11. Qualitätsindikatoren – Prostatakarzinom
Qualitätsindikatoren sind Messgrößen, deren Erhebung der Beurteilung der Qualität der zugrunde liegenden Strukturen, Prozesse bzw. Ergebnisse dient. Qualitätsindikatoren sind ein wichtiges Instrument des Qualitätsmanagements [1279]. Ziel ihres Einsatzes ist die stetige Verbesserung der Versorgung, indem die Ergebnisse der Versorgung dargestellt, kritisch reflektiert und wenn nötig verbessert werden. Die vorliegende Auswahl von Qualitätsindikatoren wurde gemäß der Methodik des Leitlinienprogramms Onkologie erstellt [1280]. Für den Ableitungsprozess konstituierte sich eine „Arbeitsgruppe Qualitätsindikatoren“ (AG QI). Diese erstellte das finale Set der Qualitätsindikatoren auf Grundlage der 13 bereits bestehenden Qualitätsindikatoren der Leitlinie Prostatakarzinom 2021, der neuen starken Empfehlungen („soll“) der aktualisierten Leitlinie Prostatakarzinom sowie der Ergebnisse der Recherche nach bestehenden internationalen Qualitätsindikatoren. Ergebnisse der bereits bestehenden Qualitätsindikatoren aus den zertifizierten Krebszentren lagen vor und wurden der AG QI präsentiert. Die genaue Vorgehensweise und die Zusammensetzung der AG QI sind im Leitlinienreport [1281] dargelegt.
Nach zwei Online-Sitzungen dieser AG wurde ein neuer Qualitätsindikatoren (QI) definiert und angenommen, vier vorbestehende QI wurden gestrichen und drei vorbestehende QI modifiziert. Das finale Set besteht somit aus 10 QI (QIs 2, 3, 5, 6 und 12 unbesetzt).
Vier der zehn Qualitätsindikatoren (QI 4, 7, 9 und 13) sind mit dem onkologischen Basisdatensatz der Krebsregister (inkl. Modul Prostatakarzinom) zu dokumentieren (Stand: 07/2025).
Befundbericht Stanzbiopsie (modifiziert 2025)
Zähler
Patienten des Nenners mit Befundbericht mit Angabe von: • Lokalisation u. Anzahl Karzinom-positiver Gewebe-proben im Verhältnis zu den entnommenen Stanzen. • Quantitative Abschätzung d. Tumorausdehnung (in mm) • Gleason-Score gemäß aktueller ISUP /WHO Klassifikation • Angabe des Gesamt-Gleason-Scores gemäß aktueller ISUP /WHO Klassifikation • Vorhandensein intraduktale Tumorkomponente (ja/ nein) (für Gleason-Score 7) • cribriforme Tumorkomponente (ja/nein) (für Gleason-Score 7)
Nenner
Alle Patienten mit Erstdiagnose Prostatakarzinom und Stanzbiopsie
Qualitätsziel / Referenzbereich
5.8./5.9/ 5.11
EK, starker Konsens
Qualitätsziel: Möglichst häufig vollständiger Befundbericht nach Stanzbiospie.
Meldeanlass: Pathologiemeldung
Anmerkung
Referenz-Empfehlungen
Eine intraduktale Tumorkomponente (IDC-P nach WHO-Definition) soll in der Diagnose erwähnt werden.
- Konsens
- Starker Konsens
Bei einem Gleason-Score von 7 (WHO/ISUP Graduierungsgruppen/Grade Groups 2-3) sollen cribriforme Tumorkomponenten im Kommentar erwähnt werden.
- Konsens
- Starker Konsens (98,33%)
Änderungshinweis
Bei Gleason-Scores von 7-8 (WHO/ISUP Graduierungsgruppen/Grade Groups 2-4) sollen cribriforme Tumorkomponenten im Kommentar erwähnt werden. (geprüft November 2024)Bei positivem Karzinomnachweis sollen folgende Informationen vom Pathologen an den Einsendenden übermittelt werden:
- Anzahl und Lokalisation Karzinom-positiver Gewebeproben;
- Quantitative Abschätzung der Tumorausdehnung (in mm);
- Gleason-Score gemäß aktueller ISUP/WHO-Klassifikation;
- wenn beurteilbar, sollen Perineuralscheideninfiltration (Pn1), eine Kapselinfiltration, ein kapselüberschreitendes Wachstum und eine Samenblaseninfiltration angegeben werden;
- bei gezielten Biopsien mit mehreren Stanzen aus einem bildgebenden Herd werden diese im Gleason-Score zusammengefasst;
- bei systematischen Biopsien werden pro Stanze die Tumorausdehnung und der Gleason-Score bestimmt.
- Konsens
- Starker Konsens
Änderungshinweis
Bei positivem Karzinomnachweis sollen folgende Informationen vom Pathologen an den Urologen übermittelt werden: Anzahl und Lokalisation Karzinom-positiver Gewebeproben. Semiquantitative Abschätzung der Tumorausdehnung (in Prozent und/oder mm). Gleason-Score gemäß ISUP 2014 und WHO 2016. wenn beurteilbar, sollen Perineuralscheideninfiltration (Pn1), eine Kapselinfiltration, ein kapselüberschreitendes Wachstum und eine Samenblaseninfiltration angegeben werden.unbesetzt
Referenz-Empfehlungen
unbesetzt
Qualitätsziel / Referenzbereich
Referenz-Empfehlungen
Strahlentherapie und hormonablative Therapie bei lokal begrenztem Prostatakarzinom mit hohem Risiko (modifiziert 2021)
Zähler
Patienten des Nenners mit zusätzlicher neo-/adjuvanter hormonablativer Therapie
Nenner
Alle Patienten mit Erstdiagnose eines Prostatakarzinoms T1-2 N0 M0 mit hohem Risiko und perkutaner Strahlentherapie
Qualitätsziel / Referenzbereich
Empfehlungen 6.30/31/32: EG A, LoE 2+, 1+
Empfehlung 6.33: Konsensbasierte Empfehlung (EK, starker Konsens)
Qualitätsziel: Möglichst häufig adjuvante hormonablative Therapie bei lokalbegrenztem Prostatakarzinom mit hohem Risiko und perkutaner Strahlentherapie
Meldeanlass: Therapiemeldung
Anmerkung
Anmerkungen: Hohes Risiko = PSA > 20 ng/ml und/oder Gleason-Score = 8 und/oder cT-Kategorie 2c; perkutane Strahlentherapie= definitive Strahlentherapie
Referenz-Empfehlungen
Patienten mit einem lokal begrenzten Prostatakarzinom des hohen Risikoprofils soll eine perkutane Strahlentherapie (IMRT + IGRT) angeboten werden.
- Empfehlungsgrad
- A: Starke Empfehlung für oder gegen ein Maßnahme - verwendete Ausdrucksweise = soll/soll nicht
- Evidenzlevel
- 2+
1+ - Konsens
- Starker Konsens (98,2%)
- Literatur
- [485] [592] [473]
Änderungshinweis
Die perkutane Strahlentherapie ist eine primäre Therapieoption beim lokal begrenzten Prostatakarzinom aller Risikogruppen. (modifiziert 2018)Patienten mit lokal begrenztem Prostatakarzinom des hohen Risikoprofils sollen zusätzlich zur perkutanen Strahlentherapie (IMRT + IGRT) eine adjuvante hormonablative Therapie erhalten.
- Empfehlungsgrad
- A: Starke Empfehlung für oder gegen ein Maßnahme - verwendete Ausdrucksweise = soll/soll nicht
- Evidenzlevel
- 1+
- Konsens
- Starker Konsens (100%)
- Literatur
- [593]
Änderungshinweis
Patienten mit lokal begrenztem Prostatakarzinom des hohen Risikoprofils sollen zusätzlich zur perkutanen Strahlentherapie eine adjuvante hormonablative Therapie erhalten. Diese kann bis zu 6 Monate vor der Strahlentherapie beginnen. (modifiziert 2018)Die hormonablative Therapie soll 24 bis 36 Monate dauern. Diese kann bis zu 6 Monate vor der Strahlentherapie beginnen.
- Empfehlungsgrad
- A: Starke Empfehlung für oder gegen ein Maßnahme - verwendete Ausdrucksweise = soll/soll nicht
- Evidenzlevel
- 1+
- Konsens
- Starker Konsens (98,1%)
- Literatur
- [594] [595] [596] [597]
Änderungshinweis
Die hormonablative Therapie soll mindestens 24 Monate, besser 36 Monate dauern. (modifiziert 2018)Die Entscheidung über die Dauer der hormonablativen Therapie soll individuell in Abhängigkeit von Komorbidität und Verträglichkeit getroffen werden.
- Konsens
- Starker Konsens (100%)
Änderungshinweis
Die Entscheidung über die Dauer der hormonablativen Therapie soll individuell in Abhängigkeit von Komorbidität und Verträglichkeit getroffen werden. (modifiziert 2018)unbesetzt
Qualitätsziel / Referenzbereich
Referenz-Empfehlungen
unbesetzt
Qualitätsziel / Referenzbereich
Referenz-Empfehlungen
Salvage-Radiotherapie bei rezidiviertem Prostatakarzinom (seit 2014)
Zähler
Patienten des Nenners mit Beginn der SRT und bei PSA<0,5ng/ml
Nenner
Alle Patienten Z.n. RPE und PSA-Rezidiv und SRT
Qualitätsziel / Referenzbereich
a) EG A, LoE 2++
Qualitätsziel: Möglichst häufig Beginn der SRT bei PSA <0,5ng/ml
Meldeanlass: Therapiemeldung
Referenz-Empfehlungen
b. Bei initialem Stadium pN0 und frühzeitigem Bestrahlungsbeginn sollten die Lymphabflusswege nicht mitbestrahlt werden.
Prävention von Kieferosteonekrosen (seit 2014)
Zähler
Patienten des Nenners mit zahnärztlicher Untersuchung vor Beginn der Therapie
Nenner
Alle Patienten mit Prostatakarzinom und Bisphosphonat o. Denosumab-Therapie
Qualitätsziel / Referenzbereich
EG A, LoE 3
Qualitätsziel: Möglichst häufig zahnärztliche Untersuchung vor Beginn der Bisphosphonat o. Denosumab-Therapie
Meldeanlass: Therapiemeldung
Referenz-Empfehlungen
Zur Prävention von Kieferosteonekrosen soll vor der Gabe von Bisphosphonaten oder Denosumab
- eine zahnärztliche Untersuchung und ggf. erforderliche zahnärztliche Sanierung sowie
- eine Unterweisung und Motivation des Patienten zu überdurchschnittlicher Mundhygiene stattfinden.
- Empfehlungsgrad
- A: Starke Empfehlung für oder gegen ein Maßnahme - verwendete Ausdrucksweise = soll/soll nicht
- Evidenzlevel
- 3
- Konsens
- Starker Konsens (98%)
- Literatur
- [1012] [1018]
Evidenztabellen (1)
7.5 EvT 7.52Postoperative Komplikationen nach Radikaler Prostatektomie (modifiziert 2025)
Zähler
Patienten des Nenners mit Komplikation Clavien-Dindo Grad III oder IV innerhalb der ersten 6 Monate nach radikaler Prostatektomie (RPE)
Nenner
Alle Patienten mit Erstdiagnose Prostatakarzinom (M0) und radikaler Prostatektomie (RPE)
Qualitätsziel / Referenzbereich
Anmerkung
Anmerkungen: Klassifikation nach Clavien-Dindo:
Grad III Komplikationen, bei denen eine chirurgische, endoskopische oder radiologische Intervention notwendig ist:
(IIIa ohne Vollnarkose, IIIb mit Vollnarkose)
Grad IV Lebensbedrohliche Komplikationen, die eine intensivmedizinische Behandlung verlangen: (IVa Dysfunktion eines Organs, IVb Dysfunktion mehrerer Organe)
Referenz-Empfehlungen
Komplikationen nach definitiver Strahlentherapie (modifiziert 2021)
Zähler
Patienten des Nenners mit Komplikation CTCAE Grade III oder IV innerhalb der ersten 12 Monate nach Ende nach Ende der Strahlentherapie
Nenner
Alle Patienten mit Erstdiagnose Prostatakarzinom und definitiver Strahlentherapie
Qualitätsziel / Referenzbereich
In Anlehnung an einen entsprechenden ICHOM-Indikator. Entspricht dem Ziel der Leitlinie: Erfassung der Komplikationen nach definitiver Strahlentherapie.
Qualitätsziel: Möglichst selten CTCAE Grade III oder IV nach definitiver Strahlentherapie
Meldeanlass: Verlaufsmeldung
Anmerkung
Anmerkungen: Quelle für Klassifikation: National Institutes of Health (NIH) and National Cancer Institute (NCI), Common Terminology Criteria for Adverse Events (CTCAE). Version 5.0 2017. [cited: 2025-07-11]. https://dctd.cancer.gov/research/ctep-trials/for-sites/adverse-events
Referenz-Empfehlungen
Gezielte Biopsie (neu 2021)
Zähler
Männer des Nenners mit gezielter Biopsie (laut Pathologiebefund) der suspekten Herde
Nenner
Alle Männer mit PI-RADS 4 oder 5 im mpMRT und Biopsie
Qualitätsziel / Referenzbereich
EG A, LoE 2++
Qualitätsziel: Möglichst häufig gezielte Biopsie bei Männern mit PI-RADS 4 oder 5 im mpMRT
Meldeanlass: Pathologiemeldung
Anmerkung
Anmerkungen: Gezielte Biopsie = Angabe pro Stanze; Angabe durch Biopsie durchführenden Behandelnden u/o Angabe im Pathologiebericht
Referenz-Empfehlungen
Die in der MRT beschriebenen Karzinom-suspekten Herde (PI-RADS 4 und 5) sollen durch die Entnahme von 2-3 Zylindern pro Herd gezielt biopsiert werden.
- Empfehlungsgrad
- A: Starke Empfehlung für oder gegen ein Maßnahme - verwendete Ausdrucksweise = soll/soll nicht
- Evidenzlevel
- 2++
- Konsens
- Starker Konsens (100%)
- Literatur
- [107] [108] [109] [110]
Änderungshinweis
a. Die in der mpMRT beschriebenen Karzinom-suspekten Herde sollen gezielt biopsiert werden. (Empfehlungsgrad: A) b. Zusätzlich zur mpMRT-gezielten Biopsie sollte im Rahmen der Erstbiopsie eine systematische Biopsie erfolgen. (Empfehlungsgrad: B) (modifiziert 2021)unbesetzt
Qualitätsziel / Referenzbereich
Referenz-Empfehlungen
Androgendeprivationstherapie oder Bicalutamid bei hohem Progressionsrisiko (neu 2021)
Zähler
Patienten des Nenners mit zusätzlicher Androgendeprivationstherapie (ADT) oder Bicalutamid
Nenner
Alle Patienten mit PSA-Rezidiv und Salvage-Strahlentherapie und PSA vor SRT >0,7ng/ml
Qualitätsziel / Referenzbereich
EG A, LoE 1-
Qualitätsziel: Möglichst häufig Androgendeprivationstherapie (ADT) oder Bicalutamid zusätzlich zur Salvage-Strahlentherapie bei hohem Progressionsrisiko
Meldeanlass: Therapiemeldung
Referenz-Empfehlungen
Patienten mit hohem Progressionsrisiko (PSA vor SRT >0,7 ng/ml) soll zusätzlich zur perkutanen Salvage-Strahlentherapie (SRT) eine Androgendeprivationstherapie (ADT) oder Bicalutamid angeboten werden.
- Empfehlungsgrad
- A: Starke Empfehlung für oder gegen ein Maßnahme - verwendete Ausdrucksweise = soll/soll nicht
- Evidenzlevel
- 1-
- Konsens
- Starker Konsens (94%)
- Literatur
- [816]
Aktive Überwachung bei lokalisiertem Prostatakarzinom mit niedrigem Risiko (modifiziert 2025)
Zähler
Patienten des Nenners mit Aktiver Überwachung
Nenner
Alle Patienten mit Erstdiagnose eines lokal begrenzten Prostatakarzinoms des niedrigen Risikoprofils (Gruppe ISUP 1 und low-risk nach d´Amico-Kriterien)
Qualitätsziel / Referenzbereich
Konsensbasierte Empfehlung (EK, starker Konsens)
Qualitätsziel: Möglichst häufig AS bei Pat. mit Erstdiagnose eines lokalisierten Prostatakarzinoms und niedrigem Risiko.
Meldeanlass: Therapiemeldung
Referenz-Empfehlungen
Patienten mit einem lokal begrenzten Prostatakarzinom des niedrigen Risikoprofils (ISUP Gruppe 1 und low risk nach D’Amico-Kriterien) sollen aktiv überwacht werden.
- Konsens
- Starker Konsens (100%)
BRCA 1/2-Analyse bei progredientem, metastasiertem kastrationsresistentem Prostatakarzinom nach ARPI-Therapie (modifiziert 2025)
Zähler
Patienten des Nenners mit Sequenzierung (Keimbahn u./o. somatisch) von Genen der homologen DNS-Rekombinationsreparatur (mind. BRCA 1/2), vor Einleitung der nächsten systemischen Therapie (sofern noch keine Sequenzierung vorliegt).
Nenner
Alle Patienten mit metastasiertem kastrationsresistentem Prostatakarzinom nach ARPI-Therapie
Qualitätsziel / Referenzbereich
EG A, LoE 1-
Qualitätsziel: Möglichst viele Pat. mit mCRPC und Sequenzierung von Genen der homologen DNS-Rekombinationsreparatur (BRCA1/2) vor Einleitung der systemischen Therapie.
Meldeanlass: Therapiemeldung
Referenz-Empfehlungen
Falls keine positiven Ergebnisse einer früher durchgeführten Keimbahntestung vorliegen, soll vor Einleitung einer systemischen Therapie des metastasierten, kastrationsresistenten Prostatakarzinom die Sequenzierung (Keimbahn, somatisch) von Genen, die in der Reparatur der homologen DNS-Rekombination (homologen Rekombinationsreparatur (HRR)) eine Rolle spielen, durchgeführt werden.
- Empfehlungsgrad
- A: Starke Empfehlung für oder gegen ein Maßnahme - verwendete Ausdrucksweise = soll/soll nicht
- Evidenzlevel
- 1-
- Konsens
- Starker Konsens (100%)
- Literatur
- [374]
Evidenztabellen
7.5 EvT 7.52
|
Autor, Jahr/ |
Anzahl der Patienten/ |
Intervention/ |
Vergleichs-intervention |
Outcomes |
Ergebnisse |
Bemerkungen |
Evidenz-niveau |
|
Fizazi K. et al, 2011 RCT Multizentrisch |
N=1904 Pat. mit kastrationsresistenem PCa und Knochenmetastasen ohne vorausgegangene Bisphosphonattherapie |
950 Pat mit Denosumab 120mg s.c. +i.v. Placebo Med. Follow up : 12,2Mo |
951 Pat. mit Zoledronsäure i.v.4mg + s.c. Placebo Med. Follow up : 11,2 Mo
|
Zeit bis zum Auftreten des 1. Skeletal Related Events (SRE) Rate an Progression Gesamtüberleben Nebenwirkungen Lebensqualität |
Anteil Patienten mit SRE Denosumab: 36% (n=341) Zoledronsäure: 41% (n=386) 1. Zeit bis zum Auftreten des 1. skeletal Related Events (Monate) Denosumab-Gruppe: 20,7 [95%KI 18,8-24,9%] Zoledronsäure-Gruppe: 17,1 [95%KI 15-19,4] Cave: bei Betrachtung des absoluten Unterschieds überlappen die Konfidenzintervalle! Nichtunterlegenheit Denosumab: HR 0,82 [95%KI 0,71-0,92] p=0,0002 Überlegenheit Denosumab: s.o. p=0,008 2. Rate an Progression Denosumab + Zoledronsäure im Median 8,4 Mo n.s. 3. Gesamtüberleben Zoledronsäure im Median 19,8 Mo n.s. 4. Nebenwirkungen Viele NW n.s., hier nur aufgeführt die mit Unterschieden a. Grade 3 o. 4 adverse events nach CTCAE (Common Terminology Criteria for Adverse Events ) Denosumab Gruppe: 72% Zoledronsäure Gruppe 66% p< 0,01 b. Hypokalzämie Denosumab Gruppe: 13% Zoledronsäure Gruppe: 6% p< 0,0001 c. Kiefernekrose Denosumab Gruppe: 2% (n=22) Zoledronsäure Gruppe: 1% (n=8) p = 0,09 d. Auftreten eines weiteren Malignoms Denosumab Gruppe: 2% (n=18) Zoledronsäure Gruppe: 1% (n=10) p = 0,13 5. Lebensqualität: nicht erfasst. |
Randomisierung ok. in Gruppe mit Zoledronsäure: 4% mehr Patienten>65J , 3,7Mo länger von ED bis Randomisierung., 2,5 Mo länger von ED Knochenmet. bis Randomisierung. Studie ist von AMGEN gesponsert. (AMGEN sammelte die Daten und machte die Auswertung) Studie als Non-inferioeritätsstudie angelegt, sekundär auch Auswertung auf Superiorität |
1+ |
Literaturhinweise
[1279] Ärztliches Zentrum für Qualität in der Medizin (ÄZQ), in Manual Qualitätsindikatoren. Manual für Autoren, 2009.
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[1281] Leitlinienprogramm Onkologie (Deutsche Krebsgesellschaft, Deutsche Krebshilfe, AWMF): S3-Leitlinie Prostatakarzinom, Leitlinienreport 8.1, [2025], AWMF Registernummer: 043-022OL, Zugriff am 14.08.2025, 2025., https://www.leitlinienprogramm-onkologie.de/leitlinien/prostatakarzinom
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