Villani et. al. (2016)
Komplementärmedizin · Version 2.0
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Referenz |
Studientyp
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Patientenmerkmale |
Intervention/ Kontrolle, Beobachtung |
Untersuchte Endpunkte |
Hauptergebnisse |
Neben-/ Wechselwirkungen |
Finanzierung/ Interessenskonflikte |
Methodische Bemerkungen |
Evidenzklasse (Oxford) |
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Villani (2016). Vitamin E neuroprotection against cisplatin ototoxicity: Preliminary results from a randomized, placebo-controlled trial. Head and Neck. Ref.ID: 475 |
Prospektiv, monozentrisch, doppelt, randomisiert, Phase 3, 2 Arme,
Eingeschlossen: N = 108, Ausgewertet: N = 23,
Land: kA, 08.04-06.07 |
Bösartige Tumorerkrankungen,
52.2% weiblich Alter: Mittelwert (SD) = 59 (6)
CTX: Cisplatin |
Arm A: N = 13 CTX + Vitamin E Oral 400mg täglich Beginn: nach Randomisierung vor CTX Dauer: bis 3 Monate post-CTX
Arm (B): N = 10 CTX + Placebo |
Primärer Endpunkt: 1.Inzidenz Ototoxizität (erhoben mit Audiogram 2000/4000/8000 Hz; evozierte Hirnstammpotentiale): Baseline (T0), 1 (T1), 2 (T2) und 3 (T3) Monate
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Zu 1. Mittelwert Verschlechterung T1 vs. T0 (nur p-Werte angegeben und ungenaue Grafik) 2000 Hz: Rechtes Ohr: A: p = ns B: p = 0.05 Linkes Ohr: A: p = ns B: p = 0.04 4000 Hz Rechtes Ohr: A: p = ns B: p = kA Linkes Ohr: A: p = ns B: p = kA 8000 Hz: Rechtes Ohr: A: p = ns B: p = 0.04 Linkes Ohr: A: p = ns B: p = 0.03 Evozierte Hirnstammpotentiale A und B: ns Follow-up T2/ T3 war nicht möglich, zu hoher Dropout (A und B: jeweils N = 8) Zusammenfassungder Autoren: “These preliminary findings confirm the neuroprotective properties of vitamin E against the CDDP-induced ototoxicity.” |
Keine Angaben zu NW |
Keine Angaben zu CoI |
PRO: Doppelte Verblindung (Patienten/Untersucher) CONTRA: Weniger Patienten als in Poweranalyse berechnet (< 80 Pat.) Sehr hoher Dropout (Arm A: 76%; Arm B: 81%); Gründe: Abbruch oder zu wenig Cisplatin; Teilnahme nur an einer Erhebung), geplante Follow-up-Erhebungen konnte nicht stattfinden wegen weiterem Dropout (A und B: jeweils N = 8) Keine Angaben zur Compliance Kein richtiger stat. Vergleich zwischen den Gruppen wegen kleiner Stichprobe Schlechte Berichtqualität (z.B. keine genauen Angaben zu demograph. Variablen wie Krebsart, es fehlen wichtige Zahlenangaben, nur ungenaue Grafik) Aufgrund weniger demographischer Variablen und der geringen Stichprobengröße kann nicht zweifellos von einer Vergleichbarkeit der Gruppen durch die Randomisierung ausgegangen werden |
2b |
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Villani (2016). In dieser Studie wurden zwei Gruppen von Krebspatienten untersucht, die alle Chemotherapie erhielten. Ein Arm nahm zusätzlich zur Chemotherapie täglich 400mg Vitamin E ein und der Kontrollarm stattdessen Placebos. Untersucht wurde die Wirksamkeit von Vitamin E, die Nebenwirkung der Chemotherapie auf das Innenohr, insbesondere die Sinneszellen des Hör- und Gleichgewichtsorganes, oder den zugehörigen Hirnnerven abzumildern. Sowohl im 2000 Hz, als auch im 8000 Hz-Bereich wurde die Hörfähigkeit der Patienten im Kontrollarm bedeutsam schlechter, während sich im Vitamin E-Arm keine Unterschiede zeigten. Ansonsten fanden sich keine bedeutsamen Unterschiede. An diese Studie gibt es zahlreiche Kritikpunkte. Vor allem die hohe Ausfallrate im Laufe der Studie von über 70% der Patienten in jedem Arm macht eine starke Verzerrung der Ergebnisse sehr wahrscheinlich. Abgesehen davon kann nicht zweifellos von einer Vergleichbarkeit der Gruppen zu Beginn der Studie ausgegangen werden (wenige demographische Angaben, sehr geringe Stichprobe). |
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