Leitlinienprogramm OnkologiePankreaskarzinom

6. Chirurgische Therapie – Pankreaskarzinom

Version 3.1 · September 2024 · AWMF 032-010OL
Leitlinienprogramm Onkologie · Deutsche Krebsgesellschaft · Deutsche Krebshilfe · AWMF

6.1 Einleitung

Im Folgenden wird das chirurgische Vorgehen beim Pankreaskarzinom beschrieben. Hierbei werden insbesondere die Kriterien für eine Resektabilität des Tumors in kurativer Intention definiert. Neben dem perioperativen Management der Patienten wird vor allem die chirurgische Technik, das chirurgisch-taktische Vorgehen bei unterschiedlichen Tumorsituationen und Krankheitsstadien sowie die für die Bewertung der Prognose relevante Aufarbeitung der Operationspräparate behandelt. Die sich aus der Literatur ergebenden Daten sind auf die in Deutschland bestehenden Verhältnisse anwendbar und Grundlage der angegebenen Evidenz- und Empfehlungsgrade der einzelnen Themenkomplexe.

6.1 · Evidenzbasiertes Statement · geprüft 2024

Die chirurgische Therapie ist das einzige potenziell kurative Therapieverfahren beim Pankreaskarzinom.

Evidenzlevel
1b
Konsens
Starker Konsens
Literatur
[208]
6.2 · Konsensbasierte Empfehlung · geprüft 2024

Eine ausschließliche Chemotherapie, Radiochemotherapie oder Strahlentherapie sollen bei Patienten mit als resektabel eingeschätztem Pankreaskarzinom nicht durchgeführt werden.

Konsens
Starker Konsens

Hintergrund
Die chirurgische Therapie ist die einzig potenziell kurative Therapieoption beim Pankreaskarzinom. Durch alleinige Chemo- und/oder Strahlentherapie lässt sich bei diesem Tumor keine Heilung erzielen. Eine randomisierte Studie zeigte die Unterlegenheit der Radiochemotherapie im Vergleich zur Operation bei als resektabel eingestuftem lokal invasiven Pankreaskarzinom [208]. Aufgrund einer Interimsanalyse, die einen Benefit der Operation gegenüber der Radiochemotherapie beim medianen Gesamtüberleben zeigte (22,6 Mo., 95 % CI 12,5 – 32,7 vs. 10,8 Mo., 95 % CI 8,8 – 12,7), wurde die Studie vorzeitig abgebrochen. Die Unterschiede im Hinblick auf das mediane Gesamtüberleben und das 3-Jahresüberleben waren dennoch statistisch signifikant.

6.1.1 Mindestfallzahlen

6.3 · Evidenzbasierte Empfehlung · neu 2021

Operative Eingriffe beim Pankreaskarzinom sollten in einem Krankenhaus mit ≥ 20 Pankreasresektionen (OPS-Codes: 5-524 und 5-525) pro Jahr durchgeführt werden.

Empfehlungsgrad
B: Empfehlung für oder gegen eine Maßnahme - verwendete Ausdrucksweise = sollte/sollte nicht
Evidenzlevel
4
Konsens
Konsens
Literatur
[209] [210] [211] [212] [213] [214] [215] [216] [217] [218] [219] [220] [221] [222] [223]
Evidenztabellen (15)Brahmbhatt, Bhaumik et al. Pancreatic Surgery in the Older Population: A Single Institutionƒ_Ts Experience over Two Decades. Current Gerontology & Geratrics Research. . 1-6. 2016; Kutlu, O. C. et al. Open Pancreaticoduodenectomy Case Volume Predicts Outcome of Laparoscopic Approach: A Population-based Analysis. Annals of surgery. 267. 552-560. 2018; Ahola, R. et al. Effect of centralization on long-term survival after resection of pancreatic ductal adenocarcinoma. The British journal of surgery. 104. 1532-1538. 2017; Alsfasser, G. et al. Volume-outcome relationship in pancreatic surgery. The British journal of surgery. 103. 136-143. 2016; Amini, N. et al. Trends in Hospital Volume and Failure to Rescue for Pancreatic Surgery. Journal of gastrointestinal surgery : official journal of the Society for Surgery of the Alimentary Tract. 19. 1581-1592. 2015; Balzano, Gianpaolo et al. Overuse of surgery in patients with pancreatic cancer. A nationwide analysis in Italy. HPB : the official journal of the International Hepato Pancreato Biliary Association. 18. 470-478. 2016; Bateni, S. B. et al. Drivers of Cost for Pancreatic Surgery: It's Not About Hospital Volume. Annals of Surgical Oncology. 25. 3804-3811. 2018; Bliss, Lindsay A. et al. Patient selection and the volume effect in pancreatic surgery: unequal benefits?. HPB : the official journal of the International Hepato Pancreato Biliary Association. 16. 899-906. 2014; Coupland, V. H. et al. Resection rate, hospital procedure volume and survival in pancreatic cancer patients in England: Population-based study, 2005-2009. European Journal of Surgical Oncology. 42. 190-196. 2016; Derogar, M. et al. Hospital teaching status and volume related to mortality after pancreatic cancer surgery in a national cohort. The British journal of surgery. 102. 548-557. 2015; Gooiker, G. A. et al. Impact of centralization of pancreatic cancer surgery on resection rates and survival. British Journal of Surgery. 101. 1000-1005. 2014; Guller, U. et al. Lower hospital volume is associated with higher mortality after oesophageal, gastric, pancreatic and rectal cancer resection. Swiss Medical Weekly. 147. w14473. 2017; Lidsky, Michael E. et al. Going the Extra Mile: Improved Survival for Pancreatic Cancer Patients Traveling to High-volume Centers. Annals of surgery. 266. 333-338. 2017; Stella, M. et al. Impact of surgical experience on management and outcome of pancreatic surgery performed in high- and low-volume centers. Updates in surgery. 69. 351-358. 2017; van der Geest, L. G. M. et al. Volume-outcome relationships in pancreatoduodenectomy for cancer. HPB. 18. 317-324. 2016

Hintergrundtext:

Eingriffe am Pankreas gehören zu den komplexesten planbaren Operationen in der Viszeralchirurgie, die mit einer hohen Komplikations- und auch Mortalitätsrate einhergehen. Ein signifikanter Zusammenhang zwischen Leistungsmenge und der Fallzahl im Krankenhaus und heruntergebrochen auf den OperateurIn auf die Letalität konnte bereits in der Pionierarbeit von Birkmeyer et al. [224] im Jahr 2002 in einer Auswertung der amerikanischen Daten nachgewiesen werden. So lag die Sterblichkeit in sogenannten High Volume-Zentren mit mehr als 16 Pankreasresektionen pro Jahr bei 3,8 % während diese in Low Volume-Kliniken mit 3-5 Eingriffen bei 11 % lag und damit signifikant höher war. Dieser Effekt konnte ebenfalls in dieser wegweisenden Arbeit auf den/die einzelne/n ChirurgIn heruntergebrochen werden, mit postoperativen Mortalitätsraten von 14,7 % bei nur 2 Pankreasresektionen pro Jahr mit einer Senkung der Sterblichkeit auf 4,6 %, wenn der/die ChirurgIn mehr als 4 Resektionen durchführt. Der Einfluss der Leistungsmenge konnte nicht nur für die postoperativen Ergebnisse wie Mortalität und Morbidität, sondern auch für die Prognose in vielen nachfolgenden internationalen Studien belegt werden.

Die "Lernkurve" des Chirurgen einerseits und höhere Fallzahlen führen zu einer Reduzierung von Morbidität und Mortalität, und damit zu einer Prognoseverbesserung [225]. Hohe Fallzahlen innerhalb eines Zentrums können als Surrogatparameter einer optimierten perioperativen Versorgung gesehen werden. Letztlich ist allerdings unklar, ob der Faktor "ChirurgIn" oder der des "Zentrums" entscheidend ist. Tendenziell scheint jedoch ein erfahrene/r ChirurgIn die negativen Implikationen eines "Low Volume Centers" (hier definiert als weniger als 20 Pankreasresektionen pro Jahr) teilweise ausgleichen zu können [226], [227], [228]. Letztendlich führen aber alle Arbeiten die relativ hohe Mortalität in Low Volume-Kliniken auf den sog. "Failure to Rescue" Effekt zurück: im Komplikationsmanagement bei großen Pankreaseingriffen ist z. B. die Vorhaltung einer interventionellen Radiologie 7/24 obligatorisch und essenziell, um die gefürchteten Arrosionsblutungen bei postoperativen Pankreasfisteln zeitgerecht und lebensrettend behandeln zu können. Das heißt, neben der notwendigen chirurgischen Expertise muss die gesamte Krankenhausstruktur- und Prozessqualität auf potentiell lebensgefährliche Komplikationen schnell, sicher und erfolgreich reagieren [229], [230].

In der größten deutschen Versorgungsforschungsstudie von Krautz et al. [230] mit Analyse von 60.858 PatientInnen im Zeitraum von 2009 bis 2014, die einer Major-Pankreasresektion unterzogen wurden, lag die Mortalität in Kliniken mit durchschnittlich 5 Eingriffen/Jahr bei 11,5 % und in Kliniken mit 134 Resektionen/Jahr bei nur 6,5 %. Eine Zentralisierung von Pankreaseingriffen sollte nach diesen Daten dringend erfolgen, da PatientInnen in High Volume-Kliniken eine signifikant reduzierte Krankenhausmortalität aufweisen und in High Volume-Kliniken deutlich weniger Risiko-adjustierte Todesfälle auftreten.

Die Definition einer High Volume-Klinik oder die geforderte Mindestanzahl an Eingriffen ist allerdings in allen vorliegenden Studien sehr unterschiedlich. Tatsächlich liegt aber in allen Arbeiten die geforderte Mindestanzahl deutlich höher als 12 Pankreasresektionen pro Jahr. Einige Arbeiten zeigen allerdings erst eine reduzierte Mortalität bei mehr als 20-30 Pankreaseingriffen pro Jahr [231], [232].

In den Niederlanden wurden Pankreaseingriffe ab dem Jahr 2011 zentralisiert [217], [233]. Im Ergebnis konnte mit einer Mindestmenge von 20 Pankreasresektionen pro Klinik und Jahr die Mortalität bei Bauchspeicheldrüsenoperationen von über 8 % auf unter 4 % gesenkt werden, so dass wir diese Zahl auch für uns übernommen haben. Diese Zahl steht auch im Einklang mit der Forderung der amerikanischen Non-Profit-Organisation der Leapfrog-Gruppe (Pendant zu unserem Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen IQWiG), die eine Mindestmenge von 20 Pankreasresektionen pro Krankenhaus und mindestens 10 solcher Resektionen pro ChirurgIn im Jahr angibt, um eine hohe Qualität bei komplexen Pankreaseingriffen zu gewährleisten (https://ratings.leapfroggroup.org/measure/hospital/complex-adult-surgery).

6.2 Präoperative Vorbereitung und chirurgische Diagnostik

6.4 · Evidenzbasierte Empfehlung · geprüft 2024

Eine präoperative Galleableitung mittels Stent sollte nur erfolgen, wenn eine Cholangitis vorliegt.

Empfehlungsgrad
B: Empfehlung für oder gegen eine Maßnahme - verwendete Ausdrucksweise = sollte/sollte nicht
Evidenzlevel
1b
Konsens
Starker Konsens
Literatur
[234] [235] [236] [237] [238] [239]

Hintergrund

Infektionen nach ERCP und Stentanlage sind in bis zu 73 % der Fälle zu beobachten [234]. Infektionen des biliären Systems zum Zeitpunkt der Pankreasresektion sind mit einer erhöhten Morbidität assoziiert [235], [236], [237], [238]. In zahlreichen kleineren Untersuchungen und einer größeren, randomisierten klinischen Studie wurde gezeigt, dass die Rate an schweren Komplikationen bei früher Operation ohne Galleableitung deutlich geringer ist als bei primärer Galleableitung und späterer Operation (39 % schwere Komplikationen ohne Drainage vs. 74 % mit Drainage [239]) (siehe Evidenzbericht IMEBI unter www.leitlinienprogramm-onkologie.de). Wenn keine Cholangitis vorliegt, ist daher bei zeitnaher Operation eine Galleableitung nicht indiziert. Bei Vorliegen einer Cholangitis sollte allerdings rasch eine interventionelle Galleableitung erfolgen, um Komplikationen der Infektion zu vermeiden.

6.5 · Konsensbasierte Empfehlung · geprüft 2024

Eine präoperative Galleableitung kann erfolgen, wenn die Operation nicht zeitnah nach Diagnosestellung erfolgen kann.

Konsens
Konsens

Hintergrund

Es gibt keine evidenzbasierte Definition des Begriffs „zeitnah“. Expertenkonsens ist ein Zeitraum von maximal 2 Wochen. Wichtig ist eine optimale interdisziplinäre Absprache, um nach Entscheidung zur Operation Verzögerungen bis zur tatsächlichen Durchführung der Operation zu minimieren. Eine geplante Verzögerung des Operationszeitpunkts mit Indikation zur Stentanlage bei Cholestase ergibt sich z. B. wenn die Operation aufgrund der Durchführung einer neoadjuvanten Therapie nicht sofort durchgeführt wird.

6.6 · Evidenzbasierte Empfehlung · modifiziert 2024

Eine diagnostische Laparoskopie sollte bei resektablen Pankreaskarzinomen bei folgenden Konstellationen eingesetzt werden:

  1. wenn nach der Bildgebung ein großer Tumor (s. Hintergrund) vorliegt oder
  2. Aszites besteht oder
  3. ein erhöhter Tumormarker-Wert vorliegt (CA 19-9 > 500 U/ml, ohne Cholestase).

Bei diesen Situationen besteht der Verdacht auf das Vorliegen einer okkulten Organmetastasierung (Lebermetastasierung und/oder Peritonealkarzinose).

Empfehlungsgrad
B: Empfehlung für oder gegen eine Maßnahme - verwendete Ausdrucksweise = sollte/sollte nicht
Evidenzlevel
1
Konsens
Konsens
Literatur
[240] [241] [242] [243]
ÄnderungshinweisDie Staging-Laparoskopie kann bei als resektabel eingeschätzten Pankreaskarzinomen fakultativ eingesetzt werden, insbesondere bei klinischem V. a. Peritonealkarzinose oder bei Vorliegen von signifikantem Aszites.
Evidenztabellen (1)Chirurgische Therapie (AG 3) Schlüsselfrage 3.1 Laparoskopie (4 Reviews)

Hintergrund

Beim PDAC besteht ein frühes Metastasierungs-Potential sowohl lokal in Lymphknoten als auch peritoneal und hepatisch. Vor einer Laparotomie mit angestrebter R0-Resektion sollte deshalb eine Metastasierung ins Peritoneum und/oder in die Leber sicher ausgeschlossen werden. Okkulte Metastasen können der Bildgebung allerdings verborgen bleiben [240], [241].

Gemäß des International Association of  Pancreatology (IAP)-Konsensus  und den ABC-Kriterien zur Resektabilität [244] wird eine diagnostische Laparoskopie vor Laparotomie bei einem Tumorausmaß > 3 cm oder einem CA 19-9-Wert > 500 U/ml oder Vorliegen von Ascites (bei Ausschluss einer hepatischen oder portal-venösen Ursache) empfohlen, vor allem wenn in der Bildgebung (CT/MRT/MRCP/PET-CT) keine eindeutige Organmetastasierung zu sehen ist. Was die Tumorgröße anbelangt, konnte in Studien gezeigt werden, dass ab einer Tumorgröße von > 3 cm verbunden mit einer ungewollten Gewichtsabnahme von mehr als 5 kg das Risiko für eine Organmetastasierung auf 30% ansteigt [243]. 

In bis zu 20% ist mit einer diagnostischen Laparoskopie eine bis dato okkulte Metastasierung ins Peritoneum und/oder Leber detektierbar, die in der Bildgebung aufgrund der Größe verborgen bleiben. Dies führt zur Vermeidung einer explorativen Laparotomie mit dann Verzögerung der Chemotherapie/multimodalen Therapie.

Die diagnostische Laparoskopie mit intraoperativem Ultraschall ist möglich bei bis dato erfolgloser Tumorsicherung [242]. Im Rahmen der laparoskopischen Evaluation kann zudem aus Metastasen und dem Primarius eine Stanze zur histologischen Tumorsicherung gewonnen werden [243]. Dies ermöglicht in Zukunft auch eine NGS-Analyse.

Die laparoskopische Evaluation stellt dabei ein sicheres und komplikationsarmes Verfahren dar mit einer Komplikations-Rate von 0-0,8% [240].

Neben der Gewinnung von Tumorgewebe zur Diagnosesicherung für z. B. neoadjuvante Therapiestrategien kann im Rahmen der diagnostischen Laparoskopie außerdem ggf. gleichzeitig die Indikation zur simultanen Cholezystektomie bei auffälliger Gallenblase gestellt werden und ein i.v.-Port zur systemischen CTx in Narkose gelegt werden.

6.3 Chirurgische Zielsetzung einer Resektion beim Pankreaskarzinom

6.7 · Evidenzbasierte Empfehlung · geprüft 2024

Ziel der Resektion beim Pankreaskarzinom soll die Resektion im Gesunden sein (R0).

Empfehlungsgrad
A: Starke Empfehlung für oder gegen ein Maßnahme - verwendete Ausdrucksweise = soll/soll nicht
Evidenzlevel
1a
Konsens
Starker Konsens
Literatur
[245] [246] [247] [248] [249] [250] [251] [252] [253] [254] [255] [256] [257]

Hintergrund

Bei einer Resektion im Gesunden (R0) besteht für den Patienten die größte Chance auf ein Langzeitüberleben [245], [246], [248]. Allerdings ist bislang nicht einheitlich definiert, was unter einer „Resektion im Gesunden“ beim Pankreaskarzinom zu verstehen ist. So gibt es derzeit keine einheitliche Literaturempfehlung hinsichtlich einer einzuhaltenden „minimalen Resektionsgrenze“ bzw. ihrer prognostischen Bedeutung. Ziel ist daher die kurative Entfernung mit größtmöglichem Sicherheitsabstand. Dieser sollte im histopathologischen Befund angegeben werden.

Die prognostische Bedeutung der R-Klassifikation resezierter Pankreaskarzinome wird in der Literatur aktuell unterschiedlich diskutiert. Betrachtet man die Studien genauer, die sich mit der Frage beschäftigen, ob die kurative Resektion prognostisch bedeutsam ist, zeigt sich, dass die R-Klassifikation in einzelnen Studien nicht korrekt bzw. nicht einheitlich angewandt wird. Dieser Umstand trägt sicher dazu bei, dass in der Literatur die Rate der R1-Resektionen mit einer großen Schwankungsbreite – zwischen 16 % und 75 % – angegeben wird [249]. Generell gilt, dass die R-Klassifikation einheitlich angewandt werden muss. Von einer R0-Situation kann nur dann gesprochen werden, wenn am Resektionsrand mikroskopisch definitiv keine Karzinomzellen nachweisbar sind. R1 bedeutet, dass am definitiven Resektionsrand Karzinomzellen gefunden werden. In einigen Publikationen wird diese Definition nicht eingehalten – die Autoren sprechen hier von einer kurativen (R0- Resektion nur dann, wenn der Tumor 0,1 cm vom definitiven Resektionsrand entfernt ist. Generell gilt, dass die Prognose umso besser ist, je weiter der Tumor vom Resektionsrand entfernt ist. Allerdings müssen Klassifikationssysteme (R-Klassifikation) strikt von vermeintlich prognostischen Fragestellungen (Abstand zum Resektionsrand) getrennt werden.

Einige Autoren werten z. B. auch Lymphknotenmetastasen, die sich am Resektionsrand befinden, als R1-Situation. Auch wird nicht immer angegeben, welcher Resektionsrand gemeint ist. In der Literatur existiert bisher auch keine einheitliche Nomenklatur für die Absetzungsränder einer partiellen Pankreatikoduodenektomie.

Aufgrund der tumorbiologischen und damit morphologischen Besonderheiten duktaler Adenokarzinome des Pankreas mit diskontinuierlicher Ausbreitung, desmoplastischer Stromareaktion und zumeist ausgedehnter Perineural- bzw. Lymphgefäßinvasion kann die exakte Beurteilung eines Resektionsrands erschwert sein [247], [250], [251], [252], [253], [254], [255], [256], [257].

Um hier eine valide, reproduzierbare und eindeutige Befundung zu erreichen, wird einerseits eine standardisierte histopathologische Aufarbeitung der relevanten Resektionsränder empfohlen, andererseits eine konzeptionelle Erweiterung der R-Klassifikation (das sog. CRM-Konzept, s. u.) vorgeschlagen.

Die diesbezüglichen Empfehlungen finden sich in den weiter unten stehenden Abschnitten.

6.3.1 Kriterien der Resektabilität

6.3.1.1 Kriterien von Seiten des Patienten: Alter, ECOG

6.8 · Evidenzbasierte Empfehlung · modifiziert 2021

Das Lebensalter per se sollte kein Kriterium darstellen, von der Resektion eines Pankreaskarzinoms abzusehen.

Empfehlungsgrad
B: Konsistent Studien mit Evidenzgrad 2 oder 3 bzw. Extrapolationen von Studien mit Evidenzgrad 1
Evidenzlevel
4
Konsens
Starker Konsens
Literatur
[233] [258] [259] [260] [261] [262] [263] [264] [265] [266] [267] [268] [269] [270] [271] [272]
Evidenztabellen (16)Addeo, Pietro et al. Pancreatic fistula after a pancreaticoduodenectomy for ductal adenocarcinoma and its association with morbidity: a multicentre study of the French Surgical Association. HPB : the official journal of the International Hepato Pancreato Biliary Association. 16. 46-55. 2014; Ansari, D. et al. Safety of pancreatic resection in the elderly: A retrospective analysis of 556 patients. Annals of Gastroenterology. 29. 221-225. 2016; Gajda, Mateusz et al. Treatment outcomes of pancreatic cancer in the elderly - literature review. Folia medica Cracoviensia. 58. 49-66. 2018; He, W. et al. Underuse of surgical resection among elderly patients with early-stage pancreatic cancer. Surgery (United States). 158. 1226-1234. 2015; Hsu, C. C. et al. Early mortality risk score: identification of poor outcomes following upfront surgery for resectable pancreatic cancer. Journal of Gastrointestinal Surgery. 16. 753-761. 2012; Kim, S. Y. et al. The outcomes of pancreaticoduodenectomy in patients aged 80 or older: a systematic review and meta-analysis. HPB. 19. 475-482. 2017; Lyu, Heather et al. Risk Factors of Reoperation After Pancreatic Resection. Digestive Diseases & Sciences. 62. 1666-1675. 2017; Miyazaki, Y. et al. Age does not affect complications and overall survival rate after pancreaticoduodenectomy: Single-center experience and systematic review of literature. Bioscience trends. 10. 300-306. 2016; Renz, Bernhard W. et al. Pancreaticoduodenectomy for adenocarcinoma of the pancreatic head is justified in elderly patients: A Retrospective Cohort Study. International Journal of Surgery. 28. 118-125. 2016; Sahakyan, M. A. et al. Perioperative outcomes and survival in elderly patients undergoing laparoscopic distal pancreatectomy. Journal of Hepato-Biliary-Pancreatic Sciences. 24. 42-48. 2017; Shirai, Y. et al. Assessment of surgical outcome after pancreatic resection in extremely elderly patients. Anticancer Research. 36. 2011-2017. 2016; Sho, M. et al. Prognosis after surgical treatment for pancreatic cancer in patients aged 80 years or older: A multicenter study. Journal of Hepato-Biliary-Pancreatic Sciences. 23. 188-197. 2016; Sukharamwala, Prashant et al. Advanced age is a risk factor for post-operative complications and mortality after a pancreaticoduodenectomy: a meta-analysis and systematic review. HPB : the official journal of the International Hepato Pancreato Biliary Association. 14. 649-657. 2012; Turrini, O. et al. Pancreatectomy for adenocarcinoma in elderly patients: Postoperative outcomes and long term results: A study of the French Surgical Association. European Journal of Surgical Oncology. 39. 171-178. 2013; van der Geest, L. G. M. et al. Elderly Patients Strongly Benefit from Centralization of Pancreatic Cancer Surgery: A Population-Based Study. Annals of Surgical Oncology. 23. 2002-2009. 2016; van der Geest, Lydia G. M. et al. Pancreatic cancer surgery in elderly patients: Balancing between short-term harm and long-term benefit. A population-based study in the Netherlands. Acta Oncologica. 55. 278-285. 2016
6.9 · Evidenzbasierte Empfehlung · modifiziert 2021

Hintergrund

Die demographische Entwicklung in Deutschland führt in den nächsten Jahren zu einer weiteren Zunahme von Patienten im fortgeschrittenen Lebensalter mit der Neudiagnose eines Pankreaskarzinoms. Das Lebensalter der Patienten per se sollte dabei keine Kontraindikation für eine Resektion des Tumors darstellen. Große, prospektive Studien zu dieser Thematik existieren nicht. Die Datenlage stützt sich vor allem auf kleine, oft retrospektive Kohorten-Studien ergänzt durch systematische Reviews und Metaanalysen.

In einer Metaanalyse mit 5.186 Patienten nach Pankreatikoduodenektomie [260]zeigte sich beim Vergleich der Patientengruppen < 75 Jahre und ≥ 75 Jahre ein statistisch signifikanter Anstieg der 30-Tage Mortalität sowie der postoperativen Pneumonien in der Gruppe der älteren Patienten.

Andere signifikante Unterschiede zwischen diesen Altersgruppen stellten sich hinsichtlich des Auftretens von OP-spezifischen Komplikationen, insbesondere Pankreasfisteln, Wundinfektionen, verzögerter Magenentleerung, Blutungskomplikationen oder eines verlängerten Krankenhausaufenthalts nicht dar.

In der Gruppe der Patienten ≥ 80 Jahre zeigt sich nach Pankreatikoduodenektomie im Vergleich zur Patientengruppe < 80 Jahre ein anderes Bild. In einer großen Metaanalyse [259]mit insgesamt 49.449 Patienten, davon 3.993 Patienten ≥ 80 Jahre zeigt sich im Vergleich zu Patienten < 80 Jahren im älteren Kollektiv neben einer statistisch signifikanten Zunahme der postoperativen 30-Tage Mortalität (OR 2,22 95 % CI 1,48-3,31, p<0,001) und der postoperativen Gesamtkomplikationsrate (OR 1,51 95 % CI 1,25-1,83, p<0,001), auch eine Zunahme des Auftretens von postoperativen Atemwegskomplikationen, kardialen Komplikationen und verzögerter Magenentleerung mit komplikationsbedingt resultierendem, längerem Krankenhausaufenthalt. Keine Unterschiede zwischen den Altersgruppen zeigten sich hingegen bei der Häufigkeit von postoperativen Pankreasfisteln, Gallenleckagen, Blutungskomplikationen, Wundinfektionen oder der Notwendigkeit einer Revisions-Operation. Zunehmendes Lebensalter scheint also mit einer Zunahme der Mortalität und Morbidität verbunden zu sein. Dies ist möglicherweise auch durch die höhere Rate an vorbestehenden Komorbiditäten in der älteren Bevölkerung mitbedingt. Eine sorgfältige Auswahl der Patienten und die Risikoabwägung bzgl. bestehender Komorbiditäten sollte die chirurgische Entscheidungsfindung zur Resektion eines Pankreaskarzinoms leiten.

Bei Patienten mit einem Pankreaskarzinom im Allgemeinen (p<0,001) und einem anatomisch resektablen Pankreaskarzinom im Speziellen (p=0,015) zeigt sich bei einem ECOG-Performance-Status ≥ 2 ein signifikant kürzeres medianes Überleben im Vergleich zu Patienten mit einem ECOG-Performance-Status von 0 oder 1 [273].

Schlussfolgernd daraus wurden 2017 von der „International Association of Pancreatology“ (IAP) Konsensus-Kriterien zur Resektabilität von Pankreaskarzinomen publiziert [244]. Die IAP empfiehlt, bei Patienten mit einem ECOG-Performance Status von 0 ,1 und 2, insbesondere bei tumorbedingten Einschränkungen des ECOG-Performance-Status, eine Resektion des Pankreaskarzinoms durchzuführen. Patienten mit einem ECOG-Performance-Status von 3 und höher sollten jedoch nicht reseziert werden [244]. Des Weiteren wurden in diesem Konsensus-Papier mit den „ABC-Kriterien“ (siehe Tabelle "ABC-Kriterien der Resektabilität") ein praxisnaher Kriterienkatalog eingeführt, der die Resektabilität eines Pankreaskarzinoms nicht nur anhand anatomischer Kriterien (A) (siehe Schlüsselfrage 3.3), sondern auch anhand biologischer Kriterien (B) (z.B. dem präoperativen CA19-9-Wert) und anhand konditionaler Kriterien (C) (z. B. ECOG-Performance-Status) definiert. So wird beispielsweise ein anatomisch klar resektables Pankreaskarzinom (R-Typ A) durch einen präoperativen CA19-9-Serum-Wert von > 500 IU/ml (BR-Typ B) oder einen ECOG-Performance-Status von 2 oder höher (BR Typ C), automatisch als borderline-resektables Pankreaskarzinom („BR-Typ B oder C“) klassifiziert (siehe Tabelle "ABC-Kriterien der Resektabilität").

Die ABC-Konsensus-Regeln können daher im medizinischen Alltag als eine pragmatische, über die reine anatomische Ausdehnung und Lage des Tumors hinausgehende, Richtschnur zur Beurteilung der Resektabilität eines Pankreaskarzinoms dienen.

Tabelle 10: ABC-Kriterien der Resektabilität gemäß des International Association of Pancreatology (IAP) Konsensus (Isaji et al.)

Resektabilität

A
(anatomisch)

B
(biologisch)

C
(konditional)

Resektabel

(R, resectable)

R-Typ A

Neg: R-Typ A

Neg: R-Typ A

Pos: BR-Typ B

Pos: BR-Typ C

Grenzwertig-resektabel

(BR, borderline resectable)

BR-Typ A

Neg: BR-Typ A

Neg: BR-Typ A

Pos: BR-Typ AB

Pos: BR-Typ AC

Lokal-fortgeschritten

(LA, locally advanced)

LA-Typ A

Neg: LA-Typ A

Neg: LA-Typ A

Pos: LA-Typ AB

Pos: LA-Typ AC

Abkürzungen:
A: „anatomical”: Verhältnisse zu den Gefäßen
B: „biological“: CA19-9 > 500 IU/ml oder befallen regionäre Lymphknoten (PET-CT oder bioptisch)
C: „conditional“: ECOG-Performance-Status 2 oder höher
Neg: negativ für die o.g. Parameter
Pos: positiv für die o.g. Parameter
Weitere Kombinationen möglich: z.B. BR-BC, BR-ABC, LA-ABC etc.

Quelle: [244]

 

6.3.1.2 Kriterien der Resektabilität von Seiten der Tumorbiologie

6.10 · Evidenzbasierte Empfehlung · neu 2021

Bioptisch gesicherte oder im PET-CT nachgewiesene Lymphknotenmetastasen (N+) und/oder präoperative CA19-9 Werte > 500 U/ml (ohne klinisch relevante Cholestase) sind tumorbiologische Kriterien, die in der Beurteilung einer primären Resektion eines exokrinen Pankreaskarzinoms berücksichtigt werden sollten. Wenn eines dieser Kriterien vorliegt, so sollte dies zu einer Einstufung des Pankreaskarzinoms als grenzwertig resektabel führen, unabhängig von seiner konditionellen und/oder anatomisch bestehenden Resektabilität.

Empfehlungsgrad
B: Empfehlung für oder gegen eine Maßnahme - verwendete Ausdrucksweise = sollte/sollte nicht
Evidenzlevel
5
Konsens
Konsens
Literatur
[276]

Hintergrund

In der Analyse wurden zwei existierende Leitlinien und 3 systematische Reviews von retrospektiven Prognosestudien sowie retrospektiven Originalarbeiten berücksichtigt. Zum Thema sind keine Metaanalysen oder randomisiert-kontrollierte Studien vorhanden.

Wesentliches Ziel bei der Indikationsstellung zur Resektion eines Pankreaskarzinoms ist es, eine Tumorentfernung im Gesunden zu erreichen (R0-Resektion). Die Resektabilitätskriterien sollen vor allem über eine hohe Spezifität verfügen, um die Ablehnung einer Operation bei einem potentiell kurativ resektablen Patienten zu vermeiden. Metastasen des Primarius in peripankreatischen oder entfernten Lymphknoten, sowie hohe CA19-9 Werte können Zeichen einer fortgeschrittenen Erkrankung sein und qualifizieren als negative biologische Resektabilitätskriterien seitens des Patienten. Neben den von den NCCN Guidelines klar definierten anatomischen Kriterien und dem funktionellen Zustand des Patienten, spielen auch biologische Besonderheiten des Tumors eine Rolle bei der Bestimmung der Resektabilität beim individuellen Patienten [244], [276].

Im Consensus Statement der IAP aus 2017 (s. o.) wird ein PDAC aus tumorbiologischer Sicht als borderline-resektabel definiert, wenn bei einem anatomisch potentiell resektablen Tumor der Verdacht auf Fernmetastasen aufgrund eines CA19-9 Wertes > 500 U/ml oder aufgrund von regionalen Lymphknotenmetastasen besteht. Die Lymphknotenmetastasen werden dabei entweder im FDG-PET-CT oder mittels Biopsie nachgewiesen [244].

Bezüglich regionaler Lymphknotenmetastasen beeinflusst der Lymphknotenbefall die Prognose der Patienten mit PDAC deutlich und zwar unabhängig von Tumorresektabilität und Tumorstadium. Das belegen die Überlebenskurven des japanischen Pankreaskarzinomregisters (siebte Auflage der JPS-Klassifikation [277]). Das Überleben ist deutlich besser bei Patienten ohne Lymphknotenmetastasen, verglichen mit 1-3 LK-Metastasen und ≥ 4 LK-Metastasen, und zwar für alle T1-T3 Tumore. Allerdings besteht kein Zusammenhang zwischen positiven Lymphknoten und der Prognose bei lokal irresektablen T4-Tumoren. Diese Ergebnisse zeigen, dass positive regionale Lymphknoten, gerade in der Gruppe der Patienten mit anatomisch als resektabel eingestuftem PDAC ein negativer prognostischer Parameter sind [278].

Präoperative indikative CA19-9 Werte korrelieren gut mit dem AJCC-Tumorstadium und mit der Tumorreseketabilität, so dass CA19-9 zusammen mit der Information aus der Bildgebung, Laparoskopie und Biopsie ein wichtiges Resektabilitätskriterium darstellt. Entsprechend ist die Bestimmung vom Ausgangswert des CA19-9 vor Therapieanfang immer zu empfehlen. Im Fall einer Resektion bei präoperativ erhöhtem (indikativen) CA19-9 soll dann auch postoperativ vor dem Anfang der adjuvanten Therapie und später im Verlauf bei den Kontrolluntersuchungen der CA19-9 Wert bestimmt werden [279].

Präoperative CA19-9 Werte korrelieren mit Stadium und Prognose des PDAC, wobei die Evidenz dafür auf kleinen bis mittelgroßen Kohortenstudien basiert [280], [281]. Hartwig et al. [282] fanden in einem Kollektiv von 1165 Patienten mit potentiell resektablem PDAC eine Korrelation zwischen präoperativem CA19-9 und Tumorresektabilität und Prognose: Während bei Patienten mit CA19-9 im Normbereich ( 500 U/ml und auf 61,1 % bei CA19-9 > 1000 U/ml. Das Überleben war bei allen Patienten mit CA19-9 > 500 U/ml auf unter 20 Monate deutlich reduziert. Diese Studienergebnisse waren die Grundlage für das Consensus Statement der Internationalen Association für Pankreatologie (IAP) aus dem Jahr 2017 (s.o.).

In der bis dato größten Registerstudie aus USA zur prognostischen Bedeutung von CA19-9 bei resektablem PDAC war das Gesamtüberleben bei allen primär resezierten Patienten mit präoperativ erhöhtem CA19-9 unabhängig von einer adjuvanten Behandlung reduziert im Vergleich zu Patienten mit normalem CA19-9. Ein derartiger Unterschied war in der Gruppe der neoadjuvant behandelten Patienten nicht nachweisbar. Diese Ergebnisse könnten dafür sprechen, bei Patienten mit erhöhtem CA19-9 eine neoadjuvante Chemotherapie durchzuführen [283]. Diese Überlegung wird durch die Ergebnisse einer japanischen Studie aus 2017 unterstützt: Ein präoperativer CA19-9 Wert > 529 U/ml korrelierte mit einer hohen Rezidivrate innerhalb des ersten Jahres nach Resektion und einem häufigeren Auftreten von Fernmetastasen. Das deutet an, dass primär resektable Pankreaskarzinome mit CA19-9 > 500 U/ml schon okkulte Fernmetastasen gebildet haben und potentiell von einem neoadjuvanten oder multimodalen perioperativem Therapiekonzept profitieren könnten.

In einer weiteren Studie mit 110 neoadjuvant mit FOLFIRINOX vorbehandelten Patienten mit BRPC/LAPC zeigten sich biologische Kriterien wie CA19-9 > 100 U/ml und Tumorgröße > 3 cm als stärkere Prädiktoren für Irresektabilität und verkürztes Überleben im Vergleich zu bildmorphologisch erfassten anatomischen Resektabilitätskriterien [284]. Ähnliche Ergebnisse lieferte eine italienische Studie von 2017, in der ein Abfall des CA19-9-Werts > 50 % nach einer Induktionschemotherapie relevanter war als die Unterteilung in BRPC und LAPC nach NCCN Kriterien [285].

6.3.1.3 Kriterien der Resektabilität von Seiten des Tumors

6.11 · Konsensbasierte Empfehlung · modifiziert 2021

Die anatomische Resektabilität des Pankreaskarzinoms in Bezug auf lokoregionäre Gefäßbeteiligung sollte anhand einer kontrastmittelverstärkten CT-Bildgebung (bei KM-Allergie: kontrastmittelverstärktes MRT) in Anlehnung an die NCCN-Kriterien eingeschätzt werden.

Anhand dieser Kriterien sollte eine Einteilung des Pankreaskarzinoms in resektabel, grenzwertig resektabel (borderline resektabel), lokal fortgeschritten und metastasiert erfolgen. 

Für die CT-basierte Beurteilung der anatomischen Resektabilität sollte das im Hintergrundtext dargestellte Protokoll (Tabelle zur Klassifikation der CT/MRT-basierten anatomischen Resektabilität) verwendet werden.

Konsens
Starker Konsens
6.12 · Konsensbasierte Empfehlung · modifiziert 2021

Eine Tumorinfiltration des exokrinen Pankreaskarzinoms in Nachbarorgane (Magen, Duodenum, Kolon, Nebenniere) mit in der Bildgebung resektablem Befund sollte keine Kontraindikation für eine onkologische Tumorchirurgie darstellen, sofern eine R0-Resektion erzielt werden kann.

Konsens
Starker Konsens
6.13 · Konsensbasierte Empfehlung · modifiziert 2021

Bei Feststellung einer primären Irresektabiltät und der Frage nach sekundärer Resektabilität nach Chemo- oder einer Kombination aus Chemo- und Strahlentherapie sollte der Patient in einer Klinik mit einer hohen Fallzahl (s. 6.3.) zur Einholung einer Zweitmeinung vorgestellt werden.

Konsens
Starker Konsens

Hintergrund
Ziel der Resektion beim Pankreaskarzinom ist unabhängig von seiner Lokalisation die Resektion im Gesunden (R0, s.o.) [245]. Auch lokal fortgeschrittene Karzinome können ggf. mit den entsprechenden Nachbarorganen en bloc reseziert werden, da auch bei erweiterter R0 Resektion die Prognose identisch zu der nach Standardresektion ist [286], [287], [288], [289], [290], [291], [292], [293].

6.3.1.4 Infiltration von Gefäßen

6.14 · Evidenzbasierte Empfehlung · modifiziert 2021

Bei Tumorinfiltration des Truncus coeliacus und/oder der Arteria mesenterica superior über 180° der Zirkumferenz, bei Infiltration der Aorta oder bei Infiltration der A. hepatica communis mit Kontakt zu A. hepatica propria oder Truncus coeliacus sollte keine primäre Resektion des Tumors durchgeführt werden.

Empfehlungsgrad
B: Empfehlung für oder gegen eine Maßnahme - verwendete Ausdrucksweise = sollte/sollte nicht
Konsens
Starker Konsens
6.15 · Evidenzbasierte Empfehlung · modifiziert 2021

Bei Infiltration der V. portae ≤ 180° kann eine Resektion des Primärtumors mit Rekonstruktion der Portalvene erfolgen.

Bei Infiltration der V. mesenterica superior und ihrer Zuflüsse ohne Rekonstruktionsmöglichkeit sollte keine Resektion des Primärtumors durchgeführt werden.

Empfehlungsgrad
B/0
Konsens
Starker Konsens

Hintergrund

Ab 2017 international verbreitet sind die sogenannten ABC-Resektabilitätskriterien entwickelt am MD Anderson Cancer Center und propagiert durch die International Association of Pancreatology (IAP). Diese berücksichtigen neben den anatomischen (A – anatomical), auch biologische Aspekte des Tumors (B – biological) und den konditionellen Zustand des individuellen Patienten (C – conditional) (s. Tabelle "ABC-Kriterien der Resektabilität" im Hintergrundtext zu 6.10) [244].

Die rein anatomische Resektabilitätsdefinition basiert auf den Verhältnissen zwischen dem Tumor und den großen Viszeralgefäßen und wurde von der International Study Group in Pancreatic Surgery (ISGPS) 2014 festgelegt [294]. Die damals schon existierenden Empfehlungen des NCCN wurden dabei mit leichten Modifizierungen übernommen und sind auch in der Deutschen Leitlinie seit 2013 berücksichtigt (Tabelle "Kassifikation der CT/MRT-basierten anatomischen Resektabilität") [S3LL]. Diese rein anatomischen Kriterien definieren ein Pankreaskarzinom als grenzwertig resektabel (borderline resektabel), wenn das Risiko für einen nicht-tumorfreien Resektionsrand (R1/R2) bei primärer Operation erhöht ist. Die Wahrscheinlichkeit für eine Gefäßresektion bei diesen Patienten ist hoch. Die präzise Evaluation der anatomischen Resektabilität erfolgt am besten in einem Pankreas-Protokoll-KM-CT und ist für die therapeutische Strategie entscheidend. Der Befund der Bildgebung soll standardisiert entsprechend der in der NCCN-Leitlinie angegebenen Vorlage bzw. entsprechend dem Konsensuspapier der Deutschen Röntgengesellschaft zur strukturierten Befundung von soliden und zystischen Pankreasläsionen erhoben werden (s. Tabelle "Strukturierte Befundvorlage für CT-/MRT-Befundung solider und zystischer Pankreasläsionen")  [279], [295], [296].

Die genaue Tumorausdehnung wird bildgebend aufgrund der ausgeprägten desmoplastischen Reaktion, besonders bei neoadjuvant vorbehandelten Patienten, häufig überschätzt [114], [279]. Deswegen ist es äußerst wichtig, dass die Beurteilung des Lokalbefundes bei Borderline- und irresektablen Tumoren, sowie bei Prüfung einer möglichen sekundären Resektabilität möglichst immer durch einen erfahrenen Pankreaschirurgen an einem Zentrum mit hoher Fallzahl in der Pankreaschirurgie erfolgt [297]. Unter Chemotherapie/Strahlenchemotherapie kann bei grenzwertig und lokal fortgeschrittenem exokrinem Pankreaskarzinom eine sekundäre Resektabilität erreicht werden.

Tabelle 11: Klassifikation der CT/MRT-basierten anatomischen Resektabilität bei Pankreaskarzinom gemäß den Kriterien des National Comprehensive Cancer Network (NCCN)

[298]

(modifiziert nach IAP-Guideline und Empfehlungen der Deutschen Röntgengesellschaft [244], [296])

Auf Basis der Informationen der strukturierten CT-/MRT-Befunden kann mit Hilfe der folgenden anatomischen Kriterien die Resektabilität eingeschätzt werden:

Resektabilität

Arteriell

Venös

Resektabel

Kein Tumorkontakt zu Truncus coeliacus [TC], Arteria mesenterica superior [AMS] oder Arteria hepatica communis [AHC]

Kein Tumorkontakt mit der Vena mesenterica superior [VMS]
oder
Pfortader [PA] oder ≤ 180° Kontakt ohne Konturirregularität der Vene

„borderline“ resektabel**

Tumor in Pankreaskopf oder Processus uncinatus:

  • Solider Tumorkontakt mit der AHC ohne Ausdehnung auf den TC oder die Bifurkation der Arteria hepatica mit möglicher sicherer und kompletter Resektion und Rekonstruktion
  • Solider Tumorkontakt mit der AMS mit ≤ 180°
  • Solider Tumorkontakt mit normvarianter Arterie (z. B. akzessorische Arteria hepatica dextra, varianter Abgang der Arteria hepatica dextra, varianter Abgang der AHC). Typ der Normvariante sowie das Ausmaß des Tumorkontaktes sollen angegeben werden, da dies die operative Planung beeinflussen kann.

Tumor in Pankreaskorpus und -schwanz:

  • Solider Tumorkontakt mit dem TC mit ≤ 180°
  • Solider Tumorkontakt mit dem TC mit > 180° ohne Beteiligung der Aorta und mit intakter und nicht beteiligter Arteria gastroduodenalis, sodass ggf. eine modifizierte Operation möglich ist.
  • Solider Tumorkontakt mit der VMS oder PA mit > 180°, Kontakt mit ≤ 180° mit Konturirregularität der Vene oder Thrombose der Vene bei aber erhaltener Vene proximal und distal des betroffenen Gefäßabschnittes, sodass eine sichere und komplette Resektion und Rekonstruktion möglich ist.

 

  • Solider Tumorkontakt mit der Vena cava inferior [VCI].

Nicht resektabel**

  • Fernmetastasen (u. a. distante Lymphknotenmetastasen)

Tumor in Pankreaskopf oder Proc. uncinatus:

  • Solider Tumorkontakt mit der AMS > 180°
  • Solider Tumorkontakt mit dem TC > 180°

 

Tumor in Pankreaskorpus und -schwanz:

  • Solider Tumorkontakt mit > 180° mit der AMS oder TC
  • Solider Tumorkontakt mit dem TC und Beteiligung der Aorta

Tumor in Pankreaskopf oder Proc. uncinatus:

  • Nicht rekonstruierbare VMS oder PA bei Tumorbeteiligung oder Verschluss (durch Tumor- oder blanden Thrombus)
  • Tumorkontakt mit dem proximalsten in die PA drainierenden jejunalen Ast

Tumor in Pankreaskorpus und -schwanz:

  • Nicht rekonstruierbare VMS oder PA bei Tumorbeteiligung oder Verschluss (durch Tumor- oder blanden Thrombus)

** Ein solider Tumorkontakt kann durch diffuse angehobene Imbibierungen um die peripankreatischen Gefäße ersetzt werden, typischerweise nach neoadjuvanter Therapie. Dies sollte in Staging- und Follow-up-Untersuchungen beschrieben werden. In diesen Fällen sollte eine Entscheidung bezüglich der Resektabilität als Konsensus-Entscheidung im Tumorboard erfolgen.

 

Tabelle 12: Strukturierte Befundvorlage für CT-/MRT-Befundung solider und zystischer Pankreasläsionen, angelehnt an die Konsensus-basierte Befundvorlagen der Deutschen Röntgengesellschaft (DRG)

Hinweis: Bei den mit einem Stern (*) gekennzeichneten Befundabschnitten können ggf. mehrere Auswahlmöglichkeiten angegeben bzw. sie können bei Vorliegen mehrerer Läsionen dupliziert werden.

 

Solide Pankreasläsion im CT/MRT

Zystische Pankreasläsion im CT/MRT

Beschreibung

Keine relevante Voraufnahme*

Voraufnahme vom*:

Bildqualität

Gut / Mittel / Schlecht

Histologie

Ausstehend / Nachgewiesen

Pankreas*

Pankreasparenchym

Normal /ödematös /lipotroph

chron. Pankreatitis-Zeichen

 

Läsionsanzahl

Singulär / ca. ___ Läsionen / Multifokal

Lokalisation*

Pankreaskopf / Processus uncinatus / Pankreaskörper /Pankreasschwanz

Größe

___ mm (Serie/ Bildnummer)

Charakterisierung

Solide / gemischt solide / zystisch-nekrotisch

Zystisch / mikrozystisch / makrozystisch / oligozystisch / unilokulär / zystisch mit soliden Anteilen

Kontur

---

Scharf/ unscharf

Wand

---

Keine/ dünn/ dick

Septierungen

---

Ja / Nein

Solide Komponente (intramuraler Knoten)

---

Nein/ Ja: zentral / peripher

KM-Enhancement

im Vgl. zum Pankreasgewebe:

arteriell: hypo- / iso- / hyper-

venös: hypo- / iso-/ hyper-

Ja / Nein

Gangassoziation

---

Keine / Hauptgang / Seitenast / kombiniert Haupt- und Seitenast

Ductus pancreaticus

unauffällig / Dilatation prästenotisch mit max. Durchmesser: __ mm

Ductus hepatocholedochus (DHC):

unauffällig / Dilatation prästenotisch mit max. Durchmesser: __ mm/ Stent

regelrecht

Indexläsion maximale Größe

__ mm

Exokrin: T1: ≤ 2cm (T1a: ≤ 0,5 cm / T1b < 1 cm / T1c: ≤ 2 cm) / T2: ≤ 4 cm / T3: > 4 cm / T4: Gefäßinfiltration;

Neuroendokrin: T1: < 2cm / T2: 2-4 cm / T3: > 4 cm / T4: Organ- oder Gefäßinfiltration

Gefäße und Nachbarorgane

Indexläsion mit Infiltration von Nachbarorganen

Magen / Milz / Duodenum / Jejunum / Kolon / Niere / Nebenniere

Aszites

nein / ja: wenig / ausgeprägt / peritoneale Implantate. Lokalisation: __

Indexläsion Gefäßinfiltration

nein / ja (von Truncus coeliacus, Arteria mesenterica superior und/oder Arteria hepatica communis, im Detail siehe unten)

Gefäßbezug des Primärtumors (Angabe in Grad der Zirkumferenz)

  • Aorta (ventral): nein / ≤ 180° / > 180° / Deformierung
  • Truncus coeliacus: nein / ≤ 180° / > 180° / Deformierung
  • Arteria hepatica communis: nein / ≤ 180° / > 180° / Deformierung
  • Arteria hepatica propria: nein / ≤ 180° / > 180° / Deformierung
  • Arteria gastroduodenalis (abgangsnah): nein / ≤ 180° / > 180° / Deformierung
  • Arteria mesenterica superior: nein / ≤ 180° / > 180° / Deformierung
  • Arteria lienalis: nein / ≤ 180° / > 180° / Deformierung
  • Anatomische Gefäßvarianten: nein / akzessorische Arteria hepatica dextra / communis aus der AMS / sonstige:
  • __ Infiltration: nein/ ≤ 180° / > 180° / Deformierung
  • Vena lienalis: nein / ≤ 180° / > 180° / Deformierung / Thrombose
  • Vena mesenterica superior: nein / ≤ 180° / > 180° / Deformierung / 1. Jejunalast infiltriert / Thrombose
  • Pfortader: nein / ≤ 180° / > 180° / Deformierung / Thrombose / Freitext: z.B. kavernöse Transformation

Atherosklerose Truncus coeliacus

nein/ Stenose ca. __ %

Atherosklerose AMS

nein/ Stenose ca. __ %

Fernmetastasen

Nein / Ja (Lokalisation)

Leber*

unauffällig / nachweisbare:

Lebermetastasen*

Anzahl insgesamt: __ im Segment: __

Messung von max. 2 Läsionen gemäß RECIST 1.1*

L01: __ (Serie / Bildnummer)

L02: __ (Serie / Bildnummer)

Zyste im Segment*

__

Hämangiom im Segment*

__

Sonstige Leberläsion*

Freitext

Lymphknoten

Lymphknoten, lokoregionär

Keine suspekten LK / suspekte LK. Anzahl: __, max. _mm. Lokalisation: __ (Serie/ Bildnummer)

Lymphknoten, distant

Keine suspekten LK / suspekte LK. Anzahl: __, max. _mm. Lokalisation: __

Quelle: [296]

 

6.3.2 Resektion des Primärtumors bei Metastasierung

6.16 · Evidenzbasierte Empfehlung · modifiziert 2021

Die primäre Resektion des Tumors soll bei nachgewiesenen Fernmetastasen eines duktalen Pankreaskarzinoms (Organmetastasen, Peritonealkarzinose, als Fernmetastasen geltende Lymphknotenmetastasen) nicht durchgeführt werden.

Empfehlungsgrad
A: Starke Empfehlung für oder gegen ein Maßnahme - verwendete Ausdrucksweise = soll/soll nicht
Evidenzlevel
3
Konsens
Starker Konsens
Literatur
[299] [300] [301] [302] [303] [304] [305] [306] [307] [308] [309] [310] [311] [291] [312] [313] [314] [315] [316] [317] [318] [319]
Evidenztabellen (12)Agalianos, C. et al. Positive para-aortic lymph nodes following pancreatectomy for pancreatic cancer. Systematic review and meta-analysis of impact on short term survival and association with clinicopathologic features. HPB. 18. 633-641. 2016; Cao, F. et al. Prognostic significance of positive peritoneal cytology in resectable pancreatic cancer: A systemic review and metaanalysis. Oncotarget. 8. 15004-15013. 2017; Crippa, S. et al. Is there a role for surgical resection in patients with pancreatic cancer with liver metastases responding to chemotherapy?. European Journal of Surgical Oncology. 42. 1533-1539. 2016; Gebauer, F. et al. [Oligometastasis in pancreatic cancer : Current state of knowledge and spectrum of local therapy]. Oligometastasierung beim Pankreaskarzinom : Aktueller Kenntnisstand und Spektrum der Lokaltherapie. 89. 510-515. 2018; Hempel, S. et al. Para-aortic lymph node metastases in pancreatic cancer should not be considered a watershed for curative resection. Scientific reports. 7. 7688. 2017; Klaiber, U. et al. Prognostic Factors of Survival After Neoadjuvant Treatment and Resection for Initially Unresectable Pancreatic Cancer. Annals of surgery. . . 2019; Liu, X. et al. Predictors of distant metastasis on exploration in patients with potentially resectable pancreatic cancer. BMC Gastroenterology. 18. 168. 2018; Lowder, C. Y. et al. Clinical Implications of Extensive Lymph Node Metastases for Resected Pancreatic Cancer. Annals of Surgical Oncology. 25. 4004-4011. 2018; Philips, Prejesh et al. The role of hepatic artery lymph node in pancreatic adenocarcinoma: prognostic factor or a selection criterion for surgery. HPB : the official journal of the International Hepato Pancreato Biliary Association. 16. 1051-1055. 2014; Shi, H. J. et al. Preoperative evaluation of pancreatic ductal adenocarcinoma with synchronous liver metastasis: Diagnosis and assessment of unresectability. World Journal of Gastroenterology. 22. 10024-10037. 2016; Tachezy, Michael et al. Synchronous resections of hepatic oligometastatic pancreatic cancer: Disputing a principle in a time of safe pancreatic operations in a retrospective multicenter analysis. Surgery (United States). 160. 136-144. 2016; Kim, Y. et al. Improved survival after palliative resection of unsuspected stage IV pancreatic ductal adenocarcinoma. HPB. 18. 325-331. 2016

Hintergrund

Bei Nachweis von Fernmetastasen verbessert die Resektion des Primärtumors die Prognose der Patienten nicht [291], [312], [313]. Bei Befall von paraaortalen Lymphknoten ist die Prognose der Patienten ungünstig [299], [314], [315], [320]. Allerdings scheint die Entfernung von metastatischen paraaortalen Lymphknoten der Station 16 mit einem längeren Überleben der Patienten zu korrelieren [304], [317].

Auch ein Befall von Lymphknoten entlang der Arteria hepatica korreliert mit einer signifikant schlechteren Prognose [316]. Die Entfernung metastatischer Lymphknoten an der Arteria hepatica verbessert die Prognose bei resektablem Primärtumor. Deswegen stellt der Verdacht auf metastatische Lymphknoten um die Arteria hepatica per se keine Kontraindikation zur Operation dar [304], [307], [308].

Die Resektion des Primarius bei ausgedehnten lokoregionären Lymphknoten-Metastasen (N2, LNR > 0,4, > 4 positive LK) ergibt ein besseres Überleben als Chemotherapie allein. Die Prognose bei Lymphknotenbefall ist besser als bei Fernmetastasen [307], [321].

6.17 · Evidenzbasierte Empfehlung · neu 2021

Die Resektion des Primärtumors bei nachgewiesenen synchronen Oligometastasen (≤ 3) eines Pankreaskarzinoms soll nur im Rahmen von prospektiven Studien als Teil einer multimodalen Behandlungsstrategie erfolgen.

Empfehlungsgrad
A: Starke Empfehlung für oder gegen ein Maßnahme - verwendete Ausdrucksweise = soll/soll nicht
Evidenzlevel
3
Konsens
Konsens
Literatur
[299] [300] [301] [302] [303] [304] [305] [306] [307] [308] [309] [310] [311] [291] [312] [313] [314] [315] [316] [317] [318] [319]
Evidenztabellen (12)Agalianos, C. et al. Positive para-aortic lymph nodes following pancreatectomy for pancreatic cancer. Systematic review and meta-analysis of impact on short term survival and association with clinicopathologic features. HPB. 18. 633-641. 2016; Cao, F. et al. Prognostic significance of positive peritoneal cytology in resectable pancreatic cancer: A systemic review and metaanalysis. Oncotarget. 8. 15004-15013. 2017; Crippa, S. et al. Is there a role for surgical resection in patients with pancreatic cancer with liver metastases responding to chemotherapy?. European Journal of Surgical Oncology. 42. 1533-1539. 2016; Gebauer, F. et al. [Oligometastasis in pancreatic cancer : Current state of knowledge and spectrum of local therapy]. Oligometastasierung beim Pankreaskarzinom : Aktueller Kenntnisstand und Spektrum der Lokaltherapie. 89. 510-515. 2018; Hempel, S. et al. Para-aortic lymph node metastases in pancreatic cancer should not be considered a watershed for curative resection. Scientific reports. 7. 7688. 2017; Klaiber, U. et al. Prognostic Factors of Survival After Neoadjuvant Treatment and Resection for Initially Unresectable Pancreatic Cancer. Annals of surgery. . . 2019; Liu, X. et al. Predictors of distant metastasis on exploration in patients with potentially resectable pancreatic cancer. BMC Gastroenterology. 18. 168. 2018; Lowder, C. Y. et al. Clinical Implications of Extensive Lymph Node Metastases for Resected Pancreatic Cancer. Annals of Surgical Oncology. 25. 4004-4011. 2018; Philips, Prejesh et al. The role of hepatic artery lymph node in pancreatic adenocarcinoma: prognostic factor or a selection criterion for surgery. HPB : the official journal of the International Hepato Pancreato Biliary Association. 16. 1051-1055. 2014; Shi, H. J. et al. Preoperative evaluation of pancreatic ductal adenocarcinoma with synchronous liver metastasis: Diagnosis and assessment of unresectability. World Journal of Gastroenterology. 22. 10024-10037. 2016; Tachezy, Michael et al. Synchronous resections of hepatic oligometastatic pancreatic cancer: Disputing a principle in a time of safe pancreatic operations in a retrospective multicenter analysis. Surgery (United States). 160. 136-144. 2016; Kim, Y. et al. Improved survival after palliative resection of unsuspected stage IV pancreatic ductal adenocarcinoma. HPB. 18. 325-331. 2016

Hintergrund

Es existieren keine randomisiert-kontrollierten Studien zum Thema Resektion des Primärtumors bei oligometastasiertem Pankreaskarzinom. Die wenigen systematischen Reviews berücksichtigen relativ kleine Fallserien. Die Überlebensprognose ist bei Oligometastasierung und synchroner Resektion von Primärtumor und Metastasen signifikant besser als bei diffuser Metastasierung [321], [322], [323].

Insgesamt liefern die - zumeist retrospektiven - Studien Hinweise, dass das Gesamtüberleben bei selektierten Patienten mit oligometastasiertem duktalem Pankreasadenokarzinom durch eine primäre synchrone Resektion von Primärtumor und Metastasen signifikant verlängert werden könnte im Vergleich zu Patienten, welchen nur Exploration oder palliativer Bypass mit Chemotherapie angeboten wird [305], [307]. In der multizentrischen Analyse von Tachezy et al. zeigt sich bei Patienten nach Resektion eines M1-Pankraskarzinoms ein deutlich längeres Überleben verglichen mit den Patienten nach Exploration: 14 Monate vs. 8 Monate; dies gilt allerdings nur für die Subgruppe von Patienten mit Pankreaskopfkarzinom. Diese Zahlen weichen allerdings nicht stark von denen ab, die im metastasierten Stadium durch eine systemische Chemotherapie erzielt werden. In einer anderen Studie profitierten am stärksten Patienten mit einem Korpus/Schwanz-Pankreaskarzinom von einer synchronen Resektion des Primarius und der Lebermetastasen. Ein systematischer Review berichtet, dass Patienten mit simultaner Resektion des Primarius und der Lebermetastasen sogar ein vergleichbares Überleben haben können wie resezierte Patienten ohne Fernmetastasen. Diese Ergebnisse finden sich auch in aktuelleren, kleinen, nicht randomisierten Pilotstudien, wobei u. a. eine besondere Rolle des Tumormarkers CA 125 als Resektionskriterium bei Lebermetastasen zugeschrieben wird und eine hohe Patientenselektion auffällt [309], [324]. Möglicherweise sind die Ergebnisse nach neaoadjuvanter Chemotherapie eindeutiger [303], [322].

Daten aus kontrollierten und randomisierten Studien fehlen, daher wird hier keine Empfehlung ausgesprochen.

Zusammenfassend gibt es Hinweise, dass eine synchrone Resektion des Primärtumors und der Metastasen bei einem oligometastatischem duktalen Adenokarzinom des Pankreas, besonders im Rahmen einer multimodalen Behandlungsstrategie, bessere Ergebnisse bzgl. des Gesamtüberlebens erzielt als bei diffus metastasiertem Pankreaskarzinom. Wie sich die Daten mit einer state of the art -Systemtherapie ohne Resektion vergleichen, müssen prospektive, randomisierte Studien zeigen. Bis dahin ist die Resektion des Primärius und der Metastasen auch bei Oligometastasierung kein klinischer Standard [301].

6.4 Chirurgisches Vorgehen bei synchronen Metastasen

6.18 · Evidenzbasierte Empfehlung · geprüft 2021

Im Falle von erst intraoperativ nachweisbaren Fernmetastasen sollte eine Resektion des Primärtumors trotz gegebener Resektabilität unterbleiben. (Empfehlung von 2013: 6.27)

Empfehlungsgrad
B: Empfehlung für oder gegen eine Maßnahme - verwendete Ausdrucksweise = sollte/sollte nicht
Evidenzlevel
3
Konsens
Konsens
Literatur
[299] [300] [301] [302] [303] [304] [305] [306] [307] [308] [309] [310] [311] [291] [312] [313] [314] [315] [316] [317] [318] [319]
Evidenztabellen (12)Agalianos, C. et al. Positive para-aortic lymph nodes following pancreatectomy for pancreatic cancer. Systematic review and meta-analysis of impact on short term survival and association with clinicopathologic features. HPB. 18. 633-641. 2016; Cao, F. et al. Prognostic significance of positive peritoneal cytology in resectable pancreatic cancer: A systemic review and metaanalysis. Oncotarget. 8. 15004-15013. 2017; Crippa, S. et al. Is there a role for surgical resection in patients with pancreatic cancer with liver metastases responding to chemotherapy?. European Journal of Surgical Oncology. 42. 1533-1539. 2016; Gebauer, F. et al. [Oligometastasis in pancreatic cancer : Current state of knowledge and spectrum of local therapy]. Oligometastasierung beim Pankreaskarzinom : Aktueller Kenntnisstand und Spektrum der Lokaltherapie. 89. 510-515. 2018; Hempel, S. et al. Para-aortic lymph node metastases in pancreatic cancer should not be considered a watershed for curative resection. Scientific reports. 7. 7688. 2017; Klaiber, U. et al. Prognostic Factors of Survival After Neoadjuvant Treatment and Resection for Initially Unresectable Pancreatic Cancer. Annals of surgery. . . 2019; Liu, X. et al. Predictors of distant metastasis on exploration in patients with potentially resectable pancreatic cancer. BMC Gastroenterology. 18. 168. 2018; Lowder, C. Y. et al. Clinical Implications of Extensive Lymph Node Metastases for Resected Pancreatic Cancer. Annals of Surgical Oncology. 25. 4004-4011. 2018; Philips, Prejesh et al. The role of hepatic artery lymph node in pancreatic adenocarcinoma: prognostic factor or a selection criterion for surgery. HPB : the official journal of the International Hepato Pancreato Biliary Association. 16. 1051-1055. 2014; Shi, H. J. et al. Preoperative evaluation of pancreatic ductal adenocarcinoma with synchronous liver metastasis: Diagnosis and assessment of unresectability. World Journal of Gastroenterology. 22. 10024-10037. 2016; Tachezy, Michael et al. Synchronous resections of hepatic oligometastatic pancreatic cancer: Disputing a principle in a time of safe pancreatic operations in a retrospective multicenter analysis. Surgery (United States). 160. 136-144. 2016; Kim, Y. et al. Improved survival after palliative resection of unsuspected stage IV pancreatic ductal adenocarcinoma. HPB. 18. 325-331. 2016

Hintergrund

Ohne multimodale Therapiekonzepte zeigen synchrone Resektionen des Primarius und der Lebermetastasen keinen Überlebensvorteil im Vergleich zu palliativen Bypass-Eingriffen bei allerdings vergleichbarer Morbidität und Mortalität [311], [291]. Schon 2008 lieferte ein systematischer Review Hinweise, dass bei Patienten mit simultaner Resektion des Primarius und der Lebermetastasen bei entsprechender Patientenselektion ein vergleichbares Überleben wie bei resezierten Patienten ohne Fernmetastasen erreicht werden könnte [302]. Diese Vermutung unterstützen weitere, retrospektive Studien: Shi et al. zeigten in einer retrospektiven Analyse identisches Überleben von resezierten Patienten mit hepatisch metastasiertem PDAC und nicht metastasiertem PDAC: 15,7 vs. 16,9 Monate, p<0,085. In einer unizentrischen, retrospektiven Studie aus Südkorea bei intraoperativ entdeckten hepatischen „Überraschungsmetastasen“ wurden 35 resezierte vs. 35 nicht resezierte (Bypass oder Exploration und Probeexzisionen) Patienten verglichen: Resezierte hatten längere Operationen mit höherem Blutverlust, längerer Verweildauer und mehr postoperativen Komplikationen. Allerdings war das Überleben der resezierten Patienten deutlich länger als das der Nichtresezierten - und zwar unabhängig von der Chemotherapie [305]. Zusammenfassend gibt es Hinweise vorwiegend aus retrospektiven Analysen, dass eine synchrone Resektion des Primärtumors und erst intraoperativ entdeckter Metastasen bessere Ergebnisse bzgl. Gesamtüberleben ergeben könnte. Allerdings sind auch hier moderne Chemotherapiekonzepte nicht berücksichtigt und prospektive klinische Daten aus randomisierten Studien fehlen, weshalb im Falle von erst intraoperativ nachweisbaren Fernmetastasen eine Resektion des Primärtumors trotz gegebener Resektabilität unterbleiben sollte.

6.5 Chirurgisches Vorgehen bei metachronen Metastasen

6.19 · Evidenzbasierte Empfehlung · neu 2021

Empfehlungsgrad A

Die Resektion von diffusen metachronen Metastasen eines Pankreaskarzinoms soll nicht durchgeführt werden.

Empfehlungsgrad 0

Eine Resektion kann bei ausgewählten Patienten mit metachronen Oligometastasen (≤ 3) im Rahmen von Studien als Teil eines multimodalen Therapiekonzeptes erwogen werden.

Empfehlungsgrad
A/0
Evidenzlevel
1
4
Konsens
Starker Konsens
Literatur
[299] [300] [301] [302] [303] [304] [305] [306] [307] [308] [309] [310] [311] [291] [312] [313] [314] [315] [316] [317] [318] [319]
Evidenztabellen (12)Agalianos, C. et al. Positive para-aortic lymph nodes following pancreatectomy for pancreatic cancer. Systematic review and meta-analysis of impact on short term survival and association with clinicopathologic features. HPB. 18. 633-641. 2016; Cao, F. et al. Prognostic significance of positive peritoneal cytology in resectable pancreatic cancer: A systemic review and metaanalysis. Oncotarget. 8. 15004-15013. 2017; Crippa, S. et al. Is there a role for surgical resection in patients with pancreatic cancer with liver metastases responding to chemotherapy?. European Journal of Surgical Oncology. 42. 1533-1539. 2016; Gebauer, F. et al. [Oligometastasis in pancreatic cancer : Current state of knowledge and spectrum of local therapy]. Oligometastasierung beim Pankreaskarzinom : Aktueller Kenntnisstand und Spektrum der Lokaltherapie. 89. 510-515. 2018; Hempel, S. et al. Para-aortic lymph node metastases in pancreatic cancer should not be considered a watershed for curative resection. Scientific reports. 7. 7688. 2017; Klaiber, U. et al. Prognostic Factors of Survival After Neoadjuvant Treatment and Resection for Initially Unresectable Pancreatic Cancer. Annals of surgery. . . 2019; Liu, X. et al. Predictors of distant metastasis on exploration in patients with potentially resectable pancreatic cancer. BMC Gastroenterology. 18. 168. 2018; Lowder, C. Y. et al. Clinical Implications of Extensive Lymph Node Metastases for Resected Pancreatic Cancer. Annals of Surgical Oncology. 25. 4004-4011. 2018; Philips, Prejesh et al. The role of hepatic artery lymph node in pancreatic adenocarcinoma: prognostic factor or a selection criterion for surgery. HPB : the official journal of the International Hepato Pancreato Biliary Association. 16. 1051-1055. 2014; Shi, H. J. et al. Preoperative evaluation of pancreatic ductal adenocarcinoma with synchronous liver metastasis: Diagnosis and assessment of unresectability. World Journal of Gastroenterology. 22. 10024-10037. 2016; Tachezy, Michael et al. Synchronous resections of hepatic oligometastatic pancreatic cancer: Disputing a principle in a time of safe pancreatic operations in a retrospective multicenter analysis. Surgery (United States). 160. 136-144. 2016; Kim, Y. et al. Improved survival after palliative resection of unsuspected stage IV pancreatic ductal adenocarcinoma. HPB. 18. 325-331. 2016

Hintergrund

Es existieren keine prospektiven Studien zur Resektion von Metastasen eines duktalen Pankreaskarzinoms. Die vorhandene Evidenz basiert auf kleinen retrospektiv analysierten Fallserien mit unklaren Selektionskriterien [301], [325].

Das Vorhandensein von Fernmetastasen verschlechtert die Prognose bei duktalem Pankreaskarzinom deutlich. Erst in den letzten 10 Jahren durch die Etablierung multimodaler Therapiekonzepte - basierend auf induktiver Chemotherapie mit modernen Regimen wie FOLFIRINOX und Gemcitabin/nab-Paclitaxel - wurden Fallserien mit besseren Ergebnissen berichtet. So führten Crippa et al. bei 11 von 127 chemotherapeutisch vorbehandelten Patienten mit hepatisch metastasiertem PDAC eine synchrone Resektion des Primarius und der Lebermetastasen durch und erzielten ein durchschnittliches Überleben von 39 Monaten in dieser Subgruppe. Das Überleben bei den nicht resezierten Patienten mit alleiniger Chemotherapie lag bei lediglich 12 Monaten, p<0,0001 [303] Mortalität und Morbidität solcher simultanen Resektionen sind im Vergleich zu standardmäßigen onkologischen Pankreasresektionen nicht höher [303], [306]. Laut einer Registerstudie treten Fernmetastasen mit am häufigsten in Leber (88 %) und Lunge (10 %) auf. Die Häufigkeit ossärer Metastasen liegt bei 2 %; in 0,15 % der Fälle treten zerebrale Metastasen auf. Dabei ist die Prognose bei isolierten pulmonalen und ossären Fernmetastasen – besonders bei erfolgter Resektion - besser als bei hepatischen und zerebralen Metastasen [326], [327], [328], [329], [330]. Ein systematischer Review von 13 retrospektiven Studien berichtet von einem Überleben von bis zu 121 Monaten bei Resektion von metachronen Lungenmetastasen und bis zu 40 Monaten bei Resektion von Lebermetastasen - bei adäquat selektierten Patienten [331]. Allerdings fehlen auch hier prospektive Daten aus randomisierten Studien und konkrete Angaben zu Subgruppen, die von einem solchen Vorgehen profitieren können.

6.6 Perioperative Therapie: Antibiotikaprophylaxe

6.20 · Evidenzbasierte Empfehlung · geprüft 2024

Eine perioperative Antibiotikaprophylaxe sollte immer erfolgen.

Empfehlungsgrad
B: Konsistent Studien mit Evidenzgrad 2 oder 3 bzw. Extrapolationen von Studien mit Evidenzgrad 1
Evidenzlevel
1b
Konsens
Starker Konsens
Literatur
[234] [332] [333] [334]
6.21 · Evidenzbasierte Empfehlung · geprüft 2024

Hierbei sollte die Prophylaxe unterschiedslos zwischen Patienten mit und ohne Stent erfolgen.

Empfehlungsgrad
B: Konsistent Studien mit Evidenzgrad 2 oder 3 bzw. Extrapolationen von Studien mit Evidenzgrad 1
Evidenzlevel
4
Konsens
Konsens
Literatur
[234]

Hintergrund

Eine Antibiotikaprophylaxe sollte bei hepatobiliären chirurgischen Eingriffen regelhaft durchgeführt werden, da hierdurch postoperative infektiöse Komplikationen inklusive Wundinfektionen signifikant reduziert werden (10-25 %) [Schwarz, R. E. et al. 2002], [332], [333]. Die perioperative Prophylaxe sollte postoperativ nicht fortgesetzt werden, da keine Vorteile bestehen, andererseits jedoch das Risiko von Komplikationen - inklusive der Ausbildung von Resistenzen und Allergien - ansteigt [334]. Im Falle einer Cholangitis wird eine Antibiotikatherapie durchgeführt.

6.7 Perioperative Therapie: Somatostatinprophylaxe

6.22 · Evidenzbasierte Empfehlung 2006

Die Reduktion der pankreasspezifischen Komplikationen durch eine perioperative Somatostatinprophylaxe ist durch eine Metaanalyse randomisierter Studien belegt. Die perioperative Prophylaxe mit Somatostatin kann jedoch nicht regelhaft bei allen Patienten empfohlen werden, da die existierenden Studien uneinheitliche Definitionen der Pankreasfistel - mit sich eventuell daraus ergebenden Unterschieden in der Klassifikation postoperativer Komplikationen - aufweisen.

Empfehlungsgrad
C: Studien mit Evidenzgrad 4 oder Extrapolationen von Studien mit Evidenzgrad 2 oder 3
Evidenzlevel
1a
Konsens
Konsens
Literatur
[335] [336] [337] [338] [339] [340] [341] [342]

Hintergrund

Die Studienlage ist bezüglich einer Somatostatinprophylaxe heterogen: Alle Studien haben bezüglich der postoperativen Letalität keine Unterschiede gezeigt [335], [336], [337], [338], [339], [340], [341]; eine Metaanalyse von 10 randomisierten Studien mit insgesamt 1918 Patienten zeigt jedoch, dass Somatostatin die Morbidität und die pankreasspezifischen Komplikationen inklusive der Frequenz der biochemisch nachweisbaren Fisteln signifikant reduziert [342]. Die weitere Differenzierung bezüglich der Resektionsverfahren in Subgruppenanalysen zeigt wiederum keine Vorteile der Somatostatinprophylaxe, sodass zurzeit die Patientengruppe, die von einer perioperativen Sekretionsinhibition mit Somatostatin profitiert, noch nicht identifiziert werden kann.

6.8 Operatives Vorgehen beim Pankreaskarzinom

6.8.1 Intraoperative Peritoneallavage/Zytologie

6.23 · Evidenzbasiertes Statement · geprüft 2024

Aus der intraoperativen Peritoneallavage ergeben sich keine therapeutischen Konsequenzen. Deshalb besteht keine Indikation zur intraoperativen Peritoneallavage mit Zytologiegewinnung.

Evidenzlevel
3
Konsens
Starker Konsens
Literatur
[343] [344] [345] [346] [347] [348] [349]

Hintergrund

Nach kurativer Resektion eines Pankreaskarzinoms kommt es bei den meisten Patienten zu einem Rezidiv. Es wird vermutet, dass dies eine Folge makroskopisch zum Zeitpunkt der Operation nicht detektierbarer Mikrometastasen des Peritoneums ist [349]. Obwohl mittels Peritoneallavage diese peritonealen Mikrometastasen detektiert werden können [345], [346], [347], konnte eine prognostische Relevanz von positiven zytologischen Befunden bisher nicht nachgewiesen werden, sodass sie kein Ausschlusskriterium für eine radikale Resektion sind und damit auf die Peritoneallavage verzichtet werden kann [343], [348], [344].

6.8.2 Resektionsausmaß

6.8.2.1 Karzinome des Pankreaskopfes

6.24 · Evidenzbasiertes Statement 2006

Im Falle des Pankreaskopfkarzinoms beinhaltet die Resektion i. d. R. die partielle Duodenopankreatektomie mit oder ohne Pyloruserhalt. In seltenen Fällen kann bei Ausdehnung des Karzinoms nach links eine totale Pankreatektomie notwendig sein. Ggf. sollte im Falle der Infiltration von Nachbarorganen und anderer Strukturen die Resektion entsprechend ausgedehnt werden.

Evidenzlevel
1b
Konsens
Konsens
Literatur
[350] [351] [352] [353] [354] [355] [356] [357] [358] [359] [360] [361] [362] [363] [364] [365] [366] [367] [368] [369] [370] [371] [372]

6.8.2.2 Klassischer Whipple versus pp-Whipple

6.25 · Evidenzbasiertes Statement 2006

Bezüglich der postoperativen Komplikationen und Letalität sowie der onkologischen Langzeitergebnisse sind beide Verfahren (pyloruserhaltende [pp] vs. magenresezierende partielle Duodenopankreatektomie [klassisch]) gleichwertig.

Evidenzlevel
1a
Konsens
Konsens
Literatur
[373]

Hintergrund

Eine Metaanalyse der Literatur zu pyloruserhaltender vs. klassischer Duodenopankreatektomie ergab keine relevanten Unterschiede zwischen beiden Verfahren hinsichtlich Mortalität, Morbidität und Überleben der Patienten. Allerdings wird auf die große Heterogenität zwischen den analysierten Studien hingewiesen [373].

6.8.2.3 Karzinome im Pankreasschwanz

6.26 · Evidenzbasiertes Statement 2006

Das operative Verfahren bei Karzinomen des Pankreasschwanzes ist die Pankreaslinksresektion. Bezüglich der Operationserweiterung gelten die in 6.24. genannten Kriterien.

Evidenzlevel
1a
Konsens
Konsens
Literatur
[354] [374] [375] [376] [377] [378] [379]

6.8.2.4 Karzinome im Pankreaskorpus

6.27 · Evidenzbasiertes Statement 2006

Pankreaskorpuskarzinome machen im Allgemeinen eine subtotale Pankreaslinksresektion oder ggf. eine totale Duodenopankreatektomie erforderlich.

Evidenzlevel
3
Konsens
Konsens
Literatur
[354] [374] [375] [376] [377] [378] [379] [380]

6.8.3 Lymphadenektomie

6.28 · Evidenzbasierte Empfehlung · modifiziert 2024

Bei der Resektion eines Pankreaskarzinoms soll eine standardisierte Lymphadenektomie durchgeführt werden.

Eine erweiterte Lymphadenektomie soll nicht durchgeführt werden.

Empfehlungsgrad
A: Starke Empfehlung für oder gegen ein Maßnahme - verwendete Ausdrucksweise = soll/soll nicht
Evidenzlevel
1
Konsens
Starker Konsens
Literatur
[381] [382] [383] [384] [385] [386] [387] [388] [389] [390] [391] [392]
ÄnderungshinweisEine erweiterte Lymphadenektomie soll nicht durchgeführt werden.
Evidenztabellen (1)Chirurgische Therapie, Schlüsselfrage 3.2 Lymphknotendissektion (12 Reviews)

Hintergrund

Der Begriff „erweiterte“ oder „radikal erweiterte“ Lymphadenektomie umschreibt unterschiedliche Dissektionsausmaße im Rahmen der Resektion eines Pankreaskarzinoms.

Bei der Bewertung der prognostischen Bedeutung einer erweiterten Lymphknotenentfernung scheint das Prinzip des "more lymph nodes and lesser mortality" beim Pankreaskarzinom nicht zu gelten. Die bisher publizierten Studien zeigen, dass eine erweiterte Lymphknotendissektion im Vergeich zu einer sogenannten regionären oder standardisierten Lymphknotendissektion keinen Überlebensvorteil bringt. Zudem konnte für die zirkuläre arterielle Dissektion eine Erhöhung der postoperativen Morbidität gefunden werden (z.B. Chylusfistel). Die Mitnahme des Plexus ist darüber hinaus mit einer signifikant schlechteren Lebensqualität assoziiert, unter anderen durch die Erhöhung der Diarrhoerate postoperativ  [385][387].

Auch die jüngste Cochrane-Analyse von [389] zeigte keinen Vorteil nach erweiterter Lymphadenektomie. Die erhöhte Anzahl entfernter Lymphknoten führte nicht zu einem verbesserten Überleben. Allerdings zeigten sich verlängerte Operationszeiten mit einem erhöhtem Blutverlust - bei dann vergleichbarer postoperativer Morbidität und Letalität. Aus diesem Grund besteht der Konsens, dass bei der Resektion eines Pankreaskarzinoms eine standardisierte Lymphadenektomie durchgeführt werden soll.

Bei der Bewertung der bisher publizierten Daten fällt allerdings auf, dass weder eine einheitliche, standardisierte Nomenklatur der Lymphknotenstationen benutzt wird noch die Definition der "regionären" Lymphknoten in Abhängig der Primärtumorlokalisation konsequent eingehalten wird, weshalb nachfolgend klare Definitionen hierfür gegeben werden sollen.

Definition der Tumorlokalisation (Abbildung "Anatomische Einteilung der Pankreasregionen mit den direkt am Pankreas liegenden Lymphknoten"):

Tumoren des Pankreaskopfes sind jene, die zwischen dem Duodenum und der Pfortader und V. mesenterica superior lokalisiert sind.

Tumoren des Pankreaskörpers sind jene, die zwischen linkem Rand der V. mesenterica superior und linkem Rand der Aorta entstehen.

Tumoren des Pankreasschwanzes sind jene, welche zwischen linkem Rand der Aorta und Milzhilus entstehen

Definition der standardisierten Lymphadenektomie (Abbildungen "Anatomische Einteilung der Pankreasregionen mit den direkt am Pankreas liegenden Lymphknoten" und Abbildung "Regionäre Lymphknotenstationen"):

Die standardisierte oder regionäre Lymphadenektomie bei einer OP nach Whipple aufgrund eines Pankreaskopfkarzinoms beinhaltet die komplette und zirkuläre Dissektion der Lymphknoten des Lig. hepatoduodenale sowie der Lymphknoten um die A. hepatica communis und Pfortader und den cranialen Anteil der Vena mesenterica superior. Des Weiteren beinhaltet sie die Entfernung des Truncus coeliacus-Lymphknotens rechts und der rechten Hemizirkumferenz des Stammes der Arteria mesenterica superior. 

Die regionären Lymphknoten für Tumoren von Pankreaskopf sind deshalb die Lymphknoten des Ductus choledochus, der Arteria hepatica communis, der Portalvene sowie die pylorischen, infrapylorischen, subpylorischen, proximal mesenterialen, zoeliakalen, posterior und anterior pankreaticoduodenalen Lymphknoten. Zusätzlich die Lymphknoten entlang der Vena mesenterica superior sowie die Lymphknoten entlang der rechten lateralen Wand der Arteria mesenterica superior.

Entsprechendes gilt bei der Pankreaslinksresektion für Tumoren des Pankreaskörpers und Schwanzes. Die standardisierte Lymphadenektomie umfasst hier die Lymphknoten entlang der Arteria hepatica communis, die zoeliakalen, die entlang der Milzarterie und des Milzhilus sowie die retroperitonealen und die lateralen aortalen Lymphknoten.

Lymphknoten am Pankreas
Lymphknoten am Pankreas
6.29 · Konsensbasierte Empfehlung · modifiziert 2021

Bei Resektion eines Pankreaskarzinoms sollen mindestens 12 regionäre Lymphknoten entfernt werden.

Konsens
Konsens
6.30 · Evidenzbasierte Empfehlung · geprüft 2024

Bei der Resektion eines Pankreaskarzinoms soll das Verhältnis von befallenen zu insgesamt entfernten Lymphknoten im pathologisch-histologischen Befundbericht angegeben werden.

Empfehlungsgrad
A: Starke Empfehlung für oder gegen ein Maßnahme - verwendete Ausdrucksweise = soll/soll nicht
Evidenzlevel
2b
Konsens
Starker Konsens
Literatur
[313] [314] [316] [317] [393] [394] [395] [396] [397] [398] [399] [400] [401] [402] [403] [404] [405] [406] [320]

Hintergrund

Die TNM-Klassifikation sieht vor, dass mindestens zwölf regionäre Lymphknoten entfernt/untersucht werden sollten, um pN0 zu klassifizieren. Diese Zahl ist nicht durch Literaturdaten untermauert. In der Literatur wird angeführt, dass die Rate korrekter Klassifikationen mit der Anzahl untersuchter Lymphknoten steigt. Eine sogenannte Lymph Node Ratio (LNR), die das Verhältnis von befallenen zu entnommenen Lymphknoten darstellt, von ≥ 0,2 hat sich in mehreren Studien als prognostisch ungünstig erwiesen [317], [316], [314], [313], [320], [394], [400], [404], [393], [395], [396], [397], [398], [399], [401], [402], [403], [405], [406].

6.9 Laparoskopische Chirurgie

6.31 · Evidenzbasierte Empfehlung · modifiziert 2021

Die distale Pankreatektomie kann bei Pankreaskarzinomen ohne Gefäßbeteiligung durch erfahrene Chirurgen laparoskopisch oder robotisch durchgeführt werden.

Empfehlungsgrad
B: Empfehlung für oder gegen eine Maßnahme - verwendete Ausdrucksweise = sollte/sollte nicht
Evidenzlevel
2
4
Konsens
Starker Konsens
Literatur
[215] [264] [407] [408] [409] [410] [411] [412] [413] [414]
Evidenztabellen (10)Sahakyan, M. A. et al. Perioperative outcomes and survival in elderly patients undergoing laparoscopic distal pancreatectomy. Journal of Hepato-Biliary-Pancreatic Sciences. 24. 42-48. 2017; Abu, Hilal M. et al. Laparoscopic versus open distal pancreatectomy: a clinical and cost-effectiveness study. Surgical Endoscopy. 26. 1670-1674. 2012; Boggi, U. et al. Robotic-Assisted Pancreatic Resections. World journal of surgery. 40. 2497-2506. 2016; Chen, Shi et al. Robot-assisted laparoscopic versus open middle pancreatectomy: short-term results of a randomized controlled trial. Surgical Endoscopy. 31. 962-971. 2017; Kauffmann, Emanuele F. et al. A propensity score-matched analysis of robotic versus open pancreatoduodenectomy for pancreatic cancer based on margin status. Surgical Endoscopy. 33. 234-242. 2019; Kutlu, O. C. et al. Open Pancreaticoduodenectomy Case Volume Predicts Outcome of Laparoscopic Approach: A Population-based Analysis. Annals of surgery. 267. 552-560. 2018; Mirkin, Katelin A. et al. Minimally invasive surgical approaches offer earlier time to adjuvant chemotherapy but not improved survival in resected pancreatic cancer. Surgical Endoscopy. 32. 2387-2396. 2018; Raoof, M. et al. Propensity score-matched comparison of oncological outcomes between laparoscopic and open distal pancreatic resection. The British journal of surgery. 105. 578-586. 2018; Xourafas, Dimitrios et al. Comparison of Perioperative Outcomes between Open, Laparoscopic, and Robotic Distal Pancreatectomy: an Analysis of 1815 Patients from the ACS-NSQIP Procedure-Targeted Pancreatectomy Database. Journal of Gastrointestinal Surgery. 21. N-N. 2017; Adam, M. A. et al. Defining a hospital volume threshold for minimally invasive pancreaticoduodenectomy in the United States. JAMA Surgery. 152. 336-342. 2017

Bei der Frage, welchen Stellenwert die laparoskopische bzw. robotische Chirurgie beim Pankreaskarzinom hat, ist die noch unterschiedliche Datenlage für Eingriffe an unterschiedlichen Lokalisationen (Pankreaskopfkarzinom vs. linksseitig der mesenterial-portalen Achse gelegenes Pankreaskorpus-/schwanzkarzinom) zu berücksichtigen.

Minimal invasive (laparoskopisch/roboter-assistiert) distale Pankreatektomie

Die klinische Ergebnisqualität der minimal-invasiven distalen Pankreatektomie wurde kürzlich in einer multizentrischen, randomisiert kontrollierten klinischen Studie (LEOPARD) in den Niederlanden untersucht. Verglichen wurde in dieser von 2015 bis 2017 an 14 nationalen Zentren durchgeführten Patienten-verblindeten Studie die Zeit bis zur funktionellen Genesung von Patienten, die bei einem auf die linke Seite des Pankreas begrenzten Tumors ohne Gefäßbeteiligung entweder eine minimal-invasive (n=51) oder offene (n=56) distale Pankreatektomie erhielten (LEOPARD; NTR5689). Der primäre Endpunkt, die Zeit bis zur funktionellen Genesung, war mit 4 Tagen bei der minimal-invasiven Pankreatektomie signifikant kürzer als mit 6 Tagen bei der offenen Pankreatektomie. Die Konversionsrate lag bei 8 %. Die gesamte Komplikationsrate nach Clavien-Dindo > III war nicht signifikant unterschiedlich, allerdings wurden weniger Magenentleerungsstörungen und eine bessere Lebensqualität ohne steigende Kosten für die minimal-invasive distale Pankreatektomie festgestellt [415]. Die chirurgische Qualitätskontrolle erfolgte vor Einschluss der Patienten in die Studie, da ausschließlich Chirurgen daran beteiligt waren, die in einem Ausbildungsprogramm > 50 komplexe, minimal invasive GI-Eingriffe, > 20 distale Pankreatektomien und > 5 minimal invasive distale Pankreatektomien durchgeführt hatten [416].

Die Ergebnisse der Dutch Pancreatic Cancer Group-Daten, (17 Zentren; 2005–2016) wurden anschließend mit der Datenbank des American College of Surgeons’ National Quality Improvement Program (ACS-NSQIP) (88 Zentren; 2014–2016) verglichen. In dieser internationalen Kohortenstudie wurde die schwerwiegende 30-Tage-Morbidität inklusive Mortalität entsprechend des chirurgischen Verfahrens (entweder minimal-invasive oder offene distale Pankreatektomie) evaluiert. Der Kompositendpunkt der schwerwiegenden 30-Tage-Morbidität und Mortalität wurde dabei definiert als eines der folgenden Ereignisse innerhalb von 30 Tagen postoperativ: Tod, Re-Operation, Pankreasfistel, Schlaganfall, Myokardinfarkt, Lungenembolie, septischer Schock, etc.) Von den 2921 ACS-NSQIP Patienten, erhielten 1562 (53 %) eine minimal-invasive distale Pankreatektomie mit 18 % Konversionsrate, und 1359 (47 %) eine offene distale Pankreatektomie. Die minimal-invasive Operationstechnik war als unabhängiger Faktor assoziiert mit einer reduzierten schwerwiegenden 30-Tage-Morbidität inklusive Mortalität (Definition siehe oben) für die distale Pankreatektomie [417].

In einer weiteren retrospektiven Analyse der prospektiv geführten Datenbank des ACS-NSQIP wurde bei 501 Patienten mit Pankreaskarzinom und distaler Pankreatektomie Morbidität und Mortalität nach minimal invasiver (n=166; 33,1 %) versus offener (n=335; 66,9 %) distaler Pankreatektomie bei präoperativ vergleichbarer Komorbidität und pathologischem Staging untersucht. Die Gesamtmorbidität, Transfusionsrate, Pneumonierate, chirurgische Wundinfekte, Sepsis und Krankenhausverweildauer waren niedriger bei minimal-invasiver distaler Pankreatektomie. Mortalität, Pankreasfisteln und Magenentleerungstörungen waren vergleichbar. Damit scheint das kurzfristige postoperative Outcome bei der minimal-invasiven distalen Pankreatektomie günstiger zu sein [418].

In einer umfangreichen Populations-basierten, retrospektiven Kohortenstudie wurden eine Vielzahl perioperativer Faktoren in Hinblick auf Unterschiede zwischen minimal invasiver und offener distaler Pankreatektomie untersucht. 8575 offene Operationen wurden 382 minimal-invasiven distalen Pankreatektomien gegenübergestellt. Es zeigte sich eine geringere Anzahl allgemeiner, perioperativer Komplikationen (39,0 % vs. 30,1 %, p<0,001), insbesondere postoperative Blutungen (20,6 % vs. 13,6 %, p<0,001) und eine kürzere Krankenhausverweildauer bei minimal invasiver distaler Pankreatektomie [419].

Das onkologische Outcome nach minimal invasiver distaler Pankreatektomie bei Pankreaskarzinom wurde in mehreren retrospektiven Studien untersucht. In einer monozentrischen Analyse eines High-Volume Zentrums (n=422 distale Pankreatektomien von 2005-2014) wurde das Gesamtüberleben und die Rezidivrate bei 79 vergleichbaren Patienten mit PDAC nach laparoskopischer (n=33) gegenüber der offenen (n=46) distalen Pankreatektomie analysiert. Bei vergleichbaren intraoperativen und pathologischen Variablen wie OP-Zeit, Ganggröße, Drüsentextur, Tumorgröße, Art des Pankreasverschlusses, Anzahl der entfernten Lymphknoten, Tumorstadium sowie der R-Status am Absetzungsrand waren in den beiden Gruppen das 1-, 3- und 5-Jahres Überleben sowie die Lokalrezidiv- bzw. Fernmetastasierungsrate ähnlich [420].

Eine weitere monozentrische propensity score-matched Analyse untersuchte das onkologische Gesamtüberleben bei insgesamt 1947 Patienten mit Pankreaskarzinom, wobei jeweils 563 Patienten nach laparoskopischer distaler Pankreatektomie mit derselben Zahl an Patienten nach offener Operationstechnik verglichen wurden. In der 3-Jahresüberlebensrate zeigte sich kein Unterschied zwischen offener und laparoskopischer distaler Pankreatektomie (41,6 % vs. 36,0 %; Hazard ratio 0,93, 95 % CI 0,77–1,12; p=0,457). Der Beginn der adjuvanten Chemotherapie war mit 50 Tagen postoperativ in beiden Gruppen identisch, ebenso die Anzahl der resezierten Lymphknoten (median 12 Lymphknoten in beiden Gruppen). Darüber hinaus zeigte sich kein Unterschied in der 30- und 90-Tages Mortalität. Die Autoren schließen aus den Ergebnissen, dass in Hinblick auf die onkologische Ergebnisqualität ein minimal-invasives Vorgehen eine Alternative zur offenen Operation ist [414].

Roboter-assistierte Operationstechnik

Huang B. et al. haben in einer Metaanalyse die Roboter-assistierte mit der laparoskopischen distalen Pankreatektomie bei erwachsenen Patienten mit maligner, borderline maligner, aber auch benigner Erkrankung verglichen. Primäre Endpunkte waren Konversionen zur offenen Operation, Transfusionsrate, Milzerhalt, Operationszeit, Komplikationen (Pankreasfistel) sowie Länge des Krankenhausaufenthaltes. Es wurden insgesamt 9 Studien mit einer Gesamtpopulation von 1167 Patienten, davon 929 Patienten mit laparoskopischer sowie 238 Patienten mit Roboter-assistierter distaler Pankreatektomie, ausgewertet. Insgesamt zeigte sich für keinen genannten Endpunkt ein signifikanter Unterschied zwischen der laparoskopischen gegenüber der roboter-assistierten distalen Pankreatektomie. Dennoch bewerteten die Autoren – trotz der kleinen Anzahl der roboter-assistierten distalen Pankreatektomien – diese als sicher und effektiv im Vergleich zur laparoskopischen Operationstechnik [421].

In einer weiteren Metaanalyse sämtlicher bis Ende 2017 publizierter Studien wurde die klinische Ergebnisqualität nach Roboter-assistierter Pankreatoduodenektomie sowie distaler Pankreatektomie im Vergleich zur jeweiligen offenen Operationstechnik untersucht. Insgesamt wurden 15 nicht-randomisierte, kontrollierte Studien mit 3690 Patienten (11 Studien zur Roboter-assistierten vs. offenen Pankreatoduodenektomie, 4 Studien zur roboter-assistierten vs. offenen Pankreaslinksresektion) in die Analyse eingeschlossen. Sowohl hinsichtlich des Lymphknotenstatus als auch hinsichtlich postoperativer Komplikationen (Pankreasfistel, postoperative Magenentleerungsstörung), Reoperationsrate, Krankenhausverweildauer und Mortalität ergab sich kein signifikanter Unterschied zwischen Roboter-assistierter und offener Pankreatoduodenektomie. Für die robotisch-assistierte Pankreatoduodenektomie war die Operationszeit signifikant länger, dagegen der Blutverlust sowie Wundinfekte und der R1-Status am Absetzungsrand signifikant geringer als bei der offenen Operationstechnik. Im Vergleich zur offenen distalen Pankreatektomie ergab das robotisch-assistierte Verfahren eine geringere allgemeine Komplikationsrate, geringeren Blutverlust, kürzere Krankenhausverweildauer, allerdings auch eine geringere Anzahl an entfernten Lymphknoten. Hinsichtlich Milzerhalt, R1-Status, Mortalität und insbesondere Pankreasfisteln ergaben sich keine signifikanten Unterschiede [422], [423].

Bei Durchführung einer laparoskopischen Resektion eines Pankreaskarzinoms sollte diese an das laparoskopische Pankreaschirurgieregister der Deutschen Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie (http://www.dgav.de/studoq/weitere-register.html) gemeldet werden.

 

Statements zur minimal-invasiven (laparoskopisch/roboter-assistierten) Operationstechnik

In einer systematischen Übersichtsarbeit von publizierten Arbeiten im Zeitraum von 2000-2016 wird die totale robotische der offenen Pankreatoduodenektomie bei unterschiedlichen Erkrankungen gegenübergestellt. Insgesamt gingen 13 nicht-randomisierte, kontrollierte Studien mit 692 durchgeführten robotischen Pankreatoduodenektomien in diese Übersichtsarbeit ein. Die Inzidenz von Komplikationen (Gallefistel, Pankreasfistel, postoperative Blutungen), Reoperationen sowie Mortalität war vergleichbar, wobei insbesondere bei den Komplikationen aufgrund fehlender Daten aus großen Serien die Ergebnisse als nicht repräsentativ gewertet wurden. Die Anzahl der Konversionen (im Durchschnitt 6,5–7,8 %) zur offenen Operation sowie die Operationszeit reduzierte sich mit steigender Anzahl der robotischen Pankreatoduodenektomie. Die Anzahl der resezierten Lymphknoten war vergleichbar, allerdings zeigte sich ein geringerer Prozentsatz an R1-Resektionen bei der robotischen Pankreatoduodenektomie im Vergleich zum offenen Operationsverfahren, was aber möglicherweise auf einen Selektionsbias zurückzuführen ist. Die Autoren schlussfolgern, dass in High-Volume Zentren die robotische Pankreatoduodenektomie sicher machbar ist. Es liegen bislang allerdings keine Daten zum onkologischen Langzeitüberleben sowie auch der Kosteneffektivität dieser Operationstechnik vor [424].

In einer propensity score matched-Analyse zu Roboter-assistierten vs. offenen Pankreatoduodenektomien konnte gezeigt werden, dass das Auftreten klinisch relevanter Pankreasfisteln (POPF Grad B/C) in der Roboter-assistieren Gruppe niedriger war als bei der offenen Chirurgie (OR, 0,4; 95 % CI 0,2-0,7; p=0,002). In sämtlichen weiteren sekundären Endpunkten waren Roboter-assistierte Verfahren und die offene Chirurgie vergleichbar ohne signifikante Unterschiede (Gesamtkomplikationsrate 73,7 % vs. 66,4 %; p=0,21), Krankenhausverweildauer (median: 8 vs. 8,5 Tage; p=0,31), 30-Tage Wiederaufnahme (22,4 % vs. 21,7 %; p>0,99), 90-Tagesmortalität (3,3 % vs. 1,3 %; p=0,38) [425]).

Eine systematische Übersichtsarbeit mit Metaanalyse vergleicht die perioperative Ergebnisqualität bei laparoskopischer gegenüber offener elektiver Pankreatoduodenektomie bei Patienten mit benignen oder malignen Pankreaserkrankungen aus 3 randomisiert kontrollierten klinischen Studien mit insgesamt 224 Patienten. Die Metaanalyse ergab lediglich einen signifikanten Unterschied in der Operationszeit zu Gunsten der offenen Pankreatoduodenektomie und einen geringeren Blutverlust bei der laparoskopischen Operationstechnik. Sämtliche anderen primären und sekundären Outcome-Parameter waren nicht signifikant unterschiedlich bei insgesamt niedrigem bis moderatem Evidenzlevel. Anhand dieser Ergebnisse ergibt sich zurzeit für die laparoskopische Pankreatoduodenektomie gegenüber der offenen Operationstechnik kein Vorteil. Bei der Bewertung der perioperativen Ergebnisqualität muss die Lernkurve in der jeweiligen Medizintechnik sowie die zunehmende Implementierung der robotischen Chirurgie berücksichtigt werden [426], [427], [428], [429].

Eine weitere systematische Übersichtsarbeit mit Metaanalyse (12 Studien; insgesamt 2186 Patienten, davon 705 mit minimal-invasiver und 1481 mit offener Pankreatoduodenektomie) zur minimal-invasiven (Roboter-assistierten oder laparoskopischen) Pankreatoduodenektomie im Vergleich zur offenen Operationsmethode ergab ebenso keinen signifikanten Unterschied in der Gesamtmorbidität. Lediglich ein geringerer Blutverlust, weniger Magenentleerungsstörungen, sowie eine kürzere Krankenhausverweildauer nach minimal-invasiver Pankreatoduodenektomie wurden berichtet [430].

Zum onkologischen Outcome nach minimal invasiver Pankreatoduodenektomie bei Pankreaskopfkarzinom existieren nur retrospektive Studien. Eine monozentrische Analyse untersuchte neben perioperativer Ergebnisqualität pathologische und onkologische Outcomeparameter bei insgesamt 1623 minimal-invasiv operierten Pankreatoduodenektomien (1458 laparoskopisch, 165 Roboter-assistierte Operationen). Es konnte gezeigt werden, dass Roboter-assistierte Eingriffe eher an high-volume Zentren und universitären Einrichtungen durchgeführt wurden. In Hinblick auf die untersuchten Zielparameter ergaben sich keine Unterschiede zwischen dem laparoskopischen und Roboter-assistierten Vorgehen. Einzig die Konversionsrate war in der Roboter-assistierten Gruppe niedriger (17,0 % vs. 27,6 %, p=0,003). Die Ergebnisse in Hinblick auf den Resektionsstatus (R0/R1), Anzahl der untersuchten Lymphknoten, Krankenhausverweildauer, 90-Tagesmortalität, und medianes Gesamtüberleben (laparoskopisch 20,7 Monate  vs. rotober-assistiert 22,7 Monate; log-rank p=0,445) haben keinen statistisch signifikanten Unterschied gezeigt [431].

Im Rahmen einer retrospektiven non-inferiority propensity scored-matched-Analyse wurde der Einfluss der Operationsmethode auf den R-Status nach Pankreaskopfresektionen untersucht. Es wurden 20 Roboter-assistierte mit 24 offenen Pankreatoduodenektomien verglichen. In der robotisch operierten Gruppe zeigte sich eine R1-Rate von 55,0 % gegenüber 41,7 % in der Gruppe der offenen Operationen (p=0,38). Es wurde darüber hinaus kein Unterschied in den sekundären Endpunkten (Anzahl untersuchter Lymphknoten, Bluttransfusionen, Durchführung adjuvanter Chemotherapie, Gesamtüberleben, krankheitsfreies Überleben) gefunden [410].

Man kann anhand der oben aufgeführten Datenlage daher zusammenfassen, dass zum jetzigen Zeitpunkt die laparoskopische/robotische Pankreatoduodenektomie nur im Rahmen von klinischen Studien oder umfassender Qualitätssicherung (z. B. Zertifizierung der Fachgesellschaften) an ausgewiesenen Zentren durchgeführt werden sollte. Das Thema der laparoskopischen/robotischen Pankreatoduodenektomie wird im Rahmen der Living Guideline exokrines Pankreaskarzinom unter Einbezug der dann vorliegenden Datenlage erneut aufgenommen und entsprechende Empfehlungen werden ausgegeben.

6.10 Pathologische Aufarbeitung und Beurteilung des Resektats

6.32 · Konsensbasierte Empfehlung · geprüft 2024

Eine generelle Markierung aller tumornahen zirkumferentiellen Resektionsränder soll in Absprache mit dem operierenden Chirurgen erfolgen.

Konsens
Starker Konsens

Hintergrund

Aufgrund des Wachstumsmusters duktaler Adenokarzinome des Pankreas mit starker Fibrose und sog. desmoplastischer Stromareaktion und der Anatomie des Operationssitus kann die histopathologische Aufarbeitung der zirkumferentiellen Resektionsränder erschwert sein. Folgende Resektionsränder sind besonders aufzuarbeiten (siehe auch untenstehendes Schema in Abbildung "Markierung der zirkumferentiellen Resektionsränder am OP-Präparat"):

  • Medialer Resektionsrand: Proc. uncinatus (E) und Gefäßgrube (A./V. mes. sup.) (grün)
  • Dorsale Resektionsfläche (ehem. retropankreatische Resektionsfläche) (blau)
  • Ventrale Markierung (falls Tumor makroskopisch ventral lokalisiert)

 

Das Vorgehen ist mit den Chirurgen abzustimmen, da der Pathologe insbesondere bei Übersendung des formalinfixierten Präparates Schwierigkeiten bei der Auffindung der relevanten Strukturen haben kann.

Markierung der zirkumferentiellen Resektionsränder am OP-Präparat
Markierung der zirkumferentiellen Resektionsränder am OP-Präparat

Legende: A: Pankreasschnittrand; B: D. Choledochus; C: (grüne Farbmarkierung) Resektionsrand zu den Mesenterialgefäßen; D: (blaue Farbmarkierung) retropan-kreatischer Resektionsrand; E: Proc. Uncinatus;
F: Duodenum; G: (weiße Farbmarkierung) ventrale Fläche
Standardisierte Farbmarkierung: Rot: Pankreasschnittrand; Blau: retropankreatische Resektionsfläche; Grün: ventrale Fläche; Weiß: Resektionsrand zu den Mesenterialgefäßen

6.33 · Konsensbasierte Empfehlung · geprüft 2024

Zur Beurteilung der Tumorfreiheit kann eine Schnellschnittuntersuchung durchgeführt werden, um durch Nachresektion die Rate kurativ resezierter Pankreaskarzinome zu erhöhen.

Konsens
Starker Konsens

Hintergrund

In den zu dieser Frage publizierten Studien führte die intraoperative Schnellschnittuntersuchung zu einer Erhöhung der Rate R0-resezierter Pankreaskarzinome [432], [433]. Eine Nachresektion bietet sich v.a. an, wenn Tumorzellen im Schnellschnitt am Parenchymresektionsrand gefunden werden. Allerdings konnten keine Studien identifiziert werden, deren Ergebnisse eine Verlängerung des Überlebens auf Grund der Durchführung eines Schnellschnitts und ggf. darauffolgender Nachresektion zeigen [433].

6.11 Histopathologische Aufarbeitung und Klassifikation des Resektats

6.34 · Konsensbasiertes Statement · geprüft 2024

Die Kriterien einer R0-Resektion sind für alle Organtumore international einheitlich festgelegt. Die R-Klassifikation berücksichtigt die gesamte Situation eines Patienten. Daher ist für die Beurteilung einer R2–Situation die Information von u.U. in-situ belassenen Metastasen (z. B. Peritoneum) notwendig. Eine R1-Situation bedeutet, dass histologisch Tumorzellen am definitiven Resektionsrand nachgewiesen wurden.

Konsens
Starker Konsens
6.35 · Konsensbasierte Empfehlung · geprüft 2024

Um der besonderen Situation duktaler Adenokarzinome gerecht zu werden (diskontinuierliche Tumorzellausbreitung, desmoplastische Stromareaktion), sollte das sogenannte „Konzept des zirkumferentiellen Resektionsrands“ (CRM-Konzept) in Analogie zum Rektumkarzinom angewandt werden, inklusive der Angabe des Abstands des Tumors zum Resektionsrand in mm.

Konsens
Starker Konsens

 Hintergrund

Neben der korrekten Anwendung der international gültigen R-Klassifikation müssen einheitliche Standards bei der histopathologischen Aufarbeitung von Whipple'schen Resektaten mit Pankreaskarzinom gelten. Der sogenannte zirkumferentielle Resektionsrand muss besonders beachtet werden, da hier besonders häufig eine R1-Situation vorliegt. Es bietet sich im Rahmen einer standardisierten histopathologischen Aufarbeitung an, im sogenannten makroskopischen Zuschnitt diese Resektionsgrenzen zu markieren, eventuell in Kooperation mit dem operierenden Chirurgen. Der zirkumferentielle Resektionsrand setzt sich aus einem vorderen, medialen und posterioren Resektionsrand bzw. der entsprechenden Resektionsfläche zusammen. Darüber hinaus muss die hintere Fläche des Prozessus uncinatus besonders aufgearbeitet werden. Die Gefäßachse ist insbesondere wichtig, ferner müssen tumorinfiltrierte Lymphknoten in der Arteria mesenterica superior-Ebene mit in die Aufarbeitung einbezogen werden. Es hat sich in der täglichen Praxis bewährt, diese verschiedenen Resektionsränder farbig zu markieren, aufzuarbeiten und die Farbmarkierungen im histologischen Schnitt zu identifizieren. Im Mikroskop kann so genau ausgemessen werden, wie weit die Tumorzellen von welchem Resektionsrand entfernt sind. Diese Maßzahl wird dem Befund beigefügt und dadurch dem Operateur mitgeteilt. Um der Tatsache Rechnung zu tragen, dass die Karzinomzellen relativ häufig an diesen zirkumferentiellen Resektionsrand heranreichen, wird in Analogie zur Klassifikation des Rektumkarzinoms ein neues Konzept empfohlen, das „Konzept des zirkumferentiellen Resektionsrands“ (Circumferential Resection Margin, CRM). R0-resezierte Pankreaskarzinome werden in Analogie zum CRM-Konzept des Rektums dann als CRM-positiv klassifiziert, wenn der Abstand der Tumorzellen zum Resektionsrand weniger als 1 mm beträgt, diesen jedoch nicht erreicht (die korrekte Befundung lautet dann: R0, CRM-positiv = R0 narrow). Sind die Karzinomzellen mehr als 1 mm vom definitiven Absetzungsrand entfernt, wird eine „CRM-negative“ R0-Situation klassifiziert (R0 wide, siehe Abbildung Konzept des zirkumferentiellen Resektionsrands (CRM) beim Pankreaskarzinom). Die Frage, welcher Abstand zum Resektionsrand tatsächlich von prognostischer Bedeutung ist, kann aktuell noch nicht abschließend beantwortet werden. In einer großen Studie konnte gezeigt werden, dass Patienten, die R0 reseziert wurden und deren Tumorzellen mehr als 1,5 mm vom Resektionsrand entfernt gewesen sind, eine bessere Prognose besitzen [251].

Durch Anwendung des CRM-Konzepts mit Angabe des minimalen Abstandes der Karzinomzellen zum zirkumferentiellen Resektionsrand können erstmalig Daten geschaffen werden, die eine abschließende Bewertung operativer Behandlungsverfahren von Pankreaskarzinomen erlauben mit dem Ziel, das Rezidivrisiko und die Prognose besser abzuschätzen zu können [256], [257], [434], [435].

Konzept des zirkumferentiellen Resektionsrands (CRM) beim Pankreaskarzinom
Konzept des zirkumferentiellen Resektionsrands (CRM) beim Pankreaskarzinom
6.36 · Evidenzbasierte Empfehlung · geprüft 2024

Die Angabe der pT-, pN- und M-Kategorie sowie das Tumorgrading sollen im Pathologiebefund angegeben werden.

Empfehlungsgrad
A: Starke Empfehlung für oder gegen ein Maßnahme - verwendete Ausdrucksweise = soll/soll nicht
Evidenzlevel
2b
Konsens
Konsens
Literatur
[313] [315] [436] [437] [438] [393] [439] [394] [395] [396] [397] [398] [401] [403] [404] [406]

Hintergrund

Das UICC-Tumorstadium ist der wichtigste Prognoseparameter nach Resektion eines Pankreaskarzinoms in kurativer Intention.

Das Vorhandensein von Lymphknotenmetastasen ist ein entscheidender Prognoseparameter [315], [313], [394], [404], [393], [395], [396], [397], [401], [403], [406], [439], [436], [437]. Es sollten mindestens zwölf Lymphknoten entfernt werden, um eine korrekte pN0-Kategorisierung vorzunehmen (siehe Empfehlung 6.29.) [395].

Die Angabe der Lymphknotenratio (Anzahl der befallenen Lymphknoten zur Anzahl der untersuchten Lymphknoten) sollte erfolgen, da dieses Verhältnis prognostische Bedeutung hat (siehe Empfehlung 6.30.) [313], [403], [394], [404], [393], [396], [397], [398], [401], [406].

Das Grading (Tumordifferenzierungsgrad) des duktalen Adenokarzinoms des Pankreas ist in der WHO-Klassifikation 2019 festgelegt [440] und beruht auf histologischen und zytologischen Kriterien. Neben der Drüsendifferenzierung gehen Muzinproduktion, Mitosenanzahl und Kernatypien in das dreistufige Grading ein. Wird es konsequent angewandt, korreliert der histologische Differenzierungsgrad mit der Prognose [398], [403], [439], [438].

Ein Regressionsgrading ist derzeit noch nicht etabliert.

6.37 · Evidenzbasierte Empfehlung · geprüft 2024

Lymphgefäßinvasion, Perineuralscheideninfiltration und Blutgefäßinvasion sollten Bestandteil der Pathologiebefundung sein.

Empfehlungsgrad
B: Empfehlung für oder gegen eine Maßnahme - verwendete Ausdrucksweise = sollte/sollte nicht
Evidenzlevel
2b
Konsens
Starker Konsens
Literatur
[253] [256] [313] [315] [436] [437] [438] [441] [442] [393] [443] [444] [439] [394] [395] [396] [397] [445] [398] [446] [447] [399] [400] [401] [403] [404] [406] [320]

Hintergrund

Für Lymphgefäßinvasion, Perineuralscheideninfiltration und Blutgefäßinvasion wird in einzelnen Studien eine prognostische Bedeutung dokumentiert. Allerdings sind die Angaben zur Häufigkeit dieser Parameter sehr unterschiedlich und bedürfen weiterer Validierung [253], [256], [443], [315], [313], [320], [394], [400], [404], [393], [395], [396], [397], [398], [399], [401], [403], [406], [439], [436], [437], [438], [445], [446], [444],  [441], [447], [442].

Evidenztabellen

Brahmbhatt, Bhaumik et al. Pancreatic Surgery in the Older Population: A Single Institutionƒ_Ts Experience over Two Decades. Current Gerontology &amp; Geratrics Research. . 1-6. 2016
Brahmbhatt, Bhaumik et al. Pancreatic Surgery in the Older Population: A Single Institutionƒ_Ts Experience over Two Decades. Current Gerontology & Geratrics Research. . 1-6. 2016
Population Intervention - Comparison Outcomes/Results
Evidence level:  4

Study type:  retrospektive Kohorte, unizentrisch, USA

Number of Patient:  n=934 Gesamtpopulation

n=737 Alter <75 Jahre
n=229 PDAC

n=197 Alter >75 Jahre
n=84 PDAC

Recruitung Phase:  03/1995 – 07/2014

Inclusion Criteria:  1. Pankreasresektion

Exclusion Criteria:  
Intervention:  Alter ≥75 Jahre

Comparison:  Alter <75 Jahre
Primary:  Operationszeit
Länge des Aufenthalts auf der Intensivstation
Transfusionsrate

Mortalität
Komplikationen

Secondary:  

Results:  Follow-Up:
nicht angegeben

Operationszeit
<75 Jahre vs. ≥75 Jahre
kein statistisch signifikanter Unterschied
<75 Jahre: 339 Minuten
≥75 Jahre: 348 Minuten
p=0,40

Länge des Aufenthalts auf der Intensivstation (Durchschnitt)
<75 Jahre vs. ≥75 Jahre
Statistisch signifikant länger bei >75 Jahre
<75 Jahre: 1,35 Tage
≥75 Jahre: 2,33 Tage
p=0,027

Transfusionsrate
Anzahl der Patienten mit perioperativen Transfusionen
<75 Jahre vs. ≥75 Jahre
Statistisch signifikant häufiger bei >75 Jahre
<75 Jahre: 260 (35%)
≥75 Jahre: 95 (48%)
p=0,0009

Anzahl perioperativer Transfusionen (Durchschnitt)
<75 Jahre vs. ≥75 Jahre
kein statistisch signifikanter Unterschied
<75 Jahre: 1,42 Units
≥75 Jahre: 1,75 Units
p=0,32

Anzahl der Patienten mit postoperativen Transfusionen
<75 Jahre vs. ≥75 Jahre
kein statistisch signifikanter Unterschied
<75 Jahre: 197 (26%)
≥75 Jahre: 64 (32%)
p=0,11

Anzahl postoperativer Transfusionen (Durchschnitt)
<75 Jahre vs. ≥75 Jahre
kein statistisch signifikanter Unterschied
<75 Jahre: 0,96 Units
≥75 Jahre: 0,83 Units
p=0,64


Mortalität
90-Tage-Mortalität
<75 Jahre vs. ≥75 Jahre
kein statistisch signifikanter Unterschied
<75 Jahre: 31 (3,2%)
≥75 Jahre: 14 (5%)
p=0,09

Komplikationen
90-Tage Clavien-Dindo Grad 1-2
<75 Jahre vs. ≥75 Jahre
kein statistisch signifikanter Unterschied
<75 Jahre: 227 (31%)
≥75 Jahre: 73 (37%)
p=0,56

90-Tage Clavien-Dindo Grad 3-5
<75 Jahre vs. ≥75 Jahre
kein statistisch signifikanter Unterschied
<75 Jahre: 157 (21%)
≥75 Jahre: 78 (22%)
p=0,56

Pankreasfistel
<75 Jahre vs. ≥75 Jahre
kein statistisch signifikanter Unterschied
<75 Jahre: 108 (14,6%)
≥75 Jahre: 24 (12%)
p=0,123

postoperative Blutung
<75 Jahre vs. ≥75 Jahre
Statistisch signifikant häufiger bei <75 Jahre
<75 Jahre: 38 (5%)
≥75 Jahre: 5 (2,5%)
p=0,013

Author's Conclusion:  Focusing on the high-risk group of patients aged 75 years or older, this study reports that there is no significant difference in 90-day mortality despite higher postoperative complications in the subgroup. This study suggests that pancreatic resection could be a feasible option in selected older patients, and these patients should not be denied the opportunity of curative resection based on age alone.
Methodical Notes
Funding Sources:  nicht angegeben

COI:  The authors declare that there is no conflict of interests regarding the publication of this paper.

Randomization:  keine Randomisierung (retrospektiv)

Blinding:  keine Verblindung (retrospektiv)

Dropout Rate/ITT-Analysis:  nicht angegeben

Notes:  Gesamtqualität: abgewertet (-)
Studiendesign: retrospektive Kohorte
PICO Frage: ja
Randomisiert: nein
Gruppen vergleichbar: nein
Gruppen gleich behandelt (abgesehen von untersuchter Intervention): unklar
Patienten nachverfolgbar (Loss of Follow-Up dokumentiert etc.): ja
objektive Messung: ja
Verblindung: nein
Kutlu, O. C. et al. Open Pancreaticoduodenectomy Case Volume Predicts Outcome of Laparoscopic Approach: A Population-based Analysis. Annals of surgery. 267. 552-560. 2018
Kutlu, O. C. et al. Open Pancreaticoduodenectomy Case Volume Predicts Outcome of Laparoscopic Approach: A Population-based Analysis. Annals of surgery. 267. 552-560. 2018
Population Intervention - Comparison Outcomes/Results
Evidence level:  4

Study type:  retrospektive Kohorte (Propensity-Score-matched), multizentrisch (National Cancer Data Base (NCDB), USA

Number of Patient:  n=822 Gesamtpopulation (Propensity-Score-Analyse)
n=411 LPD
n=411 OPD

Recruitung Phase:  01/2010 – 12/2011

Inclusion Criteria:  1. PDAC
2. Pankreatoduodenektomie
3. alle für die Studie notwendigen Daten verfügbar


Exclusion Criteria:  nicht angegeben
Intervention:  Intervention I: Laparoskopische Pankreatoduodenektomie (LPD)

Subgruppenanalysen für
Hospitalvolume 1 (1-5 Pankreatoduodenektomien/Jahr) (HV1)
Hospitalvolume 2 (6-13 Pankreatoduodenektomien/Jahr) (HV2)
Hospitalvolume 3 (14-25 Pankreatoduodenektomien/Jahr) (HV3)
Hospitalvolume 4 (>25 Pankreatoduodenektomien/Jahr) (HV4)


Comparison:  offene Pankreatoduodenektomie (OPD)
Primary:  Länge des Krankenhausaufenthaltes
Wiederaufnahmen

Resektionsstatus
Lymphknotenstatus

Mortalität

Secondary:  

Results:  Follow-up
Nicht angegeben

Länge des Krankenhausaufenthaltes
LDP vs. ODP
Kein statistisch signifikanter Unterschied
LDP: 9 Tage (1-135)
ODP: 10 Tage (1-89)
p=0,1

Subgruppenanalysen:

HV1
LDP vs. ODP
Kein statistisch signifikanter Unterschied
LDP: 11 Tage (1-135)
ODP: 11 Tage (1-41)
p=0,366

HV2
LDP vs. ODP
Kein statistisch signifikanter Unterschied
LDP: 9 Tage (1-44)
ODP: 10 Tage (1-89)
p=0,053

HV3
LDP vs. ODP
Kein statistisch signifikanter Unterschied
LDP: 9 Tage (1-82)
ODP: 9 Tage (1-61)
p=0,88

HV4
LDP vs. ODP
Statistisch signifikant kürzer bei LDP
LDP: 7 Tage (2-51)
ODP: 8 Tage (2-41)
p=0,004

Wiederaufnahmen
30-Tage-Wiederaufnahmen
LDP vs. ODP
Kein statistisch signifikanter Unterschied
LDP: 7,80 %
ODP: 15,50 %
p=0,05

Subgruppenanalysen:

HV1
LDP vs. ODP
Statistisch signifikant weniger bei LDP
LDP: 8,80 %
ODP: 20,60 %
p=0,044

HV2
LDP vs. ODP
Kein statistisch signifikanter Unterschied
LDP: 8,30 %
ODP: 15,10 %
p=0,082

HV3
LDP vs. ODP
Kein statistisch signifikanter Unterschied
LDP: 6,70 %
ODP: 10,30 %
p=0,242

HV4
LDP vs. ODP
Statistisch signifikant weniger bei LDP
LDP: 7,50 %
ODP: 15,80 %
p=0,048


Resektionsstatus
Positive Resektionsränder
LDP vs. ODP
Kein statistisch signifikanter Unterschied
LDP: 20,90 %
ODP: 24,30 %
p=0,412

Subgruppenanalysen:

LDP
HV4 vs HV1
Statistisch signifikant geringer bei HV4
HV4: 15,80 %
HV1: 35,30 %
p=0,001

HV4 vs HV2
Statistisch signifikant geringer bei HV4
HV4: 15,80 %
HV2: 24,70 %
p=0,043

HV4 vs HV3
Kein statistisch signifikanter Unterschied
HV4: 15,80 %
HV3: 15,40 %
p=0,732

ODP
HV4 vs HV1
Statistisch signifikant geringer bei HV4
HV4: 20,30 %
HV1: 32,40 %
p<0,001

HV4 vs HV2
Statistisch signifikant geringer bei HV4
HV4: 20,30 %
HV2: 29,00 %
p=0,048

HV4 vs HV3
Kein statistisch signifikanter Unterschied
HV4: 20,30 %
HV3: 20,50 %
p=0,058


Lymphknotenstatus
Anzahl der entnommenen Lymphknoten
LDP vs. ODP
Kein statistisch signifikanter Unterschied
LDP: 17,05 (± 9,5)
ODP: 16,78 (± 9,6)
p=0,154

Subgruppenanalysen:

HV1
LDP vs. ODP
Kein statistisch signifikanter Unterschied
LDP: 11,69 (± 8,4)
ODP: 12,28 (± 7,9)
p=0,432

HV2
LDP vs. ODP
Kein statistisch signifikanter Unterschied
LDP: 14,08 (± 7,7)
ODP: 15,53 (± 9,6)
p=0,245

HV3
LDP vs. ODP
Kein statistisch signifikanter Unterschied
LDP: 18,36 (± 9,7)
ODP: 17,38 (± 9,7)
p=0,202

HV4
LDP vs. ODP
Statistisch signifikant weniger bei LDP
LDP: 20,71 (± 9,7)
ODP: 19,38 (± 9,4)
p=0,089


Mortalität
30-Tage Mortalität
LDP vs. ODP
Kein statistisch signifikanter Unterschied
LDP: 4,60 %
ODP: 3,60 %
p=0,127

Subgruppenanalysen:

LDP
HV4 vs HV1
Statistisch signifikant geringer bei HV4
HV4: 2,30 %
HV1: 8,80 %
p=0,029

HV4 vs HV2
Statistisch signifikant geringer bei HV4
HV4: 2,30 %
HV2: 5,40 %
p=0,031

HV4 vs HV3
Kein statistisch signifikanter Unterschied
HV4: 2,30 %
HV3: 4,30 %
p=0,476

ODP
HV4 vs HV1
Statistisch signifikant geringer bei HV4
HV4: 1,50 %
HV1: 5,90 %
p<0,001

HV4 vs HV2
Statistisch signifikant geringer bei HV4
HV4: 1,50 %
HV2: 6,50 %
p=0,049

HV4 vs HV3
Kein statistisch signifikanter Unterschied
HV4: 1,50 %
HV3: 2,60 %
p=0,332

90-Tage Mortalität
LDP vs. ODP
Kein statistisch signifikanter Unterschied
LDP: 10,20 %
ODP: 7,50 %
p=0,244

Subgruppenanalysen:

LDP
HV4 vs HV1
Statistisch signifikant geringer bei HV4
HV4: 6,00 %
HV1: 17,6 %
p=0,036

HV4 vs HV2
Statistisch signifikant geringer bei HV4
HV4: 6,00 %
HV2: 11,10 %
p=0,038

HV4 vs HV3
Kein statistisch signifikanter Unterschied
HV4: 6,00 %
HV3: 9,70 %
p=0,22

ODP
HV4 vs HV1
Statistisch signifikant geringer bei HV4
HV4: 3,80 %
HV1: 8,80 %
p=0,013

HV4 vs HV2
Statistisch signifikant geringer bei HV4
HV4: 3,80 %
HV2: 12,90 %
p=0,039

HV4 vs HV3
Kein statistisch signifikanter Unterschied
HV4: 3,80 %
HV3: 6,80 %
p=0,435


Author's Conclusion:  In summary, the findings of our study suggest that for optimal oncological outcomes and patient safety, if pancreatectomy is to be performed at low-volume institutions, OPD should be the procedure of choice, and at this point in time, LPD should be offered only at the highest-volume institutions.
Methodical Notes
Funding Sources:  This study was supported by SGA Minimally Invasive HPB Surgery Fund.

COI:  The authors declare no conflicts of interest.

Randomization:  keine Randomisierung (retrospektiv)

Blinding:  keine Verblindung (retrospektiv)

Dropout Rate/ITT-Analysis:  nicht angegeben

Notes:  Gesamtqualität: ausreichend
Studiendesign: retrospektive Kohorte
PICO Frage: ja
Randomisiert: nein
Gruppen vergleichbar: unklar
Gruppen gleich behandelt (abgesehen von untersuchter Intervention): unklar
Patienten nachverfolgbar (Loss of Follow-Up dokumentiert etc.): ja
objektive Messung: ja
Verblindung: nein
Ahola, R. et al. Effect of centralization on long-term survival after resection of pancreatic ductal adenocarcinoma. The British journal of surgery. 104. 1532-1538. 2017
Ahola, R. et al. Effect of centralization on long-term survival after resection of pancreatic ductal adenocarcinoma. The British journal of surgery. 104. 1532-1538. 2017
Population Intervention - Comparison Outcomes/Results
Evidence level:  4

Study type:  retrospektive Kohorte, multizentrisch (Finnish Cancer Register, Finnish Operation and Treatment Register (HILMO)), Finnland

Number of Patient:  n=467 Gesamtpopulation
n=201 High Volume (HV)
n=138 Medium Volume (MV)
n=128 Low Volume (LV)


Recruitung Phase:  2002-2008

Inclusion Criteria:  1. PDAC
2. Pankreasresektion (alle Verfahren)


Exclusion Criteria:  1. Andere Diagnose
2. Keine Pankreasresektion
3. keine oder unvollständige Daten
Intervention:  Krankenhäuser mit hohen Fallzahlen (≥20 Fälle pro Jahr) (High Volume (HV))

Comparison:  Comparison I: Krankenhäuser mit mittleren Fallzahlen (6-19 Fälle pro Jahr) (Medium Volume (MV))

Comparison II: Krankenhäuser mit niedrigen Fallzahlen (≤5 Fälle pro Jahr) (Low Volume (LV)
Primary:  Mortalität
Gesamtüberleben

Resektionsstatus
Adjuvante Therapien


Secondary:  

Results:  Follow-up
Nicht angegeben

Mortalität
30-Tage-Mortalität
HV vs. MV vs. LV
Statistisch signifikant geringer bei HV
HV: 0 %
MV: 2,2 %
LV: 5,5 %
p=0,001

90-Tage-Mortalität
HV vs. MV vs. LV
Statistisch signifikant geringer bei HV
HV: 2,5 %
MV: 4,3 %
LV: 11,1 %
p=0,003

Gesamtüberleben (Median)
HV vs. MV
Kein statistisch signifikanter Unterschied
HV: 20 Monate
MV: 22 Monate
p=0,780

HV vs. LV
Statistisch signifikant länger bei HV
HV: 20 Monate
LV: 16 Monate
p=0,048

2-Jahres-Gesamtüberlebensrate
HV vs. LV
Statistisch signifikant höher bei HV
HV: 42 %
LV: 30 %
p=0,034

3-Jahres-Gesamtüberlebensrate
HV vs. LV
Statistisch signifikant höher bei HV
HV: 24 %
LV: 14 %
p=0,045


Resektionsstatus
R2-Resektionen
HV vs. MV vs. LV
Statistisch signifikant seltener bei HV
HV: 2,0 %
MV: 9,4 %
LV: 12,5 %
p=0,001

Adjuvante Therapie
Anteil Patienten
HV vs. MV vs. LV
Statistisch signifikant häufiger in MV
HV: 43,4 % (36,9-63,3)
MV: 61,9 % (51,4-80,0)
LV: 42,5 % (0-75,0)
p=0,001

Zeit bis zum Beginn
HV vs. MV vs. LV
Kein statistisch signifikanter Unterschied
Durchschnittlich 8 Wochen in allen drei Gruppen


Author's Conclusion:  Both short- and long-term survival was significantly better for patients operated on in HVCs. Histopathological analysis appears to be more comprehensive in HVCs.
Methodical Notes
Funding Sources:  This work was supported by the State Research Funding (VTR) and the Sigrid Juselius Foundation. Neither of these was involved in the study design, data collection, data analysis, manuscript preparation or publication decisions.

COI:  The authors declare no conflict of interest.

Randomization:  keine Randomisierung (retrospektiv)

Blinding:  keine Verblindung (retrospektiv)

Dropout Rate/ITT-Analysis:  nicht angegeben

Notes:  Gesamtqualität: ausreichend
Studiendesign: retrospektive Kohorte
PICO Frage: ja
Randomisiert: nein
Gruppen vergleichbar: ja
Gruppen gleich behandelt (abgesehen von untersuchter Intervention): unklar bzgl. neoadjuvanter Therapie
Patienten nachverfolgbar (Loss of Follow-Up dokumentiert etc.): ja
objektive Messung: ja
Verblindung: nein
Alsfasser, G. et al. Volume-outcome relationship in pancreatic surgery. The British journal of surgery. 103. 136-143. 2016
Alsfasser, G. et al. Volume-outcome relationship in pancreatic surgery. The British journal of surgery. 103. 136-143. 2016
Population Intervention - Comparison Outcomes/Results
Evidence level:  4

Study type:  retrospektive Kohorte, multizentrisch (Daten der AOK), Deutschland

Number of Patient:  n=9566 Gesamtpopulation
(n=4411 Pankreaskarzinom)
n=1917 Quintil I (QI)
(n=834 Pankreaskarzinom)
n=1943 Quintil II (QII)
(n=938 Pankreaskarzinom)
n=1887 Quintil III (QIII)
(n=868 Pankreaskarzinom)
n=2096 Quintil IV (QIV)
(n=964 Pankreaskarzinom)
n=1723 Quintil V (QV)
(n=807 Pankreaskarzinom)


Recruitung Phase:  2008-2010

Inclusion Criteria:  1. Pankreasoperation

Exclusion Criteria:  1. In einem Jahr vor der Pankreasoperation bereits eine andere Pankreasoperation
Intervention:  Krankenhäuser mit hohen Fallzahlen
Quintil V: 85 - 294 Operationen 2008 – 2010 (QV)


Comparison:  Krankenhäuser mit geringeren Fallzahlen
Quintil I: 1 - 12 Operationen 2008 – 2010 (QI)
Quintil II: 13 - 23 Operationen 2008 – 2010 (QII)
Quintil III: 24 - 38 Operationen 2008 – 2010 (QIII)
Quintil IV: 39-84 Operationen 2008 – 2010 (QIV)
Primary:  1-Jahres-Mortalität

Secondary:  In-hospital Mortalität
90-Tage-Mortalität



Results:  Follow-up
1-Jahr nach initialer Behandlung

1-Jahres-Mortalität
QV vs. QI
Statistisch signifikant niedriger in QV
OR 1,73 (95%CI: 1,35-2,23)

QV vs. QII
Statistisch signifikant niedriger in QV
OR 1,53 (95%CI: 1,18-1,97)

QV vs. QIII
Statistisch signifikant niedriger in QV
OR 1,37 (95%CI: 1,05-1,78)

QV vs. QIV
Kein statistisch signifikanter Unterschied
OR 1,30 (95% CI: 0,99-1,70)

In-Hospital Mortalität
QV vs. QI
Statistisch signifikant niedriger in QV
OR 2,08 (95%CI: 1,44-3,00)

QV vs. QII
Statistisch signifikant niedriger in QV
OR 1,65 (95%CI: 1,13-2,41)

QV vs. QIII
Kein statistisch signifikanter Unterschied
OR 1,42 (95%CI: 0,96-2,09)

QV vs. QIV
Kein statistisch signifikanter Unterschied
OR 1,49 (95%CI: 1,00-2,21)

90-Tage-Mortalität
QV vs. QI
Statistisch signifikant niedriger in QV
OR 1,87 (95%CI: 1,35-2,60)

QV vs. QII
Statistisch signifikant niedriger in QV
OR 1,55 (95%CI: 1,11-2,17)

QV vs. QIII
Kein statistisch signifikanter Unterschied
OR 1,33 (95%CI: 0,94-1,89)

QV vs. QIV
Kein statistisch signifikanter Unterschied
OR 1,42 (95%CI: 1,00-2,02)


Author's Conclusion:  A decreased risk of short-term mortality after pancreatic operations persisted for up to 1 year in high-volume centres. These findings strengthen the case for performing pancreatic surgery only in centres with sufficient procedure volume, experience and adequate resources.
Methodical Notes
Funding Sources:  nicht angegeben

COI:  The authors declare no conflict of interest.

Randomization:  keine Randomisierung (retrospektiv)

Blinding:  keine Verblindung (retrospektiv)

Dropout Rate/ITT-Analysis:  nicht angegeben

Notes:  Gesamtqualität: abgewertet (-)
Studiendesign: retrospektive Kohorte
PICO Frage: ja
Randomisiert: nein
Gruppen vergleichbar: unklar
Gruppen gleich behandelt (abgesehen von untersuchter Intervention): unklar
Patienten nachverfolgbar (Loss of Follow-Up dokumentiert etc.): ja
objektive Messung: ja
Verblindung: nein
Amini, N. et al. Trends in Hospital Volume and Failure to Rescue for Pancreatic Surgery. Journal of gastrointestinal surgery : official journal of the Society for Surgery of the Alimentary Tract. 19. 1581-1592. 2015
Amini, N. et al. Trends in Hospital Volume and Failure to Rescue for Pancreatic Surgery. Journal of gastrointestinal surgery : official journal of the Society for Surgery of the Alimentary Tract. 19. 1581-1592. 2015
Population Intervention - Comparison Outcomes/Results
Evidence level:  4

Study type:  retrospektive Kohorte, multizentrisch (National Inpatient Sample (NIS), USA

Number of Patient:  n=35.986 Gesamtpopulation
2000-2003
n=9043
2004-2007
n=10846
2008-2011
n=16097


Recruitung Phase:  01/2000-12/2011

Inclusion Criteria:  1. Pankreasresektion

Exclusion Criteria:  nicht angegeben
Intervention:  Krankenhäuser mit hohen Fallzahlen (High Volume (HV))
Nach Zeiträumen:
2000-2003
≥ 29 Fälle pro Jahr
2004-2007
≥ 50 Fälle pro Jahr
2008-2011
≥ 99,5 Fälle pro Jahr


Comparison:  Comparison I: Krankenhäuser mit mittleren Fallzahlen (Medium Volume (MV))

Nach Zeiträumen:
2000-2003
7,6 - 29 Fälle pro Jahr
2004-2007
13 - 50 Fälle pro Jahr
2008-2011
22 - 99 Fälle pro Jahr

Comparison II: Krankenhäuser mit niedrigen Fallzahlen (≤5 Fälle pro Jahr) (Low Volume (LV))

Nach Zeiträumen:
2000-2003
< 7,6 Fälle pro Jahr
2004-2007
< 13 Fälle pro Jahr
2008-2011
< 22 Fälle pro Jahr
Primary:  Komplikationen
Mortalität
Mortalität aufgrund schwerer Komplikationen (failure-to-rescue (FTR))


Secondary:  

Results:  Follow-up
nicht angegeben

Komplikationen 2000 - 2003
HV vs. MV
Statistisch signifikant seltener bei HV
OR 1,36 (95%CI 1,18-1,57)
p<0,001

HV vs. LV
Statistisch signifikant seltener bei HV
OR 1,39 (95%CI 1,18-1,66)
p<0,001

Komplikationen 2004 - 2007
HV vs. MV
Statistisch signifikant seltener bei HV
OR 1,47 (95%CI 1,32-1,65)
p<0,001

HV vs. LV
Statistisch signifikant seltener bei HV
OR 1,79 (95%CI 1,55-2,08)
p<0,001

Komplikationen 2008 - 2011
HV vs. MV
Statistisch signifikant seltener bei HV
OR 1,22 (95%CI 1,11-1,33)
p<0,001

HV vs. LV
Statistisch signifikant seltener bei HV
OR 1,45 (95%CI 1,30-1,61)
p<0,001


Mortalität 2000 - 2003
HV vs. MV
Statistisch signifikant seltener bei HV
OR 2,36 (95%CI 1,67-3,36)
p<0,001

HV vs. LV
Statistisch signifikant seltener bei HV
OR 2,57 (95%CI 1,70-3,90)
p<0,001

Mortalität 2004 - 2007
HV vs. MV
Statistisch signifikant seltener bei HV
OR 2,17 (95%CI 1,52-3,09)
p<0,001

HV vs. LV
Statistisch signifikant seltener bei HV
OR 3,77 (95%CI 2,56-5,56)
p<0,001

Mortalität 2008 - 2011
HV vs. MV
Statistisch signifikant seltener bei HV
OR 1,40 (95%CI 1,05-1,86)
p=0,02

HV vs. LV
Statistisch signifikant seltener bei HV
OR 2,14 (95%CI 1,60-2,86)
p<0,001

Mortalität aufgrund schwerer Komplikationen (failure-to-rescue (FTR)) 2000-2003
HV vs. MV + LV
Statistisch signifikant seltener bei HV
OR 1,92 (95%CI 1,34-2,75)
p<0,001

Mortalität aufgrund schwerer Komplikationen (failure-to-rescue (FTR)) 2004-2007
HV vs. MV + LV
Statistisch signifikant seltener bei HV
OR 1,85 (95%CI 1,35-2,54)
p<0,001

Mortalität aufgrund schwerer Komplikationen (failure-to-rescue (FTR)) 2008-2011
HV vs. MV + LV
Statistisch signifikant seltener bei HV
OR 1,40 (95%CI 1,08-1,82)
p=0,01


Author's Conclusion:  In summary, median hospital volume for pancreatic surgery has dramatically increased over the past decade. While the morbidity remained relatively stable over time, mortality improved especially in LV and MV hospitals. This improvement in mortality seems to be related to an increased ability to rescue patients from death after major complications.
Methodical Notes
Funding Sources:  nicht angegeben

COI:  nicht angegeben

Randomization:  keine Randomisierung (retrospektiv)

Blinding:  keine Verblindung (retrospektiv)

Dropout Rate/ITT-Analysis:  nicht angegeben

Notes:  Gesamtqualität: abgewertet (-)
Studiendesign: retrospektive Kohorte
PICO Frage: ja
Randomisiert: nein
Gruppen vergleichbar: nein
Gruppen gleich behandelt (abgesehen von untersuchter Intervention): unklar
Patienten nachverfolgbar (Loss of Follow-Up dokumentiert etc.): ja
objektive Messung: ja
Verblindung: nein
Balzano, Gianpaolo et al. Overuse of surgery in patients with pancreatic cancer. A nationwide analysis in Italy. HPB : the official journal of the International Hepato Pancreato Biliary Association. 18. 470-478. 2016
Balzano, Gianpaolo et al. Overuse of surgery in patients with pancreatic cancer. A nationwide analysis in Italy. HPB : the official journal of the International Hepato Pancreato Biliary Association. 18. 470-478. 2016
Population Intervention - Comparison Outcomes/Results
Evidence level:  4

Study type:  retrospektive Kohorte, multizentrisch (Italian Association for Study of the Pancreas (AISP)), Italien

Number of Patient:  n=10936 Gesamtpopulation

n=6570 Resektionen
n=4366 palliative OP/Exploration

n=1977 Very High Volume (VHV)
n=2388 High Volume (HV)
n=2165 Medium Volume (MV)
n=2120 Low Volume (LV)
n=2286 Very Low Volume (VLV)


Recruitung Phase:  01/2010 – 12/2012

Inclusion Criteria:  1. maligne Pankreasneoplasie
2. Resektion oder palliative OP/Exploration


Exclusion Criteria:  1. maligne Neoplasie der Langerhansinseln
2. andere Therapien, z.B. RFA
Intervention:  Krankenhäuser mit sehr hohen Fallzahlen (>141 Resektionen in 3 Jahren) (Very High Volume (VHV))

Comparison:  Comparison I: Krankenhäuser mit hohen Fallzahlen (58-141 Resektionen in 3 Jahren) (High Volume (HV))
Comparison II: Krankenhäuser mit mittleren Fallzahlen (27-57 Resektionen in 3 Jahren) (Medium Volume (MV))
Comparison III: Krankenhäuser mit niedrigen Fallzahlen (10-26 Resektionen in 3 Jahren) (Low Volume (LV))
Comparison IV: Krankenhäuser mit sehr niedrigen Fallzahlen (<9 Resektionen in 3 Jahren) (Very Low Volume (VLV))
Primary:  Resektionsraten

Mortalität

Kosten


Secondary:  

Results:  Follow-up
Nicht angegeben

Resektionsraten
Verhältnis Resektionen vs. Palliative OP, Exploration
Anteil der Resektionen an allen durchgeführten Operationen steigt statistisch signifikant mit den Fallzahlen
VHV: 75,6 %
HV: 67,5 %
MV: 65,3 %
LV: 56,2 %
VLV: 37,5 %

VHV vs. HV
Statistisch signifikant häufigere Resektionen bei VHV
OR: 1,493 (95%CI 1,306-1,707)
p<0,001

VHV vs. MV
Statistisch signifikant häufigere Resektionen bei VHV
OR: 1,647 (95%CI 1,439-1,886)
p<0,001

VHV vs. LV
Statistisch signifikant häufigere Resektionen bei VHV
OR: 2,415 (95%CI 2,112-2,760)
p<0,001

VHV vs. VLV
Statistisch signifikant häufigere Resektionen bei VHV
OR: 5,172 (95%CI 4,527-5,908)
p<0,001

Subgruppenanalysen:
Nichtmetastasierte Patienten
VHV vs. VLV
Statistisch signifikant häufiger Resektionen bei VHV
VHV: 86,9 %
VLV: 46,1 %
OR: 7.429

Patienten mit Fernmetastasen
9,2 % der Resektionen bei Patienten mit Fernmetastasen
Kein statistisch signifikanter Unterschied im Anteil der Resektionen zwischen den Volumen
VHV: 11,8 %
HV: 8,9 %
MV: 7,4 %
LV: 8,9 %
VLV: 8,5 %

Mortalität
Resektion vs. palliative OP/Exploration
Statistisch signifikant höher bei palliativer OP/Exploration
Resektion: 6,7 %
Pall/Expl: 8,2 %
p<0,01

VHV vs. HV
Kein statistisch signifikanter Unterschied
VHV: 3,8 %
HV: 5,0 %
p=0,121

VHV vs. MV
Statistisch signifikant geringer bei VHV
VHV: 3,8 %
MV: 6,6 %
p=0,001

VHV vs. LV
Statistisch signifikant geringer bei VHV
VHV: 3,8 %
LV: 8,9 %
p<0,0001

VHV vs. VLV
Statistisch signifikant geringer bei VHV
VHV: 3,8 %
VLV: 11,7 %
p<0,0001

Kosten
Gesamtkosten Pankreaskarzinomoperationen (Euro)
VHV: 27.790.398
HV: 28.353.830
MV: 25.466.082
LV: 24.768.010
VLV: 25.271.511

Vermeidbare Kosten durch Resektionen bei Patienten mit Fernmetastasen (Euro)
VHV: 889.411
HV: 781.960
MV: 486.307
LV: 493.312
VLV: 363.811

Vermeidbare Kosten für palliative OP/Exploration (Euro)
VHV: 0
HV: 1.141.350
MV: 1.149.462
LV: 2.199.138
VLV: 5.069.419


Author's Conclusion:  In conclusion, the present nationwide study points out a number of new findings regarding pancreatic cancer surgery: (i) the overuse of palliative/explorative surgery in low-volume hospitals; (ii) the lower probability of patients without metastases to undergo resection in low-volume-hospitals; (iii) the high mortality rate of non-resective surgery; (iv) the non-negligible rate of pancreatic resections in patients with distant metastases and (v) the excess cost for the NHS deriving from the overuse of pancreatic cancer surgery. Efforts to centralise pancreatic surgery should be intensified; 89% of Italian centres were in very low- or low-volume hospitals, with serious clinical consequences for patients and relevant excess cost. Intervention strategies, such as continuing medical education for surgeons and public information for patients,are needed. Most importantly, interventions by public health authorities are suggested in order to provide implementation of the surgical guidelines and to define the minimal requirements for hospitals in providing pancreatic surgery, possibly including them into the Italian NHS accreditation criteria.
Methodical Notes
Funding Sources:  No funding source.

COI:  None to declare.

Randomization:  keine Randomisierung (retrospektiv)

Blinding:  keine Verblindung (retrospektiv)

Dropout Rate/ITT-Analysis:  nicht angegeben

Notes:  Gesamtqualität: abgewertet (-)
Studiendesign: retrospektive Kohorte
PICO Frage: ja
Randomisiert: nein
Gruppen vergleichbar: unklar
Gruppen gleich behandelt (abgesehen von untersuchter Intervention): unklar
Patienten nachverfolgbar (Loss of Follow-Up dokumentiert etc.): ja
objektive Messung: ja
Verblindung: nein
Bateni, S. B. et al. Drivers of Cost for Pancreatic Surgery: It's Not About Hospital Volume. Annals of Surgical Oncology. 25. 3804-3811. 2018
Bateni, S. B. et al. Drivers of Cost for Pancreatic Surgery: It's Not About Hospital Volume. Annals of Surgical Oncology. 25. 3804-3811. 2018
Population Intervention - Comparison Outcomes/Results
Evidence level:  4

Study type:  retrospektive Kohorte, multizentrisch (Vizient Database), USA

Number of Patient:  n=27653 Gesamtpopulation
n=26257 High Volume (HV)
n=1396 Low Volume (LV)


Recruitung Phase:  10/2013 – 06/2017

Inclusion Criteria:  1. Pankreasresektion
2. benigne und maligne Erkrankungen


Exclusion Criteria:  1. Totale Pankreatektomie
2. Alter ≤ 18 Jahre
3. nicht-elektive Operationen
Intervention:  Krankenhäuser mit hohen Fallzahlen (≥19 Fälle pro Jahr) (High Volume (HV))

Comparison:  Krankenhäuser mit niedrigen Fallzahlen (<19 Fälle pro Jahr) (Low Volume (LV))
Primary:  Kosten

Secondary:  Komplikationen
Länge des Krankenhausaufenthaltes
Wiederaufnahmen


Results:  Follow-up
nicht angegeben

Kosten
HV vs. LV
Kein statistisch signifikanter Unterschied
p=0,27


Komplikationen
HV vs. LV
Statistisch signifikant geringer in HV
HV: 5159 (19,7 %)
LV: 331 (23,7 %)
p=0,0002

Länge des Krankenhausaufenthaltes
Verlängerter Krankenhausaufenthalt
HV vs. LV
Statistisch signifikant seltener in HV
HV: 6384 (24,3 %)
LV: 435 (31,2 %)
p<0,0001

Wiederaufnahmen
HV vs. LV
Statistisch signifikant geringer in HV
HV: 4798 (18,3 %)
LV: 296 (21,2 %)
p=0,006


Mortalität
In-Hospital Mortalität
HV vs. LV
Kein statistisch signifikanter Unterschied
HV: 312 (1,2 %)
LV: 24 (1,7 %)
p=0,08


Author's Conclusion:  Although high-volume centers have consistently demonstrated improved perioperative outcomes for pancreatic surgeries, including lower complication and mortality rates, hospital volume was not a significant driver of pancreatic surgery costs. Our findings suggest that coordination of pancreatic surgery in high-volume centers may lead to improved clinical outcomes for a fraction of patients, but is unlikely to broadly reduce healthcare expenditures.
Methodical Notes
Funding Sources:  This project was supported by the National Center for Advancing Translational Sciences, National Institutes of Health (NIH; grant number UL1TR001860), and the Agency for Health Care Research and Quality (Grant Number T32HS 022236). The content is solely the responsibility of the authors and does not necessarily represent the official views of the NIH.

COI:  nicht angegeben

Randomization:  keine Randomisierung (retrospektiv)

Blinding:  keine Verblindung (retrospektiv)

Dropout Rate/ITT-Analysis:  nicht angegeben

Notes:  Gesamtqualität: abgewertet (-)
Studiendesign: retrospektive Kohorte
PICO Frage: ja
Randomisiert: nein
Gruppen vergleichbar: nein
Gruppen gleich behandelt (abgesehen von untersuchter Intervention): unklar
Patienten nachverfolgbar (Loss of Follow-Up dokumentiert etc.): ja
objektive Messung: ja
Verblindung: nein
Bliss, Lindsay A. et al. Patient selection and the volume effect in pancreatic surgery: unequal benefits?. HPB : the official journal of the International Hepato Pancreato Biliary Association. 16. 899-906. 2014
Bliss, Lindsay A. et al. Patient selection and the volume effect in pancreatic surgery: unequal benefits?. HPB : the official journal of the International Hepato Pancreato Biliary Association. 16. 899-906. 2014
Population Intervention - Comparison Outcomes/Results
Evidence level:  4

Study type:  retrospektive Kohorte, multizentrisch (Nationwide Inpatient Sample (NIS)), USA

Number of Patient:  n=129609 Gesamtpopulation
n=86243 High Volume (HV)
n=28497 Medium Volume (MV)
n=14870 Low Volume (LV)


Recruitung Phase:  2004 - 2011

Inclusion Criteria:  1. Pankreasresektion

Exclusion Criteria:  nicht angegeben
Intervention:  Krankenhäuser mit hohen Fallzahlen (>18 Fälle pro Jahr) (High Volume (HV))

Comparison:  Comparison I: Krankenhäuser mit mittleren Fallzahlen (5 - 18 Fälle pro Jahr) (Medium Volume (MV))
Comparison II: Krankenhäuser mit niedrigen Fallzahlen (<5 Fälle pro Jahr) (Low Volume (LV))
Primary:  Komplikationen
Länge des Krankenhausaufenthaltes

Mortalität


Secondary:  

Results:  Follow-up
nicht angegeben

Komplikationen
HV vs. MV vs. LV
Statistisch signifikant geringer bei HV
HV: 33,1 %
MV: 39,7 %
LV: 45,8 %
p<0,001

Länge des Krankenhausaufenthaltes (Median)
HV vs. MV vs. LV
Statistisch signifikant kürzer bei HV
HV: 9 Tage
MV: 11 Tage
LV: 12 Tage
p<0,001


Mortalität
HV vs. MV vs. LV
Statistisch signifikant geringer bei HV
HV: 3,1 %
MV: 5,9 %
LV: 8,1 %
p<0,001



Author's Conclusion:  In spite of a shift to high-volume hospitals, a substantial cohort still receives a resection outside of these centres. Patients receiving non-high-volume care demonstrate less favourable comorbidities, insurance and urgency of operation. The implications are twofold: already disadvantaged patients may not benefit from the high-volume effect; and patients predisposed to do well may contribute to observed superior outcomes at high-volume centres.
Methodical Notes
Funding Sources:  Howard Hughes Medical Institute Early Career Award, American Surgical Association Foundation Fellowship, American Cancer Society MSRG 10-003-01 (to JFT). Pyrtek Fund Research Fellowship (to LAB). Fulbright New Zealand Scholarship (to CJY).

COI:  None declared

Randomization:  keine Randomisierung (retrospektiv)

Blinding:  keine Verblindung (retrospektiv)

Dropout Rate/ITT-Analysis:  nicht angegeben

Notes:  Gesamtqualität: abgewertet (-)
Studiendesign: retrospektive Kohorte
PICO Frage: ja
Randomisiert: nein
Gruppen vergleichbar: nein
Gruppen gleich behandelt (abgesehen von untersuchter Intervention): unklar
Patienten nachverfolgbar (Loss of Follow-Up dokumentiert etc.): ja
objektive Messung: ja
Verblindung: nein
Coupland, V. H. et al. Resection rate, hospital procedure volume and survival in pancreatic cancer patients in England: Population-based study, 2005-2009. European Journal of Surgical Oncology. 42. 190-196. 2016
Coupland, V. H. et al. Resection rate, hospital procedure volume and survival in pancreatic cancer patients in England: Population-based study, 2005-2009. European Journal of Surgical Oncology. 42. 190-196. 2016
Population Intervention - Comparison Outcomes/Results
Evidence level:  4

Study type:  retrospektive Kohorte, multizentrisch (National Cancer Data Repository), UK

Number of Patient:  n=2580 Gesamtpopulation Pankreasresektion
n=924 High Volume (HV)
n=854 Medium Volume (MV)
n=802 Low Volume (LV)


Recruitung Phase:  2005 - 2009

Inclusion Criteria:  1. Pankreaskarzinom

Exclusion Criteria:  1. Unvollständige Informationen
Intervention:  Krankenhäuser mit hohen Fallzahlen (≥30 Fälle pro Jahr) (High Volume (HV))

Comparison:  Comparison I: Krankenhäuser mit mittleren Fallzahlen (15 - 29 Fälle pro Jahr) (Medium Volume (MV))
Comparison II: Krankenhäuser mit niedrigen Fallzahlen (<15 Fälle pro Jahr) (Low Volume (LV))
Primary:  Mortalität

Secondary:  

Results:  Follow-up
nicht angegeben

Mortalität
LV vs. MV
Kein statistisch signifikanter Unterschied
HR 1,07 (95% CI 0,96-1,21)

LV vs. HV
Kein statistisch signifikanter Unterschied
HR 0,96 (95% CI 0,85-1,08)



Author's Conclusion:  Higher population resection rates were associated with lower mortality in pancreatic cancer patients. Due to the absence of information on stage and non-surgical treatment, future studies to assess the relationship between resection rate, stage, survival and quality of life in more detail should be carried out in order to ascertain whether there is genuine scope to offer surgical resection to a greater number of patients. The association between hospital procedure volume and survival was in the direction of higher survival in larger volume hospitals particularly those doing 30 or more operations a year, but it did not reach statistical significance. This study supports the benefit of centralising expertise including surgery and perioperative care in specialist centres.
Methodical Notes
Funding Sources:  The research was supported by the National Institute for Health Research (NIHR) Biomedical Research Centre based at Guy’s and St Thomas’ National Health Service Foundation Trust and King’s College London. The views expressed in the publication are those of the author(s) and not necessarily those of the NHS, the NIHR or the Department of Health. The study was completed with the support of the London Knowledge and Intelligence Team, Public Health England.

COI:  All authors declare that they have no conflicts of interest.

Randomization:  keine Randomisierung (retrospektiv)

Blinding:  keine Verblindung (retrospektiv)

Dropout Rate/ITT-Analysis:  nicht angegeben

Notes:  Gesamtqualität: abgewertet (-)
Studiendesign: retrospektive Kohorte
PICO Frage: ja
Randomisiert: nein
Gruppen vergleichbar: unklar
Gruppen gleich behandelt (abgesehen von untersuchter Intervention): unklar
Patienten nachverfolgbar (Loss of Follow-Up dokumentiert etc.): ja
objektive Messung: ja
Verblindung: nein
Derogar, M. et al. Hospital teaching status and volume related to mortality after pancreatic cancer surgery in a national cohort. The British journal of surgery. 102. 548-557. 2015
Derogar, M. et al. Hospital teaching status and volume related to mortality after pancreatic cancer surgery in a national cohort. The British journal of surgery. 102. 548-557. 2015
Population Intervention - Comparison Outcomes/Results
Evidence level:  4

Study type:  retrospektive Kohorte, multizentrisch (Swedish Patient Register, Swedish Cancer Register, Causes of Death Register, Register of the Total Population, Swedish Educational Register), Schweden

Number of Patient:  n=3298 Gesamtpopulation
n=593 Quintil I (QI)
n=705 Quintil II: (QII)
n=579 Quintil III (QIII)
n=716 Quintil IV (QIV)
n=705 Quintil V (QV)


Recruitung Phase:  01/01/1990 – 31/12/2010

Inclusion Criteria:  1. Pankreasresektion
2. maligne Erkrankung
3. Alter > 18 Jahre


Exclusion Criteria:  nicht angegeben
Intervention:  Krankenhäuser mit hohen Fallzahlen
Quintil V: ≥18 Fälle pro Jahr (QV)


Comparison:  Krankenhäuser mit geringeren Fallzahlen
Quintil I: 1 - 3 Fälle pro Jahr (QI)
Quintil II: 4 - 6 Fälle pro Jahr (QII)
Quintil III: 7 - 9 Fälle pro Jahr (QIII)
Quintil IV: 10 - 17 Fälle pro Jahr (QIV)
Primary:  Mortalität

Secondary:  

Results:  Follow-up
bis 12/2011

Unterschiede zwischen den Patientenkollektiven:
QV Patienten älter, mehr Komorbiditäten und höheres Bildungsniveau als in QI

Mortalität
< 90-Tage-Mortalität
QII vs. QI
Statistisch signifikant höher in QI
HR 1,60 (95%CI 1,04-2,48)
p=0,034

QII vs. QIII
Kein statistisch signifikanter Unterschied
HR 1,12 (95%CI 0,72-1,75)

QII vs. QIV
Kein statistisch signifikanter Unterschied
HR 1,18 (95%CI 0,66-2,10)

QII vs. QV
Kein statistisch signifikanter Unterschied
HR 1,18 (95%CI 0,70-1,97)

90-Tage- bis 2-Jahres Mortalität
QII vs. QI
Kein statistisch signifikanter Unterschied
HR 0,92 (95%CI 0,79-1,07)

QII vs. QIII
Kein statistisch signifikanter Unterschied
HR 1,03 (95%CI 0,84-1,26)

QII vs. QIV
Kein statistisch signifikanter Unterschied
HR 1,09 (95%CI 0,90-1,31)

QII vs. QV
Kein statistisch signifikanter Unterschied
HR 1,12 (95%CI 0,90-1,47)

>2-Jahres-Mortalität
QII vs. QI
Statistisch signifikant geringer in QI
HR 0,85 (95%CI 0,74-0,98)

QII vs. QIII
Kein statistisch signifikanter Unterschied
HR 0,92 (95%CI 0,73-1,16)

QII vs. QIV
Kein statistisch signifikanter Unterschied
HR 1,03 (95%CI 0,90-1,18)

QII vs. QV
Kein statistisch signifikanter Unterschied
HR 0,91 (95%CI 0,67-1,24)


Author's Conclusion:  Hospital teaching status is a proxy for structural differences such as staffing level, availability of advanced technology and processes of care (such as adherence to guidelines or standard clinical pathways). The observation of a positive association between hospital teaching status and overall mortality during the most recent interval could be due to improved patient selection secondary to better tumour staging and multidisciplinary team management, use of adjuvant chemotherapy, better selection of patients, and standardized surgery regarding lymphoglandular and vascular resection. Concentration of high-volume surgeons in university hospitals might also be a contributing factor for longer-term mortality. However, information on surgeon volume was lacking and adjustment could not be made for this potential confounder. The results support centralization of pancreatic resection for cancer in university hospitals.
Methodical Notes
Funding Sources:  This study was supported by the Swedish Cancer Society and Centre for Clinical Research, Sörmland County, Sweden

COI:  The authors declare no conflict of interest.

Randomization:  keine Randomisierung (retrospektiv)

Blinding:  keine Verblindung (retrospektiv)

Dropout Rate/ITT-Analysis:  nicht angegeben

Notes:  Gesamtqualität: ausreichend
Studiendesign: retrospektive Kohorte.
PICO Frage: ja
Randomisiert: nein
Gruppen vergleichbar: nein
Gruppen gleich behandelt (abgesehen von untersuchter Intervention): unklar
Patienten nachverfolgbar (Loss of Follow-Up dokumentiert etc.): ja
objektive Messung: ja
Verblindung: nein
Gooiker, G. A. et al. Impact of centralization of pancreatic cancer surgery on resection rates and survival. British Journal of Surgery. 101. 1000-1005. 2014
Gooiker, G. A. et al. Impact of centralization of pancreatic cancer surgery on resection rates and survival. British Journal of Surgery. 101. 1000-1005. 2014
Population Intervention - Comparison Outcomes/Results
Evidence level:  4

Study type:  retrospektive Kohorte, multizentrisch (Netherlands Cancer Registry (NCR), Dutch National Registry of Hospital Discharge Diagnosis), Niederlande

Number of Patient:  n=845 Gesamtpopulation
n=353 High Volume (HV)
n=263 Medium Volume (MV)
n=229 Low Volume (LV)


Recruitung Phase:  01/01/2000 – 31/12/2009 (Effekt Hospital-Volume: 2005 – 2009)

Inclusion Criteria:  1. Pankreaskopfkarzinom
2. Pankreasresektion


Exclusion Criteria:  1. Distale Pankreatektomie
2. Totale Pankreatektomie
3. Multiviszerale Resektion
4. Resektion außerhalb der Niederlande
5. M1 Karzinome
Intervention:  Krankenhäuser mit hohen Fallzahlen (≥20 Fälle pro Jahr) (High Volume (HV))

Comparison:  Comparison I: Krankenhäuser mit mittleren Fallzahlen (10 - 19 Fälle pro Jahr) (Medium Volume (MV))
Comparison II: Krankenhäuser mit niedrigen Fallzahlen (<10 Fälle pro Jahr) (Low Volume (LV))
Primary:  Mortalität
Gesamtüberleben


Secondary:  

Results:  Follow-up
bis 01/2011

Mortalität
30-Tage-Mortalität
HV vs. MV vs. LV
Kein statistisch signifikanter Unterschied
HV: 11 (3,1 %)
MV: 11 (4,2 %)
LV: 12 (5,2 %)
p=0,199

90-Tage-Mortalität
HV vs. MV vs. LV
Kein statistisch signifikanter Unterschied
HV: 17 (4,8 %)
MV: 17 (6,5 %)
LV: 17 (7,4 %)
p=0,186

Gesamtüberleben
1-Jahres-Gesamtüberleben
HV vs. MV vs. LV
Statistisch signifikant höher bei HV
HV: 72,2 %
MV: 62,2 %
LV: 56,9 %
p=0,041

2-Jahres-Gesamtüberleben
HV vs. MV vs. LV
Statistisch signifikant höher bei HV
HV: 39,6 %
MV: 33,6 %
LV: 30,8 %
p=0,041


Author's Conclusion:  Centralization of pancreatic cancer surgery led to increased resection rates. High-volume centres had significantly better survival rates. Centralization improves patient outcomes and should be encouraged.
Methodical Notes
Funding Sources:  nicht angegeben

COI:  The authors declare no conflict of interest.

Randomization:  keine Randomisierung (retrospektiv)

Blinding:  keine Verblindung (retrospektiv)

Dropout Rate/ITT-Analysis:  nicht angegeben

Notes:  Gesamtqualität: abgewertet (-)
Studiendesign: retrospektive Kohorte
PICO Frage: ja
Randomisiert: nein
Gruppen vergleichbar: nein
Gruppen gleich behandelt (abgesehen von untersuchter Intervention): nein
Patienten nachverfolgbar (Loss of Follow-Up dokumentiert etc.): ja
objektive Messung: ja
Verblindung: nein
Guller, U. et al. Lower hospital volume is associated with higher mortality after oesophageal, gastric, pancreatic and rectal cancer resection. Swiss Medical Weekly. 147. w14473. 2017
Guller, U. et al. Lower hospital volume is associated with higher mortality after oesophageal, gastric, pancreatic and rectal cancer resection. Swiss Medical Weekly. 147. w14473. 2017
Population Intervention - Comparison Outcomes/Results
Evidence level:  4

Study type:  retrospektive Kohorte, multizentrisch (Inpatient Database of the Swiss Federal Statistical Office), Schweiz

Number of Patient:  n=2668 Gesamtpopulation
n=201 High Volume (HV)
n=2467 Low Volume (LV)


Recruitung Phase:  1999 - 2012

Inclusion Criteria:  1. Pankreaskarzinome

Exclusion Criteria:  1. Unvollständige Daten
2. Notfallaufnahmen
3. keine primäre Tumorresektion
Intervention:  Krankenhäuser mit hohen Fallzahlen (≥21 Fälle pro Jahr) (High Volume (HV))

Comparison:  Krankenhäuser mit niedrigen Fallzahlen (1-20 Fälle pro Jahr) (Low Volume (LV))
Primary:  Mortalität

Secondary:  

Results:  Follow-up
nicht angegeben

Mortalität
In-Hospital Mortalität (Multivariable Analyse)
HV vs. LV
Statistisch signifikant geringer bei HV
OR 0,32 (95%CI 0,11-0,89)
p=0,011


Author's Conclusion:   The present population-based analysis – the first of its kind in the literature - demonstrates that post-operative mortality rates after oesophageal, gastric, pancreatic and rectal cancer resection are increased in low-volume hospitals in Switzerland. Therefore, high-risk operations should preferably be performed in high-volume hospitals to ensure optimal patient outcomes in Switzerland.
Methodical Notes
Funding Sources:  This study was supported through a grant of the Swiss Cancer Foundation. The grant was used to compensate the data manager and statistician (RW) of the present study

COI:  The authors have no conflict of interest

Randomization:  keine Randomisierung (retrospektiv)

Blinding:  keine Verblindung (retrospektiv)

Dropout Rate/ITT-Analysis:  nicht angegeben

Notes:  Gesamtqualität: ausreichend
Studiendesign: retrospektive Kohorte
PICO Frage: ja
Randomisiert: nein
Gruppen vergleichbar: ja
Gruppen gleich behandelt (abgesehen von untersuchter Intervention): nein
Patienten nachverfolgbar (Loss of Follow-Up dokumentiert etc.): ja
objektive Messung: ja
Verblindung: nein
Lidsky, Michael E. et al. Going the Extra Mile: Improved Survival for Pancreatic Cancer Patients Traveling to High-volume Centers. Annals of surgery. 266. 333-338. 2017
Lidsky, Michael E. et al. Going the Extra Mile: Improved Survival for Pancreatic Cancer Patients Traveling to High-volume Centers. Annals of surgery. 266. 333-338. 2017
Population Intervention - Comparison Outcomes/Results
Evidence level:  4

Study type:  retrospektive Kohorte, multizentrisch (National Cancer Data Base (NCDB), USA

Number of Patient:  n=1531 Gesamtpopulation
n=758 Long Travel, High Volume (LT/HV)
n=773 Short Travel, Low Volume (ST/LV


Recruitung Phase:  1998 - 2012

Inclusion Criteria:  1. PDAC
2. TNM: T1-3N0-1M0
3. Pankreatoduodenektomie


Exclusion Criteria:  1. Keine Daten zur Reisedistanz
2. vorhegende maligne Erkrankungen
3. Behandlung in verschiedenen Einrichtungen
Intervention:  Lange Anreise (≥45 Meilen) zu Krankenhäusern mit hohen Fallzahlen (≥16 Pankreatoduoenektomien pro Jahr) (Long Travel, High Volume (LT/HV))

Comparison:  Kurze Anreise (≤6,3 Meilen) zu Krankenhäusern mit niedrigen Fallzahlen (≤3 Pankreatoduoenektomien pro Jahr) (Short Travel, Low Volume (ST/LV))
Primary:  Länge des Krankenhausaufenthaltes
Wiederaufnahmen

Lymphknotenstatus
Resektionsstatus
Adjuvante Therapien

Mortalität
Gesamtüberleben


Secondary:  

Results:  Follow-up
nicht angegeben

LT/HV Patienten statistisch signifikant häufiger T3-Stadium und neoadjuvante Therapien

Länge des Krankenhausaufenthaltes
LT/HV vs. ST/LV
statistisch signifikant kürzer bei LT/HV
LT/HV: 9 Tage (7-13)
ST/LV: 12 Tage (9-18)
p<0,001

Wiederaufnahmen
30-Tage-Wiederaufnahme
LT/HV vs. ST/LV
Kein statistisch signifikanter Unterschied
LT/HV: 69 (10,1 %)
ST/LV: 56 (9,8 %)
p=0,831


Lymphknotenstatus
Anzahl der untersuchten Lymphknoten
LT/HV vs. ST/LV
statistisch signifikant mehr bei LT/HV
LT/HV: 16 (10-22)
ST/LV: 11 (6-16)
p<0,001

Resektionsstatus
Positive Resektionsränder
LT/HV vs. ST/LV
Statistisch signifikant seltener bei LT/HV
LT/HV: 152 (20,5 %)
ST/LV: 190 (25,9 %)
p=0,014

Adjuvante Therapien
Adjuvante Chemo- oder Radiotherapie
LT/HV vs. ST/LV
Statistisch signifikant seltener bei LT/HV
LT/HV: 326 (52,6 %)
ST/LV: 443 (70,8 %)
p<0,001

OR 0,60 (95%CI 0,45 – 0,80)
p<0,001

Adjuvante Chemotherapie
LT/HV vs. ST/LV
Statistisch signifikant seltener bei LT/HV
LT/HV: 278 (47,7 %)
ST/LV: 309 (60,5 %)
p<0,001

OR 0,67 (95%CI 0,51 – 0,90)
p<0,007


Mortalität
30-Tage-Mortalität
LT/HV vs. ST/LV
Statistisch signifikant geringer bei LT/HV
LT/HV: 13 (2,0 %)
ST/LV: 42 (6,3 %)
p<0,001

OR 0,24 (95%CI 0,11 – 0,53)
p<0,001

90-Tage-Mortalität
LT/HV vs. ST/LV
Statistisch signifikant geringer bei LT/HV
LT/HV: 41 (6,5 %)
ST/LV: 75 (11,3 %)
p=0,003

OR 0,51 (95%CI 0,31 – 0,83)
p=0,006

Gesamtüberleben (Median)
LT/HV vs. ST/LV
Statistisch signifikant länger bei LT/HV
LT/HV: 20,3 Monate
ST/LV: 15,7 Monate
p<0,01

HR 0,75 (95%CI 0,63 – 0,90)
p=0,002


Author's Conclusion:  Despite these limitations, patients overcoming a perceivedtravel burden to be treated at high-volume centers have superior surgical outcomes, including more lymph nodes harvested and more frequent margin-negative resection. In addition, patients traveling to highvolume centers experience improved short-term outcomes, including abbreviated hospitalizations and decreased 30- and 90-day mortality. Most importantly, patients traveling long distances to high-volume centers experience a 25% improvement in long-term mortality after pancreaticoduodenectomy for adenocarcinoma. On the basis of these data, reductions in early mortality and enhanced long-term survival could potentially be attained with increased referral to high-volume centers, despite the required travel distance. Overcoming barriers in accessto high-volume centersis critical. But, for patients who choose to have surgery at low-volume centers closer to home, we provide evidence that should incentivize patients to overcome a travel burden and the associated inconvenience, in order to be treated at a highvolume center. This study further supports efforts to regionalize care for the treatment of pancreatic head adenocarcinoma.
Methodical Notes
Funding Sources:  nicht angegeben

COI:  The authors report no conflict of interest.

Randomization:  keine Randomisierung (retrospektiv)

Blinding:  keine Verblindung (retrospektiv)

Dropout Rate/ITT-Analysis:  nicht angegeben

Notes:  Gesamtqualität: ausreichend
Studiendesign: retrospektive Kohorte
PICO Frage: ja
Randomisiert: nein
Gruppen vergleichbar: ja
Gruppen gleich behandelt (abgesehen von untersuchter Intervention): nein
Patienten nachverfolgbar (Loss of Follow-Up dokumentiert etc.): ja
objektive Messung: ja
Verblindung: nein
Stella, M. et al. Impact of surgical experience on management and outcome of pancreatic surgery performed in high- and low-volume centers. Updates in surgery. 69. 351-358. 2017
Stella, M. et al. Impact of surgical experience on management and outcome of pancreatic surgery performed in high- and low-volume centers. Updates in surgery. 69. 351-358. 2017
Population Intervention - Comparison Outcomes/Results
Evidence level:  4

Study type:  retrospektive Kohorte, multizentrisch (2 Krankenhäuser, Patientendaten von einem Chirurgen), Italien

Number of Patient:  n=99 Gesamtpopulation
n=54 High Volume (HV)
n=44 Low Volume (LV)


Recruitung Phase:  2004 - 2014

Inclusion Criteria:  nicht angegeben

Exclusion Criteria:  nicht angegeben
Intervention:  Krankenhäuser mit hohen Fallzahlen (≥50 Pankreatoduodenektomien pro Jahr) (High Volume (HV))
Zeitraum: 2004 - 2010


Comparison:  Krankenhäuser mit niedrigen Fallzahlen (≤5 Pankreatoduodenektomien pro Jahr) (Low Volume (LV))
Zeitraum 2010 - 2014
Primary:  Mortalität
Komplikationen
Reoperation
Länge des Krankenhausaufenthaltes


Secondary:  

Results:  Follow-up
nicht angegeben

Mortalität
HV vs. LV
Kein statistisch signifikanter Unterschied
HV: 2 (4%)
LV: 3 (7%)
p=0,654

Komplikationen
Gesamtkomplikationen
HV vs. LV
Kein statistisch signifikanter Unterschied
HV: 36 (67%)
LV: 28 (64%)
p=0,832

Pankreasfistel
HV vs. LV
Kein statistisch signifikanter Unterschied
HV: 16 (30%)
LV: 12 (27%)
p=0,826

Reoperation
HV vs. LV
Kein statistisch signifikanter Unterschied
HV: 6 (11%)
LV: 2 (4%)
p=0,290

Länge des Krankenhausaufenthaltes
HV vs. LV
Kein statistisch signifikanter Unterschied
HV: 17,5 Tage (± 12,9)
LV: 17,1 Tage (± 9,9)
p=0,875


Author's Conclusion:  In conclusion, we showed that low-volume hospitals can obtain surgical outcomes similar to high-volume centers by incorporating the surgical expertise coming from highvolume centers and by identifying, importing and implementing operative decision-making and perioperative care pathways. The time-related improvement trend in mortality could be the primary outcome of the study. Therefore, PS can be safely performed in an LV hospital where the assets and processes of high-volume centres can be replicated.
Methodical Notes
Funding Sources:  The authors declare that they have no conflict of interests.

COI:  nicht angegeben

Randomization:  keine Randomisierung (retrospektiv)

Blinding:  keine Verblindung (retrospektiv)

Dropout Rate/ITT-Analysis:  nicht angegeben

Notes:  Gesamtqualität: keine methodischen Mängel
Studiendesign: retrospektive Kohorte
PICO Frage: ja
Randomisiert: nein
Gruppen vergleichbar: ja
Gruppen gleich behandelt (abgesehen von untersuchter Intervention): ja
Patienten nachverfolgbar (Loss of Follow-Up dokumentiert etc.): ja
objektive Messung: ja
Verblindung: nein
van der Geest, L. G. M. et al. Volume-outcome relationships in pancreatoduodenectomy for cancer. HPB. 18. 317-324. 2016
van der Geest, L. G. M. et al. Volume-outcome relationships in pancreatoduodenectomy for cancer. HPB. 18. 317-324. 2016
Population Intervention - Comparison Outcomes/Results
Evidence level:  4

Study type:  retrospektive Kohorte, multizentrisch (Netherlands Cancer Registry (NCR)), Niederlande

Number of Patient:  n=3420 Gesamtpopulation
n=562 High Volume (HV)
n=1241 Medium Volume (MV)
n=1432 Low Volume (LV)
n=185 Very Low Volume (VLV)


Recruitung Phase:  2005 - 2013

Inclusion Criteria:  1. Pankreatoduodenektomie
2. PDAC
3. Adenokarzinome der Ampulla hepatopancreatica
4. Adenokarzinome der extrahepatischen Gallengänge
5. Adenokarzinome des Duodenum


Exclusion Criteria:  1. Wohnsitz ausserhalb der Niederlande
2. Resektion außerhalb der Niederlande
3. andere Pankreasresektionen
4. Alter < 18 Jahre
Intervention:  Krankenhäuser mit hohen Fallzahlen (≥40 Pankreatoduodenektomien pro Jahr (High Volume (HV))

Comparison:  Comparison I: Krankenhäuser mit mittleren Fallzahlen (20-39 Pankreatoduodenektomien pro Jahr) (Medium Volume (MV))
Comparison II: Krankenhäuser mit niedrigen Fallzahlen (5-19 Pankreatoduodenektomien pro Jahr) (Low Volume (LV))
Comparison III: Krankenhäuser mit sehr niedrigen Fallzahlen (<5 Pankreatoduodenektomien pro Jahr) (Very Low Volume (VLV))
Primary:  Lymphknotenstatus
Resektionsstatus
Adjuvante Therapien

Mortalität

Gesamtüberleben
Krankheitsspezifisches Überleben


Secondary:  

Results:  Follow-up
nicht angegeben

Lymphknotenstatus
10 oder mehr untersucht
Statistisch signifikant häufiger mit steigendem Volumen
VLV: 23 %
LV: 39 %
MV: 55 %
HV: 66 %
p<0,001

Resektionsstatus
R0-Resektionen
Statistisch signifikant häufiger mit steigendem Volumen
VLV: 69 %
LV: 74 %
MV: 78 %
HV: 77 %
p=0,024

Adjuvante Therapien
Adjuvante Chemotherapie (nur PDAC)
Statistisch signifikant häufiger mit steigendem Volumen
VLV: 15 %
LV: 30 %
MV: 50 %
HV: 61 %
p<0,001

Mortalität
90-Tage-Mortalität
HV vs. VLV
Statistisch signifikant geringer bei HV
OR 2,59 (95%CI 1,32-5,09)

HV vs. LV
Statistisch signifikant geringer bei HV
OR 2,11 (95%CI 1,32-3,38)

HV vs. MV
Statistisch signifikant geringer bei HV
OR 1,72 (95%CI 1,08-2,74)


Gesamtüberleben
HV vs. VLV
Statistisch signifikant höher bei HV
HR 1,34 (95%CI 1,09-1,65)

HV vs. LV
Statistisch signifikant höher bei HV
HR 1,24 (95%CI 1,09-1,42)

HV vs. MV
Kein statistisch signifikanter Unterschied
HR 1,10 (95%CI 0,97-1,26)


MV vs. VLV
Statistisch signifikant höher bei MV
HR 1,21 (95%CI 1,01-1,46)

MV vs. LV
Statistisch signifikant höher bei MV
HR 1,13 (95%CI 1,02-1,24)


Krankheitsspezifisches Überleben
HV vs. VLV
Statistisch signifikant höher bei HV
HR 1,30 (95%CI 1,04-1,61)

HV vs. LV
Statistisch signifikant höher bei HV
HR 1,19 (95%CI 1,04-1,37)

HV vs. MV
Kein statistisch signifikanter Unterschied
HR 1,06 (95%CI 0,93-1,22)


MV vs. VLV
Statistisch signifikant höher bei MV
HR 1,22 (95%CI 1,01-1,49)

MV vs. LV
Statistisch signifikant höher bei MV
HR 1,12 (95%CI 1,01-1,25)


Author's Conclusion:  Concluding, the volume–outcome relationship for PD persists also in centers who perform >40 procedures annually, both for lower 90-day mortality rate and overall survival, as compared to lower volume categories. The volume plateau for pancreatic surgery has yet to be determined. Ultimately, research should extend beyond solely hospital volume numbers. Including adequate case-mix correction, surgeon volume, completeness of multidisciplinary care, traveling distances, patient preferences, and other factors all contribute to a more nuanced but complex discussion regarding the volume–outcome relationship in pancreatic surgery.
Methodical Notes
Funding Sources:  nicht angegeben

COI:  None declared.

Randomization:  keine Randomisierung (retrospektiv)

Blinding:  keine Verblindung (retrospektiv)

Dropout Rate/ITT-Analysis:  N = 1 lost to follow up due to emigration before 90 days postoperatively

Notes:  Gesamtqualität: abgewertet (-)
Studiendesign: retrospektive Kohorte
PICO Frage: ja
Randomisiert: nein
Gruppen vergleichbar: nein
Gruppen gleich behandelt (abgesehen von untersuchter Intervention): nein
Patienten nachverfolgbar (Loss of Follow-Up dokumentiert etc.): ja
objektive Messung: ja
Verblindung: nein
Chirurgische Therapie (AG 3) Schlüsselfrage 3.1 Laparoskopie (4 Reviews)

Referenz/
Studientyp

Untersuchte Studien

(verglichene) Interventionen/ (ggf. Dosierung)

untersuchte Endpunkte

Ergebnisse

methodische Bemerkungen / Evidenzklasse (CEBM Oxford)

Literaturbelege/
eingeschlossene Publikationen

Allen, V.B., et al., Diagnostic accuracy of laparoscopy following computed tomography (CT) scanning for assessing the resectability with curative intent in pancreatic and periampullary cancer. Cochrane Database of Systematic Reviews, 2016. 7: p. CD009323. [240]

 

SR

Studientyp

Diagnostische Studien

 

Suchzeitraum

bis 15.05.2016

 

Datenbanken

CENTRAL, MEDLINE via PubMed, EMBASE via Ovid, Science Citation Index Expanded (von 1980 bis 15.05. 2016), Referenzen der eingeschlossenen Studien

Suche nach verwandten Artikeln in MEDLINE und EMBASE

Einschluss-kriterien

Evaluation der diagnostischen Güte der Staging-Laparoskopie

Patienten mit im CT festgestellter Resektabilität

Patienten physisch in der Lage für große Operationen

Staging-Laparoskopie mit Paraffin-schnitten als histologische Bestätigung der Metastasierung

Patienten mit Pankreas- und periampullären Karzinomen

Studien unabhängig von Sprache, Veröffentlichungsstatus oder Studiendesign (prospektiv oder retrospektiv)

 

Ausschluss-kriterien

Fallberichte, Fall-Kontroll-Studien

 

Staging-Laparoskopie als Ergänzung zum CT im Assessment der Resektabilität bei Pankreas-karzinom und periampullärem Karzinom

 

1. Post-test Wahrschein-lichkeit der Irrestabilität trotz negativem Testresultat

2. Prozentsatz der Patienten bei denen eine unnötige Laparotomie vermieden werden kann

3. Sensitivität

4. Komplika-tionen der Staging-Laparoskopie

 

Subgruppen-analyse: Patienten mit Pankreas-karzinom

 

Studienanzahl

n=16

 

Population

n=1146

 

Gesamtergebnisse

Post-test Wahrscheinlichkeit:

0,20 (95% CI 0,15-0,27)

Prozent der Patienten, bei denen eine unnötige Laparotomie vermieden werden kann:

20%

Sensitivität:

64,4% (95% CI: 50,1-76,6O)

Komplikationen

Keine Studie berichtet Komplikationen

 

Subgruppenanalysen

Post-test Wahrscheinlichkeit:

0,18 (95% CI 0,31-0,92)

Sensitivität:

67,9 % (95 % CI 41,1-86,5)

 

Fazit der Autoren

Although the methodological quality of the evidence was limited, diagnostic laparoscopy appears to be useful in decreasing the proportion of people with pancreatic and periampullary cancer that were found to have resectable disease on CT scanning who will undergo unnecessary laparotomy.

LoE: 1

Gesamtqualität: keine methodischen Mängel

PICO Frage klar formuliert: ja

Ausreichende Suchstrategie: ja

Ein- und Ausschlusskriterien klar definiert: ja

Qualitätsbewertung der eingeschlossenen Studien erfolgt: ja (QUADAS-2)

Metanalyse erfolgt: ja

Prüfung der Heterogenität: unklar (Prüfung der Heterogenität nicht möglich)

 

Methodische Schwächen/ Limitationen aus der Diskussion

Studien mit geringer methodischer Qualität

Heterogenität zwischen den Studien in Bezug auf die Durchführung und Interpretation der Laparoskopie und im Assessment der Resektabilität in der Laparotomie

zeitliche Verzögerung zwischen Staging-Laparoskopie und Laparotomie kann zu einem Fortschreiten der Erkrankung und damit Irresktabilität führen (Verzerrung der Ergebnisse)

 

Funding
Internal sources
University College London, UK.

This was part of a BSc project for University College London. Funding was available for obtaining the full texts of articles.

External sources
None, Other.

 

Interessenkonflikte

VB Allen: None.
KS Gurusamy: None.
Y Takwoingi: None.
A Kalia: None.
BR Davidson: None.

 

Ahmed et al. Journal of Laparo-endoscopic & Advanced Surgical Techniques. 2006

Arnold et al. Zeitschrift für Gastroenterologie. 1999

Arnold et al. Zeitschrift für Gastroenterologie. 2001a

Beenen et al. European Journal of Surgical Oncology. 2014

Brooks et al.  Journal of Gastrointestinal Surgery. 2002

Contreras et al. Journal of Surgical Oncology. 2009

Fernandez-Castillo et al. British Journal of Surgery. 1995

John et al. Annals of Surgery. 1995

Kishiwada et al. Hepatogastroenterology. 2002

Lavy et al. Surgical Laparoscopy, Endoscopy and Percutaneous Techniques. 2012

Menack et al. Surgical Endoscopy. 2001

Merchant et al. Annals of Surgery. 1998

Reddy et al. Gastrointestinal Endoscopy. 1999

Reed et al. Surgical Endoscopy. 1997

Shah et al. The Journal of Surgical Research. 2008

Warshaw et al. American Journal of Surgery. 1986

De Rosa, A., I.C. Cameron, and D. Gomez, Indications for staging laparoscopy in pancreatic cancer. HPB, 2016. 18(1): p. 13-20. [241]

 

SR

Studientyp

retrospektive, unizentrische Studien

 

Suchzeitraum

2000 – 2014

 

Datenbanken

Medline

Referenzen der eingeschlosse-nen Studien

 

Einschluss-kriterien

Publikations-sprache: Englisch

Studien am Menschen

Untersuchung Resektabilität

Patienten mit Pankreaskarzinom

CT als präoperative Staging-Methode

Anzeichen für mögliche Irresektabiliät trotz Feststellung Resektablität nach präoperativem Staging

Resektabilität final durch Operation festgestellt (Laparotomie oder Laparoskopie)

Patientenzahl ≥20

Daten nach dem Jahr 2000 publiziert  (Multidetektor-CT)

 

Ausschluss-kriterien

Fallberichte, Editorials, Abstrakts, Reviews

Anzeichen für mögliche Irresektabilität:

CEA

CA 19-9*

Ikterus

Gewichtsverlust

Performance Status

Schmerz

CRP

Ferritin

NLR

LDH

Thrombozyten-zahl

Tumorgröße

Tumorlokalisation

* entsprechend der Fragestellung werden ausschließlich die Ergebnisse für CA 19-9 und Staging Laparoskopie dargestellt

1. Cut-off Value als Indikation für eine Staging Laparoskopie

2. Sensitivität, Spezifität, Positiver Prädiktiver Wert

3. Algorithmus zur Stratifizierung von Patienten für die Staging Laparoskopie

Studienanzahl

n=24
n=4 (CA 19-9)

 

Population

n=648

 

Gesamtergebnisse

Cut-off Value CA 19-9: ≥ 150 U/ml

Sensitivität, Spezifität und Positiver Prädiktiver Wert für eine Staging Laparoskopie bei verschiedenen CA 19-9 Werten

CA 19-9 Cut off 100 U/ml (n=63)
Sensitivität: 100%
Spezifität: 64%
Positiver Vorhersagewert: nicht angegeben

CA 19-9 Cut off 130 U/ml (n=262)
Sensitivität: 50%
Spezifität: 74%
Positiver Vorhersagewert: nicht angegeben

CA 19-9 Cut off 150 U/ml (=323)
Sensitivität: 44% - 52%
Spezifität: 88% - 93%
Positiver Vorhersagewert: 79% - 95%

 

Algorithmus zur Stratifizierung von Patienten für die Staging Laparoskopie

 

Fazit der Autoren

The role of laparoscopy in the staging of pancreatic cancer patients remains controversial. It is common practice that the initial step in the staging algorithm should involve high quality cross-sectional imaging, and selected patients may be considered for SL. Potential predictors of unresectability to select patients for SL include CA 19.9 levels and tumour size. A prospective, multicenter study is now required to validate this algorithm.

LoE: 2 (abgewertet)

Gesamtqualität: methodisch unklar bei Suche, Qualitätsbewertung und Heterogenität, narrative Zusammenfassung der Ergebnisse

PICO Frage klar formuliert: ja

ausreichende Suchstrategie: unklar (Suche nur in einer Datenbank, keine Freitextsuche und ausschließlich englischsprachige Publikationen)

Ein- und Ausschlusskriterien klar definiert: ja

Qualitätsbewertung der eingeschlossenen Studien erfolgt: unklar (Keine Angaben in Publikation und keine detaillierten Informationen zu eingeschlossenen Studien

Metanalyse erfolgt: nein

Prüfung der Heterogenität: unklar

 

Methodische Schwächen/ Limitationen aus Diskussion

ausschließlich retrospektive, unizentrische, nicht randomisierte Studien aus spezialisierten Zentren – Übertragbarkeit fraglich

trotz Publikation nach dem Jahr 2000 in Studien Patienten vor dieser Zeit eingeschlossen – Vergleichbarkeit der Patienten fraglich aufgrund des technischen Fortschritts beim CT

Definition der Irresktabilität variiert zwischen den Studien – Vergleichbarkeit der Ergebnisse der Studien fraglich

zum Teil Kombination mehrerer Staging Methoden – Vergleichbarkeit der Ergebnisse der Studien fraglich

Cut-off-Werte sind hinsichtlich ihrer Übertragbarkeit eingeschränkt (z.B. wurden Patienten mittels MRT statt CT untersucht)

 

Funding

nicht angegeben

 

Interessenkonflikte

None declared.

 

32. Karachristos et al. J Gastrointest Surg. 2005

33. Maithel et al. Ann Surg Oncol. 2008

34. Connor et al. Dig Surg. 2005

35. Halloran et al. Br J Surg. 2008

Levy, J., et al., Diagnostic Laparoscopy with Ultrasound Still Has a Role in the Staging of Pancreatic Cancer: A Systematic Review of the Literature. HPB Surgery, 2016. 2016: p. 8092109. [Levy, J. et al. 2016]

 

 

SR

Studientyp
prospektive Studien

 

Suchzeitraum
bis Juni 2014

 

Datenbanken
Medline, EMBASE

Handsuche in Referenzlisten

 

Einschlusskriterien
prospektives Design

von Accuracy von DLUS zur Feststellung der Resektabilität

Intraoperative DLUS Ergebnisse berichtet

OP als Goldstandard für die Resektabilität

 

Ausschluss-kriterien
review articles, abstracts, letter

Standard-Bildgebungs-verfahren (SI) + diagnostische Laparoskopie mit Ultraschall (DLUS)

vs

Standard-Bildgebungs-verfahren (SI) (CT in 18/19 Studien + Abdominal-Sonografie oder Pankreatografie oder EUS oder viszerale Angiografie oder MRI)

 

1. Vergleich der Resektions-raten

2 Rate der bei der DLUS entdeckten zusätzlichen Metastasen bei Patienten mit nach SI als resektabel einge-schätztem Pankreas-karzinom (Nicht-Rese-zierbarkeit)

3. Komplika-tionen

Studienanzahl

n=19
(eine Studie mit zwei Populationen wurde als zwei separate betrachtet)

 

Population
n=1573 (gesamt)

 

Gesamtergebnisse:

1. Vergleich der Resektionsraten
SI (n=1442)
Rate: 55% (29%-85%)

DLUS (n=1050)
Rate 79 % (41 %-100 %)

2. Rate der Nichtresezierbarkeit

SI + DLUS vs. SI (14 Studien)

SI + DLUS (n=781)
DLUS verhindert bei 254 Patienten (33 %) eine nicht kurative Laparotomie

Staging Laparoskopie + DLUS vs. staging Laparoskopie (3 Studien)

Staging Laparoskopie +  DLUS (n=64)
DLUS verhindert bei 37 Patienten (58 %) eine nicht kurative Laparotomie

3. Komplikationen

0,8% (9/1076 Patienten)

2 Entzündungen am Port
2 Pankreatitis
2 Wundinfektionen
1 Enterotomie
1 Aspirationspneumonie
1 Galleaustritt nach Biopsie 

 

Fazit der Autoren
Based on the highest quality studies available at this time, DLUS seems to still have a role in the preoperative staging of pancreatic cancer alongside SI techniques. With its ability to detect occult liver metastases, vascular involvement, and peritoneal metastases, the use of DLUS may lead to less noncurative laparotomies. Further research is warranted to compare DLUS to Pancreas Protocol MDCT and MRI.

 

LoE 2 (abgewertet)

PICO Frage klar formuliert: ja

ausreichende Suchstrategie: unklar

Ein- und Ausschlusskriterien klar definiert: ja

Qualitätsbewertung der eingeschlossenen Studien erfolgt: unklar

Metanalyse erfolgt: nein

Prüfung der Heterogenität: unklar

 

Methodische Schwächen/ Limitationen aus der Diskussion

Studien sind hinsichtlich Resektabilität, Ver-wendung multimodaler Bildgebungsprotokolle und Qualität der CT-Technik heterogen

da es nur wenig Literatur gibt, ist ein direkter Vergleich von DLUS mit moderneren SI-Techniken nicht möglich

Übertragbarkeit der Ergebnisse fraglich, da alle Studien in Zentren mit hoher Expertise

 

Interessenkonflikte

The authors declare that they have no competing interests.

 

Funding

keine Angabe

4. John et al. Ann Surg. 1995

6. Bemelman et al. Br J Surg. 1995

10. Barabino et al. Surg Endosc. 2011

11. Piccolboni et al. J Ultrasound. 2010

12. Doucas et al. Surg Endosc. 2007

13. Fristrup et al. HPB. 2006

14. Doran et al. Dig Surg. 2004

15. Zhao et al. Hepatobiliary Pancreat Dis Int. 2003

16. Kwon et al. Endoscopy. 2002

17. Lavonius et al. Ann Chir Gynaecol. 2001

18. Taylor et al. Br J Surg. 2001

19. Schachter et al. Arch Surg. 2000

20. Velasco et al. Am Surg. 2000

21. Norton et al. Ann Oncol. 1999

22. Minnard et al. Ann Surg. 1998

23. Champault et al. Wiad Lek. 1997

24. Pietrabissa et al. MITAT. 1996

25. Murugiah et al.  Surg Endosc. 1993

 

Ta, R., et al., The Role of Staging Laparoscopy in Resectable and Borderline Resectable Pancreatic Cancer: A Systematic Review and Meta-Analysis. Digestive Surgery, 2019. 36(3): p. 251-260. [Ta, R. et al. 2019]

 

SR/MA

Studientyp

keine Aussage zum Studientyp der einge-schlossenen Studien

 

Suchzeitraum

01.1995-06.2017

 

Datenbanken

MEDLINE via PubMed, Cochrane (CENTRAL), Kongressab-stracts

 

Einschluss-kriterien
Patienten mit Pankreas-karzinom und CT + Staging-Laparoskopie (SL)

englisch-sprachige Artikel

 

Ausschluss-kriterien:
periampulläre Tumoren

Laparoskopi-scher Ultraschall

unzureichende Daten

Meta-Analysen oder Reviews

konvent. Staging-CT
+
Staging- Laparoskopie (SL)

 vs

alleiniges konvent. Staging-CT

Primärer Endpunkt:

1. Rate der bei der Laparoskopie entdeckten zusätzlichen Metastasen bei Patienten mit nach CT als resektabel einge-schätztem Pankreas-karzinom (Nichtresekta-bilität)

 

Sekundäre Endpunkte:

2. Rate der bei der Laparoskopie entdeckten zusätzlichen Metastasen bei Patienten mit nach CT als fortgeschritten nicht resektabel oder nur bedingt resektabel einge-schätztem Pankreas-karzinom  (Nichtresekta-bilität)

3. diagnostische Genauigkeit (Sensitivität, Spezifität, Negativer prädiktiver Wert (NPV), Positiver prädiktiver Wert (PPV)

 

Studienanzahl

n=15
n=12 resektables Pankreaskarzinom nach CT
n=3 borderline oder nicht-resektables Pankreaskarzinom nach CT

 

Populationn=2776 gesamt
davon erhalten SL:

Resektables Pankreaskarzinom
(12 Studien)
n=2029
n=1756 (Laparoskopie)

Borderline oder nicht-resektables Pankreaskarzinom (3 Studien)
n=290
n=242 (Laparoskopie)

 

Gesamtergebnisse

1. Rate der Nichtresezierbarkeit (resektabel nach CT)
20 % (Range 14-38%)
(95% CI 0.18- 0.21)

Q-Test:
71,49% / p<0.0001
p statistisch signifikant
I2- Test:
84.6% (95% CI 74.1–89.6%)

2. Rate der Nichtresezierbarkeit (boderline resektabel nach CT)
36 % (Range 34 und 37%)
(95% CI 0.30-0.429)

Q-Test:
0.18%/ p=0.911
p statistisch nicht signifikant
I2- Test:
0% (95% CI 0–72.9)

3) diagnostische Genauigkeit
Sensitivität: 0.56
Spezifität: 1.00
PPV: 100%
NPV: 80%

 

Fazit der Autoren
From our review of the literature, diagnostic laparoscopy shows benefit in preventing some patients deemed resectable on pre-operating imaging undergoing an unnecessary laparotomy procedure, but one should also take into account the limitations of exploratory laparoscopy. With the advent of newer and better CT technology, the value of laparoscopic screening may continue to change over time; hence, this study requires constant review of the benefit of laparoscopic screening.

Another potential role for staging laparoscopy would be following neoadjuvant chemotherapy. In this setting, staging laparoscopy can be an adjunct for re-staging patients prior to resection after receiving neo-adjuvant therapy protocols.

However, the overall sensitivity and specificity of combining both pre-operative imaging and laparoscopic staging will decrease the number of patients from undergoing an unnecessary laparotomy. Laparoscopic staging should be considered in selective patients where pre-operative imaging identifies resectable patients or in radiologically indeterminate cases.

 

LoE: 1

PICO klar formuliert: ja

ausreichende Suchstrategie: unklar

Ein- und Ausschlusskriterien klar definiert: ja

Qualitätsbewertung der eingeschlossenen Studien erfolgt: ja (Newcastle-Ottawa Scale)

Metanalyse erfolgt: ja

Prüfung der Heterogenität: ja
(Cochrane Q-Test, I2-Score >75% = substantial heterogeneity)

 

Methodische Schwächen/ Limitationen aus der Diskussion:
Gesamtergebnisse der Metaanalyse waren heterogen durch

a) Unterschiede in der Interpretation der CT-Scans

b) Entwicklung der CT-Technologie

laparoskopischer Ultraschall wurde nicht berücksichtigt

 

Funding

This research did not receive any specific grant from funding agencies in the public, commercial, or not-for-profit sectors

 

Interessenkonflikte

The authors declare no conflicts of interest.

.

a)

7. Conlon 1996 Ann Surg

20. Contreras 2009,Surg Oncol

21. Mayo 2009 J Am Coll Surg

22. White 2008 J Am Coll Surg

23. Jimenez et al. Arch Surg. 2000

24. Reddy et al. Gastrointest Endosc. 1999

25. Andrén-Sandberg et al. Am Coll Surg. 1998

26. Fernández-del Castillo. Br J Surg. 1995

27. Lavonius et al. Ann Chir Gynaecol. 2001

28. Awad et al. Am Surg. 1997

29. Schneider et al. Z Gastroenterol. 2003

 

30. Arnold et al. Z Gastroenterol. 1999

b)

31. Liu et al. Surg Endosc. 2005

32. Shoup et al. J Gastrointest Surg. 2004

33. Morak et al. Eur J Surg Oncol. 2009

 

 

Addeo, Pietro et al. Pancreatic fistula after a pancreaticoduodenectomy for ductal adenocarcinoma and its association with morbidity: a multicentre study of the French Surgical Association. HPB : the official journal of the International Hepato Pancreato Biliary Association. 16. 46-55. 2014
Addeo, Pietro et al. Pancreatic fistula after a pancreaticoduodenectomy for ductal adenocarcinoma and its association with morbidity: a multicentre study of the French Surgical Association. HPB : the official journal of the International Hepato Pancreato Biliary Association. 16. 46-55. 2014
Population Intervention - Comparison Outcomes/Results
Evidence level:  4

Study type:  retrospektive Kohorte, multizentrisch (37 Kliniken), Frankreich

Number of Patient:  1325 Patienten aus 37 Institutionen

Recruitung Phase:  Januar 2004-Dezember 2009

Inclusion Criteria:  Patienten mit duktalem Adenokarzinom des Pankreas
Patienten, die eine Pankreatoduodenektomie bekamen


Exclusion Criteria:  Patienten, die aufgrund einer anderen Erkrankung als duktales Adenokarzinom eine Pankreatoduodenektomie benötigten
Intervention:  alle Patienten: Pankreatoduodenektomie
Rekonstruktion unterscheidet sich
Pankreatojejunostomie (PJ)

Comparison:  Pankreatogastrostomie (PG)
Primary:  Auftreten von pankreatischen Fisteln
Assoziation der Fisteln mit Morbidität und Mortalität

Secondary:  Risikofaktoren für das Auftreten pankreatischer Fisteln
Alter
Geschlecht
Body Mass Index (BMI)
Diabetes
prä-operative biliäre Drainage
Performancestatus (ASA Class)
neoadjuvante Therapie
benötigte Bluttransfusionen
Erhaltung des Pylorus
Art der Rekonstruktion
Größe des Ductus Pancreaticus
Textur des Pankreasparenchym
Vaskuläre Resektion
Anzahl der entfernten Lymphknoten
Nutzung von biologischem Kleber
Legen von abdominalen Drainagen
Duktales Stenting
zusätzliche multiviszerale Resektionen
Fallzahlen des Krankenhauses

Results:  Pankreatische Fistel (PF) und assoziierte Morbidität
mehr PF nach PJ als nach PG 16,8% vs 10,4% p<0,001
schlimmmere PF nach PJ als nach PG 71,6% vs 28,3% p<0,03

Textur des pankreatischen Parenchyms
invaginating anastomoses häufger bei PG p<0,001
anastomotic stenting rate vergleichbar bei beiden Methoden
bei fibrotischem bzw normalen Parenchym ist häufger stenting notwendig als bei weichem p=0,0001
bei fibrotischem bzw normalem Parenchym ist häufiger eine Invagination notwendig als bei weichem p=0,001

Mortalität
insgesamt 3,8% (51 Patienten)
Gründe dafür: intra-abdominale Blutung (15 Patienten), pankreatische Fistel (13 Patienten), Sepsis (10 Patienten), intestinale Blutung (7 Patienten), biliogiestive Leckage (2 Patienten)
kein Unterschied in der Mortalität bei PJ (4,1%) vs PG (3,7%) p>0,7

Morbidität
Morbiditätsrate: PG 52,5% vs PJ 55,7% p=0,7
Häufiger schwere Komplikationen bei PJ als bei PG 24,8% vs 19,1% p=0,0156
aber: Zahl der Wiederaufnahmen ins Krankenhaus unterscheidet sich nicht PJ 11,3% vs PG 13,0% p=0,35

Relaparotomie
weniger Patienten brauchten eine Relaparotomie nach PG (n=4) als nach PJ (n=21)

Auftreten einer pankreatischen Fistel ist assoziiert mit
erhöhter Mortalität relatives Risiko 5,43; 95% CI: 2,70-1089 p<0,0001
intra-abdominalen Blutungen relatives Risiko 6,36; 95% CI: 2,81-14,41 p=0,0001
digestive Blutungen relatives Risiko 3,40; 95 % CI: 1,698-5,83 p<0,0001
verzögerte Leerung des Magens relatives Risiko 1,80 95% CI: 1,21-2,67 p=0,0034

folgende Faktoren erhöhren das Risiko für eine pankreatische Fistel
Abwesenheit von pre-operativer Diabetes relatives Risiko 2,64; 95% CI: 1,43-4,78
pankreatische Anastomose relatives Risiko 1,77; 95% CI: 1,20-2,61 p=0,0035
Textur des Pankreasparenchyms (normal vs. fibrös) relatives risiko 4,43 95% CI: 3,00-6,55)
geringe Fallzahlen relatives Risiko 1,92; 95% CI: 1,07-3,45 p=0,0286
Verabreichung von Octreotid relatives Risiko 1,76 95% CI: 1,22-2,55 p=0,0023

Risikofaktoren für Mortalität
Pankreatische Fistel relatives Risiko 5,43; 95% CI: 2,70-1089 p<0,0001
ASA Status III und IV relatives Risiko 3,33; 95 % CI: 1,61-6,90 p=0,001
mehr als 2 Bluttransfusionen relatives Risiko 4,45; 4,45 95% CI: 2,15-9,19 p<0,0001

Risikofaktoren für Morbidität
Geschlecht (m vs. f) relatives Risiko 1,50 95% 1,19-1,90 p=0,0009
mehr als 2 Bluttransfusionen relatives Risiko 1,47 95% CI: 1,03-2,11 p=0,034
geringe Fallzahlen relatives Risiko 1,39 95% CI: 1,09-1,78 p=0,0077
Textur des pankreatisches Parenchym (normal vs. fibrös) 1,71; 95% CI: 1,34-1,78 p<0,0001

Author's Conclusion:  The present French multicentric retrospective survey on PD for
adenocarinoma found that a soft pancreatic parenchyma, the
absence of pre-operative diabetes, PJ and low volume centres were
independent risk factors for PF.The incidence, the clinical severity as well as post-operative major complicationswere significantly higher after PJ compared with PG. This study confirms the relationship between PF and the occurrence of major post-operative complications in this select group of patients and the association between low-volume centres and higher overall and PF-related morbidity.
Methodical Notes
Funding Sources:  nicht angegeben

COI:  None declared

Randomization:  keine Randomisierung (retrospektiv)

Blinding:  keine Verblindung (retrospektiv)

Dropout Rate/ITT-Analysis:  nicht angegeben

Notes:  Gesamtqualität: ausreichend
Studiendesign: retrospektive Kohorte
PICO Frage: ja
Randomisiert: nein
Gruppen vergleichbar: unklar
Gruppen gleich behandelt (abgesehen von untersuchter Intervention): ja
Patienten nachverfolgbar (Loss of Follow-Up dokumentiert etc.): ja
objektive Messung: ja
Verblindung: nein
Ansari, D. et al. Safety of pancreatic resection in the elderly: A retrospective analysis of 556 patients. Annals of Gastroenterology. 29. 221-225. 2016
Ansari, D. et al. Safety of pancreatic resection in the elderly: A retrospective analysis of 556 patients. Annals of Gastroenterology. 29. 221-225. 2016
Population Intervention - Comparison Outcomes/Results
Evidence level:  4

Study type:  retrospektive Kohorte, unizentrisch, Schweden

Number of Patient:  
n=556 Gesamtkohorte
n=133 PDAC

n=478 Alter <75 Jahre
n=113 PDAC

n=78 Alter ≥75 Jahre
n=21 PDAC


Recruitung Phase:  01/2000 – 08/2015

Inclusion Criteria:  1. Pankreasresektion

Exclusion Criteria:  1. Nekrosektomie wegen Pankreatitis
Intervention:  Alter ≥75 Jahre

Comparison:  Alter <75 Jahre
Primary:  Mortalität
Komplikationen
Reoperation
Länge des Krankenhausaufenthaltes


Secondary:  

Results:  Follow-Up: nicht angegeben

Mortalität
30-Tage-Mortalität
≥75 Jahre vs. <75 Jahre
kein statistisch signifikanter Unterschied
<75 Jahre: 4 (0,8%)
≥75 Jahre: 1 (1,3%)
p=0,532

Komplikationen
Gesamt
≥75 Jahre vs <75 Jahre
Kein statistisch signifikanter Unterschied
<75 Jahre: 309 (65%)
≥75 Jahre: 46 (59%)
p=0,311

Clavien-dindo Grad ≥III
≥75 Jahre vs <75 Jahre
Kein statistisch signifikanter Unterschied
<75 Jahre: 107 (23%)
≥75 Jahre: 16 (21%)
p=0,692

Pankreasfistel Grad A
≥75 Jahre vs <75 Jahre
Statistisch signifikant häufiger bei <75 Jahre
<75 Jahre: 78 (16%)
≥75 Jahre: 5 (6,4%)
p=0,022

Pankreasfistel Grad B
≥75 Jahre vs <75 Jahre
Kein statistisch signifikanter Unterschied
<75 Jahre: 37 (7,8%)
≥75 Jahre: 3 (3,8%)
p=0,216

Pankreasfistel Grad C
≥75 Jahre vs <75 Jahre
Kein statistisch signifikanter Unterschied
<75 Jahre: 11 (2,3%)
≥75 Jahre: 5 (6,4%)
p=0,060

postoperative Blutungen Grad A
≥75 Jahre vs <75 Jahre
Kein statistisch signifikanter Unterschied
<75 Jahre: 29 (6,1%)
≥75 Jahre 5 (6,4%)
p=0,803

postoperative Blutungen Grad B
≥75 Jahre vs <75 Jahre
Kein statistisch signifikanter Unterschied
<75 Jahre: 11 (2,3%)
≥75 Jahre: 5 (6,4%)
p=0,060

postoperative Blutungen Grad C
≥75 Jahre vs <75 Jahre
Kein statistisch signifikanter Unterschied
<75 Jahre: 23 (4,8%)
≥75 Jahre: 1 (1,3%)
p=0,230

Verzögerte Magenentleerung Grad A
≥75 Jahre vs <75 Jahre
Kein statistisch signifikanter Unterschied
<75 Jahre: 88 (18%)
≥75 Jahre: 20 (26%)
p=0,137

Verzögerte Magenentleerung Grad B
≥75 Jahre vs <75 Jahre
Kein statistisch signifikanter Unterschied
<75 Jahre: 45 (9,4%)
≥75 Jahre: 11 (14%)
p=0,204

Verzögerte Magenentleerung Grad C
≥75 Jahre vs <75 Jahre
Kein statistisch signifikanter Unterschied
<75 Jahre: 44 (9,2%)
≥75 Jahre: 8 (10%)
p=0,772

Gallenleck
≥75 Jahre vs <75 Jahre
Kein statistisch signifikanter Unterschied
<75 Jahre: 13 (2,7%)
≥75 Jahre: 1 (1,3%)
p=0,704

kardiale Komplikationen
≥75 Jahre vs <75 Jahre
Kein statistisch signifikanter Unterschied
<75 Jahre 18 (3,8%)
≥75 Jahre 2 (2,6%)
p=1,000

pulmonale Komplikationen
≥75 Jahre vs <75 Jahre
Kein statistisch signifikanter Unterschied
<75 Jahre: 43 (9,0%)
≥75 Jahre: 3 (3,8%)
p=0,124

Sepsis
≥75 Jahre vs <75 Jahre
Kein statistisch signifikanter Unterschied
<75 Jahre: 18 (3,8%)
≥75 Jahre: 1 (1,3%)
p=0,261

Reoperation
≥75 Jahre vs <75 Jahre
Kein statistisch signifikanter Unterschied
<75 Jahre: 23 (4,8%)
≥75 Jahre: 3 (3,8%)
p=1,000

Länge des Krankenhausaufenthaltes (Median)
≥75 Jahre vs <75 Jahre
Kein statistisch signifikanter Unterschied
<75 Jahre: 13 Tage (9-19)
≥75 Jahre: 14 Tage (11-22)
p=0,052

Author's Conclusion:  Pancreatic resection is a safe option for selected elderly patients. Age itself should not preclude potentially curative surgical therapy.
Methodical Notes
Funding Sources:  nicht angegeben

COI:  None

Randomization:  keine Randomisierung (retrospektiv)

Blinding:  keine Verblindung (retrospektiv)

Dropout Rate/ITT-Analysis:  nicht angegeben

Notes:  Gesamtqualität: ausreichend
Studiendesign: retrospektive Kohorte
PICO Frage: ja
Randomisiert: nein
Gruppen vergleichbar: nein
Gruppen gleich behandelt (abgesehen von untersuchter Intervention): ja
Patienten nachverfolgbar (Loss of Follow-Up dokumentiert etc.): ja
objektive Messung: ja
Verblindung: nein
Gajda, Mateusz et al. Treatment outcomes of pancreatic cancer in the elderly - literature review. Folia medica Cracoviensia. 58. 49-66. 2018
Gajda, Mateusz et al. Treatment outcomes of pancreatic cancer in the elderly - literature review. Folia medica Cracoviensia. 58. 49-66. 2018
Evidence level/Study Types P - I - C Outcomes/Results Literature References
Evidence level:  4

Study type:  Systematisches Review
Databases:  PubMed

Search period:  2011 - 2016

Inclusion Criteria:  1. Alter ≥65 Jahre
2. Publikationssprache Englisch

Exclusion Criteria:  
Population:  Patienten mit Pankreaskarzinom

Intervention:  Alter ≥65 Jahre

Comparison:  
Primary:  Komplikationen
Mortalität
Gesamtüberleben

Secondary:  

Results:  Offene Operation als alleinige Therapie
n=5 Studien
n= 99 Patienten

Minimalinvasive Operation
n=5 Studien
n= 44 Patienten

Multimodale Therapie
n= 7 Studien
n= 8924 Patienten

Keine quantitative Zusammenfassung der Ergebnisse

Offene Operation als alleinige Therapie

Medianes Alter
73,5 – 83,4 Jahre

Komplikatonen (5 Studien):
33,3% - 68%

Mortalität (5 Studien):
2 (2,0%)

Follow-up (5 Studien)
Median 6 Monate
Maximal 144 Monate

Gesamtüberleben (Median) (4 Studien)
10,5 – 33,3 Monate

Minimalinvasive Operation

Komplikatonen (3 Studien):
23,0% - 28,6%

Mortalität (3 Studien):
1 (2,3%)

Follow-up (in Einzelstudien)
Zwischen 6 und 108 Monaten

Multimodale Therapie

Komplikatonen (5 Studien):
42,2% - 100%
35% Schwere Komplikationen

Mortalität (4 Studien):
7 (0,1%)

Follow-up (über alle Studien)
48 – 106 Monate

Gesamtüberleben (Median) (7 Studien)
2,4 – 27 Monate

Author's Conclusion:  The functional status, not the chronological age alone, is the factor limiting therapeutic options in older patients with pancreatic cancer. The mortality and morbidity in reference centres are low. However, currently published studies are in most cases retrospective and with a great heterogeneity of the included patients, which limits the evidence based decision taking. Therefore, proper Geriatric Assessment of older patients, preferably by a multidisciplinary team, including a geriatrician, should be a key preoperative step. Moreover, prospective studies should be carried out focusing not only on survival but also on the quality of life, which is oft en more important for older patients. Also, use of minimally invasive techniques should be properly examined in prospective studies, to provide suffi cient data about outcomes of treatment.
Offene Operation als alleinige Therapie
3. Beltrame V., Gruppo M., Pastorelli D., Pedrazzoli S., Merigliano S., Sperti C.: Outcome of pancreaticoduodenectomy in octogenarians: Single institution’s experience and review of the literature. J Visc Surg. 2015; 152: 279–284.

11. Gangl O., Fröschl U., Függer R.: Surgical quality data and survival aft er pancreatic cancer resections: a comparison of results for octogenarians and younger patients. Wien Klin Wochenschr. 2014; 126:757–761.

15. Marcovalerio M., Marcon F., Masi A., et al.: The safety of a ancreaticoduodenectomy in patients older than 80 years: risk vs. benefi ts. HPB. 2012; 14: 583–588.

16. Hatzaras I., Schmidt C., Klemanski D., et al.: Pancreatic Resection in the Octogenarian: A Safe Option for Pancreatic Malignancy. J Am Coll Surg. 2011; 212 (3): 373–377.

19. Aprea G., De Rosa D., Milone M., et al.: Laparoscopic distal pancreatectomy in elderly patients: is it safe? Aging Clin Exp Res. 2017; 29: 41–45.

Minimalinvasive Operation
20. Fernández-Cruz L., Poves I., Pelegrina A., Burdio F., Sanchez-Cabus S., Grande L.: Laparoscopic Distal Pancreatectomy for Pancreatic Tumors: Does Size Matter? Dig Surg. 2016; 33: 290–298.

21. Poves I., Burdio F., Grande L.: Th e Posterior Approach for Laparoscopic Distal Pancreatectomy: A Valid Choice for Resection of Complex Lesions of the Distal Pancreas. J Laparoendosc Adv Surg
Tech A. 2015; 25: 555–560.

22. Pavlik Marangos I., Buanes T., Rosok B.I., et al.: Laparoscopic resection of exocrine carcinoma in central and distal pancreas result in a high rate of radical resections and long postoperative survival. Surg. 2012; 151: 717–723.

23. Kendrick M.L., Sclabas G.M.: Major venous resection during total laparoscopic pancreaticoduodenectomy. HPB. 2011; 13: 454–458.

Multimodale Therapie
4. Frakes J.M., Strom T., Springett G.M., et al.: Resected pancreatic cancer outcomes in the elderly. J Geriatr Oncol. 2015; 6: 127–132.

6. Jeon C.Y., Pandol S.J., Wu B., et al.: Th e Association of Statin Use aft er Cancer Diagnosis with Survival in Pancreatic Cancer Patients: A SEER-Medicare Analysis. PLOS ONE. 2015; 10 (4):e0121783.

7. Kinoshita S., Sho M., Yanagimoto H., et al.: Potential role of surgical resection for pancreatic cancer in the very elderly. Pancreatology. 2015; 15: 240–246.

8. Miura J.T., Krepline A.N., George B., et al.: Use of neoadjuvant therapy in patients 75 years of age and older with pancreatic cancer. Surgery. 2015; 158 (6): 1545–1555.

10. Cooper A.B., Holmes H.M., Des Bordes J.K., et al.: Role of Neoadjuvant Th erapy in the Multimodality Treatment of Older Patients with Pancreatic Cancer. J Am Coll Surg. 2014; 219 (1): 111–120.

12. Kanda M., Fujii T., Suenaga M., et al.: Pancreatoduodenectomy with Portal Vein Resection Is Feasible and Potentially Benefi cial for Elderly Patients with Pancreatic Cancer. Pancreas. 2014;43 (6): 951–958.

14. Kizilbash S.H., Ward K.C., Liang J.J., Jaiyesimi I., Lipscomb J.: Survival outcomes in patients with early stage, resected pancreatic cancer — a comparison of gemcitabine and 5-fl uorouracil based chemotherapy and chemoradiation regimens. San Int J Clin Pract. 2014; 68 (5): 578–589.
Methodical Notes
Funding Sources:  nicht angegeben

COI:  nicht angegeben

Study Quality:  nicht angegeben

Heterogeneity:  nicht angegeben

Publication Bias:  nicht angegeben

Notes:  
Gesamtqualität: abgewertet (-)
PICO Frage klar formuliert: unklar
Ausreichende Suchstrategie: unklar
Ein- und Ausschlusskriterien klar definiert: unklar
Qualitätsbewertung der eingeschlossenen Studien erfolgt: unklar
Metaanalyse erfolgt: nein
Prüfung der Heterogenität: Daten zu heterogen für Metaanalyse
He, W. et al. Underuse of surgical resection among elderly patients with early-stage pancreatic cancer. Surgery (United States). 158. 1226-1234. 2015
He, W. et al. Underuse of surgical resection among elderly patients with early-stage pancreatic cancer. Surgery (United States). 158. 1226-1234. 2015
Population Intervention - Comparison Outcomes/Results
Evidence level:  4

Study type:  retrospektive Kohorte, multizentrisch (Medicare Database), USA

Number of Patient:  n=1501 Gesamtpopulation
n=259 Alter 66-70 Jahre
n=350 Alter 71-75 Jahre
n=398 Alter 78-80 Jahre
n=494 Alter ≥ 81 Jahre

Recruitung Phase:  2001 - 2009

Inclusion Criteria:  1. lokales PDAC
2. Alter ≥66 Jahre
3. vollständige Medicare Betreuung 12 Monate vor und nach Diagnose

Exclusion Criteria:  1. Diagnose bei Tod/Autopsie
Intervention:  Alter 66-70 Jahre

Comparison:  Alter 71-75 Jahre
Alter 78-80 Jahre
Alter ≥ 81 Jahre
Primary:  Resektabilität

Secondary:  

Results:  Resektabilität
Wahrscheinlichkeit, reseziert zu werden
66-70 Jahre vs. 71-75 Jahre
Kein statistisch signifikanter Unterschied
OR 0,95 (95%CI 0,53-1,70)

66-70 Jahre vs. 78-80 Jahre
Kein statistisch signifikanter Unterschied
OR 0,78 (95%CI 0,43-1,41)

66-70 Jahre vs. ≥ 81 Jahre
statistisch signifikanter geringer Wahrscheinlichkeit bei ≥ 81 Jahre
OR 0,27 (95%CI 0,14-0,52)
p<0,0001

Author's Conclusion:  In conclusion, our analysis offers additional evidence that operative resection is underutilized in patients with localized pancreatic cancer. Despite the demonstrated survival benefit that resection offers, >70% of patients with resectable cancer in our study population failed to receive this curative treatment. Patients who underwent operative resection clearly had better survival than those who did not. The only opportunity for cure that patients with early-stage pancreatic cancer have is surgery, but multiple factors may contribute to the striking underuse of curative resection. Even so, to improve the quality of the care of pancreatic cancer patients in the United States, all patients with resectable disease should be offered surgery as appropriate. The findings of the present study are useful for patients, physicians, and other health care providers who make treatment decisions. In addition, hospitals should develop appropriate health care policies and interventions to improve pancreatic cancer patients’ outcomes after surgery.
Methodical Notes
Funding Sources:  This research was supported in part by a grant from the Cancer Prevention and Research Institute of Texas (grant# RP140020) to The University of Texas MD Anderson Cancer Center and by the Cancer Prevention Fund established at MD Anderson by the Duncan Family Foundation

COI:  nicht angegeben

Randomization:  keine Randomisierung (retrospektiv)

Blinding:  keine Verblindung (retrospektiv)

Dropout Rate/ITT-Analysis:  nicht angegeben

Notes:  Gesamtqualität: abgewertet (-)
Studiendesign: retrospektive Kohorte
PICO Frage: ja
Randomisiert: nein
Gruppen vergleichbar: nein
Gruppen gleich behandelt (abgesehen von untersuchter Intervention): nein
Patienten nachverfolgbar (Loss of Follow-Up dokumentiert etc.): ja
objektive Messung: ja
Verblindung: nein
Hsu, C. C. et al. Early mortality risk score: identification of poor outcomes following upfront surgery for resectable pancreatic cancer. Journal of Gastrointestinal Surgery. 16. 753-761. 2012
Hsu, C. C. et al. Early mortality risk score: identification of poor outcomes following upfront surgery for resectable pancreatic cancer. Journal of Gastrointestinal Surgery. 16. 753-761. 2012
Population Intervention Outcomes/Results
Evidence level:  4

Study type:  retrospektive Kohorte, unizentrisch, USA

Number of Patient:  n=740
n=392 OP + adj. Therapie
n=348 OP allein

Recruitung Phase:  08/1993 - 02/2005

Inclusion Criteria:  1. histologisch gesichertes PDAC
2. kurative Pankreatektomie

Exclusion Criteria:  1. andere Histologien
2. T4- oder M1-Erkrankung
3. fehlende Daten zu Tumorgröße,
Lymphknotenstatus, Grading, Komorbiditäten
5. perioperative Mortalität
6. Mortalität ≤60 Tage postoperativ
Intervention:  Risikofaktoren für frühe Mortalität:
Alter
Tumorgröße
Komorbiditäten
Differenzierungsgrade

Comparison:  
Primary:  Gesamtüberleben
Mortalität
Early mortality risk score (EMRS)

Secondary:  

Results:  Follow up
Median 18,3 Monate

Gesamtüberleben (Median)
18,2 Monate (95%CI: 16,9-19,6)

Mortalität
Frühe Mortalität nach ≤ 9 Monaten
154 (20,8%)

präoperative Faktoren für frühe Mortalität
Alter >75 Jahre
Statistisch signifikant erhöhtes Risiko für Mortalität
RR, 1.56; 95% CI, 1.11–2.20;
p=0.009

Tumorgröße ≥3 cm
Kein statistisch signifikanter Unterschied
RR, 1.37; 95% CI, 1.00–1.89;
p=0.050

Komorbiditäten
Statistisch signifikant erhöhtes Risiko für Mortalität
RR, 1.49; 95% CI,1.06–2.08;
p=0.020

histologischer Grad von mindestens schlechter Differenzierung
statistisch signifikant erhöhtes Risiko für Mortalität
RR, 2.12; 95% CI, 1.53–2.92;
p<0.001

Early Mortality Risk Score (EMRS)
besteht aus:
Age >75
Komorbiditäten
histologischer Grad von mindestens schlechter Differenzierung

Author's Conclusion:  We believe that the EMRS may serve as a tool to help identify patients for consideration of alternatively sequenced management of resectable and borderline resectable pancreatic adenocarcinoma patients. However, we also believe that the EMRS first needs to be validated as a predictor of early mortality in a separate cohort of PD patients. While the EMRS identifies those who may not have a significant survival benefit from traditional management, it does not predict which patients would benefit from other approaches such as neoadjuvant CRT. Yet, by helping to determine which patients will be less likely to benefit from traditionally sequenced treatment, the EMRS can help ascertain those populations in which to explore alternate sequencingof treatment.
Methodical Notes
Funding Sources:  No specific funding was provided.

COI:  No conflicts of interest or financial disclosures exist for any of the authors.

Randomization:  keine Randomiserung (retrospektiv)

Blinding:  keine Verblindung (retrospektiv)

Dropout Rate/ITT-Analysis:  nicht angegeben

Notes:  Gesamtqualität: ausreichend
Studiendesign: retrospektive Kohorte
Klar definierte, repräsentative Stichprobe: ja
Patienten zu einheitlichem Zeitpunkt des Krankheitsverlaufs aufgenommen: ja
Nachverfolgung (Follow-up) ausreichend lang: unklar
Objektive Kriterien zur Beurteilung der Outcomes: ja
Verblindung: nein
Berücksichtigung bekannter wichtiger Prognosefaktoren: ja
Kim, S. Y. et al. The outcomes of pancreaticoduodenectomy in patients aged 80 or older: a systematic review and meta-analysis. HPB. 19. 475-482. 2017
Kim, S. Y. et al. The outcomes of pancreaticoduodenectomy in patients aged 80 or older: a systematic review and meta-analysis. HPB. 19. 475-482. 2017
Evidence level/Study Types P - I - C Outcomes/Results Literature References
Evidence level:  1

Study type:  Systematisches Review + Meta-Analyse
Databases:  PubMed, OVID, Science Direct

Search period:  06/1990 – 01/2016

Inclusion Criteria:  1. Publikationssprache Englisch
2. Alter ≥80 Jahre im Vergleich mit jüngeren Patienten
3. Pankreatoduodenektomie
4. postoperative Komplikationen und Mortalität

Exclusion Criteria:  1. Letters, Fallberichte, nicht-vergleichende Fallserien
2. Studienfokus nicht auf Alter ≥80 Jahre
3. Studienfokus nicht Pankreatoduodenktomie
Population:  Patienten mit Pankreatoduodenektomie

Intervention:  Alter ≥80 Jahre

Comparison:  Alter <80 Jahre
Primary:  Mortalität
Komplikationen
Reoperation
Länge des Krankenhausaufenthaltes

Secondary:  

Results:  n=18 Studien
n=49449 Patienten
n=3993 Alter ≥80 Jahre
n=45456 Alter <80 Jahre

Mortalität
30-Tage-Mortalität (12 Studien)
≥80 Jahre vs. <80 Jahre
Statistisch signifikant höher bei ≥80 Jahre
OR 2,22 (95%CI 1,48-3,31)
p<0,001

Komplikationen
Gesamtkomplikationen (9 Studien)
≥80 Jahre vs. <80 Jahre
Statistisch signifikant häufiger bei ≥80 Jahre
OR 1,51 (95%CI 1,25-1,83)
p<0,001

Pankreasfistel (9 Studien)
≥80 Jahre vs. <80 Jahre
Kein statistisch signifikanter Unterschied
OR 0,99 (95%CI 0,73-1,34)
p=0,93

Verzögerte Magenentleerung (7 Studien)
≥80 Jahre vs. <80 Jahre
Statistisch signifikant häufiger bei ≥80 Jahre
OR 1,77 (95%CI 1,35-2,31)
p<0,001

Gallenleck (5 Studien)
≥80 Jahre vs. <80 Jahre
Kein statistisch signifikanter Unterschied
OR 1,33 (95%CI 0,77-2,3)
p=0,30

Blutungen (5 Studien)
≥80 Jahre vs. <80 Jahre
Kein statistisch signifikanter Unterschied
OR 1,44 (95%CI 0,59-3,53)
p=0,42

Atemwegskomplikationen (7 Studien)
≥80 Jahre vs. <80 Jahre
Statistisch signifikant häufiger bei ≥80 Jahre
OR 1,72 (95%CI 1,39-2,13)
p<0,001

Kardiale Komplikationen (3 Studien)
≥80 Jahre vs. <80 Jahre
Statistisch signifikant häufiger bei ≥80 Jahre
OR 3,24 (95%CI 1,89-5,56)
p<0,001

Wundinfektionen (4 Studien)
≥80 Jahre vs. <80 Jahre
Kein statistisch signifikanter Unterschied
OR 1,16 (95%CI 0,79-1,70)
p=0,45

Reoperation (8 Studien)
≥80 Jahre vs. <80 Jahre
Kein statistisch signifikanter Unterschied
OR 1,28 (95%CI 0,86-1,89)
p=0,23

Länge des Krankenhausaufenthaltes (5 Studien)
≥80 Jahre vs. <80 Jahre
Statistisch signifikant häufiger verlängerter Krankenhausaufenthalt bei ≥80 Jahre
OR 2,23 (95%CI 1,36-3,10)
p<0,001

Gesamtüberleben (9 Studien)
Medianes Gesamtüberleben
≥80 Jahre: 10 – 33 Monate
<80 Jahre: 12 – 40 Monate
2 Studien ohne Angabe statistischen Signifikanz
5 Studien kein statistisch signifikanter Unterschied
2 Studien Statistisch signifikant längeres Überleben bei <80 Jahre

Author's Conclusion:  With increasing portions of aging population, age itself should not be relied on to select patients for PD. Overall, studies demonstrate that it is safe to offer PD to elderly patients aged 80 or over. Although age appears to be associated with an increase in mortality and morbidity resulting in increased length of hospital stay, it does not appear to be prohibitive and it somewhat reflects higher pre-existing comorbidities. Careful selection of elderly population for the PD based on their pre-operative status should guide surgical decision making.
4. Lee MK, Dinorcia J, Reavey PL, Holden MM, Genkinger JM, Lee JA et al. (2010) Pancreaticoduodenectomy can be performed safely in patients aged 80 years and older. J Gastrointest Surg Off J Soc Surg Aliment Tract 14:1838–1846.

5. Makary MA, Winter JM, Cameron JL, Campbell KA, Chang D, Cunningham SC et al. (2006) Pancreaticoduodenectomy in the very elderly. J Gastrointest Surg Off J Soc Surg Aliment Tract 10:347–356. 6. de la Fuente SG, Bennett KM, Pappas TN, Scarborough JE. (2011) Preand intraoperative variables affecting early outcomes in elderly patients undergoing pancreaticoduodenectomy. HPB 13:887–892

8. Hatzaras I, Schmidt C, Klemanski D, Muscarella P, Melvin WS, Ellison EC et al. (2011) Pancreatic resection in the octogenarian: a safe option for pancreatic malignancy. J Am Coll Surg 212:373–377.

9. Khan S, Sclabas G, Lombardo KR, Sarr MG, Nagorney D, Kendrick ML et al. (2010) Pancreatoduodenectomy for ductal adenocarcinoma in the very elderly; is it safe and justified? J Gastrointest Surg Off J Soc Surg Aliment Tract 14:1826–1831.

12. Belyaev O, Herzog T, Kaya G, Chromik AM, Meurer K, Uhl W et al. (2013) Pancreatic surgery in the very old: face to face with a challenge of the near future. World J Surg 37:1013–1020.

14. Beltrame V, Gruppo M, Pastorelli D, Pedrazzoli S, Merigliano S, Sperti C. (2015) Outcome of pancreaticoduodenectomy in octogenarians: single institution’s experience and review of the literature. J Visc Surg 152:279–284.

16. Gangl O, Froschl U, Fugger R. (2014) Surgical quality data and survival after pancreatic cancer resections: a comparison of results for octogenarians and younger patients. Wien Klin Wochenschr 126:757–761.

19. Lee DY, Schwartz JA, Wexelman B, Kirchoff D, Yang KC, Attiyeh F. (2014) Outcomes of pancreaticoduodenectomy for pancreatic malignancy in octogenarians: an American College of Surgeons National Surgical Quality Improvement Program analysis. Am J Surg 207:540–548.

20. Melis M, Marcon F, Masi A, Pinna A, Sarpel U, Miller G et al. (2012) The safety of a pancreaticoduodenectomy in patients older than 80 years: risk vs. benefits. HPB 14:583–588.

21. Oguro S, Shimada K, Kishi Y, Nara S, Esaki M, Kosuge T. (2013) Perioperative and long-term outcomes after pancreaticoduodenectomy in elderly patients 80 years of age and older. Langenbecks Arch Surg 398: 531–538.

22. Sohn TA, Yeo CJ, Cameron JL, Lillemoe KD, Talamini MA, Hruban RH et al. (1998) Should pancreaticoduodenectomy be performed in octogenarians? J Gastrointest Surg 2:207–216

23. Tani M, Kawai M, Hirono S, Ina S, Miyazawa M, Nishioka R et al. (2009) A pancreaticoduodenectomy is acceptable for periampullary tumors in the elderly, even in patients over 80 years of age. J Hepatobiliary Pancreat Surg 16:675–680.

24. Usuba T, Takeda Y, Murakami K, Tanaka Y, Hanyu N. (2014) Clinical outcomes after pancreaticoduodenectomy in elderly patients at middlevolume center. Hepatogastroenterology 61:1762–1766
Methodical Notes
Funding Sources:  nicht angegeben

COI:  The authors declare no conflicts of interest associated with this study

Study Quality:  nicht angegeben

Heterogeneity:  nicht angegeben

Publication Bias:  nicht angegeben

Notes:  
Gesamtqualität: ausreichende Methodik
PICO Frage klar formuliert: ja
Ausreichende Suchstrategie: ja
Ein- und Ausschlusskriterien klar definiert: ja
Qualitätsbewertung der eingeschlossenen Studien erfolgt: unklar
Metaanalyse erfolgt: ja
Prüfung der Heterogenität: Daten sind homogen
Lyu, Heather et al. Risk Factors of Reoperation After Pancreatic Resection. Digestive Diseases &amp; Sciences. 62. 1666-1675. 2017
Lyu, Heather et al. Risk Factors of Reoperation After Pancreatic Resection. Digestive Diseases & Sciences. 62. 1666-1675. 2017
Population Intervention - Comparison Outcomes/Results
Evidence level:  4

Study type:  retrospektive Kohorte, multizentrisch (435 Krankenhäuser), USA

Number of Patient:  n=15,549 Gesamtkohorte
n=14,776 (Gruppe A)
n=773 (Gruppe B)

Recruitung Phase:  01/2011 - 12/2014

Inclusion Criteria:  1. Pankreasresektion

Exclusion Criteria:  1. Wundreinigung wegen akuter Pankreatitis
2. emergente Pankreasresektion wegen Pankreatitis
3. fehlende Daten zur Reoperation
Intervention:  Risikofaktoren für Reoperation
Keine Reoperation (Gruppe A)

Comparison:  Reoperation innerhalb 30 Tage (Gruppe B)
Primary:  Komplikationen
Länge des Krankenhausaufenthaltes
Wiederaufnahme

Secondary:  

Results:  Follow-up
Nicht angegeben

Komplikationen
Myokardinfarkt (%)
Gruppe A vs. Gruppe B
Statistisch signifikant häufiger in Gruppe B
Gruppe A: 121 (0.82)
Gruppe B: 19 (2.5)
p<0,001

Schlaganfall (%)
Gruppe A vs. Gruppe B
Statistisch signifikant häufiger in Gruppe B
Gruppe A: 38 (0.26)
Gruppe B: 5 (0.65)
p=0,04

Pneumonie (%)
Gruppe A vs. Gruppe B
Statistisch signifikant häufiger in Gruppe B
Gruppe A: 468 (3.2)
Gruppe B: 126 (16)
p<0.001

akute Nierenverletzung (%)
Gruppe A vs. Gruppe B
Statistisch signifikant häufiger in Gruppe B
Gruppe A: 83 (0.56)
Gruppe B: 31 (4.0)
p<0.001

Harnwegsinfekt (%)
Gruppe A vs. Gruppe B
Statistisch signifikant häufiger in Gruppe B
Gruppe A: 571 (3.9)
Gruppe B: 43 (5.6)
p=0,02

Venöse Thrombembolie (%)
Gruppe A vs. Gruppe B
Statistisch signifikant häufiger in Gruppe B
Gruppe A: 440 (3.0)
Gruppe B: 93 (12)
p<0.001

Sepsis (%)
Gruppe A vs. Gruppe B
Statistisch signifikant häufiger in Gruppe B
Gruppe A: 1322 (8.9)
Gruppe B: 377 (49)
p<0.001

Nicht geplante Intubation (%)
Gruppe A vs. Gruppe B
Statistisch signifikant häufiger in Gruppe B
Gruppe A: 409 (2.8)
Gruppe B: 189 (24)
p<0.001

Infektion der Operationsstelle (%)
Gruppe A vs. Gruppe B
Statistisch signifikant häufiger in Gruppe B
Gruppe A: 1133 (7.7)
Gruppe B: 80 (10)
p=0.007

Infektion Organraum (%)
Gruppe A vs. Gruppe B
Statistisch signifikant häufiger in Gruppe B
Gruppe A: 1385 (9.4)
Gruppe B: 290 (38)
p<0.001

Wunddehiszenz (%)
Gruppe A vs. Gruppe B
Statistisch signifikant häufiger in Gruppe B
Gruppe A: 91 (0.62)
Gruppe B: 102 (13)
p<0.001

Postoperative Transfusion (%)
Gruppe A vs. Gruppe B
Statistisch signifikant häufiger in Gruppe B
Gruppe A: 3245 (22)
Gruppe B: 361 (47)
p<0.001

Länge des Krankenausaufenthaltes (Tage)
Gruppe A vs. Gruppe B
Statistisch signifikant häufiger in Gruppe B
Gruppe A: 10.4 ( ± 8.0)
Gruppe B: 22.8 ( ± 17.7)
p<0.001

30-Tage Wiederaufnahmerate
alle Verfahren (%)
Gruppe A vs. Gruppe B
Statistisch signifikant häufiger in Gruppe B
Gruppe A: 2330 (16)
Gruppe B: 193 (25)
p<0.001

Author's Conclusion:  In conclusion, we find that specific demographic, comorbid, procedural, and postoperative variables are risk factors for reoperation after pancreatic resection in the ACS NSQIP study population. Identification of this highrisk group should inform preoperative patient counselling by all referring physicians as well as surgeons. It can also open avenues for further investigation of approaches toreduce the rate of reoperations and the associated significant morbidity and mortality.
Methodical Notes
Funding Sources:  nicht angegeben

COI:  All of the authors certify that they have no affiliations with or involvement in any organization or entity with any financial interest (such as honoraria; educational grants; participation in speakers’ bureaus; membership, employment, consultancies, stock ownership, or other equity interest; and expert testimony or patentlicensing arrangements), or nonfinancial interest (such as personal or professional relationships, affiliations, knowledge or beliefs) in the subject matter or materials discussed in this manuscript.

Randomization:  keine Randomisierung (retrospektiv)

Blinding:  keine Verblindung (retrospektiv)

Dropout Rate/ITT-Analysis:  nicht angegeben

Notes:  Gesamtqualität: ausreichend
Studiendesign: retrospektive Kohorte
PICO Frage: ja
Randomisiert: nein
Gruppen vergleichbar: nein
Gruppen gleich behandelt (abgesehen von untersuchter Intervention): ja
Patienten nachverfolgbar (Loss of Follow-Up dokumentiert etc.): ja
objektive Messung: ja
Verblindung: nein
Miyazaki, Y. et al. Age does not affect complications and overall survival rate after pancreaticoduodenectomy: Single-center experience and systematic review of literature. Bioscience trends. 10. 300-306. 2016
Miyazaki, Y. et al. Age does not affect complications and overall survival rate after pancreaticoduodenectomy: Single-center experience and systematic review of literature. Bioscience trends. 10. 300-306. 2016
Population Intervention - Comparison Outcomes/Results
Evidence level:  4

Study type:  retrospektive Kohorte, unizentrisch, Japan

Number of Patient:  n=206 Gesamtpopulation
n=117 (Gruppe A)
n=89 (Gruppe B)

Recruitung Phase:  01/2008 - 12/2015

Inclusion Criteria:  1. Pankreatoduodenektomie

Exclusion Criteria:  1. Performance Status ≥2
2. symptomatische Herz- oder Lungeninsuffizienz,
3. Nierenversagen (Dialyse)
4. Demenz
5. neoadjuvante Chemo- oder Radiotherapie
Intervention:  Alter <70 Jahre (Gruppe A)

Comparison:  Alter ≥70 Jahre (Gruppe B)
Primary:  Operationszeit
Blutverlust
Transfusionsrate

Komplikationen

Gesamtüberleben
Mortalität

Secondary:  

Results:  Follow-up:
nicht angegeben

Operationszeit
Gruppe A vs. Gruppe B
Kein statistisch signifikanter Unterschied
Gruppe A: 435 Minuten (385-500)
Gruppe B: 440 Minuten (378-525)
p=0,48

Blutverlust (median)
Gruppe A vs. Gruppe B
Statistisch signifikant häufiger in Gruppe B
Gruppe A: 823 ml (548-1269)
Gruppe B: 1020 ml (655-1564)
p=0,04

Transfusionsrate
Bluttransfusion
Gruppe A vs. Gruppe B
Statistisch signifikant häufiger in Gruppe B
Gruppe A: 23 (20%)
Gruppe B: 29 (33%)
p=0,04

Plasmatransfusion
Gruppe A vs. Gruppe B
kein statistisch signifikanter Unterschied
Gruppe A: 7%
Gruppe B: 13%
p=0,15

Komplikationen
Komplikationsrate (gesamt)
Gruppe A vs. Gruppe B
Kein statistisch signifikanter Unterschied
Gruppe A: 26%
Gruppe B: 20%
p=0,41

Gesamtüberleben
Gruppe A vs. Gruppe B (Median)
Kein statistisch signifikanter Unterschied
Gruppe A: 23 Monate
Gruppe B: 17 Monate
p=0,40

1-Jahres Gesamtüberleben
Gruppe A: 62%
Gruppe B: 56%

3-Jahres Gesamtüberleben
Gruppe A: 42%
Gruppe B: 28%

5-Jahres Gesamtüberleben
Gruppe A:25%
Gruppe B: 28%

Mortalität
Gruppe A vs. Gruppe B
kein statistisch signifikanter Unterschied
Gruppe A: 0%
Gruppe B: 1%
p=0,43

Author's Conclusion:  In conclusion, PD is feasible in elderly patients with acceptable morbidity and mortality rates. Moreover, the overall survival rate in patients with pancreatic cancer did not differ between the old and young groups.
Methodical Notes
Funding Sources:  nicht angegeben

COI:  nicht angegeben

Randomization:  keine Randomisierung (retrospektiv)

Blinding:  keine Verblindung (retrospektiv)

Dropout Rate/ITT-Analysis:  nicht angegeben

Notes:  Gesamtqualität: keine methodischen Mängel
Studiendesign: retrospektive Kohorte
PICO Frage: ja
Randomisiert: nein
Gruppen vergleichbar: ja
Gruppen gleich behandelt (abgesehen von untersuchter Intervention): ja
Patienten nachverfolgbar (Loss of Follow-Up dokumentiert etc.): ja
objektive Messung: ja
Verblindung: nein
Renz, Bernhard W. et al. Pancreaticoduodenectomy for adenocarcinoma of the pancreatic head is justified in elderly patients: A Retrospective Cohort Study. International Journal of Surgery. 28. 118-125. 2016
Renz, Bernhard W. et al. Pancreaticoduodenectomy for adenocarcinoma of the pancreatic head is justified in elderly patients: A Retrospective Cohort Study. International Journal of Surgery. 28. 118-125. 2016
Population Intervention - Comparison Outcomes/Results
Evidence level:  4

Study type:  Retrospektive Kohorte, unizentrisch (Zentrum), Deutschland

Number of Patient:  n=300
n=241 (Gruppe A)
n=59 (Gruppe B)


Recruitung Phase:  01/2002 - 12/2012

Inclusion Criteria:  1. histologisch bestätigtes PDAC
2. kurative Resektion


Exclusion Criteria:  1. andere maligne Erkrankungen d. Pankreas
2. Haupttumorlast nicht am Pankreaskopf
3. lokal nicht resezierbares oder metastasiertes Pankreaskarzinom
Intervention:  Alter ≥75 Jahre (Gruppe B)

Comparison:  Alter <75 Jahre (Gruppe A)
Primary:  Komplikationen
Reoperation
Mortalität
Gesamtüberleben


Secondary:  

Results:  Follow-up
Median 16 Monate

Komplikationen
während der OP
Gruppe A vs. Gruppe B
kein statistisch signifikanter Unterschied
Gruppe A: 18%
Gruppe B: 12%
p nicht angegeben

Reoperation
Gruppe A vs. Gruppe B
kein statistisch signifikanter Unterschied
Gruppe A: 9%
Gruppe B: 10%
p nicht angegeben

Mortalität
30-Tage-Mortalität
Gruppe A vs Gruppe B
kein statistisch signifikanter Unterschied
Gruppe A: 3%
Gruppe B: 5%
p nicht angegeben

Gesamtüberleben
1-Jahres Überleben
Gruppe A vs Gruppe B
kein statistisch signifikanter Unterschied
Gruppe A: 69,6%
Gruppe B: 66,7%
p nicht angegeben

Gesamtüberleben (Median)
Gruppe A vs Gruppe B
kein statistisch signifikanter Unterschied
Gruppe A: 19,2 Monate
Gruppe B: 18,4 Monate
p=0,175

Author's Conclusion:  The current study suggests that surgical complications and tumor specific survival do not differ between patients ≥75 years of age and younger. Therefore, surgical resection should be also offered to elderly patients. In contrast, age was identified as an independent risk factor for non-surgical complications. Based on these results, the key to successful treatment of this group is careful patient selection, prudent monitoring and a multimodal rehabilitation concept. As the proportion of elderly patients suffering from pancreatic cancer will increase during the next decades we have to more comprehensively learn about selection criteria. Shared decision making will be the key to success in order to take more comorbidities reflected by higher ASA scores accurately into account. In addition, inclusion criteria of surgical and oncological randomized control trials need to be extended for patients older than 75 years for an encompassing answer to this question.
Methodical Notes
Funding Sources:  None

COI:  None

Randomization:  keine Randomisierung (retrospektiv)

Blinding:  keine Verblindung (retrospektiv)

Dropout Rate/ITT-Analysis:  nicht angegeben

Notes:  Gesamtqualität: ausreichend
Studiendesign: retrospektive Kohorte
PICO Frage: ja
Randomisiert: nein
Gruppen vergleichbar: ja
Gruppen gleich behandelt (abgesehen von untersuchter Intervention): nein
Patienten nachverfolgbar (Loss of Follow-Up dokumentiert etc.): ja
objektive Messung: ja
Verblindung: nein
Sahakyan, M. A. et al. Perioperative outcomes and survival in elderly patients undergoing laparoscopic distal pancreatectomy. Journal of Hepato-Biliary-Pancreatic Sciences. 24. 42-48. 2017
Sahakyan, M. A. et al. Perioperative outcomes and survival in elderly patients undergoing laparoscopic distal pancreatectomy. Journal of Hepato-Biliary-Pancreatic Sciences. 24. 42-48. 2017
Population Intervention - Comparison Outcomes/Results
Evidence level:  4

Study type:  retrospektive Kohorte, unizentrisch, Norwegen

Number of Patient:  n=402 Gesamtpopulation
n=118 (Gruppe A)
n=284 (Gruppe B)


Recruitung Phase:  04/1997 - 09/2015

Inclusion Criteria:  1. histologisch bestätigtes PDAC
2. laparoskopische distale Pankreatektomie (LDP)

Exclusion Criteria:  1. offene Pankreatektomie
2. andere Histologien
3. gleichzeitige Metastasenresektion
Intervention:  Alter ≥70 Jahre (Gruppe A)

Comparison:  Alter <70 Jahre (Gruppe B)
Primary:  Operationszeit
Blutverlust
Transfusionsrate
Intraoperative ungünstige Vorfälle
Konversion
Zeit bis zur Aufnahme fester Nahrung
Reoperation
Länge des Krankenhausaufenthaltes

Mortalität
Komplikationen
Gesamtüberleben

Secondary:  

Results:  Follow-Up:
median 14 Monate

Operationszeit (Median)
Gruppe A vs Gruppe B
Kein statistisch signifikanter Unterschied
Gruppe A: 162 Minuten (29–374)
Gruppe B: 156 Minuten (45–520)
p=0,95

Blutverlust
Gruppe A vs Gruppe B
Kein statistisch signifikanter Unterschied
Gruppe A: 100 ml (0–3,000)
Gruppe B: 60 ml (0–6,250)
p=0,2

Transfusionsrate
Gruppe A vs Gruppe B
Kein statistisch signifikanter Unterschied
Gruppe A: 13 (11.0%)
Gruppe B: 33 (11.6%)
p=0,86

Intraoperative ungünstige Vorfälle
Gruppe A vs Gruppe B
Kein statistisch signifikanter Unterschied
Gruppe A: 11 (9.3%)
Gruppe B: 39 (13.7%)
p=0,22

Konversion
Gruppe A vs Gruppe B
Kein statistisch signifikanter Unterschied
Gruppe A: 0 (0%)
Gruppe B: 8 (2.8%)
p=0,11

Zeit bis zur Aufnahme fester Nahrung
Gruppe A vs Gruppe B
Kein statistisch signifikanter Unterschied
Gruppe A: 1 Tag (1–3)
Gruppe B: 1 Tag (1–6)
p=0,57

Reoperation
Gruppe A vs Gruppe B
Kein statistisch signifikanter Unterschied
Gruppe A: 5 (4.2%)
Gruppe B: 17 (6.0%),
p=0.48

Länge des Krankenhausaufenthaltes
Gruppe A vs Gruppe B
Kein statistisch signifikanter Unterschied
Gruppe A: 5 Tage (1–81)
Gruppe B: 6 Tage (2–58)
p=0.57

Mortalität
Gruppe A vs Gruppe B
Kein statistisch signifikanter Unterschied
Gruppe A: 1 (0.8%)
Gruppe B: 1 (0.4%)
p=0.5

Komplikationen
Pankreasfistel (PF)
Gruppe A vs Gruppe B
Statistisch signifikant häufiger bei jüngeren Pat.
Gruppe A: 22 (18,6%)
Gruppe B: 104 (36.6%)
p=0.001

Klinisch relevante PF (Grad B / C)
Gruppe A vs Gruppe B
Statistisch signifikant häufiger bei jüngeren Pat.
Gruppe A: 11 (9.3%)
Gruppe B: 57 (20.1%)
p=0.009

postoperative Komplikationen allgemein
Gruppe A vs Gruppe B
Statistisch signifikant häufiger bei jüngeren Pat.
Gruppe A: 34 (28.8%)
Gruppe B: 114 (40.1%)
p=0.032

schwere postoperative Komplikationen
Gruppe A vs Gruppe B
Kein statistisch signifikanter Unterschied
Gruppe A: 18 (15.3%)
Gruppe B: 59 (20.8%)
p=0.2

Gesamtüberleben (Median)
Gruppe A vs Gruppe B
Kein statistisch signifikanter Unterschied
Gruppe A: 20.2 Monate (12.5–27.8)
Bruppe B: 19 Monate (12.1–25.9)
p=0,94

3-Jahres Überleben
Gruppe A: 26,7%
Gruppe B: 34,3%

Author's Conclusion:  We conclude that LDP is a safe approach in patients aged 70 and older. Results of the spleen-preserving technique seem to be similar to those in non-elderly patients. Our results suggest that elderly patients with PDAC in the body and tail of the pancreas can benefit from LDP, since age alone is not associated with decreased survival after surgery. These patients should be considered for laparoscopic surgery.
Methodical Notes
Funding Sources:  nicht angegeben

COI:  None declared.

Randomization:  keine Randomisierung (retrospektiv)

Blinding:  keine Verblindung (retrospektiv)

Dropout Rate/ITT-Analysis:  nicht angegeben

Notes:  Gesamtqualität: ausreichend
Studiendesign: retrospektive Kohorte
PICO Frage: ja
Randomisiert: nein
Gruppen vergleichbar: nein
Gruppen gleich behandelt (abgesehen von untersuchter Intervention): ja
Patienten nachverfolgbar (Loss of Follow-Up dokumentiert etc.): ja
objektive Messung: ja
Verblindung: nein
Shirai, Y. et al. Assessment of surgical outcome after pancreatic resection in extremely elderly patients. Anticancer Research. 36. 2011-2017. 2016
Shirai, Y. et al. Assessment of surgical outcome after pancreatic resection in extremely elderly patients. Anticancer Research. 36. 2011-2017. 2016
Population Intervention - Comparison Outcomes/Results
Evidence level:  4

Study type:  retrospektive Kohorte, unizentrisch, Japan

Number of Patient:  n=114 Gesamtpopulation
n=97 (70-79 Jahre)
n=17 (≥80 Jahre)

Recruitung Phase:  2005 - 2014

Inclusion Criteria:  1. histologisch gesichertes PDAC
2. Alter ≥70 Jahre

Exclusion Criteria:  
Intervention:  Alter ≥80 Jahre

Comparison:  Alter 70-79 Jahre
Primary:  Operationszeit
Blutverlust
Transfusionsrate
Drainagen

Mortalität
Reoperation oder interventionelle Radiologie

Länge des Krankenhausaufenthaltes
Komplikationen
Krankheitsfreies Überleben
Gesamtüberleben

Secondary:  

Results:  Follow-up:
nicht angegeben

Operationszeit
70-79 Jahre vs. ≥80 Jahre
Pankreatoduodenektomie
kein statistisch signifikanter Unterschied
70-79 Jahre: 530,8 min ± 110,8
≥80 Jahre: 515,3 min ± 88,6
p=0,658

distale Pankreatektomie
kein statistisch signifikanter Unterschied
70-79 Jahre: 378,1 min ± 96,7
≥80 Jahre: 340,6 min ± 116,2
p=0,483

Blutverlust
70-79 Jahre vs. ≥80 Jahre
kein statistisch signifikanter Unterschied
70-79 Jahre: 1135,2 ml ± 1641,0
≥80 Jahre: 907,1 ml ± 679,4
p=0,574

Pfortader-Rekonstruktion
70-79 Jahre vs. ≥80 Jahre
kein statistisch signifikanter Unterschied
70-79 Jahre: 13/84
≥80 Jahre: 0:17
p=0,109

Transfusionsrate
Intraoperative Bluttransfusion
70-79 Jahre vs. ≥80 Jahre
Statistisch signifikant häufiger bei ≥80 Jahre
70-79 Jahre: 23/74
≥80 Jahre: 8/9
p=0,046

Drainagen
70-79 Jahre vs. ≥80 Jahre
kein statistisch signifikanter Unterschied
70-79 Jahre: 1,4 ± 0,5
≥80 Jahre: 1,3 ± 0,5
p=0,525

Mortalität
Krankenhaus-Mortalität
70-79 Jahre vs. ≥80 Jahre
kein statistisch signifikanter Unterschied
70-79 Jahre: 2,1%
≥80 Jahre: 0%
p=0,723

Reoperation oder interventionelle Radiologie
70-79 Jahre vs. ≥80 Jahre
kein statistisch signifikanter Unterschied
70-79 Jahre: 8,2%
≥80 Jahre: 11,8%
p=0,458

Länge des Krankenhausaufenthaltes
70-79 Jahre vs. ≥80 Jahre
kein statistisch signifikanter Unterschied
70-79 Jahre: 32,6 Tage ± 39,8
≥80 Jahre: 24,4 Tage ± 11,1
p=0,402

Komplikationen
Gesamtkomplikationen
70-79 Jahre vs. ≥80 Jahre
kein statistisch signifikanter Unterschied
70-79 Jahre: 59,8%
≥80 Jahre: 70,6%
p=0,399

krankheitsfreies Überleben
70-79 Jahre vs. ≥80 Jahre
kein statistisch signifikanter Unterschied

1-Jahres krankheitsfreies Überleben
70-79 Jahre: 63%
≥80 Jahre: 69%

3-Jahres krankheitsfreies Überleben
70-79 Jahre: 37%
≥80 Jahre: 31%
p=0,658

Gesamtüberleben
70-79 Jahre vs. ≥80 Jahre
kein statistisch signifikanter Unterschied

1-Jahres Überleben
70-79 Jahre: 84%
≥80 Jahre: 79%

3-Jahres Überleben
70-79 Jahre: 47%
≥80 Jahre: 49%
p=0,726

Author's Conclusion:  Pancreatic resection for pancreatic and some biliary malignancies in patients aged 80 years or over and with good general condition seems to be safe and acceptable by careful assessments of patients’ physical condition, concomitant diseases and nutritional status, as well as by appropriate perioperative management.
Methodical Notes
Funding Sources:  nicht angegeben

COI:  The Authors have no conflicts of interest to declare.

Randomization:  keine Randomisierung (retrospektiv)

Blinding:  keine Verblindung (retrospektiv)

Dropout Rate/ITT-Analysis:  nicht angegeben

Notes:  Gesamtqualität: ausreichend
Studiendesign: retrospektive Kohorte
PICO Frage: ja
Randomisiert: nein
Gruppen vergleichbar: ja
Gruppen gleich behandelt (abgesehen von untersuchter Intervention): nein
Patienten nachverfolgbar (Loss of Follow-Up dokumentiert etc.): ja
objektive Messung: ja
Verblindung: nein
Sho, M. et al. Prognosis after surgical treatment for pancreatic cancer in patients aged 80 years or older: A multicenter study. Journal of Hepato-Biliary-Pancreatic Sciences. 23. 188-197. 2016
Sho, M. et al. Prognosis after surgical treatment for pancreatic cancer in patients aged 80 years or older: A multicenter study. Journal of Hepato-Biliary-Pancreatic Sciences. 23. 188-197. 2016
Population Intervention - Comparison Outcomes/Results
Evidence level:  4

Study type:  retrospektive Kohorte, multizentrisch (7 Zentren), Japan

Number of Patient:  n=1401
n=99 (Gruppe A)
n=1302 (Gruppe B)

Recruitung Phase:  2001 - 2012

Inclusion Criteria:  1. PDAC
2. R0- oder R1-Resektion

Exclusion Criteria:  1. R2-Resektion
2. Fernmetastasen
3. nicht-resektabel
4. pankreatisches anaplastisches Karzinom
Intervention:  Gruppe A: Alter ≥80 Jahre

Comparison:  Gruppe B: Alter <80 Jahre
Primary:  Gesamtüberleben
krankheitsfreies Überleben
Mortalität
Prognose

Secondary:  

Results:  Follow-up
Bis 06/2013

Gesamtüberleben
Gruppe A vs. Gruppe B (Median)
Statistisch signifikant länger bei Gruppe B
Gruppe A: 16,6 Monate
Gruppe B: 23,2 Monate
p=0,006

Gesamtüberleben nach Pankreatektomie
Gruppe A vs. Gruppe B
Statistisch signifikant länger bei Gruppe B
p<0,001

Gesamtüberleben bei resektablen PDAC (Median)
Gruppe A vs. Gruppe B
Gruppe A: 20,1 Monate
Gruppe B: 27,8 Monate

Gesamtüberleben bei bei Borderline resektablem PDAC (Median)
Gruppe A vs. Gruppe B
Gruppe A: 7,7 Monate
Gruppe B: 16,6 Monate

krankheitsfreies Überleben
Gruppe A vs. Gruppe B
Statistisch signifikant länger bei Gruppe B
p=0,013

Mortalität
nicht-krebsspezifisch
Gruppe A vs. Gruppe B
Kein statistisch signifikanter Unterschied
Gruppe A: 9,5%
Gruppe B: 11,9%
p=0,518

Prognose
Borderline resektables PDAC
Gruppe A vs. Gruppe B
Kein statistisch signifikanter Unterschied
p=0,057

Author's Conclusion:  In conclusion, this multicenter large-scale study has demonstrated that pancreatic resection can be performed safely in pancreatic cancer patients 80 years of age or older. However, the overall survival was significantly worse in the elderly than in the younger patients. Furthermore, long-term survival after pancreatectomy is unlikely, especially for borderline resectable pancreatic cancer. To achieve a favorable prognosis in those patients, the completion of planned adjuvant chemotherapy is required.
Methodical Notes
Funding Sources:  nicht angegeben

COI:  None declared

Randomization:  keine Randomisierung (retrospektiv)

Blinding:  keine Verblindung (retrospektiv)

Dropout Rate/ITT-Analysis:  nicht angegeben

Notes:  Gesamtqualität: ausreichend
Studiendesign: retrospektive Kohorte
PICO Frage: ja
Randomisiert: nein
Gruppen vergleichbar: nein
Gruppen gleich behandelt (abgesehen von untersuchter Intervention): nein
Patienten nachverfolgbar (Loss of Follow-Up dokumentiert etc.): ja
objektive Messung: ja
Verblindung: nein
Sukharamwala, Prashant et al. Advanced age is a risk factor for post-operative complications and mortality after a pancreaticoduodenectomy: a meta-analysis and systematic review. HPB : the official journal of the International Hepato Pancreato Biliary Association. 14. 649-657. 2012
Sukharamwala, Prashant et al. Advanced age is a risk factor for post-operative complications and mortality after a pancreaticoduodenectomy: a meta-analysis and systematic review. HPB : the official journal of the International Hepato Pancreato Biliary Association. 14. 649-657. 2012
Evidence level/Study Types P - I - C Outcomes/Results Literature References
Evidence level: 4

Study type:  Systematisches Review + Meta-Analyse
Databases:  Embase, MEDLINE, Cochrane, PubMed

Search period:  01/1990 – 04/2012

Inclusion Criteria:  1. Perioperative Outcomes Alter ≥75 Jahre und ≥80 Jahre
2. Pankreatoduodenektomie
3. Vergleich mit jüngeren Populationen
4. mindestens eines der Outcomes des Reviews berichtet

Exclusion Criteria:  1. Nur Patienten ≤70 Jahre
2. unvollständige Daten
3. alte Versionen aktualisierter Publikationen
Population:  Patienten mit Pankreatoduodenektomie

Intervention:  Alter ≥75 Jahre
Alter ≥80 Jahre

Comparison:  Alter <75 Jahre
Alter <80 Jahre
Primary:  Mortalität
Komplikationen

Secondary:  Länge des Krankenhausaufenthaltes

Results:  n=11 Studien
n=461 Alter <75 Jahre
n=161 Alter ≥75 Jahre
n=4226 Alter <80 Jahre
n=333 Alter ≥80 Jahre

Mortalität
30-Tage-Mortalität
≥75 Jahre vs. <75 Jahre (6 Studien)
Statistisch signifikant höher bei ≥75 Jahre
OR 5,03 (95%CI 2,45-10,34)
p<0,0001

≥80 Jahre vs. <80 Jahre (4 Studien)
Statistisch signifikant höher bei ≥80 Jahre
OR 2,82 (95%CI 1,62-4,92)
p<0,0003

Komplikationen
Gesamtkomplikationen
≥75 Jahre vs. <75 Jahre (6 Studien)
Kein statistisch signifikanter Unterschied
OR 1,12 (95%CI 0,77-1,64)
p=0,55

≥80 Jahre vs. <80 Jahre (4 Studien)
Statistisch signifikant häufiger bei ≥80 Jahre
OR 1,62 (95%CI 1,30-2,03)
p<0,0001

Pneumonie
≥75 Jahre vs. <75 Jahre (6 Studien)
Statistisch signifikant häufiger bei ≥75 Jahre
OR 5,03 (95%CI 2,45-10,34)
p<0,0001

≥80 Jahre vs. <80 Jahre (3 Studien)
Statistisch signifikant häufiger bei ≥80 Jahre
OR 2,82 (95%CI 1,62-4,92)
p<0,0003

Pankreasfistel
≥75 Jahre vs. <75 Jahre (6 Studien)
Kein statistisch signifikanter Unterschied
OR 1,257 (95%CI 0,75-2,08)
p=0,38

≥80 Jahre vs. <80 Jahre (3 Studien)
Kein statistisch signifikanter Unterschied
OR 1,07 (95%CI 0,73-1,58)
p=0,74

verzögerte Magenentleerung
≥75 Jahre vs. <75 Jahre (6 Studien)
Kein statistisch signifikanter Unterschied
OR 0,99 (95%CI 0,55-1,81)
p=0,98

≥80 Jahre vs. <80 Jahre (3 Studien)
Kein statistisch signifikanter Unterschied
OR 1,36 (95%CI 0,98-1,89)
p=0,07

Wundinfektionen
≥75 Jahre vs. <75 Jahre (6 Studien)
Kein statistisch signifikanter Unterschied
OR 1,06 (95%CI 0,63-1,77)
p=0,83

≥80 Jahre vs. <80 Jahre (3 Studien)
Kein statistisch signifikanter Unterschied
OR 1,09 (95%CI 073-1,61)
p=0,68

Blutungen
≥75 Jahre vs. <75 Jahre (6 Studien)
Kein statistisch signifikanter Unterschied
OR 1,63 (95%CI -0,72-3,68)
p=0,24

≥80 Jahre vs. <80 Jahre
Keine ausreichenden Daten für Einschätzung

Länge des Krankenhausaufenthaltes
≥75 Jahre vs. <75 Jahre (Anzahl Studien nicht angegeben)
Kein statistisch signifikanter Unterschied
SMD 0,15 (95%CI -0,06-0,35)
p=0,16

≥80 Jahre vs. <80 Jahre
Keine ausreichenden Daten für Einschätzung

Author's Conclusion:  There is an increased incidence of post-operative mortality and pneumonia after a PD among all elderly patients 75 years of age, as well as an increased incidence of post-operative complications among patients 80 years of age. However, the increased prevalence of pre-operative comorbidities among elderly patients may have introduced significant selection bias when compared with younger, healthier cohorts. Additional randomized control trials studying post-PD operative outcomes in elderly vs. younger patients with standardization of comorbidities is therefore necessary to confirm the conclusions presented here.
6. Bathe OF, Levi D, Caldera H, Franceschi D, Raez L, Patel A et al. (2000) Radical resection of periampullary tumors in the elderly: evaluation of long-term results. World J Surg 24:353–358.

7. Scurtu R, Bachellier P, Oussoultzoglou E, Rosso E, Maroni R, Jaeck D. (2006) Outcome after pancreaticoduodenectomy for cancer in elderly patients. J Gastrointest Surg 10:813–822.

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10. Ito Y, Kenmochi T, Irino T, Egawa T, Hayashi S, Nagashima A et al. (2011) The impact of surgical outcome after pancreaticoduodenectomy in elderly patients. World J Surg Oncol 9:102–109.

11. Barbas AS, Turley RS, Ceppa EP, Reddy SK, Blazer DG III, Clary BM et al. (2012) Comparison of outcomes and the use of multimodality therapy in young and elderly people undergoing surgical resection of pancreatic cancer. J Am Geriatr Soc 60:344–350.

12. Yamada S, Shimada M, Utsunomiya T, Morine Y, Imura S, Ikemoto T et al. (2012) Surgical results of pancreatoduodenectomy in elderly patients. Surg Today doi: 10.1007/s00595-012-0169-x.

13. Sohn TA, Yeo CJ, Cameron JL, Lillemoe KD, Talamini MA, Hruban RH et al. (1998) Should pancreaticoduodenectomy be performed in octogenarians? J Gastrointest Surg 2:207–216.

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Methodical Notes
Funding Sources:  nicht angegeben

COI:  Prashant Sukharamwala, and all co-authors have no conflict of interest in reporting this research. Prashant Sukharamwala and all co-authors have no financial relationship with any organization/government body in reporting this research (including employment, significant share ownership, patent rights, consultancy, research funding and speaker's fees)) Prashant Sukharamwala and all co-authors have a full control of all primary data and agree to allow the journal to review the data if requested. Prashant Sukharamwala and all co-authors declare that the submitted work is their own and that copyright has not been breached in seeking the publication. Prashant Sukharamwala and all co-authors declare that we have no other potential competing interests that readers or editors might consider relevant to our publication (for example, political, intellectual or religious interests).

Study Quality:  nicht angegeben

Heterogeneity:  nicht angegeben

Publication Bias:  Bewertungsverfahren: Funnel Plot
Ergebnis: minimaler Publikationsbias

Notes:  
Gesamtqualität: ausreichende Methodik
PICO Frage klar formuliert: ja
Ausreichende Suchstrategie: ja
Ein- und Ausschlusskriterien klar definiert: ja
Qualitätsbewertung der eingeschlossenen Studien erfolgt: unklar
Metaanalyse erfolgt: ja
Prüfung der Heterogenität: Daten sind homogen
Turrini, O. et al. Pancreatectomy for adenocarcinoma in elderly patients: Postoperative outcomes and long term results: A study of the French Surgical Association. European Journal of Surgical Oncology. 39. 171-178. 2013
Turrini, O. et al. Pancreatectomy for adenocarcinoma in elderly patients: Postoperative outcomes and long term results: A study of the French Surgical Association. European Journal of Surgical Oncology. 39. 171-178. 2013
Population Intervention - Comparison Outcomes/Results
Evidence level:  4

Study type:  Retrospektive Kohorte, multizentrisch (37 Zentren), Europa (34 Frankreich, 1 Belgien, 1 Monaco, 1 Schweiz)

Number of Patient:  n=932 Gesamtpopulation

n=580 Gruppe A
n=288 Gruppe B
n=64 Gruppe C

Recruitung Phase:  2004 - 2009

Inclusion Criteria:  1. PDAC
2. Pankreatektomie

Exclusion Criteria:  1. unklare Histologie
2. metastasierte Erkrankung
3. neoadjuvante Therapie
Intervention:  Alter <70 Jahre (Gruppe A)

Comparison:  Comparison I:
Alter 70-79 Jahre (Gruppe B)

Comparison II:
Alter ≥80 Jahre (Gruppe C)
Primary:  Gesamtüberleben
krankheitsfreies Überleben
Komplikationen
Reoperation
Länge des Krankenhausaufenthaltes
Wiederaufnahmen
Unabhängige Prognosefaktoren

Secondary:  

Results:  Gesamtüberleben
1-Jahres-Überlebensrate
Alle Gruppen: 79,8%
Gruppe A: 82,2%
Gruppe B: 75,7%
Gruppe C: 75,7

3-Jahres-Überlebensrate
Alle Gruppen: 46,4%
Gruppe A: 49,9%
Gruppe B: 41,8%
Gruppe C: 31%

5-Jahres-Überlebensrate
Alle Gruppen: 35%
Gruppe A: 38,7%
Gruppe B: 33,2%
Gruppe C: 0%
p=0,16

medianes Gesamtüberleben
Gruppe A: 24 Monate
Gruppe B: 35,3 Monate
Gruppe C: 30 Monate

Krankheitsfreies Überleben
kein statistisch signifikanter Unterschied zwischen den Gruppen p=0,49

Mortalität
70-79 vs. ≥80
kein statistisch signifikanter Unterschied
70-79: 2,8%
≥80: 4,7%
p nicht angegeben

Komplikationen
Gesamtkomplikationen
70-79 vs. ≥80
kein statistisch signifikanter Unterschied
70-79: 63%
≥80: 56%
p nicht angegeben

Pankreasfistel
70-79 vs. ≥80
kein statistisch signifikanter Unterschied
70-79: 18,5%
≥80: 15,6%
p nicht angegeben

Blutungen
70-79 vs. ≥80
kein statistisch signifikanter Unterschied
70-79: 9,0%
≥80: 15,6%
p nicht angegeben

kardiopulmonale Komplikationen
70-79 vs. ≥80
kein statistisch signifikanter Unterschied
70-79: 9,7%
≥80: 14,1%
p nicht angegeben

Reoperation
70-79 vs. ≥80
kein statistisch signifikanter Unterschied
70-79: 4,9%
≥80: 10,9%
p nicht angegeben

Länge des Krankenhausaufenthaltes
70-79 vs. ≥80
Statistisch signifikant länger bei ≥80
70-79: 22,8 Tage ± 13
≥80: 24,9 Tage ± 17 Tage
p=0,02

Wiederaufnahme
70-79 vs. ≥80
kein statistisch signifikanter Unterschied
70-79: 10,8%
≥80: 17,9%
p nicht angegeben

Unabhängige Prognosefaktoren
Alter
70-79 vs. <70
kein statistisch signifikanter Unterschied
HR 1,19 (95% CI 0,85-1,66)
p=0,31

≥80 vs. <70
kein statistisch signifikanter Unterschied
HR 1,34 (95% CI 0,75-2,38)
p=0,32

Author's Conclusion:  Fit elderly patients with resectable PA should not be excluded from surgical resection because of their sole chronological age. Indeed, elderly patients today selected
for surgery by surgical teams exhibit similar postoperative outcomes to younger patients. Surgical resection of Pas in fit elderly patients may increase their survival, even without
adjuvant therapy.
Methodical Notes
Funding Sources:  nicht angegeben

COI:  All authors declare that they have no conflict of interests.

Randomization:  keine Randomisierung (retrospektiv)

Blinding:  keine Verblindung (retrospektiv)

Dropout Rate/ITT-Analysis:  nicht angegeben

Notes:  Gesamtqualität: ausreichend
Studiendesign: retrospektive Kohorte
PICO Frage: ja
Randomisiert: nein
Gruppen vergleichbar: nein
Gruppen gleich behandelt (abgesehen von untersuchter Intervention): nein
Patienten nachverfolgbar (Loss of Follow-Up dokumentiert etc.): ja
objektive Messung: ja
Verblindung: nein
van der Geest, L. G. M. et al. Elderly Patients Strongly Benefit from Centralization of Pancreatic Cancer Surgery: A Population-Based Study. Annals of Surgical Oncology. 23. 2002-2009. 2016
van der Geest, L. G. M. et al. Elderly Patients Strongly Benefit from Centralization of Pancreatic Cancer Surgery: A Population-Based Study. Annals of Surgical Oncology. 23. 2002-2009. 2016
Population Intervention - Comparison Outcomes/Results
Evidence level:  4

Study type:  retrospektive Kohorte, multizentrisch (Netherland Cancer Registry (NCR)), Niederlande

Number of Patient:  n=3420 Gesamtpopulation
n=2811 Alter <75 Jahre
n=609 Alter ≥75 Jahre
n=1098 High Volume (HV)
n=1138 Medium Volume (MV)
n=1184 Low Volume (LV)

Recruitung Phase:  2005 - 2013

Inclusion Criteria:  1. Pankreatoduodenektomie
2. PDAC
3. periampulläre Adenokarzinome
3. Adenokarzinome des extrahepatischen Gallengangs
4. Duodenum Adenokarzinome

Exclusion Criteria:  
Intervention:  Alter <75 Jahre

Krankenhäuser mit hohen Fallzahlen (>28 Fälle pro Jahr) (High Volume (HV))

Comparison:  Alter ≥75 Jahre

Krankenhäuser mit niedrigen Fallzahlen (<15 Fälle pro Jahr) (Low Volume (LV))
Primary:  Mortalität
Gesamtüberleben

Secondary:  

Results:  Follow-Up
nicht angegeben

Mortalität
30-Tage-Mortalität
LV vs. HV
Alter ≥75 Jahre
Statistisch signifikant höher bei LV
OR 2,87 (95%CI 1,15-7,17)

90-Tage-Mortalität
Alter ≥75 Jahre vs. <75 Jahre
HV
Statistisch signifikant geringer bei <75 Jahre
OR 0,46 (95%CI 0,26-0,84)

LV vs. HV
Alter ≥75 Jahre
Kein statistisch signifikanter Unterschied
p=0,16

Gesamtüberleben
LV vs. HV
Alter ≥75 Jahre
Statistisch signifikant höher bei HV
HR 1,28 (95%CI 1,01-1,63)

Alter ≥75 Jahre vs. <75 Jahre
HV
Statistisch signifikant geringer bei ≥75 Jahre
HR 0,77 (95%CI 0,63-0,94)

Author's Conclusion:  Over time, the age of patients undergoing PD for primary pancreatic or periampullary adenocarcinoma increased. In low-volume hospitals, this increase was slightly more pronounced compared to medium- and high volume hospitals. A better understanding is needed of the dynamics of centralization and factors influencing referral and treatment decision making in elderly patients. Furthermore, both older age and lower hospital volume were independently and strongly related to increased postoperative mortality after PD for primary adenocarcinoma (additive effect). To improve postoperative mortality and overall survival, elderly patients should undergo pancreatic surgery in hospitals with low baseline risks, i.e., the highest volume tertile facility. In this way, these patients are offered an operative risk comparable to that of younger patients
Methodical Notes
Funding Sources:  nicht angegeben

COI:  The authors declare no conflict of interest.

Randomization:  keine Randomisierung (retrospektiv)

Blinding:  keine Verblindung (retrospektiv)

Dropout Rate/ITT-Analysis:  nicht angegeben

Notes:  Gesamtqualität: abgewertet (-)
Studiendesign: retrospektive Kohorte
PICO Frage: ja
Randomisiert: nein
Gruppen vergleichbar: nein
Gruppen gleich behandelt (abgesehen von untersuchter Intervention): nein
Patienten nachverfolgbar (Loss of Follow-Up dokumentiert etc.): ja
objektive Messung: ja
Verblindung: nein
van der Geest, Lydia G. M. et al. Pancreatic cancer surgery in elderly patients: Balancing between short-term harm and long-term benefit. A population-based study in the Netherlands. Acta Oncologica. 55. 278-285. 2016
van der Geest, Lydia G. M. et al. Pancreatic cancer surgery in elderly patients: Balancing between short-term harm and long-term benefit. A population-based study in the Netherlands. Acta Oncologica. 55. 278-285. 2016
Population Intervention - Comparison Outcomes/Results
Evidence level:  4

Study type:  retrospektive Kohorte, multizentrisch (Netherland Cancer Registry (NCR)), Niederlande

Number of Patient:  n=20.005 Gesamtpopulation
n=17.742 Pankreaskarzinom
n=1.427 Tumor Ampulla vateri
n=836 Zwölffingerdarmkarzinom

n=2.260 Gesamtpopulation (R)
n=1.421 Gruppe A
n=466 Gruppe B
n=285 Gruppe C
n=88 Gruppe D

n=3.845 Gesamtpopulation (RPP)
n=2.373 Gruppe E
n=781 Gruppe F
n=510 Gruppe G
n=181 Gruppe H

Recruitung Phase:  2005 - 2013

Inclusion Criteria:  1. primäres Pankreaskarzinom
2. Tumor der Ampulla vateri
3. extrahepatisches Gallengangskarzinom
4. Zwölffingerdarmtumor
5. Resektion

Exclusion Criteria:  1. Alter <18 Jahre
2. Wohnsitz im Ausland
3. histologisch bestätigte neuroendokrine und nicht-epitheliale maligne Erkrankung
4. endoskopische Resektion
5. Resektion im Ausland
Intervention:  Intervention I:
Resektionen Pankreaskarzinom (R)
Alter <70 Jahre (Gruppe A)

Intervention II:
Resektionen pankreatisch und periampullär (RPP)
Alter <70 Jahre (Gruppe E)

Comparison:  Comparison I:
Alter 70–74 Jahre (Gruppe B)

Comparison II:
Alter 75–79 Jahre (Gruppe C)

Comparison III:
Alter ≥ 80 Jahre (Gruppe D)

Comparison IV:
Alter 70–74 Jahre (Gruppe F)

Comparison V:
Alter 75–79 Jahre (Gruppe G)

Comparison VI:
Alter ≥80 Jahre (Gruppe H)
Primary:  Gesamtüberleben
(Pankreasresektion allein)
Mortalität
(pankreatische und periampulläre Resektionen zusammen)

Secondary:  

Results:  Follow-up
2005 bis 1. Januar 2015

Gesamtüberleben
1-Jahres-Überleben
Gruppe A vs. B vs. C vs. D
Statistisch signifikant geringer bei Älteren
Gruppe A: 67%
Gruppe B: 59%
Gruppe C: 53%
Gruppe D: 53%
p<0,001

3-Jahres-Überleben
Gruppe A vs. B vs. C vs. D
Statistisch signifikant geringer bei Älteren
Gruppe A: 25%
Gruppe B: 24%
Gruppe C: 21%
Gruppe D: 21%
p=0,001

5-Jahres-Überleben
Gruppe A vs. B vs. C vs. D
Statistisch signifikant geringer bei Älteren
Gruppe A: 18%
Gruppe B: 13%
Gruppe C: 10%
Gruppe D: 13%
p<0,001

Mortalität
30-Tages-Mortalität
Altersgruppenvergleich
Statistisch signifikant höher bei Älteren
Gruppe E: OR 1
Gruppe F: OR 1,57 (95% CI 1,07-2,29)
Gruppe G: OR 2,07 (95% CI 1,38-3,10)
Gruppe H: OR 2,44 (95% CI 1,35-4,41)

Geschlechtervergleich
Männer vs. Frauen
Statistisch signifikant höher bei Männern
OR 0,71 (95% CI 0,51-0,97)

90-Tages-Mortalität
Altersgruppenvergleich
Statistisch signifikant höher bei Älteren
Gruppe E: OR 1
Gruppe F: OR 1,91 (95% CI 1,42-2,55)
Gruppe G: OR 2,45 (95% CI 1,78-3,36)
Gruppe H: OR 2,48 (95% CI 1,53-4,02)

Geschlechtervergleich
Männer vs. Frauen
Statistisch signifikant höher bei Männern
OR 0,71 (95% CI 0,57-0,91)

Author's Conclusion:  In the past decade, increased resection rates were observed in all age groups and especially in octogenarians with pancreatic or periampullary carcinoma on a nationwide level. Despite a high short-term mortality risk similar to other elderly patients, surgically treated octogenarians showed long-term survival similar to younger patients. Careful patient screening and ongoing centralisation may further increase resection rates while improving postoperative mortality and survival. Selection for resection solely based on age seems not justified.
Methodical Notes
Funding Sources:  nicht angegeben

COI:  nicht angegeben

Randomization:  keine Randomisierung (retrospektiv)

Blinding:  keine Verblindung (retrospektiv)

Dropout Rate/ITT-Analysis:  nicht angegeben

Notes:  Gesamtqualität: ausreichend
Studiendesign: retrospektive Kohorte
PICO Frage: ja
Randomisiert: nein
Gruppen vergleichbar: nein
Gruppen gleich behandelt (abgesehen von untersuchter Intervention): nein
Patienten nachverfolgbar (Loss of Follow-Up dokumentiert etc.): ja
objektive Messung: ja
Verblindung: nein
Feyko, J. A. R. E. et al. Pancreatectomy in Patients with Impaired Renal Function: How Risky Is It?. American Surgeon. 82. 16-21. 2016
Feyko, J. A. R. E. et al. Pancreatectomy in Patients with Impaired Renal Function: How Risky Is It?. American Surgeon. 82. 16-21. 2016
Population Intervention - Comparison Outcomes/Results
Evidence level:  4

Study type:  retrospektive Kohorte, multizentrisch (American College of Surgeons National Quality Improvement Program (ACS-NSQIP)), USA

Number of Patient:  n=16708 Gesamtpopulation
n=16649 keine Dialyse
(n=7754 Pankreaskarzinom)
n=59 Dialyse
(n=17 Pankreaskarzinom)

Recruitung Phase:  2005 - 2011

Inclusion Criteria:  1. Pankreasresektion

Exclusion Criteria:  1. Notfalloperationen
2. keine präoperativen Serum Kreatinin Level
3. akutes Nierenversagen
Intervention:  Dialyse

Comparison:  keine Dialyse
Primary:  Mortalität

Operationszeit
Transfusionsrate
Länge des Krankenhausaufenthaltes
Reoperation

Komplikationen

Secondary:  

Results:  Follow-Up:
nicht angegeben

Mortalität
30-Tage-Mortalität
Dialyse vs. keine Dialyse
kein statistisch signifikanter Unterschied
Dialyse: 3 (5,1%)
keine Dialyse: 375 (2,3%)
p=0,144

Subgruppenanalyse

Pankreaskarzinom und Pankreatoduodenektomie
Dialyse vs keine Dialyse
Kein statistisch signifikanter Unterschied
Dialyse: 0 (0%)
keine Dialyse: 170 (2,8%)
p=0,608

Pankreaskarzinom und distale/subtotale Pankreatektomie
Dialyse vs keine Dialyse
Kein statistisch signifikanter Unterschied
Dialyse: 0 (0%)
keine Dialyse: 34 (1,9%)
p=0,693

Operationszeit (Median)
Dialyse vs. keine Dialyse
kein statistisch signifikanter Unterschied
Dialyse: 285 Minuten (209-383)
keine Dialyse: 319 Minuten (235-411)
p=0,138

Transfusionsrate
Intraoperative Transfusionen (PRBC) (Median)
Dialyse vs keine Dialyse
Statistisch signifikant mehr bei Dialyse
Dialyse: 0 (0-2)
keine Dialyse: 0 (0-1)
p=0,012

postoperative Transfusion (innerhalb von 72 Minuten)
Dialyse vs. keine Dialyse
Kein statistisch signifikanter Unterschied
Dialyse: 10 (16,9%)
keine Dialyse: 1872 (11,2%)
p=0,226

Länge des Krankenhausaufenthaltes (Median)
Dialyse vs. keine Dialyse
Statistisch signifikant länger bei Dialysepatienten
Dialyse: 10 Tage (7-21)
keine Dialyse: 9 Tage (7-14)
p=0,017

Reoperation
Dialyse vs keine Dialyse
Kein statistisch signifikanter Unterschied
Dialyse: 4 (6,8%)
keine Dialyse: 1000 (6,0%)
p=0,803


Komplikationen
Beatmungspflichtig
Dialyse vs. keine Dialyse
Statistisch signifikant häufiger bei Dialyse
Dialyse: 13 (22,0%)
keine Dialyse: 780 (4,7%)
p<0,001

Reintubation
Dialyse vs. keine Dialyse
Statistisch signifikant häufiger bei Dialyse
Dialyse: 7 (11,9%)
keine Dialyse: 714 (4,3%)
p=0,004

Pneumonie
Dialyse vs. keine Dialyse
Kein statistisch signifikanter Unterschied
Dialyse: 2 (3,4%)
keine Dialyse: 799 (4,8%)
p=0,613

Myokardinfarkt
Dialyse vs. keine Dialyse
Statistisch signifikant häufiger bei Dialyse
Dialyse: 23 (3,4%)
keine Dialyse: 102 (0,6%)
p=0,007

Herzstillstand
Dialyse vs. keine Dialyse
Kein statistisch signifikanter Unterschied
Dialyse: 2 (3,4%)
keine Dialyse: 183 (1,1%)
p=0,093

Wunddehiszenz
Dialyse vs. keine Dialyse
Kein statistisch signifikanter Unterschied
Dialyse: 1 (1,7%)
keine Dialyse: 251 (1,5%)
p=0,906

oberflächliche Infektion
Dialyse vs. keine Dialyse
Kein statistisch signifikanter Unterschied
Dialyse: 3 (5,1%)
keine Dialyse: 1414 (8,5%)
p=0,348

tiefe Infektion
Dialyse vs. keine Dialyse
Kein statistisch signifikanter Unterschied
Dialyse: 0 (0%)
keine Dialyse: 328 (2,0%)
p=0,276

Infektion von Organen/Gewebe außerhalb des Operationsbereichs
Dialyse vs. keine Dialyse
Kein statistisch signifikanter Unterschied
Dialyse: 9 (15,3%)
keine Dialyse: 1714 (10,3%)
p=0,211

Sepsis/septischer Schock
Dialyse vs. keine Dialyse
Statistisch signifikant häufiger bei Dialyse
Dialyse: 13 (22,0%)
keine Dialyse: 2199 (13,2%)
p=0,046

Schlaganfall
Dialyse vs. keine Dialyse
Statistisch signifikant häufiger bei Dialyse
Dialyse: 0 (0%)
keine Dialyse: 50 (0,3%)
p=0,673

Harnwegsinfektionen
Dialyse vs. keine Dialyse
Statistisch signifikant häufiger bei Dialyse
Dialyse: 3 (5,1%)
keine Dialyse: 829 (5,0%)
p=0,970

Lungenembolie
Dialyse vs. keine Dialyse
Statistisch signifikant häufiger bei Dialyse
Dialyse: 0 (0%)
keine Dialyse: 193 (1,2%)
p=0,406

tiefe Venenthrombose
Dialyse vs. keine Dialyse
Statistisch signifikant häufiger bei Dialyse
Dialyse: 3 (5,1%)
keine Dialyse: 369 (5,1%)
p=0,113

Author's Conclusion:  In conclusion, we found that dialysis patients are at almost 2-fold increase in mortality rates after pancreatectomy. These patients have elevated rates of pulmonary and coronary complications after surgery as compared with the general population. In addition, impaired renal function without need for dialysis also raises surgical risks. This information should be taken into account when counseling patients before pancreatic surgery.
Methodical Notes
Funding Sources:  nicht angegeben

COI:  nicht angegeben

Randomization:  keine Randomisierung (retrospektiv)

Blinding:  keine Randomisierung (retrospektiv)

Dropout Rate/ITT-Analysis:  nicht angegeben

Notes:  Gesamtqualität: ausreichend
Studiendesign: retrospektive Kohorte
PICO Frage: ja
Randomisiert: nein
Gruppen vergleichbar: nein
Gruppen gleich behandelt (abgesehen von untersuchter Intervention): ja
Patienten nachverfolgbar (Loss of Follow-Up dokumentiert etc.): ja
objektive Messung: ja
Verblindung: nein
Kleeff, J. et al. The impact of diabetes mellitus on survival following resection and adjuvant chemotherapy for pancreatic cancer. British Journal of Cancer. 115. 887-894. 2016
Kleeff, J. et al. The impact of diabetes mellitus on survival following resection and adjuvant chemotherapy for pancreatic cancer. British Journal of Cancer. 115. 887-894. 2016
Population Intervention - Comparison Outcomes/Results
Evidence level:  4

Study type:  retrospektive Kohorte, multizentrisch (3 RCTs), Europa

Number of Patient:  n=1105 Gesamtpopulation
n=257 Gruppe A
n=848 Gruppe B

Subgruppenanalyse
n=111 Gruppe C
n=144 Gruppe D

Recruitung Phase:  nicht angegeben
European Study Group for Pancreatic Cancer (ESPAC) trials, ESPAC-1Plus, ESPAC-1 and ESPAC-3

Inclusion Criteria:  1. PDAC
2. Resektion + adjuvante Chemotherapie

Exclusion Criteria:  1. Radiochemotherapie
2. keine adjuvante Therapie
Intervention:  Diabetes (Gruppe A)

Subgruppenanalyse:
Insulinpfichtig (Gruppe C)
Nicht insulinpflichtig (Gruppe D)

Comparison:  Kein Diabetes (Gruppe B)
Primary:  Gesamtüberleben
Mortalität
Faktoren assoziiert mit Gesamtüberleben

Secondary:  

Results:  Follow-Up:
nicht angegeben

Gesamtüberleben (Median)
Gruppe A vs Gruppe B
kein statistisch signifikanter Unterschied
Gruppe A: 18,8 Monate (16,9-22,1)
Gruppe B: 21,4 Monate (20,2-23,4)
p=0,238

Subgruppenanalyse
Gruppe C vs. Gruppe D
kein statistisch signifikanter Unterschied
Gruppe C: 18.0 Monate (16.5, 21.1)
Gruppe D: 20.5 Monate (16.0, 26.6)
p=0,857

kein statistisch signifikanter Unterschied Insulin vs. Metformin vs. andere orale Antidiabetika
p=0,371

Mortalität
Statistisch signifikant häufiger in Gruppe A
HR 1,19 (95%CI 1,01-1,40)
p=0,034

Faktoren assoziiert mit Gesamtüberleben
Insulinpflichtigkeit
Statistisch signifikant geringeres Gesamtüberleben
HR 6,45 (95%CI 1,298-32,014)
p=0,023

Tumorgröße
Statistisch signifikant geringeres Gesamtüberleben bei Gruppe D
kein statistisch signifikanter Unterschied bei Gruppe C

Gruppe C:
HR 1,67 (95%CI 1,103-2,533)
p=0,015

Gruppe D:
HR 0,94 (95%CI 0,78-1,142)
p=0,553

Author's Conclusion:  In conclusion, diabetic patients who undergo resection for pancreatic cancer and adjuvant therapy present with larger tumours and have a small but significantly higher risk of death than non-diabetic patients. There seem to be important differences in patients with pancreatic cancer between those with insulin- and non-insulin-dependent diabetes mellitus and from previous studies between those with new onset and established diabetes mellitus. Understanding the biological mechanisms behind these observations may offer new opportunitie for diagnosis and therapy.
Methodical Notes
Funding Sources:  nicht angegeben

COI:  The authors declare no conflict of interest.

Randomization:  keine Randomisierung (retrospektiv)

Blinding:  keine Verblindung (retrospektiv)

Dropout Rate/ITT-Analysis:  All analyses were carried out using R (v 3.2.1) (R-Development-Core-Team, 2011) on an intention to treat basis, retaining patients in their randomised treatment groups and including protocol violators and ineligible patients. A two-sided significance of P<0.05 was used throughout.

Notes:  Gesamtqualität: ausreichend
Studiendesign: retrospektive Kohorte
PICO Frage: ja
Randomisiert: nein
Gruppen vergleichbar: nein
Gruppen gleich behandelt (abgesehen von untersuchter Intervention): ja
Patienten nachverfolgbar (Loss of Follow-Up dokumentiert etc.): ja
objektive Messung: ja
Verblindung: nein
Tas, F. et al. Performance status of patients is the major prognostic factor at all stages of pancreatic cancer. International Journal of Clinical Oncology. 18. 839-846. 2013
Tas, F. et al. Performance status of patients is the major prognostic factor at all stages of pancreatic cancer. International Journal of Clinical Oncology. 18. 839-846. 2013
Population Intervention Outcomes/Results
Evidence level:  4

Study type:  retrospektive Kohorte, unizentrisch, Türkei

Number of Patient:  n=335 (Gesamt)

Subgruppen
n=59 (lokal begrenzt)
n=122 (lokal fortgeschritten)
n=154 (metastasiert)

Recruitung Phase:  2000-2010

Inclusion Criteria:  1. histologisch bestätigtes Adenokarzinom des Pankreas

Exclusion Criteria:  
Intervention:  Performance Status als Prognosefaktor für Gesamtüberleben

Comparison:  
Primary:  Gesamtüberleben

Secondary:  

Results:  Follow-Up:
290 Tage (range 1-78 Monate)

Gesamtüberleben
Alle Patienten
ECOG (0-1) vs. ECOG (2-4)
Statistisch signifkant kürzer bei ECOG (2-4)
p<0,001

lokal begrenzt (Stadium I-II)
ECOG (0-1) vs. ECOG (2-4)
Kein statistisch signifikanter Unterschied

Lokal fortgeschritten (Stadium III)
ECOG (0-1) vs. ECOG (2-4)
Statistisch signifikant kürzer bei ECOG (2-4)
p=0,040

metastasiert (Stadium IV)
ECOG (0-1) vs. ECOG (2-4)
Statistisch signifikant kürzer bei ECOG (2-4)
p=0,002

Author's Conclusion:  In conclusion, the majority of pancreatic cancer patients still have a poor prognosis. Therefore, establishing clear prognostic variables during initial diagnosis may help physicians to decide which patients should be considered for supportive care only, single agent chemotherapy, combination chemotherapies or multimodality treatment options. In this study, we demonstrated that the ECOG performance status is one of the major prognostic factor influencing survival at all stages of pancreatic cancer. Additionally, patients with poor performance status may be recommended for different treatment options if patients do not lose weight, have non-metastatic disease and have small diameter primary tumors.
Methodical Notes
Funding Sources:  nicht angegeben

COI:  None

Randomization:  keine Randomisierung (retrospektiv)

Blinding:  keine Verblindung (retrospektiv)

Dropout Rate/ITT-Analysis:  nicht angegeben

Notes:  
Agalianos, C. et al. Positive para-aortic lymph nodes following pancreatectomy for pancreatic cancer. Systematic review and meta-analysis of impact on short term survival and association with clinicopathologic features. HPB. 18. 633-641. 2016
Agalianos, C. et al. Positive para-aortic lymph nodes following pancreatectomy for pancreatic cancer. Systematic review and meta-analysis of impact on short term survival and association with clinicopathologic features. HPB. 18. 633-641. 2016
Evidence level/Study Types P - I - C Outcomes/Results Literature References
Evidence level:  3

Study type:  Systematisches Review + Metaanalyse
Databases:  Medline, Embase, Ovid, Cochrane

Search period:  bis 07/2015 (keine Angabe zum Suchzeitraum)

Inclusion Criteria:  1. Bericht über den Zustand der paraaortalen Lymphknoten
2. Anzahl eingeschlossener Patienten (mind. 10 Patienten),
3. mindestens ein Outcome berichtet



Exclusion Criteria:  1. Unklarer Status paraaortaler Lymphknoten
2. gemischte Ergebnisse bei periampullären Tumoren,
3. erhebliche Überschneidungen zwischen Autoren/Zentren oder Patientenkohorten
4. erforderliche Daten aus den veröffentlichten Ergebnissen nicht berechenbar
Population:  Patienten mit Pankreasgang-Adenokarzinom nach Pankreatektomie

Intervention:  positive para-aortale Lymphknoten (PALN+)

Comparison:  negative para-aortale Lymphknoten (PALN-)
Primary:  1-Jahres-Überleben
2-Jahres-Überleben
Zusammenhang PALN+ und T-Status
Zusammenhang PALN+ und R1-Resektion
Zusammenhang pos. Lymphknoten Stationen 13, 14, 17 und 12 mit PALN+

Secondary:  

Results:  n=12 Studien (10 retrospektive, 2 prospektive Studien)
n=2467 Patienten,

1-Jahres-Überleben
PALN- vs. PALN+ (6 Studien)
Statistisch signifikant höher bei PALN-
OR 0,36, (95%CI: 0,25-0,53)
p<0,00001

2-Jahres-Überleben
PALN- vs. PALN+ (7 Studien)
Statistisch signifikant höher bei PALN-
OR 0,36, (95%CI: 0,25-0,51)
p<0,00001

SUBGRUPPENANALYSE N1 Patienten mit PALN-:

1-Jahres-Überleben
N1-PALN- vs. PALN+ (4 Studien)
Statistisch signifikant höher bei N1-PALN-
OR 0,34 (95%CI: 0,17-0,68)
p=0,002

2-Jahres-Überleben
N1-PALN- vs. PALN+ (4 Studien)
Statistisch signifikant höher bei N1-PALN-
OR 0,60 (95%CI: 0,38-0,95)
p=0,03

Zusammenhang zwischen PALN+/- und T-Stadium (6 Studien):
kein statistisch signifikanter Unterschied p=0,78

Zusammenhang zwischen R1-Status und PALN+ (4 Studien):
Statistisch signifikant mehr R1 bei PALN+
OR 3.99 (95%CI: 2.79-5.69)
p<0,00001

Zusammenhang zwischen pos. Lymphknotenstatus der Stationen 13, 14, 17 und 12 und PALN+:
statistisch signifikant mehr PALN+ bei positiven Lymphknoten der Stationen 14, 17 und 12
kein statistisch signifikanter Zusammenhang bei Station 13

Station 14: OR 5,98 (95%CI: 3,77-9,48)
p<0,00001 (4 Studien)
Station 17: OR 5,64 (95%CI: 3,37-9,44)
p<0,00001 (3 Studien)
Station 12 OR 4,94 (95%CI: 3,06-7,98)
p<0,00001 (4 Studien)

Author's Conclusion:  Infiltration of para-aortic lymph nodes is associated with decreased survival in pancreatic cancer patients. Station 16 involvement is associated with positive resection margins but is independent of the tumour size, whereas lymph node stations 12,14 and 17 can be regarded as junctional to station 16. Although, PALN+ patients have a worse prognosis, recognition of the factors affecting their survival and identification of the characteristics of the long term survivors should be the tool which will guide the selection of the optimal treatment modality for these pancreatic cancer patients
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Methodical Notes
Funding Sources:  None.

COI:  Authors declare there are no conflicts of interest.

Study Quality:  nicht angegeben

Heterogeneity:  Überleben Pat. PALN- im Vergleich zu Pat. mit PALN+ (6 Studien)
1-Jahres Überleben (Chi2=2,51, df=5 (p=0,77);I2=0%)
2-Jahres Überleben (Chi2=3,16, df=6 (p=0,79);I2=0%)

Überleben N1 Pat. mit PALN- im Vergleich zu N1 Pat. mit PALN+ (4 Studien)
1-Jahres Überleben (Chi2=3,86, df=3 (p=0,28);I2=22%)
2-Jahres Überleben (Chi2=0,60, df=3 (p=0,90);I2=0%)

Zusammenhang zwischen R1-Status und PALN+: Chi2=5,64, df=3 (p=0,13);I2=47% (4 Studien)

Zusammenhang zwischen pos. Lymphknotenstatus Stationen 13, 14, 17 und 12 und PALN+
Station 3 (Chi2=10,25, df=2 (p=0,0006); I2=80%) (3 Studien) (hohe Heterogenität)
Station 14 (Chi2=5,10, df=3 (p=0,16); I2=41%) (4 Studien)
Station 17 (Chi2=0,16, df=2 (p=0,92); I2=0%) (3 Studien)
Station 12 (Chi2=2,72, df=3 (p=0,44);I2=0%) (4 Studien)

Publication Bias:  nicht angegeben

Notes:  
Gesamtqualität: keine methodischen Mängel
PICO Frage klar formuliert: ja
Ausreichende Suchstrategie: ja
Ein- und Ausschlusskriterien klar definiert: ja
Qualitätsbewertung der eingeschlossenen Studien erfolgt: ja
Metanalyse erfolgt: ja
Prüfung der Heterogenität: Daten sind homogen
Cao, F. et al. Prognostic significance of positive peritoneal cytology in resectable pancreatic cancer: A systemic review and metaanalysis. Oncotarget. 8. 15004-15013. 2017
Cao, F. et al. Prognostic significance of positive peritoneal cytology in resectable pancreatic cancer: A systemic review and metaanalysis. Oncotarget. 8. 15004-15013. 2017
Evidence level/Study Types P - I - C Outcomes/Results Literature References
Evidence level:  4

Study type:  Systematisches Review + Metaanalyse
Databases:  PubMed, Web of Science, China National Knowledge Infrastructure

Search period:  bis 06/2016 (keine Angabe zum Suchzeitraum)

Inclusion Criteria:  1. potenziell resektable Pankreaskarzinome
2. Peritoneale Zytologie durchgeführt
3. Mindestens ein Outcome berichtet
4. Hazard Ratio (HR) oder Odds Ratio (OR) mit Konfidenzintervall (CI) oder ausreichende Datenzur Berechnung angegeben

Exclusion Criteria:  1. Briefe, Fallberichte, Reviews und Konferenzzusammenfassungen ohne Originaldaten;
2. Duplikate früherer Veröffentlichungen
3. Artikel ohne Schlüsselinformationen wie Kaplan-Meier-Kurven, HRs mit 95% CIs oder klinisch-pathologischen Merkmalen
Population:  Patienten mit resektablem Pankreaskarzinom

Intervention:  positive Peritonealzytologie (CY+)

Comparison:  negative Peritonealzytologie (CY-)
Primary:  Gesamüberleben
Krankheitsfreies Überleben
Rezidiv
Klinisch pathologische Merkmale (Tumorgröße, Tumorlokalisation, Serosainvasion, Invasion der Vena Porta, Lymphbahninvasion, T-Status, N-Status, Alter, Geschlecht, Grading, retroperitoneale Invasion, Invasion der Arterien, Perineuralinvasion, Invasion der Venen)

Secondary:  

Results:  n=10 retrospektive Studien
n=2522 Patienten

Gesamtüberleben:
CY+ vs. CY- (10 Studien)
Statistisch signifikant niedriger bei CY+
HR 3,18 (95%CI: 1,88-5,39)
p=0,000

Krankheitsfreies Überleben
CY+ vs. CY- (5 Studien)
Statistisch signifikant niedriger bei CY+
HR 2,88 (95%CI: 2,39-3,49)
p=0,000

Rezidiv
CY+ vs. CY-
statistisch signifikant höhere Wahrscheinlichkeit bei CY+ für:
Rezidive insgesamt (4 Studien)
OR 5,21 (95%CI: 2,45-11,00)
p=0,000

Peritonealrezidive (4 Studien)
OR 4,57 (95%CI: 3,08-6,78)
p<0,000

kein statistisch signifikanter Unterschied für:
Lokalrezidive (4 Studien)
OR 1,01 (95%CI: 0,60–1,70)
p=0,973

Lebermetastasen (4 Studien)
OR 0,75 (95%CI: 0,47–1,19)
p=0,214


Klinisch-pathologische Merkmale
statistisch signifikanter Zusammenhang zwischen CY+ und:
1. Tumorgröße (größter vs kleinster Tumor) (4 Studien)
OR 11,65 (95%CI: 2,62-51,86)
p=0,001
2. Tumorlokalisation (Pankreaskopf vs -Körper/-Schwanz) (6 Studien)
OR 0,37 (95%CI: 0,27-0,52) p<0,000
3. Serosainvasion (4 Studien)
OR 3,89 (95%CI: 2,26-6,71) p<0,000
4. Invasion der Portalvene (3 Studien)
OR 1,82 (95%CI: 1,12-2,95)
p=0,016
5. Lymphgefäßinvasion (3 Studien)
OR 2,71 (95%CI: 1,13-6,50)
p=0,026
6. T-Stadium (T3+4 vs T1+2) (5 Studien)
OR 2,65 (95%CI: 1,06-6,63)
p=0,037
7. N-Stadium (N1 vs N0) (5 Studien)
OR 2,34 (95%CI: 1,44-3,82)
p=0,001

kein statistisch signifikanter Zusammenhang zwischen CY+ und:
1. Alter (3 Studien)
2. Geschlecht (7 Studien)
3. Grading (schlecht vs gut/moderat) (4 Studien)
4. retroperitoneale Invasion (4 Studien)
5. Invasion der Arterien (3 Studien)
6. Perineuralinvasion (4 Studien)
7. Invasion der Venen (3 Studien)

Author's Conclusion:  In conclusion, CY+ status was associated with advanced tumor and poor prognosis, radical resection should not be performed on such pancreatic cancer patients.
Iwagami Y, Eguchi H, Wada H, Tomimaru Y, Hama N,
Kawamoto K, Kobayashi S, Mori M, Doki Y, Nagano H.
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Methodical Notes
Funding Sources:  nicht angegeben

COI:  The authors declare no conflicts of interest.

Study Quality:  Bewertungsinstrument: Newcastle-Ottawa-Skala (NOS) ((maximale Punktzahl 9 Punkte, NOS > von 7 = hohe Qualität NOS-Wert < 3 = niedrige Qualität)

Ergebnisse der eingeschlossenen Studien: Iwagami Y, 8; Satoi S, 6; Hirabayashi K, 6; Aoyama T, 7; Yamada S, 6; Yoshioka R, 8; Ferrone CR, 6; Meszoely IM, 6; Konishi M, 6; Yachida S, 6

Heterogeneity:  CY + und klinisch-pathologische Merkmale
CY + korreliert mit:
1. Tumorgröße Chi2=9,79; p=0,020; I2=69,4% (hohe Heterogenität)
2. Tumorlokalisation Chi2=6,60; p=0,169; I2=39,4%
3. Serosainvasion Chi2=4,27; p=0,234; I2=29,7%
4. Invasion der Portalvene Chi2=2,45; p=0,294; I2=18,2%
5. Lymphgefäßinvasion Chi2=0,34; p=0,842; I2=0%
6. T-Stadium (T3+4 vs T1+2) Chi2=0,62; p=0,961; I2=0%
7. N-Stadium (N1 vs N0) Chi2=6,33; p=0,176; I2=36,8%
CY + korreliert nicht mit:
1. Alter Chi2=7,83; p=0,020; I2=74,5% (hohe Heterogenität)
2. Geschlecht Chi2=10,14; p=0,119; I2=40,8%
3. Grading Chi2=1,71; p=0,635; I2=0%
4. retroperitoneale Invasion Chi2=2,64; p=0,450; I2=0%
5. Invasion der Arterien Chi2=1,83; p=0,401; I2=0%
6. Perineuralinvasion Chi2=1,11; p=0,776; I2=0%
7. Invasion der Venen Chi2=2,51; p=0,285; I2=20,3%

CY + und Rezidiv
total recurrence p=0,205; I2=36,4%
Peritonealrezidiv p=0,662; I2=0%
local recurrence p=0,983; I2=0%
liver metastasis p=0,556; I2=0%

CY + und Gesamtüberleben
Chi2=85,08; p=0,000; I2=89,4% (hohe Heterogenität)

CY + und krankheitsfreies Überleben
Chi2=4,86; p=0,302; I2=17,7%

Publication Bias:  Bewertungsverfahren: Beggs Test

Ergebnis: kein Publikationsbias der Studien für die Metaanalyse zum Gesamtüberleben (P=0,142) und krankheitsfreiem Überleben (P=0,129)

Notes:  
Gesamtqualität: keine methodischen Mängel
PICO Frage klar formuliert: ja
Ausreichende Suchstrategie: ja
Ein- und Ausschlusskriterien klar definiert: ja
Qualitätsbewertung der eingeschlossenen Studien erfolgt: ja
Metaanalyse erfolgt: ja
Prüfung der Heterogenität: Gesamtüberleben: heterogen, krankheitsfreies Überleben: homogen, peritoneales Rezidív: homogen
Crippa, S. et al. Is there a role for surgical resection in patients with pancreatic cancer with liver metastases responding to chemotherapy?. European Journal of Surgical Oncology. 42. 1533-1539. 2016
Crippa, S. et al. Is there a role for surgical resection in patients with pancreatic cancer with liver metastases responding to chemotherapy?. European Journal of Surgical Oncology. 42. 1533-1539. 2016
Population Intervention - Comparison Outcomes/Results
Evidence level:  4

Study type:  retrospektive Kohorte, multizentrisch (2 Kliniken), Italien

Number of Patient:  n=127
n=116 ohne Resektion (R-)
n=56 radiologisches Ansprechen nach primärer Chemotherapie
davon
n=11 Resektion (R+)

Recruitung Phase:  01/2003 - 12/2013

Inclusion Criteria:  1. pathologisch nachgewiesenes PDAC

Exclusion Criteria:  1. Vorliegen von extrahepatischen Metastasen
2. ECOG PS ≥3
3. alleinige Supportive Therapie
Intervention:  Resektion des Primärtumors und der Metastasen nach Ansprechen auf primäre Chemotherapie (R+)

Comparison:  Keine Resektion nach primärer Chemotherapie (R-)
Primary:  Gesamtüberleben
Postoperative Mortalität
Morbidität
Rezidiv

Secondary:  

Results:  Follow-up
nicht angegeben

Gesamtüberleben:
R+ vs. Gesamtkohorte
Statistisch signifikant längeres Gesamtüberleben bei R+
R+: 39 Monate
Gesamtkohorte: 11 Monate
p < 0.0001

R+ vs. Patienten mit Ansprechen nach primärer Chemotherapie (mit und ohne Resektion) (n=56)
Statistisch signifikant längeres Gesamtüberleben bei R+
R+: 39 Monate
Patienten mit Ansprechen: 12 Monate
p < 0.0001

unabhängige Faktoren für das Gesamtüberleben:
primäre Chemotherapie mit multiplen Agentien
HR 0,512 (95%CI 0.310-0.844)
p=0.009

chirurgische Resektion
HR 0,360 (95%CI 0.152-0.856)
p=0.006

>5 Metastasen bei Diagnosestellung
HR 3,515 (95%CI 1.304-9.479)
p=0.013

CA 19-9 Reduktion <50% zur Baseline
HR 2,708 (95%CI 1.417-5.175)
p=0.003

Postoperative Mortalität:
keine

Morbidität (R+):
27%

Rezidiv (R+):
10/11 Patienten

Author's Conclusion:  In summary, to our knowledge, this is the first study that describes the results of surgical resection of patients with metastatic pancreatic cancer limited to the liver after primary chemotherapy. This study demonstrates that multiagent chemotherapy can be effective in treating patients with good performance status, achieving complete/partial radiological response in 4/10 cases and major biochemical response in 3/10. Surgical resection was carried out in a limited number of highly-selected patients and was associated with improved survival. Further prospective studies are needed to confirm the possible benefit of surgery and to define the possible indications of surgical resection.
Methodical Notes
Funding Sources:  All authors declare that this paper has no sources of funding.

COI:  All authors declare no conflict of interest.

Randomization:  keine Randomisierung (retrospektiv)

Blinding:  keine Verblindung (retrospektiv)

Dropout Rate/ITT-Analysis:  nicht angegeben

Notes:  Gesamtqualität: ausreichend
Studiendesign: retrospektive Kohorte
PICO Frage: ja
Randomisiert: nein
Gruppen vergleichbar: ja
Gruppen gleich behandelt (abgesehen von untersuchter Intervention): nein
Patienten nachverfolgbar (Loss of Follow-Up dokumentiert etc.): ja
objektive Messung: ja
Verblindung: nein
Gebauer, F. et al. [Oligometastasis in pancreatic cancer : Current state of knowledge and spectrum of local therapy]. Oligometastasierung beim Pankreaskarzinom : Aktueller Kenntnisstand und Spektrum der Lokaltherapie. 89. 510-515. 2018
Gebauer, F. et al. [Oligometastasis in pancreatic cancer : Current state of knowledge and spectrum of local therapy]. Oligometastasierung beim Pankreaskarzinom : Aktueller Kenntnisstand und Spektrum der Lokaltherapie. 89. 510-515. 2018
Evidence level/Study Types P - I - C Outcomes/Results Literature References
Evidence level:  4

Study type:  systematische Recherche
Databases:  Medline, PubMed

Search period:  nicht angegeben

Inclusion Criteria:  nicht angegeben

Exclusion Criteria:  nicht angegeben
Population:  Patienten mit duktalem Adenokarzinom des Pankreas (PDAC) mit Oligometastasierung

Intervention:  Lokaltherapie (Resektion, RFA, MWA) bei Hepatischen Metastasen, Pulmonalen Metastasen (LT+)

Comparison:  keine Lokaltherapie (LT-)
Primary:  Gesamtüberleben
Perioperative Mortalität

Secondary:  

Results:  Fallserien

Keine quantitative Zusammenfassung der Ergebnisse

Gesamtüberleben:

Hepatische Metastasierung:
Resektion
Möglicherweise verlängertes Gesamtüberleben
RFA/MWA
keine Ergebnisse für PDAC

Pulmonale Metastasen
Resektion
Möglicherweise verlängertes Gesamtüberleben

Perioperative Mortalität
Hepatische Metastasierung:
in den meisten Studien <5%

Fazit für die Praxis
Das Evidenzniveau für eine synchrone hepatische Metastasen- und Primärtumorresektion ist schwach, auch wenn einige Fallserien ein vergleichbares Gesamtüberleben berichten konnten, wie es mit modernen Chemotherapieregimen erreicht werden kann.

Eine Empfehlung für dieses Vorgehen kann anhand der vorliegenden Daten nicht gegeben werden, die Ergebnisse der vorhandenen Studien zeigen allerdings die Notwendigkeit für prospektive Untersuchungen zu diesem Thema.

Patienten mit pulmonalen Metastasen scheinen sich in ihrem biologischen Verlauf grundlegend von Patienten mit intraabdominellen Metastasen zu unterscheiden, hier scheint eine metachrone pulmonale Metastasenresektion bei ausgewählten Patienten gerechtfertigt zu sein.

Author's Conclusion:  Die Ergebnisse der vorliegenden Studie erlauben keine generelle Aussage darüber, ob resezierende Eingriffe im metastasierten Stadium gerechtfertigt sind. Dennoch zeigen die Ergebnisse einen möglichen Vorteil für gewisse Patientensubpopulationen. Prospektive Studien sind zwingend notwendig, um einen möglichen Stellenwert chirurgischer Eingriffe im metastasierten Stadium belegen zu können.
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Methodical Notes
Funding Sources:  nicht angegeben

COI:  F. Gebauer, A. I. Damanakis und C. Bruns geben an, dass kein Interessenkonflikt besteht.

Study Quality:  nicht angegeben

Heterogeneity:  nicht angegeben

Publication Bias:  nicht angegeben

Notes:  
Gesamtqualität: abgewertet (-)
PICO Frage klar formuliert: nein
Ausreichende Suchstrategie unklar
Ein- und Ausschlusskriterien klar definiert: unklar
Qualitätsbewertung der eingeschlossenen Studien erfolgt: unklar
Metanalyse erfolgt: nein
Prüfung der Heterogenität: keine Prüfung erfolgt
Hempel, S. et al. Para-aortic lymph node metastases in pancreatic cancer should not be considered a watershed for curative resection. Scientific reports. 7. 7688. 2017
Hempel, S. et al. Para-aortic lymph node metastases in pancreatic cancer should not be considered a watershed for curative resection. Scientific reports. 7. 7688. 2017
Population Intervention - Comparison Outcomes/Results
Evidence level:  4

Study type:  retrospektive Kohorte, unizentrisch, Deutschland

Number of Patient:  n=95 Resektion
n=14 PALN+
n=81 PALN-
Subgruppe PALN-
n=37 pN0
n=44 pN1

n=194 palliative Operation

Recruitung Phase:  01/2005 - 03/2015

Inclusion Criteria:  1. duktale Adenokarzinome des Pankreas (PDAC)
2. partielle pyloruskonservierende Pankreatoduodenektomie (PD), klassische PD (cPD) oder totale Pankreatektomie (TP) des Pankreaskopfs oder -halses
3. eindeutig markierte PALN (PALN+/-)
4. palliative Operation bei nicht-resektablem oder metastasiertem duktalem Adenokarzinom des Pankreas

Exclusion Criteria:  nicht angegeben
Intervention:  Resektion bei Patienten mit metastatischen paraaortalen Lymphknoten (PALN+)


Comparison:  Resektion bei Patienten mit nicht-metastatischen paraaortalen Lymphknoten (PALN-)

ODER
palliativer Operation bei nicht-resektablem oder metastasiertem PDAC
Primary:  Gesamtüberleben
Krankheitsfreies Überleben
Postoperative Morbidität
30-Tage Mortalität


Secondary:  

Results:  Follow-up
Median 17,9 Monate

Medianes Gesamtüberleben
PALN+ vs. PALN-:
Kein statistisch signifikanter Unterschied
PALN+ 14,1 Monate
PALN- 20,2 Monate
(95%CI 17.0-24.8)
p=0,093)

PALN- N0 vs. PALN- N1
Statistisch signifikant länger bei PALN- N0
PALN- N0 23,9 Monate (95%CI 18,8-48,0)
PALN- N1 19,3 Monate (95%CI 10,9-22,9)
p=0,047

PALN+ vs. PALN- N1
Kein statistisch signifikanter Unterschied
PALN+ 14,1 Monate
PALN- N1 19,3 Monate
(95%CI 10,9-22,9)
p=0,743

PALN+ vs. Palliative OP
Kein statistisch signifikanter Unterschied
PALN+ 14,1 Monate
Palliative OP 8,8 Monate
(95%CI 7,3-10,1)
p=0,158

Medianes Krankheitsfreies Überleben
PALN+ vs. PALN-
Statistisch signifikant länger bei PALN-
PALN+ 7,4 Monate
PALN- 12,3 Monate
(95%CI 10,0-16,0)
p=0,003

Postoperative Morbidität
PALN+ vs. PALN-
Signifikant höhere Rate an postoperativer Diarrhoe bei PALN+

30-Tage Mortalität
Gesamt: 2,1 % (2/95 Patienten)

Author's Conclusion:  In conclusion, the present study confrms that patients with PALN metastases (pM1 LYM) have a relative poor prognosis, resulting in a median survival of approximately 14 months. However, one-third of these patients demonstrated a longer survival. Compared with other studies on PALN resection, the present study explicitly analysed the lymph node status and demonstrated that the survival of patients with positive PALN was comparable to patients with pN1pM0 disease, and even more to pN2pM0 patients according to the 8th edition of TNM staging (UICC). Because preoperative imaging studies fail to reliably predict PALN metastases, PALN status prior to tumour resection can only be assessed by intraoperative frozen section analysis. However, abandoning tumour resection in the case of Ln16b1 metastases should not be routinely recommended; we would rather recommend a tailored approach taking into account the individual risk profle of the patient.
Methodical Notes
Funding Sources:  The present work was not supported by any third party funding or research grant.

COI:  The authors declare that they have no competing interests.

Randomization:  keine Randomisierung (retrospektiv)

Blinding:  keine Verblindung (retrospektiv)

Dropout Rate/ITT-Analysis:  nicht angegeben

Notes:  Gesamtqualität: keine methodischen Mängel
Studiendesign: retrospektive Kohorte
PICO Frage: ja
Randomisiert: nein
Gruppen vergleichbar: ja
Gruppen gleich behandelt (abgesehen von untersuchter Intervention): ja
Patienten nachverfolgbar (Loss of Follow-Up dokumentiert etc.): ja
objektive Messung: ja
Verblindung: nein
Klaiber, U. et al. Prognostic Factors of Survival After Neoadjuvant Treatment and Resection for Initially Unresectable Pancreatic Cancer. Annals of surgery. . . 2019
Klaiber, U. et al. Prognostic Factors of Survival After Neoadjuvant Treatment and Resection for Initially Unresectable Pancreatic Cancer. Annals of surgery. . . 2019
Population Intervention - Comparison Outcomes/Results
Evidence level:  4

Study type:  retrospektive Kohorte, unizentrisch, Deutschland

Number of Patient:  n=280
n=82 R0
n=99 R1 < 1 mm
n=99 R1 direct
n=45 Oligometastasen (13 Peritoneum, 27 Leber, 4 entfernte Lymphknoten, 1 Lunge, 1 Milz, 1 Nebenniere, 1 Schambein) (gleichmäßig über die 3 Resektionsgruppen verteilt)

Recruitung Phase:  01/2006 – 02/2017

Inclusion Criteria:  1. primär irresektable PDAC
2. borderline resektabel, lokal fortgeschritten nach neoadjuvanter Therapie und Resektion
3. Oligometatastasierung die komplett reseziert werden konnte

Exclusion Criteria:  1. periampulläre Karzinome, neuroendokrine Tumore, anaplastische Karzinome, Carcinoma in situ
2. andere synchron metastasierte Tumore
3. mittlere bis große Metastasen, die nicht reseziert werden konnten
4. makroskopische (R2) oder unbestimmbare (Rx) Residualtumore
5. resektable Tumoren
Intervention:  R0-Resektion nach neoadjuvanter Therapie (R0)
(R0 = tumorfreier Resektionsrand von >1mm)

Comparison:  R1-Resektion nach neoadjuvanter Therapie:
1. R1≤1mm = tumorfreier Resektionsrand ≤1mm (R1-1 mm)
2. R1 direct = mikroskopische Tumorinfiltration am Resektionsrand (R1-direct)
Primary:  Gesamtüberleben
3-Jahres-Gesamtüberlebensrate
krankheitsfreies Überleben
3-Jahres krankheitsfreies Überlebensrate
30-Tage-Mortalität
90-Tage Mortalität
Prognosefaktoren

Secondary:  

Results:  Follow-up
Median 18 Monate (11-36)

Gesamtüberleben
Medianes Gesamtüberleben
Gesamtkohorte (n=280) 19,0 (14,6–22,3) Monate
R0 vs. R1-1-mm vs. R1-direct
statistisch signifikant länger nach R0
R0 (n=82): 25,1 Monate (95% CI 16,2–30,0)
R1-1-mm (n=99): 15,3 Monate (95% CI 11,0–23,5)
R1-direct (n=99): 16,1 Monate (95% CI 9,8–22,3)
p=0,0076

3-Jahres-Gesamtüberlebensrate
Gesamtkohorte (n=280):24,7% (19,1–30,6)
R0 vs. R1-1-mm vs. R1-direct
statistisch signifikant höher nach R0
R0 (n=82): 35,0% (95% CI 24,3–45,8)
R1-1-mm (n=99): 20,7% (95% CI 12,0–31,0)
R1-direct (n=99): 18,5% (95% CI 10,5–28,4)
P=0,0076)

Medianes Gesamtüberleben mit/ohne adjuvante Chemotherapie
Statistisch signifikant länger mit adjuvanter Chemotherapie
ohne adjuvante Chemotherapie: 12,8 Monate (95% CI: 8,8–20,6)
mit adjuvanter Chemotherapie: 24,1 Monate (95% CI 19,8–29,6)
p=0,0225

3-Jahres-Gesamtüberlebensraten mit/ohne adjuvante Chemotherapie:
statistisch signifikant höher mit adjuvanter Chemotherapie
ohne adjuvante Chemotherapie: 20,0% (95% CI 11,4–30,3)
mit adjuvanter Chemotherapie: 31,9% (95% CI 23,7–40,3)
p=0,0225

Medianes krankheitsfreies Überleben
Gesamtkohorte (n=252) 9,0 Monate (95% CI 7,9–10,3)
R0 vs. R1-1-mm vs. R1-direct
statistisch signifikant länger nach R0
R0: 9,8 Monate (95% CI 7,6–16,9)
R1-1-mm: 8,9 Monate (95% CI 7,4–10,5)
R1-direct: 8,3 Monate (95% CI 6,2–10,4)
p=0,0250

Medianes krankheitsfreies Überleben mit/ohne
adjuvante Chemotherapie:

statistisch signifikant länger mit adjuvanter Chemotherapie
ohne adjuvante Chemotherapie: 6,2 Monate (95% CI 4,6–7,6)
mit adjuvanter Chemotherapie: 11,5 Monate (95% CI 9,7–13,6)
p=0,0071

3-Jahres-kranheitsfreies Überlebensrate:
Gesamtkohorte (n=252) 11,6% (7,7–16,4)
R0 vs. R1-1-mm vs. R1-direct
statistisch signifikant höher nach R0
R0: 19,6% (95% CI 11,3–29,6)
R1-1-mm: 9,8% (95% CI 4,1–18,6)
R1-direct: 5,9% (95% CI 2,0–13,0)
p=0,0250

3-Jahres-krankheitsfreies Überlebensrate mit/ohne adjuvante Chemotherapie:
statistisch signifikant höher bei adjuvanter Chemotherapie
ohne adjuvante Chemotherapie: 12,0% (95% CI: 7,0–18,5)
mit adjuvanter Chemotherapie: 13,0% (95% CI 6,4–21,9)
p 0,0071

30-Tage-Mortalität
R0 vs. R1-1-mm vs. R1-direct
kein statistisch signifikanter Unterschied

90-Tage Mortalität
R0 vs. R1-1-mm vs. R1-direct
kein statistisch signifikanter Unterschied

Prognosefaktoren

Unabhängige prognostische Faktoren für kürzeres Gesamtüberleben (multivariate Analyse):
1. präoperativer CA 19–9-Serumspiegel von 100 U / ml:
≥100 vs <100 HR 1.58 (95% CI 1.15–2.17) p=0.0046
2. Lymphknotenbefall:
ypN1 vs ypN0 HR 1.72 (95% CI 1.23–2.40) p=0.0013
ypN2 vs ypN0 HR 2.25 (95% CI 1.51–3.36) p<0.0001
3. ypM1-Stadium:
ypM1 vs ypM0 HR 2.04 (95% CI 1.39–3.01) p=0.0003
4. arterielle/venöse Infiltration:
ja vs nein HR 1.87 (95% CI 1.39–2.52) p<0.0001

Unabhängige prognostische Faktoren für kürzeres krankheitsfreies Überleben (mulitvariate Analyse):
1. präoperative CA 19–9-Werte im Serum
≥100 vs <37 HR 1.80 (95% CI 1.26–2.56)
p=0.0011
2. präoperative CEA-Werte im Serum
≥2.5 vs <2.5 HR 1.45 (95% CI 1.06–1.98)
p=0.0213
3. ypT4-Stadium
ypT4 vs ypT0/1/2/3 HR 1.79 (95% CI 1.06–3.02)
p=0.0290
4. Lymphknotenbefall
ypN1 vs ypN0 HR 1.43 (95% CI 1.02–2.01)
p=0.0377
ypN2 vs ypN0 HR 2.02 (95% CI 1.36–3.01)
p=0.0005
5. Fernmetastasen bei Erstdiagnose
M1 vs lokale Ausbreitung HR 1.85 (95% CI 1.35–2.54)
p=0.0002
6. multiple Tumorlokalisationen im Pankreas
multiple vs single HR 1.70 (95% CI 1.26–2.31)
p=0.0006

Author's Conclusion:  In patients undergoing resection after neoadjuvant therapy for
initially unresectable PDAC, preoperative CA 19–9 levels, lymph node
involvement, metastasis category, and vascular involvement, but not the R
status, were independent prognostic factors of overall survival.
Methodical Notes
Funding Sources:  The resources and the facilities available at the Department of Surgery,
University of Heidelberg, were used to conduct this study. No additional
funding source was used.

COI:  All authors declare no financial interests and no conflicts of interest.

Randomization:  keine Randomisierung (retrospektiv)

Blinding:  keine Verblindung (retrospektiv)

Dropout Rate/ITT-Analysis:  11 Patienten (innerhalb von 90 Tagen nach Operation nachuntersucht: 5 Patienten mit R1 1 mm und 6 mit R1 direkt) und 17 Patienten (innerhalb von 90 Tagen nach Operation verstorben (4 Patienten mit R0, 5 mit R1 1 mm), und 8 mit R1 direct) wurden aus krankheitsfreien Überlebensanalysen ausgeschlossen

Notes:  Gesamtqualität: keine methodischen Mängel
Studiendesign: retrospektive Kohorte
PICO Frage: ja
Randomisiert: nein
Gruppen vergleichbar: ja
Gruppen gleich behandelt (abgesehen von untersuchter Intervention): ja
Patienten nachverfolgbar (Loss of Follow-Up dokumentiert etc.): ja
objektive Messung: ja
Verblindung: nein
Liu, X. et al. Predictors of distant metastasis on exploration in patients with potentially resectable pancreatic cancer. BMC Gastroenterology. 18. 168. 2018
Liu, X. et al. Predictors of distant metastasis on exploration in patients with potentially resectable pancreatic cancer. BMC Gastroenterology. 18. 168. 2018
Population Intervention - Comparison Outcomes/Results
Evidence level:  4

Study type:  retrospektive Kohorte, unizentrisch, China

Number of Patient:  n=235
n=62 WM
n=173 NM

Recruitung Phase:  01/2014 – 12/2015

Inclusion Criteria:  1. Exploration bei potenziell resezierbarem PDAC

Exclusion Criteria:  1. palliative Operation
2. keine präoperative interne Multidetektor-Computertomographie (MDCT)-Untersuchung
3. Fernmetastasen in präoperativer MDCT nachgewiesen
Intervention:  Fernmetastasen (z.B. Leber, Peritoneum) bei Exploration (WM)

Comparison:  keine Fernmetastasen bei Exploration (NM)
Primary:  Risikofaktoren für Fernmetastasen

Secondary:  Scoring-Systems zur Vorhersage von Fernmetastasen bei einer Exploration

Results:  Follow-up
nicht angegeben

unabhängige Risikofaktoren für okkulte Fernmetastasen (multivariate Analyse)
Alter < 62 Jahre:
>62 Jahre vs. ≤62 Jahre OR 3.97 (95% CI 1.87-8.42)
p<0,001

männl. Geschlecht:
weibl. vs männl. OR 2.79 (95% CI 1.26-6.19)
p=0,011

Tumorgröße > 4 cm
<4 vs ≥4,0cm OR 16.02 (95% CI 5.31-48.30)
p<0,001

ALT Level < 125 U/L:
≥125 vs <125 U/L OR 6.19 (95% CI 2.26-16.92)
p<0,001

CA19-9 Level > 385 U/ml
<385 vs ≥385 U/ml OR 2.49 (95% CI 1.19-5.21)
P=0,015

Scoring System:
Alter
>62 Jahre = 0 Punkte
<62 Jahre = 1 Punkt

Geschlecht
Weiblich = 0 Punkte
Männlich = 1 Punkt

Tumorgröße
<4,0 cm = 0 Punkte
>4,0 cm = 3 Punkte

ALT
>125 U/L = 0 Punkte
<125 U/L = 2 Punkte

CA 19-9
<385 U/mL = 0 Punkte
>385 U/mL = 1 Punkte

ein Score von 6 wird als cut-off-Wert zur Risikostratifizierung vorgeschlagen (Sensitivität 85%, Spezifität 69%)

Author's Conclusion:  In conclusion, we showed that for patients with potentially resectable PDAC based on MDCT, distant metastasis is still frequently encountered during surgery. Younger age, male sex, large tumor size, lower ALT and higher CA19–9 are independent predictive factors for finding distant metastasis during exploration.
Methodical Notes
Funding Sources:  This work was supported by the Natural Science Foundation of China (81672449); Natural Science Foundation of Jiangsu Province (BK20161590);
and the International Exchange and Cooperation Projects of Nanjing Medical
University (C046). The founding resources had no role in study design, data
collection and analysis, preparation of the manuscript, or decision to publish.

COI:  The authors declare that they have no competing interests.

Randomization:  keine Randomisierung (retrospektiv)

Blinding:  keine Verblindung (retrospektiv)

Dropout Rate/ITT-Analysis:  nicht angegeben

Notes:  Gesamtqualität: keine methodischen Mängel
Studiendesign: retrospektive Kohorte
PICO Frage: ja
Randomisiert: nein
Gruppen vergleichbar: ja
Gruppen gleich behandelt (abgesehen von untersuchter Intervention): ja
Patienten nachverfolgbar (Loss of Follow-Up dokumentiert etc.): ja
objektive Messung: ja
Verblindung: nein
Lowder, C. Y. et al. Clinical Implications of Extensive Lymph Node Metastases for Resected Pancreatic Cancer. Annals of Surgical Oncology. 25. 4004-4011. 2018
Lowder, C. Y. et al. Clinical Implications of Extensive Lymph Node Metastases for Resected Pancreatic Cancer. Annals of Surgical Oncology. 25. 4004-4011. 2018
Population Intervention - Comparison Outcomes/Results
Evidence level:  4

Study type:  retrospektive Kohorte, unizentrisch, USA

Number of Patient:  n=610
n=185 extensive LN+ (LNC > 4 LN+, LNR > 0,4)

n=430 Daten zu Rezidiven

Historische Vergleichskohorten Patienten aus 3 Studien zu medikamentösen Therapien
n=223 Gemcitabin (Hammel et al., JAMA 2016)
n=171 FOLFIRINOX (Conroy et al., NEJM 2011)
n=431 nab-Paclitaxel Gemcitabine (von Hoff et al., NEJM 2011)

Recruitung Phase:  2002-2014

Inclusion Criteria:  1. PDAC
2. invasive intraduktale papilläre muzinöse Neoplasien (IPMN-assoziierte Karzinome)

Exclusion Criteria:  1. Intra-/Postoperative Mortalität unabhängig vom PDAC
Intervention:  Resektion bei Patienten mit extensiven LN+ (LNC > 4 LN+, LNR > 0,4) (R)

Comparison:  Medikamentöse Therapien (historische Vergleichskohorten) (MT)
Primary:  Gesamtüberleben
Rezidiv

Secondary:  

Results:  Follow-up
Median Gesamtkohorte: 17,4 Monate
Median lebende Patienten: 24,0 Monate

Gesamtüberleben
Medianes Gesamtüberleben
R vs. MT
Statistisch signifikant länger bei R
R 14,6 Monate
MT
Gemcitabine: 13,6 Monate
FOLFIRINOX: 11,1 Monate
nab-Paclitaxel Gemcitabine: 8,5 Monate
p<0,001

18-Monate Überlebensraten
R vs. MT
Statistisch signifikant höher bei R
R: 38,5%
MT:
Gemcitabine: 29,5%
FOLFIRINOX: 18,8%
nab-Paclitaxel Gemcitabine: 16,4%
p<0,001

24-Monate Überlebensraten
R vs. MT
Statistisch signifikant höher bei R
R: 24,6%
MT:
Gemcitabine: 14,8%
FOLFIRINOX: 15,6%
nab-Paclitaxel Gemcitabine: 10,0%
p<0,001

36-Monate Überlebensraten
R vs. MT
Statistisch signifikant höher bei R
R: 12,0%
MT:
Gemcitabine (33 Monate): 5,4%
FOLFIRINOX: 6,3%
nab-Paclitaxel Gemcitabine: 5,0%
p<0,001

Rezidive
Mediane Zeit bis zum Rezidiv:
LN+ vs. LN-
Statistisch signifikant länger bei LN-
LN+ 9,7 Monate
LN- 11,7 Monate,
p<0,004

Extensive LN+ vs. LN-
Statistisch signifikant länger bei LN-
Extensive LN+: 7,2 Monate
LN-: 11,7 Monate
p<0,001

Rezidivlokalisationen:
n=146 Leber
n=152 Retroperitoneum
n=112 Peritoneum
n=66 Lunge

LN+ mit häufigerem Auftreten distanter Metastasen im Vergleich zu lokalen Rezidiven assoziiert, insbesondere bei extensivem LN+

Author's Conclusion:  This study provides evidence that N2 disease is appropriately defined by the AJCC 8th edition staging system. Moreover, a finding of very extensive lymph node burden should not be dismissed as comparable to macroscopic metastatic PDA. In fact, the prognosis is better. The finding of extensive lymph node metastases likely reflects residual, occult, and microscopic metastatic disease. Along these lines, a high lymph node burden seems to be associated
with a systemic pattern of failure. Thus, the absence of regional lymph node metastases may be the most suitable subgroup of patients for adjuvant radiotherapy, because nearly one-third of patients experience recurrence locally.
Methodical Notes
Funding Sources:  nicht angegeben

COI:  None

Randomization:  keine Randomisierung (retrospektiv)

Blinding:  keine Verblindung (retrospektiv)

Dropout Rate/ITT-Analysis:  nicht angegeben

Notes:  Gesamtqualität: ausreichend
Studiendesign: retrospektive Kohorte
PICO Frage: ja
Randomisiert: nein
Gruppen vergleichbar: unklar
Gruppen gleich behandelt (abgesehen von untersuchter Intervention): nein
Patienten nachverfolgbar (Loss of Follow-Up dokumentiert etc.): ja
objektive Messung: ja
Verblindung: nein
Philips, Prejesh et al. The role of hepatic artery lymph node in pancreatic adenocarcinoma: prognostic factor or a selection criterion for surgery. HPB : the official journal of the International Hepato Pancreato Biliary Association. 16. 1051-1055. 2014
Philips, Prejesh et al. The role of hepatic artery lymph node in pancreatic adenocarcinoma: prognostic factor or a selection criterion for surgery. HPB : the official journal of the International Hepato Pancreato Biliary Association. 16. 1051-1055. 2014
Population Intervention - Comparison Outcomes/Results
Evidence level:  4

Study type:  retrospektive Kohorte, unizentrisch, USA

Number of Patient:  n=247
n=50 HALN-/PPLN-
n=197 LN+

davon:
n=3 HALN+/PPLN-
n=38 HALN+/PPLN+
n=156 HALN-/PPLN+

Recruitung Phase:  2002-2012

Inclusion Criteria:  1. Pankreatoduodenektomie
2. Adenokarzinome des Pankreas
3. Lymphknoten an der Arteria Hepatica (HALN) beurteilbar
4. Lymphknotenmetastasen

Exclusion Criteria:  1. andere Pathologie
2. Alter < 18 Jahre
3. unvollständige Daten
Intervention:  Lymphknoten-negative Patienten (Lymphknoten an der A. hepatica (HALN) und peripankreatische Lymphknoten (PPLN)) (HALN-/PPLN-)

Comparison:  Lymphknoten-positive Patienten (LN+):

1. positive Lymphknoten an der A. hepatica (HALN+), negative peripankreatische Lymphknoten (PPLN-) (HALN+/PPLN-)
2. positive Lymphknoten an der A. hepatica (HALN+), positive peripankreatische Lymphknoten (PPLN+) (HALN+/PPLN+)
3. negative Lymphknoten an der A. hepatica (HALN-), positive peripankreatische Lymphknoten (PPLN+) (HALN-/PPLN+)
Primary:  Gesamtüberleben
Krankheitsfreies Überleben

Secondary:  

Results:  Follow-up
Median: 18,5 Monate (4,1-28,2)

Medianes Gesamtüberleben
Gesamtkohorte: 22,7 Monate (4,1-28,2 Monate)
HALN-/PPLN- vs. LN+
Statistisch signifikant länger bei HALN-/PPLN-
HALN-/PPLN- (n=50) 40,2 Monate (26,1-63,0 95% CI: 29,2-76,2)
LN+ (n=197) 19,5 Monate (11,0-33,0 95% CI: 15,4-23,6)
p<0,001

HALN+/PPLN+ vs. HALN-/PPLN+
Kein statistisch signifikanter Unterschied
HALN+/PPLN+16,9 Monate (10,0–26,0 95% CI: 11,7–25,9)
HALN-/PPLN+20,5 Monate (11,8–33,0 95% CI: 16,0–24,0)
p=0,659

Medianes krankheitsfreies Überleben
Gesamtkohorte vs. LN+
Statistisch signifikant länger in Gesamtkohorte
Gesamtkohorte 12,6 Monate (7,4-33,8 95% CI: 10,2-15,2)
LN+ 10,8 Monate (8,4-13,3 95% CI: 6,9-15,3)
p<0,001

HALN+/PPLN+ vs. HALN-/PPLN+
Kein statistisch signifikanter Unterschied
HALN+/PPLN+ 10,6 Monate (8,3-12,7 95% CI: 8,4-12,6)
HALN-/PPLN+ 11,6 Monate (6,3-16,8 95% CI: 7,9-15,0)
p=0,219

unabhängige Prognosefaktoren für kürzeres Gesamtüberleben (multivariater Analyse):
Lymphknoten ratio > 0.2 HR 1.129 (95% CI 1.0–1.2) p=0.012
schlechte Differenzierung HR 1.090 (95% CI 1.02–1.33) p=0.029

Keinen Effekt auf das Überleben (uni-/multivariate Analysen)
Resektionsstatus
perineurale oder lymphovaskuläre Invasion
Tumorstadium
adjuvante Chemotherapie
vaskuläre Invasion

Author's Conclusion:  The HALN is almost never the isolated site of disease. Metastasis in the HALN is associated with a higher burden of LN metastasis. However, among patients with node-positive pancreatic head adenocarcinoma, the presence of HALN-positive disease is not an independent adverse prognostic marker for OS and therefore metastasis to the HALN should not be considered as a criterion for exclusion from PD.
Methodical Notes
Funding Sources:  nicht angegeben

COI:  None declared

Randomization:  keine Randomisierung (retrospektiv)

Blinding:  keine Verblindung (retrospektiv)

Dropout Rate/ITT-Analysis:  32 Patienten lost from follow-up

Notes:  Gesamtqualität: ausreichend
Studiendesign: retrospektive Kohorte
PICO Frage: ja
Randomisiert: nein
Gruppen vergleichbar: unklar
Gruppen gleich behandelt (abgesehen von untersuchter Intervention): ja
Patienten nachverfolgbar (Loss of Follow-Up dokumentiert etc.): ja
objektive Messung: ja
Verblindung: nein
Shi, H. J. et al. Preoperative evaluation of pancreatic ductal adenocarcinoma with synchronous liver metastasis: Diagnosis and assessment of unresectability. World Journal of Gastroenterology. 22. 10024-10037. 2016
Shi, H. J. et al. Preoperative evaluation of pancreatic ductal adenocarcinoma with synchronous liver metastasis: Diagnosis and assessment of unresectability. World Journal of Gastroenterology. 22. 10024-10037. 2016
Population Intervention - Comparison Outcomes/Results
Evidence level:  4

Study type:  retrospektive Kohorte, unizentrisch, China

Number of Patient:  n=69 mit resektablem Pankreaskarzinom und synchronen Lebermetasen

davon
n=30 simultane kurative Resektion (Gruppe A)
n=39 palliativer Bypass (Gruppe B)

Zur Untersuchung von Prädiktoren für Lebermetasten
n=138 mit kurativer Resektion, ohne Metastasen als gematchte Kontrollgruppe (1:2) (Gruppe C)

Recruitung Phase:  03/2007-12/2015

Inclusion Criteria:  1. histologisch bestätigtes PDAC
2. Lebermetastasen
3. Operation

Exclusion Criteria:  1. unresektables PDAC
2. neuroendokrine Tumore
3. Zystadenokarzinome
4. Ampulläre Karzinome
5. Karzinome im distalen Gallengang
6. Karzinome im Duodenum
7. extrahepatischen Metastasen
8. peritoneale Metastasen
9. serosale Implantate
Intervention:  Intervention I:
kurative simultane Resektion von Karzinom und Lebermetastasen (Gruppe A)

Intervention II:
kurative simultane Resektion oder palliativer Bypass Karzinom mit synchronen Lebermetastasen (Gruppe A + Gruppe B)

Comparison:  Comparison I:
palliative Bypass-Operation Karzinom mit synchronen Lebermetastasen (Gruppe B)

Comparison II:
kurative Resektion Karzinom ohne Metastasen (Gruppe C)
Primary:  Gesamtüberleben
Resektabilitätskriterien für Patienten mit PDAC und Lebermetastasen
Prädiktoren für synchrone Lebermetastasen
Peri- und postoperativer Verlauf

Secondary:  

Results:  Follow-up
nicht angegeben

Medianes Gesamtüberleben
Gruppe A+B vs. Gruppe C
Statistisch signifikant längeres Überleben Gruppe C
Gruppe A+B: 7,0 Monate
Gruppe C: 16,9 Monate
p<0,001

Gruppe A vs. Gruppe C
Kein statistisch signifikanter Unterschied
Gruppe A: 15,7 Monate
Gruppe C: 16,9 Monate
p<0,085

Gruppe B: 4,4 Monate

Prognostische Faktoren für ein verkürztes Langzeitüberleben (multivariate Analyse)
Alter (>62)
HR 2,191; 95% CI: 1,182-4,060 p=0,013

CA125 (>62 U/mL)
HR 2,601 95% CI: 1,403-4,832 p=0,002;

Resektabilitätskriterien:
Parameter für Irresektabilität (multivariate Analyse)
Gruppe A vs. Gruppe B
Alter (>62)
OR 3,921; 95% CI: 1,271-12,632 p=0,022

CA125 (>62 U/mL)
OR 5,181 95% CI: 1,612-16,665 p=0,006
Sensitivität 71,79% Spezifität 70,00%

Keine Parameter für Irresektabilität:

CA19-9 (>400 U/mL)
OR 1.760 95% CI: 0,517-5992 p=0,366

Albumin (≤35 g/L)
OR 1,796 95% CI: 0,516-6,253 p=0,357

Prädiktoren für synchrone Lebermetastasen
Gruppe A+B vs. Gruppe C
CA125 >38 U/mL
OR 12,397 95% CI: 5,468-28,105 p<0,001
Sensitivität 71,01% Spezifizität 87,61%

diabetes mellitus
OR 3,343 95% CI: 1,539-7,262, p=0,002

Keine Prädiktoren für synchrone Lebermetastasen
CA19-9 (>400 U/mL)
OR 2,398 95% CI: 0,909-6,327 p=0,077

CEA (≤5 U/mL)
OR 0,672 95% CI: 0,249-1,817 p=0,434

Neutrophile-Lymphozyten-Ratio (NLR; >5)
OR 0,934 95% CI: 0,283-3,083 p=0,911

Intra- und postoperativer Verlauf
Gruppe A vs. Gruppe C
Keine statistisch signifikanten Unterschiede bei:
Durchschnittlicher Operationszeit
Medianem Blutverlust
Häufigkeit von Transfusionen roter Blutkörperchen
postoperativen Komplikationen
Dauer des Krankenhausaufenthaltes

in-Hospital Mortalität
keine

Author's Conclusion:  In conclusion, diagnosis and treatment of liver metastasis from PDAC must be individualized in the era of precision medicine because of its highly malignant biological behavior. Serum CA125 level over 38 U/mL predicts synchronous liver metastasis from PDAC, and serum CA125 level over 62 U/mL is associated with unresectability of metastatic disease burden. The criterion set up by serum CA125 levels facilitates the careful diagnosis of synchronous liver metastases from PDAC pre-operatively and the prudent selection of appropriate patients for simultaneous resections for primary PDAC and synchronous liver metastasis for the sake of prolonged survival and substantially reduced morbidity or mortality. Therefore, simultaneous resections for primary PDAC and synchronous liver metastasis are justified by prolonged survival in patients selected by serum CA125. It is foreseeable that the indication for the simultaneous resections for precisely diagnosed liver-metastasized PDAC will be extended with the evelopment of surgical techniques and thus more PDAC patients will have a clear survival benefit.
Methodical Notes
Funding Sources:  Supported by the National Natural Science Foundation of China, No. 81472221; Clinical key projects of the National Health and Family Planning-Oncology 2013-2015.

COI:  The authors declare no conflict of interest

Randomization:  keine Randomisierung (retrospektiv)

Blinding:  keine Verblindung (retrospektiv)

Dropout Rate/ITT-Analysis:  nicht angegeben

Notes:  Gesamtqualität: ausreichend
Studiendesign: retrospektive Kohorte
PICO Frage: ja
Randomisiert: nein
Gruppen vergleichbar: unklar
Gruppen gleich behandelt (abgesehen von untersuchter Intervention): unklar
Patienten nachverfolgbar (Loss of Follow-Up dokumentiert etc.): ja
objektive Messung: ja
Verblindung: nein
Tachezy, Michael et al. Synchronous resections of hepatic oligometastatic pancreatic cancer: Disputing a principle in a time of safe pancreatic operations in a retrospective multicenter analysis. Surgery (United States). 160. 136-144. 2016
Tachezy, Michael et al. Synchronous resections of hepatic oligometastatic pancreatic cancer: Disputing a principle in a time of safe pancreatic operations in a retrospective multicenter analysis. Surgery (United States). 160. 136-144. 2016
Population Intervention - Comparison Outcomes/Results
Evidence level:  4

Study type:  retrospektive Kohorte, multizentrisch (6 Pankreas-Zentren), Europa

Number of Patient:  n=138
n=69 kurative Resektion (R)
n=69 abdominale Exploration (E)

Recruitung Phase:  06/1994 - 07/2014


Inclusion Criteria:  1. histologisch bestätigtes PDAC und Lebermetastasen
2. Lebermetastasen sicher resezierbar
3. vollständige makroskopische Tumorresektion
4. simultane Resektion der Lebermetastasen


Exclusion Criteria:  1. Ampulläre Karzinome
2. Karzinome im distalen Gallengang
3. Karzinome im Duodenum
3. Metastasen in anderen Regionen als der Leber
4. regionaler Lymphknotenbefall, (Fernmetastasen, nicht-regionale Lymphknotenstationen)
Intervention:  kurative simultane Resektion von Karzinom und Lebermetastasen (R)

Comparison:  abdominale Exploration ohne Tumorresektion (E)
Primary:  Gesamtüberleben
Morbidität und Mortalität

Secondary:  

Results:  Follow-up
Median 8,7 Monate.

Medianes Gesamtüberleben
R vs. E
statistisch signifikant längeres Überleben bei R
R: 14.5 Monate, 95% CI 10.8–18.2
E: 7.5 Monate, 95% CI 4.9–10.2
p<0.001

5-Jahres Überlebensrate
R vs. E
R: 5,8% (4/69)
E 0%

Subgruppenanalyse medianes Gesamtüberleben nach Tumorlokalisation
linksseitige Tumoren (n=36):
R vs. E
Kein statistisch signifikanter Unterschied
R: 14.0 Monaten (95% CI 6,7-21,3)
E: 12.0 Monaten (95% CI 4,4-19,6)
p=0,198

rechtsseitige Tumoren (n=102)
R vs. E
statistisch signifikant längeres Überleben bei R
R: 14.5 Monate (95% CI 10.4–18.5)
E: 7.0 Monate (95% CI 5.5–8.5)
p<0.001

Morbidität und Mortalität
Mediane Dauer des Krankenhausaufenthaltes
R vs. E
Statistisch signifikant länger bei R
R: 16 Tage (6-99)
E: 12 Tage (2-34)
p<0,02

Medianer Aufenthalt auf der Intensivstation
R vs. E
Statistisch signifikant länger bei R
R: 0 Tage (0-20)
E: 0 Tage (0-5)
p<0,02

Gesamtmorbidität
R vs. E
Statistisch signifikant höher bei R
R: 68%
E: 48% ,
p=0.025

Reoperationsraten
R vs. E
Kein statistisch signifikanter Unterschied

30-Tage-Mortalität:
R vs. E
Kein statistisch signifikanter Unterschied
gleich (1/1) p=1,000

Prognosefaktoren für Gesamtüberleben (multivariate Analyse)
Resektion prognostisch für mediane Gesamtüberleben
E vs. R
HR 2.224 (95% CI 1.448-3.415)
p<0,001

Author's Conclusion:  In conclusion, this study has added some reasonable information to the discussion about combined pancreatic and liver resection for selected patients with PDAC complicated by a limited burden of liver metastases. Despite the multiple limitations of our study and the caution required in the interpretation of the data, the apparent improved survival due to synchronous resections, in our opinion, merits a prospective study to address the potential survival benefits of such a procedure in highly selected patients.
Methodical Notes
Funding Sources:  No funding was received to conduct the study.

COI:  The authors declare no conflicts of interest.

Randomization:  keine Randomisierung (retrospektiv)

Blinding:  keine Verblindung (retrospektiv)

Dropout Rate/ITT-Analysis:  nicht angegeben

Notes:  Gesamtqualität: keine methodischen Mängel
Studiendesign: retrospektive Kohorte
PICO Frage: ja
Randomisiert: nein
Gruppen vergleichbar: ja
Gruppen gleich behandelt (abgesehen von untersuchter Intervention): ja
Patienten nachverfolgbar (Loss of Follow-Up dokumentiert etc.): ja
objektive Messung: ja
Verblindung: nein
Kim, Y. et al. Improved survival after palliative resection of unsuspected stage IV pancreatic ductal adenocarcinoma. HPB. 18. 325-331. 2016
Kim, Y. et al. Improved survival after palliative resection of unsuspected stage IV pancreatic ductal adenocarcinoma. HPB. 18. 325-331. 2016
Population Intervention - Comparison Outcomes/Results
Evidence level:  4

Study type:  retrospektive Kohorte, unizentrisch, Südkorea

Number of Patient:  n=70
n=35 mit Resektion (R)
n=35 ohne Resektion, gematcht (NR)

Recruitung Phase:  2000-2009

Inclusion Criteria:  1. PDAC mit intraoperativ gefundenen Metastasen

Exclusion Criteria:  1. intraduktale papilläre, muzinöse Neoplasie
2. neuroendokrinem Tumor
3. Metastasen im Pankreas, die von einem anderen Primärtumor ausgehen
Intervention:  Resektion bei intraoperativ gefundenen Metastasen (R)

Comparison:  keine Resektion bei intraoperativ gefundenen Metastasen (Bypass oder Biopsie) (NR)
Primary:  Gesamtüberleben
Operationszeit
Bluttransfusionen
Dauer des Krankenhausaufenthaltes
30-Tage Mortalität
Postoperative Morbidität
Postoperative Chemotherapie

Secondary:  

Results:  Follow-up
Median 5,9 Monate (0,7-81,5)

Gesamtüberleben
R vs. NR
statistisch signifikant höhere Überlebensrate bei R
p<0,001

R + Chemotherapie vs. NR + Chemotherapie
statistisch signifikant höhere Überlebensrate bei R + Chemotherapie
p=0,017

Operationszeit
R vs. NR
statistisch signifikant länger bei R
R: 491,9 min
NR: 174,9 min
p<0,001

Bluttransfusionen
R vs. NR
statistisch signifikant mehr bei R
R: 2,40 units
NR: 0,26 units
p<0,001

Dauer des Krankenhausaufenthaltes
R vs. NR
statistisch signifikant länger bei R
R: 23,5 Tage
NR: 16,3 Tage
p=0,009

30-Tage Mortalität
Keine

Postoperative Morbidität
R vs. NR
statistisch signifikant häufiger bei R
R: 42,9%
NR: 17,1%
p=0,023

kein statistisch signifikanter Unterschied bei schweren Komplikationen

Postoperative Chemotherapie
R vs. NR
statistisch signifikant häufiger nach R
R: 82,9%
NR: 57,1%
p=0,019

Author's Conclusion:  In summary, our data couldn’t suggest any recommendation but may implicate some possibility of stage IV PDAC operation. The basic premise for this aggressive approach is acceptable perioperative morbidity and mortality. In highly selected patients of stage IV PDAC, pancreatic resection and chemotherapy might have some role in survival gain.
Methodical Notes
Funding Sources:  nicht angegeben

COI:  None declared

Randomization:  keine Randomisierung (retrospektiv)

Blinding:  keine Verblindung (retrospektiv)

Dropout Rate/ITT-Analysis:  nicht angegeben

Notes:  Gesamtqualität: keine methodischen Mängel
Studiendesign: retrospektive Kohorte
PICO Frage: ja
Randomisiert: nein
Gruppen vergleichbar: ja
Gruppen gleich behandelt (abgesehen von untersuchter Intervention): ja
Patienten nachverfolgbar (Loss of Follow-Up dokumentiert etc.): ja
objektive Messung: ja
Verblindung: nein
Chirurgische Therapie, Schlüsselfrage 3.2 Lymphknotendissektion (12 Reviews)

Referenz/
Studientyp

Untersuchte Studien

(verglichene) Interventionen

untersuchte Endpunkte

Ergebnisse

methodische Bemerkungen / Evidenzklasse
(CEBM Oxford 2011)

Literaturbelege/
eingeschlossene Publikationen

Choi, S.B., et al., Systematic review of the clinical significance of lymph node micro-metastases of pancreatic adeno-carcinoma following surgical resection. Pancrea-tology, 2017. 17(3): p. 342-349. [Choi, S. B. et al. 2017]

 

SR/MA

Studientyp

13 Kohorten-studien

 

Suchzeitraum

1997-2016

 

Datenbanken

PubMed, EMBASE, Web of Science

 

Einschluss-kriterien

duktales Adenokarzinom des Pankreas mit Lymph-knotenmikro-metastasen

Resektion inklusive Lymphade-nektomie

R0- oder R1-Resektion

egal welche prä- bzw. postoperative Therapie

Publikationen in englischer Sprache

 

Ausschluss-kriterien

Metastasierung über Blutkreislauf, Tumorzellen in Knochenmark, Peritoneum, und Leber

 

Lymphknoten-mikrometastasen

vs

keine Lymphknoten-mikrometastasen

1. Überleben

2. Anzahl der Patienten mit Lymphknoten-mikrometas-tasen

3. Verhältnis von Lymphknoten mit Mikrometas-tasen zur Anzahl entnommener Lymphknoten

Studienanzahl

n=13

 

Population

n=726 Patienten
n=3701 Lymphknoten

 

Gesamtergebnisse

Anteil der Patienten mit Lymphknotenmikrometastasen (13 Studien, n=228/726)
43,1% (95% CI 0,254-0,628)

Verhältnis von Lymphknoten mit Mikrometastasen zur Anzahl entnommener Lymphknoten
(9 Studien):
10,8% (95% CI 4,8-22,6)

Metaanalyse:
n=3 (nur Studien die HR angegeben hatten)

Gesamtüberleben
Lymphknotenmikrometastasen vs. keine Metastasen
k
eine Metastasen: statistisch signifikant längeres Überleben
HR=4,29 (95% CI 1,27-14,41)
p=0,02
Heterogenität: I2=82%, p=0,004

 

Fazit der Autoren

In conclusion, the presence of lymph node micrometastasis correlates with poorer survival. Previous studies have used both antibody and genetic analyses to detect lymph node micro-metastases of pancreatic adenocarcinoma. Pancreatic cancer easily spreads to the lymphatic system and make the prognosis worse. Regarding clinical applications, for lymph node negative patients on routine H & E stain, lymph node micrometastasis is a prognostic factor for recurrence and can be used to stratify patients according to the risk of recurrence when making decisions about adjuvant therapy after surgical resection. Lymph node micrometastases can also be used to identify target molecules for chemotherapeutic agent development.

LoE: 1

PICO Frage klar formuliert: ja

ausreichende Suchstrategie: unklar

Ein- und Ausschlusskriterien klar definiert: ja

Qualitätsbewertung der eingeschlossenen Studien erfolgt: ja (Newcastle-Ottawa-Scale)

Metanalyse erfolgt: ja (von den 3 eingeschlossenen Studien, die eine HR angegeben haben)

Prüfung der Heterogenität: nur für diese drei Studien erfolgt, sehr hohe Heterogenität

 

Methodische Schwächen/ Limitationen aus der Diskussion

in Studien wurden verschiedene Methoden zur Detektion der Lymphknotenmikro-metastasen verwendet (Verzerrungsrisiko)

eingeschlossenen Studien gaben weder Sensitivität noch Spezifizität für ihre Detektionsmethode an

 

Funding

No funding supporting the work.

 

Conflict of Interest

No conflict of interest.

13. Ando et al. Pancreas. 1997

16. Yekebas et al. World J Gastro-enterology. 2006

18. Tamagawa et al. Clin Cancer Res. 1997

19. Yamada et al. Int J Oncol. 2000

20. Brown et al. J Surg Res. 2011

21. Nieder-gethmann et al. Am J Surg Pathol. 2002

22. Kanemitsu et al.  Pancreas. 2003

23. Kurahara et al. World J Surg. 2007

24. Kayahara et al. Pancreas. 2010

25. Katuchova et al. Eur Surg Res. 2012

26. Lee et al. J Korean Med Sci. 2011

27. Choi et al. Oncol Lett. 2013

28. Komo et al. Ann Surg Oncol. 2016

Dasari, B.V., et al., Extended Versus Standard Lymphadenectomy for Pancreatic Head Cancer: Meta-Analysis of Randomized Controlled Trials. Journal of Gastrointes-tinal Surgery, 2015. 19(9): p. 1725-32. [Dasari, B. V. et al. 2015]

 

 

SR/MA

Studientyp

5 RCTs, multicenter

 

Suchzeitraum

1998-2014

 

Datenbanken

MEDLINE, EMBASE, Cochrane

 

Einschluss-kriterien

RCTs

Vergleich zwischen erweiterter und Standard-Pankreatiko-duodenektomie + Lymphadenek-tomie

Intervention

erweiterte Lymphaden-ektomie (EL oder SPD)

 

Kontrolle

Standard-Lymphaden-ektomie (SL oder EPD)

 

Primärer Endpunkt:

1. Gesamtüber-leben

Sekundäre Endpunkte:

1. Anzahl der entnommenen positiven Lymphknoten

2. Anteil positiver Lymphknoten

3. postoperative Morbidität

3. 30-Tage post-operative Mortalität

4. Blutverlust

5. Operationszeit

Studienanzahl

n=5

 

Population

n=276 (EL)
n=270 (SL)

 

Gesamtergebnisse

Gesamtüberleben
EL vs. SL
kein statistisch signifikanter
Unterschied
HR=0,88 (95% CI 0,75-1,03)
p=0,11
Heterogenität: I2=0% p=0,92

Anzahl der entnommenen Lymphknoten
EL vs. SL
s
tatistisch signifikant mehr bei EL entnommen
Mean diff=15,73 (95% CI 9,41-22,04)
p<0,00001
Heterogenität: I2=88%; p<0,00001

Anteil positiver Lymphknoten
EL vs. SL
kein statistisch signifikanter Unterschied
OR=0,78 (95% CI 0,55-1,10)
p=0,16
Heterogenität: I2=0% p=0,85

Blutverlust
EL vs. SL
kein statistisch signifikanter Unterschied
Mean diff=0,12 (95% CI-0,05-0,34)
p=0,17
Heterogenität: I²=0%, p=0,72

Operationszeit
EL vs. SL
statistisch signifikant länger bei EL
Mean diff:0,72 (95% CI 0,24-1,21)
p=0,004
Heterogenität: I²=67%, p=0,03

postoperative Morbidität
EL vs. SL
statistisch signifikant höheres Risiko für Morbidität bei EL
RR=1,23 (95% CI 1,01-1,50)
p=0,004
Heterogenität: I2=9% p=0,35

30-Tage postoperative Mortalität
EL vs. SL
kein statistisch signifikanter Unterschied
RR=0,81 (95% CI 0,32-2,06)
p=0,66
Heterogenität: I2=0% p=0,56

 

Subgruppenanalysen

Gesamtüberleben
a) EL vs. SL (Subgruppe positive Lymphknoten)
kein statistisch signifikanter Unterschied
HR=1,02 (95% CI 0,78-1,33)
p=0,87
Heterogenität: I2=46% p=0,11

b) EL vs. SL (Subgruppe negative Lymphknoten)
kein statistisch signifikanter Unterschied
HR=1,07 (95% CI 0,76-1,52)
p=0,69
Heterogenität: I2=0% p=0,45

 

Fazit der Autoren

In conclusion, this meta-analysis of RCTs demonstrated that SPD is associated with reduced morbidity and equivalent long-term benefits to patients with pancreatic ductal adenocarcinoma compared to EPD and should be preferred to EPD.

 

LoE: 1

PICO Frage klar formuliert: ja

ausreichende Suchstrategie: ja

Ein- und Ausschlusskriterien klar definiert: ja

Qualitätsbewertung der eingeschlossenen Studien erfolgt: unklar

Metanalyse erfolgt: ja

Prüfung der Heterogenität: erfolgt, für jedes Outcome individuell angegeben, bei manchen besteht eine Heterogenität bei manchen nicht

Heterogenität definiert als

p (Cochrane’s Q Test) <0,1

I2 >50%

 

Methodische Schwächen/ Limitationen aus der Diskussion

die eingeschlossenen RCTs haben nur kleine Patientenkohorten

Patienten mit lokal fortgeschrittener Erkrankung wurden nicht untersucht

die Lymphadenektomie ebenso wie die Resektion des Plexus waren nicht in allen RCTs gleich

 

Funding

None

 

Interessenskonflikte

nicht angegeben

19. Pedrazzoli et al. Ann Surg. 1998

20. Yeo et al. Ann Surg. 2002

21. Nimura et al. J Hepatobiliary Pancreat Sci. 2012

22. Farnell et al. Surgery. 2005

23. Jang et al. Ann Surg. 2014

Elshaer, M., et al., A systematic review of the prognostic value of lymph node ratio, number of positive nodes and total nodes examined in pancreatic ductal adenocarci-noma. Annals of the Royal College of Surgeons of England, 2017. 99(2): p. 101-106. [Elshaer, M. et al. 2017]

 

SR

Studientyp

5 prospektive Studien,
1 RCT,
13 retrospek-tive Studien

 

Suchzeitraum

01.1996-01.2016

 

Datenbanken

MEDLINE, EMBASE, Cochrane (CENTRAL)

 

Einschluss-kriterien

Adenokarzinom des Pankreas

Resektion des Pankreas (Whipple bzw. distal)

Lymphknoten-Ratio

Anzahl positiver Lymphknoten

Daten zum Gesamtüber-leben vorhanden

 

Ausschluss-kriterien

andere Tumore des Pankreas

keine Überlebens-daten

keine Angaben zu entnommenen Lymphknoten

 

Prognosefaktoren

positive Lymphknoten

Anzahl ent-nommener Lymphknoten

Lymphknoten-Ratio

1. Gesamt-überleben

Studienzahl

n=19

 

Population

n=4883

 

Gesamtergebnisse

Gesamtüberleben
hohe Anzahl positiver Lymphknoten ist mit kürzerem Überleben assoziiert

Anzahl der entnommenen Lymphknoten hat keinen Einfluss auf das Überleben

hohe Lymphknoten Ratio ist mit kürzerem Überleben assoziiert

 

Fazit der Autoren

The currently available data suggest that lymph node ration and number of positive nodes but not total number examined are factors associated with overall survival in PDAC. Further large randomised controlled trials are required to confirm these findings.

LoE 1

PICO Frage klar formuliert: ja

ausreichende Suchstrategie: ja

Ein- und Ausschlusskriterien klar definiert: ja

Qualitätsbewertung der eingeschlossenen Studien erfolgt: ja (Cochrane RoB)

Metanalyse erfolgt: nein

Prüfung der Heterogenität: nicht erfolgt

 

Methodische Schwächen/ Limitationen aus der Diskussion

Studien waren insgesamt zu heterogen für eine MA

keine Aussagen zu Patienten möglich, die neoadjuvant behandelt wurden, da es zu wenig Daten gibt

hauptsächlich retrospektive Studien eingeschlossen (hohes Bias-Risiko)

 

Funding

nicht angegeben

 

Interessenskonflikte

nicht angegeben

13. Ausborn et al. BMC Cancer. 2013

14. Bhatti et al. World J Surg. 2010

15. Fischer et al. Histopathology. 2016

16. House et al. J Gastrointest Surg. 2007,

17. John et al. HPB (Oxford). 2013

18. La Torre et al. J Surg Oncol. 2011

19. La Torre et al. Pancreatology. 2014

20. Liu et al. Hepatobiliary Pancreat Dis Int. 2014

21. Malleo et al. J Am Coll Surg 2015

22. Massucco et al. Ann Surg Oncol. 2009

23. Murakami et al. Int J Radiat Oncol Biol Phys. 2010

24. Pawlik et al.  Surgery. 2007

25. Riediger et al. J Gastrointest Surg. 2009

26. Robinson et al. Eur J Surg Oncol. 2012

27. Sanjay et al. JOP. 2012

28. Showalter et al. Int J Radiat Oncol Biol Phys. 2010

29. Strobel et al. Ann Surg. 2014

30. Yamamoto et al. Anticancer Res. 2014

31. Zhan et al. World J Surg Oncol. 2015

 

Franceschilli, M., et al., Central vascular ligation and mesentery based abdominal surgery. Discover Oncology, 2021. 12(1). [392]

 

SR

Studientyp

3 RCTs,
1 retrospektive Studie

 

Suchzeitraum

1990-2021

 

Datenbanken

MEDLINE (PubMed), EMBASE (OvidSP), Cochrane

 

Einschluss-kriterien

präklinische Studien

retrospektive Analysen

Fallberichte

Fallserien

Kohorten-studien

RCTs

 

Ausschluss-kriterien

Duplikate

nicht englisch-sprachig

nicht thema-spezifisch

 

Intervention

komplette mesocoliale Excision mit Ligatur der Zentralgefäße

 

Kontrolle

D3-Lymphaden-ektomie

1. Gesamtüber-leben

2. 1- und 2-Jahresüber-leben

Studienanzahl

n=4

 

Population

Unklar

 

Gesamtergebnisse

Prognose
erweiterte Lymphadenektomie
(1 Studie)
kein statistisch signifikanter Einfluss

Gesamtüberleben
Standard (13-14LK) vs. erweiterte (20-24LK) Lymphadenektomie
(2 Studien)
kein statistisch signifikanter Unterschied

Ergänzung einer distalen Gastrektomie (+ Entnahme der perigastrischen Lymphknoten) versus retroperitoneale Lymphadenektomie zur pylorus-erhaltenden Pankreatikoduodenektomie
(1 Studie)
Kein statistisch signifikanter Unterschied

1-und 2-Jahres Überleben
klassische vs. pyloruserhaltende klassische Pankreatikoduoden-ektomie (1 Studie)
kein statistisch signifikanter Unterschied

 

Fazit der Autoren

Our intention is to increase the awareness that in an era characterized by progresses in surgical technique, it is important not to forget to locate the idea of extended lymphadenectomy and central vascular ligation in the context of a multimodal approach where neoadjuvant chemotherapy is increasing its role. Hence, our suggestion to further investigate through new randomized trials the role of extended lymphadenectomy in the new era of a multimodal approach, and most importantly, an era where minimally invasive techniques and the idea of “less is more” is becoming the standard thought for the surgical approach. The achievement of a reliable laparoscopic lymphadenectomy in terms of oncological appropriateness, has allowed the transfer of the many advantages of mini-invasiveness to the treatment of gastro-intestinal cancer. Surgeons around the world are gaining experience with advanced laparoscopic and robotic skills, new innovations and techniques in minimally invasive pancreatic surgery will evolve and this kind of approach will be considered a common surgical technique. This review clearly demonstrates the importance of a scientifically based standardization of oncologic gastrointestinal surgery and the need of highly specialized and high-volume centers offering the appropriate surgical approach through the development of newly designed operative techniques and the introduction of better technological devices for laparoscopic surgery together with the undoubted improvement of surgical skills.

 

LoE: 2 (abgewertet)

Gesamtqualität: Fragestellung, Such-strategie und Qualitäts-bewertung unklar, narrative Zusammen-fassung der Ergebnisse

PICO Frage klar formuliert: unklar

ausreichende Suchstrategie: unklar

Ein- und Ausschlusskriterien klar definiert: ja

Qualitätsbewertung der eingeschlossenen Studien erfolgt: unklar

Metanalyse erfolgt: nein

Prüfung der Heterogenität: nein

 

Methodische Schwächen/ Limitationen aus der Diskussion

-

Funding

This research didn’t received grants from any founding agency in the public, commercial or not-for-profit sectors.

 

Interessenkonflikte

The authors declare no competing interests.

69. Pedrazzoli et al. Ann Surg. 1998

70. Henne-Bruns et al. World J Surg. 2000

71. Seiler et al. J Gastrointest Surg. 2000

72. Yeo et al. Ann Surg. 2002

Karjol, U., et al., Lymph Node Ratio as a Prognostic Marker in Pancreatic Cancer Survival: A Systematic Review and Meta-Analysis. Cureus, 2020. 12(8): p. e9597. [Karjol, U. et al. 2020]

  

SR/MA

Studientyp

4 prospektive Kohorten-studien,
10 retrospek-tive Kohorten-studien

 

Suchzeitraum

bis 04.2020

 

Datenbanken

MEDLINE, EMBASE, Google Scholar

 

Einschluss-kriterien

Englisch-sprachig

klinische Studien

Zusammenhang zwischen Überleben und LNR

Studien mit quantitativen Ergebnisdaten nach multivariater Analyse (Hazard Ratio [HR] für das Überleben).

 

Ausschluss-kriterien

Daten aus Studie nicht extrahierbar

Studien mit wieder veröffentlichten Daten

Tagungs-abstracts

Kommentare

Leitartikel

Übersichts-artikel ohne berichtete Ergebnisse

 

Prognosefaktor

Lymphknoten-Ratio (LNR)

low vs high

1. Überleben

Studienanzahl

n=14

 

Population

n=17,128 Lymphknoten-positive Patienten

 

Gesamtergebnisse

Überleben
a) LNR ≤0,2 vs. >0,2
(12 Studien)
statistisch signifikantes längeres Überleben
HR=1,84 (95% CI 1,74-1,94)
p<0.00001
Heterogenität I2=0%, p=0,56 (low)

b) LNR ≤1,5 vs. >0,15 (2 Studien)
k
ein statistisch signifikanter Unterschied
HR=1,31 (95% CI 0,96-1,79)
p = 0,08
Heterogenität I2=88%, p=0,004 (high)

 

Fazit der Autoren

Our meta-analysis reviewed the current research addressing the prognostic role of LNR in assessing survival in pancreatic cancer patients who underwent surgical resection. Our findings have demonstrated that a higher LNR is a predictor of poor survival. Additionally, our study has demonstrated that LNR is an independent prognostic marker for assessing survival using cutoff of 20%. We conclude that the LNR could provide answers for the hiatus in the current nodal staging of the TNM staging system.

LoE 1

PICO Frage klar formuliert: ja

ausreichende Suchstrategie: ja

Ein- und Ausschlusskriterien klar definiert: ja

Qualitätsbewertung der eingeschlossenen Studien erfolgt: ja (Newcastle-Ottawa-Scale)

Metanalyse erfolgt: ja

Prüfung der Heterogenität: erfolgt: ja  (niedrige Heterogenität)

 

Methodische Schwächen/ Limitationen aus der Diskussion

nur retrospektive Studien verwendet (bisher gibt es keine RCTs)

retrospektiven Studien - Risiko für ein Selektionsbias

 

Funding

All authors have declared that they have no financial relationships at present or within the previous three years with any organizations that might have an interest in the submitted work.

 

Interessenkonflikte

In compliance with the ICMJE uniform disclosure form, all authors declare the following: Payment /services info: All authors have declared that no financial support was received from any organization for the submitted work. Other relationships: All authors have declared that there are no other relationships or activities that could appear to have influenced the submitted work.

 

2. Sanjay et al. JOP. 2012

3. Riediger et al. Gastrointest Surg. 2009

4. La Torre et al. J Surg Oncol. 2011

7. You et al. BMC Cancer. 2019

9. Pawlik et al. Surgery. 2007

10. Bhatti et al, World J Surg. 2010

11. Murakami et al. J Am Coll Surg. 2010

12. La Torre et al. Pancreatology. 2014

13. Yamamoto et al. Anticancer Res. 2014

14. Liu et al. Hepatobiliary Pancreat Dis Int. 2014

15. Zhan et al. World J Surg Oncol. 2015

16. Hollenbeak et al. J Surg Res. 2017

17. Showalter et al. Int J Radiat Oncol Biol Phys. 2011

18. Robinson et al. Eur J Surg Oncol. 2012

Ke, K., W. Chen, and Y. Chen, Standard and extended lymphaden-ectomy for adenocarci-noma of the pancreatic head: a meta-analysis and systematic review. Journal of Gastroenter-ology & Hepatology, 2014. 29(3): p. 453-62. [Ke, K. et al. 2014]

 

SR/ MA

Studientyp

4 RCTs

 

Suchzeitraum

bis 06.2013

 

Datenbanken

PubMed, (01.1966-06.2013) EMBASE (01.1988-06.2013), Cochrane (bis 06.2013)

 

Einschluss-kriterien

nur RCTs

Standard- und erweiterte Lymphade-nektomie bei PD für Adeno-karzinom des Pankreaskopfes

 

Ausschluss-kriterien

andere Studien als RCTs

distaler Gallengang, Ampullenkrebs, Zwölffinger-darm-Tumor

neuroendokrine Tumore

serös zystische Tumore der Bauchspeichel-drüse

Intervention

erweiterte Lymphaden-ektomie (EL)

 

Kontrolle

Standard-Lymphaden-ektomie bei Pankreatiko-duodenektomie beim Adeno-karzinom des Pankreaskopfes (SL)

1. Gesamt-überleben

2. Morbidität

3. postoperative Mortalität

4. Schnittränder (positive)

Studienanzahl

n=4 RCTs

 

Population

n=428
n=213 (EL)
n=215 (SL)

 

Gesamtergebnisse

Gesamtüberleben (Langzeitüberleben)
4 Studien (205/207)
EL vs. SL
kein statistisch signifikanter  Unterschied
HR=1,09 (95% CI 0,84–1,41)
p = 0,51
Heterogenität: I² =0%, p=0,42 

positive Lymphknoten
4 Studien (139/141)
EL vs. SL
k
ein statistisch signifikanter Unterschied
HR=1,04 (95% CI 0,76–1,42)
p=0,81
Heterogenität: I²=0%, p=0,56

negative Lymphknoten
4 Studien (66/66)
EL vs. SL
kein statistisch signifikanter Unterschied
HR=1,06 (95% CI 0,58–1,94)
p=0,85
Heterogenität: I²=0%, p=0,81

Morbidität 2 Studien (91/91)
EL vs. SL
kein statistisch signifikanter Unterschied
OR=0,84 (95%CI 0,43–1,62)
p=0,60
Heterogenität: I²=0%, p=0,37

postoperative Mortalität
4 Studien (213/215)
EL vs. SL
kein statistisch signifikanter Unterschied
OR=1,00 (95%CI 0,28–3,52)
p=0.60
Heterogenität: I²=0%, p=0,60

Schnittränder (positive)
4 Studien (213/215)
EL vs. SL
kein statistisch signifikanter Unterschied
OR 0,60 (95%CI 0,26–1,36)
p=0,22
Heterogenität: p=0,12%, I2=49%

 

Fazit der Autoren

In conclusion, there is no evidence that extended lymph-adenectomy in PD could alter the survival of the patients with adenocarcinoma of the head of the pancreas based on the current RCTs. Considering the poor QoL associated with extended lymphadenectomy in the early post-surgical stages, we recommend that PD with standard lymphadenectomy is suitable for patients with adenocarcinoma of the head of the pancreas.

 

LoE: 1

PICO Frage klar formuliert: ja

ausreichende Suchstrategie: ja

Ein- und Ausschlusskriterien klar definiert: ja

Qualitätsbewertung der eingeschlossenen Studien erfolgt: ja (GRADE)

Metanalyse erfolgt: ja

Prüfung der Heterogenität: ja, keine Heterogenität gefunden

 

Methodische Schwächen/ Limitationen aus der Diskussion

Randomisierung in den eingeschlossenen RCTS war nicht immer klar beschrieben

Allocation Concealment ungenau beschrieben

keine methodisch saubere Verblindung

selektives Reporting der Ergebnisse in den Studien kann Bias-Ursache sein

Chirurgen hatten unterschiedlich viel Erfahrung und waren von verschiedenen Kliniken

Operationsverfahren waren nicht einheitlich

Outcomes haben geringe Qualität der Evidenz

 

Funding

nicht angegeben

 

Interessenkonflikte

Nothing to report.

 

12. Farnell et al. Surgery. 2005

13, Pedrazzoli et al. Ann. Surg. 1998

16. Riall et al. J. Gastrointest. Surg. 2005

17. Nimura et al.  Hepatobiliary Pancreat. Sci. 2012

Kotb, A., et al., Meta-analysis and trial sequential analysis of randomised controlled trials comparing standard versus extended lymphaden-ectomy in pancreato-duoden-ectomy for adeno-carcinoma of the head of pancreas. Langenbecks Archives of Surgery, 2021. 406(3): p. 547-561. [Kotb, A. et al. 2021]

 

 

SR/MA

 

 

Studientyp

5 RCTs

 

Suchzeitraum

bis 06.05.2020

 

Datenbanken

MEDLINE, EMBASE, Scopus, CINAHL, Cochrane (CENTRAL)

Studienregister: (WHO, Clinical Trials.gov, ISRCTN)

Referenzlisten eingeschlosse-ner Studien

 

Einschluss-kriterien

RCTs

Patienten mit kurativer Pankreatoduo-denektomie resektabler Pankreaskopf-karzinome

 

 

Intervention

extensive Lymphadenek-tomie (EL)
(Lymphknoten der Leberarterie, abdominale Achse, peripankre-atischer Bereich, hepatoduodenales Band, superiore mesenteriale Arterie, Bereich zwischen abdominaler Achse und inferiorer mesenteraler Arterie)

 

Kontrolle

Standard-Lymphadenekt-omie (SL)
(anteriore und posteriore pankreatoduo-denale Lymphknoten mit oder ohne Entfernung der Lymphknoten im unteren hepatoduode-nalen Band und Lymphknoten entlang der rechten lateralen superioren 
mesenteralen Arterie)

 

1. Gesamtüber-leben

2. postoperative Morbidität

3. postoperaitve Mortalität

 

Studienanzahl

n=5

 

Population

n=724
n=364 (EL)
n=360 (SL)

 

Gesamtergebnisse

Gesamtüberleben

Gesamtüberleben (time to event) (4 Studien)
kein statistisch signifikanter Unterschied
HR=1,10 (95% CI 0,86-1,40)
p=0,46
Heterogenität: I²=0%, p=0,47 (gering)

1-Jahres-Gesamtüberleben (5 Studien)
statistisch signifikant häufiger bei SL
OR=1,60 (95% CI 1,1-2,32)
p=0,01
Heterogenität: I²=0% (gering)

3-Jahres-Gesamtüberleben
(5 Studien)
kein statistisch signifikanter Unterschied
OR=1,24 (95% CI 0,84-1,84)
p=0,28
Heterogenität: I²=0% (gering)

5-Jahres-Gesamtüberleben
(5 Studien)
kein statistisch signifikanter Unterschied
OR=0,99 (95% CI 0,43-2,29)
p=0,99
Heterogenität: I²=63% (moderat)

Postoperative Morbidität

Morbidität gesamt (3 Studien)
kein statistisch signifikanter Unterschied
OR=0,73 (95% CI 0,42-1,28)
p=0,27
Heterogenität: I²=55%, p=0,11 (moderat)

Pankreasfistel (4 Studien)
kein statistisch signifikanter Unterschied
OR=0,64 (95% CI 0,37-1,10)
p=0,11
Heterogenität: I²=0%, p=0,45 (gering)

Verzögerte Magenentleerung
(3 Studien)
kein statistisch signifikanter Unterschied
OR=0,68 (95% CI 0,28-1,67)
p=0,40
Heterogenität: I²=61%, p=0,07 (moderat)

Gallenleck (2 Studien)
kein statistisch signifikanter Unterschied
OR=0,33 (95% CI 0,10-1,06)
p=0,06
Heterogenität: I²=0%, p=0,50 (gering)

Wundinfektionen (3 Studien)
kein statistisch signifikanter Unterschied
OR=0,53 (95% CI 0,28-1,02)
p=0,06
Heterogenität: I²=0%, p=0,48 (gering)

Abszess (4 Studien)
kein statistisch signifikanter Unterschied
OR=0,83 (95% CI 0,40-1,73)
p=0,63
Heterogenität: I²=0%, p=0,90 (gering)

Postoperative Mortalität
(5 Studien)
kein statistisch signifikanter Unterschied
OR=1,01 (95% CI 0,40-3,06)
p=0,85
Heterogenität: I²=0%, p=0,46 (gering)

 

Subgruppenanalysen

Patienten mit positivem Lymphknotenstatus
kein statistisch signifikanter Unterschied bei Gesamtüber-leben (time to event), 1-Jahres Gesamtüberleben, 3-Jahres Gesamtüberleben und 5-Jahres Gesamtüberleben

Patienten mit negativem Lymphknotenstatus
kein statistisch signifikanter Unterschied bei Gesamtüber-leben (time to event), 1-Jahres Gesamtüberleben, 3-Jahres Gesamtüberleben und 5-Jahres Gesamtüberleben

Studien aus dem Westen
kein statistisch signifikanter Unterschied bei Gesamtüber-leben (time to event), 1-Jahres Gesamtüberleben, 3-Jahres Gesamtüberleben und 5-Jahres Gesamtüberleben

Studien aus dem Osten
kein statistisch signifikanter Unterschied bei Gesamtüber-leben (time to event), 1-Jahres Gesamtüberleben, 3-Jahres Gesamtüberleben und 5-Jahres Gesamtüberleben

 

Fazit der Autoren

Relatively robust evidence from randomised controlled trials (Level 1) suggests no difference in postoperative and survival outcomes between standard and extended lymphadenectomy in patients undergoing pancreaticoduodenectomy for pancreatic head cancer. The findings are consistent in patients with positive and negative lymph node status and in studies from the West or East.

LoE: 1

PICO Frage klar formuliert: ja

ausreichende Suchstrategie: ja

Ein- und Ausschlusskriterien klar definiert: ja

Qualitätsbewertung der eingeschlossenen Studien erfolgt: ja (Risk of Bias mit Cochrane Tool)

Metanalyse erfolgt: ja

Prüfung der Heterogenität: Daten sind homogen (I²-Test)

 

Methodische Schwächen/ Limitationen aus der Diskussion

geringe Anzahl der eingeschlossenen Studien

hohes Risiko für einen Performance Bias durch fehlende Verblindung der Studien

 

Funding

nicht angegeben

 

Interessenkonflikte

The authors declare that they have no conflict of interest.

11. Jang et al.  J Hepatobiliary Pancreat Sci. 2017  und 12. Jang et al. Ann Surg. 2014

13. Nimura et al. J Hepatobiliary Pancreat Sci. 2012

14. Farnell et al. Surgery. 2005

15. Riall et al. J Gastrointest Surg. 2005 

16. Pedrazzoli et al. Ann Surg. 1998

Orci, L.A., et al., A meta-analysis of extended versus standard lymphaden-ectomy in patients undergoing pancreato-duoden-ectomy for pancreatic adenocarci-noma. HPB, 2015. 17(7): p. 565-72. [Orci, L. A. et al. 2015]

 

SR/MA

Studientyp

3. multi-zentrische RCTs,
2 mono-zentrische RCTs

 

Suchzeitraum

nicht angegeben

 

Datenbanken
Cochrane (CENTRAL), MEDLINE, EMBASE

Referenzlisten eingeschlosse-ner Studien und vorhergehender Metaanalysen

 

Einschluss-kriterien

Abstract in englischer Sprache

RCTs

Vergleich Standard- und extensive Lymphaden-ektomie

Anzahl der entnommenen Lymphknoten für beide Gruppen angegeben

 

Ausschluss-kriterien

quasi-randomisierte Studien

Analysen vorläufiger Daten

keine Überlebens-daten über die frühe postoperative Phase hinaus

 

Interventiom

extensive Lymphaden-ektomie (EL)

 

Kontrolle

Standard-Lymphaden-ektomie (SL)

(In Studien unterschiedliche Anzahl der entnommenen Lymphknoten zur Unterscheidung zwischen EL und SL)

mittlere Differenz von 14 Lymphknoten zwischen EL und SL (gepoolte WMD: 14 (95 % CI 10-19, p<0,001

bei EL häufiger Lympknoten der para-aortalen und abdominalen Achse und des hepatoduode-nalen Bandes entnommen)

 

 

1. Ergebnisse im Zusammen-hang mit der Operation selbst

2. postoperative Morbidität

3. Gesamtüber-leben

4. Wiederauf-treten

 

Studienanzahl

n=5

 

Population

n=724
n=364 (EL)
n=360 (SL)

 

Gesamtergebnisse

Ergebnisse im Zusammenhang mit der Operation selbst

Operationszeit
statistisch signifikant länger bei EL
WMD: 63 Minuten (95% CI 26-96 Minuten)
p<0,001
Heterogenität: Q-test p<0,100; I²=79% (hoch)

Transfisionsbedarf
statistisch signifikant höher bei EL
WMD: 0,20 Einheiten (95% CI 0,01-0,30)
p=0,030
Heterogenität: Q-test p=0,690 (gering)

Postoperative Morbidität

Morbidität Gesamt
statistisch signifikant häufiger bei EL
OR=1,5 (95% CI 1,1-2,0)
p=0,030
Heterogenität: Q-test p=0,200 (gering)

Pankreasfisteln
kein statistisch signifikanter Unterschied
OR=1,6 (95% CI 0,9-2,7)
p=0,100
Heterogenität: nicht angegeben

Gallenleck
kein statistisch signifikanter Unterschied
OR=3,1 (95% CI 1,0-9,9)
p=0,050
Heterogenität: nicht angegeben

Lymphozele
kein statistisch signifikanter Unterschied
OR=5,2 (95% CI 0,9-30,4)
p=0,070

Heterogenität: nicht angegeben

Wundinfektionen
kein statistisch signifikanter Unterschied
OR=1,9 (95% CI 1,0-3,5)
p=0,050
Heterogenität: nicht angegeben

Cholangitis
kein statistisch signifikanter Unterschied
OR=1,3 (95% CI 0,3-4,8)
p=0,730
Heterogenität: nicht angegeben

Verzögerte Magenentleerung
kein statistisch signifikanter Unterschied
OR=1,5 (95% CI 0,6-3,6)
p=0,400
Heterogenität: nicht angegeben

Postoperative Blutungen
kein statistisch signifikanter Unterschied
OR=1,3 (95% CI 0,4-3,9)
p=0,620
Heterogenität: nicht angegeben

Re-Laparotomie
kein statistisch signifikanter Unterschied
OR=1,1 (95% CI 0,4-3,0)
p=0,810
Heterogenität: nicht angegeben

Länge des Krankenhausaufenthalts
kein statistisch signifikanter Unterschied
WMD: 1 Tag (95% CI -2-4 Tage)
p<0,580
Heterogenität: nicht angegeben

Gesamtüberleben
kein statistisch signifikanter Unterschied
HR=1,01 (95% CI 0,77-1,34)
p=0,923
Heterogenität: nicht angegeben

 

Subgruppenanalysen

Patienten mit positivem Lymphknotenstatus

kein statistisch signifikanter Unterschied beim Gesamtüberleben

Patienten mit negativem Lymphknotenstatus
kein statistisch signifikanter Unterschied beim Gesamtüberleben

Wiederauftreten
kein statistisch signifikanter Unterschied (Daten nicht in der Publikation)

 

Fazit der Autoren

In conclusion, this meta-analysis does not support any impact of extended lymphadenectomy on longterm oncological outcomes after PD, but rather demon-strates that extended lymph-adenectomy jeopardizes the postoperative course of patients undergoing this procedure. Based on these results, extended lymphadenectomy should not be applied routinely in patients with pancreas head adenocarcinoma requiring PD. However, in an era of patient-centred medicine, some components of extended PD (e.g. nerve dissection) may still be regarded as beneficial in some patients in whom the tumour is located near the SMA in order to achieve negative-margin resection.

 

LoE: 1

PICO Frage klar formuliert: ja

ausreichende Suchstrategie: ja

Ein- und Ausschlusskriterien klar definiert: ja

Qualitätsbewertung der eingeschlossenen Studien erfolgt: ja (JADAD Score)

Metanalyse erfolgt: ja

Prüfung der Heterogenität: Metaanalyse entsprechend der Heterogenität (Q-Test + I²-Test)

 

Methodische Schwächen/ Limitationen aus der Diskussion

Variabilität in den Studien bezüglich der Orte an denen Lymphknoten in der extensiven Lymphadenekomtie entnommen wurden

Vergleichbarkeit der Subgruppen nicht garantiert (positive/negative Lymphknoten)

 

Funding

This study was funded by the Arteres Foundation. LAO was supported by the Ligue Genevoise contre le Cancer, and the Dr Henri Dubois-Ferrie` re/Dinu Lipatti Foundation. CT and LAO were supported by the Swiss National Science Foundation (grants 323530-151477 and 3232230-126233).

 

Interessenkonflikte

None declared.

7. Jang et al. Ann Surg. 2014

8. Nimura et al. J Hepatobiliary Pancreat Sci. 2012

14. Farnell et al. J Gastrointest Surg. 2005

15. Pedrazzoli et al. Ann Surg. 1998

17. Riall et al. J Gastrointest Surg. 2005

Pedrazzoli, S., Extent of lymphaden-ectomy to associate with pancreatico-duoden-ectomy in patients with pancreatic head cancer for better tumor staging. Cancer Treatment Reviews, 2015. 41(7): p. 577-87. [Pedrazzoli, S. et al. 2015]

 

SR

Studientyp

a) 11 retrospektive Studien + 1

b) 5 prospektive nicht-randomisierte Studien (NRCTs)

c) 5 RCTs

d) 5 Systematic Reviews und Metaanalysen

 

Suchzeitraum

nicht angegeben

 

Datenbanken

PubMed

Referenzlisten

 

Einschluss-kriterien

nur englisch-sprachige Artikel

prospektive und retrospektive RCTs und NRCTs

systematische Reviews und Metaanalysen

Publikationen aus Zentren mit hohem Volumen

Konsensus-konferenzen

Patienten mit Pankreas-adeno-karzinomen

 

Ausschluss-kriterien

Patienten mit Gallengangs-, ampullären oder duodenalen Karzinomen

Fallberichte

Studien mit unvollständigen Daten

 

Intervention

erweiterte Lymphaden-ektomie

 

Kontrolle

Standard-Lymphaden-ektomie

 

1. Gesamtüber-leben

2. Lymphknoten-stationen

3. minimale Gesamtzahl der untersuchten Lymphknoten (TNLE)

Studienanzahl

n=21

 

Population

a) n=2514 retrosp. Studien
b) n=545 prosp. NRCTs
c) n=586 RCTs

 

Gesamtergebnisse

Gesamtüberleben

a)
Drei Studien berichteten über ein signifikant längeres Überleben nach erweiterter Lymphaden-ektomie, während sechs Studien keinen Unterschied feststellten. Eine Studie fand ein signifikant längeres Überleben für Patienten, die sich einer Standard-Lymphadenektomie unterzogen.

b)

Die Langzeit-Ergebnisse waren sehr unterschiedlich. Eine Studie fand keinen Unterschied im Überlegen. Alle anderen Studien berichten über ein längeres Überleben nach der  erweiterten Lymphadenektomie. Dabei wurde in einer Studie das verlängerte Überleben nur für die erweiterte Lymphadenektomie plus adjuvante Chemo- und Strahlentherapie festgestellt.

c)
Es gab keinen Unterschied in den Überlebensraten zwischen Patienten, die mit einer Standard- oder einer erweiterten Lymphaden-ektomie behandelt wurden.

d)
Alle 5 Reviews und Metaanalysen fanden keinen Unterschied im Überleben zwischen Standard- und erweiterter Lymphadenenktomie.

vorgeschlagene Lymphknotenstationen bei Standard-Lymphadenektomie:
6, 8a, 8p, 12a, 12b, 12c, 13a, 13b, 14a, 14b, 14c, 14d, 16b1, 17a und 17b, ohne Skelettierung des Truncus celiacus oder der SMA

TNLE:
Mindest-TNLE von 15 LN

 

Fazit der Autoren

In conclusion, a standard lymphadenectomy should achieve an adequate TNLE, removing the more frequently metastasizing LN stations without increasing the surgical risk. Waiting for more data on metastasis rate to 8p and 12a LNs, the following LN stations have been included in our standard lymphadenectomy: 6, 8a, 8p, 12a, 12b, 12c, 13a, 13b, 14a, 14b, 14c, 14d, 16b1, 17a and 17b, which should start with the removal and examination on frozen section of the 16b1 LNs.

LoE: 2 (abgewertet)

Gesamtqualität: methodisch unklar bei Suche und Suchzeitraum, sowie Qualitätsbewertung und Heterogenität, narrative Zusammenfassung der Ergebnisse

PICO Frage klar formuliert: ja

ausreichende Suchstrategie: unklar

Ein- und Ausschlusskriterien klar definiert: unklar

Qualitätsbewertung der eingeschlossenen Studien erfolgt: unklar

Metanalyse erfolgt: nein

Prüfung der Heterogenität: unklar

 

Methodische Schwächen/ Limitationen aus der Diskussion

[nicht in der Diskussion, aber im Text]

Vergleichbarkeit der Studien eingeschränkt durch:

stark divergierende Lokalisation der entfernten Lymphknoten bei Standard- und erweiterter Lymphadenektomie in den einzelnen Studien

stark abweichende Anzahl der entnommenen Lymphknoten bei Standard- oder erweiterter Lymphadenektomie

Differenzen in der adjuvanten Behandlung der Patienten

 

Funding:

nicht angegeben

 

Interessenkonflikte

None!

a)

5. Fortner et al. Ann Surg. 1984

7. Ishikawa et al. Ann Surg. 1988

8. Manabe et al. Cancer. 1989

10. Satake et al. Surg Gynecol Obstet. 1992

13. Hirata et al. Arch Surg. 1997

16. Gall et al. Eur J Surg Oncol. 1991

17. Geer et al.
Am J Surg. 1993

18. Masson et al. Chirurgie. 1994

19. Imaizumi et al. Dig Surg. 1998

20 Mukaiya et al. World J Surg. 1998

21. Kawarada et al. Digestion. 1999

22. Yang et al. Chin Med J. 2005

28. Pedrazzoli et al. Ann Surg. 1998

b)

23. Henne-Bruns et al. Hepato-gastroenterology. 1998

24. Gazzaniga et al. Hepato-gastroenterology. 2001

25. Iacono et al. World J Surg. 2002

26. Popiela et al. Acta Chir Belg. 2002

27. Capussotti et al. Arch Surg. 2003

c)

28. Pedrazzoli et al. Ann Surg. 1998

29. Yeo et al. Ann Surg. 2002 und 30. Riall et al. Gastrointest Surg. 2005

31. Farnell et al. Surgery. 2005

32. Nimura et al. J Hepatobiliary Pancreat Sci. 2012

33. Jang et al. Ann Surg. 2014

d)

34. Michalski et al. Br J Surg. 2007

35. Iqbal et al. Eur J Surg Oncol. 2009

36. Xu et al. World J Surg Oncol. 2013

37. Sun et al. World J Surg. 2014

38. Yin et al. Ann Surg. 2015

Staerkle, R.F., et al., Extended lymph node resection versus standard resection for pancreatic and peri-ampullary adeno-carcinoma. Cochrane Database of Systematic Reviews, 2021. Vol 1. CD011490.

[Staerkle, R. F. et al. 2021]

 

 

SR/MA

Studientyp

7 RCTs

 

Suchzeitraum
01.01.1973-10.09.2020

 

Datenbanken

Cochrane (CENTRAL),
MEDLINE via Ovid,
PubMed, EMBASE,
Referenzlisten
laufender Studien,
Studienregister:
ClinicalTrials.
gov

 

Einschluss-kriterien

Adenokarzinom des Pankreaskopfes und der periampullären Region

Pankreatoduo-denektomie (PD) mit SLA oder ELA

RCTs unabhängig vom Veröffentlich-ungsstatus oder Sprache

Outcomes des Reviews berichtet

 

Intervention

erweiterte Lymphaden-ektomie (EL)

Kontrolle

Standard-Lymphaden-ektomie (SL)

 

Primäre Outcomes:
1. Gesamtüber-leben

Sekundäre Outcomes:
1. postoperative Mortalität

2. Operationszeit

3. Blutverlust

4. Transfusions-bedarf

5. Anzahl der entnommenen Lymphknoten

6. positive Resektionsränder (R1- und R2-Resektionen)

7. Lebensqualität

8 lokoregional und systemisch wiederauftretende Rezidive

9. Pankreas-fisteln

10. verzögerte Magenent-leerung

11. postoperative intraperito-neale Blutungen

12. Gallenleck

 

Studienanzahl

n=7 (quantitative Synthese)

 

Population

n=843
n=421 (EL)
n= 422 (SL)

 

Gesamtergebnisse

Gesamtüberleben
(Follow up 1 und 3 Jahre)
(7 RCTs; n=843)
k
ein statistisch signifikanter Unterschied
log.HR=0.12 (95% CI -3.06-3.31)
p=0,94
Heterogenität: Chi²=0,01, df=6 (p=1.00); I²=0% (gering)
Qualität der Evidenz: very low (GRADE)

postoperative Mortalität
(7 RCTs; n=843)
k
ein statistisch signifikanter Unterschied
OR=1,20 (95% CI 0,51-2,80)
p=0.67
Heterogenität: Chi²=4.61, df=5 (p=0,47); I²=0% (gering)
Qualität der Evidenz: low (GRADE)

Operationszeit
(5 RCTs; n=670)
s
tatistisch signifikant länger bei ELA
MD=50,13 Minuten (95% CI 19,19-81,06)
p=0,001
Heterogenität: Tau²=824,30; Chi²=32.97, df=4 (p<0.00001); I²=88% (hoch)
Qualität der Evidenz: moderate (GRADE)

Blutverlust
(
2 RCTs; n=463)
statistisch signifikant höher bei ELA
MD=137,43 ml (95% CI 11,55-263.30)
p=0.03
Heterogenität: Tau²=6919,80; Chi²=5,27, df=1 (p=0.02); I²=81% (hoch)
Qualität der Evidenz: very low (GRADE)

Transfusionsbedarf
(4 RCTs; n=610)

statistisch signifikant höher bei ELA
MD=0,15 units (95% CI 0,13-0,17)
p<0.00001
Heterogenität: Chi²=1,35, df=3 (p=0,72); I²=0% (gering)

Anzahl der entnommenen Lymphknoten
(5 RCTs, n=670)
s
tatistisch signifikant mehr bei ELA
MD=11.09 LN, 95% CI 7.16-15.02)
P<0.00001
Heterogenität: Tau²=13,25; Chi²=20,75, df=4 (P=0.0004); I²=81% (hoch)
Qualität der Evidenz: moderate (GRADE)

positive Resektionsränder (R1+R2)
(6 RCTs; n=783)
kein statistisch signifikanter Unterschied
RR=0,81 (95% CI 0,58-1,13)
p=0,20
Heterogenität: Chi²=4.20, df=5(P=0,52); I²=0% (gering)
Qualität der Evidenz: very low (GRADE)

Lebensqualität nach OP
(2 RCTs)
Eine Studien berichtete über keine signifikanten Unterschiede zwischen den Gruppen, die andere zeigte bei Subskala für ELA geringere Veränderung bei der Darmkontrolle (p=0,038), der Diarrhoe (p=0,002) und im allgemeinen Erscheinungsbild (p= 0,005).

lokoregional und systemisch wiederauftretende Rezidive
(1 RCT)
Es gab keine Unterschiede in Bezug auf das Muster und den Zeitpunkt des Wiederauftretens. Während der Nachbeobachtung wurde eine peritoneale Aussaat in der EL-Gruppe häufiger beobachtet als in der SL-Gruppe (25,9 % gegenüber 8,3 %; P=0,011)

Pankreasfisteln
(4 RCTs; n=610)
kein statistisch signifikanter Unterschied
RR=1,34 (95% CI 0,85-2,10)
p=0,21
Heterogenität: Chi²=3,31, df=3 (p=0.35); I²=9% (gering)

verzögerte Magenentleerung
(3 RCTs; n=523))
kein statistisch signifikanter Unterschied
RR=1,66 (95% CI 0,60-4,60)
p=0,33
Heterogenität: Tau²=0,51; Chi²=5,44, df=2 (p=0,07); I²=63% (hoch)

postoperative intraperitoneale Blutungen
(
4 RCTs; n=376)
k
ein statistisch signifikanter Unterschied
RR=1,48 (95% CI 0,61-3,64)
p=0,39
Heterogeneity: Chi²=0,53, df=3 (p=0,91); I²=0% (gering)

Gallenleck
(1 RCTs; n=299)
EL: 4,73%
SL: 2,05%

 

Subgruppenanalyse

Adenokarzinome des Pankreaskopfes vs. periampulläre Adenokarzinome
(5 RCTs; n=483 Patienten)

perioperative Mortalität
(5 RCTs; n=483)
kein statistisch signifikanter Unterschied
OR=2,24 (95% CI 0,64-7,87)
p=0,21

Pankreasfistel
(2 RCTs; n=250)
k
ein statistisch signifikanter Unterschied
RR=1,04 (95% CI 0,51-2,13) p=0,91

verzögerte Magenentleerung
(2 RCTs; n=229)
ein statistisch signifikanter Unterschied
RR=1,23 (95% CI 0,26-5,86) p=0,80

postoperative intraperitoneale Blutungen
(3 RCTs; n=310)
k
ein statistisch signifikanter Unterschied
RR=1,42 (95% CI 0,54-3,75) p=0,48

 

Fazit der Autoren

Implications for practice:
In conclusion, current evidence neither supports nor refutes the effect of extended lymph lymphadenectomy in people with adenocarcinoma of the head of the pancreas.

Implications for research
A randomised controlled trial with enough power to detect a difference between standard and extended lymph lymphaden-ectomy would have to include over 200,000 participants in each arm. In our opinion, such a study is not feasible, and hence, we do not recommend further studies comparing standard and extended lymph lymphaden-ectomy. We rather recommend the establishment of an international data registry to assess the impact of different treatments on survival and other outcomes in people with pancreatic and periampullary adenocarcinoma.

 

LoE: 1

PICO Frage klar formuliert: ja

ausreichende Suchstrategie: ja

Ein- und Ausschlusskriterien klar definiert: ja

Qualitätsbewertung der eingeschlossenen Studien erfolgt: ja (Cochrane Risk of Bias Tool, GRADE für 6 wichtige Endpunkte)

Metanalyse erfolgt: ja

Prüfung der Heterogenität: ja (Chi2, I2, random-effects model wenn I2> 25% )

 

Methodische Schwächen/ Limitationen aus der Diskussion


eingeschlossene Studien waren teilweise durch Verzerrungen und klinische Heterogenität beeinträchtigt

Unterschiede im chirurgischen und perioperativen Management waren zwischen den Studien teilweise unbekannt

 

Funding

Internal sources:
Cantonal Hospital of Winterthur, Department of Visceral and Thoracic Surgery, Switzerland

In-kind support

External sources:
No sources of support supplied

 

Interessenkonflikte

RFS: none known‘
CS: none known
RNVdB: none known
RT: none known
JS: none known
MAP: none known
SB: none known!

 

Farnell et al. Surgery. 2005

Ignjatovic et al. Balkan Med J. 2017

Jang et al. Ann Surg 2014

Nimura et al. J Hepatobiliary Pancreat Sci. 2012

Pedrazzoli et al. Ann Surg. 1998

Riall et al. J Gastrointest Surg. 2005

Sperling et al. Eur Surg. 2016

Svoronos, C., et al., Role of extended lymphaden-ectomy in the treatment of pancreatic head adeno-carcinoma: review and meta-analysis. ANZ Journal of Surgery, 2014. 84(10): p. 706-11. [390]

 

 

SR/MA

Studientyp

4 RCTs,
11 nicht-randomisierte Studien (NRCTs)

 

Suchzeitraum

01.1973–06.2012

 

Datenbanken

MEDLINE,
Referenzlisten

 

Ausschluss-kriterien

Letters

Reviews ohne Originaldaten

nicht englisch-sprachige Publikationen

Tierstudien

Studien ohne Kontrollgruppen

Patienten mit Gallengangs-, Ampullär-, Duodenal- oder distalem Pankreas-karzinom

Publikationen mit sich überschneiden-den Populationen

 

Intervention

erweiterte Lymphknoten-dissektion (EL oder ERP)

 

Kontrolle

Standard-Lymphknoten-dissektion (SL)

 

1. Anzahl entnommener Lymphknoten

2. Gesamtüber-leben

 

Studienanzahl

n=15

 

Population

n=1906

 

Gesamtergebnisse

1. Anzahl entnommener Lymphknoten
(7 Studien, davon 2 RCTs)
statistisch signifikant höher bei EL
WMD=12,81LN (95% CI 10,46-15,16) 
p<0,0001
Heterogenität: Q=67,83, I2=91%, p<0,0001 (hoch)

2. Gesamtüberleben
(8 Studen, davon 4 RCTs)
kein statistisch signifikanter Unterschied
ES=-0,10 (95% CI -0,26-0,06)
p=0,23
Heterogenität: Q=23,88; I2=71%; p<0,0001 (hoch)

 

Subgruppenanalyse

a) RCTs

Gesamtüberleben
(4 RCTs; n=555)
k
ein statistisch signifikanter Unterschied
ES=-0,01 (95% CI -0,2-0,20)
p=0,94
Heterogenität: Q=4,56; I2=34%; p=0,94 (moderat)

b) NRCTs

Gesamtüberleben
(4 nichtrandomisierte Studien)
k
ein statistisch signifikanter Unterschied
ES=-0,24 (95% CI -0,5-0,02) p=0,07
Heterogenität: Q=17,35; I2=83%; p<0,0001 (hoch)

 

Fazit der Autoren

Although ERP is a safe procedure, it did not offer a significant improvement in survival, while at the same time leading to an increased incidence of severe diarrhoea for at least 1 year, thus leaving the standard pancreaticoduodenectomy as the surgical method of choice for the treatment of pancreatic head adenocarcinoma.

LoE: 2 (abgewertet)

Gesamtqualität:
keine Angaben zur Qualitätsbewertung der Studien, Suchstrategie nicht klar beschrieben

PICO Frage klar formuliert: ja

ausreichende Suchstrategie: unklar

Ein- und Ausschlusskriterien klar definiert: ja

Qualitätsbewertung der eingeschlossenen Studien erfolgt: unklar

Metanalyse erfolgt: ja

Prüfung der Heterogenität: ja (Q und I2-Test)

 

Methodische Schwächen/ Limitationen aus der Diskussion

keine Angaben

 

Funding

nicht angegeben

 

Interessenkonflikte

nicht angegeben

RCTs
13. Pedrazzoli et al. Ann Surg. 1998

14. Yeo et al. Ann Surg. 2002

15. Nimura et al. J Hepatobiliary Pancreat Sci. 2012

16. Farnell et al. Surgery. 2005

NRCTs:
17. Ishikawa et al. Ann Surg. 1988

18. Manabe et al. Cancer. 1989

19. Mukiaya et al. World J Surg. 1998

20. Henne-Brunns et al. World J Surg. 2000

21. Gazzaniga et al.  Hepato-gastro-enterology. 2001

22. Iacono et al. World J Surg. 2002

23. Popiela et al. World J Surg. 2002

24. Capussoti et al. Arch Surg. 2003

25. Yang et al. Chin Med J. 2005

26. Shao et al. Chin Med J. 2008

27. Takao et al. Hepatogastro-enterology. 2008

Wang, W., et al., Efficacy of extended versus standard lymphaden-ectomy in pancreato-duoden-ectomy for pancreatic head adeno-carcinoma. An update meta-analysis. Pancreato-logy, 2019. 19(8): p. 1074-1080. [Wang, W. et al. 2019]

 

 
SR/MA

Studientyp

4 RCTs (davon 3 multizentrisch),
4 nichtrando-misierte Studien (NRCTs)

 

Suchzeitraum

01.01.1990 – 30.10.2018

 

Datenbanken

PubMed, Web of Science, EMBASE und Cochrane

 

Einschluss-kriterien

RCTs oder Beobachtungs-studien (Fall-Kontroll- oder Kohorten-studien)

publiziert in englischer Sprache

Patienten mit nachge-wiesenem oder vermutetem Adenokarzinom des Pankreaskopfes vor der Operation

Vergleich von EL und SL

 

Ausschluss-kriterien

Patienten mit ampullärem, distalem Gallengangs- oder Duodenal-karzinom sowie mit neuroendo-krinen oder serös-zystischen Tumoren der Bauchspeichel-drüse

Fallberichte

Konferenz-abstracts

Kommentare

Studien ohne Kontrollgruppe

 

Intervention

erweiterte Lymphaden-ektmie (EL oder EPD)

 

Kontrolle

Standard Lymphaden-ektomie (SL)

 

1. perioperative Outcomes
a) Operation:

perioperative
Komplikati-onen

perioperative Mortalität

Diarrhöe (postop. 3 Mon,)

Operationszeit

Bluttrans-fusion

postoperativer Krankenhaus-aufenthalt

b) Pathologie:

Anzahl entnommene Lymphknoten

Tumorgröße

Lymphknoten-metasta-sierung

positive Schnittränder

2. langfristige Outcomes

Gesamtüber-leben

Lokalrezidiv

Studienanzahl

n=8

 

Population

n=687
EL=342
SL=345

 

Gesamtergebnisse

perioperative Komplikationsrate
(7 Studien)
kein statistisch signifikanter Unterschied
EL: 35% (95% CI 29,8-40,2)
SL: 28,8% (95% CI 23,7-33,8)
OR=0,79 (95% CI 0,56-1,12)
p=0,186
Heterogenität: I2=0,0%; p=0,991 (gering)

perioperative Mortalität
(5 Studien)
kein statistisch signifikanter Unterschied
OR 0,52 (95% CI 0,2-1,34)
p=0.174
Heterogenität: I2=0,0%; p=0,923 (gering)

Diarrhöe (postop. 3 Mon,)
(4 Studien)
statistisch signifikant häufiger bei EL
EL: 45,1 % (95 % CI 9,1-88,1)
SL: 18,2 % (95 % CI 7,2-29,3)
OR=0,20 (95% CI 0,05-0,72)
p=0,014
Heterogenität: I2=79,1%; p=0,002 (hoch, random-effects model)

Operationszeit (4 Studien)
statistisch signifikant länger bei EL
EL: 469,84 Minuten
SL: 354,85 Minuten
gewichtete mittlere Differenz (WMD): -99,09 Minuten, (95% CI -146,39 bis 51,79)
p=0,000
Heterogenität: I2=92,4%; p=0,000 (hoch, random-effects model)

Bluttransfusion (3 Studien)
kein statistisch signifikanter Unterschied
EL 1,372 Einheiten
SL 1,16 Einheiten
standardisierte Mittelwertdifferenz
SL=-0,96 Einheiten (95% CI -2,12 bis 0,20)
p=0,106
Heterogenität: I2=95,1%; p=0,000 (hoch, random-effects model)

postoperativer Krankenhausaufenthalt
(3 Studien)
kein statistisch signifikanter Unterschied
EL 27,10 Tage
SL 26,27 Tage
SMD=-0,83 Tage (95% CI -0,79-2,46)
p=0,316
Heterogenität: I2=97,2%; p=0,000 (hoch, random-effects model)

Anzahl entnommene Lymphknoten (5 Studien) statistisch signifikant höher bei EL
EL: 14,54
SL: 13,29
WMD=-10,69 (95% CI -15,21-(-6,17))
p=0,000
Heterogenität: I2=88%; p=0,000 (hoch, random-effects model)

Tumorgröße (3 Studien)
kein statistisch signifikanter Unterschied
WMD=-0,11 (95% CI -0,3-0,08)
p=0,256
Heterogenität: I2=19,2%; p=0,290 (gering)

Lymphknoten
metastasierung
(5 Studien)
kein statistisch signifikanter Unterschied
OR=0,71 (95% CI 0,47-1,07)
p=0,105
Heterogenität: I2=45,1%; p=0,122 (moderat)

positive Schnittränder
(5 Studien)
kein statistisch signifikanter UnterschiedOR=1,82 (95% CI 0,73-2,25)
p=0,392
Heterogenität: I2=0,0%; p=0,779 (gering)

Gesamtüberleben (8 Studien)
kein statistisch signifikanter Unterschied
HR=0,95 (95% CI 0,78-1,15) p=0,61
Heterogenität: I2=39,8%; p=0,114 (moderat)

Lokalrezidiv (4 Studien)
kein statistisch signifikanter Unterschied
EL: 25,1 %
SL: 36,6 %
OR 1,63 (95 % CI 0,83-3,21) p=0,154
Heterogenität: I2=51,4%; p=0,104 (hoch, random-effects model)

 

Fazit der Autoren

In conclusion, EPD based on this meta-analysis does not contribute to overall survival, may even lead to increased morbidity. However, this conclusion needs to be tested in high quality multi-center randomized control trials.

LoE: 1

PICO Frage klar formuliert: ja

ausreichende Suchstrategie: unklar

Ein- und Ausschlusskriterien klar definiert: ja

Qualitätsbewertung der eingeschlossenen Studien erfolgt: ja
(RCTs - Cochrane Handbook, NRCTs - Newcastle-Ottawa-Skala)

Metanalyse erfolgt: ja

Prüfung der Heterogenität ja (I2-Test)

 

Methodische Schwächen/ Limitationen aus der Diskussion

vier Studien sind nicht randomisiert

Zahl der Fälle begrenzt

Behandlung innerhalb der Gruppe unterschiedlich (z.B. Ausmaß der Lymph-knotendissektion, unterschiedliche Behandlungsschemata)

 

Funding

None.

 

Interessenkonflikte

None.

 

15. Jang et al. Ann Surg. 2014 und 21. et al. J Hepato-biliary Pancreat Sci. 2017

22. Nimura et al. Hepatobiliary Pancreat Sci. 2012

23. Takao et al. Hepato-Gastroenterology. 2008

24. Farnell et al. Surgery. 2005

25. Yang et al. Chin Med J. 2005

26. Pedrazzoli et al. Ann Surg. 1998

27. Ignjatovic et al. Balkan Med J. 2017

28. Iacono et al. World J Surg. 2002

 

 

Abu, Hilal M. et al. Laparoscopic versus open distal pancreatectomy: a clinical and cost-effectiveness study. Surgical Endoscopy. 26. 1670-1674. 2012
Abu, Hilal M. et al. Laparoscopic versus open distal pancreatectomy: a clinical and cost-effectiveness study. Surgical Endoscopy. 26. 1670-1674. 2012
Population Intervention - Comparison Outcomes/Results
Evidence level:  4

Study type:  retrospektive Kohorte, unizentrisch, UK

Number of Patient:  n=51
davon
n=7 PDAC
n=16 ODP
davon
n=3 PDAC
n=35 LDP
davon
n=4 PDAC


Recruitung Phase:  01/2005-01/2011

Inclusion Criteria:  1. distale Pankreatektomie bei benignen und malignen Tumoren oder Pankreatitis

Exclusion Criteria:  1. zusätzliche Organresektionen (z. B. Dickdarm, Magen oder Niere) während der distalen Pankreatektomie
Intervention:  laparoskopische distale Pankreatektomie (LDP)

Comparison:  offene distale Pankreatektomie (ODP)
Primary:  Blutverlust
Transfusionsrate
Milzerhalt
Operationszeit

Komplikationen
Länge des Krankenhausaufenthaltes
Länge des Aufenthaltes auf der Intensivstation
Postoperative radiologische und/oder chirurgische Intervention

Resektionsstatus

Mortalität

Kosten

Secondary:  

Results:  Follow-up
Nicht angegeben

Blutverlust (Median)
LDP vs. ODP
statistisch signifikant geringer bei LDP
LDP 200 ml (50-900)
ODP 394 ml (75-2000)
p=0,038

Transfusionsrate
LDP vs. ODP
Kein statistisch signifikanter Unterschied
LDP 1 Patient
ODP 2 Patienten
p=0,23

Milzerhalt
LDP vs. ODP
Kein statistisch signifikanter Unterschied
LDP 14 (40 %)
ODP 3 (19 %)
p=0,203

Erhalt von Milzarterie und -Vene
LDP vs. ODP
statistisch signifikant häufiger bei LDP
LDP 8 (23 %)
ODP 0 (0 %)
p=0,045

Operationszeit (Median)
LDP vs. ODP
Kein statistisch signifikanter Unterschied
LDP: 200 Min (120-420)
ODP: 225 Min (120-460)
p=0,93


Komplikationen
LDP vs. ODP
Kein statistisch signifikanter Unterschied
LDP 14 (40 %)
ODP 11 (69 %)
p=0,075

Pankreaslecks
LDP vs. ODP
Kein statistisch signifikanter Unterschied
LDP 10 (29 %)
ODP 7 (44 %)
p=0,35

Länge des Krankenhausaufenthaltes (Median)
LDP vs. ODP
statistisch signifikant kürzer bei LDP
LDP 7 Tage (3-25)
ODP 11 Tage (5-46)
p=0,007

Länge des Aufenthaltes auf der Intensivstation (Median)
LDP vs. ODP
Kein statistisch signifikanter Unterschied
LDP 0 Tage (0-19)
ODP 0 Tage (0-7)
p=0,05

Postoperative radiologische und/oder chirurgische Intervention
LDP vs. ODP
Kein statistisch signifikanter Unterschied
LDP 4 (11 %)
ODP 5 (31 %)
p=0,12


Resektionsstatus (nur PDAC)
R1-Resektion
LDP 1 von 4 Patienten
ODP 1 von 3 Patienten


Mortalität
90-Tage-Mortalität
LDP vs. ODP
Kein statistisch signifikanter Unterschied
LDP 0 (0 %)
ODP 1 (6 %)
p=0,3


Kosten
Intraoperative Kosten (Median)
LDP vs. ODP
Statistisch signifikant höher bei LDP
LDP 6039 GBP (4276-9500)
ODP 5231 GBP (3409-9330)
p=0,033

Postoperative Kosten (Median)
LDP vs. ODP
Statistisch signifikant niedriger bei LDP
LDP 4547 GBP (1299-13937)
ODP 10094 GBP (2665-39291)
p=0,006

Gesamtkosten (inkl. Wiederaufnahmen) (Median)
LDP vs. ODP
Kein statistisch signifikanter Unterschied
LDP 11292 GBP (6508-30632)
ODP 16675 GBP (7209-60235)
p=0,171


Author's Conclusion:  In summary, we showed that LDP is feasible and safe without having a negative impact on cost. The laparoscopic approach should be progressively adopted as the ‘‘gold standard’’ for the treatment of lesions in the pancreatic body and tail. However, extensive experience in pancreatic and laparoscopic surgery is required to optimize surgical outcomes.
Methodical Notes
Funding Sources:  nicht angegeben

COI:  Mr. Mohammad Abu Hilal, Mr. Mohammed Hamdan, Mr. Francesco Di Fabio, Mr. Neil W. Pearce, and Mr. Colin D. Johnson have no conflicts of interest or financial ties to disclose.

Randomization:  keine Randomisierung (retrospektiv)

Blinding:  keine Verblindung (retrospektiv)

Dropout Rate/ITT-Analysis:  nicht angegeben

Notes:  Gesamtqualität: keine methodischen Mängel
Studiendesign: retrospektive Kohorte
PICO Frage: ja
Randomisiert: nein
Gruppen vergleichbar: ja
Gruppen gleich behandelt (abgesehen von untersuchter Intervention): ja
Patienten nachverfolgbar (Loss of Follow-Up dokumentiert etc.): ja
objektive Messung: ja
Verblindung: nein
Boggi, U. et al. Robotic-Assisted Pancreatic Resections. World journal of surgery. 40. 2497-2506. 2016
Boggi, U. et al. Robotic-Assisted Pancreatic Resections. World journal of surgery. 40. 2497-2506. 2016
Population Intervention - Comparison Outcomes/Results
Evidence level:  4

Study type:  retrospektive Kohorte, unizentrisch, Italien

Number of Patient:  n=119 Gesamtpopulation
n=36 OPD
davon
n=11 OPD bei PDAC
n=83 RAPD
davon
n=16 RAPD bei PDAC

Recruitung Phase:  10/2008 - 10/2014

Inclusion Criteria:  1. Selektionskriterien progressiv modifiziert nach neuer Evidenz aus der Literatur und mit steigender persönlicher Erfahrung

Exclusion Criteria:  1. generell ungeeignet für die Laparoskopie
2. frühere größere chirurgische Eingriffe in den oberen Abdominalquadranten
3. lokal fortgeschrittene Tumoren,
4. Body-Mass-Index ≥35 kg / m2
5. Ablehnung der robotorgestützen Operation durch Patienten
6. mangelnde rechtzeitige Verfügbarkeit des chirurgischen da Vinci-Systems (dVss)
Intervention:  robotergestütze Pankreatoduodenektomie (RAPD)

Comparison:  offene Pankreatoduodenektomie (OPD)
Primary:  Transfusionsrate
Verbundene Prozeduren
Venenresektion
Operationszeit

Komplikationen
Länge des Krankenhausaufenthaltes
Reoperation
Wiederaufnahmen

Mortalität

Patienten mit PDAC
Resektionsstatus
Lymphknotenstatus
Adjuvante Therapien
Rezidive

Mortalität
Gesamtüberleben

Secondary:  

Results:  Follow up
nicht angegeben

Transfusionsrate
Anzahl Patienten
RAPD vs. OPD
Kein statistisch signifikanter Unterschied
RAPD: 23 (27,7 %)
OPD: 14 (38,9 %)
p=0,23

Einheiten pro Patienten (Median)
RAPD vs. OPD
Kein statistisch signifikanter Unterschied
RAPD: 2 (2-3)
OPD: 2 (1,8-3,3)
p=0,48

Verbundene Prozeduren
RAPD vs. OPD
Kein statistisch signifikanter Unterschied
RAPD: 6 (7,2 %)
OPD: 2 (5,6 %)
p=1,0

Venenresektion
RAPD vs. OPD
Kein statistisch signifikanter Unterschied
RAPD: 7 (8,4 %)
OPD: 4 (11,1 %)
p=0,73

Operationszeit
RAPD vs. OPD
Statistisch signifikant länger bei RAPD
RAPD: 527,2 Min (±166,1)
OPD: 425,3 Min (±92,7)
p<0,0001


Komplikationen
RAPD vs. OPD
Kein statistisch signifikanter Unterschied
RAPD: 61 (73,5 %)
OPD: 28 (77,9 %)
p=0,62

Pankreasfisteln
RAPD vs. OPD
Kein statistisch signifikanter Unterschied
RAPD: 28 (33,8 %)
OPD: 6 (16,7 %)
p=0,06

Verzögerte Magenentleerung
RAPD vs. OPD
Kein statistisch signifikanter Unterschied
RAPD: 46 (55,4 %)
OPD: 22 (61,1 %)
p=0,56

Länge des Krankenhausaufenthaltes
RAPD vs. OPD
Kein statistisch signifikanter Unterschied
RAPD: 17 Tage (14-26)
OPD: 14 Tage (13-27,5)
p=0,06

Reoperation
RAPD vs. OPD
Kein statistisch signifikanter Unterschied
RAPD: 11 (13,3 %)
OPD: 4 (11,1 %)
p=1,0

Wiederaufnahmen
90-Tage-Wiederaufnahmen
RAPD vs. OPD
Kein statistisch signifikanter Unterschied
RAPD: 9 (10,8 %)
OPD: 2 (5,6 %)
p=0,50


Mortalität (Anzahl)
30-Tage-Mortalität
RAPD vs. OPD
Kein statistisch signifikanter Unterschied
RAPD: 1 (1,2 %)
OPD: 0 (0 %)
p=1,0

90-Tage-Mortalität
RAPD vs. OPD
Kein statistisch signifikanter Unterschied
RAPD: 2 (2,4 %)
OPD: 0 (0 %)
p=1,0

Patienten mit PDAC (n=16 RAPD n=11 OPD)

Resektionsstatus
Positive Resektionsränder
RAPD vs. OPD
Kein statistisch signifikanter Unterschied
RAPD: 2 (12,5 %)
OPD: 5 (45,5 %)
p=0,08

Lymphknotenstatus
Mittlere Anzahl untersuchter Lymphknoten
RAPD vs. OPD
Kein statistisch signifikanter Unterschied
RAPD: 47
OPD: 50,9
p=0,53

Positive Lymphknoten
RAPD vs. OPD
Kein statistisch signifikanter Unterschied
RAPD: 11 (68,7 %)
OPD: 10 (90,9 %)
p=0,3

Adjuvante Therapien
Patienten mit adjuvanter Chemotherapie
RAPD vs. OPD
Kein statistisch signifikanter Unterschied
RAPD: 12 (80,0 %)
OPD: 9 (81,8 %)
p=1,0

Mittlere Zeit bis zur adjuvanten Chemotherapie
RAPD vs. OPD
Kein statistisch signifikanter Unterschied
RAPD: 2 Monate (1,3-3)
OPD: 3 Monate (2-3)
p=0,66

Verzögerungen über 8 Wochen bis zur adjuvanten Chemotherapie
RAPD vs. OPD
Kein statistisch signifikanter Unterschied
RAPD: 5 (33,3 %)
OPD: 6 (54,5 %)
p=0,38

Rezidive
Lokalrezidive
RAPD vs. OPD
Kein statistisch signifikanter Unterschied
RAPD: 5 (33,3 %)
OPD: 2 (18,2 %)
p=0,66

Zeit bis zum Lokalrezidiv (Median, keine Angabe zur Einheit)
RAPD vs. OPD
Kein statistisch signifikanter Unterschied
RAPD: 17,2 (15,6-28,5)
OPD: 4,5 (1-8)
p=0,057


Mortalität
aufgrund von Rezidiven
RAPD vs. OPD
Kein statistisch signifikanter Unterschied
RAPD: 7 (46,6 %)
OPD: 5 (45,5 %)
p=1,0

Gesamtüberleben (Median, keine Angabe zur Einheit)
RAPD vs. OPD
Kein statistisch signifikanter Unterschied
RAPD: 31,0 (18,4-47)
OPD: 38,0 (13-38)
p=0,77


Author's Conclusion:  In conclusion, we have confirmed the feasibility of all types of commonly performed PR using robotic assistance. Our results closely match those reported in other large
international series, despite major organizational differences. The results of RAPD in pancreatic cancer are encouraging, but deserve further investigation.
Methodical Notes
Funding Sources:  nicht angegeben

COI:  nicht angegeben

Randomization:  keine Randomisierung (retrospektiv)

Blinding:  keine Verblindung (retrospektiv)

Dropout Rate/ITT-Analysis:  nicht angegeben

Notes:  Gesamtqualität: abgewertet (-)
Studiendesign: retrospektive Kohorte
PICO Frage: ja
Randomisiert: nein
Gruppen vergleichbar: unklar
Gruppen gleich behandelt (abgesehen von untersuchter Intervention): unklar
Patienten nachverfolgbar (Loss of Follow-Up dokumentiert etc.): ja
objektive Messung: ja
Verblindung: nein
Chen, Shi et al. Robot-assisted laparoscopic versus open middle pancreatectomy: short-term results of a randomized controlled trial. Surgical Endoscopy. 31. 962-971. 2017
Chen, Shi et al. Robot-assisted laparoscopic versus open middle pancreatectomy: short-term results of a randomized controlled trial. Surgical Endoscopy. 31. 962-971. 2017
Population Intervention - Comparison Outcomes/Results
Evidence level:  2

Study type:  Randomisierte kontrollierte Studie (RCT), unizentrisch, China

Number of Patient:  n=100 Gesamtpopulation
n=50 RAMP
n=50 OMP

Recruitung Phase:  08/2011 - 11/2015

Inclusion Criteria:  1. Alter >18 Jahre
2. resezierbare gutartige oder geringgradig bösartige Erkrankungen des Pankreashalses oder -körpers
3. Abstand mindestens 5 cm vom Pankreasschwanz
4. mit oder ohne Beteiligung des Pankreashauptganges.

Exclusion Criteria:  1. Tumorgröße >10 cm
2. V. mesenterica superior oder V. porta betroffen
3. keine mittlere Pankreatektomie (MP);
4. schwere kardiopulmonale oder hepatorenale Insuffizienz
5. Verweigerung der Studienteilnahme oder Abbruch
Intervention:  robotergestützte laparoskopische mittlere Pankreatektomie (RAMP)

Comparison:  offene mittlere Pankreatektomie (OMP)
Primary:  Länge des Krankenhausaufenthaltes

Secondary:  Blutverlust
Transfusionsrate
Operationszeit

Komplikationen
Zeit bis zur Wiederaufnahme von Off-bed-Activities
Zeit bis zur Darmtätigkeit
Zeit bis zur oralen Nahrungsaufnahme
Postoperativer Ernährungsstatus
Postoperative Schmerzen
Anzahl analgetischer Injektionen
Wiederaufnahmen

Mortalität

Kosten

Results:  Follow-up
nicht angegeben

Länge des Krankenhausaufenthaltes
RAMP vs. OMP
Statistisch signifikant kürzer bei RAMP
RAMP: 15,6 Tage (+ 4,6)
OMP: 21,7 Tage (+ 12,7)
p=0,002

Blutverlust
RAMP vs. OMP
Statistisch signifikant geringer bei RAMP
RAMP: 50 ml (50-100)
OMP: 200 ml (95-300)
p<0,001

Transfusionsrate
RAMP vs. OMP
Kein statistisch signifikanter Unterschied
RAMP: 0 (0 %)
OMP: 5 (10 %)
p=0,056

Operationszeit
RAMP vs. OMP
Statistisch signifikant kürzer bei RAMP
RAMP: 160 Min (120-210)
OMP: 193 Min (160-230)
p=0,002

Komplikationen
Gesamt
RAMP vs. OMP
Kein statistisch signifikanter Unterschied
RAMP: 23 (46,0 %)
OMP: 30 (60,0 %)
p=0,161

Schwere Komplikationen
RA-MP vs. OMP
Kein statistisch signifikanter Unterschied
RAMP: 7 (14 %)
OMP: 9 (18,0 %)
p=0,785

Pankreasfisteln
RAMP vs. OMP
Kein statistisch signifikanter Unterschied
RAMP: 22 (44,0 %)
OMP: 27 (54,0 %)
p=0,317

Verzögerte Magenentleerung
RAMP vs. OMP
Kein statistisch signifikanter Unterschied
p=0,550

Intraabdominale Blutungen
RAMP vs. OMP
Kein statistisch signifikanter Unterschied
RAMP: 2 (4,0 %)
OMP: 3 (6,0 %)
p=1,000

Gastrointestinale Blutungen
RAMP vs. OMP
Kein statistisch signifikanter Unterschied
RAMP: 3 (6,0 %)
OMP: 2 (4,0 %)
p=1,000

Intraabdominaler Abszess
RAMP vs. OMP
Kein statistisch signifikanter Unterschied
RAMP: 4 (8,0 %)
OMP: 7 (14,0 %)
p=0,523

Wundinfektionen
RAMP vs. OMP
Statistisch signifikant weniger bei RAMP
RAMP: 1 (2,0 %)
OMP: 8 (16,0 %)
p=0,036

Weitere Operationskomplikationen
RAMP vs. OMP
Keine statistisch signifikanten Unterschiede bei
Pneumonie
Arhythmie
Niereninsuffizienz
Harnwegsinfektion
Septischem Schock

Zeit bis zur Wiederaufnahme von Off-bed-Activities
RAMP vs. OMP
Statistisch signifikant kürzer bei RAMP
RAMP: 3,1 Tage (± 0,6)
OMP: 4,6 Tage (± 2,3)
p<0,001

Zeit bis zur Darmtätigkeit
RAMP vs. OMP
Statistisch signifikant kürzer bei RAMP
RAMP: 3,5 Tage (± 1,5)
OMP: 5,0 Tage (± 2,1)
p<0,001

Zeit bis zur oralen Nahrungsaufnahme
RAMP vs. OMP
Statistisch signifikant kürzer bei RAMP
RAMP: 3,0 Tage (± 1,6)
OMP: 4,6 Tage (± 2,0)
p<0,001

Postoperativer Ernährungsstatus
RAMP vs. OMP
Statistisch signifikant schnellere Erholung bei RAMP bezüglich
Gesamtprotein
Präalbumin
Hämoglobin
p<0,05

Postoperative Schmerzen
Schmerzskala
RAMP vs. OMP
Statistisch signifikant geringer bei RAMP, 1 bis 5 Tage nach OP
p<0,05

Anzahl analgetischer Injektionen
RAMP vs. OMP
Statistisch signifikant weniger bei RAMP
RAMP: 5,8 (± 4,6)
OMP: 10,3 (± 9,6)
p=0,003

Wiederaufnahmen (Anzahl)
RAMP vs. OMP
Kein statistisch signifikanter Unterschied
RAMP: 1 (2,0 %)
OMP: 1 (2,0 %)
p=1,000


Mortalität
Keine Krankenhaus-Mortalität


Kosten (US-Dollar)
RAMP vs. OMP
Kein statistisch signifikanter Unterschied
RAMP: 12755 (± 8056)
OMP: 12011 (± 7538)
p=0,635


Author's Conclusion:  In summary, this RCT is the first to demonstrate that the
use of a robot-assisted approach is more beneficial for patients undergoing MP. The effect of robot-assisted laparoscopic surgery can be considered to be larger than the effect of using a open surgery, which was possibly due to improved visualization and precise manipulation. The long-term therapeutic benefit of RA-MP remains to be investigated in further large-scale, multicenter, and randomized controlled studies.
Methodical Notes
Funding Sources:  nicht angegeben.

COI:  Shi Chen, Qian Zhan, Jia-bin Jin, Zhi-chong Wu, Yuan Shi, Dong-feng Cheng, Hao Chen, Xia-xing Deng, Bai-yong Shen, Cheng-hong Peng, and Hong-wei Li have no conflicts of interest or financial ties to disclose.

Randomization:  Verfahren: nacheinander versiegelte undurchsichtige Umschlägen mit randomisierten Zahlen

Blinding:  keine Verblindung

Dropout Rate/ITT-Analysis:  Intention-to-Treat-Analyse

Notes:  Gesamtqualität: keine methodischen Mängel
Studiendesign: RCT
PICO Frage: ja
Randomisiert: ja
Gruppen vergleichbar: ja
Gruppen gleich behandelt (abgesehen von untersuchter Intervention): ja
Patienten nachverfolgbar (Loss of Follow-Up dokumentiert etc.): ja
objektive Messung: ja
Verblindung: nein
Kauffmann, Emanuele F. et al. A propensity score-matched analysis of robotic versus open pancreatoduodenectomy for pancreatic cancer based on margin status. Surgical Endoscopy. 33. 234-242. 2019
Kauffmann, Emanuele F. et al. A propensity score-matched analysis of robotic versus open pancreatoduodenectomy for pancreatic cancer based on margin status. Surgical Endoscopy. 33. 234-242. 2019
Population Intervention - Comparison Outcomes/Results
Evidence level:  4

Study type:  retrospektive Kohorte (Propensity-Score-matched), unizentrisch, Italien

Number of Patient:  n=50 Gesamtpopulation
n=24 RPD
n=26 OPD


Recruitung Phase:  01/02/2014 – 31/01/2017

Inclusion Criteria:  1. resektables PDAC
2. BMI <35 kg/m2
3. Robotersystem zeitlich verfügbar


Exclusion Criteria:  1. Borderline resektabel
Intervention:  robotergestützte Pankreatoduodenektomie (RPD)

Comparison:  offene Pankreatoduodenektomie (OPD)
Primary:  Resektionsstatus

R1 Tumorzellen ≤1mm vom Resektionsrand
R1 direct (0 mm) Tumorzellen direkt am Resektionsrand (Subgruppe von R1)


Secondary:  Transfusionsrate

Lymphknotenstatus
Adjuvante Therapie
Rezidiv

Gesamtüberleben
Krankheitsfreies Überleben

Results:  Follow-up
Nicht angegeben


Resektionsstatus
R1
RPD vs. OPD
Kein statistisch signifikanter Unterschied
RPD 11 (55 %)
OPD 10 (41,7 %)
p=0,38

R1 direct
RPD vs. OPD
Kein statistisch signifikanter Unterschied
RPD: 0 (0 %)
OPD: 0 (0 %)


Transfusionsrate
Anzahl Patienten
RPD vs. OPD
Kein statistisch signifikanter Unterschied
RPD: 8 (40,0 %)
OPD: 19 (79,1 %)
p=0,07

Einheiten pro Patienten
RPD vs. OPD
Statistisch signifikant weniger bei RPD
RPD: 0,71 (± 0,34)
OPD: 1,86 (± 0,30)
p=0,02


Lymphknotenstatus
Anzahl der untersuchten Lymphknoten
RPD vs. OPD
Kein statistisch signifikanter Unterschied
RPD: 42 (± 14)
OPD: 42 (± 15)
p=0,2

Adjuvante Therapie
Adjuvante Chemotherapie
RPD vs. OPD
Kein statistisch signifikanter Unterschied
RPD: 15 (75,0 %)
OPD: 13 (56,5 %)
p=0,2

Adjuvante Radiotherapie (Anzahl)
RPD vs. OPD
Kein statistisch signifikanter Unterschied
RPD: 0 (0 %)
OPD: 4 (17,4 %)
p=0,11

Rezidiv
Lokale Rezidivrate
RPD vs. OPD
Kein statistisch signifikanter Unterschied
RPD: 3 (15,0 %)
OPD: 2 (8,3 %)
p=1


Gesamtüberleben (Median, keine Angabe zur Einheit)
RPD vs. OPD
Kein statistisch signifikanter Unterschied
RPD: 30,8 (± 2,6)
OPD: 28,2 (± 3,0)
p=0,87

krankheitsfreies Überleben (Median, keine Angabe zur Einheit)
RPD vs. OPD
Kein statistisch signifikanter Unterschied
RPD: 16,7 (± 3,5)
OPD: 22,3 (± 3,5)
p=0,21


Author's Conclusion:  In conclusion, we have shown that RPD achieves the same local radicality of OPD in resectable PC. These results are not obtained at the expenses of higher morbidity or mortality, decreased probability of receiving adjuvant treatments, and increased rate of local recurrence. Running a RCT having R1 rate as the primary endpoint is barely feasible at the present time, because of the magnitude of estimated sample size. Implementation of an international registry could be the next step in the assessment of RPD for PC.
Methodical Notes
Funding Sources:  nicht angegeben

COI:  Emanuele F Kauffmann, Niccolò Napoli, Francesca Menonna, Sara Iacopi, Carlo Lombardo, Juri Bernardini, Gabriella Amorese, Andrea Cacciato Insilla, Niccola Funel, Daniela Campani, Carla Cappelli, Davide Caramella, and Ugo Boggi have no conflicts of interest or financial ties to disclose.

Randomization:  keine Randomisierung (retrospektiv)

Blinding:  keine Verblindung (retrospektiv)

Dropout Rate/ITT-Analysis:  nicht angegeben

Notes:  Gesamtqualität: keine methodischen Mängel
Studiendesign: retrospektive Fallkontrollstudie
PICO Frage: ja
Randomisiert: nein
Gruppen vergleichbar: ja
Gruppen gleich behandelt (abgesehen von untersuchter Intervention): ja
Patienten nachverfolgbar (Loss of Follow-Up dokumentiert etc.): ja
objektive Messung: ja
Verblindung: nein
Mirkin, Katelin A. et al. Minimally invasive surgical approaches offer earlier time to adjuvant chemotherapy but not improved survival in resected pancreatic cancer. Surgical Endoscopy. 32. 2387-2396. 2018
Mirkin, Katelin A. et al. Minimally invasive surgical approaches offer earlier time to adjuvant chemotherapy but not improved survival in resected pancreatic cancer. Surgical Endoscopy. 32. 2387-2396. 2018
Population Intervention - Comparison Outcomes/Results
Evidence level:  4

Study type:  retrospektive Kohorte, multizentrisch (National Cancer Data Base (NCDB)), USA

Number of Patient:  n=9047 Gesamtpopulation
n=7511 OP
n=1123 MIP
davon
n=992 LP
n=132 RP

Recruitung Phase:  2010 - 2012

Inclusion Criteria:  1. PDAC
2. Operation


Exclusion Criteria:  1. Unbekannte Art der Operation
2. keine Operation
3. keine Information zu systemischer Therapie
4. Diagnosen vor 2010
Intervention:  Offene Pankreasoperation (OP)

Comparison:  Minimalinvasive Pankreasoperation (MIP)

Subgruppenanalyse:
Laparoskopische Pankreasoperation (LP) vs.
Robotergestützte Pankreasoperation (RP)
Primary:  Zeit bis zum Beginn einer adjuvanten Chemotherapie

Gesamtüberleben

Secondary:  Länge des Krankenhausaufenthaltes

Results:  Follow-up
nicht angegeben

Zeit bis zum Beginn einer adjuvanten Chemotherapie (Alle Operationsarten)
OP vs. MIP
Statistisch signifikant länger bei OP
OP: 59,1 Tage
MIP: 56,3 Tage
p=0,0316

LP vs. RP
Kein statistisch signifikanter Unterschied
LP: 55,8 Tage
RP: 61,1 Tage
p=0,1797

Gesamtüberleben
OP vs. MIP
Kein statistisch signifikanter Unterschied
Stadium I
p=0,1662
Stadium II
p=0,3564
Stadium III
p=0,2853

LP vs. RP
Kein statistisch signifikanter Unterschied
Stadium I
p=0,1000
Stadium II
p=0,5224
Stadium III
p=0,8068

Länge des Krankenhausaufenthaltes (Alle Operationsarten)
OP vs. MIP
Statistisch signifikant länger bei OP
OP: 11,2 Tage
MIP: 9,46 Tage
p<0,0001

LP vs. RP
Kein statistisch signifikanter Unterschied
LP: 10,1 Tage
RP: 9,4 Tage
p=0,4176


Author's Conclusion:  MIS approaches offer similar oncologic outcomes and survival benefits compared to open approaches in resectable pancreatic cancer. MIS approaches also offer improved perioperative outcomes, including shorter LOS and quicker TTC. Robotic and laparoscopic approaches appear to have similar perioperative and survival outcomes. Ongoing evaluation of these approaches is needed to truly understand how best to implement MIS approaches in pancreatic surgery for cancer
Methodical Notes
Funding Sources:  There are no funding sources to disclose in relation to this project.

COI:  Dr. Mirkin, Dr. Greenleaf, Dr. Hollenbeak, and Dr. Wong have no conflicts of interest or financial ties to disclose.

Randomization:  keine Randomisierung (retrospektiv)

Blinding:  keine Verblindung (retrospektiv)

Dropout Rate/ITT-Analysis:  Konversionen von laparoskopischer oder robotergestützter Operation zur offenen Operation werden in der Auswertung wie offene Operationen behandelt

Notes:  Gesamtqualität: keine methodischen Mängel
Studiendesign: retrospektive Kohorte
PICO Frage: ja
Randomisiert: nein
Gruppen vergleichbar: ja
Gruppen gleich behandelt (abgesehen von untersuchter Intervention): ja
Patienten nachverfolgbar (Loss of Follow-Up dokumentiert etc.): ja
objektive Messung: ja
Verblindung: nein
Raoof, M. et al. Propensity score-matched comparison of oncological outcomes between laparoscopic and open distal pancreatic resection. The British journal of surgery. 105. 578-586. 2018
Raoof, M. et al. Propensity score-matched comparison of oncological outcomes between laparoscopic and open distal pancreatic resection. The British journal of surgery. 105. 578-586. 2018
Population Intervention - Comparison Outcomes/Results
Evidence level:  4

Study type:  retrospektive Kohorte (Propensity-Score-matched), multizentrisch (National Cancer Data Base (NCDB)), USA

Number of Patient:  n=1126 Gesamtpopulation
n=563 LDP
n=563 ODP


Recruitung Phase:  2010 - 2013

Inclusion Criteria:  1. Karzinom im Pankreaskörper oder Pankreasschwanz

Exclusion Criteria:  1. Metastasierte Erkrankung bei der Diagnose
2. in situ Karzinome
3. robotergestützte distale Pankreatektomie
Intervention:  Laparoskopische distale Pankreatektomie (LDP)

Comparison:  Offene distale Pankreatektomie (ODP)
Primary:  Länge des Krankenhausaufenthaltes
Wiederaufnahme

Resektionsstatus
Lymphknotenstatus
Zeit bis zur Chemotherapie

Mortalität
Gesamtüberleben

Secondary:  

Results:  Follow-up
Median 26,7 Monate

Länge des Krankenhausaufenthaltes
LDP vs. ODP
Statistisch signifikant kürzer bei LDP
LDP 6 Tage (5-8)
ODP 7 Tage (5-9)
p<0,001

Wiederaufnahme
30-Tage-Wiederaufnahme
LDP vs. ODP
Kein statistisch signifikanter Unterschied
LDP. 54 (9,6 %)
ODP: 52 (9,2 %)
p=0,838


Resektionsstatus
Positive Resektionsränder
LDP vs. ODP
Kein statistisch signifikanter Unterschied
LDP. 84 (14,9 %)
ODP: 104 (18,5 %)
p=0,110

Lymphknotenstatus
Anzahl untersuchter Lymphknoten
LDP vs. ODP
Kein statistisch signifikanter Unterschied
LDP. 12 (6 – 18,5)
ODP: 12 (7 – 18)
p=0,759

Zeit bis zur Chemotherapie
LDP vs. ODP
Kein statistisch signifikanter Unterschied
LDP 50 Tage (38 - 64)
ODP 50 Tage (37 - 68)
p=0,342


Mortalität
30-Tage-Mortalität
LDP vs. ODP
Kein statistisch signifikanter Unterschied
LDP. 7 (1,2 %)
ODP:5 (0,9 %)
p=0,562

90-Tage-Mortalität
LDP vs. ODP
Kein statistisch signifikanter Unterschied
LDP: 16 (2,8 %)
ODP: 21 (3,7 %)
p=0,403

Gesamtüberleben
LDP vs. ODP
Kein statistisch signifikanter Unterschied
HR 0,93 (95 % CI 0,77 – 1,12)
p=0,457

1-Jahres Gesamtüberlebensrate
LDP vs. ODP
LDP: 79,6 %
ODP: 72,8 %

2-Jahres Gesamtüberlebensrate
LDP vs. ODP
LDP: 52,1 %
ODP: 50,4 %


3-Jahres Gesamtüberlebensrate
LDP vs. ODP
LDP: 41,6 %
ODP: 36,0 %


Author's Conclusion:  Although laparoscopic and open distal pancreatic resections had comparable oncological outcomes, laparoscopy was associated with a shorter duration of hospital stay. The results also suggest that conversions are associated with markers of biologically aggressive disease (vascular involvement and node-positive disease) and worse perioperative and oncological outcomes, underscoring the need for appropriate patient selection, and excellence in operative technique.
Methodical Notes
Funding Sources:  L.M. was supported by the National Cancer Institute of the National Institutes of Health (NIH 5K12CA001727-20). The content is solely the responsibility of L.M. and does not necessarily represent the official views of the National Institutes of Health

COI:  The authors declare no conflict of interest

Randomization:  keine Randomisierung (retrospektiv)

Blinding:  keine Verblindung (retrospektiv)

Dropout Rate/ITT-Analysis:  tention-to-treat-Analyse, 9 Patienten lost to Follow-up, keine Überlebensdaten für Patienten diagnostiziert im Jahr 2013

Notes:  Gesamtqualität: keine methodischen Mängel
Studiendesign: RCT/retrospektive Kohorte/kontrollierte Studie etc.
PICO Frage: ja
Randomisiert: nein
Gruppen vergleichbar: ja
Gruppen gleich behandelt (abgesehen von untersuchter Intervention): ja
Patienten nachverfolgbar (Loss of Follow-Up dokumentiert etc.): ja
objektive Messung: ja
Verblindung: nein
Xourafas, Dimitrios et al. Comparison of Perioperative Outcomes between Open, Laparoscopic, and Robotic Distal Pancreatectomy: an Analysis of 1815 Patients from the ACS-NSQIP Procedure-Targeted Pancreatectomy Database. Journal of Gastrointestinal Surgery. 21. N-N. 2017
Xourafas, Dimitrios et al. Comparison of Perioperative Outcomes between Open, Laparoscopic, and Robotic Distal Pancreatectomy: an Analysis of 1815 Patients from the ACS-NSQIP Procedure-Targeted Pancreatectomy Database. Journal of Gastrointestinal Surgery. 21. N-N. 2017
Population Intervention - Comparison Outcomes/Results
Evidence level:  4

Study type:  retrospektive Kohorte, multizentrisch (American College of Surgeons-National Surgical Quality Improvement Program (ACS-NSQIP)), USA

Number of Patient:  n=1815 Gesamtpopulation
n=200 RDP
n=694 LDP
n=921 ODP

Recruitung Phase:  01/2014 – 12/2014

Inclusion Criteria:  1. Alter ≥18 Jahre
2. distale Pankreatektomie
3. maligne und benigne Erkrankungen


Exclusion Criteria:  1. Hybrid-Operation verschiedener minimal-invasiver Ansätze
Intervention:  Intervention I
robotergestützte distale Pankreatektomie (RDP)

Intervention II: laparoskopische distale Pankreatektomie (LDP)


Comparison:  offene distale Pankreatektomie (ODP)
Primary:  Konversionen zur offenen OP
Transfusionsrate
Milzerhalt
Drainagen
Notfalloperation
Pankreasrekonstruktion
Vaskuläre Resektion
Re-Intubation
Operationszeit

Komplikationen
Länge des Krankenausaufenthaltes
Entlassung nach Hause
Reoperation
Wiederaufnahme

Mortalität

Secondary:  

Results:  Konversionen zur offenen OP
RDP vs. LDP
Statistisch signifikant seltener bei RDP
RDP: 17 (8 %)
LDP: 112 (16 %)
p=0,0068

Transfusionsrate
RDP vs. LDP vs. ODP
Statistisch signifikant seltener bei LDP und RDP
RDP: 13 (6 %)
LDP: 37 (5 %)
ODP: 189 (21 %)
p<0,0001

Milzerhalt
RDP vs. LDP vs. ODP
kein statistisch signifikanter Unterschied
RDP: 16 (8 %)
LDP: 60 (9 %)
ODP: 92 (10 %)
p=0,5292

Drainagen
RDP vs. LDP vs. ODP
kein statistisch signifikanter Unterschied
RDP: 167 (84 %)
LDP: 600 (86 %)
ODP: 802 (87 %)
p=0,4072

Drainage bei Pankreasanastomose
RDP vs. LDP vs. ODP
Statistisch kein signifikanter Unterschied
RDP: 16 (8 %)
LDP: 82 (12 %)
ODP: 121 (13 %)
p=0,1253

Drainage am Tag 30 nach OP
RDP vs. LDP vs. ODP
kein statistisch signifikanter Unterschied
RDP: 18 (9 %)
LDP: 60 (9 %)
ODP: 73 (8 %)
p=0,8167

Perkutane Drainage
RDP vs. LDP vs. ODP
kein statistisch signifikanter Unterschied
RDP: 19 (10 %)
LDP: 78 (11 %)
ODP: 100 (11 %)
p=0,8214

Notfalloperation
RDP vs. LDP vs. ODP
kein statistisch signifikanter Unterschied
RDP: 0 (0 %)
LDP: 3 (0,5 %)
ODP: 12 (1 %)
p=0,0629

Pankreasrekonstruktion
Keine Pankreasrekonstruktion
RDP vs. LDP vs. ODP
Statistisch signifikant häufiger bei LDP und RDP
RDP: 189 (94,5 %)
LDP: 643 (93 %)
ODP: 776 (84 %)
p<0,0001

Vaskuläre Resektion
Keine Vaskuläre Resektion
RDP vs. LDP vs. ODP
Statistisch signifikant häufiger bei LDP und RDP
RDP: 198 (99 %)
LDP: 653 (94 %)
ODP: 808 (88 %)
p<0,0001

Re-Intubation
RDP vs. LDP vs. ODP
kein statistisch signifikanter Unterschied
RDP: 3 (2 %)
LDP: 12 (2 %)
ODP: 29 (3 %)
p=0,1235

Operationszeit
RDP vs. LDP vs. ODP
Statistisch signifikant länger bei RDP
RDP: 243 Min (91-1089)
LDP: 205 Min (55-610)
ODP: 222 Min (36-863)
p<0,0001


Komplikationen
Kontaminierte Wunde
RDP vs. LDP vs. ODP
kein statistisch signifikanter Unterschied
RDP: 16 (8 %)
LDP: 40 (6 %)
ODP: 76 (8 %)
p=0,1488

Wundinfektionen
Oberflächliche Wundinfektionen
RDP vs. LDP vs. ODP
kein statistisch signifikanter Unterschied
RDP: 7 (4 %)
LDP: 19 (3 %)
ODP: 43 (5 %)
p=0,1293

Tiefe Wundinfektionen
RDP vs. LDP vs. ODP
kein statistisch signifikanter Unterschied
RDP: 1 (0,5 %)
LDP: 7 (1 %)
ODP: 19 (2 %)
p=0,1055

Organ-Wundinfektionen
RDP vs. LDP vs. ODP
Statistisch signifikant seltener bei LDP und RDP
RDP: 14 (7 %)
LDP: 42 (6 %)
ODP: 94 (10 %)
p=0,0087

Wundstörung
RDP vs. LDP vs. ODP
kein statistisch signifikanter Unterschied
RDP: 0 (0 %)
LDP: 1 (0,1 %)
ODP: 7 (1 %)
p=0,1099

Pneumonie
RDP vs. LDP vs. ODP
kein statistisch signifikanter Unterschied
RDP: 5 (2 %)
LDP: 21 (3 %)
ODP: 45 (5 %)
p=0,0892

Lungenembolie
RDP vs. LDP vs. ODP
kein statistisch signifikanter Unterschied
RDP: 3 (1 %)
LDP: 8 (1 %)
ODP: 10 (1 %)
p=0,8840

Progressive Niereninsuffizienz
RDP vs. LDP vs. ODP
kein statistisch signifikanter Unterschied
RDP: 1 (0,5 %)
LDP: 4 (0,5 %)
ODP: 5 (0,5 %)
p=0,9907

Harnwegsinfektion
RDP vs. LDP vs. ODP
kein statistisch signifikanter Unterschied
RDP: 8 (4 %)
LDP: 13 (2 %)
ODP: 31 (3 %)
p=0,1219

Schlaganfall
RDP vs. LDP vs. ODP
kein statistisch signifikanter Unterschied
RDP: 0 (0 %)
LDP: 3 (0,4 %)
ODP: 1 (0,1 %)
p=0,3039

Herzstillstand
RDP vs. LDP vs. ODP
kein statistisch signifikanter Unterschied
RDP: 0 (0 %)
LDP: 4 (0,5 %)
ODP: 8 (1 %)
p=0,4451

Myokardinfarkt
RDP vs. LDP vs. ODP
kein statistisch signifikanter Unterschied
RDP: 2 (1 %)
LDP: 4 (0,5 %)
ODP: 7 (1 %)
p=0,7198

Blutung mit Tranfusionsbedarf
RDP vs. LDP vs. ODP
statistisch signifikant seltener bei LDP und RDP
RDP: 13 (7 %)
LDP: 37 (5 %)
ODP: 189 (21 %)
p<0,0001

DVT/Thrombophlebitis
RDP vs. LDP vs. ODP
kein statistisch signifikanter Unterschied
RDP: 6 (3 %)
LDP: 9 (1 %)
ODP: 24 (3 %)
p=0,1063

Sepsis
RDP vs. LDP vs. ODP
kein statistisch signifikanter Unterschied
RDP: 9 (5 %)
LDP: 26 (4 %)
ODP: 56 (6 %)
p=0,1034

Pankreasfistel
RDP vs. LDP vs. ODP
kein statistisch signifikanter Unterschied
RDP: 42 (21 %)
LDP: 128 (18 %)
ODP: 160 (17 %)
p=0,6484

Verzögerte Magenentleerung
RDP vs. LDP vs. ODP
Statistisch signifikant seltener bei LDP und RDP
RDP: 3 (1 %)
LDP: 22 (3 %)
ODP: 50 (5 %)
p=0,0190

Länge des Krankenhausaufenthaltes
RDP vs. LDP vs. ODP
Statistisch signifikant kürzer bei LDP und RDP
RDP: 5 Tage (0-36)
LDP: 5 Tage (0-110)
ODP: 7 Tage (0-103)
p<0,0001

Entlassung nach Hause
RDP vs. LDP vs. ODP
Statistisch signifikant häufiger bei LDP und RDP
RDP: 189 (95 %)
LDP: 657 (95 %)
ODP: 829 (90 %)
p=0,0001

Reoperation
RDP vs. LDP vs. ODP
kein statistisch signifikanter Unterschied
RDP: 5 (3 %)
LDP: 23 (3 %)
ODP: 43 (5 %)
p=0,2097

Wiederaufnahme
30-Tage-Wiederaufnahmen
RDP vs. LDP vs. ODP
kein statistisch signifikanter Unterschied
RDP: 34 (17 %)
LDP: 96 (14 %)
ODP: 168 (18 %)
p=0,0590


Mortalität
30-Tage-Mortalität
RDP vs. LDP vs. ODP
kein statistisch signifikanter Unterschied
RDP: 1 (0,5 %)
LDP: 8 (1 %)
ODP: 14 (1,5 %)
p=0,4761


Author's Conclusion:  National data suggest that the open, laparoscopic, and robotic approaches for DP offer different advantages in selected patients and clinicopathological contexts; therefore, demonstrating the superiority of one technique over another is challenging. These results encourage further investigation on this topic. To our knowledge, this is the first study to use the ACS-NSQIP procedure-targeted pancreatectomy data, which consist of detailed preoperative and postoperative variables, not previously analyzed. Our results confirm that splenic preservation, pancreatic fistula, and 30-day mortality rates are not influenced by surgical approach. The decreased rate of conversion for the robotic operation suggests its superiority over conventional laparoscopy, irrespective of malignancy, stage of disease, or intraoperative bleeding. Additionally, RDP offers significantly lower rates of EBL, LOS, and overall short-term postoperative morbidity when compared to an ODP. Yet, multi-institutional data used in this study failed to confirm the previously demonstrated advantages of the RDP in terms of splenic preservation rates and decreased EBL and LOS as compared with traditional laparoscopy. Irrespective of histology subtype and despite the ergonomic advantages of the robot for more complex operations, an ODP is still more frequently used for sicker patients and more advanced stage or borderline resectable disease. Nevertheless, surgeon preference, training, and perception of safety and resectability, as well as patient preference, availability of the robot, or other socioeconomic barriers to the application of newer surgical technology, inevitably impact the use of a specific operative approach. Finally, our data suggest that comparing outcomes between the minimally invasive approaches for DP is less demanding. In contrast, a more detailed assessment, longer follow-up periods, and an increased surgical volume and experience with RDP are necessary to establish its most appropriate use and superiority over the open technique to support widespread changes in current surgical practice
Methodical Notes
Funding Sources:  nicht angegeben

COI:  The authors declare that they have no conflict of interest.

Randomization:  keine Randomisierung (retrospektiv)

Blinding:  keine Verblindung (retrospektiv)

Dropout Rate/ITT-Analysis:  Intention-to-Treat-Analyse: Einbeziehung minimal-invasiver distaler Pankreatektomien, die in eine offene Operation umgewandelt wurden

Notes:  Gesamtqualität: abgewertet (-)
Studiendesign: retrospektive Kohorte
PICO Frage: ja
Randomisiert: ja
Gruppen vergleichbar: nein
Gruppen gleich behandelt (abgesehen von untersuchter Intervention): nein
Patienten nachverfolgbar (Loss of Follow-Up dokumentiert etc.): ja
objektive Messung: ja
Verblindung: nein
Adam, M. A. et al. Defining a hospital volume threshold for minimally invasive pancreaticoduodenectomy in the United States. JAMA Surgery. 152. 336-342. 2017
Adam, M. A. et al. Defining a hospital volume threshold for minimally invasive pancreaticoduodenectomy in the United States. JAMA Surgery. 152. 336-342. 2017
Population Intervention - Comparison Outcomes/Results
Evidence level:  4

Study type:  retrospektive Kohorte, multizentrisch (Helath Care Utilization Project National Inpatient Sample (HCUP-NIS), USA

Number of Patient:  n=865 Gesamtpopulation
n=148 High Volume (HV)
(n=129 Pankreaskarzinom)
n=717 Low Volume (LV)
(n=618 Pankreaskarzinom)


Recruitung Phase:  2000-2012

Inclusion Criteria:  1. Minimalinvasive Pankreatoduodenektomie (laparoskopisch oder robotergestützt)
2. maligne oder benigne Erkrankungen
3. Alter > 18 Jahre


Exclusion Criteria:  nicht angegeben
Intervention:  Krankenhäuser mit hohen Fallzahlen (≥22 Fälle pro Jahr) (High Volume (HV))

Comparison:  Krankenhäuser mit niedrigen Fallzahlen (<22 Fälle pro Jahr) (Low Volume (LV))
Primary:  Komplikationen im Krankenhaus

Secondary:  Länge des Krankenhausaufenthaltes
Reoperation
Mortalität
Kosten


Results:  Follow-up
Nicht angegeben

Komplikationen
Auftreten von Komplikationen
HV vs. LV
Statistisch signifikant geringer bei HV
HV: 49 (33,1)
LV: 361 (50,4)
p<0,001

OR 1,68 (95% CI 1,03-2,94)
p=0,04

Intraoperative Komplikationen (Anzahl)
HV vs. LV
Kein statistisch signifikanter Unterschied
HV: <10
LV: 43 (6,0 %)
p=0,70

Blutungen (Anzahl)
HV vs. LV
Kein statistisch signifikanter Unterschied
HV: <10
LV: 39 (5,4 %)
p=0,84

Verzögerte Magenentleerung (Anzahl)
HV vs. LV
Statistisch signifikant seltener bei HV
HV: <10
LV: 55 (7,7 %)
p=0,03

Pankreasfistel (Anzahl)
HV vs. LV
Statistisch signifikant seltener bei HV
HV: <10
LV: 85 (11,8 %)
p=0,04

Infektionen
HV vs. LV
Kein statistisch signifikanter Unterschied
HV: 20 (13,5 %)
LV: 99 (13,8 %)
p>0,99

Wunden
HV vs. LV
Kein statistisch signifikanter Unterschied
HV: 16 (10,8 %)
LV: 77 (10,7%)
p>0,99

Kardiopulmonale Komplikationen
HV vs. LV
Statistisch signifikant seltener bei HV
HV: 18 (12,2 %)
LV: 137 (19,1 %)
p=0,046

Thromboembolische Komplikationen (Anzahl)
HV vs. LV
Kein statistisch signifikanter Unterschied
HV: <10
LV: 13 (1,8 %)
p=0,21

Urologische Komplikationen (Anzahl)
HV vs. LV
Kein statistisch signifikanter Unterschied
HV: <10
LV: 57 (8,0 %)
p=0,39

Weitere Komplikationen (Anzahl)
HV vs. LV
Kein statistisch signifikanter Unterschied
HV: <10
LV: 10 (1,4 %)
p=0,70

Anzahl der Komplikationen
Keine Komplikationen
HV vs. LV
Statistisch signifikant häufiger bei HV
HV: 99 (66,9 %)
LV: 356 (49,6 %)
p<0,001

1 Komplikation
HV vs. LV
Statistisch signifikant seltener bei HV
HV: 23 (15,5 %)
LV: 147 (20,5 %)
p<0,001

2 Komplikationen
HV vs. LV
Statistisch signifikant seltener bei HV
HV: 13 (8,8 %)
LV: 127 (17,7 %)
p<0,001

≥ 3 Komplikationen
HV vs. LV
Statistisch signifikant seltener bei HV
HV: 13 (8,8 %)
LV: 87 (12,1 %)
p<0,001

Länge des Krankenhausaufenthaltes (Median)
HV vs. LV
Statistisch signifikant kürzer bei HV
HV: 9 Tage (7-12)
LV: 10 Tage (7-15)
p<0,001


Reoperation (Anzahl)
HV vs. LV
Kein statistisch signifikanter Unterschied
HV: <10
LV: 16 (2,2 %)
p=0,76


Mortalität
In-Hospital Mortalität (Anzahl)
HV vs. LV
Kein statistisch signifikanter Unterschied
HV: <10
LV: 28 (3,9 %)
p=0,34


Kosten (inflationsadjustiert, US-Dollar)
HV vs. LV
Kein statistisch signifikanter Unterschied
HV: 32.729 (28.834-40.906)
LV: 32.667 (25.206-50.891)
p=0,71


Author's Conclusion:  This large study provides valuable informationwith regard to the importance of ospital volume in implementation ofMIPD. While it is known that hospital volume is associatedwith improved outcomes fromMIPD, our study determined the minimum number of procedures that is associated with the lowest risk for postoperative complications. This finding is timely and relevant, given the ongoing debate regarding safe implementation of this complex procedure and the current shift
toward value-based health care reimbursement models. The identified threshold of 22 cases per year may serve as a foundation for protocols aimed at safer implementation of MIPD at the national level and may have implications for surgical education and training.
Methodical Notes
Funding Sources:  This work was supported in part by grant P30CA014236 from the National Institutes of Health. The funder had a role in the design and conduct of the study; collection, management, analysis, and interpretation of the data; preparation, review, and approval of the manuscript; and decision to submit the manuscript for publication.

COI:  Dr Sosa is a member of the Data Monitoring Committee of the Medullary Thyroid Cancer Consortium Registry supported by Novo Nordisk, GlaxoSmithKline, AstraZeneca, and Eli Lilly. No other disclosures were reported.

Randomization:  keine Randomisierung (retrospektiv)

Blinding:  keine Verblindung (retrospektiv)

Dropout Rate/ITT-Analysis:  nicht angegeben

Notes:  Gesamtqualität: ausreichend
Studiendesign: retrospektive Analyse
PICO Frage: ja
Randomisiert: nein
Gruppen vergleichbar: ja
Gruppen gleich behandelt (abgesehen von untersuchter Intervention): unklar
Patienten nachverfolgbar (Loss of Follow-Up dokumentiert etc.): ja
objektive Messung: ja
Verblindung: nein

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