Su et. al. (2004)

Komplementärmedizin · Version 2.0

Referenz

Studientyp

 

Patientenmerkmale

Intervention/

Kontrolle

Untersuchte Endpunkte

Hauptergebnisse

Nebenwirkungen (NW)

Finanzierung

Methodische Bemerkungen

Evidenzklasse (Oxford)

Su (2004) Phase II double-blind randomized study comparing oral aloe vera versus placebo to prevent radiation-related mucositis in patients with head-and-neck neoplasms

Ref.ID: 1106

RCT, doppelblind, Placebo-kontrolliert.

 

Stratifikation nach primärer Tumorstelle und Chemotherapie-behandlung (Ja/Nein).

 

Einschluss-Kriterien:

Stadium II-IVM0 Karzinom im Kopf-/ Halsbereich; Strahlentherapie (mind. 50 Gy); Karnofsky Leistung > 60.

 

Ausschluss-Kriterien: Patienten, die nicht in der Lage sind, die Studienfragebogen auszufüllen.

N=58

 

Geschlecht:

Aloe: 17,9% Frauen

Placebo: 23,3% Frauen

 

Alter (Jahren):

Mittelwert

Aloe: 57

Placebo: 55

 

Land: USA

Aloe-Saft (94,5% Aloe-Saft, 5,0% Birnensaft-Konzentrat, 0,4% Zitrone-Limonen Geschmack und 0.1% Zitronensäure).

Hersteller: Lily of the Desert,

 

Dosierung: 20ml, 4x/Tag.

 

Dauer: vom Beginn bis Ende der Strahlentherapie.

 

Kontrolle: Placebo-Saft (gleiche Inhaltsstoffe nur mit Wasser statt Aloe).

 

Alle Patienten wurden gebeten, das Getränk in ihrem Mund herumzuschwenken und dann zu schlucken.

 

Die Strahlungsdosis betrug 50–70 Gy bei 1,8–2 Gy q.d.

1. Inzidenz einer schweren Mukositis

(Grad 2, 3 oder 4 Mukositis auf der RTOG ARMSC).

 

2. Dauer bis zur schweren Mukositis.

 

3. Häufigkeit des Abbruches der Strahlentherapie aufgrund der Mukositis

 

4. Lebensqualität

(Allgemeiner Gesundheitszustand,

Allgemeiner Wundschmerz)

1. Inzidenz einer schweren Mukositis

Kein Unterschied zwischen den Gruppen

 

2. Dauer bis zur schweren Mukositis.

Kein Unterschied zwischen den Gruppen

 

3. Häufigkeit des Abbruches der Strahlentherapie aufgrund der Mukositis

Kein Unterschied zwischen den Gruppen

 

4. Lebensqualität

Kein Unterschied zwischen den Gruppen

Keine unerwünschten Ereignisse wurden von den Patienten berichtet.

 

Finanzierung: Nicht angegeben.

 

COI: Verum wurde von einem kommerziellen Unternehmen gespendet.

Nicht registriert.

 

Studienqualität (Risk of Bias):

SB: unclear

NB - Patienten in der Aloe-Gruppe hatten mehr oropharyngealen Tumoren, während diejenigen in der Placebogruppe mehr Mundhöhle Tumoren hatten.

PB: low       

DB: low

AB: low

RB: low

 

Fallzahlberechnung (N=114) nicht erreicht, um eine 20% Reduktion des Mukositis-Grades von ≥2 nachzuweisen.

2b

Su (2004): Zusammenfassung: In dieser Studie untersuchten Forscher die Wirkung eines Aloe Saftes auf die Mundschleimhautentzündung bei Patienten, die mit Strahlentherapie im Kopf- und Halsbereich behandelt wurden. Die Patienten wurden in zwei Gruppen eingeteilt: den Aloe-Saft oder einen Placebo-Saft, bei dem die Aloe durch Wasser ersetzt wurde (sonst hatten die Säfte die gleichen Inhaltsstoffe). Nach Abschluss der Studie litten die Patienten, die den Aloe-Saft verwendeten, genauso häufig an schweren Mundschleimhautentzündungen wie diejenigen, die den Placebosaft verwendet hatten, auch bezüglich der Lebensqualität gab es keine Unterschiede.