Leitlinienprogramm OnkologieProstatakarzinom

9. Nachsorge – Prostatakarzinom

Version 8.1 · August 2025 · AWMF 043-022OL
Leitlinienprogramm Onkologie · Deutsche Krebsgesellschaft · Deutsche Krebshilfe · AWMF

9.1 Nachsorge nach lokaler kurativ intendierter Therapie

9.1 · Evidenzbasierte Empfehlung · geprüft 2018

a) Asymptomatische Patienten nach lokaler kurativ intendierter Therapie sollen innerhalb von zwölf Wochen nach Ende der Therapie eine Nachsorgeuntersuchung erhalten.

(Empfehlungsgrad: A)

b) Bei asymptomatischen Patienten sollten die Untersuchungen innerhalb der ersten zwei Jahre vierteljährlich, im 3. und 4. Jahr halbjährlich und vom 5. Jahr an in jährlichen Intervallen wiederholt werden.

(Empfehlungsgrad: B)

Empfehlungsgrad
A/B
Evidenzlevel
4
Konsens
Starker Konsens (100%)
Literatur
[779] [774] [782]
Evidenztabellen (1)9.1 EvT 9.1
9.2 · Evidenzbasierte Empfehlung · geprüft 2018

Bei asymptomatischen Patienten nach kurativ intendierter Therapie soll die Bestimmung des Serum-PSA-Werts zur Nachsorge eingesetzt werden.

Empfehlungsgrad
A: Starke Empfehlung für oder gegen ein Maßnahme - verwendete Ausdrucksweise = soll/soll nicht
Evidenzlevel
4
Konsens
Starker Konsens (100%)
Literatur
[779] [774] [782]
Evidenztabellen (1)9.1 EvT 9.2
9.3 · Evidenzbasiertes Statement · geprüft 2018

Bei Patienten ohne biochemisches Rezidiv ist die DRU in der Nachsorge des Prostatakarzinoms nicht routinemäßig indiziert.

Evidenzlevel
4
Konsens
Starker Konsens (97%)
Literatur
[779] [774]
Evidenztabellen (1)9.1 EvT 9.3
9.4 · Evidenzbasierte Empfehlung · geprüft 2018

Bildgebende Verfahren sollen nur dann eingesetzt werden, wenn therapeutische Maßnahmen möglich sind und/oder Symptome bestehen.

Empfehlungsgrad
A: Starke Empfehlung für oder gegen ein Maßnahme - verwendete Ausdrucksweise = soll/soll nicht
Evidenzlevel
4
Konsens
Starker Konsens (100%)
Literatur
[782]

Hintergrundinformationen

Zu [9.1]

Die Nachsorge ist integraler Bestandteil ärztlicher Fürsorge im Rahmen der Therapie: Deckung von Gesprächsbedarf des Patienten, Aufklärung und Führung des Patienten auf der einen Seite, auf der anderen Entdeckung eines Rezidivs in behandelbarem Stadium.

Dabei hat der PSA-Wert für das Therapiemonitoring eine hervorragende Bedeutung. Nach lokaler Therapie sollte ein Basiswert innerhalb von sechs bis zwölf Wochen ermittelt werden, um weitere therapeutische Konsequenzen z. B. aus einem fehlenden PSA-Abfall nach radikaler Prostatektomie zu ziehen.

Zu [9.2]

Die Diagnostik eines Rezidivs erfolgt primär durch den Nachweis eines PSA-Anstiegs, d. h. biochemisch. Ein PSA-Anstieg nach radikaler Prostatektomie oder kurativ intendierter Radiotherapie kann entweder durch ein Lokalrezidiv oder durch Metastasen bedingt sein. Die Lokalisation des Rezidivs ist nur dann von entscheidender Bedeutung, wenn eine lokale Rezidivtherapie für den Patienten in Frage kommt. Scheidet diese wegen eines hohen Komplikationsrisikos, gravierenden Begleiterkrankungen oder der Ablehnung des Patienten zu dieser Maßnahme aus, ist wegen der fehlenden Konsequenz keine Diagnostik notwendig. Im weiteren Krankheitsverlauf sollten Untersuchungen symptomorientiert erfolgen.

Zu [9.3]

Eine DRU hat einen Stellenwert in der Entdeckung und im Staging des Prostatakarzinoms. Dagegen ist die Methode in der Nachsorge nach radikaler Prostatektomie und radikaler Radiotherapie (perkutan und/oder Brachytherapie) überflüssig, da ein Rezidiv durch PSA-Anstieg weitaus früher und zuverlässiger anzeigt wird als durch die DRU. Deshalb sollen regelmäßige PSA-Kontrollen durchgeführt werden, um Rezidive auszuschließen. Regelmäßige DRU sollten auf Patienten mit Tumoren beschränkt werden, die kein PSA sezernieren [1241].

Zu [9.4]

Bei einem biochemischen Rezidiv können verschiedene bildgebende Verfahren mit unterschiedlicher Sensitivität und Spezifität zur Sicherung eines Lokalrezidivs eingesetzt werden. Konventionelle Verfahren wie CT und TRUS sind nur selten in der Lage, mit ausreichender diagnostischer Genauigkeit Rezidive zu lokalisieren. Aussagekräftiger ist die MRT (insbesondere mit endorektaler Spule), ergänzt durch die Magnetresonanzspektroskopie, da diese die extrakapsuläre Tumorausbreitung und Samenblaseninfiltration exzellent darstellen kann. Sie scheint deshalb die Methode der Wahl in der Diagnostik des Rezidivs zu sein [1242]. Zur Planung einer Salvagetherapie ist nach verschiedenen Publikationen die dynamische kontrastmittelgestützte MRT im Vergleich zur T2-Gewichtung besser in der Detektion und Lokalisation des Rezidivs in der peripheren Zone nach perkutaner Bestrahlung [1243].

Eine Rezidivtherapie ist umso erfolgreicher, je niedriger der ansteigende PSA-Wert ist. Da die Aussagekraft aller bildgebenden Verfahren von der Tumorgröße abhängig ist, ist diese bei relativ niedrigen PSA-Werten bzw. frühen Rezidiven limitiert (siehe auch Kapitel 5.3 Staging).

9.2 Testosteronsubstitution nach Prostatakarzinom

9.5 · Evidenzbasierte Empfehlung · geprüft 2018

Eine Testosteronsubstitution nach kurativer Therapie eines Patienten mit Prostatakarzinom und Zeichen von Hypogonadismus kann die Lebensqualität verbessern.

(Statement)

 

Der Einfluss auf das Rezidivrisiko ist aufgrund der Datenlage gegenwärtig unklar, deswegen sollte eine besondere Aufklärung und Überwachung des Patienten erfolgen.

(Empfehlungsgrad: B)

Empfehlungsgrad
B: Empfehlung für oder gegen eine Maßnahme - verwendete Ausdrucksweise = sollte/sollte nicht
Evidenzlevel
3

Statement


4

Empfehlung (Expertenkonsens)

Konsens
Starker Konsens (100%)
Literatur
[1244] [1245] [1246]

Hintergrundinformationen

Empfehlung [9.5]

Die Symptome des Testosteronmangels sind im Rahmen der verschiedenen Erkrankungen des Formenkreises des Hypogonadismus wohl bekannt. Urologen kennen auch die Effekte des Testosteronmangels als iatrogene Erkrankung im Rahmen der Androgenentzugstherapie zur Behandlung des PCa. So wurde festgestellt, dass die im Rahmen einer Therapie mit GnRH-Agonisten erreichten Testosteronwerte im Kastrationsbereich zu schwerer Osteoporose und erhöhtem Frakturrisiko [1247], zu einer erhöhten Inzidenz von Diabetes und kardiovaskulären Erkrankungen [1248] und zu einer erhöhten Mortalität durch Herzinfarkte [1249] führt. In einer Übersichtsarbeit kommen Pinthus et al. (2006) [1250] zu folgendem Schluss: „Cardiovascular disease is the most common cause of death in men with prostate carcinoma, more often than the malignancy itself”. Epidemiologische Untersuchungen an Patienten mit Klinefelter-Syndrom, die ab Beginn der dritten Lebensdekade meist einen Testosteronmangel aufweisen, zeigen eine erhöhte generelle Morbidität und Mortalität dieser Männer gegenüber der Normalbevölkerung [1251], [1252].

Diese objektivierbaren Befunde und der Leidensdruck der vielen unter dem Testosteronmangel leidenden Patienten, die wegen eines Prostatakarzinoms behandelt werden, werfen die Frage auf, ob PCa-Patienten nach erfolgreicher Therapie des Karzinoms mit kurativer Intention mit Testosteron substituiert werden können.

Vor diesem Hintergrund haben Therapeuten in Einzelfällen nach erfolgreicher Therapie eines PCa (z. B. durch Kastration) und einem angemessenen rezidivfreien Intervall mit einer Behandlung mit Testosteron begonnen. Es liegen dazu drei publizierte Fallserien vor: Kaufman und Graydon (2004) [Kaufman, J.M. et al. 2004] berichten über sieben hypogonadale Patienten nach kurativer radikaler Prostatektomie, bei denen es unter Testosterontherapie nicht zu einem Rezidiv des PCa kam. Agarwal und Oefelein (2005) [Agarwal, P.K. et al. 2005] beschreiben zehn weitere derartige Patienten und Sarosdy (2007) [Sarosdy, M.F. et al. 2007] berichtet von 31 PCa-Patienten, die 4,5 (0,5-8,5) Jahre nach Brachytherapie ohne Rückfall mit Testosteron behandelt wurden. Es wird nicht mitgeteilt, für wie lange die Testosteronsubstitution angewandt wurde. Die beschriebenen Fallserien können jedoch sowohl wegen ihrer Fallzahl als auch aufgrund des Fehlens einer Kontrollgruppe nicht die Evidenz liefern, dass eine Testosteronsubstitution nach kurativer Therapie unschädlich sei.

Die Autoren dieser Leitlinie sehen die Notwendigkeit für eine Stellungnahme zur Testosteronsubstitution bei klinisch schwer symptomatischen Patienten mit nachgewiesenem Testosteronmangel nach kurativer Therapie eines Prostatakarzinoms. Da die Testosteronsubstitution für diese Patienten eine Reduktion von Symptomen und Risiken des Testosteronmangels und auch eine erhebliche Steigerung der Lebensqualität ermöglichen kann, sollte ihr Einsatz bei diesem Patientenkollektiv nicht kategorisch ausgeschlossen werden. Aufgrund der unzureichenden Evidenz bezüglich des Auftretens von Rezidiven unter der Therapie sowie bei fehlender Zulassung von Testosteron bei Patienten mit einem PCa soll jedoch auf eine ausführliche Aufklärung und eine engmaschige Überwachung besonders geachtet werden.

9.3 Follow-up unter hormonablativer Therapie

9.6 · Evidenzbasierte Empfehlung · geprüft 2018

Im Rahmen drei- bis sechsmonatiger Kontrolluntersuchungen unter hormonablativer Therapie sollten eine Anamnese und körperliche Untersuchung sowie eine Bestimmung des PSA-Werts eingesetzt werden.

Empfehlungsgrad
B: Empfehlung für oder gegen eine Maßnahme - verwendete Ausdrucksweise = sollte/sollte nicht
Evidenzlevel
4
Konsens
Starker Konsens (100%)
Literatur
[782]
9.7 · Evidenzbasierte Empfehlung · geprüft 2018

Über zusätzliche Labordiagnostik (z. B. Hämoglobin-, AP-Bestimmung) sollte individuell und in Abhängigkeit von der klinischen Situation und Symptomatik entschieden werden.

Empfehlungsgrad
B: Empfehlung für oder gegen eine Maßnahme - verwendete Ausdrucksweise = sollte/sollte nicht
Evidenzlevel
4
Konsens
Starker Konsens (97%)
Literatur
[774]
9.8 · Evidenzbasierte Empfehlung · geprüft 2018

Über Bildgebung zur Verlaufskontrolle soll in Abhängigkeit von Symptomatik und möglichen therapeutischen Konsequenzen entschieden werden. Bei fehlender Symptomatik ist eine bildgebende Diagnostik nicht erforderlich.

Empfehlungsgrad
A: Starke Empfehlung für oder gegen ein Maßnahme - verwendete Ausdrucksweise = soll/soll nicht
Evidenzlevel
4
Konsens
Starker Konsens (97%)
Literatur
[774]

Hintergrundinformationen

Zu [9.6] und [9.7]

Um ein Ansprechen der Hormondeprivation zu beurteilen, ist eine regelmäßige Kontrolle erforderlich. Die Anamnese und Untersuchung dienen sowohl der Evaluation des klinischen Befundes als auch der Diagnose möglicher Nebenwirkungen der hormonablativen Therapie (zu UAW der hormonablativen Therapie und deren Therapie siehe hier hier in Kapitel 7.7 Supportiv- und Palliativtherapie). Nebenwirkungen können so früh erkannt und therapiert werden.

Ein dreimonatiges Untersuchungsintervall hat sich bewährt, dieses kann individuell auch verändert werden. Für die weitere Verlaufsbeobachtung ist die Bestimmung des PSA-Nadirs von Bedeutung [Dutch Urological Association et al. 2007], [Heidenreich, A. et al. 2009].

Bei der Interpretation der PSA-Befunde ist neben der biologischen, präanalytischen und analytischen Variabilität vor allem die methodenabhängige Variabilität zu berücksichtigen. Verschiedene zertifizierte Labormethoden können sich um bis zu 30 % unterscheiden. Zusätzlich werden bei Ringversuchen Abweichungen innerhalb einer Methode von ± 25 % akzeptiert [90]. Für Verlaufsuntersuchungen ist grundsätzlich dieselbe Methode (Hersteller, Analyseplattform) zu verwenden. Nicht zertifizierte, semiquantitative und Point-of-Care-Testing-Methoden (z. B. Lateralflow-Tests) sind für Verlaufsuntersuchungen nicht geeignet.

Wichtig sind in jedem Fall die Erhebung der aktuellen Anamnese zur Feststellung neuer oder von Veränderungen bestehender Symptome (z. B. Knochenschmerzen). Darüber hinaus ist die Erhebung des körperlichen Status (z. B. Hautkolorit, Gewichtsveränderungen) notwendig.

Die digital-rektale Untersuchung ist bei lokal fortgeschrittenem Prostatakarzinom unter Umständen sinnvoll. Ansonsten ist eine digital-rektale Untersuchung bei Patienten unter hormonablativer Therapie nicht immer notwendig, sondern symptomorientiert vorzunehmen. In jedem Fall erforderlich ist die Kontrolle des PSA-Werts, um das Ansprechen auf die hormonablative Therapie und die weitere Wirksamkeit dieser Maßnahme zu kontrollieren. Ergänzend kann eine Bestimmung des Serumtestosteronwertes bei Nichtansprechen notwendig sein.

Bei stabiler Erkrankung nach verifizierter wirksamer Einleitung der hormonablativen Therapie kann besonders in der Frühphase dieser Erkrankungsphase die Häufigkeit der Kontrolluntersuchungen auch reduziert werden, sollte aber mindestens zweimal jährlich erfolgen. Andere routinemäßig in der Nachsorge durchgeführten Laboruntersuchungen haben keinen gesicherten diagnostischen oder therapeutisch relevanten Effekt [Dutch Urological Association et al. 2007], [1253].

In der Nachsorge unter hormonablativer Therapie sollte im Falle eines nicht zufriedenstellenden Ansprechens des PSA-Werts der Testosteronspiegel bestimmt werden, um das Erreichen eines Kastrationsspiegels zu überprüfen.

 Bei palliativer Anwendung einer systemischen Therapie können zusätzliche Laborparameter Aufschluss geben über:

  • Anämie (Hämoglobinbestimmung);
  • Knochenmarksreserve, v. a. im Falle einer Hormonresistenz (Thrombo- und Leukozyten);
  • Nierenfunktionsstörung (Kreatinin und Harnstoff);
  • Hypercalciämie (Serumkalzium), v. a. bei Vorliegen von Knochenmetastasen.

 

Zu [9.8]

Die Anwendung von Bildgebung (wie Knochenszintigraphie, CT, MRT, Röntgen) soll nicht routinemäßig erfolgen. Den Patienten sollen nicht erforderliche Untersuchungen erspart bleiben. Die Indikation zur Anwendung von Bildgebung soll gezielt mit einer konkreten Fragestellung vorgenommen werden und nur dann zur Anwendung kommen, wenn therapeutische Konsequenzen zu erwarten sind. Die Anwendung von Bildgebung für eine reine Verlaufskontrolle ist in diesem Krankheitsstadium nicht sinnvoll. Indikationen zur Bildgebung sind Änderungen des klinischen Zustandes (Symptomzunahme, Änderung des Allgemeinzustandes) und/oder neu aufgetretene Symptome, die unter Umständen weitere Behandlungen erfordern können (z. B. starke, lokalisierte Knochenschmerzen).

Evidenztabellen

9.1 EvT 9.1

Quelle

Fazit/Empfehlung

Empfehlungsgrad

Dutch Urological Association 2007

Frequency and duration

After treatment for prostate cancer, a general Follow-up schema is recommended consisting of check-ups after 6 weeks; 3, 6, 9, and 12 months; and semi-annually or annually thereafter for 5 to 10 years. During the first check-up after 6 weeks, the clinician should inquire about symptoms and provide additional education on the disease and possible consequence of treatment.

For patients with demonstrated recurrence, the Follow-up schema should be tailored to the individual patient based on symptoms, prognosis, and the type of treatment used. Comparison of the efficacy and safety of different treatment modalities for localised prostate cancer requires a Follow-up of at least 10 years after the PSA nadir has been reached.

Which tests?

PSA assessment

Men with prostate cancer should undergo PSA assessment at each Follow-up visit.

Other tests during Follow-up

For patients with decreasing or low, stable PSA, DRE and other additional tests are not necessary. Additional imaging may be of value as indicated based on symptoms. Biopsy of the prostate or prostate bed should be performed only if a positive result would influence the decision to initiate salvage therapy.

-

NICE 2008

Healthcare professionals should discuss the purpose, duration, frequency and location of Follow-up with each man with localised prostate cancer8, and if he wishes, his partner or carers.

Men with prostate cancer should be clearly advised about potential longer term adverse effects and when and how to report them.

Men with prostate cancer who have chosen a watchful waiting regimen with no curative intent should normally be followed up in primary care in accordance with protocols agreed by the local urological cancer MDT and the relevant primary care organisation(s). Their PSA should be measured at least once a year.

PSA levels for all men with prostate cancer who are having radical treatment should be checked at the earliest 6 weeks following treatment, at least every 6 months for the first 2 years and then at least once a year thereafter.

Routine DRE is not recommended in men with prostate cancer while the PSA remains at baseline levels.

After at least 2 years, men with a stable PSA and who have had no significant treatment complications, should be offered Follow-up outside hospital (for example, in primary care) by telephone or secure electronic communications, unless they are taking part in a clinical trial that requires more formal clinic-based Follow-up. Direct access to the urological cancer MDT should be offered and explained.

 

 

9.1 EvT 9.2

Quelle

Fazit/Empfehlung

Empfehlungsgrad

Dutch Urological Association 2007

Frequency and duration

After treatment for prostate cancer, a general Follow-up schema is recommended consisting of check-ups after 6 weeks; 3, 6, 9, and 12 months; and semi-annually or annually thereafter for 5 to 10 years. During the first check-up after 6 weeks, the clinician should inquire about symptoms and provide additional education on the disease and possible consequence of treatment.

For patients with demonstrated recurrence, the Follow-up schema should be tailored to the individual patient based on symptoms, prognosis, and the type of treatment used. Comparison of the efficacy and safety of different treatment modalities for localised prostate cancer requires a Follow-up of at least 10 years after the PSA nadir has been reached.

Which tests?

PSA assessment

Men with prostate cancer should undergo PSA assessment at each Follow-up visit.

Other tests during Follow-up

For patients with decreasing or low, stable PSA, DRE and other additional tests are not necessary. Additional imaging may be of value as indicated based on symptoms. Biopsy of the prostate or prostate bed should be performed only if a positive result would influence the decision to initiate salvage therapy.

-

NICE 2008

Healthcare professionals should discuss the purpose, duration, frequency and location of Follow-up with each man with localised prostate cancer8, and if he wishes, his partner or carers.

Men with prostate cancer should be clearly advised about potential longer term adverse effects and when and how to report them.

Men with prostate cancer who have chosen a watchful waiting regimen with no curative intent should normally be followed up in primary care in accordance with protocols agreed by the local urological cancer MDT and the relevant primary care organisation(s). Their PSA should be measured at least once a year.

PSA levels for all men with prostate cancer who are having radical treatment should be checked at the earliest 6 weeks following treatment, at least every 6 months for the first 2 years and then at least once a year thereafter.

Routine DRE is not recommended in men with prostate cancer while the PSA remains at baseline levels.

After at least 2 years, men with a stable PSA and who have had no significant treatment complications, should be offered Follow-up outside hospital (for example, in primary care) by telephone or secure electronic communications, unless they are taking part in a clinical trial that requires more formal clinic-based Follow-up. Direct access to the urological cancer MDT should be offered and explained.

 

 

9.1 EvT 9.3

Quelle

Fazit/Empfehlung

Empfehlungsgrad

Dutch Urological Association 2007

Frequency and duration

After treatment for prostate cancer, a general Follow-up schema is recommended consisting of check-ups after 6 weeks; 3, 6, 9, and 12 months; and semi-annually or annually thereafter for 5 to 10 years. During the first check-up after 6 weeks, the clinician should inquire about symptoms and provide additional education on the disease and possible consequence of treatment.

For patients with demonstrated recurrence, the Follow-up schema should be tailored to the individual patient based on symptoms, prognosis, and the type of treatment used. Comparison of the efficacy and safety of different treatment modalities for localised prostate cancer requires a Follow-up of at least 10 years after the PSA nadir has been reached.

Which tests?

PSA assessment

Men with prostate cancer should undergo PSA assessment at each Follow-up visit.

Other tests during Follow-up

For patients with decreasing or low, stable PSA, DRE and other additional tests are not necessary. Additional imaging may be of value as indicated based on symptoms. Biopsy of the prostate or prostate bed should be performed only if a positive result would influence the decision to initiate salvage therapy.

-

NICE 2008

Healthcare professionals should discuss the purpose, duration, frequency and location of Follow-up with each man with localised prostate cancer8, and if he wishes, his partner or carers.

Men with prostate cancer should be clearly advised about potential longer term adverse effects and when and how to report them.

Men with prostate cancer who have chosen a watchful waiting regimen with no curative intent should normally be followed up in primary care in accordance with protocols agreed by the local urological cancer MDT and the relevant primary care organisation(s). Their PSA should be measured at least once a year.

PSA levels for all men with prostate cancer who are having radical treatment should be checked at the earliest 6 weeks following treatment, at least every 6 months for the first 2 years and then at least once a year thereafter.

Routine DRE is not recommended in men with prostate cancer while the PSA remains at baseline levels.

After at least 2 years, men with a stable PSA and who have had no significant treatment complications, should be offered Follow-up outside hospital (for example, in primary care) by telephone or secure electronic communications, unless they are taking part in a clinical trial that requires more formal clinic-based Follow-up. Direct access to the urological cancer MDT should be offered and explained.

 

 

Literaturhinweise

[779] National Collaborating Centre for Cancer, National Institute for Health and Clinical Excellence (NICE), Prostate Cancer: diagnosis and treatment, 2008., http://www.nice.org.uk/Guidance/CG58

[774] Dutch Urological Association, Prostate Cancer. Nation-wide guideline. Version 1.0Dutch Urological Association, 2007.

[782] Heidenreich, A., Bolla, M., Joniau, S., van der Kwast, T.H., Matveev, V., Mason, M.D., et.al. EAU guidelines on prostate cancerEAU, 2009.

[1241] Warren, K.S., McFarlane, J.P., Is routine digital rectal examination required for the followup of prostate cancer?, J Urol, 2007. 178(1): p. 115-119., http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17499293

[1242] Wang, L., Hricak, H., Kattan, M.W., Chen, H.N., Kuroiwa, K., Eisenberg, H.F., et.al. Prediction of seminal vesicle invasion in prostate cancer: incremental value of adding endorectal MR imaging to the Kattan nomogram, Radiology, 2007. 242(1): p. 182-188., http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17090712

[1243] Haider, M.A., Chung, P., Sweet, J., Toi, A., Jhaveri, K., Menard, C., et.al. Dynamic contrast-enhanced magnetic resonance imaging for localization of recurrent prostate cancer after external beam radiotherapy, Int J Radiat Oncol Biol Phys, 2008. 70(2): p. 425-430., http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17881141

[1244] Sarosdy, M.F., Testosterone replacement for hypogonadism after treatment of early prostate cancer with brachytherapy, Cancer, 2007. 109(3): p. 536-541., http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17183557

[1245] Agarwal, P.K., Oefelein, M.G., Testosterone replacement therapy after primary treatment for prostate cancer, J Urol, 2005. 173(2): p. 533-536., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15643240

[1246] Kaufman, J.M., Graydon, R.J., Androgen replacement after curative radical prostatectomy for prostate cancer in hypogonadal men, J Urol, 2004. 172(3): p. 920-922., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15310998

[1247] Lopez, A.M., Pena, M.A., Hernandez, R., Val, F., Martin, B., Riancho, J.A., Fracture risk in patients with prostate cancer on androgen deprivation therapy, Osteoporos. Int, 2005. 16(6): p. 707-711., http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15714259

[1248] Keating, N.L., O'Malley, A.J., Smith, M.R., Diabetes and cardiovascular disease during androgen deprivation therapy for prostate cancer, J Clin Oncol, 2006. 24(27): p. 4448-4456., http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16983113

[1249] D'Amico, A.V., Denham, J.W., Crook, J., Chen, M.H., Goldhaber, S.Z., Lamb, D.S., et.al. Influence of androgen suppression therapy for prostate cancer on the frequency and timing of fatal myocardial infarctions, J Clin Oncol, 2007. 25(17): p. 2420-2425., http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17557956

[1250] Pinthus, J.H., Trachtenberg, J., Klotz, L., Cardiovascular effects of androgen depletion and replacement therapy, Urology, 2006. 67(6): p. 1126-1132., http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16765164

[1251] Bojesen, A., Juul, S., Birkebaek, N., Gravholt, C.H., Increased mortality in Klinefelter syndrome, J Clin Endocrinol. Metab, 2004. 89(8): p. 3830-3834., http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15292313

[1252] Bojesen, A., Juul, S., Birkebaek, N.H., Gravholt, C.H., Morbidity in Klinefelter syndrome: a Danish register study based on hospital discharge diagnoses, J Clin Endocrinol. Metab, 2006. 91(4): p. 1254-1260., http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16394093

[90] BEKANNTGABEN DER HERAUSGEBER: Bundesärztekammer Aktualisierung der Richtlinie der Bundesärztekammer zur Qualitätssicherung laboratoriumsmedizinischer Untersuchungen – Rili-BÄK Dtsch Arztebl 2023; 120(21-22): A-994 / B-858, 2023., DOI:, 10.3238/arztebl.2023.rili_baek_QS_Labor

[1253] Edelman, M.J., Meyers, F.J., Siegel, D., The utility of follow-up testing after curative cancer therapy. A critical review and economic analysis, J Gen Intern Med, 1997. 12(5): p. 318-331., http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/9159703