10. Verhalten vor, während und nach der Erkrankung und Fertilitätsprotektion – Hodgkin Lymphom
Autoren der Hintergrundtexte: Sven Borchmann, Carolin Bürkle, Karolin Behringer, Stefanie Kreissl, Patrick Jahn, Jens Ulrich Rüffer, Ulrike Holtkamp, Birgit Leibbrand, Jörn Rüssel, Peter Borchmann
Verweis auf:
Leitlinienprogramm Onkologie (Deutsche Krebsgesellschaft, Deutsche Krebshilfe, AWMF): Supportive Therapie bei onkologischen PatientInnen – Langversion 1.1, 2017, AWMF Registernummer: 032/054OL, https://www.leitlinienprogramm-onkologie.de/leitlinien/supportive-therapie/ (Zugriff am 05.08.2019)
Leitlinienprogramm Onkologie (Deutsche Krebsgesellschaft, Deutsche Krebshilfe, AWMF): Psychoonkologische Diagnostik, Beratung und Behandlung von erwachsenen Krebspatienten, Langversion 1.1, 2014, AWMF-Registernummer: 032/051OL, https://www.leitlinienprogramm-onkologie.de/leitlinien/psychoonkologie/ (Zugriff am 05.08.2019)
10.1 Ernährung
Verweis auf:
Ernährung von Tumorpatienten gemäß Deutsche Gesellschaft für Ernährungsmedizin (DGEM) - und The European Society for Clinical Nutrition and Metabolismus (ESPEN) - Leitlinien (https://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/073-006.html).
„Anforderungen an die Hygiene bei der medizinischen Versorgung von immunsupprimierten Patienten“. Empfehlung der Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention beim Robert-Koch-Institut (Bundesgesundheitsbl 2010 · 53:357–388 DOI 10.1007/s00103-010-1028-9 Online publiziert: 20. März 2010 © Springer-Verlag 2010 (https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/Krankenhaushygiene/Kommission/Downloads/Immunsuppr_Rili.html).
10.2 Alternative Heilmethoden
Alle Patienten sollten befragt werden, ob sie komplementäre und/oder alternative Therapien in Anspruch nehmen. Patienten, die solche Verfahren einsetzen, sollen auf mögliche Risiken und ggf. auf Interaktionen mit Standardtherapien hingewiesen werden.
- Konsens
- Starker Konsens
Zu Empfehlung 10.1.
Der Arzt sollte den Patienten auf Nutzung und Einnahme von komplementärmedizinischen und alternativmedizinischen Therapien ansprechen. Wenn möglich soll der Arzt auf Risiken, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen hinweisen oder für den Patienten entsprechende Informationsstellen oder Ansprechpartner bereithalten.
10.3 Sport
Sportliche Aktivität sollte während und nach der Behandlung angeboten werden.
- Empfehlungsgrad
- B: Empfehlung für oder gegen eine Maßnahme - verwendete Ausdrucksweise = sollte/sollte nicht
- Evidenzlevel
- ⊕⊕⊕⊝
Mortalität
⊕⊕⊝⊝Lebensqualität
⊕⊕⊝⊝Körperliche Funktion
⊕⊕⊝⊝Depression
⊕⊝⊝⊝Angst
⊕⊕⊝⊝Fatigue
⊕⊝⊝⊝Nebenwirkungen (SAE)
- Konsens
- Starker Konsens
- Literatur
- [374]
Evidenztabellen (1)
10.3 EvT 10.2Zu Empfehlung 10.2.
Die Ergebnisse eines aktualisierten systematischen Reviews [375], in das 18 randomisierte, kontrollierte Studien mit insgesamt 1892 Teilnehmern mit unterschiedlichen hämatologischen Erkrankungen eingingen, zeigten einen positiven Effekt körperlicher Betätigung auf verschiedene Endpunkte. So führte körperliche Betätigung zu geringerem Ausmaß an Fatigue (9 Studien mit 826 Teilnehmern, SDM = 0.31, 95% CI: 0.13 bis 0.48) und möglicherweise auch Depressionen (6 Studien mit 445 Teilnehmern, SDM = 0.19, 95% CI: 0.00 bis 0.38) und Nebenwirkungen (6 Studien mit 435 Teilnehmern, RR = 1.39, 95% CI: 0.94 bis 2.06), sowie einer möglichen verbesserten Lebensqualität (8 Studien mit 1259 Teilnehmern, SDM = 0.11, 95% CI = -0.03 bis 0.24) und verbesserten körperlichen Funktionen (8 Studien mit 1329 Teilnehmern, SDM = 0.15, 95% CI: -0.01 bis 0.32). Es besteht allerdings weiterhin eine Notwendigkeit an größeren Studien mit längeren Beobachtungszeiträumen, vor allem, um die Frage nach einem Einfluss auf das Gesamtüberleben beurteilen zu können (eine eingeschlossene Studie, RR=0.67, p=0.112, 105 Teilnehmer). Alternativ berichteten sechs Studien (1172 Teilnehmer) die Anzahl verstorbener Patienten, es wurde kein Unterschied zwischen der Interventions- und Kontrollgruppe entdeckt (RR = 1.10; 95% CI: 0.79 to 1.52), das Vertrauen in die Evidenz ist jedoch aufgrund der geringen Eventrate niedrig [375]
10.4 Supportivtherapie
10.4.1 Infektionsprophylaxe
Die prophylaktische Gabe von Antibiotika erfolgt in Abhängigkeit von dem geplanten Chemotherapieschema:
1. ABVD: eine prophylaktische Antibiotika-Gabe sollte nicht routinemäßig empfohlen werden (Empfehlungsgrad B)
2. BEACOPPeskaliert: Eine Antibiotika-Prophylaxe mit Cotrim soll für die Gesamtdauer der Therapie gegeben werden. Zusätzlich sollte eine Prophylaxe mit einem Fluorchinolon der Gruppe 2 oder 3 während Aplasiephasen gegeben werden (Expertenkonsens)
- Empfehlungsgrad
- B: Empfehlung für oder gegen eine Maßnahme - verwendete Ausdrucksweise = sollte/sollte nicht
- Evidenzlevel
- ⊕⊕⊕⊕
Mortalität
⊕⊕⊕⊝Febrile Patienten
⊕⊕⊕⊕Bakteriämie
- Konsens
- Starker Konsens
- Literatur
- [376]
Änderungshinweis
Die prophylaktische Gabe von Antibiotika erfolgt in Abhängigkeit von dem geplanten Chemotherapieschema: 1. ABVD: eine prophylaktische Antibiotika-Gabe sollte nicht empfohlen werden 2. BEACOPPeskaliert/Hochdosistherapie für Patienten mit Rezidiv: Eine Antibiotika-Prophylaxe soll gegeben werdenEvidenztabellen (1)
10.4.1 EvT 10.3Zu Empfehlung 10.3.
Da während der Therapie mit ABVD nicht mit einer schweren Neutropenie zu rechnen ist, sollte eine prophylaktische Gabe von Antibiotika nicht routinemäßig durchgeführt werden. Während der Therapie mit BEACOPPeskaliert soll eine Antibiotika-Prophylaxe mit Cotrim (Hughes 1987) und in der Aplasiephase zusätzlich mit einem Fluorchinolon (der Gruppe 2 oder 3) verabreicht werden. In großen randomisierten Placebo-kontrollierten Studien konnte die prophylaktische Therapie mit Levofloxacin während einer chemo-therapie-induzierten Neutropenie, die Rate fieberhafter Infekte senken [377][378][379][380][381][382][383]. Diese Ergebnisse zeigten sich auch in der aktualisierten Meta-analyse [384]
Auf weitere Informationsquellen in der DGHO wird verwiesen (https://www.leitlinienprogramm-onkologie.de/leitlinien/supportive-therapie/):
- Antibakterielle Prophylaxe: Dr. Silke Neumann, Universitätsklinik Göttingen (aktueller Stand: September 2014)
- Antivirale Prophylaxe: PD Dr. Michael Sandherr (aktueller Stand: September 2014)
- „Anforderungen an die Hygiene bei der medizinischen Versorgung von immunsupprimierten Patienten“. Empfehlung der Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention beim Robert-Koch-Institut (Bundesgesundheitsbl 2010 · 53:357–388 DOI 10.1007/s00103-010-1028-9 Online publiziert: 20. März 2010 © Springer-Verlag 2010.)
10.4.2 Wachstumsfaktoren
Der prophylaktische Einsatz von Wachstumsfaktoren (Granulozyten-Kolonie stimulierender Faktor - G-CSF) erfolgt in Abhängigkeit von dem geplanten Chemotherapieschema:
- ABVD: G-CSF sollte nicht routinemäßig eingesetzt werden.
- BEACOPPeskaliert: G-CSF soll gegeben werden.
- Rezidivtherapie: Hochdosistherapie und autologe Stammzelltransplantation: G-CSF soll gegeben werden.
- Empfehlungsgrad
- A: Starke Empfehlung für oder gegen ein Maßnahme - verwendete Ausdrucksweise = soll/soll nicht
- Evidenzlevel
- ⊕⊕⊕⊕
Gesamtüberleben
⊕⊕⊕⊕Febrile Neutropenie
⊕⊕⊕⊕Infektionen
⊕⊕⊝⊝Infektionsbedingte Mortalität
⊕⊕⊝⊝Lebensqualität
⊕⊕⊝⊝Nebenwirkungen (Unterbrechung der Therapie)
- Konsens
- Starker Konsens
- Literatur
- [385] [386] [387]
Evidenztabellen (1)
10.4.2 EvT 10.4Erythropoetin (EPO) soll nicht während der Primär- oder Rezidivtherapie des HL verabreicht werden. Die derzeitige Evidenz belegt keinen relevanten Nutzen von Erythropoetin in der Therapie des HL.
- Empfehlungsgrad
- A: Starke Empfehlung für oder gegen ein Maßnahme - verwendete Ausdrucksweise = soll/soll nicht
- Evidenzlevel
- ⊕⊕⊕⊕
Gesamtüberleben
⊕⊕⊕⊕Sterblichkeit während der Studie
⊕⊕⊕⊝Thrombotische Ereignisse
⊕⊕⊝⊝Lebensqualität
⊕⊕⊕⊝Anzahl Patienten, die Erythrozytenkonzentrate erhielten
- Konsens
- Starker Konsens
- Literatur
- [388] [389]
Evidenztabellen (1)
10.4.2 EvT 10.5Zu Empfehlung 10.4.
Eine systematische Analyse der Cochrane Haematological Malignancies Group konnte zeigen, dass der prophylaktische Einsatz von G-CSF (Granulozyten-Kolonie stimulierender Faktor) und GM-CSF (Granulozyten-Monozyten-Kolonie-stimulierender Faktor) bei Lymphompatienten während konventioneller Chemotherapie das Risiko einer schweren Neutropenie, einer febrilen Neutropenie und für Infektionen reduziert, allerdings keinen Einfluss auf das Gesamtüberleben hat [390]. Das ABVD Schema sollte ohne den routinemäßigen Einsatz von G-CSF verabreicht werden. Das Auftreten febriler Neutropenien ist selten [391][392][393][394]. Im Gegensatz hierzu besteht bei der Gabe von BEACOPPeskaliert ein hohes Risiko für febrile Neutopenien, [155] so dass die prophylaktische Gabe von G-CSF empfohlen wird [395]. Während der Therapie mit BEACOPPeskaliert soll G-CSF in jedem Zyklus ab Tag 4 gegeben werden. Als Alternative zu täglichem G-CSF kann die pegylierte Form eingesetzt werden [396][397]. Das Absetzen erfolgt, wenn die Leukozyten nach Durchschreiten des Nadirs an 3 aufeinanderfolgenden Tagen über 1000/mm³ liegen. Auch bei Patienten mit rezidiviertem Lymphom nach autologer Stammzelltransplantation soll G-CSF gegeben werden [398][399].
Zu Empfehlung 10.5.
Eine systematische Analyse der Cochrane Haematological Malignancies Group konnte zeigen, dass die Gabe von Erythropoetin oder Darbepoetin bei Tumorpatienten das relative Risiko für Bluttransfusionen und die Anzahl der Transfusionen reduziert. Jedoch war bei diesen Patienten auch das relative Risiko für thrombembolische Ereignisse erhöht. In einer weiteren Meta-Analyse der Cochrane Group wurden eine erhöhte Mortalität während der Studiendauer und ein schlechteres Gesamtüberleben der Tumorpatienten für Erythropoese stimulierende Faktoren nachgewiesen [400]. Eine große, randomisierte, Placebo kontrollierte Studie der GHSG testete die prophylaktische Gabe von Erythropoetin während der Primärtherapie des fortgeschrittenen Hodgkin Lymphoms mit BEACOPP. Wenn während der Behandlung der Hämoglobin-Wert auf über 13 g/dl anstieg, wurde die Zusatzmedikation aus Sicherheitsgründen erst wieder bei einem Hämoglobin-Wert < 12 g/dl fortgesetzt. Erythropoetin führte zu einer Reduktion der benötigten Erythrozytenkonzentrate. Es zeigte sich jedoch kein Unterschied im Hinblick auf die Fatigue und andere Domänen der Lebensqualität (patient reported outcomes; PRO). In dieser Studie war des Weiteren kein Unterschied für thrombembolische Ereignisse zwischen den Patienten, die mit Epoetin alfa behandelt wurden, und denen, die Placebo erhielten, zu sehen [21]. Auch für Patienten mit rezidiviertem Lymphom wurde die randomisierte Gabe von EPO während intensiver myeloablativer Therapie und autologer Stammzelltransplantation untersucht. Es konnte eine geringere Gabe von Erythrozytenkonzentraten für die mit EPO behandelten Patienten nachgewiesen werden [401]. In einer anderen Studie hingegen zeigte sich kein Unterschied in der Anzahl von Erythrozytenkonzentraten durch die zusätzliche Gabe von EPO zu G-CSF [402].
10.4.3 Antiemese
Verweis auf die MASCC (Multinational Association of Supportive Care in Cancer) and ESMO Consensus Guidelines for the Prevention of Chemotherapy and Radiotherapy-Induced Nausea and Vomiting: European Society for Medical Oncology (ESMO) Clinical Practice Guidelines. 2016 (www.mascc.org) [403][404][405] und die S3-Leitlinie Supportive Therapie bei onkologischen PatientInnen; April 2017, AWMF (http://leitlinienprogramm-onkologie.de/Supportive-Therapie.95.0.html).
10.4.4 Blutprodukte
Verweis auf die Querschnitts-Leitlinien (Bundesärztekammer - BÄK) zur Therapie mit Blutkomponenten und Plasmaderivaten; Herausgegeben vom Vorstand der Bundesärztekammer auf Empfehlung des Wissenschaftlichen Beirats:https://www.wbbaek.de/richtlinien-leitlinien/haemotherapie-transfusionsmedizin
Patienten mit Hodgkin Lymphom sollen ausschließlich bestrahlte Blutprodukte erhalten.
- Konsens
- Starker Konsens
10.4.5 Polyneuropathie
Vinca-Alkaloide (z.B. Vincristin) können sowohl periphere neurologische Störungen (Kribbeln, Taubheitsgefühl an den Händen und Füßen, Schmerzen) verursachen, als auch das autonome Nervensystem (z. B. Obstipation, Ileus, orthostatische Hypotension) beeinträchtigen. Am häufigsten entwickeln die Patienten unter Vincristin eine dosisabhängige primär sensorische Neuropathie. Bei Auftreten dieser Nebenwirkungen soll das Absetzen von Vincristin erwogen werden.
- Konsens
- Starker Konsens
Zu Empfehlung 10.7.
Bei Auftreten von polyneuropathischen Schmerzen sollte eine gezielte Schmerztherapie durchgeführt werden, z.B. mit Antikonvulsiva (Gabapentin, Pregabalin u.a.), bestimmten Antidepressiva, schwachen Opioiden, ggf. ergänzt durch Lokaltherapeutika und nicht-medikamentöse Maßnahmen. Für Empfehlungen zu polyneuropathischen Schmerzen verweisen wir auf die S1-Leitlinie "Pharmakologisch nicht interventionelle Therapie chronisch neuropathischer Schmerzen", herausgegeben von der Kommission Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (https://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/030-114l_S1_Neuropathischer_Schmerzen_Therapie_2014-abgelaufen.pdf, Zugriff 23.09.2019). Für die Behandlung mit BEACOPPeskaliert konnte gezeigt werden, dass ein vorzeitiges Beenden der Behandlung mit Vincristin bei Auftreten von Nebenwirkungen nicht zu einer Verschlechterung der Prognose führt [409].
10.4.6 Mukositis
Verweis auf das Kapitel „Orale Mucositis durch systemische Tumortherapie“ in der S3-Leitlinie: „Supportive Therapie bei onkologischen PatientInnen“, April 2017, AWMF (http://leitlinienprogramm-onkologie.de/Supportive-Therapie.95.0.html)
10.5 Verhütungsmaßnahmen während/ nach der Therapie
Während der Therapie soll eine doppelte Verhütung durchgeführt werden.
- Konsens
- Starker Konsens
Nach der Therapie sollte der Einsatz von Verhütungsmaßnahmen individuell unterschiedlich und nicht einheitlich festgelegt werden.
- Konsens
- Starker Konsens
Zu den Empfehlungen 10.8. und 10.9.
Die eingesetzten Substanzen zur Behandlung des Hodgkin Lymphoms können schädliche Einflüsse auf die Entwicklung eines ungeborenen Kindes haben. Frauen und Männer im gebärfähigen Alter sollen durch hocheffektive Verhütungsmethoden eine Schwangerschaft für die Dauer der Behandlung verhüten. Da Erbrechen und Durchfall häufig auftretende Nebenwirkungen einer chemotherapeutischen Behandlung sein können, reichen allein oral anzuwendende Verhütungsmittel (z. B. orale östrogen- und gestagenhaltige Verhütungsmittel: „Pille“) nicht zur sicheren Schwangerschaftsverhütung aus. Während der Therapie soll dann eine doppelte Verhütung durchgeführt werden, z.B. orales Verhütungsmittel durch die Frau und Kondomnutzung durch den Mann. Nach der Therapie können die Verhütungsmaßnahmen je nach Wunsch der Patienten individuell und interdisziplinär (Hämato-Onkologen, Gynäkologen und Reproduktionsmediziner, Endokrinologen) eingesetzt werden. Einige Studien konnten bisher zeigen, dass für Kinder von vormals tumorbehandelten Eltern kein erhöhtes Risiko für Missbildungen besteht [410][411][412][413][414][415]. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass hohe Dosierungen verschiedener Chemotherapeutika die Keimzellen schädigen und auch die Auswirkungen auf Schwangerschaften sehr kurze Zeit nach der Therapie sind nicht genau abzuschätzen. Weitere Fallsammlungen zu Schwangerschaften und Kindern von Hodgkin Patienten sind wünschenswert.
10.6 Fertilitätsprotektive Maßnahmen
Gerade für junge Patienten spielt das Risiko der Infertilität bei häufig noch nicht abgeschlossener Familienplanung eine bedeutende Rolle. Zum Zeitpunkt der Erstdiagnose sollte eine Aufklärung über die Risiken einer therapieinduzierten Infertilität und die Möglichkeiten einer Fertilitätsprotektion ein wesentlicher Inhalt des Arzt-Patienten-Gesprächs darstellen, damit protektive Maßnahmen frühzeitig eingeleitet werden können. Die Beratung, Indikationsstellung, Abwägung und Durchführung von fertilitätsprotektiven Maßnahmen soll unter Berücksichtigung und in Abstimmung mit der onkologischen Behandlung erfolgen.
Vorzugsweise sollten die Patientinnen und Patienten für die Beratung und ggf. Behandlung ausgewiesenen Zentren zugeführt werden. Das Netzwerk FertiPROTEKT, ein Zusammenschluss von ca. 70 reproduktionsmedizinischen Zentren in Deutschland, der Schweiz und Österreich, hat Empfehlungen zu den Möglichkeiten des Fertilitätserhalts vor und während der Chemotherapie verfasst. Detaillierte Informationen können dem 2016 von FertiPROTEKT herausgegebenen Buch „Indikation und Durchführung fertilitätsprotektiver Maßnahmen bei onkologischen und nicht-onkologischen Erkrankungen“ entnommen werden [416].
In der Veröffentlichung von Behringer et al. wurden die Daten von 1323 Männern und Frauen, die an den Studien HD13-HD15 teilnahmen, analysiert [417]. Ein regulärer Menstruationszyklus wurde innerhalb eines Jahres nach Therapie von >90% der in frühen Stadien behandelten Frauen berichtet. Hingegen spielte bei Frauen, die eine intensivere Therapie im fortgeschrittenen Stadium erhielten, das Alter bei Therapie eine entscheidende Rolle. Die <30-jährigen bei Therapie berichteten zu 82% einen regulären Zyklus, im Vergleich zu 45% bei den ≥30-jährigen Frauen. Zusätzlich litten In dieser Gruppe 34% der Frauen an schweren menopausalen Symptomen. Eine Auswertung einer Subgruppe von weiblichen Patienten, die innerhalb der RATHL Studie behandelt wurden ergab ein ähnliches Bild. Höheres Alter und intensivere Behandlung mit BEACOPP-14 oder BEACOPPeskaliert waren mit einer geringeren Erholung der Ovarialfunktion assoziiert [418][416].
Im Rahmen der Entscheidungsfindung sind auch die jeweiligen Risiken (z.B. Narkoserisiken) abzuwägen und zu berücksichtigen [416]
Empfehlungsgrad A:
Die Empfehlung zum Einsatz fertilitätsprotektiver Maßnahmen bei erwachsenen weiblichen Patientinnen mit einem Hodgkin-Lymphom soll Alter und potentielle Gonadotoxizität der Behandlung (in Abhängigkeit von Dosis, Wirksubstanz und Regime der Chemotherapie, ggf. Strahlentherapie) berücksichtigen.
Empfehlungsgrad B:
Folgende medikamentöse und reproduktionsmedizinische Verfahren sollten erwogen werden:
1. Medikamentöse Maßnahmen: Gonadotropin releasing hormone (GnRH)- Analoga zusammen mit hormonellen kombinierten Kontrazeptiva oder Östrogen transdermal
2. Reproduktionsmedizinische Verfahren:
· Kryokonservierung von befruchteten/unbefruchteten Eizellen
· Einfrieren von Ovar-Gewebe
- Empfehlungsgrad
- A: Starke Empfehlung für oder gegen ein Maßnahme - verwendete Ausdrucksweise = soll/soll nicht
- Evidenzlevel
- ⊕⊕⊝⊝
Wiederauftreten der Menstruation, follow-up ≤ 12 months
⊕⊕⊝⊝Wiederauftreten der Menstruation, follow-up > 12 months
⊕⊝⊝⊝Ovulation
⊕⊕⊝⊝Schwangerschaft
⊕⊝⊝⊝Schwangerschaft
⊕⊕⊕⊝Ovarialinsuffizienz
⊕⊝⊝⊝Hitzewallungen
⊕⊕⊕⊝Vaginale Trockenheit
⊕⊝⊝⊝Kryokonservierung: Schwangerschaft
⊕⊝⊝⊝Kryokonservierung: Anzahl Oozyten
- Konsens
- Starker Konsens
- Literatur
- [419] [420] [421] [422] [423] [424] [425] [426] [427] [428] [429]
Änderungshinweis
Die fertilitätsprotektive Maßnahme soll stadien-adaptiert erfolgen, da die therapiebedingte Gonadotoxizität von der applizierten Dosis abhängig ist. Empfehlungsgrad: B Folgende medikamentöse und reproduktionsmedizinische Verfahren sollten angeboten werden: 1. Medikamentöse Maßnahmen Gonadotropin releasing hormone (GnRH)- Analoga kombiniert mit der „Pille“ 2. Reproduktionsmedizinische Verfahren Kryokonservierung von befruchteten/unbefruchteten Eizellen Einfrieren von ovariellem GewebeEvidenztabellen (1)
10.6 EvT 10.10Jeder Patient soll unabhängig von dem Stadium über eine Kryokonservierung von Spermien vor Beginn der Therapie aufgeklärt werden. Können über das Ejakulat keine Spermien gewonnen werden, besteht die Möglichkeit der Spermienextraktion aus dem Hodengewebe (Testikuläre Spermienextraktion, TESE):
- Kryokonservierung von Spermien: Empfehlungsgrad A
- Kryokonservierung von Spermien extrahiert aus dem Hodengewebe (TESE): Empfehlungsgrad 0
- Empfehlungsgrad
- A: Starke Empfehlung für oder gegen ein Maßnahme - verwendete Ausdrucksweise = soll/soll nicht
- Evidenzlevel
- ⊕⊝⊝⊝
Schwangerschaft
⊕⊝⊝⊝Anzahl Spermatozyten
- Konsens
- Starker Konsens
- Literatur
- [430] [431]
Evidenztabellen (1)
10.6 EvT 10.11Zu Empfehlung 10.10.
Fertilitätsprotektive Maßnahmen bei der Frau
Medikamentöse Maßnahmen: GnRH-Analoga
Die Gabe von GnRH-Analoga während der Therapie ist Gegenstand kontroverser Diskussionen. Für die Begleittherapie bei Patientinnen mit Hodgkin Lymphom fehlt eine große, randomisierte Studie, die den protektiven Effekt auf das Ovar sicher nachweist. In zwei kleinen randomisierten Studien konnte kein protektiver Effekt nachgewiesen werden.
Die Autoren einer systematischen Cochrane Analyse zu Einsatz von GnRH-Analoga zum Fertilitätserhalt bei Frauen mit Tumorerkrankungen schlussfolgern, dass GnRH-Analoga bei Frauen in reproduktivem Alter vor Chemotherapie in Frage kommen. Die intramuskuläre oder subkutane Applikation scheint effektiv die Ovarien während der Chemotherapie zu schützen (Daten aus 4 Studien mit 780 Teilnehmerinnen, Ovarialinsuffizienz RR = 0.44 (95% CI: 0.31 bis 0.61)) und einen Nutzen bei Amenorrhoe/vorzeitige Menopause zu haben (Follow-up bis 12 Monate: Daten aus 5 Studien mit 460 Teilnehmerinnen, RR = 1.6, 95% CI: 1.14 bis 2.24; Follow-up länger als 12 Monate: Daten aus 8 Studien mit 869 Teilnehmerinnen, RR = 1.08, 95% CI: 0.95 bis 1.22)) sowie die Erhaltung der Ovulation zu unterstützen (Daten aus 2 Studien mit 95 Teilnehmerinnen, RR = 2.47, 95% CI: 1.43 bis 4.26). Jedoch zeigte sich kein Unterschied im Hinblick auf die Schwangerschaftsraten (Daten aus 7 Studien mit 703 Teilnehmerinnen, RR = 1.59, 95% CI: 0.93 bis 2.70) [432].
Bei Behringer und Kollegen wurde die protektive Wirkung nur in den fortgeschrittenen Stadien getestet und nur auf den Endpunkt Anti-Müller-Hormon (AMH; ovarielle Reserve/ovarieller Follikelpool) bezogen [433]. In einer dritten randomisierten Studie war zwar in der GnRH behandelten Gruppe keine Amenorrhoe zu beobachten, verglichen mit 46% in der Nicht-GnRH Gruppe, jedoch zeigte sich kein Unterschied in den Tests zu der ovariellen Reserve und die Beobachtungszeit nach der Therapie war in der Nicht-GnRH behandelten Gruppe signifikant länger [434]. Eine randomisiert kontrollierte Studie mit 129 Patienten mit verschiedenen Lymphomerkrankungen testete den Einsatz von GnRH -Analoga mit dem primären Endpunkt vorzeitige Ovarialinsuffizienz. Mehr als die Hälfte der Patienten hatte ein Hodgkin Lymphom. Diese Studie konnte keinen protektiven Effekt des Einsatzes von GnRH-Analoga hinsichtlich des primären Endpunkts feststellen [435]. Drei positive, randomisierte Studien, die zu diesem Thema publiziert wurden, beziehen sich auf Patientinnen mit Mamma-Karzinom [436][437][438]
Die Empfehlungen für Patientinnen mit Hodgkin Lymphom können sich daher nur auf die Ergebnisse aus case-control-Studien sowie retrospektive Studien beziehen [439][440][441][442][443]. Es gibt zwei umfangreiche Reviews zu diesem Thema bezogen auf Patientinnen mit unterschiedlichen Tumorentitäten. Beck-Fruchter und Kollegen schlossen 12 Publikationen ein (zwei davon waren kleine, prospektiv randomisierte), mit insgesamt 345 Frauen, die GnRH-Analoga erhielten und 234 Frauen, die Chemotherapie ohne GnRH-Analoga verabreicht bekamen. Eine vorzeitige Ovarialinsuffizienz (premature ovarian failure (POF)) oder eine anhaltende Amenorrhoe wurde bei 9% in der GnRH-behandelten Gruppe verglichen mit 59% in der Kontrollgruppe berichtet [444]. Auf ähnliche Ergebnisse kamen Blumenfeld und von Wolff, die insgesamt 9 Studien einschlossen und über eine Ovarialinsuffizienzrate von 11.1% in der GnRH behandelten Gruppe (n=225) und 55.5% in der Kontrollgruppe (n=189) berichteten [442]. Trotz dieser Daten schlussfolgern beide Autoren, dass diese Ergebnisse nicht beweiskräftig seien und befürworten die Durchführung einer großen, gut geplanten, prospektiv randomisierten Studie. Eine Studie von Huser und Kollegen untersuchte die protektive Wirkung von GnRH-Analoga bei insgesamt 117 Hodgkin Lymphom Patientinnen und suggerierte einen Effekt nur bei Frauen, die geringer toxische Regime (ABVD oder 2xABVD+2xBEACOPPeskaliert) erhielten [442].
In einer retrospektiven Studie der GHSG wurden bei 263 Frauen im intermediären Stadium nach Gabe von GnRH-Analoga während der Therapie signifikant mehr Schwangerschaften beobachtet [443].
Reproduktionsmedizinische Verfahren
In den letzten Jahren wurden große Fortschritte im Bereich der Kryokonservierung von Eizellen und ovariellem Gewebe erzielt [445]. Welche dieser Techniken einer jungen Hodgkin Patientin vor der Therapie empfohlen werden kann, hängt von verschiedenen Faktoren ab: Stadium und damit einhergehend Therapieintensität, Alter, Vorhandensein eines Partners, klinischer Zustand der Patientin und damit die noch verfügbare Zeit vor Einleitung der Therapie. Verschiedene Methoden können auch miteinander kombiniert werden [446][447]. Am 11.5.2019 ist das Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) in Kraft getreten. Darin ist der Leistungsanspruch auf künstliche Befruchtung erweitert worden um die Kryokonservierung von Keimzellgewebe, Ei- und Samenzellen in Fällen, in denen eine keimzellschädigende Behandlung (z. B. bei Krebserkrankung) zu Fertilitätsverlust führen könnte und Kryokonservierung erforderlich ist, um nach der Genesung eine künstliche Befruchtung zu ermöglichen. Am 20.02.2021 trat die Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) in Kraft, nach der Versicherte wegen keimzellschädigender Therapie und unter bestimmten Voraussetzungen Anspruch auf Kryokonservierung von Ei- oder Samenzellen oder von Keimzellgewebe sowie auf die dazugehörigen medizinischen Maßnahmen, als Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV), haben (https://www.g-ba.de/beschluesse/4393/).
1 Ovarielle Stimulation und Kryokonservierung von befruchteten und unbefruchteten Eizellen
Für beide Methoden wird eine Zeitspanne von mindestens 2 Wochen benötigt. Modifizierte Stimulationsregime, die in 2 Wochen durchführbar sind, wurden erfolgreich getestet [447]. Die Kryokonservierung befruchteter Eizellen ist etabliert [448], die Schwangerschaftsrate ist abhängig von der Menge suffizienter Eizellen, die gewonnen werden konnten. Der Erfolg der Kryokonservierung unbefruchteter Eizellen hängt stark von der Einfriermethode ab und somit von der Erfahrung des reproduktionsmedizinischen Zentrums.
2 Kryokonservierung ovariellen Gewebes
Die Kryokonservierung ovariellen Gewebes stellt eine Alternative dar, insbesondere wenn keine Zeit für eine ovarielle Stimulation bleibt und/oder die jungen Patientinnen keinen Partner haben. Bei dieser Methode kommt es kaum zu einer Zeitverzögerung es bedarf jedoch einer Laparotomie um das Gewebe zu gewinnen. Eine Kombination dieser Methode mit anderen oben genannten Methoden ist ebenfalls möglich. Das ovarielle Gewebe wird von einem Ovar gewonnen, sofort bearbeitet und eingefroren. Wenn nach der Therapie ein Kinderwunsch besteht und sich die ovarielle Funktion nicht ausreichend erholt, kann das Gewebe orthotop, in den Bereich des Eierstocks, oder heterotop zurück transplantiert werden. Bis jetzt konnten insgesamt 24 Lebendgeburten berichtet werden [418][449][445][450]. Arbeiten an Mausmodellen führten zu der Besorgnis, das ovarielle Gewebe könne Tumorzellen enthalten, die durch die Reimplantation bei den Patientinnen zu einem Rezidiv führten [451]. In der Praxis wurde bei Hodgkin Lymphom Patientinnen bisher noch über keine Tumorzell-Reimplantation berichtet [447][452]. Besteht jedoch ein Risiko, dass das ovarielle Gewebe maligne Zellen beinhalten könnte, muss auf minimal residual disease (MRD) genau untersucht werden [445][447][453][454]. Bezüglich der Problematik der Kostenerstattung wird auf den Absatz „Reproduktionsmedizinische Verfahren“ verwiesen.
Zu Empfehlung 10.11.
Fertilitätsprotektive Maßnahmen beim Mann
Die Kryokonservierung von Spermien ist ein Standardverfahren in der Behandlung von Tumorpatienten, das allen Männern vor Beginn der Therapie angeboten werden soll [455][456][457][458][459][460]. Auch vor einer Therapie mit ABVD soll eine Kryokonservierung angestrebt werden, da im Falle eines frühen Rezidives die Spermienqualität und Quantität eventuell noch nicht wiederhergestellt sind und die Gonaden durch eine Rezidivtherapie erneut angegriffen werden. Die Kryokonservierung sollte unabhängig von der gewonnenen Spermienkonzentration erfolgen, da auch eine geringe Anzahl für eine intrazytoplasmatische Spermainjektion (ICSI) ausreichend ist [455]. Bei Hodgkin Patienten kann eine tumorbedingte Subfertilität schon vor der Therapie vorliegen [461][462][463][464]. Sind bereits vor der Therapie keine Spermien nachweisbar, kann versucht werden, Spermien aus dem Hodengewebe zu extrahieren (Testikuläre Spermien Extraktion, TESE) [455]. Auch bei einer anhaltenden Azoospermie nach der Therapie besteht die Möglichkeit einer testikulären Spermienextraktion [465].
10.7 Arzt-Pflege-Patienten-Kommunikation
Kommunikation zur Erkrankung oder Behandlung und deren Auswirkungen soll zwischen Arzt und Patient bzw. Pflegekraft und Patient vor, während und nach der Behandlung durchgeführt werden.
- Konsens
- Starker Konsens
Zu Empfehlung 10.12.
Kommunikation zwischen Arzt-Pflegekräften und Tumorpatienten* über ihre Erkrankung, Behandlung sowie deren Folgen ist Basis für eine gute Behandlungsqualität. Erfolgreiche Gesprächsführung ist von zentraler Bedeutung, um die individuellen Bedürfnisse eines Patienten zu erkennen sowie entsprechende Information und psychosoziale Unterstützung bereitstellen zu können [466][467].
Positive Auswirkungen einer erfolgreichen Kommunikation zwischen Ärzten und Pflegekräften - als Mitglieder des Behandlungsteams - und den Patienten mit einer Tumorerkrankung sind, die Verbesserung der psychosozialen Anpassung des Patienten, Förderung der Entscheidungsfindung, Adhärenz zur Therapie und Zufriedenheit mit der Behandlung [468].
Patienten mit einer Tumorerkrankung wünschen sich, gut informiert zu sein. Ärzte und Pflegekräfte sind oftmals deren wichtigste Informationsquelle, besonders hinsichtlich Diagnose, Behandlung oder Prognose. Untersuchungen zeigen, dass nahezu 70% der Patienten sich Informationen von einem klinischen Spezialisten wünschen [469].
Neben der Bereitstellung von Informationen ist es für eine erfolgreiche Kommunikation wichtig, dass Erklärungen individuell angepasst werden und auch die Gefühle des Patienten berücksichtigt werden. Dabei hat die Art und Weise, wie die Kliniker die Informationen präsentieren einen entscheidenden Einfluss auf die Merkfähigkeit der Patienten [470]. Studienergebnisse zeigen, dass Patienten einen einfühlsamen und ruhigen Stil und eine individuelle Ansprache bevorzugen [471].
Allgemeine Kompetenzen für Interaktion mit dem Patienten
Die nachfolgenden Kompetenzen sind wichtig für Kommunikation bzw. Interaktion mit Tumorpatienten in jeder Phase der Erkrankung.
Unterstützende Kommunikation
- Identifikation der Präferenzen des Patienten und Berücksichtigung im Prozess des Informationsaustausches und der Entscheidungsfindung.
- Zur Unterstützung die Teilnahme einer begleitenden Person an der Konsultation ermöglichen. Der Patient soll im Vorfeld des Gespräches auf diese Möglichkeit hingewiesen werden.
- Signalisieren von Aufmerksamkeit und Interesse durch eine alters-, kultur- und präferenzbezogene verbale und non-verbale Kommunikation.
- Förderung einer Antwort des Patienten durch aktives und empathisches Zuhören.
- Zulassen von Äußerungen persönlicher Anliegen, Sorgen, Ängste oder Ärger in einer Art und Weise, die den Kommunikationsbedürfnissen des Patienten entsprechen, (bspw. Reden oder Weinen).
- An den Patienten angepasste Besprechung peinlicher oder aufwühlender Themen.
- Angebot eines Zugangs zu einer psychosozialen Unterstützung, die auf die individuellen Bedürfnisse des Patienten eingeht.
- Auswahl eines geeigneten Raumes für eine persönliche und vertrauliche Gesprächsatmosphäre
In einer verständlichen Sprache kommunizieren.
- Überprüfung des Verständnisses, bevor zusätzliche Informationen gegeben werden.
- Beachtung kultureller Besonderheiten.
- Bevorzugung professioneller Übersetzungsservices, gegenüber Übersetzung durch Mitarbeiter, Freiwilligen oder Familienmitgliedern.
Strategien zur Unterstützung von Verständnis und Erinnerungsvermögen.
- Aufforderung Verständnisfragen zu stellen.
- Verwendung von Diagrammen und Bildern, falls sinnvoll.
- Zusammenfassen und Wiederholen wichtiger Informationen.
- Verfestigen wichtiger Informationen falls angebracht, durch:
- Aufschreiben relevanter Informationen.
- Aufzeichnen von Konsultationen, falls gewünscht.
- Mitgeben oder Zusenden einer schriftlichen Zusammenfassung zum Nachlesen.
* Die nachfolgenden Empfehlungen gelten allgemein für Tumorpatienten und nicht spezifisch für Hodgkin Lymphom Patienten.
10.8 Verhaltensempfehlungen
Aufgrund des erhöhten Risikos für sekundäre solide Tumore, insbesondere Bronchialkarzinome, soll dem Patienten in besonderer Weise empfohlen werden, nicht zu rauchen. Es soll auf strukturierte Raucherentwöhnungsprogramme hingewiesen werden.
- Konsens
- Starker Konsens
Änderungshinweis
Aufgrund des erhöhten Risikos für sekundäre solide Tumore, insbesondere Bronchialkarzinome, soll dem Patienten empfohlen werden, nicht zu rauchen.Zu Empfehlung 10.13.
Aufgrund des erhöhten Risikos für sekundäre solide Tumore (siehe Kapitel 11 „Nachsorge“), insbesondere Bronchialkarzinome, wird dringend vom Rauchen abgeraten. Es ist davon auszugehen, dass sich das Risiko für Bronchialkarzinome durch die multiplikative Wirkung verschiedener Karzinogene (z.B. Radiotherapie und Rauchen) um ein Vielfaches erhöht [472].
10.9 Anschlussrehabilitation
Nach Therapie soll allen Patienten eine medizinische Rehabilitation angeboten werden zur Sicherung der Teilhabe am Arbeitsleben und am Leben in der Gesellschaft.
- Konsens
- Starker Konsens
Zu Empfehlung 10.14.
Im 9. Sozialgesetzbuches (SGB IX) wird das Recht auf Rehabilitationsleistungen gesetzlich geregelt. §4 SGB IX regelt den gesetzlichen Anspruch auf Leistungen zur Teilhabe mit dem Ziel, bestehende oder drohende Behinderung, Einschränkung der Erwerbsfähigkeit oder Pflegebedürftigkeit abzuwenden, zu beseitigen, zu mindern, Verschlimmerung zu verhüten, Folgen zu mildern, andere Sozialleistungen zu vermeiden oder zu mindern, die Teilhabe am Arbeitsleben und am Leben in der Gesellschaft zu sichern oder zu erleichtern, die persönliche Entwicklung ganzheitlich zu fördern und eine möglichst selbständige und selbstbestimmte Lebensführung zu ermöglichen.
Im 6. Sozialgesetzbuch (SGB VI) ist die Rehabilitation über die gesetzliche Rentenversicherung geregelt. §15 SGB VI regelt insbesondere Leistungen zur medizinischen Rehabilitation über die Träger der Rentenversicherung, wenn sie unmittelbar und gezielt zur wesentlichen Besserung oder Wiederherstellung der Erwerbsfähigkeit insbesondere zur Ausübung des bisherigen Berufs erforderlich ist.
Eine Besonderheit für onkologisch Erkrankte ist der §31SGB VI. Dieser regelt u.a. Leistungen zur onkologischen Nachsorge für Versicherte, Bezieher einer Rente u. Ihre jeweiligen Angehörigen.
Nur ein Bruchteil onkologischer Rehabilitationsmaßnahmen erfolgt über die gesetzliche Krankenversicherung.
Eine Hodgkin-Erkrankung führt zu einer gravierenden Veränderung des individuellen Lebens und zu vielfältigen Belastungen des sozialen Umfeldes. Der Patient erfährt krankheits- und therapiebedingte Einschränkungen im Sinne von Funktionsstörungen. Besonders belastend ist eine gravierende Verminderung der Leistungsfähigkeit bedingt durch passagere/permanente Organschädigungen (Herz/Lunge) in Folge der Therapien oder/und durch eine Sarkopenie. Diese ist zum einen verursacht durch vermehrte Immobilität während der Therapiephasen und durch die Therapien/Begleittherapien u.a. Corticoide selbst. Krankheit und Therapie verursachen häufig Schmerzen und Polyneuropathien. Dazu treten gehäuft Konzentrationsprobleme auf [473]. Eine Fatigue [474][462]ist bei allen Stadien und Therapien der Hodgkin Lymphom Patienten zu verzeichnen [475].
Die Erkrankung ruft Ängste und Abhängigkeiten hervor, häufig werden Sinnfragen gestellt, die Lebensqualität ist deutlich reduziert angesichts der empfundenen existentiellen Bedrohung. Oft wird eine Neuorientierung in der Lebensplanung notwendig.
Eine medizinische Rehabilitation mit ihrem ganzheitlichen Ansatz bietet vielfältige Hilfen für den Patienten und seine soziale Umgebung[476].
Die medizinische Rehabilitation arbeitet mit Zielvereinbarungen und plant die Rehabilitationstherapien nach den vereinbarten Rehabilitationszielen. Die Zielabsprachen erfolgen zwischen Rehabilitand und den Ärzten in der Rehabilitation. Unterstützend werden psychosoziale Screeninginstrumente eingesetzt.
Wichtige Bestandteile der medizinischen Rehabilitation bei Hodgkin-Erkrankten sind bewegungstherapeutische Angebote wie Ausdauertraining, Muskelaufbau und Koordinationstrainings einschließlich Ergotherapie bei Funktionsstörungen infolge Erkrankung und/oder Therapie wie Leistungsminderung, muskulärer Abbau, Fatigue [477] aber auch Polyneuropathie, Schmerzen und Konzentrationsprobleme [473]. Ein wichtiger Bestandteil jeder medizinischen Rehabilitation ist auch die Ernährungsmedizin mit ihrer Diagnostik von Mangelernährung und Sarkopenie und ihren ernährungstherapeutischen Angeboten. Regelmäßige Problem im Sinne der Krankheitsverarbeitung auch bei an Hodgkin Lymphom Erkrankten mit bester Prognose sind u.a. Progredienz- und Rezidivängste, Motivationslosigkeit und Depressivität. Hierfür stehen begleitende psychoonkologische Angebote von unterschiedlichen Entspannungsverfahren über themenzentrierte Gesprächskreise bis zu psychologischen Einzeltherapien unterstützend zur Verfügung. Hinzu kommt eine Vielzahl edukativer Angebote [478], die zu einer nachhaltigen Verhaltensmodulation führen. Somit reduziert die medizinische Rehabilitation krankheits- und therapiebedingte Funktionsstörungen und führt zu einer körperlichen und psychischen Stabilisierung sowie zu einer Verbesserung der Lebensqualität [479][480][481][482]. Eine medizinische Rehabilitation trägt damit bedeutend zu einer verbesserten Nachsorge bei.
Auch sozialmedizinische Angebote und Beratung sind Bestandteile jeder medizinischen Rehabilitation.
Bei Hodgkin Lymphom Patienten sind über alle Krankheitsstadien hinweg die Überlebenszeiten exzellent [483][484]. Eine rasche berufliche Wiedereingliederung nach Erkrankung und Therapie erlangt somit eine zunehmend größere Bedeutung [485][486][487][488]. Medizinische Rehabilitationsmaßnahmen nach §15 SGB VI verfolgen u.a. auch die Wiederherstellung der Leistungsfähigkeit der Patienten in Bezug auf die schnellstmögliche berufliche Wiedereingliederung mit eigens dafür entwickelten Programmen [489][490] und dem Ziel der gelungenen beruflichen und sozialen Reintegration bei gleichbleibend hoher Lebensqualität und selbständiger Lebensführung [491][492]. Dabei spielen auch Faktoren der besseren finanziellen Absicherung bei Wiederaufnahme des Berufslebens eine große Rolle [493][494][495][482] und reduzieren damit die soziale Abstiegsgefahr. Mit der Wiederaufnahme der Arbeit kann am besten einer sonst drohenden Altersarmut bei Jungerkrankten vorgebeugt werden [491][496][497]. Damit wird durch die medizinische Rehabilitation ein wichtiger Beitrag zum nachhaltigen Erfolg der Therapien Krebserkrankter geleistet [498][499].
Besonders in den letzten Jahren hat sich in der Einstellung zur beruflichen Wiedereingliederung nach Krebserkrankung ein Wandel vollzogen, da auch mit einer Krebserkrankung nicht mehr die Sichtweise Arbeit oder Gesundheit assoziiert ist, sondern gerade auch bei Hodgkin Lymphom Patienten mit langen Überlebenszeiten, die Sichtweise Arbeit und Gesundheit überwiegt [500].
Die Beachtung besonderer beruflicher Problemlagen (BBPL) bei an Hodgkin Lymphom Erkrankten ist wichtig. Dafür stehen überprüfte Screening-/Erhebungsverfahren [501][502] zur Verfügung, die die Dauer der Arbeitsunfähigkeitszeiten und die Rückkehrwahrscheinlichkeit in den Beruf [503][504] mit einbeziehen und in der medizinischen Rehabilitation Anwendung finden.
Entsprechend den gesetzlichen Regelungen des SGB IX und VI werden i.R. der sozialen Beratungen Möglichkeiten des beruflichen Wiedereinstiegs geklärt und veranlasst oder Leistungen zur Teilhabe im Einvernehmen mit dem Rehabilitanden angeregt und finden Eingang in den Reha-Entlassungsbericht mit entsprechenden Nachsorgeempfehlungen.
Aktuell kehren durchschnittlich 63,5% aller Krebspatienten im erwerbsfähigen Alter nach Diagnose und Behandlung an ihren Arbeitsplatz zurück [503].
Von der medizinischen Rehabilitation über die gesetzliche Rentenversicherung bei nicht Anspruchsberechtigten oder bei nicht bestehender Rehabilitationsfähigkeit sollten Rehabilitationsmaßnahmen bei z.B. zu niedrigem Barthel-Index, vorwiegend pflegerischen Bedarfen oder auch einem bestehenden geriatrischen Syndrom bei Geriatrie-typischer Multimorbidität mit funktionellen und strukturellen Schädigungen mit stark eingeschränkter Selbständigkeit im Alltag abgegrenzt werden.
Die Pflichtleistungen der gesetzlichen Krankenversicherung sind im 5. Sozialgesetzbuch (SGB V) geregelt.
Evidenztabellen
10.3 EvT 10.2
|
Referenz/ |
Untersuchte Studien |
(verglichene) Interventionen |
untersuchte Endpunkte |
Hauptergebnisse |
methodische Bemerkungen |
Literaturbelege/ |
|
(Knips, Bergenthal et al. 2019) SR
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RCTs searched in
Inclusion criteria:
Exclusion criteria:
|
Intervention: aerobic physical exercise in addition to standard care Comparator: standard care alone |
Primary outcome
Secondary outcomes
|
18 studies (38 publications) included in the review, n = 1892 Results:
RR 0.67 (P = 0.112)
SMD 0.11 (-0.03 – 0.24)
RR 1.39 (0.94 – 2.06; P = 0.10)
QoL subscale physical functioning:
6 studies, n = 445, SMD 0.19 (0.0 – 0.38, I2 = 0%)
6 studies, n = 445, SMD 0.03
9 studies, n = 826, SMD 0.31 (0.13 – 0.48, I2 = 31%)
13 studies, different outcome definitions did not allow for pooling data, results of each trial reported in SR
3 studies, n = 964, MD 0.44 kg (-1.94 – 2.82, P = 0.72, I2 = 0%)
Country of origin:
|
Overall quality of included studies: unclear Follow-Up: no (4), 12 weeks (1), 3 months (1), 100 days (1), 6 months (1), 36 weeks (1) Randomisation: yes (3) ITT: yes (6) Blinding: no Funding: Lance Armstrong Foundation (1), National Heart, Lung, and Blood Institute and the National Cancer Institute (1), SolarisCare foundation (1), The Center for Integrated Rehabilitation of Cancer Patients, The Novo Nordic Foundation, The University Hospitals’ Centre for Health Research (UCSF), The Lundbeck Foundation, The Novo Nordic Foundation for Clinical Nursing Research and the Danish Cancer Society (1), Zruich cnacer league and the Federal Authorities of the Swiss Confederation, Federal Department of Defence, Civil Protection and Sport (1), AMGEN (1)
Heterogeneity:
|
Alibhai 2014 Baumann 2010 Bryant 2018 Chang 2008 Coleman 2003 Coleman 2012 Courneya 2009 Cunningham 1986 DeFor 2007 Furzer 2016 Jacobsen 2014 Jarden 2016 Kim 2006 Knols 2011 Mello 2003 Persoon 2017 Streckmann 2014 Wiskemann 2015 |
|
Empfehlung 10.2. Sportliche Aktivität |
Design
|
Endpunkt |
Verzerrungs-risiko |
Inkonsistenz |
Indirektheit |
Impräzision |
Weitere Überlegungen |
Gesamtqualität |
|
|
Aktualisierte Meta-analyse |
Mortalität |
- |
- |
- |
+1 |
- |
⊕⊕⊕⊝ |
|
|
|
Lebensqualität |
+2 |
- |
- |
+1 |
- |
⊕⊕⊝⊝ |
|
|
|
Körperliche Funmktion |
+2 |
- |
- |
+1 |
- |
⊕⊕⊝⊝ |
|
|
|
Depression |
+2 |
- |
- |
+1 |
- |
⊕⊕⊝⊝ |
|
|
|
Angst |
+2 |
+3 |
- |
+1 |
- |
⊕⊝⊝⊝ |
|
|
|
Fatigue |
+2 |
- |
- |
+1 |
- |
⊕⊕⊝⊝ |
|
|
|
Nebenwirkungen (SAE) |
+2 |
- |
- |
++4 |
+5 |
⊕⊝⊝⊝ |
1: wenig Ereignisse insgesamt aufgetreten
2: Studien nicht verblindet, dadurch potentielles Risiko für Bias
3: hohe Heterogenität der Studien
4: sehr wenige Ereignisse
5: Baseline Unterschiede zwischen beiden untersuchten interventionen
10.4.1 EvT 10.3
|
Referenz/ |
Untersuchte Studien |
(verglichene) Interventionen |
untersuchte Endpunkte |
Hauptergebnisse |
methodische Bemerkungen |
Literaturbelege/ |
|
(Gafter-Gvili, Fraser et al. 2012) SR 1a
|
RCTs and quasi-RCTs searched from 1966 to 2005, update: November 2005 to March 2011 in
Inclusion criteria:
Exclusion criteria:
|
Arm A: (different types of) antibiotic prophylaxis Arm B: placebo/ no intervention |
Primary outcomes:
Secondary outcomes:
|
109 studies included in review Results:
|
Overall quality of included studies: not reported Follow-Up: “All-cause mortality (at 30 day follow-up or at the end of the follow-up in each study)“ Randomisation: yes ITT: yes Blinding: yes Funding: Internal source of support: Rabin Medical Center, Israel External source of support: European Commission
Heterogeneity: -Random and fixed effects model - I2 = 7% (All-cause mortality, quinolone vs. placebo/no intervention), I2 = 31% (All-cause mortality, TMP-SMZ vs. placebo/ no intervention), I2 = 0.0% (All-cause mortality, other systemic vs. placebo/ no intervention), I2 = 39% (All-cause mortality, nonabsorbable vs. placebo/ no intervention), I2 = 24% (All-cause mortality, ciprofloxacin vs. TMP-SMZ), I2 = 30% (All-cause mortality, ofloxacin vs. TMP-SMZ), I2 = 0.0% (All-cause mortality, norfloxacin vs. TMP-SMZ), I2 =0.0% (All-cause mortality, nalidixic acid vs. TMP-SMZ) |
109 trials (involving 13,579 patients) that were conducted between the years 1973 to 2010 were included. |
|
Empfehlung 10.3. Prophylaktische Antibiotikagabe |
Design
|
Endpunkt |
Verzerrungs-risiko |
Inkonsistenz |
Indirektheit |
Impräzision |
Weitere Überlegungen |
Gesamtqualität |
|
|
SR |
Mortalität |
- |
- |
- |
- |
- |
⊕⊕⊕⊕ |
|
|
|
Febrile Patienten |
- |
+1 |
- |
- |
- |
⊕⊕⊕⊝ |
|
|
|
Bakteriämie |
- |
- |
- |
- |
- |
⊕⊕⊕⊕ |
1: hohe Heterogenität zwischen den Studien
10.4.2 EvT 10.4
|
Referenz/ |
Untersuchte Studien |
(verglichene) Interventionen |
untersuchte Endpunkte |
Hauptergebnisse |
methodische Bemerkungen |
Literaturbelege/ |
|
2010 Update of EORTC guidelines |
Several trials of different design searched from MEDLINE, PreMEDLINE, EMBASE and The Cochrane Library. The search used to support the 2006 guidelines (31st December 1994 to 16th September 2005). The search was extended to cover the period to 21st July 2009.
Studies involving children <18 years of age or patients with leukaemia were excluded, as were cost analyses. |
Different between trials. |
Different between trials |
|
Follow-Up: Different between trials Randomisation: Different between trials ITT: Different between trials Blinding: Different between trials Funding: Funding was by means of an unrestricted grant from Amgen, Comments on early drafts of the manuscript were received from Nicole Kuderer and on the final draft of the manuscript from Amgen GmbH, Chugai Sanofi Aventis, Ratiopharm GmbH, Sandoz International GmbH,Teva Generics GmbH and Hoffmann LaRoche
|
In total, 58 pieces of evidence were included, of which 51 were identified by the electronic database or meta-analysis review (ms = 48) or congress searches (abstracts = 3). In addition, six manuscripts and four abstracts were highlighted by members of the working party as being of relevance.
|
|
SR 1a |
RCTs searched from January 1980 toApril 21 2008 in
Inclusion criteria:
Exclusion criteria:
|
Arm A: G-CSF orGM-CSF prophylaxis Arm B: placebo/no prophylaxis |
|
13 studies included in review Results:
Reduced by prophylaxis (RR 0.67; 95% CI 0.60 to 0.73)
Reduced by prophylaxis (RR 0.74; 95% CI 0.62 to 0.89) RR for infection (9 trials, n=1292): Reduced by prophylaxis (RR 0.74; 95% CI 0.64 to 0.85)
No evidence for improvement by prophylaxis (RR 0.82; 95%CI 0.57 to 1.18)
no evidence for improvement by prophylaxis (RR 0.93; 95% CI 0.51 to 1.71)
no differences between treatment groups
No improvement by prophylaxis (HR 1.11; 95% CI 0.91 to 1.35).
no evidence for improvement by prophylaxis (RR 1.03; 95% CI 0.95 to 1.10) Relevant subgroup analysis:
Descriptive statistics:
|
Overall quality of included studies: not reported Follow-Up: not applicable Randomisation: yes ITT: yes Blinding: not applicable Funding: Internal sources: Department I of Internal Medicine, University of Cologne, Germany; Köln Fortune, Germany External sources: BMBF, Germany; Cochrane Incentive Scheme, UK
Heterogeneity: -Random and fixed effects model -I2 tests
Withdrawal: - 113 of 531 (G-/GM-CSF group), 122 of 518 (control group)
Publication bias: - imbalance of positive and negative results, indicating that studies with negative findings might be under-represented |
Cunningham Pettengell 1992 Bastion 1993 Gerhartz 1993 Avilés 1994 Fridrik 1997 Gisselbrecht 1997 Zinzani 1997 Dunlop 1998 Aglietta 2000 Doorduijn 2003 Ösby 2003 Burton 2006 |
|
Referenz/ Studientyp |
Untersuchte Population |
Intervention |
Kontrolle |
untersuchte Endpunkte |
Hauptergebnisse |
methodische Bemerkungen |
|
RCT 1b |
n = 1196 Inclusion Criteria:
Exclusion Criteria:
|
Arm A: n = 261 8xCOPP/ABVD Baseline characteristics:
|
Arm B: n = 469 8xBEACOPP baseline
Recurrence status: not reported Arm C: n = 466 8xBEACOPP escalated
|
|
|
|
|
Empfehlung 10.4.Empfehlung G-CSF |
Design
|
Endpunkt |
Verzerrungs-risiko |
Inkosistenz |
Indirektheit |
Impräzision |
Weitere Überlegungen |
Gesamtqualität |
|
|
SR, RCTs |
Gesamtübnerleben |
- |
- |
- |
- |
- |
⊕⊕⊕⊕ |
|
|
|
Febrile Neutropenie |
- |
- |
- |
- |
- |
⊕⊕⊕⊕ |
|
|
|
Infektionen |
- |
- |
- |
- |
- |
⊕⊕⊕⊕ |
|
|
|
Infektionsbedingte Mortalität |
- |
- |
- |
++1 |
- |
⊕⊕⊝⊝ |
|
|
|
Lebensqualität |
- |
- |
- |
++1 |
- |
⊕⊕⊝⊝ |
|
|
|
Nebenwirkungen (Unterbrechung der Therapie) |
- |
- |
- |
++1 |
- |
⊕⊕⊝⊝ |
1: sehr wenige Ereignisse bzw. untersuchte Patienten
10.4.2 EvT 10.5
|
Referenz/ |
Untersuchte Studien |
(verglichene) Interventionen |
untersuchte Endpunkte |
Hauptergebnisse |
methodische Bemerkungen |
Literaturbelege/ |
|
SR 1a |
RCTs searched from 2004 to September 2009, Update: January 2011 and November 2011 in
Inclusion criteria:
Exclusion criteria:
|
A: Control B: Erythropoietin or Darbepoetin |
Primary outcomes:
Secondary Outcomes:
|
91 studies included in review Results:
increased by 52% for patients receiving ESAs (RR 1.52; 95% CI 1.34 to 1.74)
increased by 30% (fixed-effect model RR 1.30; 95%CI 1.08 to 1.56), reaching statistical significance (P = 0.006) Thrombocytopenia
53 events in the erythropoietin group (N = 1,359) and 27 cases in the control group (N = 1,126) , resulting in a risk ratio of 1.49 (95%CI 0.99 to 2.24)
19 events in the erythropoietin group (N=1,583) and 21 events in the control group (N = 1,307), resulting in a risk ratio of 0.77 (95% CI 0.42 to 1.41)
MD was 2.08 (95% CI 1.43 to 2.72)
MD is 6.14 (95% CI 4.55 to 7.73, N = 1,085)
MD is 6.92 (95% CI 4.59 to 9.25)
Relevant subgroup analysis:
Subgroup analyses did not show robust evidence for statistically significant differences in magnitude or direction of the ESA effect between any of the subgroups tested
The observed effect was larger in unblinded trials (MD 3.76, 955CI 2.60 to 4.92) compared with double-blind trials(MD 1.33, 95% CI 0.56 to 2.10, P = 0.0006), significant differences observed for age group (adults versus >70% non-elderly adults, P = 0.008)
Subgroup analyses did not identify any significant differences in the magnitude of effect between the different subgroups
significantly different magnitudes of ESA effect between each other: imputed versus non-imputed data (P = 0.005), baseline Hb level (P < 0.0001), type of anti-cancer therapy (P <0.0001), duration of ESA treatment (P < 0.0001) and ITT analysis (P = 0.01)
Univariate analyses identified significant differences (P < 0.05) between subgroups for baseline Hb level, age, type of anti-cancer therapy, iron supplementation, duration of treatment, placebo control and type of publication
Univariate analyses identified significant differences between subgroups for baseline Hb level, different malignancies, age, type of anti-cancer therapy, short-lasting versus long-lasting ESA, duration of ESA treatment, iron supplementation, masking, intention-to-treat and type of publication
Univariate analyses identified significant differences (P < 0.05) between subgroups for baseline Hb level, different malignancies, age, type of anti-cancer therapy, iron supplementation, concealment of allocation, placebo control, intention-to-treat analysis and type of publication
statistically significant for different age groups (test between subgroups P = 0.02), duration of ESA therapy (test between subgroups P = 0.03) and type of publication (test between subgroups P = 0.04)
Univariate analysis identified statistically significant differences only for intention-to-treat analyses (P = 0.04) |
Overall quality of included studies: not reported Follow-Up: not reported Randomisation: yes ITT: No restriction criteria, but included in RoB assessment Blinding: No restriction criteria, but included in RoB assessment Funding: Internal sources of support: Department of Internal Medicine I, University of Cologne, Germany; Cochrane Haematological Malignancies Group (CHMG), Germany; Institute of Social and Preventive Medicine, University of Bern, Switzerland External sources of support: Department of Health, UK
Heterogeneity: -Random effects model -I2 = 53% (Hematologic response), I2 = 87% (change in haemoglobin level), I2 = 60% (patients receiving RBC transfusions), I2 = 30% (Number of red blood cell units transfused), I2 = 21% (OS), I2 = 0% on-study mortality), I2 = 0% (CR), I2 = 53% (FACT-F 13), I2 = 0% (FACT-An 20), I2 = 85% (FACT-An Total 47), I2 = 0% (thromboembolic events), I2 = 0% (hypertension), I2 = 0% (thrombocytopenia) I2 = 0% (skin rash, irritation or pruritus), I2 = 3% (seizure s) |
In the current update a total of 91 trials with 20,102 participants were included. |
|
Referenz/ Studientyp |
Untersuchte Population |
Intervention |
Kontrolle |
untersuchte Endpunkte |
Hauptergebnisse |
methodische Bemerkungen |
|
Phase 2, single-arm, multicenter study.
Abstract only. |
n = 102 Inclusion Criteria:
Exclusion Criteria:
|
n = 102 Brentuximab vedotn 1.8 mg/k, every 3 weeks,as a 30-minute outpatient IV infusion, ≤ 16 cycles Baseline characteristics: Age:
|
none |
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|
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Empfehlung 10.5.Empfehlung EPO |
Design
|
Endpunkt |
Verzerrungs-risiko |
Inkosistenz |
Indirektheit |
Impräzision |
Weitere Überlegungen |
Gesamtqualität |
|
|
SR, RCT |
Gesamtüberleben |
- |
- |
- |
- |
- |
⊕⊕⊕⊕ |
|
|
|
Sterblichkeit während der Studie |
- |
- |
- |
- |
- |
⊕⊕⊕⊕ |
|
|
|
Thrombotische Ereignisse |
- |
- |
- |
- |
+1 |
⊕⊕⊕⊝ |
|
|
|
Lebensqualität |
- |
- |
- |
+2 |
+1 |
⊕⊕⊝⊝ |
|
|
|
Anzahl Patienten, die Erythrozyten-konzentrate erhieten |
- |
- |
- |
- |
+1 |
⊕⊕⊕⊝ |
1: Hinweise für Publikationsbias (entweder Funnel plot Assymetrie oder nur sehr wenige Studien berichteten den jeweiligen patientenrelevanten Endpunkt)
2: unpräzise geschätztes Ergebnis, das die klinisch bedeutsame Relevanzschwelle nicht überschritt
10.6 EvT 10.10
|
Referenz/ |
Untersuchte Studien |
(verglichene) Interventionen |
untersuchte Endpunkte |
Hauptergebnisse |
methodische Bemerkungen |
Literaturbelege/ |
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SR Update von (Chen, Li et al. 2011) |
RCTs searched in
Inclusion criteria:
Exclusion criteria:
|
1. GnRH agonists or antagonists or both vs. placebo or other interventions, before or in parallel to chemotherapy 2. Combination of GnRH agonists and antagonists vs.GnRH agonists or antagonists alone, before or in parallel to chemotherapy 3. GnRH agonists or antagonists or both plus other interventions vs. GnRH agonists or antagonists or both, or other methods alone, before or in parallel to chemotherapy (other interventions being alternative treatments to preserve ovarian function, e.g. oral contraceptive pills) |
|
12 studies (13 publications) included in the review, n = 1369 Results: 1. GnRH agonist + CT vs. CT alone
for 8 studies with > 12 months follow-up: 326/447 vs. 276/422, RR 1.08 (0.95 – 1.22, P = 0.24, I2 = 56%)
80.5% (77.2 – 90.5) vs.
2. GnRH agonist-antagonist cotreatment + CT vs. CT alone
13/25 vs. 14/25, RR 0.93 (0.56 – 1.55, P = 0.78) during > 12 months follow-up
3. GnRH agonists/antagonists/both + other interventions vs. GnRH agonists/antagonists/both/other methods alone, before/in parallel to CT Not reported
Descriptive statistics: country of origin:
|
Overall quality of included studies: very low Follow-up: > 12 months in 9/12 studies Randomisation: unclear ITT: not reported Blinding: unclear Funding: by the university (Elgindy 2013), research centres (Lambertini 2015a; Leonard 2017; Moore 2015; Munster 2012), a pharmaceutical company (Gerber 2011), not reported (Badawy 2009; Gilani 2007; Giuseppe 2007; Karimi-Zarchi 2014; Song 2013; Waxman 1987)
Heterogeneity:
|
Badawy 2009 Elgindy 2013 Gerber 2011 Gilani 2007 Giuseppe 2007 Karimi-Zarchi 2014 Lambertini 2015a Leonard 2017 Moore 2015 Munster 2012 Song 2013 Waxman 1987 |
|
Referenz/ Studientyp |
Untersuchte Population |
Intervention |
Kontrolle |
untersuchte Endpunkte |
Hauptergebnisse |
methodische Bemerkungen |
|
(Behringer, Thielen et al. 2012) RCT 1b |
n = 31 Inclusion Criteria:
Exclusion Criteria:
|
Arm A: n = 157 4 cycles of ABVD Baseline characteristics:
|
Arm B: n = 174 2 cycles of BEACOPP esc. followed by 2 cycles of ABVD Baseline characteristics:
|
|
A: 15% B: 26% P=0.043, significant difference
A: 87% B: 83%
FSH Statistically significant higher FSH levels in arm A compared to arm B AMH Statistically significant higher AMH levels in older patients in arm B compared to arm A. No evidence for a difference in young patients. Menopausal symptoms (on Menopausal Rating Scale) No statistical significant difference in MRS score between arm A and B.
Motherhood before therapy OR: 0.82 P=0.76
OR: 0.5 P=0.18 Pill consumption OR: 1.64 P=0.43
OR: 12.87 P= 0.001
OR: 1.07 P= 0.0008 |
|
|
Abstract only |
n = 380 Women who were exposed to gonadotoxic chemotherapy and GnRHa vs. women without agonists. |
n = 250 Monthly depot IM injection of GnRH analogue in parallel to, and until the end of chemotherapy.
Baseline characteristics:
|
n = 130 Women, with similar diagnoses and treatment.
Baseline characteristics:
|
Premature ovarian failure (POF) |
|
|
|
(Del Mastro, Boni et al. 2011) PROMISE-GIM6
Randomized trial (parallel, randomized, open-label,phase 3 superiority trial)
Included in (Chen, Li et al. 2011) |
n = 281 Inclusion Criteria:
Exclusion Criteria:
|
n = 148 Chemotherapy combined with triptorelin Addministered intramuscularly at a dose of 3.75 mg at least 1 week before start of chemotherapy, then every 4 weeks for the duration of chemotherapy)
Baseline characteristics:
|
n = 133 Chemotherapy only
Baseline characteristics:
|
Incidence of chemotherapy induced early menopause
|
Rate of early menopause: 8.9%
|
triptorelin used in the study was provided by Ipsen, Milan, Italy.
|
|
(Demeestere, Brice et al. 2016)
RCT |
n = 129 initally randomized n = 67 with available data for analysis HL and non-HL patients! Inclusion Criteria:
Exclusion Criteria: Main exclusion criteria:
|
n = 32 Baseline characteristics:
|
n = 35 Baseline characteristics:
|
|
|
|
|
State of the art review |
|
N/A |
none |
|
|
N/A |
|
Fertility and Sterility Review |
n = 60
|
NA |
none |
Restoration of ovarian activity and pregnancy |
|
NA |
|
(Karimi Zarchi, Forat-Yazdi et al. 2012)
Double blind randomized controlled trial (conference abstract only)
|
n = 42 Inclusion Criteria:
Exclusion Criteria: Not reported |
n = not reported GnRH agonists during chemotherapy with cyclophosphamide Baseline characteristics:
|
n = not reported not reported
Baseline characteristics:
|
|
After 6 months: 90.5% maintained ovarian function
|
|
|
(Sverrisdottir, Nystedt et al. 2009)
Four randomized multi-center trials (ZIPP study) |
n = 260
|
Goserelin n = 63 Goserelin + Tam N = 74 Tamoxifen N = 60 Baseline characteristics:
|
n = 63
Baseline characteristics:
|
Premature ovarian failure (POF) / amenorrhea |
|
Study Duration: August 1987 and March 1999
|
|
Secondary endpoint-analysis of OPTION trial (RCT) |
n = 227 Inclusion Criteria:
Exclusion Criteria:
|
n = 54 CT alone Baseline characteristics:
|
n = 54 CT + Goserelin Baseline characteristics:
|
Not reported |
|
|
|
Empfehlung 10.10. Fertilitätsprotektive Maßnahmen Frau, GnRH-Analoga |
Design
|
Endpunkt |
Verzerrungsrisiko |
Inkosistenz |
Indirektheit |
Impräzision |
Weitere Überlegungen |
Gesamtqualität |
|
|
Aktualisierte Meta-Analyse |
Wiederauftreten der Menstruation |
+1 |
+2 |
- |
- |
- |
⊕⊕⊝⊝ |
|
|
|
Ovulation |
+1 |
- |
- |
++3 |
- |
⊕⊝⊝⊝ |
|
|
|
Schwangerschaft |
- |
- |
- |
+4 |
- |
⊕⊕⊕⊝ |
|
|
|
Ovarialinsuffizienz |
- |
- |
- |
+4 |
- |
⊕⊕⊕⊝ |
|
|
|
Hitzewallungen |
+1 |
- |
- |
++3 |
- |
⊕⊝⊝⊝ |
|
|
|
Vaginale Trockenheit |
- |
- |
- |
+4 |
- |
⊕⊕⊕⊝ |
1: Studien überweigend nicht verblindet, daher potentielles Risiko für Bias
2: hohe Heterogenität der Studien
3: sehr wenige Ereignisse, die zu sehr hoher Impräzision führen
4: wenig Ereignisse, die zu Impräzision führen
10.6 EvT 10.11
|
Referenz/ Studientyp |
Untersuchte Population |
Intervention |
Kontrolle |
untersuchte Endpunkte |
Hauptergebnisse |
methodische Bemerkungen |
|
Report |
n = n/a Inclusion Criteria:
Exclusion Criteria:
|
Fertility preservation in male cancer pts |
none |
|
|
|
|
Review |
n = 73 (HL: n= 27) Inclusion Criteria:
|
n = 73 testicular sperm extraction (TESE) Baseline characteristics:
|
none |
|
human chorionic gonadotropin: n= 2
|
|
|
Empfehlung 10.11.Fertilitätsprotektive Maßnahmen beim Mann |
Design
|
Endpunkt |
Verzerrungs-risiko |
Inkosistenz |
Indirektheit |
Impräzision |
Weitere Überlegungen |
Gesamtqualität |
|
|
Beobachtungsstudien |
Schwangerschaft |
- |
- |
- |
++1 |
- |
⊕⊝⊝⊝ |
|
|
|
Anzahl Spermatozyten |
- |
- |
- |
++1 |
- |
⊕⊝⊝⊝ |
1: sehr wenige Ereignisse, die zu sehr hoher Impräzision führen
Literaturhinweise
[374] Knips, L., Bergenthal, N., Streckmann, F., Monsef, I., Elter, T., Skoetz, N., Aerobic physical exercise for adult patients with haematological malignancies, Cochrane Database Syst Rev, 2019. 1(1): p. Cd009075., https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/30702150/
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