Leitlinienprogramm OnkologieMaligne Ovarialtumoren

17. Anhänge – Maligne Ovarialtumoren

Version 6.1 · Januar 2026 · AWMF 032-035OL
Leitlinienprogramm Onkologie · Deutsche Krebsgesellschaft · Deutsche Krebshilfe · AWMF

17.1 Übersicht der Änderungen in Version 6

Tabelle 25: Änderungen der Version 6.1 gegenüber 5.1

Version 5.1

Version 6.1

Änderung

3.3

3.3

modifiziert 2024

Eine multidisziplinäre Beratung (Gynäkologe und Humangenetiker) und genetische Testung soll angeboten werden, wenn eine Patientin zu einer Risikopopulation gehört.

Eine multidisziplinäre Beratung (Gynäkologe und Humangenetiker) und genetische Testung soll angeboten werden, wenn Angehörige zu einer Risikopopulation gehören.

5.3

5.3

modifiziert 2024

Frauen mit nachgewiesener BRCA1/2-Mutation sollten über die Möglichkeit einer prophylaktischen bilateralen Salpingo-Oophorektomie beraten werden.

Frauen mit nachgewiesener deletärer Keimbahnmutation in einem der Hochrisiko-Gene sollten über die Möglichkeit einer prophylaktischen bilateralen Salpingo-Oophorektomie beraten werden.

 

7.3

Bei Patientinnen mit mindestens einer Platin-basierten Vorbehandlung und Rezidiv eines low-grade serösen Ovarialkarzinoms  kann eine Behandlung mit einem MEK Inhibitor erfolgen (Daten liegen derzeit nur für Trametinib vor).

neu 2024

 

9.6

neu 2026

Patientinnen mit einem Platin-resistenten Rezidiv1 eines Folat-Rezeptor-alpha2 positivem, high-grade serösen Ovarial-, Tuben oder primärem Peritonealkarzinom sollten eine Monotherapie mit Mirvetuximab-Soravtansin erhalten.

1 1 bis 3 Vortherapie möglich2 Nachweis von ≥ 75 % der lebensfähigen Tumorzellen mit mäßiger (2+) und/oder starker (3+) Intensität der Membranfärbung durch Immunhistochemie (IHC) mit einem geeignetem Testverfahren

 

9.7

neu 2024

 

Vor Einleiten einer Systemtherapie im ersten Rezidiv soll die Möglichkeit einer operativen vollständigen Rezidivresektion in einem Gynäko-Onkologischen Zentrum geprüft werden.

 

9.8

neu 2024

 

Patientinnen, bei denen eine Indikation für eine platinhaltige Rezidivtherapie besteht, sollen eine der folgenden Kombinationstherapien (± Bevacizumab) * erhalten:

·         Carboplatin/Gemcitabin

·         Carboplatin/Paclitaxel

·         Carboplatin/pegyliertes liposomales Doxorubicin**

*bei Patientinnen mit erstem Rezidiv und ohne vorherige VEGF gerichtete Therapie*Off-Label in Kombination mit Bevacizumab

 

9.9

neu 2024

 

Bei Patientinnen mit Rezidiv sollte der Einsatz einer Erhaltungstherapie geprüft werden.

 

9.9

neu 2024

 

Als Erhaltungstherapie sollen folgende Substanzen eingesetzt werden:

·         Bevacizumab

·         Niraparib,

·         Olaparib,

·         Rucaparib

 

9.12

neu 2024

 

Bei Patientinnen mit einem Rezidiv des Ovarialkarzinoms führt die chirurgische komplette Entfernung gefolgt von einer Chemotherapie zu einer Verbesserung des Gesamtüberlebens*

*Patientinnen mit erstem Rezidiv des Ovarialkarzinoms, Platin-freiem Intervall von mindestens 6 Monaten und positivem AGO Score

 

9.13

neu 2024

 

Ziel der Rezidivoperation soll eine makroskopische Komplettresektion sein.

 

12.5

neu 2024

 

Bei einseitigem FIGO IA/C soll die Operation fertilitätserhaltend erfolgen. Auch bei FIGO IB und höheren Stadien ist ein Fertilitätserhalt vertretbar. Über das etwaige damit verbundene erhöhte Rezidivrisiko soll aufgeklärt werden.