4. Vorsorge, Früherkennung und Screening – Magenkarzinom
Risikopersonen für ein HDGC sollen mit Erreichen der Einwilligungsfähigkeit (ab dem 18. Lebensjahr) eine genetische Beratung empfohlen werden. Sobald die krankheitsverursachende Mutation in der betreffenden Familie bekannt ist, sollen Risikopersonen auf die Möglichkeit einer prädiktiven Testung hingewiesen werden.
- Empfehlungsgrad
- A: Starke Empfehlung für oder gegen ein Maßnahme - verwendete Ausdrucksweise = soll/soll nicht
- Evidenzlevel
- 3b
- Konsens
- Starker Konsens (97,8%)
- Literatur
- [95]
Die Untersuchung jüngerer Familienmitglieder kann in Abhängigkeit von der Familienanamnese erwogen werden.
- Empfehlungsgrad
- 0: offene Empfehlung (Option) bzgl. einer Maßnahme - verwendete Ausdrucksweise = kann
- Evidenzlevel
- 3b
- Konsens
- Starker Konsens (97,8%)
- Literatur
- [95]
Die molekularpathologische Diagnostik auf CDH1- oder CTNNA1-Keimbahnmutationen soll in zertifizierten Laboratorien erfolgen.
- Konsens
- Starker Konsens (100%)
- Literatur
- [95]
Hintergrund
Aufgrund der erheblichen, auch therapeutischen Konsequenzen empfiehlt das IGCLC, dass die genetische Testung in zertifizierten molekulargenetischen Laboratorien (z.B. akkreditiert nach DIN EN ISO/IEC 15189) durchgeführt werden sollte. Dabei soll der gesamte open reading frame des CDH1-Gens inklusive der Intron-Exon-Grenzen sequenziert werden, und Kopienzahlanalysen einzelner Exone, um Deletionen und Duplikationen nachweisen zu können. In weniger als 5 % der Fälle pathogener CDH1-Mutationen lassen sich größere Deletionen, z.B. ganzer Exone, nachweisen. Die Interpretation der gefundenen Varianten sollte den Vorgaben des American College of Medical Genetics and Genomics (ACMG) und der Association for Molecular Pathology (AMP) erfolgen, die 2018 Bewertungskriterien veröffentlicht haben [117].
Dabei werden die Varianten auf der Grundlage verschiedener Evidenzen in fünf Kategorien unterteilt: pathogen (P), wahrscheinlich pathogen (LP), Variante unklarer Signifikanz (VUS), wahrscheinlich benigne (LB) und benigne (B). Die Penetranz der pathogenen Varianten bei Mitgliedern von HDGC-Familien weist ein Lebenszeitrisiko für die Entwicklung eines Magenkarzinoms von 56 – 70 % auf. Weibliche Familienmitglieder haben außerdem ein Lebenszeitrisiko von 42 %, um an einem lobulären Mammakarzinom zu erkranken [118]. Neuere Studien weisen auf geringere Penetranzraten und Unterschiede zwischen verschiedenen Familien hin, sodass bei der Risikoabschätzung auch die Familienanamnese berücksichtigt werden sollte [95].
Bei Individuen mit gesicherter pathogener CDH1- oder CTNNA1-Keimbahnmutation soll auf eine H. pylori-Infektion getestet und bei positivem Ergebnis eine Eradikationsbehandlung durchgeführt werden.
- Konsens
- Starker Konsens (100%)
- Literatur
- [95]
Hintergrund
Eine prospektiv randomisierte Studie von Choi et al. hat gezeigt, dass eine erfolgreiche Eradikationstherapie bei H. pylori-positiven Angehörigen ersten Grades von Magenkarzinompatienten signifikant das Risiko senkt, auch an einem Magenkarzinom zu erkranken (HR 0,27; 95 % KI 0,10 bis 0,70) [93]. Auf der Grundlage dieser Studie hat das IGCLC eine Empfehlung für eine Eradikation ausgesprochen, wenn eine H. pylori-Infektion vorliegt.
Asymptomatischen Trägern einer pathogenen CTNNA1-Keimbahnmutation wird eine jährliche Endoskopie in einem erfahrenen Zentrum empfohlen. Eine prophylaktische Gastrektomie sollte in Abhängigkeit von den endoskopischen Befunden und der Penetranz des diffusen Magenkarzinoms in der Familie abhängig gemacht werden.
- Empfehlungsgrad
- B: Empfehlung für oder gegen eine Maßnahme - verwendete Ausdrucksweise = sollte/sollte nicht
- Evidenzlevel
- 3b
- Konsens
- Starker Konsens (97,4%)
- Literatur
- [95]
Familienmitgliedern mit hereditärem lobulären Mammakarzinom (HLBC) und pathogener CDH1-Mutation sollte eine jährliche Endoskopie angeboten werden.
- Empfehlungsgrad
- B: Empfehlung für oder gegen eine Maßnahme - verwendete Ausdrucksweise = sollte/sollte nicht
- Evidenzlevel
- 3b
- Konsens
- Starker Konsens (100%)
- Literatur
- [95]
Bei Individuen mit gesicherter pathogener CDH1- oder CTNNA1-Keimbahnmutation (HDGC), bei denen keine prophylaktische Gastrektomie durchgeführt wird, soll eine jährliche Endoskopie (ÖGD) durch erfahrene Endoskopiker mit Kenntnissen über das HDGC angeboten werden.
Familienmitglieder von Familien mit hereditärem diffusen Magenkarzinom-ähnlichen Phänotyp (HDGC-like; ohne Nachweis einer pathogenen CDH1- oder CTNNA1-Keimbahnmutation) sollten für mindestens zwei Jahre einer jährlichen Endoskopie zugeführt werden beginnend ab dem 40. Lebensjahr oder 10 Jahre vor dem Erkrankungsalter des jüngsten an diffusen Magenkarzinom erkrankten Familienmitglieds, bzw. frühestens ab dem 18. Lebensjahr.
- Empfehlungsgrad
- B: Empfehlung für oder gegen eine Maßnahme - verwendete Ausdrucksweise = sollte/sollte nicht
- Evidenzlevel
- 3b
- Konsens
- Starker Konsens (96%)
- Literatur
- [95]
Hintergrund
Hinsichtlich des Screenings müssen unterschiedliche Situationen berücksichtigt werden:
- Familienmitglieder gesicherter HDGC-Familien mit einer pathogenen CDH1- oder CTNNA1-Mutation;
- Familienmitglieder und Patientinnen mit hereditärem lobulären Mammakarzinom (HLBC) und pathogener CDH1-Mutation;
- Familienmitglieder gesicherter HDGC-like-Familien und
- Individuen mit einer CDH1-Mutation unklarer Signifikanz (VUS) und einer Eigen- oder Familienanamnese für ein diffuses Magenkarzinom.
Grundsätzlich ist der Nutzen einer gastroskopischen Vorsorge/Screening hinsichtlich der Detektion früher Läsion und damit einer Reduzierung der Mortalität bei CDH1-Mutationsträgern und Familienmitgliedern von HDGC-like nicht belegt. Frühe Läsionen können endoskopisch oft unentdeckt bleiben. Die aktualisierten Praxisleitlinien für HDGC vom IGCLC empfiehlt deshalb, dass alle Überwachungsprogramme in auditierten Zentren erfolgen sollten und idealerweise im Rahmen prospektiver klinischer Studien [95].
Die Endoskopie sollte dabei mit hochauflösender Optik in Weißlicht erfolgen und mindestens 30 Minuten in Anspruch nehmen, um eine sorgfältige Inspektion der Mukosa zu ermöglichen. Ein Mehrwert der Chromoendoskopie gegenüber Weißlicht ist nicht gesichert. Eine wiederholte Insufflation und Deflation der Magenschleimhaut hilft, hypomotile Magenwandabschnitte zu identifizieren (linitis plastica). Jede sichtbare Schleimhautläsion sollte biopsiert werden einschließlich sog. heller/weißer Areale [110]. Im Jahr 2015 empfahl die Praxisleitlinie noch mindestens 30 randomisiert gewonnene Biopsien (jeweils 5 Biopsien aus der prä-pylorischen Region, Antrum, Antrum-/Korpus-Übergangszone, Korpus, Fundus und Kardia) zu untersuchen. Mehrere Studien haben aber gezeigt, dass Siegelringzell-Läsionen im Korpus dabei häufiger übersehen werden, im Vergleich zum Antrum, der Antrum-/Korpus-Übergangszone und dem Fundus. Die in 2020 veröffentlichte aktualisierte Praxisleitlinie des IGCLC empfiehlt deshalb ein modifiziertes Entnahmeschema wiederum von mindestens 30 Biopsien aus allen Quadranten mit 3 bis 5 Biopsien aus der Kardia, jeweils 5 aus dem Fundus, der Antrum-/Korpus-Übergangszone und dem Antrum und schließlich 10 aus dem Korpus [95]. Die prä-pylorische Regjon ist in diesem modifizierten Schema nicht mehr ausgewiesen. Eine H. pylori-Besiedlung sollte ausgeschlossen werden.
Zwei aktuelle Studien haben den Nutzen systematischer randomisierter vs. gezielter Magenschleimhautbiopsien untersucht [119], [120]. Es bleibt abzuwarten, wie die Ergebnisse dieser Studien vom IGCLC in dessen Empfehlungen aufgegriffen werden.
Familienmitglieder gesicherter HDGC-Familien mit einer pathogenen CDH1- oder CTNNA1-Mutation
Familienmitgliedern gesicherter HDGC-Familien mit einer pathogenen CDH1- oder CTNNA1-Mutation soll eine prophylaktische Gastrektomie ab dem 20. Lebensjahr angeboten werden (siehe HG-Text [4.9]). Mutationsträgern, die das ablehnen oder die Operation zeitlich verschieben möchten, empfiehlt das IGCLC eine jährliche Endoskopie durch mit der Krankheit erfahrene Endoskopiker [95].
Familienmitglieder und Patientinnen mit hereditärem lobulären Mammakarzinom (HLBC) und pathogener CDH1-Mutation
Die Datenlage für die Betreuung von Familienmitgliedern und Patientinnen mit hereditärem lobulären Mammakarzinom (HLBC) und pathogener CDH1-Mutation ohne familiäre Hinweise auf ein Magenkarzinom ist unsicherer. Die Krankheitspenetranz bezogen auf das Magenkarzinom kann niedriger sein, als bei einem HDGC, wobei in prophylaktischen Gastrektomien von HLBC-Patientinnen Siegelringzellkarzinome nachgewiesen wurden. Deshalb rät das IGCLC auch hier, dass eine jährliche Endoskopie angeboten werden sollte [95]. Die aktualisierte Praxisleitlinie des IGCLC spricht auch Empfehlungen für die Betreuung und Behandlung von Patienten mit HLBC aus [95], die jedoch nicht Gegenstand der hier vorliegenden Leitlinie sind.
Familienmitglieder gesicherter HDGC-like-Familien
Bei Familienmitgliedern gesicherter HDGC-like-Familien kann die genetische Diagnostik nicht für die Risikoabschätzung eingesetzt werden und somit auch keine prophylaktische Gastrektomie ohne positiven endoskopischen/histologischen Befund durchgeführt werden. Hier hat die Endoskopie einen besonderen Stellenwert. Dabei sollte für die ersten zwei Jahre des Überwachungsprogramms eine jährliche Endoskopie angeboten werden. Danach können die Intervalle in Abhängigkeit von den endoskopischen Befunden und der Familienanamnese verlängert werden. Das Überwachungsprogramm sollte ab dem 40. Lebensjahr beginnen oder 10 Jahre vor dem Erkrankungsalter des Indexpatienten, frühestens aber ab dem 18. Lebensjahr [95].
Individuen mit einer CDH1-Mutation unklarer Signifikanz (VUS) und einer eigenen oder Familienanamnese für ein diffuses Magenkarzinom
Noch schwächer ist die Datenlage bei Individuen mit einer CDH1-Mutation unklarer Signifikanz (VUS) und einer Eigen- oder Familienanamnese für ein diffuses Magenkarzinom. Hier kann in den ersten zwei Jahren eines Überwachungsprogramms eine jährliche Endoskopie angeboten werden. Der klinische Nutzen ist aber unsicher und dessen Bewertung sollte Gegenstand klinischer Studien sein. Eine prophylaktische Gastrektomie kommt bei diesen Individuen/Patienten nicht in Betracht, wenn die Endoskopie negativ ausfällt.
Bei gesicherten Trägern einer pathogenen CDH1-Mutation soll eine prophylaktische Gastrektomie ab dem 20. Lebensjahr angeboten werden.
- Empfehlungsgrad
- A: Starke Empfehlung für oder gegen ein Maßnahme - verwendete Ausdrucksweise = soll/soll nicht
- Evidenzlevel
- 3b
- Konsens
- Starker Konsens (100%)
- Literatur
- [110]
Hintergrund
Das Manifestationsalter des HDGC ist variabel. In Einzelfällen wurde zwar ein Karzinom vor dem 18. Lebensjahr nachgewiesen, aber das Risiko, vor dem 20. Lebensjahr an einem HDGC zu erkranken, wird als niedrig eingeschätzt. Eine genetische Testung vor Vollendung des 18. Lebensjahrs ist deshalb eine Einzelfallentscheidung und richtet sich nach dem Phänotyp des HDGC [121].
Individuen mit gesicherter pathogener CDH1-Keimbahnmutation im Hinblick auf ein erhöhtes HDGC-Risiko (z.B. Familienangehörige von Patienten mit HDGC) sollte eine prophylaktische Gastrektomie angeboten werden unabhängig vom endoskopischen Befund. Vorläuferläsionen sind häufig endoskopisch nicht sichtbar [110]. Im Alter von 80 Jahren beträgt das Lebenszeitrisiko für Träger einer pathogenen CDH1-Mutation an einem Magenkarzinom zu erkranken 70 % (Männer) bzw. 56 % (Frauen) [118].
Bei Individuen mit gesicherter pathogener CTNNA1-Mutation weiß man weniger über die Penetranz der Erkrankung. Eine Studie beschreibt ein Lebenszeitrisiko bis zum Erreichen des 80. Lebensjahr von 49 – 57 % [122]. Auch hier finden sich intramukosale Magenkarzinome vom diffusen Typ und die Träger dieser Mutation können das gleiche Erkrankungsrisiko aufweisen wie jene mit einer CDH1-Mutation. Die Behandlung der Individuen richtet sich nach dem endoskopischen Befund und der Magenkarzinompenetranz in der betroffenen Familie, so dass auch hier eine prophylaktische Gastrektomie erwogen werden kann [95].
Bei Patienten, die einer prophylaktischen Gastrektomie zugeführt werden, sollte vorab eine Endoskopie erfolgen. Dies dient dem Ausschluss von Ko-Morbiditäten (z. B. Barrett-Mukosa) und dem Ausschluss eines makroskopisch-endoskopisch bereits manifesten Tumorleidens, das u.U. eine andere, onkologische Therapieplanung notwendig macht [110].
Die komplette Gastrektomie (mit histologisch gesichert magenschleimhautfreien oralen und aboralen Absetzungsrändern) stellt für gesicherte Träger einer pathogenen CDH1-Keimbahnmutation die einzige Möglichkeit dar, die Entstehung eines HDGC zu verhindern. Bei einer „echten“ prophylaktischen Gastrektomie, d.h. ohne präoperativen endoskopischen Nachweis eines Karzinoms, sind Lymphknotenmetastasen eine Rarität und eine D2-Lymphadenektomie nicht erforderlich. Eine D1-Lmyphadenektomie zum Zeitpunkt der prophylaktischen Gastrektomie kann erwogen werden, wenn z. B. ein Understaging bei unerkanntem T2-Tumor befürchtet wird [95].
Der optimale Zeitpunkt für eine Gastrektomie ist unbekannt und wird auf individueller Basis ermittelt, da das Erkrankungsalter variieren kann. Im IGCLC besteht Konsens, dass eine prophylaktische Gastrektomie im frühen Erwachsenenalter, zwischen dem 20. und 30. Lebensjahr erwogen und mit dem Träger diskutiert werden sollte. Dabei sollte der Phänotyp in der Familie und das Erkrankungsalter berücksichtigt werden [110]. Ein alternativer Vorschlag lautet, die prophylaktische Gastrektomie in einem Alter durchzuführen, das 5 Jahre vor dem Erkrankungsalter des jüngsten angehörigen Indexpatienten liegt [110], [123].
Die Entscheidung für die Durchführung einer prophylaktischen Gastrektomie sollte frühzeitig Patienten, Familienmitglieder und medizinische Hilfspersonal in einem shared decision-Prozess einbinden [95].
Das Gastrektomiepräparat sollte vollständig eingebettet werden gemäß veröffentlichter Protokolle (siehe [110]). In über 85 % der Fälle mit gesicherter pathogener CDH1-Mutation ist die Gastrektomie nicht prophylaktisch, sondern therapeutisch, da sich in den Resektaten bereits kleine Herde von in situ-Siegelringzellen bis hin zu pT1a diffusen Magenkarzinomen finden lassen [124]. In 63 % der Patienten mit prophylaktischer Gastrektomie konnte endoskopisch/bioptisch zuvor kein pathologischer Befund erhoben werden, obwohl Vorläuferläsionen häufig multifokal auftreten: Sie finden sich meist unter einer intakten Schleimhaut [124], [125], [126], [127]. Wird eine prophylaktische Gastrektomie abgelehnt, so sollte trotzdem eine gastroskopische Überwachung erfolgen, um ein Magenkarzinom in einem möglichst frühen Stadium zu diagnostizieren (s.o.).
Hereditäres nonpolypöses Kolorektales Karzinom (HNPCC; Lynch Syndrom)
Bei Lynch-Syndrom-Patienten und Risikopersonen für Lynch-Syndrom sollte ab dem 35. Lebensjahr zusätzlich zur Koloskopie regelmäßig eine ÖGD durchgeführt werden.
- Konsens
- Starker Konsens (97,7%)
Hintergrund
Das Lynch-Syndrom (alt HNPCC) ist eine autosomal-dominant vererbbare Karzinomprädisposition, die durch Keimbahnmutationen in einem der Mismatch-Repair (MMR)-Gene verursacht wird. Das Lynch-Syndrom ist charakterisiert durch das frühe Auftreten von syn- und metachronen kolorektalen Karzinomen sowie von Karzinomen anderer Organlokalisationen, darunter Magenkarzinome. Informationen zur klinischen und molekulargenetischen Diagnostik des HNPCC finden sich auf der Internetseite des Verbundprojekts "Familiärer Darmkrebs" (http://www.hnpcc.de). Das Lebenszeitrisiko für die Entwicklung eines Magenkarzinoms bei Patienten mit Lynch-Syndrom variiert zwischen 2 % und 30 % in Abhängigkeit von der Patientenpopulation [128]. In westlichen Ländern beträgt das Risiko für Mutationsträger etwa 2 – 9 % [129], [130], [131] – im Vergleich zu 1,5 % bei der Allgemeinbevölkerung. Eine Assoziation mit einem Pylorusadenom wurde in einzelnen Fällen beschrieben [132]. In Ländern mit hoher Magenkarzinominzidenz liegt das Lebenszeitrisiko der Entwicklung eines Lynch-Syndrom-assoziierten Magenkarzinoms bei 30% [133]. Das mittlere Erkrankungsalter variiert bei Patienten mit Lynch-Syndrom zwischen 47 und 56 Jahren [128], während sporadische Magenkarzinome meist nach dem 55. Lebensjahr auftreten [134]. Meist liegt ein intestinaler Typ des Magenkarzinoms mit Mikrosatelliteninstabilität vor [135].
Obgleich keine prospektiven, randomisierten Daten oder ein allgemeiner Konsens bezüglich der Effizienz einer Überwachungsstrategie mittels ÖGD vorliegen, wird diese häufig empfohlen. So befürwortet das deutsche HNPCC-Konsortium eine jährliche Untersuchung ab dem Alter von 35 Jahren, unabhängig davon, ob bereits Magenkarzinome in der Familie aufgetreten sind. Grundlage hierfür ist eine Untersuchung der deutschen HNPCC-Studiengruppe mit 281 Familien, in der das Magenkarzinom 5 % der Tumoren ausmachte, 98 % dieser Erkrankungen nach dem Alter von 35 Jahren aufgetreten sind und keine familiäre Häufung beobachtet wurde [136]. Der Zusammenhang zwischen Familiengeschichte und Magenkarzinomrisiko bei Lynch-Syndrom ist unklar, die Daten sind widersprüchlich [130], [136]. Manche Autoren empfehlen Früherkennungsuntersuchungen nur in Lynch-Syndrom-Familien, in denen mehr als ein Familienmitglied an einem Magenkarzinom erkrankt ist oder in Ländern mit hoher Magenkarzinominzidenz [128], [137]. Einige europäische Kollegen sehen bei nicht signifikant erhöhtem Magenkarzinomrisiko bei Patienten mit Lynch-Syndrom keinen Stellenwert einer Überwachungs-ÖGD [138]. Wird eine ÖGD durchgeführt, sollte diese immer bis zum Treitz'schen Band erfolgen, da 50 % der Lynch-Syndrom-assoziierten Dünndarmtumoren im Duodenum lokalisiert sind [139]. Eine ggf. bestehende H. pylori-Infektion bei Lynch-Syndrom-Patienten sollte in jedem Fall behandelt werden [128].
Tabelle 6: Risikoindividuen bzw. -konstellationen, bei denen eine H. pylori-Testung und bei positivem Nachweis Eradikation unter karzinomprotektiven Aspekten durchgeführt werden sollte
| Erstgradig Verwandte von Patienten mit Magenkarzinom |
| Personen, die in H. pylori-Hochprävalenzgebieten und Hochinzidenzgebieten für das Magenkarzinom geboren und/oder aufgewachsen sind: Asien, Osteuropa, Mittel- und Südamerika |
| Patienten mit fortgeschrittener, Korpusprädominanter atrophischer Gastritis mit/oder ohne intestinale Metaplasie (OLGA 3/4, OLGIM 3/4 |
| Patienten mit früheren Magenneoplasien (Adenom, Frühkarzinom) nach endoskopischer Resektion oder Magenteilresektion |
Hintergrund (Übernahme aus S2k-Leitlinie H. pylori und gastroduodenale Ulkuskrankheit [7], [140])
Die Eradikation von H. pylori hat grundsätzlich das Potenzial, die Entstehung eines Magenkarzinoms zu verhindern [141]. Neben Studien aus dem asiatischen Raum konnte dies auch in einer großen finnischen Kohorte sowie in einer Meta-Analyse bestätigt werden [5], [142], [143], [144]. Entscheidend für die Effizienz der H. pylori-Eradikation zur Prävention des Magenkarzinoms ist der Zeitpunkt der Behandlung [145]. Sie ist vor allem dann wirksam, wenn noch keine prä-/para-neoplastischen Veränderungen wie Atrophie oder intestinale Metaplasie vorliegen [145], [146], [147], kann aber auch bei fortgeschrittenen Veränderungen, wie beispielsweise nach endoskopischer Resektion eines Magenfrühkarzinoms, noch effektiv sein [31], [148], [149], [150], [151], [152]. Eine Meta-Analyse ergab, dass der karzinomprotektive Effekt einer H. pylori-Eradikation umso größer war, je höher die zugrundeliegende Magenkarzinominzidenz in der untersuchten Population war [153]. Letztlich war er aber für alle Bevölkerungsgruppen, Risikopersonen und asymptomatischen Personen nachweisbar.
Die bislang größte Interventionsstudie zum karzinomprotektiven Effekt einer H. pylori-Eradikation wurde in China initiiert [154]. Sie zeigt, dass ein bevölkerungsbasiertes Screening auf H. pylori und eine konsekutive Eradikationsbehandlung prinzipiell machbar sind. Ihre Auswirkung auf die Magenkarzinominzidenz bleibt abzuwarten. Aufgrund der vergleichsweise geringen Prävalenz der H. pylori-Infektion und der geringen Inzidenz des Magenkarzinoms ist ein Massenscreening in Deutschland nicht sinnvoll und nicht kosteneffektiv [155]. Man wird sich daher auf Risikoindividuen beschränken, wie sie in obiger Tabelle dargestellt sind [156], [157], [158], [159], und wie sie auch im Maastricht V/Florenz Konsensusreport [141], und in der deutschen S2k-Leitlinie „H. pylori und gastroduodenale Ulkuskrankheit“ empfohlen werden [140].
Man sollte sich bewusst sein, dass auch nach einer erfolgreichen präventiven H. pylori-Eradikation das Karzinomrisiko nicht völlig eliminiert ist. Eine Kohortenstudie mit 753 Patienten und einem endoskopischen Follow-up über 6,2 + 4,8 Jahren zeigte bei Patienten mit intestinaler Metaplasie oder schwerer endoskopischer Atrophie ein erhöhtes Magenkarzinomrisiko [160] auch nach H. pylori-Eradikation (im Vergleich zu H. pylori infizierten Patienten ohne fortgeschrittene gastrale präneoplastische Veränderungen) [161].
Ein serologisches Screening der asymptomatischen Bevölkerung auf H. pylori, EBV sowie pathologische Serumpepsinogene soll nicht durchgeführt werden.
Hintergrund
Das Magenkarzinom wird häufig erst in einem bereits fortgeschrittenen Stadium diagnostiziert. Die späte Diagnosestellung ist mit einer schlechten Prognose verbunden. Nicht invasive Testmethoden wären hilfreich, das Magenkarzinom in einem frühen Stadium zu diagnostizieren. Bisher gibt es keinen verlässlichen Biomarker, der eine Früherkennung erlaubt. Es gibt allerdings Surrogatparameter, die eine Identifizierung von Patienten mit fortgeschrittenen prämalignen Veränderungen der Magenschleimhaut erlauben. Der intestinale Typ des Magenkarzinoms ist mit einer atrophisierenden Gastritis und dem Vorliegen einer intestinalen Metaplasie vergesellschaftet. Das Risiko, an einem Magenkarzinom zu erkranken, korreliert sowohl mit der Ausdehnung als auch dem Schweregrad der Atrophie [22], [164]. Serologische Marker wie Pepsinogen (PG) I und II, Gastrin 17 (G-17) geben Hinweise auf den Schweregrad und die Lokalisation der Atrophie [165] und ermöglichen dadurch die Erkennung von Hochrisikopatienten. PGI wird ausschließlich in den Hauptzellen des Korpus produziert, während PGII auch in der Kardia, dem Pylorus und von den duodenalen Brunner‘schen Drüsen sezerniert wird [164]. Ein vermindertes PGI/II-Verhältnis spricht mit einer Sensitivität von 66,7 – 84,6 % und einer Spezifität von 73,5 – 87,1 % für eine fortgeschrittene Drüsenkörperatrophie [166], [167], [168].
Watabe et al. nahmen 9.293 Teilnehmer, welche für H. pylori-Antikörper und Serumpepsinogene gescreent wurden, für 4,7 Jahre in Beobachtung. In dieser Studie zeigte sich die Kombination der genannten Serummarker als hoch prädiktiv für die Entstehung eines Magenkarzinoms [169]. Zu einem ähnlichen Ergebnis kommt eine Langzeitstudie mit 2.446 Teilnehmern, in der ein signifikanter Zusammenhang zwischen den Serumpepsinogen-Werten und der Entwicklung eines Magenkarzinoms nachgewiesen wurde, der unabhängig von einer H. pylori-Infektion war [170], [171]. Eine Meta-Analyse aus dem asiatischen Raum beschreibt, dass das Risiko für die Entwicklung eines Magenkarzinoms bei einem pathologischen Serumpepsinogen-Test und positiver H. pylori-Serologie um das 6- bis 60-fache erhöht ist [163]. So identifizierte Individuen könnten dann gezielt einer weiteren endoskopischen Abklärung zugeführt werden [162]. Diese Strategie wurde in einer japanischen Meta-Analyse von Daten aus 40 Studien mit mehr als 300.000 Individuen untermauert [172]. In Japan und Südkorea werden daher bereits Individuen anhand des Serumpepsinogen-Tests und ihres serologischen H. pylori-Status in unterschiedliche Risikogruppen eingeteilt, um so eine individuelle Risikostratifizierung und damit eine ökonomischere endoskopische Überwachung zu ermöglichen [169]. Damit konnte in diesen Regionen eine Reduktion Magenkarzinom-bedingter Todesfälle um bis zu 76 % erreicht werden [173], [7].
Mehrere Kohortenstudien, auch aus Europa, mit langen Beobachtungszeiträumen von bis zu 14 Jahren bestätigen den Nutzen dieser Strategie in ähnlicher Weise [170], [174], [175], [176]. Dies ist auch in einer Meta-Analyse angedeutet, in die auch europäische Studien mit einbezogen wurden, wobei die heterogene Studienlage nur bedingt valide Schlussfolgerungen zulässt [169]. Die Kosteneffektivität dieser Strategie konnte bislang nur für bestimmte Patientengruppen und auch in der Regel nur für Regionen mit hoher Magenkarzinominzidenz nachgewiesen werden, sodass eine bevölkerungsbasierte Pepsinogentestung für Deutschland derzeit nicht empfohlen werden kann [177].
Die Möglichkeit eines opportunistischen Screenings auf das Vorliegen einer H. pylori-Infektion kann um die Bestimmung gastraler Hormone (Pepsingogen I und II) erweitert werden, um, wie in einzelnen Studien untersucht wurde, Individuen unter Risiko für das Vorliegen einer gastralen präneoplastischen Veränderung zu identifizieren und im Falle erniedrigter Serumpepsinogen-Spiegel eine Gastroskopie zu empfehlen [178].
Aufgrund der generell hohen Durchseuchungsrate der Bevölkerung ist ein Screening auf EBV nicht sinnvoll.
Ein bevölkerungsbezogenes endoskopisches Screening auf das Vorliegen präneoplastischer Veränderungen und eines Magenkarzinoms soll in Deutschland nicht erfolgen.
- Konsens
- Konsens (100%)
Änderungshinweis
Ein bevölkerungsbezogenes endoskopisches Screening zum Nachweis von Magenkarzinomen soll in Deutschland nicht erfolgen.Hintergrund
Die mit 7 – 10/100000 Einwohner niedrige Prävalenz des Magenkarzinoms rechtfertigt aus Gründen der Kosteneffektivität kein endoskopisches bevölkerungsbasiertes Screening in Deutschland. Individuen unter Risiko oder solche, bei denen i.R. der individuellen Vorsorge serologisch Hinweise auf das Vorliegen einer Atrophie gefunden wurden, sollen invasiv-bioptisch untersucht werden.
Individuen mit nachgewiesenen fortgeschrittenen präneoplastischen Veränderungen sollen in Übereinstimmung mit internationalen Leitlinien einer endoskopisch-bioptischen Überwachung zugeführt werden.
- Empfehlungsgrad
- A: Starke Empfehlung für oder gegen ein Maßnahme - verwendete Ausdrucksweise = soll/soll nicht
- Evidenzlevel
- 2b
- Konsens
- Starker Konsens (100%)
- Literatur
- [179]
Hintergrund
Fokale Atrophie und intestinale Metaplasie (IM) sind histologische Diagnosen. Speziell für die Graduierung der Atrophie der Magenschleimhaut besteht eine hohe Inter- und Intraobservervariabilität. Das Risiko für ein Magenkarzinom erhöht sich bei ausgeprägter IM und/oder Atrophie jeweils um das 5-fache [145], [180], [181]. Zur Risikostratifizierung bieten sich bei aktiver H. pylori-Gastritis Klassifizierungsschemata wie OLGA und/oder OLGIM an, bei denen die nach überarbeiteter Sydney-Klassifikation beurteilte Gastritis in Stadien eingeteilt wird [182], [183], [184]. Obwohl sich für OLGIM eine geringere Interobservervariabilität gezeigt hat, scheint insbesondere die Kombination beider Schemata optimale Resultate zur Risikoprädiktion zu zeigen (höchstes Risiko in Stadien III und IV) [185], [186], [187], [188]. Eine regelmäßige endoskopisch-bioptische Überwachung wird bei fokaler Atrophie und intestinaler Metaplasie nicht empfohlen, da das Magenkarzinomrisiko bei Atrophie und intestinaler Metaplasie auch nach 10 Jahren zu gering ist [181], [180]. Allerdings sind Ausdehnung, Verteilung und bestimmte histologische Charakteristika mit einem deutlich erhöhten Risiko assoziiert [179], [189], [190], [191]. Bei Nachweis einer ausgeprägten Atrophie und Metaplasie sollte eine endoskopisch-bioptische Überwachung unter dem Aspekt durchgeführt werden, dass sich trotz erfolgreicher H. pylori-Eradikation eine Progression zum Magenkarzinom entwickeln kann [174], [192], [193], [194], [145]. Europäische Leitlinien empfehlen bei diesen Patienten eine Endoskopie inklusive Biopsien nach dem Sydney-Protokoll alle drei Jahre [179]. Dieses Vorgehen wurde jüngst in mehreren europäischen Multicenterstudien untermauert [195]. Zusätzlich zu Biopsien nach dem Sydney-Protokoll sollten auch zusätzlich Proben aus allen sichtbaren Läsionen entnommen werden [196]. Es konnte auch für Europa bestätigt werden, dass ein dreijähriges Überwachungsintervall bei Patienten mit fortgeschrittener gastraler Atrophie oder IM kosteneffektiv ist [197], [198]. Bei positiver Familienanamnese mit Magenkarzinomdiagnose bei einem erstgradigen Verwandten, kann dieses Intervall bei Patienten mit fortgeschrittener IM/Atrophie individuell verkürzt werden [199]. In den Niederlanden wird alternativ ein einmaliges Populationsscreening im 60. Lebensjahr vorgeschlagen, wobei hier insbesondere prämalignen Konditionen im Korpus eine prädiktive Aussagekraft für eine weitere neoplastische Progression zugeschrieben wird [200], [191]. Aufgrund der allerdings insgesamt noch recht heterogenen Studienlage sind weitere multizentrische, prospektive Studien dringend erforderlich [195], [197]. Die oben aufgeführte Strategie soll aber in jedem Fall mit den betroffenen Patienten diskutiert werden.
Tabelle 7: Präneoplastische Risikostratifizierung nach dem OLGA-System.
|
Die Stadieneinteilung resultiert aus den nach der überarbeiteten Sydney-Klassifikation graduierten mukosalen Veränderungen. |
|||||
|
|
|
Korpus |
|
|
|
|
|
Schweregrad der Atrophie |
keine Atrophie |
geringgradige Atrophie |
mittelgradige Atrophie |
hochgradige Atrophie |
|
Antrum (incl. Angulusfalte) |
keine Atrophie |
Stadium 0 |
Stadium I |
Stadium II |
Stadium II |
|
|
geringgradige Atrophie |
Stadium I |
Stadium I |
Stadium II |
Stadium III |
|
|
mittelgradige Atrophie |
Stadium II |
Stadium II |
Stadium III |
Stadium IV |
|
|
hochgradige Atrophie |
Stadium III |
Stadium III |
Stadium IV |
Stadium IV |
Eine Testung auf H. pylori kann asymptomatischen Patienten ab dem Alter von 50 Jahren in einem allgemeinen Vorsorgegespräch, zum Beispiel im Rahmen der kolorektalen Karzinomvorsorge, angeboten werden.
- Konsens
- Starker Konsens (100%)
- Literatur
- [140]
Hintergrund
Aufgrund der mit 7 – 10/100.000 Einwohner niedrigen Inzidenz für das Magenkarzinom und der gleichsam niedrigen H. pylori-Prävalenz kann ein bevölkerungsbasiertes Screening aus Kosten-Effizienz-Erwägungen in Deutschland nicht empfohlen werden.
Lag in serologisch basierten Studien die H. pylori-Prävalenz in Deutschland bei 30 – 40 % [201], [202] wurde kürzlich in Abstractform die Prävalenz aktiv infizierter Menschen in Deutschland mit 10 % angegeben [203].
Werden in Kosteneffizienz-Analysen auch über das Magenkarzinom hinausgehende Komplikationen der H.pylori-Infektion wie die peptische Ulcuskrankheit einbezogen, konnte in systematischen Reviews gezeigt werden, dass ein Screening auch bei niedriger Inzidenz kosteneffektiv sein kann. Die Vergesellschaftung eines H. pylori-Screenings mit z. B. der Vorsorgekoloskopie trägt der Tatsache Rechnung, dass in Studien gezeigt wurde, dass die Kosteneffektivität in der Kohorte > 50 Jahren größer ist als in der Kohorte < 50 Jahren [204], [205], [206], [178].
Vor oder nach endoskopischer Resektion von Magenfrühkarzinomen und Adenomen oder operativen Magenteilresektionen soll eine Testung auf das Vorliegen einer Helicobacter pylori-Infektion erfolgen. Bei positivem Testergebnis soll eine Eradikationstherapie mit nachfolgender Erfolgskontrolle durchgeführt werden.
- Konsens
- Starker Konsens (100%)
Hintergrund
In asiatischen Kohorten konnte gezeigt werden, dass infolge der Eradikation einer H. pylori-Infektion das Auftreten metachroner Zweitkarzinome im Nachbeobachtungszeitraum halbiert war. Zudem konnte ein Rückgang der atrophischen präneoplastischen Veränderungen der gastralen Mukosa gezeigt werden [21], [148], [207], [208], [209], [210].
Hintergrund
Nach einer Operation am Magen (insbesondere Ulkuschirurgie) ist das Risiko für die Entstehung eines Magenstumpfkarzinoms ab dem 15. – 20. postoperativen Jahr erhöht [211], [212], [213], [214], [215]. Das relative Risiko liegt zwei Meta-Analysen zufolge im Bereich zwischen 1,5 und 3,0, abhängig von der Art der Operation und vor allem, der Zeitdauer seit der Operation [211], [214], [67]. Die Art der Rekonstruktion (Billroth-II-Resektion/ Gastrojejunostomie vs. Billroth-I-Resektion/Gastroduodenostomie) scheint nicht mit einem größeren Risiko verbunden zu sein. Ursächlich für das erhöhte Magenkarzinomrisiko wird ein alkalischer Galle- und Pankreassaftreflux verantwortlich gemacht. Aufgrund des erhöhten Karzinomrisikos wird häufig eine regelmäßige Gastroskopie – beginnend nach 15 Jahren – empfohlen, ohne dass sich der Nutzen einer solchen Strategie belegen lässt. Aufgrund der weitgehenden Bedeutungslosigkeit der Ulkuschirurgie im Gefolge einer effizienten Pharmakotherapie mit zunächst H2-Blockern und jetzt Protonenpumpenhemmern wird das postoperative Magenstumpfkarzinom bald ein historisches Phänomen sein.
Bei Patienten mit Erstdiagnose einer perniziösen Anämie sollte eine ÖGD mit bioptisch-histologischer Charakterisierung der gastralen Mukosa erfolgen.
- Konsens
- Starker Konsens (100%)
Bei Vorliegen einer autoimmun-atrophischen Gastritis soll eine regelmäßige endoskopische Überwachung alle 3 – 5 Jahre angeboten werden.
- Konsens
- Starker Konsens (100%)
Hintergrund
Vorangegangene Leitlinien haben die autoimmune Gastritis (AIG) als präkanzeröse Kondition des Magens mit einem signifikant erhöhten Risiko für die Entstehung von Magenkarzinomen bewertet und eine regelmäßige endoskopische Überwachung empfohlen [216], [217]. Neben einer Neubewertung der zugrundeliegenden Daten konnte durch neuere Studien gezeigt werden, dass die AIG nicht mit einem erhöhten Risiko für die Entstehung von Magenkarzinomen einhergeht [218]. Die Mehrzahl historischer Studien basiert auf retrospektiven Analysen und eine mögliche Exposition zu H. pylori wurde häufig nicht ausgeschlossen.
Da eine H. pylori-Infektion zu einer atrophischen Pangastritis führen kann, ist die Unterscheidung zwischen einer autoimmunen Gastritis, die definitionsgemäß nur den Corpus betrifft, von einer H. pylori-induzierten Atrophie, die den gesamten Magen betrifft, relevant. Ein erhöhtes Magenkarzinomrisiko ist nur für die H.pylori-induzierte atrophische Gastritis beschrieben. Für die Autoimmungastritis ist lediglich das Risiko für neuroendokrine Neoplasien des Magens erhöht.
Aktuellere Studien haben eine unauffällige (nicht-atrophische) Mukosa im Antrum gefordert, was eine vorangegangene H. pylori-Infektion ausschließt [217], [219], [220], [221]. Nachgewiesen ist hingegen das erhöhte Risiko neuroendokriner Neoplasien des Magens bei AIG verursacht durch erhöhte Serumgastrin-Spiegel, die zu einer Proliferation der enterochromaffinen Zellen (ECL) mit dem Potenzial zur Entstehung von Typ I NENs führen. Aktuelle Leitlinien empfehlen eine endoskopische Überwachung von AIG-Patienten in Abhängigkeit des Vorliegens gastraler präneoplastischer Konditionen (MAPS II) [222]. Aktuelle Empfehlungen schlagen ein endoskopisches Überwachungsintervall von 3 bis 5 Jahren vor [218]. Generell sind Überwachungsendoskopien bei AIG-Patienten mehr geeignet, den Zeitpunkt des Nachweises neuroendokriner Neoplasien vorzuziehen.
Referenzen: [223], [224], [225], [226], [227], [228], [216], [229], [217], [219], [220], [218], [222], [221], [230], [231]
Literaturhinweise
[95] Blair, VR, McLeod, M, Carneiro, F, Coit, DG, D'Addario, JL, van Dieren, JM, et.al. Hereditary diffuse gastric cancer: updated clinical practice guidelines., Lancet Oncol, 2020. 21 (8)(8): p. e386-e397., https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/32758476/
[117] Lee, K, Krempely, K, Roberts, ME, Anderson, MJ, Carneiro, F, Chao, E, et.al. Specifications of the ACMG/AMP variant curation guidelines for the analysis of germline CDH1 sequence variants., Hum Mutat, 2018. 39 (11)(11): p. 1553-1568., https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/30311375/
[118] Hansford, S., Kaurah, P., Li-Chang, H., Woo, M., Senz, J., Pinheiro, H., et.al. Hereditary Diffuse Gastric Cancer Syndrome: CDH1 Mutations and Beyond, JAMA Oncol, 2015. 1(1): p. 23-32., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26182300
[93] Choi, IJ, Kim, CG, Lee, JY, Kim, YI, Kook, MC, Park, B, et.al. Family History of Gastric Cancer and , N Engl J Med, 2020. 382 (5)(5): p. 427-436., https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/31995688/
[110] van der Post, R. S., Vogelaar, I. P., Carneiro, F., Guilford, P., Huntsman, D., Hoogerbrugge, N., et.al. Hereditary diffuse gastric cancer: updated clinical guidelines with an emphasis on germline CDH1 mutation carriers, J Med Genet, 2015. 52(6): p. 361-74., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25979631
[119] Asif, B, Sarvestani, AL, Gamble, LA, Samaranayake, SG, Famiglietti, AL, Fasaye, GA, et.al. Cancer surveillance as an alternative to prophylactic total gastrectomy in hereditary diffuse gastric cancer: a prospective cohort study., Lancet Oncol, 2023. 24 (4)(4): p. 383-391., https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/36990610/
[120] Lee, CYC, Olivier, A, Honing, J, Lydon, AM, Richardson, S, O'Donovan, M, et.al. Endoscopic surveillance with systematic random biopsy for the early diagnosis of hereditary diffuse gastric cancer: a prospective 16-year longitudinal cohort study., Lancet Oncol, 2023. 24 (1)(1): p. 107-116., https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/36509094/
[121] Corso, G., Figueiredo, J., Biffi, R., Trentin, C., Bonanni, B., Feroce, I., et.al. E-cadherin germline mutation carriers: clinical management and genetic implications, Cancer Metastasis Rev, 2014. 33(4): p. 1081-94., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25332147
[122] Coudert, M, Drouet, Y, Delhomelle, H, Svrcek, M, Benusiglio, PR, Coulet, F, et.al. First estimates of diffuse gastric cancer risks for carriers of , J Med Genet, 2022. 59 (12)(12): p. 1189-1195., https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/36038258/
[123] Petrovchich, I., Ford, J. M., Genetic predisposition to gastric cancer, Semin Oncol, 2016. 43(5): p. 554-559., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27899187
[124] Seevaratnam, R., Coburn, N., Cardoso, R., Dixon, M., Bocicariu, A., Helyer, L., A systematic review of the indications for genetic testing and prophylactic gastrectomy among patients with hereditary diffuse gastric cancer, Gastric Cancer, 2012. 15 Suppl 1: p. S153-63., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22160243
[125] Huntsman, D. G., Carneiro, F., Lewis, F. R., MacLeod, P. M., Hayashi, A., Monaghan, K. G., et.al. Early gastric cancer in young, asymptomatic carriers of germ-line E-cadherin mutations, N Engl J Med, 2001. 344(25): p. 1904-9., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/11419427
[126] Lewis, F. R., Mellinger, J. D., Hayashi, A., Lorelli, D., Monaghan, K. G., Carneiro, F., et.al. Prophylactic total gastrectomy for familial gastric cancer, Surgery, 2001. 130(4): p. 612-7; discussion 617-9., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/11602891
[127] Rogers, W. M., Dobo, E., Norton, J. A., Van Dam, J., Jeffrey, R. B., Huntsman, D. G., et.al. Risk-reducing total gastrectomy for germline mutations in E-cadherin (CDH1): pathologic findings with clinical implications, Am J Surg Pathol, 2008. 32(6): p. 799-809., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18391748
[128] Koornstra, J. J., Mourits, M. J., Sijmons, R. H., Leliveld, A. M., Hollema, H., Kleibeuker, J. H., Management of extracolonic tumours in patients with Lynch syndrome, Lancet Oncol, 2009. 10(4): p. 400-8., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19341971
[129] Barrow, E., Robinson, L., Alduaij, W., Shenton, A., Clancy, T., Lalloo, F., et.al. Cumulative lifetime incidence of extracolonic cancers in Lynch syndrome: a report of 121 families with proven mutations, Clin Genet, 2009. 75(2): p. 141-9., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19215248
[130] Capelle, L. G., Van Grieken, N. C., Lingsma, H. F., Steyerberg, E. W., Klokman, W. J., Bruno, M. J., et.al. Risk and epidemiological time trends of gastric cancer in Lynch syndrome carriers in the Netherlands, Gastroenterology, 2010. 138(2): p. 487-92., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19900449
[131] Vasen, H. F., Stormorken, A., Menko, F. H., Nagengast, F. M., Kleibeuker, J. H., Griffioen, G., et.al. MSH2 mutation carriers are at higher risk of cancer than MLH1 mutation carriers: a study of hereditary nonpolyposis colorectal cancer families, J Clin Oncol, 2001. 19(20): p. 4074-80., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/11600610
[132] Lee, S. E., Kang, S. Y., Cho, J., Lee, B., Chang, D. K., Woo, H., et.al. Pyloric gland adenoma in Lynch syndrome, Am J Surg Pathol, 2014. 38(6): p. 784-92., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24518125
[133] Park, Y. J., Shin, K. H., Park, J. G., Risk of gastric cancer in hereditary nonpolyposis colorectal cancer in Korea, Clin Cancer Res, 2000. 6(8): p. 2994-8., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/10955776
[134] Gylling, A., Abdel-Rahman, W. M., Juhola, M., Nuorva, K., Hautala, E., Jarvinen, H. J., et.al. Is gastric cancer part of the tumour spectrum of hereditary non-polyposis colorectal cancer? A molecular genetic study, Gut, 2007. 56(7): p. 926-33., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17267619
[135] Goecke, T., Schulmann, K., Engel, C., Holinski-Feder, E., Pagenstecher, C., Schackert, H. K., et.al. Genotype-phenotype comparison of German MLH1 and MSH2 mutation carriers clinically affected with Lynch syndrome: a report by the German HNPCC Consortium, J Clin Oncol, 2006. 24(26): p. 4285-92., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16908935
[136] Geary, J., Sasieni, P., Houlston, R., Izatt, L., Eeles, R., Payne, S. J., et.al. Gene-related cancer spectrum in families with hereditary non-polyposis colorectal cancer (HNPCC), Fam Cancer, 2008. 7(2): p. 163-72., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17939062
[137] Vasen, H. F., Moslein, G., Alonso, A., Bernstein, I., Bertario, L., Blanco, I., et.al. Guidelines for the clinical management of Lynch syndrome (hereditary non-polyposis cancer), J Med Genet, 2007. 44(6): p. 353-62., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17327285
[138] Renkonen-Sinisalo, L., Sipponen, P., Aarnio, M., Julkunen, R., Aaltonen, L. A., Sarna, S., et.al. No support for endoscopic surveillance for gastric cancer in hereditary non-polyposis colorectal cancer, Scand J Gastroenterol, 2002. 37(5): p. 574-7., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/12059060
[139] Schulmann, K., Brasch, F. E., Kunstmann, E., Engel, C., Pagenstecher, C., Vogelsang, H., et.al. HNPCC-associated small bowel cancer: clinical and molecular characteristics, Gastroenterology, 2005. 128(3): p. 590-9., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15765394
[5] Ford, A. C., Forman, D., Hunt, R. H., Yuan, Y., Moayyedi, P., Helicobacter pylori eradication therapy to prevent gastric cancer in healthy asymptomatic infected individuals: systematic review and meta-analysis of randomised controlled trials, BMJ, 2014. 348: p. g3174., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24846275
[6] Cavaleiro-Pinto, M., Peleteiro, B., Lunet, N., Barros, H., Helicobacter pylori infection and gastric cardia cancer: systematic review and meta-analysis, Cancer Causes Control, 2011. 22(3): p. 375-87., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21184266
[7] Fischbach, W., Malfertheiner, P., Lynen Jansen, P., Bolten, W., Bornschein, J., Buderus, S., et.al. [S2k-guideline Helicobacter pylori and gastroduodenal ulcer disease], Z Gastroenterol, 2016. 54(4): p. 327-63., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27512738
[140] Aktualisierte S2k-Leitlinie Helicobacter pylori und gastroduodenale Ulkuskrankheit der Deutschen Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS), Z Gastroenterol, 2022. 61 (5)(5): p. 544 - 606., https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/37146633/
[141] Malfertheiner, P., Megraud, F., O'Morain, C. A., Atherton, J., Axon, A. T., Bazzoli, F., et.al. Management of Helicobacter pylori infection--the Maastricht IV/ Florence Consensus Report, Gut, 2012. 61(5): p. 646-64., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22491499
[142] Fuccio, L., Zagari, R. M., Eusebi, L. H., Laterza, L., Cennamo, V., Ceroni, L., et.al. Meta-analysis: can Helicobacter pylori eradication treatment reduce the risk for gastric cancer?, Ann Intern Med, 2009. 151(2): p. 121-8., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19620164
[143] Kosunen, T. U., Pukkala, E., Sarna, S., Seppala, K., Aromaa, A., Knekt, P., et.al. Gastric cancers in Finnish patients after cure of Helicobacter pylori infection: A cohort study, Int J Cancer, 2011. 128(2): p. 433-9., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20309944
[144] Ogura, K., Hirata, Y., Yanai, A., Shibata, W., Ohmae, T., Mitsuno, Y., et.al. The effect of Helicobacter pylori eradication on reducing the incidence of gastric cancer, J Clin Gastroenterol, 2008. 42(3): p. 279-83., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18223496
[145] Wong, B. C., Lam, S. K., Wong, W. M., Chen, J. S., Zheng, T. T., Feng, R. E., et.al. Helicobacter pylori eradication to prevent gastric cancer in a high-risk region of China: a randomized controlled trial, JAMA, 2004. 291(2): p. 187-94., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/14722144
[146] Shiotani, A., Uedo, N., Iishi, H., Yoshiyuki, Y., Ishii, M., Manabe, N., et.al. Predictive factors for metachronous gastric cancer in high-risk patients after successful Helicobacter pylori eradication, Digestion, 2008. 78(2-3): p. 113-9., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19023205
[147] Maehata, Y., Nakamura, S., Fujisawa, K., Esaki, M., Moriyama, T., Asano, K., et.al. Long-term effect of Helicobacter pylori eradication on the development of metachronous gastric cancer after endoscopic resection of early gastric cancer, Gastrointest Endosc, 2012. 75(1): p. 39-46., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22018552
[31] Li, W. Q., Ma, J. L., Zhang, L., Brown, L. M., Li, J. Y., Shen, L., et.al. Effects of Helicobacter pylori treatment on gastric cancer incidence and mortality in subgroups, J Natl Cancer Inst, 2014. 106(7):, https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24925350
[148] Fukase, K., Kato, M., Kikuchi, S., Inoue, K., Uemura, N., Okamoto, S., et.al. Effect of eradication of Helicobacter pylori on incidence of metachronous gastric carcinoma after endoscopic resection of early gastric cancer: an open-label, randomised controlled trial, Lancet, 2008. 372(9636): p. 392-7., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18675689
[149] Kwon, Y. H., Heo, J., Lee, H. S., Cho, C. M., Jeon, S. W., Failure of Helicobacter pylori eradication and age are independent risk factors for recurrent neoplasia after endoscopic resection of early gastric cancer in 283 patients, Aliment Pharmacol Ther, 2014. 39(6): p. 609-18., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24461252
[150] Seo, J. Y., Lee, D. H., Cho, Y., Lee, D. H., Oh, H. S., Jo, H. J., et.al. Eradication of Helicobacter pylori reduces metachronous gastric cancer after endoscopic resection of early gastric cancer, Hepatogastroenterology, 2013. 60(124): p. 776-80., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23165228
[151] Toyokawa, T., Suwaki, K., Miyake, Y., Nakatsu, M., Ando, M., Eradication of Helicobacter pylori infection improved gastric mucosal atrophy and prevented progression of intestinal metaplasia, especially in the elderly population: a long-term prospective cohort study, J Gastroenterol Hepatol, 2010. 25(3): p. 544-7., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19817964
[152] Kodama, M., Murakami, K., Okimoto, T., Abe, T., Nakagawa, Y., Mizukami, K., et.al. Helicobacter pylori eradication improves gastric atrophy and intestinal metaplasia in long-term observation, Digestion, 2012. 85(2): p. 126-30., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22269293
[153] Lee, Y. C., Chiang, T. H., Chou, C. K., Tu, Y. K., Liao, W. C., Wu, M. S., et.al. Association Between Helicobacter pylori Eradication and Gastric Cancer Incidence: A Systematic Review and Meta-analysis, Gastroenterology, 2016. 150(5): p. 1113-1124 e5., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26836587
[154] Pan, K. F., Zhang, L., Gerhard, M., Ma, J. L., Liu, W. D., Ulm, K., et.al. A large randomised controlled intervention trial to prevent gastric cancer by eradication of Helicobacter pylori in Linqu County, China: baseline results and factors affecting the eradication, Gut, 2016. 65(1): p. 9-18., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25986943
[155] S2k-Guideline Helicobacter pylori and gastroduodenal ulcer disease., Z Gastroenterol, 2017. 55 (2)(2): p. 167-206., https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/27919112/
[156] Cho, S. J., Choi, I. J., Kook, M. C., Yoon, H., Park, S., Kim, C. G., et.al. Randomised clinical trial: the effects of Helicobacter pylori eradication on glandular atrophy and intestinal metaplasia after subtotal gastrectomy for gastric cancer, Aliment Pharmacol Ther, 2013. 38(5): p. 477-89., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23822578
[157] Wu, C. Y., Kuo, K. N., Wu, M. S., Chen, Y. J., Wang, C. B., Lin, J. T., Early Helicobacter pylori eradication decreases risk of gastric cancer in patients with peptic ulcer disease, Gastroenterology, 2009. 137(5): p. 1641-8 e1-2., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19664631
[158] Yang, H. B., Sheu, B. S., Wang, S. T., Cheng, H. C., Chang, W. L., Chen, W. Y., H. pylori eradication prevents the progression of gastric intestinal metaplasia in reflux esophagitis patients using long-term esomeprazole, Am J Gastroenterol, 2009. 104(7): p. 1642-9., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19436275
[159] Rokkas, T., Sechopoulos, P., Pistiolas, D., Margantinis, G., Koukoulis, G., Helicobacter pylori infection and gastric histology in first-degree relatives of gastric cancer patients: a meta-analysis, Eur J Gastroenterol Hepatol, 2010. 22(9): p. 1128-33., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20410824
[160] [Not Available]., Z Gastroenterol, 2019. 57 (3)(3): p. 295., https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/30861552/
[161] Shichijo, S., Hirata, Y., Niikura, R., Hayakawa, Y., Yamada, A., Ushiku, T., et.al. Histologic intestinal metaplasia and endoscopic atrophy are predictors of gastric cancer development after Helicobacter pylori eradication, Gastrointest Endosc, 2016. 84(4): p. 618-24., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26995689
[162] Huang, Y. K., Yu, J. C., Kang, W. M., Ma, Z. Q., Ye, X., Tian, S. B., et.al. Significance of Serum Pepsinogens as a Biomarker for Gastric Cancer and Atrophic Gastritis Screening: A Systematic Review and Meta-Analysis, PLoS One, 2015. 10(11): p. e0142080., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26556485
[163] Terasawa, T., Nishida, H., Kato, K., Miyashiro, I., Yoshikawa, T., Takaku, R., et.al. Prediction of gastric cancer development by serum pepsinogen test and Helicobacter pylori seropositivity in Eastern Asians: a systematic review and meta-analysis, PLoS One, 2014. 9(10): p. e109783., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25314140
[22] Correa, P., Human gastric carcinogenesis: a multistep and multifactorial process--First American Cancer Society Award Lecture on Cancer Epidemiology and Prevention, Cancer Res, 1992. 52(24): p. 6735-40., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/1458460
[164] di Mario, F., Cavallaro, L. G., Non-invasive tests in gastric diseases, Dig Liver Dis, 2008. 40(7): p. 523-30., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18439884
[165] Cao, Q., Ran, Z. H., Xiao, S. D., Screening of atrophic gastritis and gastric cancer by serum pepsinogen, gastrin-17 and Helicobacter pylori immunoglobulin G antibodies, J Dig Dis, 2007. 8(1): p. 15-22., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17261130
[166] Kikuchi, S., Kato, M., Katsuyama, T., Tominaga, S., Asaka, M., Design and planned analyses of an ongoing randomized trial assessing the preventive effect of Helicobacter pylori eradication on occurrence of new gastric carcinomas after endoscopic resection, Helicobacter, 2006. 11(3): p. 147-51., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16684261
[167] Leja, M., Kupcinskas, L., Funka, K., Sudraba, A., Jonaitis, L., Ivanauskas, A., et.al. The validity of a biomarker method for indirect detection of gastric mucosal atrophy versus standard histopathology, Dig Dis Sci, 2009. 54(11): p. 2377-84., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19731026
[168] Kitahara, F., Kobayashi, K., Sato, T., Kojima, Y., Araki, T., Fujino, M. A., Accuracy of screening for gastric cancer using serum pepsinogen concentrations, Gut, 1999. 44(5): p. 693-7., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/10205207
[169] Watabe, H., Mitsushima, T., Yamaji, Y., Okamoto, M., Wada, R., Kokubo, T., et.al. Predicting the development of gastric cancer from combining Helicobacter pylori antibodies and serum pepsinogen status: a prospective endoscopic cohort study, Gut, 2005. 54(6): p. 764-8., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15888780
[170] Oishi, Y., Kiyohara, Y., Kubo, M., Tanaka, K., Tanizaki, Y., Ninomiya, T., et.al. The serum pepsinogen test as a predictor of gastric cancer: the Hisayama study, Am J Epidemiol, 2006. 163(7): p. 629-37., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16443800
[171] Ikeda, F., Shikata, K., Hata, J., Fukuhara, M., Hirakawa, Y., Ohara, T., et.al. Combination of Helicobacter pylori Antibody and Serum Pepsinogen as a Good Predictive Tool of Gastric Cancer Incidence: 20-Year Prospective Data From the Hisayama Study, J Epidemiol, 2016. 26(12): p. 629-636., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27265836
[172] Miki, K., Gastric cancer screening using the serum pepsinogen test method, Gastric Cancer, 2006. 9(4): p. 245-53., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17235625
[173] Yoshihara, M., Hiyama, T., Yoshida, S., Ito, M., Tanaka, S., Watanabe, Y., et.al. Reduction in gastric cancer mortality by screening based on serum pepsinogen concentration: a case-control study, Scand J Gastroenterol, 2007. 42(6): p. 760-4., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17505999
[174] Yanaoka, K., Oka, M., Mukoubayashi, C., Yoshimura, N., Enomoto, S., Iguchi, M., et.al. Cancer high-risk subjects identified by serum pepsinogen tests: outcomes after 10-year follow-up in asymptomatic middle-aged males, Cancer Epidemiol Biomarkers Prev, 2008. 17(4): p. 838-45., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18398025
[175] Zhang, X., Xue, L., Xing, L., Wang, J., Cui, J., Mi, J., et.al. Low serum pepsinogen I and pepsinogen I/II ratio and Helicobacter pylori infection are associated with increased risk of gastric cancer: 14-year follow up result in a rural Chinese community, Int J Cancer, 2012. 130(7): p. 1614-9., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21547904
[176] Lomba-Viana, R., Dinis-Ribeiro, M., Fonseca, F., Vieira, A. S., Bento, M. J., Lomba-Viana, H., Serum pepsinogen test for early detection of gastric cancer in a European country, Eur J Gastroenterol Hepatol, 2012. 24(1): p. 37-41., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21989121
[177] Yeh, J. M., Hur, C., Ward, Z., Schrag, D., Goldie, S. J., Gastric adenocarcinoma screening and prevention in the era of new biomarker and endoscopic technologies: a cost-effectiveness analysis, Gut, 2016. 65(4): p. 563-74., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25779597
[178] Selgrad, M, Bornschein, J, Kandulski, A, Weigt, J, Roessner, A, Wex, T, et.al. Combined Gastric and Colorectal Cancer Screening-A New Strategy., Int J Mol Sci, 2018. 19 (12)(12):, https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/30513960/
[179] Dinis-Ribeiro, M., Areia, M., de Vries, A. C., Marcos-Pinto, R., Monteiro-Soares, M., O'Connor, A., et.al. Management of precancerous conditions and lesions in the stomach (MAPS): guideline from the European Society of Gastrointestinal Endoscopy (ESGE), European Helicobacter Study Group (EHSG), European Society of Pathology (ESP), and the Sociedade Portuguesa de Endoscopia Digestiva (SPED), Endoscopy, 2012. 44(1): p. 74-94., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22198778
[180] de Vries, A. C., Haringsma, J., Kuipers, E. J., The detection, surveillance and treatment of premalignant gastric lesions related to Helicobacter pylori infection, Helicobacter, 2007. 12(1): p. 1-15., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17241295
[181] de Vries, A. C., van Grieken, N. C., Looman, C. W., Casparie, M. K., de Vries, E., Meijer, G. A., et.al. Gastric cancer risk in patients with premalignant gastric lesions: a nationwide cohort study in the Netherlands, Gastroenterology, 2008. 134(4): p. 945-52., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18395075
[182] Rugge, M., Genta, R. M., Group, Olga, Staging gastritis: an international proposal, Gastroenterology, 2005. 129(5): p. 1807-8., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16285989
[183] Rugge, M., Meggio, A., Pennelli, G., Piscioli, F., Giacomelli, L., De Pretis, G., et.al. Gastritis staging in clinical practice: the OLGA staging system, Gut, 2007. 56(5): p. 631-6., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17142647
[184] Capelle, L. G., de Vries, A. C., Haringsma, J., Ter Borg, F., de Vries, R. A., Bruno, M. J., et.al. The staging of gastritis with the OLGA system by using intestinal metaplasia as an accurate alternative for atrophic gastritis, Gastrointest Endosc, 2010. 71(7): p. 1150-8., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20381801
[185] Isajevs, S., Liepniece-Karele, I., Janciauskas, D., Moisejevs, G., Putnins, V., Funka, K., et.al. Gastritis staging: interobserver agreement by applying OLGA and OLGIM systems, Virchows Arch, 2014. 464(4): p. 403-7., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24477629
[186] Leja, M., Funka, K., Janciauskas, D., Putnins, V., Ruskule, A., Kikuste, I., et.al. Interobserver variation in assessment of gastric premalignant lesions: higher agreement for intestinal metaplasia than for atrophy, Eur J Gastroenterol Hepatol, 2013. 25(6): p. 694-9., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23337173
[187] Marcos-Pinto, R., Carneiro, F., Dinis-Ribeiro, M., Wen, X., Lopes, C., Figueiredo, C., et.al. First-degree relatives of patients with early-onset gastric carcinoma show even at young ages a high prevalence of advanced OLGA/OLGIM stages and dysplasia, Aliment Pharmacol Ther, 2012. 35(12): p. 1451-9., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22548492
[188] Rugge, M., de Boni, M., Pennelli, G., de Bona, M., Giacomelli, L., Fassan, M., et.al. Gastritis OLGA-staging and gastric cancer risk: a twelve-year clinico-pathological follow-up study, Aliment Pharmacol Ther, 2010. 31(10): p. 1104-11., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20180784
[189] Li, D., Bautista, M. C., Jiang, S. F., Daryani, P., Brackett, M., Armstrong, M. A., et.al. Risks and Predictors of Gastric Adenocarcinoma in Patients with Gastric Intestinal Metaplasia and Dysplasia: A Population-Based Study, Am J Gastroenterol, 2016. 111(8): p. 1104-13., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27185078
[190] Song, H., Ekheden, I. G., Zheng, Z., Ericsson, J., Nyren, O., Ye, W., Incidence of gastric cancer among patients with gastric precancerous lesions: observational cohort study in a low risk Western population, BMJ, 2015. 351: p. h3867., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26215280
[191] den Hoed, C. M., Holster, I. L., Capelle, L. G., de Vries, A. C., den Hartog, B., Ter Borg, F., et.al. Follow-up of premalignant lesions in patients at risk for progression to gastric cancer, Endoscopy, 2013. 45(4): p. 249-56., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23533073
[192] Take, S., Mizuno, M., Ishiki, K., Yoshida, T., Ohara, N., Yokota, K., et.al. The long-term risk of gastric cancer after the successful eradication of Helicobacter pylori, J Gastroenterol, 2011. 46(3): p. 318-24., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21103997
[193] Rokkas, T., Pistiolas, D., Sechopoulos, P., Robotis, I., Margantinis, G., The long-term impact of Helicobacter pylori eradication on gastric histology: a systematic review and meta-analysis, Helicobacter, 2007. 12 Suppl 2: p. 32-8., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17991174
[194] Yoshida, T., Kato, J., Inoue, I., Yoshimura, N., Deguchi, H., Mukoubayashi, C., et.al. Cancer development based on chronic active gastritis and resulting gastric atrophy as assessed by serum levels of pepsinogen and Helicobacter pylori antibody titer, Int J Cancer, 2014. 134(6): p. 1445-57., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24009139
[195] O'Connor, A., McNamara, D., O'Morain, C. A., Surveillance of gastric intestinal metaplasia for the prevention of gastric cancer, Cochrane Database Syst Rev, 2013. p. CD009322., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24062262
[196] de Vries, A. C., Haringsma, J., de Vries, R. A., Ter Borg, F., van Grieken, N. C., Meijer, G. A., et.al. Biopsy strategies for endoscopic surveillance of pre-malignant gastric lesions, Helicobacter, 2010. 15(4): p. 259-64., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20633186
[197] Areia, M., Dinis-Ribeiro, M., Rocha Goncalves, F., Cost-utility analysis of endoscopic surveillance of patients with gastric premalignant conditions, Helicobacter, 2014. 19(6): p. 425-36., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25164596
[198] Hassan, C., Zullo, A., Di Giulio, E., Annibale, B., Lahner, E., De Francesco, V., et.al. Cost-effectiveness of endoscopic surveillance for gastric intestinal metaplasia, Helicobacter, 2010. 15(3): p. 221-6., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20557364
[199] Pimentel-Nunes, P., Libanio, D., Marcos-Pinto, R., Areia, M., Leja, M., Esposito, G., et.al. Management of epithelial precancerous conditions and lesions in the stomach (MAPS II): European Society of Gastrointestinal Endoscopy (ESGE), European Helicobacter and Microbiota Study Group (EHMSG), European Society of Pathology (ESP), and Sociedade Portuguesa de Endoscopia Digestiva (SPED) guideline update 2019, Endoscopy, 2019. 51(4): p. 365-388., https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/30841008/
[200] den Hoed, C. M., van Eijck, B. C., Capelle, L. G., van Dekken, H., Biermann, K., Siersema, P. D., et.al. The prevalence of premalignant gastric lesions in asymptomatic patients: predicting the future incidence of gastric cancer, Eur J Cancer, 2011. 47(8): p. 1211-8., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21239166
[201] Hooi, JKY, Lai, WY, Ng, WK, Suen, MMY, Underwood, FE, Tanyingoh, D, et.al. Global Prevalence of Helicobacter pylori Infection: Systematic Review and Meta-Analysis., Gastroenterology, 2017. 153 (2)(2): p. 420-429., https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/28456631/
[202] Franck, C, Hoffmann, A, Link, A, Schulz, C, Wuttig, K, Becker, E, et.al. Prevalence of Helicobacter pylori infection among blood donors in Saxony-Anhalt, Germany - a region at intermediate risk for gastric cancer., Z Gastroenterol, 2017. 55 (7)(7): p. 653-656., https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/28437803/
[203] Macke, L., HelicoPTER – lokale Prävalenz, Therapieerfolg und Antibiotikaresistenz der Helicobacter pylori-Infektion in Deutschland, Z Gastroenterol, 2022. 60(04): p. e258 - e259.
[204] Lansdorp-Vogelaar, I., Sharp, L., Cost-effectiveness of screening and treating Helicobacter pylori for gastric cancer prevention, Best Pract Res Clin Gastroenterol, 2013. 27(6): p. 933-47., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24182612
[205] Chen, Q, Liang, X, Long, X, Yu, L, Liu, W, Lu, H, Cost-effectiveness analysis of screen-and-treat strategy in asymptomatic Chinese for preventing Helicobacter pylori-associated diseases., Helicobacter, 2019. 24 (2)(2): p. e12563., https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/30672082/
[206] Lansdorp-Vogelaar, I, Meester, RGS, Laszkowska, M, Escudero, FA, Ward, ZJ, Yeh, JM, Cost-effectiveness of prevention and early detection of gastric cancer in Western countries., Best Pract Res Clin Gastroenterol, 2021. 50-51 (): p. 101735., https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/33975689/
[21] Liou, JM, Malfertheiner, P, Lee, YC, Sheu, BS, Sugano, K, Cheng, HC, et.al. Screening and eradication of , Gut, 2020. 69 (12)(12): p. 2093-2112., https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/33004546/
[207] Choi, JM, Kim, SG, Choi, J, Park, JY, Oh, S, Yang, HJ, et.al. Effects of Helicobacter pylori eradication for metachronous gastric cancer prevention: a randomized controlled trial., Gastrointest Endosc, 2018. 88 (3)(3): p. 475-485.e2., https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/29800546/
[208] Choi, Y, Kim, N, Yoon, H, Shin, CM, Park, YS, Lee, DH, et.al. The Incidence and Risk Factors for Metachronous Gastric Cancer in the Remnant Stomach after Gastric Cancer Surgery., Gut Liver, 2022. 16 (3)(3): p. 366-374., https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/34462394/
[209] Choi, IJ, Kook, MC, Kim, YI, Cho, SJ, Lee, JY, Kim, CG, et.al. Helicobacter pylori Therapy for the Prevention of Metachronous Gastric Cancer., N Engl J Med, 2018. 378 (12)(12): p. 1085-1095., https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/29562147/
[210] Malfertheiner, P, Megraud, F, Rokkas, T, Gisbert, JP, Liou, JM, Schulz, C, et.al. Management of , Gut, 2022. ():, https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/35944925/
[211] Tersmette, A. C., Offerhaus, G. J., Tersmette, K. W., Giardiello, F. M., Moore, G. W., Tytgat, G. N., et.al. Meta-analysis of the risk of gastric stump cancer: detection of high risk patient subsets for stomach cancer after remote partial gastrectomy for benign conditions, Cancer Res, 1990. 50(20): p. 6486-9., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/2145061
[212] Tersmette, A. C., Giardiello, F. M., Tytgat, G. N., Offerhaus, G. J., Carcinogenesis after remote peptic ulcer surgery: the long-term prognosis of partial gastrectomy, Scand J Gastroenterol Suppl, 1995. 212: p. 96-9., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/8578237
[213] Neugut, A. I., Hayek, M., Howe, G., Epidemiology of gastric cancer, Semin Oncol, 1996. 23(3): p. 281-91., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/8658212
[214] Stalnikowicz, R., Benbassat, J., Risk of gastric cancer after gastric surgery for benign disorders, Arch Intern Med, 1990. 150(10): p. 2022-6., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/2222087
[215] Sinning, C., Schaefer, N., Standop, J., Hirner, A., Wolff, M., Gastric stump carcinoma - epidemiology and current concepts in pathogenesis and treatment, Eur J Surg Oncol, 2007. 33(2): p. 133-9., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17071041
[67] Morgagni, P., Gardini, A., Marrelli, D., Vittimberga, G., Marchet, A., de Manzoni, G., et.al. Gastric stump carcinoma after distal subtotal gastrectomy for early gastric cancer: experience of 541 patients with long-term follow-up, Am J Surg, 2015. 209(6): p. 1063-8., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25218580
[216] Vannella, L, Lahner, E, Osborn, J, Annibale, B, Systematic review: gastric cancer incidence in pernicious anaemia., Aliment Pharmacol Ther, 2013. 37 (4)(4): p. 375-82., https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/23216458/
[217] Rugge, M, Genta, RM, Malfertheiner, P, Graham, DY, Atrophic autoimmune gastritis: 'a muddled or misguided core concept compromises our overall comprehension of the problem'., Gut, 2023. 73 (1)(1): p. 207-208., https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/36868846/
[218] Rugge, M, Genta, RM, Malfertheiner, P, Dinis-Ribeiro, M, El-Serag, H, Graham, DY, et.al. RE.GA.IN.: the Real-world Gastritis Initiative-updating the updates., Gut, 2024. 73 (3)(3): p. 407-441., https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/38383142/
[219] Chen, C, Yang, Y, Li, P, Hu, H, Incidence of Gastric Neoplasms Arising from Autoimmune Metaplastic Atrophic Gastritis: A Systematic Review and Case Reports., J Clin Med, 2023. 12 (3)(3):, https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/36769710/
[220] Goldenring, J, No , Gut, 2023. 72 (1)(1): p. 1-2., https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/35896359/
[221] Morson, BC, Sobin, LH, Grundmann, E, Johansen, A, Nagayo, T, Serck-Hanssen, A, Precancerous conditions and epithelial dysplasia in the stomach., J Clin Pathol, 1980. 33 (8)(8): p. 711-21., https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/7430384/
[222] Pimentel-Nunes, P, Libânio, D, Marcos-Pinto, R, Areia, M, Leja, M, Esposito, G, et.al. Management of epithelial precancerous conditions and lesions in the stomach (MAPS II): European Society of Gastrointestinal Endoscopy (ESGE), European Helicobacter and Microbiota Study Group (EHMSG), European Society of Pathology (ESP), and Sociedade Portuguesa de Endoscopia Digestiva (SPED) guideline update 2019., Endoscopy, 2019. 51 (4)(4): p. 365-388., https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/30841008/
[223] Esposito, G, Dilaghi, E, Cazzato, M, Pilozzi, E, Conti, L, Carabotti, M, et.al. Endoscopic surveillance at 3 years after diagnosis, according to European guidelines, seems safe in patients with atrophic gastritis in a low-risk region., Dig Liver Dis, 2021. 53 (4)(4): p. 467-473., https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/33199230/
[224] Mahmud, N, Stashek, K, Katona, BW, Tondon, R, Shroff, SG, Roses, R, et.al. The incidence of neoplasia in patients with autoimmune metaplastic atrophic gastritis: a renewed call for surveillance., Ann Gastroenterol, 2019. 32 (1)(1): p. 67-72., https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/30598594/
[225] Zagari, RM, Rabitti, S, Greenwood, DC, Eusebi, LH, Vestito, A, Bazzoli, F, Systematic review with meta-analysis: diagnostic performance of the combination of pepsinogen, gastrin-17 and anti-Helicobacter pylori antibodies serum assays for the diagnosis of atrophic gastritis., Aliment Pharmacol Ther, 2017. 46 (7)(7): p. 657-667., https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/28782119/
[226] Leja, M, Kupcinskas, L, Funka, K, Sudraba, A, Jonaitis, L, Ivanauskas, A, et.al. Value of gastrin-17 in detecting antral atrophy., Adv Med Sci, 2011. 56 (2)(2): p. 145-50., https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/22037174/
[227] Robles, C, Rudzite, D, Polaka, I, Sjomina, O, Tzivian, L, Kikuste, I, et.al. Assessment of Serum Pepsinogens with and without Co-Testing with Gastrin-17 in Gastric Cancer Risk Assessment-Results from the GISTAR Pilot Study., Diagnostics (Basel), 2022. 12 (7)(7):, https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/35885649/
[228] Wada, Y, Nakajima, S, Mori, N, Takemura, S, Chatani, R, Ohara, M, et.al. Evaluation of screening tests for autoimmune gastritis in histopathologically confirmed Japanese patients, and re-evaluation of histopathological classification., BMC Gastroenterol, 2022. 22 (1)(1): p. 179., https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/35410175/
[229] Song, M, Latorre, G, Ivanovic-Zuvic, D, Camargo, MC, Rabkin, CS, Autoimmune Diseases and Gastric Cancer Risk: A Systematic Review and Meta-Analysis., Cancer Res Treat, 2019. 51 (3)(3): p. 841-850., https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/31048663/
[230] Rugge, M, Big Data on Gastric Dysplasia Support Gastric Cancer Prevention., Clin Gastroenterol Hepatol, 2022. 20 (6)(6): p. 1226-1228., https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/35123082/
[231] Rugge, M, Genta, RM, Graham, DY, Di Mario, F, Vaz Coelho, LG, Kim, N, et.al. Chronicles of a cancer foretold: 35 years of gastric cancer risk assessment., Gut, 2016. 65 (5)(5): p. 721-5., https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/26927528/