Arslan et. al. (2015)

Komplementärmedizin · Version 2.0

Referenz

 

Studientyp

 

Patientenmerkmale

Intervention/

Kontrolle

Untersuchte Endpunkte

Hauptergebnisse

Nebenwirkungen (NW)

Finanzierung

Methodische Bemerkungen

Evidenzklasse (Oxford)

Arslan (2015): Oral Intake of Ginger for Chemotherapy-Induced Nausea and Vomiting Among Women With Breast Cancer

Ref.ID: 1207

RCT

 

Ein - :

Post_OP,

Nach mind. 1 Chemo­zyklus mit starken CINV Symp­tomen

Chemo mit An­thracy­cline

 

 

N=60 Brustkrebspatientinnen (Stage II, III)

 

 

Alter: 48.5

 

Land: Türkei

Tagesdosis 2x250mg Ingwer­pulver ( mit Jogurt, Her­stellung nicht beschrieben) + Antiemetika

 

Dauer: 30 Min vor Chemostart, 3 Tage je Zyklus

 

Kontrolle: TAU

 

Chemoregime:

Anthracycline, Cyclophospha­mid, Doxorubi­cin

+ 5-Fluoroura­cil

 

Antiemetika:

Palonosetron + Dexamethason + Antihistamin + Ranitidin +

Aprepitant

Frequenz

Schwere (VAS 1-10)

Übelkeit, Würgen, Erbrechen über 5 Tage

 

 

Sign. Gruppen­unterschied ab Tag 2-5 zugunsten Ingwer bezüglich Episoden und Stärke von Übelkeit und Erbrechen

 

Würgen war nur an Tag 1 in der Ingwergruppe sign. seltener

 

 

 

Nicht berichtet

COI: none

 

Keine Registrierung

Studienqualität Risk of Bias:

SB: high

PB: high

DB: unclear

AB: high

RB: unclear

OB: high

Fallzahlberechnung unzu­­reichend. Randomisierungsliste fraglich, keine Verblindung. Zielparameter nicht definiert.

2b

Arslan (2015): In dieser randomisiert, kontrollierten Studie erhielten 60 Brustkrebspatientinnen entweder zusätzlich 500mg Ingwerpulver (nicht standardisiert hergestellt, mit Joghurt vermischt) oder nur Chemotherapie. Die erste Einnahme erfolgte 30 Minuten vor Chemostart und wurde dann über die 3 Zyklustage fortgesetzt. Für beide Gruppen gab es weitere Standardmedikamente gegen Übelkeit und Erbrechen, u.a. auch Aprepitant. Die Kombination des Chemoregimes, das die Patientinnen erhielten, ruft starke Übelkeit/Erbrechen hervor. Ab dem 2. Einnahmetag hatte die Ingwergruppe signifikant weniger Übelkeit/Erbrechen als die Gruppe ohne diesen Zusatz, auch die Stärke war geringer. Nebenwirkungen sind nicht berichtet. Die Studie ist nicht gut berichtet, so dass die Vermutung naheliegt, dass die Studie methodisch nicht gut durchgeführt worden ist und die Ergebnisse mit Vorsicht interpretiert werden müssen.