Leitlinienprogramm OnkologieAktinische Keratose und Plattenepithelkarzinom der Haut

5. Therapie der aktinischen Keratose – Aktinische Keratose und Plattenepithelkarzinom der Haut

Version 2.0 · Dezember 2022 · AWMF 032-022OL
Leitlinienprogramm Onkologie · Deutsche Krebsgesellschaft · Deutsche Krebshilfe · AWMF

M. Heppt, C. Berking, T. Diepgen, K. Fritz, C. Löser, C. Salavastru, L. Schmitz, T. Steeb, E. Stockfleth, R.-M. Szeimies, C. Ulrich

5.1 Literaturrecherche und Studienselektion

Als Grundlage für die evidenzbasierten Empfehlungen und Statements wurden ausschließlich prospektive, randomisierte und kontrollierte Studien (randomized controlled trials, RCT) einbezogen oder systematische Übersichtsarbeiten und Metaanalysen von RCT, die mindestens einen der vorab definierten kritischen Effektivitätsendpunkte berichteten. Hierzu zählten

  • komplettes Ansprechen (definiert als Abheilung aller Läsionen pro Patient oder randomisiertem Behandlungsfeld, ggf. operationalisiert durch Scores wie den „target lesion number score“ (TLNS) oder den „cumulative lesion number score“ (CLNS) von jeweils 0),
  • Teilansprechen (definiert als Abheilung von mehr als 75% der Läsionen pro Patient oder randomisiertem Behandlungsfeld),
  • mittlere Läsionsreduktion pro Patient oder randomisiertem Behandlungsfeld (ausgedrückt in absoluten Zahlen oder Prozentsätzen),
  • Verbesserung des „Investigator Global Improvement Index“ (IGII) und
  • Verbesserung des „Participant Global Improvement Index“ (PGII) in Anlehnung an eine Cochrane-Übersichtsarbeit mit Metaanalyse [127] sowie an die 2015 publizierte Leitlinie der ILDS/EDF [128].

Studien, die rein läsionsbezogene Effektivitätsendpunkte ohne Hinweis auf eine zuvor erfolgte Randomisierung berichteten, wurden nicht berücksichtigt. Die minimale Anzahl der Studienpopulation war n=10 unabhängig vom Studiendesign (interindividuell, intraindividuell, Cross-Over-Design). Sequentielle Therapiekombinationen wurden anhand von systematischen Übersichtsartikeln bzw. Meta-Analysen in Form von aggregierter Evidenz berücksichtigt. Die Art der Interventionen und die Beobachtungszeitpunkte wurden nicht beschränkt.

Die Literaturrecherche wird im Methodenreport der Leitlinie beschrieben. Nachfolgend wurden die eingeschlossenen Interventionen geordnet und qualitativ miteinander verglichen.

Dabei wurden in Anlehnung an die 2015 publizierte ILDS/EDF-Leitlinie folgende Subgruppen untersucht:

  • Patienten mit einzelnen AK (1-5 Läsionen pro untersuchter Region oder Behandlungsfeld),
  • Patienten mit multiplen AK (≥6 Läsionen pro untersuchter Region oder Behandlungsfeld),
  • Patienten mit Feldkanzerisierung (≥6 Läsionen pro untersuchter Region oder Behandlungsfeld und Anzeichen aktinisch geschädigter Haut mit Hyperkeratosen in einem zusammenhängenden Behandlungsareal),
  • Patienten einer der vorherigen Kategorien mit Immunsuppression. Die Empfehlungen für die letzte Subgruppe werden in einem gesonderten Kapitel abgehandelt (siehe Therapie bei Immunsuppression bzw. Organtransplantation).

5.2 Indikationsstellung und natürlicher Krankheitsverlauf

5.1 · Konsensbasierte Empfehlung · geprüft 2022

Die Indikation zur Therapie der aktinischen Keratose sollte in Zusammenschau des klinischen Bildes, der Risikofaktoren (z.B. Immunsuppression, kumulative UV-Exposition, Anzahl der Läsionen), Komorbiditäten, Lebenserwartung und des Patientenwunsches gestellt werden.

Konsens
Konsens (93,8%)

Die Wahrscheinlichkeit der Progression oder Regression von AK ohne Therapie ist seit Jahren Gegenstand intensiver Diskussion. Eine genaue Untersuchung dieser Kennzahlen wird unter Anderem erschwert durch die Notwendigkeit einer langen Nachbeobachtung über mindestens 6-12 Monate, eine eingeschränkte Übertragbarkeit der Ergebnisse sowie eine starke Heterogenität der untersuchten Populationen oder durch zwischenzeitlich durchgeführte Therapien, die den natürlichen Krankheitsverlauf beeinflussen. Daher existieren nur wenige Kohorten, in denen der natürliche Verlauf ohne Intervention untersucht wurde. Dementsprechend schwanken die in der Literatur angegebenen Werte zur Progression von AK in ein invasives PEK stark und wurden von 0,03% bis 20% pro Läsion und Jahr beziffert [44][129][130]. Demgegenüber stehen zum Teil sehr hohe spontane Remissionsraten von 15% bis 63%, so dass sich unweigerlich die Frage stellt, ob jede AK auch therapiert werden sollte oder auch ein Abwarten ohne Therapie in einer Niedrigrisiko-Situation vertretbar ist [34]. Weiterhin fehlt für viele Interventionen der eindeutige Nachweis, dass durch eine Behandlung von AK neben einer Läsionsabheilung auch die Entstehung eines PEK verhindert wird.

Andererseits gibt es Beobachtungen, dass zirka 60% der invasiven PEK von einer AK ihren Ursprung nehmen [129]. Liegt ein von mehreren AK betroffenes Feld mit Anzeichen von Feldkanzerisierung vor, gibt es Hinweise auf eine geringere Rate an spontanen Regressionen als ohne Feldkanzerisierung [34]. Neuere Untersuchungen zur Pathogenese von AK lassen außerdem vermuten, dass eine Transformation auch schon aus frühen, d.h. klinisch und histologisch diskreten Läsionen möglich ist und nicht notwendigerweise stufenweise über moderate und schließlich hyperkeratotische AK erfolgt [38]. Diese Erkenntnisse erschweren die Einschätzung, welche Läsionen ein hohes Risiko für die Entwicklung in ein invasives PEK tragen und welche nicht. Obwohl die Kenndaten, wie oben beschrieben, schwanken, gibt es Risikopopulationen und Risikofaktoren, in denen die Progressionsraten vermutlich deutlich höher sind [34]. Zu ihnen zählen Immunsuppression, heller Hautkrebs in der Anamnese sowie kumulative UV-Exposition. Auch die Anzahl vorhandener Läsionen ist ein wichtiger Indikator für das individuelle Risiko, ein invasives PEK zu entwickeln. Auch das basale Proliferationsverhalten und Therapieresistenz scheinen ungünstige läsionsbezogene Faktoren zu sein [37][68][69][36]. Vor diesem Hintergrund ist ein beobachtendes Abwarten ohne Therapie kritisch zu sehen. Aufgrund des Risikos der Progression zum PEK und fehlender eindeutiger Parameter zur Identifizierung der Läsionen mit hohem Progressionspotential sollte eine adäquate Therapie der AK erfolgen. Letztlich bestimmen auch die Lebenserwartung, Komorbiditäten und der Patientenwunsch die generelle Indikationsstellung zu einer Therapie.

5.3 Grundlagen der Therapie

Zur Therapie von AK existiert eine Vielzahl von Therapieoptionen, die eine Auswahl im klinischen Alltag erschwert. Ein unmittelbarer Vergleich einzelner Interventionen ist häufig nur eingeschränkt möglich, da viele Therapiemodalitäten nicht direkt in Studien miteinander verglichen wurden. Eine Schätzung von Effekten bei Fehlen von direkten Vergleichsstudien ist über Netzwerk-Metaanalysen möglich, die jedoch häufig nur einen Endpunkt (z.B. komplettes patientenbezogenes Ansprechen [131]) isoliert untersuchen, so dass wichtige Informationen verloren gehen können, und sie somit für eine konkrete Therapieentscheidung im klinischen Alltag nicht ausreichen, da Informationen zu Verträglichkeit oder kosmetischem Ergebnis fehlen [132][131][133].

Die Wahl einer geeigneten Behandlung hängt von patienten-, läsions- und therapiespezifischen Faktoren ab [75]. Zu den Patientenfaktoren zählen z.B. Alter, Komorbiditäten, Immunsuppression, Komedikationen, Patientenwunsch und -präferenzen sowie Therapieadhärenz. Unter läsionsbezogenen Aspekten wird die Anzahl von AK, deren Lokalisation (Kapillitium, Gesicht, Extremitäten, Stamm), klinische Beschaffenheit (Graduierung nach Olsen, hyperkeratotische Läsionen) sowie die Größe des betroffenen Felds subsumiert. Hierbei ist in der klinischen Praxis die Grenze zwischen multiplen AK und Feldkanzerisierung nicht immer eindeutig und klar möglich, was durch eine fehlende allgemein anerkannte Definition von Feldkanzerisierung noch erschwert wird (siehe Feldkanzerisierung).

Auch in unserer Literaturrecherche bleibt in einigen der eingeschlossenen und untersuchten Studienpopulationen unklar, ob nur mehrere AK oder zusätzlich eine Feldkanzerisierung vorlagen, so dass eine eindeutige Zuordnung der Interventionen zu diesen Subgruppen nicht immer eindeutig möglich war und die Übergänge hier fließend sind. Weiterhin sind läsionsgerichtete Therapieansätze nicht zwangsläufig nur bei einzelnen Läsionen bzw. feldgerichtete nicht nur bei Vorliegen multipler Läsionen oder Feldkanzerisierung anwendbar. Die Termini „feldgerichtet“ bzw. „läsionsgerichtet“ beziehen sich eher auf die Art der Intervention, wohingegen die Anzahl der AK läsionsbezogene Faktoren darstellen.

Tabelle 11: Zu berücksichtigende Faktoren bei der Therapieentscheidung von AK*

Patientenbezogene Faktoren

Läsionsbezogene Faktoren

Therapiebezogene Faktoren

Alter

Anzahl der Läsionen

Läsionsgerichteter oder feldgerichteter Therapieansatz

Therapiewunsch

Größe des betroffenen Areals

Therapiemodalität (interventionell, chirurgisch, topisch-medikamentös)

Komorbiditäten

Lokalisation (Kapillitium, Gesicht, Stamm, Extremitäten)

Therapiedauer

Individuelles Risiko und klinische Risikofaktoren (Immunsuppression, Organtransplantation, Komedikationen)

Klinische Beschaffenheit und Begrenzung

Wirksamkeit

Adhärenz / Compliance

Feldkanzerisierung

Nebenwirkungen und Verträglichkeit

Soziales Umfeld und Ressourcen

Therapieresistenz

Selbst- oder Fremdapplikation

Fähigkeit zur korrekten Selbstapplikation

Histologische Risikofaktoren (z.B. basales Proliferationsmuster, proliferierende AK, bowenoide AK, Follikelepithel betroffen)

Höhe und Erstattungsfähigkeit der Therapiekosten

 

 

Zugang zu Therapie

*Tabelle in Anlehnung an [75]

 

Der Vorteil von feldgerichteten Verfahren besteht darin, dass auch subklinische Veränderungen und nicht nur klinisch manifeste AK therapiert werden. Dies ist gerade vor dem Hintergrund sinnvoll, dass das Vorliegen von AK zunehmend als chronisch-progressive Erkrankung wahrgenommen wird und stark mit dem individuellen Risiko verbunden ist, weitere AK und invasive kutane PEK zu entwickeln. Bei der Durchführung einer feldgerichteten Therapie ist bei den meisten topischen-medikamentösen Substanzen jeweils eine maximale Auftragungsfläche zu beachten [134]. Demgegenüber stehen die häufig einfachere und effektive Durchführung von primär läsionsgerichteten Therapieverfahren, die sich bei wenigen, isolierten und gut abgrenzbaren Läsionen anbieten.

Tabelle 12: Läsionsgerichtete und feldgerichtete Therapieverfahren bei AK

Primär läsionsgerichtete Verfahren

Primär feldgerichtete Verfahren

Kyrochirurgie

Chemoexfoliation

Kaliumhydroxid 5% Lösung

Dermabrasio

Chirurgische Verfahren

Photodynamische Therapie

Photodynamische Therapie
(Pflaster-PDT, “Patch”-PDT)

Topisch arzneimittelgestützte Verfahren*

  • Diclofenac-Natrium 3% Gel
  • 5-Fluorouracil 5% Creme
  • 5-Fluorouracil 4% Creme
  • 5-Fluorouracil 0,5% mit Salicylsäure 10% Lösung
  • Imiquimod 5% Creme
  • Imiquimod 3,75% Creme
  • Tirbanibulin 1% Salbe

Topisch-medikamentöse Verfahren
(5-Fluorouracil mit Salicylsäure 10% Lösung)

Laserverfahren (ablativ)

Laserverfahren (ablativ, nicht-ablativ)

 

*in alphabetischer Listung

Zu den therapiespezifischen Faktoren zählen weiterhin die Art der Behandlung (topisch arzneimittelgestützt, interventionell, chirurgisch), die Therapiedauer, Wirksamkeit und Nebenwirkungen. Gerade bei selbst-applizierten und langdauernden Therapien ist eine gute Therapieadhärenz und die Fähigkeit zur korrekten Anwendung des Patienten eine wichtige Voraussetzung für den Therapieerfolg. Bei eingeschränkter Therapieadhärenz bieten sich daher eher Verfahren mit einer kurzen Therapiedauer an.

Tabelle 13: Therapiedauer der Interventionen für AK

Kurz (<1 Woche) Mittel (1-6 Wochen) Lang (≥6 Wochen)
Kryochirurgie 5-Fluorouracil 5% Creme Diclofenac-Natrium 3% Gel
Chirurgische Verfahren 5-Fluorouracil 4% Creme 5-Fluorouracil 0,5% mit Salicylsäure 10% Lösung
Chemoexfoliation Imiquimod 5% Creme Kaliumhydroxid 5% Lösung
Dermabrasio Imiquimod 3,75% Creme  
Laserverfahren Kaliumhydroxid 5% Lösung  
Photodynamische Therapie    
Tirbanibulin 1% Salbe    

5.4 Kombinationstherapien

5.2 · Evidenzbasierte Empfehlung · modifiziert 2022

Eine primäre oder sequentielle Kombinationstherapie aus verschiedenen feld- oder läsionsgerichteten Verfahren sollte für die aktinische Keratose angeboten werden.

Empfehlungsgrad
B: Empfehlung für oder gegen eine Maßnahme - verwendete Ausdrucksweise = sollte/sollte nicht
Evidenzlevel
1

De-novo-Recherche

Konsens
Starker Konsens (100%)
Literatur
[135] [136] [137] [138]
ÄnderungshinweisEine Kombination aus einer feldgerichteten mit einer läsionsgerichteten Therapiemodalität kann angeboten werden.
Evidenztabellen (1)Interventionen AK SR + Metanalyse

Es existiert eine Vielzahl an Interventionen für die Behandlung von AK, die in der klinischen Praxis häufig kombiniert werden. Hierbei liegt die Rationale zugrunde, dass durch eine Kombination aus unterschiedlichen Interventionen die Vorteile der jeweiligen Einzelverfahren genutzt und durch unterschiedliche Wirkmechanismen potenzielle Synergieeffekte erschaffen werden können. Aus der klinischen Erfahrung sind Kombinationstherapien aus einem feldgerichteten und einem ablativen Verfahren gut verträglich. Insbesondere eine läsionsgerichtete Vorbehandlung dicker, hyperkeratotischer AK mit einem ablativen Verfahren kann mit einer nachfolgenden feldgerichteten Therapie kombiniert werden, um sowohl eine effektive und schnelle Behandlung von klinisch manifesten Läsionen mit einer Therapie von subklinischen Veränderungen zu verbinden. Umgekehrt können auch nach einer primär feldgerichteten Therapie noch verbleibende AK mit einer läsionsgerichteten Modalität effektiv nachbehandelt werden.

Der Stellenwert der Kombinationstherapien wurde in mehreren systematischen Übersichtsarbeiten und Meta-Analysen untersucht [135][136][138]. Eine Meta-Analyse untersuchte den Einsatz eines ablativen Lasers als Vorbehandlung der PDT [137]. Die lasergestützte PDT zeigte signifikant höhere Clearance-Raten als die PDT-Monotherapie (relatives Risiko 1,33; 95% KI 1,24-1,42; I²=25 %; p<0,01). Hinsichtlich der Schmerzintensität gab es keinen Unterschied zwischen der lasergestützten PDT und den anderen Verfahren (mittlere Differenz 0,31; 95% KI -0,12 bis 0,74; I²=0 %). Allerdings wiesen die eingeschlossenen Studien ein hohes Risiko der Verzerrung auf.

Eine weitere Meta-Analyse zeigte, dass die Kryochirurgie in Kombination mit einem topischen Ansatz signifikant höhere vollständige patientenbezogene Abheilungsraten aufweist als die Monotherapie (relatives Risiko 1,74, 95% KI 1,25-2,43; I²=73%). Für diese Kombination wurde darüber hinaus kein Unterschied hinsichtlich der partiellen patientenbezogenen Abheilungsraten identifiziert (relatives Risiko 1,64, 95% KI 0,88-3,03; I²=77%). Die Studien wiesen ein hohes Risiko für eine selektive Verzerrung der Berichterstattung auf [135].

Diesen Arbeiten schließt sich eine weitere Meta-Analyse zur Effektivität der PDT in Kombination mit einer topischen Intervention im Vergleich zur Monotherapie an [136]. Insgesamt wurden 10 RCTs mit einer Gesamtstichprobengröße von n=277 eingeschlossen. Vier Studien untersuchten eine Kombination von PDT mit Imiquimod-Creme, drei mit 5-FU und jeweils eine mit Ingenolmebutat (IMB), Tazaroten-Gel und Calcipotriol-Salbe. Bei den Patienten, die mit einer Kombination behandelt wurden, war die Rate der vollständigen (relatives Risiko 1,63; 95% KI 1,15-2,33; p= 0,007) und partiellen Abheilungsraten (relatives Risiko 1,19; 95% KI 0,84-1,67; p=0,33) höher. Ebenso war die läsionsspezifische Abheilungsrate bei PDT kombiniert mit einer topischen Intervention höher als bei der Monotherapie (relatives Risiko 1,48; 95% KI 1,04-2,11; p=0,03). Eine Subgruppenanalyse wurde für die PDT in Kombination mit Imiquimod durchgeführt und identifizierte eine höhere Rate an Teilnehmern mit vollständiger Läsionsabheilung als bei der Monotherapie (relatives Risiko 1,57; 95% KI 1,09-2,25; p=0,02).

Auch Peelings können in der Therapie von AK eingesetzt werden und kombiniert werden [138]. Eine weitere Meta-Analyse zeigte, dass Trichloressigsäure (TCA) in Kombination mit Jessner-Lösung eine signifikant geringere vollständige patientenbezogene Abheilungsrate (relatives Risiko 0,36; 95% KI 0,14-0,90; I²=0%; p=0,03) und eine geringere läsionsbezogene Abheilungsrate (relatives Risiko 0,92; 95% KI 0,85-0,99; p=0,03) im Vergleich zu 5-FU 5% Creme aufwies. Weiterhin zeigte eine Synthese im Rahmen dieser Arbeit, dass die Kombination aus 5-FU plus Glykolsäure 92% der Läsionen beseitigte. Allerdings handelte es sich hierbei ausschließlich um einarmige Studien ohne Kontrollgruppe [138].

Diese evidenzbasierten Arbeiten demonstrieren die Überlegenheit der Kombinationstherapien, nichtsdestotrotz sollte eine Kombination von Interventionen immer in Absprache mit dem Patienten nach einer vorangegangenen Aufklärung über die jeweiligen Vor- und Nachteile getroffen werden.

5.5 Ablative und physikalische Verfahren

5.5.1 Kryochirurgie

5.3 · Evidenzbasierte Empfehlung · modifiziert 2022

Kryochirurgie sollte für einzelne oder multiple aktinische Keratosen angeboten werden.

Empfehlungsgrad
B: Empfehlung für oder gegen eine Maßnahme - verwendete Ausdrucksweise = sollte/sollte nicht
Evidenzlevel
2

De-novo-Recherche

Konsens
Starker Konsens (100%)
Literatur
[127] [131] [139] [140] [141] [142] [143] [144] [133]
ÄnderungshinweisKryochirurgie sollte läsionsgerichtet für einzelne oder multiple AK des Grads I-III nach Olsen bei immunkompetenten Personen angeboten werden.
Evidenztabellen (1)Interventionen AK Einzelstudien

Unter Kryochirurgie versteht man ein destruierendes Verfahren zur lokalen Gewebszerstörung durch gezielte Kälteanwendung. Weil dabei im Gewebe Temperaturen unter -25°C erreicht werden, spricht man von "Kryochirurgie", während die "Kryotherapie" zur Erzielung von Heileffekten mit Temperaturen knapp unterhalb des Gefrierpunktes arbeitet. Sie wird entweder im offenen Sprayverfahren oder im Kontaktverfahren mit einem Kryostempel oder einer speziellen Kryosonde durchgeführt. Als Kältequelle der Wahl wird flüssiger Stickstoff (-196°C) angesehen. Die praktische Durchführung der Kryochirurgie ist wenig standardisiert. Sie umfasst meistens ein bis zwei Gefrier-Tau-Zyklen, bei denen die Zielläsionen für 15-60 Sekunden kälteexponiert werden, bis eine weißliche Reifung bzw. Zeichnung sichtbar wird. Durch intra- und extrazelluläre Eiskristallbildung werden Zellorganellen und Zellmembran irreversibel zerstört. Der Wirkmechanismus ist daher effektiv, aber unspezifisch und erstreckt sich auch auf andere Zelltypen wie Melanozyten. Eine einmalige, durchgehende Applikation von flüssigem Stickstoff über 20-40 Sekunden widerspricht physikalischen Grundlagen, die eine Erhöhung der Temperaturleitfähigkeit und damit eine höhere Effektivität dann bedingen, wenn eine zweimalige kurz aufeinander folgende Vereisung mit einem zwischenzeitlichen Auftauen erfolgt. Daher erklärt eine einmalige Applikation möglicherweise schlechtere Resultate für die Kryochirurgie in manchen Studien [140]. Eine ggf. mehrfach wiederholte Kryochirurgie mit moderaten Sprühzeiten um 5 Sekunden bei einmaliger Wiederholung nach dem ersten Auftauen innerhalb eines Zyklus sollte zumindest für isolierte oder therapierefraktäre Läsionen als wichtige therapeutische Option betrachtet werden mit der Tatsache der kontrollierten Durchführung durch den Arzt. Letzteres ist zumindest bei Patienten mit fraglicher oder definitiv eingeschränkter Mitwirkungsfähigkeit von Vorteil.

Der Vorteil der Kryochirurgie liegt vor allem in einer relativ einfachen und schnellen Anwendung, meistens ohne Notwendigkeit einer lokalen Betäubung. Daher ist die Praktikabilität für Arzt und Patienten sehr gut. Häufige Nebenwirkungen sind Schmerzen, Blasenbildung, Depigmentierung, Narbenbildung oder Hämorrhagie. Bei ausgedehnten Befunden wird als mögliche Strategie die Kombination einer Flächenbehandlung zur Reduktion der Anzahl der Läsionen und zur gleichzeitigen Behandlung subklinischer Veränderungen gefolgt von einer gezielten Behandlung persistierender Läsionen mit Kryochirurgie vorgeschlagen [139][135]. Mögliche Kombinationen wären z.B. auch PDT gefolgt von Kryochirurgie oder operativer Abtragung in Lokalanästhesie.

Der breite und langjährige Einsatz von Kryochirurgie in der Therapie von AK gründet sich vorwiegend auf klinische Erfahrungen. In der Literaturrecherche wurden 6 Einzelstudien identifiziert, die Kryochirurgie in einem Therapiearm untersuchten. Hierbei fungierte sie weitgehend als traditionelle, etablierte, weit verbreitete und gut zugängliche Therapieoption als Standard, an dem andere Verfahren wie MAL-PDT und Laserablation [144][141][143] oder topische Therapien wie Imiquimod und 5-FU mit oder ohne Salicylsäure gemessen wurden [139][140][142]. Es wurden hingegen keine Studien gefunden, die Kryochirurgie gegenüber Placebo verglichen. Zwei systematische Übersichtsarbeiten und zwei Netzwerk-Metaanalysen belegen jedoch die Wirksamkeit von Kryochirurgie, wobei von kompletten Abheilungsraten von zirka 68% berichtet wird [145][127][131]. Eine Netzwerk-Metaanalyse unterstreicht die gute Wirksamkeit v.a. bei AK an extrafazialen und extrakraniellen Lokalisationen relativ gegenüber Placebo und anderen Interventionen [133]. Dagegen wurde kein RCT gefunden, welche Kryochirurgie in der Subgruppe der Immunsupprimierten untersuchte.

Tabelle 14: Übersicht der eingeschlossenen Einzelstudien zu Kryochirurgie

Studie

Interventionen

Einzelne AK

Multiple AK

Feldkanzerisierung

Immunsuppression

Zane 2014 [143]

Kniechirurgie vs.

Ablation mit CO2-Laser

X

 

 

 

Simon 2015 [142]

Kryochirurgie vs.

5-FU 0,5% mit SA 10%-Lösung

X

X

 

 

Krawtchenko 2007 [140]

Kryochirurgie vs.

5-FU 5% Creme vs.

Imiquimod 5% Creme

X

X

 

 

Foley 2011 [139]

Kryochirurgie vs.

Imiquimod 5% Creme

 

X

 

 

Kaufmann 2008 [144]

Kryochirurgie vs.

MAL-Rotlicht-PDT

X

X

 

 

Morton 2006 [141]

Kryochirurgie vs.

MAL-Rotlicht-PDT

X

X

 

 

Kryochirurgie vs. 5-Fluorouracil 0,5% mit Salicylsäure 10% Lösung

Population und Studiendesign: Es liegt eine randomisierte Studie vor, in der 5-FU 0,5% mit SA 10% Lösung mit Kryochirurgie verglichen wurde. Es wurden 66 Patient*innen mit 4-10 hyperkeratotischen Läsionen (Grad II-III nach Olsen) im Gesicht und auf der unbehaarten Kopfhaut eingeschlossen. Personen mit iatrogener Immunsuppression wurden ausgeschlossen [142].

Interventionen: 5-FU 0,5% mit SA 10% wurde als Lösung einmal täglich über maximal 6 Wochen läsionsgerichtet aufgetragen. Bei schlechter Verträglichkeit war eine Reduktion auf eine dreimal wöchentliche Gabe zulässig. Die Kryochirurgie wurde mit flüssigem Stickstoff als Sprayverfahren mit einem zweifachen Gefrier-Auftau-Zyklus durchgeführt, wobei die Dauer der Vereisung dem jeweiligen Prüfarzt überlassen war. Nach 3 Wochen konnte sie wiederholt werden, was ebenso im Ermessen des Prüfarztes lag. Die Studie war unverblindet. Es erfolgte eine interindividuelle Randomisierung zu einem der beiden Arme im Verhältnis 1:1.

Ergebnisse: Die mittlere Läsionsreduktion pro Patient*in betrug nach 14 Wochen 5,2 für 5-FU 0,5% mit SA 10% und 5,7 für Kryochirurgie. Im ersten Arm zeigten nach 98 Tagen 33,3% eine komplette und 51,5% eine teilweise (>75%) Abheilung aller Läsionen. Bei Kryochirurgie waren es 25,0% (komplett) und 62,5% (teilweise). Die histologischen Remissionsraten waren läsionsbezogen 62,1% für 5-FU 0,5% mit SA 10% und 41,9% für Kryochirurgie. Die Rezidivrate (Anteil der Patienten mit mindestens einem Rezidiv) war 6 Monate nach Therapieende für die Kryochirurgie höher als für 5-FU 0,5% mit SA 10% (84,8% vs. 39,4%). Das durch den Prüfarzt und die Patient*innen beurteilte Ansprechen insgesamt war in beiden Armen sehr ähnlich. Ebenso wurde das kosmetische Ergebnis beider Therapieformen überwiegend als gut oder sehr gut („good / very good“) bewertet. Nebenwirkungen wurden tendenziell häufiger bei 5-FU 0,5% mit SA 10% beobachtet und umfassten Erythem, Krusten und Brennen. Schwerwiegende, therapievermittelte Ereignisse traten in 24,2% der Fälle auf, bei Kryochirurgie waren es 6,1%.

Bewertung: Bezüglich der mittleren Läsionsreduktion und der kompletten bzw. teilweise Abheilung aller Läsionen war die Effektivität beider Interventionen vergleichbar mit einem leicht signifikanten Vorteil der topischen Therapie bezüglich des kompletten Ansprechens. Bemerkenswert ist ein deutlicher Effekt in der Reduktion von Rezidiven ursprünglich abgeheilter Läsionen von 5-FU 0,5% mit SA 10%, was auf eine bessere Langzeitwirkung dieser Substanz gegenüber Kryochirurgie hinweisen könnte. Demgegenüber standen eine geringere Rate und Nebenwirkungen unter Kryochirurgie, was in der Schaden-Nutzen-Bewertung dieses Vergleichs berücksichtigt werden sollte. Wegen des offenen Studiendesigns ohne Verblindung und einer kleinen Teilnehmerzahl wurde die Arbeit auf ein Evidenzniveau von 3 herabgestuft. Wegen der geringen Teilnehmerzahl und einigen Endpunkten, die nicht signifikant unterschiedlich waren, bleibt eine Überlegenheit von 5-FU 0,5% mit SA 10% gegenüber Kryochirurgie unklar.

Kryochirurgie vs. CO2-Laser

Population und Studiendesign: Zane et al. untersuchten 200 Patient*innen mit maximal 4 Läsionen im Gesicht und auf der unbehaarten Kopfhaut ohne Zeichen von lichtinduzierten Hautschäden oder Feldkanzerisierung. Insgesamt wurden 543 AK aller klinischer Grade (I-III nach Olsen) eingeschlossen.

Interventionen: Die Randomisierung erfolgte interindividuell 1:1 zu entweder Kryochirurgie mit flüssigem Stickstoff für 10-20 Sekunden oder einmaliger Behandlung mit einem ablativen CO2-Laser [143].

Ergebnisse: Läsionsbezogen betrug die komplette Abheilungsrate nach 3 Monaten für Kryochirurgie 78,2% und für CO2-Laser 72,4%. Bezüglich dieses Endpunkts sprach die Subgruppe der dickeren AK (Grad III) besser auf Kryochirurgie an (80,2%) als auf CO2-Laser (59,8%). Patientenbezogen zeigte ein größerer Anteil der mit Kryochirurgie behandelten Patienten ein komplettes Ansprechen (71,6% vs. 65,3% bei CO2-Laser), allerdings bleibt unklar, ob sich die Fallzahlkalkulation nach Personen oder Läsionen richtete. Auch nach einem Beobachtungszeitraum von 12 Monaten war diese Überlegenheit ersichtlich (53% vs. 14% bei CO2-Laser). Das globale kosmetische Ergebnis wurde von verblindeten Untersuchenden und Patienten für beide Interventionen ähnlich auf einer vierstufigen Skala (schlecht, moderat, gut, exzellent) bewertet und war in 50,7% bzw. 48,4% (Untersuchende) und in 58,9% bzw. 50,0% (Patient) exzellent (jeweils Kryochirurgie vs. CO2-Laser). Subjektiv war die Patientenzufriedenheit auf einer dreistufigen Skala für Kryochirurgie signifikant höher. Häufige lokale Nebenwirkungen waren Erythem, Ödem, Hämorrhagie, Blasen, Erosion, Krusten (Kryochirurgie) sowie Erosionen und Krusten (CO2-Laser).

Bewertung: In dieser Studie war die CO2-Laserablation der Kryochirurgie bezüglich der Effektivitätsendpunkte läsionsbezogene Abheilungsrate, komplettes und Teilansprechen unterlegen. Der Unterschied der Effekte war jedoch eher gering und nicht durchgehend signifikant. Ebenso war das durch die Untersuchenden beurteilte kosmetische Ergebnis beider Interventionen nicht signifikant unterschiedlich. Nur die Patientenzufriedenheit war für Kryochirurgie signifikant und deutlich höher. Allerdings war das Studiendesign offen, was gerade die Einschätzbarkeit subjektiver Endpunkte beeinträchtigt. Daher wurde die Studie auf Evidenzlevel 3 herabgestuft.

 

Kryochirurgie vs. 5-Fluorouracil 5% Creme

Population und Studiendesign: Krawtchenko et al. führten eine unverblindete, dreiarmige, randomisierte Studie durch. Es wurden 75 Personen mit mindestens 5 histologisch gesicherten AK in einem Areal von maximal 50 cm² auf dem Kopf, Hals oder Dekolleté eingeschlossen. Immunsupprimierte wurden ausgeschlossen [140].

Intervention: Die Patient*innen wurden interindividuell 1:1:1 randomisiert zu 5-FU 5% Creme zweimal täglich über 4 Wochen, Imiquimod 5% Creme dreimal wöchentlich für mindestens 8 h über 4 Wochen oder zu Kryochirurgie mit flüssigem Stickstoff im Sprayverfahren (20-40 Sekunden pro Läsion). Die Interventionen Kryochirurgie und Imiquimod konnten einmal nach 2 bzw. 4 Wochen wiederholt werden.

Ergebnisse: Eine komplette klinische Abheilung aller Läsionen wurde für 5-FU 5% in 96% (23/24 Patient*innen), für Kryochirurgie in 68% (17/25) und für Imiquimod 5% in 85% (22/26) beobachtet (p=0,03). Die histopathologisch bestätigten kompletten Abheilungsraten pro Patient betrugen dabei 67% (5-FU 5%), 32% (Kryochirurgie) bzw. 73% (Imiquimod 5%; p=0,02). 12 Monate nach Studienende zeigten immer noch 54% aller mit 5-FU 5% behandelten sowie 28% aller mit Kryochirurgie behandelten Patient*innen ein anhaltendes Ansprechen der Läsionen. Das gesamte Behandlungsfeld war nach dieser Zeit noch in 33% (5-FU 5%) und 4% (Kryochirurgie) aller Studienteilnehmenden unauffällig. Das kosmetische Ergebnis nach 12 Monaten war für beide Interventionen ähnlich schlecht und wurde in nur 4% der Fälle als exzellent beurteilt. Es wurden keine schwerwiegenden Nebenwirkungen beobachtet. Ein normales Hautbild nach Therapie wurde im 5-FU 0,5%-Arm häufiger beobachtet als unter Kryochirurgie (58% vs. 16%). Andere unerwünschte Nebenwirkungen waren ähnlich verteilt, obwohl genauere Zahlen nicht berichtet wurden.

Bewertung: In dieser Studie wurden Effektivitätsvorteile von 5-FU 5% Creme bezüglich der Endpunkte komplette klinische und histologische Abheilung aller Läsionen demonstriert, der Unterschied des Behandlungseffekts erscheint dabei klinisch relevant (96% vs. 68% und 67% vs. 32%). Da Kryochirurgie eine primär läsionsgerichtete und 5-FU 5% eine primär feldgerichtete Therapie ist, sind beide Modalitäten bezüglich der Feldeffektivität nur bedingt miteinander vergleichbar. Dennoch unterstreichen die Ergebnisse, dass Kryochirurgie bei Vorliegen von multiplen Läsionen oder Feldkanzerisierung vermutlich feldgerichteten Verfahren unterlegen ist. Dies wird auch in der Beurteilung der Langzeitergebnisse nach 12 Monaten deutlich. Allerdings sind durch das offene Studiendesign Verzerrungen möglich. Daher wurde die Studie auf das Evidenzlevel 3 herabgestuft.


Kryochirurgie vs. Imiquimod 5% Creme

Zwei Studien untersuchten Kryochirurgie gegenüber Imiquimod 5% Creme [139][140]. In einer randomisierten, prospektiven, kontrollierten Studie aus Australien wurde bei 10 und mehr AK an Gesicht und Kopfhaut eine kryochirurgische Behandlung bei 36 Patienten gegenüber einer Imiquimod-Therapie bei 35 Patient*innen verglichen [139]. Beurteilt wurde das Ansprechen 12 Monate nach Therapiebeginn in Form der läsionsbezogenen kompletten Abheilungsrate und des patientenbezogenen kompletten bzw. teilweise Ansprechens. Das vollständige patientenbezogene Ansprechen für die wiederholte Kryochirurgie über bis zu 4 Zyklen im Abstand von 3 Monaten lag mit 85% deutlich höher als mit 66,9% bei 2 Zyklen Imiquimod 5% Creme für eine dreimalige Selbstbehandlung pro Woche über 3 bis 4 Wochen. Die Nebenwirkungsrate war mit Blasenbildung, Rötung, Schuppung, Krustenbildung und Hypopigmentierung bei 54,8% der Patient*innen für die Kryochirurgie deutlich höher als bei 24% nach Imiquimod. Therapieabbruch erfolgte in der Kryochirurgie-Gruppe in 13,9% und in der Imiquimod-Gruppe in 28,6%, obwohl dies im Widerspruch zu den beobachteten Nebenwirkungen steht. Hinweise zur Therapieadhärenz der beiden Gruppen wurden nicht genannt. Die Autoren konstatieren, dass beide Therapieverfahren hohe Ansprechraten zeigen, wobei die Behandlung mit Imiquimod ein günstigeres Nebenwirkungsprofil und bessere ästhetische Ergebnisse zeigte [139].

Eine weitere Studie verglich Kryochirurgie mit Imiquimod 5% Creme und 5-FU 5% Creme [140]. Hierbei zeigte die Kryochirurgie geringere Ansprechraten als beide topischen Therapien und war bezüglich einer kompletten Abheilung des gesamten Behandlungsfeldes nach 12 Monaten unterlegen. Die Studie berichtete komplette klinische Abheilungsraten von 68% für Kryochirurgie, 96% für 5-FU und 85% für Imiquimod. Im Gegensatz dazu zeigte die histologische Untersuchung komplette Abheilungsraten von nur 32%, 67% bzw. 73%. Die langfristige, komplette Abheilung nach 12 Monaten des gesamten Behandlungsfeldes wurde mit 4%, 33% bzw. 73% berichtet, welches die langfristige Wirksamkeit einer Feldtherapie (hier: 5-FU und Imiquimod) gegenüber einer läsionsgerichteten Therapie (hier: Kryochirurgie) verdeutlicht [140].

Kryochirurgie vs. MAL-Rotlicht-PDT

Zwei Studien verglichen Kryochirurgie mit MAL-Rotlicht-PDT [144][141]. Morton et al. führten eine offene, intraindividuelle Studie in 119 Patient*innen mit insgesamt 1501 nicht-hyperkeratotischen Läsionen im Gesicht oder auf der unbehaarten Kopfhaut durch (mindestens 3 pro Patient) [141]. Kaufmann et al. verglichen beide Interventionen ebenfalls intraindividuell in 121 Patient*innen mit insgesamt 1343 nicht-hyperkeratotischen Läsionen (mindestens 4 pro Patient*in). Im Unterschied wurden hierbei jedoch nur extrafaziale Läsionen auf Extremitäten, Hals oder Stamm behandelt [144]. In beiden Studien wurde ein Behandlungsfeld mit MAL-Creme (160 mg/g) behandelt und anschließend 3 h mit einem okklusiven Verband inkubiert. Die Beleuchtung erfolgte mit einer Schmalspektrum-Rotlichtquelle bei einer Wellenlänge von 630 nm und einer Dosis von 37 J/cm². Das andere Behandlungsfeld wurde mit Kryochirurgie mit flüssigem Stickstoff bei zweifachem Gefrier-Tau-Zyklus therapiert. Bei unzureichendem Therapieerfolg wurde die Behandlung nach 12 Wochen wiederholt.

Nach 12 Wochen war die mittlere Läsionsreduktion für MAL-PDT etwas besser als für Kryochirurgie (86,9% vs. 76,2%; p<0,001). Jedoch lagen beide Interventionen nach 24 Wochen für diesen Endpunkt relativ ähnlich (89,1% vs. 86,1%; p=0,20). Auch läsionsbezogen waren nach 24 Wochen in beiden Therapiearmen ein hoher Anteil an AK komplett abgeheilt, nämlich 85,8% für MAL-PDT und 82,5% für Kryochirurgie. Allerdings zeigten sich bezüglich des globalen kosmetischen Ergebnisses Vorteile für MAL-PDT auf einer vierstufigen Skala (schlecht, moderat, gut, exzellent), wobei hier nach 24 Wochen das Resultat in 77,2% durch die Untersuchenden als exzellent eingestuft wurde. Im Vergleich war das bei nur 49,7% der mit Kryochirurgie behandelten Patient*innen der Fall. Daher wurde MAL-PDT als Therapie auch präferiert. Bezüglich der Verträglichkeit ergaben sich eher geringe Unterschiede, wobei auch hier leichte Vorteile der MAL-PDT beobachtet wurden. Dennoch wurden beide Therapien gut vertragen und Nebenwirkungen waren mild bis moderat [141].

Kaufmann et al. berichten über ähnlich hohe mittlere Läsionsreduktionsraten nach 24 Wochen, die für MAL-PDT bei 78% und für Kryochirurgie bei 88% lagen. Letztere Therapie war hierbei bezüglich dieses Effektivitätsendpunkts sogar signifikant überlegen (p=0,002). Allerdings wurde das kosmetische Ergebnis sowohl durch den Behandelnden bzw. Untersuchenden als auch durch die Patient*innen deutlich schlechter bewertet. Ebenso würden 59% der Patient*innen in Zukunft eine Therapie mit MAL-PDT bevorzugen, jedoch nur 25% Kryochirurgie. Beide Interventionen wurden ohne schwerwiegende therapievermittelte Nebenwirkungen gut vertragen [144].

Zusammenfassend zeigten beide intraindividuellen Studien ähnlich hohe Effektivitätswerte für Kryochirurgie von über 80% Läsionsreduktion. Demgegenüber stehen schlechtere kosmetische Ergebnisse als bei MAL-PDT, welche hierfür bei beiden Studien signifikant besser bewertet wurden. Dennoch ergibt sich durch das offene Studiendesign bei der globalen Einschätzung des kosmetischen Ergebnisses ein Verzerrungsrisiko. Zudem wurden in der Studie von Morton et al. 2006 Streuungsmaße wie Standardabweichungen nicht durchgehend berichtet, weswegen diese Studie auf Evidenzlevel 3 herabgestuft wurde. Weitere Studien wurden wegen Unklarheiten bezüglich der Effektivitätsendpunkte beim Vergleich dieser beiden Interventionen nicht berücksichtigt [146][147].

5.5.2 Chirurgische Verfahren

5.4 · Konsensbasierte Empfehlung · modifiziert 2022

Eine operative Entfernung (z.B. mittels Kürettage, flacher Abtragung oder Komplettexzision) sollte bei einzelnen aktinischen Keratosen angeboten werden.

Konsens
Starker Konsens (100%)
ÄnderungshinweisEine operative Entfernung von AK des Grads I-III nach Olsen (z.B. mittels Kürettage, flacher Abtragung oder Komplettexzision) sollte bei einzelnen Läsionen in immunkompetenten und immunsupprimierten Patienten angeboten werden.
Evidenztabellen (1)Interventionen AK Einzelstudien

Die operative Entfernung von AK ist eine in der klinischen Praxis häufig durchgeführte Therapieoption, für die allerdings keine Evidenz aus RCT vorliegt. In unserer Literaturrecherche wurden keine randomisierten, adäquat kontrollierten Studien identifiziert, die chirurgische Verfahren untersuchten, sodass eine interventionsbezogene Darstellung nicht möglich ist. Auch in anderen systematischen Übersichtsarbeiten bzw. Metaanalysen mit unterschiedlichen Suchstrategien und untersuchten Datenbanken wurden keine RCT zu chirurgischen Verfahren identifiziert [127][128]. Demgegenüber stehen der langjährige Einsatz und die breite klinische Erfahrung mit der operativen Entfernung einzelner, klinisch gut abgrenzbarer Läsionen. Hierbei eignen sich verschiedene Verfahren wie Kürettage, flache Abtragung („Shave-Exzision“) oder Komplettexzision, deren Einsatz vom klinischen Kontext abhängig ist und die als gleichwertig anzusehen sind. Der große Vorteil von chirurgischen Verfahren ist eine nachfolgend mögliche histologische Untersuchung, insbesondere zum Ausschluss eines invasiven PEK bei einem unklaren klinischen Bild.

Einige Fallserien berichteten über geringere Rezidivraten bei Kombination mit Elektrokauterisation. Erfahrungsgemäß sind die Nebenwirkungsraten bei oberflächlicher Abtragung gering und die Abheilungsraten hoch. In welcher Technik eine operative Entfernung erfolgen sollte, hängt von der anatomischen Lokalisation, dem klinischen Bild und der individuellen Expertise des Behandelnden ab. Gerade bei hyperkeratotischen Läsionen, die oft in RCT ausgeschlossen werden, ist eine mechanische Abtragung mit Kürette oder flacher Abtragung sinnvoll. Allerdings ist bei zu oberflächlicher Entfernung eine histologische Untersuchung nur eingeschränkt möglich. Daher ist bei Hochrisikopatienten oder Risikoläsionen mit möglicherweise invasivem Wachstum eine Komplettexzision zu erwägen. Nachteile von chirurgischen Verfahren sind die Notwendigkeit einer lokalen Betäubung und allgemeine Operationsrisiken wie Blutung, Narbenbildung und Wundheilungsstörungen.

5.5.3 Chemoexfoliation

5.5 · Evidenzbasierte Empfehlung · modifiziert 2022

Chemoexfoliation durch Peelings kann für einzelne oder multiple aktinische Keratosen sowie bei Feldkanzerisierung angeboten werden.

Empfehlungsgrad
0: offene Empfehlung (Option) bzgl. einer Maßnahme - verwendete Ausdrucksweise = kann
Evidenzlevel
3

De-novo-Recherche

Konsens
Starker Konsens (100%)
Literatur
[148] [138]
ÄnderungshinweisDie aktuelle Datenlage lässt keine Empfehlungen für die Therapie von AK mit chemischen Peelings zu.
Evidenztabellen (2)Interventionen AK SR + Metanalyse; Interventionen AK Einzelstudien

Das Prinzip von chemischen Peelings in der Behandlung von AK beruht auf einer unspezifischen Ablation von Hautschichten bis zu einer bestimmten Tiefe. Es wurde eine Einzelstudie sowie eine systematische Übersichtsarbeit bzw. Meta-Analyse zu chemischen Peelings identifiziert [148][138].

Steeb et al. evaluierten chemische Peelings in einer systematischen Übersichtsarbeit und Meta-Analyse [138]. Es wurden 4 RCT, 2 nicht-randomisierte Studien und 2 einarmige Studien mit insgesamt 170 Patient*innen identifiziert. Die angewandten Protokolle waren dabei sehr heterogen, was eine Vergleichbarkeit erschwert. Darüber hinaus wurden methodische Mängel v.a. in der Verblindung und dem selektiven Berichten von Ergebnissen beschrieben. In zwei Studien wurde TCA 35% mit Jessners Lösung gegenüber 5-Fluorouracil 5% Creme verglichen. Das Peeling war dabei bzgl. des Endpunkts komplette patientenbezogene Abheilungsrate signifikant unterlegen (relatives Risiko 0,36; 95% KI 0,14-0,90; p=0,03) [138][149]. Weitere zwei Studien verglichen TCA 35% bzw. TCA 50% gegenüber PDT in konventioneller Durchführung. Ebenso war das Peeling hier der PDT bzgl. der beiden Endpunkte läsionsbezogene Abheilungsrate (relatives Risiko 0,75; 95% KI 0,69-0,82; p<0,0001) und mittlere Läsionsreduktion pro Patient*in (mittlere Differenz -20,48; 95% KI -31,55 bis -9,41; p=0,0003) unterlegen [150][148]. Demgegenüber steht eine geringere Schmerzhaftigkeit der Behandlung mit TCA vs. PDT auf einer visuellen Analogskala von 1-10 (mittlere Differenz -1,71, 95% KI -3,02 bis -0,41; p=0,010). In den einarmigen Studien wurden zum Teil hohe Abheilungsraten mit einer Kombination aus 5-Fluorouracil 5% Creme und Glykolsäure (92%) oder Phenol (90,6%) berichtet, allerdings gab es hier keine Kontrollarme [138].

Insgesamt waren die chemischen Peelings bzgl. der Effektivitätsendpunkte gegenüber den topischen arzneimittelgestützten Verfahren unterlegen. Peelings mit mittlerer oder tiefer Ablation scheinen dennoch hohe Abheilungsraten zu haben. Allerdings sind die Protokolle in den eingeschlossenen Studien heterogen und methodische Mängel wurden identifiziert.

Tabelle 15: Übersicht der eingeschlossenen Einzelstudien zu Chemoexfoliation

Studie

Interventionen

Einzelne AK

Multiple AK

Feldkanzerisierung

Immunsuppression

Holzer 2016 [148]

Trichloressigsäure vs.

ALA-Rotlicht-PDT

(X)

X

X

 

 

Trichloressigsäure vs. ALA-Rotlicht-PDT

Holzer et al. evaluierten Trichloressigsäure (Trichloroacetic acid, TCA) intra-individuell gegenüber konventioneller ALA-Rotlicht-PDT [148]. Insgesamt wurden 28 Patient*innen mit mindestens 5 Läsionen bzw. Feldkanzerisierung in zwei vergleichbaren Arealen der unbehaarten Kopfhaut oder des Gesichts eingeschlossen. Die Randomisierung erfolgte 1:1 zu einem Peeling mit 35% TCA oder 20% ALA-PDT mit Rotlicht. Auf einzelne Läsionen bezogen kam es zu einer Reduktion von 31,9% (TCA) gegenüber 58,0% (ALA-PDT). Die Anzahl an Patient*innen, die eine komplette oder nahezu komplette Abheilung aller Läsionen nach verblindeter Beurteilung zeigten, lag bei 54,5% (12/22 Patient*innen mit ALA-PDT) gegenüber nur 11,8% (2/17 mit TCA). Obwohl sich bezüglich des kosmetischen Ergebnisses kein signifikanter Unterschied zwischen den beiden Gruppen zeigte, schnitt die ALA-PDT-Gruppe diesbezüglich tendenziell besser ab. Therapiebedingte Schmerzen waren dagegen bei ALA-PDT häufiger und stärker gemessen an einer visuellen Analogskala von 1-10 (7,5 gegenüber 5,1). Narbenbildung wurde in 6 mit TCA behandelten Patient*innen beobachtet (21,4%).

5.5.4 Dermabrasio

Der Effekt der Dermabrasio beruht auf einer mechanischen Abtragung der obersten Hautschichten bis zur dermoepidermalen Junktionszone mit fräsenartigen Instrumenten. Es handelt sich hierbei um ein eher älteres Verfahren, das zur feldgerichteten Therapie von AK eingesetzt wurde. Es wurden keine RCT zu mechanischer Dermabrasio identifiziert. Es existieren retrospektive Beobachtungsstudien und Fallserien über Dermabrasio in der Therapie von AK, die allerdings nicht systematisch untersucht wurden, sodass hier keine konsens- oder evidenzbasierte Empfehlung ausgesprochen werden kann.

Die technische Durchführung der Dermabrasio ist wenig standardisiert und die Wirksamkeit und Sicherheit hängen stark von der individuellen Expertise des Behandelnden ab. Bei korrekter Durchführung wurde über hohe und anhaltende komplette Ansprechraten von 83-96% nach 2 Jahren berichtet [151]. Da das Verfahren schmerzhaft ist, ist meistens eine lokale Betäubung und bei großen Behandlungsflächen mitunter eine Analgosedierung notwendig. Dies reduziert die Praktikabilität sowohl für den Arzt als auch die Patient*innen deutlich. Außerdem kann es bei zu tiefer Abtragung zu ausgeprägten Wundheilungsstörungen und Narbenbildung kommen. Daher sollte das Nutzen-Risiko-Verhältnis der Dermabrasio, gerade vor dem Hintergrund von in RCT nachgewiesenermaßen effektiven Behandlungsalternativen, sorgfältig abgewogen werden.

5.5.5 Kaliumhydroxid

5.6 · Evidenzbasierte Empfehlung · neu 2022

Kaliumhydroxid 5% Lösung kann für einzelne oder multiple aktinische Keratosen angeboten werden.

Empfehlungsgrad
0: offene Empfehlung (Option) bzgl. einer Maßnahme - verwendete Ausdrucksweise = kann
Evidenzlevel
3

De-novo-Recherche

Konsens
Starker Konsens (100%)
Literatur
[152]

Kaliumhydroxid (KOH) ist ein chemisch-destruktives Lokaltherapeutikum, das in der Behandlung von Viruswarzen wie Mollusca contagiosa Verwendung findet. Zudem werden KOH keratolytische Eigenschaften zugeschrieben. Für die Behandlung von AK steht ein apothekenpflichtiges Medizinprodukt in Form einer 5%-igen Lösung zu Verfügung, welches läsionsgerichtet auf maximal 10 Läsionen (Grad I-II nach Olsen) mit einem maximalen Durchmesser von 2 cm aufgetragen wird. Die Läsionen sollten dabei gut abgrenzbar und isoliert sein. Als Medizinprodukt nimmt Kaliumhydroxid 5% Lösung eine Zwischenstellung zwischen den rezeptpflichtigen topisch-medikamentösen Verfahren und den physikalisch bzw. chemisch wirksamen destruktiven Lokalverfahren ein. Die Evidenzgrundlage für Kaliumhydroxid 5% Lösung ist dabei begrenzt. In der Literaturrecherche wurde eine Einzelstudie identifiziert, welche Kaliumhydroxid 5% Lösung vs. 5-Fluorouracil 5% Creme verglich [152]. Weiterhin existieren Daten aus einer einarmigen, prospektiven, multizentrischen Medizinprodukt-Studie, die wegen des Studiendesigns ausgeschlossen wurde (TAKKOH-Studie, „Treatment of AK with KOH“) [153]. In diese Studie wurden 73 Patient*innen mit 1-10 Läsionen (Grad I-II nach Olsen) eingeschlossen. Kaliumhydroxid 5% Lösung wurde 1x/d läsionsgerichtet über 14 d aufgetragen, gefolgt von einer 14-tägigen Therapiepause (1 Zyklus=28 d). Insgesamt waren bis zu 3 Zyklen erlaubt. Nach bis zu 3 Behandlungszyklen lag die patientenbezogene komplette Abheilungsrate bei 54,9%, die partielle Abheilungsrate bei 64,8%. Läsionsbezogen lag die Abheilungsrate 69,9%. Insgesamt traten bei 46,6% (37/73 behandelten Patient*innen) unerwünschte Ereignisse auf. Dabei handelte es sich ausschließlich um unerwünschte Lokalreaktionen wie Schmerz (27%), Erythem (6,8%), Blutung (5,5%), Pruritus (4,1%), Verkrustung (4,1%) und Desquamation (1,4%). Diese Ereignisse waren in 93% von milder Intensität. Die Verträglichkeit wurde von 90,5% der Prüfärzt*innen und von 93,2% der Patient*innen als „sehr gut“ oder „gut“ bewertet, was für eine gute Verträglichkeit spricht [153].

Tabelle 16: Einzelstudien zu Kaliumhydroxid

Studie

Intervention

Einzelne AK

Multiple AK

Feldkanzerisierung

Immunsuppression

Salehi Farid 2020 [152]

Kaliumhydroxid 5% Lösung vs.

5-Fluorouracil 5% Creme

X

X

 

 

 

Kaliumhydroxid 5% Lösung vs. 5-Fluorouracil 5% Creme

Population und Studiendesign: Eine iranische Studie verglich KOH 5% Lösung gegenüber 5-Fluorouracil 5% Creme intraindividuell in 18 Patient*innen. Hiervon wurden jedoch nur 13 (KOH) bzw. 10 (5-FU) über einen Zeitraum von 3 Monaten nachbeobachet. Die Patient*innen hatten mindestens 2 Läsionen auf jeder Seite auf dem Kapillitium bzw. Gesicht (d.h. mind. 4 Läsionen pro Patient*in). Insgesamt wurden 118 behandelt, 68 davon mit KOH 5% Lösung und 50 mit 5-Fluororuacil 5% Creme [152].

Intervention: Die Patienten wurden intraindividuell 1:1 zu KOH 5% in wässriger Lösung oder 5-Fluorouracil 5% Creme randomisiert. Die Applikation erfolgte in beiden Fällen 1x täglich abends über 4 Wochen. KOH 5% wurde läsionsgerichtet, 5-FU feldgerichtet aufgetragen.

Ergebnisse: Nach 1 Monat betrug die läsionsbezogene Abheilungsrate 81% für KOH 5% und 58% für 5-Fluorouracil (p=0,04). Nach 3 Monaten lag diese Rate bei 83% für KOH 5% (38/46 Läsionen) bzw. bei 70% für 5-Fluorouracil (26/37 Läsionen; p=0,2). In der mit KOH-behandelten Seite wurden häufiger Erosion (30,9% vs. 8%; p<0,001) und Ulzeration (98,5% vs. 8%; p<0,001) beobachtet. Hingegen waren in der mit 5-FU-behandelten Seite Erythem (48% vs. 19%; p<0,001), Schuppung (58% vs. 5,9%; p<0,001) und Schwellung (20% vs. 0%; p<0,001). Krustenbildung wurden bei beiden Interventionen ähnlich häufig beobachtet (23,5% vs. 18%; p=0,556).

Bewertung: In dieser Studie war ein leichter Effektivitätsvorteil für KOH 5% nach 1 Monat zu beobachten, der jedoch nach 3 Monaten nicht mehr konsistent war. Das Spektrum der Nebenwirkung unterschied sich je nach dem Wirkmechanismus (KOH: Ulzeration, Erosion; 5-FU: Erythem, Schuppenbildung, Schwellung), so dass keine pauschale Aussage darüber möglich ist, welche Intervention hier besser verträglich war. KOH 5% ist hierbei ein läsionsgerichteter Ansatz, wohingegen 5-FU eine feldgerichtete Therapie ist. In dieser Population mit mind. 2 AK pro Behandlungsfeld zeigte KOH 5% gute läsionsbezogene Abheilungsraten von 83%. Allerdings sind diese Effektivitätswerte vermutlich begrenzt auf Patient*innen mit wenigen und einzelnen Läsionen, die daher prognostisch ohnehin günstiger sind. Die Aussagekraft der Studie wird begrenzt durch eine hohe Rate an ausgeschiedenen bzw. nicht protokollgemäß behandelten Patienten („Attrition bias“), eine niedrige Fallzahl sowie das Fehlen weiblicher Studienteilnehmerinnen. Das Evidenzniveau wurde daher auf 3 herabgestuft. Auch die Applikation 1x/d über kontinuierlich über 4 Wochen entspricht nicht der aktuell in Deutschland empfohlenen Applikation (1x/d über 14 d gefolgt von 14 d therapiefreiem Intervall, max. 3 Zyklen), so dass auch die Übertragbarkeit eingeschränkt ist.

Insgesamt ist die Behandlung von AK mit KOH 5% Lösung sinnvoll bei Patient*innen ohne signifikante Risikofaktoren für einen ungünstigen Krankheitsverlauf und mit einzelnen, kleinen und gut isolierten Läsionen ohne Zeichen für Feldkanzerisierung. Durch ein günstiges Nutzen-Risiko-Verhältnis und den Status als apothekenpflichtiges Medizinprodukt eignet sich KOH 5% in dieser Population nach entsprechender Aufklärung und Instruktion auch gut zur selbstgesteuerten Bedarfstherapie („Stand-by“-Therapie).

5.5.6 Lasertherapie

5.5.6.1 Ablative Laserverfahren

5.7 · Evidenzbasierte Empfehlung · modifiziert 2022

Ablative Laserverfahren können für einzelne oder multiple aktinische Keratosen sowie bei Feldkanzerisierung angeboten werden.

Empfehlungsgrad
0: offene Empfehlung (Option) bzgl. einer Maßnahme - verwendete Ausdrucksweise = kann
Evidenzlevel
2
Konsens
Konsens (100%)
Literatur
[127] [143] [154]
ÄnderungshinweisEine Behandlung mit ablativen Laserverfahren kann für einzelne oder multiple AK der Grads I-III nach Olsen sowie bei Feldkanzerisierung in immunkompetenten Patienten angeboten werden.

Die Laserablation ist für die Behandlung superfizieller AK mit niedrigem Risiko als weniger invasive Alternative zum chirurgischen Vorgehen von Bedeutung. Eine präzise, schnelle und streng lokalisierte Gewebevaporisation kann beispielsweise mit dem ablativen Erbium:YAG- und CO2-Laser erreicht werden [155]. Wie bei topisch-medikamentösen und bei ablativ-destruktiven Verfahren mit Ausnahme von chirurgischen Interventionen erfolgt allerdings keine histopathologische Sicherung. Allerdings bieten zunehmend nicht-invasive bildgebende Verfahren wie die konfokale Lasermikroskopie mit ihrer optischen Darstellung die Möglichkeit, auf zellulärer Ebene eine der Histopathologie ähnliche Kontrolle direkt am Patient zu erreichen und dadurch die Effizienz und Sicherheit des Abtragungsvorganges zu verbessern (siehe Stellenwert nicht-invasiver diagnostischen Verfahren in der Diagnose von AK und PEK) [156].

Trotz dieser technischen Neuerungen und Entwicklungen bleiben Daten zu Laserverfahren aus RCT, auf deren Basis evidenzbasierte Empfehlungen ausgesprochen werden können, begrenzt. Die systematische Literaturrecherche ergab 2 Einzelstudien, die die Behandlung mit Erbium:YAG-Laser mit 5-FU 5% Creme bzw. CO2-Laser mit Kryochirurgie in immunkompetenten Patienten verglichen haben [154][143]. In einer systematischen Übersichtsarbeit mit Metaanalyse von Gupta et al. 2012 [127] wurden bezüglich ablativer Laserverfahren ebenso die Studie von Ostertag et al. 2006 [154], sowie eine weitere Arbeit von Hantash et al. 2006 analysiert [157]. Es wurden keine RCT zur Lasertherapie in immunsupprimierten Patienten identifiziert.

Einige Arbeiten untersuchten die Wirksamkeit einer Kombination aus läsionsgerichteter Lasertherapie mit feldgerichteten Verfahren [137]. Hierbei steigerte vor allem eine Vorbehandlung mit ablativem fraktionalen Laser (AFXL) die Aufnahme von topisch aufgebrachten Therapeutika und die läsionsspezifischen Abheilungsraten. Dieses Konzept der unterstützten Medikamenteneinschleusung („laser-assisted drug delivery“) ermöglicht eine effiziente Behandlung vieler dermatologischer Erkrankungen einschließlich der Behandlung von AK. Unter anderem liegen Publikationen für die fraktionale Laserablation vor Applikation von 5-FU 5% Creme [158], IMB-Gel (IMB) [159] oder MAL-Rotlicht-PDT bei Läsionen Grad II-III in immunkompetenten Patienten vor [160][161]. Auch bei immunsupprimierten Organtransplantierten wurde die Kombination aus AFXL mit MAL-PDT untersucht, wobei die Kombination aus AFXL und PDT gegenüber nur AFXL signifikant bezüglich des kompletten Ansprechens überlegen war (73% vs. 31%; p=0,002) [162].

Tabelle 17: Übersicht der eingeschlossenen Einzelstudien zur ablativen Lasertherapie

Studie

Interventionen

Einzelne AK

Multiple AK

Feldkanzerisierung

Immunsuppression

Ostertag 2006 [154]

Laser-Resurfacing vs.

5-FU 5% Creme

 

X

X

 

Zane 2014 [143]

Ablation mit CO2-Laser vs.

Kryochirurgie

X

 

 

 

 

Laser-Resurfacing vs. 5-FU 5% Creme

Population und Studiendesign: Ostertag et al. untersuchten in einer randomisierten, doppelt-blinden Studie die Langzeitwirkung von und die Rezidivraten unter 5-FU 5% Creme im Vergleich zu ablativer Lasertherapie in 55 Patienten [154].

Intervention: Die Randomisierung erfolgte interindividuell 1:1 zu 5-FU 5% Creme zweimal täglich über 4 Wochen bzw. bei geringerer Wirksamkeit über maximal 7 Wochen und oder zu einer ablativen Laserbehandlung mit dem Derma-K Laser (Lumenis®) im Erbium:YAG bzw. CO2-Modus.

Ergebnisse: Nach 3 Monaten betrug die mittlere Läsionsreduktion pro Patient 13,2 für 5-FU 5% und 13,8 für die Laserbehandlung. Nach 6 Monaten lag diese Zahl bei 12,5 und 13,9 sowie nach 12 Monaten bei 12,4 und 14,2 (5-FU 5% gegenüber Laser). Die Unterschiede der absoluten Läsionsreduktionen waren nicht signifikant. Die mittlere prozentuale Reduktion war nach 12 Monaten 91,1% für Lasertherapie und 76,6% für 5-FU 5%. Dieser Unterschied war signifikant (p=0,048). Ebenso waren die Rezidivraten nach 3, 6 und 12 Monaten für die topische Behandlung mit 5-FU 5% durchgehend höher als für die ablative Lasertherapie. Eine Verbesserung im Hinblick auf UV-induzierte Hautalterung der behandelten Areale wurde ebenso häufiger nach Laserbehandlung beobachtet. Dieser Endpunkt wurde gemessen in einer Skala von 0-9, die sich aus den Einzelkomponenten Falten, Hautfarbe bzw. Pigmentierung und Keratosen zusammensetzte. Nach 12 Monaten besserte sich der Punktwert in dieser Skala signifikant häufiger bei Laser (74%) gegenüber 5-FU 5% (43%). Die Nebenwirkungen beider Interventionen umfassten Erythem, Ödem, Infektionen, Verkrustung, Schmerz, Hautirritation und Juckreiz. Sie wurden tendenziell nach Laserbehandlung häufiger beobachtet. Hier traten vor allem Ödeme und Infektionen kurz nach Behandlung sowie Erythem und Hypopigmentierung im längerfristigen Verlauf häufiger auf.

Bewertung: Die Effektivität der Interventionen war bezüglich der absoluten Läsionsreduktion nicht signifikant unterschiedlich, lediglich die prozentuale Reduktion wurde für die Lasertherapie als überlegen berichtet. Allerdings erscheint die Stärke des Effekts eher gering. Bezüglich der Langzeitwirkung war die Lasertherapie signifikant überlegen, allerdings auf Kosten von langfristigen Nebenwirkungen. Daher sind weitere Studien nötig, um das Nutzen-Risiko-Verhältnis dieser beiden Interventionen zu untersuchen.

CO2-Laser vs. Kryochirurgie

Eine Studie wurde identifiziert [143]. Für den Vergleich dieser Interventionen siehe Kryochirurgie.

Population und Design: Zane et al. untersuchten 200 Patient*innen mit maximal 4 Läsionen im Gesicht und auf der unbehaarten Kopfhaut ohne Zeichen von lichtinduzierten Hautschäden oder Feldkanzerisierung. Insgesamt wurden 543 AK aller klinischer Grade (I-III nach Olsen) eingeschlossen.

Intervention: Die Randomisierung erfolgte interindividuell 1:1 zu entweder Kryochirurgie mit flüssigem Stickstoff für 10-20 Sekunden oder einmaliger Behandlung mit einem ablativen CO2-Laser.

Ergebnisse: Läsionsbezogen betrug die komplette Abheilungsrate nach 3 Monaten für Kryochirurgie 78,2% und für CO2-Laser 72,4%. Bezüglich dieses Endpunkts sprach die Subgruppe der dickeren AK (Grad III nach Olsen) besser auf Kryochirurgie (80,2%) als auf CO2-Laser (59,8%) an. Personenbezogen zeigte ein größerer Anteil der mit Kryochirurgie behandelten Patient*innen ein komplettes Ansprechen (71,6% vs. 65,3% bei CO2-Laser), allerdings bleibt unklar, ob sich die Fallzahlkalkulation nach Personen oder Läsionen richtete. Auch nach einem Beobachtungszeitraum von 12 Monaten war diese Überlegenheit ersichtlich (53% vs. nur 14% bei CO2-Laser). Das globale kosmetische Ergebnis wurde von verblindeten Untersuchern und Patienten für beide Interventionen ähnlich auf einer vierstufigen Skala (schlecht, moderat, gut, exzellent) bewertet und war in 50,7% bzw. 48,4% (Untersucher) und in 58,9% bzw. 50,0% (Patient) exzellent (jeweils Kryochirurgie vs. CO2-Laser). Subjektiv war die Patientenzufriedenheit auf einer dreistufigen Skala für Kryochirurgie signifikant höher. Häufige lokale Nebenwirkungen waren Erythem, Ödem, Hämorrhagie, Blasenbildung, Erosion, Krustenbildung (Kryochirurgie) sowie Erosionen und Krustenbildung (CO2-Laser).

Bewertung: In dieser Studie war die CO2-Laserablation der Kryochirurgie bezüglich der Effektivitätsendpunkte läsionsbezogene Abheilungsrate, komplettes und Teilansprechen unterlegen. Der Unterschied der Effekte war jedoch eher gering und nicht durchgehend signifikant. Ebenso war das durch die Untersucher beurteilte kosmetische Ergebnis beider Interventionen nicht signifikant unterschiedlich. Nur die Patientenzufriedenheit war für Kryochirurgie signifikant und deutlich höher. Allerdings war das Studiendesign offen, was gerade die Einschätzbarkeit subjektiver Endpunkte beeinträchtigt. Daher wurde die Studie auf Evidenzlevel 3 herabgestuft.

Interessanterweise war das komplette Ansprechen nach 12 Monaten für Kryochirurgie deutlich besser als für Lasertherapie. Diese Ergebnisse stehen im Gegensatz zur Studie von Ostertag 2006, in der Laser-Resurfacing vor allem bezüglich der Langzeitwirkung der topischen Therapie mit 5-FU 5% Creme überlegen war [154]. Die Ergebnisse lassen daher vermuten, dass die Ergebnisse des CO2-Lasers von der Anzahl der Läsionen und der Größe der behandelten Fläche abhängig sind.

5.5.6.2 Nicht-ablative Laserverfahren

5.8 · Konsensbasierte Empfehlung · modifiziert 2022

Nicht-ablative Laserverfahren können für einzelne oder multiple aktinische Keratosen angeboten werden.

Konsens
Starker Konsens (96,7%)
ÄnderungshinweisEine Behandlung mit nicht-ablativen Laserverfahren kann für einzelne oder multiple AK der Grads I-II nach Olsen angeboten werden.
Evidenztabellen (1)Interventionen AK Einzelstudien

Die Evidenz aus RCT zu nicht-ablativen Laserverfahren in Behandlung von AK ist begrenzt. In unserer Literaturrecherche wurden keine Arbeiten mit diesem Design identifiziert. Dennoch existieren retrospektive und nicht-randomisierte Studien zur Anwendung nicht-ablativer Laser wie dem Nd:YAG- sowie dem fraktionierten 1540 nm-Laser.

Lapidoth et al. behandelten 17 Patienten mit einem 1540 nm fraktionalen, nicht ablativen Laser mit 75 Millijoule Fluenz, 15 Millisekunden Pulsdauer und einer Spotgröße von 10 mm. Nach 3 Monaten fand eine verblindete Evaluation statt und zeigte eine Verbesserung der AK um 75% auf einer vierstufigen Skala [163]. Die Nutzung eines lang gepulsten Farbstofflasers mit 595 nm Wellenlänge als Lichtquelle für die Durchführung einer PDT zeigte bezüglich der läsionsspezifischen Abheilungsraten vergleichbare Resultate mit Klärungsraten von über 90% über eine Nachbeobachtungszeit von bis zu 8 Monaten. Für Läsionen auf den Extremitäten und dem Rumpf waren diese Werte niedriger [164]. Eine weitere retrospektive, unkontrollierte Studie untersuchte den Nd:YAG-Laser (λ=1060 nm) in der Behandlung von Basalzellkarzinomen und anderen NMSC-Tumoren [165]. Da in dieser Arbeit nicht primär AK behandelt wurden, ist die Übertragbarkeit der Intervention derzeit noch unsicher und bedarf weiterer Evaluation in künftigen RCT.

5.6 Topische arzneimittelgestützte Verfahren

5.6.1 Diclofenac

5.9 · Evidenzbasierte Empfehlung · modifiziert 2022

Diclofenac-Natrium 3% Gel sollte für einzelne oder multiple aktinische Keratosen angeboten werden.

Empfehlungsgrad
B: Empfehlung für oder gegen eine Maßnahme - verwendete Ausdrucksweise = sollte/sollte nicht
Evidenzlevel
1
Konsens
Starker Konsens (100%)
Literatur
[145] [166] [167] [168] [169] [170] [171] [172] [173] [174] [175] [176] [177] [178] [179] [131]
ÄnderungshinweisEine Behandlung mit Diclofenac-Natrium 3% in Hyaluronsäure 2,5% Gel sollte für einzelne oder multiple AK des Grads I-II nach Olsen in immunkompetenten Personen angeboten werden.
Evidenztabellen (1)Interventionen AK Einzelstudien
5.10 · Evidenzbasierte Empfehlung · modifiziert 2022

Diclofenac-Natrium 3% Gel sollte bei Feldkanzerisierung angeboten werden.

Empfehlungsgrad
B: Empfehlung für oder gegen eine Maßnahme - verwendete Ausdrucksweise = sollte/sollte nicht
Evidenzlevel
2
Konsens
Starker Konsens (100%)
Literatur
[167] [169] [170] [173]
ÄnderungshinweisEine feldgerichtete Therapie mit Diclofenac-Natrium 3% in Hyaluronsäure 2,5% Gel sollte bei Feldkanzerisierung angeboten werden.
Evidenztabellen (1)Interventionen AK Einzelstudien

Das nicht-steroidale Antirheumatikum Diclofenac ist in Form eines dreiprozentigen Gels zur topischen Behandlung von AK bei Erwachsenen seit 2011 zugelassen. Die antitumoralen Effekte beruhen hauptsächlich auf der Hemmung der Cyclooxygenase-2. Es ist verfügbar als Gel, das zweimal täglich morgens und abends über maximal 12 Wochen (90 Tage) aufgetragen werden sollte. Zu den häufigsten unerwünschten Wirkungen gehören lokale Hautreaktionen wie Kontaktdermatitis, Erythem, Ausschlag, Schmerzen oder Blasen. Während der Behandlung ist auf eine Meidung von Sonnen- bzw. UV-Strahlung zu achten. Eine verlängerte Behandlungsdauer über 6 Monate wurde in einer offenen, randomisierten Multizenterstudie in 418 Patienten mit milden bis moderaten AK untersucht [176]. Hierbei zeigte sich allerdings kein signifikanter Vorteil bezüglich des Anteils der Patienten mit einer kompletten Abheilung aller Läsionen bei einer verlängerten Anwendung (45% für 6 Monate gegenüber 40% für 3 Monate), so dass eine Behandlungsdauer von 60-90 Tagen empfohlen wird.

Die systematische Literaturrecherche ergab 13 randomisierte Einzelstudien, die Diclofenac-Natrium 3% Gel untersuchten. Zudem wurden 4 systematische Übersichtsarbeiten oder Metaanalysen identifiziert [145][127][131][179]. Die Netzwerk-Metaanalyse von Vegter 2014 [131], ermittelte aus insgesamt 5 Studien mit einer gepoolten Gesamtpopulation von 413 Patienten ein komplettes Ansprechen von 24,7% (95% KI 12,4-37,0%), das im Vergleich zu anderen untersuchten Interventionen als eher gering einzustufen ist. Allerdings wurde hier nur dieser Effektivitätsendpunkt (komplettes patientenbezogenes Ansprechen) berücksichtigt. Die umfangreiche Metaanalyse von Gupta aus dem Jahr 2012 [127] favorisierte unter anderem die Behandlung mit Diclofenac-Natrium 3% Gel und berechnete anhand von 3 Studien mit einer gepoolten Population von 420 Patienten, dass mit Diclofenac-Natrium 3% Gel behandelte Teilnehmerinnen im Vergleich zu Vehikel-Creme eine 2,5-fach höhere Wahrscheinlichkeit auf eine komplette Abheilung der Läsionen haben. Hinsichtlich der Nebenwirkungen wurde berichtet, dass die Nebenwirkungen in der Diclofenac-Gruppe im Vergleich zur Placebo-Gruppe jedoch deutlich überwiegen. Insbesondere die Rate an Patienten mit therapievermittelten Behandlungsabbrüchen war hier höher (relatives Risiko 3,59; 95% KI 1,92-6,70). Die systematische Übersichtsarbeit von Askew 2009 [145] berichtete über eine komplette läsionsbezogene Abheilungsrate von 89% mit Diclofenac-Natrium 3% Gel. Eine weitere Netzwerk-Metaanalyse von Ezzedine 2021 berechnete für den Endpunkt komplette patientenbezogene Abheilungsrate für Diclofenac 3% Gel eine Odds-Ratio von 2,53 (95% KI 0,53-11,64) gegenüber Placebo. Für den Endpunkt patientenbezogenes Teilansprechen lag dieser Wert bei 7,74 (95% KI 0,44-129,20) [179]. Beide Werte sind im Vergleich anderer Intervention relativ niedrig, allerdings sind die KI für die meisten Berechnungen aus dieser Analyse sehr breit, was eine Einschätzung erschwert.

Die Mehrheit der Studien untersuchte Diclofenac-Natrium 3% Gel dabei in immunkompetenten Patient*innen mit einzelnen oder multiplen AK. Die Studienlage verdeutlicht hierbei, dass Evidenz für den Gebrauch bei einzelnen und multiplen AK vorliegt, und zwar vorwiegend bei milden bis moderaten Läsionen (Grad I-II nach Olsen). Gebauer et al. zeigten darüber hinaus die Wirksamkeit dieser Kombination auch in hyperkeratotischen Läsionen [167]. Mehrere Studien untersuchten Diclofenac-Natrium 3% Gel als feldgerichtete Therapie bei Patient*innen mit Anzeichen von Feldkanzerisierung. Darüber hinaus wurde eine weitere Studie bei organtransplantierten Patient*innen mit Immunsuppression identifiziert [172] (siehe Therapie bei Immunsuppression und Organtransplantation).

Tabelle 18: Übersicht der Einzelstudien zu Diclofenac-Natrium 3% Gel

Studie

Interventionen

Einzelne AK

Multiple AK

Feldkanzerisierung

Immunsupspression

McEwan 1997 [169]

Diclofenac-Natrium 3% Gel vs.

Vehikel

unklar

unklar

X

 

Wolf 2001 [173]

Diclofenac-Natrium 3% Gel vs.

Vehikel

 

X

X

 

Rivers 2002 [170]

Diclofenac-Natrium 3% Gel 2x/d über 30 Tage vs.

Diclofenac-Natrium 3% Gel 2x/d über 60 Tage vs.

Vehikel 2x/d über 30 Tage vs.

Vehikel 2x/d über 60 Tage

 

X

X

 

Gebauer 2003 [167]

Diclofenac-Natrium 3% Gel vs.

Vehikel

 

X

X

 

Akarsu 2011 [166]

Diclofenac-Natrium 3% Gel vs.

Imiquimod 5% Creme vs.

Placebo

X

 

 

 

Ulrich 2010 [172]

Diclofenac-Natrium 3% Gel vs.

Vehikel

X

X

unklar

X

Kose 2008 [168]

Diclofenac-Natrium 3% Gel vs.

Imiquimod 5% Creme

X

unklar

 

 

Stockfleth 2011 [175]

Diclofenac-Natrium 3% Gel vs.

5-FU 0,5% mit SA 10%-Lösung vs.

Placebo

X

X

 

 

Stockfleth 2012* [180]

Diclofenac-Natrium 3% Gel vs.

5-FU 0,5% mit SA 10%-Lösung vs.

Placebo

X

X

 

 

Segatto 2013 [171]

Diclofenac-Natrium 3% Gel vs.

5-FU 5% Creme

X

X

 

 

Zane 2014 [174]

Diclofenac-Natrium 3% Gel vs. MAL-cPDT

X

X

 

 

Pflugfelder 2012 [176]

Diclofenac-Natrium 3% Gel für 3 Monate vs.

Diclofenac-Natrium 3% Gel für 6 Monate

 

X

unklar

 

Gollnick 2020 [177]

Diclofenac-Natrium 3% Gel vs.

Imiquimod 5% Creme

 

X

 

 

Stockfleth 2018 [178]

Diclofenac-Natrium 3% Gel vs.

IMB 0,015% Gel

X

X

 

 

* Folgestudie von Stockfleth 2011

Diclofenac-Natrium 3% vs. Placebo (Immunkompetente)

Es wurden insgesamt sechs unabhängige Studien identifiziert, welche die Anwendung von Diclofenac-Natrium 3% Gel mit Vehikel hinsichtlich der Wirksamkeit verglichen haben. Von diesen sechs Studien untersuchte eine Studie die Wirksamkeit bei Organtransplantierten unter Immunsuppression [172], über die gesondert berichtet wird.

Population und Studiendesign: Die älteste Studie von McEwan aus dem Jahr 1997 verglich in einer Randomisierung von 1:1 die Wirksubstanz im Trägergel Hyaluronsäure mit Vehikel in einer monozentrischen, randomisierten, doppel-verblindeten Studie. Von den 130 eingeschlossenen Teilnehmenden waren 73 männlich und 57 weiblich; die Altersspanne lag zwischen 48 und 87 Jahren. Es wurden AKs unterschiedlicher Schwergrade eingeschlossen [169]. Eine Schuppung der AK, die bei 62 der 65 AKs in der Verumgruppe angegeben wird, legt nahe, dass auch schwerere AK-Ausprägungen behandelt worden sind. 28 der 65 dokumentierten AKs befanden sich an den Händen. Der Studie von Wolf 2011 lag ein multizentrisches, randomisiertes, doppel-blindes, Placebo-kontrolliertes Parallelgruppendesign zugrunde, bei welcher 58 Patient*innen in der aktiven und 59 Patient*innen in der Kontrollgruppe eingeschlossen wurden [173]. Eine weitere Studie von Rivers 2002 schloss 195 Patient*innen (73% männlich) mit mindestens 5 AK in eine randomisierte, doppel-blinde, Placebo-kontrollierte Multizenterstudie mit Parallelgruppendesign ein. Die Teilnehmenden wurden auf insgesamt 4 verschiedene Gruppen im Schema 1:1:1:1 randomisiert, welche sich hinsichtlich der Behandlungsdauer unterschieden [170]. Die multizentrische Studie von Gebauer 2003 wies ein randomisiertes, doppel-blindes, Placebo kontrolliertes Parallelgruppendesign auf und schloss 150 Patient*innen (89 Männer, 61 Frauen) mit einem Durchschnittsalter von 68 Jahren (Spanne 27-87 Jahre) ein. 73 der Teilnehmenden wurden in die aktive und 77 in die Placebogruppe randomisiert [167]. In einer weiteren Studie wurde an 61 Patient*innen die Wirkung von Diclofenac-Natrium 3% Gel mit der Wirkung von Imiquimod 5% Creme zweimal pro Woche und dem Auftragen reiner Grundlagengels (Vehikel) verglichen [166]. Daraus ergaben sich ebenfalls Vergleichsdaten von Diclofenac-Natrium 3% Gel zu wirkstofffreier Grundlage, die aber unter dem Vergleich zu Imiquimod dargestellt werden.

Interventionen: In der Studie von McEwan wurde über 8-24 Wochen zweimal täglich Diclofenac-Natrium 3% Gel bzw. nur Vehikel auf unterschiedlich große Areale und dadurch in unterschiedlicher Menge aufgetragen. Zusätzlich dazu wurde tagsüber Sonnenschutzmittel appliziert. Bei der Studie von Wolf et al. applizierten die Patienten 0,5 g Diclofenac-Natrium 3% Gel zweimal täglich pro 5 cm² Fläche über 90 d. In der dritten Studie von Rivers lagen 4 Parallelgruppen mit unterschiedlichem Interventionsplan vor: Gruppe 1 erhielt 0,5 g 3% Diclofenac-Natrium Gel zweimal täglich über 30 d (n=49), Gruppe 2 erhielt dieselbe Therapie, allerdings über 60 d (n=48). Gruppe 3 erhielt ein Placebo für eine Dauer von 30 d und Gruppe 4 wiederum ein Placebo für 60 d (jeweils n=49). In der Studie von Gebauer trugen Patienten 0,25 g Gel als aktive Substanz bzw. als Vehikel auf eine definierte Fläche von 5 cm² zweimal täglich über 12 Wochen auf. Für genauere Angaben zur Intervention der Studie von Akarsu 2011 siehe.

Ergebnisse: McEwan et al. berichtete eine vollständige Abheilung bei 29% bzw. 17% der Teilnehmenden (Diclofenac vs. Placebo; p=0,14) und eine teilweise Abheilung von mindestens 75% bei 38% bzw. 45% der Teilnehmenden (p=0,18). Nebenwirkungen lagen mit 29% in der Behandlungsgruppe höher als mit 5% bei reiner Grundlage. Hierbei handelte es sich meist um Hautirritationen. Der Unterschied war statistisch signifikant [169].

In der Studie von Wolf et al. belegte ein komplettes patientenbezogenes Ansprechen (operationalisiert durch einen TLNS von 0) bei 50% der Interventionsgruppe gegenüber 20% in der Kontrollgruppe die Überlegenheit von Diclofenac-Natrium 3% Gel (p<0,001). Die Einschätzung der globalen Wirksamkeit mittels IGII als „komplett verbessert“ durch die Untersuchenden lag mit 47% vs. 19% höher als die Einschätzung desselben Endpunkts durch die Patient*innen mittels PGII mit 41% vs. 17% (jeweils Diclofenac vs. Placebo). An Nebenwirkungen traten in 90% bzw. 81% der Fälle lokale Hautsymptome auf. Am häufigsten waren Pruritus (55% vs. 49%), Irritationen (34% vs. 20%) sowie Hauttrockenheit (36% vs. 17%, jeweils Diclofenac vs. Placebo) [173].

Von den 4 Gruppen der dritten Studie von Rivers 2003 zeigte die 60-Tage-Verumgruppe gegenüber der 60-Tage-Placebogruppe bezüglich Effektivität eine deutliche Überlegenheit. Ein komplettes patientenbezogenes Ansprechen (operationalisiert durch einen TLNS von 0) wurde von 33% unter Diclofenac-Natrium 3% Gel bzw. von 10% unter Placebo erreicht (p<0,005). Die globale Wirkeinschätzung mittels IGII durch die Untersuchenden als „komplett verbessert“ lag mit 31% vs. 10% (p<0,05) ähnlich hoch wie die Einschätzung der Patient*innen mit 29% vs. 10% (PGII; p<0,05). Die Compliance der Gruppen war vergleichbar. Insgesamt traten 10 schwerwiegende Nebenwirkungen bei 7 Teilnehmenden in der aktiven Gruppe auf, darunter Pruritus, lokale Irritationen, Parästhesie, Ausschlag, Ödeme sowie Kontaktdermatitis. Hiervon waren möglicherweise 6 Nebenwirkungen auf die Behandlung zurückzuführen [170].

In der Studie von Gebauer 2003 trat eine vollständige Abheilung der Läsionen pro Patient*in in 38% der Interventions- und in 10% der Placebogruppe auf (p=0,002). Eine um mehr als 50%-ige Reduktion der Läsionen lag nach 16 Wochen bei mehr als der Hälfte der Teilnehmenden in der Diclofenac-Gruppe vor (65% vs. 29% unter Placebo). Der Unterschied war hierbei statistisch hochsignifikant. Nach 16 Wochen verringerte sich ebenfalls die durchschnittliche Anzahl der Läsionen stärker in der Verum- als Placebogruppe, und zwar um 6,2±7,5 (56,1% Reduktion) gegenüber 2,4±4,3 (23,6% Reduktion). Die Nebenwirkungen waren überwiegend mild und umfassten zumeist Pruritus, Erythem, Ödem und Schuppung. 19% der Fälle mit Pruritus, 18% mit trockener Haut und 12% der mit Hautirritationen wurden hierbei als schwerwiegend berichtet [167].

Für die Ergebnisse der Studie von Akarsu 2011siehe hier.

Bewertung: Die gesammelte Bewertung der Studien wird durch die unterschiedlichen Beobachtungszeitpunkte und verschiedene Behandlungsprotokolle erschwert. In der Studie von McEwan et al. wurde keine signifikante Überlegenheit gegenüber Vehikel bezüglich dem kompletten oder Teilansprechen beobachtet. In diesem Kollektiv befand sich ein Teil der Läsionen an den Handrücken/Händen. Allerdings waren lokale Nebenwirkungen signifikant häufiger [169]. Diese Ergebnisse stehen im Gegensatz zu den anderen Studien, in denen gegenüber Vehikel jeweils signifikant verbesserte Effektivitätsendpunkte sichtbar waren. Die Stärke des Effekts war hierbei moderat. Dies wird auch durch die Metaanalyse von Vegter unterstützt, in der bezüglich des Effektivitätsendpunkts komplettes patientenbezogenes Ansprechen geringere Werte für Diclofenac-Natrium 3% Gel gegenüber anderen Interventionen beobachtet wurden [131]. Demgegenüber stehen gute kosmetische Ergebnisse und eine gute Verträglichkeit. Eine lange Auftragungsdauer von 60-90 d setzt eine gute Therapieadhärenz voraus. Die Studie Wolf 2001 wurde aufgrund einer unklaren Randomisierung sowie einer asymmetrischen Verteilung von Studienausscheidern auf Evidenzlevel 3 herabgestuft [173].

Diclofenac-Natrium 3% Gel vs. Placebo (Immunsupprimierte)

Population und Studiendesign: Bei 32 Organtransplantierten mit Immunsuppression (31 Männer, 3 Frauen im Alter von 49-77) wurde im Rahmen einer randomisierten, doppel-blinden, Placebo-kontrollierten Multizenterstudie Diclofenac-Natrium 3% Gel mit Placebo verglichen [172]. 24 der Patient*innen wurden in die aktive Gruppe und 8 in die Kontrollgruppe randomisiert. Von den 32 Patient*innen hatten 6 eine Leber-, 18 eine Nieren- und 8 eine Herztransplantation. Die Auswertung erfolgte nach 20 Wochen sowie nach 24 Monaten.

Intervention: Applikation von Diclofenac-Natrium 3% Gel bzw. Placebo zweimal täglich über 16 Wochen.

Ergebnisse: Eine vollständige Abheilung war in 41% der Patient*innen in der Verumgruppe vs. in 0% der Placebogruppe festzustellen, und zwar unabhängig davon, welches Organ transplantiert worden war. Eine teilweise Abheilung von mindestens 75% zeigte sich in 59% in der aktiven Gruppe vs. 16,7% in der Kontrollgruppe. Hierbei lagen Unterschiede je nach ursprünglich transplantiertem Organ vor, die Zahl der Fälle erscheinen aber zu gering, als dass diese Unterschiede aussagekräftig genug waren und nicht auch durch andere, intraindividuelle Faktoren hätten verursacht sein können. Eine Ausnahme sind allerdings die 18 herztransplantierten Patient*innen, die zu 100% eine teilweise Besserung unter Verum und zu 0% bei Placebo zeigten. Die durchschnittliche Reduktion der Anzahl an Läsionen lag bei 53% vs. 17% (Verum vs. Placebo). Die Rezidivquote lag bei 55% nach durchschnittlich 9,3 Monaten und als Nebenwirkungen wurden milde bis mäßige Erytheme, Schuppung, Juckreiz sowie Hautirritationen und Ödem berichtet.

Bewertung: Durch den Verlust an Patient*innen und Unklarheiten in der Randomisierung ergibt sich ein Risiko für Verzerrung, weswegen das Evidenzniveau auf 3 herabgestuft wurde. Allerdings ergibt sich aus den berichteten Effektivitätsendpunkten eine große Effektstärke der Intervention gegenüber Placebo, am deutlichsten war der Unterschied des kompletten Ansprechens in der Subgruppe der Herztransplantierten. Für die evidenzbasierte Empfehlung zum Gebrauch von Diclofenac-Natrium 3% Gel bei Organtransplantierten (siehe Therapie bei Immunsuppression und Organtransplantation).

Diclofenac-Natrium 3% Gel vs. Imiquimod 5% Creme

Für nähere Informationen siehe hier.

Diclofenac-Natrium 3% Gel vs. 5-Fluorouracil 5% Creme

In einer randomisierten Parallelgruppenstudie mit 28 Teilnehmer*innen wurde diese Intervention untersucht [171]. Für nähere Angaben zum Vergleich dieser Interventionen siehe 5-Fluorouracil 5%.

Diclofenac-Natrium 3% Gel vs. 5-Fluorouracil 0,5% mit Salicylsäure 10% Lösung

Eine Studie und eine Folgeuntersuchung evaluierten diese Interventionen in einem dreiarmigen, interindividuellen Design [175][180]. Für genauere Informationen zum Vergleich dieser Interventionen siehe 5-Fluorouracil 0,5% mit Salicylsäure 10%.

Diclofenac-Natrium 3% Gel vs. MAL-Rotlicht-PDT

Zane et al. führten eine offene, monozentrische, randomisierte Studie mit dem Vergleich dieser Interventionen in 200 Patient*innen mit insgesamt 1674 Läsionen durch [174]. Für nähere Angaben zum Vergleich dieser Interventionen siehe photodynamische Therapie mit Methylaminolävulinat.

Diclofenac-Natrium 3% Gel vs. Ingenolmebutat 0,015% Gel

Population und Studiendesign: Stockfleth et al. untersuchten in einer randomisierten Phase-IV-Studie beide Interventionen im direkten Vergleich. Dabei wurden insgesamt 502 Patient*innen aus 33 Zentren aus Deutschland, Spanien und Großbritannien randomisiert. Das mediane Alter der Teilnehmenden lag bei 75 Jahren (Spannweite 34-96 Jahre), 85,2% waren männlich. Die mediane Läsionszahl pro Patient*in war 6 (Spannweite 4-9) [178]. Das Behandlungsfeld umfasste ein zusammenhängendes Areal von 25 cm2 auf Kapillitium und Gesicht.

Interventionen: Die Studienpopulation wurde im Verhältnis 1:1 zu einer der beiden Therapien randomisiert. IMB 0,015% Gel wurde einmal täglich an drei aufeinanderfolgenden Tagen aufgetragen. Nach 8 Wochen durfte die Behandlung bei unzureichendem Ansprechen oder neu aufgetreten Läsionen wiederholt werden. Diclofenac-Natrium 3% Gel wurde zweimal täglich über 90 d aufgetragen.

Ergebnisse: Nach dem ersten Behandlungszyklus (8 Wochen für IMB, 17 Wochen für Diclofenac-Natrium 3% Gel) lag die patientenbezogene komplette Abheilungsrate bei 34,5% (IMB) vs. 23,5% (Diclofenac). Der Unterschied war statistische signifikant (p=0,006). Nach zwei Zyklen (17 Wochen) betrugen die Werte 45,1% vs. 23,5% (p<0,001). Das patientenbezogene Teilansprechen nach dem erstem Behandlungszyklus lag bei 57,6% (IMB) vs. 43,3% (Diclofenac; p=0,001). Die prozentuale Läsionsreduktion betrug nach dem ersten Zyklus 69,5% vs. 57,7% (p<0,001) und nach dem zweiten Zyklus 77,2% vs. 57,7% (p<0,001). Nach zwei Zyklen lagen die Werte für diesen Endpunkt bei 69,0% vs. 43,3% (p<0,001). Die Patientenzufriedenheit war für IMB nach 17 Wochen signifikant höher (p<0,001). Die Rate an Nebenwirkungen war für IMB leicht höher als für Diclofenac (49% vs. 41%). Dagegen war die Rate an nebenwirkungsbedingten Therapieabbrüchen leicht höher für Diclofenac (6%) als für IMB (2%). Folgende Nebenwirkungen wurden in dieser Studie berichtet (IMB vs. Diclofenac): Erythem 19% vs. 11,5%, Krusten/ Schuppen 8,1% vs. 2,6%, Schmerz 6,5% vs. 3,4%.

Bewertung: Die Studie war methodisch gut durchgeführt und ohne größere Risiken für Verzerrung. Einziger Kritikpunkt bleibt die fehlende Verblindung. Bzgl. der Effektivitätsendpunkte zeigte sich ein Vorteil für IMB. Allerdings durfte diese Therapie zweimal durchgeführt werden, die Behandlung mit Diclofenac hingegen nur einmal. In der Betrachtung der Effektivitätswerte zeigt sich, dass ein Großteil der Effektivitätsüberlegenheit von IMB in dieser Studie tatsächlich durch den zweiten Behandlungszyklus hervorgerufen wurde. Nebenwirkungen wurden häufiger für IMB beobachtet. Dagegen war die Rate an nebenwirkungsbedingten Therapieabbrüchen leicht höher für Diclofenac, was neben den lokalen Nebenwirkungen auch an der längeren Behandlungsdauer von 90 d liegen könnte. Diese Studie zeigt daher, dass für Diclofenac eine gute Therapieadhärenz notwendig ist. Trotz des Effektivitätsvorteils von IMB in dieser Studie wird dieses Topikum wegen der aktuell ruhenden Zulassung in Europa und des möglicherweise erhöhten Auftretens von NMSC und Melanomen im Behandlungsareal nicht empfohlen (siehe).

5.6.2 5-Fluorouracil

5-Fluorouracil (5-FU) ist ein Zytostatikum. Der pharmakologisch aktive Bestandteil von 5-FU, 5-Fluorodesoxyuridin-Monophosphat, ist ein Antimetabolit, der die Methylierung von Desoxyuridinmonophosphatsäure zu Desoxythymidinmonophosphat durch eine Hemmung der Thymidilat-Synthase verhindert. Hierdurch kommt es zu einer Thymidindefizienz, der die Synthese von DNS und die RNA Transkription beeinträchtigt. Obwohl hiervon proliferativ aktive Zellen stärker als normale Keratinozyten betroffen werden, ist der Wirkmechanismus von 5-FU damit unspezifisch. Es wird vorwiegend durch das Enzym Dihydropyrimidin-Dehydrogenase (DPD) metabolisiert. Bei Patienten mit einer verringerten Aktivität dieses Enzyms kann es zu einem verminderten Abbau mit dem Risiko starker lokaler oder sogar systemischer Nebenwirkungen kommen. Zudem wird die Aktivität der DPD durch virusstatische Nukleosidanaloga wie Brivudin beeinträchtigt. Schwere Nebenwirkungen wurden auch bei gleichzeitiger, systemischer Gabe von Methotrexat beobachtet. In Deutschland ist 5-FU als 5%-ige Creme zur Behandlung von AK für eine maximale Fläche von 500 cm² zugelassen. Außerdem ist eine 4%-ige Formulierung für Gesicht, Ohren und Kopfhaut verfügbar, bei der keine Flächenbegrenzung vorliegt. Eine Kombination aus niedrigdosiertem 5-FU (0,5%) mit Salicylsäure 10% in Lösung ist ebenso in Deutschland für die Behandlung von AK mit einer Flächenbegrenzung von 25 cm² zugelassen. In den USA ist weiterhin eine 0,5%-ige Zubereitung von 5-FU in einer mit Mikrosphären versetzten Cremegrundlage zugelassen, für die in Deutschland keine Zulassung besteht.

5.6.2.1 5-Fluorouracil 5%

5.11 · Evidenzbasierte Empfehlung · modifiziert 2022

5-Fluorouracil 5% Creme sollte für einzelne und multiple aktinische Keratosen angeboten werden.

Empfehlungsgrad
B: Empfehlung für oder gegen eine Maßnahme - verwendete Ausdrucksweise = sollte/sollte nicht
Evidenzlevel
1

De-novo-Recherche

Konsens
Starker Konsens (100%)
Literatur
[127] [145] [154] [171] [181] [182] [183] [140] [179] [184] [185]
Änderungshinweis5-Fluorouracil 5% Creme sollte für die Behandlung von einzelnen und multiplen AK des Grads I-II nach Olsen angeboten werden.
5.12 · Evidenzbasierte Empfehlung · modifiziert 2022

5-Fluorouracil 5% Creme sollte bei Feldkanzerisierung angeboten werden.

Empfehlungsgrad
B: Empfehlung für oder gegen eine Maßnahme - verwendete Ausdrucksweise = sollte/sollte nicht
Evidenzlevel
2

De-novo-Recherche

Konsens
Starker Konsens (100%)
Literatur
[154] [186] [184]
ÄnderungshinweisEine feldgerichtete Therapie mit 5-Fluorouracil 5% Creme sollte bei Feldkanzerisierung angeboten werden.

In Deutschland ist 5-FU als 5%-ige Creme zur Behandlung von AK für eine maximale Fläche von 500 cm² zugelassen. Es wird zweimal täglich über maximal 4 Wochen aufgetragen. Nach 1-2 Wochen sind gewöhnlich erste Behandlungseffekte wie Rötung oder Erosion zu beobachten. Die systematische Literaturrecherche ergab 6 Einzelstudien, die 5-FU in der Konzentration 5% untersuchten [140][154][182][171][183][184]. Zudem wurden 4 systematische Übersichtsartikel bzw. Metaanalysen identifiziert, die 5-FU 5% evaluierten [145][127][179][185]. In einer Netzwerk-Metaanalyse, welche die Effektivität von Interventionen für AK synthetisierte, die außerhalb des Kopf- Hals-Bereiches lokalisiert waren, lag die partielle Abheilungsrate (≥ 75%) bei 100% für 5-FU und 7% für Vehikel [133].

Alle Studien wurden in immunkompetenten Patienten mit einzelnen bis multiplen AK durchgeführt. Es wurden keine RCT identifiziert, die 5-FU explizit in immunsupprimierten Patienten untersuchten. In mehreren Studien wurde der klinische Grad der eingeschlossenen Läsionen nicht weiter spezifiziert. Daher kann keine Aussage gemacht werden, ob die Wirksamkeit von 5-FU auch für hyperkeratotische (Grad III) Läsionen gilt. Es wurde weiterhin keine Studie zu 5-FU in Immunsupprimierten oder Organtransplantierten identifiziert.

Tabelle 19: Übersicht der eingeschlossenen Einzelstudien über 5-FU (Konzentration 5%)

Studie

Interventionen

Einzelne AK

Multiple AK

Feldkanzerisierung

Immunsuppression

Jansen 2019 [184]

5-FU 5% Creme vs.

IMB 0,015% Gel vs.

Imiquimod 5% Creme vs.

MAL-cPDT

 

X

X

 

Pomerantz 2015 [182]

5-FU 5% Creme vs.

Placebo

X

X

 

 

Ostertag 2006 [154]

5-FU 5% Creme vs.

Laser-Resurfacing

 

X

X

 

Krawtchenko 2007 [140]

5-FU 5% Creme vs.

Imiquimod 5% Creme vs. Kryochirurgie

X

X

 

 

Tanghetti 2007 [183]

5-FU 5% Creme vs.

Imiquimod 5% Creme

X

X

 

 

Segatto 2013 [171]

5-FU 5% Creme vs.

Diclofenac-Natrium 3% in Hyaluronsäure 2,5% Gel

X

X

 

 

 

5-Fluorouracil 5% Creme vs. Placebo

Population und Studiendesign: Die Langzeitwirkung eines einzigen Therapiezyklus mit 5-FU 5% Creme wurde in der Placebo-kontrollierten, doppelt-verblindeten, randomisierten VAKCC-Studie („Veteran Affairs Keratinocyte Carcinoma Chemoprevention Trial“) untersucht. Die Studienpopulation waren 932 Kriegsveteranen mit AK vorwiegend auf Gesicht und Ohren, die aus 12 Zentren innerhalb der USA rekrutiert wurden. Es handelte sich um eine Hochrisikopopulation mit mindestens 2 epithelialen Hauttumoren auf den Ohren oder im Gesicht in der Eigenanamnese innerhalb der letzten 5 Jahre vor Studieneinschluss. Ausgeschlossen wurden unter anderem Patienten mit DPD-Defizienz und Organtransplantierte [182].

Intervention: Die Randomisierung erfolgte 1:1 interindividuell zu entweder 5-FU 5% Creme zweimal täglich über 4 Wochen (insgesamt 56 Applikationen) oder nur Vehikel (Placebo). Bei Auftreten von Nebenwirkungen war eine Therapieunterbrechung mit topischer Steroidgabe erlaubt. Falls bis dahin weniger als 28 Dosen verabreicht wurden, konnte die Therapie mit 5-FU 0,5% einmal täglich wiederaufgenommen werden, bis 56 Verabreichungen erreicht wurden.

Ergebnisse: Nach 6 Monaten zeigten 38% (5-FU 5%) bzw. 17% der Patienten (Placebo) eine komplette Abheilung aller Läsionen auf Gesicht und Ohren, wobei dieser Unterschied signifikant war (p<0,01). Die läsionsbezogene Reduktionsrate betrug hierbei 73% für die aktive Gruppe (von durchschnittlich 11,1 auf 3,0 AK pro Patient) und 24% für die Kontrollgruppe (von durchschnittlich 10,7 auf 8,1 AK pro Person). Der Unterschied war etwas geringer für hypertrophe AK. Die Anzahl der Behandlungen aller Läsionen („spot treatments“) war über den Beobachtungszeitraum von 2 Jahren in der 5-FU 0,5%-Gruppe geringer als unter Placebo (6491 gegenüber 12204). Ergebnisse zur Tolerabilität oder Nebenwirkungen der Behandlung wurden in dieser Veröffentlichung nicht berichtet [182].

Bewertung: Daten zu Nebenwirkungen oder Verträglichkeit wurden zum Zeitpunkt der Literaturrecherche noch nicht veröffentlicht. Außerdem handelt es sich bei dieser Studienpopulation um eine Risikopopulation, die nicht immunsupprimiert ist, sondern sich durch mehrfache epitheliale Hauttumoren in der Anamnese definiert. Daher ist die Übertragbarkeit der Ergebnisse vermutlich eingeschränkt. Die Studie wurde deshalb auf ein Evidenzlevel von 3 herabgestuft.

5-Fluorouracil 5% Creme vs. Laser-Resurfacing

Population und Studiendesign: Ostertag et al. untersuchten in einer randomisierten, doppelt-blinden Studie die Langzeitwirkung von und die Rezidivraten unter 5-FU 5% Creme im Vergleich zu ablativer Lasertherapie in 55 Patienten [154].

Intervention: Die Randomisierung erfolgte interindividuell 1:1 zu 5-FU 5% Creme zweimal täglich über 4 Wochen bzw. bei geringerer Wirksamkeit über maximal 7 Wochen und oder zu einer ablativen Laserbehandlung mit dem Derma-K Laser (Lumenis®) im Er:YAG- bzw. CO2-Modus.

Ergebnisse: Nach 3 Monaten betrug die mittlere Läsionsreduktion pro Patient 13,2 für 5-FU 5% und 13,8 für die Laserbehandlung. Nach 6 Monaten lag diese Zahl bei 12,5 und 13,9 sowie nach 12 Monaten bei 12,4 und 14,2 (5-FU 5% gegenüber Laser). Die Unterschiede der absoluten Läsionsreduktionen waren nicht signifikant. Die mittlere prozentuale Reduktion war nach 12 Monaten 91,1% für Lasertherapie und 76,6% für 5-FU 5%. Dieser Unterschied war signifikant (p=0,048). Ebenso waren die Rezidivraten nach 3, 6 und 12 Monaten für die topische Behandlung mit 5-FU 5% durchgehend höher als für die ablative Lasertherapie. Eine Verbesserung im Hinblick auf UV-induzierte Hautalterung der behandelten Areale wurde ebenso häufiger nach Laserbehandlung beobachtet. Dieser Endpunkt wurde gemessen in einer Skala von 0-9, die sich aus den Einzelkomponenten Falten, Hautfarbe/ Pigmentierung und Keratosen zusammensetzte. Nach 12 Monaten besserte sich der Punktwert in dieser Skala signifikant häufiger bei Laser (74%) gegenüber 5-FU 5% (43%). Die Nebenwirkungen beider Interventionen umfassten Erythem, Ödem, Infektionen, Krustenbildung, Schmerz, Hautirritation und Juckreiz. Sie wurden tendenziell nach Laserbehandlung häufiger beobachtet. Hier traten vor allem Ödeme und Infektionen kurz nach Behandlung sowie Erythem und Hypopigmentierung im längerfristigen Verlauf öfter auf [154].

Bewertung: Die Effektivität der Interventionen war bezüglich der absoluten Läsionsreduktion nicht signifikant unterschiedlich, lediglich die prozentuale Reduktion wurde für die Lasertherapie als überlegen berichtet. Allerdings erscheint die Stärke des Effekts eher gering. Bezüglich der Langzeitwirkung war die Lasertherapie signifikant überlegen, allerdings auf Kosten von langfristigen Nebenwirkungen. Daher sind weitere Studien nötig, um das Schaden-Nutzen-Verhältnis dieser beiden Interventionen zu untersuchen.

5-Fluorouracil 5% Creme vs. Kryochirurgie

Population und Studiendesign: Krawtchenko et al. untersuchten in einer dreiarmigen Studie 5-FU 5% Creme gegenüber Kryochirurgie und Imiquimod 5% Creme [140]. Für genauere Angaben siehe Kryochirurgie.

Intervention: Für genauere Angaben zu den Interventionen der Studie siehe Kryochirurgie.

Ergebnisse: Eine komplette klinische Abheilung aller Läsionen wurde für 5-FU 5% in 96% (23/24 Patienten), für Kryochirurgie in 68% (17/25) und für Imiquimod 5% in 85% (22/26 Patienten) der Fälle beobachtet (p=0,03). Die histopathologisch bestätigten kompletten Abheilungsraten pro Patient betrugen dabei 67% (5-FU 5%), 32% (Kryochirurgie) bzw. 73% (Imiquimod 5%; p=0,02). 12 Monate nach Studienende zeigten immer noch 54% aller mit 5-FU 5% behandelten sowie 28% aller mit Kryochirurgie behandelten Patienten ein anhaltendes Ansprechen der Läsionen. Das gesamte Behandlungsfeld war nach dieser Zeit noch in 33% (5-FU 5%) und 4% (Kryochirurgie) aller Studienteilnehmer unauffällig. Das kosmetische Ergebnis nach 12 Monaten war für beide Interventionen ähnlich schlecht und wurde in nur 4% der Fälle als exzellent beurteilt. Es wurden keine schwerwiegenden Nebenwirkungen beobachtet. Ein normales Hautbild nach Therapie wurde im 5-FU 0,5%-Arm häufiger beobachtet als unter Kryochirurgie (58% vs. 16%). Andere unerwünschte Nebenwirkungen waren ähnlich verteilt, obwohl genauere Zahlen nicht berichtet wurden [140].

Bewertung: In dieser Studie wurden Effektivitätsvorteile von 5-FU 5% Creme bezüglich der Endpunkte komplette klinischen und histologische Abheilung aller Läsionen demonstriert, der Unterschied des Behandlungseffekts erscheint dabei robust (96% vs. 68% und 67% vs. 32%). Da Kryochirurgie eine primär läsionsgerichtete und 5-FU 5% eine feldgerichtete Therapie ist, sind beide Modalitäten bezüglich der Feldeffektivität nur bedingt miteinander vergleichbar. Zudem sind durch das offene Studiendesign Verzerrungen möglich. Daher wurde die Studie auf das Evidenzlevel 3 herabgestuft. Dennoch unterstreicht diese Studie die langfristige Wirksamkeit einer Feldtherapie (hier: 5-FU und Imiquimod) gegenüber einer läsionsgerichteten Therapie (hier: Kryochirurgie).

5-Fluorouracil 5% Creme vs. Imiquimod 5% Creme

Population und Studiendesign: Zwei Studien verglichen 5-FU 5% Creme mit Imiquimod 5% Creme [140][183]. Krawtchenko et al. führten eine unverblindete, dreiarmige, randomisierte Studie durch. Es wurden 75 Personen mit mindestens 5 histologisch gesicherten AK in einem Areal von maximal 50 cm² auf dem Kopf, Hals oder Dekolleté eingeschlossen. Immunsupprimierte wurden ausgeschlossen [140]. Tangehtti et al. untersuchten in einer Beobachter-verblindeten, randomisierten Studie 39 Patienten mit mindestens 4 Läsionen in einem Gebiet von 25 cm² auf Gesicht, Stirn und Kopfhaut. Auch hier wurden Immunsupprimierte ausgeschlossen [183].

Intervention: Innerhalb der ersten Studie wurden die Patienten interindividuell 1:1:1 randomisiert zu 5-FU 5% Creme zweimal täglich über 4 Wochen, Imiquimod 5% Creme dreimal wöchentlich für mindestens 8 h über 4 Wochen oder zu Kryochirurgie mit flüssigem Stickstoff im Sprayverfahren (20-40 Sekunden pro Läsion). Die Interventionen Kryochirurgie und Imiquimod konnten einmal nach 2 bzw. 4 Wochen wiederholt werden [140]. Die Randomisierung der zweiten Studie erfolgte interindividuell zu 5-FU 5% Creme zweimal täglich über 2-4 Wochen oder Imiquimod 5% Creme zweimal wöchentlich über Nacht für 16 Wochen [183].

Ergebnisse: Eine komplette klinische Abheilung aller Läsionen wurde für 5-FU 5% in 96% (23/24 Patienten), für Imiquimod 5% in 85% (22/26 Patienten) und für Kryochirurgie in 68% (17/25) der Fälle beobachtet (p=0,03). Die histopathologisch bestätigten kompletten Abheilungsraten pro Patient betrugen dabei 67% (5-FU 5%), 73% (Imiquimod 5%) bzw. 32% (Kryochirurgie; p=0,02). 12 Monate nach Studienende zeigten immer noch 54% aller mit 5-FU 5% behandelten sowie 73% alle mit Imiquimod 5% behandelten Personen ein anhaltendes Ansprechen der Läsionen. Das gesamte Behandlungsfeld war nach dieser Zeit noch in 33% (5-FU 5%) und 73% (Imiquimod 5%) aller Studienteilnehmer unauffällig. Das kosmetische Ergebnis nach 12 Monaten zeigte leichte Vorteile für Imiquimod 5%, da auf einer vierstufigen Skala (schlecht, moderat, gut, exzellent) in 81% das Ergebnis von den Untersuchern als exzellent beurteilt wurde. Für 5-FU 5% war das nur in 4% der Fall. Es wurden keine schwerwiegenden Nebenwirkungen beobachtet. Dyspigmentierungen traten in der Imiquimod-Gruppe seltener auf, obwohl genauere Zahlen zum Auftreten unerwünschter Nebenwirkungen nicht berichtet wurden [140].

In der zweiten Studie betrug die mittlere Läsionsreduktion nach 24 Wochen 94% für 5-FU 0,5% im Vergleich zu 66% mit Imiquimod 5%, wobei die Anzahl an AK bei Therapiebeginn in der ersten Gruppe höher war (646 vs. 490 Läsionen). Eine komplette Abheilung aller Läsionen wurde in 84% (5-FU 0,5%) bzw. in 24% (Imiquimod 5%) erreicht. Dieser Unterschied war signifikant. Außerdem sprachen die mit 5-FU 0,5% Behandelten schneller auf die Therapie an. Ein Teilansprechen, definiert als Reduktion von mindestens zwei Dritteln der Läsionen pro Patient, wurde nach 24 Wochen von 100% (5-FU 0,5%) verglichen mit nur 53% (Imiquimod 5%) erreicht. Auch die globale Effektivitätseinschätzung durch die Untersucher und Patienten zeigte leichte Vorteile für 5-FU 0,5%. Die häufigsten Nebenwirkungen in beiden Armen waren Erythem, Verkrustung, Erosion und Ödem. Speziell Erytheme wurden häufiger bei Behandlung mit 5-FU 0,5% beobachtet [183].

Bewertung: Die Studie von Krawtchenko et al. 2007 zeigte leichte Vorteile von Imiquimod 5% Creme gegenüber 5-FU 5% Creme, vor allem in Bezug auf das kosmetische Ergebnis und die feldbezogene Effektivität. Allerdings wurde die Studie unverblindet durchgeführt, was vor allem die Beurteilung des kosmetischen Ergebnisses durch die Untersucher und Patienten verzerren könnte. Auffallend ist ein extrem großer Effektunterschied dieses Endpunkts, obwohl der Unterschied bezüglich Effektivität (komplette klinische Abheilung aller Läsionen) deutlich geringer ausfällt. Tanghetti und Werschler 2007 hingegen demonstrierten starke Effektivitätsvorteile von 5-FU 5% Creme in allen untersuchten Endpunkten, allerdings fehlen Informationen zu Allokation der Interventionen, die Patienten waren nicht verblindet und es besteht ein Risiko für selektives Berichten der Ergebnisse. Beide Studien wurden daher auf ein Evidenzlevel von 3 herabgestuft und lassen keine eindeutige Aussage über die Überlegenheit von 5-FU 5% Creme gegenüber Imiquimod 5% Creme und umgekehrt zu.

5-Fluorouracil 5% Creme vs. Diclofenac-Natrium 3% Gel

Population und Studiendesign: Segatto et al. untersuchten beide Interventionen in einer randomisierten, zweiarmigen Studie mit 31 Patienten (Hauttyp nach Fitzpatrick I-III) mit mindestens 5 AK auf Gesicht, der Kopfhaut oder den Händen [171].

Intervention: Die Randomisierung erfolgte interindividuell zu einer Behandlung mit Diclofenac-Natrium 3% in Hyaluronsäure 2,5% Gel zweimal täglich über 12 Wochen oder mit 5-FU 5% Creme zweimal täglich über 4 Wochen.

Ergebnisse: Die mittlere Läsionsanzahl pro Patient verringerte sich unter Diclofenac-Natrium 3% in Hyaluronsäure 2,5% Gel von 13,6 (Therapiebeginn) auf 6,6 (8 Wochen nach Therapieende) und unter 5-FU 5% von 17,4 auf 3,2. Die prozentuale, mittlere Reduktion war somit mit 5-FU 5% signifikant besser. Die Effektivität wurde global durch einen verblindeten und einen nicht-verblindeten Prüfarzt evaluiert. Hierbei erreichten gemäß dem verblindeten Untersucher 5 Patienten mit 5-FU 5% eine 100%-ige Verbesserung, hingegen kein Patient im Diclofenac-Arm. Als Nebenwirkungen traten Erythem (100%), Ödem (30%), Krusten (92%), Diskomfort (53,8%) und Juckreiz (53,8%) jeweils im 5-FU 5%-Arm häufiger auf. 28 Patienten beendeten die Studie protokollgerecht, 3 Patienten brachen die Studie ab, von denen alle mit 5-FU 5% behandelt wurden.

Bewertung: Zusammenfassend zeigten sich leichte Effektivitätsvorteile von 5-FU 5% Creme. Durch das offene Studiendesign und den Verlust von 3 Patienten in einem Arm ergibt sich jedoch ein Risiko für Bias. Die Studienpopulation war mit 31 Teilnehmern auch eher klein. Das Evidenzlevel wurde daher auf 3 herabgestuft und die Studie erscheint nur begrenzt belastbar. In dieser Studie wurde 5-Fluorouracil als Fertigarzneimittel mit einer Magistral-Rezeptur (Apotheke) verglichen. Es handelt sich somit nicht um ein zugelassenes Fertigarzneimittel mit dokumentierter Qualität.

5-Fluorouracil 5% Creme vs. Imiquimod 5% Creme vs. MAL-Rotlicht-PDT vs. Ingenolmebutat 0,015% Gel

Population und Studiendesign: Jansen et al. untersuchten in einem niederländischen, multizentrischen, einfach-verblindeten, inter-individuellen RCT die Wirksamkeit von vier häufig eingesetzten feldorientierten Behandlungen bei Patient*innen mit der klinischen Diagnose von ≥5 AK am Kopf in einer zusammenhängenden Fläche von 25 bis 100 cm² (NCT02281682). Die Mehrheit der Patienten war männlich (89,4% (558/624)) mit einem medianen Alter von 73 Jahren (Spannweite 48-94). Am häufigsten waren die Hauttypen I und II in dem Kollektiv vertreten (Hauttyp:I: 39,3% (245/624), II: 53,4% (333/624), III: 7,4% (46/624)) [184].

Intervention: Insgesamt 624 Patienten wurden nach dem Zufallsprinzip zu einer Behandlung mit 5-FU 5% Creme (zweimal täglich für 4 Wochen. (n=155)), Imiquimod 5% Creme (Anwendung an 3 Tagen pro Woche über 4 aufeinander folgende Wochen (n=156)), IMB 0,015% (einmal täglich an 3 aufeinanderfolgenden Tagen (n=157)) sowie MAL-PDT (Applikation von MAL unter Okklusion für 3h, gefolgt von einer Beleuchtung mit roten LED mit einer Wellenlänge von 635±18 nm (Fluenz 37 J/cm² während 7,23 Minuten (n=156)) randomisiert.

Ergebnisse: 12 Monate nach Behandlungsende war die kumulative Wahrscheinlichkeit, dass kein Behandlungsversagen auftrat, bei Patient*innen, die mit 5-FU 5% Creme behandelt wurden, signifikant höher (74,7%; 95% KI 66,8 bis 81,0) als bei Patient*innen, die Imiquimod 5% Creme (53,9%; 95% KI 45,4-61,6), MAL-PDT (37,7%; 95% KI 30,0-45,3) oder IMB 0,015% Gel (28,9%; 95% KI 21,8-36,3) erhielten. Im Vergleich zu 5-FU 5% Creme lag die Hazard Ratio für ein Therapieversagen bei Imiquimod 5% Creme bei 2,03 (95% KI 1,36-3,04), bei MAL-PDT bei 2,73 (95% KI 1,87-3,99) und bei IMB 0,015% Gel bei 3,33 (95% KI, 2,29-4,85). Drei Monate nach Therapieende waren ebenfalls am häufigsten bei den Patienten in der 5-FU 5% Creme Gruppe mindestens 75% der AK abgeheilt (5-FU 5% Creme: 90,6% (135/149) vs. Imiquimod 5% Creme: 75,8% (113/149) vs. MAL-PDT: 76,0% (117/154) vs. IMB 0,015% Gel: 67,3% (101/150)). Auch nach 12 Monaten war die Effektivität am ausgeprägtesten für die Patient*innen, die 5-FU 5% Creme erhielten (5-FU 5% Creme: 82,4% (108/131) vs. Imiquimod 5% Creme : 71,0% (76/107) vs. MAL-PDT: 49,6% (57/115) vs. IMB 0,015% Gel: 42,9% (42/98)). Es traten keine schwerwiegenden Nebenwirkungen auf, die aufgetretenen Nebenwirkungen entsprachen den bekannten Nebenwirkungen. Das ästhetische Ergebnis war für alle Behandlungen gut, wurde aber am besten für die MAL-PDT und IMB 0,015% eingeschätzt.

Bewertung: Eine Stärke dieser Studie ist die lange Nachbeobachtungszeit der Ergebnisse über 12 Monate sowie die Stichprobengröße. Weiterhin untersucht dieser RCT erstmals vier Therapieansätze in einem direkten („head-to-head“) Vergleich. Außerdem war die Adhärenz der Patient*innen sehr ausgeprägt. Allerdings waren die Patienten nicht verblindet, was eventuell in einem Performance-Bias resultieren könnte. Nichtsdestotrotz bekräftigen diese Ergebnisse den Einsatz von 5-FU 5%. Darüber hinaus demonstrierte eine weitere Analyse zur Kosteneffektivität im Rahmen dieser vierarmigen Studie die Überlegenheit von 5-FU im Vergleich zu den anderen Interventionen [187].

5.6.2.2 5-Fluorouracil 4%

5.13 · Evidenzbasierte Empfehlung · neu 2022

5-Fluorouracil 4% Creme sollte für einzelne und multiple aktinische Keratosen sowie bei Feldkanzerisierung angeboten werden.

Empfehlungsgrad
B: Empfehlung für oder gegen eine Maßnahme - verwendete Ausdrucksweise = sollte/sollte nicht
Evidenzlevel
2

De-novo-Recherche

Konsens
Starker Konsens (100%)
Literatur
[179] [188]
Evidenztabellen (1)Interventionen AK SR + Metanalyse

Seit September 2020 steht 5-FU auch in einer Konzentration von 40mg/g in Deutschland als niedriger dosiertes, aber vergleichbar wirksame Creme zur Behandlung von Patient*innen mit AK im Kopf-Hals-Bereich vor. Das Präparat zeige eine bessere lokale Verträglichkeit als die höhere dosierte Creme. Die Zulassung für das 4%-ige 5-FU enthält keine Flächenbegrenzung für die Anwendung auf Gesichts-, Ohren- und Kopfhaut. Ein weiterer Vorteil ist, dass trotz geringerer Dosierung das Produkt nur einmal täglich aufgetragen werden muss. Die Anwendungsdauer beträgt im Normalfall vier Wochen, richtet sich aber nach der Verträglichkeit. Eine Anwendung bei Rezidiven wurde bislang allerdings nicht näher untersucht.

In der systematischen Literaturrecherche wurde eine Netzwerk-Metaanalyse identifiziert, welche auch die neue 5-FU Formulierung einschloss [179]. In der Netzwerk-Metaanalyse zeigten 5-FU 4% (Odds Ratio (OR) 22,58), 5-FU 5% (OR 28,84), 5-FU 0,5% (OR 12,66), 5-FU 0,5% + 10% SA (OR 5,88), ALA-PDT (OR 16,59), Imiquimod 5% (OR 14,26), IMB 0,015% (OR 11,34) und MAL-PDT (OR 8,71) signifikant höhere vollständige patientenbezogene Abheilungsraten im Vergleich zu Placebo. Hierbei erzielte 5-FU 5% gefolgt von 5-FU 4% die höchste Wahrscheinlichkeit für eine komplette Abheilung. Auch für den Endpunkt der partiellen patientenbezogenen Abheilungsrate erzielte 5-FU 5% (OR 57,73), 5-FU 4% (OR 59,12), Imiquimod 5% (OR 7,33) und IMB 0,015% (OR 22,51) im Vergleich zu Placebo die beste Wirksamkeit. Aus methodischer Sicht ist bei dieser Arbeit allerdings zu kritisieren, dass das individuelle Risiko für Bias der eingeschlossenen Studien nicht mit dem Goldstandard, dem Cochrane Risk of Bias Tool, evaluiert wurde. Weiterhin erfolgte keine Bewertung der Qualität der Evidenz der Endpunkte, z.B. mit dem GRADE-Ansatz. Auch sind die berechneten Konfidenzintervalle recht groß, was die Genauigkeit der Odds-Ratios zweifelhaft erscheinen lässt. Dadurch ist keine Aussage bezüglich der tatsächlichen Vertrauenswürdigkeit der Ergebnisse und somit der Signifikanz der 5-FU Formulierungen möglich. Die Netzwerk-Metaanalyse schließt dabei Daten aus einer multizentrischen, doppelblinden, Vehikel-kontrollierten Studie mit 841 Patient*innen ein, welche 5-FU 4% Creme einmal täglich gegenüber 5-FU 5% Creme zweimal täglich über 4 Wochen verglich [188]. Nach 4 Wochen zeigten beide Interventionen eine ähnliche patientenbezogene komplette (54,4% für 5-FU 4% vs. 57,9% für 5-FU 5%) sowie partielle (80,5% für 5-FU 4% vs. 80,2% für 5-FU 5%) Abheilungsrate. Die niedriger Konzentration von 4% zeigte dabei allerdings eine verbesserte Verträglichkeit und weniger Nebenwirkungen, insbesondere weniger therapiebedingte Behandlungsabbrüche (10,1% mit 4% 5-FU vs. 14,9% mit 5% 5-FU) [188].

5.6.2.3 5-Fluorouracil 0,5%

5.14 · Evidenzbasiertes Statement · modifiziert 2022

Es liegt Evidenz für die Wirksamkeit von 5-Fluorouracil 0,5% Creme bei einzelnen und multiplen aktinischen Keratosen vor. Allerdings besteht aktuell in Deutschland keine Zulassung für diese Konzentration.

Evidenzlevel
2

De-novo-Recherche

Konsens
Konsens (100%)
Literatur
[127] [145] [181] [186] [189] [190] [191]
ÄnderungshinweisEs liegt Evidenz für die Wirksamkeit von 5-Fluorouracil 0,5% Creme bei einzelnen und multiplen AK des Grads I-II nach Olsen vor. Allerdings besteht aktuell in Deutschland keine Zulassung für diese Konzentration.

Obwohl 5-FU in der Konzentration 0,5% in Deutschland nicht zugelassen ist, soll nachfolgend die Evidenzlage kurz beschrieben und bewertet werden. Die systematische Literaturrecherche ergab 4 Einzelstudien, die 5-FU in der Konzentration 0,5% untersuchten [189][181][186][190]. Zudem wurden 4 systematische Übersichtsartikel oder Metaanalysen identifiziert [145][127][191][131]. Vier Studien wurden ausgeschlossen, da sie entweder eine sequenzielle Kombinationstherapie aus 5-FU 0,5% Creme mit Kryotherapie untersuchten [192][193] oder keinen der kritischen Effektivitätsendpunkte berichteten [194][195].

Tabelle 20: Übersicht der eingeschlossenen Einzelstudien über 5-FU (Konzentration 0,5%)

Studie Interventionen Einzelne AK Multiple AK Feldkanzerisierung Immunsuppression
Jorizzo 2002 [189] 5-FU 0,5% Creme vs. Placebo unklar  X    
Weiss 2002 [190] 5-FU 0,5% Creme vs. Placebo unklar X    
Loven 2002 [181] 5-FU 0,5% Creme vs. 5-FU 5% Creme   X    
Smith 2003 [186] 5-FU 0,5% Creme vs. ALA + Blaulicht vs. ALA + Farbstofflaser X X unklar  

 

5-Fluorouracil 0,5% Creme vs. Placebo

Population und Studiendesgin: Zwei multizentrische, doppelt-blinde, randomisierte Studien verglichen 5-FU 0,5% in Cremegrundlage gegenüber Placebo [189][190]. Jorizzo et al. untersuchten eine Stichprobe von 207 Personen über 18 Jahre mit mindestens 5 AK (>4 mm im Durchmesser) im Gesicht oder auf der Stirn. Die meisten Teilnehmer waren Kaukasier mit einem hellen Hauttyp [189]. An der Studie von Weiss et al. beteiligten sich 177 kaukasische Patienten mit ebenso mindestens 5 Läsionen im Gesicht oder auf der Stirn [190]. Informationen zu Immunsuppression der Studienpopulation finden sich in den Veröffentlichungen nicht.

Interventionen: In beiden Studien wurden die Teilnehmer interindividuell in 4 Arme randomisiert. In den aktiven drei Gruppen wurde 5-FU 0,5% Creme einmal täglich über 1, 2 oder 4 Wochen aufgetragen. Die Kontrollgruppe wurde nur mit Vehikel behandelt.

Ergebnisse: Die prozentuale Läsionsreduktion gegenüber Therapiebeginn betrug 69,5% (1 Woche), 86,1% (2 Wochen) und 91,7% (4 Wochen) im Vergleich zu nur 21,6% mit Placebo. Dieser Unterschied war signifikant. Ebenso war die Rate an Patienten mit einer kompletten Abheilung aller Läsionen höher in den aktiven Armen: 14,9% für eine Woche, 37,0% für 2 Wochen, 57,8% für 4 Wochen und 0% für Placebo. Auch das globale Ansprechen wurde von den Untersuchern für 5-FU 0,5% Creme signifikant besser bewertet. Lokale Hautreaktionen wie Trockenheit, Erythem, Erosionen, Ödem, Schmerzen und Brennen wurden signifikant häufiger in den mit 5-FU 0,5% behandelten Patienten beobachtet (89% 1 Woche, 98% 2 Wochen, 96% 4 Wochen, 65% Placebo). Die mediane Zeit bis zur Entwicklung dieser Nebenwirkungen betrug 4 Tage. Die Studie wurde von 24 Teilnehmern wegen Nebenwirkungen beendet, davon waren 12 im 4-wöchigen Therapiearm. Schwerwiegende Nebenwirkungen wurden in 5 Fällen beobachtet, aber nicht als therapievermittelt bewertet [189].

In der Studie von Weiss et al. lagen die mittleren Läsionsreduktionsraten 4 Wochen nach Therapieende im Vergleich zu Studienbeginn bei 78,5% (1 Woche), 83,6% (2 Wochen), 88,7% (4 Wochen) und 34,4% (Placebo). Patientenbezogen betrug die komplette Abheilungsrate 26,3% (1 Woche), 19,5% (2 Wochen) und 47,5% (4 Wochen) gegenüber 3,4% bei Placebo. Auch die globale Bewertung der Effektivität durch die Untersucher war signifikant besser für die aktiven Therapiearme. Es traten keine höhergradigen Nebenwirkungen auf. 7 Patienten beendeten die Studie vorzeitig. Lokale Nebenwirkungen wie Erythem, Brennen oder Trockenheit wurden unter 5-FU 0,5% signifikant häufiger als in der Kontrollgruppe beobachtet, wobei im 4-wöchigen Therapiearm die Nebenwirkungsrate am höchsten war (47,5%). Ähnlich wie in der Studie von Jorizzo et al. entwickelten sich die Lokalreaktionen 4-5 Tage nach Therapiebeginn [190].

Bewertung: Beide Studien sind sich bezüglich des Studiendesigns, der Population und der Endpunkte ähnlich. Obwohl die Studien als doppelt-blind angelegt waren, wurden die unterschiedlichen Therapiedauern nicht mit einer Vehikel-Creme maskiert. Weiterhin sind in den Veröffentlichungen keine Informationen zur Durchführung der Verblindung genannt. Daher wurden beide Arbeiten auf ein Evidenzniveau von 3 herabgestuft.

5-Fluorouracil 0,5% Creme vs. 5-Fluorouracil 5% Creme

Population und Studiendesign: Eine einfach verblindete, intraindividuell randomisierte (split-face) Studie verglich 5-FU Creme in den Konzentrationen 0,5% und 5% [181]. Es wurden 21 Patienten mit mindestens 6 AK im Gesicht oder auf der Kopfhaut (3 auf jeder Seite) eingeschlossen. Ausgeschlossen wurden Individuen mit einer bekannten verminderten Aktivität der DPD.

Intervention: Die Behandlungsseiten wurden computergestützt randomisiert. Eine Seite wurde mit 5-FU 0,5% Creme einmal täglich (0,5%), die andere mit 5-FU 5% Creme zweimal täglich (5%) über 4 Wochen behandelt.

Ergebnisse: Die mittlere, absolute Reduktion von Läsionen im Vergleich zum Therapiebeginn nach 8 Wochen war 8,8 (0,5%-FU) gegenüber 6,1 (5%-FU). Dieser Unterschied war signifikant. Ebenso war die prozentuale Läsionsreduktion mit 67% in der 0,5%-Gruppe höher als in der 5%-Gruppe mit 47%. Der Anteil an Patienten mit einer kompletten Abheilung aller Läsionen war für beide Interventionen 43%. Insgesamt beendeten 18 Patienten vorzeitig die Therapie, ein Patient schied komplett aus der Studie wegen Depression aus. Die häufigsten lokalen Nebenwirkungen waren Erythem (100% und 100%), Hauttrockenheit (71,4% und 85,7%), Erosion (81% und 95,2%), Brennen (66,7% und 85,7%), Juckreiz (66,7% und 85,7%), Schmerz (42,9% und 57,1%) und Ödem (33,3% und 47,6%). Weiterhin wurde bei 5 Patienten eine Irritation der Augen sowie bei 2 Patienten eine nasale Obstruktion beobachtet. Die Nebenwirkungen waren zwar tendenziell in der 5%-Gruppe höher, dieser Unterschied war allerdings nicht signifikant. Die Patienten präferierten die Behandlung mit 5-FU 0,5% Creme (85% vs. 15%) mit der Begründung einer besseren Tolerabilität mit weniger Hautirritation und einfacherer, nur einmal täglicher Applikation.

Bewertung: Aufgrund der kleinen Teilnehmeranzahl und der hohen Anzahl an Patienten, welche die Therapie nicht protokollgemäß beendeten, wurde die Studie auf ein Evidenzlevel von 3 herabgestuft. Obwohl die läsionsbezogene Abheilungsrate unter 0,5% höher war, erscheint der Effektunterschied zu 5%-FU eher gering. Dies wird auch durch die gleiche komplette Ansprechrate von 43% deutlich, sodass die hier abgeleitete Überlegenheit von 5-FU 0,5% gegenüber 5-FU 5% kritisch beurteilt werden sollte, zumal keine anderen RCT vorhanden sind, die einen direkten Vergleich der beiden Konzentrationen liefern. 5-FU 0,5% ist darüber hinaus in Deutschland nicht zur Behandlung von AK zugelassen.

5-Fluorouracil 0,5% Creme vs. ALA-Blaulicht-PDT

Population und Studiendesign: Eine dreiarmige, randomisierte, offene Studie untersuchte 5-FU 0,5% Creme gegenüber ALA-PDT in 36 Patienten. Das mittlere Durchschnittsalter war 61 Jahre. Nähere Informationen zur Studienpopulation, Lokalisation und Verteilung der Läsionen wurden nicht berichtet [186].

Intervention: Die Teilnehmer der Studie wurden interindividuell in drei Arme randomisiert. Zwei davon untersuchten eine einstündige Inkubation mit 20% ALA gefolgt von einer Aktivierung durch entweder eine künstliche Blaulichtquelle über 1000 Sekunden (Blaulicht) oder durch einen gepulsten Farbstofflaser mit einer Wellenlänge von 595 nm (Laser). Nach 30 Tagen wurden diese beiden Interventionen wiederholt. Der dritte Arm wurde mit 5-FU 0,5% Creme feldgerichtet zweimal täglich über 4 Wochen behandelt (5-FU 0,5%).

Ergebnisse: Eine komplette Abheilung aller Läsionen wurde 4 Wochen nach Behandlungsende von 50% (5-FU 0,5%), 50% (Blaulicht) und 8% (Laser) der behandelten Patienten erreicht. Ein Teilansprechen (Reduktion von mindestens 75% der Läsionen pro Patient) lag in 75% (5-FU 0,5%), 75% (Blaulicht) bzw. 42% (Laser) der Fälle vor. Eine kosmetische Verbesserung bezüglich des Gesamtbilds nach Behandlung, Rauigkeit der Läsionen sowie Hyperpigmentierung wurde für alle drei Therapiearme beobachtet. Lokale Nebenwirkungen umfassten Erythem, Brennen, Verkrustung, und Erosionen. Erytheme wurden hierbei häufiger in den mit 5-FU 0,5% behandelten Patienten beobachtet. Ein Teilnehmer beendete die Studie vorzeitig wegen einer ausgeprägten Rötung des gesamten Gesichts. Genauere Häufigkeitsangaben zu den unerwünschten Nebenwirkungen wurden nicht berichtet.

Bewertung: Durch das dreiarmige, interindividuelle Design der Studie erscheint die Fallgröße pro Therapiearm relativ klein. Zudem fehlt eine genaue Beschreibung von Randomisierung und es erfolgte keine Verblindung. Daher wurde die Studie auf ein Evidenzlevel von 3 herabgestuft.

5.6.3 5-Fluorouracil mit Salicylsäure

5.15 · Evidenzbasierte Empfehlung · modifiziert 2022

5-Fluorouracil 0,5% mit Salicylsäure 10% in Lösung sollte für einzelne oder multiple aktinischen Keratosen sowie bei Feldkanzerisierung angeboten werden.

Empfehlungsgrad
B: Empfehlung für oder gegen eine Maßnahme - verwendete Ausdrucksweise = sollte/sollte nicht
Evidenzlevel
2

De-novo-Recherche

Konsens
Starker Konsens (100%)
Literatur
[142] [175] [180] [196]
Änderungshinweis5-Fluorouracil 0,5% mit Salicylsäure 10% in Lösung sollte läsionsgerichtet oder feldgerichtet für einzelne oder multiple AK des Grads I-II nach Olsen sowie bei Feldkanzerisierung in immunkompetenten Personen angeboten werden.

Das Zytostatikum 5-Fluorouracil (5-FU) 0,5% ist in Kombination mit Salicylsäure (SA) 10% seit 2011 zur topischen Behandlung von leichten bis moderaten AK (Grad I bis II nach Olsen) bei immunkompetenten Erwachsenen zugelassen. Es ist verfügbar als Lösung (5 mg/g 5-FU mit 100 mg/g SA), die einmal täglich auf ein maximales Behandlungsareal von 25 cm² über längstens 12 Wochen aufgetragen werden sollte. Hierbei verstärkt die keratolytische Wirkung von SA den zytostatischen Effekt von 5-FU. Die Kombination wurde in mehreren randomisierten Studien [142][175][196][180] und in einer Metaanalyse randomisierter Studien untersucht [197]. Die Studienlage verdeutlicht, dass Evidenz für den Gebrauch von 5-FU 0,5% mit SA 10%-Lösung bei einzelnen und multiplen AK vorliegt, und zwar vorwiegend bei milden bis moderaten Läsionen (Grad I-II nach Olsen) und in läsionsgerichteter Auftragung [175][180]. Simon et al. zeigten darüber hinaus die Wirksamkeit dieser Kombination auch in hyperkeratotischen und Grad-III-Läsionen, allerdings wurden hier auch mehr Nebenwirkungen gegenüber Kryochirurgie beobachtet [142]. Dennoch ist die Häufigkeit von Behandlungsabbrüchen wegen Unverträglichkeit gering (<1%) und die Nebenwirkungen bei den meisten behandelten Patienten leicht bis moderat. Zusätzlich kann die Anwendung bei Reaktionen auf bis zu 3x wöchentlich reduziert werden. Obwohl ein Ansprechen bereits 4 Wochen nach Therapie sichtbar sein sollte, ist die durchschnittliche Therapiedauer mit 6-12 Wochen eher als lang zu bewerten. Dies setzt eine gute Therapieadhärenz voraus. Eine andere Studie untersuchte 5-FU 0,5% mit SA 10% in Lösung als feldgerichtete Therapie bei Patienten mit Anzeichen von Feldkanzerisierung [196]. Es wurden keine RCT bei immunsupprimierten Patienten gefunden.

Tabelle 21: Übersicht der eingeschlossenen Einzelstudien zu 5-FU mit SA

Studie

Intervention

Einzelne AK

Multiple
AK

Feldkanzerisierung

Immunsuppression

Stockfleth 2011 [175]

5-FU 0,5% mit SA 10% Lösung vs.

Diclofenac-Natrium 3% in Hyaluronsäure 2,5% Gel vs.

Placebo

X

X

 

 

Stockfleth 2012* [180]

5-FU 0,5% mit SA 10% Lösung vs.

Diclofenac-Natrium 3% in Hyaluronsäure 2,5% Gel vs.

Placebo

X

X

 

 

Stockfleth 2017 [196]

5-FU 0,5% mit SA 10% Lösung vs.

Placebo

X

X

X

 

Simon 2015 [142]

5-FU 0,5% mit SA 10% Lösung vs.

Kryochirurgie

X

X

 

 

* Folgestudie von Stockfleth 2011

 

5-Fluorouracil 0,5% mit Salicylsäure 10% Lösung vs. Placebo

Population und Studiendesign: Zwei unabhängige Studien wurden gefunden, die 5-FU 0,5% mit SA 10%-Lösung gegenüber Placebo verglichen. Die erste Studie untersuchte 470 Patienten mit 4-10 Läsionen im Gesicht oder auf der unbehaarten Kopfhaut. Primärer Endpunkt war die histologische Abheilung einer vorab definierten AK-Läsion 8 Wochen nach Therapieende. Es wurden AK der Grade I und II nach der Olsen-Klassifikation eingeschlossen. Das Studiendesign war inter-individuell und doppelt-blind (Grad I-II nach Olsen) [175]. Die zweite Studie umfasste 166 Patienten mit 4-10 Läsionen im Gesicht oder auf der unbehaarten Kopfhaut in einem Areal von 25 cm² mit Feldkanzerisierung. Primärer Endpunkt dieser Untersuchung war die vollständige klinische Abheilung 8 Wochen nach Therapieende. Es wurden AK der Grade I und II eingeschlossen. Die Studie war doppelt-blind [196].

Interventionen: In der ersten Studie wurden die Patienten 2:1:2 randomisiert zu 5-FU 0,5% mit SA 10%, Vehikel (Placebo) oder Diclofenac-Natrium 3% in Hyaluronsäure 2,5% Gel, welche äußerlich nicht zu unterscheiden waren. Die Therapie wurde über 12 Wochen oder bis zum Abheilen der Läsionen einmal täglich (5-FU 0,5% mit SA 10% bzw. Placebo) oder zweimal täglich (Diclofenac-Natrium 3% in Hyaluronsäure 2,5% Gel) aufgetragen. Die Behandlung erfolgte läsionsgerichtet, das heißt direkt auf die klinisch manifesten AK mit einem Pinselapplikator oder dem Finger [175]. In der zweiten Studie wurde eine Randomisierung 2:1 zu 5-FU 0,5% mit SA 10% oder Vehikel vorgenommen. Die Applikation erfolgte einmal täglich über eine zusammenhängende Fläche von maximal 25 cm², in der 4-10 AK bzw. Zeichen von Feldkanzerisierung vorhanden waren, und somit im Gegensatz zur vorherigen Studie feldgerichtet [196]. In beiden Arbeiten war eine Reduktion der aktiven Therapie auf dreimal wöchentlich (5-FU 0,5% mit SA 10%) oder einmal täglich (Diclofenac-Natrium 3% in Hyaluronsäure 2,5% Gel) möglich.

Ergebnisse: Die histologisch nachgewiesene Reduktionsrate bei Studienende betrug 72,0% (5-FU 0,5% mit SA 10%) bzw. 44,8% (Vehikel), die mittlere Läsionsreduktion war ebenso signifikant höher in der Gruppe der mit 5-FU 0,5% mit SA 10% behandelten Patienten. Die Anzahl der Patienten mit einer kompletten Abheilung aller Läsionen nach 20 Wochen war deutlich besser im aktiven Arm (55,4% vs. 15,1%). 74,5% aller mit 5-FU 0,5% mit SA 10% behandelten Läsionen waren abgeheilt, in der Kontrollgruppe (Vehikel) waren es nur 35,5%. Auch die globale Einschätzung des Behandlungserfolgs nach 20 Wochen war in der 5-FU 0,5% mit SA 10%-Gruppe am höchsten. Hier gaben 92,0% der Untersucher und 93,2% der Patienten eine Beurteilung als sehr gut oder gut („very good / good“) ab. Andererseits wurden im aktiven Arm auch häufiger lokale Nebenwirkungen wie Brennen und Entzündungsreaktionen beobachtet. Diese waren meist mild bis moderat. Juckreiz trat in beiden Gruppen auf. Schwerwiegende Nebenwirkungen wurden in 1,1% (5-FU 0,5% mit SA 10%) bzw. 4,1% (Vehikel) verzeichnet, aber nicht als therapievermittelt bewertet [175]. Eine Folgestudie berichtete über spätere Beobachtungszeitpunkte nach 6 und 12 Monaten innerhalb der gleichen Studienpopulation [180]. Ausgehend von abgeheilten Läsionen an Woche 20 wurden nach 12 Monaten läsionsbezogene Abheilungsraten von 85,8% (5-FU 0,5% mit SA 10%) gegenüber 79,8% (Placebo) berichtet (p=0,04419). Ebenso war die globale Einschätzung des Therapieerfolgs nach 6 und 12 Monaten in der aktiven Therapie deutlich höher, 94.7% der behandelten Patienten empfahlen eine Therapie mit 5-FU 0,5% mit SA 10%. Lokale Reaktionen wie Brennen (81,3% vs. 57,4%) oder Entzündungsreaktionen (70,3% vs. 22,3%) wurden allerdings auch hier wieder häufiger angegeben [180].

In der primär feldgerichteten Therapiestudie betrug die Anzahl an Patienten mit einer kompletten Abheilung aller Läsionen 8 Wochen nach Behandlungsende 49,5% (5-FU 0,5% mit SA 10%) gegenüber 18,2% (Placebo) in der Intention-to-treat-Analyse. Ebenso wurde eine Reduktion von mindestens 75% klinisch sichtbarer Läsionen in 69,5% vs. 34,6% erreicht. Beide Endpunkte waren dabei signifikant unterschiedlich. Die prozentuale Läsionsreduktion bezogen auf den Therapiestart lag bei 78,0% für die aktive Therapie gegenüber 46,9% unter Placebo. Auch das globale Therapieansprechen wurde vom Untersucher in 90,2% der mit 5-FU 0,5% mit SA 10% behandelten Patienten als sehr gut oder gut bewertet („very good or good“). Als Nebenwirkungen der aktiven Therapie wurden Erythem (88,9%), Schmerzen (69,4%) und Hautirritation (59,3%) berichtet, die alle häufiger als unter Placebo auftraten [196].

Bewertung: Eine Stärke dieser Untersuchungen ist eine lange Nachbeobachtungszeit der Ergebnisse über 12 Monate. In der Nachbeobachtungsstudie wurden nach 12 Monaten läsionsbezogene Abheilungsraten – ausgehend von abgeheilten Läsionen an Woche 20 – ermittelt. Allerdings scheint die Stärke des Effekts einer Behandlung mit 5-FU 0,5% mit SA 10% in Lösung im Beobachtungszeitraum zunehmend abzunehmen. Dies ist vor allem nach 12 Monaten ersichtlich, wo die läsionsbezogenen Abheilungsraten der aktiven Therapie und Placebo bzw. Vehikel eng beieinander lagen (85,8% vs. 79,8%). Die hohe Abheilungsrate im Kontrollarm könnte entweder durch eine gewisse Wirksamkeit des Vehikels oder durch eine hohe natürliche Remissionsrate bedingt sein (siehe Indikationstellung und natürlicher krankheitsverlauf). Daher sind weitere Studien nötig, um die Langzeitwirkung von 5-FU 0,5% mit SA 10% in Lösung weiter zu untersuchen.

5-Fluorouracil 0,5% mit Salicylsäure 10% Lösung vs. Kryochirurgie

Population und Studiendesign: Es liegt eine randomisierte Studie vor, in der 5-FU 0,5% mit SA 10% mit Kryochirurgie verglichen wurde. Es wurden 66 Patienten mit 4-10 hyperkeratotischen Läsionen (Grad II-III nach der Olsen-Klassifikation) im Gesicht und auf der unbehaarten Kopfhaut eingeschlossen. Personen mit iatrogener Immunsuppression wurden ausgeschlossen [142].

Interventionen: 5-FU 0,5% mit SA 10% wurde als Lösung einmal täglich über maximal 6 Wochen läsionsgerichtet aufgetragen. Bei schlechter Verträglichkeit war eine Reduktion auf eine dreimal wöchentliche Gabe zulässig. Die Kryochirurgie wurde mit flüssigem Stickstoff als Sprayverfahren mit einem zweifachen Gefrier-Auftau-Zyklus durchgeführt, wobei die Dauer der Vereisung dem jeweiligen Prüfarzt überlassen war. Nach 3 Wochen konnte sie wiederholt werden, was ebenso im Ermessen des Prüfarztes lag. Die Studie war nicht verblindet. Es erfolgte eine interindividuelle Randomisierung zu einem der beiden Arme im Verhältnis 1:1.

Ergebnisse: Die mittlere Läsionsreduktion pro Patient betrug nach 14 Wochen 5,2 für 5-FU 0,5% mit SA 10% und 5,7 für Kryochirurgie. Im ersten Arm zeigten nach 98 Tagen 33,3% eine komplette und 51,5% eine teilweise (>75%) Abheilung aller Läsionen. Bei Kryochirurgie waren es 25,0% (komplett) und 62,5% (teilweise). Die histologischen Remissionsraten waren läsionsbezogen 62,1% für 5-FU 0,5% und 41,9% für Kryochirurgie. Die Rezidivrate (Anteil der Patienten mit mindestens einem Rezidiv) war 6 Monate nach Therapieende für die Kryochirurgie höher als für 5-FU 0,5% mit SA 10% (84,8% vs. 39,4%). Das durch den Prüfarzt und die Patienten beurteilte Ansprechen insgesamt war in beiden Armen sehr ähnlich. Ebenso wurde das kosmetische Ergebnis beider Therapieformen überwiegend als gut oder sehr gut („good/ very good“) bewertet. Nebenwirkungen wurden tendenziell häufiger bei 5-FU 0,5% mit SA 10% beobachtet und umfassten Erythem, Krusten und Brennen. Schwerwiegende, therapievermittelte Ereignisse traten in 24,2% der Fälle auf, bei Kryochirurgie waren es nur 6,1% [142].

Bewertung: Bezüglich der mittleren Läsionsreduktion und der kompletten bzw. teilweise Abheilung aller Läsionen war die Effektivität beider Interventionen vergleichbar. Bemerkenswert ist ein deutlicher Effekt in der Reduktion von Rezidiven ursprünglich abgeheilter Läsionen von 5-FU 0,5% mit SA 10%, was auf eine bessere Langzeitwirkung dieser Substanz gegenüber Kryochirurgie hinweisen könnte. Demgegenüber standen eine geringere Rate und Nebenwirkungen unter Kryochirurgie, was in der Schaden-Nutzen-Bewertung dieses Vergleichs berücksichtigt werden sollte. Wegen des offenen Studiendesigns wurde die Arbeit auf ein Evidenzlevel von 3 herabgestuft.

5-Fluorouracil 0,5% mit Salicylsäure 10% Lösung vs. Diclofenac-Natrium 3% Gel

Population und Studiendesign: Eine Studie untersuchte diese Interventionen in einem dreiarmigen, interindividuellen Design [175].

Interventionen: Es erfolgte eine Randomisierung 2:1:2 zu 5-FU 0,5% mit SA 10%, Vehikel (Placebo) oder Diclofenac-Natrium 3% in Hyaluronsäure 2,5% Gel.

Ergebnisse: Die histologisch nachgewiesene Reduktionsrate bei Studienende betrug 72,0% (5-FU 0,5% mit SA 10%) vs. 59,1% (Diclofenac-Natrium 3% in Hyaluronsäure 2,5% Gel), die klinisch gemessene Reduktionsrate 74,5% (5-FU 0,5% mit SA 10%) vs. 54,6% (Diclofenac-Natrium 3% in Hyaluronsäure 2,5% Gel). Die Anzahl der Studienpatienten mit kompletter Abheilung lag bei 55,4% (5-FU 0,5% mit SA 10%) gegenüber 32,0% (Diclofenac-Natrium 3% in Hyaluronsäure 2,5% Gel). Läsionsbezogen waren nach 20 Wochen 74,5% bzw. 54,6% aller AK abgeheilt. Das globale Therapieansprechen wurde von den Untersuchern für 5-FU 0,5% mit SA 10% durchgehend besser bewertet. So wurden in 92,0% die Ergebnisse als sehr gut oder gut befunden („very good / good“), im Diclofenac-Arm war dies in 73,8% der Fall. Ähnlich verteilt war das globale Ansprechen bewertet durch die Patienten (93,2% vs. 81,6%). Die Rate unerwünschter Nebenwirkungen war dagegen im experimentellen Arm höher (95,2%) als im aktiven Diclofenac-Arm (76,8%). Schwerwiegende Nebenwirkungen wurden in 1,1% (5-FU 0,5% mit SA 10%) bzw. in 4,9% (Diclofenac-Natrium 3% in Hyaluronsäure 2,5% Gel) beobachtet, allerdings nicht als therapievermittelt beurteilt. 35 Patienten beendeten die Studie vorzeitig, davon wurden 14 mit 5-FU 0,5% mit SA 10% behandelt und 16 mit Diclofenac-Natrium 3% in Hyaluronsäure 2,5% Gel [175]. Nach 12 Monaten waren noch immer 85,8% bzw. 81,0% der ursprünglich an Woche 20 abgeheilten Läsionen abgeheilt. Eine deutliche klinische Verbesserung („good / very good“) lag nach Ansicht der Untersucher hier in 93,2% und in 81,6% vor (5-FU 0,5% mit SA 10% vs. Diclofenac-Natrium 3% in Hyaluronsäure 2,5% Gel). Die Einschätzung durch die Patienten lag hier für beide Gruppen etwas niedriger [180].

Bewertung: 5-FU 0,5% mit SA 10% war nach 20 Wochen bezüglich der untersuchten Effektivitätsendpunkte Diclofenac-Natrium 3% in Hyaluronsäure 2,5% Gel signifikant überlegen.

5.6.4 Ingenolmebutat

5.16 · Evidenzbasierte Empfehlung · modifiziert 2022

 

Ingenolmebutat soll für die Therapie der aktinischen Keratose nicht angeboten werden.

Empfehlungsgrad
A: Starke Empfehlung für oder gegen ein Maßnahme - verwendete Ausdrucksweise = soll/soll nicht
Evidenzlevel
2

De-novo-Recherche

Konsens
Starker Konsens (100%)
Literatur
[127] [197] [198] [199] [200] [201] [202] [203] [204] [205]
ÄnderungshinweisIngenolmebutat sollte als feldgerichtete Therapie bei einzelnen oder multiplen AK des Grads I-II nach Olsen sowie bei Feldkanzerisierung angeboten werden. ausgesetzt in Folge der ruhenden Zulassung (siehe Rote-Hand-Brief)
Evidenztabellen (1)Interventionen AK Einzelstudien

Im Januar 2020 wurde in Abstimmung mit der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) beschlossen, die Zulassung von IMB für aktinische Keratosen ruhen zu lassen. Diese Entscheidung beruhte auf einer 3-Jahressicherheitsanalyse mit 484 Patient*innen, welche eine höhere Inzidenz von SCC mit IMB im Vergleich zu Imiquimod zeigte (3,3% vs. 0,4%). Weiterhin wurde eine höhere Inzidenz von Hauttumoren einschließlich Basalzellkarzinom, M. Bowen und PEK im Behandlungsfeld auch im Vergleich zum Vehikel in vier klinischen Studien mit Ingenoldisoxat (einem mit IMB verwandten Ester) mit 1.234 Patienten (7,7% vs. 2,9% mit Vehikel) beobachtet. Außerdem wurde eine höhere Inzidenz von gutartigen Tumoren unter IMB verzeichnet (n=1.262 Patient*innen, IMB 1,0% vs. Vehikel 0,1%). Obwohl diese Daten bisher nicht veröffentlicht wurden und ausschließlich in zwei Rote-Hand-Briefen vorliegen, empfiehlt die EMA derzeit als Vorsichtsmaßnahme die Aussetzung der Marktzulassung in Europa. Behandelte Patient*innen sollen engmaschig auf das Auftreten von Hauttumoren in ehemaligen Behandlungsfeldern untersucht werden. Vor dem Hintergrund zahlreicher Interventionen soll IMB nicht angeboten und andere Therapien bevorzugt werden.

5.6.5 Imiquimod

5.6.5.1 Imiquimod 5%

5.17 · Evidenzbasierte Empfehlung · modifiziert 2022

Imiquimod 5% Creme sollte für einzelne oder multiple aktinische Keratosen sowie bei Feldkanzerisierung angeboten werden.

Empfehlungsgrad
B: Empfehlung für oder gegen eine Maßnahme - verwendete Ausdrucksweise = sollte/sollte nicht
Evidenzlevel
1

De-novo-Recherche

Konsens
Starker Konsens (100%)
Literatur
[206] [207] [208] [209] [210] [211] [212] [183] [166] [139] [127] [131] [177] [184] [179]
ÄnderungshinweisImiquimod 5% Creme sollte feldgerichtet für einzelne oder multiple AK des Grads I-II nach Olsen sowie bei Feldkanzerisierung bei immunkompetenten Personen angeboten werden.

Der spezifische Toll-like Rezeptor (TLR) 7 Agonist Imiquimod 5% ist seit 2006 zur topischen Behandlung von klinisch typischen, nicht-hyperkeratotischen, nicht-hypertrophen AK (Grad I bis II nach Olsen) im Gesicht oder auf der Kopfhaut bei immunkompetenten Erwachsenen zugelassen. Er ist als Creme verfügbar, die in einzelnen Sachets (12,5 mg) portioniert ist und der Maximaldosis pro Behandlungstag entspricht. Imiquimod 5% Creme soll über 4 Wochen jeweils dreimal wöchentlich auf ein maximales Behandlungsareal von 25 cm² aufgetragen werden und für ca. 8 Stunden auf der Haut belassen werden. Nach einem vierwöchigen behandlungsfreien Zeitraum sollte die Abheilung der AK überprüft werden und ggf. ein zweiter Behandlungszyklus über 4 Wochen angeschlossen werden. Studien zu diesem Anwendungsregime zeigen im Vergleich zu der ursprünglichen 16-wöchigen [209][210][212] bzw. 12-wöchigen Behandlung [211] vergleichbare Therapieergebnisse bei kürzerer Therapiedauer [206][208]. Jedoch konnte eine Studie zeigen, dass die häufigere Anwendung von mehr als dreimal wöchentlich schlechter verträglich ist, die komplette Abheilung der Läsionen schlechter war und sich nur eine teilweise Abheilung nachweisen ließ. Allerdings waren die entsprechenden AK an den Extremitäten und nicht im Gesicht oder am Kapillitium lokalisiert [207].

Zwei systematische Übersichtsarbeiten [145][197] bzw. vier Metaanalysen [127][213][131][179] mehrerer randomisierter Studien verschiedener Behandlungsmodalitäten von AK unterstreichen die dargestellte Evidenz. Eine Metaanalyse von Vegter et al. ermittelte für den Behandlungszyklus von 16 Wochen aus insgesamt 5 Studien mit einer gepoolten Gesamtpopulation von 966 Patienten eine komplette Abheilungsrate von 63,3%. Die komplette Abheilung aller Läsionen jedoch nach nur 4-wöchiger Behandlung wurde aus 3 Studien mit insgesamt 278 Patienten mit 56,3% berechnet [131]. Vergleichbare Werte (komplette Abheilung der Läsionen: 65,9% und komplette Abheilung beim Patienten: 54,5%) ergab auch eine systemische Übersichtsarbeit von Askew et al., die insgesamt 8 Studien analysierten, wobei Imiquimod 5% als Vergleichsarm anderer Behandlungsmethoden eingesetzt wurde [145].

Es liegt eine Arbeit zur feldgerichteten Therapie bei immunsupprimierten Patienten vor, die bei einer 16-wöchigen Behandlungsdauer vergleichbare Ergebnisse zu immunkompetenten Patienten hinsichtlich der kompletten Abheilung der Läsionen aufwies [140]. Es wurde eine Fläche von bis zu 100 cm² mit maximal zwei Sachets (à 12,5 mg) behandelt. Jedoch kam es bis auf milde bis moderaten zu keinen schwerwiegenden Nebenwirkungen (insbesondere Abstoßungsreaktionen bei organtransplantierten Patienten). Für die evidenzbasierte Empfehlung zu Imiquimod 5% Creme in dieser Subgruppe siehe Therapie bei Immunsuppression und Organtransplantation.

Tabelle 22: Übersicht der Einzelstudien zu Imiquimod 5%

Studie

Interventionen

Einzelne AK

Multiple AK

Feldkanzersierung

Immunsuppression

Korman 2005 [209]

Imiquimod 5% Creme 3x/Woche vs.

Placebo

X

X

 

 

Lebwohl 2004 [210]

Imiquimod 5% Creme 2x/Woche vs.

Placebo

X

X

 

 

Szeimies 2004 [212]

Imiquimod 5% Creme 3x/Woche vs.

Placebo

X

X

 

 

Alomar 2007 [206]

Imiquimod 5% Creme 3x/Woche (max. 2 Zyklen) vs.

Placebo

X

X

 

 

Jorizzo 2007 [208]

Imiquimod 5% Creme 3x/Woche (max. 2 Zyklen) vs.

Placebo

X

X

 

 

Chen 2013 [214]

Imiquimod 5% Creme 3x/Woche vs.

Placebo

X

X

unklar

 

Ooi 2006 [215]

Imiquimod 5% Creme 3x/Woche vs.

Placebo

X

X

unklar

 

Ortonne 2010 [216]

Imiquimod 5% Creme 3x/Woche vs.

Placebo

X

X

unklar

 

Stockfleth 2002 [211]

Imiquimod 5% Creme 3x/Woche vs.

Placebo

X

X

 

 

Gebauer 2009 [207]

Imiquimod 5% Creme 2x/Woche vs.

Imiquimod 5% Creme 3x/Woche vs.

Imiquimod 5% Creme 5x/Woche vs.

Imiquimod 5% Creme 7x/Woche vs.

Placebo

 

X

X

 

Ulrich 2007 [217]

Imiquimod 5% Creme 3x/Woche vs.

Placebo

X

X

X

X

Foley 2011 [139]

Imiquimod 5% Creme vs.

Kryochirurgie

 

X

 

 

Krawtchenko 2007 [140]

Imiquimod 5% Creme vs.

Kryochirurgie vs.

5-FU 5% Creme

X

X

 

 

Akarsu 2011 [166]

Imiquimod 5% Creme vs.

Diclofenac-Natrium 3% Gel vs.

Placebo

X

 

 

 

Kose 2008 [168]

Imiquimod 5% Creme vs.

Diclofenac-Natrium 3% Gel

X

unklar

 

 

Tanghetti 2007 [183]

Imiquimod 5% Creme vs.

5-FU 5% Creme

X

X

 

 

Gollnick 2020 [177]

Imiquimod 5% Creme vs.

Diclofenac-Natrium 3% Gel

X

 X

 

 

Jansen 2019 [184]

5-FU 5% Creme vs.

IMB 0,015% Gel vs.

Imiquimod 5% Creme vs.

MAL-cPDT

 

X

X

 

 

Imiquimod 5% Creme vs. Placebo (Immunkompetente)

Population, Studiendesign und Intervention:  Es lassen sich mehrere randomisierte Studien zur Wirksamkeit von Imiquimod 5% Creme gegen Placebo identifizieren. Davon wurden in drei Studien [209][210][212] die Wirksamkeit gegen Placebo über einen Behandlungszeitraum von 16 Wochen mit je drei bzw. zwei Applikationen pro Woche untersucht. In diese Studien wurden 492 Patienten1, 436 Patienten und 286 Patienten eingeschlossen, welche 1:1 gegen Vehikel randomisiert wurden. Die Patienten wurden im Gesicht oder auf dem unbehaarten Kopf behandelt und hatten zwischen 4-81,2 bzw. 5-9 AK auf einer Fläche von 25 cm².

Zwei weitere Studien [206][208] untersuchten die Wirksamkeit gegen Placebo ebenfalls bei Patienten mit 4-85 bzw. 5-94 AK auf einer Fläche von 25 cm² im Gesicht oder auf dem unbehaarten Kopf; jedoch bei ein bis zwei Therapiezyklen von jeweils 4 Wochen. Nach einem ersten Behandlungszyklus von 4 Wochen mit je drei Applikationen pro Woche wurde nach weiteren 4 Wochen bewertet, ob noch AK im Behandlungsareal nachweisbar waren. Wenn ja, wurde erneut ein 4-wöchiger Behandlungszyklus durchgeführt. Auch hier erfolgte eine 1:1 Randomisierung von Imiquimod 5% gegen Placebo. Keine der fünf genannten Studien hatte hyperkeratotische AK (im Sinne von Olsen III) explizit ausgeschlossen.

Ergebnisse: Die drei Studien von Korman et al., Lebwohl et al. und Szeimies et al. konnten komplette Abheilungsraten von 48,3% (Imiquimod) vs. 7,2% (Vehikel), 45,1% vs. 3,2% bzw. 57,1% vs. 2,2% sowie eine partielle Läsionsreduktion von 64,0% vs. 13,6%, 59,1% vs. 11,8% und 72,1% vs. 4,3% zeigen. Dabei erfolgte die Bewertung in allen Untersuchungen 8 Wochen nach Behandlungsende und wurde bei zwei der drei Studien klinisch und bei Szeimies et al. mittels Histologie evaluiert. Die Nebenwirkungen im Behandlungsareal waren in allen drei Studien im aktiven Behandlungsarm höher als im Vehikel-Arm. Am häufigsten wurden im aktiven Arm im Behandlungsareal Juckreiz 20,5%-28,9%, Brennen 5,6%-7,4% sowie Erythem 30,6%, Krusten 29,9% und Erosion 10,2% berichtet.

Die beiden Studien von Alomar et al. und Jorizzo et al. zeigten insgesamt (d.h. entweder nach einem oder zwei Behandlungszyklen) eine komplette Abheilung aller Läsionen von 55,0% (Imiquimod) vs. 2,3% (Vehikel) bzw. 57,7% vs. 14.6%. Hinsichtlich der partiellen Läsionsreduktion wurden Werte von 65,9% (Imiquimod) vs. 3,8% (Vehikel) bzw. 61,0% vs. 25,2% erreicht. Unerwünschte Nebenwirkungen wurden in 53,5% (Imiquimod) vs. 30,8% (Vehikel) der Fälle beobachtet. In der anderen Studie bewerteten 16% der Patienten die Nebenwirkungen (Erythem, Juckreiz, Verkrustung) als schwer.

Drei weitere Studien verglichen Imiquimod 5% Creme mit Placebo, werden aber bei einer kleinen Studiengröße, einer relativ kurzen Nachbeobachtungszeit und vergleichbaren Ergebnissen zu den bereits beschriebenen Studien hier nicht weiter aufgeführt [214][215][216].

Imiquimod 5% Creme vs. Placebo (Immunsupprimierte)

In einer multizentrischen, randomisierten und Placebo-kontrollierten Studie von Ulrich et al. an 43 organtransplantierten Patienten wurde die Wirksamkeit und Interaktion des Immunmodulators bei diesem Hochrisiko-Patientenkollektiv untersucht [217]. Aufgrund der Notwendigkeit einer feldgerichteten Therapie wurden in dieser Studie zwei Sachets pro Applikation auf einer Fläche von 100 cm² verwendet. Die Randomisierung erfolgte 2:1 (30 Patienten im aktiven Arm) und es wurde dreimal pro Woche über 16 Wochen therapiert. Die komplette Abheilung wurde in 62,1% der Fälle und die partielle Abheilung in 79,3% der Fälle berichtet. Damit sind die Ergebnisse vergleichbar bzw. sogar besser als bei immunkompetenten Patienten zu bewerten, wenngleich die Anwendung (2 Sachets, größere Fläche) vom etablierten Schema abweicht. Eine wichtige Erkenntnis dieser Studie ist, dass die immunmodulatorische Wirkweise von Imiquimod zu keinen Nebenwirkungen im Sinne einer Organabstoßungsreaktion, einer Funktionseinschränkung des transplantierten Organs oder zu relevanten Laborwertverschlechterung geführt hat (siehe).

Imiquimod 5% Creme vs. Kryochirurgie

Population und Studiendesign: Es wurde eine monozentrische Studie mit 70 Patienten gefunden, die Kryochirurgie gegen die Behandlung von Imiquimod 5% bei Patienten mit 10 AK verglichen hat [139]. Die Läsionen wurden klinisch gemäß Olsen et al. klassifiziert, wobei sogar Olsen Grad-III-Läsionen (bei dem Vorliegen von ≥ 10 Läsionen) bevorzugt behandelt wurden. Eine weitere dreiarmige Studie hat Imiquimod 5% mit Kryochirurgie und 5-Fluorouracil verglichen [140]. Eingeschlossen wurden insgesamt 75 Patienten mit 5-10 AK in einem Behandlungsfeld von 50 cm². Die Randomisierung erfolgte 1:1:1 und die AK wurden vor Therapie histologisch gesichert.

Interventionen: Die Randomisierung erfolgte 1:1 und die Behandlung mittels Kryochirurgie wurde im offenen Sprayverfahren in bis zu vier Sitzungen im Abstand von drei Monaten durchgeführt. Im Gegensatz dazu wurde Imiquimod 5% Creme dreimal pro Woche für 3-4 Wochen angewendet und bei noch nicht vollständiger Abheilung ein weiterer Behandlungszyklus durchgeführt [139]. In der dreiarmigen Vergleichsstudie wurde die Kryochirurgie im offenen Sprayverfahren für 20-40 s pro Läsion angewandt und ein weiteres Mal innerhalb von 2 Wochen wiederholt, falls noch AK vorhanden waren. 5-Fluorouracil 5% Creme wurde zweimal täglich über 4 Wochen im Behandlungsareal angewandt. Imiquimod 5% Creme wurde für 4 Wochen dreimal wöchentlich angewandt und nach vierwöchiger Pause bei verbleibenden AK nochmal in gleicher Weise appliziert [140].

Ergebnisse und Bewertung: Die komplette Abheilungsrate der behandelten Läsionen war im Vergleich zu anderen Untersuchungen sehr hoch (98,7% Kryochirurgie und 93,6% Imiquimod), insbesondere unter dem Aspekt, dass auch hyperkeratotische Läsionen behandelt wurden. Die komplette Abheilung der Läsionen eines Patienten war ebenfalls hoch (90,3% vs. 68,0%) und im Gegensatz dazu die partielle Abheilung als niedrig zu bewerten (9,7% vs. 28,0). Als Langzeitnebenwirkungen hat die Hypopigmentierung im Behandlungsareal eine erhebliche Rolle gespielt und unterschied sich signifikant in beiden Therapieformen (54,8% vs. 24,0%) [139]. Die zweite Studie berichtete komplette klinische Abheilungsraten von 68% für Kryochirurgie, 96% für 5-Fluorouracil und 85% für Imiquimod. Im Gegensatz dazu zeigte die histologische Untersuchung komplette Abheilungsraten von nur 32%, 67% bzw. 73%. Die langfristige, komplette Abheilung nach 12 Monaten des gesamten Behandlungsfeldes wurde mit 4%, 33% bzw. 73% berichtet, welches die langfristige Wirksamkeit einer Feldtherapie (hier: 5-FU und Imiquimod) gegenüber einer läsionsgerichteten Therapie (hier: Kryochirurgie) verdeutlicht [140].

Imiquimod 5% Creme vs. Diclofenac-Natrium 3% Gel

Population und Studiendesign: Es wurden drei unabhängige Studien identifiziert, die Imiquimod 5% Creme gegenüber Diclofenac-Natrium 3% in Hyaluronsäure 2,5% Gel verglichen. Die erste Studie untersuchte 61 Patienten mit jeweils einer Läsion, die zuvor histologisch gesichert wurde. Die Lokalisation oder klinische Beschaffenheit (Olsen-Klassifikation) wurde nicht beschränkt. Das Studiendesign war interindividuell und gegenüber dem Untersucher verblindet [166]. Die zweite Studie untersuchte 49 Patienten mit mindestens 3 Läsionen, wobei auch diese Studie die Lokalisation oder klinische Beschaffenheit der AK nicht einschränkte. Die Läsionen wurden klinisch diagnostiziert und bewertet. Das Studiendesign war interindividuell und nicht verblindet [168]. Die dritte Studie war eine gepoolte Analyse aus zwei RCT (NCT00777127/NCT01453179; LEIDA 1/2) mit insgesamt 479 Patient*innen mit Grad I-II Läsionen nach Olsen in einem zusammenhängenden Feld von 50 cm2. Eine histologische Diagnosesicherung war in dieser Studie obligat [177]

Interventionen: In der ersten Studie wurden die Patienten 1:1:1 randomisiert zu Imiquimod 5% Creme, Diclofenac-Natrium 3% in Hyaluronsäure 2,5% oder Basiscreme. Die Behandlung erfolgte läsionsgerichtet. Diclofenac-Natrium 3% in Hyaluronsäure 2,5% Gel und die Basiscreme wurden über 12 Wochen zweimal täglich appliziert, Imiquimod 5% Creme wurde über 16 Wochen zweimal pro Woche aufgetragen [166]. In der zweiten Studie wurde 1:1 randomisiert und jeweils über 12 Wochen im Imiquimod-Arm dreimal wöchentlich und im Diclofenac-Arm einmal täglich appliziert. Auch hier erfolgte eine läsionsgerichtete Anwendung [168]. In der dritten Studie erfolgte eine Randomisierung im Verhältnis 1:1 zu entweder Imiquimod 5% Creme dreimal pro Woche über Nacht über 4 Wochen gefolgt von 4 Wochen Therapiepause. Bei unzureichendem Ansprechen erfolgte ein zweiter Therapiezyklus. Die andere Gruppe erhielt Diclofenac-Natrium 3% Gel zweimal täglich über 12 Wochen gefolgt von einer 8-wöchigen Therapiepause [177].

Ergebnisse: Die klinisch komplette Abheilung der Läsionen im Anschluss an die Therapie (Diclofenac-Natrium 3% in Hyaluronsäure 2,5% Gel nach 12 Wochen, Imiquimod nach 16 Wochen) war im Imiquimod-Arm gegenüber Diclofenac und Basiscreme geringfügig höher (20% vs. 19,1% vs. 0%). In der Nachbeobachtung nach 24 Wochen ab Studienstart zeigte sich ein deutlicherer Unterschied (45% vs. 14,3% vs. 0%). Die Läsionsdicke bewertet klinisch nach einer semi-quantitativen Skala unterschied sich nur zum Zeitpunkt der Nachbeobachtung signifikant und war im Imiquimod-Arm dünner als im Diclofenac-Arm (p=0,034). Die Verträglichkeit der Therapien wurde von den Untersuchern als gut bewertet und Nebenwirkungen bei Imiquimod in einer Häufigkeit von 75% (Erythem, Erosionen, Ödem) und bei Diclofenac-Natrium 3% in Hyaluronsäure 2,5% Gel von 28% (Erythem, Schuppung) angegeben [166]. Bei Kose et al. 2008 [168] ergab die Bewertung mit der klinischen 7-Punkte Skala des IGII bei Behandlungsende im Vergleich von Imiquimod gegen Diclofenac-Natrium 3% in Hyaluronsäure 2,5% Gel einen Anteil an moderater Verbesserung von 5% zu 36%, an signifikanter Verbesserung von 73% zu 52% und einer vollständigen Verbesserung von 22% zu 12%. Die Patienten gaben eine vollständige Abheilung in 23% mit Imiquimod und in 28% mit Diclofenac-Natrium 3% in Hyaluronsäure 2,5% Gel an. Die Untersucher bewerteten beide Therapien als gut verträglich. Als milde bis moderate Nebenwirkungen wurden Erythem, Juckreiz, trockene Haut und Schuppung berichtet, die bei 15 Patienten im Imiquimod-Arm und bei 12 Patienten im Diclofenac-Arm zu mindestens einem unerwünschten Ereignis führten [168]. In der dritten Studie von Gollnick et al. 2020 [177] lag die patientenbezogene komplette Abheilungsrate 20 Wochen nach Studienstart bei 52,1% für Imiquimod im Vergleich zu 35,4% für Diclofenac. In 21% (Imiquimod) bzw. 18% (Diclofenac) traten therapievermittelte Nebenwirkungen auf, am häufigsten war Juckreiz in 5,3% bzw. 6,7% an der Applikationsstelle. Insgesamt brachen mehr Patient*innen die Therapie mit Diclofenac ab als mit Imiquimod (38,8% vs. 28,9%) [177].

Bewertung: Zusammenfassend zeigte sich allen drei Studien hinsichtlich der kompletten Abheilungsrate ein geringer Vorteil für die Behandlung mit Imiquimod, wobei Abstriche hinsichtlich des Studiendesigns bei Anwendungsdauer, Einschluss der Läsionen (Lokalisation: Gesicht vs. Extremitäten; Dicke: Olsen Grad I vs. Grad III) und der Standardisierung der Bewertungen gemacht werden müssen. Das Evidenzniveau der Studie von Kose 2008 et al. [168] wurde aufgrund des offenen, unverblindeten Designs auf Evidenzlevel 3 herabgestuft. In der Studie der türkischen Arbeitsgruppe wurde ein in der Türkei verfügbares Präparat benutzt.

Imiquimod 5% Creme vs. 5-Fluorouracil 5% Creme

Population und Studiendesign: In einer multizentrischen Studie wurden insgesamt 36 Patienten mit mindestens 4 AK auf einer Fläche von 25 cm² auf dem Kopf eingeschlossen. Es wurde in einen 5-Fluorouracil- und einen Imiquimod 5%-Arm zufällig im Verhältnis 1:1 randomisiert [183].

Intervention: Die Behandlung der 25 cm² erfolgte mit 5-Fluorouracil 5% Creme zweimal täglich über einen Zeitraum von 2-4 Wochen. Imiquimod 5% Creme wurde zweimal wöchentlich über 16 Wochen feldgerichtet appliziert.

Ergebnisse und Bewertung: Die durchschnittliche Reduktion der Läsionsanzahl wurde mit 94% (5-FU) bzw. 66% (Imiquimod) als statistisch signifikant unterschiedlich angegeben. Die komplette Abheilungsrate der Patienten wurde mit 84% gegenüber 24% und die partielle Abheilungsrate mit 100% gegenüber 53% berichtet, die sich jeweils auch signifikant unterschieden. Im Vergleich zu anderen Untersuchungen [139] bzw. im Vergleich zu Placebo erweisen sich die Werte für Imiquimod 5% hier als gering. Die Untersucher berichten für beide Behandlungsmodalitäten eine vergleichbare Verträglichkeit.

Imiquimod 5% Creme vs. 5-Fluorouracil 5% Creme vs. MAL-Rotlich-PDT vs. Ingenolmebutat 0,015% Gel

Für genauere Angaben siehe 5-Fluorouracil 5%.

5.6.5.2 Imiquimod 3,75%

5.18 · Evidenzbasierte Empfehlung · modifiziert 2022

Imiquimod 3,75% Creme sollte für multiple aktinische Keratosen sowie bei Feldkanzerisierung angeboten werden.

Empfehlungsgrad
B: Empfehlung für oder gegen eine Maßnahme - verwendete Ausdrucksweise = sollte/sollte nicht
Evidenzlevel
2

De-novo-Recherche

Konsens
Starker Konsens (100%)
Literatur
[218] [219] [220]
ÄnderungshinweisImiquimod 3,75% Creme sollte feldgerichtet für multiple AK des Grads I-II nach Olsen sowie bei Feldkanzerisierung in immunkompetenten Personen im Gesicht oder am unbehaarten Kapillitium angeboten werden.

Der spezifische TLR-7-Agonist Imiquimod 3,75% ist seit 2012 zur topischen Behandlung von klinisch typischen, nicht-hyperkeratotischen, nicht-hypertrophen AK (Grad I bis II nach Olsen) im Gesicht oder auf der unbehaarten Kopfhaut bei immunkompetenten Erwachsenen zugelassen. Dabei entspricht das Behandlungsareal einer Fläche von mehr als 25 cm², welches eine Fläche von 200 cm² nicht überschreiten sollte. Die Anzahl der in dem Behandlungsfeld befindlichen AK ist von der Wirksamkeit unabhängig [220]. Es ist als Creme verfügbar, die in einzelnen Beuteln à 250 mg portioniert sind. Die Anwendung erfolgt über zwei Behandlungszyklen von jeweils zwei Wochen einmal täglich, die durch einen zweiwöchigen behandlungsfreien Zeitraum getrennt sind [218]. Ein längeres Behandlungsintervall (zweimal 3 Wochen, getrennt durch 3 Wochen Therapiepause) waren hinsichtlich der Wirksamkeit vergleichbar, jedoch zeigte sich eine deutlich höhere Rate an lokalen Hautreaktionen [219]. Die Wirksamkeit der feldgerichteten Anwendung wurde in zwei randomisierten Studien [219][218], einem systematischen Review randomisierter Studien [197] und einer Metaanalyse randomisierter Studien [131] gezeigt. Es liegen keine Daten zum Gebrauch von Imiquimod 3,75% Creme bei Immunsuppression aus RCT vor.

Eine systematische Übersichtsarbeit von randomisierten Studien mehrerer Behandlungsmodalitäten berichtete für die eingeschlossenen Studien zu Imiquimod 3,75% gegen Placebo [219][218] komplette Abheilungsraten von 34,0%-35,6% und eine Differenz zu den jeweiligen Placeboarmen von 28,5%-29,3% [197]. Eine Metaanalyse von Vegter et al. berechnete für beide Studien [219][218] entsprechend eine komplette Abheilungsrate von 39,9% vs. eine Rate von 6,9% bei Placebo, die gemittelt über alle untersuchten Studien berechnet wurde [131].

Tabelle 23: Übersicht der Einzelstudien zu Imiquimod 3,75%

Studie

Interventionen

Einzelne AK

Multiple AK

Feldkanzerisierung

Immunsuppression

Hanke 2010 [219]

Imiquimod 3,75% Creme vs.

Imiquimod 2,5% Creme vs.

Placebo

 

X

unklar

 

Swanson 2010 [218]

Imiquimod 3,75% Creme vs.

Imiquimod 2,5% Creme vs.

Placebo

 

X

unklar

 

Peris 2015 [220]

Imiquimod 3,75% Creme vs.

Placebo

 

X

unklar

 

 

Imiquimod 3,75% Creme vs. Placebo

Population und Studiendesign: Zwei unabhängige Studien wurden identifiziert, die die Wirksamkeit von Imiquimod 3,75% gegenüber Imiquimod 2,5% und Placebo verglichen haben. In der ersten Studie wurden 490 Patienten mit 9-20 AK in einem Areal von mehr als 25 cm² im Gesicht oder auf dem unbehaarten Kopf eingeschlossen. Die Patienten wurden im Verhältnis 1:1:1 randomisiert [219]. Die zweite Studie beinhaltete die Analyse von 479 Patienten und war identisch aufgebaut [218]. In beiden Studien erfolgte die Bewertung 8 Wochen nach dem zweiten Therapiezyklus.

Intervention: In der ersten Studie wurden in den beiden aktiven Behandlungsarmen die Patienten feldgerichtet für 3 Wochen täglich behandelt, dann 3 Wochen lang unabhängig vom Behandlungsergebnis die Therapie pausiert und anschließend für weitere 3 Wochen täglich therapiert [219]. Im Gegensatz dazu untersuchte die zweite Studie die tägliche Anwendung in verkürzten Therapiezyklen von 2 Wochen Therapie, 2 Wochen Pause und erneuter zweiwöchiger Therapie; ebenfalls unabhängig von dem Vorhandensein von AK nach dem ersten zweiwöchigen Zyklus [218].

Ergebnisse und Bewertung: Die erste Studie hat komplette Abheilungsraten von 25,0% (Imiquimod 2,5%) vs. 34% (Imiquimod 3,75%) vs. 5,5% (Placebo) berichtet. Es wurde eine partielle Abheilung von 42,7% gegenüber 53,7% bzw. 12,8% und eine durchschnittliche Reduktion der Läsionen im Vergleich zur Baseline von 66,7% vs. 80% bzw. 23,6% beobachtet. Signifikante Unterschiede für beide Imiquimod-Konzentrationen im Vergleich zum Placebo ergaben sich in allen 3 Ergebnissen (komplette und partielle Abheilung sowie für die Läsionsreduktion). In den beiden aktiven Armen zeigten sich die unerwünschten Ereignisse entsprechend der höheren Konzentration vermehrt (28,2% vs. 44,7% Erytheme; 23,9% vs. 30,4% Erosionen; 22,7% vs. 30,4% Krustenbildung) [219]. Swanson et al. berichten vergleichbare komplette Abheilungsraten von 30,6% (Imiquimod 2,5%) vs. 35,6% (Imiquimod 3,75%) bzw. 6,3% (Placebo). Auch die Werte für die partielle Abheilung (48,1% vs. 59,4% vs. 22,6%) und die durchschnittliche Läsionsreduktion im Vergleich zur Baseline (71,8% vs. 81,8% vs. 25,0%) sind vergleichbar zu denen mit längeren Therapiezyklen. Jedoch stellten sich die lokalen Hautreaktionen hier deutlich geringer dar (14,4% vs. 25,2% Erythem; 9,4% vs. 10,7% Erosion; 9,4% vs. 13,8% Krustenbildung) [218]. Dies rechtfertigt bei vergleichbarer Wirksamkeit die Anwendung im Rahmen von zweimal 2 Wochen Therapie mit zweiwöchiger Therapiepause zwischen den Zyklen.

Eine weitere Studie von Peris et al. [220] untersucht die Daten aus den Arbeiten von Swanson et al. [218] und Stockfleth et al. 2014 hinsichtlich der Wirksamkeit und der Anzahl der behandelten Läsionen. Das Studiendesign bzw. die Interventionen entsprechen jenen in Swanson 2010 [218]. Es geht zum einen darum, das sog. Lmax-Konzept für die Auswertung anzuwenden (Lmax: Läsionsreduktion von klinischen und subklinischen Läsionen; dafür werden die unter der Therapie sichtbar werdenden subklinischen AK nach der ersten Therapiewoche und die bestehenden klinisch sichtbaren AK gezählt, um die tatsächliche Gesamtanzahl aller therapeutisch relevanten AK zu ermitteln). Zum anderen wird in dieser Analyse die Patientenpopulation in Patienten mit ≤ 10 AK (n=162) und mit > 10 AK (n=152) aufgeteilt und verglichen. Dabei ergibt sich eine vergleichbare, durchschnittliche Läsionsreduktion von Lmax (erste Behandlungswoche) gegenüber 8 Wochen nach Behandlungsende von 91,5% (≤ 10 AK) vs. 93,0% (> 10 AK). Betrachtet man die Läsionsreduktion von Baseline gegenüber 8 Wochen nach Behandlungsende, werden 78,9% vs. 82,6% berichtet [220].

5.6.6 Tirbanibulin

5.19 · Evidenzbasierte Empfehlung · neu 2022

Tirbanibulin 1% Salbe sollte für einzelne oder multiple aktinische Keratosen sowie bei Feldkanzerisierung angeboten werden.

Empfehlungsgrad
B: Empfehlung für oder gegen eine Maßnahme - verwendete Ausdrucksweise = sollte/sollte nicht
Evidenzlevel
2

De-novo-Recherche

Konsens
Starker Konsens (100%)
Literatur
[221]

Tirbanibulin (KX2-391) ist ein dualer Small-Molecule-Inhibitor, der die intrazelluläre Protein-Tyrosin-Kinase Src und die Tubulin-Polymerisation hemmt. Eine erhöhte Src-Aktivität wurde sowohl beim primären Tumorwachstum als auch bei der Metastasierung festgestellt [222]. Da Src in AK vermehrt exprimiert wird und es bei der Progression zum cSCC eine Rolle zu spielen scheint (16), wurde nun die Wirksamkeit einer topischen Therapie mit Tirbanibulin bei AK untersucht. In den USA wurde zunächst eine offene Phase-II-Studie mit 168 Patienten mit 4–8 AK auf einer Fläche von 25 cm2 im Gesicht oder auf der Kopfhaut durchgeführt. Acht Wochen nach Behandlungsbeginn mit der Tirbanibulin 1% Salbe war die komplette patientenbezogene Abheilungsrate (100%) in der Fünf-Tage-Behandlungs-Kohorte (n=84) höher als in der Drei-Tage-Behandlungs-Kohorte (43% gegenüber 32%) [221]. Lokale Hautreaktionen waren mild und umfassten meist Erytheme, Schuppung, Krusten und Schwellungen, die schnell abklangen. Nebenwirkungen traten selten auf und waren meistens leichten Grades wie vorübergehender Juckreiz, Empfindlichkeit und Schmerzen. Basierend auf den Ergebnissen der Phase-II-Studie wurden zwei identische, multizentrische, doppelblinde, Vehikel-kontrollierte Phase-III-Studie mit der 1% Salbe an insgesamt 702 Patienten mit AK auf der Gesichts- und Kopfhaut initiiert, welche die Effektivität und Sicherheit von Tirbanibulin 1% Salbe im Vergleich zu Vehikel bekräftigte (siehe Tirbanibulin 1% Salbe vs. Placebo).

Tirbanibulin ist der erste klinische Src-Inhibitor aus der Klasse der Peptidomimetics. Durch die Wirkungsweise, nämlich die Blockierung der Substrat- anstelle der ATP-Bindungsstelle wie bei den bisherigen Kinaseinhibitoren, kann Tirbanibulin die Src-Kinase im Gegensatz zu den Multikinaseinhibitoren deutlich spezifischer und bereits bei geringeren Konzentrationen hemmen [222], was zu weniger Off-target-Effekten führt und daher auch zu einem günstigeren Nebenwirkungsprofil. Die mit Tirbanibulin in der Zulassungsstudie erzielten patientenbezogenen Abheilungsraten sind vergleichbar mit bereits zugelassenen Topika. Seit 16. Juli 2021 ist Tirbanibulin für die topische Behandlung von nicht-hyperkeratotischen, nicht-hypertrophen AK (Olsen-Grad I) im Gesicht oder auf der Kopfhaut bei Erwachsenen mit einer Flächenbegrenzung von 25 cm² zugelassen.

Tabelle 24: Übersicht zu eingeschlossenen Einzelstudien zu Tirbanibulin

Studie Interventionen Einzelne AK Multiple AK Feld-kanzerisierung Immun-suppression
Blauvelt 2021 [221]

Tirbanibulin 1% Salbe vs.

Placebo

   X  X  

Tirbanibulin 1% Salbe vs. Placebo

Basierend auf den Ergebnissen der Phase-II-Studie wurden zwei identische, multizentrische, doppelblinde, Vehikel-kontrollierte Phase-III-Studie mit der 1% Salbe an insgesamt 702 Patienten mit AK auf der Gesichts- und Kopfhaut initiiert [221]. Die Teilnehmer erhielten Tirbanibulinsalbe 1% oder Vehikel (1:1), die einmal täglich an 5 aufeinander folgenden Tagen selbst appliziert werden sollte. Nach 57 Tagen war die komplette (100%) sowie partielle (≥ 75%) Abheilungsrate in beiden Studien signifikant höher bei den Patienten, die Tirbanibulin erhalten hatten (Tirbanibulin vs. Vehikel, komplette Abheilungsraten: 44–54% vs. 5–16%; partielle Abheilungsraten: 68–76% vs. 11–16%). Nach 1 Jahr traten bei 124 der 174 mit Tirbanibulin behandelten Patienten, die zuvor komplett ansprachen, ein Rezidiv auf. Die häufigsten lokalen Reaktionen auf Tirbanibulin waren Erytheme bei 91% der Patienten und Schuppenbildung bei 82%. Bei den meisten behandlungsbedingten Nebenwirkungen handelte es sich um leichten bis mittleren, vorübergehenden Juckreiz an der Applikationsstelle oder um Schmerzen, die keine zusätzliche Behandlung erforderten.

5.7 Photodynamische Therapie

5.20 · Evidenzbasierte Empfehlung · modifiziert 2022

Eine photodynamische Therapie mit Rotlicht mit 5-Aminolävulinsäure (ALA) oder ihrem Methylester (MAL) sollte für einzelne oder multiple aktinische Keratosen sowie bei Feldkanzerisierung angeboten werden.

Empfehlungsgrad
B: Empfehlung für oder gegen eine Maßnahme - verwendete Ausdrucksweise = sollte/sollte nicht
Evidenzlevel
1

De-novo-Recherche

Konsens
Starker Konsens (100%)
Literatur
[127] [141] [144] [145] [148] [174] [182] [186] [203] [223] [224] [225] [226] [227] [228] [229] [230] [231] [232] [233] [234] [235] [236] [237] [238] [239] [240] [241] [242]
ÄnderungshinweisEine konventionelle photodynamische Therapie mit 5-Aminolävulinsäure oder ihrem Methylester (5-ALA oder MAL) sollte feldgerichtet bei einzelnen oder multiplen AK des Grads I-II nach Olsen und bei Feldkanzerisierung angeboten werden.
Evidenztabellen (2)Interventionen AK SR + Metanalyse; Interventionen AK Einzelstudien
5.21 · Evidenzbasierte Empfehlung · modifiziert 2022

Eine photodynamische Therapie mit natürlichem oder simuliertem Tageslicht mit 5-Aminolävulinsäure (ALA) oder ihrem Methylester (MAL) sollte für einzelne oder multiple aktinische Keratosen sowie bei Feldkanzerisierung angeboten werden.

Empfehlungsgrad
B: Empfehlung für oder gegen eine Maßnahme - verwendete Ausdrucksweise = sollte/sollte nicht
Evidenzlevel
1

De-novo-Recherche

Konsens
Starker Konsens (100%)
Literatur
[204] [243] [244] [245] [246] [247] [248] [249] [250] [251]
ÄnderungshinweisMAL in Kombination mit Tageslicht (Tageslicht-MAL-PDT) sollte feldgerichtet für nicht-pigmentierte, einzelne oder multiple AK des Grads I-II nach Olsen sowie bei Feldkanzerisierung im Gesicht und am Kapillitium in immunkompetenten Personen angeboten werden.

5.7.1 Photodynamische Therapie mit Methylaminolävulinat

Methylaminolävulinat (MAL) ist in Kombination mit rotem Licht seit 2003 zur topischen PDT von leichten bis moderaten AK (Grad I bis II nach Olsen) bei immunkompetenten Erwachsenen zugelassen. Es ist verfügbar als Creme (1 g Creme enthält 160 mg Methyl(5-Amino-4-oxopentanoat) als Hydrochlorid) und wird im Falle einer konventionellen PDT nach Läsionsvorbehandlung (Entfernung von Schuppen und Krusten und Anrauen der Oberfläche) mit einer Schichtdicke von 1 mm auf den Läsionsbereich (für Feldkanzerisierung bis zu ungefähr 20 cm2) aufgetragen.

Nach einer Einwirkzeit von 3 Stunden unter einem lichtdichten Okklusionsverband und Abwischen überschüssiger Salbenreste erfolgt die Beleuchtung mit rotem Licht (kontinuierliches Wellenlängenspektrum zwischen 570 und 670 nm und einer Gesamtlichtdosis von 75 J/cm²; alternativ kann auch Schmalspektrumlicht (z.B. mittels LED-Leuchten um 630 nm) verwendet werden, unter Anpassung der Lichtdosis (i.d.R. 37 J/cm²)). Auch Lichtquellen mit einem breiteren Emissionsspektrum sind möglich, allerdings ist die Evidenz hier begrenzt [239]. Durch die selektive Porphyrinsynthese in den abnormalen Keratinozyten der AK kommt es bei Beleuchtung zu einer lokalisierten phototoxischen Reaktion mit der Folge von Nekrose und Apoptose. Es handelt sich um eine einmalige Behandlung, eine Wiederholungsbehandlung nach 3 Monaten ist möglich. Eine zweimalige Therapie im Abstand von einer Woche zeigte hingegen nur geringe Vorteile bei dicken Läsionen [238]. Eine Studie demonstrierte leichte Vorteile bei feldgerichteter gegenüber primär läsionsgerichteter Applikation der MAL-PDT in konventioneller Durchführung [240].

Die klassische MAL-PDT wurde gegenüber Placebo oder anderen Interventionen in mehreren RCT untersucht [232][233][144][230][237][235]. Die Studienlage verdeutlicht hierbei, dass Evidenz für den Gebrauch von MAL-Creme zur PDT bei einzelnen und multiplen AK vorliegt, und zwar vorwiegend bei milden bis moderaten Läsionen (Grad I-II nach Olsen) [232][233][237][235]. Kaufmann et al. zeigten darüber hinaus die Wirksamkeit der MAL-PDT auch bei AK an den Extremitäten [144]. Ähnlich untersuchten Kohl et al. die Wirksamkeit von MAL in Verbindung mit gepulstem Licht („intensed pulsed light“, IPL) in AK auf den Handrücken [241]. Dragieva et al. untersuchten den Gebrauch von MAL-PDT bei immunsupprimierten Transplantatempfängern [252]. Eine Studie verglich MAL-PDT mit ALA-PDT als feldgerichtete Therapie im Halbseitenversuch („split-scalp“-Design) [230]. Nachfolgend ist die Evidenz für MAL-PDT in konventioneller Durchführung interventionsbezogen dargestellt.

Tabelle 25: Übersicht der eingeschlossenen Einzelstudien zu MAL-PDT

Studie

Interventionen

Einzelne AK

Multiple AK

Feldkanzerisierung

Immunsuppression

Pariser 2008 [237]

MAL-PDT vs.
Vehikel-PDT

X

X

 

 

Pariser 2003 [236]

MAL-PDT vs.
Vehikel-PDT

X

X

 

 

Szeimies 2009 [235]

MAL-PDT vs.
Vehikel-PDT

X

X

 

 

Dragieva 2004 [252]

MAL-PDT vs.
Vehikel-PDT

 

X

unklar

X

Kaufmann 2008 [144]

MAL-PDT vs.
Kryochirurgie

X

X

 

 

Morton 2006 [253]

MAL-PDT vs.
Kryochirurgie

X

X

 

 

Dirschka 2012 [233]

MAL-PDT vs.
BF-200 ALA-PDT vs.
Vehikel-PDT

X

X

 

 

Dirschka 2013* [232]

MAL-PDT vs.
BF-200 ALA-PDT vs.
Vehikel-PDT

X

X

 

 

Moloney 2007 [230]

MAL-PDT vs.
20% ALA-PDT

X

X

unklar

 

Zane 2014 [174]

MAL-PDT vs.
Diclofenac-Natrium 3% Gel

X

X

 

 

Zane 2016 [203]

MAL-PDT vs.
IMB 0,015% Gel

 

X

X

 

Kohl 2016 [241]

MAL-PDT mit IPL vs.
Vehikel-PDT mit IPL

X

 

 

 

Seubring 2016 [240]

MAL-PDT läsionsgerichtet vs.
MAL-PDT feldgerichtet

X

X

X

 

Tarstedt 2005 [238]

MAL-PDT einmalig vs.
MAL-PDT zweimalig mit Abstand 1 Woche

X

X

 

 

von Felbert 2010 [239]

MAL-PDT bestrahlt mit Breitbandspektrum (580-1400 nm) vs.
MAL-PDT bestrahlt mit Schmalspektrum (590-660 nm)
jeweils ± Spray-Kühlung

 

X

X

 

Jansen 2019 [184]

5-FU 5% Creme vs.

IMB 0,015% Gel vs.

Imiquimod 5% Creme vs.

MAL-PDT

 

X

X

 

Miola 2018 [254]

MAL-PDT vs.

Colchizin 0,5% Creme

X

X

 

 

* Folgestudie von Szeimis 2010 und Dirschka 2012; Abkürzungen: IMB=Ingenolmabutat, IPL=intense-pulsed light

 

MAL-PDT vs. Placebo (Immunkompetente)

Population und Studiendesign: Mehrere unabhängige Studien wurden gefunden, die MAL-PDT gegenüber Placebo verglichen [237][236][235]. Sie untersuchten 100 [237] bzw. 80 [236] Patienten mit 4-10 Läsionen auf Gesicht oder der unbehaarten Kopfhaut. Es wurden nicht-pigmentierte, nicht-hyperkeratotische AK der Grade I und II nach der Olsen-Klassifikation eingeschlossen. Das Studiendesign war in beiden Fällen inter-individuell und doppelt-blind. Eine andere Studie umfasste 115 Patienten mit identischen Parametern [235].

Interventionen: Die Patienten wurden 1:1 randomisiert zu MAL-PDT oder Vehikel (Placebo). Nach 3 Stunden Inkubation wurde mit LED-Licht beleuchtet und die Behandlung nach 1 Woche wiederholt [237][236][235].

Ergebnisse: Nach 3 Monaten wurde die komplette Läsions-Ansprechrate erfasst. Diese betrug 86,2% (MAL) vs. 52,2% (Placebo) [237] und 83,3% vs. 28,7% [235]. Der hohe Anteil der Placebo-Abheilrate in der Studie von Pariser et al. wurde mit der Läsionsvorbehandlung erklärt. Auf Patientenbasis heilten in der Studie von Pariser et al. 59,2% vs. 14,9%, bei Szeimies et al. 68,4% vs. 6,9% ab. Hauptnebenwirkungen in beiden Studien waren in den aktiven Gruppen Schmerz, Erythem und Brennen.

MAL-PDT vs. Placebo (Immunsupprimierte)

Population und Studiendesign: An 17 organtransplantierten Patienten unter chronischer Immunsuppression (129 leichte bis moderate AK) erfolgte eine prospektive, monozentrische, randomisierte, doppelblinde, Placebo-kontrollierte intraindividuelle Vergleichsstudie [252].

Interventionen: Zwei läsionstragende Areale erhielten zwei PDTs im Abstand einer Woche mit weißem Licht (75 J/cm²). Ein Areal wurde dabei mit MAL, das andere mit Placebo-Creme behandelt.

Ergebnisse: Die komplette läsionsbezogene Ansprechrate wurde 16 Wochen nach der zweiten Behandlung evaluiert, es ergab sich für die MAL-Seite 90,3%, für die Placebo-Seite 0%. Die Nebenwirkungen wurden nicht genau quantifiziert. Schmerz, Erythem, Ödem und Krusten waren allerdings in der Verum-Region ausgeprägter [252]. Für die evidenzbasierte Empfehlung zu MAL-PDT bei Immunsupprimierten siehe Therapie bei Immunsuppression bzw. Organtransplantation.

MAL-PDT vs. Kryochirurgie

Für nähere Informationen für den Vergleich dieser Interventionen siehe Kapitel Kryochirurgie.

MAL-PDT vs. ALA-PDT

Population und Studiendesign: Eine Studie untersuchte diese Interventionen bei leichten bis moderaten AK im Gesicht und Kapillitium in einem dreiarmigen, interindividuellen Design [233]. Es handelte sich um eine multizentrische, randomisierte, Untersucher-verblindete, Placebo-kontrollierte Studie mit BF-200 ALA-haltigem Gel (7,8%) vs. MAL (16%) vs. Placebo. Die Beleuchtungen konnten entweder mit rotem Licht aus LED-Leuchten oder Breitspektrumlampen erfolgen [233]. Eine weitere monozentrische Studie verglich im feldgerichteten Ansatz, doppelt-blind im Halbseitenversuch („split-scalp“-Design) die Wirksamkeit einer ALA-PDT mit der einer MAL-PDT [230].

Interventionen: Es erfolgte eine Randomisierung 3:3:1 zu MAL-PDT, ALA-PDT oder ALA-Vehikel (Placebo) [233]. 1:1 Vergleich intraindividuell in der Studie von Moloney et al. [230].

Ergebnisse: In der Studie von Dirschka et al. betrug die klinische komplette Abheilung der AK auf Patientenbasis nach 3 Monaten 78,2% für BF-200 ALA vs. 17,1% Placebo (p<0,0001) und 64,2% für MAL (p<0,05). Die Abheilraten im Gesicht oder Stirn waren für beide Sensibilisatoren besser als am Kapillitium. Statistisch relevante Unterschiede im kosmetischen Ergebnis, dem Auftreten von Nebenwirkungen und dem mittleren Schmerz-Score (VAS) zeigten sich zwischen den beiden Sensibilisatoren nicht [233]. Nach 12 Monaten lag die Gesamt-Abheilrate für BF-200 ALA bei 47% (allerdings weitere Inklusion einer Placebo-kontrollierten Vergleichsstudie in diese Auswertung), die für MAL bei 36% [232]. In der Subgruppenanalyse nach 12 Monaten war die Abheilrate bei Verwendung der LED-Beleuchtungssysteme deutlich besser als für die Breitspektrum-Lampen 60,3% vs. 56,3% für BF-200 ALA und 59,3 vs. 50,7 für MAL [233]. Moloney et al. erzielten eine komplette Abheilung der behandelten AK-Felder mit ALA in 40% der Fälle (MAL 46,7%). Die mittlere Reduktion der Zahl der AK gegenüber dem Ausgangswert betrug 6,2 für ALA vs. 5,6 bei MAL (kein statistisch signifikanter Unterschied) [230].

MAL-PDT vs. Diclofenac-Natrium 3% Gel

Population und Studiendesign: Zane et al. führten eine offene, monozentrische, randomisierte Studie mit dem Vergleich dieser Interventionen in 200 Patienten mit insgesamt 1.674 Läsionen durch. In diesem Kollektiv waren 58 Frauen, die Altersspanne betrug 42-93 Jahre. Die Patienten hatten mindestens 5 AK aller Grade auf dem Gesicht oder der unbehaarten Kopfhaut sowie Zeichen aktinischer Schädigung [174].

Intervention: Es erfolgte eine interindividuelle Randomisierung 1:1 zu entweder MAL-PDT in konventioneller Standarddurchführung (MAL-Creme 160 mg/g, 3 Stunden Inkubation, Beleuchtung mit Rotlicht mit einer Dosis von 37 J/cm²) oder Behandlung mit Diclofenac-Natrium 3% in Hyaluronsäure 2,5% Gel zweimal täglich über 90 Tage. Bei unzureichendem Erfolg durfte die MAL-PDT nach 3 Monaten einmal wiederholt werden.

Ergebnisse: Nach 3 Monaten zeigten 68% der mit MAL-PDT, aber nur 27% der mit Diclofenac-Natrium 3% in Hyaluronsäure 2,5% Gel behandelten Patienten ein komplettes Ansprechen aller AK. Läsionsbezogen lagen die Abheilraten bei 85,9% (MAL-PDT) bzw. 51,8% (Diclofenac-Natrium 3% in Hyaluronsäure 2,5% Gel). Auch das kosmetische Ergebnis wurde für MAL-PDT sowohl durch den jeweiligen Prüfarzt als auch durch die Patienten selbst als signifikant besser gegenüber Diclofenac-Natrium 3% in Hyaluronsäure 2,5% Gel beurteilt. Allerdings war die Studie nicht verblindet. Auch die subjektive Patientenzufriedenheit war bei Behandlung mit MAL-PDT besser. Hier stuften 59% aller Patienten das Ergebnis der Intervention als exzellent ein im Gegensatz zu nur 6% unter Diclofenac-Natrium 3% in Hyaluronsäure 2,5% Gel. Interessanterweise wurde in dieser Studie auch die Kosteneffizienz der beiden Therapien verglichen. Auch hier zeigten sich Vorteile für die MAL-PDT, mit der ein komplettes Ansprechen mit geringeren Kosten erreicht werden konnte als mit Diclofenac-Natrium 3% in Hyaluronsäure 2,5% Gel [174].

Bewertung: Wegen des offenen Studiendesigns ergeben sich aus den Endpunkten Patientenzufriedenheit und kosmetischem Ergebnis möglicherweise Verzerrungen. Außerdem gab es Unterschiede in der Vorbehandlung der Läsionen zwischen den beiden Studienarmen (siehe Evidenztabellen). Darüber hinaus besteht ein hohes Verzerrungspotential aufgrund des hohen Anteils hyperkeratotischer AK (moderate / thick) und der sequenziellen PDT-Therapie mit vorausgehender Kürettage bei Schuppung / Krustenbildung. Daher wurde die Studie auf Evidenzlevel 3 herabgestuft.

MAL-PDT vs. Ingenolmebutat 0,015% Gel

Eine Studie wurde identifiziert [203]. Für den Vergleich dieser Interventionen siehe Kapitel Ingenolmebutat.

MAL-PDT vs. Colchizin 0,5% Creme

Miola et al. untersuchten MAL-Rotlicht-PDT im Vergleich zu Colchizin 0,5% Creme in 36 Patient*innen mit AK auf den Unterarmen [254]. Die beiden Interventionen wurden 1:1 im intraindividuellen Vergleich randomisiert. Die patientenbezogene komplette Abheilungsrate lag bei 17% (Colchizin) gegenüber 19% (MAL-PDT), die partielle Abhielungsrate bei 44% gegenüber 67%. Die läsionsbezogene Abheilungsrate betrug 45% für Colchizin und 40% für MAL-PDT. Nebenwirkungen waren ein beiden Armen ähnlich häufig. Die niedrigen Abheilungsraten in dieser Studie belegen, dass AK an den Unterarmen schwieriger zu behandeln sind als im Gesicht oder am Kapillitium. Beide interventionen lagen hier bzgl. der Effektivitätsendpunkte ähnlich, allerdings liegt für Colchizin als topisches Präparat keine Zulassung für AK vor.

MAL-PDT vs. 5-Fluorouracil 5% Creme vs. Imiquimod 5% Creme vs. Ingenolmebutat 0,015% Gel

Für den Vergleich dieser Intervention siehe 5-Fluorouracil 5% [184]

5.7.2 Photodynamische Therapie mit 5-Aminolävulinat

Das Prinzip der PDT beruht auf der Anwendung von lichtsensibilisierenden Substanzen. Diese Photosensibilisatoren reichern sich selektiv in der erkrankten Epidermis in atypischen Keratinozyten an und werden durch Beleuchtung mit Licht geeigneter Wellenlänge aktiviert. Dabei entstehen durch photochemische und -physikalische Prozesse reaktive Sauerstoffspezies (ROS), die zur Zellschädigung und Zelltod von präkanzerösen Veränderungen führen. In der Therapie von AK hat sich die äußerliche Anwendung von ALA oder seines Methylesters MAL etabliert. ALA ist ein Vorläufer (Prodrug) der endogenen Hämsynthese, der in der Haut zu den eigentlich wirksamen photoaktiven Porphyrinen wie Protoporphyrin IX umgesetzt wird.

Klassische Formulierungen von ALA in Cremes, Gelen, Lösungen oder Salben sind wenig stabil und werden im Mikromilieu der Haut schnell abgebaut. Zudem ist ALA etwas hydrophiler als MAL und hat daher relativ schlechtere Penetrationseigenschaften, vor allem bei dickeren, hyperkeratotischen Läsionen. Dennoch zeigten mehrere Studien eine gute Wirksamkeit von konventionellen 20%-igen ALA-Formulierungen im Vergleich zu Placebo [225][226][227][228][229]. In den USA ist eine 20%-ige ALA-Lösung in Verbindung mit Blaulichtbeleuchtung zugelassen. In Deutschland hingegen sind konventionelle ALA-Mischungen nur als individuelle Rezepturen oder Magistralrezeptur (R007) verfügbar. Typische Protokolle umfassen hier Einwirkzeiten von 3-4 Stunden unter Okklusion mit einem lichtundurchlässigen Verband gefolgt von einer anschließenden Beleuchtung durch Rotlicht.

Unsere Literaturrecherche ergab zwei Arbeiten, welche den Einfluss verschiedener Beleuchtungsparameter auf die Effektivität und Nebenwirkungen wie Schmerz untersuchten. In einer Studie mit 88 kaukasischen Patienten wurden verschiedenen Quellen von Rotlicht nach Auftragen eines 20%-igen ALA-Gels evaluiert. Nach 5 Stunden wurde das Gel entfernt und im Anschluss entweder mit einem Breitbandspektrum mit Wasserküvette (595-1400 nm) bei einer Dosis von 350 J/cm² für 30 Minuten oder mit einer inkohärenten Halogen-Lichtquelle (600-720 nm) bei einer Dosis von 100 J/cm² für 10-11 Minuten bestrahlt. Beide Gruppen zeigten ähnliche komplette Ansprechraten von 79-97%. Allerdings wurde die Beleuchtung mit dem Breitbandspektrum als weniger schmerzhaft empfunden [224]. Ähnlich wurde in einer anderen Arbeit berichtet, dass die Schmerzhaftigkeit mit der Beleuchtungsintensität zusammenhing und bei höheren Fluenzraten bis 75 mW/cm² zunahm [223].

Seit 2012 steht eine Nanoemulsion zu Verfügung, welche einer 10%-igen ALA-Zubereitung entspricht (BF-200 ALA). Eine Netzwerk-Metaanalyse hat gezeigt, dass diese Formulierung von ALA bei milden bis moderaten AK mit kompletten Abheilungsraten pro Patient um 75,8% (95% KI: 55,4–96,2%) vs. 6,9% (95% KI: 5,5-8,3%) bei Placebo effektiv ist [131]. BF-200 ALA ist zur Behandlung leichter bis mittelschwerer AK und der Feldkanzerisierung auf dem Gesicht oder der Kopfhaut sowie auf Stamm, Extremitäten und Nacken zugelassen. Die Zulassungserweiterung für die ALA-Nanoemulsion bei extrafazialer Lokalisation beruht auf einer Phase-III-Studie in 50 Patient*innen, bei welcher die patientenbezogene komplette Abheilungsrate bei 67,3% vs. 12,2% unter Placebo (p<0,0001) lag [255]Auch für die konventionelle 20%-ige ALA-Formulierung in Verbindung mit Blaulichtbeleuchtung gibt es Daten aus einer RCT mit 269 Patient*innen. Hier lag die patientenbezogene komplette Abheilungsrate nach 12 Wochen bei 31% gegenüber 13% mit Placebo (p<0,0001) [256]. Eine Netzwerk-Metaanalyse, welche die Effektivität von Interventionen für AK synthetisierte, die sich außerhalb des Kopf- Hals-Bereiches lokalisiert waren, zeigte patientenbezogene komplette Abheilungsraten für MAL-PDT zwischen 19-100% und für ALA-PDT zwischen 0–67% im Vergleich zu 0–12% für Vehikel [133]. Die läsionsbezogenen Abheilungsraten lagen für ALA-PDT bei 70–85% und für MAL-PDT im Vergleich zu 33% für Placebo. Die partiellen Abheilungsraten (≥ 75 %) lagen bei 67–100% für die MAL-PDT, 27–51% für ALA-PDT und 7S% für die Vehikel. Im Jahr 2020 erhielt die PDT mit BF-200 ALA eine Zulassungserweiterung für die Behandlung von AK, die außerhalb des Kopf-Hals-Bereiches lokalisiert sind [257]. Diese Studie wurde nicht in der systematischen Literaturrecherche identifiziert.

ALA wird auf die Fläche der Läsion oder ganze kanzerisierte Felder von bis zu 20 cm2 mit einer Schichtdicke von 1 mm aufgetragen, für 3 Stunden unter einem lichtundurchlässigen Verband inkubiert und anschließend beleuchtet. Hierbei sind Rotlichtlichtquellen mit einem schmalen Spektrum bei 630 nm bei einer Dosis von 37 J/cm² zu bevorzugen, da in den einschlägigen Studien durchwegs höhere patienten- und läsionsbezogene Ansprechraten (84,8-90,9% bzw. 93,6-96,3%) erreicht wurden als mit breiteren Spektren [232][233][234][231]. Obwohl auch nach 6 und 12 Monaten Nachbeobachtung ein Großteil des Ansprechens anhielt, sollte man den Therapieerfolg nach 3 Monaten kontrollieren und bei noch persistierenden Läsionen einen Therapiezyklus wiederholen. Nach 12 Monaten lag die Rezidivrate für PDT mit BF-200 ALA bei 22% [232].

Zur läsionsgerichteten Therapie von einzelnen milden bis moderaten AK ist ein selbstklebendes Pflaster mit ALA verfügbar. Es ist 4 cm² groß und enthält 8 mg des Wirkstoffes. Eine Inkubationszeit von 4 Stunden hat sich in einer multizentrischen, randomisierten Studie in 149 Teilnehmern mit einzelnen Läsionen (3-4 pro Patient, insgesamt 530) gegenüber kürzeren Auftragungszeiten durchgesetzt. Der prozentuale Anteil an Patienten mit kompletter Abheilung betrug hier 74%. Auch läsionsbezogen zeigten 86% aller behandelten AK eine vollständige Abheilung [258]. Bezüglich der Effektivität in leichten bis moderaten Läsionen zeigte das Pflaster auch leichte Vorteile gegenüber Kryochirurgie, die bis zu 12 Monate nach Therapie noch anhielten [242][259]. Pro Sitzung können bis zu sechs Pflaster aufgeklebt werden, die über 4 Stunden belassen werden und im Anschluss mit einer Schmalband-Lichtquelle mit einem Spektrum von zirka 630 nm (Rotlicht) und einer Dosis von 37 J/cm² bestrahlt werden. Lokale Nebenwirkungen wie Rötung, Brennen und Juckreiz treten in nahezu allen Fällen auf. Zudem wurde häufiger über Kopfschmerzen unter dieser Therapie berichtet [258][242]. Hypopigmentierungen wurden signifikant seltener beobachtet als unter Kryochirurgie [242]. Ein Vorteil dieses Verfahren ist die Standardisierung des Verfahrens und die Reduktion von möglichen Fehlerquellen in der Applikation des Photosensibilisators.

Es wurden keine RCT identifiziert, in denen ALA-PDT explizit in immunsupprimierten Patienten untersucht wurden. Nachfolgend werden die Einzelstudien, auf der die oben genannten Empfehlungen beruhen, kurz beschrieben.

Tabelle 26: Übersicht der eingeschlossenen Einzelstudien zu ALA-PDT

Studie

Interventionen

Einzelne AK

Multiple AK

Feldkanzerisierung

Immunsuppression

Szeimies 2010 [231]

BF-200 ALA-PDT vs.
Vehikel-PDT

X

X

 

 

Dirschka 2012 [233]

BF-200 ALA-PDT vs.
MAL-PDT vs.
Vehikel-PDT

X

X

 

 

Dirschka 2013* [232]

BF-200 ALA-PDT vs.
MAL-PDT vs.
Vehikel-PDT

X

X

 

 

Reinhold 2016 [234]

BF-200 ALA-PDT vs.
Vehikel-PDT

X

X

X

 

Moloney 2007 [230]

20% ALA-PDT vs.
MAL-PDT

X

X

unklar

 

Jeffes 2001 [225]

20% ALA-PDT vs.
Vehikel-PDT
(jeweils randomisiert zu Blaulicht mit 2, 5, 10 J/cm²)

X

X

 

 

Pariser 2016 [226]

20% ALA-PDT feldgerichtet 1h inkubiert vs.
20% ALA-PDT feldgerichtet 2h inkubiert vs.
20% ALA-PDT feldgerichtet 3h inkubiert vs.
20% ALA-PDT läsionsgerichtet 2h inkubiert vs.
Vehikel-PDT

 

X

X

 

Piacquadio 2004 [227]

20% ALA-PDT vs.
Vehikel-PDT

X

X

X

 

Schmieder 2012 [228]

20% ALA-PDT mit Okklusion vs.
20% ALA-PDT ohne Okklusion vs.
Vehikel-PDT mit Okklusion vs.
Vehikel-PDT ohne Okklusion

X

X

 

 

Taub 2011 [229]

20% ALA-PDT 2 Zyklen vs.
Vehikel-PDT 2 Zyklen

X

X

 

 

Holzer 2016 [148]

20% ALA-PDT vs.
Trichloressigsäure

X

X

X

 

Smith 2003 [186]

20% ALA-PDT (Blaulicht) vs.
20% ALA-PDT (gepulster Farbstofflaser 595 nm) vs.
5-FU 0,5% Creme

unklar

unklar

unklar

unklar

Brian Jiang 2020 [256]

20% ALA-PDT (Blaulicht) vs.

Placebo

X

X

 

 

Hauschild 2009 [260]

ALA-Pflaster 4 h inkubiert vs.
ALA-Pflaster 2 h inkubiert vs.
ALA-Pflaster 1,5 h inkubiert vs.
ALA-Pflaster 0,5 h inkubiert

X

 

 

 

Giehl 2014 [224]

20% ALA-PDT bestrahlt mit Breitbandspektrum (595-1400 nm) vs.
20% ALA-PDT bestrahlt mit inkohärenter Lichtquelle (600-720 nm)

unklar

unklar

unklar

 

Apalla 2011 [223]

20% ALA-PDT 25 mW/cm² vs.
20% ALA-PDT 50 mW/cm² vs.
20% ALA-PDT 75 mW/cm²

X

X

 

unklar

* Folgestudie von Szeimies 2010 und Dirschka 2012

 

PDT mit 5-ALA-Nanoemulsion (BF-200 ALA) vs. Placebo

Szeimies et al. untersuchten BF-200 ALA-PDT gegenüber Vehikel-PDT in einer multizentrischen, randomisierten, doppel-blinden, Placebo-kontrollierten, zweiarmigen Studie [231]. 122 Patienten (105 Männer, 17 Frauen) mit einem durchschnittlichen Alter von 71 Jahren (Altersspanne 57-85 Jahre) mit 4-8 milden bis moderaten Läsionen wurden 2:1 zu einer Therapie mit BF-200 ALA-PDT (81 Teilnehmer) oder Vehikel-PDT (41 Teilnehmer) randomisiert. Drei Stunden nach dem Auftragen des Gels wurden die Läsionen bestrahlt. Um die klinische Praxis innerhalb Europas zu repräsentieren, wurden zwei unterschiedliche Lichtquellen eingesetzt: zum einen eine Schmalspektrumquelle mit einem Emissionsspektrum zwischen 590 und 670 nm und einer empfohlenen Lichtdosis von 37 J/cm² und zum anderen eine inkohärente Breitspektrumquelle mit Emissionen zwischen 580 und 1400 nm bei einer Lichtdosis von 170 J/cm². Die Lichtquellen variierten hierbei je nach teilnehmendem Studienzentrum und wurden nicht randomisiert. Bei Bedarf durfte ein PDT-Zyklus 12 Wochen nach der ersten Therapie wiederholt werden. Schon nach der ersten Behandlung war BF-200 ALA-PDT der Vehikel-PDT deutlich überlegen (49% vs. 11%). Insgesamt lag die komplette Abheilungsrate nach einem oder zwei Therapiezyklen patientenbezogen bei 64% gegenüber 11%. Der Unterschied war statistisch hoch signifikant. Läsionsbezogen war der Anteil an vollständig abgeheilten AK in der ALA-PDT-Gruppe 81% und in der Vehikel-PDT-Gruppe 22% nach beiden Therapiezyklen. Interessanterweise war die patienten- und läsionsbezogene Abheilungsrate für die Beleuchtung mit der Schmalspektrumquelle durchgehend höher als bei der Breitspektrumquelle. Bei 49% der Teilnehmer in der Interventionsgruppe und bei 27% der Kontrollgruppe wurde das kosmetische Gesamtergebnis als sehr gut bzw. gut durch den Untersucher eingeschätzt. Allerdings wurde es bei 22% in der Kontrollgruppe als unbefriedigend klassifiziert, im Vergleich zu nur 4% in der ALA-PDT-Gruppe. Zusätzlich verbesserte sich in der BF-200 ALA-PDT-Gruppe die Hautqualität bezüglich Rauigkeit, Trockenheit, Schuppung und Hyperpigmentierung. Es traten keine Nebenwirkungen nur durch die Applikation des Gels vor Beleuchtung auf. Lokale Nebenwirkungen wie Schmerzen, Juckreiz oder Brennen während und nach der Beleuchtung waren häufiger in Patienten, die mit Schmalspektrum bestrahlt wurden [231].

Dirschka et al. haben eine multizentrische, randomisierte, Placebo-kontrollierte, Untersucher-verblindete Phase-III-Studie mit 570 Patienten mit 4-8 schwach bis moderat ausgeprägten AK (Grad I bzw. II nach Olsen) im Gesicht und auf der unbehaarten Kopfhaut durchgeführt [233]. 84% der Teilnehmer waren männlich, das mediane Alter betrug 71,0 Jahre (Spanne 39-87 Jahre). Die Teilnehmer wurden in einem Verhältnis von 3:3:1 in die Arme BF-200 ALA-PDT (n=248), MAL-PDT (n=247) und Placebo-PDT (n=76) randomisiert. Die Beleuchtung erfolgte mit mehreren unterschiedlichen Lichtquellen. Eine Nachbeobachtungs-Studie hat die Ergebnisse aus zwei randomisierten Studien mit insgesamt 663 Patienten (104 Frauen, Altersspanne: 39-87 Jahre) zusammengefasst, davon umfasste eine die ursprünglich von Dirschka et al. beschriebene Population [232]. Der Anteil an Patienten mit vollständig abgeheilten Läsionen war nach drei Monaten in der Gruppe mit BF-200 ALA-PDT signifikant der Vehikel-Gruppe überlegen (78,2% vs. 17,1%; p<0,0001). Die Behandlung von Läsionen des Gesichts und der Stirn war hierbei effektiver als an der unbehaarten Kopfhaut. Der prozentuale Anteil an komplett abgeheilten Läsionen war nach drei Monaten mit einer Rate von 90,4% ebenfalls höher nach der Behandlung mit BF-200 ALA-PDT als unter Vehikel, wenngleich auch hier relativ gute Ergebnisse beobachtet wurden (37,1%). Ebenso wurde das kosmetische Ergebnis bei der Behandlung mit BF-200 ALA-PDT besser bewertet. In 43,1% der Fälle wurde BF-200 ALA-PDT mit „sehr gut / gut“ bewertet, bei Vehikel-PDT hingegen in 36,4% der Fälle. Nebenwirkungen traten in der Studie häufiger in der BF-200 ALA-Gruppe (96,4%) als in der Placebo-Gruppe (72,4%) auf. Rötungen (78,2%), Brennen (85,9%) und Schmerzen (69,4%) wurden am häufigsten berichtet und waren auch am schwerwiegendsten. Nach einer Nachbeobachtung von 12 Monaten blieben 47% der Patienten mit einer kompletten Abheilung erscheinungsfrei. Das kosmetische Ergebnis wurde allerdings in beiden Gruppen zu den Zeitpunkten ähnlich gut bewertet. Nach 6 Monaten lag es bei 39,7% („sehr gut“) und 43,1% („gut“) für BF-200 ALA-PDT bzw. bei 34,8% („sehr gut“) und 44,1% („gut“) für das Vehikel. Nach 12 Monaten wurden noch Werte von 38,9% („sehr gut“) und 45,0% („gut“) für BF-200 ALA-PDT bzw. für 32,8% („sehr gut“) und 46,9% („gut“) für das Vehikel beobachtet.

Reinhold et al. haben in einer multizentrischen, randomisierten, doppel-blinden, Placebo-kontrollierten Phase-III-Studie die Wirksamkeit, Sicherheit sowie das kosmetische Ergebnis von BF-200 ALA-PDT mit einer Rotlichtlampe einer Wellenlänge von 635 nm und einer Lichtdosis von 37 J/cm² untersucht [234]. Der Photosensibilisator wurde feldgerichtet auf ein Areal von etwa 20 cm² aufgetragen. Insgesamt nahmen 94 Patienten mit 4-8 milden bis moderaten Läsionen im Gesicht und/oder auf der Kopfhaut teil. Von diesen wurden 87 Patienten (79 Männer, 8 Frauen) mit einem durchschnittlichen Alter von 71,6 Jahren (Standardabweichung 6,4 Jahre) randomisiert: 55 in die BF-200 ALA-PDT-Gruppe und 32 in die Vehikel-PDT-Gruppe. Falls Läsionen drei Monate nach der initialen Therapie weiterhin bestanden, wurde die PDT einmalig wiederholt. Die Behandlung mit ALA-PDT war insgesamt einer Behandlung mit Vehikel deutlich überlegen. Nach zwei durchgeführten PDT-Zyklen lag die komplette Ansprechrate bei 91% in der aktiven im Vergleich zu 22% in der Kontrollgruppe (p<0,0001). Der Anteil an Patienten mit mindestens zu 75% abgeheilten Läsionen war ebenfalls signifikant deutlich höher in der aktiven Gruppe (94% vs. 25%; p<0,0001). Läsionsbezogen heilten in der BF-200 ALA-PDT-Gruppe 94,3% aller behandelten AK komplett ab, im Kontrollarm jedoch nur 32,9% (p<0,0001). Ein höheres Ansprechen der mit der aktiven Therapie behandelten Läsionen wurde auch histopathologisch bestätigt (78% vs. 22%; p<0,0001). Bei allen Patienten in der BF-200 ALA-PDT-Gruppe (100%) traten Nebenwirkungen auf, in der Vehikel-PDT-Gruppe lediglich bei 69%. Zu den am häufigsten berichteten Nebenwirkungen zählten Schmerzen am Anwendungsort (96,4% und 50,0%), Hautrötung und Juckreiz. Die Nebenwirkungen wurden als mild bis moderat in ihrer Intensität beschrieben. Schmerz wurde im Durchschnitt als deutlich schwerwiegender in der aktiven als in der Vehikel-Gruppe berichtet, und zwar sowohl während der ersten als auch während der zweiten Behandlung (Durchschnittlicher VAS-Score BF-200 ALA: 1. Behandlung 5,5, 2. Behandlung 5,8; Vehikel-Gruppe: 1. Behandlung 0,9, 2. Behandlung 0,3). Dieser Unterschied war statistisch nicht signifikant. Das kosmetische Gesamtergebnis der BF-200 ALA-PDT wurde in 59% der Fälle als „sehr gut“ und in 31% als „gut“ eingeschätzt. Dies spiegelte sich auch in der subjektiven Zufriedenheit der Teilnehmer wider, da 91% in der BF-200 ALA-PDT-Gruppe „sehr zufrieden“ bzw. „zufrieden“ waren (45% für Vehikel-PDT) [234].

ALA-PDT vs. MAL-PDT

Studiendesign und Population: Drei Studien (darunter eine Nachbeobachtungs-Studie) haben die Wirksamkeit und Sicherheit von 5-ALA-PDT mit MAL-PDT verglichen. Dirschka et al. haben eine multizentrische, randomisierte, Placebo-kontrollierte, Untersucher-verblindete Phase-3-Studie mit 570 Patienten mit 4-8 schwach bis moderat ausgeprägten AK im Gesicht und auf der unbehaarten Kopfhaut durchgeführt. 84% der Patienten waren männlich, das mediane Alter betrug 71,0 Jahre (Spanne 39-87 Jahre). Die Patienten wurden in einem Verhältnis von 3:3:1 zu BF-200 ALA-PDT (N=248), MAL-PDT (N=247) oder Vehikel-PDT (N=76) randomisiert [233]. Die Nachbeobachtungsstudie hat die Ergebnisse aus zwei randomisierten Studien mit insgesamt 663 Patienten (104 Frauen, Altersspanne: 39-87 Jahre) zusammengefasst, davon umfasste eine die ursprünglich von Dirschka et al. beschriebene Population [232]. Eine randomisierte, doppelt-blinde, intraindividuelle, monozentrische Studie von Moloney et al. untersuchte 16 Männer mit einem durchschnittlichen Alter von 71 Jahren (Altersspanne: 59-87 Jahre). Es wurden multiple Läsionen aller Grade inklusive hyperkeratotischer AK eingeschlossen. Die beiden Behandlungsfelder pro Patient wurden entweder zu einer Therapie mit MAL-PDT oder ALA-PDT randomisiert [230].

Intervention: In den Studien von Dirschka et al. wurde randomisiert zu BF-200 ALA-Gel (7,8%), MAL-Creme (160 mg/g) oder Vehikel-Gel mit anschließender Beleuchtung durch diverse Lichtquellen (Schmalspektrum um 630 nm mit 37 J/cm², Breitspektrum zwischen 580-1400 nm mit 170 J/cm², Spektrum 600-750 nm mit 100 J/cm²) [232][233]. In der Studie von Moloney et al. erfolgte die Randomisierung zu Applikation von MAL für 3 Stunden oder einer 20% ALA-Creme für 5 Stunden mit anschließender Beleuchtung einer Lichtquelle mit 580-740 nm in einer Dosis von 50 J/cm² [230].

Ergebnisse und Bewertung: Bei Dirschka et al. war der Anteil an Patienten mit vollständig abgeheilten Läsionen nach drei Monaten in der BF-200-ALA-Gruppe der MAL-Gruppe signifikant überlegen (78,2% vs. 64,2%; p<0,05). Nach 12 Monaten Nachbeobachtung war dieser Anteil ebenfalls höher für BF-200 ALA (BF-200 ALA: 47%, MAL-PDT: 36%). Beide Behandlungen waren hierbei jeweils effektiver bei Läsionen auf dem Gesicht und der Stirn als auf der Kopfhaut. Der prozentuale Anteil an geheilten Läsionen war nach drei Monaten mit einer Rate von 87%-90,4% ebenfalls höher nach der Behandlung mit BF-200 ALA als mit MAL (71%-83,2%). In der Studie von Moloney et al. betrug der prozentuale Anteil an vollständig abgeheilten Behandlungsfeldern unter ALA-PDT 40% und unter MAL-PDT 46,7%. Die durchschnittliche Reduktion von Läsionen war hier höher in der ALA-PDT-Gruppe (6,2±1,9 vs. 5,6±3,2 für MAL-PDT). Der Unterschied war allerdings statistisch nicht signifikant. Das kosmetische Gesamtergebnis der Behandlung mit MAL-PDT wurde in 45,2% mit „sehr gut / gut“ und mit BF-200 ALA-PDT in 43,1% mit „sehr gut / gut“ bewertet. Nach einer Nachbeobachtung von 6 Monaten wurde sie erneut in beiden Gruppen ähnlich gut bewertet (ALA-PDT: 39,7%-43,1%, MAL-PDT: 42,6%). Nebenwirkungen traten in der Studie von Dirschka et al. häufiger in der MAL-PDT-Gruppe (98,0%) als in der BF-200 ALA-PDT-Gruppe (96,4%) auf. Rötungen, Brennen und Schmerzen wurden am häufigsten berichtet und waren auch am schwerwiegendsten. In der Studie von Moloney et al. traten lediglich milde Rötungen und Erosionen in 2 Patienten auf. Schmerzen (gemessen durch VAS-Skala) traten in den Studien von Dirschka et al. in der MAL-PDT-Gruppe (4,0±3,58) seltener auf als in der BF-200 ALA-PDT-Gruppe (4,8±3,61). Dieser Unterschied war statistisch nicht signifikant. Diese Ergebnisse bestätigten sich in der Studie von Moloney et al., denn der durchschnittliche VAS-Score nach 12 Minuten betrug 3,9 in der ALA-PDT-Gruppe und 2,2 in der MAL-PDT-Gruppe. Der Unterschied war statistisch signifikant. Die Teilnehmer fühlten sich zeitlich länger unwohl bei einer Behandlung mit ALA-PDT und zwei Drittel zogen die Behandlung mit MAL-PDT vor.

PDT mit konventioneller 5-ALA-Formulierung vs. Placebo

Eine 20%-ige ALA-Formulierung ist in Deutschland im Gegensatz zu den USA (Levulan Kerastick®) nicht zugelassen. Auch eine Beleuchtung mit blauem Licht wird nicht empfohlen. Dennoch werden die nachfolgenden Studien der Vollständigkeit halber besprochen.

Jeffes et al. haben in einer multizentrischen, randomisierten, einfach verblindeten (Untersucher-verblindet) Vehikel-kontrollierten, intraindividuellen Studie mit 36 Patienten (30 Männer, 6 Frauen; Durchschnittsalter 68,8 Jahre, Spanne 38-100 Jahre) die Sicherheit und Wirksamkeit einer 20%-ALA-PDT bei verschiedenen Dosen von Blaulicht (2, 5 und 10 J/cm²) bei der Therapie von einzelnen oder multiplen AK im Gesicht und auf der Kopfhaut (mindestens 4) untersucht [225]. Bei den Patienten wurden jeweils zwei Läsionen mit Vehikel und zwei weitere Läsionen mit 20% ALA behandelt. Die Inkubationszeit betrug 14 bis 18 Stunden. Anschließend wurden alle Läsionen eines Patienten mit derselben Dosis bestrahlt, die pro Patient randomisiert wurde. Nach 8 Wochen war die Rate an komplett geheilten Läsionen signifikant höher für ALA-PDT als für Vehikel-PDT (66% vs. 17%; p<0,001). Sie stieg für die aktive Therapie nach 16 Wochen weiterhin signifikant auf 85% an, wohingegen sie für Vehikel auf 6% abfiel. Hinsichtlich der Rate an mindestens zu 50% abgeheilten Läsionen zeigte sich jedoch kein Unterschied (17% für beide Behandlungen nach 8 Wochen). Nach 16 Wochen lag sie für ALA-PDT-behandelte Läsionen nur noch bei 6%. In 46% der Studienpopulation waren beide mit ALA-PDT behandelten Läsionen nach 8 Wochen vollständig abgeheilt (Vehikel-PDT 6%). Bezüglich der randomisierten Lichtdosen stellte sich heraus, dass die Behandlung mit der höchsten Dosis von 10 J/cm² am effektivsten war. Hierunter zeigten 88% aller behandelten Läsionen nach 8 Wochen ein komplettes Ansprechen. Am zweitbesten schnitt die Dosis von 5 J/cm² mit einer kompletten Ansprechrate von 62% ab. Generell sprachen dünne (Grad I) Läsionen besser auf die Therapie an als dickere (Grad II). Brennen und Stechen während der PDT waren deutlich häufiger für 20% ALA als für Vehikel (89% gegenüber 3%), in 18% der behandelten Patienten wurde Brennen als schwerwiegend angegeben. Weiterhin waren Schmerzen (43%) und Juckreiz (39%) häufiger in der aktiven Therapie [225].

In der randomisierten, Vehikel-kontrollierten, Untersucher-verblindeten, multizentrischen Studie von Pariser et al. wurde der Effekt einer kurzen Inkubationszeit bei ALA-PDT mit Vehikel bei der Behandlung von AK im Gesicht und auf der Kopfhaut verglichen [226]. Hierfür wurden insgesamt 236 Teilnehmer (211 Männer, 23 Frauen; durchschnittliches Alter: 68 Jahre, Spanne 40-88 Jahre) mit 6-20 Läsionen vom Grad 1-2 nach Olsen im Gesicht oder auf der Kopfhaut interindividuell in 5 verschiedene Behandlungsarme randomisiert: Großflächige Applikation von 20% ALA für 1, 2 oder 3 Stunden und anschließende Beleuchtung mit blauem Licht (n=47, n=48, n=47), punktuelle Applikation von 20% ALA für 2 Stunden und anschließende Beleuchtung mittels blauem Licht (n=46) oder Applikation von Vehikel und anschließende Beleuchtung mit blauem Licht (n=46). Die Mehrheit der Patienten hatten Hauttyp II oder III nach Fitzpatrick (44% bzw. 43%), jeweils 6% Hauttyp I. Insgesamt schnitten die ALA-PDT-Gruppen deutlich besser bei der Abheilung der AK im Vergleich zur Vehikel-Gruppe ab. Die mediane Rate an vollständig abgeheilten Läsionen in den aktiven Behandlungsarmen (großflächige Applikation und 1, 2 oder 3 Stunden Inkubation sowie punktuelle Applikation und 2 Stunden Inkubation) war nach 12 Wochen der Vehikel-PDT-Gruppe signifikant überlegen (ALA-PDT: 68-79%, Vehikel-PDT: 7%). Die höchste mediane Rate an vollständig abgeheilten Läsionen erzielte jeweils die ALA-PDT-Gruppe mit 3 Stunden Inkubationszeit bzw. die Gruppe mit 2 Stunden Inkubation und punktueller Applikation (57,1%±37,0 und 57,1%±43,8). Die Gruppe mit zweistündiger Inkubation zeigte eine mediane Reduktion von 52,5%±37,2, mit einstündiger Inkubation von 35,7%±42,0 und die Vehikel-Gruppe von 5,7%±33,5. Ebenfalls waren die Raten an Patienten mit vollständig abgeheilten Läsionen nach 12 Wochen in den Interventionsgruppen signifikant höher als in der Vehikel-PDT-Gruppe (ALA-PDT-Gruppe: 17%-30%, Vehikel-PDT-Gruppe: 2%; p=0,0041). Die längste Inkubationszeit mit 3 Stunden erzielte hierbei die höchste komplette Ansprechrate mit 17%, die Gruppe mit einer Inkubationszeit von 2 Stunden wies eine Rate von 14,6% auf, mit einstündiger Inkubationszeit lediglich noch 6,4% und die Gruppe mit punktueller Applikation und 2 Stunden Inkubationszeit 8,7% im Vergleich zu 0% bei Vehikel. Hinsichtlich der Rate an Patienten mit mindestens zu 75% vollständig abgeheilten Läsionen ließ sich eine ähnliche Tendenz hinsichtlich einer zunehmenden Effektivität bei längerer Inkubationszeit in den einzelnen Kohorten feststellen: 31,9% (3 Stunden), 27,1% (2 Stunden), 21,3% (1 Stunde), 28,3% (punktuell und 2 Stunden) und 2,2% (Vehikel). Hierbei waren die Unterschiede jeweils zur Vehikel-Gruppe signifikant. 79% aller Patienten in den ALA-PDT-Gruppen beurteilten das Behandlungsergebnis als zufriedenstellend, in der Vehikel-Gruppe hingegen nur 35%. Bezüglich der Verträglichkeit stuften 63,8% der Patienten mit 1 Stunde Inkubation, 79,2% mit 2 Stunden Inkubation, 78,7% mit 3 Stunden Inkubation und 58,2% mit 2 Stunden Inkubation und punktueller Applikation Stechen und Brennen während der Behandlung als moderat oder schwerwiegend ein. Die Inzidenz von Hautrötungen nahm in allen Behandlungsgruppen kurz nach der Beleuchtung im Vergleich zur Ausgangsmessung zu, war allerdings schwerwiegender in den ALA-Gruppen als in der Vehikel-Gruppe. Am höchsten war die Zunahme in der Gruppe mit 3 Stunden Inkubation (61,7%), gefolgt von der Gruppe mit 2 Stunden Inkubation (58,3%). In der Gruppe mit einer Inkubationszeit von einer Stunde wiesen 38,3% der Patienten eine Hautrötung auf, in der Gruppe mit 2 Stunden Inkubation und punktueller Applikation waren es 41,3% und in der Vehikel-Gruppe 6,5%. Die Inzidenz von Ödemen war am höchsten bei Patienten mit den längeren Inkubationszeiten. Alle Teilnehmer in den Interventionsgruppen zeigten bei einem Besuch zwischen 24 und 48 Stunden nach der initialen Behandlung im Vergleich zur Ausgangsuntersuchung eine Zunahme an Hautschuppung und Hauttrockenheit. Das Evidenzniveau der Studie wurde wegen Unklarheiten in der Randomisierung auf 3 herabgestuft.

Piacquadio et al. berichteten die Ergebnisse von zwei identischen Phase-III-Studien innerhalb einer Publikation [227]. Es handelte sich um zwei multizentrische, randomisierte, Placebo-kontrollierte, Untersucher-verblindete Studien in einem Parallelgruppen-Design mit 243 Patienten (203 Männer und 40 Frauen im Alter zwischen 34 und 89 Jahren). Einschlusskriterium waren 4-15 diskrete AK auf dem Gesicht oder der unbehaarten Kopfhaut. Insgesamt wurden die Teilnehmer interindividuell randomisiert zur läsionsgerichteten Applikation von 20% ALA (n=181) oder Vehikel (n=62). Anschließend erfolgte innerhalb von 14 bis 18 Stunden eine Beleuchtung mit Blaulicht. Die Behandlung mit ALA-PDT war deutlich effektiver und der Vehikel-Gruppe bezüglich der Effektivität überlegen. 66% der Teilnehmer in der ALA-PDT-Gruppe hatten nach 8 Wochen vollständig abgeheilte Läsionen (komplettes Ansprechen). In der Vehikel-Gruppe wiesen lediglich 11% vollständig abgeheilte AK vor. Nach einem weiteren Monat nahm die Rate an Patienten mit vollständig abgeheilten Läsionen in der Interventionsgruppe noch auf 89% zu und verringerte sich in der Vehikel-Gruppe auf 13%. Nach 8 Wochen hatten außerdem 77% der Patienten der Interventionsgruppe und 18% der Vehikel-Gruppe zu mindestens 75% abgeheilte Läsionen; nach 12 Wochen erhöhte sich die Rate auf 89% in der ALA-PDT Gruppe und verringerte sich auf 13% in der Vehikel-Gruppe. Läsionsbezogen waren 83% der AK nach 8 Wochen in der aktiven Gruppe komplett abgeheilt, nach 12 Wochen sogar 91%. In der Vehikel-Gruppe hingegen waren nach 8 Wochen lediglich 31% bzw. nach 12 Wochen 25% der Läsionen abgeheilt. Insgesamt wurden 113 Nebenwirkungen beobachtet, von denen 92% als mild bzw. moderat eingestuft wurden. Zu den häufigsten Nebenwirkungen zählten Hautrötung und Ödeme an den behandelten Stellen sowie Stechen und Brennen während der Beleuchtung. Zusätzlich wurde über Krusten (49%), Juckreiz (30%) und Schuppung (31%) berichtet. 6,6% der Patienten in der Interventionsgruppe und 3,2% in der Vehikel-Gruppe berichteten über Kopfschmerzen, 5,0% bzw. 1,6% über Verletzungen im Behandlungsareal sowie 1,7% in der ALA-PDT-Gruppe über Bluthochdruck und Hypertonie. Das Evidenzniveau der Studie wurde wegen Unklarheiten in der Verblindung auf 3 herabgestuft.

Schmieder at al. haben in einer multizentrischen, randomisierten, Untersucher-verblindeten, Vehikel-kontrollierten Phase-II-Studie 20 % ALA-PDT mit Vehikel-PDT mit Blaulichtbeleuchtung verglichen [228]. Als besonderes Merkmal wurde untersucht, ob eine Okklusion die Effektivität der Behandlung verbessert. 70 Patienten mit mindestens 4 AK an den oberen Extremitäten (Hände, Arme), darunter 45 Männer und 25 Frauen mit einem durchschnittlichen Alter von 64 Jahren (Spanne 44-83 Jahre), nahmen an der Studie teil. Jeder Patient wurde zu einer Behandlung mit entweder ALA oder Vehikel randomisiert (interindividuell). Danach wurde jeweils der linke und rechte Arm zu einem okklusiven oder nicht-okklusiven Auftragen der zugeteilten Substanzen randomisiert (intraindividuell). Die Intervention bestand aus der Applikation von 20%-ALA-Hydrochlorid bzw. Vehikel auf den Handrücken bzw. die dorsalen Vorderarme für drei Stunden und einer Beleuchtung mit Blaulicht im Anschluss. Falls Läsionen nach 8 Wochen noch persistierten, wurde die Behandlung wiederholt. Die Behandlung mit ALA-PDT erzielte generell deutlich bessere Ergebnisse hinsichtlich aller Endpunkte im Vergleich zur Vehikel-PDT. Bei dem zusätzlichen Vergleich von okklusiver vs. nicht-okklusiver Behandlung war erstere nochmals deutlich effektiver. Der Anteil an Patienten mit vollständig abgeheilten Läsionen betrug nach 12 Wochen für ALA-PDT mit Okklusion 34,3% und ohne Okklusion nur 20,0% im Gegensatz zu 0% bzw. 2,9% für das Vehikel. Auch der Anteil an Teilnehmern mit mindestens zu 75% geheilten Läsionen zeigte einen ganz ähnlichen Trend (ALA-PDT mit Okklusion 60% und ohne Okklusion 42,9%; Vehikel-PDT mit Okklusion 8,6% und ohne Okklusion 5,7%). Die mediane Läsionsreduktionsrate war in den mit ALA-PDT behandelten Patienten durchweg höher als unter Vehikel-PDT. Auch hier zeigten sich leichte Vorteile nach Okklusion von ALA (88,7% vs. 70% ohne Okklusion). Auch subjektiv waren die Teilnehmer mit ALA-PDT in Okklusion zufrieden; 83% schätzten hier die Verbesserung der behandelten AK als moderat oder exzellent ein. Nebenwirkungen traten in allen Behandlungsarmen auf. Die Anzahl an Hautrötungen nahm in beiden Gruppen nach der Behandlung mit Blaulicht zu, jedoch stärker ausgeprägt in den Patienten, die mit ALA-PDT behandelt wurden (100% vs. 88,6%). Schuppung und trockene Haut wurde ebenfalls deutlich häufiger unter ALA-PDT beobachtet (91,4% mit vs. 85,7% ohne Okklusion) als unter Vehikel-PDT (71,4% mit vs. 68,6% mit Okklusion). Bei 3% der Teilnehmer, die mit ALA-PDT behandelt wurden, traten zusätzlich Erysipel und Muskelschmerzen auf. Die Studie wurde wegen Unklarheiten in der Behandlungszuweisung und Randomisierung auf ein Evidenzniveau von 3 herabgestuft.

Taub et al. haben in einer randomisierten, verblindeten, intra-individuellen, Vehikel-kontrollierten Studie 20% 5-ALA mit Vehikel verglichen [229]. Das durchschnittliche Alter der 15 Patienten (11 Frauen, 4 Männer) betrug 55,8 Jahre mit einer Standardabweichung von 9,4 Jahren. Die Teilnehmer wiesen mindestens jeweils 4 Läsionen auf dem Handrücken bzw. der dorsalen Seite des Vorderarms beider Seiten vor. Die Behandlung erfolgte zweimal in einem achtwöchigen Intervall und bestand aus einer Therapie mit 20%-ALA-Hydrochlorid bzw. Vehikel auf jeweils einer Seite (randomisiert) gefolgt von einer Beleuchtung mit Blaulicht. Die Behandlung mit 20% 5-ALA war in dieser Studie überlegen. Die prozentuale durchschnittliche Reduktion von Läsionen war hier mit 58,4% (±22,2) statistisch signifikant höher als in mit Vehikel behandelten Läsionen (24,8±20,6%; p=0,0004). Bei 73% der mit ALA-PDT behandelten Extremitäten verringerte sich die Anzahl an Läsionen um die Hälfte, bei Vehikel jedoch lediglich in 13%. Dieser Unterschied war statistisch ebenfalls hoch signifikant. Nebenwirkungen 48 Stunden nach Beleuchtung wie Hautrötung, Ödem, Stechen und Brennen waren häufiger und schwerwiegender in der aktiven Gruppe. Insgesamt waren 86,7% aller Teilnehmer mit der Behandlung zufrieden. Das Evidenzniveau wurde wegen Unklarheiten in der Randomisierung und einer kleinen Fallzahl auf ein Evidenzniveau von 3 herabgestuft.

Brian-Jiang et al. führten eine randomisierte Studie mit 20%-iger ALA-Formulierung im Vergleich zu Placebo auf den Armen bzw. Handrücken durch. Insgesamt wurden 269 Patient*innen mit 4-15 Läsionen (Grad I-II nach Olsen) 1:1 zu ALA-PDT oder Placebo randomisiert (188 Männer, mittleres Alter 68 Jahre) [256]. Hier lag die patientenbezogene komplette Abheilungsrate nach 12 Wochen bei 31% gegenüber 13% mit Placebo (p<0,0001). Prozentual lag die mittlere Abheilungsrate bei 69,1+37,4% für ALA-PDT und 29,9%+51.5% bei Placebo. Nebenwirkungen waren deutlich häufiger unter ALA-PDT zu beobachten, am häufigsten verzeichnet wurden Brennen (93% vs. 17%), Erythem (91% vs. 58%), Ödem (30-40% bei ALA-PDT) und Schuppung (76% bei ALA-PDT).

PDT mit konventioneller 5-ALA-Formulierung vs. Trichloressigsäure

Für den Vergleich dieser Interventionen siehe Chemoexfoliation.

PDT mit konventioneller 5-ALA-Formulierung vs. 5-Fluorouracil 5% Creme

Studiendesign und Population: Smith et al. haben in einer Studienpopulation von 36 Patienten (29 Männer, 7 Frauen) mit einem Durchschnittsalter von 61 Jahren die Wirksamkeit und Verträglichkeit von ALA-PDT mit Blaulicht- oder Laser-Beleuchtung gegenüber 5-FU verglichen. Die Behandlungen wurden dabei feldgerichtet durchgeführt. Das Gesicht oder die unbehaarte Kopfhaut wurden entweder mit ALA topisch für 1 Stunde und anschließend mit blauem Licht oder Laserlicht behandelt oder mit 0,5% 5-FU behandelt. Die Anzahl an Läsionen pro Patient und der Grad der eingeschlossenen AK wurden nicht ausführlich berichtet [186].

Intervention: Gruppe 1: Applikation von 20% ALA für 1 Stunde gefolgt von Blaulichtbeleuchtung; Gruppe 2: Applikation von 20% ALA für 1 Stunde gefolgt von einem gepulsten Farbstofflaser mit 595 nm; Gruppe 3: Applikation von 0.5% 5-FU Creme einmal oder zweimal täglich für insgesamt 4 Wochen.

Ergebnisse: Der prozentuale Anteil an Patienten mit vollständig abgeheilten Läsionen war unter 5-FU und ALA mit Blaulicht mit jeweils 50% am höchsten. Lediglich 8% der Patienten in der ALA-Gruppe mit Laserbeleuchtung zeigten ein komplettes Ansprechen. Hinsichtlich des Anteils an Patienten mit mindestens 75% vollständig verheilten Läsionen erzielten ebenfalls die Behandlungen mit 5-FU und ALA mit Blaulicht ähnliche und gleichzeitig die wirksamsten Ergebnisse (jeweils 75%); bei der Behandlung mit ALA plus Farbstofflaser (Gruppe 2) hatten lediglich 8% der Patienten zu mindestens 75% abgeheilte Läsionen. Das globale Ansprechen wurde bei 8% mit 5-FU, bei 17% mit ALA plus Blaulicht und bei 8% mit ALA plus Farbstofflaser als „vollständig/ fast vollständig“ eingestuft. Bei 58% (5-FU), 33% (ALA plus Blaulicht) und 42% (ALA plus Farbstofflaser) wurde das globale Ansprechen als moderat eingestuft. Am häufigsten kamen Hautrötungen vor. Die Patienten in der 5-FU-Gruppe hatten durchschnittlich die höchste Inzidenz an Hautrötung. Lokale Hautreaktionen wie Krusten und Erosionen wurden ebenso in der 5-FU-Gruppe am häufigsten beobachtet und waren in den anderen beiden Behandlungsarmen weniger ausgeprägt. Insgesamt wurde ALA plus Blaulicht bzw. plus Beleuchtung mit Farbstofflaser besser vertragen als die Behandlung mit 5-FU. Das Evidenzniveau wurde wegen Unklarheiten in der Randomisierung und einer kleinen Fallzahl auf ein Evidenzniveau von 3 herabgestuft.

5.7.3 Photodynamische Therapie mit Tageslicht

Ein neuer Ansatz und seit 2015 zugelassene Therapie ist die Tageslicht-PDT, bei der bei gleicher Indikation nach vorheriger Auftragung eines chemischen Lichtschutzfilters und Aufrauen keratotischer Stellen ALA oder MAL dünn auf Gesicht und Kapillitium großflächig aufgetragen wird und der Patient bei geeigneten Wetterbedingungen (März-Oktober, Außentemperatur >10°C, wolkenlos bis bedeckter Himmel, kein Regen) für 2 Stunden dem Tageslicht ausgesetzt wird [249][261][248][245][244][243].

Zwei zulassungsrelevante Phase-III-Studien in Australien und Europa verglichen die Tageslicht- und die konventionelle PDT mit MAL-Creme im Rahmen eines multizentrischen, Untersucher-verblindeten, kontrollierten, intraindividuellen Versuchsansatzes im Sinne einer Nichtinferioritätsanalyse [249][248]. Hauptzielkriterien waren das komplette Ansprechen auf Läsionsebene (AK vom leichten und moderaten Typ im Gesichts- und Skalpbereich) und die Schmerzhaftigkeit der Behandlungen. Der intraindividuelle Ansatz konnte durch das Auftragen eines chemischen Lichtschutzfilters auf die der Tageslicht-PDT ausgesetzten Seite, der nachfolgenden Läsionsbehandlung und der Applikation von MAL-Creme mit nachfolgender Lichtexposition für 2 Stunden erzielt werden. Die jeweils kontralaterale Seite erhielt eine MAL-Cremeapplikation für 3 Stunden unter Okklusion parallel, so dass unmittelbar nach Beendigung der Tageslichtexposition die andere Seite konventionell mit rotem Licht (LEDs) beleuchtet werden konnte. 12 Wochen nach einer Einzelsitzung war die komplette Abheilrate auf Läsionsebene der klassischen MAL-PDT in konventioneller Durchführung nicht unterlegen (89% vs. 93% in Australien, 70% vs. 74% in Europa). Die schlechteren Abheilraten in Europa beruhten an dem höheren Anteil an moderaten AK und der Inklusion eines höheren Prozentsatzes von AK auf dem Skalp als im Gesicht. Der VAS-Schmerzscore unterschied sich signifikant (0,8 vs. 5,7 in Australien, 0,7 vs. 4,4 in Europa) [249][248].

Weiterhin wurden insgesamt drei Studien von einer gleichen Arbeitsgruppe zu MAL-PDT mit Tageslicht veröffentlicht [245][244][243]. Die 2011 publizierte multizentrische randomisierte, Untersucher-verblindete, Parallelgruppen-Studie an 120 Patienten mit Tageslicht-MAL-PDT verglich dabei unterschiedliche Inkubationszeiten von MAL [245]. Es erfolgte eine Randomisierung 1:1 zu Tageslicht-MAL-PDT mit 1,5 oder 2,5 Stunden Expositionszeit. Die mittlere, klinisch nachgewiesene Reduktionsrate auf Läsionsbasis bei Studienende (nach 3 Monaten) betrug 77,2% (1,5 h) vs. 74,6% (2,5 h), auch die mittlere Reduktion der Zahl der Läsionen unterschied sich nicht (9,8 vs. 9,7). Der mittlere Schmerzwert (VAS-Score) während der Tageslicht-PDT lag bei 1,3 und unterschied sich nicht zwischen den Gruppen [245]. In der monozentrischen Vergleichsstudie von 2008 mit intraindividuellem Design wurde Tageslicht-MAL-PDT mit MAL-PDT in konventioneller Durchführung mit rotem LED-Licht verglichen [243]. Es zeigte sich 3 Monate nach Intervention ein statistisch nicht signifikanter Unterschied in der mittleren Reduktion von AK (79,0% vs. 71,1%), allerdings war die Schmerzhaftigkeit der Behandlung signifikant geringer mit der Tageslicht-MAL-PDT (3,74 vs. 5,46) [243]. In einer weiteren, ähnlich konzipierten Studie konnten die Autoren auch zeigen, dass das Ansprechen der Tageslicht-MAL-PDT abhängig vom Schweregrad der behandelten Läsionen ist. So heilten leichte AK-Läsionen (Olsen Grad I) in 80,2% komplett ab, moderate Läsionen zu 63,8% (Olsen II) und schwere Läsionsgrade (Olsen III) nur zu 39,3% [244].

In einer weiteren Studie mit 70 Patienten mit mindestens 3 AK im Gesicht oder auf der unbehaarten Kopfhaut wurde gezeigt, dass die Tageslicht-MAL-PDT bezüglich der Effektivität der konventionellen Durchführung etwas unterlegen, aber deutlich kostengünstiger war [246]. Weiterhin wurde eine Arbeit identifiziert, welche Tageslicht-MAL-PDT mit IMB verglich.

Assikar et al. zeigten die Nicht-Inferiorität der MAL-PDT mit Tageslicht im Vergleich zur MAL-PDT in konventioneller Durchführung mit Blaulicht in einer intraindividuellen Studie mit 26 Patient*innen mit AK auf Gesicht und Kapillitium. Die läsionsbezogene Abheilungsrate lag hier bei 90,5% für die dlPDT und 94,2% für die cPDT. Ebenfalls war die mittlere Läsionsreduktion bei beiden Arme nahezu gleich (dlPDT: 19,6+/-6; cPDT: 20,0+/-6,9). Die dlPDT wurde aber als deutlich und signifikant weniger schmerzhaft empfunden [250].  Allerdings wurde diese Studie wegen einer kleinen Fallzahl und anderen methodischen Mängeln auf ein Evidenzniveau von 3 herabgestuft.

Dirschka et al. verglichen BF-200 ALA gegenüber MAL in der dlPDT in einer groß angelegten, multizentrischen Nichtinferioritätsstudie im Halbseitenvergleich (split-face). Hierbei wurde bei 52 Patient*innen intraindividuell jeweils eine Gesichts- /Kopfhautseite zu einem der beiden Photosensibilisatoren randomisiert. 96,2% waren männlich, die mittlere Läsionsanzahl pro Patient*in betrug 6,4+/-2,2, insgesamt wurden 316 Läsionen behandelt. Die patientenbezogene komplette Abheilungsrate betrug für ALA-dlPDT 42,9% gegenüber 38,8% für MAL-dlPDT. Auch der Endpunkt der läsionsbezogenen Abheilungsrate lag für beide Photosensibilisatoren ähnlich (79,8% für ALA-dlPDT vs. 76,5% für MAL-dlPDT). Die Studie berichtet nach 12 Monaten Nachbeobachtungszeit von einer signifikant höheren Rezidivrate für MAL-dlPDT (31,6%) im Vergleich zu ALA-dlPDT (19,9%). Die üblichen PDT-vermittelten Nebenwirkungen traten in beiden Therapieseiten ähnlich häufig auf. Auch die Schmerzhaftigkeit während der Beleuchtung wurden für beide Arme als gering eingeschätzt. Diese Studie belegt, dass für die dlPDT sowohl MAL als auch ALA zuverlässig und sicher eingesetzt werden können. Die patientenbezogene und läsionsbezogene Abheilungsrate war für beide Photosensibilisatoren ähnlich. Die Rezidivrate für MAL-dlPDT war signifikant höher. Allerdings bleibt bei der relativ kleinen Fallzahl die klinische Relevanz dieses Unterschieds unklar [247].

Einen ähnlichen Vergleich der ALA-dlPDT und MAL-dlPDT lieferten Räsänen et al. 2019 in einer multizentrischen Doppelblindstudie mit 69 Patient*innen. Hier wurden beide Photosensibilisatoren im intraindividuellen Vergleich jeweils auf eine Gesichtshälfte aufgetragen. Insgesamt wurden so 767 Einzelläsionen behandelt (n=375 mit BF-200 ALA und n=392 mit MAL). Die läsionsspezifische Abheilungsrate betrug für ALA-dlPDT 79,7% (299/375 Läsionen) gegenüber 73,5% für MAL-cPDT (288/392 Läsionen). Die patientenbezogene komplette Abheilungsrate betrug für beide Interventionen 27,5%. Die Schmerzhaftigkeit während der Behandlung wäre für beide Arme gleich niedrig (1,51 für ALA-dlPDT vs. 1,35 für MAL-dlPDT). Interessanterweise waren lokale Hautreaktionen bei ALA etwas stärker als bei MAL (26 vs. 7 Reaktionen) [251].

Tabelle 27: Übersicht der eingeschlossenen Einzelstudien zu Tageslicht-PDT

Studie

Interventionen

Einzelne AK

Multiple AK

Feldkanzerisierung

Immunsuppression

Moggio 2016 [204]

MAL-dlPDT vs.
IMB 0,015% Gel 3 Tage

X

X

 

 

Neittaanmaki-Perttu 2016 [246]

MAL-dlPDT vs.
MAL-PDT

X

X

X

 

Wiegell 2011 [245]

MAL-dlPDT 1,5 h Inkubation vs.
MAL-dlPDT 2,5 h Inkubation

X

X

 

 

Wiegell 2009 [244]

MAL-dlPDT 8% vs.
MAL-dlPDT 16%

unklar

X

X

 

Wiegell 2008 [243]

MAL-dlPDT vs.
MAL-PDT

unklar

X

X

 

Dirschka 2019 [247]

ALA-dlPDT vs.

MAL-dlPDT

X

X

 

 

Assikar 2020 [250]

MAL-dlPDT vs.

MAL-PDT (Blaulicht)

X

X

 

 

Räsänen 2019 [251]

ALA-dlPDT vs.

MAL-dlPDT

 X

X

 

 

Abkürzungen: LED=light-emitting diode

 

5.8 Therapie bei Immunsuppression und Organtransplantation

Chronisch medikamentös immunsupprimierte Patienten zeigen gegenüber immunkompetenten Vergleichsgruppen eine signifikant erhöhte Morbidität und auch Mortalität durch die Entwicklung von kutanen PEK [262]. Neben einer frühzeitigen Modifikation immunsuppressiver Therapieprotokolle durch Elimination von Azathioprin und Umstellung auf eine mTOR-Inhibitor-haltige Immunsuppression, Ausnutzung der präventiven Wirkung von Lichtschutz sowie Vitamin B6 auf die Progression von AK auch bei Immunsupprimierten kommt auch der frühzeitigen Therapie von AK im Sinne einer Sekundärprävention eine gesteigerte Bedeutung zu. Es wurden 4 RCT identifiziert, die eine Flächentherapie von AK bei immunsupprimierten Organtransplantierten untersuchten [252][217][172][263]. Eine weitere Studie untersuchte in einer Subgruppenanalyse den Einsatz einer topischen Lotion mit DNA-Reparaturenzymen im Vergleich zu Sonnenschutzfiltern bei OTR [264]. Hierbei ist neben der Therapieeffizienz vor allem auch eine mögliche Wechselwirkung der eingesetzten Flächentherapie in Bezug auf die Immunsuppression und der Transplantatsicherheit im Sinne von sichtbaren Abstoßungsreaktionen zu beachten.

Tabelle 28: Übersicht der eingeschlossenen Einzelstudien für die Subgruppe Immunsupprimierte

Studie

Interventionen

Einzelne AK

Multiple AK

Feld-kanzerisierung

Immun-suppression

Dragieva 2004 [252]

MAL-Rotlicht-PDT vs.
Vehikel-PDT

 

X

unklar

X

Togsverd-Bo 2018 [263]

Imiquimod 5% Creme vs.

MAL-Rotlicht-PDT

X

X

unklar

X

Ulrich 2007 [217]

Imiquimod 5% Creme 3x/Woche vs.
Placebo

X

X

X

X

Ulrich 2010 [172]

Diclofenac-Natrium 3% Gel vs.
Vehikel

X

X

unklar

X

Veronese 2019 [264]

Topische Lotion mit DNA-Reparaturenzymen (2/Tag) vs.

Sonnenschutzfilter (UV-B, UV-A) über 6 Monate

X

X

unklar

X

 

5.8.1 Photodynamische Therapie

5.22 · Evidenzbasierte Empfehlung · modifiziert 2022

Photodynamische Therapie mit Rotlicht mit 5-Aminolävulinsäure (ALA) oder ihrem Methylester (MAL) sollte für einzelne oder multiple aktinische Keratosen sowie bei Feldkanzerisierung bei immunsupprimierten Personen angeboten werden.

Empfehlungsgrad
B: Empfehlung für oder gegen eine Maßnahme - verwendete Ausdrucksweise = sollte/sollte nicht
Evidenzlevel
2

De-novo-Recherche

Konsens
Starker Konsens (100%)
Literatur
[252] [265] [263]
ÄnderungshinweisEine Behandlung mit photodynamischer Therapie mit MAL in Kombination mit einer Beleuchtung durch eine künstliche Rotlichtquelle (630 nm) sollte für einzelne oder multiple AK des Grads I-II nach Olsen sowie bei Feldkanzerisierung bei immunsupprimierten Patienten angeboten werden.
Evidenztabellen (2)Interventionen AK SR + Metanalyse; Interventionen AK Einzelstudien

Dragieva et al. untersuchten in einer monozentrischen, prospektiven, doppelt-verblindeten, Placebo-kontrollierten, intra-individuellen Studie 14 nieren– und 3 herztransplantierte Patienten mit jeweils zwei läsionalen Hautarealen. Die Patienten erhielten zwei Behandlungssitzungen im Abstand von einer Woche mit topischer MAL- oder Placebo-Creme und nachfolgender Beleuchtung mit 75 J/cm² sichtbarem Licht (600-730 nm). Bei insgesamt 129 mild bis mittelgradig ausgeprägten AK im Ausgangsbefund lag die 16 Wochen nach dem zweiten Therapiezyklus erhobene, komplette Ansprechrate läsionsbezogen bei der mit MAL therapierten Gruppe 90,3% (56/62 AK Läsionen) vs. 0% (0/67) in der Placebo-Gruppe (p=0,0003). Ein komplettes Ansprechen des gesamten Behandlungsfelds wurde in 75,4% (13/17; 95% KI: 9-16) erreicht, ein Teilansprechen (>75% aller Läsionen pro Feld abgeheilt) in 94,1% (KI nicht angegeben). Keines der mit Placebo behandelten Areale zeigte hier ein Ansprechen. Beschriebene lokale Nebenwirkungen in der MAL-PDT Gruppe waren Erytheme, Ödeme und Krusten, deren Häufigkeiten jedoch nicht angegeben wurden. Durch Prämedikation mit Paracetamol (1 g) eine Stunde vor Behandlung oral appliziert sowie den Einsatz einer kühlenden Ventilation wurde der MAL-PDT assoziierte Behandlungsschmerz in der Studie im unteren und mittleren VAS-Bereich angegeben. Aufgrund des punktuellen Fehlens von Konfidenzintervallen und p-Werten kann ein selektives Berichten von Ergebnissen nicht ausgeschlossen werden. Zudem bestehen Unklarheiten bei der Randomisierung sowie der Verblindung, weswegen die Studie auf Evidenzlevel 3 herabgestuft wurde. Auffallend ist hier eine sehr große Effektstärke von MAL-PDT gegenüber Placebo in allen untersuchten Effektivitätsendpunkten. Jedoch wurden therapievermittelte Nebenwirkungen nicht konsequent und quantitativ berichtet, so dass hier eine Bewertung des Nutzen-Schadensverhältnisses nur eingeschränkt möglich ist.

Eine weitere, europäische, offene, multizentrische, intraindividuelle Studie bei 81 Organtransplantierten verglich die Behandlung von AK mittels MAL-PDT gegenüber einer läsionsadaptierten Kryochirurgie. Diese Studie wurde wegen ihres primär präventiven Ansatzes ausgeschlossen und wurde bei der Empfehlung nicht maßgeblich beachtet, dennoch sollen die Ergebnisse kurz skizziert werden [266]. Hierzu wurde bei jedem Patienten jeweils ein Hautareal mit insgesamt 476 Läsionen initial im Wochenabstand zweimalig und dann optional in den Monaten 3, 9 und 15 mit einer klassischen Rotlicht-MAL-PDT behandelt. Die Kontrollareale mit insgesamt 413 Läsionen wurden initial einmalig und dann konsekutiv in den Monaten 3, 9 und 15 mit Kryochirurgie behandelt. Fanden sich in der 3-Monatsauswertung in den mit MAL-PDT behandelten Arealen noch signifikant weniger AK als in denen, die mit Kryochirurgie therapiert wurden (p=0,006), war der Therapieeffekt nach 27 Monaten nicht mehr signifikant unterschiedlich (253 vs.. 312 Läsionen; p=0,06). Diese Arbeit impliziert, dass MAL-PDT zumindest in der kurzfristigen Läsionsreduktion der Kryochirurgie überlegen war [266].

Zusätzlich dazu synthetisierte eine systematische Übersichtsarbeit die aktuelle Evidenz zur Effektivität und Sicherheit verschiedener Interventionen zur Therapie der AK bei Organtransplantierten Patienten [265]. Es wurde eine Literaturrecherche in den gängigen medizinischen Datenbanken sowie grauer Literatur bis zum 22. August 2018 durchgeführt. Von 663 ursprünglich identifizierten Publikationen wurden acht RCTs mit 242 Patienten mit Organtransplantation in eine qualitative Synthese einbezogen. Die meisten Studien untersuchten die PDT mit Methylaminolaevulinat (MAL-PDT), gefolgt von ablativem fraktioniertem Laser (AFXL) und Diclofenac-Natrium 3% in Hyaluronsäure, Imiquimod 5% Creme und 5-Fluorouracil 5% Creme (5-FU). Die MAL-PDT wies die höchsten Raten der vollständigen patientenbezogenen Abheilungsraten auf (40-76,4%), gefolgt von Imiquimod (27,5-62,1%), Diclofenac (41%) und 5-FU (11%). Ähnliche Ergebnisse wurden bei den läsionsspezifischen Abheilungsraten berichtet. Die Behandlung mit AFXL allein ergab eine geringe Läsionsbeseitigung (5-31%). Lokale Hautreaktionen waren am stärksten bei Teilnehmern, die mit einer Kombination aus AFXL und MAL-PDT bei Tageslicht behandelt wurden. In keiner der Studien kam es zu therapiebedingten Transplantatabstoßungen oder einer Verschlechterung der Transplantatfunktion. Das Risiko für Bias wurde insgesamt als hoch eingeschätzt. Für die Behandlung von AKs bei Organtransplantierten liegen nur begrenzte Erkenntnisse vor. Die MAL-PDT ist derzeit die am besten untersuchte Maßnahme. Läsionsspezifische Therapien reichen möglicherweise nicht aus, um die Krankheit zu kontrollieren. In dieser Hochrisikogruppe sind feldspezifische Therapien vorzuziehen.

Togsverd-Bo et al. untersuchten in einer intraindividuellen Studie die Wirksamkeit und Sicherheit der feldgerichteteten MAL-PDT und Imiquimod bei AK bei OTRs verglichen [263]. Insgesamt 35 Patienten mit Organtransplant mit 572 AKs (Grad I-III) in zwei ähnlichen Bereichen im Gesicht, auf der Kopfhaut, auf dem Handrücken oder auf den Unterarmen wurden eingeschlossen. Alle Patienten erhielten eine MAL-PDT und eine Imiquimod-Behandlung (drei Anwendungen pro Woche über einen Zeitraum von 4 Wochen) in jedem Studienbereich gemäß der Randomisierung. Die Behandlungen wurden nach 2 Monaten (Imiquimod) bzw. 3 Monaten (PDT) bei keinem Ansprechen wiederholt. Die Mehrheit der randomisierten Areale erhielt zwei Behandlungssitzungen (PDT n=25 Patienten; IMIQ n=29 Patienten). Im Vergleich zu Imiquimod führte die PDT-Behandlung zu einer höheren läsionsbezogenen Abheilungsrate bei der 3-monatigen Nachbeobachtung und zu kürzer anhaltenden, aber intensiveren Hautreaktionen. Die patientenbezogene Abheilungsrate betrug im Median 78% bei den mit PDT behandelten Arealen und 61% bei den mit Imiquimod behandelten Arealen. Je nach Grad der AK war die PDT bei dünnen AKs des Grades I (mediane CR 82% vs. 66%) und bei keratotischen AKs der Grade II und III (medianees komplettes Ansprechen 33% vs. 25%) wirksamer als Imiquimod. Bei den mit PDT-behandelten Arealen wurden weniger neu auftretende AK beobachtet als bei Imiquimod (0.7 vs. 1.5 AK). Die Patienten entwickelten nach der PDT intensivere entzündliche Hautreaktionen, die im Vergleich zu Imiquimod schneller abklangen (Median 10 Tage vs. 18 Tage, p<0,01). Die Patientenpräferenz und das kosmetische Ergebnis wurden von den Patienten ähnlich eingestuft. Zu den Limitationen dieser Studie gehört, dass die Patienten aufgrund des Studiendesigns nicht verblindet waren, wodurch patientenberichtete Endpunkte nur eingeschränkt interpretierbar sind.

5.8.2 Imiquimod

5.23 · Evidenzbasierte Empfehlung · modifiziert 2022

Imiquimod 5% Creme kann für einzelne oder multiple aktinische Keratosen sowie bei Feldkanzerisierung bei immunsupprimierten Personen angeboten werden. Bei Letzteren ist die fehlende Zulassung zu beachten.

Empfehlungsgrad
0: offene Empfehlung (Option) bzgl. einer Maßnahme - verwendete Ausdrucksweise = kann
Evidenzlevel
2

De-novo-Recherche

Konsens
Starker Konsens (100%)
Literatur
[217] [265] [263]
ÄnderungshinweisEine feldgerichtete Therapie mit Imiquimod 5% Creme kann bei immunsupprimierten Patienten mit multiplen AK des Grads I-II nach Olsen sowie bei Feldkanzerisierung angeboten werden. Hierbei ist die fehlende Zulassung zu beachten.
Evidenztabellen (2)Interventionen AK SR + Metanalyse; Interventionen AK Einzelstudien

Eine europäische, multizentrische, doppelt-verblindete, interindividuell randomisierte (2:1) Studie untersuchte Imiquimod 5% Creme gegenüber Placebo bei 30 nieren-, 4 leber- und 9 herztransplantierten Patienten [217]. Sie wurden mit 3 wöchentlichen Applikationen von 500 mg Imiquimod 5% über 16 Wochen behandelt. Die komplette Abheilung der AK im Behandlungsareal (komplettes Ansprechen) lag in der Imiquimod-Gruppe bei 62,1% (100% in der Gruppe der Lebertransplantierten, 65% bei den Nieren- und 42,9% bei den Herztransplantierten) vs. 0% unter Placebo. Die durch eine verblindete Gruppe erfahrener Transplantationsärzte im Studienzeitraum untersuchten abstoßungs- und transplantatspezifischen Laborwerte zeigten sowohl im Placebo- als auch im Imiquimod-Behandlungsarm keinerlei relevante Auffälligkeiten. Als Nebenwirkungen von Imiquimod wurden lokale unspezifische Reaktionen am Applikationsort (1/29), Fatigue (8/29), Kopfschmerzen (1/29), Diarrhoe (1/29), Übelkeit (1/29), Ausschlag (1/29), nicht spezifizierte Hautreaktionen (1/29) und Leukopenie (1/29) beobachtet. Eine wichtige Erkenntnis dieser Arbeit war, dass Imiquimod als Immunstimulator zu keinen Abstoßungsreaktionen führte. Weiterhin war der Effekt einer Behandlung mit Imiquimod gegenüber Placebo auffallend hoch, da ein komplettes Ansprechen von 62,1% vs. 0% unter Placebo erreicht wurde. Diese Daten deuten auf ein gutes Nutzen-Schaden-Verhältnis in der Subgruppe der Organtransplantierten. Allerdings ist die Zulassung für topisches Imiquimod für Immunsupprimierte in der Routineanwendung beschränkt. Zudem wurden mitunter auch schwere Nebenwirkungen nach topischer Anwendung von Imiquimod beobachtet wie beispielsweise eine 2011 publizierte Kasuistik einer akuten tubulären Nierennekrose. Da der publizierte Patient jedoch bereits dreifach vortransplantiert war, ist diese Reaktion aus heutiger Sicht nur eingeschränkt als immunologische Wechselwirkung der Imiquimod-Therapie zuzuschreiben [267].

Weiterhin identifizierte eine systematische Übersichtsarbeit patientenbezogene Abheilungsraten zwischen 27,5 bis 62,1% für Imiquimod 5% Creme [265]. In einer intra-individuellen Vergleichsstudie von Imiquimod 5% Creme mit MAL-PDT bei 35 OTR war die Behandlung mit Imiquimod 5% der MAL-PDT unterlegen [263]

5.8.3 Diclofenac

5.24 · Evidenzbasierte Empfehlung · modifiziert 2022

Diclofenac-Natrium 3% Gel sollte für einzelne oder multiple aktinische Keratosen sowie bei Feldkanzerisierung bei immunsupprimierten Personen angeboten werden.

Empfehlungsgrad
B: Empfehlung für oder gegen eine Maßnahme - verwendete Ausdrucksweise = sollte/sollte nicht
Evidenzlevel
3

De-novo-Recherche

Literatur
[172] [265]
ÄnderungshinweisEine Therapie mit Diclofenac-Natrium 3% in Hyaluronsäure 2,5% Gel sollte bei Patienten mit einzelnen oder multiplen AK des Grads I-II nach Olsen sowie bei Feldkanzerisierung unter Immunsuppression angeboten werden.
Evidenztabellen (2)Interventionen AK SR + Metanalyse; Interventionen AK Einzelstudien

In einer 2010 publizierten, doppelt-verblindeten, Placebo-kontrollierten, randomisierten Studie wurden 32 organtransplantierte Patienten (18 Nieren-, 8 Herz- und 6 Lebertransplantierte) entweder mit Diclofenac-Natrium 3% in Hyaluronsäure 2,5% Gel oder nur Vehikel-Gel behandelt [172]. Die Applikation der Studiensubstanzen erfolgte zweimal täglich über insgesamt 16 Wochen. Die Evaluierung der kompletten Abheilung aller Läsionen im Behandlungsareal erfolgte 4 Wochen nach Therapieende beziehungsweise nochmals nach 24 Monaten in der Nachkontrollphase. Sie lag in der Verum-Gruppe in der ersten Evaluierung noch bei insgesamt 41% (Niere 30,7%, Leber 40%, Herz 75%) vs. 0% in der Vehikel-Gruppe. Eine teilweise Abheilung von mindestens 75% zeigte sich in 59% in der aktiven Gruppe vs. in 16,7% in der Kontrollgruppe. Hierbei lagen Unterschiede je nach ursprünglich transplantiertem Organ vor, die Zahl der Fälle erscheint aber zu gering, als dass diese Unterschiede aussagekräftig genug waren und nicht auch durch andere, intraindividuelle Faktoren hätten verursacht sein können. Eine Ausnahme sind allerdings die 18 herztransplantierten Patienten, die zu 100% eine teilweise Besserung unter Verum und zu 0% bei Placebo zeigten. Die durchschnittliche Reduktion der Anzahl an Läsionen lag bei 53% vs. 17% (Verum vs. Placebo). Die Rezidivquote lag bei 55% nach durchschnittlich 9,3 Monaten und als Nebenwirkungen wurden milde bis mäßige Erytheme, Schuppung, Juckreiz sowie Hautirritationen und Ödem berichtet. In den Behandlungsarealen kam es zu keiner Entstehung von PEK. Durch einen ungleichen Verlust an Patienten in den Gruppen und Unklarheiten in der Randomisierung ergibt sich ein Risiko für Bias, weswegen das Evidenzniveau auf 3 herabgestuft wurde.

Allerdings ergibt sich aus den berichteten Effektivitätsendpunkten eine große Effektstärke der Intervention gegenüber Placebo, was den starken Empfehlungsgrad der Empfehlung begründet.

5.9 Andere Interventionen

Die Literaturrecherche ergab eine Reihe weiterer Substanzen, die in topischer oder systemischer Anwendung auf Wirksamkeit und Tolerabilität bei AK untersucht wurden. Diese Einzelsubstanzen sind aktuell weder in Deutschland zugelassen noch existieren bisher belastbare RCT zu diesen Interventionen.

Tabelle 29: Übersicht der Einzelstudien zu anderen Topika

Studie

Interventionen

Einzelne AK

Multiple AK

Feldkanzerisierung

Immunsuppression

Akar 2001 [268]

Colchizin 0,5% Creme vs.
Colchizin 1% Creme

X

X

 

 

Alberts 2000 [269]

Difluoromethyl-Ornithin 10% in Salbengrundlage vs.
Placebo

X

X

 

 

Evans 2014 [270]

Canola-Phenolsäure 7,8% Creme vs.
Placebo

X

X

 

 

Moloney 2010 [271]

Nicotinamid 1% in hydrophiler Grundlage vs.
Placebo

X

X

 

 

Pflugfelder 2015 [272]

Oleogel-S10 einmal täglich vs.
Oleogel-S10 zweimal täglich vs.
Placebo einmal täglich vs.
Placebo zweimal täglich

X

X

 

 

Tong 1996 [273]

Glukanhaltiges Gel (β-1,3-D-Glukan) vs.
Placebo

X

X

 

 

Thompson 1993 [274]

Sonnenschutzfilter (UV-B, UV-A) über 7 Monate vs.
Placebo

X

X

unklar

 

Stoddard 2017 [275]

Lotion mit DNA-Reparaturenzymen (2/Woche) vs.

Placebo

X

X

X

 

Veronese 2019 [264]

Lotion mit DNA.Reparaturenzymen (2/Tag) vs.

Sonnenschutzfilter (UV-B, UV-A) über 6 Monate

X

X

unklar

X

Yang 2018 [276]

SR-T100 Gel unter Okklusion für 8 h vs.

Placebo

 

X

X

 

Weiss 2017 [277]

Ingenoldisoxat 0,037% Gel 2 Tage vs.
Ingenoldisoxat 0,05% Gel 2 Tage vs.
Placebo

X

X

unklar

 

Bourcier 2016 [278]

Ingenoldisoxat 0,006% Gel 2 Tage vs.
Ingenoldisoxat 0,012% Gel 2 Tage vs.
Ingenoldisoxat 0,018% Gel 2 Tage vs.
Placebo

X

X

 

 

Sinnya 2016 [205]

Ingenoldisoxat 0,025% Gel 2 Tage vs.
Ingenoldisoxat 0,05% Gel 2 Tage vs.
Ingenoldisoxat 0,075% Gel 2 Tage vs.
IMB 0,05% Gel 2 Tage

 

X

 

 

Szeimies 2008 [279]

Resiquimod 0,01% Gel vs.
Resiquimod 0,03% Gel vs.
Resiquimod 0,06% Gel vs.
Resiquimod 0,1% Gel

X

X

 

 

 

5.9.1 Birkenkork

Population und Studiendesign: Birkenkork ist reich an Triterpenen wie Betulin oder Betulinsäure, denen antientzündliche und antiproliferative Eigenschaften zugeschrieben werden. Der Birkenkorkextrakt Oleogel-S10 wurde als Wirkstoff in einer multizentrischen, randomisierten Studie in 165 Patienten mit mindestens 2 milden bis moderaten AK auf Gesicht oder Kopf untersucht [272]. Für den Studieneinschluss war eine histologische Sicherung notwendig. Die Studie wurde doppelt verblindet durchgeführt.

Intervention: Die Randomisierung erfolgte interindividuell 2:2:1:1 in 4 verschiedene Therapiearme (A-D). Die Interventionen bestanden aus Oleogel-S10 einmal täglich (Arm A), Oleogel-S10 zweimal täglich (Arm B), Vehikel einmal täglich (Arm C) oder Vehikel zweimal täglich (Arm D) über 3 Monate.

Ergebnisse: Der Therapieerfolg wurde nach 18 Wochen klinisch und histopathologisch evaluiert. Insgesamt zeigten 43,9% ein histologisches „Downgrading“ nach der Cockerell-Klassifikation, wobei kein signifikanter Unterschied zwischen den aktiven und den Placebo-kontrollierten Armen bestand. Eine Reduktion von mehr als 75% aller Läsionen wurde in 15% (A), 18% (B) und 13% (C+D) beobachtet. Eine komplette Abheilung aller Läsionen erreichten 2% in Arm A und 5% in Arm B im Vergleich zu 0% in den Placebo-Armen. Allerdings waren diese Unterschiede nicht signifikant. Es wurden 29 unerwünschte Nebenwirkungsereignisse verzeichnet, darunter 5 schwerwiegende, die jedoch nicht therapieassoziiert waren. Die Tolerabilität der aktiven Therapie wurde von 56,4% der Patienten als „sehr gut“ und von 18,2% als „gut“ bezeichnet. Am häufigsten wurde Juckreiz angegeben.

Bewertung: Die Therapie mit OIeogel-S10 erschien insgesamt gut verträglich, aber in allen untersuchten Effektivitätsendpunkten gegenüber Placebo nicht überlegen. Betulin-basiertes Oleogel wurde von Huyke et al. in zwei anderen Studien untersucht, die jedoch wegen fehlender Randomisierung und Kombination mit Kryochirurgie nicht berücksichtigt wurden [280][281]. Insgesamt ergibt sich für diese Substanz somit ein fehlender Nutzennachweis in der Therapie von AK.

5.9.2 Colchizin

Population und Studiendesign: Eine Studie untersuchte das Alkaloid Colchizin in 16 Patienten mit einzelnen oder multiplen AK auf Gesicht, Händen, unbehaarte Kopfhaut und Armen bzw. Händen (Akar 2001). Alle Studienpatienten waren Kaukasier.

Intervention: Colchizin wurde als 0,5%-ige oder 1%-ige Creme zweimal täglich über 10 Tage aufgetragen. Diese beiden Arme wurden ohne zusätzlichen Placebo-Arm miteinander verglichen.

Ergebnisse: Die Rate an Patienten mit kompletter Abheilung aller Läsionen war 6/7 (1%) und 6/8 (0,5%). Die Reduktionsrate einzelner Läsionen lag bei 73,9% (1%) gegenüber 77,7% (0,5%), die mittlere Reduktion der Läsionen pro Patient bei 0,7±1,3 (1%) und 0,6±1,7 (0,5%). AK auf dem Gesicht schienen in dieser Studie besser abzuschneiden als an anderen Lokalisationen (Akar 2001).

Bewertung: Obwohl keine größeren methodischen Mängel identifiziert wurden, ist die Studie durch den fehlenden Placebo-Arm bezüglich Wirksamkeit und Sicherheit nur stark eingeschränkt belastbar. Weitere Studien (RCT) zu dieser Intervention wurden nicht identifiziert, so dass derzeit keine evidenzbasierten Empfehlungen ausgesprochen werden können.

5.9.3 Canola-Phenolsäure

Population und Studiendesign: Canola-Phenolsäure ist eine chemische Verbindung, die reich an Sinapinsäure ist. Ihr werden antiproliferative und zytotoxische Effekte zugeschrieben. Eine Studie untersuchte Canola-Phenolsäure in 45 Patienten mit 3-10 AK innerhalb eines Behandlungsfelds von 20 cm² [270]. Diese doppelt-blinde, Placebo-kontrollierte Studie wurde in der Dominikanischen Republik durchgeführt.

Intervention: Canola-Phenolsäure wurde als 7,8%-ige Zubereitung in einer hydrophilen Creme zweimal täglich nach dem Duschen über 12 Wochen aufgetragen.

Ergebnisse: Die primären Endpunkte der Studie waren eine komplette oder partielle Abheilung der Läsionen in dem behandelten Areal. Kein Patient zeigte eine komplette Abheilung aller AK. Nach 3, 6 und 12 Behandlungswochen war eine signifikante Reduktion der Läsionen im Vergleich zu Placebo zu beobachten. Insgesamt traten 56 Nebenwirkungsereignisse auf, davon 45 im Therapie- und 11 im Placebo-Arm.

Bewertung: Canola-Phenolsäure zeigte eine Überlegenheit gegenüber Placebo bezüglich der Läsionsreduktion, jedoch nicht bezüglich des patientenbezogenen Ansprechens. Die Stärke des Effekts bleibt daher schwierig zu interpretieren. Weitere Studien (RCT) zu Canola-Phenolsäure wurden nicht identifiziert. Da die Arbeit in der Dominikanischen Republik durchgeführt wurde, ist die Übertragbarkeit auf eine kaukasische Population fraglich.

5.9.4 Difluoromethyl-Ornithin

Population und Studiendesign: Difluoromethyl-Ornithin ist ein irreversibler Hemmstoff der Ornithin-Decarboxylase. Es wurde in einer Studie in 48 Patienten mit moderaten bis schwergradigen AK auf den Unterarmen getestet, hierbei hatten die Studienpatienten mindestens 10 Läsionen [269].

Intervention: Difluoromethyl-Ornithin wurde in einer 10%-igen hydrophilen Salbengrundlage zweimal täglich aufgetragen und gegen Vehikel intraindividuell auf der Gegenseite verglichen. Die Therapiedauer betrug 6 Monate.

Ergebnisse: Nach diesem Zeitpunkt verringerte sich die Anzahl der Läsionen auf dem Difluoromethyl-Ornithin behandelten Arm signifikant um 23,5%, wohingegen auf dem nur mit Vehikel behandelten Arm keine Besserung zu beobachten war. Fünf Patienten (10,4%) zeigten moderate lokale Nebenwirkungen wie Erythem.

Bewertung: Weitere RCT zu Difluoromethyl-Ornithin wurden nicht identifiziert. Obwohl keine größeren methodischen Mängel der Studie festgestellt wurden, müssen weitere Studien den Stellenwert von Difluoromethyl-Ornithin in der Therapie von AK untersuchen. Insbesondere fehlen genaue Angaben zu Nebenwirkungen und Verträglichkeit, die zur Bewertung des Schaden-Nutzen-Verhältnisses notwendig sind.

5.9.5 Glukane

Population und Studiendesign: Bei Glukanen handelt es sich um Polysaccharide, die über glykosidische Verbindungen miteinander verbunden sind. Sie kommen unter anderem in Zellwänden von Bakterien und Pilzen vor und haben immunmodulierende Wirkungen. Tong et al. untersuchten ein glukanhaltiges Gel (β-1,3-D-Glukan) in 20 Patienten mit 10-50 AK auf den Armen. Alle Teilnehmer waren Kaukasier und hatten einen hellen Hauttyp (I nach Fitzpatrick) [273].

Intervention: Die Behandlung erfolgte intraindividuell randomisiert als Halbseitenversuch beider Arme, wobei Glukangel oder Placebo zweimal täglich über 7 Tage.

Ergebnisse: Nach 8 Wochen wurde in der aktiven Therapie eine mittlere Läsionsreduktion von 22,5 auf 16,8 und im Placebo-Arm von 23,9 auf 15,6 gemessen. Der Unterschied zwischen den beiden Armen war zu keinem Beobachtungszeitpunkt (Woche 1, Woche 4, Woche 8) signifikant. Die Nebenwirkungen Erythem und Brennen wurden bei keinem Studienpatienten beobachtet. Alle Patienten beendeten die Studie regulär [273].

Bewertung: Die Studie wurde wegen der kleinen Population und Unklarheiten bezüglich Randomisierung und Allokation der Therapiearme auf Evidenzlevel 3 herabgestuft. Da die Intervention in keinem der untersuchten Effektivitätsendpunkte gegenüber Placebo überlegen war und keine anderen RCT zu dieser Intervention gefunden wurden, fehlt hier ein eindeutiger Nutzennachweis.

5.9.6 Nicotinamid

Population und Studiendesign: Nicotinamid (Vitamin B3) ist ein essenzieller Kofaktor für die Bereitstellung von zellulärem ATP und DNA-Reparaturmechanismen, beispielsweise nach Schädigung durch ionisierende oder UV-Strahlung. Eine Studie aus Australien untersuchte 30 immunkompetente Patienten mit mindestens 4 nicht-hyperkeratotischen AK auf dem Gesicht, der unbehaarten Kopfhaut oder den Armen. Das Studiendesign war interindividuell, doppelt verblindet und Placebo-kontrolliert [271].

Intervention: Es erfolgte eine Randomisierung zu Nicotinamid 1% in hydrophiler Grundlage oder Vehikelapplikation zweimal täglich über 6 Monate.

Ergebnisse: Nach 3 Monaten wurde eine mittlere Läsionsreduktion von 10,0% (Vehikel) gegenüber 21,8% (Nicotinamid) verzeichnet. Dieser Unterschied war für den aktiven Arm im Vergleich zu Therapiestart signifikant. Nach 6 Monaten lagen die Reduktionsraten bei 22,6% (Vehikel) und 24,6% (Nicotinamid), allerdings war diese Verbesserung nun nicht mehr signifikant. Männer zeigten tendenziell ein besseres Ansprechen der Läsionen auf Nicotinamid. 2 Patienten beendeten die Studie vorzeitig. Genauere Daten bezüglich Verträglichkeit und dem Auftreten von Nebenwirkungen wurden jedoch nicht dargelegt [271].

Bewertung: Nicht zu verwechseln ist diese topische Intervention mit der systemischen Gabe von Nicotinamid, die einen Stellenwert in der Primär- und Sekundärprophylaxe von nicht-melanozytärem Hautkrebs besitzt. In dieser Studie zeigte lediglich der Endpunkt der mittleren Läsionsreduktion nach 3 Monaten eine signifikante Überlegenheit für topisches Nicotinamid. Allerdings erscheint die Stärke des Effekts gegenüber Placebo gering und war im späteren Zeitpunkt nach 6 Monaten nicht mehr ersichtlich. Daher fehlt bisher ein eindeutiger Nutzennachweis.

5.9.7 Ingenoldisoxat

5.9.8 DNA-Reparaturenzyme

Topische Lotion mit DNA-Reparaturenzymen vs. Placebo
Population und Studiendesign: Stoddard et al. haben die Wirksamkeit einer topischen Lotion mit DNA-Reparaturenzymen als Feldtherapie für AKs in einem doppelblinden RCT mit insgesamt 15 Patient*innen mit AK im Gesicht oder auf der Kopfhaut untersucht. Die Stichprobe umfasste insgesamt 10 Männer und 5 Frauen [275].

Intervention: Die DNA-Reparatur-Lotion oder das Placebo wurden über 8 aufeinanderfolgende Wochen zweimal täglich auf das Behandlungsareal von dem Patienten selbst aufgetragen.

Ergebnisse: Im Vergleich zum Ausgangswert hatten die Patienten*innen, die das Reparaturenzym verwendeten, nach 8-wöchiger Behandlung deutlich weniger AKs als die Patienten, die die Kontrolllotion verwendeten. Konkret ging die Zahl der AKs in der Gruppe mit dem DNA-Reparaturenzym um 46,6 % zurück, während sie in der Placebogruppe um 32,7% abnahm.

Bewertung: Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass topische DNA-Reparaturenzyme dazu beitragen können, die Zahl der AKs bei Personen mit mittelschwer bis schwer lichtgeschädigter Haut zu verringern. Weitere Studien mit einer größeren Population sind allerdings erforderlich, um endgültige Schlussfolgerungen ziehen zu können.

Topische Lotion mit DNA-Reparaturenzymen vs. Sonnenschutzfilter (UV-B, UV-A, LSF 100+)

Population und Studiendesign: In einem RCT wurde die Wirksamkeit eines neuen Medizinprodukts der Klasse I (MD, DNA-Reparaturenzyme) zur Vorbeugung und Behandlung von AKs im Vergleich zu herkömmlichem Sonnenschutzmittel allein (LSF 100+) untersucht. Das Medizinprodukt besteht aus physikalischen und chemischen UVA-UVB-Filtern (entsprechend LSF 100+) und Wirkstoffen mit antioxidativer und reparierender Wirkung, von denen der wichtigste der DNA-Reparaturkomplex ist (ein Komplex aus Aminosäuren, Acetyl-Tyrosin und Prolin, ATP und pflanzlichem Proteinhydrolysat). Die Stichprobe umfasste 90 Teilnehmer, darunter 62 immunkompetente und 28 OTR. Das durchschnittliche Alter betrug 75.98 Jahre; die mediane Dauer der Immunsuppression war 11,43 Jahre [264].

Interventionen: Die eingeschlossenen Patienten applizierten zweimal täglich (morgens und am frühen Nachmittag) für 6 Monate das Medizinprodukt, die Lotion mit DNA Reparaturenzymen oder das Sonnenschutzmittel.

Ergebnisse: Bei immunkompetenten Patienten, die die Lotion mit DNA-Reparaturenzymen verwendet hatten, reduzierte sich die durchschnittliche Anzahl der AKs am Ende der Studie um 54,7% gegenüber 9,43% mit Lichtschutzmittel. Bei den OTRs betrug der Gesamtrückgang nach der Anwendung von der Lotion mit DNA-Reparaturenzymen MD 36,7% im Vergleich zu 14,3% mit dem Sonnenschutzmittel. Die Prävalenz von NMSCs lag bei den mit DNA-Reparaturenzymen MD behandelten Patienten bei 11,11 und bei 17,18 mit Sonnenschutzmittel; die Inzidenz betrug 19,7 bei den mit DNA-Reparaturenzymen MD behandelten Patienten und 32,1 bei den mit Sonnenschutzmittel behandelten.

Bewertung: Die Aussagekraft der Studie ist aufgrund des unverblindeten Designs eingeschränkt. Weiterhin kann die Compliance der Patienten die Ergebnisse aufgrund des langen Anwendungszeitraums von 6 Monaten unterschätzen. Auch wurde die potentielle Transplantatabstoßungsrate nicht untersucht, obwohl fast 1/3 der Patienten OTR waren.

5.9.9 SR-T100-Gel

Population und Studiendesign: Es wurde eine randomisierte, doppelt verblindete Phase-III-Studie zur Bewertung der Wirksamkeit und Sicherheit von topischem SR-T100-Gel bei der Behandlung von AK durchgeführt [276]. In die Studie wurden Patienten mit mindestens zwei klinisch sichtbaren, nicht-hyperkeratotischen und nicht-hypertrophen AK aufgenommen, wobei eine der Läsionen einen Durchmesser von mehr als 4 mm haben musste. Eine der Läsionen wurde histopathologisch bestätigt. Insgesamt 113 Patienten mit einem durchschnittlichen Alter von 76 Jahren wurden eingeschlossen.

Intervention: SR-T100 (n=76) bzw. das Vehikel (n=37) wurden auf eine kontinuierliche oder nicht kontinuierliche Fläche von 25 cm² (ca. 0,3-0,5g Studiengel) unter Okklusion von mindestens 8h aufgetragen. Die Studie umfasste eine bis zu 16-wöchige Behandlung und eine 8-wöchige Nachbehandlungsphase. Die Medikamente wurden täglich mit einem Okklusivverband aufgetragen.

Ergebnisse: In der SR-T100- und der Vehikelgruppe erreichten 32,39% bzw. 17,14% der Patienten eine vollständige Abheilung der AK während bei 71,83% bzw. 37,1% der Patienten mindestens 75% der AK abgeheilt waren. Schwere lokale Reaktionen wurden nur von einem Patienten berichtet, der SR-T100 verwendete. Bei 55,3% (42) bzw. 51,4% (19) der Patienten trat mindestens eine Nebenwirkung auf, davon wurden 13,2% (10/76) vs. 13,5% (5/37) als schwerwiegend eingestuft. Allerdings wurden alle als nicht behandlungsinduziert bewertet. Zu den an den häufigsten auftretenden Hautreaktionen gehörte eine Rötung sowie ein Brennen bzw. Stechen.

Bewertung: Bei dieser Studie handelt es sich um eine Population an Taiwanesen, somit sind die Ergebnisse nur eingeschränkt auf eine europäische Population übertragbar. Der Nachteil der Studie war, dass nicht alle behandelten AK-Läsionen histopathologisch bestätigt wurden. Die diagnostische Unsicherheit könnte zu dem hohen Teil an Abheilungsraten in der Vehikelgruppe beitragen, da die klinisch diagnostizierten AK eine höhere Abheilungsrate aufwiesen als die histopathologisch bestätigten AK. Die Verwendung eines Okklusivverbands war eine weitere mögliche Erklärung für die hohen Placebo-Effekte. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass topisches SR-T100-Gel eine wirksame und sichere Behandlung für eine feldgerichtete Therapie von AK sein könnte.

5.9.10 Resiquimod

Resiquimod aktiviert die Toll-like-Rezeptoren 7 und 8 und hat daher eine starke Ähnlichkeit zu Imiquimod. In-vitro-Studien deuten allerdings darauf hin, dass Resiquimod durch die zusätzliche Aktivierung von Toll-like-Rezeptor 8 zu einer stärkeren Immunaktivierung führt [282]. Dies war die Rationale für die Prüfung von Resiquimod für den Einsatz bei AK. Unsere Literaturrecherche ergab eine Studie zu Resiquimod [279]. Szeimies et al. untersuchten in einer randomisierten, multizentrischen, doppelt-blinden Phase-II-Studie Resiquimod-Gel in verschiedenen Konzentrationen. Es wurden insgesamt 132 Patienten mit 4-8 klinisch typischen, nicht hypertrophen oder hyperkeratotischen AK innerhalb eines Areals von 25 cm² auf Gesicht oder unbehaarter Kopfhaut eingeschlossen. 109 Patienten waren männlich, 23 weiblich. Das durchschnittliche Alter betrug 70 Jahre. Immunsupprimierte wurden ausgeschlossen. Die Randomisierung erfolgte interindividuell 1:1:1:1 zur Anwendung von Resiquimod 0,01%, 0,03%, 0,06% oder 0,1% Gel einmal täglich dreimal in der Woche über 4 Wochen. Die Therapie durfte 8 Wochen später bei unzureichendem Ergebnis einmal wiederholt werden. Die Rate an läsionsfreien Patienten lag insgesamt nach 24 Wochen bei 77,1% (0,01%), 90,3% (0,03%), 78,1% (0,06%) und 85,3% (0,1%) in der Intention-to-treat-Analyse. Nach nur einem Therapiezyklus war sie 40,0% (0,01%), 74,2% (0,03%), 56,3% (0,06%) und 70,6% (0,1%). Der Anteil an Patienten mit einer mindestens 75%-igen Läsionsreduktion betrug insgesamt nach 24 Wochen 63% (0,01%), 81% (0,03%), 63% (0,06%) sowie 76% (0,01%). 28 Patienten beendeten die Studie vorzeitig während des ersten, 3 Patienten während des zweiten Therapiezyklus. Lokale Nebenwirkungen an den Applikationsstellen waren die häufigsten unerwünschten Ereignisse. Sie traten tendenziell häufiger in den höheren Konzentrationsgruppen von Resiquimod auf. Auch schwerwiegende Nebenwirkungen wurden hier häufiger beobachtet: 0% (0,01%), 35% (0,03%), 16% (0,06%) und 38% (0,1%). Sie umfassten Erythem, Ödem, Erosion und Ulzeration, Exsudation, Schuppung, Verkrustung und Hauttrockenheit. Ebenso wurden bei höheren Konzentrationen von Resiquimod auch grippeähnliche Symptome wie Gelenkbeschwerden, Myalgien, Kopfschmerzen, Lethargie, Fatigue und Rigor beobachtet [279]. Resiquimod zeigte auch in geringen Konzentrationen eine gute Wirksamkeit. Die Nebenwirkungen hingegen stiegen mit höheren Konzentrationen signifikant an. Die Bewertung der Wirksamkeit bleibt aber durch das Fehlen einer Placebo-Gruppe innerhalb der Studie problematisch, zumal auch in Placebo-Armen anderer Studien mit ähnlichen Populationen mitunter hohe Abheilraten beobachtet wurden. Daher lassen sich anhand der von uns identifizierten Evidenz zu Resiquimod keine sicheren Empfehlungen über den Gebrauch bei AK ableiten.

5.9.11 Sonnenschutzfilter

Population und Studiendesign: Eine australische Studie untersuchte den regelmäßigen Gebrauch einer Sonnencreme mit einem Lichtschutzfaktor von 17 für UV-B und einem Breitspektrumfilter für UV-A [274]. Es wurden 588 Patienten im Alter von über 40 Jahren mit 1-30 AK eingeschlossen. Die Studie war randomisiert, aber nicht verblindet.

Intervention: Als Intervention wurde einmal morgens und gegebenenfalls tagsüber zirka 1,5 ml des Sonnenschutzmittels oder nur Placebo (Vehikel) auf ein Behandlungsareal über 7 Monate aufgetragen.

Ergebnisse: Im Verlauf beendeten 157 Patienten die Studie vorzeitig. Nach 7 Monaten zeigten Patienten im aktiven Arm eine mittlere absolute Läsionsreduktion von 0,6, wogegen im Placebo-Arm eine mittlere Läsionszunahme von 1,0 beobachtet wurde. Das relative Risiko für neue Läsionen betrug bei Patienten mit regelmäßigem Gebrauch von Sonnenschutz im Vergleich zu Placebo 0,62 (95% KI 0,57-0,71). Die mittlere Anzahl der Remission von histologisch gesicherten Läsionen lag bei 25% (Sonnenschutzmittel) gegenüber 18% (Vehikel). Insgesamt wurden im Verlauf der Studie 333 (Sonnenschutzmittel) bzw. 508 (Vehikel) neue Läsionen beobachtet. Bezüglich der Therapieadhärenz berichteten 81% der Patienten, dass sie die Creme einmal täglich über mindestens 80% des Beobachtungszeitraumes aufgetragen haben. Hierbei bestand kein Unterschied zwischen der aufgetragenen Menge zwischen den beiden Gruppen. Genauere Hinweise zur Verträglichkeit oder Nebenwirkungen wurden nicht berichtet [274].

Bewertung: Sonnenschutzmittel mit wirksamen Filtern im UV-B- und UV-A-Bereich sind eine wichtige und wissenschaftlich nachgewiesene Präventionsmaßnahme von AK und nicht-melanozytärem Hautkrebs. Die regelmäßige Applikation eines wirksamen Lichtschutzfilters ist Basismaßnahme und sollte in Ergänzung zu einer weiteren Intervention oder Therapiekombination konsequent durchgeführt werden.

5.9.12 Retinoide

5.25 · Evidenzbasiertes Statement · geprüft 2022

Die Datenlage lässt keine Empfehlungen für die Therapie der aktinischen Keratose mit topischen oder systemischen Retinoiden zu.

Evidenzlevel
2

De-novo-Recherche

Konsens
Starker Konsens (100%)
Literatur
[127] [283] [284] [285] [286]
Evidenztabellen (1)Interventionen AK Einzelstudien

Retinoide sind Derivate oder synthetische Analoga der Retinsäure, einem Endprodukt des Vitamin-A-Stoffwechsels. Sie haben pleiotrope Effekte auf Proliferation und Differenzierung von Keratinozyten. Nach chemischen und pharmakologischen Eigenschaften werden drei Generationen von Retinoiden unterschieden, die sowohl topisch als auch systemisch eingesetzt werden können. Zu den Substanzen der ersten Generation zählen Tretinoin (all-trans-Retinsäure), Isotretinoin (13-cis-Retinsäure) und Alitretinoin (9-cis-Retinsäure). Retinoide der zweiten Generation weisen einen aromatischen Ring in ihrer Struktur auf. Die Substanzen Acitretin und Etretinat fallen beispielsweise in diese Kategorie. Poly-aromatische Retinoide wie Adapalen und Arotinoid ordnet man der dritten Generation zu [287].

Einige Retinoide wie Acitretin haben nachgewiesenermaßen einen chemopräventiven Effekt für die Entstehung von epithelialen Hauttumoren wie dem Basalzellkarzinom und dem PEK. Allerdings scheint diese Wirkung zeitlich an das jeweilige Behandlungsintervall gebunden zu sein [288]. Der Stellenwert von Retinoiden in der Therapie von manifesten AK ist jedoch weniger klar. Die De-novo-Literaturrecherche identifizierte 4 Einzelstudien, die Isotretinoin, Tretinoin und Adapalen in topischer Anwendung sowie Etretinat in systemischer Applikation (oral) untersuchten [283][285][284][286]. Alle Studien sind relativ alt. Drei Studien wurden von der Erstellung der evidenzbasierten Empfehlung ausgeschlossen, da entweder keiner der kritischen Effektivitätsendpunkte berichtet wurde [289] oder eine sequenzielle Kombination aus 5-Fluorouracil in Kombination mit Retinoiden evaluiert wurde [145][290].

Das von Moriarty et al. 1982 [286] untersuchte Retinoid Etretinat ist aktuell in Deutschland nicht mehr verfügbar [286]. Die anderen untersuchten Interventionen hatten entweder eine geringe Effektstärke [283][285] oder wurden nicht gegen Placebo verglichen, was eine belastbare Beurteilung der Effektivität erschwert [284]. Daher lassen sich aktuell keine sicheren, evidenzbasierten Empfehlungen über den Stellenwert von Retinoiden in der Behandlung von AK ableiten.

Tabelle 30: Übersicht der eingeschlossenen Einzelstudien zu Retinoiden

Studie Interventionen Einzelne AK Multiple AK Feldkanzerisierung Immunsuppression
Alirezai 1994 [283] Isotretinoin 0,1% Creme vs.
Placebo
  X    
Misiewicz 1991 [284] Tretinoin 0,05% Creme vs.
Arotinoid-Methyl-Sulfon 0,05% Creme (Ro 14-9706)
X X    
Kang 2003 [285] Adapalen 0,1% Gel vs.
Adapalen 0,3% Gel vs.
Placebo
  X    
Moriarty 1982 [286] Etretinat 75 mg oral 1x/d vs.
Placebo
unklar unklar unklar unklar

 

Isotretinoin 0,1% Creme vs. Placebo

Population und Studiendesign: Alirezai et al. untersuchten die Wirksamkeit von Isotretinoin (13-cis-Retinsäure) in 0,1%-iger Cremegrundlage in 100 Patienten in Frankreich. Die Patienten hatten mindestens 5 AK auf der unbehaarten Kopfhaut, im Gesicht oder auf Armen mit Händen [283].

Intervention: Als Intervention wurden 0,3-0,5 g Isotretinoin 0,1% Creme zweimal täglich auf das zu behandelnde Feld über 24 Wochen aufgetragen und mit dem Vehikel interindividuell verglichen.

Ergebnisse: Im Gesicht kam es zu einer signifikanten mittleren Läsionsreduktion von 3,9 (Isotretinoin) gegenüber 1,7 (Vehikel). Eine komplette oder partielle Abheilung der Läsionen wurde hier in 66% (Isotretinoin) gegenüber 45% (Vehikel) beobachtet. Für Läsionen auf der unbehaarten Kopfhaut ergaben sich mittlere Läsionsreduktionen von 4,1 (Isotretinoin) vs. 3,6 (Vehikel). Dieser Unterschied war nicht signifikant. Ebenso zeigte sich keine signifikante Änderung der Läsionen auf den Armen bzw. Händen, wobei eine mittlere Läsionsreduktion von 2,9 (Isotretinoin) gegenüber 1,0 (Vehikel) erzielt wurde. Zeichen lokaler Hautirritation wie Erythem, Schuppung, Brennen oder Juckreiz waren im Isotretinoin-Arm häufiger [283].

Bewertung: Zusammenfassend zeigte diese Studie nur in zwei untersuchten Effektivitätsendpunkten eine signifikante Verbesserung gegenüber Placebo, wohingegen die Läsionsreduktion auf dem Kapillitium und den Armen bzw. Händen nicht signifikant unterschiedlich war. Die Stärke des Effekts bezüglich der mittleren Läsionsreduktion erscheint hier eher gering.

Tretinoin 0,05% Creme vs. Arotinoid-Methyl-Sulfon 0,05% Creme

Population und Studiendesign: Eine andere Studie verglich eine topische Formulierung von Tretinoin (all-trans-Retinsäure) mit dem Retinoid der dritten Generation Arotinoid-Methyl-Sulfon (Ro 14-9706, siehe oben) in 26 Patienten mit mehr als drei Läsionen im Gesicht [284].

Intervention: Es handelte sich um einen intra-individuellen Halbseitenvergleich von Tretinoin 0,05%-Creme mit Ro 14-9706 0,05%-Creme, die auf beide Seiten des Gesichts zweimal täglich über 16 Wochen aufgetragen wurden.

Ergebnisse: Nach 16 Wochen lag die mittlere Läsionsreduktion für Ro 14-9706 bei 37,8% und für Tretinoin bei 30,3% (signifikant gegenüber Therapiestart). Zu einer kompletten Abheilung aller Läsionen kam es bei 0% (Ro 14-9706) bzw. bei 8% (Tretinoin) der Patienten. Ein Teilansprechen wurde in 48% (Ro 14-9706) und 40% (Tretinoin) beobachtet, wobei hier kein signifikanter Effektivitätsunterschied zwischen beiden Gesichtsseiten bestand. Die Behandlung mit Ro 14-9706 war besser verträglich bezüglich Rötung und Schuppung der Behandlungsareale. Dagegen musste in 58% der Fälle die Therapie mit Tretinoin wegen unerwünschter Nebenwirkungen unterbrochen oder reduziert werden [284].

Bewertung: Aufgrund eines fehlenden Placebo-Arms der Studie ist eine belastbare Beurteilung der Effektivität der beiden untersuchten Interventionen hier nur eingeschränkt möglich. Außerdem erreicht der Endpunkt „komplette Abheilung aller Läsionen“ im Vergleich zu anderen Interventionen niedrige Werte von 0-8%, was eine eher geringe Effektstärke vermuten lässt. Demgegenüber steht ein hoher Prozentsatz von Therapieunterbrechungen oder Dosisreduktionen von Tretinoin.

Bercovitch et al. untersuchten eine Kombination aus Tretinoin 0,05%-Creme mit 5-Fluoruracil 5%-Creme in 19 Patienten mit multiplen AK [290]. Diese Studie wurde allerdings aufgrund der Kombination zweier unterschiedlicher Wirkstoffe von einer evidenzbasierten Empfehlung ausgeschlossen.

Adapalen 0,1% und 0,3% Gel vs. Placebo

Population und Studiendesign: Eine dreiarmige, interindividuell randomisierte, kontrollierte, Untersucher-verblindete Studie verglich Adapalen-Gel in 90 kaukasischen Patienten (Hauttypen I und II nach Fitzpatrick) mit 5 bis 25 AK oder solaren Lentigines mit einer minimalen klinischen Ausbreitung von 2 mm pro Läsion [285].

Intervention: Die Patienten wurden zu gleichen Anteilen randomisiert für Adapalen 0,1%-Gel, Adapalen 0,3% Gel oder Vehikel. Die Behandlung wurde zunächst einmal täglich aufgetragen. Bei guter Verträglichkeit wurde nach 4 Wochen auf eine zweimal tägliche Applikation gesteigert und die Therapie für maximal 9 Monate durchgeführt.

Ergebnisse: Nach Therapieende zeigte sich eine mittlere absolute Läsionsreduktion von 0,5 (Adapalen 0,1%) bzw. 2,5 (Adapalen 0,3%), wohingegen unter Placebo eine Läsionszunahme von 1,5 beobachtet wurde. Das globale Ansprechen nach dem IGII war nach 3, 6 und 9 Monaten signifikant besser für Adapalen 0,3%-Gel gegenüber Placebo sowie nach 1 und 6 Monaten signifikant besser für Adapalen 0,1% gegenüber Placebo. Insgesamt wurden 62% (Adapalen 0,1%) bzw. 66% (Adapalen 0,3%) der behandelten Patienten als komplett („clear“), nahezu komplett („marked“) oder mäßig („moderate“) abgeheilt evaluiert. Diese Rate lag im Vergleich bei 34% im Placeboarm. Es wurden keine schwerwiegenden Nebenwirkungen von Adapalen beobachtet, wobei 3 Patienten die Studie vorzeitig beendeten. In den beiden aktiven Armen wurden häufiger Erythem, Schuppung, Trockenheit, Brennen und Juckreiz verzeichnet, die durchgehend als leicht klassifiziert wurden. Am häufigsten trat eine milde Dermatitis des behandelten Areals auf, und zwar in 40% (Adapalen 0,1%), 25% (Adapalen 0,3%) und 9% (Placebo) [285].

Bewertung: Da die Studie selektiv Endpunkte berichtete, wurde sie auf Evidenzlevel 3 herabgestuft. Insgesamt zeigte Adapalen in beiden Konzentrationen eine signifikant bessere Wirksamkeit bezüglich der untersuchten Effektivitätsendpunkte gegenüber Placebo. Allerdings erscheint die Stärke des Effekts vor allem gemessen an der absoluten mittleren Läsionsreduktion eher gering. Demgegenüber stehen häufigere, wenn auch milde Nebenwirkungen in beiden aktiven Armen, so dass weitere Studien für eine Schaden-Nutzen-Bewertung nötig sind.

Etretinat vs. Placebo

Population und Studiendesign: Das Retinoid Etretinat wurde in systemischer Applikation in einer Studie gegenüber Placebo verglichen. Es handelte sich um eine randomisierte, doppelt-verblindete, Crossover-Studie. Es wurden 50 Patienten mit histologisch gesicherten AK eingeschlossen. Allerdings fehlen Informationen über die Anzahl und Lokalisation der Läsionen. Auch bleibt unklar, ob sich Patienten mit Feldkanzerisierung oder Immunsuppression innerhalb der untersuchten Population befanden [286].

Intervention: Die Patienten erhielten entweder Etretinat in einer Dosierung von 75 mg einmal täglich oder Placebo für 2 Monate, danach jeweils die zuvor nicht verabreichte Therapie (Crossover-Studie).

Ergebnisse: Nach den ersten beiden Monaten lag der Anteil der Patienten mit kompletter Abheilung bei 22,7% (5/22) unter Etretinat im Vergleich zu 0% unter Placebo. Ein Teilansprechen wurde definiert als mindestens 50%-ige Größenreduktion in mindestens 75% aller behandelten Läsionen. Nach 2 Monaten erreichten 63,6% (14/22) der mit Etretinat behandelten Patienten, aber nur 4,3% (1/23) der Teilnehmer mit Placebo ein Teilansprechen. Nach Therapieende zeigten von 44 Patienten, die das Protokoll mit Etretinat regulär erfüllten, 37 (84%) eine komplette Abheilung aller Läsionen oder ein Teilansprechen im Vergleich zu nur 2 Patienten (5%) unter Placebo. Unerwünschte Nebenwirkungen von Etretinat waren Mundtrockenheit (86,1%), nicht näher bezeichneter Hautausschlag mit Juckreiz (15,9%), verstärkte Hautschuppung (70,4%) und Übelkeit (4,5%). Eine Dosisreduktion wurde in 17 Patienten vorgenommen, 6 Patienten beendeten die Studie vorzeitig wegen Nebenwirkungen [286].

Bewertung: Die Studie wurde aufgrund von Unklarheiten in der Randomisierung und der Allokation der Therapiearme auf ein Evidenzlevel von 3 herabgestuft. Zudem wurden Endpunkte nicht komplett berichtet (Reporting-Bias). Etretinat ist aufgrund ungünstiger pharmakokinetischer Eigenschaften wie starker Lipophilie oder einer langen Halbwertszeit in Deutschland nicht verfügbar.

5.10 Zusammenfassende und balancierende Darstellung der zugelassenen Therapieoptionen

Tabelle 31: Balance-Sheet der ablativen und physikalischen Verfahren

Intervention

 

Therapie-ansatz

 

Art und Applikation der Intervention

 

Anatomische Lokalisationen

 

Effektivität1

Nebenwirkungen und Verträglichkeit2

 

Kosmetisches Ergebnis (Untersucher- und Patientenbewertung)3

 

Dauer der Behandlung 4

 

Unmittelbare Behandlungskosten pro Zyklus 5

 

Praktikabilität 6

Empfehlungsstärke und Evidenzgrundlage nach Subgruppen 7

Arzt

Patient

Einzelne
AK (1-5)

Multiple
AK (≥6)

Feld-kanzerisierung

Immun-suppression

Kryochirurgie

L

Ein bis zwei Gefrier-Tau-Zyklen mit flüssigem Stickstoff (-196°C)

Kälteexposition der Zielläsionen für 15-60 Sekunden („Weißeln“)

Offenes Sprayverfahren

Kontaktverfahren (Kryostempel, Kryosonde)

Gesicht, Kapillitium

Nacken

Stamm

Extremitäten

++/+++

Läsionsbezogene Abheilungsrate: 41,9%-88%

Patientenbezogene Abheilungsrate: 25%-90,3%

+++

+/++

6

€

++++

+++

⇑

2

⇑

2

 

 

Chirurgische Verfahren6

L

Kürettage ± Elektrokauterisation

Flache Abtragung („Shave-Exzision“)

Komplettexzision

Gesicht, Kapillitium

Nacken

Stamm

Extremitäten

+++

(Keine Daten aus RCT verfügbar)8

++

(Keine Daten aus RCT verfügbar)8

+/++

(Keine Daten aus RCT verfügbar)8

6

€-€€

+++

++

⇑

EK

 

 

⇑

EK

Chemo-exfoliation

L+F

Ablation von oberen Hautschichten mittels chemischer Agenzien (z.B. Trichloressigsäure, Jessner’s-Lösung, Phenol)

Gesicht, Kapillitium

Nacken

Stamm

Extremitäten

++

Läsionsbezogene Abheilungsrate: 31,9%

Patientenbezogene Abheilungsrate: 11,8%-92%

++/+++

+++

6

€-€€

++

++

⇔

3

⇔

3

⇔

3

 

Dermabrasio6

L+F

Mechanische Abtragung der obersten Hautschichten bis zur dermoepidermalen Junktionszone

Gesicht, Kapillitium

Nacken

Stamm

Extremitäten

+

(Keine Daten aus RCT verfügbar)8

+

(Keine Daten aus RCT verfügbar)8

++

(Keine Daten aus RCT verfügbar)8

6

€€

+/++

+

 

 

 

 

Kaliumhydroxid 5% Lösung

(Solcera®)

L

Einzelne und gut abgrenzbare Läsionen <2 cm Durchmesser

Max. 10 Läsionen

1 Zyklus: 2x/d über 14 Tage, dann 14 Tage Pause (max. 3 Zyklen = 12 Wochen)

Verfügbarkeit als Medizinprodukt

Gesicht, Kapillitium

Nacken

Stamm

Extremitäten

++

Läsionsbezogene Abheilungsrate: 69,9%-83%

patientenbezogene komplette Abheilungsrate: 54,9%

+++

++

66-666

€

+++

++++

⇔

3

⇔

3

 

 

Laserverfahren6

L+F

Ablative Laserverfahren

(z.B. CO2-Laser, Er:YAG-Laser)

Gesicht, Kapillitium

Nacken

Stamm

Extremitäten

++

Läsionsbezogene Abheilungsrate: 72,4%-91,1%

Patientenbezogene Abheilungsrate: 8%-65,3%

++

++/+++

6

€-€€

+++

++

⇔

2-3

⇔

2-3

⇔

2-3

 

L

Nicht-ablative Laserverfahren6

(z.B. Nd:YAG-Laser, fraktionierter 1540-nm-Laser)

++

(Keine Daten aus RCT verfügbar)8

+++

(Keine Daten aus RCT verfügbar)8

++

(Keine Daten aus RCT verfügbar)8

6

€-€€

+++

+++

⇔

EK

⇔

EK

 

 

1 Semiquantitative Darstellung unter Berücksichtigung der läsions- und patientenbezogenen Ansprechraten: + wenig effektiv, ++ mäßig effektiv, +++ effektiv, ++++ sehr effektiv
2 Semiquantitative Darstellung unter Berücksichtigung von Häufigkeit und Schwere von therapievermittelten Nebenwirkungen: + schlecht verträglich/ viele Nebenwirkungen, ++ mäßig verträglich, +++ gut verträglich, ++++ sehr gut verträglich
3 Semiquantitative Darstellung unter Berücksichtigung von untersucher- und patientenbewerteten Endpunkten wie Dyspigmentierung, Verbesserung von Hyperkeratosen, globale Einschätzung: + schlecht, ++ moderat, +++ gut, ++++ exzellent
4
6 kurz (<1 Woche), 66 mittel (1-6 Wochen), 666 lang (>6 Wochen)
5 € <100 Euro, €€ 100-500 Euro, €€€ >500 Euro; nur unmittelbare Behandlungskosten pro durchgeführtem Zyklus wurden berücksichtigt; als Grundlage der topischen arzneimittelgerichteten Verfahren dienten die öffentlichen Apothekenabgabepreise in Deutschland (Stand Augst 2021); den prozeduralen Verfahren wurden die Bewertungen der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ, Stand August 2021) zugrunde gelegt.
6 Unter Berücksichtigung von Experteneinschätzungen
7 Empfehlungsstärken: Kann
⇔, Sollte é, Soll éé; Angabe der Evidenzniveaus nach Oxford 2011
8 Bei Anwendung der erwähnten Suchstrategie und der genannten Ein- und Ausschlusskriterien
Abkürzungen: L=läsionsgerichtet, F=feldgerichtet, AK = aktinische Keratose(n), EK = Expertenkonsens, FK = Feldkanzerisierung, RCT = randomisierte, kontrollierte Studie

Tabelle 32: Balance-Sheet medikamentöse Interventionen

Intervention

TA

Wirkmechanismus
Applikation

Empf. max. Fläche des Behandlungsfelds

Zulassung für anatom. Lokalisationen

Effektivität1

Nebenwirkungen und Verträglichkeit2

Kosm.
Ergebnis (Untersucher-
und Patientenbewertung)3

Dauer der Behandlung4

Unmittel
bare Behand
lungs

kosten
pro
Zyklus5

Praktikabilität6

Empfehlungsstärke und Evidenzgrundlage nach Subgruppen7

Arzt Patient

Einzelne AK (1-5(

Multiple AK (≥6) Feld-kanze-risierung Immun-suppression

Diclofenac-Natrium 3% Gel
(Solaraze®)
(Solacutan®)
(Diclofenac acis®)
(Diclofenac AbZ®)
(Diclofenac-ratiopharm®)

F

Cyclooxygenase-2-Hemmer

2x täglich über 60-90 Tage

8g/d bzw. max. 200 cm²

Gesicht und Kapillitium

++

Läsionsbezogene Abheilungsrate: 51,8%-81,0%

Patienten-bezogene Abheilungsrate: 27%-50%

+++/++++

+/+++

666

€-€€

++++

++

é

1

é

1

é

2

é

3

5-Fluorouracil 5% Creme

(Efudix®)

F

Zytostatikum

2x täglich bis zum Erosions-stadium (meist 2-4 Wochen)

Auftragen mit Fingerling bzw. Handschuh

Abstand zu Nukleosidanaloga (z.B. Brivudin, Sorivudin) mind. 4 Wochen

500 cm² (ca. 23 x 23 cm)

Gesicht und Kapillitium

Nacken

Rumpf

Extre-mitäten

+++/++++

Läsionsbezogene Abheilungsrate: 47%-94%

Patienten-bezogene Abheilungsrate: 38%-96%

++

++/++++

66

€

+++

+++

é

1

é

1

é

2

 

5-Fluorouracil 4% Creme

(Tolak®)

F

Zytostatikum

1x täglich über 4 Wochen

Abstand zu Nukleosidanaloga (z.B. Brivudin, Sorivudin) mind. 4 Wochen

Keine

(in Studien 240-961 cm2)

Gesicht und Kapillitium

+++

Patienten-bezogene Abheilungsrate: 80,5%

+++

+++

66

€

+++

+++

é

2

é

2

é

2

 

5-Fluorouracil 0,5% mit Salicylsäure 10% in Lösung

(Actikerall®)

F+L

Zytostatikum und Keratolytikum

1x täglich bis die Läsionen vollständig abgeheilt sind (max. 12 Wochen)

Abstand zu Nukleosidanaloga (z.B. Brivudin, Sorivudin) mind. 4 Wochen

Nicht bei Niereninsuffizienz

25 cm2

Gesicht und Kapillitium

Nacken

Rumpf

Extremitäten

+++

Läsionsbezogene Abheilungsrate: 39,4%-98,7%

Patienten-bezogene Abheilungsrate: 55,4%

+++

+++

666

€

+++

++

é

2

é

2

é

2

 

Ingenolmebutat-Gel

(Picato®)

F

Gartenwolfsmilch-Extrakt (zytotoxisch)

0,015% (Gesicht und Kapillitium): 1x täglich an 3 aufeinanderfolgenden Tagen

0,050% (Stamm, Extremitäten): 1x täglich an 2 aufeinanderfolgenden Tagen

25 cm2

Gesicht und Kapillitium

Nacken

Rumpf

Extremitäten

+++

Gesicht/
Kopfhaut:

Läsionsbezogene Abheilungsrate: 62,9%-87,2%

Patienten-bezogene Abheilungsrate: 36,4%-61,6%

Extremitäten/
Stamm:

Läsionsbezogene Abheilungsrate: 73%-100%

Patienten-bezogene Abheilungsrate: 22%- 54,4%

+

(erhöhte Inzidenz von Hauttumoren in Behandlungsfeldern)

++

6

€

+++

+++

↓↓

2

↓↓

2

↓↓

2

↓↓

2

Imiquimod 3,75% Creme

(Zyclara®)

F

Toll-like-Rezeptor-7-Agonist

1x täglich über 2 Wochen, 2 Wochen Pause, 1x täglich über 2 Wochen (Intervalltherapie), abends vor dem Zubettgehen auftragen

pro Anwendung bis zu 2 Beutel mit je 250 mg Imiquimod-Creme pro Beutel

Keine

Behandlungsfläche ist das ganze Gesicht bzw. die gesamte unbehaarte Kopfhaut

Gesicht und Kapillitium

+++

Läsionsbezogene Abheilungsrate: 34,0%-81,8%

+++

+++

66

€€

+++

+++

 

é

2

é

2

 

Imiquimod 5% Creme
(Aldara®)

F

Toll-like-Rezeptor-7-Agonist

3x wöchentlich über 4 Wochen, bei Restläsionen über weitere 4 Wochen (max. 8 Wochen), abends vor dem Zubettgehen auftragen (mind. 8 h belassen)

Maximale Dosis ist der Inhalt eines Beutels (250 mg)

Gesicht und Kapillitium

+++

Läsionsbezogene Abheilungsrate: 45,1%-93,6%

Patientenbezogene Abheilungsrate: 24%-85%

+++

+++

66-666

€€

+++

+++

é

1

é

1

é

1

⇔

2

OLU

ALA-cPDT:
ALA-Nanoemulsion (Ameluz®)

F

Vorstufe von Protoporphyrin (Photo-sensibilisator)

Vorbehandlung, Auftragen von ALA, Antrocknen für 10 min, Lichtschutzverband, Inkubation für 3 h, Beleuchtung mit geeigneten Rotlichtquellen, ggf. 2. Zyklus nach 12 Wochen

Schichtdicke ca. 1 mm

Läsion oder ganze kanzerisierte Felder von bis zu 20 cm2

Gesicht und Kapillitium

Nacken

Stamm

Extremitäten

+++/++++

Läsionsbezogene Abheilungsrate: 58,0%-94,3%

Patientenbezogene Abheilungsrate: 50%-91%

++

+++/++++

6

€€-€€€

++

++

é

1

é

1

é

1

 

ALA-cPDT :
ALA-Pflaster (Alacare®)

L

Vorstufe von Protoporphyrin (Photosensibilisator)

Pflaster aufkleben für 4 h, Beleuchtung mit Rotlicht (37 J/cm²), Johanniskraut mind. 2 Wochen Abstand, alternatives Verfahren, wenn keine Abheilung nach 12 Wochen

1 Pflaster 4 cm² (mit 8 mg ALA)

Läsion max. 1,8 cm Durchmesser

(max. 6 Pflaster pro Therapiesitzung)

Gesicht und Kapillitium

+++/++++

Läsionsbezogene Abheilungsrate: 63%-89%

Patientenbezogene Abheilungsrate: 62%-67%

 

++

++/++++

6

€€-€€€

+++

 

é

1

é

1

é

1

 

MAL-cPDT
(Metvix®)

F

Vorstufe von Protoporphyrin (Photosensibilisator)

Vorbehandlung, Auftragen von MAL, luftdichter Verband für 3 h, Beleuchtung mit geeigneten Rotlichtquellen, ggf. 2. Zyklus nach 12 Wochen

Schichtdicke ca. 1 mm

Läsion, für Feldkanzerisierung bis zu ungefähr 20 cm2

Gesicht und Kapillitium

+++/++++

Läsionsbezogene Abheilungsrate: 67,1%-90,3%

Patientenbezogene Abheilungsrate: 31,4%-78%

++

+++/++++

6

€€-€€€

++/
+++

++

é

1

é

1

é

1

é

3

ALA-dlPDT
(Ameluz®)

F

Vorstufe von Protoporphyrin (Photosensibilisator)

Auftragen von chemischem Lichtschutzfilter, nach 15 min Vorbehandlung, Auftragen von ALA ohne Okklusion, innerhalb von 30 min. Exposition mit natürlichem Tageslicht für 2 h, ggf. 2. Zyklus nach 12 Wochen

Keine

(Dünne Schicht auftragen)

Läsion oder ganze kanzerisierte Felder

Gesicht und Kapillitium

+++

Patientenbezogene Abheilungsrate: 27,5%-42,9%

Läsionsbezogene Abheilungsrate: 79,7%-79,8%

+++/++++

+++

6

€€

++

++++

é

1

é

1

é

1

 

MAL-dlPDT
(Metvix®)
(Luxerm®)

F

Vorstufe von Protoporphyrin (Photosensibilisator)

Auftragen von chemischem Lichtschutzfilter, nach Antrocknen Vorbehandlung, Auftragen von MAL ohne Okklusion, innerhalb von 30 min. Exposition mit natürlichem oder simuliertem Tageslicht (nur Metvix®) für 2 h, ggf. 2. Zyklus nach 12 Wochen

 

 

 

Keine

(Dünne Schicht auftragen)

Läsion und/oder Feldkanzerisierung

Gesicht und Kapillitium

+++

Patientenbezogene Abheilungsrate: 27,5%-38,8%

Läsionsbezogene Abheilungsrate: 77,2%-89,2%

+++/++++

+++

6

€€

++

++++

é

1

é

1

é

1

 

Tirbanibulin
(Klysiri®)

F

Topischer Mikrotubuli-Inhibitor

1x/d über 5 aufeinanderfolgende Tage

25 cm2

Gesicht und Kapillitium

++/+++

Patientenbezogene Abheilungsrate: 44%-54%

Läsionsbezogene Abheilungsrate: 76%-82%

+++/++++

+++

6

€€

+++

+++

é

2

é

2

é

2

 

1 Semiquantitative Darstellung unter Berücksichtigung der läsions- und patientenbezogenen Ansprechraten: + wenig effektiv, ++ mäßig effektiv, +++ effektiv, ++++ sehr effektiv
2 Semiquantitative Darstellung unter Berücksichtigung von Häufigkeit und Schwere von therapievermittelten Nebenwirkungen: + schlecht verträglich/ viele Nebenwirkungen, ++ mäßig verträglich, +++ gut verträglich, ++++ sehr gut verträglich
3 Semiquantitative Darstellung unter Berücksichtigung von untersucher- und patientenbewerteten Endpunkten wie Dyspigmentierung, Verbesserung von Hyperkeratosen, globale Einschätzung: + schlecht, ++ moderat, +++ gut, ++++ exzellent
4
6 kurz (<1 Woche), 66 mittel (1-6 Wochen), 666 lang (>6 Wochen)
5 € <100 Euro, €€ 100-500 Euro, €€€ >500 Euro; nur unmittelbare Behandlungskosten pro durchgeführtem Zyklus wurden berücksichtigt; als Grundlage der topischen arzneimittelgerichteten Verfahren dienten die öffentlichen Apothekenabgabepreise in Deutschland (Stand Augst 2021); den prozeduralen Verfahren wurden die Bewertungen der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ, Stand August 2021) zugrunde gelegt.
6 Unter Berücksichtigung von Experteneinschätzungen
7 Empfehlungsstärken: Kann
⇔, Sollte é, Soll éé; Angabe der Evidenzniveaus nach Oxford 2011
Abkürzungen: L=läsionsgerichtet, F=feldgerichtet, AK = aktinische Keratose(n), EK = Expertenkonsens, cPDT = photodynamische Therapie in konventioneller Durchführung, dlPDT = photodynamische Therapie mit natürlichem oder simuliertem Tageslicht, OLU = Off-label-Use, TA =Therapieansatz

Evidenztabellen

Interventionen AK SR + Metanalyse

Study

Aims

Design

Population

Outcomes

Results

Comments/ Linked studies

LoE

Askew et al 2009

To systematically review and critically appraise the evidence supporting the use of 5-FU to treat AK.

Systematic review of RCTs of treatment of AK with 5-FU

 

Databsases searched: Medline, EMBASE, and the Cochrane Central register of Controlled trial as well as cross-references

 

Inclusion of RCTs on humans comparing the treatment of AK with 5-FU, placebo, or another active treatment, or investigated different 5-FU dosage regimens.

n=13 RCTs

 

number of participants: range: 17-75

 

N=1: comparison of the efficacy of a 1-week treatment with 0.5% 5-FU cream followed by cryotherapy on the remaining lesions at 4 weeks post-treatment with cryotherapy alone.

 

N=8: Comparison of 5% 5-FU cream with other treatments (imiquimod, cryotherapy, diclofenac sodium 3% gel (DFS), facial resurfacing, PDT, 5% 5-FU augmented with tretinoin, and 0.5% 5-FU (twice daily for 3 weeks vs. twice daily for 1 day per week for 12 weeks)

 

N=3: comparison of 0.5% 5-FU with placebo

 

N=1: Comparison of 5% 5-FU with 5-ALA PDT

Reduction in mean or median number of lesions

 

Lesion complete clearance rate

 

Participant complete clearance rate

 

OR to achieve 100% lesion clearance

 

Cosmetic outcome

 

Patient preference

 

Number of patients withdrawing from the study as a result of adverse events

Reduction in mean or median number of lesions (N=8):

 

5% 5-FU: 79.5% (59.2%-100%)

0.5% FU: 86.1% (77.9-91.7%)

Laser surfacing: 94.5% (92.9-96.6%)

Placebo: 28.0% (21.6-34.4%)

 

Lesion complete clearance rate:

5% 5-FU: 93.8% (606/646) at 24 weeks, 98.0% (124/126) at 4 weeks

Imiquimod: 65.9% (323/490)

DFS: 89% (111/125)

0.5% 5-FU; 79%

ALA-PDT (blue light): 80%, with pulsed laser: 60%

 

Participant complete clearance rate:

5% 5-FU: 49.0% (0-96%)

0.5% 5-FU: 34.8% (14.9-57.8%)

Placebo: 0-4.3%

Acid peel/ALA PDT (red light): in no patient-reported

CO2 laser resurfacing: 37.5% (3/8)

ALA-PDT (blue light): 50% (6/12)

Imiquimod: 54.5% (24-85%)

Cryotherapy: 68%

 

OR to achieve 100% lesion clearance (N=4): 5% 5-FU vs cryotherapy: OR=10.8 (95% CI: 1.2-94.9) 0.5% 5-FU vs placebo: OR=30.0 (95% CI: 1.7-516.5)

0.5% 5-FU vs ALA-PDT (pulsed laser light): OR=11.0 (95% CI: 1.1-114.1)

 

Cosmetic outcome (N=1, assessed at 3 months): no difference between the groups treated with 5% 5-FU, cryotherapy, or imiquimod; however, at 12 months, 4% of patients treated with 5% 5-FU or cryotherapy and 81% of patients treated with imiquimod showed an excellent cosmetic outcome (based on scarring, atrophy, and induration).

 

Patient preference (N=2): 0.5% vs 5% FU: 85% (17/20) in favour of 0.5% 5-FU

DFS vs 5% 5-FU: 79% very/completely satisfied with DFS, 68% with 5% 5-FU

 

Number of patients withdrawing from the study as a result of adverse events (N=3): 1.9% (4/213) of patients using 0.5% 5-FU  and 5.9% (1/17) of patients using 5% 5-FU

Only 5 studies provided information about randomization, only two described allocation concealment

 

Unclear risk for publication bias

 

Only one study was double-blinded and 4 were single blinded

 

Most studies: small sample size

 

Most of the included studies were at moderate to high risk of bias

 

Records in this review, that are also available in the evidence table:

Jorizzo et al. 2002

Krawtchenko et al. 2007

Ostertag et al. 2006

Smith et al. 2003

Weiss et al. 2002

 

Statement regarding potential conflict of interest is missing.

2

Ezzedine et al 2021

To qualitatively and quantitively assess the comparative efficacy and acceptability of AK interventions, including the most recently approved intervention, 5-FU 4%, for the treatment of head-region lesions in immunocompetent patients with AK.

Systematic literature search of RCTs including immunocompetent patients ≥ 18 years with head region lesions of AK who were treated with field-directed, lesion-directed and other therapies.

 

MEDLINE, MEDLINE

In-Process and Embase databases and the Cochrane Central

Register of Clinical Trials) as well as conference proceedings and clinical trials were searched.

 

Network meta-analysis was used to quantitatively evaluate field-directed therapies (5-fluorouracil formulations, diclofenac sodium, imiquimod, ingenol mebutate, 5-aminolevulinic acid or methyl aminolevulinate plus photodynamic therapy).

N=75 RCTs from 151 publications were included;

 

patients’ age ranged from 56.5 to

76 years, and the majority were male¸The majority (n = 62)

included patients with ≥ 5 lesions

 

 

N=31 trials were included in the NMA

Participant complete clearance

 

Participant partial clearance

 

adverse event-related withdrawals as a proxy of acceptability

Participant complete clearance:

5-FU 4%:OR 22.58 (95% CI 5.44-101.10)

5-FU 0.5%: OR 12.66 (95% CI 3.39-61.28)
5-FU/SA: OR 5.88 (95% CI 1.26-26.42)
5-FU 5%: OR 28.84 (95% CI 6.81-134.10)

ALA-PDT: OR: 16.59 (95% CI 1.21-207.9)

DIC: OR 2.53 (95% CI 0.53-11.64)

IMQ 2.5% OR 6.93 (95% CI 0.77-64.08)

IMQ 3.75 OR 8.70 (95% CI 0.96-79.84)

IMQ 5% OR 14.26 (95% CI 3.66-53.22)

IMB 0.015% OR 11.34 (95% CI 2.04-64.28)

MAL-PDT OR 8.71 (95% CI 1.16-60.10)

Placebo+PDT: OR 0.59 (95% CI 0.05-5.56)

 

Participant partial clearance:

5-FU 4%: OR 59.12 (95% CI 17.66-305.20)

5-FU/SA: OR 4.37 (95% CI 0.53-34.47)

5-FU 5%: OR 57.73 (95% CI 12.42-336.60)

DIC 3%: OR 7.74 (0.44-129.20)

IMQ 2.5% OR 3.19 (95% CI 0.43-24.91)

IMQ 3.75% OR 5.05 (95% CI 0.64-38.04)

IMQ 5% OR 7.33 (95% CI 1.70-30.58)

IMB 0.015% OR 22.51 (95% CI 3.00-173.70)

ALA-PDT OR 16.60 (95% CI 1.21-223.60)

Only records published in English were eligible for inclusion. Language is bias is likely.

 

No risk of bias assessment was undertaken

 

Imprecision: Wide confidence intervals

 

Clinical heterogeneity among the included trials.

 

 

2

Fu et al 2019

To investigate if PDT in combination with BF-200 ALA is superior to PDT with MAL for AK.

Systematic Review and Meta-Analysis

 

Databases: PubMed, Cochrane Library, Web of Science and EMBASE databases were searched to

select eligible randomized controlled trials until 1st April 2019.

 

Cochrane Risk of Bias Tool was used to estimate the risk of bias.

N=5 RCTs with a total of 2953 lesions treated with BF-200 ALA and 3035 lesions

treated with MAL

 

Most participants in these

comparative trials were older and tended to favor male enrollment.

Mean age of study participants ranged from 70.7 to 79.8 years with the

fraction of male participants ranging from 54% to 96%. Locations included the face and scalp in the selected trials. Daylight illumination

was applied in three trials.

Participant complete clearance rate

 

Lesion specific recurrence rate

 

Pain reported on a visual analog scale (VAS) from 0 to 10.

ALA-PDT vs. MAL-PDT

 

Participant complete clearance rate

RR: 1.07, 95% CI 1.02–1.12, p=0.01, I²=72%

 

At 3 months: RR 1.09 (95% CI 1.06-1.12, p=0.5, I²=0%)

 

At 12 months: RR 1.10 (95% CI 0.99-1.23, p=0.04, I²=68%)

 

Subgroup analysis:

increased complete clearance rates of grade II-III lesions: RR: 1.24, 95% CI 1.05–1.46, p=0.01

 

Lesion specific recurrence rate at 12 months: 0.67 (95% CI 0.48-0.92, p=0.01; I²=26%)

 

Pain: MD: 0.21, 95% CI 0.05-0.37, p=0.008; I²=6%

Recurrence was reported in the results section, although not defined as outcome in the methods section. Selective reporting bias is thus likely.

 

Most studies were rated as low risk of bias.

 

Statistical heterogeneity

1

Gupta et al 2012

To assess the effects of topical, oral, mechanical, and chemical interventions for AK.

Systematic review performed in the following databases up to March 2011: the Cochrane Skin Group Specialised Register, CENTRAL in the Cochrane Library, MEDLINE (from 2005), EMBASE (from 2010), and LILACS (from 1982)

N=83 RCTs comparing the treatment of actinic keratoses with either placebo, vehicle, or another active therapy with a total of 10036 participants

 

The RCTs covered 18 topical treatments, 1 oral treatment, 2 mechanical interventions, and 3 chemical interventions, including PDT.

Participant complete clearance

 

Comparative risks in terms of number of participants completely cleared per 1000

 

Adverse events

Participant complete clearance: favoured four field-directed treatments compared to vehicle or placebo: 3%

 

Diclofenac in 2.5% hyaluronic acid (RR 2.46, 95% CI 1.66-3.66; 3 studies with 420 participants)

 

0.5% 5-fluorouracil (RR 8.86, 95% CI: 3.67-21.44; 3 studies with 522 participants)

 

5% imiquimod (RR 7.70, 95% CI 4.63-12.79; 9 studies with1871 participants)

 

0.025% to 0.05% ingenol mebutate (RR 4.50, 95% CI 2.61-7.74; 2 studies with 456 participants)

 

It also significantly favoured the treatment of individual lesions with PDT compared to placebo PDT with the following photosensitisers: ALA (blue light): RR 6.22, 95% CI 2.88-13.43; 1 study with 243 participants

ALA (red light): RR 5.94, 95% CI 3.35-10.54; 3 studies with 422 participants)

MAL (red light): RR 4.46, 95% CI 3.17-6.28; 5 studies with 482 participants)

ALA-PDT was also significantly favoured compared to cryotherapy (RR 1.31, 95% CI 1.05 to 1.64)

 

Number of participants completely cleared per 1000:

313 with 3% diclofenac compared to 127 with 2.5% hyaluronic acid; 136 with 0.5% 5-fluorouracil compared to 15 with placebo; 371 with 5% imiquimod compared to 48 with placebo; 331 with ingenol mebutate compared to 73 with vehicle; 527 to 656 with ALA/MAL-PDT treatment compared to 89 to 147 for placebo-PDT; and 580 with ALA-PDT compared to 443 with cryotherapy.

 

5% 5-fluorouracil efficacy was not compared to placebo, but it was comparable to 5% imiquimod (RR 1.85, 95% Cl 0.41 to 8.33)

 

Adverse events: 144 participants affected out of 1000 taking 3% diclofenac in 2.5% hyaluronic acid, compared to 40 participants affected out of 1000 taking 2.5% hyaluronic acid alone, and 56 participants affected out of 1000 taking 5% imiquimod compared to 21 participants affected out of 1000 taking placebo.

Most of the studies lacked descriptions of some methodological details, such as the generation of the randomisation sequence or allocation concealment, and half of the studies had a high risk of reporting bias.

 

 

 

 

1

Gupta et al 2013:

 

Network meta-analysis of the outcome “participant complete clearance” in non-immunosuppressed participants of 8 interventions for AK (follow-up Gupta 2012):

To determine the relative efficacies of eight main AK treatments in non-immunosuppressed participants.

Network meta-analysis: mixed treatment comparison combining both indirect and direct eveidence from multiple trials by using a Bayesian approach and Markov chain Monte Carlo methods.

 

Inclusion of parallel-group RCTs reporting the outcome “participant complete clearance”

 

Literature search can be obtained from the Cochrane Review Gupta 2012

n=32 studies were included:

 

n=number of individual or pooled studies;

N=total number of participants:

5-FU 0.5% (n=4, N=169), 5-FU 5.0% (n=2, N=44), ALA-PDT (n=6, N=739), cryotherapy (n=2, N=174), DCF/HA (n=5, N=299), IMI (n=14, N=1411), IMB (n=3, N=560), MAL-PDT (n=7, N=557) and placebo (n=32, N=2520).

Participant complete clearance

The interventions were ranked as follows based on calculated probabilities and odd ratios:

5-FU > ALA-PDT ~ IMI ~ IMB ~ MAL-PDT > cryotherapy > DCF/HA > placebo (~equal to)

 

The ranking might change based on the analysed outcome.

 

Most of the studies lacked descriptions of some methodological details, such as the generation of the randomisation sequence or allocation concealment, and half of the studies had a high risk of reporting bias.

 

1

Hadley et al 2006

To evaluate the efficacy and safety of imiquimod 5% cream for the treatment of AK.

Systematic review and meta-analysis

 

Eligible records were identified from Medline, the Cochrane Library, and PubMed using the terms: (imiquimod or aldara) and ((actinic or solar) and keratosis) and (random OR randomized). Review articles and reference lists were used as well.

n=5 randomized, double-blind trials

Lasted 12-16 weeks and treated 1293 patients

90% were men

Mean age: range: 64-71 years

 

All studies diagnosed AK by clinical examination, supplemented by biopsy and histology in two trials.

 

All five trials used one sachet of 5% imiquimod cream or vehicle cream (placebo) twice or three times a week; none used an active control. Cream was applied to specified areas of sun-exposed skin, usually 20–25cm² on the face and balding scalp, but including neck, forearms, and hand in one trial.

Participant complete clearance rate

 

Number needed to treat (NNT) for one patient to have their AK completely or partially (≥75%) cleared after 12-16 weeks

 

Number needed to harm (NNH) for one additional AE with imiquimod over 12-16 weeks

 

Incidence of adverse events for imiquimod group (available information on over 1200 patients)

 

Relative risk for serious adverse events (RR sAE)

 

NNT to cause one additional withdrawal

 

Relative risk to withdraw due to adverse events

Imiquimod vs vehicle

 

Participant complete clearance rate: 50% vs 5%

 

NNT for complete clearance: 2.2 (95% CI: 2.0-2.5)

 

NNT for partial clearance: 1.8 (95% CI: 1.2-2.0)

 

NNH: range: 3.2-5.9

 

Adverse events: erythema (28%), scabbing or crusting (21%), flaking (9%), erosion (6%), edema (4%), and weeping (3%)

 

RR sAE: 1.2 (95% CI: 0.7-2.0)

 

NNT to cause one additional withdrawal: 20 (95% CI: 12-55)

 

RR withdrawal: 1.5 (95% CI: 0.8-2.7)

Quality scores were high; all trials reported being both randomized and double blind, scoring 3 or more of the maximum 5 points.

 

Limitations:

Two of the five studies used histological rather than clinical diagnoses of AK.

 

QORUM guidelines were followed

 

Unclear risk for publication bias

1

Heppt et al 2019

To summarize the current evidence for nonsystemic treatments of AKs

in OTRs.

systematic literature search in MEDLINE, Embase and the

Cochrane Central Register of Controlled Trials (CENTRAL); trial register were hand-searched for eligible RCTs until 22 August 2018.

 

The

risk of bias was estimated using the Cochrane Risk of Bias Tool.

 

Qualitative synthesis

N=8 RCTs with 242 OTRs (range 8–81)

Participant complete clearance

 

Lesion specific clearance rates

 

Local skin reactions

 

Allograft rejections

Participant complete clearance

 

MAL-PDT: (40–76.4%)

IMQ: 27.5–62.1%

DIC: 41%

5-FU: 11%

 

Lesion specific clearance rates

 

cMAL-PDT: 60.99%

DL-MAL PDT: 57%

AFXL-assisted cMAL-PDT: 73%

AFXL-assisted daylight MAL-PDT: 78%

AFXL: 16-31%

IMQ: 73.7%

DIC: 53%

5-FU: 79%

Cryotherapy: 74%

 

Local skin reactions: most intense in participants treated with a combination of AFXL and

daylight MAL-PDT

 

no therapy-related transplant rejections or worsening

of graft function in any trial

The overall risk of bias was high.

 

Potential language bias

 

Clinical heterogeneity of included studies

 

Limited evidence is available for the treatment of AKs in OTRs.

 

MAL-PDT

is currently the best-studied intervention.

1

Mei et al 2019

To compare the efficacy and safety of dPDT versus conventional

photodynamic therapy (cPDT) in patients with AK

Systematic

search of PubMed, Embase, and the Cochrane Library until 15th June 2018

 

Meta-analysis: fixed or random-effect model was applied,

depending on the heterogeneity

 

Cochrane risk of bias tool was used to assess risk of bias

N=6 RCTs with 369 patients with 5,556 AK undergoing dPDT or cPDT with red light and methyl aminolevulinate were included

Complete response

 

Pain

 

Adverse events

dPDT vs. cPDT

 

Incidence of complete response: RR: 0.93, 95% CI 0.86-1.01, p=0.07, I²=80%

 

 

reduced maximal

pain score: MD= -4.51, 95% CI -5.12- - 3.89, p < 0.001, I²=71%

 

lower risk of adverse events: RR=0.70, 95% CI 0.58-0.85; p < 0.001, I²=0%

No grey literature was included in the search; publication bias likely.

 

Data presented in the results section and Figure 2 do not match (complete response outcome)

 

Studies had an increased risk of bias, especially in the domains blinding of participants and reporting bias

 

Only inter-individual trials were included.

 

Only MAL was allowed as photosensitizer.

 

High statistical heterogeneity.

2

Rahvar et al 2012

To assess the efficacy of 0.5% 5-fluorouracil in treating actinic keratosis.

Systematic review of randomized, vehicle-controlled trials

 

PubMed and EMBASE were searched from 1965 to April 2012

 

Key words: actinic keratosis, solar keratosis, topical 5-fluorouracil, topical 5-FU, double-blind, controlled trial, vehicle controlled trial, and precancerous skin lesions

 

The medication

names were also incorporated.

 

Two trials assessed a once-daily regimen for 1, 2 and 4 weeks, while the other two trials assessed a once-daily regimen for 1 week

N=4 trials with 399 (active treatment) and 269 participants (vehicle)

 

The mean age of the active treatment groups was 62.7 years. The majority of patients were male (85.4%) and 89% had a Fitzpatrick skin type of either I or II. In the vehicle treatment groups, the mean age was 62.9 years, 85.8% of the patients were male and 93.6% had a Fitzpatrick skin type of I or II.

Absolute clearance and mean % reduction in lesion count after 4 weeks of treatment

 

Percentage of patients achieving complete clearance of their AKs

 

Percentage reductions in AK counts

Active vs vehicle

 

Total clearance:

52.6 vs 0.85

 

Mean lesion count reduction:

90.2% vs 28.3%

 

Percentage of patients achieving complete clearance of their AKs in the 5-FU group: 19, 28.2, and 52.6% in the 1-, 2-, and 4-week treatment groups, resp.; vehicle: 0.85%

 

Percentage reductions in AK counts: 68.2, 84.2, 90.2, and 28.3% in the 1-, 2-, 4-week 5-FU and vehicle groups

 

Author’s Conclusion: 0.5% 5-FU is significantly efficacious in the treatment of AKs as compared with its vehicle cream. Increasing the length of the therapy appears to add to its efficacy. Improving the rate of total clearance and number of lesions present by increasing the length of therapy may indicate that patients would benefit from prolonging therapy for up to 4 weeks. Moreover, the fact that no serious side effects were reported demonstrates the safety of this medication for its use in the populations evaluated in these studies.

No bias assessment reported

 

Only randomized, double-blind, vehicle-controlled clinical trials written in English evaluating the efficacy of topical 5-FU in treatment of AK were included.

 

The included studies only evaluated the treatment of AKs present on the face, and therefore the results may not be relevant to the treatment of AKs on other anatomical regions.

 

All records from this review are also available in the evidence table:

Weiss et al. 2002

Jorizzo et al. 2002

1

Steeb et al 2020

To systematically review and synthesize the current knowledge on chemically exfoliative peelings as interventions for AK.

systematic literature research in Medline, Embase, and CENTRAL and trial register were searched until 5 August 2019.

 

Results from individual studies were pooled using a random-effects model or described in a qualitative synthesis. The risk of bias was estimated with the tools provided by the Cochrane Collaboration (randomized and non-randomized trials) and the Evidence Project (single-arm trials).

N=8 studies were included in the qualitative synthesis and n=4 studies in the meta-analysis.

 

Two studies investigated a combination of TCA 35% peeling

in combination with Jessner’s solution in comparison with 5-fluorouracil (5-FU) 5% cream for AKs located on the face.

 

One study assessed glycolic acid 70% in combination with 5-FU 5% solution compared to glycolic acid monotherapy for AKs on the face.

 

Another study investigated 5-FU 5% followed by chemical peeling with glycolic acid 70% in patients with AK in the head and neck area.

Participant complete clearance

 

Lesion clearance rate

 

Pain

COMBINATION APPROACHES

TCA + Jessner’s solution v.s 5-FU 5% cream

 

participant complete clearance: RR 0.36, 95% CI: 0.14–0.90, two studies, I² = 0%, P = 0.03

 

Lesion clearance rate: RR 0.92, 95% CI: 0.85–0.99, one study, P = 0.03

 

 

5-FU plus glycolic acid vs. GA monotherapy:

Participant complete clearance: RR 9.00 (95% CI 0.52–155.86)

 

Lesion clearance rate: RR 5.87 (95% CI 4.39–7.85)

 

5-FU + GA (single-arm trial):

Participant complete clearance: 30% (6/20)

 

Lesion complete clearance: 92% (322/350)

 

MONOTHERAPY

TCA monotherapy vs. PDT:

Participant complete clearance:

RR 0.75, 95% CI: 0.69–0.82, two studies, I² = 7%, P < 0.001

Pain cPDT vs. TCA: MD -1.71 95% CI: -3.02 to -0.41, two studies, I² = 55%, P = 0.01

 

Phenol peeling: participant complete clearance: 90.6%

All studies had a high risk of bias: neither the participants were blinded in the trials nor were sham interventions performed in any of the controlled studies

 

High heterogeneity among included trials.

 

RCTs as well as single-arm trials were included.

1

Steeb et al 2020b

To synthesize the current knowledge of interventions for AK in non-scalp and non-face localizations.

Systematic review and network meta-analysis

 

Randomized controlled trials (RCTs) reporting data for

these localizations were searched in Medline, Embase, and the Cochrane library CENTRAL

as well as in pertinent trial registers until 25 March 2020.

 

Network meta-analysis: Five treatment modalities were evaluated and compared

to placebo in a frequentist network meta-analysis (NMA), including cryosurgery, ingenol

mebutate, photodynamic therapy, colchicine and 5-fluorouracil.

N=13 RCTs with 1,380 patients

participant complete clearance rate (dichotomous) and  the participant partial clearance rate

(dichotomous), defined as the rate of participants who had all (100%) or at least 75% of their

lesions cleared, respectively

 

 lesion-specific complete clearance rate (dichotomous)

defined as the proportion of cleared lesions after the end of treatment in comparison to

baseline

 

safety, defined as number

of participants who experienced any treatment-related adverse event

Indirect comparisons:

 

participant complete clearance rates compared to placebo:

 

cryosurgery: RR 7.73, 95% CI 3.21-18.61; 10

studies; I²=20.3%; GRADE ++--

IMB: RR 7.00, 95% CI 3.06-15.98, GRADE ++--)

PDT:

RR 3.87, 95% CI 2.14-6.97; GRADE +++-)

 

Participant partial clearance rates in comparison to placebo:

IMB: RR 7.12, 95% CI 4.36-11.64;

5 studies; I2=0%; GRADE +++-

PDT: RR 6.59, 95% CI 2.94-14.75, GRADE +++-

5-FU: RR 6.59, 95% CI 2.60-16.68, GRADE +---),

Colchizine: RR 4.39, 95% CI 1.76-10.96,

GRADE ++--

 

lesion clearance rates compared to placebo:

cryosurgery: RR 2.97, 95% CI 2.45-3.59; 4

studies; I2=0%; GRADE ++--

PDT: RR 2.59, 95% CI

2.16-3.09, GRADE ++++

Imiquimod: RR 0.67, 95% CI 0.43-1.05, GRADE ++--

 

Direct comparison:

MAL-PDT, 63-67% of participants reported adverse events (photosensitivity

reactions), followed by 43% for cryosurgery (cold exposure injury), 33.3% for ingenol

mebutate (erythema, flaking, scaling, crusting), and 27.2% for placebo (infection or

infestation)

The certainty of the evidence varied from very low to high and

was limited by imprecision and study limitations.

 

Risk of bias was heterogenous among included studies.

1

Stockfleth et al 2016

To compare the relative efficacy of 5-fluorouracil 0.5% in salicylic acid 10% (5-FU/SA), ingenol mebutate (IMB, all concentrations: 0.0025%, 0.005%. 0.01%, 0.015%, or 0.05%), and imiquimod 2.5%/3.75% (IMI) for AKs on the face, forehead, and scalp.

Systematic review of RCTs, other systematic reviews and meta-analysis

 

11 studies were included, related to 7 RCTs

 

Systematic search was performed in the The Cochrane Database of Systematic Reviews, Cochrane Central Register of Controlled Trials, MEDLINE, EMBASE and BIOSIS. Cross-references and conference websites were searches as well.

Immunocompetent adults (>18 years) with grade I-II AKs on the face, forehead, and scalp

 

5-FU/SA (1 study and 1 long-term follow-up of the same study): age slightly older (>70 years)

 

IMB (7 studies) and IMI (2 studies): age range 63-70 years

 

In all studies, most patients were white or Caucasian with a higher proportion of males (>70%)

 

Patients with treatment for AKs on other areas than scalp, face, and forehead were excluded

 

Patients with hyperkeratotic or hypertrophic AKs excluded in IMB studies

Complete clinical clearance

 

Sustained clinical clearance (recurrence rate)

Complete clinical clearance:

-5-FU/SA vs vehicle/ placebo: 55.4% vs 15%

-IMI vs vehicle/ placebo: 25.0-35.6% vs 5.5%-6.3%

-IMB vs vehicle/ placebo: 42.2% vs 3.7%

 

Sustained clinical clearance:

-recurrence rate for 5-FU/SA after 12 months: 32.7%

-recurrence rate for IMB after 12 months 53.9%

No sequential or combination treatments included

 

Risk of bias assessment with the Cochrane Collaboration “risk of bias” assessment tool with risk of bias being mostly low to unclear

 

High heterogeneity

 

Differences in the duration of the follow-up periods

 

High heterogeneity of study design, population, treatment duration, and vehicle composition

 

Literature search was limited: only records that have been published between January 2011 and January 2014 were included: selection bias likely

 

The study was funded by Almirall S.A.

 

Records in this review that are also available in the evidence table:

Lebwohl et al. 2013

Stockfleth et al. 2012

Lebwohl et al. 2012

Hanke et al. 2010

Swanson et al. 2010

Stockfleth et al. 2011

2

Vegter et al 2014

To compare different treatments for mild to moderate AKs on the face and scalp available in clinical practice in Europe.

A Bayesian network meta-analysis (NMA) of RCTs (random-effects Bayesian model)

 

11 different treatment modalities were investigated:

-3 with ALA-PDT (gel or patch)

-1 with MAL-PDT

-3 with imiquimod cream (IMI), as 4-week application 5%, 16-week course 5%, and 2/3-week course 3.75%

-1 cryotherapy

-1 diclofenac 3% in 2.5% hyaluronic acid (DCF)

-1 0.5% fluoruracil (5-FU)

-1 ingenol mebutate (IMB)

 

N=5562 from 25 studies were included

Average age 63.2-71.9 years

81.4% male

 

patients with mild to moderate AK lesions on the face and scalp (5-20)

 

Immunosuppressed patients were excluded

 

 

Primary outcome: complete patient clearance (total clearance of all patient’s lesions)

 

The probability to achieve complete patient clearance was indicated by a log OR relative to the other treatments or placebo

 

Surface under the cumulative ranking curve (SUCRA), ranking from 0-1 (0=worse treatment with no uncertainty, 1=best treatment with no uncertainty)

Complete clearance rates, OR, SUCRA score (%)

 

-BF-200 ALA-PDT (2 studies, N=156): 75.8% (95% CI: 55.4–96.2%), 45.9 (95% CI: 13.9-151.8), 92.1%

 

-ALA-PDT patch (2 studies, N=205): 56.8% (95% CI: 30.5–83.1%), 18.1 (95% CI: 5.6-58.9), 62.8%

 

-MAL-PDT (3 studies, N=232): 54.8% (95% CI: 33.6–76.0%), 16.5 (95% CI: 6.5-42.1), 57.2%

 

-Cryotherapy (2 studies, N=169): 38.2% (95% CI: 12.1–64.3%), 8.0 (95% CI: 2.4-26.9), 30.6%

 

-IMI 5% 16 weeks (5 studies, N=966): 63.3% (95% CI: 45.5–81.1%), 23.8 (95% CI: 10.4-54.2), 74.2%

 

-IMI 5% 4 weeks (3 studies, N=278): 56.3% (95% CI: 33.8–78.8%), 17.6 (95% CI: 6.5-47.6), 60.9%

 

-IMI 3.75% 4 weeks (2 studies, N=322): 39.9% (95% CI: 15.6–64.2%), 8.7 (95% CI: 2.9-26.2), 33.2%

 

-DCF (5 studies, N=413): 24.7% (95% CI: 12.4–37.0%), 4.3 (95% CI: 2.1-8.6), 14.0%

 

-5-FU 0.5% (3 studies, N=262): 59.9% (95% CI: 38.9–80.9%), 20.7 (95% CI: 7.7-55.7), 66.8%

 

-IMB (2 studies, N=309): 54.5% (95% CI: 27.8–81.2%), 16.4 (95% CI: 5.0-53.6), 58.1%

 

-Placebo (23 studies, N=2250): 6.9% (95% CI: 5.5–8.3%), 1 (reference), 0.0%

Combination treatments were excluded

 

A Cochrane review (Gupta et al. 2012) was used to identify studies, but no new systematic research was performed

 

Study covariates were not taken into consideration in the Bayesian NMA

 

No uniform time point of outcome evaluation (4-12 weeks post trial)

 

Repeated applications were not studied in the NMA

 

The research was funded by Biofrontera (Germany)

 

records in this review that are also available in the evidence table:

Szeimies et al. 2009

Dirschka et al. 2012

Szeimies et al. 2010

Hauschild et al. 2009

Szeimies et al. 2004

Korman et al. 2005

Lebwohl et al. 2004

Jorizzo et al. 2007

Alomar et al. 2007

Krwatchenko et al. 2007

Weiss et al. 2002

Jorizzo et al. 2002

Stockfleth et al. 2011

Wolf et al. 2001

Rivers et al. 2002

Gebauer et al. 2003

Lebwohl et al. 2012

Swanson et al. 2010

Hanke et al. 2010

2

Wu et al 2018

To compare the efficacy of 5-fluorouracil (5-FU) with that of other treatments of actinic keratosis (AK).

 

Evaluation of 0.5% 5-FU with 10% salicylic acid [5-FU/SA], 5% 5-FU cream, 3% diclofenac sodium, cryosurgery, and vehicle

Systematic literature review of five databases (OVID, PubMed, EMBASE, Cochrane Central Register of Controlled Trials, and MANTIS) was first performed to identify RCTs from their inception to May 2018. A total of n=731 publications were initially identified.

 

The search key terms were “actinic keratosis/5-fluorouracil,”“actinic keratosis/fluorouracil,”“actinic keratosis/randomized study,” and “fluorouracil/randomized study.”

 

network meta-analysis (NMA) based on a random-effects Bayesian model

 

 

 

N=11 studies of 10 RCTs with 2.256 patients with AK were included in the NMA

 

a total of 1,105 cases were treated with 5-FU, 58with cryosurgery, 200with diclofenac sodium, and 893 with a vehicle. In most of the studies (except for two studies), the mean age was between 70 and 75 years

 

 

Total lesion clearance

 

Lesion reduction from baseline

OR total lesion clearance:

5-FU 0.5%/10% % vs. vehicle: OR 3.1 (95% Ci 1.2-9.1)

5-Fu 0.5% vs. vehicle

OR 2.8 (95% CI 1.5-5.7)

diclofenac vs. vehicle

OR 1.4 (95% CI 0.52 – 3.5)

Cryosurgery vs. vehicle

OR 0.27 (95% CI 0.049-1.3)

 

MD lesion reduction from baseline

5-FU 0.5%/10% % vs. vehicle

MD 5.2 (95% CI 3.2-6.5)

5-Fu 0.5% vs. vehicle

MD 1.8 (95% CI 0.74 – 2.7)

diclofenac vs. vehicle

MD 0.91 (95 CI -0.82 – 2.1)

Cryosurgery vs. vehicle

MD 2.5 (95% CI 0.090-4.4)

 

Lesion number at baseline varied among the studies; heterogeneity across studies is likely

 

Overall risk of bias of included studies was low

 

No grey literature/unpublished studies were searched. Search string does not seem to be sensitive as “only” n=731 citations have been initially identified.

 

Immunosuppressed patients were excluded

 

 

2

Zhao et al 2019

To evaluate the safety and efficacy of DLPDT in treating

patients with AKs as compared to conventional photodynamic therapy (CPDT).

Systematic literature review and meta-analysis

 

PubMed,

EMBASE, Web of Science, and the Cochrane Central Register of Controlled Trials were

searched for relevant randomized controlled trials (RCTs) published before November

2017, based on the following search terms: “solar keratoses”, “actinic keratoses”,

“photodynamic therapy”, “daylight photodynamic therapy”, “conventional photodynamic

therapy”, and “randomized”. The literature search initially identified 457 records.

 

AK had to be histopathologically confirmed and localized on the face or scalp.

 

Only MAL was allowed as photosensitizer.

 

N=8 RCTs with 424 patients

 

all patients were aged >60 years, and the majority were male

 

 

complete response rate—with response rates based on individual lesions as opposed to

treatment areas

 

patient satisfaction: assessed by convenience of the procedure at

baseline, and a subject satisfaction questionnaire regarding the

treatment outcome at the final visit

 

pain

DLPDT vs. cPDT

 

RR: Complete response rate: RR, 0.892; 95% CI, 0.818–0.973; P = 0.01; n=244

 

Man lesion response:

SMD, -0.221; 95% CI, -0.395 to -0.027; p= 0.024; n=237

 

Patient satisfaction

RR 4.001; 95% CI, 2.017–7.938; p< 0.001; n=318

 

Pain

SMD -2.544; 95% CI, -3.57 to -1.632; p<0.001; n=424

 

Only MAL was allowed as photosensitizer.

 

Publication/language bias likely as only English publications were eligible.

 

The authors only considered trials with low risk of bias for the meta-analysis, thus, nearly all domains in the assessment were rated as low risk of bias (Fig. 2), which seems unrealistic and thus, the true risk of bias assessment might be overestimated. Besides, the authors explicitly state that there were 2 single-blinded studies and 3 investigator-blinded studies; however, risk of bias was only assessed as unclear for 2 studies, although this should be rated as high for all studies for the respective domain.

 

The amount of studies identified in the initial literature search is low; it seems as if the search string was not sensitive.

 

Furthermore, the authors misinterpreted the results and stated that results were not significant although they were significant.

4

 

Interventionen AK Einzelstudien

Study

Aims and intervention

Design

Population

Outcomes

Results

Comments and methodological assessment

LoE

Akar et al 2001«

To compare the efficacy and safety of two different concentrations of colchicine cream, 0.5% and 1% for the therapy of AKs.

 

Intervention: Application of 0.5% or 1% colchicine cream twice daily for 10 days.

Randomized, active-controlled, double-blind, parallel-group study

 

N=8: 1% colchicine cream twice daily for 10 days

N=8: 0.5% colchicine cream twice daily for 10 days

 

Washout period: 3 months

 

Follow up of 1, 2 and 6 months after treatments

 

Examination by the same investigator

n=16 patients with AKs (10 male, mean age=64 years, range:50-82 years)

Majority: photo skin types II and III

 

 

Exclusion criteria: Patients with ≥15 lesions or with very extensive lesions

Complete healing

 

Reduction rate in number of AKs at 1 month

 

Mean reduction of lesions counts at 1 month

1% colchicine group vs 0.5% colchicine group

 

Complete healing:

6/8 vs 7/8

 

Reduction rate in number of AKs: 73.9% (48/65) vs 77.7% (52/67), p<0.001

 

Mean reduction of lesion counts: 0.7±1.3 vs 0.66 ±1.7,p > 0.05

Insufficient detail reported about the method used to generate the allocation sequence.

 

lesions on the face:

more responsive to treatment than those on the scalp

and upper extremities

 

The drug was provided by Dr. F Frik Drug Company.

 

Statement regarding potential conflict of interest is missing.

2

Akarsu et al 2011

To compare the effects of topical 3% diclofenac sodium plus hyaluranon (DFS) gel, 5% imiquimod (IMQ) cream, and base cream (BC) in patients with AK.

 

Intervention: Application of diclofenac sodium plus hyaluronan gel twice daily for 12 or 16 weeks or vehicle twice daily for 12 weeks.

Single-centre, open label, evaluator-blinded, randomized study, follow-up=24 weeks

n= 61 patients with AKs

 

3 treatment groups:

DFS (twice daily for 12 weeks): n=21, mean age=65.71 years ±11.60, disease duration (years): 2.68±2.34

Basal TTS: 3.95±0.22

 

IMQ (twice per week for 16 weeks): n=20, mean age=68.30 years ±10.73, disease duration: 2.68±2.30

Basal TTS: 3.80±0.41

 

BC (twice daily for 12 weeks): n=20, mean age = 65.85 years ±9.57, disease duration_ 2.55±1.75

Basal TTS_ 3.85±0.37

Complete clearance rates =CR

 

Total Thickness Score=TTS from 0-4

 

Patient Global Improvement Index=PGII from 0-6

 

Both outcomes assessed at 0, 4, 8, 12, 16, 20 and 24 weeks

CR at the end of the treatment vs follow-up:

DFS: 19.1% vs. 14.3%

IMQ: 20% vs. 45%

BC: 0%

 

Average TTS value of DFS group was higher than that of IMQ group at week 24

 

Significant difference between TTS for DFS and IMQ treatment at week 24 (p=0.034, mean difference 0.85, 95% CI = 0.36-1.66),

PGII values not significantly different

 

DFS: in 28%: mild degrees of erythema and scaling

IMQ: In 75%: erythema, erosion, oedema, crusting and scaling

 

cost–benefit analysis: IMQ more expensive than DFS (3 boxes = € 163.8 vs € 54.60 for

4 boxes)

Results not generalizable due to use of TTS and PGII (self-report scale)

 

Efficacy of DFS seemed to decrease after cessation of treatment

 

 

2

Alberts et al 2000«

To determine whether topically administered DFMO (=2-Difluoromethyl-dl-ornithine) is associated with a significant reduction in the number of AKs on the forearm.

 

Intervention: DFMO or placebo twice daily for 6 months.

Randomized, placebo-controlled, double-blinded, intraindividual phase 2b trial

 

Randomization of DFMO to left or right arm, placebo cream on the contralateral arm, twice daily for 6 months

Overall adherence to study protocol: >95%

 

Washout period: 3 months for topical or systemic therapies for AK and 30 days for any other topical medications on the forearms

 

1 month run-in period with placebo ointment

n=48 participants with moderate-severe AKs in the forearms, 32 men

Mean age: 69 years

 

 

Percentage reduction in the number of AKs

 

Mean number of lesions at baseline and 6 months

 

Reduction in number of AKs after 6 months: 23.5% (p=0.001) from the baseline mean of 28.1 AKs. Decrease of 6.6 on the treated posterior forearm (compared with the placebo forearm)

 

There was a 10.8 AK reduction on treated right arms (p<0.001) with no effect on treated left arms.

% reduction in lesion counts was given only for the DFMO-treated group (selective reporting bias)

 

small sample size

 

6/48 participants did not complete the study protocol

 

7/48 (14.6%) participants: severe to moderate

inflammatory reactions on their DFMO-treated arms à dosis modification

 

This study was supported by USPHS Grant PO1 CA27502.

 

Statement regarding potential conflict of interest is missing.

2

Alirezai et al 1994 «

To evaluate the efficacy and tolerability of isotretinoin 0.1% cream in the treatment of AKs.

 

Intervention: Isotretinoin 0.1% cream or vehicle twice daily for 24 weeks.

Randomized, multicentred, double-blind, placebo-controlled, parallel-group study

 

Application of vehicle cream/placebo twice daily for 24 weeks to the face, scalp, upper extremities

 

Washout period:

Topical retinoids/steroids 2 weeks before treatment of the treatment areas

Topical 5-fluorouracil, systemic retinoid or systemic steroids 4 weeks before

n=124 patients >21 years with at least 5 AKs on the face and/or scalp,

100 randomised, 93 analysed and 79 completed the 24-week study

 

 

mean reduction in lesions counts at the end of the treatment

 

Global therapeutic response (investigators’ evaluation)

 

On the face:

Increased reduction in number of AKs for the isotretinoin group: mean =3.9±0.6, 65% of patients with a reduction > 30%  vs placebo: mean=1.7±0.5, 45% of patients with a reduction > 30%

p=0.001 at the end of the treatment

 

No significant effect for lesions on the scalp/upper extremities

 

Mean reduction in lesions counts at the end of the treatment: on the scalp: isotretinoin group: 4.1±1.5, placebo: 3.6±0.9; 44% of patients with a reduction > 30% vs 65 % placebo

on the upper extremities: isotretinoin group: 2.9±0.9, placebo: 1.0±0.8, 53% of patients with a reduction > 30% vs 50 % placebo

Unclear risk of allocation bias

 

At baseline, week 12 and week 24: two investigators counted the lesions independently,

at the other time points: only one investigator à might bias the results/selection bias

 

Treatment was applied to the face in fewer total days in the isotretinoin group than in placebo group (146±8.5 days vs 170±3.6 days) due to modification of treatment: chance of bias

 

Statement regarding potential conflict of interest is missing.

2

Alomar et al 2007«

To determine whether imiquimod is effective in clearing AK lesions when administered over a 4-week treatment period followed by a 4-week rest period (up to two courses of treatment).

 

Intervention: Imiquimod 5% cream or vehicle once daily, 3 days per week,

 

 

Multicentre, randomized, vehicle-controlled, double-blind, parallel-group study

 

Randomization: 1:1 to vehicle or imiquimod

 

N=129 randomized to imiquimod 5% cream once daily 3 days per week, N=130 to vehicle

n= 259 white patients with 5-9 clinically diagnosed AK lesions within a contiguous 25 cm² treatment area on the head

Median age=71 years, range 44-94

228 men, 31 women

 

 

Clearance rates at week 8 and at week 16

 

Odds ratio (OR) for complete clearance

 

Partial clearance rates at week 16

 

Adverse events

Imiquimod group vs vehicle group:

 

Clearance rates:

55.0% (71/129) vs 2.3% (3/130) (p<0.0001), difference: 52.7% (95% CI 43.8%-61.7%), week 16

 

Imiquimod CR: higher for treatment areas on

the face (64.6%) than for scalp (49.4%)

 

OR complete clearance:

43.7% (95% C

I 13.56-140.9)

 

Partial clearance:

65.9% (85/129) vs 3.8% (5/130), p<0.0001

 

Adverse events:

53.5% (69/129) vs 30.8% (40/130)

29 study centres

Short follow-up

 

Unclear risk of random sequence generation and allocation concealment

 

Participant complete clearance for the face and scalp was reported for the imiquimod group but not the vehicle group: high risk for selective reporting bias

 

This study was supported by 3M Pharmaceuticals.

2

 

 

Anderson et al 2009

To assess the efficacy and safety of ingenol mebutate gel at 3 dosing regimens (0.025% for 3 days, 0.05% for 3 days, 0.05% for 2 days) for the treatment of AKs.

Randomized, multicentre, double-blind, double-dummy, vehicle-controlled phase 2b trial

n=222 patients with non-facial AKs, 4-8 clinically typical, visible, and discrete AK lesions within a contiguous area of 25 cm² on the arms, shoulder, chest, back, or scalp

 

Mean age: 67 years (range 43-85)

80.2% male, 68.5% of patients had FST I/II

 

N=60: vehicle group

N=50: 0.025% gel for 3 days

N=55: 0.05% gel for 2 days

N=57: 0.05% gel for 3 days

 

EOT: after 57 days

Partial clearance rate

 

Complete clearance rate

 

Median percentage reduction

 

Adverse events/local skin reactions

0.025% gel 3 days vs 0.05% gel 2 days vs 0.05% gel 3 days vs vehicle:

 

All 3 active treatments: sign. more effective than vehicle

 

Partial clearance rate:

65% (28/50, 95%CI: 42.4-69.76) vs 61.8% (34/55, 95%CI: 48.98-74.66) vs 75.4% (43/57 95%CI: 64.26-86.6) vs

21.7% (13/60, 95%CI 11.24-32.09)

 

Complete clearance rate:

40.0% (20/50, 95%CI: 26.42-53.58) vs

43.6% (24/55, 95%CI: 30.53-56.74) vs 54.4% (31/57, 95%CI: 41.46-67.32) vs 11.7% (7/60, 95%CI: 3.54-19.79)

 

Median percentage reduction:

75.0% vs 83.3%

vs 100% vs 0%

 

LSRs for active treatment (n=162) at day 3 (highest):

Erythema (158/97.5%), flaking/scaling (124/76.5%), crusting (71/43.8%), swelling (72/44.4%), vesiculation/pustulation (63/38.9%), pigmentation, erosion/ulceration, and scarring <22%

At day 8, erythema and flaking/scaling were the most freuqnetly reported LSRs (96.9% and 96.3%, resp.)

 

45 treatment-related AEs: 2 in the vehicle group, 11 in the ingenol mebutate gel, 0.025% group, 11 in the 0.05% for 2 days group and 21 in the 0.05% for 3 days group.

 

8 serious AEs in 4 patients in the vehicle group, 5 serious AEs in 5 patients in the ingenol mebutate gel, 0.025% group, 2 serious AEs in 2 patients in the ingenol mebutate gel, 0.05% for 2 days group, and 1 serious AE in 1 patient in the ingenol mebutate gel, 0.05% for 3 days group. No serious AE was reported as being treatment related.

Limitation: Local skin responses may have suggested active treatment to investigators

 

Funding sources: Peplin Ltd

 

 

2

Apalla et al 2011

To describe the efficacy of PDT at different fluence rates for the treatment of AKs using 20% ALA-cream and red light (570-670 nm)

Randomized, open-label, intraindividual comparison study

n=50 Caucasian subjects (29 males) with 150 AKs

Mean age: 58 years±11

 

Random allocation of each lesion to treatment groups

Participant

complete response rate

 

Pain according to visual analogue scale (VAS): mean VAS score (0-10, 0= no pain, 10 = maximal pain)

25 mW/cm² vs 75 mW/cm² vs 50 mW/cm²

 

CR after 3 months:

92.0% vs 90.0% vs 92.0%

CR after 12 months:

88.0% vs 88.0% vs 90.0%

 

All differences were not statistically significant

 

Mean VAS Score:

6.9 (95%CI: 6.5-7.3) vs 8.2(95%CI: 8.0-8.4 vs 7.0 (95%CI: 6.6-7.3)

 

Conclusion: a fluence rate between 25 and 50mW/cm² is

effective and better tolerated by patients treated with topical 5-ALA PDT for AKs

Clinical evaluation, counting and recording of lesions: same ‘blinded’ examiners (at baseline and at follow-up visits)

 

 

3

Assikar et al 2020

To assess the efficacy and the safety of DL-PDT vs. PDT in blue light in the treatment of AKs at 12 weeks.

 

Intervention:

Removal of scales and crusts with a curette Separate the 2 treatment areas with marker Application of MAL with 1-mm thick layer in AK surrounding 5 mm in normal skin

DL-PDT: Daylight exposure 30 min after MAL application for 2 h.

cPDT: Removal of occlusive dressing after 3 h of MAL application

Blue light illumination (10 J/cm² within 10 min)

Randomized, controlled, single-centre, intra-individual, open-label study

 

Conventional MAL PDT with blue light (n=26) vs. daylight PDT with MAL (n=26)

N=26 patients with AK on the face or scalp

 

Men: 96,2% (25/26)

Mean age; 75 years (range: 47.0–88.0).

 

Mean number of AKs: 21.7 per patient (DL-PDT) vs. 21.4 per patient (cPDT)

 

Total number of AKs treated: n=1119

mean number of cleared AK lesions ± sd (after 1, 3, and 6 months)

 

lesion clearance rate

 

Recurrence: Raw number of new AK lesions at 1, 3 and 6 months after treatment

 

Adverse events

 

Pain measured on a numerical scale from 0 (no pain) to 10 (extreme pain) after exposure to the light

DL-PDT vs. cPDT

 

mean number of cleared AK lesions: after 3 months: 19.6 (±6.0) for DL-PDT and 20.0 (±6.9) after 6 months: 19.7 (±6.2) vs. (±7.3)

 

lesion clearance: after 3 months: 90.5% vs. 94.2%

after 6 months: 90.0% vs. 94.6%

 

Recurrence of lesions (difference DL-PDT-cPDT):

After 3 months: 0.6±0.8

After 6 months: 1.3± 0.9

No treatment-related AEs were observed.

 

Pain intensity

1.2 (±1.9) vs. 5.1 (±2.3)

Small sample size, women are underrepresented

No blinding of participants or personnel might lead to performance or detection bias

 

Due to the intra-individual design, patients act as their own controls and minimize the risk of confounding

 

No drop-outs

 

Efficacy results were statistically not significant; only differences in recurrence and safety were statistically significant

3

Berman et al 2020

To evaluate efficacy and safety of ingenol disoxate gel versus vehicle

 

Intervention:

Application of Ingenol disoxate gel 0.018% for face/chest (FC) or

0.037% for scalp (S) once daily for 3 consecutive days versus vehicle gel.

Four identical phase 3 multicenter, randomized, double-blind controlled trials

 

AK had to be on either the full chest (up to 250cm²) or the full balding scalp.

 

Patients were randomized in a 2:1 ratio to receiver Ingenol Disoxate gel once daily for 3 consecutive days (0.018% for chest; 0.037% for scalp) or vehicle.

N=616 randomized to FC (N= 410 received IngDsx)

 

N=626 randomized to S (N= 420 received IngDsx)

 

FC vs S

Men:400 vs 622

 

AK count:

5-10AKs:267 vs 240

>10AKs: 344 vs 383

 

 

Participant complete and partial clearance at week 8

 

%reduction in AK count

 

Safety

 

Cosmetic outcome improvement

 

Global satisfaction

IngDsx vs. vehicle

 

Participant complete clearance at week 8:

Face/chest: 25.9% vs. 2.0%

Scalp: 24.5% vs. 1.5%

 

Participant partial clearance at week 8:

Face/chest: 58.1% vs. 7.7%

Scalp: 61.0% vs. 6.0%

 

% reduction in AK count at week 8

Face/chest: 73.5% vs. 11,2%

Scalp: 73.4% vs. 6%

 

Safety:

More cases of SCC, BCC and Bowen’s disease in the IngDsx group: HR 2.38 95% CI 1.28-4.41

At 12 months:

4 SCC in IngDsx group, 1 Bowen’s disease, 1 Melanoma, and 1 BCC vs. 0 in the vehicle group

 

Treatment-related AEs at week 8

Face/chest: 63.9% vs. 7.4%

Scalp: 73.3% vs. 13.2%

 

Application site pain:

Face/chest: 57.2% vs. 2.9%

Scalp:58.5% vs. 2.9%

Application site pruritus: 32.9% vs. 2.5%

Scalp:31.3% vs. 3.9%

 

Cosmetic outcome improvement

Much improved:

Face/chest: 54.4% vs. 6.2%

Scalp: 61.1% vs. 4.4%

 

Global satisfaction

Face/chest:

73.0±20.9 vs. 39.1±30.1

Scalp: 71.8±22.6 vs. 35.3±28.2

Large sample size

 

Possible heterogeneity among different trials

2

Blauvelt et al 2021

To present the results of two identically designed phase 3 trials that evaluated the efficacy and safety of tirbanibulin ointment, as compared with vehicle ointment, applied for 5 days in adults with actinic keratoses on the face or scalp.

 

Intervention:

Application of tibanibulin 1% ointment or vehicle to a 25-cm²

contiguous area containing four to eight lesions once daily for 5 consecutive days.

Two identically designed multicenter, randomized, controlled, double-blind trials

 

Tirbanibulin 1% vs. placebo

 

Patients had to have four to eight clinically typical, visible, and discrete actinic keratosis lesions on the face or scalp within a contiguous area measuring 25 cm²

Total sample size: n=702; 351 patients per trial

 

Trial 1:

Tirbanibulin (n=175) vs. vehicle (n=176)

Age: 69.5±8.6 vs.  70.2±9.4

Male: 84% vs. 88%

Median count of AK. 6 (IQR 5-7) vs, 6 (IQR 5-7)

 

 

Trial 2:

Tirbanibulin (n=178) vs. vehicle (n=173)

Age: 69.1±8.7 vs.  70.2±8.9

Male: 89% vs. 87%

Median count of AK. 6 (IQR 5-7) vs. 6 (IQR 5-7)

 

Participant complete clearance after 57 days

 

Participant partial clearance at 57 days

 

Mean percent reduction

 

Patients with recurrent AK after 1 year

 

Local skin reactions (4-point scale, ranging 0-3))

 

 

Tirbanibulin vs. placebo

 

Participant complete clearance:

Trial 1: 44% (77/175) vs. 5% (8/176)

Trial 2: 54% (97/178) vs. 13% (22/173)

 

Participant partial clearance:

Trial 1: 68% (119/175) vs. 16% (29/176)

Trial 2: 76% (136/178) vs. 20% (34/173)

 

Mean % reduction: 83% vs. 20%

Trial 1: 86% ± 31 vs. 28%±36

Trial 2: 82%±29 vs. 34%±36

 

Subgroup analysis

Complete clearance

Trial 1:

Face: 50% vs. 6%

Scalp: 30% 2%

Trial 2:

Face: 61 vs. 14%

Scalp: 41% vs. 11%

 

Recurrence: At 1 year, the percentage of patients with recurrent lesions was 47% and the estimate of the percentage of those with recurrent or new lesions within the application area was 73%; the estimate of sustained complete clearance was 27%.

 

Safety

most common local reactions to tirbanibulin were erythema in 91% of the patients and flaking or scaling in 82%

Pooled anaylsis: tirbanibulin vs. vehicle

Any sAE: 1% vs. 2%

Application-site pain: 10% vs. 3%

Application-site pruritus: 9% vs. 6%

 

Across the two trials, squamous-cell cancer

developed in 10 patients outside the application area. One tirbanibulin-treated patient, who did not have complete clearance of lesions, had new onset squamous-cell cancer within the application area.

No recurrence rates were reported for the vehicle groups

 

Unblinding might be likely due to the presence of local skin reactions

2

Bourcier et al 2017

To assess the safety and efficacy of ingenol disoxate (LEO 43204) on full face or approximately 250 cm² on the chest in patients with AKs.

 

Intervention:0.018%, 0.012%, 0.006% ingenol disoxate or vehicle once daily for 2 consecutive days to the full face or to approximately 250 cm² on the chest.

Part 1: phase-I, open-label study

Part 2: multicenter, randomized, double-blind, vehicle-controlled, parallel group trial

Part 2: 243 patients were randomized 1:1:1:1 to ingenol disoxate 0.018% (N=62), 0.012% (N=60), 0.006% gel (N=62) or vehicle (N=59), applied once daily for 2 consecutive days to the full face or to approximately 250 cm² on the chest.

 

N=166 men

Median age: 69 years, range: 42-91

Skin type: N=32:I, N=147: II, N=54: III, N=9: IV

 

One patient in the vehicle group discontinued before first treatment application; the remaining 242 patients were included in the final analysis set.

Participant complete clearance

 

Participant partial clearance (≥75%)

 

Reduction in AK count from baseline at week 8

 

Local skin responses

 

Adverse events

 

Patients’ treatment satisfaction (Treatment Satisfaction Questionnaire for Medication, TSQM) at week 8

ingenol disoxate 0.018% vs 0.012% vs 0.006% gel vs vehicle

 

Complete clearance:

24.2% vs 18.8% vs 9.9% vs 12.2%, ingenol disoxate 0.018% vs 0.006% p<0.05

 

Partial clearance:

62.2% vs 54.5% vs 52.4% vs 29.9%, p<0.05 for all active treatment groups vs vehicle

 

Reduction in AK count: 79.0% vs 73.4% vs 69.7% vs 42.3%, p<0.001

 

% reductions in AK and AK clearance were higher in vehicle-treated patients than in previous ingenol mebutate trials using the same vehicle as a control.

 

Local skin responses: peak at day 3 for all doses, rapidly declined and reached mild levels at week 2

Mean composite scores on day 3: 8.6±3.8 vs 8.0±4.0 vs 6.0±3.5 vs 1.4±1.1

Erythema and flaking/scaling: most common LSRs in all groups

 

Adverse events: at least 50% of patients in the active treatment groups had treatment-related AEs

AEs were mild or moderate in intensity, most commonly application site pain/pruritus

4 patients: sAEs: 0.006% N=1, 0.012% N=3

 

TSQM: sign. higher in all active treatment groups than vehicle in pairwise analyses (p<0.001). Derived TSQM scores for side effects were significantly lower between the highest active treatment groups (0.012% and 0.018%) and vehicle (p <001), but not between the 0.006% group and vehicle. Furthermore, the 0.012% group had a significantly lower score than the 0.006% group (p=0.004).

Results are obtained from part 2 of the study

 

Unclear allocation concealment

 

This study was funded by LEO Pharma.

2

Brian Jiang et al 2019

To prove the safety and efficacy of ALA-PDT versus vehicle (VEH-PDT) in the spot treatment of

multiple AKs on upper extremities at week 12.

 

Intervention:

Aminolevulinic acid or VEH was spot applied only to lesions on one upper extremity 3 hours

before blue-light exposure. Treated extremity was covered with occlusive dressing during incubation. Identical

treatment was repeated at Week 8 if AK lesions were present in the treated area.

Blue light (BLU-U) delivered at a power

density of 10 mW/cm² at the skin surface was

administered to the treatment area for 16 minutes, 40

seconds for a total fluence of 10 J/cm².

Multicenter, randomized, Vehicle-Controlled, evaluator-blinded Phase 3 Study

 

Patients had to have 4-15 grade 1 or 2 AKs on one upper extremity (dorsal hand/forearm).

 

ALA-PDT (n=135) vs VEH-PDT (n=134)

N=269 (262 patients completed the study)

 

Men:188

 

Mean age: 68 (range 45-90)

 

FST: I [12%], II [52%],

III [26%], IV [10%]

 

Mean baseline AK count: 8.5 (sd:3.6) (range 4-15)

AK lesion clearance rate at weeks 8 and 12:

mean and median number of cleared AK lesions ± sd

 

complete clearance rates at week 8 and 12

 

overall satisfaction (4-point scale 0=none/worse, 3=excellent)

 

safety symptoms (Erythema, Edema, Stinging/Burning, Scaling and dryness, oozing, vesiculation, crust,

ALA_PDT vs. vehicle PDT

 

Participant complete clearance

At week 12:

31.1% (42/135) vs. 12.7% (17/134)

 

Mean AK clearance at week 12:

69.1±37.4% vs 29.9 ±51.5%

 

Patient satisfaction

88% (118/134) vs. 42% (55/131) were very or moderately satisfied with treatment

 

Adverse events:

Stinging/burning: 93% vs 17%

Erythema: 91% vs. 58%

Edema: ~30/40% of ALA-PDT subjects

Scaling: 76%

 

No sAEs occurred

 

Two ALA-PDT–treated subjects and one VEH-PDT– treated subject, all with a previous history of SCC, developed SCCson their treated extremities during the post-treatment period of this study.

Study was funded by Sun Pharmaceutical Industries, Inc.

2

Chen et al 2003«

To evaluate the safety and efficacy of short courses of therapy with imiquimod 5% cream in clearing ≥75% of baseline SK (solar keratosis) within a field of treatment.

 

Intervention: Application of study cream or vehicle three times a week.

Dual-centre, randomized, double-blind, vehicle-controlled, parallel-group study

Subjects with 5-15 baseline SK within one treatment area (scalp, forehead and temples, or both cheeks).

 

N=29 in experimental group (imiquimod 5% cream), mean age: 64.9±10.2, 19male, 10 female

 

N=10 in control group (vehicle cream only), mean age: 63.0±12.1, 4 male, 6 female

 

Randomization ratio: 3:1

 

Application of study cream three times a week, followed by a treatment-free interval of 4 weeks

 

Subjects with <75% clearance of the baseline SK number were treated with a second course of study cream

≥75% clearance of baseline lesions

 

100% clearance

 

Type and severity of LSR

 

Mean SK counts (baseline vs vehicle)

Imiquimod group vs vehicle group

 

≥75% clearance of baseline lesions:

72% (21/29), (1st course 45%, 13/29; 2nd course: 56%, 9/16) vs

30% (3/10), p=0.027

 

100% clearance:

28% (8/29) vs 10% (1/10), p=0.4

 

LSR:

93% (27/29) vs 40% (4/10)

Mild to moderate severity

most common LSR within imiquimod

group:

erythema (26/29, 90%), erosions (17/29, 59%),

scabbing/crusting (17/29, 59%), oedema (13/29, 45%) and

flaking/scaling (11/29, 38%)

 

Mean SK counts:

Imiquimod:

10.5 to 18.1

Vehicle:

10.8 to 9.3,

p=0.0017

Small sample size

N=5 dropouts (intervention: 4 vs control:1)

High risk for attrition bias

 

Subgroup analysis: sex does not act as confounder

 

Compliance of participants might differ: bias

 

Randomization codes by 3M Pharmaceutical Services, codes not revealed to investigators until final assessment were complete: low risk of selection and performance bias

 

This study was supported by 3M

Pharmaceuticals.

 

Statement regarding potential conflict of interest is missing.

2

Dirschka et al 2012

To evaluate the efficacy and safety of PDT of AKs with BF-200 ALA in comparison with a registered MAL cream and with placebo.

 

Intervention: After application of the gel an occlusive, light-tight dressing was placed over the lesion and illumination was performed 3 h later. The light sources included in the study are frequently used for PDT of AK in Europe with a narrow emission spectrum around 630 nm and a recommended light dose of 37 J/cm² or an incoherent broad-spectrum light source emitting light between 580 and 1400 nm with a recommended light dose of 170 J/cm² or a light spectrum from 600 to 750 nm, and the recommended light dose is 100 J/cm².

 

Multicentre, randomized, observer-blind, placebo-controlled phase III study

 

Washout period:

Topical treatments: 12 weeks

Substances with phototoxic/allergic potential: 8 weeks

Systemic treatments: 1-6 months

 

BF-200 ALA gel contains 7.8% or 78 mg/g ALA (corresponding to 10% ALA hydrochloride). MAL cream contains 160 mg/g of MAL.

 

Randomization BF-200 ALA: MAL cream: placebo: 3:3:1

 

 

n=570 patients with 4-8 mild to moderate AK lesions on the face and/or bald scalp

84% male (479/570)

Median age: 71.0 years, range: 39-87

 

 

BF-200 ALA: N=248, mean lesions per patient 6.1±1.6

MAL: N=247, mean lesions per patient: 6.3±1.5

Placebo: N=76, mean lesions per patient. 6.4±1.4

Patient Complete clearance rate

 

Lesion complete clearance rate

 

Adverse events

 

Mean VAS score (0-11), after 1st treatment

Patient Complete clearance rate (at 3 months):

BF-200 ALA vs placebo: 78.2% vs 17.1%, p<0.0001

BF-200 ALA vs MAL: 78.2% vs 64.2%, p<0.05

 

Better patient complete clearance rates of BF-200 ALA and MAL at the face/forehead than on the scalp.

 

BF-200 ALA vs MAL vs Placebo:

 

Total clearance after first PDT:

48.4% vs 37% vs 3.9%

BF-200 ALA vs placebo:p<0.0001

 

Lesion complete clearance rate (at 3 months): 90.4% (1359/1504 lesions) vs 83.2% (1295/1557 lesions) vs 37.1% (182/490 lesions)

 

Cosmetic outcome:

Very good/good: 43.1% vs 45.2% vs 36.4%

Unsatisfactory: 7.9% vs 8.1% vs 18.2%

 

Occurrence of Adverse events:

96.4% vs 98.0% vs 72.4%

Most common and most severe AEs: erythema, burning and pain

 

Mean VAS score:

4.8±3.61 vs 4.0±3.58 vs 0.5±1.12

Different light sources were used for PDT due to multicentric design of the study: stratification of results: patient complete clearance rates/lesion complete clearance rates: higher if irradiated with narrow-spectrum light sources

 

This study was sponsored by Biofrontera Bioscience GmbH.

 

 

2

Dirschka et al 2013 (follow up study to Szeimies 2010 and Dirschka et al 2012)

To evaluate long-term efficacy and safety of PDT for AK 6 and 12 months after the last PDT with BF-200 ALA, MAL or placebo.

 

Intervention: See Dirschka 2012 and Szeimies 2010

6 and 12 months follow-up study of  two randomized, placebo-controlled, multicentric phase III studies

 

Both studies compared BF-200 ALA with placebo, one of the studies additionally with MAL.

N=663 patients, 630 completed the follow-up,104 women

 

Age range: 39-87 years

Complete clearance

Cosmetic outcome

Incidence of new lesions

Complete clearance (12 months): 47% (both studies for BF-200 ALA) vs 36% (MAL)

Subgroup: narrow wavelength LED lamps: 69% (BF-200 ALA) vs 53% (BF-200 ALA) vs 41% (MAL)

 

Cosmetic outcome: at 6 months: very good/god: 39.7% and 43.1% for BF-200 ALA groups, 42.6% MAL, 34.8% and 44.1% placebo

At 12 months: very good/good: 38.9% and 45.0% for the BF-200 ALA groups, in 41.1% MAL, 32.8% and 46.9% placebo

 

Overall new lesions: 41.7% and 41.8% in BF-200 ALA, 20.6% and 56.1% in placebo and 48.7% in MAL

See Dirschka et al 2012

2

Dirschka et al 2019

To determine whether BF-200 ALA (a nanoemulsion gel containing 7.8% 5-aminolaevulinic acid) is non-inferior

to MAL (a cream containing 16% methyl-aminolaevulinate) in the treatment of mild-to-moderate AK with daylight

PDT (dPDT).

Multicenter, randomized, intra-individual, non-inferiority, observer-blinded Phase III

Study

 

Randomization in a 1:1 ratio to daylight ALA-PDT (N= 52) or MAL-PDT (n=52)

 

AK had to be localized on the face/scalp

N = 52 patients

 

96.2% male

 

Age 72.2±7.2 years

 

Fitzpatrick skin type:

I-III: 48

IV-V: 4

 

Mean number of target lesions per side: 6.4 ±2.2

Nr of lesions: 316

Participant complete clearance rate

 

total lesion clearance rate 12 wks after dPDT

 

Recurrence rates

 

Cosmetic outcome and patient satisfaction

 

Pain intensity during PDT (0-10)

ALA-PDT vs

MAL-PDT

 

Participant complete clearance rate

42.9% vs. 38.8%

 

Lesion specific clearance at 12 weeks:

79.8%± 23.6% vs 76.5% ± 26.5

 

Subgroup analysis:

AKs in the face 85.2% vs. 84.2% mild AKs: 93.7vs. 91.2%

 

Lesion specific recurrence rates 1 year after the treatment:

19.9% vs 31.6%

 

Cosmetic outcome

Very good or good: 40.7% vs. 37.5%

 

Patient satisfaction: very good/good/satisfactory: 91.8% for both sides

 

Adverse reactions including pain: mostly mild and transient and identical to those

previously described for dPDT.

 

Pain: 1.2±2.1 vs. 1.1±2.2

Only per-protocol data were available; attrition bias might be likely

 

The study was sponsored by Biofrontera Bioscience GmbH.

 

Patients were not blinded, thus, performance bias might be likely

 

women are underrepresented

2

Dragieva et al 2004«

To evaluate the efficacy and tolerability of topical photodynamic therapy with the new highly tumour-selective photosensitizer MAL vs. placebo in the treatment of AK in transplant recipients.

 

Intervention:

Two lesional areas within a patient were randomized for two consecutive treatment of topical PDT 1 week apart using either MAL or placebo cream.

 

Sites were illuminated with 75 J/cm² of visible light delivered at 80 mW/cm² by a noncoherent light source.

Prospective, single-centre, randomized, double-blind, placebo-controlled, intraindividual study

 

 

n=17 OTRs with 129 mild to moderate AKs

 

Mean age (range): 61 (44-76) years,

14 male, 3 female,

transplantations: N=13 kidney, N=4 heart

face or scalp (N=107), neck (N=1), extremities (N=21) (N=number of lesions)

 

 

Complete response rate at 16 weeks after 2nd treatment

 

Partial response rate

 

Overall lesion complete response rate

 

Adverse events

 

VAS score

Complete response rate vs partial response

MAL:75.4% (13/17 patients, 95% CI: 9,16) vs 94.1% (16/17 patients)

 

No reduction in number or size of AKs in the placebo group

 

Overall lesion complete response rate: MAL vs placebo:

90.3% (56/62) vs 0% (0/67), p=0.0003

 

Adverse events:

No quantification of AEs reported, discomofort higher for MAL than placebo

Mild to moderate AEs such as erythema, oedema and crust formation reported

 

VAS score:

MAL: after 1st treatment: mild: N=11, moderate: N=6

After 2nd treatment: mild: N=6, moderate N=9, severe N=2

Placebo: mild in all cases

Small sample size

 

Population: OTRs with AKàresults of this study are limited to this study population

 

Lack of confidence intervals and p-values: selective reporting bias likely

 

Each patient received 1 g paracetamol orally 1h before illumination; a fan was used to cool the treated area and to reduce discomfort during illumination à this may bias the pain reception and consequently the VAS-score (underestimation)

 

Unclear risk of random sequence generation and allocation concealment

 

VAS score only reported as mild/moderate/severe, lack of exact scores. Besides, quantity of adverse events is not reported: risk for selective reporting bias

 

Study was double-blind, but because discomfort was higher with MAL, unblinding possible: detection bias and performance bias

 

Statement regarding potential conflict of interest is missing.

3

Evans et al 2014

To assess the effects of a 3-month application of a canola phenolic acid-based cream (CPA) on AK lesions.

 

Intervention: Application of one sachet of cream of CPA or vehicle on the preselected skin area twice a day, after showering for 12 weeks.

Randomized, double-blind, placebo-controlled, single-center,

clinical trial

 

Study was conducted in the Dominican Republic.

n=45 subjects with 3-10 AKs within a 20 cm² treatment area (30 CPA, 15 placebo)

Range 45-82 years

Mean age CPA: 60.0±10.8, placebo: 55.7±9.1 years

4 male, 41 female

 

Application of one sachet of cream on the preselected skin area twice a day, after showering for 12 weeks.

Complete lesion clearance

 

Partial lesion clearance

 

Mean change from baseline in the average lesion area

 

Adverse events

No complete lesion clearance

 

Significant reduction in the mean change from baseline in the average lesion area at weeks 3 (P=0.002), 6 (P<0.001), and 12 (P<0.001) in the CPA group, but only at weeks 6 and 12 in the placebo group (P=0.005 and P=0.002, respectively)

 

≥10% decrease in average lesion area:

Significantly higher in the CPA group than the placebo group at weeks 3 (P=0.05) and 6 (P=0.02), and showed a trend at week 12 (P=0.06)

 

Adverse events: one severe AE in placebo group 56 AEs (45 CPA, 11 placebo) were reported in 30 (20 CPA, 10 placebo) participants.

Mainly p-values provided and not the exact results: selective reporting bias likely

2

Foley et al 2011

To evaluate lesion clearance, safety, and skin quality through 12 months post-initial treatment of AKs in patients treated with cryotherapy or imiquimod 5% cream.

 

Intervention:

Cryotherapy: up to 10 lesions per session, up to 4 sessions every 3 months

Imiquimod: 3-times-per-week for 3-4 weeks, up to two courses

Prospective, single-centre, randomized, controlled study

 

 

n=71 patients with 700 baseline-lesions

N=56 male (78.9%)

Mean age: 71.5 years±1.23

 

Inclusion criteria: ≥10 AK lesions in one anatomical area

 

N=36 patients randomized to cryotherapy, N=35 patients randomized to imiquimod 5% cream

 

Randomization 1:1

 

Lesion Clearance

Patient complete and partial response rate (PP)

 

Skin Quality

 

Safety (Adverse events)

 

Cryotherapy vs imiquimod:

 

ITT Lesion complete response rates:

85.0% (306/360) vs 66.9% (234/350), p<0.0002 (5 cryotherapy and 10 imiquimod patients unable for evaluation)

 

PP Lesion complete response rates:

98.7% (306/310) vs 93.6% (234/250), p=0.0420

 

Patient complete response rate: 90.3% (28/31) vs 68-0% (17/25)

 

Patient partial response rate: 9.7% (3/31) vs 28.0% (7/25)

 

Global skin quality in completely cleared lesions:

82% (250/306) vs 100% (234/234), p<0.0001

 

Adverse events:

Hypopigmentation: 54.8% vs 24.0%, p=0.0197

Mild intensity:

Blister formation, redness/erythema, flaking/scaling/dryness, scabbing/crusting

 

Conclusion: 12-month lesion complete clearance: higher with repeated cryotherapy, cosmetic outcome better with imiquimod

Results are limited to this population (Australia), may not be representative

 

In the imiquimod group: self-application of participants, which might bias the results (recall-bias/compliance)

 

Open study: performance and detection bias likely

 

Withdrawal rates: 13.9% (5/36) for cryotherapy and 28.6% (10/35) for imiquimod: increases the risk for bias.

 

The study was supported by an unrestricted educational grant and a gift of imiquimod 5% cream by 3M pharmaceuticals. P. Foley has been a clinical investigator and speaker for 3M Pharmaceuticals.

 

 

3

Garbe et al 2016

To demonstrate the efficacy and safety of follow-up ingenol mebutate 0.015% field treatment of AK present at 8 weeks after initial treatment or emerging in a previously cleared field on the face or scalp.

 

Intervention:

IMB 0.015% for three consecutive days. If lesions were present in the field at 8 weeks, or emerged at weeks 26 or 44, patients were randomized (2:1) to follow-up ingenol mebutate 0.015% or vehicle gel for three consecutive days.

Randomized, stratified, double-blind, vehicle-controlled, parallel group, multicenter study

n=450 patients received initial treatment with ingenol mebutate 0.015% gel

 

N=397 male (88.2%)

Median age: 72 years (range: 36-92)

 

If lesions were present in the field at 8 weeks, or emerged at weeks 26 or 44 (N=141), patients were randomized (2:1) to follow-up ingenol mebutate 0.015% (N=92) or vehicle gel (N=49) for three consecutive days.

Patient Complete clearance rates

Incidence of AEs

 

Change in local skin response score at day 4 between treatment cycles (mean composite LSR score)

 

Complete clearance: 61.6% (n=277/450) of initially treated patients with IngMeb at 8 weeks

 

8 weeks after randomization:

IngMeb (N=134) vs vehicle (N=69):

 

Complete clearance of AKs present at week 8:

46.7% vs 18.4%, p<0.01

Emergent AKs: 59.5% vs 25.0%, p=0.01

 

After 12 months:

AKs present at 8 weeks:

18.5% vs 4.1%, p=0.02

Emergent AKs: 31.0% vs 15.0%, p=0.10

 

12-month clearance rate (N=340): estimated at 50.0% (95%CI: 44.0-56.1)

 

Mean composite LSR scores at day 4 after a second treatment course of IngMeb were significantly reduced vs. first treatment cycle: mean difference was -1.22 (95% CI -1.90 to -0.53; p < 001)

Most common LSR: erythema and flaking/scaling

 

AEs:

Overall: 7.8% of patients (35/450) reported 49 AEs.

 

1st cycle: Pain (13.5%), pruritus (4.4%), headache (4.0%), eyelid oedema (3.8%)

 

Follow-up: application site pruritus (5.2%)

No significant difference in frequency of treatment-related AEs when comparing 1st and 2nd cycle (p=0.22)

Risk of Recall bias/Compliance of participants when applying gel.

 

Blinding of patients and investigators to the second treatment cycle: minimizes risk of bias

 

This study was funded by LEO Pharma.

2

Gebauer et al 2003

To compare the efficacy and safety of 3% diclofenac in 2.5% hyaluronan gel with placebo (2.5% hyaluronan gel alone) in the treatment of patients with SK.

 

Intervention: Application of 0.25g gel to 5cm² twice daily until lesions resolved or for 12 weeks.

Randomized, double-blind, placebo-controlled, multicentred, parallel-group study

n=150 patients (89 men, 61 women)

Mean age: 68 years (range: 27-87 years)

 

Random allocation to active treatment (N=73) or placebo (N=77)

Patients applied 0.25g of gel to a designated 5cm² study area twice daily over 12 weeks.

Mean lesion-count reduction

 

Complete lesion resolution

>50% lesion reduction

 

Adverse events

Diclofenac group vs placebo

 

At 16 weeks: highly significant decrease in number of lesions: 6.2±7.5 (56.1% reductions) vs 2.4±4.3 (23.6% reduction), p<0.001

 

Complete lesion resolution:

At 16 weeks: 38% vs 10%, p=0.002

 

>50% lesion reduction: at 16 weeks: 65% vs 29%, p=0.002

 

Adverse events:

Most common (majority mild to moderate): pruritus, erythema, oedema and scaling

Severe: 19% of reported cases of pruritus, 18% of dry skin, 12% of rash.

 

Patients were highly compliant

Study was conducted in Australia (higher prevalence rate of SKs: results are limited to this population, results have to be interpreted cautiously and might only apply to this certain population

 

Drop-outs: N=35, more drop-outs in experimental group: increased risk for attrition bias

 

Unclear random sequence generation and allocation concealment

 

Patients were highly compliant: small chance for recall bias:

Gel and placebo are nearly identical: small risk of allocation bias and unblinding

 

This study was supported by Hyal Pharmaceutical Corporation.

 

Statement regarding potential conflict of interest is missing.

2

Gebauer et al 2009«

To evaluate dosing frequency response of imiquimod 5% cream for treatment of AK.

 

Intervention: Application of imiquimod 5% cream or placebo once daily 2, 3, 5 or 7 times per week.

Phase II, multicentre, randomized, double-blind, placebo-controlled, parallel-group study

n=149 subjects (94 men, 54 women)

Mean age: 71±10.2 years

42% FST II, 36% FST I

 

Randomization to imiquimod 5% cream or placebo (4:1) to be applied once daily 2, 3, 5 or 7 times per week.

 

Combined placebo = pooled result of all placebos (=placebos of 2,3,5 or 7 times per week)

Complete clearance rates at week 16

 

Partial clearance rates at week 16

 

Adverse events, local skin reaction

 

Combined placebo and in the imiquimod 2, 3, 5 or 7 times per week groups:

 

Complete clearance: 0% vs 3.2% vs 6.9% vs 3.3% vs 6.7% of subjects (ITT)

 

≥75% lesion reduction: 0% vs 22.6% vs 24.1% vs 20.0% vs 36.7% (p=0.002)

 

Median percentage lesion reductions: 25.0%, 50.6%, 57.6%, 64.7% and 70.3%

 

Mean percentage lesion reduction: 21.2% for placebo, 44.6-65.3% for imiquimod.

 

Adverse events:

Proportion of subjects with possibly related AEs: higher in the imiquimod groups (58.1–93.3%) than the combined placebo group (6.9%);

most reported AE was application site reactions (application site itching (59.1%), pain (39.6%), burning (15.4%))

 

Author’s conclusion: application of immiquimod 5% cream more frequently than 3 times per week should be avoided

Drop-outs: N=28 (18.8%): Risk for attrition bias remains unclear

 

Participant self-applied the drug: risk for recall bias

 

Dosing compliance was assessed at each treatment visit via self-reporting (dosing diary): 80% of subjects were considered compliant

 

Study was not blinded for the frequency of application: high risk of performance bias

 

The known local pharmacological effect of imiquimod (e.g. erythema) may have biased subject and investigator assessments

 

Unclear risk for allocation concealment

 

This study was funded by 3M Pharmaceuticals.

 

Statement regarding potential conflict of interest is unclear.

 

 

2

Giehl et al 2014

To compare pain scores, short- and long-term efficacy rates of ALA-PDT of multiple AKs when employing different red light sources.

 

Intervention:

Randomization to ALA/PD750: n=44 with 151 lesions

irradiation with a broadband VIS+wIRAlamp with a water cuvette and an orange filter BTE 595. The water-filtered spectrum was in the range 595-1400nm without distinct peaks. The absolute irradiance was 196 mW/cm2 VIS + wIRA and the application time was 30 min with a distance of 27 cm to the skin surface, resulting in an absolute irradiation dose of 350 J/cm2.

 

ALA/Wa1200L: n=44 with 159 lesion:

incoherent halogen light source with a spectrum in the range of 600-720 nm and without distinct peaks. The absolute irradiance was 150 mW/cm2, the application time 10-11 min and the absolute irradiation dose was 100 J/cm2 with the control of an individual interactive measuring system.

Randomized, single-centre, controlled trial

 

 

n=88 Caucasian patients with 310 AKs 67 male, 21 female

Mean age: 73 years (range: 46-90)

 

 

Pain scores (VAS score, 0-10)

 

Desire for pause, anaesthesia, cancellation of treatment

 

Patient complete clearance rates

 

Lesion complete clearance rates

Pain scores

PD750: median=5±2.1, IQR=3-6

Wa1200L: median=7±2.1, IQR: 6-9, p<0.0001

 

Desire for:

Pause: PD750 vs Wa1200L 4(9%) vs 9(20%)

Anaesthesia: 2% vs 27%

Cancellation: 2 (5%) vs 8 (18%)

 

Patient complete clearance rates:

PD750 vs Wa1200L:

After 1 month: 85% vs 91%, p=0.51

After 3 months: 79% vs 92%, p=0.19

After 6 months: 97% vs 92%, p=0.61

After 12 months: 69% vs 85%, p=0.15

 

Lesion complete clearance rates:

PD750 vs Wa1200L:

After 1 month: 94% vs 92%

After 3 months: 88% vs 97%, p=0.027

After 6 months: 96% vs 95%

After 12 months: 81% vs 89%, p=0.13

 

75% (66/88) of patients completed the 12 months follow-up

Randomization: assignment of the patients to the different groups occurred depending on the daily availability of the two lamps and the location of the lesions to be treated

 

Evaluation of therapy outcome was done by a different person than the PDT on the patient

 

 

Additional cooling with cold air was offered during treatment. 17% did not need it (all from P750 group)

2

Gollnick et al 2020

To compare IMIQ and DIC in the treatment of AK with respect to the risk of change to grade III AK or invasive SCC, after 3 years

 

Intervention:

IMQ: Application of IMQ 3 nights per weeks, for 4 weeks followed by a 4-week treatment pause. If lesions were still present, induction of a second course.

DIC: Application twice daily for 12 weeks followed by an 8-week off-treatment phase.

Data were pooled from two randomized, active-controlled, open-label, multicentre, multinational, inter-individual, phase IV studies (NCT00777127/NCT01453179; LEIDA1/2)

 

Immunocompetent patients with 5-10 visible AK on the face/scalp and grade I/II AK were included.

 

IMIQ: n=242

DIC: n=237

N=479 patients

 

majority of patients in both treatment groups were male (IMIQ 83.9%; DIC 90.3%)

mean age: 70.8 and 71.1 years (IMQ vs. DIC)

Participant complete clearance rate at week 20

Participant specific recurrence rate

Histological change to grade III AK or invasive SCC

Adverse events

IMQ vs. DIC

 

Participant complete clearance rate: 52.1% vs. 35.4%

 

Participant specific recurrence rate: higher in the DIC group at all time points

At month 12: 68.6% (166/242) vs. 82.3% (195/237)

 

Histological change to grade III AK or invasive SCC:

5.4% (13) vs. 11.0% (26) until month 36

 

Treatment emergent AEs: 86% vs. 82%, 21% and 18% were assessed as treatment-related

Application site pruritus: 5.3% (13/243) vs. 6.7% (16/238)

N=162 (33.8% withdrew from the study during the 3-years study period (33.8%; IMQ vs. DIC: 28.9% vs. 38.8%) à attrition bias is likely

 

This study and the writing/editorial support were funded by Meda Pharma S.p.A., a Mylan company.

 

Both studies had an open-label design and thus, an increased risk for detection and performance bias. However, all professionals and all documentation at, and provided by, the central histopathological laboratory remained blinded to the study treatments administered throughout the study.

2

Hanke et al 2010«

To evaluate imiquimod 2.5% and 3.75% creams for short-course treatment of the entire face and scalp.

 

Intervention: Imiquimod 2.5%, 3.75% or placebo once daily applied as a 3-week on/off/on regimen.

Two multicentre placebo-controlled, multi-centre, double-blind, randomized studies, conducted in parallel

n=490 subjects

386 men, 104 women, 99% white, 27% treated the face, mean age: 65 years

 

Randomization 1:1:1 to imiquimod 2.5% once daily, imiquimod 3.75% once daily, or placebo (applied as 3-week on/off/on regimen).

Complete clearance rates at week 17

 

Partial clearance rates at week 17

 

Median reduction from baseline in lesion count

 

Investigator Global Integrated Photodamage (IGIP) score

 

Safety (adverse events, LSR)

Placebo vs imiquimod 2.5% vs imiquimod 3.75%

(weeks posttreatment)

 

Complete clearance rates: 5.5% vs 25.0% vs 34.0%

Partial clearance: 12.8% vs 42.7% vs 53.7%

(p< 0.001, each imiquimod vs placebo; p = 0.034, 3.75% vs 2.5% for partial clearance)

 

Median reduction from baseline in lesion count:

23.6% vs 66.7% vs 80.0%

(p<0.001 each imiquimod vs placebo)

 

Mean IGIP score: 0.7±1.1, 23.4% vs 2.0±1.1, 62.3% vs 1.8±1.1, 70.9%)

 

Adverse events:

Treatment related: 44 (26.8%) in imiquimod 2.5% group, 60 (37.0%) in imiquimod 3.75% group and 4 (2.4%) in placebo group

 

LSR: imiquimod 2.5% vs Imiquimod 3.75%: Erythema: n=46 (28.2%) vs n=72 (44.7%), Erosion/ulceration: n=39 (23.9%) vs n=49 (30.4%) and scabbing/crusting: n=37 (22.7%) vs n=56 (30.4%)

Drop-outs: N=27

 

Limitations: Local effects of imiquimod, including erythema, may have led to investigator and subject bias (performance and detection bias/Hawthorne effect)

 

Investigator selected the treatment area for each subject (face or balding scalp)-> selection bias

 

participants applied the cream once daily: recall bias/compliance might overestimate the results (96% of subjects were compliant with dosing per study

protocol)

 

unclear risk for random sequence generation and allocation concealment

 

Data for safety were reported differently in the published record and the protocol; besides, additional outcomes were presented in the paper (cosmetic outcome): selective reporting bias

 

This study was supported by Graceway Pharamceuticals.

3

Hanke et al 2020

To determine efficacy and safety of IMB 0.027% in areas of AK of up to 250 cm2 during an 8-week initial assessment period and extended 12-month follow-up.

 

Intervention:

Application IMB (n=552) or vehicle (n=177) once-daily for 3 consecutive days on the full face, full balding scalp, or

approximately 250 cm2 on the chest

Multicenter, randomized,

parallel-group, double-blind, vehicle-controlled phase III study

 

patients with 5 to 20 AK lesions on the face/scalp (25-250 cm²) or chest (approximately 250 cm²)

N = 729

(698 pts entered the extended 12-month follow-up)

 

Ingenol mebutate 0.027%:

n= 552

Age: 68 (38-91)

Sex: 403 men, 149 women

Skin type:

I (110), II (265),

III (149), IV (27),

V(1)

 

vehicle: n = 177

Age. 69 (45-91)

Sex: 132 men, 45 women

Skin type: I(28), II 894), III (51), IV (4)

 

Participant complete AK clearance

 

Participant partial clearance

 

Reduction in AK lesion count

 

Recurrence

 

patient

satisfaction

 

cosmetic outcome

 

safety

IMB vs vehicle:

 

At week 8:

complete AK clearance: 21.4% vs 3.4%

 

Participant partial clearance : 59.4% vs 8.9%

 

Reduction in AK lesion count

75.7% vs. 12.7%

 

Probability of sustained clearance during the

12-month follow-up: 22.9% (IMB)

 

Satisfaction: increased satisfaction were observed with IMB in comparison to vehicle

 

Cosmetic outcome:

improvements in overall feel and appearance were reported by 92.2% and 93.9% of patients receiving IMB and by 17.7% and 19.0% of those receiving vehicle, respectively

 

Safety:

No unexpected safety signals were identified.

Occurrence of AEs: 79.8% vs. 34.7%

sAEs: 1.5% vs. 1.1%

Application site pain: 63.8% vs. 2.3%

Pruritus: 37.0% vs. 4.0%

Potential unblinding was possible due to localized skin responses

 

The study was supported by LEO Pharma.

 

Selective reporting for the outcome “treatment satisfaction”

 

65/549 (11.8%) patients receiving IMB and 6/176 (3.4%) patients receiving vehicle did not apply the full dose on a given day or skipped a treatment day completely. Noncompliance was mostly due to reactions in the treatment area.

2

Hauschild et al 2009

To investigate both the efficacy of different application times and the safety of a novel patch (PD P 506 A) containing aminolaevulinic acid in the PDT of mild to moderate AK.

 

Intervention: Application duration of 0.5h, 1h, 2h or 4h of the ALA patch followed by PDT.

Multicentre, randomized, blinded-observer, parallel-group study

n=149 patients of which 140 patients with 520 lesions completed the study (PP)

 

0.5 h: N=34, median age: 73 years (range: 39-88), 9 females (26%) and 25 males (74%)

 

1 h: N=38, median age: 70.0 years (range: 55-91)

13 female (34%), 25 males (66%)

2 h: N=34, median age: 68.5 years (range: 57-84)

9 females (26%), 25 males (74%)

4 h: N=34, median age: 69.5 years (range 49-83)

6 females (18%), 28 males (82%)

Complete clearance (patient- and lesion-based) at 12 weeks post-treatment

 

Adverse events

Complete clearance:

4 h vs 2 h vs 1 h vs 0.5 h group: 74% patients (86% of lesions, 95% CI: 0.75-0.95) vs 47% (73%) vs 50% (72%) vs 24% (51%)

 

Statistically, the 4-h application was identified as “best treatment”

 

In some patients, lesions that presented as ‘cleared’ at week 4 worsened and were apparent again at week 8 (in all but the 4h group)

 

Patients with clearance seemed to experience local reactions to a greater extent than patients without clearance (e.g. redness in 74% of cleared lesions whereas only in 38% of not cleared lesions)

 

Adverse events: 5/149 related to the study medication: headache (one severe in 0.5 h group, two moderate in 2h and 4h group), moderate epistaxis (4 h) and mild increase of alanine transaminase (0.5 h group)

To ensure blinding, treatment was administered by a 2nd investigator

 

The study was funded by Photonamic GmbH & Co. KG.

 

2

Holzer et al 2016

To investigate the efficacy and safety of 35% trichloroacetic acid peel versus 20% ALA-PDT in patients with extensive field cancerization and multiple AKs in the face or on the scalp.

 

Intervention:

PDT: Scales overlying AK were gently removed with a curette before ALA application. 20% ALA in an oil in water emulsion was evenly applied on the target area and occluded with a transparent film dressing. After four hours the dressing was removed, excess cream was wiped off and the area was illuminated with a filtered metal halide lamp (Waldmann PDT 1200, 600 – 740 nm, using a dose of 75 J/cm² at an irradiance of 75 mW/cm²).

 

TCA peeling: After topical anaesthesia for 30 minutes with a cream containing 5% lidocaine and 5% prilocaine the skin was cleaned with 95% isopropyl alcohol and degreased with acetone soaked sponges. 35% TCA was then applied

Randomized, observer-blinded, intrapatient, single-centre, comparison study

 

Follow-up: 1, 3, 6 and 12 months after treatment

 

.

n=28 patients with ≥5 AKs in two comparable anatomical areas on the head

 

Mean age: 70.0 years±7.6 (range 56-88)

N=4 female

Total lesion count reduction

 

Complete clearance

 

Treatment failure

(number of AK greater than 50% of the baseline count)

 

Adverse events, treatment-related pain (mean VAS score 0-10)

 

Cosmetic outcome (excellent, good, fair and poor)

TCA vs ALA PDT:

 

Total lesion count reduction (ITT):

31.9% vs 58.0% (p=0.006)

 

Mean Complete clearance rate:

48.8%±35.1 vs 73.7%±29.5 (p=0.011)

 

Treatment failure N patients (%): 7 (25%) vs 2 (7.1%)

 

Mean VAS score:

7.5±2.3 vs 5.1±2.6, p=0.04

 

Scarring was only seen in TCA group (n=6, 21.4%)

 

Cosmetic outcome (excellent): N=11 (44.0%) vs N=19 (76.0%), p=0.202

Drop-outs at 12-month follow-up: N=5: moderate risk for attrition bias

 

Patients were instructed to regularly apply sunscreen until completion of study.

2

Jansen et al 2019

To compare treatment success at 12 months of 5% fluorouracil cream, 5% imiquimod cream, methyl aminolevulinate PDT (MAL-PDT), and 0.015% ingenol mebutate gel in patients with actinic keratosis lesions of any grade.

 

Interventions:

5-FU: Application of 5-FU 5% cream twice daily for 4 weeks. (n=155)

MAL-PDT: Application of MAL under occlusion for 3h, followed by illumination with red LED with an optimum wavelength of

635 ± 18 nm (fluence 37 J/cm² during 7.23 minutes). Directly after illumination the treatment area was covered up for 24 hours. (n=156)

IMB: Application of IMB 0.015% once daily for 3 consecutive days. (n=157)

IMQ: Application of IMQ 5% cream 3 days a week for 4 consecutive weeks. (n=156)

multicenter, single-blind, randomized, controlled, inter-individual trial

 

Patients 18 years of age or older with a clinical diagnosis of five or more actinic keratosis lesions in one continuous area of skin measuring 25 to 100 cm² in the head and neck area were eligible for participation.

 

Randomization in a 1:1:1:1 ratio

N= 624 patient

89.4% male (558/624)

Median age: 73 years (range 48-94)

Skin type:

I: 39.3% (245/624)

II: 53.4% (333/624)

III: 7.4% (46/624)

 

History of AK. 78.0% (487/624)

History of NMSC: 56.6% (353/624)

Median number of AK: 16 (range 5-48)s

Proportion of patients who remained free from treatment failure during 12 months of follow-up after the last treatment

 

Participant partial clearance = initial treatment success at 3 months/12 months  after the last treatment (defined as ≥75% reduction from baseline in the number of actinic keratosis lesions),

 

 

Adverse events

 

Patient satisfaction

 

Cosmetic outcome

cumulative probability of remaining free from treatment failure:

5-FU: 74.7%; 95% confidence interval [CI], 66.8 to 81.0) than among those who received imiquimod (53.9%; 95% CI, 45.4 to 61.6), MAL-PDT (37.7%; 95% CI, 30.0 to 45.3), or ingenol mebutate (28.9%; 95% CI, 21.8 to 36.3)

 

Treatment success: 3 months after EOT

5-FU: 90.6% (135/149)

IMQ: 75.8% (113/149)

MAL-PDT: 76.0% (117/154)

IMB: 67-3% (101/150)

 

Treatment success 12 months after EOT:

5-FU: 82.4% (108/131)

IMQ: 71.0% (76/107)

Mal-PDT: 49.6% (57/115)

IMB: 42.9% (42/98)

 

Adverse events: no treatment-related sAEs

Any AE: 5-FU: 92.6% (125/135)

IMQ: 85.1% (103/121)

MAL-PDT: 96.6% (113/117)

IMB: 95.7% (134/140)

 

Patient satisfaction: recommendation: 5-FU: 93.1% (135/145); IMQ: 81.0% (111/137); PDT: 70.3% (104/148); IMQ: 84.7% (122/144)

 

Cosmetic outcome

Good-to-excellent:

MAL-PDT: 96.6%; IMB: 95.1%; 5-FU: 90.3%; IMQ:89.7%

ITT analysis was performed

 

Participant were not blinded, performance bias is likely; however, all investigator assessments were blinded

 

The percentage of patients with 100% adherence was higher

in the ingenol mebutate group

(98.7%) and the MAL-PDT group (96.8%) than in the fluorouracil group (88.7%) and the imiquimod group (88.2%).

 

Grade III lesions are included in this study

 

Approximately half the patients who were assessed for eligibility declined to participate in this trial, usually because of personal preference or disfavor regarding a specific therapy.

2

Jeffes et al 2001«

To examine the safety and efficacy of PDT using topical 20% ALA in a solution formulation and varying blue light doses (2, 5, and 10 J/cm²) to treat multiple AKs on the face and scalp.

Multicentre, randomized, assessor-blinded, vehicle-controlled, intraindividual study

n=36 participants

30 men, 6 women

Mean age: 68.8 years, range: 38-100

 

On each patient two AKs were treated with vehicle and 2 with 20% ALA.

Participant complete clearance

 

Lesion complete response rates

CR rate of AKs 8 weeks after a single PDT according to varying light doses

 

Application site reactions during illumination and after treatment

ALA vs vehicle

 

Complete response rate:

-8 weeks: 46 (66%) vs 12 (17%), p<0.001

-16 weeks for ALA PDT: 56 (85%), increase in CR rate was significant (p=0.013)

 

Partial response: 12 (17%) vs 12 (17%)

16 weeks for ALA PDT: 4 (6%)

 

Number of cleared lesions at week 8:

0: 5 (14%) vs 25 (71%)

1: 14 (40%) vs 8 (23%)

2: 16 (46%) vs 2 (6%)

 

CR rate of AKs 8 weeks after a single PDT according to varying light doses:

2 J/cm²: 16 (57%) vs 8 (29%), p=0.058

5 J/cm²: 16 (62%) vs 3 (12%), p<0.001

10 J/cm²: 14 (88%) vs 1 (6%), p<0.001

 

Subjective signs during/after ALA PDT: burning/stinging (most frequently reported), itching, pain

 

Objective signs: erythema (most frequently reported), edema, wheal

Hyperkeratotic, hypertrophic grade 3 AKs were excluded because of previous experience suggesting these did not respond well to PDT: selection bias

 

High risk of performance bias: non-blinded investigator performed the treatments

 

Unclear risk of random sequence generation and allocation concealment.

 

This study was supported by DUSA pharmaceuticals, Inc.

2

Jorizzo et al 2007«

To evaluate imiquimod 5% cream applied 3 days per week in one or two shorter courses of treatment for AKs on the head.

 

Intervention:

Imiquimod 5% or vehicle cream 3 days per week in one or two shorter courses.

Multicentre, randomized, double-blind, vehicle-controlled, parallel-group study

 

Randomization imiquimod:vehicle 1:1

n=246 participants randomized

 

Imiquimod group: N=123

 

Vehicle group: N=123

Recurrence at 1 year

 

Participant complete and partial clearance rates

 

Adverse events/Local skin reactions

Imiquimod vs vehicle

 

Recurrence rate: 39% vs 57%

Complete clearance rates:

26.8% (course 1) vs 4.1%and 53.7% (overall) vs 14.6%

Partial clearance rates: 36.6% (course 1) vs 5.7% and 61.0% (overall) vs 25.2%

 

Adverse events:

Itching = most frequently reported application site reaction

 

LSR: Erythema and scabbing/crusting (16% of patients rated them as severe)

Blinded investigators may have been biased toward participants treated with imiquimod identified by treatment site reactions (detection bias)

 

Lack of participants’ clinical and demographic data: selective reporting bias likey

 

Only statistically significant results were reported, results for AEs and LSRs are unclearly reported: selective reporting bias likely

 

This study was supported by 3M Pharmaceuticals.

3

Jorizzo et al 2002«

To compare the efficacy and safety of a new 0.5% fluorouracil topical cream once daily for 1, 2, or 4 weeks with vehicle control for the treatment of AK.

 

Intervention: Application of 0.5% 5-FU or vehicle cream once daily for 1, 2 or 4 weeks.

Multicentre, randomized, double-blind, open (treatment duration), vehicle-controlled, parallel-group study

n=207 participants

166 men, 41 women

 

N=69 patients received vehicle cream

N=47 patients received 1 week of active treatment

N=46 received 2 weeks of active treatment

N=45 received 4 weeks of active treatment

% reduction of lesions (mean percentage of reduction in lesion counts)

 

Absolute mean reduction in lesion counts

 

Participant complete clearance rate

 

Physician Global Assessment of Improvement

 

Adverse events

Mean % reduction:

After 1 week: 69.5%, after 2 weeks: 86.1%, after 3 weeks: 91.7%

For all: p<0.001 vs

Vehicle control: 21.6%

 

Proportion of patients with total lesion clearance:

1 week: 14.9% (p<0.001 vs vehicle)

2 weeks: 37.0% (p<0.001 vs vehicle, p=0.014 vs 1 week active treatment)

4 weeks: 57.8% (p<0.001 vs vehicle, p<0.001 vs 1 week active treatment, p=0.029 vs 2 weeks active treatment)

Vehicle: 0%

 

Physician Global Assessment of Improvement scores: improved significantly in the 1-, 2- and 4-week active treatment groups compared to vehicle group (p<0.001)

 

AEs: facial irritation reported by most patients in the 1-week fluorouracil (89%), 2-week fluorouracil (98%), 4-week fluorouracil (96%), and vehicle (65%) study group

Unclear risk of allocation concealment and random sequence generation.

 

No placebo cream was used to conceal the treatment duration.

 

Study was partly double-blinded and partly open. High risk for performance and detection bias.

 

Unclear which type of analysis was used: High risk for attrition bias

 

Several data were not reported (eg PGAI, sd on mean percentages etc): selective reporting bias likely

 

This study was supported by Dermik Laboratories.

3

Kang et al 2003«

To determine the safety and efficacy of adapalene gel 0.1% vs 0.3% vs placebo in the treatment of AK and solar lentigines.

 

Intervention: Daily application of 0.1% or 0.3% adalpene gel or vehicle for 4 weeks, followed by twice-daily applications, if tolerated, for up to 9 months.

Multicentre, randomized, placebo-controlled, active-controlled, assessor-blinded, parallel-group study

 

Randomization: 1:1:1

 

n=90 participants

69 men, 21 women

Mean age: 63, range 43-83

79% white, with skin phototypes I and II

 

 

 

Mean reduction/changes of lesion count at 9 months

 

Physician global assessment improvement

 

Tolerability

 

Adverse events

Adalpene gel 0.1% vs 0.3% vs vehicle

 

Mean reduction of lesion count

0.5±0.9 vs 2.5±0.9 (decrease) vs 1.5±1.3 (increase)

P<0.05

 

Global improvement:

0.3% significantly greater global improvement in AKs than vehicle at 3 (p<0.05), 6 (p<0.01) and 9 (p<0.01) motnhs of treatment

0.1% sign. improvement vs vehicle at 1 (p<0.05) and 6 months (p<0.05)

 

62% (p<0.01) and 66% (p<0.01) of patients in 0.1% and 0.3% groups were considered to have clear, marked, or moderate improvements, compared with 34% in the vehicle group.

 

After 9 months: proportion of subjects with lighter lesions: 57% vs 59% vs 36% (p<0.05)

 

Adverse events:

Higher levels of erythema, peeling, dryness, burning, and pruritus were observed in the adapalene 0.3% and 0.1% groups in comparison with the vehicle group

No potentially sAEs were considered related to adapalene gel 0.1% or 0.3% treatment.

No follow-up

 

Authors pooled together selected PGAI data, i.e. for clear, marked, moderate improvement to reach statistically significant difference: selective reporting bias likely

 

This study was supported by Galderma Corporation, Texas, US.

3

Kaufmann et al 2008«

To compare efficacy, safety, cosmetic outcomes and patient preference of MAL-PDT vs cryotherapy in patients with AK on the extremities.

 

Intervention: Treatment with PDT using MAL 160 mg/g cream or conventional cryotherapy.

Multicentre, randomized, open, active-controlled, intraindividual, right-left comparison study

 

At the baseline visit, eligible patients received treatment with PDT using MAL 160 mg/g cream and conventional cryotherapy, randomly allocated to alternate sides of the body.

n=121 participants with 1343 lesions

78 men, 43 women

Mean age: 69 years, range: 39-89

 

 

Mean percentage of reduction in lesion counts

 

Cosmetic outcome assessed by investigator and participants

 

Participant preference

 

Adverse events

MAL-PDT vs cryotherapy (PP)

 

Mean percentage reduction in lesion count: 78% vs 88% (p=0.002)

 

Investigator’s assessment of cosmetic outcome: 79% vs 56%, (p<0.001)

 

Patients’ assessment: 50% vs 22% (p<0.001)

 

Patients’ preference: 59% vs 25% (p<0.001)

 

Both treatment regimens: safe and well-tolerated

Sd of mean percentage reduction in lesion counts were not provided: selective reporting bias likely

 

High risk for attrition bias: Sometimes not clear which analysis type was used

 

No blinding: High risk for detection and performance bias

 

Participant’s assessment of cosmetic outcomes has negative value if cryotherapy is better and positive value if MAL-PDT is better. This could influence the participant perception.

 

This study was supported by Galderma.

2

Kohl et al 2016

To evaluate the efficacy of PDT with intense pulsed light (IPL λ≥600nm, 16.2 J/cm²) for treating AK of the dorsal hands, inducing neocollagenesis and improving photoaged skin.

 

Intervention: Three treatments of MAL IPL (IPL λ≥600nm, 16.2 J/cm²) or placebo IPL.

Prospective, randomized, placebo-controlled, monocentric, within-patient, intra-individual right–left, observer-blinded trial

 

Random allocation of the right and left hand to two treatment groups: MAL and IPL or placebo and IPL

 

Patients received three treatments at 6-week intervals; follow-up: 10 weeks after last treatment

N=37 patients

Mean age: 68.84 years±9.28 (range 48-88)

15 men

Complete AK clearance per hand and per lesion at visit 4 (10 weeks after treatment 3)

 

Pain (VAS score)

 

Patient satisfaction with the appearance of the back of their hand (very satisfied – satisfied – moderately satisfied – not satisfied) at follow-up

 

Investigator evaluation (0-4, 0= no improvement) 10 weeks after treatment 3

 

Adverse events

MAL-IPL vs placebo IPL

 

Complete AK clearance per hand:

54.5% vs 3.0%, p<0.0001 (after 10 weeks)

 

Complete AK clearance rates per lesion: 69% vs 15%, p<0.001

Per hand: 55% vs 3%, p<0.001

 

Mean VAS score at treatment 3:

4.9±2.1 vs 4.3±2.1, p<0.001

 

Patient satisfaction: 63.6% vs 21.2%

 

Investigator evaluation:

Overall appearance: 2.2±1.7 vs 1.8±1.7, p=0.042

 

Adverse events:

Mild erythema were observed after MAL-IPL

 

Both treatment modalities significantly improved photoaged skin and induced neocollagenesis

Small sample size

 

Only observer-blinded: performance bias might bias the results

3

Korman et al 2005«

To evaluate the efficacy and safety of 5% imiquimod cream once daily 3 times per week for 16 weeks compared with vehicle in the treatment of AK.

 

Intervention: Application of 5% imiquimod cream or vehicle once daily 3 times per week for 16 weeks.

Multicentre, randomized, double-blind, vehicle-controlled, parallel-group study

n=492 participants

431 men, 61 women

Mean age: 66.3 years, range: 41-93

 

Imiquimod group: n=242

Vehicle group: N=250

Participant complete clearance rates for all lesions at 8 weeks post-treatment

 

Partial clearance rates for all lesions at 8 weeks post-treatment

 

Median percentage reduction of baseline lesion

 

Adverse events

 

Local skin reactions

Imiquimod vs vehicle

 

Complete clearance rates:

48.3% (117/242) vs 7.2% (18/250), p<0.001

 

Partial clearance rates: 64.0% (155/242) vs 13.6% (24/250), p<0.001

 

Median percentage reduction of baseline lesions: 86.6% vs 14.3%

 

Adverse events: Itching at target site: 70 (28.9%) vs 10 (4.0%), p<0.001

Burning at target site: 18 (7.4%) vs 2 (0.8%), p<0.001

 

Local skin reactions: common and occurred in both groups, most frequently reported: erythema, flaking/scaling/dryness and scabbing/crusting

This study was supported by 3M Pharmaceuticals.

 

Skin quality rating not reported for placebo: selective reporting bias

2

Lee et al 2005: long-term follow-up of Korman et al and Lebwohl 2004

To obtain long-term safety follow-up data and estimate AK recurrence in patients who completely cleared their AK lesions in the treatment area at the 8-week post-treatment visit in the phase III studies.

 

Intervention: application of 5% imiquimod 3 times per week or twice per week.

Multicentre, randomized, double-blind, vehicle-controlled, parallel-group study

n=146 patients with completely cleared AKs

 

131 imiquimod treated, 15 vehicle treated

 

Median age: 69 years, range: 45-86 years

 

All but one of the patients were white, and 15.8% (23 of 146) were female and 84.2% (123 of 146) were male. The majority of patients had a skin type classified as either Fitzpatrick II or III.

Recurrence rates

Median number of lesions presen

Safety

Skin quality

Recurrence rate:

Patients with imiquimod 3/week: 24.7% (19/77) vs patients with imiquimod 2/week: 42.6% (23/54)

 

No long-term safety issues

 

Skin quality was maintained

->long-term clinical benefit in a majority of patients who experienced complete clearance of their AK lesions.

 

The study was conducted with financial support from 3M Pharmaceuticals.

2

Kose et al 2008«

To compare the efficacy and safety of topical 3% diclofenac gel plus hyaluronic acid and 5% imiquimod cream in the treatment of AK.

 

Intervention: Application of Diclofenac 3% natrium in 2.5% HA gel once daily or 5% imiquimod cream three times a week for 12 weeks.

Randomized, open-label, active-controlled, parallel-group study

n=49 participants

28 men, 21 women

Mean age: 56 years, range: 41-82

 

N=24 patients: 3% diclofenac gel once daily to their lesions

 

N=25 patients: 5% imiquimod cream three times a week for 12 weeks

Investigator and participant global improvement indices at the end of treatment (IGII and PGII)

 

Local skin reactions and adverse events

Diclofenac vs imiquimod group (no sign. differences between the two groups)

 

IGII: Participant complete response:

12% vs 22%

 

PGII: Participant complete response: 28% vs 23%

 

Incidence of Local skin reactions (N):

Erythema: 11 vs 10

Crusting: 7 vs 4

Scaling: 2 vs 3

Dryness: 8 vs 7

 

Adverse events:

Most AEs related to skin, most common: erythema, pruritus, dry skin, and scaling (mild to moderate)

12 patients in diclofenac group an 15 patients in imiquimod group experience at least on AE related to the treatment

No blinding: high risk for performance and detection bias

 

No data reported for participant partial clearance: high risk for selective reporting bias

 

No information regarding participants’ compliance: this might skew the data.

 

Statement regarding potential conflict of interest is missing.

3

Krawtchenko et al 2007«

To compare the initial and 12-month clinical clearance, histological clearance, and cosmetic outcomes of topically applied 5% imiquimod (IMIQ) cream, 5% 5-fluorouracil (5-FU) ointment and cryosurgery for the treatment of AK.

 

Intervention: One or two courses of cryosurgery (20-40 seconds per lesion) or application of 5% 5-FU twice daily for 4 weeks or application of 5% imiquimod cream three times a week for 4 weeks (up to two courses).

Single-centre, randomized, active-controlled, parallel-group study

 

Randomization to one or two courses of cryosurgery (20–40 s per lesion), topical 5-FU (twice daily for 4 weeks), or one or two courses of topical imquimod (three times per week for 4 weeks each)

n=75 participants

61 men, 14 women

Mean age: 73 years, range: 57-88

 

Imiquimod group: N=26

5-FU: N=24

Cryosurgery: N=25

Participant complete clearance rates at test of cure and 12 months after the end of treatment

 

Recurrence at 12 months after the end of the treatment

 

Adverse events

 

Cosmetic outcome 12 months after EOT

 

Cryosurgery vs 5-FU vs IMIQ:

 

Initial clinical clearance:

68% (17/25) vs 96% (23/24) vs 85% (22/26), p=0.03

 

Histological total clearance rate:

32% (8/25) vs 67% (16/24) vs 73% (19/26), p=0.02

 

Recurrence rate: 25% vs 24% vs 16%, p<0.01

 

Sustained clearance rate of intitially cleared lesions: 28% (7/25) vs 54% (13/24) vs 73% (19/26), p<0.01

 

Sustained clearance of the total treatment field: 4% (19/26) vs 33% (8/24) vs 73% (19/26), p<0.01

 

Cosmetic outcome: excellent: 4% vs 4% vs 81% (patient and investirgator-assessed)

p<0.0001for overall differences for both, investigator’s and patients’ assessments

 

Adverse events:

No sAEs occurred

No information regarding blinding: risk for performance and detection and bias

 

Lack of information regarding patients adherence to the treatment

 

No detailed information regarding adverse events: selective reporting bias likely.

3

Lebwohl et al 2004«

To evaluate the efficacy of imiquimod 5% cream compared with vehicle in the treatment of AK lesions on the face and balding scalp.

 

Intervention: Application of imiquimod 5% cream once daily, 2 days per week for 16 weeks.

Multicentre, randomized, double-blind, vehicle-controlled, parallel-group study

n=436 participants

380 men, 56 women

Age: range=37-88

 

Randomization to either imiquimod 5% or vehicle cream.

 

Application: once per day, 2 days per week for 16 weeks

Participant complete clearance rates at 8 weeks post-treatment

 

Partial clearance rates at 8 weeks post-treatment

 

Median percent reduction in baseline lesions at 8 weeks post-treatment

 

Adverse events

Application site reactions

 

Local skin reactions

Imiquimod vs vehicle

 

Complete clearance rate: 45.1% vs 3.2%; difference: 41.9% (95%CI: 34.9%-49%)

 

Partial clearance rate: 59.1% vs 11.8%; difference: 47.3% (95%CI: 39.5%-55.1%)

 

Median % reduction in AK lesions: 83.3% vs 0%

 

Severe LSR:

erythema: 17.7% vs 2.3%

scabbing/crusting: 8.4% vs 1.8%

flaking/scaling/dryness: 7.4% vs 3.2%

 

At least one AE:

6% (13 of 215) vs 6.3% (14 of 221)

 

Most commonly reported:

Itching at target site: 20.5% vs 6.8%

Burning at target site: 5.6% vs 1.8%

 

Application site reactions:

33% vs 14.5%

 

Imiquimod was well tolerated

High risk for attrition bias (9 drop-outs in intervention, 11 in control group)

 

Not all outcomes reported: selective reporting bias likely

 

No information provided regarding patients’ adherence

 

This study was supported by 3M Pharmaceuticals.

 

 

3

Lebwohl et al 2012«

To investigate the efficacy and safety of a new topical field therapy for AK, ingenol mebutate gel (0.015% for face and scalp and 0.05% for trunk and extremities).

Multicenter, randomized, double-blind, parallel-group, placebo-controlled study

 

Randomization: 1:1

Self-application of ingenol mebutate or placebo once daily for 3 consecutive days for lesions on the face or scalp or for 2 consecutive days for the trunk or extremities

N=547 patients in the face/scalp group (277 received ingenol mebutate gel 0.015%, 270 placebo)

 

N=458 in the trunk/extremities group (N=226 received ingenol mebutate 0.05%, 232 placebo)

 

Mean age: 65.1 years

Participant complete clearance at 57 days

 

Participant partial clearance

 

Median reduction of AKs

 

Mean maximum composite score (0-24)

Ingenol mebutate vs placebo

 

Face and scalp

Complete clearance

42.2% vs 3.7%, p<0.001

 

Partial clearance: 63.9% vs 7.4%, p<0.001

 

Median reduction of AKs: 83% vs 0%

Mean maximum composite score: 9.1±4.1 vs 1.8±1.6

application-site conditions: 19.0% vs 2.6%

for ingenol mebutate treated patients: pain (13.9%), pruritus (8.0%), and irritation (1.8%)

 

Trunk and extremities

Complete clearance

34.1% vs 4.7%, p<0.001

 

Partial clearance: 49.1% vs 6.9%, p<0.001

 

Median percentage reduction of AKs: 75% vs 0%

 

Mean maximum composite score: 6.8±3.5 vs 1.6±1.5

application-site conditions: 12.0% vs 2.6%

ingenol mebutate group: pruritus (8.4%), irritation (3.6%), pain (2.2%)

 

Adverse events: mild to moderate

Data were pooled

 

Face/scalp group: 3 drop-outs in the ingenol mebutate group, 8 drop-outs in the placebo group

 

Trunk/extremities group: 6 drop-outs in ingenol mebutate group, 5 drop-outs in the placebo group)

Risk for attrition bias is low

 

Overall, good adherence in all groups

 

This study was funded by LEO Pharma.

 

 

 

 

 

2

Lebwohl et al. 2013: long term follow up-study of Lebwohl et al 2012 and three other studies

To assess 12-month recurrence rates and safety associated with ingenol mebutate gel treatment in patients who previously had achieved complete clearance of actinic keratoses.

 

Intervention:

 

Self-application of ingenol mebutate or placebo once daily for 3 consecutive days for lesions on the face or scalp or for 2 consecutive days for the trunk or extremities.

Observational follow-up study of patients who had achieved complete clearance of AK in 4 studies, results are pooled from 4 studies

 

Randomization 1:1

Population:

N=108 patients with complete clearance of face or scalp lesions; N=76 patients with complete clearance of trunk or extremity lesions.

 

To enroll in the follow-up studies, patients had to have achieved complete clearance in a prespecified 25-cm2 area on day 57 of their original trial.

Recurrence rate

Median time to recurrence

Safety

12-month recurrene rate:

87.2% (face/scalp) and 86.8% (trunk/extremities)

 

Estimated median times to recurrence: 365 days (face/scSlp) and 274 days (trunk/extremities)

 

No safety concerns during follow-up

 

Conclusion: Ingenol mebutate gel applied as field therapy for 2 or 3 consecutive days to treat actinic keratoses produced clinically relevant sustained clearance and long-term lesion reduction.

The study was supported by LEO Pharma.

 

2

Loven et al. 2002

To compare the tolerability and efficacy of the 0.5% and 5% fluorouracil creams in the treatment of AKs.

 

Intervention: Application of 0.5% 5-FU cream once daily and 5% 5-FU cream twice daily for 4 weeks.

Randomized, multicenter, single-blind, split-face study

 

Patients with ≥6 AK lesions were treated for 4 weeks with 0.5% (once daily) and 5% (twice daily) fluorouracil creams applied to opposite sides of the face/balding scalp for 4 weeks. Application by trained personnel at the 2 study sites, on holidays, weekends, and evenings by the participants.

n=24 patients

mean age: 70.4 years±8.5

17 male (81%)

 

Mean number of 21.7 lesions at baseline (10.9 on the right side, 10.8 on the left side of the face)

 

n=11 received 0.5% cream on the left side of the face an 5% cream on the right side of the face, the remaining 10 patients received the treatments in the reverse manner.

 

Eighteen patients prematurely associated discontinued application of treatment: 4 due to irritation

with 0.5% fluorouracil cream, 8 due to irritation associated with 5% fluorouracil cream, 4 due to irritation associated with both treatments, and 2 for other reasons. Of the 18 patients who discontinued

treatment, 1 withdrew from the study entirely and 17 discontinued treatment applications before completing the trial but completed all required posttreatment

visits

 

Sunscreen/moisturizer was used by

86.0% (18/2 1) of patients during the study. Acetylsalicylic

acid was used by 33.3% (7/21) of patients, bacitracin/neomycin/polymyxin was used by 28.6% (6/21), and hydrocortisone was used by 23.8% (5/21). These treatments were applied to both sides of the face.

Reduction of number of AK lesions (absolute and %)

 

Adverse events

 

Patients’ treatment preference (questionnaire)

0.5% vs 5% FU

 

Reduction of mean lesion counts from baseline to week 8: 8.8 vs 6.1 (p=0.044

 

Mean absolute change of AKs by side:

0.5% FU: 8.2 on the left side, 9.5 on the right side

5% FU: 6.3 on the left side and 6.0 on the right side

 

%change in the number of AK lesions:

67% vs 47%, not statistically significant but significant for each treatment versus baseline

 

Adverse events:

Erythema: 21 (100%) vs 21 (100%)

Erosion: 17 (81%) vs 20 (95.2%)

Dryness: 15 (71.4%) vs 18 (85.7%)

Burning: 14 (66.7%) vs 18 (85.7%)

Pruritus: 14 (66.7%) vs 18 (85.7%)

Pain: 9 (42.9%) vs 12 (57.1%)

Edema: 7 (33.3%) vs 10 (47.6%)

 

Patient preference: 85% (17/20) vs 15% (3/20), p=0.003

Study was only single-blind (evaluator-blinded): high risk for detection bias/patients compliance might bias the results

 

Small sample size (n=24)

 

Intra-patient design reduces the risk for confounding

 

Study is underpowered: 24 patients were estimated, only 21 were enrolled

 

20 patients completed the study, one withdrawal due to clinical depression: risk for attrition bias very low.

 

Statement regarding potential conflict of interest is missing.

3

McEwan et al 1997«

To study the efficacy and tolerability of topical 3% diclofenac in 2.5% hyaluronic acid gel versus gel containing 2.5% hyaluronic acid alone in the treatment of SK.

 

Intervention: Application of 3% diclofenac in 2.5% HA gel or vehicle twice daily as well as sunscreen once a day for 24 weeks.

Single-centre, randomized, double-blind, placebo-controlled, parallel-group study

 

Self-application twice/day and also sunscreen once/day for 24 weeks

n=130 participants

73 men, 57 women

Age range: 48-87

 

Active treatment: N=65

Control group: N=65

Complete response rate

 

Partial response rate

 

Adverse events

Active vs placebo

 

Complete response rate: 29% (95%CI: 19-42) vs 17% (95%CI: 9-28), p=0.14

 

Partial response rate: 38% vs 45%, p=0.18

 

Adverse reactions in treatment groups: 29% (95%CI: 18-42) vs 5% (95%CI: 1-13), p=0.0002

 

Most common: rashes

 

3 severe AEs reported, none related to treatment

High risk for attrition bias: N=31 drop-outs in the intervention group and N=16 in the control group

 

Dose applied by the patients was variable, despite adherence to the requested frequency of application (size of lesions varied, which influenced the amount of gel needed)

 

The study was supported by Hyal Pharamceutical Australia Ltd.

 

Statement regarding potential conflict of interest is missing.

2

Miola et al 2018

To evaluate the effectiveness and safety of 0.5% colchicine (COL) cream

vs. methyl aminolaevulinate photodynamic therapy (MAL-PDT) in the treatment

of AK and field cancerization.

 

Intervention:

COL: Application of colchicine cream 0.5% twice daily for 10 days

MAL-PDT: After curettage, application of MAL under occlusion for 3h, then illumination for 8 min using a 630-nm wavelength LED (single session).

Single-center, randomized, open, intra-individual controlled trial

 

AK were located on the forearm

N = 36 participants

50% male (18/36)

 

Age: mean: 70.9±8.6 years

 

Skin types:

I (11), II (21), III (4)

Participant complete  clearance

 

Participant partial clearance (-50%)

 

Reduction in AK count

 

Adverse events

 

Patient preference

COL vs MAL-PDT:

 

Participant complete  clearance: 17% vs 19%

 

Participant partial clearance:

44% vs 67%

 

Reductions in AK count: 45% vs. 40%

 

Mild or moderate adverse effects were similar for both groups:

69% vs. 67%; no sAEs reported

 

Most frequently:

Erythema and crusts (2%), peeling (1%), oedema (MAL-PDT)

Erythema (12%), crusts (5%), peeling (4%), oedema (4%) (COL)

 

Patient preference

28% vs. 60%

No blinding was performed; thus detection and performance bias is likely

 

Small sample size

 

Study was conducted in Brazil

3

Misiewicz et al 1991«

To compare the efficacy and tolerability of arotinoid methyl sulfone (Ro 14-9706) cream with tretinoin cream in the treatment of AK.

 

Intervention: Application of 0.05% Ro 14-9706 cream and tretinoin cream twice daily for 16 weeks.

Randomized, double-blind, active-controlled, intraindividual study

n=26 participants ≥3 clinically typical AKs

17 men, 9 women

Mean age: 75.1 years, range: 55-88

 

Application twice daily for 16 weeks, each as a 0.05% cream to opposite sides of the face

Overall response at 16 weeks (Complete response, no response)

 

Mean % decrease in the number of lesions at 16 weeks

 

Tolerability scoring

Ro 14-9706 vs tretinoin

 

Complete response:

0 (0%) vs 2 (8%)

 

Partial response: 12 (48%) vs 10 (40%)

 

No response: 13 (52%) vs 11 (44%)

 

Worsening: 0 (0%) vs 2 (8%)

 

Mean % decrease:

37.8%±6.5 vs 30.3%±9.9, for each: p<0.01 from baseline, but not sign. different from each other (p=0.58)

 

Tolerability:

Ro 14-9706: better tolerated, local inflammation was slight/absent in most patients

Tretinoin: severe erythema in 50% and severe scaling in 23% of patients

1 drop out

 

This study was supported by La Roche Ltd.

2

Moggio et al 2016

To compare treatment outcomes of DL-MAL-PDT and ingenol mebutate 0.015% gel (IMB).

 

Intervention: Application of 0.015% IBM overnight for 3 consecutive days and on the 4th day single session of DL-MAL PDT.

Comparative, intra-patient, split-face, single-centre, investigator-blinded, randomized clinical trial

 

Randomization of two symmetrical contralateral 25cm² areas to either 3 days IMB treatment cycle or to a single session of DL-MAL-PDT (1:1)

 

Conducted always from 10 to 12 am in sunny days or with mild to moderate cloud coverage

 

DlPDT was administered according to a standard technique: a broad spectrum UVA and UVB organic sun protection (Sun protection factor: 60; UVA protection factor: 20) containing only chemical filters was applied on sun-exposed areas (including treated areas) prior to skin preparation of the treated area with a mildly abrasive pad to remove scales and crusts and to roughen the surface of the AKs. Soon after a 1 mm thick layer of a cream containing 160 mg MAL g−1 was applied and, after 30 min, the 2 h exposure to daylight began.

n=22 patients with 311 AKs

18 men, 4 women

 

Median age: 74.6 years, range: 58-84

 

FST I: 2 (9.1%), FST II: 7 (31.8%), FST III: 12 (54.5%), FST IV: 1 (4.5%)

 

Patients with an incomplete response of multiple lesions after 3 months from EOT were treated with cryotherapy, a second session of DL-PDT, or another treatment cycle with IMB according to the number of lesions and preferences of the patients.

Complete remission rate at 90 days

 

Mean days necessary for wound closure

 

Mean LSR score 1 day after treatment

 

Patient complete clearance rate

 

Patient’s scored pain (VAS score) after treatment

 

Cosmetic outcome at 90 days

 

Patient preference

 

IMB vs DL-MAL-PDT

 

Complete remission rate: 75.8% vs 77.9%

 

Mean days necessary for wound closure: 9.45±3.51 vs 4.36±1.18 (p<0.01)

 

Mean LSR score: 9.91±4.24 vs 4.59±4.03, p<0.01

 

Patient complete clearance rate: 8 patients (36.4%) had all lesions cleared with IMB and 7 (31.8%) with DL-MAL-PDT

 

Mean VAS score: 3.55±1.82 vs 2.05±0.72 (p<0.01)

 

Cosmetic outcome: better with DL-MAL-PDT

 

Preference: 5 vs 17

Small sample size

 

Open study: performance and detection bias likely

 

Self-application by patients might bias the results (compliance): results might be over/underestimate.

3

Moloney et al 2010«

To assess the effect of topical 1% nicotinamide on AKs.

 

Intervention: Application of 1% nicotinamide or vehicle twice daily.

Randomized, double-blind, placebo-controlled, parallel-group study

n=30 participants

26 men, 4 women

Mean age: 74 years, range: 48-89

 

Randomization to apply 1% nicotinamide (N=13) or vehicle (N=17) twice daily

Mean % of reduction in lesion counts from baseline at 3 and 6 months

Nicotinamide vs vehicle:

 

Mean % of reduction:

At 3 months: 21.8±10.0%, p=0.04 vs 10.0±12.0%, p=0.3

 

At 6 months: 24.6±15.4%, p=0.1 vs 22.4±9.6%, p=0.06

This study was supported by cancer Council NSW, the Dermatology Research Foundation and Epiderm.

 

Selective reporting: appearance of new/subclinical lesions was not reported, but included in the protocol

 

Unclear for how long the verum or vehicle was applied: selective reporting bias likely.

2

Moloney et al 2007«

To compare the efficacy and adverse effects of MAL-PDT with ALA-PDT in the treatment of scalp AK.

 

Intervention:

Treatment of two treatment fields two weeks apart and reception of either MAL-PDT or ALA-PDT as first or second treatment.

 

Application of MAL cream for 3h, 20% ALA for 5h.

Single-centre, randomized, double-blind, active-controlled, intraindividual, split-scalp study

n=16 men

Mean age: 71 years, range: 59-87

 

Randomization of treatment fields to receive either MAL or ALA as first or second treatment.

 

MAL cream was applied for 3 h; 20% ALA cream was applied for 5 h.

Field complete clearance rates at 1-month post-treatment

 

Mean reduction in lesion counts at 1-month post-treatment

 

Adverse events

 

Pain (VAS score at 3,6,12,16 minutes)

 

Duration of discomfort

 

Participant preference

ALA-PDT vs MAL-PDT

 

Field complete clearance rate: 40% vs 46.7% = clearing of 87% of AKs treated with ALA-PDT vs 71% treated with MAL-PDT

 

Mean reduction from baseline in AK counts: 6.2±1.9 vs 5.6±3.2 (p=0.588)

à no sign. difference in efficacy

 

Adverse events: no AEs apart from mild erythema in all treated sites and superficial erosions in two patients

 

Pain: All patients experienced pain which was of greater intensity in the ALA-treated side at all time points

Mean VAS score at 12 min: 38.6±24.4 vs 21.6±15.1 (p=0.012; result of 12 minutes was the most significant one)

 

Duration of discomfort: longer following treatment with ALA when compared with MAL-PDT (p=0.044)

 

Patient preference: 2 (13.3%) vs 10 (66.7%)

Small sample size consisting of only men: Interpretation of the results is limited to this study

 

1 dropout: risk for attrition bias very unlikely

 

Wood’s light was used to look at PpIX fluorescence after cream incubation, results not reported: selective reporting bias likely

2

Moriarty et al 1982«

To investigate the efficacy of etretinate (tigason) in the treatment of AK.

 

Intervention: 75mg etretinate as first or second treatment and placebo consequently either as first or second treatment per os once daily for 2 months.

Single centre, randomized, double-blind, placebo-controlled, cross-over study (2-part study)

n=50 participants

36 men, 14 women

Mean age: 71, range: 50-85

 

Each treatment (etretinate 75 mg per os once daily or placebo) given for two months, order of administration was randomized.

Participant complete clearance rates

 

Partial remission rates (50% reduction in size of 75% of lesions)

 

Adverse events

Etretinate vs placebo group

 

Participant complete clearance rate:

22.7% (5/22) vs 0%

Partial remission:

63.6% (14/22) vs 4.3% (1/23)

 

After crossover:

Complete or partial response:

84% (37/44) vs 5% (2/42)

 

Adverse reactions:

Etretinate group:

Dryness of mouth/lips: 86.1%, skin desquamation: 70.4%, rash/itch: 15.9%, nausea: 4.5%, non-specific: 4.5%

N=3 dropouts in the intervention group and N=2 dropouts in the control group: Risk for attrition bias unclear

 

Random sequence generation and allocation concealment unclear

 

Unclear if second part of the study was also double-blind

 

Complete or partial response is not separately reported after the crossover (only pooled results)

 

Statement regarding potential conflict of interest is missing.

3

Morton et al 2006«

To compare the lesion response and subject preference for topical MAL-PDT vs. cryotherapy for the treatment of AK.

 

Intervention: Subjects received both one treatment session of MAL-PDT (illumination with a narrowband red light (average wavelength approximately 630 nm, light dose 37 J/cm²) from a standard light-emitting diode (LED) light source) and a double freeze–thaw cryotherapy.

Multicentre, randomized, open-label, active-controlled, intraindividual, right-left comparison study

 

Lesions with a noncomplete response were retreated after 12 weeks

n=119 participants with 1501 lesions

108 men, 11 women

Mean age: 75 years, range: 53-93

 

 

 

Mean % reduction in lesion counts from baseline at 12 and 24 weeks

 

Lesion complete response rates of baseline lesions at 12 and 24 weeks

 

Participant preference

 

Cosmetic outcomes

 

Investigator preference

 

Mean VAS score (pain)

 

Adverse events

MAL-PDT vs cryotherapy

 

Mean % lesion reduction from baseline (PP): 86.9% vs 76.2%, p<0.001 (week 12); 89.1% vs 86.1%, p=0.20, week 24

 

Lesion complete response rate:

85.8% vs 82.5%, regardless of lesion location and severity (week 24)

 

Cosmetic outcome (investigator)

Rated as excellent: 70.8% vs 57.5% (week 12), 77.2% vs 49.7%, week 24

 

Participant preference (cosmetic outcome, efficacy, skin discomfort): 44.7% vs 9.9%, p<0.001

Investigator preference: 52.2% vs 15.9%, p<0.001

 

Mean VAS score: 5.2 vs 4.0, p=0.24 after 1st session

 

Adverse events:

Fewer skin-related AEs with MAL-PDT: 62.2% vs 72.3%

Most adverse events were mild to moderate and transient in nature

 

If patients had to be retreated, 70 (64.8%) preferred to receive MAL-PDT relative to 30 (31.5%) who preferred cryotherapy

Study design was open since 2 physically distinct treatments were compared: risk for performance and detection bias

 

Standard deviations for the mean percentages of reduction in lesion counts were not reported: selective reporting bias likely

 

 

This study was supported by Galderma France.

3

Neittaanmaki-Perttu et al 2016

To assess the cost-effectiveness of DL-PDT compared with LED-PDT.

 

Single-centre, randomized, prospective, controlled trial

 

Washout period: 6 months

n=70 patients with 210 AKs

39 men, 31 women

Mean age: 76 years, range: 59-93 years

 

DL-PDT: N=35

LED-PDT: N=35

Patient complete response rate at 6 months

 

Lesion complete response rate at 6 months

 

Pain (mean VAS score during and after treatments, 0-10)

DL-PDT vs LED-PDT

 

Patient complete response rate: 42.9% (15/35) vs 68.6% (24/35), p=0.030

 

Lesion complete response rate: 89.2% vs 72.4%, p=0.0025

 

Mean VAS score:

1.53 (range: 0.1-6.0) vs 4.36 (range: 0.3-8.4), p<0.001

 

Conclusion: DL-PDT is less costly and less effective than LED-PDT

Random sequence generation and allocation concealment unclear

 

Detailed information of the intervention is missing: selective reporting bias likely

 

Study was open: performance and detection bias likely

 

This study was supported by a research grant from Orion Pharmos Foundation and from Foundation for Clinical Chemistry Research.

3

Ooi et al 2006

To determine the nature of cellular infiltrates induced by the application of imiquimod 5% cream to AK lesions and to study cells involved in the cutaneous immune response.

 

Intervention: Application of imiquimod 5% cream or vehicle cream once daily, three days per week for up to 16 weeks.

Randomized, double-blind, parallel-group, vehicle-controlled, phase I study

n=18 patients

15 men, 3 women

Mean age: 68 years

 

Randomization 2:1 to receive imiquimod 5% cream (N=12) or vehicle cream (N=6)

 

 

Patient complete clearance

 

Patient partial clearance

 

Percentage lesion reduction

 

Local skin reactions

 

Application site reactions

 

Adverse events

Imiquimod vs vehicle

 

Patient complete clearance: 45% vs 0%

 

Partial clearance (>50%): 82% vs 50%

 

% lesion reduction:

75% vs 37.5%

 

Local skin reactions:

Erythema: 100% (majority: moderate) vs 67% (majority: mild)

Severe erythema: 17% vs 0%

 

Application site reactions:

Itching: 67% vs 17%

hzeadache and influenza-like symptoms: 25% in imiquimod group

 

No serious AEs reported

 

No results were statistically significant

Small sample size

 

N=1 lost to follow-up: risk for attrition bias is low

 

Self-application of the treatment by the participants: compliance might differ which might bias the results

 

This study was supported by 3M Pharmaceuticals.

2

Ortonne et al 2010

To compare cross polarized light photography (CPL) and fluorescence diagnosis (FD) using methyl-levulinic acid and illumination with Wood’s lamp for their ability to detect subclinical lesions when treated with imiquimod 5% cream.

 

To compare these findings with biopsy results taken before and after treatment with imiquimod 5% cream or vehicle

Randomized, double-blind, vehicle-controlled, parallel-group, exploratory pilot study

 

Randomization 3:1 (imiquimod: vehicle)

 

Application to a contiguous 20cm² treatment area on the head prior to the patient’s sleeping hours.

In the first course, application once daily, 3 days per week for 4 weeks. After a 4-week break, a second course followed.

n=12 patients with at least 5 clinically visible AK lesions in a single contiguous 20 cm² area on the head

mean age: 66 years±10

 

9 patients were treated with imiquimod 5% cream and three with vehicle cream

Mean reduction

 

Adverse event

Mean reduction in lesion count:

Imiquimod group:

2.0±1.9 at week 4, 0.9±1.4 at week 8, 1.2±2.1 at week 12 and 0.3±1.0 at week 20

 

Adverse events:

10 AEs in 6 patients: mild n=7, moderate n=3

7AEs possibly/probably related to the study drug

Small sample size

 

The study was funded by 3M Pharmaceuticals.

2

Ostertag et al 2006«

To compare the recurrence rates and the improvement of actinic-damage in patients who were assigned to the topical 5-FU group (FU-group) and those who were assigned to the laser resurfacing group (LA-group).

 

Intervention: Application of 5% 5-FU cream twice daily for 4 weeks or treatment with laser resurfacing (Derma-K laser, Er:YAG mode in combination with CO2 laser).

Single-centre, randomized, double-blind, active-controlled, parallel-group study

 

Follow-up=1 years

n=55 participants

50 men, 5 women

Mean age: 72 years, range: 52-85

 

N=27 patients were treated with 5-FU 5% cream twice daily for 4 weeks and N=28 with laser resurfacing (Derma-K laser, Er:YAG mode in combination with CO2 laser).

Recurrence rates at 3, 6, and 12 months post-treatment

 

RR of recurrence in FU group vs LA group

 

Mean % lesion cleared

 

Adverse events

 

Additional outcome:

Photoaging score (a simplified form of the Glogau score to classify photoaging)

FU group vs LA group

 

Recurrence rates:

3 months: 61.5% (95% CI: 48.6-71.0) vs 21.7% (95%CI: 10.9-36.3), p=0.005

6 months: 57.7% (95%CI 44.8-67.3) vs 21.7% (95%CI: 10.9-36.3), p=0.011

12 months: 60.0% (95%CI: 46.1-71.3) vs 25.9% (95%CI: 15.4-38.8), p=0.013

 

RR (95% CI) of recurrence in FU group vs LA: 3 months vs 6 months vs 1 year:

2.83 (1.34-6.45) vs 2.65 (1.24-6.15) vs 2.31 (1.19-4.62)

 

Photoaging score: improvement of 50% vs 65% after 3 months (p=0.39), 50% vs 78% after 6 months (p=0.07) and 43% vs 74% (p=0.07) at 12 months

 

Mean % lesion cleared:

6 months: 79.2% vs 94.4%, p=0.022

12 months: 76.6% vs 91.1%, p=0.048

 

Side effects: more frequently in the laser group, esp. erythema and hypopigmentation

Unclear allocation concealment.

 

Self-application of the treatment: lack of information regarding patients’ compliance

 

Standard deviations associated with mean values were not reported: high risk for selective reporting bias

2

Pariser et al 2016

To evaluate the effect of short-incubation time and application method on the safety and efficacy of ALA-PDT versus vehicle-PDT in the treatement of AKs of the face and scalp.

 

Intervention: Aminolevulinic acid or vehicle was applied to face/scalp for 1,2, or 3 hours(broad application) or 2 hours (spot application) before blue light activation (10 J/cm²). Re-treatment at week 8 if any AK lesion remained.

Randomized, multicenter, vehicle-controlled, investigator-blinded study

n=234 participants ith 6-20 grade 1 or 2 AKs on the face or scalp (ITT)

211 male, 23 female

Mean age: 68 years, range: 40-88

FST I: 6%, FST II: 44%, FST III: 43%, FST IV: 6%, and FST V: 0.4%

 

Randomization to one of 5 treatment groups:

 

-broad application of ALA 1,2, or 3 hours before blue light (N= 47, N=48, N=47)

-spot application of ALA 2 hours before blue light (N=46),

Or vehicle before blue light (N=46)

 

98% (231/235) completed the study

Median AK clearance rate for subjects at week 12

 

Complete clearance rate

 

Partial clearance rate

 

Participant complete clearance rate at week 12

 

Subject satisfaction and acceptability of treatment (4-point scale) at follow-up

 

Safety

Median AK lesion clearance rate: ALA-PDT vs vehicle PDT

range: 68-79% vs 7% (p<0.0001)

 

ALA-BA 1 vs ALA-BA2 vs ALA-BA3 vs ALA-SP2 vs VEH at week 8:

35.7 vs 52.2 vs 57.1 vs 57.1 vs 5.7, p<0.0001

 

Participant complete clearance rate: range: 17% (8/46) – 30% (14/47) versus 2% (1/46), p=0.0041

 

ALA-BA 1 vs ALA-BA2 vs ALA-BA3 vs ALA-SP2 vs VEH:

 

Median lesion clearance rate:

Week 8: 35.7%±42.0 vs 52.5%±37.2 vs 57.1%±37.0 vs 57.1%±43.8 vs 5.7%±33.5

Week 24: 66.7%±43.4 vs 64.9%±36.3 vs 75.0±46.3 vs 63.4%±44.3 vs 14.3%±44.0

 

Participant complete clearance (week 8):

6.4% (3/47) vs 14.6% (7/48) vs 17.0% (8/47) vs 8.7% (4/46) vs 0%. ALA-BA2 and ALA-BA3: p<0.05 in comparison to vehicle

 

Participant partial clearance (week 8):

21.3% (10/47) vs 27.1% (13/48) vs 31.9% (15/47) vs 28.3% (13/46) vs 2.2% (1/46), p<0.05 for all interventions in comparison to vehicle

 

Subject satisfaction: 79% (147/185) of subjects treated with ALA-PDT: moderate/excellent improvement from baseline, 35% (16/46) of subjects treated with VEH-PDT

 

Safety:

For ALA-treated subjects, stinging/burning during light treatment was rated as moderate or severe for 63.8%, 79.2%, 78.7%, and 58.7% of subjects in ALA-BA1, ALA-BA2, ALA-BA3, and ALA-SP2, respectively.

 

Incidence of erythema increased over baseline levels in all treatment groups immediately after light treatment, but appeared to be more severe in theALA groups than in the VEH group (38.3%, 58.3%, 61.7%, 41.3%, vs 6.5%)

 

Incidence of edema was greatest for subjects treated with BA ALA for 2 or 3 hours. All ALA groups exhibited an increase in scaling and dryness at the 24- to 48-hour visit, compared to baseline.

 

Additionally:

A total of 7 skin cancers were diagnosed within the treated area during the study, including 2 basal cell carcinomas (BCCs), 1Bowen disease, and 1SCC in the 188 ALA-treated subjects, and 2 BCCs and 1 SCC in the 46 VEH-treated subjects.

Unclear randomization scheme

 

More men than women among the included participants: this might bias the results, results are limited to this study population (males have a higher tendency toward the development of AKs)

 

Study was only investigator-blinded: Participants compliance might bias the results

 

This study was supported by DUSA Pharmaceuticals.

3

Pariser et al 2008

To evaluate the efficacy of MAL PDT using red light-emitting diode light.

 

Intervention: 16.8% MAL cream or vehicle cream was applied under occlusion for 3 hours, illumination with repeated treatment 1 week later (630 nm, light dose 37 J/cm²).

Multicenter, double-blind, randomized, vehicle-controlled study

100 Caucasian patients with 4-10 previously untreated non-pigmented, nonhyperkeratotic grade 1 or grade 2 AK lesions on the face and scalp.

 

n=96 patients were randomized

 

n= 49 patients with 363 AK lesions: 16.8% MAL cream applied under occlusion for 3 hours

42 male

Mean age: 66.1 years, range: 43-86

 

n=47 patients with 360 AK lesions: vehicle cream

37 male

Mean age: 66.7 years, range: 48-89

 

illumination with repeated treatment 1 week later (630 nm, light dose 37 J/cm²)

Complete lesion response rate 3 months after EOT

Patient response rate at 3 months after EOT

Adverse events

MAL-PDT vs vehicle-PDT

 

Lesion complete response rate:86.2% (313/363) 95% CI 82.2%-89.6% vs 52.2% (188/360), 95% CI 46.9% - 57.5%

OR= 6.9 (95% CI = 4.7-10.3), p<0.0001

 

Patient complete response rate:

59.2% (29/49) 95% CI 44.2%-73.0% vs 14.9% (7/47), 95% CI 6.2%-28.3%

OR= 13.2 (95% CI = 4.1-43.1), p<0.0001

 

Adverse events:

Number of patients with AEs, including 4 training patients:

98% (52/53) vs 47% (22/47)

Erythema: 77% (41/53) vs 15% (7/47)

Skin burning sensation: 72% (38/53) vs 11% (5/47)

Pain of skin: 60% (32/53) vs 21% (10/47)

Pruritus: 23% (12/53) vs 11% (5/47)

Further AEs: Skin edema, scab, skin discomfort, blister, skin exfoliation (more frequent in the MAL-PDT group)

4 patients with 36 lesions were treated with MAL-PDT during the training period.

 

Study population may not be representative

 

Data may be skewed by the inclusion of data from one center in which none of the 16 patients treated had a CR.

 

The study was supported by PhotoCure ASA, Oslo, Norway.

2

Pariser et al 2003

To evaluate efficacy and tolerability

for PDT with cream containing 160 mg/g MAL or placebo cream in the treatment of patients with multiple mild to moderate AKs.

 

Intervention: Application of the cream under occlusion for 3 hours, lesions were then illuminated by noncoherent red light (570-670 nm, light dose 75 J/cm²). Treatment was repeated after 1 week and response was assessed 3 months later.

Multicenter, randomized, double-blind, placebo-controlled study

 

 

n=80 patients with 4-10 previously untreated, mild to moderate non-pigmented AKs on the face and scalp

70 men, 10 women

Mean age: 65 years, range 31-84

 

N=42 in the active group with 260 lesions

36 male

Mean age: 64 years, range 31-84

N=38 in the placebo group with 242 lesions

34 male

Mean age: 67 years, range 39-84

Complete lesion response rate

 

Patient complete response rate

 

Cosmetic outcome, assessed by patient and investigator on a 4-point rating scale

 

Safety: Adverse events

MAL PDT vs placebo PDT

 

Complete lesion response rate: 89% (209/236) vs 38% (92/241), p=0.001

 

Patient complete response rate: 82% (32/39) 95% CI: 67%-93% vs 21% (8/38) 95% CI: 10%-37%, p=0.001

 

Cosmetic outcome: Good correlation between patient and investigator-assessed cosmetic outcome

 

Investigator: MAL PDT: excellent/good: in 31/32 patients (97%)

Patient: excellent/good: 29/32 (91%)

Neither the investigator nor the patient-rated the outcome as poor.

 

Patient satisfaction with MAL-PDT: 73% in comparison to previous treatments

 

Safety:

Any AE: )0% (38) vs 58% (22)

Total number of AEs: 182 vs 49

 

Total number of locale AEs: 116 vs 28, mild: 61 vs 26, moderate: 49 vs 2, severe: 6 vs 0

 

Burning sensation of the skin: 27 vs 4

Erythema: 22 vs 8

Crusting: 16 vs 6

Pain on the skin: 10 vs 0

Blisters: 8 vs 2

Skin edema: 6 vs 1

Stinging skin: 6 vs 1

Skin ulceration: 5 vs 0

Only patients with previously untreated AKs were included but according to the baseline characteristic table, 76% of patients in the active treatment group and 84% in the placebo group had prior treatment of AKs.

 

This study was supported by a grant from PhotoCure ASA, Oslo, Norway.

 

3 drop-outs in the active treatment group (withdrawal after first PDT. 1 due to AE, 2 lost to follow-up)

 

Cosmetic outcome was only reported for the active treatment group and 95% CI was only reported for the outcome patient complete response: selective reporting bias likely

 

2

Pellacani et al 2015

To investigate safety, efficacy and treatment satisfaction when treating separate areas simultaneously or sequentially with different concentrations of ingenol mebutate gel

 

Intervention: Ingenol mebutate 0.015% gel was self-applied to the face/scalp

once daily for 3 days and ingenol mebutate 0.05% gel to the trunk/extremities for 2 days. Patients in the simultaneous group were treated with ingenol mebutate gel in both areas from day 1. Patients in the sequential group treated one area with ingenol mebutate gel from day 1 (Visit 1) and then treated the second area 8 weeks later.

Multicentre, randomized, two-arm, parallel-group, open-label, intraindividual study

 

Randomization (1:1) of two treatment areas to simultaneous or sequential treatment with ingenol mebutate gel (0.015% and 0.05%): Simultaneous group: N=101

Sequential: N=98

 

 

n=199 patients

169 men, 31 women

Mean age: 74.5 years

 

Most patients had been treated previously for AK with cryosurgery on the face (simultaneous 55.1%, sequential 43.6%)

Complete AK clearance at week 8

 

Percentage reduction in AKs at week 8

 

Local skin response score after 3 days of first application

 

Adverse events

 

Patient satisfaction (mean TSQM score, 0-100)

Simultaneous vs sequential group

 

Complete AK clearance rate:

52.7% vs 46.9%, p=0.34

Face/scalp: 53.3% vs 50.0%

Trunk/extremities: 52.2% vs 43.6%

 

Percentage reduction:

83.4% vs 79.1%, p=0.20

 

LSR score: 10.4 vs 9.7, p=0.13

Mean composite LSR score:

Face/scalp: 11.8 vs 10.6

Trunk/extremities: 9.1 vs 8.8

 

AEs: 32 AEs reported by 22 patients in the simultaneous treatment group, 25 AEs by 22 patients in the sequential group

 

comparable between the groups, most common treatment-related AEs: pruritus and pain at application site

 

Patient satisfaction: mean: 64.6 vs 67.4, p=0.3

Unclear random sequence generation and allocation concealment

 

Drop-outs: N=9 in the simultaneous group, N=22 in the sequential group: attrition bias likely

 

Study was open: high chance for performance and detection bias

Self-application of the treatment: adherence: simultaneous vs sequential: 94.1% vs 87.8% for face/scalp and 97.0% vs 92.2% for trunk/extemities

 

The study was funded by LEO Pharma.

3

Pflugfelder et al 2015

To confirm the efficacy and tolerability/safety of betulin-based Oleogel-S10 in the treatment of AKs.

 

Intervention: Application of Oleogel S10 or placebo gel either once or twice daily for three months.

Multicenter, placebo-controlled, double-blind, four-arm (A-D), parallel study

n=165 patients

Median age: 72 years (A and D), 74 years (B), 69 years (C)

81.%: male

 

Allocation to:

Oleogel-S10 once daily (A, N=53)

Oleogel-S10 twice daily (B, N=51)

Placebo once daily (C, N=25)

Placebo twice daily (D, N=28) for three months

Complete clearance rates 1 month after last treatment (week 18)

 

Partial clearance rates 1 month after last treatment (week 18)

 

Tolerability of Oleogel-S10 (assessed by investigator and patients)

 

Adverse events

A vs B vs C vs D

 

Complete clearance rates:

4% vs 7% vs 0 vs 0

 

Partial clearance rates: 15% vs 18% vs 13% (placebo)

Differences not stat. sign.

 

TLNS >75%: 15% vs 15% vs 13% vs 13%

 

Tolerability:

Investigator vs patient:

very good: 78.8% vs 56.4%, good: 18.2% vs 34.5%

 

Adverse events: 29 occurred (5 sAEs, unrelated to treatment): most common: pruritus (5 cases)

Compliance/adherence not reported although bottles of treatment were weighed: selective reporting bias likely

 

This study was funded by Birken AG, Germany.

2

Pflugfelder et al 2012

To investigate whether a prolonged treatment with 3% diclofenac in 2.5% HA of 6 versus 3 months adds to the efficacy in treatment for AK and if this will influence tolerability and quality of life (QoL).

 

Intervention: Self-application of 3% diclofenac in 2.5% HA gel twice daily for 3 or 6 months.

Multicentre, randomized open-label study

 

Patients in group A were examined during treatment at week 6 and 12, patients in group B additionally at week 18 and 24

n=418 patients with mild to moderate AKs

329 men, 89 women

Median age: 69 years, range: 45-90

 

Randomization to: diclofenac in HA for 3 months (N=204) or 6 months (N=214)

Clinical complete clearance

 

Histopathological clearance

 

Mean tolerability score

 

DLQI score (max. 30 pts)

3 vs 6 month groups:

 

Clinical complete clearance: 40% vs 45% (p=0.38)

 

Histopathological clearance: 30% vs 40% (p=0.16)

 

Mean tolerability score: 3.69 vs 4.22

 

QoL was significantly improved after treatment in both treatment groups

Open study: performance and detection bias likely

 

No information regarding adherence/patient compliance: compliance might bias the results

 

This study was funded by Shire GmbH, Germany and Almirall, S.A., Spain.

3

Piacquadio et al 2004«

To determine the safety and efficacy of PDT using 20% ALA or vehicle and visible blue light for the treatment of multiple AKs of the face and scalp.

 

Intervention: 20% ALA or vehicle in combination with visible blue light PDT 14 to 18 hours later.

Multicentre, randomized, assessor-blinded, placebo-controlled, parallel-group study

n=243 participants

203 men, 40 women

Age range: 34-89

 

ALA group: N=181

Vehicle group: N=62

 

Randomization to receive vehicle or ALA followed within 14 to 18 hours by PDT

 

Follow-up visits: 24 hours, 1,4,8, and 12 weeks following PDT

Lesion complete response rate at week 8

 

Participant complete clearance at week 8

 

Participant partial clearance at week 8

 

Application site reactions

 

LSR

 

Adverse events

Active vs vehicle

 

Lesion complete response rate:

83% vs 31%; Week 12: 91% vs 25%

 

Complete clearance:

66% vs 11%; Week 12: 73% vs 8%

 

Participant partial clearance: 77% vs 18%; Week 12: 89% vs 13%

 

Application site reactions:

Most experience: erythema and edema at treated sites; stinging and burning during light treatment

 

Incidence of headache: 6.6% vs 3.2%, injury: 5.0% vs 1.6%, hypertension: 1.7% vs 0%, skin hypertrophy: 1.7% vs 0%

 

Adverse events:113 AEs, 92%: mild/moderate, 7% severe

 

LSRs: Local responses to ALA PDT: crusting, pruritus, scaling

Unblinded investigator for safety assessments: high risk for performance and detection bias

 

Per protocol analysis was used: intervention: 7 drop-outs, control: 3 drop-out. Attrition bias likely

 

High risk for selective reporting bias: not all data reported

 

This study was supported by DUSA Pharmaceuticals.

3

Pomerantz et al 2015

To evaluate the long-term efficacy of a single course of fluorouracil cream, 5% for AK treatment.

 

Intervention: Self-application of 5% 5-FU cream or vehicle cream to the face and ears twice daily for up to 4 weeks.

Multicentre, randomized, double-blinded, placebo-controlled trial

 

n=932 participants

 

Participants applied either topical fluorouracil cream, 5% (N=468, mean age: 71 years±9, 457 men), or vehicle control cream (N=464, mean age: 71 years±9, 459 men) to the face and ears twice daily for up to 4weeks

Complete AK clearance rates

 

AK lesion count reduction at 6 months

 

Hazard ratio (fluoruracil group vs control group)

 

Time to require the first spot AK treatment

5% FU cream vs vehicle

 

Complete AK clearance rates:

At 6 months: 38% vs 17%, p<0.01

 

AK lesion count reduction: 73% vs 24%

 

HR: 0.69 (95% CI: 0.60-0.79)

 

Median time to require the first spot AK treatment: 6.2 months vs 6.0 months

High risk population was under investigation: might overestimate the results

 

No adherence/compliance of participants reported

 

The study was supported by the Office of Research and Development Cooperative Studies Program, US Department of Veterans Affairs

3

Räsänen et al 2019

To assess the clinical efficacy, tolerability and cost-effectiveness of

5-aminolaevulinic acid nanoemulsion (BF-200 ALA) compared with MAL in DL-PDT for grade I–II AKs

 

Intervention:

single DL-PDT treatment

using BF-200 ALA on one face side and MAL on the other. After application of sunscreen, curettage of crusts and application of photosensitizer for 30 min. Then 2h exposure on the hospital balcony to daylight.

Multicentre, randomized

double-blind, intra-individual trial

N = 69

 

43 men, 26 women

 

Age: mean 74.8±7.1 (range 49-92)

FST: I: 12; II: 42; III: 16

 

N= 767 AK lesions AK on the face or scalp

N=375 (BF-200 ALA), N=392 (MAL-PDT)

 

Previous NMSC:

AK: 58%

Bowen’s disease: 11.6%

SCC: 5.8%

BCC: 36.2%

Lesion specific clearance at 12 months

 

Participant complete clearance (treatment field completely clear of AK)

 

pain

 

treatment reactions

 

cosmetic outcome

BF-200 ALA vs MAL:

 

Lesion specific clearance:

79.7% (299/375) vs 73.5% (288/392)

 

Participant complete clearance

27.5% vs. 27.5%

 

Pain:

Mean: 1.51± 1.61 vs 1.35±1.45

 

Skin reaction:

26 vs 7 stronger skin reactions

 

Cosmetic outcome:

excellent or good in > 90% of cases with both photosensitizers

blinding of the patients with regard to the photosensitizer precursors was not absolute due to the different formulations (gel vs. cream)

 

large sample size

2

Reinhold et al 2016

To evaluate the efficacy, safety and cosmetic outcome of BF-200 ALA combined with the BF-RhodoLED lamp ((635 nm± 9 nm) until a total light dose of 37 J/cm² was achieved) for the field-directed treatment of mild to moderate AK with PDT.

 

Intervention: BF-200 ALA or placebo combined with the BF-RhodoLED lamp ((635 nm± 9 nm) until a total light dose of 37 J/cm² was achieved.

Randomized, double-blind, phase III, multicentre, placebo-controlled, parallel-group study

 

Randomization: 2:1

 

If residual lesions remained at 3 months after treatment, PDT was repeated.

n=94 patients were enrolled with 4-8 mild-to-moderate AKs in the face and/or on the scalp, 87 were randomized (55 patients: BF-200 ALA, 32 placebo)

 

79 men, 8 women

Mean age: 71.6 years±6.4

 

 

Patient complete clearance rate

 

Lesion complete clearance rate

 

Histopathologically confirmed response rate

 

Patient partial response

 

% of treatment-emergent AEs in the two groups

 

Local skin reactions

 

Cosmetic outcome at 12 weeks

 

pain (VAS score)

 

patient satisfaction

BF-200 ALA vs placebo after a maximum of 2 PDTs:

 

Patient complete clearance rate: 91% vs 22%, p<0.0001

 

Lesion complete clearance rate: 94.3% vs 32.9%, p<0.0001

 

Histopathologically confirmed response rate: 78% vs 22%, p<0.0001

 

Patient partial response: 94% vs 25%, p<0.0001

 

Treatment-emergent AEs: 100% vs 69%

most commonly reported: application site TEAEs: application site pain, erythema, pruritus, scab, exfoliation, oedema and vesicles

LSRs: mild to moderate

 

cosmetic outcome: improved in BF-200 ALA: very good or good: 59% vs 31%, p=0.0032

 

pain: mean VAS score: 5.5 (95% CI: 4.7-6.9) during the first and 5.8 (95% CI: 4.7-6.9) during the  second PDT vs 0.9 (95% CI 0.3-1.6) and 0.3 (95% CI 0-0.6), no sign. difference

 

patient satisfaction: satisfied: very good orn good: 91% vs 45%

5 drop-outs, 2 lost to follow-up: low risk for attrition bias

2

Rivers et al 2002

To evaluate the efficacy and safety of 3.0% diclofenac in 2.5% hyaluronan gel as a treatment for AK.

 

Intervention: Application of 3.0% diclofenac in 2.5% hyaluronan gel or placebo gel twice daily for 30 or 60 days.

Multicentre, double-blind, placebo-controlled, parallel-group study

 

Randomization to 4 treatment groups:

A30: 3.0% diclofenac in 2.5% hyaluronan gel 0.5 twice daily for 30 days (N=49)

A60: 3.0% diclofenac in 2.5% hyaluronan gel 0.5 twice daily for 60 days (N=48)

Placebo: V30 (N=49) and V60 (N=49): 2.5% hyaluronan gel 0.5 g twice daily for 30 or 60 days, respectively.

n=195 patients with ≥5 AKs

73% male

 

 

Target lesion number scores (TLNS)

 

Cumulative lesion number scores (CLNS)

 

Lesion total thickness score (TTS)

 

Patient global improvement indices (IGII and PGII)

 

Adverse events

Active treatment vs placebo (60-day groups)

 

TLNS =0: 33% vs 10%, p<0.005

Improvement: 65% vs 34%

 

CLNS=0: 31% vs 8%, p<0.05

Improvement: 54% vs 23%

 

TTS=0: 25% vs 6%, p<0.05

Improvement: 59% vs 31%

 

IGII=4 (complete improvement): 31% vs 10%, p<0.05

 

PGII=4: 29% vs 10%, p<0.05

 

Adverse events:

10 sAEs: 7 in the active treatment (pruritus, application site reaction, paraesthesia, rash, oedema, contact dermatitis), 6 probably related to treatment; 4 sAEs in placebo group

N=11 drop-outs: Risk for attrition bias rather low

 

Unclear random sequence generation and allocation concealment.

 

Results for A30 and V30 were not reported narratively, instead only graphically since they were not statistically significant: selective reporting bias likely

 

Groups were comparable for compliance (measured by comparing expected and actual use of gel and records in the patient diaries)

 

This study was supported by Hyal Pharmaceutical Corporation.

 

Statement regarding potential conflict of interest is missing.

2

Salehi Farid et al 2020

To compare the efficacy and safety of topical 5-fluorouracil cream (5-FU) and

potassium hydroxide 5% (KOH) in the treatment of AK.

 

Intervention:

Application of KOH solution or 5-FU on each side of the

scalp/face once a night for 4 weeks

 

For the KOH group, patients were trained to completely cover normal skin with a thick layer of Zinc Oxide ointment to prevent its exposure to normal skin and to apply KOH with a cotton-tipped applicator precisely on the lesion.

Single-center, randomized controlled, intra-individual, investigator blinded trial

 

Patients had to have at least two AK on each side of the scalp/face

N = 13 patients with 118 lesions (1-month FU)

N=10 patients with 83 lesions (3 month FU)

 

Only men

 

Mean age: 75±7.1years (range: 57-84)

 

Mean number lesions:

8.2±3.1 (range 4-15)

 

68 lesions treated by KOH

50 treated by 5-FU

lesion response

 

AK

 

recurrence rate of the lesion

 

safety (lesion based)

KOH vs 5-FU:

 

Lesion response

81% (55/68) vs. 58% (29/50) (1 month

83% (38/46) vs.70% (26/37) (3 months)

 

Recurrence rate:

8.0% (3/37) vs.

4% (1/24) at 3 months

 

 

Safety:

Erythema: 19.1% vs. 48%

Crust: 23.5% vs. 18%

Scaling: 5.9% vs. 58%

Swelling: 0 vs. 20%

Erosion: 30.9% vs. 8%

Ulcer: 98.5% vs. 8%

Low number of patients

 

short-term follow-up

 

no women were included

 

attrition bias likely due to loss to follow-up

3

Schmieder et al 2012

To determine and compare the safety and efficacy of blue light ALA-PDT vs blue light placebo vehicle in the treatment of AKs of the upper extremities and to evaluate the effect of occlusion after application of ALA versus vehicle.

 

Intervention: Blue light ALA-PDT or blue light placebo PDT with application of ALA/vehicle 3 hours before blue light treatment to both dorsal hands/forearms.

Multicenter, randomized, vehicle-controlled, intraindividual, investigator-blinded phase 2 study

 

application of ALA/VEH to both dorsal hands/forearms for 3-hours before blue light treatment

 

Treatment was repeated at week 8 if any AK lesion remained.

n=70 patients

45 men, 25 women

Mean age: 64 years, range: 44-83 years

 

Randomization to receive either ALA or vehicle to both upper extremities. Each subject’s left and right extremity were randomized to be occluded or without occlusion during the incubation period.

Median AK lesion clearance rate at week 12

 

Complete lesion clearance rate at week 12

 

Subject complete clearance rate at week 12

 

Subject partialclearance rate at week 12

 

Subject satisfaction

 

Tolerability/safety

ALA+OCC vs non-occluded ALA vs VEH+OCC vs non-occluded VEH

 

Median AK lesion clearance rate:

88.7% vs 70.0% vs 16.7% vs 5.6%, p<0.001

 

Complete lesion clearance rate

88.7% vs 70% vs 16.7% vs 5.6% (stat. sign.)

 

Subject complete clearance:

34.3% vs 20.0% vs 0 vs 2.9%

 

Subject Partial clearance rate:

60% vs 42.9% vs 8.6% vs 5.7%

 

Subject satisfaction (moderate or excellent improvement): 83% vs 60% vs 23% vs 17%

 

Tolerability/safety:

Incidence of erythema increased after blue light PDT, more frequent in ALA-treated subjects than VEH (100% vs 88.6%)

Incidence of scaling/dryness increased, more frequent in ALA than VEH-treated subjects (91.4% and 85.7% vs 71.4% vs 68.6%)

AEs: cellulitis (3%), myalgia (3%) in the ALA-treated subjects

Participants were not blinded: performance bias likely

 

Unclear random sequence generation and allocation concealment

 

Tolerability/AEs were assessed on a 5/4-point scale. These results are not presented: selection bias likely

 

Three ALA-treated subjects with prior history of multiple SCCs were diagnosed with SCC on the non-occluded arm during study.

 

This study was supported by DUSA Pharmaceuticals.

3

Segatto et al 2013

To assess and compare the effectiveness of 3% diclofenac sodium associated with 2.5% hyaluronic acid and of 5% 5-Fluorouracil cream for the treatment of actinic keratosis, as well as the patient’s degree of satisfaction and tolerability.

 

Intervention: Application of 3% diclofenac sodium in 2.5% HA gel twice daily or 5% 5-FU cream twice daily for 4 weeks.

Randomized, parallel-group, comparative study

 

Randomization to receive diclofenac sodium (twice daily for 12 weeks) or 5 %-FU (twice daily for 4 weeks)

n=31 patients, 28 patients completed the study

 

Diclofenac group: N=15

6 men, mean age: 74.4 years±8.31

 

5-FU group: N=13, 7 men

Mean age: 71.54 years±8.6

average number of lesions before and after treatment

 

average reduction of lesions

 

Investigator and Patient Global Improvement Scores (modified versions)

 

Adverse events

Diclofenac vs 5-FU

 

average number of lesions before and after treatment:

diclofenac: 13.6 vs 6.6 (p<0.001)

5-FU: 17.4 vs 3.15 (p<0.001)

Average reduction: 7 vs 14.25, p<0.001

 

Investigator assessment:

66.6% vs 92.3% satisfactory response (improvement >50%) to treatment (p=0.09)

 

Patients satisfaction (highly satisfied): 73% vs 77%, p=0.827

 

Adverse events: erythema, edema, crusts and itching: sign. Higher in 5-FU group

Small sample size

 

3 drop-outs in 5-FU group: Risk for attrition bias unclear

 

Study is underpowered, estimated sample size was 52 patients.

 

No information regarding patients’ compliance/adherence provided. Compliance might bias the results

 

Blinded investigator only evaluated photographic pictures

 

Unclear random sequence generation and allocation concealment

 

Study was open: performance and detection bias likely

3

Serra-Guillen 2018

To compare methyl-

5-aminolaevulinate (MAL) cream and 5-aminolaevulinic acid

nanoemulsion (BF-200 ALA) in the treatment of actinic keratosis (AK) with photodynamic therapy (PDT).

 

MAL PDT vs. ALA-PDT

prospective, randomized, intra-individual,

investigator-blinded clinical trial

 

Eligible

patients had to have two symmetric, comparable areas of skin (left and right) containing at least eight non-hypertrophic AK

lesions on the face or scalp.

N=50 patients 96% men)

Mean age: 72.2 years

FST II: 56%

 

mean number of AK lesions was similar in the

MAL and BF-200 ALA areas (13.6 vs. 13.4).

Lesion clearance

 

Participant complete response

 

Participant partial response

 

Pain

 

Local skin reaction

 

Patient satisfaction

MAL-PDT vs. ALA-PDT

Lesion clearance:

88.1% (600/681) vs. 89.6% (604/674)

 

Pain:

4.3±2.9 vs. 4.7±2.8

 

Participant complete response:

56% (28/50) vs. 62% (31/50)

 

Participant partial response:

80% (40/50) vs. 88% (44/50)

 

Local skin reaction

5.4±1.9 vs. 7±1.8

 

Patient satisfaction

9.0±2.0 vs. 8.8±2.1

Due to the letter format of the publication insufficient information regarding study characteristics available

 

Patients were not blinded which might lead to performance bias

3

Seubring et al 2016

The primary objective was to determine the number of new lesions at 9 months after MAL-PDT therapy. Secondary objectives were to determine the number of new lesions at 3 and 6 months after treatment and the percentage reduction of AKs from baseline at 3, 6, and 9 months after MAL-PDT.

 

Intervention: “lesion-by-lesion” MAL-PDT or field-MAL-PDT.

Single-centre, randomized, split-face, investigator-blind pilot study

 

Follow-up at 3, 6, and 9 months

 

One side was treated with 1 session of “lesion-by-lesion” MAL-PDT (LT side) and the other side with 1 session of field MAL-PDT (FT side).

n=20 participants with 5-10 AKs in the face or head, 2 symmetrical areas 50 cm²

19 men, 1 woman

Mean age: 73.7 years±6.4 years

 

Baseline: mean number of AKs was 8.6 ± 1.6 (LT side) versus 9 ± 1.2 (FT side)

 

 

Participant complete and partial response at 3 and 9 months

 

Mean lesion reduction at 3 and 9 months

 

Mean number of new AKs at 3 and 9  months

 

Mean % lesion reduction at 3 and 9 months

LT vs FT

 

Sign. reduction of lesions in both areas after 3, 6, and 9 months (p=0.009)

 

Participant complete response:

35% vs 25% (3 months)

43.8% vs 12.5% (9 months)

 

Participant partial response:

35% vs 45% (3 months)

25.0% vs 62.5% (9 months)

 

Mean lesion reduction:

7.0±2.3 vs 7.2±1.8, p=0.981 (3 months)

7.0±1.9 vs 6.7±1.9, p=0.308 (9 months)

 

Mean number of new AKs

0.8±1.4 vs 0.4±0.8, p=0.257 (3 months)

1.3±1.7 vs 0.6±0.9, p=0.016 (9 months)

 

Mean % lesion reduction:

81.1±21.0 vs 80.8±17.5, p=0.669 (3 months)

84.3±19.5 vs 76.6±18.5, p=0.006 (9 months)

Small sample size

 

Performance bias likely since participants have not been blinded

 

Split-face design reduces the risk for confounding

3

Simon et al 2015

To evaluate the efficacy, tolerability and safety of low-dose 0.5% 5-FU and 10% salicylic acid (5-FU/SA) topical solution versus cryosurgery in patients with moderate/severe (grade II/III) hyperkeratotic AKs.

 

Intervention: Application of 5% 5-FU/SA once daily for 6 weeks or up to 2 courses of cryosurgery (3 weeks apart).

Multicentre, exploratory, open, randomized, prospective, two-armed, observer-blinded phase 2 study

 

Randomization to receive 6 weeks of once-daily topical 0.5% 5-FU/SA, or up to two cryosurgery treatments (3 weeks apart).

n=66 patients

Mean age: 70.9 years

8 women

 

33 patients in each treatment arm

Mean change in lesion count from baseline to day 98

 

Histological AK clearance rate

 

Recurrence rate (6 months posttreatment follow-up)

 

AEs, local skin reactions

 

Physicians global assessment

 

Patients‘ assessment regarding clinical improvement, and cosmetic outcome

5-FU/SA vs cryosurgery

 

Mean change in lesion count: -5.2 vs -5.7

 

Histological AK clearance rate: 62.1% vs 41.9%

 

Lesion recurrence rate: 39.4% vs 84.8%

 

Adverse events: rated as severe by the investigator: 24.2% vs 6.1%

All drug-related AEs were skin reactions

Most common: erythema, scabbing/crusting, burning (more frequently in 5-FU/SA group)

 

Physicians global assessment:

very good/good outcome: 84.9% vs 83.9%

 

Patients‘ assessment:

clinical improvement =very good/good: 81.8% vs 78.2%

cosmetic outcome =good/very good: 84.9% vs 81.3% (week 14); 87.8% vs 80.7% at 6-month follow-up

Small patient population

 

Open study: performance and detection bias likely

 

This study was sponsored by Almirall, S.A.

3

Sinnya et al 2016

To compare the safety and preliminary efficacy of three doses of LEO 43204 gel with ingenol mebutate in AKs.

 

Intervention: Application of 0.025%, 0.05%, 0.075% ingenol derivate (LEO 43204) or IMB once daily for 2 consecutive days.

Single-centre, randomized, intrapatient, active-controlled, investigator-blinded

 

Randomization to 0.025%, 0.05% and 0.075% LEO 43204 gel (ingenol derivate) and 0.05% ingenol mebutate gel, application once daily for 2 consecutive days

n=40 patients with ≥3 AKs on four separate selected treatment areas on the forearms (12 AKs)

 

31 men

Mean age: 70.3 years, range: 48-91

 

All patients had previously been treated for AKs, predominantly cryosurgery

 

95% had a previous history of skin cancer

LSRmax Score

 

Mean LSR Score (range 0-24)

 

Adverse events

 

% change in the number of visible AKs

 

Clearance rate

LEO 0.025% vs 0.05% vs 0.075% vs ingenol mebutate

 

Mean LSR Score peak at week 1, below baseline by week 8 (all treatments)

 

Mean LSRmax score:

9.2 vs 10.1 vs 11.2 vs 10.0

 

Most frequent AEs (across all treatments), N=172 AEs: application site pruritus (82%), burning sensation (52%), tenderness (30%), and pain

 

Mean % reduction in number of AKs:

73% vs 72% vs 82% vs 73%

 

Clearance rates: 15% vs 28% vs 33% vs 22%

High-risk cohort (95% had previous history of skin cancer), results are limited to this study and population

 

Intrapatient design reduces the risk for confounding

 

Unclear random sequence generation and allocation concealment

 

Performance bias likely since patients were not blinded

 

In one patient the treatment areas were not assigned per-protocol, so that they received only two treatment types (LEO 43204 0.025% and ingenol mebutate) each on two treatment areas.

 

This study was funded by LEO Pharma.

3

Smith et al 2003«

To compare the efficacy and tolerability of PDT using short incubation time, broad area treatment with ALA plus activation with either blue light or laser light to topical 5-FU in the treatment of AK of the face and scalp.

 

Intervention: Application of ALA for 1 hour followed by activation with blue light (Blue) or 595 nm pulsed dye laser (PDL-PDT) or topical 5-FU 0.5% cream once once or twice daily for 4 weeks.

Randomized, active-controlled, parallel-group study.

 

Randomization of face/scalp to receive either application of ALA for 1 hour followed by activation with blue light (Blue) or 595 nm pulsed dye laser (PDL-PDT) or topical 5-FU 0.5% cream (once or twice daily for 4 weeks).

n=36 participants

29 men, 7 women

Mean age: 61 years

100% lesion clearance

 

Partial clearance rate

 

Global response

 

Tolerability: local skin reaction

5-FU vs Blue-PDT vs PDL-PDT

 

Complete lesion clearance: 50% vs 50% vs 8%

 

Partial clearance:  75% vs 75% vs 42%

 

Global response: complete/almost complete response: 8% vs 17% vs 8%

Marked/moderate response: 58% vs 33% vs 42%

 

Erythema was most common, subjects treated with 5-FU: greatest average increase in erythema,

average scores for erythema peaked at visit 4

 

average score for crusting and erosion peaked at visit 3 for 5-FU (2), other treatments below 0.3

Small sample size

 

Unclear risk of random sequence generation and allocation concealment

 

Lost to follow-up: N=1 (intolerance and severe erythema after only 3 days of 5-FU treatment)

 

Blinding was not stated, but 2 physically distinct treatments were compared: high risk for performance and detection bias

 

Percentages of participants reporting adverse events were not given except for stinging: selective reporting bias very likely.

 

This study was supported by DUSA laboratories.

 

Statement regarding potential conflict of interest is missing..

3

Sotiriou et al 2018

To compare short- and long-term efficacy, safety and tolerability of DLPDT with that of CPDT in face and

scalp AKs.

 

Intervention:

cPDT: After removal of scales/crusts, application of MAL under occlusion for 3h, illumination with red light at a peak of 630 nm at 37 J/cm²

DL-PDT: Application of sunscreen, then removal of scales and crusts and application of MAL without occlusion. After 30 min, patients spent 2 h in the hospitals’ garden.

Multicenter, randomized, intra-individual, assessor-blinded trial

 

only mild-to moderate AK on the face/scalp were included

 

Weather was recorded as sunny in 32 (69.5%) DLPDT sessions, partly sunny during nine (19.5%) and cloudy during five (10.8%) sessions. Mean outdoor temperature during DLPDT sessions was 26.04±1.712 °C (range 22–29).

N=46

 

66.7% male

 

Age: mean: 73.5 years (range: 59-84)

 

Selected areas, n (%)

Face 28 (61.1)

Scalp 18 (38.9)

Total lesions per subject:

mean +- SD (range) DLPDT:

5.13 +- 1.258 (3–9)

CPDT:

4.72 +- 0.935 (3–8)

 

Total lesions (n):

DLPDT:236

CPDT: 217

lesion complete response at 3

and 12 months

 

PDT-associated pain during PDT session

 

Safety/local skin reactions 3 days after treatment

 

patients’

preference 3 months after treatment

DL-PDT vs. cPDT

 

lesion complete response

rate: 78% (184/236) vs. 80.6% (175/217) (at 3 months)

71.8% (168/236) vs. 73.7% (160/217) (at 12 months)

 

grade-I lesions were higher with DLPDT, while treatment with CPDT resulted to higher rates of cured grade-II lesions at both follow-up visits.

 

Safety:

Pain: 1.14 (SD 0.79) vs. 6.06 (SD 1.75)

Erythema and edema: 71.64% vs. 100%

 

Patient preference: 82.6% vs. 17.3%

Results were not supported by statistical significance

 

Patients were not blinded, thus, performance bias might be likely

3

Stockfleth et al 2011

To compare 5-fluorouracil 0.5% with salicylic acid 10.0% [low-dose 5-FU/SA] with diclofenac 3% in hyaluronic acid and vehicle for the treatment of AKs.

 

Intervention: 0.5% 5-FU/SA once daily, its vehicle or diclofenac/HA twice daily for a maximum of 12 weeks.

Randomized, placebo-controlled, double-blind, parallel-group, multicentre trial

N=470 patients with 4-10 AK lesions on the face/forehead or bald scalp

Mean age: 71.8 years

 

Patients received topical low-dose 5-FU/SA (N=187) once daily, its vehicle (N=98) or diclofenac 3% HA (N=185) twice daily for a maximum of 12 weeks (randomization: 2:1:2)

Histological clearance rate

 

Patient complete clinical clearance

 

% of lesions cleared

 

Physician’s and subject’s reported assessment

 

Tolerability

 

Safety/adverse events

5-FU/SA vs diclofenac HA vs vehicle (PP)

 

Histological clearance rate:

72% vs 59.1% vs 44.8%

 

Patient complete clinical clearance: 55.4% vs 32% vs 15.1% (at week 20)

 

% of lesions cleared at week 20:74.5% vs 54.6% vs 35.5%

 

Physicians reported assessment:

Very good/good: at week 20:

54.9% vs 92.0% vs 73.8%

 

Subject’s reported assessment:

Very good/good: at week 20: 66.7% vs 93.2% vs 81.6%

 

Treatment-related AEs: 95.2% vs 76.8% vs 84.7%

Application-site disorders (mainly burning and inflammation): more frequent with 5-FU/SA, mainly mild to moderate

 

Severe AEs: 1.1% vs 4.9% vs 4.1%, none considered to be related to study drug

Drop-outs: N=35 (7.4%), 14 pts in the 5-FU/SA group, 16 pts in the diclofenac group and 5 pts in the vehicle group

 

Patients had a good compliance.

 

This study was funded by Almirall Hermal GmbH.

2

Stockfleth et al 2012: Additional results from Stockfleth 2011

To evaluate the clinical benefit of 5-FU/SA versus 3% diclofenac/HA for the treatment of AK and report patients’ assessments of efficacy, tolerability, and practicability.

 

Intervention: 0.5% 5-FU/SA once daily, its vehicle or diclofenac/HA twice daily for a maximum of 12 weeks.

Randomized, placebo-controlled, double-blind, parallel-group, multicentre trial

N=470 patients with 4-10 AK lesions on the face/forehead or bald scalp

Mean age: 71.8 years

 

Patients received topical low-dose 5-FU/SA (N=187) once daily, its vehicle (N=98) or diclofenac 3% HA (N=185) twice daily for a maximum of 12 weeks (randomization: 2:1:2)

Lesion recurrence rate

 

Clinical improvement

 

Patients assessment

 

Recommendation of the treatment

 

Side effects

5-FU/SA group vs vehicle vs diclofenac/HA:

 

Lesion recurrence rate:

85.8% vs 79.8% vs 81.0% (12 months)

 

Clinical improvement: good/very good:

93.2% vs 66.7% vs 81.6%

 

Patients’ assessment: good/very good: 80.6% vs 91.0% vs 90.5%

 

Recommendation of the treatment: 94.7% vs 79.5% vs 88.7%

 

Local side effects: more common in 5-FU/SA (inflammation, burning)

See Stockfleth 2011

2

Stockfleth et al 2002

To assess the efficacy and safety of 5% imiquimod cream for the treatment of AK.

 

Intervention: Application of 5% imiquimod cream or vehicle to AK lesions 3 times per week for a maximum of 12 weeks or until lesions had resolved.

Randomized, double-blind, vehicle-controlled, parallel-group study

n=52 participants screened, 36 participants enrolled (N=25 in active group, N=11 in control group)

38 men, 14 women

Mean age: 68 years, range: 45-8

Participant complete clearance rates at 14 weeks

 

Participant partial clearance rates

 

Local skin reactions

 

Adverse events

 

Recurrence

 

Compliance

Imiquimod (PP analysis)

 

Participants complete clearance rate: 84% (95% CI: 64-95%)

 

Participant partial complete clearance rate: 8%

 

Recurrence rate: 90%

 

Adverse events (imiquimod group): erythema, oedema, induration, vesicles, erosion, ulceration, excoriation, and scabbing

 

Compliance: high in both group

Drop-outs: N=16, 25 patients remained in the group treated with imiquimod and 11 in the control group: moderate risk for attrition bias

 

Results are only presented for experimental group, not for the control group

 

LSR and AEs were presented graphically

 

Unclear random sequence generation

 

This study was supported by 3M Pharmaceuticals.

 

Statement regarding potential conflict of interest is missing.

3

Stockfleth et al 2016

To evaluate the efficacy and safety of 5-fluorouracil (5-FU) 0.5%/salicylic acid 10% (5-FU/SA) as field-directed treatment of AK lesions.

 

Intervention: Self-application of 5-FU/SA or verhicle once daily for 12 weeks.

Randomized, multicenter, double-blind, vehicle-controlled study

 

Randomization 2:1 (5-FU:vehicle)

Treatment was self-administered once daily for 12 weeks

n=166 patients

Mean age: 72.2 years±7.1

87.7% male

 

N=111 received 5-FU/SA,

N=55 vehicle

 

Complete clinical clearance 8 weeks after EOT

 

Partial clearance 8 weeks after EOT

 

Proportional reduction from baseline in the total number of AK lesions per patient

 

Safety

Physician Global Assessment

 

mean scores in the DLQI questionnaire (week 12 and 8 weeks after last treatment)

 

Patient satisfaction

5-FU/SA vs vehicle

 

Complete clinical clearance:

49.5% vs 18.2% [OR: 3.9 (95% CI: 1.7-8.7), p=0.0006]

 

Partial clearance:

69.5% vs 34.6% [OR: 4,9 (95% CI: 2.3-10.5), p<0.0001]

 

Proportional reduction from baseline in the total number of AK lesions per patient:

78.0% vs 46.9%, p<0.0001

 

Physician Global assessment: good or very good:

5-FU: week 2 vs follow-up: 45.2% vs 90.2%

Vehicle: week 2 vs follow-up: 61.1% vs 75.5%

 

Total scores in the DLQI: week 12: 0.53 vs -0.327, p=0.0052

8 weeks follow-up: -0.667 vs -0.133, p=0.0725

 

Inicidence of treatment-emergent adverse events:

99.1% vs 83.6%

Erythema: 88.9% vs 52.7%, pain: 69.4% vs 41.8%, irritation: 59.3% vs 27.3%

Self-application of the treatment: compliance might skew the results

 

Higher incidence of local skin reactions in the 5-FU/SA group might have compromised the blinding of the study

 

This study was funded by Almirall S.A.

2

Stockfleth et al 2018

To compare the efficacy and safety of IMB 0015% gel with DIC 3% gel.

 

Intervention:

IMB: Application of IMB 0.015% gel once daily for three consecutive days or DIC 3% gel twice daily for 90 days; if lesions persisted, another 3-day treatment course was possible (n=255)

DIC: Application of DIC gel twice daily for 90 days. (n=247)

Phase IV, multicentre, randomized, open-label, investigator-blinded, active-controlled, parallel-group trial (NCT02406014).

 

Patients aged ≥18 years with 4–8 clinically typical, visible and discrete AK lesions within a contiguous 25 cm² treatment area on the face or scalp were eligible.

N=502 patients

Median age: 75 years, range 34-96

85.2% male (428/502)

Median AK baseline count: 6 (range 4-9)

 

IMB 0.015%: n=255

Median age: 75 years (range 49-95)

Male: 84.7% (216/255)

Median AK baseline count: 6 (range 4-8)

 

DIC: n=248

Median age: 75 years (range 34-96)

Male: 85.8% (212/247)

Median AK baseline count: 6 (range 4-9)

Participant complete clearance of AK at the end of 1st treatment course (Week 8 or Week 17 for IMB; Week 17 for DIC)

 

Participant partial clearance rate

 

Treatment satisfaction, measured with the Treatment Satisfaction Questionnaire for Medication (TSQM v1.4)

 

Safety

IMB vs. DIC

 

Participant complete clearance of AK at the end of 1st treatment course: 34.5% vs. 23.5%

At last treatment course: 53.3% vs. 23.5%

At week 17: 45.1% vs. 23.5%

 

Participant partial clearance rate at the end of 1st treatment course: 57.6% vs. 43.3%

At last treatment course: 72.2% vs. 43.3%

At week 17: 69.0% vs. 43.3%

 

Treatment satisfaction scores at week 17: greater in the IMB group

 

Safety

Incidence of AEs: 49% vs. 41%

Incidence of sAEs; 7% vs. 5%

Treatment-related AEs: 28% vs. 22%

 

patients receiving DS experienced more TRAEs leading to withdrawal from the trial (6% vs. 2% with IMB)

 

Application site erythema: 19.0% (47/247) vs. 11.5% (27/234)

Application site scab: 8.1% (20/247) vs. 2.6% (6/234)

Application site pain: 6.5% (16/247) vs. 3.4% (8/234)

There was one case of SCC reported inside the treatment

area in the IMB group and considered possibly related to treatment. Thirteen patients in the IMB group and five in the DS group reported skin cancers outside the treatment area: in the IMB group, seven patients had basal cell carcinoma (BCC), of which one reported two events; two patients had Bowen disease; four patients had SCC, of which one reported two events; and two patients reported malignant melanoma. In the DS group, three patients had BCC and two patients had Bowen disease.

 

This study was sponsored by LEO Pharma A/S.

 

Study had an open-label design, however, investigator was blinded.

 

Large sample size

2

Stoddard et al 2017

To investigate the efficacy of a topical DNA repair enzyme lotion as field therapy for AKs in comparison to vehicle.

 

Intervention:

Self-application of DNA repair enzyme lotion or placebo twice daily for 8 consecutive weeks.

Single-center, randomized, controlled, double-blind stud

N=15 patients with AKs on the face or scalp

 

10 men, 5 women

 

Mean AK number 16.2 range 5-52

Complete clearance at 8 weeks

 

Local reactions

DNA repair enzyme vs. placebo

 

% Decrease

46.6% vs. 32.7%

 

Satisfaction

85% of patients reported being satisfied

 

No side effects were reported

N=13 of 15 patients  completed the trial; small sample size

 

Subject compliance was determined by diary shee

3

Swanson et al 2010«

To evaluate imiquimod 2.5% and 3.75% cream for short-course treatment of the full face or balding scalp.

 

Intervention: Application of imiquimod 2.5%, 3.75% or vehicle cream once daily for 2- week treatmen cycles, with a 2-week, no-treatment interval between cycles.

Two identical multicentre, randomized, double-blind, placebo-controlled studies

 

Randomization to receive imiquimod 3.75%, 2.5% or vehicle cream (1:1:1) applied once daily for two 2- week treatmen cycles, with a 2-week, no-treatment interval between cycles.

n=479 participants

389 men, 90 women

Mean age: 64 years

Participant complete clearance rates at week 14

 

Participant partial clearance rates at week 14

 

Median percentage of reduction from baseline in lesion counts

 

Patient rest period rates

 

Local skin reactions

 

Adverse events

Placebo vs imiquimod 2.5% vs imiquimod 3.75%

 

Participant complete clearance: 6.3% vs 30.6% vs 35.6%

(p<0.001 vs placebo, each)

 

Partial clearance: 22.6% vs 48.1% vs 59.4% (p=0.047, 3.75% vs 2.5%)

 

Median % reductions: 25.0% vs 71.8% vs 81.8% (p<0.001, each active vs placebo; p=0.048 3.75% vs 2.5%)

 

Patient rest period rates: 0% vs 6.9% vs 10.6%

 

Adverse events:

15 sAEs reported in 12 pts (2 placebo, 5 imi 2.5%, 5 imi 3.75%)

 

Only one of the severe AEs, severe diarrhea in a patient in the imiquimod 3.75% group, considered as treatment-related.

 

Greater incidence of treatment-related AEs in the imiquimod groups (headache, application site pruritus, fatigue, and nausea)

 

Local skin reactions:

greater incidence of patients experiencing LSRs, and severe LSRs, with increasing imiquimod concentration (erythema and scabbing/crusting)

Data from 2 studies were pooled together.

 

Unclear random sequence generation.

 

Study was double-blind, but AEs could be an issue for the concealment of the assigned treatment in some participants: detection and performance bias likely

 

Data for safety were reported differently in the published record and protocol

 

This study was supported by Graceway Pharmaceuticals LLC

3

Peris et al. 2015:

Pooled results from Swanson et al. 2010 and Stockfleth et al 2014

To evaluate the efficacy of imiquimod 3.75% using the reduction in lesions from Lmax (the maximum lesion count during treatment) in subgroups of patients with low and high AK lesion counts.

 

Intervention: Patients applied up to two sachets of study cream (250 mg cream/sachet) or placebo to the full face or balding scalp each day for 2 weeks. The first treatment period was followed by 2 weeks without treatment and then a compulsory second 2-week treatment period.

Post-hoc analysis

 

Patients from two 14-week, placebo-controlled, double-blind studies were subgrouped according to whether they had ≤10 or >10 AK lesions at baseline.

 

Randomization to 4 groups:

Imiquimod 3.75% and ≤10 baseline lesions: n=82

Placebo and ≤10 lesions: n=85

Imiquimod 3.75% and ≥10 baseline lesions: n=78

Placebo and ≥10 lesions: n=74

N=167 patients with ≤ 10 lesions and n=152 patients > 10 AK lesions

 

Imiquimod 3.75% and ≤10 baseline lesions: mean age: 62.6 years (sd: 10.6), 75.6% male

 

Placebo and ≤10 lesions: mean age: 62.5 years (sd: 7.9), 72.9% male

 

Imiquimod 3.75% and ≥10 baseline lesions: mean age: 66.6 (sd: 10.2), 89.7% male

 

Placebo and ≥10 lesions: mean age: 66.4 years (sd: 9.7), 91.9% male

Median % reduction in AK lesions from Lmax to end of study

 

Median absolute reduction in AK lesions from Lmax to end of study

 

Median % reductions from AK lesions from baseline to EOS

 

Median absolute reduction in AK lesions from baseline to EOS

Patients ≤ vs > 10 lesions at baseline

 

Median % reduction in AK lesions from Lmax to end of study: for imquimod: 91.5% vs 93.0%

 

Median absolute reduction in AK lesions from Lmax to end of study: for imiquimod: 24.0 vs 10.0

 

Median % reductions from AK lesions from baseline to EOS:

imiquimod: 78.9% vs 82.6%

placebo: 25.0% vs 16.7%

 

Median absolute reduction in AK lesions from baseline to EOS:

imiquimod: 5 vs 12

placebo: 2 vs 2.5

(p<0.0001 active vs placebo)

The studies were funded by Graceway Pharmaceuticals, LLC; the analyses were funded by Meda Pharma GmbH & Co. KG.

2

Hanke 2011:

Follow-up study (including Lebwohl et al. 2004 and Swanson et al. 2010)

To assess long-term, sustained, complete clearance of actinic keratosis after treatment with imiquimod 3.75% or 2.5% cream using two two-week or three-week cycles of daily dosing.

 

Intervention: Application of imiquimod 2.5%, 3.75% or vehicle cream once daily for 2- week treatmen cycles, with a 2-week, no-treatment interval between cycles.

Follow-up study of two multicentre, randomized, double-blind, vehicle-controlled, parallel-group study

Adults with 5-20 baseline lesions who achieved complete clearance at the 8-week-post-treatment visit

Complete clearance

Safety

Imiquimod 3.75% vs 2.5%

 

Complete clearance was sustained for 12 months in 17/42 (40.5%) and 13/39 (33.3%) subjects from the 2-week cycle studies, and in 23/48 (47.9%) and 16/37 (43.2%) subjects from the 3-week cycle studies.

 

No Safety concerns during the follow-up.

See lebwohl et al. 2004 and Swanson et al. 2010

3

Szeimies et al 2008«

To evaluate the effect of resiquimod gel in different concentrations on AK lesion clearance.

 

Intervention: Application of resiquimod 0.01%, 0.03%, 0.06% or 0.01% gel once daily three times a week for 4 weeks.

Multicentre, randomized, active-controlled, double-blind, parallel-group study.

 

Randomization to resiquimod 0.01%, 0.03%, 0.06% or 0.1% gel applied once daily three times a week for 4 weeks.

n=132 participants

109 men, 23 women

Mean age: 70 years

Participant complete clearance rates after 1 to 2 treatment courses (week 24)

 

Participant partial clearance rates after 1 to 2 treatment courses

 

Participant complete clearance rates after 1 course only (week 12)

 

Discontinuation rate due to adverse events or local skin reactions

 

Incidence of severe adverse events and local skin reactions (possibly treatment-related)

 

Resiquimod 0.01% vs 0.03% vs 0.06% vs 0.1%

 

Overall complete clearance rates: 77.1% vs 90.3% vs 78.1% vs 85.3%

 

Complete clearance rates PP: 78% vs 95% vs 76% vs 92%

 

Complete clearance rates after course 1: 40.0% vs 74.2% vs 56.3% vs 70.6%

 

Overall partial clearance rates: 63% vs 81% vs 63% vs 76%

 

Discontinuation due to AEs/LSRs: 0% vs 13% vs 31% vs 38%

 

Incidence of sAEs (possibly/probably related): 0% vs 35% vs 16% vs 38%

 

Possibly or probably related non-application site sever AEs: 0% vs 3% vs 13% vs 12% 

Small sample size within the randomized groups

 

Patients with persistent lesions received a second course after an 8-week treatment-free interval.

 

PP analysis excluded 59 patients.

 

Unclear allocation concealment

 

suggestion that intensity of local skin reactions may have an association with complete clearance (resiquimod 0.03% and 0.1% groups had higher complete clearance rates)

 

This study was supported by 3M Pharmaceuticals.

2

Szeimies et al 2004«

To evaluate the efficacy of imiquimod 5% cream compared with vehicle in the treatment of AK lesions on the face and balding scalp including pretreatment and posttreatment biopsy specimens.

 

Intervention: Application of imiquimod 5% cream or vehicle cream once/day, 3 days per week for 16 weeks

Multicentre, randomized, double-blind, vehicle-controlled, parallel-group study

 

Randomization to either imiquimod 5% cream (N=147) or vehicle cream (N=139).

n=286 participants

248 men, 38 women

Age range: 44-94

 

 

Participant complete clearance rates at 8 weeks post-treatment

 

Participant partial clearance rates at 8 weeks post-treatment

 

Local skin reactions/

 

Adverse events

Imiquimod vs vehicle

 

Participant complete clearance rate: 57.1% vs 2.2%, p<0.001

 

Partial clearance rate: 72.1% vs 4.3%, p<0.001

 

Adverse events and local skin reactions:

70.7% vs 48.2% of which 46.3% vs 11.5% were application site reactions

 

Incidence of sever AEs: erythema 30.6% vs 0.7%, scabbing/crusting 29.9% vs 1.4%, erosion/ulceration 10.2% vs 0.7%, and flaking/scaling/dryness: 10.2% vs 1.4%

For all: p<0.001

ITT analysis was used, but some lost to follow-up participants were missing for the description

 

10 dropouts in the intervention group, 18 drop-outs in the control group: attrition bias likely

 

Not all skin quality outcomes were reported: selective reporting bias

 

This study was supported by 3M Pharmaceuticals

2

Szeimies et al 2009«

To evaluate the efficacy and tolerability of PDT using a red light-emitting diode (LED) and topical MAL for treatment of multiple AKs.

 

Intervention: Application of MAL or placebo cream 3 hours before illumination with noncoherent red light (LED); treatment was repeated 1 week later.

Multicentre, randomized, double-blind, placebo-controlled, parallel-group study

 

Randomization to MAL (N=57) or matching placebo cream (N=58), application to the lesions for 3 hours before illumination with noncoherent red light (LED); treatment was repeated 1 week later.

n=115 participants

91 men, 24 women

Age range: 41-90

Participant complete response rates at 3 months after last treatment

 

Lesion complete response rates at 3 months post-treatment

 

Adverse events

 

Local skin reaction

MAL PDT vs placebo PDT

 

Participant complete response rate: 68.4% vs 6.9%, OR=39.5, 95% CI: 10.5-149.2, p<0.001

 

Lesion complete response rates: 83.3% (95% CI: 79.3-86.7%) vs 28.7% (95% CI: 24.4-33.4%), p<0.001

 

Adverse events: 85% vs 60%

Most commonly reported treatment-related:

pain of the skin: 55% vs 22%, erythema: 52% vs 5%, skin burning sensation: 36% vs 12%

 

19 pts of MAL PDT group: sAEs related to treatment: pain of the skin (N=13), erythema (N=6), skin burning (N=5), skin exfoliation (N=4), and scab, skin swelling, and swelling of the face (N=1 each)

Unclear allocation concealment.

 

This study was supported by Photocure ASA.

 

Statement regarding potential conflict of interest is unclear.

2

Szeimies et al 2010«

To evaluate the efficacy and safety of PDT of AK with BF-200 ALA vs placebo.

 

Intervention: Illumination was performed 3 h after the application of the gel with a narrow emission spectrum between 590 and 670 nm and a recommended light dose of 37 J/cm² or an incoherent broad-spectrum light source emitting light between 580 and 1400nm and a light dose of 170 J/cm².

Multicentre, randomized, double-blind, placebo-controlled, interindividual, two-armed study

 

Randomization to BF-200 ALA (N=81) or placebo (N=41).

 

 

n=122 participants with 4-8 mild to moderate AK lesions

105 men, 17 women

Mean age: 71 years, range: 57-85

 

 

Participant complete clearance rate

 

Lesion complete clearance rate

 

Local skin reactions

Adverse events

 

Cosmetic outcomes

PDT BF-200 ALA vs placebo PDT

 

Participant complete clearance rate:

64% vs 11%, p<0.0001 (PP) at 12 weeks

49% vs 11% after 1st treatment

 

Lesion complete clearance rate: 81% vs 22% (PP), p<0.0001(1st and 2nd treatment)

 

patient and lesion complete clearance rates after illumination with the Aktilite were higher than with PhotoDyn for BF-200 ALA: (96% and 99%, respectively, PhotoDyn: 53% vs 70%)

 

Cosmetic outcome (investigator-assessed): very good/good:

49% vs 27%

Unsatisfactory: 4% vs 22%

 

Adverse events:

No AEs due to application of the gel

 

Improvement of skin quality in BF-200 ALA group, especially for ‘roughness, dryness, scaling’ and ‘hyperpigmentation detectable’

Less improvement in placebo group

 

Incidence of pain, itching and burning was much higher in subjects irradiated with the Aktilite, severe symptoms mainly observed during/after irradiation with Aktilite: severe burning in 8 subjects and severe pain in 4 subjects, severe burning and pain in 3 subjects

 

2 symptoms of severe intensity during irradiation with PhotoDyn: itching on the face/forehead and burning on the bald scalp

Use of light source depends on the study centre: either Aktilite CL128 (Photocure, Oslo, Norway) or PhotoDyn 750 (Hydrosun Medizintechnik GmbH, Mühlheim, Germany)

 

Unclear allocation concealment.

 

 

This study was supported by Biofrontera Bioscience GmbH.

2

Tanghetti et al 2007«

To compare the efficacy and tolerability of imiquimod with 5-FU.

 

Intervention: Application of 5% 5-FU twice daily for 2-4 weeks or imiquimod 5% cream twice weekly for 16 weeks.

Multicentre, randomized, assessor-blinded, active-controlled, parallel-group study

 

Randomization to receive 5% 5-FU cream (N=19) twice daily for 2 to 4 weeks or 5% imiquimod cream (N=17) twice weekly for 16 weeks

n=36 patients with ≥4 AKs

 

 

Total AK count (baseline and week 24)

 

Mean % reduction in lesion counts at week 24

 

Participant complete and partial (<66%) clearance

 

Physician’s grading of erythema

 

Local skin reactions

 

Mean scores for patients discomfort (1-4, 1=very painful)

5% 5-FU vs imiquimod

 

Total AK count:

Baseline: 646 vs 490

At week 24: 40 vs 167, p<0.05

 

Mean % reduction in lesion counts: 94% vs 66%, p<0.05

 

Participant complete clearance: 84% vs 24%, p<0.01

 

Participant partial clearance: 100% vs 53%

 

Local skin reactions: similar: erythema, crusting, erosion, and edema

erythema persisted longer in imiquimod group

Mean levels were moderate in the 5% 5-FU group at week 4, then decreased. In the imiquimod group, mean levels remained mild the entire time of treatment (investigator assessment)

 

Mean scores patients’ perception of discomfort: week 4: 3.1±1.02 vs 3.9±0.26

week 24: 3.7±0.81 vs 3.9±0.33

Lack of sociodemographic information of patients

 

Unclear random sequence generation and allocation concealment

 

Performance bias likely: dosing schedules were not concealed with a double-dummy technique

 

Values for participants’ perception of efficacy were not presented: selective reporting bias likely

 

This study was supported by Valeant Pharamceuticals International

3

Tarstedt et al 2005«

To compare the efficacy and safety of MAL-PDT given as a single treatment with two treatments of MAL-PDT 1 week apart.

 

Intervention: single treatment with PDT using topical MAL or two treatments 1 week apart.

Multicentric, randomized, open, active-controlled, parallel-group study

n=211 participants with 413 lesions

Mean age: 68 years

 

single treatment: N=105,

2 treatments: N=106

82 men, 129 women

 

Thirty-seven lesions (19%) with a non-complete response 3 months after a single treatment were re-treated.

Lesion complete response at 3 months post-treatment (overall, think and thick lesions)

 

Participant complete clearance

 

Patient satisfaction

 

Adverse events

 

Cosmetic outcome

 

Single vs double treatment

 

Lesion complete response rate: 81% vs 87%

Thin lesions:

93% (95% CI: 87-97%; repeated therapy: 97%) vs 89% (95% CI: 82-96%)

Thick lesions:

70% (95% CI: 60-78%) vs 84% (95% CI: 82-94%)

 

Participant complete clearance rate: 89% (95% CI: 81-94%) vs 80% (95% CI: 71-87%)

 

Patient satisfaction:

68% vs 55%

In comparison to cryotherapy: 66% vs 58%

 

Adverse events:42 patients vs 53 patients

Treatment-related local AEs: burning sensation of the skin (15% vs 19%), skin pain (9% vs 18%), erythema (9% vs 10%) (mild to moderate, short duration)

 

Cosmetic outcome: excellent in >75% of the lesions in each treatment group

Unclear random sequence generation.

 

Study was open: High risk for detection and performance bias.

 

PP-Analysis was used: 0 dropouts in intervention, 6 dropouts in the control group. Attrition bias likely

 

This study was supported by PhotoCure ASA.

 

Statement regarding potential conflict of interest is missing.

3

Taub et al 2011

To compare the efficacy and tolerability of PDT using 20% 5-ALA and blue light versus ALA vehicle and blue light for the treatment of AKs of the dorsal hand and forearm.

 

Intervention: Treatment twice at an 8-week interval by ALA with blue light on one hand and forearm and with ALA vehicle and blue light on the contralateral hand and forearm.

Randomized, blinded, bilateral intraindividual, vehicle-controlled study

n=15 (11 women, 4 men) with ≥4 AK lesions on the dorsal sides of both hands and forearms

Mean age: 55.8 years±9.4

Mean lesion count reductions 4 weeks after second treatment

 

Partial reduction in lesion count (50%)

 

Subject satisfaction

 

Adverse events

20% 5-ALA vs vehicle

 

Mean lesion count reductions: 58.4±22.2% vs 24.8±20.6%, p=0.0004

 

50% reduction in lesion count: 73% vs 13%, p=0.0143

 

Subject satisfaction: 86.7% moderate to satisfied

 

Adverse events:

Tolerance levels for ALA and vehicle-treated subjects differed sign. for erythema, edema, and stinging and burning, more frequent side effects on the treated site

Small sample size

 

Intrapatient design reduces the risk for confounding

 

Unclear random sequence generation and allocation concealment

 

Only overall subject satisfaction reported, not stratified: selective reporting bias likely

 

The study was funded by Dusa Pharmaceuticals.

3

Thompson et al 1993«

To examine the effect of the regular use of sunscreen on the appearance of new solar keratosis and the disappearance of existing SKs during one summer in Australia.

 

Intervention: Self-application of approximately 1.5ml of sunscreen or base cream to the head and neck or forearm and hand once every morning. Reapplication during the day, if necessary.

Single-centre, randomized, placebo-controlled, parallel-group study

 

Study was conducted in Australia

n=588 white participants randomized, 431 evaluable participants

180 men, 251 women

Mean age: 63 years, range: 40-93

 

N=210 subjects in the base-cream group (vehicle), N=210 subjects in the sunscreen group

Mean reduction/increase in lesion counts at 7 months

 

Mean % of lesions remitting throughout the study

 

New lesions

 

Participants‘ compliance

Sunscreen group vs base group

 

Mean reduction/increase in lesion counts:

-0.6±0.3 vs +1.0±0.3

RR new lesions: 0.62 (95% CI: 0.54-0.71)

OR remissions: 1.53 (95% CI: 1.29-1.80)

 

Mean % of lesions remitting throughout the study: 25% vs 18%

 

New lesions: 333 vs 508 (1.6 vs 2.3 mean lesions per subject)

 

Compliance: 81% of pat. reported applying the cream daily for at least 80% of the study period; no difference in the amount of cream used by the two groups

Unclear allocation concealment, blinding of outcome assessment was not stated: unclear risk of detection bias

 

High risk for attrition bias since type of analysis was unclear. Initial number of participants randomized and the number of dropouts were given for the 2 groups together. Reasons for withdrawal were given in a table, which was unclear to interpret.

 

This study was supported by grants from the Victorian Health promotion Foundation, Melbourne, the Skin and cancer Foundation, Sydney, the Skin and Psoriasis Foundation, Melbourne; the Uoyd William trust, Maryborough; the Sydney Melanoma Foundation; and the Australasian College of Dermatologists.

 

Statement regarding potential conflict of interest is unclear.

2

Togsverd-Bo et al 2018

To compare the efficacy and safety of field treatment with methyl aminolaevulinate photodynamic therapy (MAL-PDT) and imiquimod (IMIQ) for AKs in OTRs.

 

Intervention

IMQ: Application of IMIQ 3/week for 4 weeks to the treatment area prior to sleep; leaving it for approx. 6-10 h on the AKs.

PDT: After curettage, application of MAL under occlusion for 3h. Illumination with a red LED at 634 nm, 68 mW/cm-2 irradiance with a total light dose of 37 J/cm-2.

Randomized, controlled, intra-individual, assessor-blinded trial

 

All patients received one PDT and one IMIQ treatment at baseline and were seen at 1, 2 and 3 months after baseline. In cases of nonresponding AKs, IMIQ treatment was repeated 2 months after baseline and PDT was repeated 3 months after baseline

N=35 OTRs with 572 AKs (grade I–III) in two similar areas on the face, scalp, dorsal hands or forearms

 

22 men, 13 women

 

33 patients completed all study visits

 

median time since transplantation was 10 years (range 4–32) and graft organs included kidney transplants (n = 28), lung transplants (n = 3) and liver transplants (n = 4)

 

patients received immunosuppression with tacrolimus (n = 12), ciclosporin (n = 14), azathioprine (n = 12), mycophenolate mofetil (n = 15), mechanistic target of rapamycin inhibitor (n = 8) and low-dose steroids (n = 31) in a triple (n = 24) or double (n = 9) immunosuppressive regimen

complete lesion response (CR)

 

skin reactions

 

treatment preference

 

pain using a numerical rating scale ranging from 0 to

10 (0 = no pain, 10 = worst pain imaginable)

 

cosmesis (poor, acceptable, good, excellent)

PDT vs. IMIQ at 3 months

 

Participant complete clearance: 7 vs. 4

CR: median 78% (range 50-100) vs. 61% (range 22-100)

 

CR rates increased from 66% to 78% and 49% to 61% when patients received two treatment sessions/cycles of PDT and IMIQ, resp.

 

According to AK grade, PDT was more effective than IMIQ for thin grade-I AKs (median CR 82% vs. 66%, P < 0.01) and for keratotic grade-II and grade-III AKs (median CR 33% vs. 25%).

 

Skin reactions: median 2.8, range 1–4 vs. 1.7, range 0–4

 

 

Emergent AKs: 0.7 (range 0-3) vs. 1.5 (range 0-6) AKs

 

Patient preference and cosmesis were similar for PDT and IMQ

 

Pain: median 5.6 range 3-9 vs. no pain (0)

 

No patients developed hyperpigmentation, hypopigmentation or textural changes.

Only investigators had been blinded; performance bias is likely among participants

 

Outcome allograft rejection was not considered in this study

2

Tong et al 1996«

To investigate the efficacy and skin tolerance of β-1,3-D-glucan gel versus placebo in the treatment of SK.

 

Intervention: Application of glucan gel cream or placebo cream twice daily for seven days.

Randomized, double-blind, placebo-controlled, intraindividual study

 

Randomization of one arm to glucan gel, the other to placebo.

n=20 participants

11 men, 0 women

Mean age: 69 years, range: 52-93

Mean reduction of lesion counts

 

Tolerability (local skin/adverse reactions)

Mean number of SK:

Baseline vs final

Glucan:

22.5 vs 16.8 (reduction: 5.7)

Placebo: 23.9 vs 15.6 (reduction: 8.3)

Not stat. sign.

 

Tolerability:

No skin reactions/AEs reported

Small sample size

 

Unclear random sequence generation and allocation concealment

 

An unclear type of analysis was used, unclear risk of attrition bias

 

Lack of information regarding patients compliance

 

Standard deviations associated with mean values were not provided: high risk of selective reporting bias

 

Statement regarding potential conflict of interest is missing.

3

Ulrich et al 2007«

To evaluate the safety and efficacy of imiquimod 5% cream for the treatments of AKs in kidney, heart, and liver transplant recipients.

 

Intervention: Application of 500 mg of imiquimod 5% cream or vehicle cream to the treatment area on three consecutive days per week for 16 weeks.

Multicentre, randomized, double-blind, placebo-controlled, parallel-group study

 

Randomization (2:1) to apply 500 mg of imiquimod 5% cream (N=29) or vehicle cream (N=14) to the treatment area on three consecutive days per week for 16 weeks.

n=43 OTRs (kidney: N=30, liver: N=4, heart: N=9)

29 men, 5 women

Age range: 37-76 years

Participant complete or partial clearance rates

 

Adverse events

Imiquimod vs vehicle

 

Complete clearance rates: 62.1% vs 0%

Liver: 100% vs 0%

Kidney: 65% vs 0%

Heart: 42.9% vs 0%

 

Partial clearance rates: 79.3% vs 0%

Liver: 100% vs 0%

Kidney: 80% vs 0%

Heart: 71.4% vs 0%

 

Possibly/probably related AEs:

Imiquimod: application site reaction (5/29), fatigue 81/29), headache (1/29), diarrhea (1/29), nausea (1/29), rash (1/29), skin disorder (1/29), and leucopenia (1/29)

Erythema and erosion were mild to moderate

Unclear random sequence generation and allocation concealment

 

Little was reported on skin quality outcomes. Several outcomes were reported only for the imiquimod group. Selective reporting bias is likely.

 

This study was supported by 3M Pharamceuticals.

2

Ulrich et al 2010«

To investigate the effect and graft-related safety of diclofenac 3% gel on clearance rates of multiple AK lesions in organ transplant patients.

 

Intervention: Self-application diclofenac 3% in 2.5% HA or vehicle twice daily for 16 weeks to a defined are of 50 cm.

Randomized, double-blind, vehicle-controlled, parallel-group study

 

Randomization to either active treatment (N=24) or vehicle (N=8), twice daily for 16 weeks

n=32 OTRs (liver: N=6, kidney: N=18, heart: N=8)

31 men and 3 women

Age range: 49-77 years

Participant complete clearance at 20 weeks and 24 months

 

Participant partial clearance at 20 weeks and 24 months

 

Average % reduction of lesions at 20 weeks

 

Recurrence rate

 

Adverse events

Diclofenac vs placebo:

Complete clearance: 41% vs 0%

Kidney: 30.7% vs 0%

Liver: 40% vs 0%

Heart: 75% vs 0%

 

Partial clearance: 59% vs 16.7%

Kidney: 53.8% vs 33%

Liver: 40% vs 0%

Heart: 100% vs 0%

 

Average % reduction in the individual lesion count: 53% vs 17%

 

Recurrence rate: 55% after an average of 9.3 months

 

Adverse events: mild to moderate erythema, desquamation, itching, inflammation, edema

Unclear random sequence generation and allocation concealment

 

PP was used. 2 drop-outs in intervention and control group: Attrition bias likely

 

No information regarding patients’ adherence or compliance to the study medication: over/underestimation of the results might be possible.

 

Discrepancy in the number of participants completely cleared between abstract and report: selective reporting bias likely

 

This study was supported by Shire Pharmaceuticals.

3

Veronese et al 2019

To evaluate the effectiveness of a new class I Medical Device (MD, DNA repair enzymes) for the prevention and treatment of AKs vs traditional sunscreen alone (SPF 100+).

 

MD consists of physical and chemical UVA-UVB filters (corresponding to SPF 100+) and active ingredients with antioxidant and repairing action, among which the most important is

DNA repair complex (a complex of amino

acids, acetyl-tyrosine and proline, ATP and vegetable protein hydrolyzate).

 

Intervention

Application of the MD or sunscreen twice daily (morning and early afternoon) for 6 months.

Single-center, randomized, controlled, inter-individual trial

 

Re-evaluation 3 and 6 months

 

Patients with AK on the face or scalp were included

 

OTRs group included patients with kidney transplants and immunosuppressive treatment for at least 5 years.

N=90 Caucasian patients (62 immunocompetent, 28 OTR)

72.22% were male (65/90)

 

Mean age: 75.98 ± 7.52

 

median time of immunosuppression of 11.43 years (range 5–35)

Reduction of the mean number of AKs

 

Appearance of NMSC

Medical device and sunscreen at the end of the study (6 months)

Reduction of the mean number of AKs:

Immunocompetent patients:

54.7% vs. 9.43%

OTRs

36.7% vs. 14.3%

 

Prevalence of NMSCs

11.8 vs. 17.18

 

Incidence of NMSCs

19.7 vs. 32.1

ITT analysis was used

 

Compliance of patients might underestimate the results due to the long application period of 6 months

 

Baseline characteristics were similar between immunocompetent and OTRs patients; except slight differences in gender and use of MD analogs. OTR patients were more frequently males and MD analogs users; used more frequently sunscreens

 

Allograft rejection was not investigated as outcome

 

Study was not blinded

3

Von Felbert et al 2010«

To compare pain intensity, efficacy, safety and cosmetic outcome of MAL-PDT with two different light sources in an investigator-initiated, randomized, double-blind study.

 

Intervention:

 

Group 1: MAL-PDT with visible light and water-filtered infrared A (VIS+wIRA)

Group 2: MAL-PDT with light from light-emitting diodes (LEDs), with a further division into two subgroups: A, no spray cooling; B, spray cooling on demand.

MAL was applied 3 h before light treatment.

Randomized, double-blind, active-controlled, parallel-group study

 

Randomization: 1:1

n=80 participants

71 men, 9 women

Median age: 70 years, range: 56-85

 

 

Participant complete and partial clearance at 3, 6, and 12 months

 

Median maximum pain (VAS score)

 

Cosmetic outcome

 

Adverse events and local skin reaction

VIS + wIRA PDT (with spray cooling) vs VIS + wIRA PDT (without) vs LED PDT with spray cooling vs without spray cooling

 

Complete clearance rate:

3 months: 50% vs 59% vs 64% vs 47%

6 months: 62% vs 72% vs 80% vs 56%

12 months: 36% vs 57% vs 49% vs 44%

 

Partial clearance rate:

3 months: 90% vs 97% vs 97% cs 91%

6 months: 92% vs 97% vs 97% vs 93%

12 months: 85% vs 92% vs 95% vs 83%

 

Median max pain (VAS score): 50 vs 65 vs 80 vs 60

PDT had to be discontinued for a few seconds in 29% (5 of 17) of the VIS + wIRA PDTs and in 42% (8 of 19) of the LED PDTs

 

Cosmetic outcome: after 2 weeks: improved

after 3, 6, and 12 months: rated as excellent, no difference between the groups

 

Adverse events:

VIS + wIRA PDT and LED PDT: mild to moderate AEs

erythema, crusting, skin scaling, blisters, pustules, pruritus, headaches, dizziness

More blisters and pustules in the LED PDT group

Unclear random sequence generation and allocation concealment.

 

Attrition bias likely: PP analysis was used, 1 drop-out in the intervention group and 3 in the control group

 

This study was supported by Erwin Braun Foundation.

2

Weiss et al 2017

To investigate the efficacy and safety of ingenol disoxate gel (LEO 43204) optimized for the treatment of AK on the balding scalp (25cm²-250cm²).

 

Intervention part 2:

Application of Ingenol Disoxate 0.037%, 0.05% or vehicle once daily for 2 consecutive days.

Part 1: Phase I, open-label, multicenter, dose-escalation trial investigating up to 6 doses of ingenol disoxate to determine MTD

 

Part 2: Phase II, multicenter, randomized, double-blind, parallel group, vehicle-controlled trial

Randomization: 2:2:1 to receive ingenol disoxate 0.037%, 0.05% or vehicle gel once daily for two consecutive days

Part 2:

 

n=197 patients with 5-20 clinically typical, visible and discrete AKs on the balding scalp

n=163 were randomized and included in the full analysis

 

all patients were white males

median age: 72 years, range 47-89 years

91% FST II-III, 9.2% FST I

 

90.2% (147 patients) have been previously treated

44.2% (72 patients) had a previous history of NMSC

 

25 persons did not meet the inclusion criteria, 7 withdrew voluntarily, one was lost to follow-up and one was excluded as randomization was closed.

 

Percentage reduction in AK count from baseline

 

Complete and partial clearance at week 8

 

Patients satisfaction (Treatment Satisfaction Questionnaire for Medication TSQM score at week 8, range 0-100)

 

Local skin responses

Adverse events

0.037% vs 0.05% vs vehicle:

 

Reduction in AK count: 72.7% vs 78.5% vs 12.6%, p<0.001, no stat. difference between the two doses of ingenol disoxate

 

Lesion complete clearance rate: 21.9% (14/64) vs 29.9% (29/67) vs 3.1% (1/32), p≤0.007 for both active groups vs vehicle

 

Lesion partial clearance rate: 54.7% (35/64) vs 59.7% (40/67) vs 6.3% (2/32), p≤0.001 for both active groups vs vehicle

 

Patient satisfaction: 73.6-87.7 in the two active treatment groups

Global treatment satisfaction and effectiveness scores for both doses of ingenol disoxate were high and superior to vehicle (p<0.001)

 

Local skin responses peaked at day 3, declined rapidly

 

Adverse events:

Generally mild to moderate, most commonly: application site pain (48.4% vs 56.7% vs 6.3%), and pruritus (25% vs 26.9% vs 3.1%)

 

7 patients experienced 8 severe AEs of which 2 were considered to be treatment-related, 3 patients discontinued treatment following moderate AEs within the treatment area that were considered possibly treatment-related

Only men participated: results of this study are only limited to this population and might not be generalizable.

 

 

High adherence was observed among the participants.

 

This study was funded by LEO Pharma.

2

Weiss et al 2002«

To evaluate the efficacy and safety of 1-, 2-, and 4-week treatments with 0.5% fluorouracil cream versus vehicle control for the treatment of AK.

 

Intervention: Application of 0.5% 5-FU or vehicle cream once daily for 1, 2 or 4 weeks.

Multicentre, randomized, double-blind (treatment versus placebo), open (treatment duration), vehicle-controlled, parallel-group study

 

Randomization to receive 0.5% fluorouracil cream or vehicle (n=58) once daily for 1 (n=38), 2 (n=41), or 4 weeks (n=40).

n=177 participants

152 men, 25 women

Age range: 35-89 years

Participant complete clearance rate

 

Physician Global Assessment of Improvement (PGAI) score

 

Mean % reduction in lesion counts

 

Tolerability

0.5% FU 1 week vs 2 weeks vs 4 weeks vs vehicle

 

Participant complete clearance rate: 26.3% vs 19.5% vs 47.5% vs 3.4, stat. sign. vs vehicle

 

PGAI overall score: 3.1 vs 3.2 vs 3.9 vs 0.9, stat. sign. vs vehicle

 

Mean % reduction in lesion counts: 78.5% vs 83.6% vs 88.7% vs 24.4%, stat. sign. vs vehicle

 

Tolerability:

facial irritation= most commonly reported AE, usually mild to moderate; dryness, burning and erythema were the most commonly reported clinical signs and symptoms of facial irritation in all groups.

Unclear random sequence generation and allocation concealment.

 

Placebo cream was not used to conceal allocation to 1, 2, or 4 weeks: performance bias likely

 

Different assessment time points were used for 1-, 2-, or 4-week groups: high risk for detection bias

 

standard deviations were not provided: selective reporting bias likely

 

There was slight difference (p=0.048) in the women ratio (more in 4-week group and less in placebo group) at baseline.

 

Statement regarding potential conflict of interest is missing.

3

Wiegell et al 2011«

To compare the efficacy of MAL-PDT with 1.5 vs. 2.5 h of daylight exposure in a randomized multicentre study.

 

Intervention: After gentle lesion preparation and application of a sunscreen of sun protection factor 20, MAL was applied to the entire treatment area. Immediately after, patients left the clinic and exposed themselves to either 1.5 hours or 2.5 hours of daylight.

Multicentre, randomized, assessor-blinded, active-controlled, parallel-group study

n=120 participants

96 men, 24 women

Mean age: 72 years, range: 47-95

 

1.5h treatment arm: N=58

 

2.5h treatment arm: N=62

Mean lesion response rate at 3 months post-treatment

 

Mean reduction in lesion counts at 3 months post-treatment

 

Mean pain scores (0-10)

 

Local adverse reactions: erythema and pustular eruptions

 

Participant’s satisfaction

1.5 h vs 2.5 h group:

 

Mean lesion response rate: 77.2% vs 74.6%, p=0.57

 

Mean decrease in the number of lesions:

Grade I: 9.8±8.8 vs 9.7±9.5

 

Mean pain score during dPDT: 1.3±1.5, decreased to 0.5±0.7 the day after treatment, no differences between 1.5h and 2.5h groups

more intense pain sensation seen on sunny days (p=0.002, r²=0.12)

higher maximal pain score during daylight exposure (p=0.030, r²=0.04)

 

Adverse reactions:

day 2: majority of patients erythema: 33% mild, 34% moderate, 7% severe; pustular eruption: 22% mild, 5% moderate and 2% severe; no differences between the 2 groups

 

Increased severity of erythema was related to an increased light dose (p<0.001, r2=0.24) and more sunny weather conditions (p=0.002, r2=0.28)

 

Satisfaction:

after 2 days: 87% of patients were very satisfied, 12% moderately satisfied, 2 patients were unsatisfied

after 3 months: 72% very satisfied, 24% moderately satisfied, 5 patients were slightly satisfied

Blinding was not stated, participants were exposed to light for different periods: performance bias likely

 

Additional outcomes were reported that were not described in the methodological part: unclear risk of selective reporting bias

 

This study was supported by Department of dermatology, Bisebjerg Hospital, Copenhagen

2

Wiegell et al 2012: Follow-Up study Wiegell 2012«

To compare the efficacy of MAL-PDT with 1.5 vs. 2.5 h of daylight exposure in a randomized multicentre study.

 

Intervention: After gentle lesion preparation and application of a sunscreen of sun protection factor 20, MAL was applied to the entire treatment area. Immediately after, patients left the clinic and exposed themselves to either 1.5 hours or 2.5 hours of daylight.

Multicentre, randomized, assessor-blinded, active-controlled, parallel-group study

n=120 participants

96 men, 24 women

Mean age: 72 years, range: 47-95

 

1.5h treatment arm: N=58

 

2.5h treatment arm: N=62

Mean lesion response rate

 

Complete response

Grade I vs grade II vs grade III:

 

Mean lesion response rate:

 

75.9% vs 61.2% vs 49.1% (p<0.0001)

No difference between 1.5h and 2.5h groups

 

Complete response: 73% vs 63% vs 55%

Complete response rate: 75.9% vs 61.2% vs 49.1%

 

This study was supported by Department of dermatology, Bisebjerg Hospital, Copenhagen

 

Blinding was not stated, participants were exposed to light for different periods of time: performance bias likely

2

Wiegell et al 2009«

To compare response rates and adverse effects after PDT using conventional 16% and 8% MAL with home-based daylight exposure in treatment of AK.

 

Intervention: Treatment with 16% and 8% MAL–PDT in two symmetrical areas on the face or scalp after application of sunscreen. Immediately after, patients left the hospital with instructions to spend the remaining day outside at home in daylight.

Randomized, double-blind, active-controlled, intraindividual study

n=30 participants

26 men, 4 women

Mean age: 71 years, range: 51-94

Mean reduction in lesion counts

 

Absolute decrease in lesion count

 

Lesion complete response rate

 

Mean complete response rate according to AK grade

 

Pain scores

 

Erythema scale

 

Participant’s preference

16% MAL-dPDT vs 8% MAL-dPDT

 

Mean reduction in lesion count: 75% vs 79%

 

Absolute decrease: 429 vs 420

 

Lesion complete response rate: 76.9% vs 79.5%, p=0.37

 

Mean complete response rates: grade I: 80.2%, grade II: 63.8%, grade III: 39.3%

 

Mean maximum pains score during daylight exposure: 3.7±2.4 vs 3.6±2.4, p=0.74

Pain intensity increased during daylight exposure

 

Erythema: All patients developed erythema and crusting after treatment, no difference between the two groups

 

Preference: 17 patients  had previously been treated with conventional PDT, 12 (71%) preferred dPDT

Intrapatient design reduces the risk for confounding

 

Number of participants and average time spent outside were different between the abstract and published report.

 

Confusion regarding the type of efficacy outcome reported in the abstract. High risk for selective reporting bias

 

Linear association was found between increasing light dose and increasing response rate (p=0.005, r²=0.27)

2

Wiegell et al 2008«

To compare response rates and adverse effects after MAL-PDT using conventional red light-emitting diode (LED) light vs. daylight.

 

Intervention: Intervention: Treatment with MAL-PDT in two symmetrical areas. One area was illuminated by red LED light (37 J cm-2) after 3h incubation with MAL under occlusive dressing. The other area was treated with daylight for 2.5h after the MAL cream had been under occlusion for half an hour.

Single center, randomized, assessor-blind, active-controlled, intraindividual study

n=30 patients

23 men, 7 women

Mean age: 78 years, age range: 63-90

Mean and absolute reduction in lesion counts at 3 months post-treatment

 

Pain (scale: 0-10)

 

Adverse events

 

Participant’s preference

Daylight vs LED

 

Mean reduction of AK lesions: 79.0%±17.5% vs 71.1%±22.9%, p=0.13

 

Absolute decrease: 8.4±5.4 vs 8.0±5.6, p=0.50

 

Pain: 2.0±1.9 vs 6.7±2.2, p<0.0001

 

Adverse events:

Both treatment areas developed erythema and crusting, most severe in the sun-exposed area in 10 patients (42%), in the LED area in 5 patients (21%)

 

Preference: 62% daylight exposure, 14% LED

The 2 treatments were physically different: performance bias likely

 

N=1 drop-out: low risk for attrition bias

 

No outcomes specified in the protocol: unclear risk of selective reporting bias

 

This study was supported by The Eva and Henry Fraenkels Memorial Foundation.

2

Wolf et al 2001«

To explore the therapeutic potential of 3% diclofenac in 2.5% hyaluronan gel.

 

Intervention: Application of 0.5 g diclofenac 3% in 2.5% HA or vehicle twice daily in each 5 cm² treatment area for 90 days.

Multicentre, randomized, double-blind, placebo-controlled, parallel-group study

 

Patients received either active treatment (n=58, 3% diclofenac gel in 2.5% hyaluronan gel) or inactive gel vehicle (hyaluronan) as placebo (n=59).

N=120 patients were enrolled, 118 received treatment, 117 analyzede

TLSN (target lesion number score)

 

CLNS (cumulative lesion number score)

 

Investigator improvement indices (IGII)

 

Patient improvement indices (PGII)

 

Adverse events

Active treatment vs placebo

 

TLSN=0: 50% vs 20%, p<0.001

 

CLNS=0: 47% vs 19%, p<0.001

 

IGII=4: 47% vs 41%, p<0.001

 

PGII=4: 41% vs 17%, p<0.001

 

Adverse events:

At least 1 AE: 90% vs 81%, most related to skin (pruritus: 55% vs 49%, application site reaction: 34% vs 20%, dry skin: 36% vs 17%)

Unclear random sequence generation and allocation concealment.

 

ITT analysis was used; 14 drop-outs in the intervention group, 8 drop-outs in the control group. Reasons were reported. Unclear risk of attrition bias.

 

96 patients were available at follow-up

 

This study was supported by Hyal Pharmaceutical Co.

 

Statement regarding potential conflict of interest is missing.

2

Yang et al 2018

To evaluate the efficacy and safety of topical SR-T100 gel in treating AK.

 

Intervention:

Application of SR-T100 (n=76) vs. vehicle (n=37) to a continuous or non-continuous 25 cm² (approx. 0.3-0.5g study gel) under occlusion of at least 8h.

Multicenter, randomized, double-blinded phase III trial from Taiwan

 

Patients with at least two clinically visible, non-hyperkeratotic and non-hypertrophic AK were enrolled with one of the lesions having a diameter greater than 4 mm.

 

Location: arm, chest face, scalp

 

Punch biopsy was performed on one of the AK to confirm the diagnosis

N=123 patients were recruited, n=113 were randomized

 

SR-T100 vs. vehicle

Total lesion count: 220 vs. 91

53.6% vs. 50.5% of lesions were larger than 1 cm

 

Male: 67.1% (51/76) vs. 61.1% (22/36)

Mean age: 76.6 years ± 8.8 vs. 76.7 years ± 9.2

 

 

Participant complete clearance at 8 weeks after EOT

 

Participant partial clearance (75%) at 8 weeks after EOT

 

geometric mean target lesion size changed

 

Local skin reactions (ulceration, erythema, dryness, burning/ stinging, erosion, and edema) graded as 0 = absent, 1 = mild, 2 = moderate and 3 = severe

 

Pain and itching were measured on a VAS ranging from 0-10

 

SR-T100 vs. vehicle

 

Participant complete clearance: 32.39% (23/71) vs. 17.14% (6/35); OR: 2.14

 

Participant partial clearance: 71.83% (51/71) vs. 37.1% (13/35); OR: 4.36

 

geometric mean target lesion size changed:

314.30 mm² to 1.95 mm² vs. 274.96 mm² to 15.50 mm²

 

Adverse events: 55.3% (42) vs. 51.4% (19) reported at least one AE

 

sAEs: 13.2% (10/76) vs. 13.5% (5/37); not considered to be treatment-related

 

Local skin reactions:

Erythema: 43.4% vs.18.9%), burning/stinging: 36.8% vs. 8.1% erosion: 34.2% vs. 5.4%

 

VAS pain and itching scores were rated as mild during the treatment period

Taiwanese population

 

1 participant was excluded from the vehicle group analysis; however, in the safety analysis the results referred to 37 patients instead. Thus, the vehicle results may be over- or underestimated for the respective analysis.

 

No information regarding random sequence generation or allocation concealment reported.

 

No statistically significant difference in the baseline characteristics of the intervention and control group.

3

Zane et al 2016

To compare treatment outcomes of MAL-PDT and IMB.

 

Intervention: Two symmetrical contralateral areas with a similar number of AKs were either treated with a single session of conventional MAL-PDT or 3 days of daily application of IMB.

Single-centre, randomized, open-label, intraindividual, split-face study

 

Randomization of two symmetrical contralateral areas with a similar number of AKs to 3 days of an IMB treatment cycle or a single session of MAL-PDT.

n=35 patients with 437 lesions

Mean age: 68.0 years, range: 52-90

34 men, 1 woman

 

 

Complete lesion response at 3 months

 

Mean % reduction at 3 months

 

Participant complete response at 3 months

 

Pain (mean VAS score)

 

Local skin reaction (LSR) score

 

Cosmetic outcome

 

Patient preference

 

Time to healing (days)

IMB vs MAL-PDT

 

Complete lesion response: 62.9% vs 67.1%, n.s.

 

Mean % reduction: 65.8±33.0 vs 67.6±31.2, n.s.

 

Participant complete response: 42.9% vs 31.4%, n.s.

 

Pain: 3.74±2.28 vs 5.46±3.05, p<0.01

 

LSR score: 11.17±2.28 vs 5.46±3.06, p<0.01

 

Cosmetic outcome:

Excellent: 31.4% vs 57.1%

Good: 68.6% vs 42.9%, p<0.05

 

Patient preference: 40% vs 60%

 

Time to healing: 12.91±4.86 vs 8.20±2.75, p<0.01

Clear description of the IMB intervention is not provided (e.g. dosage): selective reporting bias likely

 

Small sample size

 

Intrapatient design reduces the risk for confounding

 

Study was open: performance and detection bias likely

 

MAL-PDT is approved for a 2nd treatment cycle, which might enhance the results

3

Zane et al 2014a

To compare the treatment results and cost-effectiveness of MAL-PDT and 3% diclofenac plus hyaluronic acid gel (DHA) twice daily for 90 days for the treatment of multiple AKs of the face and scalp.

 

Intervention: Self-application of 0.5g Diclofenac 3% in 2.5% HA twice daily for 90 days or conventional MAL-PDT.

Single-centre, open-label, prospective, nonsponsored, randomized controlled clinical trial

 

Randomization 1:1 (MAL-PDT:DHA, N=100 in each arm)

n=200 patients with 1674 AKs

 

58 women

Age range: 42-93

 

 

Overall lesion response rate

 

Patient complete remission rate/partial remission rate after 90 days

 

Cosmetic outcome (patient- and investigator-assessed)

 

Patients‘ overall satisfaction

MAL-PDT vs DHA

 

Overall lesion response rates: 85.9% vs 51.8%, p<0.0001

 

Patient complete remission rate: 68% vs 27%

 

Patient partial remission rate: 30% vs 48%, p<0.0001

 

Cosmetic outcome:

Investigator-assessed: excellent: 64% vs 17%

Good: 31% vs 75%

Fair: 4% vs 8%

p=0.0003

Patient-assessed: excellent: 70% vs 28%

Good: 25% vs 68%

Fair: 4% vs 4%

N=2 missing data

p=0.0007

 

Patients’ satisfaction:

Fair: 2% vs 53%

Good: 38% vs 39%

Excellent: 59% vs 6%, p<0.0001

N=3 missing data

Study was open: performance and detection bias likely

 

42 patients needed retreatment with MAL-PDT because of remaining lesions 3 months after the first treatment

 

N=2 lost to follow-up: low risk for attrition bias

 

DHA group self-applied the gel twice daily: compliance/adherence might bias the results; compliance is not reported

3

Zane et al 2014b

To compare CO2 laser ablation with cryotherapy in the treatment of isolated AKs of the face and scalp.

 

Intervention: Cryotherapy or laser:

 

Cryotherapy: a cotton tip soaked with liquid nitrogen

was applied on the lesion surface for 10–20 s until a 1–2-mm perilesional frozen rim was achieved.

 

Laser:  A single session of CO2 laser ablation was delivered. Two to three laser passes resulted in epidermal ablation. The laser was applied in char-free mode, using 500- µs pulses at a power of 2.3 W with a 50-Hz repetition rate. CO2 laser treatment was done under local anaesthesia with lidocaine 2%.

 

Following either treatment gentamicin 0.1% cream was applied twice daily until the defect was completely re-epithelized.

Single-centre, open-label, prospective, non-sponsored, randomized, controlled clinical trial

 

Randomization to receive CO2 laser ablation or cryotherapy (1:1)

 

CO2 laser ablation arm: N=102

 

Cryotherapy arm: N=98

n=200 patients with ≤4 AKs of the face and scalp (543 AKs total)

72 women

Age range: 39-9

Lesion complete remission (after 90 days)

 

Participant complete and partial remission (after 90 days)

 

Recurrence rate

 

Cosmetic outcome (patient- and investigator-assessed)

 

Patient satisfaction

 

Safety

Cryotherapy vs CO2 laser ablation

 

Lesion complete remission rates: 78.2% vs 72.4%

Thicker lesions were more responsive to cryotherapy (p=0.034)

 

Participant partial remission: 19.6% vs 21.4%

 

Participant complete remission: 71.6% (73) vs 65.3% (64)

At 12 months: 53 vs 14

 

Recurrence rate: 27.4% vs 78.1%, p<0.0001

 

Cosmetic outcome:

Investigator:

Excellent: 50.7% vs 48.4%

Good: 35.6% vs 43.8%

Fair: 13.7% vs 7.8%

p=0.430

Patient:

Excellent: 58.9% vs 50.0%

Good: 34.2% vs 45.3%

Fair: 6.8% vs 4.7%

p=0.401

 

Patient satisfaction: fair: 0% vs 18.4%

Good: 40.2% vs 57.1%

Excellent: 59.8% vs 24.5%, p<0.0001

 

Safety: cryotherapy: erythema, edema, hemorrhagic vesicles and blisters, erosions, crusts

CO2 laser: erosions and crusts

Study was open: performance and detection bias likely

3

 

Literaturhinweise

[127] Gupta, A. K., Paquet, M., Villanueva, E., Brintnell, W., Interventions for actinic keratoses, Cochrane Database Syst Rev, 2012. 12: p. Cd004415., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23235610

[128] Werner, R. N., Stockfleth, E., Connolly, S. M., Correia, O., Erdmann, R., Foley, P., et.al. Evidence- and consensus-based (S3) Guidelines for the Treatment of Actinic Keratosis - International League of Dermatological Societies in cooperation with the European Dermatology Forum - Short version, J Eur Acad Dermatol Venereol, 2015. 29(11): p. 2069-79., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26370093

[44] Criscione, V. D., Weinstock, M. A., Naylor, M. F., Luque, C., Eide, M. J., Bingham, S. F., Actinic keratoses: Natural history and risk of malignant transformation in the Veterans Affairs Topical Tretinoin Chemoprevention Trial, Cancer, 2009. 115(11): p. 2523-30., http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19382202

[129] Marks, R., Rennie, G., Selwood, T. S., Malignant transformation of solar keratoses to squamous cell carcinoma, Lancet, 1988. 1(8589): p. 795-7., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/2895318

[130] Quaedvlieg, P. J., Tirsi, E., Thissen, M. R., Krekels, G. A., Actinic keratosis: how to differentiate the good from the bad ones?, Eur J Dermatol, 2006. 16(4): p. 335-9., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16935787

[34] Werner, R. N., Sammain, A., Erdmann, R., Hartmann, V., Stockfleth, E., Nast, A., The natural history of actinic keratosis: a systematic review, Br J Dermatol, 2013. 169(3): p. 502-18., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23647091

[38] Fernandez-Figueras, M. T., Carrato, C., Saenz, X., Puig, L., Musulen, E., Ferrandiz, C., et.al. Actinic keratosis with atypical basal cells (AK I) is the most common lesion associated with invasive squamous cell carcinoma of the skin, Journal of the European Academy of Dermatology and Venereology : JEADV, 2015. 29(5): p. 991-7., http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/jdv.12848/abstract

[37] Schmitz, L, Kahl, P, Majores, M, Bierhoff, E, Stockfleth, E, Dirschka, T, Actinic keratosis: correlation between clinical and histological classification systems., J Eur Acad Dermatol Venereol, 2016. 30 (8)(8): p. 1303-7., https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/26955898/

[68] Schmitz, L, Gambichler, T, Gupta, G, Stücker, M, Stockfleth, E, Szeimies, RM, et.al. Actinic keratoses show variable histological basal growth patterns - a proposed classification adjustment., J Eur Acad Dermatol Venereol, 2018. 32 (5)(5): p. 745-751., https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/28796914/

[69] Schmitz, L, Gambichler, T, Kost, C, Gupta, G, Stücker, M, Stockfleth, E, et.al. Cutaneous squamous cell carcinomas are associated with basal proliferating actinic keratoses., Br J Dermatol, 2019. 180 (4)(4): p. 916-921., https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/29526028/

[36] Schmitz, L, Brehmer, A, Falkenberg, C, Gambichler, T, Heppt, MV, Steeb, T, et.al. Treatment-resistant actinic keratoses are characterized by distinct clinical and histological features., Ital J Dermatol Venerol, 2021. 156 (2)(2): p. 213-219., https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/33960752/

[131] Vegter, S., Tolley, K., A network meta-analysis of the relative efficacy of treatments for actinic keratosis of the face or scalp in Europe, PLoS One, 2014. 9(6): p. e96829., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24892649

[132] Kiefer, C., Sturtz, S., Bender, R., Indirect Comparisons and Network Meta-Analyses, Dtsch Arztebl Int, 2015. 112(47): p. 803-8., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26634940

[133] Steeb, T, Wessely, A, Schmitz, L, Heppt, F, Kirchberger, MC, Berking, C, et.al. Interventions for Actinic Keratosis in Nonscalp and Nonface Localizations: Results from a Systematic Review with Network Meta-Analysis., J Invest Dermatol, 2021. 141 (2)(2): p. 345-354.e8., https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/32645365/

[75] Dirschka, T., Gupta, G., Micali, G., Stockfleth, E., Basset-Seguin, N., Del Marmol, V., et.al. Real-world approach to actinic keratosis management: practical treatment algorithm for office-based dermatology, J Dermatolog Treat, 2017. 28(5): p. 431-442., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27796187

[134] Ulrich, M., Pellacani, G., Ferrandiz, C., Lear, J. T., Evidence for field cancerisation treatment of actinic keratoses with topical diclofenac in hyaluronic acid, Eur J Dermatol, 2014. 24(2): p. 158-167.

[135] Heppt, MV, Steeb, T, Ruzicka, T, Berking, C, Cryosurgery combined with topical interventions for actinic keratosis: a systematic review and meta-analysis., Br J Dermatol, 2019. 180 (4)(4): p. 740-748., https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/30447074/

[136] Heppt, MV, Steeb, T, Leiter, U, Berking, C, Efficacy of photodynamic therapy combined with topical interventions for the treatment of actinic keratosis: a meta-analysis., J Eur Acad Dermatol Venereol, 2019. 33 (5)(5): p. 863-873., https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/30710390/

[137] Steeb, T, Schlager, JG, Kohl, C, Ruzicka, T, Heppt, MV, Berking, C, Laser-assisted photodynamic therapy for actinic keratosis: A systematic review and meta-analysis., J Am Acad Dermatol, 2019. 80 (4)(4): p. 947-956., https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/30267719/

[138] Steeb, T, Koch, EAT, Wessely, A, Wiest, LG, Schmitz, L, Berking, C, et.al. Chemical peelings for the treatment of actinic keratosis: a systematic review and meta-analysis., J Eur Acad Dermatol Venereol, 2021. 35 (3)(3): p. 641-649., https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/32745330/

[139] Foley, P., Merlin, K., Cumming, S., Campbell, J., Crouch, R., Harrison, S., et.al. A comparison of cryotherapy and imiquimod for treatment of actinic keratoses: lesion clearance, safety, and skin quality outcomes, J Drugs Dermatol, 2011. 10(12): p. 1432-8., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22134568

[140] Krawtchenko, N., Roewert-Huber, J., Ulrich, M., Mann, I., Sterry, W., Stockfleth, E., A randomised study of topical 5% imiquimod vs. topical 5-fluorouracil vs. cryosurgery in immunocompetent patients with actinic keratoses: a comparison of clinical and histological outcomes including 1-year follow-up, Br J Dermatol, 2007. 157 Suppl 2: p. 34-40., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18067630

[141] Morton, C., Campbell, S., Gupta, G., Keohane, S., Lear, J., Zaki, I., et.al. Intraindividual, right-left comparison of topical methyl aminolaevulinate-photodynamic therapy and cryotherapy in subjects with actinic keratoses: a multicentre, randomized controlled study, Br J Dermatol, 2006. 155(5): p. 1029-36., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17034536

[142] Simon, J. C., Dominicus, R., Karl, L., Rodriguez, R., Willers, C., Dirschka, T., A prospective randomized exploratory study comparing the efficacy of once-daily topical 0.5% 5-fluorouracil in combination with 10.0% salicylic acid (5-FU/SA) vs. cryosurgery for the treatment of hyperkeratotic actinic keratosis, J Eur Acad Dermatol Venereol, 2015. 29(5): p. 881-9., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25257941

[143] Zane, C., Facchinetti, E., Rossi, M. T., Specchia, C., Ortel, B., Calzavara-Pinton, P., Cryotherapy is preferable to ablative CO2 laser for the treatment of isolated actinic keratoses of the face and scalp: a randomized clinical trial, Br J Dermatol, 2014. 170(5): p. 1114-21., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24472087

[144] Kaufmann, R., Spelman, L., Weightman, W., Reifenberger, J., Szeimies, R. M., Verhaeghe, E., et.al. Multicentre intraindividual randomized trial of topical methyl aminolaevulinate-photodynamic therapy vs. cryotherapy for multiple actinic keratoses on the extremities, Br J Dermatol, 2008. 158(5): p. 994-9., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18341663

[145] Askew, D. A., Mickan, S. M., Soyer, H. P., Wilkinson, D., Effectiveness of 5-fluorouracil treatment for actinic keratosis--a systematic review of randomized controlled trials, Int J Dermatol, 2009. 48(5): p. 453-63., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19416373

[146] Freeman, M., Vinciullo, C., Francis, D., Spelman, L., Nguyen, R., Fergin, P., et.al. A comparison of photodynamic therapy using topical methyl aminolevulinate (Metvix) with single cycle cryotherapy in patients with actinic keratosis: a prospective, randomized study, J Dermatolog Treat, 2003. 14(2): p. 99-106., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/12775317

[147] Szeimies, R. M., Karrer, S., Radakovic-Fijan, S., Tanew, A., Calzavara-Pinton, P. G., Zane, C., et.al. Photodynamic therapy using topical methyl 5-aminolevulinate compared with cryotherapy for actinic keratosis: A prospective, randomized study, J Am Acad Dermatol, 2002. 47(2): p. 258-62., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/12140473

[148] Holzer, G., Pinkowicz, A., Radakovic, S., Schmidt, J. B., Tanew, A., Randomized controlled trial comparing 35% trichloroacetic acid peel and 5-aminolaevulinic acid photodynamic therapy for treating multiple actinic keratosis, Br J Dermatol, 2017. 176(5): p. 1155-1161., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28012181

[149] Lawrence, N, Cox, SE, Cockerell, CJ, Freeman, RG, Cruz, PD, A comparison of the efficacy and safety of Jessner's solution and 35% trichloroacetic acid vs 5% fluorouracil in the treatment of widespread facial actinic keratoses., Arch Dermatol, 1995. 131 (2)(2): p. 176-81., https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/7857114/

[150] Di Nuzzo, S, Cortelazzi, C, Boccaletti, V, Zucchi, A, Conti, ML, Montanari, P, et.al. Comparative study of trichloroacetic acid vs. photodynamic therapy with topical 5-aminolevulinic acid for actinic keratosis of the scalp., Photodermatol Photoimmunol Photomed, 2015. 31 (5)(5): p. 233-8., https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/25660106/

[151] Coleman, W. P., 3rd, Yarborough, J. M., Mandy, S. H., Dermabrasion for prophylaxis and treatment of actinic keratoses, Dermatol Surg, 1996. 22(1): p. 17-21., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/8556252

[152] Salehi Farid, A, Niknam, S, Gholami, K, Tavakolpour, S, Teimourpour, A, Daneshpazhooh, M, et.al. Comparing efficacy and safety of potassium hydroxide 5% solution with 5-fluorouracil cream in patients with actinic keratoses: a randomized controlled trial., J Dermatolog Treat, 2020. (): p. 1-7., https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/32875946/

[153] Reinhold, U, Bai-Habelski, J, Abeck, D, Denfeld, R, Dominicus, R, Fischer, T, et.al. [Potassium hydroxide 5 % solution in actinic keratosis : A novel therapeutic approach in the lesion-directed treatment]., Hautarzt, 2021. ():, https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/34387709/

[154] Ostertag, J. U., Quaedvlieg, P. J., van der Geer, S., Nelemans, P., Christianen, M. E., Neumann, M. H., et.al. A clinical comparison and long-term follow-up of topical 5-fluorouracil versus laser resurfacing in the treatment of widespread actinic keratoses, Lasers Surg Med, 2006. 38(8): p. 731-9., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16912977

[155] Sierra, H., Yelamos, O., Cordova, M., Chen, C. J., Rajadhyaksha, M., Reflectance confocal microscopy-guided laser ablation of basal cell carcinomas: initial clinical experience, J Biomed Opt, 2017. 22(8): p. 1-13., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28831793

[156] Sierra, H., Damanpour, S., Hibler, B., Nehal, K., Rossi, A., Rajadhyaksha, M., Confocal imaging of carbon dioxide laser-ablated basal cell carcinomas: An ex-vivo study on the uptake of contrast agent and ablation parameters, Lasers Surg Med, 2016. 48(2): p. 133-9., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26392001

[157] Hantash, B. M., Stewart, D. B., Cooper, Z. A., Rehmus, W. E., Koch, R. J., Swetter, S. M., Facial resurfacing for nonmelanoma skin cancer prophylaxis, Arch Dermatol, 2006. 142(8): p. 976-82., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16924046

[158] Nguyen, B. T., Gan, S. D., Konnikov, N., Liang, C. A., Treatment of superficial basal cell carcinoma and squamous cell carcinoma in situ on the trunk and extremities with ablative fractional laser-assisted delivery of topical fluorouracil, J Am Acad Dermatol, 2015. 72(3): p. 558-60., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25687314

[159] Karmisholt, K. E., Haedersdal, M., Ablative fractional laser intensifies treatment outcome of scalp actinic keratoses with ingenol mebutate: a case report, J Eur Acad Dermatol Venereol, 2016. 30(5): p. 854-5., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25732962

[160] Ko, D. Y., Jeon, S. Y., Kim, K. H., Song, K. H., Fractional erbium: YAG laser-assisted photodynamic therapy for facial actinic keratoses: a randomized, comparative, prospective study, J Eur Acad Dermatol Venereol, 2014. 28(11): p. 1529-39., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24341367

[161] Togsverd-Bo, K., Haak, C. S., Thaysen-Petersen, D., Wulf, H. C., Anderson, R. R., Haedersdal, M., Intensified photodynamic therapy of actinic keratoses with fractional CO2 laser: a randomized clinical trial, Br J Dermatol, 2012. 166(6): p. 1262-9., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22348388

[162] Helsing, P., Togsverd-Bo, K., Veierod, M. B., Mork, G., Haedersdal, M., Intensified fractional CO2 laser-assisted photodynamic therapy vs. laser alone for organ transplant recipients with multiple actinic keratoses and wart-like lesions: a randomized half-side comparative trial on dorsal hands, Br J Dermatol, 2013. 169(5): p. 1087-92., https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/23855503/

[163] Lapidoth, M., Adatto, M., Halachmi, S., Treatment of actinic keratoses and photodamage with non-contact fractional 1540-nm laser quasi-ablation: an ex vivo and clinical evaluation, Lasers Med Sci, 2013. 28(2): p. 537-42., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22538843

[164] Alexiades-Armenakas, M. R., Geronemus, R. G., Laser-mediated photodynamic therapy of actinic keratoses, Arch Dermatol, 2003. 139(10): p. 1313-20., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/14568836

[165] Moskalik, K., Kozlow, A., Demin, E., Boiko, E., Powerful neodymium laser radiation for the treatment of facial carcinoma: 5 year follow-up data, Eur J Dermatol, 2010. 20(6): p. 738-42., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21056940

[166] Akarsu, S., Aktan, S., Atahan, A., Koc, P., Ozkan, S., Comparison of topical 3% diclofenac sodium gel and 5% imiquimod cream for the treatment of actinic keratoses, Clin Exp Dermatol, 2011. 36(5): p. 479-84., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21418281

[167] Gebauer, K., Brown, P., Varigos, G., Topical diclofenac in hyaluronan gel for the treatment of solar keratoses, Australas J Dermatol, 2003. 44(1): p. 40-3., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/12581080

[168] Kose, O., Koc, E., Erbil, A. H., Caliskan, E., Kurumlu, Z., Comparison of the efficacy and tolerability of 3% diclofenac sodium gel and 5% imiquimod cream in the treatment of actinic keratosis, J Dermatolog Treat, 2008. 19(3): p. 159-63., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18569272

[169] McEwan, L. E., Smith, J. G., Topical diclofenac/hyaluronic acid gel in the treatment of solar keratoses, Australas J Dermatol, 1997. 38(4): p. 187-9., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/9431711

[170] Rivers, J. K., Arlette, J., Shear, N., Guenther, L., Carey, W., Poulin, Y., Topical treatment of actinic keratoses with 3.0% diclofenac in 2.5% hyaluronan gel, Br J Dermatol, 2002. 146(1): p. 94-100., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/11841372

[171] Segatto, M. M., Dornelles, S. I., Silveira, V. B., Frantz Gde, O., Comparative study of actinic keratosis treatment with 3% diclofenac sodium and 5% 5-fluorouracil, An Bras Dermatol, 2013. 88(5): p. 732-8., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24173178

[172] Ulrich, C., Johannsen, A., Rowert-Huber, J., Ulrich, M., Sterry, W., Stockfleth, E., Results of a randomized, placebo-controlled safety and efficacy study of topical diclofenac 3% gel in organ transplant patients with multiple actinic keratoses, Eur J Dermatol, 2010. 20(4): p. 482-8., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20507841

[173] Wolf, J. E., Jr., Taylor, J. R., Tschen, E., Kang, S., Topical 3.0% diclofenac in 2.5% hyaluronan gel in the treatment of actinic keratoses, Int J Dermatol, 2001. 40(11): p. 709-13., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/11737438

[174] Zane, C., Facchinetti, E., Rossi, M. T., Specchia, C., Calzavara-Pinton, P. G., A randomized clinical trial of photodynamic therapy with methyl aminolaevulinate vs. diclofenac 3% plus hyaluronic acid gel for the treatment of multiple actinic keratoses of the face and scalp, Br J Dermatol, 2014. 170(5): p. 1143-50., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24506666

[175] Stockfleth, E., Kerl, H., Zwingers, T., Willers, C., Low-dose 5-fluorouracil in combination with salicylic acid as a new lesion-directed option to treat topically actinic keratoses: histological and clinical study results, Br J Dermatol, 2011. 165(5): p. 1101-8., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21517801

[176] Pflugfelder, A., Welter, A. K., Leiter, U., Weide, B., Held, L., Eigentler, T. K., et.al. Open label randomized study comparing 3 months vs. 6 months treatment of actinic keratoses with 3% diclofenac in 2.5% hyaluronic acid gel: a trial of the German Dermatologic Cooperative Oncology Group, J Eur Acad Dermatol Venereol, 2012. 26(1): p. 48-53., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21414035

[177] Gollnick, H, Dirschka, T, Ostendorf, R, Kerl, H, Kunstfeld, R, Long-term clinical outcomes of imiquimod 5% cream vs. diclofenac 3% gel for actinic keratosis on the face or scalp: a pooled analysis of two randomized controlled trials., J Eur Acad Dermatol Venereol, 2020. 34 (1)(1): p. 82-89., https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/31407414/

[178] Stockfleth, E, Harwood, CA, Serra-Guillén, C, Larsson, T, Østerdal, ML, Skov, T, Phase IV head-to-head randomized controlled trial comparing ingenol mebutate 0·015% gel with diclofenac sodium 3% gel for the treatment of actinic keratosis on the face or scalp., Br J Dermatol, 2018. 178 (2)(2): p. 433-442., https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/29030864/

[179] Ezzedine, K, Painchault, C, Brignone, M, Systematic Literature Review and Network Meta-analysis of the Efficacy and Acceptability of Interventions in Actinic Keratoses., Acta Derm Venereol, 2021. 101 (1)(1): p. adv00358., https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/33170301/

[180] Stockfleth, E., Zwingers, T., Willers, C., Recurrence rates and patient assessed outcomes of 0.5% 5-fluorouracil in combination with salicylic acid treating actinic keratoses, Eur J Dermatol, 2012. 22(3): p. 370-4., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22494856

[181] Loven, K., Stein, L., Furst, K., Levy, S., Evaluation of the efficacy and tolerability of 0.5% fluorouracil cream and 5% fluorouracil cream applied to each side of the face in patients with actinic keratosis, Clin Ther, 2002. 24(6): p. 990-1000., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/12117087

[182] Pomerantz, H., Hogan, D., Eilers, D., Swetter, S. M., Chen, S. C., Jacob, S. E., et.al. Long-term Efficacy of Topical Fluorouracil Cream, 5%, for Treating Actinic Keratosis: A Randomized Clinical Trial, JAMA Dermatol, 2015. 151(9): p. 952-60., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25950503

[183] Tanghetti, E., Werschler, P., Comparison of 5% 5-fluorouracil cream and 5% imiquimod cream in the management of actinic keratoses on the face and scalp, J Drugs Dermatol, 2007. 6(2): p. 144-7., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17373172

[184] Jansen, MHE, Kessels, JPHM, Nelemans, PJ, Kouloubis, N, Arits, AHMM, van Pelt, HPA, et.al. Randomized Trial of Four Treatment Approaches for Actinic Keratosis., N Engl J Med, 2019. 380 (10)(10): p. 935-946., https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/30855743/

[185] Wu, Y, Tang, N, Cai, L, Li, Q, Relative efficacy of 5-fluorouracil compared with other treatments among patients with actinic keratosis: A network meta-analysis., Dermatol Ther, 2019. 32 (3)(3): p. e12822., https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/30638294/

[186] Smith, S., Piacquadio, D., Morhenn, V., Atkin, D., Fitzpatrick, R., Short incubation PDT versus 5-FU in treating actinic keratoses, J Drugs Dermatol, 2003. 2(6): p. 629-35., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/14711141

[187] Jansen, MHE, Kessels, JPHM, Merks, I, Nelemans, PJ, Kelleners-Smeets, NWJ, Mosterd, K, et.al. A trial-based cost-effectiveness analysis of topical 5-fluorouracil vs. imiquimod vs. ingenol mebutate vs. methyl aminolaevulinate conventional photodynamic therapy for the treatment of actinic keratosis in the head and neck area performed in the Netherlands., Br J Dermatol, 2020. 183 (4)(4): p. 738-744., https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/31961446/

[188] Dohil, MA, Efficacy, Safety, and Tolerability of 4% 5-Fluorouracil Cream in a Novel Patented Aqueous Cream Containing Peanut Oil Once Daily Compared With 5% 5-Fluorouracil Cream Twice Daily: Meeting the Challenge in the Treatment of Actinic Keratosis., J Drugs Dermatol, 2016. 15 (10)(10): p. 1218-1224., https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/27741339/

[189] Jorizzo, J., Stewart, D., Bucko, A., Davis, S. A., Espy, P., Hino, P., et.al. Randomized trial evaluating a new 0.5% fluorouracil formulation demonstrates efficacy after 1-, 2-, or 4-week treatment in patients with actinic keratosis, Cutis, 2002. 70(6): p. 335-9., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/12502122

[190] Weiss, J., Menter, A., Hevia, O., Jones, T., Ling, M., Rist, T., et.al. Effective treatment of actinic keratosis with 0.5% fluorouracil cream for 1, 2, or 4 weeks, Cutis, 2002. 70(2 Suppl): p. 22-9., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/12353677

[191] Rahvar, M., Lamel, S. A., Maibach, H. I., Randomized, vehicle-controlled trials of topical 5-fluorouracil therapy for actinic keratosis treatment: an overview, Immunotherapy, 2012. 4(9): p. 939-45., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23046237

[192] Jorizzo, J., Weiss, J., Furst, K., VandePol, C., Levy, S. F., Effect of a 1-week treatment with 0.5% topical fluorouracil on occurrence of actinic keratosis after cryosurgery: a randomized, vehicle-controlled clinical trial, Arch Dermatol, 2004. 140(7): p. 813-6., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15262691

[193] Jorizzo, J., Weiss, J., Vamvakias, G., One-week treatment with 0.5% fluorouracil cream prior to cryosurgery in patients with actinic keratoses: a double-blind, vehicle-controlled, long-term study, J Drugs Dermatol, 2006. 5(2): p. 133-9., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16485881

[194] Levy, S., Furst, K., Chern, W., A pharmacokinetic evaluation of 0.5% and 5% fluorouracil topical cream in patients with actinic keratosis, Clin Ther, 2001. 23(6): p. 908-20., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/11440290

[195] Samorano, L. P., Torezan, L. A., Sanches, J. A., Evaluation of the tolerability and safety of a 0.015% ingenol mebutate gel compared to 5% 5-fluorouracil cream for the treatment of facial actinic keratosis: a prospective randomized trial, J Eur Acad Dermatol Venereol, 2015. 29(9): p. 1822-7., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25727104

[196] Stockfleth, E., von Kiedrowski, R., Dominicus, R., Ryan, J., Ellery, A., Falques, M., et.al. Efficacy and Safety of 5-Fluorouracil 0.5%/Salicylic Acid 10% in the Field-Directed Treatment of Actinic Keratosis: A Phase III, Randomized, Double-Blind, Vehicle-Controlled Trial, Dermatol Ther (Heidelb), 2017. 7(1): p. 81-96., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27995485

[197] Stockfleth, E., Sibbring, G. C., Alarcon, I., New Topical Treatment Options for Actinic Keratosis: A Systematic Review, Acta Derm Venereol, 2016. 96(1): p. 17-22., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26068001

[198] Lebwohl, M., Swanson, N., Anderson, L. L., Melgaard, A., Xu, Z., Berman, B., Ingenol mebutate gel for actinic keratosis, N Engl J Med, 2012. 366(11): p. 1010-9., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22417254

[199] Garbe, C., Basset-Seguin, N., Poulin, Y., Larsson, T., Osterdal, M. L., Venkata, R., et.al. Efficacy and safety of follow-up field treatment of actinic keratosis with ingenol mebutate 0.015% gel: a randomized, controlled 12-month study, Br J Dermatol, 2016. 174(3): p. 505-13., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26471889

[200] Lebwohl, M., Shumack, S., Stein Gold, L., Melgaard, A., Larsson, T., Tyring, S. K., Long-term follow-up study of ingenol mebutate gel for the treatment of actinic keratoses, JAMA Dermatol, 2013. 149(6): p. 666-70., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23553119

[201] Anderson, L., Schmieder, G. J., Werschler, W. P., Tschen, E. H., Ling, M. R., Stough, D. B., et.al. Randomized, double-blind, double-dummy, vehicle-controlled study of ingenol mebutate gel 0.025% and 0.05% for actinic keratosis, J Am Acad Dermatol, 2009. 60(6): p. 934-43., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19467365

[202] Pellacani, G., Peris, K., Guillen, C., Clonier, F., Larsson, T., Venkata, R., et.al. A randomized trial comparing simultaneous vs. sequential field treatment of actinic keratosis with ingenol mebutate on two separate areas of the head and body, J Eur Acad Dermatol Venereol, 2015. 29(11): p. 2192-8., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26300464

[203] Zane, C., Fabiano, A., Arisi, M., Calzavara-Pinton, P., A Randomized Split-Face Clinical Trial of Photodynamic Therapy with Methyl Aminolevulinate versus Ingenol Mebutate Gel for the Treatment of Multiple Actinic Keratoses of the Face and Scalp, Dermatology, 2016. 232(4): p. 472-7., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27578305

[204] Moggio, E., Arisi, M., Zane, C., Calzavara-Pinton, I., Calzavara-Pinton, P., A randomized split-face clinical trial analyzing daylight photodynamic therapy with methyl aminolaevulinate vs ingenol mebutate gel for the treatment of multiple actinic keratoses of the face and the scalp, Photodiagnosis Photodyn Ther, 2016. 16: p. 161-165., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27530375

[205] Sinnya, S., Tan, J. M., Prow, T. W., Primiero, C., McEniery, E., Selmer, J., et.al. A randomized, phase IIa exploratory trial to assess the safety and preliminary efficacy of LEO 43204 in patients with actinic keratosis, Br J Dermatol, 2016. 174(2): p. 305-11., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26499175

[206] Alomar, A., Bichel, J., McRae, S., Vehicle-controlled, randomized, double-blind study to assess safety and efficacy of imiquimod 5% cream applied once daily 3 days per week in one or two courses of treatment of actinic keratoses on the head, Br J Dermatol, 2007. 157(1): p. 133-41., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17501955

[207] Gebauer, K., Shumack, S., Cowen, P. S., Effect of dosing frequency on the safety and efficacy of imiquimod 5% cream for treatment of actinic keratosis on the forearms and hands: a phase II, randomized placebo-controlled trial, Br J Dermatol, 2009. 161(4): p. 897-903., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19545297

[208] Jorizzo, J., Dinehart, S., Matheson, R., Moore, J. K., Ling, M., Fox, T. L., et.al. Vehicle-controlled, double-blind, randomized study of imiquimod 5% cream applied 3 days per week in one or two courses of treatment for actinic keratoses on the head, J Am Acad Dermatol, 2007. 57(2): p. 265-8., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17512087

[209] Korman, N., Moy, R., Ling, M., Matheson, R., Smith, S., McKane, S., et.al. Dosing with 5% imiquimod cream 3 times per week for the treatment of actinic keratosis: results of two phase 3, randomized, double-blind, parallel-group, vehicle-controlled trials, Arch Dermatol, 2005. 141(4): p. 467-73., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15837864

[210] Lebwohl, M., Dinehart, S., Whiting, D., Lee, P. K., Tawfik, N., Jorizzo, J., et.al. Imiquimod 5% cream for the treatment of actinic keratosis: results from two phase III, randomized, double-blind, parallel group, vehicle-controlled trials, J Am Acad Dermatol, 2004. 50(5): p. 714-21., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15097955

[211] Stockfleth, E., Meyer, T., Benninghoff, B., Salasche, S., Papadopoulos, L., Ulrich, C., et.al. A randomized, double-blind, vehicle-controlled study to assess 5% imiquimod cream for the treatment of multiple actinic keratoses, Arch Dermatol, 2002. 138(11): p. 1498-502., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/12437457

[212] Szeimies, R. M., Gerritsen, M. J., Gupta, G., Ortonne, J. P., Serresi, S., Bichel, J., et.al. Imiquimod 5% cream for the treatment of actinic keratosis: results from a phase III, randomized, double-blind, vehicle-controlled, clinical trial with histology, J Am Acad Dermatol, 2004. 51(4): p. 547-55., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15389189

[213] Hadley, G., Derry, S., Moore, R. A., Imiquimod for actinic keratosis: systematic review and meta-analysis, J Invest Dermatol, 2006. 126(6): p. 1251-5., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16557235

[214] Chen, K., Yap, L. M., Marks, R., Shumack, S., Short-course therapy with imiquimod 5% cream for solar keratoses: a randomized controlled trial, Australas J Dermatol, 2003. 44(4): p. 250-5., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/14616490

[215] Ooi, T., Barnetson, R. S., Zhuang, L., McKane, S., Lee, J. H., Slade, H. B., et.al. Imiquimod-induced regression of actinic keratosis is associated with infiltration by T lymphocytes and dendritic cells: a randomized controlled trial, Br J Dermatol, 2006. 154(1): p. 72-8., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16403097

[216] Ortonne, J. P., Gupta, G., Ortonne, N., Duteil, L., Queille, C., Mallefet, P., Effectiveness of cross polarized light and fluorescence diagnosis for detection of sub-clinical and clinical actinic keratosis during imiquimod treatment, Exp Dermatol, 2010. 19(7): p. 641-7., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20201959

[217] Ulrich, C., Bichel, J., Euvrard, S., Guidi, B., Proby, C. M., van de Kerkhof, P. C., et.al. Topical immunomodulation under systemic immunosuppression: results of a multicentre, randomized, placebo-controlled safety and efficacy study of imiquimod 5% cream for the treatment of actinic keratoses in kidney, heart, and liver transplant patients, Br J Dermatol, 2007. 157 Suppl 2: p. 25-31., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18067628

[218] Swanson, N., Abramovits, W., Berman, B., Kulp, J., Rigel, D. S., Levy, S., Imiquimod 2.5% and 3.75% for the treatment of actinic keratoses: results of two placebo-controlled studies of daily application to the face and balding scalp for two 2-week cycles, J Am Acad Dermatol, 2010. 62(4): p. 582-90., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20133013

[219] Hanke, C. W., Beer, K. R., Stockfleth, E., Wu, J., Rosen, T., Levy, S., Imiquimod 2.5% and 3.75% for the treatment of actinic keratoses: results of two placebo-controlled studies of daily application to the face and balding scalp for two 3-week cycles, J Am Acad Dermatol, 2010. 62(4): p. 573-81., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20133012

[220] Peris, K., Stockfleth, E., Gupta, G., Aractingi, S., Dakovic, R., Dirschka, T., et.al. Efficacy of imiquimod 3.75% from Lmax according to the number of actinic keratosis lesions, J Eur Acad Dermatol Venereol, 2015. 29(12): p. 2470-3., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26954313

[221] Blauvelt, A, Kempers, S, Lain, E, Schlesinger, T, Tyring, S, Forman, S, et.al. Phase 3 Trials of Tirbanibulin Ointment for Actinic Keratosis., N Engl J Med, 2021. 384 (6)(6): p. 512-520., https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/33567191/

[222] Smolinski, MP, Bu, Y, Clements, J, Gelman, IH, Hegab, T, Cutler, DL, et.al. Discovery of Novel Dual Mechanism of Action Src Signaling and Tubulin Polymerization Inhibitors (KX2-391 and KX2-361)., J Med Chem, 2018. 61 (11)(11): p. 4704-4719., https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/29617135/

[223] Apalla, Z., Sotiriou, E., Panagiotidou, D., Lefaki, I., Goussi, C., Ioannides, D., The impact of different fluence rates on pain and clinical outcome in patients with actinic keratoses treated with photodynamic therapy, Photodermatol Photoimmunol Photomed, 2011. 27(4): p. 181-5., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21729165

[224] Giehl, K. A., Kriz, M., Grahovac, M., Ruzicka, T., Berking, C., A controlled trial of photodynamic therapy of actinic keratosis comparing different red light sources, Eur J Dermatol, 2014. 24(3): p. 335-41., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24876164

[225] Jeffes, E. W., McCullough, J. L., Weinstein, G. D., Kaplan, R., Glazer, S. D., Taylor, J. R., Photodynamic therapy of actinic keratoses with topical aminolevulinic acid hydrochloride and fluorescent blue light, J Am Acad Dermatol, 2001. 45(1): p. 96-104., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/11423841

[226] Pariser, D. M., Houlihan, A., Ferdon, M. B., Berg, J. E., Randomized Vehicle-Controlled Study of Short Drug Incubation Aminolevulinic Acid Photodynamic Therapy for Actinic Keratoses of the Face or Scalp, Dermatol Surg, 2016. 42(3): p. 296-304., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26863596

[227] Piacquadio, D. J., Chen, D. M., Farber, H. F., Fowler, J. F., Jr., Glazer, S. D., Goodman, J. J., et.al. Photodynamic therapy with aminolevulinic acid topical solution and visible blue light in the treatment of multiple actinic keratoses of the face and scalp: investigator-blinded, phase 3, multicenter trials, Arch Dermatol, 2004. 140(1): p. 41-6., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/14732659

[228] Schmieder, G. J., Huang, E. Y., Jarratt, M., A multicenter, randomized, vehicle-controlled phase 2 study of blue light photodynamic therapy with aminolevulinic acid HCl 20% topical solution for the treatment of actinic keratoses on the upper extremities: the effect of occlusion during the drug incubation period, J Drugs Dermatol, 2012. 11(12): p. 1483-9., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23377520

[229] Taub, A. F., Garretson, C. B., A randomized, blinded, bilateral intraindividual, vehicle-controlled trial of the use of photodynamic therapy with 5-aminolevulinic acid and blue light for the treatment of actinic keratoses of the upper extremities, J Drugs Dermatol, 2011. 10(9): p. 1049-56., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22052276

[230] Moloney, F. J., Collins, P., Randomized, double-blind, prospective study to compare topical 5-aminolaevulinic acid methylester with topical 5-aminolaevulinic acid photodynamic therapy for extensive scalp actinic keratosis, Br J Dermatol, 2007. 157(1): p. 87-91., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17501954

[231] Szeimies, R. M., Radny, P., Sebastian, M., Borrosch, F., Dirschka, T., Krahn-Senftleben, G., et.al. Photodynamic therapy with BF-200 ALA for the treatment of actinic keratosis: results of a prospective, randomized, double-blind, placebo-controlled phase III study, Br J Dermatol, 2010. 163(2): p. 386-94., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20518784

[232] Dirschka, T., Radny, P., Dominicus, R., Mensing, H., Bruning, H., Jenne, L., et.al. Long-term (6 and 12 months) follow-up of two prospective, randomized, controlled phase III trials of photodynamic therapy with BF-200 ALA and methyl aminolaevulinate for the treatment of actinic keratosis, Br J Dermatol, 2013. 168(4): p. 825-36., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23252768

[233] Dirschka, T., Radny, P., Dominicus, R., Mensing, H., Bruning, H., Jenne, L., et.al. Photodynamic therapy with BF-200 ALA for the treatment of actinic keratosis: results of a multicentre, randomized, observer-blind phase III study in comparison with a registered methyl-5-aminolaevulinate cream and placebo, Br J Dermatol, 2012. 166(1): p. 137-46., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21910711

[234] Reinhold, U., Dirschka, T., Ostendorf, R., Aschoff, R., Berking, C., Philipp-Dormston, W. G., et.al. A randomized, double-blind, phase III, multicentre study to evaluate the safety and efficacy of BF-200 ALA (Ameluz((R)) ) vs. placebo in the field-directed treatment of mild-to-moderate actinic keratosis with photodynamic therapy (PDT) when using the BF-RhodoLED((R)) lamp, Br J Dermatol, 2016. 175(4): p. 696-705., https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/26921093/

[235] Szeimies, R. M., Matheson, R. T., Davis, S. A., Bhatia, A. C., Frambach, Y., Klovekorn, W., et.al. Topical methyl aminolevulinate photodynamic therapy using red light-emitting diode light for multiple actinic keratoses: a randomized study, Dermatol Surg, 2009. 35(4): p. 586-92., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19309347

[236] Pariser, D. M., Lowe, N. J., Stewart, D. M., Jarratt, M. T., Lucky, A. W., Pariser, R. J., et.al. Photodynamic therapy with topical methyl aminolevulinate for actinic keratosis: results of a prospective randomized multicenter trial, J Am Acad Dermatol, 2003. 48(2): p. 227-32., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/12582393

[237] Pariser, D., Loss, R., Jarratt, M., Abramovits, W., Spencer, J., Geronemus, R., et.al. Topical methyl-aminolevulinate photodynamic therapy using red light-emitting diode light for treatment of multiple actinic keratoses: A randomized, double-blind, placebo-controlled study, J Am Acad Dermatol, 2008. 59(4): p. 569-76., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18707799

[238] Tarstedt, M., Rosdahl, I., Berne, B., Svanberg, K., Wennberg, A. M., A randomized multicenter study to compare two treatment regimens of topical methyl aminolevulinate (Metvix)-PDT in actinic keratosis of the face and scalp, Acta Derm Venereol, 2005. 85(5): p. 424-8., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16159735

[239] von Felbert, V., Hoffmann, G., Hoff-Lesch, S., Abuzahra, F., Renn, C. N., Braathen, L. R., et.al. Photodynamic therapy of multiple actinic keratoses: reduced pain through use of visible light plus water-filtered infrared A compared with light from light-emitting diodes, Br J Dermatol, 2010. 163(3): p. 607-15., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20426780

[240] Seubring, I., Groenewoud, J. M. M., Gerritsen, M. P., Comparison of "Lesion-by-Lesion" and Field Photodynamic Therapy in the Prevention of Actinic Keratoses: A Randomized, Split-Face, Single-Blind Pilot Study, Dermatology, 2016. 232(6): p. 708-714., https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/28095373/

[241] Kohl, E., Popp, C., Zeman, F., Unger, P., Koller, M., Landthaler, M., et.al. Photodynamic therapy using intense pulsed light for treating actinic keratoses and photoaged skin of the dorsal hands: a randomized placebo-controlled study, Br J Dermatol, 2017. 176(2): p. 352-362., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27518833

[242] Hauschild, A, Stockfleth, E, Popp, G, Borrosch, F, Brüning, H, Dominicus, R, et.al. Optimization of photodynamic therapy with a novel self-adhesive 5-aminolaevulinic acid patch: results of two randomized controlled phase III studies., Br J Dermatol, 2009. 160 (5)(5): p. 1066-74., https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/19222455/

[243] Wiegell, S. R., Haedersdal, M., Philipsen, P. A., Eriksen, P., Enk, C. D., Wulf, H. C., Continuous activation of PpIX by daylight is as effective as and less painful than conventional photodynamic therapy for actinic keratoses; a randomized, controlled, single-blinded study, Br J Dermatol, 2008. 158(4): p. 740-6., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18294318

[244] Wiegell, S. R., Haedersdal, M., Eriksen, P., Wulf, H. C., Photodynamic therapy of actinic keratoses with 8% and 16% methyl aminolaevulinate and home-based daylight exposure: a double-blinded randomized clinical trial, Br J Dermatol, 2009. 160(6): p. 1308-14., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19416257

[245] Wiegell, S. R., Fabricius, S., Stender, I. M., Berne, B., Kroon, S., Andersen, B. L., et.al. A randomized, multicentre study of directed daylight exposure times of 1(1/2) vs. 2(1/2) h in daylight-mediated photodynamic therapy with methyl aminolaevulinate in patients with multiple thin actinic keratoses of the face and scalp, Br J Dermatol, 2011. 164(5): p. 1083-90., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21219287

[246] Neittaanmaki-Perttu, N., Gronroos, M., Karppinen, T., Snellman, E., Rissanen, P., Photodynamic Therapy for Actinic Keratoses: A Randomized Prospective Non-sponsored Cost-effectiveness Study of Daylight-mediated Treatment Compared with Light-emitting Diode Treatment, Acta Derm Venereol, 2016. 96(2): p. 241-4., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26258496

[247] Dirschka, T, Ekanayake-Bohlig, S, Dominicus, R, Aschoff, R, Herrera-Ceballos, E, Botella-Estrada, R, et.al. A randomized, intraindividual, non-inferiority, Phase III study comparing daylight photodynamic therapy with BF-200 ALA gel and MAL cream for the treatment of actinic keratosis., J Eur Acad Dermatol Venereol, 2019. 33 (2)(2): p. 288-297., https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/30022544/

[248] Rubel, D. M., Spelman, L., Murrell, D. F., See, J. A., Hewitt, D., Foley, P., et.al. Daylight photodynamic therapy with methyl aminolevulinate cream as a convenient, similarly effective, nearly painless alternative to conventional photodynamic therapy in actinic keratosis treatment: a randomized controlled trial, Br J Dermatol, 2014. 171(5): p. 1164-71., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26258496

[249] Lacour, J. P., Ulrich, C., Gilaberte, Y., Von Felbert, V., Basset-Seguin, N., Dreno, B., et.al. Daylight photodynamic therapy with methyl aminolevulinate cream is effective and nearly painless in treating actinic keratoses: a randomised, investigator-blinded, controlled, phase III study throughout Europe, J Eur Acad Dermatol Venereol, 2015. 29(12): p. 2342-8., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26435363

[250] Assikar, S, Labrunie, A, Kerob, D, Couraud, A, Bédane, C, Daylight photodynamic therapy with methyl aminolevulinate cream is as effective as conventional photodynamic therapy with blue light in the treatment of actinic keratosis: a controlled randomized intra-individual study., J Eur Acad Dermatol Venereol, 2020. 34 (8)(8): p. 1730-1735., https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/31955461/

[251] Räsänen, JE, Neittaanmäki, N, Ylitalo, L, Hagman, J, Rissanen, P, Ylianttila, L, et.al. 5-aminolaevulinic acid nanoemulsion is more effective than methyl-5-aminolaevulinate in daylight photodynamic therapy for actinic keratosis: a nonsponsored randomized double-blind multicentre trial., Br J Dermatol, 2019. 181 (2)(2): p. 265-274., https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/30329163/

[252] Dragieva, G., Prinz, B. M., Hafner, J., Dummer, R., Burg, G., Binswanger, U., et.al. A randomized controlled clinical trial of topical photodynamic therapy with methyl aminolaevulinate in the treatment of actinic keratoses in transplant recipients, Br J Dermatol, 2004. 151(1): p. 196-200., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15270891

[253] Morton, C, Horn, M, Leman, J, Tack, B, Bedane, C, Tjioe, M, et.al. Comparison of topical methyl aminolevulinate photodynamic therapy with cryotherapy or Fluorouracil for treatment of squamous cell carcinoma in situ: Results of a multicenter randomized trial., Arch Dermatol, 2006. 142 (6)(6): p. 729-35., https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/16785375/

[254] Miola, AC, Ferreira, ER, Lima, TRR, Schmitt, JV, Abbade, LPF, Miot, HA, Effectiveness and safety of 0·5% colchicine cream vs. photodynamic therapy with methyl aminolaevulinate in the treatment of actinic keratosis and skin field cancerization of the forearms: a randomized controlled trial., Br J Dermatol, 2018. 179 (5)(5): p. 1081-1087., https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/29862491/

[255] Ulrich, M, Reinhold, U, Dominicus, R, Aschoff, R, Szeimies, RM, Dirschka, T, Red light photodynamic therapy with BF-200 ALA showed superior efficacy in the treatment of actinic keratosis on the extremities, trunk, and neck in a vehicle-controlled phase III study., J Am Acad Dermatol, 2021. ():, https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/33744350/

[256] Brian Jiang, SI, Kempers, S, Rich, P, Marcus, S, Houlihan, A, Piacquadio, D, et.al. A Randomized, Vehicle-Controlled Phase 3 Study of Aminolevulinic Acid Photodynamic Therapy for the Treatment of Actinic Keratoses on the Upper Extremities., Dermatol Surg, 2019. 45 (7)(7): p. 890-897., https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/30640777/

[257] Ulrich, M, Reinhold, U, Dominicus, R, Aschoff, R, Szeimies, RM, Dirschka, T, Red light photodynamic therapy with BF-200 ALA showed superior efficacy in the treatment of actinic keratosis on the extremities, trunk, and neck in a vehicle-controlled phase III study., J Am Acad Dermatol, 2021. 85 (6)(6): p. 1510-1519., https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/33744350/

[258] Hauschild, A., Popp, G., Stockfleth, E., Meyer, K. G., Imberger, D., Mohr, P., et.al. Effective photodynamic therapy of actinic keratoses on the head and face with a novel, self-adhesive 5-aminolaevulinic acid patch, Exp Dermatol, 2009. 18(2): p. 116-21., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18643849

[259] Szeimies, R. M., Stockfleth, E., Popp, G., Borrosch, F., Bruning, H., Dominicus, R., et.al. Long-term follow-up of photodynamic therapy with a self-adhesive 5-aminolaevulinic acid patch: 12 months data, Br J Dermatol, 2010. 162(2): p. 410-4., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19804593

[260] Hauschild, A., Stockfleth, E., Popp, G., Borrosch, F., Bruning, H., Dominicus, R., et.al. Optimization of photodynamic therapy with a novel self-adhesive 5-aminolaevulinic acid patch: results of two randomized controlled phase III studies, Br J Dermatol, 2009. 160(5): p. 1066-74., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19222455

[261] Neittaanmaki-Perttu, N., Karppinen, T. T., Gronroos, M., Tani, T. T., Snellman, E., Daylight photodynamic therapy for actinic keratoses: a randomized double-blinded nonsponsored prospective study comparing 5-aminolaevulinic acid nanoemulsion (BF-200) with methyl-5-aminolaevulinate, Br J Dermatol, 2014. 171(5): p. 1172-80., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25109244

[262] Dahle, D. O., Grotmol, T., Leivestad, T., Hartmann, A., Midtvedt, K., Reisaeter, A. V., et.al. Association Between Pretransplant Cancer and Survival in Kidney Transplant Recipients, Transplantation, 2017. 101(10): p. 2599-2605., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28207636

[263] Togsverd-Bo, K, Halldin, C, Sandberg, C, Gonzalez, H, Wennberg, AM, Sørensen, SS, et.al. Photodynamic therapy is more effective than imiquimod for actinic keratosis in organ transplant recipients: a randomized intraindividual controlled trial., Br J Dermatol, 2018. 178 (4)(4): p. 903-909., https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/28796885/

[264] Veronese, F, Zavattaro, E, Orioni, G, Landucci, G, Tarantino, V, Airoldi, C, et.al. Efficacy of new class I medical device for actinic keratoses: a randomized controlled prospective study., J Dermatolog Treat, 2021. 32 (6)(6): p. 625-630., https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/31689138/

[265] Heppt, MV, Steeb, T, Niesert, AC, Zacher, M, Leiter, U, Garbe, C, et.al. Local interventions for actinic keratosis in organ transplant recipients: a systematic review., Br J Dermatol, 2019. 180 (1)(1): p. 43-50., https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/30188570/

[266] Wennberg, A. M., Stenquist, B., Stockfleth, E., Keohane, S., Lear, J. T., Jemec, G., et.al. Photodynamic therapy with methyl aminolevulinate for prevention of new skin lesions in transplant recipients: A randomized study, Transplantation, 2008. 86(3): p. 423-429., https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/18698246/

[267] Santos-Juanes, J., Esteve, A., Mas-Vidal, A., Coto-Segura, P., Salgueiro, E., Gomez, E., et.al. Acute renal failure caused by imiquimod 5% cream in a renal transplant patient: review of the literature on side effects of imiquimod, Dermatology, 2011. 222(2): p. 109-12., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21304243

[268] Akar, A., Bulent Tastan, H., Erbil, H., Arca, E., Kurumlu, Z., Gur, A. R., Efficacy and safety assessment of 0.5% and 1% colchicine cream in the treatment of actinic keratoses, J Dermatolog Treat, 2001. 12(4): p. 199-203., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/12241628

[269] Alberts, D. S., Dorr, R. T., Einspahr, J. G., Aickin, M., Saboda, K., Xu, M. J., et.al. Chemoprevention of human actinic keratoses by topical 2-(difluoromethyl)-dl-ornithine, Cancer Epidemiol Biomarkers Prev, 2000. 9(12): p. 1281-6., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/11142412

[270] Evans, M., Kalman, D., Alvarez, P., Paquet, M., Guthrie, N., A randomized, double-blind, placebo-controlled clinical trial evaluating Dermytol((R)) cream for the treatment of actinic keratoses, Clin Cosmet Investig Dermatol, 2014. 7: p. 215-24., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4132222/

[271] Moloney, F., Vestergaard, M., Radojkovic, B., Damian, D., Randomized, double-blinded, placebo controlled study to assess the effect of topical 1% nicotinamide on actinic keratoses, Br J Dermatol, 2010. 162(5): p. 1138-9., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20199551

[272] Pflugfelder, A., Andonov, E., Weide, B., Dirschka, T., Schempp, C., Stockfleth, E., et.al. Lack of activity of betulin-based Oleogel-S10 in the treatment of actinic keratoses: a randomized, multicentre, placebo-controlled double-blind phase II trial, Br J Dermatol, 2015. 172(4): p. 926-32., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25124939/

[273] Tong, D. W., Barnetson, R. S., Beta-1,3-D-glucan gel in the treatment of solar keratoses, Australas J Dermatol, 1996. 37(3): p. 137-8., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/8771866

[274] Thompson, S. C., Jolley, D., Marks, R., Reduction of solar keratoses by regular sunscreen use, N Engl J Med, 1993. 329(16): p. 1147-51., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/8377777

[275] Stoddard, M, Herrmann, J, Moy, L, Moy, R, Improvement of Actinic Keratoses Using Topical DNA Repair Enzymes: A Randomized Placebo-Controlled Trial., J Drugs Dermatol, 2017. 16 (10)(10): p. 1030-1034., https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/29036257/

[276] Yang, CC, Wong, TW, Lee, CH, Hong, CH, Chang, CH, Lai, FJ, et.al. Efficacy and safety of topical SR-T100 gel in treating actinic keratosis in Taiwan: A Phase III randomized double-blind vehicle-controlled parallel trial., J Dermatol Sci, 2018. 90 (3)(3): p. 295-302., https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/29530340/

[277] Weiss, J., Ulrich, M., Bukhalo, M., Osterdal, M. L., Bang, B., Hanke, C. W., A seamless phase I/II dose-finding trial assessing ingenol disoxate (LEO 43204) for field treatment of actinic keratosis on the scalp, Br J Dermatol, 2017. 176(6): p. 1456-1464., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28078678

[278] Bourcier, M., Stein Gold, L., Guenther, L., Andreassen, C. M., Selmer, J., Goldenberg, G., A dose-finding trial with a novel ingenol derivative (ingenol disoxate: LEO 43204) for field treatment of actinic keratosis on full face or 250 cm2 on the chest, J Dermatolog Treat, 2017. p. 1-7., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28264612

[279] Szeimies, R. M., Bichel, J., Ortonne, J. P., Stockfleth, E., Lee, J., Meng, T. C., A phase II dose-ranging study of topical resiquimod to treat actinic keratosis, Br J Dermatol, 2008. 159(1): p. 205-10., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18476957

[280] Huyke, C., Laszczyk, M., Scheffler, A., Ernst, R., Schempp, C. M., [Treatment of actinic keratoses with birch bark extract: a pilot study], J Dtsch Dermatol Ges, 2006. 4(2): p. 132-6., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16503940

[281] Huyke, C., Reuter, J., Rodig, M., Kersten, A., Laszczyk, M., Scheffler, A., et.al. Treatment of actinic keratoses with a novel betulin-based oleogel. A prospective, randomized, comparative pilot study, J Dtsch Dermatol Ges, 2009. 7(2): p. 128-33., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18808378

[282] Jurk, M., Heil, F., Vollmer, J., Schetter, C., Krieg, A. M., Wagner, H., et.al. Human TLR7 or TLR8 independently confer responsiveness to the antiviral compound R-848, Nat Immunol, 2002. 3(6): p. 499., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/12032557

[283] Alirezai, M., Dupuy, P., Amblard, P., Kalis, B., Souteyrand, P., Frappaz, A., et.al. Clinical evaluation of topical isotretinoin in the treatment of actinic keratoses, J Am Acad Dermatol, 1994. 30(3): p. 447-51., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/8113458

[284] Misiewicz, J., Sendagorta, E., Golebiowska, A., Lorenc, B., Czarnetzki, B. M., Jablonska, S., Topical treatment of multiple actinic keratoses of the face with arotinoid methyl sulfone (Ro 14-9706) cream versus tretinoin cream: a double-blind, comparative study, J Am Acad Dermatol, 1991. 24(3): p. 448-51., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/2061443

[285] Kang, S., Goldfarb, M. T., Weiss, J. S., Metz, R. D., Hamilton, T. A., Voorhees, J. J., et.al. Assessment of adapalene gel for the treatment of actinic keratoses and lentigines: a randomized trial, J Am Acad Dermatol, 2003. 49(1): p. 83-90., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/12833014

[286] Moriarty, M., Dunn, J., Darragh, A., Lambe, R., Brick, I., Etretinate in treatment of actinic keratosis. A double-blind crossover study, Lancet, 1982. 1(8268): p. 364-5., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/6120350

[287] Amann, P. M., Merk, H. F., Baron, J. M., [Retinoids in dermatopharmacology], Hautarzt, 2014. 65(2): p. 98-105., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24419474

[288] Chen, K., Craig, J. C., Shumack, S., Oral retinoids for the prevention of skin cancers in solid organ transplant recipients: a systematic review of randomized controlled trials, Br J Dermatol, 2005. 152(3): p. 518-23., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15787821

[289] Watson, A. B., Preventative effect of etretinate therapy on multiple actinic keratoses, Cancer Detect Prev, 1986. 9(1-2): p. 161-5., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/3524840

[290] Bercovitch, L., Topical chemotherapy of actinic keratoses of the upper extremity with tretinoin and 5-fluorouracil: a double-blind controlled study, Br J Dermatol, 1987. 116(4): p. 549-52., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/3555597