Hackshaw-McGeagh et. al. (2015)
Komplementärmedizin · Version 2.0
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Referenz/ Referenz Primärstudien |
Studientyp
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Merkmale untersuchter Studien |
(verglichene) Interventionen/ (ggf. Dosierung) |
Untersuchte Endpunkte |
Hauptergebnisse |
Neben-/ Wechselwirkungen |
Finanzierung/ Interessens-konflikte |
Methodische Bemerkungen |
Evidenz-klasse (Oxford) |
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Hackshaw-McGeagh (2015). A systematic review of dietary, nutritional, and physical activity interventions for the prevention of prostate cancer progression and mortality. Cancer Causes and Control. Ref.ID: 179
Beer (2004) Gee (2013) Wagner (2013)
Restlichen eingeschlossen Studien nicht in Evidenztabelle, weil kein Vitamin D untersucht |
SR Suchzeitraum:
Anfang offen bis Juli 2014
AMED, CINCH, the Cochrane library, Embase, MEDLINE, Web of Science + Handsuche
Einschlusskriterien: RCTs + Prostatakarzinom + Ernährungsinterventionen oder Sport/ Bewegung oder Kombinationen + Surrogatparameter oder klinische Parameter für Prostatakrebs als Outcome
44 Studien insgesamt, Patienten insgesamt: 3418 (aus 13 Ländern) |
3 RCTs Prostatakarzinom Männlich Prä-OP Durchführungsland: USA Anzahl Pat. insgesamt: N = 134
Beer (2004) N = 37 Alter: (Median [Range]): Arm A: 63 (54–71), Arm B: 58 (46–72) Stadium: T1c-T3a
Gee (2013) N = 31 Alter: Mittelwert (SD) = 58.9 (6.0) Stadium: 100% lokalisiert
Wagner (2013) N = 66 Alter: Mittelwert (SD) = 57.4 (6.8) Stadium 100% lokalisiert
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Beer (2004) Arm A: N = 17 Calcitriol + OP 0.5µg/kg/Tag Dauer: 4 Wochen Arm B: N = 20 Placebo + OP
Gee (2013): Arm A: N = 15 Vitamin-D2-Analog 10 µg/Tag Beginn: Woche-4 OP Dauer: 4 Wochen Arm B: N = 16 nichts
Wagner (2013) Arm A: N = 21 Vitamin D3: 400 IU/Tag Arm B: N = 22 Vitamin D3: 10 000 IU/Tag Arm C: N = 23 Vitamin D3: 40 000 IU/Tag Dauer: 3-8 Wochen (bis zum Tag vor der OP)
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Endpunkte: 1. Surrogatparameter der Karzinomentwicklung (Gleason Wert, PSA) 2. Klinische Messungen zur Entwicklung des Karzinoms 3. Toxizität |
Zu 1. Beer 2004: Baseline-PSA: Median (Range): A: 6 (2.3–51.5); B: 5.8 (1.7–36) % PSA nach OP nicht nachweisbar: A: 100 %; B: 84 %; p = kA Gee (2013): PSA: ng/ml; p-Wert vergleicht jeweils die Unterschiede zur Baseline zw. Armen Baseline: A: 11.7, B: 6.8 Tag 15: A: 8.9, B: 10; p = 0.397 Tag 21: A: 8.3, B: 10.3; p = 0.024 Nach Studienende: A: 11, B: 10.5; p = 0.077 (Intention-to-Treat-Population: A: 9.9, B: 9.2; p = 0.156e) (Primärer Endpunkt) Wagner (2013): Baseline PSA-Werte (Mittelwert [SD]): A: 7.08 (4.55), B: 7.02 (4.75), C: 6.87 (4.59) Veränderung im Serum, zw. Armen: p = 0.60, PSA niedriger in der kombinierten Gruppe aus Arm B und C im Vergleich zu Arm A: p e (Sekundärer Endpunkt) Zu 2. In eingeschlossenen Studien nicht untersucht Zu 3. s. Spalte NW
Zusammenfassung der Autoren: In all three trials, there was little evidence of an effect of vitamin D3 on change in total PSA, IGF-I, cell apoptosis, or proliferation. |
Im SR keine separate Auswertung für Vitamin D
Am häufigsten gastrointestinale Vorkommnisse (u.a. abdominale Schmerzen, Verstopfung, Durchfall und Übelkeit)
NW direkt aus den Einzelstudien: extrahiert Beer (2004) Niemand während Studie gestorben, nur Grad 1 NW, am häufigsten Erbrechen
Gee (2013): 1 Pat. Grad 1 erhöhtes Creatinin und Calcium im Serum wahrscheinlich mit Vit. D assoziiert
Wagner (2013): Laut Angabe keine mit Vitamin D assoziierten NW
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Finanziert durch das National Institute for Helath Research (NIHR), das Bristol Nutritional Biomedical Research Unit NHS Foundation Trust und der Universität von Bristol
Laut Angaben keine Beeinflussung durch die Finanzierer
Laut Angaben keine CoI |
SR PRO: Ausführliche systematische Suche, Studienprotokoll, Ermittlung Verzerrungsrisiko mit standardisiertem Instrument von Cochrane, Diskussion bezieht Verzerrungsrisiko ein
CONTRA: Keine Angaben zu Vitamin D Spiegel der Pat
Keine Angaben zu COI der Primärstudien
Einzelstudien Beer (2004) Keine Angaben zu Compliance Cochrane RoB: 5/7 Punkten erfüllt, d.h. relativ geringes Verzerrungsrisiko außer unklarer Randomiserungsvorgang Methodische Qualität : 3/7 Punkten. Unklar, ob zur Baseline Gruppen vergleichbar und gleiche prognostische Faktoren, keine Angaben zu Drop-out je Gruppe und Gründe dafür
Gee (2013) Hohe Compliance Deskr. Baseline-Unterschiede zum PSA-Wert (aber ohne p-Wert) Cochrane RoB: 1/7 Punkten erfüllt, d.h. hoher Gesamt-RoB. (unklare Randomisierung, keine Verblindung, unklar ob selektives Berichten von Endpunkten), Methodische Qualität : 1/7 Punkten. Unklar, ob zur Baseline Gruppen vergleichbar und gleiche prognostische Faktoren, zu kleine Stichprobe gemäß Poweranalyse, keine Angaben zu Drop-out und Gründe dafür, ungleiche therapeutische Betreuungszeit
Wagner (2013) Hohe Compliance Cochrane RoB: 4/7 Punkten erfüllt, d.h. Verzerrungsrisiko moderat (unklare Gruppenzuweisung, unklar, ob Beobachter und Endpunkterhebung verblindet) Methodische Qualität : 5/7 Punkten. Keine Poweranalyse durchgeführt, unklar, ob Stichprobengröße ausreichend Niedrige Dropout-Rate (4.6%)
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1a- |
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Hackshaw-McGeagh (2015). In diesem systematischen Review wurde die Wirksamkeit von Ernährungsinterventionen zur Verhinderung des Krankheitsfortschreitens bei Prostatakrebs-patienten untersucht. Es wurden dafür drei randomisiert kontrollierte Studien mit insgesamt 134 Patienten eingeschlossen, die die Wirkung von Vitamin D vor der Tumoroperation betrachtet haben. In der ersten Studie gab es eine Vitamin D3-Gruppe und eine Placebogruppe, in der zweiten Studie bekam eine Gruppe ein Vitamin D2-Analog und die andere nichts weiter als die Standardbehandlung und in der dritten Studie wurden drei verschiedenen Vitamin-D3-Dosen miteinander verglichen. In allen drei Studien wurde die Konzentration des Prostataspezifisches Antigen (PSA; ein wichtiger Marker beim Prostatakrebs) im Blut untersucht. In den ersten beiden Studien fanden sich kaum positive Effekte von Vitamin D nach der OP (erste Studie) und vor im Zeitraum vor der OP (zweite Studie). In der letzten Studie unterschieden sich die drei Gruppen mit unterschiedlichen Dosen hinsichtlich der Veränderung des PSA-Spiegels nicht bedeutsam voneinander, aber eine Auswertung, in der man die beiden Gruppen mit den beiden höheren Vitamin-D-Dosen kombinierte und mit der anderen Gruppe verglich, wies eine niedrigere PSA-Konzentration am Studienende auf. Positiv an diesem systematischen Review ist deren umfassende Suchstrategie und die standardisierte Bewertung des Verzerrungsrisikos und der methodischen Qualität der eingeschlossen Studien. Negativ ist die geringe Anzahl an Studien zu Vitamin D und deren teilweise starken methodischen Mängel (u.a. sehr kleine Stichprobengrößen und fehlende Angaben zur Vergleichbarkeit der Gruppen zur Baseline). Zudem gab es in diesem Review keine Angaben zur Entwicklung des Vitamin-D- Spiegels, um zu überprüfen, ob die Vitamin D Einnahme zu einem, Anstieg des Vitamin D Spiegels geführt hat. Aus diesen Gründen kann aufgrund dieses systematischen Reviews keine abschließende Beurteilung der Wirksamkeit von Vitamin D bei Prostatapatienten getroffen werden. |
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