5. Diagnostik und Stadieneinteilung – Harnblasenkarzinom
5.1 Einführung
Zu den klinischen Zeichen und Befunden, die den Verdacht auf das Vorliegen eines Harnblasenkarzinom begründen, gehören:
- Mikrohämaturie
- schmerzlose Makrohämaturie
- positive Urinzytologie
- unspezifische Reizsymptome wie Pollakisurie, Drangsymptomatik oder Dysurie
- Zufallsbefund einer Blasenwandverdickung bzw. Raumforderung der Harnblase im Rahmen eines CT/MRT des Abdomen/Becken
- Konsens
- Starker Konsens (100%)
Änderungshinweis
Zu den klinischen Zeichen und Befunden, die den Verdacht auf das Vorliegen eines Harnblasenkarzinom begründen, gehören: - Mikrohämaturie - schmerzlose Makrohämaturie - positive Urinzytologie - unspezifische Reizsymptome wie Pollakisurie, Drangsymptomatik oder DysurieHintergrund
Die Makrohämaturie ist das führende Symptom von Patienten mit einem Harnblasenkarzinom. Der Anteil von Patienten mit einem Harnblasenkarzinom, die eine Makrohämaturie aufweisen liegt je nach Publikation zwischen 68%-97,5% [221][222][223]. Im Gegensatz dazu liegt bei allen Patienten mit einer Makrohämaturie in 11,3%-22% ein Malignom der ableitenden Harnwege vor [223][224][225][226]. Der positive prädiktive Wert (PPV), dass ein Harnblasenkarzinom bei vorhandener Makrohämaturie vorliegt, wird je nach Studie zwischen 2,6%-8,3% beschrieben [227][228][229]. Dabei liegt der PPV bei Männern mit 8,0% höher als bei Frauen mit 3,7% [229].
Im Vergleich zur Makrohämaturie liegt bei 10-15% der Patienten mit einer asymptomatischen Mikrohämaturie ein Malignom der Harnblase oder der ableitenden Harnwege vor [230][231][232].
Die Rolle der Urinzytologie in der initialen Evaluation der Hämaturie ist bisher kontrovers. So schlagen die American Urological Association/Society of Urodynamics, Female Pelvic Medicine, and Urogenital Reconstruction Richtlinien für die Mikrohämaturie die Zytologie nicht als initiale Evaluation der Mikrohämaturie vor. Sie stellen diese als optional für die Fälle mit persistierender Mikrohämaturie bei Harndrangsymtomatik nach Feststellung negativer Risikofaktoren für ein Carcinoma in situ (CIS) dar [233]. Vor allem Patienten mit einem Carcinoma in situ weisen eine Mikrohämaturie und häufig auch eine positive Urinzytologie auf [234][229].
Irritative Symptome (Pollakisurie, Drangsymptomatik oder Dysurie) treten bei 20%-25% der Patienten mit einem Harnblasenkarzinom auf. Ursache der Beschwerden ist in ca. 40% der Fälle eine begleitende Harnwegsinfektion [226][230]. Darüber hinaus sind als Ursache der Symptomatik eine Reduktion der Blasenkapazität, eine Blasenhalsobstruktion durch lokales Tumorwachstum, tumorbedingte Schmerzen, Tumornekrose mit begleitender unspezifischer Entzündung oder ein Carcinoma in situ möglich [235].
In einer großen matched-pair Analyse von Patienten in allgemeinmedizinischen Praxen in England konnten Makrohämaturie, Dysurie und eine Harnwegsinfektion als wichtigste statistisch unabhängige Symptome identifiziert werden, die mit einem Harnblasenkarzinom assoziiert sind [227]. Weitere unspezifische Symptome beinhalten eine Leukozytose, abdominelle Beschwerden, Obstipation, erhöhte Entzündungsparameter sowie ein erhöhtes Serum-Kreatinin.
Durch die Einführung des internationalen Systems für die Urindiagnostik (The Paris System of Reporting Diagnosis) 2016 hat die Urindiagnostik den Schwerpunkt der klinisch relevanten High-Grade-Diagnostik bekommen und gehört somit nicht mehr zu den klassischen Zeichen eines frühen Verdachtes. Diese Aussage wird durch die Dokumentation der Daten in der rezenten 2. Auflage dieses Klassifikationssystems bestätigt [236].
5.2 Qualitätskriterien der Urinzytologie
Urinproben sollen frisch verarbeitet werden und möglichst zellreich sein. Die Zellausbeute kann durch Gewinnung von Spülurin (bei der Zystoskopie, per Einmalkatheter) verbessert werden. Zellanreichernde Verarbeitung durch Zentrifugation und Ausstrich des Sedimentes ist erforderlich. Verschiedene Färbemethoden (Papanicolaou, Giemsa, May-Grünwald) sind möglich und gleichwertig. Schnellfärbemethoden (z.B. Methylenblau) können ebenfalls angewandt werden, sind qualitativ jedoch schlechter [237].
Die Qualität der Urinzytologie kann durch Dünnschichtpräparation und die Verwendung von besonderen Sammel- und Konservierungsflüssigkeiten erheblich verbessert werden (Cytolyt™/Preservcyt™) [Raisi, O et al. 2012]. Peptidbeschichtete Objektträger wurden entwickelt, die spezifisch Urothelzellen binden, um die diagnostische Ausbeute der Urinzytologie zu verbessern [238].
Verfälschungen der Urinzytologie ergeben sich bei Harnwegsinfektionen, nach kürzlich erfolgter transurethraler Resektion, bei Verwendung hypoosmolarer Spüllösungen und der Gabe von Kontrastmitteln im Harntrakt. Falsch-positive Befunde treten auf bei Harnwegsinfekten, nach intravesikaler Instillationsbehandlung und bei Urolithiasis. Falsch-negative Befunde treten bei kleinen und gut differenzierten Urothelkarzinomen auf sowie bei sehr zellarmen Präparaten [239].
Die Sensitivität der Urinzytologie ist untersucherabhängig. Rübben et al berichteten 1979 über 1122 urinzytologische Diagnosen anhand von 2500 nach Papanicolaou gefärbten Präparaten mit einer Übereinstimmung mit der Histologie in 78% bei G1, 94% bei G2 und 96% bei G3 Karzinomen [240]. Während die Ergebnisse bei spezialisierten Untersuchern gut sind, sind die publizierten Ergebnisse in Vergleichsstudien mit Urinmarkern oft ausgesprochen schlecht. Eine neuere Untersuchung berichtet über eine niedrigere Spezifität der Urinzytologie (83-88%) im Vergleich zu älteren Veröffentlichungen [240][241].
In einer sehr großen retrospektiven Untersuchung wurden eine Übereinstimmung der urinzytologischen und histologischen Diagnose von 92% ermittelt [Raisi, O et al. 2012]. In einer Studie mit drei Pathologen wurde eine Übereinstimmung der Urinzytologie mit der Histologie in 77% festgestellt; die Interobservervariabilität des urinzytologischen Gradings war jedoch erheblich (kappa < 0.40) [242]. Die Interobserverübereinstimmung der Urinzytologie bei erfahrenen Untersuchern wurde für low grade Tumoren mit 33,9% und für high grade Tumoren mit 76% bestimmt [243].
In der Hand erfahrener Untersucher ergibt die Kombination von Zystoskopie und Urinzytologie ein hohes Maß an diagnostischer Sicherheit in der Unterscheidung von NMIBC und MIBC sowie von low grade und high grade Karzinomen [244].
Die Sensitivität der Urinzytologie kann durch zusätzliche Flowzytometrie (Expression von CD45 und Zytokeratin) nur geringfügig verbessert werden (85,7% vs 76,1%) [245].
5.3 Urinzytologie und diagnostische Marker
5.3.1 Urindiagnostik
Bei klinischem Verdacht auf ein Harnblasenkarzinom soll eine Urinzytologie erfolgen. Die Urinzytologie soll aus frischem Urin angefertigt werden.
- Konsens
- Starker Konsens (96,9%)
Änderungshinweis
Urinzytologie soll aus frischem Urin oder Morgenurin angefertigt werden.Bei der Abklärung einer Mikrohämaturie sollte die Mikroskopie des Urinsediments zur Beurteilung der Erythrozytenmorphologie durchgeführt werden.
- Konsens
- Starker Konsens (100%)
Die Urinzytologie hat eine hohe Sensitivität in high-grade Urothelkarzinomen inkl. CIS.
- Evidenzlevel
- 2b
Leitlinienadaptation: EAU 2022
- Konsens
- Starker Konsens (100%)
Änderungshinweis
Eine negative Urinzytologie schließt ein high grade Urothelkarzinom/CIS mit hoher Sicherheit aus.Evidenztabellen (1)
Leitliniensynopse UrinzytologieUrinmarker sollen zur Früherkennung eines Harnblasenkarzinoms nicht angewendet werden.
- Empfehlungsgrad
- A: Starke Empfehlung für oder gegen ein Maßnahme - verwendete Ausdrucksweise = soll/soll nicht
- Evidenzlevel
- 2++
- Konsens
- Starker Konsens (100%)
- Literatur
- [246] [247]
Änderungshinweis
Umwandlung in evidenzbasierte Empfehlung:Evidenztabellen (1)
Biomarker für Diagnostik und Prognose des UrothelkarzinomsHintergrund
Harnblasenkarzinome führen oft zur meist intermittierenden Mikrohämaturie oder schmerzloser Makrohämaturie und auch zur Abschilferung von malignen Urothelzellen in den Urin. Der Nachweis von Erythrozyten im Urin und folgend von malignen Urothelzellen sowie der markerbasierte Nachweis von molekularen Komponenten von Urothelkarzinomzellen im Urin bieten ein breites Spektrum nichtinvasiver bzw. wenig invasiver diagnostischer Möglichkeiten für das Urothelkarzinom.
Hintergrund zu 5.2 und 5.3.
Qualitätskriterien der Urinzytologie
Während die Beurteilung der Erythrozyten am Sediment aus frischem Urin erfolgen soll, ist die Beurteilung der anderen zellulären Bestandteile, insbesondere der Tumorzellen im Urin an frisch fixiertem Urin der Standard. Die EAU äußert die starke Empfehlung, dass der Morgenurin hierfür wegen häufiger degenerativer Veränderungen nicht geeignet ist. Während die EAU 25 ml Urin als adäquates Ausgangsvolumen für die Urintumordiagnostik beschreibt, nennen die Autoren des Paris-Systems (TPS) 30 ml [236]. Gleichzeitig analysieren letztere sehr dezidiert, dass die Aussage: „adäquate Probe“ insbesondere vom Typ der Uringewinnung, der Zellularität und dem Volumen abhängen [236]. Dazu wird ein Algorithmus empfohlen, der wie die gesamte Urin-Tumordiagnostik auf die High-Grade Urothelläsion konzentriert ist (s. u.). Bei noch fehlender prospektiver Standardisierung der einzelnen Elemente der Qualitätssicherung der Urinzytologie weist der Algorithmus ganz wesentlich auf den Zusammenhang zwischen Art der Probengewinnung und Diagnoseaussage hin.
1. Für Erythrozyten
Der Nachweis einer Mikrohämaturie erfolgt mittels Teststreifen (dipstick) oder durch Nativmikroskopie des ungefärbten frischen Urins. Die Nachweisgrenze für die Definition einer asymptomatischen Mikrohämaturie ist nicht genau definierbar, unterliegt individuellen Schwankungen und ist umso wahrscheinlicher mit urologischen Erkrankungen verbunden, je älter der Patient ist. Die konventionelle Definition einer Mikrohämaturie ist der mikroskopische Nachweis von 3 oder mehr Erythrozyten pro Gesichtsfeld in zwei von drei Gesichtsfeldern bei 400-facher Vergrößerung [235].
Ein positiver Teststreifenbefund basiert auf der Peroxidase-Aktivität von Hämoglobin und weist eine Mikrohämaturie, eine Hämoglobinurie oder eine Myoglobinurie nach. Die Differentialdiagnostik erfolgt durch mikroskopische Untersuchung des nativen oder zentrifugierten Urins (Urinsediment). Falsch-positive Teststreifenergebnisse entstehen häufig bei Kontamination mit Menstruationsblut.
Die mikroskopische Untersuchung erfolgt mit konventioneller Mikroskopie bei niedriger Beleuchtungsstärke oder mittels Phasenkontrastmikroskopie bei 400-facher Vergrößerung. Eine nephrologische Ursache einer Mikrohämaturie wird oft zusätzlich Zylinder und eine Proteinurie im Urin zeigen. Die mikroskopische Untersuchung des Urins zeigt dann in einem hohen Prozentsatz (ca. 80%) dysmorphe Erythrozyten mit zahlreichen Varianten morphologischer Formveränderungen. Erythrozyturie infolge von urologischen Ursachen zeigt dagegen überwiegend (ca. 80%) normale Form und Gestalt der Erythrozyten und nur wenig Dysmorphien. Die Gestalt der Erithrozyten ist nach Fixation mit Alkohol oder Formalin nicht mehr bewertbar.
2. Für Zellen urothelialer Herkunft
Urinproben sollen frisch verarbeitet werden (innerhalb von 4 Stunden) und möglichst zellreich sein. Die Zellausbeute kann durch Gewinnung von Spülurin (per Einmalkatheter, bei der Zystoskopie), verbessert werden.
Die Entscheidung, ob Spontanurin oder Urin mittels instrumenteller Gewinnung (z.B.Spülung oder Bürstung) gewonnen wird, ist vom klinischen Umfeld abhängig [236]. So empfiehlt z. B. die EAU 2022, dass bei nicht muskelinvasiven Urothelkarzinomen im Rahmen der Primärdiagnostik der Spontanurin (voided urine) als Ergänzung zur Zystoskopie Teil zur Entdeckung des High Grade Tumors eingesetzt werden soll. [248].
Für die Entscheidung, welches Verfahren für für die Weiterverarbeitung der Urinprobe am geeignesten ist, bedarf es der Bestimmung des Volumens, der Farbe, der Klar- oder Trübheit und auch der Konsistenz (schleimig). Zellanreichernde Verarbeitung durch Zentrifugation und Ausstrich des Sedimentes oder Zentrifugation und Fixation mit einer am Besten alkoholischen Lösung zu einer Endkonzentration zwischen 50 und 70% sind oft erforderlich. Die Qualität der Urinzytologie kann durch Dünnschichtpräparation und die Verwendung von besonderen Sammel- und Konservierungsflüssigkeiten erheblich verbessert werden (Cytolyt™/Preservcyt™) [241]. Auch Zytoblocks sind bei zellreichen Proben durchaus von Interesse, da die Paraffinblöcke wie histologische Präparate einer Zusatzdiagnostik zugängig sind.
Um die diagnostische Ausbeute der Urinzytologie zu verbessern wurden peptidbeschichtete Objektträger entwickelt, die spezifische Urothelzellen binden. [238]. Als weiterführende praxisnahe Literatur unter Einbeziehung von Geräteoptionen und Präparationsprozeduren wird auf die zweite Ausgabe von TPS, Kapitel 10: Cytpopreparatory Techniques [wieder 2. Ausgabe von TPS 2022] verwiesen.
Verschiedene Färbemethoden (Papanicolaou, Giemsa, May-Grünwald) sind möglich und gleichwertig. Schnellfärbemethoden (z. B. Methylenblau) können ebenfalls angewandt werden, sind qualitativ jedoch schlechter [237].
Verfälschungen der Urinzytologie ergeben sich bei Harnwegsinfektionen, nach kürzlich erfolgter transurethraler Resektion, bei Verwendung hypoosmolarer Spüllösungen und der Gabe von Kontrastmitteln im Harntrakt. Falsch-positive Befunde treten auf bei Harnwegsinfekten, nach intravesikaler Instillationsbehandlung und bei Urolithiasis.
3. Für Urin- oder Zellgebundene Markertest
Urinmarkersysteme beruhen auf dem Nachweis von Zellkomponenten, die bei Urothelkarzinomen vermehrt im Urin ausgeschieden werden. Diese sind entweder spezifisch für maligne Zellen (z. B. TERT-Promotormutation oder Aneupoidie mit Chromosom 9 Verlust (UroVYsion) oder zeigen unspezifisch einen erhöhten Zellumsatz an (z. B. NMP22, BTA Tests). Letztere sind besonders anfällig für falsch-positive Ergebnisse bei Entzündungen des Urogenitaltraktes.
Hintergrund zu 5.4 und 5.5.
Nicht zuletzt durch die genetischen Daten zur Unterscheidung genetisch stabiler und instabiler Urothelkarzinome wurde das Grading der Urothelkarzinome überdacht und in der WHO-Klassifikation 2016 [249] auf Low (genetisch stabil) und High Grade (genetisch instabil) begrenzt. Parallel dazu trug das Paris-System für die Diagnosedokumentation (reporting) der Urinzytologie diesem Befund Rechnung, indem die klare Aussage formuliert wurde, dass der klinische Bedarf in der Detektion der High Grade Urothelkarzinome liegt und aufgrund der eindeutigen Kernveränderungen und der veränderten Kern-Zytoplasma-Relation und Zellveränderungen auf dem Boden der genetischen Veränderungen eine hohe Sensitivität des High Grade Tumornachweises über 90% und damit verbundenem hohen positiv prädiktiven Wert [236], [250], [251]. TPS nun wird in der neuen Auflage der WHO-Klassifikation 2022 und auch in vielen Leitlinien wie z. B. den Leitlinien der EAU zum Harnblasenkarzinom als inhaltlich wertvoller und internationaler Standard referiert [252], [253], [236] und die Nutzung führt in großen Kohortenstudien im Abgleich mit der Histologie zu einem Risiko eines High Grade Urothelkarzinoms konstant über 90%. [250]; [251]. Auch anders differenzierte Formen des Urothelkarzinoms wie das Plattenepithelkarzinom, das Adenokarzinom und Sonderformen urothelialen Wachstums wie das mikropapilläre oder plasmazytoide Karzinom gehören in diese Kategorie und können von erfahrenen Zytologen zugeordnet werden, sind aber mit den klassischen Kriterien von TPS schwerer zuzuordnen [254].
Die sehr lange Diskussion um die Wertigkeit der Zytologie hinsichlich Sensitivität und Spezifität unter Einbeziehung der häufigen hochdifferenzierten papillären Low Grade Urothelkarzinome wird dadurch obsolet. Es ist nicht reproduzierbar möglich anhand einer reinen Zellmorphologie die normale oder regeneratorische Urothelzelle von der differenzierten Tumorzelle zu unterscheiden und hier liegt nicht die Domäne der Zytologie. Entsprechend wurde auch in der Vergangenheit vielfach eine geringe Sensitivität beschrieben [255]. Zunehmend stellt sich auch die Frage, ob ein Großteil der nicht-invasiven Low Grade Karzinome überhaupt der Kategorie Karzinom zuzuordnen sind und besser auch anders bezeichnet werden, wie z. B. Nicht Invasive Papilläre Neoplasien, die PUNLPMs und Low Grade pTa Tumore beinhalten [256].
Diese klinisch wichtige Einschätzung findet in den Kategorien des TPS seinen Ausdruck, die hier in Kürze angeführt werden [257]:
Unzureichend
Negativ für High Grade Urotheliale Carcinome (Negativ); (NGHUC);
Atypische Urotheliale Zellen; (AUC);
Verdächtig für HIGH GRADE Urotheliale Zellen; (Verdächtig);
High Grade Urotheliales Carcinom (positiv), (HGUC);
Wichtig ist, dass die Kategorie „Negativ“ inhaltlich negativ für High Grade Urothel-karzinom bedeutet. Zusammen mit der für die Qualität der Urindiagnostik wichtigen möglichst genauen klinisch-anamnestischen Angaben (z. B. Z. n. Entzündung vor 2 Wochen, Z. n. BCG-Therapie bis vor 1 Woche, bei Katheter u.s.w.) ist das eine häufige und bei entsprechender Materialqualität gute diagnostische Aussage die nicht generell Tumoren ausschließen will und kann, aber die negative Prädiktion einer High Grade Läsion gegenüber der konventionellen Zytologie erhöht [258]. Mit guter klinischer Angabe und guter Materialqualität können reaktive und entzündliche Veränderungen in dieser Kategorie diagnostiziert werden.
Durch die Kategorie NGHUC und das Hauptaugenmerk von TPS auf HGUC hat sich die zweite Kategorie, atypischer Zellen (AUC), reduziert, welche auch durch das Fehlen des verunsichernden Ausdrucks zweifelhaft eine bessere Diktion bietet. Die Kategorie atypischer Zellen ist wie alle Kategorien von TPS unter anderem durch eine Kern-Zytoplasma-Ratio als Anhaltspunkt definiert. Die Reduktion der Kategorie AUC war und ist neben der Standardisierung der Befunderstellung (Reporting) ein wichtiges Anliegen von TPS, um für die Klinik durch Klarheit der Ausdrucksweise die Führung der Patienten zu erleichtern [TPS Kapitel 4]. Die Metaanalyse der Publikationen zwischen 2016 und 2021 zur vergleichenden Menge der Diagnose atypischer Zellen zeigt eine signifikante Verminderung der Diagnose bei Verwendung von TPS einerseits und ein erhöhtes Risiko für die High Grade Karcinome von 38,5 %, damit weniger als die Kategorie „verdächtig“ (SHUC) [TPS Kapitel 4] und eine bessere Übereinstimmung mit den histologischen Befunden [259]. Wie auch die Kategorie „verdächtig“ (SHGUC) bedarf auch die Kategorie AUC eines begründenden diagnostischen Kommentars für den behandelden Urologen.
Die Kategorie „verdächtig“ (SHGUC) ist bei TPS klar durch die Kernkriterien der HG-malignen Zelle gekennzeichnet (mäßige bis schwere Hyperchromasie, irregulär scholliges Chromatin, unregelmäßige Kernmembran), eine Kern-Zytoplasma-Ration von mindestens 0,7 und eine geringe Zellzahl als wichtigster, die Menge an Fällen limitierenden Faktor. Die wenigen Zellen sind bisher nicht als Zahl festgelegt, da Präparationsmethode und Blickfeld für die Bewertung sehr unterschiedlich sind, Trotzdem reduziert sich durch die genaue Definition die Häufigkeit dieser Diagnose und liegt in der prädiktiven Wertigkeit zwischen AUC und HGUC. Für das weitere Vorgehen muss die Diagnose in den klinischen Kontext anderer anamnestischer und klinischer Daten gestellt werden.
Die Kern- und Zellkriterien für die Kategorie HGUC sind gut definiert, durch die genetische Instabilität dieser Entität begründet und werden international gut akzeptiert. Auch hier ist die Menge der Zellen für die Diagnostik schwierig zu entscheiden und auch erfahrungsabhängig. Zudem ist die klare Tumordiagnose als Konsequenz für den oberen Harntrakt eine andere als für die Harnblase, so das TPS für erstere immer noch mehr als 10 HG-Zellen als Grundlage empfiehlt.
Wegen der Wichtigkeit seien hier nochmals zusammenfassend die erforderlichen zytomorphologischen Kriterien für die Diagnose Malignität (HGUC) aufgeführt [TPS Kapitel 6]:
- Zellularität: Zumindest 5-10 maligne Zellen, für jeweils den unteren und den oberen Harntrakt.
- Kern/Zytoplasma Ratio: 0,7 oder mehr (Querdurchmesser des Zellkerns entspricht oder ist mehr als 70 des Querdurchmessers der Zelle).
- Kern: Mäßige bis starke Hyperchromasie
- Kernmembran: Irreguläre Grenzen
- Chromatin: vergröbert, schollig
Da papilläre Urothelkarzinome weiche und vulnerable Tumore sind, kann es bei einer Harnblasenspülung durchaus zum Abtrennen eines größeren Urothelverbandes kommen. Weil dieser auch in der Zytologie gelegentlich Stroma-tragend, also wie eine Histologie sichtbar wird, könnte hier als Ausnahme trotz der blanden Zellularität die Diagnose einer Low Grade Papillären Neoplasie gestellt werden, die einem Papillom, einem PUNLMP und einem Low Grade Papillären Carcinom zugehörig sein kann. Da diese Gewebsfragmente mit blander Morphologie im strengen Sinne der Kategorie NGHUC zugehörig sind, wird diese Kategorie in der 2. Ausgabe von TPS nicht mehr aufgeführt und konstruktiv im Sinne einer zunehmenden Objektivierung der Diagnostik diskutiert [nochmals Kapitel 3 TPS 2022].
Die Sensitivität der Urinzytologie ist untersucherabhängig. Während die Ergebnisse bei spezialisierten Untersuchern gut sind, sind die publizierten Ergebnisse in Vergleichsstudien mit Urinmarkern oft ausgesprochen schlecht [260][261]. Eine neuere Untersuchung berichtet über eine niedrigere Spezifität der Urinzytologie (83-88%) im Vergleich zu älteren Veröffentlichungen [262]. In einer sehr großen retrospektiven Untersuchung wurden eine Übereinstimmung der urinzytologischen und histologischen Diagnose von 92% ermittelt [240].
5.3.1.1 Weitere zellgebundene Urindiagnostik
Einige zellbasierte Verfahren können die mikroskopische Diagnose von Urothelkarzinomzellen im Urin verbessern und sind für die klinische Anwendung geeignet. Alle zellbasierten Verfahren beruhen auf dem Auszählen von markierten Zellen im Urinaustrich unter besonderen Beleuchtungsverhältnissen. Im negativen Fall muss zum Ausschluss eines Urothelkarzinoms eine große Anzahl von Zellen ausgezählt werden; die Verfahren sind daher zeit- und kostenintensiv.
uCyt+™/ImmunoCyt™
Dieses Verfahren detektiert mit fluoreszenz-markierten Antikörpern die häufig auf malignen Urothelzellen vorkommenden Oberflächenantigene CEA und zwei Mucine (MO344, LDQ10). Die mikroskopische Diagnose beruht auf der Auszählung der fluoreszenz-markierten Zellen. 500 Zellen müssen im negativen Fall ausgezählt werden, in den meisten Studien gilt ein Präparat mit ≥ 1 grün oder rot markierter Urothelzelle als positiv. Kosten und Zeitaufwand sind erheblich, die Ergebnisse erfahrungsabhängig. Der Test ist FDA-zugelassen für die Anwendung in Verbindung mit konventioneller Urinzytologie.
In einer multizentrischen Untersuchung von Patienten mit schmerzloser Hämaturie wurden im Vergleich Urinzytologie und UCyt+™ Sensitivität/Spezifität/positive prädiktive Werte (PPV) und negative prädiktive Werte (NPV) für die Urinzytologie von 46,5%, 94,9%, 70,4%, und 87,2% und für UCyt+ von 82,4%, 86,6%, 61,6%, und 95,0% festgestellt [263]. In einer anderen Studie ergaben sich für Urinzytologie, UCyt+ und CK20-Immunzytologie Sensitivitäten von 75,9%, 83,3% und 70,4% sowie Spezifitäten von 66,7%, 86,1% und 83,3%; die Sensitivität der Kombinationen Urinzytologie/Ucyt+ war 88,9%, die aller drei Verfahren zusammen 92,5% [264].
Der uCyt™ hat insgesamt eine relativ gute Sensitivität (low grade Tumoren 75%, high-grade Tumoren 85%) bei einer durchschnittlichen Spezifität von 75% [265]. Eine hohe Interobservervariabilität wurde beschrieben. Ergebnisverfälschungen treten bei BPH, Hämaturie, Urolithiasis und Entzündungen auf [266].
Tabelle 15: Systematische Reviews zu uCyt+™/ImmunoCyt™
| Autor | Sensitivität | Spezifität | PPV | NPV |
| Soorojebally, 2023 |
Se > Zytologie, vor allem bei pTis, pTa, pT1 |
Sp < Zytologie bei low-grade Tumoren gleichwertig zur Zytologie (LOE B) |
||
| Soputro, 2022 |
0,844 (95% KI 0,805–0,876)
|
0,833 (95% KI 0,815– 0,850) | 5,048 (95% KI 4,509–5,653) | 0,188 (95% KI 0,149–0,236) |
| Dong, 2021 | 0,5176 | 0,6575 | 0,7222 | 0,5630 |
| Sciarra, 2021 | Mean Sensitivity: 76,4±8,9 % | Mean Specificity: 79,0±5,6 % | 57,7±26,7 % | 83,4±21,4 % |
Floureszenz-in-situ-Hybridisierung (FISH)
Die Fluoreszenz-in-situ-Hybridisierung (FISH, UroVysion®, Vysis, Abbott Laboratories, Des Plaines, USA) beruht auf dem intrazellulären Nachweis von häufig in Urothelkarzinomen vorkommenden chromosomalen Veränderungen; beim UroVysion-Test sind dies Gains auf den Chromosomen 3, 7, 17 und der Verlust des Genlocus des Tumorsuppressors P16 auf 9p21. Mindestens 25 abnormale Zellen müssen entdeckt werden, dabei gelten 4 oder mehr Zellen mit Gains in zwei oder mehr der Chromosomen 3, 7 oder 17 in der gleichen Zelle oder mindestens 12 Zellen ohne Signal für 9p21 als positives Ergebnis; diese Definitionen variieren allerdings in der Literatur. Kosten- und Zeitaufwand sind erheblich, die Ergebnisse erfahrungsabhängig. In den USA besitzt der Assay eine FDA-Zulassung für die Diagnostik bei Hämaturie und die Nachsorge nach NMIBC.
Angaben zur Sensitivität und Spezifität des FISH-Verfahrens in der Literatur weisen eine erhebliche Spannbreite auf, was auch der Komplexität dieses Verfahrens zugeschrieben wird. In systematischen Reviews und Metaanalysen wird eine Sensitivität von über 70-75% bei einer Spezifität von ca. 70% angegeben [267][268][269]. In einer großen prospektiven Studie wurde gezeigt, dass von den vier Komponenten des UroVision-Testes der prädiktive Wert des Verlustes von 9p21 am geringsten ist [270].
Auch hierzu gibt es aktuelle Meta-Analysen und systematische Reviews, in denen die FISH analysiert wurde:
Tabelle 16: Systematische Reviews zu FISH
| Autor | Sensitivität | Spezifität | PPV | NPV |
| Dong, 2021 | 0,2716 | 0,7687 | 0,8247 | 0,5034 |
| Sciarra, 2021 | Mean: 64,3±19,0 % | Mean: 88,4±14.2 % | ||
| Soorojebally, 2023 |
Not concordant data on sensitivity and specificity compared with cytology |
|||
| Soputro, 2022 | 0,712 (95% KI 0,624–0,786) | 0,818 (95% KI 0,790–0,844) | 3,920 (95% KI 3,254–4,723) | 0,352 (95% KI 0,265–0,468) |
EGFR/Epidermaler Wachstumsfaktor (epidermal growth factor receptor, EGFR) kann mittels Immunfärbung auf Urothelzellen nachgewiesen werden [271]. Die EGFR-Positivität korrelierte mit dem Tumorstadium. Eine klinische Bewertung ist aufgrund der geringen Datenlage nicht möglich.
Cytokeratin 20 (CK20) kann immunzytochemisch auf Urothelzellen nachgewiesen werden. In einer Studie wurde eine Sensitivität von 65% (versus 54% für Urinzytologie) und eine Spezifität von 91% (versus 86% für Urinzytologie) berichtet, in anderen von 70% bzw. 83% und 77% bzw. 91% [272][264][270].
In der vorliegenden Metaanalyse zu zellgebundenen Markern wurden 71 Studien zu FISH (14 Studien mit 3321 Probanden), UCyt+™/ImmunoCyt™ (10 Studien mit 4199 Probanden) und Urinzytologie (56 Studien mit 22.260 Probanden) analysiert. In der gepoolten Datenanalyse war die Sensitivität am höchsten für ImmunoCyt (84%, 95% KI 77%-91%), gefolgt von FISH (76%, 95% KI 65-84%) und der Urinzytologie (44%, 95% KI 38-51%). Dagegen hatte die Urinzytologie die höchste Spezifität (96%, 95% KI 94-98%), gefolgt von FISH (85%, 95% KI 78-92%) und ImmunoCyt (75%, 95% KI 68-83%) [273][Mowatt, G. et al. 2010].
5.3.1.2 Uringebundene molekulare Marker
Urinmarker basieren auf dem Nachweis von molekularen Zellbestandteilen, die bei Urothelkarzinomen vermehrt im Urin nachgewiesen werden können. Testverfahren beruhen entweder auf einem qualitativen oder einem semi-quantitativen Nachweis. Für die klinische Anwendung zugelassen sind die kommerziellen Testverfahren NMP22®, BTA Stat®/BTA TRAK® und UBC®. Zahlreiche andere molekulare Marker sind beschrieben.
Aufgrund der qualitativ sehr heterogenen Literatur erfolgte am 06.01.2023 eine systematische Literaturrecherche in MEDLINE und der Cochrane Library. Daraus wurden 9 Publikationen identifiziert und die Evidenz daraus extrahiert. Neben den oben genannten zugelassenen Markern wurde eine Vielzahl weiterer Marker publiziert. Aufgrund der limitierten Evidenzlage kann hierzu jedoch keine evidenzbasierte Empfehlung ausgesprochen werden.
Die Literatur zu Urinmarkern ist qualitativ sehr heterogen und folgt bislang kaum standardisierten Kriterien [274].
Nukleäres Matrix Protein 22 (Matritech Inc., Newton, Mass., USA) weist ein nukleäres Matrixprotein (nuclear mitotic apparatus protein (NMP22)) semiquantitativ als Enzym-Immunoassay oder qualitativ als Schnelltest (point-of-care test) nach. Das Protein NMP22 kommt in malignen Urothelzellen häufiger vor als in normalen Urothelzellen. Patienten mit Blasenkarzinom scheiden NMP22 im Urin vermehrt aus. Der Test basiert auf dem Nachweis von apoptotischen Zellbestandteilen im Urin, ist daher unspezifisch für ein Urothelkarzinom. Beide NMP22 Tests sind von der FDA für die Nachsorge beim NMIBC zugelassen.
Der quantitative NMP22-Test korreliert mit der Tumormasse. In der Studie von Poulakis et al mit 739 Patienten korrelierte die Sensitivität des quantitativen NMP22-Tests (cutoff ≥8.25 U/ml) mit der Anzahl der Tumore: 79%, 90% und 97% bei 1, 2–3, und >3 Tumoren [275]. Sánchez-Carbayo et al fanden bei einem höheren Cut-off (≥ 14.6 U/ml) eine Sensitivität von 72% bzw. 75% bei einzelnen versus multiplen Tumoren [276]. In mehreren Untersuchungen wurde eine höhere Sensitivität des NMP-Tests im Vergleich zur Urinzytologie festgestellt, einzelne Studien ergaben ein besseres Abschneiden der Urinzytologie [135][277]. In den Metaanalysen und systematischen Reviews liegt die Sensitivität der NMP22-Tests durchweg über der der Urinzytologie, die Spezifität deutlich niedriger [278][279][280][273].
Der NMP22-Test ist in vielen Studien durch eine außerordentlich hohe falsch positive Rate (ca. 80%) gekennzeichnet [132][281]. Es besteht eine ausgeprägte Variabilität in den Testergebnissen. Durch Ausschluss zahlreicher klinischer Konditionen (z.B. Steine, Infektionen, sonstige Entzündungen, Hämaturie) kann die Spezifität erhöht werden [282].
Ein anderer Studienansatz analysierte die prädiktive Wahrscheinlichkeit eines positiven NMP22-Testes bei negativer Urinzytologie anhand der Daten von über 1300 Probanden: die prädiktive Wahrscheinlichkeit des Alters betrug dabei 67,5%, die des NMP22 Testes 71,3% [283][284]. In der zum Leitlinien-Update 2024 durchgeführten Literaturrecherche wurden fünf systematische Review identifiziert, deren Ergebnisse in Tabelle 11 aufgeführt sind.
Tabelle 17: Systematische Reviews zum nukleären Matrix Protein 22
| Autor | Sensitivität | Spezifität | PPV | NPV |
| Dong, 2021 |
0,4078 |
0,4001 | 0,4461 | 0,2986 |
| Sciarra, 2021 |
60,1±21,0 % |
80,6±13,6 % | 82,1±16,6 | 48,0±29,5 % |
| Soorojebally, 2023 |
NMP22 BC® Se < cytology or > cytology (not concordant data) Sp < cytology, Se > cytology for low-grade tumours Se < cytology for high-grade tumours (LOE B) Clinical utility: 77% of avoided cystoscopies/ 16% of missed cancers
NMP22® BladderChek ® Test: Se < cytology or > cytology (not concordant data) Sp < cytology, Se < cytology for high-grade tumours (LOE B) Se + for Cis and for high-grade tumours |
|||
| Soputro, 2022 | 0,718 (95% KI 0,670–0,761) | 0,577 (95% KI 0,542–0,611) | 1,696 (95% KI 1,530–1.880) | 0,489 (95% KI 0,412–0,582) |
| Wang, 2022 | 0,79 (95% KI [0,73, 0,84] |
0,59 (95% KI [0,46, 0,71] |
1,9 (95% KI [1,4, 2,6] |
0,35 (95% KI [0,27, 0,47] |
Blasentumor Assoziiertes Antigen-Tests (Bladder Tumour Antigen) sind semiquantitative bzw. qualitative Tests, die in der heutigen Form das Protein human complement factor H-related protein (hCFHrp) nachweisen. Dies scheint einen Wachstumsvorteil für maligne Urothelzellen darzustellen. Beide Tests sind in den USA von der FDA als Zusatzverfahren zur Zystoskopie bei der Primärdiagnostik zugelassen.
BTA Stat ist relativ kostengünstiges, wenig zeitaufwändiges immunchromatographisches Verfahren; BTA TRAK ein antikörperbasierter Sandwich-Immunoassay und zeit- sowie arbeitsintensiv. Im direkten Vergleich wurden ähnliche Sensitivitäten wie für die Urinzytologie beschrieben (63% vs. 68%, Spezifität 63% vs. 73%) [285]. Die Qualität der publizierten Evidenz ist meist gering. In der Metaanalyse von Glas et al wurde anhand der Daten von 1.160 Probanden eine Sensitivität für den BTA Stat von 70% (95% CI: 66–74%) und eine Spezifität von 75% (95% CI: 64–84%) ermittelt, für den BTA TRAK von 66% (95% CI: 62–71%) bzw. 65% (95% CI: 45–81%) [280]. Die aktuelleren systematischen Reviews berichten nicht alle über Sensitivität und Spezifität, liegen aber teilweise deutlich darunter (s. Tabelle zu Blasentumor-assoziierten Antigen-Tests). Die BTA Tests scheinen mit der Zahl und Größe von Blasentumoren zu korrelieren. Falsch-positive Ergebnisse treten vermehrt auf bei Hämaturie (bis zu 80%), da das hCFHrp-Protein im Blut in hoher Konzentration vorliegt [286][287]. Dazu treten falsch-positive Ergebnisse bei intravesikaler Therapie, Fremdkörpern (Stents, Nephrostomien), Urolithiasis, Entzündungen, Darminterponaten oder anderen urologischen Malignomen auf; die falsch-positive Rate nach Ausschluss aller dieser Zustände liegt bei 5% [281][288][289].
Tabelle 18: Systematische Reviews zu Blasentumor-assoziierten Antigen-Tests
| Autor | Sensitivität | Spezifität | PPV | NPV |
| Dong, 2021 |
BTAtrak: BTAstat: |
BTAtrak: BTAstat: |
BTAtrak: BTAstat: |
BTAtrak: BTAstat: |
|
Sciarra, 2021 BTA Stat |
70,2±5,8 % | 77,2±6,5 % | 74,8±13,1 % |
67,9±17,1 % |
|
Soorojebally, 2023 |
Se > cytology for all tumour grades/stages, but Sp < cytology No added value compared with cytology (LOE B) |
|||
|
Soputro 2022 |
0,659 (95% KI 0,572–0,736) | 0,7 (95% KI 0,636–0,756) | 2,192 (1,731–2,777) | 0,488 (0,377–0,631) |
Der Urinary Bladder Cancer Antigen (Rapid) Test (IDL Biotech, Borlange, Schweden) weist als immunchemischer Assay Fragmente der Zytokeratine 8 und 18 nach, quantitativ als kolorimetrischer Sandwich-Assay (cut-off 12 μg/l) oder qualitativ als Schnelltest mit Antikörper-Komplexbildung (UBC Rapid®). Zytokeratine sind intrazelluläre filamentäre Proteine des Zytoskeletts, die spezifisch für epitheliale Zellen sind. Ihr Nachweis im Urin basiert auf Zelluntergang. Die Evidenzlage beinhaltet überwiegend LoE 3 und 4 Studien [290][291][292][293]. In der Metaanalyse wurde eine Sensitivität von 59% für den UBC-Rapid mit einer Spezifität von 86% ermittelt. Die Sensitivität war am höchsten in der Erstpublikation und deutlich niedriger in späteren Veröffentlichungen (< 50%) [276][294].
Andere Urinmarker
Zahlreiche andere Markersysteme wurden untersucht (z.B. Fibrinspaltprodukte, Telomerase, CK20, CD4, Hyaluronsäure/Hyaluronidase, Survivin und viele andere mehr). Keines dieser Verfahren wurde für eine einfache praktische Anwendung entwickelt und bislang wurde keines mit ausreichender Testqualität für eine klinische Anwendung validiert.
Survivin ist ein Protein aus der Gruppe der Apoptoseinhibitoren und wird von Blasentumoren vermehrt produziert. Ein kommerzieller Bio-dot Assay (Fujirebio Diagnostics Inc.) kann erhöhtes Survin nachweisen, die meisten Verfahren beruhen auf dem Nachweis von mRNA durch quantitative oder qualitative Reverse Transkriptase Reaktion (PCR). Die Evidenz besteht überwiegend aus LoE 3 und 4 Berichten. Für den Survivinnachweis werden gute Sensitivitäten beschrieben; in einer prospektiven Untersuchung zum Survivin-mRNA Nachweis wurde eine Sensitivität von 87,5% im Vergleich zu NMP22 (61,3%) und Urinzytologie (40%) ermittelt [295]. Die verschiedenen Survivinstudien sind nicht vergleichbar, da immer verschiedene PCR Primer verwendet werden. Eine klinische Bewertung von Survivin als Urinmarker ist daher bislang nicht möglich. In einem aktuellen systematischen Review mit Netzwerk-Metaanalyse werden die Studien dennoch zusammengefasst und mit anderen Urinmarkern bezüglich der Testgütekriterien verglichen [267].
Tabelle 19: Systematische Reviews zu anderen Urinmarkern
| Autor | Sensitivität | Spezifität | PPV | NPV |
| Dong, 2021 | 0,7410 | 0,1699 | 0,2236 | 0,7678 |
Der BLCA-4 Assay (Sandwich ELISA) ist kommerziell verfügbar (Eichrom Technologies, Lisle, USA). Bei BCLA-4 handelt es sich um ein nukleäres Membranprotein, das in Blasenkarzinomzellen hochreguliert ist. Lediglich drei Berichte aus der gleichen Einrichtung mit überlappenden Patientengruppen liegen als Fall-Kontrollstudien vor, in denen eine sehr hohe Sensitivität und Spezifität (95% bzw. 89%) berichtet wurden [296]. Eine klinische Bewertung ist aufgrund der unzureichenden Datenlage nicht möglich.
CYFRA 21-1 ist ein Zytokeratinassay, der als ELISA CK-19 Fragmente mittels monoklonaler Antikörper im Urin nachweist. Eine Überexpression von CK 19 beim Blasenkarzinom ist beschrieben. Falsch-positive Ergebnisse treten auf nach BCG-Therapie, bei Urolithiasis und Entzündungen. Eine Definition von Cut-off-Werten gibt es bislang nicht, die Zahl der Studien zu diesem Marker ist klein. Die Datenlage ist für eine Bewertung nicht ausreichend [297].
Soluble Fas (sFas) ist ein Produkt abnormer mRNA Splicevarianten des membrangebundenen Fas-Rezeptors, der für apoptotische Signalregulierung bedeutsam ist. Erhöhte Serum- und Gewebespiegel von sFas sind beim Blasenkarzinom beschrieben. In einer Studie wurde gezeigt, dass erhöhte Fas-Konzentrationen im Urin ein Marker für ein Rezidiv und Invasivität beim Blasenkarzinom sein können, mit einer Sensitivität von > 75% und höherer Spezifität als NMP22 [298]. Weitere Studien stehen aus.
Fibroblasten Wachstumsfaktoren (fibroblast growth factor receptor, FGFR), insbesondere FGFR3, sind von Bedeutung insbesondere beim NMIBC. FGFR3 Genanalyse kann die Diagnostik verbessern, ist aber durch die arbeitsintensive Sequenzierung oder Einzelstrangmutationsanalyse limitiert. Eine PCR-Technik zum simultanen Nachweis von 9 verschiedenen FGFR3-Mutationen im Urin wurde beschrieben [299]. In einer prospektiven Studie an Patienten mit Hämaturie wurde für den positiven FGFR3-Nachweis im Urin ein PPV von 95% berichtet [300]. Die bisherigen Studien dazu wurden in einem aktuellen Review mit Netzwerk-Metaanalyse aufgearbeitet [301][Laukhtina, E et al. 2021].
Tabelle 20: Systematische Reviews Fibroblasten Wachstumsfaktoren (FGFR)
| Autor | Sensitivität | Spezifität | PPV | NPV |
|
Laukthina, 2021 |
0,931 (gepooled) |
0,794 (gepooled) |
0,673 | 0,957 |
Telomerase ist ein Enzym, das an der Synthese von Tandem TTA–AGGG Wiederholungssequenzen an den Enden von Chromosomen beteiligt ist, um chromosomale Alterung bei Mitosen zu verhindern. Als Urinmarker kann der Nachweis von Telomerase nützlich sein. Sanchini et al. berichteten eine Sensitivität von 90% und eine Spezifität von 88% [302]. In einer Metaanalyse wurde eine gepoolte mediane Sensitivität von 75% (7–100%) und eine Spezifität von 86% (24–93%) ermittelt [278]. Die Datenlage ist insgesamt gering.
MCM Proteine (minichromosome maintenance family) haben Bedeutung für die Initiation der DNA-Synthese; sie sind bei Blasentumoren dysreguliert. In einer Studie mit >1500 Probanden einer Hamäturiesprechstunde wurde der immunfluorometrische MCM-5 Nachweis mit NMP22 und Urinzytologie verglichen; MCM-5 hatte einen hohen NPV von >90% bei einem niedrigen PPV von 20% [303]. Eine andere kleine Studie beschrieb eine Sensitivität von 81% für den MCM-2 Nachweis im Urin [304]. Die Datenlage ist für eine Bewertung zu gering.
Tabelle 21: Systematische Reviews MCM Proteine
| Autor | Sensitivität | Spezifität | PPV | NPV |
| Sciarra, 2021 | 0.728 | 0.740 | 0.527 | 0.830 |
MCM5: MCM5 (Minichromosome Maintenance Complex Component 5) ist ein Protein, welches in die Initiierung der DNA-Replikation involviert ist. MCM5 kann mittels eines immunofluorometrischen Verfahrens durch Verwendung monoklonaler Antikörper analysiert werden [305]. Kommerziell wird der Assay als ADXBladderTM Test vertrieben. Die Auswertung der Testgüte erfolgte durch Sciarra et al. an n=3 Studien mit 2147 Patienten und ebenfalls an 3 Studien bei Laukthina 2021 (andere Kollektive).
Tabelle 22: Systematische Reviews MCM5
| Autor | Sensitivität | Spezifität | PPV | NPV |
| Sciarra, 2021 | 0.728 | 0.740 | 0.527 | 0.830 |
| Laukhtina, 2021 | 0,571 (pooled) | 0,618 (pooled) |
mit biologischen Targetsubstanzen als ZweitlinientMikro-RNA (miRNA): Die Urinkonzentration von miRNAs korreliert mit der Tumorgröße und prognostischen Faktoren und kann zur Urindiagnostik eingesetzt werden [306]. Der Nachweis von Aurora-A-Kinase miRNA im Urin wurde für den Urothelkarzinomnachweis untersucht (Sensitivität/Spezifität 83,6 und 65,2%) [307].
MessengerRNA: Ein Multiplex mRNA-Assay (CxbladderDetect™, mit vier Tumormarkern CDC2, HOXA13, MDK, IGFBP5 und einem Entzündungsmarker CXCR2) für die urinbasierte Diagnose mittels PCR ergab eine Sensitivität von 82% (97% bei high grade) im Vergleich zu NMP22 ELISA (50.0%), BladderChek (37.9%) und Urinzytologie (56.1%) [308]. In einer Analyse von >900 Datensets von Urinuntersuchungen mit CxbladderDetect, Urinzytologie, NMP22® und UroVysion®FISH ergab sich eine Überlegenheit gegenüber den drei anderen urinbasierten Methoden [309].
Multiple Genanalysen: In sehr aufwändigen Untersuchungen kann mittels TaqMan®-Arrays in Urinproben die Expression mehrerer Targetgene analysiert werden; für ein solches System wurde eine Sensitivität/Spezifität von 80%/86% (AUC 0,914) berichtet [310].
Hyaluronidase: HYAL-1 scheint eine wichtige Rolle für das Tumorwachstum und Progression zu sein. Die HYAL-1 Expression ist mit der Metastasen-Entwicklung und dem tumorspezifischen Überleben assoziiert [311]. HYAL-1 und -2 sind die wichtigsten Hyaluronidasen, die in den Stoffwechsel von Hyaluronsäure im Gewebe involviert sind. Bereits in einer früheren Studie konnte gezeigt werden, dass die Detektion von HAase mRNA im Urin mit einer Sensitivität von (86,67%) der Urin-Zytologie mit 38,33% und einer Spezifität von 97,5% gegenüber 100% in der Blasentumor-Detektion überlegen ist [128]. HAase mRNA war in dieser Studie mit einer Sensitivität von 86,86% in der Detektion von Blasentumoren auch dem Survivin (78,33%) überlegen. Diese Ergebnisse legen nahe, dass HYAL-1 nützlich für die Blasentumor-Detektion sein kann. Allerdings sind die Daten zum HYAL-1 inkonsistent. In einer weiteren Studie zeigten Eissa et al., dass UCA1 mit 91,5% und 96,5% eine höhere Sensitivität und Spezifität als HYAL-1 mit 89,4% und 91,2% in der Unterscheidung zwischen Patienten mit und ohne BCa hat [128].
Die Detektion von HYAL-1 mit einer RT-PCR wird als optimal angesehen, während ein ELISA für die Bestimmung von Survivin am besten geeignet ist [128]. Auch mit der niedrigeren Sensitivtät, Spezifität und einem niedrigeren PPV von Survivin im Vergleich zu HYAL-1 hat die Detektion von Survivin mittels ELISA den Vorteil eines quantitativen Tests mit niedrigeren Kosten und einfacherer Durchführung als die RT-PCR. Die Studie von Eissa et al. und weitere Studien zu HYAL-1 wurden aktuell in einem systematischen Review zusammengefasst [267].
Tabelle 23: Systematische Reviews HYAL-1
| Autor | Sensitivität | Spezifität | PPV | NPV |
| Dong, 2021 | 0,9775 | 0,8543 | 0,8882 | 0,9712 |
UCA-1: Long con-coding RNAs (lncRNAs) sind eine Klasse von transkribierten RNA-Molekülen mit einer Länge von >200 Nukleotiden, die keine Protein-Koding Funktion aufweisen. Die Dysregulation der lncRNAs ist mit der Oncogenese, Metastasierung und Prognose bei Tumoren assoziiert [267].
Die Expression von UCA-1 wurde im Tumorgewebe und Urin von Patienten mit einem Blasenkarzinom identifiziert [312]. Darüber hinaus wurde UCA1 mit einer hohen Sensitivität und Spezifität als Urinmarker in der Blasenkarzinom-Diagnostik etabliert [313][128]. Auch das UCA-1 wurde von Dong et al. in dem systematischen Review inkludiert.
Tabelle 24: Systematische Reviews UCA-1
| Autor | Sensitivität | Spezifität | PPV | NPV |
| Dong, 2021 | 0,8960 | 0,7687 | 0,7763 | 0,9011 |
Apoliporotein A1: Apolipoprotein A1 (ApoA-1) ist ein Protein, welches für den Aufbau von high-densitiy Lipoprotein (HDL) genutzt wird. HDL widerum transportiert Cholesterin zur Leber. Darüber hinaus hat es Funktionen für das Immunsystem, Entzündungen und die Apoptose. Eine Antitumorelle Wirkunge von ApoA-1 wurde vor einiger Zeit identifiziert [314]. Erhöhte ApoA-1 Werte wurden im Urin von Patienten mit einem Blasentumor gefunden [315]. Aufgrund der hohen Sensitivität und Spezifität eignet sich ApoA-1 sehr für die Diagnose von Blasentumoren [314].
Tabelle 25: Systematische Reviews Apolipoprotein
| Autor | Sensitivität | Spezifität | PPV | NPV |
| Dardeer, 2021 | 0,907 (gepooled) |
0,90 (gepooled) |
0,9478 | 0,10 |
MCM5: MCM5 (Minichromosome Maintenance Complex Component 5) ist ein Protein, welches in die Initiierung der DNA-Replikation involviert ist. MCM5 kann mittels eines immunofluorometrischen Verfahrens durch Verwendung monoklonaler Antikörper analysiert werden [305]. Kommerziell wird der Assay als ADXBladderTM Test vertrieben. Die Auswertung der Testgüte erfolgte durch Sciarra et al. an n=3 Studien mit 2147 Patienten und ebenfalls an 3 Studien bei Laukthina 2021 (andere Kollektive).
Tabelle 26: Systematische Reviews MCM5
| Autor | Sensitivität | Spezifität | PPV | NPV |
| Sciarra, 2021 | 0.728 | 0.740 | 0.527 | 0.830 |
| Laukthina, 2021 | 0,571 (pooled) | 0,618 (pooled) |
Mikrosatelliten: Die Analyse von Mikrosatelliten erfolgt mittels einer PCR mit DNA-Primern für kurze, meist nichtcodierende DNA-Sequenzen von zwei bis sechs Basenpaaren Länge (polymorphic short tandem DNA repeats) im Genom [140]. Die Evidenz dazu für die Diagnostik von Blasentumoren beruht auf n=3 Studien mit 592 Patienen [268].
Tabelle 27: Systematische Reviews Mikrosatelliten
| Autor | Sensitivität | Spezifität | PPV | NPV |
| Sciarra, 2021 | 0.615 | 0.901 | 0.537 | 0.869 |
Angiogenin: Angiogenin (ANG oder RNAse 5) ist ein vaskulärer Wachstumsfaktor und gehört zur Gruppe der Wirbeltier-spezfischen RNase A. ANG ist in eine Vielzahl verschiedener Prozesse inkl. der Tumorgenese involviert und ein Zusammenhang zwischen ANG und Blasentumoren wurde beschrieben [316]. Die Evidenz basiert auf n=4 Fall-Kontroll-Studien mit n=656 Teilnehmern (417 BCa Patienten, 239 Kontrollen).
Tabelle 28: Systematische Reviews Angiogenin
| Autor | Sensitivität | Spezifität | PPV | NPV |
| Alami, 2021 | 0,71 (pooled) | 0,78 (pooled) | 3,34 | 0,37 |
Untersuchungen von Markerpanels
In zahlreichen Untersuchungen wurden mehrere Urinmarker gleichzeitig (Markerpanel) angewandt, um geeignete Markerkombinationen und Algorithmen für die Diagnostik zu entwickeln. In einem direkten Vergleich von CYFRA 21, NMP22, UBC und Fibrin/Fibrinogen ergaben sich ähnliche AUCs (area under the curve) der ROC-Analyse zwischen 0,77 und 0,90 und keine wesentliche Verbesserung der prädiktiven Aussage durch die Kombination von Urinmarkern. Analytische Methoden der Systembiologie wurden zur Verbesserung bestehender Algorithmen eingesetzt; dabei wurde für eine Kohorte von Probanden mit Hämaturie nach Risikostratifizierung aufgrund von Alter und Raucherstatus für die Hochrisikogruppe eine hohe Sensitivität (ca. 90%) und Spezifität für die Kombinationen NMP22/EGFR sowie BTA/CEA beschrieben [286].
In mehreren Untersuchungen zeigte sich, dass eine Selektion von Risikopatienten anhand klinischer Parameter den Einsatz von urinbasierter Diagnostik deutlich verbessern kann. In einer Follow-up Studie bei Hochrisikopatienten waren folgende Parameter mit dem Auftreten eines Blasenkarzinoms assoziiert: Alter > 65 Jahre (11.1% vs. 4%, p = 0.012), männliches Geschlecht (10.1% vs. 2%, p = 0.003), kaukasische Rasse (9.2% vs. 3.1%, p = 0.016), Makrohämaturie (9.9% vs. 2.5%, p = 0.005), positiver NMP22 (37% vs 3.7%, p <0.001) und positive Urinzytologie (83.3% vs 3.9%, p <0.001) [287].
Xpert bladder cancer: nicht-invasiver Test mit geprüfter klinischer Sensitivität und Spezifität für low- und high-grade Blasentumore. Der Test erfolgt über die Messung der Urin-Expression der mRNA der im Panel verwendeten Gene (5 Zielgene). Die Evidenz basiert auf n=10 [301] bzw n=11[247] Studien mit sich überschneidenen Patientenkollektiven.
Tabelle 29: Systematische Reviews Xpert bladder cancer
| Autor | Sensitivität | Spezifität | PPV | NPV |
| Laukthina, 2021 | 0,722 (pooled) | 0,763 (pooled) | 0,428 (pooled) | 0,923 (pooled) |
| Soorojebally,2023 | 0,84 |
Bladder EpiCheck: Zugelassen von der FDA in Zusammenhang mit einer Zystoskopie bei Patienten mit einem NMIBC in der Vorgeschichte für die Rezidiv-Diagnostik. Dabei wird die DNA-Methylierung detektiert (15 Marker).
Tabelle 30: Systematische Reviews EpiCheck
| Autor | Sensitivität | Spezifität | PPV | NPV |
|
Laukthina, 2021 N=3 Studien |
0,736 (pooled) | 0,844 (pooled) | 0,479 (pooled) | 0,942 (pooled) |
Cxbladder: Kombiniert klinische Risikofaktoren mit genetischen Markern ((IGF, HOXA, MDK, CDC und IL8R Gene-Expression) für die Diagnostik beim Blasenkarziom. Dabei gibt es den Test einmal für die Triage bei Hämaturie (Cxbladder triage), für die Diagnostik bei positiver Zytologie und negativer Zystoskopie (Cxbladder detect) und für die Nachsorge bei Patienten mit NMIBC (Cxbladder monitor). Der Cxbladder Test wurde in 3 syst. Reviews inkludiert und aus den Studien die Sensitivität und Spezifität ermittelt (siehe Tabelle 31).
Tabelle 31: Systematische Reviews Cxbladder
| Autor | Sensitivität | Spezifität | PPV | NPV |
|
Soputro, 2022 Cxbladder triage |
0,818 | 0,852 | 5,529 positive | 0,213 |
|
Laukthina, 2021 N=2 Studien Cxbladder monitor |
0,909 | 0,610 | 0,165 | 0,987 |
|
Soorojebally, 2023 N=9 Studien |
0,81 | 0,85 |
Urodiag®: Urin-basierter Test zum Nachweis von Mutationen im FGFR3 Gen (G372C, R248C, S249C, Y375C) und der DNA methylation der HS3ST2, SEPTIN9 und SLIT2-Gene bei Patienten zur Diagnose und in der Nachsorge eines NMIBC. Ein Vergleich zur Urinzytologie als Standard fehlt jedoch, weshalb die Einschätzung der klinischen Wertigkeit eingeschränkt ist [247].
Tabelle 32: Systematische Reviews Urodiag
| Autor | Sensitivität | Spezifität | PPV | NPV |
|
Soorojebally, 2023 N=2 Studien |
0,976 Rezidiv: 0,945 |
0,84 Rezidiv: 0,759 |
AssureMDX: Urin-basierter Test zum Nachweis von Mutationen im FGFR3, TERT und HRAS-Gen sowie die Methylation von OTX1, ONECUT2 und TWIST1. Der Test wurde untersucht bei 154 Patienten mit einer Hämaturie, die eine Zystoskopie erhalten haben, davon hatten 74 (=48 %) einen Blasentumor. Spezifität und Sensitivität liegen bei 83% und 97% [317].
Tabelle 33: Systematische Reviews AssureMDX
| Autor | Sensitivität | Spezifität | PPV | NPV |
|
Van Kessel N=1 Studien |
0,973 | 0,825 | 5,560 | 0,033 |
5.4 Primärdiagnostik des Harnblasenkarzinoms
Bei Patienten mit klinischem Verdacht auf ein Harnblasenkarzinom sollte zum Ausschluss eines Harnstaus primär eine Sonographie erfolgen.
- Konsens
- Starker Konsens (100%)
Bei Patienten mit Verdacht auf ein Harnblasenkarzinom soll als Standard in der Primärdiagnostik eine Weißlicht-Zystoskopie durchgeführt werden.
Falls durch eine bildgebende Diagnostik (Sono, CT, MRT) bereits ein Verdacht (Blasenwandverdickung und/oder intravesikale Raumforderung unklarer Genese) und damit die Indikation zur Durchführung einer Zystoskopie mit Möglichkeit der sofortigen transurethralen Resektion bzw. Histologiegewinnung (bei ausgedehntem Befund) besteht, kann auf eine vorhergehende Weißlicht-Zystoskopie verzichtet werden.
- Konsens
- Starker Konsens (100%)
Änderungshinweis
Bei Patienten mit Verdacht auf ein Harnblasenkarzinom soll als Standard in der Primärdiagnostik eine Weißlicht-Zystoskopie durchgeführt werden.Die Weißlicht-Zystoskopie in der Primärdiagnostik sollte bei Männern mit einem flexiblen durchgeführt werden.
Bei Frauen kann sie mit einem flexiblen oder einem rigiden Zystoskop durchgeführt werden.
- Konsens
- Konsens (78%)
Änderungshinweis
Die Weißlicht-Zystoskopie in der Primärdiagnostik kann sowohl mit einem flexiblen als auch mit einem rigiden Zystoskop durchgeführt werdenZur primären Diagnostik des Blasenkarzinoms kann ein multiparametrisches MRT des Beckens durchgeführt werden.
- Empfehlungsgrad
- 0: offene Empfehlung (Option) bzgl. einer Maßnahme - verwendete Ausdrucksweise = kann
- Evidenzlevel
- 2++
- Konsens
- Starker Konsens (96,7%)
- Literatur
- [318] [319]
Evidenztabellen (1)
Diagnostik mittels MRTEine Fluoreszenz-basierte Zystoskopie kann in der Primärdiagnostik des Harnblasenkarzinoms eingesetzt werden.
- Konsens
- Starker Konsens (100%)
Bei zystoskopischem Verdacht auf ein Harnblasenkarzinom soll eine histologische Sicherung erfolgen (siehe Kapitel 6).
- Konsens
- Starker Konsens (100%)
Bei nicht-nephrogener Mikro- oder Makrohämaturie oder einer positiven Urinzytologie soll nach zytoskopischem Ausschluss eines Blasentumors eine Abklärung des oberen Harntraktes erfolgen.
- Konsens
- Starker Konsens (97,1%)
Änderungshinweis
Nach Ausschluss eines Harnblasentumors durch eine Zystoskopie als Ursache für eine Mikro- bzw. Makrohämaturie oder eine positive Zytologie soll eine Abklärung des oberen Harntraktes erfolgen.Hintergrund
Die Primärdiagnostik umfasst die diagnostischen Maßnahmen, die für die Sicherung oder den Ausschluss eines Harnblasenkarzinoms durchgeführt werden sollen.
Hintergrund zu 5.6
Die orientierende Sonographie des oberen Harntraktes ermöglicht die Abklärung einer begleitenden Harnstauung als Zeichen eines lokal fortgeschrittenen Harnblasenkarzinoms sowie die Diagnose sonstiger Ursachen einer Makrohämaturie wie z.B. einer Urolithiasis oder einer Raumforderung der Nieren.
Hintergrund zu 5.7 - 5.10
Die Weißlicht-Zystoskopie (WLC) der Harnblase stellt den Standard in der primären Diagnostik des Harnblasenkarzinoms dar. Die Sensitivität und Spezifität der Weißlicht-Zystoskopie in der Detektion von Harnblasenkarzinomen ist jedoch limitiert und liegt Untersucher-abhängig zwischen 6-84% (Sensitivität) und 43-98% (Spezifität) [320]. Vor allem die Diagnose kleiner papillärer Tumoren sowie der Carcinomata in situ (CIS) sind mit der Weißlicht-Zystoskopie im Vergleich zur fluoreszenzbasierten Zystoskopie erschwert [321].
Die Weißlicht-Zystoskopie kann wahlweise entweder mit einem rigiden oder einem flexiblen Zystoskop durchgeführt werden. Die Detektionsraten von Blasentumoren sind mit beiden Verfahren [322][323]. Bezüglich der untersuchungsbedingten Morbidität erweist sich die flexible Cystoskopie in zwei Fall-Kontroll-Studien der rigiden Zystoskopie überlegen [324][325]. Dabei kommt es bei 33% der Patienten nach flexibler und bei 76% der Patienten nach rigider Zystoskopie zu postinterventionellen Symptomen [325]. In einer aktuellen Fall-Kontroll-Studie konnte gezeigt werden, dass die flexible Zystoskopie weniger schmerzhaft ist im Vergleich zur rigiden Zystoskopie [326]. Dabei waren 58.7% unter der flexiblen gegenüber nur 24% unter rigider Zystoskopie schmerzfrei. Wenn Schmerzen auftraten, war die Schmerzintensität bei der flexiblen Zystoskopie geringer.
Bezüglich der Bedeutung des multiparametrischen MRTs siehe Hintergrund zu 5.14.
Hintergrund zu 5.11
Die Fluoreszenz-basierte Zystoskopie kann entweder mit einem flexiblen oder mit einem rigiden Zystoskop durchgeführt werden. In einer vergleichenden Studie an 20 Patienten mit bereits zystoskopisch nachgewiesenem Verdacht eines Blasenkarzinoms oder eine positiven Urinzytologie erfolgte im Rahmen einer transurethralen Resektion vor Durchführung der Resektion zunächst eine flexible Fluoreszenz-Zystoskopie gefolgt von einer Fluoreszenz- und Weißlicht-Zystoskopie mit einem rigiden Zystoskop [327]. Bei 19/20 Patienten wurde im weiteren Verlauf histologisch ein Blasentumor nachgewiesen. Auf Patientenlevel konnten mit der flexiblen Fluoreszenz-Zystoskopie (FFC) bei 14/19 Patienten Blasentumoren diagnostiziert werden und bei 17/19 bzw. 15/19 mit der rigiden Fluoreszenzzystoskopie (RFC) bzw. der rigiden Weißlicht-Zystoskopie (RWLC). Falsch positive Befunde fanden sich in 20% bei der FFC, 20% bei der RFC und 15% bei der RWLC. Signifikanzlevel, Sensitivitäten und Spezifitäten wurden nicht berichtet.
In einer weiteren Studie an 45 Patienten hatten 41 (91%) der Patienten exophytische Tumore, von denen 39 (95.1%) in der flexiblen Fluoreszenz-Zystoskopie and 40 (97.5) in der rigiden Fluoreszenz-Zystoskopie detektiert wurden. Bei 17 (37.8%) wurde ein begleitendes Carcinoma in situ diagnostiziert, welches in 14 (82.3%) in der flexiblen Fluoreszenz-Zystokopie, in 15 (88.2%) in der rigiden Fluoreszenz-Zystoskopie, in 11 (64.7%) in der flexiblen Weisslicht-Zystoskopie und in 13 (76.7%) in der rigiden Weisslicht-Zystoskopie gefunden wurde [328].
Im Gegensatz dazu zeigte die Uro-Screen Studie keinen zusätzlichen Nutzen durch die PDD-Zystoskpie im Vergleich zur Weißlicht-Zystoskopie für die Detektion von Blasentumoren [329].
Hintergrund zu 5.12
Zur Diagnosesicherung und Festlegung der T-Kategorie soll eine transurethrale Resektion aller Harnblasentumoren erfolgen. Zudem ist bei nicht-muskelinvasiven Harnblasenkarzinomen die transurethrale Resektion gleichzeitig Therapie der Wahl (siehe Kapitel 6).
Hintergrund zu 5.13
Nach zystoskopischem Ausschluss eines Harnblasentumors sollten andere Ursachen einer Makro- oder Mikrohämaturie untersucht werden. Insbesondere sollte der obere Harntraktes abgeklärt werden [330].
Abklärung Hämaturie:
Zur Differentialdiagnose einer asymptomatischen Mikrohämaturie gehören neben einem Harnblasenkarzinom [331]:
- Harnwegsinfekte 4-22%
- Benigne Prostatahyperplasie 10-13%
- Urolithiasis 4-5%
- Zystische Nierenerkrankungen 2-3%
- Sonstige benigne Nierenerkrankungen 2-3%
- Nierentumoren <1%
- Prostatakarzinome <1%
- Harnröhrenstrikturen <1%
5.5 Tumor-Staging
Hintergrund
Zur Stadieneinteilung soll die aktuelle UICC-Klassifikation herangezogen werden [332].
Das Harnblasenkarzinom wird darüber hinaus anhand der T-Kategorie in folgende klinische Stadien eingeteilt, die für die weitere Diagnostik und Therapie entscheidend sind [333]:
- Nicht-muskelinvasives Harnblasenkarzinom: pTis, pTa, pT1
- Muskelinvasives Harnblasenkarzinom: ≥pT2.
5.6 Bildgebende Diagnostik beim nicht-muskelinvasiven Harnblasenkarzinom
5.6.1 Erstbefund eines nicht-muskelinvasiven Harnblasenkarzinoms
Vor der tiefen Resektion eines Harnblasentumors kann ein multiparametrisches MRT des Beckens durchgeführt werden. Die Auswertung sollte entsprechend der VI-RADS-Kriterien erfolgen und eine Staging-Aussage enthalten.
Evidenztabellen (1)
Diagnostik mittels MRTBeim Erstbefund eines nicht-muskelinvasiven Harnblasenkarzinoms soll routinemäßig eine Sonographie des oberen Harntrakts erfolgen.
Bei einer Tumorlokalisation im Bereich des Trigonums und/oder bei multiplen Tumoren und/oder bei high-grade Tumoren sollte eine Schnittbildgebung des oberen Harntrakts erfolgen.
- Konsens
- Starker Konsens (100%)
Änderungshinweis
Beim Erstbefund eines nicht-muskelinvasiven Harnblasenkarzinoms sollte routinemäßig außer Sonographie keine bildgebende Abklärung des oberen Harntrakts erfolgen.Wenn eine bildgebende Abklärung des oberen Harntraktes bei Vorliegen eines nicht-muskelinvasiven Harnblasenkarzinoms (Primärbefund oder Rezidiv) indiziert ist, dann sollte eine CT-Urographie durchgeführt werden.
- Konsens
- Starker Konsens (97,0%)
Alternativ zur CT-Urographie können ein MRT mit MR-Urogramm oder ein MRT mit mehreren Untersuchungszeitpunkten vor und nach Kontrastmittelapplikation durchgeführt werden.
- Konsens
- Starker Konsens (100%)
Änderungshinweis
Alternativ zur CT-Urographie können ein MRT mit mehreren Untersuchungszeitpunkten vor und nach Kontrastmittelapplikation oder ein Ausscheidungsurogramm (AUG) durchgeführt werden.Für die Detektion von Zweittumoren des oberen Harntrakts bei Erstdiagnose eines nicht-muskelinvasiven Harnblasenkarzinom soll keine nuklearmedizinische Diagnostik (PET oder PET/CT) durchgeführt werden
- Konsens
- Starker Konsens (100%)
Hintergrund zu 5.14
Die Validität einer MRT der Harnblase als mulitparametrische MRT zur Differenzierung nicht-muskelinvasiver vs. muskelinvasiver Tumorstadien wurde in mehreren Studien untersucht. Vorläufige Ergebnisse einer zwischen MRT und transurethraler Resektion der Harnblase (TURB, siehe Kaptel 6) randomisierten Studie suggerieren eine eingeschränkte Spezifität bei Muskelinvasion in der MRT [336]; eine Metaanalyse mehrerer Studien beschreibt für die Auswertung nach VI-RADS (vesical imaging reporting and data system (VI-RADS) eine gepoolte Sensitivität und Spezifität von 0.83 (95% confidence interval [CI] 0.70-0.90) bzw. 0.90 (95% CI 0.83-0.95) [334].
Für den Nachweis einer perivesikalen Tumorinfiltration (T3 a und b) sind CT und MRT grundsätzlich gleichermaßen geeignet. Mikroskopische Infiltrationen sind aufgrund der geringeren Auflösung mit beiden Verfahren nur eingeschränkt nachweisbar. Im CT zeigen sich die perivesikalen Tumorinfiltrate als Dichteanhebungen im perivesikalen Fettgewebe. Im MRT ergibt sich eine Verdickung der Muskularis mit Vorwölbung nach perivesikal oder eine direkte Visualisierung der perivesikalen Tumorinfiltrate. Der Befund ist dann als VI-RADS 5 einzustufen. Eine starke Einschränkung der Treffsicherheit ergibt sich bei einem Zustand tiefer Resektion, da dann typischerweise ein erhebliches Ödem vorliegt und die Diagnostik im CT und MRT erschwert [337].
Die Inzidenz von synchronen nicht-muskelinvasiven Harnblasenkarzinomen und Malignomen des oberen Harntrakts ist gering und liegt insgesamt zwischen 0.3-2.3% [338][339][340]. In der multivariaten Analyse von 28 Patienten mit einem synchronen Tumor des oberen Harntrakts von insgesamt 1529 Patienten mit einem nicht-muskelinvasiven Harnblasenkarzinom konnte die Lokalisation im Bereich des Trigonums als statistisch unabhängiger Prognosefaktor (RR 5.8, p<0.0005) identifiziert werden [340]. Bei Vorliegen eines Harnblasenkarzinoms im Bereich des Trigonums steigt entsprechend die Inzidenz eines Malignoms des oberen Harntrakts auf 7% an. Wenn die Durchführung einer bildgebenden Abklärung des oberen Harntrakts auf Patienten mit einem Harnblasenkarzinom im Bereich des Trigonums beschränkt wird, reduziert sich die Durchführung der Bildgebung auf ca. 10% aller Patienten mit einem nicht-muskelinvasiven Harnblasenkarzinom. Allerdings werden dann auch nur ca. 41% der synchronen Tumoren des oberen Harntrakts diagnostiziert. Wird die Indikation für die Abklärung des oberen Harntraktes zusätzlich auf die Patienten mit einem multifokalen Harnblasenkarzinom ausgedehnt, so werden 69% der synchronen Tumoren diagnostiziert [340]. In einer retrospektiven Auswertung von 40 Patienten mit einem Urothelkarzinom des oberen Harntraktes als Zweitkarzinom bei Vorliegen eines Harnblasenkarzinoms zeigte sich eine Zunahme der Häufigkeit in Abhängigkeit von der Risikogruppe. Bei high-risk Tumoren erhöht sich die Inzidenz von Zweittumoren des oberen Harntraktes auf 4.1% [341]. In der multivariablen Analyse fand sich bei multifokalen Tumoren ein relatives Risiko von 2;7 (95% KI 1,06 – 6,84).
Hintergrund zu 5.15.
Vor einer stadien- und risikoadaptierten Behandlung eines Harnblasenkarzinoms ist eine an den Befund angepasste Bildgebung nötig. Das gesamte Urothel sollte untersucht werden, um synchrone Zweittumoren erkennen zu können.
Bezüglich der Untersuchung des gesamten Urothels wird ein mehrphasiges CT mit Kontrastmittel mit CT-Urographie empfohlen [342]. Alternativ kann ein MRT mit Kontrastmittel und MR Urographie durchgeführt werden, jedoch liegen hierfür weniger Studien mit kleineren Studienkollektiven vor. Ein Ausscheidungsurogramm kann den oberen Harntrakt mit geringerer Strahlenexposition darstellen, hat jedoch eine geringere Treffsicherheit im Vergleich zur CT Urographie. Goldstandard für den Nachweis von Tumoren in der Harnblase ist dabei die Zystoskopie. In einer britischen Untersuchung von Blick et al. bei 778 Patienten mit Hämaturie konnte durch den primären Einsatz der CT-Urographie die Rate der diagnostischen Zystoskopien gesenkt werden. Bei Patienten mit einem Harnblasentumor im CT wurde primär eine starre Zystoskopie mit Resektion durchgeführt [330].
Bei histologisch gesichertem oberflächlichem und damit vollständig entferntem Harnblasentumor kann beim Primärbefund auf eine Staginguntersuchung verzichtet werden. Der Lokalbefund ist nach einer transurethralen Resektion verändert: Häufig findet sich ein Ödem, eine Wandverdickung oder auch eine Wandverschmälerung nach dem Eingriff. Zusätzlich können auch perivesikale Veränderungen nach einer tiefen Resektion abgegrenzt werden.
Die Inzidenz von synchronen nicht-muskelinvasiven Harnblasenkarzinomen und Malignomen des oberen Harntrakts ist gering und liegt insgesamt zwischen 0.3-2.3%. In der multivariaten Analyse von 28 Patienten mit einem synchronen Tumor des oberen Harntrakts von insgesamt 1529 Patienten mit einem nicht-muskelinvasiven Harnblasenkarzinom konnte die Lokalisation im Bereich des Trigonums als statistisch unabhängiger Prognosefaktor (RR 5.8, p<0.0005) identifiziert werden. Bei Vorliegen eines Harnblasenkarzinoms im Bereich des Trigonums steigt entsprechend die Inzidenz eines Malignoms des oberen Harntrakts auf 7% an. Wenn die Durchführung einer bildgebenden Abklärung des oberen Harntrakts auf Patienten mit einem Harnblasenkarzinom im Bereich des Trigonums beschränkt wird, reduziert sich die Durchführung der Bildgebung auf ca. 10% aller Patienten mit einem nicht-muskelinvasiven Harnblasenkarzinom. Allerdings werden dann auch nur ca. 41% der synchronen Tumoren des oberen Harntrakts diagnostiziert. Wird die Indikation für die Abklärung des oberen Harntraktes zusätzlich auf die Patienten mit einem multifokalen Harnblasenkarzinom ausgedehnt, so werden 69% der synchronen Tumoren diagnostiziert. In einer retrospektiven Auswertung von 40 Patienten mit einem Urothelkarzinom des oberen Harntraktes als Zweitkarzinom bei Vorliegen eines Harnblasenkarzinoms zeigte sich eine Zunahme der Häufigkeit in Abhängigkeit von der Risikogruppe. Bei high-risk Tumoren erhöht sich die Inzidenz von Zweittumoren des oberen Harntraktes auf 4.1%. In der multivariablen Analyse fand sich bei multifokalen Tumoren ein relatives Risiko von 2.7 (95% CI 1.06 - 6.84).
Hintergrund zu 5.16. - 5.18
Für die Testgenauigkeit von PET oder PET/CT Diagnostik liegen keine Literatur und Daten vor.
5.6.2 Rezidiv eines nicht-muskelinvasiven Harnblasenkarzinoms
Grundsätzlich entsprechen die bildgebenden Untersuchungsmethoden bei Verdacht auf Vorliegen eines Rezidivs eines nicht-muskelinvasiven Harnblasenkarzinoms der Diagnostik wie unter Kapitel 5.5.1 beschrieben (siehe Empfehlungen und Hintergrundtexte 5.14-5.17).
5.7 Bildgebende Diagnostik beim muskelinvasiven Harnblasenkarzinom
Vor einer stadien- und risikoadaptierten Behandlung eines Harnblasenkarzinoms ist eine an den Befund angepasste Bildgebung notwendig. Das gesamte, den Harntrakt auskleidende Urothel sollte untersucht werden, um synchrone Zweittumoren erkennen zu können. Bei bekannter Lokalisation sind die Invasionstiefe, die lokale Umgebungsinfiltration, die regionäre Lymphadenopathie sowie eine Fernmetastasierung zu erfassen. Sämtliche Kriterien sind für die Prognose bedeutsam und haben einen Einfluss auf die weitere Behandlung.
Bei Patienten mit einem muskelinvasiven Harnblasenkarzinom soll zum Ausschluss von Metastasen eine Computertomographie (CT) mit Kontrastmittel des Abdomens und des Beckens mit CT-Urographie sowie des Thorax durchgeführt werden. Statt CT kann ein MRT des Abdomens und des Beckens mit MR-Urographie erfolgen.
- Konsens
- Starker Konsens (100%)
Änderungshinweis
Bei Patienten mit einem muskelinvasiven Harnblasenkarzinom soll eine Computertomographie (CT) des Abdomens (mit CT-Urographie), des Beckens und des Thorax mit Kontrastmittel durchgeführt werden. Statt CT Becken kann ein MRT des Beckens erfolgen.Ein kraniales CT oder eine Knochenszintigraphie sollen nur bei klinischer Symptomatik und/oder auffälligen diagnostischen Befunden erfolgen.
- Konsens
- Starker Konsens (100%)
Hintergrund zu 5.19
Bezüglich der Untersuchung des Harntrakts wird ein mehrphasiges CT mit Kontrastmittel mit CT-Urographie empfohlen (siehe Empfehlung 5.15. und 5.16.). Alternativ zum CT kann ein Ausscheidungsurogramm (AUG) mit mehreren Untersuchungszeitpunkten vor und nach Kontrastmittelapplikation den oberen Harntrakt mit geringerer Strahlenexposition gegenüber einer CT-Urographie darstellen. Das AUG hat jedoch eine geringere Treffsicherheit im Vergleich zu dieser. Goldstandard für den Nachweis von Tumoren in der Harnblase ist die Zystoskopie, bei der auch eine retrograde Darstellung zur Abklärung des oberen Harntrakts erfolgen kann.
Goldstandard für den Nachweis von Tumoren in der Harnblase ist dabei die Zystoskopie. In einer britischen Untersuchung von Blick et al. bei 778 Patienten mit Hämaturie konnte durch den primären Einsatz der CT-Urographie die Rate der diagnostischen Zystoskopien gesenkt werden. Bei Patienten mit einem Harnblasentumor im CT wurde primär eine starre Zystoskopie mit Resektion durchgeführt [330].
Die Infiltrationstiefe in der Harnblasenwand kann nur beurteilt werden, wenn bei gut gefüllter Harnblase eine Schnittebene senkrecht zur Tumorbasis vorliegt. Eine primär freie Schichtführung mit obliquen Schichtführungen war zunächst nur in der MRT möglich [343]. Im CT sind hierzu in den meisten Fällen multiplanare Rekonstruktionen erforderlich. Das ist mit modernen Mehrzeilen Spiral-CTs möglich. Sie erreichen mit Submillimeter-Kantenlängen der Voxel eine gute Auflösung auch in der Z- oder Längsachse [330][343][344][345]. Eine Differenzierung von unterschiedlichen Wandschichten ist zwar, anders als in der kontrastmittelunterstützten MRT, im CT nicht möglich, jedoch wird diese Information durch die zystoskopische Resektion des Tumors geliefert [346]. Eine perivesikale Infiltration kann in der CT gut erfasst werden. In einer Studie an 201 Patienten mit gesichertem Urothelkarzinom der Harnblase fanden Rajesh et al. bei 5,5% (11 von 201) der Patienten Fernmetastasen. Bei 9 dieser Patienten lag eine Muskelinfiltration vor, bei den übrigen beiden Patienten eine nur oberflächliche Biopsie ohne Muskelanteile. Daraus wird gefolgert, dass bei Patienten mit tiefer Biopsie mit Muscularis und darin erkennbar nicht-muskelinvasivem Tumor auf ein Ganzkörper CT verzichtet werden kann [347].
Die MRT hat neben einem hohen Weichteilkontrast auch die Möglichkeit von frei wählbaren Schichtebenen. Dadurch können auch ohne 3D Sequenzen geeignete Schnittführungen erreicht werden. Dieser z.B. von Narumi et al. untersuchte Vorteil wird durch die moderne CT mit multiplanarer Rekonstruktion oder durch 3D Sequenzen im MRT überwunden. Die Treffsicherheit für das lokale Staging im MRT wird in einem Review von Dighe et al. mit 73 % bis 96 % angegeben [344]. In einer nicht systematischen Literaturanalyse zeigt Green et al. für die Differenzierung von muskelinvasivem vs. nicht muskelinvasivem Tumor Treffsicherheiten zwischen 64% und 98% mit einer Sensitivität von 76-94% und einer Spezifität zwischen 55-100% [348]. Die eingesetzten Techniken variieren jedoch. So wird in einigen Studien eine dynamische kontrastmittelunterstützte T1-w Untersuchung, in anderen eine ergänzende Spätserie und in anderen eine Diffusionsgewichtete Bildgebung durchgeführt. Eine regionäre Lymphadenopathie kann im CT und im MRT nur durch die Beurteilung des axialen Durchmessers und die Form des Lymphknotens beurteilt werden [349]. Spezifische lymphogene MR-Kontrastmittel haben sich trotz zunächst viel versprechender Studien nicht in der Routine etablieren können.
Hintergrund zu 5.20
Die Inzidenz von Knochenmetastasen beim muskelinvasiven Harnblasenkarzinom wird in der Literatur zwischen 2% und 12% angegeben [350][351]. Taher et al. untersuchten 179 Patienten mit einem muskelinvasiven Blasenkarzinom, dabei zeigten 26 Patienten (14,5%) bereits bei Erstdiagnose der Erkrankung eine Skelettmetastasierung [352]. Die kumulative 3-Jahres-Inzidenz für Knochenmetastasen bei den verbleibenden 153 Patienten nach Therapie betrug 19,4 %. Die kumulative 3-Jahres-Inzidenz für Knochenmetastasen stieg mit der Höhe des klinischen Stadiums an: 8,4% für Stadium II, 49,1 % für Stadium 4. Shinagare et al. untersuchten die Metastasierung von muskelinvasiven Blasenkarzinomen (pT2 bis pT4) bei 150 Patienten [353]. Die klinischen Stadien bei den 150 Patienten waren: 43 pT2, 66 pT3 und 41 pT4. Knochenmetastasen wurden in dieser Gruppe bei 71 Patienten (47%) gefunden. Wallmeroth et al. fanden in einer Autopsiestudie bei 367 Patienten mit muskelinvasivem Blasenkarzinom (pT2-4) Knochenmetastasen bei 32% der Patienten [354]. Sengelov et al. untersuchten 240 Patienten mit rezidivierendem oder metastasiertem Urothelkarzinom. Knochenmetastasen fanden sich bei 35% der Patienten [355].
Die Knochenszintigraphie repräsentiert ein standardisiertes Verfahren zur Diagnose und zur Verlaufskontrolle von Skelettmetastasen. Die Skelettszintigraphie wird standardmäßig zur Diagnostik von Knochenmetastasen eingesetzt, auch aufgrund ihrer vergleichsweise niedrigen Kosten und der allgemeinen Verfügbarkeit [356]. Bei Knochenschmerzen oder unklaren Anstieg bzw. einer Erhöhung der alkalischen Phosphatase wird die Durchführung einer Skelettszintigraphie empfohlen. Wird zusätzlich zur Ganzkörperszintigraphie einer SPECT bzw. SPECT/CT- (Schichtaufnahme) durchgeführt, so können nach Expertenkonsens Sensitivität und Spezifität erhöht werden.
PET/CT
Zwei systemtische Reviews für PET und PET/CT zur Fragestellung des Stagings bei Blasenkarzinom wurden identifiziert [357][358]. Der Review von Bouchelouche et al. zeigt variable Ergebnisse für die getesteten Parameter der PET/CT für das lokale T-Staging [357]. Einige Studien zeigten hohe, andere niedrige Sensitivitäten. Insgesamt wurden 21 Studien in das Review einbezogen, davon 14 Studien mit FDG durchgeführt, 5 Studien mit Cholin.
Die Sensitivität der FDG-PET und PET/CT im Rahmen des Stagings des Primärtumors reichte bei 13 Studien von 33 bis 100 % (Mittelwert 70%). Die Spezifität wurde bei den FDG-PET und PET/CT-Studien bei 10 Studien angegeben und reichte von 25 bis 97 % (Mittelwert 82%). Unter Verwendung von FDG wird die Bildgebung durch die Ausscheidung der FDG über die harnableitenden Wege beeinflusst; der Einfluss dieses Phänomens kann jedoch durch Wahl entsprechender Bildgebungsprotokolle minimiert werden [357].
Die Sensitivität für das Staging des Primärtumors mit der Cholin-PET und PET/CT reichte bei 4 Studien von 58 – 100 % (Mittelwert 86%). Die Spezifität wurde nur bei einer Cholinstudie mit PET/CT angegeben und lag bei 66 %.
In einem weiteren Review von Lu et al. wurde die Wertigkeit der FDG-PET und PET/CT beim Blasenkarzinom mit einer Metaanalyse untersucht. Sechs Studien wurden eingeschlossen. Die eingeschlossenen Studien wurden hinsichtlich ihrer Qualität analysiert (interne und externe Validität). Im Rahmen der Metaanalyse wurden Forest Plots für die Sensitivität und Spezifität für die (1) Detektion des primären Blasenkarzinoms und für das (2) Staging und Re-Staging beim Vorliegen von Metastasen angegeben [358].
Die gepoolte Sensitivität und Spezifität beim PET/CT für die Detektion des primären Blasenkarzinoms waren 0,9 (95 %, Konfidenzintervall: 0,7 – 0,99) und 1,0 (95 % Konfidenzintervall: 0,74 – 1,0).
Die gepoolte Sensitivität/Spezifität der FDG-PET oder PET/CT für die Detektion von Metastasen eines Blasenkarzinoms war 0,82 (95 %, Konfidenzintervall: 0,72 – 0,89) und 0,89 (95 %, Konfidenzintervall: 0,81 – 0,95).
Es liegen keine Studien vor, in denen prospektiv der Zusatznutzen der PET oder PET/CT im Vergleich zur CT untersucht wurden. Ein Zusatznutzen der PET oder PET/CT zum CT ist durch prospektive Studien deshalb nicht belegt. Die PET/CT kann in begründeten Einzelfällen im Rahmen der primären Diagnostik und des primären Stagings erfolgen.
5.8 Bildgebende Diagnostik beim metastasierten Harnblasenkarzinom
5.9 Bildgebende Diagnostik in der Nachsorge des nicht-muskelinvasiven Harnblasenkarzinoms
Siehe Kapitel 12.1 (Empfehlung und Hintergrund [12.13] [12.14] und die Tabelle zu Untersuchungen in der Nachsorge des nicht-muskelinvasiven Blasenkarzinoms
5.10 Bildgebende Diagnostik in der Nachsorge des muskelinvasiven Harnblasenkarzinoms
5.11 Bildgebende Diagnostik in der Nachsorge des metastasierten Harnblasenkarzinoms
Siehe Kapitel 12.3.2
Evidenztabellen
Leitliniensynopse Urinzytologie
|
Leitlinie |
Empfehlung |
Empfehlungsgrad/LoE |
|
AUA/ASCO/ASTRO/ SUO 2020 |
Multi-modal Bladder Preserving Therapy Following completion of bladder preserving therapy, clinicians should perform regular surveillance with CT scans, cystoscopy, and urine cytology.
Laboratory Values and Urine Markers Following therapy for muscle-invasive bladder cancer, patients should undergo laboratory assessment at three to six month intervals for two to three years and then annually thereafter. (Expert Opinion) |
Strong Recommendation; LoE: Grade C
Expert Opinion |
|
AUA/SUO 2020 |
Diagnosis In a patient with a history of NMIBC with normal cystoscopy and positive cytology, a clinician should consider prostatic urethral biopsies and upper tract imaging, as well as enhanced cystoscopic techniques (blue light cystoscopy, when available), ureteroscopy, or random bladder biopsies.
Urine Markers after Diagnosis of Bladder Cancer In surveillance of NMIBC, a clinician should not use urinary biomarkers in place of cystoscopic evaluation.
In a patient with a history of low-risk cancer and a normal cystoscopy, a clinician should not routinely use a urinary biomarker or cytology during surveillance.
In a patient with NMIBC, a clinician may use biomarkers to assess response to intravesical BCG (UroVysion® FISH) and adjudicate equivocal cytology (UroVysion® FISH and ImmunoCyt™).
BCG Relapse and Salvage Regimens In an intermediate- or high-risk patient with persistent or recurrent disease or positive cytology following intravesical therapy, a clinician should consider performing prostatic urethral biopsy and an upper tract evaluation prior to administration of additional intravesical therapy.
Risk Adjusted Surveillance and Follow-up Strategies For an intermediate-risk patient whose first surveillance cystoscopy is negative for tumor, a clinician should perform subsequent cystoscopy with cytology every 3-6 months for 2 years, then 6-12 months for years 3 and 4, and then annually thereafter.
For a high-risk patient whose first surveillance cystoscopy is negative for tumor, a clinician should perform subsequent cystoscopy with cytology every three to four months for two years, then six months for years three and four, and then annually thereafter. |
Expert Opinion
Strong Recommendation; Evidence Strength: Grade B
Expert Opinion
Expert Opinion
Conditional Recommendation; Evidence Strength: Grade C
Expert Opinion
Expert Opinion
|
|
EAU 2022a |
Summary of evidence and guidelines for the primary assessment of non-muscle-invasive bladder cancer Summary of Evidence Urinary cytology has high sensitivity in high-grade tumours including carcinoma in situ.
Recommandations Perform cystoscopy in patients with symptoms suggestive of bladder cancer or during surveillance. It cannot be replaced by cytology or by any other non-invasive test.
Use voided urine cytology as an adjunct to cystoscopy to detect high-grade tumour.
Perform cytology on at least 25 mL fresh urine or urine with adequate fixation. Morning urine is not suitable because of the frequent presence of cytolysis.
Use the Paris System for cytology reporting.
Summary of evidence and guidelines for transurethral resection of the bladder, biopsies and pathology report Recommandations Take biopsies from abnormal-looking urothelium. Biopsies from normal-looking mucosa (mapping biopsies from the trigone, bladder dome, right, left, anterior and posterior bladder wall) are recommended if cytology or urinary molecular marker test is positive. If the equipment is available, perform fluorescence-guided (PDD) biopsies.
Take a biopsy of the prostatic urethra in cases of bladder neck tumour, if bladder carcinoma in situ is present or suspected, if there is positive cytology or urinary molecular marker test without evidence of tumour in the bladder, or if abnormalities of the prostatic urethra are visible. If biopsy is not performed during the initial procedure, it should be completed at the time of the second resection.
In patients with positive cytology, but negative cystoscopy, exclude an upper tract urothelial carcinoma, CIS in the bladder (by mapping biopsies or PDD-guided biopsies) and tumour in the prostatic urethra (by prostatic urethra biopsy).
Summary of evidence and guidelines for follow-up of patients after transurethral resection of the bladder for non-muscle-invasive bladder cancer Recommandations Patients with high-risk and those with very high-risk tumours treated conservatively should undergo cystoscopy and urinary cytology at 3 months. If negative, subsequent cystoscopy and cytology should be repeated every 3 months for a period of 2 years, and every 6 months thereafter until 5 years, and then yearly.
Perform endoscopy under anaesthesia and bladder biopsies when office cystoscopy shows suspicious findings or if urinary cytology is positive.
During follow-up in patients with positive cytology and no visible tumour in the bladder, mapping biopsies or PDD-guided biopsies (if equipment is available) and investigation of extravesical locations (CT urography, prostatic urethra biopsy) are recommended. |
2b
Strong
Strong
Strong
Strong
Strong
Strong
Strong
Weak
Strong
Strong |
|
EAU 2022b |
Summary of evidence and guidelines for the primary assessment of presumably invasive bladder tumours Summary of Evidence Urinary cytology has high sensitivity in high-grade tumours including carcinoma in situ.
Recommandations Take a biopsy of the prostatic urethra in cases of bladder neck tumour, when bladder carcinoma in situ is present or suspected, when there is positive cytology without evidence of tumour in the bladder, or when abnormalities of the prostatic urethra are visible. |
2b
Strong |
|
EAU/ESMO 2019 |
After radical cystectomy with curative intent, follow-up of the urethra with cytology and/or cystoscopy is recommended in selected patients (e.g. multifocality, carcinoma in situ and tumour in the prostatic urethra). |
Level of consensus: 88% Agree, 6% disagree, 6% equivocal (33 voters) |
|
JUA 2019 |
Follow-up strategy for NMIBC Low risk: · Cystoscopy after 3 months. After that, cystoscopy every 6 months for 2 years. Then every year with cystoscope up to 5 years. After that, by clinical decision
Intermediate risk: · Cystoscopy + cytology 3 months later. After that, cystoscopy + cytology every 6 months for 3 years. Thereafter, cystoscopy and cytology every year until 5 years. After that, by clinical decision
High risk: · Cystoscopy + cytology every 3 months for 2 years. Cystoscopy + cytology every 6 months for 3–5 years. Cystoscopy + cytology every year until the 10th year. After that, by clinical decision. Urinary molecular markers are considered as appropriate. CT + CT urography every year up to 3 years, thereafter every 2 years for a total of 10 years observation
Follow-up strategy after radical cystectomy for MIBC pT2 or less and N0 Cytology: · 1 year: Post 3, 6, and 12 months · 2-3 years: every 6 months · 4 years: every 12 months · 5 years: every 12 months · After 5 years (60 months): Cytology is used for urinary tract recurrence
pT3 or high or any pT N1-3 Cytology: · 1 year: every 3 months · 2-3 years: every 6 months · 4 years: every 6 months · 5 years: every 6 months |
LoE and recommondation level not clearly described. |
|
NCCN 2021 |
Suspicion of bladder cancer Initial Evaluation: H&P; Office cystoscopy, enhanced if available consider cytology, Abdominal/pelvic imagingb that includes imaging of upper urinary tract collecting system before transurethral resection of bladder tumor, Screen for smoking
Recurrent or persistent disease-follow-up Cytology positive: · If initial positive cytology, consider repeating cytology test within 3 months or If repeated positive cytology: · Consider selected mapping biopsies including transurethral biopsy of prostatec and · Cytology of upper tract and · Consider ureteroscopy and · Consider enhanced cystoscopyc (if available)
Follow-up Intermediate Risk, Non-Muscle Invasive Bladder Cancer · Year 1: Urine cytology (3, 6, 12 mo) · Year 2: Urine cytology (every 6 mo) · Year 4-5: Urine tests annually · Year 5-10 & >10 Year: as clinicallly indicated
High-Risk, Non-Muscle Invasive Bladder Cancer · Year 1-2: Urine cytology (every 3 mo); Consider urinary urothelial tumor markers · Year 3-5: Urine cytology (every 6 mo) · Year 5-10: Urine tests annually · >10 Year: as clinicallly indicated
Post-Cystectomy Non-Muscle Invasive Bladder Cancer · Year 1-2: Urine cytology (every 6-12 mo), consider urethral wash cytology every 6-12 mo · 3->10 Year: Urine cytology as clinically indicated, Urethral wash cytology as clinically indicated
Post-Cystectomy Muscle Invasive Bladder Cancer · Year 1-2: Urine cytology (every 6-12 mo), consider urethral wash cytology every 6-12 mo · 3->10 Year: Urine cytology as clinically indicated, Urethral wash cytology as clinically indicated
Post-Bladder Sparing · Year 1-2: Urine cytology (every 6-12 mo) · 3->10 Year: Urine cytology as clinically indicated
Metastatic Disease: Observation · urine cytology as clinically indicated |
All recommendations are category 2A unless otherwise indicated. |
|
NICE 2015 |
Do not offer routine urinary cytology or prolonged cystoscopic follow-up after 12 months for people with low-risk non-muscle-invasive bladder cancer.
After radical cystectomy consider using a follow-up protocol that consists of: · monitoring of the upper tracts for hydronephrosis, stones and cancer using imaging and glomerular filtration rate (GFR) estimation at least annually and · monitoring for local and distant recurrence using CT of the abdomen, pelvis and chest, carried out together with other planned CT imaging if possible, 6, 12 and 24 months after radical cystectomy and · monitoring for metabolic acidosis and B12 and folate deficiency at least annually and · for men with a defunctioned urethra, urethral washing for cytology and/or urethroscopy annually for 5 years to detect urethral recurrence. |
The evidence was assessed as being of low to moderate quality using GRADE
The overall quality of the evidence for each outcome was low to very low as assessed with GRADE.
|
Biomarker für Diagnostik und Prognose des Urothelkarzinoms
|
Referenz* |
Studientyp
Evidenz-graduierung |
Teilnehmer |
Marker |
Referenztest |
Zielgrößen |
Hauptergebnis |
Methodische Bemerkung |
|
Wang, 2022 · 35322590
|
Systematic review with meta-analysis
2- |
n=12 studies
n=2456 patients diagnosed with or without bladder tumors
search period: 1999-2021 |
NMP22 |
urine cytology |
diagnostic efficacy the diagnosis of bladder cancer |
Total sensitivity · NMP22: 0.79 (95% CI [0.73, 0.84]) · cytology: 0.55 (95% CI [0.41, 0.69])
Total specificity · NMP22: 0.59 (95% CI [0.46, 0.71] · cytology: 0.91 (95% CI (0.81, 0.96])
Positive likelihood ratio · NMP22: 1.9 (95% CI [1.4, 2.6]) · cytology: 5.9 (95% CI [3.3, 10.6])
Negative likelihood ratio · NMP22: 0.35 (95% CI [0.27, 0.47]) · cytology: 0.49 (95% CI [0.38, 0.64])
Diagnostic odds ratio · NMP22: 5 (95% CI [3, 9]) · cytology: 12 (95% CI [7, 21])
The area under the summary receiver operating characteristics curve · NMP22: 0.79 (95% CI [0.75, 0.82]) · cytology: 0.81 (95% CI [0.77, 0.84])
At present, NMP22 cannot replace traditional cystoscopy and urine cytology, but it can be combined to detect bladder tumors. It plays a major role in screening, postoperative monitoring and follow-up. |
no additional hand search, no complete search strategy reported, no information if efforts were made to minimise error in the data extraction and risk of bias assessment
There is no heterogeneity caused by the threshold effect, but there is heterogeneity caused by other reasons. The meta-regression found that the heterogeneity is mainly caused by the type of experimental research included in the study and whether the population characteristics are described in detail.
The authors declare no conflicts of interest.
No information about funding. |
|
Laukthina, 2021
34753702 |
Systematic review with network meta-analysis
2++ |
n=21 studies
n=7330 patients with primary detection or were undergoing follow-up for recurrent disease and with detected urothelial carcinoma recurrence
search up to April 2021 |
· Xpert bladder cancer · Adxbladder · Bladder EpiCheck · Uromonitor · Cxbladder Monitor
|
cystoscopy and/or histopathology |
To assess the diagnostic estimates of novel commercially available urinary biomarker tests for diagnosis and surveillance of NMIBC |
Pooled sensitivity Xpert (n=10 studies) 0.722 (95% CI 0.631; 0.798)
EpiCheck (n=3 studies) 0.736 (95% CI 0.570; 0.855)
ADXbladder (n=3 studies) 0.571 (95% CI 0.387; 0.737)
Uromonitor (n=2 studies) 0.931 (95% CI 0.788; 0.980)
Cxbladder (n=2 studies) 0.909 (95% 0.853; 0.945)
Pooled specificity Xpert (n=10 studies) 0.763 (95% CI 0.715; 0.805)
EpiCheck (n=3 studies) 0.8444 (95% CI 0.801; 0.879)
ADXbladder (n=3 studies) 0.618 (95% CI 0.508; 0.717)
Uromonitor (n=2 studies) 0.794 (95% CI 0.615; 0.903)
Cxbladder (n=2 studies) 0.610 (95% CI 0.209; 0.902)
Pooled positive predictive value Xpert (n=10 studies) 0.428 (95% CI 0.318; 0.544)
EpiCheck (n=3 studies) 0.479 (95% CI 0.420; 0.539)
ADXbladder (n=3 studies) 0.291 (95% CI 0.077; 0.669)
Uromonitor (n=2 studies) 0.673 (95% CI 0.355; 0.885)
Cxbladder (n=2 studies) 0.165 (95% CI 0.089; 0.284)
Pooled Negative predictive value Xpert (n=10 studies) 0.923 (95% CI 0.901; 0.940)
EpiCheck (n=3 studies) 0.942 (95% CI 0.527; 0.969)
ADXbladder (n=3 studies) 0.820 (95% CI 0.527; 0.949)
Uromonitor (n=2 studies) 0.957 (95% CI 0.863; 0.988)
Cxbladder (n=2 studies) 0.987 (95% CI 0.817; 0.999)
Network meta-analysis · Sensitivity (OR 68.2, 95% CrI 7.51–1.26e + 03), specificity (OR 0.41, 95% CrI 0.04–4.34), PPV (OR 1.31, 95% CrI 0.15–10.1), and NPV (OR 14.0, 95% CrI 3.28–116) of the Uromonitor test were significantly higher than those of any other tests for the detection of NMIBC recurrence |
no additional hand search, only keyword reported
serious heterogeneity (I²≥75%) in all analysis (expect specificity EpiCheck and Uromonitor; PPV: EpiCheck, Uromonitor and Cxbladder; NPV: Xpert, Uromonitor)
Ekaterina Laukhtina is supported by the EUSP Scholarship of the European Association of Urology (EAU). Keiichiro Mori is supported by The Uehara Memorial Foundation.
Funding/Support and role of the sponsor: None.
|
|
Soorojebally, 2023
36592175 |
Systematic review
2- |
patients at risk of bladder cancer and patients with risk of non-muscle invasive recurrence or progression
search period: May 2010-March 2021 |
· VisioCyt® (n=2) · Xpert® Bladder (n=11) · BTA stat® (n=3) · BTA TRAK™ (n=0) · NMP22 BC® (n=4) · NMP22® BladderChek® Test (n=12) · ImmunoCyt™/uCyt1+™ (n=4) · UroVysion Bladder Cancer Kit® (n=29) · Cxbladder (n=9) · ADXBLADDER (n=9) · Urodiag® (n=2) |
· Cytology · Cystoscopy |
clinical validity and clinical utility of eleven urinary biomarkers for bladder cancer diagnosis and for non-muscle invasive bladder cancer |
VisioCyt® Diagnosis vs. "classical" urinary cytology, · Sensitivity: 84.9% vs. 43% (any grade) · Sensitivity: 92.6% vs. 61.1% (high grade) · Sensitivity: 77.6% vs. 26.3% (low grade)
vs. Cytology/Cystoscopy · Specificity: 81.2% vs. 100%
Xpert® Bladder Diagnosis vs. cytology · Sensitivity: 78% vs. 44% · Specificity: 84% vs. 97%
NMIBC surveillance vs. cytology · Sensitivity: 59-84% vs. 5-51% · Sensitivity: 78–100% vs. 11–85% (high grade) · Sensitivity: 40–77% vs. 4–13% (low grade) · Specificity: comparable
The test does not have any added value relative to cytology.
Cxbladder Diagnosis vs. cytology · Sensitivity: 81% vs. 56% · Specificity: 85% vs. 94%
NMIBC surveillance vs. cytology · Cxbladder test was superior to cytology
Test seems clinically useful for the follow-up because it can reduce by about 39% the mean number of annual cystoscopies.
ADXBLADDER No study compared this test directly to cystoscopy.
Diagnosis · Sensitivity: 73% · Specificity: 68.4%
Surveillance vs. cytology · Sensitivity: 75.6% vs. 44.9% (low grade) · Sensitivity: Se: 100% vs 81.8% (MIBC recurrence) Test specificity was lower than that of cytology for the detection of all recurrence types.
· The combination of cytology and ADXBLADDER test increases the test value. · It is currently impossible to recommend this test instead of cystoscopy.
Urodiag® We note the absence of comparison with urinary cytology.
Diagnosis · Sensitivity: 97.6% · Specificity: 84.8%
Recurrence detection · Sensitivity: 94.5% · Specificity: 75.9%
Among the 68/72 cancer recurrences, were correctly predicted (93.3% in the low risk, 92.9% in the intermediate risk, and 96.6% in the high-risk group).
Overall · sensitivity of the evaluated biomarkers was high, but at the cost of lower specificity compared with urinary cytology · any increase in the false positive rate results in an increase of unnecessary cystoscopies/other tests · no biomarker can replace urinary cystoscopy or urinary cytology · they might be interesting for the initial diagnosis · Some biomarkers may have a clinical utility in NMIBC surveillance in patients with negative or equivocal cystoscopy or negative or atypical urinary cytology, and also in recurrence prediction, thus contributing to the decision of active surveillance in these patients. |
inclusion and exclusion criteria not clearly described (e. g. reference status, publication types, outcomes), short search period, only one database used, no information if efforts were made to minimise error in the study selection, data extraction and risk of bias assessment, included study numbers and characteristics not completely reported, no funnel plot
The authors declare that they have no conflict of interest.
No information about funding.
|
|
Aalami, 2021
33997007 |
Systematic review with meta-analysis
2-
|
n=4 studies
n=656 participants (417 bladder cancer patients, 239 controls)
search up to October 2020 |
angiogenin |
|
diagnostic role of the angiogenin |
Pooled sensitivity 0.71 (95% CI: 0.66–0.75)
Pooled specificity 0.78 (95% CI: 0.73–0.81)
Positive likelihood ratio 3.34 (95% CI: 2.02–5.53)
Negative likelihood ratio 0.37 (95% CI: 0.32–0.44)
DOR 9.99 (95% CI: 4.69–21.28) |
„gold standard“ of the included studies not reported, no complete search strategy reported, no information if efforts were made to minimise error in the data extraction, risk of bias in the included studies not addressed
The I2 heterogeneity of sensitivity, specificity, likelihood ratio +, likelihood ratio - , and DOR were 20.8%, 92.1%, 82.7%, 0%, and 77.4%.
The authors declare that they have no conflicts of interest.
No information about funding. |
|
Soputro, 2022
35950042 |
Systematic review with meta-analysis
2-
|
n=17 studies
patients who presented with primary macroscopic haematuria without prior diagnosis of bladder cancer
Median age: 59-69 y
search up to September 2020 |
· AssureMDx (n=1) · CxBladder (n=2) · Bladder Tumour Antigen (n=4) · Immunocyt/uCyt+ (n=4) · NMP22 (n=8) · UroVysion (n=2)
|
Cystoscopy |
diagnostic performance based on their sensitivity, specificity and diagnostic odds ratio, as well as positive and negative likelihood ratios. |
AssureMDx (n=1) · Sensitivity: 0.973 (95% CI 0.907–0.993) · Specificity: 0.825 (95% CI 0.727–0.893) · DOR: 169.714 (37.164–775.022) · positive likelihood ratio: 5.560 (3.450–8.961) · negative likelihood ratio: 0.033 (0.008–0.129)
CxBladder (n=1) · Sensitivity: 0.818 (95% CI 0.709–0.893) · Specificity: 0.852 (95% CI 0.815–0.883) · DOR: 25.911 (13.112–51.205) · positive likelihood ratio: 5.529 (4.279–7.145) · negative likelihood ratio: 0.213 (0.128–0.357)
Bladder Tumour Antigen (n=4) · Sensitivity: 0.659 (95% CI 0.572–0.736) · Specificity: 0.7 (95% CI 0.636–0.756) · DOR: 4.494 (2.819–7.165) · positive likelihood ratio: 2.192 (1.731–2.777) · negative likelihood ratio: 0.488 (0.377–0.631)
Immunocyt (n=4) · Sensitivity: 0.844 (95% CI 0.805–0.876) · Specificity: 0.833 (95% CI 0.815– 0.850) · DOR: 26.923 (19.969–36.299) · positive likelihood ratio: 5.048 (4.509–5.653) · negative likelihood ratio: 0.188 (0.149–0.236)
NMP22 (n=8) · Sensitivity: 0.718 (95% CI 0.670–0.761) · Specificity: 0.577 (95% CI 0.542–0.611) · DOR: 3.465 (2.657–4.520) · positive likelihood ratio: 1.696 (1.530–1.880) · negative likelihood ratio: 0.489 (0.412–0.582)
Urovysion (n=2) · Sensitivity: 0.712 (95% CI 0.624–0.786) · Specificity: 0.818 (95% CI 0.790–0.844) · DOR: 11.135 (7.193–17.235) · positive likelihood ratio: 3.920 (3.254–4.723) · negative likelihood ratio: 0.352 (0.265–0.468) |
no additional hand search, no complete search strategy reported, no information if efforts were made to minimise error in the data extraction, heterogenitiy and risk of bias of the included studies not addressed, no funnel plot
No information about conflict of interest and funding. |
|
Dong, 2021
34585369 |
Systematic review with network meta-analysis
2- |
n=58 studies
n=12038 participants
search date: September 30, 2020 |
· BTA stat · BTA trak · fluorescence in situ hybridization · NMP-22 · Hyaluronidase 1 · ImmunoCyt · Survivin · urothelial carcinoma associated-1
|
cytology |
To identify effective urine biomarkers for bladder cancer diagnosis. |
Sensitivity · HYAL-1, UCA1, and survivin were the most sensitive group · urine cytology was the least sensitive group
Specificity · Urine cytology, FISH, and HYAL-1 were the highest · UCA1 was the lowest
Positive predictive value · Urine cytology, FISH, and HYAL-1 had the highest positive predictive value · BTA group had the lowest positive predictive value
Negative predictive indicators · HYAL-1, UCA1, and survivin had the highest negative predictive value · Urine cytology had the lowest negative predictive value
Accuracy indicators · HYAL-1, UCA1, and survivin had the highest accuracy · Urine cytology had the lowest accuracy
HYAL-1 and survivin were found to be the two most suitable urine biomarkers for bladder cancer diagnosis. |
no complete search strategy reported, no information if efforts were made to minimise error in the study selection, no risk of bias assessment
The authors declare that they have no competing financial interests.
No information about funding. |
|
Dardeer, 2021
34465950 |
Systematic review with meta-analysis
2- |
n=4 studies
n=771 participants (417 bladder cancer patients, 254 controls)
search date: up to March 2020 |
Apolipoprotein A1 |
· Cystoscopy · cytology |
diagnostic accuracy |
Pooled sensitivity 90.7% (95% CI, 87.5%–93.3%)
Pooled specificity 90% (95% CI, 86.1%–93%)
DOR 99.424 (95% CI, 29.6–333.96)
Positive likelihood ratio 9.478 (95% CI, 4.178–21.502)
Negative likelihood ratio 0.100 (95% CI, 0.073–0.138) |
no additional hand search, no complete search strategy reported, no information if efforts were made to minimise error in the risk of bias assessment
serious heterogeneity (I²≥75%) in the specificity analysis
Conflicts of interest: There are no conflicts of interest.
Financial support and sponsorship: Nil. |
|
Hentschel, 2021
32539176
|
Systematic review
2++ |
n=25 studies
patient with a risk of bladder cancer and bladder cancer patients
search date: October 2019 |
· single mutation markers · marker panels |
· cystoscopy · histology |
diagnostic accuracy of urinary mutation analysis is separately assessed for primary bladder cancer diagnosis and for follow-up of bladder cancer patients |
Diagnosis Single-mutation markers · sensitivity: 1–85% · specificity: 84–100%
Marker panels · sensitivity: 50–94% · specificity: 43–97%
Follow-up Single-mutation markers · sensitivity: 0–85% · specificity: 66–100%
Marker panels · sensitivity: 51–84% · specificity: 66–96% |
no funnel plot
As studies were too heterogeneous, no quantitative analysis could be performed.
supported by the Weijerhorst Foundation
R.D.M. Steenbergen has a minority share in Self-screen BV, a spin-off company of Amsterdam UMC, location VUmc. J. Bosschieter, R.D.M. Steenbergen and J.A. Nieuwenhuijzen are inventors on patent(s) related to the work. |
|
Sciarra, 2021
34084118 |
Systematic review
2- |
n=35 studies
n=16691 patients at risk of bladder cancer
search period: 2000-2019
Mean age varied between 30.8-72.4 y
America, (n=8), Asia (n=10), Europe (n=15), Oceania (n=2) |
· Cytology · MCM5 · Microsatellite · UroVysion · BTA stat · ImmunoCyt · NMP-22
|
· cystoscopy · transurethral bladder biopsy or resection |
critically analyze and compare results in the literature of promising molecular urinary tests for the initial diagnosis of bladder cancer |
Cytology (n=25 studies, 14375 patients) · Mean Sensitivity: 45.5±23.1 % · Mean Specificity: 89.7±13.2 % · Mean Negative Predictive Value: 82.6±16.1 % · Mean Positive Predictive Value: 64.9±28.5 %
MCM5 (n=3 studies, 2147 patients) · Mean Sensitivity: 72.8±12.7 % · Mean Specificity: 74.0±11.4 % · Mean Negative Predictive Value: 83.0±20.0 % · Mean Positive Predictive Value: 52.7±23.2 %
Microsatellite (n=3 studies, 592 patients) · Mean Sensitivity: 61.5±11.1 % · Mean Specificity: 90.1±2.6 % · Mean Negative Predictive Value: 86.9±22.2 % · Mean Positive Predictive Value: 53.7±43.9 %
UroVysion (n=12 studies, 5033 patients) · Mean Sensitivity: 64.3±19.0 % · Mean Specificity: 88.4±14.2 % · Mean Negative Predictive Value: 72.4±24.6 % · Mean Positive Predictive Value: 67.7±26.8 %
BTA stat (n=6 studies, 999 patients) · Mean Sensitivity: 70.2±5.8 % · Mean Specificity: 77.2±6.5 % · Mean Negative Predictive Value: 67.9±17.1 % · Mean Positive Predictive Value: 74.8±13.1 %
ImmunoCyt (n=7 studies, 4976 patients) · Mean Sensitivity: 76.4±8.9 % · Mean Specificity: 79.0±5.6 % · Mean Negative Predictive Value: 83.4±21.4 % · Mean Positive Predictive Value: 57.7±26.7 %
NMP-22 (n=19 studies, 8988 patients) · Mean Sensitivity: 60.1±21.0 % · Mean Specificity: 80.6±13.6 % · Mean Negative Predictive Value: 82.1±16.6 % · Mean Positive Predictive Value: 48.0±29.5 % |
no complete search strategy reported, no information if efforts were made to minimise error in the risk of bias assessment, heterogenitiy and risk of bias of the included studies not addressed, no funnel plot
The authors declare that they have no financial conflict of interest with regard to the content of this report.
This research did not receive any specific grant from funding agencies in the public, commercial, or not-for-profit sectors.
wrong search period in the abstract reported |
Diagnostik mittels MRT
|
Referenz |
Studientyp
Evidenz-graduierung |
Teilnehmer |
Intervention |
Referenztest |
Zielgrößen |
Hauptergebnis |
Methodische Bemerkung |
|
Systematische Reviews* |
|||||||
|
Feng, 2022
35181798 |
Sytematic review and meta-analysis
2- |
n=19 cohort studies (12 retrospective, 7 prospective)
n=2900 patients
Mean/Median age: 60.2-76 y
Search date: October 2021 |
VI-RADS based on mpMRI |
· TURBT (n=19 studies) · Radical cystectomy (n=13 studies) · Partial cystectomy (n=6 studies)
|
Diagnostic performence of VI-RADS
|
Pooled sensitivity Score 3: 0.92 (95%CI 0.89–0.94) Score 4: 0.78 (95%CI 0.72–0.83)
Pooled specificity Score 3: 0.82 (95%CI 0.76–0.87) Score 4: 0.96 (95%CI 0.93–0.97)
AUC Score 3 and 4: 0.94 (95%CI 0.92–0.96)
Proportion of muscle invasive (n=9) Sensitivity: 0.82 (0.76–0.88) p=0.11 specificity: 0.94 (0.90–0.97) p<0.01 |
no keywords or search strategy reported
serious heterogeneity (I²≥75%) in the analysis (except sensitivity analysis with score 3 I²=53.15%)
The authors declare that they have no conflict of interest.
No funding received. |
|
Ye, 2022
35362750 |
Systematic review with meta-analysis
2++ |
n=17 cohort studies (11 retrospective, 6 prospective)
n=2344 patients
Mean age: 57.2-74 y
search date: June 26, 2021 |
· bpMRI (n=1041 patients) · conventional VI-RADS based on mpMRI (n=1303 ptients) |
· TURBT (n=17 studies) · re-TURBT (n=11 studies) · radical cystectomy (n=11 studies) · partial cystectomy (n=39 studies)
|
· Diagnostic performance of the bpMRI and conventional VI-RADS · accuracy of conventional VI-RADS |
bpMRI Cutoff score 3 (n=6) · Sensitivities: 0.90 (95% CI 0.69–0.97) · specificities: 0.90 (95% CI 0.81–0.95) · accuracy: 0.88 (95% CI 0.81–0.93) · PPV: 0.78 (95% CI 0.65–0.87) · NPV: 0.95 (95% CI 0.86–0.99) · AUC: 0.95 (95% CI: 0.92–0.96)
Cutoff score 4 (n=6) · Sensitivities: 0.84 (95% CI 0.78–0.88) · specificities: 0.97 (95% CI 0.87–0.99) · accuracy: 0.92 (95% CI: 0.85–0.96) · PPV: 0.90 (95% CI: 0.65–0.98) · NPV: 0.95 (95% CI: 0.89–0.98) · AUC: 0.89 (95% CI: 0.86–0.91)
VI-RADS Cutoff score 3 (n=16) · Sensitivities: 0.91 (95% CI 0.87–0.94) · specificities: 0.86 (95% CI 0.77–0.91) · accuracy: 0.87 (95% CI: 0.81–0.91) · PPV: 0.76 (95% CI: 0.66–0.84) · NPV: 0.95 (95% CI: 0.92–0.97) · AUC: 0.95 (95% CI: 0.92–0.96)
Cutoff score 4 (n=16) · Sensitivities: 0.85 (95% CI 0.77–0.90) · specificities: 0.93 (95% CI 0.89–0.96) · accuracy: 0.88 (95% CI 0.86–0.90) · PPV: 0.85 (0.76–0.91) · NPV: 0.94 (0.89–0.96) · AUC: 0.95 (95% CI: 0.93–0.97)
bpMRI vs mpMRI Cutoff score 3 · sensitivities: p=0.15 · specificity: bpMRI was significantly higher than VI-RADS (0.90 [95% CI 0.81–0.95] vs 0.86 [95% CI: 0.77–0.91], p = 0.02)
Cutoff score 4 · sensitivities: p=0.19 · specificity: bpMRI was significantly higher than VI-RADS (0.97 [95% CI 0.87–0.99] vs 0.93 [95% CI: 0.89–0.96], p = 0.02)
hsROC curves showed no difference between the 95% confidence regions with cutoff scores of 3 and 4.
T2 thickness (mm) VI-RADS 3 ≤ 4 (n=12) · Sensitivity: 0.89 (95% CI 0.85–0.94) · Specifity: 0.89 (95% CI 0.82–0.95) p=0.35
VI-RADS 4 ≤ 4 (n=11) · Sensitivity: 0.85 (95% CI 0.77–0.93) · Specifity: 0.93 (95% CI 0.88–0.98) p=0.94
VI-RADS 3 > 4 (n=3) · Sensitivity: 0.92 (95% CI 0.87–0.97) · Specifity: 0.73 (95% CI 0.50–0.97) p=0.35
VI-RADS 4 > 4 (n=3) · Sensitivity: 0.82 (95% CI 0.68–0.97) · Specifity: 0.94 (95% CI 0.87–1.00) p=0.94 |
serious heterogeneity (I²≥75%) in the analysis (except sensitivity analysis with score 3 I²=73%)
The authors of this manuscript declare no relationships with any companies whose products or services may be related to the subject matter of the article.
National Science Foundation of China Youth Fund (No. 31801066)
|
|
Del Giudice, 2022
35294583 |
Systematic review with meta-analysis
2-
|
n=20 cohort studies (16 retrospective, 6 prospective)
n=2477 patients
Median age: 57-74 y
search date: May 26, 2021
|
VI-RADS based on mpMRI |
· TURBT (n=20 studies) · cystectomy (n=10 studies)
|
Diagnostic performence of VI-RADS
|
Pooled weighted sensitivity cut-off ≥ 3: 0.87 (95% CI 0.82–0.91) cut-off ≥ 4: 0.78 (95% CI 0.74–0.81)
Pooled weighted specificity cut-off ≥ 3: 0.86 (95% CI 0.80–0.90) cut-off ≥ 4: 0.94 (95% CI 0.91–0.96)
Area under the hsROC cut-off ≥ 3: 0.93 (95% CI 0.90–0.95) cut-off ≥ 4: 0.91 (95% CI 0.88–0.93) |
no search strategy reported, unclear if efforts were made to minimise error in data collection by a second author
serious heterogeneity (I²≥75%) in the analysis (except sensitivity analysis with cut-off ≥ 4 I²=57%)
Regarding the content of this paper, the authors declare that they have no conflict of interest to disclose.
Open access funding provided by Alma Mater Studiorum – Università di Bologna within the CRUI-CARE Agreement. |
|
Jazayeri, 2022
34895996 |
Systematic review with meta-analysis
2++ |
n=22 cohort studies (14 retrospective, 8 prospective)
n=2576 participants
Mean age: 57.1-75.3 y
search date: 8 March 2021 |
VI-RADS based on mpMRI |
· TURBT (n=3 studies) · TURBT and re-TURBT/ cystectomy (n=18 studies) · Not reported (n=1 studies)
|
· Diagnostic accuracy of VI-RADS · value for predicting MIBC |
Sensitivity Score 2: 82% to 100% Score 3: 77% to 100% Score 4: 36% to 100% Score 5: 0% to 85%
Pooled sensitivity VI-RADS ≥ 3: 89% (95%CI: 87%, 91%; I2 = 48.4%) VI-RADS ≥ 4: 77% (95%CI: 73%, 82%; I2 = 67.7%)
Specificity Score 2: 9% to 89% Score 3: 44% to 97% Score 4: 74% to 100% Score 5: 5% to 100%
Pooled specificity VI-RADS ≥ 3: 84% (95%CI: 80%, 87%; I2 = 90.9%) VI-RADS ≥ 4: 77% (95%CI: 73%, 82%; I2 = 67.7%)
Accuracy cutoff 3: 0.93 (95%CI: 0.91, 0.95) cutoff 4: 0.93 (95%CI: 0.90, 0.95)
AUC Score 3: 0.93 (95%CI: 0.91, 0.95) Score 4: 0.93 (95%CI: 0.90, 0.95)
T2WI slice thickness (mm) 2&3 (n=4) Sensitivity: 0.93 [0.89 – 0.97] p<0.01 Specifity: 0.82 [0.72 – 0.91] p<0.01
4&5 (n=9) Sensitivity: 0.88 [0.85 – 0.90] Specifity: 0.85 [0.80 – 0.90] |
serious heterogeneity (I²≥75%) in the analysis for pooled sensitivity and specifity ≥ 3
publication bias was noted for VI-RADS ≥ 2 and ≥ 5 (P value = 0.002 with a slope coefficient of -18.49 and P value < 0.001 with a slope coefficient of -25.41
The authors confirm that there is no conflict of interest to declare.
No information about funding. |
|
Seguier, 2021
34457041 |
Systematic review
2- |
n=20 studies (3 meta-analysis, 12 retrospective studies, 5 prospective studies)
n=2144 patients in the cohort studies
search date: January 2018-December 2020 |
VI-RADS based on mpMRI |
|
evaluate the performance of the VI-RADS score |
· Pooled sensitivity ranged from 74.1% to 97.3% · Pooled specificityranged from 77% to 100%
Retrospective studies VI-RADS 2 (n=3) · sensitivity was 100% · specificity ranged from 21% to 81%
VI-RADS 3 (n=12) · sensitivity ranged from 78% to 100% · specificity ranged from 44% to 100%
VI-RADS 4 (n=7) · sensitivity ranged from 63 to 100% · specificity ranged from 76% to 96%
VI-RADS 5 (n=7) · sensitivity ranged from 68% to 86% · specificity ranged from 95% to 99%
Prospective studies VI-RADS 3 (n=3) · sensitivity ranged from 78% to 92% · specificity ranged from 88% to 91%
VI-RADS 4 (n=1) · sensitivity: 85.7% · specificity: 86.9%
VI-RADS 5 (n=1) · sensitivity: 90.2% · specificity: 98.1%
Meta-analyses Woo, 2020 (n=6) Overall · sensitivity: 83% · specificity: 90%
Luo, 2020 (n=5) Overall · sensitivity: 90% · specificity: 86%
VI-RADS 4 · sensitivity: 77% · specificity: 97%
Del Guidice, 2020 (n=8) · able to confirm an excellent inter-reader agreement of the VI-RADS score to discriminate MIBCs from NMIBCs: mean kappa 0.83 (95% CI 0.78-0.88) |
short search period, no search strategy reported, no information if efforts were made to minimise error in data collection and risk of bias assessment, no funnel plot, biases in primary studies were not addressed in the synthesis
The authors declare that there is no conflict of interest.
The authors received no financial support for the research, authorship, and/or publication of this article. |
|
Carando, 2020
33029409 |
Systematic review
2- |
n=6 cohort studies
n=1067 patients
search date: December, 2019
|
VI-RADS based on mpMRI |
|
· The effectiveness of mpMRI in differentiating NMIBC from MIBC · The effectiveness of mpMRI in avoiding second TURBT in high-risk NMIBC · Potential limitations of the VI-RADS score |
cut-off VI-RADS score of >2 · sensitivity: 78–91.9% · specificity: 85–91% · PPV: 69–78% · NPV: 88–97.1%
cut-off VI-RADS score of >3 · sensitivity: 77–94.6% · specificity: 43.9-96.5% · PPV: 51.6-86% · NPV: 63.7–93%
Good interobserver agreement was demonstrated in the evaluated studies with a κ score of 0.73–0.89. |
inclusion and exclusion criteria not clearly described, no search strategy reported, no efforts made to minimise error in study selection and data collection, no risk of bias assessment, some study characteristics are missing (e. g. retrospective/ prospective, reference standard), heterogeneity not addressed
The authors declare that they have no conflicts of interest.
No information about funding. |
|
Woo, 2020
32199915 |
Systematic review with meta-analysis
2++
|
n=6 studies (4 cohort studies, 2 prospective)
n=1170 patients
Mean age: 57.2-65.5 y
search date: November 10, 2019
|
VI-RADS based on mpMRI |
· TURBT (n=6 studies) · Partial cystectomy (n=2 studies) · Radical cystectomy (n=3 studies)
|
diagnostic performance of VI-RADS |
Pooled sensitivity 0.83 (95% CI 0.70–0.90)
Pooled specificity 0.90 (95% CI 0.83–0.95)
Area under the HSROC curve 0.94 (95% CI 0.91–0.95)
T2WI slice thickness (mm) 3 (n=3) Sensitivity: 0.90 (0.86–0.95) Specifity: 0.85 (0.78–0.93) p<0.01
4 (n=2) Sensitivity: 0.84 (0.77–0.90) Specifity: 0.96 (0.93–1.00) p<0.01 |
serious heterogeneity (I²≥75%) for sensitvity and specificity
number of patients has been corrected: PMID: 34756363
Conflict of interest are reported in detail in the paper.
This research was funded in part through the NIH/NCI Cancer Center Support Grant P30 CA008748. However, all specific roles were performed only by authors, and NIH/NCI had no direct role or support in those roles. |
|
Cornelissen, 2020
32721515 |
Systematic review with meta-analysis
2- |
n=20 cohort studies (9 prospective, 8 retrospective, 3 unclear)
n=1724 patients
Mean age: 52-72 y
search date: October 2019 |
mpMRI |
· TURBT (n=1 studies) · cystectomy or TURBT (n=10 studies) · Cystectomy, cystoscopy+biopsy or TURBT (n=1 studies) · cystectomy (n=5 studies) · unclear (n=3 studies)
|
· What is the overall accuracy of mpMRI in local tumorstaging? · Can mpMRI differentiate stage ≤T1 from ≥T2? · Can mpMRI differentiate stage ≤T2 from ≥T3? · What is the sensitivity and specificity of mpMRI per T-stage? · Can mpMRI differentiate stage T-any from pT0 after initial TURBT? |
Accuracy · Overall (n=5): 56.0% (95% CI 49.6-62.3) · T2W (n=1): 85.0% (95% CI 62.1-96.8) · DCE (n=1): 64.4% (95% CI 48.8-78.1) · Overstaging was reported more often than understaging: 28.1% (95% CI 22.3-34.4) vs 18.4% (95% CI 13.6-24.1)
Stage ≤T1 vs stage ≥T2 (n=19) Sensitivity: 0.92 (95% CI 0.88-0.95) Specifity: 0.88 (95% CI 0.78-0.94)
Stage ≤T2 vs stage ≥T3 (n=3) Sensitivity: 0.71 (95% CI 0.59-0.82) Specifity: 0.77 (95% CI 0.68-0.84)
Stage T0 (n=1) Sensitivity: 0.14 (95% CI 0.02-0.43) Specifity: 0.95 (95% CI 0.90-0.98)
Stage T1 (n=7) Sensitivity: 0.75 (95% CI 0.47-0.91) Specifity: 0.95 (95% CI 0.91-0.97)
Stage T2 (n=3) Sensitivity: 0.62 (95% CI 0.49-0.74) Specifity: 0.66 (95% CI 0.57-0.75)
Stage T3 (n=3) Sensitivity: 0.59 (95% CI 0.43-0.74) Specifity: 0.80 (95% CI 0.72-0.86)
Stage T4 (n=3) Sensitivity: 0.77 (95% CI 0.55-0.92) Specifity: 0.97 (95% CI 0.92-0.99) |
title screening were performed by 1 author, no information if efforts were made in the data collection, no funnel plot
serious heterogeneity (I²≥75%)
The authors declare that they have no relevant financial interests.
No information about funding. |
|
Woo, 2017
28987698 |
Systematic review with meta-analysis
2-
|
n=24 cohort studies (13 rerospective, 11 prospective)
n=1774 patients
Mean age: 52.1-72.1 y
search date: February 21, 2017 |
VI-RADS based on mpMRI |
· TURBT (n=3 studies) · either cystectomy or TURBR (n=16 studies) · cystectomy (n=4 studies) · not reported (n=1 studies)
|
· Diagnostic performance of ≥1.5-T MRI |
Conventional + ≥2 functional (n=5) Sensitivity: 0.94 [0.89 – 1.00] Specifity: 0.95 [0.89 – 0.98] p<0.01
Using multiparametric 3-T MRI seemed to improve both sensitivity and specificity.
|
no information to heterogenity in the subgroups, publication bias is present (Fig. 5)
There are no known conflicts of interest associated with this publication and there has been no significant financial support for this work that could have influenced its outcome. |
|
Primärstudien |
|||||||
|
Aslan, 2022
34919161 |
Diagnostic study
2+
|
n=114 patients
2019-2021 |
· T2-WI · DWI · DCE · bpMRI · mpMRI |
TUR-B and/or radical cystectomy |
· accuracy and validity of the bpMRI · diagnostic performance and agreement of readers with different experiences |
Range: results of both readers T2-WI · Sensitivity: 88.3-37.1% · Specificity: 84.8-90.7% · PPV: 60-71.7% · NPV: 96.1-97.3% · Accuracy: 85.3-90.6% · AUC: 0.86-0.91
DWI · Sensitivity: 90.3% · Specificity: 95.8-99.1% · PPV: 84.3-96.5% · NPV: 96.6-97.5% · Accuracy: 94-97.3% · AUC: 0.91-0.95
DCE · Sensitivity: 87.1-89.7% · Specificity: 90.7-97.4% · PPV: 71.7-90.3% · NPV: 97.3-97.4% · Accuracy: 90.6-96% · AUC: 0.91-0.94
bpMRI · Sensitivity: 87.1-90.3% · Specificity: 91.6-96.6% · PPV: 87.1-96.5% · NPV: 97.5-96.6% · Accuracy: 91.3-96% · AUC: 0.92-0.95
mpMRI · Sensitivity: 90.3-93.5% · Specificity: 99.1-96.6% · PPV: 73.6-87.8% · NPV: 97.3-98.2% · Accuracy: 94.6-97.3% · AUC: 0.92-0.95
No significant differences were shown in diagnostic performance for either reader between both the protocols (p = 0.238 and 0.318). |
consecutive recruitment unclear, unclear if TURBT/cystectomy results were interpreted without knowledge of the results of magnet resonance images
No funding was received for this study.
The authors declare that they have no conflict of interest. |
|
Bricio, 2022
35505425 |
Diagnostic study
2+ |
n=44 patients
Male: 19/44 (43.2%)
Mean age: 68.7 y (35-91 y)
2018-2020
Brazil |
· biparametric VI-RADS · multiparametric VI-RADS |
· TURBT · Radical cystectomy |
accuracy and reproducibility of the VI-RADS score |
Diagnostic accuracy Small lesions (n=25) Biparametric Vi-RADS · Reader 1: 0.747 +/− 0.12 (0.50–0.99) · Reader 2: 0.800 +/− 0.11 (0.57–1.0) p=0.04
Multiparametric VI-RADS · Reader 1: 0.795 +/− 0.11 (0.57–1.0) · Reader 2: 0.800 +/− 0.11 (0.57–1.0) p=0.56
All cases (n=50) Biparametric Vi-RADS · Reader 1: 0.879+/−0.05 (0.78–0.95) · Reader 2: 0.885 +/− 0.04 (0.79–0.98) p=0.07
Multiparametric VI-RADS · Reader 1: 0.916 +/− 0.04 (0.85–0.99) · Reader 2: 0.924 +/− 0.04 (0.84–0.99) p=0.24 |
unclear if TURBT/cystectomy results were interpreted without knowledge of the results of bpMRI and mpMRI
The authors declare that they have no competing interests.
The study was carried out using the authors’ department resources only. |
|
Elshetry, 2022
35381566 |
Diagnostic study
2+
|
n=54 patients
Mean age: 60.1 y (45-76 y)
Male: 47/54 (87%)
2019-2021
Egypt
|
· bpMRI · mpMRI |
TURBT |
diagnostic accuracy and discriminative power of bpMRI and mpMRI |
Reader 1 bpMRI (VI-RADS cut-off values ≥3) Sensitivity: 100% (92-100) Specificity: 85.7% (57-98%) PPV: 95.7% (86-98%) NPV: 100% Accuracy: 96.5% (88-99%)
mpMRI (VI-RADS cut-off values ≥3) Sensitivity: 100% (92-100) Specificity: 64.3% (35-87%) PPV: 89.8% (81-95%) NPV: 100% Accuracy: 91.3% (81-97%)
Reader 2 bpMRI (VI-RADS cut-off values ≥3) Sensitivity: 100% (92-100) Specificity: 71.4% (42-92%) PPV: 91.7% (83-96%) NPV: 100% Accuracy: 93.1% (83-98%)
mpMRI (VI-RADS cut-off values ≥3) Sensitivity: 100% (92-100) Specificity: 64.3% (35-87%) PPV: 89.8% (81-95%) NPV: 100% Accuracy: 91.3% (81-97%)
Reader 3 bpMRI (VI-RADS cut-off values ≥3) Sensitivity: 100% (92-100) Specificity: 93.6% (84-97%) PPV: 93.6% (84-97%) NPV: 100% Accuracy: 94.8% (87-99%)
mpMRI (VI-RADS cut-off values ≥3) Sensitivity: 100% (92-100) Specificity: 71.4% (42-92%) PPV: 91.7% (83-96%) NPV: 100% Accuracy: 93.1% (83-98%)
Comparable diagnostic accuracy with insignificant differences for the three readers (P = 0.364,0.718,0.702). |
consecutive recruitment unclear, unclear if TURBT results were interpreted without knowledge of the results of bpMRI and mpMRI
The authors declare no conflict of interests.
This research did not receive any specific grant from funding agencies in the public, commercial, or not-for-profit sectors. |
|
Hagen, 2022
34839167 |
Diagnostic study
2-
|
n=33 patient
Median age: 70 y (59-81 y)
Male: 29/33 (88%)
2019-2020
Germany |
· VI-RADS based on mpMRI (n=33) · CECT (n=33) |
· Radical cystectomy (n=16) · TURBT (n=17) |
clinical applicability of local tumor staging with VI-RADS compared to CECT |
Radiologist 1 mpMRI (VI-RADS cut-off values ≥3) Sensitivity: 80% Specificity: 73.9% Accuracy: 75.6%
CECT Sensitivity: 80% Specificity: 60.9% Accuracy: 66.7% p=0.839
Radiologist 2 mpMRI (VI-RADS cut-off values ≥3) Sensitivity: 70% Specificity: 82.6% Accuracy: 78.9%
CECT Sensitivity: 90% Specificity: 69.5% Accuracy: 75.6% p=0.307 |
unclear if TURBT/cystectomy results were interpreted without knowledge of the results of VI-RADS and CECT results, no time interval between VI-RADS and CECT and TURBT/radical cystectomy reported
No information about conflict of interest and funding.
|
|
Kufukihara, 2022
34332846 |
Diagnostic study
2-
|
n=61 patients
Age: 71.2 (49-88) y
Male: 55/61 (90.2%)
2010-2018
Japan |
· VI-RADS based on mpMRI · Diagnostic cystoscopy |
TURBT |
Comparison oft he diagnostic performance |
VI-RADS (cut-off values ≥3) Radiologist 1 Sensitivity: 93.8% Specificity: 88.9%
Radiologist 2 Sensitivity: 87.5% Specificity: 86.7%
Cystoscopy Urologist 1 Sensitivity: 56.3% Specificity: 68.9%
Urologist 2 Sensitivity: 68.8% Specificity: 84.4%
· sensitivity of cystoscopy was significantly lower than that of VI-RADS scores (p=0.006) · specificity of cystoscopy was slightly lower than that of VI-RADS scores (P = 0.089) |
consecutive recruitment unclear, unclear if TURBT results were interpreted without knowledge of the results of VI-RADS and cystoscopy results, no time interval between bpMRI and mpMRI and TURBT reported
No information about conflict of interest.
This research did not receive any specific grant from funding agencies in the public, commercial, or not-for-profit sectors. |
|
Nikulainen, 2021
34448679 |
Diagnostic study
2+ |
n=45 patients
Mean age: 67.5 y (34-86 y)
Male: 39/45 (87%)
2014-2017
Finland |
mpMRI · T-category · VI-Rads |
TURBT |
· performance of mpMRI using a subjective magnetic resonance imaging · performance of VI-RADS |
Reader 1 T-category Sensitivity: 100% Specificity: 51% (95% CI 0.37–0.66) AUC: 0.76 (95% CI 0.59–0.85) PPV: 17% (95% CI 0.13–0.22) NPV: 100%
VI-Rads Sensitivity: 75% (95% CI 0.75–1.00) Specificity: 51% (95% CI 0.37–0.66) AUC: 0.63 (95% CI 0.51–0.86) PPV: 14% (95% CI 0.05–0.21) NPV: 96% (95% CI 0.87–1.00)
Reader 2 T-category Sensitivity: 75% (95% CI 0.75–1.00) Specificity: 37% (95% CI 0.22–0.51) AUC: 0.56 (95% CI 0.52–0.88) PPV: 10% (95% CI 0.04–0.15) NPV: 94% (95% CI 0.82–1.00)
VI-Rads Sensitivity: 75% (95% CI 0.75–1.00) Specificity: 39% (95% CI 0.24–0.54) AUC: 0.57 (95% CI 0.47–0.80) PPV: 11% (95% CI 0.04–0.17) NPV: 94% (95% CI 0.83–1.00)
no statistically significant difference between the reporting systems |
consecutive recruitment unclear
Peter J. Boström, is an associate editor of Scandinavian Journal of Urology.
The article was partly funded by grants from the Finnish Urology Association and the Turku University Hospital Research Foundation. |
|
Gmeiner, 2021
34252867 |
Diagnostic study
2+ |
n=59 patients
Mean age: 68.2 y (SD ±13.6 y)
Male: 48/59 (81.4%)
2012-2014
Austria |
· VI-RADS based on mpMRI
|
· TURBT · cystectomy |
Diagnostic performance of overall VI-RADS |
Range: results of both readers Cut-off value > 2 T2W Sensitivity: 76.9% Specificity: 92.3-96.2%
DWI Sensitivity: 65.4-69.2% Specificity: 88.5-96.2%
DCE Sensitivity: 72% Specificity: 96.15-96.2%
Cut-off value > 3 T2W Sensitivity: 92.9-100% Specificity: 97.6%
DWI Sensitivity: 78.6-92.9% Specificity: 95-95.1%
DCE Sensitivity: 92.9-100% Specificity: 92.5-95%
Muscle invasivnesss T2W AUC: 0.976-0.985
DWI AUC: 0.952-0.985
DCE AUC: 0.974-0979
Tumor grade T2W AUC: 0.911-0.913
DWI AUC: 0.868-0.872
DCE AUC: 0.898-0.902
Upon multivariate logistic regression, only the T2w VI-RADS score contributed independently to the diagnosis of high grade and muscle invasive bladder cancer (P = 0.001 (Reader 1) and P = 0.0022 (Reader 2) for high grade cancer; P = 0.0007 (Reader 1) and P = 0.0019 (Reader 2) for muscle invasiveness). |
consecutive recruitment unclear, unclear if TURBT/ cystectomy results were interpreted without knowledge of the results of VI-RADS results
The authors declare that they have no known competing financial interests or personal relationships that could have appeared to influence the work reported in this paper.
No information about funding.
|
|
Wang, 2015
25615755 |
Diagnostic study
2+
|
n=39 patients (6 excluded)
Mean age: 60.8 ± SD 11.2 y
Male: 28/33 (85%)
2011-2013
|
· T2-Weighted Plus DCE-MRI · T2-Weighted Plus DWI · T2-Weighted Plus DWI Plus DCE-MRI |
· radical cystectomy (n=11) · partial cystectomy (n=2) · TURBT (n=26) |
determine an optimal mpMRI protocol for characterizing tumors of low versus high grade and differentiating tumors as T1 versus T2 for preoperative staging of bladder urothelial carcinoma |
Reader 1 T2-Weighted Plus DCE-MRI AUC: 0.731 (0.587–0.874)
T2-Weighted Plus DWI AUC: 0.980 (0.948–1.000)
T2-Weighted Plus DWI Plus DCE-MRI AUC: 0.988 (0.966–1.000) p < 0.05
Reader 2 T2-Weighted Plus DCE-MRI AUC: 0.717 (0.571–0.843)
T2-Weighted Plus DWI AUC: 0.983 (0.954–1.000)
T2-Weighted Plus DWI Plus DCE-MRI AUC: 0.991 (0.974–1.000) p < 0.05
· The combination of T2-weighted imaging, DWI, and DCE-MRI is most accurate for preoperative staging of organ-confined urothelial bladder cancer. · With a cutoff apparent diffusion coefficient value of 0.899 × 10−3 mm2/s, the sensitivity and specificity for differentiating high- and low-grade bladder urothelial carcinoma were 100% and 95%. |
unclear if surgery results were interpreted without knowledge of the results of mpMRI results
No information about conflict of interest or funding.
|
Literaturhinweise
[221] Massey, B. D., Nation, E. F., Gallup, C. A., Hendricks, E. D., Carcinoma of the Bladder: 20-Year Experience in Private Practice, J Urol, 1965. 93: p. 212-6.
[222] Wallace, D. M., Harris, D. L., Delay in Treating Bladder Tumours, Lancet, 1965. 2: p. 332-4.
[223] The effects of a haematuria service on the early diagnosis of bladder cancer., in Bladder cancer: principles of combination therapy, 1.
[224] Lee, L. W., Davis, E., Jr., Gross urinary hemorrhage: a symptom, not a disease, J Am Med Assoc, 1953. 153: p. 782-4.
[225] Burkholder, G. V., Dotin, L. N., Thomason, W. B., Beach, P. D., Unexplained hematuria. How extensive should the evaluation be?, JAMA, 1969. 210: p. 1729-33.
[226] Turner, A. G., Hendry, W. F., Williams, G. B., Wallace, D. M., A haematuria diagnostic service, Br Med J, 1977. 2: p. 29-31.
[227] Shephard, E. A., Stapley, S., Neal, R. D., Rose, P., Walter, F. M., Hamilton, W. T., Clinical features of bladder cancer in primary care, Br J Gen Pract, 2012. 62: p. e598-604.
[228] Bruyninckx, R., Buntinx, F., Aertgeerts, B., Van Casteren, V., The diagnostic value of macroscopic haematuria for the diagnosis of urological cancer in general practice, Br J Gen Pract, 2003. 53: p. 31-5.
[229] Jones, R., Latinovic, R., Charlton, J., Gulliford, M. C., Alarm symptoms in early diagnosis of cancer in primary care: cohort study using General Practice Research Database, BMJ, 2007. 334: p. 1040.
[230] Carson, C. C., 3rd, Segura, J. W., Greene, L. F., Clinical importance of microhematuria, JAMA, 1979. 241: p. 149-50.
[231] Golin, A. L., Howard, R. S., Asymptomatic microscopic hematuria, J Urol, 1980. 124: p. 389-91.
[232] Fracchia, J. A., Motta, J., Miller, L. S., Armenakas, N. A., Schumann, G. B., Greenberg, R. A., Evaluation of asymptomatic microhematuria, Urology, 1995. 46: p. 484-9.
[233] Barocas, DA, Boorjian, SA, Alvarez, RD, Downs, TM, Gross, CP, Hamilton, BD, et.al. Microhematuria: AUA/SUFU Guideline., J Urol, 2020. 204 (4)(4): p. 778-786., https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/32698717/
[234] Woldu, SL, Ng, CK, Loo, RK, Slezak, JM, Jacobsen, SJ, Tan, WS, et.al. Evaluation of the New American Urological Association Guidelines Risk Classification for Hematuria., J Urol, 2021. 205 (5)(5): p. 1387-1393., https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/33356483/
[235] Farrow, G. M., Utz, D. C., Rife, C. C., Greene, L. F., Clinical observations on sixty-nine cases of in situ carcinoma of the urinary bladder, Cancer Res, 1977. 37: p. 2794-8.
[236] The Paris System for Reporting Urinary Cytology - chapter 12, in ISBN 9783030886875+9783030886851+9783030886868, 2022.
[237] Rossi, R., Jaeger, T., Borgermann, C., Furtkamp, C., Moos Stahl, R., Rubben, H., et.al. [Comparison of perioperative methylene blue-stained and permanent Papanicolaou-stained urine cytology to detect patients with high-grade urothelial cancer or the urinary bladder. Part 1], Urologe A, 2007. 46: p. 1145-7.
[238] Wronska, D. B., Krajewska, M., Lygina, N., Morrison, J. C., Juzumiene, D., Culp, W. D., et.al. Peptide-conjugated glass slides for selective capture and purification of diagnostic cells: Applications in urine cytology, Biotechniques, 2014. 57: p. 63-71.
[239] Busch, Y., vom Dorp, F., Schenck, M., Rossi, R., Witschier, J., Rubben, H., Effect of disturbing factors on the specificity of exfoliative urinary cytology, Urologe A, 2007. 46: p. 1141-4.
[240] Rubben, H., Bubenzer, J., Bokenkamp, K., Lutzeyer, W., Rathert, P., Grading of transitional cell tumours of the urinary tract by urinary cytology, Urol Res, 1979. 7: p. 83-91.
[241] Yafi, F. A., Brimo, F., Auger, M., Aprikian, A., Tanguay, S., Kassouf, W., Is the performance of urinary cytology as high as reported historically? A contemporary analysis in the detection and surveillance of bladder cancer, Urol Oncol, 2014. 32: p. 27 e1-6.
[242] Reid, M. D., Osunkoya, A. O., Siddiqui, M. T., Looney, S. W., Accuracy of grading of urothelial carcinoma on urine cytology: an analysis of interobserver and intraobserver agreement, Int J Clin Exp Pathol, 2012. 5: p. 882-91.
[243] Glatz, K., Willi, N., Glatz, D., Barascud, A., Grilli, B., Herzog, M., et.al. An international telecytologic quiz on urinary cytology reveals educational deficits and absence of a commonly used classification system, Am J Clin Pathol, 2006. 126: p. 294-301.
[244] Urothelial carcinoma of the bladder: evaluation by combined endoscopy and urine cytology: is incontrovertible assessment possible?, 2011.
[245] Barlandas-Rendon, E., Muller, M. M., Garcia-Latorre, E., Heinschink, A., Comparison of urine cell characteristics by flow cytometry and cytology in patients suspected of having bladder cancer, Clin Chem Lab Med, 2002. 40: p. 817-23.
[246] Laukhtina, E, Pradere, B, Mori, K, Schuettfort, VM, Quhal, F, Mostafaei, H, et.al. Prognostic blood-based biomarkers in patients treated with neoadjuvant chemotherapy for urothelial carcinoma of the bladder: A systematic review., Urol Oncol, 2021. 39 (8)(8): p. 471-479., https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/33888424/
[247] Soorojebally, Y, Neuzillet, Y, Roumiguié, M, Lamy, PJ, Allory, Y, Descotes, F, et.al. Urinary biomarkers for bladder cancer diagnosis and NMIBC follow-up: a systematic review., World J Urol, 2023. 41 (2)(2): p. 345-359., https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/36592175/
[248] EAU-guidelines Muscle-invasive and Metastatic Bladder Cancer, 2022., https://uroweb.org/guidelines/muscle-invasive-and-metastatic-bladder-cancer
[249] Humphrey, PA, Moch, H, Cubilla, AL, Ulbright, TM, Reuter, VE, The 2016 WHO Classification of Tumours of the Urinary System and Male Genital Organs-Part B: Prostate and Bladder Tumours., Eur Urol, 2016. 70 (1)(1): p. 106-119., https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/26996659/
[250] Stanzione, N, Ahmed, T, Fung, PC, Cai, D, Lu, DY, Sumida, LC, et.al. The continual impact of the Paris System on urine cytology, a 3-year experience., Cytopathology, 2020. 31 (1)(1): p. 35-40., https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/31596979/
[251] de Paula, R, Oliveira, A, Nunes, W, Bovolim, G, Domingos, T, De Brot, L, et.al. Two-year study on the application of the Paris system for urinary cytology in a cancer centre., Cytopathology, 2020. 31 (1)(1): p. 41-46., https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/31654587/
[252] EAU, EAU guidelines on muscle-invasive and metastatic bladder cancer, 2023.
[253] EAU Guideline on Non-muscle-invasive Bladder Cancer, 2023.
[254] Suo, L, Vega, I, Thrall, M, Cyto-histo correlations of plasmacytoid and micropapillary variants of high-grade urothelial carcinoma: do they fit well in The Paris System for reporting urinary cytology?, J Am Soc Cytopathol, 2021. 10 (1)(1): p. 20-24., https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/32620533/
[255] Grossfeld, G. D., Wolf, J. S., Jr., Litwan, M. S., Hricak, H., Shuler, C. L., Agerter, D. C., et.al. Asymptomatic microscopic hematuria in adults: summary of the AUA best practice policy recommendations, Am Fam Physician, 2001. 63: p. 1145-54.
[256] Jones, TD, Cheng, L, Noninvasive papillary urothelial neoplasia (NIPUN): Renaming cancer., Urol Oncol, 2021. 39 (5)(5): p. 286-290., https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/35550107/
[257] Barkan, GA, Wojcik, EM, Nayar, R, Savic-Prince, S, Quek, ML, Kurtycz, DF, et.al. The Paris System for Reporting Urinary Cytology: The Quest to Develop a Standardized Terminology., Adv Anat Pathol, 2016. 23 (4)(4): p. 193-201., https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/27233050/
[258] Yamasaki, M, Taoka, R, Katakura, K, Matsunaga, T, Kani, N, Honda, T, et.al. The Paris System for reporting urinary cytology improves the negative predictive value of high-grade urothelial carcinoma., BMC Urol, 2022. 22 (1)(1): p. 51., https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/35382830/
[259] Kurtycz, DFI, Barkan, GA, Pavelec, DM, Rosenthal, DL, Wojcik, EM, VandenBussche, CJ, et.al. Paris Interobserver Reproducibility Study (PIRST)., J Am Soc Cytopathol, 2018. 7 (4)(4): p. 174-184., https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/31043274/
[260] Grossman, HB, Soloway, M, Messing, E, Katz, G, Stein, B, Kassabian, V, et.al. Surveillance for recurrent bladder cancer using a point-of-care proteomic assay., JAMA, 2006. 295 (3)(3): p. 299-305., https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/16418465/
[261] Rübben, H, Bubenzer, J, Bökenkamp, K, Lutzeyer, W, Rathert, P, Grading of transitional cell tumours of the urinary tract by urinary cytology., Urol Res, 1979. 7 (2)(2): p. 83-91., https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/473447/
[262] Yafi, FA, Brimo, F, Auger, M, Aprikian, A, Tanguay, S, Kassouf, W, Is the performance of urinary cytology as high as reported historically? A contemporary analysis in the detection and surveillance of bladder cancer., Urol Oncol, 2014. 32 (1)(1): p. 27.e1-6., https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/23410943/
[263] Cha, E. K., Tirsar, L. A., Schwentner, C., Christos, P. J., Mian, C., Hennenlotter, J., et.al. Immunocytology is a strong predictor of bladder cancer presence in patients with painless hematuria: a multicentre study, Eur Urol, 2012. 61: p. 185-92.
[264] Soyuer, I., Sofikerim, M., Tokat, F., Soyuer, S., Ozturk, F., Which urine marker test provides more diagnostic value in conjunction with standard cytology- ImmunoCyt/uCyt+ or Cytokeratin 20 expression, Diagn Pathol, 2009. 4: p. 20.
[265] Schmitz-Drager, B. J., Droller, M., Lokeshwar, V. B., Lotan, Y., Hudson, M. A., van Rhijn, B. W., et.al. Molecular markers for bladder cancer screening, early diagnosis, and surveillance: the WHO/ICUD consensus, Urol Int, 2015. 94: p. 1-24.
[266] Vriesema, J. L., Atsma, F., Kiemeney, L. A., Peelen, W. P., Witjes, J. A., Schalken, J. A., Diagnostic efficacy of the ImmunoCyt test to detect superficial bladder cancer recurrence, Urology, 2001. 58: p. 367-71.
[267] Dong, Y, Zhang, T, Li, X, Yu, F, Yu, H, Shao, S, Urine Biomarkers for the Diagnosis of Bladder Cancer: a Network Meta-Analysis., Urol J, 2021. 18 (6)(6): p. 623-632., https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/34585369/
[268] Sciarra, A, Di Lascio, G, Del Giudice, F, Leoncini, PP, Salciccia, S, Gentilucci, A, et.al. Comparison of the clinical usefulness of different urinary tests for the initial detection of bladder cancer: a systematic review., Curr Urol, 2021. 15 (1)(1): p. 22-32., https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/34084118/
[269] Soputro, NA, Gracias, DN, Dias, BH, Nzenza, T, O'Connell, H, Sethi, K, Utility of urinary biomarkers in primary haematuria: Systematic review and meta-analysis., BJUI Compass, 2022. 3 (5)(5): p. 334-343., https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/35950042/
[270] Li, H. X., Li, M., Li, C. L., Ma, J. H., Wang, M. R., Rao, J., et.al. ImmunoCyt and cytokeratin 20 immunocytochemistry as adjunct markers for urine cytologic detection of bladder cancer: a prospective study, Anal Quant Cytol Histol, 2010. 32: p. 45-52.
[271] Politi, E. N., Lazaris, A. C., Lambropoulou, S., Alexopoulou, D., Kyriakidou, V., Koutselini, H., Epidermal growth factor receptor and proliferating cell nuclear antigen expression in urine ThinPrep specimens, Cytopathology, 2005. 16: p. 303-8.
[272] Negri, S, Biavati, P, Bondi, A, The diagnostic value of cytohistological urine analysis and cytokeratin 20 in malignant and atypical urothelial cells., Pathologica, 2016. 108 (3)(3): p. 130-135., https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/28195264/
[273] Mowatt, G., Zhu, S., Kilonzo, M., Boachie, C., Fraser, C., Griffiths, T. R., et.al. Systematic review of the clinical effectiveness and cost-effectiveness of photodynamic diagnosis and urine biomarkers (FISH, ImmunoCyt, NMP22) and cytology for the detection and follow-up of bladder cancer, Health Technol Assess, 2010. 14: p. 1-331, iii-iv.
[274] Goebell, P. J., Kamat, A. M., Sylvester, R. J., Black, P., Droller, M., Godoy, G., et.al. Assessing the quality of studies on the diagnostic accuracy of tumor markers, Urol Oncol, 2014. 32: p. 1051-60.
[275] Poulakis, V., Witzsch, U., De Vries, R., Altmannsberger, H. M., Manyak, M. J., Becht, E., A comparison of urinary nuclear matrix protein-22 and bladder tumour antigen tests with voided urinary cytology in detecting and following bladder cancer: the prognostic value of false-positive results, BJU Int, 2001. 88: p. 692-701.
[276] Sanchez-Carbayo, M., Herrero, E., Megias, J., Mira, A., Soria, F., Comparative sensitivity of urinary CYFRA 21-1, urinary bladder cancer antigen, tissue polypeptide antigen, tissue polypeptide antigen and NMP22 to detect bladder cancer, J Urol, 1999. 162: p. 1951-6.
[135] Lotan, Y., Capitanio, U., Shariat, S. F., Hutterer, G. C., Karakiewicz, P. I., Impact of clinical factors, including a point-of-care nuclear matrix protein-22 assay and cytology, on bladder cancer detection, BJU Int, 2009. 103: p. 1368-74.
[277] Kundal, V. K., Pandith, A. A., Hamid, A., Shah, A., Kundal, R., Wani, S. M., Role of NMP22 Bladder Check Test in early detection of bladder cancer with recurrence, Asian Pac J Cancer Prev, 2010. 11: p. 1279-82.
[278] Lotan, Y., Roehrborn, C. G., Sensitivity and specificity of commonly available bladder tumor markers versus cytology: results of a comprehensive literature review and meta-analyses, Urology, 2003. 61: p. 109-18; discussion 118.
[279] van Rhijn, B. W., van der Poel, H. G., van der Kwast, T. H., Urine markers for bladder cancer surveillance: a systematic review, Eur Urol, 2005. 47: p. 736-48.
[280] Glas, A. S., Roos, D., Deutekom, M., Zwinderman, A. H., Bossuyt, P. M., Kurth, K. H., Tumor markers in the diagnosis of primary bladder cancer. A systematic review, J Urol, 2003. 169: p. 1975-82.
[132] Grossman, H. B., Messing, E., Soloway, M., Tomera, K., Katz, G., Berger, Y., et.al. Detection of bladder cancer using a point-of-care proteomic assay, JAMA, 2005. 293: p. 810-6.
[281] Sharma, S., Zippe, C. D., Pandrangi, L., Nelson, D., Agarwal, A., Exclusion criteria enhance the specificity and positive predictive value of NMP22 and BTA stat, J Urol, 1999. 162: p. 53-7.
[282] Shariat, S. F., Marberger, M. J., Lotan, Y., Sanchez-Carbayo, M., Zippe, C., Ludecke, G., et.al. Variability in the performance of nuclear matrix protein 22 for the detection of bladder cancer, J Urol, 2006. 176: p. 919-26; discussion 926.
[283] Barbieri, C. E., Cha, E. K., Chromecki, T. F., Dunning, A., Lotan, Y., Svatek, R. S., et.al. Decision curve analysis assessing the clinical benefit of NMP22 in the detection of bladder cancer: secondary analysis of a prospective trial, BJU Int, 2012. 109: p. 685-90.
[284] Shariat, S. F., Savage, C., Chromecki, T. F., Sun, M., Scherr, D. S., Lee, R. K., et.al. Assessing the clinical benefit of nuclear matrix protein 22 in the surveillance of patients with nonmuscle-invasive bladder cancer and negative cytology: a decision-curve analysis, Cancer, 2011. 117: p. 2892-7.
[285] Priolo, G., Gontero, P., Martinasso, G., Mengozzi, G., Formiconi, A., Pelucelli, G., et.al. Bladder tumor antigen assay as compared to voided urine cytology in the diagnosis of bladder cancer, Clin Chim Acta, 2001. 305: p. 47-53.
[286] Abogunrin, F., O'Kane, H. F., Ruddock, M. W., Stevenson, M., Reid, C. N., O'Sullivan, J. M., et.al. The impact of biomarkers in multivariate algorithms for bladder cancer diagnosis in patients with hematuria, Cancer, 2012. 118: p. 2641-50.
[287] Lotan, Y., Svatek, R. S., Krabbe, L. M., Xylinas, E., Klatte, T., Shariat, S. F., Prospective external validation of a bladder cancer detection model, J Urol, 2014. 192: p. 1343-8.
[288] Leyh, H., Marberger, M., Conort, P., Sternberg, C., Pansadoro, V., Pagano, F., et.al. Comparison of the BTA stat test with voided urine cytology and bladder wash cytology in the diagnosis and monitoring of bladder cancer, Eur Urol, 1999. 35: p. 52-6.
[289] Nasuti, J. F., Gomella, L. G., Ismial, M., Bibbo, M., Utility of the BTA stat test kit for bladder cancer screening, Diagn Cytopathol, 1999. 21: p. 27-9.
[290] Hakenberg, OW, Fuessel, S, Richter, K, Froehner, M, Oehlschlaeger, S, Rathert, P, et.al. Qualitative and quantitative assessment of urinary cytokeratin 8 and 18 fragments compared with voided urine cytology in diagnosis of bladder carcinoma., Urology, 2004. 64 (6)(6): p. 1121-6., https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/15596183/
[291] Babjuk, M., Kostirova, M., Mudra, K., Pecher, S., Smolova, H., Pecen, L., et.al. Qualitative and quantitative detection of urinary human complement factor H-related protein (BTA stat and BTA TRAK) and fragments of cytokeratins 8, 18 (UBC rapid and UBC IRMA) as markers for transitional cell carcinoma of the bladder, Eur Urol, 2002. 41: p. 34-9.
[292] May, M., Hakenberg, O. W., Gunia, S., Pohling, P., Helke, C., Lubbe, L., et.al. Comparative diagnostic value of urine cytology, UBC-ELISA, and fluorescence in situ hybridization for detection of transitional cell carcinoma of urinary bladder in routine clinical practice, Urology, 2007. 70: p. 449-53.
[293] Sanchez, A., Wszolek, M. F., Bladder cancer: Quality of life in patients with non-muscle-invasive bladder cancer, Nat Rev Urol, 2015. 12: p. 186-8.
[294] Schroeder, G. L., Lorenzo-Gomez, M. F., Hautmann, S. H., Friedrich, M. G., Ekici, S., Huland, H., et.al. A side by side comparison of cytology and biomarkers for bladder cancer detection, J Urol, 2004. 172: p. 1123-6.
[295] Al-Maghrebi, M., Kehinde, E. O., Kapila, K., Anim, J. T., Urinary survivin mRNA expression and urinary nuclear matrix protein 22 BladderChek(R) and urine cytology in the detection of transitional cell carcinoma of the bladder, Med Princ Pract, 2012. 21: p. 295-7.
[296] Konety, B. R., Nguyen, T. S., Dhir, R., Day, R. S., Becich, M. J., Stadler, W. M., et.al. Detection of bladder cancer using a novel nuclear matrix protein, BLCA-4, Clin Cancer Res, 2000. 6: p. 2618-25.
[297] Huang, YL, Chen, J, Yan, W, Zang, D, Qin, Q, Deng, AM, Diagnostic accuracy of cytokeratin-19 fragment (CYFRA 21-1) for bladder cancer: a systematic review and meta-analysis., Tumour Biol, 2015. 36 (5)(5): p. 3137-45., https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/25854170/
[298] Svatek, R. S., Herman, M. P., Lotan, Y., Casella, R., Hsieh, J. T., Sagalowsky, A. I., et.al. Soluble Fas--a promising novel urinary marker for the detection of recurrent superficial bladder cancer, Cancer, 2006. 106: p. 1701-7.
[299] van Oers, J. M., Lurkin, I., van Exsel, A. J., Nijsen, Y., van Rhijn, B. W., van der Aa, M. N., et.al. A simple and fast method for the simultaneous detection of nine fibroblast growth factor receptor 3 mutations in bladder cancer and voided urine, Clin Cancer Res, 2005. 11: p. 7743-8.
[300] Karnes, R. J., Fernandez, C. A., Shuber, A. P., A noninvasive multianalyte urine-based diagnostic assay for urothelial cancer of the bladder in the evaluation of hematuria, Mayo Clin Proc, 2012. 87: p. 835-42.
[301] Laukhtina, E, Shim, SR, Mori, K, D'Andrea, D, Soria, F, Rajwa, P, et.al. Diagnostic Accuracy of Novel Urinary Biomarker Tests in Non-muscle-invasive Bladder Cancer: A Systematic Review and Network Meta-analysis., Eur Urol Oncol, 2021. 4 (6)(6): p. 927-942., https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/34753702/
[302] Sanchini, M. A., Gunelli, R., Nanni, O., Bravaccini, S., Fabbri, C., Sermasi, A., et.al. Relevance of urine telomerase in the diagnosis of bladder cancer, JAMA, 2005. 294: p. 2052-6.
[303] Kelly, J. D., Dudderidge, T. J., Wollenschlaeger, A., Okoturo, O., Burling, K., Tulloch, F., et.al. Bladder cancer diagnosis and identification of clinically significant disease by combined urinary detection of Mcm5 and nuclear matrix protein 22, PLoS One, 2012. 7: p. e40305.
[304] Saeb-Parsy, K., Wilson, A., Scarpini, C., Corcoran, M., Chilcott, S., McKean, M., et.al. Diagnosis of bladder cancer by immunocytochemical detection of minichromosome maintenance protein-2 in cells retrieved from urine, Br J Cancer, 2012. 107: p. 1384-91.
[305] Stoeber, K, Swinn, R, Prevost, AT, de Clive-Lowe, P, Halsall, I, Dilworth, SM, et.al. Diagnosis of genito-urinary tract cancer by detection of minichromosome maintenance 5 protein in urine sediments., J Natl Cancer Inst, 2002. 94 (14)(14): p. 1071-9., https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/12122098/
[306] Puerta-Gil, P., Garcia-Baquero, R., Jia, A. Y., Ocana, S., Alvarez-Mugica, M., Alvarez-Ossorio, J. L., et.al. miR-143, miR-222, and miR-452 are useful as tumor stratification and noninvasive diagnostic biomarkers for bladder cancer, Am J Pathol, 2012. 180: p. 1808-15.
[307] de Martino, M., Shariat, S. F., Hofbauer, S. L., Lucca, I., Taus, C., Wiener, H. G., et.al. Aurora A Kinase as a diagnostic urinary marker for urothelial bladder cancer, World J Urol, 2015. 33: p. 105-10.
[308] O'Sullivan, P., Sharples, K., Dalphin, M., Davidson, P., Gilling, P., Cambridge, L., et.al. A multigene urine test for the detection and stratification of bladder cancer in patients presenting with hematuria, J Urol, 2012. 188: p. 741-7.
[309] Breen, V., Kasabov, N., Kamat, A. M., Jacobson, E., Suttie, J. M., O'Sullivan, P. J., et.al. A holistic comparative analysis of diagnostic tests for urothelial carcinoma: a study of Cxbladder Detect, UroVysion(R) FISH, NMP22(R) and cytology based on imputation of multiple datasets, BMC Med Res Methodol, 2015. 15: p. 45.
[310] Mengual, L., Ribal, M. J., Lozano, J. J., Ingelmo-Torres, M., Burset, M., Fernandez, P. L., et.al. Validation study of a noninvasive urine test for diagnosis and prognosis assessment of bladder cancer: evidence for improved models, J Urol, 2014. 191: p. 261-9.
[311] Kramer, MW, Golshani, R, Merseburger, AS, Knapp, J, Garcia, A, Hennenlotter, J, et.al. HYAL-1 hyaluronidase: a potential prognostic indicator for progression to muscle invasion and recurrence in bladder cancer., Eur Urol, 2010. 57 (1)(1): p. 86-93., https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/19345473/
[128] Eissa, S., Swellam, M., Amin, A., Balbaa, M. E., Yacout, G. A., El-Zayat, T. M., The clinical relevance of urine-based markers for diagnosis of bladder cancer, Med Oncol, 2011. 28: p. 513-8.
[312] Wang, J, Zhao, X, Jiang, XL, Lu, D, Yuan, Q, Li, J, Diagnostic performance of nuclear matrix protein 22 and urine cytology for bladder cancer: A meta-analysis., Diagn Cytopathol, 2022. 50 (6)(6): p. 300-312., https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/35322590/
[313] Milowich, D, Le Mercier, M, De Neve, N, Sandras, F, Roumeguere, T, Decaestecker, C, et.al. Diagnostic value of the UCA1 test for bladder cancer detection: a clinical study., Springerplus, 2015. 4 (): p. 349., https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/26191476/
[314] Dardeer, KT, Mohammed, KA, Hussein, TD, Elsheemy, MS, Apolipoprotein A1 as a novel urinary biomarker for diagnosis of bladder cancer: A systematic review and meta-analysis., Indian J Urol, 2021. 37 (3)(3): p. 217-225., https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/34465950/
[315] Li, C, Li, H, Zhang, T, Li, J, Liu, L, Chang, J, Discovery of Apo-A1 as a potential bladder cancer biomarker by urine proteomics and analysis., Biochem Biophys Res Commun, 2014. 446 (4)(4): p. 1047-52., https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/24661883/
[140] van Rhijn, B. W. G., H. G. van der Poel, et al, Cytology and Urinary Markers for the Diagnosis of Bladder Cancer, European Urology Supplements, 2009. 8(7):536-541:
[316] Aalami, AH, Abdeahad, H, Mesgari, M, Sathyapalan, T, Sahebkar, A, Urinary Angiogenin as a Marker for Bladder Cancer: A Meta-Analysis., Biomed Res Int, 2021. 2021 (): p. 5557309., https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/33997007/
[317] van Kessel, KE, Van Neste, L, Lurkin, I, Zwarthoff, EC, Van Criekinge, W, Evaluation of an Epigenetic Profile for the Detection of Bladder Cancer in Patients with Hematuria., J Urol, 2016. 195 (3)(3): p. 601-7., https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/26327355/
[318] Jazayeri, SB, Dehghanbanadaki, H, Hosseini, M, Taghipour, P, Alam, MU, Balaji, KC, et.al. Diagnostic accuracy of vesical imaging-reporting and data system (VI-RADS) in suspected muscle invasive bladder cancer: A systematic review and diagnostic meta-analysis., Urol Oncol, 2022. 40 (2)(2): p. 45-55., https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/34895996/
[319] Aslan, S, Cakir, IM, Oguz, U, Bekci, T, Demirelli, E, Comparison of the diagnostic accuracy and validity of biparametric MRI and multiparametric MRI-based VI-RADS scoring in bladder cancer; is contrast material really necessary in detecting muscle invasion?, Abdom Radiol (NY), 2022. 47 (2)(2): p. 771-780., https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/34919161/
[320] Jocham, D., Stepp, H., Waidelich, R., Photodynamic diagnosis in urology: state-of-the-art, Eur Urol, 2008. 53: p. 1138-48.
[321] Filbeck, T., Pichlmeier, U., Knuechel, R., Wieland, W. F., Roessler, W., Do patients profit from 5-aminolevulinic acid-induced fluorescence diagnosis in transurethral resection of bladder carcinoma?, Urology, 2002. 60: p. 1025-8.
[322] Walker, L., Liston, T. G., RW, L. Loyd-Davies, Does flexible cystoscopy miss more tumours than rod-lens examination?, Br J Urol, 1993. 72: p. 449-50.
[323] Clayman, R. V., Shahin, S., Reddy, P., Fraley, E. E., Transurethral treatment of bladder diverticula. Alternative to open diverticulectomy, Urology, 1984. 23: p. 573-7.
[324] Flannigan, G. M., Gelister, J. S., Noble, J. G., Milroy, E. J., Rigid versus flexible cystoscopy. A controlled trial of patient tolerance, Br J Urol, 1988. 62: p. 537-40.
[325] Denholm, S. W., Conn, I. G., Newsam, J. E., Chisholm, G. D., Morbidity following cystoscopy: comparison of flexible and rigid techniques, Br J Urol, 1990. 66: p. 152-4.
[326] Seklehner, S., Remzi, M., Fajkovic, H., Saratlija-Novakovic, Z., Skopek, M., Resch, I., et.al. Prospective multi-institutional study analyzing pain perception of flexible and rigid cystoscopy in men, Urology, 2015. 85: p. 737-41.
[327] Witjes, J. A., Moonen, P. M., van der Heijden, A. G., Comparison of hexaminolevulinate based flexible and rigid fluorescence cystoscopy with rigid white light cystoscopy in bladder cancer: results of a prospective Phase II study, Eur Urol, 2005. 47: p. 319-22.
[328] Loidl, W, Schmidbauer, J, Susani, M, Marberger, M, Flexible cystoscopy assisted by hexaminolevulinate induced fluorescence: a new approach for bladder cancer detection and surveillance?, Eur Urol, 2005. 47 (3)(3): p. 323-6., https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/15716195/
[329] Horstmann, M, Banek, S, Gakis, G, Todenhöfer, T, Aufderklamm, S, Hennenlotter, J, et.al. Prospective evaluation of fluorescence-guided cystoscopy to detect bladder cancer in a high-risk population: results from the UroScreen-Study., Springerplus, 2014. 3 (): p. 24., https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/24478941/
[330] Blick, C. G., Nazir, S. A., Mallett, S., Turney, B. W., Onwu, N. N., Roberts, I. S., et.al. Evaluation of diagnostic strategies for bladder cancer using computed tomography (CT) urography, flexible cystoscopy and voided urine cytology: results for 778 patients from a hospital haematuria clinic, BJU Int, 2012. 110: p. 84-94.
[331] Sharp, V. J., Barnes, K. T., Erickson, B. A., Assessment of asymptomatic microscopic hematuria in adults, Am Fam Physician, 2013. 88: p. 747-54.
[332] Sobin LH, Gospodarowicz MK, Wittekind C, TNM Classification of Malignant TumoursWiley-Blackwell, 2009. 7:
[333] Lee, R., Droller, M. J., The natural history of bladder cancer. Implications for therapy, Urol Clin North Am, 2000. 27: p. 1-13, vii.
[334] Woo, S, Panebianco, V, Narumi, Y, Del Giudice, F, Muglia, VF, Takeuchi, M, et.al. Diagnostic Performance of Vesical Imaging Reporting and Data System for the Prediction of Muscle-invasive Bladder Cancer: A Systematic Review and Meta-analysis., Eur Urol Oncol, 2020. 3 (3)(3): p. 306-315., https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/32199915/
[335] Panebianco, V, Pecoraro, M, Del Giudice, F, Takeuchi, M, Muglia, VF, Messina, E, et.al. VI-RADS for Bladder Cancer: Current Applications and Future Developments., J Magn Reson Imaging, 2022. 55 (1)(1): p. 23-36., https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/32939939/
[336] Bryan, RT, Liu, W, Pirrie, SJ, Amir, R, Gallagher, J, Hughes, AI, et.al. Comparing an Imaging-guided Pathway with the Standard Pathway for Staging Muscle-invasive Bladder Cancer: Preliminary Data from the BladderPath Study., Eur Urol, 2021. 80 (1)(1): p. 12-15., https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/33653635/
[337] Lai, AL, Law, YM, VI-RADS in bladder cancer: Overview, pearls and pitfalls., Eur J Radiol, 2023. 160 (): p. 110666., https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/36689790/
[338] Goessl, C., Knispel, H. H., Miller, K., Klan, R., Is routine excretory urography necessary at first diagnosis of bladder cancer?, J Urol, 1997. 157: p. 480-1.
[339] Herranz-Amo, F, Diez-Cordero, JM, Verdú-Tartajo, F, Bueno-Chomón, G, Leal-Hernández, F, Bielsa-Carrillo, A, Need for intravenous urography in patients with primary transitional carcinoma of the bladder?, Eur Urol, 1999. 36 (3)(3): p. 221-4., https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/10450006/
[340] Palou, J., Rodriguez-Rubio, F., Huguet, J., Segarra, J., Ribal, M. J., Alcaraz, A., et.al. Multivariate analysis of clinical parameters of synchronous primary superficial bladder cancer and upper urinary tract tumor, J Urol, 2005. 174: p. 859-61; discussion 861.
[341] Millan-Rodriguez, F., Chechile-Toniolo, G., Salvador-Bayarri, J., Huguet-Perez, J., Vicente-Rodriguez, J., Upper urinary tract tumors after primary superficial bladder tumors: prognostic factors and risk groups, J Urol, 2000. 164: p. 1183-7.
[342] Van Der Molen, A. J., Cowan, N. C., Mueller-Lisse, U. G., Nolte-Ernsting, C. C., Takahashi, S., Cohan, R. H., et.al. CT urography: definition, indications and techniques. A guideline for clinical practice, Eur Radiol, 2008. 18: p. 4-17.
[343] Narumi, Y., Kadota, T., Inoue, E., Kuriyama, K., Fujita, M., Hosomi, N., et.al. Bladder tumors: staging with gadolinium-enhanced oblique MR imaging, Radiology, 1993. 187: p. 145-50.
[344] Dighe, M. K., Bhargava, P., Wright, J., Urinary bladder masses: techniques, imaging spectrum, and staging, J Comput Assist Tomogr, 2011. 35: p. 411-24.
[345] Cowan, N. C., Crew, J. P., Imaging bladder cancer, Curr Opin Urol, 2010. 20: p. 409-13.
[346] Tanimoto, A., Yuasa, Y., Imai, Y., Izutsu, M., Hiramatsu, K., Tachibana, M., et.al. Bladder tumor staging: comparison of conventional and gadolinium-enhanced dynamic MR imaging and CT, Radiology, 1992. 185: p. 741-7.
[347] Rajesh, A., Sokhi, H., Fung, R., Mulcahy, K. A., Bankart, M. J., Role of whole-body staging computed tomographic scans for detecting distant metastases in patients with bladder cancer, J Comput Assist Tomogr, 2011. 35: p. 402-5.
[348] Green, D. A., Durand, M., Gumpeni, N., Rink, M., Cha, E. K., Karakiewicz, P. I., et.al. Role of magnetic resonance imaging in bladder cancer: current status and emerging techniques, BJU Int, 2012. 110: p. 1463-70.
[349] Chernyak, V., Novel imaging modalities for lymph node imaging in urologic oncology, Urol Clin North Am, 2011. 38: p. 471-81, vii.
[350] Berger, G. L., Sadlowski, R. W., Sharpe, J. R., Finney, R. P., Lack of value of routine preoperative bone and liver scans in cystectomy candidates, J Urol, 1981. 125: p. 637-9.
[351] Davey, P., Merrick, M. V., Duncan, W., Redpath, A. T., Bladder cancer: the value of routine bone scintigraphy, Clin Radiol, 1985. 36: p. 77-9.
[352] Taher, A. N., Kotb, M. H., Bone metastases in muscle-invasive bladder cancer, J Egypt Natl Canc Inst, 2006. 18: p. 203-8.
[353] Shinagare, A. B., Ramaiya, N. H., Jagannathan, J. P., Fennessy, F. M., Taplin, M. E., Van den Abbeele, A. D., Metastatic pattern of bladder cancer: correlation with the characteristics of the primary tumor, AJR Am J Roentgenol, 2011. 196: p. 117-22.
[354] Wallmeroth, A., Wagner, U., Moch, H., Gasser, T. C., Sauter, G., Mihatsch, M. J., Patterns of metastasis in muscle-invasive bladder cancer (pT2-4): An autopsy study on 367 patients, Urol Int, 1999. 62: p. 69-75.
[355] Sengelov, L., Kamby, C., von der Maase, H., Pattern of metastases in relation to characteristics of primary tumor and treatment in patients with disseminated urothelial carcinoma, J Urol, 1996. 155: p. 111-4.
[356] Imaging studies in metastatic urogenital cancer patients undergoing systemic therapy: recommendations of a multidisciplinary consensus meeting of the Association of Urological Oncology of the German Cancer Society, 2010.
[357] Bouchelouche, K., Turkbey, B., Choyke, P. L., PET/CT and MRI in Bladder Cancer, J Cancer Sci Ther, 2012. S14:
[358] Lu, Y. Y., Chen, J. H., Liang, J. A., Wang, H. Y., Lin, C. C., Lin, W. Y., et.al. Clinical value of FDG PET or PET/CT in urinary bladder cancer: a systemic review and meta-analysis, Eur J Radiol, 2012. 81: p. 2411-6.