Beer et. al. (2007)
Komplementärmedizin · Version 2.0
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Referenz |
Studientyp
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Patientenmerkmale |
Intervention/ Kontrolle, Beobachtung |
Untersuchte Endpunkte |
Hauptergebnisse |
Neben-/ Wechselwirkungen |
Finanzierung/ Interessenskonflikte |
Methodische Bemerkungen |
Evidenzklasse (Oxford) |
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Beer (2007). Double-blinded randomized study of high-dose calcitriol plus docetaxel compared with placebo plus docetaxel in androgen-independent postate cancer: A report from ASCENT Investigators. Journal of clinical oncology Ref.ID: 418 |
Multizentrisch, doppelt, randomisiert, 2 Arme
Eingeschlossen: N = 250, Ausgewertet: N = 250,
Land: kA, 09.2002-01.2004
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Prostatakarzinom metastasiert
männlich Alter: Median: Arm A: 70, Arm B: 68; Range: 45-92
Docetaxelgabe + Dexamethason wöchentlich für 3 Wochen (q28)
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Arm A: N = 125 Docetaxel + DN-101 (Vit. D3 Analog) oral, Tag 1: 45µg wöchentlich für 3 Wochen (innerhalb eines 4 Wochen-Zyklus, Dauer: 6 Zyklen
Arm B: N = 125 Docetaxel + Placebo
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Primärer Endpunkt: 1. PSA-Ansprechen (PSA): ≥ 50% PSA-Reduktion, aller 4 Wochen
Sekundäre Endpunkte: 2. Tumoransprechen nach RECIST 3. PFS (PSA: Konsensuskriterien, Tumor: RECIST-Kriterien, klinisch: Tumorprogression, skelettassoziierten Ereignisse oder Tod) 4. Überlebenszeit ohne Skelettereignisse (Knochenfraktur, Rückenmarkkompression, Knochen-OP oder RTX am Knochen) oder Tod 5. OS 6. Toxizität |
Zu 1. Anzahl in % nach 6 Monaten: A: 58, B: 49; p = 0.16 Anzahl in % insgesamt: A: 63, B: 52; p = 0.07 Zu 2. Tumoransprechen RECIST-Kriterien (A: N = 48, B: N = 59): Anzahl in %: A: 29, B: 24; p = 0.51 Zu 3. PSA-PFS: Median (Monate): A: 7.9, B: 7.6; p = 0.7 PFS nach RECIST-Kriterien und klin. PFS können wegen fehlender Bildgebung nicht ermittelt Zu 4. Median (Monaten) A: 13.4; B: 11.9; HR = 0.78 (95% KI: 0.57, 1.074); p = 0.13 Anzahl mit Ereignis: A: 38, B: 45 (Knochenfraktur: A: 14, B: 11; Rückenmarkkompression: A und B: jeweils 6; Knochen-OP: A. 0, B: 1; RTX am Knochen: A: 19, B: 29)
Subgruppenanalyse: Nur Patienten, die Zoledronsäure während Studie erhalten haben (A: N = 45, B: N = 40): Anzahl mit Ereignis in %: A: 29, B: 40 Patienten ohne Zoledronsäure: A: 31, B: 34 Zu 5. Kontrolliert für Baseline-Merkmale Hämoglobin und ECOG-Status: HR = 0.67 (95% KI: 0.45, 0.97); p = 0.04 Arm A hat ein geringeres Sterberisiko Median (Monaten): A: in Arm A noch nicht erreicht, nach adjustierten HR geschätzt für 24.5; B: 16.4 Sensitivitätsanalyse: unkontrolliertes HR HR = 0.70 (95% KI: 0.48, 1.028); p = 0.07 Zu 6. Anzahl in % Grad 3/4 NW: A: 58, B: 70; p = 0.065 Therapieabbruch wegen NW: A: 22, B: 28 Schwerwiegende NW (Hospitalisierung notwendig): A: 27, B: 41; p = 0.023 (gastrointestinal: A: 2.4. B: 9.6; p = 0.02; thromboembolisch: A: 1.6, B: 7.2; p = 0.03, sonst keine Unterschiede)
Grad 3/4 hämatologische NW: insgesamt selten, keine Gruppenunterschiede
Häufigste Grad 3/4 nicht-hämatologische NW (p-Werte nicht angegeben): Fatigue: A: 8, B: 16; Infektion: A: 8, B: 13; Hyperglycemia: A: 6, B: 12
Zusammenfassung der Autoren: This study suggests that DN-101 treatment was associated with improved survival, but this will require confirmation because survival was not a primary end point. The addition of weekly DN-101 did not increase the toxicity of weekly docetaxel. |
Laut Angaben keine zusätzlichen Nebenwirkungen des Docetaxel durch Calcitriol
Typische mit Vit. D assoziierte NW (Anzahl in %): Grad 1/2 Kreatininerhöhung: A: 7, B: 6 Vorübergehende Hyperkalzämie: A: 33 (alle Grad 1), B: 8 (alle Grad 1 außer 1 Pat. Grad 3) Symp. Nierenstein: A: 1 Pat., B: 0 |
Laut Angaben können finanzielle Interessenskonflikte bestehen
Autoren bekommen teilweise Honorare/Forschungsgelder von oder beraten versch. Pharmafirmen
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PRO: Ethikvotum Doppelte Verblindung Große Stichprobe gemäß Poweranalyse Geringer Dropout (8%) und intention-to-treat-Analyse CONTRA: Vitamin D Spiegel nicht erhoben, Gruppenunterschiede nicht ausgeschlossen Beim PFS weniger Endpunkte berechnet, als im Protokoll vorgegeben
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1b- |
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Beer (2007). In dieser Studie wurde auch die Wirksamkeit von Vitamin D in Kombination mit Docetaxel (ein Chemotherapeutikum) bei Prostatakrebspatienten untersucht. Eine Gruppe bekam Docetaxel und Vitamin D und die andere Gruppe Docetaxel und Placebo. Es zeigten sich keine Unterschiede zwischen den Gruppen hinsichtlich der Ansprechrate der Behandlung und der Zeit bis zum Krankheitsfortschreiten, aber die Vitamin-D-Gruppe lebten die Patienten im Durchschnitt länger. Zudem traten in der Vitamin-D-Gruppe zwar insgesamt nicht weniger Nebenwirkungen auf, aber es gab weniger schwerwiegende Nebenwirkungen als in der anderen Gruppe. Positiv an dieser Studie sind die große Stichprobe und die doppelte Verblindung (Beobachter/Patienten wissen nicht, welcher Gruppe sie angehören). Ein großer Kritikpunkt dieser Studie ist jedoch, dass der Vitamin D Spiegel nicht erhoben und berücksichtigt wurde. Somit gibt es keine Überprüfung, ob zu Beginn der Studie ein Vitamin D Mangel bestand und ob die Vitamin D Behandlung funktioniert hat (d.h. dass Patienten in der Vitamin-D-Gruppe durch Vitamin D Präparat einen höheren Spiegel hatten). |
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