12. Anlagen – Aktinische Keratose und Plattenepithelkarzinom der Haut
12.1 Änderungen in der Version 2
Tabelle 42: Änderungen in der Version 2
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Version 1.1 |
Version 2.01 |
Änderung |
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3.1 |
3.1 |
modifiziert 2022 |
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Die Datenlage für prognostische Faktoren des Übergangs AK -> PEK ist nicht ausreichend. Im Augenblick können keine belastbaren Werte für die Wahrscheinlichkeit des Übergangs AK -> PEK angegeben werden. |
Die Datenlage für zuverlässige prognostische Faktoren des Übergangs von AK zu PEK ist nicht ausreichend. Im Augenblick können keine belastbaren Werte für die Progressionswahrscheinlichkeit angegeben werden. Folgende klinische Faktoren sind prognostisch ungünstig: · Immunsuppression · Therapieresistenz · Feldkanzerisierung |
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3.2 |
3.2 |
modifiziert 2022 |
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Weil bestehende klinische und histologische Systeme (z.B. Klassifikation nach Olsen oder KIN 1-3) nicht ausreichend prognostisch validiert sind, sollten neue Einteilungen entwickelt werden. |
Bestehende klinische und histologische Systeme (z.B. Klassifikation nach Olsen, Graduierung in KIN 1-3, Zählen von Läsionen) sind prognostisch nicht ausreichend validiert und damit im klinischen Alltag entbehrlich. |
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4.2 |
neu 2022 |
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Multiple qualitative und quantitative Faktoren integrierende Scores (z.B. AK-FAS, AKASI) verbessern die standardisierte Befunderhebung für die aktinische Keratose. |
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4.3 |
neu 2022 |
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Die Cheilitis actinica ist ätiologisch und morphologisch das Pendant der aktinischen Keratose des verhornenden Plattenepithels der Haut am Lippenrot. |
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4.14 |
4.22 |
modifiziert 2022 |
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Bei klinischem Verdacht auf ein PEK oder M. Bowen soll die Gewinnung einer Histologie auch zur Abgrenzung einer anderen benignen oder malignen Neoplasie erfolgen. Präoperativ sollte der maximale Durchmesser der Neoplasie dokumentiert werden. |
Bei klinischem Verdacht auf ein Plattenepithelkarzinom der Haut, Cheilitis actinica oder Morbus Bowen soll die Gewinnung einer Histologie auch zur Abgrenzung einer anderen benignen oder malignen Neoplasie erfolgen.Präoperativ sollte der maximale Durchmesser der Neoplasie bei Plattenepithelkarzinom der Haut und Morbus Bowen dokumentiert werden. |
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5.2 |
5.2 |
modifiziert 2022 |
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Eine Kombination aus einer feldgerichteten mit einer läsionsgerichteten Therapiemodalität kann angeboten werden. |
Eine primäre oder sequentielle Kombinationstherapie aus verschiedenen feld- oder läsionsgerichteten Verfahren sollte für die aktinische Keratose angeboten werden. |
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5.3 |
5.3 |
modifiziert 2022 |
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Kryochirurgie sollte läsionsgerichtet für einzelne oder multiple AK des Grads I-III nach Olsen bei immunkompetenten Personen angeboten werden. |
Kryochirurgie sollte für einzelne oder multiple aktinische Keratosen angeboten werden. |
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5.4 |
5.4 |
modifiziert 2022 |
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Eine operative Entfernung von AK des Grads I-III nach Olsen (z.B. mittels Kürettage, flacher Abtragung oder Komplettexzision) sollte bei einzelnen Läsionen in immunkompetenten und immunsupprimierten Patienten angeboten werden. |
Eine operative Entfernung (z.B. mittels Kürettage, flacher Abtragung oder Komplettexzision) sollte bei einzelnen aktinischen Keratosen angeboten werden. |
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5.5 |
5.5 |
modifiziert 2022 |
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Die aktuelle Datenlage lässt keine Empfehlungen für die Therapie von AK mit chemischen Peelings zu. |
Chemoexfoliation durch Peelings kann für einzelne oder multiple aktinische Keratosen sowie bei Feldkanzerisierung angeboten werden. |
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5.6 |
neu 2022 |
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Kaliumhydroxid 5% Lösung kann für einzelne oder multiple aktinische Keratosen angeboten werden. |
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5.6 |
5.7 |
modifiziert 2022 |
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Eine Behandlung mit ablativen Laserverfahren kann für einzelne oder multiple AK der Grads I-III nach Olsen sowie bei Feldkanzerisierung in immunkompetenten Patienten angeboten werden. |
Ablative Laserverfahren können für einzelne oder multiple aktinische Keratosen sowie bei Feldkanzerisierung angeboten werden. |
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5.7 |
5.8 |
modifiziert 2022 |
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Eine Behandlung mit nicht-ablativen Laserverfahren kann für einzelne oder multiple AK der Grads I-II nach Olsen angeboten werden. |
Nicht-ablative Laserverfahren können für einzelne oder multiple aktinische Keratosen angeboten werden. |
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5.8 |
5.9 |
modifiziert 2022 |
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Eine Behandlung mit Diclofenac-Natrium 3% in Hyaluronsäure 2,5% Gel sollte für einzelne oder multiple AK des Grads I-II nach Olsen in immunkompetenten Personen angeboten werden. |
Diclofenac-Natrium 3% Gel sollte für einzelne oder multiple aktinische Keratosen angeboten werden. |
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5.9 |
5.10 |
modifiziert 2022 |
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Eine feldgerichtete Therapie mit Diclofenac-Natrium 3% in Hyaluronsäure 2,5% Gel sollte bei Feldkanzerisierung angeboten werden. |
Diclofenac-Natrium 3% Gel sollte bei Feldkanzerisierung angeboten werden. |
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5.10 |
5.11 |
modifiziert 2022 |
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5-Fluorouracil 5% Creme sollte für die Behandlung von einzelnen und multiplen AK des Grads I-II nach Olsen angeboten werden. |
5-Fluorouracil 5% Creme sollte für einzelne und multiple aktinische Keratosen angeboten werden. |
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5.11 |
5.12 |
modifiziert 2022 |
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Eine feldgerichtete Therapie mit 5-Fluorouracil 5% Creme sollte bei Feldkanzerisierung angeboten werden. |
5-Fluorouracil 5% Creme sollte bei Feldkanzerisierung angeboten werden. |
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5.13 |
neu 2022 |
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5-Fluorouracil 4% Creme sollte für einzelne und multiple aktinische Keratosen sowie bei Feldkanzerisierung angeboten werden. |
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5.12 |
5.14 |
modifiziert 2022 |
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Es liegt Evidenz für die Wirksamkeit von 5-Fluorouracil 0,5% Creme bei einzelnen und multiplen AK des Grads I-II nach Olsen vor. Allerdings besteht aktuell in Deutschland keine Zulassung für diese Konzentration. |
Es liegt Evidenz für die Wirksamkeit von 5-Fluorouracil 0,5% Creme bei einzelnen und multiplen aktinischen Keratosen vor. Allerdings besteht aktuell in Deutschland keine Zulassung für diese Konzentration. |
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5.13 |
5.15 |
modifiziert 2022 |
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5-Fluorouracil 0,5% mit Salicylsäure 10% in Lösung sollte läsionsgerichtet oder feldgerichtet für einzelne oder multiple AK des Grads I-II nach Olsen sowie bei Feldkanzerisierung in immunkompetenten Personen angeboten werden. |
5-Fluorouracil 0,5% mit Salicylsäure 10% in Lösung sollte für einzelne oder multiple aktinischen Keratosen sowie bei Feldkanzerisierung angeboten werden. |
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5.14 |
5.16 |
modifiziert 2022 |
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Ingenolmebutat sollte als feldgerichtete Therapie bei einzelnen oder multiplen AK des Grads I-II nach Olsen sowie bei Feldkanzerisierung angeboten werden. ausgesetzt in Folge der ruhenden Zulassung (siehe Rote-Hand-Brief) |
Ingenolmebutat soll für die Therapie der aktinischen Keratose nicht angeboten werden. |
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5.15 |
5.17 |
modifiziert 2022 |
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Imiquimod 5% Creme sollte feldgerichtet für einzelne oder multiple AK des Grads I-II nach Olsen sowie bei Feldkanzerisierung bei immunkompetenten Personen angeboten werden. |
Imiquimod 5% Creme sollte für einzelne oder multiple aktinische Keratosen sowie bei Feldkanzerisierung angeboten werden. |
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5.17 |
5.18 |
modifiziert 2022 |
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Imiquimod 3,75% Creme sollte feldgerichtet für multiple AK des Grads I-II nach Olsen sowie bei Feldkanzerisierung in immunkompetenten Personen im Gesicht oder am unbehaarten Kapillitium angeboten werden. |
Imiquimod 3,75% Creme sollte für multiple aktinische Keratosen sowie bei Feldkanzerisierung angeboten werden. |
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5.19 |
neu 2022 |
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Tirbanibulin 1% Salbe sollte für einzelne oder multiple aktinische Keratosen sowie bei Feldkanzerisierung angeboten werden. |
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5.18 |
5.20 |
modifiziert 2022 |
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Eine konventionelle photodynamische Therapie mit 5-Aminolävulinsäure oder ihrem Methylester (5-ALA oder MAL) sollte feldgerichtet bei einzelnen oder multiplen AK des Grads I-II nach Olsen und bei Feldkanzerisierung angeboten werden. |
Eine photodynamische Therapie mit Rotlicht mit 5-Aminolävulinsäure (ALA) oder ihrem Methylester (MAL) sollte für einzelne oder multiple aktinische Keratosen sowie bei Feldkanzerisierung angeboten werden. |
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5.19 |
5.21 |
modifiziert 2022 |
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MAL in Kombination mit Tageslicht (Tageslicht-MAL-PDT) sollte feldgerichtet für nicht-pigmentierte, einzelne oder multiple AK des Grads I-II nach Olsen sowie bei Feldkanzerisierung im Gesicht und am Kapillitium in immunkompetenten Personen angeboten werden. |
Eine photodynamische Therapie mit natürlichem oder simulierten Tageslicht mit 5-Aminolävulinsäure (ALA) oder ihrem Methylester (MAL) sollte für einzelne oder multiple aktinischen Keratosen sowie bei Feldkanzerisierung angeboten werden. |
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5.23 |
5.22 |
modifiziert 2022 |
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Eine Behandlung mit photodynamischer Therapie mit MAL in Kombination mit einer Beleuchtung durch eine künstliche Rotlichtquelle (630 nm) sollte für einzelne oder multiple AK des Grads I-II nach Olsen sowie bei Feldkanzerisierung bei immunsupprimierten Patienten angeboten werden. |
Photodynamische Therapie mit Rotlicht mit 5-Aminolävulinsäure (ALA) oder ihrem Methylester (MAL) sollte für einzelne oder multiple aktinische Keratosen sowie bei Feldkanzerisierung bei immunsupprimierten Personen angeboten werden. |
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5.24 |
5.23 |
modifiziert 2022 |
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Eine feldgerichtete Therapie mit Imiquimod 5% Creme kann bei immunsupprimierten Patienten mit multiplen AK des Grads I-II nach Olsen sowie bei Feldkanzerisierung angeboten werden. Hierbei ist die fehlende Zulassung zu beachten. |
Imiquimod 5% Creme kann für einzelne oder multiple aktinische Keratosen sowie bei Feldkanzerisierung bei immunsupprimierten Personen angeboten werden. Hierbei ist die fehlende Zulassung zu beachten. |
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5.25 |
5.24 |
modifiziert 2022 |
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Eine Therapie mit Diclofenac-Natrium 3% in Hyaluronsäure 2,5% Gel sollte bei Patienten mit einzelnen oder multiplen AK des Grads I-II nach Olsen sowie bei Feldkanzerisierung unter Immunsuppression angeboten werden. |
Diclofenac-Natrium 3% Gel sollte für einzelne oder multiple aktinische Keratosen sowie bei Feldkanzerisierung bei immunsupprimierten Personen angeboten werden. |
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6.1 |
neu 2022 |
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Die Indikation zur Therapie der Cheilitis actinica sollte in Zusammenschau des klinischen Bildes, der Risikofaktoren (z.B. Immunsuppression, kumulative UV-Exposition, Befall der gesamten Unterlippe, Befall auch der Oberlippe), Komorbiditäten, Lebenserwartung und des Patientenwunsches gestellt werden. |
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6.2 |
neu 2022 |
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Vor Wahl eines Behandlungsverfahrens sollte eine Biopsie zur diagnostischen Sicherung und zum Ausschluss eines invasiven Plattenepithelkarzinoms erfolgen. |
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6.3 |
neu 2022 |
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Bei klinischem Hinweis auf ein fehlendes oder unvollständiges Therapieansprechen soll eine histologische Kontrolle erfolgen. |
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6.4 |
neu 2022 |
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Eine operative Entfernung der Cheilitis actinica (z.B. mittels Vermilionektomie bzw. Lip-Shave mit histologischer Aufarbeitung und Angaben zum Status der Resektion) soll bei flächigem Befall angeboten werden. |
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6.5 |
neu 2022 |
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Eine Behandlung der Cheilitis actinica mit ablativen Laserverfahren (CO2, Er:YAG) kann angeboten werden. |
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6.6 |
neu 2022 |
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Die ungenügende Datenlage lässt keine Empfehlungen für die Therapie der Cheilitis actinica mit nicht-ablativen Laserverfahren zu. |
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6.7 |
neu 2022 |
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Die Datenlage zur Kryochirurgie lässt eine abschließende Beurteilung der Therapie der Cheilitis actinica nicht zu. |
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6.8 |
neu 2022 |
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Eine chemisches Peeling soll wegen eines fehlenden Nutzennachweises in der Therapie der Cheilitis actinica nicht eingesetzt werden. |
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6.9 |
neu 2022 |
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Eine Behandlung mit Diclofenac-Natrium 3% Gel kann für Cheilitis actinica angeboten werden. |
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6.10 |
neu 2022 |
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Die ungenügende Datenlage lässt keine evidenzbasierte Empfehlung für die topische Therapie der Cheilitis actinica mit 5-Fluorouracil zu. |
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6.12 |
neu 2022 |
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Eine photodynamische Therapie mit Rotlicht und 5-Aminolävulinsäure (ALA) oder ihrem Methylester (MAL) sollte zur Therapie der Cheilitis actinica angeboten werden. |
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6.13 |
neu 2022 |
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Methylaminolävulinat (MAL) in Kombination mit natürlichem oder simuliertem Tageslicht (MAL-dlPDT) sollte zur Therapie der Cheilitis actinica angeboten werden. |
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7.1 |
neu 2022 |
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Vor Therapie des Morbus Bowen soll eine Biopsie zum Ausschluß eines invasiven Plattenepithelkarzinoms, einer anderen Neoplasie oder einer entzündlichen Dermatose erfolgen. (Verweis auf Kapitel Diagnostik Empfehlung 4.15.) Bei klinischem Hinweis auf ein fehlendes oder unvollständiges Therapieansprechen soll eine histologische Kontrolle erfolgen. |
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7.2 |
neu 2022 |
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Eine operative Entfernung des Morbus Bowen (z.B. mittels flacher Abtragung oder Komplettexzision) soll bei einzelnen Läsionen angeboten werden. |
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7.3 |
neu 2022 |
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Kryochirurgie kann für die Behandlung des Morbus Bowen angeboten werden. |
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7.4 |
neu 2022 |
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Ablative Laserverfahren können zur Behandlung des Morbus Bowen angeboten werden. |
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7.5 |
neu 2022 |
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5-Fluorouracil 5% Creme sollte für die Behandlung des Morbus Bowen angeboten werden. |
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7.6 |
neu 2022 |
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Imiquimod 5% Creme kann für die Behandlung des Morbus Bowen bei immunkompetenten Personen angeboten werden. Hierbei ist die fehlende Zulassung zu beachten. |
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7.7 |
neu 2022 |
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Eine photodynamische Therapie mit Rotlicht sollte zur Behandlung des Morbus Bowen in 2 Therapiezyklen innerhalb von 4 Wochen angeboten werden. |
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7.8 |
neu 2022 |
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Eine Vortherapie (z.B. mit ablativen fraktionierten Laserverfahren, Microneedling) kann vor Durchführung einer photodynamischen Therapie mit Rotlicht zur Penetrationsverstärkung angeboten werden. |
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8.1 |
neu 2022 |
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Dem untersuchenden Pathologen/Dermatopathologen sollen folgende Risikofaktoren des PEK mitgeteilt werden, wenn sie vorliegen: Rezidiv, Tumordurchmesser >2 cm, Lokalisation Ohr, Lippe oder Schläfe, Immunsuppression und Hinweis auf perineurale Invasion, keine Verschieblichkeit vom Untergrund. |
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8.2 |
neu 2022 |
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Die chirurgische Therapie des Primärtumors soll nach folgendem Algorithmus erfolgen: siehe hier |
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6.9 |
8.12 |
modifiziert 2022 |
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Eine adjuvante Radiotherapie sollte bei Vorliegen von Risikofaktoren durchgeführt werden: Knapper Resektionsrand (<2 mm, bei fehlender Möglichkeit der Nachresektion) Ausgedehnter Perineuralscheideninfiltration |
Eine adjuvante Radiotherapie sollte bei Vorliegen einer ausgedehnten Perineuralscheideninfiltration durchgeführt werden. |
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6.9 |
8.13 |
modifiziert 2022 |
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Eine adjuvante Radiotherapie sollte bei Vorliegen von Risikofaktoren durchgeführt werden: Knapper Resektionsrand (<2 mm, bei fehlender Möglichkeit der Nachresektion) Ausgedehnter Perineuralscheideninfiltration |
Eine adjuvante Radiotherapie kann bei knappem Resektionsrand erwogen werden. |
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8.14 |
neu 2022 |
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Die aktuelle Datenlage lässt keine Empfehlung für eine Kombination einer adjuvanten Radiotherapie mit einer Systemtherapie zu. |
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8.20 |
neu 2022 |
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Im Falle einer (Fern) Metastasierung oder einer lokal fortgeschrittenen Erkrankung, die nicht oder nur mit größeren Einschränkungen der Funktionalität durch operative oder strahlentherapeutische Interventionen kontrolliert werden kann, soll die Indikation zur Systemtherapie geprüft werden. |
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8.21 |
neu 2022 |
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Die Indikation zur Systemtherapie sollte in einem interdisziplinären Tumorboard gestellt werden. |
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8.22 |
neu 2022 |
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Bei Patienten mit lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem PEK soll in der Erstlinie eine Immuntherapie mit einem für diese Indikation zugelassenen PD‐1‐Inhibitor angeboten werden. |
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8.23 |
neu 2022 |
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Bei Progress unter PD‐1‐Blockade oder bei Kontraindikationen gegen diese Art von Immuntherapie soll eine EGFR‐gerichtete Therapie oder Chemotherapie angeboten werden. |
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7.1 |
9.1 |
modifiziert 2022
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Die Nachsorge von Patienten mit kutanem PEK* sollte in risikoadaptierten Intervallen nach nachfolgendem Schema angeboten werden:
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Die Nachsorge von Patienten mit Plattenepithelkarzinom der Haut sollte in risikoadaptierten Intervallen nach folgendem Schema angeboten werden:
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9.2 |
neu 2022 |
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Folgende Untersuchungsmethoden werden in Abhängigkeit von Risikofaktoren des Primärtumors, Immunsuppression bzw. nach lokal fortgeschrittenem und metastasiertem Plattenepithelkarzinom der Haut nach dem vorliegenden Schema empfohlen: |
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7.3 |
9.4 |
modifiziert 2022 |
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Lymphknoten-Sonographie sollte bei Patienten mit erhöhtem Metastasierungsrisiko bzw. bei unklarem Palpationsbefund erfolgen. |
Die Lymphknoten-Sonographie sollte bei Patienten mit hohem Metastasierungsrisiko* bzw. bei unklarem Palpationsbefund sowie bei Z.n. lokal fortgeschrittenem und metastasierten Plattenepithelkarzinom der Haut erfolgen. *Hohes Risiko: TD >6mm, >4mm bei Desmoplasie, G3-4 Differenzierung, perineurales Tumorwachstum, Immunsupprimierte und Patienten mit Sekundärtumoren |
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7.4 |
9.5 |
modifiziert 2022 |
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Röntgen-Thorax-Untersuchungen sollten nicht routinemäßig in der Nachsorge erfolgen. Abdomen-Sonographie sollte in der Nachsorge nicht routinemäßig durchgeführt werden. |
Röntgen-Thorax-Untersuchungen und Abdomensonographie sollten nicht routinemäßig in der Nachsorge erfolgen. |
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7.5 |
9.6 |
modifiziert 2022 |
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Eine Schnittbildgebung sollte zur Abklärung von Rezidiven z.B. mit Verdacht auf Befall funktioneller Strukturen oder bei V.a. perineurales Tumorwachstum oder metastasensupekter Befunde erfolgen. |
Eine Schnittbildgebung sollte zur Abklärung von Rezidiven z.B. mit Verdacht auf Befall funktioneller Strukturen, bei Z.n. lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem Plattenepithelkarzinom der Haut oder bei V.a. perineurales Tumorwachstum oder metastasensupekte Befunde erfolgen. |
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9.7 |
neu 2022 |
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Bei allen Patienten mit einem Plattenepithelkarzinom der Haut (z.B. auch mit einer Tumordicke von ≤2,0 mm ohne Vorliegen weiterer Risikofaktoren) soll eine Nachsorge aufgrund der möglichen Entwicklung von sekundären Hauttumoren erfolgen. Bei der Frequenz der Nachsorge ist auch die Zahl der aktinischen Keratosen sowie der Plattenepithelkarzinome der Haut in der Vorgeschichte zu berücksichtigen. |