Ryan et. al. (2013)
Komplementärmedizin · Version 2.0
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Referenz |
Studientyp
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Patientenmerkmale |
Intervention/ Kontrolle, Beobachtung |
Untersuchte Endpunkte |
Hauptergebnisse |
Neben-/ Wechselwirkungen |
Finanzierung/ Interessenskonflikte |
Methodische Bemerkungen |
Evidenzklasse (Oxford) |
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Ryan (2013). Curcumin for radiation dermatitis: a randomized, double-blind, placebo-controlled clinical trial of thirty breast cancer patients. Radiation research. Ref.ID: 92
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Prospektiv, monozentrisch, doppelt, randomisiert, 2 Arme,
Eingeschlossen: N = 35, Ausgewertet: N = 30,
USA, 01.2008-01.2010 |
Mammakarzinom 0 – IV
weiblich Alter: Mittelwert (SD) = 58.1 (2.2)
RTX |
Arm A: N = 14 RTX + Curcumin
Curcumin C3 Complex® oral 500mg Kapseln (≥95% Curcuminoide) 3xtäglich je 4 Kapseln Dauer: 7 Wochen (gesamte RTX)
Arm B: N = 16 RTX + Placebo
500 mg Calciumhydrogenphosphat und gelbe Lebensmittelfarbe |
Prim. Endpunkte: 1. Schwere der Radiodermatitis (Hautmessungen wöchentlich nach 5. RTX-Sitzung mit RDS-Skala) 2. Feuchte Desquamation
Sek. Endpunkte: 3.: Dermatitis-Röte (mit Colorimeter ermittelt) 4.: Schmerzen (SI und MPQ-SF) 5. Toxizität (weitere Symptome des SI) |
Zu 1. Mittelwertdifferenz A–B (SD; 95% KI) -0.8 (0.8, -1.4; -0.2); p = 0.008 Modell über die Zeit: A vs. B (ohne Berücksichtigung der Zeit): p = 0.963, aber sign. Arm/Woche-Interaktion p = 0.007, d.h. der Verlauf über die Zeit ist unterschiedlich, laut Graphik A und B bis Woche 4 ähnlichen Verlauf, dann steigen die Werte in A weniger stark an und fallen in Woche 7 sogar ein wenig ab; B steigt kontinuierlich an Zu 2. (Anzahl in %) A: 28.6%, B: 87.5%; p = 0.002 Zu 3. A vs. B (ohne Berücksichtigung der Zeit): p = 0.328, Arm/Woche Interaktion: p = 0.588 d.h. keine sign. Unterschiede des Röte-Verlaufs Zu 4. Mittelwertveränderung Baseline - RTX-Ende (95% KI) Schmerzen an RTX-Stelle: A: 1.929 (0.855, 3.002), B: 1.313 (0.365, 2.260); p = 0.504 Anderer Schmerz: A: –0.286 (-1.309, 0.738), B: –0.563 (-1.432, 0.307); p = 0.967 MPQ-SF: MPQ -gesamt: A: 4.643 (2.045, 7.241), B: 2.875 (1.543, 4.207); p = 0.144 Wahrgenommener Schmerz: A: 0.857 (0.358, 1.356), B: 0.813 (0.523, 1.102); p = 0.644 Sensorischer Schmerz: A: 3.286 (1.217, 5.354), B:1.750 (0.827, 2.673); p = 0.081 Affektiver Schmerz: A: 0.500 (0.061, 0.939), B: 0.375 (-0.008, 0.758); p = 0.550 Keine sign. Unterschiede zw. Arm A und B Betrachtung der Schmerzarten: Bohrend („gnawing), schmerzend („aching“), zersplitternd („Splitting) (A > B, p < 0.021), sonst kein sign. Unterschiede Zu 5. Keine sign. Unterschiede (Übelkeit, Erbrechen, Depressivität, Kurzatmigkeit, Gedächtnis, Appetit, Diarrhö, Miktion, Haut, Schlaf, Fatigue, Aktivität, Stimmung, Arbeit, Beziehungen, Laufen, Lebensqualität) Zusammenfassung der Autoren: “In conclusion, oral curcumin, 6.0 g daily during radiotherapy, reduced the severity of radiation dermatitis in breast cancer patients.” |
Lauf Angabe keine NW |
Finanziert durch den FDA IND no. 75,444; NCI PHS grant 1R25CA10618; Dermatology Foundation Research Career Development Award; und URMC CTSI KL2-RR024136. |
PRO: Ethikvotum Doppelte Verblindung mit Kontrolle (A: 5/14 [35.7%] der Pat. denken, dass in Curcumin Arm, B: 2/16 [12.5%] der Pat. denken, dass in Placebo-Arm) Hohe vergleichbare Compliance-Raten (Mittelwert [SD]: A: 96.6% [6.6%], B: 98.4% [3.2%]; p = 0.344) Erfassung der erwarteten und der aktuellen Schmerzen zur Baseline CONTRA: Sehr kleine Stichprobe Dropoutrate: A: 18%, B: 11%, keine intention-to-treat-Analyse Keine Kontrolle des multiplen Testens |
1b- |
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Ryan (2013): In dieser Studie wurden Brustkrebspatientinnen während der Radiotherapie untersucht, wobei eine Hälfte parallel zur Radiotherapie Curcumin einnahm und die andere Hälfte ein Placebo. In der Curcumin-Gruppe wurde die Schwere von Radiodermatitis (eine häufige Hautkrankheit, die mit Radiotherapie assoziiert ist) am Ende der Radiotherapie deutlich geringer eingeschätzt als in der Placebo-Gruppe. Die beiden Gruppen wiesen unterschiedlicher Verläufe der Radiodermatitis-Schwere auf. Ab der vierten Woche stieg die Intensität in der Curcumin-Gruppe weniger steil an als in der Placebo-Gruppe und nahm von Woche sechs bis sieben sogar leicht ab. Zudem traten in der Curcumin-Gruppe weniger Fälle von feuchter Hautablösung auf. Hinsichtlich der Röte der Dermatitis, des erlebten Schmerzes und weiterer unerwünschter Symptome wie z.B. Übelkeit und Erbrechen fanden sich so gut wie keine Unterschiede zwischen den Curcumin- und den Placebo-Patienten. Positiv an dieser Studie war die doppelte Verblindung (Untersuchter/Patienten wissen nicht, welcher Gruppe sie angehören). Negativ war jedoch, dass nur eine sehr kleine Stichprobe untersucht wurde und dass sehr viele Einzeltests durchgeführt wurden. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass man zufällig einen bedeutsamen Unterschied berechnet, obwohl eigentlich kein Gruppenunterschied vorhanden ist. |
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