Cohen et. al. (2018)
Komplementärmedizin · Version 2.0
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Referenz |
Studientyp
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Patientenmerkmale |
Intervention/ Kontrolle, Beobachtung |
Untersuchte Endpunkte |
Hauptergebnisse |
Neben-/ Wechselwirkungen |
Finanzierung/ Interessenskonflikte |
Methodische Bemerkungen |
Evidenzklasse (Oxford) |
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Cohen (2018): Favorable Effects of a Ketogenic Diet on Physical Function, Perceived Energy, and Food Cravings in Women with Ovarian or Endometrial Cancer: A Randomized, Controlled Trial Nutrients. Ref.ID: 954 |
Prospektiv
Multizentrisch
Offen
Randomisiert
2 Arme
Anzahl eingeschlossener Teilnehmer N=73, Ausgewertet N=45 (Drop-out Arm A 12x, Arm B 16x)
USA, Oktober 2015 - April 2017 |
Ovarial- und Endometriumkarzinom
BMI ≥ 18.5 kg/m2
24% CTx
Geschlecht: 100% weiblich
N=45: Alter (Mittelwert; Range): 60.2; 31–79 Jahre |
Arm A: N= 37 Ketogene Diät (70 [≥125g]:25 [≤100g]:5[<20g] pro Tag Energie von Fett, Protein, und Kohlenhydrate)
Arm B: N= 36 American Cancer Society diet (ACS: ballaststoffreich, wenig Fett)
Individuelle Diätberatung durch geprüfte Diätassistenten. Wöchentliche E-Mails. Einmalig persönliches Treffen nach Baseline-Erhebung. |
T0: Baseline T1: nach 12 Wochen
Prim. Endpunkte 1. Lebensqualität über mentale und physische Funktionalität, inklusive Energielevel/Fatigue erhoben via SF-12
Des Weiteren erhoben: Hungergefühl/Appetit und Craving nach Süßem und stärkehaltigen Produkte |
Zu 1. Signifikanter Unterschied für adjustierte physische Funktionalität (p=0.04), jedoch nicht für mentale Funktionalität; keine signifikanten Gruppenunterschiede für Energielevel/Fatigue
Anmerkung: Unter Berücksichtigung der mit der Diät einhergegangenen Abnahme von Körperfett, wird der Effekt auf physische Funktionalität nicht mehr signifikant (p=0.064), Die Abnahme des Körperfettes scheint die physische Funktionalität maßgeblich zu moderieren
Zusammenfassung der Autoren: „In conclusion, we found that, among women with ovarian or endometrial cancer, a KD does not diminish quality of life; indeed, it may improve physical function, increase energy, and diminish specific food cravings.“ |
Keine Angaben zu NW/WW
Gewichtsabnahme unklar |
Laut Angabe keine CoI
Finanzierung: „This research was funded by the American Institute for Cancer Research, UAB Comprehensive Cancer Center, Nutrition Obesity Research Center P30DK56336, and Diabetes Research Center P60DK079626.” |
PRO: Überwachung der Compliance in Arm A (Ketone im Urin)
Einschluss der demographischen Variablen als Kovariaten in Analyse
Laut Autoren Gruppenvergleichbarkeit zu Studienbeginn gegeben
CONTRA: Keine Korrektur für multiples Testen
Keine Intention-to-Treat Analyse
Hoher Drop-Out
Keine Angabe zum Ethikvotum
Keine Darstellung der demographischen Charakteristika der Probanden
Sehr oberflächliche Darstellung der Rahmenbedingungen
Keine Angabe zu möglichen Nebenwirkungen
Keine Angabe zum Krebsstadium
Keine genaue Angabe über Gewichts- oder Körperfettabnahme der Patienten zum Ende der Studie, obwohl dies in die Analysen einbezogen wurde |
2b |
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Cohen (2018): In dieser Studie wurden 73 Patientinnen mit Eierstock- und Gebärmutterkrebs, von denen 45 die Studie beendeten, zufällig in 2 Gruppen eingeteilt. Diese hielten sich für 12 Wochen an eine ketogene Diät (viel Fett, wenig Kohlenhydrate) oder an die Empfehlungen der Amerikanischen Krebsgesellschaft (ballastoffreich, wenig Fett). Untersucht wurde die Lebensqualität. Nach 12 Wochen zeigten sich keine Unterschiede bezüglich seelischer Funktionen und dem Energielevel/ Fatigue. Es zeigte sich jedoch eine bessere körperliche Funktion in der Gruppe mit der ketogenen Diät im Vergleich zur anderen Gruppe. Der Effekt scheint allerdings von der Abnahme des Körperfettes zum Ende der Studie mitbeeinflusst, da der Effekt von ketogener Diät auf die physische Funktionalität unter Berücksichtigung der Körperfettabnahme verschwindet. Insgesamt ist die Studie sehr übersichtlich dargestellt, jedoch werden dabei wichtige Rahmenbedingungen und demographische Variablen der Probanden nicht gegeben. Statistisch gesehen ist die Glaubwürdigkeit der Ergebnisse jedoch anzuzweifeln, da statistisch bedeutsamen Unterschiede durch die ungenaue Statistik entstanden sein können. |
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