Halyard et. al. (2007)
Komplementärmedizin · Version 2.0
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Referenz |
Studientyp
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Patientenmerkmale |
Intervention/ Kontrolle, Beobachtung |
Untersuchte Endpunkte |
Hauptergebnisse |
Neben-/ Wechselwirkungen |
Finanzierung/ Interessenskonflikte |
Methodische Bemerkungen |
Evidenzklasse (Oxford) |
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Halyard (2007): Does zinc sulfate prevent therapy-induced taste alterations in head and neck cancer patients? Results of phase III double-blind, placebo-controlled trial from the North Central Cancer Treatment Group (N01C4). International journal of radiation oncology, biology, physics. Ref.ID: 773 |
Prospektiv
Multizentrisch
doppelt verblindet
randomisiert
Phase 3 2 Arme
Eingeschlossen: N = 169, Ausgewertet: N = 159
Attrition/Drop-Out (Arm A/B): Abbruch (27/17), NW (6/5), Krankheitsfortschritt (1/2) , andere med. Probleme (3/5), Verstorben (2/2), andere Gründe (8/7) Insgesamt: A: 47; B: 38
Land: kA, 05.2002-10-2005 |
Kopf-Hals Karzinom
30% weiblich,
Alter: Median: 59; Range: 31-88
RTX und z.T. CTX |
Arm A: N = 76 RTX + Zink, 3x 45mg Zink Sulfat täglich, innerhalb der ersten 7 Tage der RTX bis 4 Wochen nach Ende der RTX, Dauer: keine genaue Angabe (über die Zeit der RTX bis einen Monat danach)
Arm B: N = 83 RTX + Placebo mit gleicher Frequenz wie in Arm A verschrieben |
Wöchentlich während der RTX und +1, +2, +3, +6 Monate nach RTX
Prim. Endpunkt 1. Beginn der Dysgeusie mit ausgewählten Fragen aus dem Wickham Fragebogen
Sekund. Endpunkte zu 2 Monaten nach RTX 2. Auftreten von Dysgeusie
3. QoL ohne genaue Angaben zum Fragebogen (linear analog assessment scale)
4. Toxizität mit Common Toxicity Criteria, v2
5. Gewicht vom Arzt gemessen
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Zu 1. Kein signifikanter Unterschied im Zeitintervall (Arm A: Medianintervall = 2.3 Wochen, Arm B: Medianintervall = 1.6 Wochen; p = 0.09), Weitere Analysen: einzig signifikant beeinflussender Faktor des Zeitintervalls war die Menge oraler Schleimhaut im bestrahlten Bereich (Zeitwert: kA, p = 0.004), Zink nahm keinen positiven Einfluss auf die klinischen Parameter, wie Unterbrechungen während der RTX oder das Zeitintervall bis zur Genesung des Geschmacks (Erholung der Symptome bei Arm A: 5%, Arm B: 16%; p = kA)
Zu 2. Keine signifikanten Unterschiede im Auftreten von Geschmacksveränderungen (Arm A: 73%, Arm B: 84%; p = 0.16)
Zu 3. Keine signifikanter Gruppenunterschied
Zu 5. Patienten in Arm A konnten ihr Gewicht eher halten, als in Arm B (Arm A: 99%, Arm B: 92%; p = 0.04)
Zusammenfassung der Autoren: “Zinc sulfate did not significantly increase the interval to taste alterations, nor did it appear to decrease the incidence of taste alterations or the interval to taste recovery. It is impossible to know how often zinc is prescribed to cancer patients for this indication, but the negative findings from this study indicate that zinc sulfate, as administered in this trial, should not be prescribed to cancer patients under these circumstances and for this purpose.” |
Folgende NW/WW wurde berichtet: In Arm A kam es häufiger zu moderater und schwerer Dysphagie, als in Arm B (Arm A: 7%, Arm B: 4%, p = 0.02), ansonsten keine signifikanten Unterschiede in Frequenz und Schwere der NW zwischen den Gruppen
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Laut Angabe keine CoI |
PRO: Ethikvotum vorhanden
Berechnung von Poweranalysen zur Aufdeckung von Veränderungen
Gegebene Vergleichbarkeit der Gruppen zu Beginn in allgemeinen Charakteristika
Große Stichprobe aufbauend auf Poweranalyse
Doppelte Verblindung
Beachtung der auftretenden NW
Nachfrage über Patient Compliance
CONTRA: Es bleibt unklar, wie viele Patienten zu den einzelnen Zeitpunkten erhoben wurden – scheinbar war ein Follow-Up Wert ausreichend um in die Analysen einzufließen (wobei nur 83 von 169 Patienten die ganze Studie durchführten (49%)) - Die Attrition wird ohne entsprechende Zeitpunkte aufgeführt: 32% in Arm A und 20% in Arm B fielen aus, weil sie nicht weiter machen wollten
Keine Angaben zum Zinkspiegel der beiden Gruppen
Für die genutzten Erhebungsmethoden (z.B. Fragebogen zur QoL) wird nur auf Literatur verwiesen, aus der sie entnommen wurden – aus Studie selbst nicht zu entnehmen
Stadium der Krebserkrankung unklar
Keine genauen Angaben zum Randomisierungsverfahren
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2b |
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Halyard (2007): Halyard und Kollegen untersuchten in ihrer Studie an 169 Patienten mit Kopf-Hals Karzinom den Einfluss von Zink auf Veränderungen des Geschmackssinns (Dysgeusie), die Lebensqualität und das Gewicht während der Behandlung durch Radiotherapie. Zusätzlich wurde die Verträglichkeit von Zink betrachtet. Patienten bekamen dafür zufällig entweder Zink oder ein Placebo verabreicht. Es stellte sich heraus, dass durch Zink weder das Zeitintervall bis zum Auftreten von Geschmacksveränderungen, noch die generelle Häufigkeit oder die Zeitspanne bis zu einer Erholung der Symptome verbessert wurden, ebenso wenig wie die Lebensqualität. Nebenwirkungen traten in beiden Gruppen vergleichbar oft und schwer auf, mit Ausnahme von Schluckstörungen, die in der Zink-Gruppe deutlich öfter beschrieben wurden. Die Ergebnisse lassen darauf schließen, dass Zink keinen positiven Einfluss auf Geschmacksveränderungen während einer Radiotherapie nehmen kann. Die Autoren der Studie beschäftigten sich ausführlich mit der notwendigen Stichprobengröße für ihre Analysen und untersuchten eine große Anzahl an Patienten. Die Gruppen wurden zu Beginn auf ihre Vergleichbarkeit getestet, was eine Verzerrung der Ergebnisse unwahrscheinlicher werden lässt. Hauptkritikpunkt an dieser Studie ist der Ausfall der Patienten über die Zeit. Unklar bleibt dabei, wann und aus welchen Gründen die untersuchten Personen die Studie verließen, zudem sind die Rahmenbedingungen der Studie unzureichend beschrieben. |
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