Mazdak et. al. (2012)

Komplementärmedizin · Version 2.0

Referenz

Studientyp

 

Patientenmerkmale

Intervention/

Kontrolle, Beobachtung

Untersuchte Endpunkte

Hauptergebnisse

Neben-/ Wechselwirkungen

Finanzierung/ Interessenskonflikte

Methodische Bemerkungen

Evidenzklasse (Oxford)

Mazdak (2012). Vitamin E reduces superficial bladder cancer recurrence: A randomized controlled Trial.

International Journal of Preventive Medicine.

Ref.ID: 470

Prospektiv

monozentrisch

offen,

randomisiert,

2 Arme

 

Eingeschlossen: N = 46,

Ausgewertet:

N = 46,

 

Iran, 2006-2010

Blasenkarzinom,

oberflächlich, niedriges Stadium (Diameter < 3 cm)

postop

 

89.1% weiblich

Alter:

Mittelwert (SD) = 59.8 (12.5)

 

Keine intravesikale CTX

Arm A:

n = 21

Vitamin E

oral, 400 IU 1xtäglich

 

Arm B:

n = 25

Nichts

 

Endpunkt:

1. Auftreten von Rezidiven: Jahr 1-2 alle 3 Mon, danach alle 6 Mon. untersucht

 

Zu 1.: Anzahl in %

A: 19, B: 36

RR = 0.53 (95% CI 0.19 – 0.92); OR = 0.42 (95% KI: 0.19, 0.92); p = 0.04

Rezidive im ersten Jahr: A: 66.7% der Rezidive, B: 75% der Rezidive

Zeit bis zum Rezidiv in Monaten (Mittelwert [SD]): A: 9 (8.1), B: 8.33 (6.1); p = 0.9

Getrennt nach Raucherstatus:

Raucher: A: 25%; B: 50%; p = 0.06

Nichtraucher: A: 15.4%; B: 26.7%; p = 0.15

 

Zusammenfassung der Autoren:

“Intake of vitamin E significantly decreased bladder

cancer recurrence, especially among smokers, possibly due to

higher levels of oxidants, which vitamin E may target in smokers.”

Keine Angaben zu NW

Keine Angaben zu CoI

PRO:

Ethikvotum

CONTRA:

Keine Verblindung (Arm B bekommt keine Alternative zu Vitamin E)

Unklare Randomisierung

Kleine Stichprobe ohne Poweranalyse

Keine Angaben zum Dropout

Keine Angaben zur Compliance

Teilweise fehlerhafter/verwirrender Bericht der Ergebnisse

Schlechte Berichtqualität (z.B. keine Angaben, wann nach der OP und wie lange Vitamin E gegeben, keine Angaben zur Compliance)

2b

Mazdak (2012). In dieser Studie wurden Blasenkrebskarzinom-Patienten hinsichtlich des Auftretens von Rezidiven nach der OP untersucht, wobei die Hälfte der Patienten täglich Vitamin E einnahm und die andere Hälfte nichts. In der Vitamin E-Gruppe fanden sich bedeutsam weniger Rezidive (19% vs. 36%) als in der Kontrollgruppe. Keine Unterschiede fanden sich bezüglich des Zeitraums bis zum Auftreten des Rezidivs. Diese Studie ist von sehr schlechter methodische Qualität. Es wurde unter anderem nur eine kleine Stichprobe untersucht, ohne zu berechnen, ob die Anzahl für die Berechnungen ausreichend ist. Die Studie hatte insgesamt eine sehr schlechte Berichtqualität (z.B. waren der Ergebnisteil teilweise sehr schlecht nachzuvollziehen)