Mayne et. al. (2001)
Komplementärmedizin · Version 2.0
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Referenz |
Studientyp
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Patientenmerkmale |
Intervention/ Kontrolle, Beobachtung |
Untersuchte Endpunkte |
Hauptergebnisse |
Neben-/ Wechselwirkungen |
Finanzierung/ Interessenskonflikte |
Methodische Bemerkungen |
Evidenzklasse (Oxford) |
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Mayne (2001): Randomized Trial of Supplemental b-Carotene to Prevent Second Head and Neck Cancer. Cancer Research. Ref.ID: 170
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Prospektiv, multizentrisch, doppelt, randomisiert 2 Arme
Eingeschlossen: N = 264, Ausgewertet: N = 264,
USA, 1990-1998 |
Kopf-Hals-Karzinom I-II Postop/post-RTX
19 % weiblich Alter: Mittelwert (SD): 67.8 (9.6) |
Arm A: N = 135 RTX/OP + Betacarotin (Lurotin; BASF, Wyandotte, MI) oral, 50mg 1xTag Gesamte Studiendauer
Arm B: N = 129 RTX/OP + Placebo |
Median-Follow-up: 51 Mon. (max. 90 Mon.) Primäre Endpunkte: 1. kombinierte Inzidenz von Lokalrezidiv oder zweiter Primärtumor (Kopf-Hals, Ösophagus oder Lunge)
Sekundäre Endpunkte: 2. Inzidenz Lokalrezidiv allein 3. Inzidenz zweiter Primärtumor allein 4. Lokalrezidiv + zweiter Primärtumor gleichzeitig bei einer Person 5. OS
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Jeweils Patientenanzahl; HR (95% KI) Zu 1. A: 19, B: 25; HR = 0.69 (0.39, 1.25), ns. A weniger Risiko als B, aber nicht sign. Zeitraum bis zum Auftreten: p = 0.59 Zu 2. A: 16, B: 21; HR = 0.72 (0.37, 1.39) ns. A weniger Risiko als B, aber nicht sign.
Zu 3. A: 17, B: 14; HR = 1.20 (0.59, 2.45) ns A höheres Risiko als B, aber nicht sign. Getrennt nach Lokalisation: Kopf und Hals: A: 3, B: 4 ns. Ösophagus: A: 1, B: 1 ns. Lunge: A: 13, B: 9; HR = 1.44 (0.62, 3.39) ns. A höheres Risiko als B, aber nicht sign. Zu 4. A: 33, B: 34; HR = 0.90 (0.56, 1.45) ns. A weniger Risiko als B, aber nicht sign. Zu 5. A: 29, B: 33; HR = 0.86 (0.52, 1.42) ns. Todesursache: Kopf-Hals/ Ösophagus/ Lunge: A: 15, B: 14, Kardiovaskuläre Erkr.: A: 6, B:11 Andere Krebsarten: A: 5, B: 2 Sonstiges: A: 3, B: 6 Todesalter (Mittelwert [SD]): A: 69.7 (6.4), B: 64.4 (8.8); p = 0.01 Zeitraum bis zum Auftreten: p = 0.59 Zeitraum bis zum Tod: p = 0.41 Stratifizierung hinsichtlich Tabakgebrauch: Sowohl Raucher, als auch Nichtraucher nicht sign. besser in Arm A Stratifizierung hinsichtlich Plasma Betacarotin (niedrigste Quartil <0.066 µ/dl vs. 2-4.Quartil) Niedrig: HR = 0.82 ns Hoch: HR = 0.81 ns
Zusammenfassung der Autoren: “Considering our overall results along with the results of other clinical trials involving β-carotene, reviewed elsewhere (8), we cannot recommend supplemental β-carotene for the prevention of second head and neck cancers. Although there were some suggestions of benefit, these were not statistically significant and should be considered against the increasingly consistent and statistically significant findings from other trials of an increased risk of lung cancer with supplemental β-carotene;…” |
Anzahl NW ≥ Grad 2: A: N = 5, B: N = 4 A und B: Depression, Kopfschmerzen, Knochenschmerzen, Cheilitis trockene Haut, Diarrhö
Gelbfärbung der Haut: A: N = 25 (18%), B: N = 8 (6%) |
Keine Angabe zu CoI.
Finanziert durch U.S. National Cancer Insitute. |
PRO: Ethikvotum Doppelte Verblindung Große Stichprobe Geringer Dropout (A: 5%, B: 3%) Intention-to-treat-Analyse Keine Gruppenunterschiede zu T0 CONTRA: Hohe Anzahl von Pat. scheiden vor Randomisierung aus Teilweise schlechte Berichtqualität (z.B. keine Angaben zum Zeitraum zw. Abschluss RTC/OP und Beginn der Intervention) |
1b- |
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Mayne (2001): In dieser Studie wurden Patienten mit Kopf-Hals-Karzinom untersucht, von denen eine Gruppe Betacarotin (d.h. eine Vorstufe von Vitamin A) und die andere Gruppe ein Placebo bekam. Zwischen den beiden Gruppen zeigten sich keine bedeutsamen Unterschiede hinsichtlich der Häufigkeit des Auftretens von Lokalrezidiven oder zweiten Primärtumoren (im Kopf/Hals-Bereich, an der Speiseröhre oder an der Lunge). Im Gegensatz zu den meisten Bereichen, bei denen die Betacarotin-Gruppe zumindest der Tendenz nach jeweils ein bisschen weniger Fälle vorwies, war das Risiko ein Lungenkarzinom zu entwickeln in der Betacarotin-Gruppe der Tendenz nach höher als in der Placebogruppe. Hinsichtlich der Überlebensdauer unterschieden sich die beiden Gruppen nicht, wobei die Patienten der Betacarotin-Gruppe durchschnittlich älter waren, als sie starben. Im Großen und Ganzen ist diese Studie von guter methodischer Qualität. |
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