Ahn et. al. (2004)

Komplementärmedizin · Version 2.0

Referenz

Studientyp

 

Patientenmerkmale

Intervention/

Kontrolle

Untersuchte Endpunkte

Hauptergebnisse

Nebenwirkungen (NW)

Finanzierung

Methodische Bemerkungen

Evidenzklasse (Oxford)

Ahn (2004) Natural killer cell activity and quality of life were improved by consumption of a mushroom extract, Agaricus blazei Murill Kyowa, in gynecological cancer patients undergoing chemotherapy

Ref.ID: 1126

RCT, doppelblind, Placebo-kontrollierte.

 

Einschluss-Kriterien:

Patienten, die zwischen 1999 und 2001 an der Abteilung für Geburtshilfe und Gynäkologie des Kangnam St. Mary's Hospital (Seoul, Südkorea) behandelt wurden und entweder an Gebärmutterhals-, Ovarial- oder Endometriumkrebs erkrankt waren.

 

 

N=100

 

Alter:

Median (Range)

52 (26-79)

 

Geschlecht:

100% Frauen

 

Land: Süd-Korea

 

Gebärmutterhalskrebs n=61;

Ovarialkarzinom n=35;

Endometriumkarzinom n=4

Pilzextrakt

Agaricus blazei Murill Kyowa (ABMK)

Hersteller: Kyowa Engineering Co., Tokyo, Japan.

 

Dosierung: drei Pakete/Tag

 

Dauer: drei Wochen

 

Kontrolle: keine Behandlung (keine ABMK)

 

Beide Behandlungsarmen haben sich eine Chemotherapie unterzogen: Carboplatin (300 mg/m2) plus entweder VP16 (etoposide, 100mg/m2) oder taxol (175mg/m2).

Primär:

Anzahl der Immunzellen (WBCs, Lymphozyten und Monozyten)

 

Lebensqualität (EORTC-QLQ 30):

Veränderungen als verbessert, verschlechtert oder unverändert klassifiziert für die Analyse

Lebensqualität (EORTC-QLQ 30):

Signifikant bessere Lebenqualität in Interventionsgruppe als Kontrolle, hinsichtlich Appetit, Übelkeit/Erbrechen, Schlaflosigkeit, und mentaler Gesundheit (Rohwerte oder p-Werte nicht berichtet)

Nicht berichtet.

keine Angaben zur Finanzierung oder Interessenkonflikten.

Nicht registriert.

 

Studienqualität (Risk of Bias):

SB: low

PB: high – Kontrolle war keiner Pilze-Extrakt

DB: unclear

AB: low

RB: low

2b

Ahn (2004): Zusammenfassung: Der Pilzextrakt Agaricus blazei Murill Kyowa (ABMK) kann dem Körper helfen, Krebs zu bekämpfen, indem er das Immunsystem unterstützt, Krebszellen anzugreifen. In dieser Studie untersuchten Forscher die Wirkung von ABMK auf die Immunsystemaktivität des Körpers. Frauen mit Gebärmutterhals-, Ovarial- oder Endometriumkrebs, die mit Chemotherapie behandelt wurden, wurden in zwei Gruppen eingeteilt. Eine Gruppe nahm während ihrer Chemotherapie drei Mal täglich ABMK ein, während die andere Gruppe allein eine Chemotherapie erhielt. Frauen, die ABMK einnahmen, zeigten eine höhere Aktivität von Immunzellen, die Krebszellen angreifen und zerstören, als Frauen, die ABMK nicht einnahmen. Symptome von Appetit, Schwäche, Alopezie, sowie emotionale Stabilität, die häufige Nebenwirkungen der Chemotherapie sind, zeigten eine stärkere Verbesserung bei Frauen, die die ABMK erhielten, allerdings war die Darstellung der Ergebnisse zur Lebensqualität sehr dürftig, und schwer nachzuvollziehen.