Jacobs et. al. (2015)
Komplementärmedizin · Version 2.0
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Referenz/ Referenz Primärstudien |
Studientyp
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Merkmale untersuchter Studien |
(verglichene) Interventionen/ (ggf. Dosierung) |
untersuchte Endpunkte |
Hauptergebnisse |
Nebenwirkungen (NW) |
Finan zierung |
methodische Bemerkungen/ |
Evidenzklasse (Oxford) |
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Jacobs (2015). Is there a role for oral or intravenous ascorbate (vitamin C) in treating patients with cancer? A systematic review. The oncologist. Ref.ID: 228
Creagan (1979) Moertel (1985) Goel (1999) Ma (2014)
Restlichen Studien nicht in Evidenztabelle aufgenommen, weil keine RCTs, bzw. bei Zemskov (2000) Vit. C nur Kontrollintervention
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System. Review kA-03.2014
Medline, EMBASE, CENTRAL Handsuche
Einschluss: Menschen mit Krebsdiagnose, Intervention mit Vit. C, alle Kontrollgruppen, Endpunkte: OS, PFS, QoL, Tumorentwicklung, Toxizität, alle Studientypen Ausschluss: kA
Studienanzahl: 34, N = 8563 |
4 RCTs mit jeweils 2 Armen Patienten: N = 278 Geschlecht: kA Alter: kA Durchführungsländer: kA
Creagan (1979): Karzinome fortgeschritten (N = 123) Moertel (1985): Kolorektales Karzinom fortgeschritten (N = 100) Goel (1999): Mammakarzinom; III/IV (N = 30); CTX: Cyclophosphamid/ Methotrexat/5-Fluorouracil Ma (2014) Ovarialkarzinom; III/IV (N = 25); CTX: Carboplatin/ paclitaxel
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Ascorbat oral Creagan 1979/ Moertel 1985: A: Vitamin C 2.5 g, 4xTag, Dauer: Progression/Tod B: Placebo Goel 1999: A (N = 15): Vitamin C, 5g, 2x Tag, Dauer: 84 Tage + CTX B (N = 15): CTX
Ascorbat intravenös Ma 2014: A (N = 13): Vitamin C + CTX; B (N = 12): CTX
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Primäre Endpunkte 1. OS 2. Tumoransprechen 3. Toxizität Sekundäre Endpunkte 4. QoL 5. PFS
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Zu 1. Creagan 1979: keine sign. Gruppenunterschiede, nur Kaplan-Meier-Kurve Moertel 1985: Median (Monate) A: 2.9, B: 4.1 ns. Ma 1999: Trend eines verbesserten OS in A, nur aus Kaplan-Meier-Kurve entnommen, keine Daten berichtet Zu 2. Goel 1999: Ansprechen des Tumors in der Brust, in % A: 60, B: 33.3, p nicht berichtet; keine Kriterien für Ansprechen berichtet
Mittelwertveränderung (SD) Tumordiameter (prä-/post-CTX): A: T0: 3.53 cm (0.73), T1: 1.93 cm (0.77)), sign. Veränderung B: kA.; A vs. B: kein Signifikanztest berichtet, laut Text A mehr Verbesserung als B Zu 3. Ma 2014 : A weniger Grad 1/2 NW als B pro Begegnung (A mehr Begegnungen als B) Zu 4. Creagan 1979: keine sign. Gruppenunterschiede Moertel 1985: keine sign. Gruppenunterschiede Zu 5. Ma 2014 Median (Monate) A: 25.5, B: 16.75, ns.
Zusammenfassung der Autoren: “There is no high-quality evidence to suggest that ascorbate supplementation in cancer patients either enhances the antitumor effects of chemotherapy or reduces its toxicity. Given the high financial and time costs to patients of this treatment, high-quality placebo-controlled trials are needed.” |
Keine Angabe zu NW |
Finanziert durch GrantR24AT001293 des National Centre for Complentary and Alternative Medicine (NCCAM) des U.S. National Institutes of Health |
Systematisches Review: PRO Einschlusskriterien nach PICO Studienprotokoll Umfassende Suchstrategie Vier-Augenprinzip bei Studienauswahl/ Datenextraktion Verzerrungsrisiko mit Standardinstrument bewertet
CONTRA Nur wenige RCTs mit zum Teil schlechter methodischer Qualität Keine Angaben zu CoI der Einzelstudien Teilweise schlechte Berichtqualität z.B. sehr wenig Details zum Studiendesign in Evidenztabelle, wenig Details über stat. Verfahren
Einzelstudien: Jadad Scale Risk of Bias Assessment: Alle Studien: Keine Details über Randomisierungsprozess Goel 1999/Ma 1999: Keine Verblindung Goel 1999: Keine Begründung der Dropouts, Inadäquate verdeckte Zuweisung Ma (2014): Unklare verdeckte Zuweisung
Sonstiges: Creagan 1979: OS nur durch Kaplan Meier –Kurve, keine Zahlen berichtet Ma 2014: Ergebnisse nur graphisch dargestellt; A hatte durchschnittlich mehr Begegnungen als B; evtl. mehr Aufmerksamkeit |
2a- |
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Jacobs (2015). In diesem systematischen Review wurde die Wirksamkeit Vitamin C bei verschiedenen Krebspatienten untersucht. Insgesamt wurden vier randomisiert kontrollierte Studien eingeschlossen, wobei in zwei Studien eine Vitamin C Gruppe mit einer Placebo-Gruppe verglichen wurde und in den anderen beiden bekam die eine Hälfte Vitamin C und Chemotherapie und die andere nur Chemotherapie. Über alle Studien hinweg wurden kaum bedeutsame Unterschiede jeweils zwischen der Vitamin C und Kontrollgruppe gefunden. Hinsichtlich des Gesamtüberlebens zeigte sich nur in einer von drei Studien ein positiver Trend der Vitamin C Gruppe. In dieser Studie wurden jedoch keine statistischen Tests berichtet, die diesen Befund hinterlegen. Analog dazu wirkte sich Vitamin C in einer anderen Studie positiv auf die Tumoransprechrate aus, aber auch hier fehlten statistische Berechnungen. In einer Studie wurde der Effekt von Vitamin C auf Chemotherapie-Nebenwirkungen untersucht und dabei wurden in der Vitamin C Gruppe weniger Nebenwirkungen gefunden. Da diese Studie jedoch nicht verblindet war (d.h. kein Placebo für die Kontrollgruppe, Untersucher und Patienten wussten, dass sie Vitamin C/ kein Vitamin C bekommen haben) und die Vitamin C Gruppe häufiger als die Kontrollgruppe nach den Nebenwirkungen gefragt wurde, muss dieses Ergebnis mit großer Vorsicht interpretiert werden. Keine bedeutsamen Gruppenunterschiede fanden sich hinsichtlich Lebensqualität der Teilnehmer und Zeitraum bis zum Fortschreiten der Krankheit. Positiv an diesem systematischen Review ist, dass sie eine umfassende Suchstrategie gewählt haben und dass sie das Verzerrungsrisiko der eingeschlossenen Studien mit etablierten Instrumenten bewertet haben. Negativ ist jedoch, dass in dieses Review so gut wie keine Studien von gute methodischer Qualität eingeschlossen werden konnten und es deswegen aufgrund dieses Review nicht möglich ist, valide Aussagen hinsichtlich der Wirksamkeit von Vitamin C zu treffen. |
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