Leitlinienprogramm OnkologieAnalkarzinom

11. Nachsorge – Analkarzinom

Version 1.2 · Dezember 2020 · AWMF 081/004OL
Leitlinienprogramm Onkologie · Deutsche Krebsgesellschaft · Deutsche Krebshilfe · AWMF

Kronberger, Saeed, Prott

11.1 · Konsensbasierte Empfehlung 2020

Allen Patient*innen mit Analkarzinom soll nach einer Behandlung in kurativer Intention eine protokollgesteuerte Nachsorge angeboten werden, nach Radiochemotherapie in Teams aus der klinischen Onkologie/Radiotherapie und der koloproktologischen Chirurgie/Proktologie.

Konsens
Starker Konsens
11.2 · Konsensbasierte Empfehlung 2020

Die regelmäßige Nachsorge soll nach erfolgreichem Therapieabschluss beginnen. Der erfolgreiche Therapieabschluss wird für verschiedene Patientengruppen wie folgt definiert: 

  • Histopathologisch gesicherte R0-Resektion in kurativer Intention 
  • Feststellung einer vollständigen Remission 26 Wochen nach Beginn einer Radiochemotherapie (siehe Kapitel Response-Beurteilung nach primärer Radiochemotherapie)
Konsens
Starker Konsens

Hintergrund 11.1 und 11.2

Die Nachsorge von Patient*innen mit Analkarzinom stellt einen integralen Bestandteil der Versorgung dar und dient der frühzeitigen Identifikation eines Rezidivs oder Progresses. Die Nachsorge beginnt unabhängig vom Krankheitsstadium mit erfolgreichem Abschluss einer Behandlung in kurativer Intention und beinhaltet die regelmäßige anamnestische, klinische-instrumentelle und bildgebende Untersuchung in definierten zeitlichen Abständen. Nach einer primären Radio-chemotherapie beginnt die Nachsorge nach der Feststellung einer vollständigen lokoregionalen Remission und somit 26 Wochen nach Beginn der Behandlung. Wichtig ist, nach einer primären Radiochemotherapie bis zur abschließenden Response-Beurteilung des lokoregionalen Ansprechens die im Kapitel „Response-Beurteilung nach primärer Radiochemotherapie“ ausgesprochenen Empfehlungen zu berücksichtigen. Nach histopathologisch gesicherter primärer R0-Exzision (Analrandkarzinom Stadium I, sowie ggf. auch Stadium II und Analkanalkarzinom Stadium I) oder nach histopathologisch gesicherter R0-Exzision im Rahmen einer abdominoperinealen Rektumexstirpation in kurativer Intention (Residual- oder Rezidivtumor nach primärer Therapie) schließt sich die Nachsorge unmittelbar an. 

11.3 · Konsensbasierte Empfehlung 2020

Die Nachsorge sollte über einen Zeitraum von fünf Jahren erfolgen.

Konsens
Konsens

Hintergrund 11.3

Alle Stadien zusammengefasst zeigt eine 8-12 Wochen nach Therapieende einsetzende Nachsorge, dass ein etwa bei 20-30% liegendes Rezidivrisiko vorliegt. Die Überlebensraten von Patient*innen sind nach Diagnose eines Analkarzinoms in der vorliegenden Literatur unterschiedlich und liegen zwischen 60% und 80% nach 3 bis 5 Jahren [176], [178], [217]. Das 5-Jahres-Überleben nach abdomino-perinealer Resektion bei persistierendem bzw. rezidivierendem Analkarzinom liegt zwischen 23% und 69% [218], [219], [220], [221], [222], [223]; in einem systematischen Review ergab sich hinsichtlich des 5-Jahres-Überlebens nach abdominoperinealer Resektion ein gewichtetes Median von 45% bei persistierendem Analkarzinom und von 51% bei rezidivierendem Analkarzinom [224]. Rezidivtumore können ab 0,3 cm mittels rekto-digitaler Untersuchung und/oder Bildgebung mit einer Sensitivität von 80-90% diagnostiziert werden. Die Heilungsraten liegen für Patient*innen mit lokalisierter Erkrankung bei über 80% [217].

Mit einer Validierung der Subklassifizierung von Stadium IIA und IIB der aktuellen 8. Ausgabe des TNM Staging Systems der ‚American Joint Committee on Cancer‘ (AJCC) mithilfe der Daten aus der ‚National Cancer Database‘ (NCDB) und dem ‚Surveillance, Epidemiology and End Results Programm‘ (SEER) zeigten sich die 5 Jahres Überlebensdaten bei Patienten mit Tumoren unter 5 cm (IIA) bei 69% bzw. 72% vs. 57% und 50% im Stadium IIB [67]. Darüber hinaus sind das Vorhandensein von palpablen lokoregionalen Lymphknoten und das männliche Geschlecht als prognostische Faktoren bezüglich der lokoregionären Kontrolle und des Gesamtüberlebens errechnet worden. Hautulzerationen, verringertes Hämoglobin und eine nachgewiesene HPV-Infektion sind ebenfalls mit dem Gesamtüberleben bzw. Krankheitsspezifischem Überleben assoziiert worden [71], [73].

Die Nachsorgeempfehlungen gelten ebenso für HIV-positive und anderweitig immunkompromittierte Patienten. Für HIV-positive Patienten hat sich gezeigt, dass bei CD4-Zellzählungen von mehr als 200 Zellen/µl eine hervorragende lokale Kontrolle besteht, die sich nicht von der in der Literatur beschriebenen Kontrolle für immunkompetente Patient*innen unterscheidet. Hier können bei intensiver loko-regionaler Kontrolle in dreimonatigem Abstand innerhalb der ersten zwei Jahre Gesamtüberlebensraten zwischen 72% und 87% für die Stadien I-III erreicht werden [225].

11.4 · Konsensbasierte Empfehlung 2020

Die Nachsorgeuntersuchungen sollen die Anamnese, klinisch-instrumentelle und bildgebende Untersuchungen umfassen; dabei kann das im Hintergrundtext dargestellte, risikoadaptierte Nachsorgeschema (siehe Tabelle 9) angewandt werden.

Konsens
Starker Konsens

Hintergrund 11.4

Das Nachsorge-Programm soll die Möglichkeiten zur Detektion von Fernmetastasen, Lokalrezidiven und langfristigen behandlungsbedingten Nebenwirkungen einschließen.

Von besonderer Bedeutung ist die digital-rektale Untersuchung. Es handelt sich hierbei um eine universell einsetzbare Methode, die selbst Laienuntersuchern nach einer entsprechenden Einführung die Möglichkeit gibt, Analkarzinom-Rezidive ab einem Durchmesser von 0,3 cm zu dedizieren [226]. Die initiale Beschreibung der Lokalisation und der Größe des Tumors (bei Diagnose und nach Bestrahlung) ist für die vergleichende Verlaufskontrolle hier von besonderer Bedeutung.

Die Proktoskopie sowie die starre Rektoskopie sind geeignet, um im Tastbefund festgestellte Lokalrezidive näher zu beurteilen und sind wichtige Verfahren der Früherkennung. Empfohlen wird die erste Untersuchung 3 Monate nach Therapieende, da jene Patient*innen, die ein frühes Rezidiv aufweisen, zumeist innerhalb der ersten 3-6 Monate durch eine regelmäßige Kontrolle auffallen [176], [178].

Der Einsatz der Bildgebung bei Patient*innen nach einer Radiochemotherapie ist nach wie vor umstritten, und es gibt nur begrenzte Daten in der Literatur zur Beurteilung der Tumorreaktion mit Hilfe von Bildgebungsverfahren. Überwachungsprotokolle scheinen angesichts der invasiven Erkrankung und damit auch potentiellen Metastasierung gerechtfertigt, die optionalen Frequenzen allerdings sind nach wie vor unklar.

Nachsorgeuntersuchungen können durch kernspintomographische Untersuchung ergänzt werden. Aufgrund des sehr guten Weichteilkontrastes und Diffusionsgewichtung kann mittels Magnetresonanztomographie (MRT) der Ersttumor mit zunehmender Größe gut detektiert werden. Moderne MR-Scanner mit verbessertem Gradienten und aktualisierter Software und Sequenzen sorgen für die beste Bildqualität. Die Auswahl des Hochfeldstärke-Magneten, ob 1,5T oder 3T, sollte für eine adäquate Bildgebung sorgen. Magnete mit geringer Feldstärke <1,5T und Magnete, die älter als 20 Jahre sind, sind nicht für hochauflösende analoge Bildgebung geeignet. Der endoanale Ultraschall ist in der Regel für kleine oberflächliche Läsionen (T1-Stadium) reserviert, da das kleinere Sichtfeld die Beurteilung von regionalen Strukturen und Lymphknoten einschränkt.

Die FDG-PET/CT wird in einigen Zentren sowohl für das Staging als auch für die Strahlentherapieplanung bei analen Karzinomen verwendet. Die derzeitigen Erkenntnisse zur Unterstützung dieser Praxis beschränken sich fast ausschließlich auf retrospektive Studien mit PET-Analysen von Scans, die zu sehr unterschiedlichen Zeitpunkten durchgeführt wurden. Die Rolle der FDG-PET/CT-Bildgebung in der Nachsorge ist umstritten, vor allem die Fragen nach dem Zeitpunkt der Durchführung und dessen Interpretation sind erst in zwei neueren prospektiven Studien mit kleinen Fallzahlen näher beleuchtet worden [122], [227], [228]. Kommt es zu einer Anreicherung von mehr als 25% im Bereich der Analregion nach der Therapie ist nach Ansicht der Autoren einer Studie ein Resttumor bzw. ein Rezidivtumor wahrscheinlich [227]. Vor allem bei Vorliegen von diagnostischen Vergleichsbildern kann eine FDG-PET/CT Fernmetastasen im Verlauf potentiell aufzeigen. Weitere Studien zur Evaluierung der Wertigkeit von metabolischen Tumoreigenschaften sowie die Klärung des optimalen Zeitpunkts der PET-Nachbehandlung werden hier allerdings noch benötigt.

Die Computertomographie (CT Körperstamm mit Kontrastmittel) ist analog der Nachsorge des tiefen Rektumkarzinoms geeignet, um Fernmetastasen (in etwa 10% der Fälle bei Analkarzinom) zu erkennen. Die Datenlage spricht gegen einen routinemäßigen Einsatz der Computertomographie, erscheint aber angesichts der Abflachung der Gesamtüberlebenskurven als auch lokoregionalen und Fernmetastasen-freien Überlebenskurven nach den ersten zwei Jahren bei Risikogruppen in den ersten beiden Jahren der Nachsorge sinnvoll. Als Risikogruppen können (aufgrund der im Vergleich zu Stadium I und IIa schlechteren Überlebenskurven) alle Patient*innen ab Stadium IIB und alle HIV-positiven sowie anderweitig immunkompromittierten Patient*innen (z.B. nach Organtransplantation) gesehen werden [67], [177].

Die Suche nach prognostischen Markern beim Analkarzinom befindet sich in einem frühen Stadium und lässt derzeit keine Empfehlung für einen bestimmten Marker in der Nachsorge zu [229].

Patient*innen mit einem HPV-assoziierten Karzinom in der Krankengeschichte konnten rezent in einem systemischen Review (32 Studien mit über 3,7 Mio Patient*innen) mit einem erhöhten Risiko für nachfolgende HPV-assoziierte Tumore beschrieben werden. Daher können regelmäßige gynäkologische Besuche mit zervikaler Zytologie und oropharyngeale Untersuchungen empfohlen werden, auch wenn anzumerken ist, dass es keinen Konsens über die Häufigkeit und Rolle von HPV-Tests in dieser Zielgruppe gibt [230].

Tabelle 6: Nachsorgeuntersuchungen bei Patient*innen mit Analkarzinom nach erfolgreichem Therapieabschluss einer Behandlung in kurativer Intention

Untersuchung

Monate nach erfolgreichem Therapieabschluss 

3

6

9

12

15

18

21

24

30     

36

42

48

54

60

Anamnese

X

X

X

X

(X)

X

(X)

X

(X)

X

(X)

X

(X)

X

Klinische Untersuchung inkl. inguinaler Palpation und digital-rektaler Untersuchung

X

X

X

X

(X)

X

(X)

X

(X)

X

(X)

X

(X)

X

Proktoskopie und ggf. Rektoskopie

X

X

X

X

(X)

X

(X)

X

(X)

X

(X)

X

(X)

X

MRT-Becken

 

(X)

 

X

 

 

 

X

 

(X)

 

(X)

 

 

CT-Thorax und -Abdomen mit Kontrastmittel(1)

 

X

 

 

 

(X)

 

 

(X)

 

 

 

 

 

Optional PET/CT*

 

(X)

 

 

 

(X)

 

 

(X)

 

 

 

 

 

Legende: Untersuchungen in Klammern sind für Patient*innen mit erhöhtem Risiko empfohlen. Dies umfasst alle Patient*innen mit Analkarzinom ab Stadium IIB sowie stadienunabhängig alle HIV-positiven und anderweitig immunkompromittierten Patient*innen. (1) gilt ab Stadium IIA, für Analrandkarzinome nach Radiochemotherapie und für Analkanalkarzinome unabhängig von der primären Therapie

*CAVE: Die PET-Untersuchung ist im Rahmen der Diagnostik bei Analkarzinomen nicht Gegenstand des Leistungskatalogs der gesetzlichen Krankenversicherung (Kostenübernahme nicht gesichert).

 

Literaturhinweise

[176] Ajani, J. A., Winter, K. A., Gunderson, L. L., Pedersen, J., Benson, A. B., 3rd, Thomas, C. R., Jr., et.al. Fluorouracil, mitomycin, and radiotherapy vs fluorouracil, cisplatin, and radiotherapy for carcinoma of the anal canal: a randomized controlled trial, JAMA, 2008. 299(16): p. 1914-21., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18430910

[178] James, Roger D., Glynne-Jones, Robert, Meadows, Helen M., Cunningham, David, Myint, Arthur Sun, Saunders, Mark P., et.al. Mitomycin or cisplatin chemoradiation with or without maintenance chemotherapy for treatment of squamous-cell carcinoma of the anus (ACT II): a randomised, phase 3, open-label, 2×2 factorial trial, The Lancet Oncology, 2013. 14(6): p. 516-524., https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/23578724/

[217] National Cancer, Institute, Surveillance, Epidemiology, End Results, Program, Cancer Stat Facts: Anal Cancer, 2019., https://seer.cancer.gov/statfacts/html/anus.html

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[220] Mullen, J. T., Rodriguez-Bigas, M. A., Chang, G. J., Barcenas, C. H., Crane, C. H., Skibber, J. M., et.al. Results of surgical salvage after failed chemoradiation therapy for epidermoid carcinoma of the anal canal, Ann Surg Oncol, 2007. 14(2): p. 478-83., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17103253

[221] Papaconstantinou, H. T., Bullard, K. M., Rothenberger, D. A., Madoff, R. D., Salvage abdominoperineal resection after failed Nigro protocol: modest success, major morbidity, Colorectal Dis, 2006. 8(2): p. 124-9., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16412072

[222] Roohipour, R., Patil, S., Goodman, K. A., Minsky, B. D., Wong, W. D., Guillem, J. G., et.al. Squamous-cell carcinoma of the anal canal: predictors of treatment outcome, Dis Colon Rectum, 2008. 51(2): p. 147-53., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18180997

[223] Stewart, D., Yan, Y., Kodner, I. J., Birnbaum, E., Fleshman, J., Myerson, R., et.al. Salvage surgery after failed chemoradiation for anal canal cancer: should the paradigm be changed for high-risk tumors?, J Gastrointest Surg, 2007. 11(12): p. 1744-51., https://link.springer.com/content/pdf/10.1007%2Fs11605-007-0232-x.pdf

[224] Ko, G., Sarkaria, A., Merchant, S. J., Booth, C. M., Patel, S. V., A systematic review of outcomes after salvage abdominoperineal resection for persistent or recurrent anal squamous cell cancer, Colorectal Dis, 2019. 21(6): p. 632-650., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/30689272

[67] Goffredo, P., Garancini, M., Robinson, T. J., Frakes, J., Hoshi, H., Hassan, I., A National-Level Validation of the New American Joint Committee on Cancer 8th Edition Subclassification of Stage IIA and B Anal Squamous Cell Cancer, Ann Surg Oncol, 2018. 25(6): p. 1654-1660., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/29572706

[71] Glynne-Jones, R., Sebag-Montefiore, D., Adams, R., Gollins, S., Harrison, M., Meadows, H. M., et.al. Prognostic factors for recurrence and survival in anal cancer: generating hypotheses from the mature outcomes of the first United Kingdom Coordinating Committee on Cancer Research Anal Cancer Trial (ACT I), Cancer, 2013. 119(4): p. 748-55., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23011911

[73] Bartelink, H., Roelofsen, F., Eschwege, F., Rougier, P., Bosset, J. F., Gonzalez, D. G., et.al. Concomitant radiotherapy and chemotherapy is superior to radiotherapy alone in the treatment of locally advanced anal cancer: results of a phase III randomized trial of the European Organization for Research and Treatment of Cancer Radiotherapy and Gastrointestinal Cooperative Groups, J Clin Oncol, 1997. 15(5): p. 2040-9., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/9164216

[225] Fraunholz, I., Weiss, C., Eberlein, K., Haberl, A., Rodel, C., Concurrent chemoradiotherapy with 5-fluorouracil and mitomycin C for invasive anal carcinoma in human immunodeficiency virus-positive patients receiving highly active antiretroviral therapy, Int J Radiat Oncol Biol Phys, 2010. 76(5): p. 1425-32., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19744801

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[122] Jones, M., Hruby, G., Solomon, M., Rutherford, N., Martin, J., The Role of FDG-PET in the Initial Staging and Response Assessment of Anal Cancer: A Systematic Review and Meta-analysis, Ann Surg Oncol, 2015. 22(11): p. 3574-81., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25652048

[227] Duimering, A., Riauka, T., Nijjar, Y., Ghosh, S., MacEwan, R., Warkentin, H., et.al. Prognostic utility of pre- and post-treatment FDG-PET parameters in anal squamous cell carcinoma, Radiother Oncol, 2019. 136: p. 21-28., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/31015125

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[177] Gunderson, L. L., Winter, K. A., Ajani, J. A., Pedersen, J. E., Moughan, J., Benson, A. B., 3rd, et.al. Long-term update of US GI intergroup RTOG 98-11 phase III trial for anal carcinoma: survival, relapse, and colostomy failure with concurrent chemoradiation involving fluorouracil/mitomycin versus fluorouracil/cisplatin, J Clin Oncol, 2012. 30(35): p. 4344-51., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23150707

[229] Lampejo, T., Kavanagh, D., Clark, J., Goldin, R., Osborn, M., Ziprin, P., et.al. Prognostic biomarkers in squamous cell carcinoma of the anus: a systematic review, Br J Cancer, 2010. 103(12): p. 1858-69., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21063399

[230] Gilbert, D. C., Wakeham, K., Langley, R. E., Vale, C. L., Increased risk of second cancers at sites associated with HPV after a prior HPV-associated malignancy, a systematic review and meta-analysis, Br J Cancer, 2019. 120(2): p. 256-268., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/30482913