1. Informationen zu dieser Leitlinie – Follikuläres Lymphom
1.1 Herausgeber
Leitlinienprogramm Onkologie der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e. V. (AWMF), Deutschen Krebsgesellschaft e. V. (DKG) und der Stiftung Deutsche Krebshilfe (DKH).
1.2 Federführende Fachgesellschaft(en)
Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie (DGHO)
1.3 Finanzierung der Leitlinie
Diese Leitlinie wurde von der Deutschen Krebshilfe im Rahmen des Leitlinienprogramms Onkologie gefördert.
1.4 Kontakt
Office Leitlinienprogramm Onkologie
c/o Deutsche Krebsgesellschaft e. V.
Kuno-Fischer-Straße 80
14057 Berlin
leitlinienprogramm@krebsgesellschaft.de
www.leitlinienprogramm-onkologie.de
1.5 Zitierweise
Leitlinienprogramm-Onkologie (Deutsche Krebsgesellschaft, Deutsche Krebshilfe, AWMF): S3-Leitlinie Diagnostik, Therapie und Nachsorge für Patienten mit einem follikulären Lymphom, Langversion 1, 2020, AWMF-Registernummer 018/033OL, https://www.leitlinienprogramm-onkologie.de/leitlinien/follikulaeres-lymphom/
1.6 Besonderer Hinweis
Die Medizin unterliegt einem fortwährenden Entwicklungsprozess, sodass alle Angaben, insbesondere zu diagnostischen und therapeutischen Verfahren, immer nur dem Wissensstand zur Zeit der Drucklegung der Leitlinie entsprechen können. Hinsichtlich
der angegebenen Empfehlungen zur Therapie und der Auswahl sowie Dosierung von Medikamenten wurde die größtmögliche Sorgfalt beachtet. Gleichwohl werden die Benutzer aufgefordert, die Beipackzettel und Fachinformationen der Hersteller zur Kontrolle heranzuziehen und im Zweifelsfall einen Spezialisten zu
konsultieren. Fragliche Unstimmigkeiten sollen bitte im allgemeinen Interesse der OL-Redaktion mitgeteilt werden.
Der Benutzer selbst bleibt verantwortlich für jede diagnostische und therapeutische Applikation, Medikation und Dosierung.
In dieser Leitlinie sind eingetragene Warenzeichen (geschützte Warennamen) nicht besonders kenntlich gemacht. Es kann also aus dem Fehlen eines entsprechenden Hinweises nicht geschlossen werden, dass es sich um einen freien Warennamen
handelt.
Das Werk ist in allen seinen Teilen urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der Bestimmung des Urhebergesetzes ist ohne schriftliche Zustimmung der OL-Redaktion unzulässig und strafbar. Kein Teil des Werkes darf in irgendeiner Form ohne schriftliche Genehmigung der OL-Redaktion reproduziert werden. Dies gilt insbesondere für Vervielfältigungen, Übersetzungen, Mikroverfilmungen und die Einspeicherung, Nutzung und Verwertung in elektronischen Systemen, Intranets und dem Internet.
1.7 Ziele des Leitlinienprogramms Onkologie
Die Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e. V., die Deutsche Krebsgesellschaft e. V. und die Deutsche Krebshilfe haben sich mit dem Leitlinienprogramm Onkologie (OL) das Ziel gesetzt, gemeinsam die Entwicklung und Fortschreibung und den Einsatz wissenschaftlich begründeter und praktikabler Leitlinien in der Onkologie zu fördern und zu unterstützen. Die Basis dieses Programms beruht auf den medizinisch-wissenschaftlichen Erkenntnissen der Fachgesellschaften und der DKG, dem Konsens der medizinischen Fachexperten, Anwender und Patienten sowie auf dem Regelwerk für die Leitlinienerstellung der AWMF und der fachlichen Unterstützung und Finanzierung durch die Deutsche Krebshilfe. Um den aktuellen Stand des medizinischen Wissens abzubilden und den medizinischen Fortschritt zu berücksichtigen, müssen Leitlinien regelmäßig überprüft und fortgeschrieben werden. Die An-wendung des AWMF-Regelwerks soll hierbei Grundlage zur Entwicklung qualitativ hoch-wertiger onkologischer Leitlinien sein. Da Leitlinien ein wichtiges Instrument der Qualitätssicherung und des Qualitätsmanagements in der Onkologie darstellen, sollten sie gezielt und nachhaltig in den Versorgungsalltag eingebracht werden. So sind aktive Implementierungsmaßnahmen und auch Evaluationsprogramme ein wichtiger Bestand-teil der Förderung des Leitlinienprogramms Onkologie. Ziel des Programms ist es, in Deutschland professionelle und mittelfristig finanziell gesicherte Voraussetzungen für die Entwicklung und Bereitstellung hochwertiger Leitlinien zu schaffen. Denn diese hochwertigen Leitlinien dienen nicht nur dem strukturierten Wissenstransfer, sondern können auch in der Gestaltung der Strukturen des Gesundheitssystems ihren Platz finden. Zu erwähnen sind hier evidenzbasierte Leitlinien als Grundlage zum Erstellen und Aktualisieren von Disease-Management-Programmen oder die Verwendung von aus Leitlinien extrahierten Qualitätsindikatoren im Rahmen der Zertifizierung von Organtumorzentren.
1.8 Weitere Dokumente zu dieser Leitlinie
Bei diesem Dokument handelt es sich um die Langversion der S3-Leitlinie Diagnostik, Therapie und Nachsorge für Patienten mit einem follikulären Lymphom. Neben der Langversion wird es folgende ergänzende Dokumente zu dieser Leitlinie geben:
- Kurzversion der Leitlinie
- Laienversion (Patientenleitlinie)
- Leitlinienreport zum Erstellungsprozess der Leitlinie
- App-Version in der -App des Leitlinienprogramm Onkologie
Diese Leitlinie und alle Zusatzdokumente sind über die folgenden Seiten zugänglich.
- Leitlinienprogramm Onkologie (https://www.leitlinienprogramm-onkologie.de/leitlinien/follikulaeres-lymphom/)
- AWMF (www.leitlinien.net)
- Guidelines International Network (www.g-i-n.net)
1.9 Zusammensetzung der Leitliniengruppe
1.9.1 Koordination und Redaktion
Koordinator:
- Prof. Dr. Wolfgang Hiddemann, Medizinische Klinik und Poliklinik III,
Klinikum der Universität München
Ko-Koordinatorin:
- PD Dr. Nicole Skoetz, Klinik I für Innere Medizin, Universitätsklinikum Köln
Redaktion:
- Dr. Anna-Katharina Zoellner, Medizinische Klinik und Poliklinik III, Klinikum der Universität München
- Tina Jakob, Klinik I für Innere Medizin, Universitätsklinikum Köln
- Sonja Hackenberg, Medizinische Klinik und Poliklinik III, Klinikum der Universität München
- Melanie Metz, Medizinische Klinik und Poliklinik III, Klinikum der Universität München
1.9.2 Beteiligte Fachgesellschaften und Organisationen
In Tabelle 1 sind die an der Leitlinienerstellung beteiligten medizinischen Fachgesellschaften und sonstigen Organisationen sowie deren mandatierte Vertreter aufgeführt.
Tabelle 1: Beteiligte Fachgesellschaften und Organisationen
| Beteiligte Fachgesellschaften und Organisationen | Mandatsträger |
|---|---|
| Arbeitsgemeinschaft für Psychoonkologie in der DKG (PSO) | Dr. Pia Heußner Dr. Friederike Mumm |
| Arbeitsgemeinschaft Internistische Onkologie in der DKG (AIO) | Dr. Lars Nipken |
| Arbeitsgemeinschaft onkologische Pathologie in der DKG (AOP) | Prof. Dr. Peter Möller Prof. Dr. Falko Fend |
| Arbeitsgemeinschaft Prävention und integrative Medizin in der Onkologie in der DKG (PRiO) | Prof. Dr. Oliver Micke Dr. Christoph Stoll |
| Arbeitsgemeinschaft Radiologische Onkologie in der DKG (ARO) | Prof. Dr. Heinz Schmidberger |
| Arbeitsgemeinschaft Supportive Maßnahmen in der Onkologie, Rehabilitation und Sozialmedizin (ASORS) | Dr. Markus Horneber |
| Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AKdÄ) | Prof. Dr. Georg Machmeyer PD Dr. Sebastian Fetscher |
| Berufsverband der Niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte für Hämatologie und Medizinische Onkologie in Deutschland (BNHO) | PD Dr. Michael Sandherr |
| Berufsverband Deutscher Pathologinnen und Pathologen (BDP) | PD Dr. Christian Scholz Prof. Dr. Peter Möller Prof. Dr. Falko Fend |
| Beteiligte Fachexperten (ohne Stimmrecht) | Dr. Walter Baumann Prof. Dr. Georg Maschmeyer PD Dr. Sebastian Fetscher Prof. Dr. Kai Hübel Prof. Dr. Bastian von Tresckow Dr. Christian Schmidt Prof. Dr. Sabine Kliesch Prof. Dr. Frank-Michael Köhn Prof. Dr. Peter Möller PD Dr. Christian Scholz Prof. Dr. Falko Fend |
| Deutsche Arbeitsgemeinschaft für Hämatopoetische Stammzelltransplantation und Zelluläre Therapie | Prof. Dr. Peter Dreger Prof. Dr. Kai Hübel Prof. Dr. Dr. Nicolaus Kröger |
| Deutsche Gesellschaft für Andrologie (DGA) | Prof. Dr. Frank-Michael Köhn |
| Deutsche Gesellschaft für Endoskopie und bildgebende Verfahren (DGE-BV) | Prof. Dr. Christoph Frank Dietrich Prof. Dr. Ulrich Dührsen |
| Deutsche Gesellschaft für Geriatrie (DGG) | PD. Dr. Valentin Goede |
| Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie (DGHO) | Prof. Dr. Wolfgang Hiddemann Prof. Dr. Michael Herold Prof. Dr. Martin Dreyling Prof. Dr. Wolfram Klapper Dr. Michael Unterhalt Prof. Dr. Christian Buske PD Dr. Christian Scholz PD Dr. Andreas Viardot |
| Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) | Prof. Dr. Lorenz Trümper Prof. Dr. Wolfgang Hiddemann |
| Deutsche Gesellschaft für Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin (DGKL) | Dr. Manfred Wick |
| Deutsche Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie (GMDS) | Prof. Dr. Eva Hoster Prof. Dr. Ulrich Mansmann |
| Deutsche Gesellschaft für Nuklearmedizin (DGN) | Prof. Dr. Thomas Pfluger Prof. Dr. Andreas Buck Prof. Dr. Dipl. Phys. Dirk Hellwig |
| Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) | Dr. Johannes Rosenbruch |
| Deutsche Gesellschaft für Pathologie (DGP) | Prof. Dr. Falko Fend Prof. Dr. Peter Möller |
| Deutsche Gesellschaft für Radioonkologie (DEGRO) | Prof. Dr. Klaus Herfarth |
| Deutsche Gesellschaft für Reproduktionsmedizin (DGRM) | Prof. Dr. Andreas Schüring Prof. Dr. Frank-Michael Köhn |
| Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM) | Prof. Dr. Christian Görg PD Dr. Corinna Trenker Prof. Dr. Ulrich Dührsen |
| Deutsche Gesellschaft für Urologie (DGU) | Prof. Dr. Sabine Kliesch Prof. Dr. Frank-Michael Köhn |
| Deutsche Leukämie- & Lymphom-Hilfe (DLH) | Dr. Ulrike Holtkamp Rainer Göbel |
| Deutsche Röntgengesellschaft (DRG) | Prof. Dr. Ernst Rummeny |
| Deutsche Studiengruppe niedrigmaligne Lymphome | Dr. Christian Schmidt |
| Kompetenznetz Maligne Lymphome | Prof. Dr. Kai Hübel Prof. Dr. Bastian von Tresckow |
| Konferenz Onkologischer Kranken- und Kinderkrankenpflege in der DKG (KOK) | Kerstin Paradies |
Die DGHO als federführende Fachgesellschaft, die primär in die Versorgung von Patien-ten mit einem follikulären Lymphom involviert ist, benannte 6 Mandatsträger. Alle übrigen Fachgesellschaften und die AGs innerhalb der DKG, sowie die Patientenvertretung der DLH benannten einen Mandatsträger. Aufgrund der besonderen Relevanz in der Patientenversorgung wurden als Experten ohne Mandate die Deutsche Studiengruppe Niedrigmaligne Lymphome, die Ostdeutsche Studiengruppe für Hämatologie und Onkologie, das Kompetenznetz Maligne Lymphome, das Wissenschaftliches Institut der Niedergelassenen Hämatologen und Onkologen und die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft an der Leitlinienerstellung beteiligt. Auf Wunsch der Deutschen Gesellschaft für Andrologie sowie der Deutschen Gesellschaft für Reproduktionsmedizin wurde weiterhin die Deutsche Gesellschaft für Urologie gebeten eine Expertin zu benennen.
An der Erarbeitung dieser S3-Leitlinie waren außerdem zu einzelnen Aspekten mit sozialmedizinischer Relevanz Ärztinnen und Ärzte des Kompetenz Centrums Onkologie des GKV-Spitzenverbandes und der MDK-Gemeinschaft beratend beteiligt.
Aufgrund Ihrer besonderen Expertise wurden durch die Leitliniensteuergruppe folgende zusätzliche Autoren eingeladen:
- PD Dr. Alexandra Nieters
- Prof. Dr. Ulrich Dührsen
- Dr. Oliver Weigert
- Prof. Dr. Georg Heß
- PD Dr. Andreas Viardot
- Prof. Dr. med. Mathias Witzens-Harig
- Prof. Dr. med. Christiane Pott
An der Erstellung dieser S3-Leitlinie waren zu einzelnen Aspekten mit sozialmedizinischer Relevanz Ärztinnen und Ärzte des Kompetenz Centrums Onkologie des GKV-Spitzenverbandes und der MDK-Gemeinschaft beratend beteiligt. Sie haben an den Abstimmungen zu den einzelnen Empfehlungen nicht teilgenommen und sind für den Inhalt dieser Leitlinie nicht verantwortlich.
Außerdem wurden angeschrieben und zur Teilnahme am Leitlinienprojekt eingeladen:
- Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM)
- Deutsches Netzwerk Evidenzbasierte Medizin (DNEbM)
Aus Mangel an Kapazitäten wurde durch beide Organisationen eine Teilnahme am Leitlinienprojekt abgelehnt.
Bei dem Kick-Off Meeting der Leitlinie wurden Arbeitsgruppen zur Bearbeitung der Themen der Leitlinie gegründet, siehe Tabelle 2.
1.9.3 Arbeitsgruppen
Tabelle 2: Arbeitsgruppen
|
Arbeitsgruppe |
Mitglieder der Arbeitsgruppe (AG-Leiter fett markiert) |
|
Epidemiologie, Risikofaktoren |
Alexandra Nieters, Rainer Göbel |
|
Initiale Diagnostik, Stadieneinteilung und Verlaufsbeurteilung |
Wolfram Klapper, Andreas Buck, Christoph Frank Dietrich, Ulrich Dührsen, Falko Fend, Rainer Göbel, Valentin Goede, Christian Görg, Ulrich Hackenberg, Dirk Hellwig, Pia Heußner, Eva Hoster, Sabine Kliesch, Frank-Michael Köhn, Peter Möller, Thomas Pfluger, Christiane Pott, Ernst Rummeny, Christian Schmidt, Christian Scholz, Andreas Schüring, Michael Unterhalt, Andreas Viardot, Manfred Wick |
|
Aufklärung des Patienten und Therapieplanung |
Michael Sandherr, Walter Baumann, Kerstin Paradies, Ulrike Holtkamp |
|
Therapieindikation |
Wolfgang Hiddemann, |
|
Therapie des frühen Stadiums |
Klaus Herfarth, Ulrich Hackenberg, Lorenz Trümper, Heinz Schmidberger, Mathias Witzens-Harig, Oliver Micke |
|
Therapie der fortgeschrittenen Stadien |
Wolfgang Hiddemann, Kai Hübel, Christoph Frank Dietrich, Martin Dreyling, Christian Buske, Ulrich Hackenberg, Lorenz Trümper |
|
Erhaltungstherapie |
Martin Dreyling, Kai Hübel, Christoph Frank Dietrich, Christian Buske, Peter Dreger, Thomas Pfluger, Wolfgang Hiddemann, Andreas Buck, Dirk Hellwig |
|
Subgruppen |
Christian Buske, Wolfram Klapper, Valentin Goede, Klaus Herfarth, Andreas Viardot, Heinz Schmidberger, Martin Dreyling, Christian Scholz, Oliver Weigert |
|
Rezidiv |
Michael Herold, Christian Schmidt, Wolfram Klapper, Falko Fend, Peter Möller, Christian Scholz, Andreas Viardot, Christian Görg, Ernst Rummeny, Thomas Pfluger, Andreas Buck, Dirk Hellwig, Manfred Wick, Christoph Frank Dietrich, Valentin Goede, Eva Hoster |
|
Therapie des Rezidivs |
Kai Hübel, Heinz Schmidberger, Bastian von Tresckow, Michael Herold, Christian Schmidt, Andreas Viardot, Klaus Herfarth, Eva Hoster, Peter Dreger, Georg Machmeyer, Georg Heß, Oliver Weigert |
|
Nachsorge und Rehabilitation |
Michael Unterhalt, Ulrich Dührsen, Michael Sandherr, Christian Görg, Ernst Rummeny, Lars Nipken, Klaus Herfarth, Valentin Goede, Walter Baumann |
|
Supportivmaßnahmen, Palliativmedizin und komplementäre Verfahren |
Markus Horneber, Michael Sandherr, Georg Machmeyer, Johannes Rosenbruch, Oliver Micke, Kerstin Paradies, Ulrike Holtkamp |
|
Forschungsziele |
Oliver Weigert, Christian Buske, Andreas Schüring, Christoph Frank Dietrich, Alexandra Nieters |
1.9.4 Patientenbeteiligung
Als Mitglied der Leitliniensteuergruppe war die Mandatsträgerin der Selbsthilfeorganisation Deutsche Leukämie- und Lymphom-Hilfe (DLH) aktiv und stimmberechtigt an der Erstellung der Leitlinie beteiligt, um die Perspektive der Patienten adäquat zu berücksichtigen. Weiterhin waren sie und ihr Vertreter in den Arbeitsgruppen vertreten und in den Prozess der Erstellung von Empfehlungen und Hintergrundtexten intensiv eingebunden. Die Vertreter der DLH nahmen an beiden Konsensuskonferenzen teil.
Die Mandatsträgerin und ihr Vertreter sind außerdem in die Gestaltung und finale Abnahme der Patientenleitlinie involviert.
1.9.5 Methodische Begleitung
Die methodische Begleitung erfolgte durch:
die Arbeitsgruppe Evidence-based Oncology, Klinik I für Innere Medizin, Universitätsklinikum Köln
- PD Dr. N. Skoetz, T. Jakob, I. Monsef, M. Goldkuhle
das Leitlinienprogramm Onkologie der DKG und AWMF
- DKG: Dr. MPH MSc M. Follmann, T. Langer, S. Eberhardt
- AWMF: Dr. M. Nothacker
Begleitung der Qualitätsindikator Erstellung durch Bereich Zertifizierung der DKG
- Dr. S. Wesselmann, Dr. H. Adam
1.10 Abkürzungsverzeichnis
Tabelle 3: Abkürzungen
| Abkürzungen | Erläuterungen |
|---|---|
| AE | Adverse Events |
| AG | Arbeitsgruppe |
| AGIHO | Arbeitsgemeinschaft Infektionen in der Hämatologie und Onkologie |
| AHB | Anschlussheilbehandlung |
| AkdÄ | Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft |
| alloSZT | Allogene Stammzelltransplantation |
| ASORS | Arbeitsgemeinschaft Supportive Maßnahmen in der Onkologie, Rehabilitation und Sozialmedizin |
| ASZT | Autologe Stammzelltransplantation |
| AWMF | Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e. V. |
| BCNU | Bis-Chlorethyl-Nitroso-Urea |
| CHOP | Cyclophosphamid, Hydroxydaunoubicin (Doxorubicin), Vincristin (Oncvin), Predniso(lo)n |
| CI | Confidence interval |
| CIPN | Chemotherapie-induzierte periphere Neuropathie |
| CLL | Chronisch Lymphatische Leukämie |
| CMV | Cytomegalievirus |
| CR | Komplette Remission |
| CT | Computertomographie |
| CVP | Cyclophosphamid, Vincristin, Prednison |
| DAGKBT | Deutsche Arbeitsgemeinschaft für Knochenmark- und Blutstammzelltransplantation |
| DEGRO | Deutsche Gesellschaft für Radioonkologie |
| DEGUM | Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin |
| DGE BV | Deutsche Gesellschaft für Endoskopie und bildgebende Verfahren e.V. |
| DGHO | Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie |
| DGIM | Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin |
| DGKL | Deutsche Vereinte Gesellschaft für Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin |
| DGN | Deutsche Gesellschaft für Nuklearmedizin |
| DKG | Deutsche Krebsgesellschaft e.V. |
| DKH | Stiftung Deutsche Krebshilfe |
| DLBCL | Diffuse large B-cell lymphoma |
| DLH | Deutsche Leukämie- & Lymphom-Hilfe |
| DLI | Donorlymphozyten-Infusionen |
| DNA | Desoxyribonucleinsäure |
| DRG | Deutsche Röntgengesellschaft |
| DTFL | Duodenal-type follikuläres Lymphom |
| EBM | Evidenzbasierte Medizin |
| EBMT | European Group for Blood and Marrow Transplantation |
| ECOG | Eastern Cooperative Oncology Group |
| EFS | Event-free survival |
| EG | Empfehlungsgrad |
| EK | Expertenkonsens (siehe zur Erläuterung Kapitel "Expertenkonsens" unter "Grundlagen der Methodik") |
| EPOCH | Eptopside, Prednison, Vincristin, Cyclophosphamid, Doxorubicin |
| ESA | Erythropoese-stimulierende Agenzien |
| ESD | Effektive sterilisierende Dosis |
| FC | Fludarabin, Cyclophosphamid |
| FCM | Fludarabine, Cyclophosphamid, Mitoxantron |
| FDA | Food and Drug Administration (Behörde in den USA) |
| FDG | Fluordesoxyglucose |
| FL | Follikuläres Lymphom |
| FLIPI | Follicular Lymphoma International Prognostic Index |
| FM | Fludarabine, Mitoxantron |
| G-CSF | Granulozyten-Kolonie-stimulierender Faktor |
| G8 | Geriatric 8 |
| GELF | Groupe d'Etudes des Lymphomes Folliculaires |
| GKV | Gesetzliche Krankenversicherung |
| GLSG | German Low-Grade Lymphoma Study Group |
| GMDS | Deutsche Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie e.V. |
| GnRH | Gonadotropin-Releasing-Hormone |
| GVHD | Graft-versus-Host-Erkrankung / graft-versus-host-disease |
| GVL | Graft-versus-Leukemia |
| GWAS | Genomweiten Assoziationsstudien |
| Gy | Kurzbezeichnung für die Maßeinheit der Energiedosis Gray |
| HADS | Hospital Anxiety and Depression Scale |
| HBV | Hepatitis-B-Virus |
| HCV | Hepatitis-C-Virus |
| HDT | Hochdosistherapie |
| HIV | Human Immundefizienz-Virus |
| HR | Hazard ratio |
| HT | Histologische Transformation |
| ICD | Implantierte Kardioverter-Defibrillatoren |
| ICE | Ifosfamid, Carboplatin, Etoposid |
| ICF | International Classification of Functioning, Disability and Health |
| IF(ield) | Involved field |
| KKP | Klinischer Konsenspunkt |
| KML | Kompetenznetz Maligne Lymphome |
| KOK | Konferenz onkologischer Kranken- und Kinderkrankenpflege, AG in der DKG |
| LDH | Laktatdehydrogenase |
| LDRT | low dose radiotherapy |
| LL | Leitlinie |
| LoE | Level of Evidence |
| MAC | Myeloablative conditioning |
| MALT | Mucosa associated lymphoid tissue |
| MCP | Metoclopramid |
| MD | Medizinischer Dienst |
| MRD | Minimal residual disease |
| MRT | Magnetresonanztomographie |
| n | Anzahl (number) |
| NHL | Non-Hodgkin-Lymphom |
| NICE | National Institute for Health and Care Excellence |
| NRM | Non relapse mortality |
| OL | Leitstelle Onkologie der DKG |
| OR | Chancenverhältnis / Odds-Ratio |
| OS | Gesamtüberleben / overall survival |
| OSHO | Ostdeutsche Studiengruppe für Hämatologie und Onkologie |
| PET | Positronen-Emissions-Tomographie |
| PFS | progressionsfreies Überleben (engl.: progression-free survival) |
| POD | Progression of disease |