Sayles 2016

Supportive Therapie · Version 2.1

Referenz

(Autor, Jahr, Journal)

Studientyp

 

Fallzahl n, Land, Zeitraum

 

Patienten-merkmale

Indikation, Alter, Geschlecht (m/w)

Intervention

Fallzahl n, Beschreibung der präventiven bzw. therapeutischen Maßnahme

Kontrolle

Fallzahl n, Beschreibung der präventiven Maßnahme bzw. therapeutischen Maßnahme

Zielgrößen

Primärer Endpunkt

Sekundäre(r) Endpunkt(e)

Primärer Endpunkt

Angaben für Intervention vs. Kontrolle

Sekundäre(r) Endpunkt(e)

Angaben für Intervention vs. Kontrolle

Finanzierung

Evidenzstufe

Bei Abwertung: Angabe von Gründen

Bewertung des Autors

Sayles C et al

2016

Oral Glutamine in Preventing treatment-related mucositis in adults with cancer: a systematic review

Nutrition in Clinical Practice 31(2)

 

Systematische Überfprüfung (Review)

 Fünfzehn publizierte Studien

 

10 prospektive und 5 retrospektive Studien

 

 

Anzahl der Patienten 1171

 

USA

 

Die Suche wurde durchgeführt am 30. Juli 2015

 

 

 

Verschieden Krebsarten

4 Studien Lungenkrebs

3 Studien Brustkrebs

3 Studien Kopf-Hals-Krebs

1 Studie Magen-Darm-Krebs

1 Studie hämatologische Tumore

1 Studie mit mehrerer solide Tumoren

1 Studie mit verschiedenen Tumoren

1 Studie ohne definierten  Tumorart

 

 

 

 

 

 

 

Antikrebsbehandlung bestand aus alleiniger Chemotherapie, alleiniger Strahlentherapie und die Kombination

 

10 Studien untersuchten nur orale Mukositis

4 Studien untersuchten Mukositis der Speiseröhre

1 Studie untersuchten beide

 

3 Studien wurden als Cross-Over-Studien konzipiert während die verbleibenden 12 ein paralleles Gruppendesign verwendeten

 

die kleinste Studie untersuchte 21 Patienten und die größte untersuchte 326 Patienten

 

 

Orale Glutamin

Verglichen mit Plazebo oder Mundhygiene

 

Verabreicht 0-7 Tag vor Chemotherapie oder Strahlentherapie

 

Dosierung der oralen Glutamin 30g/Tag in 3 Einzeldosen

 

8g/Tag in 2 Einzeldosen

 

10d/Tag als Einzeldosis

24g/Tag in 6 Dosen

16g/Tag in 4 Einzeldosen

 

Gemischt mit Flüssigkeit oder weiche Nahrung

 

 

 

 

Primärer Endpunkt:

 

Der Schweregrad der Mukositis wurde mit mehreren Bewertungsinstrumenten bewertet

Die Studien verwendeten die WHO-Skala und RTOG

 

2 Studien verwendeten NCI CTCAE

 

Erythem, Geschwüre, weiche/feste/flüssige Nahrung und essen/schlucken

 

 

Sekundärer Endpunkt

Andere subjektive oder von Patienten berichtete Maße umfassten Symptome wie Mundkomfort und leichtes Essen, maximaler Mukositisgrad und Schmerzscore gemäß einer numerischen Bewertungsskala

 

Weitere in Studien berichtete objektive Messgrößen sind Gewichtsveränderungen, Opioidkonsum, Krankenhausaufenthaltsdauer, Dauer der Nahrungsergänzung und die Anzahl der Patienten, die die Behandlung verzögern

 

Grad 4 Mukositis wurde in 6 Studien berichtet

4 Studien berichteten von einer geringeren Inzidenz in der Glutamingruppe im Vergleich zur Kontrollgruppe.  3 dieser 4 Studien berichteten von einer statistisch signifikanten Verbesserung mit Glutamin

 

2 Studien berichteten Grad 4 Mukositis it oralem Glutamin verglichen mit der Kontrollgruppe

 

Grad 3 Mukositis in 10 Studien

7 Studien zeigten eine statistisch signifikante Reduktion in der Gruppe mit oralem Glutamin im Vergleich zur Kontrollgruppe

 

3 verbliebene Studien zeigten vergleichbare Rate an Grad 3 Mukositis ohne Auswertung der statistischen Signifikanz

Grad

 

Grad 2 Mukositis in allen 11 Studien; 3 Studien mit signifikanter geringeren Inzidenz in der Glutamingruppe

 

 

signifikanter Rückgang der Gesamtinzidenz von Mukositis im Arm mit oralem Glutamin im Vergleich zur Kontrollgruppe (58% vs 100%, P= 0.51)

 

Verbesserung der Ulzerations-Score (0.23 vs 0.32, P= 0.13)

23.5% Verringerung der nasogastralen Nahrungszufuhr (P=.04)

 

Verzögerung der Behandlung wegen Mukositis in 2 Studien geringer in OG  (7.1% vs 20.8%, P= 0.4 und 13.6% vs 36.8%, P= 0.81)

 

Weniger Tagen der parenteralen Patienten-kontrollierten anlagetisch Morphine (5.22 vs 0.0 Tage, P= 0.002)

 

 

 

Keine Angaben

 

 

 

 

 

2a
Eingeschlossene Studien mit hoher Heterogenität, insbesondere im Hinblick auf die Patientenpopulationen und Tumorentitäten.
geringe Stichprobengröße der eingeschlossenen Studien - Mangel an statistischer Aussagekraft.
weitere Einschränkungen dieser Analyse:
inkonsistente Berichterstattung
Verwendung unterschiedlicher Messinstrumente
Verwendung unterschiedlicher Glutamindosierungen