Rao et. al. (2014)

Komplementärmedizin · Version 2.0

Referenz

Studientyp

 

Patientenmerkmale

Intervention/

Kontrolle, Beobachtung

Untersuchte Endpunkte

Hauptergebnisse

Neben-/ Wechselwirkungen

Finanzierung/ Interessenskonflikte

Methodische Bemerkungen

Evidenzklasse (Oxford)

Rao (2014). The Indian Spice Turmeric Delays and

Mitigates Radiation-Induced Oral Mucositis

in Patients Undergoing Treatment for Head

and Neck Cancer: An Investigational Study.

Integrative Cancer Therapies.

Ref.ID: 90

Prospektiv,

monozentrisch,

einfach (Beobachter),

randomisiert,

2 Arme

 

Eingeschlossen: N = 80,

Ausgewertet:

N = 79,

 

Indien, 01.12-09.12

 

Kopf-Hals-Karzinom

T1-TX, N0-NX, M0-MX

Prä-RTX

 

20% weiblich

Alter:

Mittelwert (SD) = 55.96 (12.25);

Range: 26-85

 

Nur RTX, RTX + CTX oder RTX + CTX + OP

Arm A:

N = 40 Curcumin-Lösung

1 Kapsel mit 400g Curcuminpuder in ca. 80ml Wasser aufgelöst (von der Pflegekraft zubereitet)

10ml als Mundspülung (4xje 2 Min. lang)

Tag 1 RTX

6xtäglich

Dauer: 7 Wochen

 

Arm (B):

N = 39

Povidon-Iod-Lösung (1:100; 1ml Betadine, 100ml Wasser)

Mundspülung

je 10ml 2xtäglich

Dauer: 6 Wochen

Primärer Endpunkt:

1. Orale Mukositis (wöchentlich ab Beginn der RTX, 7 Wochen)

 

Sekundäre Endpunkt:

2. Toxizität

Zu 1.

Woche 1-7: A < B; p 

Fälle unerträglicher Mukositis: A: 14/39, B: 34/40; p < 0.0001

 

Zu 2.

Anzahl (%) der Pat. bei denen Therapieunterbrechung nötig:

A: 7 (17.95), B: 9 (24) ns.

Anzahl der verlorenen Tage: Mittelwert (SD)

A: 7(0), B: 7.25 (0.56) ns.

Gewichtsverlust: Mittelwert (SD):

A: 3.92 (2.13), B: 4.45 (2.15); p 

 

Zusammenfassung der Autoren:

“Gargling with turmeric by head and neck cancer patients undergoing radiation therapy provided significant benefit by delaying and reducing the severity of mucositis. Turmeric is readily available, relatively inexpensive, and highly accepted making it useful in cancer treatment.”

Keine Angaben zu NW

Laut Angabe keine CoI

 

Keine finanzielle Unterstützung

PRO:

Ethikvotum

Aktive Kontrolle

Große Stichprobe gemäß Poweranalyseberechnung

Geringer Dropout (A: 2.5%, B: 0%)

CONTRA:

Arm A muss sehr viel häufiger den Mund spülen als Arm B

Schlechte Berichtqualität (z.B. kann man teilweise Zahlen nur Grafiken entnehmen)

1b-

Rao (2014): In dieser Studie wurden die Wirksamkeit einer Curcumin-Mundspülung im Vergleich zu einer Povidon-Iod-Mundspülung bei Patienten mit Kopf-Hals-Tumor während der Radiotherapie untersucht. Über die gesamte Radiotherapie hinweg war Mukositis (eine Entzündung der Schleimhaut, eine häufige unerwünschte Nebenwirkung von Radiotherapie) in der Curcumin-Gruppe weniger schwerwiegend als in der anderen Gruppe. In der Curcumin-Gruppe gab es auch insgesamt weniger Fälle von unerträglicher Mukositis. Zudem verloren Curcumin-Patienten im Durchschnitt weniger Gewicht als die anderen. Keine Gruppenunterschiede fanden sich hinsichtlich der Anzahl an Patienten, bei denen eine Therapieunterbrechung nötig war und hinsichtlich der durchschnittlichen Dauer der Unterbrechung.