Shamsaei et. al. (2017)
Komplementärmedizin · Version 2.0
|
Referenz |
Studientyp
|
Patientenmerkmale |
Intervention/ Kontrolle, Beobachtung |
Untersuchte Endpunkte |
Hauptergebnisse |
Neben-/ Wechselwirkungen |
Finanzierung/ Interessenskonflikte |
Methodische Bemerkungen |
Evidenzklasse (Oxford) |
|
Shamsaei (2017). The Vitamin E Preventive Effect on Taxol-Induced Neuropathy Among Patients With Breast Cancer: A Randomized Clinical Trial. Jundishapur J Nat Pharm Prod. Ref.ID: 473 |
Prospektiv, monozentrisch, einfach (Krankenschwester), randomisiert, 2 Arme
Eingeschlossen: N = 70, Ausgewertet: N = 70,
Iran, Zeitraum: kA |
Mammakarzinom
100% weiblich Alter: Mittelwert (SD) = 47.3 (13.1)
CTX: Taxol |
Arm A: N = 35 CTX + Vitamin E oral 400 IU täglich Dauer: gesamte Studiendauer
Arm B: N = 35 CTX + Placebo |
Primärer Endpunkt: 1. Periphere Polyneuropathie erhoben mit elektrophysiolog. Tests (N. tibialis, peroneus und suralis): Baseline (vor CTX) (T0), 3 Monate nach CTX (T1) |
Zu 1. Mittelwert (SD) T0-T1 N. tibialis und N. peroneus: Keine sign. Unterschiede hinsichtlich Amplitude, Latenz, Leitgeschwindigkeit (p > 0.05) N. suralis: Amplitude: A: 5.5 (2.4); B: 3.82 (1.8); p Latenz, Leitgeschwindigkeit: ns
Zusammenfassung der Autoren: “We suggest the inhibitory effect of vitamin E on the progression of Taxol-induced neuropathy, by slowing the speed of progression, among breast cancer patients by improving the function of the nervous system.” |
Keine Angaben zu NW |
Laut Angabe keine COI |
PRO: Ethikvotum Adäquate Stichprobengröße gemäß Poweranalyse CONTRA: Unklare Verblindung (nur Angabe, dass Krankenschwester verblindet, die Medikamente verteilt) Keine Angaben zur Compliance Multiples Testen Schlechte Berichtqualität (z.B. kA zum Dropout, kA zu wichtigen Charakteristiken zur Baseline) |
1b- |
|
Shamsaei (2017). In dieser Studie wurde die Wirksamkeit von Vitamin E untersucht, chemotherapie-induzierte periphere Polyneuropathie (d.h. Schädigung mehrerer peripherer Nerven) abzumildern. Betrachtet wurden zwei Arme von Mammakarzinompatientinnen, von denen eine Arm zusätzlich zur Chemotherapie täglich Vitamin E einnahm und ein Arm stattdessen Placebos bekam. Keine Unterschiede fanden sich hinsichtlich der elektrophysiologischen Funktion des Schienbeinnervs (N. tibialis) und des Wadenbeinnervs (N. peroneus). Nur beim Wadennerv (N. suralis) war die gemessenen Amplitudenverschlechterung vor und nach der Chemotherapie in der Vitamin E Gruppe bedeutsam geringer als in der Kontrollgruppe, was auf eine geringere Abnahme der Funktionsfähigkeit dieses Nervs in der Vitamin E Gruppe hindeutet. Kritikpunkte dieser Studie sind die unklare Verblindung und dass sehr viele Einzeltests durchgeführt wurden). Abgesehen können weitere Verzerrungen wegen der schlechten Berichtqualität (z.B. keine Angabe zur Ausfallrate im Laufe der Studie) nicht ausgeschlossen werden. |
|||||||||