7. Therapie der metastasierten Erkrankung – Adulte Weichgewebesarkome
Die Heterogenität von Weichgewebesarkomen unterstreicht die Notwendigkeit zur Selektion aus den zur Verfügung stehenden medikamentösen Substanzen. Tabelle "Sarkomsubgruppen, die als Chemotherapie-empfindlich gelten" zeigt Chemotherapie-empfindliche Weichgewebesarkome, die mit klassischer Chemotherapie behandelt werden können.
Tabelle 10: Sarkomsubgruppen, die als Chemotherapie-empfindlich gelten
|
Sarkomgruppe |
Sarkomsubtyp |
ICDO-Code |
Bemerkungen |
|
Gefäßtumoren |
Epitheloide Hämangioendotheliome |
9133/3 |
Keine Standard-Chemotherapie, s. Subtypen-spezifische Behandlung |
|
|
Angiosarkom |
9120/3 |
|
|
Gastrointestinale Stromatumoren |
|
8936/3 |
s. Subtypen-spezifische Behandlung |
|
Nervenscheidentumoren |
MPNST |
9540/3 |
|
|
|
Maligner Triton Tumor |
9561/3 |
|
|
Tumoren unklarer Differenzierung |
Synovialsarkom |
9040/3 |
|
|
|
Epitheloides Sarkom |
8804/3 |
Keine Standard-Chemotherapie, s. Subtypen-spezifische Behandlung |
|
|
Extraskeletales myxoides Chondrosarkom |
9231/3 |
Keine Standard-Chemotherapie, s. Subtypen-spezifische Behandlung |
|
|
Extraskeletales Ewing Sarkom |
9364/3 |
Analog der Therapie beim ossären Ewing-Sarkom |
|
|
Desmoplastischer klein- und rundzelliger Tumor |
8806/3 |
Keine Standard-Chemotherapie, s. Subtypen-spezifische Behandlung |
|
Undifferenzierte / Nicht-klassifizierte Sarkome |
Undifferenziertes Spindelzellsarkom |
8801/3 |
|
|
|
Undifferenziertes pleomorphes Sarkom |
8802/3 |
|
|
|
Undifferenziertes Rundzellsarkom |
8803/3 |
|
|
|
Undifferenziertes epitheloides Sarkom |
8804/3 |
|
|
|
Undifferenziertes Sarkom NOS |
8805/3 |
|
|
Adipozytäre Sarkome |
Dedifferenziertes Liposarkom |
8858/3 |
|
|
|
Myxoides Liposarkom |
8852/3 |
|
|
|
Pleomorphes Liposarkom |
8854/3 |
|
|
Fibroblastische / Myofibroblastische Sarkome |
Maligne solitäre fibröse Tumoren |
8815/3 |
Keine Standard-Chemotherapie, s. Subtypen-spezifische Behandlung |
|
|
Adultes Fibrosarkom |
8810/3 |
Abzugrenzen vom infantilen Fibrosarkom, hier NTRK-Fusion häufig |
|
|
Myxofibrosarkom |
8811/3 |
|
|
Tumoren der glatten Muskulatur |
Leiomyosarkom |
8890/3 |
|
|
Tumoren mit skelettmuskulärer Differenzierung |
Embryonales Rhabdomyosarkom |
8910/3 |
analog pädiatrischem RMS-Protokoll |
|
|
Pleomorphes Rhabdomyosarkom |
8901/3 |
analog pädiatrischem RMS-Protokoll |
Zur medikamentösen Behandlung dieser Entitäten steht aktuell eine Reihe von zugelassener und nicht-zugelassener Substanzen zur klinischen Anwendung zur Verfügung. Tabelle "Liste der empfohlenen Substanzen zur medikamentösen Therapie" listet die Substanzen alphabetisch sowie ihre Zulassungen auf.
Tabelle 11: Liste der empfohlenen Substanzen zur medikamentösen Therapie der Weichgewebesarkome nach Zulassung und klinischem Einsatz
|
Substanz |
Klinischer Einsatz |
Zulassung |
Nutzenbewertung |
|
Dacarbazin (DTIC) |
Vorbehandelte Patienten* |
Weichgewebesarkom |
- |
|
Docetaxel |
Nur in Kombination |
- |
- |
|
Doxorubicin |
Erstlinie |
Weichgewebesarkom |
- |
|
Liposomales Doxorubicin |
Erstlinie |
- |
- |
|
Eribulin |
Vorbehandelte Patienten |
Liposarkom nach Anthrazyklin |
Anhaltspunkt für einen beträchtlichen Zusatznutzen1 |
|
Gemcitabin |
Vorbehandelte Patienten |
- |
- |
|
Ifosfamid |
Vorbehandelte Patienten* |
Weichgewebesarkom |
- |
|
Pazopanib |
Vorbehandelte Patienten |
Nicht-adipozytische Weichgewebesarkome nach Anthrazyklin |
- |
|
Trabectedin |
Vorbehandelte Patienten |
Weichgewebesarkome nach Anthrazyklin +/- Ifosfamid |
- |
* Als Kombinationspartner zur Erstlinientherapie geeignet
1 Für Patienten, für die Dacarbazin eine geeignete Therapieoption darstellt. Für andere Patienten: ein Zusatznutzen ist nicht belegt (BAnz AT 27.12.2016 B2) [458]
7.1 Systemtherapie
Bei Patienten mit lokal nicht therapierbarer, lokaler oder metastasierter Erkrankung sollte eine leitliniengerechte systemische Therapie durchgeführt werden.
- Konsens
- Starker Konsens
7.2 Zielsetzung der medikamentösen Therapie
7.2.1 Erstlinientherapie
Die Wahl der Systemtherapie soll unter Berücksichtigung von Toxizität und Zielsetzung als Doxorubicin-Monotherapie oder Anthrazyklin-haltige Kombinationstherapie erfolgen.
- Konsens
- Starker Konsens
Die Auswahl der geeigneten Systemtherapie beim lokal fortgeschrittenen oder metastasierten Weichgewebesarkom unterliegt der individuellen Therapiesituation. In der Erstlinie stehen verschiedene Anthrazyklin-basierte Optionen zur Verfügung, die anhand Ihrer Vor- bzw. Nachteile für die geeignete Patientenpopulation ausgesucht werden sollen. Abbildung "Übersicht der verfügbaren Optionen als Mono- oder Kombinationstherapie" zeigt eine Übersicht zu den verfügbaren Optionen als Einzel- oder Kombinationstherapie. Details zu den verschiedenen Regimen finden sich im Hintergrundtext.
Nach Versagen der Erstlinientherapie soll eine Folgetherapie angeboten werden. Aktuell stehen verschieden Folgetherapien zur Auswahl, die in Abbildung "Folgetherapie" abgebildet werden. Eine spezifische Sequenz kann nicht definiert werden, so dass die Auswahl der geeigneten Therapie gemäß patientenindividueller Faktoren ausgewählt werden kann (Tabelle "Zugelassene Substanzen" und Tabelle "Zugelassene Substanzen, Indikation und Bewertung des Zusatznutzens").
Tabelle 12: Zugelassene Substanzen für die medikamentöse Therapie und deren Wirkmechanismen (Stand 2021)
|
Substanz |
Wirkmechanismus |
|
Dacarbazin (DTIC) |
Hemmung der DNA-Synthese durch alkylierenden Effekt |
|
Doxorubicin |
Inhibitor der Topoisomerase II |
|
Epirubicin |
Hemmung der DNA- und RNA-Polymerase |
|
Entrectinib |
Inhibitor der Tropomyosin-Rezeptor-Kinasen (TRK) |
|
Eribulin |
Verhinderung der Tumorzellreplikation durch die Bindung an Tubuline |
|
Ifosfamid |
DNA-Alkylierung: Verhinderung der Zellreplikation |
|
Larotrectinib |
Inhibitor der Tropomyosin-Rezeptor-Kinasen (TRK) |
|
Pazopanib |
Inhibitor multipler Tyrosinkinasen |
|
Trabectedin |
Blockierung der DNA-Bindung, Transkriptionshemmung und Eingriff in DNA Reparaturmechanismen |
Tabelle 13: Zugelassene Substanzen, Indikation und Bewertung des Zusatznutzens durch den G-BA
|
Substanz |
Indikation |
Zusatznutzen |
|
Entrectinib |
Erwachsene und pädiatrische Patienten ab einem Alter von 12 Jahren mit soliden Tumoren, die eine neurotrophe Tyrosin-Rezeptor-Kinase (NTRK)-Genfusion aufweisen, bei denen eine lokal fortgeschrittene oder metastasierte Erkrankung vorliegt oder eine Erkrankung, bei der eine chirurgische Resektion wahrscheinlich zu schwerer Morbidität führt, und die zuvor keinen NTRK-Inhibitor erhalten haben und für die keine zufriedenstellenden Therapieoptionen zur Verfügung stehen. |
Ein Zusatznutzen ist nicht belegt. |
|
Eribulin |
Behandlung von erwachsenen Patienten mit nicht resezierbarem Liposarkom, die vorher wegen einer fortgeschrittenen oder metastasierten Tumorerkrankung eine Anthrazyklin-haltige Chemotherapie (sofern sie geeignet war) erhalten haben. |
Bei Dacarbazin als geeignete Therapieoption: Anhaltspunkt für beträchtlichen Zusatznutzen Bei anderen Therapieoptionen: Kein Zusatznutzen belegt |
|
Larotrectinib |
Erwachsene und pädiatrische Patienten mit soliden Tumoren mit einer neurotrophen Tyrosin-Rezeptor-Kinase (NTRK)-Genfusion, bei denen eine lokal fortgeschrittene oder metastasierte Erkrankung vorliegt oder eine Erkrankung, bei der eine chirurgische Resektion wahrscheinlich zu schwerer Morbidität führt, und für die keine zufriedenstellenden Therapieoptionen zur Verfügung stehen. |
Ein Zusatznutzen ist nicht belegt. |
7.2.1.1 Monotherapie
Bei Patienten mit Indikation zur Monotherapie soll eine Behandlung mit Doxorubicin erfolgen.
- Empfehlungsgrad
- A: Starke Empfehlung für oder gegen ein Maßnahme - verwendete Ausdrucksweise = soll/soll nicht
- Evidenzlevel
- ⊕⊕⊕⊝
Gesamtüberleben (medianes Follow-up: 8,6 Monate)
⊕⊕⊕⊝Progressionsfreies Überleben (Re-Analyse, medianes Follow-up: 6,2 Monate)
- Konsens
- Starker Konsens
- Literatur
- [408] [461] [462] [463] [464] [465] [466] [467]
Hintergrund
Eine Verbesserung der Effektivität oder des Gesamtüberlebens durch die Hinzunahme von weiteren Chemotherapeutika konnte bislang im Rahmen von Histologie-agnostischen Studien nicht erzielt werden [408], [461], [462], [463], [464], [465], [466] [467], [468].
Es konnte für keine andere chemotherapeutische Substanz eine Überlegenheit gegenüber Doxorubicin nachgewiesen werden [469], [470], [471], [472], [473]. Doxorubicin ist darüber hinaus der Kombination Gemcitabin/Taxotere bei Grad 2/3 Sarkomen in einer randomisierten Studie gleichwertig und hinsichtlich der Toxizität günstiger [474].
In einer nicht-vergleichenden randomisierten Phase II-Studie wies liposomales Doxorubicin hinsichtlich der Remissionsrate und des progressionsfreien Überlebens (PFS) eine dem Doxorubicin vergleichbare Effektivität auf und erscheint als Alternative gerechtfertigt. Die Studie war zu klein, um eine Aussage bezüglich des Gesamtüberlebens (OS) treffen zu können [475].
Epirubicin wurde in zwei Arbeiten randomisiert untersucht und wies vergleichbare Effektivitätsdaten (Gesamtüberleben, progressionsfreies Überleben) und Toxizitätsprofile im Vergleich zu Doxorubicin auf [476], [477]. Epirubicin stellt somit eine Alternative zu Doxorubicin dar.
Für Aldoxorubicin legte eine randomisierte Phase II Studie einen Vorteil für das PFS gegenüber Doxorubicin nahe (8,3 vs. 4,6 Monate) [478], die daran angelehnte Phase III-Studie, die allerdings bei vorbehandelten Patienten gegenüber „Physician‘s Choice“ verglichen wurde, konnte diesen Vorteil nicht bestätigen [479].
Olaratumab wurde in Kombination mit Doxorubicin (experimenteller Arm) im Rahmen einer Phase II-Studie randomisiert gegen Doxorubicin als Monotherapie verglichen. Es zeigte sich ein signifikanter Vorteil im Gesamtüberleben für Patienten im experimentellen Arm von 26,5 vs. 14,7 Monaten [480]. In der Studie wurden seltene Sarkomsubgruppen teilweise nur in einen Studienarm eingeschlossen. Es fand sich kein signifikanter Unterschied hinsichtlich der Remissionsrate oder des progressionsfreien Überlebens. Die Kombination war mit einem erhöhten Risiko für °IV Nebenwirkungen (42 % vs. 31 %) assoziiert. Aufgrund des außergewöhnlich deutlichen Überlebensvorteils erfolgte eine konditionale Zulassung von Olaratumab [481]. Die nachfolgende Phase III Studie (ANNOUNCE) konnte allerdings den primären Endpunkt einer Verlängerung des Gesamtüberlebens weder in der Gesamtpopulation noch in der Subpopulation der Leiomyosarkome erreichen [482]. Die Zulassung für Olaratumab als Wirkstoff des Arzneimittels Lartruvo® wurde am 19. Juli 2019 wegen erwiesener Unwirksamkeit durch die Europäische Kommission widerrufen.
Wenn der diagnostische Nachweis für NTRK-Fusionen gesichert ist, stehen für Patienten im metastasierten Stadium/nicht operablem Stadium mit Larotrectinib und Entrectinib zugelassene Substanzen zur Verfügung.
7.2.1.2 Kombinationstherapie
Bei Patienten mit Indikation zur Kombinationschemotherapie (hoher Behandlungsdruck bei rascher Progression oder symptomatischer Erkrankung) soll eine Anthrazyklin-basierte Chemotherapie-Kombination erfolgen.
- Konsens
- Starker Konsens
Bei Patienten mit Leiomyosarkomen oder Liposarkomen kann eine Kombinationstherapie mit Doxorubicin und Dacarbazin verabreicht werden.
- Konsens
- Starker Konsens
Hintergrund
Die Subgruppenanalyse der EORTC 62012-Studie [483] ergab einen hochsignifikanten Vorteil der Kombination gegenüber der Monotherapie hinsichtlich der objektiven Remissionsrate (26 % vs. 14 %; p < 0,0006) und ein verbessertes PFS (HR 0,74, 95 % CI 0,60-0,90; p = 0,003) bei allen untersuchten histologischen Sarkomtypen mit der Ausnahme von Liposarkomen. Diese waren allerdings nicht weiter unterdifferenziert worden. Daher sollte bei Patienten mit hohem Behandlungsdruck (rasche Progression oder symptomatische Erkrankung) eine Kombinationstherapie angeboten werden. Dies trifft auch für Patienten zu, bei denen eine potentielle Resektabilität (nur ein betroffenes Organsystem) von Metastasen vorliegt.
Bei Patienten mit undifferenzierten Sarkomen (UPS) legt die Subgruppen-Analyse unabhängig von der Ausdehnung der Metastasierung ein Überlebensvorteil durch die Kombination nahe (OR 9,90, 95 % CI 1,93-50,7 Kombi vs. HR 0,44, 95 % CI 0,26-0,79 Mono).
Die Subgruppenanalyse einer EORTC-Studie [484] legt einen Vorteil durch die Hinzunahme von Dacarbazin zu einer Doxorubicin-Behandlung für die objektive Remissionsrate bei Patienten mit Leiomyosarkomen nahe (55 % Doxo + DTIC vs. 20 % Doxo mono, p = 0,04). In einer retrospektiven Analyse an je 22 Patienten mit Leiomyo- und Liposarkom ließen sich ähnliche Ergebnisse zeigen, die 2011 als Abstract publiziert wurden [485]. Ein direkter, randomisierter Vergleich mit einer Doxorubicin/Ifosfamid-Kombination wurde bislang nicht durchgeführt. Eine Meta-Analyse der EORTC war bei Leiomyosarkomen und Liposarkomen hinsichtlich der Hinzunahme von Ifosfamid nicht mit einer Verbesserung der objektiven Remissionsrate assoziiert [486].
7.2.2 Zweitlinientherapie
Die Auswahl der Folgetherapie sollte individuell nach Behandlungsdruck, histologischem Subtyp und Patientenwunsch getroffen werden.
- Konsens
- Starker Konsens
Bei leitliniengerecht chemotherapeutisch vorbehandelten Patienten soll eine Folgetherapie mit Pazopanib, Trabectedin oder Eribulin angeboten werden.
Pazopanib ist beim Liposarkom nicht zugelassen und soll daher dort nicht eingesetzt werden.
Eribulin ist nur beim Liposarkom zugelassen und soll daher nur dort eingesetzt werden.
- Empfehlungsgrad
- A: Starke Empfehlung für oder gegen ein Maßnahme - verwendete Ausdrucksweise = soll/soll nicht
- Evidenzlevel
- ⊕⊕⊕⊝
Gesamtüberleben (Pazopanib)
⊕⊕⊕⊕Progressionsfreies Überleben (Pazopanib)
⊕⊕⊕⊝Gesundheitsbezogenes QoL (Pazopanib)
⊕⊕⊕⊝Gesamtüberleben (Trabectedin)*
⊕⊕⊝⊝Progressionsfreies Überleben (Trabectedin)*
⊕⊕⊝⊝Gesamtüberleben (Trabectedin)**
⊕⊕⊕⊝Progressionsfreies Überleben (Trabectedin)**
⊕⊕⊕⊝Gesamtüberleben (Eribulin)
⊕⊕⊝⊝Progressionsfreies Überleben (Eribulin)
⊕⊕⊕⊝Globaler Gesundheitszustand QoL (Eribulin)
- Konsens
- Konsens
- Literatur
- [487] [488] [489] [490] [491] [492]
Gemcitabin kann als Mono- oder Kombinationstherapie mit Docetaxel oder Dacarbazin bei vorbehandelten Patienten eingesetzt werden.
Hintergrund
Die Heterogenität der Erkrankung und die verschiedenen zugelassenen Medikamente benötigen eine individuelle Beurteilung der Therapiesituation. Die Therapielandschaft ist heterogen und der Evidenzgrad der Therapien variiert enorm. Das Nebenwirkungsspektrum, der Remissionsdruck, der histologische Subtyp sowie die Patientenpräferenz sollen in die Substanzwahl einfließen.
Eine Reihe medikamentöser Therapien wurden bei vorbehandelten Patienten mit Weichgewebesarkomen im Rahmen randomisierter Studien gegenüber Placebo, Best-supportive-care oder einer einzelnen Vergleichstherapie untersucht. Vergleichende Studien zwischen mehreren Behandlungsoptionen existieren nicht, so dass sich die Auswahl von Substanzen an Kontraindikationen oder Patienten-Präferenz orientiert. Innerhalb dieser Medikamente bestehen Unterschiede in der Evidenzstärke und Selektion der Patienten.
Trabectedin wurde im September 2009 auf der Basis einer randomisierten Dosisvergleichsstudie (1,5 mg/m2 vs. 1,2 mg/m2) an 270 Patienten in der EU zugelassen [496]. In der US-amerikanischen Zulassungsstudie 2016 konnte eine signifikante Verbesserung des PFS im Vergleich zu einer aktiven Therapie mit DTIC bei Patienten mit nicht weiter subtypisierten Leiomyosarkomen und Liposarkomen gezeigt werden (HR 0,55; moderate Evidenzstärke) [492]. Es zeigte sich allerdings nur ein Trend für das OS (HR 0,87; niedrige Evidenzstärke).
In einer japanischen Studie an Patienten mit Translokations-assoziierten Sarkomen (überwiegend myxoide Liposarkome, Synovialsarkome, mesenchymale Chondrosarkome und alveoläre Weichteilsarkome) zeigte sich neben einem signifikant besseren PFS (von 0,9 auf 5,6 Monate, HR: 0,07; p < 0,0001) auch ein signifikant verbessertes OS (nicht erreicht vs. 8 Monate; HR: 0,42; p = 0,04). Innerhalb der randomisierten Studien war das Spektrum verschiedener Sarkomsubgruppen limitiert und Effizienzdaten existieren fast nur aus retrospektiven Analysen.
Eribulin wurde ebenfalls in einer auf Leiomyosarkome und Liposarkome eingeschränkten Patienten-Population mit einer DTIC-Therapie verglichen. Hierbei zeigte sich eine Verbesserung des OS gegenüber DTIC (HR 0,77, moderate Evidenz) [488], während das PFS weitgehend unbeeinflusst blieb (HR 0,88). Eine Subgruppen-Analyse für Patienten mit Liposarkomen ergab einen hoch-signifikanten Vorteil für das Gesamtüberleben von Eribulin gegenüber DTIC (15,6 vs. 8,4 Monate; HR 0,51; 95 % CI 0,35-0,75; p < 0,001). Es zeigte sich zudem auch ein moderater, aber ebenfalls signifikanter Vorteil im PFS (2,9 vs. 1,7 Monate, HR 0,52; 95 % CI 0,35-0,78; p=0,0015). Eine Analyse der Lebensqualität für diese Studie ergab eine signifikante Verbesserung der Gesundheits-assoziierten Lebensqualität über die gesamte Dauer der Studie sowie auch zum Zeitpunkt der Progression. Hierbei wiesen Dacarbazin-Patienten insbesondere stärker ausgeprägte Symptome wie beispielsweise Übelkeit, Erbrechen, Schlaflosigkeit sowie Appetitlosigkeit auf [487]. Basierend auf den o. g. Daten wurde eine Zulassung nur für Patienten mit Liposarkomen ausgesprochen.
Pazopanib wurde im Rahmen der 2:1 randomisierten Phase III Studie (PALETTE) unter Einschluss der meisten Sarkomsubgruppen (außer Liposarkomen) gegenüber einer Therapie mit Placebo an 369 Patienten verglichen. Pazopanib verbesserte dabei das PFS (4,6 vs. 1,5 Monate, HR 0,31, p=0.0001) und die QoL der Patienten, während das Gesamtüberleben nur einen Trend aufzeigte (11,9 vs. 10,4 Monate, HR 0,86, p=0,17) [490], [491]. Daraus resultiert, dass eine Folgetherapie angeboten werden soll. Eine Vielzahl von Sarkomsubgruppen wurde hierbei nur in sehr kleinen Fallzahlen innerhalb der Studie behandelt, so dass keine verlässlichen Wirkdaten daraus abzuleiten sind.
Zusammenfassend ist Pazopanib für alle Subgruppen mit Ausnahme von Liposarkomen geeignet (PFS Vorteil). Trabectedin (mit PFS Vorteil in der Gesamtgruppe der LMS/LPS) wird aufgrund verfügbarer Alternativen für LPS nur optional empfohlen, für LMS allerdings präferiert. Für alle anderen Subgruppen ist die Substanz ebenfalls geeignet. Eribulin soll nur beim Liposarkom eingesetzt werden. Hier kann die Substanz Vorteile bei PFS, OS und QoL aufzeigen und wird damit für diese Subgruppe der Weichgewebesarkome präferiert.
Gemcitabin-Docetaxel konnte keine Verbesserung des PFS (uLMS: HR 1,15; andere 0,93) oder OS erzielen, bei jedoch insgesamt niedrigem Evidenzgrad [493]. Die Hinzunahme von Bevacizumab ist ohne Effekt, allerdings bestätigt die Studie die prinzipielle Wirksamkeit der Kombination von Gemcitabin und Docetaxel [495]. Es ist zu berücksichtigen, dass es sich in dieser Studie um first-line Daten handelt. In einer weiteren Erstlinienstudie bot die Kombination Gemcitabin/Taxotere keinen Vorteil gegenüber der Monotherapie mit Doxorubicin [474] (s. 7.2.1.1) Die Kombination Gemcitabin und Docetaxel war allerdings der Monotherapie mit Gemcitabin hinsichtlich des PFS überlegen (HR 0,67), ein Vorteil für das Gesamtüberleben konnte allerdings nicht gezeigt werden [494]. In Verbindung mit der höheren Toxizität sollte die Kombination nur nach sorgfältiger Indikationsstellung eingesetzt werden.
Gemcitabin konnte in einer randomisierten Phase II Studie den Vorteil einer Kombination mit Dacarbazin zeigen [497]. Insgesamt wurden 113 Patienten mit unterschiedlichen Histologien randomisiert, wobei Leiomyosarkome und undifferenzierte pleomorphe Sarkome dominierten. Die Kombinationstherapie konnte zu einer Verbesserung des PFS von 2,0 auf 4,2 Monate führen und war mit einem Überlebensvorteil assoziiert (16,8 vs. 8,2 Monate; p=0,014). Auch hier findet sich eine Zunahme der Toxizitäten durch die Kombinationstherapie, weshalb auch hier der Einsatz jeweils individuell geprüft werden sollte.
7.2.3 Folgetherapie
Bei Patienten mit Progression nach Versagen einer Zweitlinientherapie kann eine erneute Chemotherapie mit noch nicht eingesetzten Medikamenten erfolgen.
- Konsens
- Starker Konsens
Hintergrund
Voraussetzung für eine Folgetherapie sind entsprechender Allgemeinzustand und Organfunktionen des Patienten und bestehender Patientenwunsch. Zum Einsatz können Substanzen wie in Kapitel 7.2.2 kommen. Eine spezifische Sequenz ist nicht etabliert.
7.3 Metastasenchirurgie
Die Indikation zur lokalen Therapie von Metastasen soll multidisziplinär gestellt werden.
- Konsens
- Starker Konsens
Die chirurgische Resektion von Lungenmetastasen soll nur unter folgenden Voraussetzungen durchgeführt werden:
- zu erwartende R0 Entfernung aller pulmonalen Metastasen
- kein Hinweis auf ein nicht kontrollierbares Lokalrezidiv
- vorangegangene pulmonale Metastasektomien stellen keine Kontraindikation dar
Bei Vorhandensein extrapulmonaler Metastasen soll eine Resektion nur als interdisziplinäre Einzelfallentscheidung erfolgen.
Prädiktive Faktoren für ein verbessertes Überleben sind ein Zeitintervall nach Primärbehandlung von > 12 Monaten und die Radikalität des Eingriffes.
Die Resektion von Lungenmetastasen in palliativer Intention ist generell nicht zu empfehlen und sollte nur Ausnahmefällen mit schwerster Symptomatik vorbehalten sein.
- Konsens
- Starker Konsens
Bei metachronen resezierten Lungenmetastasen soll keine additive Chemotherapie erfolgen.
- Konsens
- Starker Konsens
Die chirurgische Resektion von Lebermetastasen soll nur als interdisziplinäre Einzelfallentscheidung erfolgen, wenn folgenden Voraussetzungen erfüllt sind:
- zu erwartende R0 Entfernung aller Lebermetastasen
- kein Hinweis auf ein nicht kontrollierbares Lokalrezidiv
Prädiktive Faktoren für ein verbessertes Überleben sind ein Zeitintervall nach Primärbehandlung von > 24 Monaten und die Radikalität des Eingriffes.
Die Resektion von Lebermetastasen in palliativer Intention ist nicht zu empfehlen.
- Konsens
- Starker Konsens
Metastasen anderer Lokalisationen können im Sinne einer Einzelfallentscheidung chirurgisch entfernt werden.
- Konsens
- Starker Konsens
Hintergrund
Die Indikation zur Resektion von Metastasen stellt häufig eine schwierige Entscheidung dar, da zum einen keine Ergebnisse randomisierter prospektiver Studien vorliegen. Zum anderen hängt die Entscheidung stark von der subjektiven Einschätzung und Erfahrung des behandelnden Chirurgen hinsichtlich Ausmaß und Radikalität der Eingriffe ab. Zum dritten sind unter bestimmten Voraussetzungen wie z. B. im Fall von Rezidiveingriffen oder bei deutlich reduziertem Allgemeinzustand des Patienten neben dem operativen Vorgehen auch andere lokal ablative Verfahren (siehe Kapitel 7.4) in Betracht zu ziehen. Daher ist die Indikation zur Metastasenchirurgie multidisziplinär im Rahmen der Tumorkonferenz zu treffen.
20-25 % aller Patienten mit Weichgewebesarkom entwickeln im Laufe der Erkrankung Lungenmetastasen, wobei die Häufigkeit des Auftretens von Lungenmetastasen abhängig vom Grading ist (G3: 40-60 %). Die Lunge stellt mit einem Anteil von 65-80 % das Organ dar, welches am häufigsten von Metastasen des Weichgewebesarkoms betroffen ist, und die meisten Lungenmetastasen treten innerhalb der ersten zwei Jahre nach Resektion des Primärtumors auf [498], [499], [500].
Die Evidenz für die Resektion von Lungenmetastasen beim metastasierten Weichgewebesarkom beschränkt sich bisher auf wenige große retrospektive multizentrische Studien und eine Reihe kleinerer Beobachtungsstudien. 1997 wurde durch das International Registry of Lung Metastases (IRLM) eine Studie mit 5206 Patienten nach pulmonalen Metastasenresektionen veröffentlicht. In dieser Kohorte wiesen 2173 Patienten die Diagnose eines Sarkoms (Weichgewebe- und Osteosarkome kombiniert) auf. Das Risiko des Eingriffes der pulmonalen Metastasektomie war akzeptabel mit einer perioperativen Mortalität von 1 %. Die Subgruppenanalyse aus dieser ersten großen Registerstudie konnte die inkomplette Resektion (R1), ein krankheitsfreies Intervall von weniger als 36 Monaten von der Primärdiagnose bis zum Auftreten von Lungenmetastasen und eine erhöhte Metastasenanzahl (>3) als Risikofaktoren für ein ungünstigeres Überleben dieser Patienten identifizieren [501].
Nachfolgende retrospektive unizentrische Studien bestätigten im Wesentlichen die genannten Ergebnisse und konnten ein krankheitsfreies Intervall von >12 Monaten von der Primärdiagnose bis zum Auftreten von Lungenmetastasen, die Radikalität des Eingriffes (R0), eine geringe Anzahl an Lungenmetastasen sowie die extrapulmonale Tumorkontrolle als prädiktive Faktoren für ein verbessertes Überleben zeigen [502], [503], [504], [505], [506], [507], [508], [509], [510], [511], [512].
Die bisher beste, jedoch indirekte Evidenz, dass die Resektion von Lungenmetastasen einen Überlebensvorteil für Patienten mit metastasiertem Weichgewebesarkom bietet, stammt aus der METASARC Studie der French Sarcoma Group, die 2017 veröffentlicht wurden. Die Analyse von 1619 Patienten mit ausschließlich metastasiertem Weichgewebesarkom zeigte eine signifikante Erhöhung der Überlebenswahrscheinlichkeit für Patienten, bei denen Metastasen unterschiedlicher Lokalisationen chirurgisch behandelt wurden [500]. Da Lungenmetastasen mit 65 % die bei weitem häufigste Metastasenlokalisation in dieser Kohorte darstellten, lässt sich aus diesen Ergebnissen auf ein verbessertes Überleben für die pulmonale Metastasektomie beim Weichgewebesarkom schließen.
Bezüglich des operativen Verfahrens existieren nur wenige und kaum belastbare Daten für ein minimal-invasives Vorgehen bei der pulmonalen Metastasektomie [501], [513], [514]. Daher sollte der Goldstandard nach wie vor das offene Verfahren mit manuellem Durchtasten des gesamten Lungenparenchyms darstellen. Ob der Einsatz der Lasertechnik und die mediastinale Lymphadenektomie bei der pulmonalen Metastasektomie Vorteile für das Überleben der Patienten erbringen, bleibt strittig [515]. Im Gegensatz z. B. zum Nierenzellkarzinom, bei dem der Metastasierungsweg über die mediastinalen Lymphknoten verläuft, trifft dies für Sarkome nur im Ausnahmefall zu. Eine klare Empfehlung kann dagegen für pulmonale Re-Metastasektomien gegeben werden, da sich die chirurgische Behandlung des pulmonalen Rezidivs in mehreren Studien als Überlebensvorteil für diese Patienten gezeigt hat [501], [510], [511], [516], [517].
Choong et al. postulierten 1995, dass eine adjuvante Chemotherapie nach Resektion von Lungenmetastasen ein negativer prädiktiver Faktor für das Überleben sei [518]. Spätere Studien konnten keinen signifikanten Einfluss der adjuvanten Chemotherapie auf das Überleben dieser Patienten belegen [519], [520]. Die Registerstudie der French Sarcoma Group an 281 Patienten mit oligometastasierten Weichgewebe- und Osteosarkomen zeigte einen signifikanten Überlebensvorteil für die chirurgische Behandlung von Metastasen; dieser war aber unabhängig davon, ob zusätzlich eine Chemotherapie verabreicht wurde [517].
Die Leber ist beim Weichgewebesarkom mit 19 % das am zweithäufigsten von Metastasen betroffene Organ. Das 5-Jahresüberleben dieser Patienten ist deutlich ungünstiger im Vergleich zu Patienten mit Lungenmetastasen (15 % vs. 66 %) [500]. Retrospektive Studien untersuchten, ob die Resektion von Lebermetastasen das Überleben dieser Patienten verbessert. Dabei wurden 5-Jahresüberlebensraten von 27-49 % berichtet [521], [522], [523], [524], [525]. Als prognostisch positive Faktoren wurden ein krankheitsfreies Intervall von mehr als 24 Monaten, gerechnet vom Primärtumor bis zum Auftreten von Lebermetastasen, [524], [525] und die Radikalität des Eingriffes [523], [525] definiert. Ein Problem dieser Studien besteht jedoch darin, dass ca. die Hälfte der eingeschlossenen Patienten aufgrund von Lebermetastasen bei GIST operiert wurde. Da die medikamentöse Therapie bei GIST im Vergleich zu anderen Weichgewebesarkomen sehr erfolgreich ist, sind diese Überlebensraten falsch positiv, und das Gesamtüberleben der Kohorte ohne GIST beträgt nur ca. 20 % [521], [526]. Für die Resektion von Lebermetastasen leitet sich deshalb nur eine schwache Empfehlung ab.
Isolierte Weichgewebemetastasen, Knochen- oder Hirnmetastasen können im Sinne von Einzelfallentscheidungen chirurgisch reseziert werden. Hierbei sollten als Indikation vor allem symptomatische Metastasen berücksichtigt werden. Neben einem chirurgischen Vorgehen sollten aber auch eine Strahlentherapie und andere lokal ablative und weniger invasive Verfahren (siehe Kapitel 7.4) in Erwägung gezogen werden. Daten über ein verbessertes Überleben existieren bezüglich dieser Indikationen nicht.
7.4 Lokal ablative und lokoregionäre Verfahren
Wenn eine chirurgische Therapie von Metastasen nicht in Frage kommt, können lokal-ablative Verfahren als interdisziplinäre Einzelfallentscheidung zur Anwendung kommen.
- Konsens
- Starker Konsens
Die Anwendung von SIRT oder TACE zur Kontrolle von Lebermetastasen ist eine interdisziplinär abzustimmende Einzelfallentscheidung und sollte auf Patienten mit disseminierten Metastasen in der Leber bei zugleich niedrigem extrahepatischem Tumorvolumen beschränkt bleiben.
- Konsens
- Starker Konsens
Hintergrund
In der Beobachtungsstudie METASARC der French Sarcoma Group wurden von insgesamt 1054 Patienten mit lokoregionaler Behandlung 42 Patienten mit Radiofrequenzablation behandelt. Die Daten zeigten einen signifikant positiven Einfluss auf das Gesamtüberleben dieser Patienten, wobei aus der Studie nicht hervorgeht, welche Lokalisationen mit Radiofrequenzablation behandelt wurden [500]. Für die Radiofrequenzablation von Lungenmetastasen wurden auch von anderen Gruppen positive Ergebnisse mit einem 3-Jahresüberleben von 47 % bzw. 85 % berichtet [527], [528]. Anders im Fall von Lebermetastasen; hier zeigte die retrospektive Studie von Pawlik et al., dass die Radiofrequenzablation als alleinige Therapie oder in Kombination mit einem chirurgischen Vorgehen einen negativen Einfluss auf das Gesamtüberleben hatte [522].
Im Unterschied zur geringen Anzahl an Patienten mit Radiofrequenzablation wurden in der METASARC Studie 254 Patienten mit lokaler Radiotherapie behandelt. Trotz der größeren Anzahl an Patienten mit lokal ablativer Bestrahlung zeigte sich bezüglich des Einflusses auf das Überleben nur ein positiver Trend [500]. In anderen Studien erbrachte die stereotaktische Bestrahlung von pulmonalen Sarkommetastasen eine gute lokale Kontrolle sowie 2-Jahresüberlebensraten von 85 % und 66 % bei geringer Toxizität [529], [530]. Auch für die Bestrahlung von Metastasen der Wirbelsäule [531], die Bestrahlung von Hirnmetastasen [532] sowie die Nachbestrahlung von chirurgisch entfernten Hirnmetastasen [533] konnten positive Ergebnisse für Sarkompatienten gezeigt werden, so dass die Radiotherapie zur lokalen Kontrolle von Metastasen erwogen werden kann, sofern ein chirurgisches Vorgehen nicht möglich ist.
Die Anwendung von transarterieller Radioembolisation (SIRT) [534], [535] und Chemoembolisation (TACE) bei disseminierten Lebermetastasen und zugleich geringem extrahepatischem Tumorvolumen, oder extrahepatischer Tumorkontrolle, trifft nur für wenige Patienten zu, sollte jedoch in einem solchen Fall als Option in Erwägung gezogen werden. Evidenz dafür kommt aus wenigen retrospektiven Studien, in denen die Eradikation von Lebermetastasen des Weichgewebesarkoms mittels TACE oder SIRT durchgeführt wurde. Die so behandelten Patienten zeigten ein medianes Gesamtüberleben von 21-30 Monaten bei guter Verträglichkeit der Methode [536]. Günstigere Ergebnisse werden bei der Durchführung von SIRT für Lebermetastasen bei GIST berichtet mit einem medianen Gesamtüberleben von 29,8 Monaten und einer hepatischen PFS von 15,9 Monaten [535].
7.5 Supportive Maßnahmen
Bezüglich der supportiven Therapie wird auf die S3-Leitlinien „Supportive Therapie bei onkologischen PatientInnen“, Version 1.3, 2020, AWMF Registernummer: 032/054OL, https://www.leitlinienprogramm-onkologie.de/leitlinien/supportive-therapie/ [537] und „Früherkennung, Diagnose, Therapie und Nachsorge des Mammakarzinoms“, Version 4.3, 2020 AWMF Registernummer: 032-045OL, http://www.leitlinienprogramm-onkologie.de/leitlinien/mammakarzinom/ [74] verwiesen. Diese sind dort ausführlich abgebildet.
Auf Besonderheiten in der supportiven Therapie in der Behandlung der Weichgewebesarkome wird im Folgenden eingegangen.
Ergänzung zur moderat emetogenen medikamentösen Tumortherapie:
Carboplatin, das nur gelegentlich zur Behandlung von Weichgewebesarkomen eingesetzt wird, zählt zu den stärksten Substanzen der moderat emetogenen Risikogruppe. In mehreren Studien wurde der Benefit einer 3-fach Antiemese mit 5-HT3-RA / NK1-RA / Dexamethason gezeigt [538], [539], [540]. Die aktualisierten MASCC/ESMO Leitlinien [541] empfehlen deshalb die Prophylaxe mit einem zusätzlichen NK1-RA bei carboplatinhaltiger Chemotherapie.
7.5.1 Supportivtherapie bei Trabectedin-Therapie
Das seit 2007 durch die EMA als 24-Stunden-Infusion (1,5 mg/m2 Körperoberfläche) zugelassene Trabectedin [496] wird hauptsächlich hepatisch metabolisiert, wobei das Zytochrom 3A4-System involviert ist. Deswegen sollte der parallele Einsatz potentieller Inhibitoren dieses Enzymkomplexes (z.B. Aprepitant, Ritonavir) oder Zytochrom 3A4 Induktoren (z. B. Rifampicin, Phenobarbital oder Johanniskraut) vermieden werden, da dies zu einer zusätzlichen Hepatotoxizität führen kann [542], [543]. In Studien wurden Patienten mit einer Niereninsuffizienz (Creatinin-Clearance < 30 ml/min in der Monotherapie und < 60 ml/min für die Kombinationstherapie) eingeschlossen. Auf der Basis der pharmakokinetischen Charakteristika spielt die renale Elimination von Trabectedin eine untergeordnete Rolle, weswegen auch Patienten mit Hämodialyse mit Trabectedin behandelt werden können [544].
Jordan et al. [545] beschreiben die Supportivstrategien beim Umgang mit Trabectedin umfassend.
7.5.1.1 Hepatotoxizität
Bei Trabectedin sollte ein besonderes Augenmerk auf die Begleitmedikation gelegt werden.
- Konsens
- Starker Konsens
Hintergrund
In Phase-II-Studien wurde berichtet, dass eine Trabectedin-Behandlung regelhaft mit einer Erhöhung der Transaminasen wie auch des Bilirubins und der alkalischen Phosphatase einhergeht [546], [547]. Die Erhöhung der Leberwerte ist meist reversibel und nicht mit einer klinisch relevanten Leberdysfunktion verbunden [548]. Klinische Daten weisen darauf hin, dass eine Vorbehandlung mit hochdosiertem Dexamethason die Trabectedin-Wirksamkeit nicht beeinflusst, allerdings vor einer Trabectedin-induzierten Lebertoxizität schützen kann [549]. Gemäß der Zulassung der EMA [550], wird empfohlen, dass alle Patienten 20 mg Dexamethason intravenös 30 Minuten vor Trabectedin-Verabreichung erhalten.
7.5.1.2 Neutropenie
Eine der Hauptnebenwirkungen von Trabectedin während klinischer Studien stellt die Myelosuppression, insbesondere die Neutropenie, dar. Die Inzidenz aller Grade der Neutropenie schwankt zwischen 24 und 100 % [549], [551]. Das Risiko einer febrilen Neutropenie schwankt zwischen 6 und 9 %. Gemäß den nationalen Guidelines der AGIHO (Arbeitsgemeinschaft Infektionen in der Hämatologie und Onkologie) [552] wird der prophylaktische Einsatz von G-CSF erst bei einem febrilen Neutropenie-Risiko > 20 % empfohlen, weswegen bei einer Trabectedin-Monotherapie der prophylaktische Einsatz nicht routinemäßig zum supportiven Behandlungsplan gehört [551].
7.5.1.3 Übelkeit und Erbrechen
Bis jetzt ist Trabectedin innerhalb der emetischen Risikogruppen durch die nationalen und internationalen Leitlinien nicht klassifiziert [74], [537], [541]. Die Inzidenz von Grad III / IV Erbrechen betrug 9 % in der Studie von Le Cesne [546]. Da in den meisten Studien eine antiemetische Prophylaxe gegeben wird, ist die antiemetische Risiko-Klassifizierung erschwert, da sie ohne den Einsatz einer Antiemese erfolgen soll [553]. Bislang wird Trabectedin als moderat emetogene Substanz eingeschätzt. Da Dexamethason bereits standardmäßig eingesetzt wird, um einer Hepatotoxizität vorzubeugen, wird empfohlen, 20 mg Dexamethason 30 Minuten vor Gabe von Trabectedin zu verabreichen. Um der verzögerten Phase von Übelkeit und Erbrechen vorzubeugen, sollen jeweils 8 mg Dexamethason an Tag 2 und 3 gegeben werden, gemäß den Leitlinien [74], [537], [554]. Ein 5HT3-Rezeptorantagonist kann alternativ eingesetzt werden.
Das Antiemetikum Aprepitant, ein NK1-Rezeptorantagonist, wird durch Zytochrom P450 (ZYP 3A4) metabolisiert [555]. Das Medikament stellt einen moderaten Inhibitor und Induktor von ZYP 3A4 dar und sollte sehr vorsichtig bei Patienten eingesetzt werden, die Trabectedin zur Therapie des Weichgewebesarkoms erhalten.
7.5.1.4 Extravasat
Nach Durchsicht der Guidelines wird Trabectedin als „Vesikans“ gemäß der nationalen Leitlinie [537] und den ASORS-Expertenempfehlungen [556] eingestuft. Trabectedin muss über einen ZVK verabreicht werden, um das Risiko eines Extravasats zu verringern. Wenn es zu einem Extravasat kommt, muss die Infusion gestoppt werden, eine Aspiration sollte erfolgen und danach die Entfernung der Kanüle [556]. Ein spezifisches Antidot existiert nicht. Der Einsatz von Natriumthiosulfat wird kontrovers diskutiert [556], gegebenenfalls ist frühzeitig ein Chirurg hinzuzuziehen, vor allem wenn es zu Schmerzen an der Extravasatstelle kommt.
7.5.2 Prophylaxe einer Ifosfamid-induzierten Encephalopathie
Eine Ifosfamid-induzierte Encephalopathie stellt ein wesentliches Problem bei Patienten dar, die die Substanz hochdosiert alleine oder in Kombination erhalten [557], [558]. Ifosfamid stellt eine der aktiven Substanzen zur Behandlung des Weichgewebesarkoms dar. In 10-50 % der Fälle, welche mit Ifosfamid behandelt werden, treten Symptome wie z.B. Fatigue, Somnolenz, Tremor, Aphasie, akustische oder visuelle Halluzinationen, sowie epileptische Krampfanfälle auf [559]. 1994 wurde zum ersten Mal Methylenblau zur Prophylaxe und Behandlung einer Ifosfamid-induzierten Encephalopathie von Küpfer et al. [559] publiziert. Kasper et al. [560] publizierten 2004 die erfolgreiche Prophylaxe einer Ifosfamid-induzierten Encephalopathie mit Methylenblau. Dabei handelt es sich um einen Off-Label-Use. Bereits am Vortag sollte einmalig 50 mg Methylenblau i.v. verabreicht werden, an den Tagen der Ifosfamidbehandlung dann 3 x täglich. Begleitend wurde Thiamin (3 x 100 mg i.v.) verabreicht und die Hydratation erfolgte mit 3 l einer 5%igen Glucoselösung [561].
Literaturhinweise
[458] Bundesausschuss, Gemeinsamer, Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses über eine Änderung der Arzneimittel-Richtlinie (AM-RL): Anlage XII - Beschlüsse über die Nutzenbewertung von Arzneimitteln mit neuen Wirkstoffen nach § 35a SGB V – Eribulin (neues Anwendungsgebiet), 2016., https://www.bundesanzeiger.de/pub/de/amtliche-veroeffentlichung?3
[459] Bundesausschuss, Gemeinsamer, Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses über eine Änderung der Arzneimittel-Richtlinie (AM-RL): Anlage XII – Nutzenbewertung von Arzneimitteln mit neuen Wirkstoffen nach § 35a SGB V Entrectinib (solide Tumore; Histologie-unabhängig), 2021., https://www.g-ba.de/bewertungsverfahren/nutzenbewertung/588/#beschluesse, [abgerufen, am, 23.06.2021]
[460] Bundesausschuss, Gemeinsamer, Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses über eine Änderung der Arzneimittel-Richtlinie (AM-RL): Anlage XII – Nutzenbewertung von Arzneimitteln mit neuen Wirkstoffen nach § 35a SGB V Larotrectinib (solide Tumore, Histologieunabhängig), 2020., https://www.bundesanzeiger.de/pub/de/amtliche-veroeffentlichung?5
[408] Judson, I., Verweij, J., Gelderblom, H., Hartmann, J. T., Schoffski, P., Blay, J. Y., et.al. Doxorubicin alone versus intensified doxorubicin plus ifosfamide for first-line treatment of advanced or metastatic soft-tissue sarcoma: a randomised controlled phase 3 trial, Lancet Oncol, 2014. 15(4): p. 415-23., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24618336
[461] Borden, E. C., Amato, D. A., Edmonson, J. H., Ritch, P. S., Shiraki, M., Randomized comparison of doxorubicin and vindesine to doxorubicin for patients with metastatic soft-tissue sarcomas, Cancer, 1990. 66(5): p. 862-7., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/2201431
[462] Demetri, G. D., Le Cesne, A., Chawla, S. P., Brodowicz, T., Maki, R. G., Bach, B. A., et.al. First-line treatment of metastatic or locally advanced unresectable soft tissue sarcomas with conatumumab in combination with doxorubicin or doxorubicin alone: a phase I/II open-label and double-blind study, Eur J Cancer, 2012. 48(4): p. 547-63., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22240283
[463] Edmonson, J. H., Ryan, L. M., Blum, R. H., Brooks, J. S., Shiraki, M., Frytak, S., et.al. Randomized comparison of doxorubicin alone versus ifosfamide plus doxorubicin or mitomycin, doxorubicin, and cisplatin against advanced soft tissue sarcomas, J Clin Oncol, 1993. 11(7): p. 1269-75., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/8315424
[464] Martin-Broto, J., Pousa, A. L., de Las Penas, R., Garcia Del Muro, X., Gutierrez, A., Martinez-Trufero, J., et.al. Randomized Phase II Study of Trabectedin and Doxorubicin Compared With Doxorubicin Alone as First-Line Treatment in Patients With Advanced Soft Tissue Sarcomas: A Spanish Group for Research on Sarcoma Study, J Clin Oncol, 2016. 34(19): p. 2294-302., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27185843
[465] Maurel, J., Lopez-Pousa, A., de Las Penas, R., Fra, J., Martin, J., Cruz, J., et.al. Efficacy of sequential high-dose doxorubicin and ifosfamide compared with standard-dose doxorubicin in patients with advanced soft tissue sarcoma: an open-label randomized phase II study of the Spanish group for research on sarcomas, J Clin Oncol, 2009. 27(11): p. 1893-8., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19273704
[466] Ryan, C. W., Merimsky, O., Agulnik, M., Blay, J. Y., Schuetze, S. M., Van Tine, B. A., et.al. PICASSO III: A Phase III, Placebo-Controlled Study of Doxorubicin With or Without Palifosfamide in Patients With Metastatic Soft Tissue Sarcoma, J Clin Oncol, 2016. 34(32): p. 3898-3905., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27621408
[467] Santoro, A., Tursz, T., Mouridsen, H., Verweij, J., Steward, W., Somers, R., et.al. Doxorubicin versus CYVADIC versus doxorubicin plus ifosfamide in first-line treatment of advanced soft tissue sarcomas: a randomized study of the European Organization for Research and Treatment of Cancer Soft Tissue and Bone Sarcoma Group, J Clin Oncol, 1995. 13(7): p. 1537-45., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/7602342
[468] Tap, W. D., Papai, Z., Van Tine, B. A., Attia, S., Ganjoo, K. N., Jones, R. L., et.al. Doxorubicin plus evofosfamide versus doxorubicin alone in locally advanced, unresectable or metastatic soft-tissue sarcoma (TH CR-406/SARC021): an international, multicentre, open-label, randomised phase 3 trial, Lancet Oncol, 2017. 18(8): p. 1089-1103., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28651927
[469] Bramwell, V. H., Mouridsen, H. T., Mulder, J. H., Somers, R., Van Oosterom, A. T., Santoro, A., et.al. Carminomycin vs adriamycin in advanced soft tissue sarcomas: an EORTC randomised phase II study, Eur J Cancer Clin Oncol, 1983. 19(8): p. 1097-104., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/6352280
[470] Blay, J. Y., Leahy, M. G., Nguyen, B. B., Patel, S. R., Hohenberger, P., Santoro, A., et.al. Randomised phase III trial of trabectedin versus doxorubicin-based chemotherapy as first-line therapy in translocation-related sarcomas, Eur J Cancer, 2014. 50(6): p. 1137-47., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24512981
[471] Bui-Nguyen, B., Butrynski, J. E., Penel, N., Blay, J. Y., Isambert, N., Milhem, M., et.al. A phase IIb multicentre study comparing the efficacy of trabectedin to doxorubicin in patients with advanced or metastatic untreated soft tissue sarcoma: the TRUSTS trial, Eur J Cancer, 2015. 51(10): p. 1312-20., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25912752
[472] Gelderblom, H., Blay, J. Y., Seddon, B. M., Leahy, M., Ray-Coquard, I., Sleijfer, S., et.al. Brostallicin versus doxorubicin as first-line chemotherapy in patients with advanced or metastatic soft tissue sarcoma: an European Organisation for Research and Treatment of Cancer Soft Tissue and Bone Sarcoma Group randomised phase II and pharmacogenetic study, Eur J Cancer, 2014. 50(2): p. 388-96., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24215845
[473] Lorigan, P., Verweij, J., Papai, Z., Rodenhuis, S., Le Cesne, A., Leahy, M. G., et.al. Phase III trial of two investigational schedules of ifosfamide compared with standard-dose doxorubicin in advanced or metastatic soft tissue sarcoma: a European Organisation for Research and Treatment of Cancer Soft Tissue and Bone Sarcoma Group Study, J Clin Oncol, 2007. 25(21): p. 3144-50., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17634494
[474] Seddon, B., Strauss, S. J., Whelan, J., Leahy, M., Woll, P. J., Cowie, F., et.al. Gemcitabine and docetaxel versus doxorubicin as first-line treatment in previously untreated advanced unresectable or metastatic soft-tissue sarcomas (GeDDiS): a randomised controlled phase 3 trial, Lancet Oncol, 2017. 18(10): p. 1397-1410., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28882536
[475] Judson, I., Radford, J. A., Harris, M., Blay, J. Y., van Hoesel, Q., le Cesne, A., et.al. Randomised phase II trial of pegylated liposomal doxorubicin (DOXIL/CAELYX) versus doxorubicin in the treatment of advanced or metastatic soft tissue sarcoma: a study by the EORTC Soft Tissue and Bone Sarcoma Group, Eur J Cancer, 2001. 37(7): p. 870-7., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/11313175
[476] Mouridsen, H. T., Bastholt, L., Somers, R., Santoro, A., Bramwell, V., Mulder, J. H., et.al. Adriamycin versus epirubicin in advanced soft tissue sarcomas. A randomized phase II/phase III study of the EORTC Soft Tissue and Bone Sarcoma Group, Eur J Cancer Clin Oncol, 1987. 23(10): p. 1477-83., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/3479329
[477] Nielsen, O. S., Dombernowsky, P., Mouridsen, H., Crowther, D., Verweij, J., Buesa, J., et.al. High-dose epirubicin is not an alternative to standard-dose doxorubicin in the treatment of advanced soft tissue sarcomas. A study of the EORTC soft tissue and bone sarcoma group, Br J Cancer, 1998. 78(12): p. 1634-9., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/9862576
[478] Chawla, S. P., Papai, Z., Mukhametshina, G., Sankhala, K., Vasylyev, L., Fedenko, A., et.al. First-Line Aldoxorubicin vs Doxorubicin in Metastatic or Locally Advanced Unresectable Soft-Tissue Sarcoma: A Phase 2b Randomized Clinical Trial, JAMA Oncol, 2015. 1(9): p. 1272-80., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26378637
[479] Chawla, Sant P., Ganjoo, Kristen N., Schuetze, Scott, Papai, Zsuzsanna, Van Tine, Brian Andrew, Choy, Edwin, et.al. Phase III study of aldoxorubicin vs investigators' choice as treatment for relapsed/refractory soft tissue sarcomas, Journal of Clinical Oncology, 2017. 35(15_suppl): p. 11000-11000., https://doi.org/10.1200/JCO.2017.35.15_suppl.11000
[480] Tap, William D., Wagner, Andrew J., Papai, Zsuzsanna, Ganjoo, Kristen N., Yen, Chueh-Chuan, Schoffski, Patrick, et.al. ANNOUNCE: A randomized, placebo (PBO)-controlled, double-blind, phase (Ph) III trial of doxorubicin (dox) + olaratumab versus dox + PBO in patients (pts) with advanced soft tissue sarcomas (STS), Journal of Clinical Oncology, 2019. 37(18_suppl): p. LBA3-LBA3., https://ascopubs.org/doi/abs/10.1200/JCO.2019.37.18_suppl.LBA3
[481] Tap, W. D., Jones, R. L., Van Tine, B. A., Chmielowski, B., Elias, A. D., Adkins, D., et.al. Olaratumab and doxorubicin versus doxorubicin alone for treatment of soft-tissue sarcoma: an open-label phase 1b and randomised phase 2 trial, Lancet, 2016. 388(10043): p. 488-97., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27291997
[482] Tap, W. D., Wagner, A. J., Schoffski, P., Martin-Broto, J., Krarup-Hansen, A., Ganjoo, K. N., et.al. Effect of Doxorubicin Plus Olaratumab vs Doxorubicin Plus Placebo on Survival in Patients With Advanced Soft Tissue Sarcomas: The ANNOUNCE Randomized Clinical Trial, JAMA, 2020. 323(13): p. 1266-1276., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/32259228
[483] Young, R. J., Litiere, S., Lia, M., Hogendoorn, P. C. W., Fisher, C., Mechtersheimer, G., et.al. Predictive and prognostic factors associated with soft tissue sarcoma response to chemotherapy: a subgroup analysis of the European Organisation for Research and Treatment of Cancer 62012 study, Acta Oncol, 2017. 56(7): p. 1013-1020., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28431480
[484] Borden, E. C., Amato, D. A., Rosenbaum, C., Enterline, H. T., Shiraki, M. J., Creech, R. H., et.al. Randomized comparison of three adriamycin regimens for metastatic soft tissue sarcomas, J Clin Oncol, 1987. 5(6): p. 840-50., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/3585441
[485] Bitz, U., Pink, D., Busemann, C., Reichardt, P., Doxorubicin (Doxo) and dacarbacin (DTIC) as first-line therapy for patients (pts) with locally advanced or metastatic leiomyosarcoma (LMS) and liposarcoma (LPS), Journal of Clinical Oncology, 2011. 29(15_suppl): p. 10094-10094., https://doi.org/10.1200/jco.2011.29.15_suppl.10094
[486] Sleijfer, S., Ouali, M., van Glabbeke, M., Krarup-Hansen, A., Rodenhuis, S., Le Cesne, A., et.al. Prognostic and predictive factors for outcome to first-line ifosfamide-containing chemotherapy for adult patients with advanced soft tissue sarcomas: an exploratory, retrospective analysis on large series from the European Organization for Research and Treatment of Cancer-Soft Tissue and Bone Sarcoma Group (EORTC-STBSG), Eur J Cancer, 2010. 46(1): p. 72-83., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19853437
[487] Hudgens, S., Forsythe, A., Kontoudis, I., D'Adamo, D., Bird, A., Gelderblom, H., Evaluation of Quality of Life at Progression in Patients with Soft Tissue Sarcoma, Sarcoma, 2017. 2017: p. 2372135., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28512389
[488] Schoffski, P., Chawla, S., Maki, R. G., Italiano, A., Gelderblom, H., Choy, E., et.al. Eribulin versus dacarbazine in previously treated patients with advanced liposarcoma or leiomyosarcoma: a randomised, open-label, multicentre, phase 3 trial, Lancet, 2016. 387(10028): p. 1629-37., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26874885
[489] Kawai, A., Araki, N., Sugiura, H., Ueda, T., Yonemoto, T., Takahashi, M., et.al. Trabectedin monotherapy after standard chemotherapy versus best supportive care in patients with advanced, translocation-related sarcoma: a randomised, open-label, phase 2 study, Lancet Oncol, 2015. 16(4): p. 406-16., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25795406
[490] Coens, C., van der Graaf, W. T., Blay, J. Y., Chawla, S. P., Judson, I., Sanfilippo, R., et.al. Health-related quality-of-life results from PALETTE: A randomized, double-blind, phase 3 trial of pazopanib versus placebo in patients with soft tissue sarcoma whose disease has progressed during or after prior chemotherapy-a European Organization for research and treatment of cancer soft tissue and bone sarcoma group global network study (EORTC 62072), Cancer, 2015. 121(17): p. 2933-41., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26033286
[491] van der Graaf, W. T., Blay, J. Y., Chawla, S. P., Kim, D. W., Bui-Nguyen, B., Casali, P. G., et.al. Pazopanib for metastatic soft-tissue sarcoma (PALETTE): a randomised, double-blind, placebo-controlled phase 3 trial, Lancet, 2012. 379(9829): p. 1879-86., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22595799
[492] Demetri, G. D., von Mehren, M., Jones, R. L., Hensley, M. L., Schuetze, S. M., Staddon, A., et.al. Efficacy and Safety of Trabectedin or Dacarbazine for Metastatic Liposarcoma or Leiomyosarcoma After Failure of Conventional Chemotherapy: Results of a Phase III Randomized Multicenter Clinical Trial, J Clin Oncol, 2016. 34(8): p. 786-93., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26371143
[493] Pautier, P., Floquet, A., Penel, N., Piperno-Neumann, S., Isambert, N., Rey, A., et.al. Randomized multicenter and stratified phase II study of gemcitabine alone versus gemcitabine and docetaxel in patients with metastatic or relapsed leiomyosarcomas: a Federation Nationale des Centres de Lutte Contre le Cancer (FNCLCC) French Sarcoma Group Study (TAXOGEM study), Oncologist, 2012. 17(9): p. 1213-20., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22907974
[494] Maki, R. G., Wathen, J. K., Patel, S. R., Priebat, D. A., Okuno, S. H., Samuels, B., et.al. Randomized phase II study of gemcitabine and docetaxel compared with gemcitabine alone in patients with metastatic soft tissue sarcomas: results of sarcoma alliance for research through collaboration study 002 [corrected], J Clin Oncol, 2007. 25(19): p. 2755-63., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17602081
[495] Hensley, M. L., Miller, A., O'Malley, D. M., Mannel, R. S., Behbakht, K., Bakkum-Gamez, J. N., et.al. Randomized phase III trial of gemcitabine plus docetaxel plus bevacizumab or placebo as first-line treatment for metastatic uterine leiomyosarcoma: an NRG Oncology/Gynecologic Oncology Group study, J Clin Oncol, 2015. 33(10): p. 1180-5., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25713428
[496] Demetri, G. D., Chawla, S. P., von Mehren, M., Ritch, P., Baker, L. H., Blay, J. Y., et.al. Efficacy and safety of trabectedin in patients with advanced or metastatic liposarcoma or leiomyosarcoma after failure of prior anthracyclines and ifosfamide: results of a randomized phase II study of two different schedules, J Clin Oncol, 2009. 27(25): p. 4188-96., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19652065
[497] Garcia-Del-Muro, X., Lopez-Pousa, A., Maurel, J., Martin, J., Martinez-Trufero, J., Casado, A., et.al. Randomized phase II study comparing gemcitabine plus dacarbazine versus dacarbazine alone in patients with previously treated soft tissue sarcoma: a Spanish Group for Research on Sarcomas study, J Clin Oncol, 2011. 29(18): p. 2528-33., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21606430
[498] Potter, D. A., Glenn, J., Kinsella, T., Glatstein, E., Lack, E. E., Restrepo, C., et.al. Patterns of recurrence in patients with high-grade soft-tissue sarcomas, J Clin Oncol, 1985. 3(3): p. 353-66., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/3973646
[499] Kang, S., Kim, H. S., Kim, S., Kim, W., Han, I., Post-metastasis survival in extremity soft tissue sarcoma: a recursive partitioning analysis of prognostic factors, Eur J Cancer, 2014. 50(9): p. 1649-56., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24703898
[500] Savina, M., Le Cesne, A., Blay, J. Y., Ray-Coquard, I., Mir, O., Toulmonde, M., et.al. Patterns of care and outcomes of patients with METAstatic soft tissue SARComa in a real-life setting: the METASARC observational study, BMC Med, 2017. 15(1): p. 78., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28391775
[501] Pastorino, U., Buyse, M., Friedel, G., Ginsberg, R. J., Girard, P., Goldstraw, P., et.al. Long-term results of lung metastasectomy: prognostic analyses based on 5206 cases, J Thorac Cardiovasc Surg, 1997. 113(1): p. 37-49., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/9011700
[502] Toussi, M. S., Bagheri, R., Dayani, M., Anvari, K., Sheibani, S., Pulmonary metastasectomy and repeat metastasectomy for soft-tissue sarcoma, Asian Cardiovasc Thorac Ann, 2013. 21(4): p. 437-42., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24570526
[503] Stanelle, E. J., Christison-Lagay, E. R., Wolden, S. L., Meyers, P. A., La Quaglia, M. P., Pulmonary metastasectomy in pediatric/adolescent patients with synovial sarcoma: an institutional review, J Pediatr Surg, 2013. 48(4): p. 757-63., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23583130
[504] Smith, R., Pak, Y., Kraybill, W., Kane, J. M., 3rd, Factors associated with actual long-term survival following soft tissue sarcoma pulmonary metastasectomy, Eur J Surg Oncol, 2009. 35(4): p. 356-61., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18294807
[505] Pfannschmidt, J., Klode, J., Muley, T., Dienemann, H., Hoffmann, H., Pulmonary metastasectomy in patients with soft tissue sarcomas: experiences in 50 patients, Thorac Cardiovasc Surg, 2006. 54(7): p. 489-92., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17089318
[506] Kim, S., Ott, H. C., Wright, C. D., Wain, J. C., Morse, C., Gaissert, H. A., et.al. Pulmonary resection of metastatic sarcoma: prognostic factors associated with improved outcomes, Ann Thorac Surg, 2011. 92(5): p. 1780-6; discussion 1786-7., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22051274
[507] Giuliano, K., Sachs, T., Montgomery, E., Guzzetta, A., Brock, M., Pawlik, T. M., et.al. Survival Following Lung Metastasectomy in Soft Tissue Sarcomas, Thorac Cardiovasc Surg, 2016. 64(2): p. 150-8., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26339728
[508] Dossett, L. A., Toloza, E. M., Fontaine, J., Robinson, L. A., Reed, D., Druta, M., et.al. Outcomes and clinical predictors of improved survival in a patients undergoing pulmonary metastasectomy for sarcoma, J Surg Oncol, 2015. 112(1): p. 103-6., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26179670
[509] Dear, R. F., Kelly, P. J., Wright, G. M., Stalley, P., McCaughan, B. C., Tattersall, M. H., Pulmonary metastasectomy for bone and soft tissue sarcoma in Australia: 114 patients from 1978 to 2008, Asia Pac J Clin Oncol, 2012. 8(3): p. 292-302., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22897801
[510] Chen, F., Fujinaga, T., Sato, K., Sonobe, M., Shoji, T., Sakai, H., et.al. Significance of tumor recurrence before pulmonary metastasis in pulmonary metastasectomy for soft tissue sarcoma, Eur J Surg Oncol, 2009. 35(6): p. 660-5., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18774675
[511] Burt, B. M., Ocejo, S., Mery, C. M., Dasilva, M., Bueno, R., Sugarbaker, D. J., et.al. Repeated and aggressive pulmonary resections for leiomyosarcoma metastases extends survival, Ann Thorac Surg, 2011. 92(4): p. 1202-7., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21867989
[512] Blackmon, S. H., Shah, N., Roth, J. A., Correa, A. M., Vaporciyan, A. A., Rice, D. C., et.al. Resection of pulmonary and extrapulmonary sarcomatous metastases is associated with long-term survival, Ann Thorac Surg, 2009. 88(3): p. 877-84; discussion 884-5., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19699915
[513] Abdelnour-Berchtold, E., Perentes, J. Y., Ris, H. B., Beigelman, C., Lovis, A., Peters, S., et.al. Survival and Local Recurrence After Video-Assisted Thoracoscopic Lung Metastasectomy, World J Surg, 2016. 40(2): p. 373-9., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26464153
[514] Guerrini, G. P., Lo Faso, F., Vagliasindi, A., Lembo, R., Solaini, L., Soliani, P., et.al. The Role of Minimally Invasive Surgery in the Treatment of Lung Metastases, J Invest Surg, 2017. 30(2): p. 110-115., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27690700
[515] Schmid, S., Le, U. T., Zeisel, C., Haager, B., Passlick, B., Pulmonary metastasectomy in sarcoma-experiences with laser-assisted resection, J Thorac Dis, 2018. 10(1): p. 314-320., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/29600062
[516] Reza, J., Sammann, A., Jin, C., Horvai, A., Hudnall, M., Jablons, D. M., et.al. Aggressive and minimally invasive surgery for pulmonary metastasis of sarcoma, J Thorac Cardiovasc Surg, 2014. 147(4): p. 1193-200; discussion 1200-1., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24507991
[517] Falk, A. T., Moureau-Zabotto, L., Ouali, M., Penel, N., Italiano, A., Bay, J. O., et.al. Effect on survival of local ablative treatment of metastases from sarcomas: a study of the French sarcoma group, Clin Oncol (R Coll Radiol), 2015. 27(1): p. 48-55., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25300878
[518] Choong, P. F., Pritchard, D. J., Rock, M. G., Sim, F. H., Frassica, F. J., Survival after pulmonary metastasectomy in soft tissue sarcoma. Prognostic factors in 214 patients, Acta Orthop Scand, 1995. 66(6): p. 561-8., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/8553829
[519] Predina, J. D., Puc, M. M., Bergey, M. R., Sonnad, S. S., Kucharczuk, J. C., Staddon, A., et.al. Improved survival after pulmonary metastasectomy for soft tissue sarcoma, J Thorac Oncol, 2011. 6(5): p. 913-9., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21750417
[520] Canter, R. J., Qin, L. X., Downey, R. J., Brennan, M. F., Singer, S., Maki, R. G., Perioperative chemotherapy in patients undergoing pulmonary resection for metastatic soft-tissue sarcoma of the extremity : a retrospective analysis, Cancer, 2007. 110(9): p. 2050-60., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17828771
[521] Brudvik, K. W., Patel, S. H., Roland, C. L., Conrad, C., Torres, K. E., Hunt, K. K., et.al. Survival After Resection of Gastrointestinal Stromal Tumor and Sarcoma Liver Metastases in 146 Patients, J Gastrointest Surg, 2015. 19(8): p. 1476-83., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26001368
[522] Pawlik, T. M., Vauthey, J. N., Abdalla, E. K., Pollock, R. E., Ellis, L. M., Curley, S. A., Results of a single-center experience with resection and ablation for sarcoma metastatic to the liver, Arch Surg, 2006. 141(6): p. 537-43; discussion 543-4., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16785353
[523] Marudanayagam, R., Sandhu, B., Perera, M. T., Bramhall, S. R., Mayer, D., Buckels, J. A., et.al. Liver resection for metastatic soft tissue sarcoma: an analysis of prognostic factors, Eur J Surg Oncol, 2011. 37(1): p. 87-92., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21163386
[524] Rehders, A., Peiper, M., Stoecklein, N. H., Alexander, A., Boelke, E., Knoefel, W. T., et.al. Hepatic metastasectomy for soft-tissue sarcomas: is it justified?, World J Surg, 2009. 33(1): p. 111-7., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18949511
[525] DeMatteo, R. P., Shah, A., Fong, Y., Jarnagin, W. R., Blumgart, L. H., Brennan, M. F., Results of hepatic resection for sarcoma metastatic to liver, Ann Surg, 2001. 234(4): p. 540-7; discussion 547-8., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/11573047
[526] Gronchi, A., Guadagnolo, B. A., Erinjeri, J. P., Local Ablative Therapies to Metastatic Soft Tissue Sarcoma, Am Soc Clin Oncol Educ Book, 2016. 35: p. e566-75., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27249769
[527] Koelblinger, C., Strauss, S., Gillams, A., Outcome after radiofrequency ablation of sarcoma lung metastases, Cardiovasc Intervent Radiol, 2014. 37(1): p. 147-53., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23670570
[528] Sato, T., Iguchi, T., Hiraki, T., Gobara, H., Fujiwara, H., Sakurai, J., et.al. Radiofrequency ablation of pulmonary metastases from sarcoma: single-center retrospective evaluation of 46 patients, Jpn J Radiol, 2017. 35(2): p. 61-67., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27864664
[529] Frakulli, R., Salvi, F., Balestrini, D., Parisi, A., Palombarini, M., Cammelli, S., et.al. Stereotactic Radiotherapy in the Treatment of Lung Metastases from Bone and Soft-tissue Sarcomas, Anticancer Res, 2015. 35(10): p. 5581-6., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26408729
[530] Navarria, P., Ascolese, A. M., Cozzi, L., Tomatis, S., D'Agostino, G. R., De Rose, F., et.al. Stereotactic body radiation therapy for lung metastases from soft tissue sarcoma, Eur J Cancer, 2015. 51(5): p. 668-74., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25686482
[531] Folkert, M. R., Bilsky, M. H., Tom, A. K., Oh, J. H., Alektiar, K. M., Laufer, I., et.al. Outcomes and toxicity for hypofractionated and single-fraction image-guided stereotactic radiosurgery for sarcomas metastasizing to the spine, Int J Radiat Oncol Biol Phys, 2014. 88(5): p. 1085-91., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24661662
[532] Yaeh, A., Nanda, T., Jani, A., Rozenblat, T., Qureshi, Y., Saad, S., et.al. Control of brain metastases from radioresistant tumors treated by stereotactic radiosurgery, J Neurooncol, 2015. 124(3): p. 507-14., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26233247
[533] Ahmed, K. A., Freilich, J. M., Abuodeh, Y., Figura, N., Patel, N., Sarangkasiri, S., et.al. Fractionated stereotactic radiotherapy to the post-operative cavity for radioresistant and radiosensitive brain metastases, J Neurooncol, 2014. 118(1): p. 179-86., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24604750
[534] Miller, M. D., Sze, D. Y., Padia, S. A., Lewandowski, R. J., Salem, R., Mpofu, P., et.al. Response and Overall Survival for Yttrium-90 Radioembolization of Hepatic Sarcoma: A Multicenter Retrospective Study, J Vasc Interv Radiol, 2018. 29(6): p. 867-873., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/29724518
[535] Rathmann, N., Diehl, S. J., Dinter, D., Schutte, J., Pink, D., Schoenberg, S. O., et.al. Radioembolization in patients with progressive gastrointestinal stromal tumor liver metastases undergoing treatment with tyrosine kinase inhibitors, J Vasc Interv Radiol, 2015. 26(2): p. 231-8., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25434477
[536] Chapiro, J., Duran, R., Lin, M., Mungo, B., Schlachter, T., Schernthaner, R., et.al. Transarterial chemoembolization in soft-tissue sarcoma metastases to the liver - the use of imaging biomarkers as predictors of patient survival, Eur J Radiol, 2015. 84(3): p. 424-430., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25542065
[537] Leitlinienprogramm Onkologie (Deutsche Krebsgesellschaft, Deutsche Krebshilfe, AWMF), S3-Leitlinie Supportive Therapie bei onkologischen PatientInnen, Langversion 1.3, 2020, AWMF-Registernummer: 032/054OL, 2020., https://www.leitlinienprogramm-onkologie.de/leitlinien/supportive-therapie
[74] Leitlinienprogramm Onkologie (Deutsche Krebsgesellschaft, Deutsche Krebshilfe, AWMF), S3-Leitlinie Früherkennung, Diagnose, Therapie und Nachsorge des Mammakarzinoms, Version 4.4, 2021 AWMF Registernummer: 032-045OL, 2021., https://www.leitlinienprogramm-onkologie.de/leitlinien/mammakarzinom/
[538] Hesketh, P. J., Schnadig, I. D., Schwartzberg, L. S., Modiano, M. R., Jordan, K., Arora, S., et.al. Efficacy of the neurokinin-1 receptor antagonist rolapitant in preventing nausea and vomiting in patients receiving carboplatin-based chemotherapy, Cancer, 2016. 122(15): p. 2418-25., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27176138
[539] Tanioka, M., Kitao, A., Matsumoto, K., Shibata, N., Yamaguchi, S., Fujiwara, K., et.al. A randomised, placebo-controlled, double-blind study of aprepitant in nondrinking women younger than 70 years receiving moderately emetogenic chemotherapy, Br J Cancer, 2013. 109(4): p. 859-65., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23860530
[540] Yahata, H., Kobayashi, H., Sonoda, K., Shimokawa, M., Ohgami, T., Saito, T., et.al. Efficacy of aprepitant for the prevention of chemotherapy-induced nausea and vomiting with a moderately emetogenic chemotherapy regimen: a multicenter, placebo-controlled, double-blind, randomized study in patients with gynecologic cancer receiving paclitaxel and carboplatin, Int J Clin Oncol, 2016. 21(3): p. 491-7., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26662632
[541] Roila, F., Molassiotis, A., Herrstedt, J., Aapro, M., Gralla, R. J., Bruera, E., et.al. 2016 MASCC and ESMO guideline update for the prevention of chemotherapy- and radiotherapy-induced nausea and vomiting and of nausea and vomiting in advanced cancer patients, Ann Oncol, 2016. 27(suppl 5): p. v119-v133., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27664248
[542] Beumer, J. H., Schellens, J. H., Beijnen, J. H., Hepatotoxicity and metabolism of trabectedin: a literature review, Pharmacol Res, 2005. 51(5): p. 391-8., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15749453
[543] Leporini, C., Patane, M., Saullo, F., Rende, P., Gallelli, L., Di Paola, E. D., et.al. A comprehensive safety evaluation of trabectedin and drug-drug interactions of trabectedin-based combinations, BioDrugs, 2014. 28(6): p. 499-511., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25209722
[544] Thariat, J., Etienne-Grimaldi, M. C., Launay-Vacher, V., Soto-Matos, A., Fernandez-Teruel, C., Ghafari, T., et.al. Pharmacokinetics of trabectedin on hemodialysis: an application for the management of cancer patients with end-stage renal disease, Cancer Chemother Pharmacol, 2011. 68(5): p. 1363-7., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21850465
[545] Jordan, K., Jahn, F., Jordan, B., Kegel, T., Muller-Tidow, C., Russel, J., Trabectedin: Supportive care strategies and safety profile, Crit Rev Oncol Hematol, 2015. 94(3): p. 279-90., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25794812
[546] Le Cesne, A., Blay, J. Y., Judson, I., Van Oosterom, A., Verweij, J., Radford, J., et.al. Phase II study of ET-743 in advanced soft tissue sarcomas: a European Organisation for the Research and Treatment of Cancer (EORTC) soft tissue and bone sarcoma group trial, J Clin Oncol, 2005. 23(3): p. 576-84., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15659504
[547] Garcia-Carbonero, R., Supko, J. G., Maki, R. G., Manola, J., Ryan, D. P., Harmon, D., et.al. Ecteinascidin-743 (ET-743) for chemotherapy-naive patients with advanced soft tissue sarcomas: multicenter phase II and pharmacokinetic study, J Clin Oncol, 2005. 23(24): p. 5484-92., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16110008
[548] Paz-Ares, L., Lopez-Pousa, A., Poveda, A., Balana, C., Ciruelos, E., Bellmunt, J., et.al. Trabectedin in pre-treated patients with advanced or metastatic soft tissue sarcoma: a phase II study evaluating co-treatment with dexamethasone, Invest New Drugs, 2012. 30(2): p. 729-40., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20960029
[549] Grosso, F., Dileo, P., Sanfilippo, R., Stacchiotti, S., Bertulli, R., Piovesan, C., et.al. Steroid premedication markedly reduces liver and bone marrow toxicity of trabectedin in advanced sarcoma, Eur J Cancer, 2006. 42(10): p. 1484-90., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16737808
[550] European Medicines Agency (EMA), Yondelis: EPAR - Product information, 2018., https://www.ema.europa.eu/en/documents/product-information/yondelis-epar-product-information_en.pdf
[551] Hing, J., Perez-Ruixo, J. J., Stuyckens, K., Soto-Matos, A., Lopez-Lazaro, L., Zannikos, P., Mechanism-based pharmacokinetic/pharmacodynamic meta-analysis of trabectedin (ET-743, Yondelis) induced neutropenia, Clin Pharmacol Ther, 2008. 83(1): p. 130-43., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17597713
[552] Vehreschild, J. J., Bohme, A., Cornely, O. A., Kahl, C., Karthaus, M., Kreuzer, K. A., et.al. Prophylaxis of infectious complications with colony-stimulating factors in adult cancer patients undergoing chemotherapy-evidence-based guidelines from the Infectious Diseases Working Party AGIHO of the German Society for Haematology and Medical Oncology (DGHO), Ann Oncol, 2014. 25(9): p. 1709-1718., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24631945
[553] Olver, I., Clark-Snow, R. A., Ballatori, E., Espersen, B. T., Bria, E., Jordan, K., Guidelines for the control of nausea and vomiting with chemotherapy of low or minimal emetic potential, Support Care Cancer, 2011. 19 Suppl 1: p. S33-6., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20803222
[554] Basch, E., Prestrud, A. A., Hesketh, P. J., Kris, M. G., Feyer, P. C., Somerfield, M. R., et.al. Antiemetics: American Society of Clinical Oncology clinical practice guideline update, J Clin Oncol, 2011. 29(31): p. 4189-98., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21947834
[555] Shadle, C. R., Lee, Y., Majumdar, A. K., Petty, K. J., Gargano, C., Bradstreet, T. E., et.al. Evaluation of potential inductive effects of aprepitant on cytochrome P450 3A4 and 2C9 activity, J Clin Pharmacol, 2004. 44(3): p. 215-23., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/14973304
[556] de Wit, M., Ortner, P., Lipp, H. P., Sehouli, J., Untch, M., Ruhnke, M., et.al. Management of cytotoxic extravasation - ASORS expert opinion for diagnosis, prevention and treatment, Onkologie, 2013. 36(3): p. 127-35., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23486002
[557] Meanwell, C. A., Blake, A. E., Latief, T. N., Blackledge, G., Mould, J. J., Blake, D. R., et.al. Encephalopathy associated with ifosphamide/mesna therapy, Lancet, 1985. 1(8425): p. 406-7., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/2857462
[558] Simonian, N. A., Gilliam, F. G., Chiappa, K. H., Ifosfamide causes a diazepam-sensitive encephalopathy, Neurology, 1993. 43(12): p. 2700-2., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/8255482
[559] Kupfer, A., Aeschlimann, C., Wermuth, B., Cerny, T., Prophylaxis and reversal of ifosfamide encephalopathy with methylene-blue, Lancet, 1994. 343(8900): p. 763-4., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/7510815
[560] Kasper, B., Harter, C., Meissner, J., Bellos, F., Krasniqi, F., Ho, A. D., et.al. Prophylactic treatment of known ifosfamide-induced encephalopathy for chemotherapy with high-dose ifosfamide?, Support Care Cancer, 2004. 12(3): p. 205-7., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/14727169
[561] Kellner, O., Dempke, W., Schmoll, H. J., [Glucose infusions--a possible effective therapeutic option in ifosfamide-induced encephalopathy], Dtsch Med Wochenschr, 1999. 124(37): p. 1086-7., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/10520310