Leitlinienprogramm OnkologiePrävention Zervixkarzinom

1. Informationen zu dieser Leitlinie – Prävention Zervixkarzinom

Version 1.1 · März 2020 · AWMF 015/027OL
Leitlinienprogramm Onkologie · Deutsche Krebsgesellschaft · Deutsche Krebshilfe · AWMF

1.1 Herausgeber

Leitlinienprogramm Onkologie der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e. V. (AWMF), Deutschen Krebsgesellschaft e. V. (DKG) und der Stiftung Deutsche Krebshilfe (DKH).

1.2 Federführende Fachgesellschaft(en)

Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG)

1.3 Finanzierung der Leitlinie

Diese Leitlinie wurde von der Deutschen Krebshilfe im Rahmen des Leitlinienprogramms Onkologie gefördert.

1.4 Kontakt

Office Leitlinienprogramm Onkologie
c/o Deutsche Krebsgesellschaft e. V.
Kuno-Fischer-Straße 80
14057 Berlin

leitlinienprogramm@krebsgesellschaft.de
www.leitlinienprogramm-onkologie.de

 

1.5 Zitierweise

Leitlinienprogramm-Onkologie (Deutsche Krebsgesellschaft, Deutsche Krebshilfe, AWMF): S3-Leitlinie Prävention des Zervixkarzinoms, Langversion 1.1, 2020, AWMF-Registernummer 015/027OL, https://www.leitlinienprogramm-onkologie.de/leitlinien/zervixkarzinom-praevention/

1.6 Bisherige Änderungen an der Version 1.1

Version 1.0, Dezember 2017


Version 1.1, März 2020: Streichung des in Kapitel 7.1 beschriebenen Prozesses zur Aktualisierung der Tabelle zu den HPV-Testverfahren, weil dieser Aktualisierungsprozess nicht umgesetzt werden konnte.

1.7 Besonderer Hinweis

 

Die Medizin unterliegt einem fortwährenden Entwicklungsprozess, sodass alle Angaben, insbesondere zu diagnostischen und therapeutischen Verfahren, immer nur dem Wissensstand zur Zeit der Drucklegung der Leitlinie entsprechen können. Hinsichtlich
der angegebenen Empfehlungen zur Therapie und der Auswahl sowie Dosierung von Medikamenten wurde die größtmögliche Sorgfalt beachtet. Gleichwohl werden die Benutzer aufgefordert, die Beipackzettel und Fachinformationen der Hersteller zur Kontrolle heranzuziehen und im Zweifelsfall einen Spezialisten zu
konsultieren. Fragliche Unstimmigkeiten sollen bitte im allgemeinen Interesse der OL-Redaktion mitgeteilt werden.

Der Benutzer selbst bleibt verantwortlich für jede diagnostische und therapeutische Applikation, Medikation und Dosierung.

In dieser Leitlinie sind eingetragene Warenzeichen (geschützte Warennamen) nicht besonders kenntlich gemacht. Es kann also aus dem Fehlen eines entsprechenden Hinweises nicht geschlossen werden, dass es sich um einen freien Warennamen
handelt.

Das Werk ist in allen seinen Teilen urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der Bestimmung des Urhebergesetzes ist ohne schriftliche Zustimmung der OL-Redaktion unzulässig und strafbar. Kein Teil des Werkes darf in irgendeiner Form ohne schriftliche Genehmigung der OL-Redaktion reproduziert werden. Dies gilt insbesondere für Vervielfältigungen, Übersetzungen, Mikroverfilmungen und die Einspeicherung, Nutzung und Verwertung in elektronischen Systemen, Intranets und dem Internet.

 

1.8 Ziele des Leitlinienprogramms Onkologie

Die Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e. V., die Deutsche Krebsgesellschaft e. V. und die Deutsche Krebshilfe haben sich mit dem Leitlinienprogramm Onkologie (OL) das Ziel gesetzt, gemeinsam die Entwicklung und Fortschreibung und den Einsatz wissenschaftlich begründeter und praktikabler Leitlinien in der Onkologie zu fördern und zu unterstützen. Die Basis dieses Programms beruht auf den medizinisch-wissenschaftlichen Erkenntnissen der Fachgesellschaften und der DKG, dem Konsens der medizinischen Fachexperten, Anwender und Patienten sowie auf dem Regelwerk für die Leitlinienerstellung der AWMF und der fachlichen Unterstützung und Finanzierung durch die Deutsche Krebshilfe. Um den aktuellen Stand des medizinischen Wissens abzubilden und den medizinischen Fortschritt zu berücksichtigen, müssen Leitlinien regelmäßig überprüft und fortgeschrieben werden. Die An-wendung des AWMF-Regelwerks soll hierbei Grundlage zur Entwicklung qualitativ hoch-wertiger onkologischer Leitlinien sein. Da Leitlinien ein wichtiges Instrument der Qualitätssicherung und des Qualitätsmanagements in der Onkologie darstellen, sollten sie gezielt und nachhaltig in den Versorgungsalltag eingebracht werden. So sind aktive Implementierungsmaßnahmen und auch Evaluationsprogramme ein wichtiger Bestand-teil der Förderung des Leitlinienprogramms Onkologie. Ziel des Programms ist es, in Deutschland professionelle und mittelfristig finanziell gesicherte Voraussetzungen für die Entwicklung und Bereitstellung hochwertiger Leitlinien zu schaffen. Denn diese hochwertigen Leitlinien dienen nicht nur dem strukturierten Wissenstransfer, sondern können auch in der Gestaltung der Strukturen des Gesundheitssystems ihren Platz finden. Zu erwähnen sind hier evidenzbasierte Leitlinien als Grundlage zum Erstellen und Aktualisieren von Disease-Management-Programmen oder die Verwendung von aus Leitlinien extrahierten Qualitätsindikatoren im Rahmen der Zertifizierung von Organtumorzentren.

1.9 Weitere Dokumente zu dieser Leitlinie

Bei diesem Dokument handelt es sich um die Langversion der S3-Leitlinie Prävention des Zervixkarzinoms. Neben der Langversion wird es folgende ergänzende Dokumente zu dieser Leitlinie geben:

  • Kurzversion der Leitlinie 
  • Laienversion (Patientenleitlinie)
  • Leitlinienreport zum Erstellungsprozess der Leitlinie
  • Evidenzberichte

Diese Leitlinie und alle Zusatzdokumente sind über die folgenden Seiten zugänglich.

1.10 Zusammensetzung der Leitliniengruppe

1.10.1 Koordination und Redaktion

Leitlinienkoordinatoren

Univ.-Prof. Dr. Peter Hillemanns, Hannover, DGGG

Prof. Dr. Klaus Friese, München, DGGG

Leitung des Leitliniensekretariats

Dr. Matthias Jentschke, Hannover

Weitere Mitarbeiter

Nikki Adrian Krentel, Hannover

1.10.2 Beteiligte Fachgesellschaften und Organisationen

In Tabelle 1.1 sind die an der Leitlinienerstellung beteiligten medizinischen Fachgesellschaften und sonstigen Organisationen sowie deren mandatierte Vertreter aufgeführt. Darüber hinaus waren die in Tabelle 1.2 aufgeführten Experten ad personam und ohne Stimmrecht an der Leitlinienerstellung beteiligt.

Tabelle 1: Beteiligte Fachgesellschaften und Organisationen

Beteiligte Fachgesellschaften und Organisationen

Beteiligte Fachgesellschaften und Organisationen Mandatsträger/beteiligte Experten
Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) Prof. Dr. Christian Dannecker
Deutsche Gesellschaft für Epidemiologie (DGEpi) Prof. Dr. Stefanie Klug
Deutsche Gesellschaft für Virologie (GfV) Prof. Dr. Thomas Iftner
Deutsche Gesellschaft für Pathologie (DGP) Thomas Löning
Deutsche Gesellschaft für Pathologie (DGP) Prof. Dr. Dietmar Schmidt, Prof. Dr. Lars-Christian Horn - (Stellvertreter)
Deutsche STI-Gesellschaft (DSTIG) PD Dr. Hans Ikenberg
Deutsche Gesellschaft für Zytologie (DGZ) Heinrich Neumann - (bis 14.08.2013) *
Deutsche Gesellschaft für Zytologie (DGZ) Volker Schneider - (bis 12.05.2014)
Deutsche Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie (GMDS) Prof. Dr. Uwe Siebert
Deutsche Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie (GMDS) Willi Sauerbrei - (Stellvertreter)
Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Onkologie der DGGG und DKG (AGO) Prof. Dr. Matthias W. Beckmann
Frauenselbsthilfe Krebs - Bundesverband (FSH) Marion Gebhardt
Frauenselbsthilfe Krebs - Bundesverband (FSH) Heidemarie Haase - (Stellvertreter)
Berufsverband der Frauenärzte (BVF) Dr. Manfred Steiner - *
Frauenselbsthilfe Krebs - Bundesverband (FSH)
Berufsverband der Frauenärzte (BVF) Dipl.-med. Ulrich Freitag - (Stellvertreter)
Bundesarbeitsgemeinschaft Leitender Ärztinnen und Ärzte in der Frauenheilkunde und Geburtshilfe (BLFG) Prof. Dr. Michael Friedrich
Arbeitsgemeinschaft zytologisch tätiger Ärzte in Deutschland (AZÄD) Prof. Dr. Klaus Joachim Neis - *
Arbeitsgemeinschaft zytologisch tätiger Ärzte in Deutschland (AZÄD) Dr. Bodo Jordan - (Stellvertreter)
Arbeitsgemeinschaft Zervixpathologie und Kolposkopie der DGGG (AG CPC) Prof. Dr. Wolfgang Kühn - *
Arbeitsgemeinschaft Zervixpathologie und Kolposkopie der DGGG (AG CPC) Prof. Dr. Michael Menton - (Stellvertreter)
Arbeitsgemeinschaft Prävention und integrative Medizin in der Onkologie in der DKG (PRiO) (PRIO) Prof. Dr. Karsten Münstedt
HPV-Management-Forum (Paul-Ehrlich-Gesellschaft für Chemotherapie PEG) Achim Schneider
HPV-Management-Forum (Paul-Ehrlich-Gesellschaft für Chemotherapie PEG) PD Dr. Andreas Kaufmann - (Stellvertreter)
Studiengruppe Kolposkopie K. Ulrich Petry
Arbeitsgemeinschaft für Infektionen und Infektionsimmunologie der DGGG (AGII) Axel P.A. Schäfer
Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ) Magnus von Knebel-Doeberitz - (bis 25.06.2013)
Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ) Michael Pawlita
Arbeitsgemeinschaft für gynäkologische Onkologie und Brustgesundheit (AGO) der (SGGG) Prof. Dr. Mathias Fehr - **
Arbeitsgemeinschaft für gynäkologische Onkologie (AGO) der (OEGGG) Prof. Dr. Christoph Grimm - **
undefined Olaf Reich - (Stellvertreter)
European Society of Gynaecological Oncology (ESGO) Prof. Dr. Rainer Kimmig - ***
Arbeitsgemeinschaft für gynäkologische Onkologie (AGO) der (OEGGG) Olaf Reich - (Stellvertreter)
European Society of Gynaecological Oncology (ESGO) Prof. Dr. Martin Heubner - (Stellvertreter)

*    AG-CPC, AZÄD, BVF und DGZ traten am 12.05.2014 von der Mitarbeit an der Leitlinie zurück (siehe Kapitel 2.3). Der BVF trat am 01.09.2017 wieder der Leitliniengruppe bei und hat bei der ad-hoc Kommission und hat bei der finalen Verabschiedung mitgewirkt (siehe Kapitel 2.3)

**  Die internationalen Fachgesellschaften nahmen ohne Stimmrecht im Konsensusprozess teil

*** Die ESGO hat zwar einen Mandatsträger und einen Stellvertreter benannt, diese haben sich jedoch nicht an der Leitlinienarbeit beteiligt.

 

Tabelle: Externe Mitarbeiter (ohne Stimmrecht)

Person

Organisation

Mitarbeit

Hagen Barlag

Arbeitsgemeinschaft Deutscher Tumorzentren e.V. - ADT

AG Qualitätsindikatoren

Juliane Hädicke

Institut für Medizinische Virologie, Sektion Experimentelle Virologie, Universitätsklinikum Tübingen

Mitarbeiterin von Prof. Iftner

Dinah Lier

Institut für Medizinische Virologie, Sektion Experimentelle Virologie, Universitätsklinikum Tübingen

Mitarbeiterin von Prof. Iftner

Anja Mehnert

Sektion „Psychosoziale Onkologie“, Universitätsmedizin Leipzig

Kapitel Aufklärung und Information, Umgang mit psychischer Belastung

Jens Quaas

DKG – Zertifizierungskommission

AG Qualitätsindikatoren

Ulrike Seifert

Tumorepidemiologie, Universitäts KrebsCentrum Dresden

Mitarbeiterin von Prof. Klug

Gaby Sroczynski

UMIT - Private Universität für Gesundheitswissenschaften, Medizinische Informatik und Technik GmbH, Hall in Tirol

Mitarbeiterin von Prof. Siebert

Kapitel Kosteneffektivität

Joachim Weis

Arbeitsgemeinschaft für Psychoonkologie in der Deutschen Krebsgesellschaft e.V.

Kapitel Aufklärung und Information, Umgang mit psychischer Belastung

Nicolas Wentzensen

Division of Cancer Epidemiology and Genetics (DCEG), National Cancer Institute (NCI), National Institutes of Health (NIH), USA

Internationaler Experte, Beratung zu HPV Nach­weisverfahren, Biomarkern und anderen spezifischen Fragestellungen. Mitarbeit an amerikanischer Leitlinie

 

1.10.3 Patientenbeteiligung

Die Leitlinie wurde unter direkter Beteiligung von einer Patientenvertreterin erstellt. Frau Marion Gebhardt (Frauenselbsthilfe nach Krebs e.V.) war von Beginn an in die Erstellung der Leitlinie eingebunden und nahm mit eigenem Stimmrecht an den Konsensuskonferenzen teil.

1.10.4 Methodische Begleitung

1. Durch das Leitlinienprogramm Onkologie:

  • Dr. med. Markus Follmann MPH MSc (Office des Leitlinienprogramms Onkologie – Deutsche Krebsgesellschaft )
  • Dipl.-Soz.Wiss Thomas Langer (Office des Leitlinienprogramms Onkologie –Deutsche Krebsgesellschaft):

2. Durch die Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e.V (AWMF):

  • Dr. med. Monika Nothacker, MPH (c/o Philipps-Universität, Karl-von-Frisch-Str. 1, 35043 Marburg)

1.10.5 Auftragnehmer der Leitliniengruppe

Für Evidenzberichte

  • Kleijnen Systematic Reviews Ltd, Unit 6, Escrick Business Park, Riccall Road, Escrick, York YO19 6FD, United Kingdom
  • Dr Marc Arbyn, WIV-ISP, 14, Rue Juliette Wytsman, 1050 Brussels, Belgium

Für die Entwicklung der Qualitätsindikatoren

  • Dr. Simone Wesselmann MBA, Deutsche Krebsgesellschaft – Bereich Zertifizierung (Recherche und Vorschläge zur Ableitung der Qualitätsindikatoren)