|
Emami (2014): Double-blinded, randomized, placebo-controlled study to evaluate the effectiveness of green tea in preventing acute gastrointestinal complications due to radiotherapy.
Journal of research in medical sciences: the official journal of Isfahan University of Medical Sciences.
Ref.ID: 800
|
Prospektiv
Monozentrisch
Doppelt verblindet
Randomisiert
2 Arme
Anzahl eingeschlossener Teilnehmer: N=42 (Anzahl ausgewerteter Teilnehmer: N=42)
Iran, Februar 2013 bis September 2013
|
Standardisierte Bestrahlung mit 5000cGy (1000cGy wöchentlich) bei Becken- und Bauchmalignitäten (Prostata, Gebärmutter, Gebärmutterhals, Blase, Rektum und Dickdarm); Krebsart und Stadium: k.A.
RTx, Ctx, Post-OP
Geschlecht: 45% weiblich
Alter:
Arm A: MW=65.7; SD=9.3,
Arm B:
MW=58.7;
SD=13.6;
Gemeinsamer MW=62.2
|
Arm A:
N=21,
Grüner-Tee-Tablette oral, 450mg, 1 x tgl. für 5 Wochen während der Bestrahlung
Arm B:
N=21,
Placebo-Tablette, Einnahme s.o.
|
Prim. Endpunkte
1. Häufigkeit und Schwere von Durchfall (Häufigkeit mit Tagebuch, Einstufung der Schwere mittels CTCAE)
2. Häufigkeit und Schwere von Erbrechen (Häufigkeit mit Tagebuch, Einstufung der Schwere mittels FLIE)
Tgl. Erfassung mittels Tagebuchführung (Anzahl, Konsistenz des Stuhls, Auftreten von Symptomen wie Übelkeit, Erbrechen und Magen-Darm-Krämpfen) vom 1. Tag der 2. Woche bis zum Ende der 5. Woche
|
Zu 1.
Woche 2: kein Unterschied der Häufigkeit ohne Durchfall, Arm A: N=16, Arm B: N=18 (p=0.4);
Woche 3-5: Signifikant geringere Häufigkeit von Durchfall in Arm A im Vergleich zu Arm B,
Woche 3:
Ohne Durchfall, Arm A: N=14, Arm B: N=9 (p=0.04)
Woche 4:
Ohne Durchfall, Arm A: N=16, Arm B: N=7 (p=0.002)
Woche 5:
Ohne Durchfall, Arm A: N=17, Arm B: N=8 (p=0.002)
Zu 2.
Kein signifikanter Unterschied zwischen Armen u./o. Zeitpunkten
Zusammenfassung der Autoren:
„Unsere detaillierte Analyse deutet darauf hin, dass die Verabreichung von grünem Tee die Häufigkeit und Schwere von akutem strahleninduziertem Durchfall bei Patienten mit Becken- und Bauchmalignität reduziert.“
|
Laut Angabe keine NW/WW
|
Laut Angaben keine CoI
Studie wurde vom Forschungskanzler der Medizinischen Universität Isfahan finanziert
|
PRO:
Ethikvotum
Vergleichbarkeit der Gruppen gegeben
Poweranalyse durchgeführt und Kriterien erfüllt
Ausschluss bei Einnahme anderer Medikamente gegen Durchfall
CONTRA:
Insgesamt kleine Stichprobe
Kein Test auf Normalverteilung
Keine detaillierten Informationen über Randomisierungsprozess
Kaum demographische Variablen (Krebsart, Stadium, Erstdiagnose, Medikamenteneinnahme, Komorbiditäten, vorherige Erfahrungen mit etc. fehlt)
Angaben im Text nur „p
Unklar, zu welchem Vergleich der p-Wert in der Tabelle gehört, bzw. was verglichen wurde (Auftreten von Erbrechen oder das nicht-Auftreten?), Unzureichende Beschreibung der Ergebnisse im Text
Angabe im Text, dass über die 4 Wochen im Durchschnitt öfter Erbrechen und Diarrhöe in Placebogruppe auftaucht. Dies ist statistisch nicht hinterlegt und somit eine irreführende Berichterstattung.
Diskussion gibt an, dass die Intervention Diarrhöe senken konnte – doch dafür gibt es keinen statistischen Beweis. Im Text wird nur angegeben, dass Friedman Analyse keine Erhöhung finden konnte. Korrekt wäre: Senkung im Vergleich zur Kontrollgruppe.
Im Ergebnisteil wird von der Häufigkeit des Erbrechens und Durchfall während der 1. Woche berichtet, aber die Messung begann offiziell erst in der 2. Woche – irreführende Zeitangaben.
Sehr kurze Berichterstattung, mit wenig Details und Unstimmigkeiten. Statistische Ergebnisse nicht nachvollziehbar und Interpretation der Ergebnisse durch Autoren fehlerhaft und missverständlich.
|
2b
|