23. Forschungsfragen – Palliativmedizin
Bei der Auswertung der systematisch recherchierten Literatur fanden die Mitglieder:innen der Leitliniengruppe folgende Fragen, die in Zukunft durch qualitativ hochwertige Studien beantwortet werden sollten:
Tabelle 74: Übersicht Forschungsfragen nach Kapitel
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Population |
Intervention |
Comparison |
Outcome |
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Thema: Versorgungsstrukturen |
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Welchen Einfluss hat Screening auf patientenbezogene Outcomes? |
Patient:innen mit nicht-heilbarer Krebserkrankung |
Systematisches Screening auf Palliativmedizinischen Handlungsbedarf |
Standardvorgehen |
Verbesserung der patientenbezogenen Outcome Parameter |
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Welchen Einfluss hat Screening auf Patientensteuerung? |
Patient:innen mit nicht-heilbarer Krebserkrankun |
Systematisches Screening auf Palliativmedizinischen Handlungsbedarf |
Standardvorgehen |
Qualitative und quantitative Unterschiede in Zuweisungen zu palliativmedizinischen Versorgungsstrukturen |
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Welche patientenbezogenen Outcome Unterschiede ergeben sich, wenn die Palliative Basisversorgung aus unterschiedlichen Behandlungssettings geleistet wird (Generalist, Facharzt für Allgemeinmedizin vs. Spezialist, Facharzt für Häamtologie und Onkologie, Senologie, Urologie etc.) |
Patient:innen mit nicht-heilbarer Krebserkrankun |
Palliative Basisversorgung |
Behandlungsführung |
Unterschiede in APV, SPV Zuweisungen, Anzahl ACP, PV / VV, Tumorboardvorstellungen, ggf. PROMS… |
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Womit korreliert ein Sterbeort "zu Hause"? |
Patient:innen mit nicht-heilbarer Krebserkrankun |
frühere Integration von Palliativmedizin |
keiner/späterer Integration/ |
Tumorentität/Wohnort/Versorgungsort (TU Zentrum ja/nein) - Sterbeort |
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Inwieweit sind Behandlungspfade in den letzten Jahren bezüglich der Ablaufstrukturen nachvollziehbarer und effektiver geworden? |
Erwachsene mit palliativem Versorgungsbedarf in der allgemeinen oder spezialisierten Palliativversorgung |
Aktuelle (überarbeitete) Behandlungspfade |
Frühere Behandlungspfade vor Überarbeitung |
Nachvollziehbarkeit der Ablaufstrukturen, Versorgungseffektivität, patientenrelevante Outcomes, Schnittstellenqualität |
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Inwieweit bestehen im Krankenhaus Verlegungsanreize bei Erreichen der Grenzverweil-dauer (Verlegung vom KH-Palliativdienst auf die KH-Palliativstation)? |
Stationär behandelte Palliativpatientinnen und -patienten mit Mitbetreuung durch den KH-Palliativdienst |
Erreichen oder Überschreiten der oberen Grenzverweil-dauer gemäß DRG-Systematik |
Fälle ohne Erreichen der Grenzverweil-dauer bzw. vergleichbare Fälle vor diesem Zeitpunkt |
Häufigkeit und Zeitpunkt der Verlegung auf die KHPalliativstation, ökonomisch induzierte Verlegungsmuster, Verweildauer, Patientenoutcomes |
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Inwieweit kommt es bei identischer Trägerschaft im Fall interner Kapazitätsengpässe oder besserer Remunerierung zu einer Veränderung der Versorgungsform (KH zu SAPV; SPV zu Hospiz und SAPV)? |
Palliativpatientinnen und -patienten in Einrichtungsverbünden mit identischer Trägerschaft (KH, SAPV, stationäre Palliativversorgung, Hospiz) |
Interne Kapazitätsengpässe oder günstigere Remunerierung in einer Alternativen Versorgungsform |
Ausreichende Kapazitäten bei vergleichbarer Remunerierung der Versorgungsformen |
Häufigkeit und Zeitpunkt des Wechsels der Versorgungsform (z.B. KH zu SAPV; SPV zu Hospiz und SAPV), Versorgungsqualität, Patientenpräferenz-Kongruenz |
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Inwieweit lassen sich Drehtür- Effekte (Verlegung vom Pflegeheim ins Krankenhaus im Palliativfall, insbesondere an Wochenenden) durch Kompetenzstärkung in den behandelnden Institutionen verringern? |
Palliativpatientinnen und -patienten in stationären Pflegeeinrichtungen |
Maßnahmen zur palliativmedizinischen und palliativpflegerischen Kompetenzstärkung (Schulungen, palliative Rufbereitschaft, konsiliarische Anbindung an SAPV/AAPV) |
Standardversorgung ohne gezielte Kompetenzstärkung |
Häufigkeit ungeplanter Krankenhauseinweisungen (insbesondere an Wochenenden und nachts), Verweildauer im KH, Sterbeort, Symptomlast, Angehörigenbelastung |
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Wie relevant ist das im WIdOKompetenzatlas benannte Problem vermeidbarer Krankenhauseinweisungen am Lebensende? |
Patientinnen und Patienten in der letzten Lebensphase (z.B. letzte 6 bis 12 Monate) |
Strukturen zur Vermeidung stationärer Einweisungen (ambulante palliative Versorgung, SAPV, AAPV, Pflegeheim mit palliativer Anbindung, Advance Care Planning) |
Regelversorgung ohne strukturierte palliative Anbindung |
Anteil und Häufigkeit vermeidbarer KHEinweisungen, Ursachen der Einweisungen, regionale Variation, Sterbeort, Versorgungskosten |
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Worauf lassen sich die großen Unterschiede in den Behandlungsergebnissen zwischen SAPV-Teams zurückführen (z.B. Daten aus COMPANION)? |
Palliativpatientinnen und -patienten in SAPV-Versorgung |
Struktur- und Prozessmerkmale der SAPV-Teams (Teamgröße, Qualifikationsmix, 24/7- Erreichbarkeit, Fallzahl, Koordinationsqualität, regionale Einbettung) |
Vergleich zwischen SAPV-Teams mit unterschiedlichen Struktur- und Prozessmerkmalen |
Patientenrelevante Outcomes (Symptomkontrolle, Sterbeort, Angehörigenzufriedenheit, ungeplante KH-Einweisungen), Prozessqualität, ökonomische Outcomes |
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Thema: Kommunikation |
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Strukturierte Kommunikation bei Krankheitsprogression: Führt eine strukturierte, leitlinienbasierte Kommunikationsintervention bei Gesprächen über Krankheitsprogression zu einer Verbesserung der psychischen Belastung und Entscheidungsqualität im Vergleich zur üblichen Gesprächsführung? |
Patient:innen mit nicht-heilbarer Krebserkrankung in der Palliativversorgung |
Strukturierte Kommunikationsintervention (z. B. SPIKES, NURSE, evidenzbasierte Gesprächsleitfäden, Training der Behandelnden) |
Übliche, nicht standardisierte Gesprächsführung |
Psychische Belastung (Angst, Depression), Entscheidungsqualität, Krankheitsverständnis, Lebensqualität |
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Advance Care Planning und Kommunikation über Lebensende: Verbessert eine frühzeitige, strukturierte Kommunikation im Rahmen von Advance Care Planning (ACP) die Übereinstimmung zwischen Patientenwünschen und tatsächlich erhaltenen Behandlungen im Vergleich zu später oder unsystematischer Kommunikation? |
Patient:innen mit nicht-heilbarer Krebserkrankung |
Frühzeitige, strukturierte ACP-Gespräche (inkl. Angehörigenintegration) |
Späte oder nicht strukturierte Kommunikation über Therapieziele |
Zielkongruenz der Versorgung, Inanspruchnahme belastender Maßnahmen am Lebensende, Zufriedenheit von Patient:innen und Angehörigen |
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Kommunikation über Sterben und Tod (existenzielle Themen): Hat eine gezielte Schulung von Behandelnden in der Kommunikation über Sterben und Tod einen Einfluss auf das Ausmaß existenzieller Belastung und das Gefühl von Sicherheit bei Patient:innen? |
Patient:innen mit nicht-heilbarer Krebserkrankun |
Kommunikationstraining für Behandelnde (z. B. Umgang mit Hoffnungslosigkeit und Hoffnung, „double awareness“) |
Keine spezifische Schulung |
Existentielle Belastung, Angst, Gefühl von Sicherheit, Vertrauen in Behandelnde |
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Thema: Therapiezielfindung |
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Wie wirksam sind strukturiere Entscheidungshilfen (decision aids) in der Palliativmedizin? |
Patient:innen mit einer nicht-heilbaren Krebserkrankung und deren Angehörige im Rahmen der Behandlungsplanung oder der vorausschauenden Versorgungsplanung |
Einsatz von strukturierten Entscheidungshilfen in Form von Broschüren, Videos, Internetprogrammen oder Entscheidungstafeln zur Unterstützung des Shared Decision Making |
Standardmäßige klinische Aufklärung und Beratung (persönliches Gespräch) ohne den Einsatz spezifischer, strukturierter Entscheidungshilfen |
Wissen der Patient:innen über geplante Therapiemaßnahmen. Entscheidungssicherheit und Verringerung von Entscheidungskonflikten. Patient:innenzufriedenheit mit der getroffenen Entscheidung und der Informationsvermittlung. Grad der Einbeziehung der Patient:innen in den Entscheidungsprozess. Psychische Parameter wie Ängstlichkeit und Depression. Häufigkeit des Abschlusses von Vorausverfügungen im Rahmen der vorausschauenden Versorgungsplanung. |
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Thema: Atemnot |
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Wie entsteht Atemnot? |
Patienten mit Atemnot und einer nicht-heilbaren Krebserkrankung |
- (Grundlagenforschung) |
(Grundlagenforschung) |
- (Grundlagenforschung) |
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Wirkt sich die Linderung von Angst/Panik durch Benzodiazepine bei Patienten mit Atemnot und Angst/Panik auch lindernd auf die Belastung durch Atemnot aus? |
Patienten mit Atemnot und atemnotassoziierter Angst/Panik und einer nicht-heilbaren Krebserkrankung |
Benzodiazepine |
Plazebo |
Standardisierte Belastung durch Atemnot, Lebensqualität |
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Wirkt sich die Linderung von Angst/Panik durch Pregabalin bei Patienten mit Atemnot und Angst/Panik auch lindernd auf die Belastung durch Atemnot aus? |
Patienten mit Atemnot und atemnotassoziierter Angst/Panik und einer nicht-heilbaren Krebserkrankung |
Pregabalin |
Plazebo |
Standardisierte Belastung durch Atemnot, Lebensqualität |
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Führt die Gabe von Dexamethason bei Lymphangiosis carcinomatosa der Lunge zur Linderung von Atemnot? |
Patienten mit Atemnot und einer nicht-heilbaren Krebserkrankung |
Dexamethason |
Plazebo |
Atemnotintensität, Standardisierte Belastung durch Atemnot, Lebensqualität |
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Wirkt die Konzentration auf die Ausatmung zu einer verlängerten Ausatmung und zur Linderung einer akuten Atemnot/Atemnotattacke? |
Patienten mit akuter Atemnot/Atemnotattacke und einer nicht-heilbaren Krebserkrankung |
Übung „Konzentration auf die Ausatmung“ |
? |
Atemnotintensität, Standardisierte Belastung durch Atemnot, Lebensqualität |
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Wirken Opioide auch bei Atemnot durch Belastung? |
Pat. mit nicht-heilbarer Krebserkrankung und Atemnot bei geringer Belastung ohne Ruhedyspnoe |
Morphin ret. -Gabe |
Placebo |
Standardisierte Belastung (iso-time), Borg-Skala |
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Wirken alle starken Opioide gegen Atemnot? |
Pat. mit nicht-heilbarer Krebserkrankung und Atemnot |
Oxycodon ret, Hydromorphon ret, Fentanyl transcutan Jeweils äquipotente Dosen |
Morphin ret. |
Atemnotintensität, Standardisierte Belastung durch Atemnot, QoL |
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Thema: Tumorschmerz |
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Effektivität von Metamizol gegenüber anderen NOPAs |
Patient:innen mit nicht-heilbarer Krebserkrankung mit tumorbedingten Schmerzen |
Metamizol |
NSAR, Paracetamol |
Schmerzeduktion, Verträglichkeit |
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Effektivität von iv Lidocain |
Patient:innen mit nicht-heilbarer Krebserkrankung mit tumorbedingten Schmerzen |
Iv Lidocain |
Placebo |
Schmerzeduktion, Verträglichkeit |
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Geringere Toleranzentwicklung von L-Methadon gegenüber anderen Opioiden |
Patient:innen mit nicht-heilbarer Krebserkrankung mit tumorbedingten Schmerzen und längerer Lebenserwartung |
L-Methadon |
Andere Opioide |
Dosisveränderung bei äquianalgetischer Behandlung |
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Haben Opioide einen Einfluss auf das Gesamt- bzw. tumorfreie Überleben? |
Pat. mit nicht-heilbarer Krebserkrankung und Schmerzen |
Opioide |
Nichtopioid-Analgetika |
Überleben |
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Thema: Fatigue |
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Wie ist der kurz- und mittelfristige Effekt einer Therapie mit Dexamethason zur Linderung von Fatigue? |
Patient:innen mit nicht-heilbarer Krebserkrankung in der Palliativversorgung |
Dexamethason oral |
Plazebo |
Müdigkeit, Schwäche |
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Wie ist der Effekt von einem an den Funktionszustand des Patienten adaptierten körperlichen Trainings zur Linderung von Fatigue? |
Patient:innen mit nicht-heilbarer Krebserkrankung und Funktionsstatus ECOG 3 oder 4 |
Körperliche Aktivierung/Training / Physiotherapie |
Massagen oder andere passive Formen der Physiotherapie |
Müdigkeit, Schwäche, Konzentrationsfähigkeit |
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Wie lassen sich Depression und Fatigue und irreversible Minderung des Allgemeinzustandes im Rahmen der Gesamtsituation (Kachexie, Anämie, Hypotonie, letzte Lebensphase) in der klinischen Praxis unterscheiden |
Patient:innen mit nicht-heilbarer Krebserkrankung in der Palliativversorgung |
Diagnostik zu Depression und Fatigue mit entsprechender psychiatrischer und palliativmedizinischer Expertise |
Keiner |
Anteil von Patient*innen mit belastender Depression, Anteil von Patient*innen mit belastender Fatigue |
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Welchen Stellenwert hat eine routinemäßige Fatigue-Diagnostik (Labor, Funktionstests) in der klinischen Versorgung und im Befinden von Palliativpatient*innen? |
Patient:innen mit nicht-heilbarer Krebserkrankung in der Palliativversorgung |
Diagnostisches Screening (L-Thyroxin, Testosteron, andere Laborparameter, Up- and-Go, andere Funktionstests) |
Kein Screening |
Müdigkeit, Schwäche, Anteil Patient*innen mit Interventionen zur Linderung von Fatigue, |
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Thema: Schlaf |
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Welche Medikamente sind für Insomnie im end-of-life-care überlegen? |
Patient:innen mit nicht-heilbarer Krebserkrankung im Hospiz |
Z-Substanzen |
Niedrigpotente antidepressive und Antipsychotika |
Einschlaflatenz, Schlafdauer, Tagesschläfrigkeit |
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Welche Interventionen sind für Tagesschläfrigkeit bei Palliativpatienten überlegen? |
Patient:innen mit nicht-heilbarer Krebserkrankung |
Modafinil / Solriamfetol |
Änderung der Tagesstruktur |
Verbesserung von Tagesschläfrigkeit |
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Welches Instrument eignet sich zum Assessment von Schlafstörungen bei palliativ versorgten Patienten und zeigt Assoziationen mit Lebensqualität und Funktionalität? |
Patient:innen mit nicht-heilbarer Krebserkrankung |
Strukturierte Schlafanamnese RU-Sated, PSQI, Stop-Bang, ILRLS, ESS EQ 5, CFS |
EQ5 und CFS bei Patienten mit vs. ohne Schlafstörung |
Assoziation zwischen QoL und CFS mit getörtem Schlaf. Ziel: identifizieren des Instrumentes zum Assessment von Schlafstörungen mit des besten Assoziation mit Frailty und QoL |
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Thema: Übelkeit/Erbrechen |
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Forschung in Bezug auf Übelkeit und Erbrechen sollte sich u.a. auf Medikamente Beziehen und dann speziell Palliativpatienten (mit einer Krebserkrankung außerhalb von tumorspezifischer Therapie) adressieren. Vergleiche von Medikamenten untereinander und von verschiedenen Kombinationen wäre hilfreich. Z.B. konnten für Promethazin, Mirtazapin und Antihistaminika keine sowie für andere Medikamente nur unzureichende Studien/Evidenzen für die S3-Leitlinie gefunden werden. Hier die wesentlichen Medikamente, zu denen mehr Studien hilfreich sind: - Metoclopramid - Haloperidol - Droperidol - Levosulpirid - Olanzapin - Levomepromazin - Promethazin - Mirtazapin - 5HT3-Rezeptorantagonisten - Kortikosteroide - Antihistaminika - Anticholinergika - NK1-Rezeptorantagonisten - Erythromycin |
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Thema: Obstipation |
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Effektivität von PAMORA vs. Laxanzien Behandlung der opioidinduzierten Obstipation (OIC) |
Patient:innen mit nicht-heilbarer Krebserkrankung mit tumorassoziierten Schmerz, Opioidtherapie und OIC |
Gabe PAMORA |
Gabe Laxanz |
Stuhlgangsfrequenz Rom-Kriterien FBI |
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Stufenschema der Obstipationsbehandlung bei Gabe von Opioiden: Gabe PAMORA im ersten Schritt? |
Patient:innen mit nicht-heilbarer Krebserkrankung mit tumorassoziierten Schmerz, Opioidtherapie und OIC |
PAMORA im Schritt 1 Laxanzien im Schritt 2 |
Laxanzien im Schritt 1 PAMORA im Schritt 2
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Stuhlgangsfrequenz Rom-Kriterien FBI |
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Thema: MIO |
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Effektivität von PAMORA vs. Laxanzien Behandlung der opioidinduzierten Obstipation (OIC) |
Patient:innen mit nicht-heilbarer Krebserkrankung mit tumorassoziierten Schmerz, Opioidtherapie und OIC |
Gabe PAMORA |
Gabe Laxanz |
Stuhlgangsfrequenz Rom-Kriterien FBI |
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Stufenschema der Obstipationsbehandlung bei Gabe von Opioiden: Gabe PAMORA im ersten Schritt? |
Patient:innen mit nicht-heilbarer Krebserkrankung mit tumorassoziierten Schmerz, Opioidtherapie und OIC |
PAMORA im Schritt 1 Laxanzien im Schritt 2 |
Laxanzien im Schritt 1 PAMORA im Schritt 2
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Stuhlgangsfrequenz Rom-Kriterien FBI |
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Thema: Maligne Wunden |
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Mit welchen Maßnahmen kann das Selbstmanagement und das Kontrollgefühl am besten gestärkt werden? |
Patient:innen mit nicht-heilbarer Krebserkrankung mit Malignen Wunden |
Durch qualitative Methoden entwickeln und herausarbeiten |
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Selbstmanagementfähigkeit Ý Kontrollverlust ß |
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Welche Auswirkungen hat ein zuverlässiger Verband und eine kontinuierliche Bezugsperson auf die Lebensqualität und das Sicherheitsgefühl |
Patient:innen mit nicht-heilbarer Krebserkrankung mit Malignen Wunden |
zuverlässiger Verband und eine kontinuierliche Bezugsperson |
wechselnde Bezugspersonen (Verband mit kürzerer Dauer bis zur Durchfeuchtung) (Fallkontroll-Studie nicht Intervention) |
Sense of security Ý Lebensqualität Ý |
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Wie effektiv ist Tranexamsäure (lokal/systemisch) zur Prophylaxe oder Therapie von Blutungen bei malignen Wunden? |
Patient:innen mit nicht-heilbarer Krebserkrankung mit Malignen Wunden mit Blutungsneigung |
Tranexamsäure (lokal/systemisch) |
Tranexamsäure (lokal/systemisch) Ohne Medikation (Prophylaxe) |
Prophylaxe von Blutungen Stoppen von Blutungen (Schnelligkeit, Häufigkeit) Therapie von Blutungen |
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Welche Auswirkungen hat ein Verband auf das Körperbild und die Körperbildveränderung? |
Patient:innen mit nicht-heilbarer Krebserkrankung mit Malignen Wunden mit Blutungsneigung |
Qualitativ ohne Intervention |
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Körperbild und die Körperbildveränderung? |
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Kann durch ACP und antizipativer Notfallplanung für den Fall einer Blutung das Sicherheits- und Kontrollgefühl gestärkt werden? |
Patient:innen mit nicht-heilbarer Krebserkrankung mit Malignen Wunden mit Blutungsneigung |
ACP Notfallplanung |
Kein ACP |
Kontrollverlust Ý Sense of security Ý |
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Thema: Angst |
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Kann eine Halt und Sicherheit vermittelnde hypnosystemische Kommunikation angstreduzierend wirken? |
Patient:innen mit nicht-heilbarer Krebserkrankung mit Angst |
Hypnosystemische Kommunikation unter Nutzung positiver Suggestionen |
Übliche Kommunikation |
Angst sollte sich im Vergleich reduzieren. |
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Kann die Verwendung des ABCD der Würde bewahrenden Kommunikation nachweislich Angst reduzieren? |
Patient:innen mit nicht-heilbarer Krebserkrankung mit Angst |
Behandlung/Versorgung durch ABCD-geschulte Palliative Care-Fachkräfte |
Übliche Kommunikation |
Angst sollte sich im Vergleich reduzieren |
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Kann durch den Einsatz von ACT Angst nachweislich reduziert werden? Bislang nicht eindeutige Ergebnisse |
Patient:innen mit nicht-heilbarer Krebserkrankung mit Angst und damit verbundenem Leidensdruck |
Gezielte ACT-Interventionen zur Förderung psychischer Flexibilität und damit auch funktionierender Krankheitsverarbeitung im Sinne der Double Awareness bei Kontrolle der Variable Beziehungsqualität zur die Interventionen durchführenden Fachkraft |
Kontrollgruppe mit Entspannungsverfahren und/oder Wartegruppe mit anschließender Behandlung |
Angst sollte sich mindestens so reduzieren, wie bei Entspannungsübungen |
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Kann durch den Einsatz hypnotherapeutischer Interventionen angst nachweislich reduziert werden? |
Patient:innen mit nicht-heilbarer Krebserkrankung mit Angst und damit verbundenem Leidensdruck |
Gezielte hypnotherapeutische Interventionen zur Angstreduktion, die individuell an die Bedürfnisse der jeweiligen Person angepasst werden. Kontrolle der Variable Beziehungsqualität zur die Interventionen durchführenden Fachkraft |
Kontrollgruppe mit Entspannungsverfahren und/oder Wartegruppe mit anschließender Behandlung |
Angst sollte sich mindestens so reduzieren, wie bei Entspannungsübungen |
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Kann durch den Einsatz des Kompetenzscheinwerfers als Minimax-Intervention (nach Andreas Koller, Verwendung von Elementen hypnosystemische Kommunikation, PEP und Brainspotting) Angst reduziert werden? |
Patient:innen mit nicht-heilbarer Krebserkrankung en mit Angst und damit verbundenem Leidensdruck |
Gezielter Einsatz des Kompetenzscheinwerfers durch geschulte Fachkräfte zur Angstreduktion. Kontrolle der Variable Beziehungsqualität zur die Interventionen durchführenden Fachkraft |
Kontrollgruppe mit Entspannungsverfahren und/oder Wartegruppe mit anschließender Behandlung |
Angst sollte sich mindestens so reduzieren, wie bei Entspannungsübungen |
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Kann durch den Einsatz von Psilocybin oder Ketamin nachweislich Angst reduziert werden? |
Patient:innen mit nicht-heilbarer Krebserkrankung mit Angst und damit verbundenem Leidensdruck |
Psychotherapeutisch kontrollierter Einsatz der jeweiligen Substanz mit Verlaufskontrolle |
Vergleich mit klassischen SSRIs oder Interventionen wie Entspannung |
Angst sollte sich signifikant reduzieren und im Vergleich mindesten seinen ähnlichen Effekt haben wie Entspannungsübungen |
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Welche Wirkung hat Musiktherapie (oder andere Künstlerische Therapie) auf Angst? |
Patient:innen mit Angst und einer nicht-heilbarer Krebserkrankung |
Künstlerische Therapie (Kunst-, Musik-, Tanz-, Theatertherapie o.a.) |
Treatment as usual / verbale, z.B. Psychoonkologische oder Seelsorgerische Intervention |
Standardisierte Erfassung der Belastung durch Angst, der Lebensqualität |
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Thema: Depression |
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Vor dem Hintergrund der Erkenntnis, dass Künstlerische Therapien depressive Symptome reduzieren und die Stimmung verbessern können: Verringern Künstlerische Therapien die Belastung durch Depression bei Patienten mit Krebserkrankung? |
Patienten mit Depression und einer nicht-heilbaren Krebserkrankung |
Künstlerische Therapie (Kunst-, Musik-, Tanz-, Theatertherapie o.a.) |
Treatment as usual/ verbale, zB. Psychoonkologische oder Seelsorgerische Intervention / ausschließliche medikamentöse Behandlung |
Standardisierte Erfassung der Belastung durch Depression, der Lebensqualität |
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Thema: Todeswünsche |
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Kann Palliativversorgung dazu beitragen, den Handlungsdruck bei Todeswünschen zu reduzieren |
Patient:innen mit nicht-heilbarer Krebserkrankung |
offenes Gespräch über Palliativangebote |
offenes Gespräch über Palliativangebote - vs kein Gespräch - Handlungsdruck/Form von Todeswünschen |
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Thema: Sterbephase |
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Hat eine spezifische pflegerische Lagerungsintervention Einfluss auf die Intensität der Rasselatmung und die Belastung der Angehörigen?
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Erwachsene Patient:innen mit nicht-heilbarer Krebserkrankung und terminaler Rasselatmung in der Sterbephase (letzte 3–7 Lebenstage) |
Strukturierte pflegerische Lagerungsintervention
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Standardlagerung ohne spezifisches Lagerungsprotokoll
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Intensität der Rasselatmung Häufigkeit von Sekretgeräuschen Belastung der Angehörigen Bedarf an medikamentöser Therapie (z. B. Anticholinergika) |
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Ist eine Kombinationstherapie aus Haloperidol & Lorazepam bei agitiertem Delir in der Sterbephase wirksamer als Haloperidol alleine? |
Erwachsene Patient:innen mit nicht-heilbarer Krebserkrankung und hyperaktivem Delir in der Sterbephase (letzte 3–7 Lebenstage) |
Kombinationstherapie aus Haloperidol + Benzodiazepin (z. B. Lorazepam)
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Monotherapie mit Haloperidol
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Reduktion der Delir-Agitation (z. B. Delirium Rating Scale Revised (DRS-R-98 / RASS) Zeit bis zur Symptomkontrolle Bedarf an zusätzlicher Sedierung Belastung für Angehörige |
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Thema: Angehörige |
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Führt die Durchführung von regelmäßiger Bedarfserfassung zu einer besseren Versorgung der Angehörigen, z.B. zu Reduktion der psychosozialen Gesamtbelastung, psychischer Morbidität, Verbesserung der Lebensqualität, Reduktion unerfüllter Unterstützungsbedürfnisse? |
Angehörige von Patient:innen mit nicht-heilbarer Krebserkrankung |
Durchführung von regelmäßiger multidimensionaler Bedarfserfassung (Screening/Assessment) |
usual care ohne Intervention |
Psychosoziale Gesamtbelastung, psychische Morbidität, Lebensqualität, unerfüllte Unterstützungsbedürfnisse |
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Führt ein regelmäßiges multidimensionales Screening (z.B. CAREPAL-8) + abgestufter Versorgungsalgorithmus (psychoonkologisches Angebot bei hoher Belastung; Sozialdienst bei unerfüllten Needs etc.) vs. „usual care“ zu geringerer psychosozialer Belastung und psychischen Störungssymptomen, höherer QOL und weniger unerfüllten Unterstützungsbedarfen im Verlauf? |
Angehörige von Patient:innen mit nicht-heilbarer Krebserkrankung |
regelmäßiges multidimensionales Screening (z.B. CAREPAL-8) + abgestufter Versorgungsalgorithmus (psychoonkologisches Angebot bei hoher Belastung; Sozialdienst bei unerfüllten Needs etc.) |
usual care ohne Intervention |
psychosoziale Belastung, psychische Störungssymptome, QOL und unerfüllte Unterstützungsbedarfen nach einem bestimmten Zeitpunkt (z.B. 8–12 Wochen?) |
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Führt eine bedarfsgerechte, strukturierte Mitbetreuung der Angehörigen zu einer Verbesserung Patienten-bezogener Outcomes (z.B. Versorgungsqualität, Reduktion von Versorgungskosten)? |
Patient:innen mit nicht-heilbarer Krebserkrankung |
Bedarfsgesteuerte strukturierte Mitbetreuung der Angehörigen |
usual care ohne Intervention |
Versorgungsqualität, Reduktion von Versorgungskosten, z.B. durch Reduktion ungewollter Krankenhausaufnahmen. |
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Führen zielgerichtete, bedarfsadaptierte, standardisierte Interventionen für belastete Angehörige zu einer Verbesserung der Situation der Angehörigen? |
Angehörige von Patient:innen mit nicht-heilbarer Krebserkrankung |
Zielgerichtete bedarfsadaptierte standardisierte Interventionen (z.B. (Psycho-)edukativ) |
usual care ohne Intervention |
psychosoziale Belastung und psychischen Störungssymptomen, QOL und unerfüllte Unterstützungsbedarfe nach einem bestimmten Zeitpunkt (z.B. 8–12 Wochen?) |
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Wie sind Angehörige mit Risikokonstellationen / Risikoverläufen charakterisiert, die einen besonderen Mitbetreuungsbedarf erfordern? |
Angehörige von Patient:innen mit nicht-heilbarer Krebserkrankung |
Systematische Evaluation von möglichen Risikofaktoren (nicht-interventionell) |
keine |
Potentielle Einflussfaktoren (soziodemographisch, Erkrankungs- und Versorgungsbezogen, etc.) |
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Von welchen Maßnahmen profitieren Angehörige mit Risikokonstellationen zu welchem Zeitpunkt? |
Angehörige von Patient:innen mit nicht-heilbarer Krebserkrankung mit Risikokonstellationen |
Zielgerichtete standardisierte Interventionen (z.B. Psycho-)edukativ) |
usual care ohne Intervention |
psychosoziale Belastung, psychische Störungssymptome, QOL und unerfüllte Unterstützungsbedarfen nach bestimmten Zeitpunkten (z.B. 8–12 Wochen?) |
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Welche Bedarfe haben Angehörigen von nicht heilbar kranken Menschen außerhalb der spezialisierten Palliativversorgung (Basis- und Allgemeine Palliativversorgung)? |
Angehörige von Patient:innen mit nicht-heilbarer Krebserkrankung in der Basis- und Allgemeinen Palliativversorgung |
Systematische Bedarfserfassung (nicht-interventionell) |
keine |
psychosoziale Belastung, psychische Störungssymptome, QOL und unerfüllte Unterstützungsbedarfen nach bestimmten Zeitpunkten (z.B. 8–12 Wochen?) |
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Entwicklung und Evaluation von bedarfsgerechten Unterstützungsangeboten für Angehörige außerhalb der spezialisierten Palliativversorgung |
Angehörige von Patient:innen mit nicht-heilbarer Krebserkrankung in der Basis- und Allgemeinen Palliativversorgung |
Zielgerichtete standardisierte Interventionen (z.B. Psycho-)edukativ) |
usual care ohne Intervention |
psychosoziale Belastung, psychische Störungssymptome, QOL und unerfüllte Unterstützungsbedarfe nach bestimmten Zeitpunkten (z.B. 8–12 Wochen?) |
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Welche Bedarfe haben besondere Angehörigengruppen (Migrationshintergrund, in Vertreterfunktion, mit Fachhintergrund, LSBTIQ+-Personen)? |
besondere Angehörigengruppen von Patient:innen mit nicht-heilbarer Krebserkrankung (Migrationshintergrund, in Vertreterfunktion, mit Fachhintergrund, LSBTIQ+-Personen) |
Systematische Bedarferfassung (nicht-interventionell) |
keine |
psychosoziale Belastung, psychische Störungssymptome, QOL und unerfüllte Unterstützungsbedarfen nach bestimmten Zeitpunkten (z.B. 8–12 Wochen?) |
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Von welchen Maßnahmen profitieren besondere Angehörigengruppen (Migrationshintergrund, in Vertreterfunktion, mit Fachhintergrund, LSBTIQ+-Personen)? |
besondere Angehörigengruppen von Patient:innen mit nicht-heilbarer Krebserkrankung (Migrationshintergrund, in Vertreterfunktion, mit Fachhintergrund, LSBTIQ+-Personen) |
Zielgerichtete standardisierte Interventionen (z.B. Psycho-)edukativ) |
usual care ohne Intervention |
psychosoziale Belastung, psychische Störungssymptome, QOL und unerfüllte Unterstützungsbedarfen nach bestimmten Zeitpunkten (z.B. 8–12 Wochen?) |
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Welchen Einfluss hat ein frühes strukturiertes Trauer-Monitoring während der palliativmedizinischen Begleitung auf das Auftreten anhaltender Trauerstörungen (Prolonged Grief Disorder)? |
Angehörige Angehörige von Patient:innen mit nicht-heilbarer Krebserkrankung während der palliativ-medizinischen Begleitung |
strukturiertes Trauer-Monitoring |
usual care ohne Intervention |
Auftreten anhaltender Trauerstörungen (Prolonged Grief Disorder) |
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Welche Wirkung haben strukturierte, bedarfsorientierte Trauerinterventionen (z. B. Psychoedukation, kognitive Verhaltenselemente, Peer-Support) im Vergleich zu usual care auf psychische Belastungs- und Funktionsparameter bei trauernden Angehörigen? |
Trauernde Angehörige von Patient:innen mit nicht-heilbarer Krebserkrankung |
strukturierte, bedarfsorientierte Trauerinterventionen (z. B. Psychoedukation, kognitive Verhaltenselemente, Peer-Support) |
usual care ohne Intervention |
psychische Belastungs- und Funktionsparameter bei trauernden Angehörigen |
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Führt die Anerkennung und Berücksichtigung von Angehörigen als eigenständige moralische Anspruchsberechtigte in der Palliativversorgung im Vergleich zu einer rein patientenzentrierten Praxis zu veränderten Entscheidungen über Unterstützungsangebote und zu einer als ausgewogener erlebten Balance zwischen Patienteninteressen und Schutzbedürfnissen vulnerabler Angehöriger? |
Teams der Palliativversorgung und Angehörige von Patient:innen mit nicht-heilbarer Krebserkrankung |
Explizite Anerkennung von Angehörigen als moralische Anspruchsberechtigte (z.B. in Leitlinien, SOPs, Schulungen, Dokumentation).
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usual care ohne Intervention |
Begründungsmuster professioneller Verantwortung, Prioritätensetzung und Umfang von Unterstützungsangeboten, erlebte Nachvollziehbarkeit, Fairness und Transparenz von Entscheidungen, Angemessenheit der Balance zwischen Patienteninteressen und Schutzbedürfnissen der Angehörigen, moralische (Un‑)Sicherheit im Team |
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Führt die Einführung eines strukturierten Pflichtenschemas gegenüber Angehörigen im Vergleich zu nicht strukturierter, ad‑hoc begründeter Angehörigenarbeit zu klareren Entscheidungen über Unterstützungsleistungen, verlässlichen Mindeststandards und geringerer moralischer Unsicherheit bei Fachpersonen, insbesondere in Situationen ausgeprägter Angehörigenvulnerabilität? |
Teams der Palliativversorgung, die regelmäßig mit Angehörigen von Patient:innen mit nicht-heilbarer Krebserkrankung arbeiten. |
Strukturiertes ethisches Framework zur Bestimmung von Pflichten gegenüber Angehörigen, das u.a. die Vulnerabilität von Angehörigen als Entscheidungskriterium berücksichtigt, angewandt in Entscheidungsprozessen, Dokumentation und Angebotsplanung |
usual care ohne Intervention |
Klarheit von Entscheidungen über Unterstützungsleistungen, Verlässlichkeit und Umsetzung von Mindeststandards für Angehörigenunterstützung, wahrgenommene Nachvollziehbarkeit und Fairness der Priorisierung, Ausmaß moralischer Unsicherheit (moral distress) bei Fachpersonen |
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Führt die Durchführung von regelmäßiger Bedarfserfassung zu einer besseren Versorgung der Angehörigen, z.B. zu Reduktion der psychosozialen Gesamtbelastung, psychischer Morbidität, Verbesserung der Lebensqualität, Reduktion unerfüllter Unterstützungsbedürfnisse? |
Angehörige von Patient:innen mit nicht-heilbarer Krebserkrankung |
Durchführung von regelmäßiger multidimensionaler Bedarfserfassung (Screening/Assessment) |
usual care ohne Intervention |
Psychosoziale Gesamtbelastung, psychische Morbidität, Lebensqualität, unerfüllte Unterstützungsbedürfnisse |
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Führt ein regelmäßiges multidimensionales Screening (z.B. CAREPAL-8) + abgestufter Versorgungsalgorithmus (psychoonkologisches Angebot bei hoher Belastung; Sozialdienst bei unerfüllten Needs etc.) vs. „usual care“ zu geringerer psychosozialer Belastung und psychischen Störungssymptomen, höherer QOL und weniger unerfüllten Unterstützungsbedarfen im Verlauf? |
Angehörige von Patient:innen mit nicht-heilbarer Krebserkrankung |
regelmäßiges multidimensionales Screening (z.B. CAREPAL-8) + abgestufter Versorgungsalgorithmus (psychoonkologisches Angebot bei hoher Belastung; Sozialdienst bei unerfüllten Needs etc.) |
usual care ohne Intervention |
psychosoziale Belastung, psychische Störungssymptome, QOL und unerfüllte Unterstützungsbedarfen nach einem bestimmten Zeitpunkt (z.B. 8–12 Wochen?) |
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Führt eine bedarfsgerechte, strukturierte Mitbetreuung der Angehörigen zu einer Verbesserung Patienten-bezogener Outcomes (z.B. Versorgungsqualität, Reduktion von Versorgungskosten)? |
Patient:innen mit nicht-heilbarer Krebserkrankung |
Bedarfsgesteuerte strukturierte Mitbetreuung der Angehörigen |
usual care ohne Intervention |
Versorgungsqualität, Reduktion von Versorgungskosten, z.B. durch Reduktion ungewollter Krankenhausaufnahmen. |
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Thema: Spiritualität |
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Wie beeinflusst eine koexistente Depression Intensität und Ausprägung spiritueller Bedürfnisse? |
PatientInnen mit einer nicht-heilbaren Krebserkrankung mit einer Lebenserwartung von mehreren Monaten und einer diagnostizierten Depression |
Validierte Selbsterfassungsinsturmente für Depression und Angst (z. B. HADS oder Becks Inventar) sowie für spirituelle Bedürfnisse (z. B. Spiritual Needs Questionnaire entweder in der Kurzform als Screener oder in der Langform) |
PatientInnen mit einer nicht heilbaren Krebserkrankung und einer Lebenserwartung von mehreren Monaten ohne Depression |
Gesundheitsberufliche Spiritual Care muss eine koexistente Depression sowohl in der Wahrnehmung als auch im Umgang mit spirituellen Bedürfnissen berücksichtigen. |
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Gibt es Unterschiede in Intensität und Ausprägung (z. B. religiöse Bedürfnisse, existenzielle, Bedürfnis nach Innerem Frieden, Bedürfnis nach Generativität /Geben) spiritueller Bedürfnisse von muslimisch, christlich, jüdisch oder agnostisch sozialisierten PatientInnen |
Möglichst gleichgroße Kohorten von muslimisch, christlich, jüdisch oder agnostisch sozialisierten Patient:innen mit nicht-heilbarer Krebserkrankung bei Festlegung der Unheilbarkeit |
Selbsteinschätzung der PatientInnen bzgl. der Ausrichtung der Sozialisation sowie der spirituellen Bedürfnisse (z. B. mittels Spiritual Needs Questionaire entweder in der Kurzform oder als Screener oder in der Langform.) |
Vergleich der Gruppen unterschiedlicher Sozialisation |
Spirituelle Bedürfnisse unterscheiden sich in Intensität und Ausprägung nicht hinsichtlich der erfolgten Sozialisation |
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Durch wen und in welcher Form werden spirituelle Bedürfnisse in spezialisierten Palliativ- / Hospizeinrichtungen (Palliativstationen, Palliativdiensten im Krankenhaus, stationären Hospizen, SAPV) erfasst, dokumentiert und an nachbetreuende Einrichtungen weitergegeben? |
Befragung von Mitarbeitenden in spez. Palliativ- Hospizeinrichtungen. |
Entwicklung eines Fragebogens auf der Basis von Interviews sowie Analyse von Krankenakten. Online-Befragung mittels des entwickelten Fragebogens von Mitarbeitenden in spez. Palliativ-/Hospizeinrichtungen. |
Primär deskriptive Analyse; sekundär Vergleich der jeweiligen Praxis in den verschiedenen Betreuungssettings |
Erfassung, Dokumentation und Weitergabe von spirituellen Bedürfnissen von im Rahmen der Spezialisierten Palliativ-/ Hospizversorgung betreuten Patienten erfolgt höchst unterschiedlich. Es bedarf der Entwicklung einer (verbindlichen) Handreichung zum Umgang mit diesen Informationen |
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Führt Kunsttherapie (oder andere Künstlerische Therapie) zu einer Verbesserung der Lebensqualität/des spirituellen Wohlbefindens? |
Patient:innen mit nicht-heilbarer Krebserkrankung |
Künstlerische Therapie (Kunst-, Musik-, Tanz-, Theatertherapie o.a.) |
Treatment as usual / verbale, z.B. Psychoonkologische oder Seelsorgerische Intervention |
Standardisierte Erfassung von Quality of Life, von Lebensqualität/ spirituellem Wohlbefinden |