1. Informationen zu dieser Leitlinie – Nierenzellkarzinom
1.1 Herausgeber
Leitlinienprogramm Onkologie der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e. V. (AWMF), Deutschen Krebsgesellschaft e. V. (DKG) und der Stiftung Deutsche Krebshilfe (DKH).
1.2 Federführende Fachgesellschaft(en)
Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie (DGHO)
Deutsche Gesellschaft für Urologie (DGU)
1.3 Finanzierung der Leitlinie
Diese Leitlinie wurde von der Deutschen Krebshilfe im Rahmen des Leitlinienprogramms Onkologie gefördert.
1.4 Kontakt
Office Leitlinienprogramm Onkologie
c/o Deutsche Krebsgesellschaft e. V.
Kuno-Fischer-Straße 8
14057 Berlin
leitlinienprogramm@krebsgesellschaft.de
www.leitlinienprogramm-onkologie.de
1.5 Zitierweise
Leitlinienprogramm-Onkologie (Deutsche Krebsgesellschaft, Deutsche Krebshilfe, AWMF): S3-Leitlinie Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Nierenzellkarzinoms, Langversion 5.0, 2024, AWMF-Registernummer 043-017OL, https://www.leitlinienprogramm-onkologie.de/leitlinien/nierenzellkarzinom/
1.6 Bisherige Änderungen an der Version 5.0
1.7 Besonderer Hinweis
Die Medizin unterliegt einem fortwährenden Entwicklungsprozess, sodass alle Angaben, insbesondere zu diagnostischen und therapeutischen Verfahren, immer nur dem Wissensstand zur Zeit der Drucklegung der Leitlinie entsprechen können. Hinsichtlich der angegebenen Empfehlungen zur Therapie und der Auswahl sowie Dosierung von Medikamenten wurde die größtmögliche Sorgfalt beachtet. Gleichwohl werden die Benutzer aufgefordert, die Beipackzettel und Fachinformationen der Hersteller zur Kontrolle heranzuziehen und im Zweifelsfall einen Spezialisten zu konsultieren. Fragliche Unstimmigkeiten sollen bitte im allgemeinen Interesse der OL-Redaktion mitgeteilt werden.
Der Benutzer selbst bleibt verantwortlich für jede diagnostische und therapeutische Applikation, Medikation und Dosierung.
In dieser Leitlinie sind eingetragene Warenzeichen (geschützte Warennamen) nicht besonders kenntlich gemacht. Es kann also aus dem Fehlen eines entsprechenden Hinweises nicht geschlossen werden, dass es sich um einen freien Warennamen handelt.
Das Werk ist in allen seinen Teilen urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der Bestimmung des Urhebergesetzes ist ohne schriftliche Zustimmung der OL-Redaktion unzulässig und strafbar. Kein Teil des Werkes darf in irgendeiner Form ohne schriftliche Genehmigung der OL-Redaktion reproduziert werden. Dies gilt insbesondere für Vervielfältigungen, Übersetzungen, Mikroverfilmungen und die Einspeicherung, Nutzung und Verwertung in elektronischen Systemen, Intranets und dem Internet.
1.8 Ziele des Leitlinienprogramms Onkologie
Die Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e. V., die Deutsche Krebsgesellschaft e. V. und die Stiftung Deutsche Krebshilfe haben sich mit dem Leitlinienprogramm Onkologie (OL) das Ziel gesetzt, gemeinsam die Entwicklung und Fortschreibung und den Einsatz wissenschaftlich begründeter und praktikabler Leitlinien in der Onkologie zu fördern und zu unterstützen. Die Basis dieses Programms beruht auf den medizinisch-wissenschaftlichen Erkenntnissen der Fachgesellschaften und der DKG, dem Konsens der medizinischen Fachexperten, Anwender und Patienten sowie auf dem Regelwerk für die Leitlinienerstellung der AWMF und der fachlichen Unterstützung und Finanzierung durch die Deutsche Krebshilfe. Um den aktuellen Stand des medizinischen Wissens abzubilden und den medizinischen Fortschritt zu berücksichtigen, müssen Leitlinien regelmäßig überprüft und fortgeschrieben werden. Die Anwendung des AWMF-Regelwerks soll hierbei Grundlage zur Entwicklung qualitativ hochwertiger onkologischer Leitlinien sein. Da Leitlinien ein wichtiges Instrument der Qualitätssicherung und des Qualitätsmanagements in der Onkologie darstellen, sollten sie gezielt und nachhaltig in den Versorgungsalltag eingebracht werden. So sind aktive Implementierungsmaßnahmen und auch Evaluationsprogramme ein wichtiger Bestandteil der Förderung des Leitlinienprogramms Onkologie. Ziel des Programms ist es, in Deutschland professionelle und mittelfristig finanziell gesicherte Voraussetzungen für die Entwicklung und Bereitstellung hochwertiger Leitlinien zu schaffen. Denn diese hochwertigen Leitlinien dienen nicht nur dem strukturierten Wissenstransfer, sondern können auch in der Gestaltung der Strukturen des Gesundheitssystems ihren Platz finden. Zu erwähnen sind hier evidenzbasierte Leitlinien als Grundlage zum Erstellen und Aktualisieren von Disease-Management-Programmen oder die Verwendung von aus Leitlinien extrahierten Qualitätsindikatoren im Rahmen der Zertifizierung von Organtumorzentren.
1.9 Weitere Dokumente zu dieser Leitlinie
Bei diesem Dokument handelt es sich um die Langversion der S3-Leitlinie Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Nierenzellkarzinoms. Neben der Langversion wird es folgende ergänzende Dokumente zu dieser Leitlinie geben:
- Kurzversion der Leitlinie
- Laienversion (Patientenleitlinie)
- Leitlinienreport
- ggf. Evidenzberichte
- Foliensatz
Diese Leitlinie und alle Zusatzdokumente sind über die folgenden Seiten zugänglich.
- Leitlinienprogramm Onkologie (https://www.leitlinienprogramm-onkologie.de/leitlinien/nierenzellkarzinom/)
- AWMF (https://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/043-017OL.html)
- Guidelines International Network (www.g-i-n.net)
Frühere Versionen der Leitlinie sowie der Zusatzdokumente (Leitlinienreport, Evidenztabellen, ggf. Evidenzberichte) sind im Leitlinienarchiv aufgeführt.
Die Leitlinie ist außerdem in der App des Leitlinienprogramms Onkologie enthalten.
Weitere Informationen unter: https://www.leitlinienprogramm-onkologie.de/app
1.10 Zusammensetzung der Leitliniengruppe
1.10.1 Koordination und Redaktion
Prof. Dr. Christian Doehn, Lübeck, Urologikum Lübeck
Prof. Dr. Susanne Krege, Essen, Kliniken Essen Mitte
Leitliniensekretariat (Organisation, Management, Sekretariat):
Frau Heidrun Rexer (MeckEvidence, Schwarz)
1.10.2 Beteiligte Fachgesellschaften und Organisationen
In Tabelle 1 sind die an der Leitlinienerstellung beteiligten medizinischen Fachgesellschaften und sonstigen Organisationen sowie deren mandatierte Vertreter aufgeführt.
Tabelle 1: Beteiligte Fachgesellschaften und Organisationen
| Beteiligte Fachgesellschaften und Organisationen | Mandatsträger |
|---|---|
| Arbeitsgemeinschaft erbliche Tumorerkrankungen in der DKG (AET) | Prof. Dr. Roman-Ulrich Müller |
| Arbeitsgemeinschaft für Psychoonkologie in der DKG (PSO) | Dr. Andreas Ihrig |
| Arbeitsgemeinschaft Internistische Onkologie in der DKG (AIO) | Prof. Dr. Lothar Bergmann Dr. Thomas Gauler Prof. Dr. Viktor Grünwald |
| Arbeitsgemeinschaft onkologische Pathologie in der DKG (AOP) | Prof. Dr. Arndt Hartmann Prof. Dr. Holger Moch |
| Arbeitsgemeinschaft Onkologische Rehabilitation und Sozialmedizin in der DKG (AGORS) | Prof. Dr. Chris Protzel |
| Arbeitsgemeinschaft Onkologische Thoraxchirurgie in der DKG (AOT) | Prof. Dr. Joachim Pfannschmidt |
| Arbeitsgemeinschaft Palliativmedizin in der DKG (APM) | Prof. Dr. Theodor Klotz PD Dr. Sebastian Fetscher |
| Arbeitsgemeinschaft Prävention und integrative Medizin in der Onkologie in der DKG (PRiO) | Dr. Christoph Stoll |
| Arbeitsgemeinschaft Radiologische Onkologie in der DKG (ARO) | Dr. Steffen Appold |
| Arbeitsgemeinschaft Rehabilitation urologischer und nephrologischer Erkrankungen der DGU (AKR) | Dr. Ingo Knop |
| Arbeitsgemeinschaft Supportive Maßnahmen in der Onkologie in der DKG (AGSMO) | PD Dr. Martin Raida |
| Arbeitsgemeinschaft Tumorklassifikation in der Onkologie der DKG (ATO) | Prof. Dr. Christian Wittekind |
| Arbeitsgemeinschaft Urologische Onkologie der Deutschen Krebsgesellschaft (AUO) | Prof. Dr. Jürgen Gschwend Prof. Dr. Jens Bedke |
| Berufsverband der Deutschen Urologie (BvDU) | Dr. Bernt Göckel-Beining |
| Berufsverband der Niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte für Hämatologie und Medizinische Onkologie in Deutschland (BNHO) | Dr. Gerald Gehbauer |
| Berufsverband Deutscher Pathologinnen und Pathologen (BDP) | Prof. Dr. Glen Kristiansen Prof. Dr. Arndt Hartmann Prof. Dr. Holger Moch |
| Berufsverband Deutscher Strahlentherapeuten (BVDST) | Prof. Dr. Oliver Micke |
| Dachverband für Technologen/-innen und Analytiker/-innen in der Medizin Deutschland | Christiane Maschek |
| Deutsche Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin (DGAUM) | Prof. Dr. Klaus Golka |
| Deutsche Gesellschaft für Humangenetik (GfH) | Prof. Dr. Jochen Decker |
| Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie (DGHO) | Prof. Dr. Lothar Bergmann Dr. Thomas Gauler Prof. Dr. Viktor Grünwald |
| Deutsche Gesellschaft für Nephrologie (DGfN) | Prof. Dr. Kerstin Amann |
| Deutsche Gesellschaft für Nuklearmedizin (DGN) | Prof. Dr. Jörg Kotzerke |
| Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) | Prof. Dr. Björn Volkmer |
| Deutsche Gesellschaft für Pathologie (DGP) | Prof. Dr. Glen Kristiansen Prof. Dr. Arndt Hartmann Prof. Dr. Holger Moch |
| Deutsche Gesellschaft für Radioonkologie (DEGRO) | Prof. Dr. Juliane Hörner-Rieber |
| Deutsche Gesellschaft für Thoraxchirurgie (DGT) | Prof. Dr. Joachim Pfannschmidt PD Dr. Steffen Welter |
| Deutsche Gesellschaft für Urologie (DGU) | Prof. Dr. Susanne Krege Prof. Dr. Christian Doehn |
| Deutsche Röntgengesellschaft (DRG) | Prof. Dr. Peter Hallscheidt |
| Eingeladene Fachexperten (ohne Stimmrecht) | Prof. Dr. Axel Bex Dr. Zoltan Varga Prof. Dr. Hans Roland Dürr Dr. Ekkehard Ost Prof. Dr. Heiko Wunderlich Prof. Dr. Marcus Schenck PD Dr. Philipp Ivanyi |
| Interdisziplinäre Arbeitsgruppe Nierenzellkarzinom (IAG-N) | PD Dr. Bernhard Brehmer Prof. Dr. Christian Eichelberg PD. Dr. Manfred Johannsen PD Dr. Jon Jones Prof. Dr. Max Scheulen Prof. Dr. Michael Staehler Prof. Dr. Steffen Weikert Prof. Dr. Kerstin Junker Prof. Dr. Jan Roigas Prof. Dr. Barbara Seliger Prof. Dr. Stefan Siemer Prof. Dr. Thomas Steiner |
| Konferenz Onkologischer Kranken- und Kinderkrankenpflege in der DKG (KOK) | Kerstin Paradies |
| Methodik, Koordination | Dipl.-Soz.Wiss. Thomas Langer Dr. Markus Follmann Dr. Franziska Wolff Heidrun Rexer Dr. Julia Lackner Dr. Monika Nothacker |
| Selbsthilfegruppe Nierenkrebs-Netzwerk Deutschland | Sandra Wacker |
| Verein VHL (von Hippel-Lindau) betroffener Familien | Dagmar Rath |
Die Arbeitsgemeinschaft Chirurgische Onkologie (CAO) der Deutschen Krebsgesellschaft wurde ebenfalls angefragt, benannte aber keinen Vertreter. Der Deutsche Verband für Physiotherapie (ZVK) e. V. hat seine Mitarbeit an der Leitlinie in 2023 beendet.
An der Erarbeitung dieser S3-Leitlinie waren zu einzelnen Aspekten mit sozialmedizinischer Relevanz Ärztinnen und Ärzte des Kompetenz-Centrums Onkologie der Medizinischen Dienste beratend beteiligt.
1.10.3 Arbeitsgruppen
Für die Bearbeitung der unterschiedlichen Themenkomplexe wurden insgesamt elf Arbeitsgruppen gebildet. Die Mitglieder der jeweiligen Arbeitsgruppen sind in der folgenden Tabelle aufgeführt.
Tabelle 2: Arbeitsgruppen
|
Arbeitsgruppe |
Mitglieder der Arbeitsgruppe (AG-Leiter fett markiert) |
|
AG 1-Epidemiologie, Risikofak-toren, Prävention und Früherkennung |
Steffen Weikert, Bernt Göckel-Beining, Christoph Stoll, Kerstin Junker, Dagmar Rath, Roman-Ulrich Müller, Klaus Golka |
|
AG 2-Diagnostik, Prognosemarker und -scores (klinisch, molekular) |
Kerstin Junker, Kerstin Amann, Christian Eichelberg, Peter Hallscheidt, Arndt Hartmann, Holger Moch, Barbara Seliger, Christian Wittekind, Christiane Maschek, Heiko Wunderlich, Glen Kristiansen, Jörg Kotzerke |
|
AG 3-Active Surveillance und Watchful Waiting, Fokale Therapie (Radiofrequenzablation, Kryoablation) |
Jon Jones, Christian Doehn, Peter Hallscheidt, Jan Roigas, Thomas Steiner, Heiko Wunderlich, Steffen Appold, Dagmar Rath |
|
AG 4-Organgerhaltende Operation, OP-Techniken (offen-operativ, laparosko-pisch, Roboter-gestützt), Lymphadenektomie, Adrenalektomie |
Stefan Siemer, Jens Bedke, Christian Eichelberg, Jon Jones, Steffen Weikert, Dagmar Rath, Jörg Kotzerke |
|
AG 5-Systemtherapie: First-Line Therapie, Second-Line Therapie, Sequenztherapie, Kombinationstherapien |
Viktor Grünwald, Bernhard Brehmer, Lothar Bergmann, Gerald Gehbauer, Jürgen Gschwend, Manfred Johannsen, Theodor Klotz, Michael Staehler, Chris Protzel, Marcus Schenck, Sandra Wacker, Thomas Gauler, Philipp Ivanyi |
|
AG 6-Bedeutung der Primärtumorentfernung, Stellenwert lokaler Therapien in der metastasierten Situation |
Michael Staehler, Jens Bedke, Bernhard Brehmer, Susanne Krege, Joachim Pfannschmidt, Axel Bex, Juliane Hörner-Rieber, Zoltan Varga, Björn Volkmer, Hans Roland Dürr, Steffen Welter |
|
AG 7-Neo-adjuvante Therapie, Adjuvante Therapie |
Thomas Gauler, Christian Doehn, Frank Grünwald, Susanne Krege, Max Scheulen, Axel Bex, Zoltan Varga, Juliane Hörner-Rieber |
|
AG 8-Palliative Radiotherapie |
Juliane Hörner-Rieber, Oliver Micke, Zoltan Varga, Steffen Appold, Theodor Klotz, Björn Volkmer |
|
AG 9-Supportive Maßnahmen, komplementäre Therapien |
Manfred Johannsen, Gerald Gehbauer, Theodor Klotz, Martin Raida, Christoph Stoll, Oliver Micke, Andreas Ihrig, Björn Volkmer |
|
AG 10-Rehabilitation und Nachsorge, Versorgungsstrukturen |
Thomas Steiner, Bernhard Brehmer, Sebastian Fetscher, Martin Raida, Gerald Gehbauer, Ingo Knop, Andreas Ihrig, Sandra Wacker, Jörg Kotzerke |
|
AG 11-Psycho-onkologische Aspekte |
Andreas Ihrig, Sandra Wacker, Kerstin Paradies |
|
AG 12 Erbliche Tumoren |
Jochen Decker, Kerstin Junker, Arndt Hartmann, Dagmar Rath, Stefan Siemer, Roman-Ulrich Müller |
|
AG 13 - Nicht-Klarzeller |
Lothar Bergmann, Jens Bedke, Christian Doehn, Arndt Hartmann, Philipp Ivanyi, Kerstin Junker, Viktor Grünwald |
|
AG Interessenkonfliktmanagement |
Christian Doehn, Thomas Langer, Julia Lackner, Heidrun Rexer, Axel Bex, Monika Nothacker |
|
AG Patientenleitlinie |
Franziska Wolff, Jens Bedke, Gerald Gehbauer, Andreas Ihrig, Glen Kristiansen, Dr. Micke, Roman-Ulrich Müller, Dagmar Rath, Stefan Siemer, Sandra Wacker, Marcus Schenck |
|
AG Qualitätsindikatoren |
Sebastian Fetscher, Andreas Ihrig, Manfred Johannsen, Oliver Micke, Kerstin Paradies, Martin Raida, Stefan Siemer, Sandra Wacker, Thomas Gauler |
1.10.4 Weitere Beteiligte (ohne Stimmrecht)
1.10.5 Patientenbeteiligung
Die Leitlinie wurde unter direkter Beteiligung von zwei bzw. ab 2018 drei Patientenvertretern erstellt.
Die Patientenvertreter waren von Beginn an in die Erstellung der Leitlinie eingebunden und nahmen mit eigenem Stimmrecht an den Konsensuskonferenzen teil.
1.10.6 Methodische Begleitung
Durch das Leitlinienprogramm Onkologie:
- Dipl.-Soz.Wiss. Thomas Langer (DKG)
- Dr. med. Markus Follmann MPH MSc (DKG)
- Dr. med. Monika Nothacker MPH (AWMF-IMWi)
1.10.7 Auftragnehmer der Leitliniengruppe
Für Evidenzberichte Version 1:
- Department für Evidenzbasierte Medizin und Klinische Epidemiologie der Donau-Universität Krems (Univ.-Prof. Dr. Gerald Gartlehner; MPH, Dr. Peter Mahlknecht; Barbara Nußbaumer, Bakk. BSc. MSc.; Megan G. Van Noord, MSc; Dr. Maria Flamm; Mag. Bita Mesgarpour)
Für Evidenzberichte Versionen 2-5:
- UroEvidence, Deutsche Gesellschaft für Urologie e. V., Nestorstr. 8/9 (1. Hof), 10709 Berlin
Für die Entwicklung der Qualitätsindikatoren:
- PD Dr. Simone Wesselmann MBA, Deutsche Krebsgesellschaft – Bereich Zertifizierung (Recherche und Vorschläge zur Ableitung der Qualitätsindikatoren)
1.11 Abkürzungsverzeichnis
Tabelle 3: Abkürzungen
| Abkürzungen | Erläuterungen |
|---|---|
| AG | Arbeitsgruppe |
| AHB | Anschlussheilbehandlung |
| ASCO | American Society of Clinical Oncology |
| BHD | Birt-Hogg-Dubé-Syndrom |
| BMI | Body-Mass-Index |
| ccRCC | klarzelliges Nierenzellkarzinom (clear cell renal carcinoma) |
| CI | Konfidenzintervall |
| CPI | Checkpointinhibitoren |
| CR | Komplette Remission |
| CRP | C-reactive protein |
| CSS | krebsspezifisches Überleben (cause specific survival) |
| CT | Computertomographie |
| DFIS | Drug-free interval strategy |
| DFS | Krankheitsfreies Überleben (engl. disease-free survival) |
| DKG | Deutsche Krebsgesellschaft e.V. |
| DNA | Desoxyribonucleinsäure |
| DSS | krankheitsspezifisches Überleben (disease-specific survival) |
| ECOG | Eastern Cooperative Oncology Group |
| EG | Empfehlungsgrad, A=starke Empfehlung, B=Empfehlung, C= offene Empfehlung |
| eGFR | Estimated glomerular filtration rate |
| EK | Expertenkonsens (siehe zur Erläuterung Kapitel "Expertenkonsens" unter "Grundlagen der Methodik") |
| EMA | Europäische Arzneimittel-Agentur / European Medicines Agency |
| FDA | Food and Drug Administration (Behörde in den USA) |
| GFR | Glomeruläre Filtrationsrate |
| GPA | Graded prognostic assessment |
| HR | Hazard ratio |
| IFN | Interferon |
| IL | Interleukin |
| IMDC | International Metastatic Renal Cell Cancer Database Consortium |
| IO | Immun-Checkpoint-Inhibitoren |
| ISUP | International Society of Urologic Pathology, Internationale Gesellschaft für Urologische Pathologie |
| KI | Konfidenzintervall |
| KPS | Karnofsky performance status |
| LDH | Laktatdehydrogenase |
| LN | laparoskopische Nephrektomie |
| LoE | Level of Evidence |
| LPN | laparoskopische Nierenteilresektion |
| MD | Median |
| MRT | Magnetresonanztomographie |
| MSKCC | Memorial Sloan Kettering Cancer Center |
| mTOR | Mammalian target of rapamycin |
| nccRCC | nicht-klarzelliges Nierenzellkarzinom (non-clear cell renal cell carcinoma) |
| NZK | Nierenzellkarzinom |
| OPN | offene Nierenteilresektion |
| OR | Chancenverhältnis (engl. Odds-Ratio) |
| ORR | Gesamtansprechrate / overall response rate |
| OS | Gesamtüberleben / overall survival |
| PAR | Positiver Absetzungsrand |
| PDGF | Platelet-derived growth factor |
| PDGFR | Platelet Derived Growth Factor Rezeptor |
| PET | Positronen-Emissions-Tomographie |
| PFS | progressionsfreies Überleben (engl.: progression-free survival) |
| RAPN | Robotic assisted partial nephrectomy, Roboterassistierte Teilnephrektomie |
| RCC | Renal cell carcinoma |
| RCT | Randomisierte klinische Studien |
| RECIST | Response Evaluation Criteria in Solid Tumors |
| RFA | Radiofrequenzablation |
| RN | roboterassistierte Nephrektomie |
| RPA | Recursive partitioning analysis |
| RPN | robotische Nierenteilresektion |
| RR | Relatives Risiko |
| RTOG | Radiation Therapy Oncology Group |
| s. u. | siehe unten |
| SBRT | stereotaktische Bestrahlung |
| SDH-NZK | Succinatdehydrogenase defizientes Nierenzelkarzinom |
| SGB | Sozialgesetzbuch |
| sRCC | sarkomatoide Differenzierung des renal cell carcinoma |
| SRE | Skeletal related event, Skelett-bezogenes Ereignis |
| SRM | Small renal mass |
| SRS | Stereotactic radiosurgery |
| SSIGN-Score | Mayo Clinic Stage, Size, Grade and Necrosis-Score |
| TKI | Tyrosinkinase-Inhibitor |
| TNF | Tumornekrosefaktor |
| TNM-Klassifikation | Klassifikation nach T=Tumor, N=Nodes, Lymphknoten und M=Metastasen (Tumor-Nodes-Metastases) |
| TPS | Tumoroberflächenexpression |
| TRI | Trichlorethen, Trichlorethylen |
| TSH | Thyreoidea-stimulierendes Hormon |
| UCLA | University of California Los Angeles |
| UISS | UCLA Integrated Staging System |
| VATS | Video-Assisted Thoracoscopy |
| VEGF | Vascular endeothelial growth factor |
| VHL | von Hippel-Lindau-Syndrom |
| WBRT | Whole Brain Radiotherapy, Gehirnbestrahlung |
| WHO | World Health Organization / Welt-Gesundheitsorganisation |
| WIT | Warm ischemic time, warme Ischämiezeit |