8. Rehabilitation und Nachsorge – Adulte Weichgewebesarkome
8.1 Nachsorge im lokalisierten und metastasierten Stadium
Das Nachsorgekonzept von Weichgewebesarkompatienten soll durch bzw. in Abstimmung mit einem zertifizierten Sarkomzentrum oder assoziierten Kooperationspartner festgelegt werden*.
* Für spezifische Subgruppen wie DFSP/Angiosarkom/Kaposi-Sarkom soll auf die Leitlinien der Fachgesellschaften Bezug genommen werden.
- Konsens
- Konsens
Hintergrund
Die soll-Empfehlung als starke Empfehlung für das Nachsorgekonzept von Weichgewebesarkompatienten entstand aus der Aufarbeitung der Kriterien der Evidence to Decision (EtD) frameworks. Das Ergebnis begründet den Empfehlungsgrad und legt die Abwägung von Nutzen und Schaden dar. Die Entscheidungsfindung ist dadurch strukturiert und transparent.
Weichgewebesarkome sind seltene Erkrankungen. Die Expertise für die Nachsorge der Patienten ist an einem zertifizierten Sarkomzentrum vorhanden. Die Zertifizierung der Sarkomzentren wird erst seit 2018 durchgeführt, daher gibt es noch keine Evidenz in diesem Bereich und ist Inhalt aktueller Forschung.
Der Nutzen der Nachsorge an sich und der Nachsorge am zertifizierten Sarkomzentrum bzw. in Abstimmung mit diesem dient der frühzeitigen Erkennung eines Rezidivs oder Metastasen. Die fachliche Expertise ist in allen diagnostischen und therapeutischen Bereichen sehr hoch.
Reaktionen von Patienten aus dem Lebenshaus (jetzt Deutsche Sarkom-Stiftung) zeigen, dass diese sich an einem Zentrum besser aufgehoben fühlen. Eine wohnortnahe ungesteuerte Nachsorge, besonders, wenn das Sarkomzentrum sehr weit weg ist, führt zur Verunsicherung der Patienten, mit so einer seltenen Erkrankung.
Der Ressourcenbedarf entspricht dem einer risikoadaptierten Nachsorge anderer Krebsarten. Eine weite Anreise wird von den Patienten gern in Kauf genommen. Sie ist kostenökonomisch, da die Bewertung der Bildgebung vor Ort erfolgt, und ggf. direkt im persönlichen Gespräch mit dem Patienten weitere diagnostische/therapeutische Maßnahmen festgelegt werden können. Die Fahrkosten fallen eingeschränkt ins Gewicht. Inkorrekte Bewertung radiologischer oder klinischer Befunde können zu Fehleinschätzungen, Therapieverzögerungen oder auch unnötigen diagnostischen/ therapeutischen Maßnahmen führen, die einen höheren Ressourcenverbrauch darstellen.
Daher soll das Nachsorgekonzept von Weichgewebesarkompatienten durch bzw. in Abstimmung mit einem zertifizierten Sarkomzentrum oder assoziierten Kooperationspartner festgelegt werden.
8.1.1 Zeitpunkt der Nachsorgeuntersuchungen
Bei der Nachsorge nach Lokaltherapie von hochmalignen Sarkomen sollten in den ersten 2 Jahren nach Abschluss der Therapie engmaschige Kontrollintervalle (3 Monate) eingehalten werden, da in diesem Zeitraum die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten eines Rezidivs oder einer Metastasierung am höchsten ist.
- Konsens
- Starker Konsens
Hintergrund
Die Evidenzlage im Hinblick auf die Durchführung und Ausgestaltung der Nachsorge bei Weichgewebesarkomen ist unzureichend. Entsprechend besteht eine deutliche Heterogenität zwischen den praktizierten Nachsorgestrategien in der klinischen Praxis [562], [563]. Die regelmäßigen Nachsorgeuntersuchungen im Anschluss an eine erfolgte Tumorresektion dienen dem frühzeitigen Erkennen von Lokalrezidiven und/oder Metastasen, um eine erneute Therapie zur Verbesserung der Gesamtprognose zu erzielen [564], [565], [566].
Die Tumorentität, die Tumorgröße und -lokalisation, sowie das histologische Grading haben vor allem in ihrer Kombination großen Einfluss auf die Lokalrezidivrate und das Metastasierungsverhalten von Weichgewebesarkomen. Dabei kommt dem histologischen Grading in der überwiegenden Mehrzahl der verschiedenen Entitäten eine wesentliche Bedeutung zu [112], [134], [135], [564], [567]. Dies sollte bei der Planung der Nachsorge berücksichtigt werden.
Die große Diversität der Tumorentitäten ist problematisch für die Festlegung einer generellen Empfehlung [564]. Lokale Rezidive treten typischerweise innerhalb der ersten zwei Jahre nach Tumorresektion auf, bei speziellen Tumorentitäten (Atypischer lipomatöser Tumor /G1 Liposarkom) aber auch noch nach >5 Jahren. Retrospektive Analysen legen eine Begrenzung des Nachsorgezeitraums auf 10 Jahre nahe, in speziellen Fällen konnten bei einzelnen Entitäten jedoch auch Spätrezidive/ Metastasen nach über 15 Jahren beobachtet werden [568], [569].
Anpassungen sind auch hinsichtlich der zu überwachenden Körperregionen erforderlich. So neigen myxoide Liposarkome zu ossären- und Weichgewebe-metastasen. Entsprechend sollte neben einer MRT der betroffenen Region auch eine MRT-Untersuchung der Nachbarregionen, insbesondere im Lymphabflußbereich bis nach zentral erfolgen [570].
Neben wenigen retrospektiven Arbeiten ist nur eine prospektiv randomisierte Studie verfügbar. Diese konnte eine Nicht-Unterlegenheit geplanter Nachsorge-untersuchungen im Intervall von 6 Monaten gegenüber 3 Monaten in den ersten 2 Jahren nach operativ resezierender Therapie jedoch nicht belegen [571].
Tabelle 14: Gut differenzierte Sarkome
(low-grade nach FNCLCC [113])
|
Jahr 1 und 2 |
Jahr 3 bis 5 |
Ab 6. Jahr |
|
Intervall: 3-6 Monate
Körperliche Untersuchung Bildgebung: Tumorregion (kmMRT) Lunge (low-dose CT) |
Intervall: 6 Monate
Körperliche Untersuchung Bildgebung: Tumorregion (kmMRT) Lunge (low-dose CT) |
Intervall: 12 Monate
Körperliche Untersuchung Bildgebung: Tumorregion (kmMRT) Lunge (low-dose CT) |
Tabelle 15: Gering differenzierte Sarkome
(high grade nach FNCLCC [113])
|
Jahr 1 und 2 |
Jahr 3 bis 5 |
Ab 6. Jahr |
|
Intervall: 3 Monate
Körperliche Untersuchung Bildgebung: Tumorregion (kmMRT) Lunge (low-dose CT) |
Intervall: 6 Monate
Körperliche Untersuchung Bildgebung: Tumorregion (kmMRT) Lunge (low-dose CT) |
Intervall: 12 Monate
Körperliche Untersuchung Bildgebung: Tumorregion (kmMRT) Lunge (low-dose CT) |
8.1.1.1 Retroperitoneale Sarkome
Bei G2 und G3 retroperitonealen Weichgewebesarkomen sollte die Nachsorge in Analogie zu anderen hochmalignen Sarkomen in den ersten 2 Jahren alle 3 Monate erfolgen. Bei G1 Liposarkomen werden wegen der günstigeren Tumorbiologie Intervalle von 6 Monaten empfohlen.
- Konsens
- Starker Konsens
Bei retroperitonealen Sarkomen, zu erwartenden Artefakten im Untersuchungsgebiet oder bei Vorliegen von Gründen, die gegen eine MRT sprechen, sollte eine kontrastmittelverstärkte CT erfolgen.
- Konsens
- Starker Konsens
Hintergrund
Die Nachsorge bei retroperitonealen Sarkomen sollte unabhängig von ihrem Grading dem Plan der high-grade Sarkome folgen [247]. Bei retroperitonealen Sarkomen liegt der Hauptfokus auf der Erkennung eines lokoregionären Rezidivs und bei dedifferenzierten Liposarkomen bei der Erkennung eines de novo Zweittumors. Aufgrund der anatomischen Veränderungen in Folge multiviszeraler Resektion stellt die abdominelle MRT die bestmögliche Technik zur Abgrenzung der anatomischen Strukturen dar. Bei zu erwartenden Artefakten im Untersuchungsgebiet (z.B. nach Prothesenimplantation), oder bei Vorliegen von Gründen, die gegen die Durchführung einer MRT sprechen, sollte eine kontrastmittelverstärkte Computertomographie erfolgen [572], [573]. Problematisch kann hier ein Zustand nach Nephrektomie im Rahmen der vorausgegangenen Tumorresektion werden. Kann eine CT deswegen, nicht mit i.v. Kontrastmittelgabe erfolgen, ist zumindest eine orale Kontrastierung indiziert.
Für die Erkennung von Lokalrezidiven nach operativer Therapie von RPS spielt die Selbstwahrnehmung der Patienten eine eher geringe Rolle. Allerdings können Schilderungen über neu aufgetretene Störungen der Sensibilität z.B. im Bereich des N. femoralis ein Verdachtsmoment erzeugen.
8.1.2 Klinische Untersuchung und apparative Diagnostik
8.1.2.1 Anamnese und körperliche Untersuchung
Für die Erkennung von Lokalrezidiven nach operativer Therapie von Extremitäten- sarkomen spielt die Selbstwahrnehmung der Patienten eine besondere Rolle. Patienten mit diesen Tumorlokalisationen sollten deshalb auf die Selbstuntersuchung hingewiesen werden.
- Konsens
- Starker Konsens
Hintergrund
Die ausführliche Anamnese sollte neben der Beurteilung des Allgemeinzustandes insbesondere Anzeichen für ein erneut aufgetretenes Tumorwachstum oder Hinweise auf Metastasen erfassen. Schilderungen über unspezifische muskuloskelettale Beschwerden, oder im besonderen Fall auch umschriebene Störungen der Motorik oder Sensibilität, können ein Verdachtsmoment erzeugen [565], [566].
Die lokale körperliche Untersuchung im Bereich des ursprünglichen Primärtumors soll neu aufgetretene raumfordernde Prozesse identifizieren. Hier muss auch auf mögliche Folgen einer Bestrahlungstherapie geachtet werden. Ebenfalls sind die abführenden Lymphstationen auf Auffälligkeiten hin zu untersuchen.
Retrospektive Studien zeigten, dass die überwiegende Mehrzahl der Tumorrezidive erstmalig vom Patienten selbst, zwischen den geplanten Nachsorgeterminen, als neu aufgetretene Raumforderung detektiert wurden [564], [571].
8.1.2.2 Bildgebende Untersuchungen
In der Nachsorge der Weichgewebesarkome der Extremitäten ist die kontrastmittelverstärkte Magnetresonanztomographie die Methode der Wahl.
- Konsens
- Starker Konsens
In der Erkennung von Lungenmetastasen nach Primärtherapie von Sarkomen spielt die klinische Symptomatik keine relevante Rolle. Bei Patienten mit einem signifikanten Risiko für eine pulmonale Metastasierung soll deshalb eine bildgestützte Nachsorge (CT oder Röntgen des Thorax) erfolgen.
- Konsens
- Konsens
Hintergrund
In der Diagnostik von Weichgewebesarkomen der Extremitäten gilt die kontrastmittelverstärkte Magnetresonanztomographie als Methode der Wahl [572], [573] und ist in der Verlaufsbildgebung valide in der Abgrenzung postoperativer Zustände gegenüber einem erneuten Tumorwachstum [566], [571]. Die MR-tomographische Bildgebung erlaubt bei Kenntnis der Vorbefunde und unter Einbezug der erfolgten Therapien in der Nachsorge und Verlaufsbeurteilung die Unterscheidung zwischen Vernarbung und Tumorrezidiv [574]. Bei nicht myxoiden Tumoren kann die Diffusionswichtung die Detektion von Tumorrezidiven verbessern [575].
Die regelmäßige Bildgebung der Lunge, als primärer Metastasierungsort von Weichgewebesarkomen, ist obligat. Eine klare Empfehlung zur Bevorzugung einer CT-Untersuchung gegenüber der konventionellen Röntgendiagnostik in zwei Ebenen existiert nicht. Bei zusätzlichem Informationsgewinn der CT gilt es jedoch die höhere Strahlenbelastung in Relation zu setzen [571]. Verschiedene Arbeitsgruppen konnten in einzelnen retrospektiven Betrachtungen zeigen, dass eine konventionelle Bildgebung der CT-Diagnostik nicht unterlegen ist und unter Berücksichtigung der Kosten, der falsch-positiven Befunde und auch der Strahlenbelastung in der Nachsorge als adäquat bewertet werden kann [564], [566], [576], [577]. Auch die bisher einzige vorliegende prospektive Studie zur Nachsorge von Puri et al. aus dem Jahr 2014 mit 500 eingeschlossenen Patienten konnte einen Vorteil der CT gegenüber der konventionellen Thoraxbildgebung nicht belegen [571]. Bei deutlich reduzierter Strahlenbelastung und dennoch umfassender Bildinformation bietet das low-dose CT des Thorax im Gesamtkontext die zu bevorzugende Alternative zur konventionellen Röntgenuntersuchung.
8.1.2.3 Labordiagnostik
Eine standardisierte laborchemische Untersuchung im Rahmen der Nachsorge soll nicht erfolgen.
- Konsens
- Starker Konsens
Wenn Chemotherapien durchgeführt wurden, sollten in der Nachsorge laborchemische Untersuchungen vorgenommen werden (s. S3-Leitlinie Supportive Therapie bei onkologischen PatientInnen, Kapitel 3+4).
- Konsens
- Starker Konsens
Hintergrund
Im Falle neoadjuvant oder adjuvant durchgeführter Chemotherapien sollte jedoch in der erweiterten Nachsorge nach Anzeichen für eine Organtoxizität und konsekutive Funktionsstörungen gesucht werden (siehe auch S3-Leitlinie Supportive Therapie bei onkologischen PatientInnen, https://www.leitlinienprogramm-onkologie.de/leitlinien/supportive-therapie/ [537].
8.1.3 Nachsorge im metastasierten Stadium
Im metastasierten, oder lokal-rezidiviertem Stadium sollte nach R0/1 resezierender Operation die Nachsorgestrategie derjenigen im lokalisierten Stadium entsprechen.
- Konsens
- Starker Konsens
Die Nachsorge bei Patienten mit Weichgewebesarkomen im metastasierten Stadium, die keiner erneuten Therapie mit kurativem Ziel zugeführt werden können, sollte sich an der Erkennung von Tumorprogression und an der Indikationsstellung zu weiteren lokalen oder medikamentösen Therapien bzw. Supportivtherapie orientieren (siehe auch Kapitel 9.3).
- Konsens
- Starker Konsens
Hintergrund
Dabei ist bei der Planung der Untersuchungsintervalle die Resektion der Metastase / des Rezidivs der Erstdiagnose bzw. der erstmaligen vollständigen Resektion des Primärtumors gleichzusetzen.
Die Patienten sollten entsprechend der erweiterten S3-Leitlinie „Palliativmedizin für Patienten mit einer nicht-heilbaren Krebserkrankung“, Version 2.2, 2020, AWMF Registernummer: 128/001OL, https://www.leitlinienprogramm-onkologie.de/leitlinien/palliativmedizin [578]) in eine Palliativversorgung mit dem Ziel der Symptomkontrolle eingebunden werden.
Bezüglich der supportiven Therapie wird auf die S3-Leitlinien „Supportive Therapie bei onkologischen PatientInnen“, Version 1.3, 2020, AWMF Registernummer: 032/054OL, verwiesen.
8.2 Medizinische Rehabilitation
Die medizinische Rehabilitation dient der Behandlung Krankheits- und therapiebedingter Folgestörungen zur Wiedererlangung von aktiver Lebensgestaltung und beruflicher, privater sowie sozialer Teilhabe. Neben gezielten multimodalen Ansätzen für einzelne Folgestörungen soll die Lebensqualität der Patienten gesteigert, die Krankheitsverarbeitung gebessert und die Akzeptanz möglicher bleibender Einschränkungen unterstützt werden.
Nach Abschluss der Primärtherapie soll eine Anschlussrehabilitation (AHB/AR) allen rehabilitationsfähigen Patienten angeboten werden.
- Konsens
- Konsens
Die medizinische Rehabilitation sollte in einer onkologischen Rehabilitationseinrichtung erfolgen, unter Berücksichtigung der vorhandenen Funktionsstörung (z.B. nach Resektion eines Extremitätensarkoms) mit zusätzlichem orthopädischem Schwerpunkt.
- Konsens
- Konsens
Bei fortbestehenden Beschwerden sollen die Patienten über die Möglichkeit weiterer Rehabilitationsmaßnahmen aufgeklärt werden.
- Konsens
- Starker Konsens
Hintergrund
Onkologische Patienten haben einen im IX. Buch des Sozialgesetzbuches (SGB IX) verankerten Anspruch auf medizinische Rehabilitationsleistungen. Diese Maßnahmen haben das Ziel, die Selbstbestimmung der Patienten und ihre gleichberechtigte Teilhabe am Leben in der Gesellschaft zu fördern, Benachteiligungen zu vermeiden oder ihnen entgegenzuwirken [579].
Der Bedarf an Rehabilitationsleistungen besteht immer dann, wenn eine tumor- oder therapiebedingte funktionelle Einschränkung vorliegt, die eine nicht nur vorübergehende Beeinträchtigung im täglichen Leben darstellt. Eine Rehabilitationsfähigkeit ist dann gegeben, wenn die körperliche und psychische Verfassung des Patienten (z. B. Belastbarkeit, Motivation bzw. Motivierbarkeit) ausreichend für die Teilnahme an einer Rehabilitationsleistung vorhanden ist.
Leistungen zur Rehabilitation können als Anschlussrehabilitation (AHB/AR) direkt nach Beendigung der stationären oder ambulanten Primärbehandlung erbracht werden. Eingeleitet wird die AHB/AR in diesem Fall durch den zuletzt behandelnden Arzt bzw. Sozialdienst der zuletzt behandelnden Klinik; die Durchführung der AHB/AR erfolgt in speziellen, dafür geeigneten Reha-Einrichtungen [580]. Bei fortbestehenden gravierenden Funktionsstörungen können darüber hinaus weitere Rehabilitationsleistungen in Anspruch genommen werden. Hierzu muss ein Antrag an den zuständigen Kostenträger gerichtet werden.
Kostenträger für die onkologische Rehabilitation sind neben der Deutschen Rentenversicherung auch Krankenkassen, Berufsgenossenschaften oder andere Sozialversicherungsträger. Gesetzliche Grundlagen hierzu finden sich im SGB V im Falle der GKV oder im SGB VI im Falle der DRV.
Anforderungen an die Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität onkologischer Rehabilitation wurden durch die Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation (BAR) und die Deutsche Rentenversicherung (DRV) formuliert und werden regelmäßig in einem aufwändigen externen Qualitätsmanagementprozess überwacht [581], [582], [583].
Die Anforderungsprofile für Rehabilitationseinrichtungen orientieren sich sinnvoller- weise an den häufig auftretenden Krebserkrankungen (Brust-, Dickdarm-, Prostata-, Lungenkrebs). Patienten mit Weichgewebesarkomen werden typischerweise nicht mit spezifischen Rehabilitationsangeboten adressiert. Um den besonderen Problem-stellungen gerecht zu werden, kann es erforderlich sein, von den üblichen Routinen der Zuordnung der Patienten in die Rehabilitationskliniken abzuweichen.
Aufgrund des sehr komplexen und variablen Einschränkungsbildes bei Patienten mit adultem Weichgewebesarkom ist bei der Rehabilitationsmaßnahme neben der onkologischen Fachkompetenz unbedingt ein interdisziplinärer und multimodaler Rehabilitationsansatz zu verfolgen; Bei speziellen orthopädischen Funktionsstörungen infolge eines Extremitätensarkoms kann etwa die Auswahl einer geeigneten onkologischen Klinik mit zusätzlichem orthopädischem Schwerpunkt sinnvoll sein. Eine Studie an 728 Patienten mit Extremitätensarkomen zeigte, dass frühe funktionelle Rehabilitationsmaßnahmen zu einem signifikant verbesserten onkologischen Ergebnis führen (OR 0,5, CI 0,3-0,9) [584].
Auszurichten ist die medizinische Rehabilitation nach geltenden Rahmenvereinbarungen immer an einem umfassenden bio-psychosozialen Krankheitsmodell, das sich an der Internationalen Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (ICF) der Weltgesundheitsorganisation (WHO) orientiert. Hierbei wird ein Patient unter Einbeziehung individueller, fördernder oder hemmender Kontextfaktoren betrachtet und die Erkrankung, sowie deren Folgen werden als Ergebnis von sich wechselseitig beeinflussenden somatischen, psychischen und sozialen Einflussfaktoren verstanden.
Neben den individuellen, anhand der Kriterien der ICF zu formulierenden, Rehabilitationszielen umfasst die Zielsetzung der onkologischen Rehabilitation bei Patienten mit adultem Weichgewebesarkom im Allgemeinen folgende Punkte:
- Diagnose und die Behandlung von Krankheits- und therapiebedingten Folgestörungen
- Erhalt bzw. Wiederherstellung der physischen und psychischen Leistungsfähigkeit
- Erhalt bzw. Wiederbefähigung zur Teilhabe am normalen gesellschaftlichen Leben und,
- soweit der Patient noch im Berufsleben steht, Erhalt oder die Wiederherstellung der Erwerbsfähigkeit.
Bei Patienten mit adultem Weichgewebesarkom bestehen Einschränkungen, je nach Tumorlokalisation und Art des Primäreingriffs, vorwiegend aufgrund muskulo-skelettaler Probleme. So weisen Patienten mit einem Extremitätensarkom im Vergleich zu ihrer Alterskohorte auch langfristig eine deutlich reduzierte körperliche Aktivität auf, wie etwa ein systematischer Review von Kwong et. al. [585], sowie eine Datenanalyse der Childhood Cancer Survivor Study (CCSS) [586] ergab, woraus die Autoren auf einen Bedarf an Rehabilitationsleistungen und insbesondere bewegungsbasierten Therapieangeboten schlossen.
Eine Übersichtsarbeit von Gerrand und Furtado zeigt, dass ein relevanter Anteil der Sarkompatienten neben den Einschränkungen im Bereich des Bewegungsapparates außerdem an diversen anderen Folgestörungen leidet: 28 % der Patienten berichten über schwere tumorassoziierte Erschöpfung (Fatigue), nahezu alle Patienten berichten über Schmerzen (9,5 % davon schwergradig), etwa ein Drittel leidet an Lymphödemen; ein Großteil von bis zu 77 % der Patienten weist zum Teil langfristige psychosoziale Probleme wie Depression, sozialen Rückzug oder sexuelle Funktionsstörungen auf, so dass sich hieraus ebenfalls ein Rehabilitationsbedarf ergibt. Die Autoren schlussfolgern, dass eine ICF-basierte, multidisziplinäre Rehabilitation den Patienten eine Normalisierung der körperlichen und psychosozialen Funktion, sowie Teilhabe ermöglicht und daher frühzeitig begonnen werden sollte [587].
Medizinische Rehabilitation bei Patienten mit adultem Weichgewebesarkom
Patienten mit einem Weichgewebesarkom sollte eine frühzeitige systematische Bewegungstherapie angeboten werden.
- Empfehlungsgrad
- B: Empfehlung für oder gegen eine Maßnahme - verwendete Ausdrucksweise = sollte/sollte nicht
- Evidenzlevel
- ⊕⊝⊝⊝
Gesamtüberleben (median Follow-up: 140 Monate SRAS, 40 Monate ERAS)
⊕⊝⊝⊝Risiko eines Lokalrezidivs (median Follow-up: 140 Monate SRAS, 40 Monate ERAS)
⊕⊝⊝⊝Gesamtmorbidität (median Follow-up: 140 Monate SRAS, 40 Monate ERAS)
- Konsens
- Starker Konsens
Hintergrund
In einer vergleichenden Studie von Michot et al. konnte für Patienten mit adultem Weichgewebesarkom der Vorteil einer frühzeitigen systematischen Bewegungstherapie und Rehabilitationsbehandlung auf die Wundheilung, Anzahl der Krankenhaustage und auf das funktionelle Ergebnis gezeigt werden [588].
Weitere systematische Evidenzen zum Effekt einer Rehabilitationsbehandlung liegen für dieses kleine Patientenkollektiv leider nicht vor.
Eine allgemeine Literatursuche zur onkologischen Rehabilitation, bzw. zu einzelnen in der Rehabilitation eingesetzten Therapiemodalitäten, etwa für die Bewegungs- und Sporttherapie, zeigt jedoch übergreifende, bzw. für andere onkologische Entitäten nachgewiesene positive Effekte, aus denen sich ein Nutzen der Rehabilitation auch für Patienten mit Weichgewebesarkom zumindest interpolieren lässt. So konnte gezeigt werden, dass onkologische Patienten von einem körperlichen Training zu jeder Therapiephase hinsichtlich Lebensqualität, Funktion und Aktivität profitieren und Folgestörungen wie etwa die tumorbedingte Fatigue-Symptomatik verbessert werden konnte [589], [590], [591]. Für Patienten mit Osteosarkom konnte gezeigt werden, dass ihre subjektive Lebensqualität weniger von dem chirurgischen Ansatz, sondern vielmehr von dem erreichten funktionellen Ergebnis abhängt [592] und dass funktionelle Verbesserungen durch eine Rehabilitationsbehandlung erreicht werden können [593], [594], [595].
Literaturhinweise
[562] Gerrand, C. H., Billingham, L. J., Woll, P. J., Grimer, R. J., Follow up after Primary Treatment of Soft Tissue Sarcoma: A Survey of Current Practice in the United Kingdom, Sarcoma, 2007. 2007: p. 34128., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18270541
[563] Greenberg, D. D., Crawford, B., Surveillance Strategies for Sarcoma: Results of a Survey of Members of the Musculoskeletal Tumor Society, Sarcoma, 2016. 2016: p. 8289509., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27478404
[564] Rothermundt, C., Whelan, J. S., Dileo, P., Strauss, S. J., Coleman, J., Briggs, T. W., et.al. What is the role of routine follow-up for localised limb soft tissue sarcomas? A retrospective analysis of 174 patients, Br J Cancer, 2014. 110(10): p. 2420-6., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24736584
[565] Rutkowski, P., Lugowska, I., Follow-up in soft tissue sarcomas, Memo, 2014. 7(2): p. 92-96., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25089160
[566] Whooley, B. P., Gibbs, J. F., Mooney, M. M., McGrath, B. E., Kraybill, W. G., Primary extremity sarcoma: what is the appropriate follow-up?, Ann Surg Oncol, 2000. 7(1): p. 9-14., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/10674442
[112] Coindre, J. M., Grading of soft tissue sarcomas: review and update, Arch Pathol Lab Med, 2006. 130(10): p. 1448-53., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17090186
[134] Pisters, P. W., Leung, D. H., Woodruff, J., Shi, W., Brennan, M. F., Analysis of prognostic factors in 1,041 patients with localized soft tissue sarcomas of the extremities, J Clin Oncol, 1996. 14(5): p. 1679-89., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/8622088
[135] Lahat, G., Tuvin, D., Wei, C., Anaya, D. A., Bekele, B. N., Lazar, A. J., et.al. New perspectives for staging and prognosis in soft tissue sarcoma, Ann Surg Oncol, 2008. 15(10): p. 2739-48., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18521685
[567] Coindre, J. M., Terrier, P., Guillou, L., Le Doussal, V., Collin, F., Ranchere, D., et.al. Predictive value of grade for metastasis development in the main histologic types of adult soft tissue sarcomas: a study of 1240 patients from the French Federation of Cancer Centers Sarcoma Group, Cancer, 2001. 91(10): p. 1914-26., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/11346874
[568] Krieg, A. H., Hefti, F., Speth, B. M., Jundt, G., Guillou, L., Exner, U. G., et.al. Synovial sarcomas usually metastasize after >5 years: a multicenter retrospective analysis with minimum follow-up of 10 years for survivors, Ann Oncol, 2011. 22(2): p. 458-67., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20716627
[569] Sawamura, C., Matsumoto, S., Shimoji, T., Okawa, A., Ae, K., How long should we follow patients with soft tissue sarcomas?, Clin Orthop Relat Res, 2014. 472(3): p. 842-8., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23716116
[570] Durr, H. R., Rauh, J., Baur-Melnyk, A., Knosel, T., Lindner, L., Roeder, F., et.al. Myxoid liposarcoma: local relapse and metastatic pattern in 43 patients, BMC Cancer, 2018. 18(1): p. 304., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/29558901
[571] Puri, A., Gulia, A., Hawaldar, R., Ranganathan, P., Badwe, R. A., Does intensity of surveillance affect survival after surgery for sarcomas? Results of a randomized noninferiority trial, Clin Orthop Relat Res, 2014. 472(5): p. 1568-75., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24249538
[113] Trojani, M., Contesso, G., Coindre, J. M., Rouesse, J., Bui, N. B., de Mascarel, A., et.al. Soft-tissue sarcomas of adults; study of pathological prognostic variables and definition of a histopathological grading system, Int J Cancer, 1984. 33(1): p. 37-42., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/6693192
[247] Trans-Atlantic, R. P. S. Working Group, Management of primary retroperitoneal sarcoma (RPS) in the adult: a consensus approach from the Trans-Atlantic RPS Working Group, Ann Surg Oncol, 2015. 22(1): p. 256-63., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25316486
[572] Knapp, E. L., Kransdorf, M. J., Letson, G. D., Diagnostic imaging update: soft tissue sarcomas, Cancer Control, 2005. 12(1): p. 22-6., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15668649
[573] Tzeng, C. W., Smith, J. K., Heslin, M. J., Soft tissue sarcoma: preoperative and postoperative imaging for staging, Surg Oncol Clin N Am, 2007. 16(2): p. 389-402., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17560519
[574] Del Grande, F., Subhawong, T., Weber, K., Aro, M., Mugera, C., Fayad, L. M., Detection of soft-tissue sarcoma recurrence: added value of functional MR imaging techniques at 3.0 T, Radiology, 2014. 271(2): p. 499-511., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24495264
[575] ElDaly, M. M., Moustafa, A. F. I., Abdel-Meguid, S. M. S., Shokry, A. M., El Wahab, N. A., Can MRI diffusion-weighted imaging identify postoperative residual/recurrent soft-tissue sarcomas?, Indian J Radiol Imaging, 2018. 28(1): p. 70-77., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/29692531
[576] Richardson, K., Potter, M., Damron, T. A., Image intensive soft tissue sarcoma surveillance uncovers pathology earlier than patient complaints but with frequent initially indeterminate lesions, J Surg Oncol, 2016. 113(7): p. 818-22., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27060189
[577] Cho, H. S., Park, I. H., Jeong, W. J., Han, I., Kim, H. S., Prognostic value of computed tomography for monitoring pulmonary metastases in soft tissue sarcoma patients after surgical management: a retrospective cohort study, Ann Surg Oncol, 2011. 18(12): p. 3392-8., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21537873
[537] Leitlinienprogramm Onkologie (Deutsche Krebsgesellschaft, Deutsche Krebshilfe, AWMF), S3-Leitlinie Supportive Therapie bei onkologischen PatientInnen, Langversion 1.3, 2020, AWMF-Registernummer: 032/054OL, 2020., https://www.leitlinienprogramm-onkologie.de/leitlinien/supportive-therapie
[578] Leitlinienprogramm Onkologie (Deutsche Krebsgesellschaft, Deutsche Krebshilfe, AWMF), Erweiterte S3-Leitlinie Palliativmedizin für Patienten mit einer nicht heilbaren Krebserkrankung, Langversion 2.2, 2020, AWMF-Registernummer: 128/001OL, 2020., https://www.leitlinienprogramm-onkologie.de/leitlinien/palliativmedizin
[579] Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz, Sozialgesetzbuch Neuntes Buch - Rehabilitation und Teilhabe von Menschen mit Behinderungen - (Neuntes Buch Sozialgesetzbuch - SGB IX), Zuletzt geändert durch Art. 6 Abs. 3 G v. 28.11.2018 l 2016.
[580] Deutsche Rentenversicherung (DRV), Indikationskatalog für Anschlussrehabilitation (AHB), 2017.
[581] Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation (BAR), Rahmenempfehlungen zur ambulanten onkologischen Rehabilitation, 2004.
[582] Deutsche Rentenversicherung (DRV), Strukturqualität von Reha-Einrichtungen - Anforderungen der Deutschen Rentenversicherung, 2. überarbeitete und erweiterte Auflage, 2014.
[583] Deutsche Rentenversicherung (DRV), Anforderungsprofil für eine stationäre Einrichtung zur onkologischen Rehabilitation Erwachsener, 2018.
[584] Stoeckle, E., Michot, A., Rigal, L., Babre, F., Sargos, P., Henriques de Figueiredo, B., et.al. The risk of postoperative complications and functional impairment after multimodality treatment for limb and trunk wall soft-tissue sarcoma: Long term results from a monocentric series, Eur J Surg Oncol, 2017. 43(6): p. 1117-1125., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28202211
[585] Kwong, T. N., Furtado, S., Gerrand, C., What do we know about survivorship after treatment for extremity sarcoma? A systematic review, Eur J Surg Oncol, 2014. 40(9): p. 1109-24., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24767804
[586] Wampler, M. A., Galantino, M. L., Huang, S., Gilchrist, L. S., Marchese, V. G., Morris, G. S., et.al. Physical activity among adult survivors of childhood lower-extremity sarcoma, J Cancer Surviv, 2012. 6(1): p. 45-53., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21681405
[587] Gerrand, C., Furtado, S., Issues of Survivorship and Rehabilitation in Soft Tissue Sarcoma, Clin Oncol (R Coll Radiol), 2017. 29(8): p. 538-545., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28442210
[588] Michot, A., Stoeckle, E., Bannel, J. D., Colombani, S., Sargos, P., Brouste, V., et.al. The introduction of early patient rehabilitation in surgery of soft tissue sarcoma and its impact on post-operative outcome, Eur J Surg Oncol, 2015. 41(12): p. 1678-84., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26442684
[589] Mishra, S. I., Scherer, R. W., Snyder, C., Geigle, P. M., Berlanstein, D. R., Topaloglu, O., Exercise interventions on health-related quality of life for people with cancer during active treatment, Cochrane Database Syst Rev, 2012. p. CD008465., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22895974
[590] Fong, D. Y., Ho, J. W., Hui, B. P., Lee, A. M., Macfarlane, D. J., Leung, S. S., et.al. Physical activity for cancer survivors: meta-analysis of randomised controlled trials, BMJ, 2012. 344: p. e70., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22294757
[591] Scott, D. A., Mills, M., Black, A., Cantwell, M., Campbell, A., Cardwell, C. R., et.al. Multidimensional rehabilitation programmes for adult cancer survivors, Cochrane Database Syst Rev, 2013. p. CD007730., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23543556
[592] Robert, R. S., Ottaviani, G., Huh, W. W., Palla, S., Jaffe, N., Psychosocial and functional outcomes in long-term survivors of osteosarcoma: a comparison of limb-salvage surgery and amputation, Pediatr Blood Cancer, 2010. 54(7): p. 990-9., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20135700
[593] Punzalan, M., Hyden, G., The role of physical therapy and occupational therapy in the rehabilitation of pediatric and adolescent patients with osteosarcoma, Cancer Treat Res, 2009. 152: p. 367-84., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20213402
[594] Kauzlaric, N., Kauzlaric, K. S., Kolundzic, R., Prosthetic rehabilitation of persons with lower limb amputations due to tumour, Eur J Cancer Care (Engl), 2007. 16(3): p. 238-43., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17508943
[595] Shehadeh, A., El Dahleh, M., Salem, A., Sarhan, Y., Sultan, I., Henshaw, R. M., et.al. Standardization of rehabilitation after limb salvage surgery for sarcomas improves patients' outcome, Hematol Oncol Stem Cell Ther, 2013. 6(3-4): p. 105-11., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24161605