Neoadjuvante Chemotherapie NSCLC Stadium II/III
Lungenkarzinom · Version 5.1
Fragestellung 2b: Welche neoadjuvante Chemotherapie ist im Stadium III vor einer geplanten Resektion sinnvoll?
Studiencharakteristika
Es konnten drei systematische Übersichten (Luo 2017, NSCLC 2014, Zhang 2019) (32-34) identifiziert werden, welche vergleichende Studien zur Behandlung mit Induktionstherapie und gleichzeitiger Chemostrahlentherapie (Luo 2017) oder randomisierte Studien zu neoadjuvanter Chemotherapie und anschließender Operation mit einer Behandlung ohne Induktionstherapie bzw. neoadjuvanten Chemotherapie vergleichen. Dabei wurden alle bis 2015 (Luo 2017) buw. bis 2013 veröffentlichten Studien (NSCLC 2014, Zhang 2017) eingeschlossen.
In die systematische Übersichtsarbeit Luo 2017 wurden 7 Studien mit insgesamt 1143 Patienten eingeschlossen, wobei zwei Studien Patienten der Stadien IIA bzw. IIB einschließen. Alle anderen Studien schließen ausschließlich Patienten der Stadien IIIA und IIIB ein, so dass nicht alle Patienten im resektablen Stadium waren. In die Arbeit der NSCLC-Arbeitsgruppe (NSCLC 2014) gingen individuelle Patientendaten aus 15 Studien von insgesamt 2358 potentiell resektablen Patienten ein, von denen 23 % in Stadium IIIA und weniger als 1 % im Stadium IIIB behandelt wurden. Daher waren Subgruppenanalysen zum Einfluss verschiedener Chemotherapieregime, dem Einsatz einer postoperativen radiotherapie und verschiedener Patientencharakteristika möglich. Es werden Ergebnisse zum Gesamt- und rekurrenzfreiem Überleben, der Resektionsrate und der Zeit bis zum Auftreter von Rekurrenzen berichtet.
Eine dritte systematische Übersichtsarbeit (Zhang 2017) berichtet Ergebnisse auf der Grundlage veröffentlichter Ergebnisse aus 11 Studien mit insgesamt 3226 NSCLC-Patienten ohne Metastasen, wobei 3 Studien ausschließlich Patienten im Stadium III und 5 Studien Patienten im Stadium I einschließen. Es werden Ergebnisse zum Gesamt- und krankheitsfreien Überleben, der Mortalität, dem Auftreten von Rekurrenzen und Nebenwirkungen der Therapien berichtet.
Es konnten zwei randomisierten Studien identifiziert werden, welche nach Abschluss der Suche in den systematischen Übersichten veröffentlicht wurden (Eberhardt 2015, Ma 2015) (35, 36). Ziel einer multizentrischen in Deutschland durchgeführten Studien (Eberhardt 2015, ESPATÜ) war der Vergleich der Wirksamkeit einer besonders hoch dosierten Chemo- und Strahlentherapie ohne Folgeoperation mit einer Chemo-Strahlentherapie mit Anschlussoperation. Dazu wurden 246 Patienten im Stadium IIIA (N2) oder IIIB rekrutiert, von denen nach einer Induktions- und anschließenden neiadjuvanten Chemo-Strahlentherapie 161 den 2 alternativen Behandlungsmöglichkeiten zugeordnet wurden. Eine monozentrischen in China durchgeführteStudie (Ma 2015) untersuchte die Wirksamkeit einer neoadjuvanten Chemotherapie auf der Grundlage von Docetaxel und Cisplatin und randomisierte 82 Patienten im Stadium IIIA in eine Gruppe mit und ohne neoadjuvante Chemoherapie bei snschließender Operation.
Zusätzlich wurden 2 Auswertungen von Patientendaten der US-amerikanischen National Cancer Data Base eingeschlossen, in welcher nach einem Propensity-Score–Matching Patienten, welche eine Induktionstherapie erhalten hatten mit den Patienten vergleichen wurden, welche zuerst operativ behandelt wurden (Anderson 2017, Speicher 2016) (37, 38). Die Propensity-Score-Analyse stellt die Vergleichbarkeit beider Therapiegruppen in Hinsicht auf bekannte prognostische Größen sicher (39). Es wurden die Daten von Patienten mit NSCLC im Stadium cT1-T3, N1 M0 (Speicher 2016) und T3 N0M0 (Anderson 2017) ausgewertet, wobei Speicher 2016 auch Ergebnisse zum Überleben für Patienten im Stadium T3 präsentiert.
Bewertung der methodischen Qualität
Die methodische Qualität der systematischen Übersichten (Luo 2017, NSCLC 2014, Zhang 2017) (32-34) wird in Tabelle 11 zusammenfassend dargestellt. In allen systematischen Übersichten traten methodische Probleme auf. Die Evidenz der sytematischen Übersichten wurde mit dem Evidenzgrad 1a- (NSCLC 2014) und 2a- (Luo 2017, Zhang 2017) bewertet. Die Abwertung der Evidenz erfolgte in allen Übersichten aufgrund von Studienlimitationen der eingeschlossenen Originalstudien und zusätzlich aufgrund der geringen Präzision (Luo 2017) und der Indirektheit der Ergebnisse der Einzelstudien ohne Subgruppenanalysen für das resektable Stadium IIIA (Luo 2017, Zhang 2017).
Die methodische Qualität der multizentrischen deutschen Studie (Eberhardt 2015) wurde insgesamt mit gut bewertet. Dabei können Verzerrungen der Ergebnisse aufgrund der fehlenden Verblindung der Endpunkterhebung subjektiver Endpunkte (Toxizitäten, progressionsfreisn Überleben), der fehlenden Registrierung eines Protokolls sowie der vorzeitigen Beendigung aufgrund der langsamen Rekrutierung können nicht ausgeschlossen werden. Auch für die zweite Studie (Ma 2019) liegt kein Protokoll vor, es fehlt eine Beschreibung der verblindeten Zuweisung der Intervention und der Endpukterhebung der erhobenen Endpunkte. Die Qualität der Evidenz wurde für Eberhardt 2015 mit 1b- und für Ma 2019 mit 2b bewertet. Diese Bewertung basiert auf der aus der geringen Anzahl von Probanden folgenden Abwertung der Evidenz aufgrund der geringen Präzision der Ergebnisse in beiden Studien. Für Ma 2019 erfolgte eine weitere Abwertung der Evidenz aufgrund einer möglicherweise eingeschränkten Übertragbarkeit der Ergebnisse dieser monozentrischen, in China durchgeführten Studie.
In den Kohortenstudien (Anderson 2017, Speicher 2016) wurde durch die Propensity-Score-Analyse eine Vergleichbarkeit der Gruppen hinsichtlich der in den Krankenakten verfügbaren prognostisch relevanten Variablen hergestellt. Unbekannte oder nicht erfasste Störgrößen konnten nicht berücksichtigt werden, so dass der Evidenzgrad mit 2b bewertet wurde.
Tabelle 11: Methodische Bewertung der systematischen Übersichten zur Wirksamkeit neoadjuvanter Chemotherapien bei Patienten mit NSCLC im Stadium III
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Studie |
Proto-koll |
Suche |
Doppelte Auswahl |
Doppelte Extraktion |
Ausge- schlossene Studien |
Bewer-tung VZP |
Meta-analysen |
Einfluss VZP |
Publikations-bias |
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Luo 2017 |
L |
J |
K |
J |
Lb |
L |
J |
L |
L |
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NSCLC 2014 |
Ja |
J |
K |
K |
Lb |
K |
J |
J |
J |
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Zhang 2017 |
L |
Ld |
K |
J |
Kc |
J |
J |
L |
J |
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J: niedriges Verzerrungsrisiko, K: Bewertung ist teilweise unklar, L: hohes Verzerrungsrisiko *: Netzwerkmetaanalysen a: protocol available on request b: keine Beschreibung der Auswahl der Studien in einem Flussdiagramm c: Darstellung der Gründe im Flowchart, aber fehlende Liste der ausgeschlossenen Studien mit Zuordnung zum Ausschlussgrund d: missing time period of the systematic search VZP: Verzerrungspotential |
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Wirksamkeit und Sicherheit
Für die Induktionstherapie konnten Luo et al. 2017 im Vergleich zur alleinigen Chemo-Strahlentherapie ein Überlebensvorteil nach 5 Jahren nachgeweisen, auch wenn für die Zeiträume nach 1-4 Jahren eine hohe Heterogenität der Ergebnisse der 2 retrospektiven Studien und kein Überlebensvorteil beobachtet wurde. Im Vergleich zu Chemo-Strahlen- und Konsolierungstherapie traten in der Gruppe mit Induktionschemotherapie bei vergleichbarer Wirksamkeit weniger schwerwiegende Nebenwirkungen auf. Ergebnisse zum Resktionserfolg werden nicht berichtet.
Die systematische Übersichtsarbeit der NSCLC-Metaanalysen Gruppe (NSCLC 2014) berichtet einen deutlichen Überlebensvorteil (HR 0,87; 95 %-KI 0,78–0,96), welcher für Patienten im Stadium III das 5-Jahresüberleben von 20 auf 25 % erhöhen konnte. Dieser Überlebensvorteil ist mit einer Verlängerung des rekurrenzfreien Überlebens und der Zeit bis zum Auftreten von Rekurrenzen assoziiert. Der relative Effekt wurde weder vom Chemotherapieregime noch durch Patientencharakteristika beeinflusst. Im Unterschied zu diesen Ergebnissen konnte Zhang 2017 weder für das 3- noch das 5-Jahresüberleben nachweisen, berichtet jedoch eine um 13,4 (95 %-KI 7-20) Monate verlängerte mediane gepoolte Überlebenszeit. Diese ist auch hier mit selteneren Operationen und besseren Operationsergebnissen (höhere R0-Resektion), einem verlängerten rekurrenzfreien Überleben, selteneren Rekurrenzen und einer verringerten Gesamtsterblichkeit assoziiert.
Die randomisierte Studie von Ma 2019 bestätigt eine geringere Operationsdauer, eine höhere Resektionsrate und den Überlebensvorteil einer neoadjuvanten Chemotherapie mit Docetaxel und Cisplatin im Vergleich zur alleinigen Operation bei Patienten mit NSCLC im Stadium IIIa.
In der ESPATÜ-Studie (Eberhardt 2015) konnte für beide Behandlungsoptionen eine hohe Wirksamkeit mit einem 5-Jahresüberleben von 40 % ohne Unterschiede zwischen den Gruppen bei akzeptabler Toxizität nachgewisen werden.
Beide Studien zur Induktionsterapie konnten im Gegensatz zu Luo 2017 auf der Basis einer methodisch sehr guten konfounderadjustierten Auswertung für Patienten im Stadium III keine Verlängerung des Kurz- oder Langzeitüberlebens nachweisen, auch wenn Anderson 2017 höhere R0-Resektionsraten nach Induktionstherapie im Vergleich zur Gruppe ohne Induktionschemotherapie zeigen konnte.
Tabelle 12: Evidenztabelle zur Wirksamkeit und Sicherheit neoadjuvanter Chemotherapien bei resektablen Patienten mit NSCLC im Stadium III
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Referenz Zeitraum |
Studientyp Zielstellung |
Teilnehmer (Anzahl und Charakteristika) |
Intervention vs. Kontrolle |
Zielgröße(n) |
Hauptergebnisse (IG vs. CG); Effekt (95% KI) |
Evidenzgrad (OCEBM) |
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Anderson 2017 (37) USA (National Cancer Database) 2006-2011 |
Retrospective cohort study with Propensity score adjustment Impact of induction therapy prior to an operation in patients with cT3 NSCLC on survival and subsequent surgical resection
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Inclusion criteria: · Adult patients with a single, primary cancer diagnosis of NSCLC who underwent surgical resection · tumour sizes > 7 cm (cT3), no clinically positive lymph nodes (cN0) and no signs of distant metastases (cM0) (7th edition AJCC) · cT2, tumour size >7cm (6th edition AJCC) Exclusion criteria: patients with T4 (invasion into surrounding structures) tumours, N1, N2 or N3 nodal disease status or with distant metastases n=3819, 1749 matched and analysed age: 61 (IQR 53-68) males: 56.9 % white: 89.3 % Charlson-Deyo score (0/1/2): 65.1 / 25.2 /9.8 % Tumor size: 63 (38 -80) cT stage (2/3): 11.2/88.8 % pT stage (0/1/2/3/4/X): 3.6/5.2/20.5/58/2.3/7.8 % pN stage (0/1/2/3/X): 75.1/13.1/4.5/0/7.2 % days to definitive surgery: 49 (IQR 23-108) adjuvant RT: 13.4 % adjuvant CT: 41.5 % lobectomy: 81.5 % surgery (VATS/ Converted/Open): 14.3/6.3/79.4 % |
Induction CT and. surgical resection (lobectomy or pneumonectomy) (n=583) vs. surgical resection alone (n=3236, 1166 matched) |
Primary: Overall survival Secondary: 30- and 90-day mortality rates 30-day readmission rates surgical margin status number of lymph nodes removed hospital length of stay
Confounder adjustment (propensity score matching) for age, gender, race, Charlson-Deyo Comorbidity Index score, treatment facility type, education quartile, income quartile, insurance status, tumour size, AJCC pathological T and N stages and use of adjuvant CRT
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predictors of induction cCT: · older patients (OR 0.67; 95%CI 0.61 to 0.75), with a higher Charlson-Deyo score ( 1 vs. 0: OR 0.61; 95%CI 0.50 to 0.76, ≥ 2 vs. 0: OR 0.70; 95 % CI 0.52 to 0.95) and Medicare/Medicaid insurance ( OR 0.8; 95 % CI 0.65 to 1.0) were less likely to receive induction therapy prior to operative resection · with confounder adjustment: patients who underwent induction CT were more likely to have a lower pathological T stage and less likely to have a lower pathological N stage (both p-values < 0.001).
Treatment (with confounder adjustment): Patients who underwent induction CT · had a longer time to surgery (121 (IQR 99-147) vs. 30 (IQR 15-51) days · were less likely to receive adjuvant radiation (6.9% vs 16.7%) chemotherapy (13.6% vs 55.5%, both p-values < 0.001). · were more likely to undergo an open operative approach (87.3% vs 77.8%, p= 0.005)
Surgical results (with confounder adjustment): · Patients with induction therapy were less likely to have positive surgical margins (386 events): 6.7% vs 10.0%, p = 0.04), · R0: 90.3 vs. 90 %, R1: 2.7 vs. 5.2 % · no differences in removed nodes (9 (IQR 4-17) vs. 10 (IQR 6-17)
Hospital Length of stay: no difference (6 vs. 6 days
Mortality and readmission (with confounder adjustment): · Similar short-term outcomes of 30-day mortality (2.6 vs. 1.5%, p = 0.15) and 30-day readmission rates (4.5% vs 4.5%, p = 0.99) · Higher 90-day mortality (6.6 vs. 3.4 %, P = 0.003) with induction · similar overall 5-year survival: 49.3 vs. 52.5% (p = 0.116) . |
2b
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Zusammenfassende Beurteilung Schlussfolgerungen der Autoren der Studie: „Despite yielding increased rates of R0 resection, induction chemotherapy for cT3N0M0 NSCLC is not associated with improved survival and should not be considered routinely. Further studies are warranted to elucidate cohorts that may benefit from induction therapy.” Schlussfolgerung der Begutachterin: Retrospektive Auswertung der in der US-amerikanischen National Cancer Datenbank gespeicherten Daten aller in den Jahren 2006 bis 2011 behandelten Patienten mit NSCLC im Stadium cT3. Es erfolgte ein Propensity-Score Matching mit dem Ziel der Vergleichbarkeit der Gruppe mit und ohne Induktionstherapie für alle vorliegenden und prognostisch als relevant erachteten Variablen (age, gender, race, Charlson-Deyo Comorbidity Index score, treatment facility type, education quartile, income quartile, insurance status, tumour size, AJCC pathological T and N stages and use of adjuvant CRT) und anschließende Auswertung von Daten von 1749 Patienten, von denen 583 mit Induktionschemotherapie behandelt wurden. Die Datenerhebung basiert auf vorliegenden Krankenakten. Auch nach dem Matching wurde ein geringeres pT-Stadium und ein höheres N-Stadium häufiger bei Patienten mit Induktionstherapie festgestellt. Auch wenn Patienten nach Induktionstherapie seltener positive Operationsränder aufwiesen, konnte kein langfristig besseres Überleben nachgewiesen werden. Zu beachten ist, dass das Überleben mit dem Zeitpunkt der Diagnose beginnt und Patienten in der Gruppe mit Induktionstherapie später operiert wurden, so dass die Therapie insgesamt länger dauerte. |
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Eberhardt 2015 (ESPATUE) (35)
01/2004 to 01/2013, mainly in Germany |
RCT Efficacy of a definitive concurrent CRT boost in patients after a complex induction protocol |
Inclusion criteria: · pathologically proven NSCLC stage IIIA (N2) or selected IIIB disease withmedical/functional operability · ECOG 0 or 1, · Diagnosis, adequate renal, hepatic, and hematologic functions n=246 72% males ≥ 60 yrs: 47 % ECOG 0/1/2: 69/30.5/0.5 % Histology (adeno, squamous cell, large cell/mixed or other carcinoma): 43.5/38.5/9/9 % Tumour node (T4, N0 or N1/ T1-3, N2/T1-4; N3 or T4, N2): 32.4 / 30.5 / 37 %) Stage IIIA/IIIB: 30.5/69.5 %
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Induction CT (3 cycles cisplatin 50 mg/m2 d 1, 8 + paclitaxel 175 mg/m2 d1 every 21 days)+ neoadjuvant CRT (to 45 Gy given as 1.5 Gy twice daily, concurrent cisplatin 50 mg/m2 d 2, 9 + concurrent vinorelbine 20 mg/m2 d 2, 9)
Patients whose tumors were reevaluated and deemed resectable in the last week of RT: CRT boost (n=80) (risk adapted between 65 and 71 Gy) vs. surgery (n=81) |
Primary: OS Secondary: PFS
over a median follow-up of 78 months |
Treatment compliance: N=246 recruited, 237 induction CT as planned, and 227 CRT according to the protocol, 161 (65.4%) were randomized, 66/80 (82.5 %) received the assigned, planned boost CRT and 70/81 (86.4 %)received surgery with R0 resection in 66/3 and 1 patients
Surgical results (only reported for IG): 70 patients (86.4 %) received surgery, R0: 94.3 % R1/R2: 4.3/0.01 %
Overall survival: · 47 vs. 43 deaths with no differences between groups (p=0.34) · 5-year-OS: 40% (95% CI, 29% to 52%) vs. 44% (95% CI, 32% to 56%) Progression-free survival: · 47 vs. 43 deaths and 6 vs. 12 progressions without death vwith no differences between groups (p=0.75) 5-year-PFS: 35% (95% CI, 25% to 46%) vs. 32% (95% CI, 22% to 43%)
Toxicities: · All toxicities (grade 3/4) were not unexpected and could be considered acceptable, most common (all grade 3/4): - Leukopenia: 44/16 vs. 49/11 % - Anemia: 9/0 vs. 12/0 % - Thromocytopenia: 8/3 vs. 10/1 % - Nausea/vomiting: 9/0 vs. 12/0 % - Neuropathy: 6/0 vs. 6/0 % - Esophagitis: 26/0 vs. 14/0 % - Fatique: 10/0 vs. 6/0 % - Pain: 20/0 vs. 23/0 % · Deaths ((probably therapy-related reasons): - 2 patients before random assignment - 7 patients after random assignment: - 2 in IG (1 from pneumonia after neutropenia, 1 after pneumonia and multiorgan failure) vs. - 5 in CG (3 as a result of lung bleeds, 2 after pneumonia and empyema, all > 30 days after thoracotomy) |
1b- Abwertung aufgrund geringer Präzision |
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Zusammenfassende Beurteilung Schlussfolgerungen der Autoren der Studie: „In conclusion, both trimodality treatment that includes surgery and bimodality treatment without surgery but with a definitive chemoradiotherapy boost lead to excellent long-term OS and PFS. In our patients,who included those with resectable stage IIIA(N2) or selected stage IIIB NSCLC, we observed 5-year OS rates greater than 40%, an acceptable toxicity profile, and moderate treatment-induced events when performed in high-level multimodality treatment centers.” Schlussfolgerung der Begutachterin: Methodisch gute multizentrische deutsche RCT unter Einschluss von 246 potentiell resektabler NSCLC, Stage III-Patienten, von denen 161 randomisiert einer zusätzlichen CRT-Boosttherapie vs. Placebotherapie zugeordnet wurden. Es existiert keine Beschreibung einer verblindeten Endpunkterhebung und der öffentlichen Registrierung eines Studienprotokolls. Die Studie wurde aufgrund der langsamen Rekrutierung vorzeitig beendet (geplant war die Randomisierung von 300 Patienten, daher Abwertung aufgrund geringer Präzision) ohne nachgewiesene Unterschiede für OS und PFS, Finanzierung der Studie durch die Deutsche Krebshilfe, Interessenkonflikte der Autoren können nicht ausgeschlossen werden. |
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Luo 2017 (32) Search from 01/1994 to 12/2015 |
Systematic Review Effect of induction CT on survival outcomes of patients with NSCLC
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Inclusion criteria: publications that studied survival outcomes in NSCLC patients treated with induction chemotherapy and concurrent CRT Exclusion criteria: noninduction CT, articles with no control group, a lack of data sufficient for OR determination, and non-English language studies Search in 4 databases N=7 with n=1143 patients: 5 RCTs and 2 retrospeczove cohort studies Stages: N=2 with IIA/IIB-IIIB and N=5 with IIIA/IIIB patients
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Induction chemotherapy and concurrent CRT (N=7)
vs. concurrent CRT alone (N=2) or concurrent CRT followed by consolidation CT (N=5)
N=4 trials investigated cisplatin-based CT (taxane, etoposide, gemcitabine, vinorelbine, and docetaxel) N=2 trials investigated carboplatin combined with paclitaxel CT, N=1 trial on gemcitabine with docetaxel
Median follow-up : 3.3 years |
Survival |
Induction CT followed by concurrent CRT versus concurrent CRT alone Overall survival (N=2, n=596): · No differences shown for 1-year OS (OR 2.07; 95 %CI 0.64 to 6.69), 2-year OS (OR 1.42; 95 %CI 0.85 to 2.35), 3-year OS (OR 1.42; 95 %CI 0.98 to 2.08), 4-year OS (OR 1.97; 95 %CI 0.91 to 4.26) with substantial heterogeneity between studies for 1 and 4.year OD (I2= 89 % and 67 %) · Longer OS with induction CT at 5-year OS (OR 1.98; 95 %CI 1.24 to 3.17) with small heterogeneity between studies (I2=0 %)
Induction chemotherapy followed by concurrent CRT versus concurrent CRT followed by consolidation CT: Overall survival (N=5, n=547): · No differences shown for 1-year OS (OR 1.09; 95 %CI 0.77 to 1.54), 2-year OS (OR 1.05; 95 %CI 0.74 to 1.49) and 3-year OS (OR 0.99; 95 %CI 0.67 to 1.46) with small heterogeneity between studies (I2= 26 %, 0 % and 23 %) · No differences shown for 4-year OS (OR 1.12; 95 %CI 0.52 to 2.42) and 5--year OS (OR 0.84; 95 %CI 0.33 to 2.18) with moderate heterogeneity between studies (I2= 48 and 59 %)
Overall response rate (N=5, n=547): No differences shown (OR 1.25; 95%CI 0.86 to 1.83) with no heterogeneity (I2=0 %) between studies
Adverse effects (grade III/IV) : · No differences shown for esophagitis: 16 vs. 21 % (OR 0.71; 95 %CI 0.46 to 1.11), thrombocytopenia: 6.4 vs. 9.4 (OR 0.66; 95 %CI 0.33 to 1.30) and radiation pneumonitis : 4 vs. 7.7 % (OR 0.49; 95 % CI 0.23 to 1.06) · Less leucopenia: 26 vs. 44 %; OR 0.43; 95 %CI 0.30 to 0.62), all with low heterogeneity between studies · No significant difference in the number of treatment-related severe pulmonary, neurological, infection, cardiovascular, liver, and renal toxicity was observed between the 2 modalities. |
2a- Abwertung aufgrund von Studien-limitationen, geringer Präzision und Indirektheit |
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Zusammenfassende Beurteilung Schlussfolgerungen der Autoren der Studie: „In conclusion, published evidence is limited but does support the inclusion of induction chemotherapy for locally advanced NSCLC to achieve long-term survival. Both induction chemotherapy and consolidation chemotherapy are efficient for patients of locally advanced NSCLC who treated by concurrent CRT, given the potential toxicities of adding consolidation chemotherapy to concurrent CRT, clinicians should consider using this treatment strategy only in the context of a clinical trial to allow better assessment of its effectiveness.” Schlussfolgerung der Begutachterin: Systematische Übersicht, moderate Einschränkung der Qualität (kein Protokoll, keine Informationen zum doppelten Screenen, keine Bewertung des Verzerrungspotentials, keine Subgruppenanalysen), basiert auf 7 Studien (5 randomisierten Studien und 2 retrospektiven Studien) mit Daten von 1143 Patientendaten von 2358 Patienten mit resektablen NSCLC (5 Studien schlossen nur Stadium III ein, andere ab Stadium IIA bzw. IIB, alle Studien schließen bis Stadium IIIB ein, so dass Resktabilität nicht klar ist, daher Abwertung aufgrund von Indirektheit), Verzerrungspotential basiert vorrangig auf retrospektivem Design in 2 Studien mit Vergleichsgruppen ohne Konsolidierungstherapie und Einschränkungen der systematischen Übersicht (daher Abwertung aufgrund von Studienlimitationen) und fehlender Präzision der Ergebnisse, aufgrund derer (nahezu) keine Unterschiede zwischen den Gruppen gezeigt werden konnten. |
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NSCLC 2014 (33) Search until 05/2013 |
Systematic Review Effect of preoperative chemotherapy for patients with resectable NSCLC
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Inclusion criteria: · RCTs comparing CT with subsequent surgery versus surgery alone · started 12/1964 including CT-naive NSCLC patients, suitable for surgery, without any previous malignancy · Trials that planned to use postoperative RT in both arms or postoperative CT in the preoperative arm · Published and unpublished trials with no language restrictions N=19 RCTs, individual patient data were eligible for 15 RCTs with n=2358 patients with low risk of bias 80% males median age: 62 (IQR 55-68) yrs 88% with PS 0 or 1 IB-IIB: 70% IIIA: 23% IIIB: <1% IV: <1% Predominatelly squamous carcinoma: 50% or adenocarcinoma (29%) Risk of bias: Early stop in 12 RCTs, small trials with extreme positive and negative estimates seem to strongly aff ect this result
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CT and subsequent surgery (with or without postoperative RT and CT) vs. Surgery (with the same postoperative RT and CT) N=10 with only pre-operative CT, 5 RCTs with post-operative CR usually to responders N=7 with cisplatin, N=4 with carboplatin, N=3 with cisplatin or carboplatin, N=1 with docetaxel N=8 with postoperative RT
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Primary: Overall survival Secondary: recurrence-free survival time to locoregional and distant recurrence (from 6 months after randomization) cause-specific survival complete and overall resection rates postoperative mortality |
Overall survival (N=15, 2385 patients, 1427 deaths): · benefit of preoperative chemotherapy (HR 0.87, 95% CI 0.78–0.96; p=0.007) with an improvement in 5-year survival at 5 years (from 40% to 45%), for stage III from 20 to 25% · Only small heterogeneity between results (I2=25%) despite a variety of CT regimens, exclusive use of preoperative CT, use of postoperative RT in both arms, and inclusion of all stages or only a specific stage of patient · No evidence for significant different effects , but - Slightly larger effects for younger patients, - patients with better oerformance status, - lower clinical stage - for males - patients with adenocarcinoma · slightly larger relative effect if postoperative CT is given to responders (HR 0·78, 95% CI 0·64–0·95) vs. preoperative chemotherapy alone (HR 0·94, 95% CI 0·75–1·18) · 30-day / 6 months-mortality ( 9/15 RCTs, 1611/2381 patients, 52/254 deaths) after surgery: no difference between groups Resection (N=11, n=1778): · 4 RCTs with 100% resection in both arms · No reliable analysis possible for the remaining trials · No influence of preoperative CT on complete resection shown Recurrence-free survival (14 RCTs, 2326 patients, 1524 events): · benefit of preoperative CT (HR 0·85, 95% CI 0·76–0·94, =0·002) with no substantial heterogeneity · absolute improvement in RFS of 6% at 5 years (from 30% to 36%). · greater relative benefit on time to recurrence in trials with postoperative CT (HR 0·53, 95% CI 0·39–0·73, p<0·001) vs. only preoperative CT (HR 0·78, 95% CI 0·63–0·96, p=0·02). Time to locoregional and distant recurrence (13 RCTs, 1913 patients, 426 and 526 events): · benefit of preoperative CT on time to distant recurrence (HR 0·69, 95% CI 0·58–0·82) with no substantial heterogeneity between studies and resulting absolute improvement of 10% at 5 years (from 60% to 70%). · no influence stated on time to locoregional recurrence (HR 0·88, 95% CI 0·73–1·07; p=0·20 |
1a- Abwertung aufgrund von Studien-limitationen |
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Zusammenfassende Beurteilung Schlussfolgerungen der Autoren der Studie: „Findings, which are based on 92% of all patients who were randomised, and mainly stage IB–IIIA, show preoperative chemotherapy signifi cantly improves overall survival, time to distant recurrence, and recurrencefree survival in resectable NSCLC. The fi ndings suggest this is a valid treatment option for most of these patients. Toxic eff ects could not be assessed.“ Schlussfolgerung der Begutachterin: Systematische Übersicht, geringe Einschränkung der Qualität (fehlendes Flussdiagramm), basiert auf 15 randomisierten Studien mit verfügbaren ondividuellen Patientendaten von 2358 Patienten mit resektablen NSCLC (ca. 23% im Stadium III), Verzerrungspotential basiert vorrangig auf ungeplantem Studienabbruch in 12 Studien, es konnte ein Einfluss von extrem kleinen Studien mit extrem positiven und negativen Ergebnissen gezeigt werden (daher Abwertung aufgrund von Studienlimitationen). Es wird die Wirksamkeit von neoadjuvanten Chemotherapien vor der Operation auf das Überleben und die Rekurrenz gezeigt, es fehlen jedoch Ergebnisse zur Sicherheit (Auftreten von Nebenwirkungen der Therapie). |
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Ma 2019 (36) 05/2013-05/2017 China |
RCT effect of docetaxel plus cisplatin preoperative neoadjuvant CT in stage III NSCLC |
Inclusion criteria: · confirmed stage IIIA NSCLC · age < 70 years and karnofsky performance status score ≥ 70 · no distant metastasis Exclusion criteria: · patients with severe heart, liver, and kidney disease · those who had undergone CRT n=82 57 % males Age: 42-69 (57.04 ±2.63) yrs Weight: 45-68 (61.57 ±1.86) kg 63.4% squamous cell carcinoma, 29.3 % adenocarcinoma, 7.3 % of adenosquamous carcinoma |
neoadjuvant chemotherapy (n=41) (docetaxel iv, 75 mg/m2 d1 +cisplatin, 25 mg/m2 d2,5 over 3 weeks with a total of 2 courses+ surgery (3 weeks after the end of CT) vs. surgery (n=41) after preoperative examination. |
Surgical resection rate operative time intraoperative blood loss 1-yr OS |
surgical resection rate: higher with IG: 97.6 vs. 80.5 % (p=0.013) Operation time: shorter with IG: 109.4 ±17.4 vs. 148.2± 23.5 min (p<0.001) intraoperative blood loss: lower with IG: 498.2±31.6 vs. 602.8±51.6 ml (p<0.001) Overall survival: Higher 1-year survival with IG: 95.1 vs. 78 % (p=0.023) Toxicities: · No treatment-related death in both groups · No allergic reaction and peripheral neurotoxicity during the treatment · Main adverse reactions: radiation esophagitis, radiation pneumonia and leukopenia (all grade I-II) · no grade III-IV adverse reactions occurred |
2b Abwertung aufgrund geringer Präzision und Indirektheit |
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Zusammenfassende Beurteilung Schlussfolgerungen der Autoren der Studie: „In conclusion, presurgical treatment with docetaxel and cisplatin can play a synergistic role, and it is feasible to treat stage III NSCLC.“ Schlussfolgerung der Begutachterin: Monozentrische chinesische RCT (daher Abwertung aufgrund eingeschänkter Übertragbarkeit) unter Einschluss und Randomisierung von 82 NSCLC-Patienten im Stadium III (aufgrund der Anzahl Abwertung wegen fehlender Präzision). Es existiert keine Beschreibung der verblindeten Zuweisung der Behandlung, verblindeten Endpunkterhebung oder Registrierung eines Protokolls mit Nachweis von relevanten Unterschieden in Operationszeit, Resektionsrate, Blutverlust und Gesamtüberleben, ohne exakte Angaben zu Toxizitäten und Finanzierung der Studie, es werden keine Interessenkonflikte der Autoren berichtet |
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Speicher 2016 (38) USA (National Cancer Database) 2006-2011
2 publications with slightly differing numbers, but similar results |
Retrospective cohort study with Propensity score adjustment Impact of induction therapy in patients with cT1-T3 N1 M0 NSCLC on survival |
Inclusion criteria: · Patients diagnosed with clinical T1-3 N1 M0 NSCLC · treated with lobectomy or pneumonectomy · Patients treated with postoperative CT were included regardless of whether postoperative RT was used Exclusion criteria: · Sublobar resections · patients with a previous cancer diagnosis or missing information regarding use of CT or clinical nodal status · Patients who received preoperative RT without preoperative CT n=5364, 1695 matched and analysed, predictors of IT are listed under results
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Induction CT and surgical resection (n=565) vs. surgical first (n=4799, 1130 matched) |
Survival
Confounder adjustment (propensity score matching) for patient age, sex, race, Charlson/Deyo Comorbidity Score, clinical T stage, extent of resection required (pneumonectomy vs lobectomy), and treatment facility type (academic or community hospital)
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predictors of induction CT: · younger patients (OR 0.77; 95%CI 0.69 to 0.85), with a lower comorbidity burden (Charlson-Deyo score: 1 vs. 0: OR 0.63; 95%CI 0.51 to 0.78, ≥ 2 vs. 0: OR 0.61; 95 % CI 0.44 to 0.85), a private insurance and higher education · patients with T2 tumors (vs. T1: OR 1.78; 95 %CI 1.40 to 2.27) and T3 tumors Treatment (with confounder adjustment): Patients who underwent induction CT · had a longer time to resection (125 (105 to 153) vs. 32 (16 to 50) (38), · were less likely to receive adjuvant RT (13.5 vs. 16.6 %), CT (16.1 vs 59.7 %)
Surgical results (with confounder adjustment): no differences in · extent of resection: Locectomy: 76.6 vs. 74.5 % and pneumonectomy: 23.5 vs. 25.5 %, · surgical approach: VATS: 14.2 vs. 14.3 %, Converted: 7.1 vs. 6.3 %, Open: 78.7 vs. 79.5 %, · removed nodes: 11 (6-20) vs. 12 (7 to 19) · positive margins: 9.4 vs. 9.5 % · Surgical margins: R0: 90.6 vs. 90.5 % · R1/R2: 4.7 / 0.4 vs. 4.9/0.4 % · Positive not otherwise specified: 4.3 vs. 4.1 %
Hospital Length of stay: 6 (4 to 8) days with no differences between groups
Mortality and readmission (with confounder adjustment): · Similar short-term outcomes of 30-day mortality (3.2 vs. 2.5%, p = 0.47) and 30-day readmission rates (5.5 vs 3.7 %, p = 0.11) and 90-day mortality (6.6 vs. 4.0 %, p = 0.19) similar overall survival (p=0.525): 1-year survival: 86.5 vs. 84.9 % 5.year survival: 45.6 vs. 49.0 % Median survival: 47.4 vs. 56.1 months patients with tumors >4 cm (with confounder adjustment): no differences in survival (p=0.892) 1-year survival: 84.6 vs. 82.3 % 5.year survival: 42.1 vs. 46.1 Median survival: 46.9 vs. 50.9 months Patients with T3 tumors (with confounder adjustment): no differences in survival (p=0.323) 1-year survival: 83.1 vs. 80.3 % 5.year survival: 45.0 vs. 43.4 % (p=0.32) Median survival: 48.2 vs. 51.7 % |
2b
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Zusammenfassende Beurteilung Schlussfolgerungen der Autoren der Studie: „Induction chemotherapy for cN1 NSCLC is not associated with improved survival. This finding supports the currently recommended treatment paradigm of surgery first for cN1 NSCLC.” Schlussfolgerung der Begutachterin: Retrospektive Auswertung der in der US-amerikanischen National Cancer Datenbank gespeicherten Daten aller in den Jahren 2006 bis 2011 behandelten Patienten mit NSCLC im Stadium cT1-T3 N1. Es erfolgte ein Propensity-Score Matching mit dem Ziel der Vergleichbarkeit der Gruppe mit und ohne Induktionstherapie für alle vorliegenden und prognostisch als relevant erachteten Variablen (patient age, sex, race, Charlson/Deyo Comorbidity Score, clinical T stage, extent of resection required and treatment facility type) und eine anschließende Auswertung von Daten von 1695 Patienten, von denen 565 mit einer Induktions-Chemotherapie behandelt wurden. Die Datenerhebung basiert auf vorliegenden Krankenakten. Es konnte weder für die Operationsergebnisse noch für das Überleben ein Vorteil für Patienten nach Induktionstherapie nachgewiesen werden. Dieses Ergebnis gilt sowohl für alle eingeschlossenen Patienten als auch für die in Subgruppen untersuchten Patienten mit großen Tumoren bei Diagnose (>4 cm) und Patienten mit T3 Tumoren. |
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Zhang 2017 (34) Search period not named (last included study from 2013) |
Systematic Review Comparision of neoadjuvant CT by surgery with upfront surgery in efficacy and safety among nonmetastatic NSCLC patients |
Inclusion criteria: · RCTs on pathologically diagnosed non-metastatic NSCLC patients (NCCN) · comparison of neoadjuvant CT and surgery and surgery alone or · RCTs comparing neoadjuvant CT with upfront surgery · Patients with no age, sex and racial limitations, naive for CT and CRT in good condition to receive surgery, regardless of the chemotherapeutic regimen and dose, surgical procedure and tumor stage Exclusion criteria: · RCTs with only 1 arm receiving postoperative therapy · RCTs on patients with other pulmonary diseases (e.g., pneumonia and tuberculosis) unless separate results were reported · earlier report of data updated in a subsequent publication N=11 with 3263 patients Males: 81 % ECOG 0-1: 91 % Squamous cell /adenocarcinoma: 48/30 % N=3 mit ausschließlichem Einschluss im Stadium III, N=5 nur Stadium I Risk of bias: All RCTs had adequate sequence generation, but no blinding of observers and patients,6 RCTs trials did not report allocation concealment, 7 did not address loss of follow-up, and 4 did not report sample size calculation
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Neoadjuvant CT and surgery (n=1624) vs. surgery alone (n=1639)
median follow-up: 55 months
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Primary: 3- and 5-year survival rates overall survival disease-free survival total and perioperative mortalities recurrence Scondary: overall and R0 resection postoperative complications CT-related response and toxicity Response (tumour downstaging) |
Overall survival: · 3-year OS (10 RCTs, 2854 patients): no difference: 54.7% vs. 50.0%, RR: 1.08, 95% CI: 0.93–1.27 with substantil differences between studies (I2=75%) · 5-year OS (all RCTs): benefit with IG: 35.6% vs. 27.9%, RR: 1.35, 95% CI: 0.98–1.85,p = 0.07) with substantil differences between studies (I2=87%) · Longer pooled OS duration (4 RCTs, 1022 patients): 53.7 vs. 33.7 months, WMD: 13.43, 95% CI: 6.89–19.97 with no heterogeneity between studies (I2=0%) Disease-free survival: · 3-year DFS rate: benefit with IG IG (8 RCTs, 2072 patients): 40.4% vs. 35.0%, RR: 1.16, 95% CI: 1.04–1.29, p = 0.01 with moderate heterogeneity between studies (I2=44 %) · 5-year rate (7 RCTs, 1717 patients): benefit with IG: 23.0% vs.19.4%, RR: 1.19, 95% CI: 1.00–1.41, p = 0.06) with moderate heterogeneity between studies (I2=37 %) · Median DFS (4 RCTs, 1022 patients): benefit with IG: 29.9 vs. 18.2 months, WMD: 9.53, 95% CI: 4.93–14.12, p < 0.0001; with no heterogeneity between studies (I2=0 %) and HR 0.87 (95% CI: 0.76–1.00, p = 0.04) Total and perioperative mortality: · Lower mortality in IG (11 RCTs, 3263 patients): 64.6 vs. 70.7% RR: 0.91, 95% CI: 0.83–0.99, p = 0.03 with substantil differences between studies (I2=82%) · No difference in perioperative mortality (10 RCTs, 3052 patients): 3.8% vs. 3.7%, RR: 1.03, 95% CI: 0.72–1.48 with no differences between studies (I2=0%) Recurrance and metastasis: · Lower overall postsurgical recurrence (6 RCTs, 1601 patients): 46.5% vs. 52.0%, RR: 0.89, 95% CI: 0.80–1.00, p = 0.04 with small differences between studies (I2=10%) · No differences in local recurrance rates (6 RCTs, 1601 patients): 17.7% vs. 18.2%, RR: 0.96, 95% CI: 0.79–1.18, p = 0.71 with no differences between studies (I2=0%) · lower incidence of distant metastasis (4 RCTs, 1271 patients): 21.6% vs. 27.5%, RR: 0.78, 95% CI: 0.65–0.95, p = 0.01 with no differences between studies (I2=0%) Surgery and resection: · lower surgery in IG: 91.5% vs. 96.5%, RR: 0.96, 95% CI: 0.93–0.99, p=0003 and resection rates: 89.5% vs. 93.1%, RR: 0.97, 95% CI: 0.93–1.00, p = 0.04 · higher R0 resection rate in IG: 89.9% vs. 86.5%, RR: 1.04, 95% CI: 1.00–1.08, p = 0.05 Postoperative adverse events: · no difference: 17.3% vs. 16.3%, RR: 1.06, 95% CI: 0.88–1.28, p = 0.54 Safety analysis of neoadjuvant CT (only in IG): · most common NAC-related adverse effects: · leucopenia (20.8%) and nausea/vomiting (10.6%) (reported in 8 RCTs) · serious alopecia in 7.3% of patients (reported in 3 RCTs) |
2a- Abwertung aufgrund von Studien-limitationen, Inkonsistenz und Indirektheit |
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Zusammenfassende Beurteilung Schlussfolgerungen der Autoren der Studie: „NAC (neoadjucant CT) may provide better survival, reduced recurrence, and improved R0 resection rates among NSCLC patients who had surgery, especially in occident patients. Further studies are needed to clarify the ethnic differences“ Schlussfolgerung der Begutachterin: Systematische Übersicht, moderate Einschränkung der Qualität (kein Protokoll, Datum der Suche fehlt, missverständliche Beschreibung des Verzerrungspotentials und keine Untersuchung zum Einfluss des Verzerrungspotentials auf die Ergebnisse ), basiert auf 11 randomisierten Studien von 3263 Patienten der Stadien I-III (deshalb Abwertung der Evidenz aufgrund von Indirektheit), Verzerrungspotential basiert vorrangig auf fehlender verblindeter Endpunkterfassung, sowie einer fehlenden Beschreibung der verblindeten Zuteilung und Nachbeobachtung (daher Abwertung aufgrund von Studienlimitationen). Es wird die Wirksamkeit von neoadjuvanten Chemotherapien vor der Operation auf das Überleben, die Rekurrenz gezeigt, wobei die Ergebnisse häufig eine substantielle Heterogenität aufweisen (z.B. bedingt durch verschiedene CT Regimes, daher Abwertung aufgrund von Inkonsistenz) |
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AJCC: American Joint Committee on Cancer; AE: Adverse event; CG: Control group; CI: Confidence interval; CRT: Chemo-radiotherapy; CT: Chemotherapy; CTCAE: Common Terminology Criteria for Adverse Events; d: Tag; DCR: Disease control rate; DFS: Disease-free survival; ECOG: Eastern Cooperative Oncology Group; HR: Hazard ratio; IG: Intervention group; N: Number of studies; n: Number of participants; NCI CTCAE: National Cancer Institute Common Toxicity Criteria; NSCLC: Non-small cell lung cancer; OR: Odds Ratio; OS: overall survival; PFS: Progression-free survival; RECIST: Response Evaluation Criteria in Solid Tumors; RCT: Randomized controlled trial; RFS: Relapse-free survival; RoB: Risk of bias; RR: Relative Risk; RT: Radiotherapy; SAE: Serious adverse event;TTF: Time to treatment failure; wks: weeks; yrs: years |
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