Leitlinienprogramm OnkologiePankreaskarzinom

7. Adjuvante und neoadjuvante nichtchirurgische Therapie des Pankreaskarzinoms – Pankreaskarzinom

Version 3.1 · September 2024 · AWMF 032-010OL
Leitlinienprogramm Onkologie · Deutsche Krebsgesellschaft · Deutsche Krebshilfe · AWMF

7.1 Adjuvante Therapien

Die chirurgische Therapie ist die einzig potenziell kurative Therapieoption beim Pankreaskarzinom (siehe Kapitel 6).

Allerdings liegt das Langzeitüberleben nach alleiniger Resektion immer noch unter 20 % [245]. Langzeitrezidive und Fernmetastasierung spielen bei den Tumorrezidiven eine Rolle [448]. Daher sind multimodale Therapiestrategien prinzipiell sinnvoll, um das Langzeitüberleben potentiell zu verbessern. Voraussetzung für eine adjuvante bzw. additive Therapie ist die kurativ intendierte Pankreasresektion (R0/R1). Zu fordern ist eine exakte histopathologische Aufarbeitung nach den in Kapitel Histopathologische Aufarbeitung und Klassifikation des Resektats beschriebenen Kriterien. Mit der Verfügbarkeit effektiverer Chemotherapieprotokolle sollten perioperative Konzepte bei lokal fortgeschrittenen Karzinomen individuell evaluiert werden.

7.1 · Evidenzbasierte Empfehlung · geprüft 2021

Hintergrund

Nach R0-Resektion ohne Vorliegen von Fernmetasen konnte in fünf randomisierten Phase-III-Studien und in einer Metaanalyse ein Vorteil im krankheitsfreien Überleben durch eine adjuvante Chemotherapie im Vergleich zu alleiniger Tumorresektion gezeigt werden [449], [450], [451], [452]. Das mediane Überleben liegt mit einer Monotherapie mit Gemcitabin (CONKO-001, ESPAC-3) oder 5-FU (ESPAC-3) bei bis zu 24 Monaten. Das 5-Jahresüberleben lag in drei randomisierten Studien (CONKO-001, ESPAC-3, JASPAC-01) nach adjuvanter Chemotherapie mit Gemcitabin, 5-FU oder S1 bei ca. 20-45 % (JASPAC, nur asiatische Patienten), während es im Arm mit alleiniger Chirurgie bei ca. 10 % lag (CONKO-001). Die Nebenwirkungen sind bei einer Monotherapie relativ gering, unter Bolus-5-FU trat aber mehr Mukositis auf als unter der Gemcitabintherapie [449], [450], [451]. In zwei Studien (PRODIGE 24/ACCORD 24, ESPAC-4) wurde eine Kombinationschemotherapie eingesetzt [455]. Die Kombination aus Gemcitabin und Capecitabin erzielte in der ESPAC-4 Studie eine Verbesserung des medianen Überlebens von 25,5 Monaten auf 28 Monate bei einem im Vergleich zur Gemcitabin- Monotherapie unveränderten rezidivfreien Überleben. In der PRODIGE24/ACCORD 24 Studie wurde bei Patienten mit einem ECOG 0-1 und einem Alter unter 80 Jahren durch eine Kombinations-Chemotherapie mit Oxaliplatin, Irinotecan und 5-FU/Folinsäure (modifiziertes FOLFIRINOX, mFOLFIRINOX) eine Verbesserung des medianen Überlebens von 35,5 Monaten unter Gemcitabin mono auf 54 Monate und eine Verbesserung der Tumor-spezifischen Überlebensrate nach 3 Jahren von 51,2 % mit Gemcitabin auf 66,2 % mit mFOLFIRINOX gezeigt [456].

Wenn möglich, sollten Patienten dazu angehalten werden, an klinischen Therapiestudien teilzunehmen. Nur so kann, die optimale Dauer und Art der adjuvanten Therapie bestimmt bzw. weiter optimiert werden. Der Verlauf von Patienten, die außerhalb klinischer Studien behandelt werden, ist im Rahmen der Tumordokumentation/Qualitätssicherung hinsichtlich des Auftretens von Rezidiven, der Überlebensrate und in Bezug auf Nebenwirkungen zu dokumentieren [449], [450], [453], [454].

7.2 · Konsensbasierte Empfehlung · geprüft 2021

Für die Durchführung einer adjuvanten Chemotherapie nach Resektion eines Pankreaskarzinoms gibt es keine generelle Altersbeschränkung.

Konsens
Starker Konsens

Hintergrund

Aus der verfügbaren Literatur zur adjuvanten Therapie nach Resektion eines Pankreaskarzinoms ergeben sich keine Hinweise darauf, dass Patienten in höherem Lebensalter, z. B. jenseits des 70. Lebensjahres, von einer adjuvanten Chemotherapie weniger profitieren als jüngere Patienten. In den durchgeführten Studien lag der Altersrange zwischen 34 und 82 Jahren [449], 20 und 79 Jahren [454] bzw. 30-81 Jahren [456].

Allerdings galt für eine adjuvante Therapie mit mFOLFIRINOX im Rahmen der PRODIGE 24/ACCORD 24 eine Altersbeschränkung auf unter 80 Jahre. Für Patienten über 80 Jahren liegen zu einer adjuvanten Therapie mit mFOLFIRINOX keine Daten vor.

7.3 · Konsensbasierte Empfehlung · geprüft 2021

Eine adjuvante Chemotherapie sollte bei einem ECOG-Performance Status von 0 bis 2 durchgeführt werden.

Konsens
Starker Konsens

Hintergrund

In die publizierten Studien zur adjuvanten Chemotherapie wurden Patienten mit einem ECOG Performance Status von 0-2 bzw. einem Karnofsky-Index von 50-100 % bzw. einer Lebenserwartung von über 3 Monaten eingeschlossen [449], [450], [451], [453], [454]. Obwohl Daten zeigen, dass das Überleben von Patienten mit Pankreaskarzinom mit dem ECOG korreliert [458], gibt es keine Daten, die nahelegen, dass Patienten mit einem ECOG-Performance Status von 2 nicht von einer adjuvanten Chemotherapie profitieren. Da in die PRODIDGE 24/ACCORD 24 nur Patienten mit einem ECOG 0-1 eingeschlossen werden durften, liegen für Patienten mit einem ECOG Performance Status von 2 keine Daten zu mFOLFIRINOX vor [456].

Bei Patienten mit einem ECOG Performance Status von >2 sollte die Indikation zur adjuvanten Chemotherapie auch unter Berücksichtigung der Lebenserwartung individuell gestellt werden [449], [450], [451], [453], [454].

7.4 · Evidenzbasierte Empfehlung · geprüft 2021

Beim R1-resezierten Pankreaskarzinom sollte eine additive Chemotherapie über 6 Monate durchgeführt werden.

Empfehlungsgrad
B: Empfehlung für oder gegen eine Maßnahme - verwendete Ausdrucksweise = sollte/sollte nicht
Evidenzlevel
2b
Konsens
Starker Konsens
Literatur
[449]

Hintergrund

In der CONKO-001 Studie wurden R1-resezierte Patienten analog zu den R0-resezierten Patienten 6 Monate lang mit Gemcitabin behandelt und erzielten dadurch in einer Subgruppenanalyse eine statistisch signifikante Verbesserung des Überlebens [449]. Belastbare Evidenz für eine längere Therapiedauer liegt aktuell nicht vor, eine längere additive Therapiedauer könnte tumorbiologisch - aufgrund der residuellen Tumorzellen – jedoch sinnvoll sein. Hierzu sind weitere randomisierte Studien notwendig.

Auch in der PRODIGE 24/ACCORD 24 Studie hatten die 211 R1-resezierten Patienten einen signifikanten Nutzen durch die sechsmonatige Therapie mit FOLFIRINOX: HR 0,52; 95 %  CI 0,37-0,72 [456].

Die Daten der ESPAC-3 [451] wurden aufgrund der Anwendung der R-Klassifikation des Royal College of Pathologists und nicht der UICC (R1 definiert als Tumorzellen < 1 mm vom definitiven Resektionsrand entfernt) nicht berücksichtigt. Dies gilt aus gleichem Grund auch für die Daten der ESPAC-4 Studie, in der sich der Nutzen einer adjuvanten Kombinationschemotherapie mit Gemcitabin und Capecitabin auf die R0-resezierten Patienten beschränkte [455].

In der CONKO-006 Studie, einer randomisierten Phase 2 Studie, wurden ausschließlich Patienten nach R1-Resektion eines Pankreaskarzinoms eingeschlossen. Alle Patienten erhielten eine additive Chemotherapie mit Gemcitabin für 12 Zyklen. Die ergänzende Gabe des Multikinase-Inhibitors Sorafenib erzielte keine Verbesserung des rezidivfreien- oder des Gesamtüberlebens. In einer Landmark-Analyse der Patienten mit einem Gesamtüberleben von mindestens 12 Monaten (n=76) zeigte sich eine signifikante Verbesserung des Gesamtüberlebens für diejenigen, die 7-12 Zyklen der additiven Therapie erhalten konnten im Vergleich zu denjenigen, die maximal 6 Zyklen erhielten [459] mit 29,1 Monaten vs. 18,0 Monaten (HR 0,55; 95 % CI 0,32-0,96) [460].

7.5 · Evidenzbasierte Empfehlung · modifiziert 2021

Bei einem ECOG 0-1 soll eine adjuvante Chemotherapie mit mFOLFIRINOX erfolgen.

Empfehlungsgrad
A: Starke Empfehlung für oder gegen ein Maßnahme - verwendete Ausdrucksweise = soll/soll nicht
Evidenzlevel
2
Konsens
Starker Konsens
Literatur
[456]
Evidenztabellen (1)Conroy, Thierry et al. FOLFIRINOX or Gemcitabine as Adjuvant Therapy for Pancreatic Cancer. The New England journal of medicine. 379. 2395-2406. 2018

Hintergrund

Eine Kombinationschemotherapie mit mFOLFIRINOX führt zu einer signifikanten und klinisch hoch relevanten Verbesserung des rezidivfreien Überlebens und des Gesamtüberlebens sowie der 3-Jahres-Überlebensrate im Vergleich zu einer Gemcitabin-Monotherapie. Diese ist damit Therapie der 1. Wahl bei Patienten mit einem guten Allgemeinzustand (ECOG 0-1) unter 80 Jahren. Zu berücksichtigen ist eine im Vergleich zur Therapie des metastasierten Pankreaskarzinoms reduzierte Dosierung von Komponenten des FOLFIRINOX Protokolls als sogenanntes modifiziertes (m)FOLFIRINOX mit Irinotecan 150 mg/m², Oxaliplatin 85 mg/m², Folinsäure 500 mg/m² und 5-FU 2400 mg/m²/46h. Allerdings steht aufgrund der vorhandenen Evidenz, aber auch aufgrund klinischer Erfahrung diese Therapie nur für Patienten mit einem ECOG-Performance Status von 0-1 zur Verfügung. Um allen Patienten den Zusatznutzen dieser hochwirksamen Therapie zu ermöglichen, kann bei einem durch die Operation/Operationsfolgen bedingten ECOG > 1 eine Rekonvaleszenz von bis zu 12 Wochen nach Operation abgewartet werden. Die o. g. Effekte wurden mit einer Dosisintensität von ca. 50 % mFOLFIRINOX erzielt, so dass entsprechende erforderliche Dosisreduktionen möglich und sinnvoll sind [456].

7.6 · Evidenzbasierte Empfehlung · modifiziert 2021

Bei einem ECOG > 1-2 sollten die folgenden Chemotherapieprotokolle eingesetzt werden:

a) Gemcitabin

b) Gemcitabin + Capecitabin

Empfehlungsgrad
B: Empfehlung für oder gegen eine Maßnahme - verwendete Ausdrucksweise = sollte/sollte nicht
Evidenzlevel
2
Konsens
Starker Konsens
Literatur
[449] [450] [451] [453]

Hintergrund

Eine adjuvante Chemotherapie mit Gemcitabin ist aufgrund der Daten der CONKO-001 Studie weiterhin Standard für diejenigen Patienten, bei denen eine intensive Kombinationschemotherapie, aufgrund eines ECOG >1 (d. h. Patient kann z. B. leichte körperliche Arbeit bzw. Arbeit im Sitzen wie z. B. Büroarbeit nicht mehr verrichten) oder aufgrund von Komorbiditäten nicht durchführbar ist [457]. Dies wird auch in der aktuellen NICE-Leitlinie so empfohlen [114]. Eine adjuvante/additive Chemotherapie mit Gemcitabin über 6 Zyklen führte gegenüber einer alleinigen Nachbeobachtung neben einer signifikanten Verbesserung des rezidivfreien Überlebens von 6,7 Monaten auf 13,4 Monate zu einer Verbesserung des 5-Jahresüberlebens von 10,4 % auf 20,7 % bzw. des 10 Jahres-Überlebens von 7,7 auf 12,2 Monate bei einer medianen Nachbeobachtung von 136 Monaten. Die nachfolgende ESPAC 3 Studie hat in einem Phase-III-Design 5-FU und Gemcitabin als adjuvante Chemotherapie nach Resektion eines duktalen Adenokarzinoms des Pankreas verglichen [453]. Dabei zeigte sich, dass Gemcitabin und 5-FU, appliziert nach dem Mayo Clinic Bolus-Protokoll, gleichwertige Wirksamkeit haben. Beide Substanzen verbessern signifikant das Gesamtüberleben der Patienten und erhöhen gleichermaßen den Anteil der Patienten signifikant, die 5 Jahre nach Resektion des Pankreaskarzinoms noch am Leben sind. Allerdings war die Toxizität von Gemcitabin im Vergleich zum 5-FU-Bolus-Protokoll nach dem Mayo-Regime geringer: Unter 5-FU traten signifikant häufiger Grad III/IV mukosale Toxizitäten auf: Stomatitis (10 % vs. 0 %) und Diarrhoe (13 % vs. 2 %). Gemcitabin induzierte häufiger eine Grad III/IV Thrombopenie (1,5 % vs. 0 %) [449], [450], [451], [453]. Aufgrund der besseren Verträglichkeit und unkomplizierten Applikation ist bei Indikation zur Monotherapie eine Therapie mit Gemcitabin zu favorisieren und Standard in Deutschland. Die Anwendung von 5-FU als intravenöse Bolusgabe gilt mittlerweile nicht mehr als therapeutischer Standard für den Einsatz von 5-FU.

Die ESPAC 4 Studie untersuchte die Wirksamkeit einer adjuvanten Chemotherapie mit Gemcitabin und Capecitabin im Vergleich zu einer Gemcitabin Monotherapie bei Patienten mit einem ECOG von 0-2 [455]. Die Kombination führte zu einer Verlängerung des medianen Gesamtüberlebens (25,5 vs. 28 Monate), ohne eine Verbesserung des rezidivfreien Überlebens zu erzielen. Formal handelt es sich hiermit um eine positive Studie, da der primäre Studienendpunkt „Verbesserung des Gesamtüberlebens“ erreicht wurde. Allerdings ist die fehlende Verbesserung des rezidivfreien Überlebens kritisch zu bewerten, insbesondere da in der Subgruppenanalyse in erster Linie Patienten nach R0 Resektion profitierten.

Daten für die Kombination nab-Paclitaxel und Gemcitabin wurden in der APACT Studie erhoben. Hier ergab sich nach den bisherigen Ergebnissen kein Unterschied im primären Studienendpunkt [461], dem unabhängig (d.h. nicht von einem Studienzentrum/Investigator) erhobenen krankheitsfreien Überleben (DFS) in der intention to treat (ITT)- Population mit 18,8 (Gem), gegenüber 19,4 Monaten (Gem plus nab-Pac); HR 0,88; 95 % CI 0,729-1,063, wobei dieser Studienendpunkt die Vergleichbarkeit mit anderen Studien erschwert. Zur Einschätzung des DFS wurde bisher in allen Studien ein Investigator assessed-DFS gewählt. Eine Beurteilung des DFS auf der Grundlage einer alleinigen externen Bildgebungsanalyse ist schwierig, da klinische Aspekte eines Rezidivs unberücksichtigt bleiben, oder durch Bildgebung schwierig zu beurteilen sind, wie z. B. im Fall einer Peritonealkarzinose. Für das üblicherweise verwendete Investigator assessed DFS ergab sich eine Verbesserung durch die Kombination von 13,7 auf 16,6 Monate sowie im OS von 36,2 auf 40,5 Monate. Diese Daten liegen bisher nur als Kongressabstract vor [462].

Tumorabhängige Risikofaktoren wie Grading oder N-Kategorie spielen für die Entscheidung zur adjuvanten Chemotherapie keine Rolle. Die aktuelle Datenlage erlaubt keine weitere Differenzierung der adjuvanten Therapie.

7.7 · Evidenzbasierte Empfehlung · modifiziert 2021

Bei einer Gemcitabin-Unverträglichkeit sollte alternativ eine adjuvante Therapie mit 5-FU erfolgen.

Empfehlungsgrad
B: Empfehlung für oder gegen eine Maßnahme - verwendete Ausdrucksweise = sollte/sollte nicht
Evidenzlevel
2
Konsens
Starker Konsens
Literatur
[453]
7.8 · Evidenzbasierte Empfehlung · modifiziert 2021

Hintergrund

Zum Teil verzögert sich der Beginn einer adjuvanten Therapie durch perioperative Komplikationen oder verzögerte postoperative Rekonvaleszenz. Eine sekundäre Auswertung der ESPAC-3 Studie konnte zeigen, dass Patienten mit einem Therapiebeginn innerhalb von bis zu 12 Wochen postoperativ einen vergleichbaren Nutzen von einer adjuvanten Chemotherapie hatten wie Patienten mit einem früheren Therapiebeginn. Als relevanter Faktor für die Verbesserung des Gesamtüberlebens zeigte sich in dieser Auswertung die Vollständigkeit der adjuvanten Therapie mit 6 Zyklen.

In der PRODIGE 24/ACCORD 24 war eine Randomisierung und damit ein Therapiebeginn zwischen 3 und 12 Wochen postoperativ erlaubt. Angaben zum tatsächlichen Therapiebeginn innerhalb der Studie liegen nicht vor [456].

Auch in der adjuvanten CONKO-005 Studie, in der prinzipiell ein Beginn der adjuvanten Therapie bis 8 Wochen postoperativ möglich war, zeigte sich kein Vorteil für einen früheren Therapiebeginn (< 6 Wochen vs. ≥ 6 Wochen) [463].

In einer retrospektiven Auswertung an 420 Patienten im Stadium I-III, die zwischen 2004 und 2013 eine adjuvante Therapie erhielten, zeigte sich kein Einfluss für den Zeitpunkt des Therapiebeginns. Hierbei wurden ein Beginn der adjuvanten Chemotherapie innerhalb von weniger als 8 Wochen mit einem Therapiebeginn zwischen 8 bis 16 Wochen verglichen (medianes OS 20,2 vs. 19,0 Monate, p=0,97) [465].

Aus den bisherigen Daten ist deshalb ein Therapiebeginn innerhalb von 12 Wochen gerechtfertigt, sofern für den jeweiligen Patienten eine komplette 6-monatige Therapie tolerabel erscheint. Die NICE Leitlinie 2018 [114] legt sich aufgrund fehlender direkt vergleichender randomisierter Daten nicht auf einen bestimmten Zeitpunkt fest und empfiehlt lediglich einen Therapiebeginn, sobald alle 6 Zyklen durchgeführt werden können.

7.9 · Konsensbasierte Empfehlung · geprüft 2021

Die Dauer der adjuvanten Chemotherapie sollte 6 Monate betragen.

Konsens
Konsens

Hintergrund

Alle publizierten randomisierten Phase III Studien sahen eine adjuvante Therapie der Patienten über 6 Monate vor [449], [450], [451], [453]. Die Empfehlung zur Dauer der adjuvanten Chemotherapie für 6 Monate findet sich auch in den aktuellen Versionen der NICE-Leitlinie von 2018 [114] und der ASCO-Leitlinie von 2017 [466].

Zur optimalen Dauer der adjuvanten Chemotherapie im Sinne einer Verkürzung oder Verlängerung liegen keine zusätzlichen Daten aus kontrollierten Studien vor.

In der PRODIGE24/ACCORD24 Studie wurde für mFOLFIRINOX nur eine Dosisdichte von ca. 50 % erzielt gegenüber einer Dosisdichte für Gemcitabin von über 90 % [456]. Individuelle Dosismodifikationen und ggf. auch eine Anpassung der Therapiedauer müssen in Abhängigkeit vom jeweiligen Allgemeinzustand des Patienten sowie von auftretenden Nebenwirkungen erfolgen.

7.10 · Evidenzbasierte Empfehlung · geprüft 2021

Nach einer R0-Resektion bei Pankreaskarzinom sollte außerhalb von randomisierten, kontrollierten Studien keine adjuvante Radiochemotherapie durchgeführt werden.

Empfehlungsgrad
B: Empfehlung für oder gegen eine Maßnahme - verwendete Ausdrucksweise = sollte/sollte nicht
Evidenzlevel
1
4
Konsens
Starker Konsens
Literatur
[452] [451] [467] [468] [469] [470] [471] [472] [473] [474] [475] [476] [477] [478]
Evidenztabellen (1)Reni, M. et al. Adjuvant PEFG (cisplatin, epirubicin, 5-fluorouracil, gemcitabine) or gemcitabine followed by chemoradiation in pancreatic cancer: A randomized phase II trial. Annals of Surgical Oncology. 19. 2256-2263. 2012

Hintergrund

Es gibt keinen sicheren Beleg für einen Nutzen der adjuvanten Radiochemotherapie. Von den randomisierten kontrollierten Studien, die zu dieser Fragestellung bisher durchgeführt wurden, zeigte die erste [468] einen statistisch signifikanten Überlebensvorteil (medianes Gesamtüberleben 20 vs. 11 Monate, p<0,03). Hauptkritikpunkt an dieser Studie ist die geringe Zahl der Teilnehmer (n=43), die sehr weite Konfidenzintervalle zur Folge hat. Zudem erhielten die Patienten der Behandlungsgruppe eine Langzeitchemotherapie über 2 Jahre, so dass der Effekt der Radiotherapie allein nicht sicher bestimmt werden kann.

In den nachfolgend durchgeführten RCTs wurde dieses positive Ergebnis nicht bestätigt [469], [470], [471], [472]: Die EORTC-Studie [473] schloss 218 Patienten aus 29 Zentren ein. Problematisch bei dieser Studie ist, dass nur etwas mehr als die Hälfte der Patienten Pankreaskarzinome aufwiesen, während die übrigen Patienten periampulläre Karzinome hatten, deren Prognose sich von der der Pankreaskarzinome unterscheidet. Die Studie ist deshalb für den Nachweis eines Unterschieds im Überleben für Pankreaskarzinompatienten unterpowert. Es wurde keine statistisch signifikante Verbesserung des Überlebens durch die Radiotherapie erreicht.

Die ESPAC1-Studie von Neoptolemos et al. [451] (multizentrisch, n=289) zeigte ebenfalls keine Verbesserung des Überlebens durch die Radiotherapie, sondern im Gegenteil eine Verschlechterung. Das Design (2x2 faktoriell), die Randomisierungsbedingungen und die technische Durchführung der Strahlentherapie sind die Hauptkritikpunkte an dieser Studie. Die Durchführung der Strahlentherapie wurde nicht qualitativ überwacht. Es wurde eine aus heutiger Sicht veraltete Split-Course Technik für die Strahlentherapie gewählt, bei der die niedrige Gesamtdosis von 40 Gy bei 2 Gy pro Fraktion mit einer Pause von 2 Wochen nach 20 Gy appliziert wurde. Derartige Schemata werden generell nicht mehr in der Radioonkologie eingesetzt, wenn das Behandlungsziel die dauerhafte lokale Tumorkontrolle ist. Es ist bekannt, dass in derartigen Therapiepausen eine ausgeprägte Tumorzellrepopulierung stattfindet, die den Strahlentherapieeffekt mindert. Zudem fanden im Radiochemotherapiearm Verzögerungen statt. Die mediane Zeit von der Operation bis zum Beginn der adjuvanten Therapie betrug im Chemotherapiearm 46 Tage und im Radiochemotherapiearm 61 Tage. 30 % der Patienten hatten eine Protokollabweichung hinsichtlich der applizierten Gesamtstrahlendosis oder erhielten keine Strahlentherapie.

Ein weiterer RCT von van Laethem et al. [474] zeigt als Phase II–Studie keine Unterschiede in Toxizität und Überleben bei Anwenden einer kombinierten Radiochemotherapie versus alleinige Chemotherapie. Die Studie ist nicht auf den Nachweis eines Überlebensunterschieds ausgelegt. Die verfügbaren Kohortenstudien (u.a. Yeo et al. [479]) sind aufgrund des Studiendesigns und der Studiendurchführung nicht geeignet, sichere Ergebnisse zu zeigen. Eine Metaanalyse zeigt ebenfalls keinen Benefit einer adjuvanten Radiochemotherapie beim Pankreaskarzinom [452]. Zur Klärung dieser Frage sind weitere Studien, die die heutigen methodischen Anforderungen erfüllen, notwendig. Eine derartige Studie für Patienten mit reseziertem Karzinom des Pankreaskopfes hat mit der Rekrutierung begonnen (RTOG 0848/EORTC Studie, Rekrutierungsziel: 950 Patienten). Lediglich die Ergebnisse der ersten Randomisierung dieser Studie zwischen Gemcitabin und Gemcitabin mit Erlotinib sind publiziert [480]. Der zweite Teil der Randomisierung mit oder ohne Radiochemotherapie liegt noch nicht als Vollpublikation vor.

Neuere randomisierte Studien zur adjuvanten Radiochemotherapie nach Resektion eines Pankreaskarzinoms bestätigen die Sicherheit dieser Therapiemodalität bei simultaner 5-FU Chemotherapie oder bei simultaner Gemcitabingabe [474], [475]. Zur Minimierung von Nebenwirkungen sind eine präzise, risikoadaptierte Definition des Zielvolumens und eine 3D-konformale Strahlentherapietechnik notwendig. Bezüglich der Festlegung des Zielvolumens bei der adjuvanten Strahlentherapie von Pankreaskopfkarzinomen wird in erster Linie auf die Guideline des RTOG Consensus Panels [481] verwiesen und auch auf die damit übereinstimmenden Empfehlungen von Brunner et al. [478] und Sun et al. [467] für die elektive Lymphknotenstationen-bestrahlung.

Zum Nutzen einer adjuvanten Strahlentherapie allein wurde in der systematischen Recherche lediglich eine einzige prospektive Fallserie von 1992 identifiziert [477], die 14 Patienten (3xT1b, 8xT2, 3xT3, 5xN+) einschloss. Aus diesen Daten kann keine Indikation zu einer alleinigen Radiotherapie abgeleitet werden. Eine Indikation für eine alleinige Radiotherapie ist insofern ebenfalls nicht gegeben.

7.11 · Evidenzbasierte Empfehlung 2013

Eine additive Radiochemotherapie nach R1-Resektion beim Pankreaskarzinom sollte außerhalb von randomisiert-kontrollierten Studien nicht durchgeführt werden.

Empfehlungsgrad
B: Empfehlung für oder gegen eine Maßnahme - verwendete Ausdrucksweise = sollte/sollte nicht
Evidenzlevel
2b
Konsens
Konsens
Literatur
[468] [474] [475] [479] [482] [483]

Hintergrund

Es gibt keine Evidenz dafür, dass eine additive Radiochemotherapie einen Vorteil gegenüber einer additiven Chemotherapie hat. Eine additive Radiochemotherapie zeigt in Studien bessere Ergebnisse als keine Therapie [468], [479], [482]. Der Anteil der Strahlentherapiekomponente an diesem Ergebnis ist allerdings nicht beurteilbar, da direkte Vergleiche zwischen Radiochemotherapie und Chemotherapie fehlen.

Butturini et al. [483] haben nach einer systematischen Suche aus den verfügbaren RCTs eine Metaanalyse zum Einfluss von Resektionsstatus (R0 vs. R1) und adjuvanter Behandlung (Chemotherapie vs. Radiochemotherapie) durchgeführt. Dabei handelt es sich hinsichtlich der Unterscheidung R0 versus R1 um eine post hoc Subgruppenanalyse mit ca. 1/3 R1-Patienten (deshalb als LoE 2- bewertet). Lediglich für die adjuvante Chemotherapie bei R0-Patienten wurde eine statistisch signifikante Verringerung des Sterberisikos erzielt (Hazard Ratio für Tod nach 44 Monaten 0,65; 95 %KI 0,53-0,80), nicht aber für R1-operierte Patienten. Für Patienten nach R0 und R1 – Resektion gab es eine signifikante Heterogenität des Effektes einer adjuvanten Chemotherapie. Bei R1-Patienten zeigte sich für die Radiochemotherapie eine verringerte Hazard Ratio für Tod, diese war jedoch nicht statistisch signifikant, die Auswertung war nicht adäquat gepowert (HR 0,72; 95 %KI 0,47-1,10). Die Autoren des Beitrags empfehlen deshalb in Analogie zur R0-Resektion grundsätzlich die alleinige Chemotherapie. Die Unsicherheit der Ergebnisse liegt in der nicht geplanten Subgruppenanalyse und den geringen Fallzahlen bei R1-Patienten begründet, weitere Studien sind erforderlich.

Neuere randomisierte Studien zur adjuvanten Radiochemotherapie nach Resektion eines Pankreaskarzinoms bestätigen die Sicherheit dieser Therapiemodalität sowohl bei simultaner 5-FU Chemotherapie als auch bei simultaner Gemcitabin-Gabe [474], [475]. Die Häufigkeit isolierter lokaler Erstrezidive war mit 13  % in der Studie von van Laethem nach Radiochemotherapie gering [474]. In erster Linie profitieren Patienten ohne raschen distanten Progress von einer verbesserten lokalen Tumorkontrolle. Daher wird in aktuellen Studien zur adjuvanten Radiochemotherapie auch nach R1-Resektion diese kombinierte Therapiekomponente nur für nicht-progrediente Patienten nach einer Standardchemotherapie eingesetzt (RTOG 0848/EORTC Studie). Der beste Zeitpunkt für die additive Radiochemotherapie nach Resektion bei hohem angenommenem Lokalrezidivrisiko, entweder bei Abschluss der adjuvanten medikamentösen Therapie oder beim isolierten Lokalrezidiv, ist derzeit unklar.

Der individuelle Einsatz der Strahlentherapie beim einzelnen Patienten sollte bei der gegenwärtigen Evidenzlage berücksichtigen, dass bei Einsatz der Radiochemotherapie im Verlauf der Erkrankung ein zu früher Zeitpunkt das Risiko birgt, dass Fernmetastasen vor dem Lokalrezidiv klinisch führend werden und so der Patient nicht von dem lokalen Effekt der Strahlentherapiekomponente bei Radiochemotherapie profitieren kann. Auf der anderen Seite sollte die Strahlentherapie nicht zu spät bei einem isolierten oder dominant progredienten lokalen Rezidiv eingesetzt werden, da die Zielvolumina und das Risiko von Nebenwirkungen bei zunehmendem Tumorvolumen zunehmen. Die Indikation soll im Einzelfall im Rahmen einer interdisziplinären Tumorkonferenz diskutiert werden.

7.2 Neoadjuvante Therapien

7.12 · Evidenzbasierte Empfehlung · geprüft 2021

Eine neoadjuvante Strahlenchemotherapie, Strahlentherapie oder Chemotherapie sollte Patienten mit einem resektabel eingeschätztem Pankreaskarzinom außerhalb von Studien nicht angeboten werden.

Empfehlungsgrad
B: Empfehlung für oder gegen eine Maßnahme - verwendete Ausdrucksweise = sollte/sollte nicht
Evidenzlevel
1
2
4
Konsens
Starker Konsens
Literatur
[484] [485] [486] [487] [488] [489] [490] [491] [492] [493] [494] [495] [496] [497]
Evidenztabellen (6)de Geus, S. W. L. et al. Neoadjuvant therapy versus upfront surgery for resected pancreatic adenocarcinoma: A nationwide propensity score matched analysis. Surgery (United States). 161. 592-601. 2017; Mirkin, Katelin A. et al. Survival impact of neoadjuvant therapy in resected pancreatic cancer: A Prospective Cohort Study involving 18,332 patients from the National Cancer Data Base. International journal of surgery (London, England). 34. 96-102. 2016; Versteijne, E. et al. Preoperative Chemoradiotherapy Versus Immediate Surgery for Resectable and Borderline Resectable Pancreatic Cancer: Results of the Dutch Randomized Phase III PREOPANC Trial. J Clin Oncol. . JCO1902274. 2020; Bradley, A. et al. Upfront Surgery versus Neoadjuvant Therapy for Resectable Pancreatic Cancer: Systematic Review and Bayesian Network Meta-analysis. Scientific reports. 9. 4354. 2019; Lutfi, Waseem et al. Perioperative chemotherapy is associated with a survival advantage in early stage adenocarcinoma of the pancreatic head. Surgery (United Kingdom). 160. 714-724. 2016; Czosnyka, N. M. et al. Pancreatic adenocarcinoma: effects of neoadjuvant therapy on post-pancreatectomy outcomes - an American College of Surgeons National Surgical Quality Improvement Program targeted variable review. HPB. 19. 927-932. 2017

Hintergrund

Die wenigen aktuell verfügbaren Studien zu dieser Fragestellung zeigen in Bezug auf das Gesamtüberleben bei einem als resektabel eingeschätzten Pankreaskarzinom keinen eindeutigen Vorteil für eine neoadjuvanten Therapie gegenüber der alleinigen Operation [484], [485], [487], [498]. Auch in der aktuellen NICE-Leitlinie von 2018 wird die Durchführung einer neoadjuvanten Therapie bei resektablen Pankreaskarzinomen nur im Rahmen von klinischen Studien empfohlen [114].

Tumorbiologisch erscheint die neoadjuvante systemische Chemotherapie auch beim resektablen Pankreaskarzinom auf Grund der sehr frühen Metastasierungskompetenz dieser Tumorentität sinnvoll [499]. Potenzielle Vorteile dieses Konzeptes sind eine frühe systemische Behandlung existierender Mikrometastasen, eine bessere Verträglichkeit der Chemotherapie, eine Risikoreduktion für eine intraoperative Tumorzellverschleppung, eine verbesserte Gewebsoxygenierung, eine in vivo Erfolgsbeurteilung der Therapie und eine potenziell erhöhte R0-Resektionsrate. Es gibt Hinweise, dass ein pathologisch komplettes Ansprechen auf eine neoadjuvante Therapie signifikant mit der Prognose korreliert [492], [500], [501]. Auswertungen einer großen Metaanalyse mit 38 analysierten Studien und 3484 eingeschlossenen Patienten ergaben eine Verbesserung des Überlebens durch eine neoadjuvante Therapie bei resektablen und borderline-resektablen Pankreaskarzinomen [502] mit 18,8 vs. 14,8 Monaten und einem deutlich stärkeren Effekt für die tatsächlich resezierten Patienten mit 21,6 vs. 15,0 Monaten [503]. Diese Daten werden unterstützt durch eine propensity score matched Analyse an mehr als 8000 Patienten: Hier zeigte sich ein medianes Gesamtüberleben von 26 vs. 21 Monaten (log rank p<0.01; HR 0,72; 95 % CI 0,68-0,78) [503].

Die Daten der randomisierten Phase III Studie PREOPANC zeigten für resektable und borderline-resektable Pankreaskarzinome eine signifikante Verbesserung des rezidivfreien Überlebens bei neoadjuvanter Radiochemotherapie mit Gemcitabin (300 mg/m² wöchentlich während der Bestrahlung) im Vergleich zu einer alleinigen adjuvanten Chemotherapie mit Gemcitabin [489]. In dieser Studie wurde borderline-Resektabilität – abweichend zu den unter Abschnitt 6.3.1 genannten Kriterien – durch eine arterielle Ummauerung von bis zu maximal 90° definiert. Eine Verbesserung des Gesamtüberlebens zeigte sich nur für die 120 der 246 randomisierten Patienten, die tatsächlich einer Resektion zugeführt werden und die adjuvante Chemotherapie beginnen konnten mit 35,2 gegenüber 19,8 Monaten (p=0,029). Die R0-Resektionsrate konnte durch die präoperative Radiochemotherapie mit 71 % (51 von 72 Patienten) gegenüber 40 % (37 von 92 Patienten) signifikant erhöht werden (p<0,001) [489].

In der Langzeitauswertung dieser Studie ergab sich für die Gesamtgruppe ein signifikanter Überlebensvorteil zugunsten der perioperativen Therapie (0.73; 95% KI 0.56-0.96). Dieser Vorteil wurde aber wesentlich von der boderline resektablen Subgruppe getragen (nicht stratifizierte HR 0.67, 95% KI 0.45-0.99 vs. resektable Subgruppe: HR 0.79; 95% KI: 0.54-1.16) [504].

In die japanische JSAP-05 Studie wurden 364 Patienten mit einem primär resektablen Pankreaskarzinom eingeschlossen und entweder mit einer neoadjuvanten Chemotherapie aus Gemcitabin+S1 vorbehandelt oder direkt reseziert. In dieser randomisierten Phase III Studie zeigte sich eine signifikante Verbesserung des medianen Gesamtüberlebens mit 36,6 Monaten gegenüber 26,6 Monaten (HR 0,72; p=0,015) [505]. Die Ergebnisse dieser Studie liegen bisher nur als Kongressabstract vor.

Eine multizentrische Phase II-Studie randomisierte zwischen sofortiger Resektion und einer neoadjuvanten Radiochemotherapie jeweils mit adjuvanter Chemotherapie bei Patienten mit resektablen Pankreaskopfkarzinomen, Primärer Endpunkt war das Gesamtüberleben [506]. Von 254 zu rekrutierenden Patienten konnten 73 eingeschlossen werden und die Studie wurde wegen schleppender Rekrutierung abgebrochen. In der intention-to-treat-Analyse gab es keinen Überlebensunterschied. In der per-protocol-Analyse mit Resektion lag das Gesamtüberleben bei 19 vs. 25 Monaten (p=0,79) im Vergleich der sofortigen Operation gegenüber der neoadjuvanten Therapie. Die postoperativen Komplikationen waren in beiden Gruppen vergleichbar [506].

7.13 · Evidenzbasierte Empfehlung · neu 2021

Bei Patienten mit einem als borderline resektabel eingeschätzten Pankreaskarzinom sollte eine präoperative Chemotherapie oder Chemostrahlentherapie durchgeführt werden.

Empfehlungsgrad
B: Empfehlung für oder gegen eine Maßnahme - verwendete Ausdrucksweise = sollte/sollte nicht
Evidenzlevel
1

-


4
Konsens
Konsens
Literatur
[489] [502] [503] [507] [508] [509] [510]
Evidenztabellen (7)de Geus, S. W. L. et al. Neoadjuvant therapy versus upfront surgery for resected pancreatic adenocarcinoma: A nationwide propensity score matched analysis. Surgery (United States). 161. 592-601. 2017; Fisher, A. V. et al. The Impact of Hospital Neoadjuvant Therapy Utilization on Survival Outcomes for Pancreatic Cancer. Annals of Surgical Oncology. 25. 2661-2668. 2018; Mokdad, Ali A. et al. Neoadjuvant Therapy Followed by Resection Versus Upfront Resection for Resectable Pancreatic Cancer: A Propensity Score Matched Analysis. Journal of clinical oncology : official journal of the American Society of Clinical Oncology. 35. 515-522. 2017; Truty, M. J. et al. Factors Predicting Response, Perioperative Outcomes, and Survival Following Total Neoadjuvant Therapy for Borderline/Locally Advanced Pancreatic Cancer. Annals of surgery. . . 2019; Versteijne, E. et al. Meta-analysis comparing upfront surgery with neoadjuvant treatment in patients with resectable or borderline resectable pancreatic cancer. The British journal of surgery. 105. 946-958. 2018; Versteijne, E. et al. Preoperative Chemoradiotherapy Versus Immediate Surgery for Resectable and Borderline Resectable Pancreatic Cancer: Results of the Dutch Randomized Phase III PREOPANC Trial. J Clin Oncol. . JCO1902274. 2020; Franko, J. et al. Chemotherapy and radiation components of neoadjuvant treatment of pancreatic head adenocarcinoma: Impact on perioperative mortality and long-term survival. European Journal of Surgical Oncology. 43. 351-357. 2017

Hintergrund

Daten der in Empfehlung 7.12. referenzierten Metaanalyse (38 analysierte Studien und 3484 eingeschlossene Patienten) belegen bei resektablem und borderline resektablem Pankreaskarzinom eine Verbesserung des Überlebens durch eine neoadjuvante Therapie [502] mit 18,8 vs. 14,8 Monaten - bei einem deutlich stärkeren Effekt für die tatsächlich resezierten Patienten mit 21,6 vs. 15,0 Monaten. In der ebenfalls bereits oben erwähnten PREOPANC-Studie wurde eine Borderline–Resektabilität definiert durch eine arterielle Gefäßummauerung bis zu 90°, was sich von den in dieser Leitlinie (aber auch international) verwendeten Kriterien unterscheidet. Daneben wurden in die PREOPANC Studie auch resektable Patienten eingeschlossen. In der Gruppe der neoadjuvant radiochemotherapierten Patienten lag das mediane Überleben bei 15,7 Monaten vs. 14,3 Monate bei den primär operierten Patienten. Allerdings lag der Unterschied in der 5-Jahres Gesamtüberlebensrate bei 20,5% (95% CI, 14,2 bis 29,8) in der neoadjuvanten Radiochemotherapiegruppe und der primär Operierten bei 6,5% (95% CI, 3,1 bis 13,7) [504].

Wie bereits beschreiben ist in der vorhandenen Literatur die Definition der Borderline-Resektabilität problematisch: Sie ist in der Literatur häufig uneinheitlich und in fast allen Studien rein anatomisch (bildmorphologische venöse / arterielle Gefäßbeteiligung) d. h. ohne Berücksichtigung tumorbiologischer und patientenspezifischer Charakteristika erfolgt. Die International Association of Pancreatology (IAP) hat 2017 eine Konsensus-Empfehlung erstellt, die neben den anatomischen bereits in der Tabelle zu den ABC-Kriterien der Resektabilität zusammengefassten weiteren Kriterien für eine Borderline-Resektabilität definiert: Diese umfassen einen reduzierten Allgemeinzustand mit einem ECOG ≥ 2 sowie ein erhöhtes CA19-9 (> 500 IU/ml) oder eine regionale Lymphknotenmetastasierung (histologisch oder per PET-CT bestätigt) [244]. Bei Patienten mit einem präoperativen CA19-9 > 500 IU/ml zeigte sich eine Resektionsrate von unter 70 % sowie ein medianes Überleben von unter 20 Monaten. Bei Patienten mit einem ECOG ≥ 2 und/oder einem CA19-9 > 500 U/ml sollte präferentiell eine primäre/definitive Chemotherapie durchgeführt werden. Entsprechend kann ein Patient, der anatomisch (Kategorie A) als resektabel eingeschätzt wird, durch die beiden anderen Kategorien - biologisch (Kategorie B) und Allgemeinzustand („conditional“ Kategorie C) - als borderline resektabel eingestuft werden. Hieraus kann eine Entscheidung für einer neoadjuvanten Therapie resultieren. Da die Berücksichtigung aller drei Kategorien prognostisch relevant sein kann, sollte in zukünftigen Studien eine Festlegung der Resektabilität nicht mehr an alleinigen anatomischen Kriterien erfolgen [511]. (siehe auch die Tabelle zu ABC-Kriterien der Resektabilität gemäß des International Association of Pancreatology (IAP) Konsensus [244]).

In der ASCO LL 2016 wird bei den folgenden Parametern eine präoperative Therapie empfohlen:

  • V. a. extrapankreatische Manifestation,
  • Allgemeinzustand, der den erforderlichen abdominal-chirurgischen Eingriff nicht erlaubt,
  • mesenteriale Gefäßinfiltration sowie
  • Erhöhung des CA19-9 (das auf eine Metastasierung hinweist) [276].

 

Beim ASCO 2020 wurden Daten aus der ESPAC-5F Studie beim borderline resektablen Pankreaskarzinom vorgestellt, die Ergebnisse liegen bisher nur als Kongress-Abstract vor. In diese 4-armige Phase-2-Studie wurden 90 Patienten eingeschlossen. Eine direkte Resektion wurde mit einer neoadjuvanten Therapie bestehend aus Gemcitabin plus Capecitabin oder FOLFIRINOX oder einer Radiochemotherapie verglichen [512]. Es zeigte sich kein statistisch signifikanter Unterschied in den Resektionsraten mit 62 % bei direkter OP und 55 % bei einer neoadjuvanten Vorbehandlung (p=0,668) oder den R0-Resektionsraten mit 15 % vs. 23 % (p=0,721). 44 Patienten (79%) konnten die geplante neoadjuvante Therapie komplett abschließen. Das 1 Jahres-Überleben wurde durch eine neoadjuvante Therapie verbessert: 40 % vs. 77 % (HR 0,27; 95 % CI 0,13-0,55; p<0,001), allerdings handelt es sich bei der ESPAC 5F um eine reine Feasibility-Studie.

7.14 · Evidenzbasierte Empfehlung · modifiziert 2021

Bei einem als lokal fortgeschritten eingeschätztem Pankreaskarzinom soll eine initiale Chemotherapie durchgeführt werden.

Eine initiale Strahlentherapie oder Strahlenchemotherapie sollte bei Patienten mit als lokal fortgeschritten eingeschätztem Pankreaskarzinom außerhalb von Studien nicht durchgeführt werden.

Empfehlungsgrad
A: Starke Empfehlung für oder gegen ein Maßnahme - verwendete Ausdrucksweise = soll/soll nicht
Evidenzlevel
2
4
Konsens
Starker Konsens
Literatur
[282] [513] [514] [515] [516] [517] [518] [519]
Evidenztabellen (8)Hartwig, W. et al. CA19-9 in potentially resectable pancreatic cancer: Perspective to adjust surgical and perioperative therapy. Annals of Surgical Oncology. 20. 2188-2196. 2013; Gemenetzis, Georgios et al. Survival in Locally Advanced Pancreatic Cancer After Neoadjuvant Therapy and Surgical Resection. Annals of surgery. . . 2018; Jang, J. Y. et al. Oncological Benefits of Neoadjuvant Chemoradiation With Gemcitabine Versus Upfront Surgery in Patients With Borderline Resectable Pancreatic Cancer: A Prospective, Randomized, Open-label, Multicenter Phase 2/3 Trial. Annals of surgery. 268. 215-222. 2018; Pietrasz, Daniel et al. How Does Chemoradiotherapy Following Induction FOLFIRINOX Improve the Results in Resected Borderline or Locally Advanced Pancreatic Adenocarcinoma? An AGEO-FRENCH Multicentric Cohort. Annals of Surgical Oncology. 26. 109-117. 2019; Chen, X. et al. Neoadjuvant radiation followed by resection versus upfront resection for locally advanced pancreatic cancer patients: A propensity score matched analysis. Oncotarget. 8. 47831-47840. 2017; Hackert, T. et al. Locally advanced pancreatic cancer: Neoadjuvant therapy with folfirinox results in resectability in 60% of the patients. Annals of surgery. 264. 457-461. 2016; Nagakawa, Y. et al. Clinical Impact of Neoadjuvant Chemotherapy and Chemoradiotherapy in Borderline Resectable Pancreatic Cancer: Analysis of 884 Patients at Facilities Specializing in Pancreatic Surgery. Annals of Surgical Oncology. . . 2019; Hammel, Pascal et al. Effect of Chemoradiotherapy vs Chemotherapy on Survival in Patients With Locally Advanced Pancreatic Cancer Controlled After 4 Months of Gemcitabine With or Without Erlotinib: The LAP07 Randomized Clinical Trial. JAMA - Journal of the American Medical Association. 315. 1844-1853. 2016

Hintergrund

Bei Therapiebeginn ist beim lokal fortgeschrittenen, inoperablen Pankreaskarzinom eine potenziell als sekundär resektable oder rein palliative Therapiesituation in der Regel nicht abschließend abschätzbar. Grundsätzlich sollte die Resektabilität des Tumors als wichtiges Behandlungsziel angestrebt werden, da resezierte Patienten - soweit aufgrund der aktuell verfügbaren Daten beurteilbar - ein längeres medianes Überleben aufweisen. Zu beachten ist neben dem - bei überwiegend retrospektiv erhobenen Daten - vorliegenden Selektionsbias, dass die Resektabilitätskriterien und die histopathologische Aufarbeitung des Resektats in den Studien nicht einheitlich sind bzw. häufig nicht erwähnt werden.

Patienten mit einem ausreichend guten Allgemeinzustand sollen zunächst einer medikamentösen Tumortherapie zugeführt werden. Die Kombinations-Chemotherapien FOLFIRINOX [520] und Gemcitabin + nab-Paclitaxel [521] zeigten jeweils in der Erstlinientherapie des metastasierten Pankreaskarzinoms ein Tumoransprechen von ca. 30 % verglichen mit max. 10 % unter einer Gemcitabin-Monotherapie und stehen damit prinzipiell als effektive Therapieoptionen für das lokal fortgeschrittene Pankreaskarzinom zur Verfügung. Für Patienten mit einem ECOG von 2, die damit primär nicht für eine Erstlinientherapie mit FOLFIRINOX in Frage kommen, kann Gemcitabin + nab-Pacitaxel in einer dosisreduzierten Form verabreicht werden [522].

7.15 · Evidenzbasierte Empfehlung · modifiziert 2013

Eine intraoperative Radiotherapie (IORT) sollte außerhalb von prospektiven, kontrollierten Studien nicht durchgeführt werden.

Empfehlungsgrad
B: Empfehlung für oder gegen eine Maßnahme - verwendete Ausdrucksweise = sollte/sollte nicht
Evidenzlevel
2b
Konsens
Starker Konsens
Literatur
[523] [524] [525] [526] [527] [528] [529] [530]

Hintergrund

Die gefundene Literatur zeigt widersprüchliche Ergebnisse zu den Effekten der IORT in Bezug auf eine Verbesserung des Überlebens und in Bezug auf potentielle Komplikationen für Patienten mit resektablem Pankreaskarzinom [523], [524], [525], [526], [527]. Aufgrund der retrospektiven Natur der Studien können Confounder und Verzerrungen nicht ausgeschlossen werden, zudem wurden die Patienten häufig über einen langen Zeitraum mit sich verändernden operativen Standards analysiert. Der Evidenzgrad dieser retrospektiven Kohortenstudien wurde jeweils formal mit 2b bewertet [523], [524], [525], [526], [527]. Aufgrund der langen Rekrutierungszeiträume, der niedrigen Fallzahlen sowie der retrospektiven Erhebungen wurde jeweils eine 2b- vergeben.

Auch für Patienten mit als nicht resektabel eingeschätzten Pankreaskarzinomen ergibt die Literatur keinen eindeutigen Benefit im Hinblick auf den Nutzen einer IORT, da zum einen der Vergleich postoperative perkutane Strahlentherapie vs. IORT nicht vorliegt und sich zum anderen auch bei einer Therapie mit einer Chemotherapie ohne Radiotherapie eine statistisch signifikante Verbesserung des Überlebens zeigen ließ [528], [529], [531], [530]. Die Kohortenstudien wurden ebenfalls mit 2b- bewertet. Zudem liegen sehr wenige Angaben zu Nebenwirkungen vor.

Der Einsatz einer IORT außerhalb von prospektiven, kontrollierten, wünschenswerterweise randomisierten Studien kann aufgrund der vorliegenden Literatur nicht empfohlen werden.

7.16 · Konsensbasierte Empfehlung · modifiziert 2013

Sogenannte Targeted Therapies, immuntherapeutische Ansätze und Hyperthermiekonzepte sollten außerhalb von prospektiven, kontrollierten Studien in der adjuvanten oder neoadjuvanten Therapie des Pankreaskarzinoms nicht angewendet werden.

Konsens
Starker Konsens

Hintergrund

Bei unzureichender Studienlage kann zu dieser Frage aktuell keine Empfehlung ausgesprochen werden.

7.17 · Evidenzbasierte Empfehlung · neu 2021

Hintergrund

Sowohl FOLFIRINOX als auch Gemcitabin + nab-Paclitaxel erzielen in der Therapie des metastasierten PDAC gute Ergebnisse in Bezug auf ein Tumoransprechen im Sinne einer v. a. partiellen Remission. Verschiedene retrospektive Auswertungen belegen die Durchführbarkeit und berichten übereinstimmend von einem Nutzen einer neoadjuvanten Chemotherapie [517], [518]. Es kann keines der beiden Regime klar favorisiert werden, da keine voll publizierten Daten aus randomisierten Studien zum direkten Vergleich vorliegen. In Zusammenschau aller vorliegenden Daten aus ausschließlich retrospektiven Auswertungen scheint eine bessere Wirksamkeit für eine neoadjuvante Chemotherapie mit FOLFIRINOX vorzuliegen. Eine ergänzende Bestrahlung führt zu keiner Verbesserung der sekundären Resektabilität und/oder des Überlebens [532].

Eine Metaanalyse aus 13 Studien mit 689 Patienten - davon 355 Patienten mit einem lokal fortgeschrittenen Pankreaskarzinom - ergab eine sehr gute Wirksamkeit und Sicherheit für eine Therapie mit FOLFIRINOX [532]. Hierbei zeigte sich für die Kombinationstherapie ein medianes Gesamtüberleben von 24,2 Monaten sowie ein medianes progressionsfreies Überleben von 15,0 Monaten. Die Rate an sekundären Pankreasresektionen lag bei 28 % [532].

Die NEOLAP Studie [533], unterstützt die Daten zur Wirksamkeit einer Induktionschemotherapie mit Gemcitabin + nab-Paclitaxel (allein für 4 Zyklen oder in Kombination für 2 Zyklen plus 4x FOLFIRINOX) bei diesen Patienten. Von 168 eingeschlossenen Patienten konnten ca. 1/3 sekundär reseziert werden. Bei den resezierten Patienten zeigte sich ein medianes Überleben von 27,4 Monaten gegenüber dem der nicht Resezierten mit 14,2 Monaten (p=0,0035).

Eine lokoregionäre Intensivierung der Behandlung durch eine Radiochemotherapie wurde bisher randomisiert nur in der Phase-III-Studie LAP-07 untersucht. Hierbei zeigte sich bei 442 randomisierten Patienten nach einer 4-monatigen Chemotherapie mit Gemcitabin (+/-Erlotinib) kein Unterschied im medianen Gesamtüberleben mit 16,5 Monaten nach alleiniger Chemotherapie gegenüber 15,2 Monaten nach einer ergänzenden Radiochemotherapie. (HR 1,03; p=0,83). Eine Re-Induktion der Chemotherapie wurde nach Radiochemotherapie auf 6,1 Monate gegenüber 3,7 Monate signifikant verzögert (p=0,02) [513]. Die Durchführung einer Radiochemotherapie kann damit bei Patienten erwogen werden, für die eine (Chemo-) Therapiepause wichtig und sinnvoll ist. Wichtig ist, dass in der LAP-Studie keine Exploration zur sekundären Resektion vorgesehen war. Eine Studie, die das getan hat (CONKO-007), ist abgeschlossen, die Ergebnisse liegen aber noch nicht vor. Zu berücksichtigen ist, dass die verwendete Induktions-Chemotherapie mit Gemcitabin (+/- Erlotinib) mittlerweile nicht mehr als Standard-Chemotherapie angesehen werden kann. FOLFIRINOX, Gemcitabin + nab-Paclitaxel oder eine Gemcitabin-Monotherapie sind hier - abhängig vom ECOC-Status - empfehlenswerte Behandlungsmöglichkeiten.

Die Dauer einer intensiven systemischen (Induktions-)Therapie bei einem initial als borderline-resektabel oder lokal fortgeschritten eingeschätztem Pankreaskarzinom ist nicht eindeutig festgelegt. In einer retrospektiven Auswertung von 123 Patienten mit einem als borderline-resektabel eingeschätztem und 71 Patienten mit einem als lokal fortgeschritten eingeschätztem PDAC zeigten sich die folgenden Faktoren als prognostisch relevant: Eine Dauer der Chemotherapie mit mindestens 6 Zyklen, der Abfall des CA19-9 unter Chemotherapie und sowie das Vorliegen einer major pathological response [282].

7.3 Chirurgische Evaluation nach neoadjuvanter Therapie

7.18 · Evidenzbasierte Empfehlung · neu 2021

Bei einem initial als borderline-resektabel eingeschätzten Pankreaskarzinom sollte nach einer neoadjuvanten Therapie und mindestens stabiler Erkrankung (stable disease) in einer Schnittbildgebung eine chirurgische Exploration erfolgen, um die sekundäre Resektabilität mit dem Ziel einer R0-Resektion adäquat beurteilen zu können.

(*1) Starker Konsens

Bei einem als lokal fortgeschritten eingeschätzten Pankreaskarzinom sollte nach einer neoadjuvanten Therapie und mindestens stabiler Erkrankung (stable disease) in einer Schnittbildgebung eine chirurgische Exploration erfolgen, um die sekundäre Resektabilität mit dem Ziel einer R0-Resektion adäquat beurteilen zu können.

Die Patienten sollten in einem Zentrum (siehe Empfehlung 6.3.) mit entsprechender Erfahrung vorgestellt werden.

(*2) Konsens

Empfehlungsgrad
B: Empfehlung für oder gegen eine Maßnahme - verwendete Ausdrucksweise = sollte/sollte nicht
Evidenzlevel
3

und


4
Konsens
Starker Konsens
Literatur
[534] [535] [536] [537] [538]
Evidenztabellen (5)Aoki, S. et al. Decreased serum carbohydrate antigen 19-9 levels after neoadjuvant therapy predict a better prognosis for patients with pancreatic adenocarcinoma: A multicenter case-control study of 240 patients. BMC Cancer. 19. 252. 2019; Bernard, V. et al. Circulating Nucleic Acids Are Associated With Outcomes of Patients With Pancreatic Cancer. Gastroenterology. 156. 108. 2019; Akita, H. et al. FDG-PET predicts treatment efficacy and surgical outcome of pre-operative chemoradiation therapy for resectable and borderline resectable pancreatic cancer. European Journal of Surgical Oncology. 43. 1061-1067. 2017; Aldakkak, Mohammed et al. Pre-treatment carbohydrate antigen 19-9 does not predict the response to neoadjuvant therapy in patients with localized pancreatic cancer. HPB : the official journal of the International Hepato Pancreato Biliary Association. 17. 942-952. 2015; Tsai, S. et al. Importance of Normalization of CA19-9 Levels Following Neoadjuvant Therapy in Patients With Localized Pancreatic Cancer. Ann Surg. 271. 740-747. 2020

Hintergrund

Nach neoadjuvanter Therapie kann bei borderline-resektablem (BR-) oder lokal fortgeschrittenem Pankreaskarzinom (LAPC) die Resektabilität mit der heute zur Verfügung stehenden Bildgebung (CT, MRT, PET-CT) nicht sicher evaluiert werden: Auch wenn bildmorphologisch kein eindeutiges Ansprechen besteht, zeigt sich bei der chirurgischen Exploration teilweise nur noch residuelles Narbengewebe ohne vitalen Tumor an den kritischen arteriellen Strukturen [539]. In retrospektiven Studien konnten insbesondere nach FOLFIRINOX sekundäre Resektionsraten von 30-60 % erzielt werden, wobei in bis zu 90 % eine R0-Resektion möglich ist [284][517]. 

Daten von zwei retrospektiven Auswertungen von 110 bzw. 223 Patienten mit BR und LAPC bestätigen den Abfall des CA19-9 als wichtigen prognostischen Marker vor einer sekundär geplanten Resektion bei einer nur sehr beschränkten Aussagekraft der Schnittbildgebung [535]. Daneben scheint eine neoadjuvante Therapiedauer von 6-8 Monaten prognostisch vorteilhaft [284][540]. Hierbei zeigte sich nach initialer Chemotherapie in der Bildgebung bei 48 % der Patienten eine partielle Remission, bei 47 % eine stabile Erkrankung sowie bei 5 % ein Krankheitsprogress. Bei den 61 sekundär resezierten Patienten hatte das Ausmaß der Remission keinen Einfluss auf das Gesamtüberleben [285]. In einer weiteren retrospektiven Fallserie von 129 Patienten mit einem BR und initialer Chemotherapie zeigte sich letztendlich in der Bildgebung nur bei einem Patienten (0,8 %) bildgebend eine Konversion zu einem klar resektablen Tumor. 69 % der Patienten hatten bildgebend eine stabile Erkrankung, 12 % eine partielle Remission und 19 % eine progrediente Erkrankung. Dennoch konnten 66 % der Patienten (davon 80 % R0) reseziert werden. Damit wurde ein medianes Gesamtüberleben von 30 Monaten erreicht. Limitierender Faktor für eine chirurgische Exploration nach neoadjuvanter Therapie ist eine weiterhin bestehende distale venöse Gefäßbeteiligung mit Ausdehnung unterhalb des Duodenalunterrandes [244], wodurch technisch eine venöse Rekonstruktion nicht möglich ist. In diesem Fall kann auf eine chirurgische Exploration verzichtet werden.

Evidenztabellen

Oettle, H. et al. Adjuvant chemotherapy with gemcitabine and long-term outcomes among patients with resected pancreatic cancer: The CONKO-001 randomized trial. JAMA - Journal of the American Medical Association. 310. 1473-1481. 2013
Oettle, H. et al. Adjuvant chemotherapy with gemcitabine and long-term outcomes among patients with resected pancreatic cancer: The CONKO-001 randomized trial. JAMA - Journal of the American Medical Association. 310. 1473-1481. 2013
Population Intervention - Comparison Outcomes/Results
Evidence level:  2

Study type:  RCT, multizentrisch (88 Kliniken und Onkologische Praxen), Deutschland, Österreich

Number of Patient:  n=354 Gesamtpopulation
n=179 adjuvante Chemotherapie (A)
n=175 keine adjuvante Therapie (B)

Recruitung Phase:  07/1998-12/2004

Inclusion Criteria:  1. Stadium T1-4N0-1M0
2. histologisch bestätigt
3. makroskopisch vollständig reseziertes Pankreaskarzinom
4. Alter ≥18 Jahre
5. Karnofsky Performance Status ≥50%
6. adäquate Knochenmarkfunktion
7. Erwartete Einhaltung der Therapie
8. Einhaltung der Follow-Up Termine bis mind. 2 Jahre nach der OP

Exclusion Criteria:  1. neoadjuvante Therapie
2. aktive Infektion
3. eingeschränkte Koagulation
4. Dysfuntion der Organe
5. weitere maligne Erkrankungen (außer Carcinoma in situ oder behandeltes Basalzellkarzinom)
6. Tumormarker (post-operativ) CEA/CA19-9 <2,5 x oberes normales Limit
7. Schwangere bzw. Stillende
Intervention:  Adjuvante Chemotherapie (A)

6 Zyklen Gemcitabin, 1 Zyklus besteht aus 4 Wochen, 3 Wochen 1000mg/m2 Gemcitabin (Infusion), 1 Woche Pause, Über einen Zeitraum von 6 Monaten


Comparison:  Keine adjuvante Therapie, Beobachtung (B)
Primary:  Krankheitsfreies Überleben

Secondary:  Gesamtüberleben

Results:  Follow-Up:
Median 136 Monate (IQR 104-144 Monate)

Krankheitsfreies Überleben
A vs. B
Statistisch signifikant länger bei A
A: 13,4 Monate (95% CI 11,6-15,3)
B: 6,7 Monate (95% CI 6,0-7,5)
HR: 0,55 (95% CI 0,44-0,69)
p < 0,001

Gesamtüberleben
A vs. B
statistisch signifikant länger bei A
A: 22,8 Monate (95% CI 18,5-27,2)
B: 20,2 Monate (95% CI 17,7-22,8)
HR 0,76 (95% CI 0,61-0,95)
p=0,1

Author's Conclusion:  The CONKO-001 data show that among patients with macroscopic complete removal of pancreatic cancer, the use of adjuvant gemcitabine for 6 months compared with observation resulted in increased overall survival as well as disease-free survival. These findings support the use of gemcitabine in this setting.
Methodical Notes
Funding Sources:  This trial was supported in part by a grant from Lilly Germany. The study was further supported by the German Cancer Society (section AIO) and promoted by a research grant from the Charité–Universitätsmedizin Berlin.

COI:  All authors have completed and submitted the ICMJE Form for Disclosure of Potential Conflicts of Interest. Dr Oettle reported receiving honoraria for contributions to advisory boards or oral presentations from Roche Pharma, Cellgene, and Fresenius. Dr Riess reported receiving honoraria for
contribution to advisory boards or oral presentations from Bayer Vital, Bristol-Myers Squibb, GlaxoSmithKline, Lilly, Novartis, Pfizer, Roche Pharma, and sanofi-aventis. Dr Arning reported that he is a former employee of Eli Lilly & Co (until 2006) and owns Lilly stock. No other authors reported disclosures.

Randomization:  Patients were randomized between adjuvant chemotherapy and observation in a 1:1 ratio using computer-generated random numbers generated at the study coordination center at the Charite–Universitätsmedizin Berlin, Berlin, Germany. At randomization, the patients were stratified according to tumor stage (T1-2 vs T3-4), nodal status (N0 vs N1), and resection status (R0 vs R1), based on the TNM classification.

Blinding:  keine Verblindung (open-label)

Dropout Rate/ITT-Analysis:  As defined in the protocol, all survival-type analyses presented were based on the intention-to-treat population, which included all eligible patients enrolled in the study. Patients lost to follow-up were censored on the date of last follow-up.

Notes:  Gesamtqualität: ausreichend
Studiendesign: RCT
PICO Frage: ja
Randomisiert: ja
Gruppen vergleichbar: ja
Gruppen gleich behandelt (abgesehen von untersuchter Intervention): ja
Patienten nachverfolgbar (Loss of Follow-Up dokumentiert etc.): ja
objektive Messung: ja
Verblindung: nein
Conroy, Thierry et al. FOLFIRINOX or Gemcitabine as Adjuvant Therapy for Pancreatic Cancer. The New England journal of medicine. 379. 2395-2406. 2018
Conroy, Thierry et al. FOLFIRINOX or Gemcitabine as Adjuvant Therapy for Pancreatic Cancer. The New England journal of medicine. 379. 2395-2406. 2018
Population Intervention - Comparison Outcomes/Results
Evidence level:  2

Study type:  RCT, Phase III, multizentrisch (58 Zentren), Frankreich + Canada

Number of Patient:  n=493 Gesamtpopulation (randomisiert)

ITT-Population:
n=247 mFOLFIRINOX
n=246 Gemcitabin

Safety Population
n=238 mFOLFIRINOX
n=243 Gemcitabin

Recruitung Phase:  4/2012 – 10/2016

Inclusion Criteria:  1. Alter 18-79 Jahre
2. Histologisch bestätigtes PDAC
3. Vollständige R0/R1 Resektion
4. Keine Metastasen
5. Kein maligner Aszites
6. Kein Pleuraerguss
7. Vollständige Erholung nach der OP
8. WHO Performance Status 0-1
9. Adäquate hämatologische Funktion (Absolute Neutrophilenzahl ≥1500 pro Kubikmillimeter; Thrombozyten ≥100,000 pro Kubikmillimeter; Hämoglobin ≥10 g pro Deziliter)
10. Adäquate Leberfunktion (Serum Bilirubin, ≤1.5 x oberes normales Limit)
11. Adäquate Nierenfunktion (Kreatin-Clearance, ≥50 ml/Min)

Exclusion Criteria:  1. Nicht-duktale Karzinome
2. R2-Resektion
3. CA 19-9 >180 U/ml CA 19-9 innerhalb von 21 Tagen vor der Randomisierung
4. Bereits Bestrahlung oder Chemotherapie bekommen
5. Symptomatische Herzinsuffizienz
6. Symptomatische koronare Herzerkrankung
Intervention:  Modified FOLFIRINOX (mFOLFIRINOX)

Oxaliplatin
85 mg/m2
2 Stunden intravenöse Infusion direkt gefolgt von:
Leucovorin
400 mg/m2
2 Stunden intravenöse Infusion nach 30 min gefolgt von
Irinocetan
180 mg/m2
90 min intravenöse Infusion direkt gefolgt von
Fluorouracil (ohne Bolus)
2400 mg/m2
46 Stunden kontinuierliche intravenöse Infusion

Alle 14 Tage über 24 Wochen – 12 Zyklen

Nach 162 Patienten wurde die Dosis Irinocetan auf 150mg reduziert aufgrund von Nebenwirkungen

Bei febriler Neutropenie oder Verzögerung der Behandlung durch Neutropenie, G-CSF empfohlen für die folgenden Zyklen

Comparison:  Gemcitabin Monotherapie (Gemcitabin)
1000 mg/m2 Körperoberfläche
30 min. intravenöse Infusion
Tag 1,8 und 15 alle 28 Tage über 24 Wochen
6 Zyklen
Primary:  Krankheitsfreies Überleben

Secondary:  Gesamtüberleben
Metastasenfreies Überleben
Krebsspezifisches Überleben
Toxizitäten

Results:  Follow-Up:
Median 33,6 Monate (95% CI 30,3-36,0)

Krankheitsfreies Überleben
mFOLFIRINOX vs. Gemcitabin
Statistisch signifikant länger bei mFOLFIRINOX
mFOLFIRINOX: 21,6 Monate (95% CI 17,7-27,6)
Gemcitabin: 12,8 Monate (95% CI 11,7-15,2)
HR 0,58 (95% CI 0,46-0,73)
p<0,001

1-Jahres-krankheitsfreies Überleben
mFOLFIRINOX: 69%
Gemcitabin: 53,7%

2-Jahres-krankheitsfreies Überleben
mFOLFIRINOX: 47,0%
Gemcitabin: 30,7%

3-Jahres-krankheitsfreies Überleben
mFOLFIRINOX: 39,7%
Gemcitabin: 21,4%

Gesamtüberleben
mFOLFIRINOX vs. Gemcitabin
Statistisch signifikant länger bei mFOLFIRINOX
mFOLFIRINOX: 54,4 Monate (95% CI 41,8- not reached)
Gemcitabin: 35,0 Monate (95% CI 28,7-43,9)
HR 0,64 (95% CI 0,48-0,86)
p=0,0003

Metastasenfreies Überleben
mFOLFIRINOX vs. Gemcitabin
statistisch signifikant länger bei mFOLFIRINOX
mFOLFIRINOX: 30,4 Monate (95% CI 21,7 – not reached)
Gemcitabin: 17,7 Monate (95% CI 14,2-21,5)
HR 0,59 (95% CI 0,46-0,75)
p<0,001

Krebsspezifisches Überleben
mFOLFIRINOX vs. Gemcitabin
statistisch signifikant länger bei mFOLFIRINOX
mFOLFIRINOX: Median nicht erreicht (95% CI 47,3 bis not reached)
Gemcitabin: 36.4 Monate (95% CI 30,9-46,2)
HR 0,63 (95% CI 0,47-0,85)
p=0,003

Toxizitäten
Grad 3/4
mFOLFIRINOX vs. Gemcitabin
Keine Angaben zur statistischen Signifikanz
mFOLFIRINOX: 180 (75,9%)
Gemcitabin: 128 (52,9%)

Grad 4
mFOLFIRINOX vs. Gemcitabin
Keine Angaben zur statistischen Signifikanz
mFOLFIRINOX: 29 (12,2%)
Gemcitabin: 29 (12,0%)

1 Patient im Gemcitabin-Arm starb an den Folgen der Therapie (interstitielle Pneumonitis).

Alle toxischen Effekte waren reversibel.
Außer die Oxaliplatin-induzierten neurotoxischen Nebenwirkungen. Sie waren nach 3 Jahren bei 2 Patienten des mFOLFIRINOX-Arms immer noch persistent.

Author's Conclusion:  In conclusion, among patients who underwent complete resection of pancreatic cancer, adjuvant chemotherapy with a modified FOLFIRINOX regimen led to significantly longer disease-free survival and overall survival than adjuvant chemotherapy with gemcitabine. The incidence of toxic effects was higher with the modified FOLFIRINOX regimen than with gemcitabine therapy.
Methodical Notes
Funding Sources:  PRODIGE (Partenariat de Recherche en Oncologie Digestive) 24 was supported by R&D Unicancer (which received a grant from Chugai Pharmaceutical), by a Clinical Research Hospital Program grant (PHRC11-006) from the French Ministry of Health and the Institut National du Cancer, and by the French National League against Cancer. The Canadian Cancer Trials Group pancreatic Adenocarcinoma (CCTG PA.6) part of the trial was supported by a Program Grant (704970) from the Canadian Cancer Society and by grants from 7 Days in May

COI:  Dr. Conroy reports receiving travel support from Roche; Dr. Hammel, receiving grant support, consulting fees, and travel support from Celgene; Dr. Ben Abdelghani, receiving fees for providing expert testimony and travel support from Amgen, Bayer, Merck, Sanofi, and Ipsen; Dr. Wei, receiving consulting fees from Celgene, Shire, Ethicon, and Ipsen and travel support from Bayer; Dr. Raoul, receiving fees for serving on an advisory board from Bayer, Bristol-Myers Squibb, BTG, Ipsen, AstraZeneca, and Terumo Medical; Dr. Francois, receiving consulting fees and travel support from Roche, Merck, and Servier and personal fees from Amgen, Sanofi, Lilly, Novartis, and Bayer; Dr. Ychou, receiving grant support, paid to his institution, and fees for serving as a board member from Bayer, Servier, and Amgen, and grant support, paid to his institution, from Roche; Dr. Di Fiore, receiving fees for a meeting presentation from Celgene; Dr. Bouhier-Leporrier, receiving consulting fees and travel support from Ipsen and Novartis, fees for serving on a speakers’ bureau from Amgen and MSD, and travel support from Bayer; Dr. Khemissa-Akouz, receiving personal fees from Sanofi and Ipsen and personal fees and travel support from Roche; Dr. Legoux, receiving consulting fees and travel support from Novartis, travel fees from Ipsen and Merck Serono, lecture fees and travel support from Servier, and grant support from Sanofi; Dr. Malka, receiving lecture fees and travel support from Amgen and Sanofi, lecture fees, consulting fees, and travel support from Bayer, Merck Serono, and Roche, consulting fees from Merck and Shire, and lecture fees and consulting fees from Servier and HalioDx; and Dr. Bachet, receiving consulting fees and lecture fees from Amgen, Bayer, Merck Serono, and Servier and lecture fees from Celgene, Roche, and Sanofi. No other potential conflict of interest relevant to this article was reported. Disclosure forms provided by the authors are available with the full text of this article at NEJM.org.

Randomization:  Randomization at a 1:1 ratio was performed centrally with the use of an independent Web-based system, with stratification according to trial center, lymph-node status (pN0 [no lymph-node involvement] or pN1 [lymph-node involvement]), resection status (R0 vs. R1), and CA 19-9 level (≤90 U per milliliter vs. 91 to 180 U per milliliter). Randomization of patients with pN0 status was also stratified according to the number of lymph nodes examined (<12 vs. ≥12).

Blinding:  keine Verblindung (open-label)

Dropout Rate/ITT-Analysis:  All the analyses were performed on an intention-to-treat basis, except for the safety analyses, which included only the treated patients.

Notes:  Gesamtqualität: keine methodischen Mängel
Studiendesign: RCT
PICO Frage: ja
Randomisiert: ja
Gruppen vergleichbar: ja
Gruppen gleichbehandelt (abgesehen von untersuchter Intervention): ja
Patienten nachverfolgbar (Loss of Follow-Up dokumentiert etc.): ja
objektive Messung: ja
Verblindung: nein
Neoptolemos, J. P. et al. Comparison of adjuvant gemcitabine and capecitabine with gemcitabine monotherapy in patients with resected pancreatic cancer (ESPAC-4): a multicentre, open-label, randomised, phase 3 trial. The Lancet. 389. 1011-1024. 2017
Neoptolemos, J. P. et al. Comparison of adjuvant gemcitabine and capecitabine with gemcitabine monotherapy in patients with resected pancreatic cancer (ESPAC-4): a multicentre, open-label, randomised, phase 3 trial. The Lancet. 389. 1011-1024. 2017
Population Intervention - Comparison Outcomes/Results
Evidence level:  2

Study type:  RCT, Phase III, multizentrisch (92 Kliniken), international (England, Schottland, Wales, Deutschland, Frankreich, Schweden)

Number of Patient:  n=732 Gesamtpopulation (randomisiert)

ITT-Population
n=366 Gem
n=364 GemCap

Safety-Population
n=366 Gem
n=359 GemCap

Recruitung Phase:  11/2008 – 09/2014

Inclusion Criteria:  1. Alter ≥18 Jahre
2. Histologisch bestätigtes PDAC
3. Vollständige R0 oder R1 Resektion
4. kein maligner Aszites
5. Keine Lebermetastasen
6. Keine peritonealen oder Lebermetastasen
7. Keine entfernte intra- oder extra abdominale Ausbreitung
8. Vollständige Erholung von der OP
9. WHO Performance-Status ≤2
10. Kreatinin Clearance ≥50 ml/min
11. Lebenserwartung >3 Monate

Exclusion Criteria:  1. Neoadjuvante Chemotherapie oder andere vorrangegangene Chemotherapie
2. R2 Resektion
3. pankreatisches Lymphom
4. TNM Stadium IV
Intervention:  Gemcitabin + Capectiabin (GemCap)

Gemcitabin
1000 mg/m2 intravenöse Infusion
1x pro Woche über 3 Wochen
1 Woche Pause
Zyklus: 4 Wochen
6 Zyklen

Capecitabin
1660 mg/m2 oral pro Tag
21 Tage
7 Tage Pause
6 Zyklen

Comparison:  Gemicitabin Monotherapie (Gem)

1000 mg/m2 Infusion
1x pro Woche über 3 Wochen
1 Woche Pause
Zyklus: 4 Wochen
6 Zyklen
Primary:  Gesamtüberleben

Secondary:  1-Jahres-Überleben
2-Jahres-Überleben
5-Jahres-Überleben
Rezidivfreies Überleben
Toxizitäten
Lebensqualität

Results:  Follow-Up:
Median 43,2 Monate (95% CI 39,7-45,5)

Gesamtüberleben
GemCap vs. Gem
statistisch signifikant länger bei GemCap
GemCap: 28,0 Monate (95% CI 23,5-31,5)
Gem: 25,5 Monate (95% CI 22,7-27,9)
HR 0,82 (95% CI 0,68-0,98)
p=0,032

1-Jahres-Überleben
GemCap vs. Gem
GemCap: 84,1% (95% CI 79,9-87,5)
Gem: 80,5% (95% CI 76,0-84,3)

2-Jahres-Überleben
GemCap vs. Gem
GemCap: 53,8% (95% CI 48,8-58,8)
Gem: 52,1% (95% CI 46,7-57,2)

5-Jahres-Überleben
GemCap vs. Gem
GemCap: 28,8% (95% CI 22,9-35,2)
Gem: 16,3% (95% CI 10,2-23,7)

Rezidivfreies Überleben
GemCap vs. Gem
kein statistisch signifikanter Unterschied
GemCap: 13,9 Monate (95% CI 12,1-16,6)
Gem: 13,1 Monate (95% CI 11,6-15,3)
HR 0,86 (95% CI 0,73-1,02)
p=0,082

Toxizitäten
Schwere Toxizitäten
GemCap vs. Gem
Kein statistisch signifikanter Unterschied
GemCap: 24%
Gem: 26%
p>0,05

Lebensqualität
GemCap vs. Gem
kein statistisch signifikanter Unterschied
HR -0,10 (95% CI -0,29-0,09)
p=0,3

Author's Conclusion:  Added value of this study
In ESPAC-4, estimated 5 year survival confirmed the ESPAC-3(v2) estimates for gemcitabine. Survival favoured adjuvant gemcitabine plus capecitabine in most clinical subgroups, including patients with R1 resection margins. This was a pragmatic trial including all patients who had undergone resection for pancreatic ductal adenocarcinoma including WHO performance status 0, 1 and 2, R1 resection margins, and all patients irrespective of postoperative CA19-9 concentration. The improved survival results were achieved without any significant increase in overall toxicity and was manageable with protocol driven capecitabine dose reduction when required.

Implications of all the available evidence
The ESPAC-4 trial establishes the combination of gemcitabine and capecitabine as the treatment of choice in the adjuvant setting after resection for pancreatic ductal adenocarcinoma.
Methodical Notes
Funding Sources:  This study was funded by Cancer Research UK (grant number C245/A8968/A15957) and sponsored by the Royal Liverpool and Broadgreen University Hospitals NHS Trust, Liverpool, UK. DC is funded by the National Institute for Health Research Biomedical Research Centre at the Royal Marsden. TM is funded by the National Institute for Health Research Biomedical Research Centre at University College London Hospital.

COI:  JPN reports grants from Cancer Research UK, Taiho Pharma (Japan), KAEL GemVax (Korea), AstraZeneca, Clovis Oncology and Ventana, and Pharma Nord; payment for lectures from Amgen, and Mylan; paid consultancy from Boehringer Ingelheim Pharma GmbH & Co KG, Novartis Pharma AG, KAEL GemVax, and Astellas; and educational travel grants from NUCANA, all outside the submitted work. JPN is a National Institute for Health Research (NIHR) senior investigator and is part funded by the NIHR Biomedical Research Centre at the Royal Liverpool University, Liverpool. DC reports grants from Amgen, AstraZeneca, Bayer, Celgene, Merrimack, Medimmune, Merck Serono, and Sanofi, outside the submitted work. JW reports grants and personal fees from AstraZeneca; personal fees and non-financial support from Celgene and Novartis; personal fees from Baxalta, Ipsen, Eisai, Lilly, and Bayer; and non-financial support from Sobi, outside the submitted work. JWV reports personal fees from Abbott, AstraZeneca, Baxalta, Ipsen, Lilly, Merck, Pfizer; personal fees and non-financial support from Celgene; and grant and personal fees from Novartis, outside the submitted work. PJR reports grants and personal fees from Sanofi Aventis; personal fees and non-financial support from Roche, Merck Serono, Celgene, Bayer, and Sirtex; non-financial support from Amgen; and personal fees from Baxalta, outside the submitted work. PH reports a patent issued by Roche. All other authors declare no competing interests.

Randomization:  Eligible patients were randomly assigned (1:1) to receive gemcitabine or gemcitabine plus capecitabine within 12 weeks of surgery by trained authorised staff within the Liverpool Clinical and Cancer Trials Unit. Randomisation was based on a minimisation routine with a random element of 20% including the resection margin (negative or positive) and country was used as a stratification factor.

Blinding:  keine Verblindung (open-label)

Dropout Rate/ITT-Analysis:  All efficacy analyses were done in the intention-to-treat population retaining all patients in their initially randomised groups irrespective of any protocol deviations with the exception of patients who withdrew consent between randomisation and the start of therapy. Toxicity was analysed in all patients who received trial treatment according to the treatment they received.

Notes:  Gesamtqualität: ausreichend
Studiendesign: RCT
PICO Frage: ja
Randomisiert: ja
Gruppen vergleichbar: unklar
Gruppen gleichbehandelt (abgesehen von untersuchter Intervention): ja
Patienten nachverfolgbar (Loss of Follow-Up dokumentiert etc.): ja
objektive Messung: ja
Verblindung: nein
Saeed, H. et al. Defining the optimal timing of adjuvant therapy for resected pancreatic adenocarcinoma: A statewide cancer registry analysis. Journal of Surgical Oncology. 114. 451-455. 2016
Saeed, H. et al. Defining the optimal timing of adjuvant therapy for resected pancreatic adenocarcinoma: A statewide cancer registry analysis. Journal of Surgical Oncology. 114. 451-455. 2016
Population Intervention - Comparison Outcomes/Results
Evidence level:  4

Study type:  retrospektive Kohorte, multizentrisch (Kentucky Cancer Registry), USA

Number of Patient:  n=420 Gesamtpopulation
n=35 (0-4. Woche)
n=218 (4-8. Woche)
n=125 (8-12. Woche)
n=41 (12-16. Woche)

Recruitung Phase:  2004 – 2013

Inclusion Criteria:  1. Histologisch bestätigtes PDAC
2. Stadien I-III
3. Alter ≥ 20 Jahre
4. Kurative primäre Pankreasresektion
5. Beginn adjuvante Therapie innerhalb 16 Wochen postoperativ (Chemotherapie oder Radiotherapie oder Chemoradiotherapie)

Exclusion Criteria:  1. neoadjuvante Therapie
2. Beginn adjuvante Therapie >16 Wochen postoperativ
Intervention:  Therapiebeginn 0.-8. Woche postoperativ (frühe AT)

Comparison:  Therapiebeginn 9.-16. Woche postoperativ (späte AT)
Primary:  Gesamtüberleben

Secondary:  

Results:  Follow-up
Median 19,3 Monate (1,8-140,1)

Daten stammen aus einer Zeit vor den derzeit verwendeten Regimen: Gemcitabin / Nab-Paclitaxel und FOLFIRINOX basiert (5-Fluorouracil, Irinotecan, Oxaliplatin).


Gesamtüberleben (Median)
Frühe AT vs. späte AT
Kein statistisch signifikanter Unterschied
Frühe AT 20,2 Monate (95% CI 18,0-23,1)
Späte AT 19,0 Monate (95% CI 16,2-20,9)
p=0,967

Author's Conclusion:  In this statewide population-based analysis, there was no difference in OS between early and late AT initiation for resected PDAC. Despite the proven value of AT for PDAC, the ideal window for AT initiation remains unknown as tumor biology continues to trump chemotherapy regimens from the past decade.
Methodical Notes
Funding Sources:  Grant sponsor: Peter and Carmen Lucia Buck Foundation Clinical and Translational Research Award; Grant sponsor: NCI Cancer Center Support; Grant number: P30 CA177558.

COI:  The authors have no financial disclosures.

Randomization:  keine Randomisierung (retrospektive Kohortenstudie)

Blinding:  keine Verblindung (retrospektive Kohortenstudie)

Dropout Rate/ITT-Analysis:  nicht angegeben

Notes:  Gesamtqualität: ausreichend
Studiendesign: retrospektive Kohorte
PICO Frage: ja
Randomisiert: nein
Gruppen vergleichbar: ja
Gruppen gleich behandelt (abgesehen von untersuchter Intervention): unklar
Patienten nachverfolgbar (Loss of Follow-Up dokumentiert etc.): ja
objektive Messung: ja
Verblindung: nein
Sinn, M. et al. CONKO-005: Adjuvant chemotherapy with gemcitabine plus erlotinib versus gemcitabine alone in patients after r0 resection of pancreatic cancer: A multicenter randomized phase III trial. Journal of Clinical Oncology. 35. 3330-3337. 2017
Sinn, M. et al. CONKO-005: Adjuvant chemotherapy with gemcitabine plus erlotinib versus gemcitabine alone in patients after r0 resection of pancreatic cancer: A multicenter randomized phase III trial. Journal of Clinical Oncology. 35. 3330-3337. 2017
Population Intervention - Comparison Outcomes/Results
Evidence level:  2

Study type:  RCT, Phase III, multizentrisch (57 Zentren), Deutschland (CONKO-005)

Number of Patient:  n=436 Gesamtpopulation
n=219 (GemErlo)
n=217 (Gem)

Recruitung Phase:  04/2008 – 07/2013

Inclusion Criteria:  1. Histologisch bestätigtes PDAC
2. Standardisierte Tumorresektion
3. R0-Resektion
4. Keine neoadjuvante Therapie
5. Karnofsky Performance-Status ≥60%
6. Patienten-Compliance und geographische Situation ermöglichen ein adäquates Follow-up, speziell: regelmäßige Untersuchungen im selben Zentrum über zwei Jahre postoperativ
7. Adäquate hämatologische Funktion
8. Alter ≥18 Jahre
9. Beginn der adjuvanten Therapie innerhalb von 2 bis 8 Wochen postoperativ


Exclusion Criteria:  1. Systemische Erkrankungen mit einer Lebenserwartung <6 Monate
2. Aktive Infektion >Grad 2 NCI-CTCAE v.3.0
3. Bekannte HIV-Infektion
4. Ernsthafte kardiovaskuläre Erkrankungen
5. INR >1,5; aPTT >1,5 x oberes normales Limit, Transaminasen >3 x oberes normales Limit
6. postoperativ nachweisbare Tumorläsion
7. Schwangerschaft, Stillen
8. Keine Kontrazeption während Therapie
9. Dialyse
10. interstitielle Pneumonie oder symptomatische Lungenfibrose
11. Immunsuppressive Therapie
12. Teilnahme in anderer Studie innerhalb von 4 Wochen vor Eintritt in aktuelle Studie
13. Früherer oder bestehender Narkotika-, Medikamenten- oder Alkoholabusus
14. keine Möglichkeit der oralen Medikamenteneinnahme, Parenterale Ernährung, insuffiziente gastrointestinale Resorption, akuter Magenulkus
15. Andere primäre maligne Erkrankungen (Ausnahmen: erfolgreich behandelte Basaliome oder Insitu-Karzinome der Zervix)
Intervention:  Gemcitabin + Erlotinib (GemErlo)

Erlotinib: oral, 100 mg 1x / pro Tag, an den Tagen 1-28 in einem 4-Wochen-Zyklus
Gemcitabin. Intravenös, 1000 mg/m2 an den Tagen 1,8,15 eines 4-Wochen-Zyklus
für insgesamt 6 Zyklen (24 Wochen)

Comparison:  Gemcitabin Monotherapie (Gem)

Gemcitabin. Intravenös, 1000 mg/m2 an den Tagen 1,8,15 eines 4-Wochen-Zyklus
für insgesamt 6 Zyklen (24 Wochen)
Primary:  Krankheitsfreies Überleben

Secondary:  Gesamtüberleben
Rezidivrate
Toxizität
Einfluss Hautausschlag
Beginn der adjuvanten Therapie

Results:  Follow-up
Median 54 Monate

Krankheitsfreies Überleben (Median)
GemErlo vs Gem
Kein statistisch signifikanter Unterschied
GemErlo 11.4 Monate (95% CI, 9.6-13.2)
Gem 11.4 Monate (95% CI, 9.2-13.6)

HR 0,94 (95% CI 0,76-1,15)
p=0,26

1-Jahres Krankheitsfreies Überleben
GemErlo 47%
Gem 48%

2-Jahres Krankheitsfreies Überleben
GemErlo 26%
Gem 25%

5-Jahres Krankheitsfreies Überleben
GemErlo 13%
Gem 11%


Gesamtüberleben (Median)
GemErlo vs Gem
Kein statistisch signifikanter Unterschied
GemErlo 24,5 Monate (95%, CI 21,1-27,8)
Gem 26,5 Monate (95%, CI 22,4-30,6)
p=0,61

1-Jahres Gesamtüberleben
GemErlo 77%
Gem 79%

2-Jahres Gesamtüberleben
GemErlo 53%
Gem 54%

5-Jahres Gesamtüberleben
GemErlo 25%
Gem 20%

Rezidivrate, n (%)
GemErlo 177 (80,8)
Gem 184 (84,4)

Toxizitäten (Grad 3/4)
Hautausschlag, n (%)
GemErlo vs. Gem
Statistisch signifikant häufiger in GemErlo
GemErlo: 16 (7)
Gem: 1 (<1)
p<0,001

Neutropenie, n (%)
GemErlo vs. Gem
Kein statistisch signifikanter Unterschied
GemErlo 60 (27)
Gem 60 (28)

Leukozytopenie, n (%)
GemErlo vs. Gem
Kein statistisch signifikanter Unterschied
GemErlo 21 (10)
Gem 33 (15)

Thrombozytopenie, n (%)
GemErlo vs. Gem
Kein statistisch signifikanter Unterschied
GemErlo 10 (5)
Gem 5 (2)

Erhöhtes GGT, n (%)
GemErlo vs. Gem
Kein statistisch signifikanter Unterschied
GemErlo 20 (9)
Gem 20 (9)

Diarrhö, n (%)
GemErlo vs. Gem
Kein statistisch signifikanter Unterschied
GemErlo 11 (5)
Gem 3 (1)

Fatigue, n (%)
GemErlo vs. Gem
Kein statistisch signifikanter Unterschied
GemErlo 10 (5)
Gem 5 (2)

Hypertension, n (%)
GemErlo vs. Gem
Kein statistisch signifikanter Unterschied
GemErlo 7 (3)
Gem 3 (1)


Einfluss von therapiebedingtem Hautausschlag unter GemErlo auf:
krankheitsfreies Überleben
Grad 0-1 vs Grad 2-4
Kein statistisch signifikanter Unterschied

Gesamtüberleben
Grad 0-1 vs Grad 2-4
Kein statistisch signifikanter Unterschied

CA19-9 ≤100kU/L vs >101kU/L postoperativ
Krankheitsfreies Überleben
Statistisch signifikant kürzer bei CA19-9 >101kU/L
p<0,001

Gesamtüberleben
Statistisch signifikant kürzer bei CA19-9 >101kU/L
p<0,001

Beginn der adjuvanten Therapie
Krankheitsfreies Überleben
≤42 Tage vs. >42 Tage
Statistisch signifikant kürzer bei ≤42 Tage
≤42 Tage 10.9 Monate (95% CI 9,4-12,4)
>42 Tage 12,2 Monate (95% CI 9,6-14,7)
p=0,026

Gesamtüberleben
≤42 Tage vs. >42 Tage
Kein statistisch signifikanter Unterschied
≤42 Tage 27,3 Monate (95% CI 24,3-30,2)
>42 Tage 24,3 Monate (95% CI 20,2-28,5)
p=0,94

Author's Conclusion:  To the best of our knowledge, CONKO-005 is the first study to investigate the combination of chemotherapy and a targeted therapy in the adjuvant treatment of PDAC. GemErlo for 24 weeks did not improve DFS or overall survival over Gem.
Methodical Notes
Funding Sources:  CONKO-005 was an investigator-initiated trial. This trial was supported in part by a grant from Roche Pharma AG. The study was further supported by the German Cancer Society (section AIO) and promoted by a research grant from the Charite–Universitätsmedizin Berlin. Roche Pharma AG had no role in the design and conduct of the study or collection, analysis, or interpretation of the data, but did have the right for an unbinding review of the manuscript.

COI:  Marianne Sinn: Consulting or Advisory Role: Baxalta, Research Funding: LEO Pharma, Travel, Accommodations, Expenses: Amgen, Bayer Pharma, Servier, Novo Nordisk
Marcus Bahra: No relationship to disclose
Torsten Liersch: No relationship to disclose
Klaus Gellert: No relationship to disclose
Helmut Messmann: No relationship to disclose
Wolf Bechstein: Speakers’ Bureau: Integra Life Sciences, Research Funding: Astellas Pharma, Novartis
Dirk Waldschmidt: Speakers’ Bureau: Bayer Pharma, Novartis, Celgene, Sirtex, Roche Pharma AG, Shire, Travel, Accommodations, Expenses: Bayer Pharma, Novartis, Celgene, Ipsen, Sirtex
Lutz Jacobasch: No relationship to disclose
Martin Wilhelm: No relationship to disclose
Bettina M. Rau: No relationship to disclose
Robert Grützmann: No relationship to disclose
Arndt Weinmann: Honoraria: Bayer Pharma AG, Novartis, Consulting or Advisory Role: Bayer Pharma, Roche, Amgen, Research Funding: Bayer Pharma, Travel, Accommodations, Expenses: Bristol-Myers Squibb
Georg Maschmeyer: Honoraria: Gilead Sciences, Pfizer,Merck Serono, Astellas Pharma, Basilea Pharmaceutica, Celgene, Bristol-Myers Squibb, Boehringer Ingelheim, Consulting or Advisory Role: Gilead Sciences
Uwe Pelzer: No relationship to disclose
Jens M. Stieler: Travel, Accommodations, Expenses: PharmaMar, Janssen-Cilag
Jana K. Striefler: No relationship to disclose
Michael Ghadimi: Honoraria: MCI Deutschland, Travel, Accommodations, Expenses: Bayer Pharma, European Surgical Institute, Bayer Vital, MCI Deutschland
Sven Bischoff: No relationship to disclose
Bernd Dörken: Patents, Royalties, Other Intellectual Property: Patent No.:US 7112324 B1, Travel, Accommodations, Expenses: Amgen
Helmut Oettle: No relationship to disclose
Hanno Riess: Honoraria: Aspen Pharmacare, Consulting or Advisory Role: Boehringer Ingelheim, Celgene, Bayer Pharma, Bristol-Myers Squibb, Pfizer, LEO Pharma, Shine Pharmaceuticals, Daiichi Sankyo, Speakers’ Bureau: Boehringer Ingelheim, Celgene, Bayer Pharma, Bristol-Myers Squibb, Pfizer, LEO Pharma, Shine Pharmaceuticals, Daiichi Sankyo

Randomization:  All patients were subsequently randomly assigned to receive either gemcitabine plus erlotinib (experimental arm GemErlo) or gemcitabine alone (control arm Gem) in a 1:1 ratio by using computer-generated random numbers at the study coordination center.

Blinding:  keine Verblindung (open-label)

Dropout Rate/ITT-Analysis:  intention to treat analysis, GemErlo: 15 Patienten lost to follow-up, 8 Patienten keine Intervention; Gem: 8 Patienten lost to follow-up, 2 Patienten keine Intervention

Notes:  Gesamtqualität: keine methodischen Mängel
Studiendesign: RCT
PICO Frage: ja
Randomisiert: ja
Gruppen vergleichbar: ja
Gruppen gleich behandelt (abgesehen von untersuchter Intervention): ja
Patienten nachverfolgbar (Loss of Follow-Up dokumentiert etc.): ja
objektive Messung: ja
Verblindung: nein
Valle, J. W. et al. Optimal duration and timing of adjuvant chemotherapy after definitive surgery for ductal adenocarcinoma of the pancreas: Ongoing lessons from the ESPAC-3 study. Journal of Clinical Oncology. 32. 504-512. 2014
Valle, J. W. et al. Optimal duration and timing of adjuvant chemotherapy after definitive surgery for ductal adenocarcinoma of the pancreas: Ongoing lessons from the ESPAC-3 study. Journal of Clinical Oncology. 32. 504-512. 2014
Population Intervention - Comparison Outcomes/Results
Evidence level:  2

Study type:  RCT, Phase III, multizentrisch, international (European Study Group) (ESPAC-3 Studie)

Number of Patient:  n=985 Gesamtpopulation
n=486 Gemcitabin
n=499 5-FU/FA

Therapiebeginn
n=985 Gesamtpopulation Therapiebeginn
n=457 ˂8 Wochen
n=528 ˃8 Wochen

Therapiedauer
n=968 Gesamtpopulation Therapiedauer
n=674 / 6 Zyklen
n=294 / ˂6 Zyklen

Recruitung Phase:  07/2000 – 01/2007

Inclusion Criteria:  nicht angegeben (Methodik ESPAC-3 Studie in anderer Publikation beschrieben).

Exclusion Criteria:  1. Beobachtungsarm (nur OP) der ESPAC-3 Studie wurde ausgeschlossen
Intervention:  1. früher Therapiebeginn: ˂8 Wochen postoperativ
2. komplette Therapie: 6 Zyklen

Comparison:  1. später Therapiebeginn: ˃ 8 (bis 12) Wochen postoperativ
2. verkürzte Therapie: ˂ 6 (1-5) Zyklen
Primary:  Gesamtüberleben
Rezidivfreies Überleben

Secondary:  

Results:  Follow-Up:
Median 58,7 Monate

Gesamtüberleben (Median)
Therapiebeginn
˂8 Wochen vs. ˃8 Wochen
Kein statistisch signifikanter Unterschied
˂8 Wochen: 22,6 Monate (95%CI 21,3-25,5)
˃8 Wochen: 24,2 Monate (95%CI 22,3-26,4)

HR: 0,946 (95%CI 0,82-1,09)
p=0,441

Therapiedauer:
6 Zyklen vs. ˂ 6 Zyklen
statistisch signifikant länger bei 6 Zyklen
6 Zyklen: 28,0 Monate (95%CI 26,1-30,9)
˂6 Zyklen: 14,6 Monate (95%CI 12,5-16,9)

HR: 0,516 (95%CI 0,443-0,601)
p˂0,001

Therapiestart (Patientenkohorte ˂6 Zyklen)
˂8 Wochen vs. ˃8 Wochen
statistisch signifikant höher bei >8 Wochen
HR: 0,919 (95%CI 0,868-0,973)
p=0,004

Subgruppenanalyse
Patienten mit einem Überleben >8 Monate postoperativ


Therapiebeginn:
˂8 Wochen vs. ˃8 Wochen
kein statistisch signifikanter Unterschied
˂8 Wochen: 25,5 Monate (95%CI 22,9-28,6)
˃8 Wochen: 25,9 Monate (95%CI 23,9-28,9)

HR: 0,985 (95%CI 0,95-1,02)
p=0,362

Therapiedauer:
6 Zyklen vs. ˂ 6 Zyklen
statistisch signifikant höher bei 6 Zyklen
6 Zyklen: 28,35 Monate (95%CI 26,1-31,0)
˂6 Zyklen: 19,3 Monate (95%CI 17,3-21,8)

HR: 0,667 (95%CI 0,56-0,79)
p˂0,001

Therapiebeginn (Patientenkohorte ˂6 Zyklen)
˂8 Wochen vs. ˃8 Wochen
statistisch signifikant länger bei >8 Wochen
˂8 Wochen: 16,5 Monte (95%CI 14,6-20,3)
˃8 Wochen: 21,9 Monate (95%CI 18,5-26,8)
p=0,038


Rezidivfreies Überleben (Median)
Therapiebeginn:
˂8 Wochen vs. ˃8 Wochen
kein statistisch signifikanter Unterschied
˂8 Wochen: 13,83 Monate (95%CI 12,41-15,46)
˃8 Wochen: 14,82 Monate (95%CI 13,62-16,34)

HR: 0,988 (95%CI 0,96-1,016)
p=0,40

Therapiedauer:
6 Zyklen vs. ˂ 6 Zyklen
statistisch signifikant länger bei 6 Zyklen
6 Zyklen: 16,56 Monate (95%CI 15,14-17,94)
˂6 Zyklen: 8,90 Monate (95%CI 7,79-10,35)

HR: 0,564 (95%CI 0,49-0,66)
p˂0,001

THerapiebeginn (Patientenkohorte ˂6 Zyklen)
˂8 Wochen vs. ˃8 Wochen
statistisch signifikant höher bei >8 Wochen
HR: 0,937 (95%CI 0,885-0,992)
p=0,012

Author's Conclusion:  Completion of all six cycles of adjuvant chemotherapy was an independent favorable prognostic variable. There was no survival disadvantage from delaying the start of treatment for up to 12 weeks after surgery. Conversely, there was no survival advantage for starting early treatment, within 8 weeks of surgery. In routine clinical practice, though it is not possible to know in the immediate postoperative setting whether a patient will go on to complete the full course of treatment, ensuring adequate postoperative recovery is likely to maximize this chance. Patients who feel stronger after a slightly longer period of postoperative convalescence may be more likely to stay the full course of adjuvant chemotherapy. Thus, the key message from this study is to delay the start of adjuvant chemotherapy until the patient is fully recovered and aim to give them the full six cycles of treatment
Methodical Notes
Funding Sources:  Supported by Cancer Research UK; National Cancer Institute of Canada, Canadian Cancer Society; Fonds de Recherche de la Socie´ te´ Nationale Franc¸aise de Gastroente´ rologie; Fondazioone Italiana Malattie del Pancreas; Health and Medical Research Council of Australia, Cancer Councils of New South Wales, Queensland, Victoria, and South Australia; and by the National Institute for Health Research Biomedical Research Centre at the Royal Marsden Hospital (D.C.).

COI:  Although all authors completed the disclosure declaration, the following author(s) and/or an author’s immediate family member(s) indicated a financial or other interest that is relevant to the subject matter under consideration in this article. Certain relationships marked with a “U” are those for which no compensation was received; those relationships marked with a “C” were compensated. For a detailed description of the disclosure categories, or for more information about ASCO’s conflict of interest policy, please refer to the Author Disclosure Declaration and the Disclosures of Potential Conflicts of Interest section in Information for Contributors. Employment or Leadership Position: None Consultant or Advisory Role: John P. Neoptolemos, KAEL GemVax (C), Astellas Pharma (C), GlaxoSmithKline (U), Novartis (U), Pfizer (C); Kate Sumpter, Roche (C) Stock Ownership: None Honoraria: None Research Funding: John P. Neoptolemos, KAEL GemVax, AstraZeneca, Oxford Biomedica; David Cunningham, Roche, Amgen, sanofi-aventis, Merck Expert Testimony: None Patents: None Other Remuneration: Kate Sumpter, Roche.

Randomization:  nicht angegeben (Methodik ESPAC-3 Studie in anderer Publikation beschrieben).

Blinding:  keine Verblindung (open-label)

Dropout Rate/ITT-Analysis:  intention-to-treat

Notes:  Gesamtqualität: ausreichend
Studiendesign: RCT
PICO Frage: ja
Randomisiert: unklar
Gruppen vergleichbar: ja
Gruppen gleichbehandelt (abgesehen von untersuchter Intervention): ja
Patienten nachverfolgbar (Loss of Follow-Up dokumentiert etc.): ja
objektive Messung: ja
Verblindung: nein
Reni, M. et al. Adjuvant PEFG (cisplatin, epirubicin, 5-fluorouracil, gemcitabine) or gemcitabine followed by chemoradiation in pancreatic cancer: A randomized phase II trial. Annals of Surgical Oncology. 19. 2256-2263. 2012
Reni, M. et al. Adjuvant PEFG (cisplatin, epirubicin, 5-fluorouracil, gemcitabine) or gemcitabine followed by chemoradiation in pancreatic cancer: A randomized phase II trial. Annals of Surgical Oncology. 19. 2256-2263. 2012
Population Intervention - Comparison Outcomes/Results
Evidence level:  2

Study type:  RCT, Phase II, multizentrisch, Italien

Number of Patient:  n=100 Gesamtpopulation

ITT-Population
n=51 Gem
n=49 PEFG

Safety Population
n=50 Gem
n=50 PEFG

Recruitung Phase:  08/2003 – 08/2008

Inclusion Criteria:  1. Stadium IB-III PDAC
2. unvorbehandelt (Chemo- und Strahlentherapie)
3. R0- oder R1-Resektion
4. Alter 18-70 Jahre
5. Karnofsky-Leistungsstatus (KPS: 18-70 Jahre >60, 71-75 Jahre KPS >80)
6. Behandlungsbeginn innerhalb von 2 Monaten nach OP
7. adäguate hämatologische Funktion (leukocytes ≥3,5 x 10 hoch 9/l, Neutrophile ≥1,5 x 10 hoch 9/l, Thrombozyten ≥100 x 10 hoch 9/l, Hämoglobin ≥10 g/dl)
8. adäquate Leberfunktion (Bilirubin ≤2 mg/dl, ALT, AST ≤2 x oberes normales Limit)
9. adäquate Nierenfunktion (Kreatinin ≤1.5 mg/dl)

Exclusion Criteria:  1. ampulläre Tumore
2. Pankreaskarzinome mit anderen Histologien
2. Schwangere und Stillende
3. gleichzeitige Einnahme anderer experimenteller Medikamente
4. andere maligne Erkrankungen (Ausnahmen: kurativ operierte Zervix-, Basal- oder Plattenepithelkarzinome der Haut und andere Neoplasmen ohne Nachweis in den letzten 5 Jahren)
Intervention:  Cisplatin, Epirubicin,5-Fluorouracil, Gemcitabine (PEFG) + Radiochemotherapie (RC)

Cisplatin und Epirubicin:
40 mg/m2,
Tag 1 eines 4-Wochen-Zyklus
Gemcitabin:
600 mg/m2
an den Tagen 1 und 8 eines 4-Wochen-Zyklus
5-FU
200 mg/m2
täglich an den Tagen 1-28 eines 4-Wochen-Zyklus

PEFG verabreicht für 3 Monate

Radiochemotherapie:
2 bis 4 Wochen nach Abschluss der Chemotherapie
54-60 Gy in 27-30 Fraktionen
gleichzeitige kontinuierliche Infusion von 5-FU: 250 mg/m2 täglich

01/08 Protokolländerung: 5-FU ersetzt durch orales CAP (2x täglich 625 mg/m2)

Comparison:  Gemcitabine (Gem) + Radiochemotherapie (RC)

Gemcitabin:
1 g/m2,
wöchentlich an 3 Wochen eines 4 Wochen-Zyklus
verabreicht für 3 Monate

Radiochemotherapie:
2 bis 4 Wochen nach Abschluss der Chemotherapie
54-60 Gy in 27-30 Fraktionen
gleichzeitige kontinuierliche Infusion von 5-FU: 250 mg/m2 täglich

01/08 Protokolländerung: 5-FU ersetzt durch orales CAP (2x täglich 625 mg/m2)
Primary:  1-Jahres-Krankheitsfreies Überleben

Secondary:  Krankheitsfreies Überleben
Gesamtüberleben
Toxizität

Results:  Follow-Up:
30 Monate

1-Jahres-Krankheitsfreies Überleben
PEFG vs. Gem
Keine Angaben zur statistischen Signifikanz
PEFG 69,4% (95%CI 56-83%) vs.
Gem 49,0% (95%CI 35-63%)

Krankheitsfreies Überleben (Median)
PEFG vs. Gem
Keine Angaben zur statistischen Signifikanz
PEFG 15,2 Monate (7.0–20.5)
Gem 11,7 Monate (10.3–25.7)

Gesamtüberleben (Median)
PEFG vs. Gem
Keine Angaben zur statistischen Signifikanz
PEFG 31,6 Monate (17,6-42,2)
Gem 26,2 Monate (17,4-37,4)

Toxizität (Grad 3/4)
Neutropenie
PEFG vs. Gem
Statistisch signifikant häufiger bei PEFG
p<0,0001

Thrombozytopenie
PEFG vs. Gem
Statistisch signifikant häufiger bei PEFG
p<0,0001

Author's Conclusion:  In conclusion, both arms met the primary endpoint. While gemcitabine became a standard adjuvant treatment during PACT-7 running, the 4-drug regimen deserves further investigation. The administration of neoadjuvant chemotherapy may offer several theoretical advantages, and the 4-drug regimen appears to be a suitable candidate for testing in this perspective.36 Accordingly, a clinical trial (NCT01150630) randomizing patients to receive either 6 months of adjuvant gemcitabine or 6 months of adjuvant 4-drug regimen or a perioperative treatment with the 4-drug regimen for 3 months before and 3 months after surgery is currently underway
Methodical Notes
Funding Sources:  This trial was supported in part by a grant from the nonprofit organization ‘‘Per la Vita’’ (‘‘For Life’’) that was used for study conduction costs.

COI:  No author has conflict of interest.

Randomization:  Patients were registered at an independent contract research organization (CRO) that randomly assigned them on a 1:1 basis to either arm A or B by a random-allocation sequence that had been generated previously by use of a computer-generated random code. Patients were stratified according to institution and surgical margins.

Blinding:  keine Verblindung (open-label)

Dropout Rate/ITT-Analysis:  The intention-to-treat (ITT) population comprised all eligible randomized patients. Toxicity Analysis in Safety Population.

Notes:  Gesamtqualität: keine methodischen Mängel
Studiendesign: RCT
PICO Frage: ja
Randomisiert: ja
Gruppen vergleichbar: ja
Gruppen gleichbehandelt (abgesehen von untersuchter Intervention): ja
Patienten nachverfolgbar (Loss of Follow-Up dokumentiert etc.): ja
objektive Messung: ja
Verblindung: nein
de Geus, S. W. L. et al. Neoadjuvant therapy versus upfront surgery for resected pancreatic adenocarcinoma: A nationwide propensity score matched analysis. Surgery (United States). 161. 592-601. 2017
de Geus, S. W. L. et al. Neoadjuvant therapy versus upfront surgery for resected pancreatic adenocarcinoma: A nationwide propensity score matched analysis. Surgery (United States). 161. 592-601. 2017
Population Intervention - Comparison Outcomes/Results
Evidence level:  4

Study type:  retrospektive Kohorte (propensity score matching), multizentrisch (National Cancer Database), USA

Number of Patient:  n=662 Gesamtpopulation
n=331 Neo
n=331 OP

Recruitung Phase:  2004 – 2012

Inclusion Criteria:  1. histologisch bestätigtes PDAC

Exclusion Criteria:  1. keine berichtete systemische Therapie oder OP
2. Metastasen
3. klinisches Stadium nicht berichtet
4. nach 2012 diagnostiziert
5. fehlender oder unbekannter vitaler Status
6. nicht in dem Krankenhaus behandelt, das die Erkrankung gemeldet hat
7. vorherige andere maligne Erkrankungen
8. Hormontherapie
9. Immuntherapie
10. intraoperative Chemotherapie oder Strahlentherapie
11. fehlende Angaben im Datensatz
Intervention:  neoadjuvante Therapie (Neo)
(Chemotherapie oder Radiochemotherapie)


Comparison:  Operation und adjuvante Therapie (Chemotherapie oder Radiochemotherapie) (OP+adj)
Primary:  Gesamtüberleben (nach Stadien, AJCC cancer staging manual)

Secondary:  

Results:  Follow-up
nicht angegeben

Gesamtüberleben
Stadium I:
Neo vs. OP+adj
Kein statistisch signifikanter Unterschied
Neo: 26,2 Monate
OP+adj: 25,7 Monate
p=0,4418

Stadium II:
Neo vs. OP+adj
Kein statistisch signifikanter Unterschied
Neo: 23,5 Monate
OP+adj: 23,0 Monate
p=0,7751

Stadium III:
Neo vs. OP+adj
Statistisch signifikant länger bei Neo
Neo: 22,9 Monate
OP+adj: 17,3 Monate
p=0,0031

Author's Conclusion:  This study suggests that neoadjuvant therapy has a stage-dependent impact on survival and does not disadvantage survival in any stage of the disease. This acknowledges neoadjuvant therapy as an emerging paradigm in pancreatic cancer care and provides evidence to justify future randomized controlled trials.
Methodical Notes
Funding Sources:  Supported in part by the Dutch Cancer Society (S.W.L. de Geus), the Pytrek Fund Research Scholarship (L.A. Bliss), the MSRG-10-003-01-CPHPS Mentored Research Scholar Grant of the American Cancer Society (J.F. Tseng), and an American Surgical Association Foundation Fellowship (J.F. Tseng).

COI:  The authors have no conflicts of interest to disclose.

Randomization:  keine Randomisierung (retrospektive Kohortenstudie)

Blinding:  kein Verblindung (retrospektive Kohortenstudie)

Dropout Rate/ITT-Analysis:  nicht angegeben

Notes:  Gesamtqualität: ausreichend
Studiendesign: retrospektive Kohorte
PICO Frage: ja
Randomisiert: nein
Gruppen vergleichbar: ja
Gruppen gleich behandelt (abgesehen von untersuchter Intervention): unklar
Patienten nachverfolgbar (Loss of Follow-Up dokumentiert etc.): ja
objektive Messung: ja
Verblindung: nein
Mirkin, Katelin A. et al. Survival impact of neoadjuvant therapy in resected pancreatic cancer: A Prospective Cohort Study involving 18,332 patients from the National Cancer Data Base. International journal of surgery (London, England). 34. 96-102. 2016
Mirkin, Katelin A. et al. Survival impact of neoadjuvant therapy in resected pancreatic cancer: A Prospective Cohort Study involving 18,332 patients from the National Cancer Data Base. International journal of surgery (London, England). 34. 96-102. 2016
Population Intervention - Comparison Outcomes/Results
Evidence level:  4

Study type:  retrospektive Kohorte, multizentrisch (National Cancer Data Base (NCDB)), USA

Number of Patient:  n=18332 Gesamtpopulation
n=1736 (neo)
n=6706 (OP)
n=9890 (adj)

Recruitung Phase:  2003-2011

Inclusion Criteria:  1. Stadium I-III Pankreaskarzinom
2. Resektion
3. Neoadjuvante oder adjuvante Therapie

Exclusion Criteria:  1. Stadium IV, oder unbekanntes Stadium
2. Keine Resektion
3. Unbekanntes OP-Verfahren
4. lokale Exzision
Intervention:  Neoadjuvante Therapie + Resektion (neo)

Resektion + adjuvante Therapie (adj)

Comparison:  Resektion allein (OP)
Primary:  Gesamtüberleben

Secondary:  

Results:  Follow-up
Nicht angegeben

Gesamtüberleben (Median)
neo vs. OP
Statistisch signifikant länger bei neo
neo: 22,67 Monate (21,68-24,02)
OP: 14,03 Monate (13,4-14,65)
p<0,0001

adj vs. OP
Statistisch signifikant länger bei adj
adj: 21,72 Monate (21,29-22,14)
OP: 14,03 Monate (13,4-14,65)
p<0,0001

Subgruppenanalysen
Stadium I
neo vs. OP
Statistisch signifikant länger bei neo
neo: 24,84 Monate (22,18-27,14)
OP: 18,27 Monate (17,08-19,75)
p<0,0001

adj vs. OP
Statistisch signifikant länger bei adj
adj: 24,94 Monate (23,95-26,12)
OP: 18,27 Monate (17,08-19,75)
p<0,0001

Stadium II
neo vs. OP
Statistisch signifikant länger bei neo
neo: 21,78 Monate (20,14-23,75)
OP: 12,06 Monate (11,5-12,81)
p<0,0001

adj vs. OP
Statistisch signifikant länger bei adj
adj: 20,63 Monate (20,11-21,19)
OP: 12,06 Monate (11,5-12,81)
p<0,0001

Stadium III
neo vs. OP
Statistisch signifikant länger bei neo
neo: 22,57 Monate (20,96-24,54)
OP: 8,71 Monate (7,75-9,63)
p<0,0001

adj vs. OP
Statistisch signifikant länger bei adj
adj: 14,55 Monate (13,44-16,13)
OP: 8,71 Monate (7,75-9,63)
p<0,0001

Author's Conclusion:  This large US database study found that the use of NAT was associated with a survival benefit over surgery alone. Utilizing at least some form of NAT also appears to confer a benefit over surgery followed by adjuvant therapy in the setting of advanced stage pancreatic disease, by allowing for selection of favorable tumor biology and surgical candidates. Utilizing at least NAT offers similar survival as adjuvant therapy in early-stage disease. Clearly, the use of adjuvant therapy provides a survival benefit over surgery-alone, which has been well proven. Further work remains to evaluate specific NAT regimens and their impact on survival. Multiinstitutional datasets may be more appropriate than the NCDB for this type of analysis, as an intention to treat model and inclusion of adjuvant therapy information is paramount to understanding the effect of NAT.
Methodical Notes
Funding Sources:  None

COI:  None of the authors have any conflicts of interest.

Randomization:  keine Randomisierung (retrospektive Kohortenstudie)

Blinding:  keine Verblindung (retrospektive Kohortenstudie)

Dropout Rate/ITT-Analysis:  nicht angegeben

Notes:  Gesamtqualität: abgewertet (-)
Studiendesign: retrospektive Kohorte
PICO Frage: ja
Randomisiert: nein
Gruppen vergleichbar: nein
Gruppen gleich behandelt (abgesehen von untersuchter Intervention): nein
Patienten nachverfolgbar (Loss of Follow-Up dokumentiert etc.): ja
objektive Messung: ja
Verblindung: nein
Versteijne, E. et al. Preoperative Chemoradiotherapy Versus Immediate Surgery for Resectable and Borderline Resectable Pancreatic Cancer: Results of the Dutch Randomized Phase III PREOPANC Trial. J Clin Oncol. . JCO1902274. 2020
Versteijne, E. et al. Preoperative Chemoradiotherapy Versus Immediate Surgery for Resectable and Borderline Resectable Pancreatic Cancer: Results of the Dutch Randomized Phase III PREOPANC Trial. J Clin Oncol. . JCO1902274. 2020
Population Intervention - Comparison Outcomes/Results
Evidence level:  2

Study type:  RCT, Phase III, multizentrisch (16 Zentren), Niederlande (PREOPANC Studie)

Number of Patient:  n=246 Gesamtpopulation
n=119 (Neo)
n=127 (OP)

Recruitung Phase:  04/2013-07/2017

Inclusion Criteria:  1. pathologisch bestätigtes PDAC, ohne Fernmetastasen
2. Resektabel oder Borderline resektabel
3. CT des Abdomens nicht älter als 4 Wochen
4. WHO Performance Status ≤1
5. Adäquate hämatologische, hepatische und Nierenfunktion


Exclusion Criteria:  1. cT1 Tumor
2. frühere maligne Erkrankung in den letzten 5 Jahren
3. vorangegangene Strahlen- oder Chemotherapie
Intervention:  Neoadjuvante Radiochemotherapie (Neo)
• 2,4 Gy 15 Fraktionen in 3 Wochen +
• 1000 mg/m2 Gemcitabin an Tag 1, 8, und 15 innerhalb von 4 Wochen, gefolgt von einem modifizierten Zyklus mit Gemcitabin (1000 mg/m2 an Tag 1 und 8 eines 3 Wochenzyklus)
• nach 4 Wochen Exploration und ggf. Resektion
• adjuvante Therapie mit 1000 mg/m2 Gemcitabin an Tag 1, 8, 15 in 4 Zyklen von 4 Wochen


Comparison:  Primäre Operation (OP)
• Ggf. präoperative biliäre Drainage bei Bilirubin Level > 250µmol/l
• Pankreasresektion
• Adjuvante Therapie 6 Kurse 1000mg/m2 Gemcitabin an Tag 1, 8 und 15 in einem 4 Wochen-Zyklus, 6 Zyklen
Primary:  Gesamtüberleben

Secondary:  krankheitsfreies Überleben
Lokoregional Metastasen-freies Intervall
Fernmetastasen-freies Intervall
Resektionsrate
R0-Resektion
Toxizität


Results:  Follow-up
Median 27 Monate

Gesamtüberleben (Median)
Neo vs OP
Kein statistisch signifikanter Unterschied
Neo: 16 Monate (13,0-20,9)
OP: 14,3 Monate (12,7-17,9)

HR 0,78 (95% CI: 0,58-1,05)
p=0,096

Subgruppenanalyse

resektables PDAC, n=133
Neo vs. OP
Kein statistisch signifikanter Unterschied
Neo: 14,6 Monate
OP: 15,6 Monate

HR 0.96 (95% CI: 0.64-1.44)
p=0.830

Borderline resektables PDAC, n=133
Statistisch signifikant höher in Neo
Neo: 17,6 Monate
OP: 13,2 Monate

HR 0,62 (95% CI: 0,40-0,95)
p=0,029

Krankheitsfreies Überleben
Neo vs OP
statistisch signifikant höher in Neo
Neo: 8,1 Monate
OP: 7,7 Monate

HR 0,73 (95% CI: 0,55-0,96)
p=0,0320

Subgruppenanalyse

resektables PDAC, n=133
Neo vs. OP
Kein statistisch signifikanter Unterschied
Neo: 9,2 Monate
OP: 9,3 Monate

HR 0.88, 95% CI: 0,60-1,28
p=0.520

Borderline resektables PDAC, n=133
Statistisch signifikant höher in Neo
Neo: 6,3 Monate
OP: 6,2 Monate

HR 0,59, 95% CI: 0,39-0,89
p=0,013


Lokoregional Metastasen-freies Intervall

Subgruppenanalyse

Borderline resektables PDAC, n=133
Statistisch signifkant länger in Neo
Neo: 27,7 Monate
OP: 11,8 Monate

HR 0,54, 95% CI: 0,32-0,91
p=0,022

Fernmetastasen-freies Intervall
Neo vs OP
Kein statistisch signifikanter Unterschied
Neo: 17,4 Monate
OP: 12,5 Monate

HR 0,82 (95% CI: 0,58-1,14)
p=0,2400

Resektionsrate
Neo vs. OP
Kein statistisch signifikanter Unterschied
Neo: 61%
OP: 72%
p=0,58

R0-Resektion
Neo vs. OP
Statistisch häufiger in Neo
Neo: 72%
OP: 40%
p<0,001

Subgruppenanalyse

Borderline resektables PDAC, n=92
Statistisch signifikant häufiger in Neo
Neo: 22/28 (79%)
OP: 5/38 (13%)

OR 24,20, 95% CI: 6,57-89,12
p<0,001


Toxizität, alle Grade
Neo vs OP
Kein statistisch signifikanter Unterschied
Neo: 52%
OP: 41%

HR 1,57; 95% CI: 0,95-2,60)
p=0,960


Author's Conclusion:  In conclusion, this national, multicenter, randomized, phase III trial of preoperative chemoradiotherapy versus immediate surgery in resectable or borderline resectable PDAC did not show a significant OS benefit of preoperative chemoradiotherapy. The consistent benefits for most secondary end points and the better compliance with preoperative chemoradiotherapy compared with postoperative adjuvant chemotherapy suggest superiority of the neoadjuvant approach.
Methodical Notes
Funding Sources:  Supported by the Dutch Cancer Society (KWF) (UVA 2012-5696), which funded the data management (central and local) and onsite monitoring of the trial. The Dutch Cancer Society (KWF) did not influence the design or analysis of the study.

COI:  Disclosures provided by the authors and data availability statement (if applicable) are available with this article at DOI https://doi.org/10.1200/JCO.19.02274. → nicht einsehbar

Randomization:  1:1 Randomisierung, Randomisierungsmethode nicht angegeben

Blinding:  keine Verblindung

Dropout Rate/ITT-Analysis:  intention-to-treat

Notes:  Gesamtqualität: ausreichend
Studiendesign: RCT
PICO Frage: ja
Randomisiert: unklar
Gruppen vergleichbar: unklar
Gruppen gleich behandelt (abgesehen von untersuchter Intervention): ja
Patienten nachverfolgbar (Loss of Follow-Up dokumentiert etc.): ja
objektive Messung: ja
Verblindung: nein
Bradley, A. et al. Upfront Surgery versus Neoadjuvant Therapy for Resectable Pancreatic Cancer: Systematic Review and Bayesian Network Meta-analysis. Scientific reports. 9. 4354. 2019
Bradley, A. et al. Upfront Surgery versus Neoadjuvant Therapy for Resectable Pancreatic Cancer: Systematic Review and Bayesian Network Meta-analysis. Scientific reports. 9. 4354. 2019
Evidence level/Study Types P - I - C Outcomes/Results Literature References
Evidence level:  1

Study type:  Systematisches Review + Netzwerkmetaanalyse
Databases:  Medline, Embase, PubMed, Cochrane

Search period:  2000 – 08/2018

Inclusion Criteria:  1. resektables Pankreaskarzinom
2. RCTs oder prospective Phase II und III Studien
3. Vergleich neoadjuvante Therapie vs. OP+adjuvante Therapie
4. Vergleich von OP+adjuvante Therapie vs. OP allein
5. Chemo/Strahlentherapie-naive Patienten
6. Alter >18 Jahre
7. präoperatives Staging oder getrennt berichtete Outcomes für resektables Pankreaskarzinom
8. Publikationssprache englisch
9. publiziert seit 2000
10. Alle relevanten Informationen zu Patienten und Studiendesign und Outcomes berichtet
11. retrospektive Kohortenstudien

Exclusion Criteria:  1. Fallserien und Fallberichte
2. mehrere Studien zu einer Studienkohorte
3. borderline resektables, lokal fortgeschrittenes oder Stadium IV Pankreaskarzinom
4. intra-operative Radiotherapie
5. andere Neoplasien
Population:  Patienten mit resektablem Pankreaskarzinom

Intervention:  Neoadjuvante Therapie + Operation (Neo)

Comparison:  Direkte Operation + adjuvante Therapie (OP+adj)
Primary:  R0-Resektionsraten
Überleben


Secondary:  

Results:  Neo vs. OP+adj
n=9 Studien (2 Phase II, 4 prospektive, 3 retrospektive Studien)

R0-Resektionsraten
n=8 Studien
n=2626 Neo
n=6571 OP+adj

Neo vs. OP+adj
Statistisch signifikant höher bei Neo
Neo: 0,8008 (0,3636-0,9144)
OP+adj: 0,7515 (0,2826-0,8611)
OR (fixed effects) 1,49 (95% CI 1,32-1,68)

Überleben
1-Jahres-Überlebensrate

n=8 Studien
n=2708 Neo
n=9303 OP+adj

Neo vs OP+adj
Statistisch signifikant höher bei Neo
Neo: 0,7969 (0,6061-0,9500)
OP+adj: 0,7481 (0,4848-0,8500)
OR (fixed effects) 1,46 (95% CI 1,32-1,63)

2-Jahres-Überlebensrate
n=7 Studien
n=903 Neo
n=3348 OP+adj

Neo vs OP+adj
Statistisch signifikant höher bei Neo
Neo: 0,5178 (0,3000-0,5970)
OP+adj: 0,5131 (0,2727-0,5346)
OR (fixed effects) 1,22 (95% CI 1,02-1,46)

3-Jahres-Überlebensrate
n=8 Studien
n=2708 Neo
n=9303 OP+adj

Neo vs OP+adj
Statistisch signifikant höher bei Neo
Neo: 0,3367 (0,1212-0,3900)
OP+adj: 0,2943 (0,1800-0,4700)
OR (fixed effects) 1,25 (95% CI 1,14-1,38)

5-Jahres-Überlebensrate
n=7 Studien
n=2558 Neo
n=6338 OP+adj

Neo vs OP+adj
Statistisch signifikant höher bei Neo
Neo: 0,2069 (0,0323-0,3300)
OP+adj: 0,1783 (0,0606-0,2300)
OR (fixed effects)2,21 (95% CI 1,07-1,36)

Author's Conclusion:  To conclude our Bayesian network meta-analysis shows that Neo for treatment of RPC is no worse than traditional OP+adj approach and may even hold benefit across outcomes of: R0 resection, 1, 2, 3, 4 and 5-year survival. This finding in the context of limitations of existing studies means that conclusive superiority of one approach over another for RPC cannot be determined without a degree of uncertainty. This highlights three important directions for future research: 1) rigorous head-to-head comparison of Neo and OP+adj for treatment of RPC 2) cost-effectiveness analysis of Neo versus OP+adj and 3) exploring methods of predictive statistical modeling to identify patients who are more likely to receive and benefit from differing treatment modalities within competing pathways. By moving research in this direction it is hoped that we can find a path from ambiguity to delivering personalized medicine with associated benefits for patients and resource utilization.
29. Golcher, H. et al. Neoadjuvant chemoradiation therapy with gemcitabine/cisplatin and surgery versus immediate surgery in resectable pancreatic cancer: results of the first prospective randomized phase II trial. Strahlentherapie Und Onkologie. 191, 7–16 (2015).

30. Vento, P. et al. Impact of preoperative chemoradiotherapy on survival in patients with resectable pancreatic cancer. World Journal of Gastroenterology: WJG. 13(21), 2945–2951 (2007).

31. Ielpo, B. et al. Preoperative treatment with gemcitabine plus nab-paclitaxel is a safe and effective chemotherapy for pancreatic adenocarcinoma. Eur J Surg Oncol. 42, 1394–1400 (2016).

32. Roland, C. L. et al. Neoadjuvant therapy is associated with a reduced lymph node ratio in patients with potentially resectable pancreatic cancer. Annals of surgical oncology. 22(4), 1168–1175 (2015).

33. Tzeng, C. W. et al. Treatment sequencing for resectable pancreatic cancer: influence of early metastases and surgical complications on multimodality therapy completion and survival. J Gastrointest Surg. 18, 16–24 (2014).

34. Fujii, T. et al. Clinical benefits of neoadjuvant chemoradiotherapy for adenocarcinoma of the pancreatic head: an observational study using inverse probability of treatment weighting. J Gastroenterol. 52, 81–93 (2017).

35. de Gus, S. W. L. et al. Neoadjuvant therapy affects margins and margins affects all: perioperative and survival outcomes in resected pancreatic adenocarcinoma. HPB. 20, 573–581 (2017).

36. Mokdad, A. A. et al. Neoadjuvant therapy followed by resection versus upfront resection for resectable pancreatic cancer: a propensity score matches analysis. Journal of Clinical Oncology. 35(5), 515–522 (2017).

37. Papalezova, K. T. et al. Does preoperative therapy optimize outcomes in patients with resectable pancreatic cancer? Journal of Surgical Oncology. 106, 111–118 (2012).
Methodical Notes
Funding Sources:  nicht angegeben

COI:  The authors declare no competing interests.

Study Quality:  Grading of Recommendations Assessment Development and Evaluation (GRADE) tool was used to provide additional assessment of quality of evidence and rate certainty in estimates from network meta-analysis

Heterogeneity:  1-Jahres Überleben: Heterogenity (vague) 0,7522 95% CI 0,4371-1,494
2-Jahres Überleben: Heterogenity (vague) 0,1457 95% CI 0,009866-0,5621
3-Jahres Überleben: Heterogenity (vague) 0,2021 95% CI 0,01718-0,7945
5-Jahres Überleben: Heterogenity (vague) 0,1582 95% CI 0,007193-0,6888

Publication Bias:  The Cochrane Collaboration’s risk of bias tool and ROBINS-I tool (Risk Of Bias In Non-randomized Studies-of Interventions)

Notes:  
Gesamtqualität: ausreichend
PICO Frage klar formuliert: ja
Ausreichende Suchstrategie: ja
Ein- und Ausschlusskriterien klar definiert: ja
Qualitätsbewertung der eingeschlossenen Studien erfolgt: unklar
Metaanalyse erfolgt: ja (Netzwerkanalyse)
Prüfung der Heterogenität: ja, heterogen
Lutfi, Waseem et al. Perioperative chemotherapy is associated with a survival advantage in early stage adenocarcinoma of the pancreatic head. Surgery (United Kingdom). 160. 714-724. 2016
Lutfi, Waseem et al. Perioperative chemotherapy is associated with a survival advantage in early stage adenocarcinoma of the pancreatic head. Surgery (United Kingdom). 160. 714-724. 2016
Population Intervention - Comparison Outcomes/Results
Evidence level:  4

Study type:  retrospektive Kohorte, multizentrisch (National Cancer Data Base (NCDB)), USA

Number of Patient:  n=7881 Gesamtpopulation
n=3083 Stadium I
n=4798 Stadium II

n=2170 (Cth-)
n=4523 (adjCth)
n=802 (neoCth)
n=386 (periCth)

Recruitung Phase:  2006-2012

Inclusion Criteria:  1. PDAC, Stadium I-II Pankreaskopf
2. Chemotherapie
3. Pankreatoduodenektomie

Exclusion Criteria:  1. Keine Chemotherapie
2. Andere maligne Erkrankungen
Intervention:  Perioperative (neoadjuvant/adjuvant) Chemotherapie (periCth)

Neoadjuvante Chemotherapie (neoCth)

(Chemotherapie: Mono- und Kombinationstherapie, oral und intravenös)


Comparison:  Adjuvante Chemotherapie (adjCth)

Keine Chemotherapie (Cth-)
Primary:  Gesamtüberleben
Resektionsstatus
Lymphknotenstatus
Dauer des Krankenhausaufenthaltes
Wiederaufnahmen
Mortalität

Secondary:  

Results:  Follow-up
Median 18,2 Monate

Gesamtüberleben
periCth vs. adjCth
statistisch signifikant höher in periCth
HR 0,75 (95% CI 0,65-0,85)
p<0,001

neoCth vs. adjCth
statistisch signifikant höher in neoCth
HR 0,89 (95% CI 0,81-0,98)
p=0,020

Cth- vs. adjCth
statistisch signifikant höher in adjCth
HR 1,64 (95% CI 1,54-1,74)
p<0,001

Medianes Gesamtüberleben
periCth: 27,8 Monate
neoCth: 23,6 Monate
adjCth: 21,7 Monate
Cth-: 15,1 Monate

5-Jahres-Überlebensraten
periCth: 29,6%
neoCth: 23,0%
adjCth: 19,2%
Cth-: 6,9%

Subgruppenanalysen
Stadium I
periCth vs. adjCth
statistisch signifikant höher in periCth
HR 0,65 (95% CI 0,50-0,85)
p=0,02

neoCth vs. adjCth
kein statistisch signifikanter Unterschied
HR 0,88 (95% CI 0,73-1,05)
p=0,155

Cth- vs. adjCth
statistisch signifikant höher in adjCth
HR 1,46 (95% CI 1,35-1,64)
p<0,01

Stadium II
periCth vs. adjCth
statistisch signifikant höher in periCth
HR 0,79 (95% CI 0,67-0,92)
p=0,03

neoCth vs. adjCth
kein statistisch signifikanter Unterschied
HR 0,92 (95% CI 0,82-1,02)
p=0,123

Cth- vs. adjCth
statistisch signifikant höher in adjCth
HR 1,77 (95% CI 1,63-1,91)
p<0,01

Externe Strahlentherapie
neoCth oder periCth + Strahlentherapie vs. neoCth oder periCth
kein statistisch signifikanter Unterschied
neoCth oder periCth + Strahlentherapie: 25 Monate
neoCth oder periCth: 28 Monate
HR 1,15
p=0,126

adjCth + Strahlentherapie vs. adjCth
statistisch signifikant höher bei adjCth + Radiotherapie
adjCth + Strahlentherapie: 23 Monate
adjCth: 21 Monate
HR 0,89
p=0,02

Resektionsstatus
R0-Resektion
neoCth oder periCth vs. Cth- oder adjCth
statistisch signifikant höher bei neoCth oder periCth
neoCth oder periCth: 80,2%
Cth- oder adjCth: 73,0%
p<0,001

Lymphknotenstatus
Negative Lymphknoten
neoCth oder periCth vs. Cth- oder adjCth
statistisch signifikant höher bei neoCth oder periCth
neoCth oder periCth: 58,2%
Cth- oder adjCth: 28,7%
p<0,001

Dauer des Krankenhausaufenthaltes
neoCth oder periCth vs. Cth- oder adjCth
statistisch signifikant kürzer bei neoCth oder periCth
neoCth oder periCth: 11,1 Tage (± 9 Tage)
Cth- oder adjCth: 12,0 Tage (± 10,3 Tage)
p=0,012

Wiederaufnahmen
30-Tage-Wiederaufnahmen
neoCth oder periCth vs. Cth- oder adjCth
kein statistisch signifikanter Unterschied
neoCth oder periCth: 6,2%
Cth- oder adjCth: 8,1%
p=0,74

Mortalität
30-Tage-Mortalität
neoCth oder periCth vs. Cth- oder adjCth
statistisch signifikant geringer bei neoCth oder periCth
neoCth oder periCth: 2,3%
Cth- oder adjCth: 3,8%
p=0,010

90-Tage-Mortalität
neoCth oder periCth vs. Cth- oder adjCth
kein statistisch signifikanter Unterschied
neoCth oder periCth: 5,8%
Cth- oder adjCth: 6,8%
p=0,227

Author's Conclusion:  NCT use in early stage pancreatic cancer is increasing in the United States. There are several potential benefits of NCT. Our results suggest that patients receiving chemotherapy prior to resection have better rates of margin-negative and node negative resection and demonstrate overall survival that is at least as good as that for patients who undergo resection first followed by ACT. Our data also suggest that patients receiving chemotherapy prior to and after successful resection experience better OS than patients receiving ACT and NCTA. Randomized clinical trials, some of which are currently ongoing, may clarify the benefit of PCT in early-stage pancreatic cancer.
Methodical Notes
Funding Sources:  nicht angegeben

COI:  nicht angegeben

Randomization:  keine Randomisierung (retrospektive Kohortenstudie)

Blinding:  keine Verblindung (retrospektive Kohortenstudie)

Dropout Rate/ITT-Analysis:  nicht angegeben

Notes:  Gesamtqualität: ausreichend
Studiendesign: retrospektive Kohorte
PICO Frage: ja
Randomisiert: nein
Gruppen vergleichbar: unklar
Gruppen gleich behandelt (abgesehen von untersuchter Intervention): unklar
Patienten nachverfolgbar (Loss of Follow-Up dokumentiert etc.): ja
objektive Messung: ja
Verblindung: nein
Czosnyka, N. M. et al. Pancreatic adenocarcinoma: effects of neoadjuvant therapy on post-pancreatectomy outcomes - an American College of Surgeons National Surgical Quality Improvement Program targeted variable review. HPB. 19. 927-932. 2017
Czosnyka, N. M. et al. Pancreatic adenocarcinoma: effects of neoadjuvant therapy on post-pancreatectomy outcomes - an American College of Surgeons National Surgical Quality Improvement Program targeted variable review. HPB. 19. 927-932. 2017
Population Intervention - Comparison Outcomes/Results
Evidence level:  4

Study type:  retrospektive Kohorte, multizentrisch (American College of Surgeons National Surgical Quality Improvement Program Database (ACS NSQIP)), USA

Number of Patient:  n=3408 Gesamtpopulation
n=2474 OP
n=934 Neo

Recruitung Phase:  2014 - 2015

Inclusion Criteria:  1. PDAC
2. Pankreatektomie (keine Notoperation)


Exclusion Criteria:  1. fehlende Informationen zur neoadjuvanten Therapie
Intervention:  neoadjuvante Therapie (Neo)
(Chemotherapie oder Strahlentherapie oder Radiochemotherapie)


Comparison:  Pankreatektomie ohne neoadjuvante Therapie (OP)
Primary:  Mortalität
Morbidität
Reoperation
Wiederaufnahmen


Secondary:  

Results:  Follow up
nicht angegeben

Mortalität (30 Tage)
OP vs. Neo
Kein statistisch signifikanter Unterschied
OP: 47 (1,9%)
Neo: 16 (1,2%)
p=0,720

Morbidität
Irgendeine Komplikation
OP vs. Neo
Kein statistisch signifikanter Unterschied
OP: 1218 (49,2%)
Neo: 490 (52,5%)
p=0,093

Verzögerte Magenentleerung
OP vs. Neo
Kein statistisch signifikanter Unterschied
OP: 320 (12,9%)
Neo: 116 (12,4%)
p=0,690

Pankreasfistel
OP vs. Neo
Statistisch signifikant häufiger bei OP
OP: 326 (13,2%)
Neo: 95 (10,2)
p=0,017

Wundinfektion
OP vs. Neo
Kein statistisch signifikanter Unterschied
OP: 452 (18,3%)
Neo: 151 (16,2%)
p=0,150

Nierenversagen
OP vs. Neo
Kein statistisch signifikanter Unterschied
OP: 18 (0,7%)
Neo: 4 (0,4%)
p=0,330

Pneumonie
OP vs. Neo
Kein statistisch signifikanter Unterschied
OP: 85 (3,4%)
Neo: 23 (2,5%)
p=0,140

Lungenembolie
OP vs. Neo
Kein statistisch signifikanter Unterschied
OP: 28 (1,1%)
Neo: 9 (1,0%)
p=0,670

Myokardinfarkt
OP vs. Neo
Kein statistisch signifikanter Unterschied
OP: 26 (1,1%)
Neo: 4 (0,4%)
p=0,083

Sepsis
OP vs. Neo
Kein statistisch signifikanter Unterschied
OP: 156 (6,3%)
Neo: 63 (6,8%)
p=0,640

Septischer Schock
OP vs. Neo
Kein statistisch signifikanter Unterschied
OP: 61 (2,5%)
Neo: 23 (2,5%)
p=0,999

Reintubation
OP vs. Neo
Kein statistisch signifikanter Unterschied
OP: 92 (3,7%)
Neo: 28 (3,0%)
p=0,310

Beatmung für >48 Stunden
OP vs. Neo
Kein statistisch signifikanter Unterschied
OP: 74 (3,0%)
Neo: 24 (2,6%)
p=0,510

Tiefe venöse Thrombose (behandlungsbedürftig)
OP vs. Neo
Statistisch signifikant häufiger bei Neo
OP: 65 (2,6%)
Neo: 38 (4,1%)
p=0,028

Blutung mit intra/postoperativem Transfusionsbedarf
OP vs. Neo
Statistisch signifikant häufiger bei Neo
OP: 501 (20,3%)
Neo: 256 (27,4%)
p<0,001

Reoperation
OP vs. Neo
Kein statistisch signifikanter Unterschied
OP: 115 (4,7%)
Neo: 41 (4,4%)
p=0,750

Wiederaufnahme
OP vs. Neo
Kein statistisch signifikanter Unterschied
OP: 407 (16,5%)
Neo: 168 (18,0%)
p=0,290

Author's Conclusion:  Using ACS NSQIP data to identify patients with pancreatic adenocarcinoma who underwent surgery, neoadjuvant therapy appeared to be safe prior to operative intervention with no increase in 30-day mortality or morbidity compared to the surgery first approach. There was an increased need for of intra and postoperative transfusion in the neoadjuvant therapy group, but neoadjuvant therapy was associated with a lower rate of pancreatic fistulas.
Methodical Notes
Funding Sources:  This research did not receive any specific grant from funding agencies in the public, commercial, or not-for-profit sectors.

COI:  None to declare.

Randomization:  keine Randomisierung (retrospektive Kohortenstudie)

Blinding:  keine Verblindung (retrospektive Kohortenstudie)

Dropout Rate/ITT-Analysis:  nicht angegeben

Notes:  Gesamtqualität: abgewertet (-)
Studiendesign: retrospektive Kohorte
PICO Frage: ja
Randomisiert: nein
Gruppen vergleichbar: nein
Gruppen gleich behandelt (abgesehen von untersuchter Intervention): nein
Patienten nachverfolgbar (Loss of Follow-Up dokumentiert etc.): ja
objektive Messung: ja
Verblindung: nein
Fisher, A. V. et al. The Impact of Hospital Neoadjuvant Therapy Utilization on Survival Outcomes for Pancreatic Cancer. Annals of Surgical Oncology. 25. 2661-2668. 2018
Fisher, A. V. et al. The Impact of Hospital Neoadjuvant Therapy Utilization on Survival Outcomes for Pancreatic Cancer. Annals of Surgical Oncology. 25. 2661-2668. 2018
Population Intervention - Comparison Outcomes/Results
Evidence level:  4

Study type:  retrospektive Kohorte, multizentrisch (National Cancer Data Base (NCDB)), USA

Number of Patient:  n=20119 Gesamtpopulation
n=771 High NAT (HN)
n=1553 Medium-High NAT (MHN)
n=5228 Medium NAT (MN)
n=12567 Low NAT (LN)

Recruitung Phase:  2006 – 2014

Inclusion Criteria:  1. PDAC
2. kurative Pankreasresektion


Exclusion Criteria:  1. Karzinom in situ
2. TNM-Stadium III oder IV
Intervention:  Krankenhäuser mit hoher Anzahl durchgeführter neoadjuvanter Therapien (Neo ˃40% der Patienten mit Resektion, 5 Krankenhäuser (High Neo (HN))

Comparison:  Krankenhäuser mit mittel-hoher Anzahl durchgeführter neoadjuvanter Therapien (Neo 27-40% der Patienten mit Resektion, 7 Krankenhäuser (Medium-High Neo (MHN))

Krankenhäuser mit mittlerer Anzahl durchgeführter neoadjuvanter Therapien (Neo 14-26% der Patienten mit Resektion, 30 Krankenhäuser (Medium Neo (MN))

Krankenhäuser mit niedriger Anzahl durchgeführter neoadjuvanter Therapien (Neo ˂14% der Patienten mit Resektion, 65 Krankenhäuser (Low Neo (LN))
Primary:  Gesamtüberleben

Secondary:  Mortalität
Resektionstatus
Lymphknotenstatus


Results:  Follow-Up:
Median 19,8 Monate

Gesamtüberleben
HN vs. LN
statistisch signifikant länger bei HV
HN: 28,9 Monate
LN: 21,1 Monate
p˂0.001

HR 0,68 (95% CI 0,56-0,83)
p=0,009

MHN vs. LN
Statistisch signifikant höher bei MHN
HR 0,80 (95% CI 0,68-0,95)
p=0,014

MN vs. LN
Kein statistisch signifikanter Unterschied
HR 0,94 (95% CI 0,85-1,02)
p=0,154

HN vs. MHN
HN: 28,9 Monate
MHN: 24,4 Monate
p-Wert nicht angegeben

HN vs. MN
HN: 28,9 Monate
MN: 23,1 Monate
p-Wert nicht angegeben

Mortalität (30-Tage)
statistisch signifikant geringer mit steigender Anzahl neoadjuvanter Therapien
HN: 1,7%
MHN: 2,2%
MN: 2,4%
LN: 2,7%
p=0,015

Resektionsstatus
R0-Resektion
statistisch signifikant häufiger mit steigender Anzahl neoadjuvanter Therapien
HN: 86%
MHN: 81%
MN: 82%
LN: 77%
p˂0,001

Lymphknotenstatus
˃12 Lymphknoten untersucht
statistisch signifikant geringer mit steigender Anzahl neoadjuvanter Therapien
HN: 65%
MHN: 74%
MN: 72%
LN: 70%
p˂0,001

negative Lymphkonten
statistisch signifikant häufiger mit steigender Anzahl neoadjuvanter Therapien
HN: 50%
MHN: 37%
MN: 36%
LN: 32%
p˂0,001

Author's Conclusion:  This study is the first to report that increasing hospital-level utilization of neoadjuvant therapy for pancreatic cancer is associated with improved survival outcomes for all patients undergoing resection. Predicting patients that will benefit from up-front surgery versus neoadjuvant therapy remains difficult, and identification of factors that can inform the clinical decision are needed. This may allow the indications for neoadjuvant therapy delivery to be standardized across the country. Furthermore, identification of hospital characteristics that affect survival at institutions with high neoadjuvant therapy utilization may provide useful information for system-level quality improvements.
Methodical Notes
Funding Sources:  AVF’s position as a research fellow is supported by a National Institutes of Health Surgical Oncology Training Grant (T32 CA090217). SMW and DEA are supported by the resources and use of facilities at the William S. Middleton Memorial Veterans Hospital, Madison, WI, USA.

COI:  Alexander V. Fisher, Daniel E. Abbott, Manasa Venkatesh, Glen E. Leverson, Stephanie A. Campbell-Flohr, Sean M. Ronnekleiv-Kelly, Caprice C. Greenberg, Emily R. Winslow, and Sharon M. Weber declare no conflicts of interest or financial disclosures.

Randomization:  keine Randomisierung (retrospektive Kohortenstudie)

Blinding:  keine Verblindung (retrospektive Kohortenstudie)

Dropout Rate/ITT-Analysis:  nicht angegeben

Notes:  Gesamtqualität: ausreichend
Studiendesign: retrospektive Kohorte
PICO Frage: ja
Randomisiert: nein
Gruppen vergleichbar: ja
Gruppen gleich behandelt (abgesehen von untersuchter Intervention: unklar
Patienten nachverfolgbar (Loss of Follow-Up dokumentiert etc.): ja
objektive Messung: ja
Verblindung: nein
Mokdad, Ali A. et al. Neoadjuvant Therapy Followed by Resection Versus Upfront Resection for Resectable Pancreatic Cancer: A Propensity Score Matched Analysis. Journal of clinical oncology : official journal of the American Society of Clinical Oncology. 35. 515-522. 2017
Mokdad, Ali A. et al. Neoadjuvant Therapy Followed by Resection Versus Upfront Resection for Resectable Pancreatic Cancer: A Propensity Score Matched Analysis. Journal of clinical oncology : official journal of the American Society of Clinical Oncology. 35. 515-522. 2017
Population Intervention - Comparison Outcomes/Results
Evidence level:  4

Study type:  retrospektive Kohorte (propensity score matched analysis), multizentrisch (National Cancer Data Base (NCDB)), USA

Number of Patient:  n= 14941 (Gesamtkohorte)
n= 8020 (gematchte Kohorte 3:1)
n= 6015 (OP)
n= 2005 (Neo)

Subgruppenanalyse
n=2005 (Neo)
n= 4044 (OP+Adj)


Recruitung Phase:  2006-2012

Inclusion Criteria:  1. Stadium I oder II
2. Karzinom des Pankreaskopfes
3. Alter ≥18 Jahre
4. Kurative Resektion
5. Diagnose zwischen 2006-2012

Exclusion Criteria:  1. Fehlende Daten zum Vitalstatus
2. Fehlende Daten zum Follow-up
3. Fehlende Informationen über die Therapiesequenz
4. Nur neoadjuvante Bestrahlung
Intervention:  Neoadjuvante Radiochemotherapie oder Chemotherapie + kurative Operation (Neo)

Comparison:  Resektion (OP)

Subgruppenanalyse
Resektion + adjuvante Therapie Radiochemotherapie oder Chemotherapie (OP+Adj)
Primary:  Gesamtüberleben

Secondary:  Resektionsstatus
Länge des Krankenhausaufenthaltes
Wiederaufnahme
Mortalität

Results:  Follow-up
nicht angegeben

Gesamtüberleben
Neo vs. OP
statistisch signifikant länger bei Neo
Neo: 26 Monate
OP: 21 Monate
HR 0,72 (95% CI 0,68-0,76)
p<0,01

Stadium I
statistisch signifikant länger bei Neo
Neo: 29 Monate
OP: 23 Monate
p<0,01

Stadium II
statistisch signifikant länger bei Neo
Neo: 24 Monate
OP: 21 Monate
p<0,01

Subgruppenanalyse
Neo vs OP+Adj
statistisch signifikant länger bei Neo
Neo: 26 Monate
OP+Adj: 23 Monate
p<0,01
HR 0,83 (95% CI 0,78-0,89)

Resektionsstatus
Positive Resektionsränder
Neo vs. OP
statistisch signifikant häufiger bei OP
Neo: 17%
OP: 24%
p<0,01

Länge des Krankenhausaufenthaltes
Neo vs. OP
kein statistisch signifikanter Unterschied
Neo: 11 Tage (+/-10)
OP: 11 Tage (+/-10)
p=0,86

Wiederaufnahme (30 Tage)
Neo vs. OP
kein statistisch signifikanter Unterschied
Neo: 8%
OP: 9%
p=0,17

Mortalität
30-Tage-Mortalität
Neo vs. OP
kein statistisch signifikanter Unterschied
Neo: 3%
OP: 3%
p=0,16

90-Tage-Mortalität
Neo vs. OP
kein statistisch signifikanter Unterschied
Neo: 6%
OP: 6%
p=0,22

Author's Conclusion:  In conclusion, this study lends further support for the use of NAT as a favorable patient selection strategy in the management of resectable, early-stage pancreatic adenocarcinoma. In patients with resected pancreatic head adenocarcinoma, a survival benefit was observed for patients who underwent NAT followed by resection compared with UR, and this survival advantage held for patients who received UR+AT. This data will hopefully provide support and encouragement for participation in the currently open clinical trials evaluating the role of NAT for clinically staged patients with resectable pancreatic cancer.
Methodical Notes
Funding Sources:  nicht angegeben

COI:  Disclosures provided by the authors are available with this article at ascopubs.org/journal/jco.

Randomization:  keine Randomisierung (retrospektiv)

Blinding:  keine Verblindung (retrospektiv)

Dropout Rate/ITT-Analysis:  nicht angegeben

Notes:  Gesamtqualität: ausreichend
Studiendesign: retrospektive Kohorte (propensity score matched analysis)
PICO Frage: ja
Randomisiert: nein
Gruppen vergleichbar: ja
Gruppen gleich behandelt (abgesehen von untersuchter Intervention): ja
Patienten nachverfolgbar (Loss of Follow-Up dokumentiert etc.): ja
objektive Messung: ja
Verblindung: nein
Truty, M. J. et al. Factors Predicting Response, Perioperative Outcomes, and Survival Following Total Neoadjuvant Therapy for Borderline/Locally Advanced Pancreatic Cancer. Annals of surgery. . . 2019
Truty, M. J. et al. Factors Predicting Response, Perioperative Outcomes, and Survival Following Total Neoadjuvant Therapy for Borderline/Locally Advanced Pancreatic Cancer. Annals of surgery. . . 2019
Population Intervention Outcomes/Results
Evidence level:  3

Study type:  retrospektive Kohorte, unizentrisch, USA

Number of Patient:  n=194

Recruitung Phase:  2010-2017

Inclusion Criteria:  1. Pankreaskarzinom (bestätigt durch Biopsie)
2. Borderline resektabel
3. lokal fortgeschritten
4. neoadjuvante Therapie

Exclusion Criteria:  1. variant exokrine Karzinome
2. intraduktale papilläre muzinöse Karzinome
3. Patienten ohne Zustimmung zur Nutzung ihrer Daten
Intervention:  Neoadjuvante Therapie + OP:

Induktionstherapie mit FOLFIRINOX oder Gemcitabin/nab-Paclitaxel

gefolgt von Radiochemotherapie (50 – 50,4 Gy, in 25-28 Fraktionen über 5 Wochen und orale oder intravenöse radiosensitivierende Chemotherapie)

Resektion mindestens 4 Wochen nach der Radiochemotherapie


Comparison:  
Primary:  Rezidivfreies Überleben (RFS)
Gesamtüberleben (OS)
Postoperative Komplikationen


Secondary:  Prädiktoren für OS bzw RFS

Results:  Follow-Up: Median 22,4 Monate

Rezidivfreies Überleben
Median 23,5 Monate

Raten:
1-Jahr: 65%
2-Jahre: 48%
3-Jahre: 32%

Gesamtüberleben
Median 58,8 Monate

Raten:
1-Jahr: 96%
2-Jahre: 78%
3-Jahre: 62%

Postoperative Komplikationen
Clavien-Dindo ≥ Grad III-Komplikationen: 36%
Verzögerte Magenentleerung: 17%
Pankreasfistel: 14%
Blutungen: 11%
90-Tage-Mortalität: 6,7%

Prädiktoren RFS
Optimale CA19-9 Response nach Chemotherapie
Nein vs. Ja
Statistisch signifikant länger bei Ja
Nein: 10,5 Monate
Ja: 29,3 Monate
HR 0,41 (95% CI 0,2-0,7)
p<0,001

Anzahl der Chemotherapiezyklen
<6 Zyklen vs. ≥6 Zyklen
Statistisch signifikant länger bei ≥6 Zyklen
<6 Zyklen: 10,3 Monate
≥6 Zyklen: 27,3 Monate
HR 0,49 (95% CI 0,3-0,8)
p=0,004

Starkes pathologisches Ansprechen
Statistisch signifikant länge bei starkem Ansprechen
Kein starkes Ansprechen: 12,1 Monate
Starkes Ansprechen: Nicht angegeben
HR 0,26 (95% CI 0,1-0,5)
p<0,001

Prädiktoren OS
Optimale CA19-9 Response nach Chemotherapie
Nein vs. Ja
Statistisch signifikant länger bei Ja
Nein: 30,2 Monate
Ja: 60,5 Monate
HR 0,49 (95% CI 0,3-0,9)
p=0,01

Anzahl der Chemotherapiezyklen
<6 Zyklen vs. ≥6 Zyklen
Statistisch signifikant länger bei ≥6 Zyklen
<6 Zyklen: 23,9 Monate
≥6 Zyklen: 60,1 Monate
HR 0,45 (95% CI 0,2-0,8)
p<0,001

Starkes Ansprechen
Statistisch signifikant länger bei starkem Ansprechen
Kein starkes Ansprechen: 34,5 Monate
Starkes Ansprechen: 72,1 Monate
HR 0,16 (95% CI 0,1-0,4)
p<0,001

Author's Conclusion:  TNT for BR/LA PDAC is based on rationale consideration of tumor biology and cancer dissemination and likely an optimal sequencing strategy. It allows initial treatment of occult metastases, locoregional tumor control, improved margin rates for larger patient proportion eligible for resection, and spares patients demonstrating overt chemoresistance potentially futile, higher-risk operations. Surgical outcomes after TNT are favorable with survival dependent on both chemotherapy duration and objective responses to chemotherapy, which are potentially modifiable before proceeding to resection by alterations in chemotherapeutic administration. If we postulate neoadjuvant therapy ultimately prolongs survival, we must demonstrate chemotherapeutic response preoperatively, otherwise suboptimal outcomes are anticipated. Future prospective studies should focus on defining response endpoints; the critical question is not whether we should consider neoadjuvant therapy, but how it is best accomplished.
Methodical Notes
Funding Sources:  nicht angegeben


COI:  The authors declare no conflict of interests.

Randomization:  keine Randomisierung (retrospektiv)

Blinding:  keine Verblindung (retrospektiv)

Dropout Rate/ITT-Analysis:  nicht angegeben


Notes:  
Versteijne, E. et al. Meta-analysis comparing upfront surgery with neoadjuvant treatment in patients with resectable or borderline resectable pancreatic cancer. The British journal of surgery. 105. 946-958. 2018
Versteijne, E. et al. Meta-analysis comparing upfront surgery with neoadjuvant treatment in patients with resectable or borderline resectable pancreatic cancer. The British journal of surgery. 105. 946-958. 2018
Evidence level/Study Types P - I - C Outcomes/Results Literature References
Evidence level:  1

Study type:  Systematisches Review
Databases:  Medline, EMBASE, Cochrane Library

Search period:  01/01/2000-06/12/2016

Inclusion Criteria:  1. Patienten mit borderline resektablem oder resektablem Pankreaskarzinom
2. Vergleich sofortige OP mit neoadjuvanter Therapie
3. Outcome: Medianes Gesamtüberleben
4. Intention-to-Treat-Analyse

Exclusion Criteria:  1. Reviews
2. Notes
3. Briefe
4. Fallberichte (≤5 Patienten)
5. Tierstudien
6. kein getrennt berichtetes medianes Gesamtüberleben für resektable und borderline resektabel
7. Focus auf spezielle Patientengruppen
Population:  Patienten mit resektablem oder borderline resektablem Pankreaskarzinom

Intervention:  Neoadjuvante Therapie + OP (Neo)

Comparison:  Sofortige OP (OP)
Primary:  Gesamtüberleben

Secondary:  Resektionsraten
R0-Resektionsrate
Rate d. befallenen Lymphknoten


Results:  Studien:
n=18828 Suchergebnisse
n=122 Volltextscreening
n=38 eingeschlossen (3 RCT, 9 Phase I/II, 12 prospektive Kohortenstudien, 14 retrospektive Kohortenstudien)

Patienten
n=3484 Gesamtpopulation
n=1738 Neo
n=1746 OP

Gesamtüberleben
OP (n=12 Studien)
14,8 Monate (11,6-25,3)

Subgruppenanalysen:
Resektabel:
n=819 Patienten
17,7 Monate (12-25,3)
Borderline resektabel:
n=927
12,8 Monate (11,6-16,3)

Neo (n=35 Studien)
18,8 Monate (9,4-50,2)

Subgruppenanalysen:
Resektabel
n=857 Patienten
18,2 Monate (10-50,2)
borderline resektabel
n=881 Patienten
19,2 Monate (11-32)

Resektionsrate (n=35 Studien)
Neo vs. OP
Statistisch signifikant höher bei OP
Neo: 66,0% (95% CI 63,7-68,2)
OP: 81,3% (95% CI 79,4-81,3)
p<0,001

R0 Resektionsrate (n=11 Studien)
Neo vs OP
Statistisch signifikant höher bei Neo
Neo: 86,8% (95% CI 84,6-88,7)
OP: 66,9% (95% CI 64,2-69,2)
p<0,001

Rate der befallenen Lymphknoten (n=11 Studien)
Neo vs OP
Statistisch signifikant höher bei OP
Neo: 43,8 (95% CI 40,6-47,1)
OP: 64,8 (95% CI 62,0-67,5)
p<0,001

Author's Conclusion:  Neoadjuvant treatment appears to improve overall survival by intention to treat, despite lower overall resection rates for resectable or borderline resectable pancreatic cancer.
Methodical Notes
Funding Sources:  nicht angegeben



COI:  The authors declare no conflict of interest.

Study Quality:  All studies were assessed for risk of bias using a standard list of 11 potential risks of bias, based on the Oxford Centre for Evidence-Based Medicine (CEBM) Critical Appraisal Skills Programme checklists for randomized trials and observational cohort studies, and the Cochrane Collaboration’s tool for assessing risk of bias. All studies were graded according to the Oxford CEBM levels of evidence

Heterogeneity:  A common risk of bias was the heterogeneity of neoadjuvant and adjuvant treatments within and between the studies. Furthermore, there was wide variation in the duration of follow-up; in eight studies the follow-up was shorter than 12months. In addition, different criteria were used for resectability, although most studies used the NCCN guidelines.

Publication Bias:  nicht angegeben

Notes:  
Gesamtqualität: ausreichend
PICO Frage klar formuliert: ja
Ausreichende Suchstrategie: ja
Ein- und Ausschlusskriterien klar definiert: ja
Qualitätsbewertung der eingeschlossenen Studien erfolgt: unklar
Metanalyse erfolgt: nein
Prüfung der Heterogenität: nein, nur Hinweise im Text, die auf eine hohe Heterogenität hindeuten
Franko, J. et al. Chemotherapy and radiation components of neoadjuvant treatment of pancreatic head adenocarcinoma: Impact on perioperative mortality and long-term survival. European Journal of Surgical Oncology. 43. 351-357. 2017
Franko, J. et al. Chemotherapy and radiation components of neoadjuvant treatment of pancreatic head adenocarcinoma: Impact on perioperative mortality and long-term survival. European Journal of Surgical Oncology. 43. 351-357. 2017
Population Intervention - Comparison Outcomes/Results
Evidence level:  4

Study type:  retrospektive Kohorte, multizentrisch (National Cancer Data Base (NCDB)), USA

Number of Patient:  n=1163 Gesamtpopulation
n=309 neoCht
n=626 neoRCht
n=228 neoCht+R

Recruitung Phase:  2006 – 2011

Inclusion Criteria:  1. Pankreaskopf Adenokarzinome
2. Stadien: I-III
3. neoadjuvante Radiochemotherapie, Strahlentherapie oder Chemotherapie
4. adjuvante Chemotherapie

Exclusion Criteria:  1. adjuvante Strahlentherapie (nur in Sensitivitätsanalyse eingeschlossen)
Intervention:  Neoadjuvante Radiochemotherapie (Chemotherapie und Bestrahlung gleichzeitig (neoRCht) wobei die Chemotherapie weniger als 30 Tage vor der RT begann)

Neoadjuvante systemische Chemotherapie allein und anschließender Strahlentherapie (neoCht+R, Chemotherapie allein ≥30 Tage)

Comparison:  Neoadjuvante Chemotherapie allein (neoCht)
Primary:  Mortalität
Gesamtüberleben

Secondary:  

Results:  Follow-Up:
bis 12/2013

Mortalität
30-Tage-Mortalität
neoRCht vs. neoCht+R vs. neoCht
kein statistisch signifikanter Unterschied
neoRCht: 2,7%
neoCht+R: 2,2%
neoCht: 1,0%
p=0.233

90-Tage-Mortalität
neoRCht vs. neoCht+R vs. neoCht
statistisch signifikant höher bei neoRCht
neoRCht: 8,5%
neoCht+R: 6,2%
neoCht: 4,0%
p=0.035

Gesamtüberleben (Median)
neoCht+R vs. neoCht
kein statistisch signifikanter Unterschied
neoCht+R: 26,9 Monate (95%CI 23,7-29,4)
neoCht: 25,6 Monate (95%CI 23,1-28,7)
p=0.854

neoRCht vs. neoCht
statistisch signifikant länger bei neoCht
neoRCht: 22,9 Monate (95%CI 21,4-24,8)
neoCht: 25,6 Monate (95%CI 23,1-28,7)
p=0,017

neoRCht vs. neoCht+R
statistisch signifikant länger bei neoCht+R
neoRCht: 22,9 Monate (95%CI 21,4-24,8)
neoCht+R: 26,9 Monate (95%CI 23,7-29,4)
p=0,021

Author's Conclusion:  In conclusion, an interval of neoadjuvant systemic chemotherapy (with or without subsequent chemoradiation) is associated with a significant improvement in long-term survival as compared to neoadjuvant chemoradiation alone. There is no detectable difference in postsurgical mortality. There is a considerable variability in choosing chemoradiation versus chemotherapy-only as a part of neoadjuvant treatment among institutions participating in the NCDB, with a demonstrated bias towards including radiation. These discrepancies warrant further study, perhaps utilizing more detailed data sources.
Methodical Notes
Funding Sources:  Data for this study originated from the project supported by the American Cancer Society and the Commission on Cancer of the American College of Surgeons.

COI:  The authors declare no conflicts of interest.

Randomization:  keine Randomisierung (retrospective Kohortenstudie)

Blinding:  keine Verblindung (retrospective Kohortenstudie)

Dropout Rate/ITT-Analysis:  Thirty-day mortality data were missing in 10 patients. Ninety-day mortality data were missing in 19 patients.

Notes:  Gesamtqualität: ausreichend
Studiendesign: retrospektive Kohorte
PICO Frage: ja
Randomisiert: nein
Gruppen vergleichbar: nein
Gruppen gleich behandelt (abgesehen von untersuchter Intervention): unklar
Patienten nachverfolgbar (Loss of Follow-Up dokumentiert etc.): ja
objektive Messung: ja
Verblindung: nein
Hartwig, W. et al. CA19-9 in potentially resectable pancreatic cancer: Perspective to adjust surgical and perioperative therapy. Annals of Surgical Oncology. 20. 2188-2196. 2013
Hartwig, W. et al. CA19-9 in potentially resectable pancreatic cancer: Perspective to adjust surgical and perioperative therapy. Annals of Surgical Oncology. 20. 2188-2196. 2013
Population Intervention - Comparison Outcomes/Results
Evidence level:  4

Study type:  retrospektive Kohorte, unizentrisch, Deutschland

Number of Patient:  n=1165 Gesamtkohorte
n=1106 präoperatives CA19-9
n=424 postoperatives CA19-9


Recruitung Phase:  10/2001 - 12/2010

Inclusion Criteria:  1. histol. gesichertes PDAC
2. Resektion bei potenziell resektablem Tumor
3. prä- und/oder postoperative Daten zu CA19-9


Exclusion Criteria:  1. ampulläre Karzinome
2. Karzinome des distalen Gallengangs
3. neoadjuvante Therapie
Intervention:  Normales CA19-9

Comparison:  Non-Responder (CA19-9 <5 U/ml)
Erhöhtes CA19-9
Primary:  Resektabilität
Resektionsstatus
Gesamtüberleben


Secondary:  

Results:  Follow-up
Median 17,8 Monate

Resektabilität
Resektabilitätsraten
Statistisch signifikant sinkende Resektabilitätsrate mit steigendem CA19-9 ab CA19-9 100 - <250 U/ml

Non-Responder (CA19-9 <5 U/ml) mit normalem CA19-9 vergleichbar

CA19-9 <5 U/ml: 73,7%
CA19-9 5 - <37 U/ml: 79,7%
CA19-9 37 - <100 U/ml: 83,3%
CA19-9 100 - <250 U/ml: 82,2%
CA19-9 250 - <500 U/ml: 72,1%
CA19-9 500 - <1000 U/ml: 67,4%
CA19-9 1000 - <2000 U/ml: 61,1%
CA19-9 2000 - <4000 U/ml: 45,7%
CA19-9 ≥4000 U/ml: 38,1%
p<0,0001

Resektionstatus
R0-Resektionen
Statistisch signifikant sinkender Anteil mit steigendem CA19-9

Non-Responder (CA19-9 <5 U/ml) mit normalem CA19-9 vergleichbar

CA19-9 <5 U/ml: 48,6%
CA19-9 5 - <37 U/ml: 52,7%
CA19-9 37 - <100 U/ml: 46,9%
CA19-9 100 - <250 U/ml: 42,1%
CA19-9 250 - <500 U/ml: 37,0%
CA19-9 500 - <1000 U/ml: 44,7%
CA19-9 1000 - <2000 U/ml: 32,5%
CA19-9 2000 - <4000 U/ml: 31,0%
CA19-9 ≥4000 U/ml: 27,8%
p=0,0009

Gesamtüberleben
5-Jahres-Gesamtüberleben (Präoperatives CA19-9)
Statistisch signifikant sinkend mit steigendem CA19-9

Non-Responder (CA19-9 <5 U/ml) mit normalem CA19-9 vergleichbar

CA19-9 <5 U/ml: 21,9%
CA19-9 5 - <37 U/ml: 27,2%
CA19-9 37 - <100 U/ml: 19,1%
CA19-9 100 - <250 U/ml: 16,8%
CA19-9 250 - <500 U/ml: 8,3%
CA19-9 500 - <1000 U/ml: 7,0%
CA19-9 1000 - <2000 U/ml: 0,0%
CA19-9 2000 - <4000 U/ml: 0,0%
CA19-9 ≥4000 U/ml: 0,0%
p<0,0001

Medianes Gesamtüberleben (Präoperatives CA19-9)
Statistisch signifikant kürzer mit steigendem CA19-9

Non-Responder (CA19-9 <5 U/ml) mit normalem CA19-9 vergleichbar

CA19-9 <5 U/ml: 26,8 Monate
CA19-9 5 - <37 U/ml: 28,5 Monate
CA19-9 37 - <100 U/ml: 26,9 Monate
CA19-9 100 - <250 U/ml: 22,5 Monate
CA19-9 250 - <500 U/ml: 20,1 Monate
CA19-9 500 - <1000 U/ml: 15,4 Monate
CA19-9 1000 - <2000 U/ml: 12,0 Monate
CA19-9 2000 - <4000 U/ml: 12,3 Monate
CA19-9 ≥4000 U/ml: 14,4 Monate
p<0,0001

5-Jahres-Gesamtüberleben (Postoperatives CA19-9)
CA19-9 ≥37 U/ml vs. CA19-9 <37 U/ml
geringer bei CA19-9 ≥37 U/ml
CA19-9 ≥37 U/ml: 2,8%
CA19-9 <37 U/ml: 31,8%
p nicht angegeben

Medianes Gesamtüberleben (Präoperatives CA19-9)
Statistisch signifikant kürzer mit steigendem CA19-9

Non-Responder (CA19-9 <5 U/ml) mit normalem CA19-9 vergleichbar

CA19-9 <5 U/ml: 26,8 Monate
CA19-9 5 - <37 U/ml: 28,5 Monate
CA19-9 37 - <100 U/ml: 26,9 Monate
CA19-9 100 - <250 U/ml: 22,5 Monate
CA19-9 250 - <500 U/ml: 20,1 Monate
CA19-9 500 - <1000 U/ml: 15,4 Monate
CA19-9 1000 - <2000 U/ml: 12,0 Monate
CA19-9 2000 - <4000 U/ml: 12,3 Monate
CA19-9 ≥4000 U/ml: 14,4 Monate
p<0,0001

Medianes Gesamtüberleben (Postoperatives CA19-9)
CA19-9 ≥37 U/ml vs. CA19-9 <37 U/ml
kürzer bei CA19-9 ≥37 U/ml
CA19-9 ≥37 U/ml: 14,6 Monate
CA19-9 <37 U/ml: 36,8 Monate
p nicht angegeben


Author's Conclusion:  In conclusion, preresection as well as postresection CA19-9 levels contribute valuable information in the prediction of malignancy, resectability, and prognosis of pancreatic cancer patients and may aid to adjust therapy. Resectability and survival rates progressively decreased with increasing CA19-9 levels, with a dismal prognosis in patients with preoperative CA19-9 levels C1,000 U/ml or early postoperative increasing levels. However, at present it is unclear whether extraordinarily increased CA19-9 indicates otherwise undetected disseminated disease, which needs profound diagnostic workup, or whether highly effective neoadjuvant therapies may help to improve prognosis of these patients. Likewise, persistently high or increasing postresection CA19-9 levels may select patients who might benefit from combination adjuvant therapy or in whom a possibly unnecessary adjuvant therapy may be spared due to their general poor prognosis.
Methodical Notes
Funding Sources:  nicht angegeben

COI:  There are no personal conflicts of interest of any of the authors.

Randomization:  keine Randomisierung (retrospektiv)

Blinding:  keine Verblindung (retrospektiv)

Dropout Rate/ITT-Analysis:  nicht angegeben

Notes:  Gesamtqualität: ausreichend
Studiendesign: retrospektive Kohorte
PICO Frage: ja
Randomisiert: nein
Gruppen vergleichbar: nein
Gruppen gleich behandelt (abgesehen von untersuchter Intervention): unklar
Patienten nachverfolgbar (Loss of Follow-Up dokumentiert etc.): ja
objektive Messung: ja
Verblindung: nein
Gemenetzis, Georgios et al. Survival in Locally Advanced Pancreatic Cancer After Neoadjuvant Therapy and Surgical Resection. Annals of surgery. . . 2018
Gemenetzis, Georgios et al. Survival in Locally Advanced Pancreatic Cancer After Neoadjuvant Therapy and Surgical Resection. Annals of surgery. . . 2018
Population Intervention - Comparison Outcomes/Results
Evidence level:  4

Study type:  retrospective Kohorte, unizentrisch, USA

Number of Patient:  n=415 Gesamtpopulation
n=84 Resektion
n=331 keine Resektion

Recruitung Phase:  01/2013 – 09/2017

Inclusion Criteria:  1. lokal fortgeschrittenes Pankreaskarzinom

Exclusion Criteria:  1. Evaluation erst nach OP
2. Resektion außerhalb der Studienklinik
3. andere Pathologie
4. keine CT-Bildgebung
5. gleichzeitiger anderer Primärtumor
6. metastasiert
7. lost to follow-up
Intervention:  neoadjuvante Therapie und Resektion

Comparison:  neoadjuvante Therapie und keine Resektion
Primary:  Resektionsrate
Gesamtüberleben


Secondary:  

Results:  Follow-Up:
nicht angegeben

Resektionsrate
nach neoadjuvanter Therapie und chirurgischer Exploration: 20%

Gesamtüberleben (Median)
Resektion vs. ohne Resektion
statistisch signifikant höher bei Resektion
Resektion: 35,3 Monate (95%CI 24,5-46,0)
Keine Resektion: 16,2 Monate (95%CI 15,2-17,3)
p˂0,001

Subgruppenanalysen
Patienten ohne Resektion
Gemcitabin-basiert vs. FOLFIRINOX-basiert
Kein statistisch signifikanter Unterschied
Gemcitabin: 16 Monate
FOLFIRINOX: 17,4 Monate
p=0,134

zusätzliche neoadjuvante Strahlentherapie
mit Strahlentherapie vs. ohne Strahlentherapie
statistisch signifikant länger mit Strahlentherapie
mit Strahlentherapie: 20 Monate
ohne Strahlentherapie: 14 Monate
p<0,001

Author's Conclusion:  This large retrospective study demonstrates the current trends in LAPC treatment. Improved overall survival does not seem to correlate with a specific neoadjuvant regimen. Patients who receive 4 months of neoadjuvant treatment without signs of disease progression may be eligible for surgical exploration and resection. In our study, this resected cohort is 20% of all LAPC patients. Patients who underwent surgical resection of the primary tumor had significantly better overall survival, reaching a median of 35 months. A multidisciplinary approach in high-volume centers is necessary to identify these patients. Future prospective trials are required to define the optimal neoadjuvant treatment for LAPC.
Methodical Notes
Funding Sources:  This work was supported by SPORE in GI Cancer CA 62924

COI:  The authors report no conflicts of interest.

Randomization:  keine Randomisierung (retrospective Kohortenstudie)

Blinding:  keine Verblindung (retrospective Kohortenstudie)

Dropout Rate/ITT-Analysis:  nicht angegeben

Notes:  Gesamtqualität: ausreichend
Studiendesign: retrospektive Kohorte
PICO Frage: ja
Randomisiert: nein
Gruppen vergleichbar: unklar
Gruppen gleich behandelt (abgesehen von untersuchter Intervention): unklar
Patienten nachverfolgbar (Loss of Follow-Up dokumentiert etc.): ja
objektive Messung: ja
Verblindung: nein
Jang, J. Y. et al. Oncological Benefits of Neoadjuvant Chemoradiation With Gemcitabine Versus Upfront Surgery in Patients With Borderline Resectable Pancreatic Cancer: A Prospective, Randomized, Open-label, Multicenter Phase 2/3 Trial. Annals of surgery. 268. 215-222. 2018
Jang, J. Y. et al. Oncological Benefits of Neoadjuvant Chemoradiation With Gemcitabine Versus Upfront Surgery in Patients With Borderline Resectable Pancreatic Cancer: A Prospective, Randomized, Open-label, Multicenter Phase 2/3 Trial. Annals of surgery. 268. 215-222. 2018
Population Intervention - Comparison Outcomes/Results
Evidence level:  2

Study type:  RCT, Phase II/III, multizentrisch (4 Krankenhäuser) Korea

Number of Patient:  n=50 Gesamtpopulation
n=27 (NeoCRT)
n=23 (OP)

Recruitung Phase:  03/2012-10/2014

Inclusion Criteria:  1. Möglichkeit das Protokoll in vollem Umfang zu durchzuführen
2. Alter 10-75 Jahre
3. histologisch oder zytologisch bestätigtes borderline resektables Pankreaskarzinom
4. keine vorausgegangene Chemotherapie
5. adäquate hämatologische, hepatische und Nierenfunktion

Exclusion Criteria:  1. gleichzeitige ungeplante Tumortherapie
2. gleichzeitige oder vergangene andere Krebserkrankung (außer komplette Remission >5 Jahre)
3. unkontrollierte systemische Erkrankung (z.B. infektiöse Erkrankung, kardiovaskuläre Erkrankung)
Intervention:  Neoadjuvante Chemoradiotherapie (NeoCRT)

Radiotherapie: 45 Gy in 25 Fraktionen und 9 Gy in 5 Fraktionen (5 x pro Woche für 6 Wochen)
Chemotherapie: Gemcitabin. Intravenös, 400 mg/m2 (eine Stunde vor Strahlentherapie)

Erhaltungstherapie: Gemcitabin, intravenös, 1000 mg/m2, 30-40min an Tag 1, 8, 15 alle 4 Wochen für 4 Zyklen, 4 bis 6 Wochen nach OP und Chemoradiotherapie

Comparison:  Primäre Operation (OP) + Adjuvante Chemoradiotherapie innerhalb 8 Wochen postoperativ

Erhaltungstherapie: Gemcitabin, intravenös, 1000 mg/m2, 30-40min an Tag 1, 8, 15 alle 4 Wochen für 4 Zyklen, 4 bis 6 Wochen nach OP und Chemoradiotherapie
Primary:  2-Jahres Überleben

Secondary:  1-Jahres-Überleben
Gesamtüberleben
Resektionsstatus
Rezidive

Results:  Follow-up
Nicht angegeben

2-Jahres Überleben
NeoCRT vs. OP
Statistisch signifikant höher bei NeoCRT
NeoCRT: 40,7%
OP: 26,1%
HR 1,97 (95% CI 1,07-3,62)
p=0,028

Subgruppenanalysen
Patienten mit Chemoradiotherapie und OP (PP1)
NeoCRT vs OP
Kein statistisch signifikanter Unterschied
NeoCRT: 41,2%
OP: 41,7%
HR 1,50 (95% CI 0,66-3,36)
p=0,337

Patienten mit Chemoradiotherapie und OP und Erhaltungstherapie (PP2)
NeoCRT vs OP
Kein statistisch signifikanter Unterschied
NeoCRT: 75,0%
OP: 66,7%
HR 1,88, 95% CI 0,53-6,60
p=0,326

1-Jahres Überleben
NeoCRT vs. OP
Keine Angaben zur statistischen Signifikanz
NeoCRT: 74,1%
OP: 47,8%

Gesamtüberleben (Median)
NeoCRT vs. OP
Keine Angaben zur statistischen Signifikanz
NeoCRT: 21 Monate
OP: 12 Monate

Resektionsstatus
R0-Resektion
NeoCRT vs. OP
Statistisch signifikant häufiger bei NeoCRT
NeoCRT: 82,4%
OP: 33,3%
p=0,010

Rezidive
NeoCRT vs. OP
Kein statistisch signifikanter Unterschied
NeoCRT: 88,2%
OP: 88,9%
p=1,000

Author's Conclusion:  In conclusion, this is the first randomized clinical trial to investigate the oncological benefits of neoadjuvant treatment in BRPC. Neoadjuvant treatment, rather than upfront surgery, should be considered for patients with BRPC. Future studies are needed to identify more effective systemic treatments that control local disease and reduce systemic metastasis after treatment.
Methodical Notes
Funding Sources:  In conclusion, this is the first randomized clinical trial to investigate the oncological benefits of neoadjuvant treatment in BRPC. Neoadjuvant treatment, rather than upfront surgery, should be considered for patients with BRPC. Future studies are needed to identify more effective systemic treatments that control local disease and reduce systemic metastasis after treatment.

COI:  The authors declare no conflict of interests.

Randomization:  1:1 Randomisierung via web-based system, stratified bye ach surgeon

Blinding:  keine Verblindung (open-label)

Dropout Rate/ITT-Analysis:  intention-to-treat analysis, per-protocol analysis (PP)
PP1 analysis included patients who underwent both chemoradiation and surgery, and
PP2 analysis included patients who underwent both treatments as well as maintenance chemotherapy.
The safety monitoring committee decided on early termination of this study on the basis of the statistical significance of neoadjuvant treatment efficacy, in consideration of patient safety.

Notes:  Gesamtqualität: keine methodischen Mängel
Studiendesign: RCT
PICO Frage: ja
Randomisiert: ja
Gruppen vergleichbar: ja
Gruppen gleich behandelt (abgesehen von untersuchter Intervention): ja
Patienten nachverfolgbar (Loss of Follow-Up dokumentiert etc.): ja
objektive Messung: ja
Verblindung: nein
Pietrasz, Daniel et al. How Does Chemoradiotherapy Following Induction FOLFIRINOX Improve the Results in Resected Borderline or Locally Advanced Pancreatic Adenocarcinoma? An AGEO-FRENCH Multicentric Cohort. Annals of Surgical Oncology. 26. 109-117. 2019
Pietrasz, Daniel et al. How Does Chemoradiotherapy Following Induction FOLFIRINOX Improve the Results in Resected Borderline or Locally Advanced Pancreatic Adenocarcinoma? An AGEO-FRENCH Multicentric Cohort. Annals of Surgical Oncology. 26. 109-117. 2019
Population Intervention - Comparison Outcomes/Results
Evidence level:  4

Study type:  retrospektive Kohorte, multizentrisch (23 Zentren), Frankreich

Number of Patient:  n=203 Gesamtpopulation
n=102 FOL+RCht
n=101 FOL

Recruitung Phase:  11/2010-12/2015

Inclusion Criteria:  1. histologisch oder zytologisch gesichertes PDAC
2. lokal fortgeschritten oder borderline-resektabel
3. Pankreasresektion nach Therapie mit FOLFIRINOX (FOL)
4. mit oder ohne präoperativer Chemoradiotherapie (RCht)


Exclusion Criteria:  
Intervention:  FOLFIRINOX + Radiochemotherapie (FOL+RCht)

FOLFIRINOX: alle 2 Wochen

Radiochemotherapie:
Strahlentherapie: 54 Gy in 30-tägigen Fraktionen über 6 Wochen; 3DCRT bzw. IMRT
Chemotherapie: 5-FU intravenös oder Capecitabine, oral

Comparison:  FOLFIRINOX (FOL)
alle 2 Wochen
Primary:  Gesamtüberleben
Krankheitsfreies Überleben
Resektionsrate
Rezidivrate
Fernmetastasen

Secondary:  

Results:  Follow-up
Median 45,1 Monate (95%CI 41,2-49,0) nach Diagnose
Median 36,8 Monate (95%CI 34,0-39,6) nach OP

Gesamtüberleben
FOL+RCht vs. FOL
statistisch signifikant länger für FOL+ CRT
FOL+RCht 57,8 Monate (95%CI 42,6–73,0)
FOL 35,5 Monate (95%CI 30,4-40,6) p=0,007

Gesamtüberleben ab OP
FOL+RCht vs. FOL
statistisch signifikant länger für FOL+RCht
FOL+RCht 47,9 Monate (95%CI 33,6–62,2)
FOL 30,5 Monate (95%CI 24,3–36,6)
p= 0,030

Krankheitsfreies Überleben
FOL+RCht vs. FOL
kein statistisch signifikanter Unterschied
FOL+RCht 17,7 Monate (95%CI 9,9–25,5)
FOL 13,5 Monate (95%CI 9,7–17,3)
p= 0,030

Resektionsrate
R0-Resektion
FOL+RCht vs. FOL
statistisch signifikant höher für FOL+RCht
FOL+RCht 89,2%
FOL 76,3%
p=0,017

Rezidivrate
Lokales Rezidiv
FOL+RCht vs. FOL
statistisch signifikant geringer für FOL+RCht
FOL+RCht 28%
FOL 51%
p=0,004

Fernmetastasen
FOL+RCht vs. FOL
kein statistisch signifikanter Unterschied
FOL+RCht 34%
FOL 42%
p=0,248

Author's Conclusion:  We assessed here for the first time the impact of additional preoperative chemoradiotherapy on BR or LA PAC after FOLFIRINOX induction in a large cohort of patients. The nonrandomized nature of this study clearly limits the level of evidence of its results. Initial staging, evaluation of tumor response, decision regarding chemoradiotherapy addition, and intent of secondary resection were defined independently by each center. Thus, patients included in this study were highly selected by each step of the induction strategy, in real-life conditions. Despite these limitations, our results argue for interest in chemoradiotherapy following FOLFIRINOX induction, potentially based on an increase in tumor downstaging and a survival benefit, but certainly for better patient selection.
Methodical Notes
Funding Sources:  The AGEO and FRENCH associations supported this study.

COI:  The authors declare that they have nothing to disclose.

Randomization:  keine Randomisierung (retrospective Kohortenstudie)

Blinding:  keine Verblindung (retrospective Kohortenstudie)

Dropout Rate/ITT-Analysis:  Because some patients were referred secondary to participating expert centers for surgery, it was not possible to evaluate the exact number of patients receiving induction FOLFIRINOX on an intention-to-treat basis

Notes:  Gesamtqualität: ausreichend
Studiendesign: retrospektive Kohorte
PICO Frage: ja
Randomisiert: nein
Gruppen vergleichbar: unklar
Gruppen gleich behandelt (abgesehen von untersuchter Intervention): unklar
Patienten nachverfolgbar (Loss of Follow-Up dokumentiert etc.): ja
objektive Messung: ja
Verblindung: nein
Chen, X. et al. Neoadjuvant radiation followed by resection versus upfront resection for locally advanced pancreatic cancer patients: A propensity score matched analysis. Oncotarget. 8. 47831-47840. 2017
Chen, X. et al. Neoadjuvant radiation followed by resection versus upfront resection for locally advanced pancreatic cancer patients: A propensity score matched analysis. Oncotarget. 8. 47831-47840. 2017
Population Intervention - Comparison Outcomes/Results
Evidence level:  4

Study type:  retrospektive Kohorte (propensity score matching), multizentrisch (SEER Datenbank), USA

Number of Patient:  n=196 (Gesamtpopulation)
n=98 OP
n=98 NeoRT

Recruitung Phase:  2004 - 2013

Inclusion Criteria:  1. histologisch bestätigte maligne Pankreaserkrankung
2. Resektion
3. primäres Pankreaskarzinom
4. Überlebenszeit >2 Monate
5. lokal fortgeschrittene Erkrankung
6. definitive Bestrahlung mit der Operation

Exclusion Criteria:  
Intervention:  neoadjuvante Bestrahlung + Resektion (NeoRT)

Comparison:  Resektion (OP)
Primary:  Krebsspezifisches Überleben

Secondary:  

Results:  Follow up
nicht angegeben

Krebsspezifisches Überleben
NeoRT vs OP
statistisch signifikant länger bei NeoRT
NeoRT: 25 Monate
OP: 17 Monate
p=0,003

1-Jahres-Überlebensrate
NeoRT vs. OP
statistisch signifikant höher bei NeoRT
NeoRT: 82,7%
OP: 64,3%
p nicht angegeben

3-Jahres-Überlebensrate
NeoRT vs. OP
statistisch signifikant höher bei NeoRT
NeoRT: 39,2%
OP: 19,9%
p nicht angegeben

5-Jahres-Überlebensrate
NeoRT vs. OP
statistisch signifikant höher bei NeoRT
NeoRT: 17,1%
OP: 12,4%
p nicht angegeben

Author's Conclusion:  In summary, neoadjuvant radiation followed by resection demonstrated significant survival benefit in locally advanced pancreatic cancer patients, which still required confirmation from further phase III prospective randomized controlled trials. Our data provided encouragement and support for LAPC patients to participate in clinical trials evaluating the role of neoadjuvant therapy before planned curative-intent surgical resection.
Methodical Notes
Funding Sources:  This work was supported by the Natural Science Foundation of Tianjin (No.16JCYBJC27100).

COI:  There were no potential conflicts of interest.

Randomization:  keine Randomisierung (retrospective Kohortenstudie)

Blinding:  keine Verblindung (retrospektive Kohortenstudie)

Dropout Rate/ITT-Analysis:  nicht angegeben

Notes:  Gesamtqualität: ausreichend
Studiendesign: retrospektive Kohorte
PICO Frage: ja
Randomisiert: nein
Gruppen vergleichbar: ja
Gruppen gleich behandelt (abgesehen von untersuchter Intervention): unklar
Patienten nachverfolgbar (Loss of Follow-Up dokumentiert etc.): ja
objektive Messung: ja
Verblindung: nein
Hackert, T. et al. Locally advanced pancreatic cancer: Neoadjuvant therapy with folfirinox results in resectability in 60% of the patients. Annals of surgery. 264. 457-461. 2016
Hackert, T. et al. Locally advanced pancreatic cancer: Neoadjuvant therapy with folfirinox results in resectability in 60% of the patients. Annals of surgery. 264. 457-461. 2016
Population Intervention - Comparison Outcomes/Results
Evidence level:  4

Study type:  retrospektive Kohorte, unizentrisch, Deutschland

Number of Patient:  n=575 Gesamtpopulation
n=125 (FOL)
n=322 (Gem)
n=128 (andere)

Recruitung Phase:  10/2001 – 06/2015

Inclusion Criteria:  1. lokal fortgeschrittenes PDAC
2. Neoadjuvante Therapie
3. Resektion

Exclusion Criteria:  
Intervention:  Neoadjuvante Therapie mit FOLFIRINOX (FOL) + Resektion


Comparison:  Neoadjuvante Therapie andere Regime (andere) + Resektion

Subgruppe
Neoadjuvante Therapie mit Gemcitabin und Strahlentherapie (Gem)
Primary:  Resektabilität
Gesamtüberleben

Secondary:  Resektionsraten
Morbidität
Mortalität

Results:  Follow-up
Median 12,2 Monate (0,2-114 Monate)

Gesamtüberleben
FOL vs. Gem/andere
Statistisch signifikant höher in FOL
HR 0,68, 95% CI 0,51-0,92
p=0,0134

Resektion vs. Exploration
Statistisch signifikant länger bei Resektion
Resektion: 15,3 Monate
Exploration: 8,5 Monate
HR 0,51, 95% CI 0,41-0,64
p<0,0001

Subgruppenanalyse

Gesamtüberleben nach Resektion
Kein statistisch signifikanter Unterschied
Fol: 16,0 Monate
Gem: 16,5 Monate
Andere: 14,5 Monate
p=0,8582

3-Jahres Überleben
Resektion vs. Exploration
Kein statistisch signifikanter Unterschied
Resektion: 23,0%
Exploration: 2,4%
p<0,0001

Subgruppenanalyse

3-Jahres Überleben nach Resektion
Kein statistisch signifikanter Unterschied
FOL: 28,1%
Gem: 23,2%
Andere: 19,7%
p=0,8582

Resektionsraten
FOL vs. Gem/andere
Statistisch signifikant häufiger in FOL
FOL: 76/125 (60,8%)
Gem oder andere: 216/450 (48%)
p=0,0113

Morbidität
Perioperative Outcomes
kein statistisch signifikanter Unterschied zw. allen Gruppen, bzgl.
chirurgische Komplikationen: 30,3%
andere Morbiditäten: 21,9%

Mortalität (30-Tage)
kein statistisch signifikanter Unterschied
Fol: 2,4$
Gem: 2,8%
Andere: 1,6%
p=0,875

Author's Conclusion:  In conclusion, Folfirinox seems to be the most effective neoadjuvant therapy for unresectable PDAC and can achieve a significantly higher secondary resection rate than other treatments and a better long-term survival. It should be considered in all patients fit for this regimen and consecutive surgical exploration.
Methodical Notes
Funding Sources:  nicht angegeben

COI:  The authors report no conflicts of interest.

Randomization:  keine Randomisierung (retrospective Kohortenstudie)

Blinding:  keine Verblindung (retrospective Kohortenstudie)

Dropout Rate/ITT-Analysis:  Fifty-one patients (8.9%) were lost to follow-up and excluded from survival analysis

Notes:  Gesamtqualität: ausreichend
Studiendesign: retrospektive Kohorte
PICO Frage: ja
Randomisiert: nein
Gruppen vergleichbar: unklar
Gruppen gleich behandelt (abgesehen von untersuchter Intervention): unklar
Patienten nachverfolgbar (Loss of Follow-Up dokumentiert etc.): ja
objektive Messung: ja
Verblindung: nein
Nagakawa, Y. et al. Clinical Impact of Neoadjuvant Chemotherapy and Chemoradiotherapy in Borderline Resectable Pancreatic Cancer: Analysis of 884 Patients at Facilities Specializing in Pancreatic Surgery. Annals of Surgical Oncology. . . 2019
Nagakawa, Y. et al. Clinical Impact of Neoadjuvant Chemotherapy and Chemoradiotherapy in Borderline Resectable Pancreatic Cancer: Analysis of 884 Patients at Facilities Specializing in Pancreatic Surgery. Annals of Surgical Oncology. . . 2019
Population Intervention - Comparison Outcomes/Results
Evidence level:  4

Study type:  retrospektive Kohorte (propensity score matching), multizentrisch (63 Zentren), Japan

Number of Patient:  n=594 Gesamtpopulation
n=297 primäre Resektion (OP)
n=297 neoadjuvante Therapie (Neo)

Subgruppen Neo
n=188 neoadjuvante Chemotherapie (NeoCth)
n=188 neoadjuvante Radiochemotherapie (NeoRCth)

Recruitung Phase:  01/2011 – 12/2013

Inclusion Criteria:  1. borderline resektables Pankreaskarzinom
2. neoadjuvante Therapie
3. Resektion

Exclusion Criteria:  
Intervention:  Neoadjuvante Therapie (Neo)

Subgruppen:
Neoadjuvante Chemotherapie (NeoCth)
Neoadjuvante Radiochemotherapie (NeoRCth)

Comparison:  Primäre Resektion (OP)
Primary:  Resektionsstatus
Lymphknotenstatus
Portalveneninvasion
Gesamtüberleben

Secondary:  

Results:  Follow-up
Nicht angegeben

Resektionsstatus
R0-Resektionen
OP vs. Neo
Statistisch signifikant häufiger bei Neo
OP: 70,4%
Neo: 85,7%
p<0,001

Subgruppenanalyse Resektionsraten

NeoCth vs. NeoRCth
Statistisch signifikant höher bei NeoCth
NeoCth: 80,3%
NeoRCth: 70,7%
p<0,041

Lymphknotenstatus
Lymphknoten ohne Metastasierung
OP vs. Neo
Statistisch signifikant häufiger bei Neo
OP: 21,4%
Neo: 45,7%
p<0,001

Subgruppenanalyse

NeoCth vs. NeoRCth
Statistisch signifikant häufiger bei NeoRCth
NeoCth: 34%
NeoRCth: 62,2%
p<0,001

Portalveneninvasion
Negativ
OP vs. Neo
Statistisch signifikant häufiger bei Neo
OP: 52,0%
Neo: 62,3%
p=0,023

Gesamtüberleben (Median)
OP vs. Neo
Statistisch signifikant länger bei Neo
OP: 19,0 Monate
Neo: 25,7 Monate
p=0,015

Subgruppenanalyse

NeoCth vs. NeoRCth
Kein statistisch signifikanter Unterschied
NeoCth: 29,2 Monate
NeoRCth: 22,5 Monate
p=0,130

Author's Conclusion:  In conclusion, this study showed the potential benefit of NAT for patients with BRPC. Our findings support the use of NAT for patients with BRPC. However, the survival benefit of combined radiotherapy with chemotherapy was not clarified. An appropriate regimen with effective systemic chemotherapy should be developed to improve the resection and survival rates after NAT.
Methodical Notes
Funding Sources:  This study was supported by the Japanese Society of Pancreatic Surgery and Tokyo Medical University

COI:  There are no conflicts of interest.

Randomization:  keine Randomisierung (retrospektive Kohortenstudie)

Blinding:  keine Verblindung (retrospektive Kohortenstudie)

Dropout Rate/ITT-Analysis:  intenten-to-treat analysis

Notes:  Gesamtqualität: ausreichend
Studiendesign: retrospektive Kohorte
PICO Frage: ja
Randomisiert: nein
Gruppen vergleichbar: ja
Gruppen gleich behandelt (abgesehen von untersuchter Intervention): unklar
Patienten nachverfolgbar (Loss of Follow-Up dokumentiert etc.): ja
objektive Messung: ja
Verblindung: nein
Hammel, Pascal et al. Effect of Chemoradiotherapy vs Chemotherapy on Survival in Patients With Locally Advanced Pancreatic Cancer Controlled After 4 Months of Gemcitabine With or Without Erlotinib: The LAP07 Randomized Clinical Trial. JAMA - Journal of the American Medical Association. 315. 1844-1853. 2016
Hammel, Pascal et al. Effect of Chemoradiotherapy vs Chemotherapy on Survival in Patients With Locally Advanced Pancreatic Cancer Controlled After 4 Months of Gemcitabine With or Without Erlotinib: The LAP07 Randomized Clinical Trial. JAMA - Journal of the American Medical Association. 315. 1844-1853. 2016
Population Intervention - Comparison Outcomes/Results
Evidence level:  2

Study type:  RCT, Phase III, multizentrisch (80 Zentren), Frankreich, Australien, Neuseeland, Belgien, Schweden

Number of Patient:  1. Randomisierung
n=442 Gesamtpopulation
n=223 (Gem)
n=219 (GemErlo)

2. Randomisierung
n=269 Gesamtpopulation
n=136 (Cth)
n=133 (RCth)

Recruitung Phase:  02/2008-12/2011

Inclusion Criteria:  1. Histologisch oder zytologisch bestätigtes Pankreaskarzinom
2. lokal fortgeschritten
3. Stadium III
4. Alter ≥18 Jahre
5. Messbare oder evaluierbare Erkrankung nach RECIST 1.0
6. Adäquate hämatologische, hepatische und Nierenfunktion
7. Keine vorangegangene Chemotherapie oder Strahlentherapie

Exclusion Criteria:  
Intervention:  Schritt 1: Gemcitabin + Erlotinib (GemErlo)
Gemcitabin: 1000 mg/m2 1x/Woche für 3 Wochen in einem 4-Wochen-Zyklus, als 30-minütige intravenöse Infusion, für 4 Zyklen.

Erlotinib: 100 mg 1x/tägl.

Schritt 2: Radiochemotherapie (RCth)
Strahlentherapie: 54 Gy in 30 täglichen Fraktionen über 6 Wochen.

Capecitabin 800 mg/m2 2x/tägl. an den Tagen der Strahlentherapie

Comparison:  Schritt 1: Gemcitabin Monotherapie (Gem)
Gemcitabin 1000 mg / m² 1x/Woche für 3 Wochen in einem 4-Wochen-Zyklus, als 30-minütige intravenöse Infusion, für 4 Zyklen.

Schritt 2: Chemotherapie (Cth)
Gemcitabin +/- Erlotinib
Gemcitabin: 1000 mg / m² 1x/Woche für 3 Wochen als 30-minütige intravenöse Infusion, für 4 Zyklen.

Erlotinib: 100 mg 1x/tägl.

Erhaltungsphase: Erlotinib 150 mg 1x/tägl.
Primary:  Gesamtüberleben

Secondary:  Progressionsfreies Überleben
Toxizität


Results:  Follow-up
Median 36,7 Monate (95% CI 27,6-43,8)

Gesamtüberleben (Median)
Gem vs. GemErlo (1. Randomisierung)
Kein statistisch signifikanter Unterschied
Gem: 13,6 Monate (95% CI 12,3-15,3)
GemErlo: 11,9 Monate (95% CI 10,4-13,5)

HR 1,19 (95% CI 0,07-1,45)
p=0,09

RCth vs. Cth (2. Randomisierung)
Kein statistisch signifikanter Unterschied
RCth: 15,2 Monate (95% CI 13,9-17,3)
Cth: 16,5 Monate (95% CI 14,5-18,5)

HR 1,03 (95% CI0,79-1,34)
p=0,83

Subgruppenanalyse
Patienten ohne 2. Randomisierung
7,7 Monate (95% CI 6,6-8,7Monate)

Patienten mit 2. Randomisierung und GemErlo in erster Randomisierung
Gem vs. Erlo Erhaltungstherapie
Statistisch signifikant höher bei Gem
Gem: 17,1 Monate (95% CI 15,3-19,0)
ErloErhaltung: 14,5 Monate (95% CI 13,2-16,1)

HR 1,32 (95% CI 1,01-1,72)
p=0,04

Progressionsfreies Überleben
Gem vs. GemErlo (1. Randomisierung)
Kein statistisch signifikanter Unterschied
HR 1,12 (95% CI 0,92-1,36)
p=0,26

RCth vs. Cth (2. Randomisierung)
Kein statistisch signifikanter Unterschied
RCth: 9,9 Monate (95% CI 8,8-10,4)
Cth: 8,4 Monate (95% CI 7,8-9,4)

HR 0,78 (95% CI 0,61-1,01)
p=0,06

Toxizität (Grad 3/4)
Gem vs. GemErlo (1. Randomisierung)
Statistisch signifikant häufiger bei GemErlo
Anämie p=0,05
Febrile Neutropenie p=0,03
Diarrhöe p=0,006
Akneiformer Ausschlag p=0,007

Cth vs. RCth (2. Randomisierung)
Statistisch signifikant häufiger bei RCth
Übelkeit p=0,008

Author's Conclusion:  In this open label, randomized trial among patients with locally advanced pancreatic cancer with disease controlled after 4 months of induction chemotherapy, there was no significant difference in overall survival with chemoradiotherapy compared with chemotherapy alone, and there was no significant difference in overall survival with gemcitabine compared with gemcitabine plus erlotinib used as maintenance therapy.
Methodical Notes
Funding Sources:  This trial was supported by Roche and French National Institute of Cancer (INCa). Neither Roche nor the French National Institute of Cancer had a role in the design and conduct of the study; collection, management, analysis, and interpretation of the data; preparation, review, or approval of the manuscript; and decision to submit the manuscript for publication.

COI:  All authors have completed and submitted the ICMJE Form for Disclosure of Potential Conflicts of Interest. Dr Hammel reports receiving consulting fees from Celgene. Dr Huguet reports receiving personal fees and nonfinancial support from Merck Serono and Celgene. Dr Goldstein reports receiving grant support from Celgene and Pfizer. Dr Bouché reports remuneration for serving as a Roche board member and for developing educational presentations for Lilly. Dr André reports receiving personal fees from Roche, Celgene, Sanofi, Merck Serono, and Amgen. Dr Chibaudel reports receiving personal fees from Roche and Sanofi. Dr Bonnetain reports receiving personal fees from Novartis, Merck Serono, Integragen, Nestle, Eisai, and Invectys. Dr Louvet reports receiving honoraria from Celgene, Roche, and Sanofi. No other disclosures were reported.

Randomization:  1:1 Minimierungsverfahren, stratifiziert nach Zentrum und Performance Status (0-1 vs. 2)
Randomisierung erfolgte in 2 Schritten:
1. Induktionschemotherapie Gemcitabin mit/ohne Erlotinib für 4 Zyklen
2. Chemotherapie oder Radiochemotherapie für 2 weitere Monate.
(Für Patienten mit Tumorkontrolle, Performance Status von 2 oder besser und abgeschlossener Induktionschemotherapie. Patienten mit geringen Nebenwirkungen erhielten eine Erhaltungstherapie.)

Blinding:  nicht verblindet (open-label)

Dropout Rate/ITT-Analysis:  Efficacy and safety assessments were conducted in the intent-to-treat (ITT) population.

Notes:  Gesamtqualität: ausreichend
Studiendesign: RCT
PICO Frage: ja
Randomisiert: ja
Gruppen vergleichbar: unklar
Gruppen gleich behandelt (abgesehen von untersuchter Intervention): ja
Patienten nachverfolgbar (Loss of Follow-Up dokumentiert etc.): ja
objektive Messung: ja
Verblindung: nein
Suker, M. et al. FOLFIRINOX for locally advanced pancreatic cancer: a systematic review and patient-level meta-analysis. Lancet Oncol. 17. 801-810. 2016
Suker, M. et al. FOLFIRINOX for locally advanced pancreatic cancer: a systematic review and patient-level meta-analysis. Lancet Oncol. 17. 801-810. 2016
Evidence level/Study Types P - I - C Outcomes/Results Literature References
Evidence level:  1

Study type:  Systematisches Review + Metaanalyse individueller Patientendaten, IPD-MA
Databases:  Embase, Medline (ovidSP), Web of Science, Scopus, PubMed Publisher, Cochrane, Google Scholar

Search period:  bis 07/2015 (keine Angabe zum Suchzeitraum)

Inclusion Criteria:  1.lokal fortgeschrittenes Pankreaskarzinom (LAP)
2. alle Altersgruppen
3. zuvor unbehandelt
4. FOLFIRINOX als Erstlinie unabhängig von Folgebehandlung

Exclusion Criteria:  1. Kombinationstherapie mit FOLFIRINOX
2. nicht Erstlinie FOLFIRINOX
3. andere Chemotherapien
4. zeitgleich andere Chemotherapien neben FOLFIRINOX
5. nicht LAPC
6. Patientenkohorte bereits in anderer Studie präsentiert
7. Fallbericht
8. Reviews, Briefe an die Editoren
9. Konferenzbeiträge ohne Volltext
Population:  unbehandelte Patienten mit lokal fortgeschrittenem Pankreaskarzinom (LAP)

Intervention:  FOLFIRINOX als Erstlinie

Comparison:  keine
Primary:  Gesamtüberleben

Secondary:  Progressionsfreies Überleben
Toxizitäten
Folgebehandlungen

Results:  n=13 Studien (11 retrospektive Kohorten, 1 prospektive Kohorte, 1 prospektive, nicht-randomisierte Phase II),
n=689 Patienten
n=355 Patienten mit LAPC

Follow-up
Median, IPD-MA: 12,3 Monate
(Interquartilsbereich: 8,0-20,5)

Gesamtüberleben (11 Studien)
10,0 -32,7 Monate
Median: 24,2 Monate (95%CI: 21,6-26,8)

1-Jahres-Überleben (11 Studien)
Median: 80,0% (95%CI: 74,7-84,4)

2-Jahres-Überleben (11 Studien)
Median: 50,2% (95%CI: 42,9-57,5)

Subgruppenanalysen
Studien mit ≥ 20 LAPC Patienten (5 Studien)
21,1-26,0 Monate

FOLFIRINOX Dosismodifikation (2 Studien)
kein statistisch signifikanter Zusammenhang zwischen medianer Anzahl der FOLFIRINOX Zyklen und medianem Gesamtüberleben p=0,95

Progressionsfreies Überleben (11 Studien)
3,0-24,4 Monate

Median: 15 Monate (95%CI: 13,8-16,2)

Toxizitäten (Grad 3-4) (10 Studien)
Gesamt:
60,4% (296/490)
Neutropenie
19,6% (95%CI: 10,9-29,9)
Thrombozytopenie
5,9% (95% CI: 2,9-9·8)
Diarrhoe
8,2% (95% CI: 5,0-12,1)
Erbrechen
8,8% (95% CI: 5,0-13,5)
Fatigue
11,7% (95%CI: 7,3-17,0)

Folgebehandlungen
(Chemo-)Radiotherapie (8 Studien)
31,2%-100,0%
Gepoolt: 63,5% (95%CI: 43,3-81,6)

kein statistisch signifikanter Zusammenhang zwischen (Chemo-)Radiotherapie und Gesamtüberleben
p=0,12

Resektion (12 Studien)
0,0%-42,9%
Gepoolt: 25,9% (95%CI: 20,2-31,9)

kein statistisch signifikanter Zusammenhang zwischen Resektion und Gesamtüberleben
p=0,39

R0-Resektion (12 Studien)
Gepoolt: 78,4% (95%CI: 60,2-92,2)

Author's Conclusion:  In conclusion, this patient-level meta-analysis found a median OS of 24,2 months after FOLFIRINOX in patients with LAPC. This is superior to the median OS reported for gemcitabine in LAPC patients of 6 to 13 months. (31, 32) An ongoing phase III trial will provide level I evidence regarding FOLFIRINOX in LAPC patients.(33)
Boone BA, Steve J, Krasinskas AM, et al. Outcomes with FOLFIRINOX for borderline resectable and locally unresectable pancreatic cancer. J Surg Oncol. 2013 Sep; 108(4):236–41. [PubMed: 23955427]

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Faris JE, Blaszkowsky LS, McDermott S, et al. FOLFIRINOX in locally advanced pancreatic cancer: the Massachusetts General Hospital Cancer Center experience. Oncologist. 2013 May; 18(5):543–8. [PubMed: 23657686]

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Hosein PJ, Macintyre J, Kawamura C, et al. A retrospective study of neoadjuvant FOLFIRINOX in unresectable or borderline-resectable locally advanced pancreatic adenocarcinoma. Bmc Cancer. 2012 May 29.12(12):199. [PubMed: 22642850]

Mahaseth H, Brutcher E, Kauh J, et al. Modified FOLFIRINOX regimen with improved safety and maintained efficacy in pancreatic adenocarcinoma. Pancreas. 2013 Nov; 42(8):1311–5. [PubMed: 24152956]

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Methodical Notes
Funding Sources:  Dr. Sadot and Dr. Allen received support through the NIH/NCI Cancer Center Support Grant P30 CA008748.

COI:  Dr. Marthey reports personal fees from ROCHE, outside the submitted work. Dr. Faris reports personal fees and other from Novartis, personal fees from N-of-One, personal fees from Merrimack Pharmaceuticals, outside the submitted work.
Dr. Mellon reports personal fees from Elekta, outside the submitted work.
Dr. Taieb reports personal fees from Roche, personal fees from AMGEN, personal fees from Merck, personal fees from Calgene, personal fees from Lilly, personal fees from Sanofi, outside the submitted work. Dr. El-Rayes reports personal fees from Genentech/Roche, personal fees from Merrimack, grants from Taiho Pharmaceutical, grants from Bristol-Myers Suibb, grants from Boston Biomedical, grants from Cleave Bioscinies, grants from Genentech, grants from AVEO, grants from Pfizer, outside the submitted work; .Dr. Lacy reports personal fees from Sirtex Medical, outside the submitted work.
Dr. Allen reports grants from Novartis, personal fees from Sanofi, outside the submitted work.
The other authors declared no conflicts of interest

Study Quality:  Critical Appraisal Skill Program (CASP)

Heterogeneity:  Grad 3 und 4 Toxizitätsraten (gepoolt; random effects model)
Neutropenie: 19,6% (95%CI: 10,9-29,9; I2= 83%)
Thrombozytopenie: 5,9% (95% CI: 2,9-9·8; I2= 53%)
Diarrhoe: 8,2% (95% CI: 5,0-12,1; I2= 36%)
Erbrechen: 8,8% (95% CI: 5,0-13,5; I2=36%)
Fatigue: 11,7% (95%CI: 7,3-17,0; I2= 51%)

Zusammenhang zwischen OS und Folgehandlung (gepoolt; random effects model)
(Chemo-)Radiotherapie: 63,5% (95%CI: 43,3%-81,6%; I2= 90%)
Resektion: 25,9% (95%CI: 20,2%-31,9%; I2= 24%)
R0-Resektion: 78,4% (95%CI: 60,2%-92,2%; I2= 64%)

Publication Bias:  Bewertung: Funnel-Plot
Ergebnis: symmetrischer Funnel Plot, kein Publikationsbias

Notes:  
Gesamtqualität: keine methodischen Mängel
PICO Frage klar formuliert: ja
Ausreichende Suchstrategie: ja
Ein- und Ausschlusskriterien klar definiert: ja
Qualitätsbewertung der eingeschlossenen Studien erfolgt: ja
Metaanalyse erfolgt: ja
Prüfung der Heterogenität: ja
Aoki, S. et al. Decreased serum carbohydrate antigen 19-9 levels after neoadjuvant therapy predict a better prognosis for patients with pancreatic adenocarcinoma: A multicenter case-control study of 240 patients. BMC Cancer. 19. 252. 2019
Aoki, S. et al. Decreased serum carbohydrate antigen 19-9 levels after neoadjuvant therapy predict a better prognosis for patients with pancreatic adenocarcinoma: A multicenter case-control study of 240 patients. BMC Cancer. 19. 252. 2019
Population Intervention - Comparison Outcomes/Results
Evidence level:  4

Study type:  retrospektive Kohorte, multizentrisch (7 high-volume medical institutions), Japan

Number of Patient:  n=240 Gesamtpopulation
n=49 Normal
n=33 Responder
n=158 Non-Responder


Recruitung Phase:  01/2001 - 01/2012

Inclusion Criteria:  1. PDAC
2. neoadjuvante Therapie
3. R0/1-Resektion


Exclusion Criteria:  1. andere Histologien
2. keine neoadjuvante Therapie
3. fehlendes CA19-9 vor oder nach Resektion
4. fehlendes Bilirubin vor oder nach Resektion
5. Bilirubin >2,0 mg/dl zum Zeitpunkt der CA19-9 Messung
Intervention:  Normal: normales CA19-9 (<37 U/ml) vor und nach der neoadjuvanten Therapie

Comparison:  Responder
erhöhtes CA19-9 vor der neoadjuvanten Therapie, normales CA19-9 (<37 U/ml) nach der neoadjuvanten Therapie

Non-Responder
erhöhtes CA19-9 vor und nach der neoadjuvanten Therapie

oder normales CA19-9 vor der neoadjuvanten Therapie, erhöhtes CA19-9 nach der neoadjuvanten Therapie
Primary:  Gesamtüberleben
Rezidivfreies Überleben


Secondary:  

Results:  Follow Up:
Median 21,3 Monate

Gesamtüberleben
Normal vs. Responder
kein statistisch signifikanter Unterschied
HR 1,032 (95%CI 0,488-2,275)
p=0,934

Normal vs. Non-Responder
signifikant höher bei Normal
HR 1,873 (95%CI 1,139-3,271)
p=0,012

Responder vs. Non-Responder
signifikant niedrigeres Überleben bei Non-Respondern
HR 1,934 (95%CI 1,076-3,847)
p=0,026

Rezidivfreies Überleben
Normal vs. Responder
kein statistisch signifikanter Unterschied
HR 1,199 (95%CI 0,654-2,158)
p=0,550

Normal vs. Non-Responder
signifikanter höher bei Normal
HR 1,864 (95%CI 1,236-2,919)
p=0,003

Responder vs. Non-Responder
Kein statistisch signifikanter Unterschied
HR 1,554 (95%CI 0,979-2,610)
p=0,062


Author's Conclusion:  In conclusion, normalized CA19–9 values after neoadjuvant therapy is considered to be therapeutic indicator for the effects against hepatic micrometastases. The alteration of CA19–9 values during neoadjuvant therapy indicates the optical resecting timing for subsequent surgery and the prediction of the patient prognosis after surgery.
Methodical Notes
Funding Sources:  This work was supported in part by Grants-in-Aid for Scientific Research 16 K10588 from the Japan Society for the Promotion of Science.

COI:  The authors declare that they have no competing interests.

Randomization:  keine Randomisierung (retrospektiv)

Blinding:  keine Verblindung (retrospektiv)

Dropout Rate/ITT-Analysis:  nicht angegeben

Notes:  Gesamtqualität: keine methodischen Mängel
Studiendesign: retrospektive Kohorte
PICO Frage: ja
Randomisiert: nein
Gruppen vergleichbar: ja
Gruppen gleich behandelt (abgesehen von untersuchter Intervention): ja
Patienten nachverfolgbar (Loss of Follow-Up dokumentiert etc.): ja
objektive Messung: ja
Verblindung: nein
Bernard, V. et al. Circulating Nucleic Acids Are Associated With Outcomes of Patients With Pancreatic Cancer. Gastroenterology. 156. 108. 2019
Bernard, V. et al. Circulating Nucleic Acids Are Associated With Outcomes of Patients With Pancreatic Cancer. Gastroenterology. 156. 108. 2019
Population Intervention - Comparison Outcomes/Results
Evidence level:  3

Study type:  prospektive Kohorte, multizentrisch, USA

Number of Patient:  n=34 Gesamtpopulation (68 Blutproben, baseline und nach Abschluss der neoadjuvanten Therapie)

Recruitung Phase:  04/2015-10/2017

Inclusion Criteria:  1. klinisch und histologisch bestätigtes PDAC
2. lokal-fortgeschrittenes, resektables Stadium
3. unbehandelt in Evaluierungsphase

Exclusion Criteria:  
Intervention:  Liquid Biopsie als Prädiktor für die Resektabilität von Patienten mit neoadjuvanter Therapie

(KRAS Mutationslast in exoDNA und CtDNA)


Comparison:  
Primary:  Mutationsdetektionsraten (Baseline)
Reduktion der Mutationslast nach Abschluss der neoadjuvanten Therapie


Secondary:  

Results:  Follow-up
Median 187 Tage (Patienten ohne Progression 300 Tage)

Extraktion entsprechend der Fragestellung: Liquid Biopsie als Prädiktor für Resektabilität von Patienten mit neoadjuvanter Therapie, weitere Inhalte der Studie nicht extrahiert

Mutationsdetektionsrate
matched exo/ctDNA (KRAS Mutation in Codon 12/13)
ctDNA 32%
exoDNA 41%

Reduktion der Mutationslast nach Abschluss der neoadjuvanten Therapie
exoDNA
statistisch signifikant häufigere Resektabilität bei Reduktion der Mutationslast
OR 38,4 (95%CI 3,95-373,3)
p=0,0002

ctDNA
Veränderte Werte ohne Korrelation mit Resektabilität und/oder Krankheitsprogression

Author's Conclusion:  In conclusion, our study in a relatively large cohort of PDAC patients, composed of both metastatic and localized disease, reiterates the predictive and prognostic value of liquid biopsies in this malignancy. We show that although the baseline CA19-9, exoDNA, and ctDNA cargo has prognostic effect, longitudinal monitoring of exoDNA provides unique predictive information on the outcome of neoadjuvant therapy in localized disease and in anticipating progression in the metastatic setting. In contrast to the challenges of repetitive tissue biopsies for visceral cancers, serial liquid biopsies may provide an attractive alternative strategy to map tumor evolution in real time, providing an unprecedented insight into how the PDAC genome adapts to and eventually becomes recalcitrant to therapy.
Methodical Notes
Funding Sources:  This work was supported by the MD Anderson Moonshot Program and the Khalifa Bin Zayed Al-Nahyan Foundation (no grant numbers apply); the National Institutes of Health (U01CA196403 and U01CA200468 to Anirban Maitra); the Cancer Prevention Research Institute of Texas (RP160517 to Anirban Maitra; Vincent Bernard and Nabiollah Kamyabi were funded through a fellowship from Cancer Prevention Research Institute of Texas Research Training Program RP170067; and the German Research Foundation (SE-2616/2-1 to Alexander Semaan). We are grateful the Precision Medicine Research Associates/Fox Family Foundation for partially supporting the studies described in this manuscript

COI:  The authors disclose no conflicts.

Randomization:  keine Randomisierung

Blinding:  keine Verblindung

Dropout Rate/ITT-Analysis:  nicht angegeben

Notes:  Gesamtqualität: ausreichend
Studiendesign: prospektive Kohorte
PICO Frage: ja
Randomisiert: nein
Gruppen vergleichbar: nein
Gruppen gleich behandelt (abgesehen von untersuchter Intervention): ja
Patienten nachverfolgbar (Loss of Follow-Up dokumentiert etc.): ja
objektive Messung: ja
Verblindung: nein
Akita, H. et al. FDG-PET predicts treatment efficacy and surgical outcome of pre-operative chemoradiation therapy for resectable and borderline resectable pancreatic cancer. European Journal of Surgical Oncology. 43. 1061-1067. 2017
Akita, H. et al. FDG-PET predicts treatment efficacy and surgical outcome of pre-operative chemoradiation therapy for resectable and borderline resectable pancreatic cancer. European Journal of Surgical Oncology. 43. 1061-1067. 2017
Population Intervention - Comparison Outcomes/Results
Evidence level:  4

Study type:  retrospektive Kohorte, unizentrisch, Japan

Number of Patient:  n=83 Gesamtpopulation
n=69 schlechtes Ansprechen
n=14 gutes Ansprechen

Recruitung Phase:  2008 - 2012

Inclusion Criteria:  1. histologisch oder zytologisch bestätigtes PDAC
2. resektabel oder borderline resektabel
3. gleiches FDG-PET/CT Verfahren vor und nach der neoadjuvanten Radiochemotherapie

Exclusion Criteria:  1. Pankreatitis oder Cholangitis vor neoadjuvanter Therapie
2. unkontrollierter Diabetes mellitus
Intervention:  FDG-PET/CT zur Messung der Effektivität der neoadjuvanten Therapie

(Vergleich SUVmax vor der neoadjuvanten Therapie Chemotherapie (pre-CRT SUV) mit SUVmax nach neoadjuvanter Therapie (post-CRT SUV))

Neoadjuvante Radiochemotherapie (3 Monate):
50 Gy Gesamtdosis (2 Gy tägl. für 5 Tage/Woche)
Gemcitabin: intravenös, 1000 mg/m2 an Tag 1, 8 und 15 während eines 4-Wochen-Zyklus für 3 Zyklen

Gutes Ansprechen: Grad I/IIA/IIB (Evans Klassifikation)
Schlechtes Ansprechen: Grad III/IV (Evans Klassifikation)

Comparison:  
Primary:  Ansprechen
Gesamtüberleben


Secondary:  

Results:  Follow-up
Median 41,1 Monate (7,4-41,1)

Ansprechen
Post-CRT SUV
schlechtes Ansprechen vs. gutes Ansprechen
Statistisch signifikant geringer bei gutem Ansprechen
gutes Ansprechen: 2,00 ± 0,71
schlechtes Ansprechen: 2,50 ± 1,12
p=0,040

Pre-CRT SUV
schlechtes Ansprechen vs. gutes Ansprechen
kein statistisch signifikanter Unterschied
gutes Ansprechen: 6,70 ± 2,42
schlechtes Ansprechen: 5,16 ± 3,83
p=0,152

Regressionsindex (prozentuale Senkung des SUV nach neoadjuvanter Therapie)
schlechtes Ansprechen vs. gutes Ansprechen
Statistisch signifikant höher bei gutem Ansprechen
schlechtes Ansprechen: 44,1% ± 20,3
gutes Ansprechen: 67,1% ± 15,1
p<0,001

Diagnostische Güte für das Finden eines guten Ansprechens:
AUC 0,822
Sensitivität: 92,9%
Spezifität: 62,3%

Grenzwert für Gutes Ansprechen: 50%

Gesamtüberleben
5-Jahres Überleben
Regressionsindex <50% vs. ≥50%
Statistisch signifikant höher bei Regressionsindex ≥50%
≥50%: 56,0%
<50%: 36,6%
p=0,031

Author's Conclusion:  In conclusion, we elucidated the utility of FDG-PET/CT in evaluating the efficacy of pre-operative therapy for PDAC. The regression index should be helpful not only for evaluating the pathological effect, but also for predicting the survival benefit after radical surgery. Of course, this study was retrospective and the sample size was small, so we have to prospectively examine these conclusions with many more patients. However, a few good biomarkers can be used to identify patients who will receive a survival benefit from subsequent surgery after pre-operative therapy, so we think that this study will be of help in deciding the adequate therapy for PDAC patients.
Methodical Notes
Funding Sources:  There are no financial disclosures, conflicts of interest, acknowledgements, or funding sources

COI:  There are no financial disclosures, conflicts of interest, acknowledgements, or funding sources

Randomization:  keine Randomisierung (retrospektive Kohortenstudie)

Blinding:  keine Verblindung (retrospektive Kohortenstudie)

Dropout Rate/ITT-Analysis:  All 83 patients were followed until disease recurrence and/or death

Notes:  Gesamtqualität: ausreichend
Studiendesign: retrospektive Kohorte
PICO Frage: ja
Randomisiert: nein
Gruppen vergleichbar: unklar
Gruppen gleich behandelt (abgesehen von untersuchter Intervention): unklar
Patienten nachverfolgbar (Loss of Follow-Up dokumentiert etc.): ja
objektive Messung: nein
Verblindung: nein
Aldakkak, Mohammed et al. Pre-treatment carbohydrate antigen 19-9 does not predict the response to neoadjuvant therapy in patients with localized pancreatic cancer. HPB : the official journal of the International Hepato Pancreato Biliary Association. 17. 942-952. 2015
Aldakkak, Mohammed et al. Pre-treatment carbohydrate antigen 19-9 does not predict the response to neoadjuvant therapy in patients with localized pancreatic cancer. HPB : the official journal of the International Hepato Pancreato Biliary Association. 17. 942-952. 2015
Population Intervention - Comparison Outcomes/Results
Evidence level:  4

Study type:  retrospektive Kohorte, unizentrisch, USA

Number of Patient:  n=168 Gesamtpopulation
n=44 normaler CA19-9
n=62 leicht erhöhter CA19-9
n=46 mittelmäßig erhöhter CA19-9
n=16 hoher CA19-9


Recruitung Phase:  2009 - 2014

Inclusion Criteria:  1. neoadjuvante Therapie
2. Adenokarzinom (geprüft durch Biopsie)
3. CA19-9 Werte vor und nach neoadjuvanter Therapie bestimmt


Exclusion Criteria:  1. alle Histologien außer Adenokarzinom
2. keine neoadjuvante Therapie
3. kein CA19-9 vor der Therapie bestimmt
Intervention:  normaler CA19-9 (≤ 35 U/ml)

Comparison:  erhöhter CA19-9 (>35 U/ml)

Subgruppen:
leicht erhöhter CA19-9 (36-200 U/ml)
mittelmäßig erhöhter CA19-9 (201-1000 U/ml)
hoher CA19-9 (>1000 U/ml)
Primary:  Gesamtüberleben
Mortalität
Komplikationen
Länge des Krankenhausaufenthaltes
Wiederaufnahme
Adjuvante Therapie


Secondary:  

Results:  Gesamtüberleben
normale vs. erhöhte CA19-9 Werte
signifikant längeres Gesamtüberleben bei normalem CA19-9
normaler CA19-9: 46,2 Monate
erhöhter CA19-9: 26,4 Monate
p=0,03

Mortalität
30-Tage-Mortalität
normal vs. erhöhte CA19-9 Werte
kein statistisch signifikanter Unterschied
normaler CA19-9: 1 (2%)
leicht erhöhter CA19-9: 1 (2%)
mittelmäßig erhöhter CA19-9: 0 (0%)
hoher CA19-9: 0 (0%)
p=0,73

Komplikationen
Clavien Grade 3+
normal vs. erhöhte CA19-9 Werte
kein statistisch signifikanter Unterschied
normaler CA19-9: 9 (21%)
leicht erhöhter CA19-9: 12 (20%)
mittelmäßig erhöhter CA19-9: 7 (16%)
hoher CA19-9: 4 (27%)
p=0,84

Länge des Krankenhausaufenthaltes (Median)
normal vs erhöhte CA 19-9 Werte
kein statistisch signifikanter Unterschied
normaler CA19-9: 9,5 Tage
leicht erhöhter CA19-9: 9 Tage
mittelmäßig erhöhter CA19-9: 8 Tage
hoher CA19-9: 10,5 Tage
p=0,29

Wiederaufnahme
30-Tage-Wiederaufnahmen
normal vs erhöhte CA 19-9 Werte
kein statistisch signifikanter Unterschied
normaler CA19-9: 4 (16%)
leicht erhöhter CA19-9: 12 (20%)
mittelmäßig erhöhter CA19-9: 5 (11%)
hoher CA19-9: 3 (19%)
p=0,38

Adjuvante Therapie
normal vs erhöhte CA 19-9 Werte
kein statistisch signifikanter Unterschied
normaler CA19-9: 22 (50%)
leicht erhöhter CA19-9: 32 (52%)
mittelmäßig erhöhter CA19-9: 25 (54%)
hoher CA19-9: 7 (44%)
p=0,90



Author's Conclusion:  Pre-treatment serum CA19-9 levels are clinically useful in assessing the risk for decreased survival in patients with PC who are treated with neoadjuvant therapy. However, even patients with very high pre-treatment CA19-9 levels may derive a meaningful survival benefit with a neoadjuvant approach. Such patients can be identified by their decline in post-treatment CA19-9 level in response to neoadjuvant therapy. Importantly, the CA19-9 response to induction therapy provides a window through which we can begin to understand a complex tumour biology which defines PC – additional biomarkers
under development will add to the value of post-treatment/pre-operative CA19-9 and provide physicians a much more accurate prediction of whether surgery will provide a clinically meaningful benefit to an individual patient.
Methodical Notes
Funding Sources:  American Cancer Association Pilot Grant, We Care Fund for Medical Innovation and Research, Ronald Burklund Eich Pancreatic Cancer Research Fund, Advancing a Healthier Wisconsin.

COI:  None declared.

Randomization:  keine Randomisierung (retrospektiv)

Blinding:  keine Verblindung (retrospektiv)

Dropout Rate/ITT-Analysis:  nicht angegeben

Notes:  Gesamtqualität: ausreichend
Studiendesign: retrospektive Kohorte
PICO Frage: ja
Randomisiert: nein
Gruppen vergleichbar: ja
Gruppen gleich behandelt (abgesehen von untersuchter Intervention): unklar
Patienten nachverfolgbar (Loss of Follow-Up dokumentiert etc.): ja
objektive Messung: ja
Verblindung: nein
Tsai, S. et al. Importance of Normalization of CA19-9 Levels Following Neoadjuvant Therapy in Patients With Localized Pancreatic Cancer. Ann Surg. 271. 740-747. 2020
Tsai, S. et al. Importance of Normalization of CA19-9 Levels Following Neoadjuvant Therapy in Patients With Localized Pancreatic Cancer. Ann Surg. 271. 740-747. 2020
Population Intervention Outcomes/Results
Evidence level:  3

Study type:  retrospektive Kohorte, unizentrisch, USA

Number of Patient:  n=131 Gesamtpopulation
n=33 Quartil 1
n=33 Quartil 2
n=33 Quartil 3
n=32 Quartil 4


Recruitung Phase:  2009-2017

Inclusion Criteria:  1. Resektables oder borderline resektables Pankreaskarzinom
2. Neoadjuvante Therapie + OP


Exclusion Criteria:  1. Keine neoadjuvante Therapie
2. Normaler CA19-9 Wert (≤35U/ml) bei Diagnose
3. Keine vollständigen CA19-9 Werte zur Verfügung
Intervention:  Prognostische Relevanz des erhöhten CA19-9 Wertes im Therapieverlauf

Prätherapeutischer CA19-9 (Quartile)
Quartil 1 Median 51 U/ml
Quartil 2 Median 118 U/ml
Quartil 3 Median 396 U/ml
Quartil 4 Median 1036 U/ml


Comparison:  
Primary:  Veränderung des CA19-9 im Therapieverlauf
Gesamtüberleben


Secondary:  

Results:  Veränderung des CA19-9 im Therapieverlauf

Normalisierung des CA19-9 nach neoadjuvanter Therapie
Gesamtpopulation: 51 (39%)
Quartil 1 20 (66%)
Quartil 2 12 (36%)
Quartil 3 10 (30%)
Quartil 4 7 (22%)

Anstieg des CA19-9 nach neoadjuvanter Therapie
Gesamtpopulation: 12 (9%)

Normalisierung des CA19-9 postoperativ
Gesamtpopulation: 88 (67%)
Quartil 1 30 (91%)
Quartil 2 18 (55%)
Quartil 3 21 (63%)
Quartil 4 19 (59%)

Gesamtüberleben (Median)
Gesamtpopulation: 30 Monate
Quartil 1 68 Monate
Quartil 2 25 Monate
Quartil 3 25 Monate
Quartil 4 26 Monate

Quartil 1 vs. Quartil 2
Statistisch signifikant höheres Todesrisiko in Quartil 2
HR 2,68 (95% CI 1,25-5,08)
p=0,01

Quartil 1 vs. Quartil 3
Statistisch signifikant höheres Todesrisiko in Quartil 3
HR 3,15 (95% CI 1,45-6,84)
p=0,004

Quartil 1 vs Quartil 4
Statistisch signifikant höheres Todesrisiko in Quartil 4
HR 3,22 (95% CI 1,49-6,97)
p=0,003

Nach neoadjuvanter Therapie (präop)
normalisiert vs. weiterhin erhöht
Statistisch signifikant länger bei normalisiertem Wert
normalisiert: 46 Monate (n=29 Patienten)
weiterhin erhöht: 23 Monate (n=69 Patienten
HR 2,43 (95% CI 1,16-5,09)
p=0,02

Nach neoadjuvanter Therapie + Op
normal präop + postop vs. erhöht präop +postop
Statistisch signifikant kürzer bei erhöht/erhöht
Normal/normal: 46 Monate
erhöht/erhöht: 19 Monate
HR 4,03 95% CI 1,63-9,97
p=0,003

Author's Conclusion:  The CA19-9 response to induction therapy provides a window of opportunity for clinicians to view a patient’s complex tumor biology. The value of extended neoadjuvant therapy to achieve normalization of CA19-9 should be an area of further study. Additional biomarkers under development will add to the value of CA19-9 and provide physicians with a more accurate prediction of whether surgery will provide a clinically meaningful and durable benefit to the individual patient.
Methodical Notes
Funding Sources:  We Care Fund for Medical Innovation and Research, Ronald Burklund Eich Pancreatic Cancer Research Fund, Association of VA Surgeons Karl Storz Research Grant

COI:  The authors report no conflicts of interest.

Randomization:  keine Randomisierung (retrospektiv)

Blinding:  keine Verblindung (retrospektiv)

Dropout Rate/ITT-Analysis:  nicht angegeben (retrospektiv)

Notes:  

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