Jyothirmayi et. al. (1996)
Komplementärmedizin · Version 2.0
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Referenz |
Studientyp
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Patientenmerkmale |
Intervention/ Kontrolle, Beobachtung |
Untersuchte Endpunkte |
Hauptergebnisse |
Neben-/ Wechselwirkungen |
Finanzierung/ Interessenskonflikte |
Methodische Bemerkungen |
Evidenzklasse (Oxford) |
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Jyothirmayi (1996): Efficacy of vitamin A in the prevention of loco-regional recurrence and second primaries in head and neck cancer. European journal of cancer. Part B, Oral oncology. Ref.ID: 168 |
Prospektiv monozentrisch doppelt randomisiert 2 Arme,
Eingeschlossen: N =106 , Ausgewertet: N = 106,
Indien, 03.92-03.95 |
Kopf-Hals-Karzinom I-IV
31% weiblich Alter: Mittelwert = 57.2
Post-RTX und/oder Postop |
Arm A: N = 56 (Follow-up nach 3 Jahren: N = 49) Retinylpalmitat 200,000 IU/Woche, oral, Dauer: insg. 1 Jahr
Arm B: N = 50 (Follow-up nach 3 Jahren: N = 42) Placebo (Kapseln mit Tapiocapuder) oral |
T0: Baseline, T1: 3 Jahre nach T0 Primäre Endpunkte: 1. Lokalrezidiv
2. Inzidenz zweiter Primärtumor
3. Serum Vitamin A-Level |
Zu 1. Anzahl (%) innerhalb 3 Jahren: A: 11/56 (20); B: 5/50 (10), ns (Davon im ersten Jahr: A: 6, B: 2) Getrennt nach Stadium: I: A: 6/18 (33), B: 2/17 (12), ns II: A: 2/20 (10), B: 1/19 (5) III/IV: A: 3/18 (17), B: 2/14 (14) Art des Rezidivs: Lokalrezidiv „at primary site“ : A: 7/56, B: 3/50 “Regional node recurrence”: A: 3/56, B: 2/50 “Recurrence at primary site and regional nodes”: A: 1, B: 0 Zu 2. Anzahl A: 0, B: 2 (Zunge und Mundhöhle) Zu 3. Mittelwert (μg/ml) A: T0: 0.6; T1: 0.78 B: T0/T1: 0.5 Zusammenfassung der Autoren: “Our experience in this study and in our previous studies indicate that vitamin A is a well accepted and a safe supplement.” |
Laut Angabe keine NW, außer Zungentrockenheit (N=2), kein Dropout wegen NW |
Keine Angabe zu CoI |
PRO: Doppelte Verblindung Hohe Compliance-Rate (A: 89%, B: 86%) Intention-to-treat (Dropout. A: 12.5%, B: 16%)
CONTRA: Kein Ethikvotum berichtet Keine Poweranalyse durchgeführt Teilweise deskriptive Gruppenunterschiede zu T0 (z.B. Alter: A: 56.3 vs. B: 58.2; Stadium III/IV: A: 18, B: 14) Kaum richtige statistische Tests Schlechte Berichtqualität, z.B. keine Angaben zu genauen Zeitraum zw. RTX/OP und Baseline |
1b- |
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Jyothirmayi (1996): In dieser Studie wurden zwei Gruppen von Patienten mit Kopf-Hals-Karzinom miteinander verglichen, wobei eine Gruppe ein Jahr lang ein gängiges synthetisches Vitamin A Präpararat und die andere Gruppe nur ein Placebo bekam. Untersucht wurde, ob sich die beide Gruppe in einem Zeitraum von drei Jahren hinsichtlich der Auftretenshäufigkeit von lokalen Rezidiven und zweiten Primärtumoren unterschieden. In der Vitamin A Gruppe tauchte bei 11 von 56 (20%) Patienten ein Rezidiv auf und in der Placebogruppe bei 5 von 50 (10%). Dieser Unterschied konnte statistisch nicht bestätigt werden. Zweite Primärtumore wurden nur von zwei Patienten in der Placebogruppe berichtet. Positiv an dieser Studie ist die doppelte Verblindung (d.h. Untersucher und Patienten wissen nicht, in welcher Gruppe sie sind). Ein großer Kritikpunkt ist jedoch, dass schon zu Beginn der Studie Unterschiede zwischen den beiden Gruppen bestanden und diese deswegen schlechter vergleichbar waren. Trotzdem liefert diese Studie wegen der erhöhten Rezidivrate in der Vitamin A Gruppe erste Hinweise auf eine möglicherweise schädliche Wirkung von Vitamin A. |
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