Ahmad et. al. (2010)
Komplementärmedizin · Version 2.0
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Referenz |
Studientyp
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Patientenmerkmale |
Intervention/ Kontrolle, Beobachtung |
Untersuchte Endpunkte |
Hauptergebnisse |
Neben-/ Wechselwirkungen |
Finanzierung/ Interessenskonflikte |
Methodische Bemerkungen |
Evidenzklasse (Oxford) |
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Ahmad (2010): Soy isoflavones in conjunction with radiation therapy in patients with prostate cancer. Nutrition and cancer. Ref.ID: 844 |
Monozentrisch
Doppelte Verblindung
Randomisiert
2 Arme, Eingeschlossen: N = 42 (Ausgewertet: Outcomes 1-3: N= 27, Attrition: 36%, Outcome 4: k.A.)
Land: USA, Zeitraum: 11/2002 – 09/2006 |
Prostatakrebs (T1c, T2a, T2b)
RTX (externe Bestrahlung)
0% weiblich
Alter: Median A = 60, B = 65 |
Arm A: N=20 200mg Soja Isoflavone-Tabletten täglich, für 6 Monate, beginnend mit erstem Tag der RTX
Arm B: N=22 Placebo Tabletten, Dosis und Dauer s.o.
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T0: Baseline T1: 3 Monate T2: 6 Monate
Prim. Endpunkte: 1. Urogenitale Symptome mit selbstentworfenen Fragebogen
2. gastrointestinale Symptome mit selbstentworfenen Fragebogen
3. erektile/ sexuelle Symptome mit selbstentworfenen Fragebogen
Sekundärer Endpunkt: 4. PSA-Wert |
Zu 1. Harninkontinenz zu T1: A = 15.4% vs. B = 23.1%; zu T2: A = 7.7 % vs. B = 28.6%;
Große/mittlere Probleme mit der Miktionsfrequenz zu T1 : A = 38.5% vs. B = 38.5%; zu T2: A = 0% vs. 7.1%;
Große/mittlere Probleme mit dem Harndrang zu T1: A = 0% vs. B = 30.8%; zu T2: A = 0% vs. B = 0%; Funktion wie vor RTX oder besser zu T1: A = 92.3% vs. B = 92.3%; zu T2: A = 92.3% vs B = 85.7%
Zu 2: Krämpfe oder Diarrhöe zu T1: A = 15.4% vs. B = 7.7%; zu T2: A = 7.7% vs. B = 21.4%;
Großer/ mittlerer Schmerz beim Stuhlgang zu T1: A= 7.7% vs. B = 0%; zu T2: A = 7.7% vs B = 14.3%
Zu 3: Erektile Funktion: Fähigkeit zur (vollständigen) Erektion zu T1: A = 69.2% vs. B = 61.5%; zu T2: A = 77% vs. B = 57.1%;
Verminderung der Fähigkeit für Erektionen zu T1: A = 15.4% vs. B = 46.2%, zu T2: A = 15.4% vs. B = 57.1%; A = 84.6% vs. B = 57.1%
Zu 4. Deutliche Reduktion in beiden Gruppen. Median, Reduktion in %: A Prä: 3.7 ng/ml, Post: 0.9 ng/ml, 75.70% vs. B Prä:4.9 ng/ml, Post: 2.0 ng/ml, 59.20%
Zusammenfassung der Autoren: |
Erhebung der NW mit CTCAE: keine NW, die im Zusammenhang zum Wirkstoff standen |
Keine Informationen über COI
Brent Flickinger (Archer Daniels Midland, Decatur, IL) hat das Soja- Isoflavon und die Placebotabletten beigesteuert |
PRO: Ethikvotum
Doppelte Verblindung
Nach Angabe 100% Compliance bezüglich Tabletteneinnahme (aber keine Informationen wie Compliance ermittelt wurde)
Selbstkritische Autoren: Studie nur zum Hypothesengenerieren statt Hypothesentesten, da Stichprobe zu klein bzw. Anzahl der Ereignisse zu gering für adäquate statistische Analysen
CONTRA: Kleine Stichprobe
Hohe Attrition: 36%
Möglichkeit der täglichen Gabe von Multivitaminsupplementen, jedoch keine weiteren Informationen (Wie viele Patienten haben Supplemente bekommen?)
Wenige demographische Angaben
Aufgrund fehlender statistischer Tests bleibt unklar ab welcher Größe des Unterschieds in den Häufigkeiten, diese als wichtig genug erachtet werden um im Text erwähnt zu werden
Keine Verwendung standardisierter Fragebögen
PSA-Ermittlung mit Median statt Mittelwert
Cochrane RoB 2.0 LR/HR/SC/LR/SC |
2b |
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Ahmad (2010): 42 Patienten mit Prostatakrebs nahmen mit Beginn einer Radiotherapie 6 Monate lang täglich Tabletten mit 200mg Soja-Isoflavonen oder Placebos. Die Zuteilung von Wirkstoff oder Placebo war zufällig und verdeckt. Die Patienten wurden zu Beginn der Studie, nach 3 und nach 6 Monaten bezüglich urogenitaler, gastrointestinaler und erektiler/sexueller Symptome mit (durch die Autoren selbsterstellten) Fragebögen befragt. Nach 3 Monaten schickten nur 26 der insgesamt 42 Teilnehmer die Fragebögen zurück, nach 6 Monaten nur 27 Teilnehmer. Die Autoren entschieden sich daher, keine statistischen Analysen durchzuführen, sondern die Ergebnisse nur zu beschreiben. In der Soja-Gruppe zeigte sich im Vergleich zur Placebo-Gruppe bereits nach 3 Monaten eine positivere Entwicklung der Inkontinenz, des Harndrangs und des Erektionsvermögens und nach 6 Monaten auch bezüglich Darmkrämpfe/Durchfall und Schmerzen bei der Verdauung. Ein großer Nachteil der Studie ist, dass diese Ergebnisse nur auf einer sehr kleinen Teilnehmeranzahl beruhen und die Ergebnisse rein zufällig entstanden sein könnten. Es fehlen jegliche statistische Tests, um dies besser einschätzen zu können. |
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