8. Psychoonkologische Interventionen – Psychoonkologie
8.1 Konzept und allgemeine Grundlagen für die Indikationsstellung psychoonkologischer Behandlung
Die Indikationsstellung für psychoonkologische Interventionen soll entsprechend dem nach den Empfehlungen 7.1. bis 7.5 festgestellten individuellen Bedarf, dem Setting sowie der Krankheitsphase der Patient*innen (Erstdiagnose, Operation, adjuvante Therapie, rezidivfreie Phase, Rezidivphase, palliative Phase) erfolgen und den Wunsch der Patient*innen nach psychoonkologischer Unterstützung berücksichtigen.
- Konsens
- Starker Konsens (100%)
Änderungshinweis
Die Indikationsstellung für psychoonkologische Interventionen soll entsprechend dem nach den Empfehlungen 7.1. bis 7.5 festgestellten individuellen Bedarf, dem Setting sowie der Krankheitsphase des Patienten (Erstdiagnose, Operation, adjuvante Therapie, rezidivfreie Phase, Rezidivphase, palliative Phase) erfolgen und den Wunsch des Patienten berücksichtigen.Patient*innen mit keiner oder geringer Belastung (festgestellt über Screening und durch weiterführende Diagnostik) sollen eine patient*innenorientierte Information und eine psychosoziale Beratung angeboten oder vermittelt werden.
- Konsens
- Starker Konsens (97,2%)
Änderungshinweis
Patienten mit keiner oder geringer Belastung (festgestellt über Screening und durch weiterführende Diagnostik) sollen eine patientenorientierte Information und eine psychosoziale Beratung angeboten werden.Zusätzlich zu Empfehlung 8.2 sollen Patient*innen mit subsyndromalen psychischen Belastungen (festgestellt über Screening und durch weiterführende Diagnostik) psychotherapeutische/psychoonkologische Einzel- und/oder Gruppenintervention angeboten werden.
- Empfehlungsgrad
- A: Starke Empfehlung für oder gegen ein Maßnahme - verwendete Ausdrucksweise = soll/soll nicht
- Evidenzlevel
- 1a
- Konsens
- Starker Konsens (100%)
- Literatur
- [582] [583] [584] [585] [586] [587] [588] [589] [590] [591] [592] [593] [594] [595] [596] [597] [598] [599] [600] [601] [602] [603] [604] [605] [606] [607] [608] [609] [610] [611] [612] [613] [614] [615] [616] [617] [618] [619] [620] [621] [622] [623] [624] [625] [626] [627] [628]
Änderungshinweis
Patienten mit subsyndromalen psychischen Belastungen (festgestellt über Screening und durch weiterführende Diagnostik) sollen zusätzlich psychotherapeutische Einzel- und/oder Gruppenintervention angeboten werden.Patient*innen mit diagnostizierten psychischen Störungen sollen entsprechend den vorhandenen störungsspezifischen Leitlinien versorgt werden.
- Konsens
- Starker Konsens (100%)
Änderungshinweis
Patienten mit diagnostizierten psychischen Störungen sollen entsprechend den vorhandenen störungsspezifischen Leitlinien versorgt werden.Patient*innen mit einer Anpassungsstörung gemäß ICD-10 (festgestellt über Screening und weiterführende Diagnostik) sollen eine patient*innenzentrierte Information und eine psychosoziale Beratung sowie zusätzlich eine psychotherapeutische Einzel- und/oder Gruppenintervention angeboten werden.
- Konsens
- Starker Konsens (100%)
Änderungshinweis
Patienten mit einer Anpassungsstörung (festgestellt über Screening und weiterführende Diagnostik) sollen eine patientenzentrierte Information und eine psychosoziale Beratung sowie zusätzlich eine psychotherapeutische Einzel- und/oder Gruppenintervention angeboten werden.Die Empfehlungen dieses Kapitels beziehen sich auf psychoonkologische Interventionen im engeren Sinne.
Die Empfehlungen der Kapitel 8.2 "Entspannungsverfahren und Imaginative Verfahren" bis 8.5 "Psychotherapeutische Interventionen" basieren auf einer systematischen Literaturrecherche und Aufarbeitung. Es erfolgte eine Recherche zu systematischen Übersichtsarbeiten im Zeitraum 2010 - 2020, sowie eine Recherche zu randomisiert kontrollierten Studien im Zeitraum 2015 - 2020 (Kapitel 8.2-8.5). Ebenso basieren die Empfehlungen des Kapitels 8.8 "Künstlerische Therapien" auf einer systematischen Literaturrecherche im Zeitraum 2012 - 2020. Die Angaben zur Bewertung der Effekte beziehen sich auf die Einteilung nach Cohen (Cohen’s d): d=0.2 entspricht einem kleinen, d=0,5 einem mittelgroßen und d=0,8 einem großen Effekt [629]. Kurzfristige Effekte beziehen sich auf die Messung unmittelbar nach Abschluss einer Intervention, mittelfristige Effekte auf die Messung durch eine Nacherhebung innerhalb eines Zeitraums von 6 Monaten und langfristige Effekte auf einen Katamnesezeitraum von mehr als 6 Monaten [630]. Bei den beschriebenen Effektstärken handelt es sich immer um Zwischen-Gruppen-Effekte (Vergleich der Interventionsgruppe mit der Kontrollgruppe), nicht um Prä-Post-Effekte innerhalb der Interventionsgruppe. Eine detaillierte Erläuterung zu den systematischen Recherchen findet sich im Leitlinienreport.
Aufgrund der unzureichenden Evidenzlage wurde zu Kapitel 8.6 "Psychosoziale Beratung" und 8.7 "Psychoonkologische Krisenintervention" keine systematische Literaturrecherche durchgeführt.
Eine psychoonkologische Intervention im engeren Sinne wird definiert als eine nicht-pharmakologische Intervention, in welcher psychologische, psychotherapeutische und sozialarbeiterische Methoden allein oder in Kombination, von professionellen Therapeut*innen oder Beratenden in einer persönlichen Interaktion mit Krebspatient*innen durchgeführt werden, um deren psychische und soziale Belastung zu vermindern und die Lebensqualität zu erhöhen. Eine detaillierte Erläuterung dieser Definition anhand der PICO-Kriterien findet sich im Leitlinienreport.
Zu den psychoonkologischen Interventionen gehören darüber hinaus die Künstlerischen Therapien.
Im Zuge der Aktualisierung der Leitlinie wurden E-Health basierte Interventionen (Kapitel 8.4) sowie spezifische psychoonkologische Interventionen für Patient*innen in der Palliativsituation (Kapitel 8.5.3.) neu mitaufgenommen.
Für weitere Interventionsformen wird auf Kapitel 9. „Ergänzende Therapien“ verwiesen.
Wie bereits zu Beginn der Leitlinie erwähnt werden Mind-Body-Interventionen bei Krebspatient*innen wie Yoga, QiGong und achtsamkeitsbasierte Verfahren in der S3-Leitlinie "Komplementärmedizin in der Behandlung onkologischer PatientInnen" (AWMF-Registernummer: 032/055OL, https://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/032-055OL.html) behandelt und sind deshalb nicht Teil dieser Leitlinie. Ergänzend sei an dieser Stelle auch auf die S3-Leitlinie „Supportive Therapie bei onkologischen PatientInnen“ (AWMF-Registernummer: 032/054OL, https://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/032-054OL.html) und die "Erweiterte S3-Leitlinie Palliativmedizin für Patienten mit einer nicht-heilbaren Krebserkrankung" (AWMF-Registernummer: 128-001OL, https://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/128-001OL.html) verwiesen.
Grundsätzlich gilt:
- Die Indikation für psychoonkologische Interventionen richtet sich nach dem individuellen Bedarf. Der individuelle Bedarf wird über psychoonkologische Screeningverfahren wie Selbstbeschreibungsfragebogen oder klinische Screeningfragen, eine weiterführende diagnostische Abklärung und Differentialdiagnostik sowie der Erfassung des individuellen Wunsches der Patient*innen nach psychoonkologischer Unterstützung festgestellt. Zur Unterstützung der diagnostischen Abklärung können weitere diagnostische Verfahren eingesetzt werden (siehe Kapitel 7.).
- Je nach Grad der Belastungen bzw. Art der festgestellten psychischen Störung werden die psychoonkologischen Maßnahmen empfohlen.
Bei keiner oder geringer Belastung sind Information und psychosoziale Beratung die geeigneten Interventionen [582].
Bei subsyndromalen Belastungen zeigt die aktualisierte Evidenz zu psychoonkologischen Interventionen, dass Krebspatient*innen bezüglich verschiedener Beschwerden von Psychoedukation, Entspannungsverfahren, psychotherapeutischen Verfahren profitieren (siehe Kapitel 8.2., 8.3. & 8.5.). Kunsttherapie sollte, Musik- und Tanztherapie sowie psychoonkologische E-Health Interventionen können ebenfalls angeboten werden (siehe Kapitel 8.4. & 8.8.)
Patient*innen mit ICD-10 Diagnosen einer psychischen Störung werden entsprechend der verfügbaren Leitlinien behandelt. Leitlinien liegen für die in Kapitel 7 aufgeführten Störungen bzw. Aspekte vor. Dabei sollten die im Rahmen der Diagnostik festgestellten somatischen und sozialen Faktoren und ihre Wechselwirkungen berücksichtigt werden. Zwei Beispiele sollen die Berücksichtigung der krebsspezifischen somatischen und sozialen Faktoren bei der leitliniengerechten Behandlung veranschaulichen:
- Progredienzangst als "typische" subsyndromale Belastung von Menschen mit Krebserkrankungen muss in der Diagnostik von einer Angststörung gemäß ICD-10 differenziert werden
- Bei der Diagnostik einer somatoformen Störung gemäß ICD-10 sollte berücksichtigt werden, dass körperliche Symptome (wie beispielsweise Fatigue, Übelkeit, Hitzewallungen) häufig infolge der onkologischen Therapie auftreten können.
Für die ICD-10 Diagnose einer Anpassungsstörung (F43.2) existiert derzeit keine eigene deutschsprachige Leitlinie. Da Anpassungstörungen bei Krebspatient*innen neben Affektiven Störungen und Angststörungen häufig sind (siehe Kapitel 6.2), wird die Behandlung der Krebspatient*innen mit einer Anpassungsstörung gemäß ICD-10 in den entsprechenden Empfehlungen in diesem Kapitel spezifiziert.
- Gemäß der Definition der Evidenzbasierten Medizin sollte bei der Indikationsstellung neben der besten Evidenz und der klinischen Expertise auch die Präferenz der Patient*innen berücksichtigt werden. Die Berücksichtigung der Patient*innenpräferenz für psychoonkologische Interventionen ist insbesondere auch deshalb wichtig, weil (a) die Motivation der Patient*innen einen wichtigen Wirkfaktor der Therapie darstellt und (b) wenige Belege zur vergleichenden Untersuchung sowie Wirksamkeitsprüfung der verschiedenen psychoonkologischen Interventionen vorliegen, so dass die Auswahl zwischen den indizierten Verfahren anhand der Präferenz der Patient*innen getroffen werden kann
- Die Empfehlung für psychoonkologische Interventionen sollten im Hinblick auf das Behandlungssetting (Krankenhaus, Rehabilitationseinrichtung, ambulantes Setting) und die Krankheitsphase der Patient*innen (Erstdiagnose, Operation, adjuvante Therapie, rezidivfreie Phase, Rezidivphase, palliative Phase) angepasst werden. Beispielsweise ist während eines stationären Aufenthalts in einem Akutkrankenhaus aufgrund der kurzen Liegedauer ein psychoedukatives Programm nicht indiziert. Hier wird man vorrangig eine psychotherapeutische Einzelintervention mit supportivem Charakter oder ein Entspannungsverfahren anbieten.
- Auf der Basis des festgestellten Interventionsbedarfs, der diagnostischen Abklärung, der klinischen Evidenz, der Patient*innenpräferenz, des Settings und der Krankheitsphase kann ein Versorgungsalgorithmus wie folgt formuliert werden:
Tabelle 6: Übersicht deutscher S3-Leitlinien zu psychischen Störungen
|
Störung/Leitlinie |
AWMF-Nummer |
Quelle |
|
Angststörungen |
051-028 |
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Posttraumatische Belastungsstörung |
055-001 |
|
|
Funktionelle Körperbeschwerden |
051-001 |
|
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Essstörungen |
051-026 |
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Bipolare Störungen |
038-019 |
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Insomnie bei Erwachsenen Zum Zeitpunkt der Aktualisierung noch in Erstellung, Fertigstellung Ende 2022 geplant |
063-001 |
|
|
Unipolare Depression |
nvl-005 |
8.2 Entspannungsverfahren und Imaginative Verfahren
Entspannungsverfahren sollen Krebspatient*innen unabhängig vom Belastungsgrad zur Reduktion von Angst, Depressivität, psychischer Belastung, Fatigue und Übelkeit sowie zur Steigerung der Lebensqualität angeboten werden.
- Empfehlungsgrad
- A: Starke Empfehlung für oder gegen ein Maßnahme - verwendete Ausdrucksweise = soll/soll nicht
- Evidenzlevel
- 1a
- Konsens
- Starker Konsens (100%)
- Literatur
- [582] [631] [585] [632] [633] [634] [635] [636] [637] [638] [639]
Änderungshinweis
Entspannungsverfahren sollen Menschen mit Krebserkrankungen unabhängig vom Belastungsgrad angeboten werden.- Empfehlungsgrad
- 0: offene Empfehlung (Option) bzgl. einer Maßnahme - verwendete Ausdrucksweise = kann
- Evidenzlevel
- 1b
- Konsens
- Konsens (77%)
- Literatur
- [634] [640] [637] [638] [641] [642]
Änderungshinweis
Entspannungsverfahren sollen Menschen mit Krebserkrankungen unabhängig vom Belastungsgrad angeboten werden.Entspannungsverfahren sind ein Sammelbegriff für verschiedene Verfahren, die aktiv auf eine körperliche, psychische oder geistige Entspannung abzielen. Die häufigsten Verfahren sind Autogenes Training, progressive Muskelentspannung nach Jacobson (PMR) sowie Verfahren der gelenkten Imagination. Achtsamkeitsbasierte Verfahren wie z.B. Mindfulness-based stress reduction (MBSR), werden ebenfalls zu den Entspannungsverfahren gezählt, sind jedoch, wie in Kapitel 3.3 erwähnt, bereits in der S3-Leitlinie "Komplementärmedizin in der Behandlung von onkologischen PatientInnen" (AWMF-Registernummer: 032-055OL) in Kapitel 5 bearbeitet und werden daher hier nicht mit aufgeführt. Entspannungsverfahren können nach Instruktion und Übung unter professioneller Anleitung von Patient*innen in Eigenregie fortgeführt werden. Diese erhalten damit ein Instrument vermittelt, das ihnen den Abbau emotionaler Anspannung ermöglicht (Selbstmanagement) und ihre Fähigkeit zur Emotionsregulation stärkt (Ressourcenorientierung). Im Vergleich zu intensiveren Formen der Psychotherapie sind Entspannungsverfahren niederschwellig und können im Einzel- oder Gruppenformat dargeboten werden. Ebenfalls werden Entspannungsverfahren häufig als Bestandteil anderer psychoonkologischer Einzel- oder Gruppeninterventionen eingesetzt.
Entspannungsverfahren können in allen Phasen der medizinischen Behandlung einer Krebserkrankung sowie in der Rehabilitation und Nachsorge eingesetzt werden. Sie eignen sich insbesondere zur Anwendung vor oder während belastender diagnostischer Verfahren, zur Vorbereitung auf die Strahlentherapie oder während chemotherapeutischen Behandlungen, um deren Nebenwirkungen (bspw. Übelkeit oder Angst) zu vermindern.
Systematische Literaturrecherche
Die Bewertung der Wirksamkeit von Entspannungsverfahren bei Krebserkrankten und –überlebenden basiert auf fünf systematischen Übersichtsarbeiten sowie auf zehn RCTs. Drei der zehn RCTs wurden bereits in den systematischen Übersichtsarbeiten eingeschlossen; die Ergebnisse dieser drei Studien werden daher in der Ergebnisdarstellung nicht separat berichtet.
Die fünf systematischen Übersichtsarbeiten (drei Meta-Analysen, zwei systematische Reviews) schlossen zwischen fünf und 245 Primärstudien in die Analyse mit ein. Alle Übersichtsarbeiten schlossen gemischte Krebspopulationen ein. Die eingeschlossenen Primärstudien stammen u.a. aus den USA, China, Japan, UK und der EU. Eine Meta-Analyse befasste sich nur mit der Wirksamkeit von Entspannungsverfahren zur Reduktion von Angst [585] eine andere ausschließlich mit Fatigue [631] ein systematisches Review nur mit Schmerzreduktion [639].
Die Stichprobengröße der zehn RCTs variiert zwischen 50 und 236 Patient*innen (N=1088), davon 28-100% weiblichen Geschlechts. Die Studien stammen aus der Türkei (n=2) und aus dem Iran (n=2); die übrigen stammen aus Belgien, Italien, Griechenland, Rumänien, Frankreich, Thailand und Taiwan (je n=1). Oft untersuchten die Studien spezifisch Brustkrebs (n=5) und Brust- und Prostatakrebs (n=2). Eine Studie untersuchte spezifisch Kopf- und Halskrebs. Die restlichen Studien (n=2) schlossen Patient*innen mit gemischten Krebsdiagnosen ein. Häufige dargebotene Entspannungsverfahren waren progressive Muskelentspannung kombiniert mit geleiteter Imagination (n=2), progressive Muskelentspannung alleine (n=2) sowie Hypnose (n=2). Weitere dargebotene Entspannungsverfahren waren Autogenes Training (n=1) sowie sonstige Verfahren (n=3). Die Anzahl an Sitzungen reichte von einer Sitzung bis zu 12 Sitzungen. Am häufigsten wurden Fatigue (n=4), Schmerz (n=4) sowie Angst (n=3) als primäre Endpunkte erhoben. Des Weiteren stellten Lebensqualität, Depressivität und psychische Belastung (je n=2) sowie Übelkeit (n=1) primäre Endpunkte in den RCTs dar.
Ergebnisse
Lebensqualität, psychische Belastung, Depressivität, Angst, Fatigue und Übelkeit (Empfehlung 8.6)
Die kurzfristige Wirksamkeit von Entspannungsverfahren bezüglich der globalen Lebensqualität wurde in einer Meta-Analyse [582] untersucht. Diese konnte einen signifikanten, kurzfristigen Effekt zugunsten der Entspannungsverfahren ermitteln (d=0.35). Zusätzlich lagen die Ergebnisse dreier RCTs [634], [635], [636] vor, von welchen eines einen signifikanten, kurzfristigen Effekt zugunsten der Entspannungsverfahren nachweisen konnte.
Die mittelfristige Wirksamkeit von Entspannungsverfahren bezüglich der globalen Lebensqualität wurde in einer Meta-Analyse [582] untersucht. Diese konnte einen signifikanten, mittelfristigen Effekt zugunsten der Entspannungsverfahren nachweisen (d=0.78). Zusätzlich lagen die Ergebnisse dreier RCTs [634], [635], [636] vor, von welchen eines einen signifikanten, mittelfristigen Effekt zugunsten der Entspannungsverfahren ermitteln konnte.
Die kurzfristige Wirksamkeit von Entspannungsverfahren bezüglich psychischer Belastung (Distress) wurde in einer Meta-Analyse [582] untersucht. Diese konnte einen signifikanten, kurzfristigen Effekt zugunsten der Entspannungsverfahren ermitteln (d=–0.29). Zusätzlich lag das Ergebnis eines RCT vor [637], das ebenfalls einen signifikanten, kurzfristigen Effekt zugunsten der Entspannungsverfahren nachweisen konnte.
Die mittel- und langfristige Wirksamkeit von Entspannungsverfahren bezüglich psychischer Belastung (Distress) wurde in lediglich einer Meta-Analyse [582] untersucht. Diese konnte keine signifikanten mittel- oder langfristigen Effekte zugunsten der Entspannungsverfahren nachweisen.
Die kurzfristige Wirksamkeit von Entspannungsverfahren bezüglich Depressivität wurde in einer Meta-Analyse [582] untersucht. Diese konnte einen signifikanten, kurzfristigen Effekt zugunsten der Entspannungsverfahren ermitteln (d=–0.37). Zusätzlich lag das Ergebnis eines RCT [633] vor, das ebenfalls einen signifikanten, kurzfristigen Effekt zugunsten von Entspannungsverfahren nachweisen konnte.
Die kurzfristige Wirksamkeit von Entspannungsverfahren bezüglich Angst wurde in zwei Meta-Analysen [585], [582] untersucht. Beide konnten signifikante, kurzfristige Effekte zugunsten der Entspannungsverfahren feststellen (jeweils d=–0.53). Zusätzlich lagen die Ergebnisse zweier RCTs [633], [638] vor, von welchen eines einen signifikanten, kurzfristigen Effekt zugunsten der Entspannungsverfahren nachweisen konnte.
Die mittelfristige Wirksamkeit von Entspannungsverfahren bezüglich Angst wurde in einer Meta-Analyse [582] untersucht. Diese konnte einen signifikanten, mittelfristigen Effekt zugunsten der Entspannungsverfahren ermitteln (d=–1.12). Zusätzlich lag das Ergebnis eines RCT [638] vor, welches keinen signifikanten, mittelfristigen Effekt zugunsten der Entspannungsverfahren ermitteln konnte.
Die kurzfristige Wirksamkeit von Entspannungsverfahren bezüglich Fatigue wurde in einer Meta-Analyse [631] untersucht. Diese konnte einen signifikanten, kurzfristigen Effekt zugunsten der Entspannungsverfahren nachweisen (d=-0.77(b)). Zusätzlich lagen die Ergebnisse von vier RCTs [633], [634], [633][635], [638], [635] vor, von welchen zwei signifikante, kurzfristige Effekte zugunsten von Entspannungsverfahren nachweisen konnten.
Zur Bewertung der mittelfristigen Wirksamkeit von Entspannungsverfahren bezüglich Fatigue lagen keine systematischen Übersichtsarbeiten vor. Es lagen lediglich die Ergebnisse von drei RCTs [634], [635], [638] vor, von welchen eines einen signifikanten, mittelfristigen Effekt zugunsten von Entspannungsverfahren nachweisen konnte.
Die kurz- und mittelfristige Wirksamkeit von Entspannungsverfahren bezüglich Chemotherapie-induzierter Übelkeit wurde in einem systematischen Review [639] untersucht, welches deskriptiv beschreibt, dass signifikante kurz- und mittelfristige Effekte zugunsten von Entspannungsverfahren in sechs von sechs in dem Review eingeschlossenen RCTs nachgewiesen wurden. Es lagen keine zusätzlichen RCTs vor.
Schmerz (Empfehlung 8.7)
Zur Bewertung der kurzfristigen Wirksamkeit von Entspannungsverfahren bezüglich Schmerz lagen keine systematischen Übersichtsarbeiten vor. Es lagen lediglich die Ergebnisse aus sechs RCTs [634], [640], [637], [638], [641], [641], [642] vor, von welchen vier signifikante, kurzfristige Effekte zugunsten von Entspannungsverfahren nachweisen konnten. Eines der sechs RCTs wies eine kurzfristig stärkere Schmerzreduktion in der Kontrollgruppe (TAU) als der Entspannungsgruppe nach.
Zur Bewertung der mittelfristigen Wirksamkeit von Entspannungsverfahren bezüglich Schmerz lagen ebenfalls keine systematischen Übersichtsarbeiten vor. Es lagen lediglich die Ergebnisse von zwei RCTs [634], [638] vor, von welchen keines einen signifikanten, mittelfristigen Effekt zugunsten von Entspannungsverfahren feststellen konnte.
Die Befundlage zur Wirksamkeit von Entspannungsverfahren von Schmerzen bei Menschen mit Krebserkrankungen ist als heterogen einzuschätzen. Schmerz stellte in fünf der sechs RCTs das primäre Outcome dar, zwei dieser fünf RCTs wiesen nach a priori durchgeführten Power-Analyse eine ausreichend große Stichprobe auf. Zwei der sechs RCTs machten Angaben zu den Neben- und Wechselwirkungen, die jedoch weder in der Kontroll- noch der Entspannungsgruppe auftraten. Die methodische Qualität aller RCTs ist als mäßig bis gering einzuschätzen. Der Einsatz von Entspannungsverfahren zur Reduktion von Schmerzen wird von Expert*innen der Leitliniengruppe als gängige klinische Praxis bewertet. Zudem sei darauf hingewiesen, dass für verschiedene Formen von nicht krebsbedingten Schmerzen Wirksamkeitsbelege existieren. Es werden jedoch weitere, methodisch hochwertige Studien benötigt, um eine verbindlichere Empfehlung für den Einsatz von Entspannungsverfahren zur Reduktion von Schmerzen bei Menschen mit Krebserkrankung zu formulieren.
Ergänzende Evidenz
Ergänzend zu den genannten Befunden pro Endpunkt beschreibt ein systematisches Review von Kapogiannis et al. [632] dass in sieben von zehn eingeschlossenen RCTs signifikante Effekte zugunsten der Entspannungsverfahren auf mindestens einem Endpunkt (u.a. Stimmung, Angst, Depressivität sowie Übelkeit) nachweisbar waren.
Einschätzung der Studienqualität
Insgesamt wiesen 4/5 (80%) SRs Mängel in mehr als einer kritischen Bewertungsdomäne auf (critical low quality), 1/5 (20%) in einer kritischen Bewertungsdomäne (low quality). Dabei ist anzumerken, dass in 2/4 SRs eine Abwertung der Qualitätsbewertung durch das Fehlen einer Liste exkludierter Primärstudien und deren Ausschlussgründen (kritische Domäne 7, AMSTAR-2) erfolgte.
Eine adäquate Methode zur Generierung der Randomisierungssequenz (Selection bias) nutzten 7/10 RCTs (70%), in 7/10 RCTs (70%) war der Umfang fehlender Daten ausreichend gering (<20%) oder fehlende Daten wurden entsprechend imputiert (Attrition Bias). In 2/10 RCTs (20%) konnte selektives Berichten von Endpunkten durch ein vorhandenes Studienprotokoll ausgeschlossen werden (Reporting Bias). Über die Geheimhaltung und Unvorhersehbarkeit der Gruppenzuteilung der RCTs (Selection Bias) konnte keine Aussage getroffen werden (9/10; 90%), bei einem RCT war dies explizit nicht möglich. Aufgrund der Art der verwendeten Interventionen und der Erhebung der Endpunkte durch Selbsteinschätzung waren in keinem der RCTs eine Verblindung von Studienpersonal-/teilnehmer*innen (Performance Bias) und dadurch auch keine Verblindung der Endpunkterhebung (Detection Bias), mit Ausnahme eines RCTs, möglich.
Insgesamt führten 7/10 RCTs a priori eine Fallzahlplanung durch, wovon 5 RCTs ihre a priori geplante Fallzahl erreichten.
(b) Effekt nur signifikant für Patient*innen nach abgeschlossener Krebsbehandlung, nicht signifikant für Patient*innen während laufender Behandlung
8.3 Psychoedukation
Psychoedukative Interventionen sollen Krebspatient*innen unabhängig vom Belastungsgrad zur Reduktion von psychischer Belastung, Angst und Schmerzen sowie zur Verbesserung der Lebensqualität angeboten werden.
- Empfehlungsgrad
- A: Starke Empfehlung für oder gegen ein Maßnahme - verwendete Ausdrucksweise = soll/soll nicht
- Evidenzlevel
- 1a
- Konsens
- Starker Konsens (100%)
- Literatur
- [582] [586] [643] [644] [645] [646] [647] [648] [649] [650] [600] [651] [652] [653] [654] [655] [656] [657] [658] [659] [660]
Änderungshinweis
Psychoedukative Interventionen sollen Menschen mit Krebserkrankungen unabhängig vom Belastungsgrad angeboten werden.Psychoedukative Interventionen sollten Krebspatient*innen unabhängig vom Belastungsgrad zur Reduktion von Depressivität und Fatigue angeboten werden.
- Empfehlungsgrad
- B: Empfehlung für oder gegen eine Maßnahme - verwendete Ausdrucksweise = sollte/sollte nicht
- Evidenzlevel
- 1a
- Konsens
- Starker Konsens (100%)
- Literatur
- [592] [644] [582] [660] [600] [659] [651] [652] [653] [658] [654] [655]
Änderungshinweis
Psychoedukative Interventionen sollen Menschen mit Krebserkrankungen unabhängig vom Belastungsgrad angeboten werden.Unter psychoedukativen Interventionen versteht man standardisierte, multimodale, interaktive Interventionen, die ein breites Spektrum von Themen beinhalten (Faller, 2016): Krankheitsinformation, Gesundheitsverhalten, Stressmanagement, Krankheitsbewältigung, psychosoziale Unterstützung. „Standardisiert“ bedeutet das Vorhandensein eines Curriculums, in welchem die Lernziele definiert sind, und eines Manuals, in welchem die Lernziele konkretisiert werden und die didaktische Vorgehensweise festgelegt ist. „Multimodal“ bedeutet die Verwendung unterschiedlicher, insbesondere auch interaktiver, aktivierender didaktischer Methoden. Diese Definition entspricht der konsentierten Definition des Zentrums Patient*innenschulung. Eine alleinige Informationsgabe wurde nicht unter Patient*innenschulung klassifiziert. Psychoedukation wird im Einzel- oder Gruppenformat angeboten.
Systematische Literaturrecherche
Die Bewertung der Wirksamkeit von psychoedukativen Interventionen bei Krebserkrankten und –überlebenden basiert auf elf systematischen Übersichtsarbeiten sowie 13 RCTs.
Die elf systematischen Übersichtsarbeiten (acht Meta-Analysen, drei systematische Reviews) schlossen zwischen zehn und 198 Primärstudien in die Analyse mit ein. Neun der Übersichtsarbeiten schlossen gemischte Krebspopulationen ein, in drei Fällen [646], [646], [647], [648], [647] mussten zusätzlich tumorbedingte Schmerzen vorliegen. Eine Übersichtsarbeit untersuchte Lungenkrebs. Die eingeschlossenen Primärstudien stammen u.a. aus den USA, Kanada, Australien, China und der EU. Eine Meta-Analyse befasste sich ausschließlich mit der Wirksamkeit von Psychoedukation zur Steigerung der Lebensqualität [661], eine andere ausschließlich mit Angstreduktion [585], drei systematische Reviews nur mit Schmerzreduktion [646], [646], [647], [648], [647] und ein systematisches Review mit der Wirksamkeit zur Reduktion von Fatigue [662].
Die Stichprobengröße der 13 RCTs variiert dabei zwischen 40 und 2140 Patient*innen (N=3931), davon 15,5-100% weiblichen Geschlechts. Die Studien stammen zum größten Teil aus China (n=4) und Singapur (n=2). Die übrigen Studien stammen aus Iran, Quatar, Malaysia, Taiwan, Frankreich, Deutschland und Schweden (je n=1). Die meisten Studien untersuchten spezifisch Brustkrebs (n=4) oder keine spezifische Krebsform (n=4). Weitere spezifisch untersuchte Krebsarten stellten Kehlkopfkrebs, gynäkologische Krebsarten, Blasenkrebs, Lungenkrebs und Anal- und Darmkrebs dar (je n=1). Meist wurde die Psychoedukation in Form von Einzelsitzungen angeboten (n=6); drei Studien untersuchten eine im Gruppenformat dargebotene psychoedukative Intervention. Drei Studien ergänzten die Psychoedukation mit weiteren Maßnahmen, wie einem Trainingsmanual (n=1), dem Training von Selbstmanagement-Fertigkeiten (n=1) sowie einem Rehabilitationsprogramm (n=1). Die Anzahl an dargebotenen psychoedukativen Interventionseinheiten reichte von einer Sitzung bis zu acht Sitzungen. Die am häufigsten erhobenen primären Endpunkte der RCTs stellten Angst (n=7), Depressivität (n=6) und Lebensqualität (n=6) dar. Des Weiteren wurden Schmerz (n=2), Fatigue (n=2), sexuelle Funktion (n=1), Übelkeit (n=1) und psychische Belastung (n=1) als primäre Endpunkte erhoben.
Ergebnisse
Lebensqualität, psychische Belastung, Angst und Schmerz (Empfehlung 8.8)
Die kurzfristige Wirksamkeit von psychoedukativen Interventionen bezüglich der globalen Lebensqualität wurde in vier Meta-Analysen [586], [644], [645], [582] untersucht, von welchen drei signifikante, kurzfristige Effekte zugunsten psychoedukativer Interventionen ermitteln konnten (0.19 < d < 0.20(c)). Zusätzlich lagen die Ergebnisse von sieben RCTs [660], [650], [600], [652], [653], [655], [657], [656] vor, von welchen zwei signifikante, kurzfristige Effekte zugunsten psychoedukativer Interventionen nachweisen konnten. Eines der sieben RCTs lieferte gemischte Ergebnisse und fand einen signifikanten, kurzfristigen Effekt zugunsten psychoedukativer Interventionen für die psychische Lebensqualität, nicht aber für die physische Lebensqualität.
Die mittelfristige Wirksamkeit von psychoedukativen Interventionen bezüglich der globalen Lebensqualität wurde in einer Meta-Analyse [582] untersucht. Diese konnte keinen signifikanten, mittelfristigen Effekt zugunsten psychoedukativer Interventionen feststellen. Zusätzlich lagen die Ergebnisse zweier RCTs [600], [656] vor, von welchen keines einen signifikanten, mittelfristigen Effekt zugunsten psychoedukativer Interventionen nachweisen konnte.
Die langfristige Wirksamkeit von psychoedukativen Interventionen bezüglich der globalen Lebensqualität wurde in einer Meta-Analyse untersucht [582]. Diese konnte einen signifikanten, langfristigen Effekt zugunsten der psychoedukativen Interventionen nachweisen (d=.18). Zusätzlich lag das Ergebnis eines RCT [656] vor, welches allerdings keinen signifikanten, langfristigen Effekt zugunsten der psychoedukativen Intervention nachweisen konnte.
Die kurzfristige Wirksamkeit von psychoedukativen Interventionen bezüglich psychischer Belastung (Distress) wurde von einer Meta-Analyse [582] untersucht. Diese konnte einen signifikanten, kurzfristigen Effekt zugunsten psychoedukativer Interventionen ermitteln (d=–0.18). Zusätzlich lag das Ergebnis eines RCT [657] vor, das keinen signifikanten, kurzfristigen Effekt zugunsten der Psychoedukation fand.
Die mittelfristige Wirksamkeit von psychoedukativen Interventionen bezüglich psychischer Belastung (Distress) wurde ebenfalls in einer Meta-Analyse [582] untersucht. Diese konnte einen signifikanten, mittelfristigen Effekt zugunsten psychoedukativer Interventionen nachweisen (d=–0.30). Es lagen keine zusätzlichen RCTs vor.
Die langfristige Wirksamkeit von psychoedukativen Interventionen bezüglich psychischer Belastung (Distress) wurde in einer Meta-Analyse [582] untersucht. Diese konnte keinen signifikanten, langfristigen Effekt zugunsten psychoedukativer Interventionen nachweisen. Es lagen keine zusätzlichen RCTs vor.
Die kurzfristige Wirksamkeit von psychoedukativen Interventionen bezüglich Angst wurde in drei Meta-Analysen [585], [644], [582] untersucht, von welchen alle signifikante, kurzfristige Effekte zugunsten psychoedukativer Maßnahmen ermitteln konnten (–0.18 < d < –1.47). Zusätzlich lagen die Ergebnisse von zehn RCTs [649], [660], [600], [659], [651], [652], [653], [658], [655], [657] vor, von welchen fünf signifikante, kurzfristige Effekte zugunsten psychoedukativer Maßnahmen nachwiesen.
Die mittelfristige Wirksamkeit von psychoedukativen Interventionen bezüglich Angst wurde in einer Meta-Analyse untersucht [582]. Diese wies einen signifikanten, mittelfristigen Effekt zugunsten psychoedukativer Interventionen nach (d=–0.24). Zusätzlich lag das Ergebnis eines RCT [600] vor, welches ebenfalls einen signifikanten, mittelfristigen Effekt zugunsten der Psychoedukation nachwies.
Die langfristige Wirksamkeit von psychoedukativen Interventionen bezüglich Angst wurde ebenfalls in einer Meta-Analyse [582] untersucht. Diese fand keinen signifikanten, langfristigen Effekt zugunsten psychoedukativer Interventionen. Es lagen keine zusätzlichen RCTs vor.
Die kurzfristige Wirksamkeit von psychoedukativen Interventionen bezüglich Schmerz wurde in zwei Meta-Analysen [646][647] untersucht, welche beide einen signifikanten, kurzfristigen Effekt zugunsten psychoedukativer Interventionen ermittelten (d=-0.11 und d=-0.27). Weiterhin beschreibt das systematische Review von Oldenmenger et al. [648], dass acht von 26 eingeschlossenen RCTs (31%) signifikante Schmerzunterschiede zwischen den Gruppen zugunsten der Psychoedukations-Gruppe berichteten. Zusätzlich lagen aus unserer Recherche die Ergebnisse zweier RCTs [650], [654] vor, von welchen eines einen signifikanten, kurzfristigen Effekt zugunsten der Psychoedukation nachwies.
Zur mittelfristigen Wirksamkeit von psychoedukativen Interventionen bezüglich Schmerz lagen keine systematischen Übersichtsarbeiten vor. Es lag lediglich das Ergebnis eines RCT [650] vor, das einen signifikanten, mittelfristigen Effekt zugunsten der Psychoedukation feststellen konnte.
Depressivität und Fatigue (Empfehlung 8.9)
Die kurzfristige Wirksamkeit von psychoedukativen Interventionen bezüglich Depressivität wurde in drei Meta-Analysen [592], [644], [582] untersucht, von welchen eine einen signifikanten, kurzfristigen Effekt zugunsten der psychoedukativen Interventionen ermitteln konnte (d=–0.18). Zusätzlich lagen die Ergebnisse von acht RCTs [660], [600], [659], [651], [652], [653], [658], [655] vor, von welchen vier signifikante, kurzfristige Effekte zugunsten psychoedukativer Interventionen feststellten.
Die mittelfristige Wirksamkeit von psychoedukativen Interventionen bezüglich Depressivität wurde in einer Meta-Analyse [582] untersucht. Diese konnte einen signifikanten, mittelfristigen Effekt zugunsten psychoedukativer Interventionen ermitteln (d=–0.23). Zusätzlich lag das Ergebnis eines RCT [600] vor, welches ebenfalls einen signifikanten, mittelfristigen Effekt zugunsten psychoedukativer Interventionen nachweisen konnte.
Die langfristige Wirksamkeit von psychoedukativen Interventionen bezüglich Depressivität wurde in einer Meta-Analyse [582] untersucht. Diese fand keinen signifikanten, langfristigen Effekt zugunsten der psychoedukativen Interventionen. Es lagen keine zusätzlichen RCTs vor.
Die kurzfristige Wirksamkeit von psychoedukativen Interventionen bezüglich Fatigue wurde in einer Meta-Analyse [644] untersucht. Diese wies einen signifikanten, kurzfristigen Effekt zugunsten psychoedukativer Interventionen nach (d=-0.27). Weiterhin beschreibt das systematische Review von Du et al. [662], dass fünf der zehn in das Review eingeschlossenen RCTs einen signifikanten Effekt zugunsten der Psychoedukation feststellten (d). Zusätzlich lagen aus unserer Recherche die Ergebnisse zweier RCTs [653], [654] vor, von welchen aber keines einen signifikanten, kurzfristigen Effekt zugunsten der Psychoedukation feststellen konnte.
Übelkeit und sexuelle Funktionsstörungen (Statement 8.10)
Zur kurzfristigen Wirksamkeit von psychoedukativen Interventionen bezüglich Übelkeit lagen keine systematischen Übersichtsarbeiten vor. Es lag lediglich das Ergebnis eines RCT [654] vor, das keinen signifikanten, kurzfristigen Effekt zugunsten der Psychoedukation feststellen konnte.
Zur kurzfristigen Wirksamkeit von psychoedukativen Interventionen bezüglich sexueller Funktion lagen keine systematischen Übersichtsarbeiten vor. Es lag lediglich das Ergebnis eines RCTs [649] vor, welches signifikante, kurzfristige Effekte zugunsten der Psychoedukation auf einer von fünf Subskalen des multidimensionalen Fragebogens nachweisen konnte.
Sowohl zur Reduktion von Schmerz als auch sexueller Funktionsstörungen ist die Studienlage als nicht ausreichend belastbar einzuschätzen. Die Leitliniengruppe behält sich daher vor, auf eine Empfehlung für oder gegen den Einsatz psychoeduktiver Interventionen bei Krebspatient*innen und diesen Beschwerden zu verzichten. Es bedarf weiterer, methodisch hochwertiger Studien, um eine Empfehlung formulieren zu können.
Ergänzende Evidenz
Ergänzend zu den genannten Befunden pro Endpunkt beschreibt ein systematisches Review von Li et al. [663], dass in 12 von 15 eingeschlossenen RCTs signifikante Effekte zugunsten der Psychoedukation auf mind. einem primären Endpunkt (u.a. Lebensqualität, psychische Belastung, Schmerz, Fatigue) vorlagen.
Einschätzung der Studienqualität
Insgesamt wiesen 8/11 (73%) SRs Mängel in mehr als einer kritischen Bewertungsdomäne auf (critical low quality) und 1/11 (9%) SRs in einer kritischen Bewertungsdomäne (low quality). Ein SR (1/11; 9%) wies keine kritischen, aber mehr als einen nicht-kritischen Mangel auf (moderate quality) und ein (9%) SR wies keine kritischen und lediglich einen nicht-kritischen Mangel auf (high quality). Dabei ist anzumerken, dass in 2/10 SRs eine Abwertung der Qualitätsbewertung durch das Fehlen einer Liste exkludierter Primärstudien und deren Ausschlussgründen (kritische Domäne 7, AMSTAR-2) erfolgte.
Eine adäquate Methode zur Generierung der Randomisierungssequenz (Selection bias) nutzten 9/13 RCTs (69%), 2/13 RCTs (15%) stellten die Geheimhaltung und Unvorhersehbarkeit der Gruppenzuteilung sicher (Selection bias). In 6/13 RCTs (46%) war der Umfang fehlender Daten ausreichend gering (<20%) oder fehlende Daten wurden entsprechend imputiert (Attrition Bias). Aufgrund der Art der verwendeten Interventionen und der Erhebung der Endpunkte durch Selbsteinschätzung waren in keinem der RCTs eine Verblindung von Studienpersonal-/teilnehmer*innen (Performance Bias) und dadurch auch keine Verblindung der Endpunkterhebung (Detection Bias) möglich. Über das selektive Berichten von Endpunkten (Reporting Bias) konnte bedingt durch nicht vorhandene Studienprotokolle keine Aussage getroffen werden.
Insgesamt führten 10/13 RCTs a priori eine Fallzahlplanung durch, wovon 7 RCTs ihre a priori geplante Fallzahl erreichten.
(c) sowie in Bennett 2016 unstandardisierte MD = 11.47 auf EORTC QLQ-C30
(d) Bei 8 von 10 eingeschlossenen RCTs im Review von Du et al. 2015 wurden zusätzlich zur Psychoedukation auch sport- und bewegungstherapeutische Elemente eingesetzt.
8.4 Psychoonkologische E-Health Interventionen
Psychoonkologische E-Health Interventionen sollten Krebspatient*innen unabhängig vom Belastungsgrad zur Verbesserung der Lebensqualität angeboten werden.
Psychoonkologische E-Health Interventionen können Krebspatient*innen unabhängig vom Belastungsgrad zur Reduktion von psychischer Belastung, Depressivität, Angst und Fatigue angeboten werden.
- Empfehlungsgrad
- 0: offene Empfehlung (Option) bzgl. einer Maßnahme - verwendete Ausdrucksweise = kann
- Evidenzlevel
- 1a
- Konsens
- Starker Konsens (100%)
- Literatur
- [667] [666] [665] [682] [669] [668] [670] [683] [684] [672] [685] [673] [674] [675] [686] [687] [688] [676] [677] [678] [679] [689] [680] [690] [691] [692] [693] [681]
Unter dem Begriff E-Health fasst das Bundesministerium für Gesundheit Anwendungen und Angebote zusammen, die die Möglichkeiten moderner Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) nutzen, um die Behandlung und Betreuung von Patient*innen zu unterstützen (https://www.bundesgesundheitsministerium.de/service/begriffe-von-a-z/e/e-health.html). Im Rahmen psychoonkologischer Versorgung sind hierbei insbesondere die Nutzung von Gesundheits-Apps oder -websites, als auch Angebote der Telemedizin von vorrangiger Bedeutung. Inhaltlich sind die Interventionen dabei meist multimodal. So kommen in der Praxis vor allem edukative, beraterische und niederschwellig psychotherapeutische Angebote zum Einsatz, die durch die Verwendung von IKT ortsunabhängig nutzbar sind. Psychoonkologische Versorgungsangebote können so auch Patient*innen zugänglich gemacht werden, die in Regionen mit geringer Versorgungsdichte leben und/oder aufgrund psychischer oder physischer Einschränkungen nicht in der Lage sind, Präsenzangebote wahrzunehmen.
Entsprechend der Definition psychoonkologischer Interventionen in Kapitel 8.1 wurden im Zuge der systematischen Literaturrecherche nur Studien eingeschlossen, die eine persönliche Interaktion zwischen professionellen Therapeut*innen und Krebspatient*innen beinhalteten und psychoonkologische Themen bearbeiteten. Die persönliche Interaktion konnte beispielsweise per Telefon, Videokonferenz oder Face-to-Face Kontakten in Ergänzung zur Nutzung von Websites oder Apps erfolgen.
Auch digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) gewinnen zunehmend an Bedeutung. Die vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) auf evidenzbasierte positive Versorgungseffekte geprüften Apps und browserbasierten Anwendungen liegen mittlerweile zu zahlreichen, darunter auch onkologischen Anwendungsgebieten vor (https://diga.bfarm.de/de). Es sei nochmals ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die reine Nutzung von Gesundheitsapps und –websites sowie Video- oder Audioaufzeichnungen oder ein ausschließlicher Kontakt per Mail, Chats oder Foren in der folgenden systematischen Literaturrecherche ausgeschlossen wurde.
Es soll an dieser Stelle betont werden, dass aus Sicht der Leitliniengruppe psychoonkologische E-Health Interventionen in der klinischen Praxis die auf einem persönlichen Kontakt aufbauenden psychoonkologischen Angebote nicht ersetzen sollen, sondern ergänzend zu diesen angeboten werden, insbesondere dann, wenn Zugangsbarrieren bestehen.
Systematische Literaturrecherche
Die Bewertung der Wirksamkeit von E-Health/Telehealth-Interventionen bei Krebserkrankten und –überlebenden basiert auf fünf systematischen Übersichtsarbeiten sowie 28 RCTS aus 30 Publikationen (e). Drei der 28 RCTs wurden bereits in mind. einem der systematischen Übersichtsarbeiten eingeschlossen; die Ergebnisse dieser drei Studien werden daher in der Ergebnisdarstellung nicht separat berichtet.
Die fünf systematischen Übersichtsarbeiten (vier Meta-Analysen, ein systematisches Review) schlossen zwischen 11 und 20 Primärstudien in die Analyse mit ein. Untersuchte Krebsarten waren Brustkrebs (n=2) sowie gemischte Krebspopulationen (n=3). Die eingeschlossenen Primärstudien stammen u.a. aus den USA, Australien, China, Kanada, UK und der EU. Eine Meta-Analyse befasste sich ausschließlich mit der Wirksamkeit von psychoonkologischen E-Health Interventionen zur Steigerung der Lebensqualität [664], alle weiteren berichten Ergebnisse auf mehreren relevanten Endpunkten.
Die Stichprobengröße der 28 RCTs variiert dabei zwischen 38 und 254 Patient*innen (N=3125), davon 0-100% weiblichen Geschlechts. Die Studien stammen zum großen Teil aus den USA (n=15), Niederlande (n=3) und Australien (n=3); der Rest der Studien stammt aus China (n=2), Singapur, Norwegen, Frankreich, Deutschland und Schweden (je n=1). Die häufigste Zielgruppe der E-Health/Telehealth-Interventionen waren Brustkrebspatient*innen (n=10); weitere untersuchte Krebsarten waren Prostatakrebs (n=3) Lungenkrebs (n=3), (Dick-)Darmkrebs (n=2), schwarzer Hautkrebs, Gebärmutterhalskrebs, Speiseröhrenkrebs, Mastdarm- und Analkrebs sowie Leukämie (je n=1). Fünf Studien schlossen Patient*innen mit verschiedenen Krebsdiagnosen ein. Häufig wurde die Intervention telefonisch (n=16) sowie über Videokonferenzen (n=5) angeboten. In fünf Studien wurden ergänzend dazu analoge oder digitale Materialien ausgegeben. Einige Studien kombinierten Kontakte per Telefon oder Video mit Face-to-Face-Kontakten (n=4). Weitere Darbietungsformen stellten Online-Module (n=2) und Apps (n=1) in Kombination mit Face-to-Face-Kontakten dar. Inhaltlich handelte es sich oft um kognitiv-behaviorale Therapieelemente (n=12) oder allgemeine psychosoziale Unterstützung (n=9, u.a. auch Paarberatung). Weiterhin wurden Psychoedukation (n=3), Akzeptanz- und Commitmenttherapie (ACT; n=1) sowie imaginationsbasierte (n=1) und andere (n=2) Ansätze angeboten. Die Anzahl der dargebotenen Interventionseinheiten reichte von einer Einzelsitzung bis zu wöchentlichen Sitzungen über 24 Wochen bzw. Sitzungen mit größerem dazwischenliegendem Zeitintervall von bis zu sechs Monaten. Angst (n=12), Depressivität (n=11) und Lebensqualität (n=7) stellten die am häufigsten vorkommenden primären Endpunkte in den RCTs dar. Des Weiteren wurden Fatigue (n=5), sexuelle Funktion/Zufriedenheit (n=5), psychische Belastung (n=2) und Schmerz (n=1) als primäre Endpunkte in den RCTs erhoben.
Ergebnisse
Lebensqualität (Empfehlung 8.11)
Die kurzfristige Wirksamkeit von psychoonkologischen E-Health Interventionen bezüglich der globalen Lebensqualität wurde in vier Meta-Analysen [664], [665], [666], [667] untersucht, von welchen drei signifikante, kurzfristige Effekte zugunsten psychoonkologischer E-Health Interventionen ermitteln konnten (0.54 ≤ d ≤ 0.75). Zusätzlich lagen die Ergebnisse von zehn RCTs [670], [672], [673], [674], [675], [676], [677], [678],[679], [680] vor, von welchen drei signifikante, kurzfristige Effekte zugunsten psychoonkologischer E-Health Interventionen nachweisen konnten.
Die mittelfristige Wirksamkeit von psychoonkologischen E-Health Interventionen bezüglich der globalen Lebensqualität wurde in keiner systematischen Übersichtsarbeit untersucht. Jedoch lagen die Ergebnisse von acht RCTs [669], [668], [671], [672], [676], [677], [678], [679], [681] vor, von welchen eines einen signifikanten, mittelfristigen Effekt zugunsten der psychoonkologischen E-Health-Intervention nachweisen konnte.
Zur Bewertung der langfristigen Wirksamkeit von psychoonkologischen E-Health Interventionen bezüglich der globalen Lebensqualität lagen keine systematischen Übersichtsarbeiten vor. Es lagen lediglich die Ergebnisse von zwei RCTs [669], [668], [681] vor, von welchen eines einen signifikanten, langfristigen Effekt zugunsten der psychoonkologischen E-Health-Intervention nachweisen konnte.
Psychische Belastung, Depressivität, Angst und Fatigue (Empfehlung 8.12)
Die kurzfristige Wirksamkeit von psychoonkologischen E-Health Interventionen bezüglich der psychischen Belastung (Distress) wurde in einer Meta-Analyse [667] untersucht. Diese konnte die keinen signifikanten Effekt ermitteln. Zusätzlich lagen die Ergebnisse von sechs RCTs [670], [673], [675], [677], [690], [693] vor, von welchen drei einen signifikanten, kurzfristigen Effekt zugunsten psychoonkologischer E-Health Interventionen nachweisen konnten.
Zur Bewertung der mittelfristigen Wirksamkeit von psychoonkologischen E-Health Interventionen bezüglich der psychischen Belastung (Distress) lagen keine systematischen Übersichtsarbeiten vor. Es lagen lediglich drei RCTs [677], [690], [681] vor, von welchen eines einen signifikanten mittelfristigen Effekt zugunsten der psychoonkologischen E-Health-Intervention ermitteln konnte.
Die langfristige Wirksamkeit von psychoonkologischen E-Health Interventionen wurde in keiner systematischen Übersichtsarbeit untersucht. Es lag lediglich ein RCT [681] vor, das keinen signifikanten langfristigen Effekt zugunsten der psychoonkologischen E-Health-Intervention ermitteln konnte.
Die kurzfristige Wirksamkeit von psychoonkologischen E-Health Interventionen bezüglich Depressivität wurde in zwei Meta-Analysen [666], [667] untersucht. Keine der beiden Meta-Analysen wies signifikante, kurzfristige Effekte zugunsten psychoonkologischer E-Health Interventionen nach. Zusätzlich lagen die Ergebnisse von 17 RCTs [670], [683], [672], [685], [674], [686], [687], [688], [676], [677], [678], [679], [689], [690], [691], [692], [693] vor, von welchen fünf signifikante kurzfristige Effekte zugunsten psychoonkologischer E-Health Interventionen ermitteln konnten.
Zur Bewertung der mittelfristigen Wirksamkeit von psychoonkologischen E-Health Interventionen bezüglich Depressivität lagen keine systematischen Übersichtsarbeiten vor. Jedoch lagen die Ergebnisse von 12 RCTs [668], [669], [672], [685], [686], [687], [688], [676], [677], [678], [679], [690], [691] vor, von welchen eines einen signifikanten, mittelfristigen Effekt zugunsten der psychoonkologischen E-Health-Intervention nachweisen konnte.
Die langfristige Wirksamkeit von psychoonkologischen E-Health Interventionen bezüglich Depressivität wurde in keiner systematischen Übersichtsarbeit untersucht. Es lag lediglich das Ergebnis eines RCTs [669], [668] vor, das jedoch keinen signifikanten, langfristigen Effekt nachweisen konnte.
Die kurzfristige Wirksamkeit von psychoonkologischen E-Health Interventionen bezüglich Angst wurde in zwei Meta-Analysen [666], [667] untersucht. Eine der Meta-Analysen wies signifikante, kurzfristige Effekte zugunsten psychoonkologischer E-Health Interventionen nach (d=-0.16). Zusätzlich lagen die Ergebnisse von 16 RCTs [670], [683], [685], [674], [686][687][688], [676], [677], [678], [679], [689], [690], [691], [692], [693] vor, von welchen vier signifikante, kurzfristige Effekte zugunsten psychoonkologischer E-Health Interventionen ermitteln konnten.
Die mittelfristige Wirksamkeit von psychoonkologischen E-Health Interventionen bezüglich Angst wurde in keiner systematischen Übersichtsarbeit untersucht. Es lagen lediglich zwölf RCTs [669], [668], [684], [685], [686], [687], [688], [676], [677], [678], [679] [690], [691] vor, von welchen zwei signifikante, mittelfristige Effekte zugunsten psychoonkologischer E-Health Interventionen nachweisen konnten. Eines der RCTs lieferte gemischte Ergebnisse (signifikanter Effekt bezüglich Rezidivangst, nicht aber bezüglich allg. Ängstlichkeit/Angst).
Zur Bewertung der langfristigen Wirksamkeit von psychoonkologischen E-Health Interventionen bezüglich Angst lagen keine systematischen Übersichtsarbeiten vor. Es lagen lediglich die Ergebnisse von zwei RCTs [669], [668], [684] vor, von welchen eines gemischte Befunde hinsichtlich psychoonkologischer E-Health Interventionen (signifikanter Effekt bezüglich Rezidivangst, nicht aber bezüglich allg. Ängstlichkeit/Angst) ermittelte. Das andere RCT konnte keinen signifikanten, langfristigen Effekt feststellen.
Die kurzfristige Wirksamkeit von psychoonkologischen E-Health Interventionen bezüglich Fatigue wurde in zwei Meta-Analysen [665], [666] untersucht, von welchen eine signifikante, kurzfristige Effekte zugunsten psychoonkologischer E-Health Interventionen nachwies (d=-0.30). Zusätzlich lagen zur kurzfristigen Wirksamkeit bezüglich Fatigue acht RCTs [675], [686], [687], [688], [676], [679], [680], [692] vor, von welchen zwei signifikante, kurzfristige Effekte zugunsten psychoonkologischer E-Health Interventionen feststellen konnten.
Die mittelfristige Wirksamkeit von psychoonkologischen E-Health Interventionen bezüglich Fatigue wurde in keiner systematischen Übersichtsarbeit untersucht. Es lagen lediglich fünf RCTs [686], [687], [688], [676] [679] vor, von welchen jedoch keines signifikante, mittelfristige Effekte zugunsten psychoonkologischer E-Health Interventionen feststellen konnte.
Schmerz und sexuelle Funktionsstörungen (Statement 8.13)
Die kurz- und mittelfristige Wirksamkeit von psychoonkologischen E-Health Interventionen bezüglich Schmerz wurde lediglich im Rahmen von zwei RCTs [686], [688] untersucht, die jedoch beide keine signifikanten kurz- und mittelfristigen Effekte zugunsten psychoonkologischer E-Health Interventionen ermitteln konnten.
Die kurzfristige Wirksamkeit von psychoonkologischen E-Health Interventionen bezüglich sexueller Funktion wurde in keiner systematischen Übersichtsarbeit untersucht. Es lagen lediglich vier RCTs [672], [673], [678], [694], [695], [693] vor, von welchen eines einen signifikanten, kurzfristigen Effekt zugunsten psychoonkologischer E-Health Interventionen nachweisen konnte.
Die mittelfristige Wirksamkeit von psychoonkologischen E-Health Interventionen bezüglich sexueller Funktion wurde in keiner systematischen Übersichtsarbeit untersucht. Es lagen lediglich die Ergebnisse von vier RCTs [672], [678], [694][695], [681] vor, von denen jedoch keines einen signifikanten, mittelfristigen Effekt zugunsten psychoonkologischen E-Health Interventionen nachweisen konnte.
Auch für die Bewertung der langfristigen Wirksamkeit von psychoonkologischen E-Health Interventionen bezüglich sexueller Funktion lagen keine systematischen Übersichtsarbeiten vor. Zudem ergaben die Ergebnisse der beiden vorliegenden RCTs [694], [695], [681] keine signifikanten, langfristigen Effekte zugunsten psychoonkologischer E-Health Interventionen.
Sowohl zur Reduktion von Schmerz als auch sexueller Funktionsstörungen ist die Studienlage als nicht ausreichend belastbar einzuschätzen. Insbesondere die RCTs zu sexueller Funktion sind inhaltlich sehr heterogen, lediglich zwei Studien verfügen über a priori Power-Analysen mit ausreichender Fallzahl. Weiterhin macht keine der eingeschlossenen Studien Aussagen zu Neben- und Wechselwirkungen der untersuchten Interventionen. Die Leitliniengruppe verzichtet deshalb auf eine Empfehlung für oder gegen den Einsatz psychoonkologischer E-Health Interventionen bei diesen Beschwerden. Es bedarf weiterer, methodisch hochwertiger Studien, um eine Empfehlung formulieren zu können.
Ergänzende Evidenz
Ergänzend zu den genannten Ergebnissen beschreibt das systematische Review von Okuyama et al. [682] deskriptiv, dass in acht von 20 eingeschlossenen RCTs signifikante kurzfristige Effekte zugunsten psychoonkologischer E-Health Interventionen auf mind. einem erhobenen psychosozialen Endpunkt (u.a. Lebensqualität, Depressivität, Angst, psychische Belastung, Rezidivangst) nachgewiesen wurden. Weiterhin berichteten vier RCTs im Review von Ergebnissen zu Follow-Up-Zeitpunkten: Eines der vier RCTs wies dabei signifikante Effekte zugunsten der psychoonkologischen E-Health Interventionen nach.
Einschätzung der Studienqualität
Alle SRs (5/5; 100%) wiesen Mängel in mehr als einer kritischen Bewertungsdomäne auf (critical low quality).
Insgesamt nutzten 21/28 RCTs (75%) eine adäquate Methode zur Generierung der Randomisierungssequenz (Selection bias), 12/28 RCTs (43%) stellten die Geheimhaltung und Unvorhersehbarkeit der Gruppenzuteilung sicher (Selection bias), in 24/28 RCTs (86%) war der Umfang fehlender Daten ausreichend gering (<20%) oder fehlende Daten wurden entsprechend imputiert (Attrition Bias) und in 8/28 RCTs (29%) konnte selektives Berichten von Endpunkten durch ein vorhandenes Studienprotokoll ausgeschlossen werden (Reporting Bias). Aufgrund der Art der verwendeten Interventionen und der Erhebung der Endpunkte durch Selbsteinschätzung war in keinem der RCTs eine Verblindung von Studienpersonal-/teilnehmer*innen (Performance Bias) möglich. Bei einem Großteil der RCTs (n=23) war zudem keine Verblindung der Endpunkterhebung (Detection Bias) möglich, bei fünf RCTs konnte diesbezüglich keine Aussage getroffen werden.
16/28 RCTs führten a priori eine Fallzahlplanung durch, wovon 12 RCTs ihre a priori geplante Fallzahl ereichten.
(e) Dieng et al. (2016) und Dieng et al. (2020) [669], [668] sowie Chambers et al. (2015) und Chambers et al. (2019) [694], [695] beziehen sich auf die gleiche Stichprobe, berichten jedoch ergänzende Messzeitpunkte.
8.5 Psychotherapeutische Interventionen
8.5.1 Psychotherapeutische Interventionen im Einzel- und Gruppensetting
Psychotherapeutische Interventionen sollen Krebspatient*innen mit einer Anpassungsstörung oder einer subsyndromalen Belastung zur Reduktion von psychischer Belastung, Depressivität, Angst und Übelkeit sowie zur Verbesserung der Lebensqualität angeboten werden.
- Empfehlungsgrad
- A: Starke Empfehlung für oder gegen ein Maßnahme - verwendete Ausdrucksweise = soll/soll nicht
- Evidenzlevel
- 1a
- Konsens
- Starker Konsens (100%)
- Literatur
- [582] [583] [584] [585] [586] [587] [588] [589] [590] [591] [592] [593] [696] [697] [594] [595] [596] [598] [599] [600] [628] [601] [602] [603] [604] [605] [606] [607] [608] [609] [610] [611] [612] [613] [614] [615] [627] [616] [617] [618] [619] [620] [621] [623] [622] [624] [625] [626]
Änderungshinweis
Psychotherapeutische Einzelinterventionen sollen Menschen mit Krebserkrankungen und einer Anpassungsstörung oder einer subsyndromalen Belastung angeboten werden. Dabei sollen die im Rahmen der Diagnostik festgestellten somatischen und sozialen Faktoren und ihre Wechselwirkungen berücksichtigt werden.Psychotherapeutische Interventionen können Krebspatient*innen mit einer Anpassungsstörung oder einer subsyndromalen Belastung zur Reduktion von Schmerzen in Ergänzung einer leitliniengerechten Schmerztherapie angeboten werden.
Die Studienlage zur Wirksamkeit psychotherapeutischer Interventionen zur Reduktion sexuellen Funktionsstörungen bei Krebspatient*innen lässt keine Empfehlung für oder gegen den Einsatz bei diesen Beschwerden zu.
- Konsens
- Starker Konsens (97,2%)
- Literatur
- [582]
Systematische Literaturrecherche
Die Bewertung der Wirksamkeit von psychotherapeutischen Interventionen bei Krebserkrankten und –überlebenden basiert auf 16 systematischen Übersichtsarbeiten sowie 21 RCTs zu Einzelpsychotherapie und 18 RCTs zu Gruppenpsychotherapie. Eines dieser 39 RCTs wurde bereits in einer der systematischen Übersichtsarbeiten eingeschlossen; die Ergebnisse dieser Studie werden daher in der Ergebnisdarstellung nicht separat berichtet.
Die 16 systematischen Übersichtsarbeiten (13 Meta-Analysen, drei systematische Reviews) schlossen zwischen sechs und 245 Primärstudien in die Analyse mit ein. Bezüglich der untersuchten Tumorentitäten fokussierten sich sieben Übersichtsarbeiten ausschließlich auf Brustkrebs und jeweils eine auf Lungen- bzw. Prostatakrebs. Die restlichen Übersichtsarbeiten (n=7) untersuchten gemischte Krebspopulationen. Die eingeschlossenen Primärstudien stammen u.a. aus den USA, Asien, Australien, UK und der EU. Mehrere Übersichtsarbeiten fokussierten lediglich einen Endpunkt: Drei Meta-Analysen berichteten ausschließlich über die Wirksamkeit psychotherapeutischer Interventionen zur Reduktion von Depressivität [583], [591], [592], eine zur Steigerung der Lebensqualität [586], eine zur Angstreduktion[585] und eine zur Reduktion von Fatigue [631].
Die Stichprobengröße der 21 RCTs, die Einzelpsychotherapie untersuchten, variiert dabei zwischen 30 und 1012 Patient*innen (N=3624), davon 14,5-100% weiblichen Geschlechts. Die Studien stammen zum größten Teil aus den USA (n=3), Kanada (n=2), Iran (n=2), China (n=2) und Deutschland (n=2). Die übrigen Studien stammen aus den Niederlanden, Italien, Dänemark, Türkei, Norwegen, Griechenland, Neuseeland, Qatar, Südkorea und Brasilien (je n=1). Bezüglich der untersuchten Tumorentitäten fokussierten sich acht Studien auf ausschließlich Brustkrebs, zwei auf gynäkologische Krebsformen und je eine Studie auf Leukämie, Speiseröhrenkrebs, Darmkrebs, Kopf- und Nackenkrebs sowie auf Patient*innen vor einer hämatopoetischen Stammzelltransplantation. Die restlichen Studien (n=6) untersuchten Patient*innen mit verschiedenen Krebsdiagnosen, ohne sich auf eine spezifische Krebsform zu fokussieren. Die meisten Einzelpsychotherapien waren multimodale Interventionen mit verschiedenen Bestandteilen. Dabei wurden häufig Elemente psychosozialer Beratung (n=10), Skill- und Managementtrainings (n=6), kognitive(-behaviorale) Elemente (n=3) und Problemlösetrainings (n=2) eingesetzt. Die Anzahl an dargebotenen Interventionssitzungen reichte von einer Sitzung bis zu 35 Sitzungen. Am häufigsten wurden Depressivität (n=10), Lebensqualität (n=9), Angst (n=8) sowie psychische Belastung (n=5) als primäre Endpunkte erhoben. Des Weiteren stellten Schmerz (n=3), sexuelle Funktion (n=2), Übelkeit (n=1) und Fatigue (n=1) primäre Endpunkte in den RCTs dar.
Die Stichprobengröße der 18 RCTs, die Gruppenpsychotherapie untersuchten, variiert dabei zwischen 25 und 392 Patient*innen (N=2299), davon 47-100% weiblich. Die Studien stammen zum größten Teil aus den USA (n=4) und dem Iran (n=4) sowie China (n=3), Kanada (n=2), China (n=2) und Deutschland (n=2). Die übrigen Studien stammen aus den Niederlanden, Spanien und Brasilien (je n=1). Bezüglich der untersuchten Tumorentitäten fokussierten sich 11 Studien ausschließlich auf Brustkrebs sowie eine Studie auf gynäkologischen Krebs und Brustkrebs. Weiterhin bezog sich je eine Studie ausschließlich auf Lungenkrebs und Prostatakrebs sowie eine Studie auf Prostatakrebs und gastrointestinale Tumore. Die restlichen Studien (n=3) untersuchten Patient*innen mit verschiedenen Krebsdiagnosen. In den Gruppenpsychotherapien kamen am häufigsten kognitiv-behaviorale (n=4), sozial-unterstützende (n=3) sowie supportiv-expressive und psychodynamische Therapieelemente (n=3) zum Einsatz. Die am häufigsten in den RCTs erhobenen primären Endpunkte stellten Depressivität (n=7), Angst (n=7) und Lebensqualität (n=7) dar. Des Weiteren wurden sexuelle Funktion/Zufriedenheit (n=2), psychische Belastung (n=1) und Fatigue (n=1) als primäre Endpunkte erhoben.
Ergebnisse
Von den 16 eingeschlossenen Übersichtsarbeiten differenzieren in der Ergebnisdarstellung nur zwei zwischen Einzel- und Gruppenpsychotherapie [582], [593]. Im Folgenden werden daher die Ergebnisse der systematischen Übersichtsarbeiten ebenfalls für psychotherapeutische Interventionen insgesamt, also nicht differenziert nach Einzel- und Gruppentherapie berichtet.
Die Ergebnisse der zusätzlich recherchierten RCTs werden getrennt nach Einzelpsychotherapie und Gruppenpsychotherapie dargestellt.
Da keine Studien zum direkten Vergleich psychotherapeutischer Interventionen im Einzel- versus Gruppensetting vorlagen, wurde in der Leitliniengruppe die Empfehlung 8.1 auf der Basis eines Expert*innenenkonsens formuliert. Die Wahl zwischen Einzel- und Gruppenpsychotherapie soll demnach an der Präferenz der Patient*innen ausgerichtet werden. Da in der Versorgungsrealität Gruppenangebote weniger stark verbreitet sind, wird jedoch die Wahlmöglichkeit im Wesentlichen von den jeweils vor Ort vorhandenen Angeboten abhängig sein.
Lebensqualität, psychische Belastung, Depressivität, Angst und Übelkeit (Empfehlung 8.14)
Die kurzfristige Wirksamkeit von psychotherapeutischen Interventionen bezüglich der globalen Lebensqualität wurde in sieben Meta-Analysen [584], [586], [588], [589], [590], [593], [582] untersucht, von denen alle einen signifikanten, kurzfristigen Effekt zugunsten der psychotherapeutischen Interventionen nachweisen konnten (0.09 ≤ d ≤ 0.65). Hingegen beschreibt ein systematisches Review [697], dass nur in einem der sechs im Review eingeschlossenen RCTs ein signifikanter Effekt zugunsten der psychotherapeutischen Interventionen festgestellt werden konnte. Zusätzlich lagen aus unserer Recherche zehn RCTs zu Einzelpsychotherapie [597], [600], [604], [605], [607], [610], [595], [603], [609], [606] und acht RCTs zu Gruppenpsychotherapie [614], [618] [619], [616], [623], [622], [624], [617] vor, welche die kurzfristige Wirksamkeit bezüglich der globalen Lebensqualität untersuchten. Hiervon konnten fünf RCTs zu Einzelpsychotherapie und ein RCT zu Gruppenpsychotherapie einen signifikanten Effekt bezüglich der globalen Lebensqualität zeigen.
Die mittelfristige Wirksamkeit von psychotherapeutischen Interventionen bezüglich der globalen Lebensqualität wurde in drei Meta-Analysen [588], [589], [582] untersucht, von denen zwei einen signifikanten, mittelfristigen Effekt zugunsten der psychotherapeutischen Interventionen nachweisen konnten (d =0 .15 und d = 0.38). Zusätzlich lagen aus unserer Recherche acht RCTs zu Einzelpsychotherapie [597], [604], [605], [610], [595], [603], [609], [606] und sechs RCTs zu Gruppenpsychotherapie [618], [619], [616], [622], [624], [617] vor, welche die mittelfristige Wirksamkeit bezüglich der globalen Lebensqualität untersuchten. Hiervon konnten drei RCTs zu Einzelpsychotherapie und ein RCT zu Gruppenpsychotherapie einen signifikanten Effekt bezüglich der globalen Lebensqualität zeigen.
Die langfristige Wirksamkeit von psychotherapeutischen Interventionen bezüglich der globalen Lebensqualität wurde in zwei Meta-Analysen [589], [582] untersucht und konnte lediglich bei Faller et al. (2013) nachgewiesen werden (d = 0.37). Zusätzlich lagen aus unserer Recherche zwei RCTs zu Einzelpsychotherapie [597], [600] und drei RCTs zu Gruppenpsychotherapie [618], [626], [616] vor, welche die langfristige Wirksamkeit bezüglich der globalen Lebensqualität untersuchten. Hiervon konnte keines der RCTs zu Einzelpsychotherapie und ein RCT zu Gruppenpsychotherapie einen signifikanten Effekt bezüglich der globalen Lebensqualität zeigen. Ein RCT [618] zu Gruppenpsychotherapie beschrieb gemischte Befunde (signifikante Effekte für sechs und 12 Monate, nicht aber für 18 Monate).
Die kurzfristige Wirksamkeit von psychotherapeutischen Interventionen bezüglich psychischer Belastung (Distress) wurde in vier Meta-Analysen untersucht [584], [588], [590], [582], von denen alle einen signifikanten, kurzfristigen Effekt zugunsten der psychotherapeutischen Interventionen nachweisen konnten (-0.23 ≤ d ≤ -0.48). Weiterhin beschreiben drei systematische Reviews, dass in zwei von zwei [593], einem von zwei [696] und acht von 13 [697] in den jeweiligen Reviews eingeschlossenen RCTs ein signifikanter, kurzfristiger Effekt zugunsten der psychotherapeutischen Interventionen festgestellt werden konnte. Zusätzlich lagen aus unserer Recherche sechs RCTs zu Einzelpsychotherapie [596], [597], [610], [595], [608], [606] und fünf RCTs zu Gruppenpsychotherapie [611], [619], [612], [624], [617] vor, welche die kurzfristige Wirksamkeit bezüglich psychischer Belastung (Distress) untersuchten. Hiervon konnten zwei RCTs zu Einzelpsychotherapie und zwei RCTs zu Gruppenpsychotherapie einen signifikanten Effekt bezüglich psychischer Belastung (Distress) zeigen.
Die mittelfristige Wirksamkeit von psychotherapeutischen Interventionen bezüglich psychischer Belastung (Distress) wurde in zwei Meta-Analysen untersucht [588], [582] von denen beide einen signifikanten, mittelfristigen Effekt zugunsten der psychotherapeutischen Interventionen nachweisen konnten (d=-0.18 und d=-0.21). Zusätzlich lagen aus unserer Recherche sechs RCTs zu Einzelpsychotherapie [596], [597], [610], [595], [608], [606] und fünf RCTs zu Gruppenpsychotherapie [611], [619], [612], [624] vor, welche die mittelfristige Wirksamkeit bezüglich psychischer Belastung (Distress) untersuchten. Hiervon konnten zwei RCTs zu Einzelpsychotherapie und zwei RCTs zu Gruppenpsychotherapie einen signifikanten Effekt bezüglich psychischer Belastung (Distress) zeigen. Ein RCT [619] zu Gruppenpsychotherapie wies gemischte Befunde auf (signifikanter Effekt nach drei Monaten, nicht aber nach sechs Monaten).
Die langfristige Wirksamkeit von psychotherapeutischen Interventionen bezüglich psychischer Belastung (Distress) wurde in einer Meta-Analyse untersucht [582], die einen signifikanten, langfristigen Effekt zugunsten der psychotherapeutischen Interventionen nachweisen konnten (d=-0.15). Zusätzlich lag aus unserer Recherche ein RCT zu Einzelpsychotherapie [597] vor, das die langfristige Wirksamkeit bezüglich psychischer Belastung (Distress) untersuchte. Es konnte kein signifikanter Effekt zugunsten der Psychotherapie nachgewiesen werden.
Die kurzfristige Wirksamkeit von psychotherapeutischen Interventionen bezüglich Depressivität wurde in acht Meta-Analysen untersucht [583], [584], [588], [589], [591], [592], [593], [582], von denen sechs einen signifikanten, kurzfristigen Effekt zugunsten der psychotherapeutischen Interventionen nachweisen konnten (-0.25 ≤ d ≤ -1.11). Weiterhin beschreibt ein systematisches Review [696], dass in vier von sechs im Review eingeschlossenen RCTs ein signifikanter, kurzfristiger Effekt zugunsten der psychotherapeutischen Interventionen festgestellt werden konnte. Zusätzlich lagen aus unserer Recherche 12 RCTs zu Einzelpsychotherapie [596], [597], [598], [599], [600], [628], [601], [604], [610], [594], [595], [609] und neun RCTs zu Gruppenpsychotherapie [611], [615], [627], [619], [620], [625], [612], [621], [622] vor, welche die kurzfristige Wirksamkeit bezüglich Depressivität untersuchten. Hiervon konnten sieben RCTs zu Einzelpsychotherapie und fünf RCTs zu Gruppenpsychotherapie einen signifikanten Effekt bezüglich Depressivität zeigen.
Die mittelfristige Wirksamkeit von psychotherapeutischen Interventionen bezüglich Depressivität wurde in drei Meta-Analysen untersucht [588], [589], [582], von denen eine einen signifikanten, mittelfristigen Effekt zugunsten der psychotherapeutischen Interventionen nachweisen konnten (d=-0.13, Einzel; d=-0.2, Gruppe). Zusätzlich lagen aus unserer Recherche neun RCTs zu Einzelpsychotherapie [596], [597], [599], [628], [604], [610], [594], [595], [609] und sieben RCTs zu Gruppenpsychotherapie [611], [615], [627], [619], [612], [621], [622] vor, welche die mittelfristige Wirksamkeit bezüglich Depressivität untersuchten. Hiervon konnten vier RCTs zu Einzelpsychotherapie und drei RCTs zu Gruppenpsychotherapie einen signifikanten Effekt bezüglich Depressivität zeigen. Ein RCT [619] zu Gruppenpsychotherapie wies gemischte Befunde auf (signifikanter Effekt nach drei Monaten, nicht aber nach sechs Monaten).
Die langfristige Wirksamkeit von psychotherapeutischen Interventionen bezüglich Depressivität wurde in zwei Meta-Analysen untersucht [588], [589], [582], von denen eine einen signifikanten, langfristigen Effekt zugunsten der psychotherapeutischen Interventionen nachweisen konnten (d=-0.28). Zusätzlich lagen aus unserer Recherche zwei RCTs zu Einzelpsychotherapie [600], [594] und zwei RCTs zu Gruppenpsychotherapie [626], [621] vor, welche die langfristige Wirksamkeit bezüglich Depressivität untersuchten. Hiervon konnte jeweils in einem RCT zu Einzelpsychotherapie und einem RCT zu Gruppenpsychotherapie ein signifikanter Effekt bezüglich Depressivität gezeigt werden.
Die kurzfristige Wirksamkeit von psychotherapeutischen Interventionen bezüglich Angst wurde in sieben Meta-Analysen untersucht [584], [585], [587], [588], [589], [593], [582], von denen sechs einen signifikanten, kurzfristigen Effekt zugunsten der psychotherapeutischen Interventionen nachweisen konnten (-0.21 ≤ d ≤ -1.1). Weiterhin beschreibt ein systematisches Review [696], dass in zwei der drei im Review eingeschlossenen RCTs ein signifikanter, kurzfristiger Effekt zugunsten der psychotherapeutischen Interventionen festgestellt werden konnte. Zusätzlich lagen aus unserer Recherche neun RCTs zu Einzelpsychotherapie [596], [597], [598], [600], [604], [610], [594], [595], [602] und neun RCTs zu Gruppenpsychotherapie [611], [613], [615], [627], [619], [625], [621], [622], [617] vor, welche die kurzfristige Wirksamkeit bezüglich Angst untersuchten. Hiervon konnten drei RCTs zu Einzelpsychotherapie und sechs RCTs zu Gruppenpsychotherapie einen signifikanten Effekt bezüglich Angst zeigen. Ein RCT [598] zu Einzelpsychotherapie wies gemischte Befunde auf (signifikanter Effekt auf HADS-A, aber kein signifikanter Effekt auf SAS).
Die mittelfristige Wirksamkeit von psychotherapeutischen Interventionen bezüglich Angst wurde in vier Meta-Analysen untersucht [587], [588], [589], [582], von denen zwei einen signifikanten, mittelfristigen Effekt zugunsten der psychotherapeutischen Interventionen nachweisen konnten (d=-0.19 und d=-0.33, Einzel; bzw. d=-0.22, Gruppe). Zusätzlich lagen aus unserer Recherche sechs RCTs zu Einzelpsychotherapie [596], [597], [604], [610], [594], [595] und sieben RCTs zu Gruppenpsychotherapie [611], [615], [627], [619], [621], [622], [617] vor, welche die mittelfristige Wirksamkeit bezüglich Angst untersuchten. Hiervon konnten ein RCT zu Einzelpsychotherapie und vier RCTs zu Gruppenpsychotherapie einen signifikanten Effekt bezüglich Angst zeigen. In einem RCT zu Gruppenpsychotherapie [622] litten Patient*innen der Psychotherapiegruppe drei Monate nach der Intervention an stärkerer Angst als Patient*innen in der Kontrollgruppe.
Die langfristige Wirksamkeit von psychotherapeutischen Interventionen bezüglich Angst wurde in zwei Meta-Analysen untersucht [589], [582], von denen eine einen signifikanten, langfristigen Effekt zugunsten der psychotherapeutischen Interventionen nachweisen konnten (d=-0.46). Zusätzlich lagen aus unserer Recherche drei RCTs zu Einzelpsychotherapie [597], [600], [594] und ein RCT zu Gruppenpsychotherapie [621] vor, welche die langfristige Wirksamkeit bezüglich Angst untersuchten. Hiervon konnten lediglich zwei RCTs zu Einzelpsychotherapie einen signifikanten langfristigen Effekt bezüglich Angst zeigen.
Die kurzfristige Wirksamkeit von psychotherapeutischen Interventionen bezüglich Übelkeit wurde in einer Meta-Analyse [588] untersucht. Es konnte ein signifikanter, kurzfristiger Effekt zugunsten der psychotherapeutischen Intervention nachgewiesen werden (d=-0.39). Zusätzlich lag aus unserer Recherche ein RCT zu Einzelpsychotherapie [701] vor, welches die kurzfristige Wirksamkeit bezüglich Übelkeit untersuchte. Es konnte ein signifikanter kurzfristiger Effekt zugunsten der Psychotherapie nachgewiesen werden.
Zur mittelfristigen Wirksamkeit psychotherapeutischer Interventionen bezüglich Übelkeit lag nach unserer Recherche lediglich ein RCT [701] zu Einzelpsychotherapie vor. Es konnte ein signifikanter mittelfristiger Effekt zugunsten der Psychotherapie nachgewiesen werden.
Es lagen nach unserer Recherche keine Studien zur langfristigen Wirksamkeit psychotherapeutischer Interventionen bezüglich Übelkeit vor.
Fatigue (Empfehlung 8.15)
Die kurzfristige Wirksamkeit von psychotherapeutischen Interventionen bezüglich Fatigue wurde in zwei Meta-Analysen untersucht [631], [588], von denen eine einen signifikanten, kurzfristigen Effekt zugunsten der psychotherapeutischen Interventionen nachweisen konnte (d=-0.42(f)). Weiterhin beschreiben zwei systematisches Reviews, dass in einem von fünf [697] und zwei von zwei [698] im Review eingeschlossenen RCTs ein signifikanter, kurzfristiger Effekt zugunsten der psychotherapeutischen Interventionen festgestellt werden konnte. Zusätzlich lagen aus unserer Recherche drei RCTs zu Einzelpsychotherapie [597], [604], [607] und zwei RCTs zu Gruppenpsychotherapie [702], [624] vor, welche die kurzfristige Wirksamkeit bezüglich Fatigue untersuchten. Hiervon konnten zwei RCTs zu Einzelpsychotherapie und ein RCT zu Gruppenpsychotherapie einen signifikanten Effekt bezüglich Fatigue zeigen.
Die mittelfristige Wirksamkeit von psychotherapeutischen Interventionen bezüglich Fatigue wurde lediglich in einer Meta-Analyse untersucht [588]. Es konnte kein signifikanter, mittelfristiger Effekt zugunsten der psychotherapeutischen Intervention nachgewiesen werden. Zusätzlich lagen aus unserer Recherche zwei RCTs zu Einzelpsychotherapie [597], [604] und ein RCT zu Gruppenpsychotherapie [624] vor, welche die mittelfristige Wirksamkeit bezüglich Fatigue untersuchten. Lediglich in einem RCT zu Einzelpsychotherapie konnte ein signifikanter, mittelfristiger Effekt zugunsten der Psychotherapie nachgewiesen werden.
Zur langfristigen Wirksamkeit psychotherapeutischer Interventionen bezüglich Fatigue lag nach unserer Recherche lediglich ein RCT [597] zu Einzelpsychotherapie vor. Es konnte kein signifikanter Effekt zugunsten der Einzelpsychotherapie nachgewiesen werden.
Schmerz (Empfehlung 8.16)
Die kurzfristige Wirksamkeit von psychotherapeutischen Interventionen bezüglich Schmerz wurde in zwei Meta-Analysen [588], [589] untersucht. Es konnte in keiner der zwei ein signifikanter, kurzfristiger Effekt zugunsten der psychotherapeutischen Intervention nachgewiesen werden. Allerdings beschreibt ein systematisches Review [697], dass in vier der fünf im Review eingeschlossenen RCTs ein signifikanter kurzfristiger Effekt zugunsten der Psychotherapie nachgewiesen wurde. Zusätzlich lagen aus unserer Recherche vier RCTs zu Einzelpsychotherapie [596], [604], [607], [603] vor, welche die kurzfristige Wirksamkeit bezüglich Schmerz untersuchten. Hiervon konnte lediglich ein RCT einen signifikanten Effekt bezüglich Schmerz zeigen.
Die mittelfristige Wirksamkeit von psychotherapeutischen Interventionen bezüglich Schmerz wurde lediglich in einer Meta-Analyse untersucht [589]. Es konnte kein signifikanter, mittelfristiger Effekt zugunsten der psychotherapeutischen Intervention nachgewiesen werden. Zusätzlich lagen aus unserer Recherche drei RCTs zu Einzelpsychotherapie [596], [604], [603] vor, welche die mittelfristige Wirksamkeit bezüglich Schmerz untersuchten. Lediglich in einem RCT konnte ein signifikanter, mittelfristiger Effekt zugunsten der Psychotherapie nachgewiesen werden.
Es lagen nach unserer Recherche keine Studien zur langfristigen Wirksamkeit psychotherapeutischer Interventionen bezüglich Schmerz vor.
Sexuelle Funktionsstörungen (Statement 8.17)
Zur Wirksamkeit von psychotherapeutischen Interventionen bezüglich sexueller Funktion lagen nach unserer Recherche keine systematischen Übersichtsarbeiten vor.
Die kurzfristige Wirksamkeit von psychotherapeutischen Interventionen bezüglich sexueller Funktion wurde in einem RCT zu Einzelpsychotherapie [700] und zwei RCTs zu Gruppenpsychotherapie [616], [623] untersucht. Lediglich das RCT zu Einzelpsychotherapie konnte einen signifikanten kurzfristigen Effekt zugunsten der Psychotherapie nachweisen.
Die mittelfristige Wirksamkeit von psychotherapeutischen Interventionen bezüglich sexueller Funktion wurde in einem RCT zu Einzelpsychotherapie [699] und einem RCT zu Gruppenpsychotherapie [616] untersucht. Beide RCTs konnten einen signifikanten, mittelfristigen Effekt bezüglich sexueller Funktion nachweisen.
Die langfristige Wirksamkeit von psychotherapeutischen Interventionen bezüglich sexueller Funktion wurde lediglich von einem RCT zu Gruppenpsychotherapie [616] untersucht. Es konnte kein signifikanter langfristiger Effekt nachgewiesen werden.
Die Befundlage zur Wirksamkeit von psychotherapeutischen Interventionen zur Reduktion von sexuellen Funktionsstörungen bei Krebspatient*innen ist als heterogen und nicht ausreichend belastbar einzuschätzen. Sexuelle Funktion stellte in allen RCTs das primäre Outcome dar, zwei der vier RCTs wiesen nach a priori Power-Analyse eine ausreichend große Stichprobe auf. Ein RCT machte Angaben zu den Neben- und Wechselwirkungen, die jedoch weder in der Kontroll- noch der Psychotherapiegruppe auftraten. Die methodische Qualität aller RCTs ist als mäßig bis gering einzuschätzen. Die Leitliniengruppe behält sich daher vor, auf eine Empfehlung für oder gegen den Einsatz psychotherapeutischer Interventionen bei Krebspatient*innen mit diesen Beschwerden zu verzichten. Es bedarf weiterer, methodisch hochwertiger Studien, um eine Empfehlung formulieren zu können.
Einschätzung der Studienqualität
Insgeamt wiesen 13/16 (81%) SRs Mängel in mehr als einer kritischen Bewertungsdomäne auf (critical low quality), 2/16 (13%) in einer kritischen Bewertungsdomäne (low quality) und ein (6%) SR wies keine kritischen und lediglich einen nicht-kritischen Mangel auf (high quality). Dabei ist anzumerken, dass in 5/16 SRs eine Abwertung der Qualitätsbewertung durch das Fehlen einer Liste exkludierter Primärstudien und deren Ausschlussgründen (kritische Domäne 7, AMSTAR-2) erfolgte.
Eine adäquate Methode zur Generierung der Randomisierungssequenz (Selection bias) nutzten 17/21 RCTs (81%) zu Einzelpsychotherapie, 9/21 RCTs (43%) stellten die Geheimhaltung und Unvorhersehbarkeit der Gruppenzuteilung sicher (Selection bias). In 11/21 RCTs (52%) war der Umfang fehlender Daten ausreichend gering (<20%) oder fehlende Daten wurden entsprechend imputiert (Attrition Bias) und in 6/21 RCTs (29%) konnte selektives Berichten von Endpunkten durch ein vorhandenes Studienprotokoll ausgeschlossen werden (Reporting Bias). Aufgrund der Art der verwendeten Interventionen und der Erhebung der Endpunkte durch Selbsteinschätzung waren in keinem der RCTs eine Verblindung von Studienpersonal-/teilnehmer*innen (Performance Bias) und dadurch auch keine Verblindung der Endpunkterhebung (Detection Bias) möglich.
Insgesamt führten 13/21 RCTs a priori eine Fallzahlplanung durch, wovon 6 RCTs ihre a priori geplante Fallzahl erreichten.
13/18 RCTs (72%) zu Gruppenpsychotherapie nutzten eine adäquate Methode zur Generierung der Randomisierungssequenz (Selection bias), 4/18 RCTs (22%) stellten die Geheimhaltung und Unvorhersehbarkeit der Gruppenzuteilung sicher (Selection bias), in 11/18 RCTs (61%) war der Umfang fehlender Daten ausreichend gering (<20%) oder fehlende Daten wurden entsprechend imputiert (Attrition Bias). In 1/18 RCTs (6%) konnte selektives Berichten von Endpunkten durch ein vorhandenes Studienprotokoll ausgeschlossen werden (Reporting Bias). Aufgrund der Art der verwendeten Interventionen und der Erhebung der Endpunkte durch Selbsteinschätzung waren in keinem der RCTs eine Verblindung von Studienpersonal-/teilnehmer*innen (Performance Bias) und dadurch, mit Ausnahme eines RCTs, auch keine Verblindung der Endpunkterhebung (Detection Bias) möglich.
Insgesamt führten 8/18 RCTs a priori eine Fallzahlplanung durch, wovon 6 RCTs ihre a priori geplante Fallzahl erreichten.
(f) Effekt nur signifikant für Patient*innen nach abgeschlossener Krebsbehandlung, nicht signifikant für Patient*innen während laufender Behandlung.
8.5.2 Psychotherapeutische Paar- und Familieninterventionen
- Empfehlungsgrad
- 0: offene Empfehlung (Option) bzgl. einer Maßnahme - verwendete Ausdrucksweise = kann
- Evidenzlevel
- 1a
- Konsens
- Starker Konsens (97%)
- Literatur
- [582] [703] [704] [705] [706] [707] [708] [709] [710] [711] [712]
Änderungshinweis
Psychotherapeutische Paarinterventionen sollen Menschen mit Krebserkrankungen und einer Anpassungsstörung oder einer subsyndromalen Belastung angeboten werden. Dabei sollen die im Rahmen der Diagnostik festgestellten somatischen und sozialen Faktoren und ihre Wechselwirkungen berücksichtigt werden.Die Studienlage zur Wirksamkeit psychotherapeutischer Paar- und Familieninterventionen zur Reduktion von Schmerz, Fatigue und sexuellen Funktionsstörungen bei Krebspatient*innen lässt keine Empfehlung für oder gegen den Einsatz bei diesen Beschwerden zu.
Die Einbeziehung von Partner*innen oder Angehörigen von Krebspatient*innen in die psychoonkologische Behandlung ist selbstverständlicher Bestandteil eines bio-psycho-sozialen Behandlungskonzepts. In diesem Kapitel werden spezifische psychotherapeutische Paar- und Familieninterventionen und deren in Studien untersuchte Wirksamkeit zur Reduktion psychischer und körperlicher Belastungen von Menschen mit Krebserkrankungen fokussiert.
Systematische Literaturrecherche
Die Bewertung der Wirksamkeit von Paar- und Familien-Interventionen bei Krebserkrankten und –überlebenden basiert auf sieben systematischen Übersichtsarbeiten sowie fünf RCTs. Eines der fünf RCTs wurde bereits in einer der systematischen Übersichtsarbeiten eingeschlossen; die Ergebnisse dieser Studie werden daher in der Ergebnisdarstellung nicht separat berichtet.
Die sieben systematischen Übersichtsarbeiten (fünf Meta-Analysen, zwei systematische Reviews) schlossen zwischen zehn und 198 Primärstudien in die Analyse mit ein. Sechs der Übersichtsarbeiten untersuchten gemischte Krebspopulationen, eine Arbeit schloss spezifisch Brustkrebspatient*innen ein. Die eingeschlossenen Primärstudien stammen u.a. aus den USA, Australien, Kanada, Iran und der EU. Eine Meta-Analyse berichtete ausschließlich über die Wirksamkeit psychotherapeutischer Paar- und Familieninterventionen zur Steigerung der Lebensqualität [706]. Alle weiteren Übersichtsarbeiten berichteten mehrere relevante Endpunkte.
Die Stichprobengröße der fünf RCTs variiert zwischen 17 und 237 Patient*innen (N=572), davon 0-100% weiblichen Geschlechts. Die Studien stammen aus Dänemark (n=2), den USA, Australien und Großbritannien (je n=1). Bezüglich der untersuchten Tumorentitäten fokussierten sich drei Studien ausschließlich auf Prostatakrebs, eine Studie auf Brustkrebs und eine Studie untersuchte Patient*innen mit verschiedenen Krebsdiagnosen. Vier Studien untersuchten paarbasierte Therapie- und Beratungsansätze, eine Studie untersuchte eine Familien-Coping-Intervention. Die Anzahl der dargebotenen Interventionssitzungen reichte von vier Sitzungen bis sechs Sitzungen, über einen Maximalzeitraum von fünf Monaten. Als primäre Endpunkte erhoben die RCTs psychische Belastung (n=3), Lebensqualität (n=2) und Depressivität (n=1).
Ergebnisse
Lebensqualität, psychische Belastung, Depressivität und Angst (Empfehlung 8.19)
Die kurzfristige Wirksamkeit von psychotherapeutischen Paar- und Familien-Interventionen bezüglich der globalen Lebensqualität wurde in vier Meta-Analysen [703], [704], [706], [582] untersucht, von welchen eine einen signifikanten, kurzfristigen Effekt nachweisen konnte (d=0.25). Zusätzlich beschreiben Griffin und Kollegen [707] in einem systematischen Review deskriptiv, dass in keinem von sechs im Review eingeschlossenen RCTs ein signifikanter Effekt zugunsten der Paar- und Familien-Interventionen feststellbar war. Zusätzlich lagen aus unserer Recherche die Ergebnisse von zwei RCTs [709], [712] vor, die jedoch keinen signifikanten, kurzfristigen Effekt zugunsten psychotherapeutischer Paar- und Familien-Interventionen feststellen konnten.
Die mittelfristige Wirksamkeit von psychotherapeutischen Paar- und Familien-Interventionen bezüglich der globalen Lebensqualität wurde in drei Meta-Analysen [703], [704], [582] sowie in zwei RCTs [709], [712] untersucht. Weder im Rahmen der Meta-Analysen noch im Rahmen der RCTs konnten signifikante, mittelfristige Effekte zugunsten psychotherapeutischer Paar- und Familien-Interventionen nachgewiesen werden.
Auch die langfristige Wirksamkeit von psychotherapeutischen Paar- und Familien-Interventionen bezüglich der globalen Lebensqualität wurde in drei Meta-Analysen [703], [704], [582] untersucht. Es konnte jedoch kein signifikanter, langfristiger Effekt zugunsten psychotherapeutischer Paar- und Familien-Interventionen nachgewiesen werden.
Die kurzfristige Wirksamkeit von psychotherapeutischen Paar- und Familien-Interventionen bezüglich psychischer Belastung (Distress) wurde in zwei Meta-Analysen [704], [582] untersucht, von welchen eine einen signifikanten, kurzfristigen Effekt zugunsten psychotherapeutischer Paar- und Familien-Interventionen nachweisen konnte (d=-0.16). Zusätzlich lagen Ergebnisse von drei RCTs [710], [711], [712] vor, von welchen jedoch keines einen signifikanten, kurzfristigen Effekt zugunsten psychotherapeutischer Paar- und Familien-Interventionen feststellen konnte.
Hinsichtlich der mittelfristigen Wirksamkeit von psychotherapeutischen Paar- und Familien-Interventionen bezüglich psychischer Belastung (Distress) lagen die Ergebnisse von zwei Meta-Analysen [704], [582] und drei RCTs [710], [711], [712] vor. Weder in den Meta-Analysen noch den RCTs konnten signifikante, mittelfristige Effekte zugunsten von psychotherapeutischen Paar- und Familien-Interventionen nachgewiesen werden.
Die langfristige Wirksamkeit von psychotherapeutischen Paar- und Familien-Interventionen bezüglich psychischer Belastung (Distress) wurde in zwei Meta-Analysen [704], [582] untersucht, von welchen jedoch keine einen signifikanten Effekt zugunsten psychotherapeutischer Paar- und Familien-Interventionen nachweisen konnten. Es lagen keine ergänzenden RCTs vor.
Die kurzfristige Wirksamkeit von psychotherapeutischen Paar- und Familien-Interventionen bezüglich Depressivität wurde in vier Meta-Analysen [703], [704], [705], [582] untersucht, von welchen zwei einen signifikanten, kurzfristigen Effekt zugunsten psychotherapeutischen Paar- und Familien-Interventionen nachwiesen (d=-0.26 und d=-2.15). Zusätzlich beschreibt ein systematisches Review [707] deskriptiv, dass in zwei von neun eingeschlossenen RCTs ein signifikanter Effekt zugunsten psychotherapeutischer Paar- und Familien-Interventionen vorlag. Zusätzlich lagen aus unserer Recherche die Ergebnisse von drei RCTs [709], [709], [710], [709], [711] vor, von denen jedoch keines einen signifikanten, kurzfristigen Effekt zugunsten psychotherapeutischer Paar- und Familien-Interventionen nachweisen konnte.
Die mittelfristige Wirksamkeit von psychotherapeutischen Paar- und Familien-Interventionen bezüglich Depressivität wurde in drei Meta-Analysen [703], [704], [582] untersucht, von welchen zwei einen signifikanten, mittelfristigen Effekt zugunsten psychotherapeutischer Paar- und Familien-Interventionen nachwiesen ((d=-0.29 und d=-0.37). Zusätzlich lagen die Ergebnisse von drei RCTs [709], [710], [711] vor, die jedoch keinen signifikanten, mittelfristigen Effekt zugunsten psychotherapeutischer Paar- und Familien-Interventionen ermitteln konnten.
Die langfristige Wirksamkeit von psychotherapeutischen Paar- und Familien-Interventionen bezüglich Depressivität wurde in zwei Meta-Analysen [704], [582] untersucht, die keinen signifikanten, langfristigen Effekt zugunsten psychotherapeutischer Paar- und Familien-Interventionen nachweisen konnten.
Die kurzfristige Wirksamkeit von psychotherapeutischen Paar- und Familien-Interventionen bezüglich Angst wurde in vier Meta-Analysen [703], [704], [705], [582] untersucht, von denen zwei einen signifikanten, kurzfristigen Effekt zugunsten psychotherapeutischer Paar- und Familien-Interventionen nachweisen konnten (d=-0.30 und d=-1.16). Zudem lag das Ergebnis eines RCTs [709] vor, das jedoch keinen signifikanten, kurzfristigen Effekt zugunsten psychotherapeutischer Paar- und Familien-Interventionen feststellte.
Die mittelfristige Wirksamkeit von psychotherapeutischen Paar- und Familien-Interventionen bezüglich Angst wurde in einer Meta-Analyse [704] untersucht. Diese wies einen signifikanten, mittelfristigen Effekt zugunsten psychotherapeutischer Paar- und Familien-Interventionen nach (d=-0.43). Zusätzlich lagen die Ergebnisse eines RCTs [709] vor, das jedoch keinen signifikanten, mittelfristigen Effekt zugunsten psychotherapeutischer Paar- und Familien-Interventionen erfasste.
Die langfristige Wirksamkeit von psychotherapeutischen Paar- und Familien-Interventionen bezüglich Angst wurde in zwei Meta-Analysen [704], [582] untersucht, von welchen eine einen signifikanten Effekt zugunsten psychotherapeutischer Paar- und Familien-Interventionen nachweisen konnte (d=-0.26). Es lagen keine ergänzenden RCTs vor.
Fatigue, Schmerz und sexuelle Funktionsstörungen (Empfehlung 8.20)
Sowohl die kurz- als auch die mittelfristige Wirksamkeit von psychotherapeutischen Paar- und Familien-Interventionen bezüglich Fatigue wurden nur in der Meta-Analyse von Hu et al. [703] untersucht. Es konnten jedoch keine signifikanten kurz- oder mittelfristigen Effekte zugunsten psychotherapeutischer Paar- und Familien-Interventionen nachgewiesen werden. Es lagen nach unserer Recherche keine ergänzenden RCTs vor.
Sowohl die kurz- als auch die mittelfristige Wirksamkeit von psychotherapeutischen Paar- und Familien-Interventionen bezüglich Schmerz wurden ebenfalls nur in der Meta-Analyse von Hu et al. [703] untersucht. Es konnten jedoch keine signifikanten kurz- oder mittelfristigen Effekte zugunsten psychotherapeutischer Paar- und Familien-Interventionen nachgewiesen werden. Es lagen nach unserer Recherche keine ergänzenden RCTs vor.
Bezüglich sexueller Funktion beschreibt die systematische Übersichtsarbeit von Brandao et al. [708] deskriptiv, dass in acht von zehn eingeschlossenen RCTs signifikante Effekte auf mind. einem relevanten Outcome (psychologisches Funktionsniveau, physisches Funktionsniveau, Ehequalität, sexuelle Zufriedenheit) zugunsten der Paar- und Familien-Interventionen nachgewiesen wurden. In vier dieser acht Studien zeigten sich dabei signifikante Effekte bezüglich sexueller Funktion/Zufriedenheit zugunsten der Paar- und Familien-Interventionen.
Es lagen zu diesem Endpunkt keine weiteren systematischen Übersichtsarbeiten und RCTs vor.
Einschätzung der Studienqualität
Alle sieben SRs (100%) wiesen Mängel in mehr als einer kritischen Bewertungsdomäne auf (critical low quality).
Insgesamt nutzten 2/5 (40%) RCTs eine adäquate Methode zur Generierung der Randomisierungssequenz (Selection bias), 3/5 RCTs (60%) stellten die Geheimhaltung und Unvorhersehbarkeit der Gruppenzuteilung sicher (Selection bias), in 2/5 RCTs (40%) war der Umfang fehlender Daten ausreichend gering (<20%) oder fehlende Daten wurden entsprechend imputiert (Attrition Bias) und in 2/5 RCTs (40%) konnte selektives Berichten von Endpunkten durch ein vorhandenes Studienprotokoll ausgeschlossen werden (Reporting Bias). Aufgrund der Art der verwendeten Interventionen und der Erhebung der Endpunkte durch Selbsteinschätzung waren in keinem der RCTs eine Verblindung von Studienpersonal-/teilnehmer*innen (Performance Bias) und dadurch auch keine Verblindung der Endpunkterhebung (Detection Bias) möglich.
Insgesamt führten 4/5 RCTs a priori eine Fallzahlplanung durch, wovon ein RCT seine a priori geplante Fallzahl erreichte.
8.5.3 Spezifische psychoonkologische Interventionen in der Palliativphase
Die Studienlage zur Wirksamkeit spezifischer psychoonkologischer Interventionen in der Palliativphase zur Reduktion von Schmerz bei Menschen mit nicht-heilbarer Krebserkrankung lässt keine Empfehlung für oder gegen den Einsatz bei diesen Beschwerden zu.
Patient*innen mit einer nicht-heilbaren, fortschreitenden Krebserkrankung sind in deren Verlauf mit einer Vielzahl von körperlichen, psychischen, sozialen und spirituellen Belastungsfaktoren konfrontiert [732]. Eine gute palliative Versorgung erfordert daher die Berücksichtigung der Bedürfnisse von Patient*innen in allen vier Dimensionen. Sie stellt die Lebensqualität von Patient*innen mit nicht-heilbarer Krebserkrankung ins Zentrum ihrer Arbeit (Erweiterte S3-Leitlinie Palliativmedizin für Patient*innen mit nicht-heilbarer Krebserkrankung). Psychoonkologische Interventionen sind dabei Teil eines multiprofessionellen und interdisziplinären palliativen Versorgungsansatzes. Hierzu verweisen wir auf die "Erweiterte S3-Leitlinie Palliativmedizin für Patienten mit einer nicht heilbaren Krebserkrankung" (AWMF-Registernummer:128-001OL).
Spezifische psychoonkologische Interventionen für Patient*innen in der Palliativphase sind in der Regel supportiv ausgerichtet und fokussieren in unterschiedlichem Maße spirituelle, psychische, körperliche oder soziale Aspekte der Krebserkrankung [733], [734]. Dabei können Entspannungsverfahren, achtsamkeitsbasierte Interventionen und Meditation, Hypnotherapeutische Elemente, kognitiv-verhaltenstherapeutische Interventionen, supportiv-expressive Interventionen und systemisch-familientherapeutische Ansätze sowie künstlerische Therapien zum Einsatz kommen [732], [735]. In den letzten Jahrzehnten wurden außerdem spezifische Interventionen für die Arbeit mit Palliativpatient*innen entwickelt, die im Folgenden kurz vorgestellt werden.
Die Meaning-Centered Psychotherapy (sinnzentrierte Psychotherapie) ist eine von William S. Breitbart und Kolleg*innen entwickelte Form der existentiellen Psychotherapie, die darauf abzielt Sinn und Bedeutung im Angesicht des Todes zu finden [736], [737]. Ursprünglich als Gruppentherapie konzeptualisiert, bietet die Meaning-Centered Group Psychotherapy (MCGP) einen Rahmen, in dem sich (onkologische) Palliativpatient*innen gemeinsam mit Fragen um Sinnhaftigkeit, inneren Frieden und Zielorientierung im Leben vor dem Hintergrund ihrer Erkrankung beschäftigen [735]. Auf acht Sitzungen ausgelegt, werden in einer Kombination aus Psychoedukation, Gruppengesprächen und Übungen sieben Schwerpunktthemen bearbeitet: 1. Sinn-Konzepte und Sinn-Quellen; 2. Krebs und Sinn; 3. Sinnschöpfung aus der Lebensgeschichte; 4. Sinnschöpfung aus der Gegenwart und Zukunft; 5. Sinnschöpfung aus Einstellungen (den Grenzen des Lebens begegnen); 6. Sinnschöpfung aus kreativem Tun und Verantwortungsübernahme; 7. Erlebnisbasierte Sinnschöpfung (Natur, Kunst, Humor) [738], [739]. Um den Anforderungen der Palliativsituation nach Flexibilität psychotherapeutischer Behandlungen gerecht zu werden, wurde außerdem die Individual Meaning-Centered Psychotherapy (IMCP) entwickelt, die den Inhalt der MCGP in sieben Individualsitzungen bearbeitet [740], [726].
Die von Gary Rodin und Kolleg*innen entwickelte Managing Cancer and Living Meaningfully (CALM)-Therapie ist eine manualisierte, semi-strukturierte, psychotherapeutische Kurzzeitintervention im Einzelsetting [741], [742], [743], [723], [744]. Inhaltlich fokussiert CALM dabei auf vier Bereiche: 1. Symptommanagement und Kommunikation mit Behandelnden; 2. Veränderung der eigenen Person und Beziehung zu Angehörigen; 3. Spiritualität, Sinn und Bedeutung; 4. Vorbereitung auf die Zukunft, Erhalt von Hoffnung und Auseinandersetzen mit dem Sterben [744].
Basierend auf dem empirischen Würdemodell von Harvey M. Chochinov und Kolleg*innen zielt die Dignity Therapy (würdeorientierte Therapie) darauf ab, das Leiden von Patient*innen am Lebensende zu lindern, sowie deren emotionales und spirituelles Wohlbefinden zu verbessern [745], [746], [732]. Dabei werden Patient*innen in einem Interview und 1-2 Therapiesitzungen im Einzelsetting angeleitet, über denkwürdige Lebensereignisse zu reflektieren. Das auf Band aufgenommene Interview wird anschließend transkribiert, erneut den Patient*innen vorgelesen und gegebenenfalls editiert. Die Patient*innen erhalten dann ein Dokument, welches sie Angehörigen hinterlassen können [732], [735]. Die Intervention zielt besonders auf Patient*innen in der terminalen Phase ihrer Erkrankung ab [732].
Systematische Literaturrecherche
In diesem Kapitel wurden alle psychotherapeutischen Interventionen berücksichtigt, die sich explizit an Patient*innen mit nicht-heilbarer Krebserkrankung richteten und inhaltlich die körperlichen, psychischen, sozialen und spirituellen Belastungen der Palliativsituation thematisierten. Die Vermittlung der Interventionen fand dabei ausschließlich in Face-to-Face Kontakten statt.
Die Bewertung der Wirksamkeit von psychotherapeutischer Interventionen in der Palliativphase basiert auf acht systematischen Übersichtsarbeiten sowie 13 RCTs. Ein RCT [739] ist bereits in systematischen Übersichtsarbeiten eingeschlossen und wird in der Ergebnisdarstellung nicht separat berichtet.
Die acht systematischen Übersichtsarbeiten (sieben Meta-Analysen, ein systematisches Review) schlossen zwischen acht und 68 Primärstudien in die Analyse mit ein. Alle Übersichtsarbeiten schlossen gemischte Krebspopulationen ein, in drei Fällen [714], [589], [715] wurden auch andere palliative Populationen miteingeschlossen. In diesen Fällen beziehen sich die unten genannten Ergebnisse auf Subgruppenanalysen. Die eingeschlossenen Primärstudien stammen u.a. aus den USA, China, Kanada, Australien, Großbritannien und der EU.
Die Stichprobengröße der 13 RCTs variiert zwischen 28 und 340 Patient*innen (N=1926), davon durchschnittlich 38 (1-87,5%) weiblichen Geschlechts. Die Studien stammen aus den USA (n=4), den Niederlanden (n=2), Kanada (n=2), Großbritannien (n=2), Brasilien, Nigeria und Dänemark (je n=1). Der Großteil der eingeschlossenen Studien (n=12) schloss Patient*innen mit verschiedenen Krebsdiagnosen in fortgeschrittenem oder terminalem Stadium ein. Eine Studie wurde mit Leukämiepatient*innen durchgeführt. Häufige Interventionen waren sinnbasierte Psychotherapie (IMCP/MCGP, CALM; n=3), Elemente kognitiver Verhaltenstherapie (KVT; n=3) sowie psychoedukative Elemente (n=2). Zwei Studien richteten sich an Paare. Die Anzahl der Interventionssitzungen reichte von einer einmaligen Sitzung bis zu 14 wöchentlichen Sitzungen. Am häufigsten wurden Depressivität (n=4) sowie Lebensqualität (n=3) als primäre Endpunkte erhoben. Des Weiteren wurden Fatigue, psychische Belastung und Angst (je n=1) als primäre Endpunkte erhoben.
Ergebnisse
Lebensqualität, psychische Belastung, Depressivität, Angst und Fatigue (Empfehlung 8.21)
Die kurzfristige Wirksamkeit von spezifischen psychoonkologischen Interventionen in der Palliativphase bezüglich der globalen Lebensqualität wurde in sechs Meta-Analysen [713], [589], [715], [714], [716], [718] untersucht, von denen fünf einen signifikanten, kurzfristigen Effekt zugunsten spezifischer psychoonkologischer Interventionen in der Palliativphase nachweisen konnten (0.17 ≤ d ≤ 0.47). Zusätzlich lagen die Ergebnisse von sieben RCTs [720], [723], [725], [726], [724], [730], [731] vor, von welchen drei einen signifikanten, kurzfristigen Effekt zugunsten spezifischer psychoonkologischer Interventionen in der Palliativphase feststellten.
Die mittelfristige Wirksamkeit von spezifischen psychoonkologischen Interventionen in der Palliativphase bezüglich der globalen Lebensqualität wurde in zwei Meta-Analysen [589], [718] untersucht, von welchen eine einen signifikanten, mittelfristigen Effekt zugunsten spezifischer psychoonkologischer Interventionen in der Palliativphase nachweisen konnte (d=0.82). Zusätzlich lagen die Ergebnisse von sechs RCTs [722], [723], [725], [726], [724], [731] vor, von welchen zwei einen signifikanten, mittelfristigen Effekt zugunsten spezifischer psychoonkologischer Interventionen in der Palliativphase erfassten. Zudem lieferte ein RCT [722] gemischte Ergebnisse, Hier zeigte sich kein signifikanter Effekt nach zwei, vier und acht Wochen. Ein signifikanter Effekt zugunsten der Interventionen in der Palliativphase konnte nach sechs Monaten gezeigt werden.
Die langfristige Wirksamkeit von spezifischen psychoonkologischen Interventionen in der Palliativphase bezüglich der globalen Lebensqualität wurde in einer Meta-Analyse [589] sowie in einem RCTs [731] untersucht. Im Rahmen dieser Studien konnten keine signifikanten, langfristigen Effekte zugunsten spezifischer psychoonkologischer Interventionen in der Palliativphase nachgewiesen werden.
Die kurzfristige Wirksamkeit von spezifischen psychoonkologischen Interventionen in der Palliativphase bezüglich psychischer Belastung (Distress) wurde in vier Meta-Analysen [713], [714], [716], [718] untersucht, die alle einen signifikanten, kurzfristigen Effekt zugunsten spezifischer psychoonkologischer Interventionen in der Palliativphase nachweisen konnten (-0.32 ≤ d ≤ -1.02(g)). Zusätzlich lagen Ergebnisse von fünf RCTs [725], [728], [724], [729], [730] vor, von welchen zwei einen signifikanten, kurzfristigen Effekt zugunsten spezifischer psychoonkologischer Interventionen in der Palliativphase erfassten.
Die mittelfristige Wirksamkeit von spezifischen psychoonkologischen Interventionen in der Palliativphase bezüglich psychischer Belastung (Distress) wurde in einer Meta-Analyse [718] untersucht. Jedoch ließ sich kein signifikanter, mittelfristiger Effekt zugunsten spezifischer psychoonkologischer Interventionen in der Palliativphase nachweisen. Zusätzlich lagen Ergebnisse von vier RCTs [725], [727], [728], [724] vor, von welchen eines einen signifikanten, mittelfristigen Effekt zugunsten spezifischer psychoonkologischer Interventionen in der Palliativphase nachweisen konnte.
Die kurzfristige Wirksamkeit von spezifischen psychoonkologischen Interventionen in der Palliativphase bezüglich Depressivität wurde in fünf Meta-Analysen untersucht [713], [589], [715], [716], [718], von denen vier signifikante, kurzfristige Effekte zugunsten spezifischer psychoonkologischer Interventionen in der Palliativphase nachwiesen (-0.25 ≤ d ≤ -1.31). Zusätzlich lagen die Ergebnisse von sechs RCTs [721], [723], [726], [724], [729], [731] vor, von denen zwei signifikante, kurzfristige Effekte zugunsten spezifischer psychoonkologischer Interventionen in der Palliativphase nachwiesen.
Signifikante, mittelfristige Effekte zugunsten spezifischer psychoonkologischer Interventionen in der Palliativphase wurden in zwei Meta-Analysen untersucht [589], [718], von denen jedoch keine signifikante Effekte spezifischer psychoonkologischer Interventionen in der Palliativphase nachweisen konnte. Zusätzlich lagen Ergebnisse sechs RCTs [721], [722], [723], [726], [724], [731] vor, von denen eines einen signifikanten Effekt spezifischer psychoonkologischer Interventionen in der Palliativphase belegte.
Langfristige Effekte spezifischer psychoonkologischer Interventionen in der Palliativphase wurden in einer systematischen Übersichtsarbeit [589] und einem RCT [731] untersucht. Allerdings stellte keine der Studien einen signifikanten langfristigen Effekt zugunsten der spezifischen psychoonkologischen Interventionen in der Palliativphase fest.
Die kurzfristige Wirksamkeit von spezifischen psychoonkologischen Interventionen in der Palliativphase bezüglich Angst wurde in fünf Meta-Analysen [713], [589], [715], [716], [718] untersucht, von denen vier signifikante, kurzfristige Effekte zugunsten spezifischer psychoonkologischer Interventionen in der Palliativphase nachweisen konnten (-0.21 ≤ d ≤ -1.07). Zusätzlich lagen Ergebnisse aus fünf RCTs [723], [726], [728], [729], [731] vor, von denen zwei signifikante, kurzfristige Effekte zugunsten spezifischer psychoonkologischer Interventionen in der Palliativphase nachwiesen.
Die mittelfristige Wirksamkeit von spezifischen psychoonkologischen Interventionen in der Palliativphase bezüglich Angst wurde in zwei Meta-Analysen [589], [718] untersucht. Keine konnte signifikante Effekte spezifischer psychoonkologischer Interventionen in der Palliativphase nachweisen. Zusätzlich lagen Ergebnisse aus fünf RCTs [722], [723], [726], [728], [731] vor, von denen zwei signifikante Effekte spezifischer psychoonkologischer Interventionen in der Palliativphase nachwiesen.
Langfristige Effekte von psychotherapeutischen Interventionen in der Palliativphase wurden in lediglich einer systematischen Übersichtsarbeit [589] und einem RCT [731] untersucht, welche beide keine signifikanten Effekte ermitteln konnten.
Die kurzfristige Wirksamkeit von spezifischen psychoonkologischen Interventionen in der Palliativphase bezüglich Fatigue wurde in zwei Meta-Analysen [714], [717] untersucht, von denen eine signifikante Effekte spezifischer psychoonkologischer Interventionen in der Palliativphase nachweisen konnte (d=-0.30). Zusätzlich lagen Ergebnisse aus drei RCTs [720], [727], [729] vor, von denen zwei signifikante, kurzfristige Effekte zugunsten spezifischer psychoonkologischer Interventionen in der Palliativphase nachwiesen.
Die mittelfristige Wirksamkeit von spezifischen psychoonkologischen Interventionen in der Palliativphase bezüglich Fatigue wurde in einer Meta-Analyse [717] untersucht. Diese konnte einen signifikanten Effekt zugunsten spezifischer psychoonkologischer Interventionen in der Palliativphase nachweisen (d=-0.66).
Die langfristige Wirksamkeit von spezifischen psychoonkologischen Interventionen in der Palliativphase bezüglich Fatigue wurde lediglich in einer Meta-Analyse [717] untersucht. Diese konnte keinen signifikanten Effekt spezifischer psychoonkologischer Interventionen in der Palliativphase feststellen. Es lagen in unserer Recherche keine ergänzenden Ergebnisse aus RCTs vor.
Schmerz (Statement 8.22)
Die kurz- und mittelfristige Wirksamkeit von spezifischen psychoonkologischen Interventionen in der Palliativphase bezüglich Schmerz wurde in einer Meta-Analyse [589] und einem RCT [724] untersucht.
Dabei wies die Meta-Analyse weder kurz- noch mittelfristige Effekte spezifischer psychoonkologischer Interventionen in der Palliativphase nach, das RCT konnte nur signifikante mittelfristige Effekte spezifischer psychoonkologischer Interventionen in der Palliativphase feststellen.
Die Studienlage zur Wirksamkeit von spezifischen psychoonkologischen Interventionen in der Palliativphase zur Reduktion von Schmerz bei Menschen mit nicht-heilbarer Krebserkrankung ist als nicht ausreichend belastbar einzuschätzen.
Die Meta-Analyse von Bauereis et al. (2018) [589] schließt lediglich fünf RCTs ein, die Schmerzreduktion als Outcome betrachten. Die Ergebnisse weisen eine hohe unerklärte Heterogenität auf, was das Vertrauen in den Effektschätzer reduziert. Die Ergebnisse zur mittelfristigen Wirksamkeit basieren lediglich auf einem RCT. Weiterhin schließt die Meta-Analyse auch Populationen von Krebspatienten ein, die sich nicht in der palliativen Phase befinden, wodurch die Passung zur Schlüsselfrage des Kapitels reduziert wird. Das RCT von Rodin et al. (2020) [724] verfügt nur über eine kleine Stichprobe, die geplante Fallzahl konnte nicht erreicht werden. Aufgrund der genannten Einschränkungen verzichtet die Leitliniengruppe auf eine Empfehlung für oder gegen den Einsatz spezifischer psychoonkologischer Interventionen in der Palliativphase zur Reduktion von Schmerz bei Menschen mit nicht-heilbarer Krebserkrankung. Es bedarf weiterer, methodisch hochwertiger Studien, um eine Empfehlung formulieren zu können.
Ergänzende Evidenz
Ergänzend zu den genannten Ergebnissen beschreibt ein systematisches Review [719] in 6/9 ausreichend gepowerten RCTs zu sinnbasierten Interventionen signifikante kurzfristige Effekte auf mind. einem primären Endpunkt (u.a. Lebensqualität, Distress, Schmerz). In 5/9 RCTs mit ausreichender stat. Power zu würdebasierten Interventionen zeigten sich ebenfalls signifikante kurzfristige Effekte auf mind. einem primären Endpunkt.
Einschätzung der Studienqualität
Die Einschätzung der Studienqualität der SRs erfolgte mittels AMSTAR-2 Tool, die Einschätzung des Verzerrungsrisikos der RCTs mittels des Cochrane RoB-Tools.
Insgesamt wiesen 5/8 (62,5%) SRs Mängel in mehr als einer kritischen Bewertungsdomäne auf (critical low quality), 2/8 (25%) in einer kritischen Bewertungsdomäne (low quality). Ein (12,5%) SR wies keine kritischen und lediglich einen nicht-kritischen Mangel auf (high quality). Dabei ist anzumerken, dass in 4/8 SRs eine Abwertung der Qualitätsbewertung durch das Fehlen einer Liste exkludierter Primärstudien und deren Ausschlussgründen (kritische Domäne 7, AMSTAR-2) erfolgte.
Eine adäquate Methode zur Generierung der Randomisierungssequenz (Selection bias) nutzten 12/17 RCTs (70%), 8/17 RCTs (47%) stellten die Geheimhaltung und Unvorhersehbarkeit der Gruppenzuteilung sicher (Selection bias) In 12/17 RCTs (70%) war der Umfang fehlender Daten ausreichend gering (<20%) oder fehlende Daten wurden entsprechend imputiert (Attrition Bias) und in 8/17 RCTs (47%) konnte selektives Berichten von Endpunkten durch ein vorhandenes Studienprotokoll ausgeschlossen werden (Reporting Bias). Aufgrund der Art der verwendeten Interventionen und der Erhebung der Endpunkte durch Selbsteinschätzung waren in keinem der RCTs eine Verblindung von Studienpersonal-/teilnehmer*innen (Performance Bias) und dadurch auch keine Verblindung der Endpunkterhebung (Detection Bias) möglich.
Insgesamt führten 10/13 RCTs a priori eine Fallzahlplanung durch, wovon 3/10 RCTs ihre a priori geplante Fallzahl erreichten.
(g) in Li et al. [713] unstandardisierte MD=-7.3 auf Patient Dignity Inventory (Chochinov et al., 2008).
8.6 Psychoonkologische Krisenintervention
Personen mit reduzierten Bewältigungsressourcen, fehlender sozialer Unterstützung, multipler somatischer Symptomatik, zusätzlichen krankheitsunabhängigen Stressoren und früheren traumatischen Erfahrungen haben ein erhöhtes Risiko für akute Krisenreaktionen.
- Konsens
- Konsens (93%)
Eine psychoonkologische Krisenintervention durchläuft in der Regel drei Phasen: Emotionale Entlastung, Reflektion des Krisenanlasses und Reintegration und kann, wenn sie zeitnah erfolgt, der Entwicklung von psychischen Folgeproblemen vorbeugen.
- Konsens
- Konsens (82%)
Krebspatient*innen und Angehörigen, die eine akute Krisenreaktion zeigen, soll in allen Versorgungssettings eine psychoonkologische Krisenintervention von psychoonkologisch weitergebildeten Fachkräften zeitnah angeboten werden.
- Konsens
- Starker Konsens (100%)
Kontrollierte Studien zur Wirksamkeit von Krisenintervention im Kontext der Psychoonkologie liegen bislang nicht vor, da diese Interventionsform als Notfallversorgung schwer zu standardisieren ist. Daher können hier keine Aussagen zur Wirksamkeit der Krisenintervention gemacht werden.
Im Rahmen psychoonkologischer Tätigkeit nimmt die Krisenintervention eine zentrale Rolle ein. Sie unterscheidet sich von der psychiatrischen Krisenintervention, bei der es um psychische Dekompensation oder Suizidalität im Rahmen von psychischen Störungsbildern geht. Anlässe für Krisen im onkologischen Kontext können sein: die durch die Diagnoseeröffnung ausgelöste existentielle Erschütterung und Bedrohung der Lebensperspektive, Selbstwertverluste durch funktionelle Beeinträchtigungen oder Amputationen, massive Therapienebenwirkungen oder chronische Therapiefolgen, die Diagnose eines Rezidivs oder die Feststellung eines palliativen Krankheitsstadiums u.v.m. Sekundäre Probleme können ebenfalls Krisen auslösen, wie zunehmende Abhängigkeit, Verlust von Kontrolle über die eigene Lebensgestaltung, finanzielle und soziale Notlagen, Konflikte im familiären und beruflichen Umfeld. Auch Angehörige können in eine akute Krise geraten, z.B. bei massiver Verschlechterung des Krankheitszustands, Nicht-Ansprechbarkeit des*der Patient*in oder eigener Erschöpfung bei Langzeitverläufen [747], [123], [748], [749].
Eine Krise ist ein psychischer Ausnahmezustand, der definiert werden kann als Verlust des seelischen Gleichgewichts, ausgelöst durch die Konfrontation mit außergewöhnlich bedrohlichen Ereignissen oder Lebensumständen, die momentan nicht bewältigt werden können, weil die individuelle Bewältigungskapazität überfordert ist. Personen mit hoher Bewältigungskapazität sind in der Lage, hochgradige Bedrohungen zu meistern, Personen mit geringer Bewältigungskapazität erleben schon bei gering- oder mittelgradig bedrohlichen Anlässen eine schwere Krisenreaktion. Relevant für das Krisenerleben ist immer die subjektive Bedeutung des auslösenden Ereignisses, das von Außenstehenden deshalb nicht bagatellisiert werden sollte.
Neben geringen Bewältigungsressourcen können v.a. auch fehlende soziale Unterstützung, Belastungen durch massive multiple körperliche Symptomatik, zusätzliche krankheitsunabhängige Stressoren und frühere traumatische Erfahrungen die Vulnerabilität für Krisenreaktionen erhöhen.
Eine akute Krisenreaktion ist gekennzeichnet durch Angst, Verzweiflung und das Erleben von Ohnmacht, Ausweglosigkeit und Überforderung. Dazu kommen als typische Symptome eine eingeschränkte Affektsteuerung und reduzierte kognitive Funktionen (Denken, Wahrnehmen, Entscheiden). Appelle an klares Denken oder Vernunft helfen deshalb nicht. Krisen gehen häufig mit Selbstabwertungskognitionen und Suizidphantasien [750] einher.
Grundsätzlich lassen sich zwei Muster von Krisenreaktionen unterscheiden, je nachdem ob es zur Affektüberflutung (überschießende emotionale Reaktionen, „Nervenzusammenbruch“) oder Affektblockade (Erstarrung, Lähmung, Apathie, „innerer Rückzug“) kommt. Letztere Form, die „stille Krise“, ist deshalb problematisch, weil sie leicht übersehen wird. Der*die Betroffene erfährt dann zu spät Unterstützung und auf mögliche Suizidgedanken kann nicht rechtzeitig eingegangen werden.
Die psychoonkologische Krisenintervention zielt darauf ab, die Betroffenen psychisch zu stabilisieren und sie durch Unterstützung ihrer*seiner Bewältigungsfähigkeiten und Ressourcen wieder in die Lage zu versetzen, die problematische (Krankheits-)Situation aus eigener Kraft zu bewältigen. Der Fokus liegt ganz auf der aktuellen Situation. Die psychoonkologische Krisenintervention sollte aufgrund des großen Leidensdrucks möglichst zeitnah erfolgen. Dadurch kann der Chronifizierung der Krisenreaktion (protrahierte Krise) und der Entwicklung von psychischen Folgeproblemen vorgebeugt werden.
Das Vorgehen orientiert sich an drei Phasen:
- Emotionale Entlastung: Durch aktives Zuhören wird das Zulassen von Emotionen gefördert. Die therapierende Person vermeidet, zu bagatellisieren, zu rationalisieren oder vorschnell Lösungen zu suchen.
- Reflektion des Krisenanlasses: Nachdem eine erste emotionale Stabilisierung gelungen ist, kann der Krisenanlass in seiner subjektiven Bedeutung reflektiert werden und Wahrnehmungsverzerrungen können behutsam korrigiert werden. Mögliche Bewältigungsressourcen werden ins Blickfeld geholt.
- Reintegration: Der Fokus liegt jetzt darauf, das Gefühl von Selbstkontrolle und Selbstwirksamkeit wieder zu erlangen, neue Perspektiven zu fördern und die wieder gewonnene Bewältigungskompetenz zu würdigen. Der Erfolg der Krisenintervention zeigt sich an der Wiederherstellung des Selbstwertgefühls und der Entscheidungs- und Handlungsfähigkeit. Weiterführende Hilfen (z.B. eine Psychotherapie) können geplant werden.
Eine psychopharmakologische Begleitmedikation kann die Krisenintervention ergänzen, nicht jedoch ersetzen.
Suizidphantasien sind häufige Begleitsymptome von Krisen onkologischer Patient*innen [750] und können als Appell oder Hilferuf bzw. als Versuch verstanden werden, in der Phantasie die Kontrolle über das eigene Leben wiederherzustellen. Derartige Phantasien verschwinden meist, wenn sich eine therapeutische Perspektive für die Krebserkrankung auftut. Im Zweifel sollte zur Abklärung akuter Suizidalität unbedingt ein*e psychiatrische*r oder psychosomatische*r Facharzt*Fachärztin hinzugezogen werden.
8.7 Psychosoziale Beratung
Psychosoziale Beratung in Krebsberatungsstellen ist eine integrative Intervention, die sich sowohl auf psychologische als auch auf soziale und sozialrechtliche Fragestellungen und Probleme beziehen kann.
- Konsens
- Konsens (93%)
Psychosoziale Beratung mit psychologischer und sozialer Schwerpunktsetzung soll Krebspatient*innen und ihren Angehörigen in allen Phasen der Erkrankung bedarfsgerecht und möglichst frühzeitig angeboten werden.
- Konsens
- Starker Konsens (98%)
Änderungshinweis
Psychosoziale Beratung soll Krebspatienten und ihren Angehörigen in allen Phasen der Erkrankung bedarfsgerecht und möglichst frühzeitig angeboten werden.Für diesen Bereich liegen keine RCTs vor, so dass hier keine detaillierten Angaben zur Wirksamkeit möglich sind. Aus den vorliegenden Beobachtungsstudien werden für die psychosoziale Beratung (h) eine Wirksamkeit in den folgenden Bereichen beschrieben:
- Verringerung von psychosozialen Belastungen [751], [752], [753],[754],[755], [756]
- Verringerung beruflicher und finanzieller Schwierigkeiten und Sorgen [757], [758], [759], [754]
- Verbesserung der emotionalen Gesundheit [760],[761], Reduktion von Depression und/oder Angst [751],[752],[762], [763], [764],[765]
- Unterstützung der Krankheitsverarbeitung [766] und Verbesserung der Lebensqualität [764],[767], [768], [769], [770], [771], [661], [772], [773]
- Verbesserung der Paar-/Familienbeziehung [762],[765],[774]
- Verbesserung des Selbstwertgefühls [764]
- Verringerung von Informationsdefiziten [751], [754], [769].
Psychosoziale Beratung im Kontext der Psychoonkologie ist ein professioneller kommunikativer Prozess zwischen einer psychoonkologischen Beratungsfachkraft und einer ratsuchenden Person, bei dem auf der Basis einer Bedarfsklärung (Anamnese, Belastungsscreening, lebensweltbezogene Problemexploration) gemeinsam mit der ratsuchenden Person eine Problem- und Zieldefinition entwickelt wird (Beratungsplanung) und Bewältigungsstrategien aufgezeigt und erschlossen werden. Auf der Grundlage einer klient*innenorientierten Gesprächsführung werden dabei eine Stabilisierung, Problemlösung bzw. Entlastung sowie die Aktivierung der persönlichen und sozialen Ressourcen der Ratsuchenden angestrebt. Psychosoziale Beratung dient v.a. dazu, die Bewältigungskompetenz im Umgang mit krankheitsbedingten psychosozialen Problemen und Belastungen zu fördern und sozialstaatliche Hilfen zu erschließen, das umfasst auch die Weitervermittlung an spezialisierte Facheinrichtungen und weitere Unterstützungsangebote. Nicht zuletzt spielen die Vermittlung zu regionalen Selbsthilfeaktivitäten und die Eröffnung von Zugängen zu Versorgungsstrukturen eine wichtige Rolle.
Durch eine frühzeitige Beratung kann auch der Entstehung bzw. Chronifizierung von psychischen Störungen vorgebeugt werden. Zielgruppen sind neben den Betroffenen auch Angehörige und Personen des sozialen Umfelds [772].
Psychosoziale Beratung wird im ambulanten Setting überwiegend in psychosozialen Krebsberatungsstellen angeboten [123], [775]. Im stationären Bereich wird psychosoziale Beratung auch im Akutkrankenhaus oder in Rehakliniken durchgeführt. Psychosoziale Beratung ist in der Regel Aufgabe von Psycholog*innen und Sozialarbeiter*innen. Psychosoziale Beratung mit psychologischer Schwerpunktsetzung kann auch von Ärzt*innen mit psychotherapeutischer Qualifikation angeboten werden. Die Beratung kann sich thematisch sowohl auf psychische Belastungen und Krisen als auch auf soziale Probleme und Fragestellungen zur Inanspruchnahme von Sozialleistungen beziehen. Je nach individuellem Bedarf und Versorgungssetting (siehe Kapitel 4.1.3 und 4.2) können eher soziale oder psychologische Inhalte im Vordergrund stehen [123].
Im Folgenden wird daher zwischen psychosozialer Beratung mit psychologischer Schwerpunktsetzung und psychosozialer Beratung mit sozialer Schwerpunktsetzung unterschieden. Bei Fällen, in denen beide Themenbereiche Gegenstand der Beratung sind, sind die Kompetenzen beider Berufsgruppen einzubeziehen.
- Die psychosoziale Beratung mit psychologischer Schwerpunktsetzung bezieht sich v.a. auf psychische Belastungen im Zusammenhang mit der Krankheitsverarbeitung und der Anpassung an die aktuelle Krankheits- und Behandlungssituation[123], [776]. Beispiele sind Ängste (existentielle Bedrohung, Zukunftsangst, Progredienzangst), Entscheidungsunsicherheit, Selbstwertprobleme, Scham und Schuldgefühle, depressive Reaktionen, Probleme in der Partnerschaft und im Umgang mit Kindern, psychische und körperliche Langzeitfolgen der Therapie und der Themenkomplex Abschied/Trauer/Verlust [776], [775]. Die Beratung ist dabei nicht an psychopathologischen Kriterien, sondern ergebnisoffen am jeweiligen Anliegen der ratsuchenden Person orientiert. Ziele sind v.a. die psychische Stabilisierung, die Förderung der psychischen Bewältigungs- und Handlungskompetenzen, die Unterstützung bei der Verarbeitung von komplexen Informationen und Anforderungen und die Aufarbeitung von bestehenden innerpsychischen Konflikten. Im Rahmen des Beratungsprozesses werden gemeinsam mit der*dem Ratsuchenden die Problem- oder Konfliktsituation sowie verschiedene Lösungsmöglichkeiten und eventuelle Hindernisse analysiert, eine individuelle Problemlösung unter Einbeziehung vorhandener Bewältigungsressourcen erarbeitet und schließlich die Umsetzung im weiteren Verlauf begleitet. Ansatzpunkt ist dabei stets die Aktivierung vorhandener persönlicher und/oder sozialer Ressourcen.
- Die psychosoziale Beratung mit sozialer Schwerpunktsetzung strebt Klärungs- und Unterstützungsprozesse auf der Ebene der Alltags- und Lebensbewältigung an, die durch eine Erschütterung des psychosozialen Gleichgewichts im Rahmen der Erkrankung und Behandlung erschwert sein kann [777], [778], [120]. Angestrebt wird auch die gesellschaftliche Integration und Teilhabe, die insbesondere durch Barrieren beim Verbleib bzw. bei der Rückkehr in die Arbeit sowie durch begrenzte soziale und finanzielle Ressourcen gefährdet sein kann [779], [780], [781], [782]. Angesichts der komplexen Problemlage werden neben der kommunikativen Erarbeitung alternativer Sichtweisen und Handlungsstrategien vielfältige weitere Hilfestellungen angeboten [118], [783], [754], [769], [768]:
- die Unterstützung bei der Bewältigung alltäglicher Heraus- und Überforderungen sowie bei der Kommunikation mit dem sozialen Umfeld [784]
- Aufklärung über sozialrechtliche Ansprüche bei Krankheit und Behinderung (z.B. Rehabilitation, Rente, Erwerbsminderung) und darauf bezogene Hilfestellungen bei der Beantragung der jeweiligen Leistungen [786]
- Beratung zu Unterstützungsmöglichkeiten im Prozess der beruflichen Reintegration [787]
- oder Förderung von Selbstbestimmung und Autonomie.
Darüber hinaus stellen existentielle wirtschaftliche Notlagen, die z. B. zu Wohnungsverlust, Versorgungsproblemen von Kindern und Abhängigkeit von Sozialleistungen führen können, ein hohes Belastungspotential dar. Die Sicherung der sozioökonomischen Basis und familiären Versorgung in Kooperation mit zuständigen Ämtern und Behörden ist zentral.
Psychosoziale Beratung sollte bedarfsgerecht, möglichst frühzeitig und in allen Phasen [770] der Erkrankung angeboten werden. Die Erfassung der psychosozialen Belastung und des individuellen Bedarfs sollte entsprechend der Empfehlungen 7.1 – 7.3 erfolgen. Der individuelle Bedarf der Ratsuchenden sollte über eine systematische Bedarfsklärung und ein Assessment zur sozialen Versorgungssituation festgestellt werden. Wenn bei hochbelasteten Ratsuchenden im Rahmen der psychosozialen Beratung der Verdacht auf das Vorliegen einer psychischen Störung besteht, sind Ratsuchende zur diagnostischen Abklärung und Weiterbehandlungen an approbierte Psychotherapeut*innen oder Fachärzt*innen weiter zu verweisen (siehe Kapitel 8.5).
Bei den aus der Beratung resultierenden Empfehlungen und bei der Weitervermittlung sollte grundsätzlich die Patient*innenpräferenz berücksichtigt werden.
(h) Der Begriff „sozial“ meint hier Inhalte der „Sozialen Arbeit“. D. h., die Beratung bezieht sich auf Themen, wie die Integration in das soziale und gesellschaftliche Umfeld, Überforderungen im Alltag sowie die mögliche Inanspruchnahme gesetzlich verankerter und freiwilliger Sozialleistungen.
8.8 Künstlerische Therapien
Zu den Künstlerischen Therapien (KüTh) gehören die Kunst-, Musik-, Tanz- und Bewegungstherapie, die Theater-/Dramatherapie sowie die Poesie-/Bibliotherapie. Ihre Verfahren basieren auf der therapeutischen Beziehung und der Interaktion zwischen Patient*in, Therapeut*in und dem schöpferisch-künstlerischen Medium bzw. Werk. Ziel der Künstlerischen Therapien ist die Wiedererlangung, Erhaltung und Förderung physischer, psychischer und psychosozialer Gesundheit. Unter Verwendung von Mitteln und Medien der Künste können Probleme auf sozialer, emotionaler, kognitiver und physischer Ebene behandelt werden (BAG KT, 2019). Der Einsatz von künstlerischen Disziplinen spielt seit dem Beginn des 21. Jahrhunderts eine immer größere Rolle im Bereich der Prävention, bei der Förderung von Gesundheit und in Bezug auf den Umgang mit und die Behandlung von Krankheiten und in der Rehabilitation [788]. Die im Jahr 2019 publizierte Studie: “What is the evidence on the role of the arts in improving health and well-being? A scoping review” der WHO [788] fasst auf der Grundlage von über 900 Studien (200 Übersichtsarbeiten und mehr als 3000 Einzelstudien) die Evidenz zur Rolle der Künste bei der Gesundheitsförderung und des allgemeinen Wohlbefindens zusammen. Die WHO empfiehlt auf Grundlage dieser Arbeit den Einsatz der Künste zur Befindlichkeitssteigerung sowie zur Förderung und zum Erhalt der Gesundheit.
Auch im Bereich der Onkologie zeigt sich in den letzten Jahrzehnten eine stetige Zunahme qualitativ hochwertiger wissenschaftlicher Forschung zur Wirksamkeit der Künstlerischen Therapien. Die Arbeitsgruppe Künstlerische Therapien (i) führte daher eine systematische Literaturrecherche zu Wirksamkeit Künstlerischer Therapien bei erwachsenen Krebspatient*innen für den Zeitraum 2012 bis 2020 im Bibliotheksportal PRIMO der FU Berlin (https://fu-berlin.primo.exlibrisgroup.com/discovery/search?vid=49KOBV_FUB:FUB, letzter Zugriff am 31.03.2022) durch. Weitere Details finden sich im Leitlinienreport.
Es lagen 58 Level 1 Studien gemäß dem Schema der Evidenzgraduierung nach Oxford, Version März 2009 für Kunst-, Musik-, und Tanz- und Bewegungstherapie vor.
Im Folgenden wird zunächst über Studien zu den Subdisziplinen der KüTh berichtet (Kunsttherapie, Musiktherapie, Tanz- und Bewegungstherapie (), jeweils mit dem LoE-Empfehlungsgrad. Nachfolgend wird über Studien (Reviews) berichtet, bei denen mehr als eine Form der KüTh zusammenfassend untersucht worden sind.
Die Evidenzlage (auf Level 1) von Kunst-, Musik- und Tanztherapie wird sowohl auf der Grundlage der Reviews als auch von Primärstudien getrennt nach Subdisziplin zusammengefasst. Einzelne Primärstudien sind aus dem Erhebungszeitraum von 2012 bis 2020 auch in verschiedenen Reviews von Kunst-, Musik- und Tanztherapie enthalten und werden deshalb mehrfach berichtet.
(i) Die Arbeitsgruppe KüTh wurde unterstützt durch Pauline Thielen, Johanna Jost, Maria Guelguisser, Olivia Straeter, Lily Martin, Nilufar Yesmin, Seoyung Ryu, Daniel Narcisso, André Gianopoulos und Sophia Estel.
8.8.1 Kunsttherapie
Kunsttherapie kann Krebspatient*innen zur Reduktion von Angst, Depressivität und Stress angeboten werden.
- Empfehlungsgrad
- 0: offene Empfehlung (Option) bzgl. einer Maßnahme - verwendete Ausdrucksweise = kann
- Evidenzlevel
- 1a
- Konsens
- Konsens (86%)
- Literatur
- [789] [790] [791] [701] [792] [793] [794] [795] [796] [797] [798]
Änderungshinweis
Künstlerische Therapien (Kunsttherapie, Tanztherapie, Musiktherapie u.a.) können Menschen mit Krebserkrankung unabhängig vom Belastungsgrad angeboten wer-den.Kunsttherapie ist nach der Definition der Wissenschaftlichen Fachgesellschaft für Künstlerische Therapien (WFKT) die therapeutische Anwendung bildnerisch-künstlerischer Mittel und Medien (Malerei, Plastik, Fotografie, Performance u.a.). Sie befördert in besonderem Maße die Fähigkeiten zum bildnerisch-symbolischen Ausdruck, zur visuellen Kommunikation und zur aktiv-gestalterischen Auseinandersetzung mit persönlichen Themen und Problemlagen.
Für die Kunsttherapie wurden seit 2012 vier neue systematische Reviews [790], [794], [701], [798] gefunden. Darin eingeschlossen waren insgesamt acht randomisierte Studien und zehn kontrollierte Studien aus den Jahren 2006 bis 2019. Von den drei in den Reviews eingeschlossenen Primärstudien (RCTs) [796], [797], [789] wird ebenfalls einzeln berichtet, da sie im Rechercherraum 2012-2020 publiziert wurden. Die Studien stammen aus den Vereinigten Staaten, Asien und Europa. Bis auf die Studie von Monti et al. (N=184) [796] und Joly et al. (N=320) [795] beruhen sie auf kleineren Fallzahlen (n<60). Die angewandten kunsttherapeutischen Methoden und auch die Dauer der Interventionen sind in den verschiedenen Studien heterogen. Beispielsweise verglich ein Review [798] die achtsamkeitsbasierte Kunsttherapie (MBAT) mit anderen achtsamkeitsorientierten Therapieansätzen wie z.B. Mindfulness Based Stress Reduction (MBSR) und Mindfulness Based Cognitive Therapie (MBCT) und schloss auch einzelne Studien aus dem Bereich der Palliativmedizin mit ein [701].
In einem Review von Wood et al. [799] konnte bereits gezeigt werden, dass Kunsttherapie bei Menschen mit einer Krebserkrankung in verschiedenen Behandlungssettings hilfreich ist. Der kunsttherapeutische Ansatz kann dabei unterstützen, behandlungsbedingte Symptome zu bewältigen und den Prozess der psychologischen Neuanpassung an den Verlust, die Veränderung und die Ungewissheit durch die Krebserkrankung zu erleichtern. Kunsttherapie wird heute häufig in Gruppensettings, seltener auch in Einzeltherapien, angeboten. In der Regel kommen supportive Ansätze, beispielsweise zur Emotionsregulation, zur Erfahrung von Entspannung durch den künstlerischen Ausdruck, oder zunehmend auch in achtsamkeitsbasierten Interventionen mit künstlerischen Mitteln zur Anwendung.
Meta-Analysen und systematische Reviews
Zu Depressivität, Angst und Distress (Mental illness domain) finden sich signifikante Verbesserungen mit kleinen bis mittleren Effekten in verschiedenen Reviews ([790], [794], [798]. Bei Zhang [798] wurde beispielsweise in 7 RCTs (N=888) eine signifikante Verbesserung (p<.001) der Depressivitätswerte sowie der Angstwerte (p=.005) gefunden. Zwei Reviews [790], [794], konnten signifikante Verbesserungen der Lebensqualität (p<.01, d= 0.03-1.05) zeigen. Das Review von Kim et al. [701] zeigte hingegen gemischte Ergebnisse hinsichtlich der Lebensqualität, wobei fünf RCTs ebenfalls signifikante Verbesserungen der Lebensqualität zeigten. Schmerz untersuchten Kim et al. [701] in ihrem Review und kamen zu unterschiedlichen Ergebnissen bzgl. einer Verbesserung von Schmerz in den Einzelstudien. Eine signifikante Verbesserung der Fatigue beschreiben Jiang et al. [794] in ihrem Review in vier Studien (p=.01). Des weiteren wurden Copingstrategien im Review von Azmawati et al. [790] untersucht, es konnten jedoch keine signifikanten Verbesserungen gezeigt werden.
Primärstudien
In einem RCT von Joly et al. [795] wurde eine Interventionsgruppe mit Kunsttherapie zusätzlich zur Standardversorgung im Vergleich zu einer Kontrollgruppe (treatment as usual, TAU) während Strahlentherapie untersucht. Es zeigten sich signifikante Verbesserungen im Bereich des sozialen Wohlbefindens und der kognitiven Fatigue. Auch Monti et al. [796] und Jang et al. [793] konnten eine signifikante Verbesserung der Lebensqualität nach 36 Monaten aufzeigen (p=.01). Öster et al. [797] fanden gemischte Ergebnisse in den unterschiedlichen Domänen zu den Untersuchungen der Lebensqualität.
Die Untersuchungen der Domäne „Mental Illness“ zeigten heterogene Ergebnisse in den untersuchten Studien [789], [791], [796]. Die Studie von Radl et al. [789] zeigte keine signifikanten Verbesserungen im emotionalen Distress (p=.26) und im psychischen Wohlbefinden (p=.12), konnte jedoch eine signifikante Verbesserung des spirituellen Befindens (p=.02) feststellen. Die Studie von Jalambadi et al. [792] zeigte hingegen eine signifikante Verbesserung auf den verschiedenen Ebenen des Distress (p<.05). In der Studie von Jang et al. [793] wurde eine signifikante Verbesserung von Depressivität (p<.001) sowie von Angst (p<.001) gemessen.
Zur Verbesserung des Copings finden sich in einem aktuellen RCT von Czamanski et al. [791] signifikante Verbesserungen der Emotionswahrnehmung (p=.027) und der Emotionsakzeptanz (p=.039), was ähnlich auch bei Öster et al. [797] in der signifikanten Verbesserung der Copingstrategie der “sozialen Beziehungen” (p=.04) gezeigt wurde. Eine signifikante Verbesserung der Fatigue beschreiben Joly et al. (p=.007) [795]. Das Ergebnis bezieht sich hier allerdings nur auf Patient*innen mit leichter Fatigue und nicht auf Patient*innen mit “severe fatigue” innerhalb des Untersuchungszeitraums von einem Monat. Drei RCTs sind ebenfalls in den Reviews von Azmawati et al. [790], Jiang et al. [794] und Zhang et al. [798] inkludiert.
Risk of Bias Bewertung
Die Risk of Bias Bewertung der 7 RCTs der Kunsttherapie wurde durch drei unabhängige Rater*innen (zwei fachfremde Forschungsassistent*innen aus Medizin und Psychologie, sowie eine Fachfrau aus der Musiktherapie; supervidiert durch die LL-Gruppe KüTh) mittels des RoB 2-Tools [800] durchgeführt. Zusammenfassend zeigte sich ein niedriger Risk of Bias in drei und ein hoher Risk of Bias in vier Primärstudien. Die Einschätzung fand hinsichtlich fünf Kategorien statt: Der hohe Risk of Bias ergab sich ausschließlich in der Kategorie 3 “bias due to missing outcome data”, also aufgrund fehlender Daten im Posttest. Der hier zugrundeliegende Drop-Out von über 20% der Patient*innen erklärt sich meist klinisch aus der belastenden onkologischen Behandlung mit komplexen Nebenwirkungen und Veränderungen der Lebensumstände (Umzüge, etc.). Mit den fehlenden Daten wurde in allen vier Fällen mit angemessenen Methoden umgegangen (intention-to-treat analyse, etc.). Die methodische Qualität war - mit Einschränkung dieser vier Fälle - homogen und hoch, mit einem niedrigen Risk of Bias.
Fazit
Kunsttherapeutische Interventionen zeigen signifikante Effekte der Verbesserung von Depressivität, Angst und Distress; ebenfalls aus bislang vier Studien für die Verbesserung von Fatigue. Die Ergebnisse weiterer untersuchter Outcome-Parameter wie Lebensqualität, Copingstrategien, Schmerzreduktion und spirituelles Befinden sind heterogen zu beurteilen. Zudem waren die Interventionsdauer und die Art der kunsttherapeutischen Interventionen sehr unterschiedlich. Die Studienlage ist durch eine stark konvergierende Evidenz der kunsttherapeutischen Befunde auf den o.g. vier Outcomes geprägt. Mit Ausnahme der Drop-Out Rate von über 20% in vier Primärstudien zeigt die Risk of Bias Einschätzung eine hohe Qualität der neuen Primärstudien (2012-2020).
8.8.2 Musiktherapie
Musiktherapie sollte Krebspatient*innen zur Reduktion von Angst, Depressivität, Stress und zur Verbesserung der gesundheitsbezogenen Lebensqualität angeboten werden.
- Empfehlungsgrad
- B: Empfehlung für oder gegen eine Maßnahme - verwendete Ausdrucksweise = sollte/sollte nicht
- Evidenzlevel
- 1a
- Konsens
- Konsens (83%)
- Literatur
- [801] [802] [803] [804] [805] [806] [807] [808] [809] [810] [811] [812] [813] [814] [815] [816] [817] [818] [819] [820] [821] [822] [823] [824] [825] [826] [827] [828] [829] [830] [831] [832] [833]
Änderungshinweis
Musiktherapie kann Menschen mit Krebserkrankungen insbesondere zur Reduzierung von Ängsten angeboten werden.Musiktherapie kann Krebspatient*innen zur Reduktion von Schmerz in Ergänzung zu einer leitliniengerechten Schmerztherapie angeboten werden.
Musiktherapie (MT) ist „(…) der gezielte Einsatz von Musik im Rahmen der therapeutischen Beziehung zur Wiederherstellung, Erhaltung und Förderung seelischer, körperlicher und geistiger Gesundheit.“ [834]. Verschiedenste musiktherapeutische Konzepte und Methoden (Neurologische MT von M. Thaut; Guided Imagery and Music von Helen Bonny u.a.) werden darunter zusammengefasst und können grundsätzlich den folgenden zwei Ansätzen zugeordnet werden: funktionelle MT - zur Behandlung primär physiologischer Beschwerden und psychotherapeutische MT – mit vorwiegend psychologischen Behandlungszielen. Letztere bedient sich aktiver (Spielen am Instrument, Singen, Songwriting, etc.) und rezeptiver Methoden (Hören von individualisierter Musik, musikalische Entspannungsintervention, Klangreisen, etc.), im Rahmen derer unterschiedliche Wirkmechanismen, sowohl der Musik als auch der therapeutischen Beziehung, zum Einsatz kommen können. Musiktherapeutische Behandlungen können, abhängig von Behandlungsziel und Vorgehen, in Einzel- und/oder Gruppensettings stattfinden.
Musikmedizin (MM) bezeichnet die Verwendung von Musik als therapeutisches Mittel durch Personen ohne therapeutische Ausbildung und außerhalb einer therapeutischen Beziehung (z.B. Aushändigen eines MP3-Players/Playlists an Patient*innen durch medizinisches Personal). Studien zu Musikmedizin wurden in der systematischen Literaturrecherche nicht berücksichtigt, werden jedoch in einigen der eingeschlossenen Reviews berichtet.
Im Zeitraum von 2012 bis 06/2020 wurden insgesamt sieben systematische Übersichtsarbeiten mit Meta-Analysen zum Einsatz von Musik(therapie) und deren Einfluss auf psychologische und physiologische Parameter bei Krebspatient*innen veröffentlicht [802], [803], [801], [804], [805], [806], [807]. Zudem liegen 25 neue Primärstudien zu onkologischen Patient*innen (ohne Palliativpatient*innen) auf Evidenzlevel 1 vor.
Meta-Analysen und systematische Reviews
Der Effekt von musikbasierten Interventionen auf die Reduktion von Angst wird in sechs Reviews als signifikant beschrieben. Bradt et al. [801] zeigten signifikante Verbesserungen von Angst in den IGs im Vergleich zur KG in 13 RCTs (N=1028, signifikante Verbesserungen EGs vs. TAU; SMD = -0.71, 95% CI: −0.98;−0.43, p<.001) mit einem moderaten bis großem Effekt. Zhang et al. [802] fanden eine signifikante Verbesserung der Angst über unterschiedliche Messinstrumente (7 RCTs, N=607, SAS: M = −12.84, 95% CI:−19.51;−6.17, p<.001; 2 RCTs, N=515, HAMA: M=−1.85, 95% CI: -3.43;-0.27, p<.05; 8 RCTs, N=681, STAI: M=-12.30, 95% CI: -18.93;-5.68, p<.001) mit kleiner bis moderater Effektstärke. Li et al. [807] zeigten anhand von sechs RCTs eine signifikante Verbesserung der Angst in der IG im Vergleich zur KG (6 RCTs, N=447, SMD = −1.51, 95% CI: −2.27;0.75; p<.05), Gao et al (2019) [804] anhand von drei RCTs (N=121, SMD=0.68, 95% CI: 1.35;0.02; p=.04) und Wang et al. [805] in vier RCTs (Angst: 2 RCTs, N=200, HAMA: MD= –7.04, 95% CI: –9.31;–4.78, p<.00001; 5 RCTs, N=268; SAS: MD=–7.40, 95% CI: -10.28;-4.52, p<.001; 2 RCTs, N=110, State Anxiety Inventory: MD=-12.40, 95% CI: -21.86;-2.94, p=.01). In ihrem systematischen Review fanden Nightingale et al. [803] in 85% (11/13) der eingeschlossenen Studien eine signifikante Angstreduktion in der IG im Vergleich zur KG; in der Meta-Analyse über vier der 13 inkludierten Studien wurde kein signifikanter Unterschied zwischen IG und KG bezüglich Angst gefunden.
Der Effekt von musikbasierten Interventionen auf die Reduktion von Depressivität wird in fünf Reviews größtenteils als signifikant beschrieben. Wang et al. [805] konnten anhand der Ergebnisse von 14 Studien aus MT und MM einen signifikanten Effekt auf Depressivität zeigen (6 RCTs im Bereich MT, MD=-7.39, 95% CI: -8.35;-6.43, p<.001). Ebenso fanden Zhang et al. [802] (7 RCTs, M=-6.23, 95% CI: -8.85;-3.36; p<.001) und Li et al. [807] (6 RCTs, SMD=-1.12, 95% CI: -1.87;-0.38, p<.05) signifikante Ergebnisse in Bezug auf Depressivität. Im Cochrane Review von Bradt et al. (2016) [801] wird eine kurzzeitige, moderate Reduktion von Depressivität durch aktive musiktherapeutische Interventionen beschrieben (SMD= -0.40, 95% CI: -0.74;-0.06, p<.02). Köhler et al. [806] fanden in ihrer Meta-Analyse eine signifikante Verbesserung des psychischen Wohlbefindens, dort übergreifend für Aspekte von Angst, Depressivität, psychischem Distress und Wohlbefinden, Stimmung, emotionaler Funktionalität, Entspannung, Hoffnung und Resilienz, in der IG (aktive MT) gegenüber der KG (TAU, Warteliste und aktiver KG: Hören von Musik, Besuch, Achtsamkeitsübung) (19 RCTs, d=0.35, 95% CI: 0.19;0.50, p<.01). Es stellte sich heraus, dass eine reduzierte Anzahl an Sitzungen größere Effekte (d=0.47) als häufigere Sitzungen (d=0.18) erzielte. Auch zeigten sich größere Effekte bei rezeptiver MT (d=0.33) als bei aktiven oder multimodalen Methoden (d=0.19). Zusätzlich wurde ein positiver Effekt auf Depressivität sowie Stimmung gefunden. Eine signifikante Verbesserung von physiologischem Distress mit kleinem Effekt (physiol. Distress: d=-0.34, 95% CI: -0.55;-0.13, p<.004) wurde ebenfalls beschrieben. Gao et al. [804] konnten in ihrem Review eine signifikannte Reduktion von Depressivität aufzeigen (4 RCTs, N=227, SMD: 1.08, 95% CI: 1.64;0.53, p<.001). Hier konnte keine signifikante Verbesserung der sozialen Funktionsfähigkeit festgestellt werden (3 RCTs, SMD=0.51, 95% CI: 0.17;1.19, p=.14).
Für die Verbesserung der Lebensqualität wurde in fünf Reviews ein signifikanter Effekt gefunden. Im Cochrane Review von Bradt et al. [801] konnte eine signifikant erhöhte Lebensqualität, auch im Vergleich von MT versus MM, mit moderaten Effekten in drei Studien gezeigt werden (SMD=0.42, 95% CI: 0.06;0.78, p=.02). Gao et al. [804] konnten in fünf Studien eine signifikante Verbesserung der gesundheitsbezogenen Lebensqualität finden (SMD=0.61, 95% CI: 0.41;0.82, p<.001). Köhler et al. [806] beschrieben in ihrer Übersichtsarbeit für Lebensqualität eine signifikante Verbesserung mit kleinem Effekt (d=0.48, 95% CI: 0.11;0.85, p=.019), wobei für die Sitzungsfrequenz kein signifikanter Effekt feststellbar war. Ebenso beschrieben Li et al. [807] (10 RCTs, SMD: 0.54; 95% CI: 0.40;0.69; p<0.05) und Zhang et al. [802] (2 RCTs, M=13.32, 95% CI: 11.01;15.62, p<.001) einen signifikanten Effekt für die Verbesserung unterschiedlicher Facetten von Lebensqualität.
In vier von fünf Reviews konnte eine signifikante Schmerzreduktion nachgewiesen werden. So stellten Bradt et al. [801] (SMD: -0.91; 95% CI: -1.46;-0.36; p=.001), Li et al. [807] (SMD: -1.12; 95% CI: -1.87;-0.38; p<.05), Zhang et al. [802] (M:-0.54; 95%CI: -0.88;-0.20; p<.005) sowie Gao et al. [804] einen signifikanten Effekt von MT auf unterschiedliche Schmerzparameter fest. Zudem wird im Review von Köhler et al. [806] ein positiver Effekt auf Schmerzen beschrieben.
Inkonsistente Ergebnisse zur Signifikanz bei Fatigue finden sich in drei Reviews. Im Review von Bradt et al. [801] konnten in sechs Studien mit kleinem bis mittlerem Effekt geringe bis moderate Verbesserungen von Fatigue nachgewiesen werden (SMD: -0.38; 95% CI: -0.72;-0.04; p=.03). Auch Zhang et al. [802] berichten signifikante Ergebnisse auf Fatigue (2 RCTs, M: 0.63; 95% CI: -2.52; 3.77; p=.70). Im Review von Gao et al. (2018) [804] konnten für Fatigue keine signifikanten Unterschiede zwischen Interventions- und Kontrollgruppe gefunden werden (2 RCTs, SMD: 0.17, 95% CI: 0.95;0.61, p=.67).
Primärstudien (j)
Es wurden 22 Primärstudien in die Analyse aufgenommen. Einzelne RCTs sind bereits in einem oder mehreren der oben beschriebenen Reviews und Metaanalysen enthalten. Da die übergreifenden Studien auch ältere Primärstudien vor dem benannten Suchzeitraum inkludieren, soll im Folgenden nur die Evidenz der RCTs nach 2014 separat dargestellt werden.
Musiktherapie reduzierte in der Mehrheit der vorliegenden Studien die Angst signifikant. In der Studie von Palmer et al. [821] bei stationären Brustkrebspatient*innen (N=201) wurden die Anwendungen Musikhören pre- und perioperativ live versus Musik vom Tonträger versus TAU verglichen. Angst wurde in beiden Musik-IGs signifikant gegenüber TAU reduziert (MD: -26.5; d=-0.57; MD: -25.7; d=-0.55). Bei Romito et al. [825] wurde sowohl in der IG als auch der KG eine signifikante Verbesserung der Angst erzielt (d=0.69; p=.000). Wang et al. [805] (HAMA: p<.001; SAS: p<.001; State Anxiety Inventory: p=.01) sowie Yates und Silverman [832] fanden in den IGs jeweils eine deutliche Verbesserung der Angst (p=.009). Rossetti et al. (2017) [827] fanden eine Reduktion von Angst durch MT (10 Sitzungen à 35 Minuten Musikhören mit Therapeut*in, vor und während der Behandlung) begleitend zur Bestrahlungsbehandlung bei gynäkologischen Patient*innen (MD: 8.2; p=.002). Bei Dóro et al. [813] wurden signifikante Gruppenunterschiede hinsichtlich Angst gefunden (IG vs EK: p<.001). Auch Bradt et al. [811] konnten keinen signifikanten Effekt in Bezug auf Angst feststellen (SMD: 0.21; 95% CI: -0.09;0.51, p=.18).
Eine deutliche Reduktion von Depressivität in der IG im Vergleich zur KG konnte in der Studie von Alcântara-Silva et al. (p=.011) [808] sowie bei Chen et al. [835] nachgewiesen werden. Romito et al. [825] untersuchten den Einsatz von einer Sitzung integrativer Gruppen-MT (N=31) à zweieinhalb Stunden begleitend zur ambulanten Chemotherapie bei 62 Patient*innen mit Brustkrebs. Als KG wurden 20-minütige Gespräche (N=31) eingesetzt. Die MT-Gruppe zeigte signifikante Verbesserungen für Depressivität (d=0.52; p=.000) und Ärger (d=0.58; p=.000). Bezüglich negativem (SMD: -2,86; p=.003) und positivem Affekt (SMD: 2.15; p=.001) erzielte die IG in den Studien von Fredenburg und Silverman [814], [815] stärkere Verbesserungen als die KG.
Hinsichtlich Hoffnung und Hilflosigkeit konnten zwei Studien Verbesserungen zeigen. Der Einsatz von Musik-Imagination in acht Sitzungen à 60 Minuten führte laut Untersuchung von Chen et al. [835] im Vergleich zu TAU bei 52 Patient*innen mit Brustkrebs zu Reduktion von Hilflosigkeit, Hoffnungslosigkeit und kognitiver Verbesserung in der IG. In einer Untersuchung von Verstegen et al. [830] wurden bei 10 Patient*innen mit Blut- und Knochenmarkstransplantation MT mit therapeutischem Dialog gegenüber TAU verglichen. Die beiden Sitzungen dauerten zwischen 30 und 60 Minuten. Der Parameter Hoffnung wurde auch hier in der IG signifikant verbessert (Posttest: p=.035).
Der Parameter Stress verbesserte sich in der Studie von Romito et al. (IG: d=0.62; p=.036) [825] signifikant. Rossetti et al. [827] zeigten eine Reduktion von Distress durch MT (IG: p=.0064). Bezüglich symptombedingtem körperlichem Stress konnten Fredenburg und Silverman [814], [815] keine signifikante Differenz zwischen Interventions- und Wartelistengruppe feststellen.
Bezüglich der Lebensqualität zeigten sich in einer Studie von Bieligmeyer et al. [810] signifikant niedrigere Werte nach MT-Intervention (einzelne Sitzung à 10 Minuten Vibroakustik–Kombination auditiver und sensorischer Klangerfahrungen) im Vergleich zur KG (Ruhezeit) (d=0.37; p<.001). In einer Studie von Alcântara-Silva et al. [808] zeigte sich eine stärkere Verbesserung der Lebensqualität bei gemeinsamen Musikhören mit einem*einer Therapeut*in vor und während der Bestrahlung von gynäkologisch-onkologischen Patient*innen (N=164; 10 Sitzungen à 35 Minuten) als mit TAU (p=.005). In einer prospektiven Palliativstudie von Warth et al. (2015) [831] wurden 2 Sitzungen MT (je 30 Min im Abstand von mind. 2 Tagen) vs. MBSR verglichen. Bezüglich der Lebensqualität fanden die Autor*innen im Prä-Post-Vergleich keine signifikanten Gruppenunterschiede zwischen IG und KG für die Gesamtskala Lebensqualität (F[1;81]=2.23, p=.14, MD= 3.26 [95%, CI: -5.99/ 12.5], η2=.03, SMD=.14 NNT=7). Ratcliff et al. [823] verglichen zwei unterschiedliche MT-Formate (ISO-Prinzip-basiert vs unstrukturierte Musik (UM); jeweils 4 Sitzungen à 50 Minuten) vs. TAU bei Patienten nach Stammzelltransplantation und fanden signifikante Gruppendifferenzen bezüglich der Verbesserung der Lebensqualität im Vergleich Baseline zu Follow-up (p=.001) zu Gunsten der ISO-Prinzip-basierten MT (MT > UM > TAU).
Die Untersuchung von Schmerz zeigte Verbesserungen in der IG, jedoch keinen signifikanten Effekt im Gruppenvergleich [810] [811] [813] [817] [830]. Bates et al. [809] untersuchten die Wirkung von zwei MT-Sitzungen à 30 Minuten über insgesamt sieben Tage auf Patient*innen mit multiplen Melanomen oder Lymphomen während ihrer ersten Stammzelltherapie. Im Vergleich zur KG (TAU) zeigte sich bezüglich Schmerzen zu keinem Zeitpunkt ein signifikanter Gruppenunterschied (p=.73). Der Schmerzmittelgebrauch war in der KG nicht signifikant höher (p=.73), wobei dieser in beiden Gruppen zur Post-Messung als signifikant ansteigend beschrieben wurde (p=.001). Tuinmann et al. [829] untersuchten den Effekt von Musizieren, Singen und Musikhören bei 66 Lymphompatient*innen über acht Sitzungen à 20 Minuten versus TAU. Sie konnten zeigen, dass der Bedarf an Analgetika und die subjektive Schmerzwahrnehmung in der EG geringer waren als in der Kontrollbedingung (SMD: 10; 95% CI: 1.2;18.9; p=.027). Wang et al. [805] untersuchten die Wirkung von perioperativer Musikentspannung und postoperativem Musikhören in fünf Sitzungen à 60 Minuten bei 60 Patient*innen mit Lungenkrebs. KG war TAU. Als Effekte zeigten sich für die IG die stärkere Reduktion des Bedarfs an Analgetika. Bei 200 Patient*innen mit Krebs im fortgeschrittenen Stadium fanden Gutgsell et al. [816] nach einer 20-minütigen Sitzung Musik-Entspannung eine stärkere Schmerzreduktion als in der Warteliste-KG (MD: -1.39; 95% CI: -1.95;0.83; p<.001). Fredenburg und Silverman [815]; [814] untersuchten in zwei Studien an Blut- und Knochenmarkstransplantationspatient*innen die Wirkung von MT (verschiedene Techniken) in einer Sitzung à 30-45 Minuten. Hinsichtlich Schmerzen konnte eine stärkere Abnahme in der IG nachgewiesen werden (SMD: -2.86; p=.009). Letwin und Silverman [817] untersuchten 15 Patient*innen mit unterschiedlichen onkologischen Diagnosen (onkologische/hämatologische Abteilung) vor und nach zwei Sitzungen Musikhören à 30-45 Minuten. Im Vergleich zur Warteliste-KG wurden keine signifikanten Unterschiede von Schmerz (p=.891) und Resilienz (p=.079) nachgewiesen. In einer Studie von Palmer et al. [821] konnte keine Verringerung von Anästhetikabedarf durch MT im Vergleich zur KG festgestellt werden (LM vs. KG: MD:-3.3; 95% CI: -19.0;12.4; d=-0.09; RM vs. KG: MD: -8.6; 95% CI: -20.8;3.5; d:-0.24). Warth et al. [831] fanden ebenfalls keinen signifikanten Gruppenunterschied bezüglich der Schmerzwahrnehmung zwischen IG vs KG (F[1;81]=.40, p=.53, MD= -.18 [95%, CI:0.74/ 0.39], η2=.01, SMD=-.15 NNT=8.40). Ratcliff et al. (2014) [823] hingegen beschrieben signifikante Gruppenunterschiede bezüglich der Verbesserung krebsbezogener Symptome (wie z.B. Schmerzen, Übelkeit u.ä.) im Vergleich Baseline zu Follow-up (p=0.01) zugunsten der ISO-Prinzip-basierten MT.
Keine Verbesserung der Fatigue fanden Fredenburg und Silverman (p>.05) [814]. Alcântara-Silva et al. [808] beobachten jedoch eine deutliche Reduktion von Fatigue in der IG im Vergleich zur KG (p=.011). In der Studie von Warth et al. (2015) [831] wiesen die Autoren signifikante Verbesserungen von Fatigue zugunsten der IG im Vergleich zur KG (F[1;81]=4.74, p=.03) nach.
Die Studienergebnisse zum Outcome Stimmung sind heterogen. In der Studie von Bieligmeyer et al. [810] konnten sowohl signifikante Effekte für die aktuelle Stimmung (d=0.43; p<.001) als auch für Stimmung und Wohlbefinden (p=0.47; p<.01) gezeigt werden, wohingegen in der KG keine Verbesserungen gefunden wurden. Besonders die Subskalen der verwendeten BMQ für innere Balance (d=0.73; p<.001), Vitalität (d=0.51; p<.001) und Wachsamkeit (d=0.37; p<.001) erzielten signifikante Verbesserungen für die IG. Weitere Signifikanz zugunsten der IGs konnte für den Parameter Zufriedenheit (d=0.43; p<.001) gezeigt werden. Palmer et al. [821] konnten durch die Intervention Live-Musik keine Verbesserung der Zufriedenheit beobachten. In einer Studie von Dóro et al. [813] wurden Stammzelltherapie-Patient*innen (N=100) untersucht. Hier fand Singen und musikalische Improvisation in acht Sitzungen à 30 Minuten statt. Die KG erhielt TAU. In der EG verbesserte sich die Stimmung stärker als in der KG (p<.001). Bradt et al. [811] boten stationären und ambulanten Patient*innen mit verschiedenen Krebsdiagnosen (N=31) MT unterschiedlicher therapeutischer Techniken versus Musikhören als aktive KG an. Zwei Sitzungen à 20-45 Minuten führten hier zu keinen signifikanten Gruppendifferenzen bezüglich der Stimmung (MT: p<.0001 MM: p>.0001). Auch bei Bates et al. [809] ergaben sich keine signifikanten Gruppenunterschiede bei der Messung der Stimmung. Ratcliff et al. [823] zeigten eine signifikante Verbesserung der Stimmung nach Stammzelltransplantation über vier Sitzungen MT für beide MT-Gruppen (p<.0001), ohne dass ein signifikanter Unterschied zwischen den verschiedenen MT-Interventionen nachweisbar war. Auch Warth et al. [831] beschrieben eine signifikante Verbesserung der Stimmung von Palliativpatient*innen in der IG vs KG (F[1;81]=6.41, p=.01, MD= .98 [95%, CI: 0.28/ 1.68], η2=.61,SMD=.61 NNT=5.25).
Ein verbessertes spirituelles Wohlbefinden in der IG im Vergleich zur KG fanden Cook und Silverman (Subskalen: Hoffnung: MD: 3.856; p=.011; Frieden: MD: 2.194; p=.018; Bedeutung: MD:0.416; p=.677) [812]. Sie beschrieben den Einsatz von Musikhören versus Gespräch für 34 hämatologisch-onkologische Patient*innen (Leukämie und andere Diagnosen). In drei Sitzungen à 15-30 Minuten wurde die IG mit einer Wartelisten-KG verglichen.
Lin et al. [819] konnten eine Verbesserung der Entspannung durch MT im Vergleich zu TAU zeigen. Yates und Silverman [832] setzten eine Sitzung Musikhören für 20-30 Minuten bei 26 stationären Patient*innen mit Darm-, Rektal- oder Gebärmutterkarzinomen ein. Im Vergleich zur Wartelisten-KG konnte eine verstärkte Entspannung in der IG erzielt werden (p=.009). Auch Warth et al. [831] konnten im Prä-Post-Vergleich nach zwei 30-minütigen Sitzungen MT bei Palliativpatient*innen eine signifikante Verbesserung der Entspannung zugunsten der IG vs KG (F[1;81]=13.7, p<.01, MD=1.19 [CI: 0.50;1.88], η2=.75, SMD=.75, NNT=2.80) nachweisen. Bradt et al. [811] konnten keine signifikanten Gruppendifferenzen in Bezug auf Angst feststellen (MT: p=.0002; MM: p<.0001).
Für die postoperative Erholungszeit zeigte bei Palmer et al. [821] die Live-Musik signifikante Ergebnisse gegenüber dem Einsatz von Tonträgern (p=.018), nicht aber im Vergleich zur TAU-Gruppe. Bei 86 Krebspatient*innen mit verschiedenen Diagnosen in der ambulanten Behandlung fanden Burns et al. [836] in einer einzelnen Sitzung (45-50 Min.) mit geleiteter Visualisierung mit Musik (Guided visualization with music) eine verbesserte Reaktionsfähigkeit und posttraumatisches Wachstum (benefit finding/Zuwachs an Resilienz) im Vergleich zu sinkenden Werten in der KG.
Bei der Untersuchung physiologischer Outcomes zeigte sich in der Studie von Bates et al. [809] in Bezug auf Übelkeit kein signifikanter Effekt. In der Follow-Up Erhebung schnitt die KG signifikant besser ab (p=.035). Moradian et al. [820] setzten aktives Hören des Nevasic Audio Programms (vorgefertigtes Audioprogramm) während der Chemotherapie zur Reduktion therapiebedingter Übelkeit und Erbrechen bei Brustkrebspatient*innen (N=99) ein. Als KGs wurden in einer Gruppe Musikhören, in einer weiteren Gruppe TAU eingesetzt. Hinsichtlich Übelkeit und Erbrechen wurden keine gruppenspezifischen Unterschiede gefunden. In der IG reduzierte sich die Einnahme von Antiemetika signifikant im Vergleich zu beiden KGs (p=.003). Warth et al. [831] konnten in ihrer Studie im Palliativsetting eine signifikant größere Zunahme von Hochfrequenzen der Herzratenvariabilität zugunsten IG vs. KG (F [1;81]=8.13, p=.01, MD= .44 [95%, CI: 0.12/.77], η2=.09, SMD=.59 NNT=3.50) feststellen. Ebenso wurde bei der Untersuchung von Blutvolumen und –amplitude ein Trend zu Vasodilatation zugunsten der IG vs KG (F(1;81)=3.33, p=.07, MD= .11 [95%, CI:-.03/ .24], η2=.04, SMD=.35, NNT=42) nachgewiesen.
(j) Für drei der 25 Primärstudien auf Evidenzlevel 1 liegt der Volltext ausschließlich auf Chinesisch vor, weshalb diese nicht detaillierter beschrieben werden konnten und keine Risk of Bias Bewertung durchgeführt wurde. Ihre Ergebnisse sind im Review von Wang et al. [805] enthalten.
Risk of Bias Bewertung
Die Risk of Bias Bewertung der 22 RCTs der MT erfolgte analog zur KT und ergab zusammenfassend einen niedrigen Risk of Bias in 15, "some concerns" in vier und einen hohen Risk of Bias in drei Studien. Die Einschätzung fand hinsichtlich der fünf Kategorien des RoB 2 statt: Der hohe Risk of Bias ergab sich ausschließlich in der Kategorie 3 “bias due to missing outcome data” aufgrund fehlender Daten im Posttest. Aus klinischer Sicht lässt sich eine hohe Dropout-Rate (von über 20% für die Einstufung als high risk) meist aus der belastenden onkologischen Behandlung mit komplexen Nebenwirkungen oder veränderten Lebensumständen erklären. Mit den fehlenden Daten wurde mit adäquaten Methoden umgegangen (intention-to-treat analyse, etc.). Fehlende oder unzureichende Informationen in den Publikationen führten in den Kategorien 4 “bias in the measurement of the outcome“ bei einer Studie sowie in der Kategorie 5 “bias in the selection of the reported results“ bei drei Studien zur Bewertung some concerns. Die Homogenität der methodischen Qualität war außer in diesen Fällen hoch mit einem niedrigen Risk of Bias in 15 Studien.
Fazit
Die Befundlage der MT in der Onkologie ist insgesamt positiv zu bewerten. Es zeigt sich eine zunehmende methodische Verbesserung in der Durchführung klinischer Studien. Innerhalb der KüTh stellt die MT die meisten Studien auf Evidenzlevel 1. Über alle Behandlungsstadien hinweg lassen sich für verschiedene Diagnosegruppen und Behandlungsverfahren stabile, positive Effekte auf die Steigerung der gesundheitsbezogenen Lebensqualität, die Angst - und Depressivitätsreduktion und die Schmerzreduktion finden. Für die Reduktion von Fatigue, für Stimmungsverbesserung und Entspannung ist die Studienlage gemischt. Hier werden weitere Studien benötigt, um mögliche positive Effekte durch Musiktherapie zu untersuchen. Weitere Outcomes mit Hoffnung, Zufriedenheit, positiver Affekt und spirituelles Wohlbefinden verbesserten sich durch MT; Gefühle von Hilflosigkeit und Ärger konnten reduziert werden. Bei den physiologischen Parametern stellt sich die Studienlage bislang heterogen dar. Insgesamt werden weitere Studien auf hohem methodischem Niveau benötigt, um verfahrensbedingte Einflüsse und Mechanismen und Kontextfaktoren zu klären, die den Verbesserungen zugrunde liegen.
8.8.3 Tanz- und Bewegungstherapie
Tanz- und Bewegungstherapie kann Krebspatient*innen zur Reduktion von Schmerz, Stress und Angst sowie zur Steigerung der Lebensqualität angeboten werden.
- Empfehlungsgrad
- 0: offene Empfehlung (Option) bzgl. einer Maßnahme - verwendete Ausdrucksweise = kann
- Evidenzlevel
- 1b
- Konsens
- Starker Konsens (100%)
- Literatur
- [837] [838] [839] [840] [841] [842] [843] [844]
Änderungshinweis
Künstlerische Therapien (Kunsttherapie, Tanztherapie, Musiktherapie u.a.) können Menschen mit Krebserkrankung unabhängig vom Belastungsgrad angeboten wer-den.Die Tanz- und Bewegungstherapie ist ein Verfahren an der Schnittstelle von Bewegung, Kunst und Psychotherapie und ihre Interventionen sind auf diese drei Kernbereiche der psychosozialen Behandlung ausgerichtet. In Abgrenzung zu anderen Formen der Bewegungstherapie liegt ein Schwerpunkt der Tanztherapie auf den kreativ-künstlerischen Elementen sowie den improvisatorischen Elementen von Bewegung und dem psychotherapeutischen Aspekt. Die Tanztherapie arbeitet mit aktiven Methoden, wie u.a. der Chace-Technik (Gruppenprozess in Bewegung), authentischer Bewegung, Körperbildarbeit, Stockkampf und Tanz- und Bewegungselemente aus verschiedenen Kulturen.
Für die Tanz- und Bewegungstherapie liegen für den Zeitraum 2012 bis 2020 fünf neue Reviews ([838], [837], [839], [841], [844]) vor. Das Cochrane-Review von Bradt et al. [837] (N=207) umfasst die Primärstudien von Dibbell-Hope [845], Sandel et al. [846], und Ho und Fong [847], ein Konferenz-Abstract der später publizierten Studie von Ho et al. [842]. Die weiteren Reviews ([838];[839], [841] sind zusammengefasst bei Koch und Bräuninger [844], die 13 Studien, davon sechs RCTs mit insgesamt 282 Teilnehmer*innen, einschlossen. Davon sind zwei Studien auf Evidenzlevel 1 ([840], [842], [843]). Weitere Studien weisen Evidenzlevel 2-4 auf und werden hier nicht behandelt.
Meta-Analysen und systematische Reviews
Die Ergebnisse zu Angstreduktion sind uneinheitlich. Zum einen berichteten Boing et al. [838] von einer Verringerung der Rezidivangst (p=.02). Zum anderen bewirkten tanz- und bewegungstherapeutische Interventionen in zwei RCTs [845] [847] des Cochrane-Reviews von Bradt et al. [837] keine signifikante Angstreduktion (p=.18).
Zur Depressivitätsreduktion wurden gemischte Ergebnisse in den Reviews gefunden. Auf der einen Seite zeigen Boing et al. [838] in ihrem systematischen Review in einem RCT [848] signifikante Ergebnisse hinsichtlich der Reduktion von Depressivität (p=.01). Auf der anderen Seite konnten zwei RCTs [845][847] aus dem Review von Bradt et al. [837] keine signifikante Depressivitätsreduktion feststellen (p=.89).
In Bezug auf die Zielgröße Stress zeigt nur ein RCT [843] eine signifikante Stressreduktion durch Tanz- und Bewegungstherapie mit einem mittleren Effekt (d=0.33, p=.039). Diese Studie wurde in den systematischen Reviews von Koch und Bräuninger [844] und Boing et al. [838] eingeschlossen. Zwei RCTs [845] [847] aus dem Review von Bradt et al. [837] konnten keine signifikante Verbesserung nachweisen (p=.24).
Zur Lebensqualität fassten Boing et al. [838] Ergebnisse in Bezug auf die psychische Gesundheit (p=.01), die Umwelt (p=.029), das Körperbild (p<.01) und die allgemeine Lebensqualität (p<.01) zusammen. Zudem berichten sie von einer Verbesserung der körperlichen Aspekte der Lebensqualität (p<.001). Das systematische Review von Koch und Bräuninger [844] fand einen Anstieg der Lebensqualität in einem RCT [846], während zwei weitere RCTs keine signifikante Verbesserung der Lebensqualität nachweisen konnten [842] [840]. Anzumerken ist, dass zwei RCTs [845][846] aus dem Cochrane Review von Bradt et al. [837]ebenfalls keine Verbesserungen hinsichtlich des Körperbildes fanden (p=.58), wobei das Körperbild in den Studien durch unterschiedliche Messinstrumente erfasst wurde.
Bezogen auf das Schmerzerleben der Patient*innen zeigte ein RCT [842], das jeweils in den systematischen Reviews von Koch und Bräuninger [844] und Boing et al. [838] eingeschlossen wurde, eine signifikante Reduktion der Schmerzstärke (d=.36; p=.035) und Schmerzbeeinflussung (d=.35; p=.048).
In Bezug auf Fatigue konnten im Cochrane-Review von Bradt et al. [837] in zwei RCTs [845] [847] keine signifikanten Verbesserungen gezeigt werden (p=.44). Die Reviews von Boing et al. [838] , Goodill et al. (2018) [841] und Koch und Bräuninger (2020) [844] berichten ebenfalls die Ergebnisse der genannten RCTs.
Weitere positive Befunde berichten Boing et al. [838] für die soziale Funktionsfähigkeit (p=.04), die psychische Gesundheit (p=.04), die emotionale Rolle (p=.07), das Wohlbefinden und die Stimmung (p<.05). Koch und Bräuninger [844] berichten von den Ergebnissen eines RCT [848], das eine signifikante Verbesserung hinsichtlich der Lebenszufriedenheit (d=2.69; p<.001) demonstrieren konnte.
Zudem wurde der Einfluss tanztherapeutischer Interventionen auf verschiedene physiologische Variablen untersucht. Im Review von Boing et al. [838] berichtet jeweils ein RCT eine Verbesserung der funktionellen Kapazität (p=.03), der körperlichen Aktivität (p=.01), der Kraft (p<.05), Griffkraft und des Volumens der Arme (p=.028) sowie der körperlichen Funktion (p=.001).
Primärstudien
Die beschriebenen Studien (RCTs) sind bereits in den Reviews von Boing et al. [838] sowie Koch et al. [844] enthalten, werden hier aber nochmals detailliert dargestellt.
Die Rezidivangst konnte in der Interventionsgruppe von Crane-Okada et al. [840] signifikant verringert werden (p=.02), die Intervention von Ho et al. [842] zeigte jedoch keinen Effekt auf die Angst der Teilnehmer*innen. Hinsichtlich des wahrgenommenen Stresses konnten Ho et al. in ihrer Studie eine signifikante Reduktion nachweisen (d=0.33; p=.039) [842]. In einer Sekundäranalyse der Daten zur Frage von Moderatoreffekten der Interventionen auf Stressparameter fanden Ho et al. [843] nach drei Wochen keinen signifikanten Effekt der Intervention auf den Cortisolspiegel im Tagesverlauf (B=-0.55; 95% CI: -1.2;0.08).
Es zeigte sich ebenfalls kein signifikanter Effekt auf die Lebensqualität der Interventionsgruppen nach einem Mindful Movement Program oder nach sechs begleitenden Sitzungen Dance Movement Therapy (DMT) [840], [842]. Es konnten keine signifikanten Verbesserungen hinsichtlich der Schwere (d=0.01; p=.98) und Interferenz (d=0.14; p=.43) der Fatigue, der Schlafstörung (d=0.20; p=.24) und der Depressivität (d=0.53; p=.11) gefunden werden [842]. Signifikante Verbesserungen zeigten sich in den genannten Studien im Hinblick auf die Schwere (d=0.36; p=.035) und Beeinträchtigung durch Schmerzen (d=0.35; p=.048) [842] sowie im Hinblick auf die Achtsamkeit der IG (Posttest: p=.026) in der Studie von Crane-Okada et al. (2012) [840].
Risk of Bias Bewertung
Die Risk of Bias Bewertung der 2 RCTs der Tanz- und Bewegungstherapie erfolgte analog zum Vorgehen bei Kunst- und Musiktherapie durch drei unabhängige Raterinnen und zeigte einen konsistent niedrigen Risk of Bias (low RoB) durchgehend auf vier Bewertungskategorien, während in Dimension 2 durch die fehlende Verblindung sowie eine ungleiche Umsetzung der Intervention in der Studie von Crane-Okada et al. (2012) [840] ein Verdacht auf Bias konstatiert werden kann (siehe LL-Report).
Fazit
Studienlage und Reviews zur Tanz- und Bewegungstherapie zeigen ein verbessertes, aber im Hinblick auf die meisten der untersuchten Zielkriterien ein heterogenes Bild. Es zeigte sich nur in wenigen Studien eine signifikante Reduktion von Schmerz und Schmerzbeeinflussung und des erlebten Stresses. Zudem fand sich im Kontext der psychoonkologischen Rehabilitation ein Anstieg der Lebenszufriedenheit, ein Absinken der Rezidivangst und eine Verbesserung der Achtsamkeit nach Tanz- und Bewegungstherapie. Die Befunde zur Lebensqualität, Depressivität, Fatigue, und Oberkörpermobilität sind gemischt. Keine Effekte ließen sich für eine Verbesserung des Schlafs und des Körperbilds nachweisen, wobei im letzten Fall Messbarkeitsprobleme des Konstrukts und eine hohe Heterogenität der Outcomemaße zu berücksichtigen sind.
Zur weiteren Aufklärung der Befundlage ist es erforderlich, neben den Outcomes auch die Wirkmechanismen in den Blick zu nehmen, um das Gesamtverständnis zu Wirkung und Wirkweise zu erhöhen (für erste Befunde siehe: De Witte et al., 2021 [849]).
8.8.4 Übergreifende systematische Reviews
Von 2012 bis 2020 wurden sechs qualitativ hochwertige, übergreifende Reviews zu den KüTh veröffentlicht, die 42 Studien, davon 39 RCTs aus Kunst-, Musik-, und Tanztherapie, einschließen (N=3.726) [850], [851], [852], [853], [854], [855].
Konvergierende empirische Evidenz
Die Ergebnisse zur Angstreduktion durch KüTh sind weitgehend positiv. Hertrampf et al. [852] berichten eine signifikante Angstreduktion durch KüTh in fünf RCTs (N=478; Posttest: 0.12[Tang, Yong et al. 2019] schloss neun RCTs (N=747) ein und fand eine signifikante Angstreduktion durch KüTh in vier RCTs (N=337, SMD=-0.48; 95% CI: -0.75;-0.21; p=.0005). Eine signifikante Angstreduktion durch KüTh konnte zudem in drei RCTs des systematischen Reviews von Archer et al. [850] und in vier RCTs der Meta-Analyse von Boehm et al. [851] nachgewiesen werden. Rabadán et al. [853] schlossen 11 Studien (N=680) mit KüTh bei Patient*innen mit Brustkrebs ein und fanden zwar keinen Effekt der Tanz- und Bewegungstherapie auf Angst, jedoch eine signifikante Angstreduktion mit Hilfe von MT.
Auch für die Reduktion von Depressivität konnten überwiegend signifikante Ergebnisse verzeichnet werden. Eine signifikante Reduktion der Depressivität durch KüTh resultierte in fünf RCTs (N=304; Posttest: 0.14[Hertrampf, Ruth- S. et al. 2017]. Auch Tang et al. [855] (SMD=-6.59; 95% CI: -7.70; -5.47; p<.00001) und Archer et al. [850] berichten von positiven Ergebnissen in Form einer Depressivitätsreduktion in je zwei RCTs (N=180) bzw. drei RCTs (N=213). Boehm et al. [851] konnten in fünf RCTs (N=241) eine Verbesserung von Depressivität in der IG nachweisen, diese war jedoch nicht signifikant (M: -0.30; 95% CI: -0.60;0.00; p=.05). Lediglich eine Studie des Reviews von Rabadán et al. [853] konnte keine Effekte der Tanz- und Bewegungstherapie auf die Depressivitätssymptome zeigen (p=.53) [842].
Eine Reduktion von Stress konnte sowohl durch KüTh in vier RCTs (N=262) des Reviews von Hertrampf et al. [852] (Posttest: 0.07[Ho, Rainbow T. H. et al. 2016] (p=.39; d=0.33), durch Tanz- und Bewegungstherapie gefunden werden.
Hinsichtlich der Steigerung der Lebensqualität fanden Hertrampf et al. [852] (Posttest: 0.12[Archer, S. et al. 2015] in je vier RCTs (N=260) bzw. fünf RCTs Verbesserungen der Lebensqualität durch KüTh. Keinen Effekt auf die Schlaf- oder Lebensqualität fanden Rabadán et al. [853] jedoch nach der Tanz- und Bewegungstherapie. Die Ergebnisse von Boehm et al. [851] zeigten in vier RCTs ebenfalls keine signifikanten Gruppenunterschiede (M=0.15; 95% CI: -0.09;0.40; p=.22).
Zur Schmerzreduktion werden durchgehend positive Ergebnisse berichtet. Im Review von Hertrampf et al. [852] ließ sich hinsichtlich der Reduktion von Schmerz im Posttest in vier RCTs (N=430) der MM ein moderater bis großer Effekt beobachten (Posttest: 0.54[Rabadán, Jennifer et al. 2017/1/1], dass die Tanztherapie sowohl die Stärke (p=.035; d=0.36) als auch die Interferenz des Schmerzes (p=.048; d=0.35) signifikant reduzierte [842].
Nicht konvergierende Evidenz
Heterogene Ergebnisse zeigen die Ergebnisse der Untersuchungen zur Reduktion von Fatigue. Während Tang et al. [855] eine signifikante Verbesserung der Fatigue in einem RCT (N=60) fanden (SMD: -1.90; 95% CI: -2.93;-0.87, p=.0003), konnten Ho et al. [842] keinen Effekt der Tanz- und Bewegungstherapie auf Fatigue feststellen (Schwere: p=0.98; d=0.01; Interferenz: p=.43; d=0.14) [853]. Schließlich fanden zwei RCTs (N=170) der KüTh zur Fatigue bei Posttest (direkt nach der Behandlung bei Dibbel-Hope et al. [845]; keine Messung bei Ho et al. [842]) keinen bis einen moderaten Effekt, beim Follow-Up nach drei Wochen einen kleinen bis großen Effekt. Follow-Up Effekte waren teils größer als Posttest-Effekte (Posttest: 0.42[Hertrampf, Ruth- S. et al. 2017]. In einer weiteren Studie aus dem Review von Rabádan et al. [853] wurde Fatigue unter verschiedenen Aspekten beleuchtet. Die Kunsttherapie reduzierte Fatigue signifikant (für Patient*innen mit leichter Fatigue; p=0.007), sie sorgte für einen Anstieg des sozialen Wohlbefindens (bei Patient*innen mit schwerer allgemeiner Fatigue, die Chemotherapie erhalten hatten) (p=.02), sie verursachte einen Anstieg der Lebensqualität (p=.034), des emotionalen Wohlbefindens (p=.017), des sozialen Wohlbefindens (p=.025) und der Motivation (p=.03) (bei Patient*innen mit anfänglich geringer Motivation) und führte nach sechs Monaten zu einer signifikanten Reduktion der Fatigue nei Patient*innen mit schwerer Fatigue-Symptomatik [795].
Die Ergebnisse zur Verbesserung des Körperbilds sind heterogen, was weitgehend auf die Heterogenität und Problematik der Outcomemaße zum Körperbild attribuiert werden kann. Das spezifische Review zum Outcome Körperbild von Lewis-Smith et al. [854] umfasste drei Studien der KüTh bis 2017 (N=110). Die Autor*innen fanden keine signifikanten Verbesserungen des Körperbilds durch AT und DMT. Das Review von Hertrampf et al. [852] umfasste zwei RCTs (N=79) der KüTh zur Verbesserung des Körperbilds, welche beide keinen bzw. einen kleinen Effekt zeigten (0.01[Rabadán, Jennifer et al. 2017] und Archer et al. [850] wurden Verbesserungen des Körperbildes gefunden.
Bezüglich Stärkung von Copingstrategien (Strategien der Krankheitsverarbeitung) wurden im Review von Hertrampf et al. [852] aus zwei RCTs (N=61) der KüTh keine bis kleine Effekte berichtet (0.1[Öster, Inger et al. 2014]. Konträr dazu fand das Review von Archer et al. [850] signifikante Verbesserungen in Copingstrategien in einem RCT.
Des Weiteren zeigten zwei RCTs (N=79) einen kleinen bis mittleren Effekt von KüTh auf die mentale Gesundheit (0.04[Hertrampf, Ruth- S. et al. 2017].
Fazit
Die Zahl und die Qualität der systematischen Reviews zu den KüTh hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Trotzdem konnten in vielen Reviews aufgrund der Heterogenität der Primärstudien keine Metaanalyse durchgeführt werden. Die Heterogenität erklärt sich durch die Verwendung eines breiten Spektrums an Verfahren, Interventionen und Messinstrumenten. Allein Boehm et al. [851] und Tang et al. [855] berechneten übergreifende Effektstärken. Boehm et al. [851] konnte eine signifikante Angstreduktion (vier RCTs) zeigen (M= -1.10; 95% CI: -1.4;-0.88; p<.01), während Tang et al. [855] in der neueren Studie neben einer ebenfalls nachgewiesenen signifikanten Angstreduktion (vier RCTs) (SMD=-0.48; 95% CI: -0.75;-0.21; p=.0005) zusätzlich eine signifikante Depressivitätsreduktion (zwei RCTs) (SMD=-6.59; 95% CI: -7.70;-5.47; p<.00001) und eine signifikante Verbesserung von Fatigue (ein RCT) (SMD=-1.90; 95% CI: -2.93;-0.87; p=.0003) durch KüTh zeigen konnte. Somit ist die durchgängig aufgezeigte Angstreduktion der stabilste Befund für die KüTh, wobei sich auch Langzeiteffekte abzeichnen. Diese Befunde zu den drei Hauptoutcomes der übergreifenden Studien spiegeln sich in den Einzelempfehlungen wider und verstärken die Evidenzlage insbesondere hinsichtlich Depressions- und Angstreduktion.
Evidenztabellen
Psychotherapeutische Interventionen im Einzel- und Gruppensetting
|
Referenz/ (Autor, Jahr, Journal) |
Studientyp |
Merkmale untersuchter Studien |
Interventionen |
Untersuchte Endpunkte |
Hauptergebnisse |
Neben-/ Wechselwirkungen |
Methodische Bemerkungen |
Evidenzklasse |
|
Coutino-Escamilla et al. 2019: "Non-pharmacological therapies for depressive symptoms in breast cancer patients: Systematic review and meta-analysis of randomized clinical trials."2
Eingeschlossene Primärstudien: Marchioro 1996 Savard 2006 Yoo 2009 Garssen 2012 Qiu 2013 Fukui 2000 (2x) Sandgren 2003 (2x) Winzelberg 2003 Delbeault 2009 David 2011 Lee 2013 Ashing 2014 (2x) Heiney 2015 Lewis 2015 Napoles 2015 Kim 2017 Park 2012 Jensen –Johansen 2013 Kim 2009 Cho 2011 Mutrie 2007 Cadmus 2009 (2x) Sprod 2010 Eyigor 2010 Mehnert 2011 Chen 2013 Ratcliff 2016 Bultz 2000 Kalaitzi 2007 Nunes 2007 Hoffman 2012 Chen 2015 Bower 2015 Kenne 2017 (2x) Reich 2017 Culos-Reed 2006 Dannhauer 2009 Kovacs 2012 Cramer 2015 Zhou 2015 Ratcliff 2016 Lanctot 2016
|
MA
Suchzeitraum: Januar 2006 – Dezember 2017
Datenbanken: CENTRAL Medline Embase SCIELO Trip Medical Database PsycNet LILACS EVIPNet
Einschluss-kriterien: P: diagn. Mamma-Ca (nicht terminale Phase) I: nicht-pharmakologische Interventionen C: keine Intervention O: Depressivität S: RCTs
48 RCTS, N=4869 Patientinnen
|
RCTs
Mamma-Ca
Geschlecht: 100% weiblich
Mittleres Alter: kA
Länder : USA (22) Europa (13) Asien (11) Brasilien (1) Türkei (1)
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Inhalte: 5 x Psychotherapie (CBT, Stress Management) 14x Social Support (Mischkategorie mit Gesprächsgruppen, Telefonbasierten Interventionen, Mailkontakten etc.) 2x Kunsttherapie 2x therap. Lachen 9x Bewegungs-therapie 2x Paartherapie 7x Achtsamkeits-basierte Psychotherapie 7x Yoga
Dauer/Frequenz/ Länge: 20min – 2 Stunden Meist wöchentlich bis zweiwöchentlich 2 – 24 Wochen
Kontrollgruppen: kA |
Primäre Endpunkte: 1. Depressivität
Verwendete Messinstrumente: Depressivität CES-D HADS POMS BDI
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1. Depressivität àGesamteffekt: Post-Intervention: 48 RCTs, I2 = 96%; SMD=–0.52 [–0.81, –0.22, p < 0.05]
àPsychotherapie: Post-Intervention: 5 RCTs, I2 = 92%; SMD=–0.82 [–1.61, –0.03, p = 0.04] à Sensitivitätsanalyse: nach Entfernung von 2 Ausreißern (Qiu 2013, Savard 2005) weiterhin sign. Reduktion von Depressivität (3 RCTs, I2 =0 %; SMD=–0.77 [–1.06, –0.47, p< 0.05])
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Keine SUEs berichtet |
Primärstudien: Keine Angaben zu RoB der Primärstudien
Review: AMSTAR-2: critically low quality Method.Mängel in kritischer Domäne 2,4,7,9,11,13,15 non-kritischer Dom. 3,6,8,10,12
Sensitivitäts-analysen: Durchgeführt, schrittweise Entfernung einzelner Studien
Starke Heterogenität der Ergebnisse / Entfernung einflussreicher Studien / Subgruppenanalysen (siehe Hauptergebnisse)
Publikations-bias: Visuelle Prüfung Funnel-Plot + Egger's Test / keine Hinweise auf Publication Bias |
1a– |
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Ye et al. 2018: "A meta-analysis of the efficacy of cognitive behavior therapy on quality of life and psychological health of breast cancer survivors and patients."3
Eingeschlossene Primärstudien: McKiernan 2010 Qiu 2013 Carpenter 2014 Gudenkauf 2015 Groarke 2013 Kissane 2003 Lechner 2014 Duijts 2012 Boesen 2011 Dolbeault 2009 |
MA
Suchzeitraum: August 2017
Datenbanken: CENTRAL Pubmed CINHAL Embase PsyArticles PsycInfo Scopus Web of Science BMJ Clinical Evidence
Einschluss-kriterien: P: diagn. Mamma-Ca I: CBT C: keine Intervention O: QoL, Depressivität, Angst und Distress S: RCTs
10 RCTS, N=1939 Patientinnen
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RCTs
Mamma-Ca, Stadium 0 - IV
Geschlecht: 100% weiblich
Mittleres Alter: 46 - 54
Länder : USA Irland Frankreich China Australien Niederlande |
Inhalte: CBT
Dauer/Frequenz/ Länge: 60min – 120min wöchentlich 5 - 20 Wochen
Kontrollgruppen: Warteliste TAU Aufmerksamkeits-placebo Pharmakotherapie Entspannungs-training
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Primäre Endpunkte: 1. QoL 2. Depressivität 3. Angst 4. Distress
Verwendete Messinstrumente: QoL FACT-B
Depressivität CES-D
Angst SAS
Distress PSS |
1. QoL àGesamteffekt: Post-Intervention: 9 RCTs, I2 = 36%; SMD=0.57 [0.44, 0.69, p < .001]
2. Depressivität àGesamteffekt: Post-Intervention: 6 RCTs, I2 = 47%; SMD=–1.11 [–1.28, –0.94, p<.001>
3. Angst àGesamteffekt: Post-Intervention: 5 RCTs, I2 = 36%; SMD=–1.10 [–1.27, –0.03, p<.001>
4. Distress àGesamteffekt: Post-Intervention: 5 RCTs, I2 = 6%; SMD=–0.40 [–0.53, –0.26, p<.001> |
Keine SUEs berichtet |
Primärstudien: RCTs mit low RoB SB: 4 PB: 6 DB: 5 AB: 7 RB: 9 OB: 7
Review: AMSTAR-2: critically low quality Method.Mängel in kritischer Domäne 2,4,7 non-kritischer Dom. 3
Sensitivitäts-analysen: Mäßige Heterogenität/ bei Depressivität ließ sich Heterogenität durch Herkunftsland aufklären (USA vs. Not USA)
Publikations-bias: Visuelle Prüfung Funnel-Plot + Egger's Test / keine Hinweise auf Publication Bias
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1a |
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Sanjida et al. 2018: "Are psychological interventions effective on anxiety in cancer patients? A systematic review and meta-analyses."4
Eingeschlossene Primärstudien: 71 Primärstudien in qual. Review / 51 in Meta-Analysen
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SysRev & MA
Suchzeitraum: Januar 1993– Juni 2017
Datenbanken: CENTRAL Medline Embase CINHAL Scopus PsycInfo
Einschluss-kriterien: P: erwachsene Krebspatienten I: psychosoziale Intervention C: alternative Intervention, TAU/UC, Warteliste O: Angst, Distress S: RCTs
71 RCTS, N=13098 Patientinnen
51 RCTs, N=8283 Patientinnen in MA
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RCTs
Brustkrebs (36) Gynäkologische Tumore (3) Prostata- und Hodenkrebs (2) Sonstige Krebsidiagnosen (29)
Geschlecht: 74,6% weiblich
Mittleres Alter: 55
Länder : USA (19) Europa (29) Weitere (53)
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Inhalte: 14 x CBT 12 x Entspannungs-verfahren 9x Psychosoziale Therapie 13x "Supportive Care Interventions" 3x gestufte Interventionen ("stepped care") 20x sonstige
Dauer/Frequenz/ Länge: 4 Tage – ein Jahr
Kontrollgruppen: alternative Intervention TAU/UC Warteliste |
Primäre Endpunkte: 1. Angst
Verwendete Messinstrumente: Angst HADS STAI POMS
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1. Angst àGesamteffekt: Post-Intervention: 51 RCTs, n=7491 I2 = 68%; SMD=–0.21 [–0.30, –0.13, p < .001] à Sensitivitätsanalyse: Entfernung der Studie mit größtem und kleinsten Effekt, keine Änderung des Ergebnis
àCBT: Post-Intervention: 9 RCTs, I2 = 14%; SMD=–0.08 [–0.20, 0.05, p >.05]
àSupportiv expressive Therapie: Post-Intervention: 4 RCTs, I2 = 68%; SMD=–0.16 [–0.35, 0.03, p>.05]
àPsychotherapie: Post-Intervention: 4 RCTs, I2 = 0%; SMD=0.07 [–0.09, 0.23, p>.05]
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Keine SUEs berichtet |
Primärstudien: RCTs mit low RoB SB: 18 PB: 2 DB: 7 AB: 42 RB: 48 OB: kA
Review: AMSTAR-2: critically low quality Method.Mängel in kritischer Domäne 7,11,15, non-kritischer Dom. 5,8
Sensitivitäts-analysen: durchgeführt, siehe Hauptergebnisse
Durchführung von Subgruppen-analysen, teilweise in Hauptergebnissen aufgeführt
Publikations-bias: "Studies with a sample size of less than 40 participants were excluded to reduce the potential influence of publication bias and inflated ES common in small studies. (p.2065)"
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1a |
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Kalter et al. 2018: "Effects and moderators of psychosocial interventions on quality of life, and emotional and social function in patients with cancer: An individual patient data meta-analysis of 22 RCTs." 5
Eingeschlossene Primärstudien: 61 RCTs, davon 22 in IPD-Meta-Analyse Armes 2007 Arving 2007 Braamse 2015 Chambers 2013 Duijts 2012 Ell 2008 Ferguson 2012 Gellaitry 2010 Gielissen 2006 Goedendorp 2010 Graves 2003 Heiney 2003 Johansson 2008 Kimman 2011 Mann 2012 Meneses 2007 Northouse 2005 Nothouse 2007 Northouse 2013 Savard 2005 Savard 2006 Van der Berg 2015
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IPD MA
Suchzeitraum: Oktober 2017
Datenbanken: Medline Embase CINHAL PsycInfo
Einschluss-kriterien: P: erwachsene Krebspatienten I: Informations-vermittlung, Support, CST, Psychotherapie C: TAU/UC, Warteliste, Aufmerksamkeits-placebo O: QoL + weitere Outcomes S: RCTs
22 RCTs, N=4217 Patientinnen in IPD-MA
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RCTs
Brustkrebs (13) Hämatologischer Krebs (1) Prostatakrebs (2) Gemischte Krebsidiagnosen (6)
Geschlecht: 65% weiblich
Mittleres Alter: 56 (SD=11.4)
Länder : USA (8) Niederlande (6) Kanada (2) Schweden (2) Australien (1) UK (3)
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Inhalte: CST (19) Psychotherapie (2) Informations-vermittlung (1) Support (-)
Dauer/Frequenz/ Länge: 4-52 Wochen 1-54 Sitzungen (teils Langzeit-einzeltherapie) Individual-, Gruppen-, und Paarsetting
Kontrollgruppen: TAU/UC (14) Warteliste (6) Aufmerksamkeits-placebo (2) |
Primäre Endpunkte: 1. QoL
Sekundäre Endpunkte: 1. Emotionales Funktions-niveau 2. Soziales Funktions-niveau
Verwendete Messinstrumente: QoL FACT-G EORTC QLQ-C30 SF-36 QoL-CS
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1. QoL àGesamteffekt: Post-Intervention: 22 RCTs, n=4217 SMD=0.14 [0.06, 0.21, p<.05>
Interventionstyp als sign. Moderator (p=.01): àInformations-vermittlung: Post-Intervention: 1 RCTs, SMD=0.19 [0.03, 0.34, p <.05> àCST: Post-Intervention: 19 RCTs, SMD=0.09 [0.04, 0.15, p <.05> àPsychotherapie: Post-Intervention: 2 RCTs, SMD=0.32 [0.12, 0.51, p <.05>
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Keine SUEs berichtet |
Primärstudien: RCTs mit low RoB SB: 15 PB: nicht erfasst DB: nicht erfasst AB: 17 RB: 18 OB: kA "Items related to blinding were omitted because blinding of patients and personnel is difficult in case of a PSI. Also, the rating of blinding of outcome assessors was excluded because QoL, EF, and SF were assessed using patient‐reported outcomes (PROs)." (p.1153)
Review: AMSTAR-2: low quality Method.Mängel in kritischer Domäne 7 non-kritischer Dom. 3,12,14
Sensitivitäts-analysen: Durchführung von Moderatoren-analysen, teilweise in Hauptergebnissen aufgeführt
Publikations-bias: Visuelle Prüfung Funnel-Plot + Egger's Test / keine Hinweise auf Publication Bias
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1a |
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Hilfiker et al. 2018: "Exercise and other non-pharmaceutical interventions for cancer-related fatigue in patients during or after cancer treatment: a systematic review incorporating an indirect-comparisons meta-analysis."6
Eingeschlossene Primärstudien: 245 Primärstudien |
Indirect-comparison MA
Suchzeitraum: Januar 2017
Datenbanken: Pubmed CENTRAL
Einschluss-kriterien: P: erwachsene Krebspatienten I: Bewegungs- oder nicht-pharmakologische Therapie C: TAU/UC O: Fatigue S: RCTs
112 RCTs in MA Intervention während laufender Krebsbehandlung
133 RCTs in MA Interventionen nach abgeschlossener Krebsbehandlung
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RCTs
Brustkrebs (126) Hämatologischer Krebs (10) Prostatakrebs (18) Kolorektaler Krebs (7) Gemischte Krebsidiagnosen (52)
Geschlecht: >65% weiblich
Mittleres Alter: kA
Länder : Keine zusammenfas-senden Angaben, Details in Appendices
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Inhalte: Während Behandlung Ausdauer (34) Ausdauer + Gewichte (23) CBT (18) Entspannung (12) à inkl. Atmung, Stretching, Meditation Yoga (10) Gewichte (10) Multimodal (6) Massage (4) Heilende Berührung (3) Tanztherapie (2) Musiktherapie (1)
Nach Behandlung Ausdauer (30) Ausdauer + Gewichte (32) CBT (29) Entspannung (kA) à inkl. Atmung, Stretching, Meditation Yoga (kA) Gewichte (kA) Multimodal (kA) Massage (kA) Heilende Berührung (kA) Tanztherapie (kA) Musiktherapie (kA)
Dauer/Frequenz/ Länge: 3-52 Wochen 0-12 Wochen Follow-Up Individual-, Gruppen-, und Paarsetting, Tele- und EHealth
Kontrollgruppen: TAU/UC |
Primäre Endpunkte: 1.Fatigue
Verwendete Messinstrumente: CFS PFS EORTC QLQ-C30 Fatigue BFI POMS FACIT-F FACT-F etc.
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1. Fatigue Während Behandlung àCBT: Post-Intervention: 18 RCTs, I2 = 61%; SMD=–0.20 [–0.57, 0.17, p >.05] àEntspannung: Post-Intervention: 12 RCTs, I2 = 88%; SMD=–0.77 [–1.22, –0.31, p <.05>
Nach Behandlung àCBT: Post-Intervention: 29 RCTs, I2 = 76%; SMD=–0.42 [–0.58, –0.25, p <.05> àEntspannung: Post-Intervention: ? RCTs, I2 = ? %; SMD=–0.05 [–0.64, 0.53, p <.05>
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Keine SUEs berichtet |
Primärstudien: RCTs mit low RoB "Over all comparisons, the random sequence generation was adequate in most trials (97%); allocation concealment was problematic in 61% of the trials. Baseline characteristics were not balanced in 17% of the studies; patients and outcome assessor could not be blinded in most trials (99%), therapists were never blinded. More than 15% of drop-outs were present in 36% of the trials and only 51% of the trials reported an intention-to-treat analysis. (p.654)
Review: AMSTAR-2: critically low quality Method.Mängel in kritischer Domäne 2,7,11,15 non-kritischer Dom. 1,3,10
Sensitivitäts-analysen: Ausschluss von Studien mit n<25 Teilnehmern pro Arm; Effekte generell kleiner, keine Änderung des Signifikanzniveaus in relev. Effekten; kein Einfluss auf Heterogenität
Publikations-bias: Egger's Test liefert Hinweise Publikations-Bias in relev. Vergleichen
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1a- |
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Hall et al. 2018: "Mind-body interventions for fear of cancer recurrence: A systematic review and meta-analysis."7
Eingeschlossene Primärstudien: Bailey 2004 Bannaasan 2015 Crane-Okada 2012 Chow 2014 Dieng 2016 Dodds 2015 Heinrichs 2012 Herschbach 2010 Lenagacher 2009, 2016 Mishel 2002 Van der Wal 2017 Ye 2016 |
MA
Suchzeitraum: Mai 2017
Datenbanken: Medline PsychInfo Embase CINHAL Web of Science CENTRAL
Einschluss-kriterien: P: erwachsene Krebspatienten I: Mind-Body Ansatz (auch CBT, Entspannung etc.) C: aktive Kontrolle, TAU/UC O: Rezidivangst S: RCTs
19 RCTS, N=2806 Patientinnen (18 RCTs in MA)
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RCTs
Brustkrebs (11) Prostatakrebs (3) Gynäkologischer Krebs (1) Melanom (1) Gemischte Krebsidiagnosen (3)
Geschlecht: >65% weiblich
Mittleres Alter: kA
Länder : Belgien (19 China (2) Deutschland (2) Niederlande (1) Thailand (1) USA (12)
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Inhalte: CBS (11) Entspannung (4) à keine separate Auswertung Achtsamkeit (10)
Dauer/Frequenz/ Länge: 9 Tage-12 Monate (Modalw.=1Monat) 4-17 Sitzungen (median=6) 10–165min Sitzungsdauer (median=120)
Individual-, Gruppen-, und Paarsetting, Tele- und EHealth
Kontrollgruppen: Aktive Kontrolle (9) TAU/UC (10) |
Primäre Endpunkte: 1. Rezidivangst
Verwendete Messinstrumente: MUIS CARS CCSQ FCRS FCRI FoP GTUS MCCS IUS‐SF MAX‐PC‐FCR |
1. Rezidivangst àGesamteffekt: Post-Intervention: 18 RCTs, I2 = 48%; SMD=–0.36 [–0.49, –0.23, p <.001> Fail-Safe-N: 247
Longest Follow-Up: 14 RCTs, I2 = 63%; SMD=–0.31 [–0.47, –0.16, p <.001>
àCBS: Ausreißer (Bannaasan 2015) ausgeschlossen Post-Intervention: 12 RCTs, I2 = ? %; SMD=–0.26 [–0.39, –0.13, p <.001>
Longest Follow-Up: ? RCTs, I2 = ? %; SMD=–0.19 [–0.80, –0.01, p =.049]
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Keine SUEs berichtet |
Primärstudien: RCTs mit low RoB SB: 4 PB: 8 DB: 4 AB: 11 RB: 14 OB: 5 (Baseline imbalance und Differential attrition)
Review: AMSTAR-2: critically low quality Method.Mängel in kritischer Domäne 2,7 non-kritischer Dom. 1
Sensitivitäts-analysen: Durchgeführt, schrittweise Entfernung einzelner Studien; siehe Hauptergebnisse
Subgruppen-analysen (siehe Hauptergebnisse)
Publikations-bias: Funnel-Plot; keine Hinweise
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1a |
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Cobeanu et al. 2018: "Alleviation of Side Effects and Distress in Breast Cancer Patients by Cognitive-Behavioral Interventions: A Systematic Review and Meta-analysis."8
Eingeschlossene Primärstudien: Antoni 2001, 2002, 2006a,b, Arving 2007 Berger 2009a,b Brifge 1988 Cohen 2007 Crues 2000 Gaston-Johansson 2000 Given 2008 Groarke 2012 Kissane 2003 Marchioro 1996 Molassiotis 2002 Montgomery 2009 Nunes 2007 Schnur 2009 Walker 1999 Yoo 2005 |
MA
Suchzeitraum: Bis Dezember 2015
Datenbanken: Medline PsychInfo
Einschluss-kriterien: P: erwachsene Krebspatienten I: Kognitive und/oder behaviourale Interventionen während adjuvanter Theapie C: Standard-versorgung O: SUEs, Distress (auch Angst, Depressivität) S: RCTs
19 RCTS, N=2037 Patientinnen
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RCTs
Brustkrebs, Stadien I - IV
Geschlecht: 100% weiblich
Mittleres Alter: 42 - 55
Länder : kA
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Inhalte: CBT (14) Verhaltenstherapie (5)
Dauer/Frequenz/ Länge: 3 – 33 Stunden
Individual- und Gruppensetting, teilweise Entspannungs-verfahren (PMR, Imagination) sowie Tele- und EHealth mit eingesetzt
Kontrollgruppen: TAU/UC (18) Automatisierte edukative Intervention (1) |
Primäre Endpunkte: 1. Distress (schließt Depressivität, Angst mit ein!) 2. Depressivität 3. Angst 4. QoL 5. Übelkeit/Er-bechen 6. Fatigue 7. Schlafstörungen 8. Schmerz
Verwendete Messinstrumente: Distress MHI-5 CARES ABS PSOM POMS BSI PSS MR RSCL MRS
Depressivität HADS BDI
Angst HARS HADS STAI Einzelitems
QoL CARES BFS SIP LCS EORTC QLQ-C30 MOS-SF-36-v2 FAD FACT-B
Übelkeit/Erbrechen MANE
Fatigue FSI
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1. Distress àGesamteffekt: Post-Intervention: 16 RCTs, N=1831 I2 = 65%; SMD=-0.30 [0.13, 0.48, p <.001> Fail-Safe-N: 126 Ausschluss von zwei Ausreißern (Given 2008, Schnur 2009) 14 RCTs, I2 = 51%; SMD=-0.29 [0.15, 0.44, p <.001>
Follow-Up: 7 RCTs, I2 = 47%; SMD=-0.21 [0.05, 0.37, p =.008]
2. Depressivität àGesamteffekt: Post-Intervention: 10 RCTs, N=1202 I2 = 70%; SMD=-0.21 [–0.01, 0.45, p =.063] Fail-Safe-N: 126
Follow-Up: 4 RCTs, I2 = 0%; SMD=-0.10 [–0.04, 0.24, p =.165]
3. Angst àGesamteffekt: Post-Intervention: 8 RCTs, N=1083 I2 = 73%; SMD=-0.28 [0.02, 0.54, p =.033] Fail-Safe-N: 29
Follow-Up: 4 RCTs, I2 = 22%; SMD=-0.11 [–0.05, 0.27, p =.170]
4. QoL àGesamteffekt: Post-Intervention: 8 RCTs, N=1139 I2 = 72%; SMD=0.45 [0.21, 0.69, p <.001> Fail-Safe-N: 86 Ausschluss von einem Ausreißer (Marchioro 1996) 7 RCTs, I2 = 45%; SMD=0.33 [0.16, 0.50, p <.001>
Follow-Up: 7 RCTs, N=1159 I2 = 94%; SMD=0.46 [–0.01, 0.95, p =.056] Ausschluss von einem Ausreißer (Antoni 2006) 6 RCTs, I2 = 5%; SMD=0.15 [0.02, 0.28, p =.022]
5. Übelkeit/Erbr. àGesamteffekt: Post-Intervention: 5 RCTs, N=518 I2 = 0%; SMD=-0.39 [0.22, 0.58, p <.001>
6. Fatigue àGesamteffekt: Post-Intervention: 6 RCTs, N=831 I2 = 84%; SMD=-0.34 [–0.02, 0.71, p =.063]
Follow-Up: 2 RCTs, N=324 I2 = 83%; SMD=-0.35 [–0.20, 0.90, p =.209]
7. Schmerz àGesamteffekt: Post-Intervention: 3 RCTs, N=397 I2 = 18%; SMD=0.02 [–0.26, 0.21, p =.854]
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Keine SUEs berichtet |
Primärstudien: Keine RoB-Bewertung durchgeführt!
Review: AMSTAR-2: critically low quality Method.Mängel in kritischer Domäne 2,4,7,9,13 non-kritischer Dom. 3,5,8,10,12
Sensitivitäts-analysen: Modertoren-analyse für Haupteffekte bei hoher Heterogenität
Publikations-bias: Fail-Safe-N berechnet (siehe Hauptergebnisse); Funnel-Plot; Trim-and-Fill-Procedure |
1a- |
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Bauereiß et al. 2018: "Effects of existential interventions on spiritual, psychological, and physical well-being in adult patients with cancer: Systematic review and meta-analysis of randomized controlled trials."9
Eingeschlossene Primärstudien: Ando 2010 Breitbart 2010, 2012, 2015 Carlson 2016, 2013 Chochinov 2011 Classen 2001 Butler 2009 Giese-Davis 2002 Classen 2008 Dubbleby 2007 Gagnon 2015 Goodwin 2001 Bordeleau 2003 Hall 2011 Henry 2010 Herth 2000 Ho 2016 Juliao 2013, 2014 Kissane 2003, 2007 Lee 2006 Lloyd-Williams 2013, 2018 Lo 2016 Mok 2012 Rutsoen 1998 Spiegel 1981 Tabrizi 2016 Van der Spek 2017 Vuksanovic 2017 Xiao 2013 Ye 2017
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MA
Suchzeitraum: Januar 2018
Datenbanken: Medline PsychInfo Psyndex Embase CINAHL CENTRAL ICTRP
Einschluss-kriterien: P: erwachsene Krebspatienten I: "existential interventions" C: aktive & inaktive Kontrolle O: Primär: Spirituelles Wohlbefinden, Angst, Depressivität S: RCTs
30 RCTS, N=3461 Patientinnen (24 RCTs in MA)
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RCTs
Fortgeschrittene krebserkrankung (22) Frühstadium (4) Rezidivierende Krebserkrankung (1) Krebs-Überlebende (3) Gemischte Stichprobe mit anderen terminalen Erkrankungen (krebs >90%) (2)
Geschlecht: kA
Mittleres Alter: 57
Länder : USA (7) Japan (1) Kanada (9) Australien (4) UK (3) China (4) Portugal (1) Norwegen (1) Iran (1) Niederlande (1)
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Inhalte: Sinnbasierte Interventionen (9) Supportiv-expressive Gruppenth. (9) Kognitiv-existentielle Therapie (2) "Life Review" (4) "dignity therapy" (4)
davon Einzel (14) Gruppe (15) Beides (1)
Dauer/Frequenz/ Länge: 1 – 52 Wochen bei wöchentlicher Frequenz
Kontrollgruppen: Warteliste oder TAU/UC (18) Massage, Entspannung, Stress management (3) Supportive therapie (5) Psychoedeukation (3) "Mindfulness-based cancer recovery" (1) |
Primäre Endpunkte: 1. Spirituelles Wohlbefinden 2. Depressivität 3. Angst
Sekundäre Endpunkte: 1. Existentielles Wohlbefinden 2. QoL 3. Hoffnung 4. DHD 5. Selbstwirksam-keitserleben 6. Physisches Wohlbefinden 7. Schmerz
Verwendete Messinstrumente: Depressivität HADS BDI POMS CHADS ESAS
Angst HADS POMS CHADS ESAS
QoL MQoL FACT-B FACIT-Sp EORTC QLQ-C30 EQ-5D QoLC-E FACT-G
Schmerz EORTC QLQ-C30 PRS Einzelitems |
1. Depressivität Post-Intervention: 14 RCTs, I2 = 58%; SMD=-0.15 [–0.01, 0.32, p >.05] Nach Ausschluss von Studien mit sign. Baseline-Unterschieden (Carlson 2013, 2016, Breitbart 2015, Lloyd-Williams 2013, 2018): 11 RCTs, I2 = 32%; SMD=-0.25 [0.10, 0.39, p <.05>
Follow-Up 1 7 RCTs, I2 = 5%; SMD=0.06 [–0.24, 0.12, p >.05]
Follow-Up 2 3 RCTs, I2 = 55%; SMD=0.02 [–0.32, 0.28, p >.05]
Follow-Up 3 3 RCTs, I2 = 21%; SMD=0.04 [–0.23, 0.15, p >.05]
2. Angst Post-Intervention: 13 RCTs, I2 = 71%; SMD=-0.12 [–0.08, 0.32, p >.05] Nach Ausschluss von Studien mit sign. Baseline-Unterschieden (Carlson 2013, 2016, Breitbart 2015, Lloyd-Williams 2013, 2018): 11 RCTs, I2 = 64%; SMD=-0.21 [0.00, 0.41, p =.05]
Follow-Up 1 7 RCTs, I2 = 29%; SMD=0.05 [–0.26, 0.16, p >.05]
Follow-Up 2 3 RCTs, I2 = 74%; SMD=0.00 [–0.39, 0.39, p >.05]
Follow-Up 3 3 RCTs, I2 = 71%; SMD=0.03 [–0.35, 0.30, p >.05]
3. QoL Post-Intervention: 17 RCTs, I2 = 75%; SMD=0.21 [0.01, 0.42, p <.05> Nach Ausschluss von Studien mit sign. Baseline-Unterschieden (Carlson 2013, 2016, Breitbart 2015, Lloyd-Williams 2013, 2018): 16 RCTs, I2 = 74%; SMD=0.21 [0.02, 0.48, p <.05>
Follow-Up 1 8 RCTs, I2 = 45%; SMD=0.18 [–0.06, 0.42, p >.05]
Follow-Up 2 4 RCTs, I2 = 66%; SMD=0.12 [–0.21, 0.45, p >.05]
Follow-Up 3 2 RCTs, I2 = 90%; SMD=0.16 [–0.67, 0.99, p >.05]
4. Schmerz Post-Intervention: 5 RCTs, I2 = 74%; SMD=-0.21 [–0.07, 0.49, p >.05]
Follow-Up 1 1 RCTs, I2 = – %; SMD=-0.29 [–0.15, 0.72, p >.05]
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Keine der Primärstudien hat systemtisch SUEs erfasst. |
Primärstudien: RCTs mit low RoB SB: 11 PB: nicht erfasst DB: nicht erfasst AB: 16 RB: 14 OB: 18
"Because blinding of participants and personnel is in general not feasible in psychological interventions and outcome assessors were participants themselves, evaluations on these two domains are not provided." (p. 2533)
Review: AMSTAR-2: low quality Method.Mängel in kritischer Domäne 7 non-kritischer Dom. 6,10
Sensitivitäts-analysen: Ausschluss von Studien mit sign. Baselineunter-schieden auf Outcomemaßen (siehe Hauptergebnisse); Ausschluss aller Studien mit hohem Bias-Risiko à keine Ergebnis-veränderung
Publikations-bias: Für MA mit k>10 Studien bestimmt. Asymmetrische Funnel-Plots jedoch keine sign. Egger's Tests bei relevanten Outcomes |
1a |
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Zhang et al. 2017: "Effects of cognitive behavioral therapy on quality of life and stress for breast cancer survivors: a meta-analysis."10
Eingeschlossene Primärstudien: Groarke 2013 Mishel 2005 Savard 2005 Cruess 2000 Edmonds 1999 Marchioro 1996 |
MA
Suchzeitraum: Februar 2014
Datenbanken: Medline Embase CENTRAL Google Scholar
Einschluss-kriterien: P: Brustkrebs-patientinnen I: CBT C: - O: QoL, Distress S: RCTs
6 RCTs, N=430 Patientinnen
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RCTs
Brustkrebs, Stadien I-IV
Geschlecht: 100% weiblich
Mittleres Alter: 45 - 64
Länder : kA
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Inhalte: CBT (1) Kognitiv-behaviourales Stressmanagement (4) Sonst. Psychologische Intervention (1)
davon face-to-face (5) Telefon (1)
Dauer/Frequenz/ Länge: 4 – 35 Wochen Wöchentliche Frequenz Sitzungsdauer 50 – 180min
Kontrollgruppen: Tau/UC (1) Wartelist (2) Nicht-psychologische Intervention (1) kA (2) |
Primäre Endpunkte: 1. QoL
Sekundäre Endpunkte: 2. Distress
Verwendete Messinstrumente: QoL EORTC QLQ-C30 FLIC
Distress PSS POMS HADS BDI |
1. QoL Post-Intervention: 3 RCTs, I2 = 86%; SMD=–0.016 [–0.90, 0.87, p =.972] Random-effects model à Sensitivitätsanalyse: nach Ausschluss von Marchioro 1996 sign. Größerer Effekt in IG: Post-Intervention: 2 RCTs, I2 = ? %; SMD=0.46 [0.09, 0.83, p =.014]
2. Distress Post-Intervention: 4 RCTs, I2 = 0%; SMD=–0.125 [–0.27, 0.02, p =.084] Fixed-effects model |
Keine SUEs berichtet |
Primärstudien: RCTs mit low RoB SB: 6 PB: 0 DB: 1 AB: 2 RB: 6 OB: -
Review: AMSTAR-2: critically low quality Method.Mängel in kritischer Domäne 2,7,9,13,15 non-kritischer Dom. 1,3,8,10,12,16
Sensitivitäts-analysen: Schrittweiser Ausschluss einzelner Studien; nur Ausschluss von Marchioro 1996 hat sign Einfluss (siehe Hauptergebnisse)
Publikations-bias: Nicht geprüft, da k<5 Studien pro Outcome
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1a- |
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Xiao et al. 2017: "Effectiveness of Psychological Interventions on Depression in Patients After Breast Cancer Surgery: A Meta-analysis of Randomized Controlled Trials."11
Eingeschlossene Primärstudien: Chan 2015 Cousson-Gélie 2011 Deng 2013 Du 2011 Ellyn 2014 Huang 2013 Jiang 2013 Hou 2015 Marchioro 1996 Yang 2014 Zhang 2012 Zhao Hui 2011 Zhao Jun 2009 |
MA
Suchzeitraum: kA
Datenbanken: Medline Pubmed CENTRAL WANGFANG CKNI VIP
Einschluss-kriterien: P: Brustkrebs-patientinnen nach OP I: Einzel-CBT C: keine Intervention O: Primär : Depressivität S: RCTs/CCTs
13 RCTs, N=966 Patientinnen
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RCTs/CCTs
Brustkrebs-patientinnen nach operativem Eingriff, keine klinisch relevante Depression
Geschlecht: 100% weiblich
Alter: 24 - 76
Länder : China (10) Frankreich (1) USA (1) Italien (1)
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Inhalte: CBT (9) à beinhaltet in 8/9 Fällen auch Entspannungs-training und Psychoedukation Psychologische Beratung (4)
Dauer/Frequenz/ Länge: 2 Wochen – 9 Monate
Kontrollgruppen: kA |
Primäre Endpunkte: 1. Depressivität
Verwendete Messinstrumente: Depressivität SDS HADS HAMD |
1. Depressivität Post-Intervention, SDS: 8 RCTs, N=688 I2 = 0%; SMD=–0.87 [–1.03, –0.71, p <.001>
Post-Intervention, HADS: 3 RCTs, N=132 I2 = 44%; SMD=-0.50 [–0.98, –0.02, p =.04]
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Keine SUEs berichtet |
Primärstudien: RCTs mit low RoB SB: kA PB: kA DB: kA AB: kA RB: kA OB: kA
Nutzt Jadad-Score: Range=3-4
Review: AMSTAR-2: critically low quality Method.Mängel in kritischer Domäne 2,7 non-kritischer Dom. 8,10,16
Sensitivitäts-analysen: Ausschluss von „low quality“ Studien ändert nichts an Ergebnissen, keine Details dazu
Publikations-bias: Asymmetrische Funnel-Plots liefern Hinweise auf Pub.-Bias. Geringe anzahl an eingeschl. Studien.
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1a |
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Hsieh et al. 2017: "The effects of supportive care interventions on depressive symptoms among patients with lung cancer: A metaanalysis of randomized controlled studies."12
Eingeschlossene Primärstudien: Bredin 1999 Wu 2003 Chen 2006 Ni 2009 Carlson 2010 Porter 2011 Yao 2012 Walker 2014 Badr 2015 Morano 2014 Chen 2015 Molassiotis 2015a, b
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MA
Suchzeitraum: September 2015
Datenbanken: Embase Pubmed CENTRAL CEPS
Einschluss-kriterien: P: Lungenkrebs I: "supportive care": nicht-pharmakologisch, nicht invasiv, Förderung und Erhaltung von Wohlbefinden und Krankheitsverarbeitung C: TAU/UC O: Depressivität S: RCTs
12 RCTs, N=1472 Patientinnen
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RCTs
Lungenkrebs, Stadien I-IV, teils komorbide COPD, eine Studie mit komorbider Depression als Einschluss-kriterium
Geschlecht: kA
Alter: 56 - 71
Länder : China (4) UK (3) USA (2) Kanada (1) Brasilien (1) Taiwan (1)
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Inhalte: CBT + Psychoedukation (5) Psychoedukation (4) Sport- und Bewegungstherapie (3)
davon Face-to-face (8) Telefon (4)
Dauer/Frequenz/ Länge: 6 – 60 Sitzungen 4 -32 Wochen
Kontrollgruppen: Tau/UC (10) Edukation (2) |
Primäre Endpunkte: 1. Depressivität
Verwendete Messinstrumente: Depressivität SDS PSSCAN BDI SCL HADS PROMIS |
1. Depressivität àGesamteffekt: Post-Intervention: 12 RCTs, N=1472 I2 = 88%; SMD=–0.75 [–1.07, –0.41, p <.001>
àCBT: Post-Intervention: 5 RCTs, N=515 I2 = 14%; SMD=–1.05 [–1.25, –0.85, p <.001>
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Keine SUEs berichtet |
Primärstudien: RCTs mit low RoB SB: 7 PB: ka DB: 8 AB: 8 RB: kA OB: kA
Review: AMSTAR-2: critically low quality Method.Mängel in kritischer Domäne 2,4,7,15 non-kritischer Dom. 3,5,10
Sensitivitäts-analysen: Schrittweiser Ausschluss kleiner (N<50) Studien und Studien mit High-RoB führten zu keiner Änderung der Ergebnisse
Publikations-bias: "Finally, the existence of a publication bias cannot be ignored. It should be noted that publication bias has some effect on the available evidence pool." (p. 721)
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1a- |
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Jassim et al. 2015: "Psychological interventions for women with non‐metastatic breast cancer."13
Eingeschlossene Primärstudien: Andersen 2004, 2007, 2008 Antoni 2001, 2006a, b, 2009 Badger 2007 Baucom 2009 Boesen 2011 Classen 2008 Cohen 2007 Dolebeault 2009 Ferguson 2012 Fillion 2008 Fukui 2000 Garssen 2012 Graves 2001, 2003 Henderson 2012 Kissane 2003, 2004 Loprinzi 2011 Manne 2007 Marchioro 1996 Marcsu 2010 Mishel 2005, 2006 Narváez 2008 Nunes 2007 Richardson 1997 Simpson 2001 Taylor 2003 Vos 2004, 2006 Yates 2005
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MA
Suchzeitraum: May 2013
Datenbanken: CBCG Specialized Register CENTRAL Medline Embase PsycINFO CINAHL ICTRP ClinicalTrials.gov CancerLit PsyLit Iranmedex Indmed
Einschluss-kriterien: P: Brustkrebspatient-innen, Stadien I-III I: CBT, Psychotherapie, Counselling, Psychoedukation C: Placebo, TAU/UC, Warteliste, alternative pysych. Intervention O: Primär: Depressivität, Angst, Distress, "mood disturbance" S: RCTs
28 RCTS, N=3940 Patientinnen (16 RCTs in MA)
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RCTs
Mamma-Ca, "Frühstadium", keine Metastasen
Geschlecht: 100% weiblich
Alter: Zw. 18 - 80
Länder : USA (15) Europa (6) Kanada (2) Japan (1) Australien (2) Israel (1) Brasilien (1)
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Inhalte: CBT-basiert (24) Sonst. Psychotherapie-ansätze (4)
davon Einzel (8) Gruppe (20)
Face-to-Face, teils + Telefon (25) Ausschl. telefonbasiert (3)
Dauer/Frequenz/ Länge: 1 – 39 Stunden, M=14, SD=9.65 bei wöchentlicher Frequenz
Kontrollgruppen: Keine genaueren Angaben, siehe Spalte "Studientyp" |
Primäre Endpunkte: 1. Depressivität 2. Angst 3. Distress 4. Stimmungs-störungen
Sekundäre Endpunkte: 5. QoL 6. Coping 7. Anpassung 8. Überlebensrate
Verwendete Messinstrumente: Depressivität HADS BDI CES-D
Angst HADS STAI BAI HAMA
Distress IES BSI MHI
QoL QLQ-BR23 FACT-B LASA EORTC QLQ-C30 QoL-CS FLIC QLI CARES-SF
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1. Depressivität à Gesamteffekt Post-Intervention: 7 RCTs, N=637 I2 = 95%; SMD=–1.01 [–1.83, –0.18, p =.02] Nach Ausschluss von Ausreißer (Garssen 2013): 6 RCTs, N=567 I2 = 82%; SMD=–0.43 [–0.90, 0.04, p =.07] GRADE: low quality à Gruppe (<20h) Post-Intervention: 3 RCTs, N=120 I2 = 39%; SMD=–0.33 [–0.80, 0.14, p =.17] à Gruppe (>20h) Post-Intervention: 1 RCTs, N=303 I2 = na; SMD=–0.10 [–0.32, 0.13, p =.41] à Einzel (<20h) Post-Intervention: 2 RCTs, N=144 I2 = 96%; SMD=–1.00 [–3.19, 1.20, p =.37]
2. Angst à Gesamteffekt Post-Intervention: 8 RCTs, N=776 I2 = 95%; SMD=–0.48 [–0.76, –0.21, p <.01> GRADE: low quality à Gruppe (<20h) Post-Intervention: 5 RCTs, N=358 I2 = 68%; SMD=–0.44 [–0.85, –0.03, p =.04] à Gruppe (>20h) Post-Intervention: 2 RCTs, N=323 I2 = 64%; SMD=–0.53 [–1.32, 0.26, p =.19] à Einzel (<20h) Post-Intervention: 1 RCTs, N=95 I2 = na; SMD=–0.78 [–1.20, –0.36, p <.01>
3. Distress keine MA aufgrund fehlender Varianzangaben
2/2 Studien zeigen sign. reduzierten Distress zugunsten der IG
4. QoL à Gruppe Post-Intervention: 5 RCTs, N=578 I2 = 47%; SMD=0.21 [–0.03, 0.46, p =.08] GRADE: low quality à Einzel Post-Intervention: 3 RCTs, N=141 I2 = 41%; SMD=0.65 [0.07, 1.23, p =.03] GRADE: very low quality Test für Subgruppenunter-schiede nicht signifikant
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Keine der Primärstudien hat SUEs berichtet. |
Primärstudien: RCTs mit low RoB SB: 4 PB: 0 DB: 5 AB: 7 RB: 24 OB: 19
Review: AMSTAR-2: high quality Method.Mängel in kritischer Domäne - non-kritischer Dom. 3
Sensitivitäts-analysen: Bei hoher Heterogenität a) Ausschluss von Ausreißern, b) Ausschluss von Studien mit hohem RoB (siehe Hauptergebnisse)
Weiterhin a priori geplante Subgruppenanalysen (siehe Hauptergebnisse)
Publikations-bias: Visuelle Prüfung der Funnel-Plots, keine Statistische Prüfung da k<10 in allen MAs
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1a |
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Faller et al. 2013: "Effects of Psycho-Oncologic Interventions on Emotional Distress and Quality of Life in Adult Patients with Cancer: Systematic Review und Meta-Analysis."13
Eingeschlossene Primärstudien: 198 RCTs
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MA
Suchzeitraum: May 2013
Datenbanken: CENTRAL Medline PsycInfo
Einschluss-kriterien: P: erwachsene Krebspatienten I: psychoonkologische Interventionen C: Aufmerkamkeits-Placebo, TAU/UC O: Distress, QoL, Depressivität, Angst S: RCTs
198 RCTS, N=22238 Patientinnen (218 Vergleiche in MA)
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RCTs
Gemischte Krebsdiagnosen (80) Brustkrebs (78) Prostatakarz. (8) Gynekologisch (6) Melanom (5) Hematologischer Krebs (4) Andere (12) Nicht angegeben (5)
Geschlecht: Median 82% weiblich
Alter: Median 54 Jahre
Länder : USA (107) UK (18) Australien (12) Kanada (10) Schweden (9) Niederlande (7) Weitere (35)
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Inhalte: Psychotherapie Einzel (55) Gruppe (42) Paar (10) Psychoedukation (19) Entspannungsverfahren (46) Einfache Informaationsgabe (23) Andere (12)
davon Einzel (119) Gruppe (66) Paar (8) Nicht angegeben (5)
Dauer/Frequenz/ Länge: 1-35 Sitzungen, Median 6 Sitzungen, Über 1-730 Tage, Median 42 Tage
Kontrollgruppen: TAU/UC Aufmerksamkeitskontrolle |
Primäre Endpunkte: 1. Distress 2. gesundheitsbezogene QoL 3. Depressivität 4. Angst |
1. Distress à Gesamteffekt Post-Intervention: 77 RCTs, N=? I2 = 73%; SMD=0.29 [0.20, 0.37, p <.001> Follow Up ≤6 Monate: 58 RCTs, N=? I2 = 56%; SMD=0.17 [0.09, 0.24, p <.001> Follow Up >6 Monate: 39 RCTs, N=? I2 = 32%; SMD=0.10 [0.04, 0.1, p =.003]
à Einzel-psychotherapie Post-Intervention: 18 RCTs, N=? I2 = 88%; SMD=0.48 [0.22, 0.74, p =.002] Follow Up ≤6 Monate: 17 RCTs, N=? I2 = 67%; SMD=0.18 [0.02, 0.35, p=.028] Follow Up >6 Monate: 10 RCTs, N=? I2 = 0%; SMD=0.08 [–0.03, 0.19, p =.15]
à Gruppen-psychotherapie Post-Intervention: 19 RCTs, N=? I2 = 75%; SMD=0.23 [0.05, 0.42, p =.014] Follow Up ≤6 Monate: 16 RCTs, N=? I2 = 34%; SMD=0.03 [–0.09, 0.15, p=.62] Follow Up >6 Monate: 15 RCTs, N=? I2 = 53%; SMD=0.15 [0.01, 0.29, p =.040]
2. QoL à Gesamteffekt Post-Intervention: 66 RCTs, N=? I2 = 78%; SMD=0.26 [0.15, 0.37, p <.001> Follow Up ≤6 Monate: 47 RCTs, N=? I2 = 65%; SMD=0.22 [0.12, 0.33, p <.001> Follow Up >6 Monate: 27 RCTs, N=? I2 = 50%; SMD=0.18 [0.07, 0.28, p <.001>
à Einzel-psychotherapie Post-Intervention: 23 RCTs, N=? I2 = 89%; SMD=0.47 [0.17, 0.77, p =.002] Follow Up ≤6 Monate: 16 RCTs, N=? I2 = 67%; SMD=0.38 [0.18, 0.57, p<.001> Follow Up >6 Monate: 9 RCTs, N=? I2 = 70%; SMD=0.37 [0.09, 0.64, p =.009]
à Gruppen-psychotherapie Post-Intervention: 14 RCTs, N=? I2 = 45%; SMD=0.14 [0.00, 0.28, p =.047] Follow Up ≤6 Monate: 10 RCTs, N=? I2 = 68%; SMD=0.05 [–0.19, 0.29, p=.69] Follow Up >6 Monate: 9 RCTs, N=? I2 = 16%; SMD=0.02 [-0.13, 0.17, p =.81]
3. Depressivität à Gesamteffekt Post-Intervention: 72 RCTs, N=? I2 = 56.5%; SMD=0.33 [0.25, 0.41, p <.001> Follow Up ≤6 Monate: 40 RCTs, N=? I2 = 40.8%; SMD=0.2 [0.11, 0.28, p <.001> Follow Up >6 Monate: 26 RCTs, N=? I2 = 47.1%; SMD=0.14 [0.05, 0.24, p =.002]
à Einzel-psychotherapie Post-Intervention: 22 RCTs, N=? I2 = 51.6%; SMD=0.35 [0.21, 0.49, p =.002] Follow Up ≤6 Monate: 14 RCTs, N=? I2 = 1.3%; SMD=0.13 [0.02, 0.24, p=.024] Follow Up >6 Monate: 10 RCTs, N=? I2 = 40.6%; SMD=0.14 [–0.02, 0.3, p =.1]
à Gruppen-psychotherapie Post-Intervention: 15 RCTs, N=? I2 = 52%; SMD=0.48 [0.29, 0.67, p <.001> Follow Up ≤6 Monate: 9 RCTs, N=? I2 = 19%; SMD=0.21 [0.06, 0.37, p=.006] Follow Up >6 Monate: 5 RCTs, N=? I2 = 10%; SMD=0.28 [0.1, 0.45, p =.002]
4. Angst à Gesamteffekt Post-Intervention: 74 RCTs, N=? I2 = 60%; SMD=0.38 [0.29, 0.46, p <.001> Follow Up ≤6 Monate: 38 RCTs, N=? I2 = 73%; SMD=0.34 [0.2, 0.47, p <.001> Follow Up >6 Monate: 15 RCTs, N=? I2 = 33%; SMD=0.17 [0.06, 0.28, p =.003]
à Einzel-psychotherapie Post-Intervention: 15 RCTs, N=? I2 = 62%; SMD=0.49 [0.29, 0.68, p <.001> Follow Up ≤6 Monate: 11 RCTs, N=? I2 = 47%; SMD=0.33 [0.14, 0.52, p <.001> Follow Up >6 Monate: 10 RCTs, N=? I2 = 0%; SMD=0.07 [–0.07, 0.22, p =.3]
à Gruppen-psychotherapie Post-Intervention: 16 RCTs, N=? I2 = 47%; SMD=0.44 [0.26, 0.62, p <.001> Follow Up ≤6 Monate: 6 RCTs, N=? I2 = 4%; SMD=0.22 [0.07, 0.38, p=.006] Follow Up >6 Monate: 3 RCTs, N=? I2 = 53%; SMD=0.46 [0.15, 0.76, p =.003]
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Nicht berichtet |
Primärstudien: RCTs mit low RoB SB: 51 PB: kA DB: kA AB: 122 RB: 141 OB: kA
Review: AMSTAR-2: critically low quality Method.Mängel in kritischer Domäne 2, 7, 13 non-kritischer Dom. 3, 10,
Sensitivitäts-analysen: Bei hoher Heterogenität (l²>70%) Ausschluss vjew. einer Studie aus MA & Moderatorenanalysen (u.A. Alter, Tumorart)
Weiterhin a priori geplante Subgruppenanalysen (siehe Hauptergebnisse)
Publikations-bias: Visuelle Prüfung der Funnel-Plots
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1a- |
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Tang et al. 2020: "The Effects of Cognitive-Behavioral Stress Management for Breast Cancer Patients: A Systematic Review and Meta-analysis of Randomized Controlled Trials."1
Eingeschlossene Primärstudien: Antoni 2001, 2006, 2006, 2009, 2012, 2016 Carpenter 2014 Crues 2001 Eaton 2011 Groarke 2012 Lechner 2014 McGregor 2004 Phillips 2008, 2011 Stagl 2012, 2015, 2015 Vargas 2014
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SysRev / MA (nicht für relevante Outcomes)
Suchzeitraum: Bis November 2017
Datenbanken: CENTRAL CINHAL PubMed Medline Embase ScienceDirect PsycInfo
Einschluss-kriterien: P: diagn. Mamma-Ca I: CBSM C: - O: - S: RCTs
Studien mit "high risk of bias" ausgeschlossen!
18 RCTS, N=2564 Patienten
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RCTs
Mamma-Ca
Geschlecht: 100% weiblich
Mittleres Alter: 31 - 73
Länder : USA (17) Irland (1) |
Inhalte: 16x CBSM im Gruppensetting, face-to-face 2x web-basiertes CBSM
Dauer/Frequenz/ Länge: 1,5 – 3 Stunden meist wöchentlich 5 – 20 Wochen
Kontrollgruppen: 11x eintägige Edukation 4x Warteliste 3x sonstiges |
Primäre Endpunkte: 1. Stresserleben 2. Aktuelle Stimung 3. Serum Cortisol
Sekundäre Endpunkte: 4. Angst 5. Depressivität 6. Sinnfindung und positiver Affekt 7. Distress, Stimmungs-beeinträchtigung, "Thought Avoidance". Intrusionen, negativer Affekt 8. Selbstwirksamkeitserleben 9. Physiologische und soziale Indikatoren
Verwendete Messinstrumente: Angst HAMA HADS
Depressivität CES-D HADS
Distress ABS Einzelitems
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1. Angst 2/3 Studien zeigen sign. stärkere Reduktion von Angst in CBSM-Gruppe
2. Depressivität 4/6 Studien zeigen sign. stärkere Reduktion von Depressiviät in CBSM-Gruppe
3. Distress 1/2 Studien zeigen sign. stärkere Reduktion von Distress in CBSM-Gruppe
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Keine SUEs berichtet |
Primärstudien: RCTs mit low RoB SB: 1 PB: 0 DB: 9 AB: 18 RB: 18 OB: all unclear
Review: AMSTAR-2: critically low quality Method.Mängel in kritischer Domäne 2,4,7,11,15 non-kritischer Dom. 1,3,14
Keine Metaanalysen für relevante Effekte durchgeführt. |
1a- |
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Beatty et al. 2018: "A systematic review of psychotherapeutic interventions for women with metastatic breast cancer: Context matters."15
Eingeschlossene Primärstudien: Classen 2001 Butler 2009 Giese-Davis 2002 Spiegel 2007 Goodwin 2001 Bordeleau 2003 Kissane 2007 Spiegel 1981, 1989, 1993 Cunningham 1998 Edmonds 1999 Edelman 1999a, b Laidlaw 2005 Aranda 2006 Arathuzik 1994 Savard 2006 Scholten 2001 Given 2008 Gotay 2007 Low 2010 Mosher 2012
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SysRev
Suchzeitraum: Bis Mai 2016
Datenbanken: Medline PsycInfo CINAHL SCOPUS
Einschluss-kriterien: P: erwachsene Brustkrebs-patientinnen (metastasiert oder rezidivierend) I: psychothera-peutische Intervention C: - O: u.a. Distress, QoL, somatische Symptome S: RCTs
15 RCTS, N=1638 Patientinnen
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RCTs
Mamma-Ca, metastasiert oder rezidivierend
Geschlecht: 100% weiblich
Mittleres Alter: ~50 - 61
Länder : USA (7) Kanada (3) Australien (3) Österreich (1) UK (1)
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Inhalte: SEGT: Supportiv-expressive Gruppentherapie (2) CBT (5) SEGT/CBTcombi (1) "expressive writing" (2) Hypnose (1) Telefonberatung (2) Pflegegeführte Beratungsge-spräche (1)
davon Einzel (4) Gruppe (7) "low intensity" (4) àinkl. Telefon-beratung (2) und "expressive writing" (2)
Dauer/Frequenz/ Länge: 80min – 78 Stunden
Kontrollgruppen: "Attention control" TAU/UC Warteliste Alternative Behandlung |
Primäre Endpunkte: 1. Überleben 2. Distress 3. Coping 4. QoL 5. Schmerz 6. Fatigue 7. Schlafstörungen
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1. Distress à Gesamteffekt 8/13 RCTs zeigen sign. Reduktion auf min. einem Distress-Outcome à Gruppe: 6/7 RCTs à Einzel: 1/2 RCTs à "low intensiy": 1/4 RCTs
2. QoL à Gesamteffekt 1/6 RCTs zeigen sign. Reduktion auf min. einem QoLOutcome à Gruppe: 1/3 RCTs à Einzel: 0/3 RCTs
3. Schmerz à Gesamteffekt 4/5 RCTs zeigen sign. Reduktion auf min. einem Schmerz-Outcome à Gruppe: 3/3 RCTs à Einzel: 1/1 RCTs à "low intensiy": 0/1 RCTs
4. Fatigue à Gesamteffekt 1/5 RCTs zeigen sign. Reduktion auf min. einem Fatigue-Outcome à Gruppe: 1/2 RCTs à Einzel: 0/1 RCTs à "low intensiy": 0/2 RCTs |
Keine SUEs berichtet. |
Primärstudien: RCTs mit low RoB SB: 9 PB: - DB: 2 AB: 7 RB: 9 OB: 5
Review: AMSTAR-2: critically low quality Method.Mängel in kritischer Domäne 4, 7 non-kritischer Dom. 1,3,10,14,16
Sensitivitäts-analysen: -
Publikationsbias: Nicht diskutiert
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1a |
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Larkin et al. 2014: "Managing cancer-related fatigue in men with prostate cancer: a systematic review of non-pharmacological interventions."14
Eingeschlossene Primärstudien: 8 davon 3 "psychologische Interventionen":
Badger 2011 Goedendrop 2010 Epsie 2008
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SysRev
Suchzeitraum: 1990 – März 2012
Datenbanken: Pubmed CINAHL Embase PsycINFO CENTRAL PsychExtra SIGLE Australien New Zealand Clinical Trials Registy Clinicaltrials.gov ICTRP EU Clinical Trials Register MedNar
Einschluss-kriterien: P: Erwachsene Prostatakrebs-patienten I: non-pharmakologische Intervention u.a. Edukation, CBT C: andere non-pharmakologische Interventionen, TAU/UC O: Fatigue S: RCTs
8 RCTS
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RCTs
Prostata-Ca
Geschlecht: 100% männlich
Alter: Zw. 46 - 86
Länder : USA (2) Kanada (2) UK (2) Niederlande (1) Unklar (1)
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Inhalte: CBT-basiert (2) Edukation (2) à Goedendrop 2010 sowohl CBT als auch Edukation Sport- und Bewegungs-angebote (5)
Dauer/Frequenz/ Länge: 5-10 Wochen, meist stündliche Termine (für relevante Interventionen)
Kontrollgruppen: TAU/UC |
Primäre Endpunkte: 1. Fatigue
Verwendete Messinstrumente: Fatigue MFI FACT-F FSS FSI PFS-Revised CIS
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1. Fatigue à CBT in 2/2 Studien effektiv zur Reduktion von Fatigue
à Edukation in 1/2 Studien effektiv zur Reduktion von Fatigue
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SUEs in einer Primärstudie berichtet à beziehen sich auf Sport- und Bewegungs-angebot |
Primärstudien: JBI Critical Appraisal Checklist RCTs mit low RoB SB: 4 PB: 0 DB: 3 AB: 5 RB: nicht erfasst OB: nicht erfasst
Review: AMSTAR-2: critically low quality Method.Mängel in kritischer Domäne 2,7,9,13, non-kritischer Dom. 3,5,6,10,14,16
Sensitivitäts-analysen: -
Publikationsbias: Nicht diskutiert
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Einzelpsychotherapie RCTs (2015 – 2020)
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Referenz/ (Autor, Jahr, Journal) |
Studientyp |
Patienten-merkmale |
Interventionen |
Untersuchte Endpunkte |
Hauptergebnisse |
Neben-/ Wechselwirkungen |
Finanzierung / Conflict of Interest |
Methodische Bemerkungen |
Evidenzklasse |
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Unterstützende Evidenz (14/21) |
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Balck et al., 2019: A randomized control trial of problem-solving training (PST) for hematopoietic stem cell transplant (HSCT) patients: Effects on anxiety, depression, distress, coping and pain |
RCT, offen, prospektiv, monozentrisch, 2 Arme
Randomisiert: N=95 Post-Intervention: N=67 Follow-Up: N=49
Wahrscheinlich ITT-Analyse ohne Imputation; Ausgewertet: N= 67 (Post-Intervention), 49 (Follow-Up)
Land: Deutschland |
Krebspatienten mit bevorstehender Stammzelltransplantation
Geschlecht: 37,9% weiblich
Alter: 19-72 Mittelwert: 52,58 |
Arm A: NR=46 NP=31 NFU=21 Problemlösetraining (problem-solving training (PST)), fünf 1h-stündige individuelle Sitzungen, eine Sitzung vor Transplantation, die anderen 4 danach (Tag 2, 4, 7, 9 nach Transplantation)
Arm B: NR=49 NP=36 NFU=28 CAU |
Erhebungszeitpunkte Baseline Post-Intervention (10-12 Tage) Follow-Up (2 Wochen)
Primäre Endpunkte: 1. Depressivität (HADS-D) 2. Angst 3. Psychische Belastung (SCL-K-9) 4. Schmerz (QoP) 5. Allgemeiner Distress (NCCN DT)
Sekundäre Endpunkte: 1. Problemlöse-Skills (SPSI-R) 2. Soziale Unterstützung (Subskala von COPE) 3. Coping (COPE) |
Mean-Change von Baseline zu jew. MZP
1. Depressivität à PST versus CAU Post-Intervention: Keine sign. Gruppenunterschiede
Follow-Up: Keine sign. Gruppenunterschiede
2. Angst: à PST versus CAU: Post-intervention: Sign. Gruppenunterschiede zugunsten von PST (Eta2=.13)
Follow-Up: Sign. Gruppenunterschiede zugunsten von PST (Eta2=.13)
3. Psychische Belastung: à PST versus CAU: Post-Intervention: Sign. Gruppenunterschiede zugunsten von PST (weniger Verschlechterung in PST; Eta2=.23)
Follow-Up: Keine sign. Gruppenunterschiede
4. Schmerz: à PST versus CAU Post-Intervention: Sign. Gruppenunterschiede zugunsten von PST (geringere Verschlechterung in PST; Eta2=.29)
Follow-Up: Sign. Gruppenunterschiede zugunsten von PST (geringere Verschlechterung in PST; Eta2=.28)
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Arm A: SUEs: 1/46 UEs: 4/46
Arm B: SUEs =/49 UEs: 8/49 |
Deutsche Jose Carreras Leukämie-Stiftung e.V.
Keine Angabe zu COI
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Risk of Bias
SB1: high SB2: unclear PB: high DB: high AB: unclear RB: unclear
Keine Fallzahlplanung |
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Bao et al., 2019: Intensive patient’s care program reduces anxiety and depression as well as improves overall survival in de novo acute myelocytic leukemia patients who underwent chemotherapy: a randomized, controlled study |
RCT, prospektiv, offen, monozentrisch, 2 Arme
Randomisiert: N= 220 Mid-Intervention1: N=kA Mid-Intervention2: N=kA Mid-Intervention3: N=kA Post-Intervention: N=178
ITT-Analyse mit Imputation (LOCF); Ausgewertet: N=220
Land: China 2014-2016 |
Leukämie-PatientInnen während der Chemotherapie
Geschlecht; 49,1% weiblich
Alter: Mittelwert: 43,85 |
Arm A: NR=110 NM=kA NM2=kA NM3=kA NP=92 Intensive Patient’s Care Program (IPCP), über 12 Monate, Mix aus Edukation (Manual + wöchentliche 60min Sitzungen in den ersten 3 Monaten), psychische/psychologische Unterstützung (alle zwei Wochen von Monat 4-9, je 60min), Telefon-Counseling (alle zwei Wochen von Monat 10-12, je ca. 25-30min)
Arm B: N=110 N=kA N=kA N=kA N=86 CAU
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Erhebungszeitpunkte Baseline Mid-Intervention1 (3 Monate Post-Baseline) Mid-Intervention2 (6 Monate Post-Baseline) Mid-Intervnetion3 (9-Monate Post-Baseline) Post-Intervention
Primäre Endpunkte: 1. Depressivität (HADS-D + SDS) 2. Angst
Sekundäre Endpunkte: 1. Event-free survivals (EFS) 2. Overall survival (OS) |
1. Depressivität à IPCP versus CAU: Post-Intervention: HADS-D: sign. Gruppenunterschiede zugunsten von IPCP auf HADS-D UND SDS
2. Angst: à IPCP versus CAU: Post-Intervention: Sign. Gruppenunterschiede zugunsten von IPCP auf HADS-A, gemischte Ergebnisse bzgl. SAS (Score sign. niedriger Post-Intervention bei IPCP, aber Gesamtveränderung von Baseline zu Post-Intervention nicht sign. unterschiedlich) |
Nicht berichtet |
Keine Angaben zur Finanzierung
Laut Angaben keine COI |
Risk of Bias
SB1: low SB2: low PB: high DB: high AB: low RB: unclear
Keine Fallzahlplanung |
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Burm et al., 2019: Long-term efficacy and cost-effectiveness of blended cognitive behavior therapy for high fear of recurrence in breast, prostate and colorectal Cancer survivors: follow-up of the SWORD randomized controlled trial |
RCT, prospektiv, monozentrisch, offen, 2 Arme
Randomisiert: N=88 Post-Intervention: N=82 Follow-Up1: N=82 Follow-Up2: N=69
Modifizierte ITT-Analyse; ausgewertet: N=88
Land: Niederlande 2014-2016 |
Krebsüberlebende (Brust, Prostata und Darm), mit hoher Rezidivangst (CWS über 14), Krebsbehandlung abgeschlossen vor min. 6 Monaten und max. 5 Jahren
Geschlecht: 53,4% weiblich
Alter: Mittelwert: 58,83 |
Arm A: NR=45 NP=43 NFU1=39 NFU2=38 Blended KVT (bKVT), 5 individuelle 1h face-to-face Sitzungen 8Sitzungen 1,2,3,5,8) + drei 15-min e-konsultatiotnen (Sitzungen 4,6,7), über 3 Monate, Mix aus PE, kognitive Umstrukturierung, Verhaltensmodifikation, 3 Monate nach Interventionsende eine Booster-Sitzung (1h, face-to-face)
Arm B: NR=43 NP=39 NFU1=43 NFU2=32 CAU
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Erhebungszeitpunkte: Baseline Post-Intervention Follow-Up1 (24 Wochen) Follow-Up2 (48 Wochen)
Primäre Endpunkte: 1. Rezidivangst (CWS)
Sekundäre Endpunkte: 2. Schwere der Rezidivangst (FCRI severity subscale) 3. Krebsbezogene Belastung (IES) 4. Psychische Belastung (HADS) 5. Depressivität (HADS-D) 6. Angst (HADS-A) 7. Fatigue (CIS-8R) 8. QoL (global) (EORTC QLQ-C30) 9. QUALYs |
1. Rezidivangst à bKVT versus CAU: Post-Intervention: Sign. Gruppenunterschiede zugunsten von bKVT
Follow-Up1: Sign. Gruppenunterschiede zugunsten von bKVT
Follow-Up2: Sign. Gruppenunterschiede zugunsten von bKVT
2. Psychische Belastung à bKVT versus CAU: Post-Intervention: Sign. Gruppenunterschiede zugunsten von bKVT
Follow-Up1: Sign. Gruppenunterschiede zugunsten von bKVT
Follow-Up2: Keine sign. Gruppenunterschiede
3. Depressivität à bKVT versus CAU: Post-Intervention: Sign. Gruppenunterschiede zugunsten von bKVT
Follow-Up1: Sign. Gruppenunterschiede zugunsten von bKVT
Follow-Up2: Keine sign. Gruppenunterschiede
4. Angst à bKVT versus CAU: Post-Intervention: Sign. Gruppenunterschiede zugunsten von bKVT
Follow-Up1: Sign. Gruppenunterschiede zugunsten von bKVT
Follow-Up2: Sign. Gruppenunterschiede zugunsten von bKVT
5. Fatigue à bKVT versus CAU: Post-Intervention: Sign. Gruppenunterschiede zugunsten von bKVT
Follow-Up1: Keine sign. Gruppenunterschiede
Follow-Up2: Keine sign. Gruppenunterschiede
6. QoL (global): à bKVT versus CAU: Post-Intervention: Sign. Gruppenunterschiede zugunsten von bKVT
Follow-Up1: Sign. Gruppenunterschiede zugunsten von bKVT
Follow-Up2: Keine sign. Gruppenunterschiede
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keine |
Dutch Cancer Society
Laut Angaben keine COI |
Risk of Bias
SB1: low SB2: low PB: high DB: high AB: low RB: low
PatientInnen in CAU hatten deutlich mehr anderweitigen psychosozialen support als PatientInnen in bKVT, könnte Ergebnisse verzerrt haben
Geplante Fallzahl (N=104) nicht erreicht (Fallzahlplanung nur im Studienprotokoll erwähnt, nicht im Paper selbst) |
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Fatehi et al., 2019: The effects of psychosexual counseling on sexual quality of life and function in Iranian breast cancer survivors: a randomized controlled trial |
RCT, offen, prospektiv, monzentrisch, 2 Arme
Randomisiert: N=118 Post-Intervention: N=100 (kA) Follow-Up: N=100
Kein ITT-Ansatz; ausgewertet: N=100
Land: Iran 2015 |
Brustkrebspatientinnen, Stage I-III, verheiratet, keine Hormontherapie, mit Mastektomie-Erfahrungen, keine Brustrekonstruktion
Geschlecht: 100% weiblich
Alter: Mittelwert: ca. 44,3 |
Arm A: NR=59 NP=51 (kA) NFU=51 Psychosexuelle Beratung (PSB), sechs wöchentliche Sitzungen, 90-120min,
Arm B: NR=59 NP=49 (kA) NFU=49 WL |
Erhebungszeitpunkte Baseline Post-Intervention Follow-Up (12 Wochen)
Primäre Endpunkte: 1. Sexuelle Funktion (FSFI) 2. Sexuelle QoL (SQOL-F) 3. Sexuelle Zufriedenheit (Larson ISS) |
1. Sexuelle Funktion: à PSB versus WL: Follow-Up: Sign. Gruppenunterschiede zugunsten von PSB
2. Sexuelle QoL: à PSB versus WL: Follow-Up: Sign. Gruppenunterschiede zugunsten von PSB
3. Sexuelle Zufriedenheit à PSB versus WL: Follow-Up: Keine sign. Gruppenunterschiede
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Nicht berichtet |
Shahroud University of Medical Sciences and granted approval by Mazandaran University of Medical Sciences
Laut Angaben keine COI |
Risk of Bias
SB1: low SB2: unclear PB: high DB: high AB: unclear RB: high
Post-Intervention erhoben, aber nicht berichtet
Geplante Fallzahl (N=120) nicht erreicht |
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Peoples et al., 2019: Cognitive Behavioral Therapy for Insomnia Reduces Depression in Cancer Survivors |
RCT, halb-blind, prospektiv, multizentrisch, 4 Arme (davon 2 KVT-I und 2 Non-KVT-I, hier jeweils zusammengefasst)
Randomisiert: N=96 Post-Intervention: N=73 Follow-Up: N=67
Kein ITT-Ansatz; ausgewertet: N=67
Land: USA 2008-2012 |
Krebsüberlebende (69% Brustkrebs),
Geschlecht: 90% weiblich
Alter: Mittelwert: 56 |
Arm A: NR=47 NP=37 NFU=35 KVT-I (kognitiv-behaviorale Therapie gegen Insomnie) + Placebo ODER Armodafinil, 7 wöchentliche Sitzungen, 3 Sitzungen face-to-face (30-60min), 4 Sitzungen telefonisch (15-30min)
Arm B: NR=49 NP=36 NFU=32 Armodafinil ODER Placebo |
Erhebungszeitpunkte Baseline Post-Intervention Follow-Up (12 Wochen)
Primäre Endpunkte: 1. Depressivität (PHQ-9) 2. Insomnie (ISI) |
1. Depressivität: à KVT-I versus non-KVT-I: Post-Intervention: Sign. Gruppenunterschiede zugunsten von KVT-I (d= -.62); sign. mehr klinische Verbesserung in KVT-I und geringere Rate an Depressiven in KVT-I
Follow-Up: Sign. Gruppenunterschiede zugunsten von KVT-I, sign. mehr klinische Verbesserung und geringere Rate an Depressiven in KVT-I
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Keine berichtet |
National Cancer Institute grants, National Center for Advancing Translational Sciences grant TL1, Study medication, armodafinil, was provided by Teva Pharmaceuticals, USA,
Autor Perlis berichtet COI; die anderen Autoren haben laut Angaben keine COI |
Risk of Bias
SB1: low SB2: unclear PB: high DB: high AB: low RB: unclear
Sekundäranalyse
Eigentlich gab es 4 Gruppen, aber Analyse wurde so durchgeführt: PatientInnen die KVT-I erhalten haben vs. Die, die kein KVT-I erhalten haben (eigentlich KVT-I noch unterteilt in Placebo-Medikament und richtiges Medikament; non-KVT-I noch unterteilt in Placebo und richtiges Medikament)
Sekundäre Analyse von Roscoe JA, Garland SN, Heckler CE, et al. Randomized placebo-controlled trial of cognitive behavioral therapy and armodafinil for insomnia after cancer treatment. J Clin Oncol. 2015;33(2):165–171.
Geplante Fallzahl (N=96) nicht erreicht (Power-Analyse in anderem Paper der primären Analyse beschrieben, s.o.) |
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Al-Sulaiman et al., 2018 : Exploring the effectiveness of crisis counseling and psychoeducation in relation to improving mental well-being, quality of life and treatment compliance of breast cancer patients in Qatar |
RCT, prospektiv, offen, monozentrisch, 3 Arme
Randomisiert: N= 201 Post-Intervention: N = kA Follow-Up : N = kA
kA zur Analyse-Technik ; ausgewertet : kA
Land : Qatar 2012-2015 (Rekrutierung) |
Brustkrebspatientinnen, frühe Stadien (I-III)
Geschlecht : 100% weiblich
Alter : 30-50+ Mittelwert : kA |
Arm A : NR = 67 NPI = kA NFU = kA
PE, Einzel, 6x 60-90min Sitzungen über 12 Wochen
Arm B : NR = 67 NPI = kA NFU = kA
Krisenberatung (KB), one-to-one, sechs 60-90min Sitzungen über 12 Wochen
Arm C : NR = 67 NPI = kA NFU = kA
CAU
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Erhebungszeitpunkte: Baseline Post-Intervention Follow-Up (72 Wochen)
Primäre Endpunkte: 1. Depressivität (DASS-21) 2. Angst (DASS-21) 3. Stress (DASS-21) 4. QoL (global) (EORTC QLQ-C30) |
1. Depressivität à PE versus KB versus CAU : Post-Intervention: Sign. Gruppenunterschiede zugunsten von PE und KB jeweils verglichen mit CAU; sign. Gruppenunterschiede zugunsten von PE verglichen mit KB
Follow-Up : Sign. Gruppenunterschiede zugunsten von PE und KB jeweils verglichen mit CAU; keine Unterschiede zwischen PE und KB
2. Angst: à PE versus KB versus CAU : Post-Intervention: Sign. Gruppenunterschiede zugunsten von PE und KB jeweils verglichen mit CAU ; keine Unterschiede zwischen PE und KB
Follow-Up : Sign. Gruppenunterschiede zugunsten von PE und KB jeweils verglichen mit CAU; keine Unterschiede zwischen PE und KB
3. QoL (global): à PE versus KB versus CAU : Post-intervention : Sign. Gruppenunterschiede zugunsten von PE und KB, jeweils verglichen mit CAU ; keine Unterschiede zwischen PE und KB
Follow-Up : Sign. Gruppenunterschiede zugunsten von PE und KB für Subskala emotional functioning ; keine Unterschiede zwischen PE und KB |
Nicht berichtet |
Keine Angabe zur Finanzierung
Laut Angaben keine COI
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Risk of Bias
SB1: low SB2: unclear PB: high DB: high AB: unclear RB: low
Keine Fallzahlplanung
„While this may be considered quite a small sample, the maximum sample size was limited by the overall number of patients in the country”
Follow-Up eigtl. für 6 Monate Post-Intervention geplant
"Another potential limitation of this study is that the assessment of the long-term effects of the crisis counseling and psychoeducation interventions was not achieved at 6 months as planned, but was delayed until 18 months after the interventions. This was because most patients were unavailable at the 6-month mark, whether due to extended travel commitments or because they simply did not respond to requests from the research assistants." |
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Aminnasab et al., 2018: Effectiveness of Solution-Focused Brief Therapy (SFBT) on Depression and Perceived Stress in Patients with Breast Cancer |
RCT, offen, prospektiv, monozentrisch, 2 Arme
Randomisiert: N=30 Post-Intervention: N=kA Follow-Up: N=kA
kA zu Analyse-Methode; Ausgewertet. N=30
Land: Iran November 2015-Februar 2016
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Brustkrebspatientinnen, Stages I-III,
Geschlecht. 100% weiblich
Alter: 20-45 Mittelwert: nicht berichtet(?) |
Arm A: NR=15 NP=kA NFU=kA Solution-Focused Brief Therapy (SFBT), eine Sitzung wöchentlich a 2h, über 8 Wochen
Arm B: NR=15 NP=kA NFU=kA CAU |
Erhebungszeitpunkte Baseline Post-Intervention Follow-Up (4 Wochen)
Primäre Endpunkte: 1. Stress (PSS) 2. Depressivität (CES-D) |
1. Depressivität: à SFBT versus CAU: Post-Intervention: Sign. Gruppenunterschiede zugunsten von SFBT
Follow-Up: Sign. Gruppenunterschiede zugunsten von SFBT
Effektstärke der Zeit x Gruppen-Interaktion: ηp2=.88
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Nicht berichtet |
Keine Angaben |
Risk of Bias
SB1: unclear SB2: unclear PB: high DB: high AB: unclear RB: low
Studie als semi-experimentell bezeichnet
Keine Fallzahlplanung (keine Power-Analyse):
In order to calculate the sample size, according to the fact that the proper sample size was 15 people for each group (15), the sample size was selected equal to 15 people for each group.
Kein Flow-Diagramm, keine Angabe zu Attrition oder Compliance
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Desautels et al., 2018: Treatment of Depressive Symptoms in Patients With Breast Cancer: A Randomized Controlled Trial Comparing Cognitive Therapy and Bright Light Therapy |
RCT, offen, pospektiv, monozentrisch, 3 Arme
Randomisiert: N=62 Post-Intervention: N=57 Follow-Up1: N=56 Follow-Up2: N=54
ITT-Ansatz ohne Imputation; ausgewertet: N=57 (Post); N=54(Follow-Ups)
Land: Kanada 2011-2015 |
Brustkrebspatientinnen, Stage I-III, erhöhte Depressivitätswerteà Score über 7 bzw. 14 bei HADS-D bzw. BDI-II (aber Depressionsdiagnose nach SCID Ausschlusskriterium)
Geschlecht: 100% weiblich
Alter: 33-75 Mittelwert: 51,7 |
Arm A: NR=25 NP=25 NFU1=24 NFU2=24 Kognitive Therapie (KT), über 8 Wochen, wöchentliche Sitzungen à 60min,
Arm B: NR=26 NP=22 NFU1=22 NFU2=22 Bright Light Therapy (BLT), über 8 Wochen, sollten sich jeden Morgen (vor 10 Uhr) 30min mit 10000 LUX-Lampe bestrahlen
Arm C: NR=11 NP=10 NFU1=8 NFU2=8 WL, nach 8 Wochen dann randomisiert zu KT oder BLT zugeteilt |
Erhebungszeitpunkte Baseline Post-Intervention Follow-Up1 (12 Wochen) Follow-Up2 (24 Wochen)
Primäre Endpunkte: 1. Depressivität (HADS-D & BDI-II & HDRS) |
1. Depressivität (HADS-D) à KT versus BLT versus WL Post-Intervention: Sign. Gruppenunterschiede zugunsten von KT (within d=-1,6) und BLT (within d=-1,5) verglichen mit WL (within d=-0,5),
à KT vs BLT Follow-Up1: Keine sign. Gruppenunterschiede
Follow-Up2: Keine sign. Gruppenunterschiede
2. Depressivität (BDI-II) à KT vs BLT vs WL Post-Intervention: Sign. Gruppenunterschiede zugunsten von KT (within d=-1,7) verglichen mit BLT (within d=-1,1) und WL (within d=-0,7; BLT keine sign. Unterschiede zu WL
à KT vs BLT Follow-Up1: Sign. Gruppenunterschiede zugunsten von KT
Follow-Up2: Sign. Gruppenunterschiede zugunsten von KT
3. Depressivität (HDRS) à KT vs BLT vs WL Post-Intervention: Sign. Gruppenunterschiede zugunsten von KT verglichen mit BLT, aber keine sign. Gruppenunterschiede von KT (within d=-0,7) oder BLT (within d=-0,3) gegenüber WL (within d=-0,2)
à KT vs BLT Follow-Up1: Keine sign. Gruppenunterschiede
Follow-Up2: Keine sign. Gruppenunterschiede
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Nicht berichtet |
training awards from the Canadian Institutes of Health Research, the Psychosocial Oncology Research Training program, and the CHU de Québec—Université Laval Research Center, held by the first author
keine Angaben zum COI |
Risk of Bias
SB1: low SB2: low PB: high DB: high AB: low RB: unclear
Post-Treatment: Vergleich zwischen KT, BLT und WL; bei FUs nur Vergleich zwischen KT und BLT (WL wurde nach 8 Wochen/Post-Treatment zu KT oder BLT randomisiert zugeordnet)
Sign. mehr Chemotherapie und höhere Krebsstadien in KT; mehr saisonale Depressionen in BLT
Geplante Fallzahl (N=60) nicht erreicht |
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Kim et al., 2018: A psychological intervention programme for patients with breast cancer under chemotherapy and at a high risk of depression: A randomised clinical trial |
RCT, offen, prospektiv, monozentrisch, 2 Arme
Randomisiert: N=60 Post-Intervention: N=55 Follow-Up: N=53
kA ob ITT; Ausgewertet: N=kA
Land: Südkorea |
Brustkrebspatientinnen, Stage I-III, während der Chemotherapie, erhöhtes Risiko für Depression (Score über 16 auf CES-D)
Geschlecht: 100% weiblich
Alter: 30-69 Mittelwert: 48 |
Arm A: NR=30 NP=29 N=29 Nurse-led psychologisches Beratung (NLPB), sowohl face-to-face als auch telefonisch, 7 wöchentliche Sitzungen, je 30-60min,
Arm B: NR=30 NP=26 N=24 CAU |
Erhebungszeitpunkte Baseline Post-Intervention Follow-Up (3 Wochen)
Primäre Endpunkte: 1. Angst (HADS-A) 2. Depressivität (HADS-D) 3. QoL global (EROTC QLQ-C30) 4. Mood disturbances (K-POMS-B) 5. Körperliche Symptome (u.a. Fatigue, Übelkeit, Schmerzen; EROTC QLQ-C30) |
1. Angst à NLPB versus CAU Keine sign. ZeitxGruppe-Interaktion, sign. Verbesserung in beiden Gruppen
2. Depressivität à NLPB versus CAU Sign. ZeitxGruppe-Interaktion zugunsten von NLPB
3. QoL à NLPB versus CAU Keine sign. ZeitxGruppe-Interaktion, keine sign. Verbesserung
4. Fatigue à NLPB versus CAU Sign. ZeitxGruppe-Interaktion zugunsten von NLPB
5. Übelkeit à NLPB versus CAU Sign. ZeitxGruppe-Interaktion zugunsten von NLPB
6. Schmerzen à NLPB versus CAU Keine sign. ZeitxGruppe-Interaktion
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Keine berichtet |
Keine Finanzierung, da Teil einer Dissertation
Laut Angaben keine COI |
Risk of Bias
SB1: low SB2: unclear PB: high DB: high AB: unclear RB: unclear
Geplante Fallzahl (N=44) erreicht |
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Qiu et al., 2018: Effects of cognitive behavioral therapy for depression on improving insomnia and quality of life in Chinese women with breast cancer: results of a randomized, controlled, multicenter trial |
RCT, multizentrisch, offen, prospektiv, 3 Arme
Randomisiert: N=392 Post-Intervention: N=kA Follow-Up: N=356
ITT-Ansatz mit Imputation (LOCF); ausgewertet: N=392
Land: China 2010-2012 |
Brustkrebspatientinnen, Stage I-III
Geschlecht: 100% weiblich
Alter: Mittelwert: 47,06 |
Arm A: NR=98 NP=kA NFU=91 KVT, 9 Sitzungen über 12 Wochen
Arm B: NR=98 NP=kA NFU=90 Selbstfürsorge-Management (SFM; Self-care Management), 9 Sitzungen über 12 Wochen
Arm C: NR=196 NP=kA NFU=175 CAU |
Erhebungszeitpunkte Baseline Post-Intervention Follow-Up (12 Wochen)
Primäre Endpunkte: 1. QoL global (FACT-B) 2. Insomnie (AIS) |
1. QoL global: à KVT versus SFM versus CAU: Post-Intervention: Sign. ZeitxGruppe-Interaktion (ES: (ηp2 =0.137), sign. Gruppenunterschiede zugunsten von KVT sowohl gegenüber SFM als auch CAU; keine sign. Gruppenunterschiede zwischen SFM und CAU
Follow-Up: Sign. Gruppenunterschiede zugunsten von KVT sowohl gegenüber SCM als auch CAU; keine sign. Gruppenunterschiede zwischen SFM und CAU |
Keine berichtet |
National Key Technologies R&D program in the 11th 5-year plan from the Ministry of Science and Technology of the People’s Republic of China
Laut Angaben keine COI |
Risk of Bias
SB1: low SB2: low PB: high DB: high AB: low RB: low
Sign. Gruppenunterschiede bei Baseline bzgl. Depressivität und Angst (höhere Werte in KVT)à wurde aber statistisch kontrolliert
Keine Fallzahplanung, aber Angabe, dass mit Stichprobe 90% Power erreicht werde konnte um Effekte zu erfassen mit a=.05 |
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Scarpa et al., 2017: Randomized clinical trial of psychological support and sleep adjuvant measures for postoperative sleep disturbance in patients undergoing oesophagectomy |
RCT, prospektiv, monozentrisch, offen, 4 Arme
Randomisiert: N=87 Post-Intervention: N=74
Kein ITT-Ansatz; ausgewertet: N=74
Land: Italien 2013-2016 |
KrebspatientInnen mit operativer Entfernung der Speiseröhre (Ösophagektomie),
Geschlecht: ca. 14,5% weiblich
Alter: Mittelwert: ca. 63,5 |
Arm A: NR=19 NP=16 PSB + adjuvante Schlafmmaßnahmen (Schlafmasken und Ohrstöpsel? Isolierte, ruhige, dunklere Räume) (PSBAM), Behandlung während Krankenhausaufenthalt, PC: 4 Sitzungen, eine 30min bei Aufnahme in KH, 15min ein Tag nach OP, 30min vor Entfernung der Nasensonde, 30min vor Entlassung; je nach Bedarf weitere SItzungen
Arm B: NR=23 NP=19 Nur PSB, während Krankenhausaufenthalt
Arm C: NR=22 NP=19 Nur adjuvante Schlafmaßnahmen (SAM), während Krankenhausaufenthalt
Arm D: NR=23 NP=20 CAU
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Erhebungszeitpunkte Baseline Post-Intervention
Primäre Endpunkte: 1. QoL (EORTC C30-QL2)
Sekundäre Endpunkte: 1. Schlafqualität (PSQI, EORTC C30-SL) 2. Fatigue (EORTC C30-FA) 3. Menge an benötigten Medikamenten 4. Schmerzen (VAS) |
Analyse von Häufigkeiten in Vier-Felder-Tafel (mit/ohne PSB + mit/ohne SAM), Angabe von Odds-Ratio (OR)
1. QoL Post-Intervention: Sign. reduziertes Risiko für QoL-Beeinträchtigung mit PSB vs. ohne PSB (OR=0.23, p=.003)
2. Fatigue: Post-Intervention: Kein sign. reduziertes Risiko für Fatigue-Beeinträchtigung
3. Schmerzen: Post-Intervention: Keine sign. Gruppenunterschiede
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Keine berichtet |
Berlucchi Foundation (Brescia, Italy) to C.C
Laut Angaben keine COI |
Risk of Bias
SB1: low SB2: low PB: high DB: high AB: unclear RB: unclear
Geplante Fallzahl (N=64) erreicht |
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Olesen et al., 2016: A person-centered intervention targeting the psychosocial needs of gynecological cancer survivors: a randomized clinical trial |
RCT, prospektiv, offen, monozentrisch, 2 Arme
Randomisiert: N=165 Post-Intervention: N=158 Follow-Up: N=158
ITT-Ansatz; ausgewertet: N=162
Land: Dänemark 2013-2014 |
Patientinnen mit gynäkologischem Krebs
Geschlecht: 100% weiblich
Alter: 38-63 Mittelwert: ca. 50 |
Arm A: NR=80 NP=73 NFU=73 Personenzentrierte Intervention, 2-4 Pflege-Gespräche über 3 Monate je 1h, basierend auf guided self-determination, auf gynäkologischen Krebs zugeschnitten (GSD-GYN-C)
Arm B: NR=85 NP=85 NFU=85 CAU |
Erhebungszeitpunkte Baseline Post-Intervention Follow-Up (24 Wochen)
Primäre Endpunkte: 1. QoL global (QOL-CS)
Sekundäre Endpunkte: 1. Impact of cancer (IOCv2) 2. Selbstbewusstsein (Rosenberg Self-Esteem Scale) 3. Distress (DT) 4. Angst (HADS-A) 5. Depressivität (HADS-D) 6. Unterstützung durch Gesundheitspersonal (HCCQ) 7. Fähigkeit, Rezidivsymptome zu überwachen (eigene Skala)
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1. QoL global à GSD-GYN-C versus CAU Post-Intervention: Sign. Gruppenunterschiede zugunsten von GSD-GYN-C; ABER: nicht mehr sign. nach Berücksichtigung der Baseline-Unterschiede!
Follow-Up: Sign. Gruppenunterschiede zugunsten von GSD-GYN-C; ABER: nicht mehr sign. nach Berücksichtigung der Baseline-Unterschiede!
Ansonsten keine sign. Gruppenunterschiede auf den uns interessierenden Variablen
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Keine berichtet |
The Danish Cancer Society, The Health Foundation, Danish Cancer Research Fund, Juliane Marie Centre and The Research Fund of Rigshospitalet, Copenhagen University Hospital; and The Danish Nurses’ Organization Nursing Research Fund
Laut Angaben keine COI |
Risk of Bias
SB1: low SB2: low PB: high DB: high AB: low RB: low
Viele „baseline imbalances“ die das Ergebnis verzerrt haben könnten
Geplante Fallzahl (N=160) erreicht |
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Pelekasis et al., 2016: Forming a Stress Management and Health Promotion Program for Women Undergoing Chemotherapy for Breast Cancer: A Pilot Randomized Controlled Trial |
RCT, halb-blind, prospektiv, monozentrisch, 2 Arme
Randomisiert: N=61 Post-Intervention: N=53
Kein ITT-Ansatz; ausgewertet: N=53
Land: Griechenland |
Brustkrebspatientinnen, während der Chemotherapie, Stage I-IV
Geschlecht: 100% weiblich
Alter: Mittelwert: 55,9 |
Arm A: NR=30 NP=25 8-Wochen Stress-Management und Gesundheits-Programm (SMGP), 6 wöchentlich 30min Sitzungen,
Arm B: NR=31 NP=28 AC, 15-min Meeting mit Forschenden, |
Erhebungszeitpunkte Baseline Post-Intervention
Primäre Endpunkte: 1. Gesundheit (10- stufige LS) 2. Nachschlafzeit 3. Dauer bis zum Einschlafen 4. Depressivität (DASS-21) 5. Angst (DASS-21) 6. Stress (DASS-21) 7. Wahrgenommene Kontrollierbarkeit bzg. Gesundheit (HLC) 8. Spirituelles Wohlergehen (SWBS)
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1. Depressivität: à SMGP versus AC: Post-Intervention: Sign. Gruppenunterschiede zugunsten von SMGP (ES r=0.35)
2. Angst: à SMGP versus AC: Post-Intervention: Sign. Gruppenunterschiede zugunsten von SMGP (ES r=0.39)
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Keine berichtet |
Laut Angaben keine Finanzierung
Laut Angaben keine COI |
Risk of Bias
SB1: low SB2: high PB: high DB: high AB: high RB: unclear
Pilotstudie
Keine Fallzahlplanung
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Aktas et al., 2015: Effect of Home Care Service on the Sexual Satisfaction of Patients with Gynecologic Cancer |
RCT, prospektiv, offen, monozentrisch, 2 Arme
Randomisiert: N=70 Post-Intervention: N=70
kA zu Analysemethode; Ausgewertet: N=70
Land: Türkei 2011-2012 |
Patientinnen mit gynäkologischem Krebs (44,35% Eierstockkrebs, 40% Uteruskrebs, 15,65% Gebärmutterhalskrebs), Stage I-III, während Chemo- oder Strahlungstherapie, zum ersten Mal wegen Krebs operiert
Geshlecht: 100% weiblich
Alter: Mittelwert: 49,3 |
Arm A: NR=35 NP=35 Heim-Betreuungs- Service (HBS), Konsulatationen und Betreuung durch Krankenpfleger zuhause (1. Und 12. Woche) sowie die restlichen Wochen 3x/Woche im Krankenhaus
Arm B: NR=35 NP=35 CAU |
Erhebungszeitpunkte Baseline Post-Intervention
Primäre Endpunkte: 1. Sexuelle Funktion (GRISS) 2. Sexuelle Zufriedenheit (GRISS) |
1. Sexuelle Funktion: à HBS versus CAU: Post-Intervention: Sign. Gruppenunterschiede zugunsten von HBS
2. Sexuelle Zufriedenheit: à HBS versus CAU: Post-Intervention: Sign. Gruppenunterschiede zugunsten von HBS |
Keine berichtet |
Keine Angaben zur Finanzierung Laut Angaben keine COI |
Risk of Bias
SB1: unclear SB2: unclear PB: high DB: high AB: low RB: low anscheinend Fallzahlplanung, aber nicht genau beschrieben (keine Power-Analyse berichtet)
kein Flowdiagramm o.ä., keine Atrittion-Rate o.ä. berichtet |
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Keine Hinweise für höhere Wirksamkeit des Treatments (7/21) |
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Arving et al., 2019: Early rehabilitation of cancer patients—An individual randomized stepped‐care stress‐management intervention |
RCT, offen, prospektiv, monozentrisch, 2 Arme
Randomisiert: N=291 Mid-Intervention1: N=276 Mid-Intervention2: N=266 Post-Intervention: N=264 Follow-Up1: N=256 Follow-Up2: N=252
ITT-Analyse (aber nur im online-Anhang; im Paper wahrscheinlich die PP-Analyse berichtet); Ausgewertet und im Paper berichtet: N=250-275 (je nach MZP und Outcome)
Land: Norwegen 2011-2013 |
Krebspatienten (42% Brustkrebs, 43% Prostatakrebs), Stage I-III, während (neo-)adjuvanter/kurativer Therapie
Geschlecht: 47% weiblich
Alter: 22-81 Mittelwert: 61 |
Arm A: N=145 NM1=138 NM2=132 NP=130 NFU1=125 NFU2=123 Stepped-Care Stress-Management (SCSM), KVT-Ansätze, Step 1: 2 Sitzungen, Step 2: nach Bedarf zusätzlich 3-8 Sitzungen, alle Sitzungen ca. 45-60min lang; max. Dauer der Intervention: 26 Wochen
Arm B: NR= 146 NM1=138 NM2=134 NP=134 NFU1=131 NFU2=129 CAU |
Erhebungszeitpunkte Baseline Mid-Intervention1 (6 Wochen Post-Baseline) Mid-Intervention2 (17 Wochen Post-Baseline) Post-Intervention Follow-Up1 (17 Wochen) Follow-Up2 (69 Wochen)
Primäre Endpunkte: 1. Krebsbezogene Stressreaktionen (IES) 2. Psychischer Distress (HADS) 3. Emotionale Reaktivität (ELSS)
Sekundäre Endpunkte: 1. Depressivität (HADS-D) 2. Angst (HADS-A) |
Keine sign. Gruppenunterschiede in relevanten Outcomes
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Nicht berichtet |
Grieg Foundation and the Norwegian Cancer Society
Laut Angaben keine COI |
Risk of Bias
SB1: low SB2: unclear PB: high DB: high AB: unclear RB: high
Geplante Fallzahl (N=256) erreicht |
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Aubin et al., 2019: Cancer!? I don't have time for that: impact of a psychosocial intervention for young adults with cancer |
RCT, offen, prospektiv, monozentrisch, 2 Arme
Randomisiert: N=113 Post-Intervention: N=99 Follow-Up1: N=95
ITT-Analyse mit multipler Imputation (Monte-Carlo) wenn mind. Post-Werte vorlagen Ausgewertet: N=99
Land: Kanada
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KrebspatientInnen (18-39 Jahre), gemischte Diagnosen (haupts. Brust ~25%, Hodgkin Lymphom 18%)
Geschlecht: 78,9% (CAU) und 74,5% (EG) weiblich
Alter: ka Mittelwert: 29,6 (CAU), 30,6 (EG) |
Arm A: N=57 NP=47 NFU1=45 Kurze psychosoziale Intervention für AYACs (EG), 3 Sitzungen, 60min, zweiwöchentlich, 6 Wochen
Arm B: NR= 56 NP=52 NFU1=50 CAU |
Erhebungszeitpunkte Baseline Post-Intervention Follow-Up1 (12 Wochen)
Primäre Endpunkte: 1. Angst (HADS-A) 2. Depressivität (HADS-D) 3. Distress (HADS) 4. QoL global (FACT-G) 5. Selbstwirksamkeit mit chronischer Krankheit (CDSES) 6. Selbstwertgefühl mit Sexualität (Sexuality Scale) 7. Belastung durch Sexualität (Sexuality Scale)
Sekundäre Endpunkte: 3. Depressivität (HADS-D) 4. Angst (HADS-A) |
Keine sign. Gruppenunterschiede auf relevanten Endpunkten zu keinem Erhebungszeitpunkt
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Nicht berichtet |
Laut Angaben keine COI |
Risk of Bias
SB1: unclear SB2: unclear PB: high DB: high AB: unclear RB: unclear
Geplante Fallzahl (N=128) nicht erreicht
t-Tests mit Bonferroni-Adjustierung für max. Power |
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Garcia et al., 2018: The effect of therapeutic listening on anxiety and fear among surgical patients: randomized controlled trial |
RCT, offen, prospektiv, monozentrisch, 2 Arme
Randomisiert/Baseline1: N=50 Baseline2: N=50 Post-Intervention: N=50
kA ob ITT, es haben aber auch alle Teilnehmenden Daten geliefert und Intervention nach Plan abgeschlossen; Ausgewertet: N=50
Land: Brasilien 2014-2015
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DarmkrebspatientInnen vor der OP, Stage I-III
Geschlecht; 56% weiblich
Alter: Mittelwert: 57,5 |
Arm A: NR/B1=25 NB2=25 NP=25 Therapeutisches Zuhören (TZ; Therapeutic Listening), 30min Gespräch ein Tag vor OP
Arm B: NR/B1=25 NB2=25 NP=25 CAU, nur Assessment ein Tag vor OP für 30min (Researcher nicht für komplette 30min anwesend)
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Erhebungszeitpunkte Baseline1 Baseline2 Post-Intervention
Primäre Endpunkte: 1. Angst (STAI) 2. Psychophysiologische Parameter (Speichel-Kortisol, Herzrate, Blutdruck etc.) 3. Angst vor OP (SFQ) |
Keine sign. Gruppenunterschiede |
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Conselho Nacional de Desenvolvimento Científico e Tecnológico (CNPq), Brazil
Keine Angaben über COI |
Risk of Bias
SB1: low SB2: low PB: high DB: high AB: low RB: unclear Geplante Fallzahl (N=50) erreicht |
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Hazard Vallerdand et al., 2018: Improving Functional Status in African Americans With Cancer Pain: A Randomized Clinical Trial |
RCT, offen, prospektiv, monozentrisch, 2 Arme
Randomisiert: N=310 Post-Intervention: N=236 Follow-Up: N=223
ITT-Ansatz; Ausgewertet: N=310
Land: USA |
Afro-amerikanische PatientInnen mit krebsbezogenen Schmerzen (über 4 auf Likert-Skala (0-10)), 68,22% Brust, 39,13% Lunge, 34,11% Mund, 30,1% urogenital, 24,8% gastrointestinal
Geschlecht: 63% weiblich
Alter: Mittelwert: 56,28 |
Arm A: NR=180 NP=130 NFU=122 Power over Pain-Coaching (POP-C), zu Hause durchgeführt, In Woche 2, 4 und 6 Heimbesuche, Telefonate in Woche 3 und 5, Dauer Intervention: 5 Wochen
Arm B: NR=130 NP=106 NFU=101 CAU |
Erhebungszeitpunkte: Baseline Post-Intervention Follow-Up (5 Wochen)
Primäre Endpunkte: 1. Schmerzen (BPI, PPQ) 2. Schmerzbezogene Belastung (DT, MSAS, PPQ) 3. Funktioneller Status (QOL (QoLS ACPA, KPS, BPI, SF12)
Mediatoren: 4. Katastrophisieren von Schmerzen (PCS) 5. Kognitive Kontrolle (SOPA) 6. Pharmakologische Kontrolle (PCS) 7. Erlebte Kontrolle (PPQ, demo)
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1. Schmerzen: à POP-C versus CAU: Post-Intervention: Keine sign. Gruppenunterschiede, sign. Verbesserung in beiden Gruppen (keine sign. ZeitxGruppe-Interaktion)
Follow-Up: Keine sign. Gruppenunterschiede, aber Verbesserung durch Intervention konnte aufrechterhalten werden (keine Verschlechterung oder Verbesserung)
2. Funktioneller Status/QOL à POP-C versus CAU: Post-Intervention: Keine sign. Gruppenunterschiede, sign. ZeitxGruppe Interaktion zugunsten POP-C (ES: .19 (estimate/SD))
Follow-Up: kA ob sign., aber Interventionseffekt wahrscheinlich stabil geblieben
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National Cancer Institute, Michigan Center for Urban African American Aging Research
Nicht klar, ob COI angegeben ist |
Risk of Bias
SB1: low SB2: unclear PB: high DB: high AB: low RB: unclear
ProbandInnen in POP-C sign. älter und längere Zeit seit Diagnose
Geplante Fallzahl (N=220) erreicht |
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Richardson et al., 2017: A Self-Regulatory Intervention for Patients with Head and Neck Cancer: Pilot Randomized Trial |
RCT, offen, prospektiv, monozentrisch, 2 Arme
Randomisiert: N=64 Follow-Up1: N=54 Follow-Up2: N=54
ITT-Ansatz ohne Imputation; ausgewertet: N=59
Land: Neuseeland 2014-2015 |
Kopf- und NackenkrebspatientInnen,
Geschlecht: 23,76% weiblich
Alter: nicht berichtet Mittelwert: nicht berichtet |
Arm A: N=31 N=29 N=29 Kurze Selbstregulations-Intervention (brief self-regulatory intervention, BSRI), 3 Sitzungen, je 60min, flexible Sitzungen (je nach Wünschen und Bedarf des/der PatientInnen) + Infobroschüre
Arm B: N=31 N=25 N=25 CAU |
Erhebungszeitpunkte Baseline Follow-Up1 (12 Wochen Post-Baseline) Follow-Up2 (24 Wochen)
Primäre Endpunkte: 1. QoL (FACT-HN) 2. Distress (GHQ-12) Krankheitswahrnehmung (Brief IPQ) |
1. QoL à BSRI versus CAU Follow-Up1: Keine sign. Gruppenunterschiede
Follow-Up2: Sign. Gruppenunterschiede zugunsten von BSRI bzgl. Soziale QoL
2. Distress: à BSRI versus CAU: Follow-Up1: Keine sign. Gruppenunterschiede
Follow-Up2: Keine sign. Gruppenunterschiede |
Keine berichtet |
Oakley Mental Health Research Foundation and the Maurice and Phyllis Paykel Trust
Laut Angaben keine COI |
Risk of Bias
SB1: low SB2: low PB: high DB: high AB: low RB: unclear
Pilotstudie
Geplante Fallzahl (N=68) nicht erreicht |
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Cheung et al., 2016: A randomized pilot trial of a positive affect skill intervention (lessons in linking affect and coping) for women with metastatic breast cancer |
RCT, prospektiv, offen, monozentrisch, 3 Arme
Randomisiert: N=39 Post-Intervention: N=30 Follow-Up: N=27
kA zu Analyse-methode; kA, wie viele ausgewertet
Land: USA 2011-2014 |
Patientinnen mit metastasiertem Brustkrebs
Geschlecht: 100% weiblich
Alter: 30-73 Mittelwert: 53,35 |
Arm A: NR=14 NP=10 NFU1=9 Positive affect skills intervention (Lessons in linking affect and coping, LILAC),5 Wochen, wöchentlich, 5x1h Sitzungen, face-to-face
Arm B: NR=12 NP=9 NFU1=9 LILAC, dieselben Inhalte, nur online und self-paced (also eigenständig durchgeführt), wöchentliche Sitzungen und Hausaufgaben
Arm C: NR=13 NP=11 NFU=9 AC, 5 wöchentliche Sitzungen à 1h, Interviews aber ohne bestimmtes Ziel oder Skilltraining, Hausaufgaben waren tägliche Emotions-Reporte
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Erhebungszeitpunkte: Baseline Post-Intervention Follow-Up (4 Wochen)
Primäre Endpunkte: 1. Depressivität (CES-D) 2. Positive und negative Emotionen (DES) 3. QoL (MQOLS-CA) 4. Achtsamkeit (12 Items von 4 verschiedenen Mindfulness-Skalen) 5. Self-Compassion (SCSF) |
1. Depressivität: à LILAC versus AC: Post-Intervention: Keine sign. Gruppenunterschiede
Follow-Up: Keine sign. Gruppenunterschiede; aber sign. within-Veränderung von Baseline zu FU nur in LILAC (d=-.81)
2. QoL à LILAC versus AC: Post-Intervention: Keine sign. Gruppenunterschiede
Follow-Up: Keine sign. Gruppenunterschiede |
Nicht berichtet |
Keine Angaben zur Finanzierung
Laut Angaben keine COI |
Risk of Bias
SB1: unclear SB2: unclear PB: high DB: high AB: high RB: unclear
Arm A und Arm B wurden bei Ergebnissen als eine Gruppe behandelt, da sich keine Unterschiede zwischen online vs. Face-to-face zeigten
Pilotstudie
Keine Fallzahlplanung |
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Singer et al., 2017: Effects of stepped psychooncological care on referral to psychosocial services and emotional well‐being in cancer patients: A cluster‐randomized phase III trial |
RCT, prospektiv, offen, multizentrisch, 2 Arme
Randomisiert: N=1012 Post-Intervention: N=1012 Follow-Up1: N=kA Follow-Up2: N=583
Kein ITT-Ansatz; ausgewertet: N=575
Land: Deutschland 2012-2015 |
KrebspatientInnen (am häufigsten Hals- und Nacken, urogenital, Brust, Prostata, Lunge, Leber, gynäkologisch; aber sehr verschiedene Krebsarten in den Gruppen), Stage I-IV
Geschlecht: ca. 40% weiblich
Alter: 19-91 Mittelwert: ca. 63,5 |
Arm A: NR=570 NP=570 NFU1=kA NFU2=341 Stepped care, Screening nach Belastungen (Distress), nach Bedarf psychosoziale Beratung
Arm B: NR=442 NP=442 NFU1=kA NFU2=234 CAU |
Erhebungszeitpunkte Baseline Post-Intervention (Entlassung vom Krankenhaus) Follow-Up1 (12 Wochen Post-Baseline; nicht von Post-Intervention aus gerechnet, da individueller stepped care Ansatz) Follow-Up2 (24 Wochen Post-Baseline)
Primäre Endpunkte: 1. Distress (HADS)
Sekundäre Endpunkte: 1. Inanspruchnahm von weiterer psychosozialer Betreuung (GHS) |
1. Distress: à SC versus CAU: Follow-Up2: Keine sign. Gruppenunterschiede |
Nicht berichtet |
German Federal Ministry of Health within the framework “Research Within the German National Cancer Plan”
Laut Angaben keine COI |
Risk of Bias
SB1: low SB2: low PB: high DB: high AB: low RB: high
Randomisierung auf Ebene von Stationen, nicht Patient*innen;
Patient*innen mit höheren HADS-Score sign. öfter aus Studie ausgeschieden
Hohe Attritionsrate; vor allem wegen vielen Todesfällen
Geplante Fallzahl (N=800) nicht erreicht |
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Gruppenpsychotherapie RCTs (2015 – 2020)
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Referenz/ (Autor, Jahr, Journal) |
Studientyp |
Patienten-merkmale |
Interventionen |
Untersuchte Endpunkte |
Hauptergebnisse |
Neben-/ Wechselwirkungen |
Finanzierung / Conflict of Interest |
Methodische Bemerkungen |
Evidenzklasse |
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Unterstützende Evidenz (12/18) |
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Fernandez-Rodriguez et al. 2020: Behavioral Activation and Acceptance and Commitment Therapy in the Treatment of Anxiety and Depression in Cancer Survivors: A Randomized Clinical Trial |
RCT; prospektiv, monozentrisch, offen, 3 Arme
Randomisiert: N=66 ITT-Ansatz Ausgewertet: N=66 (PP-Analyse Ausgewertet: N=46)
Land: Spanien 2016-2018
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Krebsüberlebende (87% Brust, 4,3% Lunge, Rest anderes) mit Depressionen oder Angststörung (Score über 8 auf einer der Subskalen des HADS); momentan krebs- und behandlungsfrei
Geschlecht: 93,5% weiblich
Alter: Mittelwert: 51,49 |
Arm A: NB=22 NP=17 NFU=17 Verhaltensaktivierung (VA), 12 wöchentliche Sitzungen à 90min, max. 6 PatientInnen pro Gruppe
Arm B: NB=17 NP=12 NFU=12 ACT, 12 wöchentliche Gruppensitzungen à 90 min, max. 6 PatientInnen pro Gruppe
Arm C: NB=27 NP=23 NFU=17 WL |
Erhebungszeitpunkte: Baseline Post-Intervention Follow-Up (3 Monate)
Primäre Endpunkte: 1. Depressivität (HADS-D, BDI-IA-SCA) 2. Angst (HADS-A) 3. Distress (HADS) 4. Verstärkung durch die Umwelt (Environmental Reward Observation Scale (EROS)) 5. Vermeidung und psychische Inflexibilität (AAQ-II) 6. Verhaltensaktivierung (BADS) |
1. Depressivität (HADS-D): à VA versus ACT versus WL Sign. ZeitxGruppe-Interaktion
Kontraste: Post-Intervention: Sign. Gruppenunterschiede zugunsten von VA und ACT, keine Unterschiede zwischen ACT und VA
Follow-Up: Sign. Gruppenunterschiede zugunsten von VA und ACT, keine Unterschiede zwischen ACT und VA
2. Depressivität (BDI-IA-SCA) à VA versus ACT versus WL: Sign. ZeitxGruppe-Interaktion
Kontraste: Post-Intervention: Sign. Gruppenunterschiede zugunsten von VA und ACT, keine Unterschiede zwischen ACT und VA
Follow-Up: Sign. Gruppenunterschiede zugunsten von VA und ACT, keine Unterschiede zwischen ACT und VA
3. Angst: à VA versus ACT versus WL: Sign. ZeitxGruppe-Interaktion
Kontraste: Post-Intervention: Sign. Gruppenunterschiede zugunsten von VA und ACT, keine Unterschiede zwischen ACT und VA
Follow-Up: Sign. Gruppenunterschiede zugunsten von VA und ACT, keine Unterschiede zwischen ACT und VA
4. Distress à VA versus ACT versus WL: Sign. ZeitxGruppe-Interaktion
Kontraste: Post-Intervention: Sign.Gruppenunterschiede zugunsten von VA und ACT, keine Unterschiede zwischen ACT und VA
Follow-Up: Sign. Gruppenunterschiede zugunsten von Va und ACT, keine Unterschiede zwischen ACT und VA
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Keine berichtet |
Laut Angaben keine Finanzierung und keine COI |
Risk of Bias
SB1: low SB2: unclear PB: high DB: high AB: low RB: unclear
Keine Fallzahlplanung (kA).
Berichtete Ergebnisse beziehen sich auf ITT-Analyse, PP-Analyse kommt zu vergleichbaren Ergebnissen |
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Emafti (2019): The Effect of Group Logotherapy on Spirituality and Death Anxiety of Patients with Cancer: An Open-Label Randomized Clinical Trial. |
RCT prospektiv, monozentrisch, offen, 2 Arme
Randomisiert: N = 64
kA. Ausgewertet: N = 59
Land: Iran 2017
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Krebs-patienten während der Chemo-therapie
Geschlecht: 66.1% weiblich
Alter: 27-68 M = 46.78 |
Arm A: EG NB = 32 NP = 24 (analysiert: N = 29) Logotherapie Gruppe 10 Sitzungen à 2 h über 5 Wochen
Arm B: KG NB = 32 NP = 30 (analysiert: N = 30) CAU
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Erhebungszeitpunkte: Baseline Post-Intervention
Primäre Endpunkte: 1. Todesangst (DAS)
Sekundäre Endpunkte: 1. Spiritualität (SQ) |
1. Todesangst àEG vs. CAU Post Intervention: Sign. Reduktion der Todesangst zugunsten der EG
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Arm A: EG UEs: kA
Arm B: CAU |
Golestan and Mazandaran Universities of Medical Sciences
Laut Angaben kein COI
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Risk of Bias
SB1: low SB2: high PB: high DB: high AB: high RB: low
Geplante Fallzahl (N = 30 pro Gruppe) erreicht. |
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Mani et al. (2019): The effectiveness of group aceptance and commitment psychotherapy on psychological well-being of breast cancer patients in Shiraz, Iran |
RCT prospektiv, monozentrisch, halb-blind, 2 Arme
Randomisiert: N = 30
kA zu ITT-Verfahren (keine Dropouts) Ausgewertet: N = 30
Land: Iran 2014-2016 |
Brustkrebspatienten
Geschlecht: 100% weiblich
Alter: Mittelwert: EG: 44.38 KG: 41.46 |
Arm A: NB = 15 NP = 15 AC, 8 Sitzungen à 2h, verteilt über 4 Wochen
Arm B: N = 15 AC, 8 Nicht-therapeutische Gruppensitzungen (Placebo) |
Erhebungszeitpunkt: Baseline Post-Intervention
Primäre Endpunkte: 1. Pos./neg. Affektivität (PANAS) 2. Hoffnung (AHS) 3. QoL |
1. QoL à ACT vs. AC Post-Intervention: Sign. Gruppenunterschied zugunsten von ACT (d = 0.72).
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Keine berichtet. |
Finanzierung durch Vize Forschungskanzler der Shiraz University of Medical Sciences
Laut Angabe kein COI. |
Risk of Bias
SB1: low SB2: unclear PB: high DB: high AB: low RB: unclear
Geplante Fallzahl (N = 30) erreicht. |
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Peng et al. (2019): Responses of lung cancer survivors undergoing gamma knife surgery to supportive group psychotherapy |
RCT, prospektiv, monozentrisch, offen, 2 Arme
Randomisiert: N = 160
PP-Analyse Ausgewertet: Baseline: N = 160
Post-Intervention: N = 155
3-Monate-Follow-Up: N = 150
Land: China 2017-2018
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Lungenkrebspatienten, Stage III & IV, Gamma Knife Radiochirurgie (GKS)
Geschlecht: EG: 48.8% weiblich, KG: 44.9% weiblich
Alter: Mittelwert: EG: 61.4 KG: 59.4
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Arm A: NB = 82 NP = 80 NFU = 78 Unterstützende Gruppenpsychotherapie (SGP): 8 Wochen, 1x/Woche, 90 Min.
Arm B: NB = 78 NP = 75 NFU = 72 TAU |
Erhebungszeitpunkte: Baseline Post-Intervention Follow-Up (3 Monate)
Primäre Endpunkte: 1. Depressivität (HADS-D) 2. Angst (HADS-A)
Sekundärer Endpunkt: 3. QoL, krebsbezogen (EORTC QLQ-C30) |
1. Depressivität à SGP vs. TAU Post-Intervention und Follow-Up: Sign. Gruppenunterschiede zugunsten der SGP.
2. Angst à SGP vs. TAU Post-Intervention und Follow-Up: Sign. Gruppenunterschiede zugunsten der SGP.
3. QoL, krebsbezogen à SGP vs. TAU Post-Intervention und Follow-Up: Sign. Gruppenunterschiede auf allen funktionellen Skalen zugunsten der SGP
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Keine berichtet. |
Laut Angabe kein COI. |
Risk of Bias
SB1: unclear SB2: unclear PB: high DB: high AB: unclear RB: unclear
Keine Fallzahlplanung (kA) |
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Ren et al. (2019): Randomized controlled trial of cognitive behavioural therapy for depressive and anxiety symptoms in Chinese women with breast cancer |
RCT, prospektiv, multizentrisch, offen, 3 Arme
Randomisiert: N = 392
ITT-Ansatz Ausgewertet: N = 392
Land: China Zeitraum: kA
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Brustkrebspatientinnen, Angst- und/oder Depressionssymptome
Geschlecht: 100% weiblich
Alter: Mittelwert: KVT: 46.8 SCM: 47.3 UC: 47.1 |
Arm A: NB = 98 NFU = 91 KVT: 12 Wochen, 9 Sitzungen, 6-8 TN
Arm B: NB = 98 NFU = 90 Selbstfürsorge/Selbstmanagement (SCM): 12 Wochen. 9 Sitzungen, 6-8 TN
Arm C: NB = 196 NFU = 175 CAU |
Erhebungszeitpunkte: Baseline Post-Intervention Follow-Up (8 Wochen)
Primäre Endpunkte: 1. Depressivität (HAMD-17) 2. Angst (HAMA-14) |
1. Depressivität à KVT vs. SCM vs. CAU Sign. Zeit x Gruppe-Interaktion (ηp² = 0.141).
Sign. Gruppenunterschied über alle Zeitpunkte zugunsten der KVT > SCM > CAU (ηp² = 0.201)
Sign. Effekt der Zeit bei allen Gruppen (ηp² = 0.701), aber KVT > SCM > CAU
Post-Intervention: HAMD-Werte in KVT-Gruppe unter Cut-Off.
2. Angst à KVT vs. SCM vs. CAU Sign. Zeit x Gruppe-Interaktion (ηp² = 0.092).
Sign. Gruppenunterschied über alle Zeitpunkte zugunsten der KVT > SCM > CAU (ηp² = 0.173)
Sign. Effekt der Zeit bei allen Gruppen (ηp² = 0.701), aber KVT > SCM > CAU
Post-Intervention: HAMA-Werte in KVT-Gruppe unter Cut-Off.
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Keine berichtet. |
Finanzierung durch National Key Technologies R&D Programm, 11. 5-Jahresplan des Ministeriums für Wissenschaft und Technik der Volksrepublik China. Kein weiterer Einfluss der Geldgeber auf Studienplanung, -durchführung und Auswertung.
Laut Angabe kein COI. |
Risk of Bias
SB1: low SB2: unclear PB: high DB: high AB: low RB: high
Post-hoc Power Analyse: “Power analyses based on the sample size showed that the study retained 90% power to identify the effect sizes, with an α of 0.05.” |
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Tomei et al. (2018). Examining the preliminary efficacy of an intervention for fear of cancer recurrence in female cancer survivors: a randomized controlled clinical trial pilot study |
RCT, prospektiv, monozentrisch, offen, 2 Arme
Randomisiert: N = 25
kA zu ITT-Verfahren Ausgewertet: N = 24
Land: Kanada Zeitraum: kA |
Krebspatientinnen (Brustkrebs, gynäkologische und okuläre Melanome)
Geschlecht: 100% weiblich
Alter: 34-74 Mittelwert: 55 |
Arm A: N=11 Rezidivangst-(Fear of Cancer Recurrence (FCR)) Intervention, 6 Wochen, wöchentliche Sitzungen à 60-90min
Arm B: N = 14 WL |
Erhebungszeitpunkte: Baseline Post-Intervention Follow-Up (3 Monate)
Primärer Endpunkt: 1. Rezidivangst (FCRI)
Sekundäre Endpunkte: 2. Distress (IES) 3. QoL (SF-8) 4. Unsicherheit (MUIS-C) 5. Wahrgenommene Vorteile des sich Sorgens (WW-H, IUS) Coping (CAQ, RQ; Brief COPE-Q)) |
1. Rezidivangst à EG vs. WL Sign. Gruppe x Zeit-Interaktion
Sign. Verbesserungen zu Post und FU für EG, nicht für KG
2. Distress à EG vs. WL Sign. Gruppe x Zeit-Interaktion
3. QoL à EG vs. WL Keine sign. Gruppe x Zeit-Interaktion |
Keine berichtet. |
Laut Angabe kein COI. |
Risk of Bias
SB1: low SB2: low PB: high DB: high AB: low RB: high
Pilot-Studie
Geplante Fallzahl (N = 14 pro Gruppe) nicht erreicht. |
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Pettiford et al. (2017): A bio-psychosocial intervention program for improving quality of life in breast cancer survivors – final outcome of a prospective randomized trial |
RCT, prospektiv, monozentrisch, offen, 2 Arme
Randomisiert: N = 120 (N = 60 pro Gruppe)
PP-Analyse Ausgewertet: N = 103
Land: USA Zeitraum: kA
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Brustkrebspatienten
Geschlecht: 100% weiblich
Alter: Mittelwert: EG: 59.7 KG: 60.0
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Arm A: N = 47 Biopsychosoziale Intervention (BPSI): Mind. 1 Gruppensitzung & optionale Follow-Up-Einzelsitzung
Arm B: N = 56 TAU (standard of cancer and follow-up care, SOC) |
Erhebungszeitpunkte: Baseline Post-Intervention Follow-Up1 (6 Monate) Follow-Up2 (12 Monate) Follow-Up3 (18 Monate)
Primärer Endpunkt: 1. QoL (FACT-B Gesamtscore) |
1. QoL à BPSI vs. TAU Post-Intervention: Kein sign. Gruppenunterschied.
Follow-Up1: Sign. Gruppenunterschied zugunsten von BPSI.
Follow-Up2: Sign. Gruppenunterschied zugunsten von BPSI.
Follow-Up 3: Kein sign. Gruppenunterschied.
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Keine berichtet. |
Laut Angabe kein COI. |
Risk of Bias
SB1: low SB2: unclear PB: high DB: high AB: unclear RB: unclear
Geplante Fallzahl (N = 60 pro Gruppe) nicht erreicht. |
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Van der Spek et al. (2017): Efficacy of meaning-centered group psychotherapy for cancer survivors: a randomized controlled trial |
RCT, prospektiv, multizentrisch, offen, 3 Arme
Randomisiert: N = 170
ITT-Ansatz Ausgewertet: N = 170
Land: Niederlande 2012-2014 |
Krebsüberlebende, diagnostiziert in den letzten 5 Jahren, abgeschlossene Therapie
Geschlecht: MCGP-CS: 70% weiblich SGP: 88% weiblich CAU: 90% weiblich
Alter: Mittelwert: MCGP-CS: 58.6 SGP: 55.5 CAU: 10.4 |
Arm A: NB = 57 NP = 50 NFU1 = 48 NFU2 = 45 Sinnbasierte Gruppenpsychotherapie für Krebsüberlebende (MCGP-CS): 8 Wochen, 1x/Woche, 2h
Arm B: NB = 56 NP = 49 NFU1 = 48 NFU2 = 46 Sozial-unterstützende Gruppentherapie (SGP): 8 Wochen, 1x/Woche, 2h
Arm C: N = 57 NP = 47 NFU1 = 40 NFU2 = 35 CAU |
Erhebungszeitpunkte: Baseline Post-Intervention Follow-Up1 (12 Wochen) Follow-Up2 (24 Wochen)
Primärer Endpunkt: 1. Persönliche Bedeutung (personal meaning, PMP-DV)
Sekundäre Endpunkte: 2. Psychisches Wohlbefinden (SPWG: 8 Subscalen) 3. Posttraumatisches Wachstum (PTGI) 4. Mentale Anpassung an Krebs (MAC, 5 Subscalen) 5. Optimismus (LOT-R) 6. Hoffnungslosigkeit (BHS) 7. Distress (HADS Geamtscore, Angst: HADS-A, Depressivität: HADS-D) 8. QoL global (EORTC QLQ-C30)
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1. Psychische Belastung à MCGP-CS vs. CAU
Follow-Up1: Sign. Gruppenunterschiede für psychische Belastung und Depressivität zugunsten der MCGP-CS (d = -0.6 bzw. d = -0.38). Keine sign. Gruppenunterschiede hinsichtlich Angst.
Zu Post-I. und Follow-Up2 keine sign. Gruppenunterschiede
2. QoL è MCGP-CS vs. CAU Post-Intervention & Follow-Up1 bzw. 2: Keine sign. Gruppenunterschiede.
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Keine berichtet |
Laut Angabe kein COI. |
Risk of Bias
SB1: low SB2: low PB: high DB: high AB: low RB: high
Geplante Fallzahl (N = 56 pro Gruppe zu Baseline) erreicht. |
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Dowlatabadi (2016): The effectiveness of group positive psychotherapy on depression and happiness in breast cancer patients: A randomized controlled trial. |
RCT prospektiv, monozentrisch, offen, 2 Arme
Randomisiert: N = 42
PP-Analyse Ausgewertet: N = 33
Land: Iran 2013-2015
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Brustkrebs-patientinnen
Geschlecht: 100% weiblich
Alter: 24-32: 30.3% 33-41: 54.5% 42-50: 15.2%
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Arm A: IG NB = 21 NP = 16 Positivistische Gruppen-psychotherapie (PGT) 10 x 1,5 h, wöchentliche Sitzungen
Arm B: KG NB = 21 NP = 17 Keine Intervention |
Erhebungszeitpunkte: Baseline Post-Intervention
Primäre Endpunkte: 1. Depressivität (BDI-II) 2. Glückselig-keit (OHI)
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1. Depressivität à PGT vs KG Post Intervention: Sign. Reduktion der Depressivität zugunsten der PGT
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Arm A: IG UEs: kA
Arm B: KG |
Kermanshah University of Medical Sciences (Iran)
Laut Angaben kein COI |
Risk of Bias
SB1:unclear SB2: unclear PB: high DB: high AB: low RB: high
Keine Fallzahlplanung (kA). |
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Mohabbat-Bahar et al. (2015): Effectiveness of group training based on acceptance and commitment therapy on anxiety and depression of women with breast cancer |
RCT, prospektiv, monozentrisch, offen, 2 Arme
Randomisiert: N = 30
kA zu ITT-Verfahren (keine Dropouts) Ausgewertet: N = 30
Land: Iran Zeitraum: kA
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Brustkrebspatienten Stage I-III, abgeschlossene Therapie
Geschlecht: 100% weiblich
Alter: EG: 44-59, Mittelwert: 49.66
KG: 29-59 Mittelwert: 45.4
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Arm A: N = 15 ACT, 8 Gruppen- therapiesitzungen à 90 Min., verteilt über 4 Wochen
Arm B: N = 15 TAU |
Primäre Endpunkte: 1. Angst (BAI) 2. Depressivität (BDI-II) |
1. Angst à ACT vs. TAU Post-Intervention: Sign. Gruppenunterschied zugunsten der ACT (η = 0.545)
2. Depressivität à ACT vs. TAU Post-Intervention: Sign. Gruppenunterschied zugunsten der ACT (η = 0.616) |
Keine berichtet. |
Laut Angabe kein COI. |
Risk of Bias
SB1: unclear SB2: unclear PB: high DB: high AB: low RB: unclear
Keine Fallzahlplanung (kA). |
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Stagl et al. (2015). Long-term psychological benefits of cognitive-behavioral stress management for women with breast cancer_ 11-year follow-up of a randomized controlled trial |
RCT, prospektiv, monozentrisch, einfach verblindet, 2 Arme
Randomisiert: N = 240
PP-Ansatz Ausgewertet: N = 100 (CBSM: N = 49, KG: N = 51)
Land: USA 1998-2005 (Follow-Up: 2013) |
Nicht metastatischer Brustkrebs, Stage 0-IIIb, 2-10 Wochen Post-OP
Geschlecht: 100% weiblich
Alter: Mittelwert (Follow-Up): 62.47 |
Arm A: NB = 120 NP = 96 NFU1 = 95 NFU2 = 60 NFU3 = 49 Kognitiv-behaviourales Stressmanagment (CBSM): 10 Wochen, 1x/Woche, 90 Min.
Arm B: NB = 120 NP = 98 NFU1 = 96 NFU2 = 70 NFU3 = 51 AC, Psychoedukatives “Selbsthilfe” Seminar (1 Tag)
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Erhebungszeitpunkte: Baseline Post-Intervention Follow-Up1 (6 Monate) Follow-Up2 (4,5 Jahre) Follow-Up3 (8-15 Jahre Jahre)
Primäre Endpunkte: 1. Depressivität (CES-D) 2. QoL, (FACT-B) |
1. Depressivität à CBSM vs. AC Follow-Up 3: Sign. Gruppenunterschiede zugunsten des CBSM
2. QoL à CBSM vs. AC Follow-Up 3: Sign. Gruppenunterschiede zugunsten des CBSM
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Keine berichtet. |
Finanzierung durch National Cancer Institute oft he National Institutes of Health.
M. H. Antoni: erhält Lizenzgebühren für Veröffentlichung und dazugehörige Materialien
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Risk of Bias
SB1: unclear SB2: unclear PB: high DB: low AB: low RB: unclear
Keine a priori Fallzahlplanung (kA).
" The current sample size was sufficient to detect an effect of medium magnitude with 95% power". |
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Weisflog et al. (2015): Does psychodynamic short-term psychotherapy for depressed breast cancer patients also improve fatigue? Results from a randomized controlled trial |
RCT, prospektiv, multizentrisch, offen, 2 Arme
Randomisiert: N = 157
PP-Ansatz Ausgewertet: N = 106
Land: Deutschland Zeitraum: kA
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Brustkrebspatientinnen, HADS-D Score über oder gleich Cut-Off (HADS C 8) bzw. mind. 1 depressive Störung
Geschlecht: 100% weiblich
Alter: Mittelwert: EG: 52.6 KG: 52.3 |
Arm A: NB = 78 NP = 52 Psychodynamische Kurzzeittherapie (STPP)
Arm B: NB = 79 NP = 54 TAU |
Erhebungszeitpunkte: Baseline Post-Intervention
Primärer Endpunkt: 1. Fatigue (MFI-20)
Sekundäre Endpunkte: 2. QoL global (EORTIC QLQ-30) 3. Depressivität (SCID-I, HADS-D)
à sekundäre Endpunkte in Beutel et al. 2014 berichtet und daher nicht mit aufgenommen |
1. Fatigue à STPP vs. TAU Sign. Zeit x Gruppe-Interaktion für Gesamtscore zugunsten von STPP
Post-Intervention: Abnahme der Fatigue-Werte beider Gruppen
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Keine berichtet. |
Laut Angabe kein COI. |
Risk of Bias
SB1: low SB2: low PB: high DB: high AB: high RB: high
Keine Fallzahlplanung (kA) |
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Conley & Andersen (2019): Lemons to Lemonade: Effects of a Biobehavioral Intervention for Cancer |
RCT prospektiv, monozentrisch, offen, 2 Arme
Randomisiert: N = 227
PP-Analyse Ausgewertet: 12 Monate: N = 201 24 Monate: N = 160
Land: USA kA zum Zeitraum |
Brustkrebs-patientinnen (Stadien II oder III)
Geschlecht: 100% weiblich
Alter: M = 51
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Arm A: BBI (biobehavioral intervention) NB = 114 NP = 106 NFU = 85 Psychosoziale Gruppen-intervention (Stress, QoL, Gesundheits-verhalten) 18 x 1,5h, wöchentliche Sitzungen + 8 monatliche Sitzungen, Insgesamt 12 Monate
Arm B: KG NB = 113 NP = 95 NFU = 75 Keine Intervention
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Erhebungszeitpunkte: Baseline Post-Intervention Follow-Up (12 Monate)
Primäre Endpunkte: 1. Gedanken über Veränderung
Sekundäre Endpunkte: 2. Distress (IES) 3. Depressivität (CES-D) |
1. Distress à BBI vs. KG Follow-Up: Keine sign. Gruppenunterschiede
2. Depressivität à BBI vs. KG Follow-Up: Keine sign. Gruppenunterschiede |
Arm A: BBI UEs: kA
Arm B: KG |
National Cancer Institute (USA) + National Institute of Mental Health (USA) + American Cancer Society + U.S. Army Medical Research Acquisition Activity Breast Cancer Research Program + Walther Cancer Institute
Laut Angaben kein COI |
Risk of Bias
SB1: low SB2: unclear PB: high DB: high AB: unclear RB: unclear
Geplante Fallzahl (N = 200) zu Baseline & Post-Intervention erreicht. |
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Esplen (2018): Restoring Body Image After Cancer (ReBIC): Results of a Randomized Controlled Trial. |
RCT prospektiv, multizentrisch, offen, 2 Arme
Randomisiert: N = 194
ITT-Analyse Ausgewertet : N=194
Land: Kanada kA zum Zeitraum |
Brustkrebs-Überlebende, abgeschlossene Krebsbehandlung seit min. 2 Jahren, Stage I-III
Geschlecht: 100% weiblich
Alter: Mittelwert: 49,8 |
Arm A: NB=131 NP=111 NFU1=108 NFU2=104 Restoring body image after cancer (ReBIC), 8-wöchige 90min Gruppenintervention, wöchentliche Sessions, beinhaltete expressive guided-imagery Übungen sowie Gruppentherapieprinzipien
Arm B: NB=63 NP=54 NFU1=108 NFU=53 CAU + schriftliche edukative Infos
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Erhebungszeitpunkte: Baseline Post-Intervention Follow-Up1 (4 Monate) Follow-Up2 (10 Monate)
Primäre Endpunkte: 1. Körperbild (BIS, BIBCQ) 2. Sexuelle Funktion (FSFI) 3. QoL global (FACT-B) |
1. Sexuelle Funktion: à ReBIC versus CAU: Post-Intervention: Follow-Up1: Follow-Up2: Keine sign. ZeitxGruppe-Interaktion, keine sign. Gruppenunterschiede
2. QoL à ReBIC versus CAU: Post-Intervention: Follow-Up1: Follow-Up2: Keine sign. ZeitxGruppe-Interaktion, keine sign. Gruppenunterschiede
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Keine berichtet |
Canadian Breast Cancer Research Alliance and a grant from the Canadian Breast Cancer Foundation
Laut Angaben keine COI
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Risk of Bias
SB1: low SB2: unclear PB: high DB: high AB: low RB: unclear
Keine Fallzahlplanung (kA). |
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Ho et al. (2016): Randomized controlled trial of supportive-expressive group therapy and body-mind-spirit interventions for Chinese non-metastatic breast cancer patients |
RCT prospektiv, multizentrisch, offen, 3 Arme
Randomisiert: N = 157
ITT-Ansatz Ausgewertet: N = 157
Land: Hong Kong (China) 2002-2004 |
Nicht-metastatische Brustkrebspatienten Stage: I-III, Abgeschlossene Behandlung
Geschlecht: 100% weiblich
Alter: Mittelwert: 47.7 |
Arm A: NB = 51 NP = 50 NFU1 = 49 NFU2 = 48 Body-Mind-Spirit-Therapie (BMS): 8 Wochen 2h/Woche 8-12 TN/Gruppe
Arm B: NB = 49 NP = 47 NFU1 = 47 NFU2 = 44 Supportive-Expressive Therapie (SEG) 8 Wochen 2h/Woche 8-12 TN/Gruppe
Arm C: NB = 57 NP = 51 NFU1 = 48 NFU2 = 47 TAU |
Erhebungszeitpunkte: Baseline Post-Intervention Follow-Up1 (7 Monate) Follow-Up2 (11 Monate)
Primäre Endpunkte: 1. Emotionsunterdrückung (CECS) 2. Stresserleben (PSS, chinesische Version) 3. Angst (C-HADS-A) 4. Depressivität (C-HADS-D) |
1. Angst à BMS vs. SEG vs. TAU Post-Intervention, Follow-Up1 & 2: Keine sign. Veränderung in jeglicher Gruppe. Keine sign. Gruppenunterschiede.
2. Depressivität à BMS vs. SEG vs. TAU Post-Intervention, Follow-Up1 & 2: Keine sign. Veränderung in jeglicher Gruppe. Keine sign. Gruppenunterschiede.
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Keine berichtet. |
Finanzierung durch Hong Kong Cancer Fund und Hong Kong Research Grants Council. Laut Angabe keinen Einfluss auf Studiendesign, Datenerhebung, Analyse, Berichterstellung, Entscheidung für Veröffentlichung.
Laut Angabe kein COI. |
Risk of Bias
SB1: low SB2: unclear PB: high DB: high AB: low RB: unclear
Geplante Fallzahl (N = 150) erreicht. |
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Naccarato et al. (2016): Psychotherapy and phosphodiesterase-5 inhibitor in early rehabilitation after radical prostectomy: a prospective randomised controlled trial |
RCT, prospektiv, monozentrisch, offen, 4 Arme
Randomisiert: N = 56
PP-Analyse Ausgewertet: N = 53
Land: Brasilien
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Prostatakrebspatienten mit radikaler Prostatektomie (RP), frühes Rehabilitationsstadium
Geschlecht: 100% männlich
Alter: 39-76 Mittelwert: 61.84 |
Arm A: N = 16 Gruppen-PT Wöchentlich, 2 Sitzungen vor RP, 12 nach RP
Arm B: N = 12 Medikation (M): Lodafenil 80 mg/1 Tablette pro Woche
Arm C: N = 14 Gruppen-PT & Medikation
Arm D: N = 11 TAU
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Erhebungszeitpunkte: Baseline Post-Intervention
Primäre Endpunkte: 1. Sexuelle Funktion (IIEF-5) 2. QoL (SF-36) |
1. Sexuelle Funktion à TAU vs. PT vs. M vs. PT & M Post-Intervention: Nur PT & M zeigt keine sign. Verschlechterung des IIEF-5
2. QoL à TAU vs. PT vs. M vs. PT & M Post-Intervention: Sign. Verschlechterung d. Skalen phys. Gesundheit & Rollenfunktion aller Gruppen
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Arm A: TAU SUEs: 0/11 UEs: 0/11
Arm B: PT SUEs: 0/16 UEs: 0/16
Arm B: Medikation SUEs: 0/12 UEs: 0/12 (keine sign. S/UEs)
Arm D: PT & Medikation SUEs: 0/14 UEs: 0/14 |
kA |
Risk of Bias
SB1: low SB2: low PB: high DB: high AB: unclear RB: unclear
Geplante Fallzahl (N = 11 pro Gruppe) erreicht. |
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Schneider et al. (2016): Ergebnisse einer psychoonkologischen Gruppenintervention bei männlichen Krebspatienten ab 60 Jahre - eine randomisiert kontrollierte Studie |
RCT, prospektiv, monozentrisch, offen, 2 Arme
Randomisiert: N = 51 Post-Intervention: N=45 Follow-Up: N=38
kA zur Auswertungs-Strategie
Land: Deutschland Zeitraum: 10/2012 – 08/2014
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Prostatakarzinom oder gastrointestinales Malignom aller Krankheitsstadien
Geschlecht: 100% männlich
Alter: Mittelwert: 67.2 |
Arm A: NB = 25 NP = 23 NFU = 20 Psychosoziale Gruppenintervention, 10 Wochen, 1 Sitzung/Woche, 120 Min., 6-10 TN
Arm B: NB = 26 NP = 22 NFU = 18 TAU |
Erhebungszeitpunkte: Baseline Post-Intervention Follow-Up (3 Monate)
Primärer Endpunkt: 1. QoL global (EORTIC QLQ-C30)
Sekundäre Endpunkte: 2. Angst (HADS-A) 3. Depressivität (HADS-D) 4. Zufriedenheit mit dem Gruppenprogramm (Fragebögen aus Manual Weis (2006)) |
1. QoL (global) à Gruppe vs. TAU Post-Intervention: Keine sign. Gruppenunterschiede
Follow-Up: Keine sign. Gruppenunterschiede
2. Depressivität à Gruppe vs. TAU Post-Intervention: Keine sign. Gruppenunterschiede
Follow-Up: Keine sign. Gruppenunterschiede
3. Angst à Gruppe vs. TAU Post-Intervention: Keine sign. Gruppenunterschiede
Follow-Up: Sign. höhere Angstwerte in Gruppe!
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Sign. Verschlechterung der Interventionsgruppe ggü. TAU auf Schlafstörungsskala sowie emotionaler Funktionsfähigkeit |
KA |
Risk of Bias
SB1: unclear SB2: unclear PB: high DB: high AB: unclear RB: unclear
Keine Fallzahlplanung (kA)
Keine Angabe von Drop-Out-Gründen |
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Freeman et al., 2015: A randomized trial comparing live and telemedicine deliveries of an imagery-based behavioral intervention for breast cancer survivors: reducing symptoms and barriers to care |
RCT prospektiv, multizentrisch, offen, 3 Arme
Randomisiert: N = 118
ITT-Ansatz Ausgewertet: N = 118
Land: USA 2008-2010 |
Brustkrebs-Überlebende, mindestens 6 Wochen nach abgeschlossener Behandlung
Geschlecht: 100% weiblich
Alter: Mittelwert: 55.44
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Imaginationsbasierte Verhaltensintervention (Arm A & B): 1x/Woche à 4h, 1.-4. Sitzung: 25 Min. Theorie, 25 Min. Interaktion in Triaden 5. Sitzung: Präsentation ind. Beiträge & Feedback
Arm A: NB = 48 NP = 41 NFU = 40 Gruppenangebot Edukation+Imagination+Übungen (Life Delivery, LD), 50min (25min Input, 25min Interaktion), wöchentlich, 5 Wochen + Übungen zuhause
Arm B: NB = 23 NP = 19 NFU = 19 Wie oben, nur: Online-Gruppe, Telemedizin (telemedecine delivery, TD)
Arm C: NB = 47 NP = 44 NFU = 43
WL, Angebot der ERL-Intervention nach 3-Monats-Follow-Up
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Erhebungszeitpunkte: Baseline Post-Intervention Follow-Up (2 Monate)
Primärer Endpunkt: 1. Allg. QoL (SF-36): physisch (PCS), psychisch (MCS)
Sekundäre Endpunkte: 2. Krebsbezogene QoL (FACT-B) 3. Fatigue (FACIT-F) 4. Wahrgen. kogn. Funktionsfähigkeit (FACT-Cog) 5. Spirituelles Wohlbefinden (FACIT-Sp-Ex) 6. Distress (BSI-GSI) 7. Schlafstörungen (PSQI) |
1. Allg. QoL (psychisch) à LD vs. TD vs. WL: Keine sign. Effekte für Zeit, Gruppe, Zeit x Gruppe-Interaktion.
2. Krebsbezogene QoL à LD vs. TD vs. WL: Sign. Effekt für Zeit.
3. Fatigue à LD vs. TD vs. WL: Sign. Effekt für Gruppe. Keine sign. Effekte für Zeit, Zeit x Gruppe-Interaktion.
4. Distress à LD vs. TD vs. WL: Keine sign. Effekte für Zeit, Gruppe, Zeit x Gruppe-Interaktion.
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Keine berichtet. |
Finanzierung durch Small Business Innovating Research-Subvention + Krebspräventions-Stipendium für Mitarbeitende (NCI grant)
Laut Angaben kein COI. |
Risk of Bias
SB1: low SB2: unclear PB: high DB: high AB: low RB: unclear
Keine Fallzahlplanung |
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Entspannungsverfahren und imaginative Verfahren
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Referenz/ (Autor, Jahr, Journal) |
Studientyp |
Merkmale untersuchter Studien |
Interventionen |
Untersuchte Endpunkte |
Hauptergebnisse |
Neben-/ Wechselwirkungen |
Methodische Bemerkungen |
Evidenzklasse |
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Hilfiker et al. 2018: "Exercise and other non-pharmaceutical interventions for cancer-related fatigue in patients during or after cancer treatment: a systematic review incorporating an indirect-comparisons meta-analysis."
Eingeschlossene Primärstudien: 245 Primärstudien |
Indirect-comparison MA
Suchzeitraum: Januar 2017
Datenbanken: Pubmed CENTRAL
Einschluss-kriterien: P: erwachsene Krebspatienten I: Bewegungs- oder nicht-pharmakologische Therapie C: TAU/UC O: Fatigue S: RCTs
112 RCTs in MA Intervention während laufender Krebsbehandlung
133 RCTs in MA Interventionen nach abgeschlossener Krebsbehandlung
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RCTs
Brustkrebs (126) Hämatologischer Krebs (10) Prostatakrebs (18) Kolorektaler Krebs (7) Gemischte Krebsidiagnosen (52)
Geschlecht: >65% weiblich
Mittleres Alter: kA
Länder : Keine zusammenfas-senden Angaben, Details in Appendices
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Inhalte: Während Behandlung Ausdauer (34) Ausdauer + Gewichte (23) CBT (18) Entspannung (12) à inkl. Atmung, Stretching, Meditation Yoga (10) Gewichte (10) Multimodal (6) Massage (4) Heilende Berührung (3) Tanztherapie (2) Musiktherapie (1)
Nach Behandlung Ausdauer (30) Ausdauer + Gewichte (32) CBT (29) Entspannung (kA) à inkl. Atmung, Stretching, Meditation Yoga (kA) Gewichte (kA) Multimodal (kA) Massage (kA) Heilende Berührung (kA) Tanztherapie (kA) Musiktherapie (kA)
Dauer/Frequenz/ Länge: 3-52 Wochen 0-12 Wochen Follow-Up Individual-, Gruppen-, und Paarsetting, Tele- und EHealth
Kontrollgruppen: TAU/UC |
Primäre Endpunkte: 1.Fatigue
Verwendete Messinstrumente: CFS PFS PFS-Revised EORTC QLQ-C30 Fatigue BFI POMS FACIT-F FACT-F etc.
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1. Fatigue Während Behandlung àEntspannung: Post-Intervention: 12 RCTs, I2 = 88%; SMD=–0.77 [–1.22, –0.31, p <.05>
Nach Behandlung àEntspannung: Post-Intervention: ? RCTs, I2 = ? %; SMD=–0.05 [–0.64, 0.53, p <.05>
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Keine SUEs berichtet |
Primärstudien: RCTs mit low RoB "Over all comparisons, the random sequence generation was adequate in most trials (97%); allocation concealment was problematic in 61% of the trials. Baseline characteristics were not balanced in 17% of the studies; patients and outcome assessor could not be blinded in most trials (99%), therapists were never blinded. More than 15% of drop-outs were present in 36% of the trials and only 51% of the trials reported an intention-to-treat analysis. (p.654)
Review: AMSTAR-2: critically low quality Method.Mängel in kritischer Domäne 2,7,11,15 non-kritischer Dom. 1,3,10
Sensitivitäts-analysen: Ausschluss von Studien mit n<25 Teilnehmern pro Arm; Effekte generell kleiner, keine Änderung des Signifikanzniveaus in relev. Effekten; kein Einfluss auf Heterogenität
Publikations-bias: Egger's Test liefert Hinweise Publikations-Bias in relev. Vergleichen |
1a- |
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Sanjida et al. 2018: "Are psychological interventions effective on anxiety in cancer patients? A systematic review and meta-analyses."
Eingeschlossene Primärstudien: 71 Primärstudien in qual. Review / 51 in Meta-Analysen |
SysRev & MA
Suchzeitraum: Januar 1993– Juni 2017
Datenbanken: CENTRAL Medline Embase CINHAL Scopus PsycInfo
Einschluss-kriterien: P: erwachsene Krebspatienten I: psychosoziale Intervention C: alternative Intervention, TAU/UC, Warteliste O: Angst, Distress S: RCTs
71 RCTS, N=13098 Patientinnen
51 RCTs, N=8283 Patientinnen in MA
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RCTs
Brustkrebs (36) Gynäkologische Tumore (3) Prostata- und Hodenkrebs (2) Sonstige Krebsidiagnosen (29)
Geschlecht: 74,6% weiblich
Mittleres Alter: 55
Länder : USA (19) Europa (29) Weitere (53)
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Inhalte: 14 x CBT 12 x Entspannungs-verfahren 9x Psychosoziale Therapie 13x "Supportive Care Interventions" 3x gestufte Interventionen ("stepped care") 20x sonstige
Dauer/Frequenz/ Länge: 4 Tage – ein Jahr
Kontrollgruppen: alternative Intervention TAU/UC Warteliste |
Primäre Endpunkte: 1. Angst
Verwendete Messinstrumente: Angst HADS STAI POMS
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1. Angst àGesamteffekt: Post-Intervention: 51 RCTs, n=7491 I2 = 68%; SMD=–0.21 [–0.30, –0.13, p < .001] à Sensitivitätsanalyse: Entfernung der Studie mit größtem und kleinsten Effekt, keine Änderung des Ergebnis
àEntspannung: Post-Intervention: 12 RCTs, I2 = 78%; SMD=–0.53 [–0.79, –0.26, p < .05] |
Keine SUEs berichtet |
Primärstudien: RCTs mit low RoB SB: 18 PB: 2 DB: 7 AB: 42 RB: 48 OB: kA
Review: AMSTAR-2: critically low quality Method.Mängel in kritischer Domäne 7,11,15 non-kritischer Dom. 5,8
Sensitivitäts-analysen: durchgeführt, siehe Hauptergebnisse
Durchführung von Subgruppen-analysen, teilweise in Hauptergebnissen aufgeführt
Publikations-bias: "Studies with a sample size of less than 40 participants were excluded to reduce the potential influence of publication bias and inflated ES common in small studies." |
1a |
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Tian et al. 2020: "Progressive muscle relaxation is effective in preventing and alleviating of chemotherapy-induced nausea and vomiting among cancer patients: a systematic review of six randomized controlled trials."
Eingeschlossene Primärstudien : Arakawa et al. 1995 Arakawa et al. 1997 Li et al. 2019 Luo et al. 2016 Song et al. 2013 Zhang et al. 2017
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SysRev
Suchzeitraum: Bis 30. Mai 2019
Datenbanken: CENTRAL CINHAL CBM CNKI Wanfang data database
Einschluss-kriterien: P: Erwachsene Krebspatienten mit Chemotherapie I: PMR als einzige Intervention C: routine care O: Übelkeit und Erbrechen S: RCTs
6 RCTS, N=358 Patienten |
RCTs
Erwachsene Krebspatienten (Lunge 2, Brust 2, Gemischt 2) vor und während Chemotherapie
Geschlecht: 37,9% weiblich
Mittleres Alter: 43,6 – 57,7
Länder : China, Japan |
PMR (ausschließlich)
Länge & Frequenz: 15-30min pro Sitzung, 1-2x täglich, 3 Tage – 3 Wochen,
Kontrollgruppen: TAU |
Primäre Endpunkte: 1. Übelkeit 2. Erbrechen induziert durch Chemotherapie
Verwendete Messinstrumente: CTCAE MASCC-AT INV-2 MANE RSS |
Signifikant stärkere Reduktion von Übelkeit in IG verglichen mit CG in allen Studien
Signifikant stärkere Reduktion von Erbrechen in IG verglichen mit CG in 5/6 Studien
Keine Effektstärken berichet
Follow-Up-Zeiträume: 3 Tage nach Behandlung – 3 Wochen nach Behandlung
"The results of the present systematic review indicated that several independent studies have reported a significant beneficial effect of PMR training on the chemotherapy-induced nausea and vomiting as measured by relevant tools" (p. 6) |
Keine SUEs berichtet
RCTs berichten UEs nicht |
Primärstudien: RCTs mit hohem (3) und unklarem (3) Biasrisiko SB:1 PB: 3 DB: unclear AB: 0 RB: 0 OB: 2
Review: AMSTAR-2: low quality Method.Mängel in kritischer Domäne 7 non-kritischer Dom. 3,8,14
Publikationsbias: nicht berichtet |
1a- |
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Kapogiannis et al. 2018 " Investigating the Effects of the Progressive Muscle Relaxation-Guided Imagery Combination on Patients with Cancer Receiving Chemotherapy Treatment: A Systematic Review of Randomized Controlled Trials."
Primärstudien: Walker et al. 1999 Yoo et al. 2005 Eremin et al. 2009 Chen et al. 2015 Charalambous et al. 2016 |
SysRev
Suchzeitraum: Jan 1990 – 21. Okt 2016
Datenbanken: AMED CENTRAL Pubmed Scopus
Einschluss-kriterien: P: Erwachsene Krebspatienten mit Chemotherapie I: PMR mit GI S: RCTs
7 RCTS, N=588 Patienten
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RCTs
Erwachsene Krebspatienten (Brust 6, Brust und Prostata 1) vor und während Chemotherapie; unterschiedliche Erkrankungsstadien
Geschlecht: Keine Angabe
Mittleres Alter: Keine Angabe
Länder : UK, Hong Kong, Südkorea, Taiwan, Zypern |
PMR in Verbindung mit GI
Länge & Frequenz: 4 Studien 30min pro Sitzung, sonst keine Angabe,
1x täglich,
Keine Angaben zur Sitzungsanzahl,
Kontrollgruppen: Keine Angabe |
1. Stimmung 2. Lebensqualität 3. Depressivität 4. Stress 5. Angst 6. Fatigue 7. Übelkeit 8. Erbrechen 9. Biomarker
Eine Studie untersuchte ausschließlich Biomarker Verwendete Messinstrumente: EPQR CECS L-Scale RSCL GQOL MANE STAI POMS MAACL FACT-B HADS SDS EORTC QLQ-C30 BDI-II RINVR ZSRAS CFS |
"Seven of the included trials reported beneficial effects on mental state (mood, anxiety, and depression) and on toxicity (nausea and vomiting)." (p.137)
Nur narrative Ergebnisdarstellung, Keine Effektstärken berichet
Follow-Up-Zeiträume: 6 Tage bis 6 Monate nach Ende der Chemotherapie
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Keine SUEs berichtet
RCTs berichten UEs nicht |
Primärstudien: Jadad-Scores 2x0/5, 2x2/5, 3x3/5 SB: unclear PB: unclear DB: unclear AB: 0 RB: unclear OB: unclear
Review: AMSTAR-2: critically low quality Method.Mängel in kritischer Domäne 2,7 non-kritischer Dom. 1,3,5,8,10,16
Publikationsbias: nicht berichtet |
1a- |
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Faller et al. 2013: "Effects of Psycho-Oncologic Interventions on Emotional Distress and Quality of Life in Adult Patients with Cancer: Systematic Review und Meta-Analysis."
Eingeschlossene Primärstudien: 198 RCTs
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MA
Suchzeitraum: May 2013
Datenbanken: CENTRAL Medline PsycInfo
Einschluss-kriterien: P: erwachsene Krebspatienten I: psychoonkologische Interventionen C: Aufmerkamkeits-Placebo, TAU/UC O: Distress, QoL, Depressivität, Angst S: RCTs
198 RCTS, N=22238 Patientinnen (218 Vergleiche in MA)
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RCTs
Gemischte Krebsdiagnosen (80) Brustkrebs (78) Prostatakarz. (8) Gynekologisch (6) Melanom (5) Hematologischer Krebs (4) Andere (12) Nicht angegeben (5)
Geschlecht: Median 82% weiblich
Alter: Median 54 Jahre
Länder : USA (107) UK (18) Australien (12) Kanada (10) Schweden (9) Niederlande (7) Weitere (35)
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Inhalte: Psychotherapie Einzel (55) Gruppe (42) Paar (10) Psychoedukation (19) Entspannungsverfahren (46) Einfache Informaationsgabe (23) Andere (12)
davon Einzel (119) Gruppe (66) Paar (8) Nicht angegeben (5)
Dauer/Frequenz/ Länge: 1-35 Sitzungen, Median 6 Sitzungen, Über 1-730 Tage, Median 42 Tage
Kontrollgruppen: TAU/UC Aufmerksamkeitskontrolle |
Primäre Endpunkte: 1. Distress 2. gesundheitsbezogene QoL 3. Depressivität 4. Angst |
1. Distress à Gesamteffekt Post-Intervention: 77 RCTs, N=? I2 = 73%; SMD=0.29 [0.20, 0.37, p <.001> Follow Up ≤6 Monate: 58 RCTs, N=? I2 = 56%; SMD=0.17 [0.09, 0.24, p <.001> Follow Up >6 Monate: 39 RCTs, N=? I2 = 32%; SMD=0.10 [0.04, 0.1, p =.003]
à Entspannungs-verfahren Post-Intervention: 11 RCTs, N=? I2 = 59%; SMD=0.29 [0.06, 0.52, p =.013] Follow Up ≤6 Monate: 4 RCTs, N=? I2 = 85%; SMD=0.66 [–0.12, 1.44, p=.10] Follow Up >6 Monate: 4 RCTs, N=? I2 = 56%; SMD=0.22 [–0.13, 0.56, p =.22]
2. QoL à Gesamteffekt Post-Intervention: 66 RCTs, N=? I2 = 78%; SMD=0.26 [0.15, 0.37, p <.001> Follow Up ≤6 Monate: 47 RCTs, N=? I2 = 65%; SMD=0.22 [0.12, 0.33, p <.001> Follow Up >6 Monate: 27 RCTs, N=? I2 = 50%; SMD=0.18 [0.07, 0.28, p <.001>
à Entspannungs-verfahren Post-Intervention: 8 RCTs, N=? I2 = 61%; SMD=0.35 [0.05, 0.65, p =.021] Follow Up ≤6 Monate: 5 RCTs, N=? I2 = 83%; SMD=0.78 [0.17, 1.4, p=.013] Follow Up >6 Monate: 1 RCT, N=? I2 = ?%; SMD=0.42 [ ?]
3. Depressivität à Gesamteffekt Post-Intervention: 72 RCTs, N=? I2 = 56.5%; SMD=0.33 [0.25, 0.41, p <.001> Follow Up ≤6 Monate: 40 RCTs, N=? I2 = 40.8%; SMD=0.2 [0.11, 0.28, p <.001> Follow Up >6 Monate: 26 RCTs, N=? I2 = 47.1%; SMD=0.14 [0.05, 0.24, p =.002]
à Entspannungs-verfahren Post-Intervention: 14 RCTs, N=? I2 = 74%; SMD=0.37 [0.09, 0.65, p =.009] Follow Up ≤6 Monate: 1 RCT, N=? I2 = ?; SMD=1.07 [ ?]
4. Angst à Gesamteffekt Post-Intervention: 74 RCTs, N=? I2 = 60%; SMD=0.38 [0.29, 0.46, p <.001> Follow Up ≤6 Monate: 38 RCTs, N=? I2 = 73%; SMD=0.34 [0.2, 0.47, p <.001> Follow Up >6 Monate: 15 RCTs, N=? I2 = 33%; SMD=0.17 [0.06, 0.28, p =.003]
à Entspannungs-verfahren Post-Intervention: 22 RCTs, N=? I2 = 75%; SMD=0.53 [0.29, 0.77, p <.001> Follow Up ≤6 Monate: 7 RCTs, N=? I2 = 93%; SMD=1.12 [0.31, 1.92, p=.007]
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Nicht berichtet |
Primärstudien: RCTs mit low RoB SB: 51 PB: kA DB: kA AB: 122 RB: 141 OB: kA
Review: AMSTAR-2: critically low quality Method.Mängel in kritischer Domäne 2, 7, 13 non-kritischer Dom. 3, 10,
Sensitivitäts-analysen: Bei hoher Heterogenität (l²>70%) Ausschluss vjew. einer Studie aus MA & Moderatorenanalysen (u.A. Alter, Tumorart)
Weiterhin a priori geplante Subgruppenanalysen (siehe Hauptergebnisse)
Publikations-bias: Visuelle Prüfung der Funnel-Plots
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1a- |
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Entspannungsverfahren und imaginative Verfahren RCTs (2015 – 2020)
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Referenz/ (Autor, Jahr, Journal) |
Studientyp |
Patienten-merkmale |
Interventionen |
Untersuchte Endpunkte |
Hauptergebnisse |
Neben-/ Wechselwirkungen |
Finanzierung / Conflict of Interest |
Methodische Bemerkungen |
Evidenzklasse |
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Unterstützende Evidenz (9/10) |
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Gregoire (2020) Effects of an intervention combining self-care and self-hypnosis on fatigue and associated symptoms in posttreatment cancer patients: A randomized-controlled trial. |
RCT, prospektiv, monozentrisch, offen, 2 Arme
Randomisiert: N = 95
ITT-Analyse mit multipler Imputation (LOCF) Ausgewertet: N = 95
Land: Belgien 2016-2019
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Nicht-metastasierender Krebs, primäre Behandlung vor < 1 Jahr
Geschlecht: 100% weiblich
Alter: 24-78 Mittelwert: 53.85 |
Arm A: N=48 SCH Self-care + Selbsthypnose (SCH) Gruppen-intervention,120 Minuten, 1x wöchentlich, 8 Wochen + eigenes Üben zwischen den Sitzungen
Arm B: N=47 WL Warteliste-kontrollgruppe, UC |
Erhebungszeitpunkte: Baseline Post-Intervention
Primäre Endpunkte: 1. Fatigue (MFI-20)
Sekundäre Endpunkte: 1. Schlaf-probleme (ISI) 2. Emotionaler Distress & Emotions-regulation; u.a. Angst & Depressivität (HADS, PSWQ, MAC) 3. Kognitive Funktion 4. Körperliche Aktivität |
MANOVA: Sign. Haupteffekt Zeit Sign. Zeit x Gruppen-Interaktion
1. Fatigue (General Fatigue) à SCH vs. WL Post-Intervention: Sign. Reduktion in der SCH (d=0.67)
2. Angst à SCH vs. WL Sign. Reduktion in der SCH von T1 zu T2 (d=0.67)
3. Depressivität à EG vs. KG Sign. Reduktion in der SCH von T1 und T2 (d=0.71)
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Arm A: EG UEs: kA
Arm B: KG SUEs: kA UEs: kA
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King Baudouin Foundation + Plan National Cancer of Belgium + Benoit Foundation + Belgian National Funds for Scientific Research Laut Angaben kein COI
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Risk of Bias
SB1: low SB2: unclear PB: high DB: high AB: low RB: low
Keine Fallzahlplanung. |
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Dikmen & Terzioglu et al., 2019: Effects of Reflexology and Progressive Muscle Relaxation on Pain, Fatigue, and Quality of Life during Chemotherapy in Gynecologic Cancer Patients |
RCT prospektiv, multizentrisch, blind, 4 Arme (3 x EG (CAM) + KG)
Randomisiert: N=140 Post-Intervention: N=80
Kein ITT, PP-Analyse; ausgewertet: N=80
Land: Türkei Dezember 2013 – Juli 2015 |
53 x Eierstockkrebs 18x anderer Krebs Stadium I-III
Geschlecht: 100% weiblich
EG & KG: Alter: 45 - 67 Median: 56.36 |
Arm A, B und C: NR=100 NP=60
Arm A: PMR, 20 Minuten, 2x wöchentlich, 8 Wochen
Arm B: Fußreflexzonenmassage (FRM), 30 Minuten, 2x wöchentlich, 8 Wochen
ARM C: PMR + FRM, 50 Minuten, 2x wöchentlich, 8 Wochen
ARM D: NR=40 NP=20 TAU |
Erhebungszeitpunkte: Baseline Post-Intervention Follow-Up 1 (4 Wochen)
Primäre Endpunkte: 1. Schmerz (BPI) 2. Fatigue (BFI) 3. QoL (MQOLS-CA)
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1. Schmerz (pain severity) à PMR vs. FRM vs. PMR+FRM vs. TAU: Post-Intervention: Sign. Gruppenunterschied In PMR und TAU jedoch keine Verbesserungen über Zeit
2. Fatigue (fatigue severity): à PMR vs. FRM vs. PMR+FRM vs. TAU: Post-Intervention & FU1: Sign. Gruppenunterschied In PMR und TAU jedoch keine Verbesserungen über Zeit
3. QoL à PMR vs. FRM vs. PMR+FRM vs. TAU: Post-Intervention & FU1: Sign. Gruppenunterschied In PMR und TAU jedoch keine Verbesserungen über Zeit
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Arm A: PMR UEs: 0
Arm B: FMR SUEs: 0 UEs: 0
Arm C: PMR+FMR SUEs: 0 UEs: 0
Arm D: TAU SUEs: 0 UEs: 0
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Die Studie wurde vollständig finanziert Vom Department of Midwifery, Faculty of Health Sciences, Selcuk University, Konya, Türkei, Department of Nursing, Faculty of Health Sciences, Atilim University, Ankara, Türkei
Keine COI angegeben |
Risk of Bias
SB1: low SB2: unclear PB: high DB: high AB: high RB: unclear
Geplante Fallzahl (N=80) erreicht
Darstellung der Ergebnisse mangelhaft, keine Post-Hoc Vergleiche zu Between-Group-Omnibustests,
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Gok Metin (2019): Effects of progressive muscle relaxation and mindfulness meditation on fatigue, coping styles, and quality of life in early breast cancer patients: An assessor blinded, three-arm, randomized controlled trial. |
RCT prospektiv, monozentrisch, offen, 3 Arme
Randomisiert: N = 92 Post-Intervention : N=87
ITT-Ansatz, kA zu Imputationsverfahren Ausgewertet: N = 92 Land: Türkei 2018-2019 |
Brustkrebspatientinnen (Stadien I-III)
Geschlecht: 100% weiblich
Alter: Mittelwert 49.25
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Arm A: NB=31 NP=28 PMR, einmalig 40 Minuten + Broschüre, tägliches Üben, 12 Wochen
Arm B: NB=32 NP=31 Achtsamkeits-Meditation (MM), einmalig 40 Minuten + Broschüre, tägliches Üben, 12 Wochen
Arm C: NB=29 NP=28 Aufmerksamkeits-Kontrollgruppe (AC) 1x 15 Minuten allg. Brustkrebs-Edukation
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Erhebungszeitpunkte: Baseline Post-Intervention Follow-Up (2 Wochen)
Primäre Endpunkte: 1. Fatigue (BFI)
Sekundäre Endpunkte: 1. Coping (COPE) 2. QoL (FLIC) |
1. Fatigue (Total BFI) à PMR vs. MM vs. AC Post-Intervention: Sign. Gruppenunterschied zwischen PMR und MM vs. AC zugunsten von PMR & MM
2-Wochen-Follow-Up: Sign. Gruppenunterschied zwischen PMR und MM vs. AC zugunsten von PMR & MM
2. QoL à PMR vs. MM vs. AC |
Arm A: PMR UEs: kA
Arm B: MM SUEs: kA UEs: kA
Arm C: AC SUEs: kA UEs: kA
„Moreover, no participants dropped out owing to unexpected adverse events of PMR or MM, indicating that both interventions were safe and well-tolerated by patients with EBC.“ (S. 121)
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Scientific Reseach Projects coordination Unit of Hacettepe University (Türkei)
Laut Angaben kein COI
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Risk of Bias
SB1: low SB2: unclear PB: high DB: high AB: low RB: unclear
Post-hoc Power-Analyse. |
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Parsa Yekta (2017): Techniques on Postoperative State Anxiety in Candidates for The Mastectomy Surgery: A Randomized Controlled Clinical Trial. |
RCT prospektiv, monozentrisch, offen, 3 Arme
Randomisiert: N = 90
Ausgewertet: N = 90
Land: Iran 2013-2014
|
Mastektomiepatientinnen
Geschlecht: 100% weiblich
Alter: 30-50 71,1% < 50 28,9% > 50
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Arm A: N=30 Benson Meditation, 20 Minuten, 3x am Tag vor der Masektomie
Arm B: N=30 Rhythmisches Atmen, 20 Minuten, 3x am Tag vor der Masektomie
Arm C: N=30 KG Keine Intervention
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Erhebungszeitpunkte: Baseline Post-Intervention (Post-OP)
Primärer Endpunkt: 1. Angst (CSAQ) |
1. Angst àBenson Meditation vs. KG: Post-Intervention: Sign. Gruppenunterschiede zugunsten von Bensons Meditation
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Arm A: UEs: kA
Arm B: SUEs: kA UEs: kA
Arm C: SUEs: kA UEs: kA |
Tehran University of Medical Sciences
Laut Angaben kein COI |
Risk of Bias
SB1: low SB2: unclear PB: high DB: high AB: low RB: unclear
Geplante Fallzahl (N = 28 pro Gruppe) erreicht. |
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Shahriari (2017): Effects of progressive muscle relaxation, guided imagery and deep diaphragmatic breathing on quality of life in elderly with breast or prostate cancer. |
RCT prospektiv, monozentrisch, offen, 2 Arme
Randomisiert: N = 50
kA zu Umgang mit Dropouts Ausgewertet: N = 50
Land: Iran Mai – Dezember 2014 |
Brust- oder Prostata-krebs
Geschlecht: 28% weiblich
Alter: Mittelwert: 66 |
Arm A: N=25 PMR, gelenkte Imagination & Zwerchfellatmung, 45 Minuten, 8 Sitzungen, 4 Wochen + 6 Wochen selbstständige Anwendung
Arm B: N=25 CAU + 3 Sitzungen "Lifestyle Intervention"
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Erhebungszeitpunkte: Baseline Post-Intervention Follow-Up (6 Wochen)
Primärer Endpunkt: 1. QoL (EORTC QLQC30) |
1. QoL à PMR vs. CAU Post-Intervention: Sign. Gruppenunterschied zugunsten PMR
6 Wochen Follow-Up: Sign. Gruppenunterschied zugunsten PMR
In PMR Zunahme von QoL, in CAU Abnahme von QoL über die Zeitpunkte |
Arm A: PMR UEs: kA
Arm B: CAU SUEs: kA UEs: kA |
School of Nursing and Midwifery, Isfahan University of Medical Sciences
Laut Angaben kein COI |
Risk of Bias
SB1: low SB2: unclear PB: high DB: high AB: low RB: unclear
Geplante Fallzahl (N = 25 pro Gruppe) erreicht. |
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Charalambous et al., 2016: Guided Imagery And Progressive Muscle Relaxation as a Cluster of Symptoms Management Intervention in Patients Receiving |
RCT prospektiv, multizentrisch, offen, 2 Arme
Randomisiert: N=236 Post-Intervention: N = 208
Completer-Only-Analyse Ausgewertet: N=208
Land: Griechenland Januar 2011-Dezember 2012 |
Brustkrebspatientinnen (50%), Prostatakrebspatienten (50%), Stadium III
Geschlecht: 50% weiblich
EG & KG: Alter: 31- >60 Mittelwert: (kA) |
Arm A: N=120 PMR + geleitete Imagination, 30min, 4x wöchentlich, 4 Wochen
Arm B: N=116 TAU |
Erhebungszeitpunkte: Baseline Post-Intervention
Primärer Endpunkt: 1. Depressivität (BDI-II) 2. Fatigue (CFS) 3. Angst (SAS) 4. Übelkeit (INVR)
Sekundäre Endpunkte: 1. QoL (EORTC QLQ-C30) 2. Funktionsniveau (physisch, kognitiv, sozial) 3. Atemlosigkeit 4. Schlaflosigkeit 5. Apettitlosigkeit 6. Durchfall 7. Finanzielle Probleme 8. Verstopfung 9. Schmerz (NRS, 10-stufig)
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Hauptergebnisse:
1. Depressivität à PMR vs TAU Post-Intervention: Sign. Haupteffekt Zeit und Zeit x Gruppe-Interaktion
2. Fatigue à PMR vs TAU Post-Intervention: Sign. Zeit x Gruppe-Interaktion
3. Angst à PMR vs TAU Post-Intervention: Sign. Zeit x Gruppe-Interaktion
4. Übelkeit: à PMR vs TAU Post-Intervention: Post-Intervention: Sign. Haupteffekt Gruppe und Zeit x Gruppe-Interaktion
5. QoL à PMR vs TAU Post-Intervention: Sign. Haupteffekt Gruppe und Zeit x Gruppe-Interaktion
6. Schmerz à PMR vs TAU Post-Intervention: Sign. Haupteffekt Gruppe und Zeit x Gruppe-Interaktion
è Alle Zeit x Gruppe Interaktionen zugunsten der IG
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Keine berichtet |
Die Studie wurde vollständig finanziert von der Cyprus University of Technology (INT-480619-2010).
Keine COI angegeben |
Risk of Bias
SB1: low SB2: unclear PB: high DB: high AB: high RB: low
Geplante Fallzahl (N = 256) nicht erreicht.
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Thuma (2016): Hypnosis as an Adjunct for Managing Pain in Head and Neck Cancer Patients Post Radiotherapy. |
RCT prospektiv, monozentrisch, offen, 2 Arme
Randomisiert: N = 68 Post-Intervention : N=65
PP-Analyse Ausgewertet: N = 65
Land: Thailand 2015-2016
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Kopf- und HalskrebspatientInnen, nach Radiotherapie
Geschlecht: 63.2 % weiblich
Alter: 41-70 Mittelwert: 55.85 |
Arm A: NB = 34 NP = 33 Hypnose 1 Sitzung à 20 Minuten am 4. Tag nach Bestrahlung
Arm B: NB = 34 NP = 32 Keine Intervention
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Erhebungszeitpunkte: Baseline Post-Intervention
Primärer Endpunkt: 1. Schmerz (VAS) |
1. Schmerz à Hypnose vs. KG Post-Intervention:
Gruppe als sign.r Prädiktor in linearer Regression mit anderen Variablen (Baseline-Wert, Geschlecht, Alter, Opioidgebrauch) zugunsten von Hypnose
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Arm A: Hypnose UEs: 0/34
Arm B: KG SUEs: 0/34 UEs: 0/34 |
Keine Angabe zur Finanzierung
Laut Angaben kein COI |
Risk of Bias
SB1: unclear SB2: unclear PB: high DB: high AB: low RB: unclear
Post-hoc-Poweranalyse |
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Zgaia (2016): The impact of relaxation technique and pre-operative psychological counselling on pain, analgesic consumption and psychological symptoms on patients scheduled for breast cancer surgery – a randomized clinical study. |
RCT prospektiv, monozentrisch, offen, 2 Arme ITT-Analyse
Randomisiert: N = 102 Post-Intervention: N=102
ITT-Ansatz Ausgewertet: N = 102
Land: Rumänien 2015 |
Brustkrebspatientinnen
Geschlecht: 100% weiblich
Alter: Mittelwert 55.6 |
Arm A: NB=58 NP=52 Präoperative Entspannungstechnik (Entspannung und PC (psychologische Beratung) 1 Sitzung 25 Minuten Interview und 25 Minuten autogenes Training
Arm B: NB=44 NP=50 Keine Intervention |
Erhebungszeitpunkte: Baseline Post-Intervention (Post-OP) FU1 (2h) FU2 (8h) FU3 (12h) FU4 (24h) FU5 (30h) FU6 (36h) FU7 (48h)
Primäre Endpunkte: 1. Schmerz (NRS) 2. Distress (Belastung durch psychische Symptome) |
1. Postoperativer Schmerz à IG vs. KG Post-Intervention, FU1- 6: Sign. weniger Schmerz in der IG Kein sign.r Unterschied zu FU7
2. Distress à IG vs. KG Post-Intervention, FU1, 2, 3, 4, 5, 7: Sign. geringere psychologische Symptome
Kein sign.r Unterschied in FU6
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Arm A: IG UEs: kA
Arm B: KG SUEs: kA UEs: kA |
Keine Angabe zur Finanzierung
Keine Angabe bzgl. COI |
Risk of Bias
SB1: high SB2: high PB: high DB: high AB: unclear RB: unclear
Geplante Fallzahl (N = 50 pro Gruppe) erreicht zu |
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Chen et al. 2015: Effect of Relaxation With Guided Imagery on The Physical and Psychological Symptoms of Breast Cancer Patients Undergoing Chemotherapy |
RCT prospektiv, monozentrisch, offen, 2 Arme
Randomisiert: N=65 Post-Intervention: N=65
kA zu Umgang mit Dropouts Ausgewertet: N=65
Land: Taiwan 2011-2012 |
Brustkrebs Patientinnen, Stadium II-IV, anstehende Chemotherapie
Geschlecht: 100% weiblich
EG Alter: 40-59 Median: 49.3
KG Alter: 41-63 Median: 52.3 |
Arm A: NB=32 NP=32 Einmaliges Entspannungstraining mit geführter Imagination (GUI) vor Chemo, 60min + CD mit 20min Imagination für 7 Tage
Arm B: NB=33 NP=33 TAU
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Erhebungszeitpunkte: Baseline Post-Intervention
Primärer Endpunkt: 1. Angst (HADS-A) 2. Depressivität (HADS-D) 3. Distress (SDS)
Sekundäre Endpunkte (weitere Variablen mit SDS): 1. Schmerz 2. Übelkeit 3. Erbrechen 4. Xerostomie 5. Mukositis 6. Dysphagie 7. Verstopfung 8. Durchfall 9. Schlaflosigkeit 10. Fatigue 11. Dyspnoe 12. Engegefühl in der Brust 13. Husten 14. Abdominales Völlegefühl 15. Sodbrennen 16. Unaufmerksam 17. Taubheitsgefühl
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Prätest-Posttest-Vergleich nach durchgeführter Chemotherapie: 1. Angst à GUI vs TAU: Post-Intervention: Sign. Gruppenunterschiede zugunsten GUI
2. Depressivität à GUI vs TAU: Post-Intervention: Sign. Gruppenunterschiede zugunsten GUI
3. Distress à GUI vs TAU: Post-Intervention: Sign. Gruppenunterschiede zugunsten GUI
4. Schmerz à GUI vs TAU: Post-Intervention: Sign. Gruppenunterschiede zugunsten GUI
5. Übelkeit à GUI vs TAU: Post-Intervention: Keine sign. Gruppenunterschiede
6. Fatigue à GUI vs TAU: Post-Intervention: Keine sign. Gruppenunterschiede |
Keine berichtet |
MacKay Memorial Hospital Zweigstelle Tamshui in Taiwan
Keine COI angegeben |
Risk of Bias
SB1: unclear SB2: unclear PB: high DB: high AB: low RB: unclear
Geplante Fallzahl erreicht (N=60, 30 pro Arm)
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Evidenz zu Ungunsten der Intervention (1/10) |
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Amraoui et al. 2018: Effects of a Hypnosis Session Before General Anesthesia on Postoperative Outcomes in Patients Who Underwent Minor Breast Cancer Surgery: The HYPNOSEIN Randomized Clinical Trial. |
RCT prospektiv, multizentrisch, verblindet (Patienten), 2 Arme
Randomisiert: N=150 Post-Intervention & FUs: N=148
ITT-Ansatz ohne Imputation Ausgewertet: N=148
Land: Frankreich 2014 – 2015 |
Mamma-Ca-Patientinnen, angemeldet für brust-erhaltende OP
Geschlecht: 100% weiblich
IG Alter: 33-79 Median: 57
KG Alter: 20-84 Median: 53 |
Arm A: NB=77 NP=77 NFU1=77 NFU2=77 NFU3=77 Individuelle Hypnose, einmalig kurz vor OP, 2-15min, M=6min
Arm B: NB=73 NP=71 NFU1=71 NFU2=71 NFU3=71 TAU
Gleiche anästhesistische Behandlung beider Gruppen |
Erhebungszeitpunkte: Baseline Post-Intervention (Post-OP) Follow-Up 1 (1 Tag) Follow-Up 2 (7 Tage) Follow-Up 3 (30 Tage)
Primärer Endpunkt: 1. (Brust-) Schmerz (VAS)
Sekundäre Endpunkte: 2. Fatigue (VAS) 3. Well-Being (VAS) 4. Angst (VAS) |
Nach Brustkrebs-operation: 1. (Brust-) Schmerz à Hynose vs TAU: Sign. geringer in TAU Follow-Ups: Keine sign.n Gruppenunterschiede
2. Fatigue à Hynose vs TAU: Post-Intervention: Keine sign.n Gruppenunterschiede Follow-Ups: Keine sign.n Gruppenunterschiede
3. Angst à Hynose vs TAU:
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Keine Neben & Wechselwirkungen angegeben |
Montpellier Cancer Institute (ICM)
1/10 Studienärzten erhielt extern Geldmittel von Grünenthal |
Risk of Bias
SB1: unclear SB2: unclear PB: high DB: low AB: low RB: high
Geplante Fallzahl nicht erreicht (N=150)
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Psychoedukation
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Referenz/ (Autor, Jahr, Journal) |
Studientyp |
Merkmale untersuchter Studien |
Interventionen |
Untersuchte Endpunkte |
Hauptergebnisse |
Neben-/ Wechselwirkungen |
Methodische Bemerkungen |
Evidenzklasse |
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Sanjida et al. 2018: "Are psychological interventions effective on anxiety in cancer patients? A systematic review and meta-analyses."1
Eingeschlossene Primärstudien: 71 Primärstudien in qual. Review / 51 in Meta-Analysen |
SysRev & MA
Suchzeitraum: Januar 1993– Juni 2017
Datenbanken: CENTRAL Medline Embase CINAHL Scopus PsycInfo
Einschluss-kriterien: P: erwachsene Krebspatienten I: psychosoziale Intervention C: alternative Intervention, TAU/UC, Warteliste O: Angst, Distress S: RCTs
71 RCTS, N=13098 Patientinnen
51 RCTs, N=8283 Patientinnen in MA
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RCTs
Brustkrebs (36) Gynäkologische Tumore (3) Prostata- und Hodenkrebs (2) Sonstige Krebsidiagnosen (29)
Geschlecht: 74,6% weiblich
Mittleres Alter: 55
Länder : USA (19) Europa (29) Weitere (53)
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Inhalte: 14 x CBT 12 x Entspannungs-verfahren 9x Psychosoziale Therapie 13x "Supportive Care Interventions" 3x gestufte Interventionen ("stepped care") 20x sonstige
Dauer/Frequenz/ Länge: 4 Tage – ein Jahr
Kontrollgruppen: alternative Intervention TAU/UC Warteliste |
Primäre Endpunkte: 1. Angst
Verwendete Messinstrumente: Angst HADS STAI POMS
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1. Angst àGesamteffekt: Post-Intervention: 51 RCTs, n=7491 I2 = 68%; SMD=–0.21 [–0.30, –0.13, p < .001] à Sensitivitätsanalyse: Entfernung der Studie mit größtem und kleinsten Effekt, keine Änderung des Ergebnis
àPsychoedukation: Post-Intervention: 5 RCTs, I2 = 42%; SMD=–0.18 [–0.36, –0.01, p <.05>
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Keine SUEs berichtet |
Primärstudien: RCTs mit low RoB SB: 18 PB: 2 DB: 7 AB: 42 RB: 48 OB: kA
Review: AMSTAR-2: critically low quality Method.Mängel in kritischer Domäne 7,11,15 non-kritischer Dom. 5,8
Sensitivitäts-analysen: durchgeführt, siehe Hauptergebnisse
Durchführung von Subgruppen-analysen, teilweise in Hauptergebnissen aufgeführt
Publikations-bias: "Studies with a sample size of less than 40 participants were excluded to reduce the potential influence of publication bias and inflated ES common in small studies." |
1a |
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Kalter et al. 2018: "Effects and moderators of psychosocial interventions on quality of life, and emotional and social function in patients with cancer: An individual patient data meta-analysis of 22 RCTs." 5
Eingeschlossene Primärstudien: 61 RCTs, davon 22 in IPD-Meta-Analyse Armes 2007 Arving 2007 Braamse 2015 Chambers 2013 Duijts 2012 Ell 2008 Ferguson 2012 Gellaitry 2010 Gielissen 2006 Goedendorp 2010 Graves 2003 Heiney 2003 Johansson 2008 Kimman 2011 Mann 2012 Meneses 2007 Northouse 2005 Nothouse 2007 Northouse 2013 Savard 2005 Savard 2006 Van der Berg 2015
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IPD MA
Suchzeitraum: Bis Oktober 2017
Datenbanken: Medline Embase CINAHL PsycInfo
Einschluss-kriterien: P: erwachsene Krebspatienten I: Informations-vermittlung, Support, CST, Psychotherapie C: TAU/UC, Warteliste, Aufmerksamkeits-placebo O: QoL + weitere Outcomes S: RCTs
22 RCTs, N=4217 Patientinnen in IPD-MA |
RCTs
Brustkrebs (13) Hämatologischer Krebs (1) Prostatakrebs (2) Gemischte Krebsidiagnosen (6)
Geschlecht: 65% weiblich
Mittleres Alter: 56 (SD=11.4)
Länder : USA (8) Niederlande (6) Kanada (2) Schweden (2) Australien (1) UK (3)
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Inhalte: CST (19) Psychotherapie (2) Informations-vermittlung (1) Support (-)
Dauer/Frequenz/ Länge: 4-52 Wochen 1-54 Sitzungen (teils Langzeit-einzeltherapie)
Individual-, Gruppen-, und Paarsetting
Kontrollgruppen: TAU/UC (14) Warteliste (6) Aufmerksamkeits-placebo (2) |
Primäre Endpunkte: 1. QoL
Sekundäre Endpunkte: 1. Emotionales Funktion-niveau 2. Soziales Funktionsniveau
Verwendete Messinstrumente: QoL FACT-G QLQ-C30 SF-36 QoL-CS
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1. QoL à Gesamteffekt: Post-Intervention: 22 RCTs, n=4217 SMD=0.14 [0.06, 0.21, p<.05>
Interventionstyp als sign. Moderator (p=.01): àInformations-vermittlung: Post-Intervention: 1 RCT, SMD=0.19 [0.03, 0.34, p <.05>
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Keine SUEs berichtet |
Primärstudien: RCTs mit low RoB SB: 15 PB: nicht erfasst DB: nicht erfasst AB: 17 RB: 18 OB: kA "Items related to blinding were omitted because blinding of patients and personnel is difficult in case of a PSI. Also, the rating of blinding of outcome assessors was excluded because QoL, EF, and SF were assessed using patient‐reported outcomes (PROs)." (p.1153)
Review: AMSTAR-2: low quality Method.Mängel in kritischer Domäne 7 non-kritischer Dom. 3,12,14
Sensitivitäts-analysen: Durchführung von Moderatoren-analysen, teilweise in Hauptergebnissen aufgeführt
Publikations-bias: Visuelle Prüfung Funnel-Plot + Egger's Test / keine Hinweise auf Publication Bias
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1a |
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Hsieh et al. 2017: "The effects of supportive care interventions on depressive symptoms among patients with lung cancer: A metaanalysis of randomized controlled studies."12
Eingeschlossene Primärstudien: Bredin 1999 Wu 2003 Chen 2006 Ni 2009 Carlson 2010 Porter 2011 Yao 2012 Walker 2014 Badr 2015 Morano 2014 Chen 2015 Molassiotis 2015a, b
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MA
Suchzeitraum: September 2015
Datenbanken: Embase Pubmed CENTRAL CEPS
Einschluss-kriterien: P: Lungenkrebs I: "supportive care": nicht-pharmakologisch, nicht invasiv, Förderung und Erhaltung von Wohlbefinden und Krankheitsverarbeitung C: TAU/UC O: Depressivität S: RCTs
12 RCTs, N=1472 Patientinnen
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RCTs
Lungenkrebs, Stadien I-IV, teils komorbide COPD, eine Studie mit komorbider Depression als Einschluss-kriterium
Geschlecht: kA
Alter: 56 - 71
Länder : China (4) UK (3) USA (2) Kanada (1) Brasilien (1) Taiwan (1)
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Inhalte: CBT + Psychoedukation (5) Psychoedukation (4) Sport- und Bewegungstherapie (3)
davon Face-to-face (8) Telefon (4)
Dauer/Frequenz/ Länge: 6 – 60 Sitzungen 4 -32 Wochen
Kontrollgruppen: Tau/UC (10) Edukation (2) |
Primäre Endpunkte: 1. Depressivität
Verwendete Messinstrumente: Depressivität SDS PSSCAN-D BDI SCL-90 (depression score) HADS PROMIS |
1. Depressivität àGesamteffekt: Post-Intervention: 12 RCTs, N=1472 I2 = 88%; SMD=–0.75 [–1.07, –0.41, p <.001>
àPsychoedukation: Post-Intervention: 4 RCTs, N=770 I2 = 92%; SMD=–0.39 [–0.94, 0.15 ]
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Keine SUEs berichtet |
Primärstudien: RCTs mit low RoB SB: 7 PB: ka DB: 8 AB: 8 RB: kA OB: kA
Review: AMSTAR-2: critically low quality Method.Mängel in kritischer Domäne 2,4,7,15 non-kritischer Dom. 3,5,10
Sensitivitäts-analysen: Schrittweiser Ausschluss kleiner (N<50) Studien und Studien mit High-RoB führten zu keiner Änderung der Ergebnisse
Publikations-bias: "Finally, the existence of a publication bias cannot be ignored. It should be noted that publication bias has some effect on the available evidence pool." (p. 721)
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1a- |
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Bennett et al., 2016: "Educational interventions for the management of cancer-related fatigue in adults."
Eingeschlossene Primärstudien: Reif 2012 Wangnum 2013 Yun 2012 Yates 2005 Ream 2006 Purcell 2011 Godino 206 Schjolberg 2014 Yuen 2006 Barsevick 2004 Barsevick 2010 Foster 2015 |
CochraneRev
Suchzeitraum: Bis Oktober 2016
Datenbanken: CENTRAL MEDLINE EMBASE CINAHL PsycINFO ERIC OTseeker PEDro ClinicalTrials.gov Australian New Zealand Trials Registry
Einschluss-kriterien: P: erwachsene Krebspatienten I: edukative Interventionen für CRF C: alternative Intervention, TAU/UC, Warteliste O: Fatigue S: RCTs
14 RCTs, N=2213 Patientinnen
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RCTs
9 x gemische Krebsdiagnosen 3 x Brustkrebs 1 x Lungenkrebs 1 x Dickdarm- oder Magenkrebs
Geschlecht: kA
Alter: Durschnitt bei ~50
Länder: USA (19) Europa (29) Weitere (53)
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Inhalte: 4x Informations-vermittlung 10x Informations-vermittlung + behaviourale Techniken
davon 8x face-to-face 2x internetbasiert 4x telefonbasiert
Dauer/Frequenz/ Länge: 2- 9 Sitzungen Median 30min pro Sitzung
Kontrollgruppen: alternative Intervention TAU/UC Warteliste |
Primäre Endpunkte: 1. Fatigue (global) 2. Fatigue Intensität 3. Fatigue Distress 4. Beeinträchtigung durch Fatigue
Sekundäre Endpunkte: 5. Fatigue Management 6. Alltagsfunktions-niveau 7. Angst 8. Depressivität 9. QoL
Verwendete Messinstrumente: Fatigue FACT-F FAQ MFI GFS PFS Total Score VAS |
1. Fatigue (global) àGesamteffekt: Post-Intervention: 12 RCTs, n=1680 I2 = 80%; SMD=-0.27 [–0.51, –0.04, p=.02] GRADE: low quality Subgruppenanalyse ergab keine Unterschiede
2. Angst àGesamteffekt: Post-Intervention: 3 RCTs, n=571 I2 = 76%; MD=-1.47 [–2.76, –0.18, p=.03] Skala von 0–21 GRADE: low quality
3. Depressivität àGesamteffekt: Post-Intervention: 4 RCTs, n=881 I2 = 85%; SMD=–0.12 [–0.47, 0.23, p=.50] GRADE: very low quality
4. QoL àGesamteffekt: Post-Intervention: 2 RCTs, n=477 I2 = 87%; MD=11.47 [1.29, 21.65, p=.03] Skala von 0–100 GRADE: low quality
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Keine SUEs berichtet |
Primärstudien: RCTs mit low RoB SB: 11 PB: k.a. DB: 0 AB: 2 RB: 14 OB: 14
Review: AMSTAR-2: high quality Method.Mängel in kritischer Domäne - non-kritischer Dom. 3
Sensitivitäts-analysen: Geplant, aber für rel. Outcomes nicht durchgeführt
A priori geplante Subgruppenanalyse (siehe Hauptergebnisse)
Publikations-bias: In GRADE-Bewertung eingeflossen |
1a |
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De Boer et al. 2015
„Interventions to enhance return-to-work for cancer patients“
Eingeschlossene Primärstudien: Ackerstaff 2009 Berglund 1994 Burgio 2006 Emmanouilidis 2009 Friedrichs 2010 Hillman 1998 Hubbard 2013 Johnsson 2007 Kornblith 2009 Lee 1992 Lepore 2003 Maguire 1983 Purcell 2011 Rogers 2009 Tamminga 2013
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CochraneRev
Suchzeitraum: Bis März 2014
Datenbanken: CENTRAL Medline EMBASE CINAHL OSH-ROM & OSH-Update PsycINFO DARE ClinicalTrials.gov Trialregister.nl Controlled-trials.com
Einschluss-kriterien: P: Erwachsene mit Krebsdagnose, in Beschäftigungsverhätnis zum Zeitpunkt der Diagnose I: jegliche Intervention mit dem Ziel RTW (return to work) zu verbessern C: - O: RTW, QOL S: RCTs, cluster-RCTs
15 RCTs, N=1835 Patientinnen
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RCTs
Brustkrebs (7) Prostatakrebs (2) Schilddrüsenkrebs (1) Gynäkologisch (1) Kopf- und Halskrebs (1) Kehlkopf (1) Leukämie (1) Gemischt (1)
Geschlecht: kA
Alter: kA
Länder : USA (5) Europa (9) Australien (1)
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Inhalte: Psychoedukation (2) Sport (1) Medizinisch (7) Multidisziplinär (5)
Dauer/Frequenz/ Länge: kA
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Primäre Endpunkte: 1. RTW
Sekundäre Endpunkte: 1. QoL
Verwendete Messinstrumente: QoL EORTC QLQ-C30, SF-36, EQ-5D, FACT-B
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1. QoL àPsychoedukation: Post-Intervention, Komparator CAU: 2 RCTs, N=260 SMD=0.05 [–0.2, 0.3, p>.05] GRADE: "low quality evidence of no difference" (Leopore 2003, Purcell 2011)
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Keine SUEs berichtet |
Primärstudien: RCTs mit low RoB PB: 1 DB: 1 AB: 11 RB: 14 OB: 0
Review: AMSTAR-2: moderate quality Method.Mängel in kritischer Domäne - non-kritischer Dom. 12,14
Sensitivitäts-analysen: "We intended to analyse how sensitive our results were to the risk of bias in the included studies. However, there was an insuEicient number of studies available per comparison to do such an analysis." (p.11)
Publikationsbias: Visuelle Prüfung Funnel-Plot, bei rel. Vergleich wegen geringer Studienzahl nicht durchgeführt |
1a |
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Jho et al. 2013: "Efficacy of pain education in cancer patients A meta-analysis of randomized controlled trials."
Eingeschlossene Primärstudien: Dalton 1986 De Wit 2001 Chang 2002 Lai 2004 Yates 2004 Keefe 2005 Vallières 2006 Ward 2008, 2009 Yildirim 2009 Kravitz 2011 Wilkie 2010
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MA
Suchzeitraum: Bis Februar 2012
Datenbanken: CENTRAL PubMed Embase
Einschluss-kriterien: P: Krebspatienten mit Schmerzen I: Aufklärung / Intervention zur Behandlung von Krebsschmerzen C: TAU/UC, Standard-Schmerzerziehung, Aufmerksamkeitsplacebo O: Schmerz S: RCTs
Studien mit "high risk of bias" ausgeschlossen!
12 RCTs, N=2169 Patienten
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RCTs
8x versch. Krebsdiagnosen 1x Brustkrebs 1x Lungenkrebs
Geschlecht: 59 % weiblich
Mittleres Alter: 57.2 Jahre
Länder : USA (6) Niederlande (1) Australien (1) Türkei (1) Kanada (1) Taiwan (2) |
Inhalte: 11x Face-to-Face Schmerzedukation (5x mit zusätzl. Telefonanruf) 1x Telefonanruf
davon 11x zusätzl. Informations-material
Dauer/Frequenz/ Länge: kA, vermtl. Kurzintervention mit Telefon-Follow-Up
Kontrollgruppen: 6x TAU/UC 3x Aufmerksam-keitsplacebo 2x Standard Schmerzedukation |
Primäre Endpunkte: 1. Schmerz
Verwendete Messinstrumente: Schmerz NRS VAS |
1. Schmerz à Gesamteffekt: Postintervention: 12 RCTS I² = 27%; SMD=-0.11 [–0.20, –0.02, p<.001>
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Keine SUEs berichtet |
Primärstudien: RCTs mit low RoB SB: 12 PB: 9 DB: 12 AB: 7 RB: 5 OB: kA Methodische Qualität der Primärstudien bewertet anhand der Jadad Skala (n =12)
Review : AMSTAR-2: Critically low quality Method.Mängel in kritischer Domäne 2,7,9,13,15 non-kritischer Dom. 1,3,8,10,12,14
Sensitivitäts-analysen: Nicht durchgeführt
Publikationsbias: Nicht addressiert
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1a-
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Marie et al. 2013: "Optimal patient education for cancer pain: a systematic review and theory-based meta-analysis."
Eingeschlossene Primärstudien: Arathuzik, 1994, Aubin et al., 2006 Borneman et al., 2011, Bozcuk et al., 2003 Change et al., 2002 Dalton, 1987 De Wit, 2001 Kim et al., 2004 Lai et al., 2004 Lovell et al., 2010 Ward et al., 2010 Ward et al., 2009 Ward et al., 2000 Yates et al., 2004 Kravitz et al., 2011 Regan et al., 2000 Dalton et al., 1994 |
MA
Suchzeitraum: Bis Mai 2012
Datenbanken: Referenzliste früherer Artikel MEDLINE PsycINFO CENTRAL
Einschluss-kriterien: P: Krebspatienten mit Schmerzen I: Schmerz-edukation C: TAU/UC O: Schmerz-intensität S: RCT
15 RCTs
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RCTs
Eingeschlossen : mehrheitlich Bruskrebs
Geschlecht: Mehrheitlich weiblich
Mittleres Alter: 58
Länder: kA
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Inhalte: 15x Schmerzedukation (unterschiedliche Elemente)
Dauer/Frequenz/ Länge: k.A.
Kontrollgruppen: Usual Care
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Primäre Endpunkte: 1. Schmerz
Verwendete Messinstrumente: kA |
1. Schmerz à Gesamteffekt: 15 RCTs I²=71%, SMD=-0.27 [–0.47, -0.07, p<.01>
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Keine SUEs berichtet |
Primärstudien: "Bias rating concluded that all studies were at high risk of bias." (p. 3532)
Review : AMSTAR-2: critically low quality Method.Mängel in kritischer Domäne 2,7,11,13,15 non-kritischer Dom. 3,8,10,12,14,16
Sensitivitäts-analysen: Geplanter Subgruppenvergleich (low RoB vs all) entfällt, da keine Studien mit low RoB
Publikationsbias: Nicht addressiert |
1a- |
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Oldenmenger et al. 2018: " A systematic review of the effectiveness of patient-based educational interventions to improve cancer-related pain."2
Eingeschlossene Primärstudien: Jahn 2013 Koller 2013 Kravitz 2012 Lai 2004 Lin 2006 Lovell 2010 Miaskowski 2004 Kim 2004 Oldenmenger 2011, 2017 Van der Peet 2009 Rustoen 2012, 2013 Smith 2010 Syrjala 2008 Thomas 2012 Tse 2012 Vallieres 2006 Ward 2008 Ward 2009a, b Wells 2003 Wilkie 2010 Williams 2015 De Wit 1997 EJP 2001 Wright Oliver 2001 Yildrim 2009 |
SysRev
Suchzeitraum: Januar 1995 – Mai 2017
Datenbanken: Medline CINAHL
Einschluss-kriterien: P: erw. Patienten mit krebsbedingtem Schmerz, nur solide Tumore I: Psycho-edukation mit Fokus auf Schmerz-management C: keine Intervention, aktive Kontrolle O: Schmerzinten-sität, Schmerzbeeinträchtigung, Wissen über Schmerz & Schmerzbarrieren, Medikationsadhärenz, Selbstwirksamkeit S: RCTs
26 RCTS, N=4735 Patienten
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RCTs
Ambulante Patienten (20) & stationäre Patienten (5)
Krebsdiagnosen :
Geschlecht: kA
Mittleres Alter: kA
Länder : USA (12) Europa (8) Asien (3) Australien (2) Kanada (1)
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Inhalte: 22 x Face-to-Face
5 x mehrere Sitzungen 4x mehrere Sitzungen + Telefongespräche, 3x einmaliger Kontakt 10x einmaliger Kontakt + Telefongespräche
3x Broschüre/Video davon 2x kombiniert mit Telefongesprächen
Dauer/Frequenz/ Länge: 5min – 90 min 1 Tag – 6 Wochen Frequenz sehr unterschiedlich (einmalig, merhmals pro Woche/Monat, Telefon Follow-Up)
Kontrollgruppen: TAU/UC, Ernährungsbera-tung, Pharmakotherapie, alternatives Schm.-Programm, Aufmerksamkeits-placebo
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Primäre Endpunkte: 1. Schmerz 2. Schmerz-beeinträch-tigung
Sekundäre Endpunkte 1. Wissen über Schmerz & Schmerz-barrieren 2. Medikations-adhärenz 3. Selbstwirk-samkeit
Verwendete Messinstrumente: Schmerzintensität BPI NRS VAS |
1. Schmerz à Gesamteffekt: 8/26 Studien (31%) berichten statistisch signifikante Schmerzunterschiede zwischen den Gruppen zugunsten der Interventionsgruppe (19% der eingeschlossenen Patienten)
6 dieser Studien bestanden aus Face-to-Face-Kontakten + Face-to-Face oder Telefon Follow-Up |
Keine SUEs berichtet |
Primärstudien: RCTs mit low RoB SB: 12 PB: 1 DB: 3 AB: 5 RB: 22 OB: kA
Review: AMSTAR-2: critically low quality Method.Mängel in kritischer Domäne 2,7 non-kritischer Dom. 3,8,14
Sensitivitäts-analysen: Keine MA
Publikations-bias: nicht addressiert
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1a |
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Du et al., 2015 "Patient education Programmes for cancer-related fatigue: A systematic review."
Eingeschlossene Primärstudien: Björneklett 2012 Chan 2011 Godino 2006 Kwekkeboom 2012 O’Brien 2014 Purcell 2011 Ream 2006 Reif 2013 Yates 2005 Yun 2012 |
SysRev
Suchzeitraum: bis April 2014
Datenbanken: Medline Pubmed Web of Science Elsevier CINAHL CENTRAL
Einschluss-kriterien: P: erwachsene Krebspatienten I: Edukation C: Warteliste Placebo, TAU/UC, Sport- & Bewegung O: Fatigue als Primäroutcome S: RCTS
10 RCTs, N=1498 Patientinnen
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RCTs
6x versch. Krebstyp 1x Lungenkrebs, 2x Brustkrebs 1x Dickdarm- oder Magenkrebs
Geschlecht: kA
Alter: kA
Länder : China (1) Schweden (1) Spanien (1) UK (1) USA (1) Korea (1) Australien (3) Deutschland (1)
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Inhalte: Edukations-programme (8x face-to-face in Gruppe, 1x Einzelsetting, 1x internet-basiert)
Dauer/Frequenz/ Länge: 1-12 Wochen 1-6 Sitzungen Follow-Up-Zitrüume 2 Wochen – 12 Monate
Kontrollgruppen: TAU/UC Warteliste Basisaufklärung |
Primäre Endpunkte: 1. Fatigue
Verwendete Messinstrumente:
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1. Fatigue 2/10 Studien zeigten sign. positiven Effekt (mittlere ES) zugunsten der IG
3/10 Studien zeigten sign. positiven Effekt (kleine ES) zugunsten der IG
5/10 Studien zeigten keinen signifikant positiven Effekt zugunsten der IG
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Primärstudien berichten keine SUEs |
Primärstudien: RCTs mit low RoB SB: 6 PB: k.a. DB: 4 AB: 4 RB: 10 OB: 10
Review: AMSTAR-2: critically low quality Method.Mängel in kritischer Domäne 2,4,7 non-kritischer Dom. 8
Sensitivitäts-analysen: Keine MA
Publikations-bias: nicht addressiert |
1a |
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Li et al. 2014: "A systematic review on patient-reported outcomes in cancer survivors of randomised clinical trials: direction for future research."
Eingeschlossene Studien: Antoni, et al. 2009 Berry, et al. 2011, Boesen, et al. 2011 Boundouki, et al. 2004 Brown, et al. 2006 Butler, et al. 2009 Cadmus, et al. 2009 Carmack, et al. 2011 Danhauer, et al. 2009 Ell, et al. 2011 Gotay, et al. 2007 Griffith, et al. 2009 Grunfeld, et al. 2011 Hack, et al. 2007 Jones, et al. 2006 Lovell, et al. 2010 McCorkle, et al. 2009 Montgomery, et al. 2007 Mutrie, et al. 2007 Nielsen, et al. 2003 Partin, et al. 2004 Rottmann, et al. 2012 Smith, et al. 2010 Strong, et al. 2008 Syrjala, et al. 2008 Temel, et al. 2010 Thomas, et al. 2012 Thornton, et al. 2009 Tsay, et al. 2008 Velikova, et al. 2004; 2010 Vodermaier, et al. 2011 Wulff, et al. 2012
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SysRev
Suchzeitraum: Januar 2000 – Juli 2013
Datenbanken: Wissenschaftlicher Zitationsindex erweitert PsycINFO, Medline (1950+) OvidSP CINAHL
Einschluss-Kriterien: P: erwachsene Krebspatienten I: "supportive care interventions" C: TAU/UC O: PROMs S: RCTs
33 RCTs in 34 Publikationen, N=5960 |
33 RCTs
12x Brustkrebs 3x Prostatakrebs 1x Eierstockkrebs 1x Mundkrebs 1x Lungenkrebs 2x Dickdarmkrebs 1x Magen- oder Leberkrebs 12x mehrere Krebsarten
Geschlecht: kA
Mittleres Alter: k.A
Länder: USA (19) UK (5) Dänemark (4) Kanada (3) Australien (1) Taiwan (1)
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Inhalte: 15 x Psycho-edukation 13x "Case managment" 4x Sport- und Bewegungstherapie 1x regelm. QoL Assessment mit Feedback an Behandelnde
Dauer/Frequenz/ Länge: Einzelsitzung – 12 Monate Gruppentherapie 15min – 90min
Post-Intervention – 24 Monate Follow-Up
Kontrollgruppen: TAU/UC |
Primäre Endpunkte: Nicht aufgeschlüsselt nach Outcome
Diverse PROMs (HQoL, Distress, Schmerz, Fatigue etc.)
Verwendete Messinstrumente: divers |
1. Diverse PROMs à Psychoedukation: In 12/15 RCTs signifikante Effekte zugunsten der IG
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Keine SUEs berichtet |
Primärstudien: Qualitäts-kiterien nach "Effective Public Health Practice Project" 5x Strong 28x moderate
Review: AMSTAR-2: critically low quality Method.Mängel in kritischer Domäne 2,7,13 non-kritischer Dom. 1,3,5,6,8,10,14
Sensitivitäts-analysen: Keine MA durchgeführt aufgrund starker Heterogenität der Interventionen
Publikations-Bias: nicht addressiert
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1a- |
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Faller et al. 2013: "Effects of Psycho-Oncologic Interventions on Emotional Distress and Quality of Life in Adult Patients with Cancer: Systematic Review und Meta-Analysis."13
Eingeschlossene Primärstudien: 198 RCTs
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MA
Suchzeitraum: May 2013
Datenbanken: CENTRAL Medline PsycInfo
Einschluss-kriterien: P: erwachsene Krebspatienten I: psychoonkologische Interventionen C: Aufmerkamkeits-Placebo, TAU/UC O: Distress, QoL, Depressivität, Angst S: RCTs
198 RCTS, N=22238 Patientinnen (218 Vergleiche in MA)
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RCTs
Gemischte Krebsdiagnosen (80) Brustkrebs (78) Prostatakarz. (8) Gynekologisch (6) Melanom (5) Hematologischer Krebs (4) Andere (12) Nicht angegeben (5)
Geschlecht: Median 82% weiblich
Alter: Median 54 Jahre
Länder : USA (107) UK (18) Australien (12) Kanada (10) Schweden (9) Niederlande (7) Weitere (35)
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Inhalte: Psychotherapie Einzel (55) Gruppe (42) Paar (10) Psychoedukation (19) Entspannungsverfahren (46) Einfache Informaationsgabe (23) Andere (12)
davon Einzel (119) Gruppe (66) Paar (8) Nicht angegeben (5)
Dauer/Frequenz/ Länge: 1-35 Sitzungen, Median 6 Sitzungen, Über 1-730 Tage, Median 42 Tage
Kontrollgruppen: TAU/UC Aufmerksamkeitskontrolle |
Primäre Endpunkte: 1. Distress 2. gesundheitsbezogene QoL 3. Depressivität 4. Angst |
1. Distress à Gesamteffekt Post-Intervention: 77 RCTs, N=? I2 = 73%; SMD=0.29 [0.20, 0.37, p <.001> Follow Up ≤6 Monate: 58 RCTs, N=? I2 = 56%; SMD=0.17 [0.09, 0.24, p <.001> Follow Up >6 Monate: 39 RCTs, N=? I2 = 32%; SMD=0.10 [0.04, 0.1, p =.003]
à Psychoedukation Post-Intervention: 12 RCTs, N=? I2 = 37%; SMD=0.18 [0.05, 0.30, p =.005] Follow Up ≤6 Monate: 11 RCTs, N=? I2 = 47%; SMD=0.30 [0.15, 0.45, p<.001> Follow Up >6 Monate: 7 RCTs, N=? I2 = 0%; SMD=0.11 [0.00, 0.21, p =.051]
2. QoL à Gesamteffekt Post-Intervention: 66 RCTs, N=? I2 = 78%; SMD=0.26 [0.15, 0.37, p <.001> Follow Up ≤6 Monate: 47 RCTs, N=? I2 = 65%; SMD=0.22 [0.12, 0.33, p <.001> Follow Up >6 Monate: 27 RCTs, N=? I2 = 50%; SMD=0.18 [0.07, 0.28, p <.001>
à Psychoedukation Post-Intervention: 8 RCTs, N=? I2 = 0%; SMD=0.2 [0.10, 0.30, p <.001> Follow Up ≤6 Monate: 8 RCTs, N=? I2 = 34%; SMD=0.13 [-0.01, 0.27, p=.07] Follow Up >6 Monate: 8 RCTs, N=? I2 = 54%; SMD=0.18 [0.02, 0.34, p =.029]
3. Depressivität à Gesamteffekt Post-Intervention: 72 RCTs, N=? I2 = 56.5%; SMD=0.33 [0.25, 0.41, p <.001> Follow Up ≤6 Monate: 40 RCTs, N=? I2 = 40.8%; SMD=0.2 [0.11, 0.28, p <.001> Follow Up >6 Monate: 26 RCTs, N=? I2 = 47.1%; SMD=0.14 [0.05, 0.24, p =.002]
à Psychoedukation Post-Intervention: 9 RCTs, N=? I2 = 11%; SMD=0.14 [0.03, 0.25, p =.016] Follow Up ≤6 Monate: 9 RCTs, N=? I2 = 23%; SMD=0.23 [0.11, 0.36, p<.001> Follow Up >6 Monate: 5 RCTs, N=? I2 = 52%; SMD=0.13 [-0.05, 0.3, p =.16]
4. Angst à Gesamteffekt Post-Intervention: 74 RCTs, N=? I2 = 60%; SMD=0.38 [0.29, 0.46, p <.001> Follow Up ≤6 Monate: 38 RCTs, N=? I2 = 73%; SMD=0.34 [0.2, 0.47, p <.001> Follow Up >6 Monate: 15 RCTs, N=? I2 = 33%; SMD=0.17 [0.06, 0.28, p =.003]
à Psychoedukation Post-Intervention: 7 RCTs, N=? I2 = 0%; SMD=0.22 [0.1, 0.33, p <.001> Follow Up ≤6 Monate: 7 RCTs, N=? I2 = 30%; SMD=0.24 [0.1, 0.39, p<.001> Follow Up >6 Monate: 3 RCTs, N=? I2 = 73%; SMD=0.07 [-0.08, 0.23, p =.35]
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Nicht berichtet |
Primärstudien: RCTs mit low RoB SB: 51 PB: kA DB: kA AB: 122 RB: 141 OB: kA
Review: AMSTAR-2: critically low quality Method.Mängel in kritischer Domäne 2, 7, 13 non-kritischer Dom. 3, 10,
Sensitivitäts-analysen: Bei hoher Heterogenität (l²>70%) Ausschluss vjew. einer Studie aus MA & Moderatorenanalysen (u.A. Alter, Tumorart)
Weiterhin a priori geplante Subgruppenanalysen (siehe Hauptergebnisse)
Publikations-bias: Visuelle Prüfung der Funnel-Plots
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1a- |
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Psychoedukation RCTs (2015 – 2020)
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Referenz/ (Autor, Jahr, Journal) |
Studientyp |
Patienten-merkmale |
Interventionen |
Untersuchte Endpunkte |
Hauptergebnisse |
Neben-/ Wechselwirkungen |
Finanzierung / Conflict of Interest |
Methodische Bemerkungen |
Evidenzklasse |
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Unterstützende Evidenz (7/13) |
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Li et al., 2019: Effect of a patient education and rehabilitation program on anxiety, depression and quality of life in muscle invasive bladder cancer patients treated with adjuvant chemotherapy |
RCT, prospektiv, offen, monozentrisch, 2 Arme
Randomisiert: N=130 Post-Intervention: N=130
kA zur Analyse-Technik
Land: China 2015-2017 |
PatientInnen mit invasivem Blasenkrebs, während Chemotherapie
Geschlecht: Ca. 15.5% weiblich
Alter: Mittelwert: ca. 57,6 |
Arm A: NB=65 NP=65 Patientenedukation und Rehabilitationsprogramm (PERP), 16 Wochen, alle 2 Wochen Sitzungen, pro Sitzung ca. 30min
Arm B: NB=65 NP=65 CAU |
Erhebungszeitpunkte: Baseline Post-Intervention
Primäre Endpunkte: 1. Angst (HADS-A) 2. Depressivität (HADS-D) 3. QoL (global) (EORTC QLQ-C30) |
1. Angst à PERP versus CAU: Post-Intervention: Sign. Gruppenunterschiede zugunsten von PERP
2. Depressivität: à PERP versus CAU: Post-Intervention: Keine sign.n Gruppenunterschiede
3. QoL (global): à PERP versus CAU: Post-Intervention: Sign. Gruppenunterschiede zugunsten von PERP
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Keine berichtet |
Keine Angaben zur Finanzierung
Laut Angaben keine COI |
Risk of Bias
SB1: low SB2 low PB: high DB: high AB: low RB: unclear
Geplante Fallzahl erreicht (N=130) |
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Al-Sulaiman et al., 2018 : Exploring the effectiveness of crisis counseling and psychoeducation in relation to improving mental well-being, quality of life and treatment compliance of breast cancer patients in Qatar |
RCT, prospektiv, offen, monozentrisch, 3 Arme
Randomisiert: N = 201 Post-Intervention: N = kA Follow-Up : N = kA (10 Pat. "non-compliant", gleichverteilt über Gruppen)
kA zur Analyse-Technik
Land : Qatar 2012-2015 (Rekrutierung) |
Brustkrebspatientinnen, frühe Stadien (I-III)
Geschlecht : 100% weiblich
Alter : 30-50+ Mittelwert : kA |
Arm A : NR = 67 NPI = kA NFU = kA
PE, Einzel, 6x 60-90min Sitzungen über 12 Wochen
Arm B : NR = 67 NPI = kA NFU = kA
Krisenberatung (KB) one-to-one, sechs 60-90min Sessions über 12 Wochen
Arm C : NR = 67 NPI = kA NFU = kA
CAU
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Erhebungszeitpunkte: Baseline Post-Intervention Follow-Up (18 Monate)
Primäre Endpunkte: 1. Depressivität (DASS-21) 2. Ängstlichkeit (DASS-21) 3. Stress (DASS-21) 4. QoL (global) (EORTC QLQ-C30) |
1. Depressivität à PE versus KB versus CAU : Post-Intervention: Sign. Gruppenunterschiede zugunsten von PE und KB jeweils verglichen mit CAU; sign. Gruppenunterschiede zugunsten von PE verglichen mit KB
Follow-Up : Sign. Gruppenunterschiede zugunsten von PE und KB jeweils verglichen mit CAU; keine Unterschiede zwischen PE und KB
2. Ängstlichkeit: à PE versus KB versus CAU : Post-Intervention: Sign. Gruppenunterschiede zugunsten von PE und KB jeweils verglichen mit CAU ; keine Unterschiede zwischen PE und KB
Follow-Up : Sign. Gruppenunterschiede zugunsten von PE und KB jeweils verglichen mit CAU; keine Unterschiede zwischen PE und KB
3. QoL (global): à PE versus KB versus CAU : Post-intervention : Sign. Gruppenunterschiede zugunsten von PE und KB, jeweils verglichen mit CAU ; keine Unterschiede zwischen PE und KB
Follow-Up : Sign. Gruppenunterschiede zugunsten von PE und KB für Subskala emotional functioning ; keine Unterschiede zwischen PE und KB |
Nicht berichtet |
Keine Angabe zur Finanzierung
Laut Angaben keine COI
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Risk of Bias
SB1: low SB2: unclear PB: high DB: high AB: unclear RB: unclear
Keine Fallzahlplanung
„While this may be considered quite a small sample, the maximum sample size was limited by the overall number of patients in the country”
Follow-Up eigtl. für 6 Monate Post-Intervention geplant
"Another potential limitation of this study is that the assessment of the long-term effects of the crisis counseling and psychoeducation interventions was not achieved at 6 months as planned, but was delayed until 18 months after the interventions. This was because most patients were unavailable at the 6-month mark, whether due to extended travel commitments or because they simply did not respond to requests from the research assistants." |
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Aliasgharpour et al., 2018: The Effect of Pain Management Training on the Severity of Pain in Patients with Cancer: A Clinical Trial Study |
RCT, offen, prospektiv, multizentrisch, 2 Arme
Randomisiert: N=98 Post-Intervention: N= 98 Follow-Up 1: N= 98
kA zur Analyse-Technik, aber auch keine fehlenden Werte
Land: Iran 2014 |
Krebspatienten mit Schmerzscore über 4 auf VAS
Geschlecht: 49,9% weiblich
Alter: 18-66 Mittelwert: |
Arm A: NB=49 NP= 49 NFU1= 49 6 Edukations-Sitzungen (ES) und ein Trainingsmanual, über 3 Wochen, 20min pro Sitzung
Arm B: NB=49 NP= 49 NFU1= 49 CAU
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Erhebungszeitpunkte: Baseline Post-Intervention Follow-Up 1 (3 Wochen)
Primäre Endpunkte: 1. Schmerz (VAS) |
1. Schmerz à ES versus CAU: Post-Intervention: Sign. Gruppenunterschiede zugunsten von ES
Follow-Up 1: Sign. Gruppenunterschiede zugunsten von ES
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Keine berichtet |
Tehran University of Medical Sciences, Tehran, Iran
Laut Angaben keine COI |
Risk of Bias
SB1: low SB2 unclear PB: high DB: high AB: low RB: unclear
Geplante Fallzahl erreicht (N=49 pro Gruppe) |
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Mohd-Sidik (2018): Effectiveness of chemotherapy counselling on self-esteem and psychological affects among cancer patients in Malaysia: Randomized controlled trial. |
RCT prospektiv, multizentrisch, offen, 2 Arme
Randomisiert : N = 2140 Follow-Up 1: N = 2128 Follow-Up 2: N = 2126 Follow-Up 3: N = 2120
PP-Analyse Ausgewertet: N = 2120
Land: Malaysia 2016-2017 |
Krebs-patienten (alle Typen & Stadien)
Geschlecht: 56.7% weiblich
Alter: <45: 12,5% 45-54: 16.9% 66-64: 31.8% >65: 48.7%
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Arm A: EG NB = 1070 N FU1= 1065 NFU2= 1063 NFU3= 1060
Edukationsmodul zur Begleitung der Chemotherapie-Zyklen, je einmal zu Baseline, FU, FU2 und FU3 insg. 4x 45-60 Min
Arm B: TAU NB = 1070 NFU1 = 1063 NFU2= 1063 NFU3= 1060
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Erhebungszeitpunkte: Baseline Follow-Up 1 (3-6 Wochen) Follow-Up 2 (6-12Wochen) Follow-Up 3 (12-18 Wochen)
Jeweils VOR Durchführung der Edukation
Primäre Endpunkte: 1. Angst (Häufigkeit) 2. Depressivität (Häufigkeit)
Sekundäre Endpunkte: 1. Selbstwert (RSES) |
1. Angst à EG vs. TAU Sign. reduzierte Häufigkeit von Angst nach der 1., 2. und 3. Sitzung zugunsten der EG
2. Depressivität à EG vs. TAU Sign. reduzierte Häufigkeit von Depression nach der 1., 2. Und 3. Sitzung zugunsten der EG |
Nicht berichtet |
Geran Universiti Putra Malaysia
Laut Angaben kein COI |
Risk of Bias
SB1: low SB2 low PB: high DB: high AB: low RB: unclear
Geplante Fallzahl (N=2140) nicht erreicht |
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Wu et al., 2018: Effects of a Psychoeducational Intervention in Patients With Breast Cancer Undergoing Chemotherapy |
RCT, prospektiv, monozentrisch, offen, 2 Arme
Randomisiert: N=40
kA zu Analyse-Technik Ausgewertet: N=40
Land: Taiwan |
Brustkrebspatientinnen, während Chemotherapie (insgesamt 6 Zyklen über 18 Wochen), Stage I-IV,
Geschlecht: 100% weiblich
Alter: 30-76 Mittelwert: 51,2 |
Arm A: NB=20 (kA zu weiteren MZP) PE, 6 x 60-minütige face-to-face Sitzungen während 5 Chemotherapie-Zyklen
Arm B: NB=20 (kA zu weiteren MZP) CAU |
Erhebungszeitpunkte: Baseline (T1), während des 3. (T2) und 5. (T3) Chemozyklus, Post-Intervention (2 Wochen nach letzten Zyklus, T4)
Primäre Endpunkte: 1. Angst (HADS-A) 2. Depressivität (HADS-D) 3. Krankheitsspezifisches Wissen über Selbstfürsorge 4. QoL (EORTC QLQ-C30, EORTC QLQ-BR23) 5. Selbstwirksamkeit 6. Resilienz
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1. Angst à PE versus CAU Post-Intervention: Sign. Gruppenunterschiede zugunsten von PE
2. Depressivität: à PE versus CAU Post-Intervention: Sign. Gruppenunterschiede zugunsten von PE
3. QoL – Global QoL: à PE versus CAU Post-Intervention: Sign. Gruppenunterschiede zugunsten von PE |
Nicht berichtet |
Keine Angaben zur Finanzierung
Laut Angaben keine COI |
Risk of Bias
SB1: low SB2 unclear PB: high DB: high AB: low RB: unclear
Geplante Fallzahl erreicht (N = 20 pro Gruppe)
Sign. verschiedene Verteilung von Krebsstadien zwischen den Gruppen
Sign. höherer global health status (QLQ-C30) in PE (EG) bei Baseline |
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Li et al., 2017: Psychological intervention improves life quality of patients with laryngeal cancer |
RCT, prospektiv, offen, monozentrisch, 2 Arme
Randomisiert: N=210 Post-Intervention N= 210
kA zur Analyse-Technik
Land: China 2014-2016 |
Kehlkopfkrebs-Patienten, bevorstehende OP
Geschlecht: 42,38% weiblich
Alter: 39-76 Mittelwert: 55,26 |
Arm A: NB=102 NP=102 PE, vor, während und nach OP
Arm B: NB=108 NP=108 CAU |
Erhebungszeitpunkte: Baseline (1 Woche Prä-Intervention) Post-OP (3 Monate)
Primäre Endpunkte: 1. Depressivität (HAMD) 2. Angst (HAMA) 3. QoL (global) (EORTC QLQ-C30) |
1. Depressivität à PE versus CAU: Post-OP: Sign. gruppenunterschiede zugunsten von PE
2. Angst: à PE versus CAU: Post-OP: Sign. Gruppenunterschiede zugunsten von PE
3. QoL(global): à PE versus CAU: Post-OP: Sign. Verbesserungen nur in PE, nicht in CAU
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Keine berichtet |
The Second Affiliated Hospital of Xi’an Jiaotong University and Shaan’xi Province Government
Laut Angaben keine COI
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Risk of Bias
SB1: unclear SB2 unclear PB: high DB: high AB: low RB: unclear
Bei QoL kein Gruppenvergleich berichtet
Keine Fallzahlplanung |
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Ohlsson-Nevo et al., 2016: Effects of a psycho-educational programme on health-related quality of life in patients treated for colorectal and anal cancer: A feasibility trial |
RCT, prospektiv, monozentrisch, offen, 2 Arme
Randomisiert: N = 86 Post-Intervention: N = 80 Follow-Up 1: N = 71 Follow-Up 2: N = 66
ITT-Ansatz, ohne Imputation
Land: Schweden 2007-2010 |
Anal- (ca. 2,4%) und Darmkrebspatienten (Rest). Operative Behandlung
Geschlecht: ca. 37,24% weiblich
Alter: Mittelwert: 66 |
Arm A: NB = 47 NP = 44 NFU1 = 43 NFU2 = 38 PE-Programm (PEP), Vorträge + anschließende Diskussion, Gruppe, wöchentlich, 7x120min,
Arm B: NB = 39 NP = 36 NFU1 = 28 NFU2 = 28 CAU
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Erhebungszeitpunkte: Baseline Post-Intervention Follow-Up 1 (5 Monate) Follow-Up 2 (11 Monate)
Primäre Endpunkte: QoL (SF-36, aufgeteilt in overall mental health status (MCS) und overall physical health status (PCS)) |
1. QoL – mental health à PEP versus CAU: Post-Intervention: Sign. Gruppenunterschiede zugunsten von PEP (d= 0.51)
Follow-Up 1: Keine sign. Gruppenunterschiede
Follow-Up 2: Keine sign. Gruppenunterschiede
2. QoL – physical health: à PEP versus CAU: Post-Intervention: Keine sign. Gruppenunterschiede
Follow-Up 1: Keine sign. Gruppenunterschiede
Follow-Up 2: Keine sign. Gruppenunterschiede
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Nicht berichtet |
Research Committee of Örebro County Council
Laut Angaben keine COI |
Risk of Bias
SB1: low SB2 unclear PB: high DB: high AB: unclear RB: unclear
Machbarkeits-Studie
kA zu Fallzahlplanung
PEP-Gruppe sign. höhere Werte auf Subskalen general Health und Social Functioning zu Baseline
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Keine Hinweise für höhere Wirksamkeit des Treatments (6/13) |
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Chow et al., 2020: A theory‐driven psycho‐educational intervention programme for gynaecological cancer patients during treatment trajectory: A randomised controlled trial |
RCT, prospektiv, multizentrisch, verblindet (Proband*innen), 2 Arme
Randomisiert: N=202 Post-Intervention: N=191
ITT-Ansatz, kA zu Imputationsmethode Ausgewertet: N=191
Land: China (Hong-Kong) 2016-2018 |
Gynäkologische Krebspatientinnen, neu diagnostiziert (Diagnose innerhalb der letzten 3 Monate)
Geschlecht: 100% weiblich
Alter: Mittelwert: 54,6 |
Arm A: NB=102 NP=94 PE, 4 Sitzungen über 12 Wochen, 3 face-to-face-Sitzungen von 45-60min, ein Telefongespräch von 20-35min; Zeitpunkt der Sitzungen individuell wählbar/angepasst
Arm B: NB=100 NP=98 WL/AC
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Erhebungszeitpunkte: Baseline Post-Intervention
Primäre Endpunkte: 1. Unsicherheit (MUIS) 2. Angst (HADS-A) 3. Sexuelle Funktion (SVQ) |
1. Angst: à PE versus AC: Post-Intervention: Keine sign. Gruppenunterschiede, sign. Zeiteffekt à Verbesserungen in beiden Gruppen
2. Sexuelle Funktion: à PE versus AC: Post-Intervention: Frauen in PE sexuell aktiver und höhere Einschätzung, dass Partner sexuell an ihnen interessiert ist verglichen zu AC; sign. Gruppenunterschiede auf Subskala Intimität zugunsten von PE
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Nicht berichtet |
Health and Medical Research Fund
Laut Angaben keine COI |
Risk of Bias
SB1: unclear SB2 unclear PB: high DB: high AB: low RB: unclear
Geplante Fallzahl erreicht (N = 202)
Baseline-Ängstlichkeit in PE-Gruppe leicht erhöht verglichen zur AC-Gruppe
Sexuelle Funktion zu Baseline wurde nicht erhoben |
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Li et al., 2018: Effect of one comprehensive education course to lower anxiety and depression among Chinese breast cancer patients during the postoperative radiotherapy period - one randomized clinical trial
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RCT, prospektiv, offen, monozentrisch, 2 Arme
Randomisiert: N=290 Post-Intervention: N=281
PP-Analyse Ausgewertet: s.o.
Land: China 2013-2015 |
Brustkrebspatientinnen (einseitig), während postoperativer Bestrahlungsperiode, Stage I-IV
Geschlecht: 100% weiblich
Alter: 25-67 Mittelwert: 46,2 |
Arm A: EG NB=145 NP=136 PE und Management-Fertigkeiten, 1x3h Sitzung
Arm B: NB=145 NP=145 CAU |
Erhebungszeitpunkte: Baseline Post-Intervention (nach Radiotherapie)
Primäre Endpunkte: 1. Depressivität (HADS-D) 2. Angst (HADS-A) |
1. Depressivität è EG vs. CAU Post-Intervention: Keine sign. Gruppenunterschiede
2. Angst è EG vs. CAU Post-Intervention: Keine sign. Gruppenunterschiede |
Nicht berichtet |
Keine Angaben zur Finanzierung
Laut Angaben keine COI |
Risk of Bias
SB1: low SB2 unclear PB: high DB: high AB: high RB: unclear
Geplante Fallzahl erreicht (N = 242) |
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Yang et al., 2018: Pilot Randomized Phase II Trial of the Enhancing Quality of Life in Patients (EQUIP) Intervention for Patients With Advanced Lung Cancer |
RCT, offen, prospektiv, monozentrisch, 2 Arme
Randomisiert: N=69 Post-Intervention: N=58
kA zur Auswertungs-Methode
Ausgewertet: N=58
Land: Singapur
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Fortgeschrittener Lungenkrebs, neue Diagnose (max. 8 Wochen her)
Geschlecht: ca. 68% weiblich
Alter: Mittelwert: ca. 58,8 |
Arm A: NB=35 NP=28 Enhancing Quality of Life in Patients (EQUIP) Intervention, 4 edukative face-to-face Sitzungen
Arm B: NB=34 NP=30 CAU |
Erhebungszeitpunkte: Baseline Post-Intervention
Primäre Endpunkte: 1. QoL (FACT-L) 2. Lungenkrebs-Symptome (LCS) 3. Trial Outcome Index (TOI)
Sekundäre Endpunkte: 1. Depressivität (HADS-D) Angst (HADS-A) |
Post-Intervention: Keine sign. Gruppenunterschiede auf relevanten Endpunkten, keine klinisch bedeutsame Verbesserung in EQUIP |
Nicht berichtet |
National Cancer Centre Research Fund
Laut Angaben keine COI |
Risk of Bias
SB1: unclear SB2 unclear PB: high DB: high AB: unclear RB: unclear
Vielleicht Selektionsbias
Phase-2-Pilotstudie
Geplante Fallzahlplanung erreicht (N = 69) |
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Bourmaud et al., 2017: Cancer-related fatigue management: evaluation of a patient education program with a large-scale randomised controlled trial, the PEPs fatigue study |
RCT, prospektiv, offen, multizentrisch, 2 Arme
Randomisiert: N = 212
Modifizierter ITT-Ansatz (Patienten mit VAS-Score von Baseline und Post-Intervention für primäres Outcome analysiert, auch wenn Intervention nicht vollst. durchlaufen)
Land: Frankreich
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Krebspatienten (58,5% Brust, Rest andere)
Geschlecht: 84,4% weiblich
Alter: Mittelwert: 55,9 |
Arm A: NB=106 NP=66 (gesamte Intervention absolviert) Edukationsprogramm für Fatigue (PEPS): Gruppenintervention, 5 x 2h-Sitzungen über 6 Wochen
Arm B: NB=106 NP= 81 CAU
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Erhebungszeitpunkte: Baseline Post-Intervention
Primäre Endpunkte: 1. Fatigue (VAS)
Sekundäre Endpunkte: 1. Fatigue (FACT-F, R-PFS) 2. QoL (global) (QLQ-C30) 3. Angst (HADS-A) 4. Depressivität (HADS-D)
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1. Fatigue à PEPS versus CAU Post-Intervention: Keine sign. Gruppenunterschiede
2. QoL (global) à PEPS versus CAU Post-Intervention: Keine sign. Gruppenunterschiede
3. Angst: à PEPS versus CAU Post-Intervention: Keine sign. Gruppenunterschiede
4. Depressivität à PEPS versus CAU Post-Intervention: Keine sign. Gruppenunterschiede
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keine |
French Ministry of Health (PHRC 2006 [Hospital Program of Clinical Research])
Laut Angaben keine COI |
Risk of Bias
SB1: low SB2 unclear PB: high DB: high AB: unclear RB: unclear
Geplante Fallzahl erreicht (N = 80 pro Gruppe) |
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Chan et al., 2017: A culturally adapted survivorship programme for Asian early stage breast cancer patients in Singapore: A randomized, controlled trial |
RCT, prospektiv, monozentrisch, offen, 2 Arme
Randomisiert: N = 88
ITT-Ansatz Ausgewertet: N = 72
Land: Singapur 2015-2016 |
Brustkrebspatientinnen in frühen Stadien (Stage I-III), abgeschlossene Chemotherapie
Geschlecht: 100% weiblich
Alter: Mittelwert: 50,3 |
Arm A: NB = 43 NP = 34 PE in der Gruppe (PEG), 3 Wochen, wöchentlich, 3x4,5h
Arm B: NB = 45 NP = 38 CAU |
Erhebungszeitpunkte: Baseline Post-Intervention (während 2 Monaten nach Intervention)
Primäre Endpunkte: 1. Distress (RSCL)
Sekundäre Endpunkte: 1. QoL (global) (EORTC QLQ-C30) 2. Angst (BAI) 3. Zufriedenheit (Satisfaction Questionnaire)
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1. Distress: à PEG versus CAU: Post-Intervention: Keine sign. Gruppenunterschiede; Verbesserungen in beiden Gruppen
2. QoL(global): à PEG versus CAU: Post-Intervention: Keine sign. Gruppenunterschiede
3. Angst: è PEG versus CAU: Post-Intervention Keine sign. Gruppenunterschiede, Verbesserungen in beiden Gruppen
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Nicht berichtet |
National Cancer Centre Community Cancer Fund Grant Call, Pretty in Pink 2014 event
Laut Angaben keine COI |
Risk of Bias
SB1: low SB2 unclear PB: high DB: high AB: high RB: unclear
Geplante Fallzahl nicht erreicht (N = 80)
Phase 2-Studie |
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Riese et al., 2017: Effectiveness of a standardized patient education program on therapy-related side effects and unplanned therapy interruptions in oral cancer therapy: a cluster-randomized controlled trial |
RCT (cluster-randomisiert), prospektiv, multizentrisch, offen, 2 Arme
Randomisiert: N=165 Post-Intervention: N=161 Follow-Up 1: N=145 Follow-Up 2: N=130 Follow-Up 3: N=98
PP-Ansatz Ausgewertet: s.o.
Land: Deutschland 2014 |
Krebspatienten (Darm 15,5%, Knochenmark 12,7%, Brust 10%, Lunge 8,06%)
Geschlecht: 53,93% weiblich
Alter: Mittelwert: ca. 70 Jahre |
Arm A: NB=111 NP=107 NFU1=97 NFU2=84 NFU3=58 Patienten-Edukations-programm (PEP), 5 face-to-face Einzelsitzungen, Sitzung 2 und 3 alle zwei Wochen, Sitzung 3 und 4 monatlich, ca. 30-45min
Arm B: NB=54 NP=48 NFU1=46 NFU2=40 NFU3=40 CAU
|
Erhebungszeitpunkte: Baseline Post-Intervention Follow-Up 1 (2 Wochen) Follow-Up 2 (6 Wochen) Follow-Up 3 (10 Wochen)
Primäre Endpunkte: 1. Häufigkeit von therapiebezogenen Nebenwirkungen 2. Häufigkeit von ungeplanten Therapieunterbrechungen
|
1. Schmerzen à PEP versus CAU: Keine sign. Gruppenunterschiede
2. Übelkeit à PEP versus CAU: Keine sign. Gruppenunterschiede
3. Fatigue à PEP versus CAU: Keine sign. Gruppenunterschiede
|
Nicht berichtet |
German Federal Ministry of Health within the National Cancer Plan
Laut Angaben keine COI |
Risk of Bias
SB1: unclear SB2 unclear PB: high DB: high AB: high RB: unclear
Geplante Fallzahl nicht erreicht (N = 210) |
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Psychoonkologische E-Health Interventionen
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Referenz/ (Autor, Jahr, Journal) |
Studientyp |
Merkmale untersuchter Studien |
Interventionen |
Untersuchte Endpunkte |
Hauptergebnisse |
Neben-/ Wechselwirkungen |
Methodische Bemerkungen |
Evidenzklasse |
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Larson et al. 2020: "The effect of telehealth interventions on quality of life of cancer survivors: A systematic review and meta-analysis."1
Eingeschlossene Primärstudien: Ashing 2016 David 2011 Forbes 2015 Freeman 2015 Galiano-Castillo 2016 Hawkes 2014 Kim 2011 Malmström 2016 Nelson 2008 Van der Berg 2015 Williams 2017 |
MA
Suchzeitraum: Bis 31. Oktober 2017
Datenbanken: PubMed CINHAL Ebsco Health (Medline complete)
Einschluss-kriterien: P: Erwachsene Krebspatienten nach abgeschl. Erstbehandlung ("Cancer Survivors") I: telehealth/tele-medicine C: TAU/UC O: overall QoL S: RCTs
11 RCTS, N=1349 Patienten
|
RCTs
Cancer Survivors (Brust 6, Gemischt 2, Oesophagus-karzinom 1, Zervixkarzinom1, Colo-Rektalkarzinom 1)
Geschlecht: 75% weiblich
Mittleres Alter: 46 – 66
Länder : Australien USA Deutschland Niederlande Kanada Südkorea Spanien Schweden |
Inhalte: 3 x web-basiertes Selbstmanagement 5 x telefon-basiert 1 x mail-basierte Beratung 1 x Video-Konferenz 1 x internet-basierte Tele-Rehabilitation
Frequenz: Mehrheitlich wöchentlich; bei Selbstmanagement frei wählbar
Dauer: 2 – 12 Monate
Kontrollgruppen: Keine genaueren Angaben, TAU/UC |
Primäre Endpunkte: 1. QoL
Verwendete Messinstrumente: QoL EORTC QLQ-C30 FACT-B FACT-G FACT-C FACT-Cx
|
1. QoL àGesamteffekt: Post-Intervention: 11 RCTs, N=1349, I2 = 95%; SMD=0.75 [0.20, 1.30, p = .007] Fail-safe-N: 202 Random-Effects Model
àNach Entfernung von Ausreißern: Post-Intervention: 9 RCTs, N=1163, I2 = 0%; SMD=0.14 [0.03, 0.26, p = .016] Random-Effects Model Fail-safe-N: 11 Ausreißer: Nelson 2008 (telefon-basiert), Van der Berg 2015 (web-basiertes Selbstmanagement)
àTelefon versus TAU/UC Post-Intervention: 5 RCTs, SMD=0.70 [0.02, 1.39, p=.04]
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Keine SUEs berichtet
RCTs berichten UEs nicht |
Primärstudien: PEDro Skala, range 6-8 von 11; Risiko für DB und PB hoch, keine Verblindung. Risiko für SB hoch, keine verblindete Gruppenzuordnung
Review: AMSTAR-2: critically low quality Method.Mängel in kritischer Domäne 2,7,9,13 non-kritischer Dom. 1,3,5,6,8,11,12,
Sensitivitäts-analysen: Siehe Ergebnisse nach Entfernung von Ausreißern
Publikations-bias: Funnel-Plot Analyse; Fail-safe N; |
1a- |
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Xu et al. 2019: "Effectiveness of e‐health based self‐management to improve cancer‐related fatigue, self‐efficacy and quality of life in cancer patients: Systematic review and meta‐analysis"2
Eingeschlossene Primärstudien: Admiraal 2017 Bantum 2014 Boele 2018 Foster 2016 Golsteijn 2018 Lee 2014 Owen 2005 Smith 2018 Somers 2018 Syrjala 2018 Vallerand 2018 van den Berg 2015 Willems 2017 Zhang 2013 Zhu 2018 |
MA
Suchzeitraum: Bis 14. Juli 2019
Datenbanken: CENTRAL PubMed CINHAL Embase Web of Science
Einschluss-kriterien: P: Erwachsene Krebspatienten I: e-Health (app, website, mail, telephone) C: nicht e-Health basiert O: Fatigue, Selstwirksamkeits-erleben, QoL S: RCTs
15 RCTS (13 in MA), N=2337 Patienten
|
RCTs
Erwachsene Krebspatienten versch Tumorstadien (Brust 6, Gemischt 4, Hämatologischer Krebs 2, Gliome 1, Rektalkarzinom 1)
Geschlecht: kA
Mittleres Alter: 41,5 – 66,6
Länder : USA Niederlande UK Kanada China Südkorea |
Inhalte: Behaviour change Medical management Psychological management (Depression therapy, CST, Psychoeducation, psychological support)
12 x web-basiert 2 x telefon-basiert 1 x App
Länge & Frequenz: Int. meist modular aufgebaut, Zugang für 4 Wochen – 6 Monate, Bis zu 5 wöchentliche Einheiten
Kontrollgruppen: 6x Warteliste 5x TAU/UC 2x Info-Broschüre 2x Face-to-Face-Beratung |
Primäre Endpunkte: 1. Fatigue 2. Selbstwirk-samkeits-erleben 3. QoL
Verwendete Messinstrumente: Fatigue FSI FACT-F FACIT-F CIS BFI PROMIS
QoL EORTC QLQ-C30 FACT-B FACT-G
|
1. Fatigue àGesamteffekt: Post-Intervention: 9 RCTs, N=1734, I2 = 54%; SMD=−0.24 [−0.39, −0.08, p = .03] GRADE: very low
àIG versus TAU/UC Post-Intervention: 7 RCTs, N=1524, I2 = 23%; SMD=−0.30 [−0.42, −0.17, p < .01] GRADE: moderate
àIG versus other support Post-Intervention: 2 RCTs, N=210, I2 = 0%; SMD=0.18 [−0.09, 0.45, p=.18] GRADE: low àkeine signifikanten Subgruppenunter-schiede zwischen telefon-basiert versus web-basiert
2. QoL àGesamteffekt: Post-Intervention: 7 RCTs, N=1502, I2 = 29%; SMD=0.09 [−0.04, 0.22, p = .18] GRADE: low
àIG versus TAU/UC Post-Intervention: 5 RCTs, N=1218, I2 = 29%; SMD=0.14 ([0.00, 0.29, p=.23] GRADE: moderate
àIG versus other support Post-Intervention: 2 RCTs, N=284, I2 = 0%; SMD=0.09 [-0.32, 0.14, p=.54] GRADE: low àkeine signifikanten Subgruppenunter-schiede zwischen telefon-basiert versus web-basiert
|
Keine SUEs berichtet
RCTs berichten UEs nicht |
Primärstudien: RCTs mit low RoB SB: 7 PB: 0 DB: 1 AB: 14 RB: 4 OB: 14
Review: AMSTAR-2: critically low quality Method.Mängel in kritischer Domäne 2,4,7,11,15 non-kritischer Dom. 1,3
Sensitivitäts-analysen: Effekte robust gegenüber Entfernung jeweils einer Studie
Publikations-bias: "publication bias was not evaluated because fewer than 10 studies were included." (p. 3436) |
1a- |
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Zhang et al. 2018: "Effectiveness of telephone‐based interventions on health‐related quality of life and prognostic outcomes in breast cancer patients and survivors—A meta‐analysis"3
Eingeschlossene Primärstudien: Wyatt 2004 Kimman 2011 Heiney 2003 Park 2012 Badger 2005 Ligibel 2012 Salonen 2014 Sandgren 2007 Zhu 2015 Craddock 1999 Braden 1998 Allard 2007 Allan 2002 Mishel 2005 |
MA
Suchzeitraum: Bis Mai 2015
Datenbanken: CENTRAL Web of science Medline EMBASE CNKI CBM Einschluss-kriterien: P: Brustkrebs-patientinnen I: telefon-basiert C: nicht telefon-basiert O: / S: RCTs
14 RCTS, N=2002 Patienten
Studien ohne ausreichende quantitative Daten wurden exkludiert
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RCTs
Mamma-Ca
Geschlecht: 100% weiblich
Mittleres Alter: 44 – 64
Länder : USA Niederlande Finnland Kanada China
|
Inhalte: Telephone interview of home nursing telephone-based physical activity intervention health education or emotional expression intervention selfcare telephone contact symptoms management guided use of audiotaped cognitive-behavioural strategies
Frequenz: 1 x monatlich – 6 x wöchentlich
Dauer: 3 Wochen – 13 Monate
Kontrollgruppen: 6 x keine Intervention 8 x TAU/UC |
Primäre Endpunkte: 1. QoL 2. Physiologisches Funktionsniveau 3. Häusliches Funktionsniveau 4. Selbstwirk-samkeits-erleben 5. Angst 6. Depressivität 7. Fatigue
Verwendete Messinstrumente: QoL EORTC QLQ-C30 QoL-BC FACT-B SF-36
Angst POMS STAI
Depressivität POMS
Fatigue QoL-BC MFI FACIT-F
|
1. QoL àGesamteffekt: Post-Intervention: 7 RCTs, N=973, I2 = 91%; SMD=0.54 [0.08, 1.00, p = .02] Random-effects-model
2. Angst àGesamteffekt: Post-Intervention: 5 RCTs, N=726, I2 = 45%; SMD=–0.16 [–0.30, –0.01, p = .04] Fixed-effects model
3. Depressivität àGesamteffekt: Post-Intervention: 7 RCTs, N=239, I2 = 40%; SMD=–0.14 [–0.40, 0.11, p = .28] Fixed-effects model
4. Fatigue àGesamteffekt: Post-Intervention: 4 RCTs, N=339, I2 = 90%; SMD=–0.7 [–1.43, 0.03, p = .06] Random-effects model 3. |
Keine SUEs berichtet
RCTs berichten UEs nicht |
Primärstudien: RCTs mit low RoB SB: 5 PB: 2 DB: 2 AB: 14 RB: 14 OB: nicht berichtet
Review: AMSTAR-2: critically low quality Method.Mängel in kritischer Domäne 2,7,13,15 non-kritischer Dom. 1,10,12
Sensitivitäts-analysen: Nicht durchgeführt
Publikationsbias: nicht geprüft |
1a- |
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Chen et al. 2018: "Effect of telehealth intervention on breast cancer patients' quality of life and psychological outcomes: A meta-analysis."4
Eingeschlossene Primärstudien: Allard 2007 Ashing 2016 Ashin 2014 Beaver 2009 Berg 2015 Carpenter 2014 Chee 2016 Chen 2015 Damholdt 2016 David 2011 Freeman 2015 Galiano-Castillo 2016 Kimman 2011 Liu 2015 Owen 2005 Ozkan 2014 Ryhanen 2013 Sandgren 2007 Winzelberg 2003 Xie 2011 |
MA
Suchzeitraum: Bis 3. Oktober 2016
Datenbanken: CENTRAL Web of science Pubmed EMBASE CNKI Einschluss-kriterien: P: diagnostizierte Brustkrebs-patientinnen I: telefon und internet-basiert C: UC O: QoL, depression, anxiety, distress, self-efficacy, percieved stress S: RCTs
20 RCTS, N=2190 Patienten
Studien ohne ausreichende quantitative Daten wurden exkludiert
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RCTs
Mamma-Ca
Geschlecht: 100% weiblich
Mittleres Alter: 35 – 64
Länder : China Dänemark Deutschland UK Finnland Kanada Niederlande USA Spanien Türkei
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Inhalte: u.A. Telephone based (psycho-) educational intervention, Internet support group, Online stress management, Web-based cognitive Training, Psychosocial counselling for breast cancer patients via web-based
Frequenz: Keine Angaben
Dauer: 2 Wochen – 24 Monate
Kontrollgruppen: Keine genaueren Angaben |
Primäre Endpunkte: 1. QoL 2. Depressivität 3. Angst 4. Distress 5. Selbstwirk-samkeits-erleben 6. Erlebter Stress
Verwendete Messinstrumente: QoL EORTC QLQ-C30 QoL-BC FACT-B FACT-G SF-36
Angst HAMA STAI SCL-92
Depressivität POMS CES-D BDI HAMD
Distress IES BSI-GSI |
1. QoL àGesamteffekt: Post-Intervention: 13 RCTs, N=1252, I2 = 92%; SMD=0.60 [0.18, 1.01, p = .005] Random-effects-model
àTelefon vs. UC Post-Intervention: 3 RCTs, I2 = 52%; SMD=0.14 [–0.17, 0.45, p = .39]
àTelefon+Internet vs. UC Post-Intervention: 2 RCTs, I2 = 0%; SMD=1.20 [0.80, 1.60, p < .001]
2. Depressivität àGesamteffekt: Post-Intervention: 6 RCTs, N=572, I2 = 96%; SMD=–1.29 [–2.28, –0.30, p= .01] Random-effects model
àTelefon vs. UC Post-Intervention: 2 RCTs, I2 = 99%; SMD=–10.95 [–33.27, 11.37, p= .34]
àTelefon+Internet vs. UC Post-Intervention: 2 RCTs, I2 = 85%; SMD=–0.62 [–1.60, 0.37, p= 0.22]
3. Angst àGesamteffekt: Post-Intervention: 6 RCTs, N=906, I2 = 12%; SMD=–0.09 [–0.22, 0.04, p = .17] Fixed-effects model
4. Distress àGesamteffekt: Post-Intervention: 7 RCTs, N=695, I2 = 0%; SMD=–0.25 [–0.40, –0.10, p = .001] Fixed-effects model
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Keine SUEs berichtet
RCTs berichten UEs nicht |
Primärstudien: im Anhang; lässt sich per Link nicht öffnen;
Review: AMSTAR-2: critically low quality Method.Mängel in kritischer Domäne 2,4,7 non-kritischer Dom. 3,8,10
Sensitivitäts-analysen: Effekte in QoL, Angst und Distress robust gegenüber Entfernung jeweils einer Studie; Gesamteffekt in Depressivität nicht-signifikant nach Entfernung von Ozkan 2014 (I2 = 96%; SMD=–0.57, 95% [–1.21, 0.07, p=0.08])
Publikations-bias: Begg's und Egger's-test bei Meta-Analysen mit n>=10 Studien; keine Hinweise auf Publikations-bias. |
1a- |
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Okuyama et al. 2015: "Psychosocial telephone interventions for patients with cancer and survivors: a systematic review."5
Eingeschlossene Primärstudien: Allard 2007 Ashing-Giwa 2008 Badger 2007 Badger 2011 Badger 2012 Bailey 2004 Crane-Okada 2012 Downe-Wamboldt 2007 Gotay 2007 Heiney 2003 Hoyer 2011 Livingston 2010 Marcus 2010 Mishel 2002 Mishel 2005 Nelson 2008 Samarel 2002 Sandgren 2000 Sandgren 2007 Sheman 2012
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SysRev
Suchzeitraum: 1966 – März 2013
Datenbanken: CENTRAL Web of science Pubmed EMBASE CNKI Einschluss-kriterien: P: erwachsene Krebspatienten I: ausschl. telefon-basierte psychosoziale Beratung C: TAU/UC, AC, andere psychosoziale Interventionen O: HRQoL S: RCTs
20 RCTS, N=3848 Patienten
Studien ohne Beratungsinhalte oder genaue Interventionsbe-schreibung wurden exkludiert
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RCTs
Erwachsene Krebspatienten versch Tumorstadien (Brust 13, Prostata 3, Zervikaxkarzinom 2, Gemischt 2)
Geschlecht: kA
Mittleres Alter: 49 - 75
Länder : kA |
Mehrzahl (n=18) der Interventionen theoriebasiert oder mit spez. Technik (bspw. CBT); mehrheitlich Pflegepersonal (n=11)
Frequenz: Meist wöchentlich
Dauer: 2 – 20 Anrufe; Gesamtdauer zw. 65 und 720min über 2 Wochen bis zu 13 Monaten
Kontrollgruppen: Nicht genauer spezifiziert; TAU/UC |
Primäre Endpunkte: 1. QoL
Sekundäre Endpunkte: 1. Stimmung 2. Depressivität 3. Angst 4. Soziale Unterstützung 5. Stress 6. Distress 7. Körperliche und mentale Gesundheit 8. Psych. Wachstum 9. Psychosoziale Anpassung 10. Rezidivangst 11. Ressourcen-nutzung
Verwendete Messinstrumente: QoL FACT-G, QoL-CS, QoL-BC, CARES-SF, EORTC QOL-C30, QoL-BR23
Depressivität CES-D HADS
Angst STAI HADS
Distress IES
|
Signifikante Effekte auf mindestens einem erhobenen psychosozialen Endpunkt in 8/20 Studien direkt Post-Intervention;
Davon 4 Studien mit weiteren Follow-Up Erhebungen; 1 mit signifikantem Effekt
"No commonalities were identified for the nine studies with significant findings." (p.860) |
Keine SUEs berichtet
|
Primärstudien: RCTs nach CONSORT evaluiert, keine detaillierten Angaben zu Primärstudien "Also complicating this review […], is the lack of consistency in adhering to the CONSORT reporting guidelines for intervention trials" (p.867)
Review: AMSTAR-2: critically low quality Method.Mängel in kritischer Domäne 2,7,13 non-kritischer Dom. 3,10,14
Publikationsbias: nicht geprüft |
1a- |
Psychoonkologische E-Health Interventionen RCTs (2015 – 2020)
|
Referenz/ (Autor, Jahr, Journal) |
Studientyp |
Patienten-merkmale |
Interventionen |
Untersuchte Endpunkte |
Hauptergebnisse |
Neben-/ Wechselwirkungen |
Finanzierung / Conflict of Interest |
Methodische Bemerkungen |
Evidenzklasse |
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Unterstützende Evidenz (13/28) |
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Borosund et al., 2020: Results from a randomized controlled trial testing StressProffen; an application-based stress-management intervention for cancer survivors |
RCT, prospektiv, monozentrisch, offen, 2 Arme
Randomisiert: N=175 Post-Intervention: N=149
ITT-Ansatz ohne Imputation; ausgewertet: N=149
Land: Norwegen |
Krebsüberlebende/Krebspatienten, max. 1 Jahr Post-Treatment oder laufende Behandlung, alle Stages (48% Brustkrebs, 8% Gehirntumor, 6% Prostatakrebs, 5% Lymphom, 5% (Dick-)Darmkrebs, 29% andere),
Geschlecht: 82% weiblich
Alter: 20-78 Mittelwert: 52 |
Arm A: NR=84 Nm=72 StressProffen, app-basierte Stressmanagement-Intervention, 3 Monate, eine face-to-face-Einführungs-Session (Einzel oder in der Gruppe), 10 app-basierte KVT-Stressmanagementmodule, Follow-Up-Telefonate (Woche 2-3, 6-7)
Arm B: NR=88 Nm=77 CAU |
Erhebungszeitpunkte Baseline Post-Intervention
Primäre Endpunkte: 1. Distress (PSS)
Sekundäre Endpunkte: 2. Angst (HADS-A) 3. Depressivität (HADS-D) 4. QoL ( RAND-36) |
1. Distress à StressProffen versus CAU: Post-Intervention: Sign. Gruppenunterschiede zugunsten von StressProffen (d=–0.19)
2. Angst: à StressProffen versus CAU: Post-Intervention: Keine sign. Gruppenunterschiede
3. Depressivität: à StressProffen versus CAU: Post-Intervention: Keine sign. Gruppenunterschiede
4. QoL: à StressProffen versus CAU: Post-Intervention: Sign. Gruppenunterschiede zugunsten von Stressproffen in den Bereichen Role Physical (d=0.20), Social Functioning (d=0.17), Role Emotional (d=0.20), Mental Health (d=0.21)
|
Arm A : StressProffen SUEs : 11/84 UEs : 1/84
Arm B : CAU SUEs : 11/88 UEs : 0/88
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The Norwegian Cancer Society (# 4602492-2013); Department of Digital Health Research at the Oslo University Hospital, Oslo, Norway
COI: Dr Clark is a consultant for Roche Diabetes Care GmbH. No other authors made any disclosures |
Risk of Bias
SB1: low SB2: unclear PB: high DB: high AB: low RB: high
Keine Fallzahlplanung |
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Dieng et al., 2020: Benefits of a brief psychological intervention targeting fear of cancer recurrence in people at high risk of developing another melanoma: 12-month follow-up results of a randomized controlled trial
UND
Dieng et al., 2016: Psychoeducational Intervention to Reduce Fear of Cancer Recurrence in People at High Risk of Developing Another Primary Melanoma: Results of a Randomized Controlled Trial |
RCT, prospektiv, offen, monozentrisch, 2 Arme
Randomisiert: N=164 Follow-Up1: N=143 Follow-Up2: N=151 Follow-Up3: N=142
ITT-Ansatz mit multipler Imputation; Ausgewertet: N=151
Land: Australien Feb.-Dez. 2014
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Krebsüberlebende (Melanom, Stage I-III) mit hohem Risiko, ein weiteres Melanom zu entwickeln
Geschlecht: 44,8% weiblich
Alter: Mittelwert: 58,5 |
Arm A: NB=80 NFU1=67 NFU2=70 NFU3=68 PE, 76 Seiten + 3 Telefongespräche mit Psychologen (individuell je nach PatientIn vereinbart und getimed)
Arm B: NB=84 NFU1=76 NFU2=81 NFU3=74 CAU
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Erhebungszeitpunkte Baseline Follow-Up1 (4 Wochen) Follow-Up1 (24 Wochen) Follow-Up2 (48 Wochen)
Primäre Endpunkte: 1. Rezidivangst (FCRI, melanom-spezifische Subskalen;)
Sekundäre Endpunkte: 1. Andere Subskalen des FCRI (Trigger, psychischer Distress, funktionelle Einschränkungen, Beruhigung (reassurance), Einsicht, Coping-Strategien 2. Depressivität 3. Angst 4. Stress 5. QoL (AQoL) 6. Melanom-relevantes gesundheitsverhalten 7. Zufriedenheit mit der Versorgung (CSQ)
|
1. Rezidivangst: à PE versus CAU: Follow-Up1: Sign. stärkere Reduktion in PE vs. CAU Follow-Up2: Sign. stärkere Reduktion in PE vs. CAU Follow-Up3: Sign. stärkere Reduktion in PE vs. CAU
2. Depressivität: à PE versus CAU: Keine sign. Gruppenunterschiede zu keinem der Zeitpunkte
3. Angst: à PE versus CAU: Keine sign. Gruppenunterschiede zu keinem der Zeitpunkte
4. QoL: à PE versus CAU: Keine sign. Gruppenunterschiede zu keinem der Zeitpunkte
|
Keine berichtet |
Cancer Institute New South Wales (NSW) Translational Program Grant, The National Depressivität Initiative, Sydney Catalyst Top-Up Research Scholar Award, National Health and Medical Research Council of Australia and Cancer Institute NSW, National Heart Foundation of Australia Future Leader Fellowship, Harkness Fellowship in Health Care Policy and Practice from the Commonwealth Fund, n NHMRC Sidney Sax Early Career Fellowship, NHMRC Senior Principal Research Fellowship
Laut Angaben keine COI |
Risk of Bias
SB1: low SB2: low PB: high DB: high AB: low RB: low
Geplante Fallzahl (N=154) erreicht |
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Jim et al., 2020: Internet-Assisted Cognitive Behavioral Intervention for Targeted Therapy–Related Fatigue in Chronic Myeloid Leukemia: Results From a Pilot Randomized Trial |
RCT, prospektiv, offen, monozentrisch, 2 Arme
Randomisiert: N=44 Post-Treatment: N=41
ITT-Analyse ohne Imputation, Ausgewertet: N=41
Land: USA 2015-2017 |
Leukämie-Patienten, mit Fatigue (mind. >4 auf auf Fatigue Symptom Inventory)
Geschlecht: 48% weiblich
Alter: 29-82 Mittelwert: 55 |
Arm A: NB= 29 NP=27 KVT für therapiebezogene Fatigue (CBT-TTF)), ein face-to-face (90min) Gespräch zu Beginn, dann 45min über FaceTime/Ipad, je nach Wunsch/Bedarf wöchentlich oder alle 2 Wochen, über 18 Wochen
Arm B: NB= 15 NP=14 WL |
Erhebungszeitpunkte Baseline Post-Intervention
Primäre Endpunkte: 1. Fatigue (Fatigue Subscale des FACIT-F)
Sekundäre Endpunkte: 1. QoL (FACT-G) |
1. Fatigue: à CBT-TTF versus WL: Post-Treatment: Sign. Gruppenunterschiede zugunsten von CBT-TTF (d=1.07), Sign. höhere klinische Verbesserung in CBT-TTF (85% versus 29%)
2. QoL: à CBT-TTF versus WL: Post-Treatment: Für overall QoL sign. Gruppenunterschiede zugunsten von CBT-TTF (d=1.15), sign. höhere klinische Verbesserung in CBT-TTF (88% versus 54%)
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Nicht berichtet |
National Cancer Institute, Population Research, Interventions, and Measurement Core Facility at the H. Lee Moffitt Cancer Center and Research Institute
AutorInnen sind BeraterInnen von und involviert in: RedHill BioPharma and Janssen Scientific Affair, Novartis, Takeda, Pfizer, Bristol-Myers Squibb, Jazz Pharma, Celgene, Agios, Astella, AbbVie; grants from Incyte outside the submitted work
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Risk of Bias
SB1: low SB2: low PB: high DB: high AB: low RB: low
Patienten in CBT-TTF sign. jünger à Alter als Kovariate berücksichtigt
Pilotstudie
Geplante Fallzahl (N=48 bei Post-Treatment) nicht erreicht |
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Bouchard et al., 2019: Brief report of a tablet-delivered psychosocial intervention for men with advanced prostate cancer: Acceptability and efficacy by race |
RCT, prospektiv, monozentrisch, offen, 2 Arme
Randomisiert: N=192 Follow-Up1: N=170 Follow-Up2: N=154
ITT-Ansatz ohne Imputation; ausgewertet: N=170 (FU1), N=154 (FU2)
Land: USA 2013-2016 |
Advanced Prostatakrebs-Patienten mit Androgendeprivation (androgen deprivation therapy; ADT)
Geschlecht: 100% männlich
Alter: Mittelwert: 68,84 |
Arm A: NR=95 NFU1=84 NFU2=77 Kognitiv-behaviorales Stress Management (KVSM) via Tablet, in der Gruppe, einmal wöchentlich (90 min) für 10 Wochen, zwischen den Sitzungen Videos und didaktische Materialien
Arm B: NR=97 NFU1=86 NFU2=77 AC; Health Promotion (HP) Placebo, in der Gruppe, einmal wöchentlich (60min) für 10 Wochen, via Tablet
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Erhebungszeitpunkte Baseline Follow-Up1 (14 Wochen) Follow-Up2 (38 Wochen)
Primäre Endpunkte: 1. Medizinische Komorbiditäten (CCI) 2. Engagement und Akzeptanz der Behandlung 3. Prostatakrebsbezogene Angst (MAX-PC) |
1. Prostatakrebsbezogene Angst: à KVSM versus HP: Follow-Up1: Sign. Gruppenunterschiede zugunsten von KVSM
Follow-Up2: Keine sign. Gruppenunterschiede
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MAX-PC bei Baseline höher in der KVSM-Gruppe |
National Institutes of Health’s National Cancer Institute (grant number R01CA157809 to F.J.P., principal investigator). L.C.B. was funded by the National Institutes of Health’s National Cancer Institute training grant number T32CA193193
Laut Angabe keine COI |
Risk of Bias
SB1: unclear SB2: unclear PB: high DB: unclear AB: low RB: unclear
Geplante Fallzahl (N=150 bei FU2) erreicht |
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Dong et al., 2019: Telephone-based reminiscence therapy for colorectal cancer patients undergoing postoperative chemotherapy complicated with depression: a three-arm randomised controlled trial |
RCT, prospektiv, offen, monozentrisch, 3 Arme
Randomisiert: N=135 Post-Intervention: N= 135
Keine Drop-outs, daher ausgewertet: N = 135
Land: China, 2015-2016 |
Patienten mit Dickdarmkrebs mit postoperativer Chemotherapie, Depressivitätswert zwischen 50-70 (SDS)
Geschlecht: 50,4% weiblich
Alter: Mittelwert: 59,09 |
Arm A: NB=45 NP=45 Telefonische Reminiszenz-Therapie (TBR), 1x 20-40min pro Woche, 6 Wochen
Arm B: NB=45 NP=45 Telefonische PSU (TPSU), 1x 20-40min pro Woche, 6 Wochen
Arm C: NB=45 NP= CAU |
Erhebungszeitpunkte Baseline Post-Intervention
Primäre Endpunkte: 1. Depressivität (SDS und HAMD-24)
Sekundäre Endpunkte: 1. Angst (SAS und HAMA) 2. Subjektives Wohlergehen (MUNSH) 3. Wahrgenommene soziale Unterstützung (PSSS) |
1. Depressivität à TBR versus TPSU und CAU Post-Intervention: Sign. Gruppenunterschiede zugunsten von TBR; sign. Verbesserung in TBR aber nicht in TPSU und CAU
2. Angst à TBR versus TPSU versus CAU: Post-Intervention: Sign. Verbesserungen in TBR und TPSU, nicht in CAU; sign. Gruppenunterschiede von TBR und TPSU zu CAU zugunsten von TBR und TPSU; keine sign. Unterschiede zwischen TBR und TPSU
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Keine berichtet |
Chinese Natural Science Foundation
Laut Angaben keine COI |
Risk of Bias
SB1: low SB2: low PB: high DB: high AB: low RB: unclear
Geplante Fallzahl (N=135) erreicht |
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Nelson et al., 2019: Cancer and Aging: Reflections for Elders (CARE): A pilot randomized controlled trial of a psychotherapy intervention for older adults with cancer |
RCT, prospektiv, offen, monozentrisch(?), 2 Arme
Randomisiert: N=59 Post-Intervention: N=55 Follow-Up: N=48
kA zu Analysemethode; ausgewertet: N=kA
Land: USA |
Krebspatienten (Lunge, Prostata, Brust, Lymphome, gynäkologisch), aktives Krebstreatment oder spätestens 6 Monate nach Beendigung des Treatments, mind. 70 Jahre alt, erhöhte Werte auf Distress-Thermometer/HADS/KPR (über 4/6/60)
Geschlecht: 53% weiblich
Alter: Mittelwert: 76 |
Arm A: NB=31 NP=28 NFU=25 Cancer and Aging: Reflexions for Elders (CARE), telefonbasierte Intervention um Stress zu reduzieren, 5 Sitzungen über 7 Wochen, je 45min
Arm B: NB=28 NP=27 NFU=23 Enhanced Social Work control (ESWC), auch ungefähr 5 Telefonate über 7 Wochen, 15-30min lang |
Erhebungszeitpunkte Baseline Post-Intervention Follow-Up (8 Wochen)
Primäre Endpunkte: 1. Depressivität (HADS) 2. Angst (HADS)
Sekundäre Endpunkte: 1. Demoralisierung (DS) 2. Coping (3 von 15 Subskalen des COPE) 3. Spirituelles Wohlergehen (FACIT Spiritual Well-being-Scale) Einsamkeit (UCLA LS-SF) |
1. Depressivität: à CARE versus ESWC: Post-Treatment: Sign. Gruppenunterschiede zugunsten von CARE (d=0,58)
Follow-Up: Keine sign. Gruppenunterschiede (d=0,28, p=0.2)
2. Angst: à CARE versus ESWC: Post-Treatment: Keine sign. Gruppenunterschiede (d=0,15)
Follow-Up: Keine sign. Gruppenunterschiede, aber Trend zu niedrigeren Werten in CARE (d=0,41, p=0.1)
3. Distress à CARE versus ESWC: Post-Treatment: Sign. Gruppenunterschiede zugunsten von CARE (d=0,48)
Follow-Up: Sign. Gruppenunterschiede zugunsten von CARE (d=0,42)
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Arm A: CARE: SUEs: 0/31 UEs: 0/31
Arm B: ESWC: SUEs: 0/28 UEs: 0/28
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Silbermann Foundation; CALGB Foundation; Muriel Duenewald Lloyd Inspiration Fund; National Cancer Institute
COI: nicht berichtet |
Risk of Bias
SB1: low SB2: unclear PB: high DB: high AB: low RB: unclear
Pilotstudie
Keine Fallzahlplanung
Am Anfang mit 7 Sitzungen gestartet, dann nach 7 Probanden in CARE und 4 Probanden in ESWC auf 5 Sitzungen reduziert
AutorInnen vermuten Selektionsbias
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Reese (2018): A randomized pilot trial of a couple-based intervention addressing sexual concerns for breast cancer survivors. |
RCT, prospektiv, monozentrisch, offen, 2 Arme
Randomisiert: N =29 (Dyaden) Post-Intervention : N=28 (Dyaden)
ITT-Ansatz ohne Imputation Ausgewertet: N = 28 (Dyaden)
Land: USA kA zum Zeitraum
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Brustkrebs-patientinnen und ihre Partner
Geschlecht: Patienten: 100% weiblich
Alter: Patienten: M = 54.1 Partner: M = 54.8
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Arm A: IE (Intimacy Enhancement) NR = 20 (Dyaden) NP=19 (Dyaden)
Edukation und Skills bzgl. Intimität und Partnerschaft per Telefon + Übungen für zuhause 4 x 60-75 Min., wöchentliche Sitzungen
Arm B: LHT (Living healthy together) NR = 9 (Dyaden) NP=9 (Dyaden) Unspezifische Edukation und Support per Telefon (Stress, Schlaf, Ernährung) 4x 60-75 Min., Wöchentliche Sitzungen |
Erhebungszeitpunkte Baseline Post-Intervention
Primäre Endpunkte: 1. Durchführbarkeit 2. Akzeptanz 3. Sexuelle Funktion (FSFI bzw. IIEF) 4. Sexuelle Zufriedenheit (PROMIS SexFS) 5. Sexueller Distress (FSDS-R) 6. Selbstwirksamkeit 7. Kommunikationsqualität bzgl Sex (DSCS) 8. Emotionale Intimität (PAIR) 9. Beziehungs-qualität (DAS-7) 10. Distress (IES-R) 11. Körperbild Distress (BIS) 12. Depressivität (PHQ-9) 13. Angst (GAD-7)
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Patientenoutcomes:
1. Sexuelle Funktion à IE vs. LHT Sign. verbesserte sexuelle Funktion zugunsten von IE (d=1.24)
2. Sexuelle Zufriedenheit à IE vs. LHT Sign. verbesserte sexuelle Zufriedenheit zugunsten von IE (d=1.75)
3. Distress à IE vs. LHT Kein sign. Unterschied
4. Depressivität à IE vs. LHT Kein sign. Unterschied
5. Angst à IE vs. LHT Sign. reduzierte Angst zugunsten von IE (d=-1.36)
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Arm A: IE UEs: kA
Arm B: LHT SUEs: kA |
National Cancer Institute (USA)
Laut Angaben kein COI
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Risk of Bias
SB1: unclear SB2: unclear PB: high DB: high AB: low RB: low
Pilotstudie
Keine Fallzahlplanung
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Abrahams et al., 2017 : The Efficacy of Internet-Based Cognitive Behavioral Therapy for Severely Fatigued Survivors of Breast Cancer Compared With Care as Usual: A Randomized Controlled Trial |
RCT, prospektiv, monozentrisch, offen, 2 Arme
Randomisiert: N=132 Post-Intervention: N=125
ITT-Ansatz mit multipler Imputation (LOCF); ausgewertet: N=132
Land : Niederlande 2014-2016 |
Brustkrebs, abgeschlossene Behandlung innerhalb der letzten 3 Monate, krankheitsfrei
Geschlecht : 100% weiblich
Alter : >=18 Mittelwert : 51,5 |
Arm A : NR=66 Nm=61 IKVT, 6 Monate, 3 face-to-face-sessions, 8 internetbasierte Module
Arm B : NR=66 Nm=64 CAU, Warteliste für face-to-face KVT |
Erhebungszeitpunkte Baseline Post-Intervention
Primärer Endpunkt : 1. Fatigue (CIS)
Sekundäre Endpunkte : 1. Funktionale Einschränkungen (SIP) 2. Distress (BSI)) 3. QoL (EORTC-QLQ-C30) |
1. Fatigue à IKVT versus CAU: Post-Intervention: Sign. Gruppenunterschiede zugunsten von IKVT (d=1.0, großer Effekt)
2. Distress à IKVT versus CAU : Post-Intervention: Sign. Gruppenunterschied zugunsten von IKVT (d=0.8, großer Effekt)
3. QoL à IKVT versus CAU: Post-Intervention: Sign. Gruppenunterschied zugunsten von IKVT (d=0.7, mittlerer Effekt) |
Arm A : IKVT SUEs : 5/66 UEs : 0/66
Arm B : CAU SUEs : 0/66 UEs : 2/66
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Dutch Pink Ribbon Foundation
Laut Angaben kein COI |
Risk of Bias
SB1: low SB2: low PB: high DB: high AB: low RB: low
Geplante Fallzahl (N=132) erreicht |
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Ashing et al., 2016: Exploring the efficacy of a paraprofessional delivered telephonic psychoeducational intervention on emotional well-being in African American breast cancer survivors |
RCT, prospektiv, monozentrisch, offen, 2 Arme
Randomisiert: N=40 Post-Intervention: N=39
ITT-Ansatz mit Imputation; ausgewertet: N=40
Land: USA
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Afro-amerikanische Brustkrebsüberlende (AABCS; Stage 0-III innerhalb der letzten 6 Jahre)
Geschlecht: 100% weiblich
Alter: nicht berichtet
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Arm A: NR=20 Nm=20 Telefonische PE (TPE), 4-6 Monate, 7 Domänen/telefonische Sessions (30-60min)
Arm B: NR=20 Nm=19 Nur Info-Buch (IB)
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Erhebungszeitpunkte Baseline Post-Intervention
Primäre Endpunkte: QoL (FACT-G G) |
1. QoL àTPE versus IB: Sign. Gruppenunterschied zugunsten von TPE
Sign. Verbesserung von TPE von Baseline zu Post-Intervention (+4 Punkte auf FACT-G Gesamtscore)
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Keine Angaben |
Department of Defense Breast Cancer Research program
Laut Angaben kein COI |
- Pilotstudie Keine Fallzahlplanung |
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DuHamel et al., 2016: The sexual health of female rectal and anal cancer survivors: results of a pilot randomized psycho-educational intervention trial |
RCT, prospektiv, monozentrisch, offen, 2 Arme
Randomisiert: N= 82 Follow-Up1: N=62 Follow-Up2: N=55
Ausgewertet: N=60 (FU1), N=54 (FU2) (keine Angabe, ob ITT)
Land: USA Registriert 2008 |
Abgeschlossene Behandlung, aktuell krankheitsfrei, Mastdarm- und Analkrebspatientinnen
Geschlecht: 100% weiblich
Alter: Mittelwert: 55,43 |
Arm A: NB=40 NFU1=27 NFU2=22
Cancer Survivorship Intervention-Sexual Health (CSI-SH), telefonbasiert, 4x 1h individuelle Sitzungen, für manche Mix aus face-to-face und Telefon, für manche nur Telefon
Arm B: NB=42 NFU1=35 NFU2=33 WL |
Erhebungszeitpunkte Baseline Follow-Up1 (16 Wochen) Follow-Up2 (32 Wochen)
Primäre Endpunkte: 1. Sexuelle Funktion ((FSFI)
Sekundäre Endpunkte: 1. Krebs-Distress (IES-R) 2. Distress (BSI) Gesunheitsbezogene QoL (EORTC-QLQ-C30) |
1. Sexuelle Funktion: à CSI-SH versus WL: Follow-Up1: Keine sign. Gruppenunterschiede (d=0.51)
Follow-Up2: Keine sign. Gruppenunterschiede (d=0.32)
2. Distress: à CSI-SH versus WL: Follow-Up1: Keine sign. Gruppenunterschiede
Follow-Up2: Keine sign. Gruppenunterschiede
3. QoL: à CSI-SH versus WL: Follow-Up1: Sign. Gruppenunterschiede zugunsten von CSI-SH für EF-Subskala
Follow-Up2: Sign. Gruppenunterschiede zugunsten von CSI-HS für EF-Subskala
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Höherer Dropout in der CSI-SH-Gruppe (8 vs. 1)
Mehr Probandinnen in der CSI-SH-Gruppe haben Trial nicht beendet (12 vs. 3) |
National Cancer Institute and the MSK Cancer Center Support Grant/Core Grant
Laut Angaben keine COI |
Risk of Bias
SB1: unclear SB2: unclear PB: high DB: high AB: low RB: unclear
Geplante Fallzahl (N=64) erreicht
Pilotstudie |
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Badr (2015): |
RCT prospektiv, monozentrisch, offen, 2 Arme
Randomisiert: N = 39 Dyaden/ 78 Individuen Post-Intervention : N=38,5 Dyaden/77 Individuen
Keine Angabe ob ITT ; aber alle ausgewertet N = 39 Dyaden/78 Individuen
Land: USA kA zum Zeitraum |
Fort-geschrittener Lungenkrebs Patient & Partner/ andere primäre Betreuungs-person
Geschlecht: Patienten: 74% weiblich Partner: 69% weiblich
Alter: Patienten: 38-87 M: 68.17 Partner: 35-70 M: 51.1
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Arm A : NR=20 Dyaden/40 Individuen NP=20 Dyaden/40 Individuen
Telefonische Beratung 6x 60 Minuten 1x/Woche
Arm B : NR=19 Dyaden/38 Individuen NP=19 Dyaden/37 Individuen CAU |
Erhebungszeitpunkte Baseline Post-Intervention (2 Wochen Post-Intervention)
Primäre Endpunkte: 1. Psychisches Funktionsniveau 2. Belastung des Partners (Zarit Burden Interview)
Sekundäre Endpunkte: 1. Autonomie 2. Kompetenz 3. Verbundenheit |
1. Depressivität à EG vs. CAU Post-Intervention : Sign. Unterschied zugunsten der EG (d=-1.8)
2. Angst àEG vs. CAU Post-Intervention : Sign. Unterschied zugunsten der EG (d=-1.3) |
Arm A: EG UEs: kA
Arm B: KG SUEs: kA |
Forschungs-stipendium des Erstautors - Laut Angaben kein COI |
Risk of Bias
SB1: unclear SB2: unclear PB: high DB: high AB: low RB: unclear
Pilotstudie
Keine Fallzahlplanung |
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Casault et al., 2015: A randomized-controlled trial of an early minimal cognitive-behavioural therapy for insomnia comorbid with cancer |
RCT, prospektiv, monozentrisch, offen, 2 Arme
Randomisiert: N=38 Post-Intervention: N=32 Follow-Up1: N=30 Follow-Up2: N=30
ITT-Ansatz ohne Imputation; Ausgewertet: N=35
Land: Frankreich Rekrutierung zwischen 2004 und 2005
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Krebspatienten mit Insomnie und ohne Metastasen (80% Brustkrebs, 5% Dickdarmkrebs, 15% andere (Lungen-, Prostata-, Darm-, Zungen-, Vulva-Krebs))
Geschlecht: 92,1% weiblich
Alter: Mittelwert: 56,9 |
Arm A: NR=20 NP=16 NFU1=14 NFU2=14 Kurze selbstangewandte KVT für akute Insomnie (kKVT-I), 6 kurze Heftchen + 3 Telefonate mit Psychologe (30min), 6 Wochen
Arm B: NB=18 NP=16 NFU1=16 NFU2=16 CAU |
Erhebungszeitpunkte Baseline Post-Intervention Follow-Up1 (12 Wochen) Follow-Up2 (24 Wochen)
Primäre Endpunkte: 1. Schwere der Schlafprobleme (IIS) 2. Schwere der Insomnie (ISI) 3. Verschiedene Maße vom Schlaftagebuch
Sekundäre Endpunkte: 1. Depressivität (HADS-D) 2. Angst (HADS-A) 3. QoL (EORTC-QOL) 4. Schlafverhalten (SBQ) 5. Dysfunktionale Kognitionen und Einstellungen gegenüber Schlaf (DBAS) 6. Fatigue (MFI)
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1. Depressivität à kKVT-I versus CAU: Sign. Zeit x Gruppe Interaktion Prä-Post: Sign. moderate Reduktion in kKVT-I (d=–0.77) Prä-Follow-Up: Sign. moderate Verschlechterung in kKVT-I (d= 0.34)
2. Angst à kKVT-I versus CAU: Sign. Zeit x Gruppe Interaktion Prä-Post: Sign. moderate Reduktion in kKVT-I (d=–0.60) Prä-Follow-Up: Keine Sign. Veränderung in kKVT-I
3. Fatigue à kKVT-I versus CAU: keine sign. Zeit x Gruppe Interaktion Prä-Post: Sign. moderate Reduktion in beiden Gruppen (d=–0.5)
4. QoL à kKVT-I versus CAU: Keine sign. Zeit x Gruppe Interaktion Prä-Post: Sign. moderate Verbesserung in kKVT-I (d=0.67) Prä-Follow-Up: Keine Sign. Änderung in beiden Gruppen
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Nicht berichtet |
salary support awards from the Canadian Institutes of Health Research, held by the first and second authors, and by a research scientist award from the Fonds de la recherche en sante du Qu ebec held by the second author
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Risk of Bias
SB1: low SB2: low PB: high DB: high AB: low RB: unclear
Geplante Fallzahl (N=35) erreicht |
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Wenzel et al., 2015: Psychosocial Telephone Counseling for Survivors of Cervical Cancer: Results of a Randomized Biobehavioral Trial |
RCT, prospektiv, offen, monozentrisch, 2 Arme
Randomisiert: N=204 Follow-Up1: N=168 Follow-Up2: N=151
kA ob ITT, aber fehlende Werte ausgeschlossen (listwise); Ausgewertet: N=139-145 (je nach Outcome)
Land: USA |
Gebärmutterhalskrebs-Patientinnen, Stage I-IV, seit min. 2 Monaten abgeschlossenes Treatment
Geschlecht: 100% weiblich
Geschlecht: Mittelwert: 43 |
Arm A: NB=115 NFU1=85 NFU2=76 Psychosoziales Telefon-Beratung (PTB), 5 wöchentliche Telefonate (20-60min) und einen monatlichen (?) Booster/einen Booster über einen Monat (?)
Arm B: NB=89 NFU1=83 NFU2=75 CAU
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Erhebungszeitpunkte Baseline Post-Intervention/Follow-Up1 (7 Wochen) Follow-Up2 (27 Wochen)
Primäre Endpunkte: 1. QoL (FACT-Cx)
Sekundäre Endpunkte: 1. Biomarker/Blutwerte 2. Depressivität (PROMIS & BSI) 3. Angst (PROMIS & BSI) 4. Distress (BSI-18) 5. Gynäkologische Probleme (GPC) 6. QoL Subskalen |
1. QoL: à PTB versus CAU: Keine sign. Gruppenunterschiede zu keinem MZP
2. Depressivität: à PTB versus CAU: Follow-Up1: Sign. Gruppenunterschiede zugunsten von PTB (auf PROMIS und BSI) (d=0.21–0.25)
Follow-Up2: Keine sign. Gruppenunterschiede (weder PROMIS noch BSI)
3. Angst: à PTB versus CAU: Keine sign. Gruppenunterschiede (weder PROMIS noch BSI) zu keinem MZP
4. Distress: à PTB versus CAU: Keine sign. Gruppenunterschiede zu keinem MZP
Es gab sign. Zeit x Gruppe x Behandlungsart-Interaktion für QoL und Depressivität (BSI) à Patientinnen mit OP schnellere Verbesserungen bis Follow-Up1, Patientinnen mit Chemotherapie langsamere Verbesserungen aber dafür größere Effektstärken bei Follow-Up2
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Nicht berichtet |
National Cancer Institute of the National Institutes of Health
Laut Angaben keine COI |
Risk of Bias
SB1: unclear SB2: unclear PB: high DB: high AB: high RB: unclear
Systematischer Drop-Out: Probandinnen mit hohem Depressionswert bei Baseline in der PTB-Gruppe wahrscheinlicher, Intervention aufzuhören (p<0.05)
Geplante Fallzahl (N=200) nicht erreicht |
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Keine Hinweise für höhere Wirksamkeit des Treatments (15/28) |
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Atema et al., 2019: Efficacy of Internet-Based Cognitive Behavioral Therapy for Treatment-Induced Menopausal Symptoms in Breast Cancer Survivors: Results of a Randomized Controlled Trial |
RCT, prospektiv, monozentrisch, offen, 3 Arme
Randomisiert: N=254 Follow-Up1: N=242 Follow-Up2: N=236
ITT-Ansatz mit Imputation (Mittelwertsersetzung); Ausgewertet: N=236-242 (je nach Outcome und MZP)
Land: Niederlande 2017-2019
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Brustkrebs-Überlebende, abgeschlossene Behandlung, krankheitsfrei
Geschlecht: 100% weiblich
Alter: Mittelwert: 47,4 |
Arm A: NB=85 NP=82 NFU1=79 Angeleitete internetbasierte KVT (guided CBT - giCBT), 6 Wochen, zu Beginn ein telefonisches Gespräch + geschriebenes Feedback
Arm B: NB=85 NP=80 NFU1=77 Selbstangeleitete internetbasierte KVT (self-guided iCBT - siCBT), 6 Wochen, 1x wöchentlich 60min + täglich 30min Übungen
Arm C: NB=84 NP=80 NFU1=80 WL |
Erhebungszeitpunkte Baseline Post-Intervention/Follow-Up1 (4 Wochen) Follow-Up2 (18 Wochen)
Primäre Endpunkte: 1. Menopausale Symptome (FACT-ES) 2. Wahrgenommene Belastung durch Hot Flushes/Night Sweats (NF/HS; HFRS)
Sekundäre Endpunkte: 1. Schlafqualität (Groningen Sleep Quality Scale) 2. Häufigkeit von HF/NS (HFRS) 3. Sexuelle Funktion (SAQ) 4. Distress (HADS) 5. QoL (SF-36)
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1. Sexuelle Funktion à Keine sign. Gruppenunterschiede in Veränderungsscore (t0-t1 und t0-t2)
2. Distress à keine sign. Gruppenunterschiede in Veränderungsscore (t0-t1 und t0-t2)
3. QoL à keine sign. Gruppenunterschiede in Veränderungsscore (t0-t1 und t0-t2) |
Keine Angaben |
Dutch Cancer Society (Grant No. NKI 2014-6788) and The Netherlands Cancer Institute
Laut Angaben kein COI
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Risk of Bias
SB1: low SB2: unclear PB: high DB: high AB: low RB: low
Geplante Fallzahl (N=192) erreicht |
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Chambers (2019): Five‐year outcomes from a randomised controlled trial of a couples‐based intervention for men with localised prostate cancer.
Chambers (2015): A randomised controlled trial of a couples-based sexuality intervention for men with localised prostate cancer and their female partners. |
RCT, prospektiv, multizentrisch, offen, 3 Arme
Randomisiert: N = 189 (Dyaden) Post-Intervention : N=161 (Dyaden) Follow-Up1 : N=159 (Dyaden) Follow-Up2 : N=144 (Dyaden) Follow-Up3 : N=106 (Patienten)/93 (Partnerinnen) Follow-Up4 : N=117 (Patienten)/101 (Partnerinnen) Follow-Up5 : N=111 (Patienten)/93 (Partnerinnen) Follow-Up6 : N=107 (Patienten)/91 (Partnerinnen)
ITT-Ansatz ohne Imputation; ausgewertet : siehe N bei MZP
Land: Australien 2009-2011 |
Prostatakrebs-patienten nach bzw. mit geplanter radikaler Prostata-ektomie + Partnerinnen
Geschlecht: Patienten: 100% männlich Partner: 100% weiblich
Alter: Patienten: M = 62.7 Partnerin: M = 59.8 |
Arm A: Nurse (Nurse counselling intervention) NR = 62 (Dyaden) NP=54 (Dyaden) NFU1=54 (Dyaden) NFU2=53 (Dyaden) NFU3=28 (Patienten)/35 (Partnerinnen) NFU4=kA (Patienten)/38 (Partnerinnen) NFU5=43 (Patienten)/37 (Partnerinnen) NFU6=41 (Patienten)/37 (Partnerinnen)
Telefonische Paar- und Sexualitäts-beratung durch geschultes Pflegepersonal 6-8 Sitzungen über 22 Wochen
Arm B: Peer (Peer support intervention) NR = 63 (Dyaden) NP=53 (Dyaden) NFU1=53 (Dyaden) NFU2=52 (Dyaden) NFU3=34 (Patienten)/31 (Partnerinnen) NFU4=40 (Patienten)/35 (Partnerinnen) NFU5=38 (Patienten)/34 (Partnerinnen) NFU6=41 (Patienten)/37 (Partnerinnen)
Telefonische Unterstützung durch geschulte Prostatakrebs Überlebende 6-8 Sitzungen über 22 Wochen
Arm C: CAU N R= 64 (Dyaden) NP=54 (Dyaden) NFU1=52 (Dyaden) NFU2=54 (Dyaden) NFU3=31 (Patienten)/27 (Partnerinnen) NFU4=33 (Patienten)/28 (Partnerinnen) NFU5=30 (Patienten)/22 (Partnerinnen) NFU6=28 (Patienten)/22 (Partnerinnen)
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Erhebungszeitpunkte Baseline Post-Intervention Follow-Up1 (12 Wochen) Follow-Up2 (36 Wochen) Follow-Up3 (84 Wochen) Follow-Up4 (132 Wochen) Follow-Up5 (180 Wochen) Follow-Up6 (228)
Primäre Endpunkte: 1. Inanspruchnahme erektiler Dysfunktions-behandlung 2. Sexuelle Funktion (IIEF) 3. Sexuelle Bedürfnisse (SCNS) 4. Sexuelles Selbst-bewusstsein (PIED) 5. Maskuliner Selbstwert (Masculine Self-Esteem scale) 6. Eheliche Zufriedenheit (DAS)
Sekundäre Endpunkte: Evaluation des Programms |
Patientenoutcomes:
1. Sexuelle Funktion à Nurse vs. CAU Keine sign. Unterschiede zu irgendeinem der Erhebungszeitpunkte |
Arm A: Nurse UEs: kA
Arm B: Peer SUEs: kA
Arm C: CAU SUEs: kA
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Australian National Health and Medical Research Council
Laut Angaben kein COI |
Risk of Bias
SB1: unclear SB2: unclear PB: high DB: high AB: low RB: high
Keine Fallzahlplanung |
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Fox et al., 2019: Integrating PROMIS® Computerized Adaptive Tests Into a Web-Based Intervention for Prostate Cancer |
RCT; prospektiv, offen, monozentrisch, 2 Arme
Randomisiert: N=192 Post-Intervention: N=115
ITT-Ansatz, kA zu Umgang mit fehlenden Werten; Ausgewertet: N=107-115 (je nach Outcome)
Land: USA 2013-2016 |
Advanced Prostatakrebs-Patienten (stage III-IV), mind. 1x Hormontherapie im vergangenen Jahr
Geschlecht: 100% männlich
Alter: Mittelwert: 71,31 |
Arm A: NB= 95 NP=50 Kognitiv-behaviorales Stress-Management-training (CBSM), Gruppe, 10 Wochen, 90min pro Sitzung, web-basiert (Videokonferenz über Tablets)
Arm B: NB= 97 NP=65 AC, Health Promotion (HP), web-basiert (Videokonferenz über Tablets), 10 Wochen, 60min pro Sitzung
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Erhebungszeitpunkte Baseline Post-Intervention
Primäre Endpunkte: 1. Angst 2. Depressivität 3. Fatigue 4. Beeinrächtigungen durch Schmerzen 5. Physische Leistungsfähigkeit
Alle Outcomes gemessen über PROMIS; computerized adaptive testing (CAT) |
Keine sign. Gruppenunterschiede auf relevanten Endpunkten
Sign. Reduktion von Angst für HP |
Nicht berichtet |
NCI grant, NCI diversity supplement, NIH/NCI training grant, National Institutes of Health's National Center for Advancing Translational Sciences,
Laut Angaben keine COI |
Risk of Bias
SB1: unclear SB2: unclear PB: high DB: unclear AB: unclear RB: unclear
Feasibility-Studie
Keine Fallzahlplanung |
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Lim et al., 2019: Pilot trial of a STOMA psychosocial intervention programme for colorectal cancer patients with stomas |
RCT, prospektiv, offen, monozentrisch, 2 Arme
Randomisiert: N=63 Mid-Intervention: N=51 Post-Intervention: N=51 Follow-Up: N=51
ITT-Ansatz ohne Imputation Ausgewertet: N=51
Land: Singapur 2015-2016 |
Darmkrebspatienten mit Katheter/Stoma
Geschlecht: 35,3%
Alter: 21-88 Mittelwert: 63 |
Arm A: NB=32 NM=27 NP=27 NFU=27 Psychosoziales Interventionsprogramm (STOMA), face-to-face psychoedukatives Treffen vor OP, Edukations-Broschüre, fünf Telefon-Follow-Ups (eines vor OP, die anderen 4 nach OP)
Arm B: NB=31 NM=24 NP=24 NFU=24 CAU |
Erhebungszeitpunkte: Baseline Mid-Intervention Post-Intervention Follow-Up 1 (1 Monat)
Primäre Endpunkte: 1. Stoma care Selbstwirksamkeit 2. Akzeptanz des Stomas 3. Stoma-Kompetenz 4. Länge des Krankenhausaufenthaltes 5. Angst (HADS-A) Depressivität (HADS-D) |
Keine sign. Gruppenunterschiede auf relevanten Endpunkten
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Nicht berichtet |
Singapore Cancer Society (SCS) Cancer Research Grant 2013
Laut Angaben keine COI
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Risk of Bias
SB1: low SB2: high PB: high DB: high AB: low RB: unclear
Geplante Fallzahl nicht erreicht (N=84)
Pilotstudie (da Fallzahl nicht erreicht)
" The study was designed to be a full RCT, with a plan to recruit 84 participants based on the power analysis (Lim et al., 2015). However, there was a large number of patients who rejected to participate in the study (N = 20) or did not meet the selection criteria (N = 33) during the funded time‐period in the participating hospital. Thus, the recruitment stopped at 53 participants. Therefore, this study was considered a pilot RCT." (p. 1340)
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Mosher (2019): Acceptance and Commitment Therapy for Symptom Interference in Advanced Lung Cancer and Caregiver Distress: A Pilot Randomized Trial. |
RCT prospektiv, multizentrisch, offen, 2 Arme
Randomisiert: N = 50 Follow-Up1: N = 38 Follow-Up2:
ITT-Ansatz ohne Imputation; ausgewertet: N=50
Land: USA
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Lungenkrebs (Stadien III – IV) und deren Berzugs-personen
Geschlecht:
Alter: 35-82 Mittelwert: 63
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Arm A: NB = 25 NFU1=20 NFU2=20 ACT, telefonbasiert, 6 Sitzungen, 50min, wöchentlich
Arm B: NB = 25 NFU1=18 NFU2=18 AC (Edukation, Unterstützung), telefonbasiert, 6 Sitzungen, 50min, wöchentlich |
Erhebungszeitpunkt Baseline Post-Intervention (2 Wochen) Follow-Up1 (6 Wochen)
Primäre Endpunkte: Funktionale Einschränkung durch Symptomlast: 1. Symptom Interferenz (MDASI) 2. Interferenz durch Fatigue (FSI) 1. Interferenz durch Schmerz (PROMIS) 2. Vermeidung aufgrund von Schwindel (PROMIS) 3. Angst (PROMIS) 4. Depressivität (PROMIS)
Sekundäre Endpunkte: Schwere der körperlichen Symptome: 5. Fatigue (PROMIS) 6. Schlafstörungen (PROMIS) 7. Schmerz (PROMIS) 8. Atembeschwerden (MSAS)
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1. Angst àACT vs. KG Keine sign. Zeit-Gruppe-Interaktion
2. Depressivität àACT vs. KG
3. Fatigue (Schwere) àACT vs. KG Keine sign. Zeit-Gruppe-Interaktion
4. Schmerz (Schwere) àACT vs. KG Keine sign. Zeit-Gruppe-Interaktion 9. |
Arm A: ACT SUEs: kA UEs: kA
Arm B: KG SUEs: kA UEs: kA |
Walther Cancer Foundation + National Cancer Institute (USA)
Laut Angaben kein COI |
Risk of Bias
SB1: low SB2 unclear PB: high DB: unclear AB: low RB: unclear
Keine Fallzahlplanung
Pilotstudie
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Mosher et al., 2018: Acceptance and commitment therapy for symptom interference in metastatic breast cancer patients: a pilot randomized trial |
RCT, prospektiv, offen, monozentrische, 2 Arme
Randomisiert: N=47 Post-Intervention: N=39 Follow-Up: N=37
ITT Ansatz mit Imputation (LOCF) Ausgewertet: N=47
Land: USA 03-11/2016 (Rekrutierung) |
Metastasierte Brustkrebspatientinnen (Stage IV), mind. Eines der folgenden Symptome: Schmerz, Fatigue, Schlafstörung, Depressivität, Angst
Geschlecht: 100% weiblich
Alter: 25-75 Mittelwert: 56.3 |
Arm A: NB=23 NP=18 NFU=17 ACT, telefonisch, 6 Sitzungen
Arm B: NB=24 NP=21 NFU=24 Edukation/Unterstützung (ES), 6 Sitzungen |
Erhebungszeitpunkte: Baseline Post-Intervention Follow-Up (4 Wochen)
Primäre Endpunkte: 1. Globale Symptominterferenz (MDASI) 2. Schmerzinterferenzen (PROMIS) 3. Fatigue (FSI) 4. Schlafstörungen (PROMIS)
Sekundäre Endpunkte: 1. Schmerzintensität (PROMIS) 2. Fatigue (PROMIS) 3. Schlafstörungen (PROMIS) 4. Depressivität (PROMIS) 5. Angst (PROMIS)
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Keine sign. Gruppenunterschiede auf relevanten Endpunkten
Aber: In ACT höhere Abnahme von Fatigue mit mittlerer Effektstärke in ACT (d=–0,43 versus d=–0,24 in ES) Für beide Gruppen Abnahme von Depressivität (ACT: d=–0.27 und ES: d=–0.28)
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keine berichtet |
Walther Cancer Foundation, National Cancer Institute, Walther Cancer Foundation
Laut Angaben keine COI
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Risk of Bias
SB1: low SB2: low PB: high DB: unclear AB: low RB: unclear
Pilotstudie
Keine Fallzahlplanung (kA)
In ACT-Gruppe höhere Baseline-Werte von globaler Symptom-Interferenz, Fatigue-Interferenz, Schlafstörung, schlafbezogene Beeinträchtigungen |
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Wise et al., 2018: Suffering in Advanced Cancer: A Randomized Control Trial of a Narrative Intervention |
RCT, prospektiv, offen, monozentrisch, 2 Arme
Randomisiert: N=110 Post-Intervention: N=92 Follow-Up: N=86
PP-Analyse Ausgewertet: N=86
Land: USA |
Advanced cancer (Stage III oder IV), Treatment abgeschlossen (33% gynäkologisch, 16% Brust, 14% Darm, 12% Leber, 26% andere)
Geschlecht: Ca. 79% weiblich
Alter: 35-80 Mittelwert: 57 |
Arm A: NB=59 NP=49 NFU=49
miLivingStory,(miLS), telefonbasierte narrative Intervention in Form von Lebens- und Krankheits-Review; 3 Komponenten: 1) Telefoninterview (ein Kennenlernen, 20-30min und dann das Interview, 45-124min); 2) miLivingStory Website mit Infos etc.; 3) miLivingStory Social Network, um Geschichten auszutauschen
Arm B: NB=51 NP=43 NFU=37 miOwnResources (miOR); Kontrollwebsite, enthält miLivingStory Krebsinfos, aber keine Tipps in Form von eigenen/anderen Geschichten
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Erhebungszeitpunkte: Baseline Post-Intervention Follow-Up (8 Wochen)
Primäre Endpunkte: 1. Frieden und Bedeutsamkeit (peace and meaning; FACIT-Sp) 2. Depressivität (POMS-SF) 3. Wut (POMS-SF) 4. Angst (POMS-SF) |
1. Depressivität à miLS versus miOR: Post-Intervention: Keine sign. Gruppenunterschiede
Follow-Up: Keine sign. Gruppenunterschiede
2. Angst: à miLS versus miOR: Post-Intervention: Keine sign. Gruppenunterschiede
Follow-Up: Keine sign. Gruppenunterschiede |
Nicht berichtet |
National Cancer Institute
Laut Angaben keine COI |
Risk of Bias
SB1: low SB2: unclear PB: high DB: high AB: low RB: low
Geplante Fallzahl erreicht (N=80 zum Follow-Up-Zeitpunkt)
Möglicherweise nicht-repräsentative Stichprobe: geringe Teilnahme und hoher Drop-Out |
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Hass et al., 2017: Effekte der telefonischen Nachsorge in der onkologischen Rehabilitation nach Brustkrebs – Ergebnisse einer randomisierten Studie |
RCT, prospektiv, offen, monozentrisch, 2 Arme
Randomisiert (Baseline2): N=153 Post-Intervention: N=127
kA zu Analysemethode; Ausgewertet: N=127
Land: Deutschland
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Brustkrebspatientinnen während der onkologischen Reha,
Geschlecht: 100% weiblich
Alter: 27-54 Mittelwert: 46,6 |
Arm A: NB2= 70 NP=53 Telefonische Nachsorge, nach Entlassung über 6 Monate. In 4-wöchigen Abständen, insgesamt 5 Gespräche à ca.15min
Arm B: NB2=83 NP=74 CAU, keine telefonische Nachsorge |
Erhebungszeitpunkt Baseline1 (Beginn stat. Reha) Baseline2 (Ende stat. Reha) Post-Intervention
Primäre Endpunkte: 1. Psychische Belastung (Emotional Thermometer) 2. QoL (LZI) 3. Indikatoren des Reha-Status (IRES-24) 4. Angst (HADS) 5. Depressivität (HADS) 6. Gesundheitsverhalten 7. Rückkehr an den Arbeitsplatz |
Keine sign. Gruppenunterschiede auf relevanten Endpunkten
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Nicht berichtet |
Arbeitsgemeinschaft für Krebsbekämpfung NRW (ARGE)
Laut Angaben keine COI |
Risk of Bias
SB1: low SB2: low PB: high DB: high AB: high RB: unclear
Geplante Fallzahl (N=124) erreicht |
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Hummel et al., 2017: Efficacy of Internet-Based Cognitive Behavioral Therapy in Improving Sexual Functioning of Breast Cancer Survivors: Results of a Randomized Controlled Trial |
RCT, prospektiv, monozentrisch, offen, 2 Arme
Randomisiert: N=169 Mid-Treatment: N=156 Post-Intervention: N=151
ITT-Ansatz mit Imputation (LOCF), ausgewertet: N=143-156 (je nach Outcome und MZP)
Land: Niederlande |
Brustkrebsüberlebende mit DSM-4-Diagnose von sexueller Dysfunktion, krankheitsfrei
Geschlecht: 100% weiblich
Alter: Mittelwert: 51,1 |
Arm A: NB= 84 NM=75 NP=69 IKVT, wöchentliche Sitzung, max. über 24 Wochen
Arm B: NB= 85 NM=81 NP=82 WL
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Erhebungszeitpunkte: Baseline Mid-Treatment (10 Wochen) Post-Intervention
Primäre Endpunkte: 1. Sexuelle Funktion (FSFI total) 2. Sexueller Distress (FSDS-R) 3. Beziehungsintimität (PAIR)
Sekundäre Endpunkte: 1. Körperbild (QLQ-BR23) 2. Menopausale Symptome (FACT-ES ) 3. Eheliche Funktion (MMQ) 4. Distress (HADS total) 5. QoL (SF-36)
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1. Sexuelle Funktion: à IKVT versus WL: Keine sign. Gruppe-Zeit-Interaktion
Kein sign. Gruppenunterschied zu keinem Zeitpunkt
2. Distress: à IKVT versus WL: Keine sign. Gruppe-Zeit-Interaktion
keine sign. Gruppenunterschiede zu keinem Zeitpunkt
3. QoL: à IKVT versus WL: Keine sign. Gruppe-Zeit-Interaktion
keine sign. Gruppenunterschiede zu keinem Zeitpunkt
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Nicht berichtet |
Netherlands Cancer Institute
Laut Angabe keine COI |
Risk of Bias
SB1: low SB2: unclear PB: high DB: high AB: low RB: low
Geplante Fallzahl (N=130) erreicht |
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Lai et al., 2019: A Nurse-Led Care Program for Breast Cancer Patients in a Chemotherapy Day Center A Randomized Controlled Trial |
RCT, prospektiv, offen, monozentrisch, 2 Arme
Randomisiert: N=124 Post-Intervention: N=120
ITT-Ansatz mit Imputation (Expectation Maximization Algorithmus); Ausgewertet: N=120
Land: China (Hong Kong) |
Brustkrebspatientinnen, die zum ersten Mal Chemotherapie bekommen
Geschlecht: 100% weiblich
Alter: Mittelwert: 51,13 |
Arm A: NB=60 NFU=58 Nurse-Led Care (NLC), ein face-to-face Treffen vor Chemo, dann 4 Telefongespräche nach Chemo (in der Woche des 1., 2., 4. und 6. Chemozyklus
Arm B: NB=64 NFU=62 CAU |
Erhebungszeitpunkt Baseline Follow-Up (4 Wochen)
Primäre Endpunkte: 1. QoL (FACT-G)
Sekundäre Endpunkte: 1. Selbstwirksamkeit (SUPPH)
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1. QoL: àNLC versus CAU: Keine sign. Gruppenunterschiede
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Nicht berichtet |
Central Research Grant from the Hong Kong Polytechnic University
Laut Angaben keine COI |
Risk of Bias
SB1: low SB2: low PB: high DB: high AB: low RB: unclear
Geplante Fallzahl (N=90) erreicht |
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Ferguson et al., 2016: A Randomized Trial of Videoconference-Delivered Cognitive Behavioral Therapy for Survivors of Breast Cancer With Self-Reported Cognitive Dysfunction |
RCT. Prospektiv, multizentrisch, offen, 2 Arme
Randomisiert: N=47 Post-intervention: N=36 Follow-Up: N=35
kA ob ITT; Ausgewertet: N=35
Land: USA |
Brustkrebs-überlebende mit long-term chemotherapy-realted dysfunctions (CRCD), momentan krankheitsfrei
Geschlecht: 100% weiblich
Alter: |
Arm A: NB=27 NP=22 NFU=22 KVT à Memory and Attention Adaptation Training (MAAT), 8 wöchentliche Sitzungen von je 30-45min, per Videokonferenz
Arm B: NB= 20 N=P14 NFU=13 Attention control (AC) à supportive Therapie, 8 wöchentliche Sitzungen von je 30-45min, per Videokonferenz |
Erhebungszeitpunkte Baseline Post-Intervention Follow-Up (8 Wochen)
Primäre Endpunkte: 1. Kognitive Einschränkung (PCI) 2. Kognitive Fähigkeiten (FACT-Cog)
Sekundäre Endpunkte: 1. Verarbeitungsgeschwindigkeit und verbales Gedächtnis (TBANS) 2. Angst (bezogen auf kognitive Beeinträchtigungen(MIA-A) 3. Fatigue (FACIT-F) 4. Funktionsfähigkeit (FACT-G) 5. Angst (DASS-21) 6. Depressivität (DASS-21) 7. QoL (FACTCog)
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Keine sign. Gruppenunterschiede auf relevanten Endpunkten
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Nicht berichtet |
e National Institutes of Health Office of Research on Women’s Health administrated by the National Cancer Institute
Ferguson hat Copyright mit US Copyright Office für die in dieser Studie verwendeten Treatment-Manuale
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Risk of Bias
SB1: low SB2: low PB: high DB: high AB: high RB: unclear
Geplante Fallzahl (N=48) nicht erreicht |
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Malmström et al., 2016: The effect of a nurse led telephone supportive care programme on patients’ quality of life, received information and health care contacts after oesophageal cancer surgery—A six month RCT-follow-up study
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RCT, prospektiv, offen, monozentrisch, 2 Arme
Randomisiert: N=82 Baseline: N=80 Post-Intervention: N=74 Follow-Up 1: N=69 Follow-Up 2: N=59 Follow-Up 3: N=49
ITT-Ansatz mit Imputation (Mittelwertsersetzungen & Ersetzung nach Scoring Manual des Messinstruments) Ausgewertet: N=82
Land: Schweden 2009-2013 |
Speiseröhrenkrebs mit operativem Eingriff
Geschlecht: 21,95% weiblich
Alter: Mittelwert: 66,4 |
Arm A: NR=41 NB=41 NP=40 NFU1=38 NFU2=34 NFU3=26 Pflegerische telefonische Unterstützung nach Operation, über 6 Monate, 16x zwischen 5-15min
Arm B: NR=41 NB=39 NP=34 NFU1=31 NFU2=25 NFU3=23 CAU |
Erhebungszeitpunkte: Baseline Post-Intervention Follow-Up 1 (6 Wochen) Follow-Up 2 (14 Wochen) Follow-Up 3 (22 Wochen)
Primäre Endpunkte: 1. QoL (EORTC-QLQ-C30 und QLQ-OG25) |
Keine sign. Gruppenunterschiede |
Nicht berichtet |
Södra sjukvårdsregionen [The Southern Regional Health Care Committee] and Vårdakademin [Academy of caring science] at Skåne University hospital
Laut Angaben keine COI |
Risk of Bias
SB1: unclear SB2: low PB: high DB: high AB: low RB: unclear
Keine Fallzahlplanung (kA) |
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Mosher et al., 2016: Randomized Pilot Trial of a Telephone Symptom Management Intervention for Symptomatic Lung Cancer Patients and Their Family Caregivers |
RCT, prospektiv, offen, monozentrisch, 2 Arme
Randomisiert: N=106 Dyaden (N=106 Patienten, N=106 Behandelnde Post-Intervention: N=80 Patienten, N=80 Behandelnde Follow-Up: N=79 Patienten, N=72 Behandelnde
ITT-Ansatz; kA zu Imputationsmethode
Ausgewertet: N=106 Dyaden
Land: USA 03/2013-04/2015 (Rekrutierung) |
Symptomatische Lungenkrebspatienten und ihre Betreuungspersonen
Geschlecht: Patienten: 53% weiblich Betreuende: 73% weiblich
Alter: Patienten: 42-85 Behandelnde: 20-80 Mittelwert: Patienten: 62,72 Behandelnde: 56,54 |
Arm A: NB=51 Dyaden; NP=36 Patienten, NP=35 Behandelnde; NFU=35 Patienten, NFU=33 Behandelnde
Telefon Symptom Management Intervention (TSM), 4 wöchentliche Telefonate je 45min, bestehend aus KVT und emotionsfokussierte Therapie
Arm B: NB=55 Dyaden NP=44 Patienten, NP=45 Behandelnde; NFU=44 Patienten, NFU=45 Behandelnde
Edukation/Support (E-S), 4 wöchentliche Telefonate je 45min |
Erhebungszeitpunkte: Baseline Post-Intervention Follow-Up (4 Wochen)
Primäre Endpunkte: 1. Depressivität (PHQ-8) 2. Angst (GAD-7) 3. Schmerz (BPI Short Form) 4. Fatigue (FSI) 5. Atemlosigkeit und Distress bzgl. Atemlosigkeit (MSAS) |
Keine sign. Gruppenunterschiede auf relevanten Endpunkten
Keine sign. Gruppen- oder Zeit-Effekte oder Zeit-Gruppen-Interaktionen
à keine Verbesserung in beiden Gruppen |
Keine berichtet |
American Cancer Society, American Cancer Society Institutional Research grant, National Cancer Institute
Laut Angaben keine COI
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Risk of Bias
SB1: low SB2: low PB: high DB: unclear AB: low RB: high
Geplante Fallzahl erreicht (N=42 Dyaden) |
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Freeman et al., 2015: A randomized trial comparing live and telemedicine deliveries of an imagery-based behavioral intervention for breast cancer survivors: reducing symptoms and barriers to care |
RCT prospektiv, multizentrisch, offen, 3 Arme
Randomisiert: N = 118
ITT-Ansatz Ausgewertet: N = 118
Land: USA 2008-2010 |
Brustkrebs-Überlebende, mindestens 6 Wochen nach abgeschlossener Behandlung
Geschlecht: 100% weiblich
Alter: Mittelwert: 55.44
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Imaginationsbasierte Verhaltensintervention (Arm A & B): 1x/Woche à 4h, 1.-4. Sitzung: 25 Min. Theorie, 25 Min. Interaktion in Triaden 5. Sitzung: Präsentation ind. Beiträge & Feedback
Arm A: NB = 48 NP = 41 NFU = 40 Gruppenangebot Edukation + Imagination + Übungen (Life Delivery, LD), 50min (25min Input, 25min Interaktion), wöchentlich, 5 Wochen + Übungen zuhause
Arm B: NB = 23 NP = 19 NFU = 19 Wie oben, nur: Online-Gruppe, Telemedizin (telemedecine delivery, TD)
Arm C: NB = 47 NP = 44 NFU = 43
WL, Angebot der ERL-Intervention nach 3-Monats-Follow-Up
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Erhebungszeitpunkte: Baseline Post-Intervention Follow-Up (2 Monate)
Primärer Endpunkt: 1. Allg. QoL (SF-36): physisch (PCS), psychisch (MCS)
Sekundäre Endpunkte: 2. Krebsbezogene QoL (FACT-B) 3. Fatigue (FACIT-F) 4. Wahrgen. kogn. Funktionsfähigkeit (FACT-Cog) 5. Spirituelles Wohlbefinden (FACIT-Sp-Ex) 6. Distress (BSI-GSI) 7. Schlafstörungen (PSQI) |
1. Allg. QoL (psychisch) à LD vs. TD vs. WL: Keine sign. Effekte für Zeit, Gruppe, Zeit x Gruppe-Interaktion.
2. Krebsbezogene QoL à LD vs. TD vs. WL: Sign. Effekt für Zeit.
3. Fatigue à LD vs. TD vs. WL: Sign. Effekt für Gruppe. Keine sign. Effekte für Zeit, Zeit x Gruppe-Interaktion.
4. Distress à LD vs. TD vs. WL: Keine sign. Effekte für Zeit, Gruppe, Zeit x Gruppe-Interaktion.
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Keine berichtet. |
Finanzierung durch Small Business Innovating Research-Subvention + Krebspräventions-Stipendium für Mitarbeitende (NCI grant)
Laut Angaben kein COI. |
Risk of Bias
SB1: low SB2: unclear PB: high DB: high AB: low RB: unclear
Keine Fallzahlplanung |
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Perz et al., 2015: A randomized trial of a minimal intervention for sexual concerns after cancer: a comparison of self-help and professionally delivered modalities |
RCT, prospektiv, offen, monozentrisch, 2 Arme
Randomisiert: N=88 Patienten, N=53 Partner Post-Intervention: N=69 Patienten, N=53 Partner Follow-Up: N=59 Patienten, N=31 Partner
kA zum Umgang mit Dropouts; Ausgewertet: N=kA
Land: Australien |
Krebspatienten oder Partner von Krebspatienten (81% sexuellen Krebstyp (Prostata, Brust, gynäkologisch)
Geschlecht: 53% weiblich
Alter: Mittelwert: 56.25 |
Arm A: NB= 45 Patienten, NB=25 Partner; NP=35 Patienten, NP=20 Partner; NFU=33 Patienten, NFU=20 Partner
Schriftliches Informationsmaterial zur Selbsthilfe (68 Seiten) + ein Telefonat/Skype-Beratungsgespräch (60min) (HP)
Arm B: NB= 43 Patienten, NB=28 Partner; NP=34 Patienten, NP=17 Partner; NFU=26 Patienten, NFU=13 Partner
Nur Informationsmaterial zur Selbsthilfe (SH)
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Erhebungszeitpunkte: Baseline Post-Intervention Follow-Up (6 Wochen)
Primäre Endpunkte: 1. QoL (SF-12) 2. Depressivität (HADS) 3. Angst (HADS) 4. Self-Silencing (STSS) 5. Zufriedenheit mit Beziehung (DAS) 6. Sexuelle Kommunikation (DSC) 7. Sexuelle Funktion (CSFQ-14) 8. Sexuelle Zufriedenheit („‘how satisfied are you with your sexual relationship?“)
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Patient*innenoutcome Keine sign. Gruppenunterschiede auf QoL, Depressivität, Angst, Sexuelle Funktion, sexuelle Zufriedenheit |
Nicht berichtet |
Australian Research Council Linkage Grant, Cancer Council New South Wales and the National Breast Cancer Foundation, Westmead Hospital and Nepean Hospital
Keine COI laut Angaben
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Risk of Bias
SB1: low SB2: unclear PB: high DB: high AB: high RB: low
kA zur Fallzahlplanung |
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Psychotherapeutische Paar- und Familieninterventionen
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Referenz/ (Autor, Jahr, Journal) |
Studientyp |
Merkmale untersuchter Studien |
Interventionen |
Untersuchte Endpunkte |
Hauptergebnisse |
Neben-/ Wechselwirkungen |
Methodische Bemerkungen |
Evidenzklasse |
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Hu et al. 2019: „Association between dyadic interventions and outcomes in cancer patients: a meta analysis“
Eingeschlossene Primärstudien:
Belgacem 2013 Schenker 2016 El Jawahri 2016 Jia 2012 Arden Close 2013 Clark 2013 Steel 2016 Arden Close 2013 Northouse 2005, 2007, 2013a, b Winters Stone 2015 Perz 2015 Lambert 2016 Badger 2011 Chen 2012 Couper 2015 Collinge 2013 Mosher 2016 Badger 2013 Badr 2015 McLean 2013 Heinrichs 2012
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MA
Suchzeitraum: Bis Mai 2018
Datenbanken: PubMed EMBASE CINAHL Cochrane Central Chinese Biomedical Literature Database PsycINFO Web of Science Chinese National Knowledge Infrastructure Wanfang Data
Einschluss-kriterien: P: Erwachsene Krebspatienten + Angehörige oder Partner I: psychosozial-, kognitions- oder verhaltens-orientiert C: - O: u.a. QoL, Depressivität, Angst, Schmerz, Fatigue S: RCTs
23 RCTS N= 2404
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RCTs
Erwachsene mit Krebs ab 18 Jahren, bei denen Angehörige oder Partner in der Therapie mit einbezogen wurden
Geschlecht: kA
Mittleres Alter: kA
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Inhalte: 8x FOCUS (Mulitkomponenten Famiien-intervention) 7x Psycho-edukation 2x Körperliches Training 2x Palliativ-versorgung 1x Symptom Management
Format: 8x face to face 7x Telefonkontakt 8x Beides Frequenz: 3-52 Sessions
Dauer: 1h bis 12 Monate 1x "as long as needed"
Kontrollgruppen: 18 x TAU/UC 5x andere Familienintervention
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Primäre Endpunkte: Patientenseitig 1. QoL 2. Fatigue 3. Schmerz 4. Angst 5. Depressivität 6. Hoffnungs-losigkeit 7. Verbundenheit 8. "Marital functioning" 9. Überlebensrate
Verwendete Skalen QoL SF-36 QUAL-E FACT-BMT TDL FACT-G QLIP-BR BHS SF-12 AQoL UCLA-PSI FACT QoL-BC PSS-FA SWB MHI
Fatique FACT-F MFI FSI
Depressivität BDI-II HADS SDS CES-D FACT-G PROMIS GAD-7 BPI
Angst PROMIS HADS SAS GAD-7 FACT-G
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Patientenseitig 1. QoL 0 – 3 Monate Follow-Up 7 RCTs, N=742 I2 = 92%; SMD=0.53 [-0.02, 1.08, p=.06] Random-Effects Model
3 – 6 Monate Follow-Up 3 RCTs, N=364 I2 = 77%; SMD=0.19 [–0.34, 0.71, p=.49] Random-Effects Model
>6 Monate Follow-Up 4 RCTs, N=646 I2 = 56%; SMD=0.13 [–0.12, 0.37, p=.31] Random-Effects Model
2. Fatigue 0 – 3 Monate Follow-Up 7 RCTs, N=750 I2 = 42%; SMD=0.04 [-0.15, 0.24, p=.65] Random-Effects Model
3 – 6 Monate Follow-Up 6 RCTs, N=167 I2 = 0%; SMD=–0.20 [–0.51, 0.10, p=.19] Random-Effects Model
3. Schmerz 0 – 3 Monate Follow up 4 RCTs, N=374 I2 = 51%; SMD=-0.07 [-0.36, 0.22, p=.64] Random-Effects Model
3 – 6 Monate Follow up 1 RCT, N=27 I2 = na ; SMD=–0.66 [–1.44, 0.12, p=.10] Random-Effects Model
4. Angst 0 – 3 Monate Follow up 13 RCTs, N=1091 I2 = 81%; SMD=-0.42 [–0.70, –0.13, p<.01> Random-Effects Model
Studie mit hohem RoB exkludiert (Jia 2012): 12 RCTs, N=971 I2 = 46%; SMD=-0.30 [-0.48, -0.12, 95% CI] Random-Effects Model
5. Depressivität 0 – 3 Monate Follow up 17 RCTs, N=1216 I2 = 84%; SMD=-0.35 [–0.65, –0.05, p<.001> Random-Effects Model
Studie mit hohem RoB exkludiert (Jia 2012): 16 RCTs, N=1096 I2 = 46%; SMD=-0.26 [–0.39, –0.13, p<.001> Random-Effects Model
3 – 6 Monate Follow up 5 RCTs, N=227 I2 = 0%; SMD=-0.29 [–0.56, –0.03, p=.03] Random-Effects Model
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Keine SUEs berichtet
RCTs berichten UEs nicht
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Primärstudien: RCTs mit low RoB SB: 6 PB: 17 DB: 11 AB: 20 RB: 23 OB: 1
Review: AMSTAR-2: critically low quality Method.Mängel in kritischer Domäne 2,7,15, non-kritischer Dom. 1,3,8,10
Sensitivitäts-analysen: Ausschluss von Studien mit hohem RoB
Publikationsbias: Egger´s test for Publicationbias
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1a |
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Vintila et al. 2019: „Effectiveness of couple psycho-oncological interventions in increasing patients and their partners´adaption to desease: A systematic review and a meta analysis“
Eingeschlossene Primärstudien:
Porter 2012, 2017 Robertson 2016 Heinrichs 2012 Manne 2016 Hsiao 2016 Northouse 2007 Mclean 2013 Anden-Close 2013 Kayser 2010 Baucom 2009 Kuijer 2004 Lampert 2016 Walker 2013 Couper 2015 Kalaitzi 2007 Manne 2005 McCorkle 2007 Porter 2009 Chambers 2015 Scott 2004
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MA
Suchzeitraum: Januar 2000 bis September 2018
Datenbanken: PsycINFO Medline
Einschluss-kriterien: P: Erwachsene Krebspatienten + Partner I: Psychosoziale Paarintervention C: - O: Depressivität, Angst, Distress, QoL, Beziehungs-qualität S: RCTs
21 RCTS, N=2081 Patienten-Partner-Dyaden
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RCTs
8x Brust 7x Prostata 3x Gemischte Krebsdiagnose 2x Gastrointestial 1x Eierstock
Geschlecht: kA
Mittleres Alter: 43 – 63
Länder: kA |
Inhalte: 18x Paartherapie 12x Edukation zu Krebs und Bewältigungs-mechanismen 8x Umgang mit emotionalen Problemen Davon 13x face-to-face 2x telefonabsiert 1x Videokonferenz 5x gemischt
Frequenz: 1 – 16 Sitzungen, M=6 Sitzungen Gesamtdauer: 45min – 16h, M=7h
Kontrollgruppen: TAU Psychoedukation Andere Intervention Neurtal writing Wait List
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Primäre Endpunkte: Patientenseitig 1. Depressivität 2. Angst 3. Distress 4. QoL 5. Beziehungs-qualität
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Patientenseitig 1. Depressivität Post Intervention: 8 RCTs, N=775 I2 = 77%; SMD=0.03 [–0.29, 0.35, 95% CI]
< 6 Monate Follow up: 7 RCTs, N=733 I2 = 0%; SMD=–0.08 [–0.22, 0.05, 95% CI]
> 6 Monate Follow-Up: 2 RCTs, N=775 I2 = 95%; SMD=0.87 [–0.84, 2.60, 95% CI]
2. Angst Post Intervention: 5 RCTs, N=580 I2 = 0%; SMD=–0.04 [–0.2, 0.11, 95% CI]
< 6 Monate Follow up: 4 RCTs, N=542 I2 = 77,5%; SMD=–0.43 [–0.85, –0.01, 95% CI]
> 6 Monate Follow-Up: 2 RCTs, N=295 I2 = 36%; SMD=–0.03 [–0.4, 0.34, 95% CI]
3. Distress Post Intervention: 7 RCTs, N=911 I2 = 62%; SMD=–0.21 [–0.46, 0.04, 95% CI]
< 6 Monate Follow up: 4 RCTs, N=822 I2 = 92%; SMD=0.59 [–0.3, 1.22, 95% CI]
> 6 Monate Follow-Up: 3 RCTs, N=659 I2 = 90%; SMD=–0.59 [–1.44, 0.24, 95% CI]
4. QoL Post Intervention: 9 RCTs, N=10 I2 = 81%; SMD=0.12 [–0.18, 0.44, 95% CI]
< 6 Monate Follow up: 5 RCTs, N=842 I2 = 6%; SMD=0.01 [–0.12, 0.15, 95% CI]
> 6 Monate Follow-Up: 6 RCTs, N=623 I2 = 86%; SMD=–0.29 [–0.79, 0.20, 95% CI
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Keine SUEs berichtet
RCTs berichten UEs nicht
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Primärstudien RCTs mit low RoB SB: 52% PB: keine Angabe DB: 10% AB: 90% RB: 100% OB: keine Angabe
Review: AMSTAR-2: critically low quality Method.Mängel in kritischer Domäne 2,7,11, non-kritischer Dom. 1,3,5,6,14,
Sensitivitäts-analysen: Nicht durchgeführt
Publikationsbias: Egger's Test durchgeführt, Ergebnisse nicht diskutiert
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1a |
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Wang et al. 2017: „The Efficacy of Couple-Based Interventions on Health-Related Quality of Life in Cancer Patients and Their Spouses: A Meta-analysis of 12 Randomized Controlled Trails“
Eingeschlossene Primärstudien:
Baucom, 2009 Keefe, 2005 Northouse, 2005 Northouse 2007 McLean, 2013 Campbell, 2007 Heinrichs, 2012 Kuijer, 2004 Manne, 2005 Badger, 2007 Northouse, 2013 McCorkle, 2007
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MA
Suchzeitraum: Bis 10. Februar, 2015
Datenbanken: PubMed EBSCO PsycINFO CINAHL EMBASE China Biology Mediine China National Knowledge Infratructure
Einschluss-kriterien: P: Erwachsene Krebspatienten + Partner oder Angehörige I: Paar-basierte Intervention C: - O: HRQoL S: RCTs
12 RCTS, N=1417 Patienten
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RCTs
Erwachsene Krebspatienten (Brust 4, Gemischt 5,Prostata 3)
Geschlecht: kA
Mittleres Alter: k.A
Länder : USA Kanada Deutschland Niederlande
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Inhalte: 3x Psychoedukative Intervention 5x Skills-Training 4x Gemischte Intervention
Dauer: 2 Wochen bis 12 Monate
Kontrollgruppen: 11x UC 1x Warteliste |
Primäre Endpunkte
1. Körperliche Gesundheit 2. Depressivität 3. Angst 4. Hoffnungs-losigkeit 5. Beziehungs-zufriedenheit
Verwendete Skalen Depressivität BDI QSC-R23 CES-D MHI-D
Angst BSI SSoSQ FoPq MHI-A PANAS |
1. Depressivität àGesamteffekt: Post-Intervention: 6 RCTs, N=353, I2 = 89%; SMD=-2.15 [–4.25, 0.06, p=.044] Fail-Safe-N : 52 Random-Effects Model
àPsychoedukation I2 = 0%; SMD=-1.56 [-2.53, -0.18, p = .002] à Skills Training I2 = 53%; SMD=-3.7 [-8.23, -1.69, p = .19] à Gemischte Intervention I2 = - %; WMD=0.49 [-1.04, 2.02, p = .529]
2. Angst àGesamteffekt: Post-Intervention: 5 RCTs, N=345, I2 = 90%; WMD=-1.16 [-2.16, -0.16, p = .023] Fail-Safe-N : 255 Random-Effects Model
à Psychoedukation I2 = 50%; WMD=-1.3 [-1.41, -1.18, p <.001> à Skills Training I2 = 76%; WMD=-1.16 [–2.16, –0.16, p = .029]
à Gemischte Intervention WMD=-0.23 [–0.83, 0.37, p = .453]
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Keine SUEs berichtet
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Primärstudien PEDRO-Score poor: - fair: 5 good: 7 excellent: -
Review: AMSTAR-2: critically low quality Method.Mängel in kritischer Domäne 2,4,7,9,11,13 non-kritischer Dom. 1,3,8,12
Sensitivitäts-analysen: Sign. Heterogenität in allen MAs; Sensitivitätsanalysen und Subgruppenanalysen durchgeführt
Publikationsbias: Eggerstest und das N-Fail-Safe Kriterium zeigen keinen signifikanten Publikations Bias
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1a- |
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Badr et al. 2013: "A systematic review and meta analysis of psychosocial interventions for couples coping with cancer"3
Eingeschlossene Primärstudien: Badger 2007 Baucom2004 Budin 2008 Campbell 2004 Canada 2006 Christensen 1983 Giesler 2005 Heinrichs 2011 Kalaitzi 2007 Kayser 2010 Keefe 2005 Kuijer 2004 Manne 2005 Manne 2011 McLean 2011 Mishel 2002 Neu 2003 Northouse 2007 Porter 2004 Porter 2011 Scott 2004 Ward 2009 |
SysRev & MA
Suchzeitraum: Januar 1980 bis Juli 2012
Datenbanken: PubMed
CENTRAL EMBASE PsycInfo Web of Sience LISTA (EBESCO) Einschluss-kriterien: P: Krebspatienten und ihre Partner I: Paar basierte Interventionen C: UC & AC O: QOL S: RCTs
23 RCTS, N=2415 Patienten
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RCTs
7x Brustkrebs 7x Prostatakrebs 1x Gastrointestinal Krebs 1x Lungenkrebs 1x Bust- oder Gynäkologischer Krebs 5x Gemischt
Geschlecht: kA
Mittleres Alter: 40 – 64
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Inhalte: Beratung Psychoedukation KVT MBT Paar-KVT Sexual Therapie EFT
2 – 10 Mal wöchentlich Follow up: 1 Monat – 12 Monate
Kontrollgruppen: 13 x UMC 6 x AC 2 x SC 1x „Gleiche Intervention aber nur für Patienten“ 1 x „Standart social work services“
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Primäre Endpunkte: 1. QoL è Psychologische Outcomes è Physische Outcomes è Beziehung
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1. QoL à Psychologisch Patient I2 = 31%; SMD=0.18 [0.05, 0.31, p = .01] Fail Safe N : 35 Partner I2 = 0%; SMD=0.18 [0.05, 0.31, p = .01] Fail Safe N : 10
à Physisch Patient I2 = 57%; SMD=0.31 [0.11, 0.50, p = .001] Fail Safe N : 68
à Beziehung Patient I2 = 0%; SMD=0.25 [0.11, 0.40, p = .001] Fail Safe N : 15 Partner I2 = 0%; SMD=0.22 [0.03, 0.11, p = .002] Fail Safe N : 3
2. QoL (Ausreißer "winsorized" einbezogen) à Psychologisch Patient I2 = 58%; SMD=0.25 [0.12, 0.32, p = .001] Fail Safe N : 76 Partner I2 = 0%; SMD=0.21 [0.08, 0.34, p = .001] Fail Safe N : 22
à Beziehung Patient I2 = 0%; SMD=0.28 [0.14, 0.43, p = .001] Fail Safe N : 32 Partner I2 = 0%; SMD=0.24 [0.06, 0.43, p = .01] Fail Safe N : 7
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Keine SUEs berichtet
RCTs berichten UEs nicht
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Primärstudien : In allen im Review eingeschlossenen Studien, wurden die Teilnehmer randomisiert auf die Gruppen zugeteilt
Vier Studien berichten von verblindeten versuchsleitern
14 Studien berichten von manualisierter Behandlung
15 Studien berichten von einer überwachten Behandlungsumsetzng
14 Studien berichtn von identischen Kontrollgruppen und Untersuchungsgrppen zum Startpunkt der Untersuchung
Review: AMSTAR-2: critically low quality Method.Mängel in kritischer Domäne 2,4,7,9,13 non-kritischer Dom. 1,3,5,10,12
Sensitivitäts-analysen: Nicht durchgeführt
Publikationsbias: für Outcomes geprüft Funnel Plot und „trim and fill“
Bei den psychologischen Outcomes zeigen sich im Funnelplot Ausreißer
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1a- |
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Faller et al. 2013: "Effects of Psycho-Oncologic Interventions on Emotional Distress and Quality of Life in Adult Patients with Cancer: Systematic Review und Meta-Analysis."13
Eingeschlossene Primärstudien: 198 RCTs
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MA
Suchzeitraum: May 2013
Datenbanken: CENTRAL Medline PsycInfo
Einschluss-kriterien: P: erwachsene Krebspatienten I: psychoonkologische Interventionen C: Aufmerkamkeits-Placebo, TAU/UC O: Distress, QoL, Depressivität, Angst S: RCTs
198 RCTS, N=22238 Patientinnen (218 Vergleiche in MA)
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RCTs
Gemischte Krebsdiagnosen (80) Brustkrebs (78) Prostatakarz. (8) Gynekologisch (6) Melanom (5) Hematologischer Krebs (4) Andere (12) Nicht angegeben (5)
Geschlecht: Median 82% weiblich
Alter: Median 54 Jahre
Länder : USA (107) UK (18) Australien (12) Kanada (10) Schweden (9) Niederlande (7) Weitere (35)
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Inhalte: Psychotherapie Einzel (55) Gruppe (42) Paar (10) Psychoedukation (19) Entspannungsverfahren (46) Einfache Informaationsgabe (23) Andere (12)
davon Einzel (119) Gruppe (66) Paar (8) Nicht angegeben (5)
Dauer/Frequenz/ Länge: 1-35 Sitzungen, Median 6 Sitzungen, Über 1-730 Tage, Median 42 Tage
Kontrollgruppen: TAU/UC Aufmerksamkeitskontrolle |
Primäre Endpunkte: 1. Distress 2. gesundheitsbezogene QoL 3. Depressivität 4. Angst |
1. Distress à Gesamteffekt Post-Intervention: 77 RCTs, N=? I2 = 73%; SMD=0.29 [0.20, 0.37, p <.001> Follow Up ≤6 Monate: 58 RCTs, N=? I2 = 56%; SMD=0.17 [0.09, 0.24, p <.001> Follow Up >6 Monate: 39 RCTs, N=? I2 = 32%; SMD=0.10 [0.04, 0.1, p =.003]
à Paartherapie Post-Intervention: 9 RCTs, N=? I2 = 0%; SMD=0.16 [0.02, 0.29, p =.021] Follow Up ≤6 Monate: 3 RCTs, N=? I2 = 65%; SMD=0.00 [–0.42, 0.41, p=.98] Follow Up >6 Monate: 5 RCTs, N=? I2 = 0%; SMD=0.01 [–0.16, 0.18, p =.91]
2. QoL à Gesamteffekt Post-Intervention: 66 RCTs, N=? I2 = 78%; SMD=0.26 [0.15, 0.37, p <.001> Follow Up ≤6 Monate: 47 RCTs, N=? I2 = 65%; SMD=0.22 [0.12, 0.33, p <.001> Follow Up >6 Monate: 27 RCTs, N=? I2 = 50%; SMD=0.18 [0.07, 0.28, p <.001>
à Paartherapie Post-Intervention: 5 RCTs, N=? I2 = 0%; SMD=0.11 [-0.06, 0.27, p =.2] Follow Up ≤6 Monate: 2 RCTs, N=? I2 = 0%; SMD=0.01 [–0.25, 0.27, p=.92] Follow Up >6 Monate: 3 RCTs, N=? I2 = 0%; SMD=0.02 [–0.2, 0.25, p =.88]
3. Depressivität à Gesamteffekt Post-Intervention: 72 RCTs, N=? I2 = 56.5%; SMD=0.33 [0.25, 0.41, p <.001> Follow Up ≤6 Monate: 40 RCTs, N=? I2 = 40.8%; SMD=0.2 [0.11, 0.28, p <.001> Follow Up >6 Monate: 26 RCTs, N=? I2 = 47.1%; SMD=0.14 [0.05, 0.24, p =.002]
à Paartherapie Post-Intervention: 4 RCTs, N=? I2 = 46%; SMD=0.27 [-0.06, 0.6, p =.11] Follow Up ≤6 Monate: 1 RCT, N=? I2 = ?; SMD=0.37 [ ?] Follow Up >6 Monate: 2 RCTs, N=? I2 = 0%; SMD=0.24 [–0.01, 0.49, p =.06]
4. Angst à Gesamteffekt Post-Intervention: 74 RCTs, N=? I2 = 60%; SMD=0.38 [0.29, 0.46, p <.001> Follow Up ≤6 Monate: 38 RCTs, N=? I2 = 73%; SMD=0.34 [0.2, 0.47, p <.001> Follow Up >6 Monate: 15 RCTs, N=? I2 = 33%; SMD=0.17 [0.06, 0.28, p =.003]
à Paartherapie Post-Intervention: 3 RCTs, N=? I2 = 16%; SMD=0.11 [-0.2, 0.42, p =.48] Follow Up >6 Monate: 1 RCT, N=? I2 = ?; SMD=0.26 [ ?] |
Nicht berichtet |
Primärstudien: RCTs mit low RoB SB: 51 PB: kA DB: kA AB: 122 RB: 141 OB: kA
Review: AMSTAR-2: critically low quality Method.Mängel in kritischer Domäne 2, 7, 13 non-kritischer Dom. 3, 10,
Sensitivitäts-analysen: Bei hoher Heterogenität (l²>70%) Ausschluss vjew. einer Studie aus MA & Moderatorenanalysen (u.A. Alter, Tumorart)
Weiterhin a priori geplante Subgruppenanalysen (siehe Hauptergebnisse)
Publikations-bias: Visuelle Prüfung der Funnel-Plots
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1a- |
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Brandao et al. 2014: „Psychological intervention with couples coping with breast cancer: A systematic review“
Eingeschlossene Primärstudien:
Baucom 2009 Christensen 1983 Heinrichs 2012 Kalaitzi 2007 Kayser 2010 Manne 2005/2007 Naaman 2008 Scott 2004 Wiesenthal 2006 Zimmermann 2011 |
SysRev
Suchzeitraum: 1975 bis Januar 2013
Datenbanken : CINAHL PsycInfo Acadamic Search Complete MEDLINE PsycArticles Behaviourial Science Collection
Einschluss-kriterien: P : Frauen, die an Brustkrebs leiden I : Paarintervention C: / O: gesundheits-bezogene, psychologische oder Beziehungsoutcomes S: RCTs
10 RCTS N = 679 Paare
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RCTs
Mamma-Ca (Stage 0 – IIIa)
Geschlecht : 100% weiblich + Partner
Mittleres Alter: 40 - 54
Länder : USA Deutschland Griechenland Kanada Australien |
Inhalte:
5x CBT 2x Paar- und Sexualberatung/-therapie 1x Emotions-fokussierte Therapie 1x Kurzintervention 1x sonstiges
Davon 9x einzelne Paare 1x Paargruppen
Frequenz Wöchentlich bis zweiwöchentlich
Dauer 4 bis 20 Sitzungen 60 -120min pro Sitzung
Kontrollgruppen: 4x Tau/UC 2x Aktive Kontrolle 2x edukative Intervention |
Primäre Endpunkte: 1. Psychologisches Funktionsniveau 2. Physisches Funktionsniveau 3. Ehequalität 4. Sexuelle Funktion |
8/10 Studien fanden signifikante Unterschiede auf min. einem rel. Outcome zugunsten der Intervention
1. Sexuelle Funktion 4 Studien zeigten verbessertes sexuelles Funktionsniveau und Zufriedenheit |
Keine SUEs berichtet
RCTs berichten UEs nicht
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Primärstdudien Nicht berichtet
Review: AMSTAR-2: critically low quality Method.Mängel in kritischer Domäne 2,4,7,9,13 non-kritischer Dom. 1,3,10,14,16
Sensitivitäts-analysen: Keine MA
Publikationsbias: Nicht diskutiert; Handsuche & graue Literatur in Suche einbezogen
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1a- |
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Griffin et al. 2013: „Effectiveness of Family and Caregiver Interventions on Patient Outcomes among Adults with Cancer or Memory-Related Disorders: A systematic Review“
Eingeschlossene Primärstudien:
Badger 2007 Badger 2011 Baucom 2009 Blanchard 1996 Budin 2008 Campbell 2004, 2007 Canada, 2005 Giesler 2005 Gutafson 2013 Kayser 2010 Keefe, 2005 Kozachik, 2001 Kurtz, 2005 Manne, 2005, 2007 Manne 2011 McCorkle 2007 McMillan 2007 Meyers 2011 Mishel 2002 Moskau 2008 Nezu 2003 Northouse 2005 Northouse 2007 Porter 2009 Porter 2011 Schover 2012 Stephenson 2007 Bass 2003 Belle 2006 Bourgeois 2002 Brodaty 2009 Burgener 1998 Burns 2003 Camberg 1999 Chang 1999 Gerdner 2002 Gitlin 2010a Gitlin 2010b Gitlin 2008 Gitlin 2003 Gitlin 2001 Ginyea 2006 Jirovec 2001 Logsdon 2010 Martin-Cool 2015 McCallion 1999 McCurry 2005 Mittelmann 2004 2006 Ostwald 1999 Quayhagen 2000 Robinson 2007 Teri 1997 Teri 2003 Teri 2005 Wray 2010 Wright 2001
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SysRev
Suchzeitraum 1980 bis Dezember 2012
Datenbanken : MEDLINE PsycINFO
Einschluss-kriterien: P: u.a. Erwachsene Krebspatienten I: Interventionen, die Familienmitglieder oder Pflegepersonen des erwachsenen Patienten eiinbeziehen C: Usual Care, Warteliste oder alternative aktive Behandlung O: u.a. QoL, Depressivität/Angst S: RCTs, nach 1995 publiziert
56 RCTs, davon 27 RCTs zu Krebspatienten, N=4195
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RCTs
Erwachsene mit Krebs und deren Angehörige
Geschlecht Patienten 39% weiblich Angehörige 61% weiblich
Mittleres Alter Patienten M=60, 46-71 Angehörige M=56, 49-62
Länder USA
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Von 27 RCTs verglichen 18 RCTs die Intervention mit TAU/UC
Inhalte 4x Telefon- oder internetbasierte Familienberatung 5x Paar-CBT 4x familien-unterstütze Patientenversorgung 4x familienzentrierte CBT 1x Spezial-intervention
Frequenz M=6 Sitzungen 3- 12 Sitzungen
Dauer M=6 Wochen 1 Woche – 5 Monate
Kontrollgruppe 18x TAU/UC
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Primäre Endpunkte: 1. QoL 2. Depressivität/Angst 3. Symptom-management |
1. QoL à Global QoL 0/6 Studien (N=1367) zeigen sign. Verbesserung zugunsten IG
2. Depressivität/ 2/9 Studien (N=1519) zeigen sign. Verbesserung zugunsten IG
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RCTs berichten UEs nicht
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Primärstudien Reporting Bias Gute Qualität : 0/18 Moderate Qualität: 15/18 Schlechte Qualität 3/18
Review: AMSTAR-2: critically low quality Method.Mängel in kritischer Domäne 2,7 non-kritischer Dom. 1,16
Sensitivitäts-analysen: Nicht durchgeführt, Heterogenität der Studien tabellarisch dargestellt
Publikationsbias: "Publication bias is suspected if evidence is derived from a small number of commercially funded trials with small sample sizes and a small number of event." (p.114)
Keine Angaben zu Pub.-Bias für relevante Ergebnisse
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1a |
Psychotherapeutische Paar- und Familieninterventionen RCTs (2015 – 2020)
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Referenz/ (Autor, Jahr, Journal) |
Studientyp |
Patienten-merkmale |
Interventionen |
Untersuchte Endpunkte |
Hauptergebnisse |
Neben-/ Wechselwirkungen |
Finanzierung / Conflict of Interest |
Methodische Bemerkungen |
Evidenzklasse |
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Keine Hinweise für höhere Wirksamkeit des Treatments (5/5) |
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Manne (2019): Couple-focused interventions for men with localized prostate cancer and their spouses: A randomized clinical trial |
RCT prospektiv, monozentrisch, offen, 3 Arme
Randomisiert: N=237 (Dyaden) Post-Intervention: N=212 (Patienten)/208 (Partnerinnen) Follow-Up1: N=205 (Patienten)/203 (Partnerinnen) Follow-Up2: N=204 (Patienten)/198 (Partnerinnen)
ITT-Ansatz ohne Imputation; Ausgewertet:siehe N zu MZP
Land: USA kA zum Zeitraum |
Lokal begrenztes Prostatakarzinom
Patient & Partnerin
Geschlecht: Patienten: 100% männlich
Partnerinnen: 100% weiblich
Alter: Patienten: M = 61 (SD = 7.3) Partnerinnen: M = 57 (SD = 8.5) |
Arm A: IET NR = 80 (Dyaden) NP=78 (Patienten)/76 (Partnerinnen) NFU1=72 (Patienten)/71 (Partnerinnen) NFU2=73 (Patienten)/71 (Partnerinnen)
Intimitätsfördernde Therapie (IET); Jeweils 5 Paarsitzungen, 90 Minuten (mit Audio aufgenommen) und 1 Booster-Anruf 3 Wochen nach letzter Paarsitzung, 30-45 Minuten
Arm B: GHW NR = 76 (Dyaden) NP=64 (Patienten)/64 (Partnerinnen) NFU1=60 (Patienten)/60 (Partnerinnen) NFU2=61 (Patienten)/59 (Partnerinnen)
Allgemeine Intervention zu Stärkung von Gesundheit und Wohlbefinden (GHW); Jeweils 5 Paarsitzungen, 90 Minuten (mit Audio aufgenommen) und 1 Booster-Anruf 3 Wochen nach letzter Paarsitzung, 30-45 Minuten
Arm C: CAU NR = 81 (Dyaden) NP=70 (Patienten)/68 (Partnerinnen) NFU1=73 (Patienten)/72 (Partnerinnen) NFU2=70 (Patienten)/68 (Partnerinnen)
CAU
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Erhebungszeitpunkte Baseline Post-Intervention Follow-Up1 (7 Wochen) Follow-Up2 (19 Wochen)
Primäre Endpunkte: 1. Allgemeine psychische Verfassung (MHI-38) 2. Depressivität (PHQ-9) 3. Distress (IES) 4. Krebsbezogene Sorgen 5. Beziehungszufriedenheit (DAS) |
Patientenoutcomes
1. Depression à IET vs. GHW vs. CAU Post-Intervention, FU1 und FU2: Keine sign. Zeit X Gruppe-Interaktion, sign. Zeiteffekt (Verbesserung in allen Gruppen bis einschl. FU1)
2. Krebsbezogene psychische Belastung à IET vs. GHW vs. CAU Post-Intervention, FU1 und FU2: Keine sign. Zeit X Gruppe-Interaktion, sign.r Zeiteffekt (Verbesserung in allen Gruppen bis einschl. FU1)
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Arm A: EG UEs: kA
Arm B: EG SUEs: kA
Arm C: CAU SUEs: kA |
Laut Angaben kein COI |
Risk of Bias
SB1: unclear SB2: unclear PB: high DB: high AB: unclear RB: low
Geplante Fallzahl (N=469 (Dyaden)) nicht erreicht.
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Ammari et al., (2018) : Results from the family and coping oriented palliative homecare intervention study (FamCope) – a randomized controlled trial
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RCT prospektiv, monozentrisch, offen, 2 Arme
Randomisiert: N=57 Post-Intervention N=38 Follow-Up N=30
ITT-Ansatz ohne Imputation
Land: Dänemark: Oct 2011-April 2013 |
Prostatakrebs (33%), Lungenkrebs (25%), Unterer Magen-Darm-Krebs (19%) (Stadium III –IV)
Geschlecht: 32% weiblich
Alter: Mittelwert: 67.4 |
Arm A: NR=28 NP=21 NFU=14 Familien intervention (FamCope) 6 Sitzungen, dreiwöchentlich
Arm B: NR=29 NP=17 NFU=16 CAU
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Erhebungszeitpunkt Baseline Post-Intervention Follow-Up (8 Wochen)
Primäre Endpunkte: 1. QoL (EORTC QLQ-C30 – Global Health Status)
Sekundäre Endpunkte 2. Angst (HADS) 3. Depressivität (HADS) |
Patientenoutcomes: 1. QoL à FamCope vs CAU: Post Intervention: keine sign. Gruppenunterschiede
Follow-Up: keine sign. Gruppenunterschiede
2. Angst à FamCope vs CAU: Post Intervention: keine sign. Gruppenunterschiede
Follow-Up: keine sign. Gruppenunterschiede
3. Depressivität à FamCope vs CAU: Post Intervention: keine sign. Gruppenunterschiede
Follow-Up: keine sign. Gruppenunterschiede
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Keine Angaben zu UEs |
Danish Cancer Society, Lundbeck Foundation, The Health Foundation (Helsefonden, Novo Nordic Foundation, Danish Nurses Organozatio, Danish Regions
Laut Angaben kein COI |
Risk of Bias
SB1: low SB2 low PB: high DB: high AB: low RB: low
geplante Fallzahl nicht erreicht (N=252)
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McCaughan (2018): Evaluating a psychosocial intervention for men with prostate cancer and their partners: Outcomes and lessons learned from a randomized controlled trial |
RCT, prospektiv, monozentrisch, 2 Arme
Randomisiert: N=17 (Dyaden) Post-Intervention: N=15 (Dyaden)/31 (ProbandInnen) Follow-Up: N=14 (Dyaden)/29 (ProbandInnen)
kA zu Analysemethode, aber wahrscheinlich ITT ohne Imputation; ausgewertet: Post-Intervention: N=16 (Patienten)/15 (Partner) Follow-Up: N=14 (Patienten)/14 (Partner)
Land: Nordirland kA zum Zeitraum
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Prostatakarzinom
Patient & Partnerin
Geschlecht: Patienten: 100% männlich
Partnerinnen: 100% weiblich
Alter: Patienten: EG: 56-79, KG: 56-71, M = 63.8
Partnerinnen: EG: 54-76, KG: 50-74, M = 60 |
Arm A: CONNECT NR = 13 (Dyaden) NP=12 (Dyaden) NFU=12 (Dyaden)
CONNECT-Intervention für Paar: 5 Einheiten über 9 Wochen: 3 Gruppensitzungen à 2 Stunden (Woche 1, 3, 9), 2 Telefonsitzungen (Woche 5, 7)
Arm B: TAU NR = 4 (Dyaden) NP=3 (Dyaden)/7 ProbandInnen NFU=2 (Dyaden)/5 ProbandInnen
TAU |
Erhebungszeitpunkte Baseline Post-Intervention Follow-Up (4 Wochen)
Primäre Endpunkte: 1. Selbstwirksamkeit (CASE, modifiziert) 2. Lebensqualität (FACT-G) 3. Symptom Distress (OSQ, Symptom Skala) 4. Kommunikation über Erkrankung (Lewis Mutually and Interpersonal Scale) 5. Unsicherheit bezüglich der Krankheitserfahrung (MUIS, modifiziert) 6. Nutzen der Erkrankung (Helgeson Benefits of Illness Scale) Soziale Unterstützung (Social Support Scale) |
1. Lebensqualität à CONNECT vs. TAU Post-Intervention und Follow-Up: Keine sign. Zeit x Gruppe-Interaktion
2. Symptom Distress à CONNECT vs. TAU Post-Intervention und Follow-Up: Keine sign. Zeit x Gruppe-Interaktion
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Arm A: EG UEs: kA
Arm B: KG SUEs: kA
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Finanzierung durch Cancer Focus Northern Ireland |
Risk of Bias
SB1: unclear SB2: unclear PB: high DB: high AB: high RB: high
Keine Fallzahl-planung
Ungleiche Randomisierung zu EG und KG aufgrund schleppender Teilnahme |
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Nicolaisen (2018): The effect of an attachment-oriented couple intervention for breast cancer patients and partners in the early treatment phase: A randomised controlled trial |
RCT prospektiv, multizentrisch, 2 Arme
Randomisiert: N=199 (Dyaden) Post-Intervention: N=163 (Dyaden)/ Follow-Up: N=141 (Dyaden)/
ITT-Ansatz ohne Imputation; Ausgewertet: Post-Intervention N=165 (Patienten)/ Follow-Up: N=145 (Patienten)/
Land: Dänemark 2012-2013
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Kürzlich diagnostizierte Patientinnen mit primärem Brustkrebs
Patientinnen & Partner
Geschlecht: Patienten: 100% weiblich Partner: 100% männlich
Alter: EG: Patienten: 27-79, M = 54.2 Partner: 28-92, M = 57.4
KG: Patienten: 31-75, M = 52.6 Partner: |
Arm A: HiH NR = 102 (Dyaden) NP=87 (Dyaden)/88 (Patienten)/87 (Parnter) NFU=80 (Dyaden)/82 (Patienten)/81 (Partner)
Hand in Hand (HiH) Intervention zusätzlich zu TAU: 4-8 Paarsitzungen bis zu 5 Monate nach OP
Arm B: TAU NR = 96 (Dyaden) NP=76 (Dyaden)/78 (Patienten)/78 (Partner) NFU=61 (Dyaden)/65 (Patienten)/63 (Partner)
TAU |
Erhebungszeitpunkte: Baseline Post-Intervention Follow-Up (20 Wochen)
Primärer Endpunkt: 1. Distress (IES)
Sekundäre Endpunkte: 2. Depressivität (HADS-D) 3. Angst (HADS-A) 4. Anpassung des Paars (dyadic adjustment) (RDAS) 5. Therapeutische Beziehung (“Bond”-Skala, WAI-SR)
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Patientenoutcomes
1. Distress à HiH vs. TAU Post-Intervention: Kein sign. Gruppenunterschied FU: Kein sign. Gruppenunterschied
2. Depressivität à HiH vs. TAU Post-Intervention: Kein sign. Gruppenunterschied FU: Kein sign. Gruppenunterschied
3. Angst à HiH vs. TAU Post-Intervention: Kein sign. Gruppenunterschied FU: Kein sign. Gruppenunterschied
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Arm A: EG UEs: kA
Arm B: KG SUEs: kA
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Laut Angaben kein COI.
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Risk of Bias
SB1: high SB2: low PB: high DB: high AB: unclear RB: high
Geplante Fallzahl (N=166) (knapp) nicht erreicht
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Couper (2015): Cognitive existential couple therapy (CECT) in men and partners facing localised prostate cancer: a randomised controlled trial |
RCT prospektiv, multizentrisch, offen, 2 Arme
Randomisiert: N = 62 (Dyaden) Post-Intervention: N=61 (Dyaden) Follow-Up: N=49 (Dyaden)
ITT-Ansatz mit Imputation (LOCF); ausgewertet: N=61 (Dyaden)
Land: Australien 2010-2012 |
Lokal begrenztes Prostatakarzinom, Stadium I-III
Geschlecht: Patienten: 100% männlich
Partnerinnen: 100% weiblich
Alter: Patienten: Mittelwert: 64,52
Partnerinnen: Mittelwert: 61,03
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Arm A: CECT NR=30 NP=29 NFU=23 Kognitiv-existentielle Paartherapie (Cognitive existential couple therapy (CECT)); 6 Wochen, 1x wöchentlich, 60-90 Minuten
Arm B: TAU NR=32 NP=32 NFU=26 TAU |
Erhebungszeitpunkte Baseline Post-Intervention (4 Wochen nach Intervention) Follow-Up (30 Wochen)
Primärer Endpunkt: 1. Funktionsweise der Beziehung (FRI)
Sekundäre Endpunkte: 2. Coping (Brief COPE) 3. Distress (IES-R) 4. Allgemeine mentale Gesundheit (MHI) |
1. Distress à CECT vs. TAU Post-Intervention und FU: Keine sign, Gruppenunterschiede
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Arm A: EG UEs: kA
Arm B: TAU SUEs: kA |
Laut Angaben kein COI |
Risk of Bias
SB1: low SB2: low PB: high DB: high AB: low RB: unclear
Geplante Fallzahl erreicht (für Post-Intervention) |
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Spezifische psychoonkologische Interventionen in der Palliativphase - Systematische Übersichtsarbeiten (2010 – 2020)
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Referenz/ (Autor, Jahr, Journal) |
Studientyp |
Merkmale untersuchter Studien |
Interventionen |
Untersuchte Endpunkte |
Hauptergebnisse |
Neben-/ Wechselwirkungen |
Methodische Bemerkungen |
Evidenzklasse |
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Li et al. 2020: "Effectiveness of dignity therapy for patients with advanced cancer: A systematic review and meta-analysis of 10 randomized controlled trials."1
Eingeschlossene Primärstudien: Vuksanovic 2017 Chochinov 2011 Hall 2012 Xingming 2016 Zhiyang 2015 Rongming 2016 Xiaodong 2018 En-gui 2018 Yanli 2018 Li 2018 |
MA
Suchzeitraum: Bis März 2019
Datenbanken: CBM CENTRAL PubMed Embase Web of Science ICTRP ClinicalTrials.gov opengrey.org
Einschluss-kriterien: P: "Advanced cancer patients" I: Dignity Therapy C: Standard Care O: Distress, Angst, Depressivität, QoL S: RCTs
10 RCTS, N=904 Patienten
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RCTs
Erwachsene Krebspatienten versch Tumorstadien (Gemischt 6, Brust 1, Lunge 2, Hepatozelluläres karzinom 1)
Geschlecht: 52% weiblich
Mittleres Alter: 49 - 84
Länder : China (70%) Australien Kanada UK |
Inhalte: Dignity therapy
Länge & Frequenz: 10 Tage – 2 Monate
kA zu Häufigkeit, Sitzungsdauer
Kontrollgruppen: 6x Routine Care 2x Standard Care 1x Standard Palliative Care 1x Standard psychological care |
Primäre Endpunkte: 1. Angst 2. Depressivität
Sekundäre Endpunkte: 3. Distress 4. QoL
Verwendete Messinstrumente: Angst HAMA HADS PDI SAS SCL-90
Depressivität HADS HAMD PDI SDS SCL-90
Distress PDI
QoL FACIT
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1. Angst àGesamteffekt: Post-Intervention: 9 RCTs, N=868, I2 = 91 %; SMD=−1.07 [−1.57, −0.58, p < .05] GRADE: very low
2. Depressivität àGesamteffekt: Post-Intervention: 10 RCTs, N=904, I2 = 94 %; SMD=−1.31 [−1.92, –0.70, p < .05] GRADE: very low
3. Distress àGesamteffekt: Post-Intervention: 4 RCTs, N=307, I2 = 68%; MD=−7.30 GRADE: very low
4. QoL àGesamteffekt: Post-Intervention: 2 RCTs, N=255, I2 = 0 %; SMD=−0.05 GRADE: moderate |
Keine SUEs berichtet |
Primärstudien: RCTs mit low RoB SB: 3 PB: 0 DB: 2 AB: 10 RB: 9 OB: 7
Review: AMSTAR-2: critically low quality Method.Mängel in kritischer Domäne 2, 7 non-kritischer Dom. 3
Sensitivitäts-analysen: Effekte robust gegenüber Entfernung jeweils einer Studie
Starke Heterogenität der Ergebnisse
Publikations-bias: Visuelle Prüfung Funnel-Plot + Egger's Test liefern keine Hinweise auf Publ. bias |
1a |
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Warth et al. 2019: "Brief psychosocial interventions improve quality of life of patients receiving palliative care: A systematic review and meta-analysis."2
Eingeschlossene Primärstudien: Ando 2010 Chochinov 2011 Duggleby 2007 Hall 2011 Hilliard 2003 Horne-Thompson 2008 Lloyd-Williams 2018 Mok 2012 Ng 2016 Domingo 2015 Steinhauser 2017 Vuksanovic 2017 Warth 2015 Xiao |
MA
Suchzeitraum: Bis Dezember 2017
Datenbanken: CBM CENTRAL PubMed Embase Web of Science ICTRP ClinicalTrials.gov opengrey.org
Einschluss-kriterien: P: Fortgeschrittene terminale Erkrankung, min. 50% Krebs, ambulant- oder stationär-palliative Behandlung I: max. 4 Sitzungen und max 21 Tage, psychosoziale Intervention, vermittelt durch prof. Therapeut C: Wartelste, Tau/UC, Attention placebo O: QoL, Distress S: RCTs & CCTs
15 RCTS, N=1248 Patienten
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RCTs (und 1 CCT)
Fast ausschließlich erwachsene Krebspatienten, fortgeschrittenes Tumorstadium, palliativ behandelt
Geschlecht: zwischen 34% und 71% weiblich
Mittleres Alter: 47 -75
Länder : USA Asien Europa Australien |
Inhalte: 4x Dignity therapy 4x Musiktherapie 3x Sinnbasierte Interventionen 3x Lebensrück-schau ("life review")
Länge & Frequenz: Median von 2 Sitzungen; Sitzungsdauer 20 bis 90min
Kontrollgruppen: 8x TAU/UC 4x Aktive Kontrollgruppe 3x dreiarmiges Design mit Tau/UC und Aktiver Kontrolle |
Primäre Endpunkte: 1. QoL
Sekundäre Endpunkte: 2. Emotionaler Distress 3. Existentieller Distress
Verwendete Messinstrumente: QoL Single-Item Scales HQLI-R DT
Emotionaler Distress HADS FACT-G QoLC-E HQLI-R
Existentieller Distress FACIT-SP HHI QoLC-E
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1. QoL àGesamteffekt: Post-Intervention: 8 RCTs, I2 = 60 %; SMD=0.36 [0.08, 0.64, p = .02] à Ausschluss von Domingo 2015 und Xiao 2013 nach sig. Egger's-Test aufgr. großer Effekte à verbl. Heterogenität erklärt durch Moderator "inpatient setting" (SMD=0.61, n=5) vs. "outpatient setting" (SMD=0.04, n=3)
2. Emotionaler Distress àGesamteffekt: Post-Intervention: 15 Effekte, I2 = 73 %; SMD=−0.51 [−0.77, –0.26, p < .01] à keine Moderatoren erklären Heterogenität
3. Existentieller Distress àGesamteffekt: Post-Intervention: 11 Effekte, I2 = ?%; SMD=−0.40 à Ausschluss von Ando 2010 nach sig. Egger's-Test aufgr. großen Effekts à verbl. Heterogenität erklärt durch Moderator "measurement instrument" (FACIT-SP signifikant geringere Effekte als andere FraBö)
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Keine SUEs berichtet |
Primärstudien: RCTs mit low RoB SB: 8 PB: 0 DB: 3 AB: 3 RB: 3 OB: kA
Review: AMSTAR-2: low quality Method.Mängel in kritischer Domäne 7 non-kritischer Dom. 3
Sensitivitäts-analysen: durchgeführt
Starke Heterogenität der Ergebnisse / Entfernung einflussreicher Studien / Moderatoren-analyse
Publikations-bias: Visuelle Prüfung Funnel-Plot + Egger's Test |
1a |
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Bauereiß et al. 2018: "Effects of existential interventions on spiritual, psychological, and physical well-being in adult patients with cancer: Systematic review and meta-analysis of randomized controlled trials."3
Eingeschlossene Primärstudien: Ando 2010 Breitbart 2010, 2012, 2015 Carlson 2016, 2013 Chochinov 2011 Classen 2001 Butler 2009 Giese-Davis 2002 Classen 2008 Dubbleby 2007 Gagnon 2015 Goodwin 2001 Bordeleau 2003 Hall 2011 Henry 2010 Herth 2000 Ho 2016 Juliao 2013, 2014 Kissane 2003, 2007 Lee 2006 Lloyd-Williams 2013, 2018 Lo 2016 Mok 2012 Rutsoen 1998 Spiegel 1981 Tabrizi 2016 Van der Spek 2017 Vuksanovic 2017 Xiao 2013 Ye 2017
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MA
Suchzeitraum: Januar 2018
Datenbanken: Medline PsychInfo Psyndex Embase CINAHL CENTRAL ICTRP
Einschluss-kriterien: P: erwachsene Krebspatienten I: "existential interventions" C: aktive & inaktive Kontrolle O: Primär: Spirituelles Wohlbefinden, Angst, Depressivität S: RCTs
30 RCTS, N=3461 Patientinnen (24 RCTs in MA)
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RCTs
Fortgeschrittene krebserkrankung (22) Frühstadium (4) Rezidivierende Krebserkrankung (1) Krebs-Überlebende (3) Gemischte Stichprobe mit anderen terminalen Erkrankungen (Krebs >90%) (2)
Geschlecht: kA
Mittleres Alter: 57
Länder : USA (7) Japan (1) Kanada (9) Australien (4) UK (3) China (4) Portugal (1) Norwegen (1) Iran (1) Niederlande (1)
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Inhalte: Sinnbasierte Interventionen (9) Supportiv-expressive Gruppenth. (9) Kognitiv-existentielle Therapie (2) "Life Review" (4) "dignity therapy" (4)
davon Einzel (14) Gruppe (15) Beides (1)
Dauer/Frequenz/ Länge: 1 – 52 Wochen bei wöchentlicher Frequenz
Kontrollgruppen: Warteliste oder TAU/UC (18) Massage, Entspannung, Stress management (3) Supportive therapie (5) Psychoedeukation (3) "Mindfulness-based cancer recovery" (1) |
Primäre Endpunkte: 1. Spirituelles Wohlbefinden 2. Depressivität 3. Angst
Sekundäre Endpunkte: 1. Existentielles Wohlbefinden 2. QoL 3. Hoffnung 4. DHD 5. Selbstwirksam-keitserleben 6. Physisches Wohlbefinden 7. Schmerz
Verwendete Messinstrumente: Depressivität HADS BDI POMS CHADS ESAS
Angst HADS POMS CHADS ESAS
QoL MQoL FACT-B FACIT-Sp EORTC QLQ-C30 EQ-5D QoLC-E FACT-G
Schmerz EORTC QLQ-C30 PRS Einzelitems |
àMA beinhaltet auch nicht-palliative Populationen; Moderatorenanalyse zeigt jedoch keinen Einfluss von "cancer stage" auf relevante Effekte!
1. Depressivität Post-Intervention: 14 RCTs, I2 = 58%; SMD=0.15 [–0.01, 0.32, p >.05] Nach Ausschluss von Studien mit sign. Baseline-Unterschieden (Carlson 2013, 2016, Breitbart 2015, Lloyd-Williams 2013, 2018): 11 RCTs, I2 = 32%; SMD=0.25 [0.10, 0.39, p <.05>
Follow-Up 1 7 RCTs, I2 = 5%; SMD=–0.06 [–0.24, 0.12, p >.05]
Follow-Up 2 3 RCTs, I2 = 55%; SMD=–0.02 [–0.32, 0.28, p >.05]
Follow-Up 3 3 RCTs, I2 = 21%; SMD=–0.04 [–0.23, 0.15, p >.05]
2. Angst Post-Intervention: 13 RCTs, I2 = 71%; SMD=0.12 [–0.08, 0.32, p >.05] Nach Ausschluss von Studien mit sign. Baseline-Unterschieden (Carlson 2013, 2016, Breitbart 2015, Lloyd-Williams 2013, 2018): 11 RCTs, I2 = 64%; SMD=0.21 [0.00, 0.41, p =.05]
Follow-Up 1 7 RCTs, I2 = 29%; SMD=–0.05 [–0.26, 0.16, p >.05]
Follow-Up 2 3 RCTs, I2 = 74%; SMD=0.00 [–0.39, 0.39, p >.05]
Follow-Up 3 3 RCTs, I2 = 71%; SMD=–0.03 [–0.35, 0.30, p >.05]
3. QoL Post-Intervention: 17 RCTs, I2 = 75%; SMD=0.21 [0.01, 0.42, p <.05> Nach Ausschluss von Studien mit sign. Baseline-Unterschieden (Carlson 2013, 2016, Breitbart 2015, Lloyd-Williams 2013, 2018): 16 RCTs, I2 = 74%; SMD=0.21 [0.02, 0.48, p <.05>
Follow-Up 1 8 RCTs, I2 = 45%; SMD=0.18 [–0.06, 0.42, p >.05]
Follow-Up 2 4 RCTs, I2 = 66%; SMD=0.12 [–0.21, 0.45, p >.05]
Follow-Up 3 2 RCTs, I2 = 90%; SMD=0.16 [–0.67, 0.99, p >.05]
4. Schmerz Post-Intervention: 5 RCTs, I2 = 74%; SMD=0.21 [–0.07, 0.49, p >.05]
Follow-Up 1 1 RCTs, I2 = – %; SMD=0.29 [–0.15, 0.72, p >.05]
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Keine der Primärstudien hat systemtisch SUEs erfasst. |
Primärstudien: RCTs mit low RoB SB: 11 PB: nicht erfasst DB: nicht erfasst AB: 16 RB: 14 OB: 18
"Because blinding of participants and personnel is in general not feasible in psychological interventions and outcome assessors were participants themselves, evaluations on these two domains are not provided." (p. 2533)
Review: AMSTAR-2: low quality Method.Mängel in kritischer Domäne 7 non-kritischer Dom. 6,10
Sensitivitäts-analysen: Ausschluss von Studien mit sign. Baselineunter-schieden auf Outcomemaßen (siehe Hauptergebnisse); Ausschluss aller Studien mit hohem Bias-Risiko à keine Ergebnis-veränderung
Publikations-bias: Für MA mit k>10 Studien bestimmt. Asymmetrische Funnel-Plots jedoch keine sign. Egger's Tests bei relevanten Outcomes |
1a |
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Fulton et al. 2018: "Psychotherapy Targeting Depression and Anxiety for Use in Palliative Care: A Meta-Analysis."4
Eingeschlossene Primärstudien: Allen 2004, 2008 Breitbart 2010, 2012 Chochinov 2011 Edelmann 1999a, b Evany 1995 Greer 2012 Hall 2011, 2012 Henry 2010 Juliao 2013 Kissane 2003 Kunik 2007 Lacrombe 1984 Lesperance 2007 Markowitz 1998a, b McLaughlin 2005 Mohr 2000, 2001a,b, 2005a,b, Moorey 1998, Moynihan 1998 Nezu 2003a,b Ransom 2008 Rost 2012 Savard 2006 Speca 2000 Steinhauser 2008 Weiss 2003
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MA
Suchzeitraum: August 2017
Datenbanken: Pubmed PsychInfo Embase CENTRAL
Einschluss-kriterien: P: Erwachsene Pat. In palliativer Behandlung I: Psychotherapie (min. 2 Sitzungen, min 60min.) C: - O: Angst, Depressivität S: RCTs
36 RCTS, N=1536 Patientinnen
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RCTs
Krebs (18) à Subgruppen-analyse durchgeführt! MS (6) HIV (4) Sonst. "life limiting" disease (4) Multiple Diagnosen (4)
Geschlecht: 61% weiblich
Mittleres Alter: 36 - 84
Länder : kA
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Inhalte: Einzeltherapie (23) Gruppentherapie (10) Familientherapie (3)
Davon Face-to-Face (31) Telefon (5)
Dauer/Frequenz/ Länge: 9 Tage-12 Monate (Modalw.=1Monat) 2-23 Sitzungen (M=8.96) 8–208min Sitzungsdauer (M=75.37)
Kontrollgruppen: TAU/UC Warteliste "Social Support" Telefonsupport Problemlöse-training Massage CBT
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Primäre Endpunkte: 1. Depressivität 2. Angst
Sekundäre Endpunkte: 3. QoL
Verwendete Messinstrumente: Depressivität CES-D HADS POMS SCL-90R GDS MADRS BDI HAMD HRSD
Angst HADS POMS STAI SCL-90R BAI HAMA MACS
QoL MQoL FLI EQ-5D FACT-G EORTC QOL-C30 QUAL-E |
1. Depressivität àGesamteffekt: Post-Intervention: 35 RCTs, I2 = 96%; SMD=–0.82 [–1.02, –0.62, p <.001> àModeratorenanalyse: Krebs: Post-Intervention: 17 RCTs, SMD=–0.80, p <.001>
2. Angst àGesamteffekt: Post-Intervention: 21 RCTs, I2 = 89%; SMD=–0.38 [–0.52, –0.24, p <.001> àModeratorenanalyse: Krebs: Post-Intervention: 16 RCTs, SMD=–0.38, p <.001>
3. QoL àGesamteffekt: Post-Intervention: 9 RCTs, I2 = 89%; SMD=0.47 [0.17, 0.78, p <.01> à keine Subgruppenanalyse, aber 7/9 RCTs mit Krebspatient*innen |
Keine SUEs berichtet |
Primärstudien: RCTs mit low RoB SB: 4 PB: 8 DB: 4 AB: 11 RB: 14 OB: 5 (Baseline imbalance und Differential attrition)
Review: AMSTAR-2: critically low quality Method. Mängeln in Kritischer Domäne 2, 4, 7, 11 Non-kritischer Dom 1,3,5,10,14
Sensitivitäts-analysen: Starke Heterogenität der Ergebnisse, Durchführung von Moderatorenanalysen (siehe Hauptergebnisse)
Publikations-bias: Funnel-Plot und Regressions-Test à Hinweise auf Bias in Depressivitäts und QoL-Analysen |
1a- |
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Okuyama et al. 2017: "Psychotherapy for depression among advanced, incurable cancer patients: A systematic review and meta-analysis."5
Eingeschlossene Primärstudien: Spiegel 1981 Linn 1982 Wood 1997 Edelmann 1999 Goodwin 2001 Calssen 2001 Savard 2006 Kissane 2007 Henry 2010 Ando 2010 Rost 2012 Breitbart 2012 Greer 2012 |
MA
Suchzeitraum: Bis Juni 2015
Datenbanken: CENTRAL CINHAL Medline Embase PsycInfo mRCT ClinicalTrials.gov ICTRP
Einschluss-kriterien: P: Fortgeschrittener oder terminaler Krebs, Erwachsene I: Psychotherapie (pers. Kontakt) C: - O: min. 1 Depressionsmaß S: RCTs
13 RCTS, N=1294 Patienten
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RCTs
6x metastasierter Brustkrebs 2x Ovarial-karzinom (Stadium III – IV) 5x gemischte fortgeschrittene Tumore
Teilweise mit erhöhter Depressivität als Einschluss-kriterium
Geschlecht: kA
Mittleres Alter: kA
Länder : USA Kanada Japan UK Australien |
Inhalte: 5x Gruppentherapie 2x CBT 2x Sinnbasierte Intervention 1x Beratung 1x PST 1x ACT 1x Lebensrück-schau ("life review")
Länge & Frequenz: Unvollständige Angaben, ca. 60 – 90min Meist wöchentliche Frequenz, Dauer zwischen 2 Sitzungen und einjähriger Gruppenteilnahme
Kontrollgruppen: 4x TAU/UC 2x Warteliste 1x therapeutische Massage 1x Entspannungs-verfahren 1x selbstgeleitete Edukation 3x keine genaue Angabe |
Primäre Endpunkte: 1. Depressivität
Sekundäre Endpunkte: 2. Angst 3. Distress 4. QoL 5. SUEs
Verwendete Messinstrumente: Depressivität BDI POMS SKID
Angst STAI HADS HAMA
Distress POMS GHQ
QoL EORTC QLQ-C30 FACT-G SF-36
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1. Depressivität àGesamteffekt: Post-Intervention: 12 RCTs, n=782 I2 = 83 %; SMD=–0.67 [–1.06, –0.29, p < .001] àGruppentherapie Post-Intervention: 4 RCTs, n=403 I2 = 85 %; SMD=–0.74 [–1.29, –0.19, p = .008] àEinzeltherapie: Post-Intervention: 8 RCTs, n=379 I2 = 84%; SMD=–0.62 [–1.19, –0.05, p = .03] à"Hochdosiert": Post-Intervention: 9 RCTs, n=682 I2 = 77%; SMD=–0.60 [–0.94, –0.26, p < .001] à"Niedrigdosiert": Post-Intervention: 3 RCTs, n=100 I2 = 90%; SMD=–0.76 [–2.39, 0.88, p = .36] àMethodisch hochwertig (low RoB: Post-Intervention: 6 RCTs, n=459 I2 = 89%; SMD=–0.81 [–1.45, –0.17, p = kA] àdurchgeführt als Sensitivitätsanalyse
2. Angst àGesamteffekt: Post-Intervention: 11 RCTs, n=676 I2 = 82%; SMD=–0.65 [–1.05, –0.26, p = .001]
3. Distress àGesamteffekt: Post-Intervention: 7 RCTs, n=526 I2 = 91%; SMD=–1.02 [–1.70, –0.35, p = .003]
4. QoL àGesamteffekt: Post-Intervention: 3 RCTs, n=138 I2 = 91%; SMD=0.17 [–0.16, 0.51, p = .31]
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Keines der eingeschlos-senen RCTs berichtet SUEs |
Primärstudien: RCTs mit low RoB SB: 4 PB: 0 DB: 2 AB: 6 RB: 0 OB: kA
Review: AMSTAR-2: critically low quality Method.Mängel in kritischer Domäne 7,11, non-kritischer Dom. 1,8,
Sensitivitäts-analysen: Durchgeführt (siehe Hauptergebnisse)
Starke Heterogenität der Ergebnisse / nicht durch Subgruppen-analysen erklärbar
Publikations-bias: Visuelle Prüfung des Funnel-Plot liefert keine Hinweise |
1a |
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Poort et al. 2017: "Psychosocial interventions for fatigue during cancer treatment with palliative intent."6
Eingeschlossene Primärstudien: Armes 2007 Barsevick 2004 Barsevick 2010 Bordeleau 2003 Bruera 2013 Chan 2011 Classen 2001 Edelman 1999 Johansson 2008 Savard 2006 Sharpe 2014 Spiegel 1981 Steel 2016 Walker 2014 |
Cochrane Review
Suchzeitraum: Bis November 2016
Datenbanken: CENTRAL CINHAL Medline PsycInfo Embase
Einschluss-kriterien: P: unheilbare Krebserkrankte in palliativer Behandlung I: psychosoziale Intervention C: UC oder nicht-psychosoziale Kontrolle O: Fatigue S: RCTs
14 RCTs, N=3077 Patienten
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RCTs
6x unheilbare Krebserkrankung 8x gemischt
Geschlecht: 17% - 90% weiblich
Mittleres Alter: 50 - 64
Länder : USA China Kanada UK Australien Schweden |
Inhalte: 5x CBT 3x supportiv-expressive Gruppentherapie 2x"energy conservation" + Aktivität + Schlafmanagement 4x sonstige
Länge & Frequenz: 2 Wochen – 12 Monate
Kontrollgruppen: 9x TAU/UC 3x attentional control 2xselbstgeleitete Edukation
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Primäre Endpunkte: 1. Fatigue
Verwendete Messinstrumente: Fatigue POMS EORTC QLQ-C30 FACIT-F FACT-F PFS-Revised MFI |
1. Fatigue Post-Intervention: 12 RCTs, n= 535 I2 = 43%; SMD=–0.25 [–0.50, 0.00, p =.05] GRADE: very low
Follow-up 1 (3 Wochen – 6 Monate): 4 RCTs, n=147 I2 = 0%; SMD=–0.66 [–1.00, –0.32, p < .001] GRADE: very low
Follow-up 2 (9 Wochen – 18 Monate): 2 RCTs, n=91 I2 = 29%; SMD=–0.41 [–1.12, 0.30, p = .26] |
In 3/14 Studien berichtet |
Primärstudien: RCTs mit low RoB SB: 5 PB: nicht erhoben DB: 5 AB: 8 RB: 13 OB: -
Review: AMSTAR-2: high quality Method.Mängel in kritischer Domäne - non-kritischer Dom. 1
Sensitivitäts-analysen: Ausschluss von 3 Studien mit n<10 Patienten pro Treatment-Arm à keine Veränderung der Ergebnisse
Publikations-bias: visuelle Inspektion des Funnel-Plot liefert keine Hinweise |
1a |
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Wang et al. 2017: "The effects of life review interventions on spiritual well-being, psychological distress, and quality of life in patients with terminal or advanced cancer: A systematic review and meta-analysis of randomized controlled trials."7
Eingeschlossene Primärstudien: Ando 2010 Hall 2011 Henry 2010 Chochinov 2011 Mok 2012 Xiao 2013 Juliao 2013, 2014 Breitbart 2012 |
MA
Suchzeitraum: Bis Februar 2017
Datenbanken: CENTRAL CINHAL Pubmed PsycInfo Web of Science Einschluss-kriterien: P: Fortgeschrittener oder terminaler Krebs, Erwachsene I: therapeutisches "Life Review", Einzelsetting C: Placebo oder nicht-psychologisch O: Spirituelles Wohlbefinden, Distress, QoL S: RCTs
8 RCTS, N=955 Patienten
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RCTs
5x Krebspatienten in palliativer Betreuung 3x fortgeschrittene Krebserkrankung (Stadium III o. IV)
Geschlecht: kA
Mittleres Alter: 54 - 66
Länder : USA China Kanada Japan UK Portugal |
Inhalte: Therapeutische Lebensrückschau ("life review")
Länge & Frequenz: 15-60min/Sitzung, 1-7 Sitzungen,
Kontrollgruppen: 7x TAU/UC 1x therapeutische Massage
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Primäre Endpunkte: 1. Spirituelles Wohlbefinden 2. Depressivität 3. Angst 4. Distress 5. QoL
Verwendete Messinstrumente: Depressivität HADS
Angst HADS
Distress HADS
QoL Einzelitems EQ-5D QoLC-E MQoL |
1. Depressivität Post-Intervention: 4 RCTs, n= 347 I2 = 0%; SMD=–0.09 [–0.30, 0.12, p =.42]
Follow-up (2 Wochen – 3 Monate): 3 RCTs, n=109 I2 = 0%; SMD=0.07 [–0.31, 0.44, p = .73]
2. Angst Post-Intervention: 4 RCTs, n=347 I2 = 0%; SMD=0.11 [–0.10, 0.33, p =.29]
Follow-up (2 Wochen – 3 Monate): 3 RCTs, n=109 I2 = 0%; SMD=–0.04 [–0.42, 0.33, p = .82]
3. Distress Post-Intervention: 3 RCTs, n=311 I2 = 93%; SMD=–0.32 [–0.55, –0.09, p =.007] à nach Entfernung von Ando 2010, keine sign. Unterschiede und l²=0%
Follow-up (2 Wochen – 3 Monate): 1 RCTs, n=24 I2 = na ; SMD=–0.26 [–1.06, 0.54, p = .53]
4. QoL àEinzelitems: Post-Intervention: 4 RCTs, n=384 I2 = 92%; SMD=0.35 [0.15, 0.56, p <.001>
Follow-up (2 Wochen – 3 Monate): 3 RCTs, n=146 I2 = 90 ; SMD=0.82 [0.47, 2.28, p <.001> à nach Entfernung von Xiao 2013, keine sign. Unterschiede und l²=0% zu beiden Zeitpunkten
àValidierte FraBö: Post-Intervention: 4 RCTs, n=286 I2 = 0%; SMD=0.25 [–0.03, 0.54, p =.08] Follow-up: 4 RCTs, n=167 I2 = 0%; SMD=0.16 [–0.15, 0.46, p = .31]
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Keines der eingeschlos-senen RCTs berichtet SUEs |
Primärstudien: RCTs mit low RoB SB: 5 PB: nicht erhoben DB: 2 AB: 1 RB: 5 OB: 2
Review: AMSTAR-2: critically low quality Method.Mängel in kritischer Domäne 2,7,15, non-kritischer Dom. 10,12
Sensitivitäts-analysen: Effekte robust gegenüber Entfernung jeweils einer Studie (Ausnahmen siehe Hauptergebisse)
Publikations-bias: aufgrund geringer Studienzahl (<10) pro Meta-Analyse nicht geprüft |
1a |
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Teo et al. 2019: "Psychosocial interventions for advanced cancer patients: A systematic review."8
Eingeschlossene Primärstudien: Insg. 68 Primärstudien, davon 11x sinnbasierten Interventionen: Breitbart 2010, 2012, 2015, 2108 Butler 2009 Hansen 2009 Henry 2010 Kissane 2007 Lo 2016 Piderman 2014 Spiegel 2007
9x würde-basierten Interventionen & Lebensrückschau Ando 2010 Chochinov 2011 Hall 2011 Juliao 2014 Lloyd Williams 2018 Mok 2012 Vuksanovic 2016 Xiao 2013
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SysRev
Suchzeitraum: Januar 2007 bis Juni 2018
Datenbanken: SCOPUS CINHAL Medline PsycInfo
Einschluss-kriterien: P: erwachsene Krebspatienten, min. 70% Stadium III -IV I: psychosoziale Intervention C: - O: - S: RCTs
68 RCTs
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Die folgenden Angaben beziehen sich auf die beiden relevanten Subgruppen!
RCTs
Populationen: 16x gemischte Krebsdiagnosen 3x Brustkrebs 1x Ovarialkarzinom
Alle Populationen entweder: Stadium III – IV, in Palliativversor-gung, mit LE <5 Jahren
Geschlecht: kA
Mittleres Alter: kA
Länder : USA (7) Kanada (2) Australien (2) UK (3) Portugal (1) China (1) Japan (1) Multinational (1)
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Inhalte: 20x CBT basiert 11x sinnbasierte Interventionen 9x würdebasiert, Lebensrückschau 7x sonstige Beratung 11x edukative Interventionen, unidirektional 10x Musiktherapie, therp. Schreiben und sonstiges
Dauer/Frequenz/ Länge: 25 – 90min 1 – 52 Termine 2 Wochen – 12 Monate Meist wöchentliche Termine
Kontrollgruppen: 11x TAU/UC 2x Warteliste 3x Edukation 2x Supportive Therapie 1x therapeutische Massage 1x Entspannung
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Endpunkte: Keine Aufschlüsselung nach Outcomemaß
u.a. Spirituelles Wohlbefinden, Sinnempfinden, QoL, Schmerz, "Suffering", Überlebensrate, Distress, Würde, Generativität, Ego-Integrität
Verwendete Messinstrumente: kA |
1. Sinnbasierte Interventionen 9/11 RCTs mit ausreichend. statistischer Power
6/9 Verbesserung auf mind. einem primären Outcome
2. Würdebasierte Interventionen & Lebensrückschau 5/9 RCTs mit ausreichend. statistischer Power
4/5 Verbesserung auf mind. einem primären Outcome
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Keine SUEs berichtet |
Primärstudien: RCTs mit low RoB SB: 14 PB: 0 DB: 3 AB: unklar RB: unklar OB: unklar
Review: AMSTAR-2: critically low quality Method.Mängel in kritischer Domäne 7,13 non-kritischer Dom. 8,10,14
Sensitivitäts-analysen: Keine MA
Publikationsbias: Nicht diskutiert |
1a-
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Spezifische psychoonkologische Interventionen in der Palliativphase RCTs (2015 – 2020)
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Referenz/ (Autor, Jahr, Journal) |
Studientyp |
Patienten-merkmale |
Interventionen |
Untersuchte Endpunkte |
Hauptergebnisse |
Neben-/ Wechselwirkungen |
Finanzierung / Conflict of Interest |
Methodische Bemerkungen |
Evidenzklasse |
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Unterstützende Evidenz (7/13) |
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Poort (2020): Cognitive behavioral therapy or graded exercise therapy compared with usual care for severe fatigue in patients with advanced cancer during treatment: a randomized controlled trial. |
RCT prospektiv, multizentrisch, offen, 3 Arme
Randomisiert: N = 134 Post-Treatment: N = 126 Follow-Up1: Follow-Up2: N = 112
ITT-Ansatz mit multipler Imputation; ausgewertet: N=126
Land: Niederlande
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Krebspatienten in der Palliativphase (versch. Krebs-diagnosen)
Geschlecht: 57% weiblich
Alter: 34-85 M = 62.76
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Arm A: NR=45 NP=43 NFU1=39 NFU2=39 KVT, 10x 1h Sitzungen, über 12 Wochen
Arm B: NR=34 NP=40 NFU1=36 NFU2=33 GET (graded exercise therapy) Bis zu 2x 2h Training pro Woche, über 12 Wochen
Arm C: NR=46 NP=43 NFU1=42 NFU2=40
CAU
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Erhebungszeitpunkt Baseline Post-Treatment (2 Wochen) Follow-Up1 (6 Wochen) Follow-Up2 (24 Wochen)
Primäre Endpunkte: 1. Fatigue (CIS, EORTC-QLQ-C30)
Sekundäre Endpunkte: 1. QoL (EORTC-QLQ-C30) 2. Fatigue-bezogene Behinderung (SIP8) |
1. Fatigue à KVT vs. CAU Post-Treatment: Sign. Unterschied zugunsten von KVT (CIS: d=0.7; EORTC: d=0.6)
2. QoL à KVT vs. CAU Post-Treatment: Sign. Unterschied zugunsten von KVT (d=0.4) |
Arm A: KVT SUEs: kA UEs: kA
Arm B: GET SUEs: kA UEs: kA
Arm C: CAU SUEs: kA UEs: kA
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Dutch Cancer Society
Laut Angaben kein COI
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Risk of Bias
SB1: low SB2 low PB: high DB: high AB: low RB: unclear
Geplante Fallzahl (N=219) nicht erreicht
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Rodin (2020): Emotion And Symptom-focused Engagement (EASE): a randomized phase II trial of an integrated psychological and palliative care intervention for patients with acute leukemia. |
RCT prospektiv, monozentrisch, offen, 2 Arme
Randomisiert: N = 42 Mid-Intervention: N = 32 Post-Intervention: N = 29 Follow-Up1: N = 32
ITT-Analyse mit multilevel Modeling
Land: Kanada 2015 - 2016
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Neudiagnostizierte oder neurezidivierte Akute myeloische Leukämie oder akute lymphatische Leukämie
Geschlecht: 38.1 % weiblich
Alter: 19-74 Mittelwert: 52.86 |
Arm A: NR=22 Nm=14 Np=13 NFU1=13
EASE (Emotion and Symptom Focused Engagement) EASE-Psy: 8 Wochen, 8-12 Sitzungen, 30-60 Minuten EASE-phys: systematisches Symptom Screening mit ggf. auslösender Frühpalliativ-versorgung
Arm B: NR=20 Nm=18 Np=16 NFU1=19 CAU |
Erhebungszeitpunkt Baseline Mid-Intervention (4 Wochen) Post-Intervention Follow-Up (4 Wochen)
Primäre Endpunkte: 1. Traumatische Stress-symptome (SASRQ)
Sekundäre Endpunke: 2. Körperliche Symptome (MSAS) 3. Schmerz (BPI) 4. QoL 5. Depressivität (BDI-II) Zufriedenheit (FAMCARE-P16) |
1. Distress à EASE vs. CAU keine sign. Unterschiede zu keinem Zeitpunkt
2. Schmerz (Intensität) à EASE vs. CAU Mid- & Post-Intervention: Keine sign. Unterschiede
Follow-Up: Sign. Unterschiede zugunsten von EASE
3. QoL àEASE vs. CAU Keine sign. Unterschiede zu keinem der Zeitpunkte
4. Depressivität àEASE vs. CAU Keine sign. Unterschiede zu keinem der Zeitpunkte
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Arm A: EASE SUEs: 0/22 UEs: kA
Arm B: CAU SUEs: 0/20 UEs: kA |
Canadian Cancer Society Research Institute + Princess Margaret Cancer Centre and Princess Margeret Cancer Foundation
„AS reports personal fees and grants outside this submitted work from Novartis, Takeda Pharmaceuticals,Otsuka Pharmaceutical, Jazz Pharmaceuticals,Medivir,and Abbvie.“ (p.176)
Restliche Autoren geben keinen COI an
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Risk of Bias
SB1: low SB2 low PB: high DB: high AB: low RB: low
Geplante Fallzahl (N=50) nicht erreicht
Phase-2-Studie
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Breitbart et al., 2018: Individual Meaning-Centered Psychotherapy for the Treatment of Psychological and Existential Distress: A Randomized Controlled Trial in Patients With Advanced Cancer |
RCT prospektiv, monozentrisch, offen, 3 Arme
Randomisiert: N=321 Mid-Intervention: N=219 Post-Intervention: N=207 Follow-Up: N=177
ITT-Ansatz; ausgewertet N=321
Land: USA März 2011 - März 2016 |
Krebspatient*innen (Stage IV)
55 x Lungenkrebs, 47 x Bauchspeicheldrüsenkrebs, 45 x Eierstockkrebs, 43 x Brustkrebs, 40 x Kolon/Rektal
Geschlecht: 72% weiblich
Alter: 25-85 Mittelwert: 58 |
Arm A: NR=109 Nm=82 Np=78 NFU=70 "Individual meaning-centered Psychotherapy" (IMCP), wöchentlich, 7 Sitzungen
Arm B: NR=108 Nm=74 Np=70 NFU=54 Supportive Psycho-therapie (SP), wöchentlich, 7 Sitzungen
Arm C: NR=104 NP=63 NFU1=59 NFU2=53 Enhanced Usucal care (EUC)
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Erhebungszeitpunkt Baseline Mid-Intervention (4 Wochen) Post-Intervention Follow-Up (16 Wochen)
Primäre Endpunkte: 1. Spirituelles Wohlbefinden (SWB) 2. Individuelles Sinnerleben (LAP-R) 3. QoL (MQOL)
Sekundäre Endpunkte: 1. Hoffnungslosigkeit (HAI) 2. Einstellung zu beschleunigten Ableben (SAH-D) 3. Angst 4. Depressivität |
Hauptergebnisse während Palliativbehandlung
Zeit x Gruppe Interaktionseffekte:
1. QoL à SP vs. IMPC vs. EUC Sign. stärkere Verbesserung in IMPC vs. SP und IMPC vs. EUC.
2. Angst à SP vs. IMPC vs. EUC Sign. stärkere Angstreduktion in IMPC vs. SP. Sign. stärkere Angstreduktion in IMPC und SP vs. EUC
3. Depressivität à SP vs. IMPC vs. EUC Sign. stärkere Reduktion der Depressivität in IMPC vs. SP. Keine sign. Unterschiede in Vergleichen IMPC vs. EUC und SP vs. EUC
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Keine Angaben zu UEs |
National Cancer Institute (R01 CA128134, P30 CA008748).
Laut Angaben kein COI |
Risk of Bias
SB1: unclear SB2 unclear PB: high DB: high AB: low RB: high
Geplante Fallzahl (N=312) erreicht
Obwohl Post-hoc-Analysen keinen Unterschied in den Behandlungseffekten zwischen Männern und Frauen ergaben, sind weitere Untersuchungen zu dieser möglichen Quelle der Verzerrung (bias) gerechtfertigt. |
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Rodin (2018): Managing Cancer and Living Meaningfully (CALM): A Randomized Controlled Trial of a Psychological Intervention for Patients With Advanced Cancer. |
RCT prospektiv, monozentrisch, offen, 2 Arme
Randomisiert: N = 305 Post-Intervention: N =248 Follow-Up N =227
ITT-Ansatz (mit multipler Imputation als Sensitivitäts-analyse): ausgewertet N=165-247 (je nach Outcome und Erhebungszeitpunkt)
Land: Kanada 2012-2016 |
Verschiedene Krebserkrankungen im fortgeschrittenen Stadium, inoperable Tumore, aggressive Tumorarten
Geschlecht: 60% weiblich
Alter: Mittelwert: 59.1 |
Arm A: NR=151 NP=119 NFU1=107 CALM (Managing Cancer and Living Meaningfully) 3-6 Sitzungen innerhalb von 3-6 Monaten; jeweils 45-60 Minuten
Arm B: NR=154 NP=129 NFU1=120 CAU
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Erhebungszeitpunkt Baseline Post-Intervention Follow-Up (12 Wochen)
Primäre Endpunkte: 1. Depressivität
Sekundäre Endpunkte: 1. Depression (SKID) 2. Generalisierte Angst (GAD-7) 3. Todesangst (DADDS) 4. Spirituelles Wohlbefinden (FACIT-Sp-12) 5. QoL am Lebensende 6. Erfahrungen in engen Beziehungen (ECR-M16) 7. Paarkommunikation (CCS) 8. Posttraumatisches Wachstum (PTGI) 9. Demoralisierung (DS)
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1. Depressivität à CALM vs. CAU Post-Intervention: Sign. Unterschiede zugunsten von CALM (d=0.23)
Follow-Up: Sign. Unterschiede zugunsten von CALM (d=0.29)
2. Angst à CALM vs. CAU
3. Todesangst à CALM vs. CAU Keine sign. Unterschiede zu keinem der Zeitpunkte
4. QoL am Lebensende à CALM vs. CAU 3 Subskalen: Vorbereitung auf das Lebensende: Beziehung zum Gesundheitsdienstleister: Lebenserfüllung: Keine sign. Unterschiede zu keinem der Zeitpunkte.
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Arm A: CALM SUEs: 0/151 UEs: 0/151
Arm B: CAU SUEs: 0/154 UEs: 0/154 |
Canadian Institutes of Health Research + Princess Margaret Cancer Centre
Laut Angaben kein COI |
Risk of Bias
SB1: low SB2 low PB: high DB: high AB: low RB: low
Geplante Fallzahl (N=242) teilweise erreicht (für uns interessierende Outcomes nur erreicht für Depressivität Post-Treatment)
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Wells-Di Gregorio (2018): Pilot randomized controlled trial of a symptom cluster intervention in advanced cancer. |
RCT prospektiv, monozentrisch, offen, 2 Arme
Randomisiert: N = 28 Post-Treatment: N = 21
ITT-Ansatz, kA zu Imputation ; ausgewertet. N=28
Land: USA kA des Zeitraums |
Fort-geschrittener Krebs (< 55% 5-Jahres Überlebens-wahrscheinlichkeit)
Geschlecht: 82% weiblich
Alter: M = 56.54 |
Arm A: NR=17 NP=14 FOCUS (Finding our center under stress) 3x 1,5 h (2x face-to-face, 1x DVD), über 6 Wochen
Arm B: NR=11 NP=7 WL (6 Wochen) |
Erhebungszeitpunkt Baseline Post-Treatment
Primäre Endpunkte: 1. Schlafprobleme 2. Sorgen (PSWQ) 3. Depressivität (CES-D)
Sekundäre Endpunkte 4. Unsicherheits-intoleranz (IUS) 5. Schläfrigkeit (ESS) 6. Angst (STAI) 7. Fatigue (FSI) 8. Distress (JSCS) Hyperarousal (IES-R) |
1. Depressivität à FOCUS vs. WL Sign. Reduktion der Depressivität zugunsten von FOCUS nach 6 Wochen (d=-0.88)
2. Angst à FOCUS vs. WL Keine sign. Unterschiede nach 6 Wochen
3. Fatigue à FOCUS vs. WL Keine sign. Unterschiede nach 6 Wochen
4. Distress à FOCUS vs. WL Sign. Reduktion des Distress zugunsten von FOCUS nach 6 Wochen (d=-0.83) |
Arm A: FOCUS SUEs: kA UEs: kA
Arm B: WL SUEs: kA UEs: kA
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Lance Armstrong Foundation Survivorship Center for Excellence Grant + Tzagournis Medical Research Endowment Fund + National Center for Advancing Tranlational Sciences Grant + American Cancer Society Institutional Seed
kA bzgl. COI |
Risk of Bias
SB1: unclear SB2 unclear PB: high DB: high AB: low RB: low
Pilotstudie
Geplante Fallzahl (N=34) nicht erreicht
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Onyechi (2016): Effects of Rational-Emotive Hospice Care Therapy on Problematic Assumptions, Death Anxiety, and Psychological Distress in a Sample of Cancer Patients and Their Family Caregivers in Nigeria. |
RCT, prospektiv,monozentrisch, offen, 2 Arme
Randomisiert: N=32 (Patienten)/N=52 (Caregivers) Post-Intervention : N=32 (Patienten)/ N=52 (Caregivers) Follow-Up :
ITT-Ansatz Ausgewertet: N=32 (Patienten)/ N=52 (Caregivers)
Land: Nigeria 2014-2015 |
Krebspatienten (gemischt) im Endstadium und pflegende Angehörige
Geschlecht: Patienten: 87.5% weiblich Angehörige: 84.6% weiblich
Alter: Patienten: M = 48.3 Angehörige: M = 55.8
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Arm A: NR=16 (Patienten)/26 (Caregivers) NP=16 (Patienten)/26 (Caregivers) NFU=16 (Patienten)/26 (Caregivers)
REHCT (rational emotive Therapie in Palliativbegleitung) Wöchentliche Hausbesuche à 45 Minuten über 10 Wochen + 4 Wochen follow-up Besuche
Arm B: CAU NR = 16 (Patienten)/26 (Caregivers) NP=16 (Patienten)/26 (Caregivers) NFU=16 (Patienten)/26 (Caregivers)
Unspezifische wöchentliche Hausbesuche à 45 Minuten über 10 Wochen + 4 Wochen follow-up Besuche |
Erhebungszeitpunkte: Baseline Post-Intervention Follow-Up (4 Wochen)
Primäre Endpunkte: 1. Annahmen (CPFCAQ) 2. Todesangst (DAQ) 3. Distress
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Patientenoutcomes
1. Todesangst à REHCT vs. CAU Post-Intervention und Follow-Up: Sign. Gruppenunterschiede zugunsten von REHCT (partielles Eta²= 0.97 bzw. 0.99)
2. Distress à REHCT vs. CAU Post-Intervention und Follow-Up: Sign. Gruppenunterschiede zugunsten von REHCT (partielles Eta²= 0.98 bzw. 0.99) |
Arm A: REHCT UEs: kA
Arm B: CAU SUEs: kA |
Keine Angaben zur Finanzierung
Laut Angaben kein COI |
Risk of Bias
SB1: high SB2: high PB: high DB: high AB: low RB: unclear
Keine Fallzahlplanung |
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Breitbart et al., 2015: Meaning-Centered Group Psychotherapy: An Effective Intervention for Improving Psychological Well-Being in Patients With Advanced Cancer
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RCT prospektiv, monozentrisch, offen, 2 Arme
Randomisiert: N=253 Post-Intervention: N=127 Follow-Up: N=102
ITT-Ansatz ohne Imputation: ausgewertet N=253
Land: USA
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Fortgeschrittener Krebs (Stage III-IV)
40 x Lungenkrebs, 45x Bauchspeicheldrüsenkrebs, 75 x Brustkrebs,
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Arm A: NR=132 NP=69 NFU1=57 MCGP, sinnbasierte Gruppen-psycho-therapie, 8 Wochen, 1x wöchentlich, absolvierte Sitzungen M=5.55, SD=2.3
Arm B: NR=121 NP=58 NFU1=45 SGP, supportive Gruppen-psycho-therapie, 8 Wochen, 1x wöchentlich, absolvierte Sitzungen M=5.28, SD=2.3
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Erhebungszeitpunkt Baseline Post-Intervention Follow-Up (8 Wochen)
Primäre Endpunkte: 1. geistiges Wohlbefinden (SWB) 2. QoL (allgemeine Lebensqualität; MQOL)
Sekundäre Endpunkte: 1. Depressivität (BDI) 2. Hoffnungslosigkeit (HAI) 3. Wunsch nach beschleunigtem Tod (SAHD) 4. Angst (HADS-A) 5. körperliche Symptom-Belastung (MSAS-GDI) |
Prä-Post-2 Follow-Up: Sign. Haupteffekte für Gruppe (MCGP geht es zu Baseline "schlechter") und Zeit (Besserung über Zeit), auf allen rel. Variablen.
Zeit x Gruppe Interaktionseffekte:
1. QoL à MCGP vs. SGP Sign. stärkere Verbesserung der Lebensqualität in MCGP
2. Depressivität à MCGP vs. SGP Sign. stärkere Reduktion der Depressivität in MCGP
3. Angst à MCGP vs. SGP Keine sign. Zeit x Gruppe Interaktion
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Keine Angaben zu UEs |
Memorial SloanKettering Cancer Center, New York,
Laut Angaben kein COI |
Risk of Bias
SB1: unclear SB2 unclear PB: high DB: high AB: low RB: unclear
Geplante Fallzahl (N=252) erreicht
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Keine Hinweise für höhere Wirksamkeit des Treatments (6/13) |
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Nordly (2018): Systematic fast-track transition from oncological treatment to dyadic specialized palliative home care: DOMUS – a randomized clinical trial. |
RCT prospektiv, monozentrisch, offen, 2 Arme
Randomisiert: N = 340 Follow-Up1 : N=269 Follow-Up2 : N =251 Follow-Up3: N =223 Follow-Up4: N = 148
ITT-Ansatz; Verstorbene Pat. aus Analyse der Folgezeitpunkte ausgenommen; Multiple Imputation von fehlenden Werten durch Nicht-Antwort als Sensitivitäts-analyse; ausgewertet : N=144-268 (je nach Outcome und zeitpunkt)
Land: Dänemark 2013 - 2016 |
Unheilbarer Krebs (keine weiteren Behandlungsmöglichkeiten o. Behandlung wird abgelehnt)
Geschlecht: 51 % weiblich
Alter: Mittelwert: 67
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Arm A: NR=170 NFU1=139 NFU2=135 NFU3=120 NFU4=80 DOMUS, dyadische psychologische Intervention (exitenziell-phänomenologische Therapie) ; min. 2 Sitzungen im ersten Monat + weitere Sitzungen nach Bedarf + häusliche Palliativversorgung
Arm B: NR=170 NFU1=130 NFU2=116 NFU3=103 NFU4=68 CAU
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Erhebungszeitpunkt Baseline Follow-Up1 (2 Wochen) Follow-Up2 (4 Wochen) Follow-Up3 (8 Wochen) Follow-Up4 (24 Wochen)
Primäre Endpunkte: 1. Ort des Todes
Sekundäre Endpunkte: 2. QoL (EORTC) - global 3. Angst (HADS) Depressivität (HADS) |
1. QoL (global) à DOMUS vs. CAU
2. Angst à DOMUS vs. CAU Keine sign. Unterschiede zu den untersuchten Zeitpunkten
3. Depressivität à DOMUS vs. CAU Keine sign. Unterschiede zu den untersuchten Zeitpunkten |
Arm A: DOMUS SUEs: 0/170 UEs: 0/170
Arm B: CAU SUEs: 0/170 UEs: 0/170 |
Danish Cancer Society + TrygFonden
Laut Angaben kein COI |
Risk of Bias
SB1: low SB2 low PB: high DB: high AB: high RB: high
Geplante Fallzahl (N=340) nicht erreicht (?) à AutorInnen beschreiben Studie als underpowered
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Serfaty (2019a): Acceptance and commitment therapy for adults with advanced cancer (CanACT): A feasibility randomised controlled trial. |
RCT prospektiv, monozentrisch, offen, 2 Arme
Randomisiert: N = 42 Follow-Up1 : N = 24 Follow-Up2 : N = 18 Follow-Up3 : N = 14 Follow-Up4 : N = 15
Kein ITT ; Ausgewertet : N=30
Land: UK 2015-2016
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Fortgeschrittener Krebs, unheilbar
Geschlecht: 74% weiblich
Alter: M = 62
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Arm A: NB = 20 NFU1=8 NFU2=7 NFU1=7 NFU2=7 ACT; 8 wöchentliche Sitzungen à max. 1h
Arm B: NB = 22 NFU1=16 NFU2=11 NFU1=7 NFU2=8 AC, talking control (TC), 8 wöchentliche Sitzungen à max. 1h
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Erhebungszeitpunkt Baseline Follow-Up1 (6 Wochen) Follow-Up2 = Post Intervention (12 Wochen) Follow-Up3 (18 Wochen) Follow-Up4 (24 Wochen)
Primäre Endpunkte: 1. QoL
Sekundäre Endpunkte: 2. Distress (K-10) 3. Körperliche Funktion ACT-Prozesse |
1. QoL à ACT vs. TC Follow-Up2: keine sign. Gruppenunterschiede; Keine inferenzstatistische Auswertung zu anderen Zeitpunkten
2. Distress à ACT vs. TC Follow-Up2: keine sign. Gruppenunterschiede; Keine inferenzstatistische Auswertung zu anderen Zeitpunkten |
Arm A: ACT SUEs: kA UEs: kA
Arm B: TC SUEs: kA UEs: kA
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National Institute for Health Research (NIHR) (UK) + Marie Curie core grant funding
Laut Angaben kein COI
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Risk of Bias
SB1: low SB2 low PB: high DB: high AB: high RB: low
Phase-2-Studie
Keine Fallzahlplanung |
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Serfaty (2019b): Manualised cognitive–behavioural therapy in treating depression in advanced cancer: the CanTalk RCT. |
RCT prospektiv, multizentrisch, single-blind, 2 Arme
Randomisiert: N = 230 Mid-Treatment: N=168 Post-Treatment: N=148 Follow-Up1 : N=134 Follow-Up2 : N=130
ITT-Ansatz; Ausgewertet: N = 185
Land: UK 2012 - 2015 |
Krebspatienten in der Palliativphase mit DSM-IV Diagnose Depression
Geschlecht: 66.1 % weiblich
Alter: 27-93 M = 59.5
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Arm A: KVT NB = 115 NM=86 NP=69 NFU1=63 NFU2=65 12 Sitzungen über 3 Monate
Arm B: TAU NB = 115 NM=82 NP=79 NFU1=71 NFU2=65
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Erhebungszeitpunkt Baseline Mid-Treatment (6 Wochen) Post-Treatment Follow-Up1 (6 Wochen Follow-Up2 (12 Wochen)
Primäre Endpunkte: 1. Depressivität (BDI-II)
Sekundäre Endpunkte: 2. Depressivität (PHQ-9) 3. Kosteneffektivität (EuroQoL-5) 4. Zufriedenheit 5. Körperliche Funktion 6. Client Service Receipt Inventory (CSRI)
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1. Depressivität à KVT vs. TAU Keine sign. Unterschiede zu den untersuchten Zeitpunkten
(Subgruppenanalyse: Sign. Vorteil von KVT bei getrennten, geschiedenen oder verwitweten Probanden) |
Arm A: KVT SUEs: 2/115 UEs: 0/115
Arm B: TAU SUEs: 3/115 UEs: 0/115
SUEs = Klinikeinweisung, Todesfall |
National Institute for Health Research Research Health Technology Assessment Programme (UK)
Marc Serfaty ist Mitglied des Vorstands des National Institute for Health Research Health Technology Assessment |
Risk of Bias
SB1: low SB2 low PB: high DB: high AB: low RB: low
Geplante Fallzahl (N=240) nicht erreicht
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Kleijn et al., (2018): The efficacy of Life Review Therapy combined with Memory Specificity Training (LRT-MST) targeting cancer patients in palliative care: A randomized controlled trial |
RCT prospektiv, multizentrisch, offen, 2 Arme
Randomisiert: N=107 Post-Treatment: N=91 Follow-Up: N=77 ITT-Ansatz ohne Imputation; Ausgewertet: N=77
Land: Niederlande Juni 2010 – Dezember 2013 |
Fortgeschrittener/ unheilbarer Krebs (Stadium III bis IV)
66 x Lungenkrebs 23 x Blutkrebs 2 x Kopf- und Halskrebs 5 x Brustkrebs 11 x Andere Krebsarten
Geschlecht: 46.7% weiblich
Alter: 31-86 Mittelwert: 62 |
Arm A: NR=55 NP=45 NFU1=38 LRT-MST: Lebensrückschau mit Training des autobiografischen Gedächtnisses, 4 Wochen, 1x wöchentlich, 60 Minuten
Arm B: NR=52 NP=47 NFU1=39 WL
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Erhebungszeitpunkt Baseline Post-Treatment Follow-Up (4 Wochen)
Primäre Endpunkte: 1. Ich-Integrität und Verzweiflung (NEIS).
Sekundäre Endpunkte: 2. Distress (HADS), 3. QoL (EORTC QLQ-PAL15) 4. Spezifität des Autobiographischen Gedächtnisses (AMT). |
1. Distress à LRT-MST vs. WL Post-Intervention und Follow-Up: Keine sign. Zeit-Gruppe-Interaktion
2. QoL à LRT-MST vs. WL: Post-Intervention und Follow-Up: Keine sign. Zeit-Gruppe-Interaktion
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Keine Angaben zu UEs |
Die Niederländische Organisation für Gesundheitsforschung und Entwicklung [Förderungsnummer: 11510003]. Der Geldgeber hatte keinen Einfluss auf das Studiendesign, die Datenerhebung und -analyse.
Laut Angaben keine COI
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Risk of Bias
SB1: low SB2 low PB: high DB: high AB: unclear RB: high
Keine genauen Angaben zu Verzerrungen
Geplante Fallzahl (N=90) nicht erreicht |
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Azuero et al., 2017: Brief depression literacy intervention with palliative cancer outpatients
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RCT prospektiv, monozentrisch offen, 2 Arme
Randomisiert: N=43 Follow-Up: N=40
Kein ITT; ausgewertet: N=40
Land: USA 2014 - 2015 |
Depressive Krebspatient*innen in ambulanter palliativer Versorgung (12 x Brustkrebs 7 x Gebärmutterhalskrebs 5 x Kopf/Halskrebs 19 x Andere Krebsformen)
Geschlecht: 75% weiblich
Alter: 37-59 Mittelwert: 48.2 |
Arm A: NR=21 NFU=18 Psycho-edukative Intervention (IMPACT) zu Depressivität und Krebs, einmalig 60min
Arm B: NR=22 NFU=22 TAU
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Erhebungszeitpunkt Baseline Follow-Up (ca. 4 Wochen (Range: 23-153 Tage ab Baseline)
Primäre Endpunkte: 1. Depressivitäts-wissen
Sekundäre Endpunkte: 2. Distress 3. Somatische Beschwerden (SPHERE) 4. Psychische Beschwerden 5. (SPHERE) |
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Keine Angaben zu UEs |
Department of Psychology in the Graduate School of The University of Alabama |
Risk of Bias
SB1: low SB2 unclear PB: high DB: high AB: high RB: unclear
Keine Fallzahlplanung
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Do Carmo et al., 2017: The feasibility and benefit of a brief psychosocial intervention in addition to early palliative care in patients with advanced cancer to reduce depressive symptoms: a pilot randomized controlled clinical trial. |
RCT prospektiv, monozentrisch, geschlossen, 3 Arme
Eingeschlossen: N=63 Follow-Up1: N=56 Follow-Up2: N=46 Follow-Up3: N=30 Follow-Up4: N=7
ITT-Ansatz (kA zu Imputation); ausgewertet: N=37-58 (je nach Zeitpunkt und Outcome)
Land: Brasilien August 2014 – August 2015 |
Krebs im Endstadium
4 x Lungenkrebs 12 x Brustkrebs, 5 x Kolon/Rektal 1x Prostatakrebs 4x Magenkrebs 3x Kopf&Nackenkrebs
6x Gebärmutterkrebs
6 x andere Krebsarten
Geschlecht: 68.4 % weiblich (Arm A), 63.6 % weiblich (Arm B)
Alter: 18-75 Mittelwert: -
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Arm A: NR=17 NFU1=16 NFU2=12 NFU3=7 NFU4=0 5x Sessions Kurze psychosoziale Intervention & systematische Palliativversorgung, über 5 Wochen
Arm B: NR=22 NFU1=21 NFU2=18 NFU3=12 NFU4=3 systematische Palliativversorgung
Arm C: NR=22 NFU1=19 NFU2=16 NFU3=11 NFU4=4 CAU
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Erhebungszeitpunkt Baseline Follow-Up1 = Post-Intervention (ca. 6 Wochen) Follow-Up2 (ca. 17,5 Wochen) Follow-Up3 (ca. 25 Wochen) Follow-Up4 (ca. 40 Wochen)
Primäre Endpunkte: 1. Depressivität (HADS-D, PHQ-9)
Sekundäre Endpunkte: 2. QoL (EORTC-QLQ-C15-Pal) Angst (HADS-A) |
Während der Intervention: 1. Depressivität à keine sign. Gruppe x Zeit-Interaktion à sign. Zeiteffekt (Verbesserung in allen Gruppen über die Zeit)
2. QoL à keine sign. Gruppe x Zeit-Interaktion à sign. Zeiteffekt (Verbesserung in allen Gruppen über die Zeit)
3. Angst à keine sign. Gruppe x Zeit-Interaktion à sign. Zeiteffekt (Verbesserung in allen Gruppen über die Zeit)
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Keine Angaben zu UEs |
This study received financial support from the São Paulo Research Foundation (FAPESP; grant no. 2014/22052–5) Laut Angaben kein COI |
Risk of Bias
SB1: low SB2 unclear PB: high DB: high AB: low RB: low
Die Autoren geben an, dass die verwendete ITT-Analyse den Kontaminationsbias wahrscheinlich reduziert hat.
Hohe Attritionsrate wegen Tod
Pilotstudie
Geplante Fallzahl (N=150) nicht erreicht
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Literaturhinweise
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