Leitlinienprogramm OnkologieMagenkarzinom

6. Primärdiagnostik – Magenkarzinom

Version 3.1 · Oktober 2025 · AWMF 032-009OL
Leitlinienprogramm Onkologie · Deutsche Krebsgesellschaft · Deutsche Krebshilfe · AWMF

6.1 Endoskopische Untersuchung

6.1 · Konsensbasierte Empfehlung · modifiziert 2025

Bei Patienten mit einem oder mehreren der folgenden Alarmsymptome für das Vorliegen einer Neoplasie soll zeitnah eine komplette Ösophagogastroduodenoskopie (ÖGD) mit Entnahme von Biopsien erfolgen:

  • Dysphagie
  • Rezidivierendes Erbrechen
  • Inappetenz
  • Unklarer Gewichtsverlust
  • Gastrointestinale Blutung
  • unklare Eisenmangelanämie
  • unklarer Vitamin B-12-Mangel
Konsens
Starker Konsens (100%)
ÄnderungshinweisPatienten mit einem oder mehreren der folgenden Alarmsymptome sollen zu einer frühzeitigen ÖGD mit Entnahme von Biopsien überwiesen werden: • Dysphagie • Rezidivierendes Erbrechen • Inappetenz • Unklarer Gewichtsverlust • Gastrointestinale Blutung • unklare Eisenmangelanämie

Hintergrund
Obwohl die Sensitivität von Alarmsymptomen relativ niedrig ist [282], [283], wird weltweit als „Good Clinical Practice“– Übereinkunft (GCP) bei Patienten mit sogenannten „Alarmsymptomen“ (progrediente/rezidivierende Dysphagie, GI-Blutung, Gewichtsabnahme, rezidivierendes Erbrechen, rezidivierende Aspirationspneumonie, Inappetenz) frühzeitig zu einer hochauflösenden Video-Endoskopie des oberen Verdauungstraktes mit Biopsie-Entnahme geraten [284]. Auch eine unklare Eisenmangelanämie ist ein solches Alarmsymptom [284], da sie Folge okkulter gastrointestinaler Blutverluste sein kann. Die Diagnose eines Vitamin B12-Mangels sollte ursächlich an eine (autoimmune) atrophische Gastritis (perniziöse Anämie, M. Biermer) mit einem siebenfach erhöhten Magenkarzinomrisiko [216] denken lassen und eine ÖGD indizieren. Dies ermöglicht eine frühzeitige endoskopische Diagnose und ein verbessertes Outcome des Magenkarzinoms [285]. Die endoskopische Untersuchung des Ösophagus und Magens (ÖGD) ist das Standardverfahren zur Detektion von Neoplasien des Ösophagus und Magens [286]. Sie erlaubt die gleichzeitige Entnahme von Biopsien und vermeidet eine Strahlenexposition, die mit anderen (bildgebenden) Verfahren verbunden ist. Die endoskopische Untersuchung erlaubt die Bestimmung der Lokalisation der Neoplasie und ist in aller Regel mit großer Sicherheit durchführbar. Die untersuchungsabhängige Letalitätsrate liegt unter 1 von 10.000 Fällen und Komplikationen (in aller Regel in Zusammenhang mit der Sedierung) treten in ca. 1 von 1.000 Fällen auf [287], [288]. Wenngleich keine Vergleichsstudien dieser Methodik zu anderen Verfahren in den letzten Jahren durchgeführt wurden und damit zur Analyse vorliegen, ist aufgrund der oben aufgeführten Vorteile diese Methode als das Standardverfahren anzusehen und sollte bei klinischem Verdacht als Erstes eingesetzt werden.

6.2 · Evidenzbasierte Empfehlung · geprüft 2025

Zur Primärdiagnostik des Adenokarzinoms des Magens oder gastroösophagealen Übergangs soll die hochauflösende Videoendoskopie eingesetzt werden.

Empfehlungsgrad
A: Starke Empfehlung für oder gegen ein Maßnahme - verwendete Ausdrucksweise = soll/soll nicht
Evidenzlevel
1a
Konsens
Starker Konsens (97,7%)
Literatur
[289] [290] [291] [292] [293]
6.3 · Evidenzbasierte Empfehlung · geprüft 2025

Magnifikation und computergestützte virtuelle Chromoendoskopie sollten zur Verbesserung der Detektionsrate und Therapieplanung eingesetzt werden.

Empfehlungsgrad
B: Empfehlung für oder gegen eine Maßnahme - verwendete Ausdrucksweise = sollte/sollte nicht
Evidenzlevel
1a
Konsens
Starker Konsens (97,7%)
Literatur
[289] [290] [291] [292] [293]

Hintergrund

Die Diagnostik des Magenfrühkarzinoms ist eine Herausforderung, die optimale optische endoskopische Bedingungen voraussetzt. Neben der Detektion von Läsionen sind Abgrenzbarkeit und laterale Ausdehnung für die lokale endoskopische Therapie entscheidend.

Standard-Endoskope vergrößern das endoskopische Bild auf das 30- – 35-fache. Diese arbeiten mit CCD- (charge coupled device) Chips, die in der Endoskopspitze integriert sind und in Deutschland ein Videosignal im PAL-Format generieren. Die übliche Standardauflösung liegt bei 640 – 700 Pixel (Linien) Breite mal 480 – 525 Pixel (Linien) Höhe mit einer Gesamtauflösung bis zu etwa 400.000 Bildpunkten (Pixel). Hochauflösende (high-definition oder high-resolution) Endoskope steigern die Auflösung auf > 850.000 Bildpunkte. Um die optimale Bildqualität dieser Endoskope zu nutzen, sollten alle Bestandteile der Bildkette (Prozessor, Monitor) geeignet sein, dieses hochauflösende Signal darzustellen. Zudem ist eine Vergrößerung des Bildareals durch bewegliche optische Linsensysteme oder digitale Zoomtechnik (Magnifikation) auf das bis zu 150-fache möglich [294].

Neben dem Standard-Weißlicht (400 – 700 nm Wellenlänge) bieten mehrere Hersteller Systeme zur integrierten optischen Kontrastverstärkung auf Knopfdruck an. Diese sind das Narrow Band Imaging (NBI, Olympus Medical Systems®), Multi Band Imaging (MBI, Fujinon®) und i-Scan (Pentax®). Diese Funktionen nutzen Interaktionen von Gewebestrukturen auf Licht unterschiedlicher Wellenlänge. NBI verwendet Filter zur Gewebedarstellung bei den Wellenlängen von 415 nm (blau) und 540 nm (grün), dies hebt insbesondere vaskuläre Strukturen hervor. MBI erzielt eine Kontrastanhebung durch digitale Aufsplittung des Lichtes in die verschiedenen Wellenlängen [295]. Zur Optimierung des Bildergebnisses kann die Magnifikation mit HD-Technik und Chromoendoskopie kombiniert werden [293], [296]. Die hochauflösende Videoendoskopie ist anerkannter Standard für die endoskopische Diagnostik [294].

Fiberglasendoskope und Videoendoskope älterer Generation sollen wegen der deutlich schlechteren Bildqualität und Auflösung für die Magenspiegelung nicht mehr eingesetzt werden, auch wenn prospektiv-randomisierte Studien zum Vergleich der verschiedenen Gerätegenerationen in der Detektion von Magenkarzinomen und prämalignen Läsionen nicht existieren.
Eine Meta-Analyse von sieben prospektiven Studien mit 429 Patienten und 465 Läsionen konnte zeigen, dass die Chromoendoskopie signifikant die Detektion von Magenfrühkarzinomen verbessert [297]. Die gepoolte Sensitivität, Spezifität und Fläche unter der Kurve (area under the curve, AUC) ist für die Chromoendoskopie 0,90 (0,87-0,92), 0,82 (0,79- 0,86) und 0,95 [298].

Zur virtuellen, computergestützten Chromoendoskopie und Magnifikationstechniken sind in den letzten Jahren zahlreiche Studien publiziert worden, die übereinstimmend im Vergleich zur hochauflösenden Weißlichtendoskopie eine signifikant höhere Sensitivität von Magnifikation und NBI für die Detektion von präneoplastischen und neoplastischen Magenschleimhautläsionen zeigen konnten [299], [291], [292]. Zwei Meta-Analysen prospektiv-randomisierter Studien zur Detektion von Magenfrühkarzinomen und prämalignen Läsionen mittels Weißlicht-, Magnifikations- und Narrow Band Imaging-Endoskopie bestätigten diese Ergebnisse. Eine Meta-Analyse aus 14 prospektiven asiatischen Studien zur kombinierten Magnifikation mit NBI-Technik zeigte eine gepoolte Sensitivität von 0,86 (0,83-0,89) und Spezifität von 0,96 (0,95-0,97) im Vergleich zur Weißlicht-Endoskopie (Sensitivität 0,57 (0,5-0,64); Spezifität 0,79 (0,76-0,81) für die Detektion von Magenfrühkarzinomen [289]. Eine weitere Meta-Analyse [290] untersuchte Ergebnisse aus 10 Studien mit 1.724 Patienten zum Vergleich von WLE und Magnifikation mit NBI zur Detektion von Magenfrühkarzinomen. Auch dabei resultierte eine signifikant höhere Sensitivität (0,83 vs. 0,48), Spezifität (0,96 vs. 0,67) und diagnostische odds ratio (88,83 vs. 2,1) für die Magnifikation mit NBI. Inzwischen bestätigte eine Meta-Analyse von 6 Studien mit insgesamt 708 Patienten auch die hohe Genauigkeit von BLI für die Detektion von Magenfrühkarzinomen (Sensitivität 0,92 [0,83 – 0,96]; Spezifität 0,93 [0,82 – 0,98]; Genauigkeit 0,95 [0,73 – 1,00]) [300]. Signifikante Unterschiede zwischen BLI und NBI konnten in einer weiteren Meta-Analyse nicht nachgewiesen werden [301]. Die in einer Meta-analyse zusammengefassten Daten von 7 Studien mit 321 Patienten zeigen für i-scan eine Sensitivität von 0,84 (0,65 – 0,93) und eine Spezifität von 0,83 (0,68 – 0,92), resultierend in einer Genauigkeit von 0,84 (0,69 – 0,93) für die Detektion von Magenfrühkarzinomen [302].

6.2 Histologische Diagnostik

6.4 · Evidenzbasierte Empfehlung · geprüft 2025

Es sollen Biopsien aus allen suspekten Läsionen genommen werden, um eine sichere Diagnostik von malignen Veränderungen im Ösophagus und im Magen zu gewährleisten.

Empfehlungsgrad
A: Starke Empfehlung für oder gegen ein Maßnahme - verwendete Ausdrucksweise = soll/soll nicht
Evidenzlevel
4
Konsens
Starker Konsens (100%)
Literatur
[2]
6.5 · Evidenzbasierte Empfehlung · neu 2025

Kommt therapeutisch eine endoskopische Resektion in Betracht, sollten zur Detektion einer Helicobacter-Infektion und präneoplastischer Konditionen Biopsien aus endoskopisch nicht vom Tumor befallener Magenschleimhaut entnommen werden.

Siehe Supplement, Evidenzbericht AG 2_Biopsien und Nachsorge, Tabelle 6

Empfehlungsgrad
B: Empfehlung für oder gegen eine Maßnahme - verwendete Ausdrucksweise = sollte/sollte nicht
Evidenzlevel
2
Konsens
Konsens (94%)

Hintergrund

In Deutschland wird bei jeder Endoskopie des oberen GI-Trakts die Durchführung von Biopsien empfohlen [140]. Eine inadäquate Anzahl von Biopsien gehört zu den in einer systematischen Review ermittelten Risikofaktoren für übersehene Magenkarzinome [303]. Umgekehrt ist die Rate endoskopischer Biopsien mit der Magenkarzinomdetektionsrate assoziiert [304].

Bei V.a. auf ein nicht endoskopisch resezierbares Malignom des Magens wird in der Literatur die Entnahme 8 Biopsien aus allen suspekten Arealen empfohlen. Ein Minimum von 10 Biopsien ist indiziert bei Patienten mit großen Läsionen. Diese Zahlen wurden in einer britischen Studie validiert, in der 8 bzw.10 Tumorbiopsien erforderlich waren, um mindestens 4 bzw. 5 Gewebeproben mit vitalem Tumorgewebe zu erhalten [305]. Eine Anzahl von 4 bis 5 vitalen endoskopischen Biopsien aus Magenkarzinomen gilt als Mindestvoraussetzung für die verlässliche Bestimmung des Her2- und PD-L1-Status durch endoskopische Biopsie [306], [307].

Bei Verdacht auf ein malignes Magenlymphom empfehlen Experten eine sogenannte Mapping-Biopsie mit 10 Biopsien aus der suspekten Läsion sowie je zwei Biopsien aus Antrum, Corpus und Fundus [308]. 

Literaturdaten sprechen dafür, bei potenziell endoskopisch resektablen Magenneoplasien nur zwei Biopsien aus den am meisten suspekten Anteilen der Läsion zu entnehmen, um die endoskopische Resektion nicht durch die Induktion einer Submukosa-Fibrose zu gefährden [309]. Zwei Biopsien ermöglichen in über 90 % der Fälle eine korrekte Diagnose, und eine dritte Biopsie erhöht die diagnostische Ausbeute nicht weiter [310].

In einer systematischen Übersichtsarbeit von Ortigao et al. 2022 konnte ein signifikant höheres Risiko (OR 4,73, 95 %, KI 2,87-7,80) für die Entwicklung eines metachronen Magenkarzinoms nach endoskopischer Resektion (Inzidenz 9,3 %) im Vergleich zur subtotalen Gastrektomie (Inzidenz 1,2 %) ermittelt werden. Für eine mittlere Nachbeobachtungszeit von 5 Jahren betrug das Risiko 9,5 % nach endoskopischer Resektion und 0,7 % nach subtotaler Gastrektomie. Als Risikofaktoren für die Entwicklung eines metachronen Magenkarzinoms nach endoskopischer Resektion wurden höheres Alter, männliches Geschlecht,  (Odds Ratio 1,43, 95 % KI 1,22 - 1,66), positive Familienanamnese (OR 1,88, 95 %, KI 1,03 bis 3,41), synchrone Läsionen (OR 1,72, 95 %, KI 1,30 bis 2,28), schwere Magenschleimhautatrophie (OR 2,77, 95 %, KI 1. 22 bis 6,29), intestinale Metaplasie im Corpus (OR 3,15, 95 % KI 1,67 bis 5,96), persistierende Helicobacter pylori-Infektion (OR 2,08, 95 % KI 1,60 bis 2,72) und niedrige Pepsinogen I/II-Ratio identifiziert, während die spezifischen Charakteristika der Indexläsion ohne signifikanten Einfluss waren [311]. Da eine erneute endoskopische Resektion in 83,2 % (95 %, KI 72,2 bis 91,9 %) der Fälle mit metachronem Magenkarzinom möglich war, sollten bei Patienten, die für eine endoskopische Therapie eines Magenfrühkarzinoms in Frage kommen, die o.g. endoskopisch-bioptisch fassbaren Risikofaktoren Helicobacter-Infektion, Magenschleimhautatrophie und intestinale Metaplasie durch eine systematische Biopsie nicht vom Tumor befallener Schleimhaut als Grundlage für die Festlegung eines individualisierten Nachsorge- und Behandlungskonzeptes erfasst werden. Das Risiko für die Entwicklung eines metachronen Magenkarzinoms nach endoskopischer Resektion kann durch Eradikation von H. pylori signifikant reduziert werden [312], [313].

Die präneoplastischen Konditionen intestinale Metaplasie und Atrophie werden histopathologisch graduiert, wobei histopathologische Stagingsysteme wie Operative Link on Gastritis Assessment [OLGA] and Operative Link on Gastric Intestinal Metaplasia [OLGIM] zur Risikobewertung genutzt werden können [314].

Ob auch bei Patienten mit Magenkarzinom, die sich einer subtotalen Magenresektion unterziehen, in Anbetracht des etwa 1%igen Risikos eines metachronen Magenkarzinoms ein endoskopisches Gastritis-Staging sinnvoll ist, kann auf der Grundlage der publizierten Evidenz nicht entschieden werden.

6.6 · Konsensbasierte Empfehlung · geprüft 2025

Dyplasien/Intraepitheliale Neoplasien des Magens und gastroösophagealen Übergangs sollen nach WHO in Low-Grade und High-Grade unterschieden werden.

Konsens
Starker Konsens (97%)
6.7 · Konsensbasierte Empfehlung · geprüft 2025

Bei histologischer Diagnose jeder Dysplasie/Intraepithelialen Neoplasie (IEN) soll der Prozess einer kompetenten (dokumentierten) pathologischen Zweitmeinung im Sinne eines Vier-Augen-Prinzips durchgeführt werden.

Konsens
Starker Konsens (100%)

Hintergrund

Die Nomenklatur prämaligner neoplastischer Veränderungen der Magenschleimhaut hat sich in den letzten Jahren mehrfach geändert. Die aktuelle Fassung der WHO -Klassifikation der Tumoren des Verdauungstraktes verwendet den Begriff "Dysplasie" an Stelle des zuvor etablierten Begriffes "Intraepitheliale Neoplasie" zur Beschreibung von neoplastischen Veränderungen von Schleimhautarchitektur sowie der zellulären und nukleären Morphologie, die noch nicht das Ausmaß eines Karzinoms erreichen, so dass beide Termini in den beiden vorstehenden Empfehlungen synonym Verwendung finden [315].

Eine systematische Review und Meta-Analyse aus dem Jahr 2019 zeigte eine signifikante Risikoerhöhung für Adenokarzinome des Magens sowohl bei Nachweis einer hochgradigen Dysplasie (IR: 186,40; 95% KI, 106,63-285.60), als auch in geringerem Ausmaß bei niedriggradiger Dysplasie (IR: 11,26; 95% KI, 3,91-21,23) [316]. Die Diagnose Dysplasie (Synonym: intraepitheliale Neoplasie, IEN) im GI-Trakt kann im Einzelfall schwierig sein, entweder in der Abgrenzung einer niedriggradigen Dysplasie/IEN gegenüber reaktiven Veränderungen oder einer hochgradigen Dysplasie/IEN gegenüber einem Karzinom. Daher soll bei der Diagnose einer Dysplasie/IEN eine dokumentierte, kompetente pathologische Zweitmeinung im Sinne eines Vier-Augen-Prinzips (Facharztstandard) durchgeführt werden; diese kann bei entsprechender personeller Ausstattung auch intern erfolgen. Bei fehlendem Konsens/diagnostischer Unsicherheit der Primärbefunder sollte eine externe Referenzbeurteilung durch einen in der GI-Pathologie erfahrenen Pathologen ermöglicht werden [317], [318]. In etwa einem Viertel bis zu einem Drittel der Fälle kommt es nach endoskopischer Resektion einer in der Biopsie als niedriggradige Dysplasie bewerteten Läsion zum Upgrade der histopathologischen Bewertung am Resektat [319], [320], [321].

Auf der Grundlage der oben zusammengefassten Evidenz empfehlen die Europäischen MAPS II Guidelines, Patienten mit histologischer Dysplasiediagnose in Magenschleimhautbiopsien sehr genau endoskopisch zu reevaluieren, im Falle einer endoskopisch sichtbaren Läsion ein Staging durchzuführen und wenn möglich endoskopisch zu therapieren und aufgrund des hohen Risikos metachroner Läsionen entsprechende endoskopische Nachsorgeuntersuchungen durchzuführen [222], [322].

6.3 Histologie

6.8 · Evidenzbasierte Empfehlung · geprüft 2025

Nach negativer Histologie bei makroskopisch tumorverdächtiger Läsion oder V.a. Linitis plastica sollen zeitnah erneut multiple Biopsien aus dem Rand und dem Zentrum der Läsion oder eine diagnostische endoskopische Resektion durchgeführt werden.

Empfehlungsgrad
A: Starke Empfehlung für oder gegen ein Maßnahme - verwendete Ausdrucksweise = soll/soll nicht
Evidenzlevel
1b
Konsens
Starker Konsens (97,7%)
Literatur
[323] [324] [325]
6.9 · Konsensbasierte Empfehlung · geprüft 2025

In Fällen, in denen trotz eines hochgradigen klinischen und endoskopischen Verdachts auf eine Neoplasie des Magens bzw. gastroösophagealen Übergangs ausgiebige Biopsien die Sicherung der Diagnose nicht erlauben, können EUS und endosonographisch gestützte Biopsie zur primären Diagnosesicherung genutzt werden.

Konsens
Starker Konsens (97,7%)

Hintergrund
Klinisch besteht immer wieder die Problematik der histologischen Sicherung einer makroskopisch verdächtigen Läsion im Magen, bzw. bei V.a. Linitis plastica. Hier werden häufig wiederholt Biopsien entnommen, die histologisch ohne Tumornachweis sind. Wissenschaftliche Untersuchungen zur Fragestellung, wie oft und wann erneut Biopsien entnommen werden sollen bzw. wann ein invasiveres Verfahren zur histologischen Sicherung eingesetzt werden muss, liegen nicht vor. Generell muss jedoch ein differenziertes Vorgehen bei a) frühen Läsionen mit potenziell kurativem Ansatz von b) makroskopisch groß imponierenden bzw. fortgeschrittenen oder symptomatischen Läsionen unterschieden werden [323], [324].

Bei frühen Läsionen ist eine erneute Diagnostik innerhalb 1 – 2 Wochen mit Biopsieentnahme angezeigt. Sollten auch diese Biopsien ohne histologischen Tumornachweis bleiben, kann eine endoskopische Resektion bzw. Schlingenresektion von Falten durchgeführt werden. Vor einer invasiveren Diagnostik sollte dieses Vorgehen bei frühen Läsionen wiederholt werden [325]. Bei großen Läsionen, die auch in der erneuten Biopsie ohne Tumornachweis bleiben, kann neben der endoskopischen Resektion bzw. Schlingenresektion von Falten, insbesondere bei symptomatischen Läsionen direkt ein kombiniert endoskopisch-laparoskopisches oder chirurgisches Vorgehen in Betracht gezogen werden [326], [327], [328], [329], [298].

Übereinstimmend haben mehrere operativ-histologisch kontrollierte endosonographische Fallserien zeigen können, dass eine echoarme Verdickung der tiefen Schichten der Magenwand, insbesondere der Muscularis propria bei Patienten mit verdickten Magenfalten („Riesenfalten“) einen hohen Voraussagewert für Malignität und insbesondere für ein szirrhöses Magenkarzinom hat. Eine Verdickung nur der Mukosa ist dagegen typisch für eine benigne Ursache der Riesenfalten [299], [330], [331], [332], [333], [334], [335], [336]. In einer Untersuchung, in die 61 Patienten mit „Riesenfalten“ und fehlendem histologischem Nachweis einer malignen Magenerkrankung in der endoskopischen Biopsie eingeschlossen worden sind, erwies sich die endosonographische Verdickung der tiefen Schichten der Magenwand als der einzige unabhängige Prädiktor für Malignität (Sensitivität 95 %, Spezifität 97 %) [332]. Bei Patienten mit Magenwandverdickung in der Computertomographie ist ein pathologisches Ergebnis der Endosonographie nur dann zu erwarten, wenn auch der endoskopische Magenbefund pathologisch ist [337]. Bleiben bei Patienten mit hochgradigem klinischem Verdacht auf ein Magenkarzinom und endosonographisch nachgewiesener Magenwandverdickung endoskopische Biopsien wiederholt ohne erklärenden Befund, kann die endosonographisch gestützte Feinnadel Biopsie (EUS-FNA) der Magenwand oder von pathologischen Lymphknoten zur Diagnosesicherung herangezogen werden. Eine aktuelle Meta-Analyse zeigte einen diagnostischen Ertrag der EUS-FNA von 82,6 % (95% KI 74,6 – 90,6 %) für die Diagnose des szirrhösen Magenkarzinoms [338]. Vor endoskopischer Submukosadissektion von gastralen epithelialen Neoplasien durchgeführte Großzangenbiopsien führten im Vergleich zu konventionellen Zanngenbiopsien nicht zu einer signifikanten Verbesserung der diagnostischen Aussage. Dagegen verbesserte die Erhöhung der Anzahl durchgeführter Biopsien die diagnostische Genauigkeit [323].

Tabelle "Primärdiagnostik" fasst die diagnostischen Methoden in der Primärdiagnostik zusammen.

Tabelle 8: Primärdiagnostik

Komplette Ösophagogastroduodenoskopie

Bei Alarmsignalen für Neoplasie

Mit hochauflösender Videoendoskopie Zur Primärdiagnostik des Adenokarzinoms des Magens oder des ösophagogastralen Übergangs
Mit Magnifikation und virtueller Chromoendoskopie Zur Verbesserung der Detektionsrate und Therapieplanung
Biopsie
  • Aus suspekten Arealen
Ca. 8 Biopsien aus dem mutmaßlichen Tumor
Unterscheidung nach Low-Grade und High-Grade Dysplasie sowie Karzinom

4-Augen-Prinzip

Bei histologischer Diagnose jeder Dysplasie/Intraepithelialen Neoplasie

Bei nicht diagnostischer Histologie

Kurzfristig multiple Biopsien aus Rand und Zentrum makroskopisch tumorverdächtiger Läsionen oder endoskopische Resektion

Ebenso bei V.a. Linitis plastica

  • Bei therapeutischer Möglichkeit einer endoskopischen Resektion

Biopsieentnahme aus endoskopisch nicht vom Tumor befallener Magenschleimhaut

Zur Detektion Helicobacter-Infection und präneoplastische Konditionen 

(Sydney-System)

Endoskopische Ultraschalluntersuchung

Bei hochgradigem Verdacht auf eine Neoplasie und nicht diagnostischer Biopsie

Mit endosonographisch gestützter Materialgewinnung Zur primären Diagnosesicherung, wenn ausgiebige Biopsien in der ÖGD dies nicht erlauben

Literaturhinweise

[282] Vakil, N., Moayyedi, P., Fennerty, M. B., Talley, N. J., Limited value of alarm features in the diagnosis of upper gastrointestinal malignancy: systematic review and meta-analysis, Gastroenterology, 2006. 131(2): p. 390-401; quiz 659-60., http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16890592

[283] Lee, S. W., Chang, C. S., Yeh, H. J., Lien, H. C., Lee, T. Y., Peng, Y. C., The Diagnostic Value of Alarm Features for Identifying Types and Stages of Upper Gastrointestinal Malignancies, Gastroenterology Res, 2017. 10(2): p. 120-125., http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28496533

[284] Smyth, E. C., Verheij, M., Allum, W., Cunningham, D., Cervantes, A., Arnold, D., et.al. Gastric cancer: ESMO Clinical Practice Guidelines for diagnosis, treatment and follow-up, Ann Oncol, 2016. 27(suppl 5): p. v38-v49., http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27664260

[216] Vannella, L, Lahner, E, Osborn, J, Annibale, B, Systematic review: gastric cancer incidence in pernicious anaemia., Aliment Pharmacol Ther, 2013. 37 (4)(4): p. 375-82., https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/23216458/

[285] Weise, F, Vieth, M, Reinhold, D, Haybaeck, J, Goni, E, Lippert, H, et.al. Gastric cancer in autoimmune gastritis: A case-control study from the German centers of the staR project on gastric cancer research., United European Gastroenterol J, 2020. 8 (2)(2): p. 175-184., https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/32213076/

[286] Dekker, W., Tytgat, G. N., Diagnostic accuracy of fiberendoscopy in the detection of upper intestinal malignancy. A follow-up analysis, Gastroenterology, 1977. 73(4 Pt 1): p. 710-4., http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/892375

[287] Behrens, A., Labenz, J., Schuler, A., Schroder, W., Runzi, M., Steinmann, R. U., et.al. [How safe is sedation in gastrointestinal endoscopy? A multicentre analysis of 388,404 endoscopies and analysis of data from prospective registries of complications managed by members of the Working Group of Leading Hospital Gastroenterologists (ALGK)], Z Gastroenterol, 2013. 51(5): p. 432-6., http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23681895

[288] Riphaus, A., Wehrmann, T., Hausmann, J., Weber, B., von Delius, S., Jung, M., et.al. Update S3-guideline: "sedation for gastrointestinal endoscopy" 2014 (AWMF-register-no. 021/014), Z Gastroenterol, 2016. 54(1): p. 58-95., http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26751118

[289] Hu, Y. Y., Lian, Q. W., Lin, Z. H., Zhong, J., Xue, M., Wang, L. J., Diagnostic performance of magnifying narrow-band imaging for early gastric cancer: A meta-analysis, World J Gastroenterol, 2015. 21(25): p. 7884-94., http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26167089

[290] Zhang, Q., Wang, F., Chen, Z. Y., Wang, Z., Zhi, F. C., Liu, S. D., et.al. Comparison of the diagnostic efficacy of white light endoscopy and magnifying endoscopy with narrow band imaging for early gastric cancer: a meta-analysis, Gastric Cancer, 2016. 19(2): p. 543-52., http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25920526

[291] Ang, T. L., Pittayanon, R., Lau, J. Y., Rerknimitr, R., Ho, S. H., Singh, R., et.al. A multicenter randomized comparison between high-definition white light endoscopy and narrow band imaging for detection of gastric lesions, Eur J Gastroenterol Hepatol, 2015. 27(12): p. 1473-8., http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26426836

[292] Dutta, A. K., Sajith, K. G., Pulimood, A. B., Chacko, A., Narrow band imaging versus white light gastroscopy in detecting potentially premalignant gastric lesions: a randomized prospective crossover study, Indian J Gastroenterol, 2013. 32(1): p. 37-42., http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22983839

[293] So, J., Rajnakova, A., Chan, Y. H., Tay, A., Shah, N., Salto-Tellez, M., et.al. Endoscopic tri-modal imaging improves detection of gastric intestinal metaplasia among a high-risk patient population in Singapore, Dig Dis Sci, 2013. 58(12): p. 3566-75., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23996468

[294] Denzer, U., Beilenhoff, U., Eickhoff, A., Faiss, S., Huttl, P., In der Smitten, S., et.al. [S2k guideline: quality requirements for gastrointestinal endoscopy, AWMF registry no. 021-022], Z Gastroenterol, 2015. 53(12): p. E1-227., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26783975

[295] Asge Technology, Committee, Song, L. M., Adler, D. G., Conway, J. D., Diehl, D. L., Farraye, F. A., et.al. Narrow band imaging and multiband imaging, Gastrointest Endosc, 2008. 67(4): p. 581-9., http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18374021

[296] Committee, Asge Technology, Kwon, R. S., Adler, D. G., Chand, B., Conway, J. D., Diehl, D. L., et.al. High-resolution and high-magnification endoscopes, Gastrointest Endosc, 2009. 69(3 Pt 1): p. 399-407., http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19231483

[297] Zhao, Z., Yin, Z., Wang, S., Wang, J., Bai, B., Qiu, Z., et.al. Meta-analysis: The diagnostic efficacy of chromoendoscopy for early gastric cancer and premalignant gastric lesions, J Gastroenterol Hepatol, 2016. 31(9): p. 1539-45., http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26860924

[298] Hosokawa, O., Watanabe, K., Hatorri, M., Douden, K., Hayashi, H., Kaizaki, Y., Detection of gastric cancer by repeat endoscopy within a short time after negative examination, Endoscopy, 2001. 33(4): p. 301-5., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/11315889

[299] Okanobu, H., Hata, J., Haruma, K., Hara, M., Nakamura, K., Tanaka, S., et.al. Giant gastric folds: differential diagnosis at US, Radiology, 2003. 226(3): p. 686-90., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/12601220

[300] Cherqui, D., Soubrane, O., Laparoscopic Liver Resection: An Ongoing Revolution, Ann Surg, 2017. 265(5): p. 864-865., https://www.ingentaconnect.com/content/wk/sla/2017/00000265/00000005/art00019

[301] Chevret, S., Trinchet, J. C., Mathieu, D., Rached, A. A., Beaugrand, M., Chastang, C., A new prognostic classification for predicting survival in patients with hepatocellular carcinoma. Groupe d'Etude et de Traitement du Carcinome Hepatocellulaire, J Hepatol, 1999. 31(1): p. 133-41., https://www.journal-of-hepatology.eu/article/S0168-8278(99)80173-1/fulltext

[302] Chiu, C. C., Lee, K. T., Wang, J. J., Sun, D. P., Lee, H. H., Shi, H. Y., Health-Related Quality of Life before and after Surgical Resection of Hepatocellular Carcinoma: A Prospective Study, Asian Pac J Cancer Prev, 2018. 19(1): p. 65-72., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5844638/pdf/APJCP-19-65.pdf

[2] Porschen, R., Buck, A., Fischbach, W., Gockel, I., Gorling, U., Grenacher, L., et.al. S3-Leitlinie Diagnostik und Therapie der Plattenepithelkarzinome und Adenokarzinome des Ösophagus (Langversion 1.0–September 2015, AWMF-Registernummer: 021/023OL)., Z Gastroenterol, 2015. 53(11): p. 1288-347., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26562403

[140] Aktualisierte S2k-Leitlinie Helicobacter pylori und gastroduodenale Ulkuskrankheit der Deutschen Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS), Z Gastroenterol, 2022. 61 (5)(5): p. 544 - 606., https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/37146633/

[303] Pimenta-Melo, AR, Monteiro-Soares, M, Libânio, D, Dinis-Ribeiro, M, Missing rate for gastric cancer during upper gastrointestinal endoscopy: a systematic review and meta-analysis., Eur J Gastroenterol Hepatol, 2016. 28 (9)(9): p. 1041-9., https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/27148773/

[304] Kamran, U, Abbasi, A, Umar, N, Tahir, I, Brookes, MJ, Rutter, M, et.al. Umbrella systematic review of potential quality indicators for the detection of dysplasia and cancer at upper gastrointestinal endoscopy., Endosc Int Open, 2023. 11 (9)(9): p. E835-E848., https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/37719799/

[305] Kaye, P, Lindsay, D, Madhusudan, S, Vohra, R, Catton, J, Platt, C, et.al. Upper GI biopsies for adenocarcinoma - how many biopsies should endoscopists take?, Histopathology, 2019. 74 (6)(6): p. 959-963., https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/30592780/

[306] Tominaga, N, Gotoda, T, Hara, M, Hale, MD, Tsuchiya, T, Matsubayashi, J, et.al. Five biopsy specimens from the proximal part of the tumor reliably determine HER2 protein expression status in gastric cancer., Gastric Cancer, 2016. 19 (2)(2): p. 553-560., https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/25987463/

[307] Ahn, S, Ahn, S, Van Vrancken, M, Lee, M, Ha, SY, Lee, H, et.al. Ideal number of biopsy tumor fragments for predicting HER2 status in gastric carcinoma resection specimens., Oncotarget, 2015. 6 (35)(35): p. 38372-80., https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/26460823/

[308] Chotipanich, C., Kunawudhi, A., Promteangtrong, C., Tungsuppawattanakit, P., Sricharunrat, T., Wongsa, P., Diagnosis of Hepatocellular Carcinoma Using C11 Choline PET/CT: Comparison with F18 FDG, ContrastEnhanced MRI and MDCT, Asian Pac J Cancer Prev, 2016. 17(7): p. 3569-73., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27510010

[309] Pouw, RE, Barret, M, Biermann, K, Bisschops, R, Czakó, L, Gecse, KB, et.al. Endoscopic tissue sampling - Part 1: Upper gastrointestinal and hepatopancreatobiliary tracts. European Society of Gastrointestinal Endoscopy (ESGE) Guideline., Endoscopy, 2021. 53(11): p. 1174-1188., https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/34535035/

[310] Nishitani, M, Yoshida, N, Tsuji, S, Masunaga, T, Hirai, H, Miyajima, S, et.al. Optimal number of endoscopic biopsies for diagnosis of early gastric cancer., Endosc Int Open, 2019. 7 (12)(12): p. E1683-E1690., https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/31803818/

[311] Ortigão, R, Figueirôa, G, Frazzoni, L, Pimentel-Nunes, P, Hassan, C, Dinis-Ribeiro, M, et.al. Risk factors for gastric metachronous lesions after endoscopic or surgical resection: a systematic review and meta-analysis., Endoscopy, 2022. 54 (9)(9): p. 892-901., https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/35104897/

[312] Zhao, B, Zhang, J, Mei, D, Luo, R, Lu, H, Xu, H, et.al. Does Helicobacter pylori Eradication Reduce the Incidence of Metachronous Gastric Cancer After Curative Endoscopic Resection of Early Gastric Cancer: A Systematic Review and Meta-Analysis., J Clin Gastroenterol, 2020. 54 (3)(3): p. 235-241., https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/30829904/

[313] Lin, Y, Kawai, S, Sasakabe, T, Nagata, C, Naito, M, Tanaka, K, et.al. Effects of Helicobacter pylori eradication on gastric cancer incidence in the Japanese population: a systematic evidence review., Jpn J Clin Oncol, 2021. 51 (7)(7): p. 1158-1170., https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/33893508/

[314] Yue, H, Shan, L, Bin, L, The significance of OLGA and OLGIM staging systems in the risk assessment of gastric cancer: a systematic review and meta-analysis., Gastric Cancer, 2018. 21 (4)(4): p. 579-587., https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/29460004/

[315] WHO Classification of Tumours Editorial Board, Digestive System Tumours, 2019. Volume 1:, https://publications.iarc.fr/Book-And-Report-Series/Who-Classification-Of-Tumours/Digestive-System-Tumours-2019

[316] Akbari, M, Kardeh, B, Tabrizi, R, Ahmadizar, F, Lankarani, KB, Incidence Rate of Gastric Cancer Adenocarcinoma in Patients With Gastric Dysplasia: A Systematic Review and Meta-Analysis., J Clin Gastroenterol, 2019. 53 (10)(10): p. 703-710., https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/31415022/

[317] Vennalaganti, P., Kanakadandi, V., Goldblum, J. R., Mathur, S. C., Patil, D. T., Offerhaus, G. J., et.al. Discordance Among Pathologists in the United States and Europe in Diagnosis of Low-Grade Dysplasia for Patients With Barrett's Esophagus, Gastroenterology, 2017. 152(3): p. 564-570 e4., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27818167

[318] Langner, C, [Precursors of gastric cancer : Dysplasia and adenoma]., Pathologe, 2017. 38 (2)(2): p. 67-74., https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/28229187/

[319] Lim, H, Jung, HY, Park, YS, Na, HK, Ahn, JY, Choi, JY, et.al. Discrepancy between endoscopic forceps biopsy and endoscopic resection in gastric epithelial neoplasia., Surg Endosc, 2014. 28 (4)(4): p. 1256-62., https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/24310738/

[320] Pimentel-Nunes, P., Mourao, F., Veloso, N., Afonso, L. P., Jacome, M., Moreira-Dias, L., et.al. Long-term follow-up after endoscopic resection of gastric superficial neoplastic lesions in Portugal, Endoscopy, 2014. 46(11): p. 933-40., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25019970

[321] Zhao, G, Xue, M, Hu, Y, Lai, S, Chen, S, Wang, L, How Commonly Is the Diagnosis of Gastric Low Grade Dysplasia Upgraded following Endoscopic Resection? A Meta-Analysis., PLoS One, 2015. 10 (7)(7): p. e0132699., https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/26182344/

[222] Pimentel-Nunes, P, Libânio, D, Marcos-Pinto, R, Areia, M, Leja, M, Esposito, G, et.al. Management of epithelial precancerous conditions and lesions in the stomach (MAPS II): European Society of Gastrointestinal Endoscopy (ESGE), European Helicobacter and Microbiota Study Group (EHMSG), European Society of Pathology (ESP), and Sociedade Portuguesa de Endoscopia Digestiva (SPED) guideline update 2019., Endoscopy, 2019. 51 (4)(4): p. 365-388., https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/30841008/

[322] Kim, JL, Kim, SG, Lee, A, Choi, J, Chung, H, Cho, SJ, Long-term natural history after endoscopic resection for gastric dysplasia., Surg Endosc, 2021. 35 (9)(9): p. 5247-5255., https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/32989550/

[323] Jeon, H. K., Ryu, H. Y., Cho, M. Y., Kim, H. S., Kim, J. W., Park, H. J., et.al. A randomized trial to determine the diagnostic accuracy of conventional vs. jumbo forceps biopsy of gastric epithelial neoplasias before endoscopic submucosal dissection; open-label study, Gastric Cancer, 2014. 17(4): p. 661-8., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24337434

[324] Li, Z., Zuo, X. L., Yu, T., Gu, X. M., Zhou, C. J., Li, C. Q., et.al. Confocal laser endomicroscopy for in vivo detection of gastric intestinal metaplasia: a randomized controlled trial, Endoscopy, 2014. 46(4): p. 282-90., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24473908

[325] Tongtawee, T., Dechsukhum, C., Leeanansaksiri, W., Kaewpitoon, S., Kaewpitoon, N., Loyd, R. A., et.al. Improved Detection of Helicobacter pylori Infection and Premalignant Gastric Mucosa Using "Site Specific Biopsy": a Randomized Control Clinical Trial, Asian Pac J Cancer Prev, 2015. 16(18): p. 8487-90., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26745106

[326] Evans, E., Harris, O., Dickey, D., Hartley, L., Difficulties in the endoscopic diagnosis of gastric and oesophageal cancer, Aust N Z J Surg, 1985. 55(6): p. 541-4., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/3868990

[327] Yalamarthi, S., Witherspoon, P., McCole, D., Auld, C. D., Missed diagnoses in patients with upper gastrointestinal cancers, Endoscopy, 2004. 36(10): p. 874-9., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15452783

[328] Voutilainen, M. E., Juhola, M. T., Evaluation of the diagnostic accuracy of gastroscopy to detect gastric tumours: clinicopathological features and prognosis of patients with gastric cancer missed on endoscopy, Eur J Gastroenterol Hepatol, 2005. 17(12): p. 1345-9., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16292088

[329] Amin, A., Gilmour, H., Graham, L., Paterson-Brown, S., Terrace, J., Crofts, T. J., Gastric adenocarcinoma missed at endoscopy, J R Coll Surg Edinb, 2002. 47(5): p. 681-4., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/12463707

[330] Will, U., Zinsser, E., Raabe, G., Bosseckert, H., [Value of endosonography in diagnosis of diffusely growing stomach carcinomas], Z Gastroenterol, 1998. 36(2): p. 151-7., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/9544498

[331] Fujishima, H., Misawa, T., Chijiwa, Y., Maruoka, A., Akahoshi, K., Nawata, H., Scirrhous carcinoma of the stomach versus hypertrophic gastritis: findings at endoscopic US, Radiology, 1991. 181(1): p. 197-200., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/1653442

[332] Gines, A., Pellise, M., Fernandez-Esparrach, G., Soria, M. T., Mata, A., Membrillo, A., et.al. Endoscopic ultrasonography in patients with large gastric folds at endoscopy and biopsies negative for malignancy: predictors of malignant disease and clinical impact, Am J Gastroenterol, 2006. 101(1): p. 64-9., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16405535

[333] Songur, Y., Okai, T., Watanabe, H., Motoo, Y., Sawabu, N., Endosonographic evaluation of giant gastric folds, Gastrointest Endosc, 1995. 41(5): p. 468-74., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/7615225

[334] Avunduk, C., Navab, F., Hampf, F., Coughlin, B., Prevalence of Helicobacter pylori infection in patients with large gastric folds: evaluation and follow-up with endoscopic ultrasound before and after antimicrobial therapy, Am J Gastroenterol, 1995. 90(11): p. 1969-73., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/7485002

[335] Caletti, G., Fusaroli, P., Bocus, P., Endoscopic ultrasonography in large gastric folds, Endoscopy, 1998. 30 Suppl 1: p. A72-5., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/9765090

[336] Chung, Y. E., Kim, M. J., Park, Y. N., Choi, J. Y., Pyo, J. Y., Kim, Y. C., et.al. Varying appearances of cholangiocarcinoma: radiologic-pathologic correlation, Radiographics, 2009. 29(3): p. 683-700., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19448110

[337] Lam, E. C., Rego, R. R., Paquin, S. C., Chua, T. S., Raymond, G., Sahai, A. V., In patients referred for investigation because computed tomography suggests thickened gastric folds, endoscopic ultrasound is superfluous if gastroscopy is normal, Am J Gastroenterol, 2007. 102(6): p. 1200-3., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17319928

[338] Ciuni, R., Biondi, A., Grosso, G., Nunnari, G., Panascia, E., Randisi, L., et.al. Nutritional aspects in patient undergoing liver resection, Updates Surg, 2011. 63(4): p. 249-52., https://link.springer.com/content/pdf/10.1007/s13304-011-0121-4.pdf