3. Diagnostik und Stadieneinteilung – Hodgkin Lymphom
Autoren der Hintergrundtexte: Christian Baues, Johannes Rosenbrock, Ralph Naumann, Beate Klimm, Jörg Stattaus, Markus Dietlein, Carsten Kobe, Andreas Rosenwald, Andreas Buck
3.1 Typische Symptome
Jede ungeklärte Lymphknotenschwellung, die länger als vier Wochen persistiert oder die eindeutige Progredienz zeigt, soll durch Biopsie und histologische Untersuchung abgeklärt werden.
- Konsens
- Starker Konsens
Bei typischen Symptomen mit oder ohne sichtbare Lymphknotenschwellung soll entsprechende bildgebende, serologische und histologische Diagnostik (siehe auch Kapitel 3.2 „Die histologische Diagnostik“) zur Abklärung veranlasst werden.
- Konsens
- Starker Konsens
Zu den Empfehlungen 3.1 und 3.2
Typische Symptome des Hodgkin Lymphoms sind [8][9][10][11]:
1. Schmerzlose Lymphknotenschwellungen:
Das Hodgkin Lymphom präsentiert sich in ca. 70% der Fälle mit einer schmerzlosen Lymphknotenschwellung. Diese sind meist derb und von gummiartiger Konsistenz. Am häufigsten betroffen sind die zervikalen Lymphknoten (ca. 70% der Fälle), seltener axillär (ca. 30%) oder inguinal (ca.10%). Die mediastinalen Lymphknoten sind in ca. 60% und die retroperitonealen in 25% der Fälle betroffen. Ein alleiniger infradiaphragmaler Befall ist mit weniger als 10% der Fälle selten. Jede ungeklärte Lymphknotenschwellung, die länger als vier Wochen persistiert oder die eindeutige Progredienz zeigt, soll daher durch Biopsie und histologische Untersuchung abgeklärt werden. Zur Beurteilung der Lymphknoten wird eine Größe von > 1,5 cm im Achsenquerschnitt als suspekt eingestuft.
2. B-Symptomatik:
Bei etwa 40% der Patienten treten die sog. B-Symptome auf:
- Nicht anderweitig erklärbares Fieber über 38°C,
- Nicht anderweitig erklärbarer Nachtschweiß (Wechsel der Nachtwäsche),
- Nicht anderweitig erklärbarer Gewichtsverlust von mehr als 10% des Körpergewichtes innerhalb von 6 Monaten.
3. Unspezifische Allgemeinerscheinungen:
Es kann zu Leistungsminderung, Pruritus und Lymphknotenschmerz nach Alkoholgenuss (sog. „Alkoholschmerz“; selten aber charakteristisch für das Hodgkin Lymphom) kommen.
4. Andere Symptome:
Bei Patienten mit ausgedehntem Lymphknotenbefall oder bei einer Organbeteiligung des Hodgkin Lymphoms kann es teilweise auch zu folgenden Symptomen kommen:
- Eine mediastinale Lymphknotenschwellung kann ständigen Reizhusten, retrosternalen Druckschmerz oder Dyspnoe verursachen und im Extremfall zur oberen Einflussstauung führen.
- Ein intraabdomineller Befall mit z.B. Hepato- oder Splenomegalie kann zu einer abdominellen Schwellung und/oder Druckschmerz führen, wobei eine Hepatomegalie klinisch eine untergeordnete Rolle spielt und in der Literatur abgesehen von primären hepatischen Befällen keine Rolle spielt. Lymphompakete in der Leberpforte oder retroperitoneal können zu Cholestase oder Harnstau führen.
- Ein Befall des Knochenmarks kann zu Veränderungen des Blutbildes führen.
- Je nach Organbefall kann es auch zu neurologischen Bildern, endokrinen Störungen und Skelettschmerzen kommen.
3.2 Die histologische Diagnostik
Die histologische Diagnose soll an der Biopsie eines ganzen Lymphknotens oder eines anderen primär befallenen Organs gestellt werden.
- Konsens
- Starker Konsens
Die histologische Diagnose soll nicht alleinig durch eine Biopsie mittels Feinnadelaspiration (Zytologie) gestellt werden.
- Konsens
- Starker Konsens
Bei der histologischen Diagnose eines Hodgkin Lymphoms soll eine Beurteilung durch einen Referenzpathologen angestrebt werden.
- Konsens
- Starker Konsens
Zu Empfehlung 3.3., 3.4. und 3.5.
Die histologische Diagnostik [12]
Die histopathologische Diagnostik soll an der Biopsie eines Lymphknotens oder gegebenenfalls an der Biopsie eines anderen primär befallenen Organs gestellt werden. Diese soll möglichst einen ganzen Lymphknoten bzw. ausreichendes Gewebematerial umfassen und nicht alleinig eine Feinnadelaspiration (Zytologie) beinhalten. Diese ist aufgrund des geringen Anteils an Hodgkin- und Reed-Sternberg-Zellen und der nicht-beurteilbaren Lymphknotenstruktur nicht ausreichend.
Zur Überprüfung der primären histologischen Diagnose sollte eine Beurteilung durch einen Pathologen mit besonderer Erfahrung auf dem Gebiet der Lymphom-Diagnostik (Referenzpathologen) angestrebt werden.
Die histologische Klassifikation des Hodgkin Lymphoms erfolgt nach der WHO-Klassifikation:
I. Das noduläre lymphozyten-prädominante Hodgkin Lymphom (NLPHL; Synonyme: LPHD, noduläres Paragranulom): macht ca. 5 Prozent der Fälle aus.
II. Das klassische Hodgkin Lymphom (cHL) (ca. 95 Prozent der Fälle), wird in vier histologische Subtypen unterteilt. Diese sind:
a) Nodulär-sklerosierender Typ (NS): 65% der Fälle
b) Mischtyp (MC): 25% der Fälle
c) Lymphozytenreicher Typ (LR): 4% der Fälle
d) Lymphozytenarmer Typ (LD): 1% der Fälle
Die histologische Subklassifikation innerhalb der Diagnose cHL hat bisher keine therapeutischen Konsequenzen. Erwähnenswert bleibt, dass das NLPHL im Stadium IA ohne Risikofaktoren (nur eine Lymphknotenregion befallen; siehe Kap. 3.4 Stadieneinteilung) einen sehr günstigen Verlauf hat und dass hier im Unterschied zu anderen Typen eine mildere Therapie gewählt werden kann (alleinige Strahlentherapie mit 30 Gray Involved-Field-Strahlentherapie).
3.3 Anforderungen an die Diagnostik
Nach histologischer Diagnosesicherung sollen die Ausbreitungsdiagnostik und die Organfunktionsdiagnostik sowie eventuelle fertilitätserhaltende Maßnahmen innerhalb von 4 Wochen abgeschlossen sein. Insgesamt sollte jedoch angestrebt werden, dass die Diagnostik nach 2 Wochen abgeschlossen ist.
- Konsens
- Starker Konsens
Änderungshinweis
Nach histologischer Diagnosesicherung sollen die Ausbreitungsdiagnostik und die Organfunktionsdiagnostik sowie eventuelle fertilitätserhaltende Maßnahmen innerhalb von 4 Wochen abgeschlossen sein.Die initialen Diagnostik-Untersuchungen sollen Anamnese, körperliche Untersuchung, Labor, bildgebende Verfahren (CT (mit Kontrastmittel) des Halses, Thorax und Abdomen, Röntgen-Thorax, Sonografie und PET/CT (siehe Kapitel 3.4.1“Stellenwert des PET/CT“)) umfassen.
- Konsens
- Starker Konsens
Änderungshinweis
Die Diagnostik-Untersuchungen sollen Anamnese, körperliche Untersuchung, Labor, bildgebende Verfahren (CT (mit Kontrastmittel) des Halses, Thorax und Abdomen, Röntgen-Thorax und PET/CT* (siehe Kapitel 3.4.1“Stellenwert des PET/CT“)) umfassen. *CAVE: In der Diagnostik ist die PET-Untersuchung außerhalb des initialen Stagings nicht Gegenstand des Leistungskatalogs der gesetzlichen Krankenversicherung (Kostenübernahme nicht gesichert)Bei keinem Hinweis auf einen Knochenmarkbefall in der PET/CT, soll auf eine Knochenmarkbiopsie verzichtet werden.
- Empfehlungsgrad
- A: Starke Empfehlung für oder gegen ein Maßnahme - verwendete Ausdrucksweise = soll/soll nicht
- Evidenzlevel
- ⊕⊕⊕⊕
Sensitivity
⊕⊕⊕⊕Specificity
- Konsens
- Starker Konsens
- Literatur
- [13] [14] [15]
Änderungshinweis
Beim Ausschluss eines Knochenmarkbefalls im PET/CT* soll auf eine Knochenmarkbiopsie verzichtet werden. *CAVE: In der Diagnostik ist die PET-Untersuchung außerhalb des initialen Stagings nicht Gegenstand des Leistungskatalogs der gesetzlichen Krankenversicherung (Kostenübernahme nicht gesichert)Evidenztabellen (1)
3.3 EvT 3.8Klinisch verdächtige extranodale Befälle oder Organbefälle sollen mit den adäquaten Methoden (z.B. Sonographie, CT, MRT oder Biopsie, Röntgen) abgeklärt werden.
- Konsens
- Starker Konsens
Sonographie und MRT sollten bei Bedarf ergänzend eingesetzt werden.
- Konsens
- Starker Konsens
Untersuchungen zur Toxizitätsbeurteilung (EKG, Echokardiogramm, Lungenfunktion, TSH, Gonadenfunktion) sollen vor Therapiebeginn durchgeführt werden.
- Konsens
- Starker Konsens
Bei nicht abgeschlossener Familienplanung bzw. vorhandenem Kinderwunsch soll auf Möglichkeiten fertilitätserhaltender Maßnahmen hingewiesen werden (siehe Kapitel 10.6 „Fertilitätsprotektive Maßnahmen“).
- Konsens
- Starker Konsens
Zu den Empfehlungen 3.6., 3.7., 3.8., 3.9. und 3.10.
Diagnose des klinischen Stadiums
Die Diagnostik-Untersuchungen sollen zügig abgeschlossen sein. Eine sorgfältige Terminorganisation bereits bei Diagnosestellung kann die Einhaltung dieser Frist sicherstellen. Da die histologische Befundung des Knochenmarks in der Regel 7-10 Tage dauern kann, sollte die Knochenmarkbiopsie nur bei nicht eindeutigem PET/CT-Befund und einer möglichen Änderung des Therapiekonzepts unmittelbar nach Diagnosesicherung durchgeführt werden. Insgesamt sollte angestrebt werden, dass die Diagnostik nach 2 Wochen abgeschlossen ist.
1. Anamnese
Die Anamnese soll die klinischen Symptome, insbesondere eine evtl. vorhandene B-Symptomatik, erfassen. Der Allgemeinzustand soll entsprechend dem Aktivitätsindex nach WHO dokumentiert werden. Es sollen schwere Begleiterkrankungen, andere maligne hämatologische Erkrankungen (auch in der Familie) erfragt werden. Hierbei sollte insbesondere auf schweren Begleiterkrankungen und Komorbiditäten eingegangen werden.
Tabelle 4: Aktivitätsindex nach WHO
| Aktivitätsindex nach WHO | Definition |
| 0 | normale Aktivität, asymptomatisch |
| 1 | leichte Arbeit möglich, symptomatisch |
| 2 | Selbstversorgung möglich, < 50% der Tageszeit bettlägerig |
| 3 | begrenzte Selbstversorgung möglich, > 50% der Tageszeit im Bett/ Sessel |
| 4 | voll pflegebedürftig |
2. Physikalische Untersuchung
Die sorgfältige körperliche Untersuchung schließt die Untersuchung peripherer Lymphknoten, Milz, Leber und Abdominalbereich ein. Es sollen alle Befallslokalisationen dokumentiert werden, die aus klinischer Sicht als befallen bewertet werden, auch wenn keine histologische Sicherung vorliegt.
3. Labordiagnostik
Hierzu zählen:
- Blutsenkungsgeschwindigkeit (BSG)
- Blutbild mit Differentialverteilung
- Klinische Chemie (Gamma-GT, GOT, GPT, Bilirubin, Kreatinin, Harnsäure)
- Alkalische Phosphatase (AP)
- Laktatdehydrogenase (LDH)
- HIV1/2-Antikörpersuchtest, Hepatitis B (anti-Hbs, anti-Hbc), Hepatitis C (anti-HCV)
- Bei allen Frauen: ß-HCG-Test
4. Apparative Untersuchungen
Zur exakten Diagnostik des Krankheitsstadiums sollen folgende Untersuchungen durchgeführt werden:
- Röntgen Thorax: p.a. und seitlich; dient sowohl bei Vorhandensein eines mediastinalen Befalls zur Bestimmung des Risikofaktors „Großer Mediastinaltumor“ (siehe Kap. 3.4 Stadieneinteilung), als auch als Baseline Untersuchung zur späteren Toxizitätsbeurteilung. Computertomographie (CT) (mit Kontrastmittel) des Halses, Thorax und Abdomens: zervikale, axilläre, thorakale und abdominelle Lymphknoten größer als 10 mm in der Kurzachse und inguinale Lymphknoten größer als 15 mm in der Kurzachse sind als verdächtig für einen Befall zu werten, insbesondere wenn diese kugelig, ohne Fetthilus, mit einer zentralen Nekrose und/oder vermehrt vorliegen.
- Bei einer schweren Kontrastmittel-Unverträglichkeit/Allergie soll statt einer CT mit Kontrastmittel eine alternative Bildgebung angestrebt werden, z.B. MRT. Es soll kein natives CT von Hals oder Abdomen durchgeführt werden.
- Ganzkörper PET/CT: Die kontrastmittel-verstärkte CT von Hals, Thorax und Abdomen / Becken kann im Rahmen der Ganzkörper-PET/CT als eine Untersuchung durchgeführt werden.
- Die Durchführung einer Knochenmarkbiopsie wird nur noch im Falle eines unklaren PET/CT Befundes empfohlen. Bereits eine Meta-Analyse von Adams et al. [20] kam auf der Grundlage von 9 Studien zu dem Schluss, dass sich mit Hilfe der PET/CT im initialen Staging eine hohe Sensitivität und Spezifität in Bezug auf einen Knochenmarksbefall erzielen lässt. Da außerdem die Wahrscheinlichkeit eines negativen PETs und einem histologisch positivem Befall des Knochenmarks sehr gering ist (1.1%), kann auf eine Knochenmarksstanze im Routine Staging verzichtet werden [20]
- Zytologie und Histologie.
- Der Verdacht auf extranodalen Befall oder Organbefall, der in der CT und PET/CT nicht zu sichern ist, kann mit adäquaten Methoden (z.B. Sonographie, MRT oder Biopsie) abgeklärt werden. Im Falle von ossären Befällen der Extremitäten kann konventionelles Röntgen unter anderem zur Beurteilung der Stabilität eingesetzt werden.
- Fakultativ kann eine Sonographie des Halses, Abdomens und des Beckens erfolgen.
- Es sollte grundsätzlich eine Doppelung der bildgebenden Verfahren vermieden werden, es sei denn durch die Hinzunahme einer weiteren bildgebenden Modalität ergibt sich eine zusätzliche Information.
Zu Empfehlung 3.11.
5. Untersuchungen zur Toxizitätsbeurteilung vor Therapiebeginn
Folgende Untersuchungen sollen vor Therapieeinleitung sowohl zur Beurteilung der grundsätzlichen Therapierbarkeit des Patienten als auch zur Erfassung des Ausgangsstatus zur Beurteilung späterer therapiebedingter Toxizitäten durchgeführt werden:
- Elektrokardiographie (EKG); Echokardiogramm
- Lungenfunktionsuntersuchung
- Schilddrüsendiagnostik: Thyreoidea-stimulierendes Hormon (TSH) basal
Sollten die Herz- und Lungenfunktionsuntersuchungen eine Kontraindikation für Anthrazyklin und/oder Bleomycin zeigen, soll die Gabe der jeweiligen Substanzen vermieden werden.
Bezüglich der Gonadenfunktion sollen folgenden Untersuchungen durchgeführt werden:
- Frauen: Dokumentation der Zyklusanamnese, FSH, LH, Anti-Müller-Hormon
- Männer: Spermiogramm bei nicht abgeschlossener Familienplanung, FSH, LH, Testosteron, Inhibin B
Zu Empfehlung 3.12.
Außerdem soll bei nicht abgeschlossener Familienplanung bzw. vorhandenem Kinderwunsch auf Möglichkeiten der fertilitätserhaltenden Maßnahmen hingewiesen werden (siehe hierzu Kapitel 10.6 „Fertilitätsprotektive Maßnahmen“)
3.4 Stadieneinteilung
Es soll eine Stadieneinteilung basierend auf der nach Cotswold-modifizierten Ann-Arbor-Klassifikation, unter der Berücksichtigung von genau definierten Risikofaktoren, erfolgen.
- Konsens
- Starker Konsens
Zu Empfehlung 3.13.
Um eine Qualitätskontrolle der initialen Stadieneinteilung durch ein Referenzpanel zu gewährleisten, sollen soweit wie möglich Patienten in klinische Studien (randomisierte klinische Studien (RCTs) und kontrollierte klinische Studien (CCTs) nach guter klinischer Praxis (GCP)) eingeschlossen werden,
Die Stadieneinteilung geschieht nach der Cotswold-modifizierten Ann-Arbor-Klassifikation:
Tabelle 5: Ann-Arbor Klassifikation
| Stadium | Definition |
| I |
Befall einer Lymphknotenregion |
| II |
Befall von zwei oder mehr Lymphknotenregionen auf der gleichen Seite des Zwerchfells |
| III |
Befall von zwei oder mehr Lymphknotenregionen bzw. von Organen außerhalb des lymphatischen Systems auf beiden Seiten des Zwerchfells |
| IV |
Nicht lokalisierter, diffuser oder disseminierter Befall einer oder mehrerer extralymphatischer Organe mit oder ohne Befall von lymphatischen Gewebe |
| Zusatz A |
Es liegen keine B-Symptome vor |
| Zusatz B |
Es liegen B-Symptome (Fieber > 38°C u./o. Nachtschweiß u./o. Gewichtsverlust) vor |
Zum lymphatischen System werden gezählt: die Lymphknoten, die Milz, der Thymus, der Waldeyer-Rachenring, der Blinddarm und die Peyer-Plaques.
Zusätzlich zur o.g. Stadieneinteilung werden weitere, genau definierte Risikofaktoren zur Therapieentscheidung berücksichtigt [10]:
- Vorliegen eines großen Mediastinaltumors, gemessen im Röntgenbild oder in der CT des Brustkorbs; der Tumor gilt als groß, wenn er ein Drittel des Brustkorb-Querdurchmessers oder mehr misst.
- Extranodalbefall – jede Ausbreitung des Tumors, die über die Lymphknoten , die Milz, den Thymus, den Waldeyer-Rachenring, den Blinddarm und die Peyer-Plaques hinausgeht
- Hohe Blutsenkungsgeschwindigkeit (≥50mm/h bei A-Symptomen, ≥30mm/h wenn B-Symptome vorhanden sind)
- Drei oder mehr Lymphknotenareale sind betroffen (Lymphknotenareale entsprechen nicht der Lymphkontenregion in der Ann-Arbor-Einteilung, sondern sie umfassen zum Teil mehrere Lymphknotenregionen)
Einteilung der Risikogruppen:
Auf Basis der oben genannten Punkte werden Patienten in Risikogruppen eingeteilt [21]
1. Frühe Stadien
- Stadium I A o. B und II A o. B nach Ann-Arbor ohne Risikofaktoren
2. Mittlere Stadien
- Stadium I A o. B und Stadium II A mit einem oder mehreren Risikofaktoren
- Stadium II B, wenn die Risikofaktoren hohe BSG u./o. ≥ 3 Lymphknotenareale vorliegen
3. Fortgeschrittene Stadien:
- Stadium II B, wenn die Risikofaktoren E-Befall u./o. großer Mediastinaltumor vorliegen
- Stadium III A o. B
- Stadium IV A o. B
Gemäß dieser Einteilung wird eine stadiengerechte Therapie durchgeführt (siehe Kapitel 5, Kapitel 6, Kapitel 7, Kapitel 8, Kapitel 9).
3.4.1 Stellenwert der PET/CT
Die PET/CT soll im Rahmen des initialen Stagings zur Stadienbestimmung durchgeführt werden.
- Empfehlungsgrad
- A: Starke Empfehlung für oder gegen ein Maßnahme - verwendete Ausdrucksweise = soll/soll nicht
- Evidenzlevel
- ⊕⊕⊕⊝
Sensitivität
⊕⊕⊕⊝Spezifizität
- Konsens
- Konsens
- Literatur
- [22] [23] [15]
Änderungshinweis
Das PET/CT* soll im Rahmen des Stagings zur Stadienbestimmung durchgeführt werden. *CAVE: In der Diagnostik ist die PET-Untersuchung außerhalb des initialen Stagings nicht Gegenstand des Leistungskatalogs der gesetzlichen Krankenversicherung (Kostenübernahme nicht gesichert)Evidenztabellen (1)
3.4.1 EvT 3.14Die initiale PET/CT sollte zur Bestrahlungsplanung verwendet werden.
- Empfehlungsgrad
- B: Empfehlung für oder gegen eine Maßnahme - verwendete Ausdrucksweise = sollte/sollte nicht
- Evidenzlevel
- ⊕⊕⊝⊝
Abgrenzung Bestrahlungsgebiet
- Konsens
- Starker Konsens
- Literatur
- [24] [25]
Änderungshinweis
Eine PET/CT*-Untersuchung sollte bei der Planung einer involved-site Bestrahlung durchgeführt werden. *CAVE: In der Diagnostik ist die PET-Untersuchung außerhalb des initialen Stagings nicht Gegenstand des Leistungskatalogs der gesetzlichen Krankenversicherung (Kostenübernahme nicht gesichert)Evidenztabellen (1)
3.4.1 EvT 3.15Zu den Empfehlungen 3.14. und 3.15.
In dieser Leitlinie ist immer die Untersuchung mit dem Radiopharmakon F-18-FDG (Fluor-desoxyglucose) gemeint, es sei denn es wird explizit ein anderes Radiopharmakon angegeben.
Der Nutzen der initialen PET/CT ist unter den Aspekten einer Optimierung des initialen Stagings zur genaueren Stadieneinteilung, der Optimierung der Knochenmarkdiagnostik und der Therapie-Stratifizierung während der Chemotherapie und nach Abschluss der Chemotherapie zu betrachten.
Bereits 2006 berichtete M. Hutchings über eine Verbesserung des Staging im Falle einer Zuhilfenahme einer PET/CT im Vergleich zum alleinigen kontrastmittelverstärkten CT (CeCT)- Stagings. Die Sensitivität der initialen PET/CT überstieg die Sensitivität eines alleinige CeCT-Stagings deutlich [26]. Die PET/CT war hierbei dem CeCT im Bereich nodaler Befälle überlegen (92% vs. 83%) vor allem aber in der Abgrenzung extranodaler Befälle dominierte die PET/CT (73% vs. 37%). In einer Analyse von Bednaruk et al., 2015 [27], übertrugen sich diese Aussagen in eine Veränderung der Stadienaufteilung. Es wurden 28% der Patienten einem höheren Tumorstadium und 6% einem niedrigeren Tumorstadium zugeordnet. Es erfolgte somit eine Veränderung des Stadiums in Abhängigkeit der PET/CT in 34% der Patienten. Der Hauptgrund für das Hoch-Staging lag im Wesentlichen an häufiger detektierten extranodalen Befällen (26 Patienten). Insgesamt ergab sich aus der geänderten Stadien Zugehörigkeit in 21% der Patienten eine Therapieanpassung mit meist gesteigerter Behandlungsintensität.
Die Implementierung der PET/CT ins Routine-Staging der Patienten mit einem Hodgkin Lymphom würde bei Stadienbezogen gleichbleibenden Therapieintensitäten zu einer intensiveren Therapie einiger Patienten führen. Unter Berücksichtigung einer relevanten Rate an Spättoxizitäten und Sekundärmalignomen setzt die reguläre Durchführung der PET/CT eine Stadienbezogene Anpassung der Behandlungsintensitäten voraus. Dem wurde und wird bereits in Studien Folge geleistet, in dem eine PET/CT-adaptierte Deeskalation der Chemotherapie-Regime nachweislich durchführbar ist (Literatur HD15 + HD18; [28][29][30]. Ebenso wird aktuell geprüft, ob ein Verzicht auf eine Radiotherapie nach PET/CT negativem Befund im Abschluss-Staging nach Chemotherapie in den frühen und mittleren Stadien sicher ist. Der Nachweis konnte in der HD15 Studie für fortgeschrittene Stadien erbracht werden. Außerdem hat eine Anpassung und weitere Verkleinerung der Bestrahlungs-Zielvolumina von involved-field auf involved-site eine maßgebliche Reduktion des Bestrahlungsfeldes mit sich gebracht [31][32].
Der Nutzen der PET/CT spiegelt sich insbesondere in der Detektion von Knochenmarksbefällen wider, die historisch mit einer Rate von 5-8% angegeben wurden (Levis 2004). Wurde allerdings eine PET/CT im Rahmen des Staging eingesetzt, wurde eine Rate von 10-20% beobachtet. Außerdem zeigte sich bei den meist fokalen Anreicherungen kein CT-morphologisches Korrelat [17][33][34]. Wurde in der Folge eines positiven Befundes im Knochenmark die Diagnostik durch MRT erweitert oder erfolgten gezielte Biopsien, so ließ sich eine hohe Sensitivität der Methode bestätigen:
Durch eine PET/CT im initialen Staging lassen sich Knochenmarksbefälle gut und sicher detektieren. Sie erscheinen meist als klar abgrenzbare FDG-positive Anreicherung; ein CT morphologisches Korrelat ist hingegen nicht regelhaft anzugrenzen [17][33][34]. Im Falle einer gezielten Biopsie konnte gezeigt werden, dass eine sehr hohe Korrelation zwischen den PET-positiven Herden und einem histologisch nachgewiesenen Knochenmarksbefall bestand. Es zeigt sich eine deutlich höhere Sensitivität im Vergleich zur Beckenkammbiopsie [35][19][36].
Bereits eine Meta-Analyse von Adams et al. 2014 kam auf der Grundlage von 9 Studien zu dem Schluss, dass sich mit Hilfe der PET/CT im initialen Staging eine hohe Sensitivität und Spezifität in Bezug auf einen Knochenmarksbefall erzielen lässt. Da außerdem die Wahrscheinlichkeit einer negativen PET und einem histologisch positivem Befall des Knochenmarks sehr gering ist (1.1%), kann auf eine Knochenmarksstanze im Routine Staging verzichtet werden [20].
Anhand der präsentierten Daten wird deutlich, dass auch in Ermangelung prospektiv randomisierter Studiendaten die Fülle der qualitativ hochwertigen retrospektiv erhobenen Daten einen Vorteil für den Einsatz der PET/CT bringt. Dies zeigt sich im Besonderen beim initialen Staging sowie in der Frage des Knochenmarkbefalls, sodass bereits internationale Leitlinien (Lugano-Kriterien ([37]die PET/CT fest implementiert haben. Daher soll eine PET/CT im initialen Staging zur besseren Stadieneinteilung durchgeführt werden. Außerdem wird durch diese Untersuchung die Beurteilbarkeit und Interpretation der PET/CT während oder nach Chemotherapie, als auch eine optimierte PET/CT-basierte Therapiestratifizierung ermöglicht.
Gefestigt wurden die Beobachtungen durch die Studie von Voltin et al., 2018, die den Nutzen der PET zur Beurteilung eines Knochenmarkbefalls untersuchte. Mit der PET konnten 19 von 20 Patienten mit positiver Knochenmarkbiopsie identifiziert werden (die Sensitivität war 95% und die Spezifität 86,5% bei Knochenmarkbiopsie als goldenem Standard). Mit der PET konnten 110 zusätzliche Patienten mit fokalem Knochenmarkbefall identifiziert werden, die nicht mit der Knochenmarkbiopsie entdeckt wurden. Demnach ist die PET der Kochenmarkbiopsie in Sensitivität deutlich überlegen, und kann dabei sicher einen Befall ausschließen.
Für die Planung einer involved-site Radiotherapie sollte eine initiale Staging PET/CT-Untersuchung in Bestrahlungsposition erfolgen, um die Zielvolumendefinition entsprechend der ILROG-Kriterien (International Lymphoma Radiation Oncology Group) besser umsetzten zu können.
3.5 Psychoonkologische Diagnostik
Bei jedem Patienten mit Hodgkin-Lymphom soll der Bedarf des Patienten nach einer psychoonkologischen Mitbetreuung geklärt werden. Jedem Patienten mit Hodgkin-Lymphom soll die Möglichkeit eines psychoonkologischen Gesprächs orts- und zeitnah angeboten werden.
- Konsens
- Starker Konsens
Psychoonkologische Behandlungsmaßnahmen sollten in das Gesamtkonzept der onkologischen Therapie integriert werden.
- Konsens
- Starker Konsens
Bei Diagnosemittelung soll der Patient Informationen zu Selbsthilfegruppen erhalten.
- Konsens
- Konsens
Zu den Empfehlungen 3.16., 3.17. und 3.18.
Jedem Patienten mit Hodgkin-Lymphom sollte die Möglichkeit eines psychoonkologischen Gesprächs orts- und zeitnah angeboten werden und der Bedarf nach psychoonkologischer Betreuung geklärt werden. Das Angebot sollte niedrigschwellig erfolgen, z.B. mittels eines psychoonkologischen Screeningverfahrens (z.B. Disstress-Thermometer) [38]. Dazu sollten alle Patienten von ärztlicher Seite frühzeitig über die Möglichkeiten psychoonkologischer Unterstützung im stationären und ambulanten Bereich informiert werden. Psychoonkologische Interventionen sind am individuellen Bedarf der Patienten auszurichten. Zur Bedarfsfeststellung sollten neben dem klinischen Urteilsbild die von der Deutschen Krebsgesellschaft empfohlenen validierten Messinstrumente wie z. B. das bereits oben erwähnte Distress-Thermometer [38], die HADS (hospital anxiety and depression scale) oder die psychoonkologische Basisdokumentation (PoBaDo) [39], herangezogen werden. Psychoonkologische Behandlungsmaßnahmen sollten in das Gesamtkonzept der onkologischen Therapie integriert werden. Ferner soll bei Diagnosemittelung der Patient Informationen zu Selbsthilfegrppen erhalten.
Die S3 Leitlinie Psychoonkologie gibt krankheitsübergreifend Empfehlungen zum Thema Diagnostik und ermöglicht es somit ein umfassendes und bedarfsadaptiertes Angebot im Bereich der Psychoonkologie für den Patienten zu erstellen.
Evidenztabellen
3.3 EvT 3.8
|
Referenz/ |
Untersuchte Studien |
(verglichene) Interventionen |
untersuchte Endpunkte |
Hauptergebnisse |
methodische Bemerkungen |
Literaturbelege/ |
|
SR 1a |
studies searched until 8 May 2013 in
Inclusion criteria:
Exclusion criteria:
|
The combination of bone marrow biopsy (BMB) and follow-up FDG-PET/CT as reference standard (n = 7) BMB as reference standard (n = 2) As compared to FDG-PET/CT alone |
|
9 studies reporting on 955 patients included in review Quantitative analysis (MA): 9 studies included Results:
Descriptive statistics: patient characteristics:
|
Overall quality of included studies: moderate
Follow-Up:not reported Randomisation: not reported ITT: not reported Blinding: not reported Funding: Financially supported by an Alpe d’HuZes/ Dutch Cancer Society Bas Mulder Award for TCK (author) and by a ZonMW AGIKO stipend for TCK Heterogeneity: -Random effects model -I2 = 32.8% (diagnostic odds ratios), I2 = 34.3% (proportions of FDG-PET/CT-negative cases with a positive BMB)
|
El-Galaly (2012) Cortés-Romera et al. (2013) Agrawal et al. (2013) Muzahir et al. (2012) Pelosi et al. (2011) Mittal et al. (2011) Cheng et al. (2011) Moulin-Romsee et al. (2010) Ngeow et al. (2009) |
|
(Adams, Nievelstein et al. 2015b) Review |
Not reported |
Comparison of bone marrow biopsy and FDG-PET |
Clinical utility of bone marrow biopsy (BMB) and FDG-PET |
|
Not a systematic reivew |
|
|
Combined results fromopen-label, randomised, phase III trials HD16, HD17 and HD18 |
n = 832 Inclusion Criteria:
Baseline characteristics: HD16 (n = 219)
Baseline characteristics: HD17 (n = 184)
Baseline characteristics: HD18 (n = 429)
Stage: (not reported) I-II: 69/429, III: 192/429, IV: 168/429 |
NA |
|
|
95% (75.1 – 99.9)%
86.5% (83.9 – 88.7)%
14.7% (9.1 – 22.0)%
99.9% (99.2 – 100)%
|
|
|
Empfehlung |
Design
|
Endpunkt |
Verzerrungs-risiko |
Inkonsistenz |
Indirektheit |
Impräzision |
Weitere Überlegungen |
Gesamtqualität |
|
|
Diagnostic test accuracy systematic review |
Sensitivität |
- |
- |
- |
- |
- |
⊕⊕⊕⊕ |
|
|
|
Spezifität |
- |
- |
- |
- |
- |
⊕⊕⊕⊕ |
3.4.1 EvT 3.14
|
Referenz/ Studientyp |
Untersuchte Population |
Intervention |
Kontrolle |
untersuchte Endpunkte |
Hauptergebnisse |
methodische Bemerkungen |
|
(Bednaruk-Mlynski, Pienkowska et al. 2015) Diagnostic test accuracy single studies |
Diagnostic PET/CT n = 96 Recruitment: 2008-2011 Inclusion Criteria:
Exclusion Criteria:
Baseline characteristics:
|
n = 96 CT imaging
|
n = 96 PET/CT imaging Baseline characteristics:
|
|
|
|
|
Diagnostic PET/CT n = 99 All patients were given oral and intravenous contrast agents Inclusion Criteria:
Exclusion Criteria:
|
staging PET/CT n = 61 whole-body scans (mid-brain to upper thigh), 45-90 minutes after i.v. injection of approximately 400 MBq 18 F-FDG GE LS Discovery PET/CT scanner (General Electric Medical Systems, Milwaukee, Wisconsin, USA), emission scans of 3 minutes per bed position Baseline characteristics:
Staging PET n = 99 whole-body scans (mid-brain to upper thigh), 45-90 minutes after i.v. injection of approximately 400 MBq 18 F-FDG Baseline characteristics:
Recurrence status: not reported |
Reference standard n = 99 A standard of reference for each nodal region and organ was determined using all available information including scan results, histology and a minimum of one year's clinical follow-up data. Region/organ with involvement seen on both PET and CT: true positive focus, site with no suspicious signs on PET and CT: true negative
In eight cases, there was histological evidence to prove or disprove the presence of disease (three lymph node, three bone marrow, and two liver biopsies; all other discrepant findings: status of the region/organ determined using information from treatment monitoring and follow-up examinations |
Diagnostic accuracy:
|
All nodal regions (CT: n= 980, PET: n= 990, PET/CT:n= 610, SUVmax: n= 600)
CT: 82,6% (78.0-86.4)
CT: 98,9% (97.8-99.5)
CT: 97,4% (94.7-98.7)
CT: 92,3% (90.1-94.0) Organ staging (CT: n= 392, PET: n= 396, PET/CT: n= 244, SUVmax: n= 180)
CT: 37,0% (26.3-49.1)
CT: 99,7% (98.7-99.9)
CT: 94,4% (78.5-98.8)
CT: 92.2% (89.6-94.2)
|
|
|
Empfehlung 3.14. PET/CT -Staging |
Design
|
Endpunkt |
Verzerrungs-risiko |
Inkonsistenz |
Indirektheit |
Impräzision |
Weitere Überlegungen |
Gesamtqualität |
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|
Diagnostic test accuracy single studies |
Sensitivität1 |
- |
- |
- |
+2 |
- |
⊕⊕⊕⊝ |
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|
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Spezifität1 |
- |
- |
- |
+2 |
- |
⊕⊕⊕⊝ |
1: “The lack of a satisfactory diagnostic gold standard limits the reliability of accuracy calculations”
2: nur Hutchings 2006 (99 Patienten) berichtet Sensitivität und Spezifität, da nur in dieser Studie versucht wurde, zu detektieren, ob ein Lymphknoten tatsächlich befallen oder nicht befallen ist.
3.4.1 EvT 3.15
|
Referenz/ Studientyp |
Untersuchte Population |
Intervention |
Kontrolle |
untersuchte Endpunkte |
Hauptergebnisse |
methodische Bemerkungen |
|
(Girinsky, Auperin et al. 2014) Randomized EORTC/LYSA/FIL Intergroup H10 trial 2b |
n = 135 Inclusion Criteria:
Exclusion Criteria:
Baseline characteristics across groups:
|
n = 88 CT scan without IV contrast |
n = 47 CT scan with IV contrast |
|
|
|
|
Empfehlung |
Design
|
Endpunkt |
Verzerrungs-risiko |
Inkonsistenz |
Indirektheit |
Impräzision |
Weitere Überlegungen |
Gesamtqualität |
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|
RCT |
Abgrenzung Bestrahlungsgebiet |
- |
- |
+1 |
- |
- |
⊕⊕⊝⊝ |
1 Die Studien untersuchten randomisiert nicht den Stellenwert einer initialen PET-Untersuchung, sondern von dem interim PET, zu dessen Interpretation allerdings die initiale PET-Untersuchung notwendig war
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