie, Tanz- und Bewegungstherapie (), jeweils mit dem LoE-Empfehlungsgrad. Nachfolgend wird über Studien (Reviews) berichtet, bei denen mehr als eine Form der KüTh zusammenfassend untersucht worden sind.

Die Evidenzlage (auf Level 1) von Kunst-, Musik- und Tanztherapie wird sowohl auf der Grundlage der Reviews als auch von Primärstudien getrennt nach Subdisziplin zusammengefasst. Einzelne Primärstudien sind aus dem Erhebungszeitraum von 2012 bis 2020 auch in verschiedenen Reviews von Kunst-, Musik- und Tanztherapie enthalten und werden deshalb mehrfach berichtet.

(i) Die Arbeitsgruppe KüTh wurde unterstützt durch Pauline Thielen, Johanna Jost, Maria Guelguisser, Olivia Straeter, Lily Martin, Nilufar Yesmin, Seoyung Ryu, Daniel Narcisso, André Gianopoulos und Sophia Estel.

8.8.1 Kunsttherapie

8.28 · Evidenzbasierte Empfehlung · modifiziert 2023

Kunsttherapie kann Krebspatient*innen zur Reduktion von Angst, Depressivität und Stress angeboten werden.

Empfehlungsgrad
0: offene Empfehlung (Option) bzgl. einer Maßnahme - verwendete Ausdrucksweise = kann
Evidenzlevel
1a
Konsens
Konsens (86%)
Literatur
[789] [790] [791] [701] [792] [793] [794] [795] [796] [797] [798]
ÄnderungshinweisKünstlerische Therapien (Kunsttherapie, Tanztherapie, Musiktherapie u.a.) können Menschen mit Krebserkrankung unabhängig vom Belastungsgrad angeboten wer-den.

Kunsttherapie ist nach der Definition der Wissenschaftlichen Fachgesellschaft für Künstlerische Therapien (WFKT) die therapeutische Anwendung bildnerisch-künstlerischer Mittel und Medien (Malerei, Plastik, Fotografie, Performance u.a.). Sie befördert in besonderem Maße die Fähigkeiten zum bildnerisch-symbolischen Ausdruck, zur visuellen Kommunikation und zur aktiv-gestalterischen Auseinandersetzung mit persönlichen Themen und Problemlagen.

Für die Kunsttherapie wurden seit 2012 vier neue systematische Reviews [790], [794], [701], [798] gefunden. Darin eingeschlossen waren insgesamt acht randomisierte Studien und zehn kontrollierte Studien aus den Jahren 2006 bis 2019. Von den drei in den Reviews eingeschlossenen Primärstudien (RCTs) [796], [797], [789] wird ebenfalls einzeln berichtet, da sie im Rechercherraum 2012-2020 publiziert wurden. Die Studien stammen aus den Vereinigten Staaten, Asien und Europa. Bis auf die Studie von Monti et al. (N=184) [796] und Joly et al. (N=320) [795] beruhen sie auf kleineren Fallzahlen (n<60). Die angewandten kunsttherapeutischen Methoden und auch die Dauer der Interventionen sind in den verschiedenen Studien heterogen. Beispielsweise verglich ein Review [798] die achtsamkeitsbasierte Kunsttherapie (MBAT) mit anderen achtsamkeitsorientierten Therapieansätzen wie z.B. Mindfulness Based Stress Reduction (MBSR) und Mindfulness Based Cognitive Therapie (MBCT) und schloss auch einzelne Studien aus dem Bereich der Palliativmedizin mit ein [701].

In einem Review von Wood et al. [799] konnte bereits gezeigt werden, dass Kunsttherapie bei Menschen mit einer Krebserkrankung in verschiedenen Behandlungssettings hilfreich ist. Der kunsttherapeutische Ansatz kann dabei unterstützen, behandlungsbedingte Symptome zu bewältigen und den Prozess der psychologischen Neuanpassung an den Verlust, die Veränderung und die Ungewissheit durch die Krebserkrankung zu erleichtern. Kunsttherapie wird heute häufig in Gruppensettings, seltener auch in Einzeltherapien, angeboten. In der Regel kommen supportive Ansätze, beispielsweise zur Emotionsregulation, zur Erfahrung von Entspannung durch den künstlerischen Ausdruck, oder zunehmend auch in achtsamkeitsbasierten Interventionen mit künstlerischen Mitteln zur Anwendung.

 

Meta-Analysen und systematische Reviews

Zu Depressivität, Angst und Distress (Mental illness domain) finden sich signifikante Verbesserungen mit kleinen bis mittleren Effekten in verschiedenen Reviews ([790], [794], [798]. Bei Zhang [798] wurde beispielsweise in 7 RCTs (N=888) eine signifikante Verbesserung (p<.001) der Depressivitätswerte sowie der Angstwerte (p=.005) gefunden. Zwei Reviews [790], [794], konnten signifikante Verbesserungen der Lebensqualität (p<.01, d= 0.03-1.05) zeigen. Das Review von Kim et al. [701] zeigte hingegen gemischte Ergebnisse hinsichtlich der Lebensqualität, wobei fünf RCTs ebenfalls signifikante Verbesserungen der Lebensqualität zeigten. Schmerz untersuchten Kim et al. [701] in ihrem Review und kamen zu unterschiedlichen Ergebnissen bzgl. einer Verbesserung von Schmerz in den Einzelstudien. Eine signifikante Verbesserung der Fatigue beschreiben Jiang et al. [794] in ihrem Review in vier Studien (p=.01). Des weiteren wurden Copingstrategien im Review von Azmawati et al. [790] untersucht, es konnten jedoch keine signifikanten Verbesserungen gezeigt werden.

 

Primärstudien

In einem RCT von Joly et al. [795] wurde eine Interventionsgruppe mit Kunsttherapie zusätzlich zur Standardversorgung im Vergleich zu einer Kontrollgruppe (treatment as usual, TAU) während Strahlentherapie untersucht. Es zeigten sich signifikante Verbesserungen im Bereich des sozialen Wohlbefindens und der kognitiven Fatigue. Auch Monti et al. [796] und Jang et al. [793] konnten eine signifikante Verbesserung der Lebensqualität nach 36 Monaten aufzeigen (p=.01). Öster et al. [797] fanden gemischte Ergebnisse in den unterschiedlichen Domänen zu den Untersuchungen der Lebensqualität.

Die Untersuchungen der Domäne „Mental Illness“ zeigten heterogene Ergebnisse in den untersuchten Studien [789], [791], [796]. Die Studie von Radl et al. [789] zeigte keine signifikanten Verbesserungen im emotionalen Distress (p=.26) und im psychischen Wohlbefinden (p=.12), konnte jedoch eine signifikante Verbesserung des spirituellen Befindens (p=.02) feststellen. Die Studie von Jalambadi et al. [792] zeigte hingegen eine signifikante Verbesserung auf den verschiedenen Ebenen des Distress (p<.05). In der Studie von Jang et al. [793] wurde eine signifikante Verbesserung von Depressivität (p<.001) sowie von Angst (p<.001) gemessen.

Zur Verbesserung des Copings finden sich in einem aktuellen RCT von Czamanski et al. [791] signifikante Verbesserungen der Emotionswahrnehmung (p=.027) und der Emotionsakzeptanz (p=.039), was ähnlich auch bei Öster et al. [797] in der signifikanten Verbesserung der Copingstrategie der “sozialen Beziehungen” (p=.04) gezeigt wurde. Eine signifikante Verbesserung der Fatigue beschreiben Joly et al. (p=.007) [795]. Das Ergebnis bezieht sich hier allerdings nur auf Patient*innen mit leichter Fatigue und nicht auf Patient*innen mit “severe fatigue” innerhalb des Untersuchungszeitraums von einem Monat. Drei RCTs sind ebenfalls in den Reviews von Azmawati et al. [790], Jiang et al. [794] und Zhang et al. [798] inkludiert.

 

Risk of Bias Bewertung

Die Risk of Bias Bewertung der 7 RCTs der Kunsttherapie wurde durch drei unabhängige Rater*innen (zwei fachfremde Forschungsassistent*innen aus Medizin und Psychologie, sowie eine Fachfrau aus der Musiktherapie; supervidiert durch die LL-Gruppe KüTh) mittels des RoB 2-Tools [800] durchgeführt. Zusammenfassend zeigte sich ein niedriger Risk of Bias in drei und ein hoher Risk of Bias in vier Primärstudien. Die Einschätzung fand hinsichtlich fünf Kategorien statt: Der hohe Risk of Bias ergab sich ausschließlich in der Kategorie 3 “bias due to missing outcome data”, also aufgrund fehlender Daten im Posttest. Der hier zugrundeliegende Drop-Out von über 20% der Patient*innen erklärt sich meist klinisch aus der belastenden onkologischen Behandlung mit komplexen Nebenwirkungen und Veränderungen der Lebensumstände (Umzüge, etc.). Mit den fehlenden Daten wurde in allen vier Fällen mit angemessenen Methoden umgegangen (intention-to-treat analyse, etc.). Die methodische Qualität war - mit Einschränkung dieser vier Fälle - homogen und hoch, mit einem niedrigen Risk of Bias.

 

Fazit

Kunsttherapeutische Interventionen zeigen signifikante Effekte der Verbesserung von Depressivität, Angst und Distress; ebenfalls aus bislang vier Studien für die Verbesserung von Fatigue. Die Ergebnisse weiterer untersuchter Outcome-Parameter wie Lebensqualität, Copingstrategien, Schmerzreduktion und spirituelles Befinden sind heterogen zu beurteilen. Zudem waren die Interventionsdauer und die Art der kunsttherapeutischen Interventionen sehr unterschiedlich. Die Studienlage ist durch eine stark konvergierende Evidenz der kunsttherapeutischen Befunde auf den o.g. vier Outcomes geprägt. Mit Ausnahme der Drop-Out Rate von über 20% in vier Primärstudien zeigt die Risk of Bias Einschätzung eine hohe Qualität der neuen Primärstudien (2012-2020).

 

8.8.2 Musiktherapie

8.29 · Evidenzbasierte Empfehlung · modifiziert 2023

Musiktherapie sollte Krebspatient*innen zur Reduktion von Angst, Depressivität, Stress und zur Verbesserung der gesundheitsbezogenen Lebensqualität angeboten werden.

Empfehlungsgrad
B: Empfehlung für oder gegen eine Maßnahme - verwendete Ausdrucksweise = sollte/sollte nicht
Evidenzlevel
1a
Konsens
Konsens (83%)
Literatur
[801] [802] [803] [804] [805] [806] [807] [808] [809] [810] [811] [812] [813] [814] [815] [816] [817] [818] [819] [820] [821] [822] [823] [824] [825] [826] [827] [828] [829] [830] [831] [832] [833]
ÄnderungshinweisMusiktherapie kann Menschen mit Krebserkrankungen insbesondere zur Reduzierung von Ängsten angeboten werden.
8.30 · Evidenzbasierte Empfehlung · neu 2023

Musiktherapie kann Krebspatient*innen zur Reduktion von Schmerz in Ergänzung zu einer leitliniengerechten Schmerztherapie angeboten werden.

Empfehlungsgrad
0: offene Empfehlung (Option) bzgl. einer Maßnahme - verwendete Ausdrucksweise = kann
Evidenzlevel
1a
Konsens
Konsens (83%)
Literatur
[829] [805] [816] [814] [815] [821] [801] [811] [807] [802] [804] [810] [817] [830] [809] [806] [813]

Musiktherapie (MT) ist „(…) der gezielte Einsatz von Musik im Rahmen der therapeutischen Beziehung zur Wiederherstellung, Erhaltung und Förderung seelischer, körperlicher und geistiger Gesundheit.“ [834]. Verschiedenste musiktherapeutische Konzepte und Methoden (Neurologische MT von M. Thaut; Guided Imagery and Music von Helen Bonny u.a.) werden darunter zusammengefasst und können grundsätzlich den folgenden zwei Ansätzen zugeordnet werden: funktionelle MT - zur Behandlung primär physiologischer Beschwerden und psychotherapeutische MT – mit vorwiegend psychologischen Behandlungszielen. Letztere bedient sich aktiver (Spielen am Instrument, Singen, Songwriting, etc.) und rezeptiver Methoden (Hören von individualisierter Musik, musikalische Entspannungsintervention, Klangreisen, etc.), im Rahmen derer unterschiedliche Wirkmechanismen, sowohl der Musik als auch der therapeutischen Beziehung, zum Einsatz kommen können. Musiktherapeutische Behandlungen können, abhängig von Behandlungsziel und Vorgehen, in Einzel- und/oder Gruppensettings stattfinden.

Musikmedizin (MM) bezeichnet die Verwendung von Musik als therapeutisches Mittel durch Personen ohne therapeutische Ausbildung und außerhalb einer therapeutischen Beziehung (z.B. Aushändigen eines MP3-Players/Playlists an Patient*innen durch medizinisches Personal). Studien zu Musikmedizin wurden in der systematischen Literaturrecherche nicht berücksichtigt, werden jedoch in einigen der eingeschlossenen Reviews berichtet.

Im Zeitraum von 2012 bis 06/2020 wurden insgesamt sieben systematische Übersichtsarbeiten mit Meta-Analysen zum Einsatz von Musik(therapie) und deren Einfluss auf psychologische und physiologische Parameter bei Krebspatient*innen veröffentlicht [802], [803], [801], [804], [805], [806], [807]. Zudem liegen 25 neue Primärstudien zu onkologischen Patient*innen (ohne Palliativpatient*innen) auf Evidenzlevel 1 vor.

 

Meta-Analysen und systematische Reviews

Der Effekt von musikbasierten Interventionen auf die Reduktion von Angst wird in sechs Reviews als signifikant beschrieben. Bradt et al. [801] zeigten signifikante Verbesserungen von Angst in den IGs im Vergleich zur KG in 13 RCTs (N=1028, signifikante Verbesserungen EGs vs. TAU; SMD = -0.71, 95% CI: −0.98;−0.43, p<.001) mit einem moderaten bis großem Effekt. Zhang et al. [802] fanden eine signifikante Verbesserung der Angst über unterschiedliche Messinstrumente (7 RCTs, N=607, SAS: M = −12.84, 95% CI:−19.51;−6.17, p<.001; 2 RCTs, N=515, HAMA: M=−1.85, 95% CI: -3.43;-0.27, p<.05; 8 RCTs, N=681, STAI: M=-12.30, 95% CI: -18.93;-5.68, p<.001) mit kleiner bis moderater Effektstärke. Li et al. [807] zeigten anhand von sechs RCTs eine signifikante Verbesserung der Angst in der IG im Vergleich zur KG (6 RCTs, N=447, SMD = −1.51, 95% CI: −2.27;0.75; p<.05), Gao et al (2019) [804] anhand von drei RCTs (N=121, SMD=0.68, 95% CI: 1.35;0.02; p=.04) und Wang et al. [805] in vier RCTs (Angst: 2 RCTs, N=200, HAMA: MD= –7.04, 95% CI: –9.31;–4.78, p<.00001; 5 RCTs, N=268; SAS: MD=–7.40, 95% CI: -10.28;-4.52, p<.001; 2 RCTs, N=110, State Anxiety Inventory: MD=-12.40, 95% CI: -21.86;-2.94, p=.01). In ihrem systematischen Review fanden Nightingale et al. [803] in 85% (11/13) der eingeschlossenen Studien eine signifikante Angstreduktion in der IG im Vergleich zur KG; in der Meta-Analyse über vier der 13 inkludierten Studien wurde kein signifikanter Unterschied zwischen IG und KG bezüglich Angst gefunden.

Der Effekt von musikbasierten Interventionen auf die Reduktion von Depressivität wird in fünf Reviews größtenteils als signifikant beschrieben. Wang et al. [805] konnten anhand der Ergebnisse von 14 Studien aus MT und MM einen signifikanten Effekt auf Depressivität zeigen (6 RCTs im Bereich MT, MD=-7.39, 95% CI: -8.35;-6.43, p<.001). Ebenso fanden Zhang et al. [802] (7 RCTs, M=-6.23, 95% CI: -8.85;-3.36; p<.001) und Li et al. [807] (6 RCTs, SMD=-1.12, 95% CI: -1.87;-0.38, p<.05) signifikante Ergebnisse in Bezug auf Depressivität. Im Cochrane Review von Bradt et al. (2016) [801] wird eine kurzzeitige, moderate Reduktion von Depressivität durch aktive musiktherapeutische Interventionen beschrieben (SMD= -0.40, 95% CI: -0.74;-0.06, p<.02). Köhler et al. [806] fanden in ihrer Meta-Analyse eine signifikante Verbesserung des psychischen Wohlbefindens, dort übergreifend für Aspekte von Angst, Depressivität, psychischem Distress und Wohlbefinden, Stimmung, emotionaler Funktionalität, Entspannung, Hoffnung und Resilienz, in der IG (aktive MT) gegenüber der KG (TAU, Warteliste und aktiver KG: Hören von Musik, Besuch, Achtsamkeitsübung) (19 RCTs, d=0.35, 95% CI: 0.19;0.50, p<.01). Es stellte sich heraus, dass eine reduzierte Anzahl an Sitzungen größere Effekte (d=0.47) als häufigere Sitzungen (d=0.18) erzielte. Auch zeigten sich größere Effekte bei rezeptiver MT (d=0.33) als bei aktiven oder multimodalen Methoden (d=0.19). Zusätzlich wurde ein positiver Effekt auf Depressivität sowie Stimmung gefunden. Eine signifikante Verbesserung von physiologischem Distress mit kleinem Effekt (physiol. Distress: d=-0.34, 95% CI: -0.55;-0.13, p<.004) wurde ebenfalls beschrieben. Gao et al. [804] konnten in ihrem Review eine signifikannte Reduktion von Depressivität aufzeigen (4 RCTs, N=227, SMD: 1.08, 95% CI: 1.64;0.53, p<.001). Hier konnte keine signifikante Verbesserung der sozialen Funktionsfähigkeit festgestellt werden (3 RCTs, SMD=0.51, 95% CI: 0.17;1.19, p=.14).

Für die Verbesserung der Lebensqualität wurde in fünf Reviews ein signifikanter Effekt gefunden. Im Cochrane Review von Bradt et al. [801] konnte eine signifikant erhöhte Lebensqualität, auch im Vergleich von MT versus MM, mit moderaten Effekten in drei Studien gezeigt werden (SMD=0.42, 95% CI: 0.06;0.78, p=.02). Gao et al. [804] konnten in fünf Studien eine signifikante Verbesserung der gesundheitsbezogenen Lebensqualität finden (SMD=0.61, 95% CI: 0.41;0.82, p<.001). Köhler et al. [806] beschrieben in ihrer Übersichtsarbeit für Lebensqualität eine signifikante Verbesserung mit kleinem Effekt (d=0.48, 95% CI: 0.11;0.85, p=.019), wobei für die Sitzungsfrequenz kein signifikanter Effekt feststellbar war. Ebenso beschrieben Li et al. [807] (10 RCTs, SMD: 0.54; 95% CI: 0.40;0.69; p<0.05) und Zhang et al. [802] (2 RCTs, M=13.32, 95% CI: 11.01;15.62, p<.001) einen signifikanten Effekt für die Verbesserung unterschiedlicher Facetten von Lebensqualität.

In vier von fünf Reviews konnte eine signifikante Schmerzreduktion nachgewiesen werden. So stellten Bradt et al. [801] (SMD: -0.91; 95% CI: -1.46;-0.36; p=.001), Li et al. [807] (SMD: -1.12; 95% CI: -1.87;-0.38; p<.05), Zhang et al. [802] (M:-0.54; 95%CI: -0.88;-0.20; p<.005) sowie Gao et al. [804] einen signifikanten Effekt von MT auf unterschiedliche Schmerzparameter fest. Zudem wird im Review von Köhler et al. [806] ein positiver Effekt auf Schmerzen beschrieben.

Inkonsistente Ergebnisse zur Signifikanz bei Fatigue finden sich in drei Reviews. Im Review von Bradt et al. [801] konnten in sechs Studien mit kleinem bis mittlerem Effekt geringe bis moderate Verbesserungen von Fatigue nachgewiesen werden (SMD: -0.38; 95% CI: -0.72;-0.04; p=.03). Auch Zhang et al. [802] berichten signifikante Ergebnisse auf Fatigue (2 RCTs, M: 0.63; 95% CI: -2.52; 3.77; p=.70). Im Review von Gao et al. (2018) [804] konnten für Fatigue keine signifikanten Unterschiede zwischen Interventions- und Kontrollgruppe gefunden werden (2 RCTs, SMD: 0.17, 95% CI: 0.95;0.61, p=.67).

 

Primärstudien (j)

Es wurden 22 Primärstudien in die Analyse aufgenommen. Einzelne RCTs sind bereits in einem oder mehreren der oben beschriebenen Reviews und Metaanalysen enthalten. Da die übergreifenden Studien auch ältere Primärstudien vor dem benannten Suchzeitraum inkludieren, soll im Folgenden nur die Evidenz der RCTs nach 2014 separat dargestellt werden.

Musiktherapie reduzierte in der Mehrheit der vorliegenden Studien die Angst signifikant. In der Studie von Palmer et al. [821] bei stationären Brustkrebspatient*innen (N=201) wurden die Anwendungen Musikhören pre- und perioperativ live versus Musik vom Tonträger versus TAU verglichen. Angst wurde in beiden Musik-IGs signifikant gegenüber TAU reduziert (MD: -26.5; d=-0.57; MD: -25.7; d=-0.55). Bei Romito et al. [825] wurde sowohl in der IG als auch der KG eine signifikante Verbesserung der Angst erzielt (d=0.69; p=.000). Wang et al. [805] (HAMA: p<.001; SAS: p<.001; State Anxiety Inventory: p=.01) sowie Yates und Silverman [832] fanden in den IGs jeweils eine deutliche Verbesserung der Angst (p=.009). Rossetti et al. (2017) [827] fanden eine Reduktion von Angst durch MT (10 Sitzungen à 35 Minuten Musikhören mit Therapeut*in, vor und während der Behandlung) begleitend zur Bestrahlungsbehandlung bei gynäkologischen Patient*innen (MD: 8.2; p=.002). Bei Dóro et al. [813] wurden signifikante Gruppenunterschiede hinsichtlich Angst gefunden (IG vs EK: p<.001). Auch Bradt et al. [811] konnten keinen signifikanten Effekt in Bezug auf Angst feststellen (SMD: 0.21; 95% CI: -0.09;0.51, p=.18).

Eine deutliche Reduktion von Depressivität in der IG im Vergleich zur KG konnte in der Studie von Alcântara-Silva et al. (p=.011) [808] sowie bei Chen et al. [835] nachgewiesen werden. Romito et al. [825] untersuchten den Einsatz von einer Sitzung integrativer Gruppen-MT (N=31) à zweieinhalb Stunden begleitend zur ambulanten Chemotherapie bei 62 Patient*innen mit Brustkrebs. Als KG wurden 20-minütige Gespräche (N=31) eingesetzt. Die MT-Gruppe zeigte signifikante Verbesserungen für Depressivität (d=0.52; p=.000) und Ärger (d=0.58; p=.000). Bezüglich negativem (SMD: -2,86; p=.003) und positivem Affekt (SMD: 2.15; p=.001) erzielte die IG in den Studien von Fredenburg und Silverman [814], [815] stärkere Verbesserungen als die KG.

Hinsichtlich Hoffnung und Hilflosigkeit konnten zwei Studien Verbesserungen zeigen. Der Einsatz von Musik-Imagination in acht Sitzungen à 60 Minuten führte laut Untersuchung von Chen et al. [835] im Vergleich zu TAU bei 52 Patient*innen mit Brustkrebs zu Reduktion von Hilflosigkeit, Hoffnungslosigkeit und kognitiver Verbesserung in der IG. In einer Untersuchung von Verstegen et al. [830] wurden bei 10 Patient*innen mit Blut- und Knochenmarkstransplantation MT mit therapeutischem Dialog gegenüber TAU verglichen. Die beiden Sitzungen dauerten zwischen 30 und 60 Minuten. Der Parameter Hoffnung wurde auch hier in der IG signifikant verbessert (Posttest: p=.035).

Der Parameter Stress verbesserte sich in der Studie von Romito et al. (IG: d=0.62; p=.036) [825] signifikant. Rossetti et al. [827] zeigten eine Reduktion von Distress durch MT (IG: p=.0064). Bezüglich symptombedingtem körperlichem Stress konnten Fredenburg und Silverman [814], [815] keine signifikante Differenz zwischen Interventions- und Wartelistengruppe feststellen.

Bezüglich der Lebensqualität zeigten sich in einer Studie von Bieligmeyer et al. [810] signifikant niedrigere Werte nach MT-Intervention (einzelne Sitzung à 10 Minuten Vibroakustik–Kombination auditiver und sensorischer Klangerfahrungen) im Vergleich zur KG (Ruhezeit) (d=0.37; p<.001). In einer Studie von Alcântara-Silva et al. [808] zeigte sich eine stärkere Verbesserung der Lebensqualität bei gemeinsamen Musikhören mit einem*einer Therapeut*in vor und während der Bestrahlung von gynäkologisch-onkologischen Patient*innen (N=164; 10 Sitzungen à 35 Minuten) als mit TAU (p=.005). In einer prospektiven Palliativstudie von Warth et al. (2015) [831] wurden 2 Sitzungen MT (je 30 Min im Abstand von mind. 2 Tagen) vs. MBSR verglichen. Bezüglich der Lebensqualität fanden die Autor*innen im Prä-Post-Vergleich keine signifikanten Gruppenunterschiede zwischen IG und KG für die Gesamtskala Lebensqualität (F[1;81]=2.23, p=.14, MD= 3.26 [95%, CI: -5.99/ 12.5], η2=.03, SMD=.14 NNT=7). Ratcliff et al. [823] verglichen zwei unterschiedliche MT-Formate (ISO-Prinzip-basiert vs unstrukturierte Musik (UM); jeweils 4 Sitzungen à 50 Minuten) vs. TAU bei Patienten nach Stammzelltransplantation und fanden signifikante Gruppendifferenzen bezüglich der Verbesserung der Lebensqualität im Vergleich Baseline zu Follow-up (p=.001) zu Gunsten der ISO-Prinzip-basierten MT (MT > UM > TAU).

Die Untersuchung von Schmerz zeigte Verbesserungen in der IG, jedoch keinen signifikanten Effekt im Gruppenvergleich [810] [811] [813] [817] [830]. Bates et al. [809] untersuchten die Wirkung von zwei MT-Sitzungen à 30 Minuten über insgesamt sieben Tage auf Patient*innen mit multiplen Melanomen oder Lymphomen während ihrer ersten Stammzelltherapie. Im Vergleich zur KG (TAU) zeigte sich bezüglich Schmerzen zu keinem Zeitpunkt ein signifikanter Gruppenunterschied (p=.73). Der Schmerzmittelgebrauch war in der KG nicht signifikant höher (p=.73), wobei dieser in beiden Gruppen zur Post-Messung als signifikant ansteigend beschrieben wurde (p=.001). Tuinmann et al. [829] untersuchten den Effekt von Musizieren, Singen und Musikhören bei 66 Lymphompatient*innen über acht Sitzungen à 20 Minuten versus TAU. Sie konnten zeigen, dass der Bedarf an Analgetika und die subjektive Schmerzwahrnehmung in der EG geringer waren als in der Kontrollbedingung (SMD: 10; 95% CI: 1.2;18.9; p=.027). Wang et al. [805] untersuchten die Wirkung von perioperativer Musikentspannung und postoperativem Musikhören in fünf Sitzungen à 60 Minuten bei 60 Patient*innen mit Lungenkrebs. KG war TAU. Als Effekte zeigten sich für die IG die stärkere Reduktion des Bedarfs an Analgetika. Bei 200 Patient*innen mit Krebs im fortgeschrittenen Stadium fanden Gutgsell et al. [816] nach einer 20-minütigen Sitzung Musik-Entspannung eine stärkere Schmerzreduktion als in der Warteliste-KG (MD: -1.39; 95% CI: -1.95;0.83; p<.001). Fredenburg und Silverman [815]; [814] untersuchten in zwei Studien an Blut- und Knochenmarkstransplantationspatient*innen die Wirkung von MT (verschiedene Techniken) in einer Sitzung à 30-45 Minuten. Hinsichtlich Schmerzen konnte eine stärkere Abnahme in der IG nachgewiesen werden (SMD: -2.86; p=.009). Letwin und Silverman [817] untersuchten 15 Patient*innen mit unterschiedlichen onkologischen Diagnosen (onkologische/hämatologische Abteilung) vor und nach zwei Sitzungen Musikhören à 30-45 Minuten. Im Vergleich zur Warteliste-KG wurden keine signifikanten Unterschiede von Schmerz (p=.891) und Resilienz (p=.079) nachgewiesen. In einer Studie von Palmer et al. [821] konnte keine Verringerung von Anästhetikabedarf durch MT im Vergleich zur KG festgestellt werden (LM vs. KG: MD:-3.3; 95% CI: -19.0;12.4; d=-0.09; RM vs. KG: MD: -8.6; 95% CI: -20.8;3.5; d:-0.24). Warth et al. [831] fanden ebenfalls keinen signifikanten Gruppenunterschied bezüglich der Schmerzwahrnehmung zwischen IG vs KG (F[1;81]=.40, p=.53, MD= -.18 [95%, CI:0.74/ 0.39], η2=.01, SMD=-.15 NNT=8.40). Ratcliff et al. (2014) [823] hingegen beschrieben signifikante Gruppenunterschiede bezüglich der Verbesserung krebsbezogener Symptome (wie z.B. Schmerzen, Übelkeit u.ä.) im Vergleich Baseline zu Follow-up (p=0.01) zugunsten der ISO-Prinzip-basierten MT. 

Keine Verbesserung der Fatigue fanden Fredenburg und Silverman (p>.05) [814]. Alcântara-Silva et al. [808] beobachten jedoch eine deutliche Reduktion von Fatigue in der IG im Vergleich zur KG (p=.011). In der Studie von Warth et al. (2015) [831] wiesen die Autoren signifikante Verbesserungen von Fatigue zugunsten der IG im Vergleich zur KG (F[1;81]=4.74, p=.03) nach. 

Die Studienergebnisse zum Outcome Stimmung sind heterogen. In der Studie von Bieligmeyer et al. [810] konnten sowohl signifikante Effekte für die aktuelle Stimmung (d=0.43; p<.001) als auch für Stimmung und Wohlbefinden (p=0.47; p<.01) gezeigt werden, wohingegen in der KG keine Verbesserungen gefunden wurden. Besonders die Subskalen der verwendeten BMQ für innere Balance (d=0.73; p<.001), Vitalität (d=0.51; p<.001) und Wachsamkeit (d=0.37; p<.001) erzielten signifikante Verbesserungen für die IG. Weitere Signifikanz zugunsten der IGs konnte für den Parameter Zufriedenheit (d=0.43; p<.001) gezeigt werden. Palmer et al. [821] konnten durch die Intervention Live-Musik keine Verbesserung der Zufriedenheit beobachten. In einer Studie von Dóro et al. [813] wurden Stammzelltherapie-Patient*innen (N=100) untersucht. Hier fand Singen und musikalische Improvisation in acht Sitzungen à 30 Minuten statt. Die KG erhielt TAU. In der EG verbesserte sich die Stimmung stärker als in der KG (p<.001). Bradt et al. [811] boten stationären und ambulanten Patient*innen mit verschiedenen Krebsdiagnosen (N=31) MT unterschiedlicher therapeutischer Techniken versus Musikhören als aktive KG an. Zwei Sitzungen à 20-45 Minuten führten hier zu keinen signifikanten Gruppendifferenzen bezüglich der Stimmung (MT: p<.0001 MM: p>.0001). Auch bei Bates et al. [809] ergaben sich keine signifikanten Gruppenunterschiede bei der Messung der Stimmung. Ratcliff et al. [823] zeigten eine signifikante Verbesserung der Stimmung nach Stammzelltransplantation über vier Sitzungen MT für beide MT-Gruppen (p<.0001), ohne dass ein signifikanter Unterschied zwischen den verschiedenen MT-Interventionen nachweisbar war. Auch Warth et al. [831] beschrieben eine signifikante Verbesserung der Stimmung von Palliativpatient*innen in der IG vs KG (F[1;81]=6.41, p=.01, MD= .98 [95%, CI: 0.28/ 1.68], η2=.61,SMD=.61 NNT=5.25).

Ein verbessertes spirituelles Wohlbefinden in der IG im Vergleich zur KG fanden Cook und Silverman (Subskalen: Hoffnung: MD: 3.856; p=.011; Frieden: MD: 2.194; p=.018; Bedeutung: MD:0.416; p=.677) [812]. Sie beschrieben den Einsatz von Musikhören versus Gespräch für 34 hämatologisch-onkologische Patient*innen (Leukämie und andere Diagnosen). In drei Sitzungen à 15-30 Minuten wurde die IG mit einer Wartelisten-KG verglichen.

Lin et al. [819] konnten eine Verbesserung der Entspannung durch MT im Vergleich zu TAU zeigen. Yates und Silverman [832] setzten eine Sitzung Musikhören für 20-30 Minuten bei 26 stationären Patient*innen mit Darm-, Rektal- oder Gebärmutterkarzinomen ein. Im Vergleich zur Wartelisten-KG konnte eine verstärkte Entspannung in der IG erzielt werden (p=.009). Auch Warth et al. [831] konnten im Prä-Post-Vergleich nach zwei 30-minütigen Sitzungen MT bei Palliativpatient*innen eine signifikante Verbesserung der Entspannung zugunsten der IG vs KG (F[1;81]=13.7, p<.01, MD=1.19 [CI: 0.50;1.88], η2=.75, SMD=.75, NNT=2.80) nachweisen. Bradt et al. [811] konnten keine signifikanten Gruppendifferenzen in Bezug auf Angst feststellen (MT: p=.0002; MM: p<.0001).


Für die postoperative Erholungszeit zeigte bei Palmer et al. [821] die Live-Musik signifikante Ergebnisse gegenüber dem Einsatz von Tonträgern (p=.018), nicht aber im Vergleich zur TAU-Gruppe. Bei 86 Krebspatient*innen mit verschiedenen Diagnosen in der ambulanten Behandlung fanden Burns et al. [836] in einer einzelnen Sitzung (45-50 Min.) mit geleiteter Visualisierung mit Musik (Guided visualization with music) eine verbesserte Reaktionsfähigkeit und posttraumatisches Wachstum (benefit finding/Zuwachs an Resilienz) im Vergleich zu sinkenden Werten in der KG.

Bei der Untersuchung physiologischer Outcomes zeigte sich in der Studie von Bates et al. [809] in Bezug auf Übelkeit kein signifikanter Effekt. In der Follow-Up Erhebung schnitt die KG signifikant besser ab (p=.035). Moradian et al. [820] setzten aktives Hören des Nevasic Audio Programms (vorgefertigtes Audioprogramm) während der Chemotherapie zur Reduktion therapiebedingter Übelkeit und Erbrechen bei Brustkrebspatient*innen (N=99) ein. Als KGs wurden in einer Gruppe Musikhören, in einer weiteren Gruppe TAU eingesetzt. Hinsichtlich Übelkeit und Erbrechen wurden keine gruppenspezifischen Unterschiede gefunden. In der IG reduzierte sich die Einnahme von Antiemetika signifikant im Vergleich zu beiden KGs (p=.003). Warth et al. [831] konnten in ihrer Studie im Palliativsetting eine signifikant größere Zunahme von Hochfrequenzen der Herzratenvariabilität zugunsten IG vs. KG (F [1;81]=8.13, p=.01, MD= .44 [95%, CI: 0.12/.77], η2=.09, SMD=.59 NNT=3.50) feststellen. Ebenso wurde bei der Untersuchung von Blutvolumen und –amplitude ein Trend zu Vasodilatation zugunsten der IG vs KG (F(1;81)=3.33, p=.07, MD= .11 [95%, CI:-.03/ .24], η2=.04, SMD=.35, NNT=42) nachgewiesen.

(j) Für drei der 25 Primärstudien auf Evidenzlevel 1 liegt der Volltext ausschließlich auf Chinesisch vor, weshalb diese nicht detaillierter beschrieben werden konnten und keine Risk of Bias Bewertung durchgeführt wurde. Ihre Ergebnisse sind im Review von Wang et al. [805] enthalten. 

 

Risk of Bias Bewertung

Die Risk of Bias Bewertung der 22 RCTs der MT erfolgte analog zur KT und ergab zusammenfassend einen niedrigen Risk of Bias in 15, "some concerns" in vier und einen hohen Risk of Bias in drei Studien. Die Einschätzung fand hinsichtlich der fünf Kategorien des RoB 2 statt: Der hohe Risk of Bias ergab sich ausschließlich in der Kategorie 3 “bias due to missing outcome data” aufgrund fehlender Daten im Posttest. Aus klinischer Sicht lässt sich eine hohe Dropout-Rate (von über 20% für die Einstufung als high risk) meist aus der belastenden onkologischen Behandlung mit komplexen Nebenwirkungen oder veränderten Lebensumständen erklären. Mit den fehlenden Daten wurde mit adäquaten Methoden umgegangen (intention-to-treat analyse, etc.). Fehlende oder unzureichende Informationen in den Publikationen führten in den Kategorien 4 “bias in the measurement of the outcome“ bei einer Studie sowie in der Kategorie 5 “bias in the selection of the reported results“ bei drei Studien zur Bewertung some concerns. Die Homogenität der methodischen Qualität war außer in diesen Fällen hoch mit einem niedrigen Risk of Bias in 15 Studien.

 

Fazit

Die Befundlage der MT in der Onkologie ist insgesamt positiv zu bewerten. Es zeigt sich eine zunehmende methodische Verbesserung in der Durchführung klinischer Studien. Innerhalb der KüTh stellt die MT die meisten Studien auf Evidenzlevel 1. Über alle Behandlungsstadien hinweg lassen sich für verschiedene Diagnosegruppen und Behandlungsverfahren stabile, positive Effekte auf die Steigerung der gesundheitsbezogenen Lebensqualität, die Angst - und Depressivitätsreduktion und die Schmerzreduktion finden. Für die Reduktion von Fatigue, für Stimmungsverbesserung und Entspannung ist die Studienlage gemischt. Hier werden weitere Studien benötigt, um mögliche positive Effekte durch Musiktherapie zu untersuchen. Weitere Outcomes mit Hoffnung, Zufriedenheit, positiver Affekt und spirituelles Wohlbefinden verbesserten sich durch MT; Gefühle von Hilflosigkeit und Ärger konnten reduziert werden. Bei den physiologischen Parametern stellt sich die Studienlage bislang heterogen dar. Insgesamt werden weitere Studien auf hohem methodischem Niveau benötigt, um verfahrensbedingte Einflüsse und Mechanismen und Kontextfaktoren zu klären, die den Verbesserungen zugrunde liegen.

8.8.3 Tanz- und Bewegungstherapie

8.31 · Evidenzbasierte Empfehlung · modifiziert 2023

Tanz- und Bewegungstherapie kann Krebspatient*innen zur Reduktion von Schmerz, Stress und Angst sowie zur Steigerung der Lebensqualität angeboten werden.

Empfehlungsgrad
0: offene Empfehlung (Option) bzgl. einer Maßnahme - verwendete Ausdrucksweise = kann
Evidenzlevel
1b
Konsens
Starker Konsens (100%)
Literatur
[837] [838] [839] [840] [841] [842] [843] [844]
ÄnderungshinweisKünstlerische Therapien (Kunsttherapie, Tanztherapie, Musiktherapie u.a.) können Menschen mit Krebserkrankung unabhängig vom Belastungsgrad angeboten wer-den.

Die Tanz- und Bewegungstherapie ist ein Verfahren an der Schnittstelle von Bewegung, Kunst und Psychotherapie und ihre Interventionen sind auf diese drei Kernbereiche der psychosozialen Behandlung ausgerichtet. In Abgrenzung zu anderen Formen der Bewegungstherapie liegt ein Schwerpunkt der Tanztherapie auf den kreativ-künstlerischen Elementen sowie den improvisatorischen Elementen von Bewegung und dem psychotherapeutischen Aspekt. Die Tanztherapie arbeitet mit aktiven Methoden, wie u.a. der Chace-Technik (Gruppenprozess in Bewegung), authentischer Bewegung, Körperbildarbeit, Stockkampf und Tanz- und Bewegungselemente aus verschiedenen Kulturen.

Für die Tanz- und Bewegungstherapie liegen für den Zeitraum 2012 bis 2020 fünf neue Reviews ([838], [837], [839], [841], [844]) vor. Das Cochrane-Review von Bradt et al. [837] (N=207) umfasst die Primärstudien von Dibbell-Hope [845], Sandel et al. [846], und Ho und Fong [847], ein Konferenz-Abstract der später publizierten Studie von Ho et al. [842]. Die weiteren Reviews ([838];[839], [841] sind zusammengefasst bei Koch und Bräuninger [844], die 13 Studien, davon sechs RCTs mit insgesamt 282 Teilnehmer*innen, einschlossen. Davon sind zwei Studien auf Evidenzlevel 1 ([840], [842], [843]). Weitere Studien weisen Evidenzlevel 2-4 auf und werden hier nicht behandelt.

 

Meta-Analysen und systematische Reviews

Die Ergebnisse zu Angstreduktion sind uneinheitlich. Zum einen berichteten Boing et al. [838] von einer Verringerung der Rezidivangst (p=.02). Zum anderen bewirkten tanz- und bewegungstherapeutische Interventionen in zwei RCTs [845] [847] des Cochrane-Reviews von Bradt et al. [837] keine signifikante Angstreduktion (p=.18).

Zur Depressivitätsreduktion wurden gemischte Ergebnisse in den Reviews gefunden. Auf der einen Seite zeigen Boing et al. [838] in ihrem systematischen Review in einem RCT [848] signifikante Ergebnisse hinsichtlich der Reduktion von Depressivität (p=.01). Auf der anderen Seite konnten zwei RCTs [845][847] aus dem Review von Bradt et al. [837] keine signifikante Depressivitätsreduktion feststellen (p=.89).


In Bezug auf die Zielgröße Stress zeigt nur ein RCT [843] eine signifikante Stressreduktion durch Tanz- und Bewegungstherapie mit einem mittleren Effekt (d=0.33, p=.039). Diese Studie wurde in den systematischen Reviews von Koch und Bräuninger [844] und Boing et al. [838] eingeschlossen. Zwei RCTs [845] [847] aus dem Review von Bradt et al. [837] konnten keine signifikante Verbesserung nachweisen (p=.24).

 
Zur Lebensqualität fassten Boing et al. [838] Ergebnisse in Bezug auf die psychische Gesundheit (p=.01), die Umwelt (p=.029), das Körperbild (p<.01) und die allgemeine Lebensqualität (p<.01) zusammen. Zudem berichten sie von einer Verbesserung der körperlichen Aspekte der Lebensqualität (p<.001). Das systematische Review von Koch und Bräuninger [844] fand einen Anstieg der Lebensqualität in einem RCT [846], während zwei weitere RCTs keine signifikante Verbesserung der Lebensqualität nachweisen konnten [842] [840]. Anzumerken ist, dass zwei RCTs [845][846]  aus dem Cochrane Review von Bradt et al. [837]ebenfalls keine Verbesserungen hinsichtlich des Körperbildes fanden (p=.58), wobei das Körperbild in den Studien durch unterschiedliche Messinstrumente erfasst wurde.

Bezogen auf das Schmerzerleben der Patient*innen zeigte ein RCT [842], das jeweils in den systematischen Reviews von Koch und Bräuninger [844] und Boing et al. [838] eingeschlossen wurde, eine signifikante Reduktion der Schmerzstärke (d=.36; p=.035) und Schmerzbeeinflussung (d=.35; p=.048).

In Bezug auf Fatigue konnten im Cochrane-Review von Bradt et al. [837] in zwei RCTs [845] [847] keine signifikanten Verbesserungen gezeigt werden (p=.44). Die Reviews von Boing et al. [838] , Goodill et al. (2018) [841] und Koch und Bräuninger (2020) [844] berichten ebenfalls die Ergebnisse der genannten RCTs.

Weitere positive Befunde berichten Boing et al. [838] für die soziale Funktionsfähigkeit (p=.04), die psychische Gesundheit (p=.04), die emotionale Rolle (p=.07), das Wohlbefinden und die Stimmung (p<.05). Koch und Bräuninger [844] berichten von den Ergebnissen eines RCT [848], das eine signifikante Verbesserung hinsichtlich der Lebenszufriedenheit (d=2.69; p<.001) demonstrieren konnte.


Zudem wurde der Einfluss tanztherapeutischer Interventionen auf verschiedene physiologische Variablen untersucht. Im Review von Boing et al. [838] berichtet jeweils ein RCT eine Verbesserung der funktionellen Kapazität (p=.03), der körperlichen Aktivität (p=.01), der Kraft (p<.05), Griffkraft und des Volumens der Arme (p=.028) sowie der körperlichen Funktion (p=.001).

 

Primärstudien

Die beschriebenen Studien (RCTs) sind bereits in den Reviews von Boing et al. [838] sowie Koch et al. [844] enthalten, werden hier aber nochmals detailliert dargestellt.

Die Rezidivangst konnte in der Interventionsgruppe von Crane-Okada et al. [840] signifikant verringert werden (p=.02), die Intervention von Ho et al. [842] zeigte jedoch keinen Effekt auf die Angst der Teilnehmer*innen. Hinsichtlich des wahrgenommenen Stresses konnten Ho et al. in ihrer Studie eine signifikante Reduktion nachweisen (d=0.33; p=.039) [842]. In einer Sekundäranalyse der Daten zur Frage von Moderatoreffekten der Interventionen auf Stressparameter fanden Ho et al. [843] nach drei Wochen keinen signifikanten Effekt  der Intervention auf den Cortisolspiegel im Tagesverlauf (B=-0.55; 95% CI: -1.2;0.08).

Es zeigte sich ebenfalls kein signifikanter Effekt auf die Lebensqualität der Interventionsgruppen nach einem Mindful Movement Program oder nach sechs begleitenden Sitzungen Dance Movement Therapy (DMT) [840], [842]. Es konnten keine signifikanten Verbesserungen hinsichtlich der Schwere (d=0.01; p=.98) und Interferenz (d=0.14; p=.43) der Fatigue, der Schlafstörung (d=0.20; p=.24) und der Depressivität (d=0.53; p=.11) gefunden werden [842]. Signifikante Verbesserungen zeigten sich in den genannten Studien im Hinblick auf die Schwere (d=0.36; p=.035) und Beeinträchtigung durch Schmerzen (d=0.35; p=.048) [842] sowie im Hinblick auf die Achtsamkeit der IG (Posttest: p=.026) in der Studie von Crane-Okada et al. (2012) [840]. 

 

Risk of Bias Bewertung

Die Risk of Bias Bewertung der 2 RCTs der Tanz- und Bewegungstherapie erfolgte analog zum Vorgehen bei Kunst- und Musiktherapie durch drei unabhängige Raterinnen und zeigte einen konsistent niedrigen Risk of Bias (low RoB) durchgehend auf vier Bewertungskategorien, während in Dimension 2 durch die fehlende Verblindung sowie eine ungleiche Umsetzung der Intervention in der Studie von Crane-Okada et al. (2012) [840] ein Verdacht auf Bias konstatiert werden kann (siehe LL-Report).

 

Fazit

Studienlage und Reviews zur Tanz- und Bewegungstherapie zeigen ein verbessertes, aber im Hinblick auf die meisten der untersuchten Zielkriterien ein heterogenes Bild. Es zeigte sich nur in wenigen Studien eine signifikante Reduktion von Schmerz und Schmerzbeeinflussung und des erlebten Stresses. Zudem fand sich im Kontext der psychoonkologischen Rehabilitation ein Anstieg der Lebenszufriedenheit, ein Absinken der Rezidivangst und eine Verbesserung der Achtsamkeit nach Tanz- und Bewegungstherapie. Die Befunde zur Lebensqualität, Depressivität, Fatigue, und Oberkörpermobilität sind gemischt. Keine Effekte ließen sich für eine Verbesserung des Schlafs und des Körperbilds nachweisen, wobei im letzten Fall Messbarkeitsprobleme des Konstrukts und eine hohe Heterogenität der Outcomemaße zu berücksichtigen sind.


Zur weiteren Aufklärung der Befundlage ist es erforderlich, neben den Outcomes auch die Wirkmechanismen in den Blick zu nehmen, um das Gesamtverständnis zu Wirkung und Wirkweise zu erhöhen (für erste Befunde siehe: De Witte et al., 2021 [849]).

8.8.4 Übergreifende systematische Reviews

Von 2012 bis 2020 wurden sechs qualitativ hochwertige, übergreifende Reviews zu den KüTh veröffentlicht, die 42 Studien, davon 39 RCTs aus Kunst-, Musik-, und Tanztherapie, einschließen (N=3.726) [850], [851], [852], [853], [854], [855].

 

Konvergierende empirische Evidenz  

Die Ergebnisse zur Angstreduktion durch KüTh sind weitgehend positiv. Hertrampf et al. [852] berichten eine signifikante Angstreduktion durch KüTh in fünf RCTs (N=478; Posttest: 0.12[Tang, Yong et al. 2019] schloss neun RCTs (N=747) ein und fand eine signifikante Angstreduktion durch KüTh in vier RCTs (N=337, SMD=-0.48; 95% CI: -0.75;-0.21; p=.0005). Eine signifikante Angstreduktion durch KüTh konnte zudem in drei RCTs des systematischen Reviews von Archer et al. [850] und in vier RCTs der Meta-Analyse von Boehm et al. [851] nachgewiesen werden. Rabadán et al. [853] schlossen 11 Studien (N=680) mit KüTh bei Patient*innen mit Brustkrebs ein und fanden zwar keinen Effekt der Tanz- und Bewegungstherapie auf Angst, jedoch eine signifikante Angstreduktion mit Hilfe von MT.

Auch für die Reduktion von Depressivität konnten überwiegend signifikante Ergebnisse verzeichnet werden. Eine signifikante Reduktion der Depressivität durch KüTh resultierte in fünf RCTs (N=304; Posttest: 0.14[Hertrampf, Ruth- S. et al. 2017]. Auch Tang et al. [855] (SMD=-6.59; 95% CI: -7.70; -5.47; p<.00001) und Archer et al. [850] berichten von positiven Ergebnissen in Form einer Depressivitätsreduktion in je zwei RCTs (N=180) bzw. drei RCTs (N=213). Boehm et al. [851] konnten in fünf RCTs (N=241) eine Verbesserung von Depressivität in der IG nachweisen, diese war jedoch nicht signifikant (M: -0.30; 95% CI: -0.60;0.00; p=.05). Lediglich eine Studie des Reviews von Rabadán et al. [853] konnte keine Effekte der Tanz- und Bewegungstherapie auf die Depressivitätssymptome zeigen (p=.53) [842]. 

Eine Reduktion von Stress konnte sowohl durch KüTh in vier RCTs (N=262) des Reviews von Hertrampf et al. [852] (Posttest: 0.07[Ho, Rainbow T. H. et al. 2016] (p=.39; d=0.33), durch Tanz- und Bewegungstherapie gefunden werden. 

Hinsichtlich der Steigerung der Lebensqualität fanden Hertrampf et al. [852] (Posttest: 0.12[Archer, S. et al. 2015] in je vier RCTs (N=260) bzw. fünf RCTs Verbesserungen der Lebensqualität durch KüTh. Keinen Effekt auf die Schlaf- oder Lebensqualität fanden Rabadán et al. [853] jedoch nach der Tanz- und Bewegungstherapie. Die Ergebnisse von Boehm et al. [851] zeigten in vier RCTs ebenfalls keine signifikanten Gruppenunterschiede (M=0.15; 95% CI: -0.09;0.40; p=.22).

Zur Schmerzreduktion werden durchgehend positive Ergebnisse berichtet. Im Review von Hertrampf et al. [852] ließ sich hinsichtlich der Reduktion von Schmerz im Posttest in vier RCTs (N=430) der MM ein moderater bis großer Effekt beobachten (Posttest: 0.54[Rabadán, Jennifer et al. 2017/1/1], dass die Tanztherapie sowohl die Stärke (p=.035; d=0.36) als auch die Interferenz des Schmerzes (p=.048; d=0.35) signifikant reduzierte [842].

 

Nicht konvergierende Evidenz

Heterogene Ergebnisse zeigen die Ergebnisse der Untersuchungen zur Reduktion von Fatigue. Während Tang et al. [855] eine signifikante Verbesserung der Fatigue in einem RCT (N=60) fanden (SMD: -1.90; 95% CI: -2.93;-0.87, p=.0003), konnten Ho et al. [842] keinen Effekt der Tanz- und Bewegungstherapie auf Fatigue feststellen (Schwere: p=0.98; d=0.01; Interferenz: p=.43; d=0.14) [853]. Schließlich fanden zwei RCTs (N=170) der KüTh zur Fatigue bei Posttest (direkt nach der Behandlung bei Dibbel-Hope et al. [845]; keine Messung bei Ho et al. [842]) keinen bis einen moderaten Effekt, beim Follow-Up nach drei Wochen einen kleinen bis großen Effekt. Follow-Up Effekte waren teils größer als Posttest-Effekte (Posttest: 0.42[Hertrampf, Ruth- S. et al. 2017]. In einer weiteren Studie aus dem Review von Rabádan et al. [853] wurde Fatigue unter verschiedenen Aspekten beleuchtet. Die Kunsttherapie reduzierte Fatigue signifikant (für Patient*innen mit leichter Fatigue; p=0.007), sie sorgte für einen Anstieg des sozialen Wohlbefindens (bei Patient*innen mit schwerer allgemeiner Fatigue, die Chemotherapie erhalten hatten) (p=.02), sie verursachte einen Anstieg der Lebensqualität (p=.034), des emotionalen Wohlbefindens (p=.017), des sozialen Wohlbefindens (p=.025) und der Motivation (p=.03) (bei Patient*innen mit anfänglich geringer Motivation) und führte nach sechs Monaten zu einer signifikanten Reduktion der Fatigue nei Patient*innen mit schwerer Fatigue-Symptomatik [795].

Die Ergebnisse zur Verbesserung des Körperbilds sind heterogen, was weitgehend auf die Heterogenität und Problematik der Outcomemaße zum Körperbild attribuiert werden kann. Das spezifische Review zum Outcome Körperbild von Lewis-Smith et al. [854] umfasste drei Studien der KüTh bis 2017 (N=110). Die Autor*innen fanden keine signifikanten Verbesserungen des Körperbilds durch AT und DMT. Das Review von Hertrampf et al. [852] umfasste zwei RCTs (N=79) der KüTh zur Verbesserung des Körperbilds, welche beide keinen bzw. einen kleinen Effekt zeigten (0.01[Rabadán, Jennifer et al. 2017] und Archer et al. [850] wurden Verbesserungen des Körperbildes gefunden. 

Bezüglich Stärkung von Copingstrategien (Strategien der Krankheitsverarbeitung) wurden im Review von Hertrampf et al. [852] aus zwei RCTs (N=61) der KüTh keine bis kleine Effekte berichtet (0.1[Öster, Inger et al. 2014]. Konträr dazu fand das Review von Archer et al. [850] signifikante Verbesserungen in Copingstrategien in einem RCT.

Des Weiteren zeigten zwei RCTs (N=79) einen kleinen bis mittleren Effekt von KüTh auf die mentale Gesundheit (0.04[Hertrampf, Ruth- S. et al. 2017].

Fazit 

Die Zahl und die Qualität der systematischen Reviews zu den KüTh hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Trotzdem konnten in vielen Reviews aufgrund der Heterogenität der Primärstudien keine Metaanalyse durchgeführt werden. Die Heterogenität erklärt sich durch die Verwendung eines breiten Spektrums an Verfahren, Interventionen und Messinstrumenten. Allein Boehm et al. [851] und Tang et al. [855] berechneten übergreifende Effektstärken. Boehm et al. [851] konnte eine signifikante Angstreduktion (vier RCTs) zeigen (M= -1.10; 95% CI: -1.4;-0.88; p<.01), während Tang et al. [855] in der neueren Studie neben einer ebenfalls nachgewiesenen signifikanten Angstreduktion (vier RCTs) (SMD=-0.48; 95% CI: -0.75;-0.21; p=.0005) zusätzlich eine signifikante Depressivitätsreduktion (zwei RCTs) (SMD=-6.59; 95% CI: -7.70;-5.47; p<.00001) und eine signifikante Verbesserung von Fatigue (ein RCT) (SMD=-1.90; 95% CI: -2.93;-0.87; p=.0003) durch KüTh zeigen konnte. Somit ist die durchgängig aufgezeigte Angstreduktion der stabilste Befund für die KüTh, wobei sich auch Langzeiteffekte abzeichnen. Diese Befunde zu den drei Hauptoutcomes der übergreifenden Studien spiegeln sich in den Einzelempfehlungen wider und verstärken die Evidenzlage insbesondere hinsichtlich Depressions- und Angstreduktion.

Evidenztabellen

Psychotherapeutische Interventionen im Einzel- und Gruppensetting

Referenz/ (Autor,

Jahr,

Journal)

Studientyp

Merkmale untersuchter Studien

Interventionen

Untersuchte Endpunkte

Hauptergebnisse

Neben-/ Wechsel­wir­kungen

Methodische Bemerkungen

Evidenzklasse

Coutino-Escamilla et al. 2019:

"Non-pharmacological therapies for depressive symptoms in breast cancer patients: Systematic review and meta-analysis of randomized clinical trials."2

 

Eingeschlossene Primärstudien:

Marchioro 1996

Savard 2006

Yoo 2009

Garssen 2012

Qiu 2013

Fukui 2000 (2x)

Sandgren 2003 (2x)

Winzelberg 2003

Delbeault 2009

David 2011

Lee 2013

Ashing 2014 (2x)

Heiney 2015

Lewis 2015

Napoles 2015

Kim 2017

Park 2012

Jensen –Johansen 2013

Kim 2009

Cho 2011

Mutrie 2007

Cadmus 2009 (2x)

Sprod 2010

Eyigor 2010

Mehnert 2011

Chen 2013

Ratcliff 2016

Bultz 2000

Kalaitzi 2007

Nunes 2007

Hoffman 2012

Chen 2015

Bower 2015

Kenne 2017 (2x)

Reich 2017

Culos-Reed 2006

Dannhauer 2009

Kovacs 2012

Cramer 2015

Zhou 2015

Ratcliff 2016

Lanctot 2016

 

MA

 

Suchzeitraum:

Januar 2006 – Dezember 2017

 

Datenbanken:

CENTRAL

Medline

Embase

SCIELO

Trip Medical Database

PsycNet

LILACS

EVIPNet

 

Einschluss-kriterien:

P: diagn. Mamma-Ca (nicht terminale Phase)

I: nicht-pharmakologische Interventionen

C: keine Intervention

O: Depressivität

S: RCTs

 

 

48 RCTS, N=4869 Patientinnen

 

RCTs

 

Mamma-Ca

 

Geschlecht:

100% weiblich

 

Mittleres Alter:

kA

 

Länder :

USA (22)

Europa (13)

Asien (11)

Brasilien (1)

Türkei (1)

 

Inhalte:

5 x Psychotherapie (CBT, Stress Management)

14x Social Support (Mischkategorie mit Gesprächsgruppen, Telefonbasierten Interventionen, Mailkontakten etc.)

2x Kunsttherapie

2x therap. Lachen

9x Bewegungs-therapie

2x Paartherapie

7x Achtsamkeits-basierte Psychotherapie

7x Yoga

 

 

Dauer/Frequenz/

Länge:

20min – 2 Stunden

Meist wöchentlich bis zweiwöchentlich

2 – 24 Wochen

 

Kontrollgruppen:

kA

Primäre Endpunkte:

1. Depressivität

 

Verwendete Messinstrumente:

Depressivität

CES-D

HADS

POMS

BDI

 

1.     Depressivität

àGesamteffekt:

Post-Intervention:

48 RCTs,

I2 = 96%; SMD=–0.52

[–0.81, –0.22, p < 0.05]

 

àPsychotherapie:

Post-Intervention:

5 RCTs,

I2 = 92%; SMD=–0.82

[–1.61, –0.03, p = 0.04]

à Sensitivitätsanalyse: nach Entfernung von 2 Ausreißern (Qiu 2013, Savard 2005) weiterhin sign. Reduktion von Depressivität (3 RCTs,

I2 =0 %; SMD=–0.77

[–1.06, –0.47, p< 0.05])

 

Keine SUEs berichtet

Primärstudien:

Keine Angaben zu RoB der Primärstudien

 

Review:

AMSTAR-2: critically low quality

Method.Mängel in

kritischer Domäne

2,4,7,9,11,13,15

non-kritischer Dom.

3,6,8,10,12

 

 

Sensitivitäts-analysen:

Durchgeführt, schrittweise Entfernung einzelner Studien

 

Starke Heterogenität der Ergebnisse / Entfernung einflussreicher Studien / Subgruppenanalysen (siehe Hauptergebnisse)

 

Publikations-bias: Visuelle Prüfung Funnel-Plot + Egger's Test / keine Hinweise auf Publication Bias

1a–

Ye et al. 2018:

"A meta-analysis of the efficacy of cognitive behavior therapy on quality of life and psychological health of breast cancer survivors and patients."3

 

Eingeschlossene Primärstudien:

McKiernan 2010

Qiu 2013

Carpenter 2014

Gudenkauf 2015

Groarke 2013

Kissane 2003

Lechner 2014

Duijts 2012

Boesen 2011

Dolbeault 2009

MA

 

Suchzeitraum:

August 2017

 

Datenbanken:

CENTRAL

Pubmed

CINHAL

Embase

PsyArticles

PsycInfo

Scopus

 Web of Science

BMJ Clinical Evidence

 

Einschluss-kriterien:

P: diagn. Mamma-Ca

I: CBT

C: keine Intervention

O: QoL, Depressivität, Angst und Distress

S: RCTs

 

 

10 RCTS, N=1939 Patientinnen

 

RCTs

 

Mamma-Ca, Stadium 0 - IV

 

Geschlecht:

100% weiblich

 

Mittleres Alter:

46 - 54

 

Länder :

USA

Irland

Frankreich

China

Australien

Niederlande

Inhalte:

CBT

 

 

Dauer/Frequenz/

Länge:

60min – 120min

wöchentlich

5 - 20 Wochen

 

Kontrollgruppen:

Warteliste

TAU

Aufmerksamkeits-placebo

Pharmakotherapie

Entspannungs-training

 

Primäre Endpunkte:

1. QoL

2. Depressivität

3. Angst

4. Distress

 

Verwendete Messinstrumente:

QoL

FACT-B

 

Depressivität

CES-D

 

Angst

SAS

 

Distress

PSS

1. QoL

àGesamteffekt:

Post-Intervention:

9 RCTs,

I2 = 36%; SMD=0.57

[0.44, 0.69, p < .001]

 

2. Depressivität

àGesamteffekt:

Post-Intervention:

6 RCTs,

I2 = 47%; SMD=–1.11

[–1.28, –0.94, p<.001>

 

3. Angst

àGesamteffekt:

Post-Intervention:

5 RCTs,

I2 = 36%; SMD=–1.10

[–1.27, –0.03, p<.001>

 

4. Distress

àGesamteffekt:

Post-Intervention:

5 RCTs,

I2 = 6%; SMD=–0.40

[–0.53, –0.26, p<.001>

Keine SUEs berichtet

Primärstudien:

RCTs mit low RoB

SB: 4

PB: 6

DB: 5

AB: 7

RB: 9

OB: 7

 

Review:

AMSTAR-2: critically low quality

Method.Mängel in

kritischer Domäne

2,4,7

non-kritischer Dom.

3

 

 

Sensitivitäts-analysen:

Mäßige Heterogenität/ bei Depressivität ließ sich Heterogenität durch Herkunftsland aufklären (USA vs. Not USA)

 

Publikations-bias: Visuelle Prüfung Funnel-Plot + Egger's Test / keine Hinweise auf Publication Bias

 

1a

Sanjida et al. 2018:

"Are psychological interventions effective on anxiety in cancer patients? A systematic review and meta-analyses."4

 

Eingeschlossene Primärstudien:

71 Primärstudien in qual. Review / 51 in Meta-Analysen

 

SysRev & MA

 

Suchzeitraum:

Januar 1993– Juni 2017

 

Datenbanken:

CENTRAL

Medline

Embase

CINHAL

Scopus

PsycInfo

 

Einschluss-kriterien:

P: erwachsene Krebspatienten

I: psychosoziale Intervention

C: alternative Intervention, TAU/UC, Warteliste

O: Angst, Distress

S: RCTs

 

 

71 RCTS, N=13098 Patientinnen

 

51 RCTs, N=8283 Patientinnen in MA

 

RCTs

 

Brustkrebs (36)

Gynäkologische Tumore (3)

Prostata- und Hodenkrebs (2)

Sonstige Krebsidiagnosen (29)

 

Geschlecht:

74,6% weiblich

 

Mittleres Alter:

55

 

Länder :

USA (19)

Europa (29)

Weitere (53)

 

Inhalte:

14 x CBT

12 x Entspannungs-verfahren

9x Psychosoziale Therapie

13x "Supportive Care Interventions"

3x gestufte Interventionen ("stepped care")

20x sonstige

 

Dauer/Frequenz/

Länge:

4 Tage – ein Jahr

 

Kontrollgruppen:

alternative Intervention

TAU/UC

Warteliste

Primäre Endpunkte:

1.   Angst

 

Verwendete Messinstrumente:

Angst

HADS

STAI

POMS

 

1. Angst

àGesamteffekt:

Post-Intervention:

51 RCTs, n=7491

I2 = 68%; SMD=–0.21

[–0.30, –0.13, p < .001]

à Sensitivitätsanalyse: Entfernung der Studie mit größtem und kleinsten Effekt, keine Änderung des Ergebnis

 

àCBT:

Post-Intervention:

9 RCTs,

I2 = 14%; SMD=–0.08

[–0.20, 0.05, p >.05]

 

àSupportiv expressive Therapie:

Post-Intervention:

4 RCTs,

I2 = 68%; SMD=–0.16

[–0.35, 0.03, p>.05]

 

àPsychotherapie:

Post-Intervention:

4 RCTs,

I2 = 0%; SMD=0.07

[–0.09, 0.23, p>.05]

 

Keine SUEs berichtet

Primärstudien:

RCTs mit low RoB

SB: 18

PB: 2

DB: 7

AB: 42

RB: 48

OB: kA

 

Review:

AMSTAR-2: critically low quality

Method.Mängel in

kritischer Domäne

7,11,15,

non-kritischer Dom.

5,8

 

 

Sensitivitäts-analysen:

durchgeführt, siehe Hauptergebnisse

 

Durchführung von Subgruppen-analysen, teilweise in Hauptergebnissen aufgeführt

 

Publikations-bias: "Studies

with a sample size of less than 40 participants were excluded to

reduce the potential influence of publication bias and inflated ES

common in small studies. (p.2065)"

 

1a

Kalter et al. 2018:

"Effects and moderators of psychosocial interventions on quality of life, and emotional and social function in patients with cancer: An individual patient data meta-analysis of 22 RCTs." 5

 

Eingeschlossene Primärstudien:

61 RCTs, davon 22 in IPD-Meta-Analyse

Armes 2007

Arving 2007

Braamse 2015

Chambers 2013

Duijts 2012

Ell 2008

Ferguson 2012

Gellaitry 2010

Gielissen 2006

Goedendorp 2010

Graves 2003

Heiney 2003

Johansson 2008

Kimman 2011

Mann 2012

Meneses 2007

Northouse 2005

Nothouse 2007

Northouse 2013

Savard 2005

Savard 2006

Van der Berg 2015

 

IPD MA

 

Suchzeitraum:

Oktober 2017

 

Datenbanken:

Medline

Embase

CINHAL

PsycInfo

 

Einschluss-kriterien:

P: erwachsene Krebspatienten

I: Informations-vermittlung, Support, CST, Psychotherapie

C: TAU/UC, Warteliste, Aufmerksamkeits-placebo

O: QoL + weitere Outcomes

S: RCTs

 

 

22 RCTs, N=4217 Patientinnen in IPD-MA

 

RCTs

 

Brustkrebs (13)

Hämatologischer Krebs (1)

Prostatakrebs (2)

Gemischte Krebsidiagnosen (6)

 

Geschlecht:

65% weiblich

 

Mittleres Alter:

56 (SD=11.4)

 

Länder :

USA (8)

Niederlande (6)

Kanada (2)

Schweden (2)

Australien (1)

UK (3)

 

Inhalte:

CST (19)

Psychotherapie (2)

Informations-vermittlung (1)

Support (-)

 

Dauer/Frequenz/

Länge:

4-52 Wochen

1-54 Sitzungen (teils Langzeit-einzeltherapie)

Individual-, Gruppen-, und Paarsetting

 

Kontrollgruppen:

TAU/UC (14)

Warteliste (6)

Aufmerksamkeits-placebo (2)

Primäre Endpunkte:

1. QoL

 

Sekundäre Endpunkte:

1. Emotionales Funktions-niveau

2. Soziales Funktions-niveau

 

Verwendete Messinstrumente:

QoL

FACT-G

EORTC QLQ-C30

SF-36

QoL-CS

 

1. QoL

àGesamteffekt:

Post-Intervention:

22 RCTs, n=4217

SMD=0.14

[0.06, 0.21, p<.05>

 

Interventionstyp als sign. Moderator (p=.01):

àInformations-vermittlung:

Post-Intervention:

1 RCTs, SMD=0.19

[0.03, 0.34, p <.05>

àCST:

Post-Intervention:

19 RCTs, SMD=0.09

[0.04, 0.15, p <.05>

àPsychotherapie:

Post-Intervention:

2 RCTs, SMD=0.32

[0.12, 0.51, p <.05>

 

Keine SUEs berichtet

Primärstudien:

RCTs mit low RoB

SB: 15

PB: nicht erfasst

DB: nicht erfasst

AB: 17

RB: 18

OB: kA

"Items related to blinding were omitted because blinding

of patients and personnel is difficult in case of a PSI. Also, the rating of

blinding of outcome assessors was excluded because QoL, EF, and SF

were assessed using patient‐reported outcomes (PROs)." (p.1153)

 

Review:

AMSTAR-2: low quality

Method.Mängel in

kritischer Domäne

7

non-kritischer Dom.

3,12,14

 

Sensitivitäts-analysen:

Durchführung von Moderatoren-analysen, teilweise in Hauptergebnissen aufgeführt

 

Publikations-bias:

Visuelle Prüfung Funnel-Plot + Egger's Test / keine Hinweise auf Publication Bias

 

1a

Hilfiker et al. 2018:

"Exercise and other non-pharmaceutical interventions for cancer-related fatigue in patients during or after cancer treatment: a systematic review incorporating an indirect-comparisons meta-analysis."6

 

Eingeschlossene Primärstudien:

245 Primärstudien

Indirect-comparison MA

 

Suchzeitraum:

Januar 2017

 

Datenbanken:

Pubmed

CENTRAL

 

Einschluss-kriterien:

P: erwachsene Krebspatienten

I: Bewegungs- oder nicht-pharmakologische Therapie

C: TAU/UC

O: Fatigue

S: RCTs

 

 

112 RCTs in MA

Intervention während laufender Krebsbehandlung

 

133 RCTs in MA

Interventionen nach abgeschlossener Krebsbehandlung

 

 

 

RCTs

 

Brustkrebs (126)

Hämatologischer Krebs (10)

Prostatakrebs (18)

Kolorektaler Krebs (7)

Gemischte Krebsidiagnosen (52)

 

Geschlecht:

>65% weiblich

 

Mittleres Alter:

kA

 

Länder :

Keine zusammenfas-senden Angaben, Details in Appendices

 

Inhalte:

Während Behandlung

Ausdauer (34)

Ausdauer + Gewichte (23)

CBT (18)

Entspannung (12) à inkl. Atmung, Stretching, Meditation

Yoga (10)

Gewichte (10)

Multimodal (6)

Massage (4)

Heilende Berührung (3)

Tanztherapie (2)

Musiktherapie (1)

 

Nach Behandlung

Ausdauer (30)

Ausdauer + Gewichte (32)

CBT (29)

Entspannung (kA) à inkl. Atmung, Stretching, Meditation

Yoga (kA)

Gewichte (kA)

Multimodal (kA)

Massage (kA)

Heilende Berührung (kA)

Tanztherapie (kA)

Musiktherapie (kA)

 

Dauer/Frequenz/

Länge:

3-52 Wochen

0-12 Wochen Follow-Up

Individual-, Gruppen-, und Paarsetting, Tele- und EHealth

 

Kontrollgruppen:

TAU/UC

Primäre Endpunkte:

1.Fatigue

 

Verwendete Messinstrumente:

CFS

PFS

EORTC QLQ-C30 Fatigue

BFI

POMS

FACIT-F

FACT-F

etc.

 

1. Fatigue

Während Behandlung

àCBT:

Post-Intervention:

18 RCTs,

I2 = 61%; SMD=–0.20

[–0.57, 0.17, p >.05]

àEntspannung:

Post-Intervention:

12 RCTs,

I2 = 88%; SMD=–0.77

[–1.22, –0.31, p <.05>

 

Nach Behandlung

àCBT:

Post-Intervention:

29 RCTs,

I2 = 76%; SMD=–0.42

[–0.58, –0.25, p <.05>

àEntspannung:

Post-Intervention:

? RCTs,

I2 = ? %; SMD=–0.05

[–0.64, 0.53, p <.05>

 

Keine SUEs berichtet

Primärstudien:

RCTs mit low RoB

"Over all comparisons, the random sequence generation was

adequate in most trials (97%); allocation concealment was

problematic in 61% of the trials. Baseline characteristics were

not balanced in 17% of the studies; patients and outcome

assessor could not be blinded in most trials (99%), therapists

were never blinded. More than 15% of drop-outs were present

in 36% of the trials and only 51% of the trials reported an

intention-to-treat analysis. (p.654)

 

Review:

AMSTAR-2: critically low quality

Method.Mängel in

kritischer Domäne

2,7,11,15

non-kritischer Dom.

1,3,10

 

 

Sensitivitäts-analysen:

Ausschluss von Studien mit n<25 Teilnehmern pro Arm; Effekte generell kleiner, keine Änderung des Signifikanzniveaus in relev. Effekten; kein Einfluss auf Heterogenität

 

Publikations-bias:

Egger's Test liefert Hinweise Publikations-Bias in relev. Vergleichen

 

1a-

Hall et al. 2018:

"Mind-body interventions for fear of cancer recurrence: A systematic review and meta-analysis."7

 

Eingeschlossene Primärstudien:

Bailey 2004

Bannaasan 2015

Crane-Okada 2012

Chow 2014

Dieng 2016

Dodds 2015

Heinrichs 2012

Herschbach 2010

Lenagacher 2009, 2016

Mishel 2002

Van der Wal 2017

Ye 2016

MA

 

Suchzeitraum:

Mai 2017

 

Datenbanken:

Medline

PsychInfo

Embase

CINHAL

Web of Science

CENTRAL

 

Einschluss-kriterien:

P: erwachsene Krebspatienten

I: Mind-Body Ansatz (auch CBT, Entspannung etc.)

C: aktive Kontrolle, TAU/UC

O: Rezidivangst

S: RCTs

 

 

19 RCTS, N=2806 Patientinnen

(18 RCTs in MA)

 

 

RCTs

 

Brustkrebs (11)

Prostatakrebs (3)

Gynäkologischer Krebs (1)

Melanom (1)

Gemischte Krebsidiagnosen (3)

 

Geschlecht:

>65% weiblich

 

Mittleres Alter:

kA

 

Länder :

Belgien (19

China (2)

Deutschland (2)

Niederlande (1)

Thailand (1)

USA (12)

 

Inhalte:

CBS (11)

Entspannung (4) à keine separate Auswertung

Achtsamkeit (10)

 

 

 

Dauer/Frequenz/

Länge:

9 Tage-12 Monate

(Modalw.=1Monat)

4-17 Sitzungen (median=6)

10–165min Sitzungsdauer

(median=120)

 

Individual-, Gruppen-, und Paarsetting, Tele- und EHealth

 

Kontrollgruppen:

Aktive Kontrolle (9)

TAU/UC (10)

Primäre Endpunkte:

1. Rezidivangst

 

Verwendete Messinstrumente:

MUIS

CARS

CCSQ

FCRS

FCRI

FoP

GTUS

MCCS

IUS‐SF

MAX‐PC‐FCR

1. Rezidivangst

àGesamteffekt:

Post-Intervention:

18 RCTs,

I2 = 48%; SMD=–0.36

[–0.49, –0.23, p <.001>

Fail-Safe-N: 247

 

Longest Follow-Up:

14 RCTs,

I2 = 63%; SMD=–0.31

[–0.47, –0.16, p <.001>

 

àCBS:

Ausreißer (Bannaasan 2015) ausgeschlossen

Post-Intervention:

12 RCTs,

I2 = ? %; SMD=–0.26

[–0.39, –0.13, p <.001>

 

Longest Follow-Up:

? RCTs,

I2 = ? %; SMD=–0.19

[–0.80, –0.01, p =.049]

 

Keine SUEs berichtet

Primärstudien:

RCTs mit low RoB

SB: 4

PB: 8

DB: 4

AB: 11

RB: 14

OB: 5 (Baseline imbalance und Differential attrition)

 

Review:

AMSTAR-2: critically low quality

Method.Mängel in

kritischer Domäne

2,7

non-kritischer Dom.

1

 

 

Sensitivitäts-analysen:

Durchgeführt, schrittweise Entfernung einzelner Studien; siehe Hauptergebnisse

 

Subgruppen-analysen (siehe Hauptergebnisse)

 

Publikations-bias:

Funnel-Plot; keine Hinweise

 

1a

Cobeanu et al. 2018:

"Alleviation of Side Effects and Distress in Breast Cancer Patients by Cognitive-Behavioral Interventions: A Systematic Review and Meta-analysis."8

 

Eingeschlossene Primärstudien:

Antoni 2001, 2002, 2006a,b, Arving 2007

Berger 2009a,b

Brifge 1988

Cohen 2007

Crues 2000

Gaston-Johansson 2000

Given 2008

Groarke 2012

Kissane 2003

Marchioro 1996

Molassiotis 2002

Montgomery 2009

Nunes 2007

Schnur 2009

Walker 1999

Yoo 2005

MA

 

Suchzeitraum:

Bis Dezember 2015

 

Datenbanken:

Medline

PsychInfo

 

Einschluss-kriterien:

P: erwachsene Krebspatienten

I: Kognitive und/oder behaviourale Interventionen während adjuvanter Theapie

C: Standard-versorgung

O: SUEs, Distress (auch Angst, Depressivität)

S: RCTs

 

 

19 RCTS, N=2037 Patientinnen

 

 

RCTs

 

Brustkrebs, Stadien I - IV

 

Geschlecht:

100% weiblich

 

Mittleres Alter:

42 - 55

 

Länder :

kA

 

Inhalte:

CBT (14)

Verhaltenstherapie (5)

 

 

 

Dauer/Frequenz/

Länge:

3 – 33 Stunden

 

Individual- und Gruppensetting, teilweise Entspannungs-verfahren (PMR, Imagination) sowie Tele- und EHealth mit eingesetzt

 

Kontrollgruppen:

TAU/UC (18)

Automatisierte edukative Intervention (1)

Primäre Endpunkte:

1. Distress (schließt Depressivität, Angst mit ein!)

2. Depressivität

3. Angst

4. QoL

5. Übelkeit/Er-bechen

6. Fatigue

7. Schlafstörungen

8. Schmerz

 

Verwendete Messinstrumente:

Distress

MHI-5

CARES

ABS

PSOM

POMS

BSI

PSS

MR

RSCL

MRS

 

Depressivität

HADS

BDI

 

Angst

HARS

HADS

STAI

Einzelitems

 

QoL

CARES

BFS

SIP

LCS

EORTC QLQ-C30

MOS-SF-36-v2

FAD

FACT-B

 

Übelkeit/Erbrechen

MANE

 

Fatigue

FSI

 

1. Distress

àGesamteffekt:

Post-Intervention:

16 RCTs, N=1831

I2 = 65%; SMD=-0.30

[0.13, 0.48, p <.001>

Fail-Safe-N: 126

Ausschluss von zwei Ausreißern (Given 2008, Schnur 2009)

14 RCTs,

I2 = 51%; SMD=-0.29

[0.15, 0.44, p <.001>

 

Follow-Up:

7 RCTs,

I2 = 47%; SMD=-0.21

[0.05, 0.37, p =.008]

 

2. Depressivität

àGesamteffekt:

Post-Intervention:

10 RCTs, N=1202

I2 = 70%; SMD=-0.21

[–0.01, 0.45, p =.063]

Fail-Safe-N: 126

 

Follow-Up:

4 RCTs,

I2 = 0%; SMD=-0.10

[–0.04, 0.24, p =.165]

 

3. Angst

àGesamteffekt:

Post-Intervention:

8 RCTs, N=1083

I2 = 73%; SMD=-0.28

[0.02, 0.54, p =.033]

Fail-Safe-N: 29

 

Follow-Up:

4 RCTs,

I2 = 22%; SMD=-0.11

[–0.05, 0.27, p =.170]

 

4. QoL

àGesamteffekt:

Post-Intervention:

8 RCTs, N=1139

I2 = 72%; SMD=0.45

[0.21, 0.69, p <.001>

Fail-Safe-N: 86

Ausschluss von einem Ausreißer (Marchioro 1996)

7 RCTs,

I2 = 45%; SMD=0.33

[0.16, 0.50, p <.001>

 

Follow-Up:

7 RCTs, N=1159

I2 = 94%; SMD=0.46

[–0.01, 0.95, p =.056]

Ausschluss von einem Ausreißer (Antoni 2006)

6 RCTs,

I2 = 5%; SMD=0.15

[0.02, 0.28, p =.022]

 

5. Übelkeit/Erbr.

àGesamteffekt:

Post-Intervention:

5 RCTs, N=518

I2 = 0%; SMD=-0.39

[0.22, 0.58, p <.001>

 

6. Fatigue

àGesamteffekt:

Post-Intervention:

6 RCTs, N=831

I2 = 84%; SMD=-0.34

[­–0.02, 0.71, p =.063]

 

Follow-Up:

2 RCTs, N=324

I2 = 83%; SMD=-0.35

[–0.20, 0.90, p =.209]

 

7. Schmerz

àGesamteffekt:

Post-Intervention:

3 RCTs, N=397

I2 = 18%; SMD=0.02

[–0.26, 0.21, p =.854]

 

Keine SUEs berichtet

Primärstudien:

Keine RoB-Bewertung durchgeführt!

 

Review:

AMSTAR-2: critically low quality

Method.Mängel in

kritischer Domäne

2,4,7,9,13

non-kritischer Dom.

3,5,8,10,12

 

 

Sensitivitäts-analysen:

Modertoren-analyse für Haupteffekte bei hoher Heterogenität

 

Publikations-bias:

Fail-Safe-N berechnet (siehe Hauptergebnisse); Funnel-Plot; Trim-and-Fill-Procedure

1a-

Bauereiß et al. 2018:

"Effects of existential interventions on spiritual, psychological, and physical well-being in adult patients with cancer: Systematic review and meta-analysis of randomized controlled trials."9

 

Eingeschlossene Primärstudien:

Ando 2010

Breitbart 2010, 2012, 2015

Carlson 2016, 2013

Chochinov 2011

Classen 2001

Butler 2009

Giese-Davis 2002

Classen 2008

Dubbleby 2007

Gagnon 2015

Goodwin 2001

Bordeleau 2003

Hall 2011

Henry 2010

Herth 2000

Ho 2016

Juliao 2013, 2014

Kissane 2003, 2007

Lee 2006

Lloyd-Williams 2013, 2018

Lo 2016

Mok 2012

Rutsoen 1998

Spiegel 1981

Tabrizi 2016

Van der Spek 2017

Vuksanovic 2017

Xiao 2013

Ye 2017

 

MA

 

Suchzeitraum:

Januar 2018

 

Datenbanken:

Medline

PsychInfo

Psyndex

Embase

CINAHL

CENTRAL

ICTRP

 

Einschluss-kriterien:

P: erwachsene Krebspatienten

I: "existential interventions"

C: aktive & inaktive Kontrolle

O: Primär: Spirituelles Wohlbefinden, Angst, Depressivität

S: RCTs

 

30 RCTS, N=3461 Patientinnen

(24 RCTs in MA)

 

 

RCTs

 

Fortgeschrittene krebserkrankung (22)

Frühstadium (4)

Rezidivierende Krebserkrankung (1)

Krebs-Überlebende (3)

Gemischte Stichprobe mit anderen terminalen Erkrankungen (krebs >90%) (2)

 

Geschlecht:

kA

 

Mittleres Alter:

57

 

Länder :

USA (7)

Japan (1)

Kanada (9)

Australien (4)

UK (3)

China (4)

Portugal (1)

Norwegen (1)

Iran (1)

Niederlande (1)

 

 

Inhalte:

Sinnbasierte Interventionen (9)

Supportiv-expressive Gruppenth. (9)

Kognitiv-existentielle Therapie (2)

"Life Review" (4)

"dignity therapy" (4)

 

davon

Einzel (14)

Gruppe (15)

Beides (1)

 

Dauer/Frequenz/

Länge:

1 – 52 Wochen

bei wöchentlicher Frequenz

 

Kontrollgruppen:

Warteliste oder TAU/UC (18)

Massage, Entspannung, Stress management (3)

Supportive therapie (5)

Psychoedeukation (3)

"Mindfulness-based cancer recovery" (1)

Primäre Endpunkte:

1. Spirituelles Wohlbefinden

2. Depressivität

3. Angst

 

Sekundäre Endpunkte:

1. Existentielles Wohlbefinden

2. QoL

3. Hoffnung

4. DHD

5. Selbstwirksam-keitserleben

6. Physisches Wohlbefinden

7. Schmerz

 

 

Verwendete Messinstrumente:

Depressivität

HADS

BDI

POMS

CHADS

ESAS

 

Angst

HADS

POMS

CHADS

ESAS

 

QoL

MQoL

FACT-B

FACIT-Sp

EORTC QLQ-C30

EQ-5D

QoLC-E

FACT-G

 

Schmerz

EORTC QLQ-C30

PRS

Einzelitems

1. Depressivität

Post-Intervention:

14 RCTs,

I2 = 58%; SMD=-0.15

[–0.01, 0.32, p >.05]

Nach Ausschluss von Studien mit sign. Baseline-Unterschieden (Carlson 2013, 2016, Breitbart 2015, Lloyd-Williams 2013, 2018):

11 RCTs,

I2 = 32%; SMD=-0.25

[0.10, 0.39, p <.05>

 

Follow-Up 1
(3 Monate):

7 RCTs,

I2 = 5%; SMD=0.06

[–0.24, 0.12, p >.05]

 

Follow-Up 2
(3-6 Monate):

3 RCTs,

I2 = 55%; SMD=0.02

[–0.32, 0.28, p >.05]

 

Follow-Up 3
(>6 Monate):

3 RCTs,

I2 = 21%; SMD=0.04

[–0.23, 0.15, p >.05]

 

2. Angst

Post-Intervention:

13 RCTs,

I2 = 71%; SMD=-0.12

[–0.08, 0.32, p >.05]

Nach Ausschluss von Studien mit sign. Baseline-Unterschieden (Carlson 2013, 2016, Breitbart 2015, Lloyd-Williams 2013, 2018):

11 RCTs,

I2 = 64%; SMD=-0.21

[0.00, 0.41, p =.05]

 

Follow-Up 1
(3 Monate):

7 RCTs,

I2 = 29%; SMD=0.05

[–0.26, 0.16, p >.05]

 

Follow-Up 2
(3-6 Monate):

3 RCTs,

I2 = 74%; SMD=0.00

[–0.39, 0.39, p >.05]

 

Follow-Up 3
(>6 Monate):

3 RCTs,

I2 = 71%; SMD=0.03

[–0.35, 0.30, p >.05]

 

3. QoL

Post-Intervention:

17 RCTs,

I2 = 75%; SMD=0.21

[0.01, 0.42, p <.05>

Nach Ausschluss von Studien mit sign. Baseline-Unterschieden (Carlson 2013, 2016, Breitbart 2015, Lloyd-Williams 2013, 2018):

16 RCTs,

I2 = 74%; SMD=0.21

[0.02, 0.48, p <.05>

 

Follow-Up 1
(3 Monate):

8 RCTs,

I2 = 45%; SMD=0.18

[–0.06, 0.42, p >.05]

 

Follow-Up 2
(3-6 Monate):

4 RCTs,

I2 = 66%; SMD=0.12

[–0.21, 0.45, p >.05]

 

Follow-Up 3
(>6 Monate):

2 RCTs,

I2 = 90%; SMD=0.16

[–0.67, 0.99, p >.05]

 

4. Schmerz

Post-Intervention:

5 RCTs,

I2 = 74%; SMD=-0.21

[–0.07, 0.49, p >.05]

 

Follow-Up 1
(3 Monate):

1 RCTs,

I2 = – %; SMD=-0.29

[–0.15, 0.72, p >.05]

 

Keine der Primärstudien hat systemtisch SUEs erfasst.

Primärstudien:

RCTs mit low RoB

SB: 11

PB: nicht erfasst

DB: nicht erfasst

AB: 16

RB: 14

OB: 18

 

"Because blinding

of participants and personnel is in general not feasible in psychological

interventions and outcome assessors were participants themselves,

evaluations on these two domains are not provided." (p. 2533)

 

Review:

AMSTAR-2: low quality

Method.Mängel in

kritischer Domäne

7

non-kritischer Dom.

6,10

 

 

Sensitivitäts-analysen:

Ausschluss von Studien mit sign. Baselineunter-schieden auf Outcomemaßen (siehe Hauptergebnisse);

Ausschluss aller Studien mit hohem Bias-Risiko à keine Ergebnis-veränderung

 

Publikations-bias:

Für MA mit k>10 Studien bestimmt.

Asymmetrische Funnel-Plots jedoch keine sign. Egger's Tests bei relevanten Outcomes

1a

Zhang et al. 2017:

"Effects of cognitive behavioral therapy on quality of life and stress for breast cancer survivors: a meta-analysis."10

 

Eingeschlossene Primärstudien:

Groarke 2013

Mishel 2005

Savard 2005

Cruess 2000

Edmonds 1999

Marchioro 1996

MA

 

Suchzeitraum:

Februar 2014

 

Datenbanken:

Medline

Embase

CENTRAL

Google Scholar

 

Einschluss-kriterien:

P: Brustkrebs-patientinnen

I: CBT

C: -

O: QoL, Distress

S: RCTs

 

6 RCTs, N=430 Patientinnen

 

 

RCTs

 

Brustkrebs, Stadien I-IV

 

Geschlecht:

100% weiblich

 

Mittleres Alter:

45 - 64

 

Länder :

kA

 

 

Inhalte:

CBT (1)

Kognitiv-behaviourales Stressmanagement (4)

Sonst. Psychologische Intervention (1)

 

davon

face-to-face (5)

Telefon (1)

 

Dauer/Frequenz/

Länge:

4 – 35 Wochen

Wöchentliche Frequenz

Sitzungsdauer 50 – 180min

 

Kontrollgruppen:

Tau/UC (1)

Wartelist (2)

Nicht-psychologische Intervention (1)

kA (2)

Primäre Endpunkte:

1. QoL

 

Sekundäre Endpunkte:

2. Distress

 

Verwendete Messinstrumente:

QoL

EORTC QLQ-C30

FLIC

 

Distress

PSS

POMS

HADS

BDI

1. QoL

Post-Intervention:

3 RCTs,

I2 = 86%; SMD=–0.016

[–0.90, 0.87, p =.972]

Random-effects model

à Sensitivitätsanalyse: nach Ausschluss von Marchioro 1996 sign. Größerer Effekt in IG:

Post-Intervention:

2 RCTs,

I2 = ? %; SMD=0.46

[0.09, 0.83, p =.014]

 

2. Distress

Post-Intervention:

4 RCTs,

I2 = 0%; SMD=–0.125

[–0.27, 0.02, p =.084]

Fixed-effects model

Keine SUEs berichtet

Primärstudien:

RCTs mit low RoB

SB: 6

PB: 0

DB: 1

AB: 2

RB: 6

OB: -

 

Review:

AMSTAR-2: critically low quality

Method.Mängel in

kritischer Domäne

2,7,9,13,15

non-kritischer Dom.

1,3,8,10,12,16

 

 

Sensitivitäts-analysen:

Schrittweiser Ausschluss einzelner Studien; nur Ausschluss von Marchioro 1996 hat sign Einfluss (siehe Hauptergebnisse)

 

Publikations-bias:

Nicht geprüft, da k<5 Studien pro Outcome

 

1a-

Xiao et al. 2017:

"Effectiveness of Psychological Interventions on Depression in Patients After Breast Cancer Surgery: A Meta-analysis of Randomized Controlled Trials."11

 

Eingeschlossene Primärstudien:

Chan 2015

Cousson-Gélie 2011

Deng 2013

Du 2011

Ellyn 2014

Huang 2013

Jiang 2013

Hou 2015

Marchioro 1996

Yang 2014

Zhang 2012

Zhao Hui 2011

Zhao Jun 2009

MA

 

Suchzeitraum:

kA

 

Datenbanken:

Medline

Pubmed

CENTRAL

WANGFANG

CKNI

VIP

 

Einschluss-kriterien:

P: Brustkrebs-patientinnen nach OP

I: Einzel-CBT

C: keine Intervention

O: Primär : Depressivität

S: RCTs/CCTs

 

13 RCTs, N=966 Patientinnen

 

 

RCTs/CCTs

 

Brustkrebs-patientinnen nach operativem Eingriff, keine klinisch relevante Depression

 

Geschlecht:

100% weiblich

 

Alter:

24 - 76

 

Länder :

China (10)

Frankreich (1)

USA (1)

Italien (1)

 

 

Inhalte:

CBT (9)

à beinhaltet in 8/9 Fällen auch Entspannungs-training und Psychoedukation

Psychologische Beratung (4)

 

Dauer/Frequenz/

Länge:

2 Wochen – 9 Monate

 

Kontrollgruppen:

kA

Primäre Endpunkte:

1. Depressivität

 

Verwendete Messinstrumente:

Depressivität

SDS

HADS

HAMD

1. Depressivität

Post-Intervention, SDS:

8 RCTs, N=688

I2 = 0%; SMD=–0.87

[–1.03, ­–0.71, p <.001>

 

Post-Intervention, HADS:

3 RCTs, N=132

I2 = 44%; SMD=-0.50

[–0.98, –0.02, p =.04]

 

Keine SUEs berichtet

Primärstudien:

RCTs mit low RoB

SB: kA

PB: kA

DB: kA

AB: kA

RB: kA

OB: kA

 

Nutzt Jadad-Score: Range=3-4

 

Review:

AMSTAR-2: critically low quality

Method.Mängel in

kritischer Domäne

2,7

non-kritischer Dom.

8,10,16

 

 

Sensitivitäts-analysen:

Ausschluss von „low quality“ Studien ändert nichts an Ergebnissen, keine Details dazu

 

Publikations-bias:

Asymmetrische Funnel-Plots liefern Hinweise auf Pub.-Bias. Geringe anzahl an eingeschl. Studien.

 

1a

Hsieh et al. 2017:

"The effects of supportive care interventions on depressive symptoms among patients with lung cancer: A metaanalysis of randomized controlled studies."12

 

Eingeschlossene Primärstudien:

Bredin 1999

Wu 2003

Chen 2006

Ni 2009

Carlson 2010

Porter 2011

Yao 2012

Walker 2014

Badr 2015

Morano 2014

Chen 2015

Molassiotis 2015a, b

 

MA

 

Suchzeitraum:

September 2015

 

Datenbanken:

Embase

Pubmed

CENTRAL

CEPS

 

Einschluss-kriterien:

P: Lungenkrebs

I: "supportive care": nicht-pharmakologisch, nicht invasiv, Förderung und Erhaltung von Wohlbefinden und Krankheitsverarbeitung

C: TAU/UC

O: Depressivität

S: RCTs

 

12 RCTs, N=1472 Patientinnen

 

 

RCTs

 

Lungenkrebs, Stadien I-IV, teils komorbide COPD, eine Studie mit komorbider Depression als Einschluss-kriterium

 

Geschlecht:

kA

 

Alter:

56 - 71

 

Länder :

China (4)

UK (3)

USA (2)

Kanada (1)

Brasilien (1)

Taiwan (1)

 

 

Inhalte:

CBT + Psychoedukation (5)

Psychoedukation (4)

Sport- und Bewegungstherapie (3)

 

davon

Face-to-face (8)

Telefon (4)

 

Dauer/Frequenz/

Länge:

6 – 60 Sitzungen

4 -32 Wochen

 

 

Kontrollgruppen:

Tau/UC (10)

Edukation (2)

Primäre Endpunkte:

1. Depressivität

 

Verwendete Messinstrumente:

Depressivität

SDS

PSSCAN

BDI

SCL

HADS

PROMIS

1. Depressivität

àGesamteffekt:

Post-Intervention:

12 RCTs, N=1472

I2 = 88%; SMD=–0.75

[–1.07, ­–0.41, p <.001>

 

àCBT:

Post-Intervention:

5 RCTs, N=515

I2 = 14%; SMD=–1.05

[–1.25, ­–0.85, p <.001>

 

Keine SUEs berichtet

Primärstudien:

RCTs mit low RoB

SB: 7

PB: ka

DB: 8

AB: 8

RB: kA

OB: kA

 

Review:

AMSTAR-2: critically low quality

Method.Mängel in

kritischer Domäne

2,4,7,15

non-kritischer Dom.

3,5,10

 

Sensitivitäts-analysen:

Schrittweiser Ausschluss kleiner (N<50) Studien und Studien mit High-RoB führten zu keiner Änderung der Ergebnisse

 

Publikations-bias:

"Finally, the existence of a publication bias cannot

be ignored. It should be noted that publication

bias has some effect on the available evidence pool." (p. 721)

 

1a-

Jassim et al. 2015:

"Psychological interventions for women with non‐metastatic breast cancer."13

 

Eingeschlossene Primärstudien:

Andersen 2004, 2007, 2008

Antoni 2001, 2006a, b, 2009

Badger 2007

Baucom 2009

Boesen 2011

Classen 2008

Cohen 2007

Dolebeault 2009

Ferguson 2012

Fillion 2008

Fukui 2000

Garssen 2012

Graves 2001, 2003

Henderson 2012

Kissane 2003, 2004

Loprinzi 2011

Manne 2007

Marchioro 1996

Marcsu 2010

Mishel 2005, 2006

Narváez 2008

Nunes 2007

Richardson 1997

Simpson 2001

Taylor 2003

Vos 2004, 2006

Yates 2005

 

 

 

 

MA

 

Suchzeitraum:

May 2013

 

Datenbanken:

CBCG Specialized Register

CENTRAL

Medline

Embase

PsycINFO

CINAHL

ICTRP

ClinicalTrials.gov

CancerLit

PsyLit

Iranmedex

Indmed

 

Einschluss-kriterien:

P: Brustkrebspatient-innen, Stadien I-III

I: CBT, Psychotherapie, Counselling, Psychoedukation

C: Placebo, TAU/UC, Warteliste, alternative pysych. Intervention

O: Primär: Depressivität, Angst, Distress, "mood disturbance"

S: RCTs

 

28 RCTS, N=3940 Patientinnen

(16 RCTs in MA)

 

 

RCTs

 

Mamma-Ca, "Frühstadium", keine Metastasen

 

Geschlecht:

100% weiblich

 

Alter:

Zw. 18 - 80

 

Länder :

USA (15)

Europa (6)

Kanada (2)

Japan (1)

Australien (2)

Israel (1)

Brasilien (1)

 

 

Inhalte:

CBT-basiert (24)

Sonst. Psychotherapie-ansätze (4)

 

davon

Einzel (8)

Gruppe (20)

 

Face-to-Face, teils + Telefon (25)

Ausschl. telefonbasiert (3)

 

Dauer/Frequenz/

Länge:

1 – 39 Stunden, M=14, SD=9.65

bei wöchentlicher Frequenz

 

Kontrollgruppen:

Keine genaueren Angaben, siehe Spalte "Studientyp"

Primäre Endpunkte:

1. Depressivität

2. Angst

3. Distress

4. Stimmungs-störungen

 

Sekundäre Endpunkte:

5. QoL

6. Coping

7. Anpassung

8. Überlebensrate

 

 

Verwendete Messinstrumente:

Depressivität

HADS

BDI

CES-D

 

Angst

HADS

STAI

BAI

HAMA

 

Distress

IES

BSI

MHI

 

 

QoL

QLQ-BR23

FACT-B

LASA

EORTC QLQ-C30

QoL-CS

FLIC

QLI

CARES-SF

 

1. Depressivität

à Gesamteffekt

Post-Intervention:

7 RCTs, N=637

I2 = 95%; SMD=–1.01

[–1.83, –0.18, p =.02]

Nach Ausschluss von Ausreißer (Garssen 2013):

6 RCTs, N=567

I2 = 82%; SMD=–0.43

[–0.90, 0.04, p =.07]

GRADE: low quality

à Gruppe (<20h)

Post-Intervention:

3 RCTs, N=120

I2 = 39%; SMD=–0.33

[–0.80, 0.14, p =.17]

à Gruppe (>20h)

Post-Intervention:

1 RCTs, N=303

I2 = na; SMD=–0.10

[–0.32, 0.13, p =.41]

à Einzel (<20h)

Post-Intervention:

2 RCTs, N=144

I2 = 96%; SMD=–1.00

[–3.19, 1.20, p =.37]

 

2. Angst

à Gesamteffekt

Post-Intervention:

8 RCTs, N=776

I2 = 95%; SMD=–0.48

[–0.76, –0.21, p <.01>

GRADE: low quality

à Gruppe (<20h)

Post-Intervention:

5 RCTs, N=358

I2 = 68%; SMD=–0.44

[–0.85, –0.03, p =.04]

à Gruppe (>20h)

Post-Intervention:

2 RCTs, N=323

I2 = 64%; SMD=–0.53

[–1.32, 0.26, p =.19]

à Einzel (<20h)

Post-Intervention:

1 RCTs, N=95

I2 = na; SMD=–0.78

[–1.20, –0.36, p <.01>

 

3. Distress

keine MA aufgrund fehlender Varianzangaben

 

2/2 Studien zeigen sign. reduzierten Distress zugunsten der IG

 

4. QoL

à Gruppe

Post-Intervention:

5 RCTs, N=578

I2 = 47%; SMD=0.21

[–0.03, 0.46, p =.08]

GRADE: low quality

à Einzel

Post-Intervention:

3 RCTs, N=141

I2 = 41%; SMD=0.65

[0.07, 1.23, p =.03]

GRADE: very low quality

Test für Subgruppenunter-schiede nicht signifikant

 

 

Keine der Primärstudien hat SUEs berichtet.

Primärstudien:

RCTs mit low RoB

SB: 4

PB: 0

DB: 5

AB: 7

RB: 24

OB: 19

 

Review:

AMSTAR-2: high quality

Method.Mängel in

kritischer Domäne

-

non-kritischer Dom.

3

 

Sensitivitäts-analysen:

Bei hoher Heterogenität a) Ausschluss von Ausreißern, b) Ausschluss von Studien mit hohem RoB (siehe Hauptergebnisse)

 

Weiterhin a priori geplante Subgruppenanalysen (siehe Hauptergebnisse)

 

Publikations-bias:

Visuelle Prüfung der Funnel-Plots, keine Statistische Prüfung da k<10 in allen MAs

 

1a

Faller et al. 2013:

"Effects of Psycho-Oncologic Interventions on Emotional Distress and Quality of Life in Adult Patients with Cancer: Systematic Review und Meta-Analysis."13

 

Eingeschlossene Primärstudien:

198 RCTs

 

 

 

 

MA

 

Suchzeitraum:

May 2013

 

Datenbanken:

CENTRAL

Medline

PsycInfo

 

Einschluss-kriterien:

P: erwachsene Krebspatienten

I: psychoonkologische Interventionen

C: Aufmerkamkeits-Placebo, TAU/UC

O: Distress, QoL, Depressivität, Angst

S: RCTs

 

198 RCTS, N=22238 Patientinnen

(218 Vergleiche in MA)

 

 

RCTs

 

Gemischte Krebsdiagnosen (80)

Brustkrebs (78)

Prostatakarz. (8)

Gynekologisch (6)

Melanom (5)

Hematologischer Krebs (4)

Andere (12)

Nicht angegeben (5)

 

Geschlecht:

Median 82% weiblich

 

Alter:

Median 54 Jahre

 

Länder :

USA (107)

UK (18)

Australien (12)

Kanada (10)

Schweden (9)

Niederlande (7)

Weitere (35)

 

 

Inhalte:

Psychotherapie

Einzel (55)

Gruppe (42)

Paar (10)

Psychoedukation (19)

Entspannungsverfahren (46)

Einfache Informaationsgabe (23)

Andere (12)

 

davon

Einzel (119)

Gruppe (66)

Paar (8)

Nicht angegeben (5)

 

 

Dauer/Frequenz/

Länge:

1-35 Sitzungen, Median 6 Sitzungen,

Über

1-730 Tage, Median 42 Tage

 

Kontrollgruppen:

TAU/UC

Aufmerksamkeitskontrolle

Primäre Endpunkte:

1. Distress

2. gesundheitsbezogene QoL

3. Depressivität

4. Angst

1. Distress

à Gesamteffekt

Post-Intervention:

77 RCTs, N=?

I2 = 73%; SMD=0.29

[0.20, 0.37, p <.001>

Follow Up ≤6 Monate:

58 RCTs, N=?

I2 = 56%; SMD=0.17

[0.09, 0.24, p <.001>

Follow Up >6 Monate:

39 RCTs, N=?

I2 = 32%; SMD=0.10

[0.04, 0.1, p =.003]

 

à Einzel-psychotherapie

Post-Intervention:

18 RCTs, N=?

I2 = 88%; SMD=0.48

[0.22, 0.74, p =.002]

Follow Up ≤6 Monate:

17 RCTs, N=?

I2 = 67%; SMD=0.18

[0.02, 0.35, p=.028]

Follow Up >6 Monate:

10 RCTs, N=?

I2 = 0%; SMD=0.08

[–0.03, 0.19, p =.15]

 

à Gruppen-psychotherapie

Post-Intervention:

19 RCTs, N=?

I2 = 75%; SMD=0.23

[0.05, 0.42, p =.014]

Follow Up ≤6 Monate:

16 RCTs, N=?

I2 = 34%; SMD=0.03

[–0.09, 0.15, p=.62]

Follow Up >6 Monate:

15 RCTs, N=?

I2 = 53%; SMD=0.15

[0.01, 0.29, p =.040]

 

 

2. QoL

à Gesamteffekt

Post-Intervention:

66 RCTs, N=?

I2 = 78%; SMD=0.26

[0.15, 0.37, p <.001>

Follow Up ≤6 Monate:

47 RCTs, N=?

I2 = 65%; SMD=0.22

[0.12, 0.33, p <.001>

Follow Up >6 Monate:

27 RCTs, N=?

I2 = 50%; SMD=0.18

[0.07, 0.28, p <.001>

 

à Einzel-psychotherapie

Post-Intervention:

23 RCTs, N=?

I2 = 89%; SMD=0.47

[0.17, 0.77, p =.002]

Follow Up ≤6 Monate:

16 RCTs, N=?

I2 = 67%; SMD=0.38

[0.18, 0.57, p<.001>

Follow Up >6 Monate:

9 RCTs, N=?

I2 = 70%; SMD=0.37

[0.09, 0.64, p =.009]

 

à Gruppen-psychotherapie

Post-Intervention:

14 RCTs, N=?

I2 = 45%; SMD=0.14

[0.00, 0.28, p =.047]

Follow Up ≤6 Monate:

10 RCTs, N=?

I2 = 68%; SMD=0.05

[–0.19, 0.29, p=.69]

Follow Up >6 Monate:

9 RCTs, N=?

I2 = 16%; SMD=0.02

[-0.13, 0.17, p =.81]

 

 

3. Depressivität

à Gesamteffekt

Post-Intervention:

72 RCTs, N=?

I2 = 56.5%; SMD=0.33

[0.25, 0.41, p <.001>

Follow Up ≤6 Monate:

40 RCTs, N=?

I2 = 40.8%; SMD=0.2

[0.11, 0.28, p <.001>

Follow Up >6 Monate:

26 RCTs, N=?

I2 = 47.1%; SMD=0.14

[0.05, 0.24, p =.002]

 

à Einzel-psychotherapie

Post-Intervention:

22 RCTs, N=?

I2 = 51.6%; SMD=0.35

[0.21, 0.49, p =.002]

Follow Up ≤6 Monate:

14 RCTs, N=?

I2 = 1.3%; SMD=0.13

[0.02, 0.24, p=.024]

Follow Up >6 Monate:

10 RCTs, N=?

I2 = 40.6%; SMD=0.14

[–0.02, 0.3, p =.1]

 

à Gruppen-psychotherapie

Post-Intervention:

15 RCTs, N=?

I2 = 52%; SMD=0.48

[0.29, 0.67, p <.001>

Follow Up ≤6 Monate:

9 RCTs, N=?

I2 = 19%; SMD=0.21

[0.06, 0.37, p=.006]

Follow Up >6 Monate:

5 RCTs, N=?

I2 = 10%; SMD=0.28

[0.1, 0.45, p =.002]

 

 

4. Angst

à Gesamteffekt

Post-Intervention:

74 RCTs, N=?

I2 = 60%; SMD=0.38

[0.29, 0.46, p <.001>

Follow Up ≤6 Monate:

38 RCTs, N=?

I2 = 73%; SMD=0.34

[0.2, 0.47, p <.001>

Follow Up >6 Monate:

15 RCTs, N=?

I2 = 33%; SMD=0.17

[0.06, 0.28, p =.003]

 

à Einzel-psychotherapie

Post-Intervention:

15 RCTs, N=?

I2 = 62%; SMD=0.49

[0.29, 0.68, p <.001>

Follow Up ≤6 Monate:

11 RCTs, N=?

I2 = 47%; SMD=0.33

[0.14, 0.52, p <.001>

Follow Up >6 Monate:

10 RCTs, N=?

I2 = 0%; SMD=0.07

[–0.07, 0.22, p =.3]

 

à Gruppen-psychotherapie

Post-Intervention:

16 RCTs, N=?

I2 = 47%; SMD=0.44

[0.26, 0.62, p <.001>

Follow Up ≤6 Monate:

6 RCTs, N=?

I2 = 4%; SMD=0.22

[0.07, 0.38, p=.006]

Follow Up >6 Monate:

3 RCTs, N=?

I2 = 53%; SMD=0.46

[0.15, 0.76, p =.003]

 

Nicht berichtet

Primärstudien:

RCTs mit low RoB

SB: 51

PB: kA

DB: kA

AB: 122

RB: 141

OB: kA

 

Review:

AMSTAR-2: critically low quality

Method.Mängel in

kritischer Domäne

2, 7, 13

non-kritischer Dom.

3, 10,

 

Sensitivitäts-analysen:

Bei hoher Heterogenität (l²>70%) Ausschluss vjew. einer Studie aus MA &

Moderatorenanalysen (u.A. Alter, Tumorart)

 

Weiterhin a priori geplante Subgruppenanalysen (siehe Hauptergebnisse)

 

Publikations-bias:

Visuelle Prüfung der Funnel-Plots

 

1a-

Tang et al. 2020:

"The Effects of Cognitive-Behavioral Stress Management for Breast Cancer Patients: A Systematic Review and Meta-analysis of Randomized Controlled Trials."1

 

Eingeschlossene Primärstudien:

Antoni 2001, 2006, 2006, 2009, 2012, 2016

Carpenter 2014

Crues 2001

Eaton 2011

Groarke 2012

Lechner 2014

McGregor 2004

Phillips 2008, 2011

Stagl 2012, 2015, 2015

Vargas 2014

 

SysRev

/ MA (nicht für relevante Outcomes)

 

Suchzeitraum:

Bis November 2017

 

Datenbanken:

CENTRAL

CINHAL

PubMed

Medline

Embase

ScienceDirect

PsycInfo

 

Einschluss-kriterien:

P: diagn. Mamma-Ca

I: CBSM

C: -

O: -

S: RCTs

 

Studien mit "high risk of bias" ausgeschlossen!

 

 

18 RCTS, N=2564 Patienten

 

RCTs

 

Mamma-Ca

 

Geschlecht:

100% weiblich

 

Mittleres Alter:

31 - 73

 

Länder :

USA (17)

Irland (1)

Inhalte:

16x CBSM im Gruppensetting, face-to-face

2x web-basiertes CBSM

 

Dauer/Frequenz/

Länge:

1,5 – 3 Stunden

meist wöchentlich

5 – 20 Wochen

 

Kontrollgruppen:

11x eintägige Edukation

4x Warteliste

3x sonstiges

Primäre Endpunkte:

1. Stresserleben

2. Aktuelle Stimung

3. Serum Cortisol

 

Sekundäre Endpunkte:

4. Angst

5. Depressivität

6. Sinnfindung und positiver Affekt

7. Distress, Stimmungs-beeinträchtigung, "Thought Avoidance". Intrusionen, negativer Affekt

8. Selbstwirksamkeitserleben

9. Physiologische und soziale Indikatoren

 

Verwendete Messinstrumente:

Angst

HAMA

HADS

 

Depressivität

CES-D

HADS

 

Distress

ABS

Einzelitems

 

1. Angst

2/3 Studien zeigen sign. stärkere Reduktion von Angst in CBSM-Gruppe
(Antoni 2006, 2009, Groarke 2013)

 

2. Depressivität

4/6 Studien zeigen sign. stärkere Reduktion von Depressiviät in CBSM-Gruppe
(Stagl 2012, 2015, Groarke 2013, Eaton 2011, Antoni 2001, Lechner 2014 )

 

3. Distress

1/2 Studien zeigen sign. stärkere Reduktion von Distress in CBSM-Gruppe
(McGregor 2004, Antoni 2006)

 

Keine SUEs berichtet

Primärstudien:

RCTs mit low RoB

SB: 1

PB: 0

DB: 9

AB: 18

RB: 18

OB: all unclear

 

Review:

AMSTAR-2: critically low quality

Method.Mängel in

kritischer Domäne

2,4,7,11,15

non-kritischer Dom.

1,3,14

 

 

Keine Metaanalysen für relevante Effekte durchgeführt.

1a-

Beatty et al. 2018:

"A systematic review of psychotherapeutic interventions for women with metastatic breast cancer: Context matters."15

 

Eingeschlossene Primärstudien:

Classen 2001

Butler 2009

Giese-Davis 2002

Spiegel 2007

Goodwin 2001

Bordeleau 2003

Kissane 2007

Spiegel 1981, 1989, 1993

Cunningham 1998

Edmonds 1999

Edelman 1999a, b

Laidlaw 2005

Aranda 2006

Arathuzik 1994

Savard 2006

Scholten 2001

Given 2008

Gotay 2007

Low 2010

Mosher 2012

 

 

 

 

SysRev

 

Suchzeitraum:

Bis Mai 2016

 

Datenbanken:

Medline

PsycInfo

CINAHL

SCOPUS

 

Einschluss-kriterien:

P: erwachsene Brustkrebs-patientinnen (metastasiert oder rezidivierend)

I: psychothera-peutische Intervention

C: -

O: u.a. Distress, QoL, somatische Symptome

S: RCTs

 

15 RCTS, N=1638 Patientinnen

 

 

RCTs

 

Mamma-Ca, metastasiert oder rezidivierend

 

Geschlecht:

100% weiblich

 

Mittleres Alter:

~50 - 61

 

Länder :

USA (7)

Kanada (3)

Australien (3)

Österreich (1)

UK (1)

 

 

Inhalte:

SEGT: Supportiv-expressive Gruppentherapie (2)

CBT (5)

SEGT/CBTcombi (1)

"expressive writing" (2)

Hypnose (1)

Telefonberatung (2)

Pflegegeführte Beratungsge-spräche (1)

 

 

davon

Einzel (4)

Gruppe (7)

"low intensity" (4) àinkl. Telefon-beratung (2) und "expressive writing" (2)

 

Dauer/Frequenz/

Länge:

80min – 78 Stunden

 

Kontrollgruppen:

"Attention control" TAU/UC

Warteliste

Alternative Behandlung

Primäre Endpunkte:

1. Überleben

2. Distress

3. Coping

4. QoL

5. Schmerz

6. Fatigue

7. Schlafstörungen

 

1. Distress

à Gesamteffekt

8/13 RCTs zeigen sign. Reduktion auf min. einem Distress-Outcome

à Gruppe: 6/7 RCTs

à Einzel: 1/2 RCTs

à "low intensiy": 1/4 RCTs

 

2. QoL

à Gesamteffekt

1/6 RCTs zeigen sign. Reduktion auf min. einem QoLOutcome

à Gruppe: 1/3 RCTs

à Einzel: 0/3 RCTs

 

3. Schmerz

à Gesamteffekt

4/5 RCTs zeigen sign. Reduktion auf min. einem Schmerz-Outcome

à Gruppe: 3/3 RCTs

à Einzel: 1/1 RCTs

à "low intensiy": 0/1 RCTs

 

4. Fatigue

à Gesamteffekt

1/5 RCTs zeigen sign. Reduktion auf min. einem Fatigue-Outcome

à Gruppe: 1/2 RCTs

à Einzel: 0/1 RCTs

à "low intensiy": 0/2 RCTs

Keine SUEs berichtet.

Primärstudien:

RCTs mit low RoB

SB: 9

PB: -

DB: 2

AB: 7

RB: 9

OB: 5

 

Review:

AMSTAR-2: critically low quality

Method.Mängel in

kritischer Domäne

4, 7

non-kritischer Dom.

1,3,10,14,16

 

 

Sensitivitäts-analysen:

-

 

Publikationsbias:

Nicht diskutiert

 

1a

Larkin et al. 2014:

"Managing cancer-related fatigue in men with prostate cancer: a systematic review of non-pharmacological interventions."14

 

Eingeschlossene Primärstudien:

8 davon 3 "psychologische Interventionen":

 

Badger 2011

Goedendrop 2010

Epsie 2008

 

 

SysRev

 

Suchzeitraum:

1990 – März 2012

 

Datenbanken:

Pubmed

CINAHL

Embase

PsycINFO

CENTRAL

PsychExtra

SIGLE

Australien New Zealand Clinical Trials Registy

Clinicaltrials.gov

ICTRP

EU Clinical Trials Register

MedNar

 

Einschluss-kriterien:

P: Erwachsene Prostatakrebs-patienten

I: non-pharmakologische Intervention u.a. Edukation, CBT

C: andere non-pharmakologische Interventionen, TAU/UC

O: Fatigue

S: RCTs

 

8 RCTS

 

RCTs

 

Prostata-Ca

 

Geschlecht:

100% männlich

 

Alter:

Zw. 46 - 86

 

Länder :

USA (2)

Kanada (2)

UK (2)

Niederlande (1)

Unklar (1)

 

 

Inhalte:

CBT-basiert (2)

Edukation (2)

à Goedendrop 2010 sowohl CBT als auch Edukation

Sport- und Bewegungs-angebote (5)

 

Dauer/Frequenz/

Länge:

5-10 Wochen, meist stündliche Termine (für relevante Interventionen)

 

Kontrollgruppen:

TAU/UC

Primäre Endpunkte:

1. Fatigue

 

 

Verwendete Messinstrumente:

Fatigue

MFI

FACT-F

FSS

FSI

PFS-Revised

CIS

 

1. Fatigue

à CBT  in 2/2 Studien effektiv zur Reduktion von Fatigue

 

à Edukation  in 1/2 Studien effektiv zur Reduktion von Fatigue

 

 

 

SUEs in einer Primärstudie berichtet à beziehen sich auf Sport- und Bewegungs-angebot

Primärstudien:

JBI Critical Appraisal Checklist

RCTs mit low RoB

SB: 4

PB: 0

DB: 3

AB: 5

RB: nicht erfasst

OB: nicht erfasst

 

Review:

AMSTAR-2: critically low quality

Method.Mängel in

kritischer Domäne

2,7,9,13,

non-kritischer Dom.

3,5,6,10,14,16

 

 

Sensitivitäts-analysen:

-

 

Publikationsbias:

Nicht diskutiert

 

 

Einzelpsychotherapie RCTs (2015 – 2020)

 

Referenz/ (Autor,

Jahr,

Journal)

Studientyp

Patienten-merkmale

Interventionen

Untersuchte Endpunkte

Hauptergebnisse

Neben-/ Wechsel­wir­kungen

Finanzierung / Conflict of Interest

Methodische Bemerkungen

Evidenzklasse

Unterstützende Evidenz (14/21)

 

Balck et al., 2019: A randomized control trial of problem-solving training (PST) for hematopoietic stem cell transplant (HSCT) patients: Effects on anxiety, depression, distress, coping and pain

RCT, offen, prospektiv, monozentrisch, 2 Arme

 

 

Randomisiert: N=95

Post-Intervention: N=67

Follow-Up: N=49

 

Wahrscheinlich ITT-Analyse

ohne Imputation;

Ausgewertet: N= 67 (Post-Intervention), 49 (Follow-Up)

 

Land:

Deutschland

Krebspatienten mit bevorstehender Stammzelltransplantation

 

Geschlecht: 37,9% weiblich

 

Alter: 19-72

Mittelwert: 52,58

Arm A:

NR=46

NP=31

NFU=21

Problemlösetraining (problem-solving training (PST)), fünf 1h-stündige individuelle Sitzungen, eine Sitzung vor Transplantation, die anderen 4 danach (Tag 2, 4, 7, 9 nach Transplantation)

 

Arm B:

NR=49

NP=36

NFU=28

CAU

Erhebungszeitpunkte

Baseline

Post-Intervention (10-12 Tage)

Follow-Up (2 Wochen)

 

Primäre Endpunkte:

1. Depressivität (HADS-D)

2. Angst
(HADS-A)

3. Psychische Belastung (SCL-K-9)

4. Schmerz (QoP)

5. Allgemeiner Distress (NCCN DT)

 

Sekundäre Endpunkte:

1. Problemlöse-Skills (SPSI-R)

2. Soziale Unterstützung (Subskala von COPE)

3. Coping (COPE)

Mean-Change von Baseline zu jew. MZP

 

1. Depressivität

à PST versus CAU

Post-Intervention:

Keine sign. Gruppenunterschiede

 

Follow-Up:

Keine sign. Gruppenunterschiede

 

2. Angst:

à PST versus CAU:

Post-intervention:

Sign. Gruppenunterschiede zugunsten von PST (Eta2=.13)

 

Follow-Up:

Sign. Gruppenunterschiede zugunsten von PST (Eta2=.13)

 

3. Psychische Belastung:

à PST versus CAU:

Post-Intervention:

Sign. Gruppenunterschiede zugunsten von PST (weniger Verschlechterung in PST; Eta2=.23)

 

Follow-Up:

Keine sign. Gruppenunterschiede

 

4. Schmerz:

à PST versus CAU

Post-Intervention:

Sign. Gruppenunterschiede zugunsten von PST (geringere Verschlechterung in PST; Eta2=.29)

 

Follow-Up:

Sign. Gruppenunterschiede zugunsten von PST (geringere Verschlechterung in PST; Eta2=.28)

 

Arm A:

SUEs: 1/46

UEs: 4/46

 

Arm B:

SUEs =/49

UEs: 8/49

Deutsche Jose Carreras Leukämie-Stiftung e.V.

 

Keine Angabe zu COI

 

 

Risk of Bias

 

SB1: high

SB2: unclear

PB: high

DB: high

AB: unclear

RB: unclear

 

 

Keine Fallzahlplanung

 

 

Bao et al., 2019: Intensive patient’s care program reduces anxiety and depression as well as improves overall survival in de novo acute myelocytic leukemia patients who underwent chemotherapy: a randomized, controlled study

RCT, prospektiv, offen, monozentrisch, 2 Arme

 

Randomisiert: N= 220

Mid-Intervention1: N=kA

Mid-Intervention2: N=kA

Mid-Intervention3: N=kA

Post-Intervention: N=178

 

ITT-Analyse mit Imputation (LOCF); Ausgewertet: N=220

 

Land: China

2014-2016

Leukämie-PatientInnen während der Chemotherapie

 

Geschlecht; 49,1% weiblich

 

Alter:

Mittelwert: 43,85

Arm A:

NR=110

NM=kA

NM2=kA

NM3=kA

NP=92

Intensive Patient’s Care Program (IPCP), über 12 Monate, Mix aus Edukation (Manual + wöchentliche 60min Sitzungen in den ersten 3 Monaten), psychische/psychologische Unterstützung (alle zwei Wochen von Monat 4-9, je 60min), Telefon-Counseling (alle zwei Wochen von Monat 10-12, je ca. 25-30min)

 

Arm B:

N=110

N=kA

N=kA

N=kA

N=86

CAU

 

Erhebungszeitpunkte

Baseline

Mid-Intervention1 (3 Monate Post-Baseline)

Mid-Intervention2 (6 Monate Post-Baseline)

Mid-Intervnetion3 (9-Monate Post-Baseline)

Post-Intervention

 

 

Primäre Endpunkte:

1. Depressivität (HADS-D + SDS)

2. Angst
(HADS-A + SAS)

 

Sekundäre Endpunkte:

1. Event-free survivals (EFS)

2. Overall survival (OS)

1. Depressivität

à IPCP versus CAU:

Post-Intervention:

HADS-D: sign. Gruppenunterschiede zugunsten von IPCP auf HADS-D UND SDS

 

2. Angst:

à IPCP versus CAU:

Post-Intervention:

Sign. Gruppenunterschiede zugunsten von IPCP auf HADS-A, gemischte Ergebnisse bzgl.  SAS (Score sign. niedriger Post-Intervention bei IPCP, aber Gesamtveränderung von Baseline zu Post-Intervention nicht sign. unterschiedlich)

Nicht berichtet

Keine Angaben zur Finanzierung

 

Laut Angaben keine COI

Risk of Bias

 

SB1: low

SB2: low

PB: high

DB: high

AB: low

RB: unclear

 

Keine Fallzahlplanung

 

 

Burm et al., 2019: Long-term efficacy and cost-effectiveness of blended cognitive behavior therapy for high fear of recurrence in breast, prostate and colorectal Cancer survivors: follow-up of the SWORD randomized controlled trial

RCT, prospektiv, monozentrisch, offen, 2 Arme

 

 

Randomisiert: N=88

Post-Intervention: N=82

Follow-Up1: N=82

Follow-Up2: N=69

 

 

Modifizierte ITT-Analyse; ausgewertet: N=88

 

Land: Niederlande

2014-2016

Krebsüberlebende (Brust, Prostata und Darm), mit hoher Rezidivangst (CWS über 14), Krebsbehandlung abgeschlossen vor min. 6 Monaten und max. 5 Jahren

 

Geschlecht: 53,4% weiblich

 

Alter:

Mittelwert: 58,83

Arm A:

NR=45

NP=43

NFU1=39

NFU2=38

Blended KVT (bKVT), 5 individuelle 1h face-to-face Sitzungen 8Sitzungen 1,2,3,5,8) + drei 15-min e-konsultatiotnen (Sitzungen 4,6,7), über 3 Monate, Mix aus PE, kognitive Umstrukturierung, Verhaltensmodifikation, 3 Monate nach Interventionsende eine Booster-Sitzung (1h, face-to-face)

 

Arm B:

NR=43

NP=39

NFU1=43

NFU2=32

CAU

 

Erhebungszeitpunkte:

Baseline

Post-Intervention

Follow-Up1 (24 Wochen)

Follow-Up2 (48 Wochen)

 

Primäre Endpunkte:

1. Rezidivangst (CWS)

 

Sekundäre Endpunkte:

2. Schwere der Rezidivangst (FCRI severity subscale)

3. Krebsbezogene Belastung (IES)

4. Psychische Belastung (HADS)

5. Depressivität (HADS-D)

6. Angst (HADS-A)

7. Fatigue (CIS-8R)

8. QoL (global) (EORTC QLQ-C30)

9. QUALYs

1. Rezidivangst

à bKVT versus CAU:

Post-Intervention:

Sign. Gruppenunterschiede zugunsten von bKVT

 

Follow-Up1:

Sign. Gruppenunterschiede zugunsten von bKVT

 

Follow-Up2:

Sign. Gruppenunterschiede zugunsten von bKVT

 

2. Psychische Belastung

à bKVT versus CAU:

Post-Intervention:

Sign. Gruppenunterschiede zugunsten von bKVT

 

Follow-Up1:

Sign. Gruppenunterschiede zugunsten von bKVT

 

Follow-Up2:

Keine sign. Gruppenunterschiede

 

3. Depressivität

à bKVT versus CAU:

Post-Intervention:

Sign. Gruppenunterschiede zugunsten von bKVT

 

Follow-Up1:

Sign. Gruppenunterschiede zugunsten von bKVT

 

Follow-Up2:

Keine sign. Gruppenunterschiede

 

4. Angst

à bKVT versus CAU:

Post-Intervention:

Sign. Gruppenunterschiede zugunsten von bKVT

 

Follow-Up1:

Sign. Gruppenunterschiede zugunsten von bKVT

 

Follow-Up2:

Sign. Gruppenunterschiede zugunsten von bKVT

 

5. Fatigue

à bKVT versus CAU:

Post-Intervention:

Sign. Gruppenunterschiede zugunsten von bKVT

 

Follow-Up1:

Keine sign. Gruppenunterschiede

 

Follow-Up2:

Keine sign. Gruppenunterschiede

 

6. QoL (global):

à bKVT versus CAU:

Post-Intervention:

Sign. Gruppenunterschiede zugunsten von bKVT

 

Follow-Up1:

Sign. Gruppenunterschiede zugunsten von bKVT

 

Follow-Up2:

Keine sign. Gruppenunterschiede

 

 

keine

Dutch Cancer Society

 

Laut Angaben keine COI

Risk of Bias

 

SB1: low

SB2: low

PB: high

DB: high

AB: low

RB: low

 

PatientInnen in CAU hatten deutlich mehr anderweitigen psychosozialen support als PatientInnen in bKVT, könnte Ergebnisse verzerrt haben

 

Geplante Fallzahl (N=104) nicht erreicht (Fallzahlplanung nur im Studienprotokoll erwähnt, nicht im Paper selbst)

 

 

Fatehi et al., 2019: The effects of psychosexual counseling on sexual quality of life and function in Iranian breast cancer survivors: a randomized controlled trial

RCT, offen, prospektiv, monzentrisch, 2 Arme

 

Randomisiert: N=118

Post-Intervention: N=100 (kA)

Follow-Up: N=100

 

 

Kein ITT-Ansatz; ausgewertet: N=100

 

Land: Iran

2015

Brustkrebspatientinnen, Stage I-III, verheiratet, keine Hormontherapie, mit Mastektomie-Erfahrungen, keine Brustrekonstruktion

 

 

Geschlecht: 100% weiblich

 

Alter:

Mittelwert: ca. 44,3

Arm A:

NR=59

NP=51 (kA)

NFU=51

Psychosexuelle Beratung (PSB), sechs wöchentliche Sitzungen, 90-120min, 

 

Arm B:

NR=59

NP=49 (kA)

NFU=49

WL

Erhebungszeitpunkte

Baseline

Post-Intervention

Follow-Up (12 Wochen)

 

Primäre Endpunkte:

1. Sexuelle Funktion (FSFI)

2. Sexuelle QoL (SQOL-F)

3. Sexuelle Zufriedenheit (Larson ISS)

1. Sexuelle Funktion:

à PSB versus WL:

Follow-Up:

Sign. Gruppenunterschiede zugunsten von PSB

 

2. Sexuelle QoL:

à PSB versus WL:

Follow-Up:

Sign. Gruppenunterschiede zugunsten von PSB

 

3. Sexuelle Zufriedenheit

à PSB versus WL:

Follow-Up:

Keine sign. Gruppenunterschiede

 

Nicht berichtet

Shahroud University of Medical Sciences and granted approval by Mazandaran University of Medical Sciences

 

Laut Angaben keine COI

Risk of Bias

 

SB1: low

SB2: unclear

PB: high

DB: high

AB: unclear

RB: high

 

Post-Intervention erhoben, aber nicht berichtet

 

Geplante Fallzahl (N=120) nicht erreicht

 

 

Peoples et al., 2019: Cognitive Behavioral Therapy for Insomnia Reduces Depression in Cancer Survivors

RCT, halb-blind, prospektiv, multizentrisch, 4 Arme (davon 2 KVT-I und 2 Non-KVT-I, hier jeweils zusammengefasst)

 

Randomisiert: N=96

Post-Intervention: N=73

Follow-Up: N=67

 

 

Kein ITT-Ansatz; ausgewertet: N=67

 

Land: USA

2008-2012

Krebsüberlebende (69% Brustkrebs),

 

Geschlecht: 90% weiblich

 

Alter:

Mittelwert: 56

Arm A:

NR=47

NP=37

NFU=35

KVT-I (kognitiv-behaviorale Therapie gegen Insomnie) + Placebo ODER Armodafinil, 7 wöchentliche Sitzungen, 3 Sitzungen face-to-face (30-60min), 4 Sitzungen telefonisch (15-30min)

 

Arm B:

NR=49

NP=36

NFU=32

Armodafinil ODER Placebo

Erhebungszeitpunkte

Baseline

Post-Intervention

Follow-Up (12 Wochen)

 

Primäre Endpunkte:

1. Depressivität (PHQ-9)

2. Insomnie (ISI)

1. Depressivität:

à KVT-I versus non-KVT-I:

Post-Intervention:

Sign. Gruppenunterschiede zugunsten von KVT-I (d= -.62); sign. mehr klinische Verbesserung in KVT-I und geringere Rate an Depressiven in KVT-I

 

Follow-Up:

Sign. Gruppenunterschiede zugunsten von KVT-I, sign. mehr klinische Verbesserung und geringere Rate an Depressiven in KVT-I

 

 

Keine berichtet

National Cancer Institute grants, National Center for Advancing Translational Sciences grant TL1, Study medication, armodafinil, was provided by Teva Pharmaceuticals, USA,

 

Autor Perlis berichtet COI; die anderen Autoren haben laut Angaben keine COI

Risk of Bias

 

SB1: low

SB2: unclear

PB: high

DB: high

AB: low

RB: unclear

 

Sekundäranalyse

 

Eigentlich gab es 4 Gruppen, aber Analyse wurde so durchgeführt: PatientInnen die KVT-I erhalten haben vs. Die, die kein KVT-I erhalten haben (eigentlich KVT-I noch unterteilt in Placebo-Medikament und richtiges Medikament; non-KVT-I noch unterteilt in Placebo und richtiges Medikament)

 

Sekundäre Analyse von Roscoe JA, Garland SN, Heckler CE, et al. Randomized placebo-controlled trial of cognitive behavioral therapy and armodafinil for insomnia after cancer treatment. J Clin Oncol. 2015;33(2):165–171.

 

Geplante Fallzahl (N=96) nicht erreicht (Power-Analyse in anderem Paper der primären Analyse beschrieben, s.o.)

 

 

Al-Sulaiman et al., 2018 : Exploring the effectiveness of crisis counseling and psychoeducation in relation to improving mental well-being, quality of life and treatment compliance of breast cancer patients in Qatar

RCT, prospektiv, offen, monozentrisch,

3 Arme

 

Randomisiert:

N= 201

Post-Intervention:

N = kA

Follow-Up :

N = kA

 

kA zur Analyse-Technik ; ausgewertet : kA

 

Land : Qatar

2012-2015 (Rekrutierung)

Brustkrebspatientinnen, frühe Stadien (I-III)

 

Geschlecht :

100% weiblich

 

Alter : 30-50+

Mittelwert : kA

Arm A :

NR = 67

NPI = kA

NFU = kA

 

PE, Einzel, 6x 60-90min Sitzungen über 12 Wochen

 

Arm B :

NR = 67

NPI = kA

NFU = kA

 

Krisenberatung (KB), one-to-one, sechs 60-90min Sitzungen über 12 Wochen

 

Arm C :

NR = 67

NPI = kA

NFU = kA

 

CAU

 

 

Erhebungszeitpunkte:

Baseline

Post-Intervention

Follow-Up (72 Wochen)

 

Primäre Endpunkte:

1. Depressivität (DASS-21)

2. Angst (DASS-21)

3. Stress (DASS-21)

4. QoL (global) (EORTC QLQ-C30)

1. Depressivität

à PE versus KB versus CAU :

Post-Intervention:

Sign. Gruppenunterschiede zugunsten von PE und KB jeweils verglichen mit CAU; sign. Gruppenunterschiede zugunsten von PE verglichen mit KB

 

Follow-Up :

Sign. Gruppenunterschiede zugunsten von PE und KB jeweils verglichen mit CAU; keine Unterschiede zwischen PE und KB

 

2. Angst:

à PE versus KB versus CAU :

Post-Intervention:

Sign. Gruppenunterschiede zugunsten von PE und KB jeweils verglichen mit CAU ; keine Unterschiede zwischen PE und KB

 

Follow-Up :

Sign. Gruppenunterschiede zugunsten von PE und KB jeweils verglichen mit CAU; keine Unterschiede zwischen PE und KB

 

3. QoL (global):

à PE versus KB versus CAU :

Post-intervention :

Sign. Gruppenunterschiede zugunsten von PE und KB, jeweils verglichen mit CAU ; keine Unterschiede zwischen PE und KB

 

Follow-Up :

Sign. Gruppenunterschiede zugunsten von PE und KB für Subskala emotional functioning ; keine Unterschiede zwischen PE und KB

Nicht berichtet

Keine Angabe zur Finanzierung

 

Laut Angaben keine COI

 

 

Risk of Bias

 

SB1: low

SB2: unclear

PB: high

DB: high

AB: unclear

RB: low

 

Keine Fallzahlplanung

 

„While this may be considered quite a small sample, the maximum sample size was limited by the overall number of patients in the country”

 

Follow-Up eigtl. für 6 Monate Post-Intervention geplant

 

"Another potential limitation of this study is that the assessment of the long-term effects of the crisis counseling and psychoeducation interventions was not achieved at 6 months as planned, but was delayed until 18 months after the interventions. This was because most patients were unavailable at the 6-month mark, whether due to extended travel commitments or because they simply did not respond to requests from the research assistants."

 

 

Aminnasab et al., 2018: Effectiveness of Solution-Focused Brief Therapy (SFBT) on Depression and Perceived Stress in Patients with Breast Cancer

RCT, offen, prospektiv, monozentrisch, 2 Arme

 

Randomisiert: N=30

Post-Intervention: N=kA

Follow-Up: N=kA

 

kA zu Analyse-Methode;

Ausgewertet. N=30

 

Land: Iran

November 2015-Februar 2016

 

Brustkrebspatientinnen, Stages I-III,

 

 

Geschlecht. 100% weiblich

 

Alter: 20-45

Mittelwert: nicht berichtet(?)

Arm A:

NR=15

NP=kA

NFU=kA

Solution-Focused Brief Therapy (SFBT), eine Sitzung wöchentlich a 2h, über 8 Wochen

 

Arm B:

NR=15

NP=kA

NFU=kA

CAU

Erhebungszeitpunkte

Baseline

Post-Intervention

Follow-Up (4 Wochen)

 

Primäre Endpunkte:

1. Stress (PSS)

2. Depressivität (CES-D)

1. Depressivität:

à SFBT versus CAU:

Post-Intervention:

Sign. Gruppenunterschiede zugunsten von SFBT

 

Follow-Up:

Sign. Gruppenunterschiede zugunsten von SFBT

 

 

Effektstärke der Zeit x Gruppen-Interaktion: ηp2=.88

 

Nicht berichtet

Keine Angaben

Risk of Bias

 

SB1: unclear

SB2: unclear

PB: high

DB: high

AB: unclear

RB: low

 

Studie als semi-experimentell bezeichnet

 

Keine Fallzahlplanung (keine Power-Analyse):

 

In order to calculate the sample size, according to the fact that the proper sample size was 15 people for each group (15), the sample size was selected equal to 15 people for each group.

 

Kein Flow-Diagramm, keine Angabe zu Attrition oder Compliance

 

 

 

Desautels et al., 2018: Treatment of Depressive Symptoms in Patients With Breast Cancer: A Randomized Controlled Trial Comparing Cognitive Therapy and Bright Light Therapy

RCT, offen, pospektiv, monozentrisch, 3 Arme

 

Randomisiert: N=62

Post-Intervention: N=57

Follow-Up1: N=56

Follow-Up2:

N=54

 

ITT-Ansatz ohne Imputation; ausgewertet: N=57 (Post); N=54(Follow-Ups)

 

Land: Kanada

2011-2015

Brustkrebspatientinnen, Stage I-III, erhöhte Depressivitätswerteà  Score über 7 bzw. 14 bei HADS-D bzw. BDI-II (aber Depressionsdiagnose nach SCID Ausschlusskriterium)

 

Geschlecht: 100% weiblich

 

Alter: 33-75

Mittelwert: 51,7

Arm A:

NR=25

NP=25

NFU1=24

NFU2=24

Kognitive Therapie (KT), über 8 Wochen, wöchentliche Sitzungen à 60min,

 

Arm B:

NR=26

NP=22

NFU1=22

NFU2=22

Bright Light Therapy (BLT), über 8 Wochen, sollten sich jeden Morgen (vor 10 Uhr) 30min mit 10000 LUX-Lampe bestrahlen

 

Arm C:

NR=11

NP=10

NFU1=8

NFU2=8

WL, nach 8 Wochen dann randomisiert zu KT oder BLT zugeteilt

Erhebungszeitpunkte

Baseline

Post-Intervention

Follow-Up1 (12 Wochen)

Follow-Up2 (24 Wochen)

 

Primäre Endpunkte:

1. Depressivität (HADS-D & BDI-II & HDRS)

1. Depressivität (HADS-D)

à KT versus BLT versus WL

Post-Intervention:

Sign. Gruppenunterschiede zugunsten von KT (within d=-1,6) und BLT (within d=-1,5) verglichen mit WL (within d=-0,5),

 

à KT vs BLT

Follow-Up1:

Keine sign. Gruppenunterschiede

 

Follow-Up2:

Keine sign. Gruppenunterschiede

 

2. Depressivität (BDI-II)

à KT vs BLT vs WL

Post-Intervention:

Sign. Gruppenunterschiede zugunsten von KT (within d=-1,7) verglichen mit BLT (within d=-1,1) und WL (within d=-0,7; BLT keine sign. Unterschiede zu WL

 

à KT vs BLT

Follow-Up1:

Sign. Gruppenunterschiede zugunsten von KT

 

Follow-Up2:

Sign. Gruppenunterschiede zugunsten von KT

 

3. Depressivität (HDRS)

à KT vs BLT vs WL

Post-Intervention:

Sign. Gruppenunterschiede zugunsten von KT verglichen mit BLT, aber keine sign. Gruppenunterschiede von KT (within d=-0,7) oder BLT (within d=-0,3) gegenüber WL (within d=-0,2)

 

à KT vs BLT

Follow-Up1:

Keine sign. Gruppenunterschiede

 

Follow-Up2:

Keine sign. Gruppenunterschiede

 

Nicht berichtet

training awards from the Canadian Institutes of Health Research, the Psychosocial Oncology Research Training program, and the CHU de Québec—Université Laval Research Center, held by the first author

 

keine Angaben zum COI

Risk of Bias

 

SB1: low

SB2: low

PB: high

DB: high

AB: low

RB: unclear

 

Post-Treatment: Vergleich zwischen KT, BLT und WL; bei FUs nur Vergleich zwischen KT und BLT (WL wurde nach 8 Wochen/Post-Treatment zu KT oder BLT randomisiert zugeordnet)

 

Sign. mehr Chemotherapie und höhere Krebsstadien in KT; mehr saisonale Depressionen in BLT

 

Geplante Fallzahl (N=60) nicht erreicht

 

 

Kim et al., 2018: A psychological intervention programme for patients with breast cancer under chemotherapy and at a high risk of depression: A randomised clinical trial

RCT, offen, prospektiv, monozentrisch, 2 Arme

 

Randomisiert: N=60

Post-Intervention: N=55

Follow-Up: N=53

 

kA ob ITT;

Ausgewertet: N=kA

 

Land: Südkorea

Brustkrebspatientinnen, Stage I-III, während der Chemotherapie, erhöhtes Risiko für Depression (Score über 16 auf CES-D)

 

Geschlecht: 100% weiblich

 

Alter: 30-69

Mittelwert: 48

Arm A:

NR=30

NP=29

N=29

Nurse-led psychologisches Beratung (NLPB), sowohl face-to-face als auch telefonisch, 7 wöchentliche Sitzungen, je 30-60min,

 

Arm B:

NR=30

NP=26

N=24

CAU

Erhebungszeitpunkte

Baseline

Post-Intervention

Follow-Up (3 Wochen)

 

Primäre Endpunkte:

1. Angst (HADS-A)

2. Depressivität (HADS-D)

3. QoL global (EROTC QLQ-C30)

4. Mood disturbances (K-POMS-B)

5. Körperliche Symptome (u.a. Fatigue, Übelkeit, Schmerzen; EROTC QLQ-C30)

1. Angst

à NLPB versus CAU

Keine sign. ZeitxGruppe-Interaktion, sign. Verbesserung in beiden Gruppen

 

2. Depressivität

à NLPB versus CAU

Sign. ZeitxGruppe-Interaktion zugunsten von NLPB

 

3. QoL

à NLPB versus CAU

Keine sign. ZeitxGruppe-Interaktion, keine sign. Verbesserung

 

4. Fatigue

à NLPB versus CAU

Sign. ZeitxGruppe-Interaktion zugunsten von NLPB

 

5. Übelkeit

à NLPB versus CAU

Sign. ZeitxGruppe-Interaktion zugunsten von NLPB

 

6. Schmerzen

à NLPB versus CAU

Keine sign. ZeitxGruppe-Interaktion

 

Keine berichtet

Keine Finanzierung, da Teil einer Dissertation

 

Laut Angaben keine COI

Risk of Bias

 

SB1: low

SB2: unclear

PB: high

DB: high

AB: unclear

RB: unclear

 

Geplante Fallzahl (N=44) erreicht

 

 

Qiu et al., 2018: Effects of cognitive behavioral therapy for depression on improving insomnia and quality of life in Chinese women with breast cancer: results of a randomized, controlled, multicenter trial

RCT, multizentrisch, offen, prospektiv, 3 Arme

 

Randomisiert: N=392

Post-Intervention: N=kA

Follow-Up: N=356

 

ITT-Ansatz mit Imputation (LOCF);

ausgewertet: N=392

 

Land: China

2010-2012

Brustkrebspatientinnen, Stage I-III

 

Geschlecht: 100% weiblich

 

Alter:

Mittelwert: 47,06

Arm A:

NR=98

NP=kA

NFU=91

KVT, 9 Sitzungen über 12 Wochen

 

Arm B:

NR=98

NP=kA

NFU=90

Selbstfürsorge-Management (SFM; Self-care Management), 9 Sitzungen über 12 Wochen

 

Arm C:

NR=196

NP=kA

NFU=175

CAU

Erhebungszeitpunkte

Baseline

Post-Intervention

Follow-Up (12 Wochen)

 

Primäre Endpunkte:

1. QoL global (FACT-B)

2. Insomnie (AIS)

1. QoL global:

à KVT versus SFM versus CAU:

Post-Intervention:

Sign. ZeitxGruppe-Interaktion (ES: (ηp2 =0.137), sign. Gruppenunterschiede zugunsten von KVT sowohl gegenüber SFM als auch CAU; keine sign. Gruppenunterschiede zwischen SFM und CAU

 

Follow-Up:

Sign. Gruppenunterschiede zugunsten von KVT sowohl gegenüber SCM als auch CAU; keine sign. Gruppenunterschiede zwischen SFM und CAU

Keine berichtet

National Key Technologies R&D program in the 11th 5-year plan from the Ministry of Science and Technology of the People’s Republic of China

 

Laut Angaben keine COI

Risk of Bias

 

SB1: low

SB2: low

PB: high

DB: high

AB: low

RB: low

 

Sign. Gruppenunterschiede bei Baseline bzgl. Depressivität und Angst (höhere Werte in KVT)à wurde aber statistisch kontrolliert

 

Keine Fallzahplanung, aber Angabe, dass mit Stichprobe 90% Power erreicht werde konnte um Effekte zu erfassen mit a=.05

 

 

Scarpa et al., 2017: Randomized clinical trial of psychological support and sleep adjuvant measures for postoperative sleep disturbance in patients undergoing oesophagectomy

RCT, prospektiv, monozentrisch, offen, 4 Arme

 

Randomisiert: N=87

Post-Intervention: N=74

 

Kein ITT-Ansatz;

ausgewertet: N=74

 

Land: Italien

2013-2016

KrebspatientInnen mit operativer Entfernung der Speiseröhre (Ösophagektomie),

 

Geschlecht: ca. 14,5% weiblich

 

Alter:

Mittelwert: ca. 63,5

Arm A:

NR=19

NP=16

PSB + adjuvante Schlafmmaßnahmen (Schlafmasken und Ohrstöpsel? Isolierte, ruhige, dunklere Räume) (PSBAM), Behandlung während Krankenhausaufenthalt, PC: 4 Sitzungen, eine 30min bei Aufnahme in KH, 15min ein Tag nach OP, 30min vor Entfernung der Nasensonde, 30min vor Entlassung; je nach Bedarf weitere SItzungen

 

Arm B:

NR=23

NP=19

Nur PSB, während Krankenhausaufenthalt

 

Arm C:

NR=22

NP=19

Nur adjuvante Schlafmaßnahmen (SAM), während Krankenhausaufenthalt

 

Arm D:

NR=23

NP=20

CAU

 

Erhebungszeitpunkte

Baseline

Post-Intervention

 

Primäre Endpunkte:

1. QoL (EORTC C30-QL2)

 

Sekundäre Endpunkte:

1. Schlafqualität (PSQI, EORTC C30-SL)

2. Fatigue (EORTC C30-FA)

3. Menge an benötigten Medikamenten

4. Schmerzen (VAS)

Analyse von Häufigkeiten in Vier-Felder-Tafel (mit/ohne PSB + mit/ohne SAM), Angabe von Odds-Ratio (OR)

 

1. QoL

 Post-Intervention:

Sign. reduziertes Risiko für QoL-Beeinträchtigung mit PSB vs. ohne PSB (OR=0.23, p=.003)

 

2. Fatigue:

Post-Intervention:

Kein sign. reduziertes Risiko für Fatigue-Beeinträchtigung

 

3. Schmerzen:

Post-Intervention:

Keine sign. Gruppenunterschiede

 

Keine berichtet

Berlucchi Foundation (Brescia, Italy) to C.C

 

Laut Angaben keine COI

Risk of Bias

 

SB1: low

SB2: low

PB: high

DB: high

AB: unclear

RB: unclear

 

Geplante Fallzahl (N=64) erreicht

 

 

Olesen et al., 2016: A person-centered intervention targeting the psychosocial needs of gynecological cancer survivors: a randomized clinical trial

RCT, prospektiv, offen, monozentrisch, 2 Arme

 

Randomisiert: N=165

Post-Intervention: N=158

Follow-Up: N=158

 

ITT-Ansatz;

ausgewertet: N=162

 

Land: Dänemark

2013-2014

Patientinnen mit gynäkologischem Krebs

 

Geschlecht: 100% weiblich

 

Alter: 38-63

Mittelwert: ca. 50

Arm A:

NR=80

NP=73

NFU=73

Personenzentrierte Intervention, 2-4 Pflege-Gespräche über 3 Monate je 1h, basierend auf guided self-determination, auf gynäkologischen Krebs zugeschnitten (GSD-GYN-C)

 

Arm B:

NR=85

NP=85

NFU=85

CAU

Erhebungszeitpunkte

Baseline

Post-Intervention

Follow-Up (24 Wochen)

 

Primäre Endpunkte:

1. QoL global (QOL-CS)

 

Sekundäre Endpunkte:

1. Impact of cancer (IOCv2)

2. Selbstbewusstsein (Rosenberg Self-Esteem Scale)

3. Distress (DT)

4. Angst (HADS-A)

5. Depressivität (HADS-D)

6. Unterstützung durch Gesundheitspersonal (HCCQ)

7. Fähigkeit, Rezidivsymptome zu überwachen (eigene Skala)

 

1. QoL global

à GSD-GYN-C versus CAU

Post-Intervention:

Sign. Gruppenunterschiede zugunsten von GSD-GYN-C; ABER: nicht mehr sign. nach Berücksichtigung der Baseline-Unterschiede!

 

Follow-Up:

Sign. Gruppenunterschiede zugunsten von GSD-GYN-C; ABER: nicht mehr sign. nach Berücksichtigung der Baseline-Unterschiede!

 

 

Ansonsten keine sign. Gruppenunterschiede auf den uns interessierenden Variablen

 

Keine berichtet

The Danish Cancer Society, The Health Foundation, Danish Cancer Research Fund, Juliane Marie Centre and The Research Fund of Rigshospitalet, Copenhagen University Hospital; and The Danish Nurses’ Organization Nursing Research Fund

 

Laut Angaben keine COI

Risk of Bias

 

SB1: low

SB2: low

PB: high

DB: high

AB: low

RB: low

 

Viele „baseline imbalances“ die das Ergebnis verzerrt haben könnten

 

Geplante Fallzahl (N=160) erreicht

 

 

Pelekasis et al., 2016: Forming a Stress Management and Health Promotion Program for Women Undergoing Chemotherapy for Breast Cancer: A Pilot Randomized Controlled Trial

RCT, halb-blind, prospektiv, monozentrisch, 2 Arme

 

Randomisiert: N=61

Post-Intervention: N=53

 

Kein ITT-Ansatz; ausgewertet: N=53

 

Land: Griechenland

Brustkrebspatientinnen, während der Chemotherapie, Stage I-IV

 

Geschlecht: 100% weiblich

 

Alter:

Mittelwert: 55,9

Arm A:

NR=30

NP=25

8-Wochen Stress-Management und Gesundheits-Programm (SMGP), 6 wöchentlich 30min Sitzungen,

 

Arm B:

NR=31

NP=28

AC, 15-min Meeting mit Forschenden,

Erhebungszeitpunkte

Baseline

Post-Intervention

 

Primäre Endpunkte:

1. Gesundheit (10- stufige LS)

2. Nachschlafzeit

3. Dauer bis zum Einschlafen

4. Depressivität (DASS-21)

5. Angst (DASS-21)

6. Stress (DASS-21)

7. Wahrgenommene Kontrollierbarkeit bzg. Gesundheit (HLC)

8. Spirituelles Wohlergehen (SWBS)

 

1. Depressivität:

à SMGP versus AC:

Post-Intervention:

Sign. Gruppenunterschiede zugunsten von SMGP (ES r=0.35)

 

2. Angst:

à SMGP versus AC:

Post-Intervention:

Sign. Gruppenunterschiede zugunsten von SMGP (ES r=0.39)

 

 

 

Keine berichtet

Laut Angaben keine Finanzierung

 

Laut Angaben keine COI

Risk of Bias

 

SB1: low

SB2: high

PB: high

DB: high

AB: high

RB: unclear

 

Pilotstudie

 

Keine Fallzahlplanung

 

 

 

Aktas et al., 2015: Effect of Home Care Service on the Sexual Satisfaction of Patients with Gynecologic Cancer

RCT, prospektiv, offen, monozentrisch,

2 Arme

 

Randomisiert: N=70

Post-Intervention: N=70

 

kA zu Analysemethode; Ausgewertet: N=70

 

Land: Türkei

2011-2012

Patientinnen mit gynäkologischem Krebs (44,35% Eierstockkrebs, 40% Uteruskrebs, 15,65% Gebärmutterhalskrebs), Stage I-III, während Chemo- oder Strahlungstherapie, zum ersten Mal wegen Krebs operiert

 

Geshlecht: 100% weiblich

 

Alter:

Mittelwert: 49,3

Arm A:

NR=35

NP=35

Heim-Betreuungs- Service (HBS), Konsulatationen und Betreuung durch Krankenpfleger zuhause (1. Und 12. Woche) sowie die restlichen Wochen 3x/Woche im Krankenhaus

 

Arm B:

NR=35

NP=35

CAU

Erhebungszeitpunkte

Baseline

Post-Intervention

 

 

Primäre Endpunkte:

1. Sexuelle Funktion (GRISS)

2. Sexuelle Zufriedenheit (GRISS)

1. Sexuelle Funktion:

à HBS versus CAU:

Post-Intervention:

Sign. Gruppenunterschiede zugunsten von HBS

 

2. Sexuelle Zufriedenheit:

à HBS versus CAU:

Post-Intervention:

Sign. Gruppenunterschiede zugunsten von HBS

Keine berichtet

 Keine Angaben zur Finanzierung

Laut Angaben keine COI

 

Risk of Bias

 

SB1: unclear

SB2: unclear

PB: high

DB: high

AB: low

RB: low

anscheinend Fallzahlplanung, aber nicht genau beschrieben (keine Power-Analyse berichtet)

 

kein Flowdiagramm o.ä., keine Atrittion-Rate o.ä. berichtet

 

Keine Hinweise für höhere Wirksamkeit des Treatments (7/21)

 

Arving et al., 2019: Early rehabilitation of cancer patients—An individual randomized stepped‐care stress‐management intervention

RCT, offen, prospektiv, monozentrisch,

2 Arme

 

Randomisiert: N=291

Mid-Intervention1: N=276

Mid-Intervention2: N=266

Post-Intervention: N=264

Follow-Up1: N=256

Follow-Up2: N=252

 

ITT-Analyse (aber nur im online-Anhang; im Paper wahrscheinlich die PP-Analyse berichtet); Ausgewertet und im Paper berichtet: N=250-275 (je nach MZP und Outcome)

 

Land: Norwegen

2011-2013

Krebspatienten (42% Brustkrebs, 43% Prostatakrebs), Stage I-III, während (neo-)adjuvanter/kurativer Therapie

 

Geschlecht: 47% weiblich

 

Alter: 22-81

Mittelwert: 61

Arm A:

N=145

NM1=138

NM2=132

NP=130

NFU1=125

NFU2=123

Stepped-Care Stress-Management (SCSM), KVT-Ansätze, Step 1: 2 Sitzungen, Step 2: nach Bedarf zusätzlich 3-8 Sitzungen, alle Sitzungen ca. 45-60min lang; max. Dauer der Intervention: 26 Wochen

 

Arm B:

NR= 146

NM1=138

NM2=134

NP=134

NFU1=131

NFU2=129

CAU

Erhebungszeitpunkte

Baseline

Mid-Intervention1 (6 Wochen Post-Baseline)

Mid-Intervention2 (17 Wochen Post-Baseline)

Post-Intervention

Follow-Up1 (17 Wochen)

Follow-Up2 (69 Wochen)

 

 

Primäre Endpunkte:

1. Krebsbezogene Stressreaktionen (IES)

2. Psychischer Distress (HADS)

3. Emotionale Reaktivität (ELSS)

 

Sekundäre Endpunkte:

1. Depressivität (HADS-D)

2. Angst (HADS-A)

Keine sign. Gruppenunterschiede in relevanten Outcomes

 

Nicht berichtet

Grieg Foundation and the Norwegian Cancer Society

 

Laut Angaben keine COI

Risk of Bias

 

SB1: low

SB2: unclear

PB: high

DB: high

AB: unclear

RB: high

 

Geplante Fallzahl (N=256) erreicht

 

 

Aubin et al., 2019: Cancer!? I don't have time for that: impact of a psychosocial intervention for young adults with cancer

RCT, offen, prospektiv, monozentrisch,

2 Arme

 

Randomisiert: N=113

Post-Intervention: N=99

Follow-Up1: N=95

 

ITT-Analyse mit multipler Imputation (Monte-Carlo) wenn mind. Post-Werte vorlagen

Ausgewertet: N=99

 

Land: Kanada

 

KrebspatientInnen (18-39 Jahre), gemischte Diagnosen (haupts. Brust ~25%, Hodgkin Lymphom 18%)

 

Geschlecht: 78,9% (CAU) und 74,5% (EG) weiblich

 

Alter: ka

Mittelwert: 29,6 (CAU), 30,6 (EG)

Arm A:

N=57

NP=47

NFU1=45

Kurze psychosoziale Intervention für AYACs (EG), 3 Sitzungen, 60min, zweiwöchentlich, 6 Wochen

 

Arm B:

NR= 56

NP=52

NFU1=50

CAU

Erhebungszeitpunkte

Baseline

Post-Intervention

Follow-Up1 (12 Wochen)

 

 

Primäre Endpunkte:

1. Angst (HADS-A)

2. Depressivität (HADS-D)

3. Distress (HADS)

4. QoL global (FACT-G)

5. Selbstwirksamkeit mit chronischer Krankheit (CDSES)

6. Selbstwertgefühl mit Sexualität (Sexuality Scale)

7. Belastung durch Sexualität (Sexuality Scale)

 

Sekundäre Endpunkte:

3. Depressivität (HADS-D)

4. Angst (HADS-A)

Keine sign. Gruppenunterschiede auf relevanten Endpunkten zu keinem Erhebungszeitpunkt

 

Nicht berichtet

Laut Angaben keine COI

Risk of Bias

 

SB1: unclear

SB2: unclear

PB: high

DB: high

AB: unclear

RB: unclear

 

Geplante Fallzahl (N=128) nicht erreicht

 

t-Tests mit Bonferroni-Adjustierung für max. Power

 

 

Garcia et al., 2018: The effect of therapeutic listening on anxiety and fear among surgical patients: randomized controlled trial

RCT, offen, prospektiv, monozentrisch, 2 Arme

 

Randomisiert/Baseline1: N=50

Baseline2: N=50

Post-Intervention: N=50

 

 

kA ob ITT, es haben aber auch alle Teilnehmenden Daten geliefert und Intervention nach Plan abgeschlossen; Ausgewertet: N=50

 

Land: Brasilien

2014-2015

 

DarmkrebspatientInnen vor der OP, Stage I-III

 

Geschlecht; 56% weiblich

 

Alter:

Mittelwert: 57,5

Arm A:

NR/B1=25

NB2=25

NP=25

Therapeutisches Zuhören (TZ; Therapeutic Listening), 30min Gespräch ein Tag vor OP

 

Arm B:

NR/B1=25

NB2=25

NP=25

CAU, nur Assessment ein Tag vor OP für 30min (Researcher nicht für komplette 30min anwesend)

 

Erhebungszeitpunkte

Baseline1

Baseline2

Post-Intervention

 

Primäre Endpunkte:

1. Angst (STAI)

2. Psychophysiologische Parameter (Speichel-Kortisol, Herzrate, Blutdruck etc.)

3. Angst vor OP (SFQ)

Keine sign. Gruppenunterschiede

 

Conselho Nacional de Desenvolvimento Científico e Tecnológico (CNPq), Brazil

 

Keine Angaben über COI

 

Risk of Bias

 

SB1: low

SB2: low

PB: high

DB: high

AB: low

RB: unclear

Geplante Fallzahl (N=50) erreicht

 

 

Hazard Vallerdand et al., 2018: Improving Functional Status in African Americans With Cancer Pain: A Randomized Clinical Trial

RCT, offen, prospektiv, monozentrisch, 2 Arme

 

Randomisiert: N=310

Post-Intervention: N=236

Follow-Up: N=223

 

ITT-Ansatz;

Ausgewertet: N=310

 

Land: USA

Afro-amerikanische PatientInnen mit krebsbezogenen Schmerzen (über 4 auf Likert-Skala (0-10)), 68,22% Brust, 39,13% Lunge, 34,11% Mund, 30,1% urogenital, 24,8% gastrointestinal

 

Geschlecht: 63% weiblich

 

Alter:

Mittelwert:

56,28  

Arm A:

NR=180

NP=130

NFU=122

Power over Pain-Coaching (POP-C), zu Hause durchgeführt, In Woche 2, 4 und 6 Heimbesuche, Telefonate in Woche 3 und 5, Dauer Intervention: 5 Wochen

 

Arm B:

NR=130

NP=106

NFU=101

CAU

Erhebungszeitpunkte:

Baseline

Post-Intervention

Follow-Up (5 Wochen)

 

Primäre Endpunkte:

1. Schmerzen (BPI, PPQ)

2. Schmerzbezogene Belastung (DT, MSAS, PPQ)

3. Funktioneller Status (QOL (QoLS ACPA, KPS, BPI, SF12)

 

Mediatoren:

4. Katastrophisieren von Schmerzen (PCS)

5. Kognitive Kontrolle (SOPA)

6. Pharmakologische Kontrolle (PCS)

7. Erlebte Kontrolle (PPQ, demo)

 

1. Schmerzen:

à POP-C versus CAU:

Post-Intervention:

Keine sign. Gruppenunterschiede, sign. Verbesserung in beiden Gruppen (keine sign. ZeitxGruppe-Interaktion)

 

Follow-Up:

Keine sign. Gruppenunterschiede, aber Verbesserung durch Intervention konnte aufrechterhalten werden (keine Verschlechterung oder Verbesserung)

 

2. Funktioneller Status/QOL

à POP-C versus CAU:

Post-Intervention:

Keine sign. Gruppenunterschiede, sign. ZeitxGruppe Interaktion zugunsten POP-C

 (ES: .19 (estimate/SD))

 

Follow-Up:

kA ob sign., aber Interventionseffekt wahrscheinlich stabil geblieben

 

 

National Cancer Institute, Michigan Center for Urban African American Aging Research

 

Nicht klar, ob COI angegeben ist

Risk of Bias

 

SB1: low

SB2: unclear

PB: high

DB: high

AB: low

RB: unclear

 

ProbandInnen in POP-C sign. älter und längere Zeit seit Diagnose

 

Geplante Fallzahl (N=220) erreicht

 

 

Richardson et al., 2017: A Self-Regulatory Intervention for Patients with Head and Neck Cancer: Pilot Randomized Trial

RCT, offen, prospektiv, monozentrisch, 2 Arme

 

Randomisiert: N=64

Follow-Up1: N=54

Follow-Up2: N=54

 

 

ITT-Ansatz ohne Imputation; ausgewertet: N=59

 

Land: Neuseeland

2014-2015

Kopf- und NackenkrebspatientInnen,

 

Geschlecht: 23,76% weiblich

 

Alter: nicht berichtet

Mittelwert: nicht berichtet

Arm A:

N=31

N=29

N=29

Kurze Selbstregulations-Intervention (brief self-regulatory intervention, BSRI), 3 Sitzungen, je 60min, flexible Sitzungen (je nach Wünschen und Bedarf des/der PatientInnen) + Infobroschüre

 

Arm B:

N=31

N=25

N=25

CAU

Erhebungszeitpunkte

Baseline

Follow-Up1 (12 Wochen Post-Baseline)

Follow-Up2 (24 Wochen)

 

Primäre Endpunkte:

1. QoL (FACT-HN)

2. Distress (GHQ-12)

Krankheitswahrnehmung (Brief IPQ)

1. QoL

à BSRI versus CAU

Follow-Up1:

Keine sign.  Gruppenunterschiede

 

Follow-Up2:

Sign. Gruppenunterschiede zugunsten von BSRI bzgl. Soziale QoL

 

2. Distress:

à BSRI versus CAU:

Follow-Up1:

Keine sign. Gruppenunterschiede

 

Follow-Up2:

Keine sign. Gruppenunterschiede

Keine berichtet

Oakley Mental Health Research Foundation and the Maurice and Phyllis Paykel Trust

 

Laut Angaben keine COI

Risk of Bias

 

SB1: low

SB2: low

PB: high

DB: high

AB: low

RB: unclear

 

Pilotstudie

 

Geplante Fallzahl (N=68) nicht erreicht

 

 

Cheung et al., 2016: A randomized pilot trial of a positive affect skill intervention (lessons in linking affect and coping) for women with metastatic breast cancer

RCT, prospektiv, offen, monozentrisch, 3 Arme

 

 

Randomisiert: N=39

Post-Intervention: N=30

Follow-Up: N=27

 

kA zu Analyse-methode; kA, wie viele ausgewertet

 

Land: USA

2011-2014

Patientinnen mit metastasiertem Brustkrebs

 

Geschlecht: 100% weiblich

 

Alter: 30-73

Mittelwert: 53,35

Arm A:

NR=14

NP=10

NFU1=9

Positive affect skills intervention (Lessons in linking affect and coping, LILAC),5 Wochen, wöchentlich, 5x1h Sitzungen, face-to-face

 

Arm B:

NR=12

NP=9

NFU1=9

LILAC, dieselben Inhalte, nur online und self-paced (also eigenständig durchgeführt), wöchentliche Sitzungen und Hausaufgaben

 

Arm C:

NR=13

NP=11

NFU=9

AC, 5 wöchentliche Sitzungen à 1h, Interviews aber ohne bestimmtes Ziel oder Skilltraining, Hausaufgaben waren tägliche Emotions-Reporte

 

Erhebungszeitpunkte:

Baseline

Post-Intervention

Follow-Up (4 Wochen)

 

Primäre Endpunkte:

1. Depressivität (CES-D)

2. Positive und negative Emotionen (DES)

3. QoL (MQOLS-CA)

4. Achtsamkeit (12 Items von 4 verschiedenen Mindfulness-Skalen)

5. Self-Compassion (SCSF)

1. Depressivität:

à LILAC versus AC:

Post-Intervention:

Keine sign. Gruppenunterschiede

 

Follow-Up:

Keine sign. Gruppenunterschiede; aber sign. within-Veränderung von Baseline zu FU nur in LILAC (d=-.81)

 

2. QoL

à LILAC versus AC:

Post-Intervention:

Keine sign. Gruppenunterschiede

 

Follow-Up:

Keine sign. Gruppenunterschiede

Nicht berichtet

Keine Angaben zur Finanzierung

 

Laut Angaben keine COI

Risk of Bias

 

SB1: unclear

SB2: unclear

PB: high

DB: high

AB: high

RB: unclear

 

Arm A und Arm B wurden bei Ergebnissen als eine Gruppe behandelt, da sich keine Unterschiede zwischen online vs. Face-to-face zeigten

 

 

Pilotstudie

 

Keine Fallzahlplanung

 

 

Singer et al., 2017: Effects of stepped psychooncological care on referral to psychosocial services and emotional well‐being in cancer patients: A cluster‐randomized phase III trial

RCT, prospektiv, offen, multizentrisch, 2 Arme

 

Randomisiert: N=1012

Post-Intervention: N=1012

Follow-Up1: N=kA

Follow-Up2: N=583

 

 

Kein ITT-Ansatz; ausgewertet: N=575

 

Land: Deutschland

2012-2015

KrebspatientInnen (am häufigsten Hals- und Nacken, urogenital, Brust, Prostata, Lunge, Leber, gynäkologisch; aber sehr verschiedene Krebsarten in den Gruppen), Stage I-IV

 

Geschlecht: ca. 40% weiblich

 

Alter: 19-91

Mittelwert: ca. 63,5

Arm A:

NR=570

NP=570

NFU1=kA

NFU2=341

Stepped care, Screening nach Belastungen (Distress), nach Bedarf psychosoziale Beratung

 

Arm B:

NR=442

NP=442

NFU1=kA

NFU2=234

CAU

Erhebungszeitpunkte

Baseline

Post-Intervention (Entlassung vom Krankenhaus)

Follow-Up1 (12 Wochen Post-Baseline; nicht von Post-Intervention aus gerechnet, da individueller stepped care Ansatz)

Follow-Up2 (24 Wochen Post-Baseline)

 

Primäre Endpunkte:

1. Distress (HADS)

 

Sekundäre Endpunkte:

1. Inanspruchnahm von weiterer psychosozialer Betreuung (GHS)

1. Distress:

à SC versus CAU:

Follow-Up2:

Keine sign. Gruppenunterschiede

Nicht berichtet

German Federal Ministry of Health within the framework “Research Within the German National Cancer Plan”

 

Laut Angaben keine COI

Risk of Bias

 

SB1: low

SB2: low

PB: high

DB: high

AB: low

RB: high

 

Randomisierung auf Ebene von Stationen, nicht Patient*innen;

 

Patient*innen mit höheren HADS-Score sign. öfter aus Studie ausgeschieden

 

Hohe Attritionsrate; vor allem wegen vielen Todesfällen

 

Geplante Fallzahl (N=800) nicht erreicht

 

Gruppenpsychotherapie RCTs (2015 – 2020)

 

Referenz/ (Autor,

Jahr,

Journal)

Studientyp

Patienten-merkmale

Interventionen

Untersuchte Endpunkte

Hauptergebnisse

Neben-/ Wechsel­wir­kungen

Finanzierung / Conflict of Interest

Methodische Bemerkungen

Evidenzklasse

Unterstützende Evidenz (12/18)

 

Fernandez-Rodriguez et al. 2020: Behavioral Activation and Acceptance and Commitment Therapy in the Treatment of Anxiety and Depression in Cancer Survivors: A Randomized Clinical Trial

RCT; prospektiv, monozentrisch, offen,

3 Arme

 

Randomisiert: N=66

ITT-Ansatz

Ausgewertet: N=66

(PP-Analyse

Ausgewertet: N=46)

 

Land: Spanien

2016-2018

 

Krebsüberlebende (87% Brust, 4,3% Lunge, Rest anderes) mit Depressionen oder Angststörung (Score über 8 auf einer der Subskalen des HADS); momentan krebs- und behandlungsfrei

 

Geschlecht:

93,5% weiblich

 

Alter:

Mittelwert: 51,49

Arm A:

NB=22

NP=17

NFU=17

Verhaltensaktivierung (VA), 12 wöchentliche Sitzungen à 90min, max. 6 PatientInnen pro Gruppe

 

Arm B:

NB=17

NP=12

NFU=12

ACT, 12 wöchentliche Gruppensitzungen à 90 min, max. 6 PatientInnen pro Gruppe

 

Arm C:

NB=27

NP=23

NFU=17

WL

Erhebungszeitpunkte:

Baseline

Post-Intervention

Follow-Up (3 Monate)

 

Primäre Endpunkte:

1. Depressivität (HADS-D, BDI-IA-SCA)

2. Angst (HADS-A)

3. Distress (HADS)

4. Verstärkung durch die Umwelt (Environmental Reward Observation Scale (EROS))

5. Vermeidung und psychische Inflexibilität (AAQ-II)

6. Verhaltensaktivierung (BADS)

1. Depressivität (HADS-D):

à VA versus ACT versus WL

Sign. ZeitxGruppe-Interaktion

 

Kontraste:

Post-Intervention:

Sign. Gruppenunterschiede zugunsten von VA und ACT, keine Unterschiede zwischen ACT und VA

 

Follow-Up:

Sign. Gruppenunterschiede zugunsten von VA und ACT, keine Unterschiede zwischen ACT und VA

 

 

2. Depressivität (BDI-IA-SCA)

à VA versus ACT versus WL:

Sign. ZeitxGruppe-Interaktion

 

Kontraste:

Post-Intervention:

Sign. Gruppenunterschiede zugunsten von VA und ACT, keine Unterschiede zwischen ACT und VA

 

Follow-Up:

Sign. Gruppenunterschiede zugunsten von VA und ACT, keine Unterschiede zwischen ACT und VA

 

 

3. Angst:

à VA versus ACT versus WL:

Sign. ZeitxGruppe-Interaktion

 

Kontraste:

Post-Intervention:

Sign. Gruppenunterschiede zugunsten von VA und ACT, keine Unterschiede zwischen ACT und VA

 

Follow-Up:

Sign. Gruppenunterschiede zugunsten von VA und ACT, keine Unterschiede zwischen ACT und VA

 

 

4. Distress

à VA versus ACT versus WL:

Sign. ZeitxGruppe-Interaktion

 

Kontraste:

Post-Intervention:

Sign.Gruppenunterschiede zugunsten von VA und ACT, keine Unterschiede zwischen ACT und VA

 

Follow-Up:

Sign. Gruppenunterschiede zugunsten von Va und ACT, keine Unterschiede zwischen ACT und VA

 

 

 

 

 

Keine berichtet

Laut Angaben keine Finanzierung und keine COI

Risk of Bias

 

SB1: low

SB2: unclear

PB: high

DB: high

AB: low

RB: unclear

 

Keine Fallzahlplanung (kA).

 

Berichtete Ergebnisse beziehen sich auf ITT-Analyse, PP-Analyse kommt zu vergleichbaren Ergebnissen

 

 

Emafti (2019):

The Effect of Group Logotherapy on Spirituality and Death Anxiety of

Patients with Cancer: An Open-Label Randomized Clinical Trial.

RCT

prospektiv,

monozentrisch,

offen,

2 Arme

 

Randomisiert:

N = 64

 

kA.

Ausgewertet:

N = 59

 

Land: Iran

2017

 

Krebs-patienten während der Chemo-therapie

 

Geschlecht:

66.1% weiblich

 

Alter: 27-68

M = 46.78

Arm A: EG

NB = 32

NP = 24 (analysiert: N = 29)

Logotherapie Gruppe

10 Sitzungen à 2 h über 5 Wochen

 

Arm B: KG

NB = 32

NP = 30 (analysiert: N = 30)

CAU

 

 

Erhebungszeitpunkte:

Baseline

Post-Intervention

 

Primäre Endpunkte:

1. Todesangst (DAS)

 

Sekundäre Endpunkte:

1. Spiritualität (SQ)

1. Todesangst

àEG vs. CAU

Post Intervention:

Sign. Reduktion der Todesangst zugunsten der EG

 

 

Arm A: EG
SUEs: kA

UEs: kA

 

Arm B: CAU
SUEs: kA
UEs: kA

Golestan and Mazandaran Universities of Medical Sciences

 

Laut Angaben kein COI

 

Risk of Bias

 

SB1: low

SB2: high

PB: high

DB: high

AB: high

RB: low

 

 

Geplante Fallzahl (N = 30 pro Gruppe) erreicht.

 

 

Mani et al. (2019): The effectiveness of group aceptance and commitment psychotherapy on psychological well-being of breast cancer patients in Shiraz, Iran

RCT

prospektiv, monozentrisch, halb-blind,

2 Arme

 

Randomisiert: N = 30

 

kA zu ITT-Verfahren (keine Dropouts)

Ausgewertet: N = 30

 

Land: Iran

2014-2016

Brustkrebspatienten

 

Geschlecht:

100% weiblich

 

Alter:

Mittelwert:

EG: 44.38

KG: 41.46

Arm A:

NB = 15

NP = 15

AC,

8 Sitzungen à 2h,

verteilt über 4 Wochen

 

Arm B:

N = 15

AC, 8 Nicht-therapeutische Gruppensitzungen (Placebo)

Erhebungszeitpunkt:

Baseline

Post-Intervention

 

Primäre Endpunkte:

1. Pos./neg. Affektivität (PANAS)

2. Hoffnung (AHS)

3. QoL

1. QoL

à ACT vs. AC

Post-Intervention:

Sign. Gruppenunterschied zugunsten von ACT (d = 0.72).

 

Keine berichtet.

Finanzierung durch Vize Forschungskanzler der Shiraz University of Medical Sciences

 

Laut Angabe kein COI.

Risk of Bias

 

SB1: low

SB2: unclear

PB: high

DB: high

AB: low

RB: unclear

 

 

Geplante Fallzahl (N = 30) erreicht.

 

 

Peng et al. (2019): Responses of lung cancer survivors undergoing gamma knife surgery to supportive group psychotherapy

RCT,

prospektiv, monozentrisch, offen,

2 Arme

 

Randomisiert:

N = 160

 

PP-Analyse

Ausgewertet:

Baseline:

N = 160

 

Post-Intervention:

N = 155

 

3-Monate-Follow-Up:

N = 150

 

Land: China

2017-2018

 

Lungenkrebspatienten,

Stage III & IV,

Gamma Knife Radiochirurgie (GKS)

 

Geschlecht:

EG: 48.8% weiblich,

KG: 44.9% weiblich

 

Alter:

Mittelwert:

EG: 61.4

KG: 59.4

 

Arm A:

NB = 82

NP = 80

NFU = 78

Unterstützende Gruppenpsychotherapie (SGP):

8 Wochen,

1x/Woche,

90 Min.

 

Arm B:

NB = 78

NP = 75

NFU = 72

TAU

Erhebungszeitpunkte:

Baseline

Post-Intervention

Follow-Up (3 Monate)

 

Primäre Endpunkte:

1. Depressivität (HADS-D)

2. Angst (HADS-A)

 

Sekundärer Endpunkt:

3. QoL, krebsbezogen (EORTC QLQ-C30)

1. Depressivität

à SGP vs. TAU

Post-Intervention und Follow-Up:

Sign. Gruppenunterschiede zugunsten der SGP.

 

2. Angst

à SGP vs. TAU

Post-Intervention und Follow-Up:

Sign. Gruppenunterschiede zugunsten der SGP.

 

3. QoL, krebsbezogen

à SGP vs. TAU

Post-Intervention und Follow-Up:

Sign. Gruppenunterschiede auf allen funktionellen Skalen zugunsten der SGP

 

Keine berichtet.

Laut Angabe kein COI.

Risk of Bias

 

SB1: unclear

SB2: unclear

PB: high

DB: high

AB: unclear

RB: unclear

 

 

Keine Fallzahlplanung (kA)

 

 

Ren et al. (2019): Randomized controlled trial of cognitive behavioural therapy for depressive and anxiety symptoms in Chinese women with breast cancer

RCT,

prospektiv, multizentrisch, offen,

3 Arme

 

Randomisiert:

N = 392

 

ITT-Ansatz

Ausgewertet:

N = 392

 

Land: China

Zeitraum: kA

 

Brustkrebspatientinnen, Angst- und/oder Depressionssymptome

 

Geschlecht:

100% weiblich

 

Alter:

Mittelwert:

KVT: 46.8

SCM: 47.3

UC: 47.1

Arm A:

NB = 98

NFU = 91

KVT:

12 Wochen,

9 Sitzungen,

6-8 TN

 

Arm B:

NB = 98

NFU = 90

Selbstfürsorge/Selbstmanagement (SCM):

12 Wochen.

9 Sitzungen,

6-8 TN

 

Arm C:

NB = 196

NFU = 175

CAU

Erhebungszeitpunkte:

Baseline

Post-Intervention

Follow-Up (8 Wochen)

 

Primäre Endpunkte:

1. Depressivität (HAMD-17)

2. Angst (HAMA-14)

1. Depressivität

à KVT vs. SCM vs. CAU

Sign. Zeit x Gruppe-Interaktion (ηp² = 0.141).

 

Sign. Gruppenunterschied über alle Zeitpunkte zugunsten der KVT > SCM > CAU (ηp² = 0.201)

 

Sign. Effekt der Zeit bei allen Gruppen (ηp² = 0.701), aber KVT > SCM > CAU

 

Post-Intervention: HAMD-Werte in KVT-Gruppe unter Cut-Off.

 

2. Angst

à KVT vs. SCM vs. CAU

Sign. Zeit x Gruppe-Interaktion (ηp² = 0.092).

 

Sign. Gruppenunterschied über alle Zeitpunkte zugunsten der KVT > SCM > CAU (ηp² = 0.173)

 

Sign. Effekt der Zeit bei allen Gruppen (ηp² = 0.701), aber KVT > SCM > CAU

 

Post-Intervention: HAMA-Werte in KVT-Gruppe unter Cut-Off.

 

Keine berichtet.

Finanzierung durch National Key Technologies R&D Programm, 11. 5-Jahresplan des Ministeriums für Wissenschaft und Technik der Volksrepublik China. Kein weiterer Einfluss der Geldgeber auf Studienplanung, -durchführung und Auswertung.

 

Laut Angabe kein COI.

Risk of Bias

 

SB1: low

SB2: unclear

PB: high

DB: high

AB: low

RB: high

 

 

Post-hoc Power Analyse:

“Power analyses based on the sample size showed that the study retained 90% power to identify the effect sizes, with an α of 0.05.”

 

 

Tomei et al. (2018). Examining the preliminary efficacy of an intervention for fear of cancer recurrence in female cancer survivors: a randomized controlled clinical trial pilot study

RCT,

prospektiv, monozentrisch, offen,

2 Arme

 

Randomisiert:

N = 25

 

kA zu ITT-Verfahren

Ausgewertet:

N = 24

 

Land: Kanada

Zeitraum: kA

Krebspatientinnen (Brustkrebs, gynäkologische und okuläre Melanome)

 

Geschlecht:

100% weiblich

 

Alter: 34-74

Mittelwert: 55

Arm A:

N=11

Rezidivangst-(Fear of Cancer Recurrence (FCR)) Intervention, 6 Wochen, wöchentliche Sitzungen à 60-90min

 

Arm B:

N = 14

WL

Erhebungszeitpunkte:

Baseline

Post-Intervention

Follow-Up (3 Monate)

 

Primärer Endpunkt:

1. Rezidivangst (FCRI)

 

Sekundäre Endpunkte:

2. Distress (IES)

3. QoL (SF-8)

4. Unsicherheit (MUIS-C)

5. Wahrgenommene Vorteile des sich Sorgens (WW-H, IUS)

Coping (CAQ, RQ; Brief COPE-Q))

1. Rezidivangst

à EG vs. WL

Sign. Gruppe x Zeit-Interaktion

 

Sign. Verbesserungen zu Post und FU für EG, nicht für KG

 

2. Distress

à EG vs. WL

Sign. Gruppe x Zeit-Interaktion

 

3. QoL

à EG vs. WL

Keine sign. Gruppe x Zeit-Interaktion

Keine berichtet.

Laut Angabe kein COI.

Risk of Bias

 

SB1: low

SB2: low

PB: high

DB: high

AB: low

RB: high

 

 

Pilot-Studie

 

Geplante Fallzahl (N = 14 pro Gruppe) nicht erreicht.

 

 

Pettiford et al. (2017): A bio-psychosocial intervention program for improving quality of life in breast cancer survivors – final outcome of a prospective randomized trial

RCT,

prospektiv, monozentrisch, offen,

2 Arme

 

Randomisiert:

N = 120 (N = 60 pro Gruppe)

 

PP-Analyse

Ausgewertet:

N = 103

 

Land: USA

Zeitraum: kA

 

Brustkrebspatienten

 

Geschlecht: 100% weiblich

 

Alter:

Mittelwert:

EG: 59.7

KG: 60.0

 

Arm A:

N = 47

Biopsychosoziale Intervention (BPSI):

Mind. 1 Gruppensitzung & optionale Follow-Up-Einzelsitzung

 

Arm B:

N = 56

TAU (standard of cancer and follow-up care, SOC)

Erhebungszeitpunkte:

Baseline

Post-Intervention

Follow-Up1 (6 Monate)

Follow-Up2 (12 Monate)

Follow-Up3 (18 Monate)

 

Primärer Endpunkt:

1. QoL (FACT-B Gesamtscore)

1. QoL

à BPSI vs. TAU

Post-Intervention:

Kein sign. Gruppenunterschied.

 

Follow-Up1:

Sign. Gruppenunterschied zugunsten von BPSI.

 

Follow-Up2:

Sign. Gruppenunterschied zugunsten von BPSI.

 

Follow-Up 3:

Kein sign. Gruppenunterschied.

 

 Keine berichtet.

Laut Angabe kein COI.

Risk of Bias

 

SB1: low

SB2: unclear

PB: high

DB: high

AB: unclear

RB: unclear

 

 

Geplante Fallzahl (N = 60 pro Gruppe) nicht erreicht.

 

 

Van der Spek et al. (2017): Efficacy of meaning-centered group psychotherapy for cancer survivors: a randomized controlled trial

RCT,

prospektiv, multizentrisch, offen,

3 Arme

 

Randomisiert:

N = 170

 

ITT-Ansatz

Ausgewertet:

N = 170

 

Land: Niederlande

2012-2014

Krebsüberlebende, diagnostiziert in den letzten 5 Jahren, abgeschlossene Therapie

 

Geschlecht:

MCGP-CS: 70% weiblich

SGP: 88% weiblich

CAU: 90% weiblich

 

Alter:

Mittelwert:

MCGP-CS: 58.6

SGP: 55.5

CAU: 10.4

Arm A:

NB = 57

NP = 50

NFU1 = 48

NFU2 = 45

Sinnbasierte Gruppenpsychotherapie für Krebsüberlebende (MCGP-CS):

8 Wochen,

1x/Woche,

2h

 

Arm B:

NB = 56

NP = 49

NFU1 = 48

NFU2 = 46

Sozial-unterstützende Gruppentherapie (SGP):

8 Wochen,

1x/Woche,

2h

 

Arm C:

N = 57

NP = 47

NFU1 = 40

NFU2 = 35

CAU

Erhebungszeitpunkte:

Baseline

Post-Intervention

Follow-Up1 (12 Wochen)

Follow-Up2 (24 Wochen)

 

 

Primärer Endpunkt:

1. Persönliche Bedeutung (personal meaning, PMP-DV)

 

Sekundäre Endpunkte:

2. Psychisches Wohlbefinden (SPWG: 8 Subscalen)

3. Posttraumatisches Wachstum (PTGI)

4. Mentale Anpassung an Krebs (MAC, 5 Subscalen)

5. Optimismus (LOT-R)

6. Hoffnungslosigkeit (BHS)

7. Distress (HADS Geamtscore, Angst: HADS-A, Depressivität: HADS-D)

8. QoL global (EORTC QLQ-C30)

 

1. Psychische Belastung

à MCGP-CS vs. CAU

 

Follow-Up1:

Sign. Gruppenunterschiede für psychische Belastung und Depressivität zugunsten der MCGP-CS (d = -0.6 bzw. d = -0.38). Keine sign. Gruppenunterschiede hinsichtlich Angst.

 

Zu Post-I. und Follow-Up2 keine sign. Gruppenunterschiede

 

2. QoL

è  MCGP-CS vs. CAU

Post-Intervention & Follow-Up1 bzw. 2:

Keine sign. Gruppenunterschiede.

 

 

 

Keine berichtet

Laut Angabe kein COI.

Risk of Bias

 

SB1: low

SB2: low

PB: high

DB: high

AB: low

RB: high

 

 

Geplante Fallzahl (N = 56 pro Gruppe zu Baseline) erreicht.

 

 

Dowlatabadi (2016):

The effectiveness of group positive psychotherapy on depression and happiness in breast cancer patients: A randomized controlled trial.

RCT

prospektiv,

monozentrisch,

offen,

2 Arme

 

Randomisiert:

N = 42

 

PP-Analyse

Ausgewertet:

N = 33

 

Land: Iran

2013-2015

 

Brustkrebs-patientinnen

 

Geschlecht:

100% weiblich

 

Alter:

24-32: 30.3%

33-41: 54.5%

42-50: 15.2%

 

Arm A: IG

NB = 21

NP = 16

Positivistische Gruppen-psychotherapie (PGT)

10 x 1,5 h, wöchentliche Sitzungen

 

Arm B: KG

NB = 21

NP = 17

Keine Intervention

Erhebungszeitpunkte:

Baseline

Post-Intervention

 

Primäre Endpunkte:

1. Depressivität (BDI-II)

2. Glückselig-keit (OHI)

 

1. Depressivität

à PGT vs KG

Post Intervention:

Sign. Reduktion der Depressivität zugunsten der PGT

 

Arm A: IG
SUEs: kA

UEs: kA

 

Arm B: KG
SUEs: kA
UEs: kA

Kermanshah University of Medical Sciences (Iran)

 

Laut Angaben kein COI

Risk of Bias

 

SB1:unclear

SB2: unclear

PB: high

DB: high

AB: low

RB: high

 

 

Keine Fallzahlplanung (kA).

 

 

Mohabbat-Bahar et al. (2015): Effectiveness of group training based on acceptance and commitment therapy on anxiety and depression of women with breast cancer

RCT,

prospektiv, monozentrisch, offen,

2 Arme

 

Randomisiert:

N = 30

 

kA zu ITT-Verfahren (keine Dropouts)

Ausgewertet: N = 30

 

Land: Iran

Zeitraum: kA

 

 

Brustkrebspatienten

Stage I-III, abgeschlossene Therapie

 

Geschlecht:

100% weiblich

 

Alter:

EG: 44-59,

Mittelwert: 49.66

 

KG: 29-59

Mittelwert: 45.4

 

Arm A:

N = 15

ACT,

8 Gruppen-

therapiesitzungen à 90 Min.,

verteilt über 4 Wochen

 

Arm B:

N = 15

TAU

Primäre Endpunkte:

1. Angst (BAI)

2. Depressivität (BDI-II)

1. Angst

à ACT vs. TAU

Post-Intervention:

Sign. Gruppenunterschied zugunsten der ACT (η = 0.545)

 

2. Depressivität

à ACT vs. TAU

Post-Intervention:

Sign. Gruppenunterschied zugunsten der ACT (η = 0.616)

Keine berichtet.

Laut Angabe kein COI.

Risk of Bias

 

SB1: unclear

SB2: unclear

PB: high

DB: high

AB: low

RB: unclear

 

 

Keine Fallzahlplanung (kA).

 

 

Stagl et al. (2015). Long-term psychological benefits of cognitive-behavioral stress management for women with breast cancer_ 11-year follow-up of a randomized controlled trial

RCT,

prospektiv, monozentrisch, einfach verblindet,

2 Arme

 

Randomisiert:

N = 240

 

PP-Ansatz

Ausgewertet:

N = 100 (CBSM: N = 49, KG: N = 51)

 

Land: USA

1998-2005 (Follow-Up: 2013)

Nicht metastatischer Brustkrebs,

Stage 0-IIIb,

2-10 Wochen Post-OP

 

Geschlecht:

100% weiblich

 

Alter:

Mittelwert (Follow-Up):

62.47

Arm A:

NB = 120

NP = 96

NFU1 = 95

NFU2 = 60

NFU3 = 49

Kognitiv-behaviourales Stressmanagment (CBSM):

10 Wochen,

1x/Woche,

90 Min.

 

Arm B:

NB = 120

NP = 98

NFU1 = 96

NFU2 = 70

NFU3 = 51

AC, Psychoedukatives “Selbsthilfe” Seminar (1 Tag)

 

Erhebungszeitpunkte:

Baseline

Post-Intervention

Follow-Up1 (6 Monate)

Follow-Up2 (4,5 Jahre)

Follow-Up3 (8-15 Jahre Jahre)

 

Primäre Endpunkte:

1. Depressivität (CES-D)

2. QoL, (FACT-B)

1. Depressivität

à CBSM vs. AC

Follow-Up 3:

Sign. Gruppenunterschiede zugunsten des CBSM

 

2. QoL

à CBSM vs. AC

Follow-Up 3:

Sign. Gruppenunterschiede zugunsten des CBSM

 

Keine berichtet.

Finanzierung durch National Cancer Institute oft he National Institutes of Health.

 

M. H. Antoni: erhält Lizenzgebühren für Veröffentlichung und dazugehörige Materialien

 

Risk of Bias

 

SB1: unclear

SB2: unclear

PB: high

DB: low

AB: low

RB: unclear

 

 

Keine a priori Fallzahlplanung (kA).

 

" The current sample size was sufficient to detect an effect of medium magnitude with 95% power".

 

 

Weisflog et al. (2015): Does psychodynamic short-term psychotherapy for depressed breast cancer patients also improve fatigue? Results from a randomized controlled trial

RCT,

prospektiv, multizentrisch, offen,

2 Arme

 

Randomisiert:

N = 157

 

PP-Ansatz

Ausgewertet:

N = 106

 

Land: Deutschland

Zeitraum: kA

 

Brustkrebspatientinnen, HADS-D Score über oder gleich Cut-Off (HADS C 8) bzw. mind. 1 depressive Störung

 

Geschlecht:

100% weiblich

 

Alter:

Mittelwert:

EG: 52.6

KG: 52.3

Arm A:

NB = 78

NP = 52

Psychodynamische Kurzzeittherapie (STPP)

 

Arm B:

NB = 79

NP = 54

TAU

Erhebungszeitpunkte:

Baseline

Post-Intervention

 

Primärer Endpunkt:

1. Fatigue (MFI-20)

 

Sekundäre Endpunkte:

2. QoL global (EORTIC QLQ-30)

3. Depressivität (SCID-I, HADS-D)

 

à sekundäre Endpunkte in Beutel et al. 2014 berichtet und daher nicht mit aufgenommen

1.     Fatigue

à STPP vs. TAU

Sign. Zeit x Gruppe-Interaktion für Gesamtscore zugunsten von STPP

 

Post-Intervention:

Abnahme der Fatigue-Werte beider Gruppen

 

Keine berichtet.

Laut Angabe kein COI.

Risk of Bias

 

SB1: low

SB2: low

PB: high

DB: high

AB: high

RB: high

 

 

Keine Fallzahlplanung (kA)

 

 

Keine Hinweise für höhere Wirksamkeit des Treatments (6/18)

 

Conley & Andersen (2019):

Lemons to Lemonade: Effects of a Biobehavioral Intervention for Cancer
Patients on Later Life Changes.

RCT

prospektiv,

monozentrisch,

offen,

2 Arme

 

Randomisiert:

N = 227

 

PP-Analyse

Ausgewertet:

12 Monate:

N = 201

24 Monate:

N = 160

 

Land: USA

kA zum Zeitraum

Brustkrebs-patientinnen (Stadien II oder III)

 

Geschlecht:

100% weiblich

 

Alter:

M = 51

 

Arm A: BBI

(biobehavioral intervention)

NB = 114

NP = 106

NFU = 85

Psychosoziale Gruppen-intervention (Stress, QoL, Gesundheits-verhalten)

18 x 1,5h, wöchentliche Sitzungen

+

8 monatliche Sitzungen,

Insgesamt 12 Monate

 

Arm B: KG

NB = 113

NP = 95

NFU = 75

Keine Intervention

 

Erhebungszeitpunkte:

Baseline

Post-Intervention

Follow-Up (12 Monate)

 

Primäre Endpunkte:

1. Gedanken über Veränderung

 

Sekundäre Endpunkte:

2. Distress (IES)

3. Depressivität (CES-D)

1. Distress

à BBI vs. KG

Follow-Up:

Keine sign. Gruppenunterschiede

 

2. Depressivität

à BBI vs. KG

Follow-Up:

Keine sign. Gruppenunterschiede

Arm A: BBI
SUEs: kA

UEs: kA

 

Arm B: KG
SUEs: kA
UEs: kA

National Cancer Institute (USA)

+

National Institute of Mental Health (USA)

+

American Cancer Society

+

U.S. Army Medical Research Acquisition Activity Breast Cancer Research Program

+

Walther Cancer Institute

 

Laut Angaben kein COI

Risk of Bias

 

SB1: low

SB2: unclear

PB: high

DB: high

AB: unclear

RB: unclear

 

 

Geplante Fallzahl (N = 200) zu Baseline & Post-Intervention erreicht.

 

 

Esplen (2018):

Restoring Body Image After Cancer (ReBIC): Results of

a Randomized Controlled Trial.

RCT

prospektiv,

multizentrisch,

offen,

2 Arme

 

Randomisiert:

N = 194

 

ITT-Analyse

Ausgewertet : N=194

 

Land: Kanada

kA zum Zeitraum

Brustkrebs-Überlebende, abgeschlossene Krebsbehandlung seit min. 2 Jahren, Stage I-III

 

Geschlecht: 100% weiblich

 

Alter:

Mittelwert: 49,8

Arm A:

NB=131

NP=111

NFU1=108

NFU2=104

Restoring body image after cancer (ReBIC), 8-wöchige 90min Gruppenintervention, wöchentliche Sessions, beinhaltete expressive guided-imagery Übungen sowie Gruppentherapieprinzipien

 

Arm B:

NB=63

NP=54

NFU1=108

NFU=53

CAU + schriftliche edukative Infos

 

Erhebungszeitpunkte:

Baseline

Post-Intervention

Follow-Up1 (4 Monate)

Follow-Up2 (10 Monate)

 

Primäre Endpunkte:

1. Körperbild (BIS, BIBCQ)

2. Sexuelle Funktion (FSFI)

3. QoL global (FACT-B)

1. Sexuelle Funktion:

à ReBIC versus CAU:

Post-Intervention:

Follow-Up1:

Follow-Up2:

Keine sign. ZeitxGruppe-Interaktion, keine sign. Gruppenunterschiede

 

2. QoL

à ReBIC versus CAU:

Post-Intervention:

Follow-Up1:

Follow-Up2:

Keine sign. ZeitxGruppe-Interaktion, keine sign. Gruppenunterschiede

 

 

Keine berichtet

Canadian Breast Cancer Research Alliance and a grant from the Canadian Breast Cancer Foundation

 

Laut Angaben keine COI

 

 

Risk of Bias

 

SB1: low

SB2: unclear

PB: high

DB: high

AB: low

RB: unclear

 

 

Keine Fallzahlplanung (kA).

 

 

Ho et al. (2016): Randomized controlled trial of supportive-expressive group therapy and body-mind-spirit interventions for Chinese non-metastatic breast cancer patients

RCT

prospektiv, multizentrisch, offen,

3 Arme

 

Randomisiert: N = 157

 

ITT-Ansatz

Ausgewertet: N = 157

 

Land: Hong Kong (China)

2002-2004

Nicht-metastatische Brustkrebspatienten

Stage: I-III,

Abgeschlossene Behandlung

 

Geschlecht:

100% weiblich

 

Alter:

Mittelwert: 47.7

Arm A:

NB = 51

NP = 50

NFU1 = 49

NFU2 = 48

Body-Mind-Spirit-Therapie (BMS):

8 Wochen

2h/Woche

8-12 TN/Gruppe

 

Arm B:

NB = 49

NP = 47

NFU1 = 47

NFU2 = 44

Supportive-Expressive Therapie (SEG)

8 Wochen

2h/Woche

8-12 TN/Gruppe

 

Arm C:

NB = 57

NP = 51

NFU1 = 48

NFU2 = 47

TAU

Erhebungszeitpunkte:

Baseline

Post-Intervention

Follow-Up1 (7 Monate)

Follow-Up2 (11 Monate)

 

Primäre Endpunkte:

1. Emotionsunterdrückung (CECS)

2. Stresserleben (PSS, chinesische Version)

3. Angst (C-HADS-A)

4. Depressivität (C-HADS-D)

1. Angst

à BMS vs. SEG vs. TAU

Post-Intervention, Follow-Up1 & 2:

Keine sign. Veränderung in jeglicher Gruppe.

Keine sign. Gruppenunterschiede.

 

 

2. Depressivität

à BMS vs. SEG vs. TAU

Post-Intervention, Follow-Up1 & 2:

Keine sign. Veränderung in jeglicher Gruppe.

Keine sign. Gruppenunterschiede.

 

 

Keine berichtet.

Finanzierung durch Hong Kong Cancer Fund und Hong Kong Research Grants Council. Laut Angabe keinen Einfluss auf Studiendesign, Datenerhebung, Analyse, Berichterstellung, Entscheidung für Veröffentlichung.

 

Laut Angabe kein COI.

Risk of Bias

 

SB1: low

SB2: unclear

PB: high

DB: high

AB: low

RB: unclear

 

 

Geplante Fallzahl (N = 150) erreicht.

 

 

Naccarato et al. (2016): Psychotherapy and phosphodiesterase-5 inhibitor in early rehabilitation after radical prostectomy: a prospective randomised controlled trial

RCT,

prospektiv, monozentrisch, offen,

4 Arme

 

Randomisiert:

N = 56

 

PP-Analyse

Ausgewertet:

N = 53

 

Land: Brasilien

 

Prostatakrebspatienten mit radikaler Prostatektomie (RP), frühes Rehabilitationsstadium

 

Geschlecht: 100% männlich

 

Alter: 39-76

Mittelwert: 61.84

Arm A:

N = 16

Gruppen-PT

Wöchentlich,

2 Sitzungen vor RP, 12 nach RP

 

Arm B:

N = 12

Medikation (M): Lodafenil 80 mg/1 Tablette pro Woche

 

Arm C:

N = 14

Gruppen-PT & Medikation

 

Arm D:

N = 11

TAU

 

Erhebungszeitpunkte:

Baseline

Post-Intervention

 

Primäre Endpunkte:

1. Sexuelle Funktion (IIEF-5)

2. QoL (SF-36)

1. Sexuelle Funktion

à TAU vs. PT vs. M vs. PT & M

Post-Intervention:

Nur PT & M zeigt keine sign. Verschlechterung des IIEF-5

 

2. QoL

à TAU vs. PT vs. M vs. PT & M

Post-Intervention:

Sign. Verschlechterung d. Skalen phys. Gesundheit & Rollenfunktion aller Gruppen

 

Arm A: TAU

SUEs: 0/11

UEs: 0/11

 

Arm B: PT

SUEs: 0/16

UEs: 0/16

 

Arm B: Medikation

SUEs: 0/12

UEs: 0/12

(keine sign. S/UEs)

 

Arm D: PT & Medikation

SUEs: 0/14

UEs: 0/14

kA

Risk of Bias

 

SB1: low

SB2: low

PB: high

DB: high

AB: unclear

RB: unclear

 

 

Geplante Fallzahl (N = 11 pro Gruppe) erreicht.

 

 

Schneider et al. (2016): Ergebnisse einer psychoonkologischen Gruppenintervention bei männlichen Krebspatienten ab 60 Jahre  - eine randomisiert kontrollierte Studie

RCT,

prospektiv, monozentrisch, offen,

2 Arme

 

Randomisiert:

N = 51

Post-Intervention: N=45

Follow-Up: N=38

 

kA zur Auswertungs-Strategie

 

Land: Deutschland

Zeitraum:

10/2012 – 08/2014

 

Prostatakarzinom oder gastrointestinales Malignom aller Krankheitsstadien

 

Geschlecht:

100% männlich

 

Alter:

Mittelwert:

67.2

Arm A:

NB = 25

NP = 23

NFU = 20

Psychosoziale Gruppenintervention,

10 Wochen,

1 Sitzung/Woche,

120 Min.,

6-10 TN

 

Arm B:

NB = 26

NP = 22

NFU = 18

TAU

Erhebungszeitpunkte:

Baseline

Post-Intervention

Follow-Up (3 Monate)

 

Primärer Endpunkt:

1. QoL global (EORTIC QLQ-C30)

 

Sekundäre Endpunkte:

2. Angst (HADS-A)

3. Depressivität (HADS-D)

4. Zufriedenheit mit dem Gruppenprogramm (Fragebögen aus Manual Weis (2006))

1. QoL (global)

à Gruppe vs. TAU

Post-Intervention:

Keine sign. Gruppenunterschiede

 

Follow-Up:

Keine sign. Gruppenunterschiede

 

 

2. Depressivität

à Gruppe vs. TAU

Post-Intervention:

Keine sign. Gruppenunterschiede

 

Follow-Up:

Keine sign. Gruppenunterschiede

 

3. Angst

à Gruppe vs. TAU

Post-Intervention:

Keine sign. Gruppenunterschiede

 

Follow-Up:

Sign. höhere Angstwerte in Gruppe!

 

Sign. Verschlechterung der Interventionsgruppe ggü. TAU auf Schlafstörungsskala sowie emotionaler Funktionsfähigkeit

KA

Risk of Bias

 

SB1: unclear

SB2: unclear

PB: high

DB: high

AB: unclear

RB: unclear

 

 

Keine Fallzahlplanung (kA)

 

Keine Angabe von Drop-Out-Gründen

 

 

Freeman et al., 2015: A randomized trial comparing live and telemedicine deliveries of an imagery-based behavioral intervention for breast cancer survivors: reducing symptoms and barriers to care

RCT

prospektiv, multizentrisch, offen,

3 Arme

 

Randomisiert: N = 118

 

ITT-Ansatz

Ausgewertet: N = 118

 

Land: USA

2008-2010

Brustkrebs-Überlebende, mindestens 6 Wochen nach abgeschlossener Behandlung

 

Geschlecht:

100% weiblich

 

Alter:

Mittelwert: 55.44

 

Imaginationsbasierte Verhaltensintervention (Arm A & B):

1x/Woche à 4h,

1.-4. Sitzung: 25 Min. Theorie, 25 Min. Interaktion in Triaden

5. Sitzung: Präsentation ind. Beiträge & Feedback

 

Arm A:

NB = 48

NP = 41

NFU = 40

Gruppenangebot Edukation+Imagination+Übungen (Life Delivery, LD), 50min (25min Input, 25min Interaktion), wöchentlich, 5  Wochen + Übungen zuhause

 

Arm B:

NB = 23

NP = 19

NFU = 19

Wie oben, nur:

Online-Gruppe, Telemedizin (telemedecine delivery, TD)

 

Arm C:

NB = 47

NP = 44

NFU = 43

 

WL, Angebot der ERL-Intervention nach 3-Monats-Follow-Up

 

Erhebungszeitpunkte:

Baseline

Post-Intervention

Follow-Up (2 Monate)

 

Primärer Endpunkt:

1. Allg. QoL (SF-36): physisch (PCS), psychisch (MCS)

 

Sekundäre Endpunkte:

2. Krebsbezogene QoL (FACT-B)

3. Fatigue (FACIT-F)

4. Wahrgen. kogn. Funktionsfähigkeit (FACT-Cog)

5. Spirituelles Wohlbefinden (FACIT-Sp-Ex)

6. Distress (BSI-GSI)

7. Schlafstörungen (PSQI)

1. Allg. QoL (psychisch)

à LD vs. TD vs. WL:

Keine sign. Effekte für Zeit, Gruppe, Zeit x Gruppe-Interaktion.

 

 

2. Krebsbezogene QoL

à LD vs. TD vs. WL:

Sign. Effekt für Zeit.
Keine sign. Effekte für Gruppe, Zeit x Gruppe-Interaktion.

 

 

3. Fatigue

à LD vs. TD vs. WL:

Sign. Effekt für Gruppe.

Keine sign. Effekte für Zeit, Zeit x Gruppe-Interaktion.

 

 

4. Distress

à LD vs. TD vs. WL:

Keine sign. Effekte für Zeit, Gruppe, Zeit x Gruppe-Interaktion.

 

 

Keine berichtet.

Finanzierung durch Small Business Innovating Research-Subvention

+

Krebspräventions-Stipendium für Mitarbeitende (NCI grant)

 

 

Laut Angaben kein COI.

Risk of Bias

 

SB1: low

SB2: unclear

PB: high

DB: high

AB: low

RB: unclear

 

 

Keine Fallzahlplanung

 

Entspannungsverfahren und imaginative Verfahren

 

Referenz/ (Autor,

Jahr,

Journal)

Studientyp

Merkmale untersuchter Studien

Interventionen

Untersuchte Endpunkte

Hauptergebnisse

Neben-/ Wechsel­wir­kungen

Methodische Bemerkungen

Evidenzklasse

Hilfiker et al. 2018:

"Exercise and other non-pharmaceutical interventions for cancer-related fatigue in patients during or after cancer treatment: a systematic review incorporating an indirect-comparisons meta-analysis."

 

Eingeschlossene Primärstudien:

245 Primärstudien

Indirect-comparison MA

 

Suchzeitraum:

Januar 2017

 

Datenbanken:

Pubmed

CENTRAL

 

Einschluss-kriterien:

P: erwachsene Krebspatienten

I: Bewegungs- oder nicht-pharmakologische Therapie

C: TAU/UC

O: Fatigue

S: RCTs

 

 

112 RCTs in MA

Intervention während laufender Krebsbehandlung

 

133 RCTs in MA

Interventionen nach abgeschlossener Krebsbehandlung

 

 

 

RCTs

 

Brustkrebs (126)

Hämatologischer Krebs (10)

Prostatakrebs (18)

Kolorektaler Krebs (7)

Gemischte Krebsidiagnosen (52)

 

Geschlecht:

>65% weiblich

 

Mittleres Alter:

kA

 

Länder :

Keine zusammenfas-senden Angaben, Details in Appendices

 

Inhalte:

Während Behandlung

Ausdauer (34)

Ausdauer + Gewichte (23)

CBT (18)

Entspannung (12) à inkl. Atmung, Stretching, Meditation

Yoga (10)

Gewichte (10)

Multimodal (6)

Massage (4)

Heilende Berührung (3)

Tanztherapie (2)

Musiktherapie (1)

 

Nach Behandlung

Ausdauer (30)

Ausdauer + Gewichte (32)

CBT (29)

Entspannung (kA) à inkl. Atmung, Stretching, Meditation

Yoga (kA)

Gewichte (kA)

Multimodal (kA)

Massage (kA)

Heilende Berührung (kA)

Tanztherapie (kA)

Musiktherapie (kA)

 

Dauer/Frequenz/

Länge:

3-52 Wochen

0-12 Wochen Follow-Up

Individual-, Gruppen-, und Paarsetting, Tele- und EHealth

 

Kontrollgruppen:

TAU/UC

Primäre Endpunkte:

1.Fatigue

 

Verwendete Messinstrumente:

CFS

PFS

PFS-Revised

EORTC QLQ-C30 Fatigue

BFI

POMS

FACIT-F

FACT-F

etc.

 

1. Fatigue

Während Behandlung

àEntspannung:

Post-Intervention:

12 RCTs,

I2 = 88%; SMD=–0.77

[–1.22, –0.31, p <.05>

 

Nach Behandlung

àEntspannung:

Post-Intervention:

? RCTs,

I2 = ? %; SMD=–0.05

[–0.64, 0.53, p <.05>

 

Keine SUEs berichtet

Primärstudien:

RCTs mit low RoB

"Over all comparisons, the random sequence generation was

adequate in most trials (97%); allocation concealment was

problematic in 61% of the trials. Baseline characteristics were

not balanced in 17% of the studies; patients and outcome

assessor could not be blinded in most trials (99%), therapists

were never blinded. More than 15% of drop-outs were present

in 36% of the trials and only 51% of the trials reported an

intention-to-treat analysis. (p.654)

 

Review:

AMSTAR-2: critically low quality

Method.Mängel in

kritischer Domäne

2,7,11,15

non-kritischer Dom.

1,3,10

 

 

Sensitivitäts-analysen:

Ausschluss von Studien mit n<25 Teilnehmern pro Arm; Effekte generell kleiner, keine Änderung des Signifikanzniveaus in relev. Effekten; kein Einfluss auf Heterogenität

 

Publikations-bias:

Egger's Test liefert Hinweise Publikations-Bias in relev. Vergleichen

1a-

Sanjida et al. 2018:

"Are psychological interventions effective on anxiety in cancer patients? A systematic review and meta-analyses."

 

Eingeschlossene Primärstudien:

71 Primärstudien in qual. Review / 51 in Meta-Analysen

SysRev & MA

 

Suchzeitraum:

Januar 1993– Juni 2017

 

Datenbanken:

CENTRAL

Medline

Embase

CINHAL

Scopus

PsycInfo

 

Einschluss-kriterien:

P: erwachsene Krebspatienten

I: psychosoziale Intervention

C: alternative Intervention, TAU/UC, Warteliste

O: Angst, Distress

S: RCTs

 

 

71 RCTS, N=13098 Patientinnen

 

51 RCTs, N=8283 Patientinnen in MA

 

RCTs

 

Brustkrebs (36)

Gynäkologische Tumore (3)

Prostata- und Hodenkrebs (2)

Sonstige Krebsidiagnosen (29)

 

Geschlecht:

74,6% weiblich

 

Mittleres Alter:

55

 

Länder :

USA (19)

Europa (29)

Weitere (53)

 

Inhalte:

14 x CBT

12 x Entspannungs-verfahren

9x Psychosoziale Therapie

13x "Supportive Care Interventions"

3x gestufte Interventionen ("stepped care")

20x sonstige

 

Dauer/Frequenz/

Länge:

4 Tage – ein Jahr

 

Kontrollgruppen:

alternative Intervention

TAU/UC

Warteliste

Primäre Endpunkte:

1. Angst

 

Verwendete Messinstrumente:

Angst

HADS

STAI

POMS

 

1. Angst

àGesamteffekt:

Post-Intervention:

51 RCTs, n=7491

I2 = 68%; SMD=–0.21

[–0.30, –0.13, p < .001]

à Sensitivitätsanalyse: Entfernung der Studie mit größtem und kleinsten Effekt, keine Änderung des Ergebnis

 

àEntspannung:

Post-Intervention:

12 RCTs,

I2 = 78%; SMD=–0.53

[–0.79, –0.26, p < .05]

Keine SUEs berichtet

Primärstudien:

RCTs mit low RoB

SB: 18

PB: 2

DB: 7

AB: 42

RB: 48

OB: kA

 

Review:

AMSTAR-2: critically low quality

Method.Mängel in

kritischer Domäne

7,11,15

non-kritischer Dom.

5,8

 

 

Sensitivitäts-analysen:

durchgeführt, siehe Hauptergebnisse

 

Durchführung von Subgruppen-analysen, teilweise in Hauptergebnissen aufgeführt

 

Publikations-bias: "Studies

with a sample size of less than 40 participants were excluded to

reduce the potential influence of publication bias and inflated ES

common in small studies."

1a

 

Tian et al. 2020: "Progressive muscle relaxation is effective in preventing and alleviating of chemotherapy-induced nausea and vomiting among cancer patients: a systematic review of six randomized controlled trials."

 

Eingeschlossene Primärstudien :

Arakawa et al. 1995

Arakawa et al. 1997

Li et al. 2019

Luo et al. 2016

Song et al. 2013

Zhang et al. 2017

 

SysRev

 

Suchzeitraum:

Bis 30. Mai 2019

 

Datenbanken:

CENTRAL

CINHAL

CBM

CNKI

Wanfang data database

 

Einschluss-kriterien:

P: Erwachsene Krebspatienten mit Chemotherapie

I: PMR als einzige Intervention

C: routine care

O: Übelkeit und Erbrechen

S: RCTs

 

6 RCTS, N=358 Patienten

RCTs

 

Erwachsene Krebspatienten (Lunge 2, Brust 2, Gemischt 2) vor und während Chemotherapie

 

Geschlecht:

37,9% weiblich

 

Mittleres Alter: 43,6 – 57,7

 

Länder :

China,

Japan

PMR (ausschließlich)

 

Länge & Frequenz:

15-30min pro Sitzung,

1-2x täglich,

3 Tage – 3 Wochen,

 

Kontrollgruppen:

TAU

Primäre Endpunkte:

1. Übelkeit

2. Erbrechen

induziert durch Chemotherapie

 

Verwendete Messinstrumente:

CTCAE

MASCC-AT

INV-2

MANE

RSS

Signifikant stärkere Reduktion von Übelkeit in IG verglichen mit CG in allen Studien

 

Signifikant stärkere Reduktion von Erbrechen in IG verglichen mit CG in 5/6 Studien

 

Keine Effektstärken berichet

 

Follow-Up-Zeiträume:

3 Tage nach Behandlung – 3 Wochen nach Behandlung

 

"The results of the present systematic review indicated that several independent studies have reported a significant beneficial effect of PMR training on the chemotherapy-induced nausea and vomiting as measured by relevant tools" (p. 6)

Keine SUEs berichtet

 

RCTs berichten UEs nicht

Primärstudien:

RCTs mit hohem (3) und unklarem (3) Biasrisiko

SB:1

PB: 3

DB: unclear

AB: 0

RB: 0

OB: 2

 

Review:

AMSTAR-2: low quality

Method.Mängel in

kritischer Domäne

7

non-kritischer Dom.

3,8,14

 

 

Publikationsbias: nicht berichtet

1a-

 

Kapogiannis et al. 2018

" Investigating the Effects of the Progressive Muscle Relaxation-Guided Imagery Combination on Patients with Cancer Receiving Chemotherapy Treatment: A Systematic Review of Randomized Controlled Trials."

 

Primärstudien:

Walker et al. 1999

Yoo et al. 2005

Eremin et al. 2009

Chen et al. 2015

Charalambous et al. 2016

SysRev

 

Suchzeitraum:

Jan 1990 – 21. Okt 2016

 

Datenbanken:

AMED

CENTRAL

Pubmed

Scopus

 

Einschluss-kriterien:

P: Erwachsene Krebspatienten mit Chemotherapie

I: PMR mit GI

S: RCTs

 

7 RCTS, N=588 Patienten

 

RCTs

 

Erwachsene Krebspatienten (Brust 6, Brust und Prostata 1) vor und während Chemotherapie; unterschiedliche Erkrankungsstadien

 

Geschlecht:

Keine Angabe

 

Mittleres Alter:   Keine Angabe

 

Länder :

UK, Hong Kong, Südkorea, Taiwan, Zypern

PMR in Verbindung mit GI

 

Länge & Frequenz:

4 Studien 30min pro Sitzung, sonst keine Angabe,

 

1x täglich,

 

Keine Angaben zur Sitzungsanzahl,

 

Kontrollgruppen:

Keine Angabe

1.     Stimmung

2.     Lebensqualität

3.     Depressivität

4.     Stress

5.     Angst

6.     Fatigue

7.     Übelkeit

8.     Erbrechen

9.     Biomarker

 

Eine Studie untersuchte ausschließlich Biomarker

Verwendete Messinstrumente:

EPQR

CECS

L-Scale

RSCL

GQOL

MANE

STAI

POMS

MAACL

FACT-B

HADS

SDS

EORTC QLQ-C30

BDI-II

RINVR

ZSRAS

CFS

"Seven of the included trials reported beneficial effects on mental state (mood, anxiety, and depression) and on toxicity (nausea and vomiting)." (p.137)

 

Nur narrative Ergebnisdarstellung, Keine Effektstärken berichet

 

Follow-Up-Zeiträume:

6 Tage bis 6 Monate nach Ende der Chemotherapie

 

Keine SUEs berichtet

 

RCTs berichten UEs nicht

Primärstudien:

Jadad-Scores 2x0/5, 2x2/5, 3x3/5

SB: unclear

PB: unclear

DB: unclear

AB: 0

RB: unclear

OB: unclear

 

Review:

AMSTAR-2: critically low quality

Method.Mängel in

kritischer Domäne

2,7

non-kritischer Dom.

1,3,5,8,10,16

 

Publikationsbias: nicht berichtet

1a-

 

Faller et al. 2013:

"Effects of Psycho-Oncologic Interventions on Emotional Distress and Quality of Life in Adult Patients with Cancer: Systematic Review und Meta-Analysis."

 

Eingeschlossene Primärstudien:

198 RCTs

 

 

 

 

MA

 

Suchzeitraum:

May 2013

 

Datenbanken:

CENTRAL

Medline

PsycInfo

 

Einschluss-kriterien:

P: erwachsene Krebspatienten

I: psychoonkologische Interventionen

C: Aufmerkamkeits-Placebo, TAU/UC

O: Distress, QoL, Depressivität, Angst

S: RCTs

 

198 RCTS, N=22238 Patientinnen

(218 Vergleiche in MA)

 

 

RCTs

 

Gemischte Krebsdiagnosen (80)

Brustkrebs (78)

Prostatakarz. (8)

Gynekologisch (6)

Melanom (5)

Hematologischer Krebs (4)

Andere (12)

Nicht angegeben (5)

 

Geschlecht:

Median 82% weiblich

 

Alter:

Median 54 Jahre

 

Länder :

USA (107)

UK (18)

Australien (12)

Kanada (10)

Schweden (9)

Niederlande (7)

Weitere (35)

 

 

Inhalte:

Psychotherapie

Einzel (55)

Gruppe (42)

Paar (10)

Psychoedukation (19)

Entspannungsverfahren (46)

Einfache Informaationsgabe (23)

Andere (12)

 

davon

Einzel (119)

Gruppe (66)

Paar (8)

Nicht angegeben (5)

 

 

Dauer/Frequenz/

Länge:

1-35 Sitzungen, Median 6 Sitzungen,

Über

1-730 Tage, Median 42 Tage

 

Kontrollgruppen:

TAU/UC

Aufmerksamkeitskontrolle

Primäre Endpunkte:

1. Distress

2. gesundheitsbezogene QoL

3. Depressivität

4. Angst

1. Distress

à Gesamteffekt

Post-Intervention:

77 RCTs, N=?

I2 = 73%; SMD=0.29

[0.20, 0.37, p <.001>

Follow Up ≤6 Monate:

58 RCTs, N=?

I2 = 56%; SMD=0.17

[0.09, 0.24, p <.001>

Follow Up >6 Monate:

39 RCTs, N=?

I2 = 32%; SMD=0.10

[0.04, 0.1, p =.003]

 

 

à Entspannungs-verfahren

Post-Intervention:

11 RCTs, N=?

I2 = 59%; SMD=0.29

[0.06, 0.52, p =.013]

Follow Up ≤6 Monate:

4 RCTs, N=?

I2 = 85%; SMD=0.66

[–0.12, 1.44, p=.10]

Follow Up >6 Monate:

4 RCTs, N=?

I2 = 56%; SMD=0.22

[–0.13, 0.56, p =.22]

 

 

2. QoL

à Gesamteffekt

Post-Intervention:

66 RCTs, N=?

I2 = 78%; SMD=0.26

[0.15, 0.37, p <.001>

Follow Up ≤6 Monate:

47 RCTs, N=?

I2 = 65%; SMD=0.22

[0.12, 0.33, p <.001>

Follow Up >6 Monate:

27 RCTs, N=?

I2 = 50%; SMD=0.18

[0.07, 0.28, p <.001>

 

 

à Entspannungs-verfahren

Post-Intervention:

8 RCTs, N=?

I2 = 61%; SMD=0.35

[0.05, 0.65, p =.021]

Follow Up ≤6 Monate:

5 RCTs, N=?

I2 = 83%; SMD=0.78

[0.17, 1.4, p=.013]

Follow Up >6 Monate:

1 RCT, N=?

I2 = ?%; SMD=0.42

[ ?]

 

 

3. Depressivität

à Gesamteffekt

Post-Intervention:

72 RCTs, N=?

I2 = 56.5%; SMD=0.33

[0.25, 0.41, p <.001>

Follow Up ≤6 Monate:

40 RCTs, N=?

I2 = 40.8%; SMD=0.2

[0.11, 0.28, p <.001>

Follow Up >6 Monate:

26 RCTs, N=?

I2 = 47.1%; SMD=0.14

[0.05, 0.24, p =.002]

 

 

à Entspannungs-verfahren

Post-Intervention:

14 RCTs, N=?

I2 = 74%; SMD=0.37

[0.09, 0.65, p =.009]

Follow Up ≤6 Monate:

1 RCT, N=?

I2 = ?; SMD=1.07

[ ?]

 

 

4. Angst

à Gesamteffekt

Post-Intervention:

74 RCTs, N=?

I2 = 60%; SMD=0.38

[0.29, 0.46, p <.001>

Follow Up ≤6 Monate:

38 RCTs, N=?

I2 = 73%; SMD=0.34

[0.2, 0.47, p <.001>

Follow Up >6 Monate:

15 RCTs, N=?

I2 = 33%; SMD=0.17

[0.06, 0.28, p =.003]

 

 

à Entspannungs-verfahren

Post-Intervention:

22 RCTs, N=?

I2 = 75%; SMD=0.53

[0.29, 0.77, p <.001>

Follow Up ≤6 Monate:

7 RCTs, N=?

I2 = 93%; SMD=1.12

[0.31, 1.92, p=.007]

 

Nicht berichtet

Primärstudien:

RCTs mit low RoB

SB: 51

PB: kA

DB: kA

AB: 122

RB: 141

OB: kA

 

Review:

AMSTAR-2: critically low quality

Method.Mängel in

kritischer Domäne

2, 7, 13

non-kritischer Dom.

3, 10,

 

Sensitivitäts-analysen:

Bei hoher Heterogenität (l²>70%) Ausschluss vjew. einer Studie aus MA &

Moderatorenanalysen (u.A. Alter, Tumorart)

 

Weiterhin a priori geplante Subgruppenanalysen (siehe Hauptergebnisse)

 

Publikations-bias:

Visuelle Prüfung der Funnel-Plots

 

1a-

Entspannungsverfahren und imaginative Verfahren RCTs (2015 – 2020)

Referenz/ (Autor,

Jahr,

Journal)

Studientyp

Patienten-merkmale

Interventionen

Untersuchte Endpunkte

Hauptergebnisse

Neben-/ Wechsel­wir­kungen

Finanzierung / Conflict of Interest

Methodische Bemerkungen

Evidenzklasse

Unterstützende Evidenz (9/10)

Gregoire (2020)

Effects of an intervention combining self-care and

self-hypnosis on fatigue and associated symptoms in posttreatment

cancer patients: A randomized-controlled trial.

RCT,

prospektiv,

monozentrisch,

offen,

2 Arme

 

Randomisiert:

N = 95

 

ITT-Analyse mit multipler Imputation (LOCF)

Ausgewertet:

N = 95

 

Land: Belgien

2016-2019

 

Nicht-metastasierender Krebs, primäre Behandlung vor < 1 Jahr

 

Geschlecht:

100% weiblich

 

Alter: 24-78

Mittelwert: 53.85

Arm A:

N=48

SCH

Self-care + Selbsthypnose (SCH)

Gruppen-intervention,120 Minuten, 1x wöchentlich, 8 Wochen

+ eigenes Üben zwischen den Sitzungen

 

Arm B:

N=47

WL

Warteliste-kontrollgruppe, UC

Erhebungszeitpunkte:

Baseline

Post-Intervention

 

Primäre Endpunkte:

1. Fatigue (MFI-20)

 

Sekundäre Endpunkte:

1. Schlaf-probleme (ISI)

2. Emotionaler Distress & Emotions-regulation; u.a. Angst & Depressivität (HADS, PSWQ, MAC)

3. Kognitive Funktion

4. Körperliche Aktivität

MANOVA:

Sign. Haupteffekt Zeit

Sign. Zeit x Gruppen-Interaktion

 

1. Fatigue (General Fatigue)

à SCH vs. WL

Post-Intervention:

Sign. Reduktion in der SCH (d=0.67)
Keine sign. Reduktion in der WL

 

2. Angst

à SCH vs. WL

Sign. Reduktion in der SCH von T1 zu T2 (d=0.67)
Keine sign. Reduktion in der WL

 

3. Depressivität

à EG vs. KG

Sign. Reduktion in der SCH von T1 und T2 (d=0.71)
Keine sign. Reduktion in der WL

 

Arm A: EG
SUEs: kA

UEs: kA

 

Arm B: KG

SUEs: kA

UEs: kA

 

King Baudouin Foundation

+

Plan National Cancer of Belgium

+

Benoit Foundation

+

Belgian National Funds for Scientific Research

Laut Angaben kein COI

 

Risk of Bias

 

SB1: low

SB2: unclear

PB: high

DB: high

AB: low

RB: low

 

 

Keine Fallzahlplanung.

 

Dikmen & Terzioglu et al., 2019: Effects of Reflexology and Progressive Muscle Relaxation on Pain,

Fatigue, and Quality of Life during Chemotherapy in Gynecologic

Cancer Patients

RCT

prospektiv, multizentrisch, blind,

4 Arme (3 x EG (CAM) + KG)

 

Randomisiert:

N=140

Post-Intervention: N=80

 

 

Kein ITT, PP-Analyse; ausgewertet: N=80

 

Land: Türkei

Dezember 2013 – Juli 2015

53 x Eierstockkrebs

18x anderer Krebs Stadium I-III

 

Geschlecht: 100% weiblich

 

EG & KG:

Alter: 45 - 67

Median: 56.36

Arm A, B und C:

NR=100

NP=60

 

 

Arm A:

PMR, 20 Minuten, 2x wöchentlich, 8 Wochen

 

Arm B:

Fußreflexzonenmassage (FRM), 30 Minuten, 2x wöchentlich, 8 Wochen

 

ARM C:

PMR + FRM, 50 Minuten, 2x wöchentlich, 8 Wochen

 

 

ARM D:

NR=40

NP=20

TAU

Erhebungszeitpunkte:

Baseline

Post-Intervention

Follow-Up 1 (4 Wochen)

 

Primäre Endpunkte:

1. Schmerz (BPI)

2. Fatigue (BFI)

3. QoL (MQOLS-CA)

 

 

 

1. Schmerz (pain severity)

à PMR vs. FRM vs. PMR+FRM vs. TAU:

Post-Intervention:

Sign. Gruppenunterschied In PMR und TAU jedoch keine Verbesserungen über Zeit

 

2. Fatigue (fatigue severity):

à PMR vs. FRM vs. PMR+FRM vs. TAU:

Post-Intervention & FU1:

Sign. Gruppenunterschied

In PMR und TAU jedoch keine Verbesserungen über Zeit

 

3. QoL

à PMR vs. FRM vs. PMR+FRM vs. TAU:

Post-Intervention & FU1:

Sign. Gruppenunterschied

In PMR und TAU jedoch keine Verbesserungen über Zeit

 

 

 

Arm A: PMR
SUEs: 0

UEs: 0

 

Arm B: FMR

SUEs: 0

UEs: 0

 

Arm C: PMR+FMR

SUEs: 0

UEs: 0

 

Arm D: TAU

SUEs: 0

UEs: 0

 

 

Die Studie wurde vollständig finanziert

Vom Department of Midwifery, Faculty of Health Sciences, Selcuk University, Konya, Türkei, Department of Nursing, Faculty of Health Sciences, Atilim University, Ankara, Türkei

 

 

Keine COI angegeben

Risk of Bias

 

SB1: low

SB2: unclear

PB: high

DB: high

AB: high

RB: unclear

 

Geplante Fallzahl (N=80) erreicht

 

Darstellung der Ergebnisse mangelhaft, keine Post-Hoc Vergleiche zu Between-Group-Omnibustests,

 

 

Gok Metin (2019):

Effects of progressive muscle relaxation and mindfulness meditation on

fatigue, coping styles, and quality of life in early breast cancer patients: An assessor blinded, three-arm, randomized controlled trial.

RCT

prospektiv,

monozentrisch,

offen,

3 Arme

 

Randomisiert:

N = 92

Post-Intervention :

N=87

 

ITT-Ansatz, kA zu Imputationsverfahren

Ausgewertet:

N = 92

Land: Türkei

2018-2019

Brustkrebspatientinnen (Stadien I-III)

 

Geschlecht:

100% weiblich

 

Alter:

Mittelwert 49.25

 

Arm A:

NB=31

NP=28

PMR,

einmalig 40 Minuten + Broschüre, tägliches Üben, 12 Wochen

 

Arm B:

NB=32

NP=31

Achtsamkeits-Meditation (MM),

einmalig 40 Minuten + Broschüre, tägliches Üben, 12 Wochen

 

Arm C:

NB=29

NP=28

Aufmerksamkeits-Kontrollgruppe (AC)

1x 15 Minuten allg. Brustkrebs-Edukation

 

Erhebungszeitpunkte:

Baseline

Post-Intervention

Follow-Up (2 Wochen)

 

Primäre Endpunkte:

1. Fatigue (BFI)

 

Sekundäre Endpunkte:

1. Coping (COPE)

2. QoL (FLIC)

1. Fatigue (Total BFI)

à PMR vs. MM vs. AC

Post-Intervention:

Sign. Gruppenunterschied zwischen PMR und MM vs. AC zugunsten von PMR & MM

 

2-Wochen-Follow-Up:

Sign. Gruppenunterschied zwischen PMR und MM vs. AC zugunsten von PMR & MM

 

2. QoL

à PMR vs. MM vs. AC
Keine sign. Gruppenunterschiede zu keinem Zeitpunkt

Arm A: PMR
SUEs: kA

UEs: kA

 

Arm B: MM

SUEs: kA

UEs: kA

 

Arm C: AC

SUEs: kA

UEs: kA

 

„Moreover, no

participants dropped out owing to unexpected adverse events of PMR or

MM, indicating that both interventions were safe and well-tolerated by patients with EBC.“ (S. 121)

 

Scientific Reseach Projects coordination Unit of Hacettepe University (Türkei)

 

Laut Angaben kein COI

 

Risk of Bias

 

SB1: low

SB2: unclear

PB: high

DB: high

AB: low

RB: unclear

 

 

Post-hoc Power-Analyse.

 

Parsa Yekta (2017):
The Comparison of Two Types of Relaxation

Techniques on Postoperative State Anxiety in

Candidates for The Mastectomy Surgery: A

Randomized Controlled Clinical Trial.

RCT

prospektiv,

monozentrisch,

offen,

3 Arme

 

Randomisiert:

N = 90

 

Ausgewertet:

N = 90

 

Land: Iran

2013-2014

 

 

Mastektomiepatientinnen

 

Geschlecht:

100% weiblich

 

Alter: 30-50

71,1% < 50

28,9% > 50

 

 

 

Arm A:

N=30

Benson Meditation,

20 Minuten, 3x am Tag vor der Masektomie

 

Arm B:

N=30

Rhythmisches Atmen,

20 Minuten, 3x am Tag vor der Masektomie

 

Arm C:

N=30

KG

Keine Intervention

 

Erhebungszeitpunkte:

Baseline

Post-Intervention (Post-OP)

 

Primärer Endpunkt:

1. Angst (CSAQ)

1. Angst

àBenson Meditation vs. KG:

Post-Intervention:

Sign. Gruppenunterschiede zugunsten von Bensons Meditation

 

Arm A:
SUEs: kA

UEs: kA

 

Arm B:

SUEs: kA

UEs: kA

 

Arm C:

SUEs: kA

UEs: kA

Tehran University of Medical Sciences

 

Laut Angaben kein COI

Risk of Bias

 

SB1: low

SB2: unclear

PB: high

DB: high

AB: low

RB: unclear

 

 

Geplante Fallzahl (N = 28 pro Gruppe) erreicht.

 

Shahriari (2017):

Effects of progressive muscle relaxation, guided imagery and deep diaphragmatic breathing on quality of life in elderly with breast or prostate cancer.

RCT

prospektiv,

monozentrisch,

offen,

2 Arme

 

Randomisiert:

N = 50

 

kA zu Umgang mit Dropouts

Ausgewertet:

N = 50

 

Land: Iran

Mai – Dezember 2014

Brust- oder Prostata-krebs

 

Geschlecht: 28% weiblich

 

Alter:

Mittelwert: 66

Arm A:

N=25

PMR, gelenkte Imagination & Zwerchfellatmung, 45 Minuten, 8 Sitzungen, 4 Wochen + 6 Wochen selbstständige Anwendung

 

Arm B:

N=25

CAU +

3 Sitzungen "Lifestyle Intervention"

 

 

Erhebungszeitpunkte:

Baseline

Post-Intervention

Follow-Up (6 Wochen)

 

Primärer Endpunkt:

1. QoL (EORTC QLQC30)

1.     QoL

à PMR vs. CAU

Post-Intervention:

Sign. Gruppenunterschied zugunsten PMR

 

6 Wochen Follow-Up:

Sign. Gruppenunterschied zugunsten PMR

 

In PMR Zunahme von QoL, in CAU Abnahme von QoL über die Zeitpunkte

Arm A: PMR
SUEs: kA

UEs: kA

 

Arm B: CAU

SUEs: kA

UEs: kA

School of Nursing and Midwifery, Isfahan University of Medical Sciences

 

Laut Angaben kein COI

Risk of Bias

 

SB1: low

SB2: unclear

PB: high

DB: high

AB: low

RB: unclear

 

 

Geplante Fallzahl (N = 25 pro Gruppe) erreicht.

 

Charalambous et al., 2016: Guided Imagery And Progressive Muscle

Relaxation as a Cluster of Symptoms

Management Intervention in Patients

Receiving

RCT

prospektiv, multizentrisch, offen,

2 Arme

 

Randomisiert:

N=236

Post-Intervention:

N = 208

 

Completer-Only-Analyse

Ausgewertet: N=208

 

Land: Griechenland

Januar 2011-Dezember 2012

Brustkrebspatientinnen (50%), Prostatakrebspatienten (50%), Stadium III

 

Geschlecht: 50% weiblich

 

EG & KG:

Alter: 31- >60

Mittelwert: (kA)

Arm A:

N=120

PMR + geleitete Imagination, 30min, 4x wöchentlich, 4 Wochen

 

Arm B:

N=116

TAU

Erhebungszeitpunkte:

Baseline

Post-Intervention

 

 

Primärer Endpunkt:

1. Depressivität (BDI-II)

2. Fatigue (CFS)

3. Angst (SAS)

4. Übelkeit (INVR)

 

Sekundäre Endpunkte:

1. QoL (EORTC QLQ-C30)

2. Funktionsniveau (physisch, kognitiv, sozial)

3. Atemlosigkeit

4. Schlaflosigkeit

5. Apettitlosigkeit

6. Durchfall

7. Finanzielle Probleme

8. Verstopfung

9. Schmerz (NRS, 10-stufig)

 

 

 

Hauptergebnisse:

 

1. Depressivität

à PMR vs TAU

Post-Intervention:

Sign. Haupteffekt Zeit und Zeit x Gruppe-Interaktion

 

2. Fatigue

à PMR vs TAU

Post-Intervention:

Sign. Zeit x Gruppe-Interaktion

 

3. Angst

à PMR vs TAU

Post-Intervention:

Sign. Zeit x Gruppe-Interaktion

 

4. Übelkeit:

à PMR vs TAU

Post-Intervention:

Post-Intervention:

Sign. Haupteffekt Gruppe und Zeit x Gruppe-Interaktion

 

5. QoL

à PMR vs TAU

Post-Intervention:

Sign. Haupteffekt Gruppe und Zeit x Gruppe-Interaktion

 

6. Schmerz

à PMR vs TAU

Post-Intervention:

Sign. Haupteffekt Gruppe und Zeit x Gruppe-Interaktion

 

è  Alle Zeit x Gruppe Interaktionen zugunsten der IG

 

 

Keine berichtet

Die Studie wurde vollständig finanziert

von der Cyprus University of Technology (INT-480619-2010).

 

Keine COI angegeben

Risk of Bias

 

SB1: low

SB2: unclear

PB: high

DB: high

AB: high

RB: low

 

 

Geplante Fallzahl (N = 256) nicht erreicht.

 

 

 

 

Thuma (2016):

Hypnosis as an Adjunct for Managing Pain in Head and

Neck Cancer Patients Post Radiotherapy.

RCT

prospektiv,

monozentrisch,

offen,

2 Arme

 

Randomisiert:

N = 68

Post-Intervention :

N=65

 

PP-Analyse

Ausgewertet:

N = 65

 

Land: Thailand

2015-2016

 

Kopf- und HalskrebspatientInnen, nach Radiotherapie

 

Geschlecht:

63.2 % weiblich

 

Alter: 41-70

Mittelwert: 55.85

Arm A:

NB = 34

NP = 33

Hypnose

1 Sitzung à 20 Minuten am 4. Tag nach Bestrahlung

 

Arm B:

NB = 34

NP = 32

Keine Intervention

 

Erhebungszeitpunkte:

Baseline

Post-Intervention

 

Primärer Endpunkt:

1.  Schmerz (VAS)

1. Schmerz

à Hypnose vs. KG

Post-Intervention:

 

Gruppe als sign.r Prädiktor in linearer Regression mit anderen Variablen (Baseline-Wert, Geschlecht, Alter, Opioidgebrauch) zugunsten von Hypnose

 

Arm A: Hypnose
SUEs: 0/34

UEs: 0/34

 

Arm B: KG

SUEs: 0/34

UEs: 0/34

Keine Angabe zur Finanzierung

 

Laut Angaben kein COI

Risk of Bias

 

SB1: unclear

SB2: unclear

PB: high

DB: high

AB: low

RB: unclear

 

 

Post-hoc-Poweranalyse

 

Zgaia (2016):

The impact of relaxation technique and pre-operative psychological counselling on pain, analgesic consumption and psychological symptoms on patients scheduled for breast cancer surgery – a randomized clinical study.

RCT

prospektiv,

monozentrisch,

offen,

2 Arme

ITT-Analyse

 

Randomisiert:

N = 102

Post-Intervention:

N=102

 

ITT-Ansatz

Ausgewertet:

N = 102

 

Land: Rumänien

2015

Brustkrebspatientinnen

 

Geschlecht:

100% weiblich

 

Alter:

Mittelwert 55.6

Arm A:

NB=58

NP=52

Präoperative Entspannungstechnik (Entspannung und PC (psychologische Beratung)

1 Sitzung 25 Minuten Interview und 25 Minuten autogenes Training

 

Arm B:

NB=44

NP=50

Keine Intervention

Erhebungszeitpunkte:

Baseline

Post-Intervention (Post-OP)

FU1 (2h)

FU2 (8h)

FU3 (12h)

FU4 (24h)

FU5 (30h)

FU6 (36h)

FU7 (48h)

 

Primäre Endpunkte:

1. Schmerz (NRS)

2. Distress (Belastung durch psychische Symptome)

1. Postoperativer Schmerz

à IG vs. KG 

Post-Intervention, FU1- 6:

Sign. weniger Schmerz in der IG

Kein sign.r Unterschied zu FU7

 

2. Distress

à IG vs. KG

Post-Intervention, FU1, 2, 3, 4, 5, 7:

Sign. geringere psychologische Symptome

 

Kein sign.r Unterschied in FU6

 

Arm A: IG
SUEs: kA

UEs: kA

 

Arm B: KG

SUEs: kA

UEs: kA

Keine Angabe zur Finanzierung

 

Keine Angabe bzgl. COI

Risk of Bias

 

SB1: high

SB2: high

PB: high

DB: high

AB: unclear

RB: unclear

 

 

Geplante Fallzahl (N = 50 pro Gruppe) erreicht zu

 

Chen et al. 2015: Effect of Relaxation With Guided Imagery on The Physical and Psychological Symptoms of Breast Cancer Patients Undergoing Chemotherapy

RCT

prospektiv, monozentrisch, offen,

2 Arme

 

Randomisiert:

N=65

Post-Intervention:

N=65

 

kA zu Umgang mit Dropouts

Ausgewertet: N=65

 

Land: Taiwan

2011-2012

Brustkrebs Patientinnen, Stadium II-IV, anstehende Chemotherapie

 

Geschlecht: 100% weiblich

 

EG

Alter: 40-59 Median: 49.3

 

KG

Alter: 41-63

Median: 52.3

Arm A:

NB=32

NP=32

Einmaliges Entspannungstraining mit geführter Imagination (GUI) vor Chemo, 60min + CD mit 20min Imagination für 7 Tage

 

Arm B:

NB=33

NP=33

TAU

 

Erhebungszeitpunkte:

Baseline

Post-Intervention

 

Primärer Endpunkt:

1. Angst (HADS-A)

2. Depressivität (HADS-D)

3. Distress (SDS)

 

Sekundäre Endpunkte (weitere Variablen mit SDS):

1. Schmerz

2. Übelkeit

3. Erbrechen

4. Xerostomie

5. Mukositis

6. Dysphagie

7. Verstopfung

8. Durchfall

9. Schlaflosigkeit

10. Fatigue

11. Dyspnoe

12. Engegefühl in der Brust

13. Husten

14. Abdominales Völlegefühl

15. Sodbrennen

16. Unaufmerksam

17. Taubheitsgefühl

 

 

 

Prätest-Posttest-Vergleich nach durchgeführter Chemotherapie:

1.     Angst

à GUI vs TAU:

Post-Intervention:

Sign. Gruppenunterschiede zugunsten GUI

 

2.     Depressivität

à GUI vs TAU:

Post-Intervention:

Sign. Gruppenunterschiede zugunsten GUI

 

3.     Distress

à GUI vs TAU:

Post-Intervention:

Sign. Gruppenunterschiede zugunsten GUI

 

4.     Schmerz

à GUI vs TAU:

Post-Intervention:

Sign. Gruppenunterschiede zugunsten GUI

 

5.     Übelkeit

à GUI vs TAU:

Post-Intervention:

Keine sign. Gruppenunterschiede

 

6.     Fatigue

à GUI vs TAU:

Post-Intervention:

Keine sign. Gruppenunterschiede

Keine berichtet

MacKay Memorial Hospital Zweigstelle Tamshui in Taiwan

 

Keine COI angegeben

Risk of Bias

 

SB1: unclear

SB2: unclear

PB: high

DB: high

AB: low

RB: unclear

 

 

Geplante Fallzahl erreicht (N=60, 30 pro Arm)

 

 

 

 

Evidenz zu Ungunsten der Intervention (1/10)

Amraoui et al. 2018: Effects of a Hypnosis Session Before General Anesthesia on Postoperative Outcomes in Patients Who Underwent Minor Breast Cancer Surgery: The HYPNOSEIN Randomized Clinical Trial.

RCT

prospektiv, multizentrisch, verblindet (Patienten),

2 Arme

 

Randomisiert: N=150

Post-Intervention & FUs: N=148

 

ITT-Ansatz ohne Imputation

Ausgewertet: N=148

 

Land: Frankreich

2014 – 2015

Mamma-Ca-Patientinnen, angemeldet für brust-erhaltende OP

 

Geschlecht: 100% weiblich

 

IG

Alter: 33-79 Median: 57

 

KG

Alter: 20-84

Median: 53

Arm A:

NB=77

NP=77

NFU1=77

NFU2=77

NFU3=77

Individuelle Hypnose, einmalig kurz vor OP, 2-15min, M=6min

 

Arm B:

NB=73

NP=71

NFU1=71

NFU2=71

NFU3=71

TAU

 

Gleiche anästhesistische Behandlung beider Gruppen

Erhebungszeitpunkte:

Baseline

Post-Intervention (Post-OP)

Follow-Up 1 (1 Tag)

Follow-Up 2 (7 Tage)

Follow-Up 3 (30 Tage)

 

Primärer Endpunkt:

1. (Brust-) Schmerz (VAS)

 

Sekundäre Endpunkte:

2. Fatigue (VAS)

3. Well-Being (VAS)

4. Angst (VAS)

Nach Brustkrebs-operation:

1. (Brust-) Schmerz

à Hynose vs TAU:
Post-Intervention:

Sign. geringer in TAU

Follow-Ups:

Keine sign.n Gruppenunterschiede

 

2. Fatigue

à Hynose vs TAU: Post-Intervention:

Keine sign.n Gruppenunterschiede

Follow-Ups:

Keine sign.n Gruppenunterschiede

 

3. Angst

à Hynose vs TAU:
Keine sign. Gruppen-unterschiede zu irgendeinem Zeitpunkt

 

Keine Neben & Wechselwirkungen angegeben

Montpellier Cancer Institute (ICM)

 

1/10 Studienärzten erhielt extern Geldmittel von Grünenthal

Risk of Bias

 

SB1: unclear

SB2: unclear

PB: high

DB: low

AB: low

RB: high

 

 

Geplante Fallzahl nicht erreicht (N=150)

 

 

 

 

Psychoedukation

Referenz/ (Autor,

Jahr,

Journal)

Studientyp

Merkmale untersuchter Studien

Interventionen

Untersuchte Endpunkte

Hauptergebnisse

Neben-/ Wechsel­wir­kungen

Methodische Bemerkungen

Evidenzklasse

Sanjida et al. 2018:

"Are psychological interventions effective on anxiety in cancer patients? A systematic review and meta-analyses."1

 

Eingeschlossene Primärstudien:

71 Primärstudien in qual. Review / 51 in Meta-Analysen

SysRev & MA

 

Suchzeitraum:

Januar 1993– Juni 2017

 

Datenbanken:

CENTRAL

Medline

Embase

CINAHL

Scopus

PsycInfo

 

Einschluss-kriterien:

P: erwachsene Krebspatienten

I: psychosoziale Intervention

C: alternative Intervention, TAU/UC, Warteliste

O: Angst, Distress

S: RCTs

 

71 RCTS, N=13098 Patientinnen

 

51 RCTs, N=8283 Patientinnen in MA

 

 

RCTs

 

Brustkrebs (36)

Gynäkologische Tumore (3)

Prostata- und Hodenkrebs (2)

Sonstige Krebsidiagnosen (29)

 

Geschlecht:

74,6% weiblich

 

Mittleres Alter:

55

 

Länder :

USA (19)

Europa (29)

Weitere (53)

 

Inhalte:

14 x CBT

12 x Entspannungs-verfahren

9x Psychosoziale Therapie

13x "Supportive Care Interventions"

3x gestufte Interventionen ("stepped care")

20x sonstige

 

Dauer/Frequenz/

Länge:

4 Tage – ein Jahr

 

Kontrollgruppen:

alternative Intervention

TAU/UC

Warteliste

Primäre Endpunkte:

1. Angst

 

Verwendete Messinstrumente:

Angst

HADS

STAI

POMS

 

 

1. Angst

àGesamteffekt:

Post-Intervention:

51 RCTs, n=7491

I2 = 68%; SMD=–0.21

[–0.30, –0.13, p < .001]

à Sensitivitätsanalyse: Entfernung der Studie mit größtem und kleinsten Effekt, keine Änderung des Ergebnis

 

àPsychoedukation:

Post-Intervention:

5 RCTs,

I2 = 42%; SMD=–0.18

[–0.36, –0.01, p <.05>

 

Keine SUEs berichtet

Primärstudien:

RCTs mit low RoB

SB: 18

PB: 2

DB: 7

AB: 42

RB: 48

OB: kA

 

Review:

AMSTAR-2: critically low quality

Method.Mängel in

kritischer Domäne

7,11,15

non-kritischer Dom.

5,8

 

 

Sensitivitäts-analysen:

durchgeführt, siehe Hauptergebnisse

 

Durchführung von Subgruppen-analysen, teilweise in Hauptergebnissen aufgeführt

 

Publikations-bias: "Studies

 with a sample size of less than 40 participants were excluded to

reduce the potential influence of publication bias and inflated ES

common in small studies."

1a

Kalter et al. 2018:

"Effects and moderators of psychosocial interventions on quality of life, and emotional and social function in patients with cancer: An individual patient data meta-analysis of 22 RCTs." 5

 

Eingeschlossene Primärstudien:

61 RCTs, davon 22 in IPD-Meta-Analyse

Armes 2007

Arving 2007

Braamse 2015

Chambers 2013

Duijts 2012

Ell 2008

Ferguson 2012

Gellaitry 2010

Gielissen 2006

Goedendorp 2010

Graves 2003

Heiney 2003

Johansson 2008

Kimman 2011

Mann 2012

Meneses 2007

Northouse 2005

Nothouse 2007

Northouse 2013

Savard 2005

Savard 2006

Van der Berg 2015

 

IPD MA

 

Suchzeitraum:

Bis Oktober 2017

 

Datenbanken:

Medline

Embase

CINAHL

PsycInfo

 

Einschluss-kriterien:

P: erwachsene Krebspatienten

I: Informations-vermittlung, Support, CST, Psychotherapie

C: TAU/UC, Warteliste, Aufmerksamkeits-placebo

O: QoL + weitere Outcomes

S: RCTs

 

22 RCTs, N=4217 Patientinnen in IPD-MA

RCTs

 

Brustkrebs (13)

Hämatologischer Krebs (1)

Prostatakrebs (2)

Gemischte Krebsidiagnosen (6)

 

Geschlecht:

65% weiblich

 

Mittleres Alter:

56 (SD=11.4)

 

Länder :

USA (8)

Niederlande (6)

Kanada (2)

Schweden (2)

Australien (1)

UK (3)

 

Inhalte:

CST (19)

Psychotherapie (2)

Informations-vermittlung (1)

Support (-)

 

Dauer/Frequenz/

Länge:

4-52 Wochen

1-54 Sitzungen (teils Langzeit-einzeltherapie)

 

Individual-, Gruppen-, und Paarsetting

 

Kontrollgruppen:

TAU/UC (14)

Warteliste (6)

Aufmerksamkeits-placebo (2)

Primäre Endpunkte:

1. QoL

 

Sekundäre Endpunkte:

1. Emotionales Funktion-niveau

2. Soziales Funktionsniveau

 

Verwendete Messinstrumente:

QoL

FACT-G

QLQ-C30

SF-36

QoL-CS

 

1. QoL

à Gesamteffekt:

Post-Intervention:

22 RCTs, n=4217

SMD=0.14

[0.06, 0.21, p<.05>

 

Interventionstyp als sign. Moderator (p=.01):

àInformations-vermittlung:

Post-Intervention:

1 RCT,

SMD=0.19

[0.03, 0.34, p <.05>

 

Keine SUEs berichtet

Primärstudien:

RCTs mit low RoB

SB: 15

PB: nicht erfasst

DB: nicht erfasst

AB: 17

RB: 18

OB: kA

"Items related to blinding were omitted because blinding

of patients and personnel is difficult in case of a PSI. Also, the rating of

blinding of outcome assessors was excluded because QoL, EF, and SF

were assessed using patient‐reported outcomes (PROs)." (p.1153)

 

Review:

AMSTAR-2: low quality

Method.Mängel in

kritischer Domäne

7

non-kritischer Dom.

3,12,14

 

Sensitivitäts-analysen:

Durchführung von Moderatoren-analysen, teilweise in Hauptergebnissen aufgeführt

 

Publikations-bias:

Visuelle Prüfung Funnel-Plot + Egger's Test / keine Hinweise auf Publication Bias

 

1a

 

Hsieh et al. 2017:

"The effects of supportive care interventions on depressive symptoms among patients with lung cancer: A metaanalysis of randomized controlled studies."12

 

Eingeschlossene Primärstudien:

Bredin 1999

Wu 2003

Chen 2006

Ni 2009

Carlson 2010

Porter 2011

Yao 2012

Walker 2014

Badr 2015

Morano 2014

Chen 2015

Molassiotis 2015a, b

 

MA

 

Suchzeitraum:

September 2015

 

Datenbanken:

Embase

Pubmed

CENTRAL

CEPS

 

Einschluss-kriterien:

P: Lungenkrebs

I: "supportive care": nicht-pharmakologisch, nicht invasiv, Förderung und Erhaltung von Wohlbefinden und Krankheitsverarbeitung

C: TAU/UC

O: Depressivität

S: RCTs

 

12 RCTs, N=1472 Patientinnen

 

 

RCTs

 

Lungenkrebs, Stadien I-IV, teils komorbide COPD, eine Studie mit komorbider Depression als Einschluss-kriterium

 

Geschlecht:

kA

 

Alter:

56 - 71

 

Länder :

China (4)

UK (3)

USA (2)

Kanada (1)

Brasilien (1)

Taiwan (1)

 

 

Inhalte:

CBT + Psychoedukation (5)

Psychoedukation (4)

Sport- und Bewegungstherapie (3)

 

davon

Face-to-face (8)

Telefon (4)

 

Dauer/Frequenz/

Länge:

6 – 60 Sitzungen

4 -32 Wochen

 

 

Kontrollgruppen:

Tau/UC (10)

Edukation (2)

Primäre Endpunkte:

1. Depressivität

 

Verwendete Messinstrumente:

Depressivität

SDS

PSSCAN-D

BDI

SCL-90 (depression score)

HADS

PROMIS

1. Depressivität

àGesamteffekt:

Post-Intervention:

12 RCTs, N=1472

I2 = 88%; SMD=–0.75

[–1.07, ­–0.41, p <.001>

 

àPsychoedukation:

Post-Intervention:

4 RCTs, N=770

I2 = 92%; SMD=–0.39

[–0.94, 0.15 ]

 

Keine SUEs berichtet

Primärstudien:

RCTs mit low RoB

SB: 7

PB: ka

DB: 8

AB: 8

RB: kA

OB: kA

 

Review:

AMSTAR-2: critically low quality

Method.Mängel in

kritischer Domäne

2,4,7,15

non-kritischer Dom.

3,5,10

 

Sensitivitäts-analysen:

Schrittweiser Ausschluss kleiner (N<50) Studien und Studien mit High-RoB führten zu keiner Änderung der Ergebnisse

 

Publikations-bias:

"Finally, the existence of a publication bias cannot

be ignored. It should be noted that publication

bias has some effect on the available evidence pool." (p. 721)

 

1a-

Bennett et al., 2016:

"Educational interventions for the management of cancer-related fatigue in adults."

 

Eingeschlossene Primärstudien:

Reif 2012

Wangnum 2013

Yun 2012

Yates 2005

Ream 2006

Purcell 2011

Godino 206

Schjolberg 2014

Yuen 2006

Barsevick 2004

Barsevick 2010

Foster 2015

CochraneRev

 

Suchzeitraum:

Bis Oktober 2016

 

Datenbanken:

CENTRAL

MEDLINE

EMBASE

CINAHL

PsycINFO

ERIC

OTseeker

PEDro

ClinicalTrials.gov

Australian New Zealand Trials Registry

 

Einschluss-kriterien:

P: erwachsene Krebspatienten

I: edukative Interventionen für CRF

C: alternative Intervention, TAU/UC, Warteliste

O: Fatigue

S: RCTs

 

14 RCTs, N=2213 Patientinnen

 

RCTs

 

9 x gemische Krebsdiagnosen

3 x Brustkrebs

1 x Lungenkrebs

1 x Dickdarm- oder Magenkrebs

 

 

Geschlecht:

kA

 

Alter:

Durschnitt bei ~50

 

Länder:

USA (19)

Europa (29)

Weitere (53)

 

Inhalte:

4x Informations-vermittlung

10x Informations-vermittlung + behaviourale Techniken

 

davon

8x face-to-face

2x internetbasiert

4x telefonbasiert

 

Dauer/Frequenz/

Länge:

2- 9 Sitzungen

Median 30min pro Sitzung

 

Kontrollgruppen:

alternative Intervention

TAU/UC

Warteliste

Primäre Endpunkte:

1. Fatigue (global)

2. Fatigue Intensität

3. Fatigue Distress

4. Beeinträchtigung durch Fatigue

 

Sekundäre Endpunkte:

5. Fatigue Management

6. Alltagsfunktions-niveau

7. Angst

8. Depressivität

9. QoL

 

Verwendete Messinstrumente:

Fatigue

FACT-F

FAQ

MFI

GFS

PFS Total Score

VAS

1. Fatigue (global)

àGesamteffekt:

Post-Intervention:

12 RCTs, n=1680

I2 = 80%; SMD=-0.27

[–0.51, –0.04, p=.02]

GRADE: low quality

Subgruppenanalyse ergab keine Unterschiede

 

2. Angst

àGesamteffekt:

Post-Intervention:

3 RCTs, n=571

I2 = 76%; MD=-1.47

[–2.76, –0.18, p=.03]

Skala von 0–21

GRADE: low quality

 

3. Depressivität

àGesamteffekt:

Post-Intervention:

4 RCTs, n=881

I2 = 85%; SMD=–0.12

[–0.47, 0.23, p=.50]

GRADE:  very low quality

 

4. QoL

àGesamteffekt:

Post-Intervention:

2 RCTs, n=477

I2 = 87%; MD=11.47

[1.29, 21.65, p=.03]

Skala von 0–100

GRADE: low quality

 

Keine SUEs berichtet

Primärstudien:

RCTs mit low RoB

SB: 11

PB: k.a.

DB: 0

AB: 2

RB: 14

OB: 14

 

Review:

AMSTAR-2: high quality

Method.Mängel in

kritischer Domäne

-

non-kritischer Dom.

3

 

Sensitivitäts-analysen:

Geplant, aber für rel. Outcomes nicht durchgeführt

 

A priori geplante Subgruppenanalyse (siehe Hauptergebnisse)

 

Publikations-bias:

In GRADE-Bewertung eingeflossen

1a

De Boer et al. 2015

 

„Interventions to enhance return-to-work for cancer patients“

 

Eingeschlossene Primärstudien:

Ackerstaff 2009

Berglund 1994

Burgio 2006

Emmanouilidis 2009

Friedrichs 2010

Hillman 1998

Hubbard 2013

Johnsson 2007

Kornblith 2009

Lee 1992

Lepore 2003

Maguire 1983

Purcell 2011

Rogers 2009

Tamminga 2013

 

CochraneRev

 

Suchzeitraum:

Bis März 2014

 

Datenbanken:

CENTRAL

Medline

EMBASE

CINAHL

OSH-ROM & OSH-Update

PsycINFO

DARE

ClinicalTrials.gov

Trialregister.nl

Controlled-trials.com

 

Einschluss-kriterien:

P: Erwachsene mit Krebsdagnose, in Beschäftigungsverhätnis zum Zeitpunkt der Diagnose

I: jegliche Intervention mit dem Ziel RTW (return to work) zu verbessern

C: -

O: RTW, QOL

S: RCTs, cluster-RCTs

 

15 RCTs, N=1835 Patientinnen

 

 

RCTs

 

Brustkrebs (7)

Prostatakrebs (2)

Schilddrüsenkrebs (1)

Gynäkologisch (1)

Kopf- und Halskrebs (1)

Kehlkopf (1)

Leukämie (1)

Gemischt (1)

 

Geschlecht:

kA

 

Alter:

kA

 

Länder :

USA (5)

Europa (9)

Australien (1)

 

Inhalte:

Psychoedukation (2)

Sport (1)

Medizinisch (7)

Multidisziplinär (5)

 

 

Dauer/Frequenz/

Länge:

kA

 

 

 

Primäre Endpunkte:

1. RTW

 

Sekundäre Endpunkte:

1. QoL
(in 8 Studien erhoben)

 

Verwendete Messinstrumente:

QoL

EORTC QLQ-C30,

SF-36,

EQ-5D,

FACT-B

 

1. QoL

àPsychoedukation:

Post-Intervention, Komparator CAU:

2 RCTs, N=260

SMD=0.05

[–0.2, 0.3, p>.05]

GRADE:

"low quality evidence of no difference"

(Leopore 2003, Purcell 2011)

 

 

Keine SUEs berichtet

Primärstudien:

RCTs mit low RoB
SB: 4

PB: 1

DB: 1

AB: 11

RB: 14

OB: 0

 

Review:

AMSTAR-2: moderate  quality

Method.Mängel in

kritischer Domäne

-

non-kritischer Dom.

12,14

 

Sensitivitäts-analysen:

"We intended to analyse how sensitive our results were to the risk of bias in the included studies. However, there was an insuEicient

number of studies available per comparison to do such an analysis." (p.11)

 

Publikationsbias:

Visuelle Prüfung Funnel-Plot, bei rel. Vergleich wegen geringer Studienzahl nicht durchgeführt

1a

Jho et al. 2013:

"Efficacy of pain education in cancer patients

A meta-analysis of randomized controlled trials."

 

Eingeschlossene Primärstudien:

Dalton 1986

De Wit 2001

Chang 2002

Lai 2004

Yates 2004

Keefe 2005

Vallières 2006

Ward 2008, 2009

Yildirim 2009

Kravitz 2011

Wilkie 2010

 

MA

 

Suchzeitraum:

Bis Februar 2012

 

Datenbanken:

CENTRAL

PubMed

Embase

 

Einschluss-kriterien:

P: Krebspatienten mit Schmerzen

I: Aufklärung / Intervention zur Behandlung von Krebsschmerzen

C: TAU/UC, Standard-Schmerzerziehung, Aufmerksamkeitsplacebo

O: Schmerz

S: RCTs

 

Studien mit "high risk of bias" ausgeschlossen!

 

12 RCTs, N=2169 Patienten

 

RCTs

 

8x versch. Krebsdiagnosen

1x Brustkrebs

1x Lungenkrebs

 

Geschlecht:

59 % weiblich

 

Mittleres Alter:

57.2 Jahre

 

Länder :

USA (6)

Niederlande (1)

Australien (1)

Türkei (1)

Kanada (1)

Taiwan (2)

Inhalte:

11x Face-to-Face Schmerzedukation (5x mit zusätzl. Telefonanruf)

1x Telefonanruf

 

davon

11x zusätzl. Informations-material

 

 

Dauer/Frequenz/

Länge:

kA, vermtl. Kurzintervention mit Telefon-Follow-Up

 

 

Kontrollgruppen:

6x TAU/UC

3x Aufmerksam-keitsplacebo

2x Standard Schmerzedukation

Primäre Endpunkte:

1. Schmerz

 

Verwendete Messinstrumente:

Schmerz

NRS

VAS

1. Schmerz

à Gesamteffekt:

Postintervention:

12 RCTS

I² = 27%; SMD=-0.11

[­–0.20, –0.02, p<.001>

 

 

 

Keine SUEs berichtet

Primärstudien:

RCTs mit low RoB

SB: 12

PB: 9

DB: 12

AB: 7

RB: 5

OB: kA

Methodische Qualität der Primärstudien bewertet anhand der Jadad Skala (n =12)

 

Review :

AMSTAR-2: Critically low quality

Method.Mängel in

kritischer Domäne

2,7,9,13,15

non-kritischer Dom.

1,3,8,10,12,14

 

Sensitivitäts-analysen:

Nicht durchgeführt

 

Publikationsbias:

Nicht addressiert

 

1a-

 

 

 

 

 

 

 

 

Marie et al. 2013:

"Optimal patient education for cancer pain: a systematic review and theory-based meta-analysis."

 

Eingeschlossene Primärstudien:

Arathuzik, 1994,

Aubin et al., 2006

Borneman  et al., 2011,

Bozcuk et al., 2003

Change et al., 2002

Dalton, 1987

De Wit, 2001

Kim et al., 2004

Lai et al., 2004

Lovell et al., 2010

Ward et al., 2010

Ward et al., 2009

Ward et al., 2000

Yates et al., 2004

Kravitz et al., 2011

Regan et al., 2000

Dalton et al., 1994

MA

 

Suchzeitraum:

Bis Mai 2012

 

Datenbanken:

Referenzliste früherer Artikel

MEDLINE

PsycINFO

CENTRAL

 

Einschluss-kriterien:

P: Krebspatienten mit Schmerzen

I: Schmerz-edukation

C: TAU/UC

O: Schmerz-intensität

S: RCT

 

15 RCTs

 

RCTs

 

Eingeschlossen :

mehrheitlich Bruskrebs

 

 Geschlecht:

Mehrheitlich weiblich

 

Mittleres Alter:

58

 

Länder:

kA

 

Inhalte:

15x Schmerzedukation

(unterschiedliche Elemente)

 

Dauer/Frequenz/

Länge:

k.A.

 

Kontrollgruppen:

Usual Care

 

Primäre Endpunkte:

1. Schmerz

 

Verwendete Messinstrumente:

kA

1. Schmerz

à Gesamteffekt:

15 RCTs

I²=71%, SMD=-0.27

[­–0.47, -0.07, p<.01>

 

 

Keine SUEs berichtet

Primärstudien:

"Bias rating concluded that all studies were at high risk of bias." (p. 3532)

 

Review :

AMSTAR-2: critically low quality

Method.Mängel in

kritischer Domäne

2,7,11,13,15

non-kritischer Dom.

3,8,10,12,14,16

 

Sensitivitäts-analysen:

Geplanter Subgruppenvergleich (low RoB vs all) entfällt, da keine Studien mit low RoB

 

Publikationsbias:

Nicht addressiert

1a-

Oldenmenger et al. 2018:

" A systematic review of the effectiveness of patient-based educational

interventions to improve cancer-related pain."2

 

Eingeschlossene Primärstudien:

Jahn 2013

Koller 2013

Kravitz 2012

Lai 2004

Lin 2006

Lovell 2010

Miaskowski 2004

Kim 2004

Oldenmenger 2011, 2017

Van der Peet 2009

Rustoen 2012, 2013

Smith 2010

Syrjala 2008

Thomas 2012

Tse 2012

Vallieres 2006

Ward 2008

Ward 2009a, b

Wells 2003

Wilkie 2010

Williams 2015

De Wit 1997

EJP 2001

Wright Oliver 2001

Yildrim 2009

SysRev

 

Suchzeitraum:

Januar 1995 – Mai 2017

 

Datenbanken:

Medline

CINAHL

 

Einschluss-kriterien:

P: erw. Patienten mit krebsbedingtem Schmerz, nur solide Tumore

I: Psycho-edukation mit Fokus auf Schmerz-management

C: keine Intervention, aktive Kontrolle

O: Schmerzinten-sität, Schmerzbeeinträchtigung, Wissen über Schmerz & Schmerzbarrieren, Medikationsadhärenz, Selbstwirksamkeit

S: RCTs

 

26 RCTS, N=4735 Patienten

 

RCTs

 

Ambulante Patienten (20) & stationäre Patienten (5)

 

Krebsdiagnosen :
kA

 

Geschlecht:

kA

 

Mittleres Alter:

kA

 

Länder :

USA (12)

Europa (8)

Asien (3)

Australien (2)

Kanada (1)

 

Inhalte:

22 x Face-to-Face
(davon 17x Kombi mit Broschüre/Video)

 

5 x mehrere Sitzungen

4x mehrere Sitzungen + Telefongespräche,

3x einmaliger Kontakt

10x einmaliger Kontakt + Telefongespräche

 

3x Broschüre/Video

davon 2x kombiniert mit Telefongesprächen

 

Dauer/Frequenz/

Länge:

5min – 90 min

1 Tag – 6 Wochen

Frequenz sehr unterschiedlich (einmalig, merhmals pro Woche/Monat, Telefon Follow-Up)

 

 

Kontrollgruppen:

TAU/UC,

Ernährungsbera-tung,

Pharmakotherapie,

alternatives Schm.-Programm,

Aufmerksamkeits-placebo

 

Primäre Endpunkte:

1. Schmerz
(-intensität)

2. Schmerz-beeinträch-tigung

 

Sekundäre Endpunkte

1. Wissen über Schmerz & Schmerz-barrieren

2. Medikations-adhärenz

3. Selbstwirk-samkeit

 

Verwendete Messinstrumente:

Schmerzintensität

BPI

NRS

VAS

1. Schmerz

à Gesamteffekt:

8/26 Studien (31%) berichten statistisch signifikante Schmerzunterschiede zwischen den Gruppen zugunsten der Interventionsgruppe (19% der eingeschlossenen Patienten)

 

6 dieser Studien bestanden aus Face-to-Face-Kontakten + Face-to-Face oder Telefon Follow-Up

Keine SUEs berichtet

Primärstudien:

RCTs mit low RoB

SB: 12

PB: 1

DB: 3

AB: 5

RB: 22

OB: kA

 

Review:

AMSTAR-2: critically low quality

Method.Mängel in

kritischer Domäne

2,7

non-kritischer Dom.

3,8,14

 

Sensitivitäts-analysen:

Keine MA

 

Publikations-bias: nicht addressiert

 

 

1a

Du et al., 2015

"Patient education Programmes for cancer-related fatigue: A systematic review."

 

Eingeschlossene Primärstudien:

Björneklett 2012

Chan 2011

Godino 2006

Kwekkeboom 2012

O’Brien 2014

Purcell 2011

Ream 2006

Reif 2013

Yates 2005

Yun 2012

SysRev

 

Suchzeitraum:

bis April 2014

 

Datenbanken:

Medline

Pubmed

Web of Science

Elsevier

CINAHL

CENTRAL

 

Einschluss-kriterien:

P: erwachsene Krebspatienten

I:  Edukation

C: Warteliste Placebo, TAU/UC, Sport- & Bewegung

O: Fatigue als Primäroutcome

S: RCTS

 

10 RCTs, N=1498 Patientinnen

 

 

RCTs

 

6x versch. Krebstyp

1x Lungenkrebs,

2x Brustkrebs

1x Dickdarm- oder Magenkrebs

 

Geschlecht:

kA

 

Alter:

kA

 

Länder :

China (1)

Schweden (1)

Spanien (1)

UK (1)

USA (1)

Korea (1)

Australien (3)

Deutschland (1)

 

 

Inhalte:

Edukations-programme

(8x face-to-face in Gruppe, 1x Einzelsetting, 1x internet-basiert)

 

Dauer/Frequenz/

Länge:

1-12 Wochen

1-6 Sitzungen

Follow-Up-Zitrüume 2 Wochen – 12 Monate

 

Kontrollgruppen:

TAU/UC

Warteliste

Basisaufklärung

Primäre Endpunkte:

1. Fatigue

 

 

Verwendete Messinstrumente:

 

1. Fatigue

2/10 Studien zeigten sign. positiven Effekt (mittlere ES) zugunsten der IG

 

3/10 Studien zeigten sign. positiven Effekt (kleine ES) zugunsten der IG

 

5/10 Studien zeigten keinen signifikant positiven Effekt zugunsten der IG

 

Primärstudien berichten keine SUEs

Primärstudien:

RCTs mit low RoB

SB: 6

PB: k.a.

DB: 4

AB: 4

RB: 10

OB: 10

 

Review:

AMSTAR-2: critically low quality

Method.Mängel in

kritischer Domäne

2,4,7

non-kritischer Dom.

8

 

Sensitivitäts-analysen:

Keine MA

 

Publikations-bias: nicht addressiert

1a

Li et al. 2014:

"A systematic review on patient-reported outcomes in cancer survivors of randomised clinical trials: direction for future research."

 

Eingeschlossene Studien:

Antoni, et al. 2009

Berry, et al. 2011,

Boesen, et al. 2011

Boundouki, et al. 2004

Brown, et al. 2006

Butler, et al. 2009

Cadmus, et al. 2009

Carmack, et al. 2011

Danhauer, et al. 2009

Ell, et al. 2011

Gotay, et al. 2007

Griffith, et al. 2009

Grunfeld, et al. 2011

Hack, et al. 2007

Jones, et al. 2006

Lovell, et al. 2010

McCorkle, et al. 2009

Montgomery, et al. 2007

Mutrie, et al. 2007

Nielsen, et al. 2003

Partin, et al. 2004

Rottmann, et al. 2012

Smith, et al. 2010

Strong, et al. 2008

Syrjala, et al. 2008

Temel, et al. 2010

Thomas, et al. 2012

Thornton, et al. 2009

Tsay, et al. 2008

Velikova, et al. 2004; 2010

Vodermaier, et al. 2011

Wulff, et al. 2012

 

SysRev

 

Suchzeitraum:

Januar 2000 – Juli 2013

 

Datenbanken:

Wissenschaftlicher Zitationsindex erweitert

PsycINFO,

Medline (1950+)

OvidSP

CINAHL

 

Einschluss-Kriterien:

P: erwachsene Krebspatienten

I: "supportive care interventions"

C: TAU/UC

O: PROMs

S: RCTs

 

33 RCTs in 34 Publikationen,

N=5960

33 RCTs

 

12x Brustkrebs

3x Prostatakrebs

1x Eierstockkrebs

1x Mundkrebs

1x Lungenkrebs

2x Dickdarmkrebs

1x Magen- oder Leberkrebs

12x mehrere Krebsarten

 

 Geschlecht:

kA

 

Mittleres Alter:

k.A

 

Länder:

USA (19)

UK (5)

Dänemark (4)

Kanada (3)

Australien (1)

Taiwan (1)

 

Inhalte:

15 x Psycho-edukation

13x "Case managment"

4x Sport- und Bewegungstherapie

1x regelm. QoL Assessment mit Feedback an Behandelnde

 

Dauer/Frequenz/

Länge:

Einzelsitzung – 12 Monate Gruppentherapie

15min – 90min

 

Post-Intervention – 24 Monate Follow-Up

 

Kontrollgruppen:

TAU/UC

Primäre Endpunkte:

Nicht aufgeschlüsselt nach Outcome

 

Diverse PROMs (HQoL, Distress, Schmerz, Fatigue etc.)

 

Verwendete Messinstrumente:

divers

1. Diverse PROMs

à Psychoedukation:

In 12/15 RCTs signifikante Effekte zugunsten der IG

 

 

Keine SUEs berichtet

Primärstudien:

Qualitäts-kiterien nach "Effective Public Health Practice Project"

5x Strong

28x moderate

 

Review:

AMSTAR-2: critically low quality

Method.Mängel in

kritischer Domäne

2,7,13

non-kritischer Dom.

1,3,5,6,8,10,14

 

 

Sensitivitäts-analysen:

Keine MA durchgeführt aufgrund starker Heterogenität der Interventionen

 

Publikations-Bias: nicht addressiert                                       

 

 

 

1a-

Faller et al. 2013:

"Effects of Psycho-Oncologic Interventions on Emotional Distress and Quality of Life in Adult Patients with Cancer: Systematic Review und Meta-Analysis."13

 

Eingeschlossene Primärstudien:

198 RCTs

 

 

 

 

MA

 

Suchzeitraum:

May 2013

 

Datenbanken:

CENTRAL

Medline

PsycInfo

 

Einschluss-kriterien:

P: erwachsene Krebspatienten

I: psychoonkologische Interventionen

C: Aufmerkamkeits-Placebo, TAU/UC

O: Distress, QoL, Depressivität, Angst

S: RCTs

 

198 RCTS, N=22238 Patientinnen

(218 Vergleiche in MA)

 

 

RCTs

 

Gemischte Krebsdiagnosen (80)

Brustkrebs (78)

Prostatakarz. (8)

Gynekologisch (6)

Melanom (5)

Hematologischer Krebs (4)

Andere (12)

Nicht angegeben (5)

 

Geschlecht:

Median 82% weiblich

 

Alter:

Median 54 Jahre

 

Länder :

USA (107)

UK (18)

Australien (12)

Kanada (10)

Schweden (9)

Niederlande (7)

Weitere (35)

 

 

Inhalte:

Psychotherapie

Einzel (55)

Gruppe (42)

Paar (10)

Psychoedukation (19)

Entspannungsverfahren (46)

Einfache Informaationsgabe (23)

Andere (12)

 

davon

Einzel (119)

Gruppe (66)

Paar (8)

Nicht angegeben (5)

 

 

Dauer/Frequenz/

Länge:

1-35 Sitzungen, Median 6 Sitzungen,

Über

1-730 Tage, Median 42 Tage

 

Kontrollgruppen:

TAU/UC

Aufmerksamkeitskontrolle

Primäre Endpunkte:

1.    Distress

2.    gesundheitsbezogene QoL

3.    Depressivität

4.    Angst

1. Distress

à Gesamteffekt

Post-Intervention:

77 RCTs, N=?

I2 = 73%; SMD=0.29

[0.20, 0.37, p <.001>

Follow Up ≤6 Monate:

58 RCTs, N=?

I2 = 56%; SMD=0.17

[0.09, 0.24, p <.001>

Follow Up >6 Monate:

39 RCTs, N=?

I2 = 32%; SMD=0.10

[0.04, 0.1, p =.003]

 

à Psychoedukation

Post-Intervention:

12 RCTs, N=?

I2 = 37%; SMD=0.18

[0.05, 0.30, p =.005]

Follow Up ≤6 Monate:

11 RCTs, N=?

I2 = 47%; SMD=0.30

[0.15, 0.45, p<.001>

Follow Up >6 Monate:

7 RCTs, N=?

I2 = 0%; SMD=0.11

[0.00, 0.21, p =.051]

 

2. QoL

à Gesamteffekt

Post-Intervention:

66 RCTs, N=?

I2 = 78%; SMD=0.26

[0.15, 0.37, p <.001>

Follow Up ≤6 Monate:

47 RCTs, N=?

I2 = 65%; SMD=0.22

[0.12, 0.33, p <.001>

Follow Up >6 Monate:

27 RCTs, N=?

I2 = 50%; SMD=0.18

[0.07, 0.28, p <.001>

 

à Psychoedukation

Post-Intervention:

8 RCTs, N=?

I2 = 0%; SMD=0.2

[0.10, 0.30, p <.001>

Follow Up ≤6 Monate:

8 RCTs, N=?

I2 = 34%; SMD=0.13

[-0.01, 0.27, p=.07]

Follow Up >6 Monate:

8 RCTs, N=?

I2 = 54%; SMD=0.18

[0.02, 0.34, p =.029]

 

 

3. Depressivität

à Gesamteffekt

Post-Intervention:

72 RCTs, N=?

I2 = 56.5%; SMD=0.33

[0.25, 0.41, p <.001>

Follow Up ≤6 Monate:

40 RCTs, N=?

I2 = 40.8%; SMD=0.2

[0.11, 0.28, p <.001>

Follow Up >6 Monate:

26 RCTs, N=?

I2 = 47.1%; SMD=0.14

[0.05, 0.24, p =.002]

 

à Psychoedukation

Post-Intervention:

9 RCTs, N=?

I2 = 11%; SMD=0.14

[0.03, 0.25, p =.016]

Follow Up ≤6 Monate:

9 RCTs, N=?

I2 = 23%; SMD=0.23

[0.11, 0.36, p<.001>

Follow Up >6 Monate:

5 RCTs, N=?

I2 = 52%; SMD=0.13

[-0.05, 0.3, p =.16]

 

 

4. Angst

à Gesamteffekt

Post-Intervention:

74 RCTs, N=?

I2 = 60%; SMD=0.38

[0.29, 0.46, p <.001>

Follow Up ≤6 Monate:

38 RCTs, N=?

I2 = 73%; SMD=0.34

[0.2, 0.47, p <.001>

Follow Up >6 Monate:

15 RCTs, N=?

I2 = 33%; SMD=0.17

[0.06, 0.28, p =.003]

 

à Psychoedukation

Post-Intervention:

7 RCTs, N=?

I2 = 0%; SMD=0.22

[0.1, 0.33, p <.001>

Follow Up ≤6 Monate:

7 RCTs, N=?

I2 = 30%; SMD=0.24

[0.1, 0.39, p<.001>

Follow Up >6 Monate:

3 RCTs, N=?

I2 = 73%; SMD=0.07

[-0.08, 0.23, p =.35]

 

 

Nicht berichtet

Primärstudien:

RCTs mit low RoB

SB: 51

PB: kA

DB: kA

AB: 122

RB: 141

OB: kA

 

Review:

AMSTAR-2: critically low quality

Method.Mängel in

kritischer Domäne

2, 7, 13

non-kritischer Dom.

3, 10,

 

Sensitivitäts-analysen:

Bei hoher Heterogenität (l²>70%) Ausschluss vjew. einer Studie aus MA &

Moderatorenanalysen (u.A. Alter, Tumorart)

 

Weiterhin a priori geplante Subgruppenanalysen (siehe Hauptergebnisse)

 

Publikations-bias:

Visuelle Prüfung der Funnel-Plots

 

1a-

Psychoedukation RCTs (2015 – 2020)

Referenz/ (Autor,

Jahr,

Journal)

Studientyp

Patienten-merkmale

Interventionen

Untersuchte Endpunkte

Hauptergebnisse

Neben-/ Wechsel­wir­kungen

Finanzierung / Conflict of Interest

Methodische Bemerkungen

Evidenzklasse

Unterstützende Evidenz (7/13)

Li et al., 2019:

Effect of a patient education and rehabilitation program on anxiety, depression and quality of life in muscle invasive bladder cancer patients treated with adjuvant chemotherapy

RCT, prospektiv, offen, monozentrisch,

2 Arme

 

Randomisiert: N=130

Post-Intervention: N=130

 

kA zur Analyse-Technik

 

 

Land: China

2015-2017

PatientInnen mit invasivem Blasenkrebs, während Chemotherapie

 

Geschlecht:

Ca. 15.5% weiblich

 

Alter:

Mittelwert: ca. 57,6

Arm A:

NB=65

NP=65

Patientenedukation und Rehabilitationsprogramm (PERP), 16 Wochen, alle 2 Wochen Sitzungen, pro Sitzung ca. 30min

 

Arm B:

NB=65

NP=65

CAU

Erhebungszeitpunkte:

Baseline

Post-Intervention

 

Primäre Endpunkte:

1. Angst (HADS-A)

2. Depressivität (HADS-D)

3. QoL (global) (EORTC QLQ-C30)

1. Angst

à PERP versus CAU:

Post-Intervention:

Sign. Gruppenunterschiede zugunsten von PERP

 

2. Depressivität:

à PERP versus CAU:

Post-Intervention:

Keine sign.n Gruppenunterschiede

 

3. QoL (global):

à PERP versus CAU:

Post-Intervention:

Sign. Gruppenunterschiede zugunsten von PERP

 

Keine berichtet

Keine Angaben zur Finanzierung

 

Laut Angaben keine COI

Risk of Bias

 

SB1: low

SB2 low

PB: high

DB: high

AB: low

RB: unclear

 

 

Geplante Fallzahl erreicht (N=130)

 

Al-Sulaiman et al., 2018 : Exploring the effectiveness of crisis counseling and psychoeducation in relation to improving mental well-being, quality of life and treatment compliance of breast cancer patients in Qatar

RCT, prospektiv, offen, monozentrisch,

3 Arme

 

Randomisiert:

N = 201

Post-Intervention:

N = kA

Follow-Up :

N = kA

(10 Pat. "non-compliant", gleichverteilt über Gruppen)

 

kA zur Analyse-Technik

 

Land : Qatar

2012-2015 (Rekrutierung)

Brustkrebspatientinnen, frühe Stadien (I-III)

 

Geschlecht :

100% weiblich

 

Alter : 30-50+

Mittelwert : kA

Arm A :

NR = 67

NPI = kA

NFU = kA

 

PE, Einzel, 6x 60-90min Sitzungen über 12 Wochen

 

Arm B :

NR = 67

NPI = kA

NFU = kA

 

Krisenberatung (KB) one-to-one, sechs 60-90min Sessions über 12 Wochen

 

Arm C :

NR = 67

NPI = kA

NFU = kA

 

CAU

 

 

Erhebungszeitpunkte:

Baseline

Post-Intervention

Follow-Up (18 Monate)

 

Primäre Endpunkte:

1. Depressivität (DASS-21)

2. Ängstlichkeit (DASS-21)

3. Stress (DASS-21)

4. QoL (global) (EORTC QLQ-C30)

1.     Depressivität

à PE versus KB versus CAU :

Post-Intervention:

Sign. Gruppenunterschiede zugunsten von PE und KB jeweils verglichen mit CAU; sign. Gruppenunterschiede zugunsten von PE verglichen mit KB

 

Follow-Up :

Sign. Gruppenunterschiede zugunsten von PE und KB jeweils verglichen mit CAU; keine Unterschiede zwischen PE und KB

 

2.     Ängstlichkeit:

à PE versus KB versus CAU :

Post-Intervention:

Sign. Gruppenunterschiede zugunsten von PE und KB jeweils verglichen mit CAU ; keine Unterschiede zwischen PE und KB

 

Follow-Up :

Sign. Gruppenunterschiede zugunsten von PE und KB jeweils verglichen mit CAU; keine Unterschiede zwischen PE und KB

 

3.     QoL (global):

à PE versus KB versus CAU :

Post-intervention :

Sign. Gruppenunterschiede zugunsten von PE und KB, jeweils verglichen mit CAU ; keine Unterschiede zwischen PE und KB

 

Follow-Up :

Sign. Gruppenunterschiede zugunsten von PE und KB für Subskala emotional functioning ; keine Unterschiede zwischen PE und KB

Nicht berichtet

Keine Angabe zur Finanzierung

 

Laut Angaben keine COI

 

 

Risk of Bias

 

SB1: low

SB2: unclear

PB: high

DB: high

AB: unclear

RB: unclear

 

Keine Fallzahlplanung

 

„While this may be considered quite a small sample, the maximum sample size was limited by the overall number of patients in the country”

 

Follow-Up eigtl. für 6 Monate Post-Intervention geplant

 

"Another potential limitation of this study is that the assessment of the long-term effects of the crisis counseling and psychoeducation interventions was not achieved at 6 months as planned, but was delayed until 18 months after the interventions. This was because most patients were unavailable at the 6-month mark, whether due to extended travel commitments or because they simply did not respond to requests from the research assistants."

 

Aliasgharpour et al., 2018: The Effect of Pain Management Training on the Severity of Pain in Patients with Cancer: A Clinical Trial Study

RCT, offen, prospektiv, multizentrisch,

2 Arme

 

Randomisiert: N=98

Post-Intervention:

N= 98

Follow-Up 1:

N= 98

 

kA zur Analyse-Technik, aber auch keine fehlenden Werte

 

Land: Iran

2014

Krebspatienten mit Schmerzscore über 4 auf VAS

 

Geschlecht: 49,9% weiblich

 

Alter: 18-66

Mittelwert:

Arm A:

NB=49

NP= 49

NFU1= 49

6 Edukations-Sitzungen (ES) und ein Trainingsmanual, über 3 Wochen, 20min pro Sitzung

 

Arm B:

NB=49

NP= 49

NFU1= 49

CAU

 

Erhebungszeitpunkte:

Baseline

Post-Intervention

Follow-Up 1 (3 Wochen)

 

Primäre Endpunkte:

1. Schmerz (VAS)

1. Schmerz

à ES versus CAU:

Post-Intervention:

Sign. Gruppenunterschiede zugunsten von ES

 

Follow-Up 1:

Sign. Gruppenunterschiede zugunsten von ES

 

Keine berichtet

Tehran University of Medical Sciences, Tehran, Iran

 

Laut Angaben keine COI

Risk of Bias

 

SB1: low

SB2 unclear

PB: high

DB: high

AB: low

RB: unclear

 

 

Geplante Fallzahl erreicht (N=49 pro Gruppe)

 

Mohd-Sidik (2018):

Effectiveness of chemotherapy counselling on self-esteem and

psychological affects among cancer patients in Malaysia: Randomized

controlled trial.

RCT

prospektiv,

multizentrisch,

offen,

2 Arme

 

Randomisiert :

N = 2140

Follow-Up 1:

N = 2128

Follow-Up 2:

N = 2126

Follow-Up 3:

N = 2120

 

PP-Analyse

Ausgewertet:

N = 2120

 

Land: Malaysia

2016-2017

Krebs-patienten (alle Typen & Stadien)

 

Geschlecht:

56.7% weiblich

 

Alter:

<45: 12,5%

45-54: 16.9%

66-64: 31.8%

>65: 48.7%

 

 

Arm A:

EG

NB = 1070

N FU1= 1065

NFU2= 1063

NFU3= 1060

 

Edukationsmodul zur Begleitung der Chemotherapie-Zyklen,

je einmal zu Baseline, FU, FU2 und FU3 insg. 4x 45-60 Min

 

Arm B:

TAU

NB = 1070

NFU1 = 1063

NFU2= 1063

NFU3= 1060

 

Erhebungszeitpunkte:

Baseline

Follow-Up 1 (3-6 Wochen)

Follow-Up 2

(6-12Wochen)

Follow-Up 3

(12-18 Wochen)

 

Jeweils VOR Durchführung der Edukation

 

 

 

Primäre Endpunkte:

1. Angst (Häufigkeit)
(GAD-7, dichotomisiert, Cut-Off >=7)

2. Depressivität (Häufigkeit)
 
(PHQ-9, dichotomisiert, Cut-Off>=10)

 

Sekundäre Endpunkte:

1. Selbstwert (RSES)

1. Angst

à EG vs. TAU

Sign. reduzierte Häufigkeit von Angst nach der 1., 2. und 3. Sitzung zugunsten der EG

 

2. Depressivität

à EG vs. TAU

Sign. reduzierte Häufigkeit von Depression nach der 1., 2. Und 3. Sitzung zugunsten der EG

Nicht berichtet

Geran Universiti Putra Malaysia

 

Laut Angaben kein COI

Risk of Bias

 

SB1: low

SB2 low

PB: high

DB: high

AB: low

RB: unclear

 

 

Geplante Fallzahl (N=2140) nicht erreicht

 

Wu et al., 2018: Effects of a Psychoeducational Intervention in Patients With Breast Cancer Undergoing Chemotherapy

RCT, prospektiv, monozentrisch, offen,

2 Arme

 

Randomisiert: N=40

 

kA zu Analyse-Technik

Ausgewertet: N=40

 

Land: Taiwan

Brustkrebspatientinnen, während Chemotherapie (insgesamt 6 Zyklen über 18 Wochen), Stage I-IV,

 

Geschlecht: 100% weiblich

 

Alter: 30-76

Mittelwert: 51,2

Arm A:

NB=20

(kA zu weiteren MZP)

PE, 6 x 60-minütige face-to-face Sitzungen während 5 Chemotherapie-Zyklen

 

Arm B:

NB=20

(kA zu weiteren MZP)

CAU

Erhebungszeitpunkte:

Baseline (T1),

während des 3. (T2) und 5. (T3) Chemozyklus,

Post-Intervention (2 Wochen nach letzten Zyklus, T4)

 

 

Primäre Endpunkte:

1. Angst (HADS-A)

2. Depressivität (HADS-D)

3. Krankheitsspezifisches Wissen über Selbstfürsorge

4. QoL (EORTC QLQ-C30, EORTC QLQ-BR23)

5. Selbstwirksamkeit

6. Resilienz

 

1. Angst

à PE versus CAU

Post-Intervention:

Sign. Gruppenunterschiede zugunsten von PE

 

2. Depressivität:

à PE versus CAU

Post-Intervention:

Sign. Gruppenunterschiede zugunsten von PE

 

3. QoL – Global QoL:

à PE versus CAU

Post-Intervention:

Sign. Gruppenunterschiede zugunsten von PE

Nicht berichtet

Keine Angaben zur Finanzierung

 

Laut Angaben keine COI

Risk of Bias

 

SB1: low

SB2 unclear

PB: high

DB: high

AB: low

RB: unclear

 

 

Geplante Fallzahl erreicht (N = 20 pro Gruppe)

 

Sign. verschiedene Verteilung von Krebsstadien zwischen den Gruppen

 

Sign. höherer global health status (QLQ-C30) in PE (EG) bei Baseline

 

Li et al., 2017: Psychological intervention improves life quality of patients with laryngeal cancer

RCT, prospektiv, offen, monozentrisch,

2 Arme

 

Randomisiert: N=210

Post-Intervention

N= 210

 

kA zur Analyse-Technik

 

 

Land:

China

2014-2016

Kehlkopfkrebs-Patienten, bevorstehende OP

 

Geschlecht: 42,38% weiblich

 

Alter: 39-76

Mittelwert: 55,26

Arm A:

NB=102

NP=102

PE, vor, während und nach OP

 

 

Arm B:

NB=108

NP=108

CAU

Erhebungszeitpunkte:

Baseline (1 Woche Prä-Intervention)

Post-OP (3 Monate)

 

Primäre Endpunkte:

1. Depressivität (HAMD)

2. Angst (HAMA)

3. QoL (global) (EORTC QLQ-C30)

1. Depressivität

à PE versus CAU:

Post-OP:

Sign. gruppenunterschiede zugunsten von PE

 

2. Angst:

à PE versus CAU:

Post-OP:

Sign. Gruppenunterschiede zugunsten von PE

 

3. QoL(global):

à PE versus CAU:

Post-OP:

Sign. Verbesserungen nur in PE, nicht in CAU

 

Keine berichtet

The Second Affiliated Hospital of Xi’an Jiaotong University and Shaan’xi Province Government

 

Laut Angaben keine COI

 

Risk of Bias

 

SB1: unclear

SB2 unclear

PB: high

DB: high

AB: low

RB: unclear

 

 

Bei QoL kein Gruppenvergleich berichtet

 

Keine Fallzahlplanung

 

Ohlsson-Nevo et al., 2016: Effects of a psycho-educational programme on health-related quality of life in patients treated for colorectal and anal cancer: A feasibility trial

RCT, prospektiv, monozentrisch, offen,

2 Arme

 

Randomisiert: N = 86

Post-Intervention:

N = 80

Follow-Up 1:

N = 71

Follow-Up 2:

N = 66

 

ITT-Ansatz, ohne Imputation

 

Land:

Schweden

2007-2010

Anal- (ca. 2,4%) und Darmkrebspatienten (Rest). Operative Behandlung

 

Geschlecht: ca. 37,24% weiblich

 

Alter:

Mittelwert: 66

Arm A:

NB = 47

NP = 44

NFU1 = 43

NFU2 = 38

PE-Programm (PEP),

Vorträge + anschließende Diskussion, Gruppe, wöchentlich, 7x120min,

 

Arm B:

NB = 39

NP = 36

NFU1 = 28

NFU2 = 28

CAU

 

Erhebungszeitpunkte:

Baseline

Post-Intervention

Follow-Up 1 (5 Monate)

Follow-Up 2 (11 Monate)

 

Primäre Endpunkte:

QoL (SF-36, aufgeteilt in overall mental health status (MCS) und overall physical health status (PCS))

1. QoL – mental health

à PEP versus CAU:

Post-Intervention:

Sign. Gruppenunterschiede zugunsten von PEP (d= 0.51)

 

Follow-Up 1:

Keine sign. Gruppenunterschiede

 

Follow-Up 2:

Keine sign. Gruppenunterschiede

 

2. QoL – physical health:

à PEP versus CAU:

Post-Intervention:

Keine sign. Gruppenunterschiede

 

Follow-Up 1:

Keine sign. Gruppenunterschiede

 

Follow-Up 2:

Keine sign. Gruppenunterschiede

 

Nicht berichtet

Research Committee of Örebro County Council

 

Laut Angaben keine COI

Risk of Bias

 

SB1: low

SB2 unclear

PB: high

DB: high

AB: unclear

RB: unclear

 

 

Machbarkeits-Studie

 

kA zu Fallzahlplanung

 

PEP-Gruppe sign. höhere Werte auf Subskalen general Health und Social Functioning zu Baseline

 

 

Keine Hinweise für höhere Wirksamkeit des Treatments (6/13)

Chow et al., 2020: A theory‐driven psycho‐educational intervention programme for gynaecological cancer patients during treatment trajectory: A randomised controlled trial

RCT, prospektiv, multizentrisch, verblindet (Proband*innen),

2 Arme

 

Randomisiert: N=202

Post-Intervention: N=191

 

ITT-Ansatz, kA zu Imputationsmethode

Ausgewertet: N=191

 

Land: China (Hong-Kong)

2016-2018

Gynäkologische Krebspatientinnen, neu diagnostiziert (Diagnose innerhalb der letzten 3 Monate)

 

Geschlecht: 100% weiblich

 

Alter:

Mittelwert: 54,6

Arm A:

NB=102

NP=94

PE, 4 Sitzungen über 12 Wochen, 3 face-to-face-Sitzungen von 45-60min, ein Telefongespräch von 20-35min; Zeitpunkt der Sitzungen individuell wählbar/angepasst

 

Arm B:

NB=100

NP=98

WL/AC

 

Erhebungszeitpunkte:

Baseline

Post-Intervention

 

Primäre Endpunkte:

1. Unsicherheit (MUIS)

2. Angst (HADS-A)

3. Sexuelle Funktion (SVQ)

1. Angst:

à PE versus AC:

Post-Intervention:

Keine sign. Gruppenunterschiede, sign. Zeiteffekt à Verbesserungen in beiden Gruppen

 

2. Sexuelle Funktion:

à PE versus AC:

Post-Intervention:

Frauen in PE sexuell aktiver und höhere Einschätzung, dass Partner sexuell an ihnen interessiert ist verglichen zu AC; sign. Gruppenunterschiede auf Subskala Intimität zugunsten von PE

 

Nicht berichtet

Health and Medical Research Fund

 

Laut Angaben keine COI

Risk of Bias

 

SB1: unclear

SB2 unclear

PB: high

DB: high

AB: low

RB: unclear

 

 

Geplante Fallzahl erreicht (N = 202)

 

Baseline-Ängstlichkeit in PE-Gruppe leicht erhöht verglichen zur AC-Gruppe

 

Sexuelle Funktion zu Baseline wurde nicht erhoben

 

Li et al., 2018: Effect of one comprehensive education course to lower anxiety and depression among Chinese breast cancer patients during the postoperative radiotherapy period - one randomized clinical trial

 

RCT, prospektiv, offen, monozentrisch,

2 Arme

 

Randomisiert: N=290

Post-Intervention: N=281

 

PP-Analyse

Ausgewertet: s.o.

 

Land: China

2013-2015

Brustkrebspatientinnen (einseitig), während postoperativer Bestrahlungsperiode, Stage I-IV

 

Geschlecht: 100% weiblich

 

Alter: 25-67

Mittelwert: 46,2

Arm A: EG

NB=145

NP=136

PE und Management-Fertigkeiten, 1x3h Sitzung

 

Arm B:

NB=145

NP=145

CAU

Erhebungszeitpunkte:

Baseline

Post-Intervention (nach Radiotherapie)

 

Primäre Endpunkte:

1. Depressivität (HADS-D)

2. Angst (HADS-A)

1. Depressivität

è  EG vs. CAU

Post-Intervention:

Keine sign. Gruppenunterschiede

 

2. Angst

è  EG vs. CAU

Post-Intervention:

Keine sign. Gruppenunterschiede

Nicht berichtet

Keine Angaben zur Finanzierung

 

Laut Angaben keine COI

Risk of Bias

 

SB1: low

SB2 unclear

PB: high

DB: high

AB: high

RB: unclear

 

 

Geplante Fallzahl erreicht (N = 242)

 

Yang et al., 2018: Pilot Randomized Phase II Trial of the Enhancing Quality of Life in Patients (EQUIP) Intervention for Patients With Advanced Lung Cancer

RCT,

offen, prospektiv, monozentrisch,

2 Arme

 

Randomisiert: N=69

Post-Intervention:

N=58

 

kA zur Auswertungs-Methode

 

Ausgewertet: N=58

 

Land: Singapur

 

Fortgeschrittener Lungenkrebs, neue Diagnose (max. 8 Wochen her)

 

Geschlecht: ca. 68% weiblich

 

Alter:

Mittelwert: ca. 58,8

Arm A:

NB=35

NP=28

Enhancing Quality of Life in Patients (EQUIP) Intervention, 4 edukative face-to-face Sitzungen

 

Arm B:

NB=34

NP=30

CAU

Erhebungszeitpunkte:

Baseline

Post-Intervention

 

Primäre Endpunkte:

1. QoL (FACT-L)

2. Lungenkrebs-Symptome (LCS)

3. Trial Outcome Index (TOI)

 

Sekundäre Endpunkte:

1. Depressivität (HADS-D)

Angst (HADS-A)

Post-Intervention:

Keine sign. Gruppenunterschiede auf relevanten Endpunkten, keine klinisch bedeutsame Verbesserung in EQUIP

Nicht berichtet

National Cancer Centre Research Fund

 

Laut Angaben keine COI

Risk of Bias

 

SB1: unclear

SB2 unclear

PB: high

DB: high

AB: unclear

RB: unclear

 

 

Vielleicht Selektionsbias

 

Phase-2-Pilotstudie

 

Geplante Fallzahlplanung erreicht (N = 69)

 

Bourmaud et al., 2017: Cancer-related fatigue management: evaluation of a patient education program with a large-scale randomised controlled trial, the PEPs fatigue study

RCT, prospektiv, offen, multizentrisch,

2 Arme

 

Randomisiert: N = 212

 

Modifizierter ITT-Ansatz (Patienten mit VAS-Score von Baseline und Post-Intervention für primäres Outcome analysiert, auch wenn Intervention nicht vollst. durchlaufen)

 

Land: Frankreich

 

Krebspatienten (58,5% Brust, Rest andere)

 

Geschlecht: 84,4% weiblich

 

Alter:

Mittelwert: 55,9

Arm A:

NB=106

NP=66 (gesamte Intervention absolviert)

Edukationsprogramm für Fatigue (PEPS): Gruppenintervention, 5 x 2h-Sitzungen über 6 Wochen

 

Arm B:

NB=106

NP= 81

CAU

 

Erhebungszeitpunkte:

Baseline

Post-Intervention

 

Primäre Endpunkte:

1. Fatigue (VAS)

 

Sekundäre Endpunkte:

1. Fatigue (FACT-F, R-PFS)

2. QoL (global) (QLQ-C30)

3. Angst (HADS-A)

4. Depressivität (HADS-D)

 

 

1. Fatigue

à PEPS versus CAU

Post-Intervention:

Keine sign. Gruppenunterschiede

 

2. QoL (global)

à PEPS versus CAU

Post-Intervention:

Keine sign. Gruppenunterschiede

 

3. Angst:

à PEPS versus CAU

Post-Intervention:

Keine sign. Gruppenunterschiede

 

4. Depressivität

à PEPS versus CAU

Post-Intervention:

Keine sign. Gruppenunterschiede

 

 

keine

French Ministry of Health (PHRC 2006 [Hospital Program of Clinical Research])

 

Laut Angaben keine COI

Risk of Bias

 

SB1: low

SB2 unclear

PB: high

DB: high

AB: unclear

RB: unclear

 

Geplante Fallzahl erreicht (N = 80 pro Gruppe)

 

Chan et al., 2017: A culturally adapted survivorship programme for Asian early stage breast cancer patients in Singapore: A randomized, controlled trial

RCT, prospektiv, monozentrisch, offen,

2 Arme

 

Randomisiert: N = 88

 

ITT-Ansatz

Ausgewertet: N = 72

 

Land: Singapur

2015-2016

Brustkrebspatientinnen in frühen Stadien (Stage I-III), abgeschlossene Chemotherapie

 

Geschlecht: 100% weiblich

 

Alter:

Mittelwert: 50,3

Arm A:

NB = 43

NP = 34

PE in der Gruppe (PEG), 3 Wochen, wöchentlich, 3x4,5h

 

 

Arm B:

NB = 45

NP = 38

CAU

Erhebungszeitpunkte:

Baseline

Post-Intervention (während 2 Monaten nach Intervention)

 

Primäre Endpunkte:

1. Distress (RSCL)

 

Sekundäre Endpunkte:

1. QoL (global) (EORTC QLQ-C30)

2. Angst (BAI)

3. Zufriedenheit (Satisfaction Questionnaire)

 

1. Distress:

à PEG versus CAU:

Post-Intervention:

Keine sign. Gruppenunterschiede; Verbesserungen in beiden Gruppen

 

2. QoL(global):

à PEG versus CAU:

Post-Intervention:

Keine sign. Gruppenunterschiede

 

3. Angst:

è  PEG versus CAU:

Post-Intervention

Keine sign. Gruppenunterschiede, Verbesserungen in beiden Gruppen

 

Nicht berichtet

National Cancer Centre Community Cancer Fund Grant Call, Pretty in Pink 2014 event

 

Laut Angaben keine COI

Risk of Bias

 

SB1: low

SB2 unclear

PB: high

DB: high

AB: high

RB: unclear

 

 

Geplante Fallzahl nicht erreicht (N = 80)

 

Phase 2-Studie

 

Riese et al., 2017: Effectiveness of a standardized patient education program on therapy-related side effects and unplanned therapy interruptions in oral cancer therapy: a cluster-randomized controlled trial

RCT (cluster-randomisiert), prospektiv, multizentrisch, offen,

2 Arme

 

Randomisiert: N=165

Post-Intervention: N=161

Follow-Up 1:

N=145

Follow-Up 2:

N=130

Follow-Up 3:

N=98

 

PP-Ansatz

Ausgewertet: s.o.

 

 

Land: Deutschland

2014

Krebspatienten (Darm 15,5%, Knochenmark 12,7%, Brust 10%, Lunge 8,06%)

 

Geschlecht: 53,93% weiblich

 

Alter:

Mittelwert: ca. 70 Jahre

Arm A:

NB=111

NP=107

NFU1=97

NFU2=84

NFU3=58

Patienten-Edukations-programm (PEP), 5 face-to-face Einzelsitzungen, Sitzung 2 und 3 alle zwei Wochen, Sitzung 3 und 4 monatlich, ca. 30-45min

 

Arm B:

NB=54

NP=48

NFU1=46

NFU2=40

NFU3=40

CAU

 

Erhebungszeitpunkte:

Baseline

Post-Intervention

Follow-Up 1 (2 Wochen)

Follow-Up 2 (6 Wochen)

Follow-Up 3 (10 Wochen)

 

Primäre Endpunkte:

1. Häufigkeit von therapiebezogenen Nebenwirkungen
(Ausschlag, Schmerz, Übelkeit, Erbrechen, Fatigue, Durchfall) Symptom-tagebuch

2. Häufigkeit von ungeplanten Therapieunterbrechungen

 

1. Schmerzen

à PEP versus CAU:

Keine sign. Gruppenunterschiede

 

2. Übelkeit

à PEP versus CAU:

Keine sign. Gruppenunterschiede

 

3. Fatigue

à PEP versus CAU:

Keine sign. Gruppenunterschiede

 

Nicht berichtet

German Federal Ministry of Health within the National Cancer Plan

 

Laut Angaben keine COI

Risk of Bias

 

SB1: unclear

SB2 unclear

PB: high

DB: high

AB: high

RB: unclear

 

 

Geplante Fallzahl nicht erreicht (N = 210)

 

Psychoonkologische E-Health Interventionen

Referenz/ (Autor,

Jahr,

Journal)

Studientyp

Merkmale untersuchter Studien

Interventionen

Untersuchte Endpunkte

Hauptergebnisse

Neben-/ Wechsel­wir­kungen

Methodische Bemerkungen

Evidenzklasse

Larson et al. 2020:

"The effect of telehealth interventions on quality of life of cancer survivors: A systematic review and meta-analysis."1

 

Eingeschlossene Primärstudien:

Ashing 2016

David 2011

Forbes 2015

Freeman 2015

Galiano-Castillo 2016

Hawkes 2014

Kim 2011

Malmström 2016

Nelson 2008

Van der Berg 2015

Williams 2017

MA

 

Suchzeitraum:

Bis 31. Oktober 2017

 

Datenbanken:

PubMed

CINHAL

Ebsco Health (Medline complete)

 

Einschluss-kriterien:

P: Erwachsene Krebspatienten nach abgeschl. Erstbehandlung ("Cancer Survivors")

I: telehealth/tele-medicine

C: TAU/UC

O: overall QoL

S: RCTs

 

11 RCTS, N=1349 Patienten

 

RCTs

 

Cancer Survivors (Brust 6, Gemischt 2, Oesophagus-karzinom 1, Zervixkarzinom1, Colo-Rektalkarzinom 1)

 

Geschlecht:

75% weiblich

 

Mittleres Alter:

46 – 66

 

Länder :

Australien

USA

Deutschland

Niederlande

Kanada

Südkorea

Spanien

Schweden

Inhalte:

3 x web-basiertes Selbstmanagement

5 x telefon-basiert

1 x mail-basierte Beratung

1 x Video-Konferenz

1 x internet-basierte Tele-Rehabilitation

 

Frequenz:

Mehrheitlich wöchentlich; bei Selbstmanagement frei wählbar

 

Dauer:

2 – 12 Monate

 

Kontrollgruppen:

Keine genaueren Angaben, TAU/UC

Primäre Endpunkte:

1. QoL

 

Verwendete Messinstrumente:

QoL

EORTC QLQ-C30

FACT-B

FACT-G

FACT-C

FACT-Cx

 

1. QoL

àGesamteffekt:

Post-Intervention:

11 RCTs, N=1349,

I2 = 95%; SMD=0.75 [0.20, 1.30, p = .007]

Fail-safe-N: 202

Random-Effects Model

 

àNach Entfernung von Ausreißern:

Post-Intervention:

9 RCTs, N=1163,

I2 = 0%; SMD=0.14 [0.03, 0.26, p = .016]

Random-Effects Model

Fail-safe-N: 11

Ausreißer: Nelson 2008 (telefon-basiert), Van der Berg 2015 (web-basiertes Selbstmanagement)

 

àTelefon versus TAU/UC

Post-Intervention:

5 RCTs, SMD=0.70 [0.02, 1.39, p=.04]

 

Keine SUEs berichtet

 

RCTs berichten UEs nicht

Primärstudien:

PEDro Skala, range 6-8 von 11;

Risiko für DB und PB hoch, keine Verblindung.

Risiko für SB hoch, keine verblindete Gruppenzuordnung

 

Review:

AMSTAR-2: critically low quality

Method.Mängel in

kritischer Domäne

2,7,9,13

non-kritischer Dom.

1,3,5,6,8,11,12,

 

 

Sensitivitäts-analysen:

Siehe Ergebnisse nach Entfernung von Ausreißern

 

Publikations-bias: Funnel-Plot Analyse; Fail-safe N;

1a-

Xu et al. 2019:

"Effectiveness of e‐health based self‐management to improve cancer‐related fatigue, self‐efficacy and quality of life in cancer patients: Systematic review and meta‐analysis"2

 

Eingeschlossene Primärstudien:

Admiraal 2017

Bantum 2014

Boele 2018

Foster 2016

Golsteijn 2018

Lee 2014

Owen 2005

Smith 2018

Somers 2018

Syrjala 2018

Vallerand 2018

van den Berg 2015

Willems 2017

Zhang 2013

Zhu 2018

MA

 

Suchzeitraum:

Bis 14. Juli 2019

 

Datenbanken:

CENTRAL

PubMed

CINHAL

Embase

Web of Science

 

Einschluss-kriterien:

P: Erwachsene Krebspatienten

I: e-Health (app, website, mail, telephone)

C: nicht e-Health basiert

O: Fatigue, Selstwirksamkeits-erleben, QoL

S: RCTs

 

15 RCTS (13 in MA), N=2337 Patienten

 

RCTs

 

Erwachsene Krebspatienten versch Tumorstadien (Brust 6, Gemischt 4, Hämatologischer Krebs 2, Gliome 1, Rektalkarzinom 1)

 

Geschlecht:

kA

 

Mittleres Alter: 41,5 – 66,6

 

Länder :

USA

Niederlande

UK

Kanada

China

Südkorea

Inhalte:

Behaviour change

Medical management

Psychological management (Depression therapy, CST, Psychoeducation, psychological support)

 

12 x web-basiert

2 x telefon-basiert

1 x App

 

Länge & Frequenz:

Int. meist modular aufgebaut,

Zugang für 4 Wochen – 6 Monate,

Bis zu 5 wöchentliche Einheiten

 

Kontrollgruppen:

6x Warteliste

5x TAU/UC

2x Info-Broschüre

2x Face-to-Face-Beratung

Primäre Endpunkte:

1. Fatigue

2. Selbstwirk-samkeits-erleben

3. QoL

 

Verwendete Messinstrumente:

Fatigue

FSI

FACT-F

FACIT-F

CIS

BFI

PROMIS

 

QoL

EORTC QLQ-C30

FACT-B

FACT-G

 

1. Fatigue

àGesamteffekt:

Post-Intervention:

9 RCTs, N=1734,

I2 = 54%; SMD=−0.24 [−0.39, −0.08, p = .03]

GRADE: very low

 

àIG versus TAU/UC

Post-Intervention:

7 RCTs, N=1524,

I2 = 23%; SMD=−0.30 [−0.42, −0.17, p < .01]

GRADE: moderate

 

àIG versus other support

Post-Intervention:

2 RCTs, N=210,

I2 = 0%; SMD=0.18 [−0.09, 0.45, p=.18]

GRADE: low

àkeine signifikanten Subgruppenunter-schiede zwischen telefon-basiert versus web-basiert

 

2. QoL

àGesamteffekt:

Post-Intervention:

7 RCTs, N=1502,

I2 = 29%; SMD=0.09 [−0.04, 0.22, p = .18]

GRADE: low

 

àIG versus TAU/UC

Post-Intervention:

5 RCTs, N=1218,

I2 = 29%; SMD=0.14 ([0.00, 0.29, p=.23]

GRADE: moderate

 

àIG versus other support

Post-Intervention:

2 RCTs, N=284,

I2 = 0%; SMD=0.09

[-0.32, 0.14, p=.54]

GRADE: low

àkeine signifikanten Subgruppenunter-schiede zwischen telefon-basiert versus web-basiert

 

Keine SUEs berichtet

 

RCTs berichten UEs nicht

Primärstudien:

RCTs mit low RoB

SB: 7

PB: 0

DB: 1

AB: 14

RB: 4

OB: 14

 

Review:

AMSTAR-2: critically low quality

Method.Mängel in

kritischer Domäne

2,4,7,11,15

non-kritischer Dom.

1,3

 

Sensitivitäts-analysen:

Effekte robust gegenüber Entfernung jeweils einer Studie

 

Publikations-bias: "publication bias was not evaluated

because fewer than 10 studies were included." (p. 3436)

1a-

Zhang et al. 2018:

"Effectiveness of telephone‐based interventions on health‐related quality of life and prognostic outcomes in breast cancer patients and survivors—A meta‐analysis"3

 

Eingeschlossene Primärstudien:

Wyatt 2004

Kimman 2011

Heiney 2003

Park 2012

Badger 2005

Ligibel 2012

Salonen 2014

Sandgren 2007

Zhu 2015

Craddock 1999

Braden 1998

Allard 2007

Allan 2002

Mishel 2005

MA

 

Suchzeitraum:

Bis Mai 2015

 

Datenbanken:

CENTRAL

Web of science

Medline

EMBASE

CNKI

CBM

Einschluss-kriterien:

P: Brustkrebs-patientinnen

I: telefon-basiert

C: nicht telefon-basiert

O: /

S: RCTs

 

14 RCTS, N=2002 Patienten

 

Studien ohne ausreichende quantitative Daten wurden exkludiert

 

RCTs

 

Mamma-Ca

 

Geschlecht:

100% weiblich

 

Mittleres Alter:

44 – 64

 

Länder :

USA

Niederlande

Finnland

Kanada

China

 

Inhalte:

Telephone interview of home nursing

telephone-based physical activity intervention

health education or emotional expression intervention

selfcare telephone contact

symptoms management

guided use of audiotaped cognitive-behavioural strategies

 

Frequenz:

1 x monatlich – 6 x wöchentlich

 

Dauer:

3 Wochen – 13 Monate

 

Kontrollgruppen:

6 x keine Intervention

8 x TAU/UC

Primäre Endpunkte:

1. QoL

2. Physiologisches Funktionsniveau

3. Häusliches Funktionsniveau

4. Selbstwirk-samkeits-erleben

5. Angst

6. Depressivität

7. Fatigue

 

Verwendete Messinstrumente:

QoL

EORTC QLQ-C30

QoL-BC

FACT-B

SF-36

 

Angst

POMS

STAI

 

Depressivität

POMS

 

Fatigue

QoL-BC

MFI

FACIT-F

 

1. QoL

àGesamteffekt:

Post-Intervention:

7 RCTs, N=973,

I2 = 91%; SMD=0.54 [0.08, 1.00, p = .02]

Random-effects-model

 

2. Angst

àGesamteffekt:

Post-Intervention:

5 RCTs, N=726,

I2 = 45%; SMD=–0.16

[–0.30, –0.01, p = .04]

Fixed-effects model

 

3. Depressivität

àGesamteffekt:

Post-Intervention:

7 RCTs, N=239,

I2 = 40%; SMD=–0.14

[–0.40, 0.11, p = .28]

Fixed-effects model

 

4. Fatigue

àGesamteffekt:

Post-Intervention:

4 RCTs, N=339,

I2 = 90%; SMD=–0.7

[–1.43, 0.03, p = .06]

Random-effects model

3.  

Keine SUEs berichtet

 

RCTs berichten UEs nicht

Primärstudien:

RCTs mit low RoB

SB: 5

PB: 2

DB: 2

AB: 14

RB: 14

OB: nicht berichtet

 

Review:

AMSTAR-2: critically low quality

Method.Mängel in

kritischer Domäne

2,7,13,15

non-kritischer Dom.

1,10,12

 

 

Sensitivitäts-analysen:

Nicht durchgeführt

 

Publikationsbias: nicht geprüft

1a-

Chen et al. 2018:

"Effect of telehealth intervention on breast cancer patients' quality of life and psychological outcomes: A meta-analysis."4

 

Eingeschlossene Primärstudien:

Allard 2007

Ashing 2016

Ashin 2014

Beaver 2009

Berg 2015

Carpenter 2014

Chee 2016

Chen 2015

Damholdt 2016

David 2011

Freeman 2015

Galiano-Castillo 2016

Kimman 2011

Liu 2015

Owen 2005

Ozkan 2014

Ryhanen 2013

Sandgren 2007

Winzelberg 2003

Xie 2011

MA

 

Suchzeitraum:

Bis 3. Oktober 2016

 

Datenbanken:

CENTRAL

Web of science

Pubmed

EMBASE

CNKI

Einschluss-kriterien:

P: diagnostizierte Brustkrebs-patientinnen

I: telefon und internet-basiert

C: UC

O: QoL, depression, anxiety, distress, self-efficacy, percieved stress

S: RCTs

 

20 RCTS, N=2190 Patienten

 

Studien ohne ausreichende quantitative Daten wurden exkludiert

 

RCTs

 

Mamma-Ca

 

Geschlecht:

100% weiblich

 

Mittleres Alter:

35 – 64

 

Länder :

China

Dänemark

Deutschland

UK

Finnland

Kanada

Niederlande

USA

Spanien

Türkei

 

Inhalte:

u.A.

Telephone based (psycho-) educational intervention,

Internet support group,

Online stress management,

Web-based cognitive

Training,

Psychosocial counselling

for breast

cancer patients

via web-based

e-mail

 

Frequenz:

Keine Angaben

 

Dauer:

2 Wochen – 24 Monate

 

Kontrollgruppen:

Keine genaueren Angaben

Primäre Endpunkte:

1. QoL

2. Depressivität

3. Angst

4. Distress

5. Selbstwirk-samkeits-erleben

6. Erlebter Stress

 

Verwendete Messinstrumente:

QoL

EORTC QLQ-C30

QoL-BC

FACT-B

FACT-G

SF-36

 

Angst

HAMA

STAI

SCL-92

 

Depressivität

POMS

CES-D

BDI

HAMD

 

Distress

IES

BSI-GSI

1. QoL

àGesamteffekt:

Post-Intervention:

13 RCTs, N=1252,

I2 = 92%; SMD=0.60 [0.18, 1.01, p = .005]

Random-effects-model

 

àTelefon vs. UC

Post-Intervention:

3 RCTs,

I2 = 52%; SMD=0.14

[–0.17, 0.45, p = .39]

 

àTelefon+Internet vs. UC

Post-Intervention:

2 RCTs,

I2 = 0%; SMD=1.20

[0.80, 1.60, p < .001]

 

2. Depressivität

àGesamteffekt:

Post-Intervention:

6 RCTs, N=572,

I2 = 96%; SMD=–1.29

[–2.28, –0.30, p= .01]

Random-effects model

 

àTelefon vs. UC

Post-Intervention:

2 RCTs,

I2 = 99%; SMD=–10.95

[–33.27, 11.37, p= .34]

 

àTelefon+Internet vs. UC

Post-Intervention:

2 RCTs,

I2 = 85%; SMD=–0.62

[–1.60, 0.37, p= 0.22]

 

3. Angst

àGesamteffekt:

Post-Intervention:

6 RCTs, N=906,

I2 = 12%; SMD=–0.09

[–0.22, 0.04, p = .17]

Fixed-effects model

 

4. Distress

àGesamteffekt:

Post-Intervention:

7 RCTs, N=695,

I2 = 0%; SMD=–0.25

[–0.40, –0.10, p = .001]

Fixed-effects model

 

Keine SUEs berichtet

 

RCTs berichten UEs nicht

Primärstudien:

im Anhang; lässt sich per Link nicht öffnen;

 

Review:

AMSTAR-2: critically low quality

Method.Mängel in

kritischer Domäne

2,4,7

non-kritischer Dom.

3,8,10

 

Sensitivitäts-analysen:

Effekte in QoL, Angst und Distress robust gegenüber Entfernung jeweils einer Studie;

Gesamteffekt in Depressivität nicht-signifikant nach Entfernung von Ozkan 2014 (I2 = 96%; SMD=–0.57, 95% [–1.21, 0.07, p=0.08])

 

Publikations-bias: Begg's und Egger's-test bei Meta-Analysen mit n>=10 Studien; keine Hinweise auf Publikations-bias.

1a-

Okuyama et al. 2015:

"Psychosocial telephone interventions for patients with cancer and survivors: a systematic review."5

 

Eingeschlossene Primärstudien:

Allard 2007

Ashing-Giwa 2008

Badger 2007

Badger 2011

Badger 2012

Bailey 2004

Crane-Okada 2012

Downe-Wamboldt 2007

Gotay 2007

Heiney 2003

Hoyer 2011

Livingston 2010

Marcus 2010

Mishel 2002

Mishel 2005

Nelson 2008

Samarel 2002

Sandgren 2000

Sandgren 2007

Sheman 2012

 

SysRev

 

Suchzeitraum:

1966 – März 2013

 

Datenbanken:

CENTRAL

Web of science

Pubmed

EMBASE

CNKI

Einschluss-kriterien:

P: erwachsene Krebspatienten

I: ausschl. telefon-basierte psychosoziale Beratung

C: TAU/UC, AC, andere psychosoziale Interventionen

O: HRQoL

S: RCTs

 

20 RCTS, N=3848 Patienten

 

Studien ohne Beratungsinhalte oder genaue Interventionsbe-schreibung wurden exkludiert

 

RCTs

 

Erwachsene Krebspatienten versch Tumorstadien (Brust 13, Prostata 3, Zervikaxkarzinom 2, Gemischt 2)

 

Geschlecht:

kA

 

Mittleres Alter: 49 - 75

 

Länder :

kA

Mehrzahl (n=18) der Interventionen theoriebasiert oder mit spez. Technik (bspw. CBT); mehrheitlich Pflegepersonal (n=11)

 

Frequenz:

Meist wöchentlich

 

Dauer:

2 – 20 Anrufe; Gesamtdauer zw. 65 und 720min über 2 Wochen bis zu 13 Monaten

 

Kontrollgruppen:

Nicht genauer spezifiziert; TAU/UC

Primäre Endpunkte:

1. QoL

 

Sekundäre Endpunkte:

1. Stimmung

2. Depressivität

3. Angst

4. Soziale Unterstützung

5. Stress

6. Distress

7. Körperliche und mentale Gesundheit

8. Psych. Wachstum

9. Psychosoziale Anpassung

10. Rezidivangst

11. Ressourcen-nutzung

 

Verwendete Messinstrumente:

QoL

FACT-G,

QoL-CS,

QoL-BC,

CARES-SF,

EORTC QOL-C30,

QoL-BR23

 

Depressivität

CES-D

HADS

 

Angst

STAI

HADS

 

Distress

IES

 

Signifikante Effekte auf mindestens einem erhobenen psychosozialen Endpunkt in 8/20 Studien direkt Post-Intervention;

 

Davon 4 Studien mit weiteren Follow-Up Erhebungen; 1 mit signifikantem Effekt

 

"No commonalities were identified for the nine studies with

significant findings." (p.860)

Keine SUEs berichtet

 

Primärstudien:

RCTs nach CONSORT evaluiert, keine detaillierten Angaben zu Primärstudien

"Also complicating this review […],

is the lack of consistency in

adhering to the CONSORT reporting guidelines for intervention trials" (p.867)

 

Review:

AMSTAR-2: critically low quality

Method.Mängel in

kritischer Domäne

2,7,13

non-kritischer Dom.

3,10,14

 

 

Publikationsbias: nicht geprüft

1a-

Psychoonkologische E-Health Interventionen RCTs (2015 – 2020)

Referenz/ (Autor,

Jahr,

Journal)

Studientyp

Patienten-merkmale

Interventionen

Untersuchte Endpunkte

Hauptergebnisse

Neben-/ Wechsel­wir­kungen

Finanzierung / Conflict of Interest

Methodische Bemerkungen

Evidenzklasse

Unterstützende Evidenz (13/28)

Borosund et al., 2020: Results from a randomized controlled trial testing StressProffen; an application-based stress-management intervention for cancer survivors

RCT, prospektiv, monozentrisch, offen,

2 Arme

 

Randomisiert: N=175

Post-Intervention: N=149

 

 ITT-Ansatz ohne Imputation; ausgewertet: N=149

 

Land: Norwegen

Krebsüberlebende/Krebspatienten, max. 1 Jahr Post-Treatment oder laufende Behandlung, alle Stages (48% Brustkrebs, 8% Gehirntumor, 6% Prostatakrebs, 5% Lymphom, 5% (Dick-)Darmkrebs, 29% andere),  

 

 

Geschlecht: 82% weiblich

 

Alter: 20-78

Mittelwert: 52

Arm A:

NR=84

Nm=72

StressProffen, app-basierte Stressmanagement-Intervention, 3 Monate, eine face-to-face-Einführungs-Session (Einzel oder in der Gruppe), 10 app-basierte KVT-Stressmanagementmodule, Follow-Up-Telefonate (Woche 2-3, 6-7)

 

Arm B:

NR=88

Nm=77

CAU

Erhebungszeitpunkte

Baseline

Post-Intervention

 

Primäre Endpunkte:

1. Distress (PSS)

 

Sekundäre Endpunkte:

2. Angst (HADS-A)

3. Depressivität (HADS-D)

4. QoL ( RAND-36)

1. Distress

à StressProffen versus CAU:

Post-Intervention:

Sign. Gruppenunterschiede zugunsten von StressProffen (d=–0.19)

 

2. Angst:

à StressProffen versus CAU:

Post-Intervention:

Keine sign. Gruppenunterschiede

 

3. Depressivität:

à StressProffen versus CAU:

Post-Intervention:

Keine sign. Gruppenunterschiede

 

4. QoL:

à StressProffen versus CAU:

Post-Intervention:

Sign. Gruppenunterschiede zugunsten von Stressproffen in den Bereichen Role Physical (d=0.20), Social Functioning (d=0.17), Role Emotional (d=0.20), Mental Health (d=0.21)

 

Arm A : StressProffen

SUEs : 11/84

UEs : 1/84

 

Arm B : CAU

SUEs : 11/88

UEs : 0/88

 

The Norwegian Cancer Society (# 4602492-2013); Department of Digital Health Research at the Oslo University Hospital, Oslo, Norway

 

COI: Dr Clark is a consultant for Roche Diabetes Care GmbH. No other authors made any disclosures

Risk of Bias

 

SB1: low

SB2: unclear

PB: high

DB: high

AB: low

RB: high

 

 

Keine Fallzahlplanung

 

Dieng et al., 2020: Benefits of a brief psychological intervention targeting fear of cancer recurrence in people at high risk of developing another melanoma: 12-month follow-up results of a randomized controlled trial

 

UND

 

Dieng et al., 2016: Psychoeducational Intervention to Reduce Fear of Cancer Recurrence in People at High Risk of Developing Another Primary Melanoma: Results of a Randomized Controlled Trial

RCT, prospektiv, offen, monozentrisch,

2 Arme

 

Randomisiert: N=164

Follow-Up1: N=143

Follow-Up2: N=151

Follow-Up3: N=142

 

ITT-Ansatz mit multipler Imputation;

Ausgewertet: N=151

 

Land: Australien

Feb.-Dez. 2014

 

Krebsüberlebende (Melanom, Stage I-III) mit hohem Risiko, ein weiteres Melanom zu entwickeln

 

Geschlecht:

44,8% weiblich

 

Alter:

Mittelwert: 58,5

Arm A:

NB=80

NFU1=67

NFU2=70

NFU3=68

PE, 76 Seiten + 3 Telefongespräche mit Psychologen (individuell je nach PatientIn vereinbart und getimed)

 

Arm B:

NB=84

NFU1=76

NFU2=81

NFU3=74

CAU

 

 

Erhebungszeitpunkte

Baseline

Follow-Up1 (4 Wochen)

Follow-Up1 (24 Wochen)

Follow-Up2 (48 Wochen)

 

Primäre Endpunkte:

1. Rezidivangst (FCRI, melanom-spezifische Subskalen;)

 

Sekundäre Endpunkte:

1. Andere Subskalen des FCRI (Trigger, psychischer Distress, funktionelle Einschränkungen, Beruhigung (reassurance), Einsicht, Coping-Strategien

2. Depressivität

3. Angst

4. Stress

5. QoL (AQoL)

6. Melanom-relevantes gesundheitsverhalten

7. Zufriedenheit mit der Versorgung (CSQ)

 

1. Rezidivangst:

à PE versus CAU:

Follow-Up1:

Sign. stärkere Reduktion in PE vs. CAU

Follow-Up2:

Sign.

 stärkere Reduktion in PE vs. CAU

Follow-Up3:

Sign. stärkere Reduktion in PE vs. CAU

 

2. Depressivität:

à PE versus CAU:

Keine sign. Gruppenunterschiede zu keinem der Zeitpunkte

 

3. Angst:

à PE versus CAU:

Keine sign. Gruppenunterschiede zu keinem der Zeitpunkte

 

4. QoL:

à PE versus CAU:

Keine sign. Gruppenunterschiede zu keinem der Zeitpunkte

 

Keine berichtet

Cancer Institute New South Wales (NSW) Translational Program Grant, The National Depressivität Initiative, Sydney Catalyst Top-Up Research Scholar Award, National Health and Medical Research Council of Australia and Cancer Institute NSW, National Heart Foundation of Australia Future Leader Fellowship, Harkness Fellowship in Health Care Policy and Practice from the Commonwealth Fund, n NHMRC Sidney Sax Early Career Fellowship, NHMRC Senior Principal Research Fellowship

 

Laut Angaben keine COI

Risk of Bias

 

SB1: low

SB2: low

PB: high

DB: high

AB: low

RB: low

 

Geplante Fallzahl (N=154) erreicht

 

Jim et al., 2020: Internet-Assisted Cognitive Behavioral Intervention for Targeted Therapy–Related Fatigue in Chronic Myeloid Leukemia: Results From a Pilot Randomized Trial

RCT, prospektiv, offen, monozentrisch,

2 Arme

 

Randomisiert: N=44

Post-Treatment: N=41

 

ITT-Analyse ohne Imputation, Ausgewertet: N=41

 

Land: USA

2015-2017

Leukämie-Patienten, mit Fatigue (mind. >4 auf auf Fatigue Symptom Inventory)

 

Geschlecht:

48% weiblich

 

Alter: 29-82

Mittelwert: 55

Arm A:

NB= 29

NP=27

KVT für therapiebezogene Fatigue (CBT-TTF)), ein face-to-face (90min) Gespräch zu Beginn, dann 45min über FaceTime/Ipad, je nach Wunsch/Bedarf wöchentlich oder alle 2 Wochen, über 18 Wochen

 

Arm B:

NB= 15

NP=14

  WL

Erhebungszeitpunkte

Baseline

Post-Intervention

 

Primäre Endpunkte:

1. Fatigue (Fatigue Subscale des FACIT-F)

 

Sekundäre Endpunkte:

1. QoL (FACT-G)

1. Fatigue:

à CBT-TTF versus WL:

Post-Treatment:

Sign. Gruppenunterschiede zugunsten von CBT-TTF (d=1.07), Sign. höhere klinische Verbesserung in CBT-TTF (85% versus 29%)

 

2. QoL:

à CBT-TTF versus WL:

Post-Treatment:

Für overall QoL sign. Gruppenunterschiede zugunsten von CBT-TTF (d=1.15), sign. höhere klinische Verbesserung in CBT-TTF (88% versus 54%)

 

Nicht berichtet

National Cancer Institute, Population Research, Interventions, and Measurement Core Facility at the H. Lee Moffitt Cancer Center and Research Institute

 

AutorInnen sind BeraterInnen von und involviert in: RedHill BioPharma and Janssen Scientific Affair, Novartis, Takeda, Pfizer,  Bristol-Myers Squibb, Jazz Pharma, Celgene, Agios, Astella, AbbVie; grants from Incyte outside the submitted work

 

Risk of Bias

 

SB1: low

SB2: low

PB: high

DB: high

AB: low

RB: low

 

 

Patienten in CBT-TTF sign. jünger à Alter als Kovariate berücksichtigt

 

Pilotstudie

 

Geplante Fallzahl (N=48 bei Post-Treatment) nicht erreicht

 

Bouchard et al., 2019: Brief report of a tablet-delivered psychosocial intervention for men with advanced prostate cancer: Acceptability and efficacy by race

RCT, prospektiv, monozentrisch, offen,

2 Arme

 

Randomisiert: N=192

Follow-Up1: N=170

Follow-Up2: N=154

 

ITT-Ansatz ohne Imputation; ausgewertet: N=170 (FU1), N=154 (FU2)

 

 

 

Land: USA

2013-2016

Advanced Prostatakrebs-Patienten mit Androgendeprivation (androgen deprivation therapy; ADT)

 

Geschlecht: 100% männlich

 

Alter:

Mittelwert: 68,84

Arm A:

NR=95

NFU1=84

NFU2=77

Kognitiv-behaviorales Stress Management (KVSM) via Tablet, in der Gruppe, einmal wöchentlich (90 min) für 10 Wochen, zwischen den Sitzungen Videos und didaktische Materialien

 

Arm B:

NR=97

NFU1=86

NFU2=77

AC; Health Promotion (HP) Placebo, in der Gruppe, einmal wöchentlich (60min) für 10 Wochen, via Tablet

 

Erhebungszeitpunkte

Baseline

Follow-Up1 (14 Wochen)

Follow-Up2 (38 Wochen)

 

Primäre Endpunkte:

1. Medizinische Komorbiditäten (CCI)

2. Engagement und Akzeptanz der Behandlung

3. Prostatakrebsbezogene Angst (MAX-PC)

1. Prostatakrebsbezogene Angst:

à KVSM versus HP:

Follow-Up1:

Sign. Gruppenunterschiede zugunsten von KVSM

 

Follow-Up2:

Keine sign. Gruppenunterschiede

 

MAX-PC bei Baseline höher in der KVSM-Gruppe

National Institutes of Health’s National Cancer Institute (grant number R01CA157809 to F.J.P., principal investigator). L.C.B. was funded by the National Institutes of Health’s National Cancer Institute training grant number T32CA193193

 

Laut Angabe keine COI

Risk of Bias

 

SB1: unclear

SB2: unclear

PB: high

DB: unclear

AB: low

RB: unclear

 

 

Geplante Fallzahl (N=150 bei FU2) erreicht

 

Dong et al., 2019: Telephone-based reminiscence therapy for colorectal cancer patients undergoing postoperative chemotherapy complicated with depression: a three-arm randomised controlled trial

RCT, prospektiv, offen, monozentrisch, 3 Arme

 

Randomisiert: N=135

Post-Intervention: N= 135

 

 

Keine Drop-outs, daher

ausgewertet: N = 135

 

Land: China,

2015-2016

Patienten mit Dickdarmkrebs mit postoperativer Chemotherapie, Depressivitätswert zwischen 50-70 (SDS)

 

Geschlecht:

50,4% weiblich

 

 

Alter:

Mittelwert: 59,09

Arm A:

NB=45

NP=45

Telefonische Reminiszenz-Therapie (TBR), 1x 20-40min pro Woche, 6 Wochen 

 

Arm B:

NB=45

NP=45

Telefonische PSU (TPSU), 1x 20-40min pro Woche, 6 Wochen

 

Arm C:

NB=45

NP=

CAU

Erhebungszeitpunkte

Baseline

Post-Intervention

 

Primäre Endpunkte:

1. Depressivität (SDS und HAMD-24)

 

Sekundäre Endpunkte:

1. Angst (SAS und HAMA)

2. Subjektives Wohlergehen (MUNSH)

3. Wahrgenommene soziale Unterstützung (PSSS)

1. Depressivität

à TBR versus TPSU und CAU

Post-Intervention:

Sign. Gruppenunterschiede zugunsten von TBR; sign. Verbesserung in TBR aber nicht in TPSU und CAU

 

2. Angst

à TBR versus TPSU versus CAU:

Post-Intervention:

Sign. Verbesserungen in TBR und TPSU, nicht in CAU; sign. Gruppenunterschiede von TBR und TPSU zu CAU zugunsten von TBR und TPSU; keine sign. Unterschiede zwischen TBR und TPSU

 

 

 

Keine berichtet

Chinese Natural Science Foundation

 

Laut Angaben keine COI

Risk of Bias

 

SB1: low

SB2: low

PB: high

DB: high

AB: low

RB: unclear

 

 

Geplante Fallzahl (N=135) erreicht

 

Nelson et al., 2019: Cancer and Aging: Reflections for Elders (CARE): A pilot randomized controlled trial of a psychotherapy intervention for older adults with cancer

RCT, prospektiv, offen, monozentrisch(?),

2 Arme

 

Randomisiert: N=59

Post-Intervention: N=55

Follow-Up: N=48

 

kA zu Analysemethode; ausgewertet: N=kA

 

Land: USA

Krebspatienten (Lunge, Prostata, Brust, Lymphome, gynäkologisch), aktives Krebstreatment oder spätestens 6 Monate nach Beendigung des Treatments, mind. 70 Jahre alt, erhöhte Werte auf Distress-Thermometer/HADS/KPR  (über 4/6/60)

 

Geschlecht: 53% weiblich

 

Alter:

Mittelwert: 76

Arm A:

NB=31

NP=28

NFU=25

Cancer and Aging: Reflexions for Elders (CARE), telefonbasierte Intervention um Stress zu reduzieren, 5 Sitzungen über 7 Wochen, je 45min

 

Arm B:

NB=28

NP=27

NFU=23

Enhanced Social Work control (ESWC), auch ungefähr 5 Telefonate über 7 Wochen, 15-30min lang

Erhebungszeitpunkte

Baseline

Post-Intervention

Follow-Up (8 Wochen)

 

Primäre Endpunkte:

1. Depressivität (HADS)

2. Angst (HADS)

 

Sekundäre Endpunkte:

1. Demoralisierung (DS)

2. Coping (3 von 15 Subskalen des COPE)

3. Spirituelles Wohlergehen (FACIT Spiritual Well-being-Scale)

Einsamkeit (UCLA LS-SF)

1. Depressivität:

à CARE versus ESWC:

Post-Treatment:

Sign. Gruppenunterschiede zugunsten von CARE (d=0,58)

 

Follow-Up:

Keine sign. Gruppenunterschiede (d=0,28, p=0.2)

 

2. Angst:

à CARE versus ESWC:

Post-Treatment:

Keine sign. Gruppenunterschiede (d=0,15)

 

Follow-Up:

Keine sign. Gruppenunterschiede, aber Trend zu niedrigeren Werten in CARE (d=0,41, p=0.1)

 

3. Distress

à CARE versus ESWC:

Post-Treatment:

Sign. Gruppenunterschiede zugunsten von CARE (d=0,48)

 

Follow-Up:

Sign. Gruppenunterschiede zugunsten von CARE (d=0,42)

 

Arm A:

CARE:

SUEs: 0/31

UEs: 0/31

 

Arm B:

ESWC:

SUEs: 0/28

UEs: 0/28

 

 

 

Silbermann Foundation; CALGB Foundation; Muriel Duenewald Lloyd Inspiration Fund; National Cancer Institute

 

COI: nicht berichtet

Risk of Bias

 

SB1: low

SB2: unclear

PB: high

DB: high

AB: low

RB: unclear

 

 

Pilotstudie

 

Keine Fallzahlplanung

 

Am Anfang mit 7 Sitzungen gestartet, dann nach 7 Probanden in CARE und 4 Probanden in ESWC auf 5 Sitzungen reduziert

 

AutorInnen vermuten Selektionsbias

 

 

 

 

Reese (2018):

A randomized pilot trial of a couple-based

intervention addressing sexual concerns for breast cancer survivors.

RCT,

prospektiv, monozentrisch, offen, 2 Arme

 

Randomisiert:

N =29 (Dyaden)

Post-Intervention : N=28 (Dyaden)

 

ITT-Ansatz ohne Imputation

Ausgewertet:

N = 28 (Dyaden)

 

Land: USA

kA zum Zeitraum

 

Brustkrebs-patientinnen und ihre Partner

 

Geschlecht:

Patienten:

100% weiblich

 

Alter:

Patienten:

M = 54.1

Partner:

M = 54.8

 

 

Arm A: IE

(Intimacy Enhancement)

NR = 20 (Dyaden)

NP=19 (Dyaden)

 

Edukation und Skills bzgl. Intimität und Partnerschaft per Telefon

+ Übungen für zuhause

4 x 60-75 Min., wöchentliche Sitzungen

 

Arm B: LHT

(Living healthy together)

NR = 9 (Dyaden)

NP=9 (Dyaden)

Unspezifische Edukation und Support per Telefon (Stress, Schlaf, Ernährung)

4x 60-75 Min.,

Wöchentliche Sitzungen

Erhebungszeitpunkte

Baseline

Post-Intervention

 

Primäre Endpunkte:

1. Durchführbarkeit

2. Akzeptanz

3. Sexuelle Funktion (FSFI bzw. IIEF)

4. Sexuelle Zufriedenheit (PROMIS SexFS)

5. Sexueller Distress (FSDS-R)

6. Selbstwirksamkeit

7. Kommunikationsqualität bzgl Sex (DSCS)

8. Emotionale Intimität (PAIR)

9. Beziehungs-qualität (DAS-7)

10. Distress (IES-R)

11. Körperbild Distress (BIS)

12. Depressivität (PHQ-9)

13. Angst (GAD-7)

 

Patientenoutcomes:

 

1. Sexuelle Funktion

à IE vs. LHT

Sign. verbesserte sexuelle Funktion zugunsten von IE (d=1.24)

 

2. Sexuelle Zufriedenheit

à IE vs. LHT

Sign. verbesserte sexuelle Zufriedenheit zugunsten von IE (d=1.75)

 

3. Distress

à IE vs. LHT

Kein sign. Unterschied

 

4. Depressivität

à IE vs. LHT

Kein sign. Unterschied

 

5. Angst

à IE vs. LHT

Sign. reduzierte Angst zugunsten von IE (d=-1.36)

 

Arm A: IE
SUEs: kA

UEs: kA

 

Arm B: LHT

SUEs: kA
UEs: kA

National Cancer Institute (USA)

 

Laut Angaben kein COI

 

Risk of Bias

 

SB1: unclear

SB2: unclear

PB: high

DB: high

AB: low

RB: low

 

 

Pilotstudie

 

Keine Fallzahlplanung

 

 

 

Abrahams et al., 2017 : The Efficacy of Internet-Based Cognitive Behavioral Therapy for Severely Fatigued Survivors of Breast Cancer Compared With Care as Usual: A Randomized Controlled Trial

RCT, prospektiv, monozentrisch, offen,

2 Arme

 

 Randomisiert: N=132

  Post-Intervention: N=125

 

 

ITT-Ansatz mit multipler Imputation (LOCF); ausgewertet: N=132

 

  Land :

  Niederlande

  2014-2016

Brustkrebs, abgeschlossene Behandlung innerhalb der letzten 3 Monate, krankheitsfrei

 

Geschlecht : 100% weiblich

 

Alter : >=18

Mittelwert : 51,5

Arm A :

NR=66

Nm=61

IKVT, 6 Monate, 3 face-to-face-sessions, 8 internetbasierte Module

 

Arm B :

NR=66

Nm=64

CAU, Warteliste für face-to-face KVT

Erhebungszeitpunkte

Baseline

Post-Intervention

 

Primärer Endpunkt :

1. Fatigue (CIS)

 

Sekundäre Endpunkte :

1. Funktionale Einschränkungen (SIP)

2. Distress (BSI))

3. QoL (EORTC-QLQ-C30)

1. Fatigue

à IKVT versus CAU:

Post-Intervention: Sign. Gruppenunterschiede zugunsten von IKVT (d=1.0, großer Effekt)

 

2. Distress

à IKVT versus CAU :

Post-Intervention:

Sign. Gruppenunterschied zugunsten von IKVT (d=0.8, großer Effekt)

 

3. QoL

à IKVT versus CAU:

Post-Intervention:

Sign. Gruppenunterschied zugunsten von IKVT (d=0.7, mittlerer Effekt)

Arm A : IKVT

SUEs : 5/66

UEs : 0/66

 

Arm B : CAU

SUEs : 0/66

UEs : 2/66

 

Dutch Pink Ribbon Foundation

 

Laut Angaben kein COI

Risk of Bias

 

SB1: low

SB2: low

PB: high

DB: high

AB: low

RB: low

 

 

Geplante Fallzahl (N=132) erreicht

 

Ashing et al., 2016: Exploring the efficacy of a paraprofessional delivered telephonic psychoeducational intervention on emotional well-being in African American breast cancer survivors

RCT, prospektiv, monozentrisch, offen,

2 Arme

 

Randomisiert: N=40

Post-Intervention: N=39

 

ITT-Ansatz mit Imputation; ausgewertet: N=40

 

Land: USA

 

Afro-amerikanische Brustkrebsüberlende (AABCS; Stage 0-III innerhalb der letzten 6 Jahre)

 

Geschlecht: 100% weiblich

 

Alter: nicht berichtet

 

Arm A:

NR=20

Nm=20

Telefonische PE (TPE), 4-6 Monate, 7 Domänen/telefonische Sessions (30-60min)

 

Arm B:

NR=20

Nm=19

Nur Info-Buch (IB)

 

Erhebungszeitpunkte

Baseline

Post-Intervention

 

Primäre Endpunkte:

QoL  (FACT-G G)

1. QoL

àTPE versus IB:

Sign. Gruppenunterschied zugunsten von TPE

 

Sign. Verbesserung von TPE von Baseline zu Post-Intervention (+4 Punkte auf FACT-G Gesamtscore)

 

 

Keine Angaben

Department of Defense Breast Cancer Research program

 

Laut Angaben kein COI

-    Pilotstudie

Keine Fallzahlplanung

 

DuHamel et al., 2016:  The sexual health of female rectal and anal cancer survivors: results of a pilot randomized psycho-educational intervention trial

RCT, prospektiv, monozentrisch, offen,

2 Arme

 

Randomisiert: N= 82

Follow-Up1:

N=62

Follow-Up2: N=55

 

Ausgewertet: N=60 (FU1), N=54 (FU2) (keine Angabe, ob ITT)

 

 

Land: USA

Registriert 2008

Abgeschlossene Behandlung, aktuell krankheitsfrei, Mastdarm- und Analkrebspatientinnen

 

Geschlecht:

100% weiblich

 

Alter:

Mittelwert: 55,43

Arm A:

NB=40

NFU1=27

NFU2=22

 

Cancer Survivorship Intervention-Sexual Health (CSI-SH), telefonbasiert, 4x 1h individuelle Sitzungen, für manche Mix aus face-to-face und Telefon, für manche nur Telefon 

 

Arm B:

NB=42

NFU1=35

NFU2=33

WL

Erhebungszeitpunkte

Baseline

Follow-Up1 (16 Wochen)

Follow-Up2 (32 Wochen)

 

Primäre Endpunkte:

1. Sexuelle Funktion ((FSFI)

 

Sekundäre Endpunkte:

1. Krebs-Distress (IES-R)

2. Distress (BSI)

Gesunheitsbezogene QoL (EORTC-QLQ-C30)

1. Sexuelle Funktion:

à CSI-SH versus WL:

Follow-Up1:

Keine sign. Gruppenunterschiede (d=0.51)

 

Follow-Up2:

Keine sign. Gruppenunterschiede (d=0.32)

 

2. Distress:

à CSI-SH versus WL:

Follow-Up1:

Keine sign. Gruppenunterschiede

 

Follow-Up2:

Keine sign. Gruppenunterschiede

 

3. QoL:

à CSI-SH versus WL:

Follow-Up1:

Sign. Gruppenunterschiede zugunsten von CSI-SH für EF-Subskala

 

Follow-Up2:

Sign. Gruppenunterschiede zugunsten von CSI-HS für EF-Subskala

 

 

 

Höherer Dropout in der CSI-SH-Gruppe (8 vs. 1)

 

Mehr Probandinnen in der CSI-SH-Gruppe haben Trial nicht beendet (12 vs. 3)

National Cancer Institute and the MSK Cancer Center Support Grant/Core Grant

 

Laut Angaben keine COI

Risk of Bias

 

SB1: unclear

SB2: unclear

PB: high

DB: high

AB: low

RB: unclear

 

 

Geplante Fallzahl (N=64) erreicht

 

Pilotstudie

 

 

Badr (2015):
Dyadic Psychosocial Intervention for Advanced Lung Cancer Patients and Their Family Caregivers: Results of a
Randomized Pilot Trial.

RCT

prospektiv, monozentrisch, offen, 2 Arme

 

Randomisiert:

N = 39 Dyaden/ 78 Individuen

Post-Intervention :

N=38,5 Dyaden/77 Individuen

 

Keine Angabe ob ITT ; aber alle ausgewertet

N = 39 Dyaden/78 Individuen

 

Land: USA

kA zum Zeitraum

Fort-geschrittener Lungenkrebs

Patient & Partner/ andere primäre Betreuungs-person

 

Geschlecht:

Patienten:

 74% weiblich

Partner:

 69% weiblich

 

Alter:

Patienten:

 38-87

 M: 68.17

Partner:

 35-70

 M: 51.1

 

Arm A :

NR=20 Dyaden/40 Individuen

NP=20 Dyaden/40 Individuen

 

Telefonische Beratung

6x 60 Minuten

1x/Woche

 

Arm B :

NR=19 Dyaden/38 Individuen

NP=19 Dyaden/37 Individuen

CAU

Erhebungszeitpunkte

Baseline

Post-Intervention (2 Wochen Post-Intervention)

 

Primäre Endpunkte:

1. Psychisches Funktionsniveau
(PROMIS)
Depressivität & Angst

2. Belastung des Partners (Zarit Burden Interview)

 

Sekundäre Endpunkte:

1. Autonomie

2. Kompetenz

3. Verbundenheit

1. Depressivität

à EG vs. CAU

Post-Intervention :

Sign. Unterschied zugunsten der EG (d=-1.8)

 

2. Angst

àEG vs. CAU

Post-Intervention :

Sign. Unterschied zugunsten der EG (d=-1.3)

Arm A: EG
SUEs: kA

UEs: kA

 

Arm B: KG

SUEs: kA
UEs: kA

Forschungs-stipendium des Erstautors

-     

Laut Angaben kein COI

Risk of Bias

 

SB1: unclear

SB2: unclear

PB: high

DB: high

AB: low

RB: unclear

 

Pilotstudie

 

Keine Fallzahlplanung

 

Casault et al., 2015: A randomized-controlled trial of an early minimal cognitive-behavioural therapy for insomnia comorbid with cancer

RCT, prospektiv, monozentrisch, offen,

2 Arme

 

Randomisiert: N=38

Post-Intervention: N=32

Follow-Up1:

N=30

Follow-Up2: N=30

 

ITT-Ansatz ohne Imputation; Ausgewertet: N=35

 

Land: Frankreich

Rekrutierung zwischen 2004 und 2005

 

Krebspatienten mit Insomnie und ohne Metastasen (80% Brustkrebs, 5% Dickdarmkrebs, 15% andere (Lungen-, Prostata-, Darm-, Zungen-, Vulva-Krebs))

 

Geschlecht: 92,1% weiblich

 

Alter:

Mittelwert: 56,9

Arm A:

NR=20

NP=16

NFU1=14

NFU2=14

Kurze selbstangewandte KVT für akute Insomnie (kKVT-I), 6 kurze Heftchen + 3 Telefonate mit Psychologe (30min), 6 Wochen

 

Arm B:

NB=18

NP=16

NFU1=16

NFU2=16

 CAU

Erhebungszeitpunkte

Baseline

Post-Intervention

Follow-Up1 (12 Wochen)

Follow-Up2 (24 Wochen)

 

Primäre Endpunkte:

1. Schwere der Schlafprobleme (IIS)

2. Schwere der Insomnie (ISI)

3. Verschiedene Maße vom Schlaftagebuch

 

Sekundäre Endpunkte:

1. Depressivität (HADS-D)

2. Angst (HADS-A)

3. QoL (EORTC-QOL)

4. Schlafverhalten (SBQ)

5. Dysfunktionale Kognitionen und Einstellungen gegenüber Schlaf (DBAS)

6. Fatigue (MFI)

 

 

1.  Depressivität

à kKVT-I versus CAU:

Sign. Zeit x Gruppe Interaktion

Prä-Post:

Sign. moderate Reduktion in kKVT-I (d=­–0.77)

Prä-Follow-Up:

Sign. moderate Verschlechterung in kKVT-I (d= 0.34)

 

2. Angst

à kKVT-I versus CAU:

Sign. Zeit x Gruppe Interaktion

Prä-Post:

Sign. moderate Reduktion in kKVT-I (d=­–0.60)

Prä-Follow-Up:

Keine Sign. Veränderung in kKVT-I

 

3. Fatigue

à kKVT-I versus CAU:

keine sign. Zeit x Gruppe Interaktion

Prä-Post:

Sign. moderate Reduktion in beiden Gruppen (d=–0.5)

 

4. QoL

à kKVT-I versus CAU:

Keine sign. Zeit x Gruppe Interaktion

Prä-Post:

Sign. moderate Verbesserung in kKVT-I (d=­0.67)

Prä-Follow-Up:

Keine Sign. Änderung in beiden Gruppen

 

Nicht berichtet

salary support awards from the Canadian Institutes of Health Research, held by the first and second authors, and by a research scientist award from the Fonds de la recherche en sante du Qu  ebec held by the second author

 

 

 

Risk of Bias

 

SB1: low

SB2: low

PB: high

DB: high

AB: low

RB: unclear

 

 

Geplante Fallzahl (N=35) erreicht

 

Wenzel et al., 2015: Psychosocial Telephone Counseling for Survivors of Cervical Cancer: Results of a Randomized Biobehavioral Trial

RCT, prospektiv, offen, monozentrisch,

2 Arme

 

Randomisiert: N=204

Follow-Up1:

N=168

Follow-Up2: N=151

 

kA ob ITT, aber fehlende Werte ausgeschlossen (listwise); Ausgewertet: N=139-145 (je nach Outcome)

 

Land: USA

Gebärmutterhalskrebs-Patientinnen, Stage I-IV, seit min. 2 Monaten abgeschlossenes Treatment

 

Geschlecht:

100% weiblich

 

Geschlecht:

Mittelwert: 43

Arm A:

NB=115

NFU1=85

NFU2=76

Psychosoziales Telefon-Beratung (PTB), 5 wöchentliche Telefonate (20-60min) und einen monatlichen (?) Booster/einen Booster über einen Monat (?)

 

Arm B:

NB=89

NFU1=83

NFU2=75

CAU

 

Erhebungszeitpunkte

Baseline

Post-Intervention/Follow-Up1 (7 Wochen)

Follow-Up2 (27 Wochen)

 

Primäre Endpunkte:

1. QoL (FACT-Cx)

 

Sekundäre Endpunkte:

1. Biomarker/Blutwerte

2. Depressivität (PROMIS & BSI)

3. Angst (PROMIS & BSI)

4. Distress (BSI-18)

5. Gynäkologische Probleme (GPC)

6. QoL Subskalen

1. QoL:

à PTB versus CAU:

Keine sign. Gruppenunterschiede zu keinem MZP

 

2. Depressivität:

à PTB versus CAU:

Follow-Up1:

Sign. Gruppenunterschiede zugunsten von PTB (auf PROMIS und BSI) (d=0.21–0.25)

 

Follow-Up2:

Keine sign. Gruppenunterschiede (weder PROMIS noch BSI)

 

3. Angst:

à PTB versus CAU:

Keine sign. Gruppenunterschiede (weder PROMIS noch BSI) zu keinem MZP

 

4. Distress:

à PTB versus CAU:

Keine sign. Gruppenunterschiede zu keinem MZP

 

 

Es gab sign. Zeit x Gruppe x Behandlungsart-Interaktion für QoL und Depressivität (BSI) à Patientinnen mit OP schnellere Verbesserungen bis Follow-Up1, Patientinnen mit Chemotherapie langsamere Verbesserungen aber dafür größere Effektstärken bei Follow-Up2

 

Nicht berichtet

 

 

National Cancer Institute of the National Institutes of Health

 

Laut Angaben keine COI

Risk of Bias

 

SB1: unclear

SB2: unclear

PB: high

DB: high

AB: high

RB: unclear

 

Systematischer Drop-Out: Probandinnen mit hohem Depressionswert bei Baseline in der PTB-Gruppe wahrscheinlicher, Intervention aufzuhören (p<0.05)

 

Geplante Fallzahl (N=200) nicht erreicht

 

Keine Hinweise für höhere Wirksamkeit des Treatments (15/28)

Atema et al., 2019: Efficacy of Internet-Based Cognitive Behavioral Therapy for Treatment-Induced Menopausal Symptoms in Breast Cancer Survivors: Results of a Randomized Controlled Trial

RCT, prospektiv, monozentrisch, offen,

3 Arme

 

Randomisiert: N=254

Follow-Up1: N=242

Follow-Up2: N=236

 

ITT-Ansatz mit Imputation (Mittelwertsersetzung); Ausgewertet: N=236-242 (je nach Outcome und MZP)

 

Land: Niederlande

2017-2019

 

Brustkrebs-Überlebende, abgeschlossene Behandlung, krankheitsfrei

 

Geschlecht: 100% weiblich

 

Alter:

Mittelwert: 47,4

Arm A:

NB=85

NP=82

NFU1=79

Angeleitete internetbasierte KVT (guided CBT - giCBT), 6 Wochen, zu Beginn ein telefonisches Gespräch + geschriebenes Feedback

 

Arm B:

NB=85

NP=80

NFU1=77

Selbstangeleitete internetbasierte KVT (self-guided iCBT - siCBT), 6 Wochen, 1x wöchentlich 60min + täglich 30min Übungen

 

Arm C:

NB=84

NP=80

NFU1=80

WL

Erhebungszeitpunkte

Baseline

Post-Intervention/Follow-Up1 (4 Wochen)

Follow-Up2 (18 Wochen)

 

Primäre Endpunkte:

1. Menopausale Symptome (FACT-ES)

2. Wahrgenommene Belastung durch Hot Flushes/Night Sweats (NF/HS; HFRS)

 

Sekundäre Endpunkte:

1. Schlafqualität (Groningen Sleep Quality Scale)

2. Häufigkeit von HF/NS (HFRS)

3. Sexuelle Funktion (SAQ)

4. Distress (HADS)

5. QoL (SF-36)

 

 

1. Sexuelle Funktion

à Keine sign. Gruppenunterschiede in Veränderungsscore (t0-t1 und t0-t2)

 

2. Distress

à keine sign. Gruppenunterschiede in Veränderungsscore (t0-t1 und t0-t2)

 

3.  QoL

à keine sign. Gruppenunterschiede in Veränderungsscore (t0-t1 und t0-t2)

Keine Angaben

Dutch Cancer Society (Grant No. NKI 2014-6788) and The Netherlands Cancer Institute

 

Laut Angaben kein COI

 

 

Risk of Bias

 

SB1: low

SB2: unclear

PB: high

DB: high

AB: low

RB: low

 

 

Geplante Fallzahl (N=192) erreicht

 

Chambers (2019):

Five‐year outcomes from a randomised controlled trial of a

couples‐based intervention for men with localised prostate

cancer.

 

Chambers (2015):

A randomised controlled trial of a couples-based sexuality

intervention for men with localised prostate cancer

and their female partners.

RCT, prospektiv,

multizentrisch,

offen, 3 Arme

 

Randomisiert:

N = 189 (Dyaden)

Post-Intervention : N=161 (Dyaden)

Follow-Up1 : N=159 (Dyaden)

Follow-Up2 : N=144 (Dyaden)

Follow-Up3 : N=106 (Patienten)/93 (Partnerinnen)

Follow-Up4 : N=117 (Patienten)/101 (Partnerinnen)

Follow-Up5 : N=111 (Patienten)/93 (Partnerinnen)

Follow-Up6 : N=107 (Patienten)/91 (Partnerinnen)

 

ITT-Ansatz ohne Imputation; ausgewertet : siehe N bei MZP

 

Land: Australien

2009-2011

Prostatakrebs-patienten nach bzw. mit geplanter radikaler Prostata-ektomie

+ Partnerinnen

 

 

Geschlecht:

Patienten:

100% männlich

Partner:

100% weiblich

 

 

Alter:

Patienten:

M = 62.7

Partnerin:

M = 59.8

Arm A: Nurse (Nurse counselling intervention)

NR = 62 (Dyaden)

NP=54 (Dyaden)

NFU1=54 (Dyaden)

NFU2=53 (Dyaden)

NFU3=28 (Patienten)/35 (Partnerinnen)

NFU4=kA (Patienten)/38 (Partnerinnen)

NFU5=43 (Patienten)/37 (Partnerinnen)

NFU6=41 (Patienten)/37 (Partnerinnen)

 

Telefonische Paar- und Sexualitäts-beratung durch geschultes Pflegepersonal

6-8 Sitzungen über 22 Wochen

 

Arm B: Peer

(Peer support intervention)

NR = 63 (Dyaden)

NP=53 (Dyaden)

NFU1=53 (Dyaden)

NFU2=52 (Dyaden)

NFU3=34 (Patienten)/31 (Partnerinnen)

NFU4=40 (Patienten)/35 (Partnerinnen)

NFU5=38 (Patienten)/34 (Partnerinnen)

NFU6=41 (Patienten)/37 (Partnerinnen)

 

Telefonische Unterstützung durch geschulte Prostatakrebs Überlebende

6-8 Sitzungen über 22 Wochen

 

Arm C: CAU

N R= 64 (Dyaden)

NP=54 (Dyaden)

NFU1=52 (Dyaden)

NFU2=54 (Dyaden)

NFU3=31 (Patienten)/27 (Partnerinnen)

NFU4=33 (Patienten)/28 (Partnerinnen)

NFU5=30 (Patienten)/22 (Partnerinnen)

NFU6=28 (Patienten)/22 (Partnerinnen)

 

Erhebungszeitpunkte

Baseline

Post-Intervention

Follow-Up1 (12 Wochen)

Follow-Up2 (36 Wochen)

Follow-Up3 (84 Wochen)

Follow-Up4 (132 Wochen)

Follow-Up5 (180 Wochen)

Follow-Up6 (228)

 

Primäre Endpunkte:

1. Inanspruchnahme erektiler Dysfunktions-behandlung

2. Sexuelle Funktion (IIEF)

3. Sexuelle Bedürfnisse (SCNS)

4. Sexuelles Selbst-bewusstsein (PIED)

5. Maskuliner Selbstwert (Masculine Self-Esteem scale)

6. Eheliche Zufriedenheit (DAS)

 

Sekundäre Endpunkte:

Evaluation des Programms

Patientenoutcomes:

 

1. Sexuelle Funktion

à Nurse vs. CAU

Keine sign. Unterschiede zu irgendeinem der Erhebungszeitpunkte

Arm A: Nurse
SUEs: kA

UEs: kA

 

Arm B: Peer

SUEs: kA
UEs: kA

 

Arm C: CAU

SUEs: kA
UEs: kA

 

Australian National Health and Medical Research Council

 

Laut Angaben kein COI

Risk of Bias

 

SB1: unclear

SB2: unclear

PB: high

DB: high

AB: low

RB: high

 

Keine Fallzahlplanung

 

Fox et al., 2019: Integrating PROMIS® Computerized Adaptive Tests Into a Web-Based Intervention for Prostate Cancer

RCT; prospektiv, offen, monozentrisch,

2 Arme

 

Randomisiert: N=192

Post-Intervention: N=115

 

ITT-Ansatz, kA zu Umgang mit fehlenden Werten;

Ausgewertet: N=107-115 (je nach Outcome)

 

Land: USA

2013-2016

Advanced Prostatakrebs-Patienten (stage III-IV), mind. 1x Hormontherapie im vergangenen Jahr

 

Geschlecht:

100% männlich

 

Alter:

Mittelwert: 71,31

Arm A:

NB= 95

NP=50

Kognitiv-behaviorales Stress-Management-training (CBSM), Gruppe, 10 Wochen, 90min pro Sitzung, web-basiert (Videokonferenz über Tablets)

 

Arm B:

NB= 97

NP=65

AC, Health Promotion (HP), web-basiert (Videokonferenz über Tablets), 10 Wochen, 60min pro Sitzung

 

Erhebungszeitpunkte

Baseline

Post-Intervention

 

Primäre Endpunkte:

1. Angst

2. Depressivität

3. Fatigue

4. Beeinrächtigungen durch Schmerzen

5. Physische Leistungsfähigkeit

 

Alle Outcomes gemessen über PROMIS; computerized adaptive testing (CAT)

Keine sign. Gruppenunterschiede auf relevanten Endpunkten

 

Sign. Reduktion von Angst für HP

Nicht berichtet

NCI grant, NCI diversity supplement, NIH/NCI training grant, National Institutes of Health's National Center for Advancing Translational Sciences,

 

Laut Angaben keine COI

Risk of Bias

 

SB1: unclear

SB2: unclear

PB: high

DB: unclear

AB: unclear

RB: unclear

 

 

Feasibility-Studie

 

Keine Fallzahlplanung

 

Lim et al., 2019: Pilot trial of a STOMA psychosocial intervention programme for colorectal cancer patients with stomas

RCT, prospektiv, offen, monozentrisch,

2 Arme

 

Randomisiert: N=63

Mid-Intervention: N=51

Post-Intervention: N=51

Follow-Up: N=51

 

ITT-Ansatz ohne Imputation

Ausgewertet: N=51

 

Land: Singapur

2015-2016

Darmkrebspatienten mit Katheter/Stoma

 

Geschlecht: 35,3%

 

Alter: 21-88

Mittelwert: 63

Arm A:

NB=32

NM=27

NP=27

NFU=27

Psychosoziales Interventionsprogramm (STOMA), face-to-face psychoedukatives Treffen vor OP, Edukations-Broschüre, fünf Telefon-Follow-Ups (eines vor OP, die anderen 4 nach OP)

 

Arm B:

NB=31

NM=24

NP=24

NFU=24

CAU

Erhebungszeitpunkte:

Baseline

Mid-Intervention

Post-Intervention

Follow-Up 1 (1 Monat)

 

Primäre Endpunkte:

1. Stoma care Selbstwirksamkeit

2. Akzeptanz des Stomas

3. Stoma-Kompetenz

4. Länge des Krankenhausaufenthaltes

5. Angst (HADS-A)

Depressivität (HADS-D)

Keine sign. Gruppenunterschiede auf relevanten Endpunkten

 

Nicht berichtet

Singapore Cancer Society (SCS) Cancer Research Grant 2013

 

Laut Angaben keine COI

 

Risk of Bias

 

SB1: low

SB2: high

PB: high

DB: high

AB: low

RB: unclear

 

 

Geplante Fallzahl nicht erreicht (N=84)

 

Pilotstudie

(da Fallzahl nicht erreicht)

 

" The study was designed to be a full RCT, with a plan to recruit

84 participants based on the power analysis (Lim et al., 2015). However,

there was a large number of patients who rejected to participate

in the study (N = 20) or did not meet the selection criteria

(N = 33) during the funded time‐period in the participating hospital.

Thus, the recruitment stopped at 53 participants. Therefore, this

study was considered a pilot RCT." (p. 1340)

 

 

 

Mosher (2019):

Acceptance and Commitment Therapy for Symptom

Interference in Advanced Lung Cancer and Caregiver

Distress: A Pilot Randomized Trial.

RCT

prospektiv,

multizentrisch,

offen,

2 Arme

 

Randomisiert:

N = 50

Follow-Up1:

N = 38

Follow-Up2:
N = 38

 

ITT-Ansatz ohne Imputation; ausgewertet: N=50

 

Land: USA
2016 - 2017

 

Lungenkrebs (Stadien III – IV) und deren Berzugs-personen

 

Geschlecht:
44% weiblich

 

Alter: 35-82

Mittelwert: 63

 

Arm A:

NB = 25

NFU1=20

NFU2=20

ACT, telefonbasiert, 6 Sitzungen, 50min, wöchentlich

 

Arm B:

NB = 25

NFU1=18

NFU2=18

AC (Edukation, Unterstützung), telefonbasiert, 6 Sitzungen, 50min, wöchentlich

Erhebungszeitpunkt

Baseline

Post-Intervention (2 Wochen)

Follow-Up1 (6 Wochen)

 

Primäre Endpunkte:

Funktionale Einschränkung durch Symptomlast:

1.  Symptom Interferenz (MDASI)

2.  Interferenz durch Fatigue (FSI)

1.  Interferenz durch Schmerz (PROMIS)

2. Vermeidung aufgrund von Schwindel (PROMIS)

3. Angst (PROMIS)

4. Depressivität (PROMIS)

 

Sekundäre Endpunkte:

Schwere der körperlichen Symptome:

5. Fatigue (PROMIS)

6. Schlafstörungen (PROMIS)

7. Schmerz (PROMIS)

8. Atembeschwerden (MSAS)

 

 

1. Angst

àACT vs. KG

Keine sign. Zeit-Gruppe-Interaktion

 

2. Depressivität

àACT vs. KG
Keine sign. Zeit-Gruppe-Interaktion

 

3. Fatigue (Schwere)

àACT vs. KG

Keine sign. Zeit-Gruppe-Interaktion

 

4. Schmerz (Schwere)

àACT vs. KG

Keine sign. Zeit-Gruppe-Interaktion

9.  

Arm A: ACT SUEs: kA

UEs: kA

 

Arm B: KG

SUEs: kA

UEs: kA

Walther Cancer Foundation

+

National Cancer Institute (USA)

 

Laut Angaben kein COI

Risk of Bias

 

SB1: low

SB2 unclear

PB: high

DB: unclear

AB: low

RB: unclear

 

Keine Fallzahlplanung

 

Pilotstudie

 

 

Mosher et al., 2018: Acceptance and commitment therapy for symptom interference in metastatic breast cancer patients: a pilot randomized trial

RCT, prospektiv, offen, monozentrische,

2 Arme

 

Randomisiert: N=47

Post-Intervention:

N=39

Follow-Up:

N=37

 

ITT Ansatz mit Imputation (LOCF)

Ausgewertet:

N=47

 

Land: USA

03-11/2016 (Rekrutierung)

Metastasierte Brustkrebspatientinnen (Stage IV), mind. Eines der folgenden Symptome: Schmerz, Fatigue, Schlafstörung, Depressivität, Angst

 

Geschlecht: 100% weiblich

 

Alter: 25-75

Mittelwert: 56.3 

Arm A:

NB=23

NP=18

NFU=17

ACT, telefonisch, 6 Sitzungen

 

Arm B:

NB=24

NP=21

NFU=24

Edukation/Unterstützung (ES), 6 Sitzungen

Erhebungszeitpunkte:

Baseline

Post-Intervention

Follow-Up (4 Wochen)

 

Primäre Endpunkte:

1. Globale Symptominterferenz (MDASI)

2. Schmerzinterferenzen (PROMIS)

3. Fatigue (FSI)

4. Schlafstörungen (PROMIS)

 

Sekundäre Endpunkte:

1. Schmerzintensität (PROMIS)

2. Fatigue (PROMIS)

3. Schlafstörungen (PROMIS)

4. Depressivität (PROMIS)

5. Angst (PROMIS)

 

Keine sign. Gruppenunterschiede auf relevanten Endpunkten

 

Aber:

In ACT höhere Abnahme von Fatigue mit mittlerer Effektstärke in ACT (d=–0,43 versus d=–0,24 in ES)

Für beide Gruppen Abnahme von Depressivität (ACT: d=–0.27 und ES: d=–0.28)

 

keine berichtet

Walther Cancer Foundation, National Cancer Institute, Walther Cancer Foundation

 

Laut Angaben keine COI

 

Risk of Bias

 

SB1: low

SB2: low

PB: high

DB: unclear

AB: low

RB: unclear

 

 

Pilotstudie

 

Keine Fallzahlplanung (kA)

 

In ACT-Gruppe höhere Baseline-Werte von globaler Symptom-Interferenz, Fatigue-Interferenz, Schlafstörung, schlafbezogene Beeinträchtigungen

 

Wise et al., 2018: Suffering in Advanced Cancer: A Randomized Control Trial of a Narrative Intervention

RCT, prospektiv, offen, monozentrisch,

2 Arme

 

Randomisiert: N=110

Post-Intervention: N=92

Follow-Up: N=86

 

PP-Analyse

Ausgewertet: N=86

 

Land: USA

Advanced cancer (Stage III oder IV), Treatment abgeschlossen (33% gynäkologisch, 16% Brust, 14% Darm, 12% Leber, 26% andere)

 

Geschlecht:

Ca. 79% weiblich

 

Alter: 35-80

Mittelwert: 57

Arm A:

NB=59

NP=49

NFU=49

 

miLivingStory,(miLS), telefonbasierte narrative Intervention in Form von Lebens- und Krankheits-Review; 3 Komponenten: 1) Telefoninterview (ein Kennenlernen, 20-30min und dann das Interview, 45-124min); 2) miLivingStory Website mit Infos etc.; 3) miLivingStory Social Network, um Geschichten auszutauschen

 

Arm B:

NB=51

NP=43

NFU=37

miOwnResources (miOR); Kontrollwebsite, enthält miLivingStory Krebsinfos, aber keine Tipps in Form von eigenen/anderen Geschichten

 

Erhebungszeitpunkte:

Baseline

Post-Intervention

Follow-Up (8 Wochen)

 

Primäre Endpunkte:

1. Frieden und Bedeutsamkeit (peace and meaning; FACIT-Sp)

2. Depressivität (POMS-SF)

3. Wut (POMS-SF)

4. Angst (POMS-SF)

1. Depressivität

à miLS versus miOR:

Post-Intervention:

Keine sign. Gruppenunterschiede

 

Follow-Up:

Keine sign. Gruppenunterschiede

 

2. Angst:

à miLS versus miOR:

Post-Intervention:

Keine sign. Gruppenunterschiede

 

Follow-Up:

Keine sign. Gruppenunterschiede

Nicht berichtet

National Cancer Institute

 

Laut Angaben keine COI

Risk of Bias

 

SB1: low

SB2: unclear

PB: high

DB: high

AB: low

RB: low

 

 

Geplante Fallzahl erreicht (N=80 zum Follow-Up-Zeitpunkt)

 

Möglicherweise nicht-repräsentative Stichprobe: geringe Teilnahme und hoher Drop-Out

 

Hass et al., 2017: Effekte der telefonischen Nachsorge in der onkologischen Rehabilitation nach Brustkrebs – Ergebnisse einer randomisierten Studie

RCT, prospektiv, offen, monozentrisch,

2 Arme

 

Randomisiert (Baseline2): N=153

Post-Intervention:

N=127

 

kA zu Analysemethode;

Ausgewertet: N=127

 

Land:

Deutschland

 

Brustkrebspatientinnen während der onkologischen Reha,

 

Geschlecht:

100% weiblich

 

Alter: 27-54

Mittelwert: 46,6

Arm A:

NB2= 70

NP=53

Telefonische Nachsorge, nach Entlassung über 6 Monate. In 4-wöchigen Abständen, insgesamt 5 Gespräche à ca.15min

 

Arm B:

NB2=83

NP=74

CAU, keine telefonische Nachsorge

Erhebungszeitpunkt

Baseline1 (Beginn stat. Reha)

Baseline2 (Ende stat. Reha)

Post-Intervention

 

 

Primäre Endpunkte:

1. Psychische Belastung (Emotional Thermometer)

2. QoL (LZI)

3. Indikatoren des Reha-Status (IRES-24)

4. Angst (HADS)

5. Depressivität (HADS)

6. Gesundheitsverhalten

7. Rückkehr an den Arbeitsplatz

Keine sign. Gruppenunterschiede auf relevanten Endpunkten

 

Nicht berichtet

Arbeitsgemeinschaft für Krebsbekämpfung NRW (ARGE)

 

Laut Angaben keine COI

Risk of Bias

 

SB1: low

SB2: low

PB: high

DB: high

AB: high

RB: unclear

 

 

Geplante Fallzahl (N=124) erreicht

 

Hummel et al., 2017: Efficacy of Internet-Based Cognitive Behavioral Therapy in Improving Sexual Functioning of Breast Cancer Survivors: Results of a Randomized Controlled Trial

RCT, prospektiv, monozentrisch, offen,

2 Arme

 

 

Randomisiert:

N=169

Mid-Treatment:

N=156

Post-Intervention: N=151

 

ITT-Ansatz mit Imputation (LOCF), ausgewertet: N=143-156 (je nach Outcome und MZP)

 

Land: Niederlande

Brustkrebsüberlebende mit DSM-4-Diagnose von sexueller Dysfunktion, krankheitsfrei

 

Geschlecht:

100% weiblich

 

Alter:

Mittelwert: 51,1

Arm A:

NB= 84

NM=75

NP=69

IKVT, wöchentliche Sitzung, max. über 24 Wochen

 

 

Arm B:

NB= 85

NM=81

NP=82

WL

 

 

Erhebungszeitpunkte:

Baseline

Mid-Treatment (10 Wochen)

Post-Intervention

 

Primäre Endpunkte:

1. Sexuelle Funktion (FSFI total)

2. Sexueller Distress (FSDS-R)

3. Beziehungsintimität (PAIR)

 

Sekundäre Endpunkte:

1. Körperbild (QLQ-BR23)

2. Menopausale Symptome (FACT-ES )

3. Eheliche Funktion (MMQ)

4. Distress (HADS total)

5. QoL (SF-36)

 

1. Sexuelle Funktion:

à IKVT versus WL:

Keine sign. Gruppe-Zeit-Interaktion

 

Kein sign. Gruppenunterschied zu keinem Zeitpunkt

 

2. Distress:

à IKVT versus WL:

Keine sign. Gruppe-Zeit-Interaktion

 

keine sign. Gruppenunterschiede zu keinem Zeitpunkt

 

3. QoL:

à IKVT versus WL:

Keine sign. Gruppe-Zeit-Interaktion

 

keine sign. Gruppenunterschiede zu keinem Zeitpunkt

 

Nicht berichtet

Netherlands Cancer Institute

 

Laut Angabe keine COI

Risk of Bias

 

SB1: low

SB2: unclear

PB: high

DB: high

AB: low

RB: low

 

 

Geplante Fallzahl (N=130) erreicht

 

Lai et al., 2019: A Nurse-Led Care Program for Breast Cancer Patients in a Chemotherapy Day Center A Randomized Controlled Trial

RCT, prospektiv, offen, monozentrisch,

2 Arme

 

Randomisiert: N=124

Post-Intervention: N=120

 

ITT-Ansatz mit Imputation (Expectation Maximization Algorithmus);

Ausgewertet: N=120

 

Land: China (Hong Kong)

Brustkrebspatientinnen, die zum ersten Mal Chemotherapie bekommen

 

Geschlecht:

100% weiblich

 

Alter:

Mittelwert: 51,13

Arm A:

NB=60

NFU=58

Nurse-Led Care (NLC), ein face-to-face Treffen vor Chemo, dann 4 Telefongespräche nach Chemo (in der Woche des 1., 2., 4. und 6. Chemozyklus

 

Arm B:

NB=64

NFU=62

CAU

Erhebungszeitpunkt

Baseline

Follow-Up (4 Wochen)

 

Primäre Endpunkte:

1. QoL (FACT-G)

 

Sekundäre Endpunkte:

1. Selbstwirksamkeit (SUPPH)

 

1. QoL:

àNLC versus CAU:

Keine sign. Gruppenunterschiede

 

Nicht berichtet

Central Research Grant from the Hong Kong Polytechnic University

 

Laut Angaben keine COI

Risk of Bias

 

SB1: low

SB2: low

PB: high

DB: high

AB: low

RB: unclear

 

 

Geplante Fallzahl (N=90) erreicht

 

Ferguson et al., 2016: A Randomized Trial of Videoconference-Delivered Cognitive Behavioral Therapy for Survivors of Breast Cancer With Self-Reported Cognitive Dysfunction

RCT. Prospektiv, multizentrisch, offen,

2 Arme

 

Randomisiert: N=47

Post-intervention: N=36

Follow-Up: N=35

 

 

kA ob ITT; Ausgewertet: N=35

 

Land: USA

Brustkrebs-überlebende mit long-term chemotherapy-realted dysfunctions (CRCD), momentan krankheitsfrei

 

Geschlecht:

100% weiblich

 

Alter:
Mittelwert: 54,6

Arm A:

NB=27

NP=22

NFU=22

KVT à Memory and Attention Adaptation Training (MAAT), 8 wöchentliche Sitzungen von je 30-45min, per Videokonferenz

 

Arm B:

NB= 20

N=P14

NFU=13

Attention control (AC) à supportive Therapie, 8 wöchentliche Sitzungen von je 30-45min, per Videokonferenz

Erhebungszeitpunkte

Baseline

Post-Intervention

Follow-Up (8 Wochen)

 

Primäre Endpunkte:

1. Kognitive Einschränkung (PCI)

2. Kognitive Fähigkeiten (FACT-Cog)

 

Sekundäre Endpunkte:

1. Verarbeitungsgeschwindigkeit und verbales Gedächtnis (TBANS)

2. Angst (bezogen auf kognitive Beeinträchtigungen(MIA-A)

3. Fatigue (FACIT-F)

4. Funktionsfähigkeit (FACT-G)

5. Angst (DASS-21)

6. Depressivität (DASS-21)

7.  QoL (FACTCog)

 

Keine sign. Gruppenunterschiede auf relevanten Endpunkten

 

Nicht berichtet

e National Institutes of Health Office of Research on Women’s Health administrated by the National Cancer Institute

 

Ferguson hat Copyright mit US Copyright Office für die in dieser Studie verwendeten Treatment-Manuale

 

 

Risk of Bias

 

SB1: low

SB2: low

PB: high

DB: high

AB: high

RB: unclear

 

 

Geplante Fallzahl (N=48) nicht erreicht

 

Malmström et al., 2016: The effect of a nurse led telephone supportive care programme on patients’ quality of life, received information and health care contacts after oesophageal cancer surgery—A six month RCT-follow-up study

 

RCT, prospektiv, offen, monozentrisch,

2 Arme

 

Randomisiert: N=82

Baseline:

N=80

Post-Intervention:

N=74

Follow-Up 1:

N=69

Follow-Up 2:

N=59

Follow-Up 3:

N=49

 

ITT-Ansatz mit Imputation (Mittelwertsersetzungen & Ersetzung nach Scoring Manual des Messinstruments)

Ausgewertet: N=82

 

Land: Schweden

2009-2013

Speiseröhrenkrebs mit operativem Eingriff

 

Geschlecht: 21,95% weiblich

 

Alter:

Mittelwert: 66,4

Arm A:

NR=41

NB=41

NP=40

NFU1=38

NFU2=34

NFU3=26

Pflegerische telefonische Unterstützung nach Operation, über 6 Monate, 16x zwischen 5-15min

 

Arm B:

NR=41

NB=39

NP=34

NFU1=31

NFU2=25

NFU3=23

CAU

Erhebungszeitpunkte:

Baseline

Post-Intervention

Follow-Up 1 (6 Wochen)

Follow-Up 2 (14 Wochen)

Follow-Up 3 (22 Wochen)

 

Primäre Endpunkte:

1. QoL (EORTC-QLQ-C30 und QLQ-OG25)

Keine sign. Gruppenunterschiede

Nicht berichtet

Södra sjukvårdsregionen [The Southern Regional Health Care Committee] and Vårdakademin [Academy of caring science] at Skåne University hospital

 

Laut Angaben keine COI

Risk of Bias

 

SB1: unclear

SB2: low

PB: high

DB: high

AB: low

RB: unclear

 

 

Keine Fallzahlplanung (kA)

 

Mosher et al., 2016: Randomized Pilot Trial of a Telephone Symptom Management Intervention for Symptomatic Lung Cancer Patients and Their Family Caregivers

RCT, prospektiv, offen, monozentrisch,

2 Arme

 

Randomisiert: N=106 Dyaden (N=106 Patienten, N=106 Behandelnde

Post-Intervention: N=80 Patienten, N=80 Behandelnde

Follow-Up:

N=79 Patienten, N=72 Behandelnde

 

ITT-Ansatz; kA zu Imputationsmethode

 

Ausgewertet: N=106 Dyaden

 

Land: USA

03/2013-04/2015 (Rekrutierung)

Symptomatische Lungenkrebspatienten und ihre Betreuungspersonen

 

Geschlecht:

Patienten: 53% weiblich

Betreuende: 73% weiblich

 

Alter:

Patienten: 42-85

Behandelnde: 20-80

Mittelwert:

Patienten: 62,72

Behandelnde: 56,54

Arm A:

NB=51 Dyaden;

NP=36 Patienten, NP=35 Behandelnde;

NFU=35 Patienten, NFU=33 Behandelnde

 

Telefon Symptom Management Intervention (TSM), 4 wöchentliche Telefonate je 45min, bestehend aus KVT und emotionsfokussierte Therapie

 

 

Arm B:

NB=55 Dyaden

NP=44 Patienten, NP=45 Behandelnde;

NFU=44 Patienten, NFU=45 Behandelnde

 

Edukation/Support (E-S), 4 wöchentliche Telefonate je 45min

Erhebungszeitpunkte:

Baseline

Post-Intervention

Follow-Up (4 Wochen)

 

Primäre Endpunkte:

1. Depressivität (PHQ-8)

2. Angst (GAD-7)

3. Schmerz (BPI Short Form)

4. Fatigue (FSI)

5. Atemlosigkeit und Distress bzgl. Atemlosigkeit (MSAS)

Keine sign. Gruppenunterschiede auf relevanten Endpunkten

 

Keine sign. Gruppen- oder Zeit-Effekte oder Zeit-Gruppen-Interaktionen

 

à keine Verbesserung in beiden Gruppen

Keine berichtet

American Cancer Society, American Cancer Society Institutional Research grant, National Cancer Institute

 

Laut Angaben keine COI

 

Risk of Bias

 

SB1: low

SB2: low

PB: high

DB: unclear

AB: low

RB: high

 

 

Geplante Fallzahl erreicht (N=42 Dyaden)

 

 

Freeman et al., 2015: A randomized trial comparing live and telemedicine deliveries of an imagery-based behavioral intervention for breast cancer survivors: reducing symptoms and barriers to care

RCT

prospektiv, multizentrisch, offen,

3 Arme

 

Randomisiert: N = 118

 

ITT-Ansatz

Ausgewertet: N = 118

 

Land: USA

2008-2010

Brustkrebs-Überlebende, mindestens 6 Wochen nach abgeschlossener Behandlung

 

Geschlecht:

100% weiblich

 

Alter:

Mittelwert: 55.44

 

Imaginationsbasierte Verhaltensintervention (Arm A & B):

1x/Woche à 4h,

1.-4. Sitzung: 25 Min. Theorie, 25 Min. Interaktion in Triaden

5. Sitzung: Präsentation ind. Beiträge & Feedback

 

Arm A:

NB = 48

NP = 41

NFU = 40

Gruppenangebot Edukation + Imagination + Übungen (Life Delivery, LD), 50min (25min Input, 25min Interaktion), wöchentlich, 5  Wochen + Übungen zuhause

 

Arm B:

NB = 23

NP = 19

NFU = 19

Wie oben, nur:

Online-Gruppe, Telemedizin (telemedecine delivery, TD)

 

Arm C:

NB = 47

NP = 44

NFU = 43

 

WL, Angebot der ERL-Intervention nach 3-Monats-Follow-Up

 

Erhebungszeitpunkte:

Baseline

Post-Intervention

Follow-Up (2 Monate)

 

Primärer Endpunkt:

1. Allg. QoL (SF-36): physisch (PCS), psychisch (MCS)

 

Sekundäre Endpunkte:

2. Krebsbezogene QoL (FACT-B)

3. Fatigue (FACIT-F)

4. Wahrgen. kogn. Funktionsfähigkeit (FACT-Cog)

5. Spirituelles Wohlbefinden (FACIT-Sp-Ex)

6. Distress (BSI-GSI)

7. Schlafstörungen (PSQI)

1. Allg. QoL (psychisch)

à LD vs. TD vs. WL:

Keine sign. Effekte für Zeit, Gruppe, Zeit x Gruppe-Interaktion.

 

 

2. Krebsbezogene QoL

à LD vs. TD vs. WL:

Sign. Effekt für Zeit.
Keine sign. Effekte für Gruppe, Zeit x Gruppe-Interaktion.

 

 

3. Fatigue

à LD vs. TD vs. WL:

Sign. Effekt für Gruppe.

Keine sign. Effekte für Zeit, Zeit x Gruppe-Interaktion.

 

 

4. Distress

à LD vs. TD vs. WL:

Keine sign. Effekte für Zeit, Gruppe, Zeit x Gruppe-Interaktion.

 

 

Keine berichtet.

Finanzierung durch Small Business Innovating Research-Subvention

+

Krebspräventions-Stipendium für Mitarbeitende (NCI grant)

 

 

Laut Angaben kein COI.

Risk of Bias

 

SB1: low

SB2: unclear

PB: high

DB: high

AB: low

RB: unclear

 

 

Keine Fallzahlplanung

 

Perz et al., 2015: A randomized trial of a minimal intervention for sexual concerns after cancer: a comparison of self-help and professionally delivered modalities

RCT, prospektiv, offen, monozentrisch,

2 Arme

 

Randomisiert: N=88 Patienten, N=53 Partner

Post-Intervention:

N=69 Patienten, N=53 Partner

Follow-Up: N=59 Patienten, N=31 Partner

 

 

kA zum Umgang mit Dropouts;

Ausgewertet: N=kA

 

Land: Australien 

Krebspatienten oder Partner von Krebspatienten (81% sexuellen Krebstyp (Prostata, Brust, gynäkologisch)

 

Geschlecht: 53% weiblich

 

Alter:

Mittelwert: 56.25

Arm A:

NB= 45 Patienten, NB=25 Partner;

NP=35 Patienten, NP=20 Partner;

NFU=33 Patienten, NFU=20 Partner

 

Schriftliches Informationsmaterial zur Selbsthilfe (68 Seiten) + ein Telefonat/Skype-Beratungsgespräch (60min) (HP)

 

Arm B:

NB= 43 Patienten, NB=28 Partner;

NP=34 Patienten, NP=17 Partner;

NFU=26 Patienten, NFU=13 Partner

 

Nur Informationsmaterial zur Selbsthilfe (SH)

 

 

Erhebungszeitpunkte:

Baseline

Post-Intervention

Follow-Up (6 Wochen)

 

Primäre Endpunkte:

1. QoL (SF-12)

2. Depressivität (HADS)

3. Angst (HADS)

4. Self-Silencing (STSS)

5. Zufriedenheit mit Beziehung (DAS)

6. Sexuelle Kommunikation (DSC)

7. Sexuelle Funktion (CSFQ-14)

8. Sexuelle Zufriedenheit („‘how satisfied are you with your sexual relationship?“)

 

Patient*innenoutcome

Keine sign. Gruppenunterschiede auf QoL, Depressivität, Angst, Sexuelle Funktion, sexuelle Zufriedenheit

Nicht berichtet

Australian Research Council Linkage Grant, Cancer Council New South Wales and the National Breast Cancer Foundation, Westmead Hospital and Nepean Hospital

 

Keine COI laut Angaben

 

Risk of Bias

 

SB1: low

SB2: unclear

PB: high

DB: high

AB: high

RB: low

 

 

kA zur Fallzahlplanung

 

Psychotherapeutische Paar- und Familieninterventionen

Referenz/ (Autor,

Jahr,

Journal)

Studientyp

Merkmale untersuchter Studien

Interventionen

Untersuchte Endpunkte

Hauptergebnisse

Neben-/ Wechsel­wir­kungen

Methodische Bemerkungen

Evidenzklasse

Hu et al. 2019:

„Association between dyadic interventions and outcomes in cancer patients: a meta analysis“

 

Eingeschlossene Primärstudien:

 

Belgacem  2013

Schenker 2016

El Jawahri 2016

Jia 2012

Arden Close 2013

Clark 2013

Steel 2016

Arden Close 2013

Northouse 2005, 2007, 2013a, b

Winters Stone 2015

Perz 2015

Lambert 2016

Badger 2011

Chen 2012

Couper 2015

Collinge 2013

Mosher 2016

Badger 2013

Badr 2015

McLean 2013

Heinrichs 2012

 

 

 

MA

 

Suchzeitraum:

Bis Mai 2018

 

Datenbanken:

PubMed

EMBASE

CINAHL

Cochrane Central

Chinese Biomedical Literature Database

PsycINFO

Web of Science

Chinese National Knowledge Infrastructure

Wanfang Data

 

Einschluss-kriterien:

P: Erwachsene Krebspatienten + Angehörige oder Partner

I: psychosozial-, kognitions- oder verhaltens-orientiert

C: -

O: u.a. QoL, Depressivität, Angst, Schmerz, Fatigue

S: RCTs

 

23 RCTS

N= 2404

 

RCTs

 

Erwachsene mit Krebs ab 18 Jahren, bei denen Angehörige oder Partner in der Therapie mit einbezogen wurden

 

Geschlecht:

kA

 

Mittleres Alter:

kA

 

Inhalte:

8x FOCUS (Mulitkomponenten Famiien-intervention)

7x Psycho-edukation

2x Körperliches Training

2x Palliativ-versorgung

1x Symptom Management

 

Format:

8x face to face

7x Telefonkontakt

8x Beides

Frequenz:

3-52 Sessions

 

Dauer:

1h bis 12 Monate

1x "as long as needed"

 

Kontrollgruppen:

18 x TAU/UC

5x andere Familienintervention

 

 

 

 

Primäre Endpunkte:

Patientenseitig

1. QoL

2. Fatigue

3. Schmerz

4. Angst

5. Depressivität

6. Hoffnungs-losigkeit

7. Verbundenheit

8. "Marital functioning"

9. Überlebensrate

 

Verwendete Skalen

QoL

SF-36

QUAL-E

FACT-BMT

TDL

FACT-G

QLIP-BR

BHS

SF-12

AQoL

UCLA-PSI

FACT

QoL-BC

PSS-FA

SWB

MHI

 

Fatique

FACT-F

MFI

FSI

 

Depressivität

BDI-II

HADS

SDS

CES-D

FACT-G

PROMIS

GAD-7

BPI

 

Angst

PROMIS

HADS

SAS

GAD-7

FACT-G

 

Patientenseitig

1. QoL

0 – 3 Monate Follow-Up

7 RCTs, N=742

I2 = 92%; SMD=0.53

[-0.02, 1.08, p=.06]

Random-Effects Model

 

3 – 6 Monate Follow-Up

3 RCTs, N=364

I2 = 77%; SMD=0.19

 [­–0.34, 0.71, p=.49]

Random-Effects Model

 

>6 Monate Follow-Up

4 RCTs, N=646

I2 = 56%; SMD=0.13

 [­–0.12, 0.37, p=.31]

Random-Effects Model

 

2. Fatigue

0 – 3 Monate Follow-Up

7 RCTs, N=750

I2 = 42%; SMD=0.04

[-0.15, 0.24, p=.65]

Random-Effects Model

 

3 – 6 Monate Follow-Up

6 RCTs, N=167

I2 = 0%; SMD=–0.20

[–0.51, 0.10, p=.19]

Random-Effects Model

 

3. Schmerz

0 – 3 Monate Follow up

4 RCTs, N=374

I2 = 51%; SMD=-0.07

[-0.36, 0.22, p=.64]

Random-Effects Model

 

3 – 6 Monate Follow up

1 RCT, N=27

I2 = na ; SMD=–0.66

[–1.44, 0.12, p=.10]

Random-Effects Model

 

4. Angst

0 – 3 Monate Follow up

13 RCTs, N=1091

I2 = 81%; SMD=-0.42

[–0.70, –0.13, p<.01>

Random-Effects Model

 

Studie mit hohem RoB exkludiert (Jia 2012):

12 RCTs, N=971

I2 = 46%; SMD=-0.30

[-0.48, -0.12, 95% CI]

Random-Effects Model

 

5. Depressivität

0 – 3 Monate Follow up

17 RCTs, N=1216

I2 = 84%; SMD=-0.35

 [–0.65, –0.05, p<.001>

Random-Effects Model

 

Studie mit hohem RoB exkludiert (Jia 2012):

16 RCTs, N=1096

I2 = 46%; SMD=-0.26

[­–0.39, –0.13, p<.001>

Random-Effects Model

 

3 – 6 Monate Follow up

5 RCTs, N=227

I2 = 0%; SMD=-0.29

 [–0.56, –0.03, p=.03]

Random-Effects Model

 

Keine SUEs berichtet

 

RCTs berichten UEs nicht

 

Primärstudien:

RCTs mit low RoB

SB: 6

PB: 17

DB: 11

AB: 20

RB: 23

OB: 1

 

Review:

AMSTAR-2: critically low quality

Method.Mängel in

kritischer Domäne

2,7,15,

non-kritischer Dom.

1,3,8,10

 

 

Sensitivitäts-analysen:

Ausschluss von Studien mit hohem RoB

 

Publikationsbias: Egger´s test for Publicationbias

 

1a

Vintila et al. 2019:

„Effectiveness of couple psycho-oncological interventions in increasing patients and their partners´adaption to desease: A systematic review and a meta analysis“

 

Eingeschlossene Primärstudien:

 

Porter 2012, 2017

Robertson 2016

Heinrichs 2012

Manne 2016

Hsiao 2016

Northouse 2007

Mclean 2013

Anden-Close 2013

Kayser 2010

Baucom 2009

Kuijer 2004

Lampert 2016

Walker 2013

Couper 2015

Kalaitzi 2007

Manne 2005

McCorkle 2007

Porter 2009

Chambers 2015

Scott 2004

 

 

MA

 

Suchzeitraum:

Januar 2000 bis September 2018

 

Datenbanken:

PsycINFO

Medline

 

Einschluss-kriterien:

P: Erwachsene Krebspatienten + Partner

I: Psychosoziale Paarintervention

C: -

O: Depressivität, Angst, Distress, QoL, Beziehungs-qualität

S: RCTs

 

21 RCTS, N=2081 Patienten-Partner-Dyaden

 

RCTs

 

8x Brust

7x Prostata

3x Gemischte Krebsdiagnose

2x Gastrointestial

1x Eierstock

 

Geschlecht:

kA

 

Mittleres Alter:

43 – 63

 

Länder:

kA

Inhalte:

18x Paartherapie

12x Edukation zu Krebs und Bewältigungs-mechanismen

8x Umgang mit emotionalen Problemen

Davon

13x face-to-face

2x telefonabsiert

1x Videokonferenz

5x gemischt

 

Frequenz:

1 – 16 Sitzungen,

M=6 Sitzungen

Gesamtdauer:

45min – 16h,

M=7h

 

Kontrollgruppen:

TAU

Psychoedukation

Andere Intervention

Neurtal writing

Wait List

 

Primäre Endpunkte:

Patientenseitig

1. Depressivität

2. Angst

3. Distress

4. QoL

5. Beziehungs-qualität

 

Patientenseitig

1. Depressivität

Post Intervention:

8 RCTs, N=775

I2 = 77%; SMD=0.03

[–0.29, 0.35, 95% CI]

 

< 6 Monate Follow up:

7 RCTs, N=733

I2 = 0%; SMD=­–0.08

[–0.22, 0.05, 95% CI]

 

> 6 Monate Follow-Up:

2 RCTs, N=775

I2 = 95%; SMD=0.87

[–0.84, 2.60, 95% CI]

 

2. Angst

Post Intervention:

5 RCTs, N=580

I2 = 0%; SMD=–0.04

[–0.2, 0.11, 95% CI]

 

< 6 Monate Follow up:

4 RCTs, N=542

I2 = 77,5%; SMD=­–0.43

[–0.85, –0.01, 95% CI]

 

> 6 Monate Follow-Up:

2 RCTs, N=295

I2 = 36%; SMD=–0.03

[–0.4, 0.34, 95% CI]

 

3. Distress

Post Intervention:

7 RCTs, N=911

I2 = 62%; SMD=–0.21

[–0.46, 0.04, 95% CI]

 

< 6 Monate Follow up:

4 RCTs, N=822

I2 = 92%; SMD=­0.59

[–0.3, 1.22, 95% CI]

 

> 6 Monate Follow-Up:

3 RCTs, N=659

I2 = 90%; SMD=–0.59

[–1.44, 0.24, 95% CI]

 

4. QoL

Post Intervention:

9 RCTs, N=10

I2 = 81%; SMD=0.12

[–0.18, 0.44, 95% CI]

 

< 6 Monate Follow up:

5 RCTs, N=842

I2 = 6%; SMD=­0.01

[–0.12, 0.15, 95% CI]

 

> 6 Monate Follow-Up:

6 RCTs, N=623

I2 = 86%; SMD=–0.29

[–0.79, 0.20, 95% CI

 

Keine SUEs berichtet

 

RCTs berichten UEs nicht

 

Primärstudien

RCTs mit low RoB

SB: 52%

PB: keine Angabe

DB: 10%

AB: 90%

RB: 100%

OB: keine Angabe

 

Review:

AMSTAR-2: critically low quality

Method.Mängel in

kritischer Domäne

2,7,11,

non-kritischer Dom.

1,3,5,6,14,

 

 

Sensitivitäts-analysen:

Nicht durchgeführt

 

Publikationsbias: Egger's Test durchgeführt, Ergebnisse nicht diskutiert

 

 

 

1a

Wang et al. 2017:

„The Efficacy of Couple-Based Interventions on Health-Related Quality of Life in Cancer Patients and Their Spouses: A Meta-analysis of 12 Randomized Controlled Trails“

 

Eingeschlossene Primärstudien:

 

Baucom, 2009

Keefe, 2005

Northouse, 2005

Northouse 2007

McLean, 2013

Campbell, 2007

Heinrichs, 2012

Kuijer, 2004

Manne, 2005

Badger, 2007

Northouse, 2013

McCorkle, 2007

 

 

 

 

 

 

 

 

 

MA

 

Suchzeitraum:

Bis 10. Februar, 2015

 

Datenbanken:

PubMed

EBSCO

PsycINFO

CINAHL

EMBASE

China Biology Mediine

China National Knowledge Infratructure

 

Einschluss-kriterien:

P: Erwachsene Krebspatienten + Partner oder Angehörige

I: Paar-basierte Intervention

C: -

O: HRQoL

S: RCTs

 

12 RCTS, N=1417 Patienten

 

 

RCTs

 

Erwachsene Krebspatienten (Brust 4, Gemischt 5,Prostata 3)

 

Geschlecht:

kA

 

Mittleres Alter: k.A

 

Länder :

USA

Kanada

Deutschland

Niederlande

 

 

 

 

 

 

 

Inhalte:

3x Psychoedukative Intervention

5x Skills-Training

4x Gemischte Intervention

 

Dauer:

2 Wochen bis 12 Monate

 

Kontrollgruppen:

11x UC

1x Warteliste

Primäre Endpunkte

 

1. Körperliche Gesundheit

2. Depressivität

3. Angst

4. Hoffnungs-losigkeit

5. Beziehungs-zufriedenheit

 

Verwendete Skalen

Depressivität

BDI

QSC-R23

CES-D

MHI-D

 

Angst

BSI

SSoSQ

FoPq

MHI-A

PANAS

1. Depressivität

àGesamteffekt:

Post-Intervention:

6 RCTs, N=353,

I2 = 89%; SMD=-2.15

[–4.25, 0.06, p=.044]

Fail-Safe-N : 52

Random-Effects Model

 

àPsychoedukation

I2 = 0%; SMD=-1.56  

[-2.53, -0.18, p = .002]

à Skills Training

I2 = 53%; SMD=-3.7    [-8.23, -1.69, p = .19]

à Gemischte Intervention

I2 = - %; WMD=0.49  

[-1.04, 2.02, p = .529]

 

2. Angst

àGesamteffekt:

Post-Intervention:

5 RCTs, N=345,

I2 = 90%; WMD=-1.16 [-2.16, -0.16, p = .023]

Fail-Safe-N : 255

Random-Effects Model

 

à Psychoedukation

I2 = 50%; WMD=-1.3   [-1.41, -1.18, p <.001>

à Skills Training

I2 = 76%; WMD=-1.16 

[–2.16, –0.16, p = .029]

 

à Gemischte Intervention

WMD=-0.23

[–0.83, 0.37, p = .453]

 

 

 

 

Keine SUEs berichtet

 

Primärstudien

PEDRO-Score

poor: -

fair: 5

good: 7

excellent: -

 

Review:

AMSTAR-2: critically low quality

Method.Mängel in

kritischer Domäne

2,4,7,9,11,13

non-kritischer Dom.

1,3,8,12

 

Sensitivitäts-analysen:

Sign. Heterogenität in allen MAs;

Sensitivitätsanalysen und Subgruppenanalysen durchgeführt

 

 

 

Publikationsbias: Eggerstest und das N-Fail-Safe Kriterium zeigen keinen signifikanten Publikations Bias

 

 

 

 

 

1a-

Badr et al. 2013:

"A systematic review and meta analysis of psychosocial interventions for couples coping with cancer"3

 

Eingeschlossene Primärstudien:

Badger 2007

Baucom2004

Budin 2008

Campbell 2004

Canada 2006

Christensen 1983

Giesler 2005

Heinrichs 2011

Kalaitzi 2007

Kayser 2010

Keefe 2005

Kuijer  2004

Manne 2005

Manne 2011

McLean 2011

Mishel 2002

Neu 2003

Northouse 2007

Porter 2004

Porter 2011

Scott 2004

Ward 2009

SysRev & MA

 

Suchzeitraum:

Januar 1980 bis Juli 2012

 

Datenbanken:

PubMed

 

CENTRAL

EMBASE

PsycInfo

Web of Sience

LISTA (EBESCO)

Einschluss-kriterien:

P: Krebspatienten und ihre Partner

I: Paar basierte Interventionen

C: UC & AC

O: QOL

S: RCTs

 

23 RCTS, N=2415 Patienten

 

RCTs

 

7x Brustkrebs

7x Prostatakrebs

1x Gastrointestinal Krebs

1x Lungenkrebs

1x Bust- oder Gynäkologischer Krebs

5x Gemischt

 

 

 

Geschlecht:

kA

 

Mittleres Alter:

40 – 64

 

 

Inhalte:

Beratung

Psychoedukation

KVT

MBT

Paar-KVT

Sexual Therapie

EFT

 

2 – 10 Mal wöchentlich

Follow up:

1 Monat  – 12 Monate

 

 

Kontrollgruppen:

13 x UMC

 6 x AC

2 x SC

1x „Gleiche Intervention aber nur für Patienten“

1 x „Standart social work services“

 

Primäre Endpunkte:

1. QoL

è  Psychologische Outcomes

è  Physische Outcomes

è  Beziehung

 

 

1. QoL
(Ausreißer gelöscht)

à Psychologisch

Patient

I2 = 31%; SMD=0.18 [0.05, 0.31, p = .01]

Fail Safe N : 35

Partner

I2 = 0%; SMD=0.18 [0.05, 0.31, p = .01]

Fail Safe N : 10

 

à Physisch

Patient

I2 = 57%; SMD=0.31 [0.11, 0.50, p = .001]

Fail Safe N : 68

 

à Beziehung

Patient

I2 = 0%; SMD=0.25 [0.11, 0.40, p = .001]

Fail Safe N : 15

Partner

I2 = 0%; SMD=0.22 [0.03, 0.11, p = .002]

Fail Safe N : 3

 

2. QoL (Ausreißer "winsorized" einbezogen)

à Psychologisch

Patient

I2 = 58%; SMD=0.25 [0.12, 0.32, p = .001]

Fail Safe N : 76

Partner

I2 = 0%; SMD=0.21 [0.08, 0.34, p = .001]

Fail Safe N : 22

 

à Beziehung

Patient

I2 = 0%; SMD=0.28 [0.14, 0.43, p = .001]

Fail Safe N : 32

Partner

I2 = 0%; SMD=0.24 [0.06, 0.43, p = .01]

Fail Safe N : 7

 

 

 

Keine SUEs berichtet

 

RCTs berichten UEs nicht

 

Primärstudien :

In allen im Review eingeschlossenen Studien, wurden die Teilnehmer randomisiert auf die Gruppen zugeteilt

 

Vier Studien berichten von verblindeten versuchsleitern

 

14 Studien berichten von manualisierter  Behandlung

 

15 Studien berichten von einer überwachten Behandlungsumsetzng

 

14 Studien berichtn von identischen Kontrollgruppen und Untersuchungsgrppen zum Startpunkt der Untersuchung

 

Review:

AMSTAR-2: critically low quality

Method.Mängel in

kritischer Domäne

2,4,7,9,13

non-kritischer Dom.

1,3,5,10,12

 

 

Sensitivitäts-analysen:

Nicht durchgeführt

 

Publikationsbias: für Outcomes geprüft

Funnel Plot und „trim and fill“

 

Bei den psychologischen Outcomes zeigen sich im Funnelplot Ausreißer

 

 

1a-

Faller et al. 2013:

"Effects of Psycho-Oncologic Interventions on Emotional Distress and Quality of Life in Adult Patients with Cancer: Systematic Review und Meta-Analysis."13

 

Eingeschlossene Primärstudien:

198 RCTs

 

 

 

 

MA

 

Suchzeitraum:

May 2013

 

Datenbanken:

CENTRAL

Medline

PsycInfo

 

Einschluss-kriterien:

P: erwachsene Krebspatienten

I: psychoonkologische Interventionen

C: Aufmerkamkeits-Placebo, TAU/UC

O: Distress, QoL, Depressivität, Angst

S: RCTs

 

198 RCTS, N=22238 Patientinnen

(218 Vergleiche in MA)

 

 

RCTs

 

Gemischte Krebsdiagnosen (80)

Brustkrebs (78)

Prostatakarz. (8)

Gynekologisch (6)

Melanom (5)

Hematologischer Krebs (4)

Andere (12)

Nicht angegeben (5)

 

Geschlecht:

Median 82% weiblich

 

Alter:

Median 54 Jahre

 

Länder :

USA (107)

UK (18)

Australien (12)

Kanada (10)

Schweden (9)

Niederlande (7)

Weitere (35)

 

 

Inhalte:

Psychotherapie

Einzel (55)

Gruppe (42)

Paar (10)

Psychoedukation (19)

Entspannungsverfahren (46)

Einfache Informaationsgabe (23)

Andere (12)

 

davon

Einzel (119)

Gruppe (66)

Paar (8)

Nicht angegeben (5)

 

 

Dauer/Frequenz/

Länge:

1-35 Sitzungen, Median 6 Sitzungen,

Über

1-730 Tage, Median 42 Tage

 

Kontrollgruppen:

TAU/UC

Aufmerksamkeitskontrolle

Primäre Endpunkte:

1.   Distress

2.   gesundheitsbezogene QoL

3.   Depressivität

4.   Angst

1. Distress

à Gesamteffekt

Post-Intervention:

77 RCTs, N=?

I2 = 73%; SMD=0.29

[0.20, 0.37, p <.001>

Follow Up ≤6 Monate:

58 RCTs, N=?

I2 = 56%; SMD=0.17

[0.09, 0.24, p <.001>

Follow Up >6 Monate:

39 RCTs, N=?

I2 = 32%; SMD=0.10

[0.04, 0.1, p =.003]

 

à Paartherapie

Post-Intervention:

9 RCTs, N=?

I2 = 0%; SMD=0.16

[0.02, 0.29, p =.021]

Follow Up ≤6 Monate:

3 RCTs, N=?

I2 = 65%; SMD=0.00

[–0.42, 0.41, p=.98]

Follow Up >6 Monate:

5 RCTs, N=?

I2 = 0%; SMD=0.01

[–0.16, 0.18, p =.91]

 

 

2. QoL

à Gesamteffekt

Post-Intervention:

66 RCTs, N=?

I2 = 78%; SMD=0.26

[0.15, 0.37, p <.001>

Follow Up ≤6 Monate:

47 RCTs, N=?

I2 = 65%; SMD=0.22

[0.12, 0.33, p <.001>

Follow Up >6 Monate:

27 RCTs, N=?

I2 = 50%; SMD=0.18

[0.07, 0.28, p <.001>

 

à Paartherapie

Post-Intervention:

5 RCTs, N=?

I2 = 0%; SMD=0.11

[-0.06, 0.27, p =.2]

Follow Up ≤6 Monate:

2 RCTs, N=?

I2 = 0%; SMD=0.01

[–0.25, 0.27, p=.92]

Follow Up >6 Monate:

3 RCTs, N=?

I2 = 0%; SMD=0.02

[–0.2, 0.25, p =.88]

 

 

3. Depressivität

à Gesamteffekt

Post-Intervention:

72 RCTs, N=?

I2 = 56.5%; SMD=0.33

[0.25, 0.41, p <.001>

Follow Up ≤6 Monate:

40 RCTs, N=?

I2 = 40.8%; SMD=0.2

[0.11, 0.28, p <.001>

Follow Up >6 Monate:

26 RCTs, N=?

I2 = 47.1%; SMD=0.14

[0.05, 0.24, p =.002]

 

 

à Paartherapie

Post-Intervention:

4 RCTs, N=?

I2 = 46%; SMD=0.27

[-0.06, 0.6, p =.11]

Follow Up ≤6 Monate:

1 RCT, N=?

I2 = ?; SMD=0.37

[ ?]

Follow Up >6 Monate:

2 RCTs, N=?

I2 = 0%; SMD=0.24

[–0.01, 0.49, p =.06]

 

 

4. Angst

à Gesamteffekt

Post-Intervention:

74 RCTs, N=?

I2 = 60%; SMD=0.38

[0.29, 0.46, p <.001>

Follow Up ≤6 Monate:

38 RCTs, N=?

I2 = 73%; SMD=0.34

[0.2, 0.47, p <.001>

Follow Up >6 Monate:

15 RCTs, N=?

I2 = 33%; SMD=0.17

[0.06, 0.28, p =.003]

 

à Paartherapie

Post-Intervention:

3 RCTs, N=?

I2 = 16%; SMD=0.11

[-0.2, 0.42, p =.48]

Follow Up >6 Monate:

1 RCT, N=?

I2 = ?; SMD=0.26

[ ?]

Nicht berichtet

Primärstudien:

RCTs mit low RoB

SB: 51

PB: kA

DB: kA

AB: 122

RB: 141

OB: kA

 

Review:

AMSTAR-2: critically low quality

Method.Mängel in

kritischer Domäne

2, 7, 13

non-kritischer Dom.

3, 10,

 

Sensitivitäts-analysen:

Bei hoher Heterogenität (l²>70%) Ausschluss vjew. einer Studie aus MA &

Moderatorenanalysen (u.A. Alter, Tumorart)

 

Weiterhin a priori geplante Subgruppenanalysen (siehe Hauptergebnisse)

 

Publikations-bias:

Visuelle Prüfung der Funnel-Plots

 

1a-

Brandao et al. 2014: „Psychological intervention with couples coping with breast cancer: A systematic review“

 

 

 

Eingeschlossene Primärstudien:

 

Baucom 2009

Christensen 1983

Heinrichs 2012

Kalaitzi 2007

Kayser 2010

Manne 2005/2007

Naaman 2008

Scott 2004

Wiesenthal 2006

Zimmermann 2011

SysRev

 

Suchzeitraum:  1975 bis Januar 2013

 

 

Datenbanken :

CINAHL

PsycInfo

Acadamic Search Complete

MEDLINE

PsycArticles

Behaviourial Science Collection

 

Einschluss-kriterien:

P : Frauen, die an Brustkrebs leiden

I : Paarintervention

C: /

O: gesundheits-bezogene, psychologische oder Beziehungsoutcomes

S: RCTs

 

10 RCTS

N = 679 Paare

 

 

RCTs

 

Mamma-Ca

(Stage 0 – IIIa)

 

Geschlecht : 100% weiblich + Partner

 

Mittleres Alter:

40 - 54

 

Länder :

USA

Deutschland

Griechenland

Kanada

Australien

Inhalte:

 

5x CBT

2x Paar- und Sexualberatung/-therapie

1x Emotions-fokussierte Therapie

1x Kurzintervention

1x sonstiges

 

Davon

9x einzelne Paare

1x Paargruppen

 

Frequenz

Wöchentlich bis zweiwöchentlich

 

Dauer

4 bis 20 Sitzungen

60 -120min pro Sitzung

 

Kontrollgruppen:

4x Tau/UC

2x Aktive Kontrolle

2x edukative Intervention

Primäre Endpunkte:

1. Psychologisches Funktionsniveau

2. Physisches Funktionsniveau

3. Ehequalität

4. Sexuelle Funktion

8/10 Studien fanden signifikante Unterschiede auf min. einem rel. Outcome zugunsten der Intervention

 

1.     Sexuelle Funktion

4 Studien zeigten verbessertes sexuelles Funktionsniveau und Zufriedenheit

Keine SUEs berichtet

 

RCTs berichten UEs nicht

 

 

Primärstdudien

Nicht berichtet

 

Review:

AMSTAR-2: critically low quality

Method.Mängel in

kritischer Domäne

2,4,7,9,13

non-kritischer Dom.

1,3,10,14,16

 

 

Sensitivitäts-analysen:

Keine MA

 

Publikationsbias:

Nicht diskutiert; Handsuche & graue Literatur in Suche einbezogen

 

1a-

Griffin et al. 2013:

„Effectiveness of Family and Caregiver Interventions on Patient Outcomes among Adults with Cancer or Memory-Related Disorders: A systematic Review“

 

Eingeschlossene Primärstudien:

 

Badger 2007

Badger 2011

Baucom 2009

Blanchard 1996

Budin 2008

Campbell 2004, 2007

Canada, 2005

Giesler 2005

Gutafson 2013

Kayser 2010

Keefe, 2005

Kozachik, 2001

Kurtz, 2005

Manne, 2005, 2007

Manne 2011

McCorkle 2007

McMillan 2007

Meyers 2011

Mishel 2002

Moskau 2008

Nezu 2003

Northouse 2005

Northouse 2007

Porter 2009

Porter 2011

Schover 2012

Stephenson 2007

Bass 2003

Belle 2006

Bourgeois 2002

Brodaty 2009

Burgener 1998

Burns 2003

Camberg 1999

Chang 1999

Gerdner 2002

Gitlin 2010a

Gitlin 2010b

Gitlin 2008

Gitlin 2003

Gitlin 2001

Ginyea 2006

Jirovec 2001

Logsdon 2010

Martin-Cool 2015

McCallion 1999

McCurry 2005

Mittelmann 2004 2006

Ostwald 1999

Quayhagen 2000

Robinson 2007

Teri 1997

Teri 2003

Teri 2005

Wray 2010

Wright 2001

 

SysRev

 

Suchzeitraum

1980 bis Dezember 2012

 

Datenbanken :

MEDLINE

PsycINFO

 

Einschluss-kriterien:

P: u.a. Erwachsene Krebspatienten

I: Interventionen, die Familienmitglieder oder Pflegepersonen des erwachsenen Patienten eiinbeziehen

C: Usual Care, Warteliste oder alternative aktive Behandlung

O: u.a. QoL, Depressivität/Angst

S: RCTs, nach 1995 publiziert

 

56 RCTs, davon 27 RCTs zu Krebspatienten, N=4195

 

RCTs

 

Erwachsene mit Krebs und deren Angehörige

 

Geschlecht

Patienten

39% weiblich

Angehörige

61% weiblich

 

Mittleres Alter

Patienten

M=60, 46-71

Angehörige

M=56, 49-62

 

Länder

USA

 

 

Von 27 RCTs verglichen 18 RCTs die Intervention mit TAU/UC

 

Inhalte

4x Telefon- oder internetbasierte Familienberatung

5x Paar-CBT

4x familien-unterstütze Patientenversorgung

4x familienzentrierte CBT

1x Spezial-intervention

 

Frequenz

M=6 Sitzungen

3- 12 Sitzungen

 

Dauer

M=6 Wochen

1 Woche – 5 Monate

 

Kontrollgruppe

18x TAU/UC

 

 

Primäre Endpunkte:

1. QoL

2. Depressivität/Angst

3. Symptom-management

1. QoL

à Global QoL

0/6 Studien (N=1367) zeigen sign. Verbesserung zugunsten IG

 

2. Depressivität/
Angst

2/9 Studien (N=1519) zeigen sign. Verbesserung zugunsten IG

 

 

 

RCTs berichten UEs nicht

 

Primärstudien

Reporting Bias

Gute Qualität : 0/18

Moderate Qualität: 15/18

Schlechte Qualität 3/18

 

Review:

AMSTAR-2: critically low quality

Method.Mängel in

kritischer Domäne

2,7

non-kritischer Dom.

1,16

 

 

Sensitivitäts-analysen:

Nicht durchgeführt, Heterogenität der Studien tabellarisch dargestellt

 

Publikationsbias: "Publication bias is suspected if evidence is derived from a small number of commercially funded trials with small sample sizes and a small number of event." (p.114)

 

Keine Angaben zu Pub.-Bias für relevante Ergebnisse

 

1a

Psychotherapeutische Paar- und Familieninterventionen RCTs (2015 – 2020)

Referenz/ (Autor,

Jahr,

Journal)

Studientyp

Patienten-merkmale

Interventionen

Untersuchte Endpunkte

Hauptergebnisse

Neben-/ Wechsel­wir­kungen

Finanzierung / Conflict of Interest

Methodische Bemerkungen

Evidenzklasse

Keine Hinweise für höhere Wirksamkeit des Treatments (5/5)

Manne (2019):

Couple-focused interventions for men with localized prostate cancer and their spouses: A randomized clinical trial

RCT

prospektiv, monozentrisch, offen,

3 Arme

 

Randomisiert: N=237 (Dyaden)

Post-Intervention: N=212 (Patienten)/208 (Partnerinnen)

Follow-Up1: N=205 (Patienten)/203 (Partnerinnen)

Follow-Up2: N=204 (Patienten)/198 (Partnerinnen)

 

ITT-Ansatz ohne Imputation;

Ausgewertet:siehe N zu MZP

 

Land: USA

kA zum Zeitraum

Lokal begrenztes Prostatakarzinom

 

Patient & Partnerin

 

Geschlecht:

Patienten:

100% männlich

 

Partnerinnen:

100% weiblich

 

Alter:

Patienten:

M = 61 (SD = 7.3)

Partnerinnen:

M = 57 (SD = 8.5)

Arm A: IET

NR = 80 (Dyaden)

NP=78 (Patienten)/76 (Partnerinnen)

NFU1=72 (Patienten)/71 (Partnerinnen)

NFU2=73 (Patienten)/71 (Partnerinnen)

 

Intimitätsfördernde Therapie (IET);

Jeweils 5 Paarsitzungen, 90 Minuten (mit Audio aufgenommen)

und 1 Booster-Anruf 3 Wochen nach letzter Paarsitzung, 30-45 Minuten

 

Arm B: GHW

NR = 76 (Dyaden)

NP=64 (Patienten)/64 (Partnerinnen)

NFU1=60 (Patienten)/60 (Partnerinnen)

NFU2=61 (Patienten)/59 (Partnerinnen)

 

Allgemeine Intervention zu Stärkung von Gesundheit und Wohlbefinden (GHW); Jeweils 5 Paarsitzungen, 90 Minuten (mit Audio aufgenommen)

und 1 Booster-Anruf 3 Wochen nach letzter Paarsitzung, 30-45 Minuten

 

Arm C: CAU

NR = 81 (Dyaden)

NP=70 (Patienten)/68 (Partnerinnen)

NFU1=73 (Patienten)/72 (Partnerinnen)

NFU2=70 (Patienten)/68 (Partnerinnen)

 

CAU

 

Erhebungszeitpunkte

Baseline

Post-Intervention

Follow-Up1 (7 Wochen)

Follow-Up2 (19 Wochen)

 

 

Primäre Endpunkte:

1. Allgemeine psychische Verfassung (MHI-38)

2. Depressivität (PHQ-9)

3. Distress (IES)

4. Krebsbezogene Sorgen

5. Beziehungszufriedenheit (DAS)

Patientenoutcomes

 

1. Depression

à IET vs. GHW vs. CAU

Post-Intervention, FU1 und FU2:

Keine sign. Zeit X Gruppe-Interaktion, sign. Zeiteffekt (Verbesserung in allen Gruppen bis einschl. FU1)

 

 

2. Krebsbezogene psychische Belastung

à IET vs. GHW vs. CAU

Post-Intervention, FU1 und FU2:

Keine sign. Zeit X Gruppe-Interaktion, sign.r Zeiteffekt (Verbesserung in allen Gruppen bis einschl. FU1)

 

 

Arm A: EG
SUEs: kA

UEs: kA

 

Arm B: EG

SUEs: kA
UEs: kA

 

Arm C: CAU

SUEs: kA
UEs: kA

Laut Angaben kein COI

Risk of Bias

 

SB1: unclear

SB2: unclear

PB: high

DB: high

AB: unclear

RB: low

 

 

Geplante Fallzahl (N=469 (Dyaden)) nicht erreicht.


Sensitivitätsanalyse mit bestehender Stichprobe zeigte jedoch 80% Power einen kleinen Effekte (d=0.20) detektieren zu können

 

Ammari et al., (2018) : Results from the family and coping oriented palliative homecare intervention study (FamCope) – a randomized controlled trial

 

RCT prospektiv,

monozentrisch,

offen,

2 Arme

 

Randomisiert: N=57

Post-Intervention N=38

Follow-Up N=30

 

ITT-Ansatz ohne Imputation

 

Land: Dänemark:

Oct 2011-April 2013

Prostatakrebs (33%), Lungenkrebs (25%),

Unterer Magen-Darm-Krebs (19%)

(Stadium III –IV)

 

Geschlecht:

32% weiblich

 

Alter:

  Mittelwert: 67.4

Arm A:

NR=28

NP=21

NFU=14

Familien intervention (FamCope)

6 Sitzungen, dreiwöchentlich

 

Arm B:

NR=29

NP=17

NFU=16

CAU

 

Erhebungszeitpunkt

Baseline

Post-Intervention

Follow-Up (8 Wochen)

 

 

Primäre Endpunkte:

1. QoL (EORTC QLQ-C30 – Global Health Status)

 

Sekundäre Endpunkte

2. Angst (HADS)

3. Depressivität (HADS)

Patientenoutcomes:

1. QoL

à FamCope vs CAU:

Post Intervention: keine sign. Gruppenunterschiede

 

Follow-Up:

keine sign. Gruppenunterschiede

 

2. Angst

à FamCope vs CAU:

Post Intervention: keine sign. Gruppenunterschiede

 

Follow-Up:

keine sign. Gruppenunterschiede

 

3. Depressivität

à FamCope vs CAU:

Post Intervention: keine sign. Gruppenunterschiede

 

Follow-Up:

keine sign. Gruppenunterschiede

 

Keine

Angaben

zu UEs

Danish Cancer Society, Lundbeck Foundation, The Health Foundation (Helsefonden, Novo Nordic Foundation, Danish Nurses Organozatio, Danish Regions

 

Laut Angaben kein COI

Risk of Bias

 

SB1: low

SB2 low

PB: high

DB: high

AB: low

RB: low

 

geplante Fallzahl nicht erreicht (N=252)

 

 

McCaughan (2018): Evaluating a psychosocial intervention for men with prostate cancer and their partners: Outcomes and lessons learned from a randomized controlled trial

RCT, prospektiv, monozentrisch,

2 Arme

 

Randomisiert: N=17 (Dyaden)

Post-Intervention: N=15 (Dyaden)/31 (ProbandInnen)

Follow-Up: N=14 (Dyaden)/29 (ProbandInnen)

 

kA zu Analysemethode, aber wahrscheinlich ITT ohne Imputation;

ausgewertet: Post-Intervention: N=16 (Patienten)/15 (Partner)

Follow-Up: N=14 (Patienten)/14 (Partner)

 

Land: Nordirland

kA zum Zeitraum

 

Prostatakarzinom

 

Patient & Partnerin

 

Geschlecht:

Patienten: 100% männlich

 

Partnerinnen: 100% weiblich

 

Alter:

Patienten:

EG: 56-79,
M = 67.7

KG: 56-71, M = 63.8

 

Partnerinnen:

EG: 54-76,
M = 64.1

KG: 50-74,

M = 60

Arm A: CONNECT

NR = 13 (Dyaden)

NP=12 (Dyaden)

NFU=12 (Dyaden)

 

CONNECT-Intervention für Paar:

5 Einheiten über 9 Wochen: 3 Gruppensitzungen à 2 Stunden (Woche 1, 3, 9), 2 Telefonsitzungen (Woche 5, 7)

 

Arm B: TAU

NR = 4 (Dyaden)

NP=3 (Dyaden)/7 ProbandInnen

NFU=2 (Dyaden)/5 ProbandInnen

 

TAU

Erhebungszeitpunkte

Baseline

Post-Intervention

Follow-Up (4 Wochen)

 

Primäre Endpunkte:

1. Selbstwirksamkeit (CASE, modifiziert)

2. Lebensqualität (FACT-G)

3. Symptom Distress (OSQ, Symptom Skala)

4. Kommunikation über Erkrankung (Lewis Mutually and Interpersonal Scale)

5. Unsicherheit bezüglich der Krankheitserfahrung (MUIS, modifiziert)

6. Nutzen der Erkrankung (Helgeson Benefits of Illness Scale)

Soziale Unterstützung (Social Support Scale)

1. Lebensqualität

à CONNECT vs. TAU

Post-Intervention und Follow-Up:

Keine sign. Zeit x Gruppe-Interaktion

 

2. Symptom Distress

à CONNECT vs. TAU

Post-Intervention und Follow-Up:

Keine sign. Zeit x Gruppe-Interaktion

 

Arm A: EG
SUEs: kA

UEs: kA

 

Arm B: KG

SUEs: kA
UEs: kA

 

Finanzierung durch Cancer Focus Northern Ireland

Risk of Bias

 

SB1: unclear

SB2: unclear

PB: high

DB: high

AB: high

RB: high

 

 

Keine Fallzahl-planung

 

Ungleiche Randomisierung zu EG und KG aufgrund schleppender Teilnahme

 

Nicolaisen (2018): The effect of an attachment-oriented couple intervention for breast cancer patients and partners in the early treatment phase: A randomised controlled trial

RCT

prospektiv,

multizentrisch,

2 Arme

 

Randomisiert: N=199 (Dyaden)

Post-Intervention: N=163 (Dyaden)/
166 (Patienten)/
165 (Partner)

Follow-Up: N=141 (Dyaden)/
147 (Patienten)/
144 (Partner)

 

ITT-Ansatz ohne Imputation;

Ausgewertet:

Post-Intervention

N=165 (Patienten)/
162 (Partner)

Follow-Up: N=145 (Patienten)/
144 (Partner)

 

Land: Dänemark

2012-2013

 

Kürzlich diagnostizierte Patientinnen mit primärem Brustkrebs

 

Patientinnen & Partner

 

Geschlecht:

Patienten: 100% weiblich

Partner:

100% männlich

 

Alter:

EG:

Patienten:

27-79, M = 54.2

Partner:

28-92, M = 57.4

 

KG:

Patienten:

31-75, M = 52.6

Partner:
35-78, M = 56.4

Arm A: HiH

NR = 102 (Dyaden)

NP=87 (Dyaden)/88 (Patienten)/87 (Parnter)

NFU=80 (Dyaden)/82 (Patienten)/81 (Partner)

 

Hand in Hand (HiH) Intervention zusätzlich zu TAU: 4-8 Paarsitzungen bis zu 5 Monate nach OP

 

Arm B: TAU

NR = 96 (Dyaden)

NP=76 (Dyaden)/78 (Patienten)/78 (Partner)

NFU=61 (Dyaden)/65 (Patienten)/63 (Partner)

 

TAU

Erhebungszeitpunkte:

Baseline

Post-Intervention

Follow-Up (20 Wochen)

 

Primärer Endpunkt:

1. Distress (IES)

 

Sekundäre Endpunkte:

2. Depressivität (HADS-D)

3. Angst (HADS-A)

4. Anpassung des Paars (dyadic adjustment) (RDAS)

5. Therapeutische Beziehung (“Bond”-Skala, WAI-SR)

 

Patientenoutcomes

 

1. Distress

à HiH vs. TAU

Post-Intervention:

Kein sign. Gruppenunterschied

FU:

Kein sign. Gruppenunterschied

 

2. Depressivität

à HiH vs. TAU

Post-Intervention:

Kein sign. Gruppenunterschied

FU:

Kein sign. Gruppenunterschied

 

3. Angst

à HiH vs. TAU

Post-Intervention:

Kein sign. Gruppenunterschied

FU:

Kein sign. Gruppenunterschied

 

Arm A: EG
SUEs: kA

UEs: kA

 

Arm B: KG

SUEs: kA
UEs: kA

 

Laut Angaben kein COI.

 

Risk of Bias

 

SB1: high

SB2: low

PB: high

DB: high

AB: unclear

RB: high

 

 

Geplante Fallzahl (N=166) (knapp) nicht erreicht

 

 

 

Couper (2015):

Cognitive existential couple therapy (CECT) in men and partners facing localised prostate cancer: a randomised controlled trial

RCT

prospektiv, multizentrisch, offen,

2 Arme

 

Randomisiert: N = 62 (Dyaden)

Post-Intervention: N=61 (Dyaden)

Follow-Up: N=49 (Dyaden)

 

ITT-Ansatz mit Imputation (LOCF);

ausgewertet:

N=61 (Dyaden)

 

Land: Australien

2010-2012

Lokal begrenztes Prostatakarzinom,

Stadium I-III

 

Geschlecht:

Patienten:

100% männlich

 

Partnerinnen:

100% weiblich

 

Alter:

Patienten:

Mittelwert: 64,52

 

Partnerinnen:

Mittelwert: 61,03

 

Arm A: CECT

NR=30

NP=29

NFU=23

Kognitiv-existentielle Paartherapie (Cognitive existential couple therapy (CECT));

6 Wochen,

1x wöchentlich,

60-90 Minuten

 

 

Arm B: TAU

NR=32

NP=32

NFU=26

TAU

Erhebungszeitpunkte

Baseline

Post-Intervention (4 Wochen nach Intervention)

Follow-Up (30 Wochen)

 

 

Primärer Endpunkt:

1. Funktionsweise der Beziehung (FRI)

 

Sekundäre Endpunkte:

2. Coping (Brief COPE)

3. Distress (IES-R)

4. Allgemeine mentale Gesundheit (MHI)

1. Distress

à CECT vs. TAU

Post-Intervention und FU:

Keine sign, Gruppenunterschiede

 

Arm A: EG
SUEs: kA

UEs: kA

 

Arm B: TAU

SUEs: kA
UEs: kA

Laut Angaben kein COI

Risk of Bias

 

SB1: low

SB2: low

PB: high

DB: high

AB: low

RB: unclear

 

 

Geplante Fallzahl erreicht (für Post-Intervention)

 

Spezifische psychoonkologische Interventionen in der Palliativphase - Systematische Übersichtsarbeiten (2010 – 2020)

 

Referenz/ (Autor,

Jahr,

Journal)

Studientyp

Merkmale untersuchter Studien

Interventionen

Untersuchte Endpunkte

Hauptergebnisse

Neben-/ Wechsel­wir­kungen

Methodische Bemerkungen

Evidenzklasse

 

Li et al. 2020:

"Effectiveness of dignity therapy for patients with advanced cancer: A systematic review and meta-analysis of 10 randomized controlled trials."1

 

Eingeschlossene Primärstudien:

Vuksanovic 2017

Chochinov 2011

Hall 2012

Xingming 2016

Zhiyang 2015

Rongming 2016

Xiaodong 2018

En-gui 2018

Yanli 2018

Li 2018

MA

 

Suchzeitraum:

Bis März 2019

 

Datenbanken:

CBM

CENTRAL

PubMed

Embase

Web of Science

ICTRP

ClinicalTrials.gov

opengrey.org

 

Einschluss-kriterien:

P: "Advanced cancer patients"

I: Dignity Therapy

C: Standard Care

O: Distress, Angst, Depressivität, QoL

S: RCTs

 

10 RCTS, N=904 Patienten

 

RCTs

 

Erwachsene Krebspatienten versch Tumorstadien (Gemischt 6, Brust 1, Lunge 2, Hepatozelluläres karzinom 1)

 

Geschlecht:

52% weiblich

 

Mittleres Alter:

49 - 84

 

Länder :

China (70%)

Australien

Kanada

UK

Inhalte:

Dignity therapy

 

Länge & Frequenz:

10 Tage – 2 Monate

 

kA zu Häufigkeit, Sitzungsdauer

 

Kontrollgruppen:

6x Routine Care

2x Standard Care

1x Standard Palliative Care

1x Standard psychological care

Primäre Endpunkte:

1. Angst

2. Depressivität

 

Sekundäre Endpunkte:

3. Distress

4. QoL

 

Verwendete Messinstrumente:

Angst

HAMA

HADS

PDI

SAS

SCL-90

 

Depressivität

HADS

HAMD

PDI

SDS

SCL-90

 

Distress

PDI

 

QoL

FACIT

 

1. Angst

àGesamteffekt:

Post-Intervention:

9 RCTs, N=868,

I2 = 91 %; SMD=−1.07 [−1.57, −0.58, p < .05]

GRADE: very low

 

2. Depressivität

àGesamteffekt:

Post-Intervention:

10 RCTs, N=904,

I2 = 94 %; SMD=−1.31 [−1.92, –0.70, p < .05]

GRADE: very low

 

3. Distress

àGesamteffekt:

Post-Intervention:

4 RCTs, N=307,

I2 = 68%; MD=−7.30
[–12.04, –2.56, p < .05]

GRADE: very low

 

4. QoL

àGesamteffekt:

Post-Intervention:

2 RCTs, N=255,

I2 = 0 %; SMD=−0.05
[–0.29, 0.20, p > .05]

GRADE: moderate

Keine SUEs berichtet

Primärstudien:

RCTs mit low RoB

SB: 3

PB: 0

DB: 2

AB: 10

RB: 9

OB: 7

 

Review:

AMSTAR-2: critically low quality

Method.Mängel in

kritischer Domäne

2, 7

non-kritischer Dom.

3

 

Sensitivitäts-analysen:

Effekte robust gegenüber Entfernung jeweils einer Studie

 

Starke Heterogenität der Ergebnisse

 

Publikations-bias: Visuelle Prüfung Funnel-Plot + Egger's Test liefern keine Hinweise auf Publ. bias

1a

 

Warth et al. 2019:

"Brief psychosocial interventions improve quality of life of patients receiving palliative care: A systematic review and meta-analysis."2

 

Eingeschlossene Primärstudien:

Ando 2010

Chochinov 2011

Duggleby 2007

Hall 2011

Hilliard 2003

Horne-Thompson 2008

Lloyd-Williams 2018

Mok 2012

Ng 2016

Domingo 2015

Steinhauser 2017

Vuksanovic 2017

Warth 2015

Xiao

MA

 

Suchzeitraum:

Bis Dezember 2017

 

Datenbanken:

CBM

CENTRAL

PubMed

Embase

Web of Science

ICTRP

ClinicalTrials.gov

opengrey.org

 

Einschluss-kriterien:

P: Fortgeschrittene terminale Erkrankung, min. 50% Krebs, ambulant- oder stationär-palliative Behandlung

I: max. 4 Sitzungen und max 21 Tage, psychosoziale Intervention, vermittelt durch prof. Therapeut

C: Wartelste, Tau/UC, Attention placebo

O: QoL, Distress

S: RCTs & CCTs

 

15 RCTS, N=1248 Patienten

 

RCTs (und 1 CCT)

 

Fast ausschließlich erwachsene Krebspatienten, fortgeschrittenes Tumorstadium, palliativ behandelt

 

Geschlecht:

zwischen 34% und 71% weiblich

 

Mittleres Alter:

47 -75

 

Länder :

USA

Asien

Europa

Australien

Inhalte:

4x Dignity therapy

4x Musiktherapie

3x Sinnbasierte Interventionen

3x Lebensrück-schau ("life review")

 

Länge & Frequenz:

Median von 2 Sitzungen; Sitzungsdauer 20 bis 90min

 

Kontrollgruppen:

8x TAU/UC

4x Aktive Kontrollgruppe

3x dreiarmiges Design mit Tau/UC und Aktiver Kontrolle

Primäre Endpunkte:

1. QoL

 

Sekundäre Endpunkte:

2. Emotionaler Distress

3. Existentieller Distress

 

Verwendete Messinstrumente:

QoL

Single-Item Scales

HQLI-R

DT

 

Emotionaler Distress

HADS

FACT-G

QoLC-E

HQLI-R

 

Existentieller Distress

FACIT-SP

HHI

QoLC-E

 

1. QoL

àGesamteffekt:

Post-Intervention:

8 RCTs,

I2 = 60 %; SMD=0.36

[0.08, 0.64, p = .02]

à Ausschluss von Domingo 2015 und Xiao 2013 nach sig. Egger's-Test aufgr. großer Effekte

à verbl. Heterogenität erklärt durch Moderator "inpatient setting" (SMD=0.61, n=5) vs. "outpatient setting" (SMD=0.04, n=3)

 

2. Emotionaler Distress

àGesamteffekt:

Post-Intervention:

15 Effekte,

I2 = 73 %; SMD=−0.51 [−0.77, –0.26, p < .01]

à keine Moderatoren erklären Heterogenität

 

3. Existentieller Distress

àGesamteffekt:

Post-Intervention:

11 Effekte,

I2 =  ?%; SMD=−0.40
[–0.71, –0.07, p = .02]

à Ausschluss von Ando 2010 nach sig. Egger's-Test aufgr. großen Effekts

à verbl. Heterogenität erklärt durch Moderator "measurement instrument" (FACIT-SP signifikant geringere Effekte als andere FraBö)

 

Keine SUEs berichtet

Primärstudien:

RCTs mit low RoB

SB: 8

PB: 0

DB: 3

AB: 3

RB: 3

OB: kA

 

Review:

AMSTAR-2: low quality

Method.Mängel in

kritischer Domäne

7

non-kritischer Dom.

3

 

Sensitivitäts-analysen:

durchgeführt

 

Starke Heterogenität der Ergebnisse / Entfernung einflussreicher Studien / Moderatoren-analyse

 

Publikations-bias: Visuelle Prüfung Funnel-Plot + Egger's Test

1a

Bauereiß et al. 2018:

"Effects of existential interventions on spiritual, psychological, and physical well-being in adult patients with cancer: Systematic review and meta-analysis of randomized controlled trials."3

 

Eingeschlossene Primärstudien:

Ando 2010

Breitbart 2010, 2012, 2015

Carlson 2016, 2013

Chochinov 2011

Classen 2001

Butler 2009

Giese-Davis 2002

Classen 2008

Dubbleby 2007

Gagnon 2015

Goodwin 2001

Bordeleau 2003

Hall 2011

Henry 2010

Herth 2000

Ho 2016

Juliao 2013, 2014

Kissane 2003, 2007

Lee 2006

Lloyd-Williams 2013, 2018

Lo 2016

Mok 2012

Rutsoen 1998

Spiegel 1981

Tabrizi 2016

Van der Spek 2017

Vuksanovic 2017

Xiao 2013

Ye 2017

 

MA

 

Suchzeitraum:

Januar 2018

 

Datenbanken:

Medline

PsychInfo

Psyndex

Embase

CINAHL

CENTRAL

ICTRP

 

Einschluss-kriterien:

P: erwachsene Krebspatienten

I: "existential interventions"

C: aktive & inaktive Kontrolle

O: Primär: Spirituelles Wohlbefinden, Angst, Depressivität

S: RCTs

 

30 RCTS, N=3461 Patientinnen

(24 RCTs in MA)

 

 

RCTs

 

Fortgeschrittene krebserkrankung (22)

Frühstadium (4)

Rezidivierende Krebserkrankung (1)

Krebs-Überlebende (3)

Gemischte Stichprobe mit anderen terminalen Erkrankungen (Krebs >90%) (2)

 

Geschlecht:

kA

 

Mittleres Alter:

57

 

Länder :

USA (7)

Japan (1)

Kanada (9)

Australien (4)

UK (3)

China (4)

Portugal (1)

Norwegen (1)

Iran (1)

Niederlande (1)

 

 

Inhalte:

Sinnbasierte Interventionen (9)

Supportiv-expressive Gruppenth. (9)

Kognitiv-existentielle Therapie (2)

"Life Review" (4)

"dignity therapy" (4)

 

davon

Einzel (14)

Gruppe (15)

Beides (1)

 

Dauer/Frequenz/

Länge:

1 – 52 Wochen

bei wöchentlicher Frequenz

 

Kontrollgruppen:

Warteliste oder TAU/UC (18)

Massage, Entspannung, Stress management (3)

Supportive therapie (5)

Psychoedeukation (3)

"Mindfulness-based cancer recovery" (1)

Primäre Endpunkte:

1. Spirituelles Wohlbefinden

2. Depressivität

3. Angst

 

Sekundäre Endpunkte:

1. Existentielles Wohlbefinden

2. QoL

3. Hoffnung

4. DHD

5. Selbstwirksam-keitserleben

6. Physisches Wohlbefinden

7. Schmerz

 

 

Verwendete Messinstrumente:

Depressivität

HADS

BDI

POMS

CHADS

ESAS

 

Angst

HADS

POMS

CHADS

ESAS

 

QoL

MQoL

FACT-B

FACIT-Sp

EORTC QLQ-C30

EQ-5D

QoLC-E

FACT-G

 

Schmerz

EORTC QLQ-C30

PRS

Einzelitems

àMA beinhaltet auch nicht-palliative Populationen; Moderatorenanalyse zeigt jedoch keinen Einfluss von "cancer stage" auf relevante Effekte!

 

1. Depressivität

Post-Intervention:

14 RCTs,

I2 = 58%; SMD=0.15

[–0.01, 0.32, p >.05]

Nach Ausschluss von Studien mit sign. Baseline-Unterschieden (Carlson 2013, 2016, Breitbart 2015, Lloyd-Williams 2013, 2018):

11 RCTs,

I2 = 32%; SMD=0.25

[0.10, 0.39, p <.05>

 

Follow-Up 1
(3 Monate):

7 RCTs,

I2 = 5%; SMD=–0.06

[–0.24, 0.12, p >.05]

 

Follow-Up 2
(3-6 Monate):

3 RCTs,

I2 = 55%; SMD=–0.02

[–0.32, 0.28, p >.05]

 

Follow-Up 3
(>6 Monate):

3 RCTs,

I2 = 21%; SMD=–0.04

[–0.23, 0.15, p >.05]

 

2. Angst

Post-Intervention:

13 RCTs,

I2 = 71%; SMD=0.12

[–0.08, 0.32, p >.05]

Nach Ausschluss von Studien mit sign. Baseline-Unterschieden (Carlson 2013, 2016, Breitbart 2015, Lloyd-Williams 2013, 2018):

11 RCTs,

I2 = 64%; SMD=0.21

[0.00, 0.41, p =.05]

 

Follow-Up 1
(3 Monate):

7 RCTs,

I2 = 29%; SMD=–0.05

[–0.26, 0.16, p >.05]

 

Follow-Up 2
(3-6 Monate):

3 RCTs,

I2 = 74%; SMD=0.00

[–0.39, 0.39, p >.05]

 

Follow-Up 3
(>6 Monate):

3 RCTs,

I2 = 71%; SMD=–0.03

[–0.35, 0.30, p >.05]

 

3. QoL

Post-Intervention:

17 RCTs,

I2 = 75%; SMD=0.21

[0.01, 0.42, p <.05>

Nach Ausschluss von Studien mit sign. Baseline-Unterschieden (Carlson 2013, 2016, Breitbart 2015, Lloyd-Williams 2013, 2018):

16 RCTs,

I2 = 74%; SMD=0.21

[0.02, 0.48, p <.05>

 

Follow-Up 1
(3 Monate):

8 RCTs,

I2 = 45%; SMD=0.18

[–0.06, 0.42, p >.05]

 

Follow-Up 2
(3-6 Monate):

4 RCTs,

I2 = 66%; SMD=0.12

[–0.21, 0.45, p >.05]

 

Follow-Up 3
(>6 Monate):

2 RCTs,

I2 = 90%; SMD=0.16

[–0.67, 0.99, p >.05]

 

4. Schmerz

Post-Intervention:

5 RCTs,

I2 = 74%; SMD=0.21

[–0.07, 0.49, p >.05]

 

Follow-Up 1
(3 Monate):

1 RCTs,

I2 = – %; SMD=0.29

[–0.15, 0.72, p >.05]

 

Keine der Primärstudien hat systemtisch SUEs erfasst.

Primärstudien:

RCTs mit low RoB

SB: 11

PB: nicht erfasst

DB: nicht erfasst

AB: 16

RB: 14

OB: 18

 

"Because blinding

of participants and personnel is in general not feasible in psychological

interventions and outcome assessors were participants themselves,

evaluations on these two domains are not provided." (p. 2533)

 

Review:

AMSTAR-2: low quality

Method.Mängel in

kritischer Domäne

7

non-kritischer Dom.

6,10

 

 

Sensitivitäts-analysen:

Ausschluss von Studien mit sign. Baselineunter-schieden auf Outcomemaßen (siehe Hauptergebnisse);

Ausschluss aller Studien mit hohem Bias-Risiko à keine Ergebnis-veränderung

 

Publikations-bias:

Für MA mit k>10 Studien bestimmt.

Asymmetrische Funnel-Plots jedoch keine sign. Egger's Tests bei relevanten Outcomes

1a

Fulton et al. 2018:

"Psychotherapy Targeting Depression and Anxiety for Use in Palliative Care: A Meta-Analysis."4

 

Eingeschlossene Primärstudien:

Allen 2004, 2008

Breitbart 2010, 2012

Chochinov 2011

Edelmann 1999a, b

Evany 1995

Greer 2012

Hall 2011, 2012

Henry 2010

Juliao 2013

Kissane 2003

Kunik 2007

Lacrombe 1984

Lesperance 2007

Markowitz 1998a, b

McLaughlin 2005

Mohr 2000, 2001a,b, 2005a,b, Moorey 1998,

Moynihan 1998

Nezu 2003a,b

Ransom 2008

Rost 2012

Savard 2006

Speca 2000

Steinhauser 2008

Weiss 2003

 

MA

 

Suchzeitraum:

August 2017

 

Datenbanken:

Pubmed

PsychInfo

Embase

CENTRAL

 

Einschluss-kriterien:

P: Erwachsene Pat. In palliativer Behandlung

I: Psychotherapie (min. 2 Sitzungen, min 60min.)

C: -

O: Angst, Depressivität

S: RCTs

 

 

36 RCTS, N=1536 Patientinnen

 

 

RCTs

 

Krebs (18) à Subgruppen-analyse durchgeführt!

MS (6)

HIV (4)

Sonst. "life limiting" disease (4)

Multiple Diagnosen (4)

 

Geschlecht:

61% weiblich

 

Mittleres Alter:

36 - 84

 

Länder :

kA

 

Inhalte:

Einzeltherapie (23)

Gruppentherapie (10)

Familientherapie (3)

 

Davon

Face-to-Face (31)

Telefon (5)

 

 

 

Dauer/Frequenz/

Länge:

9 Tage-12 Monate

(Modalw.=1Monat)

2-23 Sitzungen (M=8.96)

8–208min Sitzungsdauer

(M=75.37)

 

Kontrollgruppen:

TAU/UC

Warteliste

"Social Support"

Telefonsupport

Problemlöse-training

Massage

CBT

 

Primäre Endpunkte:

1. Depressivität

2. Angst

 

Sekundäre Endpunkte:

3. QoL

 

Verwendete Messinstrumente:

Depressivität

CES-D

HADS

POMS

SCL-90R

GDS

MADRS

BDI

HAMD

HRSD

 

Angst

HADS

POMS

STAI

SCL-90R

BAI

HAMA

MACS

 

QoL

MQoL

FLI

EQ-5D

FACT-G

EORTC QOL-C30

QUAL-E

1. Depressivität

àGesamteffekt:

Post-Intervention:

35 RCTs,

I2 = 96%; SMD=–0.82

[–1.02, –0.62, p <.001>

àModeratorenanalyse: Krebs:

Post-Intervention:

17 RCTs,

SMD=–0.80, p <.001>

 

2. Angst

àGesamteffekt:

Post-Intervention:

21 RCTs,

I2 = 89%; SMD=–0.38

[–0.52, –0.24, p <.001>

àModeratorenanalyse: Krebs:

Post-Intervention:

16 RCTs,

SMD=–0.38, p <.001>

 

3. QoL

àGesamteffekt:

Post-Intervention:

9 RCTs,

I2 = 89%; SMD=0.47

[0.17, 0.78, p <.01>

à keine Subgruppenanalyse, aber 7/9 RCTs mit Krebspatient*innen

Keine SUEs berichtet

Primärstudien:

RCTs mit low RoB

SB: 4

PB: 8

DB: 4

AB: 11

RB: 14

OB: 5 (Baseline imbalance und Differential attrition)

 

Review:

AMSTAR-2: critically low quality

Method. Mängeln in

Kritischer Domäne

2, 4, 7, 11

Non-kritischer Dom

1,3,5,10,14

 

Sensitivitäts-analysen:

Starke Heterogenität der Ergebnisse, Durchführung von Moderatorenanalysen (siehe Hauptergebnisse)

 

Publikations-bias:

Funnel-Plot und Regressions-Test à Hinweise auf Bias in Depressivitäts und QoL-Analysen

1a-

 

Okuyama et al. 2017:

"Psychotherapy for depression among advanced, incurable cancer patients: A systematic review and meta-analysis."5

 

Eingeschlossene Primärstudien:

Spiegel 1981

Linn 1982

Wood 1997

Edelmann 1999

Goodwin 2001

Calssen 2001

Savard 2006

Kissane 2007

Henry 2010

Ando 2010

Rost 2012

Breitbart 2012

Greer 2012

MA

 

Suchzeitraum:

Bis Juni 2015

 

Datenbanken:

CENTRAL

CINHAL

Medline

Embase

PsycInfo

mRCT

ClinicalTrials.gov

ICTRP

 

Einschluss-kriterien:

P: Fortgeschrittener oder terminaler Krebs, Erwachsene

I: Psychotherapie (pers. Kontakt)

C: -

O: min. 1 Depressionsmaß

S: RCTs

 

13 RCTS, N=1294 Patienten

 

RCTs

 

6x metastasierter Brustkrebs

2x Ovarial-karzinom (Stadium III – IV)

5x gemischte fortgeschrittene Tumore

 

Teilweise mit erhöhter Depressivität als Einschluss-kriterium

 

 

Geschlecht:

kA

 

Mittleres Alter:

kA

 

Länder :

USA

Kanada

Japan

UK

Australien

Inhalte:

5x Gruppentherapie

2x CBT

2x Sinnbasierte Intervention

1x Beratung

1x PST

1x ACT

1x Lebensrück-schau ("life review")

 

Länge & Frequenz:

Unvollständige Angaben, ca. 60 – 90min

Meist wöchentliche Frequenz,

Dauer zwischen 2 Sitzungen und einjähriger Gruppenteilnahme

 

Kontrollgruppen:

4x TAU/UC

2x Warteliste

1x therapeutische Massage

1x Entspannungs-verfahren

1x selbstgeleitete Edukation

3x keine genaue Angabe

Primäre Endpunkte:

1. Depressivität

 

Sekundäre Endpunkte:

2. Angst

3. Distress

4. QoL

5. SUEs

 

Verwendete Messinstrumente:

Depressivität

BDI

POMS

SKID

 

Angst

STAI

HADS

HAMA

 

Distress

POMS

GHQ

 

QoL

EORTC QLQ-C30

FACT-G

SF-36

 

1. Depressivität

àGesamteffekt:

Post-Intervention:

12 RCTs, n=782

I2 = 83 %; SMD=–0.67

[–1.06, –0.29, p < .001]

àGruppentherapie

Post-Intervention:

4 RCTs, n=403

I2 = 85 %; SMD=–0.74

[–1.29, –0.19, p = .008]

àEinzeltherapie:

Post-Intervention:

8 RCTs, n=379

I2 = 84%; SMD=–0.62

[–1.19, –0.05, p = .03]

à"Hochdosiert":

Post-Intervention:

9 RCTs, n=682

I2 = 77%; SMD=–0.60

[–0.94, –0.26, p < .001]

à"Niedrigdosiert":

Post-Intervention:

3 RCTs, n=100

I2 = 90%; SMD=–0.76

[–2.39, 0.88, p = .36]

àMethodisch hochwertig (low RoB:

Post-Intervention:

6 RCTs, n=459

I2 = 89%; SMD=–0.81

[–1.45, –0.17, p = kA]

àdurchgeführt als Sensitivitätsanalyse

 

2. Angst

àGesamteffekt:

Post-Intervention:

11 RCTs, n=676

I2 = 82%; SMD=–0.65

[–1.05, –0.26, p = .001]

 

3. Distress

àGesamteffekt:

Post-Intervention:

7 RCTs, n=526

I2 = 91%; SMD=–1.02

[–1.70, –0.35, p = .003]

 

4. QoL

àGesamteffekt:

Post-Intervention:

3 RCTs, n=138

I2 = 91%; SMD=0.17

[–0.16, 0.51, p = .31]

 

Keines der eingeschlos-senen RCTs berichtet SUEs

Primärstudien:

RCTs mit low RoB

SB: 4

PB: 0

DB: 2

AB: 6

RB: 0

OB: kA

 

Review:

AMSTAR-2: critically low quality

Method.Mängel in

kritischer Domäne

7,11,

non-kritischer Dom.

1,8,

 

 

Sensitivitäts-analysen:

Durchgeführt (siehe Hauptergebnisse)

 

Starke Heterogenität der Ergebnisse / nicht durch Subgruppen-analysen erklärbar

 

Publikations-bias: Visuelle Prüfung des Funnel-Plot liefert keine Hinweise

1a

 

Poort et al. 2017:

"Psychosocial interventions for fatigue during cancer treatment with palliative intent."6

 

Eingeschlossene Primärstudien:

Armes 2007

Barsevick 2004

Barsevick 2010

Bordeleau 2003

Bruera 2013

Chan 2011

Classen 2001

Edelman 1999

Johansson 2008

Savard 2006

Sharpe 2014

Spiegel 1981

Steel 2016

Walker 2014

Cochrane Review

 

Suchzeitraum:

Bis November 2016

 

Datenbanken:

CENTRAL

CINHAL

Medline

PsycInfo

Embase

 

Einschluss-kriterien:

P: unheilbare Krebserkrankte in palliativer Behandlung

I: psychosoziale Intervention

C: UC oder nicht-psychosoziale Kontrolle

O: Fatigue

S: RCTs

 

14 RCTs, N=3077 Patienten

 

RCTs

 

6x unheilbare Krebserkrankung

8x gemischt

 

Geschlecht:

17% - 90% weiblich

 

Mittleres Alter:

50 - 64

 

Länder :

USA

China

Kanada

UK

Australien

Schweden

Inhalte:

5x CBT

3x supportiv-expressive Gruppentherapie

2x"energy conservation" + Aktivität + Schlafmanagement

4x sonstige

 

Länge & Frequenz:

2 Wochen – 12 Monate

 

Kontrollgruppen:

9x TAU/UC

3x attentional control

2xselbstgeleitete Edukation

 

Primäre Endpunkte:

1. Fatigue

 

Verwendete Messinstrumente:

Fatigue

POMS

EORTC QLQ-C30

FACIT-F

FACT-F

PFS-Revised

MFI

1. Fatigue

Post-Intervention:

12 RCTs, n= 535

I2 = 43%; SMD=–0.25

[–0.50, 0.00, p =.05]

GRADE: very low

 

Follow-up 1 (3 Wochen – 6 Monate):

4 RCTs, n=147

I2 = 0%; SMD=–0.66

[–1.00, –0.32, p < .001]

GRADE: very low

 

Follow-up 2 (9 Wochen – 18 Monate):

2 RCTs, n=91

I2 = 29%; SMD=–0.41

[–1.12, 0.30, p = .26]

In 3/14 Studien berichtet

Primärstudien:

RCTs mit low RoB

SB: 5

PB: nicht erhoben

DB: 5

AB: 8

RB: 13

OB: -

 

Review:

AMSTAR-2: high quality

Method.Mängel in

kritischer Domäne

-

non-kritischer Dom.

1

 

 

Sensitivitäts-analysen:

Ausschluss von 3 Studien mit n<10 Patienten pro Treatment-Arm à keine Veränderung der Ergebnisse

 

Publikations-bias: visuelle Inspektion des Funnel-Plot liefert keine Hinweise

1a

 

Wang et al. 2017:

"The effects of life review interventions on spiritual well-being, psychological distress, and quality of life in patients with terminal or advanced cancer: A systematic review and meta-analysis of randomized controlled trials."7

 

Eingeschlossene Primärstudien:

Ando 2010

Hall 2011

Henry 2010

Chochinov 2011

Mok 2012

Xiao 2013

Juliao 2013, 2014

Breitbart 2012

MA

 

Suchzeitraum:

Bis Februar 2017

 

Datenbanken:

CENTRAL

CINHAL

Pubmed

PsycInfo

Web of Science

Einschluss-kriterien:

P: Fortgeschrittener oder terminaler Krebs, Erwachsene

I: therapeutisches "Life Review", Einzelsetting

C: Placebo oder nicht-psychologisch

O: Spirituelles Wohlbefinden, Distress, QoL

S: RCTs

 

8 RCTS, N=955 Patienten

 

RCTs

 

5x Krebspatienten in palliativer Betreuung

3x fortgeschrittene Krebserkrankung (Stadium III o. IV)

 

Geschlecht:

kA

 

Mittleres Alter:

54 - 66

 

Länder :

USA

China

Kanada

Japan

UK

Portugal

Inhalte:

Therapeutische Lebensrückschau ("life review")

 

Länge & Frequenz:

15-60min/Sitzung,

1-7 Sitzungen,

 

Kontrollgruppen:

7x TAU/UC

1x therapeutische Massage

 

Primäre Endpunkte:

1. Spirituelles Wohlbefinden

2. Depressivität

3. Angst

4. Distress

5. QoL

 

Verwendete Messinstrumente:

Depressivität

HADS

 

Angst

HADS

 

Distress

HADS

 

QoL

Einzelitems

EQ-5D

QoLC-E

MQoL

1. Depressivität

Post-Intervention:

4 RCTs, n= 347

I2 = 0%; SMD=–0.09

[–0.30, 0.12, p =.42]

 

Follow-up (2 Wochen – 3 Monate):

3 RCTs, n=109

I2 = 0%; SMD=0.07

[–0.31, 0.44, p = .73]

 

2. Angst

Post-Intervention:

4 RCTs, n=347

I2 = 0%; SMD=0.11

[–0.10, 0.33, p =.29]

 

Follow-up (2 Wochen – 3 Monate):

3 RCTs, n=109

I2 = 0%; SMD=–0.04

[–0.42, 0.33, p = .82]

 

3. Distress

Post-Intervention:

3 RCTs, n=311

I2 = 93%; SMD=–0.32

[–0.55, –0.09, p =.007]

à nach Entfernung von Ando 2010, keine sign. Unterschiede und l²=0%

 

Follow-up (2 Wochen – 3 Monate):

1 RCTs, n=24

I2 = na ; SMD=–0.26

[–1.06, 0.54, p = .53]

 

4. QoL

àEinzelitems:

Post-Intervention:

4 RCTs, n=384

I2 = 92%; SMD=0.35

[0.15, 0.56, p <.001>

 

Follow-up (2 Wochen – 3 Monate):

3 RCTs, n=146

I2 = 90 ; SMD=0.82

[0.47, 2.28, p <.001>

à nach Entfernung von Xiao 2013, keine sign. Unterschiede und l²=0% zu beiden Zeitpunkten

 

àValidierte FraBö:

Post-Intervention:

4 RCTs, n=286

I2 = 0%; SMD=0.25

[–0.03, 0.54, p =.08]

Follow-up:

4 RCTs, n=167

I2 = 0%; SMD=0.16

[–0.15, 0.46, p = .31]

 

Keines der eingeschlos-senen RCTs berichtet SUEs

Primärstudien:

RCTs mit low RoB

SB: 5

PB: nicht erhoben

DB: 2

AB: 1

RB: 5

OB: 2

 

Review:

AMSTAR-2: critically low quality

Method.Mängel in

kritischer Domäne

2,7,15,

non-kritischer Dom.

10,12

 

 

Sensitivitäts-analysen:

Effekte robust gegenüber Entfernung jeweils einer Studie

(Ausnahmen siehe Hauptergebisse)

 

Publikations-bias: aufgrund geringer Studienzahl (<10) pro Meta-Analyse nicht geprüft

1a

 

Teo et al. 2019:

"Psychosocial interventions for advanced cancer patients: A systematic review."8

 

Eingeschlossene Primärstudien:

Insg. 68 Primärstudien,

davon

11x sinnbasierten Interventionen:

Breitbart 2010, 2012, 2015, 2108

Butler 2009

Hansen 2009

Henry 2010

Kissane 2007

Lo 2016

Piderman 2014

Spiegel 2007

 

9x würde-basierten Interventionen & Lebensrückschau

Ando 2010

Chochinov 2011

Hall 2011

Juliao 2014

Lloyd Williams 2018

Mok 2012

Vuksanovic 2016

Xiao 2013

 

SysRev

 

Suchzeitraum:

Januar 2007 bis Juni 2018

 

Datenbanken:

SCOPUS

CINHAL

Medline

PsycInfo

 

Einschluss-kriterien:

P: erwachsene Krebspatienten, min. 70% Stadium III -IV

I: psychosoziale Intervention

C: -

O: -

S: RCTs

 

68 RCTs

 

Die folgenden Angaben beziehen sich auf die beiden relevanten Subgruppen!

 

RCTs

 

Populationen:

16x gemischte Krebsdiagnosen

3x Brustkrebs

1x Ovarialkarzinom

 

Alle Populationen entweder:

Stadium III – IV, in Palliativversor-gung, mit LE <5 Jahren

 

Geschlecht:

kA

 

Mittleres Alter:

kA

 

Länder :

USA (7)

Kanada (2)

Australien (2)

UK (3)

Portugal (1)

China (1)

Japan (1)

Multinational (1)

 

Inhalte:

20x CBT basiert

11x sinnbasierte Interventionen

9x würdebasiert, Lebensrückschau

7x sonstige Beratung

11x edukative Interventionen, unidirektional

10x Musiktherapie, therp. Schreiben und sonstiges

 

Dauer/Frequenz/

Länge:

25 – 90min

1 – 52 Termine

2 Wochen – 12 Monate

Meist wöchentliche Termine

 

 

Kontrollgruppen:

11x TAU/UC

2x Warteliste

3x Edukation

2x Supportive Therapie

1x therapeutische Massage

1x Entspannung

 

 

Endpunkte:

Keine Aufschlüsselung nach Outcomemaß

 

u.a.

Spirituelles Wohlbefinden, Sinnempfinden, QoL, Schmerz, "Suffering", Überlebensrate, Distress, Würde, Generativität, Ego-Integrität

 

Verwendete Messinstrumente:

kA

1. Sinnbasierte Interventionen

9/11 RCTs mit ausreichend. statistischer Power

 

6/9 Verbesserung auf mind. einem primären Outcome

 

2. Würdebasierte Interventionen & Lebensrückschau

5/9 RCTs mit ausreichend. statistischer Power

 

4/5 Verbesserung auf mind. einem primären Outcome

 

 

Keine SUEs berichtet

Primärstudien:

RCTs mit low RoB

SB: 14

PB: 0

DB: 3

AB: unklar

RB: unklar

OB: unklar

 

Review:

AMSTAR-2: critically low quality

Method.Mängel in

kritischer Domäne

7,13

non-kritischer Dom.

8,10,14

 

 

Sensitivitäts-analysen:

Keine MA

 

Publikationsbias:

Nicht diskutiert

1a-

 

 

Spezifische psychoonkologische Interventionen in der Palliativphase RCTs (2015 – 2020)

Referenz/ (Autor,

Jahr,

Journal)

Studientyp

Patienten-merkmale

Interventionen

Untersuchte Endpunkte

Hauptergebnisse

Neben-/ Wechsel­wir­kungen

Finanzierung / Conflict of Interest

Methodische Bemerkungen

Evidenzklasse

Unterstützende Evidenz (7/13)

Poort (2020):

Cognitive behavioral therapy or graded exercise therapy compared with

usual care for severe fatigue in patients with advanced cancer during

treatment: a randomized controlled trial.

RCT

prospektiv,

multizentrisch,

offen,

3 Arme

 

Randomisiert:

N = 134

Post-Treatment:

N = 126

Follow-Up1:
N = 117

Follow-Up2:

N = 112

 

ITT-Ansatz mit multipler Imputation; ausgewertet: N=126

 

Land: Niederlande
2013 - 2017

 

Krebspatienten in der Palliativphase

(versch. Krebs-diagnosen)

 

Geschlecht:

57% weiblich

 

Alter: 34-85

M = 62.76

 

 

 

Arm A:

NR=45

NP=43

NFU1=39

NFU2=39

KVT,

10x 1h Sitzungen, über 12 Wochen

 

Arm B:

NR=34

NP=40

NFU1=36

NFU2=33

GET (graded exercise therapy)

Bis zu 2x 2h Training pro Woche, über 12 Wochen

 

Arm C:

NR=46

NP=43

NFU1=42

NFU2=40

 

CAU

 

Erhebungszeitpunkt

Baseline

Post-Treatment (2 Wochen)

Follow-Up1 (6 Wochen)

Follow-Up2 (24 Wochen)

 

Primäre Endpunkte:

1. Fatigue (CIS, EORTC-QLQ-C30)

 

Sekundäre Endpunkte:

1. QoL (EORTC-QLQ-C30)

2. Fatigue-bezogene Behinderung (SIP8)

1. Fatigue

à KVT vs. CAU

Post-Treatment:

Sign. Unterschied zugunsten von KVT (CIS: d=0.7; EORTC: d=0.6)

 

2. QoL

à KVT vs. CAU

Post-Treatment:

Sign. Unterschied zugunsten von KVT (d=0.4)

Arm A: KVT

SUEs: kA

UEs: kA

 

Arm B: GET

SUEs: kA

UEs: kA

 

Arm C: CAU

SUEs: kA

UEs: kA

 

Dutch Cancer Society

 

Laut Angaben kein COI

 

Risk of Bias

 

SB1: low

SB2 low

PB: high

DB: high

AB: low

RB: unclear

 

Geplante Fallzahl (N=219) nicht erreicht

 

 

 

 

Rodin (2020):

Emotion And Symptom-focused Engagement (EASE): a randomized phase II trial of an integrated psychological and palliative care intervention for patients with acute leukemia.

RCT

prospektiv,

monozentrisch,

offen,

2 Arme

 

Randomisiert:

N = 42

Mid-Intervention:

N = 32

Post-Intervention:

N = 29

Follow-Up1:

N = 32

 

ITT-Analyse mit multilevel Modeling

 

Land: Kanada

2015 - 2016

 

Neudiagnostizierte oder neurezidivierte Akute myeloische Leukämie oder akute lymphatische Leukämie

 

Geschlecht: 38.1 % weiblich

 

Alter: 19-74

Mittelwert: 52.86

Arm A:

NR=22

Nm=14

Np=13

NFU1=13

 

EASE (Emotion and Symptom Focused Engagement)

EASE-Psy: 8 Wochen, 8-12 Sitzungen, 30-60 Minuten

EASE-phys: systematisches Symptom Screening mit ggf. auslösender Frühpalliativ-versorgung

 

Arm B:

NR=20

Nm=18

Np=16

NFU1=19

CAU

Erhebungszeitpunkt

Baseline

Mid-Intervention (4 Wochen)

Post-Intervention

Follow-Up (4 Wochen)

 

Primäre Endpunkte:

1. Traumatische Stress-symptome (SASRQ)

 

Sekundäre Endpunke:

2. Körperliche Symptome (MSAS)
u.A.: Distress

3. Schmerz (BPI)

4. QoL
(FACIT-Sp)

5. Depressivität (BDI-II)

Zufriedenheit (FAMCARE-P16)

1. Distress

à EASE vs. CAU

keine sign. Unterschiede zu keinem Zeitpunkt

 

2. Schmerz (Intensität)

à EASE vs. CAU

Mid- & Post-Intervention:

Keine sign. Unterschiede

 

Follow-Up:

Sign. Unterschiede zugunsten von EASE

 

3. QoL

àEASE vs. CAU

Keine sign. Unterschiede zu keinem der Zeitpunkte

 

4. Depressivität

àEASE vs. CAU

Keine sign. Unterschiede zu keinem der Zeitpunkte

 

 

Arm A: EASE SUEs: 0/22

UEs: kA

 

Arm B: CAU

SUEs: 0/20

UEs: kA

Canadian Cancer Society Research Institute

+

Princess Margaret Cancer Centre and Princess Margeret Cancer Foundation

 

„AS reports personal fees and grants outside this

submitted work from Novartis, Takeda Pharmaceuticals,Otsuka

Pharmaceutical, Jazz Pharmaceuticals,Medivir,and Abbvie.“ (p.176)

 

Restliche Autoren geben keinen COI an

 

Risk of Bias

 

SB1: low

SB2 low

PB: high

DB: high

AB: low

RB: low

 

Geplante Fallzahl (N=50) nicht erreicht

 

Phase-2-Studie

 

 

Breitbart et al., 2018: Individual Meaning-Centered Psychotherapy for the Treatment

of Psychological and Existential Distress: A Randomized

Controlled Trial in Patients With Advanced Cancer

RCT

prospektiv, monozentrisch, offen,

3 Arme

 

Randomisiert: N=321

Mid-Intervention:

N=219

Post-Intervention: N=207

Follow-Up:

N=177

 

ITT-Ansatz; ausgewertet N=321

 

Land: USA

März 2011 - März 2016

Krebspatient*innen

(Stage IV)

 

55 x Lungenkrebs,

47 x Bauchspeicheldrüsenkrebs, 45 x Eierstockkrebs,

43 x Brustkrebs,

40 x Kolon/Rektal

 

 

Geschlecht: 72% weiblich

 

Alter: 25-85 Mittelwert: 58

Arm A:

NR=109

Nm=82

Np=78

NFU=70

"Individual meaning-centered Psychotherapy" (IMCP), wöchentlich,

7 Sitzungen

 

Arm B:

NR=108

Nm=74

Np=70

NFU=54

Supportive Psycho-therapie (SP), wöchentlich,

7 Sitzungen

 

 

Arm C:

NR=104

NP=63

NFU1=59

NFU2=53

Enhanced Usucal care (EUC)

 

Erhebungszeitpunkt

Baseline

Mid-Intervention (4 Wochen)

Post-Intervention

Follow-Up (16 Wochen)

 

Primäre Endpunkte:

1. Spirituelles Wohlbefinden (SWB)

2. Individuelles Sinnerleben (LAP-R)

3. QoL (MQOL)

 

 

Sekundäre Endpunkte:

1. Hoffnungslosigkeit (HAI)

2. Einstellung zu beschleunigten Ableben (SAH-D)

3. Angst
(HADS-A)

4. Depressivität
(HADS-D)

Hauptergebnisse während Palliativbehandlung

 

Zeit x Gruppe Interaktionseffekte:

 

1. QoL

à SP vs. IMPC vs. EUC

Sign. stärkere Verbesserung in IMPC vs. SP und IMPC vs. EUC.

 

2. Angst

à SP vs. IMPC vs. EUC

Sign. stärkere Angstreduktion in IMPC vs. SP.

Sign. stärkere Angstreduktion in IMPC und SP vs. EUC

 

3. Depressivität

à SP vs. IMPC vs. EUC

Sign. stärkere Reduktion der Depressivität in IMPC vs. SP.

Keine sign. Unterschiede in Vergleichen IMPC vs. EUC und SP vs. EUC

 

Keine

Angaben

zu UEs

National Cancer Institute (R01

CA128134, P30 CA008748).

 

Laut Angaben kein COI

Risk of Bias

 

SB1: unclear

SB2 unclear

PB: high

DB: high

AB: low

RB: high

 

Geplante Fallzahl (N=312) erreicht

 

Obwohl Post-hoc-Analysen keinen Unterschied in den Behandlungseffekten zwischen Männern und Frauen ergaben, sind weitere Untersuchungen zu dieser möglichen Quelle der Verzerrung (bias) gerechtfertigt.

 

Rodin (2018):

Managing Cancer and Living Meaningfully (CALM): A Randomized Controlled Trial of a Psychological Intervention

for Patients With Advanced Cancer.

RCT

prospektiv,

monozentrisch,

offen,

2 Arme

 

Randomisiert:

N = 305

Post-Intervention:

N =248

Follow-Up

N =227

 

ITT-Ansatz (mit multipler Imputation als Sensitivitäts-analyse): ausgewertet N=165-247 (je nach Outcome und Erhebungszeitpunkt)

 

 

 

Land: Kanada

2012-2016

Verschiedene Krebserkrankungen im fortgeschrittenen Stadium, inoperable Tumore, aggressive Tumorarten

 

Geschlecht:

60% weiblich

 

Alter:

Mittelwert: 59.1

Arm A:

NR=151

NP=119

NFU1=107

CALM (Managing Cancer and Living Meaningfully)

3-6 Sitzungen innerhalb von 3-6 Monaten; jeweils 45-60 Minuten

 

Arm B:

NR=154

NP=129

NFU1=120

CAU

 

Erhebungszeitpunkt

Baseline

Post-Intervention

Follow-Up (12 Wochen)

 

Primäre Endpunkte:

1. Depressivität
(PHQ-9)

 

Sekundäre Endpunkte:

1. Depression (SKID)

2. Generalisierte Angst (GAD-7)

3. Todesangst (DADDS)

4. Spirituelles Wohlbefinden (FACIT-Sp-12)

5. QoL am Lebensende
(QUAL-EC)

6. Erfahrungen in engen Beziehungen (ECR-M16)

7. Paarkommunikation (CCS)

8. Posttraumatisches Wachstum (PTGI)

9. Demoralisierung (DS)


 

1. Depressivität
(PHQ-9)

à CALM vs. CAU

Post-Intervention:

Sign. Unterschiede zugunsten von CALM (d=0.23)

 

Follow-Up:

Sign. Unterschiede zugunsten von CALM (d=0.29)
Ergebnis sign. auch nach Multipler Imputation der fehlenden Werte durch Dropout (ITT)

 

2. Angst

à CALM vs. CAU
keine sign. Unterschiede zu keinem der Zeitpunkte

 

3. Todesangst

à CALM vs. CAU

Keine sign. Unterschiede zu keinem der Zeitpunkte

 

4. QoL am Lebensende

à CALM vs. CAU

3 Subskalen:

Vorbereitung auf das Lebensende:
Sign. Unterschiede zugunsten von CALM Post-Intervention (d=0.26) und Follow-Up (d=0.32)

Beziehung zum Gesundheitsdienstleister:
Sign. Unterschiede zugunsten von CALM Post-Intervention (d=0.21), aber nicht Follow-Up

Lebenserfüllung:

Keine sign. Unterschiede zu keinem der Zeitpunkte.

 

Arm A: CALM SUEs: 0/151

UEs: 0/151

 

Arm B: CAU

SUEs: 0/154

UEs: 0/154

Canadian Institutes of Health Research

+

Princess Margaret Cancer Centre

 

Laut Angaben kein COI

Risk of Bias

 

SB1: low

SB2 low

PB: high

DB: high

AB: low

RB: low

 

Geplante Fallzahl (N=242) teilweise erreicht (für uns interessierende Outcomes nur erreicht für Depressivität Post-Treatment) 

 

 

Wells-Di Gregorio (2018):

Pilot randomized controlled trial of a symptom cluster

intervention in advanced cancer.

RCT

prospektiv,

monozentrisch,

offen,

2 Arme

 

Randomisiert:

N = 28

Post-Treatment:

N = 21

 

ITT-Ansatz, kA zu Imputation ; ausgewertet. N=28

 

Land: USA

kA des    Zeitraums

Fort-geschrittener Krebs

(< 55%

5-Jahres Überlebens-wahrscheinlichkeit)

 

Geschlecht:

82% weiblich

 

Alter:

M = 56.54

Arm A:

NR=17

NP=14

FOCUS (Finding our center under stress)
KVT+ACT

3x 1,5 h (2x face-to-face, 1x DVD), über 6 Wochen

 

Arm B:

NR=11

NP=7

WL

(6 Wochen)

Erhebungszeitpunkt

Baseline

Post-Treatment

 

Primäre Endpunkte:

1. Schlafprobleme

2. Sorgen (PSWQ)

3. Depressivität (CES-D)

 

Sekundäre Endpunkte

4. Unsicherheits-intoleranz (IUS)

5. Schläfrigkeit (ESS)

6. Angst (STAI)

7. Fatigue (FSI)

8. Distress (JSCS)

Hyperarousal (IES-R)

1. Depressivität

à FOCUS vs. WL

Sign. Reduktion der Depressivität zugunsten von FOCUS nach 6 Wochen (d=-0.88)

 

2. Angst

à FOCUS vs. WL

Keine sign. Unterschiede nach 6 Wochen

 

3. Fatigue

à FOCUS vs. WL

Keine sign. Unterschiede nach 6 Wochen

 

4. Distress

à FOCUS vs. WL

Sign. Reduktion des Distress zugunsten von FOCUS nach 6 Wochen (d=-0.83)

Arm A: FOCUS

SUEs: kA

UEs: kA

 

Arm B: WL

SUEs: kA

UEs: kA

 

Lance Armstrong Foundation Survivorship Center for Excellence Grant

+

Tzagournis Medical Research Endowment Fund

+

National Center for Advancing Tranlational Sciences Grant

+

American Cancer Society Institutional Seed

 

kA bzgl. COI

Risk of Bias

 

SB1: unclear

SB2 unclear

PB: high

DB: high

AB: low

RB: low

 

Pilotstudie

 

Geplante Fallzahl (N=34) nicht erreicht

 

 

Onyechi (2016):

Effects of Rational-Emotive Hospice Care Therapy on Problematic Assumptions, Death Anxiety, and Psychological Distress in a Sample of Cancer Patients and Their Family Caregivers in Nigeria.

RCT, prospektiv,monozentrisch, offen, 2 Arme

 

Randomisiert:

N=32 (Patienten)/N=52 (Caregivers)

Post-Intervention : N=32 (Patienten)/ N=52 (Caregivers)

Follow-Up :
N=32 (Patienten)/ N=52 (Caregivers)

 

ITT-Ansatz

Ausgewertet:

N=32 (Patienten)/ N=52 (Caregivers)

 

Land: Nigeria

2014-2015

Krebspatienten (gemischt) im Endstadium und pflegende Angehörige

 

Geschlecht:

Patienten:

87.5% weiblich

Angehörige:

84.6% weiblich

 

Alter:

Patienten:

M = 48.3

Angehörige:

M = 55.8

 

Arm A:

NR=16 (Patienten)/26 (Caregivers)

NP=16 (Patienten)/26 (Caregivers)

NFU=16 (Patienten)/26 (Caregivers)

 

REHCT (rational emotive Therapie in Palliativbegleitung)

Wöchentliche Hausbesuche à 45 Minuten über 10 Wochen

+ 4 Wochen follow-up Besuche

 

Arm B: CAU

NR = 16 (Patienten)/26 (Caregivers)

NP=16 (Patienten)/26 (Caregivers)

NFU=16 (Patienten)/26 (Caregivers)

 

Unspezifische wöchentliche Hausbesuche à 45 Minuten über 10 Wochen

+ 4 Wochen follow-up Besuche

Erhebungszeitpunkte:

Baseline

Post-Intervention

Follow-Up (4 Wochen)

 

Primäre Endpunkte:

1. Annahmen (CPFCAQ)

2. Todesangst (DAQ)

3. Distress
(K10)

 

 

Patientenoutcomes

 

1. Todesangst

à REHCT vs. CAU

Post-Intervention und Follow-Up:

Sign. Gruppenunterschiede zugunsten von REHCT

(partielles Eta²= 0.97 bzw. 0.99)

 

2. Distress

à REHCT vs. CAU

Post-Intervention und Follow-Up:

Sign. Gruppenunterschiede zugunsten von REHCT (partielles Eta²= 0.98 bzw. 0.99)

Arm A: REHCT
SUEs: kA

UEs: kA

 

Arm B: CAU

SUEs: kA
UEs: kA

Keine Angaben zur Finanzierung

 

Laut Angaben kein COI

Risk of Bias

 

SB1: high

SB2: high

PB: high

DB: high

AB: low

RB: unclear

 

 

Keine Fallzahlplanung

 

Breitbart et al., 2015: Meaning-Centered Group Psychotherapy: An Effective

Intervention for Improving Psychological Well-Being in

Patients With Advanced Cancer

 

RCT

prospektiv, monozentrisch, offen,

2 Arme

 

Randomisiert: N=253

Post-Intervention:

N=127

Follow-Up: N=102

 

ITT-Ansatz ohne Imputation: ausgewertet N=253

 

 

 

 

Land: USA

 

Fortgeschrittener Krebs

(Stage III-IV)

 

40 x Lungenkrebs,

45x Bauchspeicheldrüsenkrebs,

75 x Brustkrebs,

 

  Arm A:

NR=132

NP=69

NFU1=57

MCGP, sinnbasierte Gruppen-psycho-therapie, 8 Wochen, 1x wöchentlich, absolvierte Sitzungen M=5.55, SD=2.3

 

Arm B:

NR=121

NP=58

NFU1=45

SGP,

supportive Gruppen-psycho-therapie, 8 Wochen, 1x wöchentlich, absolvierte Sitzungen M=5.28, SD=2.3

 

Erhebungszeitpunkt

Baseline

Post-Intervention

Follow-Up (8 Wochen)

 

Primäre Endpunkte:

1. geistiges Wohlbefinden (SWB)

2. QoL (allgemeine Lebensqualität; MQOL)

 

Sekundäre Endpunkte:

1. Depressivität (BDI)

2. Hoffnungslosigkeit (HAI)

3. Wunsch nach beschleunigtem Tod (SAHD)

4. Angst (HADS-A)

5. körperliche Symptom-Belastung (MSAS-GDI)

Prä-Post-2 Follow-Up:

Sign. Haupteffekte für Gruppe (MCGP geht es zu Baseline "schlechter") und Zeit (Besserung über Zeit), auf allen rel. Variablen.

 

Zeit x Gruppe Interaktionseffekte:

 

1. QoL

à MCGP vs. SGP

Sign. stärkere Verbesserung der Lebensqualität in MCGP

 

2. Depressivität

à MCGP vs. SGP

Sign. stärkere Reduktion der Depressivität in MCGP

 

3. Angst

à MCGP vs. SGP

Keine sign. Zeit x Gruppe Interaktion

 

Keine

Angaben

zu UEs

Memorial SloanKettering Cancer Center, New York,

 

Laut Angaben kein COI

Risk of Bias

 

SB1: unclear

SB2 unclear

PB: high

DB: high

AB: low

RB: unclear

 

Geplante Fallzahl (N=252) erreicht

 

 

Keine Hinweise für höhere Wirksamkeit des Treatments (6/13)

Nordly (2018):

Systematic fast-track transition from oncological

treatment to dyadic specialized palliative home

care: DOMUS – a randomized clinical trial.

RCT

prospektiv,

monozentrisch,

offen,

2 Arme

 

Randomisiert:

N = 340

Follow-Up1 :

N=269

Follow-Up2 :

N =251

Follow-Up3:

N =223

Follow-Up4:

N = 148

 

ITT-Ansatz;

Verstorbene Pat. aus Analyse der Folgezeitpunkte ausgenommen;

Multiple Imputation von fehlenden Werten durch Nicht-Antwort als Sensitivitäts-analyse;

ausgewertet : N=144-268 (je nach Outcome und zeitpunkt)

 

Land: Dänemark

2013 - 2016

Unheilbarer Krebs (keine weiteren Behandlungsmöglichkeiten o. Behandlung wird abgelehnt)

 

Geschlecht:

51 % weiblich

 

Alter:

Mittelwert: 67

 

 

Arm A:

NR=170

NFU1=139

NFU2=135

NFU3=120

NFU4=80

DOMUS, dyadische psychologische Intervention (exitenziell-phänomenologische Therapie) ; min. 2 Sitzungen im ersten Monat + weitere Sitzungen nach Bedarf + häusliche Palliativversorgung

 

Arm B:

NR=170

NFU1=130

NFU2=116

NFU3=103

NFU4=68

CAU

 

 

Erhebungszeitpunkt

Baseline

Follow-Up1 (2 Wochen)

Follow-Up2 (4 Wochen)

Follow-Up3 (8 Wochen)

Follow-Up4 (24 Wochen)

 

 

Primäre Endpunkte:

1. Ort des Todes

 

Sekundäre Endpunkte:

2. QoL (EORTC) - global

3. Angst (HADS)

Depressivität (HADS)

1. QoL (global)

à DOMUS vs. CAU
Keine sign. Unterschiede nach 2,4 und 8 Wochen
Sign. Unterschied zugunsten von DOMUS nach 6 Monaten (d=-0.44). Sign. auch nach Multipler Imputation der fehlenden Werte durch Dropout (ITT)

 

2. Angst

à DOMUS vs. CAU

Keine sign. Unterschiede zu den untersuchten Zeitpunkten

 

3. Depressivität

à DOMUS vs. CAU

Keine sign. Unterschiede zu den untersuchten Zeitpunkten

Arm A: DOMUS

SUEs: 0/170

UEs: 0/170

 

Arm B: CAU

SUEs: 0/170

UEs: 0/170

Danish Cancer Society

+

TrygFonden

 

Laut Angaben kein COI

Risk of Bias

 

SB1: low

SB2 low

PB: high

DB: high

AB: high

RB: high

 

Geplante Fallzahl (N=340) nicht erreicht (?) à AutorInnen beschreiben Studie als underpowered

 

 

Serfaty (2019a):

Acceptance and commitment therapy for adults with advanced

cancer (CanACT): A feasibility randomised controlled trial.

RCT

prospektiv,

monozentrisch,

offen,

2 Arme

 

Randomisiert:

N = 42

Follow-Up1 :

N = 24

Follow-Up2 :

N = 18

Follow-Up3 :

N = 14

Follow-Up4 :

N = 15

 

Kein ITT ; Ausgewertet : N=30

 

Land: UK

2015-2016

 

Fortgeschrittener Krebs, unheilbar

 

Geschlecht:

74% weiblich

 

Alter:

M = 62

 

 

Arm A:

NB = 20

NFU1=8

NFU2=7

NFU1=7

NFU2=7

ACT; 8 wöchentliche Sitzungen à max. 1h

 

Arm B:

NB = 22

NFU1=16

NFU2=11

NFU1=7

NFU2=8

AC, talking control (TC), 8 wöchentliche Sitzungen à max. 1h

 

Erhebungszeitpunkt

Baseline

Follow-Up1 (6 Wochen)

Follow-Up2 = Post Intervention (12 Wochen)

Follow-Up3 (18 Wochen)

Follow-Up4 (24 Wochen)

 

Primäre Endpunkte:

1. QoL
(FACT-G)

 

Sekundäre Endpunkte:

2. Distress (K-10)

3. Körperliche Funktion

ACT-Prozesse

1. QoL

à ACT vs. TC

Follow-Up2:

keine sign. Gruppenunterschiede;

Keine inferenzstatistische Auswertung zu anderen Zeitpunkten

 

2. Distress

à ACT vs. TC

Follow-Up2:

keine sign. Gruppenunterschiede; Keine inferenzstatistische Auswertung zu anderen Zeitpunkten

Arm A: ACT

SUEs: kA

UEs: kA

 

Arm B: TC

SUEs: kA

UEs: kA

 

National Institute for Health Research (NIHR) (UK)

+

Marie Curie core grant funding

 

Laut Angaben kein COI

 

Risk of Bias

 

SB1: low

SB2 low

PB: high

DB: high

AB: high

RB: low

 

Phase-2-Studie

 

Keine Fallzahlplanung

 

Serfaty (2019b):

Manualised cognitive–behavioural therapy

in treating depression in advanced cancer:

the CanTalk RCT.

RCT

prospektiv,

multizentrisch,

single-blind,

2 Arme

 

Randomisiert:

N = 230

Mid-Treatment:

N=168

Post-Treatment:

N=148

Follow-Up1 :

N=134

Follow-Up2 :

N=130

 

 

ITT-Ansatz;

Ausgewertet:

N = 185

 

Land: UK

2012 - 2015

Krebspatienten in der Palliativphase mit DSM-IV Diagnose Depression

 

Geschlecht:

66.1 % weiblich

 

Alter: 27-93

M = 59.5

 

 

Arm A: KVT

NB = 115

NM=86

NP=69

NFU1=63

NFU2=65

12 Sitzungen über 3 Monate

 

Arm B: TAU

NB = 115

NM=82

NP=79

NFU1=71

NFU2=65

 

Erhebungszeitpunkt

Baseline

Mid-Treatment (6 Wochen)

Post-Treatment

Follow-Up1 (6 Wochen

Follow-Up2 (12 Wochen)

 

 

Primäre Endpunkte:

1. Depressivität (BDI-II)

 

Sekundäre Endpunkte:

2. Depressivität (PHQ-9)

3. Kosteneffektivität (EuroQoL-5)

4. Zufriedenheit

5. Körperliche Funktion

6. Client Service Receipt Inventory (CSRI)

 

1. Depressivität

à KVT vs. TAU

Keine sign. Unterschiede zu den untersuchten Zeitpunkten

 

(Subgruppenanalyse: Sign. Vorteil von KVT bei getrennten, geschiedenen oder verwitweten Probanden)

Arm A: KVT

SUEs: 2/115

UEs: 0/115

 

Arm B: TAU

SUEs: 3/115

UEs: 0/115

 

 

SUEs = Klinikeinweisung, Todesfall

National Institute for Health Research Research Health Technology Assessment Programme (UK)

 

Marc Serfaty ist Mitglied des Vorstands des National Institute for Health Research Health Technology Assessment

Risk of Bias

 

SB1: low

SB2 low

PB: high

DB: high

AB: low

RB: low

 

Geplante Fallzahl (N=240) nicht erreicht

 

 

Kleijn et al., (2018): The efficacy of Life Review Therapy combined

with Memory Specificity Training (LRT-MST)

targeting cancer patients in palliative care: A randomized controlled trial

RCT

prospektiv, multizentrisch, offen,

2 Arme

 

Randomisiert: N=107

Post-Treatment:

N=91

Follow-Up:

N=77

ITT-Ansatz ohne Imputation; Ausgewertet:

 N=77

 

Land: Niederlande

Juni 2010 – Dezember 2013

Fortgeschrittener/ unheilbarer Krebs (Stadium III bis IV)

 

66 x Lungenkrebs

23 x Blutkrebs 

2 x Kopf- und Halskrebs 

5 x Brustkrebs

11 x Andere Krebsarten

 

Geschlecht: 46.7% weiblich

 

Alter: 31-86

Mittelwert: 62

Arm A:

NR=55

NP=45

NFU1=38

LRT-MST: Lebensrückschau mit Training des autobiografischen Gedächtnisses, 4 Wochen, 1x wöchentlich, 60 Minuten

 

Arm B:

NR=52

NP=47

NFU1=39

WL

 

Erhebungszeitpunkt

Baseline

Post-Treatment

Follow-Up (4 Wochen)

 

Primäre Endpunkte:

1. Ich-Integrität und Verzweiflung (NEIS).

 

Sekundäre Endpunkte:

2. Distress (HADS),

3. QoL (EORTC QLQ-PAL15)

4. Spezifität des Autobiographischen Gedächtnisses (AMT).

1. Distress

à LRT-MST vs. WL

Post-Intervention und Follow-Up:

Keine sign. Zeit-Gruppe-Interaktion

 

2. QoL

à LRT-MST vs. WL:

Post-Intervention und Follow-Up:

Keine sign. Zeit-Gruppe-Interaktion

 

Keine

Angaben

zu UEs

Die Niederländische Organisation für Gesundheitsforschung und Entwicklung [Förderungsnummer: 11510003]. Der Geldgeber hatte keinen Einfluss auf das Studiendesign, die Datenerhebung und -analyse.

 

Laut Angaben keine COI

 

Risk of Bias

 

SB1: low

SB2 low

PB: high

DB: high

AB: unclear

RB: high

 

Keine genauen Angaben zu Verzerrungen

 

Geplante Fallzahl (N=90) nicht erreicht

 

Azuero et al., 2017: Brief depression literacy intervention with palliative cancer outpatients

 

RCT

prospektiv,

monozentrisch

offen,

2 Arme

 

Randomisiert:

N=43

Follow-Up:

N=40

 

Kein ITT; ausgewertet: N=40

 

Land: USA

2014 - 2015

Depressive Krebspatient*innen in ambulanter palliativer Versorgung

(12 x Brustkrebs

7 x Gebärmutterhalskrebs

5 x Kopf/Halskrebs

19 x Andere Krebsformen)

 

Geschlecht:

75% weiblich

 

Alter: 37-59

Mittelwert: 48.2

Arm A:

NR=21

NFU=18

Psycho-edukative Intervention (IMPACT) zu Depressivität und Krebs,

einmalig 60min

 

Arm B:

NR=22

NFU=22

TAU

 

Erhebungszeitpunkt

Baseline

Follow-Up (ca. 4 Wochen (Range: 23-153 Tage ab Baseline)

 

 

Primäre Endpunkte:

1. Depressivitäts-wissen

 

Sekundäre Endpunkte:

2. Distress
(K10)

3. Somatische Beschwerden (SPHERE)

4. Psychische Beschwerden

5. (SPHERE)

1. Distress

à IMPACT vs. TAU:

Follow-up:

keine sign. Gruppenunterschiede

Keine

Angaben

zu UEs

Department of Psychology

in the Graduate School of

The University of Alabama

Risk of Bias

 

SB1: low

SB2 unclear

PB: high

DB: high

AB: high

RB: unclear

 

Keine Fallzahlplanung

 

 

Do Carmo et al., 2017: The feasibility and benefit of a brief psychosocial intervention in addition to early palliative care in patients with advanced cancer to reduce depressive symptoms: a pilot randomized controlled clinical trial.

RCT

prospektiv, monozentrisch, geschlossen,

3 Arme

 

Eingeschlossen: N=63

Follow-Up1:

N=56

Follow-Up2:

N=46

Follow-Up3:

N=30

Follow-Up4:

N=7

 

ITT-Ansatz (kA zu Imputation); ausgewertet: N=37-58 (je nach Zeitpunkt und Outcome)

 

Land: Brasilien

August 2014 – August 2015

Krebs im Endstadium

 

4 x Lungenkrebs

12 x Brustkrebs,

5 x Kolon/Rektal

1x Prostatakrebs

4x Magenkrebs

3x Kopf&Nackenkrebs

 

6x Gebärmutterkrebs

 

6 x andere Krebsarten

 

 

Geschlecht: 68.4 % weiblich (Arm A), 63.6 % weiblich (Arm B)

 

Alter: 18-75

Mittelwert: -

 

  Arm A:

NR=17

NFU1=16

NFU2=12

NFU3=7

NFU4=0

5x Sessions

Kurze psychosoziale Intervention & systematische Palliativversorgung, über 5 Wochen

 

Arm B:

NR=22

NFU1=21

NFU2=18

NFU3=12

NFU4=3

systematische Palliativversorgung

 

Arm C:

NR=22

NFU1=19

NFU2=16

NFU3=11

NFU4=4

CAU

 

 

Erhebungszeitpunkt

Baseline

Follow-Up1 = Post-Intervention (ca. 6 Wochen)

Follow-Up2 (ca. 17,5 Wochen)

Follow-Up3 (ca. 25 Wochen)

Follow-Up4 (ca. 40 Wochen)

 

Primäre Endpunkte:

1. Depressivität (HADS-D, PHQ-9)

 

Sekundäre Endpunkte:

2. QoL (EORTC-QLQ-C15-Pal)

Angst (HADS-A)

Während der Intervention:

1. Depressivität

à keine sign. Gruppe x Zeit-Interaktion

à sign. Zeiteffekt (Verbesserung in allen Gruppen über die Zeit)

 

2. QoL

à keine sign. Gruppe x Zeit-Interaktion

à sign. Zeiteffekt (Verbesserung in allen Gruppen über die Zeit)

 

3. Angst

à keine sign. Gruppe x Zeit-Interaktion

à sign. Zeiteffekt (Verbesserung in allen Gruppen über die Zeit)

 

Keine

Angaben

zu UEs

This study received financial support from the São Paulo Research

Foundation (FAPESP; grant no. 2014/22052–5)

Laut Angaben kein COI

Risk of Bias

 

SB1: low

SB2 unclear

PB: high

DB: high

AB: low

RB: low

 

 

Die Autoren geben an, dass die verwendete ITT-Analyse den Kontaminationsbias wahrscheinlich reduziert hat.

 

Hohe Attritionsrate wegen Tod

 

Pilotstudie

 

Geplante Fallzahl (N=150) nicht erreicht

 

 

 

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