Leitlinienprogramm OnkologieSpeicheldrüsentumoren

1. Informationen zu dieser Leitlinie – Speicheldrüsentumoren

Version 1.0 · Juli 2025 · AWMF 007-102OL
Leitlinienprogramm Onkologie · Deutsche Krebsgesellschaft · Deutsche Krebshilfe · AWMF

1.1 Herausgeber

Leitlinienprogramm Onkologie der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e.V. (AWMF), Deutschen Krebsgesellschaft e.V. (DKG) und Stiftung Deutsche Krebshilfe (DKH).

1.2 Federführende Fachgesellschaft(en)

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie (DGHNO-KHC)

Deutsche Gesellschaft für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie (DGMKG)

1.3 Finanzierung der Leitlinie

Diese Leitlinie wurde von der Deutschen Krebshilfe im Rahmen des Leitlinienprogramms Onkologie gefördert.

1.4 Kontakt

Office Leitlinienprogramm Onkologie
c/o Deutsche Krebsgesellschaft e. V.
Kuno-Fischer-Straße 8
14057 Berlin

leitlinienprogramm@krebsgesellschaft.de
www.leitlinienprogramm-onkologie.de

 

1.5 Zitierweise

Leitlinienprogramm-Onkologie (Deutsche Krebsgesellschaft, Deutsche Krebshilfe, AWMF): S3-Leitlinie Diagnostik und Therapie von Speicheldrüsentumoren des Kopfes, Langversion 1.0, 2025, AWMF-Registernummer 007-102OL, https://www.leitlinienprogramm-onkologie.de/leitlinien/speicheldruesentumoren-des-kopfes

1.6 Besonderer Hinweis

Die Medizin unterliegt einem fortwährenden Entwicklungsprozess, sodass alle Angaben, insbesondere zu diagnostischen und therapeutischen Verfahren, immer nur dem Wissensstand zur Zeit der Drucklegung der Leitlinie entsprechen können. Hinsichtlich der angegebenen Empfehlungen zur Therapie und der Auswahl sowie Dosierung von Medikamenten wurde die größtmögliche Sorgfalt beachtet. Gleichwohl werden die Benutzer aufgefordert, die Beipackzettel und Fachinformationen der Hersteller zur Kontrolle heranzuziehen und im Zweifelsfall einen Spezialisten zu konsultieren. Fragliche Unstimmigkeiten sollen bitte im allgemeinen Interesse der OL-Redaktion mitgeteilt werden.

Der Benutzer selbst bleibt verantwortlich für jede diagnostische und therapeutische Applikation, Medikation und Dosierung.

In dieser Leitlinie sind eingetragene Warenzeichen (geschützte Warennamen) nicht besonders kenntlich gemacht. Es kann also aus dem Fehlen eines entsprechenden Hinweises nicht geschlossen werden, dass es sich um einen freien Warennamen handelt.

Das Werk ist in allen seinen Teilen urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der Bestimmung des Urhebergesetzes ist ohne schriftliche Zustimmung der OL-Redaktion unzulässig und strafbar. Kein Teil des Werkes darf in irgendeiner Form ohne schriftliche Genehmigung der OL-Redaktion reproduziert werden. Dies gilt insbesondere für Vervielfältigungen, Übersetzungen, Mikroverfilmungen und die Einspeicherung, Nutzung und Verwertung in elektronischen Systemen, Intranets und dem Internet. 

Redaktioneller Hinweis

Im Rahmen der Erstellung der Leitliniendokumente wurde auf die Verwendung einer geschlechtersensiblen und inklusiven Sprache geachtet (z.B. Patient*innen). In Einzelfällen wurde zur Verbesserung des Leseflusses auf die Verwendung einer geschlechter-neutralen Darstellung verzichtet; in diesen Fällen bezieht die generische Verwendung des männlichen Geschlechts alle Geschlechter mit ein (z.B. „Patientenzielgruppe“, „Patientenvertreter“, „Patientenleitlinie“, „Expertenbewertung“). In Fällen geschlechterspezifischer Aussagen findet sich eine entsprechende Kennzeichnung z.B. „männliche Patienten“).

1.7 Ziele des Leitlinienprogramms Onkologie

Die Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e.V., die Deutsche Krebsgesellschaft e.V. und die Stiftung Deutsche Krebshilfe haben sich mit dem Leitlinienprogramm Onkologie (OL) das Ziel gesetzt, gemeinsam die Entwicklung und Fortschreibung und den Einsatz wissenschaftlich begründeter und praktikabler Leitlinien in der Onkologie zu fördern und zu unterstützen. Die Basis dieses Programms beruht auf den medizinisch-wissenschaftlichen Erkenntnissen der Fachgesellschaften und der DKG, dem Konsens der medizinischen Fachexperten, Anwender und Patienten sowie auf dem Regelwerk für die Leitlinienerstellung der AWMF und der fachlichen Unterstützung und Finanzierung durch die Deutsche Krebshilfe. Um den aktuellen Stand des medizinischen Wissens abzubilden und den medizinischen Fortschritt zu berücksichtigen, müssen Leitlinien regelmäßig überprüft und fortgeschrieben werden. Die Anwendung des AWMF-Regelwerks soll hierbei Grundlage zur Entwicklung qualitativ hochwertiger onkologischer Leitlinien sein. Da Leitlinien ein wichtiges Instrument der Qualitätssicherung und des Qualitätsmanagements in der Onkologie darstellen, sollten sie gezielt und nachhaltig in den Versorgungsalltag eingebracht werden. So sind aktive Implementierungsmaßnahmen und auch Evaluationsprogramme ein wichtiger Bestandteil der Förderung des Leitlinienprogramms Onkologie. Ziel des Programms ist es, in Deutschland professionelle und mittelfristig finanziell gesicherte Voraussetzungen für die Entwicklung und Bereitstellung hochwertiger Leitlinien zu schaffen. Denn diese hochwertigen Leitlinien dienen nicht nur dem strukturierten Wissenstransfer, sondern können auch in der Gestaltung der Strukturen des Gesundheitssystems ihren Platz finden. Zu erwähnen sind hier evidenzbasierte Leitlinien als Grundlage zum Erstellen und Aktualisieren von Disease Management Programmen oder die Verwendung von aus Leitlinien extrahierten Qualitätsindikatoren im Rahmen der Zertifizierung von Organtumorzentren.

1.8 Weitere Dokumente zu dieser Leitlinie

Bei diesem Dokument handelt es sich um die Langversion der S3-Leitlinie Speicheldrüsentumoren. Neben der Langversion wird es folgende ergänzende Dokumente zu dieser Leitlinie geben:

  • Kurzversion der Leitlinie
  • Foliensatz
  • Laienversion (Patientenleitlinie)
  • Leitlinienreport zum Erstellungsprozess der Leitlinie
  • Evidenztabellen (ggf. als separates Dokument, sonst im Leitlinienreport)

Diese Leitlinie und alle Zusatzdokumente sind über die folgenden Seiten zugänglich.

1.9 Zusammensetzung der Leitliniengruppe

1.9.1 Koordination und Redaktion

Leitlinien-Koordination:
Prof. Dr. Dr. Max Heiland 

Prof. Dr. Orlando Guntinas-Lichius
 

Leitlinien-Sekretariat
Prof. Dr. Dr. Benedicta Beck-Broichsitter

1.9.2 Beteiligte Fachgesellschaften und Organisationen

In Tabelle 1 sind die an der Leitlinienerstellung beteiligten medizinischen Fachgesellschaften und sonstigen Organisationen sowie deren mandatierte Vertreter aufgeführt.

Tabelle 1: Beteiligte Fachgesellschaften und Organisationen

Beteiligte Fachgesellschaften und OrganisationenMandatsträger
Arbeitsgemeinschaft für Oral- und Kieferchirurgie (AGOKi)Dr. Christopher Nobis
Arbeitsgemeinschaft Radiologische Onkologie in der DKG (ARO)PD Dr. Alexandra Desiree Jensen
Prof. Dr. Marc Münter
Berufsverband der Ärzte für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie (BVMKG)Prof. Dr. Dr. Tobias Ettl
Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie (DGHNO-KHC)Prof. Dr. Heiner Iro
Prof. Dr. Dirk Beutner
Prof. Dr. Orlando Guntinas-Lichius
Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie (DGHO)PD Dr. Konrad Klinghammer
Deutsche Gesellschaft für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie (DGMKG)Prof. Dr. Dr. Max Heiland
Deutsche Gesellschaft für Neurochirurgie (DGNC)Prof. Dr. Dr. Florian Ebner
Deutsche Gesellschaft für Nuklearmedizin (DGN)Prof. Dr. Egbert Nitzsche
Deutsche Gesellschaft für Pathologie (DGP)Prof. Dr. Stephan Ihrler
Deutsche Gesellschaft für Radioonkologie (DEGRO)PD Dr. Marlen Haderlein
Prof. Dr. Andrea Wittig
Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM)PD Dr. Naglaa Mansour
Prof. Dr. Michael Koch
Deutsche Röntgengesellschaft (DRG)Prof. Dr. Thomas J. Vogl
Prof. Dr. Sönke Langner
Deutscher Berufsverband der Hals-Nasen-OhrenärzteProf. Dr. Jürgen Ußmüller
Eingeladene Fachexperten (ohne Stimmrecht)PD Dr. Konstantinos Mantsopoulos
Gesellschaft für Pädiatrische Onkologie und Hämatologie (GPOH)PD Dr. Ines Brecht
Prof. Dr. Dominik Schneider
Interdisziplinärer Arbeitskreis für Oralpathologie und Oralmedizin (AKOPOM)PD Dr. Stephan Schwarz-Furlan
Koordination und RedaktionProf. Dr. Dr. Benedicta Beck-Broichsitter
Selbsthilfe-Netzwerk Kopf-Hals-M.U.N.D-KrebsBernward Kirchner
Gunthard Kissinger

Die Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde  (DGZMK) war über Ihre Arbeitskreise AGOKi und AKOPOM an der Leitlinie beteiligt.

Außerdem wurden folgende Fachgesellschaften für den Leitlinienprozess angeschrieben:

  • Deutsch-Österreichisch-Schweizerischer Arbeitskreis für Tumore im Gesichtsbereich
  • Deutsche Schmerzgesellschaft
  • Deutscher Bundesverband für Logopädie
  • Arbeitsgemeinschaft für Psychoonkologie in der deutschen Krebsgesellschaft

 Diese haben jedoch keine Vertretenden benannt.

1.9.3 Arbeitsgruppen

Tabelle 2: Arbeitsgruppen

Arbeitsgruppe

Mitglieder der Arbeitsgruppe (AG-Leiter fett markiert)

Diagnostik

Sönke Langner, Naglaa Mansour, Thomas J. Vogl, Dirk Beutner, Stephan Ihrler, Egbert Nitzsche, Stephan Schwarz-Furlan, Naglaa Mansour, Michael Koch, Christopher Nobis, Heiner Iro, Gunthard Kissinger, Bernward Kirchner

Therapie

Andrea Wittig, Max Heiland, Tobias Ettl, Heiner Iro, Jürgen Ußmüller, Florian Ebner, Marlen Haderlein, Marc Münter, Konrad Klinghammer, Michael Koch, Naglaa Mansour, Konstantinos Mantsopoulos, René Mathieu

Nachsorge

Orlando Guntinas-Lichius, Jürgen Ußmüller, Thomas J. Vogl, Sönke Langner, Tobias Ettl, Alexandra Desiree Jensen, Michael Koch, Naglaa Mansour, Konstantinos Mantsopoulos

Qualitätsindikatoren

Gunthard Kissinger, Max Heiland, Sönke Langner, Martin Utzig, Markus Follmann, Monika Nothacker, Kees Kleihues-van Tol, Markus Schirmer

1.9.4 Patientenbeteiligung

Die Mitarbeit von Patientenvertretern wurde bei

  • Tulpe e.V.
  • Kopf-Hals-MUND-Krebs e.V.

Kopf-Hals-MUND-Krebs e.V. benannte Bernward Kirchner, der leider im Laufe des Erstellungsprozesses verstorben ist. Als Vertreter wurde Gunthard Kissinger benannt und nahm als abstimmungsberechtigtes Mitglied an den Konsensuskonferenzen teil.  

1.9.5 Methodische Begleitung

  1. Durch das Leitlinienprogramm Onkologie:
    1. Dr. Markus Follmann, MPH, MSc
    2. Dipl. Soz.Wiss. Thomas Langer
  2. Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e.V. (AWMF)
    1. Dr. Susanne Blödt
  3. Durch externe Auftragnehmer:
    1. Clinical Guideline Services (cgs-User Group) - Dr. Paul Freudenberger: Literaturrecherchen und Evidenzbewertungen
    2. Bereich Zertifizierung der Deutschen Krebsgesellschaft - Dr. Martin Utzig - Erstellung der Qualitätsindikatoren

1.10 Abkürzungsverzeichnis

Tabelle 3: Abkürzungen

AbkürzungenErläuterungen
AUC

Area under the curve

bds

beiderseits

BMI

Body-Mass-Index

CT

Computertomographie

EG

Empfehlungsgrad, A=starke Empfehlung, B=Empfehlung, C= offene Empfehlung

FDG

Fluordesoxyglucose

FNA

Feinnadelaspiration

FNAB

Feinnadelaspirationsbiopsie

FNAC

Feinnadelaspirationszytologie

FNB

Feinnadelbiopsie

FNC

Feinnadelaspirationszytologie

Gl.

Glandula

IMRT

intensitätsmodulierte Radiotherapie

KKP

Klinischer Konsenspunkt

LL

Leitlinie

LoE

Level of Evidence

MRT

Magnetresonanztomographie

N.

Nervus

NICE

National Institute for Health and Care Excellence

OP

Operation

PET

Positronen-Emissions-Tomographie

PPV

positiver prädiktiver Wert / positive predictive value

QoL

Quality of life

RR

Relatives Risiko

SIGN

Scottish Intercollegiate Guidelines Network

ST

Statement

VMAT

volumenadaptierte Strahlentherapie (engl.: volumetric modulated arc therapy)

WHO

World Health Organization / Welt-Gesundheitsorganisation

ECS

extracapsular spread

ACC

Adenoidzystisches Karzinom

CR

complete remission/response

CTV

Clinical target volume

LAG

Lymphabflussgebiet

mOS

Medianes Gesamtüberleben

PFS

progressionsfreies Überleben (engl.: progression-free survival)

PTV

Planungszielvolumen (planning target volume)