Leitlinienprogramm OnkologieÖsophaguskarzinom

12. Qualitätsindikatoren – Ösophaguskarzinom

Version 4.0 · Dezember 2023 · AWMF 021-023OL
Leitlinienprogramm Onkologie · Deutsche Krebsgesellschaft · Deutsche Krebshilfe · AWMF

Qualitätsindikatoren sind Messgrößen, deren Erhebung der Beurteilung der Qualität der zugrunde liegenden Strukturen, Prozesse bzw. Ergebnisse dient. Qualitätsindikatoren sind ein wichtiges Instrument des Qualitätsmanagements [717]. Ziel ihres Einsatzes ist die stetige Verbesserung der Versorgung, indem die Ergebnisse der Versorgung dargestellt, kritisch reflektiert und wenn nötig verbessert werden. Die vorliegende Auswahl von Qualitätsindikatoren wurde gemäß der Methodik des Leitlinienprogramms Onkologie erstellt [718]. Für den Ableitungsprozess konstituierte sich eine „Arbeitsgruppe Qualitätsindikatoren“ (AG QI). Diese erstellte das finale Set der Qualitätsindikatoren auf Grundlage der bereits bestehenden Qualitätsindikatoren der Leitlinie Ösophaguskarzinom 2015, der neuen starken Empfehlungen („soll“) der aktualisierten Leitlinie Ösophaguskarzinom sowie der Ergebnisse der Recherche nach bestehenden nationalen und internationalen Qualitätsindikatoren. Ergebnisse der bereits bestehenden Qualitätsindikatoren aus den zertifizierten Krebszentren lagen vor und wurden der AG QI präsentiert. Die genaue Vorgehensweise und die Zusammensetzung der AG QI sind im Leitlinienreport dargelegt.

Nach zwei Online-Sitzungen dieser AG wurden zwei neue Qualitätsindikatoren (QI) definiert.

Das finale Set besteht somit aus 13 QI.

Der Zähler ist stets eine Teilmenge des Nenners.

Sechs der Qualitätsindikatoren (QI 4, 6, 7, 8, 9, 11) sind mit dem onkologischen Basisdatensatz der Krebsregister zu dokumentieren. (Stand: 05/2023).

Angaben im Befundbericht bei Biopsien (modifiziert 2023)

Zähler

Pat. des Nenners mit Befundberichten mit Angaben zu: Art der neoplastischen Läsion (Low Grade Dysplasie/Low Grade Intraepitheliale Neoplasie, High Grade Dysplasie/High Grade Intraepitheliale Neoplasie, invasives Karzinom; bei HGD/HGIEN: Tis Klassifikation nach UICC), histologischer Typ nach WHO, bei invasiven Adenokarzinomen: Grading nach aktueller WHO-Klassifikation, Bei Biopsie aus dem distalen Ösophagus (C 15.5) Angabe, ob mit becherzellhaltiger Barrettmukosa

Nenner

Alle Pat. mit Erstdiagnose Neoplasie des Ösophagus (D00.1, C15, C16.0) und Biopsie

Qualitätsziel / Referenzbereich

Expertenkonsens 

Anmerkung

Qualitätsziel:

Möglichst häufig vollständige Pathologieberichte bei Biopsien

(Vorschlag der Erfassung für 1 Jahr in DKG-zertifizierten viszeralonkologischen Zentren, danach Prüfung der weiteren Erfordernis) Anmerkung: „becherzellhaltige Barrettmukosa“ wird im ADT-Datensatz nicht erfasst.

Referenz-Empfehlungen

6.20 · Konsensbasierte Empfehlung · geprüft 2023

Der histopathologische Befund am Biopsiematerial soll die folgenden Angaben enthalten:

  • Art der neoplastischen Läsion (LGD/LGIEN, HGD/HGIEN, Karzinom), insbesondere ob ein invasives Karzinom vorliegt (bei HGD/HGIEN: Klassifikation am Biopsat als Tis nach UICC)
  • Histologischer Typ nach WHO (insbesondere Unterscheidung Plattenepithel- versus Adenokarzinom)
  • Bei invasiven Adenokarzinomen: Differenzierungsgrad (Grading) nach aktueller WHO-Klassifikation
  • Bei Läsionen im distalen Ösophagus: Ist eine Becherzell-haltige Barrett-Mukosa vorhanden?
Konsens
Starker Konsens (100%)

Empfehlung im Kapitel

Angaben im Befundbericht bei lokalen Exzidaten (modifiziert 2023)

Zähler

Pat. des Nenners mit Befundberichten mit Angaben zu Art der neoplastischen Läsion, histologischer Typ nach WHO, Grading, Lymphgefäß- und/oder Veneninvasion, Invasionstiefe, Angabe von zirkulärem und basalem Resektionsrand

Nenner

Alle Pat. mit Erstdiagnose einer Neoplasie des Ösophagus (D00.1, C15, C16.0) und endoskopischer Resektion

Qualitätsziel / Referenzbereich

Expertenkonsens

Anmerkung

Qualitätsziel:

Möglichst häufig vollständige Pathologieberichte bei Exzidaten

Für die Erhebung dieses Indikators sollen Datenfelder für die Angabe des zirkulären und basalen Resektionsrandes und der Invasionstiefe in das spezifische Modul des allgemeinen Basisdatensatzes der ADT aufgenommen werden. Die Größe in drei Dimensionen und die zusammenfassende Einschätzung des LK-Metastasierungsrisikos sind nicht dokumentierbar.

Referenz-Empfehlungen

6.22 · Konsensbasierte Empfehlung · geprüft 2023

Der histopathologische Befund an lokalen Exzidaten (endoskopische Resektion; ER) soll folgende Angaben enthalten:

  • Größe der neoplastischen Läsion (wenn möglich in 3 Dimensionen)
  • Art der neoplastischen Läsion (LGD/LGIEN, HGD/HGIEN, Karzinom) – insbesondere, ob ein invasives Karzinom vorliegt (bei HGD/HGIEN: Klassifikation am Resektat als pTis nach UICC)
  • Bei Karzinomnachweis: Histologischer Typ nach WHO (insbesondere Unterscheidung Plattenepithel- versus Adenokarzinom, andere seltene Typen)
  • Bei invasiven Adenokarzinomen: Differenzierungsgrad (Grading) nach aktueller WHO-Klassifikation
  • Maximale Tiefe der Infiltration: pT1a (m1, m2, m3, m4)/pT1b (sm1, sm2, sm3) plus Infiltrationstiefe in µm (oder höhere pT-Kategorie)
  • Lymphgefäß- und/oder Veneninvasion (L0 vs. L1, V0 vs. V1)
  • Zusammenfassende Einschätzung des LK-Metastasierungsrisikos: Low risk vs. High risk-Resektionsränder bzgl. der Neoplasie (bei ER in toto zirkulärer und basaler Resektionsrand bei „piecemeal“-ER basaler Resektionsrand, da hier der zirkuläre Resektionsrand in der Regel histopathologisch als RX gewertet werden muss)
Konsens
Starker Konsens (100%)

Empfehlung im Kapitel

Angaben im Befundbericht nach chirurgischer Resektion (modifiziert 2023)

Zähler

Pat. des Nenners mit Befundberichten mit Angaben zu Größe der neoplastischen Läsion, Art der Läsion, histologischer Typ nach WHO, Grading, pT, pN, Ratio LK, L, V, R-Status (TNM)

Nenner

Alle Pat. mit Erstdiagnose einer Neoplasie des Ösophagus (D00.1, C15, C16.0) und chirurgischer Resektion

Qualitätsziel / Referenzbereich

Expertenkonsens

 

Anmerkung

Qualitätsziel:

Möglichst häufig vollständige Pathologieberichte bei Resektaten

Die Lokalisation des Tumorzentrums in Beziehung zur ÖGJ (Ösophagogastraler Junktion) und Angabe, ob der Tumor die ÖGJ kreuzt, ist nicht dokumentierbar.

Referenz-Empfehlungen

6.23 · Konsensbasierte Empfehlung · geprüft 2023

Der histopathologische Befund an Operationsresektaten soll folgende Angaben enthalten:

  • Größe der neoplastischen Läsion (wenn möglich in 3 Dimensionen)
  • Lokalisation des Tumorzentrums in Beziehung zum ösophagogastralen Übergang (ÖGÜ) und Angabe, ob der Tumor den ÖGÜ kreuzt (wenn möglich)
  • Art der neoplastischen Läsion (LGD/LGIEN, HGD/HGIEN, Karzinom) – insbesondere, ob ein Karzinom vorliegt (bei HGD/HGIEN: Klassifikation als pTis nach UICC)
  • Bei Karzinomnachweis: Histologischer Typ nach aktueller WHO-Klassifikation (insbesondere Unterscheidung Plattenepithel- versus Adenokarzinom, andere seltene Typen)
  • Differenzierungsgrad (Grading)
  • Maximale Tiefe der Infiltration (pT)
  • Lymphgefäß- und/oder Veneninvasion (L0 vs. L1, V0 vs. V1)
  • Resektionsränder: oral, aboral und zirkumferenziell: R0 vs. R1
  • Status der regionären Lymphknoten nach aktueller UICC-Klassifikation (pN) und Ratio aus Zahl der befallenen und untersuchten Lymphknoten (…/…Lymphknoten)
Konsens
Starker Konsens (95%)

Empfehlung im Kapitel

Therapieempfehlung aus interdisziplinärer Tumorkonferenz (modifiziert 2023)

Zähler

Pat. des Nenners mit Therapieempfehlung aus interdisziplinärer Tumorkonferenz (bei Nennergruppe 1 und 3: vor Therapie)

Nenner

1. Alle Pat. mit Erstdiagnose einer Neoplasie des Ösophagus (D.00.1, C.15, C16.0) und abgeschlossenem Staging 2. Alle Pat. mit Erstdiagnose einer Neoplasie des Ösophagus (D00.1, C15, C16.0) und abgeschlossener Operation (endoskopisch oder chirurgisch) 3. Alle Pat. mit einer Neoplasie des Ösophagus (D00.1, C15, C16.0) und Rezidiv und/oder sek. Fernmetastasierung

Anmerkung

Qualitätsziel:

Möglichst häufig prätherapeutische Vorstellung aller Primärfälle Ösophaguskarzinom

Möglichst häufig postoperative Vorstellung aller Primärfälle

Möglichst häufig prätherapeutische Vorstellung aller Pat. mit Rezidiv / metachroner Metastasierung

Es wurde nur der erste Teil der Empfehlung für operationalisierbar eingeschätzt. Die Leitlinienautoren sprachen sich für eine Festlegung der Teilnehmer der Tumorkonferenz durch die Zertifizierungskommission der DKG für viszeralonkologische Zentren aus. Erfasst werden soll der Primärfall.

Referenz-Empfehlungen

8.1 · Konsensbasierte Empfehlung · geprüft 2023

Therapieempfehlungen sollen in einer interdisziplinären Tumorkonferenz getroffen werden. Als Grundlage für die Therapieempfehlung sollen Staging-Informationen, die Patienten-Komorbiditäten, der Ernährungsstatus und die Patientenpräferenz berücksichtigt werden. 

Konsens
Starker Konsens (100%)

Empfehlung im Kapitel

Vollständige endoskopische Resektion einer intraepithelialen Neoplasie oder eines mukosalen Frühkarzinoms im Barrett-Ösophagus (modifiziert 2023)

Zähler

Pat. des Nenners mit R0

Nenner

Alle Pat. mit Erstdiagnose einer HGIEN/HGD oder eines mukosalen Karzinoms (pT1sm1; <500 µm Tiefeninvasion, L0, V0, G1/2, < 20 mm, keine Ulceration) und endoskopischer Resektion

Qualitätsziel / Referenzbereich

Expertenkonsens

Anmerkung

Qualitätsziel:

Möglichst hohe Rate an endoskopischen R0-Resektionen

Nur die Teile a+b der Empfehlung wurden umgesetzt. „keine Ulzerationen“ nicht in Dokumentationssystemen abgebildet.

Referenz-Empfehlungen

8.2 · Konsensbasierte Empfehlung · geprüft 2023

a.

Bei Nachweis einer hochgradigen intraepithelialen Neoplasie oder eines mukosalen Karzinoms (L0, V0, keine Ulzerationen, Grading G1/G2) im Barrett-Ösophagus soll eine endoskopische Resektion durchgeführt werden, da hierdurch neben der Therapie auch ein Staging der Läsion mit der Frage der Tiefeninfiltration erfolgt. 

b.

Daher ist eine endoskopisch komplette Resektion mit kurativer Intention anzustreben.

c.

Bei Patienten mit oberflächlicher Submukosainfiltration eines Adenokarzinoms und ohne Risikokriterien (pT1sm1; <500 µm Tiefeninvasion, L0, V0, G1/2, < 20 mm, keine Ulceration) kann die endoskopische Resektion eine ausreichende Alternative zur Operation sein. 

d.

Nach erfolgreicher Resektion von Neoplasien im Barrett-Ösophagus soll die nicht neoplastische Barrett-Mukosa thermisch abladiert werden, um die Rate an metachronen Neoplasien zu senken. 

Konsens
Starker Konsens (100%)

Empfehlung im Kapitel

Vollständige chirurgische Resektion (modifiziert 2023)

Zähler

Pat. des Nenners mit R0

Nenner

Alle Pat. mit Erstdiagnose einer Neoplasie des Ösophagus (D.00.1, C.15, C16.0) und chirurgischer Resektion

Qualitätsziel / Referenzbereich

Expertenkonsens

Anmerkung

Qualitätsziel:

Möglichst hohe Rate an chirurgischen R0-Resektionen

Referenz-Empfehlungen

8.9 · Konsensbasiertes Statement · geprüft 2023

Das Ziel der chirurgischen Resektion beim Plattenepithelkarzinom und Adenokarzinom ist die vollständige Entfernung des Tumors (oral, aboral und in der Zirkumferenz) und der regionären Lymphknoten. 

Konsens
Starker Konsens (100%)

Empfehlung im Kapitel

Präoperative Radiochemotherapie bei operablen Pat. mit Plattenepithelkarzinom des Ösophagus (modifiziert 2023)

Zähler

Pat. des Nenners mit präoperativer Radiochemotherapie

Nenner

Alle Pat. mit Erstdiagnose Plattenepithelkarzinom des Ösophagus (C15) cT3/cT4 oder cN1-3 und chirurgischer Resektion

Qualitätsziel / Referenzbereich

Expertenkonsens

Anmerkung

Qualitätsziel:

Möglichst hohe Rate an präoperativer Radiochemotherapie bei Primärfällen mit cT3/cT4 oder cN1-3 Plattenepithelkarzinom des Ösophagus

Nur der erste Teil der Empfehlung wurde umgesetzt.

Cave: Da die Referenzempfehlung für den QI geändert wurde, ist der QI bis zur Aktualisierung der Qualitätsindikatoren ausgesetzt.  

 

Referenz-Empfehlungen

8.28 · Evidenzbasierte Empfehlung · geprüft 2023

Beim operablen Patienten mit einem lokal fortgeschrittenem Plattenepithelkarzinom des Ösophagus (Kategorie cT3/T4 resektabel oder Kategorie cN1-3) soll eine präoperative Radiochemotherapie mit anschließender kompletter Resektion durchgeführt werden.

Vgl. auch Empfehlung 8.33 „Indikation zur definitiven Radiochemotherapie“

Empfehlungsgrad
A: Starke Empfehlung für oder gegen ein Maßnahme - verwendete Ausdrucksweise = soll/soll nicht
Evidenzlevel
1a
Konsens
Konsens (81%)
Literatur
[461] [462] [463] [464] [465]

Empfehlung im Kapitel

Perioperative Chemotherapie oder präoperative Radiochemotherapie bei operablen Pat. mit Adenokarzinom des Ösophagus (modifiziert 2023)

Zähler

Pat. des Nenners mit perioperativer Chemotherapie oder präoperativer Radiochemotherapie

Nenner

Alle Pat. mit Erstdiagnose eines Adenokarzinoms des Ösophagus (C15, C.16.0) und cT3/cT4 oder cN1-3 und chirurgischer Resektion

Qualitätsziel / Referenzbereich

Evidenzgrad 1a

Anmerkung

Qualitätsziel:

Möglichst hohe Rate an perioperativer Chemotherapie oder präoperativer Radiochemotherapie bei Primärfällen mit cT3/cT4 oder cN1-3 Adenokarzinom des Ösophagus

Cave: Da die Referenzempfehlung für den QI geändert wurde, ist der QI bis zur Aktualisierung der Qualitätsindikatoren ausgesetzt.

Referenz-Empfehlungen

8.25 · Evidenzbasierte Empfehlung · geprüft 2023

Beim operablen Patienten mit einem lokal fortgeschrittenen Adenokarzinom des Ösophagus oder des ösophagogastralen Übergangs (Kategorie cT3/T4 resektabel oder Kategorie cN1-3) soll eine perioperative Chemotherapie oder eine präoperative Radiochemotherapie durchgeführt werden.

Empfehlungsgrad
A: Starke Empfehlung für oder gegen ein Maßnahme - verwendete Ausdrucksweise = soll/soll nicht
Evidenzlevel
1a
Konsens
Konsens (94%)
Literatur
[438] [447] [444] [442] [441] [456] [457] [458] [459]

Empfehlung im Kapitel

Systemtherapie des metastasierten Adenokarzinoms des Ösophagus (modifiziert 2023)

Zähler

Pat. des Nenners mit Systemtherapie (Erstlinie)

Nenner

Alle Pat. mit Erstdiagnose eines metastasierten Adenokarzinoms des Ösophagus (C15, C16.0, M1)

Qualitätsziel / Referenzbereich

Evidenzgrad 1a

Anmerkung

Qualitätsziel:

Adäquate Rate systemischer First-Line Chemotherapie-Gabe bei metastasiertem Adenokarzinom des Ösophagus

Referenz-Empfehlungen

9.2 · Evidenzbasierte Empfehlung · geprüft 2023

Patienten mit einem metastasierten oder lokal fortgeschrittenen, nicht kurativ behandelbaren Adenokarzinom des Ösophagus und des ösophagogastralen Übergangs soll eine Systemtherapie angeboten werden. Therapieziel ist die Verlängerung der Überlebenszeit und der Erhalt der Lebensqualität.

Empfehlungsgrad
A: Starke Empfehlung für oder gegen ein Maßnahme - verwendete Ausdrucksweise = soll/soll nicht
Evidenzlevel
1a
Konsens
Starker Konsens (100%)
Literatur
[123] [613] [614] [615] [616] [60]

Empfehlung im Kapitel

Anastomoseninsuffizienz nach chirurgischer Resektion (modifiziert 2023)

Zähler

Pat. des Nenners mit Anastomoseninsuffizienz, die endoskopisch, interventionell oder operativ behandelt wurden

Nenner

Alle Pat. mit Erstdiagnose einer Neoplasie des Ösophagus (D.00.1, C.15, C16.0) und elektiver chirurgischer Resektion

Qualitätsziel / Referenzbereich

Ergebnisindikator basierend auf einem entsprechenden QI aus Belgien: „OC9: Proportion of patients experiencing anastomotic leakage after oesophagectomy"

Einteilung der Anastomoseninsuffizienz in I-III.

I=locally defect, no change in therapy, only medicaments or diet modification

II: Localized defect requiring intervention, but no surgery, e.g. IR drain, stent or bedside opening

III: Localized defect requiring surgical therapy -soll erfasst werden

Definition as in Low et al, International Consensus on Standardization of Data Collection for Complications Associated With Esophagectomy: Esophagectomy Complications Consensus Group (ECCG)., 2015 

 

Anmerkung

Qualitätsziel:

Möglichst niedrige Rate an Re-Interventionen aufgrund einer Anastomoseninsuffizienz nach elektiven Eingriffen am Ösophagus

Ergebnisindikator basierend auf einem entsprechenden QI aus Belgien:

„OC9: Proportion of patients experiencing anastomotic leakage after oesophagectomy” 

Vorschlag  Prof. Hölscher : 

Einteilung  der Anastomoseninsuffizienz  in I-III.

I= locally defect, no change in therapy, only medicaments or diet modification

II: Localized defect requiring intervention, but no surgery, e.g. IR drain, stent or bedside opening 

III: Localized defect requiring surgical therapy –Soll erfasst werden

Referenz-Empfehlungen

11.1 und 11.2: Mortalität nach Operation

Zähler

Zähler 11.1: Anzahl postoperativ verstorbene Patienten nach 30 Tagen Zähler 11.2 Anzahl postoperativ verstorbene Patienten nach 90 Tagen

Nenner

Nenner 11. 1+11.2: Alle Patienten mit Neoplasie des Ösophagus (D.00.1, C.15x, C16x) und Operation (chirurgische Resektion OPS 5.422.0, alle 5.423, 5.424, 5.425, 5.426)

Qualitätsziel / Referenzbereich

Geht als Vorschlag auf folgende Publikationen zurück:

Mortality Rate: 90 days better than 30 days to measure (Walters, D.M., et al. 2014; Talsma, A.K., et al. 2014)

 

Anmerkung

Ergebnisindikator basierend auf einem entsprechenden QI aus Belgien:

OC6: Oesophageal resection mortality rate within 30 days (Vlayen Joan, et al. 2013)

Referenz-Empfehlungen

HER2-/PD-L1-Bestimmung bei metastasiertem Adenokarzinom des Ösophagus (neu 2023)

Zähler

Pat. des Nenners mit Testung HER2 und PD-L1 CPS vor Einleitung der Systemtherapie

Nenner

Alle Pat. mit Erstdiagnose eines Adenokarzinoms des Ösophagus (C15, C16.0) und M1 und palliativer Systemtherapie

Qualitätsziel / Referenzbereich

Expertenkonsens

Anmerkung

Qualitätsziel:

Möglichst häufig Testung HER2 und PD-L1 CPS bei metastasiertem Adenokarzinom des Ösophagus und palliativer Systemtherapie

Referenz-Empfehlungen

9.3 · Konsensbasierte Empfehlung · geprüft 2023

Vor Einleitung einer palliativen Systemtherapie soll der HER2-Status als prädiktiver Faktor für eine Therapie mit Trastuzumab und der PD-L1 CPS als prädiktiver Faktor für eine Therapie mit einem Immun-Checkpoint-Inhibitor bestimmt werden.

Konsens
Starker Konsens (100%)

Empfehlung im Kapitel

PD-L1-Bestimmung bei metastasiertem Plattenepithelkarzinom (neu 2023)

Zähler

Pat des Nenners mit Testung PD-L1 CPS und PD-L1 TPS vor Einleitung der Systemtherapie

Nenner

Alle Pat. mit Erstdiagnose Plattenepithelkarzinom des Ösophagus (C15) und M1 und palliativer Systemtherapie

Qualitätsziel / Referenzbereich

Expertenkonsens

Anmerkung

Qualitätsziel:

Möglichst häufig Testung PD-L1 CPS und PD-L1 TPS bei metastasiertem Plattenepithelkarzinom des Ösophagus und palliativer Systemtherapie

Referenz-Empfehlungen

9.7 · Konsensbasierte Empfehlung · modifiziert 2023

Vor Einleitung einer palliativen Systemtherapie soll der PD-L1 CPS und der PD-L1 TPS als prädiktiver Faktor für eine Therapie mit einem Immun-Checkpoint-Inhibitor bestimmt werden.

Konsens
Starker Konsens (100%)
ÄnderungshinweisVor Einleitung einer palliativen Systemtherapie soll der PD-L1 CPS als prädiktiver Faktor für eine Therapie mit einem Immun-Checkpoint-Inhibitor bestimmt werden.

Empfehlung im Kapitel

Literaturhinweise

[717] Ärztliches Zentrum für Qualität in der Medizin (ÄZQ), Manual Qualitätsindikatorenäzq Schriftenreihe, 2009. 36:, http://www.aezq.de/aezq/publikationen/schriftenreihe

[718] Leitlinienprogramm Onkologie (Deutsche Krebsgesellschaft, D.K., AWMF), Entwicklung von leitlinienbasierten Qualitätsindikatoren. Methodenpapier für das Leitlinienprogramm Onkologie, Version 3.0., 2021., https://www.leitlinienprogramm-onkologie.de/methodik/grundlegende-informationen-zur-methodik/

[461] Bosset, J. F., Gignoux, M., Triboulet, J. P., Tiret, E., Mantion, G., Elias, D., et.al. Chemoradiotherapy followed by surgery compared with surgery alone in squamous-cell cancer of the esophagus, N.Engl.J Med, 1997. 337(3): p. 161-167., https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/9219702/

[462] Lee, J. L., Park, S. I., Kim, S. B., Jung, H. Y., Lee, G. H., Kim, J. H., et.al. A single institutional phase III trial of preoperative chemotherapy with hyperfractionation radiotherapy plus surgery versus surgery alone for resectable esophageal squamous cell carcinoma, Ann.Oncol., 2004. 15(6): p. 947-954., https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/15151953/

[463] Tepper, J., Krasna, M. J., Niedzwiecki, D., Hollis, D., Reed, C. E., Goldberg, R., et.al. Phase III trial of trimodality therapy with cisplatin, fluorouracil, radiotherapy, and surgery compared with surgery alone for esophageal cancer: CALGB 9781, J Clin Oncol, 2008. 26(7): p. 1086-92., https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/18309943/

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[458] Moehler, M., Baltin, C. T., Ebert, M., Fischbach, W., Gockel, I., Grenacher, L., et.al. International comparison of the German evidence-based S3-guidelines on the diagnosis and multimodal treatment of early and locally advanced gastric cancer, including adenocarcinoma of the lower esophagus, Gastric Cancer, 2014., https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/25192931/

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[613] Ross, P., Nicolson, M., Cunningham, D., Valle, J., Seymour, M., Harper, P., et.al. Prospective randomized trial comparing mitomycin, cisplatin, and protracted venous-infusion fluorouracil (PVI 5-FU) With epirubicin, cisplatin, and PVI 5-FU in advanced esophagogastric cancer, J Clin Oncol, 2002. 20(8): p. 1996-2004., https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/11956258/

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[615] Cunningham, D., Starling, N., Rao, S., Iveson, T., Nicolson, M., Coxon, F., et.al. Capecitabine and oxaliplatin for advanced esophagogastric cancer, N Engl J Med, 2008. 358(1): p. 36-46., https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/18172173/

[616] Webb, A., Cunningham, D., Scarffe, J. H., Harper, P., Norman, A., Joffe, J. K., et.al. Randomized trial comparing epirubicin, cisplatin, and fluorouracil versus fluorouracil, doxorubicin, and methotrexate in advanced esophagogastric cancer, J Clin Oncol, 1997. 15(1): p. 261-7., https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/8996151/

[60] Leitlinienprogramm Onkologie der AWMF, Deutschen Krebsgesellschaft e. V. und Deutschen Krebshilfe, S3-Leitlinie Diagnostik und Therapie der Adenokarzinome des Magens und ösophagogastralen Übergangs, Langversion 2.0, AWMF-Registernummer: 032/009OL, 2019., https://www.leitlinienprogramm-onkologie.de/leitlinien/magenkarzinom/